AUTOINSIDE Ausgabe 12 – Dezember 2019

autoinside

AUSGABE 12 DEZEMBER 2019

Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS)

AUTO

INSIDE

Das Fachmagazin für die Schweizer Garagisten

Öl und Schmiermittel

So viel Forschungsarbeit steckt dahinter

Seiten 10 12

Transport-CH

Das waren die Höhepunkte

der Leitmesse für

Nutzfahrzeuge in Bern.

Seiten 26 35

CO 2

-Vorschriften

Das bedeuten die CO 2

-Bussen

für die Importeure

und die Garagisten.

Seiten 44 46

Autotechnik Days

Hostettler Autotechnik AG

lanciert eine eigene Messe

in Luzern.

Seiten 74 75


AUSGABE 12 DEZEMBER 2019

Das Fachmagazin für die Schweizer Garagisten

Transport-CH

Das waren die Höhepunkte

der Leitmesse für

Nutzfahrzeuge in Bern.

Seiten 26 35

Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS)

CO 2 -Vorschriften

Autotechnik Days

Das bedeuten die CO 2 -Bussen Hostettler Autotechnik AG

für die Importeure

lanciert eine eigene Messe

und die Garagisten.

in Luzern.

Seiten 44 46

Seiten 74 75

INHALT

Dezember 2019

5 Editorial

6 Kurz notiert

8 Neue Angebote für Garagisten

Öl & Schmierstoffe

10 Zu Besuch bei Liqui Moly

14 Damit es auch in Zukunft läuft,

wie geschmiert

20 Alles über Zentralschmieranlagen

22 Ölwechselkonzept: So kann der

Garagist beim Kunden punkten

24 Valvoline: eine Marke für alle

Transport-CH

26 So war die Transport-CH

32 Das bedeutet die NFZ-Branche für

die Schweiz

34 So transportieren wir künftig

unsere Güter

Verband & Sektionen

36 Politologe Claude Longchamp

im Gespräch

38 Pascal Previdoli vom BFE über die

Bedeutung des MIV

40 Erfolg für «Nutzfahrzeugler»

44 Das bedeuten die CO 2

-Bussen für

die Garagisten

47 Sektion beider Basel trifft sich

48 Ein historischer Tag für die

Sektion Waadt

Technik & Umwelt

50 Wasserstoff im Zentrum des

Avenergy-Suisse-Branchentags

52 So sieht die neue Energieetikette aus

Bildung

54 So setzt Dario Cologna Prioritäten

56 53 neue Automobil-Verkaufsund

Kundendienstberater

60 So war das AGVS-Frauenseminar

62 Flottenverkauf hat Potenzial

63 Das neue «Asa-Control 2020»

64 Business Academy

66 Regionale Weiterbildungskurse

Politik & Recht

68 Der verkehrspolitische Ausblick

70 So steht es um den Rechtsschutz

für Schweizer Garagisten

72 Die Suva-Prämien 2020

Handel & Aftersales

73 Am Figas Garagisten-Apéro

74 Hostettler lanciert eine

eigene Messe

76 Werkstatt der Zukunft: steigende

Komplexität bei Reparaturen

Produkte & Dienstleistung

78 So funktioniert die neue

«WaveTech»

79 Garagenwelt

82 Grafik des Monats,

Vorschau & Impressum

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AUTO

INSIDE

Öl und Schmiermittel

So viel Forschungsarbeit steckt dahinter

Seiten 10 12

Titelseite: Öl, das

flüssige Gold der

Garagisten.

(Foto: Peter Fuchs,

fuchs-peter.ch)

AUTOINSIDE | Dezember 2019

AWS Architekten AG

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EDITORIAL

Gemeinsames Engagement ist Erfolgsfaktor

Liebe Leserin, lieber Leser

Kürzlich führte der Zentralvorstand

zusammen mit dem Kader der AGVS-

Geschäftsstelle die jährliche Klausurtagung

durch. Im Fokus standen unter

anderem Fragen zur besseren Unterstützung

der Sektionspräsidenten durch

die Geschäftsstelle, die kritische Auseinandersetzung

mit der Berufsbildungsstrategie

des Bundes und das Aufzeigen

möglicher Veränderungen, die im Zuge

der Digitalisierung in Angriff genommen

werden müssen.

Die Ergebnisse aus den verschiedenen

Gruppenarbeiten zeigen erneut, dass der

AGVS durch das grosse Engagement der

unzähligen Mitwirkenden in den verschiedensten

Chargen breit abgestützt

ist. Das lässt den Zentralvorstand mit

Zuversicht in die nächsten Jahre blicken.

Positiv ist auch der Eindruck aus der

Analyse zur Zusammenarbeit mit den

Sektionspräsidenten. Die Sektionen

packen aktuelle und künftige Herausforderungen

engagiert an. Dank der lokalen

Verankerung und der engen Zusammenarbeit

mit der Geschäftsstelle werden

Synergien genutzt und ausgebaut.

Auch die Geschäftsstelle steht vor

spannenden Herausforderungen. Um

die Mitglieder frühzeitig über Veränderungen

informieren und unterstützen zu

können, wird die intensive Auseinandersetzung

mit der Digitalisierung bei den

Geschäftsprozessen in der Garagenund

Mobilitätswelt noch wichtiger.

Die Berufsbildung ist solide aufgestellt

und auch im Hinblick auf die künftigen

Herausforderungen effizient organisiert.

Die Zusammenarbeit und Vernetzung

mit den Sektionen, den Verantwortlichen

in den überbetrieblichen Kursen und den

Bildungspartnern ist vorbildlich. Dies

garantiert, dass wir auch in Zukunft die

richtigen Auto- beziehungsweise Mobilitätsberufe

für die Jugendlichen anbieten

werden und das Richtige tun, damit die

Garagisten weiterhin hoch qualifizierte

Berufsleute in ihren Betrieben haben.

Nicht zu kurz kommen wird künftig die

Branchenvertretung mit der politischen

Verbandsarbeit. Gewiss wird die

politische Arbeit noch schwieriger.

Die Umweltanliegen der grünen Parteien

werden uns viel abverlangen, um das

Autofahren in Zukunft zu vertretbaren

Kosten und auch in städtischen Gebieten

zu ermöglichen. Da stehen wir schon

mitten in der politischen Debatte um die

CO 2

-Grenzwerte und die damit verbundenen

Strafzahlungen.

Letztlich darf ich feststellen, dass die

Zusammenarbeit im Zentralvorstand getragen

ist von gegenseitigem Vertrauen,

einer offenen Haltung gegenüber anstehenden

Veränderungen und dem starken

Willen, den AGVS gemeinsam mit

den Sektionen und Partnerorganisationen

erfolgreich in die Zukunft zu führen.

Es bleibt viel zu tun in der Autobranche.

Wir werden die Herausforderungen mit

Zuversicht anpacken.

Allen, die uns dabei unterstützen, danke

ich und wünsche Ihnen eine besinnliche

Adventszeit, frohe Festtage und alles

Gute im neuen Jahr.

Herzliche Grüsse

Urs Wernli

Zentralpräsident

Alles für winterliche Verhältnisse.

Chemuwa Autozubehör AG

info@chemuwa.ch, Tel. 055 256 10 10

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KURZ NOTIERT

Erfahrungen in der Automobilund

Finanzindustrie, wo er

verantwortungsvolle Positionen

im Management internationaler

Bank- und Finanzunternehmen

innehatte. Jean Luc Mas ersetzt

Federico Berra, der neuer

Country Manager der FCA Bank

Germany GmbH wird.

Auto SA in Lugano gewann in

der Kategorie «Bester Serviceleiter»,

Melanie Segura von

Modena Cars in Genf wurde als

beste Marketingleiterin ausgezeichnet.

Neuer Leiter für urbane

Mobilität bei Seat

Der Mitsubishi Pajero.

Abschied einer Ikone: Der

Pajero wandert ins Museum

Nach 37 Jahren voller

Abenteuer und Erfolge verabschiedet

sich die Ikone

unter den Geländewagen der

Mitsubishi Pajero in Europa

und damit auch in der Schweiz

vom Markt. Nur wenige Fahrzeuge

erreichten so wie er den

Status einer Legende. Der

Dakar-Rekordsieger brachte

überlegene Allradtechnik mit

unschlagbarer Kraft, Robustheit

und einem zeitlosen Äusseren

zusammen. Knapp 21 500 Mal

wurde er hierzulande verkauft,

weltweit waren es mehr als

2,6 Millionen Fahrzeuge. In der

Schweiz wurde der Abschied

mit der Übergabe eines Pajero

aus der letzten Produktionsreihe

an das Emil Frey Classic

Car Museum zelebriert.

Neuer Country Manager bei

FCA Capital Suisse SA

Jean Luc Mas wird mit

sofortiger Wirkung neuer

Country Manager der FCA

Capital Suisse SA. Mas wurde

erst kürzlich zum Country

Manager für den belgischen

Markt der FCA Capital SA

ernannt, eine Position, die er

vorübergehend beibehalten

wird. Er hat umfangreiche

Autoneum: Wechsel in der

Konzernleitung

Bernhard Wiehl.

Der Verwaltungsrat der

Autoneum Holding AG ernennt

Bernhard Wiehl, den langjährigen

Leiter Finance &

Controlling der Business

Group Europe, mit sofortiger

Wirkung zum Chief Financial

Officer (CFO) und Mitglied der

Konzernleitung. Der bisherige

CFO Martin Zwyssig hat sich

entschieden, Autoneum zu

verlassen. Bernhard Wiehl

verantwortet seit 2013 den Bereich

Finance & Controlling der

Business Group Europe. Auch

dank seiner finanziellen Führung

hat sich diese Business Group

mit ihren Landesgesellschaften

in den vergangenen Jahren

hochprofitabel entwickelt.

Christina Doulgeridou neu bei

leasingmarkt.ch

Von Mercedes-Benz über

Brabus zu leasingmarkt.ch:

Christina Doulgeridou.

Christina Doulgeridou ist

die neue Verantwortliche

für Marketing & PR beim

Online-Marktplatz für Fahrzeug-Leasing.

Die 24-jährige

Marketing-Expertin kümmert

sich ab sofort vorwiegend um

die Bereiche Social Media und

Online-Advertising.

Schweizer Gewinner bei den

Testa Rossa Awards 2019

Ferrari hat die vier Gewinner

bei den World Finals der Testa

Rossa Awards 2019, die Ende

Oktober in Maranello stattfanden,

bekanntgegeben. Bei

dem einmaligen Event wurden

die «Besten der Besten» in

den vier Kategorien «Bester

Techniker», «Bester Serviceleiter»,

«Bester Marketingleiter»

und «Bester Vertriebsleiter»

ausgezeichnet. Dabei gab

es zwei Schweizer Gewinner:

Matteo Tonolli von Loris Kessel

Alle Gewinner (v.l.): Sebastien

Roesner, Melanie Segura, Matteo

Tonolli und Nicolas Martinson.

Der Spanier Lucas Casasnovas

ist zum Leiter für urbane Mobilität

bei Seat ernannt worden. Er

verantwortet in dieser Position

alle Projekte des Unternehmens

in diesem Bereich, einschliesslich

Xmoba und Respiro. Bislang

war Casasnovas als Global

Director of Product Marketing

für Seat tätig. Seat arbeitet an

Lucas Casasnovas.

der Entwicklung einer urbanen

Mobilitätsstrategie. Diese

umfasst auch das Konzeptfahrzeug

Seat Minimó sowie den

Seat eXS Kickscooter powered

by Segway. Als Head of Urban

Mobility wird Lucas Casasnovas

bei Seat die Entwicklung neuer

urbaner Mobilitätslösungen

vorantreiben, die sowohl erschwinglich

als auch nachhaltig

für Umwelt, Städte und

Menschen sind.

Schweizer Carrossiers

schliessen sich zusammen

Der früher unter dem

Markennamen VSCI

Das partnerschaftliche

Garagenkonzept Ihrer ESA


KURZ NOTIERT

operierende Schweizerische

Carrosserieverband und die

Fédération des Carrossiers

Romands (FCR) gehen ab 2021

gemeinsame Wege. Diesen Entscheid

fällten die Delegierten

am 5. November 2019 anlässlich

ihrer ausserordentlichen

Delegiertenversammlung in

Reiden LU. Bereits im Sommer

hatten sich die beiden Verbände

zu «Carrosserie Suisse»

umbenannt (AUTOINSIDE

7-8/19). Dank dem Zusammenschluss

wächst die Anzahl der

Mitgliederbetriebe auf knapp

900 an. Für die Verantwortlichen

von Carrosserie Suisse

steigt somit der Spielraum zur

Realisierung von zukünftigen

Projekten beträchtlich.

Schweizer Vize-Weltmeister

an Subaru-Mechaniker-WM

Mitte November fand in

Kobe das Finale der Subaru-

Mechaniker-WM (SWTC =

Subaru World Technician

Competition) statt. Reto Schürmann,

der im Autocenter PAO

AG in Wädenswil angestellt ist,

Reto Schürmann (links) und Martin

Eberhard, Schulungsleiter der

Subaru Schweiz AG.

erreichte den hervorragenden

zweiten Platz. Für die SWTC

haben sich im Verlauf dieses

Jahres die Champions aus 15

Ländern qualifiziert, die in

Japan um den Weltmeistertitel

kämpfen durften. Die

Kandidaten bewiesen ihr

Können an anspruchsvollen und

komplexen Aufgabenstellungen:

Theoretische Prüfungsaufgaben

lösen und an präparierten

Fahrzeugen elektrische Pannen

lokalisieren um nur zwei

Herausforderungen zu nennen.

Der Weltmeistertitel ging nach

China und der dritte Platz nach

Russland.

Neuer Managing Director

Peugeot Schweiz

Fernando Guida.

Fernando Guida ist seit

November neuer Managing

Director Peugeot Schweiz. Er

tritt damit die Nachfolge von

Eric Dumondelle an. Dies bestätigte

Peugeot Schweiz auf

Anfrage von Aboutfleet. Guida

war zuletzt Director Fleet und

Gebrauchtwagen bei der PSA

Group. Der 52-jährige Guida

verfügt über ein Wirtschaftsdiplom

und einen Abschluss

in Betriebsökonomie der KLZ

Zürich.

Hostettler Autotechnik AG

gewinnt Award

Mit den Werkstattkonzepten

Autofit, Autopro und ATE

Bremsencenter gehört die

Hostettler Autotechnik AG zu

den führenden Anbietern von

Hostettler Autotechnik AG wurde

ausgezeichnet.

Werkstattkonzepten in der

Schweiz. Über 500 Kunden

haben sich einem Hostettler-

Konzept angeschlossen. Dieser

Erfolg wird nun von der Temot

International mit dem Werkstattkonzept-Award

unterstrichen.

Anlässlich des diesjährigen

Shareholder-Meetings

der Temot International, das im

September in Paris stattfand,

wurde die Hostettler Autotechnik

AG mit dem Award für

die beste Umsetzung von Werkstattkonzepten

ausgezeichnet.

Die Temot International ist ein

weltweit agierender Einkaufsund

Know-how-Verbund.

Neuer Eigentümer für

Mercedes-Niederlassung Chur

Die Groupe RCM kauft von der

Mercedes-Benz Schweiz AG

die Ring Garage AG Chur. Per 1.

Januar 2020 wird der französische

Automobilhändler damit offizieller

Mercedes-Benz-Händler in der

Schweiz. Der Verkauf der Ring

Garage AG Chur folgt konsequent

der strategischen Ausrichtung

des Daimler-Konzerns, mit

den eigenen Händlerbetrieben

fokussierter auf dem Markt

aufzutreten. So veräusserte der

Automobilhersteller in den

letzten Jahren bereits mehrere

eigene Niederlassungen an

unabhängige Handelspartner.

MITGLIED

Neue AGVS-Mitglieder

Herzlich Willkommen!

Der AGVS konnte im Monat

Oktober 2019 8 neue Mitglieder

begrüssen. Die Betriebe beschäftigen

insgesamt 17 Mitarbeitende.

Wir heissen die neuen Mitgliederbetriebe

herzlich willkommen.

Sektion Aargau

> > Seetalgarage Stefano Tata,

Boniswil

Sektion Tessin

> > Garage Giuseppe Bellini SA,

Balerna

Sektion Thurgau

> > Auto Optima GmbH,

Neu Paradies

> > Seerücken Garage Herzog,

Homburg

Sektion Zentralschweiz

> > Garage Barmettler, Stans

> > Garage Ibach GmbH,

Emmenbrücke

Sektion beider Basel

> > Garage Stocker Muttenz GmbH,

Muttenz

> > Garage Jovi GmbH, Niederdorf

Die Marke Ihrer Wahl


KURZ NOTIERT

In eigener Sache

Hier helfen sich Garagisten

gegenseitig weiter

pd. Noch mehr Aufmerksamkeit, noch mehr

Erfolg: Die AGVS-Medien führen im kommenden

Jahr zwei neue crossmediale Angebote ein,

den AGVS-Marktplatz und das AGVS-Bezugsquellenverzeichnis.

AGVS-Marktplatz (Suche / Biete)

Die Marktplatzanzeigen eignen sich beispielsweise

für die Ausschreibung von Occasions-

Maschinen, -Werk zeugen oder -Betriebseinrichtungen

sowie zum Anbieten oder Suchen

von speziellen Ersatzteilen, Hilfsmitteln oder

Angeboten und Dienstleistungen, die für

Werkstattbetriebe interessant und hilfreich

sind. Kurz: Bei den Marktplatzanzeigen helfen

sich die Garagisten gegenseitig weiter.

Die Anzeigen können direkt online unter

agvs-upsa.ch/de/marktplatzanzeige-buchen

gebucht werden. Und so funktioniert es: Die

Inserenten erfassen die Texte, Logos, Kontaktinformationen

und je nach Format Bilder

selbst und laden sie hoch. Die Gestaltung

der Anzeige, die im Anzeigenpreis enthalten

ist, übernehmen die AGVS-Medien. Die Anzeige

erscheint daraufhin in einer oder mehreren

Printausgaben des AUTOINSIDE und

parallel auf der AGVS-Website mit einer Verlinkung

zur vom Kunden angegebenen Website.

Sie wird damit von rund 100 000 Lesern

respektive Nutzern pro Monat gesehen. AGVSund

BBF-Mitglieder profitieren von Spezialkonditionen.

Bezugsquellenverzeichnis hier

findet man Profis

Wer ist mein passender Ansprechpartner

im Bereich Ersatz- und Verschleissteile? Wo

finde ich die Anbieter von Werkstatteinrichtungen

auf einen Blick? Welche Lieferanten

können mir bezüglich Reifen, Räder und

Fahrwerk weiterhelfen? Im crossmedialen

AGVS-Bezugsquellenverzeichnis, abgebildet

im AUTOINSIDE und auf agvs-upsa.ch/

de/Bezugsquellenverzeichnis, finden die Leser

alle Informationen der führenden Zulieferunternehmen

für das Autogewerbe. Diese

sind in Produktkategorien gegliedert, damit

die Profis noch schneller gefunden werden.

Wer sucht, der wird in dieser Rubrik fündig. <

Weitere Infos per E-Mail oder Telefon:

vermarktung@agvs-upsa.ch

oder 043 499 19 81

8

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


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CarGarantie

wünscht der gesamten

Automobilbranche

frohe Weihnachten und

alles Gute im neuen Jahr.

Statt der Weihnachtsgrüsse engagiert sich CarGarantie

in diesem Jahr im gemeinnützigen Bereich.


ÖL & SCHMIERMITTEL FOKUS

Werksbesuch bei Liqui Moly in Saarlouis

Vom Schiff bis

in die Garage

Das Tanklager von Liqui Moly im Hafen von Saarlouis hat aktuell eine Kapazität von 18 Millionen Litern Grundölen und ist direkt vom Schiff aus belieferbar.

Nur Schmieren und Kühlen, das war gestern. AUTOINSIDE hat beim deutschen Öl- und Additivspezialisten Liqui Moly

die Produktion unter die Lupe genommen und bemerkt, wie viel Aufwand und Forschungsarbeit hinter gar nicht mehr so

simplen Ölen stecken. Jürg A. Stettler

Ein Mitarbeiter bringt gerade unbeschriftete, feinsäuberlich auf Paletten

gelagerte violette Kleinkanister Richtung Abfüllanlage 3, während

sein Kollege schon hunderte graue Kanister für Abfüllanlage 5 bereitmacht.

Beim deutschen Öl- und Additivspezialisten Liqui Moly herrscht

Hochbetrieb. Auf insgesamt sechs Kleingebinde-Abfülllinien werden

in bis zu drei Schichten jeden Tag zwischen 250 000 und 350 000 Liter

abgefüllt. Auf zwei weiteren Abfüllstrassen werden täglich noch bis

zu 600 Grossgebinde befüllt. «Wir haben das Problem, dass wir uns

an unserem Standort flächenmässig nicht mehr ausbreiten können»,

erklärt Oliver Kuhn, der stellvertretende Laborleiter und Chef der Anwendungstechnik

in Saarlouis, einen Steinwurf von Luxemburg und

Frankreich entfernt.

Die logische Folge für Liqui Moly: Eine Erweiterung der Produktionskapazität

liess sich nur über Optimierung realisieren. «Insgesamt haben

wir am Standort Saarlouis in den vergangenen Jahren mehr als 22 Millionen

Franken investiert», so Kuhn. «Und der Prozess ist noch nicht

abgeschlossen.» Das Fertigrezeptur-Tanklager wurde erweitert, erhielt

eine hochmoderne, weitverzweigte Rohrverteilungsanlage samt Molchtechnik,

die aufwändiges und kostenintensives Durchspülen der Anlagen

überflüssig macht. Das Tanklager von Liqui Moly im Hafen hat aktuell

eine Kapazität von 18 Millionen Litern Grundölen und ist direkt

vom Schiff aus belieferbar.

Oliver Kuhn, stellvertretender

Laborleiter und

Chef der Anwendungstechnik

in Saarlouis.

«Erste Proben und Tests des angelieferten

Grundöls erfolgen noch auf dem Schiff», erläutert

Oliver Kuhn. Schliesslich muss die

Qualität stimmen. Dafür garantiert das eigene

Labor, dessen Mitarbeiterzahl in den vergangenen

vier Jahren verdoppelt wurde.

Hochkonzentriert arbeiten hier 30 Mitarbeiter

an Hochpräzisionswaagen und modernsten

Röntgenfluoreszenz-Spektrometern für die

Elementanalyse, wie man sie aus TV-Serien

wie «CSI» kennt. «So sind wir in der Lage, das gesamte Spektrum von

Forschung und Entwicklung bis zur Qualitätssicherung selbst abzude-

10

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


FOKUS ÖL & SCHMIERMITTEL

cken», erläutert der stellvertretende Laborleiter, während er auf Glasflaschen

mit Referenzölen zeigt, die optisch unterschiedlichen Honigfarben

gleichen. «Sämtliche Analysen passieren hausintern. Das ist

wirtschaftlicher; zudem sind wir so schneller und flexibler.»

Täglich über 100 Ölproben mit bis zu 15 Einzelanalysen allein für die

Produktionskontrolle, das summiert sich. Zudem werden alle Rohstoffe

sorgfältig geprüft und während der Produktion laufend Qualitätskontrollen

sowie Rückstellproben für die fertigen Erzeugnisse gemacht.

«Erst wenn aus dem Labor in jeder Phase grünes Licht kommt, kann

die Produktion weiterlaufen», erklärt Kuhn. Zur Qualitätssicherung

werden alle relevanten Produktionsdaten für jede Fertigungslinie aufgezeichnet

und langfristig dokumentiert. Fast die Hälfte des heutigen

Arbeitsaufwandes ist inzwischen der Dokumentation geschuldet.

Neue Kleingebinde werden für die Abfülllinie vorbereitet.

Bis zu 120 000 Tonnen Schmierstoffe jährlich darf Liqui Moly von Gesetzes

wegen in den elf Mischanlagen mit Ansatzkapazitäten von 3,8

bis 22 Tonnen und ab 2020 zusätzlich einem Inline-Blender in Saarlouis

produzieren. Kuka-Roboter stellen die fertig gemischten und verpackten

Produkte dann zu transportfertigen Paketen zusammen. Geliefert

werden die Öle in mehr als 120 Länder rund um den Globus. Drei Viertel

davon sind Automotive-Produkte. Früher ein reiner Schmierstoff

und somit ein Verschleissartikel, ist das Leistungsspektrum von Motorölen

längst umfangreicher geworden. «Gefragt sind immer dünnflüssigere

Produkte. Sie erzeugen im Motor weniger Widerstand und

senken damit den Verbrauch. Gleichzeitig müssen immer kleinere Ölmengen

immer schneller zirkulieren», erläutert Schmierstoffexperte

Kuhn, während wir zur nächsten Abteilung schreiten. «Die Öle haben

damit weniger Zeit abzukühlen und unterliegen so höheren thermischen

Belastungen.»

Ein Labormitarbeiter nimmt eine Probe für einen Referenzvergleich.

Ein Beispiel dafür das Special Tec AA 0W-16, das bislang dünnflüssigste

Motoröl von Liqui Moly. Für Kuhn sind aber noch dünnere Öle

denkbar: «Bei diesen Produkten werden allerdings die Abstände zwischen

Kolben und Zylinder so gering, dass die Gefahr der Mischreibung

steigt.» Umso wichtiger wird daher der Einsatz von Additiven, um dies

zu verhindern. Sie sind ein weiteres wichtiges Standbein des deutschen

Unternehmens mit fast 900 Mitarbeitern. Mit rund 4000 Artikeln bietet

Liqui Moly ein enorm breites Sortiment an. Letztes Jahr steigerten

Fortsetzung Seite 12

Ein Röntgenfluoreszenz-Spektrometer im Einsatz für die Elementanalyse.

Was bedeuten die Abkürzungen auf dem Ölkanister?

Auf Ölkanistern und -flaschen finden sich teils kryptische Kombinationen

aus Ziffern und Buchstaben, die oft für mehr Verwirrung als Klarheit

sorgen. Das müsste nicht sein. Denn die Angaben geben kurz und knapp

Auskunft über Schmiereigenschaften und mehr. AUTOINSIDE erklärt’s.

SAE-Klassifikation: Sie gibt die Viskosität an, also die von der Society of

Automotive Engineers festgelegte Fliessfähigkeit des Öls in bestimmten

Temperaturbereichen. Ein Öl mit SAE 15W-40 kann bis -20 Grad Celsius

verwendet werden. Je kleiner die Zahl vor dem «W», desto besser ist die

Fliessfähigkeit auch bei sehr tiefen Temperaturen. Moderne, synthetische

Leichtlauföle haben einen tiefen Wert von 0W oder 5W. Die zweite Zahl

«40» gibt an, wie dickflüssig das Öl bei +100 Grad Celsius ist. Wichtig: Diese

Angaben sind keine Aussagen über die Qualität des Öls.

API-Klassifikation: Die vom American Petroleum Institute (API) festgelegte

Klasse gibt an, für welche Motorbauart das Öl geeignet ist: S steht für

Benziner, C für Diesel. Der zweite Buchstabe ist eine Qualitätsangabe ein

Öl API SM ist deutlich hochwertiger als die veraltete API SG.

ACEA-Klassifikation: Die genaueste Einteilung und auch speziell auf

den europäischen Markt abgestimmt ist diejenige der Association des

Constructeurs Européens d’Automobiles (ACEA). Der Verband der

europäischen Autohersteller teilt Öle in die Grundkategorien A (Benziner),

B (PW-Diesel), C (Diesel mit Partikelfilter) und D (LKW-Diesel) ein. Auf den

Ölkanistern sind zudem auch die Freigaben der Hersteller, etwa VW 506.00

oder MB 229.5, zu finden. Sie geben Auskunft, für welche Marken

und Modellen das Öl zugelassen ist. In der Betriebsanleitung oder im

Serviceheft des Fahrzeugs ist jeweils vermerkt, welche Normen/Freigaben

ein Öl haben muss.

AUTOINSIDE | Dezember 201911


ÖL & SCHMIERMITTEL FOKUS

Täglich führen die Labor-Mitarbeiter von Liqui Moly alleine zur Produktionskontrolle über 100 Ölproben mit bis zu 15 Einzelanalysen durch.

die Deutschen ihren Umsatz auf den Rekordwert von 600 Millionen

Franken und erwirtschafteten 57,9 Millionen Franken Gewinn. Um

weiter zu wachsen, investiert Liqui Moly kräftig in die Zukunft: Rund

27,5 Millionen Franken sind für ein hochmodernes Zentrallager geplant.

Denn derzeit vertreibt das Unternehmen seine Produkte noch

über zehn Logistiklager also ziemlich komplex. Von dort aus gehen

die fertigen Gebinde auch an die Rhiag Group Ltd in Baar, den Generalimporteur

von Liqui Moly für die Schweiz.

arbeiten auch Spezialisten aus dem Garagenbereich. Es geht um Fragen

zu Freigaben, Registrierungsabgleichen oder Kundenkommunikation.»

Und inzwischen verstehen wir auch längst, was Kuhn meinte, als er zu

Beginn des Werksbesuchs behauptete: «Das falsche Öl einzufüllen, ist

wie ein falsches Ersatzteil einzubauen…» <

Weitere Infos unter:

www.liqui-moly.de

Für Oliver Kuhn ist klar: «Wer am Ball bleiben will, muss ständig

in Technik und Wissen investieren. Das ist bei der Produktion von

Schmierstoffen genauso wie in jeder Werkstatt.» Und den Öl-Experten

geht die Arbeit bestimmt nicht aus. Der steigende Anteil an synthetischen

Grundölen, die eine geringere Bindungsneigung gegenüber Additiven

aufweisen, fordert ihn und seine Laborkollegen genauso wie

die Entwicklung der speziellen Additivpakete selbst. In Motorölen für

Autos sind heute immerhin 20 bis 25 Prozent Additive enthalten. Bei

bestimmten modernen Varianten kann der Anteil auch über einem

Drittel liegen. Und bei Ölen für Nutzfahrzeuge sind es noch einmal 10

Prozent mehr.

Speziell beim 1957 gegründeten Unternehmen: Hier erhält man auch

noch einen Experten direkt an den Draht. Neben der Qualitätssicherung,

die in drei Schichten arbeitet, sowie Forschung und Entwicklung

führt Liqui Moly im Labor auch Serviceanalysen durch. «Im dritten Bereich

steht weniger die Chemie im Vordergrund», erläutert Kuhn, «hier

Aus über zehn Logistiklagern werden die fertigen Gebinde auch an die Rhiag Group Ltd

in Baar, den Generalimporteur von Liqui Moly für die Schweiz, geliefert.

12

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


TOP-

BERATUNG

UND BESTE

QUALITÄT

AMAG Ihr Spezialist,

wenn es um die richtigen

Schmierstoffe geht!

Der Motor ist das Herz eines jeden Fahrzeugs und er ist auf das richtige Motorenöl

angewiesen. Wir sind Ihr Ansprechpartner, wenn es um die Wahl des richtigen Schmierstoffs

geht. Mit individuellen Lösungen und einer grossen Auswahl von Top-Marken zu attraktiven

Konditionen bieten wir Ihnen alles aus einer Hand.

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ÖL & SCHMIERMITTEL FOKUS

4 Fragen an

Öl: Damit das Geschäft auch

in Zukunft rund läuft

Ohne modernste Öle und Schmierstoffe wäre der technologische und ökologische Fortschritt bei den Antrieben nicht möglich.

Viele Faktoren fliessen bei der Weiterentwicklung von Betriebsstoffen mit ein. So müssen sie nicht nur den Anforderungen

der Fahrzeughersteller gerecht werden sowie eine hohe Leistungs- und Schutzfunktion aufweisen, sondern auch effizient

und umweltverträglich sein. Was bringt diese Entwicklung für Garagisten mit sich? AUTOINSIDE hat bei Herstellern und

Vertreibern nachgefragt. Carla Stampfli

David Klauser,

Product Manager Fluids,

Amag Import AG.

Herr Klauser, Öle und Schmierstoffe werden

fortlaufend weiterentwickelt. Wie unterstützen

Sie den Garagisten dabei, seine Beratungskompetenz

gegenüber dem Kunden

zu stärken?

David Klauser, Product Manager Fluids,

Amag Import AG: Einerseits können wir

durch die enge Zusammenarbeit mit unseren

Lieferanten ein app-basiertes Online-Training

anbieten. Andererseits können wir dank unserem

eigenen Kompetenzzentrum für Unternehmens-

und Persönlichkeitsentwicklung, der Amag Academy, unsere

Partner gezielt schulen. Die Kurse decken alle Funktionen und Aufgaben

in den Garagen ab, von Geschäftsführung, Verkauf, Service, Teile

und Zubehör, Administration, Gewährleistung bis zur Werkstatt.

Inwiefern kann der Garagist profitieren, wenn er mit Ihnen

zusammenarbeitet?

Die grosse Auswahl an verschiedenen Schmierstoffmarken, Gebinde

und der tägliche zweimalige Lieferservice sind ein attraktives Angebot

an Dienstleistungen. Auch ist die Amag im Schweizer Markt bei der

Lieferung von loser Ware im Tanklastwagen oder Grossgebinde führend.

Gegenüber reinen Onlineshops bieten wir über unseren Aussenund

Innendienst eine persönliche Betreuung.

Ob Verbrennungs-, Hybrid-, Erdgas- oder Elektromotor: Die Antriebsvielfalt

steigt. Welchen Einfluss hat das auf die Betriebsstoffe und

nicht zuletzt auf die Werkstätten?

Um die gesetzlichen CO 2

-Vorgaben einzuhalten, müssen Importeure

vermehrt Fahrzeuge mit kleinerem Hubraum, Hybrid-, Erdgas- und

Elektromotor zulassen. Dadurch werden vermehrt auch Fahrzeuge

ohne Motoröl in der Garage anzutreffen sein. Die Einnahmen für Motoröl

werden bei reinen Elektrofahrzeugen vollständig entfallen und

der Garagist muss diese anderweitig kompensieren. Dies alles sind Faktoren,

die das Schmierstoffgeschäft prägen werden.

Welche Trends erwarten Garagisten in Zukunft?

Durch Downsizing der Motoren sind die Anforderungen an Temperaturbeständigkeit,

Schmierung, Korrosionsschutz, Scherstabilität

und Alterungsbeständigkeit in den letzten Jahren stark gestiegen. Der

Trend geht aufgrund einer höheren Beanspruchung der Motoren klar in

Richtung niederviskosem Motoröl. Auch tragen die höheren Anforderungen

an die erlaubten Abgas- und Verbrauchswerte sowie das Start-

Stopp-System zu einem Trend in diese Richtung bei. Wichtig ist, dass

ein Öl die aktuellen Spezifikationen des Fahrzeugherstellers erfüllt und

für Fahrzeuge mit langen Wartungsintervallen ausgelegt ist.

Gregor Spescha,

Geschäftsführer

Genossenschaft

Avia-Schmierstoffe.

Herr Spescha, Öle und Schmierstoffe werden

fortlaufend weiterentwickelt. Wie unterstützen

Sie den Garagisten dabei, seine

Beratungskompetenz gegenüber dem Kunden

zu stärken?

Gregor Spescha, Geschäftsführer Genossenschaft

Avia-Schmierstoffe: Die Verkaufsabteilungen

unserer Avia-Firmen lassen unseren

Kunden alle notwendigen Informationen

und Schulungen zukommen, damit sie ihre

Kunden optimal beraten und bedienen können.

Dank kurzen Wegen zu unserem Schmiermittel-Produzenten können

wir jederzeit auch sein Know-how beiziehen.

Inwiefern kann der Garagist profitieren, wenn er mit Ihnen

zusammenarbeitet?

Wir beliefern unsere Kunden mit Schmiermitteln der neuesten Generation

und nach Massgabe der aktuellen Technologien. Zudem können

unsere Kunden bei heiklen Problemstellungen auch kurzfristig von

unseren exzellenten Kontakten zum Produzenten und seinem Wissen

profitieren.

Ob Verbrennungs-, Hybrid-, Erdgas- oder Elektromotor: Die Antriebsvielfalt

steigt. Welchen Einfluss hat das auf die Betriebsstoffe und

nicht zuletzt auf die Werkstätten?

Mit den neuen, verschiedenen Antriebssystemen steigt auch die Komplexität

in Bezug auf die Betriebsstoffe. So hat zum Beispiel ein Elektromotor

keine Schmierung im herkömmlichen Sinn. Unsere Kunden

bekommen von uns die entsprechenden Beratungen für die optimalen

Betriebsstoffe ihrer jeweiligen Kundenfahrzeuge.

Welche Trends erwarten Garagisten in Zukunft?

Die Schmiermittel werden in Zukunft für die Verbrennungsmotoren

nur noch in vollständiger Synthese hergestellt. Nur so können die Vorgaben

der Motorenhersteller und ihre Spezifikationen erfüllt werden.

