11 d’Isarwinkler

disarwinkler

Baubeginn

bereits erfolgt!

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Besichtigungstermin

ALTEGÄRTNEREI

Wohnen und arbeiten im

von Lenggries

Am alten Gärtnereigelände baut die Bauunternehmung H. Rolf ein Gewerbegebäude

mit 3 Wohneinheiten, 1 Doppelhaus und 3 Dreispänner.

Ortsansässig • Nachhaltig • Einbindend

Unsere neu entstehenden Gebäude werden in nachhaltiger und umweltfreundlicher

Massivbauweise erstellt. Ausnahmslos einheimische Betriebe gewährleisten

eine handwerklich anspruchsvolle und energiesparende Ausführung, welche sich

in Optik und Lage perfekt in das Ortsbild einfügt. Die Nähe zu Kindergärten,

Schulen sowie Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten macht es zu einem einzigartigen

Bauprojekt.

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www.rolf-bau.com

1

2

3 3

3

1

2

3

Gewerbeeinheit

mit 3 Wohnungen

Doppelhaus

3 Dreispänner


Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

bedankt sich herzlich!

Wir wünschen ein gesegnetes

Weihnachtsfest und ein

gesundes, glückliches

neues Jahr.

unser heutiges Titel-Thema die Jägerei

mag vielleicht nicht jedermann auf Anhieb

begeistern. Dennoch möchten wir euch

den Blickwinkel der Jäger und Jägerinnen

näherbringen, aufklären und euch vielleicht

sogar ein bisserl faszinieren.

Lasst euch drauf ein und begleitet

uns auf einen Streifzug

durch unsere Wälder.

Außerdem entführen wir

euch zur historischen Dorfführung

nach Fall. Viel Spaß

beim Lesen! Für die stade

Zeit wünschen wir euch viel

Zeit für euch und eure Gesundheit

und danach geht’s hoffentlich

nahtlos und besonders lustig in den

Fasching, oder auch nicht, je nach Lust

und Laune.

Wir vom d’Isarwinkler-Team wünschen

euch eine innige, friedliche und besondere

Weihnachts- und Winterzeit und wir

bedanken uns für das Wertvollste: Eure

Aufmerksamkeit.

Herzlichst,

eure Christine Strauß und

das gesamte Team


8

30

58

114 48

4


72

Inhalt

Jagd

Mit viel Gefühl fürs Gleichgewicht ...................... 8

Am Set von Tonio & Julia

Tonio liebt Julia oder wie der Gasthof Zantl

zum Pfarrhaus wird ........................................... 22

Dorfführung Fall

Der Fall (von) Fall ............................................. 30

Kinderseiten

Schöne Lichter für dunkle Tage ......................... 46

22

78

Musikerporträt

Neue Frauenpower bei der Housemusi .............. 48

Schriftstellerin Claudia Gudelius

Ein Leben wie ein Roman ................................. 58

Christkindlmärkte

Alle Jahre wieder .............................................. 62

Katharina Mayer

Tanzmeisterin aus Leidenschaft ........................ 72

Königreich Bayern

König Maximilian II. – Suche Lehrstuhl,

biete Königsthron ............................................ 78

Fasching

So eine Gaudi … oder auch nicht? .................. 92

Mei Dahoam .................................................. 102

Gastro im Isarwinkel ..................................... 114

46

Veranstaltungen ............................................. 126

Impressum ..................................................... 138

5


Isarwinkler

Aussichten & Ansichten

Wos hod jetzt sie heid zum Mitschnobeln,

denkt's eich ihr jetzt gwiss, oder?

Obwois ja heid um d‘Jagd geht und mia

Frauen do ja eher unterrepräsentiert

san. I sogs eich glei, i mecht heid a bissl

schwärmen von mein Jager dahoam. Er

is zwar eher so der Typ Sammler worn,

wenn ihr versteht‘s was i moin, ohne da

jetzt irgendwie jemanden zu nahe zu treten.

Aber, er geht ja, seit er mi hod, nimma

auf die Pirsch, oiso auf Frauenjagd,

dem Herrn sei Dank. Aber er is trotzdem

a bissl oana – moant er. Zweimal im

Jahr geht mein ganz persönlicher Hausund

Hofjäger auf d‘Jagd. Zum Schafkopf-Rennads.

Zum gwinna gibt‘s? A

Fleisch! Bewaffnet mit an Packerl frische

Kartn und a Blechbix mit Kleingeld drin

ruckt er aus. Wenn er dann naus is bei

der Tür, ruaf i eam no zua: „Weidmans

Heill!“ Des motiviert. Des is fei wichtig

und des derf ma ned vergessen. Unsere

Beschützer verstengan sich ja auch als

Ernährer (ganz wurscht wia‘s mit dem

Gehalt seiner Frau auch steht). So trifft

er sich mit seine Spezln und des Fleisch

werd na quasi beim Kartln ausgrafft.

Je nachdem wie hold eam des Glück na

is, kimmt er hoam mit gaanz schwaare

Schritt. Ois hätt‘ er a drei Zentner

schware Wuidsau erlegt, stampft er zum

Kühlschrank und legt seine Trophäe hinein.

Dawei is‘ nur a Plastiktütn mit einem

Kilo Schnitzel drin. Küchenfertig in Folie

eingeschweißt. „Mei guad“, muaß i dann

song und eam fest auf d‘Schulter klopfen.

Am besten no massieren vom schwaren

Trong.

Immer wieder macht er den Kühlschrank

auf und sogt‘s de Kinder a: „Des is von

mir!“ Und d‘Kinder na: „Mei super,

Papa, guad! Du bist der Beste!“ I duas na

brodn, de Schnitzel, mach a Soß, Solod

und Beilagen no dazu und duas gredenzn.

Und na bei jedem Bissen – jeder von uns

im Chor: „Mei, Papa, Wahnsinn! Guad

host du des gmacht!“

Er lehnt sich z‘ruck, genießt und schweigt

und irgendwann sogt er dann leise:

„Weidmanns Dank!“

Liebe Isarwinkler,

mei Mo und i wünschen eich a schene griawige

Winterzeit. Genießt‘s eich, a guad‘s

Essen und dead‘s as loben ned vergessen!

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Natürlich geht’s zum Jeansstadl

alias Trischberger in die Marktstraße,

wenn’s mit der ganzen Familie zum

Shoppen geht. Eine große Jeans-Auswahl,

Mode und Wäsche für Damen,

Herren und Kinder erfüllen

nämlich alle Wünsche. Die bekannten,

freundlichen Gesichter und die

ehrliche und kompetente Beratung

der Jeansstadl Mädels beschert dem

Modeladen viele treue Stammkunden.

Kein Wunder, denn Katharina

Claus und ihr Team haben ein gutes

Händchen für ihre Kundschaft

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7


TITELGESCHICHTE Jagd

Mit viel Gefühl fürs

Gleichgewicht

Text: Michaela Probst Bilder: Wolfgang Kronwitter

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Für uns d’Isarwinkler-Schreiber ist

es immer wieder eine besondere

Ehre, wenn wir jemanden besuchen

dürfen, der uns seine ganz persönliche

Lieblingsgeschichte erzählen

will. Beim Franz war das so. Er geht

mit so viel Freude seiner großen

Leidenschaft, der Jagd, nach, dass

wir nur versuchen können, euch zu

beschreiben, was er uns erzählt hat.

Stellt euch einfach ein Gegenüber

vor, das euch mit strahlenden Augen

und einem breiten Grinsen im

Gesicht vorschwärmt. Aber auch

immer wieder mit nachdenklichen

und kritischen Worten über unser

heutiges Titel-Thema – die Jägerei –

berichtet.

Acht Jahre alt war der kleine Augustin

Franzl, als er das erste Mal mit

dem Nachbarn, einem Berufsjäger,

mit auf die Jagd gehen durfte. Ab

dem ersten Moment war er gefesselt

von den vielen Eindrücken, die er

dort bekam. Wildfütterung, Skidoo

fahren, Abwurfstangen sammeln,

Hirschbrunft und das Beste: immer

draußen sein. „Schena geht‘s

ned!“, fand er damals schon als

kleiner Bub. Mit 15 Jahren konnte

er es kaum erwarten, mit dem Jagdschein

zu starten. Eineinhalb Jahre

lernte er in sechs Fächern alles, was

er auf seinem Weg durch die Wälder

braucht. Seit 26 Jahren hat der heute

44-Jährige nun sein eigenes Jagdgebiet

in Fischbach gepachtet und

begeht zudem noch ein Revier am

Sylvensteinsee.

Am liebsten alle Tage

„Für mi is des a Traum, alloa in der

Natur zum sei“, schwärmt Franz.

Er kennt sich aus mit allen Bäumen,

Schwammerln, Sträuchern, Kräutern

und Beeren und jedem Tier, das

seine Wege kreuzt. Er sieht sich ➳

9


TITELGESCHICHTE Jagd

Franz in seinem Revier am Sylvensteinsee

als Wächter der Natur. Gerade dort,

wo die Natur ihr Gleichgewicht

schon an den Menschen verloren

hat. „Des richtige G’spür macht an

guadn Jager aus, viel Erfahrung und

eine gute Beobachtungsgabe. Man

muaß immer dabei bleibn“, ergänzt

der Lenggrieser.

Er weiß, wie viele Rehe, Rotwild

und Gamsen in seinem Revier leben.

Gerade im Winter bei der Fütterung

kann er sich einen besonders guten

Franz bei der Wildfütterung

Überblick verschaffen. Bei geschlossener

Schneedecke füllt er täglich

die Futterstellen auf. Apfeltrester,

Mais-Silo und Heu lässt die Wildtiere

gut über den Winter kommen. In

den Tiroler Bergen verteilt man bei

besonders strengen Wintern sogar

Heuballen mit dem Hubschrauber,

damit die Gamsen nicht verhungern

müssen. Das Wild braucht gerade

im Winter ganz viel Ruhe. Ihr

Energieumsatz wird aufs Minimale

reduziert, damit sie mit ganz wenig

Futter auskommen. Werden sie gestört

z.B. von Skifahrern, die abseits

der Piste fahren, kostet sie das viel

zu viel Kraft.

Neue Herausforderungen

meistern

Franz erzählt uns von den Wildschweinen,

die sich auch in seinem

Revier breitmachen und dort eigentlich

gar nicht hingehören. Die

Wildschweine sind nachtaktiv und

schwer zu bejagen. Hier fehlt es den

hiesigen Jägern zudem an Erfahrung

und diese Tiere geraten schnell außer

Kontrolle. Zweimal im Jahr

kommen bis zu zwölf Frischlinge

zur Welt. Nach sechs Monaten sind

diese wiederum geschlechtsreif und

so vermehren sich Wildschweine

explosionsartig. Sie sind extrem anpassungsfähig

und kommen mittlerweile

auch mit unseren meist milden

Wintern gut zurecht. Und wenn es

sein muss, helfen sie sich auch mit

Kannibalismus.

10


Auch die Umstrukturierung unserer

Wälder bedarf der Zusammenarbeit

von Förstern, Bauern und den

Jägern. Die Wälder verändern sich

vom „Brotbaum“, der Fichte, hin

zu immer mehr Laubbäumen. Den

Wildverbiss gilt es deshalb besonders

zu beobachten und die Wälder

vor zu viel Wild zu schützen.

für wilde Abenteuer und Gruselmärchen.

Die Jagdbehörde gibt

vor, wie viele Tiere pro Hektar geschossen

werden müssen, damit

der Bestand passt. Einmal im Jahr

trifft man sich zur Trophäenschau,

um die Jäger zu überprüfen. Es genügt

sich die einfache Frage zu stellen:

Was wäre, wenn es keine Jäger

Lenggrieser

Tracht &

Lodenstub’n

Die Prüfung des Wildverbisses zählt auch zu den Aufgaben des Jägers

Gesundes,

nachhaltiges Wildfleisch

statt Bambi-Mörder

„Man braucht manchmal schon ein

dickes Fell“, erzählt uns Franz. Er

hat so einige Konfrontationen zu

überstehen. Er berichtet uns von einer

schockierten Hundebesitzerin,

inklusive freilaufendem Hund, die

ihn als Bambi-Mörder beschimpfte.

Oder von einem Mountainbiker, der

ihm auf einem Steig missbilligende

Blicke schenkt, weil er als Jäger

überraschenderweise ein Gewehr

um die Schulter trägt. Aber bei allem

Gegenwind bleibt er seiner Jagd

treu. Es gibt auch kaum Spielraum

gäbe? Allein für den Straßenverkehr

hätte das schlimme Folgen. Mensch

und Tier müssen sich den Platz teilen.

Das ist nicht immer so einfach.

Aber die allermeisten Jäger machen

das mit viel Ehrfurcht und dem richtigen

Gespür, dessen ist sich Franz

sicher. Wildfleisch ist ein besonders

hochwertiges Nahrungsmittel von

glücklichen Tieren, die in unseren

schönen Wäldern leben und sich

dort ernähren. Die Tiere leiden keine

Sekunde. „Mia is des besonders

wichtig, dass ich alle Aufgaben bis

zur küchenfertigen Verarbeitung

des Wildfleisches selbst übernehme.

Des g’hert dazua!“ Und dazu gehört

für ihn auch, dass er das Fleisch ➳

Lenggrieser

Tracht & Lodenstub’n

Schneidermeisterin

Elisabeth Ertl

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Samstag: 8 bis 12 Uhr

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11


12

TITELGESCHICHTE Jagd


selbst zubereitet und z. B. mit frischen

Schwammerln seiner sechsköpfigen

Familie serviert. „Schena

geht’s doch gar ned“, stellt er fest.

Das Wildbret aus den heimischen

Wäldern kann man in Tölz erwerben

beim Forstbetrieb Bad

Tölz, Hindenburgstraße 30 oder

direkt bei den Jägern.

Mit Achtung zur Natur

Wir fragen Franz’ Frau und Mutter

seiner vier Töchter, was sie zur Jagd

sagt. „Die Jagd ist sein Leben und

er betreibt sie mit Leib und Seele.

Wenn er nicht alle Tage seine Natur

genießen darf, wäre das nichts für

ihn. Diese Achtung und Liebe gibt

er an unsere vier Mädels weiter und

das freut mich“, erzählt uns seine

Franz mit seinem Jägeranwärter Hansi

Frau Susi daraufhin stolz. „Sie is

wirklich sehr tolerant meine Susi“,

schwärmt Franz alias Fazi und wir

verabschieden uns von den beiden.

Was bleibt, ist ein besonders schöner

Blickwinkel auf die Jägerei und ein

breites Lächeln vom Franz, bei dem

wir uns recht herzlich bedanken.

Tölzer Waffen Stüberl

Wir bieten Ihnen Waffen, Munition,

Bekleidung, Nachtsicht- und

Wärmebildgeräte, wie auch eine

komplette Ausrüstung für Jagd &

Sportschiessen in Ihrer Freizeit.

Nockhergasse 13

83646 Bad Tölz

Tel. 08041/807999

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Mo. bis Fr. 9 – 12:30 Uhr

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Adventssamstage:

10 – 14 Uhr geöffnet

13


TITELGESCHICHTE Jagd

Ganz nah bei Mutter Natur

Zu Besuch bei Jung-Jägerin Sabine Längst

Text: Michaela Probst Bilder: Michaela Probst und Wolfgang Kronwitter

Zusammen mit 250 anderen Jägern,

darunter 25 Frauen, hat Sabine

vor einem Jahr ihre Prüfung zur

Jägerin in Niederbayern absolviert.

Eine stolze Zahl, finden wir und

Grund genug unbedingt eine Jägerin

zu unserem heutigen Titel-Thema zu

befragen. „Frauen jagen anders als

die meisten Männer“, sagt Sabine.

Die Trophäen spielen eine untergeordnete

Rolle. Dafür hat das gute

und gesunde Essen für die Familie

einen besonders hohen Stellenwert.

Auch der Kontakt mit der Waffe

schreckt viele Frauen ab. Aber in einem

sind sich Jägerin und Jäger einig

und ganz gleich: die Liebe zur Natur

ist das Schönste, was es gibt.

Zeit für mich

Die gelernte Hotelfachfrau und

Mutter von drei Kindern war viele

Jahre Wirtin in der Waldherralm

in Wackersberg. Zeit für sich war

immer rar. Auch gesundheitlich

hatte sie in dieser Zeit einiges zu

stemmen. Gerade deshalb genießt

sie die Ruhe und Verbundenheit bei

Jägerin Sabine Längst geht in Hartpenning

auf die Jagd

Mutter Natur heute ganz besonders.

Angesteckt hat sie ihr Mann, der

schon viele Jahre auf die Jagd geht.

Auch im Bekannten- und Freundeskreis

der beiden gint es viele Jäger.

„Ich konnte nie mitreden, obwohl

das Interesse stetig wuchs", erzählt

uns Sabine. Durch Zufall erfuhr sie

von der Frauenjagdschule in Niederbayern

und meldete sich kurzerhand

an. 120 Stunden galt es dort

zu absolvieren. Ihr Mann Franz ist

besonders stolz auf seine Frau. Die

zwei gehen nun oft zusammen auf

die Jagd und tauschen Erfahrungen

und Erlebnisse aus. Die gemeinsame

Leidenschaft verbindet die

beiden ganz besonders. Insgesamt

ist sie nun drei Jahre lang Lehrling

und hat alles Praktische im Wald

und im Live-Betrieb zu erlernen. Im

Gegensatz zu ihren anderen weiblichen

Jagd-Kolleginnen hat sie keine

Berührungsängste mit der Waffe.

Allerdings höchsten Respekt, denn

sie ist seit ihrem elften Lebensjahr

Sportschützin.

Hegen und pflegen

ist Frauensache

Die Hege und Pflege des Wildes ist

eine der Hauptaufgaben des Jägers

und der Jägerin und für Sabine eine

Leichtigkeit. Ihre Liebe zur Natur

zeigt sich auch in einem weiteren

Herzensprojekt, denn sie erfreut

sich gerade an einer Ausbildung zur

Kräuterpädagogin. Dazu kommt,

dass sie als ehemalige Gastronomin

hervorragend kochen kann. So dürfen

wir uns alle vorstellen, was bei

Familie Längst/Müller Gutes auf

den Tisch kommt.

Etwas abfällige Kommentare von

„verstaubten Jägern“, aber auch entsetze

Blicke von anderen Frauen, die

besagten Walt Disney-Film im Hinterkopf

tragen, machen der Lenggrieserin

ihre Liebe zur Jagd nicht

madig. „Ich bin nur konsequent!

Wir essen gern gutes und gesundes

Fleisch von glücklichen Tieren.“

Sie backt ihr Brot selbst, hat einen

Räucherofen und macht Marmeladen,

Sirup, Gewürze, Tees und

vieles mehr selbst. „Ich liebe das

Ursprüngliche. Mehr braucht man

oft nicht. Alles in allem eine runde

Sache, erklärt uns Sabine. Dem

können wir uns nur anschließen.

Eine tolle Frau, ein wunderschönes

Hobby und ein ganz besonderes Gespräch.

Herzlichen Dank dafür!

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PORTRÄT Wild Liebhart

Wildbret zum Anfassen

Text: Katharina Fitz

Die Rotwildzucht von Anneliese und Johann Liebhart

Bunte Geranien zieren die Balkonbrüstung

des stattlichen Bauernhauses

im Herzen von Sachsenkam.

Eine eiserne Hirschskulptur

in Lebensgröße grüßt aus dem üppig

bepflanzten Bauerngarten. Doch

wer auf das friedliche Muhen von

Kühen und Kälbern aus dem Inneren

des Stalles wartet, irrt: Johann

und Anneliese Liebhart züchten

Wild, genauer gesagt Rotwild. Und

das braucht keinen Stall, sondern

lediglich ein eingezäuntes Gehege

mit saftigem Gras und schattigen

Bäumen.

Der Milchviehhaltung haben die

beiden Landwirte vor fünf Jahren

den Rücken gekehrt. Schon seit

vielen Jahren betreiben sie biozertifizierte

Landwirtschaft. Der dabei

vorgeschriebene, regelmäßige Weidegang

der Rinder auf die abgelegenen

Wiesen wurde ihnen zu umständlich

und zu mühsam. Durch

die Lage des Hofes mitten im Ort,

mussten die Rinder über die vielbefahrene

Durchgangsstraße geführt

werden. Das hat immer wieder zu

Ärger und Reibereien geführt, berichtet

das Ehepaar.

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Schicksalhafter Neubeginn

zum 50. Geburtstag

Anneliese und Johann Liebhart in ihrem Hofladen.

tummelt sich Rotwild vom niedlichen

Kalb bis zum eindrucksvollen

Platzhirsch. Von der ursprünglichen

Damwild-Herde ist ihm nur ein Tier

geblieben. Als Glücksbringer sozusagen.

Doch das ist eine andere Geschichte.

Neu auf dem Sachsenkamer Wild-

Hof ist eine stattliche Anzahl südafrikanischer

„Dorper-Schafe“. Sie

liefern exquisites Lammfleisch, das

ebenfalls vor Ort verarbeitet und

zum Verkauf angeboten wird. Die

Bild: privat

exotische Rasse haben die Liebharts

aufgrund ihrer Robustheit gewählt:

„Die müssen nicht geschoren werden,

das ist ganz praktisch.“

Äpfel als beliebtes

Leckerli

Jeden Tag, sommers wie winters, besucht

der Landwirt seine Wild-Herde

im Gelände und prüft, ob der

Zaun noch in Ordnung ist, sich keiner

seiner Schützlinge verletzt hat,

ob sie genügend Wasser haben und

Gras oder Heusilage zum Sattwerden

ausreichen. Manchmal hat Johann

Liebhart auch ein paar Äpfel

dabei – ein besonderes Schmankerl

für die Tiere.

Erlegt werden die Tiere nach Bedarf.

Reif für die Schlachtung sind

sogenannte Schmalstuck oder Schmalspießer,

wie die weiblichen und

männlichen Jungtiere im Isarwinkel

genannt werden. Der Tod kommt

schnell per gezieltem Kopfschuss

aus einer Distanz von etwa 30 bis

50 Metern. Für das erlegte Tier ist

diese Art der Tötung nahezu stressfrei

und auch die gesamte Herde ➳

Durch eine schicksalhafte Begebenheit

bekam Johann Liebhart

kurz nach seinem 50. Geburtstag

die Chance auf einen kompletten

Neubeginn. „Ich habe erfahren,

dass eine Herde Dam- und Rotwild

in Sufferloh bei Holzkirchen zum

Verkauf steht, weil der Besitzer des

Wildgatters überraschend gestorben

war“, erzählt er. Nach einer umfassenden,

sogenannten Sachkundeschulung

– einer Art Ausbildung in

der Wildtierhaltung – konnte der

leidenschaftliche Jäger und gelernte

Metzger die zwölf Tiere für den

Transport fachgerecht sedieren und

in sein mittlerweile von Amts wegen

geprüftes Gehege in der Nähe seines

Hofes transportieren. Anfangs

bestand die Herde noch zur Hälfte

aus Damwild, doch: „Das ist viel zu

scheu und zu leichtgewichtig für einen

fleischverarbeitenden Betrieb“,

erklärt Johann Liebhart.

Mittlerweile hat sich der Bestand

um einiges vergrößert und in dem

rund 7 Hektar großen Gehege

Bilder (2): Wolfgang Kronwitter

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PORTRÄT Wild Liebhart

In dem ansprechend gestalteten

Hofladen wartet fein säuberlich

beschriftet, vakuumiert und tiefgekühlt

frisches Wildfleisch in reinster

Bio-Qualität auf Abnehmer. Da gibt

es saftiges Gulasch, Hackfleisch,

Steaks, Rücken oder Bratenstücke

aus der eigenen Hirschzucht sowie

saisonal Rehfleisch aus der Jagd.

Das Fleisch betagter Tiere wird

zur Herstellung würziger Wildsalami

oder Kaminwurzn verwendet.

„Die Menschen entdecken mehr

und mehr das Wildfleisch als wohlschmeckende

und kalorienarme

Variante zu Rind und Schwein“,

berichtet Anneliese Liebhart. Vor

allem vor den Weihnachtsfeiertagen

ist das kleine Ladengeschäft gut besucht.

Aber auch im Sommer erfreut

sich Wild als Grillgut immer größerer

Beliebtheit. Damit aus dem saftigen

Hirschsteak auf dem heimischen

Grill keine Schuhsohle wird, verraten

die Wild-Experten ihren Kunden

gerne auch Tipps und Rezepte für

die Zubereitung.

Biofleisch und Tierliebe

Bilder (2): Wild Liebhardt

wird geschont. „Ich geb den anderen

immer Leckerlis“, sagt Liebhart,

„dann assoziieren sie den Schuss

mit etwas Positivem.“ Nach dem

Ausbluten auf dem Feld bringt er

den Schlachtkörper in seine moderne

Schlachtkammer auf dem Hof.

Dort zieht er ihm das Fell ab – in der

Fachsprache heißt das „aus der Decke

schlagen“ – und lässt das Fleisch

drei Tage in der Kühlkammer reifen.

Anschließend wird das Tier zerwirkt,

also in seine Einzelteile zerlegt

und für den Verkauf vorbereitet.

Jedes Stück Wild beschert den Liebharts

etwa 55 bis 65 Kilo feinstes

Fleisch. „Unser Hauptabnehmer ist

das nahegelegene Reutberger Klosterbräustüberl“,

erzählt Anneliese

Liebhart. „Der Küchenchef schätzt

unser Fleisch, weil es eben keine

Stresshormone beinhaltet und eine

ausgezeichnete Qualität aufweist.“

Wer Anneliese und Johann Liebhart

und ihre Arbeit einmal persönlich

erlebt hat, muss davon nicht mehr

überzeugt werden.

Kulinarisches Sommer-

Schmankerl:

Hirschsteak vom Grill

Zum alleinigen Lebensunterhalt

reicht die Rotwild-Zucht der Liebharts

nicht aus. „Das ist ein Nebenerwerb“,

sagen die beiden Biobauern,

die im Hauptberuf anderen

Tätigkeiten nachgehen. Aber der

monetäre Verdienst steht für Anneliese

und Johann Liebhart sowieso

nicht an erster Stelle, sondern das

Wohl der Tiere und die Freude an

der täglichen Beschäftigung mit ihnen.

Auch die Zufriedenheit ihrer

Kunden ist für das Ehepaar wichtig:

„Wir freuen uns immer, wenn

die Leute am Wildgatter vorbeilaufen

und uns dann auf dem Hof auf

die Tiere ansprechen.“ Bei Wild

Liebhart in Sachsenkam findet der

Kunde etwas, dass es in Zeiten der

Massentierhaltung kaum noch gibt:

einen Biobetrieb im wahrsten Sinne

des Wortes.

Wild Liebhart

Kirchbichler Straße 2

83679 Sachsenkam

Tel. 08021 · 9718

Mobil 0160 · 8321316

Fax 08021 · 505899

h.a.liebhart@freenet.de

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19


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PORTRÄT Dorfladen

Ein Geheimtipp im Herzen

von Lenggries

Der Dorfladen mit echten Schätzen aus der Region

In der schnelllebigen Zeit von heute,

wo ebay und Amazon scheinbar

die Weltherrschaft an sich reißen

wollen, dürfen wir uns über einen

echten Lichtblick in der Handelslandschaft

freuen. Der Dorfladen

Lenggries ist ein wahres Schmuckkästchen

mit einem ganz besonderen

Einkaufserlebnis. Schon beim Blick

Der Lenggrieser Dorfladen lädt zum

Weihnachst-Shopping ein

Bilder: Marcus Lijsen

ins Schaufenster kann man erahnen,

wie viel Freude in den Produkten

steckt. Fanny und Caro, die Inhaberinnen

des Dorfladens, erklären

uns ihr Konzept: „Man glaubt gar

nicht, wie viele Frauen und Männer

aus dem Isarwinkel, meist nebenberuflich,

wunderbare Produkte und

Kunstwerke kreieren. In unserem

Laden bieten wir ihnen die Möglichkeit

diese zu präsentieren und

zu verkaufen.“ Die Freude an den

schönen Dingen und die Liebe am

Handwerk und an der Handarbeit

ist auf jedem Quadratmeter des

kleinen Ladens spürbar. Handgefertigter

Schmuck, Trachten-Strümpfe

und Schultertücher, Haarnadeln,

Kinderröcke, Babysachen, Spirituosen,

Handtaschen, Gürtel oder wunderschöne

Aquarelle lassen uns dort

gerne verweilen und staunen. Immer

wieder entdecken wir besonders ausgefallene

Schätze aus Holz, Metall,

Silber und sogar aus Kletterseilen.

Wunderschöne Geschenkschachteln

und -karten, handgemachte Hirschhornknöpfe,

Seifen, Puppen – alles

echte Unikate, bei denen man

20


schwer ins Grübeln kommt, ob man

sie nun verschenken oder selber behalten

soll.

Hinter jedem Stück

steht ein Mensch

„Wenn die Farbe nicht ganz passt

oder die Größe, dann können wir

das ganz einfach passend machen“,

erklären uns die beiden. Das Tuch

oder der Rock oder der Gürtel wird

dann auf Wunsch gefertigt. Das

Schöne daran, die Aussteller bekommen

sofort Rückmeldung wie

ihre Produkte ankommen. So wird

ein echt kreativer Prozess in Gang

gesetzt. Und es kommen immer neue

Ideen dazu. „I hätt‘ da no was Neues

fertig“, hören die beiden dann von

ihren Ausstellern und werden aufs

Neue überrascht. So ist das Sortiment

im Dorfladen stets im Wandel

und es gibt immer wieder etwas anderes

zu entdecken. „Wir haben viele

Mütter in Elternzeit, Rentner oder

Handwerker, die nebenbei ihre kreative

Seite ausleben“, erzählt Fanny,

die selbst Mutter von drei Kindern

ist. Kaum zu glauben, wie viele Isarwinkler

Buch-Autoren im Dorfladen

anzutreffen sind. Die positive Resonanz

und die Wertschätzung ihrer

einzigartigen Produkte freut uns

ganz besonders, berichtet uns Caro.

Selbstverständlich sind im Dorfladen

Lenggries Loopschals von Caro

„Apfel und Birn“ und Schmuck aus

Dirndlstoff von Fanny „Dirndlzuckerl“

zu finden.

Ein Paradies für

Feriengäste

Gerade die Lenggries Besucher sind

begeistert von dem Geheimtipp und

verweilen sehr gerne im Dorfladen

in der Bahnhofstraße, denn dort

gibt‘s keinen Alpen-Kitsch und

Krimskrams, sondern meist lebenslange

Erinnerungen an die schöne

Urlaubszeit im Isartal.

Für die beiden Mamas Caro und

Fanny braucht es viel Organisationstalent,

um ihr Herzensprojekt

zu stemmen. „Deshalb sind unsere

Öffnungszeiten reduziert.“ Macht

nichts meinen wir, denn für den

Lenggrieser Dorfladen nehmen wir

uns sehr gerne Zeit! mp

Die Inhaberinnen Fanny Mader und Caro Lijsen

Dorfladen Lenggries

Schützenstraße 4

83661 Lenggries

info@dorfladen-lenggries.de

www.dorfladen-lenggries.de

Der perfekte Ort für Weihnachtsgeschenke – hier findet ihr bestimmt das

Passende! Kreative, die ihre Artikel im Dorfladen Lenggries verkaufen

möchten, können sich gerne im Laden oder per E-Mail melden. Besonders

Geschenkideen für Männer sind gefragt.

Öffnungszeiten:

Dienstag 10 bis 12 Uhr,

Donnerstag + Freitag 10 bis 12 Uhr

und 15 bis 18 Uhr,

(mindestens) jeden 1. Samstag im

Monat 9 bis 13 Uhr sowie gerne

nach Vereinbarung

21


AM SET VON Tonio & Julia

Tonio liebt Julia

oder wie der Gasthof Zantl zum Pfarrhaus wird

Bild: Wolfgang Kronwitter

Ein historisches Motorrad mit Beiwagen als Requisit

Text: Katharina Fitz

„Ruhe, wir drehen!“, tönt die unmissverständliche

Anweisung über

die 40-köpfige Crew am Filmset der

ZDF-Serie „Tonio & Julia“ hinweg.

