Monatsblatt Heilsbronn - Dezember 2019

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Worte zum Jahreswechsel 2019/2020

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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

im zu Ende gehenden Jahr sind die politischen und wirtschaftlichen

Spannungen weltweit nicht weniger geworden. Die osteuropäischen

Staaten entfernen sich immer mehr vom Ideal einer guten Demokratie.

In den mittel- und südeuropäischen Staaten gewinnen europakritische

und völkisch denkende Kräfte an Einfluss. Das vom Brexit-Virus befallene

England schwächt Europa. Die Zollstreitigkeiten wie z. B. zwischen

den USA und China belasten nicht nur die Wirtschaft. Erschwerend

kommt die Lage im Nahen Osten, in Afrika und Nordkorea hinzu.

Umso wichtiger ist es, verschiedenen Auswirkungen, die auch die

Kommunen treffen können, durch unsere bisher gewohnte, verlässliche

Rathauspolitik zu begegnen.

So habe ich auch hier meinen Beitrag dazu geleistet, dass eine Erhöhung

von örtlichen Kommunalsteuern durch eine vorausschauende,

wirtschaftliche und stabile Haushaltsführung nicht nötig war. Meine

beruflichen Kenntnisse und Erfahrungen als Diplomkaufmann univ. sind

hierbei sicherlich ebenso von Vorteil wie meine langjährige Mitgliedschaft

im Stadtrat bevor ich Ihr Bürgermeister werden durfte. Und

dies obwohl die übergeordneten politischen Ebenen stets von oben

nach unten, auch kostspielige Aufgaben, an uns weitergeben und die

Bürokratie nicht reduziert wird, sondern im Gegenteil leider zunimmt.

Nicht zu verschweigen sind auch Investitionen teilweise mit enormen

Summen, die natürlich der eine oder andere Stadtrat verständlicherweise

im Auge hat. Aber auch die Handlungsfähigkeit und die freie

Finanzspanne unserer Stadt sind von größter Bedeutung.

Für die Mitarbeit bei den bisherigen Maßnahmen danke ich dem

Stadtrat und der Verwaltung. Zukünftig steht u. a. Nachfolgendes

auf der Agenda:

Bildung: Kitas, Krippenplätze, Erweiterung unserer Grundschule

Heilsbronn, VHS, …

Verkehr: Den Bahnhof nach Klärung der Altlastenthematik einer

angedachten neuen Nutzung zuführen, KFZ- und Fahrradstellplätze

schaffen, Straßen- und Gehwegsanierung fortführen, …

DSL: Ausbau und Digitalisierung weiter vorantreiben, …

Abwasserentsorgung/Wasser- und Stromversorgung: Anschluss

der Kläranlage Müncherlbach an die Hauptkläranlage in Weiterndorf,

Modernisierung der Kläranlage Heilsbronn, weitere Sanierung und

Ausbau unseres Kanalnetzes, …

Infrastruktur: Der Ausbau unserer Infrastruktur sichert die Attraktivität

als Wohn- und Gewerbestandort. Unser voller Einsatz gilt hier auch

der Verbesserung der medizinischen Versorgung. Wir sind den örtlichen

Praxen, Therapeuten, Pflegeeinrichtungen, Apotheken, usw. dankbar.

Sport: Weitere Unterstützung unserer örtlichen Sportvereine,

darunter auch die neue Turnhalle des TVH.

Kultur und Tourismus: Das bisherige Angebot ist schon beachtenswert.

Auch hier haben wir immer ein offenes Ohr.

Umwelt: Ohne Rücksicht auf unsere Umwelt werden wir auf Dauer

Schiffbruch erleiden. Deshalb gilt es hier weiter mit Augenmaß und

durchdachten Konzepten zu handeln. Hier haben wir schon vieles

angesteuert.

Altstadt: Ein seit ca. 25 Jahren brennendes Thema wurde angegangen.

Erste Erfolge sind sichtbar. Hier sind wir noch lange nicht

am Ende, aber es wird.

Wohn- (darunter auch sozialer Wohnungsbau) und Gewerbeflächen

mit Maß und Ziel bereitzustellen ist ebenso wichtig wie die

bereits genannte, dazugehörige Infrastruktur. Unsere Feuerwehren

samt Ausstattung sind dabei nicht zu vergessen.

Soziales: Tagespflege, Senioren- und Jugendvertretung, … Die

Teilhabe v. a. für ältere Mitmenschen am kommunalen Leben ließe

sich z. B. durch die Unterstützung eines Bürgerbusses erleichtern.

