Golfschwung 2019 Ausgabe 3

digitallkz

DAS GOLFMAGAZIN FÜR DIE REGION LUDWIGSBURG

JAHRGANG 2019

schwung 1

schwung

#03

PORTRÄT

Matthias Schmid

mit klarem Plan

REPORTAGE

Platzreifekurs –

ein großes Erlebnis

TIPPS

Fit durch die

Winterpause

GOLF

LAND

Baden-Württemberg

Vom Taubertal bis

zum Bodensee


VON HAUS AUS

STARK IN

IMMOBILIEN.

E & G PRIVATE IMMOBILIEN GMBH

STADTKIRCHENPLATZ 4 | 71634 LUDWIGSBURG

Mit Engagement und Erfahrung finden wir den

richtigen Käufer für Ihre Immobilie.

Heike Rzepka und Andreas Duschek beraten Sie gerne.

Wir freuen uns auf Ihren Anruf.

T +49 7141 / 299919-0 | E ludwigsburg@eug-pi.de

WWW.EUG-PRIVATEIMMOBILIEN.DE


schwung 01

Liebe Leserinnen,

liebe Leser

wussten Sie, dass Deutschland die zweitwichtigste

Golfnation in Europa ist? Ganze 2.270 Anlagen

gibt es hierzulande, davon liegen 92 Plätze in Baden-Württemberg.

Allerlei Wissenswertes rund

um die Golfclubs und Golfplätze in Baden-Württemberg

erfahren Sie in dieser Ausgabe

von „Golfschwung“. Der Geschäftsführer

des Baden-Württembergischen

Golfverbandes Rainer Gehring

gibt im Interview einen Einblick

in die aktuelle Lage und Entwicklung

der Mitgliedszahlen und

Golfplätze.

Wie in allen Sportarten gilt auch

beim Golf die Devise: Nach der Saison

ist vor der Saison! Das heißt, um fi t in die

neue Saison starten zu können, sollten Kraft,

Ausdauer und Beweglichkeit auch im Winter trainiert

werden. Als Anregung haben wir für Sie fünf

einfache Übungen zusammengestellt, die sich

ohne großen Aufwand gut durchführen lassen.

Passend zum Thema wollten wir diesmal in unserer

kleinen Umfrage wissen, wie sich die Teilnehmer

im Winter fit halten.

Im Porträt stellen wir diesmal die neue deutsche

Golf-Hoffnung Matthias Schmid vor. Auch er

fi ng zu Beginn seiner Karriere mit den Grundlagen

der Schwungtechnik an. Dass das gar nicht so

einfach ist, wie es von außen aussieht, stellt wohl

jeder fest, der sich an den Golfschläger traut. Unser

Redakteur hat diese Erfahrung gemeinsam

mit weiteren Teilnehmern beim Platzreifekurs

ebenfalls gemacht und nimmt uns in seiner Reportage

mit auf den Platz. Neben den Tipps für

den perfekten Golfschwung begeisterte

die Teilnehmer auch die schöne Landschaft

auf dem Golfplatz. Die Harmonie

von Natur und Golf fällt immer

wieder ins Auge. Raffiniert

angelegte Plätze bieten Schutzgebiete

und Oasen für Pflanzen

und Tiere. Beim Betrachten der

ausgewählten Fotos in dieser Ausgabe

steigt die Vorfreude auf die

neue Golfsaison…

Viel Spaß mit der neuen „Golfschwung“-Ausgabe!

Katharina Bock

Golfschwung Magazin


02

schwung

Inhalt

01 Editorial

02 Inhalt

03 G olf-News

04 P reisgeld-Irrsinn

Astronomische Summen

auf der PGA-Tour

05 Golfland Baden-Württemberg

Vom Taubertal bis zum

Bodensee

08 Plätze

in der Region und in

Baden-Württemberg

10 Rainer Gehring

Gespräch mit dem Geschäftsführer

des „BWGV“

12 Fitness

Fit durch die Winterpause

14 Faszination Golf

Umfrage

16 Matthias Schmid

Die neue deutsche Hoffnung

18 Platzreifekurs

Ein Erfahrungsbericht

22 Talentförderung

GC Mannheim-Viernheim

gewinnt das Grüne Band

24 Ganz viel Natur

auf den Golfanlagen

in Baden-Württemberg

28 Vorschau/Impressum

GANZ VIEL NATUR

Golf und Natur – zwei Dinge, die auf lange Sicht durchaus

harmonisch zusammen existieren können. Die Schaffung naturnaher

Lebensräume und die Verbreitung der Artenvielfalt auf Golfanlagen in

Baden-Württemberg soll weiterhin gefördert werden.

SEITE 24

FITNESS-TIPPS

INTERVIEW

Rainer Gehring, Geschäftsführer

des Baden-Württembergischen

Golfverbandes „BWGV“, über

Mitgliederzahlen, Jugendförderung

und Golfplätze.

SEITE 10

Sport- und Gymnastiklehrerin Sandra van der Meer-Dieterich

zeigt Ihnen, wie Sie fit durch die Winterpause kommen.

SEITE 12


schwung 03

Freud und Leid beim

Stuttgarter GC Solitude

Die Männer jubelten, die

Frauen sind aus der Bundesliga

abgestiegen – der Stuttgarter

Golf-Club Solitude erlebte

in dieser Saison ein Kontrastprogramm.

Die Damen konnten

in der Süd-Gruppe der

Bundesliga nicht mithalten

und mussten sich aus der

Eliteklasse verabschieden.

Dagegen trumpfte die Männermannschaft

beim Final

Four auf Gut Kaden spielerisch

und kämpferisch ganz groß

auf. Im Halbfinale schalteten

die Schwaben den GC Hösel

mit 7:5 aus. Getragen von einer

Euphoriewelle behielten sie

auch im Finale gegen den GC

Hubbelrath mit 8:4 die Oberhand.

An Hubbelrath war

Titelverteidiger GC Mannheim-Viernheim

mit 5,5:6,5

gescheitert. Den Badenern

reichte es nicht einmal aufs

Podest, weil sie die Partie um

Platz 3 gegen Hösel unglücklich

im Stechen verloren.

62 – Marcel Schneider

schafft bisher beste

Runde als Tourspieler

Bei den Euram Bank Open in

Österreich gelang Marcel

Schneider (Bietigheim-Bissingen)

der bisher beste Durchgang

als Profi. Gleich am

ersten Turniertag kam der

29-Jährige mit sechs Birdies

und einem Eagle auf blitzsaubere

62 Schläge (8 unter Par)

und unterbot seine bisherige

Bestleistung um einen Zähler.

Nach weiteren Runden von 69,

70 und 69 standen für Schneider

270 Schläge zu Buche, was

am Ende den geteilten 14.

Platz bei diesem Wettbewerb

der Challenge Tour bedeutete.

Eine Top-Ten-Platzierung

verbuchte der Mann vom

GC Schloss Monrepos bei den

Open de Portugal. Dort wurde

Schneider mit dem Endergebnis

von 279 Neunter

(9 unter Par). (red)

Fünf Golfrunden

in 13 Stunden

Tim Saßmannshausen und Marco

Nichau aus Bad Berleburg starteten

vor wenigen Wochen eine

ehrgeizige Aktion im Golfclub

Wittgensteiner Land. Sie starteten

morgens gegen 5.20 Uhr noch bei

Dunkelheit zu einem Golf-Marathon.

Fünf komplette Runden,

also insgesamt 90 Löcher, hatten

sie sich vorgenommen und letztlich

auch gespielt. Gute 13 Stunden

benötigten sie dafür, legten

rund 43 Kilometer zurück und

etwas mehr als 52.000 Schritte.

Interessant: Auf fast allen Runden

waren die beiden gut im Rahmen

ihrer Vorgabe unterwegs oder

sogar besser. Sie spielten zahlreiche

Pars, diverse Birdies und sogar

ein Eagle; richtige Ausrutscher

gab es so gut wie keine. Freilich ist

schon der nächste Rekordversuch

geplant. Nächstes Jahr wollen

Tim und Marco die 100 Löcher

knacken.

Golf-News

Maurice Allens historischer Schlag:

342-Meter-Abschlag über die Niagara-Fälle

Wochenlang hatte sich der Amerikaner Maurice Allen auf den

Rekordversuch vorbereitet. Die kleine Kugel mit einem Schlag

über die Niagara-Wasserfälle zu katapultieren – das hatte bis

dato noch kein Golfer geschafft. Anfang August war es so weit:

Vier Versuche benötigte der 37-Jährige, ehe er den Ball optimal

traf und ihn durch eine Nebelwand auf eine Grünfläche am anderen

Ufer beförderte. Die unfassbare Distanz: 342 Meter!

Allen gelang damit sozusagen ein grenzübergreifender Schlag.