Für den Isarwinkler darf ich heute

mal Film-Luft schnuppern und bei

den Dreharbeiten in der Tölzer Innenstadt

Zaungast sein. Seit zwei

Jahren wird der Isarwinkel jeweils

von Mai bis Oktober zum Drehort

der Reihe. Die Tölzer kennen das

ja schon, schließlich jagte in den

1990er-Jahren bereits der schwergewichtige

„Bulle von Tölz“ Schurken

durch die engen Gassen der

Isarstadt. Die Geschichte von „Tonio

& Julia“ freilich ist etwas anders

gestrickt. A bisserl pikant, könnte

man sagen. Tonio ist nämlich katholischer

Pfarrer und Julia seine

Jugendliebe. Oha! Das klingt nach

romantischen Verwicklungen und

gesellschaftlichen Tabus. Bereits seit

sechs Folgen kämpfen Pfarrer Tonio

und Familientherapeutin Julia nun

mit ihren verbotenen Gefühlen, dem

Argwohn der Landbewohner und

mit sonstigen familiären und dörflichen

kleinen und größeren Dramen.

Vor der grandiosen Kulisse historischer

Altstadthäuser, mächtiger

Berggipfel und rauschender Gebirgsbäche

werden bei meist strahlendem

Kaiserwetter unterschiedliche Szenen

mit der Kamera eingefangen.

Der Isarwinkel darf sich dabei von

seiner schönsten Seite zeigen.

„So ein Schmarrn!“, urteilte

der Stadtpfarrer

Dass die Stadt Bad Tölz mit der

ZDF-Reihe eine Renaissance ihres

Ruhms als Filmstadt erleben darf,

verdankt sie hauptsächlich dem Motiv-Aufnahmeleiter

Andreas Wanner.

Der 60-Jährige lebt seit vielen

Jahren in Bad Tölz, kennt Land

und Leute und schaffte es mit viel

Gespür und Überredungskunst so

manchen skeptischen Lokalpolitiker

22


von der Werbewirkung der Filmaufnahmen

zu überzeugen. Sogar

der katholische Stadtpfarrer gab

dem Projekt schließlich im wahrsten

Sinne des Wortes seinen Segen.

„Am Anfang hat er allerdings erstmal

gsagt, die Gschicht ist ja ein

totaler Schmarrn“, erzählt Andreas

Wanner lachend. Mittlerweile ist

der Herr Pfarrer zum Fan geworden

und die Tölzer Mühlfeldkirche ein

beliebter Drehort. „Aus dramaturgischen

Gründen mussten wir den

Haupteingang der Kirche für die

Bild: Andreas Wanner

Maximilian

Original oder Fälschung – Die Mühlfeldkirche mit Anbau

Zeit der Dreharbeiten an eine andere

Stelle verlegen“, erzählt Andreas.

„Dafür haben wir einen Holzvorbau

gezimmert, der einem Kirchenportal

täuschend ähnlich sieht. Einmal

wollte eine gottesfürchtige Tölzerin

durch die falsche Kirchentür gehen

und fand sich höchst verblüfft statt

im Kirchenraum vor der nackten

Mauer wieder.“ Ja, Filme schaffen

Illusionen. Bei „Tonio & Julia“ fungiert

der ehrwürdige Gasthof Zantl

mit seiner nostalgischen Fassade ja

auch als Pfarrhaus und die alte Kaserne

in Lenggries als Büro von Therapeutin

Julia. Ganz schön aufwendig,

diese ständige Umbauerei, oder?

„Allerdings“, antwortet der erfahrene

Aufnahmeleiter. „Vor dem Zantl

mussten wir sogar eine kleine Mauer

errichten, damit der Biergarten zum

Pfarrhausgarten wird. Nach dem

Dreh wird die wieder abgebaut und

zwar jedes Mal.“

Stammbesetzung

und Episodendarsteller

Zwischen Drehende und Ausstrahlung

liegen rund sechs Monate. Zur

Stammbesetzung zählen die beiden

Hauptdarsteller „Tonio“, dargestellt

Bild: Wolfgang Kronwitter

Grill spielt den

Pfarrer Tonio

von Maximilian Grill und „Julia“,

gespielt von Oona Devi Liebich.

Dazu kommen mit Familienmitgliedern

und Freunden der beiden Protagonisten

noch 14 weitere durchgehende

Figuren. Für die einzelnen

Episoden werden mehr oder weniger

bekannte Fernsehgesichter engagiert,

wie Heikko Deutschmann,

Conny Glogger und Franziska

Schlattner. „Crew und Cast“ ist somit

eine bunte Mischung aus Bayern

und Norddeutschen, was vielleicht

auch dazu beiträgt, dass die Stimmung

am Set entspannt und harmonisch

wirkt. „Das Team ist super",

bestätigt dann auch Andreas ➳

Achtung, hier wird gedreht!

Bild: Wolfgang Kronwitter

23


AM SET VON Tonio & Julia

Bild: Wolfgang Kronwitter

Der Gasthof Zantl wird fürs ZDF zum Pfarrhaus

Nachtdreh in der Tölzer Marktstraße

Wanner. Er selbst war im früheren

Leben Bankkaufmann, bevor er seine

Affinität zur darstellenden Kunst

entdeckte. „Ich war immer schon

eine Rampensau“, gibt er freimütig

zu. Doch die Karriere als Schauspieler

erwies sich als steinig. Seine

Berufung fand er schließlich als

Filmschaffender hinter der Kamera.

Wanner arbeitete schon für zahlreiche

Film- und Fernsehproduktionen,

darunter auch für den bayerischen

Kultregisseur Franz Xaver Bogner.

Für „Tonio & Julia“ kurvt er nun

regelmäßig kreuz und quer durch

seinen Heimatlandkreis und hält

Ausschau nach interessanten Filmmotiven

und malerischen Hintergrundszenarien.

Das ist nicht immer

eine leichte Aufgabe, denn die Drehorte

müssen nicht nur schön ausschauen,

sondern auch eine gewisse

Infrastruktur aufweisen. Schließlich

reist die Crew

nicht mit dem

E-Bike an, sondern

mit einer

ganzen Flotte von

LKWs, Sprintern

und Kleinbussen.

Sie beherbergen

vom Caterer bis zu

den Schauspieler-

Garderoben ein

halbes Dorf. Doch

Andreas Wanner

Bild: Andreas Wanner liebt seinen Job.

„Er ist abwechslungsreich,

spannend

und im Winter hab ich wochenlang

frei.“

Unser Gespräch wird jäh unterbrochen:

Der Dreh geht weiter. An diesem

sonnigen Septembertag werden

Außenaufnahmen für die Folge 10

gedreht. Immer wieder muss der

Verkehr kurz gestoppt und die Passanten

ermahnt werden, nicht fasziniert

zuzuschauen, sondern völlig

natürlich weiterzugehen. A mühsame

Gschicht, aber Alltag für das

Team. Regisseurin bei dieser Folge

ist Irina Popow, eine junge Frau aus

Berlin. Regisseure und Drehbuchautoren

wechseln sich beim Seriendreh

ab. Das bringt Farbe in Bilder und

Geschichte, erklärt Andreas Wanner.

Denn jeder hat seinen eigenen

Stil und seine unverwechselbare

Charakteristik.

Der Aufenthalt zwischen den

Teammitgliedern, der entspannte

Umgangston und nicht zuletzt

die Bodenständigkeit der Darsteller

gefallen mir und ich kann mich

kaum noch trennen. Vielleicht darf

ich ja auch mal als Komparsin für

einen Tag dabei sein und Film-Luft

schnuppern? „Freilich, wir suchen

regelmäßig Statisten aus Tölz und

Umgebung – einfach ganz normale

Isarwinkler“, bestätigt Andreas. Na

dann, liebe Isarwinkler, vielleicht

treff ma uns ja amoi vorm umfunktionierten

Gasthof Zantl und

warten gespannt auf die magischen

Worte: „Ruhe, wir drehen!“

Wer als Komparse beim Dreh von

„Tonio & Julia“ dabei sein möchte,

kann sich im Internet unter www.

casting-glocker.de informieren und

bewerben.

24


Sie & Er

Zwei Geschlechter, zwei Welten, zwei Meinungen!

Ist denn heut

schon Weihnachten?

Sie

Text: Michaela Probst

Mitte Januar:

Wow! Im Winterschlussverkauf sind die

Jacken diesmal aber besonders günstig.

Sollte ich da vielleicht gleich für nächstes

Weihnachten zuschlagen?

August:

Prost! Wir feiern mit der Belegschaft am

Tag der Betriebe im Bierzelt. Jetzt muss

ich aber bald mal die Weihnachtsfeier organisieren.

September:

Oha! Die ersten Lebkuchen im Supermarkt.

Sollen wir schon mal den Wunschzettel

rauslegen?

Hilfe! Die Kinder singen schon Weihnachtslieder!

Oktober:

Bling bling! Im Ikea war das Christkind

schon da. Es weihnachtet dort schon sehr

und es gibt jede Menge Weihnachtsdeko.

Brauch ich was?

November:

Puh! Höchste Zeit fürs Geschenke kaufen!

Der frühe Vogel ist am ehesten fertig!

Los geht‘s!

Ups – wann kommt eigentlich wo der Nikolaus

und woher weiß der überhaupt,

wo welches Kind anzutreffen ist?

Dezember:

Jetzt aber: Dekorieren!

Juchhu! „Last Christmas“ kommt im

Radio.

Was gibt‘s eigentlich zu essen an den Festtagen

und wer besucht wen und wann

und wo kauf ich das alles ein?

Nicht vergessen! Einmal Christkindlmarkt-Besuch

mit den Freundinnen und

einmal mit den Kindern. Viel Geld mitnehmen

fürs Karussell.

Hoffentlich findet das Christkind den

Wunschzettel und hoffentlich gibt‘s keine

spontanen Änderungen!

22. bis 24. Dezember

Ohne Worte

Er

Dienstag 24. Dezember

Ui! Is denn heid scho Weihnachten?

12 Uhr

Mmh! Treffpunkt mit an Spezl in da

Marktstraß auf an Glühwein und a Bratwurscht.

13 Uhr

Passt! Jetzt hob i grod schee oa Stund Zeit

und kaff wos für mei Schatzl.

Ach, a hoibe Stund glang a!

No oan Glühwein bitte!

25


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PORTRÄT Uschi Disl

Servus Uschi Disl,

In Dietramszell endet eine Ära

2017 wurde in Großeglsee bei

Dietramszell noch Jubiläum gefeiert

– im kommenden Jahr steht

der Räumungsverkauf wegen Geschäftsaufgabe

auf der Agenda.

Nach genau 28 Jahren endet für die

beliebte Trachtenschneiderin, ihr

Team und für ihre Kunden eine Ära.

Aus Mangel an Nachfolgern muss

Uschi Disl ihr beliebtes Geschäft

aufgeben. Ausgewählte Stoffe fürs

Trachtengwand waren das Markenzeichen

der sympathischen Schneiderei,

genauso wie der freundliche

und herzerfrischende Service, die

bodenständige Beratung und nicht

zuletzt die hohe Kunst des Schneiderhandwerks.

Als eine der wenigen

ihrer Zunft beherrschte Uschi Disl

noch das Miedernähen, eine aussterbende

Fertigkeit. Noch bis Ende

Juni 2020 klappern die Nähmaschinen

in der Schneiderwerkstatt, dann

ist endgültig Schluss. Wer noch ein

letztes Mal in den bunten Stoffballen,

der Fülle an Knöpfen, Bändern

und Borten, allerlei Nähzubehör

und der großen Auswahl an Dirndlblusen

stöbern möchte oder mit der

Anschaffung eines handgenähten

„Disl-Dirndls“ liebäugelt, sollte sich

also beeilen. Ab März sind die Kunden

zum Rämungsverkauf willkommen.

Dann kann man sich zum letzten

Mal ein Stückchen „Uschi Disl,

Dirndl- und Trachtenstoffe“ sichern

und für die Zukunft bewahren. kf

26


Dirndl & Trachtenstoffe!

Ab März 2020

Räumungsverkauf

bis 30%

Rabatt

Bilder: Uschi Disl

Uschi Disl

Dirndl und Trachtenstoffe

Großegelsee 9a

83623 Dietramszell

Tel. 08027 · 1263

www.disl-trachtenstoffe.de

Auf der Suche nach einem „Stoff für's Gwand“? Noch sind die Regale voll

Öffnungszeiten:

Montag–Samstag 09.00–12.30 Uhr

Montag–Freitag 14.00–18.00 Uhr

27


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PORTRÄT Kräuterhexe

„Kräuterhexe“

ist erste Gewürz-Sommelière des Landkreises

Zertifikatsverleihung an Ingrid Pummer (rechts) durch Ernährungs-Ministerin Kaniber

Das Thema gesunde Ernährung

ist in aller Munde und besonders

Gewürze sind dabei auf dem Vormarsch:

Ob heimisch oder exotisch,

ob mild oder scharf – für

ambitionierte Hobbyköche sind sie

auf jeden Fall ein Muss. Wer etwas

Besonderes sucht und dabei außerdem

auf fachkundige Beratung Wert

legt, der sollte die „Kräuterhexe“ in

Lenggries besuchen. Denn Inhaberin

Ingrid Pummer ist seit Kurzem

die erste Gewürz-Sommelière des

Landkreises. Jährlich werden nur 20

Bewerber ausgewählt, die diese fünfmonatige

Ausbildung absolvieren

können; Ingrid Pummer hat als drittbeste

des Jahrgangs abgeschnitten.

„Diese Qualifizierung ermöglicht mir

in Zukunft ganz neue Ansätze“, sagt

sie. Sie denkt dabei an die Wirkung

von Gewürzen im ganzheitlichen Aspekt

von Geschmack, Wohlbefinden

und Gesundheit.

Gesamtheitliches Wissen

über Kräuter und Gewürze

Als gelernte Drogistin arbeitet sie

seit jeher mit Kräutern und weiß

um deren Wirkung. Während ihrer

Ausbildung zur Sommelière ging es

nicht nur um ein gesamtheitliches

Wissen der Kräuter und Gewürze,

was die Ursprünge, Kulturgeschichte,

Botanik, Ernte, Transport, Lagerung

und Qualitätssicherung anbe-

28


Geschenkideen für Weihnachten: Gewürz-Vorratsgläser mit Holzständer und ein kulinarischer Reisekoffer

langt, sondern der größte Komplex

waren die Inhaltsstoffe. Nahezu bis

auf Molekularebene zerlegt, wurden

die Wirkungen der Gewürze

von den Aromaprofilen bis hin zu

den möglichen gesundheitlichen

Auswirkungen analysiert. Außerdem

genoss Ingrid Pummer eine

sensorische Grundausbildung, um

zu wissen, welche Gerichte mit welchen

Kräutern harmonieren und wie

sich die einzelnen Zutaten miteinander

ergänzen. Frei nach dem Motto

„Wohlbefinden aus dem Kochtopf“

wird es in der Lenggrieser „Kräuterhexe“

im kommenden Jahre einiges

Interessantes geben: Neue Gewürzmischungen,

Seminare und Verkostungen

zu verschiedenen Themen.

Die Kunden dürfen sich überraschen

lassen.

Fundierte Beratung

statt Massenware

Zu der bisher schon sehr guten Beratung

in der „Kräuterhexe“ kommt

jetzt also noch eine neue Qualität

Heiko Antoniewicz I. Pummer

Händler für Allgäuer Heilkräuterkerzen

hinzu. Damit grenzt sich der Laden

in der Lenggrieser Dorfmitte

sowohl von Supermärkten als auch

von den vielen Franchise-Ketten ab,

deren Mitarbeiter oft nur so viel

wissen, wie auf dem Etikett steht.

Sich davon klar abzugrenzen, und

ihren Kunden ihr fundiertes Wissen

anzubieten, das ist Ingrid Pummer

wichtig. Als eine von insgesamt nur

etwa 100 Gewürz-Sommelièrs in

Deutschland bietet sie damit alles

andere als Massenware an. gk

Kräuterhexe

Tölzer Straße 1

83661 Lenggries

Tel.: 08042 / 88 80

E-Mail: kundenservice@kraeuterhexe-online.de

www.hexentee.de

29


DORFFÜHRUNG Fall

Bild: Karl Karpinski

Der Fall (von) Fall

Text: Agnes Müller

Der Jäger von Fall ein 1 ½ stündiges

Liebesdrama … So kennen viele

Menschen in Deutschland den kleinen

Ort in den Bergen. Viele wissen

aber nicht, dass es den Ort wirklich

gibt oder wo er genau liegt. Fall ist

ein Ortsteil von Lenggries. Und was

für einer. Viele nennen den Außenposten

ironisch Schachtelhausen.

Ich habe mich mit der Camelly Barbara

unterhalten, die, wie sie sagt,

Alt Fall – Oberdorf

Bilder (3): Archiv s’Buidleck

30


Ois wos bleibt is d’Erinnerung

eine wunderschöne Kindheit in Fall

verbracht hat, und mir einen anderen

Blickwinkel ermöglicht hat.

Aber jetzt erst moi zum Historischen.

Der Name Fall wurde von den früheren

Bewohnern ganz pragmatisch

gewählt. Er kommt vom Wasserfall,

der neben dem Ort war. Zum ersten

Mal wurde „Am Faal“ oder „Zum

Faal“ 1280 im Grundbuch des Herzogs

von Bayern erwähnt. Zu jener

Zeit war es allerdings nur mit einem

Hof bebaut. 1740 wird dann zusätzlich

eine Kapelle und ein Forsthaus

beschrieben.

das wald- und wildreiche Gebiet ein

wunderbares Jagdrevier lieferte. Besonders

gern gesehen war der Prinzregent

Luitpold von Bayern, den es

immer wieder in das Wittelsbacher

Hofjagdrevier zog. Auch der Dichter

Ludwig Ganghofer und sein Namenskollege

Ludwig Thoma kamen

oft hierher. Thoma ist ja nur einen

Steinwurf entfernt in der Vorderriß

aufgewachsen.

Auch der Generalfeldmarschall Paul

von Hindenburg entspannte sich in

der Idylle von Fall.

Warum baute man

dann in diese reine Natur

den Staudamm?

Seit langer Zeit hatte Bad Tölz immer

massive Probleme mit dem Wasser

oder besser gesagt mit dem nicht vorhanden

Wasser. Früher lief der Rißbach

in die Isar und auch der Achensee

entwässerte über die Achen in die

Isar. Diese beiden Wasserlieferanten

wurden jetzt aber vorher schon abgeleitet,

um im Walchensee- und

dem Achensee-Kraftwerk für Strom

zu sorgen. Jetzt war unsere reißende

Isar manchmal eine regelrechte Wasserleiche.

Für Lenggries reichte es

oft noch, aber Bad Tölz war von der

Wasserversorgung abgeschnitten. So

entschied man sich für ein Wasserreservoir

oberhalb von Lenggries. Erste

Pläne sahen sogar vor, den See bis

nach Vorderriß auszudehnen. Diese

Pläne wurden aber dann wieder verworfen.

Vielleicht auch, weil nur Fall

Staatsgrund war und so die Umsiedlung

der Bewohner leichter ging, als

wenn man endlose Grundstücksverhandlungen

hätte führen müssen.

Das Örtchen Fall wurde kurzerhand

ein paar 100 Meter oberhalb wieder

errichtet. Hier stellte wieder der

Staat den Grund zur Verfügung, den

die Faller unter Erbpacht erwerben

und mit großzügigen Grundstücken

neu beginnen konnten. Natürlich

wären viele Leute gerne in ihrer alten

Heimat geblieben, aber so war es

nun mal. Da laut Barbara Camelly ➳

Langsam weads

1829 findet man neben den beiden

Gebäuden drei Häuser und – man

kon’s kaum glauben – zwei Wirtshäuser

– do könnt mas scho aushalten.

1952 also kurz vorm Bau

des Staudammes gab es eine Volkszählung.

Die war allerdings gleich

vorbei, weil nur 122 Menschen in

zwölf Gebäuden in Fall lebten. Das

alte Fall, so klein es auch war, wurde

von vielen Bekannten besucht, denen

Tristberger Sepp – letzte Demontagearbeiten

31


DORFFÜHRUNG Fall

viele Häuser im alten Fall ärmlich

und von einfacher Bauweise waren,

wurde das alte Fall manchmal als

Paradies verklärt.

Nicht nur für die Tölzer damals war

der Staudamm wichtig, auch für uns

heute, denn der Staudamm mildert

viele gefährliche Hochwasser ab.

Außerdem liefert das Sylvenstein-

Kraftwerk jährlich 28 Millionen

Kw/h grünen Strom. Dieser Strom

reicht für ca. 28.000 Menschen.

Das heißt Lenggries und Bad Tölz

könnten mit dieser Strommenge versorgt

werden. Und das im Grunde

nebenbei.

Kindheit in Neufall

Im Ort waren die Kinder fast überall

zu Hause, wo eine Tür offen stand.

Auch heute sind die Angaben, wo genau

sich jetzt der Seppi aufhält ziemlich

vage. „Zwischen Stockwiesn

und Woid“, kommt da die Antwort.

Für den, der sich nicht so gut mit den

örtlichen Begebenheiten auskennt,

ist das eine Strecke von 2 bis 3 Kilometer.

Vollkommene Freiheit …

Die Katholische Kirche Maria Königin in Fall

Im Winter kam es auch manchmal

vor, dass die Faller eingeschneit wurden.

Da der Papa von der Brbara ein

Lehrer war, bekam dieser den Auftrag

den Faller Kindern den Unterricht

zu geben.

Man traf sich dann im Haus des

Lehrers und begann mit dem Unterricht.

Zum Beispiel mit Mathe

anhand eines Rezeptes. „Für vier

Leute braucht ma dieses Rezept für

Bilder (2): Wolfgang Kronwitter

Das ehemalige Forstamt in Fall

1950 Straßenräumarbeiten nach Fall

Bilder (3): Archiv s’Buidleck

Pfannakuacha, jetzt san mia aber

zu 7. Wia viel Mehl brauchen wir

dann?“ Das Ergebnis dieser Rechnung

wurde dann natürlich auf den

Wahrheitsgehalt überprüft, indem

sie nach diesem Rezept de guadn

Pfannkuacha zubereiteten. Wenns

schmeckten, homs richtig gerechnet.

So hom die Kinder auch a bissl

Hauswirtschaft gelernt.

Danach auf zum Sport: Schlittenfahren,

Schneeballschlacht oder irgendwas

anderes, was Spaß macht.

Danke Barbara für die schönen Einblicke

in die wunderscheene Kindheit

in Fall.

32


Die Brücke zur Zivilisation

Die Faller Brücke

Nicht nur der Staudamm war eine

bauliche Herausforderung, sondern

auch die Klamm-Brücke. Mein Opa,

da Fischhaber Peter, war einer der

Arbeiter, die vor dem Bau des Staudamms

dafür gesorgt haben, dass

Fall nicht von der Außenwelt abgeschnitten

wurde. Da die ursprüngliche

Straße an der Isar entlanglief, und

dieser Bereich dann ja geflutet wurde,

brauchte man einen Ersatzweg. Viele

junge Burschen wurden gebraucht,

um in mühevoller Arbeit die Brücke

zu bauen. Die große Münchner Firma

„Alfred Kunz“ bekam den Auftrag.

Zu Spitzenzeiten waren zwischen 800

und 900 Arbeiter beschäftigt. Das

hohe Lohnniveau und die sogenannte

Höhenzulage machten die gefährliche,

harte Arbeit attraktiver. Jeden

Tag brachte ein Bus die Handwerker

vom Lenggrieser Bahnhof nach Fall.

Peter Fischhaber – Arbeiten in

luftigen 25 Meter Höhe

Auf d’Nacht brachte derselbige die

Männer wieder heim. Gesetzt den

Fall, man war nicht fertig oder hatte

noch eine Akkord-Schicht übernommen.

Dann musste man in den Arbeiterbaracken

schlafen. Diese waren

aber immer nur der Notnagel, bevor

man unterm freien Himmel schlafen

musste. Beim Kramer-Laden Stettner

in Fall konnten sich die Arbeiter

eine Brotzeit kaufen. Bestimmt auch

für die Kramer-Frau eine schöne Abwechslung.

Vor dem Baubeginn ➳

Bau der Sylvensteinbrücke

G‘wand für‘s Leben

Fotos: Rockmacherin, h.moser GmbH

Walchenseestr. 11 . 82499 Wallgau . Tel 08825 / 422 . Online-Shop: www.trachtenmode-leismueller.de

33


DORFFÜHRUNG Fall

wurde viel vermessen und kalkuliert.

Ein so großes Projekt will

durchdacht sein. Nicht nur die Kosten

wurden geschätzt, sondern auch

mit wie vielen Toten zu rechnen war.

Zwischen sechs bis zehn Menschenleben

errechneten die Ingenieure.

Drei bis vier kamen dann tatsächlich

zu Tode, während einer Explosion

im Ablaufstollen. Auf ausländische

Gastarbeiter konnte man während

des Baues verzichten, da man stattdessen

aus ärmeren Regionen wie

dem Bayerischen Wald die Arbeiter

holen lies. Oft kamen diese aber

nicht freiwillig, sondern wurden

hierher versetzt. Wenn sie nicht

wollten, wurde ihnen die staatliche

Zuwendnung gestrichen.

Raue Sitten damals …

Weil der Opa auch immer wieder

im Akkord arbeitete, konnte er bald

mit seinem eigenen Gogo-Mobil zur

Arbeit fahren. Mei Oma, die Annelies,

war auch immer froh, wenn

Bild: Wolfgang Kronwitter

Alt Fall am 26. Dezember 2015

Bild: Karl Karpinski

ihr Peter wieder heil von der Arbeit

heim gekommen war, da er als Schalungs-Zimmerer

immer höher klettern

musste, um die Betonformen

für die Brückenpfeiler anzubringen.

Eine gefährliche Arbeit in luftigen

Höhen und all das ohne Gerüst oder

sonstigen Sicherungen. Der Vorarbeiter

schrie seine Anweisungen immer

von unten nach oben, da er an

Höhenangst litt. Der Opa und seine

Kameraden waren darüber aber sehr

froh, denn der Vorarbeiter war nicht

besonders beliebt.

Auf der Baustelle wurde immer gearbeitet,

um das Mammut-Projekt fertigzubringen.

Da war es manchmal

nicht schön zu arbeiten, wenn einem

in 25 Metern Höhe der Wind um die

Ohren pfiff. Wenn er heute über die

fertige Brücke fährt, denkt er immer

noch gerne an die Zeit zurück.

Danke, Opa, für die Arbeit und de

Erinnerungen an des – wia‘s früher

war!

34


Früher war ois besser, … oda?

Von der Holzwirtschaft in Fall

und Bächental

Der Eder Claus vom Lenggrieser

Buidleck stellte im Hotel Jäger von

Fall Bilder aus, die das versunkene

Fall zeigten. Diese Aufstellung befasste

sich mit dem täglichen Leben

der Faller. Danach, im Dezember,

folgt eine weitere Bilderreihe dieses

Mal über die Holzwirtschaft in den

Bergen. So klein das Dorf auch war,

die Menge an Geschichten darüber ist

gewaltig. Ich habe mich schon vorher

mit dem Claus getroffen und durfte

einen kleinen Einblick ins Gestern

werfen. Eine spannende und faszinierende

Reise in eine Zeit, die eigentlich

nicht weit zurückliegt, aber trotzdem

eine ganz andere Welt ist – eine, die

für uns unvorstellbar ist.

Wenn ihr schon einmal einen Heimatabend

besucht habt, dann ist euch

vielleicht auch der Holzhacker in Erinnerung

geblieben, den die Trachtler

aufführen. Hier wird das Leben eines

Holzknechtes nachgespielt. Arbeiten,

essen, schlafen – fertig. Recht viel

mehr dürfte es auch nicht gewesen

sein, denn die harte Arbeit in den

Bergwäldern, ließ nicht viel Raum

und vor allem Kraft für anderes.

Das ganze Jahr über schufteten die

Holzer im Wald. Da sich die Heimfahrt

nach getaner Arbeit nicht lohnte,

bauten sich die Holzknechte aus

Rindenbahnen, die von bereits gefällten

Bäumen abgetragen wurden,

eine Schutzhütte, den sogenannten

Holzerkobel. Das innere der Hütte

gibt immer wieder Spekulationen und

wild romantische Gedanken. Diese

darf ich aber an dieser Stelle zerstreuen

oder besser gesagt pulverisieren.

Denn mit dieser Lagerfeuer-Romantik

hatte der Alltag der Holzer nichts

zu tun.

Man stelle sich fünf bis acht Männer

vor, die den ganzen Tag schwitzen

und abends alle – ohne Dusche

wohlgemerkt – in den Kobel schleichen,

nach einem zwar sättigenden,

aber relativ faden Abendmahl, dem

Schmarrn, der aus Mehl Schmalz

Salz und Wasser bestand, den der

„begabteste“ Koch zusammenrührte.

Dann wurde todmüde noch ein bisschen

gekartelt und hinterher einfach

in den Kleidern eingeschlafen. Und

auch wenn der Kobel vor Wind und

Regen schützte, sonderlich warm ➳

35


DORFFÜHRUNG Fall

Holzer auf einer kunstvoll gezimmerten

Riese im Bächental

war er nicht. Am nächsten Morgen

ging alles wieder von vorne los. Wer

jetzt denkt, dass die Arbeiter „nur“

das Holz schlagen mussten, der irrt

gewaltig. Davon einmal ganz abgesehen,

dass die Arbeit nicht nur hart,

sondern auch sehr gefährlich war,

waren die Arbeiter auch regelrechte

Baumeister. Denn irgendwie musste

das Holz ja vom Berg ins Tal gebracht

werden. Im steilen und unwegsamen

Gelände, das mit Schluchten und

steilen Berghängen durchzogen war,

halfen keine Kaltblüter, die Stämme

zu bewegen. Hier musste man sich

anders behelfen. Auf eigens gebauten

Holz-Straßen, Loiten und Riesen genannt

(je nachdem, ob sie am Boden

oder in der Luft verliefen), wurden die

Bäume ins Tal befördert. Diese Konstrukte

führten über jedes Hindernis,

das dem Holz den Weg versperrte.

War ein Gebirgsbach in der Nähe,

führten Holzrutschen zum Wasser.

Da immer sehr viele Bäume gearbeitet

wurden, kam noch ein Transportweg

hinzu. In den Bächen wurden die

Bäume mit Wasserkraft nach unten

bewegt. Führte ein Bach zu wenig

Wasser und man wusste, dass nicht

das ganze Holz transportiert werden

konnte, gab man dem Wasser einfach

mehr Gewalt – mit Staudämmen, allesamt

aus Holz erbaut, diese nannte

man Klausen. Es gab eine obere und

eine untere. An der ersten staute man

das Wasser auf. Wenn alle Stämme

in der Wasserrinne lagen, öffnete

man das Tor und das Triften konnte

losgehen. Das Wasser schoss mit der

ganzen Kraft aus der Klause und riss

alles mit, was im Weg lag. So konnten

ohne viel Kraftaufwand tausende

Kilo Holz befördert werden, wenn –

ja, wenn sich nicht immer wieder

Holzstöße verkeilt hätten. An Felsengstellen

türmte sich dann ein riesiger

Berg Holz auf, der sich nicht

mehr von selbst lösen konnte. Dieser

Fuchs, wie er im Trifter-Jargon hieß,

musste unter lebensgefährlichen Bedingungen

gelöst werden. Ein Trifter

stieg mit einem Seil um den Bauch

gewickelt nach unten, sein Leben lag

im wahrsten Sinne des Wortes in den

Händen seiner Kameraden, denn diese

hatten den Holzstoß stets im Auge.

Sollte sich der Fuchs doch plötzlich

lösen, musste sofort der Steiger nach

oben gezogen werden, da ihn sonst

die Fluten unbarmherzig in den Tod

gerissen hätten. Im Tal angekommen,

war dann die zweite Klause. Hier

wurden mit Grieshaken, bestehend

aus langen Stecken mit eisernen Haken

am Ende, die Baumstämme nacheinander

durch einen kleinen Auslass

ans Ufer befördert und zu Holz-Gantern

aufgestapelt. Von dort aus wurde

das Holz dann abtransportiert. In

Fall gab es dafür sogar eine kleine

Eisenbahn oder Bockerlbahn, wie sie

damals hieß.

