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Kreis Kleve

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Kreis Kleve

Landschaft und Natur · Freizeit und Kultur

Wirtschaft, Soziales und Gesundheit


Deutsche Landkreise im Portrait

Kreis Kleve

Herausgegeben in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung

Redaktion: Elke Sanders, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Fünfte, völlige neue Ausgabe 2019


Das Buch erscheint im Verlagsbereich Regionalmedien

Alle Rechte bei Kommunikation & Wirtschaft GmbH, Oldenburg (Oldb)

Printed in Germany 2019

Das Manuskript ist Eigentum des Verlages. Alle Rechte vorbehalten. Auswahl und

Zusammenstellung sind ur heberrechtlich geschützt. Für die Richtigkeit der im

Inhaltsverzeichnis aufgeführten Autorenbeiträge und der PR-Texte übernehmen

Verlag und Redaktion keine Haftung.

Bildbearbeitung: Kommunikation & Wirtschaft GmbH, Oldenburg (Oldb)

Druck: Gutenberg Beuys Feindruckerei GmbH, Langenhagen

Bildnachweis: Seite 108

Bibliografische Information der Deutschen Bibliothek

Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen

Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet unter

www.dnb.de abrufbar.

ISBN 978-3-88363-405-0

2


D e r I n h a l t

Vorwort

Herzlich willkommen im Kreis Kleve 6

Landrat Wolfgang Spreen

Hier lässt es sich leben

16 Städte und Gemeinden mit Profil 8

Gemeinde Bedburg-Hau (Bürgermeister Peter Driessen) 8

Stadt Emmerich am Rhein (Bürgermeister Peter Hinze) 8

Stadt Geldern (Bürgermeister Sven Kaiser) 9

Stadt Goch (Bürgermeister Ulrich Knickrehm) 10

Gemeinde Issum (Bürgermeister Clemens Brüx) 11

Stadt Kalkar (Bürgermeisterin Dr. Britta Schulz) 12

Gemeinde Kerken (Bürgermeister Dirk Möcking) 13

Wallfahrtstadt Kevelaer (Bürgermeister Dr. Dominik Pichler) 13

Stadt Kleve (Bürgermeisterin Sonja Northing) 16

Gemeinde Kranenburg (Bürgermeister Günter Steins) 16

Stadt Rees (Bürgermeister Christoph Gerwers) 17

Gemeinde Rheurdt (Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen) 18

Stadt Straelen (Bürgermeister Hans-Josef Linßen) 18

Gemeinde Uedem (Bürgermeister Rainer Weber) 19

Gemeinde Wachtendonk (Bürgermeister Hans-Josef Aengenendt) 19

Gemeinde Weeze (Bürgermeister Ulrich Francken) 20

Weißt du noch, damals ...?

Ein buntes Kaleidoskop erfrischender Abwechslung 24

Hans-Josef Kuypers, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve GmbH

Der Kreis Kleve als Verbindungsknoten –

grenzüberschreitend und überregional zusammenarbeitend 28

Sjaak Kamps, Euregio Rhein-Waal, und Andy Dritty, euregio rhein-maas-nord

Waldvagabunden des Reichswalds 30

Christiane Bienemann, Bürgerreporterin Lokalkompass

Mein Kreis Kleve – eine Liebeserklärung 33

Heike Waldor-Schäfer, Redaktionsleiterin NRZ Niederrheinredaktion

3


Alte und neue Zeiten

Alte Schätze im Kreisarchiv –

Unikate bewahren das historische Erbe 36

Dr. Beate Sturm, Kreisarchivarin

Ein reiches Kulturangebot 38

Matthias Grass, Journalist

Rezept Kreis Kleve: Menü für die Durchreise 41

Heiner Frost, Journalist

Erfrischendes Kleinod – das Niederrheinische Museum für

Volkskunde und Kulturgeschichte in der Wallfahrtsstadt Kevelaer 42

Veronika Hebben M. A., Museumsleitern

Bildung und Arbeit

Die Berufskollegs des Kreises Kleve

offene Architektur für kreatives Lernen 44

Ekkehard Voss, Architekt BDA, TCHOBAN VOSS Architekten Hamburg

Angebote für Arbeitsuchende und Betriebe – das Jobcenter 45

Günter Franik, Fachbereichsleiter Jugend, Soziales und Jobcenter, Kreis Kleve

Förderzentren des Kreises Kleve – Garanten für gelebte Inklusion 46

Dominik Feyen, Schulrat, Kreis Kleve

Zehn Jahre Hochschule Rhein-Waal –

innovativ, interdisziplinär und international am Niederrhein 48

Gabriele Stegers, Leiterin Stabsstelle Strategische Kommunikation und

Marketing der Hochschule Rhein-Waal

4


D e r I n h a l t

Wirtschaft und Entwicklung

Kreis Kleve – Wir sind Mittelstand“ 50

Hans-Josef Kuypers, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve GmbH

Ein starkes Kompetenzfeld – Agrobusiness 68

Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin der Netzwerkinitiative

Agrobusiness Niederrhein e. V., Straelen

Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht. Im Kreis Kleve. 72

Achim Zirwes, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Kleve

Dienstleistung schafft Arbeitsplätze – auch im Kreis Kleve 76

Hans-Josef Kuypers, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve GmbH

Kreis Kleve in Bewegung – Mobilität und Verkehr 90

Dr. Andreas Henseler, Leiter der Zweigstelle Kleve der IHK Duisburg

Der Mensch im Mittelpunkt

Gute Gesundheitsversorgung im Kreis Kleve 94

Barbara Nickesen, Regionaldirektorin, AOK Rheinland/Hamburg –

Die Gesundheitskasse, Regionaldirektion Kreis Kleve

Demografische Entwicklung – Angebote im Alter 98

Günter Franik, Fachbereichsleiter Jugend, Soziales und Jobcenter, Kreis Kleve

Der Night-Mover – für einen sicheren Heimweg 103

Silke Hälker, Fachbereichsleiterin Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Kreis Kleve

Alle Generationen im Blick – Jugendfestival Courage,

Kreis Klever KulTourtage und Seniorenveranstaltungen 104

Landrat Wolfgang Spreen

Register

Bildnachweis 108

Kreiskarte 112

5


Herzlich willkommen im Kreis Kleve

Liebe Leserin, lieber Leser,

wohnen Sie auch dort, wo andere Urlaub

machen? Im Kreis Kleve haben wir dieses

Glück, denn der Tourismus zählt zu unseren

aufstrebenden Wirtschaftsbranchen. Mehr als

400 Ferienwohnungen, viele schöne Hotels

und Pensionen im Kreis Kleve laden Sie ein,

den Kreis Kleve kennenzulernen. Leihen Sie

dazu ein Niederrhein-Rad oder nehmen Sie

Ihr eigenes. Planen Sie Routen durch die

Felder, über Deiche, an Rhein und Niers entlang.

Halten Sie an den vielen Sehens würdig -

keiten, genießen Sie die vielfältige Museumslandschaft,

entdecken Sie die 16 liebens- und

sehenswerten Städte und Gemeinden. Ver -

gessen Sie nicht, Rast in einem der Bauerncafés

zu machen. Vielleicht möchten Sie

zur Abwechslung einmal Kanu fahren, Golf

spielen, wandern oder reiten? Alles ist machbar

im landschaftlich schönen Kreis Kleve.

Ein Spiegel für die Attraktivität des Kreises

Kleve sind die wachsenden Einwohnerzahlen.

Hier liegen wir nicht im Negativtrend und

freuen uns darüber. Im Kreis Kleve lässt es sich

eben angenehm leben und arbeiten. Denn

auch für Unternehmen ist der Kreis Kleve ein

interessanter Standort. Die Mehrheit der im

Kreis Kleve ansässigen Firmen ist mit der

Wirtschaftslage sehr zufrieden, die Zahl der

Beschäftigten steigt von Jahr zu Jahr, es gibt

noch Gewerbeflächen und gute Anbindungen

in alle Welt. Der Kreis Kleve liegt an der

niederländischen Grenze, hat mit dem internationalen

Airport Weeze einen Flughafen

und zusätzlich einen bedeutenden Binnenhafen

in Emmerich am Rhein, der den Häfen

Rotterdam und Antwerpen so nah ist wie kein

anderer deutscher Binnenhafen.

Wer im Kreis Kleve eine Familie gründet, darf

sicher sein, dass die Vereinbarkeit von Familie

und Beruf sehr ernst genommen wird. Schon

frühkindliche Bildung in den Kindertagesstätten

ist gelebte Praxis. Die Bildungslandschaft

umfasst neben allen gängigen Schulformen

zwei Berufskollegs, die sehr modern und technisch

auf neuestem Stand sind. Seit einigen

Jahren darf sich der Kreis Kleve auch Hoch -

schulstandort nennen. Die 2009 gegründete

Hochschule Rhein-Waal steht mit ihrem

Konzept für eine innovative, interdisziplinäre

und internationale Ausbildung, in der inzwi -

schen mehr als 7300 Studierende aus über

120 Nationen studieren.

Jetzt, liebe Leserin, lieber Leser, möchte ich

Sie einladen, in die nächsten Seiten einzutauchen.

Lernen Sie den Kreis Kleve kennen

und entdecken Sie für den Fall, dass Sie hier

zu Hause sind, gerne ein paar neue Seiten

unserer schönen Heimat.

Ihr

Wolfgang Spreen

Landrat

6


V o r w o r t

Eingang Kreishaus

7


16 Städte und Gemeinden mit Profil

Museum Schloss Moyland

Gemeinde Bedburg-Hau

Wer die Natur liebt, wird von Bedburg-Hau

schwärmen. Eine alte Kulturlandschaft, ge -

prägt durch den Rheinverlauf, lädt Sie zu

einer Erkundungstour über die zahlreichen

Natur pfade entlang der (weiten) Wiesen und

Wälder ein.

Gemütliche Gästehäuser, Ferienwohnungen

und ein Wellness-Hotel laden zum Verweilen

ein.

Wirtschaftlich ist die Gemeinde mit Einzelhandel,

produzierendem Gewerbe sowie Dienst -

leistern gut aufgestellt. Auch die Landwirt -

schaft nimmt einen großen Anteil der Fläche

in Anspruch.

Moderne Kunst im international anerkannten

Museum Schloss Moyland oder auch Thea ter -

kunst im kleinen, feinen und anspruchsvollen

Kinder- und Jugendtheater „mini-art“ sind

Highlights über die Region hinaus. Kulturveranstaltungen

finden Sie bei uns nicht nur in

geschlossenen Räumen, sondern auch unter

freiem Himmel. Hierzu zählt auch die Veranstaltungsreihe

der „Offenen Gärten im

Klever land“ oder der über die Grenzen hinaus

bekannte Kunsthandwerker-Weihnachtsmarkt

im Park Museum Schloss Moyland. Mehr Informationen

unter www.bedburg-hau.de.

Bürgermeister Peter Driessen

Stadt Emmerich am Rhein

Emmerich am Rhein ist eine liebenswerte

Stadt mit viel grünem Land, direkt am großen

Fluss gelegen. Sie ist mit ihren sieben Orts -

teilen und rund 32 000 Einwohnerinnen und

Einwohnern die viertgrößte Gemeinde im

Kreis Kleve. Die längste Hängebrücke Deutsch -

8


Hier lässt es sich leben

Die Emmericher Rhein -

brücke beleuchtet

lands – auch liebevoll die „Golden Gate des

Niederrheins“ genannt – ist mit ihrer roten

Farbe ein markantes Wahrzeichen der Hanse -

stadt.

Die optimale Anbindung an die meistbefahrene

Wasserstraße Europas und an das

internationale Schienen- und Straßennetz

machen die Stadt zu einem attraktiven Industrie-

und Logistikstandort. Weltmarktführer

und „Hidden Champions“ haben hier ihren

Sitz und vertreiben ihre Produkte in die ganze

Welt.

Eine moderne Schullandschaft mit Gymnasium

und Gesamtschule, ein gut ausgebautes

Kinderbetreuungsangebot sowie ein exzellentes

und erschwingliches Angebot von

Wohnungen und Eigenheimen im Grünen

machen Emmerich am Rhein zu einem

idealen Wohnort und Lebensmittelpunkt für

Jung und Alt.

Auch für Erholungsuchende und Touristen

hat die Stadt am großen Fluss viel zu bieten:

ein gut ausgebautes Radwegenetz, eine

pulsierende „Gastromeile“ an der Rheinpro -

menade, eine lebendige Kulturszene und

vielfältige Sport- und Fitnessangebote – zum

Beispiel auch im Luftkurort Elten. Mehr Informationen

unter www.emmerich.de

Bürgermeister Peter Hinze

Stadt Geldern

Mitten in der niederrheinischen Region liegt

im Schnittpunkt der Bundesstraßen 9 und 58

und unmittelbar an der Bahnlinie von Düsseldorf

nach Kleve die Stadt Geldern.

Mehr als 35 000 Einwohnerinnen und Einwohner

verteilen sich in einer weiterhin

wach senden Stadt auf acht Ortschaften. Die

größte von ihnen ist Geldern selbst. Sie kann

auf eine mehr als 780-jährige Geschichte

Gelderner Pfingstkirmes

9


Auf einen Blick

GWS Wohnungsgenossenschaft Geldern e. G.

Gegründet wurde die GWS 1949 von Vertretern

des Kreises Geldern und einigen Städten und

Gemeinden der Region, um einen Beitrag gegen

die allgemeine Wohnungsnot in der Nachkriegszeit

zu leisten.

In den letzten Jahren hat sich die GWS zu

einem modernen Dienstleister rund um die Immo-

Tätigkeitsschwerpunkt der

GWS ist zum einen die

Erhaltung und nachhaltige

Ver besserung des Woh -

nungsbestandes, um die

langfristige Zufriedenheit

der Mieter zu gewähr -

leisten, und zum anderen

die Schaffung neuen und

bezahlbaren Wohnraums.

bilie entwickelt und verwaltet rund 1100 eigene

Mietwohnungen, 500 Garagen und 50 Ge wer be -

objekte in den Städten und Gemeinden Geldern,

Issum, Kerken, Kevelaer, Rheurdt, Straelen, Wachtendonk

und Weeze.

Die GWS bietet preiswerte und gut ausge -

stattete Wohnungen, in denen sich die Mieter

wohlfühlen sollen.

Gründungsjahr: 1949

Mitarbeiter: 10

Mitglieder der

Genossenschaft:

die Städte und Gemeinden

im südlichen Kreis Kleve

Leistungsspektrum:

Vermietungsdienstleister

– 1100 Mietwohnungen

– 50 Gewerbeobjekte

– 500 Garagen

– Erhaltung und

Verbesserung des

Wohnungsbestandes

GWS Wohnungs -

genossenschaft Geldern

e. G., Geldern

www.gws-geldern.de

zurückblicken. Ausgangspunkt für das heutige

Geldern war eine mittelalterliche Siedlung vor

einer Burg der Grafen von Geldern.

Als Arbeits-, Wohn-, Schul-, Einkaufs- und

Freizeitstadt verfügt Geldern über einen

überörtlichen Einzugsbereich. Die Stadt bietet

ihren Bewohnern und Gästen ein breites

Spektrum aus Einzelhandelsgeschäften, einem

Frische-Wochenmarkt sowie privaten und

öffentlichen Dienstleistern.

Das Leben in Geldern wird zudem geprägt

durch große Events wie die Gelderner Pfingst -

kirmes, das „geldernseinFestival“ am Holländer

See oder auch den internationalen Stra ßen -

mal- und Straßenmusik-Wettbewerb.

Die Vorzüge des Stadtlebens in nieder -

rheinischer Landschaft prägen ein Lebens -

gefühl, das auch in den Slogan der Stadt an

der Niers eingeflossen ist: „Geldern – die

LandLebenStadt“. Mehr Informationen unter

www.geldern.de.

Bürgermeister Sven Kaiser

Stadt Goch

Die Stadt Goch liegt im Zentrum des Kreises

Kleve, unmittelbar an der deutsch-niederländischen

Grenze. Sie ist mit rund 115

Quadratkilometern die flächenmäßig größte

Kommune des Kreises. Mehr als 34 000 Menschen

leben heute in der einstigen Zigarrenmacher-

und Weberstadt. Zu ihr gehören die

Ortsteile Asperden, Hassum, Hommersum,

Hülm, Nierswalde und Pfalzdorf.

Goch präsentiert sich als modernes Mittel -

zentrum mit vielfältigen Freizeitmöglich -

keiten. Zum Beispiel das Freizeitbad GochNess

und die Gocher Nierswelle locken viele

Besucherinnen und Besucher in die Stadt. Die

Nierswelle, zwischen KASTELL und Susmühle

mitten in der Stadt gelegen, ist DER Treffpunkt

in der City. Eingeweiht anlässlich des

750-jährigen Bestehens der Stadt Goch im

Jahr 2011, ist sie beliebtes Ziel für Jung und

Alt, für Einheimische und Gäste.

10


Hier lässt es sich leben

Nierswelle Goch

Ein berühmter Sohn der Stadt Goch ist der

Heilige Arnold Janssen (* 1837, † 1909). Der

Gründer der Steyler Ordensfamilie gilt als

Weg bereiter des modernen Missions ge dan -

kens. 2003 wurde Arnold Janssen heilig -

gesprochen, schon zwei Jahre später war

Goch Wallfahrtsort. Seither ist die Stadt das

Ziel Tausender Pilger pro Jahr, die sich auf den

Spuren des Heiligen Arnold Janssen über

seine Geburtsstadt informieren möchten.

Mehr Informationen unter www.goch.de.

Bürgermeister Ulrich Knickrehm

Gemeinde Issum

Issum ist eine attraktive Gemeinde für alle

Generationen, idyllisch gelegen und mit den

Vorzügen seiner ländlichen Prägung ein gutes

Stück Niederrhein – eine Kommune, die sich

durch soziales Miteinander, Nachhaltigkeit,

Ideen und bürgerschaftliches Engagement

auszeichnet.

Issum mit seinen rund 12 200 Einwohnerinnen

und Einwohnern liegt zentral zwischen

dem wirtschaftlich hoch entwickelten Ruhr -

gebiet und dem niederländischen Ballungs -

raum Randstad.

Günstige Verkehrsanbindungen, der Rheinhafen

Emmerich am Rhein, der Airport Weeze

sowie der Flughafen Düsseldorf und der

Hafen Duisburg runden den ballungsraum -

orientierten Standort ohne ballungsraum -

orientierte Preise ab.

Ein hoher Wohn- und Freizeitwert sowie das

vorhandene Angebot an Gewerbeflächen

machen Issum zu einem attraktiven Wohnund

Wirtschaftsstandort. Viele leistungsstarke

kleine und mittelständische Betriebe des

Dienstleistungs- und des produzierenden

Gewerbes mit einem hohen Spezialisierungsgrad

füllen Marktnischen und begründen den

guten Ruf der Issumer Wirtschaft weit über

den Niederrhein hinaus.

Zahlreiche Freizeitangebote wie Freibad,

Sport- und Turnhallen, Sportplätze, Skateboard-Anlagen,

Reithalle, Tennisplätze, Wohnmobilpark,

Angel- und Tauchgewässer, ein

Golfplatz und viele schöne Rad- und Wanderwege

runden das Komplettangebot der

Gemeinde Issum ab. Mehr Informationen

unter www.issum.de.

Bürgermeister Clemens Brüx

Dahlen Mühle

(Gemeinde Issum)

11


Burg Boetzelaer – ein ganz besonderes Erlebnis

Wo sich einst Ritter und Burgfräulein trafen, feiern

Sie heute Ihr Fest, wie es zauberhafter nicht sein

kann. Trauungen, Hochzeiten, Familienfeste, Ge burts -

tage aber auch Tagungen – 10 bis 110 Personen

können in herrschaftlichen Räumen mit ansprechender

Kulisse feiern oder tagen – im Grünen im

angrenzenden Burggarten.

Burg Boetzlaer (hier Ansicht

von Westen):

In herr licher Landschaft,

dabei sehr gut erreichbar

zwischen A 3 und A 57, mit

einem kleinen angrenzenden

Park am Boetzelaerer

Meer gelegen, lädt sie seit

2003 zum Über nachten,

Feiern und kulturellen

Events in historischem

Ambiente ein.

Die über 760 Jahre alte Burg ist „auferstanden

aus Ruinen“ nach einer umfangreichen Restau -

rierung und Teil wiederherstellung, mit Förderung

von Bund, Land NRW und „Deutsche Stiftung

Denkmalschutz”. Eine der ältesten und früher

bedeutendsten Burgen im deutsch-niederlän

dischen Grenzraum wurde über 500 Jahre von

der Familie derer von Boetzelaer bewohnt.

Auf einen Blick

Entstehungsjahr:

12./13. Jahrhundert

Mitarbeiter: 10

Leistungsspektrum:

– Trauungen/Candlelight-

Trauungen

– Freie Trauungen

– Hochzeiten und Feiern

– Tagungen

– Events, Konzerte

– 10 Zimmer für bis zu

32 Gäste

– diverse Freizeitangebote

und 10 Golfplätze in der

Umgebung

– Arrangements

– Original Krimidinner

Burg Boetzelaer

Kalkar

www.burgboetzelaer.de

fb.com/burgboetzelaer

Stadt Kalkar

Gotisches Rathaus in Kalkar

Mehr als jede andere Stadt am Niederrhein

vermittelt Kalkar ein stimmiges Bild von

Städtebau, Architektur, Kunst und Kultur des

Mittelalters – und ist zugleich eine lebendige

Stadt mit hoher Aufenthaltsqualität. Kalkar,

gegründet 1230, entwickelte sich im 15./16.

Jahrhundert zu einer bedeutenden Stadt des

Handels und der Kultur. Die St.-Nicolai-Kirche

ist wegen ihrer reichen Ausstattung an Kunst -

schätzen von einzigartiger Bedeutung.

Eine besondere Atmosphäre bietet der historische

Markt mit dem gotischen Rathaus

sowie den Treppengiebelhäusern und der

prächtigen Gerichtslinde; die mächtige Stadt -

windmühle und das Städtische Museum runden

das Bild ab.

Attraktive Ausflugsziele sind das alte Rheinstädtchen

Grieth mit Promenade, Personenund

Fahrradfähre oder Wissel mit seiner

romanischen Doppelturmbasilika St. Clemens,

den Dünen, dem Freizeitpark Wisseler See,

außerdem Hanselaer mit der Dorfkirche

12


Hier lässt es sich leben

Naturbad Eyller See

(Gemeinde Kerken)

St. Antonius oder Appeldorn mit Burg Boetzelaer.

Der Freizeit- und Erlebnispark „Wunderland

Kalkar“ in Hönnepel bietet zudem zahl -

reiche Attraktionen.

Kalkar ist ein idealer Start- und Zielort für

niederrheinische Radrouten, zum Beispiel auf

der NiederRheinRoute, dem Rheinradweg, der

Via Romana, der Oranjefietsroute oder der

neuen Hanseroute. Mehr Informationen unter

www.kalkar.de.

Bürgermeisterin Dr. Britta Schulz

Gemeinde Kerken

Wo immer man sich in Kerken gerade aufhält,

mehr als drei Minuten braucht man nie, um

mitten in der Natur zu sein – garantiert!

Radfahrer und Wanderer finden bei uns ideale

Voraussetzungen. Denkmalpfade, Vollmondwanderungen,

geführte Radtouren oder

eigene Erkundungen auf der Highlight-Route

oder der Kerkener KunstStrom-Route bieten

Spannung, Entspannung und Wissenswertes

über die 13 000 Einwohnerinnen und Einwohner

starke Gemeinde Kerken.

Und was kommt raus, wenn Frische und Feinschmeckerei

gemeinsame Sache machen? Bei

uns zum Beispiel so etwas wie Rote-Beete-

Salat, Birnenkraut, Sauerkirschmarmelade mit

Marzipan oder Mandelstutenbrot. Wer aufs

Landleben steht und gern bodenständig

essen will, der wird in Kerken wirklich fündig.

Tauchen im Naturbad Eyller See? Von „Kerken

International“ mit dem Flugzeug abheben?

Geht bei uns beides, je nachdem, welche

Richtung Ihnen lieber ist: runter in den See

oder rauf in die Wolken?

Viel frische Luft und gutes Essen – da sind

Suppenkoma und Schnitzelstarre eine häufige

Folge. Deshalb sorgen wir in Kerken dafür,

dass Sie nach einem tollen Urlaubstag auch

schlafen können wie ein Stein. Gerne lassen

wir Ihnen unsere Präsentationsbroschüre

„KERKEN, ein Gedicht!“ kosten los zukommen.

Mehr Informationen unter www.kerken.de.

Bürgermeister Dirk Möcking

Wallfahrtsstadt Kevelaer

Kevelaer verbindet städtisches Flair mit

ländlicher Idylle und ist Wohn- und Lebensmittelpunkt

von rund 28 000 Einwohnerinnen

und Einwohnern. Abseits der Anonymität

fühlen sich Neubürger und Gäste hier schnell

zu Hause. Tiefe Heimatverbundenheit, ein

aktives Vereinsleben sowie ein hohes ehren -

amtliches Engagement zeichnen die Be woh -

ne rinnen und Bewohner aus.

13


Auf einen Blick

Das Alt Derp in Kevelaer

kann auf eine über

350-jährige Geschichte

als Gasthaus zurück -

blicken.

Alt Derp Genussmanufaktur Anno 1646

Von der mittelalterlichen Postkutschenstation zu

einem der beliebtesten Gasthäuser am Nieder -

rhein: Das Alt Derp in Kevelaer von Michaela und

Kalli Hornbergs lädt zu einer genussvollen „Zeit -

reise“ ein. Das traditionsreiche Restaurant be grüßt

seine Gäste gleich am Beginn des Fußgänger -

bereichs zwischen der Pfarrkirche St. Anto nius und

der Marienbasilika. Frisch zubereitete Köstlichkeiten

aus der Küche, gepflegte Biere und ausgesuchte

Weine stellen in Verbindung mit dem freundlichen

Service sicher, dass die zufriedenen Gäste gerne

wiederkommen. Stammgäste wissen insbesondere

Hornbergs regionale Spezialität, das an der Luft

gereifte „Dry-Aged-Beef“, zu schätzen. Nicht von

ungefähr rechnet das Magazin „Der Feinschmecker“

das Alt Derp zu den besten 300 deutschen Gast -

häusern auf dem Lande. Probieren Sie es aus!

Gründungsjahr:

1646 erstmals

urkundlich erwähnt

Mitarbeiter: 35

Angebotsspektrum:

– regionale und

inter nationale Küche

– „Dry-Aged-Beef“-

Speisekarte

– spezielle Menü ange bote

für Busreisende

– Festsaal

– Hausterrasse

– Veranstaltungen

Alt Derp Genuss -

manufaktur Anno 1646

Kevelaer

www.alt-derp.de

Wallfahrtsstadt Kevelaer:

das jährliche Heißluft-Ballon-Festival

Kevelaer gehört zu den wichtigsten Marienwallfahrtsorten

Deutschlands. Hunderttausende

Pilger und Gäste besuchen jährlich

die schöne Stadt, um hier zur Ruhe zu kommen

und der Hektik des Alltags zu entfliehen.

Heute trägt der staatlich anerkannte Erho -

lungsort auch offiziell den Namen „Wallfahrtsstadt

Kevelaer“.

Die historische Kevelaerer Innenstadt ist

während der Pilgersaison stets belebt und

lädt mit attraktiven Einkaufsmöglichkeiten

und Restaurants Besucher, Gäste und Einheimische

zum Verweilen ein. Herzstück und

Ziel der Pilger ist aber der Kapellenplatz, wo

sich in der Gnadenkapelle das Marienbild der

„Trösterin der Betrübten“ befindet.

Eine Auszeit in der Wallfahrtsstadt Kevelaer ist

etwas Besonderes – Kirchen, Kerzen und der

neue Solegarten St. Jakob mit dem muschel -

förmigen Gradierwerk sowie die einzigartige

Atmosphäre machen jeden Besuch zu einem

faszinierenden Erlebnis. Mehr Informationen

unter www.kevelaer.de.

Bürgermeister Dr. Dominik Pichler

14


Hier lässt es sich leben

GEWOGE Wohnungsgesellschaft mbH

Die GEWOGE ist ein Klever Wohnungsunternehmen

mit einer mehr als 100-jährigen Geschichte.

Neben der Erstellung und Sanierung von

Wohn objekten bilden die Vermietung und Ver -

waltung eigener sowie fremder Bestände den

Tätigkeitsschwerpunkt.

Aus dem umfassenden Portfolio – von kleinen

Singlewohnungen bis hin zu exklusiven Einfami -

lienhäusern – kann jede Nachfragesituation be -

dient werden. Mietsonderformen wie alten- und

behindertengerechte Ausstattung, flexible Raumnutzung

oder auch studentisches Wohnen

runden das Angebot ab.

Ein kompetenter und

vertrauensvoller Partner,

von der Planung bis zur

Schlüsselübergabe

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1902

Mitarbeiter: 10

Leistungsspektrum:

– Neubau

– Sanierung und

Modernisierung

– Vermietung

– Verwaltung

– Erwerb- und Veräußerung

von Wohnobjekten

GEWOGE Wohnungs -

gesellschaft mbH

Kleve

www.gewoge-kleve.de

15


Die Schwanenburg in

Kleve

Stadt Kleve

Modern, liebenswert und lebhaft präsentiert

sich die Kreisstadt Kleve mit ihren über 50 000

Einwohnerinnen und Einwohnern. Wahr -

zeichen und Symbol für die Stadt ist die von

weit her sichtbare Schwanenburg der eins -

tigen Herzogsstadt. Sie strahlt für den Klever,

ist seine Heimat und nur unter ihr fühlt er sich

zu Hause …

Hohe Lebensqualität, niedrige Lebens -

haltungskosten, wichtiger Bildungsstandort,

die Urlaubslandschaft am Niederrhein und

eine gut funktionierende Einkaufs- und

Wirtschaftsstruktur – das alles macht die

„Schwanenstadt“ als Wohn- und Arbeitsplatz

sowie für Besucher, Gäste und Touristen

hochattraktiv. Die Hochschule Rhein-Waal

macht Kleve überdies zu einem bunten, internationalen

und kreativen Standort.

Die einzigartigen barocken Park- und Gartenlandschaften

faszinieren zu jeder Jahreszeit,

und das gut ausgebaute Radwegenetz zieht

Fahrradfreunde aus nah und fern in die Kreisstadt.

Diverse Freizeiteinrichtungen ergänzen

das Angebot für Bürger und Touristen.

Das Museum Kurhaus Kleve und das B. C.

Koekkoek-Haus sind weit über die Grenzen

der Stadt hinaus bekannt. Zudem gibt es eine

vielfältige freie Kunst- und Kulturszene. Zahl -

reiche Veranstaltungen wie Stadtfeste, Karne -

valszüge, sommerliche Klavierkonzerte oder

das zauberhafte Lichterfest füllen den Veranstaltungskalender

rund ums Jahr. Mehr

Informationen unter www.kleve.de.

Bürgermeisterin Sonja Northing

Gemeinde Kranenburg

Kranenburg, die geschichtsträchtige Grenz -

gemeinde im Grünen, ist naturräumlich,

naturkundlich und kulturgeschichtlich be -

trachtet eine erste Adresse in der Region.

Touristisch – für Kunstliebhaber, Wallfahrts -

pilger, Naturfreunde und Radwanderer – zählt

Kranenburg längst zu den Juwelen zwischen

Duisburg und Nimwegen. Der Mühlenturm

als Wahrzeichen des Ortes, die alten Wehr -

türme, die urigen Gässchen entlang der zum

Teil erhaltenen Stadtmauer lohnen einen

Rundgang.

Das kulturelle Leben der Gemeinde wird

von Tradition und Zeitgenössischem gleichermaßen

bestimmt. Die Tradition – das ist die

Wallfahrt zum „Wundertätigen Kreuz“ aus

dem Jahr 1308 in der Stifts- und Wallfahrts -

kirche, die auch noch andere wertvolle Kunst -

16


Hier lässt es sich leben

Blick auf Kranenburg

schätze beherbergt. Nicht versäumen sollte

man einen Besuch im Museum „Katharinenhof“,

das neben Kunst vergangener Epochen

auch einen besonderen Akzent auf die

Moderne setzt.

Einzigartig und grenzenlos ist eine Fahrt mit

der Grenzland-Draisine auf der ehemaligen

Eisenbahnstrecke von Kleve über Kranenburg

bis nach Groesbeek. Ganz entspannt und

ohne lenken zu müssen, radelt man über historische

Gleise und genießt unterwegs den

Blick auf eine intakte Natur.

Kranenburg – an der Nahtstelle zwischen

Deutschland und den Niederlanden – erfreut

sich als Wohngemeinde im Grünen wachsen -

der Beliebtheit – für Menschen jeden Alters,

für Deutsche und Niederländer. Kranenburg

lebt Europa. Mehr Informationen unter

www.kranenburg.de.

Bürgermeister Günter Steins

Stadtkern noch einiges zu erkennen. Das sind

das mehrere Jahrhunderte alte, im Skulpturenpark

eingebundene Bodendenkmal,

unterirdische Festungsanlagen und die über

700 Jahre alte Stadtmauer mit diversen

Türmen.

Der erste Planetenweg am Niederrhein macht

die unvorstellbaren Dimensionen unseres

Sonnensystems erfahr- und erwanderbar.

Ein weites Radwegenetz bietet ideale Vor -

aussetzungen, die typisch niederrheinische

Landschaft kennenzulernen. Personenfähren

und Fahrgastschiffe ermöglichen interessante

Kombinationen beiderseits des Stroms. In den

Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben

freut man sich auf Ihren Besuch. Mehr Informationen

unter www.stadt-rees.de.

Bürgermeister Christoph Gerwers

Kasematte Rees

Stadt Rees

Die älteste Stadt am Unteren Niederrhein mit

einer der schönsten Rheinpromenaden in

Deutschland lädt Sie zum „r(h)einen Ver -

gnügen“ ein.

Der Rheinstrom, die Stadtbefestigung mit

ihren Kasematten, der Skulpturenpark mit

Planetenweg und die Rheinpromenade sind

seit eh und je Besuchermagnete. Von der

geschichtlichen Bedeutung ist im historischen

17


Gemeinde Rheurdt

Ortsansicht Rheurdt

Das Ökodorf liegt in reizvoller Landschaft

zwischen Höhenzügen und Kuhlenlandschaften.

Rheurdt bietet gut ausgebaute Rad-,

Reit- und Wanderwegenetze und zahlreiche

Plätze zum Erholen und Verweilen. Der

Freizeitpark Oermter Berg mit Wildgehegen,

Spielplätzen und Ausstellung naturkundlicher

Sammlung Niederrhein ist Anziehungspunkt

für Familien und Erholungsuchende.

Das Vereinshallenbad, Angelteiche, ein

Klet ter wald, Wohnmobilpark und Grillplätze

runden das Freizeitangebot ab.

Ein Heimatmuseum und verschiedene Sehens -

würdigkeiten sind ebenfalls vorhanden. Das

Dorfleben in Rheurdt und Schaephuysen und

den dazugehörigen Weilern wird durch die

Landwirtschaft geprägt. So findet man neben

modernen Betrieben zahlreiche alte Hof -

an lagen in der typisch niederrheinischen

Bauweise, die liebevoll restauriert ihren alten

Charme erhalten haben. Viele Höfe bieten

ihre Ware frisch vor Ort an. Das Bild der

kleinen Landgemeinde wird bestimmt von

grünen Wiesen, Wäldern und Gewässern.

Mehr Informationen unter www.rheurdt.de.

Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen

„Alles im grünen Bereich”

in Straelen

Stadt Straelen

Alles im grünen Bereich, so lautet das Motto

der 16 500 Einwohnerinnen und Einwohner.

Wer die malerische Landschaft des Niederrheins

liebt, ist im größten geschlossenen

Gartenbaugebiet Europas richtig aufgehoben.