Welche Antriebssysteme sich jedoch in Zukunft durchsetzen werden,

14

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


FOKUS ÖL & SCHMIERMITTEL

ist noch völlig offen. Persönlich gehe ich davon aus, dass sich Wasserstoff

als Energieträger durchsetzen wird. So oder so werden wir dafür

besorgt sein, dass unsere Kunden von uns auch in Zukunft die bestmöglichen

Produkte für ihre Kundenfahrzeuge bekommen.

André Rösler,

Senior Category

Manager, Lubricant,

Derendinger AG.

Herr Rösler, Öle und Schmierstoffe werden

fortlaufend weiterentwickelt. Wie unterstützen

Sie den Garagisten dabei, seine Beratungskompetenz

gegenüber dem Kunden

zu stärken?

André Rösler, Senior Category Manager, Lubricant,

Derendinger AG: Der Aussendienst

sensibilisiert unsere Kunden und spricht

die Wichtigkeit von Neuentwicklungen an.

Ausserdem weisen wir mit Newsletter, Anzeigen

in unseren Verkaufsbroschüren sowie im

Online-Shop mit dem Ölsuchmodul auf die richtigen Anwendungen beziehungsweise

die passenden Motoren und Getriebeöle mit Freigaben

und Spezifikationen hin. Interne Schulungen festigen das Know-how.

Inwiefern kann der Garagist profitieren, wenn er mit Ihnen

zusammenarbeitet?

Er profitiert von unserer Logistik, die es ihm ermöglicht, fast jede Gebindegrösse

oder Kleinstmengen bei uns zu bestellen und diese innert

Stundenfrist zu erhalten. Moderne 20 Liter «Bag in Box» mit passenden

Displays stehen für Kunden bereit, die eine möglichst hohe Fahrzeugabdeckung

sichergestellt haben möchten. Aber auch Grossgebinde

über 200 Liter, innert 24 Stunden geliefert, sind im Portfolio. Mit dem

Verkauf alleine aber ist es nicht getan: Mit unserem Partner im Bereich

Entsorgung bieten wir dem Kunden die Möglichkeit, seine gebrauchten

Öle fachgerecht zu entsorgen.

Ob Verbrennungs-, Hybrid-, Erdgas- oder Elektromotor: Die Antriebsvielfalt

steigt. Welchen Einfluss hat das auf die Betriebsstoffe und

nicht zuletzt auf die Werkstätten?

Eine omnipräsente Frage, die schwierig zu beantworten ist. Der aktuelle

Prozess wird noch eine lange Zeit dauern und wohin die Reise mit

den fossilen Energieträgern geht, weiss wohl niemand so genau. Alternativen

zum Elektromotor sind wahrscheinlich. Bauteile werden auch

in Zukunft geschmiert werden müssen, die Entwicklungen bleiben sicher

nicht stehen.

Welche Trends erwarten Garagisten in Zukunft?

In naher Zukunft sind es die dünn-viskosen Motorenöle, die bei den

Verbrennungsmotoren eingesetzt werden müssen. Diese ausschliesslich

synthetischen Öle sind wichtige Parameter im modernen Motorenbau,

wo die Forderungen an immer weniger Treibstoffverbrauch und

Emissionen gestellt werden. Unsere Aufgabe besteht darin, dem Garagisten

die notwendigen Instrumente mit dem dazugehörenden Knowhow

zu bieten, damit auch dieser in Zukunft seinem Kunden die optimalste

Dienstleistung bieten kann.

Lorenz Burkhalter,

Marketing Manager

Schmiermittel, ESA.

Herr Burkhalter, Öle und Schmierstoffe werden

fortlaufend weiterentwickelt und verbessert.

Wie unterstützen Sie den Garagisten

dabei, seine Beratungskompetenz gegenüber

dem Kunden zu stärken?

Lorenz Burkhalter, Marketing Manager

Schmiermittel, ESA: Laufend kommunizieren

wir Neuheiten an unsere Kunden. Dies

setzt voraus, dass wir unser umfassendes Sortiment

immer aktuell halten. Dank unserem E-

Shop können unsere Kunden rund um die Uhr das richtige Produkt finden,

dessen Verfügbarkeit prüfen und auch direkt und einfach online

bestellen. Die ESA-Lube- und Shell-Produkte können über die Typenscheinnummer

des Fahrzeugs gefunden werden. So können unsere Mitinhaber

ihren Kunden stets das richtige Produkt anbieten.

Inwiefern kann der Garagist profitieren, wenn er mit Ihnen

zusammenarbeitet?

Wir bieten ein umfangreiches Sortiment an Motoren-, Getriebe- und Hydrauliköl

sowie das passende Zubehör für einen effizienten Ölservice.

Dank unserer Mehrmarken-Strategie mit Shell, Elf und dem ESA-Lube

stellen wir sicher, dass wir für nahezu jedes Kundenbedürfnis die passende

Lösung haben. Zusätzlich profitiert der Garagist von unserer guten Verfügbarkeit

und den schnellen Lieferzeiten. Ein weiterer Vorteil ist zudem

unsere Rechtsform: Als Genossenschaft sind wir bestrebt, Lösungen und

Leistungen zur Förderung der Wirtschaftlichkeit unserer Kunden zu bieten.

Denn über 7000 Garagen sind nicht «nur» unsere Kunden, sondern

auch unsere Mitinhaber.

Ob Verbrennungs-, Hybrid-, Erdgas- oder Elektromotor: Die Antriebsvielfalt

steigt. Welchen Einfluss hat das auf die Betriebsstoffe und

nicht zuletzt auf die Werkstätten?

Im Moment sind vor allem Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren in den

Garagen, die Unterhalt benötigen. Deshalb nehmen beispielsweise vollelektrisch

angetriebene Autos zum heutigen Zeitpunkt noch keinen grossen

Einfluss auf das Schmierstoffgeschäft. Der Trend zur E-Mobilität nahm

aber in den letzten Jahren stark zu und wird dies auch weiterhin. Fakt ist,

dass Elektroautos zwar ebenfalls Schmierstoffe benötigen, diese jedoch in

einem geschlossenen System eingesetzt werden. Motoren- und Getriebeöle

werden daher in den Werkstätten in der Zukunft weniger benötigt.

Welche Trends erwarten Garagisten in Zukunft?

Wie bereits in den letzten Jahren beobachtet, werden fahrzeugspezifische

Schmiermittel weiter zunehmen. Fahrzeughersteller verlangen neue und

zusätzlich Spezifikationen, welche die Produkte erfüllen müssen. Je nachdem

müssen deshalb in den Garagen viele verschiedene Schmiermittel

verfügbar sein. Gerade in Betrieben, die Fahrzeuge mit unterschiedlichen

Anforderungen betreuen, ist daher das Schmiermittelmanagement sehr

wichtig. Die ESA führt deswegen die Öl-Bar von Shell im Sortiment, die

mit ihren 20-Liter Behältern auf genau solche Bedürfnisse ausgerichtet ist.

Fortsetzung Seite 16

AUTOINSIDE | Dezember 201915


ÖL & SCHMIERMITTEL FOKUS

Kurt Schürch,

Leiter Einkauf/Verkauf,

Fibag AG.

Herr Schürch, Öle und Schmierstoffe

werden fortlaufend weiter entwickelt. Wie

unterstützen Sie den Garagisten dabei,

seine Beratungskompetenz gegenüber

dem Kunden zu stärken?

Kurt Schürch, Leiter Einkauf/Verkauf,

Fibag AG: Wir unterstützen den Garagisten

laufend auf unserem Webshop mit Informationen

zu neuen Produkten und zu den offiziellen

Herstellerfreigaben. Für den Garagisten ist

sie die wichtigste Orientierungshilfe. In unserem Webshop kann er über

die Herstellerfreigabe den entsprechenden Schmierstoff suchen und mit

sämtlichen technischen Informationen seine Beratungskompetenz gegenüber

dem Kunden stärken.

Inwiefern kann der Garagist profitieren, wenn er mit Ihnen

zusammenarbeitet?

Aktuell sind in unserem Webshop Schmierstoffe von fünf renommierten

Herstellern verfügbar. Wir wählen unsere Partner im Schmierstoffbereich

aufgrund des Emil-Frey-Markenportfolios und orientieren uns an den verfügbaren

Herstellerfreigaben.

Inwiefern kann der Garagist profitieren, wenn er mit Ihnen

zusammenarbeitet?

Unser umfangreiches Sortiment im Bereich Schmiermittel ermöglicht es uns

praktisch immer, den passenden Artikel für unsere Kunden parat zu haben.

Dank unserer Hausmarke K-Tech sind wir zudem in der Lage, dem Kunden

unkompliziert massgeschneiderte Lösungen anzubieten. Unsere Mitarbeiter

sind immer auf dem neusten Stand, sodass sie bei Fragen oder Unsicherheiten

den Garagisten schnell und kompetent eine Lösung bieten können.

Ob Verbrennungs-, Hybrid-, Erdgas- oder Elektromotor: Die Antriebsvielfalt

steigt. Welchen Einfluss hat das auf die Betriebsstoffe und

nicht zuletzt auf die Werkstätten?

Die Betriebsstoffe müssen heutzutage immer höheren Anforderungen entsprechen.

Bei den Motorenölen zum Beispiel erkennt man den Trend zu

dünneren Ölen. Was Benzinmotoren betrifft, sind sie im Prozess der Reduktion

von Emissionen oder an der Senkung vom Kraftstoffverbrauch

eingebunden. Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb benötigen zwar kein

Motorenöl mehr, kommen aber trotzdem nicht ohne Schmierstoffe aus.

Diese Produkte unterscheiden sich bedeutend von Produkten für Verbrennungsmotoren.

Somit muss die Werkstatt auch hier ein spezielles Augenmerk

darauflegen.

Ob Verbrennungs-, Hybrid-, Erdgas- oder Elektromotor: Die Antriebsvielfalt

steigt. Welchen Einfluss hat das auf die Betriebsstoffe und

nicht zuletzt auf die Werkstätten?

Die zukünftige Herausforderung im Bereich Schmier- und Betriebsstoffe

liegt in der steigenden Komplexität und der steigenden Vielfalt der Antriebssysteme.

Diese Situation bezieht sich nicht nur auf Motorenöl, sondern

auch auf Getriebeöl und Kühlerschutz. Es gilt in allen Bereichen, die

Herstellerfreigaben einzuhalten.

Welche Trends erwarten Garagisten in Zukunft?

Im Zuge der Emissionsreduktion sind Fahrzeughersteller gefordert, alle

Massnahmen auszuschöpfen, um die Ziele zu erreichen. Hierzu wird immer

öfter auch der Schmierstoff als Konstruktionselement miteinbezogen.

Schmierstoffe sind hochtechnologische Produkte, die effizient dazu beitragen

können, Emissionen zu reduzieren. Diesbezüglich muss sich der Garagist

nochmals intensiver mit den Herstellerfreigaben befassen und sein

Sortiment in der Breite anpassen.

Giuseppe Orfanò, Market

Management Manager,

Krautli AG.

Herr Orfanò, Öle und Schmierstoffe werden

fortlaufend weiterentwickelt. Wie unterstützen

Sie den Garagisten dabei, seine Beratungskompetenz

gegenüber dem Kunden

zu stärken?

Giuseppe Orfanò, Market Management Manager,

Krautli AG: Dank unserer Zusammenarbeit

mit namhaften Partnern wie beispielsweise Valvoline

und Castrol profitieren unsere Kunden nicht

nur dadurch, dass sie Infos und Neuheiten aus erster

Hand kriegen, sondern auch davon, jemand an ihrer Seite zu haben, der

im Zweifelsfall genau Bescheid weiss. Nebst regelmässigen Newslettern, in

denen auch öfters technische Neuerungen thematisiert werden, bauen wir

zurzeit unser Schulungsprogramm für 2020 in diese Richtung aus.

Welche Trends erwarten Garagisten in Zukunft?

Aufgrund der steigenden technischen Anforderungen der Hersteller steigt

auch die Anzahl Betriebsstoffe, die für eine bestimmte Anwendung massgeschneidert

sind. Um noch längere Einsatzzeiten zu gewährleisten, werden

mehr und mehr hochwertigere Grundöle eingesetzt. Durch längere

Intervalle und Alternativen zum Verbrennungsmotor wird auch die benötigte

Menge zurückgehen. Zudem werden Schmierstoffe eine wichtige Rolle

als «Werkzeuge» einnehmen, um technische Anwendungen zu ermöglichen.

Im Bereich Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit zum Beispiel

werden die heute schon eingesetzten niedrigviskosen Motorenöle massgebend

daran beteiligt sein, Abgasnormen zu erreichen.

Daniel Adler, Leiter

Verkauf Lubricants,

Maagtechnic AG.

Herr Adler, Öle und Schmierstoffe werden

fortlaufend weiterentwickelt. Wie unterstützen

Sie den Garagisten dabei, seine

Beratungskompetenz gegenüber dem

Kunden zu stärken?

Daniel Adler, Leiter Verkauf Lubricants,

Maagtechnic AG: Gemeinsam mit Shell bieten

wir viele Tools an, welche die Garagisten nutzen

können, um die Kunden bestmöglich bedienen

zu können. Dazu gehören beispielsweise Apps

wie der Shell LubeMatch, der die Wahl der korrekten Schmierstoffe für

Fahrzeuge sicherstellt. Weiter bieten wir individuelle Schulungen und Beratungen

durch unsere Experten an.

Inwiefern kann der Garagist profitieren, wenn er mit Ihnen

zusammenarbeitet?

Automobilisten, die unsere Schmierstoffe verwenden, können von Shell

GTL-Basisölen profitieren. Diese Basisöle werden aus Erdgas hergestellt

und bieten dadurch höhere Viskositätsindexe, gute Tief-Temperatureigenschaften,

geringe Flüchtigkeit und bessere Oxidationsstabilität. Daraus resultieren

nicht nur Kraftstoffeinsparungen, sondern auch ein verbesserter

Verschleiss- und Korrosionsschutz. Das spart Kosten und schützt den Motor.

Ein Mehrwert, der den Kunden verkauft werden kann und der gerne

16

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


FOKUS ÖL & SCHMIERMITTEL

Welche Trends erwarten Garagisten in Zukunft?

Noch dünnere Motorenöle sowie dünnere Getriebe- und Automatenöle.

Zukünftig erwarten wir vermehrt Motorenöle mit der Viskosität 0Wbezahlt

wird, wenn dem Automobilisten die Gesamtrechnung inklusive

Kraftstoffersparnis aufgezeigt wird.

als auch die tieferen Verbrauchs- und Emissionswerte. Die Anforderungen

werden immer komplexer und anspruchsvoller.

Ob Verbrennungs-, Hybrid-, Erdgas- oder Elektromotor: Die Antriebsvielfalt

steigt. Welchen Einfluss hat das auf die Betriebsstoffe und

nicht zuletzt auf die Werkstätten?

Diese Antriebsvielfalt hat effektiv Auswirkungen auf das After-Marketund

Service-Geschäft im Automobil-Bereich. Unser Partner Shell Lubricants

forscht seit über 75 Jahren an 7 Standorten auf der Welt. Namhafte

Fahrzeughersteller nutzen die technischen Möglichkeiten der Testlabore

für die Entwicklung ihrer Motoren-, Antriebsstrang- oder Fahrzeugtests.

Egal wie die Fahrzeuge der Zukunft aussehen werden, Shell wird die passenden

Schmierlösungen parat haben.

Welche Trends erwarten Garagisten in Zukunft?

Die Öle werden in immer tieferen Viskositäten entwickelt. Der Grund liegt

auf der Hand: Dünnere Öle bieten weniger Widerstand und erlauben so

tiefere Verbräuche eine Notwendigkeit bezüglich der immer schärferen

Emissionsvorgaben seitens des Gesetzgebers. Weiter braucht es mit GTL-

Basisölen weniger Zusatzadditive, wobei das Öl länger leistungsfähig ist.

Aktuell werden bestehende Produkte überarbeitet sowie neue und hochwertige

Produkte entwickelt und eingeführt. Diese verringern mittels reduziertem

Kraftstoff- und Ölverbrauch die Unterhaltskosten nochmals.

Peter Sulzer, Product

Manager, Motorex.

Herr Sulzer, Öle und Schmierstoffe werden

fortlaufend weiterentwickelt. Wie unterstützen

Sie den Garagisten dabei, seine

Beratungskompetenz gegenüber dem Kunden

zu stärken?

Peter Sulzer, Product Manager, Motorex:

Wir unterstützen unsere Partner mittels Wissensweitergabe

durch unser geschultes Verkaufspersonal,

den technischen Kundendienst

und die Website mit dem Oil Finder. Dies hat

unter anderem dazu beigetragen, dass die Leserinnen und Leser der

«Auto-Illustrierten» zum neunten Mal Motorex als beste Marke in der

Kategorie Schmiermittel gewählt haben. Damit in Zukunft alles besser

läuft, entwickeln wir unsere Produkte fortlaufend weiter.

Inwiefern kann der Garagist profitieren, wenn er mit Ihnen

zusammenarbeitet?

Unsere Kunden stehen im Mittelpunkt aller unserer Überlegungen und

unseres Handelns. Mit Qualitätsprodukten «Swiss Made» in Langenthal

und guten Dienstleistungen schaffen wir Kundennutzen. Wir sind

kompetente Partner im Rennsport, um Lösungen für den täglichen Bedarf

zu finden.

Ob Verbrennungs-, Hybrid-, Erdgas- oder Elektromotor: Die Antriebsvielfalt

steigt. Welchen Einfluss hat das auf die Betriebsstoffe und

nicht zuletzt auf die Werkstätten?

Das Hauptgeschehen findet im und um den Brennraum statt. Mit höherer

Verdichtung wird sowohl bei Benzin- wie auch bei Dieselmotoren die

Direkteinspritzung favorisiert. In Verbindung mit einer Hybridisierung

kann der Verbrauch nochmals gesenkt werden. Hinzu kommt das seit einigen

Jahren angewandte Downsizing, weniger Hubraum, weniger Zylinder,

in Verbindung mit Turboaufladung. Durch reduzierte Reibung bei hohen

Drehmomenten stimmen bei diesem Konzept sowohl die Fahrleistungen

Welche Trends erwarten Garagisten in Sachen Öle und

Schmierstoffe in Zukunft?

Wo früher ein Schmierfilm von 4 mµ, 4 Millionstel mm, sicher vor Verschleiss

schützte, müssen heute 2 mµ ausreichen. Bewusst gehen die niedrigviskosen

Formulierungen näher ans Limit und erzielen erst dadurch

höchste Performance und Effizienz. Das Resultat sind die neuesten Leichtlauf-Motorenöle

der 0W-Generation aus der Motorex Car Line. Nicht nur

bei den Motorenölen bieten wir Lösungen an: Viele Automatikgetriebe

verfügen über eine Erstbefüllung auf Lebensdauer. Nach Millionen von

Schaltvorgängen wirken sich Abrieb und Scherkräfte negativ auf das Öl

und damit auf die Funktion der Getriebe aus. Ein Wechsel des Automatikgetriebeöls

(ATF) wirkt oft Wunder. Mit unserem Spülgerät Motorex Dynco

wird das Getriebeöl vollautomatisch ausgetauscht.

Lukas Noth, Verkaufsleiter

Schmierstoffe

Schweiz, Midland/Oel-

Brack AG.

Herr Noth, Öle und Schmierstoffe werden

fortlaufend weiterentwickelt. Wie unterstützen

Sie den Garagisten dabei, seine

Beratungskompetenz gegenüber dem

Kunden zu stärken?

Lukas Noth, Verkaufsleiter Schmierstoffe

Schweiz, Midland/Oel-Brack AG: Durch

unsere topgeschulten Regionalberater. Zudem

verfügen wir auf unserer Website über

eine kostenlose Schmierstoffempfehlung,

mit der sich der Kunde über den passenden Schmierstoff inklusive

Füllmengen informieren kann.

Inwiefern kann der Garagist profitieren, wenn er mit Ihnen

zusammenarbeitet?

Da wäre zum einen die persönliche Fachberatung durch den Midland-Regionalberater.

Zum anderen die Gewissheit, ein Schweizer Produkt von

einem KMU mit langer Tradition im Ölgeschäft zu erwerben und die Tatsache,

dass dieses KMU über die modernste Produktionsanlage in der

Schweiz verfügt. Auch haben wir einen eigenen Lieferdienst und nehmen

das Altöl in Verbindung mit einer Frischöllieferung kostenlos mit. Zudem

stehen wir beim Thema Werkstatteinrichtungen bei Fragen zu Einrichtung

und Finanzierung zur Verfügung.

Ob Verbrennungs-, Hybrid-, Erdgas- oder Elektromotor: Die Antriebsvielfalt

steigt. Welchen Einfluss hat das auf die Betriebsstoffe und

nicht zuletzt auf die Werkstätten?

Grundsätzlich wird es nicht einfacher. Praktisch jeder Fahrzeughersteller gibt

ein eigenes Motorenöl vor. Midland strebt immer ein unkompliziertes Ölmanagement

an. Durch unsere Erfahrung gelingt es uns, die Produkte im Laufe

der Zeit weiterzuentwickeln. Unsere Produkte erfüllen mehrere Spezifikationen

und erhalten zusätzliche Freigaben. Bei den Getriebeölen ist das Handling

etwas einfacher. Dort gibt es nur wenige Zulieferer von Baugruppen. Somit

können mit modernen Getriebeölen diverse Marken abgedeckt werden.

Fortsetzung Seite 18

AUTOINSIDE | Dezember 201917


ÖL & SCHMIERMITTEL

20. Zu einem späteren Zeitpunkt werden wahrscheinlich auch in Mitteleuropa

extrem dünne Motorenöle mit den Viskositäten 0W-16, 0W-12 oder

sogar 0W-8 verlangt. Diese werden vor allem in asiatischen Hybridfahrzeugen

Anwendung finden. Aktuell ist die Viskosität 5W-30 immer noch

die gängigste. Diese könnte jedoch in den nächsten Jahren durch die Viskosität

0W-20 abgelöst werden. Für den gemischten Fuhrpark empfehlen

wir Midland Synova 5W-30. Dieses Produkt erfüllt als eines der wenigsten

ACEA C2, C3 und ist treibstoffsparend, zugleich rückwärtskompatibel

einsetzbar und vereinfacht das Ölmanagement, vor allem für den Mehrmarkenkunden,

deutlich.

Julia Scheuchzer,

Marketing Manager,

Panolin AG.

Frau Scheuchzer, Öle und Schmierstoffe

werden fortlaufend weiterentwickelt. Wie

unterstützen Sie den Garagisten dabei,

seine Beratungskompetenz gegenüber dem

Kunden zu stärken?

Julia Scheuchzer, Marketing Manager, Panolin

AG: Unsere Verkaufsunterlagen sind breit,

detailreich und liefern nebst Produktwissen

auch Informationen zu Spezifikationen, Viskositätsklassen

und so weiter. Diese dienen dem

Garagisten als Werkzeug für die Kundenberatung. Auf Wunsch erstellen

wir kundenspezifische Flyer, Plakate oder Verkaufsdisplays, um die Kundenberatung

und den Verkauf des Garagisten zu unterstützen.

Ulrich Stämpfli, Category

Manager, Lubricant,

Technomag AG.

Herr Stämpfli, Öle und Schmierstoffe

werden fortlaufend weiterentwickelt. Wie

unterstützen Sie den Garagisten dabei,

seine Beratungskompetenz gegenüber dem

Kunden zu stärken?

Ulrich Stämpfli, Category Manager, Lubricant,

Technomag AG: Wir veranstalten jeweils

im Sommer die sogenannten Tech-

Nights, an denen wir die Garagisten in die

Filialen einladen und aktuelle Öl-Themen und

-Trends besprechen. Auch bieten wir telefonische Unterstützung und

individuelle Beratung vor Ort an. Zusätzlich haben unsere Garagisten

mit dem Aufbau eines Mobil 1 Lubecenters die Möglichkeit, sich richtig

auszurüsten und mit dem Lube-Diplom ihre Kompetenz im Bereich

Schmiermittel hervorzuheben.

Inwiefern kann der Garagist profitieren, wenn er mit Ihnen

zusammenarbeitet?

Wir bieten unseren Kunden seit jeher ein «Rundum-Sorglos-Paket» für

Schmiermittel und Öle an. Das beginnt bei unserer umfassenden und

topaktuellen Sortimentsauswahl und hört bei der Entsorgung des Altöls

auf. Zudem bieten wir die Möglichkeit an, Experten von Exxon Mobil

anzufordern, die unsere Aussendienst-Mitarbeiter begleiten und

vor Ort die Garagisten ganz individuell beraten. Ein Plus ist ausserdem

unser schneller Lieferdienst.

Inwiefern kann der Garagist profitieren, wenn er mit Ihnen

zusammenarbeitet?

Unseren Kunden steht nebst dem persönlichen Verkaufsberater ein

ganzes Service-und-Support-Team zur Verfügung, das jederzeit erreichbar

ist und telefonisch, schriftlich oder vor Ort Garagisten beratet.

Unsere Kunden bekommen massgeschneiderte Lösungen, wie Schmierstoffkonzepte,

Private Labeling und das Oil-to-go-Konzept, um den Verkauf

des Nachfüll-Liters voranzutreiben. In der heutigen Zeit ist es zudem

gut fürs Image, wenn man gegen aussen tragen kann, dass man

als Garagist einen Schweizer Produzenten berücksichtigt und den Wirtschaftsstandort

Schweiz unterstützt.

Ob Verbrennungs-, Hybrid-, Erdgas- oder Elektromotor: Die Antriebsvielfalt

steigt. Welchen Einfluss hat das auf die Betriebsstoffe und

nicht zuletzt auf die Werkstätten?

Die diversen Antriebsformen ziehen ganz unterschiedliche Betriebsstoffe

mit sich. Werkstätten müssen für all diese Antriebsformen mit

Material und Know-how gerüstet sein. Sicherlich sind Weiterbildungen

auf diesen Gebieten nötig und die Anzahl an Betriebsstoffen, die in der

Garage bereitstehen müssen, steigt. Dieser Umstand verlangt nach kleineren,

platzsparenden Gebinden. Panolin liefert Schmierstoffe in diversen

Gebinden, bis zur 1-Literdose.

Welche Trends erwarten Garagisten in Zukunft?

Bei Schmierstoffen für den Verbrennungsmotor geht der Trend weiter

Richtung niederviskose Öle und den damit einhergehenden, geringeren

Treibstoffverbrauch und Reduktion der Emissionen. Nicht nur Garagen

müssen sich an die neuen Antriebsformen anpassen, auch wir

als Schmierstoff-Hersteller. Im September konnten wir unser erstes

Fluid für die Elektromobilität präsentieren. Der Einsatz des Kühl-Fluids

ist für die Batterie-, Elektromotoren- und Kabelkühlung konzipiert.

Ob Verbrennungs-, Hybrid-, Erdgas- oder Elektromotor: Die Antriebsvielfalt

steigt. Welchen Einfluss hat das auf die Betriebsstoffe und

nicht zuletzt auf die Werkstätten?

Wir stellen fest, dass die spezifische Beratung immer wichtiger wird.

Die einstige Monofasslagerung nimmt stark ab: Ein Öl für alles, das

gibt es nicht mehr. Die Spezifikationen nehmen stetig zu. Um diesem

Umstand entgegenzukommen, setzen wir seit einigen Jahren auf mittlere

und kleinere Gebinde, die ideal für Garagen sind. Ein Beispiel sind

die 20-Liter-Ölbags. Damit bricht für den Garagisten nicht nur ein Teil

der finanziellen Risiken weg, sondern er hat auch die Möglichkeit,

mehrere Viskositäten und Spezifikationen an Lager zu nehmen und

das zu einem attraktiven Preis.

Welche Trends erwarten Garagisten in Zukunft?

Der Trend geht immer weiter in Richtung Leichtlauföle bis hin zu Ultraleichtlauföle,

die durch die Senkung des Schleppmoments des Motors

die CO 2

-Emisionen weiter reduzieren. Weil aber die Hersteller mit den

Viskositäten mittlerweile so stark ans Limit gehen, um die CO 2

-Emissionen

zu senken, kann es sein, dass bei verspäteten Ölwechseln die

Gefahr von Motorschäden ansteigt. Eine Möglichkeit, diese Gefahr zu

minimieren, ist die Überwachung der Öl-Leitfähigkeit mit einem Sensor.

Eine Zweite ergibt sich für den Garagisten: Wenn er zum Beispiel

sieht, dass ein Kunde sein Fahrzeug nicht richtig nutzt, sollte er ihm

klarmachen, dass er in diesem Fall das Öl lieber grundsätzlich einmal

im Jahr wechselt. <

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Dezember 2019 | AUTOINSIDE


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ÖL & SCHMIERMITTEL

Zentralschmieranlage

Wie geschmiert

In vielen Nutzfahrzeugen, Land- und Baumaschinen sowie Bussen wird eine Zentralschmieranlage eingesetzt. Wir zeigen

in diesem Artikel auf, wie solche Anlagen aufgebaut sind und wie sie funktionieren. Harry Pfister, Auto & Wissen

über den Anschluss (5) durch die Hauptleitungen

zu den Verteilern. Diese geben das Fett

genau dosiert an die einzelnen Schmierstellen

ab. Die integrierte Steuerplatine (6) steuert

die Pausen- und Laufzeit des Elektromotors

(7). Die Schmiermittelmenge ist abhängig von

den Betriebsbedingungen des Fahrzeugs. Die

Intervalle der Schmierung können wegabhängig

(Fahrstrecke), zeitabhängig (Betriebsstunden)

oder betätigungsabhängig (Anzahl der

Bremsungen) gesteuert werden.

Bild 1: Zentralschmieranlage mit Pumpenaggregat ACL = Automatic Chassis Lubrification (A) und Hauptverteiler mit

Kolbendetektor (B) sowie Progressivverteiler (C).

Lange Zeit war es bei Personenwagen und

Nutzfahrzeugen üblich, bei Wartungsarbeiten

die vorhandenen Schmierstellen mit der

Fettpresse mit frischem Fett zu versehen. Als

Nachteile können hierbei vergessene Schmierpunkte

und das Einbringen von anhaftendem

Schmutz an den Schmiernippeln in die

Schmierstellen aufgeführt werden.

Teilweise sind die Schmierpunkte nur schwer

zugänglich, was wiederum viel Zeit in Anspruch

nimmt. Zu viel Schmierstoff führt

nicht nur zu einer erhöhten Belastung innerhalb

der Reibstelle, sondern auch zu einem

erhöhten Verbrauch und verunreinigt ausserdem

die umliegenden Bauteile.

Um die Wartungskosten zu senken, werden

heute in Personenwagen wartungsfreie Lagerungen

eingesetzt. Bei einigen Nutzfahrzeugen

ist dieser Trend ebenfalls zu beobachten.

Es gibt jedoch die Möglichkeit, eine Zentralschmieranlage

einzusetzen, die das Fett automatisch

in der richtigen Dosierung an die

Schmierstellen leitet.

Zentralschmieranlagen haben unter anderem

den Vorteil, dass keine Schmierstellen ausgelassen

werden. Zudem kommt nur frisches

Fett ohne Verunreinigungen an die Schmierstellen.

Hierdurch sinken die verschleissbedingten

Kosten drastisch. Fahrzeuge mit Zentralschmieranlagen

kommen praktisch ohne

Reparaturen an hochbelasteten Bolzen, Wellen

und Lagern aus. Problematisch bleiben

weiterhin die Kreuzgelenke an Achsen und

Antriebswellen, da diese bekanntlich drehen

und nicht an die Zentralschmieranlage angeschlossen

werden können.

Bei der Systeminstallation werden die Pausen-

sowie Schmierzeiten für die jeweiligen

Betriebsbedingungen eingestellt.

Wird die Spannungsversorgung unterbrochen,

läuft die Steuerung nach dem Wiedereinschalten

an der Stelle weiter, an der sie unterbrochen

wurde. Erfolgt das Abschalten des Motors

während der Schmierung, wird diese beim

Wiedereinschalten des Motors fortgesetzt.

Funktionsweise: Das Pumpenelement (Bild 2

und Bild 3; Bauteil 8) wird durch den Elektromotor

über einen Exzenter betätigt. Der Rührflügel

im Behälter (1) sorgt für eine gute Fettdurchmischung.

Das Pumpenelement saugt

das Fett an und drückt es unter hohem Druck

Bild 2: Exzenterantrieb: A Pumpenelement saugt an; B Pumpenelement fördert.

Bild 3: 1 Vorratsbehälter, 2 Pumpengehäuse, 3 Füllnippel,

4 Rücklaufanschluss, 5 Druckanschluss, 6 Steuerplatine,

7 Elektromotor, 8 Pumpenelement, 9 Sicherheitsventil

(350 bar), 10 Steuergerät mit Einstellmöglichkeit für

Pausen- sowie Schmierzeiten.

20

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


ÖL & SCHMIERMITTEL

Der durchsichtige Vorratsbehälter (1) ermöglicht

eine visuelle Füllstandskontrolle. Diese

ist aus Sicherheitsgründen regelmässig durchzuführen.

Die Kontrolle des Füllstandes kann

bei einigen Systemen elektrisch oder elektronisch

erfolgen.

Bild 5: Progressivverteileranlage:

1 Pumpenaggregat mit

Vorratsbehälter

2 Spannungsversorgung

3 Störmeldeleuchte

4 Füllstandschalter

5 Pumpenelement mit Druckbegrenzungsventil

(260 bar)

6 Schmierleitungen

7 Kolbendetektor

8 Hauptverteiler

9 Nebenverteiler

10 Schmierstellen

Bild 4: Einleitungsschmieranlage: 1 Aggregat mit Vorratsbehälter,

2 Pumpenelement mit Entlastungsventil

und eingebautem Druckbegrenzungsventil, 3 Füllstandschalter,

4 Hauptschmierleitung, 5 Einleitungsverteiler,

6 Manometer zur Druckaufbau-Kontrolle, 7 Druckschalter

zur Umsteuerung Druckauf- bzw. abbauüberwachung.

In der Einleitungsschmieranlage fördert die Kolbenpumpe

beim Einschalten des Pumpenmotors

Fett aus dem Vorratsbehälter zum Schmierstoffauslass

(Bild 4). Das dort angeschlossene

Pumpenelement dosiert den Schmierstoff und

fördert ihn weiter über das am Pumpenaggregat

angeschlossene Entlastungsventil (2) hin zur

Hauptleitung (4). Über die Hauptleitung gelangt

der Schmierstoff zu den Einleitungsverteilern

(5). Dort erfolgt die Dosierung des Schmierstoffes

und dessen Weiterleitung an die Schmierstellen.

Je nach Art der verwendeten Verteiler

(Vorschmier- oder Nachschmierverteiler) geschieht

dies während oder nach der Pumpenlaufzeit.

Nach Abschluss des Druckaufbaus

wird das Entlastungsventil umgeschaltet. Sobald

die Hauptleitung entlastet ist, steht das

Pumpenaggregat für einen weiteren Schmierzyklus

bereit. Einleitungsschmieranlagen arbeiten

mit Drücken bis circa 60 bar.

Progressiv (fortschreitend) bedeutet, dass die

Schmierstellen nacheinander abgeschmiert

werden (Bild 5). Hierbei fördert die Kolbenpumpe

beim Einschalten des Pumpenmotors

Fett aus dem Vorratsbehälter zum Schmierstoffauslass.

Das angeschlossene Pumpenelement

(5) fördert das Fett weiter in die nachfolgende

Hauptleitung (6). Über die Hauptleitung

gelangt der Schmierstoff zum Progressivverteiler

(8). Hier erfolgt eine Zwangsaufteilung des

Schmierstoffes in Abhängigkeit des benötigten

Volumens der zu versorgenden Schmierstelle.

Bei Progressivanlagen mit Haupt- und Nebenverteiler

(9) wird der vom Pumpenaggregat

kommende Schmierstoff zum Hauptverteiler

hin gefördert. Der Hauptverteiler teilt den

Schmierstoff entsprechend dem jeweils benötigten

Volumen auf die Nebenverteiler auf. Von

hier gelangt das Fett an die Schmierstellen.

Ein Sicherheitsventil (5) führt bei einem zu

hohen Druck (beispielsweise 260 bar) in der

Anlage das austretende Fett über einen Anschluss

ins Freie oder zurück in den Vorratsbehälter.

Somit wird das Pumpenaggregat gegen

Beschädigungen geschützt.

Bild 6: Der Progressivverteiler lässt den Schmierstellen

unterschiedliche Fettmengen zukommen. Dies wird

durch die verschiedenen Kolbendurchmesser erreicht.