Manchmal wurde sogar an Ort und

Stelle aus den Baumstämmen Kohle

Bilder (2): Archiv s’Buidleck

Mit einem Ochsengespann wird das Schnittholz aus den Lenggrieser Bergen

herausgefahren (Archiv s’Buidleck: Leihgeber Fam. Kölbl/Lenggries)

hergestellt. Hier hat der Claus eine

Aufnahme eines Kohlenmeilers, der

beim Sagschneider im Leger steht.

Ein außergewöhnliches Bild. Ich

könnte jetzt noch seitenweise schreiben

aber … schaugds es euch doch

selber an. Ich war ganz begeistert von

den vielen Aufnahmen. Ein Besuch

lohnt sich!

36


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PORTRÄT Josef Willibald

Dem Holz verschrieben

Hundert Jahre Familienbetrieb „Holztransporte Willibald“

Bild: F.X. Kohlhauf

Wenn Josef Willibald im

Sommer jeden Tag die Holzstämme

für die Floßfahrten

auf der Isar von München

zurück nach Wolfratshausen

transportiert, schließt

sich für ihn ein Kreis.

Schon sein Großvater

Jakob Willibald hatte

es mit Flößen zu tun; er

brachte mit Pferdefuhrwerken

Rundhölzer vom

Wald zur Isar, wo sie auf

die Flöße verladen und

in die Sägewerke entlang

des Flusses transportiert

wurden. Das Wackersberger

Familienunternehmen gründete

er im Jahr 1919 – doch schon viele

Generationen zuvor waren die Willibalds

Flößer und Fuhrunternehmer.

Bis ins Jahr 1740 kann man

die Geschichte zurückverfolgen.

Noch heute sind Josef Willibald

und sein Sohn Klaus mit ihren

Lastwagen in oft unwegsamen

Berggelände unterwegs, um dort

die Baumstämme zu verladen. Ihr

Aktionsradius erstreckt sich dabei

bayernweit und ins grenznahe

Österreich. Bei Spezialtransporten

geht es auch schon mal quer

durch Deutschland: Einmal wurde

eine Fichte aus Wackersberg

bis nach Berlin gebracht, wo sie als

Christbaum bei der Gedächtniskirche

die Großstädter erfreute.

Arbeitsplatz mit

Panorama

Etwa eine Million Festmeter Holz

hat Seniorchef Josef Willibald

in 40 Berufsjahren gefahren. Es

ist ein gefährlicher Job – wenn

auch körperlich nicht mehr so

anstrengend wie zu Zeiten seiner

Vorfahren. „So viel Kraft braucht

man nicht mehr dazu“, sagt er,

„aber gute Nerven.“

Josef und Klaus Willibald arbeiten

da, wohin sich andere zur Erholung

begeben. „Es ist ein Arbeitsplatz mit

Panorama,“ schmunzelt der Junior.

38


Abfuhrpläne und die genauen Koordinaten,

wo die zu verladenden

Stämme zu finden sind, spielen dabei

eine wichtige Rolle; genauso wie

gute Ortskenntnisse und eine richtige

Planung des Einsatzes. Hier hilft

auch Ehefrau Annemarie Willibald:

Sie macht das Büro, kümmert sich

um die Abwicklung der Aufträge

und ist für die unzähligen Genehmigungen

zuständig.

Bild: F.X. Kohlhauf

Er hat LKW-Mechaniker gelernt

und ist vor etwa zehn Jahren in die

Firma eingestiegen. Vergangenes

Jahr hat er die Prüfung zum Fuhrunternehmer

abgelegt. „Willibald

Holztransporte“ geht also in eine

weitere Generation. Als sich in den

1930er-Jahren der Transport immer

mehr auf die Straßen verlagerte

und ein Ende der Flößerei abzusehen

war, wurde der erste Zettelmayr

angeschafft – er hatte 27 PS.

Damit würde man heute natürlich

nicht mehr weit kommen. Die Firma

Willibald besitzt zwei LKW – einen

für Kurzholz- und einen für Langholztransporte.

Sie müssen zu den

Bild: Guido Hoener

Bild: Guido Hoener

Ein gutes Team in Sachen Holztransport

sind Josef Willibald und

sein Sohn Klaus

speziellen Einsatzbedingungen passen,

um die Bäume – hauptsächlich

Fichten – aus dem Isarwinkel, aber

auch der Schlierseer Gegend oder

Oberammergau abzuholen. Seit 22

Jahren werden außerdem für die

WBV Holzkirchen schöne Einzelstämme

zur Wertholzsubmission

nach St. Heinrich angefahren. „Da

gibt es immer wieder Situationen,

wo es nicht mehr weitergeht und der

Laster durch haarige, enge Stellen

manövriert werden muss,“ sagt Willibald.

Da muss man schon furchtlos

sein, vor allem, wenn es daneben

steil bergab geht. Doch meist sind

es ausgebaute Forstwege, auf denen

Vater und Sohn unterwegs sind.

Holz in allen

Varianten

Zum Angebot der Firma Willibald

gehören neben den Kurz- und Langholztransporten,

den Spezialtransporten

mit Überlänge und Überbreite,

auch Be- und Entladungen von

Waggons und Überseecontainern.

Der Handel mit Resonanzhölzern

für den Instrumentenbau bezeichnet

Josef Willibald als Passion. Denn

das Voralpenland und das Karwendelgebiet

gelten als Geheimtipp für

sehr gutes Klangholz. Willibalds

Leidenschaft für die Tonhölzer, verbunden

mit seiner jahrzehntelangen

Erfahrung, seinen Waldkenntnissen

und seiner hohen Präsenz am

Waldort machen es ihm möglich,

diese seltenen Resonanzhölzer zu

finden. Es handelt sich dabei um

vereinzelt gewachsene Stämme der

Haselfichte, die besonders für den

Bau von Geigen und Gitarren gefragt

sind. gk

Josef Willibald Transport

Valtl 16

83646 Wackersberg

Tel. 08041 · 2836

mail@willibald-transport.de

www.willibald-transport.de

39


Wackersberger Christbaum

für den Münchner Flughafen

Text: Ines Gokus Bilder: Josef Willibald Transport

Wer ab Ende November vom

Münchner Flughafen aus in den

Weihnachtsurlaub startet oder von

einer Geschäftsreise zurückkommt,

der kann den Christbaum nicht

übersehen: Stattliche 18 Meter ist er

heuer hoch, und er wird mit unzähligen

Lichtern geschmückt an der

Einflugschneise in der Zentralallee

stehen, um die Reisenden in Weihnachtsstimmung

zu versetzen. Es ist

eine Fichte aus Wackersberg, und

man sieht ihr nicht an, welch ein

Manöver es war, sie aus ihrer Heimat

in Steinbach bis ins Erdinger

Moos zu bringen. Die Firma Willibald

Transport aus Wackersberg ist

auf solche besonderen Holztransporte

spezialisiert. Bereits 15 Jahre

lang liefern sie den Christbaum an

den Flughafen und „es ist immer

wieder spannend“ wie Juniorchef

Klaus Willibald sagt.

Ohne Genehmigungen

geht gar nichts

Doch zuerst kommt die Bürokratie.

Um ein solches Baumkaliber zu bewegen,

braucht es eine Ausnahmegenehmigung

für den Transport wegen

Überlänge und Überbreite. Es muss

ein Begleitfahrzeug dabei sein; außerdem

wird der Lastwagen, der für

den Transport mit Warnlampen und

Blinklichtern zur Verkehrssicherung

ausgestattet werden muss, bis zur

Autobahn zusätzlich von der Polizei

eskortiert. Vorgegeben ist eine

genaue Fahrtroute, von der nicht

abgewichen werden darf. Es gibt

Geschwindigkeitsbegrenzungen und

genaue Zeitvorgaben; meist wird

nachts gefahren, damit der normale

Berufsverkehr nicht behindert wird.

Alles ist genau ausgetüftelt – und

doch kommt immer wieder Unvorhergesehenes

dazwischen. Vielleicht

ist eine Brücke zu niedrig oder eine

Straße zu eng, und dann ist große

Geschicklichkeit gefragt.

Vom Wald zum Flughafen –

das ist eine große Aktion

Natürlich kann eine zum Christbaum

erkorene Riesenfichte auch

nicht einfach so gefällt werden.

Beim Aufprall würden viele Äste

und Zweige abknicken und aus

wär‘s mit der Pracht. Deshalb bedarf

es einer speziellen Technik. Beteiligt

an der Aktion sind auch Flughafenmitarbeiter

und eine Firma,

die den Teleskopkran stellt. Bevor

der Baum abgesägt und umgelegt

wird, muss er erst mit einem Seil am

Teleskopkran befestigt werden. Jetzt

wird der Stamm unter Einsatz eines

Lastwagenkrans in die Horizontale

befördert, damit er auf den Langholztransporter

gelegt werden kann.

Schließlich wird der Baum noch auf

das richtige Maß zusammengebunden,

auch hier gibt es wieder genaue

Vorschriften. Das alles ist gut

und gern ein Zwei-Tages-Akt und

schließlich, morgens um drei, geht

die Fahrt los. „Wir müssen um sechs

Uhr wieder von der Autobahn runter

sein“, erklärt Josef Willibald. Am

Flughafen angekommen, wird der

Stamm wieder mit zwei Kränen vom

Transporter geholt und aufgestellt.

Für Josef und Klaus Willibald ist

damit die Arbeit beendet. Drei weitere

Tage dauert es etwa, bis Flughafenmitarbeiter

den Lichterschmuck

angebracht haben. Übrigens: Nicht

nur der Münchner Flughafen erfreut

sich an einem Christbaum aus dem

Isarwinkel. Auch zum Münchner

Marienplatz und in etliche andere

Städte und Gemeinden und einmal

sogar nach Berlin lieferte die Firma

Willibald schon Bäume. Für Weihnachten

ist halt nichts unmöglich.

40


Verschiedene Holzarten bis 13 m Länge

in Dreischicht sowie Lohnpressungen.

Unser Hauptprodukt ist die Eiche,

ebenso wie die Tanne, Lärche, Ahorn,

Esche und Räuchereiche.

Wir fertigen die Oberfläche geschliffen,

gebürstet, sägerauh oder handgeputzt.

Unsere Dielen werden komplett in

Gaißach produziert.

Dielenböden Franz Oswald

Tölzer Straße 8

D-83674 Gaißach

Telefon 0 80 41 / 51 81

Fax 0 80 41 / 73 05 11

41


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PORTRÄT Oberland-Kälte

Gipfelstürmer „Oberland-Kälte“

Antdorfer Unternehmen auf der Zugspitze

Die einen benutzen das Fahrrad

oder das Auto für ihren täglichen

Weg zur Arbeit, die anderen rattern

in der Zahnradbahn auf die

Zugspitze. Im vergangenen Jahr

bekam das Antdorfer Unternehmen

„Oberland-Kälte GmbH & Co. KG“

den Zuschlag für ein einzigartiges

Großprojekt: Den Einbau einer Verbundkälteanlage

für die Restauration

auf Deutschlands höchstem Berg.

„Das war schon eine Herausforderung

und eines unserer bislang

interessantesten Projekte“, erinnert

sich Firmenchef Volker Melichar an

diesen außergewöhnlichen Auftrag.

Mehrere Wochen lang wurden Arbeitsmaterialien

und vorgefertigte

Anlagenteile mit einer extra dafür

gebauten Materialseilbahn auf den

Gipfel transportiert. Weil die neue

Gondelbahn sich damals noch im

Bau befand, mussten die Fachkräfte

derweil eine teils zweistündige Anfahrt

mit der Zahnradbahn auf sich

nehmen. Doch es hat sich gelohnt –

die Auftragslage des renommierten

Betriebes boomt.

Ein neuer Standort

in Antdorf

Grund zum Feiern haben Volker

Melichar und sein Team aus sieben

hochqualifizierten Mitarbeitern in

diesem Jahr aber noch aus einem anderen

Grund: Im März konnte das

Unternehmen das neue Firmengebäude

in Antdorf beziehen. Auf dem

weitläufigen Gelände befinden sich

neben modernen und ansprechend

gestalteten Büroräumen eine Werkstatt,

in der die geschulten Techni-

42


ker nun auch Verbundkälteanlagen

montieren und einsatzfertig machen

können. „Die bisherigen Geschäftsräume

in Bad Tölz haben für unsere

Ansprüche nicht mehr ausgereicht“,

begründet Volker Melichar den

Umzug in das Antdorfer Gewerbegebiet.

Der neue Standort ist auch

örtlich ideal: „Unser Einzugsgebiet

erstreckt sich bis nach Garmisch

und München und dafür liegen wir

jetzt strategisch sehr viel besser“, so

der Kälteprofi.

Die Erfolgsgeschichte der Firma

hat vor rund 17 Jahren begonnen.

Damals gründete Volker Melichar

das Unternehmen in Reichersbeuern

zusammen mit einem Partner.

2012 erfolgte der Umzug nach Bad

Tölz. Seitdem ist Melichar alleiniger

Geschäftsführer. Vor einigen

Jahren stieg auch seine Tochter in

Bilder: Wolfgang Kronwitter

das Unternehmen ein. Zurzeit muss

der Unternehmer allerdings auf die

familiäre Unterstützung in der Firma

verzichten. Vor Kurzem hat der

jüngste Spross der Familie Melichar

das Licht der Welt erblickt.

Maßgeschneiderte Systeme

mit hoher Effizienz

Der Schwerpunkt des Betriebes liegt

auf maßgeschneiderten Systemen für

die Gastronomie, die Industrie ➳

Montage von Steuerungsschaltschränke in der neuen Werkstatt in Antdorf

43


PORTRÄT Oberland-Kälte

und die Forschung. In den Anlagen

der Firma „Oberland-Kälte“ werden

nur Geräte namhafter Hersteller verarbeitet,

darauf legt der Firmenchef

besonderen Wert: „Wir möchten damit

Qualität, Funktion und Langlebigkeit

der Produkte gewährleisten.“

Dabei sorgen moderne elektronische

Steuerungen und computergestützte

Regelungstechnik für eine hohe

Effizienz und Genauigkeit. Zum

Angebot zählen Kühlzellen, Tief-

Bilder: Wolfgang Kronwitter

Mit Freude bei der Arbeit: Die Techniker der Firma Oberland-Kälte

44


Seit 17 Jahren leitet Volker Melichar das erfolgreiche Unternehmen

kühlanlagen und Kältemaschinen

und darüber hinaus Sonderanlagen

im Bereich Tieftemperatur-, Prozesstechnik

und Anlagenbau für

Medizin, Pharmazie und Industriekunden.

Klimaanlagen werden nach

modernen Gesichtspunkten und

umweltrelevanten Aspekten geliefert

und montiert. Für Gastronomiebetriebe

bieten Volker Melichar und

sein Team komplette Thekenlösungen

an, oft auch in Zusammenarbeit

mit Schreinerbetrieben.

Zuverlässiger Service

in allen Bereichen

Durch die hohe Zuverlässigkeit der

Mitarbeiter werden Aufträge rasch

erledigt und somit Ausfallzeiten im

laufenden Betrieb vermieden. Auch

der Umweltschutz kommt nicht zu

kurz: Integrierte Gesamtlösungen,

die sowohl Gebäudeklimatisierung

als auch Kälteanlagen kombinieren,

minimieren nicht nur den CO 2 -Ausstoß,

sondern sparen auch Kältemittelmengen.

In puncto Schank-, Klima- und Kältetechnik

ist die Firma „Oberland-

Kälte GmbH & Co. KG“ seit über

20 Jahren ein professioneller Partner,

der mit qualifiziertem Fachwissen,

kompetenter Arbeitsweise und hoher

Zuverlässigkeit überzeugt. kf

Oberland-Kälte GmbH & Co.KG

Steinbacher Weg 27

82387 Antdorf

Tel. 08041 · 7969933

Fax 08041 · 7969934

Mobil 0171 · 1996781

service@oberlandkaelte.de

www.oberlandkaelte.de

45


FAMILIENSEITEN

Servus Kinder,

Schöne Lichter

für dunkle Tage

jetzt merkt man scho, dass abends früher

dunkel wead. Drum hob ich eine erleuchtende

Idee kappt. Kerzen selber machen und i

moan wirklich selber machen, ned nur außen

mit Wachsplatten verzieren.

Text & Bilder: Agnes Müller

Ihr braucht dazu:

1. A leeres Marmeladenglas – wichtig:

des Glas muss an Metalldeckel haben

2. Sonnenblumenöl

3. Heißklebepistole

4. Dekorationen

5. fertigen Docht oder kaputte Socke

6. Bohrer, so dick wie der Docht

So geht’s:

Als erstes bohrt ihr ein Loch für den Docht in den Metalldeckel

und ein kleineres, damit das Öl in den Docht

fließen kann, hier reicht das Loch eines kleinen Nagels.

Dann steckt ihr den Docht in das gebohrte Loch. Wenn

ihr keinen Docht habt, nehmt ihr eine kaputte Socke,

dreht sie zu einer Schlange und zieht diese dann durch

den Deckel. Jetzt befüllt ihr das Glas mit euren Dekorationen.

Ich habe zum Beispiel unten etwas Deko-Sand

und Herzchen eingefüllt. Das Herz habe ich am Rand

mit der Klebepistole angeklebt, damit es nicht nur oben

schwimmt. Wer keine Heißklebepistole hat, kann auch

ganz normalen Alleskleber benutzen. Was auch sehr

schön ausschaut sind Zapfen, Bucheckern oder Kastanien

aus dem Wald. Auch mit Orangenschalen kann man

die Gläser füllen. Das Schöne daran ist, dass es beim

Anzünden dann gut nach Orange riecht.

Auch einen Adventskranz könnt ihr euch selber machen,

nehmt dazu einfach vier gleiche Gläser und befüllt sie

nach Laune. Schön ist, was gefällt und genauso hob ich’s

a gmacht.

46


BASTELTIPP: Öllampe

Ganz wichtig:

Bittet immer einen Erwachsenen zum Helfen

dabeihaben. Das ist noch wichtiger, wenn ihr die

Kerzen anzündet.

Wenn die Gläser befüllt sind und der Kleber trocken

ist, kommt das Öl ins Glas. Füllt es bis an den Rand

und schraubt den Deckel drauf. Nun müsst ihr

mindestens eine halbe Stunde warten, bis das Öl den

Docht ganz durchweicht hat. Nun muss ein kleiner

Teil nach oben stehen so ca. 4 bis 5 mm. Wenn der

Docht zu weit raussteht, flackert die Kerze stark

und es rußt auch. Ich habe meinen ersten Versuch

einfach draußen angezündet und dann den Docht so

eingestellt, bis es passte. Bei der ersten Kerze dauerte

es ein bisschen, aber bei der zweiten konnte ich es

schon viel besser.

Ich wünsch euch viel Spaß beim Nachbasteln und

bitte nur mit Erwachsenen anzünden!

Johann-Probst-Str. 1

83661 Lenggries

Tel. 08042 - 8923

www.schuhhaus-bammer.de

Öffnungszeiten

Montag u. Dienstag 8:30 – 12:00 Uhr

14:00 – 18:00 Uhr

Mittwoch

8:30 – 12:00 Uhr

Donnerstag u. Freitag 8:30 – 18:00 Uhr

Samstag

8:30 – 12:30 Uhr

47


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MUSIKANTENTREFFEN

Neue Frauenpower bei

der „Housemusi“

Text: Ines Gokus

Bild: Housemusi

Housemusi jetzt weiblich verstärkt: (von links) Toni Fischer, Sepp Müller und Sonja Schroth

d’Housemusi ist wieder da! Die

Fans werden sich erinnern: Das waren

die drei „Burschen“ Sepp Müller,

Martin Regnat und Toni Fischer,

die mit dem Konzept „Volksmusik

meets Rock“ ihr Publikum von den

Stühlen gerissen haben. Nach einer

zweijährigen Schaffenspause und

dem Ausstieg von Martin Regnat

kommen sie jetzt zurück auf die

Bühne – mit altem Namen, neuen

Nummern und vor allem mit viel

weiblichem Input: Sonja Schroth

bringt mit der Steirischen, Gesang

und kabarettistischen Einlagen geballte

Frauenpower in den bisherigen

Männer-„Househalt“. „Gerade

entstehen richtig viele Stücke“, berichten

die drei Musiker beim Besuch

im Lenggrieser Probenraum.

„Die neue Richtung ist wie eine

Frischzellenkur“, freut sich Sepp

Müller, Percussionist und ebenfalls

Sänger. Doch was ist jetzt anders?

Sonja Schroth bereichert mit

weiblichem Input

d'Housemusi steht nach wie vor für

eigen interpretierte Volksmusik,

manchmal schräg, immer virtuos,

altbayerisch und modern zugleich.

„Aber Frauen spielen anders und

singen anders“, erklärt Sonja Schroth.

Die 49-Jährige ist keine Unbekannte

im Isarwinkel. Sie ist Musikerin

und Bühnenmensch durch

48


KARTENVORVERKAUF

für den Kramerwirt unter sabine@kkk-lenggries

oder Tel. 08042 · 912465;

für die Lust in Bad Tölz bei Schreibwaren

Zauner unter Tel. 08041 · 78140

und durch. Seit Jahren ist sie mit

Elisabeth Danzer mit der Formation

s'Elysion unterwegs. Sie spielt Theater

und unterrichtet außerdem in der

Lenggrieser Müsikwerkstatt. Mit

der Housemusi fühlt sich ganz in ihrem

Element und kreativ angekommen.

„Zum ersten Mal schlüpfe ich

in keine Rolle, ich kann mich selbst

verwirklichen und darf spielen, was

raus muss.“ Und raus muss offenbar

so einiges. Sie textet, komponiert,

singt und erzählt Geschichten auf

der Bühne. „Ich finde es total gut,

dass mit Sonja jetzt auch Frauenthemen

in den Liedern vorkommen“,

sagt Sepp Müller. „Das ist mehr als

nur ‚reloaded‘, das ist ein ganz neues

Programm.“

Musikalisch demokratisch

erarbeitete Stücke

„Isar-Loisach-Tegernsee“ so der Titel

des Programms, verspricht mehr

Gesangsnummern, mehr Kabarett

und auch die Rolle der Zither hat

sich verändert. Toni Fischer rückt

mit seinem Instrument viel mehr in

den Vordergrund, da er die fehlende

Gitarre von Martin Regnat ersetzt.

„Ich bin quasi der Gitarrist auf der

Zither“, sagt er grinsend. Jede Nummer

wird musikalisch ganz demokratisch

erarbeitet. Schließlich soll

jeder voll und ganz dahinterstehen.

Kein Problem für die drei, die sich

auch privat sehr gut verstehen. Übrigens

sollen durchaus noch alte Sachen

gespielt werden – ein bissl neu

aufgepeppt, versteht sich. Für 2020

sind schon „überraschend viele“

Auftritt geplant. Los geht’s gleich

am 5. Januar mit einem Konzert

im Arzbacher Kramerwirt; Veranstalter

ist das Lenggrieser KKK.

Ein weiteres Mal ist d'Housemusi

dann am 29. Februar in der Lust in

Bad Tölz zu hören. „So wie es früher

war, wird’s natürlich nimmer“,

bemerkt der Mü Sepp zum Schluss

augenzwinkernd. „Es wird anders.

Gott sei Dank!“

FERIENHAUS Oswald

schöner großer privater Pool

Kroatien – Istrien – Vrsar

Wir vermieten 2 Appartements für bis zu 5 Personen

mit Miniküche, Bad/Dusche, Meerblick-Balkon sowie

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Gerne verwöhnen wir Sie jeden Tag mit einem reichhaltigen

Frühstück. Das Ferienhaus befindet sich in

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(Kies) erreichen Sie in ca. 10 min. zu Fuß.

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Tölzer Str. 8, 83674 Gaißach

Tel. 08041-5181

49


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PORTRÄT G‘sund* in Bad Tölz

Bewegung begeistert

Mit viel Spaß gesund und fit bleiben

im Gymnastikstudio G‘sund* in Bad Tölz

Bilder: Dama-Foto.de

50


„Jeder soll bei uns mit einem guten

Gefühl nach Hause gehen“, das

wünscht sich Martina Probst-Hoch

und das Trainer-Team für jeden

seiner Mitglieder. Wir d‘Isarwinkler-Schreiber

durften uns bei einem

Training reinfühlen und im Gymnastikstudio

G‘sund* mitmachen.

„Lernen wir uns am besten beim

Training kennen und dann wisst‘s,

wie sich das bei uns anfühlt“, lud

uns Martina ein, die seit vier Jahren

das Gymnastikstudio an der Tölzer

S-Kurve betreibt. In den hellen

Räumlichkeiten ausgestattet mit

zahlreichen Geräten wie Jumper,

Bänder, großen und kleinen Bällen,

Smoveys u.v.m., fühlt man sich sofort

wohl. An sechs Tagen die Woche

bietet das Trainer-Team, das

ausschließlich aus hauptberuflichen

Trainerinnen besteht, ein breites

und abwechslungsreiches Trainingsprogramm.

Die Kurse von Yoga,

Step, Pilates, FIT, KörperForm, WirbelFIT

usw. finden vormittags und

abends statt und sind, je nach Lust

und Laune der Mitglieder, frei wählbar.

„Jeder von unseren Mitgliedern

wird bei seinem persönlichen Leistungsstand

abgeholt, und gerade bei

Verletzungen oder gesundheitlichen

Beeinträchtigungen passen wir die

Übungen selbstverständlich an“, erklärt

uns die Inhaberin.

Motivieren, zuhören, hinsehen

und beraten ...

… das ist Martina und ihrem Team

besonders wichtig. „Wir freuen uns,

wenn sie gerne zu uns kommen und

gesund bleiben. Daher auch unser

Name – der ist bei uns Programm

– eigentlich ganz einfach“, erzählt

uns die Oberfischbacherin, deren

Beruf ganz klar Berufung ist. Dem

fünfköpfigen G‘sund*-Trainer-Team

liegt sehr am Herzen, dass sich ihre

Leut‘ in ihrer Haut wohlfühlen –

und auch im Studio. Dazu gehört

eine besonders familiäre Atmosphäre

unter den Mitgliedern, die sich

wie in einem Teamsport gegenseitig

begeistern und oftmals auch anfreunden.

Flexibilität und das Gespür

für die Teilnehmer beeinflussen

das Training.

Auch im G‘sund* geht’s

generationsübergreifend zu

16 bis 85 so jung und jung geblieben

sind die Teilnehmer in den zurzeit

15 unterschiedlichen Gymnastik-Kursen,

insgesamt sind es 45 pro

Woche an der Zahl.

Mama und Tochter kommen gemeinsam

zum Step, der Freund

kommt zum Training in die Fitnesszirkel-Stunde

und im Yoga kann es

schon mal passieren, dass drei Generationen

einer Familie gleichzeitig

trainieren. Gleichgewicht und ➳

51


PORTRÄT G‘sund* in Bad Tölz

Sturz-Prävention machen die ältere

Generation jünger und fitter.

Es ist die selbstverständlichste Sache

der Welt und trotzdem ist es immer

ein Wunder, was der weibliche

Körper vom Beginn der Schwangerschaft

bis zur Geburt und auch

darüber hinaus zu leisten vermag. In

dieser spannenden Zeit unterstützt

G‘sund* die Frauen, denn gerade in

dieser Zeit kommt es oft zu Unsicherheit,

wie man sein Training gestalten

sollte, um den Körper zu unterstützen.

Ein eigenes Training für

Mamis mit Baby runden das Kursangebot

ab. Beckenbodentraining

liegt Martina ganz besonders am

Herzen. Für dieses Thema investiert

sie viel Zeit für Fortbildungen und

den Austausch mit Therapeuten, um

die Mitglieder optimal unterstützen

zu können. Egal, ob Mann oder

Frau: Ein aktiver Beckenboden ist in

jedem Alter wichtig und kann das

Lebensgefühl positiv beeinflussen.

Zu zweit geht‘s dem

Schweinehund an den Kragen.

„Wir bieten Partnerverträge,

die man nicht nur mit seinem

Lebensgefährten, sondern auch

mit der besten Freundin, seinem

Spezl oder mit der Mama

abschließen kann. So motiviert

immer die eine den anderen und

unsere Mitglieder kommen viel

regelmäßiger und noch lieber

zu uns.“

„Wir bieten Ein- und Zweijahresverträge,

Frühsportverträge,

Schüler- und Studentenverträge,

Partnerverträge oder 10-er

Karten an.

Gerne dürft ihr uns bei einem

Probetraining kennenlernen.“

Alle Trainer absolvieren mehrmals

im Jahr Fort- und Zusatzausbildungen,

um aktuelle Trends und wissenschaftliche

Erkenntnisse mit ins

Tölzer Studio zu bringen. So entstehen

immer neue und überraschende

Trainings-Einheiten und viele zufriedene

Mitglieder.

Alle die im G‘sund* ein- und ausgehen

bleiben ihrem Motto treu:

„G‘sund – ECHT BEWEGEND“

Herzlichen Dank, Martina, für den

herzlichen Empfang, das tolle Training

und das nette Gespräch! mp

Gymnastikstudio G’sund*

Lenggrieser Straße 23

83646 Bad Tölz

Tel: 0171-7183723

www.gymnastikstudio-gsund.de

52


Herzens-

Angelegenheiten

Text & Bild: Michaela Probst

Oha, jetzt is er tatsächlich scho vorbei,

da Sommer und sogar a scho der Herbst.

Und wenn ich's mir so überleg,

war‘s eigentlich fast wia a Wimpernschlag, so schnell.

Wie oft war ich denn gleng am See?

Wie oft hab i mi an die Isar ghockt?

Wia oft hob i mit de Kinder a Sandburg baut

und wia oft hob i mein Kopf dafür in Sand nei gsteckt?

Wie viel Wasserschlachten hamm mia gmacht

und wia oft warn mia beim Drachensteign?

Zu wenig warn mia im Biergarten ghockt

und vui zu selten hamma an der Eisdiele a Eis g‘schleckt.

Koa Hand bring i voi, dass i mid mein Schatz aufn Berg ob‘n war.

No weniger beim Sonnenaufgang, do waars ja b‘sonders schee.

De Tog, de vuien schenan, san wia a G’schenk

mit an roten Schleiferl dro.

Dass mas fei ja ned übersigt!

Und trotzdem losst mas so oft steh, des Packerl, zu lang

und losst de Tog vageh und wart ...

Auf wos na? Schena ko‘s ja gar ned werd‘n.

53


Öffnungszeiten

Montag bis Freitag: 09:00 – 18:00 Uhr

Samstag: 09:00 – 12:30 Uhr

Nach vorheriger Vereinbarung richten

wir uns selbstverständlich auch gerne

nach Ihren zeitlichen Wünschen.

Ihr Spezialist

für bestes Sehen

Denn wir von Steinacker Optik verstehen unser

Handwerk. Wir messen, analysieren und

beraten.

Wir schlagen vor und stimmen uns mit Ihnen

ab. Wir lassen nicht eher locker, bis Sie

die Brille auf der Nase haben mit der Sie gut

sehen – das steht bei uns im Fokus.

Steinacker Optik

54

Inhaber: Simon Ranhart

Marktstraße 59

(Eingang Hindenburgstraße)

83646 Bad Tölz

Tel. 0 80 41 / 78 37 0

info@steinackeroptik.de

www.steinackeroptik.de


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dank modernster Hörsysteme

Wir bei Tölzer Hörakustik begeistern uns für unseren

Beruf. Wir wollen Ihnen wieder Gehör verschaffen und

bieten Ihnen deshalb für jede Hörsituation die passende

Lösung. Diese können Ihre Ohren auf Herz und

Nieren testen.