Die Blumen- und Gemüsestadt verfügt über

ein besonderes Stadtbild mit historischem

Charme, mit Wohngebieten, Schulen sowie

Sportanlagen und ebenso über einen hoch -

leistungsfähigen Gartenbau und engagierte

Gewerbebetriebe.

Ein vielfältiges Freizeit- und Erholungsangebot

wird zu jeder Jahreszeit angeboten: Radfahren,

Schwimmen, Reiten, Wandern oder

auch Paddeln auf der Niers. Ferner bietet

Straelen viele verschiedene Feste und Veranstaltungen.

Mit Frühlingserwachen, Stadtfest,

Herbstblumen- sowie Weihnachtsmarkt

gibt es für jede Jahreszeit und Altersgruppe

18


Hier lässt es sich leben

ein Stadt-Event. Die Stadt sowie verschiedene

Vereine arbeiten ständig daran, attraktive

Feste für die Bürger und Besucher Straelens

zu organisieren.

Auch gastronomisch kann sich die niederrheinische

Kleinstadt sehen lassen. Für den

Gourmet beginnt die Schlemmerzeit bereits

im Frühling mit dem ersten Spargel. Frisches

Gemüse, vom Feld direkt auf den Tisch, gibt

es das ganze Jahr. Der restaurierte Marktplatz

bietet Sommer wie Winter viele verschiedene

Möglichkeiten, die Seele baumeln zu lassen.

Mehr Informationen unter www.straelen.de.

Bürgermeister Hans-Josef Linßen

Gemeinde Uedem

Die ehemalige Schustergemeinde Uedem

liegt verkehrsgünstig im Zentrum des Kreises

Kleve. Die günstige Verkehrsanbindung an die

A 57 ermöglicht Betrieben einen schnellen

Anschluss an die Rhein-Ruhr-Region sowie

die Niederlande und macht Uedem somit zu

einem attraktiven Gewerbestandort.

Auch viele „Städter“ haben in den letzten

Jahren ihr Herz an Uedem verloren. Auf einer

Fläche von 61 Quadratkilometern leben heute

rund 8340 Einwohnerinnen und Einwohner.

Mit der wunderschönen waldreichen Landschaft

und den gut ausgebauten Wanderwege-

und Radwanderwegenetzen bietet

Uedem seinen Einwohnern und Gästen eine

Oase der Ruhe und Gelassenheit. Auf dem

Historischen Rundweg kann der Besucher

die bewegte Geschichte der Gemeinde vom

7. Jahrhundert bis zur Gegenwart erkunden.

Einen optischen Glanzpunkt bildet der Seemannbrunnen

auf dem Marktplatz, der mit

dem Motto „Wej träkke all an een Tauw – Alle

ziehen an einem Strick“ den Willen der

Bürgerinnen und Bürger aller Ortsteile zum

gemeinsamen Handeln und zu gemeinsamen

Aktionen symbolisiert. Ein weiterer besonde -

rer Anziehungspunkt ist die „Hohe Mühle“. Sie

ist eine der ältesten aus Stein gebauten Windmühlen

am Niederrhein und dient heute als

Trauzimmer für standesamtliche Trauungen,

Café und Aussichtsturm. Mehr Informationen

unter www.uedem.de.

Bürgermeister Rainer Weber

Gemeinde Wachtendonk

Die Gemeinde Wachtendonk mit ihren

Ortschaften „Stadt Wachtendonk“ und

Wankum sowie rund 8300 Einwohnerinnen

und Einwohnern liegt idyllisch im Naturpark

Schwalm-Nette. Der gesamte historische Orts -

kern der „Stadt Wachtendonk“ steht unter

Denkmalschutz. Hier ist eine geschlossene

Gemeinde Uedem:

Seemannbrunnen auf

dem Marktplatz

Gemeinde Wachtendonk:

Niersuferpromenade

Friedensplatz

19


Bürgerhaus Weeze und

Vittinghoff-Schell-Park

Stadtsiedlung des 17./18. Jahrhunderts nahe -

zu vollständig erhalten.

Paddeln auf der Niers macht Spaß – dieses

Freizeitvergnügen für Jung oder Alt wird

immer beliebter. Eine Besonderheit: die Niersfähre

AIWA (Anlage im Wasser). Sie ist eine

kleine Selbstbedienungsfähre, mit der die

Niers durch Ausnutzung der Flussströmung

ganz ohne Muskelkraft überquert werden

kann.

Wachtendonk inspiriert: zum Bummeln,

Schauen und Einkehren und nicht zuletzt

durch seinen wohl gefüllten Veranstaltungskalender.

Natürlich darf auch die schön

gestaltete Niersuferpromenade nicht unerwähnt

bleiben.

Kennen Sie die Wankumer Heide? Wälder,

Seen, Heide und Moore malen hier ein Landschaftsbild,

das zu den schönsten am Niederrhein

zählt. Hier liegt auch die „Blaue Lagune“,

ein Heidesee, mit jeder Menge Möglichkeiten

für sportliche Aktivitäten. Außergewöhnliche

Events ziehen im Sommer zudem endlose

Besucherströme an.

Es gibt Orte. Und es gibt Lieblingsorte –

Wachtendonk. Mehr Informationen unter

www.wachtendonk.de.

Bürgermeister Hans-Josef Aengenendt

Gemeinde Weeze

Ein zentrales Ziel in Weeze ist die Stärkung

des Ortskernes als das Zentrum von Einzelhandel,

Begegnung und wirtschaftlicher

Entwicklung. Die Fertigstellung des neu

gestalteten Cyriakusplatzes, die Sanierung

des Rathauses, die Fertigstellung des Bürger -

hauses Weeze und des Vittinghoff-Schell-

Parks, ein neues Bankgebäude und der

Verbindungsweg zur Bahnstraße haben in

den letzten Jahren „neue Wege“ erkennen

lassen.

Ein starkes Europa ist auch wichtig für Weeze,

den Niederrhein, den Grenzraum, das Land

und die Nation. Wir hier an der Grenze zu den

Niederlanden arbeiten für gute Nachbar -

schaft, gemeinsame Projekte und Reisefreiheit.

Im INTERREG-Project „Dynamic Borders“

kooperiert Weeze mit Goch und den fünf

niederländischen Kommunen Bergen, Box -

meer, Cuijk, Gennep und Mook en Middelaar.

Zusammen arbeiten wir aktuell daran, Grenzen

weiter abzubauen, touristische Projekte

und Zielsetzungen zu fördern und die landwirtschaftlichen

Entwicklungen positiv und

nachhaltig voranzubringen.

Der Standort Weeze ist aus dem Rhein-Ruhr-

Ballungsgebiet, von Düsseldorf und Krefeld

sowie aus den Niederlanden schnell und

bequem zu erreichen, denn die idyllische

Ortschaft liegt im Herzen des Kreises Kleve

direkt an der Niers. Mehr Informationen unter

www.weeze.de.

Bürgermeister Ulrich Francken

20


Hier lässt es sich leben

Schloss Wissen – Wohnsitz

und Firmensitz der Familie

von Loë seit rund 560 Jahren

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1461

Mitarbeiter: 40

Schloss Wissen

Vor nunmehr rund 560 Jahren fiel die Wahl der

Familie von Loë mit dem Erwerb von Schloss Wissen

im Jahre 1461 auf den Niederrhein. Der heutige

Kreis Kleve war damals noch bedeutsames Herzogtum,

mit dessen Regenten man stets im engsten

Austausch stand, eine Verwurzelung in der Region,

wie sie in der aktuell 16. Generation nicht minder

stark ausgeprägt ist.

Schloss Wissen, damals wie heute Nukleus

vielerlei unternehmerischer Aktivitäten im Bereich

einer gleichfalls hochmodern wie nachhaltig wirtschaftenden

Land- und Forstwirtschaft, ergänzt um

die Möglichkeiten im Umfeld der historischen

Schlossanlage: Zahlreiche Firmen inner- wie außerhalb

der Region nutzen die in 2018 erneut erweiterte

Hotellerie mit ihren 21 Zimmern und herr -

lichen Sälen als idealen Ort für Klausurtagungen

oder betriebliche Feiern.

So ist Schloss Wissen im Kreis Kleve nicht nur

eine wunderschön erhaltene Anlage, sondern

immer noch Ausgangspunkt wirtschaftlicher Vielfalt.

Bei sich immer schneller verändernden wirtschaftlichen

Rahmenbedingungen die Chancen zu

nutzen und gleichzeitig Tradition zu wahren – das

bedarf klarer Werteorientierung, Liebe zum Detail

und gelegentlich auch Mut zum Außergewöhn -

lichen: So beheizt die „hauseigene“ Biogasanlage

aus dem Jahre 2003 heute nicht nur die eigenen

Räumlichkeiten, sondern liefert mittlerweile Strom

und Wärme im vier Kilometer entfernten Kevelaer.

Eines ist sicher: Die Ideen werden nicht aus -

gehen, in Wissen, dem schönsten Arbeitsplatz des

Niederrheins.

Betriebszweige:

– Landwirtschaft

– Biogasanlage

– Forstwirtschaft

– Immobilien

– Hotellerie/

Tagungen

Schloss Wissen

Raphaël Freiherr von Loë

Weeze

www.schloss-wissen.de

Ob Klausurtagung oder

Team-Event, Firmenjubiläum

oder Weihnachtsfeier – wir

empfangen Sie in familiärer

Atmosphäre an einem Ort

mit Historie.

21


Gemeinde Weeze

Die Gemeinde Weeze, urkundlich erstmals 1226

erwähnt, als der Herr zu Alpen, Heinrich III., dem

Zisterzienserkloster Kamp einen Hof in der Weezer

Bauernschaft Vornick schenkte, hat 2019 ein neues

Leitbild verabschiedet. Dies entstand in Zusammenarbeit

von Verwaltung, Politik und Bürge -

r innen und Bürgern mit der finalen Vorstellung

eines neuen Markenbildes. All das ist ein Zeichen

dafür, dass die Anstrengungen aller Akteure sich

beim Strukturwandel in der Gemeinde lohnen.

Weeze hat sich in den letzten Jahren sehr positiv

entwickelt. In allen Bereichen ist Wachstum und

Fortschritt feststellbar. Es ist in die Jugend, in

Bildung, in unsere attraktive Gemeinde und in die

Gemeinschaft investiert worden. Mit dem Neubau

der Nierspromenade wird das Umfeld des Flusses

weiter attraktiv gestaltet, und mit der neuen Niersbrücke

wird der Ortskern mit dem Bereich Freizeit

und touristische Angebote enger verbunden. Der

Tierpark, die Tierparkschule und der Natur-Erlebnis-

Pfad bieten hervorragende Angebote für Familien,

Schulen und Kindergärten. Die Angebote für die

Jugend werden sowohl in den Vereinen gefördert

als auch über das Netzwerk Jugend unterstützt

und getragen.

Die Stärkung des Ortskernes als das Zentrum

von Einzelhandel, Begegnung und wirtschaftlicher

Entwicklung ist ein zentrales Ziel in Weeze. Zweifellos

zu den wichtigsten Projekten gehört die

Entwicklung des Ortsteiles Wemb. Das Dorf -

innenentwicklungskonzept (DIEK) sowie das grenz -

überschreitende deutsch-niederländische Projekt

„KraKe“, das aus dem niederländischen kommend

für „krachtige Kerne“ = starke Dörfer/Ortskerne

steht, führte zur Gründung des Vereins „Wir in

Wemb“. Mit dem Bau des neuen Feuerwehrhauses

und der baulichen Innenentwicklung im Dorfkern

soll die Initiative zur nachhaltigen Entwicklung des

Dorfes Wemb unterstützt werden. Mit Mitteln der

Städtebauförderung soll es auch in Wemb eine

von der Bürgerschaft entwickelte und getragene

Gestaltung des Dorfes geben. Eine angemessene

Wohnbauflächenbereitstellung, die Erhaltung dörflicher

Strukturen und die Grundversorgung des

Ortes sind wichtige Signale für die Zukunft.

Die Versorgung mit Breitband in den Siedlungsbereichen

ist ein wichtiges Thema. Der länd -

liche Außenbereich, der bisher über weniger als

30 MB Leistung verfügte, wird bis 2022 mit Breitband

(Glasfaser) versorgt.

Mit dem Katharinenquartier, dem Baugebiet

Phillipsen Wiesen und einer sukzessiven Innenentwicklung

sollen Wohnbauflächen vorbereitet und

bebaut werden. In die Bereiche Schule, Bildung

und Jugend wird in Weeze mit großem Aufwand

investiert. Die Erweiterung des Wellen brechers,

der Ganztagsangebote für die Schulen sowie der

Kindertagesstätten sind hier besonders erwähnenswert.

In wirtschaftlicher Hinsicht hat die Gemeinde

Weeze aufgrund ihrer günstigen Lage, ihrer außerordentlich

guten Verkehrsanbindungen (Autobahnanschluss

A 57, Bundesstraße 9, Bahnhof

Cyriakusplatz und

Vereinsbaum

Musikfestival Parookaville

22


Hier lässt es sich leben

Auf einen Blick

Gründungsjahr:

urkundlich erstmals

erwähnt 1226

Einwohner: rd. 12 000

Fläche: 79 km2

Bodennutzung:

4533 ha Nutzfläche

1904 ha Waldfläche

1508 ha übrige Fläche

Weeze mit Bahnverbindung Düsseldorf–Kleve) und

der Entwicklung des „Euregionalen Zentrums für

Flugverkehr, Logistik und Gewerbe“ auf dem

Gelände des ehemaligen Militärflughafens Weeze-

Laarbruch eine zunehmende Bedeutung erlangt.

Seit Juni 2007 ist der Airport Weeze auch eine

Homebase für Ryanair. In den letzten Jahren sind

rund 50 Destinationen in Europa von Weeze aus

erreichbar geworden.

Im Bereich Tourismus konnte durch die

steigenden Übernachtungszahlen das ehemalige

Altenheim Theresienstift in eine Hotelnutzung

überführt werden. „Neue Wege“ gibt es auch im

Radverkehr. Die Radwegeverbindungen, wie die

Strecke, die die Bauernschaft Vorselaer mit Kervendonk

verbindet, und die Einführung des Knotenpunktsystems

im Kreis Kleve stärken die touris -

Weeze bietet sich für ausgiebige grenzüberschreitende

Radtouren an.

tische Attraktivität unseres Heimatortes. Darüber

hinaus gibt es ein breites Angebot für Freizeit wie

Radwandern entlang der Niers und Paddeln auf der

Niers, Kultur und Erholung. Zum Teil sind die An -

gebote auch grenzüberschreitend und lassen die

„Maasduinen“ (ein Natur-, Freizeit- und Erholungsgebiet

auf niederländischer Seite) leicht erreichen.

Hervorzuheben sind in der Gemeinde Weeze vor

allem Musikfestivals wie Parookaville und der familienfreundliche

Tierpark mit Waldlehrpfad und

Streichelzoo mit angrenzendem Natur-Erlebnis-

Pfad sowie die Kulturdenkmäler Schloss Kalbeck,

Schloss Wissen und das Schloss Hertefeld.

Sehenswürdigkeiten:

Schloss Hertefeld

Schloss Wissen

Alte Schmiede

Airport Weeze

Freizeitmöglichkeiten:

– Radwandernetz mit

Knotenpunktbeschilderung

– Wanderwegenetz:

Niers wanderweg, Jakobspilgerweg

– Paddeln auf der Niers

– Tierpark mit Waldlehrpfad

und Streichelzoo sowie

Insektarium im Tierpark

– Natur-Erlebnis-Pfad

– Vereins- und Kulturveranstaltungen

– Laarer Bruch

– Kulturlandschaft

Heeser Gut

Paddler und Wanderer

begegnen sich häufig

entlang der Niers.

Gemeinde Weeze

www.weeze.de

23


Weißt du noch, damals . . .? Ein buntes

Kaleidoskop erfrischender Abwechslung

Hans-Josef Kuypers

Das Jugendfestival

Courage des Kreises Kleve

am Schloss Moyland in

Bedburg-Hau lockt in

jedem Jahr Tausende

junge Fans.

24

Was ist es, das zur positiven Wertung des

Regionalmanagements führt? Ist es die Infrastruktur

mit ihren Autobahnen, sind es die

Fernstraßen, die Anbindungen an Städte und

Gemeinden? Oder ist es das Vorhandensein

einer Hochschule, vieler intakter Bildungseinrichtungen,

eines Airports, eines Hafens? Sind

es die Schlösser und Burgen, sind es die

Hotels und Pensionen, die Kliniken und

Krankenanstalten? Ja, werden wir sagen. Das

eine mehr, das andere weniger. Je nach persönlicher

Einschätzung, nach dem ureigenen

Lebensabschnitt, nach Neigung und Ge wohn -

heit.

Sicher ist: Der Kreis Kleve kann von sich

behaupten, in allen diesen Bereichen gut

aufgestellt zu sein und die entsprechenden

Arbeitsplätze anzubieten, die ein Leben in -

mitten dieser gebotenen Struktur überhaupt

denkbar und erlebbar machen. Es sind infrastrukturelle

Rahmenbedingungen, die unser

anspruchsvolles Jahrhundert als notwendige

Bedingung und damit Pflichtprogramm em p -

findet.

Aber sind es nicht auch die erlebens- und

liebenswerten Dinge links und rechts vom

irgendwie Notwendigen, die uns immer

wieder deutlich eindrucksvoller haften

bleiben? Die Begegnungen mit interessanten

Menschen, die kulturellen Erlebnisräume mit

mehr oder weniger hohem Unterhaltungs -

wert, die Märkte und Feste und ihre Hingu -

cker, die später am heimischen Herd immer

wieder die Frage aufwerfen: „Weißt du noch,

damals . . .?“

Der Kreis Kleve wird als eine Region empfunden,

die das „Weißt du noch?“ Jahr um Jahr zu

erneuern bereit ist, und zwar mit einem

facettenreichen Veranstaltungsprogramm,

das zu dem Fazit führen dürfte: „Kreis Kleve

immer was los.“ Ob es die Karnevalsumzüge

sind, mit denen die Narren ihren Winter

vertreiben, die vielen Höhepunkte einer

Fahrradregion, die alleine mit dem Niederrheinischen

Radwandertag 30 000 junge und

jung gebliebene Zeitgenossen auf die Stahl -

rösser klettern lässt, oder alle jene, für die es

nichts Schöneres gibt als das gemeinsame

„Abzappeln“ bei den immer deutlicher zu -

nehmenden, immer stärker wachsenden

Open-Air-Festivals wie dem Jugendfestival

Courage am Fuße des Museum Schloss Moyland

mit seinen 8000 jungen Fans, dem

Haldern Pop in Rees zu Zeiten des Hochsommers

oder dem Parookaville, das der 11 000-

Seelen-Gemeinde Weeze zum Auftakt in die

Sommerferien 80 000 erlebnishungrige Menschen

als Gäste auf Zeit beschert. Sie alle

scheinen die richtige Mischung, die richtige

Balance zwischen Leben und Arbeiten zu


Hier lässt es sich leben

suchen und finden sie im Kreis Kleve, der

anders als viele andere Kreisgebiete nach wie

vor mit wachsenden Einwohnerzahlen auf

sich aufmerksam machen darf.

In dieser Zeit, zu der die Singer-Songwriter die

Bühnenbretter erobern und die DJs ihre Fans

mitreißen – zu eben dieser Zeit wird die

Region zwischen Schwanenburg und Geldertor,

die naturverbundene Region links und

rechts von Vater Rhein zu einem bunten Kaleidoskop

erfrischender Abwechslung.

So haben es die Gelderner bereits vor Jahren

geschafft, das Interesse der Welt auf ihr

großes Festival der Straßenmaler zu locken.

Für wenige Tage sitzen kreative Zeitgenossen

auf den Asphaltflächen der LandLebenStadt

und malen mit Kreide Religiöses, Technisches,

Melancholisches und werben um die Zu -

neigung Tausender von Besuchern. Niederländer,

Schweizer, Japaner, fröhliche Zeit -

genossen aller Herren Länder geben sich hier

auf den Straßen der einstigen Herzogstadt ein

Stelldichein – und malen nicht selten in alter

John-Lennon-Manier ihre Botschaft vom

Frieden in der Welt.

Gar nicht weit weg von diesem Platz, in der

Wallfahrtsstadt Kevelaer, drücken sich Tau -

sende in vordere Reihen, um beim abend -

lichen Start zum Ballon-Festival einen der

besseren Plätze zu erhaschen. Ob in Sonderformen

wie leuchtend roten Teekannen oder

in stadtfarbenen bunten Kugeln – gut und

gerne 30 von ihnen werden für drei Tage zu

Himmelsriesen mit ausgeprägtem Familienprogramm.

Und auch wenn manche Behörde

deren Nähe zum nachbarlichen Airport

Weeze auch mit respektvollem Blick begleitet

– diese Veranstaltung ist eine der besonderen

in der Region und hat ihre Zukunft am farbenfrohen

Himmel verdient.

Um diese Jahreszeit herum haben die Radwanderer

am Niederrhein längst ihre Touren

durchs Kreisgebiet gefahren. 2000 Kilometer

Fahrradwege zeichnen den Kreis Kleve aus –

und selbstverständlich die Tatsache, dass hier

das Radfahren als Freizeitspaß absolute

Akzeptanz genießt. Mehr als das, nämlich

respektvolle Blicke, ernten alle jene, die sich

in der Innenstadt der Kreisstadt Kleve dem

Radrennen „Rund ums Tönnissen-Center“

anschließen. Da geht es immer wieder richtig

zur Sache, weht ein Hauch von Paris–Roubaix,

von Flandern-Rundfahrt oder Tour de France

durch die junge Hochschulstadt Kleve.

Einmal im Jahr zählt die

Gemeinde Weeze mehr

als die üblichen 12 000

Einwohner: 80 000

Menschen feiern im

Sommer auf dem Airport-

Gelände unter dem Motto

„Wahnsinn, Liebe und

pure Glückseligkeit“ zu

elektronischer Musik.

Bei „Emmerich im

Lichterglanz“ wird die

längste Hängebrücke

Deutschlands auf ganz

besondere Weise vom

Feuerwerk beleuchtet.

25


Bei ihm gibt es immer

etwas Neues zu entdecken:

Heinz Bömler (l.)

kennt man im Kreis Kleve

als den „Wahnsinnigen

Puppenspieler“. Mit Rob

Miesen (r.) lassen sich

spannende Schmuggler -

touren erleben.

26

Und zu dieser Zeit denkt sich auch mancher:

Wenn ich denn schon hier bin, dann bleibe

ich auch bis zum Lichterfest Kleve oder fahre

noch wenige Kilometer, wo sich die „Golden

Gate vom Niederrhein“, wie die Emmericher

Rheinbrücke gerne genannt wird, für das

„Emmerich im Lichterglanz“ herausputzt. Wer

denn zu diesem Termin pfiffig unterwegs sein

will, der kümmert sich rechtzeitig um seine

Tickets für VIP-Plätze auf den weißen Schiffen,

die zum ganzen Stolz der Rhein-Städte

geworden sind. Eines liegt gerne in Emmerich

am Rhein, ein weiteres am Ufer der Stadt

Rees, die wohl älteste Stadt am unteren

Niederrhein.

So stellt man als aufmerksamer Beobachter in

den 16 Städten und Gemeinden des Kreis -

gebietes fest: Langeweile muss hier ein

Fremd wort bleiben. Ob es zu den Hochfesten

eines Jahreskalenders ist, zu denen zweifelsfrei

auch der Gocher Flachsmarkt im Herbst

zählt, oder ob man bei der Suche nach

Entschleunigung ist. Wem die bunte Welt des

Wunderlands Kalkar zu bunt wird und das

Irrland in Kevelaer zu jugendlich, der besucht

eine der vielen Mühlen in der Region, trinkt

frischen Kaffee und probiert das frische Mühlenbrot.

Oder er setzt sich gar auf die Draisine,

die den Weg von Kleve nach Kranenburg und

ins niederländische Groesbeek nimmt.

Wer sich nicht so sehr über seine verschlagenen

Golfbälle auf den vielen Golfplätzen der

Region ärgern möchte, dem sei eine Agro-

Tour in Straelen empfohlen, die Schnapsbrennerei

am Emmericher Rheinufer, die spannende

Käserei oder die Whiskybotschaft in

Kerken oder die Schokoladenmacherei in

Kleve. Oder, ja, ein Kurzbesuch bei Heinz

Bömler, der sich in Goch, genauer gesagt in

Goch-Hassum, mit dem Titel des „Wahn -

sinnigen Puppenspielers“ schmückt und seit

Jah ren schon die Rolle des heimlichen Fern -

sehstars innehat.

Niemand wurde so häufig wie er auf der

Mattscheibe gesehen – und niemand schafft

es wie er, seine Gäste im alten Sacklager


Hier lässt es sich leben

seiner noch älteren Wassermühle zu einer

Zeitreise in die Anfänge des Wirtschafts -

wunderlands zu bewegen.

Und dies gleich an der deutsch-nieder -

län dischen Grenze, wo man im Sommer den

Spargel genießt, im Winter den Grünkohl

und an sieben Tagen die Woche das

Diebels Alt.

„Rund ums Tönnissen-

Center“ heißt es in jedem

Jahr beim Radrennen in

der Kreisstadt Kleve.

Das Schloss Moyland gilt

als ganz besonderer

Anziehungspunkt im Kreis

Kleve und hat Geschichte

und Kunst gleichermaßen

zu bieten. Verschiedenste

Veranstaltungen rund

ums Schloss runden das

Jahresprogramm ab.

27


Der Kreis Kleve als Verbindungsknoten –

grenzüberschreitend und überregional

zusammenarbeitend

Sjaak Kamps / Andy Dritty

Der Kreis Kleve ist – als Mitglied zweier Eu -

regios – ein Vorbild für vielfaltige europäische

Zusammenarbeit entlang der europäischen

Grenzregionen. Innerhalb des Kreises, der im

Norden zur Euregio Rhein-Waal, im Süden zur

euregio rhein-maas-nord gehört, wird das

grenzüberschreitende Miteinander in allen

Schichten der Bevölkerung gelebt. Zum

Arbeiten, Studieren, Einkaufen oder als Tourist

pendeln tagtäglich mehrere 10 000 Menschen

über die Grenze.

Zwei Länder, eine Grenzregion

Dies ist unter anderem der grenzüber -

schreitenden Zusammenarbeit innerhalb der

Euregios zu verdanken. Viele Projekte und

Initiativen, die mithilfe des EU-Programms

INTERREG Deutsch land-Nederland realisiert

werden konnten, zielen darauf ab, die Region

vor allem in Hinblick auf die Talententwicklung

in der Bildung und als gute Arbeitgeberregion

für Fachkräfte voranzutreiben.

Als Beispiel im Bereich der Berufsausbildung

weisen wir an dieser Stelle gerne auf das

Eu regio Xperience-Projekt der euregio rheinmaas-nord

hin. In diesem Projekt werden

Auszubildende bei der Vorbereitung auf den

Arbeitsmarkt dazu motiviert, über ihre eigene

sowie auch über die geopolitische Grenze zu

schauen. Viele Aktivitäten, wie zum Beispiel

Workshops, Firmenbesuche und Sprachkurse,

bieten ihnen die Möglichkeit, den persönlichen

Horizont zu erweitern und Erfahrungen

im internationalen Fachgebiet und im Ausland

zu erwerben. In der Euregio Rhein-Waal

arbeiten in dem Netzwerk der Ler(n)enden

Euregio über 60 deutsche und niederlän -

dische Berufskollegs zusammen und bereiten

ihre Schülerinnen und Schüler ebenfalls auf

einen euregionalen Arbeitsmarkt vor.

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

haben sich die seit 2016 bei den beiden

Eu regios angesiedelten GrenzInfoPunkte zu

wichtigen Anlaufstellen entwickelt. Die Mit -

arbeiterinnen und Mitarbeiter der GrenzInfo -

Punkte beraten jährlich mehrere Tausend

(potenzielle und ehemalige) Grenzpendler

und Arbeitgeber über die organisatorische

Seite des Grenzpendelns. Aufgrund der sehr

ausführlichen Kenntnisse und des großen

Netz werkes sind die Kollegen vom Grenz -

InfoPunkt immer in der Lage, bei Anliegen

und Fragen weiterzuhelfen. Sie zeigen die

Chancen, die Jobs im Nachbarland bieten

können.

Trotz dieser guten Initiativen gibt es aber

noch nicht so etwas wie einen euregionalen

Arbeitsmarkt. Unterschiede in der Gesetz -

gebung und Schwierigkeiten bei der An er -

ken nung von Schulabschlüssen führen dazu,

dass ein Blick über die Grenze bei der Suche

nach einer Arbeitsstelle immer noch keine

Selbstverständlichkeit ist. Wir sind deshalb

auch froh, dass sowohl die Landesregierung

NRW als auch die niederländische Regierung in

den Regierungsvereinbarungen von 2017 der

Förderung der grenzüberschreitenden Zu -

sammenarbeit einen hohen Stellenwert bei ge -

messen haben. Gemeinsam können wir Lösungen

für diese Bereiche erarbeiten, damit wir in

der Grenzregion die Herausforderungen der

Zukunft (demografischer Wandel, Fach kräfte -

mangel und Abwanderung) meistern können.

28


Hier lässt es sich leben

Europa: Garant für Frieden und Wohlfahrt

Dieser rege Austausch zwischen beiden

Ländern hat in den letzten 75 Jahren stetig

zugenommen. Die europäische Zusammen -

arbeit, die nach dem Zweiten Weltkrieg über

den ganzen Kontinent intensiviert wurde und

letzten Endes zur Gründung der Europäischen

Union führte, beeinflusst unser tagtägliches

Leben intensiv, auch wenn wir uns dessen

nicht immer direkt bewusst sind. Der Wunsch,

die Kontakte zwischen den unterschiedlichen

Staaten wieder aufleben zu lassen, war der

direkte Anlass, Euregios zu gründen.

Gerade in den Euregios, in den Grenzregionen,

wird der europäische Gedanke gelebt

und sind die Vorteile dieser Zusammenarbeit

spürbar. Dank des Schengen-Abkommens

und des Euros genießen wir eine Reisefreiheit

wie nie zuvor. Dennoch ist es wichtig, das

Bewusstsein der Errungenschaften der EU im

Hinblick auf Frieden und Wohlfahrt im Sinne

der Gestaltung unserer Zukunft lebendig zu

halten. So besuchen die Gemeinden Weeze

und Gennep, Bergen und Venray sowie Kleve,

Kranenburg und Berg en Dal gegenseitig die

jeweiligen Gedenkveranstaltungen und ar -

bei ten gleichzeitig auch in anderen Bereichen

eng zusammen.

Diese gemeinsamen Aktivitäten formen

genauso wie die über 100 deutsch-niederländischen

Schüleraustausche, Sportturniere

sowie Musik- und Kulturveranstaltungen, die

jährlich in unseren Arbeitsgebieten statt -

finden, die Basis für ein vertrauensvolles

Zusammenleben und eine erfolgreiche Koope -

ration in unserer lebenswerten Grenzregion.

Die Euregios sind Ihr Ansprechpartner für Ihre

Fragen zum Thema grenzüberschreitendes

Wohnen, Arbeiten und Studieren sowie

für Unterstützung im Rahmen des EU-Programms

INTERREG Deutschland-Nederland.

Wir sind gerne für Sie da! Mehr Informationen

unter: www.euregio.org und www.euregiormn.de.

Kreis Kleve: grenzüberschreitende

Zusammen -

arbeit

29


Waldvagabunden des Reichswalds

Christiane Bienemann

Waldrand bei Materborn

30

Es war einmal . . . ein kleines Mädchen, das

von seinem Vater nicht nur die Liebe zum

Schreiben geerbt hat, sondern auch von klein

auf mit ihm die Natur entdeckt hat. Die

frü hesten Erinnerungen gehen dabei zum

Nütte raner Hingstberg, zu den Sieben Quellen

und den Forellenteichen. Laufen, soweit die

Füße tragen, oder huckepack auf Vatis Schultern.

Am liebsten jedoch waren mir unsere

„Abenteuerwege“. Kleine Pfade durchs tiefe

Unterholz oder einfach auf eigenen Wegen

fernab der üblichen Spazierrouten. Und auf

jedem Ausflug in den Reichswald lernte ich

etwas Neues kennen: die verschiedenen

Baum arten wie Eichen, Buchen, Kastanien

und Kiefern, die vielfältigen Geräusche des

Waldes und vor allem die Vogelstimmen, das

melodiöse Lied der Amsel, das meistens im

Duett mit ihrem Partner erklingt. Begeisterung

kam auf, wenn am Waldrand mit Blick auf

Schottheide und Frasselt die Lerche tirilierte

oder gar ein Raubvogel rüttelnd in der Luft

stand und auf Beute lauerte.

Und fast jeden Niederrheiner verbinden Er -

innerungen mit unserem schönen Wald. So

auch meine Freundin, die ebenfalls viel mit

ihrem Vater durch den Wald gestreift ist. Be -

stimmt sind wir uns dort einmal begegnet,

ohne zu ahnen, welch große Rolle wir einmal

im Leben der anderen spielen werden. Bei

einem ihrer Spaziergänge auf einem der

größeren lichteren Wege bewunderten sie

ausgiebig das frische Grün und das Damwild,

das kurz vor ihnen wechselte. Doch die Idylle

war nur von kurzer Dauer, denn wie aus dem

Nichts schoss ein großer Bussard auf meine

Freundin herab. Den Lufthauch und den

Schrecken kann sie noch heute spüren!

Mit einer anderen Freundin und deren

Großeltern ging es in alter Tradition im Frühjahr

stets zum Treppkesweg, um frisches

Birkengrün zu holen. Dieses wurde dann in

einer Vase angerichtet und mit bunten Bändern

geschmückt. Ebenso gehörten wir noch

zu den Kindern, die Blaubeeren gesammelt

haben. Wir haben Verstecken gespielt und

Laubhütten gebaut. Was waren wir stolz,

wenn sie dem nächtlichen Gewitter stand -

gehalten haben. Wir kletterten in hohe Bäume

mit ausladenden Ästen und das ganz ohne

Helm und Knieschoner. Und die Geschichten

erst! Wir schlichen mit Winnetou durch das

hohe Farnkraut, kochten unseren Puppen -

kindern Grassuppe und flochten einander

Kränze aus Gänseblümchen.

Meine schönsten Erinnerungen betreffen

einen knackig kalten Winterabend, wo es

ganz überraschend noch geschneit hatte.

Also den großen Holzschlitten mit den

ros tigen Kufen aus dem Keller geholt, dick

eingepackt und ab zum Bundeswehrgelände.

Das liegt zwischen Nütterden und Kleve zwi -

schen zwei Waldstücken und weist kleine,

baumlose Hänge auf. Wo wir früher in hals-


Hier lässt es sich leben

brecherischem Tempo auf unseren Gleitern

zu Tal geschliddert sind, scheint nun der

Mond auf den glitzernden Schnee und die

Sterne funkeln. Eine solche Abfahrt mit dem

Freund ist wirklich überaus romantisch!

Warum es mich immer wieder in den Wald

zieht? Weil er zu jeder Jahreszeit seinen ganz

eigenen Zauber verströmt und so viele bei -

nahe magische Orte beheimatet. Im Frühjahr

ist es das zarte helle Grün, das den vom

langen, typisch niederrheinischen Grau leicht

abgestumpften Blick zum Leuchten bringt. Im

Sommer liegt ein aromatischer Geruch nach

Harz in der Luft. Der Wald spendet an ge neh -

men Schatten und wohltuende Ruhe nach

einem fröhlich lauten Tag am Baggersee. Der

Herbst schenkt uns die Explosion der Farben,

die den Wanderer noch einmal zu großen

Touren lockt. Helles Gelb, knalliges Rot und

die ersten Brauntöne laden zum Verweilen

ein. Auch heute sind die stacheligen Früchte

der Esskastanie heiß begehrt. Und wenn im

Winter eine dichte Schneedecke alle Äste und

Zweige eingepudert hat und der Schnee bei

jedem Schritt anheimelnd unter den Füßen

knirscht, dann ist das Weihnachtswunder

nicht mehr fern.