Der Progressivverteiler wird vom zugeführten

Fett der Schmiermittelpumpe so gesteuert,

dass das Schmiermittel kontinuierlich in

immer der gleichen Reihenfolge aus den einzelnen

Anschlüssen austritt. Aufgrund der

unterschiedlichen Kolbendurchmesser ist die

Fördermenge unterschiedlich (Bild 6).

Die Anforderungen an die Schmierung variieren

in Abhängigkeit von der Grösse und

der Einbaulage der verschiedenen Lagerstellen.

Grosse Lager, die dem Schmutz ausgesetzt

sind, benötigen mehr Schmiermittel als kleine

Lager in relativ sauberer Umgebung. Aus diesem

Grund muss die zu verteilende Schmiermittelmenge

den jeweiligen Umständen angepasst

werden. Eine Möglichkeit besteht

darin, einen Anschluss auf dem Verteilerblock

zu verschliessen. Die Verteilerblöcke sind so

konstruiert, dass die Menge an Schmiermittel

zum nächsten Ausgang verdoppelt wird,

wenn ein Ausgang blockiert ist. Werden zwei

aufeinanderfolgende Auslässe auf derselben

Seite des Verteilerblocks verschlossen, ist die

Menge an Schmiermittel zum nächsten Auslass

verdreifacht. Diese Methode ist sowohl

bei Haupt-Verteilerblöcken als auch bei den

nachgeordneten Verteilerblöcken anwendbar.

Als Schmierstoffe kommen meist Fette der

NLGI-Klassen 0 000 für Einleitungsanlagen

und NLGI-Klasse 2 für Progressivanlagen

zum Einsatz. Es ist wichtig, dass das korrekte

Schmiermittel verwendet wird, damit das

Schmiersystem einwandfrei funktioniert. Allenfalls

blockieren die Pumpen- beziehungsweise

Ventilelemente und das Überdruckventil

spricht an. Gefordert wird ein langlebiges und

für verschiedene Temperaturbereiche geeignetes

Schmiermittel.

Aufgefüllt wird der Vorratsbehälter über den

Füllanschluss am Pumpengehäuse (Bild 3;

Position 3). Wurde die «MIN»-Markierung

unterschritten, ist die Anlage in der Regel zu

entlüften. <

Möchten Sie noch mehr Lesestoff in dieser

Richtung? Dann sind Sie bei der Fachzeitschrift

«auto&wissen» an der richtigen Adresse.

AUTOINSIDE | Dezember 201921


ÖL & SCHMIERMITTEL

Ölwechselkonzept Dynco

100 000 Kilometer sind

keine «Lebensdauer»

Automatikgetriebe werden oft als «wartungsfrei» angepriesen. Laut Herstellern verfügen sie über eine sogenannte «Lebensdauerbefüllung»

mit Getriebeöl. Doch nach hunderttausenden Schaltvorgängen wirken sich Abriebe und Scherkräfte negativ

auf das Öl und das Getriebe aus. Hier kann der Garagist gegenüber seinen Kunden punkten. Sandro Compagno

Demonstration vor Ort: Bernhard Flöck präsentiert interessierten Garagisten die Handhabung des neuen Geräts.

Die Praxis der letzten Jahre hat gezeigt, dass

eine Spülung des Getriebeöls nach 80 000

bis 120 000 Kilometern empfehlenswert ist.

Für den Garagisten ist diese Dienstleistung

ein Zusatzgeschäft, das der Autobesitzer erst

noch sprichwörtlich selbst «erfahren» kann.

Mit den Dynco-Spültagen hat Motorex im

Laufe des Herbsts zahlreichen Garagisten an

einem Werkstattseminar zentrales Wissen

über Automatik- und Doppelkupplungsgetriebe

sowie die Aufgaben des Automatikgetriebeöls

(ATF = Automatic Transmission

Fluids) vermittelt. Gleichzeitig präsentierte

Motorex den Teilnehmenden live sein neues

Dynco-Spülgerät.

In Automatikgetrieben überträgt das ATF

die Kräfte des Schaltvorgangs. Bei hybriden

Getrieben unterstützt auch ein ans Getriebe

gekoppelter Elektromotor den Vortrieb, der

weitere Leistung und Wärme produziert.

So werden Drehmomente von bis zu 900

Newtonmeter übertragen. Verfügten die

Automatikgetriebe früher nur über wenige

Gänge, so sind heute oft acht oder mehr

Schaltstufen Standard. Der Grund liegt in

der Nutzung des optimalen Drehzahlbereichs

bei gleichzeitiger Reduktion von Verbrauch

und Emissionen. Diese Entwicklung

führt zu deutlich höheren Anforderungen

an das ATF.

Das reine Ablassen und Neubefüllen, wie

es früher oft gemacht wurde, genügt den

heutigen Anforderungen nicht mehr. Es

reicht nicht aus, um die vollständige Menge

22

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


ÖL & SCHMIERMITTEL

an Getriebeöl auszutauschen. Bis zu 60 Prozent

des alten Öls bleiben beim manuellen

Ölwechsel im Getriebe. Dazu kommt, dass

heute nicht mehr alle Getriebe über eine demontierbare

Ölwanne verfügen und somit

der Wechsel des ATF-Filters teilweise den

Ausbau des Getriebes bedingt.

Mit dem neuen Motorex Dynco-Spülgerät

wird der gesamte Systeminhalt in einem

Spülvorgang gegen frisches ATF gewechselt.

Dazu werden beispielsweise die am Getriebe

aussenliegenden Anschlüsse des Automatenöl-Kühlers

genutzt. Mit der Beigabe

des entsprechenden Pre-Flush-Additivs von

Motorex in die alte ATF-Ölfüllung können

Ablagerungen gelöst und abgeführt werden.

Die Steuerung ist computergestützt, selbsterklärend

und kann auch von unerfahrenen

Werkstattmitarbeitern bedient werden.

Zusätzlich können über den Dynco Reinigungs-

und Pflegeadditive in den Service

integriert werden. «Das ist technisch sinnvoll

und bedeutet ein Zusatzgeschäft für die

Werkstatt», verspricht Motorex-Projektleiter

Bernhard Flöck, der das neue Gerät mitentwickelt

hat und an den an Dynco-Spültagen

vorstellte.

NEUESTE BÜRSTENTECHNOLOGIE

WAVETECH SPEZIELL UND EINZIGARTIG

1. Grössere Waschkraft

2. Bessere Reinigung auch an kritischen Stellen

3. Gleichmässige Reinigung

4. Unglaublich schonend

5. Selbstreinigungseffekt

6. Schnelle Trocknung

7. Umwerfendes Aussehen

«Eine enorme Zeitersparnis»

Herr Flöck, wofür steht der Begriff Dynco?

Bernhard Flöck, Motorex-Projektleiter Dynco:

Dynco bedeutet «Dynamic Fluid Controller».

NEUESTE BÜRSTENTECHNOLOGIE

Das Spülgerät Motorex Dynco.

zwischen drei und fünf Minuten. Hinzu kommen

zehn Minuten Spülprogramm, das durch die

Zugabe eines speziellen Additives automatisch

Die Abkürzung nimmt Bezug auf den vollautomatischen

eingeleitet wird.

«Das Dynco-Gerät misst die Temperatur

Spülprozess, der das Getriebe

mit der exakt richtigen Menge an frischem Wann führt man dem Getriebe das

des Öls und dessen spezifisches WAVETECH Gewicht SPEZIELL Schmierstoff UND EINZIGARTIG befüllt.

Spüladditiv bei?

und kann das benötigte Volumen vollautomatisch

berechnen und einfüllen», 2. Bessere erklärt Reinigung auch Muss an kritischen das Gerät Stellen an eine Steckdose

1. Grössere Waschkraft

Das Spüladditiv wird dem Getriebeöl vor der

Spülung vollautomatisch zugeführt. Das alte

3. Gleichmässige angeschlossen Reinigung werden?

ATF wird so in ein Spülöl umgewandelt und

Flöck. Dass der Prozess vollautomatisch ablaufe,

spare dem Werkstattmitarbeitenden an die 12-Volt-Batterie des Fahrzeugs an-

erübrigt sich der Einsatz eines eigentlichen

4. Unglaublich Nein. schonend Das Gerät kann mobil mittels Klemmen entfernt effizient Ablagerungen. Dadurch

5. Selbstreinigungseffekt

Zeit, die er für andere Arbeiten nutzen kann. geschlossen werden.

Spülöls. Es muss also nur die originale Systemfüllmenge

gewechselt werden, was eine

6. Schnelle Trocknung

Das Dynco-Spülgerät ist dank passenden 7. Umwerfendes Wie Aussehen lange dauert eine Getriebeöl-Spülung

www.aquaramaswiss.ch

enorme Kostenersparnis in der Anwendung

Adaptern für Automatik- und Doppelkupplungsgetriebe

im Schnitt?

gegenüber anderen Systemen mit sich bringt.

mit Schmierstoffzirkulation

Der eigentliche Wechsel des gesamten ATF-

Systeminhalts von zehn bis 15 Litern dauert

aller Fahrzeugmarken geeignet. <

WAVETECH SPEZIELL UND EINZIGARTIG

- Grössere Waschkraft

- Bessere Reinigung auch an kritischen Stellen

- Gleichmässige Reinigung

- Unglaublich schonend

- Selbstreinigungseffekt

- Schnelle Trocknung

- Umwerfendes Aussehen

NEUESTE BÜRSTENTECHNOLOGIE

AUTOINSIDE | Dezember 201923


ÖL & SCHMIERMITTEL

Valvoline

«Gute Qualität, attraktiver Preis»

Die Touring Garage Eglisau GmbH ist ein KMU, wie es typisch ist für das Schweizer Autogewerbe. Mit vier

Mitarbeitern führt Inhaber Zoran Ivanovski die Kia-Vertretung im Zürcher Unterland. Seit Jahren arbeitet die

Touring Garage exklusiv mit Valvoline.

sco. Als einer der weltweit grössten Hersteller

im Bereich Öle und Schmiermittel produziert

Valvoline ein umfassendes Sortiment an

Motorenölen, Achs- und Getriebeölen, Hydraulikölen,

Industrieölen, Schmierfetten, Kühlmitteln,

Additiven und Pflegeprodukten. Für

Zoran Ivanovski und seine Mitarbeiter steht jedoch

nicht die breite Produkte-Palette im Vordergrund,

ganz im Gegenteil: «Valvoline bietet

mir eine grosse Flexibilität. Mit zwei oder drei

Motorenölen kann ich ein sehr breites Segment

an Fahrzeugen abdecken.» Er habe in seinem

Betrieb schlicht nicht den Platz, «sieben

verschiedene Öle zu lagern», sagt Zoran Ivanovski

und ergänzt: «Natürlich haben wir auch

exklusivere Fahrzeuge im Service, die spezielle

Motorenöle benötigen. Diese liefert uns Generalimporteur

Krautli in passenden Mengen.»

«Heinz Meier wollte, dass die Garage als Familienbetrieb

weitergeführt wird», erzählt Zoran

Ivanovski. Er und sein Bruder hatten in unmittelbarer

Nachbarschaft einen kleinen Garagenbetrieb

aufgebaut. Man kannte und schätzte

sich und wurde 2011 handelseinig. Mittlerweile

konzentriert sich die Touring-Garage im

Neuwagengeschäft auf die koreanische Marke

Kia. Daneben bieten Zoran Ivanovski und

sein Team sämtliche Dienstleistungen rund

ums Fahrzeug an: Fahrzeugchecks (unter anderem

den AutoEnergieCheck), Reparaturen,

Carrosserie- und Lackarbeiten, Fahrzeugpflege

bis hin zur Schadenabwicklung. Immer dabei:

Die Öl- und Schmiermittelmarke mit dem

ikonischen «V». <

Seit rund zwei Jahren vertreibt Krautli

(Schweiz) AG Valvoline exklusiv in der

Schweiz. «Was der Garagist im Tagesgeschäft

braucht, hat Valvoline im Angebot», sagt Giuseppe

Orfanò, Leiter Market-Management/

Einkauf bei Krautli. Valvoline versteht sich als

Komplettanbieter vom Personenwagen über

Nutzfahrzeuge bis zu Landmaschinen und Industrieanwendungen.

Weltweit ist die Marke

mit dem ikonischen «V» in rund 160 Ländern

aktiv und verfügt über ein Portfolio von mehr

als 400 Produkten.

«Mit Valvoline offerieren wir den Schweizer

Garagisten eine Marke mit einem herausragenden

Preis-/Leistungsverhältnisse», wirbt

Krautli-Geschäftsführer Flavio Zani für die

Produkte aus den USA. Dieses Preis-/Leistungsverhältnis

und die gute Qualität streicht

auch Garagist Zoran Ivanovski heraus. Seit

Jahren arbeitet die Touring Garage in Eglisau

schon mit Valvoline. «Die Zusammenarbeit

ging noch auf meinen 2014 verstorbenen

Bruder Goce zurück», erinnert sich Zoran

Ivanovski. Das Brüderpaar übernahm die Touring

Garage vor acht Jahren von Vorbesitzer

Heinz Meier. Dieser hatte die damalige Toyota-

und Kia-Vertretung lange Jahre mit Erfolg

geführt, aber keinen Nachfolger in der Familie

gefunden.

Zoran Ivanovski von der Touring Garage Eglisau GmbH setzt auf Valvoline.

24

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


Ersatzteile

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NUTZFAHRZEUGE

10. Transport-CH

Ein voller Erfolg

zum Jubiläum

Die 10. Transport-CH in Bern unter dem Motto «eVolution» war einmal

mehr ein wahrer Besuchermagnet. Vor allem die verschiedenen neuen

Antriebstechnologien und die immer zahlreicheren Dienstleistungsangebote

rund um Trucks begeisterten die Besucherinnen und Besucher.

Jürg A. Stettler und André Bissegger

Die Schweizer Armee zeigte Swissint-Spezialfahrzeuge.

Jedes Detail zählt: Letzte Vorbereitungen bevor die Besucher kommen.

Renault feierte sein Jubiläum stilecht.

Einmal mehr war die Leitmesse der Schweizer

Nutzfahrzeugbranche ein voller Erfolg. 35 515 Besucherinnen

und Besucher strömten vom 14. bis am 17. November in die

Hallen und auf das Freigelände der Bernexpo und liessen sich

während der vier Tage von den Neuheiten und Trends faszinieren.

OK-Präsident

Dominique Kolly hatte

die Jubiläumsausgabe der

Transport-CH im Beisein von

rund 400 geladenen Gästen feierlich eröffnet.

Er sprach von einer Ehre und blickte auf

die Entwicklung der Messe zurück (mehr dazu auf Seite 32). «Wir

26

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


NUTZFAHRZEUGE

Der neue Actros als «Edition 1» von Mercedes

stiess auch wegen seiner «MirrorCams» auf grosses

Interesse.

sind mitten

in einer

Evolution, was unsere

Branche, aber auch unsere Messe

betrifft. Wir stehen fast schon am Beginn

einer Revolution für die Branche, was die ganzen neuen Antriebstechnologien,

aber auch mögliche Nischen und neue Geschäftsfelder

angeht», erklärte der Präsident der AGVS-Nutzfahrzeug-

Kommission.

Dass alternative Antriebstechnologien nicht nur bei den Personenwagen

auf dem Vormarsch sind, zeigte sich an der Transport-CH vor

Fortsetzung Seite 28

AUTOINSIDE | Dezember 201927


NUTZFAHRZEUGE

allem bei den verschiedenen umweltschonenden

LKW-Varianten. Die beiden Grossverteiler

Coop und Migros unterstrichen

dies auf dem Freigelände mit einem Brennstoffzellen-

respektive einem Elektro-LKW.

Beim Elektro-LKW handelte es sich nicht mehr

um einen vom Schweizer Umrüstspezialisten

E-Force-One zusammen mit Iveco Schweiz entwickelten

elektrischen 18-Tönner, der noch vor

zwei Jahren an der Transport-CH zu sehen war.

Vielmehr zeigte die Migros einen von zehn

vollelektrischen Vorserien-Actros von Mercedes.

Die Deutschen waren einer von mehreren

Herstellern, die an der Jubiläumsmesse mit

einem eigenen Elektro-Truck mit einem Gesamtgewicht

von 26 Tonnen vorfuhren.

Spannend bei Mercedes war natürlich auch der

neue Actros als «Edition 1». Er ist als erster Serien-LKW

mit sogenannten «MirrorCams» ausgestattet,

die kleiner sind als herkömmliche

Seitenspiegel. Die in und entgegen der Fahrtrichtung

klappbaren Kameraarme entdeckten

fachkundige Besucherinnen und Besucher übrigens

auch an den kleineren Mercedes Acros

auf Ständen mehrerer Aufbau-Spezialisten.

Discounter Lidl präsentierte in Bern einen mit

LNG/LBG, also verflüssigtem CNG oder gar

Biogas, angetriebenen Lastwagen, der dank

des Gasantriebs nicht nur umweltschonender,

sondern auch leiser unterwegs ist als ein

Diesel. Hersteller Volvo zeigte mit dem I-Save

einen spannenden Diesel-Truck sowie mit

dem FE Electric einen mit bis 300 kWh aus

6-Lithium-Ionen-Akku angetrieben vollelektrischen

LKW.

Die drei Medaillengewinner der SwissSkills, Florent Lacilla, Damian Schmid und Steve Rolle, zusammen mit Olivier

Maeder vom AGVS (von links).

Auf grosses Interesse stiess der F-Max des

türkisch-amerikanischen Joint-Ventures Ford

Trucks. Die Sattelzugmaschine mit Mega-Cab,

12,7-Liter-Ecotorq-Motor (500 PS, 2500 Nm) ergatterte

den begehrten Preis «Truck of the Year

2019» und war erstmals in der Schweiz zu sehen.

Im Zuge einer globalen Wachstumsstrategie

nutzte Ford Trucks die Transport-CH nicht

nur dazu, dem Publikum sein neues Fahrzeug

näherzubringen, sondern auch, um mögliche

Händler und Werkstätten in der Schweiz zu

finden. Denn bis 2021 will das Joint-Venture

auch in Deutschland, Österreich und der

Schweiz präsent sein und den F-Max hierzulande

auf die Strasse bringen.

In die Zukunft und zugleich in die Vergangenheit

blickte Renault: Die Franzosen brachten

mit dem roten Berliet Type 1 CB aus dem

Jahr 1921 einen wunderschönen Oldtimer

nach Bern und liessen mit der Sonderedition

des T-Modells zu Ehren des legendären französischen

Lastwagenbauers Berliet auch ihre

glorreiche Herkunft aufleben. Sie werden sich

übrigens ab 2020 innerhalb der Volvo Group

wieder eigenständig positionieren, um das Profil

der Marke weiter zu schärfen. Geleitet wird

die Renault Trucks (Schweiz) AG neu von Tarcis

Berberat.

Schweizer Premiere feierte an der Messe der S-

Way von Iveco. Dessen Premiere nutzte Thomas

Rücker, Geschäftsführer Iveco Schweiz,

um die Vertragsverlängerung mit Iveco-Botschafter

und Schwingerkönig Christian Stucki

um weitere drei Jahre bekannt zu geben. Der

140 Kilo schwere Spitzenschwinger ist seit

neun Jahren als Chauffeur im 60-Prozent-Pensum

auf Schweizer Strassen unterwegs und

liess es sich nicht nehmen, die neusten Trends

der Branche selbst genauer unter die Lupe zu

nehmen.

«Wir wollen unseren Kunden unsere Neuheiten

präsentieren und zwar die ganze Palette, also

von Motorenkonzepten bis zu den Kabinen.

Auch ist die Transport-CH ein Ort, um sich auszutauschen

und den Kunden Danke zu sagen.»

Tobias Schönenberger, Leiter Marketing und

Kommunikation, Scania Schweiz AG

«Wir wollen mit dem neuen F-Max, den wir

hier erstmals in der Schweiz zeigen, weitere

Märkte erschliessen. Ab 2020 und 2021 wollen

wir auch in der Schweiz, Deutschland und

Österreich präsent sein. Daher ist die Transport-CH

ideal, um unser Produkt zu zeigen und

um potenzielle Händler und Werkstatt-Partner

zu finden.»

Özenç Kirandi, Managing Director DACH Region Ford

Trucks

«Wir wollen die Kunden in der Schweiz von

unseren Produkten überzeugen und zeigen, was

wir können. Für uns ist klar: Die Transport-CH

ist nicht nur eine Ausstellung, sondern eine Verkaufsmesse.

Und natürlich wollen wir 125 Jahre

Renault Trucks mit unseren Kunden feiern.»

Tarcis Berberat, Vice President und Managing Director

Renault Trucks Region AdriAlps

28

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


NUTZFAHRZEUGE

«Die Transport-CH ist der Branchentreffpunkt

Nummer 1. Alle, die mit Transportlogistik zu

tun haben, sind hier und wir wollen ein Teil

davon sein. Wir möchten unsere Produkte und

Dienstleistungen zeigen und unsere Kunden

aus erster Hand darüber informieren, wohin

die Reise geht.»

Daniel Bernhard, Managing Director Man Truck & Bus

Schweiz AG

«Die Transport-CH ist ein Messeformat, das sich

bewährt hat. Uns ist vor allem auch der 2-Jahres-

Rhythmus alternierend zur IAA wichtig. Auch

halten sich die Investitionen für die Aussteller an

der Transport-CH in Grenzen. Das ist ein Grund,

weshalb alle hier sind. Ich bin überzeugt, das

Format hat Zukunft.»

Jürg Brunner, Head of Sales, Mercedes-Benz Trucks

Schweiz AG

«An der Transport-CH kann die Branche

zeigen, dass sie bezüglich Umweltdiskussion

alles macht, um den Anforderungen technisch

gerecht zu werden. Und sie ist natürlich ein

guter Ort, um das Netzwerk zu pflegen.»

Reto Jaussi, Direktor des Schweizerischen

Nutzfahrzeugverbands Astag

Dazu gehörten auch Modelle von Truck- und

Bus-Hersteller Man. Hier fiel nicht nur die Studie

eines vollelektrischen Lastwagens für den Stadtbereich

mit Kabine samt tiefen, busähnlichen

Einstiegstüren und grossen Fensterflächen auf,

sondern vor allem das umfassende Dienstleistungsangebot.

Daniel Bernhard, Managing Director

Man Truck & Bus Schweiz AG, erklärte:

«Wir wollen unseren Kunden nicht nur Fahrzeuge

verkaufen, sondern auch über die Garantiedauer

hinaus Dienstleistungen anbieten. Daher

wollen wir unser Angebot im Bereich der Miete

oder auch der Inzahlungsnahme ausbauen.»

Scania offenbarte in Bern die ganze Bandbreite

der alternativen Antriebsmöglichkeiten und

unterstrich damit sein branchenweit grösstes

Angebot in diesem Bereich. Besonders viel

Aufmerksamkeit wurde Scanias Hybrid-LKW

R 450 geschenkt. Er ist mit einem von Siemens

entwickelten Stromabnehmer ausgestattet und

kann sich so wie ein Tram oder Zug während

der Fahrt mit Strom aus einer Oberleitung versorgen

nur einer von vielen spannenden Ansätzen

und Innovationen an der Transport-CH.

Auf grossen Anklang stiess auch die rund 600

Meter lange Teststrecke, auf der die Besucherinnen

und Besucher Fahrzeuge verschiedenster

Kategorien mit Gas- oder Elektroantrieb

Probe fahren konnten. Darunter waren neuste

Lieferwagen mit Elektroantrieb wie etwa der

Man eTGE, der Mercedes eVito oder der Master

Z.E. von Renault. Das grosse Interesse an

Lieferwagen und leichten Sattelschleppern mit

bis zu 3,5 Tonnen Gesamtgewicht und ihren alternativen

Antrieben erstaunte nicht: Ab 2020

gilt auch für diese Fahrzeuge erstmals ein CO 2

-

Zielwert. Wird dieser aktuell auf 147 g/km

festgelegte Wert überschritten, werden für die

Importeure wie bei den Personenwagen

Sanktionen fällig. Was sich früher oder später

auf die Preise der Fahrzeuge auswirken dürfte.

Die Aussteller engagierten sich nicht nur bezüglich

neuer «Brummis» stark, sondern auch beim

Fortsetzung Seite 30

«Die Transport-CH ist die Messe, bei der sich

die gesamte Branche trifft. Und sie ist ein

Anlass für die Kunden. Es geht um Kaufen, Verkaufen

und das Netzwerk pflegen. Hier kann

man zeigen, was man kann schliesslich hat

man das ganze Jahr nie mehr Zielpublikum

als an der Transport-CH.»

Roland Gruber, Direktor Vertrieb Volvo Trucks

«Wir haben uns mit jeder Austragung weiterentwickelt.

Auch bei der 10. Austragung

geht die Transport-CH wieder einen Schritt

voran. Wir wollen der Branche nicht nur

während der vier Tage der Messe in Bern eine

ausgezeichnete Plattform bieten, sondern

während des ganzen Jahres. Daher lancieren

wir das Portal tch.online.»

OK-Präsident Dominique Kolly

«Die Transport-CH hat sich stetig weiterentwickelt

und ist heute eine stattliche

Messe. Hier finden gute Gespräche statt, sie

ist eine hervorragende Basis für die Kundenpflege

und wir haben Spass hier. Auch gelingt

der Messe der Schulterschluss mit dem

Aufbautengewerbe.»

Thomas Rücker, Managing Director Iveco Schweiz AG

AUTOINSIDE | Dezember 201929


NUTZFAHRZEUGE

breiten Angebot an Aufbauten, Individualisierungsmöglichkeiten,

Werkstattausrüstungen,

Flottenmanagement oder ganz allgemein im Aftermarket.

Sie trugen so dazu bei, die Jubiläumsmesse

der Schweizer Nutzfahrzeugbranche zu

einem gelungenen Erlebnis zu machen. Gut besucht

war dabei auch der Stand der Schweizer Armee,

die auf dem Aussengelände Swissint-Spezialfahrzeuge

zeigte. Diese werden im Rahmen der

KFOR-Einsätze zur Friedensförderung eingesetzt.

Ebenfalls präsent war der AGVS. Er setzte voll

auf die Karte Ausbildung und arbeitete mit

der Armee, Astag, Auto-Schweiz, Carrosserie

Suisse, Les Routiers Suisses, SAA, VFFS sowie

VSDT zusammen. An einem gemeinsamen

Stand in Halle 2.1 gleich beim Haupteingang

wurde unter dem Motto «Berufswelt Mobilität»

über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten

in der Nutzfahrzeug- und Transportbranche

orientiert. «Wir zielten mit unserem

Standkonzept vor allem auf Jugendliche. Ihnen

wollten wir unsere Berufe näherbringen»,

sagte Arjeta Sulejmani vom AGVS-Bildungsteam

und Verantwortliche für den Standauftritt.

Sie war mit der Resonanz auf den

Messeauftritt in Bern sehr zufrieden und freut

sich bereits jetzt auf die 11. Austragung der

Schweizer Nutzfahrzeuge Leitmesse, die vom

11. bis 14. November 2021 stattfinden wird. <

esa.ch

Schmierig und stolz darauf.

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NUTZFAHRZEUGE

10. Transport-CH

«Wir sind eine Vorzeigebranche»

Die Nutzfahrzeug-Branche feiert sich an der Transport-CH selbst. Völlig zu Recht: Sie ist die Versorgungsader der Schweiz

und sorgt für den Wohlstand der Gesellschaft. André Bissegger

Als OK-Präsident Dominique Kolly die Jubiläumsaustragung

der Transport-CH vor über

400 geladenen Gästen eröffnete, sprach er

von einer grossen Ehre. «Den Stellenwert, den

sich die Branche in der Öffentlichkeit erarbeitet

hat, erfüllt mich mit Stolz», sagte er. Kolly

sprach damit die Entwicklung an, welche sie

in den vergangenen 20 Jahren durchgemacht

hat. «Heute sind wir eine Vorzeigebranche»,

betonte er.

Inzwischen hätten auch die Politiker verstanden,

welche wichtige Rolle die Schweizer

Nutzfahrzeugbranche für die gesamte

Gesellschaft innehat. Dies zeigt sich auch

an den regelmässigen Besuchen von Bundesräten

an der Fachmesse. «Wir werden nicht

mehr als Aussätzige, sondern vielmehr als

wichtiges Mitglied und Teil der Gesellschaft

angesehen.» Schliesslich habe die Branche

in den letzten Jahren wohl mehr fürs Klima

gemacht, als diejenigen, die die Strassen mit

Streiks blockierten.

Die Bedeutung der Nutzfahrzeugbranche hob

auch Reto Jaussi, Direktor des Schweizerischen

Nutzfahrzeugverbands Astag, hervor,

der sie schlicht als «die Versorgungsader der

Schweiz» bezeichnete. «Wir versorgen und entsorgen

die Schweiz, transportieren also beispielsweise

Waren und entsorgen Abfall», sagte

Jaussi. «Wenn unsere Branche nicht mehr

funktioniert, dann steht die Schweiz still.»

Dem schloss sich Urs Gerber, Managing Director

der Volvo Group (Schweiz) AG, an: «Die

Nutzfahrzeugbranche ist die Basis, damit wir

jeden Morgen etwas essen können. Wir sorgen

für den Wohlstand der Gesellschaft.»

Auch bezüglich Umweltbewusstsein sei die

Branche ein Vorreiter. «Und die Entwicklung

geht weiter.»

Ein Jubiläum bietet immer auch die Möglichkeit

einer Retrospektive beziehungsweise

einer Vorschau. Kolly nutzte die Gelegenheit

und liess die Entwicklung der Transport-CH

in seiner Ansprache Revue passieren von

einer regionalen Nutzfahrzeugmesse im Kanton

Freiburg zu einer nationalen Fachmesse.

«Die Philosophie haben wir nicht geändert.

Wir sind noch immer Nutzfahrzeug-Profis,

die eng mit der Branche verbunden sind, und

keine Messe-Profis», sagte er. Dies habe die

Transport-CH in all den Jahren wohl so erfolgreich

gemacht.

Die Leitmesse für Nutzfahrzeuge habe getreu

dem diesjährigen Motto «eVolution» selbst

eine Evolution durchgemacht, die noch nicht

abgeschlossen sei. So ist die Transport-CH seit

der ersten Austragung 1999 über all die Jahre

mit der ganzen Branche zusammengewachsen,

betonte der OK-Präsident. «Die Messe ist der

Genossen die Eröffnung: (v.l.) Charles-Albert Hediger

(AGVS-Zentralvorstand), Rolf Galliker (Galliker

Transporte AG) und AGVS-Präsident Urs Wernli.

Olivier Rihs (GIMS, links) und Pierre Daniel Senn

(AGVS-Zentralvorstand) im Gespräch.

Erhard Luginbühl (Luginbühl Fahrzeugtechnik AG,

links) und Giorgo Feitknecht (CEO der ESA).

32

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


NUTZFAHRZEUGE

Branchentreffpunkt und soll es auch bleiben.»

Dabei war der Umzug nach Bern der Start in

eine neue Ära. «Der neue Standort ermöglicht

uns, über 30 000 Besucher aus der Schweiz

und dem nahen Ausland zu begrüssen», sagte

Kolly. «Den Charme und den Charakter konnte

die Messe trotzdem behalten.» Und auch die

Authentizität sei geblieben.

Der OK-Präsident selbst, der seit Anfang an

dabei ist, hat nie daran gedacht, sein Amt aufzugeben.

«Es ist ein Vergnügen, für die Branche

zu arbeiten», sagte er. «Ich bin sehr glücklich

und werde nicht müde.» Dies zeigt sich

auch daran, dass bereits an der elften Ausgabe

gearbeitet wird. «Wir stecken all unsere Energie

und unsere Herzen in die nächste Ausgabe,

um sie noch besser zu machen.» <

Jean-Daniel Goetschi, CEO Transport-CH.

Transport-CH ist neu das

ganze Jahr

Dominique Kolly präsentierte anlässlich der

Eröffnung eine weitere Neuerung. «Wir wollen

der Branche nicht nur während der vier Tage

der Messe in Bern eine ausgezeichnete Plattform

bieten, sondern während des ganzen

Jahres», sagte er. Deshalb wurde das Portal

tch.online lanciert. Dort werden unter anderem

laufend News und weitere Angebote publiziert.

Dominique Kolly konnte Geschenke verteilen an Herzchirurg Thierry Carrel und Schwingerkönig Christian Stucki.

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NUTZFAHRZEUGE

Mobility-Forum

Die Nutzfahrzeugbranche auf dem

Weg in eine Zukunft ohne CO 2 ?

Wie transportieren wir unsere Güter in Zukunft? Elektrisch? Mit verflüssigtem (LNG) oder komprimiertem Gas (CNG)?

Mit Wasserstoff? Oder doch weiter mit Diesel, einfach synthetisch hergestellt? Mit dieser Frage beschäftigte sich

das Mobility-Forum an der Transport-CH. Sandro Compagno

Über 300 Personen nahmen am Mobility-Forum teil und beteiligten sich an den Diskussionen. (Bilder: Transport-CH/Christian Pfammatter)

Den Auftakt des Referatereigens, der vom

Schweizer Fahrlehrerverband (SFV) gemeinsam

mit dem Mobility-Forum organisiert

wurde, machte einer, der sich seit 2007

auf bundespolitischem Parkett mit Fragen

zur Nachhaltigkeit beschäftigt: Bastien Girod,

Nationalrat der Grünen und einer der

Sieger des politischen Herbsts, trat nicht

als Politiker vor die rund 300 Teilnehmenden,

sondern als Umweltwissenschaftler

und Privatdozent an der ETH. Seine Meinung

zu künftigen Antriebstechnologien

scheint gemacht. «Wenn ich wetten müsste,

dann würde ich auf die Elektromobilität

wetten», sagte der Vater zweier Töchter,

der das Mobility-Forum (nicht nur) scherzhaft

als «erweiterten Elternabend» bezeichnete.

Der Kampf gegen die Klimaerwärmung

sei schliesslich nichts anderes als der Kampf

um den Lebensweg der Kinder, so Girod.

Der Bundesrat hat im Sommer beschlossen,

dass die Schweiz ihren CO 2

-Ausstoss bis

2050 auf netto Null absenken wird. «Diese

Zielsetzung hat die Konsequenz, dass

eigentlich bereits ab 2035 keine Fahrzeuge

mehr zugelassen werden dürfen, die mit

fossilen Treibstoffen betrieben werden», folgerte

Girod. Schliesslich betrage die Lebensdauer

eines Autos heute rund 15 Jahre.

Von synthetischen Treibstoffen hält der

grüne Nationalrat aus Zürich wenig. Das erinnere

ihn an den «Sailing Ship Effect», als

im 19. Jahrhundert die ersten mit Dampf betriebenen

Schiffe gebaut wurden: Als Antwort

auf die dampfgetriebene Konkurrenz

entwickelten die Hersteller von Segelschiffen

damals zahlreiche technologische Verbesserungen,

die die Marktfähigkeit der

Segelschiffe über lange Zeit erhielten, und

wurden am Ende doch obsolet. Die Politik

müsse technologieoffen bleiben, meinte Girod:

«Aber der Vorsprung der Elektromobilität

ist nur schwer aufzuholen.»

Einen ganz anderen Ansatz vertrat mit Christian

Bach der zweite Wissenschaftler, der am

Mobility-Forum auftrat. Der Abteilungsleiter

Fahrzeugantriebssysteme der Empa stellte

klar, dass das CO 2

-Problem mit dem Wechsel

der Antriebstechnologie nicht zu lösen sei:

«Das Antriebskonzept ist sekundär.» Für Bach

kommen synthetische Treibstoffe, hergestellt

aus erneuerbarer Elektrizität, eine Schlüsselrolle

im Energiesystem der Zukunft zu. «Wir

dürfen nicht mit Scheuklappen nur auf eine

Technologie schauen», forderte Bach. Um die

CO 2

-Emissionen zu senken, sei ein Wechsel

von fossilen auf erneuerbare Energieträger vonnöten

«und nicht vom Verbrenner auf Elektro».

Auf Kurzstrecken sei das Elektrofahrzeug

ideal, auf langen Strecken werde es den Verbrennungsmotor

weiter brauchen.

Wichtig sei, Überschüsse aus erneuerbarer

Elektrizität zu nutzen und vor allem zu speichern.

Heute übernehme das Ausland für die

Schweiz die Rolle des Stromspeichers, so Bach,

indem es uns im Sommer Strom abnimmt

und im Winter liefert. Mit der Umstellung von

Atom- und Kohlekraft auf Wind- und Sonnenenergie

werde das immer weniger möglich

sein. Ganz Europa werde im Sommer zu

viel und im Winter zu wenig erneuerbaren

Strom produzieren. Es brauche deshalb synthetische

Treibstoffe, um die überschüssige

Elektrizität zu nutzen, so Bach: «Wir haben

auf der Welt kein Energieproblem, wir haben

nur ein CO 2

-Problem.»