Die gigantischen Niagara-Fälle trennen den US-amerikanischen

Bundesstaat New York und die kanadische Provinz Ontario. Der

Longdriver aus Florida hat sich einen Namen gemacht mit weiten

Schüssen. Im vergangenen Jahr gewann Allen mit 360 Metern

die Volvik Long Drive Championship. (Quelle: Golf.de)

+++ Wir sorgen für Schwung im Glas! +++

5%

Weinmanufaktur Untertürkheim eG

Strümpfelbacher Str. 47

70327 Stuttgart

Tel. 0711 33 63 81 12

Fax 0711 33 63 81 24

info@weinmanufaktur.de

www.weinmanufaktur.de

auf Ihren nächsten Einkauf bei uns

Gegen Vorlage dieses Gutscheins erhalten Sie bei Ihrem

Einkauf vor Ort 5 % auf alle Wein- und Sektartikel.

Dieser Rabatt ist nicht mit anderen Aktionen kombinierbar

und gilt nur während unserer Öffnungs zeiten:

Mo.–Fr. 09:00–18:00 Uhr, Sa. 09:00–14:00 Uhr.

Nicht im Onlineshop einsetzbar.

Gültig vom 15. 9. 2019–15. 11. 2019


04

schwung

Preisgeld-Irrsinn

Daniel Dillenburg, engagiertes Mitglied der Golf.de-Redaktion,

hat sich in einem Online-Beitrag mit dem „Preisgeld-Irrsinn“,

wie er es selbst nennt, auf der PGA-Tour befasst.

Bevor er sich sage und schreibe

15 Millionen US-Dollar auf einen

Streich schnappte, hatte

Profi Rory McIlroy sein Unbehagen

angesichts solch astronomischer

Summen geäußert.

Der Nordire macht sich immer wieder Gedanken,

wie man den Fans näherkommen könne. Und da sei

ein 15-Millionen-Jackpot „vielleicht nicht der beste

Weg, dies zu tun“. So sieht es auch Daniel Dillenburg.

Zum Preisgeld-Irrsinn auf der PGA-Tour

nennt der 25-jährige Golf-Experte einige Zahlen:

Rory McIlroy konnte die TOUR Championship und

das damit verbundene Preisgeld in Höhe von 15

Millionen US-Dollar sichern. Doch selbstverständlich

gingen die anderen 29 Teilnehmer beim Saisonfinale

und die, die sich nicht mal für jenes qualifiziert

haben, nicht leer aus.

Auf die 150 besten Spieler im FedExCup wurde

ein Gesamtpreisgeld von 70 Millionen US-Dollar

aufgeteilt. Damit erhielt selbst Martin Kaymer

noch als 150. der Rangliste einen Scheck in Höhe

von 70 000 US-Dollar. Man musste sich also nicht

einmal für die Play-offs qualifizieren, um am Kuchen

beteiligt zu werden. Für die Plätze 101 bis 125

lag die Belohnung bei jeweils 101 000 US-Dollar.

Wer es in die Top 60 schaffte, erhielt mindestens

151 000 US-Dollar. Im vergangenen Jahr lag das Gesamtpreisgeld

noch bei 45 Millionen US-Dollar.

Eine weitere unglaubliche Zahl ist der Unterschied

zwischen Platz eins und zwei. Während

McIlroy mit 15 Millionen US-Dollar nach Hause

geht, muss sich der Zweitplatzierte mit zehn Millionen

weniger zufriedengeben. Das ist in diesem

Fall Xander Schauffele, dem nach vier Runden vier

Schläge auf den Sieger fehlten. Zum Vergleich:

Bei regulären PGA-Tour-Events erhält der Zweitplatzierte

in etwa 60 Prozent des Siegerpreisschecks.

Im Fall des FedExCup-Finals soll dieser

Unterschied vermutlich den Druck auf den Führenden

nochmals erhöhen. McIlroy zeigte sich

ziemlich entspannt und spielte zwei Birdies zum

Abschluss.

Bei der TOUR Championship wurden zudem

gleich acht Spieler mit einer siebenstelligen Summe

vergütet. Erst die geteilten Neunten Patrick

Reed, Kevin Kisner und Hideki Matsuyama mussten

sich mit einem Scheck unter einer Million

US-Dollar begnügen (843 333 Dollar) – Wahnsinn!

G

Foto: 3desc/stock.adobe.com


schwung 05

Golfplatz St. Leon-Rot.

olfl and

Baden-Württemberg

TEXT: GERALD PROBST

Deutschland zählt – man kann es kaum glauben –

zu den wichtigsten Golfnationen Europas und rangiert

nach England mit seinen 2270 Anlagen auf

dem respektablen zweiten Platz. Vom hohen Norden

in Schleswig-Holstein bis in den bayrischen

Süden existieren 1050 Plätze. Wurden noch in den

letzten drei Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts

ständig zahlreiche neue Golfanlagen

landauf, landab geplant und schließlich auch gebaut,

so sind es gegenwärtig nur noch wenige davon.

Auch die Mitgliederzahlen der Clubs stagnieren.

Die Zeiten, in denen der Deutsche Golfverband

jedes Jahr, was Neuanlagen und Mitgliederzahlen

angeht, beachtliche Zuwächse melden konnte,

scheinen vorbei zu sein.

Baden-Württemberg ist unter den Golf-Landesverbänden

eine Ausnahme. Die Statistik des BWGV

zeigt eine erfreuliche Entwicklung und belegt, dass

in den vergangenen beiden Jahren immerhin rund

850 neue Mitglieder registriert wurden. Mittlerweile

zählt der Baden-Württembergische Golfverband

(BWGV) 74 500 Mitglieder. Ein Drittel davon sind

Frauen, zwei Drittel Männer. Der Anteil von Jugendlichen

liegt bei 10 Prozent. Sehr erfreulich: 2019

wurde sogar ein neuer Platz in Baden-Württemberg

eröffnet. Die Anlage Gut Batzenhof zwischen Pforzheim

und Karlsruhe ist zwar noch nicht komplett

fertig, aber einige Bahnen sind schon jetzt bespielbar.

Ehrgeiziges Ziel des Clubs ist es, seinen Mitgliedern

und Gästen in naher Zukunft dreimal neun

Bahnen zum Spiel anzubieten.

92 Plätze zählt das Golfland Baden-Württemberg

gegenwärtig, vom einfachen Neun-Loch-Platz

bis zur weitläufigen Anlage mit 27 Bahnen, teilweise

zwei kompletten Plätzen. Rund 100 Golfclubs haben

darauf die Spielrechte, pflegen den Mitgliederbestand

und leisten wichtige Beiträge zur Ausbildung

von neuen Spielern, zum Turniergeschehen, zur Ju-


06

schwung

Clubhaus St Leon-Rot.

DER

SOLHEIM­

CUP IST

DAS WELT­

WEIT WICH­

TIGSTE

GOLFEVENT

FÜR FRAU­

EN. 2015

FAND ES IN

ST.LEON­

ROT STATT.

Udo Strehl

Präsident Golfclub

Schloss Monrepos

gendarbeit und nicht zuletzt für die allgemeine

Landschaft spflege. Darüber hinaus haben etwa 15

Clubs auch noch eine öffentliche Anlage, das heißt,

hier können Golfer ganz ohne Mitgliedschaft spielen.

Vielfach sind das Kurzplätze oder separate

9-Loch-Anlagen. Die große Akzeptanz belegt, dass

dieses Modell „Spielen gegen eine Gebühr, aber

ohne Clubbindung“ durchaus zukunft sfähig ist.

Auch Clubs in anderen Bundesländer sowie im europäischen

Ausland haben eine ähnliche Erfahrung

gemacht.

Der älteste Club in Baden-Württemberg ist übrigens

der von Baden-Baden, der jüngste, wie oben

erwähnt, Gut Batzenhof. Am nördlichsten Zipfel des

Landes lädt der Neusasser Golfclub in Glashofen

ein, ganz im Süden, nahe der Schweizer Grenze,

empfi ehlt sich der Golfclub Rheinblick Lottstetten.

Die höchstgelegene Anlage in Baden-Württemberg

dürft e der Golfclub Hochschwarzwald in Titisee-Neustadt

sein. Eines haben fast alle Anlagen

gemeinsam: sie sind behutsam und sehr professionell

in die Landschaft integriert und haben diese

sogar unter Gesichtspunkten des Naturschutzes

nachhaltig verbessert.

Beim Betrachten der Übersichtskarte mit den

Clubs im Ländle (siehe Seite 9) ist nicht zu übersehen,

dass es in einigen Landstrichen Baden-Württembergs

eine ausgeprägt große Golfplatzdichte

gibt. Hervorzuheben ist die Region zwischen Mannheim

und Karlsruhe, in der ein gutes Dutzend wunderschöner

Golfplätze beheimatet ist. Allen voran

St. Leon-Rot, gewissermaßen eine der deutschen

Vorzeigeanlagen. 1996 wurde der Club von dem

weithin bekannten Sportmäzen Dietmar Hopp gegründet.