Abgeschlossen: Ortsverbindungsstraße von Weiterndorf nach Gottmannsdorf,

Erteilung der ersten Baugenehmigungen für das neue

Baugebiet in Weißenbronn, Schaffung von zwei

DEZEMBER 2019

zusätzlichen Provisorien für die Hort- und Mittagsbetreuung sowie für

Aufenthaltsräume für Schüler der vier Ganztagesklassen an der

Grundschule Heilsbronn, flächendeckender Ausbau der Breitbandversorgung,

Innensanierung des Hochbehälters unserer Stadtwerke,

Sanierung der Oberflächen in der Abteigasse, E-Ladesäulen am

Marktplatz und am Freibad, Aktualisierung des Einzelhandelentwicklungskonzepts

aus 2010, Anlage von Insektenwiesen und

Brachflächen u. a. am Bahnhof und Friedhof in Heilsbronn sowie

in Markttriebendorf, usw. Die Sanierung des „Marktplatzhauses“

durch einen Investor ist ebenfalls abgeschlossen.

Auf den Weg gebracht bzw. mit der baulichen Umsetzung begonnen:

Sanierung der Oberflächen im Marktplatzbereich, Erschließungsarbeiten

zur Glasfaseranbindung unserer Grundschulen Heilsbronn und

Bürglein, Planung für die Erweiterung unserer Grundschule Heilsbronn,

eine neue städtische Kita Sonnenblume nach dem pädagogischen

Konzept „Bauernhof- und Naturkindergarten“, Neubeschaffung

eines TLF 4000 für unsere FFW Heilsbronn, vorhabenbezogener

Bebauungsplan „Solarpark Trachenhöfstatt“, vom Freistaat Bayern

finanziert - der Kreisverkehr an der Staatsstraße 2410, Sanierung/

Änderung der Kläranlage Müncherlbach, Vorbereitungen und die

ersten Voraussetzungen für eine Sanierung und neue Nutzung

der unter Denkmalschutz stehenden ehemaligen Brauerei wurden

angestoßen, Mitfahrbänke und Carsharing, usw. In Auftrag gegeben

wurden Gutachten, darunter für Lärmschutz usw. wegen des möglichen

Erwerbs des Forstamthauses zur Verwendung als Sitz für unsere

Musikschule. Wegen der Gaststättensituation im Altstadtbereich

wurden von mir Gesprächsrunden mit den Fraktionsvorsitzenden und

den dortigen Gastronomen geführt, u. a. mit dem Hinweis, dass die

bisherige Frequenz der Gaststättenbesuche verbesserungswürdig sei,

was überraschte, da dies nur bedingt im Konsens zu der Forderung aus

der Bürgerschaft steht. Jedoch ist die Verbesserung des Gesamtangebotes

noch nicht abgeschlossen.

Weiterhin groß ist die Nachfrage nach Wohnraum und Grundstücken,

auch für gewerbliche Investitionen und damit verbunden die Schaffung

von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen. Auch die

Ortsteile (Bürglein, Weißenbronn, Weiterndorf) wurden berücksichtigt,

um die dortige Nachfrage nach Bauplätzen zu bedienen. Weiteres

ist in Vorbereitung. Ein großes Projekt im Wohnungsbau mit behindertengerechter

Ausstattung wurde fertiggestellt, weitere befinden

sich in der Abstimmungs- und Genehmigungsphase. Mehrere

gewerbliche Bauprojekte wurden genehmigt, einige wurden bereits

abgeschlossen. Grundstücksflächen mit Altlasten sind immer noch

ein Thema – siehe hierzu die Berichte im Monatsblatt und der FLZ.

Die weitsichtige Kommunalpolitik hat ebenfalls dazu beigetragen, die

Altersstruktur zu verjüngen, die Kaufkraft zu stärken und die Attraktivität

unserer Kommune zu erhöhen. Dies zeigt sich u. a. am Einwohnerzuwachs,

den steigenden Geburtenzahlen und der deutlich gewachsenen

Zahl an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen.

Auch dieses Jahr durften wir schöne Feste im Sport- und Kulturbereich,

nicht zu vergessen unsere Kirchweihen und das 30-jährige

Jubiläum unserer Städtepartnerschaft mit Objat, feiern.

Wie jedes Jahr danke ich ganz herzlich unseren Bürgerinnen und Bürgern,

sowohl in Vereinen und Verbänden für ihr hohes Engagement.

Auch zukünftig haben Sie hier meine volle Unterstützung.

Gemeinsam werden wir auch weiterhin mit Verstand und Leidenschaft

mit diesem Bürgerengagement Gutes für unsere Mitmenschen

tun und zu unserem Gemeinwohl beitragen.

Dankeschön – machen wir gemeinsam so weiter!

Bleiben Sie gesund!

Ihr Jürgen Pfeiffer, Erster Bürgermeister

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