Dieses Jahr sind wir übrigens unter die Gipfelstürmer

gegangen. Gipfel im Reichswald?

Wo die höchste Erhebung kaum 100 Meter

beträgt? Das konnten wir uns bis Ostern, wo

wir den Geldenberg bei Frasselt mit seinem

Feuerwachtturm erklommen haben, auch

nicht vorstellen. Doch auf der Kuppe des

Bergs entdeckten wir diesen Basaltstein mit

Namen und Höhe des Berges. Ein Einzelfall, so

dachten wir zunächst. Doch nachdem wir auf

dem Rückweg ganz zufällig noch drei weitere

Steine aufgefunden haben, nämlich den

Rauwen-, Godlofsen- und Mussoolsenberg

mit gewaltigen Anstiegen bis zu 81 Metern,

war unser Interesse geweckt. Das Ziel war

die goldene Wandernadel, mindestens! Mit

Steigeisen, Proviant und dem guten Vorsatz,

den jeweiligen Stein vor dem Partner zu entdecken,

haben wir in diesem Jahr schon

einige der insgesamt gut 30 Gipfel zwischen

Grafwegen, Schottheide, Kleve und Reichs -

walde gestürmt.

Die Tour zum Stoppelberg war gleichzeitig

auch eine Reise in die Geschichte des Kleverlands.

Ein Gedenkstein erinnert an eine Frau

aus Schottheide, die vor einigen Hundert

Jahren in Kleve ihre Kuh verkaufte und auf

dem Rückweg von Räubern ausgeraubt und

erschlagen wurde. Auf halber Höhe zum

Stoppelberg wähnten wir uns bereits am Ziel,

da wir schon von Weitem eine Art Stein im

Waldboden sahen. Doch dieser Stein war

irgendwie anders: vorne mit einer Öffnung

und rostigen Bügeln. Ganz enttäuscht wanderten

wir weiter, aber später bekomme ich

tatsächlich heraus, was es mit diesem Kasten

auf sich hat: Es ist ein Zeitzeuge aus dem

Zweiten Weltkrieg, ein Kabelbrunnen vom

Festungskabelnetz des Westwalls.

Gipfelstein

Rhododendronblüte

31


Die Bärenhöhle

Besonders wenn man dem Reichswald über

die Grenze in die Niederlande folgt, entdeckt

man viele kleine Tafeln und Mahnmale zum

Zweiten Weltkrieg. Denn auf der Hochebene

bei Groesbeek, heute idyllisches Weinanbau -

gebiet, fand im September 1944 die Ope -

ration Market Garden durch die Alliierten

statt.

Kaum zu glauben, wenn man im Frühjahr zur

Rhododendronblüte, wohl eins der beeindruckendsten

Naturschauspiele im Wald, dort

entlang spaziert. Ein einziger Blütentraum aus

weiß und violett verwöhnt dann das Auge.

Die kleinen Wunder des Waldes – dazu zählt

für mich auch die Klever Bärenhöhle. Eine

riesige Buche mit großem oberirdischem

Wurzelwerk gibt viel Raum für Fantasie. Die

Stadt hat reagiert und bietet nun geführte

Touren an. Und manchmal kommen auch die

von Menschenhand erschaffenen kleinen

Kunstwerke dazu, wie die Sichtachse vom

Kupfernen Knopf zum Eltenberg und die

gewaltige Steinmännchen-Kolonie zwischen

Materborn, Rindern und Donsbrüggen. Die

Klever lieben ihre Steinmännchen und hoffen,

dass sie noch lange erhalten bleiben!

Ein Teil der

Steinmännchen

32


Hier lässt es sich leben

Mein Kreis Kleve – eine Liebeserklärung

Heike Waldor-Schäfer

Niederrheinische

Landschaft bei Rees

Es ist dieser Himmel. Diese Weite. Manchmal

berühren die Wolken das flache Land, das sich

wie ein, zugegeben, krummer Strich um den

Horizont schlängelt. Sie müssen sich das wirklich

einmal anschauen. Oder wie man das

heute so schick sagt: „Baden Sie doch einfach

mal draußen, mitten in der Natur.“

Vielleicht tun Sie das in der Millinger Waard –

200 Konik-Wildpferde und Galloway-Rinder

atmen hier noch die Ursprünglichkeit vergangener

Zeiten – 700 Hektar wilde, naja, zumindest

halbwilde Freiheit. Keine Zäune, keine Ställe,

keine Menschen.

Sie können aber auch einen echten niederrheinischen

Flachland-Berg erklimmen, ja

doch, 82 Meter hoch: der Eltenberg. Da steht

eine 1000 Jahre alte St. Vitus Stiftskirche, im

Drususbrunnen echot die Geschichte, und

dann schauen Sie einfach mal über die Weite

des Rheintals drüber weg in Richtung Kleve

und genießen den Blick auf die Sichtachsen

einer einzigartigen Barockgarten-Anlage, 350

Jahre alt. Nehmen Sie Platz auf diesem

stei nernen Stuhl der Fürstäbtissinnen, den der

Bildhauer Christoph Wilmsen-Wiegmann dahin -

gestemmt hat, und lassen Sie das wirken,

was Sie sehen, nicht sehen, spüren, atmen.

Ihre Füße übrigens schweben so etwa 20

Zenti meter über der Erde – eine bodenlose

Freiheit.

Das ist alles. Geschichte und Weitsicht, Natur

und Ruhe, Kultur und Geborgenheit, Neugier

und einfach mal anders denken. Sie erahnen

die Schwanenburg jenseits der Rheinaue,

jahrhundertelang Sitz der Herzöge von Kleve.

Sie wissen: Gar nicht weit davon weg ackern

ein paar 1000 eingeschriebene Studierende

aus mehr als 120 Ländern an der Hochschule

Rhein-Waal für die Zukunft. Und Sie lassen die

Beine baumeln.

Und dadrüber und drumherum immer wieder

dieser Himmel. Diese Weite. So etwas prägt

die Menschen, die hier leben. Wer weit gu -

cken kann, kann viel sehen. Vielleicht sind die

33


Draisine bei Kranenburg

Kreis-Klever deshalb ein bisschen, pardon, verrückter

als die anderen Niederrheiner. Man

kann auch sagen: Kreativer. Kompromissloser.

Und ein bisschen wagemutiger auch.

Oder wären Sie auf die Idee gekommen, in ein

stinknormales Maisfeld einfach mal ein paar

Irrwege hineinzufräsen, das Ding „Mais-Laby -

rinth Irrland“ zu nennen? Und zu hoffen, dass

sich ein paar arme Seelen vergnüglich auf

Ihrem Feld verlaufen wollen? In Twisteden hat

eine Landwirt-Familie das einfach mal ausprobiert

vor Jahren. Das Ergebnis: Das „Irrland“

zieht heute fast eine Million Besucher an und

ist auf einer Fläche von nunmehr 30 Hektar

ein riesiges Spiel- und Freizeitparadies geworden,

eine Bauernhof- und Erlebnisoase vor

allem für Familien mit kleineren Kindern.

Wenn das nicht durchgeknallt ist.

Die Kreis-Klever sind also ein bisschen schräg.

Sie benutzen nicht nur das Fahrrad als Fort -

bewegungsmittel, sondern haben die Draisine

für sich wiederentdeckt – auf einer stillgelegten

Bahntrasse ist das der Knaller im

Sommer schlechthin. Von Kranenburg grenz -

überradelnd und wieder zurück. Und dass

aus einem nie ans Netz geschalteten Kern -

kraftwerk (in Kalkar) ein Familien-, Event-,

Messe-, Veranstaltungs- und Freizeitpark (ein

Wunderland) wird – ja nun, wo sonst bitte als

im Kreis Kleve ist so etwas denkbar?

Kein Wunder, dass immer mehr Touristen sich

in diesen Landkreis vergucken. Denn der hat

ja auch noch große und kleine Museen mit

großer und kleiner Kunst – wo sonst bitte

können Sie in Tagestouren Joseph Beuys versuchen

zu begreifen, „ebkes“ gucken, wie die

34


Hier lässt es sich leben

Sommerfreude an der Niers

Tabakbauern in Kalkar-Wissel früher so lebten,

und, natürlich, mal kurz und innig bei Maria

ein Kerzchen anmachen – Sie wissen schon,

die Muttergottes hat im Wallfahrtsstädtchen

Kevelaer ein besonderes Zuhause.

Das ist ja das Tolle an diesem Kreis Kleve: Er ist

so lebendig. So bunt. So verblüffend knorrig

und liebevoll. Voller Tradition und doch

immer in Bewegung, auf der Suche nach

Neuem. Das kann man auch gern mal ausprobieren

– die regionale Küche etwa bietet da

so manche Variante. Spargel, werden Sie jetzt

sagen! Stimmt! Schwarzbrot mit Rübenkraut

und Käse. Stimmt auch. Grillagetörtchen im

Sommer – in einem dieser vielen, idyllischen

Bauernhofcafés, in denen man Familienanschluss

hat, ganz automatisch.

Und im Winter? Da rufen die Kreis-Klever ihre

kulinarische Grünkohlwoche aus: Das ehemals

Arme-Leute-Essen wird fein serviert und mo -

dern interpretiert – wie wäre es zum Beispiel

mal mit einem zarten Ossobuco aus dem

Ofenrohr in Spätburgunder-Quittenjus, dazu

Grünkohlpürree, glasierte Karotten und Kar -

toffelstroh?

So etwas gibt es zum Beispiel in Nierswalde.

Da haben zwei Nicht-Gastronomen eine alte

Schule gekauft, die abgerissen werden sollte,

ein Hotel draus gezaubert und vis-à-vis den

alten Gasthof zum Restaurant umgewandelt.

Wagemutig sind sie, die Kreis-Klever. Und ein

bisschen verrückt. Aber das sagte ich ja

schon...

35


Alte Schätze im Kreisarchiv –

Unikate bewahren das historische Erbe

Dr. Beate Sturm

Die Verschreibung des

Zolls zu Nimwegen und

Huissen durch den Grafen

Johann von Kleve aus

dem Jahr 1353 ist das

älteste Stück im Kreis -

archiv Kleve.

36

Das Kreisarchiv Kleve verwahrt das historische

Erbe des Kreises Kleve. Der Fokus liegt dabei

auf der schriftlichen Überlieferung, die sorg -

fältig und im Hinblick auf ihren Gesamtzusammenhang

ausgewählt wird. Die Auslese bildet

die lokale Gesellschaft und Lebenswirklichkeit

mit ihren Ereignissen, Phänomenen und

Struk turen im Großen und im Kleinen ab. Das

Kreisarchiv überliefert damit das unverwechselbare

Erscheinungsbild des Kreises Kleve. Es

schafft Rechtssicherheit und bildet die Grundlage

dafür, dass sich die Bewohnerinnen und

Bewohner des Kreises Kleve mit ihrem Kreis

identifizieren können.

Als Bürgerarchiv steht das Kreisarchiv allen

interessierten Bürgerinnen und Bürgern aus

nah und fern zur Verfügung. Wer im Kreisarchiv

Kleve forscht, findet hier eine bunte

Vielfalt an historischen Dokumenten, die zu

unzähligen Fragestellungen ausgewertet werden

können. Das Spektrum der Überlieferung

reicht von mittelalterlichen Urkunden über

Unterlagen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert,

wie historischen Sammlungen, Nachlässen,

Herrschafts-, Familien- und Hofesarchiven, bis

hin zur Überlieferung des 20. und beginnenden

21. Jahrhunderts, die mit ihren modernen

amtlichen und nichtamtlichen Unterlagen –

unter anderem Unternehmens-, Vereins- und

Parteiarchiven – die Erforschung auch der

jüngsten Geschichte ermöglicht.

Insbesondere im Sammlungsbereich, den

das Kreisarchiv in seiner nunmehr 50-jährigen

Ge schichte immer weiter ausgebaut hat,

spie gelt sich diese Reichhaltigkeit historischer

Überlieferung wider: So verwahrt das Kreisarchiv

Fotosammlungen bedeutender Foto -

grafen, wie Ewald Steiger (* 1877, † 1966)

und Carl Weinrother (* 1925, † 1999), die das

Leben im Kreis Kleve vom ausgehenden

20. Jahrhundert bis in die 1970er-Jahre dokumentieren.

Mit den Fotosammlungen von

Bruno Meesters und Heinz Leenders aus den

Jahren 2010 bis 2012 wiederum wird mit dem

Bau der Hochschule Rhein-Waal in Kleve ein

bedeutendes Ereignis der jüngsten Kreisgeschichte

umfassend dokumentiert.

Ferner verwahrt das Kreisarchiv Karten, Stiche

und Pläne bedeutender und überregional

bekannter Kartografen, wie Christian Sgrothen

(* um 1525, † 1603), Willem Janszoon (* 1571,

† 1638) und Joan Blaeu (* 1596, † 1673).

Neben diesen historischen Karten enthalten

die Archivbestände topografische Karten,

Stadtpläne, Flurkarten, Ausschnitte aus Katas -

ter karten, Schätzungskarten sowie Karten zur

Infrastruktur und zu ausgewählten histo -

rischen und politischen Themen (zum Bei spiel

zum Kulturlandschaftswandel, zum rheini -

schen Städtewesen und zu den Windmühlen

am Niederrhein).

Eine Vielzahl weiterer Sammlungen von

beispielsweise Siegeln, Wappen, Totenzetteln,

Ansichtskarten, Plakaten, heimatge schicht -

lichen Unterlagen und Korrespondenzen runden

die Überlieferung ab.


Alte und neue Zeiten

Einen großen – vielleicht den größten! –

Schatz bilden jedoch die Unterlagen aus der

Kreisverwaltung selbst, denn die amtliche

Überlieferung mit ihren alten Akten ist keinesfalls

verstaubt und langweilig. Ebenso wie

andere Quellengattungen überliefern auch

Akten aus dem Verwaltungsalltag mit ihren

großen und kleinen Geschichten das histo -

rische Erbe des Kreises Kleve und seiner Verwaltung.

Zwar liegt durch kriegsbedingte

Vernichtungen der zeitliche Schwerpunkt bei

der Überlieferung in den Jahrzehnten ab

1945, dennoch sind die Unterlagen ein großer

Fundus für die Erforschung der modernen

Geschichte. Sie ermöglichen die historische

Aufarbeitung ganz unterschiedlich gelagerter

Fragestellungen wie den Wiederaufbau des

Kreises Kleve sowie der kreisangehörigen

Kommunen in der Zeit nach dem Zweiten

Weltkrieg, die Wiedergutmachungsangelegenheiten

für Verfolgte des NS-Regimes, die

kommunale Neugliederung sowie zahlreiche

andere Themen und Facetten kommunalen

Verwaltungshandelns. Mit den Überlieferungen

der Kreisverwaltungen Geldern (ab dem

beginnenden 19. Jahrhundert) und Rees

(ab 1921) verwahrt das Kreisarchiv selbst -

verständlich auch den schriftlichen Niederschlag

der Rechtsvorgänger des heutigen

Kreises Kleve.

Einen besonderen Schatz amtlicher Überlieferung

bilden die Kreistagsprotokolle und

die Protokolle der Ausschüsse des Kreises

Kleve und des ehemaligen Kreises Geldern.

Als schriftlicher Niederschlag des Haupt -

organs der Kreisverwaltung überliefern sie ab

dem Jahr 1888 bis in die jüngste Vergangenheit

alle grundlegenden Angelegenheiten.

Aufgrund ihrer herausragenden Bedeutung

als sogenannte Rückgratüberlieferung für das

historische Erbe des Kreises Kleve wurden die

Bände im Rahmen eines Bundesprojektes verfilmt

und die Filme in Edelstahlbehältern im

Zentralen Bergungsort Deutschlands in Oberried

bei Freiburg im Breisgau eingelagert. Sollten

die Originalunterlagen in einem be waff -

neten Konflikt oder durch eine Naturkata -

strophe vernichtet werden, würden diese Aufnahmen

anstelle des originalen Archivguts

treten und damit Rechtssicherheit gewähr -

leisten.

Eine zentrale Aufgabe des Kreisarchivs ist

nicht nur die Verwahrung und Bereitstellung

des historischen Erbes in der Gegenwart, sondern

auch die gesicherte Weitergabe der historischen

Unikate in die Zukunft. Um dieser

Herausforderung gerecht zu werden, hat

das Kreisarchiv mit seinem neuen Magazin -

gebäude eine hochmoderne „Schatzkammer“

erhalten. Hier werden die historischen Dokumente

in klimatisierten, gegen Feuer, Wasser

und Einbruch gut gesicherten Räumen

verwahrt, damit der wertvolle Schatz der

Kreisverwaltung auch in der Zukunft den

interessierten Bürgerinnen und Bürgern für

ihre Forschungen zur Verfügung steht.

Schwanenburg vom

Kaiser-Wilhelm-Platz aus

gesehen, rechts die Gast -

wirtschaft „De Poort van

Kleef“, um 1910

Protokoll der ersten

Sitzung des Kreis -

ausschusses, Kleve, 1888

37


Ein reiches Kulturangebot

Matthias Grass

Das Haupthaar ist nicht mehr sehr füllig, der

Bart dafür umso länger. Der alte Herr muss die

Augen zusammenkneifen, um besser sehen

zu können. Er hat sein Knie gebeugt, um dem

neuen Herrn der Welt zu dienen, der, noch

Säugling, dort im Stroh der Krippe liegt. Melchior

heißt der alte Herr, ist König und reicht

dem Säugling sein im kostbaren Gefäß mit -

gebrachtes Geschenk. Melchior ist der älteste

der Heiligen Drei Könige. Er ist in hartes

Eichenholz geschlagen und knapp 500 Jahre

alt. Auch Caspar, der uns im besten Mannes -

alter begegnet, und der junge, dandyhafte

Balthasar mit seiner dicken Goldkette und

dem überbordend geschnittenen Wams sind

nicht jünger. Zwischen 1530 und 1535 hat der

Kalkarer Bildhauer Henrik Douverman die drei

gut einen Meter großen Heiligenfiguren so

lebendig ins tote Holz geschnitzt. Die drei

gelten als einer der „absoluten Höhepunkte

der Bildhauerkunst des ausgehenden Mittel -

alters“, sagt anerkennend Frits Scholten, Senior

Curator des Rijksmuseums Amsterdam.

Melchior, Caspar und Balthasar wurden 2018

in einem Kraftakt als regional verankertes

nationales Kulturgut für die Bürger nicht nur

des Kreises Kleve angekauft. 750 000 Euro

brachten der Freundeskreis der Klever

Museen, die Kulturstiftung der Länder, das

NRW-Kultusministerium, die Ernst-von-Siemens-

Stiftung und die Kunststiftung NRW auf, um

die Heiligen Drei Könige Douvermans dort,

wo sie entstanden, zu halten, bevor sie im

Ausland vielleicht im Kunsthandel verschwunden

wären. Die Herren sind jetzt Teil der

Mittelaltersammlung des Klever Museums

Kurhaus.

Das Kurhaus und das in der Gemeinde Bedburg-Hau

liegende Museum Schloss Moyland

sind die kulturellen Leuchttürme des Kreises

Kleve. Mit ihren Sammlungen und Ausstellungen

leuchten sie weit über die Region bis ins

Ausland hinein und locken zusammen jährlich

Zehntausende Besucher in den Kreis: das

städtische Museum Kurhaus mit seiner vom

Mittelalter ausgehenden und bis zur Gegenwartskunst

reichenden Sammlung – das

Museum Schloss Moyland als Stiftung, deren

Unterhalt größtenteils vom Land Nordrhein-

Westfalen finanziert wird, den Rest über -

nehmen der Kreis Kleve und die Gemeinde

Bedburg-Hau. Moyland birgt eine der größten

Beuys-Sammlungen weltweit, hier vor allem

Zeichnungen. Auch Moyland, das der damalige

Ministerpräsident Johannes Rau zusammen

mit dem 2009 verstorbenen Oberkreis -

direktor Dr. Hans-Wilhelm Schneider anstieß,

wurde 1997 eingerichtet, um national bedeutendes

Kulturgut am Niederrhein zu halten.

Und noch etwas zeichnet die beiden Großen

im Reigen der Kreis Klever Museen aus: Sie

lie gen in Parks. Moyland in einem Schlosspark,

das Kurhaus in einem barocken Landschafts -

park, der als europäisches Gartendenkmal

gilt.

Schließlich macht die gestaltete Natur einen

nicht unwesentlichen Beitrag der „Kulturlandschaft“

des Kreises Kleve aus. In einem Park

liegt auch ein kleines Häuschen in Sichtweite

des Rheins bei Emmerich. Es heißt – wie auch

anders: „Haus im Park“. Klein, aber mit feinen

Ausstellungen lockt es Kenner nicht nur

regionaler Kunst. Ehrenamtlich organisiert seit

über 40 Jahren vom Emmericher Kunstverein,

ist das Denkmal im Besitz der Stadt eine feste

Größe im Kulturbetrieb des Kreises. Um 1740

erbaut, soll es einst den Stiftsherren der

nahen Aldegundiskirche als Teehaus gedient

haben. Neben den großen Museen Kurhaus

und Moyland, die für das Engagement von

Kreisstadt, Kreis und Land NRW stehen, zeigt

das so wunderbar gelegene weiße Haus im

Park mit den knallroten Blendläden, wie viel

bürgerliches und ehrenamtliches Engage-

38


Alte und neue Zeiten

links: Haus im Park

Emmerich am Rhein

Synagoge in Issum

ment die kulturelle Landschaft des Kreises

prägen und so abwechslungsreich machen.

Von alter und moderner Kunst über die Natur

bis zur Technik und nicht zuletzt gar dem

Karneval reicht die Palette dessen, was in

den Museen und Ausstellungsstätten in den

Städten und Gemeinden geboten wird: wie

das His-Törchen in Issum in einem alten

Torhaus oder im gleichen Ort das Engagement

des Arbeitskreises jüdisches Bethaus,

der die kleine Synagoge in dem Ort erhält

und zugänglich macht und so an die für die

Gesellschaft so wichtige jüdische Kultur er -

innert, die die Nazis zu vernichten suchten. Es

sind Kunstvereine wie der Projektraum-Bahnhof25

in Kleve oder KUHnst im Wasserturm in

Geldern oder das PAN-Kunstforum in Emme -

rich. Es sind Ehrenamtler wie die „Schüsterkes“

(Schuster), die in Kleve im ehemaligen Hoch -

lager von Elefanten-Schuh die Erinnerung an

die Schuhindustrie wachhalten, oder Heimat -

vereine wie Arenacum in Kleve-Rindern. Der

lässt das niederrheinische Rom mit seinen

kleinen Funden und einer Kopie des Mars-

Camulus-Steins wieder aufleben.

Das Rheinmuseum Emmerich erklärt seinen

Gästen die Schifffahrt, im Royal-Air-Force-

Museum in Weeze blickt der Besucher auf

die Geschichte der Britischen Luftwaffe am

Nieder rhein: Prunkstück der Ausstellung ist

ein Canberra-Düsenbomber aus den 1950er-

Jahren. Und wieder zurück zur Kunst: In dem

als Stiftung geführten Stadtpalais des Malerfürsten

Barend Cornelis Koekkoek wartet

39


Museum Schloss Moyland

Das Museum Schloss Moyland in der Gemeinde

Bedburg-Hau ist ein Museum für moderne und

zeitgenössische Kunst und ein internationales Forschungszentrum

zu Joseph Beuys. Die Sammlung

des Museums gründet auf der ehemaligen Privatsammlung

der Brüder van der Grinten zur bildenden

und angewandten Kunst des 19. bis 21. Jahr-

Das Zentrum der Samm -

lung des Museums Schloss

Moyland ist der weltweit

größte Komplex mit

Arbeiten des Künstlers

Joseph Beuys. Dieser wird

in der historischen Schlossund

Gartenanlage

bewahrt und präsentiert.

In der internationalen

Öffentlichkeit manifestiert

sich das Museum als

Beuys-Zentrum.

hunderts. Angegliedert sind das Joseph Beuys Archiv

und die Museumsbibliothek. Sonderausstellungen

zu klassischer und zeitgenössischer Kunst und

weitere kulturelle Veranstaltungen, zum Beispiel

aus den Bereichen Musik, Literatur, Kabarett usw.,

sowie ein alljährliches Kräutergartenfest, ein

Hortensienfest und der Kunsthandwerker-Weihnachtsmarkt

runden das Programm ab.

Auf einen Blick

Stiftungsgründung:

1990

Museumseröffnung:

1997

Mitarbeiter: 75

Leistungsspektrum:

– Forschungs-, Ausstellungsund

Vermittlungstätigkeit

zum Werk und

Wirken von Joseph Beuys

– vielfältige Ausstellungen

und Veranstaltungen

– kultureller Anziehungs -

punkt

Stiftung Museum

Schloss Moyland

Bedburg-Hau

www.moyland.de

pracht voll die niederländische Romantik des

19. Jahrhunderts im klassizistischen Haus mitsamt

dahinter liegendem Park.

In der Karnevalshochburg Goch darf ein

Karnevalsmuseum nicht fehlen – es ist stil -

echt im alten Stadttor untergebracht. Doch

die 34 000-Einwohner-Stadt Goch leistet sich

auch ein kommunales Museum, das Schnitz -

arbeiten des neugotisch im Sinne Douvermans

arbeitenden Ferdinand Langenberg zeigt,

der im 19. Jahrhundert die Kirchen des

Niederrheins mit seinen Figuren ausstattete.

Zu finden sind dort unter anderem Kunst

der Moderne und spannende Wechsel -

aus stellungen junger Kunst. Eingeladen sind

dazu auch die ganz jungen Museums -

besucher, denen man sich an den Museen

am Niederrhein besonders widmet: Die

Museumspädagogik wird in Goch wie in

Kleve und Moyland großgeschrieben.

Die ansehnlichen Museen im Kranenburger

Katharinenhof inmitten der noch von Wall

und Graben umgebenen Innenstadt des

Ortes und im mittelalterlichen Stufengiebelhaus

Kalkar werden ehrenamtlich geführt,

wobei in Kalkar mit der St.-Nicolai-Kirche ein

weiteres Kleinod für Kenner der Kultur wartet:

In dieser Kirche spielt das pralle Leben des

Mittelalters in über einem halben Dutzend

reich geschnitzter Altäre.

Natürlich bieten die größeren Städte Theaterprogramme

und ausgezeichnete Konzert -

reihen, es gibt Kabarettbühnen, ehren amt -

liche Lichtspielhäuser wie in Goch und die

Kinos in Geldern und Kleve. Und über allem

liegt die Musik der Kreismusikschule, die Jahr

für Jahr ihre Kinder und Jugendlichen an

die Instrumente führt. Das Bedburg-Hauer

Kinder- und Jugendtheater mini-art schafft es

regel mäßig mit seinen Aufführungen auf die

Thea terfestivals des Landes.

Kulturell braucht sich der Kreis Kleve nicht zu

verstecken – und es gibt neben oder gerade

wegen der beiden Leuchttürme Kleve und

Moyland eine lebendige, quirlige freie Kulturszene,

die auch schon einmal ein leerstehendes

Hallenbad in Kleve mit Kultur besetzt:

eine Woche lang, täglich.

40


Alte und neue Zeiten

Rezept Kreis Kleve: Menü für die Durchreise

Heiner Frost

Man schaufelt sich das eigene Grab.

„Schreiben Sie was“, lautet die Bitte. Man

zögert. „Suchen Sie sich das Thema selber.“

„Wie viel Zeit habe ich, mir das noch mal zu

überlegen?“ „Am besten, Sie sagen’s uns jetzt

gleich.“ „Jetzt gleich? Bin gerade beschäftigt.

Habe Kochdienst.“ (Eintreffen des Geistesblitzes.)

„Wissen Sie was, mein Thema lautet:

Rezept Kreis Kleve: Menü für die Durchreise.“

Was darf es sein: Eher Fast Food oder Drivethru?

Kultur zum Mitnehmen? Kreis Kleve to

go? Nein, nicht wieder diesen Fehler machen:

To go – das kommt von Gehen. Richtungs -

änderung also: Kreis Kleve to stay. Zurück zum

Menü. Soll es eher Vintage sein? Zu nennen

wären Lohengrin, Anna von Kleve? Letztere

war ja eine der Gattinnen, die ein englischer

König sich anschaffte. Heinrich VIII. hieß er

und ließ die Dame anliefern, aber: Sie gefiel

ihm nicht. Der König ließ schon ein halbes

Jahr später die Ehe annullieren. Anderen

Heinrichsgattinnen erging es schlechter. Anne

Boleyn zum Beispiel . . . aber die kam nicht

aus dem Kreis Kleve. Unter Vintage wäre dann

auch der Lohengrin zu verbuchen, der den

Menschen in der Kreisstadt eine Schwanenburg

hinterließ. Auch das ist natürlich so nicht

richtig, aber Schwan bleibt Schwan.

Vielleicht kann man Alt und Neu zur Kreuzung

bringen. Das geht meist bei der Kunst. Das

Menü: eine Museumsrundreise. Museen haben

wir reichlich und irgendwie ist ja auch für

jeden Geschmack was dabei. Apropos Ge -

schmack: Auch kulinarisch ist einiges los im

Kreis. Natürlich sind Kombinationen möglich:

Rad und Kultur; Kultur, Rad und Schiff – also

mit dem Rad (natürlich sind E-Bikes anmietbar)

vorbei an Kulturkopf weidenlandschaft,

Baudenkmälern und anderen Schönheiten

und zwischendurch einfach mit dem Rad aufs

Schiff. Wer nichts vom Biken hält, kann ja auch

einfach laufen oder paddeln. Letzteres ist auf

dem Rhein nur für Fortgeschrittene zu

empfehlen, aber: Die Niers lockt.

Kreis Kleve to stay – das findet natürlich auch

im Vollzug statt. Zwei Knäste gibt’s im Kreis

und einer hat ein Alleinstellungsmerkmal: In

Geldern-Pont ist die Anstalt von Kunst um -

zingelt, denn da gibt es Peter Busch. Busch

macht Kunst mit Knackis. K und K also – und

so ganz ohne Monarchie. Auf der Mauer, die

den Knast umrundet, steht in riesigen Buchstaben:

Sehnsucht. Wer in Geldern nach Peter

Busch fragt, wird fündig. Busch ist ein Original,

und wer ihn findet, darf auch damit rechnen,

kundig geführt zu werden. K und K – da

fällt neben Knast und Kunst auch Kirche ins

Ge wicht. Kevelaer: Wallfahrtsstadt. Ein Menü -

punkt, den man planen muss, weil nur einmal

jähr lich terminiert: die Tamilenwallfahrt. Da

wird der Niederrhein zur Farbmetropole.

Wer das Kreis-Kleve-Menü zusammenstellt,

kann additiv oder subtraktiv vorgehen. Additiv:

Wissen, was man mag, und sehen, was es

gibt. Subtraktiv: Wissen, was einen (vielleicht)

nicht so interessiert. Manche sind kulinarisch

unterwegs, andere wollen sich austoben –

sportlich, versteht sich. Der Kreis taugt für

Bildungshungrige, Kommunikative, Schopper,

Ansiedlungswillige, Stadtmenschen und Dorfsucher.

Jedem sein Menü. Schnell steht fest:

Niemand muss mit unerfüllten Erwartungen

zurück ins außerkreisliche Gebiet.

Typisch niederrheinisch:

Kopfweiden

41


Erfrischendes Kleinod –

das Niederrheinische Museum für

Volkskunde und Kulturgeschichte in der

Wallfahrtsstadt Kevelaer

Veronika Hebben M. A.

Außenansicht Haupt -

straße – Niederrheinisches

Museum Kevelaer

42

Besucherinnen und Besucher, die das volks -

kundliche und kulturgeschichtliche Museum

am Niederrhein zum ersten Mal besichtigen,

sind meist über die große Ausstellungsfläche

und die zahlreichen Sammlungsinhalte positiv

überrascht. Somit steht die Bezeichnung

„erfrischendes Kleinod“ nicht für ein flächenmäßig

überschaubares Museum, sondern für

eine aus einem kleinen Heimatmuseum er -

wachsene Einrichtung mitten im Herzen der

Wallfahrtsstadt, die den Kunst und Kultur

interessierten Besuchern abwechslungsreiche

The men bietet. Die Bezeichnung „erfrischend“

hin gegen ist direkt zutreffend, denn für jede

Alters klasse gibt es Interessantes zu ent decken.

Die einzelnen Sammlungen spiegeln die

Geschichte des Museums wider und verweisen

dabei schwerpunktmäßig auf den

Niederrhein mit seinen kulturhistorischen und

volkskundlichen Traditionen und Entwick -

lungen. Zudem öffnet sich das Museum

zu nehmend zeitgemäßen kunst- und kunst -

handwerklichen Themen, die eng mit der

Region verbunden sind.

Ein genauer Blick in die Dauerausstellungsbereiche

lehrt vieles über die bäuerliche und

bürgerliche Sachkultur, das alte Handwerk, die

Volksfrömmigkeit, das Schützenwesen sowie

die Regional- und Ortsgeschichte. Heraus -

ragende Bestände betreffen unter anderem

die niederrheinische Irdenware, eine um -

fang reiche Kupferstichsammlung und eine

be sondere Spielzeugabteilung. Abwechs -

lungs reiche Sonderausstellungen mit einem

um fang reichen museumspädagogischen Programm

und zahlreiche weitere kulturelle

Veranstaltungen runden jedes Jahr ab.

Die Anfänge des Niederrheinischen Museums

finden sich in der Gründung des „Vereins für

Heimatschutz in Kevelaer“ im Jahr 1910. Aus

einem heimatbezogenen Gedanken heraus

wurden Gegenstände zusammengetragen

und im alten Pastorat „De alde Weem“ ausgestellt.

Nach der Zusammenlegung dieser

Sammlungen mit dem Gelderner Kreismuseum

entstand 1937/1938 das neue Kreis -

heimat museum am Kevelaerer Marienpark

unter dem Namen „Haus der Heimat“. 1945

wurde das Gebäude durch einen Luftangriff

zerstört. Die erhalten gebliebenen Bestände

konnten erst 1954 in das neu erworbene „Risbroecksche

Haus“ aus dem 17. Jahrhundert

über führt werden. Kurze Zeit darauf begannen

Umbaumaßnahmen, die das ehemalige

Wohngebäude auf der Hauptstraße 18 „muse-


Alte und neue Zeiten

umsreif“ machten. Weitere Sanierungsmaßnahmen,

An- und Neubauten ermöglichten

bis in die 1990er-Jahre eine Vergrößerung

und Wandlung von einem Heimatmuseum

zu einem auch überregional bedeutenden

Haus.

1995 wurde ein „Museumsbetreiberverein“

als Träger des Museums begründet, der noch

heute die Geschicke des Hauses lenkt. Diese

Trägerschaft wird unter dem Vorsitz des

Land rats des Kreises Kleve gebildet. Weitere

Mitglieder des Vorstands sind der Bürgermeister

der Wallfahrtsstadt Kevelaer und

der Vorsitzende des Vereins für Museumsförderung

Kevelaer e. V.

Die Wege zum architektonisch abwechs -

lungsreichen Museum sind vielseitig, denn

das Haus erstreckt sich innerhalb des Stadt -

kerns von der Hauptstraße bis zum Luxemburger

Platz. Mit seiner historischen Kneipe

und dem vorgelagerten, neu gestalteten

Mechelner Platz schenkt es seinen Be suche -

rinnen und Besuchern im Innen- und Außenbereich

eine besondere Aufenthaltsqualität.