Die beiden 18-Loch-Meisterschaftsplätze

erfuhren bereits mehrfach die Auszeichnung beim

Golf Journal Travel Award als „Beliebtester Golfplatz

in Deutschland“. Tiger Woods errang hier übrigens

bei der Deutsche Bank – SAP Open seinen

ersten Turniersieg auf deutschem Boden und 2015

fand schließlich in St. Leon-Rot eines der weltweit

wichtigsten Golfevents für Frauen statt: der Kontinentalvergleich

Solheim Cup, also das Gegenstück

zum Ryder-Cup der Männer.

Eine weitere Region in Baden-Württemberg mit

zahlreichen Clubs auf engstem Raum ist der Großraum

Stuttgart/Ludwigsburg/Heilbronn. Hier fi n-

den Golfer in einem Umkreis von etwa 60 Kilometern

15 Plätze von ganz unterschiedlichem Zuschnitt

(siehe Seite 8). Unter ihnen der Stuttgarter Golfclub

Solitude in Mönsheim sowie die Golfanlage Schloss

Nippenburg. Der 1927 gegründete Golfclub Solitude

– er zählt auch zu den ältesten des Landes - richtete

in der Vergangenheit mehrfach große, internationale

Turniere aus, zum Beispiel die German Open

und die German Masters. Auch in Schwieberdingen

auf der Golfanlage Schloss Nippenburg waren in

der Vergangenheit zahlreiche europäische Top-Golfer

zu Gast und kämpften um die hohen Preisgelder

bei den German Open. Leider spielen diese beiden

Anlagen momentan als Austragungsort großer Turniere

keine Rolle mehr.

Nahezu sämtliche Golfplätze des Landes Baden-Württemberg

liegen landschaft lich sehr reizvoll.

Meist sind es Parkland-Courses mit vielfach

altem Baumbestand, Bachläufen, kleinen Flüssen

und Seen sowie anspruchsvollen Spielbahnen, unter

ihnen einige Kuriositäten. Golfer, die viel herumgekommen

sind, schwärmen von den schottischen

Bunkern auf dem Talheimer Hof oder dem

Höhenunterschied auf Bahn neun des Golfclubs

Schloss Monrepos. Das Bergauf-Spiel im Golfclub

Reutlingen/Sonnenbühl gilt als „berühmt-berüchtigt“,

Loch acht in St. Leon als kompliziert, da

das Grün nur über den Umweg einer kleinen Insel

zu erreichen ist. Für die längste Spielbahn des Landes

in Heidelberg-Lobenfeld benötigt der Spieler

wirklich lange und gerade Schläge und in Östringen-Tiefenbach

muss er gar einen Weinberg überspielen.

Fotos: Golfclub St.Leon-Rot


schwung 07

Der Pflegezustand der Golfplätze in Baden-Württemberg

gilt unisono als sehr gut. Spieler aus den

anderen Bundesländern und dem Ausland, die die

Golfanlagen zwischen Taubertal und Bodensee gerne

ansteuern, loben nicht nur die hohe Qualität der

Anlagen, sondern auch die freundliche Aufnahme

in den Clubhäusern und nicht zuletzt die zumeist

vorbildliche Gastronomie. Die Club-Restaurants in

Marhördt, Bad Liebenzell, Freudenstadt oder Konstanz-Allensbach

– um nur einige wenige Beispiele

zu nennen – genießen in den jeweiligen Regionen

nicht nur bei Golfern einen guten Ruf. Zahlreiche

andere Gäste kommen vorbei, genießen den regen

Betrieb auf den Anlagen und anschließend ein delikates

Essen.

92 Golfplätze zwischen Taubertal und Bodensee:

wer sie alle einmal in einem Zeitraum von zwei,

drei Jahren bespielen möchte, hat sich eine golferisch

höchst anspruchsvolle Mammutaufgabe vorgenommen.

Aber es ist möglich. In diversen Golfsekretariaten

war bei der Recherche zu hören, dass

vielfach Golfer mit dem Wohnmobil unterwegs sind

mit dem Ziel, auf allen Plätzen wenigstens einmal

zu spielen. Auch eine viel versprechende Möglichkeit,

das Land Baden-Württemberg ausführlich

kennenzulernen!

Tiger Woods hat an

St. Leon-Rot beste

Erinnerungen. 2002

gewann er dort die

SAP Open.

UNSER LAND

VOLLER

LIEBLINGS-

MARKEN

120 SHOPS / 3.000 KOSTENFREIE PARKPLÄTZE / DO BIS 22 UHR


08

Pschwung

lätze

Pin der Region

Golfspieler aus der Region, die einen nahe gelegenen

Platz suchen, haben die Qual der Wahl.

Immerhin stehen ihnen rund 15 Anlagen zur

Verfügung, die innerhalb einer guten Stunde

bequem erreichbar sind. Hier die Übersicht:

Golfclub Schloss Monrepos

71634 Ludwigsburg,

www.monrepos.golf

Stuttgarter Golfclub

Solitude

71297 Mönsheim,

www.golfclub-stuttgart.com

Golfclub Marhördt

74420 Oberrot-Marhördt,

www.golfclub-marhoerdt.de

Golfclub

Domäne Niedereutin

71149 Bondorf,

www.golf-bondorf.de

Golfplatz Cleebronn

74389 Cleebronn,

www.golfplatz-cleebronn.de

Golfclub Bad Rappenau

74906 Bad Rappenau,

www.golfclubbadrappenau.de

Golfclub Neckartal

70806 Kornwestheim,

www.golfclub-neckartal.de

Golfclub Schönbuch

71088 Holzgerlingen,

www.gc-schoenbuch.de

Golfclub

Heilbronn-Hohenlohe

74639 Friedrichsruhe,

www.golfclub-heilbronn.de

Golfanlage

Schloss Nippenburg

71701 Schwieberdingen,

www.schlossnippenburg.de

Golfclub

Kirchheim-Wendlingen

73230 Kirchheim unter Teck,

www.golf-kirchheim.de

Golfclub Schloss Liebenstein

74382 Neckarwestheim,

www.golfclubliebenstein.de

Golfclub Bad Liebenzell

75378 Bad Liebenzell,

www.gcbl.de

Golfclub Hammetweil

72654 Neckartenzlingen,

www.gc-hammetweil.de

Public Golf Talheimer Hof

74388 Talheim,

www.talheimerhof.de


schwung 09

und in Baden-Württemberg

GC Odenwald

Brombachtal

Main

Drei Thermen

Golfresort

Bad Bellingen

Straßburg

SXB

Lahr-Reichenbach

GC Ortenau

BSL

Walldürn

GC Glashofen-Neusaß

Neusasser Golfclub

GC Heddesheim

GC Mudau

Gut Neuzenhof GC Mannheim

81

GC Bad Mergentheim

GC Mannheim-Viernheim

Oftersheim

Ravenstein-Merchingen

GC Rheintal

GC Kaiserhöhe

GC Heidelberg-

Lobenfeld

Wiesloch GC Wiesloch-Hohenhardter Hof

Golfanlage am Eselspfad GC Sinsheim

GC Heilbronn-Hohenlohe

GC St. Leon-Rot

Buchenauerhof

GC Bad Rappenau

Friedrichsruhe

Östringen-Tiefenbach

Schwaigern-Stetten

6

Heitlinger Golf Resort

Golfoase Pfullinger Hof

Heilbronn

GC Bruchsal

Talheim

GC Schwäbisch Hall

Königsbach-Stein

Public Golf Talheimer Hof

GC Oberrot-

GC Johannesthal Golfplatz Cleebronn

Frankenberg

Karlsruhe GC Hofgut Scheibenhardt

Neckarwestheim

Golfpark Karlsruhe Gut Batzenhof

golfyouup

G & LC Schloss Liebenstein

GC

GC Rheinstetten

GC Pforzheim Ölbronn-Dürrn

Ludwigsburg

Marhördt

Karlshäuser Hof Mönsheim Stuttgarter GC Schloss Monrepos

Rastatt GC Altrhein

Ölbronn-Dürrn GC Solitude

Rheinmünster

Baden Hills G & CC

GC Gütermann Gutach

Freiburg-Munzingen

GC Tuniberg

Rhein-GC Badenweiler

Basel

QKA

Appenweier

GC Urloffen

Zell a. Harmersbach

GC Gröbernhof

GC Schönau

GC Markgräflerland Kandern

98

5

Herbolzheim

Europa-Park

GC Breisgau

GC

Baden-Baden

Kehl-Neumühl Golfgelände Birkenhof

Freiburg

Rhein

Kinzig

S c h

w a r

Golfanlage Schopfheim

GC Rickenbach

Golfpark

Bad Säckingen

GC

Bad Herrenalb-

Bernbach

GC Freudenstadt

GC Königsfeld

Freiburger GC Kirchzarten

Rhein

z w a

Murg

l d

Titisee-Neustadt

GC Hochschwarzwald

Schluchsee

GC Neckartal

Schwieberdingen Golfanlage

citygolf Stuttgart

Schloss Nippenburg

Lorch GC Hetzenhof

Stuttgart

GC

Bad Liebenzell

GC Göppingen

GC Kirchheim-

GC Hohenstaufen

STR

Wendlingen

Donzdorf

Holzgerlingen

GC Teck

GC Schönbuch

Ohmden

Tübingen Neckartenzlingen

GC Bad Überkingen

8

GC Schloss GC Hammetweil

Kressbach

GC Reutlingen / Sonnenbühl

Bondorf

GC Domäne Niederreutin

GC Alpirsbach

Stühlingen

GC Obere Alp

GC Hechingen-

Hohenzollern

Golfsport Center Bad Dürrheim

Donaueschingen

L & GC Öschberghof

GC Rheinblick-

Lottstetten

Ku r p f a l z

BADEN-

Neckar

K r a i c h g a u

WÜRTTEMBERG

SCHWEIZ

81

81

Neckar

St r o m -

b e r g

Re g i o n

O d e nwa l d

St u t tg a r t

Starzach-Sulzau GC Schloss Weitenburg

Hausen a. T.