Synthetisch herstellen lassen sich heute CNG,

LNG, E-Diesel, E-Benzin und Wasserstoff. Die

Brennstoffzellen-Technologie war für meh-

34

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


NUTZFAHRZEUGE

rere Referenten ein Thema, auch für Rainer

Deutschmann, Leiter Transport & Logistik

bei der Migros. Wasserstoff habe ein klassisches

Huhn-Ei-Problem, sagte Deutschmann:

Solange keine Tankstellen verfügbar sind, gibt

es keine Fahrzeuge und solange keine Fahrzeuge

verkehren, baut niemand eine Tankstelle.

Die Lösung sieht der Migros-Mann in

der Wortkreation «Coopetition» Kooperation

unter Wettbewerbern. So engagiert sich

die Migros gemeinsam mit Coop und weiteren

Partnern im Verein H2 Energy.

Neben Wasserstoff ist die Migros auch im Bereich

der Elektromobilität und mit CNG aktiv.

Gemeinsam mit Hersteller Iveco und

den St. Galler Stadtwerken als Energielieferant

unternimmt der orange Riese in der Ostschweiz

einen Feldversuch mit CNG-Trucks,

die mit Schweizer Biogas betrieben werden.

«Der CNG-Motor ist ein Verbrennungsmotor,

der praktisch keine CO 2

-Emissionen verursacht.

Die Technologie existiert. Leider wird

sie vom Bund nicht gefördert», stellte Deutschmann

fest. Im Gegensatz zu Elektro-LKW sind

mit Biogas betriebene LKW nicht von der

leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe

(LSVA) befreit.

Referierte als Umweltwissenschaftler und nicht als Politiker: Nationalrat Bastien Girod.

CNG war auch Thema nach dem Lunch: Dominik

Moor, Fleet Manager Seat in der Schweiz,

nutzte die Bühne und warb leidenschaftlich

für diese Technologie, die auf dem Ottomotor

basiert, aber trotzdem zu den «Alternativen»

gerechnet wird. In den letzten Monaten

stiegen die Absatzzahlen von CNG-Fahrzeugen

deutlich an, so Moor: «Aber es gibt noch

viel Potenzial.» Seat glaube an dieses Potenzial

und setze aus «grösster Überzeugung» auf

CNG: «Wir sprechen deshalb auch nicht von

CNG als Brückentechnologie, sondern sehen

Erdgas und Biogas langfristig als echte Alternative.»

Den anwesenden Fahrlehrern machte

Moor gleich ein konkretes Angebot für CNG-

Fahrzeuge. Auf die Frage von Moderatorin

Karin Frei nach der emotionalen Komponente

dieser Autos, die sich äusserlich nicht von

Benzin- oder Dieselfahrzeugen unterscheiden,

meinte der Seat-Mann mit einem Schmunzeln:

«Wenn ich für 20 Franken volltanken kann,

dann ist das schon emotional …»

Astra-Direktor Jürg Röthlisberger verspricht sich einen Innovationsschub für die Schweiz.

Der Wasserstoffantrieb und die Brennstoffzelle

kommen nicht irgendwann, sondern

schon übermorgen. Thomas Walter, Mitglied

der Geschäftsleitung bei H2 Energy, erinnerte

an das Joint Venture «Hyundai Hydrogen Mobility»

mit dem koreanischen Hersteller Hyundai,

das bis 2023 nicht weniger als 1000 Brennstoffzellen-Trucks

in die Schweiz bringen will

und unserem Land eine Vorreiterrolle in der

Nutzung dieser Technologie bescheren wird.

In der gleichen Zeit wollen die Tankstellenbetreiber

Avia, Agrola, Coop, Migrol, Shell, Socar

und Tamoil ein Netz von 30 H2-Tankstellen in

der Schweiz aufbauen.

H2 Energy setzt bewusst auf Nutzfahrzeuge,

die dieser Technologie zum Durchbruch verhelfen

sollen: Einerseits ist ein LKW für den

Tankstellenbetreiber allein schon durch den

Verbrauch viel lohnender als ein PW. Auf der

anderen Seite hofft Walter, dass mit den LKW

auch die Nachfrage nach H2-Personenwagen

steige: «Fakt ist, dass die Schweiz in vier Jahren

die grösste Wasserstoff-Flotte der Welt betreiben

wird!» Thomas Walter machte keinen

Hehl daraus, dass die grossen Tankstellenbetreiber

auch ein handfestes kommerzielles Interesse

daran haben, dass die Autofahrer und

Camionneure ihren Treibstoff weiterhin an

der Tanke beziehen und nicht an der Steckdose:

Die Tankstellen-Shops sind ein lukratives

Geschäft.

Keine Tankstellen, aber Schnellladestationen

an allen 130 Rastplätzen des Astra versprach

Jürg Röthlisberger, Direktor des Bundesamts

für Strassen (Astra). Röthlisberger

zeigte in seinem Referat auf, wie gering der

Anteil der Schweiz an den globalen CO 2

-Emissionen

tatsächlich ist. Das bedeute aber nicht,

dass wir untätig bleiben dürfen: «Jeder muss

vor der eigenen Türe kehren.» Röthlisberger

verspricht sich einen Innovationsschub für die

Schweiz. Die «Konkurrenz der Antriebssysteme»

auf dem Weg in eine dekarbonisierte Zukunft

unterstütze die Schweiz.

Fazit: Brennstoffzelle, Wasserstoff, synthetisches

Gas der Weg in die Zukunft dürfte

zahlreiche Fahrspuren umfassen. <

AUTOINSIDE | Dezember 201935


VERBAND & SEKTIONEN

«Tag der Schweizer Garagisten» 2020

«Trend zu einer fossilfreien

Mobilität wird andauern»

Die Heftigkeit der Klimadebatte war in der erlebten Form nicht vorhersehbar, sagt Politologe Claude Longchamp. Klar für

ihn ist aber, dass die globale Herausforderung Auswirkungen auf die Autobranche haben wird, indem sie deren Angebote

verändert. Reinhard Kronenberg

Claude Longchamp, Sie werden am nächsten «Tag der Schweizer

Garagisten» über gesellschaftliche Trends und ihre Folgen für das

Autogewerbe referieren. Wie relevant ist die «Klimadebatte» für das

Autogewerbe?

Claude Longchamp: Auf jeden Fall relevant, da sie ein globales Thema

ist und die internationale und national Politik beeinflusst. Das globale

Problem wird die Angebote der Autoindustrie verändern. Die Politik

wiederum wird die Rahmenbedingungen für Produzenten und Konsumenten

neu bestimmen.

Was genau macht einen gesellschaftlich relevanten Trend aus?

Trends sind neue Auffassungen, die eine bisher nicht bekannte Veränderung

auslösen. Gesellschaftliche Trends sind demnach Änderungen

von Auffassungen, die das Zusammenleben betreffen. Relevanzkriterien

sind dabei beispielsweise die Nachhaltigkeit der Änderungen und das

Ausmass der Betroffenen. Hinzu kommen Akteure, die die Änderungen

beschleunigen oder bremsen wollen.

Können Trends bereits in einem frühen Stadium erkannt werden?

Und wenn ja, wie?

Ja und nein. Mit der Beobachtung neuer Trends beschäftigt sich die

Früherkennung. Sie stellt entweder auf besonders sensible Gruppen ab,

wie beispielsweise die Wissenschaft, oder aber auf Akteure mit grosser

Durchsetzungskraft. Das wären dann exemplarisch Medien, Regierung

und Parlament. Die Krux ist allerdings, die Nachhaltigkeit solcher Veränderungen

einzuschätzen. Veränderungen der öffentlichen Meinung

sind das nicht zwingend, strukturelle Veränderungen hingegen schon.

Meistens geht es aber um Wertewandel, anhaltende zähflüssige Veränderungen

mit nicht eindeutigen Folgen.

Welche Rolle spielen die Medien, wenn es darum geht, ob sich

ein Trend durchsetzt oder nicht?

Massenmedien sind dazu da, Veränderungen öffentlich zu machen, damit

sie gesellschaftlich und politisch verhandlungsfähig werden. Medien

haben aber auch eigene Gesetzmässigkeiten: Sie sind sprunghaft,

«trenden» sehr schnell, wenden sich aber auch rasch davon ab, wenn

ihnen ein Zyklus wieder vorbei scheint. Relevant sind Medien vor allem

bei vorherrschenden Themen. Da sind sie eindeutige Verstärker. Bei verdrängten

Problemen ist das erwünscht, bei offensichtlichen manchmal

auch penetrant. Das setzt eine informationsoffene, aber medienkritische

Haltung der Nutzer voraus.

Was kann der einzelne Garagist machen, um von der künftigen

Entwicklung nicht auf dem falschen Fuss erwischt zu werden?

Claude Longchamp ist Referent am

«Tag der Schweizer Garagisten» 2020.

36

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


VERBAND & SEKTIONEN

Er hat ja keine Zeit, sich um Trends und ihre Entwicklung zu kümmern.

Ja, das ist so. Aber jeder Unternehmer weiss, dass er Umfeld-Beobachtungen

machen muss, gerade wenn investiert wird. Ähnlich verhält es

sich bei Trends. Diese in Wissenschaft, Medien und Politik zu verfolgen,

ist bezüglich Garagisten eher die Aufgabe des AGVS. Zu fragen,

was davon bei der Kundschaft angekommen ist, ist jedoch die Aufgabe

jedes Einzelnen.

Tag der Schweizer

Garagisten 2020

Kunden, Umwelt,

Kompetenzen

Bezogen auf das Autogewerbe und die Autobranche: War die politische

Entwicklung, wie wir sie über die vergangenen Jahre erlebt

haben und ganz besonders aktuell erleben, absehbar?

Die Heftigkeit der Klimadebatte war in der erlebten Form nicht vorhersehbar.

Sie hat sich in der Schweiz aus dem Wahljahr heraus ergeben,

gesetzt durch die Wahlen im Kanton Zürich. Verstärkend kam hier hinzu,

dass der Druck der Strasse anhielt, neue, junge Menschen politisierte

und so den Wahlkampf der Parteien beeinflusste. Von diesen Faktoren

der Beschleunigung abgesehen, war das Thema aber absehbar. Die

Klimapolitik beschäftigt die internationale Staatengemeinschaft seit

Jahren, ringt sie doch nach Massnahmen, die für alle gelten sollen. Das

Pariser Abkommen datiert von 2015, ist seit 2016 in Kraft und in der

Schweiz 2017 in einem ersten Schritt umgesetzt worden.

Der Fahrzeugbestand ist in der Schweiz auf dem Höchststand, das Auto

also so beliebt wie nie zuvor. Gleichzeitig steht es als einstiges Symbol

für die Freiheit und Unabhängigkeit heute aber politisch so stark unter

Druck wie kaum zuvor. Wie erklären Sie sich diesen Umstand?

Der Fahrzeugbestand ist eine Frage des Konsums. Der Druck kommt aus

der Politik. Das ist nicht das gleiche, weshalb es ja einen Konflikt gibt.

Radikale Einschränkungen der Mobilität sind wenig aussichtsreich, effizientere

Formen der Organisation dagegen schon. Das spricht für mehr

öffentlichen und weniger privaten Verkehr. Es spricht auch für Lenkungsmassnahmen,

etwa mit veränderten Angeboten von Parkplätzen

oder der Förderung von Softverkehr, wie das viele Städte heute versuchen.

Hinzu kommt, dass der Wertewandel die Bedeutung des Automobils

verändert hat. Es ist lange nicht mehr für alle der Inbegriff von

Freiheit. Eher hat es für viele einen Nutzen, den man beansprucht, aber

nicht als Statussymbol feiert.

Was bedeutet die neue politische Konstellation im Parlament für die

mittelfristige Entwicklung im Bereich Mobilität? Wie tickt das neue

Parlament in Bezug auf den motorisierten Individualverkehr?

Das erste grosse Thema wird die CO 2

-Politik sein. Die trifft mehr den

Flugverkehr als die Automobilität. Es werden aber jetzt schon weitere

Themen sichtbar. Zersiedlung der Landschaften, Heizungen von Häusern

oder der Fleischkonsum gehören dazu. Das für den motorisierten

Verkehr relevanteste Thema ist der Trend zu eine fossilfreien Mobilität.

Der Zeithorizont ist da grösser als die Amtsdauer des neuen Parlaments,

aber er ist auch nicht ewig: Man spricht von 2030. Nicht vergessen

sollte man zudem, dass die Mobilität vielfach lokal geregelt und

gesteuert wird. Da sind namentlich die Städte als Treiber relevant. Ihr

Argument ist, dass die Neuorganisation des Verkehrs die Lebensqualität

ihrer Bewohner erhöht und die Städte damit attraktiver macht. Dieser

Trend wird andauern.

Worauf muss sich das Autogewerbe gefasst machen?

Ich denke, die Politik wird Ziele definieren, die den Segen des Souveräns

haben müssen. Was danach kommt, ist die Umsetzung mit vielen

Einzelschritten. Die Energiewende zeigt, dass das dauert. Fukushima

als initiales Ereignis war 2011, der positive Volksentscheid 2017. Seither

geht es vor allem um die Auswirkungen für die Kantone, wo es teilweise

harzt.

Es gibt Leute, die in der dynamischen Veränderung der Autoindustrie

mehr als nur ein wirtschaftliches Ereignis sehen, nämlich eine politische

und gesellschaftliche Zeitbombe. Wie sehen Sie das?

Anders als unsere Nachbarstaaten hat die Schweiz keine relevante Autoproduktion.

Das entschärft die Frage. Politische Lösungen in der direkten

Demokratie sind selten radikal. Wir sind es gewohnt, in aller Regel

umsichtige Entscheidungen aufgrund der vorliegenden Informationen

zu treffen.

Bei welchen Gelegenheiten fahren Sie am liebsten Auto?

Ich fahre sehr wenig Auto, bin seit 35 Jahren grossmehrheitlich ÖV-Benutzer.

Wir haben aber einen kleinen Opel, der im Stadtverkehr bisweilen

nützlich ist. Und wir haben ein Cabrio. Eine Herbstfahrt mit offenem

Dach und untergehender Sonne ist durch nichts zu übertreffen. <

Jetzt anmelden für den

«Tag der Schweizer Garagisten»

Claude Longchamp wird als Referent am «Tag der Schweizer

Garagisten» vom 14. Januar 2020 im Kursaal in Bern auftreten.

Weitere Informationen über die anderen Referenten und zum

Programm sowie die Anmeldemöglichkeit gibt es unter:

agvs-upsa.ch/tagung2020

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VERBAND & SEKTIONEN

«Tag der Schweizer Garagisten» 2020

«Bei CO 2

-Emissionen ist eine

Trendwende notwendig»

Für Pascal Previdoli ist klar, dass der motorisierte Individualverkehr MIV ein zentrales Element unseres Alltags ist. Der

stellvertretende Direktor des Bundesamts für Energie ist überzeugt, dass das Auto weniger stark im Zentrum der Debatte

steht, wenn es noch effizienter sein wird. Reinhard Kronenberg

Herr Previdoli, der Verkehr wird weiter

zunehmen, die Fahrzeuge werden immer

grösser und schwerer und sind gerade in

der Schweiz häufig mit einem Allradantrieb

versehen. Diese Entwicklung steht im Widerspruch

zu den politischen Zielen, die Sie mit

Ihrem Bundesamt umzusetzen haben. Wie

gehen Sie damit um?

Pascal Previdoli: Die Herausforderungen

sind in der Tat gross und die Fahrzeuge im

Schweizer Personenwagenmarkt im Vergleich

zu unseren Nachbarstaaten schwerer, stärker

motorisiert und entsprechend weniger effizient.

Die bis 2016 beobachtete kontinuierliche

Reduktion der Emissionen hat leider in den

letzten beiden Jahren stagniert beziehungsweise

es wurde ein Anstieg beobachtet. Wir

versuchen natürlich mit Massnahmen wie

der Roadmap Elektromobilität 2022 und Projekten

des Programms EnergieSchweiz einen

Beitrag zur Effizienzsteigerung und CO 2

-Reduktion

zusammen mit unseren Partnern zu

leisten. Hier ist eine Trendumkehr zwingend

notwendig.

Pascal Previdoli ist Referent am «Tag der Schweizer Garagisten» 2020.

Die Strategie Ihres Amtes ist unter anderem

in der Programmstrategie «EnergieSchweiz

2021 bis 2030» formuliert. Dort konzentrieren

Sie sich primär auf das Segment der

Neuwagen und die Förderung alternativer

Antriebe. Warum?

Nun, zunächst einmal sind die Personenwagen

für drei Viertel der CO 2

-Emissionen des

Verkehrsbereichs in der Schweiz verantwortlich,

wenn man den internationalen Flugverkehr

einmal ausblendet. Daher ist es wichtig,

dass gerade dort Fortschritte erzielt werden

können. Und Neuwagen stehen vor allem

deshalb im Fokus, weil bei der Fahrzeugauswahl

letztendlich der Entscheid über den

Energieverbrauch und den CO 2

-Ausstoss des

Fahrzeugs über das gesamte Fahrzeugleben getroffen

wird, auch im Sekundär- oder Tertiärmarkt.

Der Entscheid für ein effizientes Fahrzeug

reduziert nicht nur die CO 2

-Emissionen,

sondern schont auch das Portemonnaie. Die

meisten Hersteller haben für das kommende

Jahr eine Vielzahl neuer effizienter Modelle,

Batteriefahrzeuge aber auch Plug-in-Hybride

und normale Hybride angekündigt, die alle

Bedürfnisse abdecken. Wir sind daher zuversichtlich,

dass die notwendige Trendumkehr

möglich ist. Wichtig ist mir, dass wir im Programm

EnergieSchweiz auch noch weitere

Schwerpunkte verfolgen.

Im motorisierten Individualverkehr MIV

sieht Ihr Amt «erhebliche Effizienzpotenziale»,

bis 2030 minus 20 Prozent. Wo sehen Sie die

grössten Potenziale und wie wollen Sie

dieses Potenzial ausschöpfen?

Wir sehen hier auf verschiedenen Ebenen

Potenziale, sei es wie bereits erläutert beim

Kauf eines Fahrzeugs, beim Fahren selbst

durch die konsequente Anwendung von Eco-

Drive, beim Unterhalt durch einen regelmässigen

Auto-Energie-Check sowie bei einem

effizienteren Einsatz der Fahrzeuge selbst.

Wenn man daran denkt, dass heute während

der Rushhour im Schnitt drei Plätze in jedem

Auto frei sind, so wird deutlich, dass noch

erhebliche Potenziale vorhanden sind. Ausschöpfen

können wir diese Potenziale mit

unseren innovativen und kreativen Partnern

und den richtigen gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Die aktuelle Klimadebatte fokussiert praktisch

ausschliesslich auf den negativen

Effekt des MIV. Warum glauben Sie, ist

das so?

Da müsste ich spekulieren und das machen

wir in der Bundesverwaltung nur ungern. Insgesamt

ist die Entwicklung im Verkehrsbereich

tatsächlich im Vergleich zu derjenigen

in anderen Sektoren unbefriedigend. Es ist

gleichzeitig auch klar, dass der MIV ein zentrales

Element unseres Alltags ist. Wir sind über-

38

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


VERBAND & SEKTIONEN

zeugt, dass der MIV wesentlich effizienter sein

kann. Dann steht er auch nicht mehr so stark

im Zentrum der Debatte.

Der Diesel als einstiger Hoffnungsträger

zur Verminderung von CO 2

im MIV ist heute

immer weniger gefragt. Stand heute: Was

raten Sie Händlern und Autokäufern beim

Thema Diesel?

In Bezug auf die Luftschadstoffe ist mit den

neuen Euro-Normen bei Neufahrzeugen das

Problem der hohen Stickoxidemissionen auch

im realen Fahrbetrieb nach aktuellen Messresultaten

weitestgehend gelöst. Wir müssen uns

aber im Klaren sein: Längerfristig muss man

vom Verbrennen fossiler Treibstoffe komplett

wegkommen, will man die Ziele der Klimapolitik

erreichen. Letztendlich kommt es hier

sehr stark auf die Strategien der Hersteller an,

wie stark sie ihre Modell- und Motorenpalette

in Zukunft weiterentwickeln und welche Rolle

dort jeweils der Diesel spielt. Zudem ist die

Skepsis der Konsumenten angesichts des Dieselskandals

nach wie vor gross. Da wurde viel

Vertrauen verspielt. Viele Hersteller fokussieren

ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

aktuell auf den Elektroantrieb. In einer

Übergangsphase wird der Diesel aber weiterhin

eine Rolle spielen.

Wie sehen Sie die künftige Stellung des

Autos in unserer Gesellschaft?

Das Auto wird weiterhin eine wichtige Rolle

spielen, es wird aber über einen effizienteren

Antrieb verfügen und im Idealfall auch effizienter

genutzt werden, das heisst teilweise geteilt

und besser ausgelastet sein. <

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der Schweizer Garagisten»

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VERBAND & SEKTIONEN

Ehre, wem Ehre gebührt (v.l.): Peter Krieg (Organisator der Autotecnica), Karl Bieri (Direktor der Auto Zürich), die siegreichen Automobil-Mechatroniker Joel Wespe und Lagithan

(Präsident AGVS Sektion Zürich) und Andreas Billeter (Vorstand AGVS Zürich).

Zürcher Berufsmeisterschaften

Erfolg für Autotecnica und

«Nutzfahrzeugler»

Die Automobil-Mechatroniker der Fachrichtung Nutzfahrzeuge schwangen an den Zürcher Berufsmeisterschaften obenaus.

Mit Joel Wespe und Lagithan Nagalingam belegten gleich zwei «Nutzfahrzeugler» die ersten beiden Plätze. Sandro Compagno

Wie schon vor Jahresfrist genoss das Brain-

Village der AGVS-Sektion Zürich an der Auto

Zürich Car Show Gastrecht bei der Zuliefermesse

Autotecnica in Halle 5. Auf 280 Quadratmetern

Fläche präsentierte der AGVS Zürich,

unterstützt von verschiedenen Partnern,

die berufliche Grundbildung im Autogewerbe.

Die Besten

Podium Automobil-Mechatroniker/in

1. Joel Wespe

2. Lagithan Nagalingam

3. Bryan Gubler

Podium Automobil-Fachmann/-frau

1. Björn Egger

2. Kamyar Khademi

3. Simon Feusi

Podium Integrationsvorlehre

1. Ali Fahed

2. Denden Twelde

3. Akakhel Omed

38 Lernende massen sich an den Zürcher

Berufsmeisterschaften in den Kategorien

Automobil-Mechatroniker/-in, Automobil-

Fachmann/-frau und im Bereich der Integrationsvorlehre.

Dass in der «Königsklasse»

der Automobil-Mechatroniker mit Joel Wespe

und Lagithan Nagalingam zwei Mechatroniker

aus dem Bereich Nutzfahrzeuge ganz oben

standen, freute einen im Publikum ganz besonders.

«Ich bin sehr stolz», strahlte Sepp

Zgraggen, seines Zeichens Lehrlingsausbildner

bei der Thomann Nutzfahrzeuge AG in

Schmerikon. Seine Lernenden aus dem Vorzeigebetrieb

am Obersee belegten die Ränge

1, 2, 4 und 7 der Zürcher Berufsmeisterschaften.

Auf Joel Wespe wartete neben Pokal, Medaille

und Urkunde eine ganz besondere Überraschung.

Karl Bieri, Direktor der Auto Zürich

Car Show, überreichte dem jungen Automobil-

Mechatroniker einen persönlichen Gutschein

für die Trackdays von und mit Fredy Barth!

Unter der kundigen Anleitung des Rennfahrers

darf sich Joel Wespe auf der Rennstrecke

so richtig austoben.

Christian Müller, Präsident der Zürcher AGVS-

Sektion (Bild), überreichte den erfolgreichen

Teilnehmern die verdienten Pokale. In einer

kurzen Ansprache nahm Müller Bezug auf die

nationalen Wahlen von Ende Oktober und

stellte fest, dass der Erfolg der beiden grünen

Parteien in einem ziemlich scharfen Kontrast

zum grossen Publikumsaufmarsch an der

Auto Zürich stand. «Falls ihr Zweifel an eurer

Berufswahl hattet, müsste ihr euch nur umschauen.

Dass so viele Menschen den Weg in

die Messe Zürich und an die Auto Zürich gefunden

haben, belegt vor allem eines: Euer Beruf

hat Zukunft!», rief Christian Müller den

Nachwuchskräften zu. Der Zürcher FDP-Kan-

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Dezember 2019 | AUTOINSIDE


VERBAND & SEKTIONEN

Insgesamt 59 532 Eintritte zählten die Organisatoren

der Auto Zürich Car Show (siehe Box).

Auch die Zuliefermesse Autotecnica freute sich

über hohe Besucherzahlen und zahlreiche Aussteller.

19 Unternehmen aus dem Aftermarket

präsentierten ihre Produkte und Dienstleistungen

auf 1700 Quadratmetern. Das Spektrum

reichte von Diagnose über Waschtechnik,

Werkzeuge, Räder, Hebetechnik bis zu Entsorgung

und Chemie. Mit Firmen wie Aquarama,

Pichler oder Gassner waren verschiedene Aussteller

vor Ort, die noch bis 2019 in Halle 7 am

Auto-Salon Genf präsent waren. «Regionale

Messen im Automotive-Bereich werden weiterhin

funktionieren und Zulauf haben», stellte

Peter Krieg fest. Krieg ist Messeleiter der Autotecnica

und als Geschäftsführer der Baumgartner

AG gleichzeitig Aussteller. Der Anlass

sei «perfekt, um das Netzwerk zu pflegen und

aufzubauen», freute sich Peter Krieg über viele

wertvolle Kontakte und Gespräche an den vier

Ausstellungstagen. <

Nagalingam mit ihren Pokalen, Christian Müller

tonsrat hatte am 20. Oktober für den Nationalrat

kandidiert und ein respektables Ergebnis erzielt.

Mehr als respektabel war das Ergebnis des Zürcher

Berufsmeisters Joel Wespe, der die Konkurrenz

bei den Mechatronikern mit grossem

Abstand gewann. «Ich hatte ein gutes Gefühl.

Einzig bei der Kalibrierung der Fahrerassistenzkamera

habe ich mich ziemlich schwergetan»,

meinte der junge Mechatroniker.

Christian Müller, Präsident der Zürcher AGVS-Sektion, ehrt die besten Teilnehmer der Integrationsvorlehre.

Das Berufsbildungsteam des AGVS Zürich um

Andreas Billeter und Klaus Schmid schaffte es

auch dieses Jahr, rund 300 Schülerinnen und

Schüler ins «Brain-Village» einzuladen. Viel

Volk brachten auch die Vorführungen, bei

denen mehrmals täglich ein Airbag gezündet

wurde. «Ohne die Zusammenarbeit von Verband,

Gewerbe und Berufsschulen wäre das

‘Brain-Village’ nicht möglich», gab Andreas Billeter

die Blumen an die verschiedenen Geldgeber

weiter. Finanziert wird der Auftritt durch

Sponsoren (Amag, Ruckstuhl-Gruppe, MechaniXclub,

Gassner AG) und Berufsbildungsinstitutionen

im Kanton Zürich. Bis 2020 wird das

«Brain-Village» integraler Bestandteil der Autotecnica

sein. Wie es ab 2021 weitergeht, soll

noch im kommenden Frühjahr definiert werden.

Die Signale sowohl seitens Auto Zürich

(Karl Bieri) wie auch Autotecnica (Peter Krieg)

und AGVS Zürich sind positiv. Andreas Billeter:

«Die Bühne in Halle 5 ist sehr attraktiv. Das

ist eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.»

Hochkonzentriert: Die Teilnehmer an den Zürcher Berufsmeisterschaften.

Auto Zürich auf der Erfolgsspur

pd. Die Besucherzahlen sind im Vergleich

zum Vorjahr um knapp 10 Prozent auf 59 532

gestiegen. Zudem markieren die 44 Premieren

darunter eine Weltpremiere einen absoluten

Rekord in den 33 Jahren des Bestehens. Mit

diesem Ergebnis sehen sich die Veranstalter in

ihren Plänen bestätigt, den 2019 eingeläuteten

Wandel weiter zu verfolgen und durch weitere

Investitionen zu untermauern. Übergeordnetes

Ziel ist und bleibt es, die Zukunftsfähigkeit der

Auto Zürich nachhaltig zu verankern.

Neben dem grossen Reigen an Premieren insbesondere

auch im Bereich der Elektromobilität

war die Einführung des neuen Formates «Auto

Zürich Classic» auf Anhieb ein voller Erfolg. Für

die Veranstalter ist dieses Ergebnis nicht nur die

Bestätigung ihrer entsprechenden Investitionsentscheidungen,

sondern auch die Motivation,

bereits für das kommende Jahr an einer

Weiterentwicklung im Sinne der Zielgruppen

zu arbeiten.

Die 34. Ausgabe der Auto Zürich Car Show findet

vom Donnerstag, den 5. bis Sonntag, den 8.

November 2020 statt.

AUTOINSIDE | Dezember 201941


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Karen Gaillard gewinnt die diesjährige Ausgabe.

Karen Gaillard sichert sich den Sieg der

Young Driver Challenge

Karen Gaillard gewinnt die diesjährige Ausgabe des Nachwuchsförderprogramms „AutoScout24

und CUPRA Young Driver Challenge“. Damit kommt die 18-jährige Freiburgerin ihrem Traum einer

langfristigen Rennfahrkarriere immer näher. Mit ihrem Sieg erhält Karen Gaillard beratende und

finanzielle Unterstützung für ihren Einstieg in den Motorsport.

Die 18-jährige Karen Gaillard überzeugt

die Jury der „AutoScout24 und CUPRA

Young Driver Challenge 2019“ und gewinnt

die dritte Ausgabe des Motorsport-Nachwuchsförderprogramms.

Die Freiburgerin kommt dadurch ihrem

Traum einer Rennfahrkarriere näher

und gewinnt die beratende Betreuung

durch die erfahrenen Initianten der

Challenge (AutoScout24 und CUPRA)

und die Coaches Fredy Barth und Nico

Müller. Weiter erhält Karen finanzielle

Unterstützung, um in der kommenden

Rennsaison Fuss zu fassen. „Ich bin

überwältigt“, so die junge Sportlerin.

„Seit Jahren träume ich von einer Profikarriere

im Autorennsport. Dieser Sieg

und die Unterstützung der Sponsoren

bringt mich diesem Ziel einiges näher“,

so Karen Gaillard.

Auf den zweiten Anhieb zum Sieg

„Mein grosses Ziel ist es, irgendwann

vom Sport leben zu können“, sagte Gaillard

bereits in einem Interview in den

nationalen Ausscheidungen der Challenge

im Mai. Ein hochgestecktes Ziel, das

Mut, Willensstärke und Durchhaltewillen

fordert. Drei Charaktereigenschaften, die

die junge Frau gemäss dem Juror und

ehemaligen Rennfahrer, Fredy Barth,

42

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


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mit sich bringt: „Karen ist sehr zielstrebig

und hat in den letzten Monaten eine

starke Entwicklung durchgemacht. Einerseits

hat sie dies in ihrer fahrerischen

Leistung bewiesen, in dem sie sich konstant

gesteigert und die Tipps des Teams

sowie der Coaches stets umsetzen konnte.

Andererseits hat Karen sich auch

persönlich stark weiterentwickelt und ist

reifer geworden“, so Barth.

Die Juroren der „AutoScout24 und

CUPRA Young Driver Challenge“ hatten

den direkten Vergleich zum Vorjahr.

Denn für die 18-jährige Karen war es

nicht die erste Teilnahme an der Challenge.

Bereits im letzten Jahr stelle sie sich

der Konkurrenz. Damals endete ihre Reise

in der Top 10. Ein herber Rückschlag

für Karen: „Ich war sehr enttäuscht. Mittlerweile

weiss ich, dass ich noch stärker

geworden bin und sich die erneute Teilnahme

gelohnt hat“, so Gaillard.

Ein Sprungbrett aber keine Garantie

Auch der AutoScout24 Director, Pierre-

Alain Regali, findet lobende Worte: „Mit

der Challenge haben wir ein Talent gesucht,

welches das Können, den Willen

und die Durchsetzungskraft hat, langfristig

im Motorsport Fuss zu fassen.

Karen hat in den vergangenen Monaten

gezeigt, dass sie dem gewachsen sein

kann.“ Dass der Sieg der Young Driver

Challenge ein Sprungbrett aber keine

Garantie auf Erfolg ist, erklärt Marc

Geissmann, Manager CUPRA and Business

Development: „Mit dem Sieg und

der damit verbundenen beratenden

Betreuung sowie finanziellen Unterstützung

ermöglichen wir Karen den

Einstieg in den Autorennsport. Um aber

langfristig erfolgreich zu bleiben, muss

sie sich nun etablieren“, so Geissmann.

Der letztjährige Sieger macht es vor

Julien Apothéloz, dem letztjährigen

Sieger der „AutoScout24 und CUPRA

Young Driver Challenge“ ist dieser

Schritt gelungen. Er unterzeichnete nach

seinem Sieg einen Vertrag bei TOPCAR

Sport und fuhr die gesamte ADAC TCR

Germany Saison erfolgreich in diesem

Team mit. Neben einem Podestplatz erreichte

der 18-Jährige in der Juniorengesamtwertung

der Meisterschaft den

zweiten Platz. Teamchef Ronny Jost bestätigt,

dass Julien die letztjährige Young

Driver Challenge nicht umsonst gewonnen

hat: „Wir sind sehr zufrieden mit

Juliens Leistung. Er hat sich schnell im

Team eingefunden und eine sehr gute

und konstante Leistung abgeliefert“, so

Jost. Auch an der diesjährigen Challenge

war das TOPCAR-Team stark beteiligt.

Im mehrstufigen Wettkampf fuhren die

Top 10 der Challenge auf den Sport- und

Rennautos Leon CUPRA und CUPRA

TCR des Teams. Die Top 3 erhielten gar

die Chancen sich gegen erfahrene Motorsportler

in einem ADAC TCR Germany

Rennen zu beweisen. So fuhr Karen

Gaillard am Nürburgring, Mario Anderegg

am Hockenheimring sowie James

Bischof am Sachsenring.

Alle Finalisten zeigten starke Leistung

Während der gesamten „AutoScout24

und CUPRA Young Driver Challenge“

gaben die Teilnehmenden alles. Die Jury

stand in diesem Jahr wie auch schon in

den vergangen zwei Jahren vor einer

schweren Entscheidung. Denn auch die

zwei weiteren Finalisten, Mario Anderegg

aus Wald ZH und James Bischof

aus Staad SG, fuhren gute Rennen und

zeigten, dass sie das Talent haben, um

Rennfahrer zu werden. „Auch wenn Mario

und James nun nicht mit dem Sieg

nach Hause fahren, so haben sie gezeigt,

dass sie gute Motorsportler sind, indem

sie sich gegen über 1‘000 Teilnehmer

durchgesetzt haben. Die einmaligen Erfahrungen

und die Erinnerungen an die

Challenge nehmen sie auf ihren weiteren

Weg mit und wer weiss, was sie

zukünftig daraus machen“, so der Juror

Fredy Barth.

Alle Informationen zur Challenge

2019 sowie weitere Impressionen der

Siegerehrung gibt’s unter:

www.youngdriverchallenge.ch

Kontakt und weitere Informationen:

Scout24 Schweiz AG

Nicole Riedo

Corporate Communications Manager

+41 31 744 25 14

media@scout24.ch

AMAG Import AG, Vertrieb SEAT

Karin Huber

PR Manager

+41 56 463 98 08

karin.huber@amag.ch

AUTOINSIDE | Dezember 201943


VERBAND & SEKTIONEN

CO 2

-Emissionsvorschriften

Bussen als Preistreiber

Nur schon durch die Umstellung auf den WLTP-Messzyklus werden ab 2020 höhere CO 2

-Emissionswerte in die Berechnung der Zielwerte einfliessen, was auch die

Sanktionen für die Zielwertüberschreitungen in den kommenden Jahren massiv erhöhen dürfte.

Schweizer Autoimporteure mussten für 2018 CO 2

-Rekordbussen von über 31,1 Millionen Franken berappen. Für das aktuelle

Jahr dürften nach ersten Schätzungen zwischen 50 und 80 Millionen fällig werden und 2020 wegen der Umstellung auf den

WLTP-Zyklus und verschärfte CO 2

-Emissionsvorschriften gar bis zu 300 Millionen. AUTOINSIDE hat bei der Amag und der

Emil Frey Gruppe nachgefragt, was dies für Importeure, aber auch Garagisten bedeutet. Jürg A. Stettler

Jeder Importeur hat eine für seine Neuwagenflotte spezifische CO 2

-Zielvorgabe

einzuhalten. Bei zu hohem CO 2

-Ausstoss der Neuwagen werden

in der Schweiz schon seit 2012 Sanktionen für die Importeure fällig.