Tölzer Hörakustik

Inhaberin: Irmgard Ranhart

Marktstraße 61

(Eingang Hindenburgstraße)

83646 Bad Tölz

Tel. 0 80 41 / 78 01 21

info@akustik-ranhart.de

www.akustik-ranhart.de

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag: 09:00 – 13:00 Uhr

und 14:00 – 18:00Uhr


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PORTRÄT Claudia Gudelius

Ein Leben wie ein Roman

Ein Porträt der Schriftstellerin Claudia Gudelius

Text: Katharina Fitz

Bilder: Wolfgang Kronwitter und privat

In ihrem Garten mit ihrem letzten aktuellen Buch – Die alte Schuld

Haben Sie schon mal darüber

nachgedacht, ein Buch zu schreiben?“,

lautet eine der ersten Fragen,

die Claudia Gudelius mir unumwunden

stellt. Im ersten Moment

stutze ich, denn eigentlich bin ja ich

diejenige, die der in der Jachenau

beheimateten Schriftstellerin und

Ärztin Fragen über ihr Leben und

ihr Werk stellen möchte. Doch die

Direktheit und Neugier dieser interessanten

Frau mit dem weißblonden

Haarschopf und dem leuchtend roten

Kleid ziehen mich sofort in ihren

Bann. Claudia Gudelius scheut

sich nicht zu fragen und sie kann

zuhören. Und genau diese Fähigkeiten

ziehen sich wie ein roter Faden

durch ihr Leben. Ein Leben wie ein

Roman.

In der Jachenau aufgewachsen, diesem

stillen malerischen Tal weit

hinter Lenggries, träumte Claudia

schon als kleines Mädchen von

fernen Ländern und Abenteuern.

Als eine schwere Erkrankung bei

ihr diagnostiziert wurde, fand die

Siebenjährige Trost in der Lektüre

von Abenteuerromanen und Erzählungen.

Die Indianer hatten es ihr

besonders angetan und so handelte

ihr erstes literarisches Werk in

dieser Zeit von diesen exotischen

58


Ureinwohnern Nordamerikas. Doch

ihre Berufung als Schriftstellerin

sollte noch ein wenig auf sich warten.

Nach einem Medizinstudium

zusammen? „Mein Vater war General

und diente im Jagdbombergeschwader

Boelcke und mein Mann

Jost war Oberst der Gebirgsjäger“,

dann auf mich aufgepasst haben

und mir ihre Kultur und Lebensweise

nahegebracht haben“, sagt

sie. Ihr größtes Anliegen dabei war,

Vorurteile aus dem Weg zu räumen

und Ungerechtigkeiten jeglicher Art

aufzudecken.

Reisen, Schreiben

und Mutter sein

Hauptmann Claudia als Fliegerärztin vor einem Starfighter

Fliegerärztin Claudia im Starfighter

in München verpflichtete sich die

junge Frau als Fliegerärztin bei der

Luftwaffe. Sie war an verschiedenen

Stützpunkten von Lenggries

bis Norddeutschland stationiert

und durfte sogar als „Backseater“

im Starfighter in die Lüfte steigen.

Eine Volkskundlerin im Herzen mit

medizinischer Ausbildung und militärischen

Ambitionen? Passt das

erklärt sie mir ihre ungewöhnliche

Berufswahl.

Jetzt – 60 Jahre später – kann die

promovierte Medizinerin auf ein

spannendes Leben zurückblicken, in

der sich die Träume ihrer Kindheit

größtenteils erfüllt haben. Ihr Œuvre

von acht Romanen, die sie während

und nach zahlreichen Reisen

durch die ganze Welt recherchiert

und verfasst hat, zeugt von ihrer

unerschütterlichen Neugier, Neues

zu entdecken und Grenzen auszuloten.

Ihre Bücher tragen klingende

Titel, wie „Die Zedernholztruhe“,

„Das Wüstenparfüm“, „Die Detektivin

der Düfte“ und „Mongolia“.

Die Geschichten spielen auch in vergangenen

Jahrhunderten und sind

geprägt von ihrem ganz eigenen,

eindringlichen Erzählstil. Claudia

Gudelius ist stets alleine gereist, im

unerschütterlichen Glauben an sich

selbst und in der festen Überzeugung,

dass es überall auf der Welt

gute und freundliche Menschen

gibt. „Ich habe mir als Anlaufpunkte

immer Einheimische gesucht, die

Ihr erstes Buch veröffentlichte die

damals junge Mutter von vier Kindern

im Jahr 1998. Unter dem Titel

„Das Vermächtnis des Gonzalo

Porras“ erzählt sie die Geschichte

eines jungen Spaniers im Peru des

16. Jahrhunderts. Da geht es um

Goldrausch, Inquisition und indianische

Weisheiten. Im Jahr 2000

wurde das Buch erneut aufgelegt,

allerdings mit dem geänderten Titel

„Der Schreiber“. Der zweite Roman,

„Feuerfrosch“, entführt den

Leser in ein Indianer-Reservat in

South-Dakota.

In den folgenden Veröffentlichungen

wechselt Claudia Gudelius zwischen

aktuellen und historischen Geschichten.

Sie nimmt ihre Leser mit

in den Orient, den sie als Welt voller

Geheimnisse, politischer Irrungen

und leidenschaftlicher Gefühle beschreibt.

Sei es die libysche Wüste,

die Altstadt von Damaskus, die

Schönheit des Libanon oder die weiten

Steppen der Mongolei: Claudia

Gudelius schreibt fiktive Geschichten,

die jedoch immer einen fundiert

recherchierten aktuellen und/oder

historischen Hintergrund haben.

Dabei taucht sie tief in die Geschichte

der jeweiligen Nation ein, durchquert

mit Kamelen diverse Wüsten,

übernachtet in Beduinenzelten und

lebt in primitiven Jurten in der Mongolei.

In intensiven Gesprächen mit

Einheimischen erfährt sie von so ➳

59


PORTRÄT Claudia Gudelius

Auf dem Weg zum täglichen Bad in der Jachen – im Hintergrund ihr Wohnhaus

Claudia als Ärztin in der Buchbergklinik, wo sie aktuell arbeitet

Als Autorin zu Hause in der Jachenau

manchen politischen Machenschaften

und Verhältnissen, die sie auf

geschickte Art und Weise in ihre

Erzählungen einfließen lässt. Besonders

einprägsam war für sie

eine Reise in die libysche Wüste.

„Kurz vor dem 11. September hielt

ich mich dort auf und hörte von

arabischen Terroristen. Das wurde

damals noch völlig unterschätzt“,

berichtet sie. Sie verarbeitete ihren

Eindruck in ihrem Roman „Das

Wüstenparfüm“. Beim Einmarsch

der USA in den Irak hielt sich Claudia

Gudelius im Nachbarland Syrien

auf und verquickte in dem Roman

„Die Detektivin der Düfte“ Aktuelles

mit der Geschichte vergangener

Jahrhunderte.

Ihr persönliches Lieblingsbuch ist

die „Zedernholztruhe“. „Ich denke,

das ist auch mein bestes Werk“, resümiert

die Autorin. Auf 142 Seiten

schafft sie es, den Lesern die faszinierende

und fremdartige Welt eines

arabischen Suq (arabischer Begriff

für Markt) nahezubringen. Die junge

libanesische Seifensieder-Tochter

Yasina und ihr palästinensischer

Geliebter Salah geraten zwischen

die Fronten eines Konflikts zwischen

dem Libanon und seinen Nachbarstaaten.

In ihrem jüngsten Buch wendet

sich die Jachenauerin ihrer bayerischen

Heimat zu. Es heißt „Die

alte Schuld“ und handelt von einer

jungen Pferdemagd, die in der Zeit

der Hexenverbrennungen im Wer-

60


Bildunterschrift

Beim täglichen Kräftetanken in der Jachen

denfelser Land Furchtbares erleben

muss und deren Schicksal durch die

Begegnung mit einem Fremden beeinflusst

wird.

Eine bodenständige

Kosmopolitin

Bei all ihren Reisen um die Welt und

ihren aufwendigen Recherchen hat

Claudia Gudelius ihre Bodenständigkeit

und ihre Liebe zur Heimat

nie verloren. Ihre Familie stand für

die Ärztin immer an erster Stelle

und in ihrem Mann Jost hat sie einen

Partner gefunden, der ihre Leidenschaft

versteht und sie durch

sein historisches und militärgeografisches

Wissen unterstützt. Für

ihren historischen Roman „Wolfsbraut“

bereisten sie gemeinsam die

Schlachtfelder des Mongolensturms

in Polen und Ungarn.

Die Medizin, bei der sie sich auch

mit Traditioneller Chinesischer Medizin

und der Ethnomedizin der Naturvölker

beschäftigt, bedeutet ihr

viel. „Ich wollte gerne Völkerkunde

studieren, aber dann habe ich mich

für Medizin entschieden“, erzählt

sie freimütig. Ihre Doktorarbeit

verfasste sie über das Thema „Indianische

Heilkunde Nordamerikas“.

Studienbegleitend erlernte sie die

Sprache der Azteken.

Mittlerweile sind ihre Kinder erwachsen

und leben mit ihren Familien

in der Nähe. Das Ehepaar

Gudelius kümmert sich mit Hingabe

um die Enkel, das Haus und den

Garten in der Jachenau. Außerdem

ist Claudia als Bereitschaftsärztin in

der Tölzer Buchbergklinik sowie mit

ihrem ehrenamtlichen Engagement

für Asylsuchende gut ausgelastet.

Doch die umtriebige Globetrotterin

ist weit davon entfernt, sich in

irgendeine Art von künstlerischem

Ruhestand zu begeben. In ihrem

Kopf spukt schon die nächste Idee

für einen Roman herum. „Diesmal

wird er aber in der Gegenwart spielen“,

lässt sie sich entlocken.

Trotz all der kleinen und großen

Anforderungen, die das Leben an sie

stellt, nimmt sich die naturverbundene

Claudia immer wieder kleine

Auszeiten. Dann stapft sie über die

Wiesen zur nahen Jachen und gönnt

sich ein Bad im eiskalten Wasser des

kleinen Gebirgsbachs. Denn Wasser

ist für sie ein Lebenselixier, genauso

wie das Reisen, das Fragen und das

Zuhören.

Die Romane von Claudia Gudelius

sind im Buchhandel sowie im Internet

unter amazon.de und gudelius.

de erhältlich.

61


CHRISTKINDLMÄRKTE im Isarwinkel

Alle

Jahre

wieder

Kloster

Benediktbeuern

Die Kunsthandwerkausstellung

im Kloster Benediktbeuern öffnet am

ersten Adventwochenende, vom 29.11.

bis 01.12.19, Freitag von 12 bis 17 Uhr

sowie Samstag und Sonntag von 9:30

bis 17 Uhr. Auch in diesem Jahr präsentieren

rund 40 Aussteller drei

Tage lang ihre vorweihnachtlichen

Werke.

Freilichtmuseum

Glentleiten

Zur festlichen Jahreszeit öffnet

das größte Freilichtmuseum Südbayerns

noch einmal seine Tore und lädt

zum besinnlichen Winterbummel über den

jährlichen Christkindlmarkt. Vom 29.11.

bis 01.12.19 von 10 bis 20 Uhr genießen

Besucher an geschmückten Ständen

und in den warmen Bauernstuben

eine ganz besondere Vorweihnachtsstimmung.

Lenggries:

Lichterzauber im Advent

Der Christkindlmarkt „Lichterzauber“

findet am Samstag, 08.12.19 von 15 bis 21

Uhr statt. Der ganze Ortskern von Lenggries

verwandelt sich in einen Christkindlmarkt. Rund

45 Standbetreiber und 30 Geschäfte sorgen für

weihnachtlichen Lichterzauber, Schmankerl und

interessante Geschenk- und Dekorationsideen. Auch

die Kinder kommen auf ihre Kosten: um 16 Uhr

kommt der Nikolaus. Tausende von Kerzen und

weihnachtliche Musik sorgen für vorweihnachtliche

Stimmung und machen den

Lichterzauber zu einem unvergesslichen

Erlebnis.

62


Mittenwald

In der Zeit vom 12.12. bis

15.12.19 erfüllt wieder der Duft

von gebrannten Mandeln, Punsch,

Lebkuchen und anderen vorweihnachtlichen

Schmankerln die Luft rund um die

historische Pfarrkirche in Mittenwald. Dieser

unverwechselbare Duft beschert dem Besucher

auch in diesem Jahr das Gefühl des

Adventszaubers unterm Karwendel.

Donnerstag, 16 bis 20 Uhr und

Freitag bis Sonntag 12 bis

20 Uhr.

Bad Heilbrunn

Der „Altbayerische Christkindlmarkt“

im Landgasthof Reindlschmiede

in Bad Heilbrunn ist etwas

ganz Besonderes. Rund 40 Stände bieten

hochwertiges Kunsthandwerk aus ganz

Bayern sowie kulinarische Schmankerl

an. Am 08.12.19 von 10 bis 19 Uhr

ist der Altbayerische Christkindlmarkt

geöffnet.

Wackersberg

Klein, aber fein präsentiert

sich der „Glaswinkler

Hofadvent“ am Sonntag,

15.12.19 ab 12 Uhr.

Benediktbeuern –

Altbayerischer Christkindlmarkt

Am zweiten Adventssonntag, 08.12.19

verwandelt sich die Ortsmitte von Benediktbeuern

von 10 bis 19 Uhr in ein Weihnachtsparadies.

Die Besucher des Altbayerischen

Christkindlmarktes erfreuen sich an dem Besonderen,

dem Handgefertigten, das an mehr als

60 traditionellen Holzständen angeboten wird.

Zur vorweihnachtlichen Stimmung tragen

neben einer lebenden Krippe am Kretzenhof

auch liebevoll dekorierte

Häuser und Vorgärten

bei.

Schlehdorf

Der romantische Christkindlmarkt

in Schlehdorf öffnet am dritten

Samstag im Advent, dem 14.12.19

von 14 bis 21 Uhr. Entlang der malerischen

Seestraße reihen sich die weihnachtlich dekorierten

Stände und bieten ein abwechslungsreiches

Angebot in stimmungsvoller Atmosphäre.

Offene Feuerstellen, Weihnachtstombola für

einen karitativen Zweck, Christbaumverkauf,

kulinarische Schmankerl der

örtlichen Vereine, Fischköstlichkeiten

vom Kochelsee.

63


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CHRISTKINDLMÄRKTE im Isarwinkel

Wo Winterromantik

auf wilde Tradition trifft:

Gemütlichkeit und Brauchtum auf dem Tölzer Christkindlmarkt

Vom 22. November bis 24. Dezember

herrscht in Bad Tölz besinnliche

Stimmung. Laut und wild geht’s dagegen

beim traditionellen Krampuslauf

am 7. Dezember zu.

Die historische Marktstraße von

Bad Tölz mit ihren bunten Giebelfassaden

wird von 22. November

bis 24. Dezember zur winterlichen

Freiluftbühne. Rund 40 liebevoll

dekorierte Stände laden zum gemütlichen

Geschenkeshoppen ein – zwischendurch

dem Holzschnitzer bei

der Arbeit über die Schultern schauen,

sich von Plätzchenbäckern zur

süßen Sünde verführen lassen oder

in der Museumswerkstatt selbst

Adventskalender basteln? All dies

sind spezielle Angebote für kreative

Adventsfans in Bad Tölz. Währenddessen

sorgen Live-Musik und ein

Besuch vom Nikolaus und seinen

Engeln für besinnliche Momente.

Das Kontrastprogramm erleben Besucher

dann am 7. Dezember, wenn

beim Krampuslauf wilde Kerle mit

Schnitzmasken und Rasseln einen

uralten Brauch aufleben lassen.

„Wir möchten, dass die Gäste die

Vorweihnachtszeit so kennenlernen,

wie es bei uns Tradition ist“, sagt

Lucia Zampino von der Tourist-Information

Bad Tölz. Gemütlichkeit

statt Weihnachts-Wahnsinn,

Brauchtum statt Shopping-Stress:

„Dieses Adventsgefühl entsteht

schon allein durch die Atmosphäre

des Christkindlmarkts, aber auch

die Angebote sind darauf ausgerichtet.“

Krippenspiel, Kinderchor und

Kutschfahrt durch das verschneite

Isarstädtchen sind nur einige der

Möglichkeiten, das besondere Tölzer

Weihnachtsflair zu spüren. Immer

mittwochs am Kindertag gibt

es spezielle Aktionen für Familien.

Besonderer Tipp für die Kleinen:

Am 2. und 3. Dezember öffnet das

Christkindlpostamt. Hier können

Wunschzettel geschrieben und abgeschickt

werden.

Basteln, Werkeln, Kreativsein heißt

es mittwochs und samstags in der

Weihnachtswerkstatt des Tölzer

Stadtmuseums. Die Aktivitäten

reichen von Baumschmuck aus Bienenwachs

gießen über Adventskranz

binden und Lebkuchen backen. Das

Kontrastprogramm gibt es beim

traditionellen Krampuslauf. Am

7. Dezember treiben rund 70 zottelige

Teufel mit langen Ruten und

Schnitzmasken in der Altstadt ihr

Unwesen.

64


alleywasl.com

tölzer

christkindl

markt

22.11. – 24.12. 2019

Täglich von 11.00 bis 19.00 Uhr

24.12. von 10.00 bis 14.00 Uhr

Referat für Stadtmarketing, Tourismus- und Wirtschaftsförderung

Max-Höfler-Platz 1, 83646 Bad Tölz, Tel. 0 80 41 / 78 67-0

info@bad-toelz.de, www.bad-toelz.de

65


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ALLGEMEINE INFOS

ISARBALANCE AUSBILDUNG

Isarbalance Ausbildung Lenggries richtet sich mit seinem

Angebot an alle Interessierten im Gesundheitswesen,

aus dem pädagogischen und psychosozialen Bereichen,

Sport und Fitness aber auch an Interessierte ohne Vorkenntnisse

oder aus berufsfremden Tätigkeiten.

In einer familiären und entspannten Umgebung legen wir

Wert auf kleine Lerngruppen, um auf jeden Teilnehmer

auch individuell eingehen zu können. Zur Ausbildung

begleitend bietet Isarbalance Ausbildung Lenggries nur

hochwertige Materialien zum Lernen und Arbeiten an.

In den Ausbildungsinhalten beziehen wir stets das Wissen

und die Erfahrungen von Praktikern und Wissenschaftlern

mit ein sowie die Leitlinien der gesetzlichen

Krankenkassen und allgemeine gesetzliche Vorgaben.

Ziel der Ausbildungen und Seminare ist nicht nur die

reine Wissensvermittlung, sondern die Entwicklung von

Fähigkeiten und Fertigkeiten der Teilnehmer. Der Teilnehmer

soll nach dem Kurs mit Freude und Spaß sein

erworbenes Wissen in seinem Alltag und Beruf bestmöglich

anwenden und einsetzen können.

Angebotene Ausbildungen:

Entspannungstrainer/ -pädagoge

Als Entspannungstrainer/ -pädagoge können Sie mit

der Vermittlung entsprechender Entspannungstechniken

präventiv anderen Menschen helfen, sich selbst zu

helfen, bevor sie an den Folgen von Stressbelastung erkranken.

Entspannungstrainer/ -pädagoge finden ihre

Tätigkeitsfelder in Präventionskursen für Krankenkassen,

Arztpraxen, Kindergärten, Schulen, Kurkliniken,

Sanatorien, Mitarbeitertrainings in Firmen, Seminare

in eigenen Veranstaltungsräumen oder Volkshochschulen,

im Sport- und Fitness Bereich etc.

Inhalte der Ausbildung:

Wissenschaftliche Grundlagen der Stressbewältigung,

Theorie und Praxis der Progressiven (Relaxation) Muskelentspannung

(PR/PMR) nach E. Jacobsen (Seminarleiterschein

PR/PMR) und Autogenen Trainings nach

J. H. Schulz (AT) (Seminarleiterschein AT), Visuelle Meditation

und Fantasiereisen, Arbeiten mit Düften im

Entspannungsbereich u.v.m.

Anerkennung der Ausbildung

Die Ausbildung der Progressiven Muskelentspannung

nach E. Jacobsen (PR) und das Autogene Training nach

J. H. Schulz (AT) entspricht dem Leitfaden für Prävention

der Handlungsfelder und Kriterien des GKV-Spitzenverbandes

zur Umsetzung von §§ 20 und 20a SGB V

Heilpraktiker eingeschränkt auf das Gebiet

der Psychotherapie

Die Ausbildung vermittelt das Wissen über die Kenntnisse

der psychischen Störungen, Erkrankungen, Diagnostik

und therapeutische Verfahren. Zu jedem

Fachgebiet gibt es ausführliche Skripte und zur Veranschaulichung

ausgesuchte Lehrfilme und Fallbeispiele,

um alle Themen nachvollziehbar zu veranschaulichen.

Dieser Lehrgang richtet sich an alle: Teilnehmer/innen

ohne Vorkenntnisse, Teilnehmer/innen aus medizinischen,

pädagogischen, psychologischen und sozialen

Bereichen.

Themenbereiche:

Diagnosen nach ICD 10 der WHO, Neurologie, Essstörungen,

Phobien, Suizidalität, Psychopathologie, Persönlichkeitsstörungen,

Schizophrenie, Drogen- & Medikamentenabhängigkeit,

affektive Störungen, organische

Psychosen, psychosomatische Störungen, Kinder

und Jugendpsychiatrie, Berufs- und Gesetzeskunde,

Behandlungsmethoden, Psychopharmaka, amtsärztliche

Prüfungsfragen.

In diesen Kurs erhalten Sie das Wissen, um die schriftliche

und mündliche Überprüfung zu bestehen.

Dauer ca. 80 Kursstunden à 45 min

Dauer ca. 80 Kursstunden à 45 min

66


Klientenzentrierte Gesprächsführung

nach C. Rogers

Carl Rogers (1902-1987) entwickelte die Gesprächspsychotherapie,

die auch als klientenzentrierte Gesprächsführung

oder nichtdirektive Psychotherapie bekannt

wurde. Hier geht man davon aus, dass der Hilfesuchende

alles zu seiner Heilung Notwendige in sich trägt und

selbst am besten in der Lage ist, seine persönliche Situation

zu analysieren und Lösungen für seine Probleme

zu erarbeiten.

Themenbereiche:

Gesprächstechniken der humanistischen Gesprächspsychotherapie,

Gesprächsführung im Einzel- und Gruppengespräch,

Einblicke in die systemische Methodik

Grundkenntnisse erwerben Sie in Kursen

mit 20 UStd. an 2 Tagen

In Planung sind folgende

Aus- und Weiterbildungen:

• Burnout Präventionstrainer

• Klassische Kunsttherapie / Maltherapie

• Klangschalenmassage / Therapie

Fortbildungen:

EXPERT PRO | Nordic Walking Technik

EXPERT PRO | Trailrunning

EXPERT PRO | Balance Outdoor

EXPERT PRO | Outdoor Fitness

diese anzuwenden.

Ausbildung in Theorie und Praxis, Videoanalyse, Ausbildungsunterlagen

Bei entsprechender beruflicher Qualifikation kann

nach der Nordic Walking und/oder Happy Running

Ausbildung eine Anerkennung bei den Krankenkassen

für Präventionskurse nach §20 SGB beantragt werden

(ZPP).

Happy Running EXPERT

Die Trainerausbildung ist für all die, die selbst Happy

Running Kurse geben möchten.

Nach dieser Ausbildung bist du befähigt, ein professionelles

Lauftraining durchzuführen und Trainingspläne

zu erstellen. Du lernst viele Übungen zur Verbesserung

der Lauftechnik, Kraft und Beweglichkeit.

Bei entsprechender beruflicher Qualifikation kann

nach der Nordic Walking und/oder Happy Running

Ausbildung eine Anerkennung bei den Krankenkassen

für Präventionskurse nach §20 SGB beantragt werden

(ZPP).

Wir akzeptieren die Bildungsprämie

und beraten Sie gerne.

www.bildungspraemie.info

Infos, Termine und Kosten und Anmeldung

siehe unter www.isarbalance.de

VDNOWAS Ausbildungen

und Lizenz Verlängernen:

Nordic Walking EXPERT

Der Nordic Walking EXPERT ist für alle, die kompetente

und abwechslungsreiche Nordic Walking Kurse anbieten

möchten. Im Kurs bekommen die zukünftigen Trainer

alle Schritte einer logisch aufgebauten Nordic Walking

Diagonalschritt Übungsreihe vermittelt und lernen

Isarbalance · Martin Simon

Arzbacherstraße 10a

83661 Lenggries

Tel. 0 80 42 · 973 973

simon@isarbalance.de

www.isarbalance.de

67


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PORTRÄT Naturheilpraxis Jaud und Grojzdek

Heilzentrum in den Bergen

Links Aleš Grojzdek, rechts Stefan Jaud

„Jede Krankheit ist eine Chance, ein Aufruf, mich

selbst oder etwas in meinem Leben zu verändern.

Der Weg aus der Krankheit zur Heilung

ist ein Prozess, der uns wachsen lässt“

Seit 2003 arbeiten wir jeweils

selbständig in eigener Praxis. Die

Möglichkeit, in Lenggries gemeinsame

Räume zu nutzen, bietet in

mehrfacher Hinsicht wertvolle Vorteile.

Durch eine Zusammenarbeit

der Therapeuten und eine größere

Vielfalt der Diagnose- und Behandlungsmethoden,

kann der Patient

auf Wunsch, oftmals besser und genauer

therapiert werden.

Wir verfolgen bei der Beratung und

Behandlung ein ganzheitliches Prinzip.

Das Heilzentrum in den Bergen widmet

sich nicht nur patientenbezogener

Arbeit, einzeln oder in Gruppen,

sondern bietet auch Seminare und

Vorträge an.

Viele Menschen „kämpfen“ in ihrem

Leben mit körperlichen Beschwerden

und/oder psychischen Problemen,

mit Ängsten, belastenden Gewohnheiten,

seelischen Blockaden.

Klopfakupunktur zur Selbstregulation

68


Die Lösung des Problems trägt

jeder Mensch schon unbewusst in

sich und bringt sie mit.

Unsere Aufgabe ist es, die

Lösungsmöglichkeiten bewusst zu

machen und den Menschen in seinem

Prozess zu begleiten.

Unser Ziel ist es, Sie auf Ihrem

Weg mit Hilfe von Homöopathie,

Massagen / Osteopathie oder auch

Hypnosetherapie zu unterstützen.

Die Homöopathie fördert den Heilungsprozess.

Massage / Osteopathie kann Bewegungseinschränkungen

lösen und

die Selbstregulation des Körpers

anregen.

Durch die Hypnosetherapie können

spezielle Phänomene erst wahrgenommen

und verändert werden.

NATURHEILPRAXIS

Aleš & Bettina Grojzdek • Heilpraktiker

Heilpraktiker Aleš & Bettina

Karwendelstr. 21

83661 Lenggries

T: 0 80 42 - 564 60 35

E: naturheilpraxislenggries@gmx.de

www.naturheilpraxislenggries.com

Raum und Energie

für Neues

- für Lebensfreude, Vitalität

und Wohlbefinden

- für klares Denkvermögen

- für gute Entwicklung

- für guten, erholsamen Schlaf

- für Schmerzfreiheit und gute

Verdauung

Hinter Symptomen stecken oft destruktive,

tiefe Verhaltensmuster,

wie auch eingeschränkte und fest

manifestierte Denkmuster oder gespeicherte,

schlechte Gefühle. Um

diese aufzuspüren und zu lösen verwenden

wir, Stefan Jaud und Simone

van Toen, diagnostisches Werkzeug

vorrangig nach der Kinesiologie

nach Dr. Dietrich Klinghardt.

Aber auch andere Techniken wie

Körperdeutung oder körperlich koordinative

Tests kommen zum Einsatz.

Um Ängste und Traumen zu lösen,

verwenden wir die Psychokinesiologie

und die systemische Therapie.

Belastungen wie versteckte Ablagerungen

an Giften, Bakterien oder Parasiten

im Körper werden ausgeleitet,

„Gesundheit ist nicht alles, aber ohne

Gesundheit ist alles nichts.“

Arthur Schopenhauer

um dem eigenen System wieder Freiheit

und Ruhe zu verschaffen.

Uns ist auch wichtig, dass Sie etwas

an die Hand bekommen für zu

Hause zur Selbsthilfe, zur täglichen

Verbesserung Ihrer Lebenssituation.

Leicht anzuwendende Techniken

oder Rituale, wie auch heilende

Kräuter und Tinkturen, stellen wir

Ihnen zusammen, um die nötige Unterstützung

zu geben.

Egal, ob es um Kinder, Jugendliche

oder Erwachsene geht, Sie können

sich jederzeit zu einem unverbindlichen

Gespräch melden, um uns Kennenzulernen

und um zu klären, ob

wir als Behandler zu Ihnen passen.

Ihre Vitalität und Ihre Lebensfreude

bestimmen Sie – wir freuen uns, Sie

dabei zu unterstützen.

Heilpraktiker Stefan Jaud

Kinesiologieberatung Simone van Toen

Karwendelstraße 21

83661 Lenggries

T: 08042-9740004

E: info@heilpraxis-jaud.de

www.heilpraxis-jaud.de

Kinesiologischer Muskeltest für genaue Erkenntnisse

Raum für Ihre Entwicklung

69


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PORTRÄT Einfach Schön Kosmetik

„Einfach Schön“

auch in Bad Tölz

Bilder: Wolfgang Kronwitter

Das Team von „Einfach Schön“

Wer von Kopf bis Fuß „Einfach

Schön“ sein möchte, sollte den Salons

von Diana Bachhuber einen

Besuch abstatten. Im vergangenen

Sommer eröffnete die Kosmetik-Expertin

in Bad Tölz eine Dependance

ihres renommierten Bad Heilbrunner

Geschäfts. Zusammen mit ihrem

kompetenten Team verwöhnt Diana

Bachhuber ihre Kunden an beiden

Standorten mit einem wohltuenden

Rundum- Programm in Sachen

Hairstyling, Nageldesign, Wimpern,

Fußpflege und Make-up. Neu im

Team ist Barbara Hönig, die als Friseurmeisterin

in puncto Hairstyling

kompetent und einfühlsam berät.

Moderne Schnitte, farbliche Ak-

70


Kathrin Schmeide

Barbara Hönig

Katharina Ibelherr – bekannt aus

dem

zente und eine typgerechte Frisurenberatung

stehen hier neben der individuellen

Haarpflege im Vordergrund. Ab Dezember

erweitert sich das Angebot um Behandlungen

in Fußpflege und Kosmetik sowie

modernes und kreatives Nageldesign. Mit

Kathrin Schmeide und Katharina Ibelherr

konnte Diana Bachhuber in diesem Bereich

ebenfalls zwei erfahrene und qualifizierte

Kolleginnen gewinnen. Neben den diversen

Schönheitsbehandlungen finden

die Kunden bei „Einfach Schön“

in Bad Heilbrunn und in Bad Tölz

auch eine Auswahl stilvoller Geschenkideen.

Diana Bachhubers

oberste Maxime ist die Zufriedenheit

ihrer Kunden. Dafür steht sie

mit ihrer Erfahrung, ihrem Fachwissen

und ihrer ganzen Leidenschaft.

Termine sind in beiden Geschäften

nach Vereinbarung möglich. kf

Gutscheinaktion:

50 Euro im Wert von 60 Euro

und 100 Euro im Wert von 120 Euro

Gewerbepark 30

83670 Bad Heilbrunn

Tel. 08046-2380365

Roßsteinstraße 5

83646 Bad Tölz

Tel. 080417937177

71


PORTRÄT Katharina Mayer

Tanzmeisterin aus

Leidenschaft

Katharina ganz

in ihrem Element

Text: Michaela Linke

Als Katharina Mayer gerade einmal

zwei Jahre alt war, war ihre

Kindheit bereits vollkommen mit

Tanz, Musik und Gesang erfüllt.

Auf den Füßen ihres Vaters und

den Händen ihrer Mutter tanzte

sie sprichwörtlich ins Leben. Die

ersten Wurzeln für Katharinas Begeisterung

für den Volkstanz legte

tatsächlich ihr Papa selbst. Vater

W. A. Mayer war am Institut für

Katharina Mayer

Volkskunde an der Akademie der

Wissenschaften als Volksmusikforscher

und -pfleger im gesamten bayerischsprachigen

Raum tätig. Als

Feldforscher machte er sich zu Fuß

auf den Weg in die Dörfer, um dort

überlieferte Musik, Lieder und Tänze

zu finden, aufzuzeichnen und zu

bewahren. Besonders beeindruckt

hatte Katharina, dass bei ihm der

Mensch immer im Mittelpunkt

stand und wie sehr es ihrem Papa

am Herzen lag, dieses Kulturgut

auch weiterzuvermitteln.