Golf-ER Club Schwaben

Donau

S c h w ä b i

Tau b e r t a l

Schwäbischer

Wald

s c h e A

Inzigkofen

GC Sigmaringen Zollern-Alb

Fr a n ke n

H o h e n l o h e

G & LC Haghof

Alfdorf

l b

Ehingen

GC Donau-Riss

Green-Golf Bad Saulgau

Wain GC Reischenhof

Bad Waldsee

Waldsee Golf-Resort

Orsingen

GC Schloss Langenstein

GC Steißlingen

GC Owingen-Überlingen

GC Ravensburg

GC Konstanz

GC Rochushof

Allensbach Deggenhausertal

FDH

Konstanz

Friedrichshafen

0

1:1.205.836

© IDS 2018

10 km

B o

d e

Kocher

Taube r

O b e r s c hw a b e n

B o d e n s e e

n s e

e

Jagst

Bühlerzell

G & CC Grafenhof

Ulm

Aalen

GC Ulm

Illerrieden

Bad Wurzach

Golf in Linden

96

ÖSTERREICH

7

Neresheim

GC Hochstatt

Härtsfeld Ries

GC Waldegg-

Wiggensbach

Kempten

Golfpark

Schloßgut

Lenzfried

Karte aus dem Magazin GOLFLand Baden-Württemberg, Ausgabe 2019, Herausgeber: VUD Medien GmbH, www.golfland-bw.de


10

schwung

Rainer Gehring

Gespräch mit dem Geschäftsführer des

Baden-Württembergischen Golfverbandes „BWGV“.

FRAGEN: GERALD PROBST

Der studierte

Diplom-Sportlehrer

Rainer Gehring leitet

die Geschicke des

Verbandes seit 2007.

Foto: BWGV


schwung 11

Golfschwung: Wie sieht es bei den Clubs im

Baden-Württembergischen Golfverband mit

der Mitgliederentwicklung aus?

Gehring: Wir freuen uns, dass die Mitgliederzahl

in unseren Clubs in Baden-Württemberg auch

2018 wieder leicht gestiegen ist. Deutschlandweit

sah das leider nicht so gut aus, denn es

gab erstmals nach über fünf Jahrzehnten des

Wachstums wieder einen leichten Rückgang.

Wo steht der Baden-Württembergische Golfverband

in Sachen Mitglieder im Vergleich der

Verbände zu anderen Bundesländern?

Wir belegen hinter den beiden „Großen“ – Bayern

und NRW – einen respektablen dritten Platz.

Thema Mitgliedschaften – ist die klassische

Mitgliedschaft, wie zum Beispiel vor zwanzig

Jahren, passé?

Passé sicherlich nicht, dennoch sind Jahresmitgliedschaften

aus unterschiedlichen Gründen

deutlich auf dem Vormarsch.

Welche Ideen für neue Mitgliedschaftsmodelle

hat der BWGV?

Da sind hauptsächlich die Clubs gefragt. Sie

müssen neue Modelle entwickeln und anbieten.

Und sie tun das auch – mit gutem Erfolg.

Was tut der Baden-Württembergische Golfverband,

um neue Mitglieder zu gewinnen?

Wir unterstützen die Clubs bspw. mit unserem

alljährlichen Auftritt auf der CMT. Dort sind wir

mit unserem 390m² großen Stand die Plattform

für zahlreiche Clubs, die sich zusammen mit

dem BWGV dort präsentieren und zu den zahlreichen

Golfinteressierten Kontakt aufnehmen.

Thema Jugendarbeit – welche Anstrengungen

unternehmen Sie für die Gewinnung speziell

junger Golfer?

Wir arbeiten im Moment ein neues Partnerschulkonzept

aus, um insbesondere Kindern

den Golfsport im Sportunterricht näherbringen

zu können. Und unser „Allianz-Golfmobil“ war

bei vielen Events, wie bspw. der BUGA in Heilbronn,

vor Ort und weckt bei Kids so das Interesse

für Golf.

Golfsport elitär – wie wirkt der Baden-

Württembergische Golfverband dem entgegen?

Ein Beispiel:

Durch die Aktion „Lebensraum Golfplatz – Golf

fördert die Artenvielfalt“ zeigen wir eine andere

und ganz wesentliche Facette, die Golf eben

auch ausmacht. Dadurch erreichen wir bei zahlreichen

Menschen, die dem Golfsport gewisse

Vorbehalte entgegenbringen, eine Anerkennung

für das Geleistete und in der Folge auch eine positivere

Einstellung zum Golfen.

Welche erfreulichen Entwicklungen sehen Sie

gegenwärtig in Ihrem Verband?

Die Förderung der Nachwuchstalente zusammen

mit den Clubs an den insgesamt 21

Stützpunkten und auch im Landeskader lief

richtig gut. Speziell bei den Mädchen hat das inzwischen

dazu geführt, dass der BWGV der

„Hauptlieferant“ für die Jugendnationalmannschaft

des Deutschen Golfverbandes geworden

ist.

Und welche bedenklichen Entwicklungen

registrieren Sie?

In den vergangenen fünf Jahren mussten wir bei

den Mitgliedern bis 18 Jahren zahlenmäßig einen

Rückgang in unseren Clubs beobachten.

Dies hat sich aber glücklicherweise bisher nicht

in einem Rückgang an Qualität in der Spitze bemerkbar

gemacht.

Was war eigentlich der letzte Club/Golfplatz,

der in Baden-Württemberg eröffnet wurde?

Der Golfclub Batzenhof, er liegt zwischen Pforzheim

und Karlsruhe. Ein Teil des Platzes ist fertiggestellt,

der Rest noch in Arbeit.

Alles in allem – wie ist es im Golfland Baden-

Württemberg gegenwärtig um die Clubs und die

Qualität der Golfplätze bestellt?

Die nahezu 100 Golfplätze zeichnen sich durch

eine wirklich sehr gute Platzqualität aus. Der

Golfspieler hat dadurch genügend Auswahl zum

Spielen. Und die Clubs, denen es zudem gelingt,

die Mitgliederzahlen konstant zu halten oder

sogar zu steigern, die sind natürlich auch wirtschaftlich

gut aufgestellt.

DIE NAHE ZU

100 GOLF­

PLÄTZE

ZEICHNEN

SICH DURCH

EINE WIRK­

LICH SEHR

GUTE

PLATZ­

QUALITÄT

AUS.

Rainer Gehring

Geschäftsführer

BWGV


12

schwung

Fit durch die

inter

pause

ES IST

WICHTIG,

DASS

MAN DIE

MUSKELN

AUCH IM

WINTER

TRAINIERT.

Sandra van der

Meer-Dieterich

Sport- und

Gymnastiklehrerin

TEXT UND FOTOS: ERICH WAGNER

Wenn die Blätter zu fallen beginnen und der

Herbst Einzug hält, hört das muntere Treiben auf

den Golfplätzen allmählich auf. Auch wenn die

kleine, weiße Kugel dann ruht, sollten die Sportlerinnen

und Sportler weiterhin am Ball bleiben –

im übertragenen Sinne. Ausdauer, Kraft , Beweglichkeit

und Konzentration müssen in der

Winterpause weiterhin regelmäßig Impulse erhalten,

damit sich der Golfschwung auch im neuen

Jahr flüssig und sauber ausführen lässt.

„Ich weiß, dass beim Golf insbesondere die

schräge Bauchmuskulatur und die untere Rückenmuskulatur

beansprucht werden“, benennt

Sandra van der Meer-Dieterich, staatlich anerkannte

Sport- und Gymnastiklehrerin, jene Körperpartien,

die bei Abschlag, Pitchen, Chippen

und Putten speziell gefordert sind. „Es ist wichtig,

dass man diese Muskeln auch im Winter trainiert.“

Die 54-jährige gebürtige Niederländerin, die

zudem die Qualifikation als Masseurin und Medizinische

Bademeisterin erworben hat, gibt seit

vielen Jahren Kurse bei der Volkshochschule Unterland

und beim Sportstudio MMotion (Güglingen-Frauenzimmern).