Satte 31,1 Millionen mussten die insgesamt 74 beim Bundesamt für

Energie (BFE) registrierten Grossimporteure sowie die Kleinimporteure

mit Einzelabrechnungen für die 2018 importierten Personenwagen bezahlen.

Besonders heftig traf es dabei FCA Switzerland SA, den Importeur

der Marken Abarth, Alfa Romeo, Fiat, Jeep und Lancia, sowie die

Mercedes-Benz Schweiz AG, den Importeur der Marken Mercedes-Benz,

Smart und Maybach, sowie Mazda Schweiz. Diese drei Grossimporteure

mussten fast 85 Prozent der Gesamtbusse entrichten.

Das aktuelle CO 2

-Gesetz sieht die Anpassung der CO 2

-Zielwerte bei Personenwagen

und die Einführung neuer Zielwerte für Lieferwagen und

leichte Sattelschlepper ab 2020 vor. Bei den Personenwagen wird der

Zielwert von 95 g CO 2

/km ab 2020 von EU-Regelungen übernommen.

Bei den Lieferwagen und leichten Sattelschleppern gilt ab 2020 ein Zielwert

von 147 g CO 2

/km. Diese Zielwerte sind für die Importeure besonders

schwer zu erreichen, da ab 2020 auch die CO 2

-Werte gemäss dem

neuen WLTP-Messverfahren eingeführt werden. Dies führt dazu, dass

die CO 2

-Werte steigen werden, weil mit der WLTP-Messung realitätsnähere,

höhere Verbräuche abgebildet werden.

Ein kleines Beispiel: Gemäss einer Liste des «Kassensturzes» erhöht

sich beispielsweise der CO 2

-Wert des in der Schweiz beliebten Skoda

Octavia Combi mit 2.0 TDI und 4×4 von bis anhin nach NEFZ gemessenen

131 g CO 2

/km auf 164 g nach WLTP-Messung. Und diese zusätzlichen

33 Gramm schmerzen den Importeur beträchtlich. Fürs Jahr

2019 liegt der Sanktionsbetrag pro Gramm Zielwertüberschreitung bei

111 Franken pro Fahrzeug. Im Jahr 2020 liegt er bei 109 Franken. Das

heisst: Nur schon durch die neue Messmethode könnten durch die zusätzlichen

33 Gramm auf den Importeur pro Skoda-Modell 3597 Franken

Sanktionen fürs Jahr 2020 hinzukommen. Die Sanktionsbeträge

werden seit 2018 jedes Jahr neu festgelegt. Der Bundesrat regelt nicht

nur die Methode, nach welcher sie festgelegt werden, sondern richtet

sich dabei auch nach den in der EU geltenden Beträgen und dem aktuellen

Wechselkurs. Immerhin positiv für die Autobranche: Es gibt für

die Einführung der neuen Zielwerte 2020 auch eine Übergangsphase

44

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


VERBAND & SEKTIONEN

mit Erleichterungen bis 2022. Während dieses sogenannten «Phasingin»

werden für die Zielwertberechnung im Jahr 2020 nur 85 Prozent der

Fahrzeuge berücksichtigt, und zwar diejenigen mit den tiefsten CO 2

-

Emissionen. Für 2021 werden es dann 90 Prozent und für 2020 schliesslich

95 Prozent sein. Zudem können sich die Importeure in diesen drei

Jahren auch wieder sogenannte «Supercredits» für besonders umweltschonende

Fahrzeuge mit tiefen CO 2

-Emissionen anrechnen lassen. In

den Referenzjahren 2020 bis 2022 werden Fahrzeuge mit weniger als

50 g CO 2

/km doppelt, danach noch 1,67-fach und schliesslich im Referenzjahr

2022 noch 1,33-fach gezählt.

Dies erklärt auch die grossen Anstrengungen der Importeure, mehr

Elektro- oder zumindest elektrifizierte Fahrzeuge auf den Markt zu

bringen. «Die Branche ist sich bewusst, dass es ohne Elektrifizierung

nicht geht», erläutert Auto-Schweiz-Direktor Andreas Burgener. «Dabei

darf aber nicht vergessen werden, dass Strom und Wasserstoff klimaneutral

hergestellt werden müssen. Ist dies der Fall, müsste das auch

in die CO 2

-Bilanz eingerechnet werden.» Der Importeurverband hält zudem

fest, dass die Schweiz im Vergleich zur EU in der gleichen Zeit die

CO 2

-Emissionen deutlich stärker senken muss. Schliesslich startet die

Schweiz nur schon bedingt durch den höheren 4×4-Anteil bei den Neuwagen

auf einem höheren CO 2

-Ausgangsniveau. Bei gleichen Anstrengungen

wie in der EU erreicht die Schweiz den Durchschnittswert von

95 g/km gemäss Auto-Schweiz deshalb erst 2025. Bis dahin müssten

die Importeure also Jahr für Jahr mit happigen Bussen für die Zielwertüberschreitungen

rechnen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Dieselverkäufe

in der Schweiz 2019 massiv zurückgingen und somit die recht

ehrgeizige «10/20»-Strategie von Auto-Schweiz weniger Wirkung entfalten

kann. Die Strategie sieht vor, dass in der Schweiz nächstes Jahr

jeder zehnte Neuwagen ein Elektroauto (BEV) oder Plug-in-Hybrid-Auto

(PHEV) sein sollte. Nur diese deutliche Elektrifizierung des motorisierten

Individualverkehrs sowie das Wachstum bei anderen Alternativantrieben

wie etwa CNG- oder auch Hybridautos wird den Importeuren

helfen, die gewünschten Zielwerte zu erreichen.

Morten Hannesbo, CEO der Amag Group AG

Herr Hannesbo, mit dem «10/20»-Ziel wollte Auto-Schweiz mehr

Elektroautos auf die Strassen bringen. Wie gut funktioniert dies

innerhalb der Amag Gruppe?

Morten Hannesbo, CEO der Amag Group AG: Unsere Hersteller haben

für 2020 sehr attraktive Elektrofahrzeuge wie zum Beispiel den

preislich interessanten ID.3 angekündigt. Zudem dürfen wir auch neue

Plug-in-Hybride erwarten. Insofern bin ich optimistisch, dass wir das

Ziel bis Ende 2020 erreichen werden.

Für 2018 wurden CO 2

-Bussen von über 31,1 Millionen Franken fällig.

Für 2019 blieb der Zielwert von 130 Gramm CO 2

/km unverändert. Gehen

Sie davon aus, dass es auch betreffend der Sanktionen von rund

820 000 Franken für die Amag Gruppe so bleibt?

Unser Ziel ist, mit unseren Marken keine Lenkungsabgaben bezahlen

zu müssen. Wir haben jedoch eine Emissionsgemeinschaft mit allen

Marken der Volkswagen AG. Für 2018 mussten wir knapp eine Million

Franken Lenkungsabgabe zahlen. Für 2019 wird es deutlich mehr sein.

Ab 2020 wird der durchschnittliche Zielwert von 130 auf 95

Gramm CO 2

/km gesenkt. Wie gehen Sie bei der Flottenplanung

vor, um massive Bussen zu verhindern?

2020 wird in der Tat auch für uns eine grosse Herausforderung. Wir erwarten

natürlich einen entsprechenden Einfluss durch die neuen BEV

und PHEV. Es wird jedoch eine wichtige Aufgabe sein, den Kunden

Fortsetzung Seite 46

Entscheidend wird jedoch sein, dass die Kunden sich ab 2020 vermehrt

für Fahrzeuge mit tieferen CO 2

-Emissionen entscheiden. Tun

sie es nicht, wird es im Jahr danach höhere Bussen für die Importeure

geben. Diese werden sich früher oder später auch in der Preisgestaltung

niederschlagen. Denn auf Dauer können weder Hersteller noch

Importeure die Millionenbeträge stets selbst berappen. Sie werden sie

durch Margensenkungen auch an den Handel sowie Preiserhöhungen

an den Kunden weitergeben müssen. Und es ist ausserdem ein schwacher

Trost, dass die Gelder aus den CO 2

-Sanktionen dem Nationalstrassen-

und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF) zufliessen.

Um zu klären, welche Bussen die Branche 2020 erwarten könnte, hat

AUTOINSIDE bei Morten Hannesbo, dem CEO der Amag Group AG,

und bei Marcel Guerry, Geschäftsführer der Emil Frey Gruppe Schweiz,

nachgefragt.

Morten Hannesbo, CEO der Amag Group AG, hat sich das Ziel gesetzt, mit seinen

Marken keine Lenkungsabgaben bezahlen zu müssen.

AUTOINSIDE | Dezember 201945


VERBAND & SEKTIONEN

diese Technologien und auch die anderen effizienten Technologien

schmackhaft zu machen. Wir werden hier alle Hebel ansetzen müssen.

Besteht nicht ein Anreiz, Ende 2019 noch CO 2

-intensive Fahrzeuge

einzulösen, um den verschärften Zielvorgaben mit 109 Franken ab

dem ersten Gramm ab 2020 und somit höheren Bussen vorzubeugen?

Solche Aktionen haben immer Vor- und Nachteile. Jedes vorab eingelöste

Auto hat ja auch einen Wertverlust, wenn es erst später verkauft

werden kann. Deshalb werden wir uns solche Aktivitäten schon sehr

genau überlegen und eher nicht in Betracht ziehen.

Der Kunde findet zwar langsam Gefallen an elektrifizierten und

CNG-Autos, aber SUV und 4×4-Fahrzeuge sind bei Schweizern

weiterhin sehr beliebt. Wie wollen Sie den Kunden umerziehen,

um Bussen zu verhindern?

Auch die SUV und 4×4 werden immer effizienter. Es wird sicher eine

Aufgabe unserer Markenpartner sein, die Kundenbedürfnisse genauer

abzuklären und den Kunden entsprechende Alternativen aufzuzeigen.

Davon abgesehen werden viele von den neuen E-Autos aus dem Hause

Volkswagen auch über Allrad verfügen hier gibt es also nicht unbedingt

einen Zielkonflikt.

Wer wird für die Bussen zur Kasse gebeten? Als Importeur und

Garagist können Sie zwar beispielsweise die Margen der Garagisten

anpassen, verlagern mit dieser Massnahme die Sanktionen

aber auch in die Regionen und auf die eigenen Amag-Betriebe …

Weder die Amag als Importeurin noch die Garagisten bauen die Fahrzeuge,

die angeboten werden. Die Amag hat mit der Volkswagen AG, in

deren Interesse es ist, dass alle Marken in einer Emissionsgemeinschaft

sind, eine Vereinbarung, dass der Hersteller im Bedarfsfall für die Sanktionen

aufkommt. Es ist jedoch auch im Interesse der Hersteller, dass

die Abgaben möglichst gering bleiben. Daher werden voraussichtlich

auch bei gewissen Modellen Preiserhöhungen unvermeidbar sein.

Marcel Guerry, Geschäftsführer der

Emil Frey Gruppe Schweiz

Herr Guerry, mit dem «10/20»-Ziel wollte Auto-Schweiz mehr

Elektroautos auf die Strassen bringen. Wie gut funktioniert dies

innerhalb der Emil Frey Gruppe?

Marcel Guerry, Geschäftsführer der Emil Frey Gruppe Schweiz:

Heute verkauft die Emil Frey Gruppe nahezu 40 Prozent aller emissionsarmen

Fahrzeuge (Hybrid/Plug-in/BEV) in der Schweiz gemäss den

Zahlen von Auto-Schweiz.

Für 2018 wurden CO 2

-Bussen von über 31,1 Millionen Franken fällig.

Für 2019 blieb der Zielwert von 130 Gramm CO 2

/km unverändert.

Gehen Sie davon aus, dass es auch betreffend der Sanktionen für

die Emil Frey Gruppe so bleibt?

Aufgrund unseres Gruppen-Mix gehen wir für 2019 von keiner Sanktion

aus.

Ab 2020 wird der durchschnittliche Zielwert von 130 auf 95 Gramm

CO 2

/km gesenkt. Wie gehen Sie bei der Flottenplanung vor, um

massive Bussen zu verhindern?

Grundsätzlich entscheidet der Kunde, was er will. Wir versuchen, den

Auch Marcel Guerry, Geschäftsführer der Emil Frey Gruppe Schweiz, geht davon aus,

dass seine Gruppe ohne Sanktionen auskommt.

Mix mit den vorhandenen Produkten so gut wie möglich zu planen.

Da in ganz Europa Batterien bei den Herstellern knapp sind, wird dies

nicht einfach.

Besteht nicht ein Anreiz, Ende 2019 noch CO 2

-intensive Fahrzeuge

einzulösen, um den verschärften Zielvorgaben mit 109 Franken ab

dem ersten Gramm ab 2020 und somit höheren Bussen vorzubeugen?

Der Anreiz könnte bestehen. Zu viel Geld kostet es auf jeden Fall, entweder

über nicht notwendige Abschreibungen oder über die Sanktion

im Jahr 2020.

Der Kunde findet zwar langsam Gefallen an elektrifizierten Autos,

aber SUV und 4×4-Fahrzeuge sind bei Schweizern weiterhin sehr

beliebt. Wie wollen Sie den Kunden umerziehen, um Bussen zu verhindern?

Wir sind ein Handels- und Serviceunternehmen und sehen uns nicht

als Um-Erzieher. Am Ende entscheidet der Kunde, was er für seinen

täglichen Bedarf braucht. Wer in Bergregionen wohnt, wird eher einen

4×4 benötigen.

Wer wird für die Bussen zur Kasse gebeten? Als Importeur und

Garagist können Sie zwar beispielsweise die Margen der Garagisten

anpassen, verlagern mit dieser Massnahme die Sanktionen aber

auch in die Regionen und auf die eigenen Emil-Frey-Betriebe …

Die Importeure werden zur Kasse gebeten. Da weder die Importeure

noch die Garagisten die Busse aus ihrer Marge bezahlen können, werden

wir alle als Schweizer Bürger und Bürgerinnen sowie Kunden und

Kundinnen durch punktuelle Preisanpassungen zahlen müssen, genauso

wie für die CO 2

-Flugticket-Abgaben und allfällige Benzin- und

Dieselpreiserhöhungen. Schliesslich haben wir alle diesem Gesetz zugestimmt.

<

46

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


VERBAND & SEKTIONEN

Dritte Herbstversammlung im Bildungszentrum in Sissach

> Fachreferate, einen Apéro riche und gemeinsame Diskussionen über den Alltag im Automobilgewerbe.

mb. Bereits ist es die Herbstversammlung

Nummer drei, die Ende Oktober in den Werkstätten

des Bildungszentrums der AGVS-Sektion

beider Basel in Sissach durchgeführt werden

konnte. Rund 50 Teilnehmende hörten

sich das Fachreferat von Elias Schäfer, Smart

Regio Basel, zum Thema «Intelligente Verkehrssteuerung,

E-Mobilität, Smarte ÖPNV

und Stadtlogistik» sowie den Vortrag von Olivier

Maeder, AGVS Schweiz, zur «Berufsbildungsstrategie

2030» an.

Im Anschluss trat Olivier Maeder vor die

Besucher, um ihnen die Bildungsstrategie

2030 näher zu bringen. Die Berufsbildung

wird von den Entwicklungen auf dem

Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft geprägt.

Megatrends wie Digitalisierung, steigende

berufliche Mobilität oder demografischer

Wandel stellen neue Anforderungen

an Fachkräfte und Unternehmen und müssen

frühzeitig erkannt werden. Der AGVS

hat seine Bildungsstrategie heruntergebrochen

von der Grundstrategie entwickelt

und ausgerichtet auf die Bedürfnisse seiner

Mitglieder.

Als Überraschungsgast begrüsste Präsident

René Degen die Automobil-Mechatronikerin

Svenja Fuchs, die sich unter den zehn Finalisten

zum «Lehrling des Jahres 2019» befindet.

Beim anschliessenden Grillabend vertieften

die Besucher die gehörten Themen und liessen

den wohlverdienten, lehrreichen Abend

bei Fach- und Alltagsthemen ausklingen. <

In seinem Referat ging Elias Schäfer unter anderem

auf das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung

ein. Er berichtete unter anderem

über aktuelle Projekte wie das Projekt Smart

Parking (sensorgesteuertes Parksystem). Als

unabhängiger Verein treibt Smart Regio Basel

gemeinsam mit seinen Mitgliedern und

Partnern aus Wirtschaft, Verwaltung und

Wissenschaft die Entwicklung der Region

Basel zur Smart City voran. Sie informiert die

Bevölkerung und verschiedene Anspruchsgruppen

zur Smart City, erarbeitet mit den relevanten

Akteuren technische und prozedurale

Standards, sorgt für Kohärenz zwischen den

unterschiedlichen Smart-City-Projekten in der

Region, stösst eigene Projekte an und begleitet

diese bei der Umsetzung.

Elias Schäfer sprach unter anderem über das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung.

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AUTOINSIDE | Dezember 201947


VERBAND & SEKTIONEN

Historischer Tag für die mechanischen Berufe im Waadtland

> Die AGVS-Sektion Waadt bereitet sich auf die Zukunft vor.

Alexandre Oulevey (AGVS-VD), Nicolas Leuba (Präsident AGVS-VD), Alain Lapaire (Retraites Populaires), Didier Rickli (Notar) und Thierry Pelichet (Retraites Populaires).

(Bild Valdemar Verissimo)

Der 28. September 2019 ist ein Tag, der in die

Geschichte der AGVS-Sektion Waadt eingehen

wird: Einerseits war er geprägt vom Verkauf

des Grundstücks des aktuellen Ausbildungszentrums

an das Vorsorge- und Versicherungsunternehmen

Retraites Populaires. Andererseits

ging es um den Erwerb des Grundstücks

für das neue Ausbildungszentrum im Y-Parc,

der dank der Unterstützung der eigenen Pensionskasse

FP-Garages möglich wurde. Im

neuen Ausbildungszentrum werden ausserdem

die von den Verbänden GIM-CH (Groupement

suisse de l’industrie mécanique) und

2rad Schweiz Sektion Westschweiz angebotenen

Berufe untergebracht sein. Damit entsteht

der wichtigste Ausbildungsstandort für mechanische

Berufe im Kanton Waadt.

Die Retraites Populaires und die AGVS-Sektion

Waadt sind eine langfristige Partnerschaft

eingegangen. Die beiden Parteien unterzeichneten

vor dem Notar einen Kaufvertrag, den

Retraites Populaires in rund drei Jahren zur

neuen Eigentümerin des Grundstücks im Zentrum

von Yverdon-les-Bains macht, auf dem

sich das aktuelle Ausbildungszentrum der

AGVS-Sektion Waadt befindet. Dieser Standort

wird langfristig nicht mehr geeignet sein,

um die zukunftsweisenden Technologien einzurichten,

die für die Ausbildungsstätte benötigt

werden.

Die AGVS-Sektion Waadt wird in das zukünftige

Y-Parc-Gebäude umziehen und dieses mit

den Verbänden GIM-CH und 2rad Schweiz

Sektion Westschweiz teilen. Entsprechende

Übereinkommen waren im Vorfeld bereits

unterzeichnet worden. Zusammen werden die

drei bedeutenden Branchen das «Haus der

Mechanik» bilden.

Der Vorsorgefond der Waadtländer Garagisten

unterstützt dieses bedeutende Projekt

durch die Unterzeichnung eines Verkaufs- und

Kaufversprechens für das im Y-Parc gelegenen

Grundstücks sowie der Gewährung eines Baurechts

an die betroffenen Verbände. Sämtliche

Dokumente wurden an demselben Tag

vor dem Notar in Anwesenheit aller Parteien,

das heisst der AGVS-Sektion Waadt, des GIM-

CH, des Vorsorgefonds der Waadtländer Garagisten,

der ECA sowie der Gemeinde und des

Kantons Waadt, unterzeichnet.

Die eingegangenen Verpflichtungen ermöglichen

es, innert drei Jahren positiv auf die

ständigen Veränderungen und tief greifenden

Entwicklungen der mechanischen Berufe zu

reagieren. Die neuen Ausrüstungen und Infrastrukturen

werden den spezifischen Anforderungen

und Erwartungen entsprechen und im

Einklang mit den Standortkriterien im Hinblick

auf zukunftsweisende Technologien sowie

Forschung und Entwicklung stehen. Mit

den bereits im Y-Parc vorhandenen Start-ups

können auch Synergien in Betracht gezogen

werden.

Nun liegt der Ball beim Kanton, bei dem die

betroffenen Parteien ein umfassendes Gesuch

um finanzielle Unterstützung eingereicht haben,

beziehungsweise bei Staatsrätin Cesla

Amarelle und Staatsrat Philippe Leuba, denen

das Gesuch direkt unterbreitet wurde.

Die Direktunterstützung ist unabdingbar, um

das neue Ausbildungszentrum so zu dimensionieren,

dass es bis 2030 einer grösseren

Anzahl Lernenden Platz bieten kann. Im Dezember

dieses Jahres dürfte das beauftragte

Architekturbüro das Baugesuch einreichen. <

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JobCloud

Diese Quellen nutzen Bewerber bei

der Stellensuche am liebsten

Nach wie vor sind Jobportale die beliebteste Quelle bei der Suche nach einer neuen Stelle, wie die Arbeitsmarkt-Studie

2019 über das Verhalten von Jobsuchenden von JobCloud in Zusammenarbeit mit dem LINK Institut zeigt. Hier die wichtigsten

Ergebnisse dieser Studie.

Das sind die wichtigsten Kanäle bei

der Jobsuche

pd. Die aktuelle Arbeitsmarkt-Studie zeigt:

Am allerwichtigsten sind für die Jobsuche die

Jobportale diese werden von 70% der Befragten

regelmässig verwendet. Rund die Hälfte

der Befragten greifen auch auf das persönliche

Netzwerk zurück, um eventuell einen neuen

Job zu finden. Danach kommen auf der Beliebtheitsskala

der Kanäle für die Jobsuche

Karriere-Websites, gefolgt von Zeitungen und

Zeitschriften, die jedoch von Jahr zu Jahr an

Bedeutung verlieren.

Jobsuche wird zum Dauerzustand

Immer mehr Personen suchen aktiv oder passiv

nach einer neuen Stelle unabhängig davon,

ob sie bereits in einem Arbeitsverhältnis

stehen oder nicht. Waren 2010 noch 44% der

Befragten weder passiv noch aktiv auf Stellensuche,

sind es 2019 nur noch 39%. Offen

für neue Herausforderungen sind heute 28%

(2010: 20%), mindestens eine Bewerbung abgeschickt

haben gemäss der neusten Befragung

rund 19% (2010: 15%). Die Augen offen zu halten

und den Marktwert zu testen, scheint heute

für Bewerber gang und gäbe zu sein.

Lohn als Hauptgrund für Jobsuche

Und warum sind so viele auf Jobsuche? Vor allem,

weil sie mehr Geld verdienen möchten!

Wenn Lohnverhandlungen im aktuellen Job

nicht erfolgreich verlaufen, dann ist ein neuer

Job oft die Gelegenheit, einen höheren Lohn herauszuholen.

Aber auch die Work-Life-Balance

und Karrierechancen spielen eine grosse Rolle.

Das hingegen sind die Gründe, warum man

nicht auf Jobsuche ist: Man versteht sich gut

mit dem Team und ist mit dem Jobinhalt zufrieden.

Fast 9 von 10 Befragten können sich

übrigens gut vorstellen, über fünf Jahre für

denselben Arbeitgeber tätig zu sein, wenn die

Bedingungen stimmen.

jobs.ch erste Anlaufstelle für Jobsuchende

Die Arbeitsmarkt-Studie hat ausserdem ergeben:

jobs.ch ist in der Deutschschweiz die

bekannteste und beliebteste Anlaufstelle für

Jobsuchende, in der Westschweiz ist es jobup.

ch. So kommen diese Portale den Befragten

unaufgefordert als erstes in den Sinn und werden

am häufigsten als beliebtestes Job-Portal

bezeichnet.

Bis zu eine Stunden Pendeln okay

Noch ein Ergebnis zum Thema Pendeln: Für

44% der Befragten ist ein Arbeitsweg zwischen

41 und 60 Minuten okay. 13% sind sogar

bereit, mehr als eine Stunde zu pendeln.

Was die Ergebnisse dieser Studie

bedeuten

Wenn Sie auf der Suche nach neuem Personal

sind, ist es also wichtig, das Verhalten und die

Wünsche der Jobsuchenden zu berücksichtigen.

Nur wenn Sie einen konkurrenzfähigen

Lohn anbieten, für ein gutes Arbeitsklima und

flexible Arbeitszeiten sorgen und sich als attraktiver

Arbeitgeber positionieren, können

Sie sich von Ihrer Konkurrenz abheben und

mehr passende Talente anziehen.

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AUTOINSIDE | Dezember 201949


TECHNIK & UMWELT

Branchentag Avenergy Suisse

Wasserstoff als Ergänzung

zu den fossilen Treibstoffen

Im Kampf gegen den CO 2

-Ausstoss kann Wasserstoff eine ergänzende Rolle zu den heutigen fossilen Treibstoffen

übernehmen. Avenergy Suisse widmete deshalb ihren Branchentag der H2-Mobilität. André Bissegger

Avenergy Suisse, wie sich der Verband Erdöl-

Vereinigung seit diesem Sommer nennt, ist als

Partner des Fördervereins H2 Mobilität Schweiz

daran interessiert, die Verbreitung der Wasserstoff-Technologie

voranzutreiben. Die Avenergy-Suisse-Mitglieder

engagieren sich schon länger

für die Beschaffung und Vermarktung von

erneuerbaren Biotreibstoffen, zu denen auch

Wasserstoff zählt.

Wie gross das Interesse an der Wasserstoffmobilität

ist, zeigte sich Ende Oktober in

Zürich: Avenergy Suisse bereitete der H2-

Technologie die grosse Bühne und stellte

den Branchentag ganz in ihr Zeichen. «Es

soll keine Jubelveranstaltung werden», sagte

Roland Bilang, Geschäftsführer Avenergy

Suisse, zur Begrüssung. «Aber wir wollen

uns mit der Technologie auseinandersetzen

und den Wasserstoff möglichst weit ausleuchten.»

Verschiedene Referenten aus dem In- und Ausland

nahmen sich in der Folge der Thematik

an von Christian Bach, Abteilungsleiter Fahrzeugantriebssysteme

bei der Empa, über Nikolas

Iwan, Geschäftsführer der deutschen H2Mobility,

Roger Hausammann, Leiter Technik bei

Coop Mineraloel AG, bis zu Marcel Guerry, Mitglied

der Geschäftsleitung der Emil Frey AG

und Geschäftsführer Schweiz. Sie sprachen beispielsweise

über den aktuellen Stand und die

Entwicklung in der Schweiz und den Nachbarländern,

über Herausforderungen aus Sicht der

Transportwirtschaft, aus Sicht der Automobilhersteller

und beim Bau einer H2-Tankstelle.

Einig waren sich die Referenten darin, dass erneuerbarer

Wasserstoff ein Schlüsselelement

für die Dekarbonisierung ist. Wie Rolf Huber,

Geschäftsführer der H2 Energy AG, erklärte,

gelte die Schweiz sogar als weltweite Vorreiterin

zur Kommerzialisierung der Wasserstofftechnologie.

Er rechnet mit 40 bis 50 Wasserstofftankstellen

bis 2023.

Christian Bach nutzte die Gelegenheit und informierte

die über 200 Branchenvertreterinnen

und -vertreter über die verschiedenen Antriebstechnologien

und erklärte, dass für jeden

Antrieb das passende Umfeld bestehe. So sind

E-Fahrzeuge beispielsweise in einer Stadt sinnvoll,

auf längeren Strecken punkten hingegen

synthetische Treibstoffe. «Wir werden dabei

nicht an Wasserstoff vorbeikommen», sagte er.

Allerdings sei für die CO 2

-Reduktion nicht das

Antriebskonzept entscheidend, sondern die dafür

verwendete Energie. Und gerade bei der erneuerbaren

Energie gehe es darum, solche zu

nutzen, die in anderen Energie-Sektoren nicht

genutzt werden könne beispielsweise die bisher

ungenutzte Sonneneinstrahlung in Wüstenregionen.

Mit Blick auf die weltweite Wüs-

50

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


TECHNIK & UMWELT

tenfläche betonte er, dass kein Energieproblem

bestehe. «Aber wir haben sie nicht in der Form

und an dem Ort, an dem wir sie haben wollen.

Wir müssen es schaffen, die Energie dort

zu ernten, wo sie niemand sonst braucht», sagte

er. Eine grosse Herausforderung für die Umwandlung

in der Wüste ist dabei natürlich das

fehlende Wasser.

Marcel Guerry ging in seinem Referat der Frage

auf den Grund, welcher Antrieb für die Zukunft

geeignet ist. Diese Frage liess sich aber nicht so

leicht beantworten. Wasserstoff sei zwar eine

echte Alternative zu rein batterieelektrisch angetriebenen

Fahrzeugen, «die klassischen Antriebsarten

wird es in den nächsten Jahren aber

auch noch brauchen», sagte Guerry. Der Grund:

In der Schweiz würden auch in Zukunft viele

Gebiete weder über eine H2-Tankstelle noch

über Schnellladestationen verfügen. «Wir können

den Schalter nicht so schnell umlegen, wie

wir denken.»

Daniel Hofer, Präsident Avenergy Suisse, am Branchentag in Zürich. (Bilder zvg)

Auch müsse sich die Schweizer Bevölkerung

den Spiegel vorhalten. «Die Schweizer lieben

schöne und grosse Autos. Sonst hätten

wir nicht diesen Fahrzeugpark», sagte Guerry.

«Gleichzeitig verhalten sie sich an der Urne aber

nicht gleich wie im Autohaus.»

Zudem kritisierte er den von der EU übernommenen

CO 2

-Grenzwert von 95 Gramm pro Kilometer,

was für die Schweiz innert kürzester

Zeit eine satte Reduktion bedeutet. «Die

Schweiz hat ganz andere Voraussetzungen als

die EU. Deshalb kann man diesen Wert nicht

einfach übernehmen», betonte er und verlangte

gleich lange Spiesse für alle. Guerry rechnet

mit Strafzahlungen, den sogenannten

Pönalen, von 500 bis 800 Millionen Franken.

«Das können weder die Importeure

noch Garagisten aus ihrer Marge bezahlen.

Die Preise werden sich deshalb erhöhen.»

Würden die Preise in der Schweiz jedoch

überproportional steigen, drohten Parallelimporte.

Er fordert deshalb Vernunft und

Augenmass und von der Politik eine sinnvolle

Roadmap, um die CO 2

-armen Antriebstechnologien

voranzubringen. «Die Garagisten

und das Nebengewerbe müssen auch

leben können.»

Zuversichtlich zeigte er sich bezüglich der Entwicklung

im Service. «Mit den alternativen Antrieben

wird es Veränderungen geben, aber

auch eine Übergangszeit.» Denn noch seien viele

Benziner und Diesel in Betrieb. «Die Automobilbranche

ist eine der kompetitivsten Branchen.

Sie kann sich über die Zeit adaptieren und

es tun sich wieder neue Chancen auf.» <

Moderator Reto Brennwald, Martin Osterwalder (Osterwalder St. Gallen AG), FDP-Nationalrätin Doris Fiala, Christoph Schreyer (Bundesamt für Energie) und Marcel

Guerry (Emil Frey AG) diskutierten über verschiedene Herausforderungen in Zusammenhang mit der CO 2

-Reduktion (v.l.).

AUTOINSIDE | Dezember 201951


TECHNIK & UMWELT

Energieetikette

Leergewicht zählt nicht mehr

Per 1. Januar 2020 gibt es eine neue Energieetikette für Personenwagen. Unter anderem wird das Leergewicht neu nicht

mehr berücksichtigt. Der Bundesrat hat die Teilrevision der Energieeffizienzverordnung (EnEV) Mitte Oktober verabschiedet.

Der AGVS begrüsst den Entscheid.

abi/sco. Die wichtigsten Änderungen betreffen

visuelle und inhaltliche Anpassungen

sowie Änderungen in der Berechnungsmethodik

zur Einteilung der Energieeffizienz-Kategorien.

So sollen die Angaben auf der Energieetikette

einfacher, verständlicher und

übersichtlicher werden, wie der Bundesrat

mitteilte. «Diese Vereinfachung ist eine klare

Verbesserung und im Sinne des Gewerbes

wie der Hersteller», sagt Markus Peter, beim

AGVS für Technik und Umwelt zuständig.

Neu wird das Leergewicht eines Fahrzeugs,

das bisher mit 30 Prozent in die Berechnung

der Energieeffizienz einbezogen wurde, nicht

mehr berücksichtigt. Gemäss Bundesrat ist

neu nur noch der absolute Energieverbrauch

massgebend, der sich aus dem Primärenergie-Benzinäquivalent

ergibt. Dieses bezieht

den Energieaufwand für die Treibstoff- und

Strombereitstellung mit ein.

Bislang war es möglich, dass ein schwerer

SUV mit hohem Treibstoffverbrauch und

CO 2

-Ausstoss eine gleich gute oder sogar

eine bessere Bewertung erhielt als ein leichter

und sparsamer Kleinwagen. So erhielt der

2,2 Tonnen schwere Land Rover Discovery

Sport 2.0 TD4 trotz einem CO 2

-Ausstoss von

169 Gramm pro Kilometer ein «F». Der Honda

Jazz 1.5-VTEC Dynamic wurde jedoch trotz

nur 134 g/km und rund einer Tonne weniger

Gewicht eine Stufe schlechter mit einem «G»

kategorisiert. Das war für den Verbraucher,

der beim Neuwagenkauf einen Blick auf den

CO 2

-Ausstoss warf, verwirrend. Auch unter

Experten sorgte die bisherige Berechnungsart

für Stirnrunzeln, da die Bewertung verfälscht

wird.

«Dass dieser Zielwert von 95 Gramm CO 2

pro

Kilometer dadurch auf 115 Gramm erhöht

wurde, liegt angesichts der drohenden Sanktionszahlungen

sowohl im Interesse des Gewerbes

wie auch der Endkunden», stellt Markus

Peter fest.

Jedoch weist der AGVS im Zusammenhang

mit den neuen Effizienz-Kategorien auf unliebsame

Nebeneffekte hin. Markus Peter:

«Verschiedene Kantone ziehen die Fahrzeugeffizienz

zur Berechnung der Motorfahrzeugsteuer

bei. Hier wird es zu Veränderungen

kommen, die sicher nicht immer im Interesse

des Autobesitzers sind.»

Auch für viele Betreiber von Firmenflotten

dürften die neuen Energieeffizienz-Kategorien

Folgen haben, warnt Markus Peter: «Viele

Flottenbetreiber beschaffen ihre Fahrzeuge

nach Verbrauch, CO 2

-Emissionen und Energieeffizienz.

Ändern sich per 2020 die Energieeffizienz-Kategorien,

besteht die Gefahr, dass

bestimmte Fahrzeuge nicht mehr beschafft

werden können.» Hier rät der AGVS den Flottenbetreibern,

rechtzeitig die Dienstwagen-

Reglemente anzupassen.

Ausserdem hat der Bundesrat den anerkannten

biogenen Anteil des Treibstoffgemischs

aus Erdgas und Biogas verdoppelt: Ab dem

neuen Jahr werden 20 Prozent angerechnet.

Weiter hat die Revision auch Einfluss auf die

Werbung für Personenwagen: Zukünftig müssen

nur noch der Verbrauch, die CO 2

-Emissionen

und die Energieeffizienz-Kategorie

angegeben werden. Dafür wird die Energieeffizienz-Kategorie

neu zusätzlich mit der farbigen

Pfeil-Skala abgebildet. Das gilt auch für

Online-Werbung.

Die Änderungen treten per 1. Januar 2020

in Kraft. Das Eidgenössische Departement

für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

(Uvek) führte zu den Teilrevisionen

von April bis Juni 2019 eine Vernehmlassung

durch. Auch der AGVS nahm daran teil. <

Geändert werden auch die CO 2

-Zielwerte: Gemäss

Mitteilung wird der Zielwert, der angegeben

wird, gegenüber dem CO 2

-Gesetz um 21

Prozent erhöht. Der Grund: Der CO 2

-Zielwert

im CO 2

-Gesetz basiert auf NEFZ-Messwerten.

Für die Etikette werden jedoch die WLTP-Messwerte

verwendet. Dieser Unterschied wird mit

der Erhöhung nun berücksichtigt.

So stellt sich der Bundesrat die neue Energieetikette

vor. Auffallend ist der neue QR-Code,

der auf die Website des Online-Verbrauchskatalogs

verlinkt.