„Tanzen war für mich

wie ein Magnet.“

Wenn Katharina über das Tanzen

erzählt, leuchten ihre Augen. „Das

Tanzen war für mich als kleines

Kind schon wie ein Magnet. Be-

72


eits mit drei Jahren begann ich mit

Kinderausdruckstanz, dann Ballett,

später Modern Dance, Jazz- und

Stepptanz, Hip-Hop und andere

moderne Tanzformen. Im Tanzen

fühlte ich mich immer sicher und

war eins mit der Welt, was während

meiner Schulzeit leider nicht immer

der Fall war. Mein Selbstvertrauen

war nicht sehr groß und ich habe

mich wirklich jahrelang gefragt,

Bilder: Katharina Mayer

Mit Magnus Kaindl beim traditionellen

Münchner Kocherlball

was ich denn eigentlich richtig gut

kann. An das Naheliegende, nämlich

Tanzen, Musik und Bewegung,

darauf bin ich einfach nicht gekommen.

Der damalige Berufsberater

gab mir dann den Hinweis, dass es

in München eine staatliche Berufsschule

für Tanz und Gymnastik gab,

bei der man eine dreijährige Ausbildung

absolvieren kann. Man muss

sich vorstellen, es gab seinerzeit

noch kein Internet, es war also ein

reiner Zufall, dass ich davon erfuhr.

Ich war natürlich Feuer und Flamme,

aber immer noch sehr unsicher.

Meine Mama hat mich dann Gott

sei Dank schon fast dazu gezwungen,

mich dort zur Eignungsprüfung

anzumelden. Ich wurde aufgenommen

und von diesem Zeitpunkt an

wusste ich ganz genau, dass Tanzen

meine Berufung ist.“

Katharina, die früher nicht sehr gerne

zur Schule ging, saugte plötzlich

alles, was sie im Unterricht lernen

durfte, regelrecht auf. Alles fiel ihr

plötzlich leicht, sie war ganz in ihrem

Element. Anschließend bewarb

sie sich für ein Sportstudium an der

TU München und wurde auch dort

angenommen. Um sich die Ausbildung,

den Leistungssport und

ihr Studium überhaupt finanzieren

zu können, jobbte die gebürtige

Münchnerin nach dem Unterricht

gleich an mehreren Arbeitsstellen.

Tanzen ist Liebe

Katharina tanzte seinerzeit aktiv

im leistungssportlichen Gesellschaftstanz

über 10 Tänze – Latein

und Standard – in der Weltrangliste.

Es kam also noch das Training

und am Wochenende die Wettkämpfe

dazu. „Auch wenn ich in dieser

Zeit viel gelernt habe und alles ➳

HEIMGREITER

GOLDSCHMIEDEMEISTER JUWELIER

Bahnhofstraße 13 83661 Lenggries Tel. 08042 /8616 Fax 08042 / 3176

73


PORTRÄT Katharina Mayer

zu meinem Weg dazugehört und ich

nichts davon missen möchte, muss

ich rückblickend schon sagen, dass

diese Zeit wirklich extrem belastend

war. Irgendwann, ich war mittlerweile

30 Jahre alt, sollte ich morgens

wieder auf einen Wettkampf

fahren. Ich konnte plötzlich einfach

nicht mehr aus meinem Bett aufstehen

und da war es für mich klar.

Ich habe meinen damaligen Tanzpartner

angerufen und gesagt, ich

komme heute nicht. Heute nicht und

überhaupt. Ich höre auf. Es fiel dann

ist das Allergrößte überhaupt,“ betont

Kathi Mayer. „Kinder sind ein

so wertvolles Geschenk und mir

liegt viel dran, sie in ihrem ganzen

Wesen zu erkennen, zu sehen und

zu begleiten.“ Seit vielen Jahren ist

Katharina an der Realschule in Hohenburg

als Sportlehrerin tätig und

man spürt sofort, dass es ihr eine

echte Herzensangelegenheit ist, den

Schülerinnen viel Selbstvertrauen

und Wertschätzung mit auf den Weg

zu geben. Ich könnte hier noch viele

Seiten füllen, mit dem, was sie noch

so alles „nebenbei“ macht. Wie die

staatliche Skilehrerausbildung, nur

um ein Beispiel zu nennen.

Volkstanz erfreut

sich wieder

großer Beliebtheit

Oder um zurück zur Volksmusik zu

kommen, eben den Münchner Kocherlball

zu moderieren. Zusammen

mit Magnus Kaindl gibt sie vor rund

eine große Last von mir ab, weil ich

mich endlich wieder ganz dem widmen

konnte, was ich wirklich wollte,

dem Tanzen, Bewegung und Sport

ganz allgemein. Der Wettkampf war

mir tatsächlich nie so wirklich wichtig,

das Tanzen bedeutet mir jedoch

so viel. Es ist für mich ein Lebensgefühl,

Leidenschaft, Ausdruck an

Lebensfreude und Emotion, ja – von

Liebe. Das ist auch mein tiefer, innerer

Antrieb, den ich unglaublich gerne

an andere weitergeben möchte.“

Das Schönste und Beeindruckendste,

was ihr im Leben aber passiert

ist, ist, dass sie Mama von ihrer

Tochter Marlene geworden ist. „Das

Bilder: Katharina Mayer

Bei ihren Tanzkursen ist es Katharina wichtig zu „echter“ Live-Musik

zu tanzen

74


15.000 Menschen den Takt an für

Walzer, Polka, Zwiefacher, überlieferte

Figurentänze und Münchner

Française. Der Kocherlball ist eine,

an alte Münchner Traditionen anknüpfende,

Volkstanzveranstaltung,

die einmal jährlich an einem Sonntag

im Juli von 6 bis 10 Uhr morgens am

Chinesischen Turm im Englischen

Garten stattfindet. Im 19. Jahrhundert

trafen sich an jedem Sonntagmorgen

(5 bis 8 Uhr) im Sommer bis

zu 5.000 Münchner Hausangestellte

„Kocherl“ (Köchinnen, Laufburschen,

Kindermädchen, Hausdiener

usw.) zum Tanzen am Chinesischen

Turm. Sie konnten sich nur so früh

am Morgen treffen, weil sie danach

wieder arbeiten mussten. Im Jahre

1904 wurde die Veranstaltung aus

„Mangel an Sittlichkeit“ verboten.

Dass dieser Ball jetzt so viel Beliebtheit

erfährt, freut Kathi ganz besonders.

Denn genau, das ist es ja, was

den bayrischen Volkstanz eigentlich

ausmacht. Pure Lebensfreude zu live

gespielter Tanzmusik! Und ich bin

mir absolut sicher – keiner könnte

das besser vermitteln als Katharina

Mayer.

Zusammen mit ihrer Tochter, dem

Mann ihres Lebens, Stefan, jeder

Menge Ideen im Kopf und einem

offenen, wachen Herzen tanzt Kathi

weiterhin durch ihr beschwingtes

Leben. D’Isarwinkler wünscht dir

bei allem, was du tust und noch tun

wirst, alles Glück dieser Erde.

Für alle, die selbst einmal wieder

die Tanzschuhe schnüren wollen,

meldet euch einfach bei

Katharina

info@tanzart.eu

www.tanzart.eu

Das „VergissMeinNicht“ im

Herzen von Dietramszell ist

weit mehr als nur ein Blumengeschäft.

Es ist eine Oase für

Herz und Seele. Außerdem ist

es eine Fundgrube für jeden,

der ein originelles Geschenk

sucht – so wie es der Name

schon sagt „VergissMein-

Nicht – Blumen und Präsente

für unvergessliche Momente.“

Petra Illner

Inhaberin

Münchner Str. II

83623 Dietramszell

Tel. 08027/1036

Öffnungszeiten:

Mo. - Fr. 8.30 – 12.30 Uhr

und 14 – 18 Uhr

Sa., 8.30 – 12.30 Uhr

Mi. nachmittag geschlossen

75


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PORTRÄT Hairgstylt

Trachtengwand, Loopschals,

Stirnbandl & Schmuck

„Hairgstylt – Gwand & Handwerk“ in Münsing

Bilder: Hairgstylt

Ein flotter Loopschal um den weiblichen

Hals macht was her! Vor allem

wenn er von Christina Hofner

aus Münsing am Starnberger See

mit viel Liebe von Hand genäht

wird. Begonnen hat alles mit einem

Hobby: Vor drei Jahren entdeckte

die kreative Designerin ihr Talent

und ihre Leidenschaft für das Anfertigen

von trachtigen Accessoires

wie bunte Loopschals, pfiffige Stirnbänder

und filigranen Schmuck.

„Am Anfang war das ein guter

Ausgleich zu meinem Hauptberuf

bei einem Wolfratshausener Finanzdienstleister,

denn Handarbeit war

immer schon eine große Leidenschaft

von mir“, erzählt Christina

Hofner. Daraus wurde schnell eine

Berufung. Die Nachfrage nach den

außergewöhnlichen Unikaten stieg.

Sabine März (Mitarbeiterin) und

Christina Hofner (Inhaberin)

„Ich habe meine Stunden im Hauptberuf

dann reduziert. Mein damaliger

Chef hatte dafür zwar viel Verständnis,

aber irgendwann habe ich

gemerkt, dass ich beides gleichzeitig

zeitlich nicht schaffe.“ Die gelernte

Kauffrau für Büromanagement entschied

sich für eine Weiterbildung

zur Wirtschaftsfachwirtin. Diese

Ausbildung bildete den Grundstock

für ihre Selbstständigkeit. Anfang

September eröffnete Christina Hofner

schließlich ihr eigenes, modernes

und zugleich traditionelles Ladengeschäft

im Herzen der Gemeinde

Münsing. Bei „Hairgstylt – Gwand

& Handwerk“ finden die Kunden

ein abwechslungsreiches Sortiment

an ausgewählten Lieblingsstücken

wie Dirndlblusen, Trachtenröcke,

hochwertige Trachtenschuhe aus

Leder, Trachtenstrickjanker für Damen

und Herren, Trachtenhemden

für Herren sowie Stirnbandl, Loopschals,

Haarschmuck und Perlenschmuck

aus eigener Herstellung.

76


Individuelle Schmuckkreationen

und flotte Damenblusen

in Trachtenoptik

Bei ihrem Angebot setzt die junge

Unternehmerin nicht nur auf qualitativ

hochwertige und handgefertigte

Produkte, sondern vor allem

auf Regionalität und Langlebigkeit.

„Mir ist aufgefallen, dass Qualität

und Handwerk wieder im Trend

liegen. Die Trachtenröcke werden

in Höhenrain und am Schliersee

von zwei Schneiderinnen in feinster

Handarbeit genäht, die Strickjacken

kommen aus Niederbayern,

einige Trachtenhemden aus Mittenwald

und die Loopschals und

Stirnbandl entstehen in der hauseigenen

Nähstube. Auch mit einer

Handdruckerei am Tegernsee wird

zusammengearbeitet. Dadurch entstehen

einzigartige Kleidungsstücke

mit einer individuellen und persönlichen

Note. Die Rohstoffe bezieht

Christina Hofner größtenteils bei regionalen

Unternehmen – aus Überzeugung:

„Wir unterstützen damit

regionale Arbeitsplätze, haben kurze

Transportwege und fördern das

bayerische Handwerk.

Eine perfekte Ergänzung zum Dirndl

oder Trachtengwand ist der in liebevoller

Kleinarbeit selbst hergestellte,

individuelle Trachtenschmuck „passend

zum Gwand“. Filigraner Haarund

Hutschmuck aus Perlen und

Gold- und Silberdraht in Form von

Blüten und Blättern setzt besondere

Akzente. Neu im Sortiment sind

neben den Strickjankern, Trachtenröcken,

Dirndlblusen, Schuhen und

Trachtenhemden auch flotte Damenblusen

mit Spitzenoptik. Die leichten

Blusen aus einer Leinen-Baumwoll-Mischung

bestechen nicht nur

durch ihre Optik und angenehmen

Tragekomfort – sie passen zu Hose

und Rock gleichermaßen.

Für Christina Hofner und ihre

Mitarbeiterin Sabine März ist der

persönliche Kontakt zum Kunden

besonders wichtig. An erster Stelle

steht die kompetente und einfühlsame

Beratung. Auch hier bietet

„Hairgstylt – Gwand & Handwerk“

einen besonderen Service. „Unsere

Kunden können gerne ihren Lieblingsstoff

mitbringen. Daraus kann

ich dann je nach Wunsch einen Loopschal

anfertigen oder ich verarbeite

kleine Stoffstücke in Ohrringe

und Ketten“, sagt die engagierte

Geschäftsinhaberin. Neben dem

Ladengeschäft betreibt Christina

Hofner auch einen Onlineshop, der

ständig erweitert wird. Somit kann

man auch bequem von zu Hause aus

in dem bunten Angebot stöbern und

sich per Mausklick sein persönliches

Lieblingsstück auswählen.

Christina Hofner nimmt regelmäßig

an Handwerker- und Trachtenmärkten

sowie an Ausstellungen in

Oberbayern teil. Wer das Besondere

für sich und andere sucht, ist bei

„Hairgstylt – Gwand & Handwerk“

auf jeden Fall an der richtigen Adresse.

kf

Hairgstylt – Gwand & Handwerk

Hauptstraße 41

82541 Münsing

Tel. 08177 · 7539928

info@hairgstylt.de

Onlineshop: www.hairgstylt.com

Öffnungszeiten:

Montag & Dienstag

geschlossen (Produktion)

Mittwoch – Freitag

9 – 12 Uhr und 14 – 18 Uhr

Samstag 9 – 12 Uhr

Vor Weihnachten ist auch am

Montag und Dienstag

geöffnet!

Weihnachtsöffnungszeiten:

Montag, 16.12. – Freitag, 20.12.2019:

9 – 12 Uhr und 14 – 18 Uhr

Samstag, 21.12.2019: 9 – 12 Uhr

Montag, 23.12.2019: 9 – 12 Uhr und 14 – 18 Uhr

Dienstag, 24.12.2019: 9 – 13 Uhr

Märkte & Ausstellungen vor Weihnachten

14./15.12.2019: Ambacher Advent

Landhotel Huber am See

Holzbergstraße 7 · 82541 Münsing

77


Königreich Bayern

Königreich Bayern

König

Maximilian .

Suche Lehrstuhl, biete Königsthron

Text: Agnes Müller

78


So oder so ähnlich würde sich die

Anzeige lesen, die König Maximilian

von Bayern aufgegeben hätte.

Denn der Monarch wäre sehr viel

lieber Professor an einer Universität

geworden als König. Aber das Leben

ist kein Wunschkonzert und so fügte

sich der Max in sein Schicksal und

machte das Beste daraus.

Und das ist seine Geschichte:

Der Max wurde am 28. November

1811 in München geboren und auf

den Namen Maximilian II. Joseph

getauft. Aus der Kindheit des Kronprinzen

ist nicht besonders viel bekannt.

Erst wieder zur Studienzeit

kann man von ihm lesen. Er studierte

an der Universität Göttingen und

in Berlin. Besonders die Vorlesungen

in Geschichte und Staatsrecht interessierten

den jungen Monarchen. Er

unterhielt sich mit vielen Geschichtsexperten,

was auch sein Geschichtsverständnis

stark prägte. Schon früh

hatte er erkannt, wie wichtig es ist,

auch das zu wissen, was schon jahrelang

zurückliegt. Aufgrund seines

umfangreichen Wissens wurde ihm

dann die Ehrenmitgliedschaft der

Bayerischen Akademie der Wissenschaft

angetragen.

Auch der Bautrieb, den alle Wittelsbacher

in sich trugen, ist nicht am

Max vorbeigegangen. Bei einem

Fußmarsch durch unser schönes

Land ist er an der Ruine Hohenschwangau

vorbeigekommen. Mit

20 Jahren kaufte er diese und ließ

sie von dem damals sehr bekannten

Architekten Domenico Quaglio

wiederaufbauen. Das Schloss wurde

auch Vorbild für die Märchenschlösser

seines Sohnes. Da Max

dann auch schon im heiratsfähigen

Alter war und er die Hand der Zarentochter

ablehnte, weil er nach einem

Treffen mit ihr nichts empfand,

musste sich der Kronprinz anderweitig

umsehen.

Max wurde von seinen

Untertanen spöttisch der

Prinz mit den wundgelaufenen

Freiersfüßen genannt

Im Dezember 1841, also erst mit 30

Jahren entschloss er sich, die damals

16-jährige Hohenzollern-Prinzessin

Marie zu heiraten. Die für Januar

des folgenden Jahres angedachte

Verlobung musste verschoben werden,

da die junge Prinzessin an Masern

erkrankt war. Und bevor man

ans Heiraten denken konnte, musste

die junge Protestantin auch noch

ihre Konfirmation feiern. An der

Zeremonie nahm auch ihr Verlobter

teil. Aber in den unterschiedlichen

Konfessionen der Eheleute musste

noch taktiert werden. Da es früher

nicht einfach so möglich war, wenn

ein Ehepaar aus unterschiedlichen

„Lagern“ stammte. Dieses Problem

hatte vor ihnen auch der preußische

König Friedrich Wilhelm, der die

Tante von Max, Elisabeth Ludovika,

heiraten wollte. Das Paar musste

vier Jahre warten, bis endlich eine

Einigung erzielt war. Der Max hatte

einen besseren Plan. Er setzte kurzerhand

einen evangelischen Bräutigam

an seiner Stelle vor den Altar.

Diese sogenannte Prokurativ-Trauung

konnte ganz normal vollzogen

werden. So stand an Maries Seite

nicht Max von Bayern, sondern Wilhelm

Prinz von Preußen.

Fast scho a Herrgotts

Bscheisserle de Trauung

Das Maximilianeum (Der Bayerische Landtag)

So wurde Maries Zugehörigkeit zum

evangelischen Glauben problemlos

gestattet. Trotz allem wechselte sie

später doch noch zum katholischen

Glauben – und das ganz freiwillig.

Die Hochzeit der Bayern war eine

Liebesheirat, auch das konnte die

Bevölkerung bei der Ankunft der

Braut aus Berlin beobachten. Die

junge Marie lief aus der Kutsche auf

ihren Ehemann zu und umarmte ➳

79


Königreich Bayern

Ungerechtigkeiten konnte er nicht

ausstehen und so ebnete er den Weg

für sogenannte Schöffengerichte.

Diese bestanden aus drei Richtern

und zwölf Geschworenen. Außerdem

beschnitt er das Recht der

Grundbesitzer, indem er die Leibeigenschaft

verbot. Ein riesen Schritt

in die richtige Richtung. Aber das

wiederum veranlasste den Landtag,

dem König mit geschickten Ränkespielen

die Macht zu nehmen. Gerade

noch rechtzeitig konnte er erkennen,

was vor sich ging. In letzter

Minute gelang es dem König, eine

Reform zurückzunehmen, die der

Armee verbot, sich gegen das Königshaus

zu wenden. Sonst wäre er

wahrscheinlich der letzte bayerische

König gewesen.

Die Industrialisierung, die der Vater

noch so vehement ignorierte, nahm

in seiner Regierungszeit richtig

Fahrt auf. Allerding schaut der Max

auf seine Leut und veranlasste, dass

Renten und Arbeitsunfähigkeitsrenten

bei jeder Fabrikgründung Standard

waren. Ein großes Anliegen

waren ihm auch die privaten Belange

seiner Bayern. Er sorgte dafür, dass

das Trachtenwesen und das musikalische

Erbe von Bayern in Büchern

festgehalten wurden. Er unternahm

ausgedehnte Forschungsreisen ins

Maximilian II.

ihn ganz gegen die damalige Etikette

herzlich. Die beiden bekamen

zwei Söhne. Den ersten kennen wir

alle besonders gut. Vielleicht ist er

sogar der bekannteste König überhaupt,

König Ludwig II., und der

zweite Sohn war der spätere König

Otto von Griechenland. Die Königin

war eine lebenslustige agile Königin,

die ihre neue Heimat genauso liebte

wie ihr Mann.

Am 20. März 1848 übernahm das

Kronprinzenpaar die Rolle des Königspaars.

Nach der Abdankung

von König Ludwig sagte der König

wörtlich: „Ich bin stolz, mich einen

konstitutionellen Monarchen

zu nennen.“ Von nun an übernahm

der gut vorbereitete Max die Regierungsgeschäfte.

War sein Vater

schon ein Freigeist, so übertraf ihn

Max oft noch in seinem Handeln.

Maxmonument

80


ayerische Umland und schrieb alles

auf, was in seinen Augen erhaltungswürdig

war. Um zu signalisieren,

dass er nicht mehr wert war,

als die einfachen Bürger, kleidete er

sich auch am Hof oft in Tracht und

machte somit die Tracht hoffähig.

„Die Volkstracht stellt für das

Nationalgefühl eine große

Wichtigkeit dar.“

Da hat er auch uns Bayern einen

großen Gefallen getan, denn noch

heute sind wir der beste Verkaufsschlager

aus Deutschland. Der Max

musste aber gegen viele Widrigkeiten

kämpfen, so auch, dass sein Königreich

nicht dem großen Preußen

einverleibt wird. Der preußische Ministerpräsident

Otto von Bismarck

hatte das Ziel, das Deutsche Reich

zu vereinen – unter einem Kaiser.

Das wollten aber die Bayern nicht.

So strebte Max eine neue Konstellation

an, die sogenannte Trias-Politik.

Mit ihr wollte Bayern zur drittstärksten

Macht neben Preußen und

Österreich aufsteigen. Gegen ein zu

starkes Bayern hatte aber Preußen

etwas und stimmte nicht zu. So zerschlug

sich diese Idee.

Besonders wichtig war Max die

Wissenschaft und so erschuf er ein

Stipendiat für außergewöhnlich begabte

und kluge Köpfe. Er ließ das

Maximilianeum erbauen und sorgte

für freie Kost, Logis und Wissen

für die ausgesuchten Studenten.

Dieses Stipendium gibt es bis zum

heutigen Tag. Trotz all dieser guten

Leistungen und Ideen war der

verschlossene, oft zögerliche König

beim einfachen Volk nicht sehr beliebt.

Ein verkannter kluger Kopf,

der Max.

Gestorben ist der König nach kurzer

schwerer Krankheit am 10.

März 1864 mit nur 53 Jahren in

München. Bestattet wurde sein

Körper in der Münchner Theatiner

Kirche, sein Herz in Altötting.

Mei Max, di wenn ma ned kappt

hätten, dann wär der Einzug zum

Oktoberfest ned so farbenfroh.

Vergelts Gott, Max, für all des du

geleistet hosd und mia jetzt erst

wissen.

Filiale Bad Tölz

Salzstraße 12

83646 Bad Tölz

Tel.: 08041 / 79 60 493

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„Im Traditionshaus Stoff-Creativ werden Stoffwünsche

wahr“, so Inhaberin Karin Denzer.

Ob Baumwolle, Leinen, Viskose, Wolle, Seide für Mode

von Top-Designern aus aller Welt oder traditionelles

Dirndlgwand, bei Stoff-Creativ finden die Kundinnen

alles, was sie benötigen.

Sämtliches Näh-Zubehör, Modestoffe, Dirndlstoffe, Gardinen,

Bistro-Gardinen, Weihnachtsstoffe und Kurzwaren,

alles ist in riesiger Auswahl vorrätig. „Unsere langjährigen

Stoff-Creativ-Mitarbeiterinnen stehen mit sachkundigen

Ratschlägen zur Seite“, versichert Karin Denzer, die mit

ihren drei Niederlassungen die Hobby-

Schneiderinnen im ganzen Oberland bedient.

Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

81


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Kreuzworträtsel

passend zu den Heftthemen

Zum gwinna

gibtʼs:

Das richtige Lösung sendet

bitte per E-Mail an:

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Einsendeschluss: 29.02.2020

Lösung aus der

Ausgabe Nr. 10:

Dahoam is do wo’s Gfui is

Gewinnerin

Ingrid Fuchs, Lenggries

sowie Gewinner

Florian Hauptenbuchner,

Egling

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1. Wie heißt der Motivaufnahmeleiter von Tonio und Julia – Andreas ...

2. Umgangssprachlich für den Hl. Antonius

3. Clevere Alternative zum eigenen Auto

4. Lieblingsbuch von Claudia Gudelius

5. Arbeiter beim Brückenbau Peter

6. Musikgruppe Volksmusik meets Rock

7. Münchner Traditionsveranstaltung, die von Kathi Mayer mitmoderiert wird

8. Bekannter Architekt im Königreich Bayern

9. Unterkunft bayerischer Stipendiaten

10. Bayerischer Treff zum Informationsaustausch

11. Neue Gerichtsbarkeit zur Zeit König Maximilians

12. Wohnort von Claudia Gudelius

13. Exotischer Bewohner des Liebhart Hofs

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Der neue Polaris RANGER Diesel wird

die Messlatte bei den Side-by-Side-

Nutzfahrzeugen über Jahre hinweg

erneut ein Stück höher legen. Herzstück

ist der brandneue Dreizylinder-Dieselmotor

von Kubota – damit

verfügt der RANGER Diesel über

das stärkste Triebwerk in dieser

Fahrzeugklasse.

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Wie alle Modelle der beliebten Baureihe

profitiert auch der neue Polaris

RANGER Diesel von einem überarbeiteten

Design. Das neue Exterieur

verleiht ihm einen noch aggressiveren

und robusteren Auftritt. Ein besonderes

Highlight ist das komplett neue,

einteilige Chassis, das mit noch größerer

Robustheit und höherer Verwindungssteifigkeit

überzeugt und somit

ebenfalls den Fahrkomfort und das

Fahrverhalten verbessert.

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verteilt die Elektronik das

Drehmoment bedarfsgerecht auf alle

vier Räder und erzielt so stets bestmöglichen

Grip. Im Normalbetrieb

wirkt die Kraft lediglich auf die Hinterräder

– das senkt den Verbrauch.

Zudem stattet Polaris den RANGER

Diesel serienmäßig mit einer elektronischen

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Ganz gleich, wie hart der Job und wie

anspruchsvoll das Gelände auch sein

mögen: Der neue Polaris RANGER

Diesel ist der perfekte Partner. Der

Offroader ist zu Großem bestimmt

– das verdeutlicht die maximale Anhängelast

von 1.134 Kilogramm

ebenso eindrucksvoll wie die Nutzlast

von 720 Kilogramm. Mit seiner Bodenfreiheit

von 33 Zentimetern – 20

Prozent mehr als beim Vorgänger –

verfügt der neue RANGER Diesel in

diesem Segment über ein echtes Alleinstellungsmerkmal.

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spielt seine Stärken auch auf schwierigem

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Suzuki Ignis –

Der individuelle Micro-Crossover

So was gibt es nur einmal!

Text und Bilder: Suzki Deutschland

Sie suchen einen Kleinwagen mit

viel Platz für Insassen und Gepäck,

klarem Design und den Vorteilen eines

SUV? Dann lernen Sie den Suzuki

Ignis kennen.

Geschäftsführer

Hans Willibald jun.

Mit dem Ignis hat Suzuki ein innovatives

Fahrzeugkonzept in der Klasse

der Kleinwagen. Das kompakte

Micro-SUV verbindet die Wendigkeit

und Agilität eines Stadtflitzers

mit einem stylish-robusten Outfit

und einem gleichermaßen spritzigen

wie effizienten Antrieb. Der lebhafte

1,2-Liter-Vierzylinder-DUAL-

JET-Benzinmotor mit 90PS (66kW),

das optionale SHVS Mild Hybrid

System (Smart

Hybrid Vehicle

by Suzuki) und

der auf Wunsch

erhältliche

Allradantrieb

ALLGRIP

AUTO setzen

Maßstäbe in der

Klasse der kleinen

SUVs, die

in Deutschland

und Europa immer mehr an Bedeutung

und Beliebtheit gewinnt.

Das Design

Das puristische, von klaren Linien

geprägte Design bringt die unterschiedlichen

Facetten des Suzuki

Ignis perfekt zur Geltung. Während

etwa die extrem kurzen Karosserieüberhänge

des nur 3,70 Meter

86


langen Fünftürers auf die hohe

Wendigkeit und Stadttauglichkeit

verweisen, betonen beispielsweise die

ausdrucksstarken Radhäuser und die

breite C-Säule den robusten Charakter

des Fahrzeugs.

Auffällige LED-Scheinwerfer, markante

Linien im Kühlergrill und eine

kraftvoll gestaltete Frontschürze

prägen die Frontpartie des sympathischen

Micro-SUV. Die eigenständige

Heckpartie ist geprägt von

einer SUV-typischen Anmutung mit

sportlich wirkenden Details wie der

schräg stehenden Heckscheibe.

Das Interieur

Der ebenso puristische wie einzigartige

Designansatz zeigt sich auch

im Ambiente des Innenraums. Dort

vermitteln beispielsweise die runde

Form der Klimaanlagenbedienung

und das große Touchpanel-Display

im Zentrum der Armaturentafel

moderne Eindrücke futuristischer

Funktionalität. Die Instrumententafel

mit ihren geschwungenen Linien

vermittelt einen Eindruck von Großzügigkeit

und Geräumigkeit. In der

schwarzweißen Farbgebung des Interieurs

setzen abhängig von der gewählten

Außenfarbe Dekorelemente

in Orange oder Titanfarben an der

Bodenkonsole und den Türinnengriffen

für kontrastierende Akzente.

Die in diesem Segment

ungewöhnlich

große Bodenfreiheit

von 180 mm sorgt

für eine erhöhte

Sitzposition und

verschafft dem Fahrer

damit eine gute

Rundumsicht in alle

Richtungen – unterstützt

vom klaren

Karosseriedesign.

Auch beim Ein- und

Aussteigen profitieren

die Insassen von

der größeren Bodenfreiheit.

Die neue

Suzuki Plattform,

auf der der Ignis basiert,

schafft die Voraussetzungen

für

eine optimale Raumausnutzung:

Weil

die Überhänge vorne

und hinten so kurz

ausfallen und der

Platzbedarf für den

Motor auf das Nötigste

reduziert wurde,

bleibt viel Platz

für Insassen und

Gepäck. In beiden

Sitzreihen können

sich die Passagiere

über eine ausgezeichnete

Kopf- und

Beinfreiheit freuen.

Der Kofferraum

hat ein Ladevolumen

von 267 Litern

(204 Liter beim

ALLGRIP-Modell),

das sich dank der

verschiebbaren Rücksitzbank und

der umklappbaren Rücksitzlehnen

auf bis zu 1.100 Liter erweitern

lässt.

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PORTRÄT Autohaus Frimberger

Carsharing

Clevere Alternative zum eigenen Auto

Das Auto ist des Deutschen liebstes

Kind. Doch leider bedeutet die

mobile Freiheit des Einzelnen immer

größere Probleme für die Allgemeinheit:

Verstopfte Straßen, knapper

Parkraum und auch der Umweltaspekt

rückt immer mehr in den

Vordergrund. Doch gerade auf dem

Land ist es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln

nicht immer einfach,

flexibel zu sein – und wer nimmt

schon gern stundenlanges Warten

auf die passende Verbindung oder

lange Umwege in Kauf? Eine Lösung:

Carsharing.

Das Konzept ist bereits seit einigen

Jahren bekannt, doch das Tölzer

Autohaus Frimberger macht es nun

noch einfacher, diesen Service zu

nutzen. Als Partner der „Movio

CarSharing“ bietet es seit dem vergangenen

Jahr vier Fahrzeuge an,

die an zentralen Stellen in Bad Tölz

zur Benutzung bereitstehen: Ein

Kleinwagen direkt am Autohaus;

ein Kombi auf dem P&R-Parkplatz

am Bahnhof; ein Renault-Zoe-Elektroauto

am Eingang der Stadtwerke

und ein Transporter am Hallenbad.

„Mobilität muss sich verändern und

Veränderung braucht Angebote.

Auch wollen wir unseren Beitrag leisten,

um die Situation auf den Straßen

ein bisschen zu entspannen“, erklärt

Josef Geisreiter, Geschäftsführer des

Autohauses Frimberger.