Sie legt großen Wert darauf,

das Fitnessprogramm breit anzulegen und

regelmäßig auch Kondition zu trainieren.

„Ich persönlich halte von Walken mehr als von

Joggen“, legt sich van der Meer-Dieterich fest. Man

könne sich auch beim sportlichen Gehen ordentlich

auspowern, habe aber den Vorteil, dass die Gelenke

nicht den Stoßbewegungen wie beim Laufen

ausgesetzt sind. Beim Walking mit Stöcken komme

durch den Stockeinsatz noch die Kräft igung

der Arme und Schultern sowie die Schulung der

Koordination hinzu. „Das kann man alleine oder

in der Gruppe machen.“

Ihre Empfehlung: wöchentlich zwei Ausdauerund

zwei Kräft igungseinheiten. Es gibt mehrere

Möglichkeiten:

Kurse im Sportverein, im Studio oder bei der

Volkshochschule. „Wer den inneren Schweinehund

überwindet, kann auch zu Hause tolle Übungen

machen“, lässt Sandra van der Meer-Dieterich

alle Wege offen, „aber der innere Schweinehund

muss eben überwunden werden.“ In der Gruppe

lässt sich diese Barriere erfahrungsgemäß eher

meistern.

Als Alternative zum Kraftsport an den Geräten

im Sportstudio zählt sie ihre persönlichen Top-5-

Übungen für die Trainingseinheit daheim auf dem

Wohnzimmerteppich auf. Bei diesen legt sie das

Hauptaugenmerk natürlich auf die bereits erwähnte

schräge Bauchmuskulatur und die untere

Rückenmuskulatur.

Es sind die Beweglichkeitsübung, die Planke,

die Rückenübung, die schräge Rumpfbeuge und

das Kreuzheben. Die fünf Varianten macht sie auf

den nebenstehenden Bildern anschaulich vor.

Eine Übung setzt sie mit 30 bis 45 Sekunden an,

von jeder Übung sollten drei Sätze absolviert werden.

„Man darf ruhig ein bisschen in den anstrengenden

Bereich, heraus aus dem Wohlfühlbereich“,

gibt die Sportlehrerin ihren Schützlingen

immer wieder mit auf den Weg.

Was Sandra van der Meer-Dieterich beim Golf

besonders anspricht, ist die Bewegung an der frischen

Luft und in der Natur. Sie findet das fast jeden

Tag in Sachsenheim-Ochsenbach bei den Ausritten

mit ihrer Traberstute Easy.


schwung 13

Sandras fünf Lieblingsübungen

1

ÜBUNG 1: BEWEGLICHKEITSÜBUNG:

Rückenlage, Arme ausgebreitet, Hand-Innenflächen nach oben,

angewinkelte, geschlossene Knie, Knie im Wechsel nach links

und rechts bewegen, Schultern bleiben am Boden, Kopf in die

Gegenrichtung, Kinn heran.

„Wirbelsäule wird beweglich, Muskeln und Faszien werden

gedehnt, Organe werden ,ausgewrungen‘, der Stoffwechsel

angeregt.“

ÜBUNG 2: PLANKE

Unterarmstütz mit geradem Rücken, langen Beinen,

Kopf in Verlängerung der Wirbelsäule

„Meine absolute Lieblingsübung - da ist der ganze

Körper dabei. Diese Übung kommt bei mir fast in

jedem Kurs vor.“

2

3

ÜBUNG 3: RÜCKENÜBUNG

Bauchlage, Arme und Beine sind gestreckt

und angehoben, Kinn heran („Doppelkinn“),

diagonale Auf- und Abbewegung mit langen

Armen und Beinen, insbesondere Bauch

anspannen

„Komplette Kräftigung der Körperrückseite,

insbesondere des Rückens und der Gesäßmuskulatur.“

4

ÜBUNG 4:

SCHRÄGE RUMPFBEUGE

Rückenlage, Knie angewinkelt,

Hände an den Kopf, Ellenbogen

nach außen, „eine Faust

hat Platz unter dem Kinn“,

Oberkörper ruhig auf und ab

bewegen, dann Oberkörper

seitlich aufdrehen im Wechsel

„Super geeignet für Golfspieler,

trainiert wird die seitliche,

schräge Bauchmuskulatur.“

ÜBUNG 5:

KREUZHEBEN

Vorbeuge mit geradem Rücken

und Nacken, Knie leicht angewinkelt,

Schulterblätter zusammenziehen,

Brust raus, Bauch fest

anspannen, Auf- und Abbewegung

des geraden Rückens mit und

ohne Gewicht in den Händen

„Der untere Rücken wird gekräftigt.

Man kann eine Kurzhantel

nehmen, einen 5-Kilo-Kartoffelsack

oder etwas anderes.“

5


Faszination

olf

Wie viele Runden haben Sie in diesem Jahr gespielt?

An wie vielen Turnieren haben Sie teilgenommen?

Wie halten Sie sich in der „kalten Jahreszeit“ fit für die nächste Saison?

FRAGEN: GERALD PROBST

„Dieses Jahr habe ich leider

nur 12 Runden gespielt, dazu

kamen noch fünf Turniere

bzw. Ligaspiele. Im Winter

gehe ich – so es meine Zeit

erlaubt – zweimal pro Woche

schwimmen und dreimal in

der Woche mache ich ein

intensives Schwungtraining.“

Armin Bogner

Ludwigsburg

„Also, ich habe bislang gut

40 Runden gespielt und

an sieben Turnieren teilgenommen.

Im Winter mache

ich regelmäßig Gymnastik

und Stretching. Aber ich

spiele auch hier, so oft es

noch geht. Und in den kalten

Monaten fliehe ich gern

mal in den Süden, um dort

intensiv zu spielen.“

Harry Fehrmann

Pleidelsheim

„Pro Jahr komme ich immer

noch auf rund 100 Runden;

bis jetzt waren es gute

85. Allerdings bin ich kein

Turnierspieler – da muss ich

passen. Im Winter steuere

ich immer die Plätze in der

Umgebung Münchens an, auf

denen man noch spielen

kann. Das klappt prima.“

Wilhelm Goebel

München

„Leider fehlt es mir meistens

an der Zeit. Aber ich

habe dieses Jahr dennoch

12 Runden gespielt, leider

keine Turniere. In der kalten

Jahreszeit gehe ich meist

zweimal pro Woche ins

Fitness-Studio.“

Christian Ottenbacher

Asperg


schwung 15

Foto: sittinan/stock.adobe.com

„In diesem Jahr konnte

ich bislang nur 15 Runden

spielen, darunter kein

Turnier. Ich hatte eine Knie-

OP, und da war ich etwas

eingeschränkt. Das ganze

Jahr über, also auch im

Winter, absolviere ich täglich

ein intensives Gymnastikprogramm.

Darüber hinaus

mache ich fünfmal pro

Woche eine Walkingrunde.“

Dieter Pramann

Filderstadt

„Wenn ich richtig gerechnet

habe, waren es 30 Runden.

Bei Turnieren war ich nicht

dabei – leider! In der kalten

Jahreszeit gehe ich so oft wie

möglich ins Fitness-Studio.

Das bekommt mir ganz gut.“

Erwin Schulz

Ludwigsburg

„Alles in allem dürft en

es etwas über 50 Runden

gewesen sein, allerdings auch

einige mal nur neun Löcher.

Gespielt habe ich 10 Turniere.

Im Winter versuche ich auch

bei widrigen Verhältnissen zu

spielen. Außerdem jogge ich

wöchentlich zweimal und

drehe die eine oder andere

Walkingrunde.“

Hans-Werner Serwe

Bietigheim-Bissingen

„Bis jetzt dürft en es so um

die 38 Runden gewesen sein,

davon allerdings auch einige

9-Loch-Runden. Bei Turnieren

mache ich nicht mehr

mit. Ansonsten gehe ich

zweimal pro Woche – nicht

nur im Winter – zum Kieser-

Training. Damit halte ich

mich fit.

Sigmar Vogelmann

Ludwigsburg


16

schwung

Matthias

Schmid

Die neue deutsche Hoffnung

TEXT: ERICH WAGNER

Foto: DGV/stebl


schwung 17

Wenn die neue deutsche

Golf-Hoffnung

Matthias Schmid in

einen Wettkampf

zieht, wird daraus

häufig ein Familientreffen.

Bei den 148. British Open im Juli, dem

prestigeträchtigsten und ältesten Turnier im Kalender,

unterstützte ihn sein Vater als Caddie,

sein Bruder als Player Manager, dabei waren auch

Mutter, Tante und Onkel.

Die Teilnahme an einem der vier Major-Turniere

elektrisierte natürlich auch seine Freunde

beim Golf-Club Herzogenaurach, die Schmids Auftritt

in Nordirland live im Fernsehen verfolgten.

Für einen Amateur ist es natürlich ein Traum, im

Kreis der Profi-Stars den Schläger zu schwingen.

Erarbeitet hat sich der 22-jährige Matthias

Schmid die Einladung durch den überlegenen Titelgewinn

bei der Amateur-Europameisterschaft

im österreichischen Atzenbrugg.

