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andistrom

Ausgabe #12 Weihnachten 2019

Das Feuer

© Phil Jamieson

JAMES FOGARTY

TYGERS OF PAN TANG

ADAM BOMB

SPEED LIMIT

A PALE HORSE NAMED DEATH

KILL THE LYCAN

Große Weihnachtsverlosung


Stark!er Anfang

WHEN IN STROM

Mitreißender Folkrock

für alle Säue, und die,

die es noch werden wollen!

"Eisheilige Nacht“-Tour

mit SUBWAY TO SALLY,

FIDDLER´S GREEN,

VOGELFREY im Dezember

OUT 29.11.

LIVE!

06.02.20 Berlin Columbia Theater

07.02.20 Hamburg Markthalle

08.02.20 Köln Essigfabrik

13.02.20 Hannover Faust

14.02.20 München Backstage

15.02.20 Karlsruhe Substage

DIGIPAK | LTD 1-LP GATEFOLD VINYL | DIGITAL | LTD DELUXE BOX EXKLUSIV ERHÄLTLICH VIA NAPALMRECORDS.COM!

The Space Ninjas attack

The epic Power Metal chronicles of VICTORIUS

continue with a brand new chapter in space!

OUT 17.01.

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Mann, ein Hund, ein Van: ADAM BOMB tourt

quasi 365 Tage im Jahr live durch die Lande, Doris

und Günter plauderten mit dem „Rock´n´Roll

Gypsy“ über sein Leben unter STROM.

STARK!en Tobak bietet auch Annas sehr persönliches

und tiefgehendes Gespräch mit der

Brooklyn-Legende Sal Abruscato (PALE HORSE

NAMED DEATH, ex-TYPE O).

Walter wiederum klickte sich für unsere

AVATARIUM-Titelstory in die „Familien-Idylle“

im Hause Jidell-Smith ein und steuerte außerdem

Interviews mit heimischen (SPEED LIMIT)

und britischen (TYGERS OF PAN TANG) Legenden

bei, während sich Mike im Nerd-Strom mit

JAMES FOGARTY suhlte.

„Behind The Strom“ führt uns Anthalerero mit ihrem

„24 Stunden Wahnsinn“-Hintergrundbericht

vom METALNIGHT OUTBREAK, Christian war

live bei Fusion-Pionier JOHN McLAUGHLIN und

Charles im „Zeitstrom“ mit THORNS.

Viele Reviews, Konzert- und Festivalberichte,

Bobbys POPOläres „Heisl“-Comic, ein neuer

„Seelenstrom“ und natürlich - als Dankeschön

für Eure Treue - die starke! Weihnachtsverlosung

runden unsere letzte Ausgabe in diesem Jahr

wunderbar ab.

Viel Spaß,

Andi Appel, Herausgeber

Wer dieses Heft pünktlich bei Erscheinen abgreift,

sei nochmal an unsere Sause mit MAIDEN FÜR JEDEN,

RAPTOR 200 und FINGERLYXX im Rahmen der

INDIE LABEL WOCHE 2019 erinnert:

29.11. ab 20h im Reigen Wien

VIRIDIAN

OUT 24.01.

LTD Digipak | LTD Vinyl | DIGITAL

Drei

stark!

und gratis:

Unser Mag liegt in vielen Clubs und

Stores gratis auf (eine Liste findet ihr

unter www.starkstrom.live), wird euch

aber auch gerne ins Haus geschickt

(+ Versandspesen), bei Interesse einfach

Mail an strom@starkstrom.live

Laut und finster: stark!strom auf insta!

Instagram/starkstrom_magazin

Stark!strom auch im sozialen netz

Facebook/StarkStromMag

AB 10. JÄNNER IM KINO

www.sonypictures.at

EIGENTUM DER COLUMBIA TRISTAR MARKETING GROUP, INC. GEBRAUCH NUR FÜR AUTORISIERTE WERBEZWECKE. VERK AUF, VERVIELFÄLTIGUNG ODER ÜBERTRAGUNG DIESES MATERIALS IST STRENGSTENS UNTERSAGT.



STROM-FAMILIE

© Phil Jamieson

faszinierend und mitreißend finde.

Außerdem habe ich ein ausgeprägtes,

bisweilen bei AVATARIUM

aber noch nicht in diesem Ausmaß

eingebrachtes Faible für Blues, weshalb

meine Gitarre mitunter mehr

nach deftigem Blues Rock als nach

Heavy Rock klingt. Es war meine

Intention, die Gitarren auf „The Fire

I Long For“ wieder ähnlich wie auf

den ersten beiden Alben klingen

zu lassen. Schließlich stammen

meine Einflüsse vorrangig von

BLACK SABBATH, DEEP PURPLE oder

RAINBOW.

Wie läuft das Songschreiben bei

AVATARIUM momentan ab? Nimmst

du deine Ideen zunächst alleine auf oder komponieren

Jennie-Ann und du im Familienverbund, bevor der Rest

der Band involviert wird?

„Wow, irgendwie fühlen wir uns

jetzt bestätigt“

GERN´ GESCHEHEN

Am eigentlichen Prozess hat sich

dadurch aber nicht viel geändert,

da wir uns zu Hause ein wirklich

gut ausgestattetes Studio eingerichtet

haben. Meistens läuft das

ganz unkompliziert ab, ich spiele

Jennie-Ann meine Riffs vor und

sie hat dann recht rasch eine Idee

für eine passende Gesangsmelodie.

Gemeinsam legen wir dann die

Basis für den Song, danach kommen

Andreas (Johansson, Drums)

und Rickard (Nilsson, Orgel) ins

Spiel und es entstehen spontane

Jams, die nachträglich zu einem

strukturierten Song rekonstruiert

werden müssen. Es kommt aber

auch vor, dass es komplett andersrum

läuft und wir eine Nummer vom Grundriff

her aufbauen und akribisch an den Melodien

arbeiten.

Im Prinzip trifft beides zu. Inzwischen habe ich

mir sogar ein Handy mit einer brauchbaren

Aufnahmefunktion zugelegt. Damit bin ich natürlich

alles andere als „up to date“, denn das machen

jüngere Musiker schon viel länger, irgendwie war

mir diese Technik bislang aber noch nicht wirklich

sympathisch. Egal, mittlerweile bin ich damit

ganz gut unterwegs und kann meine Ideen überall

festhalten.

Alles klar, allerdings fehlt mir ein Name, der bislang

ebenso zu AVATARIUM gehörte, auch wenn er als

Musiker zuletzt nicht mehr im Line Up stand: Ist Leif

Edling denn gar nicht mehr involviert?

Aber sicher doch! Leif ist einer meiner besten und

innigsten Freunde. Er kommt mehrmals die Woche

vorbei und sehr häufig endet sein Besuch damit,

dass wir im Studio an neuen Songideen feilen -

4

Der Blues und das Feuer

Mit der wunderbaren „Moonhorse“-EP gelang der schwedischen Formation 2013

ein Einstand nach Maß. Gegründet von „Mr. Doom“ Leif Edling (CANDLEMASS u.v.a.)

und Marcus Jidell erwies sich vor allem dessen Ehefrau, Sängerin Jennie-Ann Smith

als riesiger Glücksgriff für die Band. Mit bisher drei Alben und dem darauf gebotenen

eigen ständigen und originellen Stil konnten AVATARIUM sowohl

eingeschworene Doomies als auch Fans anderer Genres für sich gewinnen.

Auf ihrem neuen Dreher „The Fire I Long For“

(Nuclear Blast) bündelt die Truppe nun ihre Kräfte,

legt noch mehr Wert auf zwingende Hooks und

fährt dafür die auf dem Vorgänger „Hurricanes

And Halos“ forcierte Psychedelic-Schlagseite etwas

zurück. Von heftigen Krachern der Marke „Voices“

bis zu getragenen, melancholisch gehaltenen

Nummern wie dem tieftraurigen „Lay Me Down“

klingt die Band facettenreicher - und Jennie-Anns

Gesang eleganter und aufwühlender - denn je.

Wir klinkten uns telefonisch in die abendliche

Familienidylle im Hause Jidell-Smith ein (Jennie-

Ann und Marcus sind stolze Eltern eines knapp einjährigen

Jungen) und unterhielten uns zunächst

einmal über den wieder etwas erhöhten Doom

Metal-Anteil.

Marcus: Oh ja, den hast du gut erkannt. Es war

meine Intention, die Gitarren wieder mehr in den

Vordergrund zu rücken und die Riffs Metal-lastiger

anzulegen. Ich muss zugeben, dass ich aus heutiger

Sicht mit der letzten Platte nicht mehr ganz zufrieden

bin, sie war zu sehr auf Classic Rock gebürstet,

ein wenig ein „Nummer-Sicher-Album“.

Ehrliche Antwort. Auffallend ist zudem - etwa im von

einem knallharten Iommi-Gedächtnisriff eingeleiteten

Opener „Voices“, aber auch im eher fragilen „Porcelain

Skull‘ - ein gewisser Hang zu orientalischer Melodik.

Korrekt. Ich bin zwar eingeschworener Hard Rockund

Heavy Metal-Fan, liebe aber auch unzählige

andere Formen von Musik, so auch die orientalische

Folklore, da ich deren Melodien einfach

GLÜCK IST

EIN ABEND

UM 13 EURO

Casinos Austria ermöglicht im Burgtheater, im Akademietheater und im Volkstheater einen Theaterbesuch

um 13 Euro. Und zwar jeden 13. des Monats, in der 13. Reihe oder auf Sitzplätzen mit der Nummer

13. Karten via Burgtheater oder Volkstheater erhältlich, solange der Vorrat reicht.

Informationen auch unter www.sponsoring.casinos.at



STROM-FAMILIE

Jeder

Mitspieler

gewinnt!

Die große

HEILIGER STROM!

womit deine Frage beantwortet wäre, haha. Leif ist

zwar seit einigen Jahren kein Bandmitglied mehr,

am Songwriting war er aber immer beteiligt und

wird es auch bleiben.

Klingt gut und lässt darauf schließen, dass sich, wenn

die Frage gestattet ist, sein Gesundheitszustand wieder

verbessert hat.

Definitiv! Er muss zwar immer noch diverse

Medikamente nehmen, hat aber seinen

Gesundheitszustand wieder so weit unter Kontrolle,

dass es ihm von ärztlicher Seite aus sogar gestattet

war, Konzerte zu spielen. Was er

natürlich für CANDLEMASS genutzt

hat, schließlich handelt es sich dabei

ja um sein „Baby“.

Was uns indirekt zum nächsten Thema

bringt: THE DOOMSDAY KINGDOM!

„Wenn Texte egal wären,

würden wir wohl nur noch

Instrumentalmusik machen“

AVATARIUM HABEN ETWAS ZU SAGEN

Schicksalsschläge zu verkraften, Verluste von

Familienmitgliedern etwa, und waren immer wieder

mit Glaubens- und Sinnfragen konfrontiert. Das

hat sich klarerweise auf unsere Texte ausgewirkt,

die sehr persönlich ausgefallen sind. Das war schon

immer so bei uns, nur eben von Platte zu Platte

situationsbedingt sehr unterschiedlich, schließlich

ist nicht nur die Musik eines Albums zum jeweiligen

Zeitpunkt eine Momentaufnahme, sondern

auch die Texte sind es.

Als gemeinsamer Nenner all eurer Scheiben lässt

sich aber, nicht zuletzt ob des unfassbar fesselnden

Gesangsvortrags deiner Gattin, ein gewisses

Geborgenheitsgefühl erwähnen.

Denn egal, welche AVATARIUM-Platte

man auflegt, als Hörer hat man das

Gefühl, sich von der Band förmlich durch

diese „tragen“ lassen zu können, und da

spielen die Texte mit Sicherheit ihre Rolle.

© Phil Jamieson

Weihnachtsverlosung

Wart ihr auch alle schön brav? Natürlich.

Dann schickt doch euren Christkind-Brief an Stark!Strom, Oberzellergasse 1/17/12, 1030 Wien oder

per Mail mit Betreff „Weihnachten“ an strom@starkstrom.live und vergesst nicht,

eure(n) Wunschpreis(e) und - ah! - eure Postanschrift anzugeben.

Sehr gerne könnt ihr uns auch eure Lieblings -Bands / -Live Locations / -Geschäfte in Österreich verraten

und mitteilen, was euch an unserem Magazin gefällt und was nicht.

Was soll man im Stark!Strom eher weglassen, dazu geben, verändern?

Die ganz Braven schicken noch ein Foto von sich mit dem Magazin mit (oder nur vom Heft an einem

bestimmten Ort… oder ganz anders, wir freuen uns auf eure Kreativität!), vielleicht bekommen wir ja

in der nächsten Ausgabe eine schöne Galerie zusammen.

In diesem Sinne: Herzlichen Dank und Frohe Weihnachten!

STARKER! Dank gebührt allen Partnern – in alphabetischer Reihung – für folgende „Spenden“:

6

Auch hier wird es wohl neues Material geben. Es

ist zwar korrekt, dass Leif den Großteil des ersten

Albums aus eher therapeutischen Zwecken

für sich allein komponiert hat, doch je länger

der Entstehungsprozess andauerte, umso mehr

konnten ich und die anderen Kollegen uns auch

einbringen. Von daher ist ein zweites Werk nicht

unwahrscheinlich, und an Songideen mangelt es

Leif ohnedies nie.

Von „Mangelerscheinungen“ musikalischer Natur darf

man aber auch bei dir nicht sprechen, von daher interessiert

mich noch die Inspiration zum Titel eures aktuellen

Albums. Ich persönlich denke, bei AVATARIUM das

„Feuer“ erst gar nicht suchen zu müssen, sondern habe

eher den Eindruck, euer inneres Feuer brennt lichterloh!

Das ist eine wirklich coole Interpretation, danke!

Das haben wir bislang weder selbst in der

Form in Betracht gezogen, noch hätte es uns jemand

so gesagt. Wow, irgendwie fühlen wir uns

jetzt bestätigt, denn wir haben uns deshalb für

diesen Titel entschieden, weil er wirklich großen

Interpretationsfreiraum zulässt.

Unserer eigenen Auffassung nach hat es etwas

mit dem Leben im Jenseits zu tun. Wir hatten in

den letzten Jahren einige schwere persönliche

Das sehen wir genauso! Wenn Texte egal wären,

würden wir wohl nur noch Instrumentalmusik

machen. Und solange der Alltag für Inspiration

sorgt, braucht ihr euch diesbezüglich auch keine

Sorgen zu machen. Wir interessieren uns genauso

für psychedelisch und esoterisch angehauchte

Themen, eine gewisse Erdung ist bei uns aber immer

vorhanden. Dafür stehen wir einfach zu sehr

mit beiden Beinen am Boden.

Leider nicht so oft - Spitzen Übergang! - am Bühnenboden.

Zum Zeitpunkt des Interviews sind lediglich zwei Gigs

in Schweden fixiert. Da kommt hoffentlich noch mehr?

Mal sehen. Wir sind momentan zumindest mit einigen

Festivals für kommenden Sommer in Kontakt.

Fix ist aber noch nix. Mehr als einige Einzel-Shows

gehen auch kaum, für eine längere Tournee ist unser

Junior noch zu klein.

Dafür haben wir vollstes Verständnis, hoffen aber zumindest,

dass eine der erwähnten Einzel-Shows bei uns

stattfindet. Bis dahin alles Gute für euch als Familie

und Band, danke für das nette Gespräch - und für das

neue Album, das hiermit nochmal allen Lesern ans Herz

gelegt sei.

www.facebook.com/avatariumofficial

Walter

© Band

DARKEST OUR

ARENA WIEN

Je 1x2 Tickets für

DARKEST HOUR (27.01.),

UK SUBS (30.01.),

HEXVESSEL (12.02.),

TESTAMENT + EXODUS +

DEATH ANGEL (20.02.),

ICON FOR HIRE (09.03.)

2B TO BE HEMP

Sechs Dosen 2B to be Hemp

Hanf-Fruchtsaft, eine Flasche

2B to be Hemp Gin

© Stephen Jensen

BARRACUDA MUSIC / FM SERVICE

Je 1x2 Tickets für

FIVE FINGER DEATH PUNCH &

MEGADETH & BAD WOLVES

(19.02. Stadthalle Wien) und

ANATHEMA (19.03. SiMM City Wien)

ALFRED Verlag

Ein Buch „Garantiert Rockgitarre

lernen“

FIVE FINGER DEATH PUNCH

DARKFALL

Fünf CDs „Road To Redemption“

7



DELICIOUS RELEASES

Je drei aktuelle CDs von

DIE KAMMER & SMELTZ

DIRTY SOUND MAGNET

Fünf CDs „Transgenic“

DRAGONY

Je zwei

„Shadowplay“-Shirts in L bzw XL,

zwei „Masters Of The Multiverse“ CDs

und zwei Patches

EDEL RECORDS AUSTRIA

Je eine aktuelle CD von BABYMETAL,

DRAGONFORCE, STATUS QUO

und TARJA

NINTENDO

Je ein Nintendo Switch Game

„Pokémon Schwert“ &

„Pokémon Schild“

RAMMELHOF

Eine „Bestes Album 2018“ CD und

ein „Güll ´Em All“-Shirt (L)

RATTLESNAKE

Vier Waren-Gutscheine à 25€

ROCKER‘S DELIGHT

Drei Flaschen (0,5l) Likör

ELEVEN SEVEN MUSIC

Je zwei MÖTLEY CRÜE „The Dirt“

Bücher und Soundtrack-CDs und

„Kickstart My Heart /

Home Sweet Home“

Seven Inch Singles + Sticker

GOOD 2 GO

Haufenweise (Promo)CDs von

PSYCHOPUNCH, NEGATOR,

BILL EVANS, LIFE, PICTURE,

VOGELFREY, JAN AKKERMAN u.v.a.

HEAD OF PR

Zwei signierte BAD WOLVES CDs +

Poster + Sticker und zwei

FIRE FROM THE GODS CDs

INNROCK

1x2 Festival-Tickets fürs

INNROCK RELOADED

am 21.+22.08. in Radfeld (Tirol)

© Band

ANY GIVEN DAY

ROCKHOUSE SALZBURG

Je 1x2 Tickets für ANY GIVEN DAY &

BLEED FROM WITHIN (15.12.),

SPEED LIMIT & BLIND PETITION (15.12.),

IRON MAIDNEM (29.02.)