Die Glasmalereiwerkstatt

43


Die Berufskollegs des Kreises

Kleve – offene Architektur für

kreatives Lernen

Ekkehard Voss

Berufskolleg Kleve des

Kreises Kleve (Berufskolleg

Geldern des Kreises Kleve

siehe Seite 81 unten)

Ein besonders wichtiger Zukunftsbaustein ist

die hochwertige Ausbildung von Kindern,

Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Dabei setzt diese Politik sowohl auf die

fachlich qualifizierten Angebote, die moderne

Bildungseinrichtungen bieten müssen, als

auch auf den wichtigen sozialen Auftrag der

Integration aller gesellschaftlichen Schichten.

Als öffentliche Räume

sind gerade Schulen

maßgebliche Orte der

Begegnung ver schie -

denster Menschen,

der Vermittlung von

kulturellen Werten

und zukunftsorientierten

Wissensangeboten.

Moderne Schu -

len spiegeln im alltäglichen

Rhythmus die

gesellschaftlichen Verhältnisse

ebenso

wider wie die Erwartungen an die Zukunft.

Mit dem 2017 fertiggestellten Neubau des

Berufs kollegs Geldern des Kreises Kleve und

der aktuellen Modernisierung und Er wei -

terung des Berufskollegs Kleve des Kreises

Kleve (bis 2022) manifestiert sich diese

Entwicklung in der gebauten Umwelt. Diese

beiden Schulbauten ergänzen sich mit eigenständigen

Ausbildungsprofilen und zukunfts -

orientierten Schwerpunktausbildungen. So wohl

technisch-handwerkliche wie kauf männischwirt

schaft liche Ausbildungszweige mit neuen

Lehr inhal ten werden mit neuen Themenkom -

plexen zu Sport, Gesundheit und Ernährung

bereichert. Im Umfeld des auf die MINT-Fächer

konzentrierten Studiums an der Hoch schule

Rhein-Waal in Kleve ist die Stärkung der beruf -

lichen Ausbildung in diesem Fachspektrum

eine konsequente Strategie der Berufskollegs

des Kreises Kleve.

Der Neubau des Berufskollegs in Geldern ist

Teil der wachsenden Stadtquartiersentwicklung

Am Nierspark. Das Berufskolleg nimmt

als öffentliches Gebäude eine zentrumsbildende

städtebauliche Funktion wahr.

Der grüne Schulhof, der als räumliche

Willkommensgeste den Schüler/-innen und

Lehrkräften des Berufskollegs Geldern dient,

der zentrale Eingangsbereich mit Zugängen

aus zwei Richtungen, ein großes gefaltetes

Glasdach, das vor Regen schützt, sind nur

einige Beispiele architektonischer Komponenten,

die schon beim Eintreten das moderne

Lernumfeld lebendig sein lassen. Das Berufs -

kolleg Geldern des Kreises Kleve ist für rund

2000 Schüler/-innen konzipiert. Es integriert

die Innungswerkstätten als moderne Ausbildungsstätten,

bietet eine gläserne Mensa mit

attraktiver Pausen-Terrasse und ein multifunktionales

Pädagogisches Zentrum. Die Freian -

lagen mit verschiedenen Platz- und Wiesenflächen,

Wasserbecken, Steganlage, Bänken

und Gassen sind abwechslungsreich angelegt

und beziehen das Element der Natur in das

Gesamtensemble bewusst ein.

Beim Berufskolleg Kleve des Kreises Kleve ist

die Ausgangslage für die Standortentwicklung

grundlegend anders als in Geldern. Das

größte Berufskolleg in Nordrhein-Westfalen ist

Bildungsort für bis zu 5000 Schüler/-innen.

Eine städtebauliche Masterplanung und die

konzeptionelle Straffung der Lehrschwerpunkte

in Richtung MINT, Sport und Gesundheit

bilden die Grundlage für die aktuelle

Sanierung, Modernisierung und Erweiterung

des Gesamtkomplexes. Dazu wurden durch

die Planer Synergien mit dem neuen Berufs -

kolleg in Geldern abgewogen und bedacht.

Das heterogene Gebäudeensemble wird

durch den Neubau des Schulflügels und der

räumlichen Neuordnung von Lehrbereichen

sowie der Modernisierung der baulichen und

technischen Ausstattung langfristig für die

Zukunft fit gemacht. Die Bildungslandschaft

im Kreis Kleve vollzieht eine tiefgreifende

Erneuerung. Diese Impulse werden ihre positive

Wirkung für die zukünftige Gesellschaft

und die Standortattraktivität für gut ausgebildete

junge Menschen schaffen.

44


Angebote für Arbeitsuchende und

Betriebe – das Jobcenter

Günter Franik

Bildung und Arbeit

Jobcenter – was ist das eigentlich genau? Der

Kreis Kleve hat im Jahr 2005 gemeinsam mit

den Städten und Gemeinden die Aufgaben

der Betreuung der Langzeitarbeitsuchenden

übernommen. Seitdem kümmern sich die

Jobcenter im Kreis um die Menschen, die aufgrund

längerer Arbeitslosigkeit ihren Lebensunterhalt

nicht sicherstellen können. Dabei

geht es um mehr als nur die Bewilligung

des Arbeitslosengeldes II – auch „Hartz IV“ ge -

nannt. Vorrangige Aufgabe ist die Vermittlung

in Arbeit. Die Kundinnen und Kunden werden

mit dem Ziel der Aufnahme einer Arbeit oder

Ausbildung beraten und bei allen dazu

erforderlichen Schritten unterstützt.

Diese Menschen verfügen über unterschiedliche

Qualifikationen. Das Spektrum

reicht von ungelernten Kräften mit vielfältigen

Vermittlungshemmnissen bis hin zu hoch

spezialisierten Fachkräften mit akademischen

Abschlüssen. Sehr viele sind hoch motiviert zu

arbeiten oder eine Ausbildung zu beginnen.

In den Jobcentern steht damit ein Bewerberpool

zur Verfügung, der für Arbeitgeber aus

der Region sehr interessant ist. Keine andere

Organisation im Kreis Kleve kann auf einen

so vielfältigen Personenkreis zurückgreifen,

um eine für Arbeitgeber gewinnbringende

Stellenbesetzung zu begünstigen.

Egal ob Betriebe Arbeitsplätze in Vollzeit,

Teilzeit oder als Saisonbeschäftigung zu

besetzen haben. Bei allen damit in Zusammenhang

stehenden Fragen kann der Arbeitgeberservice

der Jobcenter Hilfestellung

bieten. Gerne werden motivierte Bewerberinnen

und Bewerber vermittelt, die vor ihrem

Arbeitsantritt noch einmal speziell für das ausgewählte

Unternehmen fit gemacht werden.

Die Jobcoaches in den 16 Rathäusern im Kreis

Kleve kennen die Bewerberinnen und Bewerber

persönlich – und damit auch ihre Potenziale.

Bei der Vermittlung stehen Qualität und

Nachhaltigkeit an oberster Stelle. Niemand

kennt den regionalen Arbeitsmarkt so gut wie

die Jobcenter, denn schließlich sind sie ein

Teil davon.

Die vielfältigen Dienstleistungen der Jobcenter

sind natürlich für die Nutzerinnen und

Nutzer kostenlos. Darüber hinaus wird durch

passgenaue Qualifizierungen in großem

Umfang in die Bewerberinnen und Bewerber

investiert. Die Leistungen möglicher Arbeitsförderung

sind sehr facettenreich, eine ausführliche

Beratung durch das Jobcenter vermag

aber schnell das Passende in den Fokus

zu stellen.

Ob eine Bewerberin oder ein Bewerber zu

einem Unternehmen passt und dessen

Anforderungen gerecht wird, kann zum

Beispiel auch durch ein für den Arbeitgeber

kostenloses Praktikum festgestellt werden.

Stellt sich dabei heraus, dass das Fachwissen

noch nicht ausreicht, gibt es zahlreiche

Möglichkeiten der Finanzierung von Weiterbildungen,

Umschulungen und mehr.

Das Dienstleistungspaket bieten die Jobcenter

getreu dem Motto „Service direkt vor Ort“

in allen 16 Rathäusern an. Insgesamt arbeiten

dort derzeit rund 230 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter.

Das Jobcenter Kreis Kleve

setzt zur Bekämpfung der

Langzeitarbeitslosigkeit

ein umfassendes Maß -

nahmenbündel aus Bera -

tung, Qualifikation und

Arbeitgeberangeboten um.

Information

Die Jobcenter des

Kreises Kleve in Zahlen

Rund 11 400 Leistungs -

berechtigte ab 15 Jahren

werden in den örtlichen

Jobcentern betreut. Der

Personenkreis ist sehr

vielfältig: Rund 2000

Personen sind Jugend -

liche und junge Er wach -

sene, 3200 sind über

50 Jahre alt, 1700 sind

alleinerziehend. Zu dem

Kundenkreis gehören

auch Geflüchtete, Mi -

gran tinnen und Migran -

ten sowie ausländische

EU-Staatsbürgerinnen

und -Staatsbürger.

45


Förderzentren des Kreises Kleve

Garanten für gelebte Inklusion

Dominik Feyen

Die Förderzentren des

Kreises Kleve bieten In klu -

sion mit Augenmaß und

im regionalen Zuschnitt.

Die Beschulung von Kindern mit Bedarf an

sonderpädagogischer Unterstützung spielte

in der Bildungslandschaft des Kreises Kleve

von jeher eine exponierte Rolle. Bereits zu den

Anfangszeiten der schulischen Inklusion, die

in den 1990er-Jahren noch Integration hieß,

war es im Kreis Kleve selbstverständlich, dass

neben der Beschulung in Förderschulen auch

die Möglichkeit bestand, Kinder mit sonderpädagogischem

Unterstützungsbedarf im

„Gemeinsamen Lernen“ an allgemeinbildenden

Schulen zu unterrichten.

Beide Säulen der sonderpädagogischen För -

derung können demnach auf eine be acht -

liche Tradition zurückblicken. Im Jahre 2013

sorgte dann das Neunte Schulrechtsände -

rungs gesetz in Verbindung mit der stringenten

Umsetzung und Anwendung der bestehenden

Mindestgrößenverordnung für Förder -

schulen aus dem Jahre 2005 für eine er -

hebliche Verwerfung in der Förderschullandschaft

des Kreises Kleve. Der festen Absicht

verpflichtet, die bewährte echte Wahlfreiheit

der Eltern von Kindern mit Bedarf an sonderpädagogischer

Unterstützung zu erhalten,

haben die 16 Kommunen und der Kreis Kleve

gemeinsam mit der Schulaufsicht ein richtungweisendes

Rahmenkonzept zur Zukunft

der Förderschulen im Kreis Kleve entwickelt.

Dies ermöglichte den belastbaren Erhalt einer

funktionierenden und bedarfsorientierten

Förderschullandschaft.

Aktuell existieren im Kreis Kleve zwei Förderschulen

mit dem Förderschwerpunkt Geistige

Entwicklung und drei Förderzentren im Be -

reich der Lern- und Entwicklungsstörungen

(LES) – alle in Trägerschaft des Kreises Kleve.

Zum 1. August 2020 werden es vier sein.

Außerdem gibt es eine Förderschule in

Trägerschaft des Landschaftsverbands Rheinland

(LVR) mit dem Förderschwerpunkt Körperliche

und motorische Entwicklung. Die

derzeit drei Förderzentren LES sind aus strategischen

Beweggründen geografisch im Kreisgebiet

so verteilt, dass alle Eltern von Kindern

mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung

eine Förderschule in zumutbarer

Entfernung zum Wohnort wählen können.

Das Förderzentrum Grunewald in Emmerich

am Rhein mit einem Teilstandort in Kleve, der

zum 1. August 2020 ein eigenständiges För -

der zentrum wird, das Förderzentrum Astrid-

Lindgren-Schule in Goch und die Gelderland-

Schule in Geldern tragen in ihren jeweiligen

Einzugsgebieten in beeindruckender Art und

Weise dazu bei, dass Inklusion mit Augenmaß

46


Bildung und Arbeit

Auf einen Blick

Katholisches Bildungsforum im Kreisdekanat Kleve

Wir bieten im Bildungsforum Menschen in viel -

fältigen Veranstaltungen und Begegnungen die

Möglichkeit zur persönlichen Auseinandersetzung.

Das Forum – vernetzt in der Region, verankert vor

Ort – be steht aus fünf Teileinrichtungen: dem Haus

der Familie Emmerich, den Familien bildungsstätten

Geldern-Kevelaer, Kalkar und Kleve sowie dem

Katholischen Bildungswerk Kreis Kleve. Die Förderung

der eigenen Kompe tenzen, die Ressourcen

Es gibt auch Angebote

für Familien: Die Unter -

stützung und die Stärkung

der Familie in ihren vielfältigen

Bezügen stehen hier

im Mittelpunkt.

einer gesunden Lebensführung, der Austausch

über aktuelle gesellschaftliche und poli tische

Themen sowie die Ausein andersetzung mit religiösen

und ethischen Fragen und das Kennenlernen

unterschiedlicher kultureller Bereiche sind wich -

tige Ziele in unseren Veranstaltungen. Menschen

können hier Im pulse für ihre individuelle Lebensform

finden. Die Unterstützung und die Stärkung

der Familie in ihren vielfältigen Bezügen stehen

dabei für uns im Mittelpunkt.

Mitarbeiter: 50

Leistungsspektrum:

Kurse und Angebote

zu diversen Themen:

– Partnerschaft/Ehe/

Familie

– Religion/Persönlichkeit/

Gesellschaft

– Gesundheit/Prävention/

Ernährung

– Qualifizierung/Ausund

Weiterbildung/

Ehrenamt

– Kultur/Kreativität

Katholisches Bildungs -

forum im Kreisdekanat

Kleve

kbf-kleve@

bistum-muenster.de

und im regionalen Zuschnitt gelingen kann.

In den Schullandschaften genießen die

Förder zentren eine hohe fachliche Akzeptanz;

die zielgerichtete Vernetzung mit allen allgemeinen

Schulen vor Ort gelingt. Insbesondere

die Eltern der Kinder mit Bedarf an sonderpädagogischer

Unterstützung zeigen aber

durch ihr Wahlverhalten, dass gerade sie es

sind, die in konstantem Ausmaß explizit die

Beschulung an Förderzentren für ihre Kinder

wünschen.

Im Schuljahr 2018/2019 besuchten im Kreis

Kleve 54 Prozent der Kinder mit Bedarf an sonderpädagogischer

Unterstützung auf aus -

drück lichen Wunsch der Eltern eine Förderschule.

Im Umkehrschluss bedeutet dies aber

auch, dass der Kreis Kleve mit einer Inklusions -

quote von 46 Prozent weit über dem Landesdurchschnitt

liegt. Im Kreis Kleve zeigt sich

einmal mehr, dass eine behutsam entwickelte

inklusive Beschulung Förderschulen in keins -

ter Weise überflüssig macht, sondern die

Förderschullandschaft als stabilisierendes

Element dringend benötigt.

Diese Hypothese wird ebenfalls durch die signifikant

häufigen und oftmals unterjährigen

Wechselströme von inklusiven Settings in die

Förderschulsysteme gestützt. Der Kreis Kleve

hat sich durch die Übernahme der Trägerschaft

für die Förderschulen seiner Verant -

wortung für die gesamte Bildungslandschaft

gestellt. Seine Bürgerinnen und Bürger – die

Schülerinnen und Schüler mit und ohne

Bedarf an sonderpädagogischer Unterstüt -

zung oder Eltern sind – freuen sich über das

unverändert facettenreiche Angebotsspektrum

in der Bildungslandschaft dieses Flächen -

kreises.

47


Zehn Jahre Hochschule Rhein-Waal –

innovativ, interdisziplinär und

international am Niederrhein

Gabriele Stegers

Innovativ – auch bei der

Architektur: Hochschule

Rhein-Waal

Zehn Jahre jung ist sie, die vom Kreis Kleve

im Auftrag des Landes NRW errichtete Hoch -

schule Rhein-Waal, und sie hat ein beacht -

liches Wachstum hingelegt. Mit ihren beiden

Standorten Kleve und Kamp-Lintfort ist sie in

der Region Niederrhein verwurzelt und mit

der Welt verbunden. Am 1. Mai 2009 gegründet,

steht sie mit ihrem Konzept für eine innovative,

interdisziplinäre und internationale

Ausbildung junger Menschen. Ein Jahr später

erfolgte die Grundsteinlegung für den modernen

Campus in Kleve auf dem ehemaligen

Hafengelände. Wo früher Schiffe und Lagerhäuser

dominierten, entstand ein lebendiger

Ort des Lehrens, Lernens und des Austauschs.

Bereits im September 2012 konnten die Lehr -

veranstaltungen auf dem neuen Campus statt -

finden. Der Campus in Kamp-Lintfort öffnete

seine Türen im April 2014.

Im Wintersemester 2009/2010 mit vier Stu -

diengängen gestartet, bietet die Hochschule

heute insgesamt 25 Bachelor- und elf Masterstudiengänge

an den vier Fakultäten – „Tech -

no logie und Bionik“, „Life Sciences“, „Gesell -

schaft und Ökonomie“ und „Kommunikation

und Umwelt“. Alle Studiengänge sind wissen -

schaftlich, anwendungsorientiert und international

ausgerichtet und zeichnen sich durch

eine hohe Qualität sowie Praxisnähe in Lehre

und Forschung aus. Etwa 75 Prozent der

Studiengänge werden in englischer Sprache

gelehrt.

Über 7300 Studierende aus mehr als 120

Nationen lernen gemeinsam in einem

Umfeld, das viele gezielt wegen der Inter -

nationalität und kulturellen Vielfalt gewählt

haben. Mittlerweile kommen 50 Prozent der

Studierenden aus dem Ausland. Mehr als 90

Partnerhochschulen in 38 Ländern sind ein

weiterer Beleg für den internationalen Charakter

der Hochschule Rhein-Waal.

Moderne didaktische Methoden, eine hervor -

ragende Ausstattung sowie ein breites Studien -

angebot sind weitere Markenzeichen der

Hochschule Rhein-Waal. Neben fachspezifi -

schen Inhalten werden den Studierenden auch

betriebswirtschaftliche und juristische Grund -

lagen sowie Soft-Skills in den Bereichen Präsentation

und Kommunikation, Projektmanagement,

sozialer und interkultureller Kompetenz

sowie Konfliktmanagement vermittelt. Ko ope -

ra tionen mit der regionalen Wirtschaft führen

zu berufsqualifizierendem Fachwissen und er -

leichtern den Start ins Berufsleben. Neben dem

Vollzeitstudium werden Studiengänge auch als

duales oder berufsbegleitendes Studium angeboten.

So entsteht eine starke Ver knüpfung

zwischen Studium, Praxis und Wissenschaft.

Vielfach entscheiden sich Studie rende, nach

ihrem Studium am Niederrhein und damit

auch im Kreis Kleve zu bleiben.

48


Bildung und Arbeit

Um den Dialog zwischen Praxis, Forschung

und Lehre zu gewährleisten, ist die Hoch -

schule Rhein-Waal mit vielen Wirtschafts -

unternehmen in der Region sowie im

weiteren In- und Ausland und mit wissen -

schaft lichen Einrichtungen vernetzt. Durch

For schungs- und Entwicklungsprojekte sowie

Projekte von Studierenden, Praktika, Praxis -

semester und Abschlussarbeiten wird der

Transfer zwischen Theorie und Praxis ver -

wirklicht.

Das hochschuleigene Zentrum für For -

schung, Innovation und Transfer entwickelt

und vermittelt kooperative Forschungs -

projekte mit Unternehmen aus der Region.

Tagtäglich engagieren sich für die Hoch -

schule Rhein-Waal fast 440 Menschen in den

vier Fakultäten, den zentralen Einrichtungen,

der Verwaltung und im Präsidium. Somit ist

sie in der Region nicht nur eine wichtige

Impulsgeberin sondern auch eine bedeutende

Arbeitgeberin.

Studierende der Fakultät

Life Sciences

49


Kreis Kleve – Wir sind Mittelstand“

Hans-Josef Kuypers

Es ist gar nicht lange her, da hat sich die

Wirtschaftsförderung Kreis Kleve auf der Expo

Real in München, der bundesweit größten

und strahlungskräftigsten Messe für Immobilien

und Investitionen, mit einem 60-Sekunden-Film

präsentiert, der überschrieben war

mit der Kernaussage „Kreis Kleve: Wir sind

Mittelstand“. In Schlaglicht-Manier wurden

hier aus Sicht von Kommunikationsfachleuten

klangvolle wie ebenso bekannte und auch

Image prägende Marken der Grenzregion

am linken Niederrhein geboten: Bofrost, Bon -

duelle, Chefs Culinar, Diebels, Katjes, Kühne,

Landgard, Mera, Nähr-Engel und Pfeifer &

Langen heißen sie. Es sind nur wenige

Beispiele, und sie repräsentieren allein den im

Kreis Kleve besonders ausgeprägten Bereich

der Ernährungswirtschaft. Dort, wo die Landwirtschaft

den Ruf einer fruchtbringenden

Region seit Generationen geprägt hat, sich

heute neudeutsch auch als Agrobusiness-

Region versteht, da haben sie sich in Grenz -

nähe zu den Niederlanden für ihre Ansiedlung

stark gemacht. Frutarom, Gelderland Frisch -

waren, Gimborn, Imfrigo, PG Kaas, Manten,

Silesia, van Gülpen, Sahne Becker, Naturverbund

und Unilever gehören ebenso mit

Tragweite und Bedeutung diesem regions -

typischen Segment an. Allesamt Unter neh -

men, die mit Fug und Recht von sich sagen:

„Wir sind Mittelstand.“

Und so, wie es die Ernährungswirtschaft mit

ihren Schwerpunkten und Standort-Spezifika

gibt, so haben sich namhafte Chemie-

Unternehmen wie Johnson Matthey, KLK Oleo

und KAO Chemicals in direkter Nachbarschaft

von Vater Rhein ihren überzeugenden Namen

und Ruf geschaffen, hat sich die in Geldern

beheimatete Unimicron ihren klangvollen

Namen in der Welt der Leiterplattenhersteller

geformt und haben sich Unternehmen des

Maschinenbaus und der Logistikbranche der

Standort-Qualitäten der Region erinnert und

sich in vollem Bewusstsein um die Stärken

euregionaler Fachkräfte gesagt: „Von hier aus

werden wir uns um die bedeutenden Plätze

im Weltmarkt bewerben.“

Sehen wir uns beispielsweise die Vertreter

des Anlagenbaus und des Maschinenbaus an.

Colt, Ipsen, KHS, MSK oder project A&E heißen

sie. Auch der Fahrzeugbau ist vertreten, der

mit der GOFA als Gocher Fahrzeugbau firmiert

und den Standort ebenso prägt wie das

Unternehmen Kässbohrer. Alles Player im

Markt, die mit ihren Produkten nahezu welt -

weit vertreten sind. Letztere, die Produzenten

für Spezial-Auflieger, sie waren auf der jüngs -

ten Internationalen Automobil-Ausstellung in

Hannover vertreten und zeigten dem glo -

balen Wettbewerb nicht ohne Stolz, was man

heute auf den Straßen der Welt zum Einsatz

bringt.

Erlauben wir uns einen Blick nach Emmerich

am Rhein: Hier folgt seit über 150 Jahren die

Firma Probat-Werke von Gimborn Maschinenfabrik

GmbH der Leidenschaft für Kaffee. Das

Unternehmen steht seit nunmehr vier Gene -

rationen für zukunftssichere Kaffeelösungen

und empfindet sich als Technologieführer mit

großer Begeisterung für Kaffee einerseits, mit

Faszination für innovative Maschinen wie

Kaffeeröster andererseits. Wie sagte es doch

Wim Abbing, CEO bei Probat in Emmerich am

Rhein, zum Anlass des 150-jährigen Firmen -

jubiläums? „Wir sind uns sicher, das Unter -

nehmen perfekt aufgestellt zu haben – für

das, was noch kommt und für die nächste

Generation.“

Die Probat-Werke von Gimborn Maschinenfabrik

GmbH zählen selbstverständlich auch

zu denen im Grenzgebiet, die ihren Beitrag

zur deutlichen Steigerung der sozialversiche -

rungspflichtig Beschäftigten im Kreis Kleve

geführt haben. 20 000 weitere Beschäftigte in

50


Wirtschaft und Entwicklung

den letzten zehn Jahren – heute stolze

100 000 und damit so viele wie niemals zuvor

– haben von der guten Konjunktur der

jüngeren Vergangenheit profitiert. Und Probat

gehört auch zu denen, die sich sehr schnell

der wachsenden Chancen der Region durch

die neue Hochschule Rhein-Waal bewusst

waren. Zehn Jahre jung wird diese Hoch -

schule für „angewandte Wissenschaften“, für

Applied Sciences. Und nicht zuletzt der

Hochschulpreis der Wirtschaftsförderung Kreis

Kleve, der die wachsende Zusammenarbeit

von Unternehmen der Region mit der Hoch -

schule Rhein-Waal und ihren Lehr stühlen

honoriert, dieser Hochschulpreis ist schnell

zum Nachweis für einen gesunden Mittelstand

und einen überzeugenden Branchen -

mix geworden.

Seit 2012 gibt es diese Auszeichnung nun –

und seither ist es zu den verschiedenartigsten

Ebenen der Zusammenarbeit gekommen. So

bekam die FLUXANA® GmbH & Co. KG mit

ihren 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

und ihrem Firmensitz in Bedburg-Hau die

Aus zeichnung, weil die Studierenden bei

der „Röntgenfluoreszenzanalyse flüchtiger

Elemen te“ die Verhaltensweisen eben jener

flüchtiger Elemente herausarbeiten sollten.

Die Polyoptics GmbH in Kleve hat Lehrstuhl

und Studierende gebeten zu prüfen, ob che -

mische Polierverfahren zu einer Ablösung von

mechanischen Verfahren führen könnten und

damit Kostensenkungen bei der Produktion

von Kunststoffoptiken erreichbar seien.

Und die Katholische Karl-Leisner-Klinikum

gGmbH warb durch Chefarzt Dr. Norbert

Fortsetzung Seite 54

Im Rahmen der Veran -

stal tung „Studierende

treffen Wirtschaft“ des

Fördervereins der Hoch -

schule Rhein-Waal –

Campus Cleve e. V. haben

Unternehmen der Region,

hier der Süßwaren her -

steller Katjes, die Möglich -

keit, mit Studierenden der

Hochschule in Kontakt zu

kommen.

51


Holemans – „Baggern macht schön”

Die Holemans Niederrhein GmbH verbindet innovative

Rohstoffgewinnung und Landschaftsgestaltung

mit traditionellen unternehmerischen Werten

und kreativen Formen der Unternehmenskommunikation.

Die Unternehmen der Holemans Gruppe sind

Spezialisten für die Gewinnung und die Vermarktung

von Sand und Kies. Die Gruppe blickt auf eine

lange Tradition am Niederrhein zurück: Seit mehr

als 140 Jahren sind die Gewinnungsunternehmen

hier in der Region aktiv.

Heute betreibt Holemans am Niederrhein fünf

Kieswerke, dazu kommen Aktivitäten in der Kölner

Bucht und im Osnabrücker Land. Rund 150 Mit -

arbeiter sind für die Unternehmen der Holemans

Gruppe tätig – vom Anlagenmechatroniker bis zur

Umweltwissenschaftlerin.

Die gewonnenen Kiese und Sande werden in

den Kieswerken mit modernsten Technologien

aufbereitet und für die Weiterverarbeitung vor -

bereitet. Zu den Kunden, welche insbesondere die

hohe Qualität der auf bereiteten Rohstoffe zu

schätzen wissen, gehören vor allem Hersteller von

Betonfertigteilen und Transportbetonwerke. Diese

Unternehmen wiederum produzieren Materialien

für die Bauwirtschaft – und damit für uns alle, die

wir öffentliche und private Gebäude nutzen,

Straßen, Brücken, Tunnel und Radwege befahren

und uns auf Plätzen und in Sportarenen aufhalten.

Schafe sind bei der Holemans Niederrhein GmbH als

Landschaftspfleger „unter Vertrag“.

Verantwortung für die Zukunft

Als regional verwurzeltes Unternehmen em p -

findet die Holemans Niederrhein GmbH Ver -

antwortung für die Zukunft der Region – hierzu

gehören verlässliches Wirtschaften, nachhaltige

Rekultivierung und offene Kommunikation mit

allen Interessierten.

„Der Slogan ,Baggern macht schön.‘ steht für

unsere Überzeugung, dass wir im Zuge der Gewinnung

mineralischer Rohstoffe über Jahrzehnte am

Niederrhein eine einzigartige, ökologisch wertvolle

und ästhetisch interessante Landschaft geschaffen

haben – und weiterhin schaffen werden. Ihr charakteristisches

Herzstück sind aufwendig rekultivierte

Seenlandschaften und Auengebiete“, so Michael

Besucher bei einer Führung

auf der Aufbereitungs -

anlage im Holemans-

Kieswerk Reeser Bruch

Förderbandstraßen im

Holemans-Kieswerk

Reeser Bruch

52


Wirtschaft und Entwicklung

Hüging-Holemans, geschäftsführender Gesell -

schafter der Holemans Gruppe. Große Teile der

Kiesseen und ihrer Uferbereiche sind Paradiese für

seltene Tier- und Pflanzenarten. Gleich zeitig nutzen

Segler, Kanuten, Spaziergänger, Laufsportler, Radfahrer

und Naherholung suchende die idyllische

Landschaft – vielerorts noch parallel zur Gewinnung.

Nachhaltige Technologien, Schutz der Natur

Die Gewinnung von Rohstoffen steht bei

Holemans grundsätzlich im Einklang mit den Kreis -

läufen der Natur. Dies wird ganz konkret erfahrbar

in zahlreichen rekultivierten Landschaftsgebieten,

die zum großen Teil unter Naturschutz gestellt

wurden. Ein gelungenes Beispiel für diese Unternehmensphilosophie

ist auf dem Gebiet des

Kreises Kleve das Reeser Meer mit dem versteckt

gelegenen Ökosee und einer großflächig angelegten

Biotop-Lagune im südlichen Seeabschnitt. Ihre

naturschutzfachliche Bedeutung erfahren diese

rekultivierten Landschaften durch ihre abgeschiedene

Lage, in der sich seltene Pflanzengesellschaften

und Tierarten ungestört entwickeln können.

Wer sich über die Holemans Gruppe informieren

will oder den direkten Kontakt sucht, hat hierzu

zahlreiche Möglichkeiten. Das Unternehmen unterhält

eine informative Internetseite, gibt Bücher und

Broschüren heraus, veranstaltet Tage der offenen

Tür und wissenschaftliche Symposien.

Mai 2018: Gemeinsam mit dem Reeser Bürgermeister

Gerwers wurde entlang der Norderweiterung des Reeser

Meeres ein Radweg eingeweiht.

Der Wahrsmannshof am Reeser Meer: Die Holemans Niederrhein GmbH unterstützt das

preisgekrönte und beliebte barrierefreie Natur- und Umweltbildungszentrum.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1873

Mitarbeiter*innen: 150

Leistungsspektrum:

– 7 Produktionsstätten

am Niederrhein,

in der Kölner Bucht und

im Osnabrücker Land

– Förderung von

Die „Wilde Gans“ ist ein barrierefreies Untersuchungsboot ca. 4 Millionen Tonnen

– Holemans schaffte es für den Wahrsmannshof an.

Kies/Sand pro Jahr im

Wege der Nass- und

Trockenabgrabung

– Absatz per Schiff und

Lkw, eigener Fuhrpark

– europaweit

aus gezeichnete

Rekultivierung

Holemans Niederrhein

GmbH, Rees

www.holemans.de

53


Lukas Verlage, Geschäfts -

führer der Colt Interna tio -

nal GmbH, präsentiert im

Rahmen von „Firmen öffnen

sich für Studierende“

des Fördervereins der

Hochschule Rhein-Waal –

Campus Cleve e. V. die

Produktpalette seines

Unternehmens: Brand -

schutz, Klimatechnik,

Sonnenschutz und Tages -

lichttechnik

Bayer darum, ein Herzinfarktregister der

besonderen Art aufzubauen. Ziel der Zusammenarbeit

war und ist bis heute – ungeachtet

überzeugender vorhandener Leistungsmerkmale

–, die Notfallversorgung in ihrer Qualität

weiter zu verbessern. Für das geschaffene

Herzinfarkt-Register wurden in einem ersten

Schritt 150 anonymisierte Pa tien tenakten ausgewertet

und erste Schritte zur weiteren

Steigerung von Rahmenbedingungen im Rettungswesen

geleistet.

Kurzum: Die Zusammenarbeit zwischen der

Hochschule Rhein-Waal und den mittelständischen

Unternehmen im Kreis Kleve ist

ebenso vielfältig wie verschiedenartig. Und

sie zeigt deutlich, dass schon wenige Jahre

nach Gründung dieser jungen Hochschule

ein Miteinander „auf Augenhöhe“ Realität ge -

worden ist.

Mit welcher Offenheit die Region mit sich

bietenden Chancen umgeht, das mag auch

die Zusammenarbeit grenzüberschreitender

Art zeigen. Mehr als 700 der 866 im Handels -

register eingetragenen internationalen Unter -

nehmen haben einen niederländischen Ur -

sprung. Das sind 80 Prozent. Zwei von fünf

Passagieren des Airport Weeze sind niederländischer

Herkunft. Und hohe prozentuale

Anteile des örtlichen Einzelhandelsumsatzes

werden mit niederländischen Kunden ge -

macht.

Will meinen: Der mittelständische Unter -

nehmer in der Region Kreis Kleve nutzt seine

sich bietenden Möglichkeiten, und er weiß

gleichermaßen um die Vorteile, die ein gutnachbarschaftliches

Verhältnis zu den Niederländern

bewirken. Eben eine Unter nehmer -

region.

54


Wirtschaft und Entwicklung

Teunesen group

Die Teunesen group ist ein mittelständisches,

international tätiges Unternehmen und betreibt

in Deutschland, den Niederlanden und Belgien

mehrere Abgrabungen zur Gewinnung und Auf -

bereitung von Sand und Kies.

Unsere Produkte finden zur Errichtung von

Wohn- und Bürogebäuden sowie zum Bau von

Straßen und Brückenbauwerken Verwendung.

Mit unseren hochmodernen Aufbereitungsanlagen

lassen sich jederzeit vielfältige Kies- und Sand -

gemische nach den Wünschen unserer Kunden

individuell zusammenstellen. Die Zusammen -

setzung und Qualität werden täglich geprüft

und überwacht.

Als verantwortungsvolles Unternehmen der

Rohstoffbranche legen wir Wert auf ganzheitliche

und nachhaltige Lösungen. In unseren Projekten

sollen sich Mensch und Natur gleichermaßen

wiederfinden.

So haben wir 2019 mit unserem Projekt

„Teunesen summt“ den „Deutschen Nachhaltigkeitspreis

der Gesteinsindustrie“ in der Kategorie

„Soziales“ gewonnen. Seit 2013 setzen wir konti -

nuierlich Maßnahmen zur Unterstützung des Fort -

bestandes der Honig- und der Wildbiene um. 2018

säten wir 4500 Quadratmeter Bienenweide aus,

pflanzten Hunderte von Bienennährgehölzen und

organisierten eine Projektwoche mit 260 Weezer

Kindern, die mit uns gemeinsam ein Bienenhaus

bauten und auf einem Wildbienen-Lehrpfad im

Kieswerk allerhand Wissenswertes über Bienen

erfuhren. Transparenz und der offene Dialog sind

uns sehr wichtig. Interessierte Bürger informieren

wir gerne über unsere Projekte.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1938

in den Niederlanden,

seit 1988 in Deutschland

Mitarbeiter: ca. 170,

Tendenz steigend

Leistungsspektrum:

Kies- und Sandgewinnung

unter Berücksichtigung

der Belange von

„Mensch und Natur“

Teunessen group

Weeze

www.teunesen.de

55


Kernkompetenzen sind

das Planen, Realisieren

und Installieren komplexer

Ofenanlagen.