Der ehrgeizige junge Mann ist erst der zweite

deutsche Golfer, der sich beim kontinentalen

Kräftemessen der besten Amateurspieler durchsetzen

konnte. Mit 273 Schlägen (15 unter Par)

kam Schmid vor dem Schotten Euan Walker (276)

ins Ziel. Er konnte zunächst gar nicht richtig fassen,

„dass ich auf einem European-Tour-Platz den

Platzrekord aufgestellt und mich für The Open

qualifiziert habe“.

Die 63er-Runde am dritten Tag bedeutete die

Krönung einer Vorstellung, die Bundestrainer Ulli

Eckhardt euphorisch werden ließ: „Mit der Ruhe

eines Profis hat er großartige Golfschläge gemacht

und immer die richtigen Stellen getroffen.“

Eckhardt verbindet mit Schmid eine sehr lange

gemeinsame Geschichte. Als achtjähriger Bub

kam Schmid unter die Fittiche des damaligen

Stützpunkttrainers in Bayern. „Hätte man mir damals

gesagt, dass dieser Knirps einmal Einzel-Europameister

wird, hätte ich das wahrscheinlich

nicht geglaubt“, mutet den heutigen Bundestrainer

der Werdegang fast unwirklich an.

Bereits im Alter von vier Jahren hatte Matthias

Schmid beim Golfclub Schmidtmühlen (Landkreis

Amberg-Sulzbach) seine ersten Schritte auf

dem Platz unternommen, angeleitet von seinem

Vater, der dort als Golflehrer tätig war. Inzwischen

spielt das Talent für den Golfclub Herzogenaurach

in der Bundesliga, sein neuer Lebensmittelpunkt

ist aber die University of Louisville (Kentucky), wo

er Finanzwissenschaften studiert.

„College-Golf bietet gute Trainingsbedingungen

und einzigartige Wettkampferfahrungen,

auch die Vielzahl an unterschiedlichen Plätzen ist

nicht zu unterschätzen. Mein Spiel hat sich enorm

verbessert“, erklärte Schmid in einem Sportschau-Interview

im Vorfeld der British Open

selbstbewusst. In den Staaten kann er sich „mit

den besten Amateuren und den Stars von morgen“

duellieren.

Die Stars von heute traf er bei den British Open

im Royal Portrush Golfclub. Auf Instagram postete

der Franke ein Foto mit Tiger Woods aus der

Umkleidekabine. „Ich bin ein Riesen-Tiger-Fan

von klein auf – ja, er war immer mein Held“,

schwärmte der Blondschopf vom Treffen mit seinem

Idol. Beeindruckt war er auch vom Gespräch

mit Lokalmatador Rory McIlroy.

Alle drei mussten bereits bei Halbzeit die Segel

streichen. „Auch die Profis kochen nur mit Wasser“,

entlockte die Bild-Zeitung dem Newcomer.

Nach einer 76er-Auft aktrunde benötigte er im

zweiten Durchgang nur 71 Schläge, verpasste aber

den Cut. Mit insgesamt 147 lag Schmid sogar noch

einen Schlag besser als Tiger Woods.

„Profi ist auf jeden Fall weiter mein Ziel“, erklärte

Schmid. Die Woche in Portrush hat gezeigt,

„dass ich gar nicht so weit weg bin“. Aber zuerst

will er sein Studium abschließen „und schauen,

dass ich mich ordentlich weiterentwickle“. Die

USA bieten dafür die beste Plattform.

PROFI

IST AUF

JEDEN FALL

WEITER

MEIN ZIEL.

Matthias Schmid

Golfspieler


18

schwung

Die Sonne scheint über

der herrlichen Anlage in

Schwieberdingen, während

Coach Marc Vorberger

immer wieder Tipps gibt.

P latz

TEXT: ERICH WAGNER

Marc Vorberger ist Golfprofessional.

Die zwei Tage mit ihm auf dem Platz

sind ein Erlebnis.

Hochmotiviert scharren Simon Eglau (43 Jahre/

Karls ruhe), Philip Semik (31/Stuttgart) und Lars Rosengarten

(29/Stuttgart) im Clubheim der Golfanlage

Schloss Nippenburg in Schwieberdingen mit den

Hufen. Sie wollen bei Golfprofessional Marc Vorberger

den Zwei-Tages-Platzreifekurs absolvieren.

Die Leihausrüstung mit einem halben Schlägersatz

(Holz 3, Eisen 5, 7, 9, Sand Wedge und Putter) geschultert,

dann geht es zur ersten Station, der Driving

Range, wo die langen Schläge geübt werden.

„Die komplexeste Aufgabe ist der Grundschwung,

motorisch gesehen ist das die absolute

Königsdisziplin“, schickt Trainer Vorberger voraus.

Bei einem Detail ist er ganz penibel: „Achtet immer

auf euren Griff, die Positionierung der Hände zuein-

Foto: Gustl Breil


schwung 19

Foto: Cosmo Britsch

Erinnerungsfoto vor dem

Clubhaus: Simon Eglau, Philip

Semik, Sportredakteur Erich

Wagner, Lars Rosengarten und Golflehrer

Marc Vorberger (von links).

reifekurs

ander – das hat eine hohe Relevanz für einen mechanischen

Schwung.“

Den richtigen Abstand zum Ball fi nden, den

Schläger fest im Griff haben und doch mit Lockerheit

den Schwung durchziehen, das schlichte Treffen

der kleinen Kugel mit dem Schlägerkopf – auch

dem Schreiber dieser Zeilen werden die vielfältigen

Anforderungen schnell bewusst. Geht es um Technik

und Komplexität der Bewegungsabläufe, reiht

sich der Golfsport Experten zufolge hinter Stabhochsprung

in die Liste der schwierigsten Sportarten

auf Platz 2. Diese Anmerkung streut Marc

Vorberger in seinen Kursen immer wieder genüsslich

ein.

Auch Simon, Philip und Lars kommen ins

Schwitzen, als der Coach zum Marsch zur zweiten

Station bläst, dem Chipping- und Pitching-Areal. Es

geht um fl ache oder hohe Annäherungsschläge auf

das Grün. „Distanzkontrolle ist immer ein wichtiger

Faktor“, erläutert Vorberger. Gefühl ist gefragt

und die richtige Wahl des Schlägers, dessen Loft

(Neigung der Schlagfläche) die Flugkurve des Balles

beeinflusst.

Nächste Lektion: Sandbunker. Der bisherige

Schlagablauf – zuerst mit dem Schlägerkopf den

Ball, dann den Boden berühren – wird im Bunker

auf den Kopf gestellt. Das Sand Wedge soll im feinen

Untergrund auft reff en und dann den Ball auf einem

Sandpolster herauslupfen – so klingt zumindest die

Theorie. Den Abschluss des ersten Tages bildet das

Putten. Meister Marc macht es vor, locht aus sechs

Metern satt ein und klopft sich selbst auf die Schulter.

Das sieht so einfach aus!

Treffpunkt am Sonntag der Entscheidung: der

Pro-Shop neben Abschlag 1. Der Coach nimmt den

„antiquierten Schlägersatz von 1960“ unter die


20

schwung

Foto: ewa

Zuerst konzentrieren

sich Lars, Simon und

Philip (von links) auf die

langen Schläge.

MICH REIZT

EINFACH

DIESE

MISCHUNG

AUS

PRÄZISION,

TECHNIK

UND NÄHE

ZUR NATUR.

Lars Rosengarten

Hobbygolfer

Lupe, den Simon von seinen Schwiegereltern übernommen

hat. „Hol dir eine Leihausrüstung“, empfi

ehlt er dem Prüfling. Im Übrigen ist Simon nach

dem anstrengenden ersten Tag gegen 22 Uhr hundemüde

ins Bett gefallen und hat zwölf Stunden geschlafen.

Ähnlich ist es dem Sportredakteur ergangen,

der Hüft e, Kreuz und Ellenbogen spürt.

Und dann geht es los. Was für Distanzen! Welch

herrliche Landschaft ! Wie abwechslungsreich die

Bahnen! Ein Traum von einem Golfplatz – wenn nur

die verfl uchte Technik besser klappen würde. Bei

Philip, Lars und Simon läuft es schon ganz gut. Es

zeigt sich, dass sie bereits gewisse Erfahrungen gesammelt

haben.

Zügiges Spiel wird verlangt. Wir lernen, dass wir

uns am Flight vor uns orientieren müssen. Die

Spielgruppe auf der nächsten Bahn ist gewissermaßen

unser Tempomacher. Deshalb soll das Bag mit

den Schlägern beim Grün so platziert werden, dass

nach Abschluss des Puttens sofort der schnellste

Weg zum nächsten Abschlag genommen werden

kann.

Später auf der Terrasse des Clubheims lobt Marc

Vorberger die ganze Truppe: „Das waren zwei Tage

voller Einsatz, ihr seid mit Muskelkater ins Bett gefallen

und habt gut mitgezogen.“ Der Lohn für Philip,

Lars und Simon: die Urkunde für die DGV-Platzreife

(theoretischer und praktischer Teil).