Ein Auto nur dann, wenn man

es tatsächlich braucht

Carsharing ist tatsächlich für jeden

eine Option. Für alle, die kein eigenes

Auto besitzen und sich immer

dann eins nehmen können, wenn sie

es mal brauchen: Für den Transport

größerer Dinge etwa, einen Umzug

oder einfach den Wocheneinkauf

oder wenn das Wetter zu schlecht

ist, um mit dem Fahrrad unterwegs

zu sein. Es ist ebenso eine Alternative

für alle, die am Wochenende

mal einen größeren Ausflug machen

wollen, aber auch für Gewerbebetriebe,

die zwischendurch ein zusätzliches

Fahrzeug oder zeitweise

88


ein Dienstfahrzeug für Mitarbeiter

benötigen. Manche Familien sind

gelegentlich auf ein Zweitauto –

oder auch Drittauto – angewiesen,

das die restliche Zeit nur rumstehen

würde. Zudem sind die Autos

im Flinkster-Netzwerk der Deutschen

Bahn vernetzt, sodass eine

deutschlandweite Nutzung ebenso

möglich ist. Der „Movio CarSharing“-Kunde

kann dabei auf rund

4000 Fahrzeuge zurückgreifen,

die er sich überall ausleihen kann,

ohne sich erneut anmelden oder

legitimieren zu müssen. Plant jemand

beispielsweise einen Urlaub

im Norden, könnte er mit dem Zug

nach Hamburg fahren und dort

ohne weitere Umstände in sein

vorher gebuchtes Auto umsteigen.

Einfacher geht es nicht.

Kilometerpauschale abgerechnet.

Jeder zahlt nur für die Kilometer,

die er tatsächlich gefahren ist.

Die elektronische Abrechnung ist

simpel und transparent. Übrigens:

Unter dem Motto „Wo ist mein

Movio“ können Interessenten dem

Autohaus Frimberger neue Standorte

vorschlagen, beispielweise am

eigenen Wohnort oder dort, wo sie

Bedarf sehen. ➳

MOBILITÄT FÜR

ALLE!

CARSHARING IN BAD TÖLZ

Anmelden, freischalten, buchen

… und losfahren

Wie funktioniert Carsharing?

„Das ist ebenfalls ganz unkompliziert“,

sagt Josef Geisreiter.

„Die Anmeldung erfolgt online.

Anschließend gibt es eine einmalige

Legitimierung bei uns im Autohaus

oder bei unserem Partner,

den Tölzer Stadtwerken. Dort bekommt

man die Carsharing-Karte,

die innerhalb von 24 Stunden

freigeschaltet wird. Danach kann

man ein Fahrzeug über die Website

von „Movio CarSharing“ buchen

oder über die FlinksterApp.“ Das

Auto kann per Carsharing-Karte

zur gebuchten Zeit geöffnet werden;

der Zündschlüssel befindet

sich im Handschuhfach. Sollte etwas

schiefgehen oder der Kunde

das Auto nicht zur vereinbarten

Zeit zurückbringen können, hilft

jederzeit eine Hotline weiter. Die

Benzinkosten werden mit einer

An der Osterleite 35

83646 Bad Tölz

08041 / 4 10 28

Registrieren Sie sich gleich Online

und sichern Sie sich 10 .- € Fahrguthaben!

www.movio-carsharing.de

www.autohaus-frimberger.de

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89


PORTRÄT Autohaus Frimberger

Sogar die Kosten passen

in das Konzept

Im Vergleich dazu, was die Anschaffung

und der Unterhalt eines eigenen

Autos kosten, gestalten sich die Gebühren

für das Ausleihen bei „Movio

CarSharing“ erfreulich moderat.

Die Anmeldung kostet 20 Euro, eine

Kaution wird nicht verlangt. Die

Preise starten bei den Kleinwagen

bei 5 Euro pro Stunde tagsüber und

1,50 pro Stunde nachts. 50 Euro fallen

für 24 Stunden an und ab dem

zweiten Tag sind es nur noch 29

Euro. Der Kilometerpreis liegt bei

16 Cent, hier ist auch der Kraftstoff

enthalten.

Das Fazit: Echte Freiheit bedeutet

längst nicht mehr, ein eigenes

Auto zu besitzen. Sondern davon

zu profitieren, dass man sich jederzeit

eins leihen kann. Weitere Infos

und die Möglichkeit zur schnellen

Anmeldung gibt es unter www.movio-carsharing.de

– oder einfach

beim Autohaus Frimberger. gk

Registrie

und sichern

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90

An der Osterleite 35

Autohaus Frimberger

An der Osterleite 35

83646 Bad Tölz

83646 Bad Tölz

08041 Telefon: 08041-41028 / 4 10 28

www.autohaus-frimberger.de

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ALTE WÖRTER

Licht o‘reibn

Text & Bild: Michaela Probst

Wenn die Tage immer kürzer werden und das Sonnenlicht immer spärlicher,

haben in unseren vier Wänden alle Lichter und Leuchten wieder

Saison. Wenn ihr ganz genau hinhört, könnt ihr vielleicht ein altes Wort

erlauschen, das man in der ein oder anderen Stube noch hört: „Reibt‘s

doch moi as Liacht auf.“ Oder: „Dreh doch mal das Licht an.“ Oft ernten

diese Worte fragende Blicke und meist hat man schon vergessen, woher

dieses aufreiben bzw. drehen eigentlich kommt. Wir haben noch einen

dieser alten Lichtschalter für euch gefunden.

Früher DREHTE man das Licht auf. Hier der Beweis!

91


DIE FÜNFTE JAHRESZEIT

Fasching – so eine Gaudi …

„Auf geht’s zum Fasching!

So jung wie heut‘ kemma nimmer

zamm und vergiss nicht,

öfter Kind zum sein.“

… oder auch nicht?

Die einen lieben ihn und freuen sich alle Jahre wieder auf den 11.11. um 11.11 Uhr.

Die anderen sind froh, wenn der Aschermittwoch die Faschings-Narrischen vertreibt

und wieder Ruhe einkehrt. Wir finden's schön, wenn die fünfte Jahreszeit versucht,

das Kind in uns immer wieder rauszukramen, so wie die alten Kostüme aus der

Faschingskiste auf dem Speicher. Für unsere Kinder gehört es nämlich zum Alltäglichen

in andere Rollen zu schlüpfen. Als Erwachsener darf man den Drang zum

Verkleiden und Maskieren wenigstens beim Fasching ausleben.

So manche unter uns können aber gar nichts mit dem Faschingstreiben anfangen.

Wir haben für euch drei Meinungen eingefangen – lest doch mal rein!

Michaela Probst, Faschingswiederkehrende

Als ich noch klein war, war ich eher

der Typ Räuber Hotzenplotz und

weniger die Prinzessin, dennoch

wüteten wir oft in Mamas Kleiderschrank

und Schminkkästchen und

trugen ihr Brautkleid und die hochhakigen

Schuhe. In meiner Sturmund-Drang-Zeit

war der Fasching

eine der Gelegenheiten, viele Menschen

zu treffen und Partys zu feiern.

Und die nutzte ich natürlich sehr

gerne. Wobei ich auch hier wieder

eher der Lumpentyp mit weiter Hose

und Schlapperhemd aus Papas Altkleidersammlung

war, mit schwarz

bemalten Zähnen und wilden Haaren.

Allerdings fand ich am Fasching

etwas ziemlich doof.

92


Küssen ist das

Zusammendetschen zweier

Menschenlätschen

Das unappetitliche Geknutsche in

allen Ecken, sogar mit unterschiedlichen

Mündern an einem Abend

und das hemmungslose Anbaggern

erschreckte mich damals als junges

Mädchen ziemlich. Ich wusste nicht,

dass das zum Fasching gehört. Tut es

das? Versteht mich nicht falsch, ich

bin nicht im Kloster aufgewachsen,

aber irgendwie war mir das etwas

zu viel. Einige Jahre später starteten

wir Schwestern zu einem erneuten

Faschingscomeback und verkleideten

uns ausnahmsweise mal als

Prinzessinnen. Wir schichteten

ganz viele Aldi-und Lidl-Einkaufstüten

(damals noch als Plastik) in

unendlichen Lagen zu

einem imposanten breiten

Reif-Rock. Als dann im

typischen Bar-Gedränge Tüte

für Tüte, Schicht für Schicht

abblätterte, wie Blätter im

Herbst- wind, verschandelten wir

uns langsam, aber stetig auf wundersame

Weise. Wir trugen nämlich

unter dem Rock eine weiße Leggings

und so wurden aus den Prinzessinnen

ein paar Weißwürste. Fast

ein bisschen wie beim Aschenputtel

– nur irgendwie anders herum. Das

war’s dann damals endgültig mit der

Faschings-Gaudi!

Heute bin ich nach vielen Kinderfaschings-Bällen

eher der Typ Altweiber-Fasching.

Und wie heißt es

so schön? Im Fasching und an allen

anderen 365 Tagen im Jahr: „Je oller,

je doller!“ Und so bin gerne mal

unterwegs. Der Fasching ist eine vom

Aussterben bedrohte Art und das finde

ich schade! Von den Jugendlichen

lässt sich kaum mehr jemand vom

Fasching begeistern und niemand

macht sich gerne zu Affen. Ich schon!

Und denkt dran: Irgendwann gibt es

auch keine spektakulären Faschingsumzüge,

Faschingsbälle oder Kinderfaschingsfeiern

mehr und das wäre

sehr schade. Drum mein Appell:

„Auf geht's zum Fasching! …“ ➳

Illustrationen: freepik/macrovector

Ihre D inkelbäckerei

in Lenggries!

Brot & Torte Isarstraße 8 83661 Lenggries 08042/97 82 762

93


DIE FÜNFTE JAHRESZEIT

Michaela Linke, Faschingsbegeisterte

Erst vor Kurzem haben wir die alten

Videos von früher sortiert und

selbst die verstaubtesten Kassetten

aus dem hintersten Wohnzimmerschrank

dafür hervorgeholt. Dabei

kamen wirklich wahre VHS-Schätze

zum Vorschein, von denen ich

überhaupt keine Ahnung hatte, dass

es sie überhaupt gibt. Über einen

dieser Filme habe ich mich ganz

besonders gefreut. Das Video über

uns als Kinder beim Fasching im

Arzbacher Hof. Damals hatte, wie

heute immer noch, schon der Schiastl

Sepp gespielt. Es gab jede Menge

Süßigkeiten und Luftschlangen und

der Ententanz, Bodo mit dem Bagger,

Bayerisches Cowgirl oder Nordseeküste

waren echte Hits bei uns

Kindern. Auf dem besagten Video

allerdings kaum zu hören, weil die

Platzpatronen, der in Überzahl vorhandenen

Cowboys, damals noch

nicht den neuen EU-Bestimmungen

angepasst waren und somit richtig

laut knallten. Als wir in der nächsten

wackeligen Videoeinstellungen

– wir vermuten wackelig, weil der

damalige Kameramann eine Vorliebe

für Pils mit Underberg hatte –

unsere Gesichter in Großaufnahme

sehen, erkennt man‘s deutlich: Wir

sind ganz in unserem Element! Fasching

ist unsere Leidenschaft, das

war damals schon so und das kann

man, wie ich finde, auch deutlich sehen.

Parallel und etwas verschwommen

sitzt im Hintergrund meine

Freundin bei ihrer Mama auf dem

Schoß und beißt etwas lustlos in ihren

Faschingskrapfen. Sie sieht nicht

wirklich glücklich aus in ihrem Fliegenpilzkostüm

und das ist auch bis

heute so geblieben.

Fasching liebt man oder

eben nicht

Dazwischen gibt’s nix! Unsere Kölner

Freude lachen jedes Mal, wenn

wir vom Fasching reden. Es heiße

ja eigentlich Karneval. Und überhaupt,

sei unser Fasching nicht im

Ansatz mit dem Kölner Karneval zu

vergleichen. Von wegen! Fasching

hat auch im Isarwinkel eine lange

Tradition! Man denke nur an unsere

Faschingshochburgen wie Bichl oder

Benediktbeuern, Skifahren auf‘m

Brauneck am Faschingsdienstag, die

zahlreichen Bälle in der Umgebung

oder die legendären Faschingszüge

wie in Reichersbeuern, Lenggries

oder letztes Jahr in Arzbach. Diese

finden zwar nicht jedes Jahr statt,

aber wenn, dann richtig. Im Fasching

ist die Stimmung so ausgelassen und

so frei. Man kann sich verkleiden, als

was man will und oft – das habe ich

persönlich einmal in einem hochphilosophischen

Bargespräch mit einem

Indianerhäuptling beim Arzriver

analysiert – kommt durch das Kostüm,

das man wählt, die eigentliche

Persönlichkeit am allermeisten zum

Vorschein. Mit dem Fasching ist es

so: Entweder man liebt ihn aufrichtig

oder man bleibt lebenslang ein

Faschingsmuffel. Jemand der zwischenzeitlich

bekehrt wurde, gehörte

sowieso schon immer zur ersten Kategorie

und hat’s halt nur nicht gewusst.

Aber einem Faschingsmuffel

zu erklären, warum der Fasching die

beste Zeit im Jahr ist, wäre in etwa

so, wie einen Sechzger-Fan zu überzeugen

Bayern-Fan (oder umgekehrt)

zu werden. Also quasi nicht möglich.

Aber das Gute ist, dass an Fasching

die Faschingsmuffel und die Faschingsprinzessinnen

und Prinzen eh

unter sich sind. Also derf jeder sein,

wie er ist und so ist‘s ja eigentlich a

am besten.

94


Ines Gokus, Faschingsmuffel

Versteht mich nicht falsch: Ich habe

nichts gegen den Fasching – ich

möchte nur bitte nicht dran teilnehmen.

Ich finde es einfach merkwürdig,

sich in ein Kostüm zu werfen

und aufgrund dieser Tatsache

mit anderen, schillernd, schaurig

oder schön maskierten Menschen

an einem bestimmten Tag zu einer

bestimmten Uhrzeit fröhlich zu feiern.

Auch wenn ich das Konzept

dahinter sehen kann – einmal ausgelassen

sein, in eine andere Haut

schlüpfen, seinen Alltag vergessen –

für mich hat das einfach nie funktioniert.

Dabei habe ich tatsächlich eine

Faschingskarriere vorzuweisen –

wenn auch nur eine kurze. Als wir

klein waren, fuhren die Eltern mit

uns immer zum Kinderfasching

nach Kochel, und wenn ich so darüber

nachdenke, weiß ich eigentlich

überhaupt nicht, warum. Vielleicht,

weil es in Tölz, meiner Heimatstadt,

schon damals einfach keine

ordentliche Faschingskultur mehr

gab? Ich wurde aus den Beständen

der Kleiderkiste ausstaffiert, und

es waren die immer gleichen, leicht

kellermuffeligen Kostüme, die mir

schon von meinen Geschwistern

vererbt worden sind: Eine Indianerperücke

samt Feder und einem

dazugehörigen rupfenartigen, kratzigen

Kaftan; ein paar Ringelshirts,

lustige Hosen und Plastiknasen und

ein knittriges Piroschka-Gewand,

dessen Sinn sich mir nie erschlossen

hat. Immerhin rief es bei der Oma

regelmäßig Entzücken hervor; wohl

aus Nostalgiegründen. Zu Teenagerzeiten

und als junge Erwachsene

wurde ich ein wenig ambitionierter,

denn zur Kontaktaufnahme eignen

sich Faschingsbälle natürlich ganz

hervorragend. Allerdings habe ich

gelernt, dass man damit nicht bis

zu vorgerückter Stunde warten sollte,

da sowohl Verkleidung als auch

verbaler Austausch doch ziemlich

leiden, vor allem, wenn es eine rauschende

Feier ist. Ihr Ende nahmen

meine Ausflüge in die Welt der Karnevalisten,

als ich einmal als Fahrer

eingeteilt war und eine ganze Bagage

ins Loisachtal spediert habe, da,

wo die Leute wirklich noch mit ganzem

Herzen dabei sind. Meine Stimmung

sank proportional zum Alkoholpegel

der anderen. Natürlich soll

das kein Plädoyer auf erhöhten Konsum

sein, aber nüchtern betrachtet

verliert so eine Faschingssause dann

doch irgendwann seinen Reiz.

Meine beiden Töchter wollten später

eigentlich immer nur Prinzessin

sein, so wie die meisten anderen

Mädchen auch. Eine Faschingsfeier

in der Spatzengruppe des

Kindergartens glich einer Teestunde

des jugendlichen Hochadels;

zersprengt von kleinen Batmans,

Cowboys oder vereinzelten Piraten.

Einmal ging ich mit der Großen,

damals vier Jahre alt, zum Pfarrfasching

– und verließ ihn 20 Minuten

später wieder mit einer heulenden

Biene Maja, die von so viel Krach

und wildem Herumgesause völlig

eingeschüchtert war. Ich kann

nichts dafür, ich hab mein Bestes

gegeben! Ich habe übrigens großen

Respekt vor all den Leuten, die sich

kreative, phantasievolle Kostüme

nähen und schon monatelang vorher

an den Wägen für einen Faschingszug

basteln. Und den großen Reischbeirer

Faschingszug 2015 fand ich

ganz wunderbar. Da hat mich die

kollektive Stimmung in der Tölzer

Marktstraße wirklich angesteckt.

Vielleicht lag es auch daran, dass

ich selbst kostümiert war. Mit einem

Sombrero. Und alle zehn Jahre

kann selbst ich so ein Ereignis gut

verkraften!

Illustrationen: freepik/macrovector

95


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PORTRÄT Zimmerei Jakob Kohlhauf jun. GmbH

Traumhaus Holzhaus

Ökologisches und nachhaltiges Bauen

mit der Zimmerei Jakob Kohlhauf jun. GmbH

Bild: Wolfgang Kronwitter

Die Fachkräfte der Firma Kohlhauf sind Experten in Sachen Holzbau

Schon seit Jahrtausenden wissen

die Menschen um den Baustoff

Holz als lebendigen, haltbaren und

nachhaltigen Rohstoff. Auch in Gebieten,

die extremen klimatischen

Bedingungen unterliegen, trotzen

Häuser aus massiver Holzbauweise

seit Jahrhunderten Wind und Wetter.

Die Zimmerei Jakob Kohlhauf

jun. GmbH in Jachenau-Höfen setzt

seit ihrem Bestehen auf den natürlichen

Baustoff Holz und bietet in

diesem Bereich eine breite Palette an

Dienstleistungen und Produkten an.

Ein Schwerpunkt des Jachenauer Familienbetriebes

liegt auf dem Massivholzsystem

„NUR-HOLZ“, das

von dem Schwarzwälder Unternehmen

Rombach vor rund zehn Jahren

entwickelt worden ist und den

Bild: NUR-HOLZ

seit mehr als 80 Jahren bestehenden

Traditionsbetrieb bis heute zu einem

der führenden Unternehmen im

Holzbau gemacht hat. Jakob Kohlhauf

und sein Team sind in dieser

einzigartigen Bauweise die Experten

im Oberland.

Die einstoffliche Massivholzbauweise ist auch für Allergiker ideal

96


Massivholzsystem

„NUR-HOLZ“

Die Vorteile der einstofflichen

Massivholzbauweise liegen auf der

Hand: Die Häuser ermöglichen eine

kurze Bauzeit, einen geringeren Instandhaltungsaufwand,

niedrigeren

Energieverbrauch und eine hohe

Langlebigkeit. Außerdem dienen

die massiven Elemente als Energieund

Wärmespeicher und senken

damit die Energiekosten erheblich.

Vollständig CO2-neutral und nachwachsend

ist reines Holz eine ideale

Bausubstanz. Holz schafft nicht nur

eine behagliche und wohnliche Atmosphäre,

sondern sorgt auch für

eine ausgeglichene Luftfeuchtigkeit.

Allergiker können in einer Holzumgebung

im wahrsten Sinne des Wortes

aufatmen, denn eine offenporige,

atmungsaktive Holzoberfläche katalysiert

Gerüche und Schadstoffe.

Wissenschaftliche Studien belegen

den positiven Einfluss von einer

Holzumgebung auf Körper, Geist

Ein Querschnitt des NUR-HOLZ-

Elements mit dem leimfreien

Verbindungsmittel, der Buchenholzschraube

und Seele. Ein weiterer Aspekt ist

die antibakterielle Wirkung und

damit die Hygiene in Alltag und

Beruf. Das Besondere dieser innovativen

und patentierten Bauweise ist

der vollständige Verzicht auf Leim

und Metallelemente. Die einzelnen

Holzelemente aus vorwiegend Fichten-

oder Tannenholz werden mit

einer Vollgewindeschraube aus Buchenholz

verbunden und gewähren

so eine einzigartige Sicherheit der

Brettlagenverbindung. Diese werden

bei der Herstellung in Kreuz- und

Diagonallagen auf einem Montagetisch

angelegt. Danach wird ein so

genanntes „Sackloch“ gebohrt und

die Vollholzgewindeschraube eingeschraubt.

Diese absorbiert dann die

Umgebungsfeuchte, quillt auf und

verschmilzt unlösbar mit dem umgebenden

Material. Ein System, das

nicht nur biologisch einwandfrei ist,

sondern auch vielfältig einsetzbar.

In Verbindung mit anderen natürlichen

Baustoffen werden individuelle

Räume und Umgebungen kreiert,

die den Charakter und die Persönlichkeit

des Bauherrn widerspiegeln.

„NUR-HOLZ“ bietet in all seinen

Facetten also nicht nur garantierte

Qualität, sondern auch größtmögliche

Flexibilität. Durch die Möglichkeit

der Montage freitragender ➳

Bild: NUR-HOLZ

Die NUR-HOLZ-Elemente in Sichtqualität strahlen Wärme und Behaglichkeit aus

97


PORTRÄT Zimmerei Jakob Kohlhauf jun. GmbH

Bild: NUR-HOLZ

Stilvoll wohnen mit Holzakzenten

Deckenelemente und statisch selbsttragender

Außenwände können

auch mehrstöckige Wohn- und Bürogebäude,

Schulen, Kindergärten,

andere Gewerbebauten und Hallen

und sogar Kirchen realisiert werden.

Die einzelnen Holzelemente

sind gemäß der Vorplanung bereits

mit Fenster- und Türausschnitten,

sowie – sofern gewünscht – auch mit

Installationsebenen gefertigt. Gut

durchdacht und perfekt geplant steht

so einer zügigen Fertigstellung des jeweiligen

Bauprojekts nichts im Weg.

„Wir arbeiten am liebsten

auf Empfehlung“

Die Zufriedenheit der Kunden steht

ohnehin an erster Stelle für Jakob

Kohlhauf jun., den Chef der Jachenauer

Zimmerei Jakob Kohlhauf

Bild: NUR-HOLZ

Eine Holzumgebung hat positiven Einfluss auf Körper, Geist und Seele

98


Bild: Wolfgang Kronwitter

Das leistungsstarke Team der Jachenauer Zimmerei

und Aufstockungen, Modernisierung

und Sanierung von Altbauten,

Dachdeckungen, Dachfenster- und

Gauben, Balkone und Holzfassaden,

Innenausbau sowie viele andere

„klassische“ Zimmererarbeiten

zum umfangreichen Angebot des

Betriebes. Die Zimmermänner von

Kohlhauf sind im ganzen Oberland

unterwegs, um die Wünsche ihrer

Bauherren perfekt

Schriften:

umzusetzen. Ein

durchdachter Zeitplan und eine vorausschauende

Koordination über

alle Gewerke ermöglichen den Auftraggebern

somit eine kurze und

stressfreie Bauzeit. Denn: „Vertrauen

ist sehr wichtig“, betont Firmenchef

Jakob Kohlhauf jun. „Wir arbeiten

am liebsten auf Empfehlung“,

fügt er noch hinzu. Denn schließlich

ist die beste Referenz ein glücklicher

Bauherr, der die Firma Kohlhauf mit

bestem Gewissen weiterempfehlen

kann.

Wer gemäß dem Slogan der Firma

„Sorgenfrei bauen“ will, ist bei

der Zimmerei Jakob Kohlhauf jun.

GmbH im Jachenauer Ortsteil Höfen

an der richtigen Adresse. Eine

unverbindliche Beratung über Angebot

und Arbeitsweise ist nach

vorheriger Vereinbarung jederzeit

möglich! kf

Bild: Wolfgang Kronwitter

In der Produktionshalle entsteht gerade ein ökologisches Traumhaus in

Holzrahmenbauweise

jun. GmbH. Vor über 30 Jahren hat

sein Vater Jakob Kohlhauf sen. den

renommierten Handwerksbetrieb

aufgebaut. 2005 gründete Jakob

Kohlhauf jun. zunächst seinen eigenen

Betrieb und übernahm dann

im Jahr 2013 die Leitung des etablierten

Unternehmens. Von der

individuellen Beratung bis hin zur

Schlüsselübergabe bietet die Zimmerei

Kohlhauf den kompletten

Service rund ums Thema „Bauen

mit Holz“ an. Neben dem Massivholzsystem

„NUR-HOLZ“ gehören

Holzhäuser in rein ökologischer

Holzrahmenbauweise, Anbauten

Zimmerei

Jakob Kohlhauf jun. GmbH

Höfen 18 1/4

83676 Jachenau

Telefon 08043 / 91 88 33

info@zimmerei-kohlhauf.de

www.zimmerei-kohlhauf.de

Headline-Schrift:

Halifax – Extra Bold

99


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PORTRÄT Schorsch Ertl

Einfach a guad‘s Gfui

Hyla sorgt für saubere und gesunde Luft in unseren vier Wänden

Schorsch Ertl und sein Hyla

Bilder: Wolfgang Kronwitter

Kennt ihr das gute Gefühl, wenn

wir nach einem Regen die frisch gereinigte

Luft genießen dürfen? Auch

der Tau trägt über Nacht alle Partikel

aus der Luft zu Boden und hinterlässt

sie für uns ganz sauber und

klar. Zuhause würde das wohl nur

mit einer Sprinkler-Anlage funktionieren,

aber auch bei einer heißen

Dusche legt der Wasserdampf den

Hausstaub auf Böden und Flächen

nieder.

Hausstaub ganz still und leise

Die vielen Staubpartikel, die uns

täglich begegnen, nehmen wir nur

selten wahr und gerne übersehen wir

sie auch. Mal mehr, mal weniger oft

tragen wir sie auf unseren Staublappen

zusammen. Doch ist Staub immer

zugegen. Er trägt nicht nur Ruß

mit sich, sondern auch jede Menge

Wohngifte, die wir tagtäglich einatmen.

Ein Teelöffel Staub kommt

da an einem Tag schon zusammen.

Mitunter sind dabei giftige Stoffe

aus Fußbodenbelägen, aus der Dämmung,

Wandfarben, Möbeln, Elektrogeräten,

Klebstoffen oder Löse-

100


mitteln oder auch Schimmelsporen,

die wir so über die Atemwege aufnehmen.

Luftwäsche in den

eigenen vier Wänden

Nach dem Beispiel der Natur hat ein

slowenischer Ingenieur in seiner Garage

ein Gerät entwickelt, das alle

Partikel in der Luft bindet. In einer

Minute werden bis zu 2.500 Liter

Luft durchs Wasserbad gezogen.

Ein patentierter Separater sorgt dafür,

dass nur saubere Luft den Hyla

wieder verlässt. „Da freut sich auch

die Hausfrau oder der Hausmann,

weil so bei regelmäßiger Anwendung

der Putzlappen immer weniger

zu tun hat“, berichtet uns Schorsch

Ertl. Beim Bodenleger und Familienvater

aus Reichersbeuern ist das

Gerät seit zwei Jahren eingezogen.

Er ist überzeugt von den vielen Vorteilen.

Deshalb vertreibt er seinen

Hyla begeistert im Isarwinkel, wo er

immer mehr Anhänger findet. „Wie

der Hyla das Leben meiner Kunden

positiv verändert, zeigt mir, dass ich

zurecht überzeugt bin von meinem

Produkt“, schwärmt Schorsch. „Gerade

auch bei Allergikern und Asthmatikern

treffe ich immer wieder

auf besonders dankbare Kunden“,

erzählt er uns.

Das Luft- und Raumreinigungsgerät sorgt für frische, gesunde Luft

ist damit kaum mehr möglich! Mit

den Duftölen riecht das ganze Haus

frisch und ist auch wirklich sauber.

„Was bleibt, ist einfach ein gutes Gefühl

und die anderen Geräte möchte

man gar nicht mehr benutzen.

Wenn ich schon putzen muss, dann

wenigstens richtig“, beschreibt eine

Kundin ihre Begeisterung.

So nebenbei hilft der Hyla auch bei

der Tiefenreinigung mit Elektrobürste

und Turbobürste, Nassreinigung

von glatten Böden, Nassreinigung

von Teppichböden und

Polstern, biologische Matratzenreinigung

und Glasreinigung.

„Mei Freind“, wie Schorsch seinen

Hyla nennt, macht sauber und

g‘sund und jeder der ihn hod, gibt‘n

nimma her. mp

Das Multi-Putztalent für

ein sauberes Daheim

Neben der Luftwäsche, die übrigens

auch mit ätherischen Ölen oder

Meersalz angereichert werden kann,

hat der Hyla noch so einiges drauf,

z.B. Staubsaugen. Das Schöne daran:

Auch beim Staubsaugen saugt

das Gerät Luft an und lässt diese

sauber wieder aus. Staub aufwirbeln

Luft-Raumreinigungs-System

Schorsch Ertl GmbH

Kornblumenweg 12

Tel. 08041-799052

www.schorsch-ertl.de

83677 Reichersbeuern

Mobil 0170-8667784

servus@schorsch-ertl.de

101


Mei Dahoam

Mit Farbe gegen den Winterblues

Rollos und Plissees: Sichtschutz von außen, freundliche Farben fürs Zuhause von innen

Jeder Mensch hat Farbtöne, die ihn besonders ansprechen. Daher bietet die „Colour by You!“-Serie von Velux

Rollos in über 1.800 Farbvarianten an – hier ein erfrischendes Blau. (Foto: epr)

Auch in Herbst und Winter lohnt

die Montage von Sonnenschutz an

den Fenstern: Rollos und Plissees

hellen die Wohnung mit freundlichen

oder strahlenden Farben auf

und bieten in den Abendstunden

Sichtschutz. Wer im Dachgeschoss

wohnt, hat es dabei besonders

leicht: Die „Colour by You!“-Serie

von Velux hält Rollos in über

1.800 Farbvarianten bereit. Farben

bereichern die Sinneswahrnehmung

und wirken positiv auf

die Stimmung. Weil jeder Mensch

Farbtöne hat, die ihn besonders

ansprechen, bietet die „Colour by

You!“-Serie von Velux Verdunkelungs-Rollos

in nahezu jeder

Sonnenschutz verbessert die Wärmedämmung

eines Fensters – Wabenplissees

sogar um bis zu 21 Prozent.

So können sie helfen, Heizkosten zu

senken. (Foto: epr)

Nuance der Farb-Standards RAL

und NCS an. Bei der Gestaltung

eines Raumes hat das den entscheidenden

Vorteil, ein Farbkonzept

konsequent umsetzen zu können

– von der Wand bis zu Vorhängen

und Rollos. Die Wunschfarbe lässt

sich mit einem Online-Konfigurator

auf der Website von Velux

oder im Fachhandel auswählen.

Anhand des Typenschilds des

Fensters hinter der Griffleiste ermittelt

man die benötigten Maße.

Dank des „Pick & Click“-Systems

von Velux lassen sich Rollos und

Plissees in wenigen Minuten selbst

montieren. Zusätzliches Plus: Je

nach Produkttyp verbessert ein geschlossener

Sonnenschutz die Wärmedämmung

eines Fensters um bis

zu 21 Prozent. epr

102


Bleiverglasungen

Echtglasduschen

Küchenrückwände

Isolierverglasungen

Glasdächer

Beleuchtete Spiegel

Ganzglasanlagen

Glaserei Sepp Mayer

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Die Küche

Das Herz des Hauses

104


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für jeden daheim

verbrachten Tag. Unser Ziel ist es,

Freude an jeder Minute des Aufenthalts

zu erzeugen.

Wir planen und bauen maßgeschneiderte

Küchen, die nicht nur das Auge

erfreuen. Unsere Küchen sind funktional

durchdachte Arbeitsplätze,

die den Alltag erleichtern und den

Spaß am Kochen in den Mittelpunkt

stellen. Robustheit und Langlebigkeit

gepaart mit Ästhetik und Design-Qualität.