Wienstroth gehört zu

den führenden Anlagen -

anbietern für die thermochemische

Wärme -

behandlungstechnik.

56


Wirtschaft und Entwicklung

Auf einen Blick

Gründungsjahr:

1996 Wienstroth Wärme -

behandlungstechnik GmbH

und 2016 Wienstroth

Steuerungstechnik GmbH

Mitarbeiter:

mehr als 60

Wienstroth Wärmebehandlungstechnik GmbH

Die Wienstroth Wärmebehandlungstechnik GmbH

ist ein international tätiges Unternehmen, das sich

mit Speziallösungen für die Wärmebehandlung

von Stahl beschäftigt und heute zu den führenden

Anlagenanbietern für die thermochemische Wärmebehandlungstechnik

zählt. Es ist stets das Ziel, energieeffiziente

Anlagen mit geringem Schadstoffausstoß

zu realisieren. Nam hafte Unternehmen – wie

etwa Schaeffler, Daimler, ThyssenKrupp, BMW oder

Volkswagen – zählen zum Kundenstamm.

Hoch motivierte Mitarbeiter arbeiten mit neues -

ten CAD-Systemen und übernehmen die gesamte

Planung, Koordination und Konstruktion von Aufträgen.

Danach folgen Lieferung, Montage und

Inbetriebnahme der Anlagen vor Ort.

Anlagenbesprechung anhand einer

Inventor-3-D-Konstruktion

In der Fertigung können Anlagen mit einer

Länge von 80 Metern mittels Krananlagen (von insgesamt

100 Tonnen) aufgebaut, vollständig installiert

und zur Vorabnahme für die Kunden bereit -

gestellt werden.

Zusätzlich bietet der Spezialist Wienstroth

auch Modernisierungen von Wärmebehandlungs -

anlagen – mit den Schwerpunkten: Prozessoptimie -

rung, Kapazitätserhöhung, Primär- und Sekundär-

Energieeinsparung, Verfahrens- und Prozessautomatisation,

Qualitätssicherung und Reproduzierbarkeit.

Produktspektrum:

Rollenherdofenanlagen

Drehherdofenanlagen

Durchstoßofenanlagen

Haubenofenanlagen

Paternosterofenanlagen

Bandofenanlagen

Anlagenerweiterungen

Transporttechnik

Robotertechnik

Logistik

Leistungsspektrum:

– Planen, Realisieren und

Installieren komplexer

Anlagen

– Instandhaltung und

Wartung

– SPS-Programmierung

– Prozessleitsysteme

– CAD/CAE-Dokumentation

– Sicherheitsumbauten

– Visualisierung

– Industrie 4.0-Anwendungen

– über 4000 Quadratmeter

Produktions- und Lager -

fläche

Wienstroth

Wärmebehandlungstechnik

GmbH, Goch

www.wienstroth-gmbh.de

Montage einer Rollenherd-

Vergüteanlage in Goch

Wienstroth

Steuerungstechnik

GmbH, Goch

www.wienstrothsteuerungstechnik.de

57


AIRWORKS

zählt zu den international führenden Herstellern

von Luftpolsterfolien und Maschinen für die Verpackungsindustrie.

Das Familienunternehmen aus

Straelen entwickelt und produziert innovative Luftpolstermaschinen

und Luftpolsterverpackungen –

made in Germany.

Mit dem Unternehmenssitz in Straelen ist die Firma

in einer der attraktivsten Regionen Deutschlands

beheimatet. Davon profitieren auch die Mitarbei -

terinnen und Mitarbeiter von AIRWORKS, die das

Unternehmen als Arbeitgeber und als Ausbildungsbetrieb

zu schätzen wissen. Zusätzlich zu

den flexiblen und attraktiven Arbeitsbedingungen

eines Familienunternehmens bietet die Hanns

Loersch GmbH & Co. KG ein großes Spektrum der

spanenden Bearbeitung mit modernsten Maschinen

und andere Bereiche des Maschinenbaus.

Neben einer gut aufgestellten Forschungs- und

Entwicklungsabteilung, modernsten Produktionsund

Fertigungstechniken sowie der eigenen Entwicklung

von Folien liegt das Erfolgsrezept von

AIRWORKS vor allem in den konsequent aufein -

ander abgestimmten Verpackungslösungen. Von

den in Straelen produzierten extrem leichten und

strapazierfähigen Verpackungen profitieren internationale

Konzerne ebenso wie kleinere Online-

Versandhändler. Die innovativen Verpackungs -

lösungen von AIRWORKS erlauben eine Steigerung

der Effizienz, schonen wertvolle Ressourcen und

sorgen für einen sicheren Transport mit geringsten

Reklamationsquoten.

Die einzigartige Qualität der AIRWORKS-Luftpols -

terfolien basiert auf einer Eigenentwicklung mit

einem außergewöhnlichen Materialaufbau. Sämt -

liche CIRRUS-Luftpolsterfolien zeichnen sich durch

eine hohe Belastbarkeit sowie eine Fülle von

Anwendungsmöglichkeiten aus und nutzen die

Vorteile der AirStop-Technologie. Dabei werden

58


Wirtschaft und Entwicklung

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1963

Firmensitz: Straelen

Mitarbeiter: ca. 30

Ausbildungsbetrieb

Produktspektrum:

– Luftpolsterfolien für die

Verpackungsindustrie

– Luftpolstermaschinen

– Systemlösungen für die

Verpackung und Logistik

– CNC-Fertigung

die Innenseiten der Folien miteinander verschmolzen,

sodass die stabile Materialstruktur der Außenseiten

erhalten bleibt und absolut luftdichte und

einzigartig glatte Schweißnähte entstehen.

Auch die in Straelen entwickelten und produzierten

Luftpolstermaschinen sind etwas Besonderes.

AIRWORKS-Kunden bekommen extrem flexible

und für jede Verpackungssituation anpassbare

Maschinen zu einem optimalen Preis-Leistungs-

Verhältnis. Dabei sind sämtliche Maschinen mit

einer besonders hohen Fertigungstiefe nach bester

Maschinenbautradition aus Metall gefertigt. Der

Füllgrad der Polster und die Schweißtemperatur

sind stufenlos einstellbar. Wartungskosten – und

damit Standzeiten – lassen sich so minimieren.

Die Vorteile für AIRWORKS-Kunden:

– Luftpolster reduzieren Ihre Transportkosten

– Luftpolster sind sicher, sauber und bequem in

der Anwendung

– Luftpolster sind umweltfreundlich und einfach in

der Handhabung

– Luftpolster erhöhen Ihre Flexibilität.

AIRWORKS

Hanns Loersch

GmbH & Co. KG

Straelen

www.airworks.biz

59


Palettieren, fördern, verpacken

– MSK bietet Komplett -

lösungen für Paletten und

Großgebinde aus einer Hand.

Auf einen Blick

Gründungsjahr:

1975

Mitarbeiter:

500 gruppenweit

120 in Kleve

Leistungsspektrum:

Verpackungsmaschinen

Palettieranlagen

Fördersysteme

MSK Verpackungs-Systeme GmbH –

regional verankert und in der Welt aktiv

Als internationales Unternehmen mit Standorten

in Deutschland, Ungarn, Frankreich, China und

den USA fertigt die MSK Covertech Group seit

über 40 Jahren Verpackungsmaschinen, Palettier -

anlagen sowie Fördersysteme für die Industrie. Insgesamt

wurden bis dato mehr als 5000 Maschinen

gebaut.

Auf allen Weltmärkten vertreten, werden

langjährige Kunden wie beispielsweise Bayer,

Bosch, Siemens, Heineken, Vittel und viele mehr

beliefert.

Am Standort Kleve befindet sich nicht nur die

Zentrale der Unternehmensgruppe, sondern ins -

besondere auch die Produktion von Maschinen

für den Premiummarkt mit individuellen, kunden -

spezifischen Lösungen, Highspeed-Anlagen und

die Entwicklung von Prototypen.

MSK ist ein unabhängiges Familienunter -

nehmen, 1975 gegründet durch Reiner Hannen in

Wissel am Niederrhein. Heute wird die Unter -

nehmensgruppe mit ca. 500 Mitarbeitern, davon

ca. 120 am Standort in Kleve, von Ehefrau Christina

Hannen und Tochter Linda Hannen als geschäftsführende

Gesellschafterinnen geführt.

Standorte:

Kleve, Deutschland

Nyírbátor, Ungarn

Reyrieux, Frankreich

Acworth, USA

Qingdao, China

Umsatz:

100 Mio. Euro jährlich

(gruppenweit)

MSK Verpackungs-

Systeme GmbH, Kleve

www.msk.de

60

MSK Zentrale in Kleve


Wirtschaft und Entwicklung

MERA – The Petfood Family

Seit der Gründung 1949 durch Karl Vos ist MERA

Tiernahrung ein unabhängiges Familienunter -

nehmen und heute einer der modernsten Tier -

nahrungshersteller Europas mit der Kompetenz

von inzwischen drei Generationen.

Dabei investiert MERA regelmäßig in den Ausbau

am Standort Kevelaer. So umfasst das Firmenge -

lände heute eine besonders fortschrittliche Produktionsstätte

mit modernen Extrusionsanlagen sowie

drei Backstraßen, ein Verwaltungsgebäude, ein

vollautomatisches Hochregallager und eine bio -

logische Abluftreinigung (Biobeet).

MERA bietet verschiedene Produktlinien für Hunde

und Katzen mit unterschiedlichen Bedürfnissen.

Die Ernährungsexperten bei MERA stehen für

transparente, ehrliche und vernünftige Nahrungs -

konzepte, die eine optimale Versorgung der Fami -

lientiere ermöglichen.

Die Produktion in Kevelaer erfolgt zu 100 Prozent

nach Lebensmittelstandard und ist IFS und BRC

zertifiziert. Die Rohstoffe bezieht MERA – wo immer

es möglich ist – aus der Region. Die Produktion

in Kevelaer wird zu 100 Prozent mit Grünstrom

gespeist, der aus erneuerbaren Energiequellen

gewonnen wird. Um dem Thema Nachhaltigkeit

einen besonderen Stellenwert einzuräumen, hat

die MERA Tiernahrung sich 2019 zudem durch den

TÜV Rheinland nach ZNU Standard Nachhaltiger

Wirtschaften zertifizieren lassen.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1949

Mitarbeiter: 150

Leistungsspektrum:

– Produktion und Vertrieb

von Trockenfutter und

Backwaren für Hunde

und Katzen

– Entwicklung hochwertiger

Vollnahrungskonzepte für

Hunde und Katzen

– Produktionsvolumen von

70 000 Tonnen Trocken -

futter und Backwaren

für Hunde und Katzen

pro Jahr

Mit der bedarfsgerechten

Vollnahrung der MERA Tiernahrung

sind Hund und Katze

ideal versorgt.

MERA Tiernahrung GmbH

Kevelaer

www.mera-petfood.com

61


Kässbohrer Fahrzeugwerke GmbH

Kässbohrer, gegründet in 1893, steht getreu seinem

Erbe „Enginuity“ an der Spitze der Innovation

und ist mit seiner breitesten Produktpalette einer

der führenden europäischen Aufliegerhersteller.

Kässbohrer verfügt über vier Produktions -

stätten in drei Ländern, die strategisch positioniert

sind, um das beste Kundenerlebnis zu bieten.

Die erste befindet sich seit 1996 in Goch, die

zweite in Deutschland in Ulm, der Heimatstadt

von Kässbohrer. Daneben gibt es Fertigungsstätten

in Tula, Russ land, und Adapazari, Türkei.

Mit modernsten Fähigkeiten und weiteren

Investitionen im F&E-Bereich gewann Kässbohrer

2017 den Trailer Innovationspreis in der Kategorie

„Sicherheit“ und den Trailer Innovationspreis 2019

in der Kategorie „Chassis“.

Kässbohrer zeichnet sich aus durch die Mehrwertdienstleistungen

K-Finance, K-Advance Care

und K-Hotline, das umfangreiche Netz von Vertriebs-

und Kundendienstleistungen. K-Advance

Care-Service ist ein Set aus allumfassenden Reparatur-

und Wartungspaketen, die die vollständige

Kontrolle der Wartung und ununterbrochenen

Leis tung in ganz Europa ermöglichen. K-Hotline ist

rund um die Uhr in 23 Sprachen verfügbar und

stets bereit, schnelle und effiziente Unterstützung

zu leisten.

Kässbohrers breiteste Produktpalette wird

durch die digitalen Optionen Telematics und DTC

(Digital Control System) ergänzt, die die sich ständig

verändernden Anforderungen seiner Kunden

erfüllen.

Power der Technik – von der Konzeption bis zur ergebnisorien -

tierten Lösung

Das Telematiksystem ermöglicht es, Informa -

tionen zu verarbeiten und gleichzeitig über eine

Distanz zu transportieren.

Produktionsstätte in Goch

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1996

Mitarbeiter: 72

Leistungsspektrum:

führender europäischer

Aufliegerhersteller

Digitale Optionen:

Telematics und DTC

(Digital Control System)

Mehrwertleistungen:

K-Finance, K-Advance Care

und K-Hotline

Standorte:

Goch und Ulm sowie

Tula, Russland, und

Adapazari, Türkei

Kässbohrer Fahrzeugwerke

GmbH, Goch

www.kaessbohrer.com

62


Wirtschaft und Entwicklung

FLUXANA® GmbH & Co. KG

FLUXANA® ist auf die Röntgenfluoreszenzanalyse

(RFA) spezialisiert, die eine Bestimmung der elementaren

Zusammensetzung einer Probe durch

Röntgenstrahlen ermöglicht. Behörden, Industrie

und Auftragslabore weltweit nehmen die Dienst -

leistungen von FLUXANA® zur Qualitätssicherung

in Anspruch.

Das Chemielabor von FLUXANA® hat seinen

Sitz in Bedburg-Hau. Dort werden neue Prüfver -

fahren für die RFA erforscht und entwickelt.

In der Produktion von FLUXANA® wird neben

der Herstellung von Prüfgläsern auch die Entwicklung

und Herstellung von Laborgeräten durch -

geführt.

FLUXANA® eröffnet jungen Menschen die

Möglichkeit einer Ausbildung im kaufmännischen

Bereich sowie in den Bereichen Chemie und Mecha -

tronik. In Zusammenarbeit mit der Hochschule

Rhein-Waal beschäftigt FLUXANA® Werksstudenten.

Außerdem werden Schülern und Studierenden die

Betreuung projektbezogener Praktika und Abschluss -

arbeiten angeboten.

Laborgerät während der

Probenvorbereitung

Herstellung von Laborgeräten

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 2006

Mitarbeiter: 50

Leistungsspektrum:

– Chemielabor

– Maschinenbau

– Forschung

– Entwicklung

– Schulungen

FLUXANA® GmbH & Co. KG

Bedburg-Hau

www.fluxana.com

63


Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1921

Mitarbeiter: 23

Leistungsspektrum:

– Heizöl

– Kraftstoffe

– Schmierstoffe & Additive

– Service

Stoffmehl Mineraloel GmbH

Im Jahre 1921 wurde unser Traditionsunternehmen

gegründet. Mit einem Pferdekarren wurden die

ersten Kunden mit Kohle und Briketts versorgt.

Damals wie heute verfolgen wir ein klares Prinzip:

Nah am Kunden und stark in der Region; wir sind

Ihr regionaler Lieferant für Mineralölprodukte.

Dafür nutzen wir unseren hauseigenen Fuhrpark

mit erfahrenen und hoch motivierten Mitarbeitern.

Auf diese Weise können wir Tankstellen, Speditionen,

Behörden, Bau- und Busunternehmen sowie

Industrie- und Gewerbebetriebe und natürlich

auch landwirtschaftliche Betriebe sowie zahlreiche

Privatkunden prompt und schnell versorgen.

Stoffmehl Minaraloel

GmbH, Geldern

www.stoffmehl-gmbh.de

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1969

Mitarbeiter: 21

Stoffmehl Tankstellen GmbH

Nicht zu übersehen, direkt an der Bundesstraße 58

finden Sie von der Autobahn 57 kommend noch

vor Geldern auf der rechten Seite unsere moderne

Station, eine der größten und schönsten Tank -

stellen am Niederrhein. In unserem riesigen Shop

finden Sie ein breites Angebot, in dem kaum ein

64

Wunsch unerfüllt bleibt. Unsere neue Stromladesäule

versorgt Sie mit einer Leistung von 50 kWh.

Alle Kraftstoffe erhalten Sie in jahreszeitlich

abgestimmter DIN-Qualität und additiviert. Kraftstoff

ist Energie, die darauf wartet, in Bewegung

umgesetzt zu werden.

Leistungsspektrum:

– Super

– Super E 10

– Diesel

– Premium Diesel Dynamic*

– LPG – Autogas

– Ad-Blue an der

Lkw-Station

– Autowäsche

– Truckstation

– Bistro

– Paketdienst

Stoffmehl Tankstellen

GmbH, Geldern

www.stoffmehl-gmbh.de


Wirtschaft und Entwicklung

Auf einen Blick

SWERTZ Gruppe – Paul Swertz GmbH

Das Unternehmen Paul Swertz GmbH geht zurück

auf das Jahr 1935. Damals wurde der Grundstein

für eine über mehr als drei Generationen erfolg -

reiche Firmengeschichte im Bereich Baustoff-Fachhandel

und Heimwerkermärkte gelegt. Seit dem

Beitritt zur Einkaufskooperation hagebau Anfang

Immer nah am Kunden:

Baustoff-Zentrum und

hagebaumarkt Swertz

der 1970er-Jahre wuchs das Unternehmen

ständig. Neben den Fachhandelsabteilungen

Hochbau, Tiefbau, GaLaBau, Dach und Fassade,

Trockenbau, Fliesen und Sanitär, Naturstein und

Bauelemente verfügt die Gruppe über groß -

flächige Baumärkte mit Gartencentern und zahl -

reichen Servicedienstleistungen.

Gründungsjahr: 1935

Heute wird die Firmen -

gruppe in der 3. Familiengeneration

geführt.

Mitarbeiter: ca. 400

Leistungsspektrum:

Die SWERTZ Gruppe

betreibt 7 Baustoff-

Fachhandlungen und

5 hagebaumärkte in

Goch, Kleve, Emmerich,

Alpen, Xanten, Rheinberg,

Straelen, Geldern und

Viersen.

Paul Swertz GmbH

Goch

www.swertz-bauzentrum.de

Auf einen Blick

Herzlich willkommen in

Ihrem Markt zum Verlieben

– das ist nicht nur eine leere

Floskel, sondern gelebte

Realität. In unseren Märkten

(E-Center & trinkgut) sollen

Sie nicht nur einkaufen –

Sie sollen sich bei uns wohlfühlen.

Mitarbeiter: rund 75

Angebotsspektrum:

– Lebensmittel

– Fleischtheke

– Käsetheke

– Obst und Gemüse

– Weinabteilung

– Serviceleistungen

– regionale Partner

– trinkgut-Markt

– modernes Ambiente

EDEKA Kox – ein Markt zum Verlieben

Das Familienunternehmen Kox besteht schon in

der dritten Generation seit fast 100 Jahren. Aus

dem kleinen „Tante-Emma-Laden“ an der Ecke entwickelte

sich aus Liebe zu Lebensmitteln und

dem Umgang mit Menschen ein E-Center von

2500 Quadratmetern mit rund 75 Mitarbeitern.

Seit 1986 wird das Unternehmen von Peter Kox

geführt.

Durch ständige Modernisierung in Bezug auf

Ladentechnik und Gestaltung wird den Kunden

ein angenehmes Einkaufsambiente geboten.

Der Weg zum Erfolg führt bei uns über Frische,

Qualität und Service sowie die Liebe zum Detail.

Ebenso zählen Vielfalt, Regionalität, Freundlichkeit

und Fachkompetenz zu unseren Stärken. „Wir

lieben Lebensmittel“ – so lautet das Motto, das wir

Tag für Tag mit Leidenschaft für Sie praktizieren.

EDEKA Kox

Kerken-Aldekerk

www.edeka-kox.de

65


intellexi management consulting GmbH

intellexi management consulting (imc) ist ein 2007

gegründetes und 2019 in eine GmbH überführtes

Beratungsunternehmen, dessen Leidenschaft und

Markenzeichen individuelle und strukturierte Konzepte

sind.

Multiperspektivische Personalauswahl und persönlichkeitsorientierte

Personalentwicklung sind

für Klein- und mittelständische Unternehmen die

Schlüssel zum Erfolg. Als Certified Recruiting Professionals

und persolog®-Master-Trainer nutzen die

Michael Grönheim und Jörg van Hulsen – starke Strukturmacher

imc-Berater fundierte Kenntnisse und nachhaltige

tools, um Assessments zu konzipieren und Ein -

arbeitungsprozesse effizient zu strukturieren.

Führungskräfte werden in persönlichen Coachings

begleitet – klar, wertschätzend und transparent.

Die Weiterentwicklung von Menschen und da -

durch von Unternehmen ist das Ziel. imc bietet

spezifisch auf ein Unternehmen und seine Individuen

ausgerichtete Konzeptionen, die als Kompass

für eine detaillierte Analyse und die strategische

Weiterentwicklung des Unternehmens fungieren:

Das Ziel klar vor Augen und dennoch ganzheitlich

durchdacht. Diese Stringenz führt zu gelebten Prozessen,

profitabler Qualität – und sie motiviert

Teams.

Die imc-Strukturmacher sind engagierte,

kompetente und zielorientierte Beobachter, die

umsetzbare Methoden und konkrete Instrumente

für den Erfolg ihrer Kunden einsetzen.

Die leidenschaftlichen Menschen der intellexi

management consulting GmbH sind die Geschäftsführer

Michael Grönheim, der Problemlöser, und

Jörg van Hulsen, der Motivator. Charlotte Kemperdick

ist Pressesprecherin und die Analytikerin.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 2019

Berater: 3

Leistungsspektrum:

– Analyse – Motivation –

Problemlösung für Kleinund

mittelständische

Unternehmen

– ganzheitliche Personal- und

Unternehmensentwicklung

– individuelle Konzepte

PERSONAL

– individuelle Konzepte

UNTERNEHMENSSTRATEGIE

– individuelle Konzepte

QUALITÄTS- und

RISIKOMANAGEMENT,

Begleitung bis zur

Zertifizierung nach

DIN EN ISO 9001

intellexi management

consulting GmbH, Kalkar

www.intellexi-consulting.de

66


Wirtschaft und Entwicklung

Das Freiformat-Team

verwirklicht Ihren Garten -

traum. Mit viel Freude

startet unser Team

er fahrener Landschafts -

gärtner meister, Land -

schaftsgärtner und

Mitarbeiter in jedes neue

Projekt – wir haben alle

unsere Leidenschaft zum

Beruf gemacht.

Freiformat – guter Plan, perfektes Grün!

Unsere Leidenschaft ist das Planen und Bauen von

Privatgärten bis hin zu Gewerbeanlagen, von der

Dachterrasse bis zum Stadthausgarten, vom Naturbis

zum Designer garten.

Durch die optimale Kombination innovativer

Gestaltungsideen und nachhaltiger Realisierung

überzeugen wir unsere Kunden. Mit unserem Feingefühl

für den Ort und unserem hohen Qualitäts-

anspruch in der Umsetzung schaffen wir für

un sere Kunden neue Erlebnisräume. Organisations -

talent, Weitsichtigkeit und Zuverlässigkeit sind

dabei wichtige Bausteine in unseren Abwicklungen.

Unsere Projektideen tragen dazu bei, dass

die privaten und öffentlichen Außenanlagen nach -

haltige Lebensqualität ermöglichen. Mit Engagement

und Liebe zum Detail setzen wir auch Ihren

Gartentraum um.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 2005

Mitarbeiter: 14

Leistungsspektrum:

Planen und Bauen von

– Privatgärten

– Gewerbeanlagen

– Dachterrassen

– Stadthausgärten

– Naturgärten

– Designer gärten

– Pflege von Gewerbeflächen

und Privatanlagen

Freiformat GmbH

& Co. KG, Goch

www.freiformat.eu

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1988

Das Gros der klassischen

Ersatz- und Verschleiß teile

führt HSH Härtereitechnik

ständig auf Lager.

Leistungsspektrum:

– Qualitätsersatzteile

– Reparaturservice

– Kundendienst

– Modernisierung

– Anlagenbau

– modernste ERP-

Technologie

Zertifizierung:

DIN EN ISO 9001

HSH Härtereitechnik GmbH

HSH Härtereitechnik setzt auf den kompletten

Rundum-Service für Ihre Härterei. Dieser beinhaltet

einen umfassenden Qualitätsersatzteilservice mit

eigener ERP-gestützter Lagerhaltung und einer

ausgereiften Logistik sowie einem hoch qualifi -

zierten Kundendienst für alle Bereiche der Wärmebehandlung

und diversen anderen Sonderanlagen.

Wir verfügen des Weiteren über eine eigene

moderne CAE/3-D-CAD-gestützte Konstruktion

und über eine eigene, leistungsstarke mecha -

nische Fertigung mit umfangreichem Maschinenpark.

Hinzu kommt ergänzend eine eigene Schaltschrankfertigung.

Unsere Service- und Fertigungsmitarbeiter sind

bestens geschult, flexibel und hoch motiviert.

HSH Härtereitechnik GmbH

Kranenburg

www.hsh-gmbh.com

67


Ein starkes Kompetenzfeld –

Agrobusiness

Dr. Anke Schirocki

Information

Agrobusiness

Niederrhein e. V.

www.agrobusinessniederrhein.de

www.natuerlichniederrhein.de

www.facebook.com/

agrobusinessniederrhein

www.twitter.com/

agrobusinessNRW

68

Wer durch den Kreis Kleve fährt, bemerkt die

weiten Flächen, die geprägt sind durch grüne

Wiesen und weite Äcker, die durch Busch -

reihen und Kopfweiden Struktur erhalten.

Daneben sieht man immer wieder Gewächs -

häuser, häufig um geben von Flächen, auf

denen blühende Pflanzen stehen. Das ist das

sichtbare Bild der Landwirtschaft und des

Gartenbaues im Kreis Kleve. Für die Be woh ne -

rinnen und Bewohner des Kreises ist das seit

Generationen ein gewohntes Bild, aber viel -

leicht ist es vielen gar nicht bewusst, dass

dieses Landschaftsbild einzigartig in Deutschland

ist.

Die Menschen am Niederrhein sind eng mit

der Landwirtschaft und der Natur verwurzelt.

Landwirte und Gärtner bewirtschaften ihre

Höfe und Gartenbaubetriebe als Familien -

betriebe seit vielen Generationen.

Mit über 72 000 Hektar landwirtschaftlicher

Fläche steht der Kreis Kleve an fünfter Stelle

im Ranking der Kreise in NRW und hat dabei

in verschiedenen Bereichen einen heraus -

ragenden Stellenwert. In der Landwirtschaft

liegt der Schwerpunkt mit über 40 000 Kühen

in der Milchviehhaltung, denen über 20 000

Hektar Dauergrünland zur Verfügung stehen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Kartoffel -

anbau mit über 5700 Hektar. In keinem an de -

ren Kreis in NRW werden so viele Kartoffeln

angebaut. Kartoffeln müssen bewässert werden,

und so verfügt der Kreis Kleve über einen

hohen Anteil bewässerungsfähiger landwirt -

schaftlicher Flächen. Weiterhin liegt der Kreis

Kleve mit über 3500 Hektar Gemüse an erster

Stelle im Vergleich zu anderen Kreisen in

NRW.

Eine Besonderheit ist jedoch der Gartenbau

im Kreis Kleve mit der Produktion von Blumen

und Zierpflanzen. Hier nimmt der Kreis Kleve

sogar im bundesweiten Vergleich eine

Spitzenstellung ein. Nordrhein-Westfalen ist

mit 47 Prozent der Grundfläche mit Abstand

das bedeutendste Bundesland für Blumen

und Pflanzen, und im Kreis Kleve liegen davon

alleine 46 Prozent. Mit anderen Worten: Etwa

20 Prozent aller Blumen und Pflanzen, die in

Deutschland hergestellt werden, kommen aus

dem Kreis Kleve. Hier wachsen in 450 Be -

trie ben Pflanzen auf 364 Hektar in Gewächs -

häusern und auf 1074 Hektar im Freiland. Sie

bringen den Menschen in ganz Deutschland

und sogar europaweit lebendiges Grün und

Farben in ihre Wohnungen und Gärten.

Wie ist das möglich, dass sich ausgerechnet

am Niederrhein der Gartenbau so stark

entwickeln konnte? Das relativ milde Klima,

die flache Landschaft, die Nähe zu den

Verbrauchern in den Großstädten und die

frühzeitige Entwicklung der Vermarktungseinrichtungen,

die den Verkauf großer Einheiten

vereinfachen, waren dafür wichtige Voraus -

setzungen. Die ersten Gartenbaubetriebe

begannen mit der Gemüseproduktion bereits

vor dem Ersten Weltkrieg, und die erste

Gemüseversteigerung nahm ihren Betrieb in

Straelen auf. Viele wechselten dann nach dem

Zweiten Weltkrieg von Gemüse zu Schnitt -

blumen und weiter zum heutigen Stand: den

Topfpflanzen. Und so wachsen im Frühjahr

unter anderem Stiefmütterchen und Primeln

in den Betrieben, werden im April und Mai

Beet- und Balkonpflanzen zur Blüte gebracht

und blühen im Sommer Stauden auf den

Freilandflächen. Markant sind im Herbst die

Heidepflanzen, die zumeist als Callunen in

rötlichen Tönen in großen Mengen auf den

Freilandflächen zu sehen sind.

Wo eine Branche in einer Region einen so

hohen Stellenwert einnimmt, siedeln weitere

Fortsetzung Seite 70


Wirtschaft und Entwicklung

RPZ Rheinische Pilz-Zentrale –

Pilze aus der Region, für die Region.

Mit der mehr als 40-jährigen Erfahrung ihres Vaters

und Unternehmensgründers Hans Deckers und

heute noch tatkräftig von ihm unterstützt, züchten

Marco und Patrick Deckers in Geldern am Nieder -

rhein (RPZ) und seit 2015 auch im südhessischen

Bürstadt (RNP) Pilze. Und zwar nicht irgendwelche.

Auf mehr als 67 000 Quadratmetern Kulturfläche

und in 88 voll automatisierten und klimatisierten

Kulturräumen wachsen an beiden Standorten

innerhalb von 14 bis 17 Tagen weiße und braune

Champignons: nachhaltig, kontrolliert, garantiert

ohne Gentechnik, nach den strengen Vorgaben

des IFS (International Food Standard) und zertifiziert

nach IFS Cash & Carry/Wholesale. Zugekaufte

Austernpilze, Kräuterseitlinge und Shiitake-Pilze

sowie saisonale Waldpilze (Pfifferlinge, Steinpilze

oder Maronen) und andere auf Kundenwunsch be -

schaffte exotische Pilze runden das Sortiment ab.

Ein Credo des Unternehmens:

Ökologische und soziale

Verantwortung lassen sich

nicht outsourcen.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 2013

Mitarbeiter: insgesamt ca. 600,

am Standort Geldern ca. 320

Leistungsspektrum:

– weiße und braune

Champignons

– 67 000 Quadratmeter

Kulturflächen

– ohne Gentechnik

– zertifiziert nach IFS

Cash & Carry/Wholesale

– zugekauft: Austernpilze,

Kräuterseitlinge,

Shiitake-Pilze,

saisonale Waldpilze

RPZ Rheinische

Pilz-Zentrale GmbH

Geldern

www.rhpz.de

69


Unternehmen mit Produktangeboten und

Dienstleistungen an oder richten sich mit

ihren Angeboten auf diese Branche aus. Und

so zählt man im Kreis Kleve viele Unter -

nehmen, die spezielle Angebote für Landwirtschaft

und Gartenbau anbieten und sich

dabei auf Produktionsmittel konzentrieren,

Produkte verarbeiten und vermarkten, die

Logistik abwickeln oder sich auf spezielle

Dienstleistungen wie die Planung von

Gewächshäusern, der Steuer- und Finanz -

beratung oder auf den Einsatz spezieller Software

spezialisiert haben. Die Landwirtschafts -

kammer NRW stellt Berater für Landwirtschaft

und Gartenbau zur Verfügung, und die Hoch -

schule Rhein-Waal hat sich mit den Studien -

gängen „Agribusiness“ und „Sustainable Agriculture“

auf die Branche eingestellt.

Alle Unternehmen und Institutionen zusammen,

von den Zulieferern, der Landwirtschaft

und dem Gartenbau, den Verarbeitern, den

Vermarktern, der Logistik, den Dienstleistern,

der Bildung, der Forschung und Entwicklung

bis hin zum Einzelhandel, sie alle gehören zur

Wertschöpfungskette Agrobusiness. 11,4 Pro -

zent aller Beschäftigten finden im Kreis Kleve

einen Arbeitsplatz in der Branche, und sie alle

zusammen tragen erheblich zur Wirtschafts -

kraft und Identität der Region bei.

Der Wettbewerbsdruck ist wie in allen

Branchen auch im Agrobusiness eine große

Herausforderung. Die Unternehmen müssen

sich immer wieder verändern und weiterent -

wickeln, um am Markt bestehen zu können.

Bei Innovationen kommt es dabei an, eine

nachhaltige und umweltgerechte Produktion

zu fördern. Dabei werden neue Technologien

implementiert, die zu einem effizienteren Einsatz

der Produktionsmittel führen, und neue

Produkte werden auf den Markt gebracht, die

zum Beispiel Kunststoffe einsparen oder die

Verbraucher mit neuen attraktiven Farben

und Formen erfreuen.

Viele dieser Herausforderungen lassen sich im

Austausch und in der Zusammenarbeit mit

kompetenten Partnern leichter bewältigen als

alleine. Durch die Vielzahl von Unternehmen

im Agrobusiness ist viel Know-how der

Branche in der Region vorhanden. Die räumliche

Nähe ermöglicht eine enge Zusammen -

arbeit und den Austausch auf kurzen Wegen.

Vor diesem Hintergrund ist in 2008 „Agrobusiness

Niederrhein“ ins Leben gerufen worden.

Heute ist Agrobusiness Niederrhein ein Ver -

ein, der als Netzwerk für die gesamte Wert -

schöpfungskette den Ausbau von Kontakten

und die Zusammenarbeit der Branche fördert.

Neben dem Kreis Kleve gehören zum Einzugsgebiet

auch die Kreise Viersen sowie Wesel

und der Rhein-Kreis Neuss. Die über 90 Mitglieder

aus Unternehmen, Institutionen und

Hoch schulen werden zu Fachveranstaltungen

mit intensivem Austausch eingeladen, er -

halten aktuelle Informationen aus der Region

und werden bei der Fachkräftegewinnung

unterstützt.

Arbeiten im Agrobusiness und Wohnen im

Kreis Kleve ist für viele Menschen Realität. Sie

arbeiten in einer Branche, die erheblich zur

Wirtschaftskraft und Identität des Niederrheins

beiträgt und so ein wichtiges Kompetenzfeld

des Kreises Kleve ist. Unternehmen

und ihre Mitarbeiter profitieren von einem

starken Agrobusiness und darüber hinaus

profitiert die gesamte Region.

70


Wirtschaft und Entwicklung

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1992

Mitarbeiter: 52

Leistungsspektrum:

– führend in Europa in

der Entwicklung und

Produktion von

Biokunststoffen

– Innovationen

– Patente

BIOTEC – Biologische Naturverpackungen

BIOTEC ist ein führendes Unternehmen, das nachhaltige

Biokunststoffe aus erneuerbaren Ressourcen

auf Pflanzenbasis entwickelt und herstellt. Der

Anwendungsbereich von Folien sowie Formteilen

reicht von Mülltüten bzw. Einkaufsbeuteln über

Kapseln für die pharmazeutische Industrie bis hin

zu Sichtverpackungen für die Lebensmittelindus -

trie, Kosmetikverpackungen und zahlreiche andere

kundenspezifische Anforderungen.