ROCKWEIN

Drei 12er-Kartons Rockwein

mit je drei Flaschen der Sorten

„Revolution Is My Name -

Grüner Veltliner“,

„Overkill – Weissburgunder“,

„Rebel Yell – Riesling“ und

„South Of Heaven –

Gelber Muskateller“

ROTTENSTEINER PROMOTIONS

Je ein Vinyl von TARJA und

LOVE GOD CHAOS sowie je eine

aktuelle CD von SHINEDOWN,

BEARTOOTH, STATUS QUO,

ALICE COOPER, THE DEAD DAISIES,

HOLLYWOOD VAMPIRES,

FOREIGNER und TARJA

SONNENTOR

Vierundzwanzig Packungen

„Heavy Metal Tee“

JÄGERMEISTER

Ein JägerPackage

mit Induktionslautsprecher,

Schlüsselband und - alles golden -

Flachmann, Shot Becher und

Hirschkopfausgießer

KALTENBACH OPEN AIR

Fünf KOA-Shirts

in verschiedenen Größen

KILL THE LYCAN

Eine „Rhea“ CD und 1x2 Tickets

(14.12. Szene Wien)

www.heligeguitars.com

SONY MUSIC AUSTRIA

Ein BRING ME THE HORIZON Vinyl und

zwei KILLSWITCH ENGAGE Deluxe CDs

SPEED LIMIT

Ein Shirt „Anywhere We Dare“

TURBOBIER

Zwei Paletten TURBOBIER-Dosen

© Turbobier

UNIVERSAL MUSIC AUSTRIA

Je ein VOLBEAT

„Let’s Boogie! Live From Telia Parken“

Doppel-CD-Digipak und Vinyl sowie ein

„Rewind, Replay, Rebound” Vinyl

MARS MUSIC

Je zwei CDs von MADHOUSE,

FINGERLYXX, VAN ALEN, DAN RIDER

und ein USB-Stick in Kassettenform

von SO MUCH MORE

METALVILLE RECORDS

Drei DOG EAT DOG

„25 Jahre All Boro Kings“ Fanboxen

MOTHER‘S CAKE

Je ein(e) handsignierte(s)

„Live At Bergisel“ CD & Vinyl

KLANGFARBE

Eine HG Helige Guitars E-Gitarre

„Highway Modern Classic“

UTE KROMREY PROMÖTER

Je zwei MÖTORHEAD T-Shirts und „Bomber“ bzw. „Overkill“

Anniversary-CDs und ein MOTÖRHEAD Kaffeebecher plus CDs von

LOREENA MC KENNITT, ARMORED DAWN, INDUCTION u.a.

VINYL & MUSIC

6x2 Festivalpässe fürs

VINYL & MUSIC FESTIVAL

am 07.+ 08.03.

in der Ottakringer Brauerei (W)

WE BLAME THE EMPIRE

Eine Haube und ein Shirt

© Band

8 9



STROM-SCHLAG

© Melativ

STROM-FINGER

REDEN

UND MACHEN

Photo by Nick Fewings on Unsplash

10

Früher, in meinem jugendlichen Taml, tendierte ich dazu, Menschen um

mich herum in Arschlöcher und Nicht-Arschlöcher einzuteilen. Nun,

das hat sich bis heute nicht wirklich geändert, aber oben drauf teile ich

meine Zeitgenossen mittlerweile auch in die „Macher“ und die „Reder“ ein.

Da gibt es einerseits die, die immer nur reden. Was sie nicht alles können.

Was sie nicht alles machen wollen. Wie super sie nicht sind, wie

lang das beste Teil und wie toll der neue 3er BMW nicht ist, dass man

gerne mal weit verreisen möchte, aber es eh nie tut, weil Flugzeuge

ja ständig abstürzen, man (und Frau! Bitte fühlen Sie sich nicht dazu

genötigt, mein nicht vorhandenes Gendern als soziale Norm zu verstehen!)

hat immense Pläne für sich, sein Leben, seine Kinder, seinen

Partner. Passieren tut dann im Endeffekt wenig bis nichts. Zu mühsam,

zu weit, zu viel Aufwand, zu teuer, zu stressig. Aber! Nächstes Jahr wird

MEIN Jahr – da wird alles besser! Oder 2025! Oder eventuell dann 2049?

Inzwischen zieht das Leben im Zeitraffer an uns vorbei , die Sekunden

rieseln unaufhaltsam ins Glas, und plötzlich sind wir alt und haben,

außer viel geredet, nichts gemacht.

Und dann sind da eben noch die Macher. Die reden normal nicht viel,

zumindest nicht darüber, was sie machen wollen. Die tun einfach.

Die hinterfragen nicht, zerdenken nicht, wissen vorher auch noch nicht,

ob irgendetwas möglicherweise Scheiße ist oder nicht – das kann man

ja immer noch nachher entscheiden. Macher machen auch einfach mal

Blödsinn, bei dem es den Redern dann auch mal die Sprache verschlägt.

„Warum tun die das? Warum traut man sich sowas? San de afoch nur

deppat? Ich würde das NIE machen!“

Ich persönlich hab mir ein Ziel gesteckt für mein Leben, wie lange oder

kurz es auch immer dauern möge (gut, mit 46 bin ich eh schon irgendwie

auf der Gewinner-Seite …). Ich möchte am Ende sagen können: Ich

hab‘s probiert, ich hab‘s gemacht, ich hab mich getraut, ich hab nicht

gedacht und es einfach getan – und es war ur leiwand! Ich hab versucht,

mir die Welt anzusehen, während andere in einem ewigen Kreislauf

zwischen Caorle und Hradec Kralove gefangen sind. Ich bin Fallschirm

gesprungen, während andere auf der Couch ihren Drei-Tages-Rausch

ausgeschlafen haben. Ich war bei Sonnenaufgang in der Wildnis von

Nebraska, während andere es nicht mal nachmittags auf den Harzberg

schaffen. Das ist aber nichts, über das ich groß rede, denn ich tue es für

mich. Und das Leben ist viel zu kurz, um es NICHT zu tun!

Mike, Stark!Strom Chefredakteur

Süßer die Kuhglocken nie klingen

Together we are going down – im besten Sinne.

Das Wiener Hard Rock/Sleaze Rock-Quartett

FINGERLYXX erhebt sich rifflastig aus dem

Zuckersumpf der 80er Hair-Szene. Doppelt bespielte

Vocals, eine extra tighte Rhythmus-Sektion,

weit ausladende Riffs und Melodien, die geradezu

für Arenen gemacht sind, machen – egal, ob mit

oder ohne knackengen Leopardenmusterhosen

– einfach Spaß. Mitwippen und Tanzen ist unvermeidbar.

Mit vier Titeln kommt die erste EP ,,We Are The

Apocalypse‘‘ daher und egal, ob DEF LEPPARD,

BON JOVI oder AC/DC – sämtliche Klassiker

bekommen ihr Fett weg und werden mit weiblichen

Vocals auf ein neues Jahrtausend aufpoliert.

Da funktioniert sogar die gelegentliche Cowbell

in ,,Make Hardrock Great Again‘‘, und wie oft

kommt so was schon vor? Eine zuckerschocklastige

Empfehlung (nicht nur) für 80er-Fetischisten

mit Bandanas und Tiermusterkleidung und

überhaupt ein echter Geheimtipp.

Noch.

www.facebook.com/Fingerlyxx

Gabriel

LIVE bei der

am 29.11. im Reigen

AB 12. DEZEMBER IM KINO

www.sonypictures.at



GRIECHISCHER STROM

KILL THE LYCAN

Götter und Titanen

ROMANO

SPECIAL GUEST:

Gut Ding braucht manchmal Weile.

Dachten sich auch die Wiener Metalcore-Urgesteine KILL THE LYCAN und ließen ihre Fans ganze acht Jahre warten, bis der

„Avalanche“-EP endlich ein Album folgte. Was es mit „Rhea“ auf sich hat, erzählten Chris & Chris (Vocals und Bass) im Interview:

© Band

Unser Gitarrist Stevo kam mit der Idee,

etwas über die griechische Mythologie

zu machen, quasi als Dachthema für

das ganze Album. Jeder Song behandelt

einen Gott oder Titan. Lyrisch haben

wir diese Themen dann mit persön-

lichen Erfahrungen verbunden… weil

ironischerweise sind all diese gött--

lichen Archetypen auch nur zutiefst

menschlich.

Wie verlief das Recording?

Nun, jeder hatte seinen Part zu erfüllen,

und das ist dann alles ziemlich zügig

durchgegangen. Am Schluss nochmal

die finale Session durchhören, Fehler

ausmerzen, noch einmal alles ein bisschen abändern

(lacht) und dann ab zum Mastern.

Und wer zeichnet wie für die Songs verantwortlich?

Grundsätzlich kommt vom Stevo das instrumentale

Gerüst, sagen wir mal 90% vom Songwriting. Die

letzten 10% plus Vocals – also the sugar on the

cake – kommt dann von uns. Wichtig war, dass wir

uns alle gemeinsam ein zeitliches Ziel setzten: Bis

Dezember haben wir´s fertig.

Operation gelungen, Patient lebt, und das auf eigenen

Füßen, warum habt ihr euch letztendlich gegen ein

Plattenlabel entschieden?

Da spielt vieles mit, auch die Zeit – und die hatten

wir nicht bzw. wollten wir uns nicht nehmen. Man

muss die Sache für ein Label schön aufbereiten, den

ganze Bewerbungsprozess durchgehen… Natürlich

wäre eine gute Company längerfristig super, aber

das muss dann auch passen. Diesmal wollten wir

uns voll und ganz auf das Album konzentrieren, es

„Wia mia mit 20 auf der Bühne

herumg´hupſt san

a Stund long,

des dablos ma so nimma“

METALCORE-URGESTEINE

rechtzeitig und ordentlich rausbringen…

wer weiß, was die Zukunft bringt.

Eines auf alle Fälle: eine Release Party am

14.12. in der Szene Wien. Worauf dürfen

wir uns freuen?

Haufenweise geile Bands, die mit uns die

Bühne teilen… und es wird das längste

Konzert, das wir jemals gespielt haben.

Konditionell eine Herausforderung?

Auf jeden Fall! Die jüngsten sind wir

auch nicht mehr, ein paar Jahre verbringen

wir ja mittlerweile in diesem

Business. Da haben wir durchaus auch

schon für uns selbst gemerkt (im Dialekt, Anm:):

„Wia mia mit 20 auf der Bühne herumg´hupft san

a Stund long, des dablos ma so nimma“. Aber wir

freuen uns natürlich extrem auf die Show, für uns

ein absolutes Highlight, noch dazu wird es neues

Merchandise geben und natürlich das Album.

Also genug Geld einstecken, liebe Leser!

Bitte darum. Wir haben auch ein Kickstarter projekt

mit speziellen Packages, ein KILL THE LYCAN-

Akustikkonzert etwa oder Songwritingworkshops

mit Stevo, Vocal-Lessons und vieles mehr.

„Vieles mehr“ ist ein gutes Stichwort punkto Zukunftspläne,

nehme ich an?

Absolut. 2020 heißt es für uns vor allem: live spielen,

live spielen und: live spielen!

www.facebook.com/killthelycan

Tschyssl

21. JUNI 2020 ERNSTHAPPELSTADION ERNST-HAPPELSTADION WIEN

TICKETS: WWW.MUSICTICKET.AT WWW.OETICKET.COM

STADION OPEN AIR WIENER NEUSTADT

|

WWW.MUSICTICKET.AT UND WWW.OETICKET.COM

12

K I L L T H E L Y C A N l i v e : 1 4 . 1 2 . S z e n e W i e n

( + W E B L A M E T H E E M P I R E + A N E W C H A P T E R + A R K L I G H T )



LEBEN UNTER STROM

ADAM BOMB

Toastbrot

mit Erdbeermarmelade

Er lebt unsere Musik wie kaum ein anderer und

tourt mit seiner Band (und seinem Hund) im

Van quasi 365 Tage im Jahr live um die Welt. Bei

der AIRBOURNE Aftershow-Party in der Wiener

Arena geigte ADAM BOMB – zum fünften Mal –

im Arena Beisl auf, davor baten wir den vielleicht

letzten echten „Rock‘n‘Roll Gypsy“ zum

Interview, an dessen Beginn seine musikalischen

Anfänge im heimatlichen Seattle stehen:

Schon zu meiner Schulzeit spielte ich in meiner Band

TYRANT mit Geoff Tate, dem späteren QUEENSRYCHE-

Sänger. Er stand auf YES und GENESIS, musste bei

uns aber UFO und JUDAS PRIEST singen. Also die

Musik, die ich heute noch mache, ich spiele sogar

noch immer die gleiche Gitarre wie damals!

Wir wurden Letzter bei einem Bandwettbewerb,

eine abgekartete Geschichte. Geoff arbeitete in der

Bäckerei meines Vaters und wurde gefeuert, weil er

ständig Brot klaute.

Danach, etwa 1978/79, stieg ich bei den gerade angesagten

TKO ein, später war ich solo unterwegs, nahm

Alben mit BLACK‘N‘BLUE und MICHAEL MONROE auf,

spielte bei KISS vor und mit unzähligen anderen

zusammen.

Ich habe zwei Alben deiner Band GET ANIMAL, warum

hast den Namen geändert?

Mein Manager war der Grund. Wir hatten

einen Vertrag mit Geffen. Er bestand

darauf, ein Album zu machen,

das aber niemanden interessierte. Der

Typ hielt mich nur hin, während ich

eigentlich auf Tour gehen wollte, was

später mit W.A.S.P. endlich klappte. Als

mein Drummer Bobbie Chouinard starb, reichten

mir all die falschen Versprechungen und ich feuerte

diesen Manager, seitdem bin ich on the road.

Hast du noch ein richtiges Zuhause?

Ja, ich habe ein Haus in New York, bin aber seit einem

Jahr in Europa auf Tour. Ich bin ein Rock‘n‘Roll-Gypsy

und solange mein Hund Pip, der einen eigenen Pass

hat, bei mir ist, will ich gar nicht zurück. Natürlich

wäre es schön, in den USA auf Tour zu gehen, aber

meine Band ist in Europa zuhause und es wäre sehr

„Die Leute vergessen,

warum sie überhaupt

mit Musik begonnen haben“

ADAM BOMB

HAT KEINEN BOCK AUF SUPERSTARDOM

kompliziert, meine Gitarren rüberzubringen. Wir

sind eine europäische Touring Machine, und den

Leuten scheint es zu gefallen.

Wien ist einer meiner liebsten Stopps. Hier komme

ich auch gerne vorbei, wenn ich nicht spiele. Auch

wegen der Nähe zu Tschechien oder Ungarn, wo ich

viel zu tun habe. Es macht mir nichts aus, im Van

zu schlafen, er ist viel gemütlicher als ein nüchternes

Hotelzimmer. Es gibt den Punkt, an dem eine

Rock‘n‘Roll Band erfolgreich wird und ihren Fokus

aus den Augen verliert. Die Leute vergessen, warum

sie überhaupt mit Musik begonnen haben.

Das ist bei dir definitiv nicht der Fall.

Ich habe diesen Hunger seit meiner Kindheit, und

das hört man meiner Musik an. Das jetzige Line

Up ist ja eine „Babyband“, Kozzy (Bass) ist erst seit

Juli dabei und Leo (Drums) ist heiße

18 Jahre jung. Wir machen die Musik,

die ich auch mit 18 schon spielte, es ist

authentisch, kein Job. Ein Lebensstil.

Ich bin nicht der Hustler, der überall

im Mittelpunkt stehen muss. Ich freue

mich tierisch, hier im Arena Beisl aufzutreten.

Das spürt man, aber ist es nicht trotzdem manchmal frustrierend,

dass viele deiner ehemaligen Musikerkollegen

mit ihren Bands reich und berühmt wurden?

Oh nein! Nur weil du ein paar Millionen Dollar besitzt,

macht das dein Leben nicht unbedingt glücklicher

(einen Versuch wär‘s aber wert, Andi). Wir sind auf

denselben Straßen unterwegs, aber ich kann mir

selbst aussuchen, wohin ich gehen möchte. Ich habe

mehr Freiheit und weniger Verantwortung. Keine 40

Leute erwarten von mir ein wöchentliches Gehalt.

Viele prahlen mit ihrem Superstarleben, aber wie viel

Rock‘n‘Roll steckt etwa noch bei AIRBOURNE drin,

mit ihrem vorbestellten Catering und den teuren

Hotelbetten? Ich schleich‘ mich rein, klau mir ein

Toastbrot, suche mir Erdbeermarmelade dazu, so

überlebe ich, das ist Rock‘n‘Roll. Worüber sollen

GUNS N‘ ROSES noch singen? „Ich habe gerade ein

paar Hummer gegessen und wiege jetzt 200 Pfund“?

Würdest du etwas anders machen, wenn du jetzt jung

wärst?

Ja, ich würde mehr Zeit mit meiner Frau Claire

verbringen, die leider 2011 an Krebs verstorben

ist. Da bedauere ich manches.

Es gibt zwei 20minütige Videos deiner

Hochzeit (mit BILLY IDOL als Trauzeuge

und jeder Menge Musikern) und der

anschließenden Party im New Yorker

„Limelight“, voll cool und trotzdem berührend.

Ich habe ein Musikvideo draus gemacht,

zum Andenken an Claire und

als Erinnerung für meine Kinder an

ihre Eltern.

Aber im Netz für jeden zu sehen…

Mein Leben liegt sowieso offen in meinen Texten und

meiner Musik, in Zeiten von Reality TV gehört deine

Familie auch dazu. Für mich ist das wichtig, mein

ganzes Leben in Musik zu verpacken, auch unseren

Alltag, egal, ob auf einer Bühne oder unterwegs, wo

wir versuchen, der Polizei aus dem Weg zu gehen. Wir

filmten auch Kozzy, wie er betrunken Feuer spuckt.

Unser Leben ist eigentlich wie ein Film, mir macht

das Reisen und das ganze Drumherum nichts aus,

ich finde das echt spannend, du weißt nie, wie dein

nächster Tag aussehen wird. Ich will das machen,

so lange es geht… und wenn‘s vorbei ist, vielleicht

vermisst mich sogar jemand.

Du hast auch zwei Bücher geschrieben.

Genau, „911 Is Disconnected: So This Is Rock And Roll“

beschreibt meine frühen Jahre, „Druggy Stardust &

The Empress Of Clubland“ meine Zeit in New York

„Er stand auf YES und GENESIS,

musste bei uns aber

UFO und JUDAS PRIEST singen“

VIELLEICHT GING GEOFF TATE

DESWEGEN ZU QUEENSRYCHE?

und ich werde noch eines über die unzähligen

Geschichten on the road schreiben.

Bei deiner Show willst du nach dem Song „Je t‘aime“,

dass das Publikum „Suck my dick“ schreit, was ich doch

etwas peinlich finde, was bezweckst du damit?

In dem Lied geht es eigentlich ums Essen, es ist ein

Aneinanderreihen von französischen Ausdrücken

und auf „bon appetit“ reimt sich halt „sucer ma bite“…

Ich spreche kein Französisch, es ist eine Verarschung

des französischen Akzents, einfach ein Spaß-Song,

der in Frankreich sogar ein kleiner Hit wurde. Im

Mittelteil hatte ich dort einen kleinen

Stab und dirigierte die Fans zu „sucer

ma bite“-Schreien. So entstand dieser

Gag und es versteht doch jeder, dass

ich das nicht ernst meine.