52

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


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Auto-i-dat / Fahrzeugmarkt

Datenmarkt über den Lebenszyklus

Jedes Fahrzeug hat eine Geschichte, die aber nicht immer zurückverfolgt werden kann. Das will der Verein Cardossier

mit seinem Projekt ändern und zudem der Branche die Möglichkeit eröffnen, mit ihren Daten Geld zu verdienen. Jeder

Markteilnehmer kann seine Informationen über ein Fahrzeug ins cardossier stellen und auch Informationen beziehen

sofern er Vereinsmitglied ist.

pd. Das Projekt hat das Potenzial, den Informationsfluss

im Autohandel nachhaltig zu

verändern und doch ist es noch nicht überall

bekannt. Dabei können gerade auch Garagisten

und ihre Kunden auf vielfältige Weise

vom Projekt profitieren: Cardossier schafft

mehr Überblick im Fahrzeughandel, weil Herkunft,

Geschichte und mögliche Probleme des

Fahrzeugs über den ganzen Lebenszyklus verlässlich

und mit allen Details nachvollzogen

werden können zum Beispiel mögliche Exporte

und Re-Importe sowie allfällig «reparierte» Totalschäden

wie auch der korrekte Kilometerstand.

Cardossier ist ein strategisches Projekt und befindet

sich jetzt im Aufbau. Alle Branchen rund

um das Fahrzeug sind im Verein Cardossier vertreten

und können zukünftig über diese Plattform

ihre Prozesse digitalisieren, optimieren und

ihre Daten monetarisieren. Jeder Vertreter bringt

sich ein und bietet seine Daten eigenständig zum

Verkauf an. Gemeinsam entwickeln wir, wie aus

Daten wertvolle Information wird.

«Vereinfacht gesagt handelt es sich um eine

dezentralisierte Datenbuchhaltung, in der die

jeweiligen Fahrzeugdaten in der Blockchain

unveränderbar und damit sicher abgespeichert

sind», sagt Wolfgang Schinagl, Geschäftsführer

der auto-i-dat ag. Die Firma gehört zu den

Gründungsmitgliedern des Vereins.

Franziska Füglistaler, CEO von Cardossier, vergleicht

das Projekt mit einer (digitalen) Allmend

wie bei einer Alp, die von einer Bauerngemeinschaft

gemeinsam betrieben wird:

«Die Alp, also Cardossier, macht selber keinen

Gewinn, aber die Kühe und der Käse, die den

einzelnen Bauern gehören.» Im Cardossier entsprechen

die Kühe und der Käse den Daten,

die für Umsatz und Kosteneinsparungen bei

den Mitgliedern sorgen. Wer Daten zum Verkauf

anbietet, die anderen von Nutzen und damit

etwas wert sind, wird daran verdienen.

Die Plattform cardossier.ch wird Ende des ersten

Quartals 2020 mit erster Funktionalität

live gehen. <

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BILDUNG

Kolumne

Genuss gehört dazu

Dario Cologna ist vierfacher Olympiasieger, Weltmeister, viermaliger Sieger des

Gesamtweltcups und einer der besten Langläufer aller Zeiten. Für den AGVS amtet

der 33-jährige Bündner als «Botschafter für Effizienz und Spitzenleistungen».

In einer vierteiligen Serie erklärt Cologna, was es braucht, um ganz an die Spitze

zu kommen, und wie er es schafft, sein Niveau während eines Sportlerlebens

zu wahren. Heute: Fokussierung und Prioritäten setzen.

54

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


BILDUNG

«Als Profisportler braucht es viel Disziplin und Durchhaltewillen und

das über eine längere Zeit. Das bedeutet aber nicht, dass ich auf alles

verzichten muss. Ich trinke beispielsweise gerne ein Glas Wein aber

nur zum richtigen Zeitpunkt. Denn Leben und Geniessen darf man auch

als Sportler. Disziplin brauche ich nicht nur beim Essen und Trinken,

sondern auch bei der Gestaltung meiner Freizeit. Ich muss meine Ferien

so planen, dass sie rund um den Sport passen. Das hat Einfluss auf

mein Umfeld und meine Freundin, die viel Verständnis brauchen. Diese

Disziplin zum richtigen Zeitpunkt braucht es meines Erachtens auch

in den Autoberufen.

Als junger Athlet habe ich mehr Freiheiten genossen. Als es dann in

Richtung Weltspitze ging, wurde ich jedoch schnell konsequenter, denn

ich will im Langlauf möglichst lange an der Spitze dabei sein. Zwar steht

der Sport für mich immer im Vordergrund, aber ich habe versucht, eine

Balance zu finden. Ich musste lernen, was wichtig ist das ist vor allem

am Anfang schwierig. Natürlich gibt es Sachen, die ich erst nach meinem

Karriereende machen kann obwohl ich sie bereits jetzt tun möchte.

Ich habe trotzdem nicht das Gefühl, etwas zu verpassen. Und so lange

ich meine Ziele erreiche, fühlt es sich auch nicht wie ein Verzicht an.

Diese Ziele setze ich mir sehr ambitioniert. Und ich passe sie auch nicht

an, wenn beispielsweise der Saisonstart nicht so verläuft wie geplant.

Ich versuche dann, mich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. So lange

beispielsweise der Grossanlass wie die Olympischen Spiele noch bevorsteht,

gebe ich nicht auf, sondern unternehme alles für den Erfolg.

Zwar ist die Saison kurz, aber es gibt immer wieder Trainingsphasen,

in denen ich an mir arbeiten kann. Dank meiner Erfahrung weiss ich

inzwischen auch, was ich benötige und wie ich auf was reagiere. Dadurch

bin ich effizienter und verliere keine Zeit mit Dingen, die bei mir

nicht funktionieren.

Im Rennen selbst muss ich dann flexibel sein. Zwar habe ich einen

Rennplan im Kopf das haben meine Gegner aber auch. Ich muss also

schnell reagieren können. Wenn ich gut vorbereitet und in Form bin,

habe ich im Rennen mehr taktische Möglichkeiten. Rennen sind für

mich Spass, dafür arbeite ich. Und das sollte auch für andere Berufe

gelten. Ich bin ein klassischer Wettkampftyp und lebe für die Situationen

im Rennen, in denen man kämpfen und sich durchbeissen muss.

Natürlich gibt es auch Rennen, in denen es überhaupt nicht läuft beispielsweise,

weil die Form nicht stimmt oder das Material nicht funktioniert.

Dann kämpfe ich mich ins Ziel, denn für mich ist es Ehrensache,

dass ich das Rennen beende.»

AUTOINSIDE | Dezember 201955


BILDUNG

Die erfolgreichen Automobil-Verkaufsberater zusammen mit Vertretern des AGVS und Patrick Ganière (rechts).

Fachausweisübergabe Automobil-Verkaufsberater und Kundendienstberater

Gut vorbereitet in die Zukunft

32 Automobil-Verkaufsberater und 21 Kundendienstberater haben Ende Oktober ihre eidgenössischen Fachausweise

erhalten. In einer stimmungsvollen Zeremonie wurde ihre Leistung gewürdigt. André Bissegger

«Wir, das Autogewerbe, brauchen Sie.» Schon

beinahe wie ein Mantra wurde der Satz von den

verschiedenen Referenten vorgebracht und wiederholt.

Das zeigt die Bedeutung und den Stellenwert

der jungen Berufsleute, die sich während

mehreren Semestern berufsbegleitend

weitergebildet haben. «Wir brauchen qualitativ

gute Arbeitskräfte», betonte AGVS-Geschäftsleitungsmitglied

Olivier Maeder an der Diplomfeier

im Event-Center der Emil Frey Classics AG in

Safenwil. «Sie tragen dazu bei und helfen damit

unserem Gewerbe und den Betrieben.»

Gleichzeitig hätten die Absolventinnen und Absolventen

mit ihrer Zeit und Energie, die sie in

den vergangenen Monaten investierten, ihre Attraktivität

in der Arbeitswelt gesteigert. «Die

Mehrheit der Arbeitskräfte wird zukünftig einen

Tertiärabschluss besitzen», gab Maeder zu bedenken.

«Mit Ihrem Abschluss sind Sie nun gut

auf die Zukunft vorbereitet.» Er rief die frischgebackenen

Automobil-Verkaufsberaterinnen und

-berater sowie Kundendienstberaterinnen und

-berater dazu auf, das Gelernte nun auch anzuwenden

und so noch attraktiver zu werden.

Ausserdem legte er ihnen bereits die nächste

Weiterbildungsmöglichkeit ans Herz, diejenige

zum diplomierten Betriebswirt respektive

zur Betriebswirtin. «Was Sie heute erreicht haben,

ist eine grosse Leistung. Aber Sie sind noch

nicht am Ende: So lange Sie im Berufsleben stehen,

werden Sie nicht ausgelernt haben.»

Charles-Albert Hediger, Mitglied des AGVS-

Zentralvorstands und dort für den Bereich Berufsbildung

verantwortlich, überbrachte nach

der Begrüssung durch Thomas Jäggi, beim

AGVS mitverantwortlich für die Berufsbildung,

die Grussworte des Zentralvorstands und von

Zentralpräsident Urs Wernli. Auch Hediger

rief die Diplomanden dazu auf, aktiv zu bleiben

und das frisch erworbene Wissen mit den

Arbeitskollegen zu teilen.

Ausserdem sprach er über das Zusammenspiel

der Verkaufs- und Kundendienstberater im

Werkstattbetrieb. «Verkaufsberater und Kundendienstberater

denken manchmal beide, sie

hätten den wichtigsten Job», sagte Hediger,

der selbst Garagist ist. «Aber ohne Verkäufer

kommt kein Auto zurück in die Wartung und

ohne kompetenten Kundendienst entsteht keine

Kundenbindung. Sie spielen also beide einen

wichtige Rolle.»

Peter Linder, Präsident der Qualitässicherungskommission

(QSK) Kundendienstberater, überreichte

die Diplome an die Kundendienstberater.

«Ich bin stolz auf Ihre Leistung», sagte er.

«Verfolgen Sie Ihren gewählten Weg konsequent

weiter und sichern Sie sich Ihren Wettbewerbsvorteil.»

Das Umfeld verlange Flexibilität,

Ausdauer, Anpassungsfähigkeit und

das rasche Erkennen von Veränderungen. «Als

Praktiker sind Sie damit im Vorteil.»

Patrick Ganière, Präsident der QSK Automobil-

Verkaufsberater, schloss sich den Gratulationen

an. Er gab den Diplomanden mit auf den

Weg, dass sich die Branche im Wandel befindet.

Dies zeigt sich gerade auch im Classic Car

Museum von Emil Frey. «Früher revolutionäre

Techniken sind auf einmal alt.» Die Berufe im

Autogewerbe und das Verhältnis zu den Kunden

würde sich ebenfalls ändern. «Ein Automobil-Verkaufsberater

muss heute verschiedene

Generationen mit völlig unterschiedlichen

Bedürfnissen betreuen und sich deshalb anpassen

können», sagte er. Die neue Generation, die

sich im Internet informiert und eigentlich nur

noch das fixfertige Auto abholen will, stehe

auch bereits vor der Türe. «Aber der menschliche

Faktor bleibt der wichtigste», betonte Ganière.

«Mit Ihrer Ausbildung können Sie diese

Welt beherrschen und die Kunden vertrauenswürdig

bedienen.» <

56

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


BILDUNG

Die erfolgreichen Kundendienstberater umrahmt von Vertretern des AGVS und Peter Linder (links).

Diplomanden Automobil-Verkaufsberater/in mit eidg. FA 2019

Olivier Maeder, AGVS-Geschäftsleitungsmitglied, an die Diplomanden:

«Wir, das Autogewerbe, brauchen Sie.»

Sie haben bei den Automobil-Verkaufsberatern am besten abgeschlossen

(v.l.): Ursin Simeon, Cordula Egli und David Loretan.

Die besten Kundendienstberater erhielten ein zusätzliches Präsent (v.l.):

Kris Anliker, Tirza Hunkeler und Antoine Michelet.

Aeschlimann Tim

Affolter Nicolas

Arnold Silvan

Bachmann Cécile

Battaglia Luca

Bucher Roland

Bullakaj Gjergj

Cona Sarah

Egli Cordula

Eigenmann David

Gabriel Mariano

Girotto Fabio

Hasenfratz Pascal

Hofmann Ramon

Kantharuban Athith

Loretan David

Manev Daniel

Marra Davide

Moser Nicola Mario

Nyffeler Bianca

Pugliese Diego Alessandro

Romero Dario

Schuler Christoph

Schwarz Yanick

Simeon Ursin

Simone Luca

Suter Adrian

Szilagyi Nicola

Tedesco Vincenzo

Vogelsang Samuel

Vosseler Manuel

Wittwer Patrick

Autohaus Thun-Nord AG, Steffisburg

Kestenholz Automobil AG, Basel

Auto Roos AG, Uffikon

Tartaruga AG, Kleinandelfingen

Garage Gut AG, Maienfeld

Sommerhalder-Rickli AG, Murgenthal

EPPER Sursee-Zofingen AG, Sursee

Kestenholz Automobil AG, Pratteln

Garage Böhi AG, Liestal

Wasserfluhgarage AG, Lichtensteig

Wasserfluhgarage AG, Lichtensteig

Garage du Jura SA, Biel/Bienne

Bütikofer Automobile AG, Frauenfeld

Bahnhofgarage Gasel AG, Gasel

Emil Frey AG Autocenter, Safenwil

Kestenholz Automobil AG, Pratteln

Flückiger AG, Oftringen

Garage P. Schweizer AG, Liestal

Dähler Design & Technik GmbH, Belp

Garage Nyffeler AG, Lichtensteig

FCA Motor Village Switzerland SA, Zürich

Garage Seewental AG, Duggingen

Merenschwand AG

Garage Fischer AG, Dietikon

Swiss Import von Rotz AG, Will

VI Véhicules industriels S.A,Saxon

Mercedes-Benz Automobil AG, Bern

Mercedes-Benz Automobil AG, Bern

Neugut-Garage Flury AG, Wallisellen

Garage Helbling AG, Rapperswil-Jona

MB Auto Center Zug AG, Steinhausen

Mercedes-Benz Automobil AG, Bern

AUTOINSIDE | Dezember 201957


BILDUNG

Diplomanden Kundendienstberater/in im Automobilgewerbe mit eidg. FA 2019

Aeschimann Michael

Anliker Kris

Bättig Patrick

Benoit Laetitia

Bruchez Charlotte

Cimino Sandro

Corpataux Cédric

D’Incau Claudio

Gilomen Nicola

Gindroz Xavier

Hilscher Marvin

Hunkeler Tirza

Keller Steven

Krauer Doménique

Mantel Noel

Meier Marco

Michelet Antoine

Restori Yannick

Selmani Besim

Stocker Raphael

Uhl Pascal

Amag, Thun

Auto Bettschen, Steffisburg

Volvo Group (Suisse) SA, Aclens

Centre Porsche, Genève

Garage Mistral Martigny SA, Martigny

Amag, Dübendorf

Amag, Fribourg

Krapf AG, Weinfelden

Auto Steiner AG, Rapperswil-Jona

Iveco (Suisse) SA, Morges et Yverdon

Christian Jakob AG, St.Gallen

Franz AG, Glarus

Autocenter Senn AG, Bremgarten AG

City Garage, Wettingen AG

Hutter Dynamics AG, Winterthur

Volvo Group (Schweiz) AG, Dällikon

FR Amag, Bulle

Franz AG, Glarus

Larag SA Chablais, Monthey

Auto Sidler AG, Sarnen

Spider Cars GmbH, Ehrendingen

Charles-Albert Hediger überbrachte die Grüsse des

Zentralvorstandes.

Beim Apéro kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz.

58

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


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Pensionskasse Mobil

Einkauf von fehlenden Beitragsjahren

Mit einem Einkauf in ihre Pensionskasse können

versicherte Personen das Altersguthaben

erhöhen und damit ihre Leistungen im Alter

(Rente/Kapital) verbessern. Ein weiterer Vorteil:

Beitragseinkäufe in die Pensionskasse

können vom steuerbaren Einkommen abgezogen

werden.

Die versicherte Person kann jederzeit bei der

PK Mobil eine Berechnung zu einem möglichen

Einkauf anfordern. Ein Einkauf von Beitragsjahren

erfolgt in den überobligatorischen

Teil des Altersguthabens und ist nur auf dem

aktiven (erwerbsfähigen) Teil möglich.

Wichtig:

• Für die Einkaufsberechnung benötigt die

PK Mobil gemäss den gesetzlichen Bestimmungen

zwingend notwendige Angaben

und Beilagen gemäss dem Formular

«Antragsformular für den Einkauf von Beitragsjahren»

(erhältlich auf Website pkmobil.ch

oder auf Verlangen).

• Ein Beitragseinkauf muss spätestens bis

am 31. Dezember bei der PK Mobil eingetroffen

sein, damit eine Steuerbescheinigung

für das laufende Jahr erstellt werden

kann.

• Die Verantwortung für die steuerliche Abzugsfähigkeit

liegt jeweils bei der versicherten

Person.

Haben Sie Fragen oder wünschen Sie weitere

Informationen? Das Team der PK Mobil steht

Ihnen gerne zur Verfügung! <

Weitere Infos, Formulare und

Merkblätter: pkmobil.ch

Nach erfolgter Anrechnung der Einzahlung

stellt die PK Mobil der versicherten Person zusätzlich

zum neuen Vorsorgeausweis eine «Bescheinigung

über Vorsorgebeiträge» aus.

• Eine Bescheinigung über Vorsorgebeiträge

wird nur ausgestellt, falls die Einzahlung

durch die versicherte Person erfolgt

(Privatzahlung).

ESA

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Partnerin für Schmiermittel

Für jeden Einsatz das richtige Motorenöl finden

Garagisten bei ihrer Einkaufsorganisation

ESA. Mit den beiden Marken Shell und

Elf ermöglicht die ESA ihren Kundinnen und

Kunden Zugriff zu modernsten Motorenölen.

Diese entsprechen den neuesten Technologien

und werden in Zusammenarbeit mit

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weiterentwickelt. Ein weiteres Plus: Mit

den beiden Marken überzeugt der Garagist

seine Kunden und schafft gleichzeitig Sicherheit

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das Auto einzusetzen.

Die Eigenmarke ESALube geniesst höchste Akzeptanz

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fairen Preis. Das Sortiment umfasst eine breite

Abdeckung der neuesten Spezifikationen und

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Das Schmiermittel-Sortiment der ESA deckt alle

Bedürfnisse des Schweizer Garagisten ab. Zudem

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Produkten rund um Schmiermittel. Ölfilter,

Fasspumpe oder die bewährte Ölbar gehören

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AUTOINSIDE | Dezember 201959


BILDUNG

AGVS-Frauenseminar

Wo sich seit 1992

Garagistenfrauen treffen

Die vielfältigen Fachreferate des AGVS-Frauenseminars stehen bei den Teilnehmerinnen hoch im Kurs. Genauso aber wird

das Zwischenmenschliche gepflegt. AUTOINSIDE war bei der 28. Ausgabe in Appenzell vor Ort. Eine Reportage über

die Kunst eines zielführenden Mitarbeitergesprächs und über Gleichgesinnte, die im selben Boot sitzen. Carla Stampfli

Referent Roland Gasche führt am Frauenseminar im Hotel Säntis in Appenzell in die Geheimnisse eines erfolgreichen Mitarbeitergesprächs ein.

Von A wie Arbeitsrecht über D wie Digitalisierung

bis Z wie Zeitmanagement: Zahlreich

sind die Themen, die das AGVS-Frauenseminar

Jahr für Jahr behandelt. Und sie treffen den

Nerv: Das Frauenseminar ist heuer bei seiner

28. Ausgabe angelangt und erfreut sich grosser

Beliebtheit, wie ein Besuch von AUTOIN-

SIDE in Appenzell zeigt. Insgesamt 53 Frauen

nahmen teil.

Hildi Huber, Nutzfahrzeuge

AG Sirnach.

«Die Themen, die aufgegriffen werden, sind

sehr inspirierend. Ich konnte bereits viele

nützliche Informationen für mich gewinnen»,

sagt Hildi Huber, Mitglied der Geschäftsleitung

der Huber

Nutzfahrzeuge AG

Sirnach, am zweiten

Kurstag. «Ich bin

froh, dass ich mich

für eine Teilnahme

entschieden habe

und empfehle das

F r a u e n s e m i n a r

jederzeit weiter. Ich glaube, ich bin nächstes

Jahr wieder dabei», fügt sie mit einem Lächeln

an. Nicht nur von Hildi Huber ist positives

Feedback zu vernehmen, sondern auch

von anderen der insgesamt 26 Teilnehmerinnen.

Doch dazu später.

Das AGVS-Frauenseminar richtet sich an

alle Garagistenfrauen im deutschsprachigen

Raum, die für administrative und personelle

Aufgaben zuständig sind und ihren Betrieb

weiterentwickeln wollen. Die Weiterbildung

dauert in der Regel drei Tage und findet einmal

im Jahr an zwei aufeinander folgenden Daten

statt. Zuständig für die Durchführung ist die

«Arbeitsgruppe Frauenseminar» des AGVS, in

der aktuell Susanne Leirer, Madeleine Maier,

Irene Nyffeler, Ruth Johner und Esther Alfter-

Würgler Einsitz haben.

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BILDUNG

Am heutigen Tag im Hotel Säntis steht das

Thema «Mitarbeitergespräche unliebsame

Pflicht oder wirkungsvolle Kür?» auf dem Programm.

Mit Theorie und praktischen Beispielen

erläutert Referent Roland Gasche, welche

Faktoren zu berücksichtigen sind, um ein Mitarbeitergespräch

zielführend zu gestalten, aus

dem Werkstatt und Mitarbeitende einen Nutzen

ziehen können.

Zu Beginn ruft der Referent den Garagistenfrauen

die Rollen einer Vorgesetzten in Erinnerung.

«Ein Chef ist nicht nur Chef. Er ist gleichzeitig

auch Vorbild und Coach», betont Roland Gasche.

«Mit diesem Gedanken im Hinterkopf ist

es eure Aufgabe, für ein Arbeitsumfeld zu sorgen,

das Mitarbeitende motiviert.» Dazu trage

beispielsweise die Integration und die Wertschätzung

bei. Sollte es zu Unstimmigkeiten

kommen, müsse ein Chef nicht über, sondern

direkt mit dem Mitarbeitenden sprechen. Dabei

gelte wie auch beim eigentlichen Mitarbeitergespräch

das Prinzip: «Hart in der Sache,

wertschätzend im Umgang.»

Für einen erfolgreichen Austausch sind laut Roland

Gasche mehrere Phasen zu berücksichtigen:

die Vorbereitung, die Gesprächseröffnung,

der Hauptteil und die Nachbearbeitung. «Beim

Gespräch selber ist wichtig, dass Vorgesetzte

ihre Mitarbeitenden über deren Leistung informieren

und dass gemeinsam Entwicklungsmassnahmen

vereinbart sowie realistische Ziele

definiert werden», so der Referent. Er rät den

Seminarteilnehmerinnen, Lösungen anzuvisieren,

statt auf Problemen herumzureiten. Auch

legt er ihnen abschliessend ans Herz, auf die

richtige Haltung zu achten: «Chefs müssen mit

ihren Arbeitnehmenden auf Augenhöhe sprechen,

alles andere hemmt den Dialog!»

Manuela Latzer, Garage

Latzer AG Gossau.

Die beiden Garagistenfrauen Madeleine Maier (l). und Susanne Leirer sind seit über zehn Jahren Mitglied der

«Arbeitsgruppe Frauenseminar», die für die Durchführung des beliebten AGVS-Events zuständig ist.

Manuela Latzer, die

bei der Garage Latzer

AG Gossau für die Administration

und das

Personal zuständig

ist, zieht ein positives

Fazit ihrer ersten Teilnahme:

«Nicht nur finde ich, dass die Themen

ansprechend und die Inputs für den Berufsalltag

sehr nützlich sind, sondern ich bin

auch von der Stimmung begeistert. Hier muss

ich niemandem meine Situation erklären. Man

trifft auf Gleichgesinnte, die im selben Boot sitzen.

Das ist super.»

Rahel Gut, Garage Gut AG

Maienfeld.

Derselben Meinung

ist Rahel Gut. Sie ist

Leiterin Administration

und Buchhaltung

bei der Garage Gut AG

Maienfeld und nahm

schon mehrmals am

Frauenseminar teil:

«Abgesehen vom Fachlichen

geniesse ich das Zusammensein unter

Frauen sehr. Denn normalerweise bin ich in

meinem Bewegungsumfeld eher auf mich alleine

gestellt oder habe Kontakt zu Frauen, die

aus einer anderen Branche stammen. Hier hingegen

komme ich mit Frauen zusammen, die

gleich ticken und mit den gleichen Problemen

konfrontiert sind.»

Madeleine Maier und Susanne Leirer, die den

AGVS-Event in Appenzell zusammen mit der

Arbeitsgruppe organisiert haben, betonen, dass

es neben vielfältigen Themen genau dieses Zusammenkommen

unter Geschäftsfrauen im

Autogewerbe sei, das den Erfolg des Frauenseminars

ausmache. «Wir erleben, dass sich sehr

gute Gespräche entwickeln. Man ist sehr offen

miteinander und gibt viel von sich preis. Das

hat auch damit zu tun, dass die Teilnehmerinnen

aus der ganzen Deutschschweiz kommen

und es keinen Konkurrenzkampf gibt», erklärt

Automobil-Verkaufsberaterin Madeleine Maier

von der Auto Maier Töss AG in Winterthur.

Die beiden Garagistenfrauen sind seit über

zehn Jahren in der Arbeitsgruppe dabei. «Es ist

schön, zu sehen, dass die Veranstaltung grossen

Anklang findet und jeweils schnell ausgebucht

ist», sagt Susanne Leirer, Mitglied der

Geschäftsleitung der Sportgarage Leirer AG in

Stein. «Das Organisieren des Frauenseminars

bereitet uns grossen Spass. Die Themen für die

29. Ausgabe im nächsten Jahr stehen jedenfalls

bereits fest. Die Arbeitsgruppe freut sich

schon jetzt auf eine rege Teilnahme», fügt sie

mit einem Schmunzeln an. <

Save the date:

Das nächste AGVS-Frauenseminar findet am

26. bis 28. Oktober sowie 2. bis 4. November

2020 im Hotel Flora Alpina in Vitznau statt.

Die Themen werden noch bekannt gegeben.

Anmeldungen ab August über agvs-upsa.ch

oder an brigitte.hostettler@agvs-upsa.ch.

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BILDUNG

Flotten

Verkaufsbereich mit Potenzial

Das AGVS-Seminar «Grundlagen Flottenverkauf» beleuchtet den Flottenmarkt und dessen Bewirtschaftungsformen.

Referent und Experte Balz Eggenberger liefert Garagisten die nötigen Kenntnisse, um das Flottengeschäft ins Rollen zu

bringen. Denn: «Das Potenzial ist längst nicht ausgeschöpft.» Carla Stampfli

Das Seminar will den Garagisten den Respekt vor Flottendeals und die «Angst vor hohen Rabatten» nehmen.

Balz Eggenberger,

Gründer von

Fleetcompetence Europe.

Grosse Unternehmen

wie Coca Cola haben

sie, ebenso kleinere

Betriebe wie zum

Beispiel Bäckereien.

Die Rede ist von Flottenfahrzeugen.

Sie

machen einen nicht

unwesentlichen Teil

des Fahrzeugmarkts

aus: Schätzungen gehen davon aus, dass rund

eine von drei Neuzulassungen in der Schweiz

aus einer Flotte stammt. Ein wichtiger Verkaufsbereich

also, der Garagisten grosses

Potenzial bietet.

«Wenn Garagisten das Wort Flottenverkauf

hören, zucken viele zusammen. Sie denken

dann unweigerlich an Rabatte und an Hunderte

Autos», sagt Balz Eggenberger, Gründer von

Fleetcompetence Europe. Doch das sei ein Trugschluss:

«Zum einen ist Flottenverkauf nicht

gleichbedeutend mit Flottenrabatt und schlechter

Profitabilität.» Zum anderen seien die meisten

Flotten unter KMU verbreitet und würden zwischen

5 und maximal 20 Fahrzeuge beinhalten.

Um den Garagisten den Respekt vor Flottendeals

und die «Angst vor hohen Rabatten» zu

nehmen, führt der AGVS am 28. Januar 2020

in der Mobilcity in Bern das Seminar «Grundlagen

Flottenverkauf» durch. Geleitet wird das

Seminar entweder von Balz Eggenberger oder

seinem Expertenkollegen Ralf Käser. Der eintägige

Kurs richtet sich unter anderem an Verkäufer

mit Flottenverkauf-Tätigkeiten, Firmenkundenverkäufer,

Key Account Manager,

Markenverantwortliche und Geschäftsführer.

«Damit ein Flottendeal erfolgreich abgewickelt

werden kann, müssen Garagisten den

Flottenmarkt und dessen Bewirtschaftungsformen

verstehen», erklärt Balz Eggenberger.

«Genau hier setzt das Seminar an.» Teilnehmende

lernen nicht nur den Flottenmarkt und

dessen Bewirtschaftungsformen kennen, sondern

werden auch vertieft über die speziellen

Anforderungen von Flotten, über TCO (total

cost of ownership) und TCM (total cost of mobility)

sowie über Kilometer-Entschädigungen

in Kenntnis gesetzt.

«Das Ziel ist, dass Garagisten die möglichen

Bedürfnisse der Flottenbesitzer verstehen und

in der Lage sind, eine auf Flottengesamtkosten

basierende Argumentation zu führen»,

sagt Balz Eggenberger. Dabei ist ihm wichtig,

zu betonen, dass alle Werkstätten vom Potenzial

Flottenverkauf profitieren können egal

wie gross die Garage ist. «Ich behaupte sogar,

dass ein Garagist, der einen kleinen Betrieb

führt und sich persönlich um das Flottenthema

kümmert, im Vorteil ist: Er ist Unternehmer

durch und durch, affin für neue Themen,

begreift rasch, um was es geht. Im Vergleich

zu normalen Autoverkäufern steht er auch im

direkten Kontakt mit anderen Unternehmern

und damit den richtigen Ansprechpartnern

für dieses spannende Thema.»

Der Experte ist überzeugt, dass der Kurs die

Chance bietet, künftig den einen oder anderen

Flottendeal zu besiegeln. «Wir wollen Garagisten

für das Flottengeschäft sensibilisieren und

ihnen das nötige Rüstzeug geben, um interessante

Verkaufsmöglichkeiten nutzen zu können»,

so Balz Eggenberger. Denn: «Das Potenzial

ist längst nicht ausgeschöpft.» <

«Grundlagen Flottenverkauf»

Das Seminar «Grundlagen Flottenverkauf»

findet am 28. Januar 2020 von 9 bis 17 Uhr

in der Mobilcity in Bern statt. Die beiden

Kursleiter Balz Eggenberger und Ralf Käser

verfügen über langjährige Erfahrung auf

Stufe Geschäftsleitung im Flottenmarkt

und Autogewerbe. Balz Eggenberger ist

Gründer von Fleetcompetence Europe und

Gründer und Lehrgangsleiter des Lehrgangs

«Flotten- und Mobilitätsmanagement» an der

Hochschule für angewandte Wissenschaft

St. Gallen. Ralf Käser ist Geschäftsleiter des

Schweizerischen Mobilitätsverbandes SFFV.

www.agvs-upsa.ch/de/berufsbildung/agvsbusiness-academy/grundlagen-flottenverkauf

62

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


«Asa-Control 2020»

Online-Lösung

«Asa-Control» wird

einfacher

Einfacher, benutzerfreundlicher und übersichtlicher: Die Branchenlösung BAZ hat

die praktische Online-Lösung «Asa-Control» überarbeitet. Das neue «Asa-Control

2020» bietet zahlreiche Vorteile.

DAS ORIGINAL

L‘ORIGINAL

NEUHEIT

NOUVEAUTÉ

ERREICHT

UNERREICHBARES!

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L’INACCESSIBLE

• Verdrängt Feuchtigkeit

• Repousse l’humidité

Das neue «Asa-Control 2020» ist ab sofort aufgeschaltet.

abi. «Das bisherige System ist in die Jahre gekommen»,

erklärt Karl Baumann, Geschäftsleiter

der BAZ und beim AGVS für den Bereich

Arbeitssicherheit und Umwelt zuständig.

«Deswegen haben wir es überarbeitet.» Mit

dem neuen «Asa-Control 2020» ist Baumann

sehr zufrieden. «Es sieht frisch aus, ist sehr gut

verständlich und einfach zu bedienen.» Die Betriebs-

und Nutzerdaten bleiben vollständig erhalten,

ebenso alle bisherigen Funktionen.

Konkret wurde die Benutzerfreundlichkeit erhöht

und die Online-Lösung kann neu auch

mit mobilen Geräten wie Smartphone oder

Tablet bedient werden. Ausserdem wurde die

Übersicht zum Vorgehen nach den zehn Punkten

der Eidgenössischen Koordinationskommission

für Arbeitssicherheit EKAS verbessert.

«Neu gibt es zudem zu allen Punkten ein Video

mit Anleitungen», ergänzt Baumann.

Die praktische Online-Lösung hilft den Betrieben

bei der Planung und Umsetzung der

gesetzlich vorgeschriebenen EKAS-Richtlinie

6508 bezüglich Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz,

Hygiene und Instandhaltung. Die

Unternehmen können mit der Datenbank ihre

Daten schnell, professionell und übersichtlich

AUTOINSIDE | Dezember 2019

nach den Vorgaben der zehn EKAS-Punkten

erfassen und Dokumentationen von Gefährdungsbeurteilungen,

Unterweisungen und

Wartungen erstellen. Dabei werden verschiedene

Grundkonfigurationen angeboten. Dazu

zählen beispielsweise die tätigkeitsbezogenen

Gefährdungsermittlungen, die Massnahmenplanungen

und Umsetzungskontrolle oder

Schulungsnachweise und -planung.

«Neu möchten wir unsere Mitglieder durchs

Jahr führen und sie Schritt für Schritt durch

die Welt der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes

begleiten», sagt Baumann.

«Deshalb teilen wir ihnen in regelmässigen

Abständen Aufgaben zu, damit sie laufend auf

dem aktuellen Stand sind.» <

Hier geht es zum

«Asa-Control 2020»

Die überarbeitete Online-Lösung ist ab sofort

aufgeschaltet. Aufgrund der neu verwendeten

Technik der Plattform funktioniert das

«Asa-Control 2020» mit dem Browser «Internet

Explorer» nicht mehr, nur mit «Safari», «Mozilla

Firefox», «Microsoft Edge» und «Google

Chrome». Die Branchenlösung BAZ unterstützt

mit vielen und praktischen Hilfsmitteln eine

Anmeldung lohnt sich. www.safetyweb.ch

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BILDUNG

AGVS Business Academy

AGVS DIDAKTIKMODULE

Der Besuch dieser Weiterbildung ist

für alle Berufsbildner der technischen

Grundbildungen in den Betrieben, die über

keinen tertiären Abschluss verfügen, bis

Ende 2020 obligatorisch.

«Lernende selektieren»

> > 10. Dezember 2019, St. Gallen

> > 17. Dezember 2019, Horw

> > 9. Januar 2020, Goldau

> > 15. Januar 2020, Horw

> > 21. Januar 2020, Winterthur

> > 29. Januar 2020, Bern

«Die Instrumente der BiVo 2018 kompetent

einsetzen»

> > 4. Dezember 2019, Horw

> > 10. Dezember 2019, Goldau

> > 12. Dezember 2019, Bern

«Junge Erwachsene führen und Krisen

überwinden»

> > 11. Februar 2020, Goldau

Weitere Daten und Orte werden laufend

online ergänzt.

DEZEMBER

Lehrgang DAB+

In Zusammenarbeit mit der Schweizer-Radiobranche,

DAB+-Experten der SRG sowie

Fahrzeug-Spezialisten wurde ein DAB+-

Lehrgang mit AGVS-Kompetenz ausweis

entwickelt.

> > 12. Dezember 2019, Bern

> > 15. Januar 2020, St. Gallen

> > 30. Januar 2020, Horw

Elektro-Instruktion für Hochvolt-Systeme

in Elektro- und Hybridfahrzeugen

> > 17. und 18. Dezember 2019, St. Gallen

> > 9. und 11. Januar 2020, BBZ Goldau

> > 21. und 22. Januar 2020, Bildungszentrum

Bern

> > 28. und 29. Februar 2020, TBZ Zürich

> > 26. und 27. März 2020, STF Winterthur

Weitere Ausbildungspartner unter: www.

agvs-upsa.ch/de/berufsbildung/hochvoltzertifizierung

JANUAR 2020

Meine Wirkung als

Führungsverantwortliche/r

TIPP

Von den Grundregeln der Kommunikation

über Ihre Rolle als Führungsperson. Wie

gehen Sie mit aktuellen Herausforderungen

um? Aktuelle Führungssituationen werden

im Seminar besprochen und Sie erhalten so

die Gelegenheit, gemeinsam Lösungen zu

erarbeiten.