Unter der Markenbezeichnung BIOPLAST produziert

und vertreibt BIOTEC eine neue Generation

maßgefertigter thermoplastischer Materialien mit

vielfältigen funktionalen Eigenschaften. Alle aus

BIOPLAST hergestellten Erzeugnisse sind 100-prozentig

biologisch abbaubar.

Stets wird an der Verbesserung der Produkt eigenschaften gearbeitet.

Das Hauptaugenmerk des Unternehmens liegt

auf der Entwicklung von Materialien mit einem

höchstmöglichen Anteil an biobasierten Roh -

stoffen. Die biobasierten Anteile unseres Produkt -

sortiments beginnen bei 23 Prozent (BIOPLAST GF

106/02), steigern sich auf über 50 Prozent (BIO-

PLAST 500) und erreichen schließlich 69 Prozent

(BIOPLAST GS 2189). Unser Aushängeschild ist

jedoch BIOPLAST TPS® mit dem größtmöglichen

biobasierten Anteil von 100 Prozent.

BIOTEC ist einer der Pioniere auf dem rasch

wachsenden Biokunststoffmarkt und bietet glaubwürdige

und nachhaltige Alternativen zu konventionellen

Kunststoffen im industriellen Maßstab.

Zertifizierungen:

– DIN EN ISO 13432,

DIN EN ISO 14995 und

ASTM D6866 vom

TÜV Austria

– ASTM D6400 vom

US-amerikanischen

Composting Council

des Biodegradable

Product Institute (BPI)

– DIN EN ISO 9001:2015

bzw. ISO 14001:2015

vom TÜV Rheinland

BIOTEC

Biologische

Naturverpackungen

GmbH & Co. KG

Emmerich am Rhein

www.biotec.de

71


Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht.

Im Kreis Kleve.

Achim Zirwes

72

Mit 4071 Betrieben und ihren 20 827 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern erwirtschaftet das

Handwerk im Kreis Kleve einen jährlichen

Umsatz in Höhe von rund 2,3 Mrd. Euro.

Daneben ist das Handwerk mit seinen 1695

Auszubildenden sicherlich der größte Ausbilder

im Kreis Kleve.

Als dringlichste Aufgabe in der heutigen Zeit

sieht auch das Kreis Klever Handwerk die

Energiewende: Sie steht für Zukunft und

Erneuerung der Gesellschaft.

Wo sich etwas ändern soll, stellen sich viele

Fragen: Welche Möglichkeiten gibt es, die

Energiewende vor Ort auszugestalten? Wie

kann vor Ort mit den dort vorhandenen

Akteuren und Zusammenhängen, den verschiedenen

Ansprüchen und Ressourcen die

optimale und zukunftsweisende Energie -

politik formuliert und realisiert werden? Kann

sich der Bürger zukünftig Strom noch leisten?

Ist der weitere Netzausbau notwendig?

Brauchen wir alte Kraftwerke zur Sicher -

stellung unserer Stromversorgung? Drohen

Stromausfälle und Kostenexplosionen? Eines

steht jedoch fest: Die Energiewende wird

ohne das Handwerk und die Bereitschaft des

Verbrauchers, auch längerfristige Investitionen

zu tätigen, nicht gelingen.

Viele gute Beispiele zeigen bereits heute, wie

Energiewende vor Ort gelingen kann und

welcher Mehrwert für den Kreis Kleve über die

Energiewende und den Klimaschutz hinaus

mit erzeugt werden kann.

Dabei gilt es auch, eine ganze Reihe neuer

Entwicklungen und Trends zu berücksichtigen.

Die Digitalisierung eröffnet neue Chancen

für innovative Unternehmen und Ge -

schäfts modelle. Die vielen verschiedenen

Teile des Energiesystems können intelligent

miteinander vernetzt werden. Unternehmen

und Haushalte werden immer mehr zu An -

bietern im Energiesystem. Die Energiewende

bekommt dadurch eine neue Dynamik. Die

Innungsfachbetriebe im Kreis Kleve verstehen

sich hierbei als Teil der Lösung und werden

die Zukunft nachhaltig mitgestalten.

Alle Handwerksbetriebe mit ihren Mitarbeite -

rinnen und Mitarbeitern in 25 Gewerken

arbeiten tagtäglich am Erfolg der Energie -

wende. Ob Heizungserneuerung oder

Wärme pumpe, Fotovoltaik – Anlagen oder

Dämmung, neueste Smarthome-Technologien

oder Verschattungsanlagen – das Handwerk

ist in allen Energieeinsparfragen am Bau

dabei.

Handwerksbetriebe sind die zentralen Um -

setzer von energieeinsparenden Maßnahmen

am Gebäude und die Fachleute zur Nutzung

von erneuerbaren Energien – das beginnt

schon bei einer kompetenten Beratung.

Betriebsinhaber und Mitarbeiter der Kreis

Klever Handwerksbetriebe passen sich nicht

erst seit heute mit Schulungen, Fortbildungen

und Investitionen sehr schnell und aktiv an

die neuen Kundenanforderungen und technischen

Möglichkeiten im Bereich Energie -

einsparung an. Sie verfügen über die not -

wendigen Kompetenzen bei der Entwicklung,

Beratung und der Umsetzung von Energie -

effizienzmaßnahmen sowie bei erneuerbaren

Energien. Sie sind die Schnittstelle zwischen

Industrie und Verbrauchern und sorgen dafür,

dass Techniken zur rationellen Energieanwendung

im Markt auch eingesetzt werden.

Darüber hinaus tragen sie entscheidend dazu

bei, die Energiebereitstellung stärker zu de -

zen tralisieren und den Wettbewerb auf den

Energiemärkten funktionsfähiger zu machen.

Das Handwerk im Kreis Kleve ist somit der

offizielle Ausrüster der Energiewende. Am

Fortsetzung Seite 74


Wirtschaft und Entwicklung

HWG Elsing Creativ-Bau – Gerüstbau –

Malerarbeiten GmbH

Die Handwerksgruppe Elsing ist ein traditionell

geführtes Familienunternehmen in der fünften

Generation und bietet seinen Kunden den individuell

besten Service mit der Möglichkeit, das komplette

Spektrum des Handwerks abzurufen. Egal, ob Sie

sich für ein Fertig- oder Massivhaus entscheiden, wir

realisieren die komplette Leis tung.

Wer die HWG beauftragt

kann sich entspannen –

Aufträge werden termingerecht

und hochwertig

ausgeführt. Wir planen

und errichten u. a. speziell

auf Ihre Bedürfnisse angepasste

Gerüste, auf denen

Sie rundum sicher arbeiten

können.

(Im Bild: Einrüstung Apsis

des Bonner Münster)

Unsere Kernkompetenzen liegen im Gerüstbau und

Malerhandwerk, in denen jährlich unser Nachwuchs

erfolgreich ausgebildet wird. Ob Arbeits- oder Schutz -

gerüste, Treppentürme oder Sonderkonstruktionen

vom Giebel bis hin zu Kirchen – mit uns sind Sie gut

gerüstet. Qualifizierte Malerarbeiten und Sanierungsleistungen

jeglicher Art, ob im Innenbereich oder an

der Fassade (der Visitenkarte des Hauses), runden

unser breit gefächertes Leistungsportfolio ab.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1871

Mitarbeiter: 40

Leistungsspektrum:

– Gerüstbau

– Trockenbau

– Malerarbeiten aller Art

– Wärmedämmputzarbeiten

– Balkonsanierung

– Betonsanierung

– Mauerwerkstrockenlegung

– Schimmelsanierung

– schlüsselfertiges Bauen

HWG Elsing Creativ-Bau –

Gerüstbau – Malerarbeiten

GmbH, Goch

www.handwerksgruppeelsing.de

Malerbetrieb Peter und Josef Janßen

Der Malerbetrieb Janßen in Kleve ist ein Familienunternehmen

in der dritten Generation. Das groß -

zügige Firmengelände bietet ausreichende Parkmöglichkeiten

und beherbergt neben einer Ausstellung

die Verwaltung, das Lager und die Werkstatt.

Das Portfolio reicht von Malerarbeiten über

Beton instandsetzung und Wärmedämmung bis hin

Die Spezialisten des

Malerbetriebes Janßen

sind für die Bereiche

Malerarbeiten, Wärme -

dämmverbundsysteme

sowie Betoninstand -

setzung präqualifiziert.

Auch Projekte, die entsprechend

der DGNB-Kriterien

oder nach Leeds zertifiziert

worden sind, gehören

zum Leistungsspektrum.

zur Schimmelsanierung. Um den steigenden Anforderungen

in Bezug auf Qualifikation und Kundenwünschen

stets gerecht zu werden, sind Fort- und

Weiterbildungsmaßnahmen eine Selbstverständlichkeit.

Auch dem zunehmenden Wunsch nach

ökologischen und nachhaltigen Baustoffen wird

Rechnung getragen. Auf Nachfrage erhalten Sie

gerne eine Auswahl an Projektbeispielen.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1945

Mitarbeiter: 35

Leistungsspektrum:

– Malerarbeiten

– Tapezierarbeiten

– Wärmedämmverbund

systeme

– Betoninstandsetzung

– Brandsanierung

– Bauwerksinstandsetzung

– Graffitientfernung

– Bodenbeläge

– Bodenbeschichtungen

– Schimmelsanierung

– dekorativer Schallschutz

Malerbetrieb Peter und

Josef Janßen, Kleve

www.maler-janssen.eu

73


Das Handwerk steht für

Zukunft und Erneuerung.

74

Beispiel der energiesparenden Gebäudesanierung

zeigt sich die Nachhaltigkeit im

Handwerk.

Im Handwerk wird die Einheit von Ökologie

und Ökonomie täglich gelebt. Viele hand -

werkliche Produkte werden speziell im Hinblick

auf ökologische Herstellung und lange

Haltbarkeit hin konzipiert, es werden vorrangig

umweltschonende Materialien eingesetzt.

Entgegen der Wegwerfmentaliät wird im

Handwerk repariert, instandgesetzt, gewartet

und gepflegt, zugleich werden aber auch die

modernsten Umwelttechnologien beim Kunden

vermittelt und installiert: Angefangen von

innovativen Gebäudeisoliertechniken über

Wärmepumpen bis hin zu automatisierten

Gebäudeenergiesparsystemen.

Dazu werden gerade die Bau- und Ausbauhandwerker

schon in der Ausbildung um -

fangreich in Umweltschutzbelangen geschult

und halten sich durch Fortbildungen auf dem

neuesten technischen Stand.

Neben ihren hohen berufsspezifischen Qualifikationen

verfügen die Kreis Klever Hand -

werker oft auch über Kenntnisse der energetischen

Anforderungen anderer Gewerke.

Sie können zumeist auf den ersten Blick

erkennen, ob Sanierungsbedarf für Energie -

einsparungen besteht. Dabei können sie auf

einen breiten Erfahrungsschatz zurückgreifen,

zumal sie Tag für Tag energiesparende Maßnahmen

in der Realität umsetzen, und zwar

individuell zugeschnitten auf jedes Haus. Des

Weiteren finden sie sich immer häufiger in

Kooperation zusammen und bieten für die

Kunden Leistungen aus einer Hand an. Die

Bau- und Ausbauhandwerke sind damit

prä des tiniert, die Besitzer für energetische

Sanie rungen zu sensibilisieren und diese

fach männisch am Gebäude umzusetzen.

Die Innungsfachbetriebe in der Region ver -

stehen sich als Teil der Lösung und werden

die Zukunft nachhaltig mitgestalten. Es gilt

also: Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht.

Von nebenan.


Wirtschaft und Entwicklung

Der Aktionsradius von

van Aaken reicht über

die Grenzen Nordrhein-

Westfalens hinaus bis in

die benachbarten

Niederlande. Martin van

Aaken fasst die Zukunft

kurz und bündig als

„Projekt 300 +“ zusammen.

Auf einen Blick

Gründungsjahr:

1719 in Kevelaer

Mitarbeiter: rund 20

Leistungsspektrum:

– Tischlerei

– Bauschreinerei

– Denkmalpflege

– Zimmerei

– Ingenieurbüro

300 Jahre Holzbau und -bearbeitung van Aaken

Die van Aaken GmbH & Co. KG ist eine der

ältes ten Holzbau- und Holzbearbeitungsfirmen in

Deutschland. 1719 in Kevelaer gegründet, wird das

Unternehmen als Familienbetrieb in direkter Nachfolge

geführt. Die (bisher) 14 Unternehmergenerationen

haben in 300 Jahren das „gute Alte“ bewahrt

und sich das „gute Neue“ zunutze gemacht, um

heute und künftig mit kreativen Ideen hochwer -

tige Qualität im Holzbau zu liefern. Beispiele unserer

hochwertigen Arbeiten sind u. a. der Nordturm

von Schloss Moyland, die Restauration der figür -

lichen Fachwerkfassade des Gocher Langenberghauses,

die Holzkonstruktionen von St. Antonius in

Kevelaer und die Inneneinrichtung des Salons

„Haarmonie“ in Kleve.

van Aaken GmbH & Co. KG

Holzbau und

Holzbearbeitung

Kevelaer

www.van-aaken.de

Seit mehr als 30 Jahren

stehen wir als verläss -

licher Partner unseren

Kunden zur Seite.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1981

Mitarbeiter: 25

Stelzig Elektrotechnik GmbH

Sie wollen, dass in Sachen Elektro- und Sicherheitstechnik

alles reibungslos, zuverlässig und kosten -

sparend läuft?! Stelzig Elektrotechnik bietet das: in

Privathäusern genauso wie in Hotels, Kommunalbauten,

Gewerbe- und Industriegebäuden. Exzellenter

Service und hochwertige Produkte in allen Bereichen

der Elektro- sowie Sicherheitstechnik garantieren das.

Wir bieten einen zeitgemäßen und sicheren

Service. Denn dass wir den heutigen schnell wachsenden

Standards und Anforderungen gerecht

werden, zeigen das seit 2004 verliehene Qualitäts -

managementsiegel ISO 9001 sowie weitere Zertifizierungen

von TÜV und VDS. Es ist unser Ziel, stets

einen reibungslosen Planungs- und Ausführungs -

ablauf zu gewährleisten.

Leistungsspektrum:

– Gebäudetechnik

– Einbruchmeldeanlagen

– Brandmeldeanlagen

– E-Check

– Videoüberwachung

– Zutrittskontrolle

– Schließanlagen

– Datennetzwerktechnik

– Industrieschaltanlagen

– mobile Strom- und

Wasserversorgung

Stelzig Elektrotechnik

GmbH, Emmerich am Rhein

www.stelzig-gmbh.de

75


Dienstleistung schafft Arbeitsplätze –

auch im Kreis Kleve

Hans-Josef Kuypers

76

Es ist bundesweit so, und es gilt auch für den

Kreis Kleve: Der Anteil an industriellen Arbeits -

plätzen im klassischen Sinne wächst lange

schon nicht mehr – und die Berufe in den

Dienstleistungsbranchen boomen. Vor allem

im Gesundheits- und Sozialwesen ist die

Region zwischen der Schwanenstadt Kleve

und der einstigen Herzogstadt Geldern

besonders stark ausgeprägt. Jeder fünfte

Arbeitsplatz zählt zum Gesundheits- und

Sozialwesen. So prägt selbstverständlich die

LVR-Klinik in Bedburg-Hau alle statistischen

Vergleiche, aber auch weitere Krankenhäuser

und Kliniken bis hin zu den Anbietern in der

Altenpflege zeigen die Anstrengungen in der

Gesundheitsfürsorge deutlichst auf. Ebenso

liefert das jüngste Engagement seitens der

Wirtschaftsförderung Kreis Kleve zur Stärkung

des „Gründerlands“ weitere Nachweise für

den Trend: Junge, frische Ideen suchen insbesondere

ihre Nischen in der Dienstleistung.

Von der Ahnenforschung bis hin zur Zoll -

abfertigung – der Brexit lässt grüßen – die

Dienstleistung zieht sich durchs gesamte

Alphabet der Jetztzeit.

Von den etwa 100 000 sozialversicherungs -

pflichtig Beschäftigten im Kreis Kleve – ein

neues Allzeit-Hoch – gehören 71 Prozent dem

Bereich „Dienstleistungen“ an, also gut und

gerne 71 000 Personen. Neben der Gesundheitsfürsorge

fallen der Handel, die Instandhaltung

und die Reparatur von Kraftfahr -

zeugen besonders ins Gewicht, allesamt mit

17,4 Prozent. Einen großen Anteil daran dürf -

ten die Nahversorger haben, deren un ver -

kennbar deutlicher Verdrängungswettbewerb

auch Auswirkungen auf die Mitarbeiterstruktur

hat.

Eine Zeitlang sah es so aus, als könne das Segment

der Arbeitnehmer-Überlassung zu einer

rapide wachsenden Branche werden. Die

gute Konjunktur allerdings hat die Akteure

„eingeholt“, und die überlassenen Mitarbeiter

erhielten lediglich eine „andere Art von Ein -

arbeitungszeit“. Sehr schnell wechseln heute

die Angestellten des Personaldienstleisters zu

dessen Kunden – und damit in den ersten

Arbeitsmarkt – zur Freude des Überlassenen.

Blicken wir noch einmal auf die industrielle

Produktion und ihre gewachsenen Ab hängig -

keiten auch vom Dienstleistungssektor. Vorbei

sind die Zeiten, dass Produkte gleichsam als

„Selbstläufer“ aus der Produktion zum Endverbraucher

gelangten. Die Verzahnung beider

Segmente wird immer enger, bis ein Produkt

die Fertigungsstraße verlässt. Die Logistik in

der Zulieferung, die mechanische Wartung

der Produktionsmittel, die Software-Beglei -

tung, das nachgelagerte Marketing, die Logistik

und später vielleicht auftretende Garantie-

Reparaturen – sie alle führen auch dazu, dass

die Dienstleister den Wettlauf mit der eigent -

lichen Produktion um die wichtigsten Arbeits -

plätze spannend machen. Nicht zu vergessen

ist die Tatsache, dass die Digitalisierung als

Innovationstreiber Nummer eins die Dienst -

leistungsanteile am Produktionsprozess deutlich

erweitern dürfte.

Dies alles ist auch im Kreis Kleve nicht anders

als zwischen den Robotern der Automobil -

industrie. Und ein weiterer Treiber ist der

Dienstleistung eingepflanzt: Sie ist nicht lagerfähig,

sie fordert für sich das Just-in-time als

indiskutable Größe. Ob es das Baugewerbe ist,

der Anlagen- und Maschinenbau, die Logistik

und vieles mehr – sie alle leiden zu Zeiten

erkennbaren Fachkräftebedarfs darunter.

So führt es dazu, dass der Niederrhein und

sein Kreis Kleve auch in der Gastronomie wie

im Eventbereich mit wachsendem Zuspruch

Fortsetzung Seite 78


Wirtschaft und Entwicklung

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1966

Mitarbeiter: 11 019 in Europa,

davon 6150 in Deutschland

bofrost*Dienstleistungs GmbH & Co. KG

1966 gründete Josef H. Boquoi bofrost* in Issum

am Niederrhein. Eine Erfolgsgeschichte begann.

Bereits 1984 wurde bofrost* zum europäischen

Marktführer im Direktvertrieb von Eiscremes und

Tiefkühlspezialitäten. Heute, über 50 Jahre später,

ist das Familienunternehmen mit 248 Nieder -

lassungen in zwölf europäischen Ländern tätig. Das

Erfolgsrezept: erstklassige Qualität, herausragender

Service und individuelle Beratung.

Für ihre Kunden sind die bofrost*Verkaufs -

fahrer persönliche und gern gesehene Berater, im

Vordergrund immer die vertrauensvolle Kunden -

be ziehung. So schaffen sie mit jedem Besuch einen

besonderen Moment – den bofrost*Moment.

Hinter den verlässlichen Verkaufsfahrern, die

mit Leidenschaft ihren Job ausführen, steht am

Hauptsitz in Straelen ein großes Team von echten

Teamplayern. Von hier aus geben sie alles, damit

die Verkaufsfahrer ihren Kunden ein Spitzen -

produkt und einen Spitzenservice anbieten können.

Dabei ist das Familienunternehmen immer

auf der Suche nach neuen Talenten und bietet

spannende Jobs in verschiedenen Bereichen, wie

im Marketing, in der IT, im Qualitätsmanagement

oder im Controlling.

Auch für die Logistik, den Bereich Promotion,

die Kundenberatung und natürlich den Vertrieb ist

bofrost* immer auf der Suche nach tatkräftiger

Unterstützung. Im Rahmen einer Ausbildung oder

eines dualen Studiums erwartet die Berufsein -

steiger ein abwechslungsreicher Start in die Berufswelt.

Als Familienunternehmen legt bofrost* hier

großen Wert auf die persönliche Entwicklung der

individuellen Stärken, weshalb die Ausbildung in

Straelen mit einem Persönlichkeitstraining startet.

Auf Ihre Bewerbung freuen wir uns!

Leistungsspektrum:

– individuelle Beratung

– Lieferung bis in die

Tiefkühltruhe

– Eis-Spezialitäten

– Obst & Gemüse

– Kartoffelspezialitäten &

Beilagen

– Fleisch & Geflügel

– Fisch & Meeresfrüchte

– Fertige Gerichte & Suppen

– Pizza & Snacks

– Vegetarisch & bofrost*free

– Backwaren & Torten

– Bonusprogramm

Küchenutensilien & Wein

Niederlassungen:

248 in Europa, davon

115 in Deutschland

Gesamtumsatz:

1267 Mio. Euro, davon

730 Mio. Euro in Deutschland

In 12 europäischen

Ländern tätig;

bofrost*Länder:

Deutschland, Italien,

Österreich, Belgien,

Niederlande, Luxemburg,

Schweiz, Spanien,

Frankreich, Griechenland,

Kroatien, Slowenien

Jetzt bewerben:

www.bofrost.de/karriere

Uns gibt es auch auf Face -

book: www.facebook.com/

bofrost.karriere/

bofrost*Dienstleistungs

GmbH & Co. KG, Straelen

www.bofrost.de

77


Das „Forum Kreis Kleve

bietet in jedem Jahr einen

Treffpunkt für wirtschaftlich

Interessierte. Haupt -

redner 2018 war Michael

Brehm, Gründer von

StudiVZ.

78

als Tourismusregion Engpässe im Personalbereich

beklagt. Das Parookaville, ein sommerliches

Open-Air in Weeze mit 80 000

Besuchern an wenigen Tagen, setzt gut 1500

Personen ein – darunter viele pauschal ver -

steuerte Kräfte.

Das Irrland in Wallfahrtsstadt Kevelaer, das als

Familienpark jährlich mehr als 100 000 Be -

sucher zählt, gehört ebenso zu den wachsenden

Treibern wie das Wunderland Kalkar,

das sich als Freizeitpark versteht und vor allem

als Messestandort den Markt für sich gewinnt.

Kurzum: In den Nischen wird Nachfrage nach

Personalkapazitäten generiert, was eindeutig

als erfreuliche Entwicklung empfunden

werden darf. Denn es dürfte einer touristisch

prosperierenden Region mit wachsenden

Über nachtungszahlen gut zu Gesicht stehen,

wenn neben reizvoller Landschaft, gast freund -

lichen Menschen und einer an zie hungs starken

Architektur mit Burgen, Schlössern und einladenden

Rheinpromenaden Attribute wie

Unterhaltungswert und Ablenkungsreichtum

für sie keine Fremdworte bedeuten.

Schlussendlich sind es allerdings auch die

als Leuchttürme der Region bezeichneten

jungen Marktteilnehmer, die der Region im

Segment hochwertigster Arbeitsplätze Gutes

beschert haben. Gemeint sind hier ein Airport

in Weeze mit seinen dem Airport nahen,

sogenannten flugaffinen Anliegern in der

Airport-City. Und gemeint sind hier die seit

Jahren wachsenden Berufskollegs des Kreises

Kleve an den Standorten in Kleve, Geldern,

aber auch Goch – und nicht zu vergessen

die Hochschule Rhein-Waal, die in 2019 ihr

Zehnjähriges er reichte und eine Dienst -

leistung am jungen Menschen erbringt, die

für die Region zu kunfts prägend sein dürfte.


Wirtschaft und Entwicklung

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1969

Mitarbeiter: ca. 2500

Menschen mit und ohne

Behinderung

Haus Freudenberg GmbH

Seit 50 Jahren bietet die Haus Freudenberg GmbH

als eine der größten bundesdeutschen Werkstätten

für Menschen mit Behinderung „Bildung, Arbeit,

Perspektiven für jeden“. Rund 2500 Menschen mit

und ohne Behinderung arbeiten am Hauptsitz in

Kleve und an sieben weiteren Standorten im Kreis

Kleve.

Jährlich starten mehr als 100 Teilnehmer ihre zweijährige

Ausbildung im Berufsbildungsbereich. Individuell

werden Kenntnisse und Fertigkeiten der

verschiedenen Ausbildungsberufe vermittelt und

die persönlichen Fähigkeiten weiterentwickelt. Im

Arbeitsbereich besteht ein umfangreiches Angebot

an Produktions- und Dienstleistungsbereichen

mit arbeitsmarktnahen Tätigkeiten, um den unterschiedlichen

Fähigkeiten der Beschäftigten und

deren Weiterentwicklung entsprechen zu können.

Als modernes zeitgemäßes Unternehmen bietet

Haus Freudenberg marktfähige Produkte und

Dienstleistungen auf qualitativ und technisch

hohem Niveau. Hierzu gehören u. a. die Abwicklung

von komplexen logistischen Aufgaben im

Verpackungsbereich, professionelle Fertigungsverfahren

des Metallhandwerks sowie die Entwicklung

und Herstellung eigener Möbellinien.

Die Haus Freudenberg GmbH entwickelt sich

beständig weiter und setzt neue wissenschaftliche

Erkenntnisse und technischen Fortschritt um. Hierzu

tragen eine gute Vernetzung in der Region

sowie die Mitwirkung in überregionalen Gremien

und Projekten bei.

Das Unternehmen unterstützt aktiv den Inklusionsgedanken.

So kommen Menschen mit und ohne

Behinderung zu kulturellen Projekten, in der Freizeit

oder beim Sport zusammen. Die Begegnung,

das gemeinsame Erleben und die Begeisterung

verbinden und geben allen Wertschätzung.

Arbeitsbereiche:

– Dokumentenarchivierung

– Zierpflanzenbau

– Landschaftspflege

– Großküche

– Hauswirtschaft

– Wäscherei

– Industrielle Fertigung

– Pulverbeschichtung

– Metallverarbeitung

– Holzbe- und -verarbeitung

– Möbelproduktion

– Verpackung

– Logistik

– Gastronomie

Haus Freudenberg GmbH

Kleve

www.haus-freudenberg.de

Einer der Arbeitsbereiche

von Haus Freudenberg ist

die Landschaftspflege und

der Zierpflanzenbau.

79


Die Mitarbeiter des

Bauhofs

80

Kreis Kleve Bauverwaltungs-GmbH –

die Geschichte der Gesellschaft

Die Kreis Kleve Bauverwaltungs-GmbH ist ein

modernes Dienstleistungsunternehmen und be -

schäftigt sich mit vier Aufgabenschwerpunkten.

Gegenstand des Unternehmens ist seit dem

1. Januar 1995 die Übernahme der Aufgaben im

Hoch- und Tiefbaubereich. Die KKB wickelt sämt -

liche Neu-, Umbau- und Sanierungsmaßnahmen

für alle Schulen und sämtliche im Eigentum des

Kreises Kleve befindlichen Gebäude ab. Zu den

Aufgaben gehören die Planung, Vergabe, Über -

wachung und Abwicklung sämtlicher anfallender

Baumaßnahmen sowie die Bewirtschaftung und

Verwaltung aller Objekte für den Kreis Kleve oder

im Auftrag des Kreises Kleve.

Besonders hervorzuheben ist der Bau der Hochschule

Rhein-Waal, die im Auftrag des Kreises Kleve von

der KKB errichtet wurde. In den letzten Jahren sind

auch Schulneubauten wie das Berufskolleg Geldern

des Kreises Kleve als eine der modernsten Berufsschulen

von der KKB gebaut worden. Sanie -

rungsmaß nahme des Berufskollegs Kleve des Kreises

Kleve, vier Förderschulen und das Kreishaus in Kleve

sowie viele weitere Projekte stehen aktuell im Fokus.

Im Bereich der Straßenunterhaltung wurden in

1996 erste Aufgaben von den kreiseigenen Bau -

höfen auf die Kreis Kleve Bauverwaltungs-GmbH

übertragen. Wir zeichnen verantwortlich für die

Unterhaltung von 267 Kilometern Kreisstraßen und

165 Kilometern Radwegen inklusive den dazuge -

hö rigen Entwässerungseinrichtungen, Brückenbauwerken,

Verkehrseinrichtungen und Begleitgrün.

Das Aufbruchkataster für alle Versorgungseinrichtungen

innerhalb des Kreisstraßennetzes sowie das

Baumkataster für die über 20 000 Straßenbäume

inklusive der erforderlichen Kontrollen und Maßnahmendurchführung

zählen ebenfalls zu unseren

Aufgaben.

Seit dem 1. Oktober 2018 ist die Gesellschaft nicht

nur der Unterhaltungsbetrieb für die Kreisstraßen

des Kreises Kleve, sondern auch Straßenbaubehörde

nach § 56 StrWG NRW. Somit werden alle Verwaltungsaufgaben

sowie technische und haushalte -

rische Aufgaben u. a. zu Neu-, Umbau- und Ausbauarbeiten

im Straßennetz des Kreises Kleve zentral

bearbeitet.


Wirtschaft und Entwicklung

Team Wohnungs -

wirtschaft

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1994

MitarbeiterInnen: 45

Leistungsspektrum:

– Hochbau

– Tiefbau

– Straßenbaubehörde

– Wohnungswirtschaft

Neuer Geschäftsbereich Wohnungswirtschaft

seit dem 1. Oktober 2018

Ab dem 1. Oktober 2018 wurde der Wirkungskreis

der Kreis Kleve Bauverwaltungs-GmbH um den

neuen Geschäftsbereich Wohnungswirtschaft

erweitert, der sich derzeit im Aufbau befindet. Die

Gesellschaft verfolgt den Zweck, sich kreisweit an

einer unabhängigen, sicheren und sozial verantwortbaren

Wohnversorgung von breiten Schichten

der Bevölkerung zu beteiligen.

Die Kreis Kleve Bauverwaltungs-GmbH strebt an,

auf die lokal sehr unterschiedlichen Veränderungsprozesse

zu reagieren. Die lokal unterschied lichen

Entwicklungen und den demografischen Wandel

im Auge zu behalten, um entsprechende Handlungskonzepte

zu entwickeln, ist unser vorrangiges

Ziel.

Der geförderte Mietwohnungsbestand geht weiter

kontinuierlich zurück, da Preisbindungen auslaufen

und für viele Wohnungen vorzeitig Förderkredite

zurückgezahlt wurden. Unser Angebot wird aus

öffentlich gefördertem und frei finanziertem

Wohnraum im unteren und mittleren Preissegment

bestehen. Die Bevölkerungszahlen im Kreis

Kleve nehmen zu und ein großer Bedarf an Wohnraum

ist zu verzeichnen. Bedarfe für große und

kleine Familien sowie alleinstehende Menschen

aller Altersgruppen sollen erfüllt werden.

Die Kreis Kleve Bauverwaltungs-GmbH sucht

Grundstücke im Kreisgebiet Kleve zur Bebauung

mit Mietwohnungen und Immobilien, die sich

eignen, einer Wohnungsnutzung zugeführt zu

werden.

Projekt Berufskolleg Geldern des Kreises Kleve

Kreis Kleve

Bauverwaltungs-GmbH

Bedburg-Hau

www.kkbgmbh.de

81


In den Redaktionen

entstehen unter anderem

Online- und Offline-

Beiträge zur Gesundheit

von Mensch und Tier.

Interessante Informationen für den Leser und wichtige

Kundenbindung für die Apotheke in einem

82


Wirtschaft und Entwicklung

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1992

Mitarbeiter:

21 Festangestellte

13 freie Mitarbeiter

Leistungsspektrum:

5 Apotheken-Kunden -

zeitschriften:

– Naturheilkunde &

Gesundheit

Special: natürlich Frau

– Unsere besten Freunde

– Kopf-fit

– Rätsel-aktuell

– Sudoku-spezial

Buchpublikationen:

– Unsere besten Freunde –

Gesund durchs Jahr

– Kopf-fit – DAS BUCH

Das neue Verlagsgebäude

in Geldern seit 2007

S & D Verlag GmbH

Von Geldern aus hält der Zeitschriften- und Buchverlag

Apothekenkunden in ganz Deutschland

gesund und fit.

Wie er das macht? Seit über 25 Jahren verlegt

die S & D Verlag GmbH erfolgreich verschiedene

Kundenzeitschriften, angefangen mit der ersten

Rätselzeitschrift in den Apotheken im Jahr 1992.

Eine Revolution zu dieser Zeit!

Aktuell umfasst das Portfolio fünf innovative

monatliche Zeitschriftentitel und zwei Buchrat geber

zur Human- und Veterinärmedizin. Digitale Pro -

dukte für die Patienteninformation sind bereits in

der Pipeline. Der Verlag versteht sich seit seiner

Gründung als Partner der Apotheken vor Ort, die er

auch in Zukunft mit seinen Publikationen konsequent

unterstützen wird.

S & D Verlag GmbH

Geldern

www.sud-verlag.de

83


Auf einen Blick

Gründungsjahr:

1887 Gründung Gaswerke

als städtisches

Unternehmen

1902 Beginn der Wasser -

versorgung

1913 Angliederung

Elektrizitätswerk

1993 Gründung der GmbH

Mitarbeiter: 70

Stadtwerke Goch

Wir – die Stadtwerke Goch – versorgen täglich

über 16 000 Kunden mit Strom, Erdgas und Wasser.

Als moderner Energiedienstleister und Arbeitgeber

vor Ort bieten wir viel Service rund um die Energie

in einem spannenden Arbeitsumfeld mit lang -

fris tigen Perspektiven.

Wir engagieren uns für die Energiewende –

dies vor allem in Goch und der Region. Hierzu

bauen wir das Netz der Stromladesäulen für E-Autos

in Goch aus und betreiben ein Biomasseheizkraftwerk

sowie zahlreiche eigene Fotovoltaikanlagen.

Die Stadtwerke Goch in der Klever Straße

Schon jetzt werden 100 Prozent des in Goch

benötigten Stroms durch regenerative Energien

hier vor Ort bei uns in Goch erzeugt. Unsere

Kunden unterstützen wir von der Planung bis zur

Installation ihrer eigenen Fotovoltaikanlage.

Bei Fragen rund um Ihre Energieversorgung

sind wir in unserem Servicecenter gerne für Sie da.

Die Stadtwerke Goch sind ein 100-prozentiges

Tochterunternehmen der Stadtwerke Goch Unternehmensgruppe,

die wiederum zu 100 Prozent im

Eigentum der Stadt Goch steht.

Produkte:

– miteinander STROM

– miteinander ERDGAS

– miteinander WASSER

– miteinander ENERGIE

kombi

– miteinander ENERGIE

für Geschäftskunden

– miteinander SOLAR

Leistungsspektrum:

– Strom, Erdgas, Wasser

– Stadtbus

– Stromladesäulen für

E-Autos

– Energiemessgeräte

(Verleih)

– Solaranlagen

– BHKWs

– Kundenkarte:

miteinanderKarte

Stadtwerke Goch

GmbH

www.stadtwerke-goch.de

84


Wirtschaft und Entwicklung

Nacke Logistik –

Ihr Partner für textile Dienstleistungen

Textillogistik, Textilaufbereitung und das Kommissionieren

auch nichttextiler Artikel mit allen vorund

nachgelagerten Services – das sind die Leis -

tungs schwerpunkte der Nacke Logistik GmbH in

Kevelaer mit Zweitstandort Geldern. Namhafte

Hersteller aus der Bekleidungsindustrie und große

Handelsunternehmen vertrauen der Kompetenz

und Leistungskraft des Unternehmens. Und das

seit über 15 Jahren.