Ich will, dass die Fans Freude beim

Konzert haben, es ist eine verdammte

Rock-Show. Wir wollen den Menschen

etwas bieten, gute Musik, wilde Soli,

Feuer, sie sollen einen ADAM BOMB-Gig

in Erinnerung behalten. Leute wie Jimi

Hendrix, Jimmy Page oder Angus Young

kommen nicht mehr nach. Eddie Van

Halen war mein großer Hero. In den

Achtzigern wurde noch echte Musik

fabriziert, das Radio heutzutage spielt

nur computergemachte Scheiße, bei 80 Prozent ist

nicht mal mehr eine echte Gitarre zu hören.

Als ich ein Kind war, wurden Rockmusiker wie Könige

behandelt, wer will das nicht? Zwischendurch wollte

ich auch mal Cowboy oder Feuerwehrmann werden.

Ich hatte eine tolle Kindheit, ich war der Sohn vom

Chef, wir hatten eine große Bäckerei in Seattle, jeder

mochte mich. Als Kind geliebt zu werden, macht

viel für dein weiteres Leben aus. Jetzt bin ich mein

eigener Boss von meiner eigenen Scheißfirma und

mache Rock‘n‘Roll statt Bagels. Wahrscheinlich wäre

ich viel reicher, wenn ich Brot herstellen würde

statt Musik….

Aber dann wären wir um vieles ärmer, danke fürs

Interview.

www.adambomb.com , www.facebook.com/adambomb2020

Günter + Doris

14

15

Alle Fotos © Frank Meyer

© Doris Jungmayer



SCHICKSALS-STROM

16

A PALE HORSE NAMED DEATH

Was mich gerettet hat, war die Musik

Mit dem starken aktuellen Album „When The World Becomes Undone“

und der brandneuen „Uncovered“-EP (Long Branch/SPV) gastierten APHND

im Wiener Viper Room. Vor dem Gig führten wir mit Bandgründer und

Brooklyn-Legende Sal Abruscato (TYPE O NEGATIVE, LIFE OF AGONY)

ein unterhaltsames, aber auch sehr persönliches und

tief gehendes Gespräch.

Sal, wie geht´s dir, wie läuft die Tour?

Danke, sehr gut. Natürlich auch anstrengend,

wir sind 13 Stunden von Bulgarien nach

Wien gefahren, mit Zwischenstopp in Budapest.

Wir waren zuvor mit der Band noch nie im

Osten, haben nun erstmals in Städten wie

Bukarest oder Sofia gespielt, super Shows.

Leider sieht man kaum etwas von

den Städten. Alle denken, es ist

glamourös, aber ich war in meinem

Leben zum Beispiel schon

ca. zwanzig Mal in Paris, hab‘ aber

noch nie den Eiffelturm gesehen.

Man arbeitet viel, wird müde, kommt endlich ins

Hotel und freut sich aufs Schlafen.

Lass uns über eure Musik sprechen, ich mag das

neue Album sehr.

Das freut mich.

„Die Musik ist wunderschön -

und nimmt deine Seele mit in die Hölle“.

Du schreibst die Musik und die Lyrics für APHND.

Macht es dir Spaß oder ist es ein nötiges Übel?

Doch, schon, es ist mein Baby. Ich teile zwar alles

mit den Jungs, auch meine Royalties und mein

Geld, aber es ist meine dunkle Seite. Ich hab eine

bipolare Störung, Stimmungsschwankungen…

Das Schreiben ist eine Therapie für mich.

Mein Ventil, sonst werde ich selbstzerstörerisch.

Aber ist es nicht „schwieriger“, diese

Musik und Texte, die du selbst geschrieben

hast, zu veröffentlichen

- als „nur“ zu spielen?

Klar. Vieles davon geht auch auf meine Kindheit

zurück… Aber ich bin schonungslos ehrlich und

habe die schlechte Angewohnheit, den Leuten

ganz offen meine Meinung zu sagen. Es scheint

mir manchmal so, als würden die Menschen

heutzutage mit der Wahrheit nicht klarkommen.

Alles muss beschönigt werden, die Leute sind

© Sandi Ryan Golightlyphotos

so schnell beleidigt. Ich bin viel

besser darin, einfach die Dinge

beim Namen zu nennen.

Als Kind hatte ich immer Probleme

mit anderen Kids, habe nie dazu

gepasst. Und dann war ich mit

etwa zehn Jahren in einem Sommerlager,

weit weg von meiner

Familie. Dort haben drei Männer

versucht, mich zu vergewaltigen.

Als ich dann nach Hause gekommen

bin, hatte ich diesen Ärger in

mir. Es sollte 23 Jahre dauern, bis

ich es schaffte, mit meiner Mutter

darüber zu reden. Meine Eltern

haben damals überhaupt nicht

verstanden, warum ich so komisch

aus diesem Lager zurückkam. Sie

schickten mich zur Therapie und

zu Psychiatern, das führte aber nur

zu noch mehr Ärger.

Was mich schlussendlich gerettet

hat, war die Musik. Ich fing an, Schlagzeug zu

spielen, da konnte ich Energie rauslassen. Ich

denke, es ist allgemein gut für Kinder, ein

Instrument zu spielen, so können sie auch ihren

Gefühlen freien Lauf lassen.

Diese furchtbaren Geschehnisse arbeitest du auch

auf dem Album auf…

Im Song „Splinters“ rede ich ein bisschen über

das Sommerlager. „Yesterday I was hurt forever

/ Long ago I was scarred forever / All I know is

I tried my very best / To bury all of the feelings

inside of me“.

Es hat damals einfach niemand verstanden,

was ich durchgemacht hatte, auch ich nicht. Ich

habe mich einfach aus einer Situation herausgekämpft,

die komplett falsch war: Ich konnte

es meiner Mutter nicht erzählen und schon gar

nicht meinem Vater. Ich liebte ihn von Herzen,

doch er war sehr streng, ein „Old School Italiener“.

Heute bin ich froh, dass ich spät, aber doch,

mit meiner Mutter darüber sprach. Sie hat es

irgendwie nicht ganz nachvollziehen können...

Aber was soll´s, man macht weiter, es passiert

jeden Tag, es macht mich zu nichts Besonderem,

glaub mir. Es werden so viele Menschen in dieser

Welt verletzt.

Leider. Und tatsächlich ist es oft die Musik, die einem

hilft oder einen rettet, wie du es formuliert hast.

Welche Alben würdest du als die für dich einflussreichsten

bezeichnen?

Da muss ich Peters (Steele, Anm.) erste Band

CARNIVORE nennen, das „Retaliation“-Album

© Gabriel Niederberger

„Es scheint mir, als würden die Menschen

heutzutage mit der Wahrheit

nicht klarkommen.

Alles muss beschönigt werden,

die Leute sind so schnell beleidigt“

war für mich groß, ich habe es

geliebt. Und BLACK SABBATH

natürlich, vor allem das Debüt,

da war Ozzy´s Stimme noch viel

bluesiger, alles war so düster und

traurig, vor allem die B-Seite.

Oder „Pretty Hate Machine“ von

NIN, Trent Reznor hat auch als

Songschreiber großen Einfluss

auf mich. Überhaupt nehme ich

gerne auseinander, wie jemand

Songs schreibt. THE BEATLES

etwa. Ich mag es, Doom Musik

mit BEATLES-Harmonien zu verfeinern.

Was ist für dich das Spezielle an diesem

Doomy-Gothic-Sound, zu dem du

immer wieder zurückkehrst?

Ich liebe ihn einfach. Um ehrlich

zu sein, war ich bei LIFE OF AGONY

nie wirklich ganz zufrieden, wollte

es immer düsterer gestalten.

Aber sie schienen kein großes Interesse daran

zu haben. Und so machten wir halt, was gemacht

werden musste, es war ja am Ende nur Arbeit.

Anders als bei TYPE O, die ich zusammen mit

Peter gegründet habe. Wir hatten verschiedenste

Einflüsse und entwickelten uns weiter,

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SCHICKSALS-STROM

doch am Ende kam es immer

zu rück auf BLACK SABBATH

und THE BEATLES.

Was deine Frage betrifft, spielt

natürlich auch das Zeug aus

den Goth Clubs in den späten

Achtzigern eine Rolle, dieser

Klang zog mich immer an. Ich

ging in Clubs und schaute den

Menschen beim Tanzen zu.

Diese Musik, die Vibes und die

Dunkelheit. Außerdem war ich

seit jeher fasziniert von Hexerei

und Dämonologie, der dunklen

Seite von Dingen. Ich mag keine

„Bubblegum“-Sounds, würde

mich auch bei reinen Punk-,

Hardcore oder sogar Heavy Metal-

Bands unwohl fühlen, ich brauche

eine tanzbare Atmosphäre

und diesen „doomy“ Touch.

danken für das tolle, nicht immer

nur angenehme Themen behandelnde

Interview, an dessen Ende

noch die obligate Frage nach deinen

weiteren Plänen bleibt.

Ich sage Danke. Und ja, ich habe

ganz konkrete Pläne, die Band

noch düsterer und schockierender

zu betreiben. Ich trage dieses

Bild im Kopf, nicht den typischen

Black Metal, sondern ernster,

so im Sinne von „Die Musik ist

wunderschön - und nimmt deine

Seele mit in die Hölle“.

Den du mit A PALE HORSE sehr gut

auslebst, neuerdings wieder mit

Johnny Kelly (APHND- Original-

Live-Drummer und ebf. ex-TYPE O).

Eigentlich war er bis auf einen

kurzen Zeitraum unser einziger

Schlagzeuger. Damals zog er

nach Texas und ich dachte, er will

nicht mehr mitmachen…Nichts

Großartiges, aber jetzt sind wir

ja wieder vereint und das fühlt

sich wunderbar an.

Ursprünglich war A PALE HORSE

NAMED DEATH eigentlich als

Studioprojekt gedacht, für das

ich natürlich selbst die Drums

einspielte. Aber dann besuchte

ich Johnny, spielte ihm ein paar

Songs vor und sie gefielen ihm

so gut, dass er mir riet, eine Live-

Band daraus zu machen – mit

ihm an den Drums. Das fand

ich cool, denn er war ja mein

Ersatz bei TYPE O NEGATIVE

und ich dachte: Was werden die

Leute sagen, wenn beide TYPE

O-Drummer in einer Band spielen?

Einer am Schlagzeug, einer

als Frontman. Tja, sie liebten

es. Umso schöner, dass wir jetzt

wieder in dieser Konstellation

zusammen sind.

Gleichzeitig habe ich eine

wunderbare Familie zu Hause,

eine großartige Frau und drei

wunderschöne Töchter. Es ist

schon ein verrücktes Leben.

Man kann oft nicht einfach sagen:

„Lasst mich jetzt in Ruhe,

ich muss aufnehmen“. Es gibt

Verpflichtungen, Verantwortung,

Schule, Arzttermine. Also wird

das Ganze wohl ein bisschen

länger dauern, aber das ist okay.

Es geht um die Balance.

www.apalehorsenameddeath.com

www.facebook.com/APHND

Anna

© Gabriel Niederberger

18

Finden wir auch. Wir wünschen

euch noch eine schöne Tour und



STROM-TIGER

TYGERS OF PAN TANG

Zu Hause brüllt er doch am schönsten

© Band

Nein, irgendwelche Vorgaben haben wir uns

noch nie gemacht. Ich glaube, so etwas würde

den kreativen Prozess eher blockieren. Bei uns

stehen die Emotion und die Leidenschaft für

die Musik im Vordergrund. Wir hatten nichts

anderes im Sinn, als Alben im typischen „Tygers-

Style“ aufzunehmen.

Wann habt ihr begonnen, an den Songs zu arbeiten?

Vor ca. zwei Jahren. Wir hatten es nicht eilig,

waren mit den Resonanzen zum Vorgänger zufrieden

und nahmen uns die Zeit, alles in Ruhe

zu recorden. Da ich mich schon vor längerer

Zeit mit dem nötigen technischen Equipment

eingedeckt habe, ist es mir möglich, immer und

überall aufzunehmen. Am liebsten zu Hause.

Da habe ich mir ein kleines Studio eingerichtet

und schaffe so etwa die Basis-Tracks einer neuen

Nummer zwischen Frühstück und Dusche.

Cool, oder?

Absolut. Hast du das ganze Album selbst produziert?

Das sind wir unseren Fans auch schuldig! Alles

andere, als Vollgas zu geben, ist bei uns schlicht

verboten und macht auch gar keinen Sinn.

Schließlich bezahlen die Leute dafür, uns zu

sehen. Man darf es daher durchaus als „Arbeitsauftrag“

verstehen, wenn man als Band auf die

Bühne geht. Wo hast du uns denn live gesehen,

wenn ich fragen darf?

Schon mehrmals, aber immer am selben Ort:

Dem „Bang Your Head!!!“-Festival!

Oh, das ist einer unserer Lieblings-Plätze!

Horst ist einer der nettesten Typen im Business.

Wir lieben es einfach, in Balingen aufzutreten!

Das Publikum ist immer bestens drauf, die Organisation

der Hammer und auch das Drumherum

spitze. Aber auch andere deutsche Veranstaltungen

wie das „Rock Hard Festival“ oder

das „Headbangers Open Air“ sind wunderbar,

Deutschland ist generell der wichtigste Markt

für uns, treuere Fans findest Du nirgendwo auf

dieser Welt!

Gegründet wurde die legendäre New Wave Of British Heavy

Metal-Truppe bereits in den 1970er Jahren von Gitarrist

Robert Mortimer „Robb“ Weir in Whitley Bay bei Newcastle.

Den Bandnamen borgte man sich beim englischen Fantasy-

Autor Michael Moorcock aus, in dessen Epos „Stormbringer“

(ah!) eine Dämonen-Insel namens Pan Tang vorkommt.

Erste Shows brachten einen Deal beim sagenumwobenen Label

Neat Records ein und als man 1980 mit „Wild Cat“ debütierte

und nur acht Monate später „Spellbound“ nachreichte, standen

die Zeichen für einen internationalen Durchbruch zwar sehr gut,

geglückt ist dieser trotz mehrerer von Fans wie Presse positiv

aufgenommenen Scheiben aber leider nie.

Bei uns läuft zu Zeit alles bestens und ich bin

sehr froh darüber, dass man das auch genauso

wahrnimmt. Wir haben die

letzten Jahre sehr hart für die

Band gearbeitet und aus den

vielen positiven Reaktionen

konnten wir immer wieder

Kraft und weitere Motivation

schöpfen.

„Schuld“ an eurem Höhenflug trägt vermutlich auch

das seit mehreren Jahren endlich wieder stabile

Line-Up.

Aufgeben war für Stehaufmännchen

Robb aber kein

Thema und in Sänger Jacopo

Meille, Drummer Craig Ellis,

Gavin Gray am Bass sowie

Micky Crystal an der zweiten

Gitarre hat sich in der letzten Dekade eine Besetzung etabliert,

die sich auf der Bühne wie auf Platte in glänzender Verfassung

zeigt. Sowohl auf dem selbstbetitelten Album aus 2016 als auch

auf dem brandneuen „Ritual“ (Mighty Music/SPV) präsentiert

sich die Band in Topform. Grund genug für ein Telefonat mit

dem „Ur-Tyger“, der sich als eloquenter Gesprächspartner

entpuppte.

„Alles andere, als live Vollgas zu geben,

ist bei uns schlicht verboten“

DIE FANS ZAHLEN, DIE FANS KRIEGEN

Dieses Gemeinschaftsgefühl hat sich offenbar auch

auf das Songwriting ausgewirkt.

Klar. Auch wenn wahlweise

Gavin, Micky oder ich Ideen

für Riffs oder Songfragmente

zunächst im Alleingang

austüfteln, wäre es ohne die

anderen Jungs nicht möglich,

ein derart kompaktes Album wie „Ritual“

abzuliefern. Craig ist unser König der Melodien

und Hooks und auch Jacopo weiß elegant mit

Melodien zu hantieren, zudem ist er ein fantastischer

Texter. In der Natur mag es anders

laufen, aber wir Tygers bevorzugen es, in einem

Rudel zu sein.

Ja, allerdings haben wir danach noch unseren

ehemaligen Gitarristen Fred Purser ins Boot

geholt, der seit jeher ein begnadeter Studiotechniker

ist und uns als Engineer zur Seite stand. Er

hat die Songs nicht nur sprichwörtlich größer

gemacht, sondern auch den Instrumenten einen

voluminöseren Klang verabreicht.

Durch Fred, der wie wir bei

Mighty Music unter Vertrag

steht, kam auch der Kontakt

zu Soren Anderson zustande,

der ebenfalls bei diesem Label

beheimatet ist und uns

für den Mix vorgeschlagen

wurde. Wir verstanden uns

prima und sind mit seiner

Arbeit genauso zufrieden,

wie mit dem abschließenden

Mastering von Harry Hess in

Kanada. Das war zwar zeitintensiv,

hat sich aber gelohnt.

Indeed. Wobei die Hitdichte im Vergleich zum letzten

Dreher sogar noch ein wenig höher liegt.

Danke. Es läuft einfach, wenn alle Bandmitglieder

den „Tyger Sound“ verinnerlicht haben. Man

kann sogar sagen, alle in der Band haben den

sprichwörtlichen „Tyger“ im Blut! Eine andere

Erklärung dafür habe ich auch nicht, es geht

um das Gespür…. Wir haben wohl die Tygers-DNA

einfach in uns!

„Bei uns stehen die Emotion

und die Leidenschaſt im Vordergrund“

GUT GEBRÜLLT, TYGER!

Den eigentlichen Startschuss in euren aktuellen

„Band-Frühling“ gab aber ein anderes, noch nicht

erwähntes Festival. Korrekt?

Yes! Es war 1999, als unser ehemaliger Sänger

Jess Cox von den Organisatoren des „Wacken

Open Air“ kontaktiert wurde, ob er sich denn

eine Reunion-Show vorstellen

könnte. Tja, er konnte

das sofort und musste auch

mich nicht lange überreden,

haha. Dann wurde es zwar

kurzzeitig ein wenig eng mit

Personal, doch zum Glück

sind wir mit den BLITZKRIEG-

Jungs gut befreundet. Im

Endeffekt mussten Jess

und ich nämlich auf deren

Angebot zurückkommen,

uns bei diesem, inzwischen

von vielen Fans als legendär

bezeichneten, Auftritt auszuhelfen.

Was zudem eine für die Zukunft überaus wichtige

Entscheidung war, schließlich lernte ich

dabei ihren früheren Bassisten kennen, einen

gewissen Gavin Gray. Ein furchtbar netter

Typ, sag‘ ich Euch. Das musste er aber auch

sein, sonst hätte ich ihn mehr als zehn Jahre

später vermutlich nicht zu einem Tyger

gemacht…

Definitiv! Wir sind im Laufe der Zeit regelrecht

zusammengewachsen, zu einer verschworenen

www.tygersofpantang.com

Einheit geworden. Bei uns kann sich jeder auf

Ein Gespür habt ihr auch für gelungene Live-Shows, www.facebook.com/tygersofpantangofficial

den anderen verlassen, das war früher nicht Gab es eine bestimmte Intention, wie das Album

ein schwaches T.O.P.T.-Konzert hab‘ zumindest ich

immer so.

klingen soll, als ihr das Songwriting gestartet habt?

noch nie erlebt.