> > 9. Januar 2020, Bern

seit

1964

CORTELLINI &

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64

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


BILDUNG

Basisseminar für Automobil-Verkaufsberater/innen

Während 10 Tagen werden die jungen oder

angehenden Automobil-Verkaufsberater/

-innen im Detail mit den eigentlichen

Verkaufsbelangen (Verkaufspsychologie,

Kommunikation, Verkaufsmethodik) auf ihre

tägliche Arbeit vorbereitet.

> > 13. - 24. Januar 2020, Bern

Formation turbo pour vendeur auto 2020

La communication avec l’autre, la conquête

et la fidélisation de la clintèle ainsi que la

technique de vente constituent l’essentiel

de cette formation intensive. Il s’agit d’une

formation moderne, vivante, animée par des

intervenants qui sont tous professionnels de

leur branche.

> > 20 - 31 janvier 2020, Paudex

Facebook, Xing, Twitter und WhatsApp im

Autoverkauf

Der Workshop zeigt neuartige Möglichkeiten

auf, wie Sie die verschiedenen Plattformen

für sich selber einsetzen können, um noch

erfolgreicher zu verkaufen. Dieser Workshop

ist speziell für die Automobilbranche

konzipiert.

> > 28. Januar 2020, Bern

> > 6. April 2020, St. Gallen

Grundlagen Flottenverkauf

Fahrzeugflotten in Unternehmen zu

bewirt schaften, erfordert von den Verantwortlichen

umfassende Kenntnisse und

Fähigkeiten. Lernen Sie in diesem Kurs den

Flottenmarkt und dessen Bewirtschaftungsformen

kennen!

> > 28. Januar 2020

Dialog das neue Mitarbeitergespräch

Praxisorientierter Kurs für langjährige und

neue Führungsverantwortliche, die ihre

Mitarbeitergespräche effizienter und erfolgreicher

gestalten wollen und bereit sind,

sich intensiv mit der wirksamen Mitarbeiterentwicklung

auseinanderzusetzen.

> > 29. Januar 2020, St. Gallen

> > 4. Februar 2020, Horw

Occasionsmanagement

Die Teilnehmer lernen, wie sie ihre

Occasionsfahrzeuge richtig bewirtschaften.

Dazu gehören unter anderem

die Präsentation, der Eintauschprozess

und die dynamische Preisstrategie.

> > 29. Januar 2020, Bern

> > 3. Juni 2020, St. Gallen

FEBRUAR

Séminaire de gestion des occasions

Les participants apprennent comment

bien gérer leurs véhicules d’occasion. La

présentation, le processus de reprise et la

stratégie dynamique de prix en font partie.

> > 5 février 2020, Paudex

Das Google Basics Training für den

Autohandel

Der Google Basics Einsteigerkurs gibt einen

Einblick in die wichtigsten Werkzeuge und

Massnahmen für eine verbesserte Sichtbarkeit

in Google. Sie lernen, wie Sie ihr

Unternehmen dort optimal präsentieren und

mögliche Marketingangebote wie Google

Adwords selbst steuern können.

> > 10. Februar 2020, St. Gallen

> > 27. April 2020, Horw

> > 22. Juni 2020, Bern

> > 7. September 2020, Winterthur

UPSA MODULES DIDACTIQUES

Les formateurs professionnels doivent

être toujours à jour ce que prouve

la nouvelle ordonnance de formation

récemment entrée en vigueur. La

participation à cette formation continue

est obligatoire pour tous les formateurs

professionnels des formations initiales

techniques dans les entreprises ne

disposant pas d’un diplôme tertiaire

Die Kurse sind in der Kurssprache ausgeschrieben.

Les cours sont proposés dans la langue

correspondante. D’autres cours seront proposés

ultérieurement. Mise à jour sur agvs-upsa.ch.

et ce jusqu’en 2020. Les formateurs

professionnels peuvent librement choisir

le module d’une journée qu’ils souhaitent

suivre :

« Utiliser avec compétence les

instruments des nouvelles ordonnances

de formation » ou « Sélectionner les

personnes en formation »

Prévu pour février 2020, veuillez consulter

notre site web pour les prochains cours.

JULI

Facebook, Xing, Twitter et WhatsApp

dans la vente automobile

Les réseaux sociaux sont un canal

d'information important pour les clients

mais ils peuvent aussi être utilisés de

manière très ciblée par les vendeurs comme

support de vente, comme outil de suivi de la

relation avec les clients et pour le savoirfaire

sectoriel. L’atelier montre de nouvelles

possibilités pour utiliser ces différentes

plateformes afin de vendre encore plus

efficacement.

> > 6 juillet 2020, Yverdon

Diese und weitere interessante Themen

finden Sie online in der Business Academy.

Retrouvez ces thèmes, et bien d’autres,

dans la Business Academy en ligne.

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AUTOINSIDE | Dezember 201965


BILDUNG

Aktuelle regionale Veranstaltungen zur Aus- und

Weiterbildung im Automobilgewerbe

AARGAU

Automobildiagnostiker/in

Informationsabend:

Dienstag, 21. Januar 2020, 18 Uhr

Start Lehrgang:

Mittwoch, 9. September 2020

Ort : Weiterbildungszentrum, Lenzburg

> > wbzlenzburg.ch

Betriebswirt/in im Automobilgewerbe

Ort: Handelsschule KV Aarau

> > hkvaarau.ch

BERN

Automobil-Verkaufsberater/in

Ort: Mobilcity, Bern

> > agvs-upsa.ch

Automobildiagnostiker/in BP

Nächster Studienbeginn:

Mittwoch, 12. August 2020

Ort: GIBB

> > gibb.ch

Betriebswirt/in im Automobilgewerbe HFP

Nächster Studienbeginn:

Im August 2021

Ort: GIBB

> > gibb.ch

Werkstattkoordinator/in im

Automobilgewerbe

Nächster Studienbeginn:

Freitag, 14. August 2020

Ort: GIBB

> > gibb.ch

Kundendienstberater/in im

Automobilgewerbe

Nächster Studienbeginn:

Freitag, 14. August 2020

Ort: GIBB

> > gibb.ch

66

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


BILDUNG

Höhere Berufsbildung im Automobilgewerbe

HFP, BP und Zertifikat

Informationsanlässe mit Dozierenden und

Vertretern des AGVS

Daten:

Dienstag, 3. März 2020, 19 bis 20.30 Uhr

Ort: AGVS Berner Oberland,

Stationsstrasse 6, Mülenen

Dienstag, 10. März 2020, 19 bis 20.30 Uhr

Ort: GIBB

Anmeldung: regula.saegesser@gibb.ch

CHUR / ZIEGELBRÜCKE

Automobildiagnostiker/in

Start Lehrgang: August 2020

ibW Höhere Fachschule Südostschweiz, Chur

> > ibw.ch

HORW

Automobildiagnostiker/in und

Automobil-Werkstattkoordinator/in

Ort: AGVS Ausbildungszentrum, Horw

> > agvs-zs.ch

ST. GALLEN

Automobildiagnostiker/in

Neu mit Einführungstagen

Informationsabend: 22. Januar 2020, 19 Uhr

Start Lehrgang: August 2020

Ort: AGVS Ausbildungszentrum, St. Gallen

> > agvs-abz.ch

THURGAU

Automobildiagnostiker/in

Ort : Gewerbliches Bildungszentrum,

Weinfelden

> > gbw.ch

WINTERTHUR

Kundendienstberater/in im Automobilgewerbe

Start Lehrgang: Januar 2020

Ort: STFW

> > stfw.ch/akb

ZÜRICH

Weiterbildung im Automobilgewerbe

Informationsabend:

Mittwoch, 15. Januar 2020, 18 Uhr

Mittwoch, 25. März 2020, 18 Uhr

Mittwoch, 6. Mai 2020, 18 Uhr

Ort: TBZ Zürich

> > tbz.ch

Betriebswirt/in im Automobilgewerbe

berufsbegleitend, jeweils freitags

Ort: TBZ

> > tbz.ch

Automobil-Werkstattkoordinator/in BP

und mit Zertifikat AGVS

berufsbegleitend,

jeweils am Donnerstagabend

Ort: TBZ, Zürich

> > tbz.ch

PAUDEX

Brevet fédéral de conseiller de vente en

automobile

Lieu : Centre Patronal de Paudex

> > romandieformation.ch

Diplôme fédéral de gestionnaire

d’entreprise de la branche automobile

Lieu : Centre Patronal de Paudex

> > romandieformation.ch

Coordinateur d’atelier automobile

Lieu : Centre Patronal de Paudex

> > romandieformation.ch

Séance d’information pour Diplôme

fédéral de gestionnaire d’entreprise de la

branche automobile:

2 décembre 2019, 18h00 à Paudex

SION

Diagnosticien d’automobiles

Lieu : Ecole Professionnelle Technique et

des Métiers (EPTM), Sion

> > formationcontinuevalais.ch

Coordinateur d’atelier automobile

Lieu : EPTM, Sion

> > formationcontinuevalais.ch

GENÈVE

Diagnosticien d’automobiles

Prochaine session : Janvier 2020

Lieu : Centre de formation UPSA Genève

> > formation-upsa-ge.ch/web/

formations-4-2/

YVERDON

Diagnosticien d’automobiles

Prochaine session : janvier 2020

Jour du cours, le jeudi

Lieu : Centre de formation UPSA-VAUD,

Yverdon-les-Bains

> > formation.upsa-vd.ch

Aus den Sektionen

Für eine Publikation im AUTOINSIDE

melden Sie uns bitte Ihre Daten zu den

aktuellen Infoveranstaltungen und

Lehrgängen im Automobilgewerbe an

myfuture@agvs-upsa.ch.

Informationen zu allen

Weiter bildungen erhalten

Sie unter agvs-upsa.ch/de/

berufsbildung/hoehereberufsbildung.

Automobil-Verkaufsberater/in

Ort: STFW

> > stfw.ch/aavb

Betriebswirt/in im Automobilgewerbe

Ort: STFW

> > stfw.ch/abwa

Automobildiagnostiker/in

Automobil-Werkstattkoordinator/in

Ort: STFW

> > stfw.ch/ad und stfw.ch/adwo

AUTOINSIDE | Dezember 2019


POLITIK & RECHT

Verkehrspolitischer Ausblick 2020

Was folgt auf die grüne Welle?

Die eidgenössischen Wahlen vom 20. Oktober 2019 waren zwar kein Erdbeben, aber sie haben sozusagen zu einer

tektonischen Plattenverschiebung geführt. Die Sitzgewinne von Grün und Grünliberal werden sich auf die künftige

Gestaltung der schweizerischen Verkehrspolitik auswirken. Eine politische Auslegeordnung. Raoul Studer

Grüne: +17. Grünliberale: +9. SVP: -12. Die

Wahlen in den Nationalrat brachten vielleicht

kein Erdbeben das liegt nicht im

politischen Naturell der Schweiz , aber immerhin

einen Erdrutsch. Mit diesen Verschiebungen

wird sich auch die Sitzverteilung in

den Kommissionen verändern; je höher die

Sitzgewinne im Parlament sind, desto mehr

Sitze in den Kommissionen stehen der betreffenden

Partei zu. Was beispielsweise die Zahl

der SVP-Sitze in der Verkehrskommission

des Nationalrats angeht, dürfte diese von bisher

acht auf sieben oder gar auf sechs Sitze

sinken. Kommt hinzu, dass mit der neuen

Verkehrsministerin Simonetta Sommaruga

(SP) der Wind vom motorisierten Individualverkehr

(MIV) weg zum öffentlichen Verkehr

(ÖV) gedreht hat.

Erwähnenswert ist weiter auch, dass seit

dem Rücktritt von Nationalrat Markus Hutter

(FDP/ZH) im Mai 2014 kein Autogewerbler

mehr im Parlament vertreten ist, sieht man

vom neu gewählten Transportunternehmer

Benjamin Giezendanner (SVP/AG) und von

Walter Wobmann (SVP/SO) ab, der bei einem

Zulieferer tätig ist. Das ist angesichts Bedeutung

der schweizerischen Autobranche für

die Wirtschaft sehr zu bedauern.

2018: keine Verkehrsabstimmungen

Im Jahr 2018 fanden keine verkehrspolitisch

relevanten Abstimmungen statt. Das bedeutet

aber nicht, dass in der Verkehrspolitik

nichts lief. Erinnert sei an die Debatte über

die Weiterentwicklung des Nationalstrassennetzes.

Ständerat und Nationalrat haben

sich geeinigt. Neben allgemeinen Unterhaltsarbeiten

werden auch gewisse Abschnitte

ausgebaut. Dazu zählen die Kapazitätserweiterung

Crissier VD, der Bypass Luzern mit

Ergänzung Süd und Ausbau Nord sowie die

Umfahrungen von Le Locle NE, La Chaux-de-

Fonds NE und Näfels GL. Dabei wird mit der

Umfahrung Le Locle begonnen werden, dann

ist die Reihe an Näfels.

Was den Bau der zweiten Gotthard-Strassenröhre

betrifft, verläuft alles nach Plan. Es

bedarf als Nächstes der Plangenehmigungsverfügung

durch das Uvek (Eidgenössisches

Departement für Umwelt, Verkehr, Energie

und Kommunikation), sie dürfte 2020 erfolgen.

Dann sollten die Vorarbeiten beginnen

und darauf die Ausbrucharbeiten für

die zweite Tunnelröhre. Der Bau des zweiten

Gotthard-Strassentunnels wird sieben Jahre

beanspruchen und etwa im Jahr 2028 fertiggestellt

sein.

Einmal nein, einmal erledigt

Erfolglos geblieben ist vergangenes Jahr die von

Gregor Rutz (SVP/ZH) eingereichte parlamentarische

Initiative. Diese hatte verlangt, dass

auf Hauptverkehrsachsen innerorts Tempo

50 gilt und dieser Grundsatz nur aus Gründen

der Sicherheit, nicht aber durch Lärmschutzgründe

umgangen werden kann. Der

Nationalrat stimmte der Initiative zu, der

Ständerat lehnte sie aber ab. Auch die Wiedereinführung

der periodischen Abgaskontrollen,

die Tiana Angelina Moser (GLP/ZH)

mit einer Motion verlangt hatte, ist erledigt

und damit gescheitert. Die Motion wurde abgeschrieben,

da sie nicht innert zwei Jahren

abschliessend behandelt wurde.

Auch bei der Bahn wird mit der grossen Kelle

angerichtet, Milliarden werden in den Ausbau

gesteckt. Zudem hat das Parlament auch

die Mittel für die Projektierung des Herzstücks

der Basler S-Bahn und des Luzerner

Durchgangsbahnhofs in das Programm aufgenommen.

Netzbeschluss tritt in Kraft

Der Automobilist wird von den Änderungen

der Eigentumsverhältnisse bei den Nationalstrassen

nichts mitbekommen, aber sie sind

dennoch von Bedeutung. Auf den 1. Januar

2020 tritt der Netzbeschluss (NEB) in Kraft.

Auf diesen Zeitpunkt hin werden rund 400

Kilometer neuer Kantonsstrassen in das Nationalstrassennetz

überführt. Damit ist der

Blick in den Nationalratssaal: Die Gewichtsverteilung

in der grossen Kammer hat sich am

20. Oktober verändert.

68

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


POLITIK & RECHT

Bund nicht wie bisher für 1900 km, sondern

für 2300 km verantwortlich, mit allem, was

dazu gehört.

«Via sicura»-Massnahmen

Im Jahr 2018 beschloss das Parlament, die

«Via sicura»-Massnahmen anzupassen, da sie

ihm nicht mehr mit der Realität im Einklang

zu stehen schienen. Bei Raserdelikten sollten

die Gerichte einen grösseren Ermessensspielraum

haben. So könnten die Umstände des

Einzelfalls besser berücksichtigt werden. Momentan

ist man im Bundesamt für Strassen

(Astra) daran, die Bestimmungen des Strassenverkehrsgesetzes

(SVG) aufzubereiten und

den Entwurf voraussichtlich in der ersten

Hälfte 2020 in die Vernehmlassung zu geben.

Gleichzeitig ist das Astra bestrebt, das SVG

im Hinblick auf das autonome Fahren anzupassen,

um auf diese Entwicklung vorbereitet

zu sein.

«Opera 3»-Richtlinien

Nicht zu verwechseln mit «Via sicura» ist

«Opera 3». Hierbei geht es um die Revision

der Fahrausbildung. Die Weiterausbildung

während der Probezeit dauert sieben Stunden

und wird an einem Tag durchgeführt.

Die Weiterausbildung ist innerhalb von zwölf

Monaten nach der Erteilung des Führerausweises

auf Probe zu besuchen. Die neu gestaltete

obligatorische Weiterausbildung tritt

ab 1. Januar 2020 in Kraft. Das Mindestalter

von 17 Jahren für den Erwerb des Lernfahrausweises

für Personenwagen gilt ab dem 1.

Januar 2021, der Verzicht auf den Automateneintrag

besteht seit dem 1. Februar 2019.

Verordnungsanpassungen

Vergangenes Jahr endete die Vernehmlassung

zu den Massnahmen zur Verbesserung

des Verkehrsflusses und der Verkehrssicherheit,

die der Bundesrat noch 2018 gestartet

hatte. Es geht um das Rechtsvorbeifahren

auf Autobahnen, um das Rechtsabbiegen von

Velofahrern an Kreuzungen auch bei Rot, um

die rechtliche Verankerung des Reissverschlusssystems,

um die Aufhebung des Verbots

des Alkoholverkaufs auf den Raststätten

des Nationalstrassennetzes und um diverse

andere Punkte. Der Bundesrat wird die Verordnungsanpassungen

voraussichtlich 2020

in Kraft setzen.

CO 2

-Gesetz vors Volk?

Die nationalrätliche Umweltkommission

(Urek) hat das CO 2

-Gesetz beraten und ist

in wesentlichen Zügen den Entscheiden des

Ständerats gefolgt. Wie der Ständerat soll

nach dem Willen der Umweltkommission

des Nationalrats der Aufschlag auf die Treibstoffpreise

bis 2024 bei 10 Rappen pro Liter

und ab 2025 bei 12 Rappen gedeckelt werden.

Das CO 2

-Gesetz dürfte 2020 in den Nationalrat

kommen. Die SVP hat bereits mit dem Referendum

gedroht.

E-Vignette wird kommen

Die Verkehrskommission des Ständerats

spricht sich wie der Bundesrat dafür aus, eine

elektronische Autobahnvignette auf freiwilliger

Basis einzuführen, und beantragt dies

dem Ständerat. Nach dem Willen des Bundesrats

soll die E-Vignette anno 2022 eingeführt

werden, und der Preis unverändert bei

40 Franken liegen. Die Klebevignette wird es

weiterhin geben. Der Ständerat wird die Vorlage

voraussichtlich im kommenden Jahr behandeln.

Multimodale Mobilitätsdienstleistungen

Es geht darum, unterschiedliche Verkehrsmittel

wie den öffentlichen Verkehr (ÖV)

sowie den Auto-, Taxi-, Velo- und Fussverkehr

einfacher und gezielter als bisher zu kombinieren.

Mit der Digitalisierung soll dies innovativen

Anbietern ermöglicht werden. Deshalb

will der Bundesrat mit einer Änderung des

Personenbeförderungsgesetzes (PBG) Drittanbietern

den Zugang zum Fahrausweis-Vertrieb

des ÖV ermöglichen. In der abgeschlossenen

Vernehmlassung hat der Entwurf

nicht nur Lob geerntet. Die Regierung des

Kantons Zürich etwa fordert vom Bundesrat,

auf die Vorlage zu verzichten und die Thematik

mit allen Beteiligten des Gesamtverkehrs

neu aufzuarbeiten. Vor allem lehnt die Regierung

ab, dass der Bund nur die einseitige

Öffnung des ÖV-Vertriebs für Dritte vorsieht,

nicht auch umgekehrt. Das führe zu einem

Wettbewerbsnachteil für den ÖV. Momentan

wird ein Bericht des Bundesamts für Verkehr

(BAV) erstellt. <

AUTOINSIDE | Dezember 201969


POLITIK & RECHT

Die Zukunft der Werkstatt in der Schweiz Sicherung der unternehmerischen Freiheit

Kein Rechtsschutz für

Schweizer Garagisten?

Rechtsschutz bedeutet, sein Recht geltend machen zu können. Was in der Theorie einleuchtend klingen mag, ist in der Praxis

nicht immer selbstverständlich. Daher kommt auch das Sprichwort «Recht haben heisst nicht (immer) Recht bekommen».

Seit 2002 soll die KFZ-Bekanntmachung Schweizer Garagisten in ihren Rechten im Wettbewerb schützen. Der vorliegende

Beitrag befasst sich mit der KFZ-Bekanntmachung und mit der Frage, wie es um den Rechtsschutz durch die KFZ-Bekanntmachung

steht und mit den wirtschaftlichen und politischen Folgen des mangelhaften Rechtsschutzes.

Prof. Dr. Patrick L. Krauskopf und Sarah Umbricht, ZHAW

Die Strasse ist nach wie vor der wichtigste

Verkehrsträger in der Schweiz. In der Schweiz

stehen den über 5000 Garagisten gerade mal

circa 30 Importeure gegenüber. Die wenigen

Hersteller und Importeure sind multinationale

Unternehmen mit beträchtlichen finanziellen

und personellen Mitteln. Die Garagisten

sind demgegenüber meistens KMU mit wenigen

Mitarbeitenden und bescheidenen finanziellen

Mitteln, die sich oft keinen Zivilprozess

leisten können, da die Kosten für einen

Zivilprozess im sechsstelligen Bereich liegen.

zunächst daran, dass die Weko in den letzten

Jahren die zahlreichen Anzeigen als

rein bilaterale Streitigkeiten (ohne volkswirtschaftliche

Bedeutung) beurteilt und

die um Rechtsschutz nachsuchenden KMU

systematisch an die Zivilgerichte verweist.

Alsdann sind Zivilgerichte nicht an die KFZ-

Bekanntmachung gebunden. Garagisten, die

ihre Rechte vor Zivilgerichten durchsetzen

wollen, sind deshalb in den letzten Jahren

regelmässig gescheitert.

Zwar konnten im Jahre 2019 immer mal wieder

einzelne kleine Erfolge von Garagisten

verzeichnet werden, jedoch waren diese bisher

kaum nachhaltig. Dort, wo sich ein gerichtlicher

Erfolg hätte anbahnen können,

wurde dem Garagisten ein ökonomisch vor-

Dieses Machtungleichgewicht und die besondere

Marktstruktur haben vor rund 20 Jahren

dazu geführt, dass in der EU und in der

Schweiz eine branchenspezifische Regulierung

zwecks Sicherstellung des Wettbewerbs

notwendig war.

Die Regelung des Kartellgesetzes war für die

Besonderheiten der KFZ-Branche nicht ausreichend.

Daher hat die WEKO im Jahr 2002

eine KFZ-Bekanntmachung erlassen, ganz

nach dem Vorbild der KFZ-GVO der EU. Die

KFZ-Bekanntmachung enthält Regelungen

• für den Vertrieb von Kraftfahrzeugen sowie

von Ersatzteilen und für die Erbringung

von Instandsetzungs- und Wartungsdienstleistungen;

• zur Frage, wann Klauseln in Händler- und

Werkstattverträgen gegen das Kartellgesetz

verstossen. Ein Importeur darf etwa

eine Werkstatt nicht verpflichten, auch

einen Händlervertrag abzuschliessen.

In der Praxis gestaltet es sich aber schwierig,

die in der KFZ-Bekanntmachung verankerten

Rechte durchzusetzen. Das liegt

David gegen Goliath: Die Motion Pfister will den Gerichten ein Instrument in die Hand geben, um die Garagisten

besser zu schützen.

70

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


POLITIK & RECHT

teilhafter Vergleich offeriert, allerdings versehen

mit einer Geheimhaltungsklausel.

In einem weiteren Fall wurde dem Garagisten

zwar über superprovisorische Massnahmen

der beantragte Rechtsschutz (als Werkstatt

trotz Kündigung weiter existieren zu dürfen)

zuerkannt. Später im Verfahren erklärt sich

das kantonale Gericht (Solothurn) indessen

für nicht zuständig und verwies das KMU an

ein norditalienisches Gericht, um Rechtsansprüche

gestützt auf das Schweizer Kartellgesetz

durchzusetzen,

Im Herbst 2019 hat nun erstmals ein kantonales

Gericht (Luzern) erkannt, dass der klagende

Garagist durchaus zu Recht vor «seinem»

kantonalen Gericht Rechtsschutz gemäss Kartellgesetz

verlangt hat. Das Gericht kommt

zum Schluss, dass die Gerichtsstandsklausel

im früheren Händler- und Werkstattvertrag

nicht anwendbar sei und daher der Garagist

beim Gericht an seinem Sitz klagen

könne, wenn er nach einer Kündigung den

Abschluss eines neuen Werkstatt-Vertrages

verlangt. Weiter folgt das Luzerner Gericht

der Rechtsprechung des deutschen Bundesgerichtshofes:

Der Importeur sei im Bereich der

After-Sales-Leistungen marktbeherrschend

und müsse daher einem Garagisten, welcher

grundsätzlich die qualitativen Standards erfüllt,

einen neuen Vertrag anbieten.

Dieses Urteil ist zwar ein grosser (Fort-)Schritt

in die richtige Richtung, aber die Rechtsprechung

bleibt damit vorerst uneinheitlich. Die

Zivilgerichte haben oft zu wenig Kenntnisse

der KFZ-Branche. Die fehlende Verbindlichkeit

der KFZ-Bekanntmachung scheint für

viele Gerichte ein Indiz zu sein, dass die Situation

nicht so problematisch sein könne.

Die Folgen dieses fehlenden Rechtsschutzes

sind für die Aufrechterhaltung eines funktionierenden

Wettbewerbs dramatisch: Bei

einigen Marken kontrollieren die Importeure

beziehungsweise die Retail-Betriebe und

-Organisationen, welche zum Konzern des

Importeurs gehören, bereits weit über 50%

des Sales- und Aftersales-Marktes. Familien-

KMU und Traditionsunternehmen gehen in

der Branche zunehmend verloren, da sie sich

gegenüber einem Importeur nicht gegen eine

allfällige Kündigung oder gegen unrealistische

Vorgaben (zum Beispiel Verkaufszahlen)

zur Wehr setzen können.

Es ist eine Tendenz zu beobachten, dass die

vertikale Integration seit Jahren zunimmt.

Das heisst, Hersteller beziehungsweise deren

Importeure kaufen Unternehmen auf den

nachgelagerten Stufen auf, namentlich Händler

und Werkstätten. Sie streben nach einer

monopolartigen Kontrolle der Wertschöpfungs-

und Lieferkette. Je weniger Garagisten

auf dem Markt sind, desto weniger Wettbewerb

gibt es. Das Nachsehen haben am Ende

des Tages immer die Endkonsumenten.

Seit 2018 werden auch in der Politik Stimmen

laut, welche sich um den abnehmenden Wettbewerb

im KFZ-Gewerbe sorgen. Der wichtigste

parlamentarische Vorstoss im Bereich

des KFZ-Gewerbes ist die Motion Pfister, welche

im Jahr 2018 eingereicht wurde. Die Motion

Pfister will eine effektive Umsetzung des

Kartellgesetzes in der KFZ-Branche erzielen.

Der Vorstoss will verhindern, dass internationale

Automobilhersteller Garagisten und

Konsumenten mit wettbewerbsverzerrenden

und abschottenden Praktiken behindern.

Der Bundesrat soll beauftragt werden, eine auf

Art. 6 des Kartellgesetzes beruhende, verbindliche

Regelung sicherzustellen, damit die KFZ-

Bekanntmachung auch tatsächlich vollzogen

und eingehalten wird, namentlich auch für Gerichte

verbindlich ist. Auf diese Weise soll ein

minimaler Rechtsschutz für Garagisten gesetzlich

verankert werden. Damit wird der wirksame

Wettbewerb wiederhergestellt. <

Fazit

Der KFZ-Bekanntmachung mangelt es an

«Zähnen»: In der aktuellen Form ist sie für

Gerichte nicht verbindlich. Das führt dazu,

dass der Rechtsschutz nicht gewährleistet

ist. Die Motion Pfister will den Gerichten

nun auf wirkungsvolle Art ein verbindliches

Mittel zur Hand geben, damit der

vorgesehene Rechtsschutz für Garagisten

vom zahnlosen Papiertiger zum greifbaren

Instrument für den Kampf von David gegen

Goliath wird. Aus der Sicht der KFZ-Branche

ist die Politik gefordert, weshalb der AGVS

empfiehlt, die Motion Pfister zu unterstützen.

Es ist zu hoffen, dass auch der Rat

die Brisanz des fehlenden Rechtsschutzes

erkennt und die Tendenz aufnimmt, sich für

die Schweizer Automobilbranche stark zu

machen.


POLITIK & RECHT

Suva

Prämienmassnahmen 2020

Die Suva weist für das Jahr 2018 ein positives Betriebsergebnis aus und entlastet im Interesse des Werkplatzes Schweiz

2020 die versicherten Betriebe in der Berufsunfallversicherung um rund 170 Millionen Franken. Dies erfolgt in Form einer

ausserordentlichen Prämienreduktion an die versicherten Betriebe. Die Nettoprämiensätze in der Berufsunfall- wie auch

in der Nichtberufsunfallversicherung der Klasse 13D weichen nur wenig vom Vorjahr ab.

pd. Die Suva weist für das Jahr 2018 ein Nettoergebnis von 4,8 Millionen

Franken aus. Damit ist sie weiterhin sehr solide finanziert und

kann all ihren Verpflichtungen gegenüber ihren Versicherten nachkommen.

Die hohen Anlageerträge der Vorjahre ermöglichen, trotz einer im Berichtsjahr

2018 negativen Anlageperformance von -2,7 Prozent, eine

Prämienreduktion von insgesamt 170 Millionen Franken im Jahre 2020

in der Berufsunfallversicherung. Dies entspricht 11 Prozent der Nettoprämie.

Das Eidgenössische Departement des Inneren (EDI) legt für alle UVG-

Versicherer den technischen Zinssatz fest, der bestimmt, zu welchen

Konditionen die Rentenkapitalien verzinst werden. In der Praxis sieht

das wie folgt aus: Die Suva berechnet bei einem Rentenfall die Gesamtkosten.

Denn dieses Geld muss sie zurückstellen. Dabei muss sie den

kalkulatorischen Zinsertrag (technischer Zins) berücksichtigen. Somit

bedeutet eine Senkung des technischen Zinssatzes, dass die Suva mehr

Geld zurückstellen muss. Dies führt in der Folge dazu, dass der Prämienbedarf

der versicherten Betriebe steigt.

Die Aufteilung der Betriebe mit einer Erhöhung, einer Senkung beziehungsweise

keiner Veränderung der Prämiensätze sieht wie folgt aus:

Unterklassenteil

Bezeichnung Anzahl Betriebe

A0

B0

Unterhalt von leichten

Motorfahrzeugen

Unterhalt von

schweren

Motorfahrzeugen

und Hubstaplern

Mit

Senkung

Stand: Juli 2019 (ohne Abbau der ausserordentlichen Anlageerträge)

Keine

Veränderung

Mit

Erhöhung

822 6406 476

65 159 52

In der Nichtberufsunfallversicherung NBUV sinkt der Basisprämiensatz

um eine Stufe auf netto 1,78 Prozent. Basisbetriebe sowie Betriebe mit

individueller Prämienentwicklung führen aufgrund des Bonus-Malus-

Systems beziehungsweise der Erfahrungstarifierung in der NBUV der

Klasse 13D zu folgender Aufteilung:

Genau das hat das EDI Anfang 2019 beschlossen. Der technische Zinssatz

in der Unfallversicherung wird ab 1. Januar 2020 auf 1,5 Prozent

gesenkt. Bisher betrug er 2,75 Prozent (für Renten, die vor 2014 verursacht

wurden) beziehungsweise 2 Prozent (für Renten ab 2014). Diese

Senkung löst einen Finanzbedarf von rund 3 Milliarden Franken aus,

der teilweise durch in der Vergangenheit vorsorglich gebildete Rückstellungen

finanziert werden kann.

Ab 2020 werden die Präventionsanreize bei Kleinbetrieben erhöht, indem

die Eintrittsschwelle ins Bonus-Malus-System (BMS) gesenkt wird.

Im BMS werden die Kosten der Betriebe mit Betrieben derselben Branche

verglichen. Weist ein Betrieb im Vergleich mit der Branche tiefere

Kosten aus, wirkt sich dies positiv auf die Prämie aus. Somit können Betriebe

im BMS die Höhe ihrer Prämie aktiv beeinflussen, indem sie ihre

Mitarbeitenden auf das Thema Sicherheit sensibilisieren und so Kosten

nachhaltig senken. Andererseits steigt die Prämie an, wenn ein Betrieb

im Vergleich mit der Branche höhere Kosten ausweist.

Unterklassenteil

Bezeichnung Anzahl Betriebe

A0

B0

Stand: Juli 2019

Unterhalt von leichten

Motorfahrzeugen

Unterhalt von

schweren

Motorfahrzeugen

und Hubstaplern

Mit

Senkung

Keine

Veränderung

Mit

Erhöhung

7058 614 32

244 29 3

Weil zugunsten der Prävention in der NBUV die im Prämienjahr 2019

gewährte ausserordentliche Prämienreduktion von 15 Prozent wegfällt,

wird sich der Bruttoprämiensatz trotz gesunkenem Basissatz bei

den meisten Betrieben auf 2020 leicht erhöhen. <

Im Unterklassenteil 13D A0 (Unterhalt von leichten Motorfahrzeugen)

bleibt der Basisprämiensatz in der Berufsunfallversicherung BUV im

2020 unverändert bei 0,7770 Prozent netto. Ebenfalls konstant mit

0,9910 Prozent netto bleibt der Basisprämiensatz im Unterklassenteil

13D B0 (Unterhalt von schweren Motorfahrzeugen und Hubstaplern).

Die Prämien der Betriebe, die nach dem Bonus-Malus-System bemessen

werden oder erfahrungstarifiert sind, weisen eine individuelle

Entwicklung auf.

Weitere Infos unter:

suva.ch/praemien

72

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


HANDEL & AFTERSALES

Figas Garagisten-Apéro

Steuern sparen jetzt!

Am 1. Januar 2020 tritt das Bundesgesetz über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung (STAF) in Kraft. Das neue Gesetz

hat auch Auswirkungen auf KMU. Der traditionelle Figas Garagisten-Apéro zeigt Möglichkeiten auf, die Gewinnsteuern noch

dieses Jahr zu optimieren. AUTOINSIDE war am Garagisten-Apéro in Lachen SZ dabei. Sandro Compagno

hier ist Vorsicht geboten: So ist die Höhe der

ausschüttbaren Substanz zu beachten und der

Aktionärskreis; denn allfällige Minderheitsaktionäre

werden gleichbehandelt.

André Frey erklärt den Garagisten in Lachen, welche Mittel zur Steueroptimierung ihnen zur Verfügung stehen.

Mit 66,4 Prozent Ja-Stimmen haben die

Schweizer Stimmberechtigten das STAF am

19. Mai dieses Jahres angenommen. Die Vorlage

war die Antwort auf den zunehmenden

Druck seitens der EU und der OECD auf die

Schweiz, die Steuerprivilegien für internationale

Unternehmen abzuschaffen. Dass gleichzeitig

ein «Päckli» zur mittelfristigen Sicherung

der AHV geschnürt wurde, war unschön

und laut Verfassung eigentlich gar nicht zulässig,

da es sich um zwei «sachfremde» Geschäfte

handelte. Trotzdem hat der Souverän

das Gesetz mit grossem Mehr angenommen.

Zielgruppe der jährlichen Roadshow der Figas

unter dem Label Figas Garagisten-Apéro

sind KMU aus dem Schweizer Garagengewerbe.

Auf den ersten Blick haben diese kleinen

und mittelgrossen Garagenbetriebe wenig mit

den internationalen Holdinggesellschaften zu

tun, für die das neue Gesetz geschaffen werden

musste. Und doch hat es Auswirkungen

gerade auch auf sie.