Auf einer Fläche von insgesamt rund 55 000

Quadratmetern setzt die Nacke Logistik eine

moderne Produktionsanlage für die Aufbereitung

von Textilien ein. Moderne Finishing-Technologie

und ein hoch engagiertes Team bringen Bekleidungsstücke

top in Form.

Im Hängebereich kann die Nacke Logistik auf

Lagerkapazitäten von bis zu einer Million Teilen

zurückgreifen. Die Kevelaerer Dienstleistungs-

Betriebsgelände der Nacke Logistik in Kevelaer: Der Logistik -

spezialist für textile Dienstleistungen ist zuverlässiger Partner

von namhaften Herstellern der Bekleidungsindustrie sowie

Großhändlern aus Deutschland und den Niederlanden.

Spezialisten verfügen zudem über 10 000 Palettenstellplätze.

Die Nacke Logistik beschäftigt rund 100 fest -

angestellte Mitarbeiter. Dank der langjährigen

Erfahrung und des umfassenden Know-hows, kann

die Nacke Logistik sehr viele Services aus

einer Hand anbieten. Alleine im Bereich „Fashion“

um fasst das Leistungsportfolio Transport, Lager -

haltung, Aufbereitung, Kommissionieren, Bügeln

und Etikettieren. Näharbeiten und Verzollung

werden in Kooperation mit einem Partnerbetrieb

angeboten.

Die Nacke Logistik ist Ausbildungsbetrieb in

den Bereichen Lagerlogistik und Büromanagement.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 2003

Mitarbeiter: ca. 100

Leistungsspektrum:

Textillogistik

Textilaufbereitung

Kommissionierung

Lagerung

Standorte:

Kevelaer und Geldern

Nacke Logistik GmbH

Kevelaer

www.nacke-logistik.de

85


Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1980

Mitarbeiter:

41 am Hauptsitz in Goch,

4 bei der ChemTherm in

Dinslaken

Leistungsspektrum:

– stoffliche Verwertung

von Lösemitteln,

Kältemitteln (FCKW/FKW),

Kühlerfrostschutz,

chlorierten Kohlen -

wasserstoffen, Tonerde

– Vermarktung von

Lösemittelregeneraten,

Frischwaren/Chemikalien,

Aluminiumoxid

– thermische Verwertung,

Bereitstellung von

festen und flüssigen

Ersatzbrennstoffen

– Beratung

RCN Chemie GmbH & Co. KG

Recyclingunternehmen

Die RCN Chemie ist einer der europaweit führenden

stofflichen Verwerter von Lösemitteln, Kältemitteln

sowie Flüssigkeiten aus dem Automotivebereich.

Das Unternehmen beschäftigt 45 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter. Auf dem 20 000 Quadratmeter

großen Betriebsgelände werden elf Destil -

lationsanlagen sowie ein Paddelverdampfer be -

trieben.

Die RCN Chemie hat sich dem Schutz der

Umwelt und dem verantwortungsvollen Umgang

mit den Ressourcen verpflichtet. Zu den Haupt -

aufgaben der RCN Chemie zählen somit die Abfallvermeidung

und -verwertung sowie die Ver -

pflichtung zur Rücknahme gebrauchter Lösemittel.

Dabei ist auch der Immissionsschutz von wesent -

licher Bedeutung. Lösemittel, die nicht recycelt

werden können, werden über die Abteilung

ChemTherm der thermischen Verwertung zugeführt.

Hier beliefert die ChemTherm Zementwerke

teilweise exklusiv.

Tankfeld

Als freiwillig zertifizierter Entsorgungsfach -

betrieb wird die RCN Chemie regelmäßig behördlich

überwacht.

Seit dem 1. November 2018 ist die RCN Chemie

GmbH & Co. KG ein wichtiger Bestandteil der familiengeführten

Zimmermann-Gruppe. Seit 1962 ist

die Zimmermann-Gruppe am Markt positioniert

und gilt als einer der leistungsstärksten Entsorger

von gefährlichen Abfällen in Deutschland und dem

angrenzenden Ausland.

Zur Unternehmensgruppe zählen zehn

Gesellschaften mit 16 Werken/Niederlassungen an

verschiedenen Standorten in Deutschland, den

Niederlanden und Italien mit insgesamt 400 Mit -

arbeiterinnen und Mitarbeitern.

RCN Chemie GmbH & Co. KG

Recyclingunternehmen

Goch

www.rcn-chemie.de

86


Wirtschaft und Entwicklung

Hans-Gerd Bleckmann Informationssysteme GmbH

& Co. KG – Ihr Spezialist für besondere IT-Lösungen

Als Spezialist für informationstechnologische Lösungen

helfen wir unseren Kunden, mit wert vollen

Informationen professionell und richtig umzugehen.

Vor Ort sowie mit maßgeschneiderten Systemen

und Tools. Wir filtern, kanalisieren, bündeln, ordnen

die Daten – und vergessen bei aller Technologie vor

allem eines nicht: den Menschen. Denn letztendlich

geht es immer um den einzelnen Menschen, der mit

diesen Informationen arbeitet und umgeht. Bei

Ihnen wie bei uns. Deshalb ist es unser Anspruch

und unser Ziel, gleichermaßen als Systempartner

und als Mensch zu Ihnen zu sprechen und dabei zu

helfen, Arbeitsabläufe zu optimieren und so den

Arbeitsalltag effizienter zu gestalten.

Privat wie beruflich bestimmen

Informationen unser Leben,

unser Denken und unser

Handeln. Sie beeinflussen

unsere Geschäfte, unser täg -

liches Arbeiten, ja sogar unser

Befinden. Informationen sind

teuer, aber nur dann wertvoll,

wenn sie rasch am richtigen

Ort verfügbar sind. Und genau

dafür sorgen wir mit unseren

individuellen IT-Lösungen.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1992

Mitarbeiter: 35

Leistungsspektrum:

– Systemlösungen

– ERP-Lösungen

– Mesonic winline

(branchenunabhängig)

– pds Software (Hand-

werksbranche)

– Unternehmensberatung

– Netzwerklösungen

– Pro Aktive Servicemodelle

– Cloud-Lösungen

– Anwendungsentwicklung

– Hotline & Support

– Schulungen

– Security-Lösungen

– E-Mail-Services usw.

Hans-Gerd Bleckmann

Informationssysteme

GmbH & Co. KG, Rees

www.bleckmann.de

87


Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1998

Mitarbeiter: 5

Leistungsspektrum:

Kanzlei für

– Familienrecht

– Erbrecht

– Eheverträge und

Trennungsvereinbarungen

– Mediation

Rechtsanwälte Sack, Viebahn, Leidiger –

Wir sind an Ihrer Seite

Mit drei Fachanwältinnen für Familienrecht ist

unsere Kanzlei in Kleve einzigartig – unterstützt

von einem engagierten und gut ausgebildeten

Team: Wir bieten den Menschen in Kleve und der

umliegenden Region einen umfassenden Rechtsbeistand

in unserem Kerngebiet, dem Familien-

und Erbrecht. Außerdem beraten wir Sie mit juris -

tischer Expertise und viel Erfahrung auch bei

schwierigen Entscheidungen wie der Ausgestaltung

und dem Verfassen von Eheverträgen sowie

Vorsorgevollmachten.

Bei der Suche nach außergerichtlichen Lösungen

bei Streit in der Familie bieten wir Ihnen

zudem professionelle Mediation.

Rechtsanwälte Sack,

Viebahn, Leidiger

Fachanwältinnen für

Familienrecht, Kleve

www.kanzlei-sack.de

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1993

Kreis Kleve Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH

Seit dem 1. Januar 1994 werden die Entsorgungsaufgaben

des Kreises Kleve, mit Ausnahme der

sogenannten hoheitlichen Funktionen, von der KKA

GmbH wahrgenommen. Der Kreis Kleve ist 100-prozentiger

Gesellschafter. Zu den Aufgaben der KKA

GmbH gehören die Verwertung der kommunal

erfassten Wertstoffe (Bioabfall, Metall, Papier/Pappe,

88

Wir kümmern uns um

Ihren Müll – hier im

Entsorgungszentrum

Bedburg-Hau/Moyland.

E-Schrott usw.) sowie die Beseitigung des im Kreis

anfallenden Restabfalls. Die KKA GmbH ist Betreiberin

der Entsorgungszentren in Geldern-Pont

sowie Bedburg-Hau/Moyland und unterhält Ko ope -

ra tionen mit anderen Entsorgungs- und Verwertungspartnern.

Die Abfallberatung für Haushalte,

Gewerbe sowie Schulen und Kindergärten ist ein

weiterer Aufgabenschwerpunkt.

Mitarbeiter: 20

Leistungsspektrum:

– Kommunale

Abfallwirtschaft

– Abfallvermeidung

– Abfallverwertung

– Abfallbeseitigung

– Deponienachsorge

– Abfallberatung mit

vielfältigen Informationsangeboten

KKA Kreis Kleve

Abfallwirtschafts GmbH

Uedem

www.kkagmbh.de


Wirtschaft und Entwicklung

catdesign: Flexibilität,

Kreativität und Zuver -

lässig keit sind un ver -

zichtbar – wechselnden

Anforderungen begegnen

wir mit Innovation.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1978

Mitarbeiter: 40

Leistungsspektrum:

– Druckdienstleister

– Event- und Messedruck

– Folienschriften- und

Werbedruck

– digitaler Großformat -

druck, Außenbanner

und Werbedruck

– Service

catdesign – realise your image

Früher Lieferant von Aufklebern, Signets und

Schildern – heute zusätzlich qualitäts- und service -

orientierter Ansprechpartner im Messegeschäft und

im digitalen Großdruck: Über 40 Jahre Erfahrung

als Druckdienstleister machen catdesign zum

kom petenten Partner für Druckerzeugnisse aller

Art. Un sere langjährigen Kundenbeziehungen sowie

zahlreiche Leistungsauszeichnungen sind Qualitäts -

merkmale und gleichzeitig Ansporn für die Zu -

kunft. Und: Unsere Fachleute hören Ihnen zu!

Getreu dem Motto „Wir realisieren Ihren

Auftritt“, bündeln wir unser Können für Ihre Darstellung.

Top Qualität und ein hohes Maß an Zuver

lässigkeit sind dabei für uns selbstverständlich.

catdesign GmbH & Co. KG

Kleve

www.catdesign.de

Auf einen Blick

Die Philosophie des

Planers Verhoeven: Räume

zu konzipieren, die für alle

Menschen gleich zum

Wohlfühlen und gerne zu

einem längerem Auf ent -

halt einladen, in denen

man sich angenehm und

befreit fühlt, bei bester

Orientierung durch konzeptionelle

Zurück -

haltung.

halb eines überschaubaren Zeitraums. Bei den

viel fältigen Fachdisziplinen mit ganzheitlicher

Be trach tung ab der ersten Projektidee, bleibt für

ihn neben der Vielfalt von traditionellen Faktoren –

wie Lage, Kreativität, Licht und Ausstattung – die

Verantwortung und das gute Verhältnis zum

menschlichen Maßstab entscheidend.

Architekturbüro Dipl.-Ing. Egon Verhoeven

Mit dem Anspruch „zusammen das Beste bewirken”

engagiert sich der Architekt Dipl.-Ing. Egon

Verhoeven mit seinem unabhängigen Planungsbüro

entlang klar definierter Kriterien: qualitätsvolle

Architektur mit angemessener räumlicher Gestaltung

im städtischen und ländlichen Umfeld inner-

Gründungsjahr: 1980

Mitarbeiter: 9

Leistungsspektrum:

Das Architekturbüro

Verhoeven gestaltet

Zukunft in Gebäuden mit

angemessenem Niveau in

nachfragegerechten

Quartieren für:

– Kindertagesstätten

– Wohnbauten

– Gewerbe- und

Bürobauten

– Alten- und Pflege -

einrichtungen

Architekturbüro

Dipl.-Ing. Egon Verhoeven

Kevelaer

www.verhoevenarchitekten.de

89


Kreis Kleve in Bewegung –

Mobilität und Verkehr

Dr. Andreas Henseler

Attraktive Landschaft, hoher Freizeitwert, Nähe

zur niederländischen Grenze – das sind häufig

die ersten Schlagworte zum Kreis Kleve. Für

Bewohner, Gäste, Unternehmen und Be schäf -

tigte sind gleichzeitig die sehr gute Verkehrs -

anbindung und das breite Spektrum an

Mobilitätsformen von besonderer Bedeutung.

Wirtschafts- und Freizeitverkehr ergänzen sich

im Kreis hervorragend und stehen im Unterschied

zu vielen anderen Regionen nicht in

direkter Konkurrenz.

Der Kreis Kleve ist Teil einer der bedeutends -

ten Logistikregionen Europas. Er bildet die

Schnittstelle zwischen den Niederlanden auf

der einen, den Metropolregionen Rheinland

und Ruhrgebiet auf der anderen Seite. Der

Rhein selbst ist dabei die zentrale Lebensader

für die Wirtschaft, verbindet er doch die Seehäfen

in Rotterdam und Antwerpen mit Euro -

pas größtem Binnenhafen in Duisburg.

Das Contargo Rhein-Waal-Lippe-Terminal in

Emmerich am Rhein ist einer der Hafenstand -

orte auf dieser Achse. Rund 710 000 Tonnen

Güter wurden hier 2018 umgeschlagen; auf

den Schiffsverkehr entfielen etwa 625 000

Tonnen. Damit gehört Emmerich am Rhein zu

den umschlagstärksten Verladeorten in NRW.

Der Hafen profitiert ebenso von den nahen

Gewerbegebieten auf niederländischer Seite.

Um diese Rolle auch künftig ausfüllen zu

können, stehen mehrere Erweiterungen des

Hafengeländes an.

Als Teil des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr ist

der Kreis Kleve über seine links- und rechts -

rheinisch verlaufenden Schienenverbindungen

an überregionale Ziele angebunden. Das

ergänzende ÖPNV-Angebot erhöht die Mobi -

lität für alle Bevölkerungsgruppen. Schnell -

bus verkehre in Richtung Nimwegen und

Regional züge nach Arnheim gewährleisten

eine „gren zen lose“ Mobilität.

Dies gilt besonders für das Radwegenetz im

Kreis Kleve, das nicht nur von den Bewohnern,

sondern zunehmend von Touristen ange -

nommen wird. Die Netzanbindung an die

Niederlande und das Knotenpunktsystem

wirken sich zusätzlich positiv auf die Be -

sucherfrequenzen aus. Die zunehmende Elektrifizierung

des Radverkehrs und die Suche

nach Entlastungsmöglichkeiten für den moto -

risierten Individualverkehr treiben die Ausbau -

überlegungen für verschiedene Rad schnell -

wege voran.

Der Airport Weeze garantiert, dass der Kreis

Kleve neben Straße, Schiene und Wasserstraße

auch auf dem Luftweg erreichbar ist.

Heute, 20 Jahre nach Aufgabe der mili tä -

rischen Nutzung, ist er mit knapp zwei Millionen

Passagieren einer der größten Flughäfen

in NRW. Der Airport bindet innovative Mobi -

litätsformen mit ein. So werden hier zur

Überwachung der Außenanlagen Flugdronen

eingesetzt. Seit 2019 verbindet ein autonom

fahrender Shuttlebus die Parkplätze mit dem

Terminal. Mobilität der Zukunft im Live -

betrieb.

Die vielfältige Verkehrsinfrastruktur sowie

seine verkehrsgünstige Lage machen den

Kreis Kleve zu einem gefragten Wirtschaftsstandort.

Diese Infrastruktur zu erhalten und

fortzuentwickeln, ist die zentrale Herausforderung.

Neue Mobilitätsformen, etwa im

Bereich der Elektromobilität oder des auto -

nomen Fahrens, werden an Bedeutung ge -

winnen. Eine flächendeckende Versorgung

mit Glasfaser sowie eine abbruchfreie Highspeed-Mobilfunkversorgung

nach aktuellstem

Standard sind dafür Voraussetzungen. Damit

der Kreis Kleve auch zukünftig in Bewegung

bleibt.

90


Wirtschaft und Entwicklung

Vom Airport Weeze in die Welt

91


Auf einen Blick

Fläche :

45 000 Quadratmeter

jährlicher Container -

umschlag (wasserseitig):

125 000 TEU

konventioneller

Umschlag (wasserseitig):

237 000 Tonnen

Lagerkapazität: 3000 TEU

Kailänge/Liegeplätze:

250 m/2

Anzahl Ladegleise/Länge:

2/250 m

Krankapazität:

2 Containerbrücken mit

bis zu 50 Tonnen Traglast

Der Hafen Emmerich

Der Hafen Emmerich bietet ein perfekt abge -

stimmtes Leistungspaket, das die Organisation der

kompletten Logistikkette im Vor- und Nachlauf

zum Überseecontainertransport umfasst. Neben

der exzellenten trimodalen Verkehrsanbindung pro -

fitieren der Containerterminal und seine Kunden

dabei von der Nähe zur niederländischen Grenze.

Der Containerterminal in Emmerich ist den

bedeutenden Westhäfen Rotterdam und Antwerpen

so nah wie kein anderer deutscher Binnen -

hafen. Von hier benötigt ein Binnenschiff bis Rotter -

dam knapp 10 Stunden. In nur 14 Stunden wird

Antwerpen erreicht. Mehrere An- und Abfahrten

von Binnenschiffen in/aus Richtung Niederlande

und Belgien werden täglich gezählt. Zudem verfügt

der Hafen über eine eigene Schienenanbindung

an die DB-Strecke Arnheim–Oberhausen.

Auch bei Hochwasser läuft der Warenfluss reibungslos,

denn der Hafen Emmerich ist immer

noch offen, wenn andere Häfen längst geschlossen

sind. Bei Niedrigwasser garantiert der Terminal eine

hohe Kapazitätsauslastung für die Schiffe.

Insgesamt umfasst die moderne Hafenanlage

rund 45 000 Quadratmeter. Bei einer Kailänge von

250 Metern stehen zwei Liegeplätze und zwei

Containerbrücken mit einer Traglast von bis zu

50 Tonnen für die Containerverladung zur Ver -

fügung. Für Kühlcontainer sind Reeferanschlüsse

vor handen.

Pünktlichkeit, Persönlichkeit und Preiswürdigkeit sind die Stärken

des Emmericher Containerterminals.

mobile Geräte:

2 Reachstacker

2 Leerstapler

2 Terminalzugmaschinen/

Chassis

Reeferanschlüsse:

vorhanden

besonderer Service:

– Organisation der

kompletten Logistikkette

im Vor- und Nachlauf

– eigener Linienschiffs -

verkehr mit täglichen

Verbindungen nach

Rotterdam und Antwerpen

Port Emmerich GmbH

Emmerich

www.contargo.net/de/

terminals/emmerich/

92


Wirtschaft und Entwicklung

LOOK Busreisen GmbH – “Der vom Niederrhein”

“Der vom Niederrhein” startete 1925 als privates

Omnibusunternehmen. In den folgenden Jahrzehnten

etablierte sich das Unternehmen als

sicherer und zuverlässiger Partner in der Personen -

beförderung.

Es erhielt u. a. die Konzessionen für die ÖPNV-

Linien 47, 49, 52 und 60 der Stadt und des Kreises

Kleve.

Im Jahr 2006 kaufte die Niederrheinische

Verkehrsbetriebe AG (NIAG) das Unternehmen.

Die jewei ligen Betriebshöfe von LOOK und NIAG

wurden zusammengelegt; ein weiterer Standort ist

im Industriegebiet Hammscher Hof mit 10 000

Quadratmetern Fläche. Hier ist das Equipment für

den ÖPNV zusammengeführt worden.

Im Jahr 2008 erhielt das Unternehmen den

Umweltschutzpreis der Stadt Kleve.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1925

Mitarbeiter: 95

Leistungsspektrum:

– ÖPNV-Linien 47, 49, 52

und 60 für Stadt und

Kreis Kleve

– die gesamte Jahres -

leistung liegt bei

rund 1,8 Mio. Kilometern

– 2008: Umweltschutzpreis

der Stadt Kleve

LOOK Busreisen ...

mehr als fahren und

ankommen ...

LOOK Busreisen GmbH –

“Der vom Niederrhein”

Kleve

www.look-busreisen.de

93


Gute Gesundheitsversorgung im

Kreis Kleve

Barbara Nickesen

Ob in der Großstadt oder auf dem platten

weiten Land – die Gesundheitsversorgung

der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland

muss auf einem hohen medizinischen

Standard für alle Personengruppen zeit- und

orts nah sichergestellt sein. Dass dieses trotz

des immer wieder beschriebenen „Landarzt -

mangels“ gelingen kann, zeigt der Kreis Kleve

sehr deutlich. Die geografische Ausdehnung

ist im Verhältnis zur Anzahl der Einwohner

riesig, und dennoch sind die primären

Ansprechpartner für die ambulante Versor -

gung, also die Hausärzte, schnell und zügig –

meist noch am selben Tag – zu erreichen.

Der Hausarzt, als Lotse im Gesundheitssystem

und damit erster Ansprechpartner für die

Patienten, ist auf dem Land mehr noch als in

der Großstadt auch Kümmerer und Partner für

Erkrankte. Man kann durchaus den Eindruck

gewinnen, dass hier zugunsten der Bürge -

rinnen und Bürger auch mal die Zeit angehalten

wird und nicht nur die akute Erkrankung

im Mittelpunkt steht. Hier nimmt sich der

Doktor noch die Zeit, mit seinen Patienten

zu sprechen – er kennt nicht nur die körperlichen

Beschwerden, sondern auch die Sorgen

und Nöte der Menschen, die ihn aufsuchen

und seinen Rat brauchen. Im immer

schneller und anonymer werdenden Groß -

stadtdschungel kann man sich diese sehr persönliche

Art von Arzt-Patienten-Kontakt sicher

nicht vorstellen.

Aber manchmal kann auch der beste Hausarzt

nicht mehr weiterhelfen. Gut zu wissen, dass

er dann die Möglichkeit hat, auf eine ganze

Palette weiterer Spezialisten zurückzugreifen.

Nahezu jede Facharztgruppe ist im Kreis Kleve

vertreten. Darunter „Exoten“ wie zum Beispiel

Neurochirurgen, welche gerade in ländlichen

Gebieten nicht selbstverständlich sind. Aber

auch Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, Augenärzte

und diverse Internisten stehen zur Verfügung.

Nur in wenigen Facharztgruppen, insbesondere

bei den Kinderärzten, gibt es noch Nachholbedarf.

Mit vereinten Kräften aller Beteilig -

ten im Gesundheitswesen wird aber auch

dieses Ziel erreicht werden.

Krankenhausbehandlung

Bedarf es einer stationären Behandlung, so ist

eine flächendeckende Versorgung sicher -

gestellt. Insgesamt an sieben Standorten sind

Krankenhäuser links- und rechts-rheinisch

gleichmäßig im Kreis verteilt. Die Bandbreite

der Versorgung reicht hier in den Krankenhäusern

von der Notaufnahme bis hin zu

inter nistischen, neurologischen, chirurgi -

schen, psychiatrischen und weiteren Fach -

gebieten – meist alles unter einem Dach und

mit hervorragenden Ärzten besetzt.

Gerade für Notfallpatienten ist eine lückenlose

Versorgung auf dem Land wichtig, da weite

Rettungstransporte bei vielen Erkrankungen

lebensbedrohlich sein können. Ein Zusam -

men spiel des Rettungsdienstpersonals an

acht Rettungswachen im Kreis Kleve, welche

ausnahmslos durch den Kreis Kleve selbst ge -

stellt werden, und den Ärzten sowie Pflegern

in den Krankenhäusern muss dann einwandfrei

funktionieren.

Im Kreis Kleve kein Problem: Bei sehr schlimmen

Unfällen oder Erkrankungen sind auch

das BG-Klinikum Duisburg und die universitäre

Radboud-Klinik in Nimwegen, kurz

hinter der deutschen Grenze, in sehr kurzer

Zeit er reichbar. Auch hier funktioniert

aufgrund von Absprachen zwischen den

Kran ken häusern und dem Rettungsdienst

alles reibungslos.

94


Der Mensch im Mittelpunkt

Ambulante Rehabilitation

Zur vollständigen Genesung nach einem

solchen Ereignis oder zum Beispiel nach

orthopädischen Eingriffen wie einer Hüftoder

Knieprothese ist eine zeitnahe Rehabilitation

immens wichtig. Gerade für Mütter und

deren Kleinkinder ist das Marianne van den

Bosch Haus in idyllischer Lage am Ortsrand

von Goch nahezu ideal. Für andere Erkran -

kungen möchten viele Patienten ebenfalls die

Gelegenheit einer Kur dazu nutzen, dem All -

tagsstress zu entfliehen, und wählen den Weg

einer stationären Rehabilitation irgendwo in

Deutschland. Junge Familien haben diese

Möglichkeit aus verschiedenen Gründen

häufig nicht. Eine wohnortnahe ambulante

Rehabilitation ist in solchen Fällen die Lösung.

Gut zu wissen, dass diese Möglichkeit auch

im Kreis Kleve mit einem deutschlandweit

agie renden Unternehmen in der Gesund heits -

fürsorge gegeben ist.

Pflegerische Versorgung

Auch auf dem Land sind die Zeiten schon

lange vorbei, in denen mehr als zwei Generationen

unter einem Dach wohnen und sich

gegenseitig helfen. Aufgrund dessen und

wegen der allgemeinen demografischen Ver -

änderungen im gesamten Bundesgebiet steht

im Kreis Kleve sowohl die ambulante als auch

Krankenhäuser gibt es

im Kreis Kleve an sieben

Standorten.

95


Neben Liegewiese,

Finnenbahn und

Tennisplatz lädt auch

ein Wohnmobilstellplatz

zum Verweilen ein.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 2006

Mitarbeiter: 30

Leistungsspektrum:

verschiedenste Aqua-Kurse

für diverse Zielgruppen:

Gymnastik, Zirkel,

Wirbelsäule, Jogging,

Problemzone, Fatburn,

Cycling, Power,

Power Kick, Vital, Mix,

Teens, Schwanger+Fit

wasserstraelen – das fitnessbad

Das Besondere an „wasserstraelen – das fitnessbad”

ist das zahlreiche Angebot von Aqua-Fitnesskursen,

das jedem die Möglichkeit gibt, sich fit und gesund

zu halten.

Ein Training im Wasser nutzt den natür lichen

Widerstand und den Auftrieb. Dadurch ist es nicht

nur gelenkschonend, sondern auch hocheffektiv.

Egal ob Sie jung oder alt, Anfänger oder Fortgeschrittener

sind, das umfangreiche Kurs pro -

gramm bietet auch für Sie genau das Richtige.

Alle Kurse werden von Sportwissenschaftlern

ausgearbeitet und durchgeführt. Daher wird unser

Kursangebot von vielen Krankenkassen wie zum

Beispiel der AOK bezuschusst. Fragen Sie doch mal

bei Ihrer Krankenkasse nach.

wasserstraelen –

das fitnessbad

Straelen

www.wasserstraelen.de

die stationäre pflegerische Versorgung kran -

ker und alter Menschen immer wieder im

Mittelpunkt der Bemühungen aller Akteure

im Gesundheitswesen. Trotz diverser positiver

Ent wicklungen im Bereich der Pflegeversicherung

ist es gar nicht so einfach, junge

und motivierte Menschen in den anspruchs -

vollen Pflegeberuf zu bringen. Dies gelingt

zum einen durch wohnortnahe Ausbildungsplätze

für den praktischen Teil als auch

durch Fachseminare für Altenpflege im Kreis

Kleve selber oder dem angrenzenden Kreis

Wesel, um das umfangreiche theoretische

Wissen zu erhalten.

„Krankheiten befallen uns nicht aus heiterem

Himmel, sondern entwickeln sich aus täg -

lichen Sünden wider die Natur“, sprach bereits

Hippokrates vor fast 2500 Jahren. Recht hat

er damit immer noch. Alkohol, Nikotin und

andere Genussmittel schaden dem Körper.

Aber auch mangelnde Bewegung, eine ungesunde

Lebensweise oder Schadstoffe in der

Umwelt machen uns krank. Warum sollte man

nicht einfach mal eines der vielen Sportangebote

im Kreis Kleve nutzen? Eine Vielzahl von

Vereinen in nahezu allen Städten und Ge -

mein den bietet für jede Alters- und Interessengruppe

ein umfangreiches Portfolio an.

In keiner anderen Region des Rheinlandes

sind so viele Menschen Mitglied in einem

Sportverein wie im Kreis Kleve. Schon jetzt

sind knapp 32 Prozent aller Bürgerinnen und

Bürger in einem Sportverein angemeldet –

Tendenz steigend! Alternativ bietet sich die

Natur für stundenlange Spaziergänge an, zum

Beispiel im wunderschönen Reichswald. Auch

Radtouren entlang der Felder, der Niers oder

dem Rhein sind selbstverständlich mög lich.

Was soll es Schöneres geben und zumal noch

die Gesundheit erhalten? All das macht das

Landleben aus. Hier, im wunderschönen Kreis

Kleve.

96


Der Mensch im Mittelpunkt

Haus Karin

Was 1972 als psychiatrische Wohneinrichtung in

privater Trägerschaft begann, leitete eine zukunftsweisende

Form der sozialpsychiatrischen Wohn -

betreuung ein und bietet heute ein umfassendes

Betreuungsangebot mit einer gerontopsychia -

trischen Versorgung und Pflege (Haus Karin 2) und

der Eingliederungshilfe (Haus Karin 1).

Haus Karin (oben Westwall, unten Weseler Straße): Der Aufenthalt

hier soll ein Lebens abschnitt in Geborgenheit und Freiheit sein.

Es entwickelte sich eine konzeptionell neu

ausgerichtete Betreuung in kleinen Wohngruppen

mit tagesstrukturierenden Maßnahmen in Form

von Arbeits- und Beschäftigungsangeboten sowie

einem lebenspraktischen Training.

Schließlich kam noch das ambulant betreute

Wohnen (Haus Karin 1) hinzu. Bewohnerinnen und

Bewohner, die eine stationäre Betreuung aufgrund

ihrer Selbstbefähigung nicht mehr benötigen und

eine weiterführende ambulante Versorgung durch

unsere Einrichtung wünschen, können nun in ihrer

eigenen Wohnung stundenweise von unserem

Fachpersonal betreut werden. Dabei spielen Be -

treu ungs leistungen wie die unterstützende Beratung

oder die konkrete Begleitung in Form einer

Assistenz bei der Bewältigung des Alltags (zum

Beispiel gemeinsame Einkäufe, Wohnungspflege,

Ämtergänge) eine wich tige Rolle.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1972

Mitarbeiter: 122

betreute Menschen: 124

Leistungsspektrum:

– Wohnheim für psychisch

erkrankte Menschen

– ambulant betreutes

Wohnen

– Wohn- und

Pflegeeinrichtung

Haus Karin

Derpmann & Reul GmbH

& Co. KG, Geldern

www.haus-karin-geldern.de

97


Demografische Entwicklung –

Angebote im Alter

Günter Franik

„Überalterung der Gesellschaft, Bankrott der

sozialen Sicherung, Pflegenotstand“ – mit

solchen Schlagworten ist die Demografie in

der Bevölkerung angekommen. Demografie

ist etwas, das Grund zur Sorge bereitet.

Doch am Anfang aller demografischen Be -

trachtungen steht eine Tatsache, die an

Erfreulichkeit kaum zu überbieten ist: Die

durchschnittliche Lebenserwartung steigt

beständig! Jeder Mensch möchte ein hohes

Alter erreichen und sich dabei möglichst

lange einer soliden Gesundheit erfreuen. Ein

selbstbestimmtes Leben im hohen Alter

führen zu können, rangiert auf der Wunschskala

der älter werdenden Menschen regel -

mäßig ganz oben. Seit 1840 ist die Lebens -

erwartung um 40 Jahre gestiegen. Betrug die

Lebenserwartung im Jahre 1960 noch 69,6

Jahre, ist sie bis 2016 auf 80,64 Jahre an -

gestiegen. Wer heute geboren wird, hat eine

Lebenserwartung von 85 Jahren (Männer)

bzw. 89 Jahren (Frauen). Die heute 65-jährige

Frau hat im Durchschnitt noch 22 Lebensjahre

zu erwarten, der gleichaltrige Mann

18 Jahre.

Aber alle Statistiken und Vorausberechnungen

erlauben leider (oder glücklicherweise)

keine individuellen Berechnungen. Das real

bestehende Lebensrisiko kann durch keine

Prognose überwunden werden. Betrachten

wir eine weitere erfreuliche Tatsache: Die

Menschen bleiben im Alter länger gesund! In

der Altersgruppe der 70- bis 75-Jährigen liegt

das Risiko, dass eine Pflegebedürftigkeit eintritt,

laut Pflegestatistik bei rund sechs Pro -

zent. Zwischen dem 60. und dem 80. Lebensjahr

sind nur etwa vier Prozent der Seniorinnen

und Senioren pflegebedürftig. Natürlich

steigt mit zunehmendem Alter das Risiko der

Pflegebedürftigkeit. Wird das hohe Alter von

90 Jahren überschritten, steigt das Risiko auf

bis zu 70,7 Prozent. Zur Verdeutlichung: Da

die Menschen immer älter werden und der

Anteil der hochalten Menschen beständig

steigt, werden auch immer mehr Menschen

auf Pflege angewiesen sein. Aber das Risiko

einer eintretenden Pflegebedürftigkeit wird

regelmäßig überschätzt!

Wenn Pflegebedürftigkeit besteht, dann steht

das einem weiterhin selbstbestimmten Leben

regelmäßig nicht entgegen. Nur 31,5 Prozent

aller Pflegebedürftigen sind auf eine voll -

stationäre Versorgung in Heimen angewiesen.

Im Kreis Kleve besteht ein beständig steigendes

Angebot an vollstationären Plätzen in

Pflegeheimen. Im Jahr 2018 waren das laut

der aktuellen Pflegebedarfsplanung 3147

Plätze für insgesamt 9180 Pflegebedürftige.

Dem stehen laut Landesstatistik insgesamt

82 398 Einwohnerinnen und Einwohner

gegen über, die älter als 60 Jahre sind. Etwa

jeder 26. Einwohner über 60 Jahre lebt in

einem Pflegeheim. Das durchschnittliche Eintrittsalter

in ein Pflegeheim liegt im Kreis Kleve

bei ca. 79,5 Jahren.

68,5 Prozent der Pflegebedürftigen werden zu

Hause versorgt. Für viele übernehmen Angehörige,

überwiegend Frauen, die nötige Versorgung.

Für zwei Drittel stehen 51 ambulante

Dienste im Kreis Kleve mit fachkun -

digem Personal bereit. Diverse Angebote zur

Unterstützung im Alltag tragen dazu bei,

Pflege personen zu entlasten.

Das Angebot ist vielfältig und umfassend. Die

Kehrseite der Medaille: Der bedarfsgerechte

Rundumservice erfordert einen immer grö -

ßeren Personaleinsatz. Bundesweit müssen

nach einer Studie als Folge des demografi -

schen Wandels bis 2035 in der Pflege 150 000

zusätzliche Stellen besetzt werden. Und dabei

98


Der Mensch im Mittelpunkt

ist die Gewinnung von Fachkräften bereits

jetzt durchaus problematisch. Man wird

sehen, inwieweit Bemühungen zur Personalgewinnung

aus dem Ausland und Attrak -

ti vitätssteigerungen der Pflegeberufe das

ge fährdete Gleichgewicht zwischen Bedarf

und Nachfrage stabilisieren. Zusätzliches Personal

muss finanziert werden – und das von

immer weniger im Arbeitsprozess stehenden

Menschen.