Simon Eglau, Direktor Immobilien bei der Volksbank

Ettlingen, hat dieser Sport schon immer fasziniert.

„Viele meiner Kunden spielen Golf und haben

mich zur Platzreife animiert“, erzählt der 43-Jährige.

„Jetzt können wir uns gemeinsam an der frischen

Luft und in der Natur austauschen.“ Daheim in

Karlsruhe haben seine Frau Bettina und der 13-jährige

Sohn Sebastian aufmerksam Simons Erzählungen

gelauscht. „Sie möchten sich nun bei einem

Schnupperkurs ihr eigenes Bild machen – ein Sport

für die ganze Familie.“

Philip Semik ist durch einen Studentenjob zum

Golfen gekommen: „Wir haben für Mercedes-Benz

Golft urniere deutschlandweit ausgerichtet. Werbebanden

und Fahrzeuge gestellt, die Gäste betreut

und alles wieder abgebaut.“ Dazwischen habe es immer

mal wieder die Möglichkeit gegeben, ein paar

Bälle zu schlagen. Heute ist Philip bei Daimler im

Projektmanagement Logistik tätig und hat sich entschieden,

den Sport „jetzt ernsthaft er zu betreiben“.

Mit Lars Rosengarten tauscht er schnell noch

die Handynummern aus: „Wir könnten uns hier ja

mal treff en.“ Lars, Projektleiter Organisationsentwicklung

bei Porsche, ist bei einem einjährigen

USA-Aufenthalt zum Golf gekommen: „Mich hat der

Ehrgeiz gepackt und ich wollte einen sauberen

Schwung lernen. Mich reizt einfach diese Mischung

aus Präzision, Technik und Nähe zur Natur.“


schwung 21

Flache oder hohe

Annäherungsschläge auf

das Grün - keine leichte

Aufgabenstellung.

DGV-Platzreife

Einsteiger müssen die Prüfung zur Platzreife des

Deutschen Golf-Verbandes (DGV) ablegen. Verband

und Clubs verlangen den Nachweis, dass ein Neuling

Technik, Regeln und Etikette beherrscht. Dadurch

wird sichergestellt, dass jede Spielerin und jeder

Spieler weiß, was er beachten muss, um sicher und

zügig zu spielen und den Spielfluss der anderen

Golfer nicht zu behindern.

Ein Platzreifekurs bei einem erfahrenen Golflehrer

besteht aus drei Teilen: Theorieprüfung, Platzbegehung

und Spiel auf dem Golfplatz (9 Löcher). Im

Praxisteil müssen mindestens zwölf Punkte auf den

besten sechs Löchern erzielt werden.

Innerhalb von Deutschland gibt es mit der

DGV-Platzreife einen einheitlichen Prüfungsstandard.

Alle Anbieter der DGV-Platzreife haben sich

dazu verpflichtet, bei Eintritt eines erfolgreichen

Absolventen in den eigenen Club innerhalb von zwei

Jahren nach Bestehen der Prüfung auch eine auf

einem anderen Golfplatz abgelegte DGV-Platzreife

anzuerkennen.

Wo bleibst

Du denn?

Deine Ludwigsburger Innenstadt –

das Signature Hole in der Region!

Langweilige Städte gibt’s schon genug!

Unsere Sponsoren


22

schwung

alent

GC Mannheim-Viernheim gewinnt

das Grüne Band des DOSB für

vorbildliche Talentförderung

im Verein.

Die 50 Preisträger des Jahres 2019 der Initiative

„Das Grüne Band für vorbildliche Talentförderung

im Verein“ stehen fest. Eine hochkarätig besetzte

Jury hat die Gewinnervereine des seit 33

Jahren bestehenden Wettbewerbs des Deutschen

Olympischen Sportbundes (DOSB) und der Commerzbank

AG ausgewählt. Auch in diesem Jahr

haben sich engagierte Sportvereine aus kleinen

Gemeinden bis hin zu Großstadtvereinen beworben.

Unter den Prämierten ist mit dem Golfclub

Mannheim-Viernheim auch ein Vertreter des

Golfsports.

Der Club überzeugte die Jury mit seinem außerordentlichen

Engagement insbesondere bei

der Sichtung und Förderung von Talenten. Besonders

interessant ist beim Konzept von Mannheim-Viernheim

die Kooperation mit anderen

Institutionen wie Universitäten, Landesverbänden

und dem Olympiastützpunkt. Gesichtet wird

unter anderem über das DGV-Projekt „Abschlag


schwung 23

Foto: alexsokolov/stock.adobe.com

ES IST GUT

ZU SEHEN,

WIE VIEL

SICH AN DER

VEREINS­

BASIS IN

SACHEN

NACH­

WUCHS­

ARBEIT ENT­

WICKELT.

Uwe Hellmann

Leiter Brand

Management der

Commerzbank und

Jurymitglied

förderung

Schule“. Die Förderung sozial schwächer gestellter

Kinder und Jugendlicher wird im GC Mannheim-Viernheim

ebenso großgeschrieben wie

die Integration von Golferinnen und Golfern ausländischer

Herkunft. Die Erfolge des Clubs können

sich sehen lassen: In den Siegerlisten nationaler

und internationaler Turniere sind die

Athleten aus Mannheim-Viernheim seit Jahren

zu finden.

Unter den Preisträgern sind neben Golf weitere

etablierte Sportarten wie Turnen und Schwimmen,

inklusive wie Goalball für Menschen mit

Sehbehinderung, aber auch neue Sportarten wie

Baseball und Karate, die bei den Olympischen

Spielen 2020 in Tokio ins Programm aufgenommen

wurden. So unterschiedlich die Vereinsstrukturen

und die Sportarten sind: Alle Vereine

eint ihre hervorragende Nachwuchsarbeit,

für die sie die Auszeichnung „Das Grüne Band“

erhalten.

Im Herbst 2019 werden die Pokale und der

Scheck über jeweils 5000 Euro Förderprämie im

Rahmen feierlicher Veranstaltungen in ganz

Deutschland an die Gewinnervereine überreicht.

Auch in diesem Jahr begleiten wieder Moritz

Fürste, Hockey-Olympiasieger, und Sabine Spitz,

Olympiasiegerin im Mountainbike, die großen

Preisverleihungen des „Grünen Bandes“ und ehren

die jungen Sportlerinnen und Sportler sowie

deren Betreuer höchstpersönlich.

„Was uns immer wieder begeistert, ist die Vielfalt

in der Nachwuchsarbeit, die das ‚Grüne Band‘

zum Vorschein bringt: die vielfältigen Sportarten

und Disziplinen, die unterschiedlichen Vereinsstrukturen

und die zahlreichen Regionen,

aus denen die Bewerbungen kommen. Es ist gut zu

sehen, wie viel sich an der Vereinsbasis in Sachen

Nachwuchsarbeit entwickelt“, betont Uwe Hellmann,

Leiter Brand Management der Commerzbank

und Jurymitglied.

(DOSB)


24

schwung

N


schwung 25

Ganz viel

atur

TEXT UND FOTOS: GERALD PROBST

Ältere Ludwigsburger werden sich vielleicht noch

erinnern, als Ende der achtziger Jahre des letzten

Jahrhunderts Pläne für einen Golfplatz-Neubau

am Monrepos bekannt wurden. Unumstritten

war das Projekt nicht. Einige wenige Bürger der

Barockstadt sowie der näheren Umgebung befürchteten

den Verlust wertvoller landwirtschaftlicher

Anbauflächen sowie eine Veränderung

des bestehenden Landschaftsbildes. Die

Horrorvorstellung: ein riesiges Gelände mit neun

Spielbahnen, auf denen irgendwann einmal ein

kleiner Zirkel von Freunden eines elitären Sports

dem Golfspiel nachgehen sollten – unvorstellbar!

Zahlreiche Skeptiker äußerten sich damals lauthals,

einige in Leserbriefen.

So manch anderem Golfplatz-Projekt des Landes

erging es ähnlich. Kritik und Vorbehalte zuhauf

wegen Zerstörung der bestehenden Natur

sowie unabsehbare Eingriffe in dieselbe. Dennoch

wurden die meisten Vorhaben realisiert, auch das

in Ludwigsburg auf der Domäne Monrepos unweit

der Ludwigsburger Innenstadt. Der Golfplatz

wurde gebaut. Auf einer vorher intensiv genützten

und ebenen Fläche entstand eine neue Landschaft

mit Bachlauf und See, Hügeln, Bäumen und

Buschgruppen, sogar dem einen oder anderen

Biotop.

Bei dem 9-Loch-Platz in Ludwigsburg ist es

nicht geblieben. Einige Jahre später ging der Betreiber

einen zweiten großen Schritt und gestaltete

weitere acht Bahnen auf der anderen Seite

der Autobahn, verbunden durch eine eigens dafür

gebaute Brücke. Auch dort auf den jetzigen Bahnen

eins bis acht viel Gebüsch, Bäume und Wasser.