Walter

20

21

© Walter scheurer



22

Das Jahr 1984 gilt aus musikhistorischer Sicht als

essentiell, als Beispiele seien nur VAN HALEN und

ihr, ha, „MCMLXXXIV“ oder die „Perfect Strangers“

der re-unionierten DEEP PURPLE genannt. Selbst

im international damals noch eher milde belächelten

Österreich tat sich einiges, so gastierten

etwa IRON MAIDEN auf ihrer „Behind The Iron

Curtain“(Oida!)-Tour zum ersten Mal bei uns, konkret

in der Zeltweger „Aichfeld-Halle“, übrigens auch

mein persönlicher Live- äh, „Jungfrauen-Jungfern-

Flug“ (Walter, komm zur Sache! Andi).

Und auch immer mehr heimische Musiker waren

fest entschlossen, ihr Leben fortan der Rockmusik

zu widmen. Im Salzburger Land etwa formierten

sich ein paar Burschen nach ersten Gehversuchen

in anderen Bands (u.a. AMPERE) zu SPEED LIMIT.

Diese eroberten die Herzen der Fans im Sturm und

schafften es durch immenses Engagement auch

bald zu Bekanntheit über die Mozartstadt hinaus.

Mit ihrer erster LP „Unchained“

und einem Demo, auf dem sich

mit Stefan Hogger ein neuer

Sänger präsentierte, bespielte

die Truppe das ganze Land,

sogar das zu jener Zeit von

Rockkonzerten wahrlich nicht

gesegnete südliche NÖ, wo man mit den local heroes

AXE (nein, nicht Bobby Barth, sondern der spätere

Wr. Neustädter Politiker Reinhard Kadlec war hier

federführend) für ein lautstark bejubeltes Konzert im

beschaulichen Lanzenkirchen sorgte (Walter!! Andi).

1988 veröffentlichte der Fünfer (inkl. eines gewissen

Helmuth Lehner, der einige Jahre später eine Band

namens BELPHEGOR gründete…) mit „The Prophecy“

eines der bis heute wohl bekanntesten und renommiertesten

österreichischen Rock-Alben, das

auch international angenommen wurde. Zur ganz

SPEED LIMIT

„Von unserer Seite aus

darf es gerne noch viele Jahre weitergehen“

NO TIME LIMIT FOR SPEED LIMIT!

SPEED LIMIT 2019

Wer braucht schon Instrumente?

großen Karriere sollte es leider doch nicht reichen,

von ihrer Überzeugung haben sich die Mannen aber

niemals abbringen lassen, wenngleich nach dem

1992er- Album „Perfect Inspiration“ erstmal Ende

am Gelände war.

Als sich SPEED LIMIT schließlich 2008 zurückmeldeten,

sahen die seit 1989 den „Band-Kern“

darstellenden Herren Chris Angerer (G), Chris

Pawlak (B) und Joe Eder (G) dies weniger als

Fortsetzung, sondern vielmehr als Neuanfang,

selbst wenn auf der Comeback-Scheibe

„Moneyshot“ (2010) mit dem bereits erwähnten

Stefan Hogger ein weiterer früherer Kollege dabei

war, wenngleich nur kurzfristig. Mit Hannes

Vordermayer und Manuel Brettl fand das „Ur Trio“

neue Kräfte, um 2017 „Anywhere We Dare“ einzuspielen.

Zwei Jahre später zelebriert die Band

nun ihre große „35 Jahre Anniversary-Tour“ und

denkt noch lange nicht ans Aufhören, wie Gitarrist

Joe Eder bekräftigt:

Im Gegenteil, es fühlt sich im Moment wieder so

an wie früher. Das Band-Feeling ist fantastisch

und wir haben sogar schon

Song-Fragmente für zukünftige

Veröffentlichungen im

Talon. 35 Jahre als Band mögen

sich für manche nach verdientem

Ruhestand anhören, von

unserer Seite aus darf es gerne noch viele Jahre

weitergehen (lacht).

Blickt man nach so langer Zeit in der Szene eigentlich

sentimental zurück? Oder gar mit Ärger, weil nicht alles

nach Wunsch gelaufen ist?

Ah, geh! Klar hätten wir in den 90er Jahren viel mehr

erreichen können, aber da waren Hard Rock Bands

generell nicht unbedingt gesegnet. Egal, welche

von den großen Acts wir jetzt als Beispiel nennen

würden, alle haben ein ähnliches Schicksal erlitten

und mussten durch schwierige Phasen gehen,

viele haben sogar aufgegeben. Doch manche sind

zurückgekommen, so auch wir! Und die Fans, die

das genau so empfunden haben wie wir, die sind

uns bis heute treu geblieben.

Wunderbar. Allerdings sind auf den aktuellen Bandfotos

nur noch vier Mitglieder abgebildet. Konkret meine ich

einen Sänger zu vermissen. Was ist passiert?

Gut beobachtet. Manuel hat uns vor geraumer

Zeit mitgeteilt, dass er sich aus der Band wieder

verabschieden möchte

und hat das dann auch in

aller Freundschaft getan.

Wahrscheinlich hat das auch

etwas damit zu tun, dass er

doch einige Jahre weniger auf

dem Buckel hat als die beiden

Chris‘ und ich. Aber was soll‘s, mussten wir uns eben

wieder nach einer anderen Option umsehen.

Und die habt ihr inzwischen gefunden, um live spielen

zu können - aber noch keine neuen Fotos veröffentlicht?

Hähä, fast. Wir wissen schon lange, dass unser

Schlagzeuger Hannes auch ein begnadeter Sänger

ist, schließlich stellte er sein Talent bereits zigmal

im Proberaum unter Beweis. Wir mussten ihn nur

überzeugen, es auch als Sänger von SPEED LIMIT zu

versuchen. Wir sind also im Moment nur noch als

Quartett, dafür aber mit einem singenden Drummer

unterwegs.

Klingt ehrlich gesagt irgendwie nach Notlösung. War

denn keiner der ehemaligen Vokalisten zu einer Rückkehr

zu bewegen?

Nein, aber als Notlösung sehe ich die Sache dennoch

überhaupt nicht, ich würde die Geschichte eher unter

dem Begriff „logische Schlussfolgerung“ einordnen.

Zumal Hannes ohnehin schon immer für Backing

Vocals gesorgt hat.

Einverstanden. Der Bursche ist zwar auch um einige

Jahre jünger als ihr drei, scheint sich aber perfekt eingefunden

zu haben.

„Wir treffen uns als Band immer noch

mindestens einmal die Woche im Proberaum“

NO SCHOOL BUT OLD SCHOOL!

SPEED LIMIT 1987

STROM-LEGENDEN

Absolut! Er schafft es zudem immer wieder, uns mit

seinem jugendlichen Charme voranzutreiben, hat

aber auch kein Problem damit, sich in sämtliche

Band-Gepflogenheiten einzubringen. Zwar sind

wir definitiv keine Verächter diverser moderner

Möglichkeiten und Medien, treffen uns als Band im

traditionellen Sinn aber immer noch mindestens

einmal die Woche im Proberaum. Selbst wenn es

dabei mitunter nur zum Plaudern und ein paar

Bierchen kommt… und die Instrumente noch nicht

einmal ausgepackt werden.

Sehr schön. Wenn die Instrumente

dann aber doch mal zum

Einsatz kommen, entlockt ihr

ihnen auch das von dir erwähnte

neue Songmaterial, auf das

wir uns schon freuen. Zumal wir

von traditionellem SPEED LIMIT-Sound ausgehen…

Natürlich! Wer uns kennt, kann sich in etwa vorstellen,

was auf ihn zukommt. Wir haben nach all

den Jahren keine Utopien mehr und verlieren noch

nicht einmal einen Gedanken daran, wie weit man

es im Musik-Business heutzutage schaffen könnte.

Wozu auch?

Wir haben Spaß an Musik, an der Band, am Schreiben

von Songs. Und bei den Konzerten eine wunderbare

Zeit mit unseren Fans, was brauchen wir mehr?

Da müssen wir uns nicht fürs Business verbiegen,

und dass wir auf unsere alten Tage keine Death

Metal-Geschosse mehr auf die Menschheit loslassen

werden, dürfte auch klar sein, haha. Im Ernst, bei

SPEED LIMIT stellen seit jeher eingängige Melodien

und Refrains das Um und Auf eines Songs dar und

ihr könnt euch darauf verlassen, dass sich daran

nichts ändern wird!

Amen

www.speedlimitweb.com

Walter

S P E E D L I M I T ( 3 5 ) & B L I N D P E T I T I O N ( 4 5 ! ) & J A M T R A X ( 2 0 ) = „ 1 0 0 J a h r e R o c k “

l i v e a m 1 4 . 1 2 . 2 0 1 9 i n d e r S i M M C i t y W i e n

S P E E D L I M I T & B L I N D P E T I T I O N & M A D O G

a m 2 0 . 1 2 . 2 0 1 9 i m R o c k h o u s e S a l z b u r g

Alle Fotos © Speed Limit

23



S t a r k ! S t r o m B a c k s t a g e : H i n t e r d e n K u l i s s e n v o n 24 S t u n d e n W a h n s i n n

METALNIGHT

OUTBREAK

VOL. 7

12.10.2019 –

Kitzmantelfabrik

Vorchdorf (OÖ)

12. Oktober 2019, 06:00h: Eine kleine

Gruppe mäßig wacher Personen

findet sich mit drei schwer beladenen

Transportern vor der Kitzmantelfabrik

Vorchdorf ein, um dem alljährlichen

Wahnsinn namens Metalnight Outbreak

zum inzwischen siebten Mal Leben

einzuhauchen. Das Festival im Herzen

Oberösterreichs lockt alle Jahre wieder

mit einer geballten Ladung von 15

Bands auf zwei abwechselnd bespielten

Bühnen, von denen der größte Teil aus

dem reichhaltigen heimischen Musikuntergrund

stammt.

Alle Fotos © Anthalerero

Als Headliner des Festivals heizten heuer die

deutschen Industrial-Deather CYPECORE sowie

die heimischen Metalcore-Senkrechtstarter

WE BLAME THE EMPIRE auf der Hauptbühne

gewaltig ein, während VERTILIZAR auf der

Underground-Stage zu später Stunde noch

einmal kräftig Gas gaben. Starke Shows von

ALL FACES DOWN oder AS GOD CREATED und

ein Abriss von DEATH RISING, bei denen sogar

die Barrikaden vor der Bühne eingerissen

wurden, rundeten das bislang besucherstärkste

MNO ab.

Doch bevor es soweit kommen konnte, lagen

viele Stunden Arbeit vor der Crew. Einige

Tonnen an Equipment, von Lichttraversen und

CYPECORE DEATH RISING WE BLAME THE EMPIRE

Scheinwerfern über Lautsprecher, Monitorboxen

und Mischpulte bis hin zu Kilometern an Kabeln,

wurden mit Muskelkraft in die Halle geschleppt,

sortiert und der jeweiligen Bühne zugeteilt.

Stück für Stück wurden alle Einzelteile auf

die Bühnen gehievt, ver-, ein- und zusammengebaut,

so dass in kleinen Schritten eine voll

ausgestattete Bühne entstand. Um im Betrieb

keine bösen Überraschungen zu erleben, wurde

dabei jedes einzelne Teil einer gründlichen

Funktionsprüfung unterzogen, um spätere

Fehlfunktionen auszuschließen - selbst wenn

das heißt, dass man einiges mehrmals auseinander

nehmen und wieder zusammensetzen muss.

Dass dabei nicht viel Zeit für so profane Dinge

wie Nahrungsaufnahmen bleibt, versteht sich

von selbst - die guten alten Leberkässemmeln

müssen als mittägliche Stärkung reichen, für

den Rest des Tages wird die Nahrung nur noch

aus aufputschenden Flüssigkeiten bestehen.

Bis zum Eintreffen der Besucher hieß es sodann

nur noch checken, checken, checken: Licht, Ton,

Monitoring - die Opener-Bands der beiden

Bühnen fungierten hierbei jeweils als Testpiloten

und verbrachten somit beim Soundcheck ähnlich

viel Zeit auf der Bühne wie später beim Gig.

BEHIND THE STROM

für den Außenbereich und Bühnengitter

für den Innenbereich aufgebaut, Backstage-

Räumlichkeiten vorbereitet, Helfer und Securitys

eingeteilt und diverse administrative Tätigkeiten

ausgeführt werden - eine nicht enden wollende

Flut an Arbeiten, die selbst mit Ende des Festivals

noch nicht abgeschlossen waren... im Gegenteil!

Denn wenn nach acht Stunden Dauerbeschallung

(die Crew war zu diesem Zeitpunkt bereits

mehr als die doppelte Zeit auf den Beinen!) die

Besucher die Heimreise antraten und auch der

Großteil der Bands die Halle schon wieder verlassen

hat, begann für das Team die Arbeit wieder

von vorne. Alles Aufgebaute musste nun wieder

abgebaut werden, dabei können jedoch durch

die schleichende Übermüdung

sowie komplizierte und exakte

Handgriffe erfordernde Arbeiten

wie das Absenken der Lichttraversen

samt ihrer schweren und teuren

Fracht, zur Herausforderung

werden. Das zu diesem Zeitpunkt

wichtigste Utensil war wohl die

mitgebrachte Kaffeemaschine, die

im Verein mit dem exponentiell

steigenden Konsum zuckerhaltiger

Nahrungsmittel den Treibstoff für

weitere Arbeitsstunden lieferte.

Wer gen drei oder vier Uhr morgens einen

Blick in die noch immer hell erleuchtete

Kitzmantelfabrik geworfen hätte, der hätte

sich wohl mitten in einer Zombieapokalypse

gewähnt - eine Handvoll blasser, herumschlurfender

Gestalten trotzte allen Widrigkeiten,

rollte mit mechanischen Handgriffen sorgfältig

Kilometer an Kabeln ein und hob und schob

verbissen Cases durch die Gegend. Zunächst

übersichtlich in der Halle drapiert, wurden die

Tonnen an mitgebrachtem Equipment in den

frühen Morgenstunden wieder zurück in die

Transporter geschlichtet (Tetris-Künste erweisen

sich hier immer als vorteilhaft!) – als die letzten

Stücke verladen wurden, begann es bereits wieder

zu dämmern.

Exakt 24 Stunden nach Beginn der Arbeiten

verließen drei Transporter mit erschöpften

Menschen die Kitzmantelfabrik. Mit schmerzenden

Beinen, schmerzendem Rücken, kleineren

Blessuren und der einen oder anderen Blase –

aber glücklich, eine weitere MNO-Ausgabe erfolgreich

über die Bühne gebracht zu haben. Und

nächstes Jahr, am 3. Oktober 2020, werden sich

exakt dieselben Szenen mit vermutlich gleichen

Darstellern wieder an identer Stelle abspielen...

Indes stand auch der Rest der Halle nicht www.facebook.com/MetalnightOutbreakFestival

still, denn bevor die Besucher einfielen, wollten

sowohl Bars bestückt, Biergarnituren Anthalerero

24

25



EMPFIEHLT

HÄMATOM

13.12.2019 – SZENE WIEN, 14.12.2019 – KUFA KUFSTEIN

„15 Jahre“ ziehen diese

vier deutschen Herren

auch schon wieder

„durch Himmel und Hölle“ –

und durch Österreich!

© Patrick Schneiderwind

www.haematom.de

VIENNA METAL MEETING

16.05.2020 – ARENA WIEN

PARADISE LOST,

SATYRICON, KATATONIA,

DEMOLITION HAMMER, TANKARD…

Noch Fragen? Danke, keine.

FIVE FINGER DEATH PUNCH & MEGADETH

19.02.2020 – STADTHALLE WIEN

Fettes Package, das durch die

Modern Metal-Durchstarter

BAD WOLVES („Zombie“ anyone?!)

noch zusätzlich verstärkt wird.

© Stephen Jensen

www.stadthalle.com

KALTENBACH OPEN AIR

20.-22.08.2020 – SPITAL AM SEMMERING

Wir gratulieren zum

15-jährigen Jubiläum –

und mit uns PRIMORDIAL,

DECAPITATED, NARGAROTH,

DESASTER, DARKFALL u.v.a.

© Danny Payne

www.viennametalmeeting.com

© Lukasz Jaszak

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Pokémon Schwert & Pokémon Schild

Eine völlig neue Generation von Pokémon –

exklusiv auf Nintendo Switch!

Addicted to Rock,

die Radiorockshow

Jeden Freitag ab 19 Uhr

auf radio 88.6

radio886.at

Pokémon-TrainerInnen erkunden gemeinsam mit ihrem Partner-Pokémon Chimpep, Hopplo

oder Memmeon die Galar-Region, um dort der Champion der Pokémon-Liga zu werden.

Dabei entdecken sie neue Pokémon, besuchen einzigartige Arenen und erforschen das

Geheimnis hinter den legendären Pokémon Zacian und Zamacenta.

Neben dem Fangen und Trainieren neuer Pokémon und spannenden Trainer-Kämpfen locken

Pokémon Schwert und Pokémon Schild mit einer Vielzahl neuer Funktionen: Die Naturzone,

eine ungezähmte Region zwischen mehreren Städten, lässt sich frei erkunden und bietet eine

große Vielfalt an Pokémon. Das Dynamax-Phänomen lässt Pokémon zu gigantischer Größe

heranwachsen, die in sogenannten Dyna-Raids auch online mit bis zu drei weiteren Fans

herausgefordert werden können.

– Neue Region: Ein brandneues Abenteuer mit neuen Pokémon, Arenen und legendären

Pokémon.

– Neben exklusiven Pokémon wird es erstmals auch editionsspezifische Arenen geben.

– In der Naturzone leben viele unterschiedliche Pokémon. Sie verändert sich ständig und

stellt Trainer so vor immer neue Herausforderungen.

– Das Dynamax-Phänomen lässt Pokémon an speziellen Orten im Kampf zu gigantischen

Versionen heranwachsen und ist fester Bestandteil der Trainerkämpfe.

– Dyna-Raids: Bis zu vier Pokémon-Fans können online gemeinsam in den Dyna-Raids

gegen gigantische Pokémon kämpfen.

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FROHE

WEIHNACHTEN

UND

EIN

GUTES

NEUES

JAHR

Österreichs größtes

Musikhaus

Besonders mit dem Wechsel in das neue Jahr

ist man dazu verleitet, sich gedanklich mit dem

sich zu Ende neigendem Jahr, mit allen Höhen

und Tiefen und all dem, was passiert ist, auseinanderzusetzen.

Bei uns ist viel geschehen und,

wie schon in der letzten Starkstrom-Ausgabe

berichtet, viel verändert worden. Nach ein paar

verstrichenen Monaten können wir glücklich sagen:

verändert zum Positiven!

Mit dieser Motivation starten wir in das neue

Jahr, um weitere Pläne umzusetzen und um

euch mit der einen oder anderen Überraschung

aufwarten zu können.