Für die perfekte Symbiose

aus Ästhetik und Nutzwert

verbauen wir in unseren Küchen ausschließlich

Qualitätsprodukte. Wir

arbeiten mit renommierten Herstellern

zusammen. In der hauseigenen

Schreinerei können wir individuelle

Sonderlösungen realisieren. Mit

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Einrichtungsberater und Schreinermeister,

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Team beim Küchenkauf

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atmen!

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1. Durch die individuell dosierbare

ABC-Bestrahlung mittels VITALlight-Strahler

können Sie gezielt auf

Problembereiche im Rücken oder bei

den Gelenken eingehen.

FLÄCHENHEIZUNG

2. Die Infrarot-Strahlung der Infra-

TPI-Infraworld zählt, mit mehr als

20 Jahren Erfahrung als Hersteller

von Infrarotkabinen und Saunen, zu

den Pionieren der Wellnessbranche.

Ob Infrarotwärmekabine, Infrarotsauna

oder Infrarotkabine nach

Maß, bei uns finden Sie alles, was

Ihr Herz begehrt.

Jede Kabine ist serienmäßig mit Infrarot-Flächenheizungselementen

und einem oder mehreren Infrarot-ABC-Strahlern

ausgestattet. Bei

den TrioSol-Modellen ist ein Salzverdampfer

gleich mit integriert.

Überzeugen Sie sich selbst von der

ausgefeilten Technik unserer Multifunktionskabinen,

die eine Reihe

positiver Effekte bieten, mit denen

Sie Ihr Wohlbefinden steigern

können.

106


Andreas Schalch

Schreinerei & Treppenbau

Individueller Treppenbau

Maßangefertigte Treppen & Geländer aus hochwertigen

Massivhölzern, gerne in Kombination mit

Edelstahl, Schwarzstahl, Stein und Glas, in klassischem

oder modernem Design, unterstreichen Ihren

persönlichen Wohnstil.

Holz ist unsere Leidenschaft

Möbel, Küchen- und Innenausbau. Wir bieten Ihnen

das Schreinerhandwerk in seinem ganzen Umfang für

Ihr ganz persönliches Wohn- und Lebensgefühl.

Wellness für Ihr Zuhause

Sie wollen Wärme genießen oder Schmerzen lindern

in der eigenen Infrarot oder Saunakabine?

Ob Badezimmer oder Dachschräge,

wir bieten Ihnen maßgefertigte Lösungen

für Ihre individuellen Gegebenheiten.

Ihr Andreas Schalch

Obersteinbach 6

83674 Gaißach

Tel. 08042 / 97 48 304

Mobil 0170 / 38 24 948

post@schreinerei-schalch.de

www. schreinerei-schalch.de

QUALITÄT AUS MEISTERHAND

107


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PORTRÄT Ofenbauer Josef Waldherr

Gemütlich & modern zugleich

108


Wenn die Tage dunkler werden und

die Temperaturen sinken, sehnen wir

uns nach Wärme und Licht. Schon

unsere Vorfahren aus der Urzeit

wussten um die magische Kraft

des Feuers. An dieser Faszination

hat sich bis heute nichts geändert.

Viele Menschen träumen von einem

Holz- oder Kaminofen in den eigenen

vier Wänden. Ofenbaumeister Josef

Waldherr aus Wackersberg hilft

dabei, diesen Traum in die Realität

umzusetzen. Er ist Ofenbauer aus

Leidenschaft.

Die kompetente Beratung seiner

Kunden liegt ihm besonders am

Herzen. Mit Liebe zum Detail plant

Waldherr deshalb den Einbau, genau

abgestimmt auf die Proportionen

und Maße der Räume. Auch in

puncto Design ist man beim Ofenbaumeisterbetrieb

Josef Waldherr

in guten Händen. Ob es moderne,

geradlinige Öfen mit großen Glasscheiben

oder Natursteinablagen

sind oder traditionelle Ofenanlagen,

wie sie in urige Bauernstuben

gehören – Josef Waldherr versucht

stets, die Wünsche seiner Kunden

umzusetzen.

Für welche Variante sich die Kunden

von Josef Waldherr auch entscheiden

mögen, die Zeitspanne von der Planung

bis zum Einbau liegt – je nach

Aufwand – bei fünf bis zehn Tagen.

Nicht immer muss jedoch ein nagelneuer

Ofen eingebaut werden. Das

Waldherr-Handwerkerteam saniert

und repariert auch bestehende Öfen

und Kamine und bringt sie auf den

neuesten Stand der Technik.

Mit dem Beruf des Ofenbauers hat

er sein Hobby zum Beruf gemacht.

„Es gefällt mir, Wärme, Leben und

Behaglichkeit in die Häuser meiner

Kunden zu bringen“, erzählt er und

strahlt, „wenn meine Kunden sich

freuen, freue ich mich auch!“ kf

Ofenbaumeisterbetrieb

Josef Waldherr

Am Sauersberg 132

83646 Wackersberg

Tel. 0151 ∙ 15429799

info@der-feuerraum.de

www.der-feuerraum.de

109


Mei Dahoam

Wohngesunde Einrichtung

mit Kuschelfaktor

Nachhaltige Natur-Materialien verschönern uns die Winterzeit

Tolle, individuelle Designs und eine große Farbauswahl machen die Kissen zu kuschligen Hinguckern. (Foto: epr)

Flauschige Decken, flackernde

Kerzen oder stimmungsvolle Lichterketten:

In der kalten Jahreszeit

gibt es viele tolle Accessoires, um

es sich zu Hause so richtig gemütlich

zu machen. Ein Material, das

perfekt in den Winter hineinpasst,

ist Filz. Aus ihm werden nicht nur

Kleidungsstücke und Schmuck, sondern

auch die trendigsten Wohnprodukte

geschneidert. Und das Beste:

Filz ist nachhaltig, wohngesund

und kann sogar energiesparend eingesetzt

werden. Ein gutes Beispiel

sind Thermovorhänge, wie sie die

Filzwerkstatt von monofaktur anbietet.

Sie werden mit ihrer wärmedämmenden

Funktion an Tür und

Hochwertige Pinnwände aus Filz

verbessern die Akustik und das Klima

eines Raumes. (Foto: epr)

Fenster oder auch als Raumteiler

zum Kälteschutz eingesetzt, senken

den Energieverbrauch deutlich und

bauen auch Schadstoffe ab. Das Ergebnis:

eine warme und gleichzeitig

wohngesunde Wohlfühlatmosphäre.

Mit viel Liebe zum Detail und

ausgeprägtem handwerklichem

Können entstehen ebenfalls kuschelige

Kissen, Sitzsäcke, Poufs, Teppiche

bis hin zu Kaminkörben. Natürlich

ganz im persönlichen Lieblingsdesign

und 100 Prozent „made

in Germany“. Dabei stammen alle

Füll- und Polstermaterialien aus der

Natur. Schurwollflocken und Kokosfaser

gehören ebenso dazu wie

Seegras aus der Ostsee, für dessen

Verwendung die Filzwerkstatt mit

dem Nachhaltigkeitspreis 2017 ausgezeichnet

wurde. epr

110


111


Schaufensterln

Viele zauberhafte Wohnaccessoires, kleine Möbelstücke & liebevolle Geschenke findet ihr bei

Andrea Happach im Berg Chalet, Friedeln 17 (direkt an der Hauptstraße), Jachenau,

Tel. 08043 · 1036 und Onlineshop www.berg-chalet.de

Handgemachte Gürtel aus Stretch

mit tollen Mustern, Farben und

hochwertigen Schließen.

Dank des größenverstellbaren

Verschlusses lassen sie sich zum

Dirndl, Rock, aber auch zur

Jeans tragen und sind ein wahrer

Hingucker.

Erhältlich sind die Gürtel im

Online Shop auf www.laurili.de

und im Dorfladen Lenggries.

112


Bei „Creativ werk’ln“ findent ihr

viele schöne Kostbarkeiten aus

Krüll. Schaut selbst vorbei, denn

die verschiedenen Kreationen

werden euch begeistern!

Christine Weichenrieder

Längentalstraße 23

Arzbach/Wackersberg

Tel. 08042 · 3789

weichenrieder.christine@hotmail.de

Den neuen historischen

Kalender 2020 (limitierte Auflage

200 Stück) könnt ihr im Buidleck

und in ausgesuchten Geschäften für

20,00 € erwerben. Dieses Jahr

wurde das Thema Isarwinkler Almen

gewählt und teils Aufnahmen von

Almen herausgesucht, die heute nicht

mehr vorhanden sind.

s’Buidleck

Marktstraße 5

Lenggries

Tel. 08042 · 91780

Mobil 0173 · 5818987

www.buidleck.de

Schöne Liebhaberstücke in Miedertechnik

in den unterschiedlichsten

Größen und Formen sowie auch

Gürtel, kleine Stofftaschen und

Geldbörsen bekommt ihr bei

Barbara Wimmer

Frauenreiter Weg 4

Waakirchen

Tel. 08021 · 7921

www.bawi-kunsthandwerk.de

113


Hereinspaziert & guten Appetit

D’Isarwinkler feiern gern mit Familie,

Freunden, Kollegen oder Geschäftspartnern.

Gemütlich beisammensitzen,

ratschen und an „Herrgott

an guaden Mo sei lassen“. Ob

im kleinen oder großen Kreis − in

einem der zahlreichen Gasthäuser,

Restaurants oder Cafés macht das

besonders viel Freude. Wir haben’s

gut, denn die Möglichkeiten im Isartal

sind vielseitig.

Hervorragender Service und kulinarische

Köstlichkeiten bieten unsere

Gastwirte, die sich auf euren Besuch

freuen. Auf den folgenden Seiten

stellen wir euch einige ausgezeichnete

Betriebe vor − lasst’s euch gut

schmecken!

Denken Sie schon jetzt an die

Vorweihnachtszeit!

Wir organisieren Ihre Weihnachtsfeier.

Vom Glühweinempfang am Lagerfeuer

bis hin zum Menü oder Buffet.

Wir stellen Ihnen gerne ein

individuelles Angebot zusammen.

Katharina & Konrad Goldner

Dorfstr. 1 – 83646 Wackersberg

Tel. 080 41/48 12

info@altwirt-wackersberg.de

www.altwirt-wackersberg.de

114

Öffnungszeiten:

Freitag bis Dienstag

von 11:00 – 22:00 Uhr

Mittwoch und Donnerstag Ruhetag

(außer Feiertags)


REZEPT

Unsere Kuchen: selbstgemacht,

mit hochwertigen Zutaten

vom Mehl über das Ei bis zur Sahne.

Regionale und frische Zutaten ohne

Zusatzstoffe und Gentechnik.

Wildburger

von Sabine Längst

Ein ständig wechselndes Angebot

mit immer wieder neuen Kuchen

und Torten.

Burger-Pattie:

500 g Wildhackfleisch

1 Zwiebel

1-2 Knoblauchzehen

1-2 EL frische Petersilie klein

gehackt

Semmelbrösel

2 Eier

1 TL Salz/Kräutersalz

2 TL scharfer Senf

1 TL Majoran und Thymian

1 TL Paprikapulver

½ TL Kümmel gemahlen

Pfeffer aus der Mühle

1 Prise Chili – nach Geschmack

Öl oder Schmalz zum Braten

Zutaten Burger:

Semmeln

200 g geriebenen Bergkäse

200 g Speck in Streifen kross braten

3-4 Tomaten in Scheiben

Salat

Blaukrautstreifen sehr fein

Stangensellerieblätter

Zwiebelringe nach Geschmack

Brombeersenf:

1 Kardamonkapsel

2 Wacholderbeeren

150 g Senfmehl

100 ml Apfelessig

100 ml fruchtiger Balsamico

100 g Brombeeren

4 TL Salz

75 g Honig oder Rohrzucker

Kardamonkapsel und Wacholderbeere

mörsern, alles vermischen

bzw. verrühren und über Nacht

offen stehen lassen.

Kartoffelwedges:

Kartoffeln schälen und in Spalten

schneiden

würzen mit Pfeffer, Knoblauch,

Paprikapulver, Salz

bisschen Olivenöl

alles vermischen und als Topping

mit Maisbrösel bestreuen

180 Grad im vorgeheizten Ofen

ca. 45 Minuten backen

Öffnungszeiten im Winter:

Mittwoch bis Sonntag von 9 – 17 Uhr

Betriebsurlaub

vom 23.12. – einschl. 14.1.2020

Ab dem 15.1.20 sind wir wieder für Sie da!

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Café Bolzmacher

Rothenrain 160b

83646 Wackersberg

115


WIRTSHAUSKULTUR

Auf dem Münchner Gastrofrühling wurde mit Angela Inselkammer und Ministerpräsident Markus Söder ausgiebig

über das Wirtshaussterben diskutiert

Was ist denn da los?

Wirtshaussterben in Bayern – ein paar kritische Gedanken

Text & Bilder: Michaela Linke

Die Wirtshauskultur ist in Bayern

tief verwurzelt und geht auf eine

jahrhundertalte Tradition zurück.

Wenn sich auch mit der Zeit einiges

verändert hat, so lässt sich die

klassische Dorfwirtschaft kaum

wegdenken. Dennoch ist es so, dass

es laut dem Bayerischen Hotel- und

Gaststättenverband bereits in jedem

vierten bayerischen Dorf kein Wirtshaus

mehr gibt. Die Gründe dafür

mögen ganz unterschiedlicher Natur

sein und von Betrieb zu Betrieb

verschieden.

Der Bürokratie-Alptraum

des Gastronomen

Ist der Obatzte auch wirklich ein

Obatzter? Wenn ein Wirt seinen

Gästen diese bayerische Spezialität

auf seiner Speisekarte präsentieren

will, dann muss er sich kontrollieren

lassen, ob er diese tatsächlich

so zubereitet, wie es die EU vorgibt.

Weiter schreibt die EU in der

Acrylamid-Verordnung vor, welche

Anforderungen bei der Herstellung

von Pommes Frites erfüllt werden

müssen. Nur um ein paar kleine

Beispiele aufzuzeigen. Der Hygieneund

Arbeitsschutz in der Gastronomie

ist wichtig, keine Frage. Dennoch

ist es gerade in der Praxis der

Gastronomie schwierig, die 8-Stunden-Arbeitsregelung

inkl. der Pausen

korrekt einzuhalten. Die Gesetze

sind für eine Industriegesellschaft

gemacht, funktionieren im Dienstleistungsgewerbe

aber leider nur

bedingt. Wenn der Kellner beispielsweise

um 14 Uhr Dienstbeginn hatte,

müsste sein Arbeitstag mit Pause

rein theoretisch um 22.30 Uhr enden,

auch wenn erst um 24 Uhr Feierabend

ist. Es wäre also durchaus

sinnvoll, wenn die Höchstarbeitszeit

wöchentlich und nicht täglich geregelt

werden würde. Dann wären

viele Gastronomen flexibler und

könnten z.B. eine 4-Tage-Woche einführen.

Was für viele Arbeitnehmer

durchaus attraktiv wäre. Das Freizeitverhalten

hat sich einfach verändert.

Das persönliche Leben steht im

Vordergrund und man ist tendenziell

weniger bereit als früher, sein Privatleben

dem Berufsleben anzupassen.

Gastronomie, das bedeutet natürlich

auch dann zu arbeiten, wenn die

meisten Menschen frei haben. Auch

an Wochenenden, Feiertagen und

manchmal spät abends. Besonders

116


wenn man Familie hat, gilt es da die

Balance zu halten und beides gut zu

vereinbaren. Eine Möglichkeit wäre

da eben die flexible Arbeitszeitregelung,

die aber nur durch ausreichend

Fachpersonal gewährleistet werden

kann. Eine Auflockerung der Arbeitszeitenreglung

wäre eine große

Entlastung für die Gastronomie und

ließe vielen Gastronomen wieder

Raum für einen flexible, aber faire

Dienstplangestaltung, bei der am

Ende alle Beteiligten profitieren würden.

Und was die Bürokratie angeht:

im Grunde ist es doch so, dass beinahe

jede Berufsbranche Probleme

mit der immer mehr anwachsenden

Bürokratie vorweist. Teilweise mag

einiges durchaus sinnvoll sein, vieles

jedoch ist zu überdenken.

Brandschutz-, Lärm- und

Immissionsschutz können das

Aus für alteingesessene

Traditionsgaststätten bedeuten

Brandschutz ist ohne Frage von

großer Bedeutung. Allerdings, so

fordert die DEHOGA erst kürzlich,

sei es wichtig, individuell und „mit

gesundem Menschenverstand“ besonders

auf die kleineren und mittelgroßen

Betriebe zu schauen. Es gab

zahlreiche Fälle innerhalb Bayerns

bei denen besonders alte Traditionsgaststätten

betroffen waren, die ihr

Wirtshaus sanieren wollten. Damit

unterliegen sie dann automatisch

den neuen Brandschutzverordnungen.

Diese verursachen aber teilweise

solch immens hohen Kosten, die

der Betrieb alleine nicht stemmen

kann. Nicht zu renovieren sei aber

genauso wenig tragbar und der Todesstoß

für jene Traditionsgaststätten.

Genauso zu hinterfragen sind

die Gesetze was Lärm- und Immissionsschutz

angeht. Die meisten von

uns erinnern sich nur zu gut an die

Vorfälle, an denen eine oberbayrischen

Bäckerei in Rottach-Egern

verklagt wurde, weil Nachbarn

(die übrigens erst kürzlich zugezogen

waren) sich an dem Geruch der

Backstube störten und gesundheitliche

Probleme befürchten. Auch der

Kuhglocken-Streit bei Holzkirchen

sorgte für Aufsehen und meistens

für einvernehmliches Kopfschütteln.

Dass Kuhglocken zu Bayern

dazugehören wie das Läuten von

Kirchturmglocken, ist besonders für

Einheimische ohne jeden Zweifel.

So gehört doch auch die bayerische

Biergarten-Kultur absolut zu uns

Bayern. Je nach Landkreis, ist aber

bereits um 22 Uhr oder um 23 Uhr

offiziell Schluss, so schreibt es die

Bayerische Biergarten-Verordnung

vor. Wenn sich jetzt nur ein Anlieger

beschwert, weil es beispielsweise

5 Minuten nach 22 bzw. 23 Uhr ist

und noch nicht alle Gäste, den Biergarten

verlassen haben, muss die

Polizei der Beschwerde nachgehen

und vor Ort die Situation überprüfen.

Man stelle sich einmal Fußgängerzonen

in südlichen Ländern

vor, die ab 22 Uhr wie leergefegt

sind. Undenkbar, weil es eben ein

so wertvolles Kulturgut ist und es

kein Gesetz gibt, dass dieses infrage

stellt oder gar gefährden würde. In

Bayern, wo die lauen Sommerabende

vergleichsweise rar sind, wäre

ein gesetzlicher Rahmen, der dieses

Kulturgut – und ich traue mich

jetzt einfach einmal zu behaupten,

dass der Biergarten ein solches ist

– schützt. Dass in unserem Land

Meinungsfreiheit herrscht und jeder

Bürger auch grundsätzlich ein Recht

besitzt, Beschwerde einzulegen, ist

im Grunde ja positiv. Dass jedoch,

siehe Kuhglocken-Streit oder den

Fall der Bäckerei mit der Duftbeschwerde,

dem Einzelnen so viel an

Zugeständnissen eingeräumt wird,

ist schon ein bisserl bedenklich zu

sehen. Wenn jemand jetzt mal angenommen

neben die Autobahn zieht,

wohlwissend, dass es dort natürlich

laut ist, verfällt jeglicher Rechtsanspruch

und eine Klage ist hinfällig.

Macht durchaus alles Sinn, aber die

Frage ist, ob denn die bayerische

Wirthauskultur nicht mindestens

genauso schützenswert ist.

Der Hürde des uneinheitlichen

Mehrwertsteuersatzes

Innerhalb der EU ist die Mehrwertsteuer

sehr unterschiedlich geregelt.

In Schweden etwa beträgt die Mehrwertsteuer

25 %, in der Gastronomie

12 %. In Italien 21 %, in der

Gastronomie

10 % und in Luxemburg 15 % und

in der Gastronomie 3 % und so weiter.

In Deutschland haben wir 19 %

Normalsatz, die Gastronomie zahlt

ebenfalls 19 %. In der Industrie ist

das ein durchlaufender Posten, der

kein Problem darstellt. Aber Gastronomen

kaufen eben für 7 % ein und

haben daher immer die 12-prozentige

Kalkulationshürde, der sie hinterherrennen

und die sie eigentlich aufs

Produkt draufschlagen müssten.

Nachfolger dringend

gesucht

Es mag noch zahlreiche andere

Gründe geben, warum es das traditionelle

Wirtshaus heute schwer hat.

In tourismusschwachen Gegenden

wird oft beklagt, dass Familienfeiern

und Dorfveranstaltungen anders

als früher auf Vereinsheime oder private

Räume ausweichen. Dann das

Nachwuchsproblem: In Generationen

vor uns, ist die Nachfolge- ➳

117


frage von vornherein geklärt gewesen.

Bei mehreren Kindern war klar,

dass einer, meist der Älteste, den

elterlichen Betrieb übernimmt. Natürlich

hatte das auch oft zur Folge,

dass persönliche Ambitionen und

Wünsche der Kinder in den Hintergrund

rückten. Doch um einen

Betrieb zu führen, gehört eine gehörige

Portion Herzblut dazu. In der

letzten oder allerspätestens in der

jetzigen Generation wird die Unternehmensnachfolge

weniger auf der

rationellen, sondern auf der Gefühlsebene

geklärt.

Der Ministerpräsident erkundigt

sich bei den Isarwinkler Miniköchen

Simon und Max über den Nachwuchs

in der bayerischen Gastronomie

WIRTSHAUSKULTUR

Es gibt überall auf der Welt hervorragende

Köche. Bestausgebildes

Fachpersonal rund um die Gastronomie,

die ihr Handwerk beherrschen.

Wer denkt, diese seien nur in

Top-Hotels oder Gourmet-Restaurants

zu finden, der muss sich nur

in den hiesigen Küchen umschauen.

Gerade die bayerische Küche ist so

vielseitig und auf Regionalität wird

mittlerweile beinahe überall gesetzt.

Ich glaube, es ist die Aufgabe eines

jeden Gastronomen, auch selbst

gutes Personal zu motivieren und

auszubilden. Zum Beispiel Servicepersonal

gezielt zu schulen oder

Lehrlinge einzustellen. So entsteht

ein Kreislauf, der hin- und herfließt,

nicht ins Stocken gerät und gleichzeitig

Verantwortung übernimmt.

Das fühlt sich immer besser an, als

eine Veränderung „von oben“ abzuwarten,

die vielleicht in der Form,

wie sie gewünscht wird, gar nicht

eintreten wird.

Die gute Nachricht

zum Schluss

Es besteht weiterhin ein Überangebot

an Gastronomie. Die Leute

gehen immer noch gerne zum Essen,

Feiern oder treffen sich auf ein

paar Bierchen abends mit Freunden

an der Bar. Auch andere Branchen

haben durchaus mit „Problemen“

zu kämpfen. Unternehmerisch und

vorrausschauend, aber gleichzeitig

auch fair und sich gerecht seinen

Arbeitnehmern gegenüber zu verhalten,

zahlt sich langfristig immer

aus. Besonders die Gastronomie ist

so ein wertvoller Beitrag zu unserer

Gesellschaft, der oft erst richtig geschätzt

wird, wenn er wegfällt. Ich

persönlich würde gerne mehr Beiträge

über leidenschaftliche Köche und

Servicemitarbeiter lesen, die ihren

Beruf aufrichtig lieben, anstatt über

seitenlange Artikel in Zeitungen zu

stolpern, warum ein Beruf in der

Gastronomie so anstrengend und

daher kaum mehr erstrebenswert

ist. Gerne würde ich mehr über engagierte

Gastronomen hören, die

sich ihre Freude an der Arbeit nicht

nehmen lassen und bei dem Thema

Wirtshausterben, erst recht die Ärmel

aufkrempeln. Die kreativ sind

und denen immer wieder neue Ideen

zufliegen, wie sie selbst Lösungen

finden können. Unabhängig davon,

was die Politik entscheidet, weil sie

einfach immer einen Schritt voraus

und somit ziemlich frei sind.

Derzeit stehen der Staatsregierung

30 Millionen Fördergelder zur Modernisierung

von Gasthäusern im

ländlichen Raum zur Verfügung.

Wirte und Verpächter können sich

hierfür bewerben. Die Voraussetzung

ist gut. Von den 30 Millionen

sind noch rund 20 Millionen

nicht vergeben. Doch irgendwie

beschleicht mich bei all dem das

Gefühl, dass es doch für jeden Betrieb

wichtig ist, aus eigener Kraft

zu wachsen. Ob Fördergelder da der

richtige Weg sind, lässt sich schlecht

beurteilen, weil man ja jeden einzelnen

Betrieb anschauen müsste, aber

ich habe da meine Zweifel. Nur eins

weiß ich mit absoluter Sicherheit: die

Gastronomie gehört zu den schönsten

Berufen der Welt! Es bedeutet

Menschen mit gutem Essen und

Trinken, also etwas ganz Elementarem,

glücklich zu machen. Es bedeutet

Gemeinsamkeit, Geselligkeit, zusammensitzen,

sich zu unterhalten

und zu genießen.

Vor vielen Jahren habe ich in Argentinien

einmal ein sehr langes

Gespräch mit einem Einheimischen

geführt. Er hatte mir detailliert und

ziemlich eindrucksvoll erklärt, warum

die stark ausgeprägte Gastronomie-Kultur

der Argentinier aller

Erwartungen zum Trotz die Inflation

vor ca. 20 Jahren überlebt hat.

Einfach deswegen, weil sie schon

immer ein wichtiger Teil ihrer Kultur

war und die Argentinier unter

keinen Umständen bereit waren,

diese für irgendetwas zu opfern. Das

hat mich damals echt beeindruckt

und ich glaube bei uns Bayern ist

das ähnlich. Wir sind so mit unserer

Kultur und dem Brauchtum verwurzelt,

dass wir es uns einfach nicht

leisten können, dass uns das abhandenkommt.

Dafür ist es viel zu

wertvoll und es liegt, Gott sei Dank,

davon bin ich überzeugt, viel an uns,

diesen Schatz zu bewahren.

118


Das Brauerei Pub

zum Feiern und Genießen

Seit April 2019 heißt das gemütliche Pub samt

Biergarten Gäste willkommen. Egal ob du Lust auf

ein Feierabendbier, Schafkopfen mit den Spezln,

eine Runde Backgammon hast oder zum Essen mit

der Familie kommst, die Zapferei bietet immer

den richtigen Rahmen. Aus den 11 Zapfhähnen

fließt unser Bier in die Gläser, in der Küche wird

alles frisch zubereitet. Die Rohstoffe kommen aus

der Region von fairen Produzenten. Unsere variierenden

Tagesgerichte sind teils neu interpretierte

Bayerische Klassiker, teils internationale Köstlichkeiten.

Alles passt hervorragend zu unseren Bieren.

Mit dem Blick in die Brauerei und der einzigartigen

Atmosphäre wird dein Besuch bei uns zu

einem richtigen Erlebnis.

Bei einer Brauereiführung lernst du alles über

Hoppebräu, das Brauen und wie man ein Bier richtig

vom Tank zwicklt.

Lust auf mehr?

Komm uns besuchen!

Öffnungszeiten:

Mittwoch und Donnerstag 17:00 – 23:00 Uhr

Freitag 10:00 – 23:00 Uhr

Samstag 11:00 – 23:00 Uhr

Sonntag 11:00 – 20:00 Uhr

Tagesgerichte

neben unserer festen Karte:

Mittwochs: phänomenale „Hoppe“-Dogs

Musterfirma Donnerstags: hausgemachte Burger

Musterstraße Freitag: Weißwurstfrühstück 1

ab 10:00 Uhr

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Freitag – Sonntag: variierende Tagesgerichte

Tel. 00000 ∙ 000000

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www.mustermann.de

HOPPEBRÄU GMBH

TÖLZER STRASSE 37

83666 WAAKIRCHEN

TELEFON: +49 8021 5077143

119


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PORTRÄT JAEGERS

Gastgeber sein liegt

in den Genen

Vom Streidl-Winter-Kiosk übers Jägerstüberl zum JAEGERS

Der Streidl-

Winterkiosk von

1965 bis 1967

am ersten

Schlepplift am

Streidlhang

Bilder: JAEGERS

Es ist nun schon über 50 Jahre

her, da war die Freude groß bei den

Ski-Begeisterten, denn am Streidlhang

gab‘s den ersten Schlepplift.

Damals war es ein echtes Highlight

mit dem Bügel am Hintern bequem

nach oben befördert zu werden.

Kein Wunder, da war einiges

los auf der Piste. So eröffnete die

„Mutsch“, wie man die Streidl-Oma

nennt, gemeinsam mit ihrem Mann

den Streidl-Winterkiosk. Das war

die Geburtsstunde vom heutigen

JAEGERS, das sich seitdem immer

wieder gewandelt hat. 1969 wurde

erweitert und aus dem Kiosk entstand

eine g‘standene Wirtschaft,

das Jägerstüberl. 1997 kam ein weiterer

Ausbau dazu und Sohn Anderl

und seine Frau Caro betrieben das

Jagerstüberl zwei Jahre lang. Auch

120


sein Bruder Toni war damals als

Koch beschäftigt. Danach folgten

16 Jahre bayerisch-kroatische Küche

von Ilia Bricic, an den sich viele

Isarwinkler gerne erinnern. Aktuell

wird im JAEGERS wieder renoviert.

Der Veranstaltungsraum wird renoviert

und außerdem gibt‘s neue

WC-Anlagen.

Wie aus dem Jägerstüberl

das JAEGERS wurde

„Wenn man mit dem Gastro-Gen

geboren wird, gibt es keine Alternativen“,

so Sandras Worte, die ihre

Freude am Wirtinsein am besten

zusammenfassen. Sie hätt' es mit

einem Architekturstudium versucht,

aber als sie vor fast zehn Jahren

den Eltern ihren Herzens-Berufswunsch

gestand, willigten sie einer

Ausbildung zur Hotelkauffrau zu.

Sandra lernte im Bayrischen Hof

Die Wirtsleut Sandra Sanktjohanser und Klaus Wohlmuth zusammen mit

ihren Verpächtern Karo und Klaus Wohlmuth und Oma „Mutsch“, Agnes

Wohlmuth senior

Ein Blick in das frühere Jägerstüberl

in der Landeshauptstadt und arbeitete

danach beim Dallmayr Partycatering

als Veranstaltungsleiterin.

2015 übernahm sie das Bodega in

Bad Tölz. Eine perfekte Voraussetzung,

die nächste Generation am

Streidlhang zu starten. Zusammen

mit Klaus Wohlmuth, den man als

Streidl Klaus kennt, wurde aus dem

ehemaligen Jägerstüberl 2016 das

JAEGERS.

Nach einigen Monaten Planen,

Umbauen und Renovieren verpassten

die beiden dem Wirtshaus ihre

ganz individuelle Handschrift.

Jünger und moderner und mit viel

Charme und dem richtigen Gespür

für unseren isarwinklerischen Stil.

Zusammen mit dem Küchenchef

Karsten zaubern sie für ihre Gäste

vielseitige und kreative Gerichte.

„Wir möchten Alternativen aus ➳

121


PORTRÄT JAEGERS

unserer Küche bieten“, erklärt Sandra

ihr Konzept. Ihr Bruder Hansi ist

Ofenbauer und hat dem JAEGERS

einen wunderschönen offenen Grill

beschert. So gibt es dort auch Steaks

und Burger. Die offen gestalteten

Räume und auch der wunderschöne

Biergarten mit Bergblick locken zu

Recht viele Gäste an.