Jeder möchte bis ins hohe Alter ein selbst -

bestimmtes Leben führen können, so eine

Feststellung am Anfang dieses Textes. Das

Erfreuliche: Jeder Einzelne kann selbst einen

Beitrag dazu leisten! Die nachberufliche

Lebensphase umfasst mittlerweile mehrere

Jahrzehnte und wird für gewöhnlich keines -

wegs durch Krankheit und Hinfälligkeit ge -

prägt.

„Fit im Alter – Gesund und aktiv durch Sport,

Geselligkeit und mehr“ lautet der Titel einer

Broschüre, mit der der Kreis Kleve dazu auffordert,

in Vereinen aktiv zu werden. 432 im

Kreis Kleve ansässige Vereine und Organi -

sa tionen haben in der Broschüre ein um -

fassendes Angebot für Seniorinnen und

Senio ren beschrieben.

Die Möglichkeiten der aktiven Betätigung im

Kreis Kleve erstrecken sich auf Sport, Musik,

Schießsport, Brauchtum, Hobby und Freizeit,

Kultur, Theater, Natur und vieles mehr. Aus

der Vielzahl an Angeboten können sich die

interessierten Rentnerinnen und Rentner das

für sie passende aussuchen. Der erste Schritt

ist schnell gemacht. Die Belohnung sind

Fitness und soziale Kontakte. Die Vereinsbroschüre

gibt es auch im Internet auf

www.kreis-kleve.de.

Die Lebenserwartung

steigt und das Ziel ist: Fit

bleiben bis ins hohe Alter,

um zum Beispiel weiter

Spaß am Reisen, Lernen

und Entdecken zu haben.

99


Auf einen Blick

Mitarbeiter:

1300 Hauptamtliche

Rat und Hilfe

(Standorte):

Caritas-Centrum Geldern

Beratungsdienste

Caritas-Centrum Kevelaer

Beratungsdienste

Caritas-Centrum Straelen

Beratungsdienste

Altenhilfe:

2 klassische Seniorenhäuser

im südlichen Kreis Kleve

7 Seniorenhäuser mit

Hausgemeinschaftskonzept

10 ambulante Pflegeteams

im südlichen Kreis Kleve

4 Wohngemeinschaften für

Menschen mit Demenz

Integrationsbetriebe:

Hotel Klostergarten, Kevelaer

Klosterküche Kevelaer

Berufliche Integration:

FairKaufHaus in

Geldern und Weeze

Caritasverband

Geldern-Kevelaer e. V.

Geldern

www.caritas-geldern.de

Schon die kleinsten Bürger im Kreis Kleve können

sich auf die Caritas verlassen – zum Beispiel in unseren

Kindertages stätten und Offenen Ganztagen.

Caritas: starker Sozialpartner und Arbeitgeber

im Kreis Kleve

Als Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche

setzen sich die Caritasverbände Kleve und Geldern-

Kevelaer im Nord- und Südkreis seit mehr als 50

Jahren für Menschen ein, die Unterstützung und

Begleitung benötigen. In praktisch jeder Lebens -

lage – egal ob bei sozialen, familiären, pflege -

rischen oder persönlichen Fragestellungen – sind

wir für Klienten, Patienten und Ratsuchende da.

Unser karitatives Handeln orientiert sich am christ -

lichen Menschenbild.

In mehr als 90 Einrichtungen im Kreis Kleve be -

gleiten und unterstützen wir mit rund 2100 hauptamtlichen

Mitarbeitenden jeden Tag Menschen,

die Beratung, Betreuung und Pflege oder einen

Ausweg aus Arbeitslosigkeit suchen. Hinzu

kommen über 1000 ehrenamtlich engagierte

Menschen, die in den Einrichtungen der Verbände

und in den Kirchengemeinden die karitative Arbeit

tatkräftig unterstützen. Zugleich ist die Caritas

einer der wichtigsten Arbeitgeber im Kreis Kleve.

100


Der Mensch im Mittelpunkt

Auf einen Blick

Mitarbeiter:

800 Hauptamtliche

Rat und Hilfe

(Standorte):

Caritas-Beratungszentrum

Kleve

Caritas-Beratungszentrum

Emmerich am Rhein

Caritas-Beratungszentrum

Rees

Caritas-Beratungszentrum

Kalkar

Caritas-Beratungszentrum

Goch

Für Senioren überall im Kreis Kleve unterwegs:

die Mitarbeitenden der ambulante Pflege der Caritas

Mehr als ein Dutzend unterschiedliche Berufsgruppen

arbeiten hier gemeinsam oder finden bei uns

eine Ausbildung.

Wir sind davon überzeugt, dass wir unsere

Gesellschaft gerechter und solidarischer gestalten

können, wenn wir nicht wegschauen, sondern uns

umeinander kümmern. Dafür setzen wir uns ein,

in der politischen Diskussion und ganz konkret für

jeden Einzelnen.

Die Arbeit der Caritas im Kreis Kleve gliedert sich

hauptsächlich in folgende Bereiche:

– Soziale Dienste und Existenzsicherung (Rat und

Hilfe in allen Lebenslagen)

– Pflege und Gesundheit (ambulante und stationäre

Pflege für Senioren)

– Jugend und Familie (Beratung und Begleitung

von Kindern, Jugendlichen und Eltern)

– Berufliche Integration (neue Chancen für Langzeitarbeitslose)

– Inklusionsbetriebe (Arbeitsplätze für Menschen

mit und ohne Behinderung)

Die Caritas berät und begleitet Menschen in

praktisch jeder Lebenslage.

Stationäre Jugendhilfe:

7 Wohngruppen in

Kleve und Goch

Altenhilfe/Pflege:

1 Senioreneinrichtung

5 ambulante Pflegeteams

im nördlichen Kreis Kleve

Berufliche Integration

PALETTE: Second-Hand-

Märkte in Goch, Kleve und

Emmerich am Rhein

Caritasverband Kleve e. V.

Kleve

www.caritas-kleve.de

101


Auf einen Blick

Das Petrusheim ist

die älteste Einrichtung

des Rheinischen

Vereins für Katholische

Arbeiterkolonien e. V.

Gründungsjahr: 1902

Mitarbeiter*innen: 180

Angebotsspektrum:

Wohnen, Arbeiten, Leben

– Pflege- und Wohnheim

– stationäre Wohnungslosenhilfe

– stationäre Eingliederungshilfe

– Ambulant Betreutes Wohnen

– Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten

– Catering-Services

– Metzgereiprodukte

Petrusheim

Unweit der niederländischen Grenze befindet sich

die älteste Einrichtung des Rheinischen Vereins:

das Petrusheim in Weeze. Fernab der „Straße“ ist

hier ein besonderer Ort für hilfebedürftige Menschen

ohne Heimat. Von den Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern werden sie vor allem durch ein viel -

seitiges und individuelles Unterstützungs- und

Pflegeangebot begleitet. Dieses umfasst Ambulant

Betreutes Wohnen, ein Pflege- und Wohnheim

sowie zwei Einrichtungen der stationären Wohnungslosen-

und Eingliederungshilfe für derzeit

insgesamt 260 Bewohner*innen. Hinzu kommt

ein großer Arbeits- und Beschäftigungsbereich mit

Fahrradwerkstatt, Schreinerei und einer Land -

wirtschaft mit Ackerbau und Tierhaltung. In der

eigenen Metzgerei werden Wurst- und Fleischprodukte

hergestellt und vermarktet.

Petrusheim

Rheinischer Verein

für Katholische

Arbeiterkolonien e. V.

Weeze

www.petrusheim.de

www.rhein-verein.de

Auf einen Blick

Diakonie im Kirchenkreis Kleve e. V. –

stark für andere

Die Liebe Gottes zu den Menschen drückt sich

durch konkrete Hilfe am Nächsten aus. Evan ge -

lische Christen nennen diese Hilfeleistungen

„Diakonie“. Die Diakonie im Kirchenkreis Kleve ist

Teil der evangelischen Kirche und seit 1991 ein

gemein nütziger Verein. Die Diakonie ist in Goch,

102

Geldern, Kleve und Xanten mit ihren Einrichtungen

ver treten. Sie wird getragen von ihren Mit -

gliedern, dem Ev. Kirchenkreis Kleve, den Kirchengemeinden

im Kirchenkreis und der Ev. Stiftung

Kleve. Die Diakonie ist Gesellschafterin des Sozialkaufhauses

„Palette Sozialservice gGmbH“ in Kleve

sowie Mitglied im Verein „Arche e. V. – zentrale

Anlaufstelle für Hilfesuchende in Goch“.

Gründungsjahr: 1991

(als eingetragener Verein

vorher: Diakonisches Werk)

Mitarbeitende: ca. 125

Ehrenamtliche: ca. 650

Fachbreiche 1–5:

– Pflegerische Dienste

(ambulante Pflege, Tagesund

Palliativpflege usw.)

– Ambulant Betreutes

Wohnen

– Soziale Dienste (Suchtberatung

und -vorbeugung,

Sozial-, Flüchtlings - und

Wohnungslosenberatung)

– Betreuungsverein

– Verwaltung

Diakonie im Kirchenkreis

Kleve e. V., Goch

www.diakonie-kkkleve.de


Der Mensch im Mittelpunkt

Der Night-Mover –

für einen sicheren

Heimweg

Silke Hälker

Der Night-Mover kommt

gut an.

Für junge Nachtschwärmer ist er ein Glücksfall.

Für die Eltern ist er eine Versicherung,

dass ihre Sprösslinge nachts verlässlich nach

Hause gebracht werden. Für die Unfallprävention

ist er ein Segen: der Night-Mover im Kreis

Kleve.

Alles begann vor rund 20 Jahren. Die be -

sorgniserregende Entwicklung der Unfall -

zahlen unter Beteiligung Jugendlicher war

für den Kreis Kleve ausschlaggebend für das

Projekt „Night-Mover“. Fahranfängern, Jugend -

lichen und jungen Erwachsenen sollte eine

Alternative geboten werden, um sie davor zu

schützen, sich übernächtigt oder alkoholisiert

ans Steuer zu setzen. Zum Start des Night-

Movers im Jahr 1999 fuhr ein beauftragtes

Taxiunternehmen junge Besucherinnen und

Besucher der damaligen drei Groß disko the ken

in Kleve und Geldern bis nach Hause.

Seitdem hat sich einiges verändert: Der Night-

Mover heißt heute Night-Mover 2.0 und gilt,

anders als sein Vorgängermodell, für Veranstaltungen

jeglicher Art. Es ist also egal, ob

die Jugendlichen von einer Disko, einer privaten

Feier, einer Grillparty, einem Scheunenfest,

einer Kirmes, vom Kino oder einer sonstigen

Veranstaltung abgeholt werden möch -

ten. Von freitags auf samstags, samstags auf

sonntags, vor Feiertagen und an Karneval

bringt der Night-Mover 2.0 junge Menschen

im Alter von 16 bis 26 Jahren zwischen 22 Uhr

und 6 Uhr sicher, bequem und kostengünstig

nach Hause.

Ganz unkompliziert können die Jugendlichen

die hierzu erforderlichen Tickets auf der Internetseite

des Kreises Kleve an fordern. Mit

einem solchen Night-Mover-Ticket ermäßigt

sich die Heimfahrt im Taxi oder Mietwagen

eines teilnehmenden Unter nehmens pro

Nacht und Person um aktuell jeweils fünf

Euro. Diese Kosten trägt dann der Kreis Kleve.

Für die Jugend gilt: gemeinsam fahren =

gemeinsam sparen. Fahren also mehrere

Jugendliche zusammen, verringert sich der

Fahrpreis deutlich oder kann sogar ganz entfallen.

Der Night-Mover 2.0 sammelt in -

z wischen seine Fahrgäste auch außerhalb des

Kreises Kleve ein, allerdings muss das Ziel

immer die Wohn adresse eines der beförderten

Jugendlichen im Kreis Kleve sein.

„Der Night-Mover bringt Dich sicher und

bequem nach Hause“, diese Botschaft scheint

bei der jugendlichen Zielgruppe gut an zu -

kommen. Der Bekanntheitsgrad ist in den vergangenen

Jahren deutlich gestiegen. Wurden

im Jahr 2012 noch gut 23 000 Tickets angefordert,

lag die Anzahl in 2018 schon bei über

90 000 Ticketanforderungen, was fast eine

Vervierfachung der Nutzerzahlen bedeutet.

Neben Broschüren, Flyern, Informationen im

Internet waren es sicherlich auch die ironischwitzigen

Kino-Spots, die die Aufmerksamkeit

der jungen Zielgruppe geschärft haben. Insgesamt

vier solcher Spots überzeichneten

hierbei humorvoll die Risiken einer nächt -

lichen Heimfahrt.

Ein Blick auf die Unfallzahlen verdeutlicht die

positiven Auswirkungen des Night-Movers.

Lag in 2012 die Anzahl der durch die 18-

bis 26-Jährigen an Wochenenden zwischen

22 Uhr und 6 Uhr verursachten Verkehrs -

unfälle noch bei 148, so hat sich diese Zahl in

den Folgejahren durchschnittlich mehr als

halbiert. Selbst wenn man den technischen

Fortschritt einbezieht, bleibt der Night-Mover

ein bedeutender Schwerpunkt in der Unfallprävention.

Und gerade weil das so ist, geht

es mit dem Night-Mover auch in Zukunft

weiter, aktuell mit einer App für noch mehr

Flexibilität und bessere Nutzbarkeit.

103


Alle Generationen im Blick –

Jugendfestival Courage, Kreis Klever

KulTourtage und Seniorenveranstaltungen

Landrat Wolfgang Spreen

Die Veranstaltungskalender der 16 Kommu -

nen im Kreisgebiet zeigen eines ganz deutlich:

Bürgerinnen, Bürger und Gäste haben

bei der Planung ihrer Freizeitaktivitäten im

Kreisgebiet die „Qual der Wahl“. Manch ein

Großstädter mag nun leicht amüsiert lächeln

angesichts des Über-Angebots in den Ballungsräumen.

Doch er oder sie verkennt dabei,

welche Veranstaltungs-Highlights in der Fläche

zu Hause sind. So locken im Kreis Kleve

bedeutende Kunstsammlungen ebenso die

Gäste zu ihren Ausstellungen wie die vielen,

oft ehrenamtlich geführten Heimatmuseen,

Mühlen oder sonstigen Kulturstätten. Die

Städte und Gemeinden im Kreisgebiet profi -

lieren sich mit besonderen Veranstaltungs -

formaten, und private Veranstalter wissen um

die Vorteile der „kurzen Wege“ bei der Vorbereitung

ihrer Events.

Ein perfekter Familientag:

das Jugendfestival Courage

So sichern sich Jahr für Jahr rund 85 000

„Einwohner“ ihr „Visum“ für das Electronic-

Event „Parookaville“ auf dem Gelände des

Airports Weeze.

Das Musikfestival „Haldern Pop“ lockt

alljährlich 7000 Fans nach Haldern. Und beim

„Jugendfestival Courage“ des Kreises Kleve

104


Der Mensch im Mittelpunkt

feiern 8000 Gäste – zumeist Kinder und

Jugendliche – ein Musikfestival unter dem

Motto „Für Toleranz – gegen Gewalt“. Neben

diesem besonderen Angebot für junge und

jüngste Menschen bietet der Kreis Kleve

seinen Bürgerinnen und Bürgern zwei wei -

tere Veranstaltungsformate: die Kreis Klever

KulTourtage im Mai sowie die Seniorenveran -

staltungen in allen 16 Kommunen vor Ort. Mit

diesem breiten Veranstaltungsangebot nimmt

der Kreis Kleve alle Generationen in den Blick

und bringt sich unmittelbar mit den Menschen

vor Ort in Kontakt – musikalisch, kulturell und

informativ.

Die 8000 überwiegend

jungen Besucher des

Jugendfestivals Courage

freuen sich auf ihre Stars.

105


Bei den Kreis Klever

KulTourtagen öffnen

zahlreiche Kultureinrich -

tungen ihre Pforten –

hier das Museum Kurhaus

Kleve.

106

Für Toleranz und gegen Gewalt: das

Jugendfestival Courage

Das Jugendfestival Courage findet jährlich im

Frühsommer im Museumspark Schloss Moyland

statt und ist als Event für eine sehr junge

Zielgruppe konzipiert. Das stimmungsvolle

Gemeinschaftserlebnis, das Motto „Für Tole -

ranz – gegen Gewalt“ und nicht zuletzt

die sicheren Rahmenbedingungen machen

diese Veranstaltung zu einem besonderen

Baustein der Jugendarbeit im Kreisgebiet.

Maximal 8000 Gäste können das Festival

besuchen – etwa 300 Helferinnen und Helfer

sorgen vor und hinter den Kulissen für einen

gelungenen Abend. Ein kostenfreier Bus-

Shuttle aus allen Kommunen im Kreisgebiet

und der deutlich subventionierte Eintrittspreis

von zehn Euro sollen möglichst

vielen Familien eine Teilnahme ermöglichen.

Abgerundet wird das Veranstaltungskonzept

durch zahlreiche Interviews mit den auf -

tretenden Künstlerinnen und Künstlern zum

Motto „Für Toleranz – gegen Gewalt“, die

nach dem Festival auf der kreiseigenen

Jugendseite www.jugendforum-courage.de

abrufbar sind.

Kultur am Tag und in der Nacht –

Kreis Klever KulTourtage

Mit der Einladung zu den „Kreis Klever Kul-

Tourtagen“ sollen die Menschen im Kreis -

gebiet und darüber hinaus motiviert werden,

Bekanntes wiederzusehen oder Neues kennenzulernen.

Dieses Veranstaltungs-Wochen -

ende findet stets am Internationalen Mu -

seumstag im Mai statt. Bei freiem Eintritt

öffnen rund 35 Kultureinrichtungen ihre

Pforten – am Tag und in der Nacht. Das vielseitige

Angebot zeigt die ganze Bandbreite

der kulturellen Vielfalt im Kreisgebiet. Von

Lesungen und Sonderausstellungen über

klassische Konzerte bis zu Theateraufführungen

und Museumsführungen reicht dabei die

Palette des Gebotenen. Verschiedene Gast -


Der Mensch im Mittelpunkt

geber laden zudem am Samstagabend zur

„Nacht der KulTour“ ein und bieten den

Interessierten damit die Möglichkeit, auch zu

später Stunde die unterschiedlichen Angebote

zu besuchen oder besondere Veranstaltungen

zu genießen.

10 000 Gäste bei den 30 Senioren -

veranstaltungen

Einer liebgewordenen Tradition folgend, lädt

der Kreis Kleve regelmäßig die Seniorinnen

und Senioren im Kreisgebiet zu einem unterhaltsamen

und informativen Nachmittag ein.

Bei den insgesamt mehr als 30 Veranstal -

tungen im Kreisgebiet können rund 10 000

Gäste begrüßt werden. Bei Kaffee und

Kuchen wird ein abwechslungsreiches Zwei-

Stunden-Programm geboten. Beste Unter -

haltung bieten ein Zauberkünstler und

Bauchredner, eine Darbietung in Mundart

sowie eine Verlosung. Kräftig mitgesungen

wird stets beim Gitarrenduo oder beim

Shanty-Chor. Besondere Auf merksamkeit er -

halten die rund zwölfminü tigen Filme, die

eigens für dieses Veran staltungsformat produziert

werden. „112 – Rettungsdienst auf

hohem Niveau“ zeigte zum Beispiel, was

zwischen dem Eingang eines Notrufs in der

Leitstelle und der Übergabe eines Patienten

im Krankenhaus ge schieht. Der Film „Fit bis

ins hohe Alter“ lieferte viele Informationen zu

Sport-, Reha- und Fitnessangeboten im Kreisgebiet.

Ein kleines Rätselheft für die Gäste der

Seniorenveranstaltungen lud zum „Gehirn-

Training“ ein. Im Mittelpunkt des Films „Is(s)t

im Alter alles anders?“ stand das veränderte

Ess- und Trinkverhalten von Seniorinnen und

Senioren.

Mit diesen drei Veranstaltungsformaten

hat der Kreis Kleve – manchmal altersüber -

grei fend – alle Generationen im Blick. Kreis

Kleve . . . mehr als Niederrhein.

Rund 10 000 Gäste

besuchten die etwa 30

Seniorenveranstaltungen

des Kreises Kleve.

107


Bildnachweis

Einband: Stadt Emmerich am Rhein; Hochschule Rhein-Waal/

Linda Rozendaal; Airport Weeze; Contargo Rhein-Waal-Lippe

GmbH, Emmerich am Rhein; hinten: Stadt Rees

S. 18 o.: Norbert Sievers; u.: Stadt Straelen

S. 19 o.: Gemeinde Uedem; u.: Gemeinde Wachtendonk

S. 6: Kreis Kleve/Gunter Dreißig

S. 20: Gemeinde Weeze/Khalid Rashid

S. 7: Dr. Hermann-Josef Spicher

S. 8: Stiftung Museum Schloss Moyland/Lokomotiv.de

S. 21: Schloss Wissen, Weeze

www.schloss-wissen.de / info@schloss-wissen.de

Fotoquelle: o.: Katharina Jäger; u.: Marcus Höchsmann, Weeze

S. 9 o.: Stadt Emmerich am Rhein/Markus van Offern;

u.: Gerhard Seybert, Geldern

S. 10: GWS Wohnungsgenossenschaft Geldern e. G., Geldern

www.gws-geldern.de / info@gws-geldern.de

Fotoquelle: Bodo Nussdorfer, Bielefeld

S. 11 o.: Stadt Goch/Thomas Momsen; u.: Gemeinde Issum

S.12 o.: Burg Boetzelaer, Kalkar

www.burgboetzelaer.de / info@burgboetzelaer.de

Fotoquelle: Bodo Nussdorfer, Bielefeld;

u.: Oskar Janssen, Kleve

S. 13: Gemeinde Kerken

S. 14 o.: Alt Derp Genussmanufaktur Anno 1646, Kevelaer

www.alt-derp.de / info@alt-derp.de

Fotoquelle: Archiv; u.: Wallfahrtsstadt Kevelaer

S. 15: GEWOGE Wohnungsgesellschaft mbH, Kleve

www.gewoge-kleve.de / info@gewoge-kleve.de

Fotoquelle: Fotostudio Peschges, Inh. Jana Kathrin, Kleve

S. 16: Wirtschaft & Tourismus Stadt Kleve

S. 17 o.: Gemeinde Kranenburg; u.: Stadt Rees/Christoph

Buckstegen

S. 22, 23: Gemeinde Weeze

www.weeze.de / tourinfo@weeze.de

Fotoquelle: Gemeinde Weeze/Khalid Rashid

S. 24 bis S. 27 o.: Wirtschaftsförderung Kreis Kleve

S. 27 u.: Kreis Kleve

S. 29: Euregio Rhein-Waal, Kleve

S. 30 bis 32: Christiane Bienemann, Kleve;

außer S. 31 o.: Michael Bienemann, Kleve

S. 33: Stadt Rees

S. 34: Gemeinde Kranenburg

S. 35: Stadt Goch

S. 36: Kreisarchiv Kleve

S. 37 o.: Ewald Steiger, Moers; u.: Kreisarchiv Kleve

S. 39 l.: Stadt Emmerich am Rhein; r.: Gemeinde Issum

S. 40: Stiftung Museum Schloss Moyland, Bedburg-Hau

www.moyland.de / info@moyland.de

Fotoquelle: Stiftung Museum Schloss Moyland/Lokomotiv.de

108


R e g i s t e r

S. 41: Martin Brühne

S. 42, 43: Niederrheinisches Museum Kevelaer/MedienManufaktur

Niederrhein

S. 44: TCHOBAN VOSS Architekten

S. 56, 57: Wienstroth Wärmebehandlungstechnik GmbH, Goch, und

Wienstroth Steuerungstechnik GmbH, Goch

www.wienstroth-gmbh.de / info@wienstroth-gmbh.de

www.wienstroth-steuerungstechnik.de / info@wi-st.de

Fotoquelle: l. S. o. und r. S.: Bodo Nussdorfer, Bielefeld;

l. S. u.: Archiv

S. 45: Niederrheinische IHK/Jacqueline Wardeski

S. 46: Kreis Kleve

S. 58, 59: AIRWORKS – Hanns Loersch GmbH & Co. KG, Straelen

www.airworks.biz / info@airworks.biz

Fotoquelle: Stefan Lommes, Nettetal

S. 47: Katholisches Bildungsforum im Kreisdekanat Kleve

www.hdf-emmerich.de / fbs-emmerich@bistum-muenster.de

www.fbs-geldern-kevelaer.de / fbs-geldern-kevelaer@bistummuenster.de

www.fbs-kalkar.de / fbs-kalkar@bistum-muenster.de

www.fbs-kleve.de / fbs-kleve@bistum-muenster.de

www.kbw-kleve.de / kbw-kleve@bistum-muenster.de

Fotoquelle: Bodo Nussdorfer, Bielefeld

S. 48: Hochschule Rhein-Waal/Linda Rozendaal

S. 49: Michael Bergmann

S. 51: Wirtschaftsförderung Kreis Kleve

S. 52, 53: Holemans Niederrhein GmbH, Rees

www.holemans.de / info@holemans.de

Fotoquelle: l. S. und r. S. u.: Claudia Kressin, Kleve;

r. S. o.: Tuve van Bremen, Rees;

r. S. Mi.: Daniela van Bremen, Rees

S. 54: Wirtschaftsförderung Kreis Kleve

S. 55: Teunesen group, Weeze

www.teunesen.de / info@teunesen.de

Fotoquelle: o.: Andrea van Wickeren, Kevelaer; u.: Stefanie

Kampmann, Büro Lange GbR, Moers

S. 60: MSK Verpackungs-Systeme GmbH, Kleve

www.msk.de / info@msk.de

Fotoquelle: Archiv

S. 61: MERA Tiernahrung GmbH, Kevelaer

www.mera-petfood.com / info@mera-petfood.com

Fotoquelle: Archiv

S. 62: Kässbohrer Fahrzeugwerke GmbH, Goch

www.kaessbohrer.com / info@kaessbohrer.com

Fotoquelle: o. Bildwerk89, Ulm; u. Schwebeflug, Leverkusen

S. 63: FLUXANA ® GmbH & Co. KG, Bedburg-Hau

www.fluxana.com / info@fluxana.com

Fotoquelle: Archiv

S. 64 o.: STOFFMEHL Mineralöl GmbH, Geldern

www.stoffmehl-gmbh.de / info@stoffmehl-gmbh.de

Fotoquelle: Rainer Hoheisel, Geldern

S. 64 u.: STOFFMEHL Tankstellen GmbH, Geldern

www.stoffmehl-gmbh.de / tankstelle@stoffmehl-gmbh.de

Fotoquelle: Rainer Hoheisel, Geldern

S. 65 o.: Paul Swertz GmbH, Goch

www.swertz-bauzentrum.de

info@swertz-bauzentrum.de

Fotoquelle: Dennis Driessen Photodesign, Emmerich am Rhein

109


Bildnachweis

S. 65 u.: EDEKA Kox, Inh. Peter Kox e. K., Kerken

www.edeka-kox.de / frischmarkt.kox@t-online.de

Fotoquelle: Bodo Nussdorfer, Bielefeld

S. 66: intellexi management consulting GmbH, Kalkar

www.intellexi-consulting.de

info@intellexi-consulting.de

Fotoquelle: Bodo Nussdorfer, Bielefeld

S. 75 o.: van Aaken GmbH & Co. KG, Holzbau und

Holzbearbeitung, Kevelaer

www.van-aaken.de / info@van-aaken.de

Fotoquelle: Bodo Nussdorfer, Bielefeld

S. 75 u.: Stelzig Elektrotechnik GmbH, Emmerich am Rhein

www.stelzig-gmbh.de / stelzig@stelzig-gmbh.de

Fotoquelle: Bodo Nussdorfer, Bielefeld

S. 67 o.: Freiformat GmbH & Co. KG, Gärten und Landschaften,

Goch

www.freiformat.eu / info@freiformat.info

Fotoquelle: Bodo Nussdorfer, Bielefeld

S. 67 u.: HSH Härtereitechnik GmbH, Kranenburg

www.hsh-gmbh.com / info@hsh-gmbh.com

Fotoquelle: Bodo Nussdorfer, Bielefeld

S. 69: RPZ Rheinische Pilz-Zentrale GmbH, Geldern

www.rhpz.de / info@rhpz.de

Fotoquelle: Bodo Nussdorfer, Bielefeld

S. 71: BIOTEC Biologische Naturverpackungen GmbH & Co. KG,

Emmerich am Rhein

www.biotec.de / info@biotec.de

Fotoquelle: Bodo Nussdorfer, Bielefeld

S. 73 o.: HWG Elsing Creativ-Bau – Gerüstbau – Malerarbeiten

GmbH, Goch

www.handwerksgruppe-elsing.de

info@handwerksgruppe-elsing.de

Fotoquelle: Sascha Elsing, Goch

S. 73 u.: Malerbetrieb Peter und Josef Janßen, Kleve

www.maler-janssen.eu / info@maler-janssen.eu

Fotoquelle: Bodo Nussdorfer, Bielefeld

S. 74: Marina Lohrbach/stock.adobe.com

S. 77: bofrost*Dienstleistungs GmbH & Co. KG, Straelen

www.bofrost.de / service@bofrost.de

Fotoquelle: Archiv

S. 78: Wirtschaftsförderung Kreis Kleve

S. 79: Haus Freudenberg GmbH, Kleve

www.haus-freudenberg.de / info@haus-freudenberg.de

Fotoquelle: Archiv

S. 80, 81: KKB Kreis Kleve Bauverwaltungs GmbH, Bedburg-Hau

www.kkbgmbh.de / info@kkbgmbh.de

Fotoquelle: l. S. und r. S. o.: Lautblick ® , Bottrop; r. S. u.:

Bodo Nussdorfer, Bielefeld

S. 82, 83: S & D Verlag GmbH, Geldern

www.sud-verlag.de / info@sud-verlag.de

Fotoquelle: o.: Thomas Mill, Geldern; u.: Foto Kersten, Kevelaer

S. 84: Stadtwerke Goch GmbH, Goch

www.stadtwerke-goch.de / info@stadtwerke-goch.de

Fotoquelle: o. Thomas Momsen, Uedem; u. Archiv

S. 85: Nacke Logistik GmbH, Kevelaer

www.nacke-logistik.de / info@nacke-logistik.de

Fotoquelle: Archiv

S. 86: RCN Chemie GmbH & Co. KG, Recyclingunternehmen,

Goch

www.rcn-chemie.de / info@zimmermann-gruppe.com

Fotoquelle: Porträtfotografie Erika – Helga Neu, Voerde

110


R e g i s t e r

S. 87: Hans-Gerd Bleckmann Informationssysteme

GmbH & Co. KG, Rees

www.bleckmann.de / info@bleckmann.de

Fotoquelle: Bodo Nussdorfer, Bielefeld

S. 88 o.: Rechtsanwälte Sack, Viebahn, Leidiger,

Fachanwältinnen für Familienrecht, Kleve

www.kanzlei-sack.de / info@kanzlei-sack.de

Fotoquelle: Bodo Nussdorfer, Bielefeld

S. 88 u.: KKA Kreis Kleve Abfallwirtschafts GmbH, Uedem

www.kkagmbh.de / info@kkagmbh.de

Fotoquelle: Bodo Nussdorfer, Bielefeld

S. 89 o.: catdesign GmbH & Co. KG, Kleve

www.catdesign.de / info@catdesing.de

Fotoquelle: Bodo Nussdorfer, Bielefeld

S. 89 u.: Architekturbüro Dipl.-Ing. Egon Verhoeven, Kevelaer

www.verhoeven-architekten.de / mail@verhoeven-architekten.de

Fotoquelle: Andreas Stubbe, Straelen

S. 91: Airport Weeze

S. 92: Port Emmerich – Infrastruktur- und Immobiliengesellschaft

mbH, Emmerich am Rhein

www.contargo.net/de/terminals/emmerich/

wilmsa@port-emmerich.de

Fotoquelle: Contargo Rhein-Waal-Lippe GmbH, Emmerich am

Rhein

S. 93: LOOK Busreisen GmbH – ″Der vom Niederrhein″, Kleve

www.look-busreisen.de / info@look-busreisen.de

Fotoquelle: Bodo Nussdorfer, Bielefeld

S. 95: Bergringfoto/stock.adobe.com

S. 97: Haus Karin – Derpmann & Reul GmbH & Co. KG,

Wohnhaus für psychisch erkrankte Menschen, ambulantbetreutes

Wohnen, Wohn- und Pflegeeinrichtung, Geldern

www.haus-karin-geldern.de

info@haus-karin-geldern.de

Fotoquelle: Heribert Reul, Kevelaer

S. 99: Stadt Straelen

S. 100, 101: Caritasverband Geldern-Kevelaer e. V., Geldern,

und Caritasverband Kleve e. V., Kleve

www.caritas-geldern.de / info@caritas-geldern.de

www.caritas-kleve.de / info@caritas-kleve.de

Fotoquelle: r. S. o.: Archiv; Rest: Thomas Binn, Kevelaer

S. 102 o.: Petrusheim / Rheinischer Verein für katholische

Arbeiterkolonien. e. V., Weeze

www.petrusheim.de / www.rhein-verein.de

info@petrusheim.de / info@rhein-verein.de

Fotoquelle: Archiv

S. 102 u.: Diakonie im Kirchenkreis Kleve e. V., Goch

www.diakonie-kkkleve.de

info@diakonie-kkkleve.de

Fotoquelle: Archiv

S. 103: Kreis Kleve

S. 104, 105: Kreis Kleve/Gottfried Evers

S. 106: Ewald Mataré-Sammlung/Annegret Gossens

S. 107: Kreis Kleve

S. 112: Kreis Kleve

S. 96: Aqua Fit GmbH, wasserstraelen – das fitnessbad, Straelen

www.wasserstraelen.de / info@straelen.de

Fotoquelle: Bodo Nussdorfer, Bielefeld

111


m

D er Kreis Kleve lieg t zw ischen den B allung s-

rä um en in den Niederlanden und an R hein und

R uhr. D ie vielseitig e Landschaft m it ihrem hohen

Freizeit- und E rholung sw ert ist eb enso B estandteil

der niederrheinischen Leb ensq ualitä t w ie die

facettenreiche Kulturlandschaft.

Z ahlreiche M useen, Kirchen, B urg en und

H errenhä user liefern einen eindruck svollen

Nachw eis fü r die k ü nstlerische und k ulturelle

V ielfalt im Kreis Kleve. A ttrak tive A usstellung en,

T raditionsveranstaltung en und eine V ielzahl

ehrenam tlich g efü hrter Kultureinrichtung en

runden das A ng eb ot ab .

A uch als Wirtschaftsstandort k ann der Kreis

Kleve m it einer attrak tiven I nfrastruk tur und

w achsenden B eschä ftig ung szahlen ü b erzeug en.

D as dichte A utob ahnnetz, der R hein- Waal-

T erm inal in E m m erich am R hein und der A irp ort

Weeze verb inden den Flä chenk reis an der deutschniederlä

ndischen Grenze m it der g anzen Welt.

Leitb ranchen sind neb en den B ereichen

Gesundheit/ Sozialw esen und A g rob usiness/ Food

auch das B aug ew erb e sow ie der A nlag en- und

Maschinenbau. Mittelständische und häufig

inhab erg efü hrte U nternehm en p rä g en die

Wirtschaftsstruk tur des Kreises Kleve.

D er Forderung nach einem fortschrittlichen

B ildung sang eb ot b eg eg net der Kreis Kleve m it

einem zuk unftssicheren Schulsy stem und einem

international ausg erichteten B ildung sang eb ot

it den Studienang eb oten der H ochschule

R hein- Waal.

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