Wir wünschen all unseren Kunden, Freunden und

Geschäftspartnern frohe Weihnachten, erholsame

Feiertage und alles Gute für das neue Jahr!

LIVE MUSIK UND GLÜHMOST!

An den Samstagen im Advent gibt es bei uns

ab 15 Uhr Livemusik und hausgemachten Glühmost!

Ihr seid alle herzlich eingeladen, zu wunderbarer

Musik mit uns ein Häferl zu trinken, zu tratschen

und in weihnachtliche Stimmung zu verfallen!

Das Musikprogramm wird auf unserer Homepage

und der Klangfarbe Facebook-Seite bekannt

gegeben!

Die nächsten Hausgemacht-Stage Termine:

DRIVE MOYA Freitag, 6. Dezember 2019, 19 Uhr

ADISDEAD Freitag, 17. Jänner 2020, 19 Uhr

Klangfarbe

Gasometer D, Guglgasse 14

A-1110 Wien

+43 545 1717 0

WWW.KLANGFARBE.COM



NERD-STROM

Alle Fotos © James Fogarty

30

James, wie bist du zur Musik gekommen, vor allem zur

harten?

Als jüngstes von fünf Kindern habe ich eine Menge

Musik meiner Geschwister mitgehört. Als ich mein

eigenes Ding anfing, sollte es etwas sein, das ich noch

nicht kannte - also kein Punk, Ska, Reggae. So fand

ich meine Identität im Metal, und da hauptsächlich

im ganz harten Zeug. Wenn man in einer kreativen

Umgebung aufwächst, ist es nur eine Frage der Zeit,

bis man selber in irgendeiner Form kreativ wird. Bei

mir war es halt die Musik.

Was sind deine Einflüsse, nicht nur im Metal-Sektor?

Ich glaube, ich bin ein Produkt der frühen Neunziger,

der Zeit meiner Kindheit. Es gab diese Explosion des

Mainstream, der Elektronik- und Post-Rave-Szene, und

dann Death Metal, Black Metal.

Schau auf die Jahre 1990 bis 1994 und du erkennst

schnell, wo meine Einflüsse herkommen. Die elektronischen

Elemente kamen später, etwa bei „Conspiritus“

von EWIGKEIT. Die letzten fünf Jahre meines Schaffens

lassen sich mit zwei Einflüssen zusammenfassen:

KATATONIA und BOARDS OF CANADA.

JAMES FOGARTY

Die wunderbare Welt des Mr.Fog

Sein Schaffen spannt sich von rudimentärem Black Metal bis zum Industrial,

und auch vor “Monty Python Metal” schreckt der Brite nicht zurück. Spätestens seit

seinem Engagement bei den kultigen IN THE WOODS… sollte „Mr.Fog“ auch auf breiterer

Ebene ein Begriff sein. Unser Mike bat einen der umtriebigsten Freigeister der Szene zum gepflegten Wahnsinns-Talk:

Die meisten deiner Bands sind eher „Projekte“, BOMBS

OF ENDURING FREEDOM, EWIGKEIT oder CON.DEV.EX.

Gibt dir das mehr Freiheiten, wenn du alles selber unter

Kontrolle hast?

Nun, ich habe angefangen, Musik für mich selbst zu

schreiben, weil so wenige Leute auf diese extreme Musik

standen und in Bands spielen wollten, und weil ich mir

so die Zeit besser einteilen konnte. Das plus die Tatsache,

dass ich kein Geld hatte, resultierte in der Arbeit mit

einem Computer - Cubase auf einem Atari ST 1995!

Die vielen Projekte, an denen ich arbeite, seit ich 15

bin, also bereits nervenzehrende 25 Jahre, haben mir

stets Kreativität und Arbeit beschert und Langeweile

vermieden. Ich bin immer offen für Neues, sei es

musikalisch oder auf anderen Gebieten. Mich hat es

thematisch seit jeher zum Unkonventionellen gezogen.

Science Fiction, Philosophie, Spiritualität, Verschwörungstheorien,

Okkultismus.

Du bist Multi-Instrumentalist, welches Instrument liegt

dir am meisten, welches fürchtest du?

Mit 14 hatte ich kurz mal Gitarrenunterricht, den

Rest hab ich mir selbst beigebracht, bei anderen

abgeschaut. Ich komponiere hauptsächlich am Keyboard, die letzten

fünf Jahre waren eher gitarrenorientiert beim Songwriting. Ich spiele

immer noch keine Highspeed-Soli, das kann ich nicht und das hat mich

auch nie interessiert, ich habe meinen eigenen Stil entwickelt. Irgendwo

zwischen 80er IRON MAIDEN, KATATONIA und 90er Black Metal.

Nebenbei gehst du einem stinknormalen Job nach. Wie sieht ein Tag im Hause

James Fogarty aus?

Mein Bürojob, fünf Tage die Woche, bezahlt meine Rechnungen. Wenn ich

nach Hause komme, denke ich aber nur noch über Musik, Artwork oder

Texte nach. Ich bin immer mit irgendwas beschäftigt, ich sehe darin den

Sinn unseres Daseins: kreativ zu sein, zu lernen, das Wissen zu erweitern.

Ich bin nicht so der Arbeit-Essen-Fernsehen-Typ.

Du lebst in Brighton, einer Stadt, die schon öfters als Filmkulisse herhalten

musste, unter anderem auch für THE WHO’s „Quadrophenia“. Ist die Stadt

generell ein guter Ort für Musik? Wird man da inspiriert?

Hmm… Als Teenager war es toll, weil hier immer etwas los war. Parties,

Kunst, Musik, Clubs. Wir haben zwei große Universitäten hier und mehr

als 200.000 Einwohner, es herrscht demnach ein ständiger Nachschub an

jungen Leuten und somit auch an Ideen für die lokale Szene.

Es hat aber auch etwas Elitäres, Cliquenhaftes hier. Mein Vater, ein

Visual Artist, kam mit der lokalen Kunstszene nicht so ganz klar, und

so geht es mir auch mit der Musikszene. In jungen Jahren konnte ich die

„Ich sehe darin den Sinn unseres Daseins:

kreativ zu sein, zu lernen, das Wissen zu erweitern“

Black Metal-Musiker an einer Hand abzählen, heute gibt es hier an die

30 Black Metal-Bands.

Viele belanglose Rivalitäten, zu wenig Output. Ich arbeite lieber mit

Leuten, die nicht von hier sind.

Du hast mir mal erzählt, dass du dich sehr schnell langweilst. Setzt du dich

dann einfach hin und komponierst? Ist das auch ein Ventil, um etwas Dampf

abzulassen?

Absolut! Musik ist eine Therapie für mich, ich brauche diese Flucht vor

dem hektischen Alltag Die kreative Explosion der letzten fünf Jahre

ist zwei Dingen geschuldet: Das eine ist meine Freundin, die verständnisvollste

Person, die ich kenne und die mich in all meinem Treiben

konstant unterstützt. Das andere war der Tod meines Vaters, der mich

immer ermutigt und unterstützt hat und selbst mit seiner Kunst ein

JAMES‘ PROJEKTE

in drei Worten von ihm selbst beschrieben:

EWIGKEIT: ätherische, heavy Variationen

JALDABOATH: dumm, kindisch, Klischee

BOMBS OF ENDURING FREEDOM: Heavy Anarchic Industrial

CON.DEV.EX: retro, elektronisch, zufällig

OLD FOREST: Epic Black Doom

ORCRYPT: retrogressiv, schwarz, Wirklichkeitsflucht

THE FERAL UNDERCLASS: erloschener Death Metal

SOLLERTIA: Nicht meine Band!

SVARTELDER: Anfangs ziemlich gut

THE MEADS OF ASPHODEL: Verschwendung von Zeit

BLACKSMOKE: Cauty, Fogarty, Lärm

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fördern den rhythmischen Überblick.

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NERD-STROM

STROM-BRINGER

Vorbild für mich darstellt. Das Leben ist zu kurz, um

das nächste Album, über das du gerade nachdenkst,

NICHT zu vollenden!

Auffallend ist dein britischer Zugang zu Projekten wie etwa

JALDABOATH, die ich beinhart als „Monty Python Metal“

beschreiben möchte. Teilst du deine Musik in „ernst“ und

„nicht ganz so ernst“ ein?

Ich mache alles, an dem ich arbeite, mit vollem Ernst.

Der Unterschied liegt darin, wie ich möchte, dass es bei

den Leuten ankommt. Meine frühen Sachen ernteten

Spott und Hohn aus gewissen Ecken, aber das war

trotzdem eine gute Erfahrung. Manchmal brauche ich

auch Selbstironie.

Das heißt nicht, dass jedes Projekt automatisch spaßig

ist… Aber es gab dieses Bedürfnis, auch diese Seite von

mir rauszulassen. Jedes meiner Projekte zeigt einen

anderen Aspekt meiner Persönlichkeit. JALDABOATH

steht für die spaßige Seite, OLD FOREST die konservative,

EWIGKEIT die wissbegierige, und IN THE WOODS…

ist momentan die ehrgeizige Seite von mir.

Denkst du, dass sich viele Bands da draußen zu ernst

nehmen?

Definitiv. Aber das wird zum Teil auch befeuert durch

sehr konservative Fans. Metal ist oft nicht sehr humorvoll,

und das ist gut so. Wenn Metal spaßig wird, sollte

das in einem übertriebenen, zu offensichtlichen Stil

sein - Piraten, Wikinger, Ritter. Ich hasse diesen Scheiss

„Musik ist eine Therapie

für mich, ich brauche

diese Flucht vor dem

hektischen Alltag“

normalerweise. Das verliert sehr leicht seinen Reiz, wie

aktuelle Trends ja zeigen. Das wird alles wieder verschwinden

über kurz oder lang. „Aber was ist nun mit

JALDABOATH?“ höre ich dich fragen. Nun, JALDABOATH

ist eine Parodie auf all diese Parodie Bands - und ist

dadurch selbst zur Parodie geworden (ah-ja, Andi).

Wie bist du bei IN THE WOODS… gelandet, die ja eigentlich

eine norwegische Band sind?

Ihren Drummer Anders Kobro kenne ich schon länger.

Der Anlass, um alle Beteiligten wieder in einen Raum

zu setzen, war der Tod von Gitarrist Oddvar Moi. Die

Botteri-Brüder und Anders waren interessiert, aber der

Original-Sänger (Jan Kenneth Transeth; Anm.) nicht.

Also fragten sie mich, ob ich nicht aushelfen könnte.

Eigentlich wollte ich bloß ein paar Keyboards hier und

dort beisteuern - und am Ende habe ich bei den letzten

beiden Alben „Pure“ und „Cease The Day“ Gitarre, Vocals

und Keyboards übernommen.

Aber die Botteri-Brüder sind weg und Anders das einzige

Original-Mitglied, warum diese radikale Re-

Strukturierung?

Das war außerhalb meines Einflusses. Die Botteris

sind sensible Burschen und durch zu viel Stress leicht

aus der Bahn zu werfen. Aus diesem Grund kam die

Band auch nie zu dem Ruhm, der ihr zustand. Sie

schmissen alles wegen Meinungsverschiedenheiten

hin, und wir mussten entscheiden, ob wir es jetzt auch

sein lassen oder auf die Arbeit der letzten Jahre aufbauen

und die Band nach vorne pushen wollen. Wir

entschieden uns für Letzteres und schrieben „Cease

The Day“. Und viele Leute haben mir gesagt, sie halten

es für das beste ITW-Album bis dato, für mich persönlich

ist es dem Debüt „Heart Of The Ages“ ebenbürtig.

Welche Projekte sind neben IN THE WOODS... momentan

am wichtigsten für dich? Wird es auch Live-Performances

geben?

EWIGKEIT ist immer wichtig als meine Spielwiese, auf

der ich Neues ausprobiere und immer dazu lerne,

aber das wird es nicht live geben. Es ist zu persönlich,

der Stil zu weit weg für viele Metal-Fans. Daneben würde

ich OLD FOREST als ganz wichtig für mich bezeichnen,

gerade jetzt. Es wird ein neues Album und auch

Re-Releases auf Vinyl geben! Und mit JALDABOATH

habe ich auch noch eine Rechnung offen …

Oh! Ich warte eh immer noch auf eine Tour in voller Ritter-

Montur…

Sag niemals nie!

www.facebook.com/DeathToMusic

Mike

© James Fogarty

NORIKUM

Watschen, Mann!

Hochgeschwindigkeitsgetrümmer aus

dem todesmetallischen Bereich liefern

NORIKUM aus der Steiermark auf ihrem

Album „Ad Nauseam“. Das Gaspedal

meist am Anschlag, rattert das Schlagzeug wie

ein Maschinengewehr, während zwischen melodischen

Gitarrenläufen und derben Riffs auch

ausgiebigst soliert und die technische Seite deutlich

hervorgekehrt wird.

Mal bekommt man den rohen Death mit dem

Vorschlaghammer auf die Birne, dann gibt es

wieder eine leicht thrashige Note auf die Zwölf,

Wir bringen den Strom – und den Geschwindigkeitsrausch

während am unteren Ende der Ton-

Skala bösartig herumgegrummelt

wird. Von stampfenden Brechern lässt

man sich gerne zum Watschenmann

degradieren, der vom zutiefst hasserfüllt grunzenden

Fronter Paul noch zusätzlich in Grund

und Boden gebrüllt wird.

Für NORIKUM braucht man schon etwas

Stehvermögen, denn für Weicheier ist das kräftigst

in die edlen Teile kickende Geböller nichts.

www.facebook.com/norikummetal

© Band

by Anthalerero



STROM-FUSION

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INN-STROM

Alle Fotos © Robina Neisser-Schoenthoner

7. & 8. März 2020

Ottakringer Brauerei

Tickets ab E 7,50

Wochenendpass E 12,–

VINYL

26.10.2019 - Festspielhaus St.Pölten

JOHN MCLAUGHLIN &

THE 4TH DIMENSION

Energetische Erleuchtung

„Die erste Nummer ist aus den Seventies. Ich bin ein alter Hippie“.

Die launige Begrüßung von John McLaughlin im Festspielhaus St. Pölten darf

nicht unergänzt bleiben. Der Brite ist der vielleicht beste Gitarrist der Welt, in

jedem Fall einer der besten Gitarristen der Welt, Legende und Fusion-Pionier.

Jenes Genre löste eine mittlere Revolution aus, als Trompetengenie Miles Davis

1970 mit dem Album „Bitches Brew“ die Kontrollbalken im Kopf der Dogmatiker

ignorierte und Undenkbares wagte: die Einheit von Jazz und Rock.

McLaughlin war damals nicht nur Bandmitglied,

er hat den Fusion-Faden weitergesponnen. Sein

Mahavishnu Orchestra baute 1971 mit dem Debut

„The Inner Mounting Flame“ einen Leuchtturm: Diese

intensive, fantasievolle, leidenschaftliche Grenzüberschreitung

war aufregend, innovativ wie nie zuvor und

mit Kopierschutz ausgestattet. Seither gilt jener Charismatiker

als Denkmal, als vitaler Reformator und Pendler

zwischen stilistischen Welten. Geschichtsbewusste

Fans denken nun an das Trio Shakti, die Vereinigung

von indischen Klängen und Jazzgitarre, die

in den 70er-Jahren einen weiteren Aha-Effekt

auslöste.

&

MUSIC

F E S T I V A L

2 0 2 0

w w w . v i n y l - m u s i c . a t

Mit der aktuellen Band beschwört der 77-jährige

(da staunt die Neigungsgruppe Jugendwahn)

vergangene Fusion-Zeiten, so als ob sämtliche

Uhren stehengeblieben wären. Sollte jemand

in verstörender Ignoranz anmerken, das wäre

bloß museale Brauchtumspflege, so war der

Ketzer nicht vor Ort. Das hochkarätige Quartett

lieferte in der NÖ-Metropole eine dynamische,

vielschichtige Leistungsschau mit dem

Gitarristen in Bestform. Kaum jemand kann

wie McLaughlin Virtuosität und Musikalität

genial verbinden.

Hier macht jeder Ton auch in rasendem Tempo

Sinn, technisches Können ist nie Selbstzweck,

sondern Basis für kreative Erleuchtung durch

den Mahavishnu. Ein mitreißender, emotionaler

und intensiver Auftritt voller positiver

Energie, der mit dem Klassiker „You Know You

Know“ endete, in den der Bandleader bekannte

Zitate von Jimi Hendrix über Miles Davis bis

Deep Purple integrierte.

Zeitlose Musik - das ist nur für jene ein begriffliches

Irrlicht, die an der Zeitgeist-Oberfläche

Ödland durchwandern.

Christian Prenger

Wenn ein Rock-Fan und Shop-Betreiber wie Mike

Sailer-Altenburger ein Szene-Festival organisiert,

kommt ein echtes Kleinod mit Kultcharakter

heraus. Dieses neue Festival punktete aber nicht

nur mit einer schönen Location und sorgsam

ausgewähltem Billing, sondern zudem mit kurzen

Wegen, einem breiten kulinarischen Angebot

für Fleischesser, fairen Preisen und nicht zuletzt

einem überaus friedlichen, feierfreudigen

Publikum, das einen guten Mix an Newcomern

und Szenegrößen serviert bekam.

Vierzehn Bands - aus ganz Österreich und eine

aus Indien (!) - bespielten beim Debüt das idyllische

Terrain im Tiroler Radfeld nahe Rattenberg,

jede von ihnen war mit Herz und Seele dabei,

leider teilweise vor sehr wenig Publikum.

Die Lokalmatadoren GARAGEDAYS boten freitags

eine phänomenale Headliner-Show mit Feuer

und Licht, als Samstag-Mainact überzeugten

die Amadeus-Gewinner BOON. Viele neue Fans

gewannen die Inder AGAINST EVIL mit einem

beeindruckenden Auftritt, aber auch alle anderen

Truppen - CHAOS INSIDE, CONCRETE EDEN,

DEADTIME STORIES, DYING EDEN, KLAUBAUF, LACK

OF PURITY, MIDRIFF, NAMELESS, RELINQUISHED,

SILENCER, SILIUS und UNBEUXAM - wussten ausnahmslos

zu gefallen.

Das Innrock Reloaded hat auf jeden Fall das

Potential, etwas Großes zu werden, die Zweitauflage

steigt am 20. und 21. August 2020!

www.innrockreloaded.at

Bine Weinberger

13.-14.09.2019 – Radfeld, Open Air

INNROCK

RELOADED

Bang doch beim Inder!

Alle Fotos © Bine Weinberger

35



STROM-VIADUKT

Da muss erst ein Schweizer in Form des umtriebigen

Christoph Keller samt seiner Frau Liz

kommen, um das zu bewerkstelligen. Zusammen

mit dem versierten Metal Escalation-Team hat er

bereits im Vorjahr im Vereinslokal des örtlichen

Bikerclubs ein kleines Fest, quasi als Generalprobe,

veranstaltet, heuer wollte man „bigger“ werden

und hat sich eine der malerischsten Locations

ausgesucht, die (Nieder-)Österreich zu bieten hat:

Die weiträumige Wiese neben und unter dem imposanten,

von Karl Ritter von Ghega 1850 erbauten

Viadukt, inmitten der malerischen Semmering-

Wälder und zu Füßen der gigantischen Polleros-

Felswand.