Denn um international konkurrenzfähig zu

bleiben, senken zahlreiche Kantone 2020

ihre Gewinnsteuersätze. Für André Frey, Geschäftsführer

der Figas Autogewerbe-Treuhand

der Schweiz AG, ist deshalb klar: «Ihr

Ziel muss sein, die Gewinnsteuern für 2019

zu optimieren und wo möglich Erträge erst

2020 auszuweisen.» Mit einem einfachen Rechenbeispiel

untermauerte Frey seinen Rat an

die Garagisten. So sinken beispielsweise im

Kanton Zürich, notabene dem künftig teuersten

Kanton der Schweiz, die Gewinnsteuern

von heute 21,15 Prozent auf 18,19 Prozent. Mit

anderen Worten: Wer 100 000 Franken Gewinn

von diesem ins nächste Jahr verschieben

kann, der spart knapp 3000 Franken Steuern!

André Frey wies die Garagisten nicht nur darauf

hin, was zu tun ist, sondern zeigte auch

auf, wie diese Gewinne und damit die darauf

entfallenden Steuern zu optimieren sind. So

empfahl er den Garagisten, geplante Investitionen

noch in diesem Jahr vorzunehmen und

maximal abzuschreiben: «Die meisten Kantone

lassen auch Sofortabschreibungen zu.»

Möglich sind auch zusätzliche Lohn- und Bonuszahlungen

für 2019, allenfalls zu kombinieren

mit dem Einkauf in die Pensionskasse.

Sonst drohen handkehrum höhere Steuern auf

das private Einkommen. Frey: «Auch ausserordentliche

Gewinne, zum Beispiel durch den

Verkauf von Liegenschaften, Landreserven

oder wertvollen Oldtimern, sollten Sie erst

2020 realisieren.»

Vorteilhaft kann auch die Ausschüttung einer

Dividende noch im Jahr 2019 sein, da die Teilbesteuerung

der Dividende ab 2020 erhöht

wird: beim Bund auf 70 Prozent, bei den Kantonen

auf mindestens 50 Prozent. Doch auch

Ein weiteres Mittel, die Gewinnsteuern noch

dieses Jahr zu optimieren, ist die Bildung von

Rückstellungen. Die Steuerverwaltungen lassen

es beispielsweise zu, dass Arbeitgeber ihre

Beiträge in die zweite Säule vorziehen. Diese

sogenannte Arbeitgeberbeitragsreserve kann

im Umfang von maximal fünf Jahresprämien

eingezahlt werden. Gleichzeitig wies André

Frey darauf hin, dass ein steuerrechtlich optimierter

Jahresabschluss 2019 von den kantonalen

Steuerbehörden akzeptiert werden müsse,

sonst bestehe das Risiko von steuerlichen

Aufrechnungen: «Gerade bei Rückstellungen

lohnt es sich, vorgängig mit den Steuerbehörden

abzuklären, wo die Grenze liegt.»

Da die Pensionskasse in all diesen Tipps zur

Steueroptimierung immer wieder zum Thema

wurde, informierte im Anschluss an André

Freys Referat Andreas Zehnder, Unternehmensberater

der PK Mobil, über die Pensionskasse

der Berufsverbände AGVS, Astag, 2rad Schweiz

und Carrosserie Suisse. Andreas Zehnder zeigte

den anwesenden Garagisten Möglichkeiten

auf, im Zusammenhang mit Kaderplänen und

Einkäufen in die Pensionskasse die privat anfallenden

Steuern zu optimieren.

Er konnte den an diesem Novemberabend

in Lachen anwesenden Garagisten die beruhigende

Nachricht übermitteln, dass die PK

Mobil mit einem Deckungsgrad von 103,8

Prozent und einem Verhältnis von einem

Rentner auf sieben Erwerbstätige kerngesund

ist. «Unser höchstes Ziel ist ein Deckungsgrad,

der über 100 Prozent liegt. Das

hat die PK Mobil in den 58 Jahren ihres Bestehens

stets geschafft. Aber eine Garantie

gibt es nicht.» Nicht in Zeiten von Negativzinsen.

Positiv endete der Abend für die rund

30 interessierten Figas-Gäste im Hotel Marina

in Lachen: mit einem Apéro und angeregten

Gesprächen. <

AUTOINSIDE | Dezember 201973


HANDEL & AFTERSALES

Autotechnik Days

Hostettler lanciert

eine eigene Messe

Keine klassische Hausmesse, sondern ein Forum: Die Hostettler Autotechnik AG lanciert am 28. und 29. Februar 2020 erstmals

die Autotechnik Days. Verschiedene Themenwelten sorgen für Wissensaustausch und Inspiration. André Bissegger

«Wir wurden praktisch zu unserem Glück gezwungen»,

sagt Marcel Stocker, Leiter Automotive

bei der Hostettler Autotechnik AG und

Verantwortlicher für die Autotechnik Days.

Der Grund: Ab 2020 gibt es in der Halle 7 des

Auto-Salons keine Aftermarket-Messe mehr.

«Wir hatten zwar schon länger ein Konzept

für eine eigene Veranstaltung im Kopf. Aber

eine Präsenz am Auto-Salon und zusätzlich etwas

Eigenes geht nicht.» Dieses Problem hat

sich nun von selbst erledigt.

Daher fiel im Sommer der Entscheid, die

Autotechnik Days zu lancieren. «Für uns ist

klar, dass es Platz hat für eine Plattform mit

Know-how-Transfer», sagt Stocker. So ist die

Veranstaltung denn auch bewusst als Forum

konzipiert worden, das den Besuchern einen

breiten Mix aus Themen und Informationsformaten

bietet. Damit grenzt sich Hostettler

bewusst auch von den klassischen Hausmessen

ab. «Wir möchten nicht, dass die Aussteller

einfach ihren Stand aufstellen und ihre

Firma präsentieren oder alles auf den Verkauf

ausrichten», sagt Stocker. «Vielmehr sollen

den Besuchern aktuelle Themen praxisbezogen

nähergebracht und Produkte erlebbar

gemacht werden.» Kurz: Es gibt keine Stände

im klassischen Sinn, dafür aber Exponate,

Seminare, Trainings und Workshops. «Wir

haben unser Ziel erreicht, wenn die Besucher

am Abend nach Hause gehen und sagen können,

dass sie etwas gelernt haben und inspiriert

worden sind.»

Die Autotechnik Days behandeln rund 80 verschiedene

Themen, die in Themenwelten wie

beispielsweise «Werkstatteinrichtung» gebündelt

sind. Dabei geht es unter anderem um die

Funktion und den Einsatz von E-Turbos. Aber

auch kommerzielle Themen wie die Nutzung

von elektronischen Wartungsheften, Online-

Auftritte oder das Führen der Werkstatt mittels

Kennzahlen stehen auf dem Programm.

Garagisten, Lieferanten, Experten und die Industrie

erhalten eine Plattform, um ihr Wissen

zu transferieren. «Neben unseren internationalen

Zulieferern konnten wir auch unsere

Schweizer Partner im Bereich Werkstattausrüstung

für ein grösseres Engagement gewinnen.

Mit den Firmen Safia, Karl Ernst und Abt

AG sind das drei Partner, mit welchen wir bisher

auch am Auto-Salon sehr gut zusammengearbeitet

haben.»

Dazu kommen Referate und Podiumsgespräche:

Der Schweizer Autovisionär Frank Rinderknecht,

Gründer von Rinspeed, wird genauso

einen Auftritt haben wie Rennfahrer Marcel

Fässler oder Berufsweltmeister Flavio Helfenstein.

«Wir haben uns sowohl bei den Themen

wie auch den Referaten gefragt, was die Garagisten

interessieren könnte. Daraufhin haben

wir passende Vertreter gesucht, die diese Interessen

ganzheitlich beleuchten können.»

Neben dem Informationskonsum soll aber

auch der persönliche Austausch mit Branchenkollegen

und den Mitarbeitern der Hostettler

Autotechnik AG nicht zu kurz kommen. Dafür

wird eine Begegnungszone aufgebaut.

Der Anlass findet an einem Freitag und Samstag

statt. Beide Tage unterscheiden sich vom

Programm her jedoch nicht. Damit sollen sowohl

diejenigen angesprochen werden, die

sich einen Tag frei nehmen, als auch diejenigen,

die einen Wochenend-Tag bevorzugen.

74

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


HANDEL & AFTERSALES

«Wir wollen unsere Kunden aus der ganzen

Schweiz in Luzern begrüssen können», sagt

Stocker. Deshalb ist unter anderem auch der

Einsatz von Reisecars geplant. Es sollen jedoch

nicht nur Hostettler-Kunden kommen.

«Wir haben die Ambition, über die Themen

eine breitere Öffentlichkeit anzusprechen.»

Die ersten Autotechnik Days finden am 28.

und 29. Februar in der Messe Luzern statt.

Läuft alles nach Plan, wird der Anlass jährlich

wiederholt. <

Weitere Infos unter:

autotechnikdays.ch

3 Fragen an Marcel Stocker

«Autotechnik Days sind Ersatz

für Auto-Salon»

Herr Stocker, Hausmessen sind im Trend.

Weshalb lanciert nun auch Hostettler einen

eigenen Anlass?

Marcel Stocker, Leiter Automotive Hostettler

Autotechnik AG: Dafür gibt es zwei Gründe.

Einerseits gibt es am Auto-Salon in Genf

in der Halle 7 keine Aftermarket-Messe mehr.

Wir mussten uns eine Alternative suchen.

Die Autotechnik Days sind also auch ein Ersatz

für den Auto-Salon. Andererseits hatten

wir selbst schon länger ein Konzept für eine

eigene Veranstaltung im Kopf. Wir wollen

ein Vakuum ausfüllen und haben den Zeitpunkt

des Events so gewählt, dass wir vor

dem Saisonstart im Frühjahr sind.

Die Autotechnik Days sollen sich bewusst

von anderen Hausmessen abgrenzen. Was

planen Sie?

Wir wollen den Besuchern aktuelle Themen

praxisbezogen näherbringen. Sie sollen die

Produkte in Aktion erleben, ausprobieren oder

erfahren können. Das geschieht nicht über

klassische Stände, sondern mittels Seminaren,

Trainings oder Workshops. Denn

was wir nicht wollen, sind Firmen-Präsentationen

und reine Verkaufs-Veranstaltungen.

Das ist ein neues Konzept und wir

wissen nicht, wie es funktionieren wird.

Wir müssen uns deshalb selbst überraschen

lassen von der Dynamik, die entsteht, und

davon, wie sich die Teilnehmer verhalten werden.

Das wird spannend.

Wie laufen die Vorbereitungen?

Da der Entscheid für die Autotechnik

Days erst im Sommer fiel, ist der Zeitdruck

natürlich gross. Die Vorbereitungen

laufen auf Hochtouren. Aktuell

klären wir die Bedürfnisse bezüglich

Räumlichkeiten in der Messe Luzern.

Das Programm wird sich bis zum

Schluss weiterentwickeln. Das ist aber

auch bewusst so geplant, damit wir

auf aktuelle Ereignisse oder aufkommende

Themen reagieren können. <

Marcel Stocker ist für

die Autotechnik Days

verantwortlich.

Die Pensionskasse der Berufsverbände 2rad Schweiz AGVS ASTAG carrosserie suisse

Wir sind nicht nah

an der Branche.

Wir sind mittendrin.

Als Vorsorge-Profis kennen wir die Bedürfnisse der Branche wie keine andere

Pensionskasse. Wir beraten Sie gerne. Ganz unkompliziert, freundlich und kompetent.

PK MOBIL, Wölflistrasse 5, 3006 Bern, Telefon 031 326 20 19, www.pkmobil.ch

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AUTOINSIDE | Dezember 201975


HANDEL & AFTERSALES

Serie Werkstatt der Zukunft, Teil 5

Die steigende Komplexität

verlangt nach Antworten

Unsere Autos werden immer besser, immer komfortabler und immer sicherer. Diese für den Autokäufer erfreuliche

Entwicklung hat grosse Auswirkungen auf die Garagenbetriebe. Sandro Compagno

Noch vor wenigen Jahren waren Infotainmentsysteme

für die grosse Mehrheit der Schweizerinnen

und Schweizer unerschwinglich. Spurhalteassistenten,

adaptive Tempomate oder

Einparkhilfen waren etwas für Autos der Luxusklasse.

Das hat sich heute grundlegend

gewandelt. Mehr als 200 Sensoren sammeln

schon in Kleinwagen Daten mit dem Ziel,

das Autofahren noch bequemer und sicherer

zu machen.

Daneben wächst die Anzahl der Antriebstechnologien:

Wo vor wenigen Jahren noch

ausschliesslich Diesel- und Benzinmotoren gewartet

und repariert wurden, finden sich heute

auch diverse Hybrid-Varianten, CNG-Autos

und Fahrzeuge mit rein elektrischem Antrieb

(BEV). Damit steigen einerseits die Anforderungen

an die Mitarbeitenden in der Werkstatt

Weiterbildung wird zur Pflicht! aber

auch die Anforderungen an die Werkstatteinrichtung.

Ein Schlagwort im modernen Garagenbetrieb

ist «Augmented Reality» (AR) und «Virtual

Reality» (VR). Hier verschmelzen die reale und

die digitale Welt. «Augmented Reality» kann

einerseits in der Schulung der Mitarbeitenden

und zu Trainingszwecken eingesetzt werden.

Andererseits ermöglicht sie Zeitersparnisse

bei der Reparatur, indem Anleitungen und

Hinweise für benötigte Spezialwerkzeuge direkt

auf dem Tablet oder in der VR-Brille angezeigt

werden können. Laut Hersteller Bosch

ist selbst bei gängigen Fahrzeugen und wenig

komplexen Reparaturarbeiten eine Zeitersparnis

von durchschnittlich 15 Prozent möglich.

AR eignet sich für Betriebe jeder Grösse.

Elektronische Werkzeuge sind dort von Nutzen,

wo hochpräzise Verschraubungen und

hohe Genauigkeit erforderlich sind. Ein digitaler

Drehmomentschlüssel kann über den PC

oder das Smartphone programmiert werden,

indem die Zielwerte eingestellt werden. Bei der

Montage werden die Daten live angezeigt; der

Mitarbeiter wird über ein akustisches oder optisches

Signal über den optimalen Krafteinsatz

76

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


HANDEL & AFTERSALES

informiert. Montagefehler können so vermieden

werden. Nicht zuletzt unterstützen diese

elektronischen Werkzeuge die Dokumentation

der Wartungs- oder Reparaturarbeiten.

In nicht allzu ferner Zukunft dürften auch 3D-

Karbondrucker zum Werkstattalltag gehören.

Sie werden es erlauben, einfache Ersatzteile

dezentral und direkt vor Ort zu produzieren.

Die Beschaffung wird nochmals beschleunigt,

Lagerhaltungskosten werden reduziert. Aufgrund

der hohen Umsetzungskosten sieht das

Projektteam der Universität St. Gallen, das sich

im Auftrag des AGVS mit digitalen Prozessen

in der Autowerkstatt beschäftigte, die Einführung

des 3D-Drucks derzeit ausschliesslich in

Grossbetrieben.

Ein Tool, das heute schon erhältlich und beispielsweise

in Grossbritannien weit verbreitet

ist, ist der sogenannte Video-Check. Der

Mechatroniker dreht mit seinem Smartphone

oder Tablet ein kurzes Video des Fahrzeugs

und kann so auf auszuführende Arbeiten hinweisen.

Der Kundenberater erstellt aufgrund

des Videos eine Offerte und sendet diese zeitgleich

mit dem Video an den Kunden. Dieser

kann dann entscheiden, welche Arbeiten

er ausgeführt haben möchte und welche

nicht. Das Video-Tool erhöht die Transparenz,

schafft Vertrauen und löst laut dem europäischen

Marktführer Citnow auch Zusatzaufträge

aus.

Ebenfalls mit Bildern arbeitet beispielsweise

Bosch mit der App «Visual Connect». Werkstattmitarbeiter

können sich direkt mit dem

technischen Support verbinden und sich von

diesem sprichwörtlich über die Schulter blicken

lassen. Der Support-Mitarbeiter sieht nun

genau das, was der Werkstattmitarbeiter sieht

und kann ihn Schritt für Schritt auf dem Lösungsweg

begleiten.

Weniger persönlich, aber ebenfalls möglich ist

der Einsatz von Chatbots: Der Mechatroniker

stösst auf ein Problem, das er nicht alleine lösen

kann, und fragt nun den Chatbot (resp. das

Internet), ob das Problem bereits einmal aufgetreten

ist. Der Chatbot unterstützt ihn bei

der Recherche im schier unendlichen Wissensund

Informationsschatz des weltweiten Netzes,

um rasch die korrekte Lösung zu finden.

Die Autos werden komplexer und mit ihnen

die Werkstattarbeiten. Diese Komplexität verlangt

nach Antworten. Einige davon hat die

Gruppe von Studierenden gefunden. Weitere

werden folgen. Denn mit der rasanten Entwicklung

der Technologie müssen und werden

sich auch die Prozesse in der Autowerkstatt

verändern. <

Serie: Autowerkstatt

der Zukunft

Von der Terminvereinbarung über die

Reparatur des Fahrzeugs bis zum Versand

der Rechnung: Werkstattprozesse

laufen überall in etwa gleich ab. Doch

neue Technologien haben das Potenzial,

diese Prozesse zu vereinfachen und zu

beschleunigen. Fabienne Rudolf, Michèle

Odermatt, Pascal Inauen und Sophie Stopp

haben sich im Rahmen einer Projektarbeit

der Uni St. Gallen mit den Prozessen in einer

Autowerkstatt und mit digitalen Technologien

beschäftigt und konkrete Ideen für

eine Autowerkstatt der Zukunft entworfen.

Federführend beim AGVS war der Bereich

Branchenvertretung, die Leitung seitens

HSG hatte Professor Andrea Back vom Institut

für Wirtschaftsinformatik.

AUTOINSIDE berichtet in einer sechsteiligen

Serie über die Resultate der Arbeit.

Nächste Folge

AI 01/20: Zusatzleistung

Unser Samichlaus setzt auf ARN.

Fahren auch Sie sicher bei Eis und Schnee

und vertrauen im Notfall auf die schnelle

Hilfeleistung von ARN.

Ihnen und Ihren Lieben wünschen wir

ein frohes Weihnachtsfest und einen

guten Start im neuen Jahr.

powered by: Repanet Suisse, Five Star, Colors Unlimited International

© 2019 Axalta Coating Systems. All rights reserved.


PRODUKTE & DIENSTLEISTUNGEN

Aquarama «WaveTech»

Wie von Hand gewaschen

Evolution statt Revolution: Mit einer neuen Bürstentechnologie verspricht Aquarama einen Qualitätssprung in der

Autowäsche. «WaveTech» nennt sich die Bürste, die vor allem an kritischen Stellen für optimale Ergebnisse sorgt.

sco. Wenn die Entwickler des italienischen

Waschanlagen-Spezialisten Aquarama von

einer Evolution sprechen, dann hat dies gute

Gründe. Denn die neuen «WaveTech»- Bürsten

bedingen kein neues Portal und keine

neue Waschstrasse. Mit der «WaveTech»-

Bürstentechnologie lässt sich jedes «Stargate

111»-Portal, Topseller von Aquarama, problemlos

und ohne Änderung von Getriebe

und Aufbau nachrüsten.

Der Clou ist die Anordnung der Bürsten auf

der Achse: Die «WaveTech»-Bürsten vollziehen

bei ihrer Rotation nicht nur eine Dreh-,

sondern auch eine Seitwärtsbewegung. Inspirieren

liessen sich die Aquarama-Entwickler

von der Bewegung des menschlichen (meist

männlichen) Arms bei der Handwäsche eines

Autos. «Die neue Bürstentechnologie ermöglicht

eine sensationelle Reinigungswirkung

ohne Knickbürsten oder versetzt montierte

Bürsten», erklärt Aquarama-Geschäftsführer

Frank Müller. Dies ist auch der Grund, dass

bestehende Anlagen einfach umgerüstet werden

können.

Neuartige Bürstenanordnung: Die «WaveTech»-Technologie von Aquarama erlaubt neben einer Dreh- auch eine Seitwärtsbewegung.

An der «Autotecnica», der Zuliefermesse im

Rahmen der Auto Zürich Car Show, präsentierten

Frank Müller und Gebietsleiter Roland

Peter die Neuheit erstmals in der Schweiz.

«Die ersten Feedbacks von Garagisten, die

uns am Stand besucht haben, waren durchwegs

positiv», stellt Roland Peter fest. Vorteile

bietet die neue Technologie vor allem an

jenen Stellen am PW, wo herkömmliche Bürsten

an ihre Grenzen gelangen: im Bereich der

Seitenspiegel und Heckspoiler. Manch Automobilist

ärgert sich, wenn er nach der Ausfahrt

aus der Waschanlage diese Stellen von

Hand putzen muss, weil sie im «toten Winkel»

der Bürste liegen. Roland Peter: «Dank

der «WaveTech»-Bürste erzielen wir auch mit

der maschinellen Wäsche ein Resultat, das jenem

einer Handwäsche gleichkommt.» <

Weitere Infos unter:

aquaramaswiss.ch

Frank Müller (links) und Roland Peter präsentierten die neue Technologie an der Auto Zürich Car Show erstmals den

Schweizer Garagisten.

78

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


GARAGENWELT

Motiondata Vector Schweiz GmbH

motiondata-vector.ch

> Mit der Motiondata Vector Gruppe erfolgreich ins neue Jahr starten

pd. Bereits eine Vielzahl

renommierter Garagenbetriebe

in der Schweiz vertrauen auf

die Qualität und Vorzüge der

beiden Dealer-Management-

Systeme Motiondata DMS und

CDP. In den vergangenen zwei

Jahren hat sich die Motiondata

Vector Gruppe mit zahlreichen

Projekten am Markt etabliert

und ist der vertrauensvolle IT-

Komplettlösungsanbieter in der

Garagenbranche.

Mit individuell abgestimmten

Software-, Hardware- und

Infrastruktur-Lösungen mit den

höchsten Security-Standards

erleichtert Motiondata den Kunden

den Arbeitsalltag. Laufende

Updates, weitere Schnitt stellen

und Funktionen wie zum Beispiel

Sales Manager, Web Portfolio

oder Apps runden die beiden

DMS-Systeme ab.

Das sind die Vorteile mit Motiondata

als Partner:

• Vorortbetreuung und massgeschneidert:

Am Standort

in der Schweiz werden die

Kunden von kompetenten

Mitarbeitern mit langjähriger

Erfahrung im Automotive-

Sektor betreut. Die Produkte

sind nicht nur auf Schweizer

Gegebenheiten und auf die

Bedürfnisse der Schweizer

Garagisten angepasst,

sondern auch massgeschneidert

auf individuelle Wünsche

und Unternehmensgrösse.

• Alles aus einer Hand zeitund

kostensparend: Zusätzlich

zu den IT-Lösungen

ermöglicht eine grosse

Auswahl an Schnittstellen

die Kommunikation und den

Datenaustausch zu Fremdsystemen.

Das Produktportfolio

ist modular aufgebaut

und somit besonders attraktiv

und effizient die Kunden

zahlen nur, was sie auch

wirklich benötigen.

• Mehrmarkenfähigkeit: Langjährige

Kooperationen mit

Motiondata erleichtert

den Arbeitsalltag ihrer Kunden

Herstellern/Importeuren machen

die Produkte auch für

mehrere Marken einsetzbar.

Jetzt über die Produkte der

Motiondata Vector Schweiz

GmbH informieren und mit dem

richtigen Partner in ein erfolgreiches

neues Jahr starten. <

Tunap Group

tunap.com

> Geprüft und sicher: Neue Tunap-Partikelfilter-Reinigung

pd. Vierstellige Beträge lassen

sich in kürzester Zeit sparen,

indem verstopfte Partikelfilter

in der Werkstatt nicht ausgetauscht,

sondern gereinigt werden.

Mit der Microflex-Partikelfilterreinigung

von Tunap erhält

der Autofahrer eine besonders

sichere, wirtschaftliche wie

auch nachhaltige Lösung.

Partikelfilter lassen sich mit

dem System ohne jeglichen Ausbau

reinigen. Der bisher häufig

praktizierte und teure Austausch

des Filters entfällt. Auch

ein Ausbau und Wartezeiten für

die Reinigung bei einem externen

Betrieb bleiben dem Kunden

erspart. Das senkt die Kosten

auf einen Bruchteil und erhöht

die Kundenzufriedenheit. Die

Reinigungslösung wird direkt

durch vorhandene Öffnungen

auf den Partikelfilter gesprüht

und löst den festgesetzten Russ

und Asche rückstandsfrei.

Das von Tunap entwickelte

und patentierte Partikelfilter-

Reinigungsprinzip wurde in

der Praxis bereits über 250 000

Mal angewendet. Ein ganzer

Industriezweig ist aus der Tatsache,

dass sich Partikelfilter im

Lauf der Zeit zusetzen können,

entstanden. Doch in Punkto

Innovation, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit

bekräftigt Tunap

mit dem aktuellen System seine

Technologieführerschaft. Das

für Euro-6-Fahrzeuge geprüfte

Reinigungsverfahren ist auch

das schnellste: Anstelle von

mehreren Tagen ist das Problem

mit Tunap in wenigen Stunden

gelöst.

Die Wirksamkeit des Tunap Partikelfilter-Reinigungsverfahrens

wird durch die Vert-Association

als «Best Available Technology»

bestätigt und empfohlen. Vert

steht für «Verification Emission

Reduction Technologies» und ist

eine Vereinigung, um die besten

verfügbaren Technologien für

die Emissionsreduzierung zu

identifizieren und zu fördern.

Mitglieder der Vert-Assosiation

sind unter anderem internationale

Motorenhersteller sowie

Hersteller von Partikelfilter- und

SCR-Systemen. Die Wirksamkeit

und Materialverträglichkeit

wurde zusätzlich durch den

TÜV Thüringen bestätigt. <

Sicher, wirtschaftlich und nachhaltig: Die neue Tunap Dieselpartikelfilter-Reinigung.

AUTOINSIDE | Dezember 201979


GARAGENWELT

Maagtechnic AG

maagtechnic.ch

> Shell Helix Ultra: Pure Qualität aus reinem Gas jetzt im Webshop erhältlich

pd. Shell Helix Ultra ist das

erste Motorenöl, das auf Basis

von Synthesetechnologie aus

Erdgas hergestellt wird. Mit

Shell-Helix-Ultra-OW-Motorenölen

und der innovativen

Shell-PurePlus-Technologie ist

jeder moderne Automotor den

täglichen Herausforderungen

zuverlässig gewachsen.

Shell Helix Ultra mit der aktiven

Reinigungstechnologie sorgt auch

im Motor für Sauberkeit. Denn

seine speziellen Reinigungsmoleküle

lösen schädliche Verunreinigungen

und Ablagerungen im

Motor. Gerade moderne Motoren

erreichen extreme Betriebstemperaturen

und sind oft auf lange

Wartungsintervalle ausgelegt.

Dank der reduzierten Verdampfungsneigung

verringert sich zudem

der Ölverbrauch. Spezielle

Oxidationshemmer verhindern

ausserdem die vorzeitige Alterung

des Öls. <

Die Shell-PurePlus-Technologie

hilft, die Verbrauchswerte und

die Umwelteigenschaften des

Motors zu erhalten bei zugleich

sinkenden Kosten für den Autofahrer

dank folgender Vorteile:

Shell-Helix-Ultra-OW-Motorenöle

mit PurePlus-Technology

reduzieren den Kraftstoffverbrauch

und damit auch den CO 2

-

Ausstoss. Die Nutzer können

damit einen wichtigen Beitrag

zum Klimaschutz leisten.

Umso wichtiger ist deshalb

die Wahl des richtigen Motorenöls,

damit das Ansprechverhalten

und die Motorenleistung

erhalten bleiben oder sogar

wiederhergestellt werden. Tests

haben bewiesen, dass Shell

Helix Ultra im Vergleich zu

einem herkömmlichen Mineralöl

bis zu fünfmal mehr Ablagerungen

im Motor löst.

Das Shell Helix Ultra OW-Motorenöl hilft Kraftstoff zu sparen.

KSU A-Technik AG

ksu.ch

> 50 Jahre Maha: Qualität setzt sich durch Kluge Werkstatteinrichtungen von KSU

pd. Mitten in Riviera findet man

die Tessiner TCS-Niederlassung

mit 4 Prüfstrassen, welche

aus dem Hause KSU A-Technik

AG kommen. Jährlich werden

circa 17 000 MFK-Prüfungen

und gegen 3000 freiwillige

technische Fahrzeugkontrollen

vorgenommen. Dank nachhaltiger

Technologie und einer ausgezeichneten

kontinuierlichen

Wartung ist der reibungslose

Betrieb sichergestellt.

Ganz nach ihrem Credo, dass

nur das Beste für ihre TCS-Mitglieder

gut genug ist, investierte

das Prüfzentrum Riviera in

den technologisch innovativen

Scheitel-Leistungsprüfstand

für PW-Allradfahrzeuge,

genauer gesagt in den Maha

MSR500/2.

mit den vier Prüfstrassen und

den Snap-On-Werkzeugwagen

den modernsten Standards.

Sowohl das TCS-Prüfzentrum

Riviera wie auch die KSU A-

Technik AG stehen für Professionalität

und einen ausgezeichneten

Kundenservice.

Das Bild zeigt die neue Installation

in der TCS-Prüfstelle

Rivera: Das Prüffahrzeug steht

beim Scheitel-Leistungsprüfstand

vorne und hinten auf der

Laufrolle. Das Fahrzeug wird

in der Front und am Heck verankert,

wobei sich der Achsabstand

bequem durch Tastendruck

hydraulisch verstellen

lässt. Bei diesem Prüfstand

entspricht die Bodenfreiheit

des Fahrzeuges den normalen

Strassenverhältnissen. Dadurch

lässt sich die Warmluft des

Motors besser ableiten und eine

präzise Leistungsmessung im

dynamischen Zustand ist bis zu

einer Prüfgeschwindigkeit von

300 km/h möglich.

Durchschnittlich werden pro

Jahr auf dem Prüfstand Riviera

rund 100 Leistungsprüfungen

ausgeführt.

Die anspruchsvolle Kundschaft

der KSU setzt auf langjährige

Erfahrung, Kompetenz und das

Qualitätsverständnis der KSU. <

Auch die Prüfhalle entspricht

Ein Blick auf die TCS-Prüfstelle in Rivera.

80

Dezember 2019 | AUTOINSIDE


GARAGENWELT

Webasto

webasto-group.com

> Noch mehr Flexibilität mit der ThermoConnect-App von Webasto

Geräte mit einer App bedienen.

ThermoConnect steuert sowohl

die Standheizung Thermo Top

Evo als auch die Luftheizgeräte

Air Top 2000 STC und Air Top

Evo 40/55.

pd. Standheizungen halten meist

ein Autoleben lang. So auch

deren Bedienelemente. Doch die

Art der Bedienung entwickelt

sich stetig weiter und wird

immer flexibler. Die multifunktionale

ThermoConnect-App

von Webasto, Marktführer

für Standheizungen, steuert

jetzt auch mehrere Heizgeräte.

Ebenfalls neu ist die mögliche

Sprachsteuerung durch einen

kostenlosen Alexa-Skill. Autofahrer,

die bereits eine Webasto-Standheizung

besitzen,

können die Steuerung per App

nachrüsten unabhängig davon,

ob diese bereits ab Werk verbaut

oder nachgerüstet wurde.

Dank eines neuen Alexa-Skills

kann die Standheizung von

Webasto ab dem ersten Quartal

2020 auch per Sprachbefehl

bedient werden. Voraussetzung

dafür ist die Nutzung eines

Sprachassistenten von Amazon

sowie die Standheizungsbedienung

per ThermoConnect.

Für Webasto-Standheizungen in

PW und Reisemobilen, die aktuell

per Vorwahluhr, Funkfernbedienung

oder ThermoCall App

bedient werden, gibt es jetzt die

Möglichkeit der Nachrüstung

zur komfortablen Bedienung mit

der webbasierten App Thermo-

Connect. <

Wer mehrere Heizgeräte von

Webasto nutzt, zum Beispiel,

weil es im Haushalt mehrere

PW oder einen PW und ein

Reisemobil gibt, kann nun alle

Die ThermoConnect-App von Webasto steuert Standheizungen.

Autef GmbH

autef.ch

> Bei Autef GmbH die Schulbank gedrückt

pd. Vom 8. bis und mit 14. November

2019 bildeten sich eine

stattliche Anzahl Mitglieder

des schweizerischen Werkstattlehrerverbandes

bei Autef

GmbH weiter. Im Fokus standen

Fahrassistenzsysteme und die

Hochvolt-Technik. Weil ersteres

in der Theorie bei den meisten

bereits bestens bekannt war,

standen die statischen und

dynamischen Kalibrierungen

verschiedener Systeme von

diversen Herstellern und Generationen

im Zentrum.

An mehreren Praxisposten

führten die Teilnehmenden

diese Arbeiten in der Werkstatt

wie auch während einer

Kalibrierfahrt auf der Strasse

eins zu eins selber durch. Dadurch

konnten sie hautnah die

unterschiedlichen Philosophien

und Strategien der Hersteller

erleben. Sehr positiv wurde bewertet,

dass Autef die Möglichkeit

bot, auch ADAS-Einstellgeräte

verschiedener Hersteller

kennenzulernen.

Mit dem zweiten Thema, der

Hochvolt-Technik, stand ein

Train-The-Trainer-Kurs auf dem

Programm. Deshalb mussten

sich die Teilnehmer zuerst mit

dem neuen Bildungsplan auseinandersetzen.

Da dieser sehr

viel Interpretationsspielraum

zulässt, wurde die Auslegung

zum Teil auch sehr kontrovers

diskutiert. Anschliessend

präsentierte Autef an sechs

praktischen Arbeits- und

zwei Demo-Posten im Plenum

Möglichkeiten, wie sich die

neue Technologie lebendig und

praxisgerecht vermitteln lässt.

Sehr viele didaktische Hilfsmittel

stehen in den ÜK-Zentren

bereits zur Verfügung. Sie

müssen lediglich umgenutzt

werden oder es lassen sich

welche mit wenig Geld auch

selber anfertigen wie beispielsweise

die Prüf- und Fehlerbox

für Elektromotoren. <

Mitglieder des Werkstattlehrerverbandes bildeten sich bei Autef weiter.

AUTOINSIDE | Dezember 201981


UMFRAGE DES MONATS

WAS DENKEN SIE ÜBER DAS

DIESELVERBOT IN GENF?

Wenn die Ozon- und Feinstaubwerte zu hoch

sind, dürfen ab Januar 2020 nicht mehr alle

Autos in Genf verkehren. Betroffen davon sind vor

allem Diesel-Fahrzeuge. Die Meinung der AGVS-

Leserinnen und -Leser sind eindeutig: 73 Prozent

der Befragten finden das nicht gut, weitere

10 Prozent hoffen, dass andere Städte nicht

nachziehen. Demgegenüber halten 12 Prozent die

Idee für eine gute Sache. 5 Prozent sagen gar,

dass ihnen das Verbot zu wenig weit geht.

(Stand: 15. November 2019)

73%

Ich finde das

nicht gut

12%

Das ist eine

gute Sache

10%

Hoffentlich

ziehen andere

Städte nicht nach

5%

Das Verbot geht

mir zuwenig weit

VORSCHAU AUTOINSIDE-AUSGABE 1 JANUAR 2020

Die nächste Ausgabe erscheint am 3. Januar 2020 mit folgenden Schwerpunktthemen:

Wie Kunden ihre Garagisten

digital fordern

Ob digitale Autoschlüssel oder die Verfolgung

von Reparaturen in Echtzeit: Die Kunden fordern

ihre Garagisten digital immer mehr. Wir zeigen,

was auf die Garagenbetriebe zukommt.

Die Chancen der Digitalisierung für

Garagisten

Egal ob Online-Terminplaner, Lagerbewirtschaftung

oder Statistiken: Die Digitalisierung

bietet den Garagisten zahlreiche Chancen.

AUTOINSIDE zeigt, was sich lohnt.

GIMS-Direktor Olivier Rihs im

Gespräch

Der kommende Auto-Salon wird für Olivier Rihs

der erste und zugleich letzte als Direktor sein.

Im Gespräch mit AUTOINSIDE sagt er, auf was

sich die Garagisten in Genf freuen dürfen.

Das auflagenstärkste Fachmagazin für die Schweizer Garagisten

92. Jahrgang. 11 Ausgaben in deutscher und französischer Sprache.

WEMF-beglaubigte Auflage per September 2019: 12760 Exemplare, davon 9664 in Deutsch, 3096 in Französisch.

Herausgeber

Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS)

www.agvs-upsa.ch

Verlag

AUTOINSIDE

Wölflistrasse 5, Postfach 64, CH-3000 Bern 22

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Dezember 2019 | AUTOINSIDE


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