Feste feiern im

JAEGERS

Gerade für Veranstaltungen ist das

Team gut gewappnet. Hochzeiten für

bis zu 130 Personen inklusive Tanzfläche

werden sehr gerne gebucht. Firmen-Veranstaltung,

auch in Zusammenarbeit

mit dem Arabella Hotel,

Bilder: JAEGERS

So wie sich das für ein Wirtshaus gehört, gibt’s auch einen Stammtisch

122


machen dem 15-köpfigen Team viel

Freude. Die vielen Freizeit-Attraktionen

rund um den Streidlhang

machen es Sandra als Veranstaltungs-Profi

leicht, ein rundes Programm

für Events zu gestalten. Auch

für Familien ist beim JAEGERS

Apropos

JAEGERS:

Selbstverständlich

findet ihr dort zur

Saison auch

Wildgerichte auf

der Speisekarte!

einiges geboten. Ein Spielplatz und

ein Streichelzoo freuen die Kinder

ganz besonders. Zum „Kaffeeklatschen“

trifft man sich dort genauso

gerne, denn die hausgemachten

Kuchen passen perfekt dazu. Besonders

gerne kommen die Gäste

an lauen Sommerabenden donnerstags

im Biergarten zusammen. Dort

geht‘s bei den Grillabenden zünftig

zu, bei bayrischer Musi und Grillspezialitäten.

Keine Angst vorm

Gastro-Sterben

„Das richtige Gespür und Verständnis

für den Gast ist allen im

JAEGERS besonders wichtig. Aber

auch die Wertschätzung der Mitarbeiter

und deren Arbeit“, erklärt

uns Sandra ihr Erfolgskonzept. Faire

Bezahlung und zwei freie Tage in

der Woche, auch in der Hauptsaison,

sind für sie selbstverständlich.

„Wir alle haben viel Freude an der

Gastronomie und arbeiten gerne

zusammen im Team und manchmal

muss man sich einfach was trauen“,

so die 27-Jährige Wegscheiderin. So

kann es weitergehen, die nächsten

50 Jahre! mp

JAEGERS GbR

Gilgenhöfe 29b

83661 Lenggries

Telefon: 080 42 / 22 39

email info@jaegers-grill.de

www.jaegers-grill.de

123


WIE’S FRÜHER WAR

Stammtisch früher

Text: Michaela Linke

In Bayern gehörte der Stammtisch

früher zur festen Einrichtung einer

jeden Dorfwirtschaft. Man muss

sich vorstellen, es gab kein Fernsehen,

keine Smartphones und auch

kein Internet. Bei der Arbeit wurde

auch nicht viel gredt, umso mehr

aber beim Wirt. Wer wissen wollte,

was los war, traf sich nach getaner

Arbeit also in geselliger Runde beim

Stammtisch. Natürlich gehörte das

obligatorische Feierabendbier unbedingt

dazu. Vom einfachen Knecht

bis hin zum Bürgermeister, Schullehrer,

Förster und sogar Pfarrer

versammelte man sich am „heiligen

Tisch“, um über sich und über die

neuen Dorfereignisse zu unterhalten

oder über die hohe Weltpolitik

zu philosophieren. Nicht jeder

durfte am Stammtisch sitzen und

die Einladung an diesem Platz zunehmen,

galt als besondere Ehre.

Hans „Gigi“ Demmel, erinnert sich

an seine Kindheit als Wirtsbua beim

Altwirt in Wackersberg. Damals ist

der Postbote am Morgen schon zum

Wirt geradelt, umso sich vor der

Arbeit mit einer Suppn zu stärken.

Kardinal Reinhard Marx am Stammtisch vom Arzbacher Hof

Der Wirt war der Mittelpunkt im

Dorf, dort wo alle zamkemma san.

Man kann sagen, der Stammtisch

hatte eine wirklich essentielle, sozial

hochwichtige Bedeutung für die

Dorfbewohner.

Stammtische waren in der Regel immer

an einem markanten Platz in der

Gaststube platziert. Gekennzeichnet

war dieser Tisch mit einem speziellen

Schild, einem Aschenbecher,

einer Glocke oder anderen Hinweisschildern.

Oft stand der Tisch neben

dem Kachelofen oder neben der Theke.

Stammtische gab und gibt es in

vielfältiger Form für Eltern, Lehrer,

Literaten, Jäger und Fischer, Handwerker,

Bauern, Postler, Sportler,

Schmalzerfreunde – also für Berufs-

und Interessensgruppen aller

Art. Stammtische waren reine Männersache,

und es war unvorstellbar,

dass eine Frau an der Männerrunde

teilgenommen und ihren Mann

beim Frühschoppen oder beim

Dämmerschoppen besucht hätte.

(Was im Isarwinkel je nach Standort

immer noch so ist.) In den Zeiten der

Emanzipation allerdings treffen sich

heute glücklicherweise auch die Damen

regelmäßig zum Mädelsabend

oder Prosecco-Frühstück – die feminine

Antwort auf den Stammtisch.

Die enge Sozialordnung hat sich im

Laufe der letzten Jahrzehnte also

aufgelöst, und so sind die Zusammenkünfte

heute offener und flexibler.

Ich bin 1980 geboren, in einer Zeit

in der Franz Josef Strauß noch Ministerpräsident

von Bayern war und

sich somit der Stammtisch noch in

seiner vollen Blüte befand. Noch

heute erzählt man sich bei uns im

Arzbacher Hof die Geschichten aus

jener Zeit und neigt zu a bisserl

Wehmut, weil so griabig wias friaha

war, werds nia wieder. Ganz stimmt

des so natürlich ned. Er hat sich nur

verändert, der Stammtisch, aber die

Geschichten die bleim und es werden

immer wieder neie erzählt.

124


PORTRÄT Anton Mayer

ANZEIGE

Anton Mayer

Bäckerei- und Konditoreibedarf e.K.

Stallau 155

83646 Bad Tölz – Wackersberg

Tel. 08041 · 6513

info@baeckereigrosshandel.de

www.baeckereigrosshandel.de

Eine Erfolgsgeschichte seit 65 Jahren

Die Firma „Anton Mayer“ in Wackersberg-Stallau

„Back mas“ ist Motto und Programm

der Firma „Anton Mayer,

Bäckerei- und Konditoreibedarf

e.K.“. Das Unternehmen steht für

höchste Qualität, ausgesuchte Rohstoffe

und kompetenten Service.

1954 von dem Bäckermeister Anton

Mayer gegründet, kann der Betrieb

schon jetzt auf eine 65-jährige Erfolgsgeschichte

zurückblicken. Zunächst

in Bad Tölz ansässig, konnte

das Unternehmen 1979 in ein größeres

Lager nach Wackersberg-Stallau

umziehen. Die Nachfrage stieg und

Bilder: Max Mustermann

das Sortiment wuchs. Seit 2006

leitet in dritter Generation Anton

Mayer, der Enkel des einstigen

Firmengründers, den florierenden

Großhandel. Im Jahr 2010 erfolgte

der Bau eines neuen, modernen Bürogebäudes.

Drei Jahre später wurde

das Frischesortiment erweitert und

ein neues Kühlhaus errichtet.

Damals wie heute legt das Team

der Firma Mayer größten Wert auf

individuelle und persönliche Kundenpflege,

fundierte Fachberatung

vor und nach dem Einkauf und

eine rasche Auftragsabwicklung.

Mittlerweile wird die backende und

kochende Branche im Umkreis von

50 km wöchentlich beliefert. Das

umfangreiche Sortiment umfasst

inzwischen über 2.500 Artikel:

Rohstoffe, Verpackung, Frischware

und Kleingeräte zur Herstellung

und Verpackung feinster Back- und

Konditorwaren. Von der Hefe bis

zur Kuvertüre, von der Semmeltüte

bis zum Krapfenfüllgerät. Die Lieferung

erfolgt schnell und unkompliziert

mit eigenem Fuhrpark. Selbstverständlich

können die Produkte

auch direkt selbst vom Lager abgeholt

werden.

Liebhaber edler Weine finden bei

der Schwesterfirma „Mayer Anton,

Weine & Feinkost“ mit Sicherheit

ebenfalls ihr persönliches Lieblingsprodukt.

kf

125


Kinder- und

Jugendprogramm

VERANSTALTUNGEN

Märkte

Messen & Festivals

Montag, 30.12.19 + 24.02. + 16.03. + 14.4.20

Wackersberg

Schreinerei Benedikt Kloiber

Beginn 16:00 Uhr

Workshop Löffelschlagen – Rhythmus auf Bayrisch

Anmeldung: Tourist-Information Lenggries

Tel. 08042/5008-800

Freitag, 03.01.20

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn 16:00 Uhr

„Das Dschungelbuch“ –

Das Musical für die ganze Familie

Samstag, 25.01.20

Bad Tölz

Kleiner Kursaal

Beginn 15:00 Uhr

Figurentheater „Tafiti – Abenteuer in der Savanne“

Mittwoch, 15.04.20

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn 16:00 Uhr

Conny – Das Schul-Musical

Samstag, 25.01. – 26.01.20

Bad Tölz

Kurhaus

Sa. 13 – 18 Uhr u.

So. 10 – 17 Uhr

Tölzer Hochzeitstraum –

Die Hochzeitsmesse

03.04. – 13.04.20

Bad Tölz

Marktstraße

11 – 18 Uhr

Tölzer Ostermarkt

Wanderungen

und Führungen

Samstag, 14.12. + 21.12. + 28.12.19

Lenggries

Beginn 17:00 Uhr

Laternentour mit dem Flößer

Anmeldung: Tourist-Information Lenggries:

Tel. 08042/5008-800

126


Musik & Kabarett

Samstag, 30.11.19

Bad Tölz

Kleiner Kursaal

Beginn 19:30 Uhr

Feliz Navidad! Andalusische

Weihnacht mit Flamenco

Samstag, 08.12.19

Wackersberg – Arzbach

KKK bei Gasthof Kramerwirt

Beginn 19 Uhr – Einlass 18 Uhr

Constanze Lindner ist „Miss Verständnis“

Sonntag, 01.12.19

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn 19:30 Uhr

3 Männer nur mit Gitarre

Donnerstag, 05.12.19

Freitag, 06.12.19

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn 19:30 Uhr

Nikolauskonzert des Tölzer Knabenchors

Samstag, 07.12.19: 19 Uhr,

Sonntag, 18.12.19: 18 Uhr

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn 19:00 Uhr

Carl Off

„Ludus de nato infante mirificus“ –

Ein Weihnachtsspiel

Unsere Flößer

»Bestimmung von Personen«

Freitag 29.11 und Samstag 30.11.

im Buidleck

Ziel der Veranstaltung ist es, möglichst genau abgebildete

Personen festzustellen. Es gibt eine Unmenge

von Bildern, bei denen die Namen der

fotografierten Personen nicht feststehen. Ich würde

mich freuen, wenn sich möglichst Personen einfinden,

die noch Flößer aus früherer Zeit kennen.


Marktstr. 5

Lenggries

127


Freitag, 13.12.19 + 03.04.20

Bad Tölz

Kleiner Kursaal

Beginn 20:30 Uhr

Jazz mit Peter Zoelch & friends

Samstag, 14.12.19

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn 20:00 Uhr

Django 3000

VERANSTALTUNGEN

Freitag, 27.12.19

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn 20:00 Uhr

Django Asül – Rückspiegel 2019

Sonntag, 15.12.19

Lenggries

KKK in der Kaminstub‘n –

Arrabella Brauneck Hotel

Beginn 20 Uhr

Philipp Weber Vorpremiere & Best of

Donnerstag, 19.12.19

(jeden 3. Do. im Monat)

Lenggries

Hirschbachstüberl

Beginn 20:05 Uhr

„Kloana Freidog“

Freitag, 20.12. – 23.12.19

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn 20:00 Uhr

Konzert der Bananafishbones

Samstag, 28.12.19

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn 20:00 Uhr

Ab in den Süden – Espen Nowacki‘s

Sonntag, 29.12.19

Lenggries

Pfarrkirche St. Jakob

Beginn 19:00 Uhr

Großes Weihnachtskonzert

des Kirchenchors Lenggries

Dienstag, 31.12.19

Bad Tölz

Stadtpfarrkirche

Beginn 19:00 Uhr

Silvesterkonzert „Orgel & Trompete“

Samstag, 04.01.20

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn 20:00 Uhr

Best of Musicals

Sonntag, 05.01.20

Wackersberg – Arzbach

KKK beim Gasthof Kramerwirt

Beginn 19 Uhr

d’Housemusi is back in Town ...!

128


Samstag, 11.01.20

Lenggries

KKK in der Kaminstub‘n –

Arabella Brauneck Hotel

Beginn 20 Uhr

Oimara – Solo

Freitag, 10.01.20

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn 19:00 Uhr

Das Kriminal Comedy Dinner –

Testament á la carte

Freitag, 17.01.20

Bad Heilbrunn

Landgasthof Reindlschmiede

Einlass 18:30 Uhr

Kunst & Küche mit Sepp Müller trifft ...!?

d‘Housemusi

Eintritt inkl. 3-Gänge-Menü

KVV Reindlschmiede 08046-285

Freitag, 17.01.20

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn 20:00 Uhr

Stephan Zinner „Raritäten 2019“


FÜR PROFIS,

HOBBY-SPIELER,

KÖNNER, TRÄUMER UND

EISDISCO-BESUCHER.

Mehr als 6.000 Eissport-Artikel auf Lager.

Tom’s Hockeyshop

In der WeeArena | Am Sportpark 2 | 83646 Bad Tölz | www.toms-hockeyshop.de

Unsere Öffnungszeiten

Montag bis Freitag

Samstag

10:00 - 12:00 Uhr u. 14:00 - 18:00 Uhr

10:00 - 13:00 Uhr

129


VERANSTALTUNGEN

Samstag, 18.01.20

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn 20:00 Uhr

Night of the Dance

Freitag, 31.01.20

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn 20:00 Uhr

Drum Stars – Der Percussion

„Show der Extraklasse“

Sonntag, 19.01.20

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn: 19:30 Uhr

Quartettisimo! Intern. Streichquartett

Dienstag, 21.1.20

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn 20:00 Uhr

Hans Söllner

Freitag, 31.01.20

Lenggries

KKK in der Kaminstub‘n – Arabella Brauneck Hotel

Beginn 20 Uhr

Duck Tape Ticket

Sonntag, 02.02.20

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn 18:00 Uhr

Die Udo Jürgens Story

Donnerstag, 30.1.20

Dietramszell

Klosterschänke

Einlass 18:30 Uhr

Kunst & Küche

mit Alexander Liegl & Aron Altmann

„Oben ist auch nur unten, aber halt von oben“

Eintritt inkl. 3-Gänge-Menü

KVV Klosterschänke 08027-904500

Freitag, 07.02.20

Lenggries

KKK in der Kaminstub‘n –

Arabella Brauneck Hotel

Beginn 20 Uhr

Ludwig W. Müller

„Witz ins Dunkel'“ best of Wortwitz

Samstag, 08.02.20

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn 20:00 Uhr

Alexander Schelle „Gehirnwäsche reloaded“

130


Donnerstag, 13.02.20

Dietramszell

Klosterschänke

Einlass 18:30 Uhr

Kunst & Küche d‘Housemusi

Eintritt inkl. 3-Gänge-Menü –

KVV Klosterschänke 08027-904500

Sonntag, 23.02.20

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn 19:30 Uhr

Faschingskonzert

der Holzkirchner Symphoniker

Freitag, 14.02.20

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn 20:00 Uhr

Werner Meier –

Groovige Gitarre

trifft freches Mundwerk

Freitag, 14.02.20

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn 19:00 Uhr

Das Kriminal Comedy Dinner –

Blutbad im Gemeinderat

Sonntag, 16.02.20

Lenggries

KKK in der Kaminstub‘n –

Arabella Brauneck Hotel

Beginn 20 Uhr

Wiener Blond –

Nicht schon wieder Wiener Lieder

Samstag, 29.02.20

Lenggries

KKK in der Kaminstub‘n –

Arabella Brauneck Hotel

Beginn 20 Uhr

Maxi Schafroth „Faszination Bayern“


131


VERANSTALTUNGEN

Sonntag, 01.03.20

Königsdorf

Posthotel Hofherr

Einlass 18:00 Uhr

Kunst & Küche Auf a Wort „Die Songs von STS“

Eintritt inkl. 3-Gänge-Menü

KVV Posthotel Hofherr 08179/5090

Mittwoch, 04.03.20

Dietramszell

Klosterschänke

Einlass 18:30 Uhr

Kunst & Küche Philipp Weber mit „Futter“

Eintritt inkl. 3-Gänge-Menü

KVV Klosterschänke 08027-904500

Samstag, 07.03.20

Lenggries

KKK in der Kaminstub‘n – Arabella Brauneck Hotel

Beginn 20 Uhr

„Menü der Sinne“ - und magische Momente mit

Alexander Schelle

Eintritt inkl. 3-Gänge-Menü

KVV Klosterschänke 08027-904500

Freitag, 20.03.20

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn 20:00 Uhr

Musical & Operettengala

Freitag, 20.03.20

Lenggries

KKK in der Kaminstub´n –

Arabella Brauneck Hotel

Beginn 20 Uhr

Helmut A. Binser „Löwenzahn“

Freitag, 13.03.20

Wackersberg – Arzbach

KKK beim Gasthof Kramerwirt

Beginn 20 Uhr

Mathias Kellner – Irgendwie zu ungefährlich

Samstag, 14.03.20

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn 19:30 Uhr

Brentano String Quartet (New York)

Donnerstag, 19.03.20

Dietramszell

Klosterschänke

Einlass 18:30 Uhr

Kunst & Küche mit Constanze Lindner ist

„Miss Verständnis“

Sonntag, 22.03.20

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn 20:00 Uhr

Thorsten Havender – Feuerproben

Deutschlands bekanntester Gedankenleser

Freitag, 27.03.20

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn 20:00 Uhr

Die Wellküren „Abendlandler“

Samstag, 28.03.20

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn 20:00 Uhr

Frühjahrssingen der Bergwacht

Donnerstag, 02.04.20

Dietramszell

Klosterschänke

Einlass 18:30 Uhr

Kunst & Küche mit Erich Kogler

„I mecht einfach nur da sitzen“

Eintritt inkl. 3-Gänge-Menü –

KVV Klosterschänke 08027-904500

132


Sonstige

Veranstaltungen

Sonntag, 08.03.20

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn 15:30 Uhr

Vortrag: USA der Südwesten

Sonntag, 08.03.20

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn 19:30 Uhr

Vortrag: Hans Kammerlander –

Mansula, der Geisterberg

Mitwoch, 25.03.20

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn 20:00 Uhr

Banff Mountain Film Festival

World Tour

Samstag, 07.03.20

Bad Tölz

Kurhaus

Beginn 19:30 Uhr

Vortrag: Harald Philipp – PFAD FINDER

„Mountainbike Abenteuer“

Großes Hallen-Schwimmbecken

Wildwasser-Strudel im Außenbereich

Täglich kostenloser Eintritt

mit der Gästekarte PLUS!

Mit der Lenggrieser Gästekarte 30% Ermäßigung

auf alle Eintritte (außer Mehrbadekarten).

Erlebnisbecken mit Luftperl-Liegen · Kleinkinderbecken

Liegewiese mit Panorama-Aussicht · Kiosk

Ganzjährig geöffnet (ÖZ: www.isarwelle-lenggries.de) · An der Mittelschule · Goethestr. 22a · 83661 Lenggries · Tel. (08042) 509596 · isarwelle@lenggries.de 133


WAS WAR LOS auf der Gewerbeschau Lenggries

Lebendiges Handwerk

und innovatives Gewerbe

Drei Tage lang zeigte die Lenggrieser

Wirtschaftswelt, was sie alles zu

bieten hat.

Vom 4.10. bis 6.10.2019 veranstaltete

der Handwerker- und Gewerbeverein

Lenggries die 6. Lenggrieser

Gewerbeschau.

50 Aussteller aus Handel, Handwerk,

Industrie, Dienstleistung und

Landwirtschaft präsentierten ihre

Leistungen und Waren. Der Besucherzuspruch

war groß.

Es ist immer wieder erstaunlich,

welche Vielfalt an Gewerbe in Lenggries

vorhanden ist.

Alle Aussteller steckten viel Arbeit

und Herzblut in Ihre Stände. Der

Besucher wurde durchweg wegen

der aufwändigen Stände zum Schauen

und miteinander Reden angeregt.

Den Besuchern wurden Fachvorträge

über gesundes Bauen

am Stand von der Zimmerei und

Holzbau Simon sowie über Steuer

und Erbrecht von der Steuerkanzlei

Mentel+Mentel angeboten. An

den Ständen konnten handwerkliche

Arbeiten bestaunt werden wie

etwa das Drechseln einer Schüssel

aus Ahornholz oder das Decken

eines Daches mit Blechschindeln.

Gemüseschnitzen oder das reparieren

einer Lederhose wurden ebenfalls

gezeigt.

Baumkletterer Peter Riesch zeigte

das Ausdünnen von Bäumen, die

eine Gefahr in der Verkehrssicherheit

darstellen. An vielen Ständen

wurden die Besucher mit Gewinn-

134


spielen in das Gespräch eingebunden,

z.B. musste am Stand

vom Raiffeisen Lagerhaus das

Gewicht von einem Holzklotz

geschätzt werden, der in einem

Moor gefunden wurde und zu

Stein erstarrt ist.

Den Kindern konnte es auch

nicht langweilig werden. Eine

Schnitzeljagd wurde von den

Ausstellern zusammen organisiert,

bei der Buchstaben

an den Ausstellerständen gefunden

werden mussten. Die

Lösung war: „Fahr nicht fort,

kauf im Ort!“ Für die richtige

Lösung gab es ein Kinderfahrrad,

eine Lederhose, eine

Trachten Herrenjoppe und

weitere 30 hochwertige Sachpreise

aus den Läden der Aussteller.

Am Stand vom Autozentrum

Isarwinkel wurden Holzautos

mit den Kindern gebastelt

und angemalt. Landmaschinen

Georg Gerg funktionierte eine

Kälberbox zu einer Spielbox

mit Bruder Traktoren um. Bei

der Feuerwehr Lenggries durften

die kleinen Nachwuchsfeuerwehrkinder

an einer Spritzenwand

mit einem richtigen

Feuerwehrschlauch ihr Können

beim Brandlöschen versuchen.

Den ganzen Tag fanden musikalische

Veranstaltungen im

Gastrozelt statt. Das Können

von Musikschülern der örtlichen

Musikschule „Müsik

Werkstatt“ und das Aufspielen

der Isarwinkler Jugendkapelle

konnte bei Kaffee und Kuchen

oder bei einer herzhaften Speise

der Metzgerei Weber verfolgt

werden.

Bei der Eröffnung am Freitag

waren namhafte Vertreter von

Bild: Bettina Krinner

Bild: Bettina Krinner

Wirtschaft und Politik vertreten.

Die Schirmherrschaft

wurde von Bürgermeister Werner

Weindl übernommen.

Bei der Gewerbeschau wurde

der Startschuss für das Lenggrieser

Regiosiegel gegeben.

Lenggrieser Gewerbebetriebe

können sich für eine der drei

Destinationsmarken bewerben.

Dabei wird unterschieden

zwischen der Tourismusmarke,

Standortmarke und Produktmarke

(Herstellung mit überwiegend

Lenggrieser Rohstoffen/Produkten).

Zur offiziellen Eröffnung wurde

der Beruf des Bäckers und

Konditors durch die Bäckerei

Kellner vorgestellt, der dann

auch Anleitung an Fr. Opitz,

Hr. Weindl, Hr. Bachhuber,

und Hr. Roß zum Knüpfen einer

Breze gab. Alle durften ihr

Geschick anschließend zeigen,

was für gute Unterhaltung bei

allen Besuchern sorgte. Für

alle Besucher gab es noch eine

fertige Breze als Gastgeschenk,

ehe es dann zu einem Rundgang

in die Ausstellung ging.

Die Veranstaltung wurde von

allen Ausstellern und dem

Handwerker- und Gewerbeverein

Lenggries als voller Erfolg

gefeiert.

Eine Wiederauflage in fünf

Jahren wird von allen Beteiligten

gewünscht.

Auf diesem Weg möchte sich

der 1. Vorstand Georg Gerg in

Vertretung des Handwerkerund

Gewerbeverein Lenggries,

bei allen Ausstellern, Beteiligten

und Helfern bedanken. Sie

alle haben zu dem großen Erfolg

beigetragen. gg

135


PORTRÄT Birgit Mayr

Birgit Mayr und die

Geschichten des Heiligen Antonius

Wer Birgit Mayr nicht eh schon

kennt, ist ihr vielleicht schon einmal

in der Tölzer Marktstraße

begegnet. Sie ist nämlich eine der

fünf Tölzer Stadtversucherinnen,

die seit mehreren Jahren Urlaubern

aus nah und fern, Geschichts- und

Filmbegeisterte durch unsere schöne

Kreisstadt führen. Selbstverständlich

in Tracht und äußerst charmant

erzählt Birgit dann über historische

Ereignisse und Hintergründe. Am

meisten sind es aber die bunten und

vielen Geschichten, die ihre Zuhörer

zum Schmunzeln und Nachdenken

anregen. Allerspätestens an der Tölzer

Franziskaner Kirche berichtet

Birgit vom Heiligen Antonius, dem

Schlampertoni, wie er bei uns von

vielen liebevoll genannt wird. Daraufhin

gestanden Birgit mehrere

Leute, dass auch sie selbst schon in

„größter Not“ den heiligen Antonius

um Hilfe gebeten haben. Birgit

sammelte all diese Geschichten erst

mal alle nur für sich. Doch dann

ereignete sich ihr ganz persönliches

Antonius-Wunder und seitdem begleitete

sie ein großes, inneres Bedürfnis,

die Geschichten in Buchform

weiterzugeben und somit dem

Heiligen Antonius auf diese Art etwas

zurückzugeben. Birgit erinnert

sich noch genau an jenen Morgen

während eines Italienurlaubes in der

Nähe von Ligano. „Wir saßen gerade

beim Frühstück in einem kleinen

Café, als eine fremde, ältere Frau

auf uns zukam und uns gestenreich

auf Italienisch darauf hinwies, dass

in Kürze eine Messe im Nachbarort

Palazzolo für den Heiligen Antonius

Bild: Lisa Bahnmüller

stattfinden wird. Auf einmal fiel es

mir wie Schuppen von den Augen!

Heute war der 13. Juni, der Patronatstag

des Heiligen Antonius.

Wenn wir zu Hause sind, dann gehe

ich an diesem Tag zu unserer kleinen

Antonius-Kapelle auf den Berg.

Aber dieses Jahr waren wir ja im Urlaub.

Als wir kurz drauf in Palazzolo

ankamen, fuhren wir mit unseren

Fahrrädern zu einer kleinen Kirche.

Mein Mann meinte, dass sei sicher

nicht die richtige, doch da fingen die

Glocken schon an zu läuten und wir

radelten nach Gehör zur ‚richtigen‘

Kirche. Ich freute mich riesig, entzündete

eine Kerze und betete für

unsere Familie. Wie sehr ich diesen

Schutz benötigte, hatte sich kurze

Zeit später herausgestellt. Während

ich in der kleinen Kapelle nichtsahnend

für unsere Familie betete, erlitt

unser Sohn zu Hause in Deutschland

eine schwere Lungenembolie,

die er wie ein Wunder überlebt hatte.

Wenn ich es bis heute noch nicht

glauben würde: Ab jetzt waren alle

Zweifel beseitigt.“

Anfang November kommt jetzt

bereits das dritte Buch von Birgit

Mayr heraus. Garantiert wieder mit

vielen wirklich unglaublichen, amüsanten

und rührenden Geschichten

rund um ihren Lieblingspatron.

Mittlerweile weist Birgits Antonius-Geschichten-Archiv

nicht nur

Geschichten aus Deutschland, sondern

aus aller Welt vor. Der Heilige

Antonius wird halt eben überall

gebraucht!

Die Antonius-Bücher sind erhältlich

in der Tourist-Info Bad Tölz, der

Buchhandlung Rupprecht oder

der Buchhandlung Urban, Café

Rendezvous der Genüsse, Soukup

Bad Heilbrunn und auf Bestellung

in allen Buchläden. Gerne auch persönlich

bei Birgit Mayr. Und wer

eine ganz persönliche Geschichte zu

erzählen hat, darf diese gerne an sie

weiterleiten. Vielleicht gibt es dann

bald einen Band 4, wer weiß … ml

Kontakt:

Birgit Mayr

Birgit.Mayr@antoniusgeschichten.de

Telefon 08046/587

Bilder: Elmar Kinninger

136


Auslegestellen

Bad Heilbrunn

Bistrocafé am Kräuterpark

Einfach Schön

Kur-Apotheke

Speckerbäck

Touristinfo

Bad Tölz

Café Heimat

Café Love

Fischer Weine

Glücksmomente

Gymnastikstudio g’sund

Raiffeisenbank im Oberland

Stadtwerke Bad Tölz

Steinacker Optik + Hörakustik

Stoff-Creativ

Tom’s Hockeyshop

Touristinfo Bad Tölz + Stadtmuseum

Tölzer Haarstüberl

Baiernrain

Café FreiZeit

Dietramszell

Trachtenstoffe Disl Uschi

Klosterschänke

Café Schwalbe

Trachten Redl – Einöd

VergissMeinNicht

Gaißach

Oswald Fußböden

Metzgerei Maier

Michaeli Apotheke

Rolladenbau Neher

Iffeldorf

Hotel Landgasthof

Osterseen

Königsdorf

Mittendrin

Lenggries

Alte Apotheke

Brot & Torte

Dorfladen

einzigArtig

Foto Bettina Krinner

Isartaler Haarstudio

Jaegers

Jeansstadl

Kräuterhexe

Lenggrieser Tracht- &

Lodenstub’n

Metzgerei Weber

s’Buidleck

Schreibzeig A. Essendorfer

Schuhhaus Bammer

Touristinfo Lenggries

Jachenau

Alpenstick

Bergchalet

Café Dannerer

Dorfladen

Café 7 1/3 – Hotel Sonnenhof

Reichersbeuern

Bäckerei Meier

Raiffeisenbank im Oberland

Sachsenkam

Edeka

Gasthof Neuwirt

Waakirchen

Hoppe Bräu

Wackersberg

Altwirt Familie Goldner

Café Bolzmacher

Gasthaus Arzbacher Hof

Greilinger Hof

Uschi’s Nudelwerkstatt, Arzbach

Kramerwirt

Wallgau

Trachten Leismüller

••••••

•••••

Sport

People

Produkt

Highspeed

Architektur

Landschaft

MTB Foto Touren

Makro & mehr

•••••

••••••

Auweg 3a - 83661 Lenggries - Tel. 0151 24044883 - www.windkinder.com - info@windkinder.com

137


Impressum

Herausgeber:

CS Medienberatung + Verlag, Christine Strauß, Sperberstraße 8a, 83661 Lenggries,

info@disarwinkler.de, Tel. 0173 · 9728744, www.disarwinkler.de

Gestaltung:

presentja Mediengestaltung Nicole Müntsch, presentja@web.de;

Claudia Wendt, www.wendtpunkt.de

Titelfoto:

Wolfgang Kronwitter, Auweg 3a, 83661 Lenggries, Tel. 0151 · 24044883, www.windkinder.com

Titelmotiv: Jäger „Franz Augustin“, Lenggries

Illustration:

Gaby Bürsch, Valley

Redaktion:

Michaela Probst (mp), Michaela Linke (ml), Katharina Fitz (kf), Birgit Bondarenko (bb),

Ines Gokus (gk), Christine Strauß (cs), Agnes Müller (am)

Projektleitung:

Christine Strauß

Anzeigen:

Christine Strauß, info@disarwinkler.de, Tel. 0173 · 9728744

Fotos:

Wolfgang Kronwitter, Michaela Probst, Christine Strauß, Hans Demmel, Michaela Linke,

Agnes Müller, Andreas Wanner, Elmar Kinninger, Lisa Bahnmüller, Katharina Mayer, s’Buidleck,

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Druckerei:

F&W Druck- und Mediencenter GmbH, 83361 Kienberg, www.fw-medien.de

Für die Richtigkeit von Terminen, Daten und Angaben in Kundenanzeigen, Preisen, redaktionellen Inhalten

sowie Adressen und Telefonnummern wird nicht gehaftet.

Auflage: 15.000

Nächste Ausgabe Frühjahr – erscheint Ende März

Anzeigenschluss: 20.02.2020

Veröffentlichungen – auch auszugsweise – nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages

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über viele Freunde!

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Unser Leistungsfeld streckt sich

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Schreinerei Joachim

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Tel: 08041 / 799 930 | Fax: 08041 / 799 929

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