Das Spätsommerwetter war uns gnädig und bereits

um 14 Uhr trieben sich einige Metaller mit

Bier in den kargen Schatten des Geländes rum.

Nach dem Einmarsch der Dudelsack-Gruppe

BLACK SMITH PIPERS legten auch gleich TITAN

KILLER los, um die Anlage mit ihrem Geradeaus-

Metal ordentlich einzupegeln und die ersten

Urgesteine Wolfgang Süssenbeck und Walter

Oberhofer. Mit Multikulti-Truppe betonierte man

bei glasklarem Sound (ein Lob hier auch mal an

die Technik-Crew!) einen Klangmonolithen nach

dem anderen unter das Viadukt, am Ende blieben

einige Münder offen und Genicke steif. MORTAL

STRIKE sind so etwas wie der Stimmungsgarant

der Szene: Da weiß man, man bekommt die optimale

Hart-Kost in optimaler Qualität von fünf authentischen

Metal-Fanatikern. Etzi, Chrir und Co.

arbeiten gerade den neuen Sänger Martin ein und

müssen heute auf ihren Drummer Max verzichten,

also hilft kurz mal Alex von TITAN KILLER aus.

We are Family, nämlich. Und weil sich der zwar viele,

aber nicht alle Songs in so kurzer Zeit drauftun

konnte, gibt es auch ein paar fette Cover-Versionen,

was zusätzlich für Par-tay sorgt! Für die ortsansässigen

RAVENOUS, seit über 30 Jahren mehr oder

weniger im Business, ein Leichtes, den Ball zu

übernehmen und ihren zugänglichen Oldschool-

Thrash inklusive des Superhits „Brutalistic Terror“

(„Superkalifragilistischbrutalistic Terror“! Andi)

WILDHUNT

MORTAL STRIKE

31.08. - Breitenstein am Semmering

METAL ESCALATION FESTIVAL 2019

Bestial Invasion!

Es gibt Orte, die kennt man seit seiner Kindheit, fährt ständig dran vorbei, war aber noch nie wirklich dort.

Das Kalte-Rinne-Viadukt, älteren Semestern noch vom Zwanzig-Schilling-Schein bekannt, ist so ein Platz.

Und niemand von uns, der schon mal gemächlich mit der Bahn über und durch den Semmering geschaukelt ist,

hätte sich wahrscheinlich je gedacht, gerade hier mal ein fettes Metal-Festival zu erleben.

ANGRY NATION

Leute auf den Rasen zu locken. Dicht gefolgt von

den Neunkirchnern JORRVASKR, die mit ihrem

„Skyrim“-Black-Death-Cocktail bereits ein paar

Fans mehr vor die kleine, aber ausreichende

Bühne locken konnten. Da hatten VEINS OF

SUFFERING aus Leoben einen lockeren Stand,

ihren technisch eher anspruchsvollen, modern

angehauchten Todes-Metal in die bangende

Menge zu fetzen, souverän und routiniert! Und

es tat der Stimmung auch keinen Abbruch, einen

kleinen Stilbruch einzubauen: WILDHUNT trieben

einem mit hausgemachter Vintage-Kost die

Freudentränen in die Augen und glänzten mit

Spielfreude und Charisma.

Die Lokalmatadoren GHIDRAH sind kurzfristig

für ARTHIRIA eingesprungen und ein Glücksgriff:

Ein technisch versiertes Todes-Brett, mit einer

Menge Groove und Djent-Tupfern hie und da -

das Quartett präsentierte sich als eingespieltes

Team, und mit dieser Band sollte - nein, muss! -

man noch rechnen! Mit Spannung erwarteten alle

dann den ersten Live-Auftritt der Melo-Deather

ANGRY NATION rund um die beiden Neustädter

ins Publikum zu blasen: Sänger Joachim glänzt

durch sympathische Bühnenpräsenz und

Veranstalter Stefan zupft den Bass!

Und natürlich warten auf DESTRUCTION. In der

frischen Abendluft machen Schmier, Mike und ihr

Rollkommando dann auch keine Gefangenen. Mit

Alltime-Faves wie „The Butcher Strikes Back“ oder

„Bestial Invasion“ kann nix schiefgehen, und mit

einem Kapazunder wie Randy Black am Kit schon

gar nix. Das tritt so garstig Arsch, dass die Birne

brummt, und das bei spitzenmäßigem Sound und

mit einem super gelauntem Schmier. Ein würdiger

Abschluss für dieses Event, dessen Neuauflage

2020 schon fix geplant ist. Hoffentlich mit ebensolchem

Wetter - und einem Campingplatz. Bis auf

diesen war nämlich alles, was sich ein Metaller so

wünscht, auf dem Metal Escalation vorhanden.

Das hat wirklich Potenzial, nicht nur wegen der

Prachtkulisse, sondern vor allem wegen der kompetenten

und freundlichen Organisation. Weiter

so - wir freuen uns auf 2020 unterm Viadukt!

www.metal-escalation.at

Mike

RAVENOUS

Alle Fotos © Ines Altschach

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37



STROM-KREIS

STROM-KREIS

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RESTAURANTRECHNUNGEN

ABSETZBAR?

von Mag. Wolfgang Steirer

Steirer, Mika & Comp.

Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung

Die Bewirtung von Geschäftsfreunden bzw. potenziellen

Geschäftspartnern kann als Werbekosten

dann abgesetzt werden, wenn es sich um eine Geschäftsanbahnung

handelt und auf der Rechnung der

Name der eingeladenen Person, deren Funktion und

Inhalt der geschäftlichen Besprechung vermerkt sind.

Und auch dann nur die Hälfte des Rechnungsbetrages.

Wenn man aber z.B. einen Tourneevertrag abschließt

und diesen dann mit dem Veranstalter begießen geht,

handelt es sich nicht mehr um Geschäftsanbahnung,

da das Geschäft mit der Vertragsunterzeichnung

schon abgeschlossen war. Eine steuerliche Geltendmachung

ist daher leider nicht mehr möglich.

Drum lieber vorher feiern als nachher… auch, wenn es

vorher noch nichts zu feiern geben sollte.

Wir helfen gerne…

KSFV, 1010 Wien, Goethegasse 1, Stiege 2, 4. Stock

www.ksvf.at/ein-notfall-was-nun-tun.html

Tel.: +43 (1) 586 71 85

AD NEMORI - Akrateia (Eigenprod.)

Ein sonniger Herbsttag, Blätter fallen von den Bäumen,

es wird kühl und die Stimmung melancholisch. Den passenden

Soundtrack liefern diese bayrischen Atmospheric

Death Metaller. Ihr erster Longplayer präsentiert einen

schönen Mix aus getragenen Keyboard-Passagen und

Todesblei. Bei neun Songs (inkl. Intro und Outro) in

knapp fünfzig Minuten ist klar, dass einige in Überlänge

daherkommen - und einen schön in zum Träumen anregende Klangwelten

eintauchen lassen.

Wo sich dann leider auch ein paar Schwächen bemerkbar machen: Anfangs klingt

vieles noch erfrischend und progressiv, gegen Ende wirkt der Spannungsbogen

überspannt. Dies ist freilich Nörgeln auf hohem Niveau. Handwerkliche Kunst

ist der Band definitiv nicht abzusprechend und wer etwa AMORPHIS oder

WOLFHEART mag, dem sei auch AD NEMORI nachhaltig empfohlen.

www.adnemori.com

Mansn

ALCEST – Spritual Instinct (Nuclear Blast)

Black Metal hat nun doch schon einige Jahre auf

dem Buckel. Seit den 80ern wird zu Blastbeats und

Tremolo-Riffs gekreischt, mal härter, War Metal,

mal softer, Blackgaze. Beeinflusst von Post-Punk,

Shoegaze und Atmospheric Black werden scheinbar

ewig ansteigende und wieder zusammenkrachende

Wall Of Noise-Soundkulissen heraufbeschworen, nicht

ganz neu, aber mit mehr Fokus auf Aufbau und Melodie.

Als Pionier darf hierbei der Franzose Stéphane Paut, besser bekannt als Neige,

bezeichnet werden, Frontmann von ALCEST und TRVE KVLT-Verleumder. Mit der

ALCEST-Platte ,,Souvenirs d‘un autre monde‘‘ legte er 2007 der Grundstein für einen

Sound, der eine ganze Reihe von Blackgaze-Künstler*innen weltweit (inklusive

Hochkaräter wie HARAKIRI FOR THE SKY und DEAFHEAVEN) beeinflussen sollte.

2019 gibt es nun Neues aus dem Hause ALCEST. Wird dabei das Rad neu

erfunden? Nein, muss es auch nicht. Denn welche Klänge Neige im Rahmen der

© Josef Polleross

sechs Titel – keiner kürzer als fünf Minuten – auch aus den Boxen schweben

lässt, welche famosen Songstrukturen, Geräuschkulissen, in Musik verpackte

Gefühle zum Ausdruck gebracht werden, lassen diese Re-Interpretation des

Genres dennoch frisch und fesselnd wirken.

Tatsächlich ist es überraschend schwer in Worte zu fassen, was denn genau

innerhalb der knapp 45 Minuten Spielzeit passiert, man ist versucht, einfach die

Musik sprechen zu lassen. Wie das zarte, sphinxartige Wesen auf dem Plattencover

schon passend vorausdeutet, klingt „Spiritual Instinct‘‘ magisch und verträumt,

wie ein langsam ausklingender Herbsttag im Wald, auf 180g Vinyl festgehalten.

www.alcest-music.com

Gabriel

ANGEL WITCH - Angel Of Light (Metal Blade)

Im Vergleich zur Pause zwischen dem 1986er

Kult-Gerät „Frontal Assault“ und dem Comeback-

Werk „As Above, So Below“ aus 2012 erscheint die

Wartezeit auf „Angel Of Light“ verschwindend gering.

Dabei musste Bandchef Kevin Heybourne einmal mehr

neue Mitstreiter rekrutieren und konnte lediglich auf

Will Palmer setzen, der seit mehr als einer Dekade die

Bass-Saiten rupft. Doch mit dem schwedischen Routinier Fredrik Jansson (u.a.

ex-COUNT RAVEN) am Schlagzeug und Jimmy Martin an der zweiten Gitarre kann

Kevin seine musikalische Intention nun mit einem stabilen Line Up vorantreiben.

Das neue Album klingt zwar durchaus zeitgemäß, versprüht jedoch von Anfang

an jenen Esprit, für den man die Formation seit den frühen 80er Jahren schätzt.

Ok, der Opener „Don‘t Turn Your Back“ stammt ja auch aus dieser Zeit und

wurde immer wieder mal live dargeboten, jedoch erst jetzt zum ersten Mal

aufgenommen. Auch das getragene, gen Doom tendierende „The Night Is

Calling“ hat eine lange Geschichte und wurde einst angeblich sogar von der

CANDLEMASS-Vorgänger-Band NEMESIS gecovert (und kurz danach kamen

Hänsel und Gretel aus dem Wald, Andi).

Doch Meister Heybourne setzt nicht bloß auf Archivmaterial, sondern hat auch

brandaktuellen Stoff wie die Mitsing-Hymne „We Are Damned“, das die Frühzeit

der NWOBHM beschwörende „Window Of Despair“ sowie den dezent eröffnenden,

sich aber zu einer atmosphärischen Metal-Hymne steigernden Titelsong im Talon.

Fazit: Ein starkes Album im voller ANGEL WITCH-Bandbreite!

www.angelwitchcoven.com

Walter

APOCALYPTICA – Cell-0 (Silver Lining)

Die finnische Institution besinnt sich mit ihrem Anfang

Jänner erscheinenden neunten Studioalbum auf ihre

instrumentalen Wurzen zurück. Ein Back-To-The-

Roots-Anlauf, der sich als äußerst geglückt erweist.

Ohne Vocals muss eine Platte natürlich mit anderen

Werten glänzen. APOCALYPTICA, die schon immer

besser Saiten als Stimmen sprechen lassen konnten,

meistern diese Herausforderung souverän. Die Vermengung von klassischer

Musik und Metal-Riffs, mal Heavy, mal Speed, teilweise sogar harter Thrash,

funktioniert hervorragend. Die neun Tracks fühlen sich an keiner Stelle langatmig

oder zu pompös an, ganz im Gegenteil, trotz weiter Melodiebögen werden auch

detailverliebe Nuancen gesetzt.

Eine Platte zum wieder und wieder hören, auch ohne Vocals.

www.apocalyptica.com

Gabriel

ARMORED DAWN – Viking Zombie (Eigenprod.)

Die zehn Songs, die das brasilianische Sextett auf

seinem dritten Album abliefert, überraschen in zweierlei

Hinsicht. Einerseits ist es das großartige Arrangement

des Materials, das den Hörer konstant und gekonnt durch

eine Welt voller Viking-, Progressive- und Symphonic

Metal mit Metalcore-Anleihen führt. Die harmonischen

Gitarrensoli überraschen dank ihrer zumeist unerwarteten

Platzierung, ebenso begeistern der hauptsächliche Clean-Gesang sowie

die (Gang-)Shouts aufgrund ihrer Harmonien und Verständlichkeit. Auch die

Keyboards und Streicher aus der Konservendose fügen sich gut in das Klangbett ein.

Auf der anderen Seite ist es die Produktion des Albums, die den einen oder

anderen mit offenem Mund zurücklassen dürfte, denn in diesem butterweichen

und angenehmen Mix geht kein Instrument unter.

www.facebook.com/ArmoredDawn

Flo

BAD TEMPER JOE & FERNANT ZESTE - Haunt (Timezone)

Dem Namen nach könnte es sich hier genauso gut um ein übel

beleumundetes Revolvermänner-Duo aus einem Spaghetti-

Western handeln; nicht minder gefährlich klingen die beiden

auch auf ihrer ersten gemeinsamen Veröffentlichung. Schon

auf dem Cover stehen sie einander mit geballten Fäusten

gegenüber, allerdings täuscht der erste Eindruck, denn hier

kämpfen eindeutig zwei miteinander gegen alles, was sie so heimzusuchen pflegt.

Und das im Auftrag des Blues, der ja bekanntlich keine lustige Angelegenheit ist.

Was also auch immer BAD TEMPER JOE die Laune vermiest hat, die Dead Cow Studios(!)

in Zevergem waren der geeignete Ort, um all das mit seinem belgischen Kumpel

FERNANT ZESTE für immer festzuhalten. Brüderlich teilen sie sich die zwölf Songs,

graben sich dabei tief in das Genre ein und fördern dabei wahre Blues-Schätze zu Tage.

Tonnenschwermütig wie in „Battle Cry Blues“ oder „Minstrel´s Lament“ ist „Haunt“

ein heißer Kandidat für den Soundtrack nebelschwadenverhangener Herbsttage, aber

das ist beileibe noch nicht alles, denn „Don´t Talk About Break-Up (While I Eat)“ wartet

mit unglaublich sardonischem Humor auf - ein grandioser Song, der echt und ehrlich

das Zeug zum Klassiker hat. Überzeugt euch selbst!

www.timezone-records.com

Claudia

BEFORE US ALL - Deceptions (Eigenprod.)

Breitwandiger, moderner Metal mit starkem Core-Anteil und

ordentlichem Schub gefällig? Das Ennser Trio kommt ohne

generische Breakdowns und glatte Clean-Refrains aus, setzt

stattdessen auf volltönendes Gebell und garniert seine Songs

überdies mit thrashigen bis melodisch-todesmetallischen

Einflüssen. So wird aus „Deception“ eine abwechslungsreiche

Sache, die neben fetter Produktion zwar wenig echte

Highlights bietet, dir aber dafür auf gleichbleibend hohem Niveau die Flimmerhärchen

gepflegt mit der Drahtbürste glättet. Perfekt durcharrangiert, merkt man dem Album

an, dass lange Zeit daran gefeilt wurde – sechs Jahre seit dem Debüt „Revelations“,

wenn ich richtig gezählt habe. Mächtige Rückkehr, Burschen!

www.facebook.com/beforeusallofficial

Anthalerero

BEN WOOD INFERNO - The Real Thing

(Sumo Rex/Broken Silence)

„Smell the smoke and see the flames - ´cause this show

is for you!“, verkünden BEN WOOD INFERNO gleich mal

vorab, damit keinerlei Missverständnisse entstehen.

Dieses Tour-Motto gilt auch für ihre bislang fünfte

Langscheibe, auf der das „Trio Infernal“ Ben Wood

(voc, bass), General Paul Vincent (git, Theremin) und

Vigil the Beast (drums) einen teuflisch guten Mix aus Punk und Rock´n´Roll serviert.

„The Real Thing“ erzählt von Sex, Liebe und Herzschmerz in zehn ansprechenden

Variationen. Als musikalische Basis dient Brit-Punk der Marke THE DAMNED, man

zollt aber auch einem Ausnahmekünstler wie HERMAN BROOD, der leider schon

von uns gegangen ist, Tribut. Hinzu kommt noch eine deftige Note THE SWEET

und T-REX - und fertig ist die wüste, aber mit viel Herz und Hingabe dargebotene

Mischung: Eine gute Band, die herrlich unprätentiös zwischen den Genres hin und

herschlingert. Besoffen, begeisternd, beachtlich!

www.benwoodinferno.com

Claudia

DEAD KNOWLEDGE - Kryll (Eigenprod.)

Bei ihrer dritten Veröffentlichung sind diese Burschen

aus Oberösterreich angekommen. Darauf bleiben sie

sich selbst auf ihrem schon länger eingenommenen,

lauschigen Platzerl zwischen US-Südstaaten-Metal und

Groove-lastigem 90er Thrash der Kategorie MACHINE HEAD/

PANTERA treu. Dermaßen zugänglich und dabei zugleich

drückend und brachial klang man bislang aber noch nie.

Auch der Gesang hat an Ausdruckskraft dazugewonnen, dadurch kommt die Chose

nun wesentlich authentischer und griffiger aus den Boxen - und mit Sicherheit auch

live noch effizienter. Wobei Groove-Monster wie das geradlinig, mit BLACK LABEL

SOCIETY-Gedächtnis-Riffs unterspickte „Captain Green“ oder das mit DOWN/

CROWBAR-Schlagseite versehene „Through Fire And Blood‘ ohnehin für „fliegende

Kühe“ in den Clubs sorgen sollten.

Gelungenes Album, haltet aber auch Ausschau nach der nächsten Ankündigung

für ein „Kryllfest“!

www.facebook.com/DeadKnowledge

Walter

Henrik HUBER - Solipsist (Eigenprod.)

Nach gut zehn Jahren in diversen Bands hat sich der aus der

Bundeshauptstadt stammende „Hens“ dazu entschlossen,

Musik in Zukunft nur noch im Alleingang zu komponieren

und aufzunehmen. Getreu dem Motto „Writing music by

myself, for myself“ legte er im letzten Jahr sein erstes

Soloalbum „Effigy“ vor und erntete dafür durchwegs

positives Feedback.

Das dürfte ihm auch für seinen neuen Alleingang „Solipsist“ sicher sein, denn während

andere „Flitzefinger“ bevorzugt sich selbst und ihre Technik, oder zumindest ihre

Solo-Künste an der Sechssaitigen, in den Vordergrund stellen, regieren auf dieser EP

musikgewordene Emotion und Tiefgang. Henriks musikalische Sozialisation durch

derb-deftigen Metal merkt man den Nummern zwar an, die Kunst, Brachial-Riffs in

emotionsgeladene Kompositionen zu integrieren, beherrscht der Kerl aber perfekt.

Kopfhörer auf, eintauchen in die Klanglandschaften und sich davon einnehmen lassen!

www.facebook.com/henrikhenshuber

Walter

INDUCTION - same (Eigenprod.)

Hinter dieser mir bis dato völlig unbekannten Band verbirgt

sich in erster Linie der aus dem tschechischen Pardubice

stammende Martin Beck. Dem war es nach ersten Solo-

Gehversuchen offenbar zu mühselig, den von ihm konzipierten

symphonischen Progressive Metal auch weiterhin im

Alleingang im Studio aufzunehmen, weshalb er interessierte

Musiker gesucht und um sich geschart hat. Bekanntester

Name auf dem nun vorliegenden Debüt ist der niederländische Sänger Nick Holleman,

der u.a. mal bei VICIOUS RUMORS das Mikro über hatte (wer nicht? Andi).

Schon das Cover macht deutlich, dass hier nicht gekleckert, sondern gehörig geklotzt

wird. Die Gigantomanie, die von der dargestellten Sciene-Fiction-„Powerslave“-Szenerie

ausgestrahlt wird, ist aber auch musikalisch präsent. Bombast und überbordende

Arrangements stehen im Vordergrund und sollen das Album wahrscheinlich so monumental

wie nur möglich klingen lassen. Leider wurde dabei aber etwas übertrieben und der

Metal- und Rock-Appeal der Nummern so auf ein Minimum reduziert. Das ist insofern

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schade, da die Ideen für Riffs und Melodien an sich locker ausgereicht hätten, um auch

in „abgespeckter“ Variante zu imponieren. Ein Glück, dass Nick mit seinem prägnanten,

ausdrucksstarken Organ zumindest imstande ist, einzelne Tracks wie „The Outwitted

Consecration“ oder „My Verdict“ vor den Tiefen des Kitsch-Abgrundes zu bewahren.

www.facebook.com/inductionofficial

Walter

LIFE OF AGONY - The Sound of Scars (Napalm)

Mit ihrem neuen Album setzt die New Yorker Kultband

genialerweise dort an, wo das Selbstmord-Konzept ihres

unvergesslichen Debüts „River Runs Red“ aufgehört

hat: Die düsteren Blutstropf-tropf-tropf-tropfen, mit

denen es 1993 geendet hat, bilden auf „The Sound of

Scars“ den Auftakt. Mit Sirenengeheul geht es in die

Fortsetzungsstory des vermeintlichen Suizid-Opfers von

damals. Und: Eingeschworene LOA-Fans finden auf dem 2019er Konzeptwerk tatsächlich

wieder, was so mancher in den letzten Jahren wohl für immer verloren glaubte. Extreme

Emotionen inklusive kolossaler Wut treffen auf hypnotische, metallschwere Grooves

und beklemmend hymnische Melodien. Die schweißtreibenden Anschläge der neuen

Frau an den Drums, Veronica Bellino, prügeln auf die Nostalgie-Glocken in uns ein.

Als wichtigster Prägestempel gilt aber natürlich die wandelbare Stimme von Mina

Caputo, die hier wieder ihr volles, brachiales Potential entfaltet. Und apropos Mrs.

Caputo: Unser f2f-Interview mit ihr und dem Rest der Gang präsentieren wir euch in

der nächsten Stark!Strom-Ausgabe.

www.lifeofagony.com

Althea

LONG DISTANCE CALLING - Stummfilm -

Live From Hamburg (DVD/Blu-Ray, InsideOut)

Als ich vor zehn Jahren LONG DISTANCE CALLING – eine von

vermutlich gelangweilten Death Metal-Muckern (MISERY

SPEAKS) gegründete Instrumentalrockpartie – erstmals

live sah, hätte ich nicht unbedingt damit gerechnet, die

Deutschen noch eine Dekade später auf gehobenem Niveau

gemeinsam musizieren zu sehen. Die im gediegenen

Ambiente der Kulturkirche Altona angestuhlten Postrockbrüder und -schwestern

werden mit einem über zweistündigen Auszug aus dem Œuvre der Gastgeber

bedient, nicht zuletzt mit einer Fast-Vollversion des 2009er Jubiläumsalbums „Avoid

The Light“, was die recht schummrige Bühnenausleuchtung erklären dürfte. Die

dezente, nichtsdestotrotz stimmige visuelle Produktion wird durch das grandiose

Klangerlebnis jedoch locker getoppt. Schon faszinierend, wie scheinbar einfach das

Thema Sound werden kann, wenn Instrumente wie selbstverständlich ihren Platz im

Frequenzspektrum einnehmen können, ohne etwa an allen Ecken und Enden von bis

zur Unkenntlichkeit verzerrten HM2-Gitarren niedergebügelt zu werden. Töne dürfen

klingen, atmen, fließen, sich in der ohrenscheinlich grandiosen Akustik der clever

gewählten Venue entfalten. Emotionen und Stimmungen sind Trumpf.

LDC sind für eine Instrumentalband spieltechnisch erstaunlich simpel aufgestellt, auf

ausufernde Soloeskapaden und abstrakte Strukturen wird weitestgehend verzichtet.

Gleichzeitig versteckt man sich nicht ausschließlich unter dem Deckmäntelchen der

Atmosphäre. Denn bevor die Füße verdächtig anfangen zu kribbeln, zaubert man

kurzerhand ein überzeugendes Break, Riff oder eine eingängige Hookline aus dem

Hut, wodurch die übersichtlich arrangierten „Songs“ auch in ihrer ausufernden Länge

in Ordnung gehen. Aufgrund des effektiv ausgelebten Soundfetischismus dürften LDC

sogar für die STEVEN WILSON- oder TOOL-Fraktion relevant sein, wenngleich sie ihr

Talent für griffige Gesangsnummern (höre etwa den Track „The Nearing Grave“ mit

KATATONIAs Jonas Renkse, der hier leider mangels Sänger-Support fehlen muss) seit

längerem nicht mehr ausschöpfen (was nun böse Zungen auch von TOOL behaupten

könnten). Dennoch verdient die künstlerische Kompromisslosigkeit der Deutschen

Respekt, und immerhin wird die andächtige Stimmung punktuell durch ein bisschen

Kopfwackelmusik gebrochen.

www.longdistancecalling.de

wahnfred

MOJO INCORPORATION - Oh Boy! (Eigenprod.)

Traditionsbewussten Fußball-Fans sei mitgeteilt, dass

nicht zwingend alles, das man uns in Dosen offeriert,

abzulehnen ist. Mitunter macht „Dosenkost“ sogar Laune.

Vor allem dann, wenn der Inhalt auf „Würze“ setzt, wie

das beim aktuellen Album der heimischen Formation MOJO

INCORPORATION der Fall ist.

Die aus MusikerInnen aus Linz, Wien und St. Georgen

zusammengesetzte Truppe hat sich nämlich eine schlichte, auf „Retro“ getrimmte

Tomatenkonservendose als Artwork ausgesucht und lässt damit auch erahnen,

was inhaltlich auf einen zukommt.

Eine bestens abgeschmeckte Mixtur mit unüberhörbarem Spät-60er Flair, die

sowohl dezenten Blues und eleganten Jazz, aber auch feurigen Funk und eine

gewaltige Portion Soul enthält. Von Letztgenanntem hat Tamina Mayrwöger jede

Menge in ihren Stimmbändern. Dadurch ist es im Endeffekt völlig egal, ob es das

Sextett (das sich im Studio wie auch live zur Unterstützung immer wieder gerne

mehrere Blasinstrumentalisten einlädt) lässig-locker und mit Tempo angeht oder

einfühlsam wie etwa im schwer jazzig ausgeführten „Almost“ aufspielt oder auf

tanzbaren Groove setzt („Walk Of Shame“) - einnehmend und mitreißend ist

die Chose nicht zuletzt durch die Stimmgewalt der Frontlady jederzeit. Applaus!

www.mojoincorporation.com

Walter

OX - Breaking Point (Timezone)

OX zeigen sich auf ihrem Zweitwerk gereift, gefestigt

und demnach zu Recht selbstsicher.

Der Karlsruher Vierer, vor einer Handvoll Jahren von

Namensgeber Simon Ochs (wahrscheinlich nicht verwandt

mit US-Protestsänger Phil Ochs (wahrscheinlich… Andi)

gegründet, unternimmt mit „Breaking Point“ einen

zweiten Versuch, der „scheenen Leich“ Grunge neues

Leben einzuhauchen und: Es bleibt nicht bei dem Versuch!

Von Leichenfledderei kann hier keine Rede sein, dafür legen sich OX ganz schön

ins Zeug, schreiben griffige Riffs und eingängige Hooklines, die sich hören lassen

können. Unvermeidlich, dass der eine oder andere Manierismus, dessen sich die

Band bedient, sagen wir mal, gut abgehangen ist - aber so what?! „Fade Away“

beispielsweise ist eine wahrlich gelungene Ballade, aber keine Sorge, hier frönt

man keineswegs dystopischem Jammerantentum, es geht auch ordentlich zur

Sache. Und mit „Never Wanted To Be Like You“ beweisen OX, dass sie stur genug

für einen amtlichen Rocksong sind und, ich kann mir nicht helfen, ich höre beim

Chorus einen Touch Lemmy heraus. Ja, ich denke, besonders dieser Song hätte

ihm gefallen - und das ist hiermit mehr als eine Empfehlung für „Breaking Point“.

www.facebook.com/oxmusicofficial

Claudia

SATYRICON -

Rebel Extravaganza 20th Anniversary

(Napalm)

Dieses 1999 veröffentlichte Album markierte einen

Umbruch im Sound der norwegischen Kultband. Die

Musik wurde melodischer, das Schlagzeug klarer und

es wurden auch Einflüsse anderer Genres zulässig.

Das 20jährige Jubiläum wird nun mit einem neu

gemasterten Re-Release gefeiert und der frische Klang tut dem in Würde

gealterten Klassiker tatsächlich gut. Erhältlich ab dem 13.12. als Digipak,

Doppel-LP und Picture (Double) Vinyl!

www.satyricon.no

Anna

SODOM - Out Of The Frontline Trench (SPV)

Im herbstlich anmutenden Wien, mit eisigkalten

Häuserschluchten und wehenden Blätterstürmen

(Oida, es hot 20 Grad, Andi) bekommt man als

geneigter Konzertpilger und Abend-vor-der-Stereo-

Verbringer doch recht schnell kalte Zehen. Rasanthitzige

Abhilfe schafft da Gelsenkirchens stadteigene

Dampfkapelle, die Witching Metal-Veteranen SODOM.

Nach der 2018 veröffentlichten, hervorragenden ,,Partisan‘‘-EP (wir berichteten!)

gibt’s nun also wieder (kurzen) Nachschub von den örtlichen

Dreschflegelverkäufern, allen voran Bombensirene Tom Angelripper. Zwei

nigelnagelneue EP-exklusive Nummern (das extrem fetzige ,,Down On Your

Knees‘‘ sowie der nicht weniger temporeiche Titeltrack), ein äußerst effektiv

neu eingespieltes ,,Agent Orange‘‘, eine ,,Bombenhagel‘‘-Liveaufnahme und

sogar einen (exzellenten) Vorgeschmack auf die 2020 kommende Platte mit

,,Genesis 19‘‘. Wie immer gilt: Es ist SODOM, und SODOM enttäuscht nicht,

SODOM BRETTERT. Her mit dem Album!

www.sodomized.info

Gabriel

STEVE HACKETT -

Genesis Revisited Band & Orchestra:

Live At The Royal Festival Hall (Inside Out)

Nun könnte man dem guten Hackett ja den totalen

GENESIS-Sellout vorwerfen. Tun wir aber nicht.

Warum? Weil er hier eigentlich, so wie auf seinen

bisherigen „Revisited“-Alben auch, ein musikalisches

Weltkulturerbe pflegt. Und das überdies

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mit einer ziemlich kompetenten Begleitmannschaft und jetzt auch mal mit

einem ziemlich großen Orchester. Dass Steve Hackett gerne mit Klassik

arbeitet, und auch immer wieder mit variierenden Orchestern, ist bekannt.

Aber in diesem Umfang ins Cineastische erhöhte GENESIS-Ware gab es

bislang noch nicht wirklich.

Man möchte meinen, die Songs – auch Hackett‘s Solo-Sachen – wären eh

schon opulent überladen und theatralisch genug, was dank Sänger Nad

Sylvan (ein absoluter Glücksgriff!) noch zusätzlich verstärkt wird. Hier hebt

man das Ganze nochmal auf eine neue Ebene, die fast schon was Sakrales

hat, und wo man unter anderem dem Longtrack „Supper’s Ready“ einen fast

musicalhaften Anstrich verleiht. Mir liegt leider nur die Audio-Version vor,

die richtigen Fanatics checken sich aber ohnehin die BlueRay dieser ein- und

ausladenden Klangreise.

www.hackettsongs.com

Mike

UZZIEL –This Fear (Eigenprod.)

Erwarte das Unerwartete! UZZIEL machen auch auf

ihrem neuen, zweiten Album, was ihnen gefällt – seien

das ein Jazz-Intro oder unvermittelte Stilbrüche in

den Songs, die sich unterm Strich dennoch zu einem

schlüssigen Ganzen verbinden. Man nehme eine

große Portion Thrash, ein Schäufelchen Death, eine

Prise Heavy Metal, würze das Ganze mit eingängigen

Elementen und der musikalischen Ursuppe entsteigen: UZZIEL!

Düster-misanthropische Grundstimmung und knackige Riffs treffen auf ohrwurmige

Gesangspassagen und einen Spritzer selbstreflektierenden Humors,

was „This Fear“ einen sympathisch-schrägen Anstrich mit Partyfaktor verpasst.

Wer hat noch nicht, wer will noch mal?

www.facebook.com/uzzielmetal

Anthalerero



SCHWARZ!STROM

Vinyl only – Klangkultur für Hörer.

by Christian Prenger

THE BEATLES - Abbey Road Anniversary

Edition (Apple Records/Universal)

Die BEATLES sind ein klingendes Glückshormon

der Musik-Historie. Abweichende

Ansichten sind inakzeptabel, werte Gemeinde.

Die unvergleichliche Band hat

bahnbrechende Alben veröffentlicht,

so wie „Abbey Road“ anno 1969. Zum

50-Jahre-Jubiläum gibt es jene feine

Box mit drei LPs inklusive Outtakes, Demos und Talk aus dem Studio.

Die Platte wurde jedoch neu remixt - wer braucht denn das? Pfoten

weg, die Fab Four wussten garantiert, wie es geht.

BORGNAKAR – True North

(Century Media)

Ideologen der reinen Lehre verehren

jenen Begriff, Nostalgieapologeten

lieben ihn, konservative Hardliner fallen

bei der Erwähnung in rauschhafte

Verzückung. Alles ist gut, was „true“

ist, lautet die Philosophie gewisser

Metal-Fundis. „True North“ ist gut,

aber ohne True-Korsett. Die Band initiiert eine unorthodoxe, dynamische

Exkursion durch Kreativansätze des Avantgarde Black Metal.

Ein Kompetenzbeweis in zwei Farben, kein Trugschluss.

HARRY CONNICK JR. - True Love:

A Celebration Of Cole Porter

(Verve/Universal)

Die Plüsch-Fraktion unter den Jazzkonsumenten

kann ihre Anlage auf

Betriebstemperatur bringen. Harry

Connick Jr. interpretiert Hits des legendären

Musical-Komponisten und Sängers

Cole Porter und beweist gleichzeitig

beachtliches Talent für Klang-Gymnastik. Diese Scheibe des Vokalisten

ist ein Spagat zwischen Kunst und Kommerz, zwischen Kitsch und

Können. Ein veritabler Hochseilakt auf drei Seiten Vinyl mit ausreichend

Süßstoff für den Plattenteller.

42

JEFF GOLDBLUM AND

THE MILDRED SNITZER ORCHESTRA -

I Shouldn´t Be Telling You This

(Decca/Universal)

Was könnte uns dieser Mann verschweigen?

Hat ihn das Arbeitsamt zum Jobwechsel

überredet? Soll er künftig nur

mehr den smarten Jazzpianisten geben?

Hat er genug von Verwandlungen in

Fliegen und Konfrontationen mit Dinos in Parkanlagen? Halten wir

uns an das Vinylfaktenmaterial. Hollywood-Star Jeff Goldblum will auch

auf der zweiten LP weder Erneuerer noch Revoluzzer sein und swingt

fröhlich durch nettes Mainstream-Material. Ist okay, teilen wir mit.

HELLOWEEN - United Alive In Madrid

(Nuclear Blast)

Das strategische Ziel dieses Metal-Joint

Ventures liegt auf der Hand. Michael Kiske,

Kai Hansen und Andi Deris segeln mit

weiteren Kürbispromis als „Pumpkins

United“ durch weltweite Konzerthallen

und erfüllen die Reunion-Fantasien ihrer

80er-Klientel. Das läuft natürlich nicht

ohne Erinnerungs-Accessoires wie jene Box ab. Fünfmal Vinyl wartet

auf Kunden, nicht unerwartet sind diverse Farben im Spiel. Gute Sache

und niemand schreit daher „I Want Out“.

INSOMNIUM - Heart Like A Grave

(Century Media)

Wer das glatte Trend-Parkett beschreitet,

sollte mental gefestigt sein, an Plan B

denken und raschen Aufstieg nie mit

nachhaltiger Karriere verwechseln. Denn

nach jedem Hype folgt Tristesse. Auch

melodischer Death Metal wird primär

mehr von Kreativ-Orientierungslosen

dominiert, die alte Zeiten blass reproduzieren. INSOMNIUM hingegen

beweisen Überzeugungskraft mit ihrer Doppel-LP, unter anderem im

eher genreuntypischen Sun Yellow erhältlich.

KING CRIMSON -

In The Court Of The Crimson King

(DGM/Lotus Records)

Ich ersuche um kurzes inspiriertes Innehalten.

Dieser Scheibe muss mit Ehrfurcht

begegnet werden, zählt das Debüt von

KING CRIMSON doch zu den besten

Platten aller Zeiten. Wer jenes Prog-

Rock-Monument von 1969 nicht kennt,

möge nun mit den Aufräumungsarbeiten seiner musikhistorischen

Baustelle beginnen. Dieser Re-Release ist ansprechend gefertigt und

erfreut durch Vinyl aus der 200 Gramm-Kategorie. Ein königliches

Sammler-Objekt.

Special: Hippiegartenparty

Ein Mythosmessgerät würde zu rauchen beginnen.

Denn Woodstock bleibt das Symbol für den Aufbruch in bessere Zeiten,

Nonkonformismus und Veränderung. Das Festival fand 1969 in einem

Super-Kreativjahr statt, wie auch diese Seite zeigt.

Das Jubiläum steht nun im Zeichen von Love, Peace und Cash.

„Woodstock - Back to The Garden: 50th Anniversary Collection“

erweist sich als coole Live-5-LP-Box mit einem Makel:

Gitarrengenie Jimi Hendrix fehlt.

Die Verantwortlichen sollten künftig besser

im Garten arbeiten.



STROM-ZERSTÖRER

BÜHNEN-STROM

24.10.2019 – Wien, Viper Room

DESTRÖYER 666

Die „Sons Of Rebellion Tour“ gastierte in

Wien und schon der britische Opener

INCONCESSUS LUX LUCIS stellte eindrucksvoll

die Qualität des von der heimischen

Agency „District 19“ zusammengestellten

Packages unter Beweis. NOCTURNAL GRAVES

aus Australien entfachten danach ein fulminantes

Blackened Thrash Metal-Inferno und

auch die Griechen DEAD CONGREGATION

gönnten der Nackenmuskulatur der Fans

keine Entspannung.

DESTRÖYER 666 verwandelten den Viper

Room schließlich zur Gänze in einen

Hexenkessel voll schwarzer Leidenschaft

und wild kreisender Matten.

Ein denkwürdiger Abend.

Anita

Hexenkessel

Alle Fotos © Anita Petzold / LIV Photography And Art

NOCTURNAL GRAVES

DEAD CONGREGATION

DESTRÖYER 666

05.10.2019 – Wien, Escape

HARAKIRI FOR THE SKY

Nebel

Für zwei spezielle Konzertabende

fanden sich H.F.T.S. am 4. und 5. Oktober

im legendären „Metal-Corner“ ein, in dem

„damals“ ihre ersten Live-Auftritte stattfanden.

Logische Folge: Ausnahme-Stimmung

unter den - streng limitiert - 150 Besuchern,

eine intensive Performance und SEHR

viel Nebel. Gespielt wurden Tracks der ersten

zwei Alben und als Zugabe gab es sogar das

auf der Limited Edition von „Aokigahara“

enthaltene TEARS FOR FEARS-Cover

„Mad World“ (das erstaunlich gut im

HARAKIRI-Stil funktioniert).

Ein exzellenter Auftritt einer

exzellenten Band.

www.facebook.com/HarakiriForTheSky

PS: Auch das bandeigene Bier

darf empfohlen werden!

Anna

Alle Fotos © Garbiel Niederberger

45



SEELEN-STROM

CLOUDS

30.11.

PRO-PAIN,

ØLTEN,

OWE YOU NOTHING

06.-07.12.

SICKNESS BEFORE

CHRISTMAS FESTIVAL

RECTAL SMEGMA,

DEAD,

SANATORIUM,

CLITGORE,

CUNT GRINDER,

SEII TAISHOGUN,

5 STABBED 4 CORPSES,

UXLXCXM,

THE CREATURES

FROM THE TOMB,

SPERM OF MANKIND,

CEREBRAL ENEMA,

CULT OF THE TRUE LIGHT

14.12.

KORN SK REVIVAL,

GUERRILLA TRIBUTE BAND

(RAGE AGAINST THE

MACHINE COVERBAND)

22.02.

DIABOLICAL,

DEVILISH IMPRESSIONS,

SOULDRAINER,

FJOERGYN,

HAILSTONE

11.04.

HELGRIND,

MAGMABAY,

MILITIA

23.04.

LOUDNESS,

GREY ATTACK

www.escape-metalcorner.at

KIELKROPF

08.+09.11.2019 – Wien, Escape

DOOM OVER VIENNA

Wolken

Bei der Rückkehr des DOV zu seiner alten Wirkungsstätte wird

diese gleichmal von den heimischen KIELKROPF in einen fetten

Sludge-Sumpf verwandelt, noch tiefer runter ziehen uns die

Deutschen LONE WANDERER mit mächtigem Funeral Death Doom.

BITTERDUSK aus Chile(!) zeigen mit ihrem „Pagan Space Rock“, wie

abwechslungsreich ein Doom Festival sein kann, Keyboarderin

Johanna Sánchez hat außerdem die geilsten, äh, Haare des Abends.

Wer an der folgenden WALL OF SLEEP´schen Flächenumwidmung

von Wien-Neubau in eine kochend heiße ungarische Wüste keinen

Gefallen findet, ist taub, tot oder RB-Leipzig Fan. Für den bejubelten

Ausklang sorgen - ENYA meets MANTAR - DARKHER.

Die Steirer DEUMUS eröffnen am Samstag samt „Doom Dance

Flashmob“, herrlich, danach zelebriert der EVANGELIST-„Ableger“

MONASTERIUM Epic Metal auf hohem Niveau. Bei NIGHT GAUNT

aus Rom fliegt die Kuh und das Haar, ein 1A Abriss samt Kerry-

King-Gedächtnis-Riffs und Celtic Frost-Cover. Uh! Ein in all seinen

Grau- und Schwarztönen wunderbar stimmiges, top organisiertes

(inkl. kultigem „Bestattungsmuseum Wien“-Merchstand) und von

den Fans dankbar angenommenes (sold out) Wochenende wird

gekrönt von den britisch-rumänischen CLOUDS. Violine, herzzerreißende

Clean-Vocals, abgrundtiefe Growls. Verlust, Trauer,

Schmerz. Musik, die bewegt, berührt, weh tut. Und hilft.

Wir sehen uns beim Doom Over Vienna 2020.

www.facebook.com/doomoverwien

WALL OF SLEEP

NIGHT GAUNT

MONASTERIUM

Andi

Alle Fotos © Werner Nowak - stills.eraserhead.at

Bild von cocoparisienne auf Pixabay

© Privat

„Brothers In Arms“ von DIRE

STRAITS. Zwar eigentlich durch

den Falkland-Krieg inspiriert,

lässt sich der Song dennoch,

denke ich, wunderbar auf eine

sehr persönliche Ebene transportieren

- letztlich hat doch

jeder in seinem Leben so seine

wichtigsten „Waffenbrüder“ und

-schwestern, die einem Zeit des

Lebens zur Seite standen und

mit denen man gemeinsam den

Gezeiten trotzte.

Und bei einem Begräbnis werden

diese - so selbst noch unter den

Lebenden weilend - wohl auch

anwesend sein; somit wäre

dieser Song dann auch als

Danksagung an und Abschied

von diesen Personen zu verstehen:

„Through these fields

of destruction, baptisms of fire;

I‘ve witnessed your suffering

as the battle raged higher.

And though they did hurt me

so bad, in the fear and alarm

- you did not desert me, my

brothers in arms.“

Siegfried Samer, Dragony

Through These Fields Of Destruction

Rechtzeitig zur Vorweihnachtszeit präsentieren wir

wieder einige schöne Antworten auf die Frage

„Welcher Song soll auf deiner Beerdigung laufen (und warum)?“.

Im nächsten Heft vielleicht auch Eure? Bei Interesse einfach

Text und Foto an strom@starkstrom.live schicken.

© Privat

Interessante Frage. Beim Begräbnis

von Herbert Kopecky (ehem.

Szene Wien), den ich immer gerne

mochte, lief „Hotel California“,

was ich sehr schön fand. Mir

persönlich ist es eher egal, ich

will verbrannt werden und am

liebsten wäre mir, wenn man

die Asche in den Mistkübel wirft.

Und wenn ich jetzt sagen würde,

dass ich gerne „Torjägerzeit“ von

den ZILLERTALERN – das ist die

LASK Torhymne - hören würde,

wäre das vielleicht schon etwas

peinlich. Andererseits: Zum

Glück bin ich nicht Austrianer.

Sonst wäre es „Zombie Nation“…

Thomas Zsifkovits,

Barracuda Music

© Hirandnow

Auf meiner Beerdigung sollte bitte

kein TURBOBIER-Song laufen.

Des hot ma scho zu Lebzeiten

genug Nerven gekostet.

Marco Pogo, Turbobier

© Privat

„Passive“ von A PERFECT

CIRCLE, „You Have Killed Me”

von MORRISSEY, „Outshined”

von SOUNDGARDEN… Es gäbe

wirklich viele Songs, die ich für

ein Begräbnis passend fände.

Da fällt mir allerdings ein, dass

es ja meine höchstpersönliche

Beerdigung sein soll. Ergo von

einem egoistischen Standpunkt

aus gesehen: Komplett wurscht,

weil ich höre dann ja eh nix mehr.

„Wurscht“ ist aber vielleicht auch

zu simpel und während ich noch

zwischen „Alle Menschen san ma

zwider“ von KURT SOWINETZ und

„Nice To Know You“ von INCUBUS

als brauchbaren Song für die Am-

Begräbnis-Teilnehmenden hin

und hergerissen bin, kommt

der Geistesblitz: Der beste Song

für diesen speziellen Tag ist der

„Fraggle Rock“! Ewig schad´, dass

ich dann nicht dabei sein werde,

wenn dieser lautstark über einen

Friedhof schallt. „Hat’s dir nicht

gefallen? Dann bohr‘ dir doch ein

Loch ins Knie!“ – Amen.

Petra Albrecht,

Sony Music Austria

© Privat

Traurige, pompöse Lieder werden

zu Begräbnissen ohnehin

bis zum Abwinken gespielt. Wie

langweilig. Wenn man schon den

Rest des irdischen Daseins in

einem dunklen Sarg zubringen

muss, ehe man von Würmern

und ähnlichen Getier verdaut

wird, wäre zumindest ein passender

Abschiedssong für den

Verschiedenen angebracht, mit

dem er würdig zur Erde geleitet

wird.

Dieser magische Moment muss

so festgehalten werden, wie

der Verstorbene gelebt hat:

Headbangend und abrockend.

Es gibt keinen fulminanteren

Abgang als mit SODOM, man

stelle sich einfach das Setting

vor: Kiste mit den sterblichen

Überresten wird vergraben,

oben dröhnt „Remember The

Fallen“ aus den Boxen und Langhaarige

wedeln mit Dosenbier

ihre Mähnen. Zum Trauern bleibt

den Hinterbliebenen eh noch Zeit

genug.

Charles Steiner, Stark!Strom

47



ZEITSTROM

EWIG JUNGE MEISTERWERKE

THORNS - Thorns

(2001, Moonfog)

Dunkle, eisige Schwaden, gefühlte Temperaturen von minus 273,15 Grad Celsius.

Die Leere und Schwärze des Weltraums. Hier gibt es keinen Gott und keinen Teufel.

Nur das endlose Nichts.

als open-minded. Keyboards und Synthesizer -

alles kommerziell und damit untrue. Nur

bei diesem Album allerdings waren aus dem

Eck keine kritischen Stimmen zu hören.

Zu präzise hat Ruch das Gefangensein in der

Unendlichkeit herausgearbeitet, zu glaubwürdig

die Soundcollagen, zu stimmig das

Gesamtkonzept.

Es ist ein Album, das sich nicht fortsetzen

lässt. Vom Opener „Existence“ bis zum finalen

„Vortex“ ist alles auf den Punkt gebracht

worden, in allen Facetten. Wohl aber hat dieses

Album andere Bands inspiriert. In MAYHEMs

dunklem Meisterwerk „Ordo ad Chao“ finden

sich durchaus stilistische Anleihen, vor allem

wurde die Leere von THORNS in MAYHEMs eigenen

Stil übertragen und überarbeitet. Man

könnte sogar sagen: Deads einstiger Nimbus

wanderte über THORNS wieder zu MAYHEM

zurück. Ohne die musikalisch einzigartige

Seance von Snorre Ruch mit dem damaligen

Bandkollegen Hellhammer, der damit das

Bindeglied darstellt, wäre das wahrscheinlich

in der Form nie geschehen.

Keine Frage: „Thorns“ ist absolut kein Mainstream,

das Album steht für sich allein, ist

zeitlos, unnahbar und vor allem unerreichbar.

Dass es ein Klassiker ist, dürfte damit unbestritten

sein.

www.thorns.no

Charles

Ihr wollt eine alte Lieblingsplatte,

einen Klassiker, eine vergessene Perle im

„Zeitstrom“ wieder vor den Vorhang zaubern?

Einfach Mail an

strom@starkstrom.live , danke.

Sägende Gitarren, rasende Doublebass, dann

Bumm. Verzerrte Synthies und die gequälte

Stimme Aldrahns. Und die Stimmung wird

immer düsterer, kälter, bis zum Schluss des

Albums. Bedrohliche elektronische Klänge,

durchschnitten vom klirrenden, Snorretypischen

Riffing. Aldrahn, Satyr und Snorre

Ruch himself abwechselnd am Gesang.

Dieses Album war eine Zäsur. Weder hat es zuvor

ein solches Werk gegeben, noch danach. Snorre

Ruch, einst verurteilt als Mittäter am Mord an

MAYHEM-Mastermind Euronymus durch Varg

Vikernes, hat mit dem All-Star-Projekt (Satyr,

Hellhammer, Aldrahn) etwas geschaffen, das

die Kälte des Black Metal mit modernen Mitteln

eingefangen hat, ohne Satan und ähnlichem

Brimborium. Auf THORNS´ einzig wirklichem

Album wird alles dekonstruiert, neu aufgebaut

und ein bedrohliches Klangszenario erschaffen,

das sich deiner bemächtigt wie der

Weltraum eines nackten Körpers.

Eine Unendlichkeit, die ihren Preis hat. Leben

kann man in dieser Atmosphäre, dem ewigen

Nirwana, nicht. Mit dem Black Metal, den

man zuvor kannte, hat das Referenzwerk von

THORNS nichts zu tun. Es bedient sich nur

dessen Elemente, formt sie um und destilliert

daraus jenen Nimbus, den Dead seinerseits

vor seinem Freitod für „De Mysteriis dom

Sathanas“ bei MAYHEM lyrisch aufgegriffen

hatte: Das Leben ist Nichts.

Man kann der Atmosphäre gedanklich aber

Ehrfurcht zollen. Die Stimmungen, die auf

diesem Album erzeugt werden, haben trotz

aller Schwärze, Lebensverneinung und Bedrohlichkeit

einen eigenen schwarzen Glanz,

eine erhabene Ästhetik. Man musste aber anno

2001, als dieses Werk erschienen ist, dafür sehr

selbstbewusst sein, Snorre hatte daher auch

nur aufgeschlossene Musiker um sich geschart.

Denn die damalige Black Metal-Szene galt

(und gilt teilweise bis heute) als alles andere

Tickets sind auf www.musicticket.at, www.oeticket.com und

unter www.stadthalle.com (Tel: 01 79 999 79) sowie an den Kassen der Stadthalle erhältlich.

48 49



Und nix war mehr wie vorher

Euer Festl im Sommer war schon sehr lässig und das

Magazin wird auch immer besser. Wir sehen uns bei

der Stark!Strom!Nacht im Reigen! Michi, Wien

Danke für das MOTÖRHEAD-Special, da werden

Erinnerungen wach! Bin mit CCR, ZEPPELIN und

PURPLE aufgewachsen, und dann war da diese

neue Band mit diesem wahnsinnigen Typen von

HAWKWIND. Hab mir die Platte gekauft…

und nix war mehr wie vorher. Andy, NÖ

Das Heft ist echt immer voll interessant und

stilistisch breitgefächert. Andere Mags sind auf

Dauer etwas langweilig, das ist bei euch

nie der Fall! Thomas, OÖ

Sehr stilvolles Cover, inhaltlich von LEMMY bis

THE HU alles dabei, auch immer wieder neue

Bands zu entdecken - schön, dass ihr auch

jungen Acts eine faire Chance gebt! Sabine, Sbg

LIVE IM

DO 12.12.

SO 15.12.

SALZBURG

strom

post

Wir freuen uns immer über Feedback

und drucken eure Strom!Post –

oder einen kleinen oder größeren

Gastbeitrag? – auch gerne ab.

Also her damit an

strom@starkstrom.live.

STARK! UND GRATIS:

Unser Mag liegt in vielen Clubs und Stores

gratis auf (eine Liste findet ihr unter

www.starkstrom.live), wird euch aber

auch gerne ins Haus geschickt

(+ Versandspesen), bei Interesse einfach

Mail an strom@starkstrom.live

Laut und finster: stark!strom auf insta!

Instagram/starkstrom_magazin

PROGRAMM HIGHLIGHTS

Gasometer ((szene)) SiMM City

06.12. D-A-D

SKINDRED 10.12.

13.12. HÄMATOM

20.12.

BLIND PETITION

SPEED LIMIT

JAM TRAX

RONNIE ROCKET

& THE SPITFIRES

14.12.

v

FR 20.12.

SA 29.02.

Schallmooser Hauptstraße 46, 5020 Salzburg, www.rockhouse.at

Stark!strom auch im

sozialen netz

Facebook/StarkStromMag

IMPRESSUM / Offenlegung gem. Gesetz:

Stark!Strom – das neue österreichische Rock & Metal Magazin

Medieninhaber: Stark!Strom, Andreas Appel, Oberzellergasse 1/17/12, 1030 Wien,

office@starkstrom.live, +43 664 43 46 55, ATU 55494405 • Herausgeber: Andreas Appel

Chefredaktion: Mike Seidinger & Andreas Appel • Redaktion: Anita Petzold, Claudia Jusits,

Christine Cizek, Walter Scheurer, Willi Winter, Christian Prenger, Manfred „wahnfred“ Wadsack,

Christian König, Matej Lastro, Manuel Dauböck, Mansn, Doris Gapp, Florian Meingast, Patrick Meerwald,

Anna Otto, Gabriel Niederberger, Charles Steiner • Lektorat: Claudia Jusits

Comic: Robert „Bobby“ Spieß • FOTOS: Falls nicht anders angegeben, handelt es sich um uns zur

Verfügung gestelltes Promotionmaterial der Künstler und Firmen. • Art-Direction, Layouts & Designs:

Stephan „Jeff“ Ohorn • Druck: Print Alliance HAV Produktions GmbH, 2540 Bad Vöslau,

Druckhausstraße 1, www.grasl.eu • Erscheinungsweise: zweimonatlich

Homepage: www.starkstrom.live • Facebook/StarkStromMag • Instagram/starkstrom_magazin

STARK!STROM #13 ERSCHEINT AM 31. JÄNNER 2020!

TURBOBIER 21.12.

23.01. THE CALLING

im Gasometer



/ / STARKES BIER / / /

/ STARKE WIRKUNG /

Bier trinken retten:

Wir spenden 1€ pro 6er-Tragerl

für die Sanierung.

Mehr Info auf ottakringer.at/kultur-reparatur-seidl

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