Und das Besondere: der Golfplatz dort wurde,

ebenso wie der erste Ausbauschritt, von Jahr zu

Jahr zusehends schöner, interessanter und unter

spielerischen Gesichtspunkten anspruchsvoller.

Darüber hinaus wurde die gesamte Anlage auch

noch grüner und wenn man das so sagen will: in

vielfältiger Weise natürlicher. Wo einst lediglich

Mais, andere Körnerfrüchte oder Kartoffeln angebaut

wurden, die zudem regelmäßige intensive

Düngung erfuhren, spross plötzlich zartes Grün,


26

schwung

Blütenpracht und viel Natur auf und neben dem Golfplatz, gesehen in den Clubs Schwäbisch Hall und Ludwigsburg.

blühten Blumen – selbst seltene –, wuchs und verbreitete

sich Gebüsch. Und die Tierwelt? So viele

Vögel, Kröten, Echsen und anderes Kleingetier,

wie sie gegenwärtig auf dem Gelände des Golfplatzes

Monrepos zu finden sind, gab es dort niemals

zuvor.

Golf und Natur – zwei Dinge, die durchaus harmonisch

miteinander existieren können. Der

Deutsche Golf Verband (DGV) und der Baden-Württembergische

Golfverband (BWGV) haben

sich entschlossen, mit dem Ministerium für

Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

eine Biodiversitäts-Kooperation

einzugehen. Gemeinsam wollen alle Beteiligten

die Schaffung naturnaher Lebensräume und

die Verbreitung der Artenvielfalt auf Golfanlagen

in Baden-Württemberg fördern.

Überzeugter Fürsprecher aus dem Baden-Württembergischen

Umweltministerium ist

Staatssekretär Dr. Andre Baumann. Er glaubt,

dass sich eine Kooperation für alle Beteiligten

lohnt und betonte bei der Vorstellung dieser Aktion

„Viele Golfanlagen bei uns im Südwesten zeigen:

Sie sind Oasen für die Natur mit bunt blühenden

Wiesen, Teichen voller Kröten und Frösche

sowie Gehölze, in denen Nachtigallen brüten.“

Dass die Golfverbände auf Landes- und Bundesebene

mit dem Umweltministerium jetzt enger

zusammenarbeiten und an die bisher schon erfolgte

Umweltarbeit auf vielen Plätzen anknüpfen,

wertet er uneingeschränkt positiv und ergänzt:

„Ein Großteil der Flächen von Golfplätzen

kann voll lebendiger Natur sein. Der Grüne Sport

fördert die Grüne Infrastruktur.“

Bestehende Projekte im Rahmen der Aktion

„Golf und Natur“ in Baden-Württemberg sind vielfältig,

nachhaltig und aus Sicht von Naturschützern

überaus hilfreich. In einer aufwendig gestalteten

Broschüre des Verlages VUD Medien GmbH

aus Freudenstadt mit dem Titel „Golf.Natur.Erlebnis

– Baden-Württemberg“ werden 31 Clubs aus

dem Land und ihre Beiträge vorgestellt von der

„Fledermaus-Nacht“ im Golfclub Domäne Niedereutin

über den Erhalt magerer Berg-Mähwiesen

im Freiburger Golfclub bis hin zur Honigproduktion

mit eigenen Bienenvölkern des Golfclubs

Tuniberg. Ein pfiffiges Beispiel aus unserer Gegend:

Der Golfclub Schloss Liebenstein hält sich

eine kleine Schafherde, die schwer zugängliche

Stellen auf dem Platz schonend beweidet.

INFO

Die Broschüre

„Golf.Natur.

Erlebnis“ ist

kostenlos und

liegt in zahlreichen

Clubs aus.


schwung 27


28

schwung

Ihre

Meinung

VORSCHAU

Das lesen Sie in der

nächsten Ausgabe:

Wie hat Ihnen das aktuelle

Golfschwung-Magazin gefallen?

Wir freuen uns über Lob, Kritik,

Anregungen, Themenideen unter:

golfschwung@u-u.de

DIE NEUE GOLFSAISON

Mit dem Start in die Freiluftsaison gibt es einiges zu tun.

Während sich die Golfer mit Kraft- und Ausdauerübungen

fit halten, gilt es für den Platzwart und die Greenkeeper, den

Golfplatz entsprechend vorzubereiten. Wir geben in unserer

Reportage einen Einblick und bieten zudem einen Ausblick auf

die Highlights der neuen Saison. Diese finden Sie in unserem

praktischen Golfkalender.

IMPRESSUM

SATZ UND DRUCK:

Ungeheuer+Ulmer KG GmbH+Co.

Körnerstraße 14–18, 71634 Ludwigsburg,

www.medienhaus.u-u.de

PROJEKTLEITUNG:

Katharina Bock

AUTOREN: Erich Wagner, Gerald Probst

ANZEIGEN: Christian Maron

LAYOUT: Dominik Koch

TITELFOTO: DoubletreeStudio/stock.adobe.com

AKTUELLES VON DER CMT

Die CMT in Stuttgart bietet mit ihrer Sonderausstellung

„Golf- und Wellnessreisen“ gleich zu Beginn des Jahres ein breites

Spektrum rund um den Golfsport. Wir zeigen die neuesten Trends

und Innovationen bezüglich Equipment und Lifestyle sowie

Golf-Destinationen.

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch einzelner

Teile, sowie Benutzung von Ausschnitten zu

Werbezwecken sind untersagt. Die Benutzung

zur gewerbsmäßigen Adressen veräußerung ist

unzulässig. Für etwaige Irrtümer und Druckfehler

wird keine Verantwortung übernommen.


Facelift für automobile Klassiker

Die Restauration von Oldtimern und Youngtimern ist

eine Welt für sich und benötigt ein spezielles Know-

How sowie große Hingabe und Fingerspitzengefühl.

Diese Attribute hat sich die Firma AS Concept Cars

in Tamm auf die Fahnen geschrieben.

Autos sind die große Leidenschaft von Arthur

Schambourg. Der 65-Jährige aus Luxemburg hat

durch seine berufliche Karriere als Ingenieur bei

Daimler und Porsche viel Erfahrung mit PS-starken

Motoren sammeln können. Im Jahr 2017 gründete

er die Firma AS Concept Cars und spezialisierte

sich auf den Verkauf und Vertrieb von MPMs, einer

Automarke aus Frankreich im Niedrigpreissegment.

„Das hat aber leider nicht so funktioniert, wie wir

uns das vorgestellt haben“, erzählt er. Seither hat

sich Schambourg mit seiner Firma und seinen drei

Mitarbeitern auf die Restauration von Oldtimern wie

Porsche oder Mustang spezialisiert. Eines seiner

„Lieblingsprojekte“ war der Umbau und eines Renault

4 CV.

Das aktuellste und größte Projekt von Schambourg

und seinem Team ist die Restauration eines

VW Käfers aus dem Jahr 1971 in einen Replica

356 Speedster A. „Der Wagen bekommt eine Karosserie

von Porsche aus Glasfaser und Scheibenbremsen,

welche bei diesem Modell ursprünglich

eigentlich nicht vorhanden waren“, erklärt Schambourg.

„Dazu kommen noch eine neue Vorder- und

Hinterachse.“ Das Getriebe bleibt, da es noch gut

in Schuss ist, allerdings wurde der Motor des Oldtimers

generalüberholt. „So etwas ist nicht einfach,

aber wenn man es richtig und sauber macht,

sind die Kunden zufrieden und kommen auch sehr

gerne wieder!“ Ende des Jahres möchte sich Arthur

Schambourg aus dem Geschäft zurückziehen.

„Ich gebe gerne das, was ich aufgebaut habe, an

einen jüngeren Nachfolger weiter“, erzählt er. „Das

ändert aber nichts daran, dass Autos, und vor allem

Oldtimer, immer meine große Leidenschaft bleiben

werden!“

AS Concept Cars

Max-Eyth-Straße 2 · 71732 Tamm

Tel. (0 71 41) 9 18 21 00

info@as-concept-cars.de

www.as-concept-cars.de


BEI UNS GIBTS

DIE KÜCHE DAZU.

Großes Essen kommt von großen Köchen. Von

ihrer Virtuosität, ihrem Organisationstalent und

ihren Helfern: Dem eingespielten Team, den zu

verarbeitenden Produkten und dem kompromisslos

professionellen Equipment. Damit das auch

zuhause stimmt, sind wir Ihre Helfer.

Herzlich willkommen im innovativsten Küchenund

Einrichtungshaus Deutschlands.

Uhl Schöner Leben

CITY OF INNOVATIVE LIVING

Schwieberdinger Str. 74

Am urbanharbor

71636 Ludwigsburg

Tel. 07141 48 87 68-0

info@uhl-schoener-leben.de

www.uhl-schoener-leben.de

CITY OF

INNOVATIVE

LIVING

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine