LÜBECKER WEG 214

luebeckerweg

Das Nachrichtenblatt des Deutschen Alpenverein Sektion Lübeck e.V.

Deutscher Alpenverein

Sektion Lübeck

Nachrichtenblatt der Sektion

Dezember 2019

Jahrgang 60


2 LÜBECKER WEG - Ausgabe 214 - Dezember 2019


Neue Reutlinger Hütte (Hüttenfoto: Markus Meier, www.bergsteigenonline.de) Titel

Editorial 4

Grußwort 1. Vorsitzende 6

Neu in der Bücherei 7

Auf Tour:

○ Allein im Wilden Kaiser 8

○ Im Wettersteingebirge 24

○ Alpentour 2020 der Jugendgruppe 28

Freizeitgruppe der Sektion 30

Neues von der Sulzenauhütte 32

Vortragsprogramm 34

Postbriefkasten 36

Wandern in der Region 37

Landesverband Nord sucht neuen Schatzmeister 42

DAV Mitgliedschaft 45

Termine im Überblick 50

Kontakte 51

Herausgeber:

Deutscher Alpenverein

Sektion Lübeck e. V.

Redaktion: Wilfried Matthies

E-Mail: schriftleiter@davluebeck.de

Druck: Gemeindebriefdruckerei,

29393 Groß Oesingen

Bankverbindung:

IBAN: DE08 2305 0101 0001 0021 79

BIC: NOLADE21SPL

(Sparkasse zu Lübeck)

Auflage: 1.250 Stück

Erscheinungsintervall: vierteljährlich -

Anfang März, Juni, September und Dezember.

Der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten.

Ein Beitrag mit Angabe des Verfassers gibt nicht

unbedingt die Meinung des Vereins wieder und wird

zum Teil in digital erhaltener Formatierung und

Rechtschreibung unverändert übernommen.

Nachdruck nur mit Quellenangabe.

Nächste Ausgabe: Anfang März 2020

Redaktionsschluss: 1. Februar 2020

3


Liebe Leserin, lieber Leser,

s tut sich was in der Sektion. Unser Postbriefkasten

konnte endlich einmal wieder

geleert werden. Nachdem es im vorigen

Jahr in diesem Mitteilungsbereich ein

wenig ruhig war, haben wir jetzt tatsächlich

eine Karte mit Urlaubsgrüßen aus

dem Süden Europas erhalten. Großartig,

vielen Dank!

Noch erfreulicher - und ohne jede Ironie -

sind die Aktivitäten und der stark zunehmende

Fleiß vieler Mitglieder, die uns mit

Beiträgen inklusiv oft professioneller Fotos

an ihren zuvor durchgeführten Touren

teilhaben lassen. Vielen Dank zugleich

dafür!

Auch unsere Pinnwand, an der Sie natürlich

völlig kostenfrei Angebote und

Gesuche anheften können, würde gern

wieder mit informativen Notizzettel bestückt

werden.

Und schreiben Sie mir gern einmal, ob

Ihnen der LÜBECKER WEG gefällt, ob Sie

ihn überhaupt lesen, oder ob er rasch zusammen

mit aufdringlichen Werbebeilagen

der Discounter in der Altpapiertonne

entsorgt wird.

Miteinander kommunizieren, zusammen

planen, Arbeit und Ziele optimieren - das

alles sind wichtige Prozesse innerhalb des

Vereins und ein zentraler Schlüssel zum

Erfolg. MACHEN SIE MIT - Ich freue

mich auf Ihre Zuschriften.

Nun aber gute Unterhaltung beim Lesen

dieser letzten Ausgabe des Jahres 2019.

Kommen Sie gesund - vielleicht sogar

klimaschonend - ins neue Jahr!

Ihr Schriftleiter

Wilfried Matthies

.

4 LÜBECKER WEG - Ausgabe 214 - Dezember 2019


5


Werte Vereinsmitglieder,

was Rang und Namen hat -

und ich! - waren bei der 50-Jahr-Feier in

München erschienen.

Zum Festakt sprach unter anderen unser

Bundespräsident Walter Steinmeier. Es

war ein sehr stimmungsvoller Festakt in

der Olympiahalle.

Abends fand dann der Festabend im Löwenbräukeller

mit über 800 Gästen statt.

Der Ministerpräsident, Herr Söder, sprach

ein Grußwort und zeigte sich als Versteher

der Alpenvereinsanliegen. Es war ein

launiger Abend mit dem Kabarettisten

Christian Springer und einer beeindruckenden

Slackline-Show*!

Ja, und am nächsten Tag wurde gearbeitet.

In der Kleinen Olympiahalle fand

ganztägig die Hauptversammlung statt.

Die Hauptthemen waren: Mehrjahresplanung,

Klima- und Naturschutz, Berg-

Pedelecs und Wahlen. Wer mehr wissen

möchte, kann das Protokoll auf der Internetseite

des DAV München lesen.

Schon wieder ist ein Jahr vergangen ohne

besondere Vorkommnisse. Nach wie vor

wäre es schön, wenn sich Mitglieder für

eine ehrenamtliche Tätigkeit in der Sektion

zur Verfügung stellen würden.

Ich wünsche allen Mitgliedern ein frohes

Weihnachtsfest und einen angenehmen

Jahresausklang.

Bis ins Jahr 2020 seien Sie herzlichst

gegrüßt.

Angelika Lohr (1.Vorsitzende)

norddeutsche Sektionen

Kiel Lübeck Flensburg

* Balance auf einem Gurtband

6 LÜBECKER WEG - Ausgabe 214 - Dezember 2019


demnächst in unserer Bücherei

Wilder Kaiser

Sepp Brandl

Wer jemals die gewaltige Felsarchitektur des

Wilden Kaisers bewundert hat, weiß, warum

diese kleine Gebirgsgruppe bei Wanderern

und Bergsteigern so beliebt ist: Zwischen den

atemberaubenden Wänden, Kanten und Pfeilern

lässt es sich hervorragend wandern und

schauen. Der Rother Wanderführer »Wilder

Kaiser« stellt 56 abwechslungsreiche Touren

vor.

Jeder Tourenvorschlag verfügt über eine zuverlässige

Tourenbeschreibung, detaillierte

Kartenausschnitte mit eingetragenem Routenverlauf

und ein aussagekräftiges Höhenprofil.

Mit vielen Tipps zu Einkehrmöglichkeiten und

Varianten ist dieser Wanderführer ein praktischer

Wegbegleiter auf allen Touren. Zudem

stehen GPS-Tracks zum Download bereit. Der

Autor hat zahlreiche Wander- und Skitourenführer

im Bergverlag Rother verfasst. Er ist

ein kompetenter Kenner und ein treuer Liebhaber

des Kaisergebirges.

184 Seiten mit 115 Farbabbildungen

56 Höhenprofile, 56 Wanderkärtchen im Maßstab

1:50.000/1:75.000, zwei Übersichtskarten, GPS-

Tracks zum Download

ISBN 978-3-7633-4084-2

14,90 Euro

Alpenvorland und Allgäuer Alpen

Ulf Streubel / Matthias Schopp

Das Allgäu liegt im Fokus vieler Wintersportler

– auch von Schneeschuhgehern. Von den

oft sanften Hügeln des Alpenvorlands bis zu

den Gipfeln der Allgäuer Alpen spannt sich

ein vielfältiges Betätigungsfeld mit unzähligen

beeindruckenden Touren.

Auch wenn die »Klassiker« durchaus beliebt

und entsprechend frequentiert sind, präsentieren

die beiden ausgewiesenen Gebietskenner

Ulf Streubel und Matthias Schopp genügend

Touren, die weniger häufig begangen werden.

Unter den 65 Vorschlägen ist für jeden Geschmack

etwas. Sorgfältig ausgewählte Strecken,

verlässliche Routenbeschreibungen,

detaillierte Informationen zu Hangexpositionen

und Lawinengefahr, zu Verkehrsanbindung

und Anforderungen sowie aussagekräftige

Höhenprofile und detaillierte Kartenausschnitte

sicher nachvollziehbar.

Ergänzend stehen GPS-Daten zum Download

bereit. Zahlreiche Fotos stimmen auf eindrucksvolle

Wandererlebnisse ein.

240 Seiten mit 195 Farbabbildungen

65 Höhenprofile, 65 Tourenkärtchen,

Maßstab 1:50.000 und 1:75.000,

2 Übersichtskarten GPS-Tracks zum Download

ISBN 978-3-7633-5814-4 1 16,90 Euro

7


Wolfgang Gliese

Bericht meiner 7-tägigen Hüttentour mit

Wegübergängen, Klettersteigen und AV-

Schlüssel der Lübecker Sektion für die

Fritz-Pflaum-Hütte Anfang Juli 2019.

Planung:

Ich wollte mal wieder in den Wilden Kaiser,

dort wo ich vor ca. 25 Jahren -

Wahnsinn wie die Zeit vergeht! - schöne

Erlebnisse mit zwei Kumpels hatte. Und

über meine alpinen Jahre war mir klar

geworden, dass es nicht immer um Höhe

der Ziele oder Extremes geht, sondern

gerade in den Bergen auch der Weg das

Ziel sein kann, und dass wir in den deutschen

Voralpen und am Alpenrand wahnsinnig

interessante Felsmassive haben,

die nur darauf warten, bewandert und

beklettert zu werden. Die perfekte Lage

des Kaisergebirges am Inntal mit seinem

Bahnhof Kufstein machte dies zum quasi

perfekten Ziel für mich, denn ich konnte

relativ entspannt mit der Bahn anreisen.

Route:

Ich wollte den Wilden Kaiser diesmal

umfassender kennlernen, also bis in den

östlichen Teil vordringen und eine Art

Rundwanderung machen, dabei Gipfeloder

Schartenübergänge nutzen: Also

plante ich in etwa:

Kufstein – Aufstieg Stripsenjochhaus –

Fritz-Pflaum-Hütte (2 Nächte) – Kleines

Törl, Gruttenhütte – Ellmauer Halt, Kaiserschützensteig,

Anton-Karg-Haus –

Abstieg Kufstein

Südlicher Wilder Kaiser

Festung Kufstein

8 LÜBECKER WEG - Ausgabe 214 - Dezember 2019


m 7. Juli ging es los.

Ich ließ ich mich von

Schwerin mit Flixbus

und dann von Hamburg

mit dem NightJet (Liegewagen)

nach Kufstein

fahren. Geplante Ankunft war 8:30

Uhr, durch Verspätung 9:30 Uhr. Leider

regnet es, habe erst mal umgepackt, noch

ein halbes Brot gekauft, sonst hatte ich

alles dabei, um mich an Tag 2 und 3 auf

der Fritz-Pflaum-Hütte selbst zu versorgen.

Ich stieg also auf durchs Kaisertal, 1100

hm, bis zum Stripsenjochhaus, über

Pfandlhof (Wolkenbruch abgewartet),

Anton-Karg- und Hans-Berger-Haus.

Ankunft 16 Uhr. 18:30 Uhr Abendessen,

gute Küche, kleiner Salat, ist sehr lecker

und groß! Fotos gemacht mit Bergen in

den Wolken, aber Talsicht mit Sonnenuntergang.

Habe immer nette Gleichgesinnte kennengelernt,

sodass ich erst mal zu nichts kam,

was ich mir in relativer Einsamkeit vorgenommen

hatte, u. a. zwei "knorrige" alte

Thüringer Kletterer mit Hund. Kurz nach

22 Uhr ging´s hoch ins wohlverdiente

reservierte Bettchen (20 € AV-Mitglied).

9. Juli: Morgens machte ich noch kurz

den gesicherten Klettersteig zum Hundskopf

(an Westwand sind auch neue Bohrösen

für Toprope einfacher Vorstiege

vorhanden). Danach stieg ich ab Richtung

Grieseneralm. Am Abzweig zur Fritz-

Pflaum-Hütte gruben zwei ältere Männer

ein Loch für ein zu Bruch gegangenes

Hinweisschild, danach Einsamkeit!

Sonnenuntergang

Wolken am Hundskopf

Wie in der Beschreibung der Selbstversorgerhütte

beschrieben, kam ich im

Wald bei ca. 1300 m Höhe an deren

Holzlager. Habe erst mal einiges gegessen

und getrunken. Dann füllte ich zwei

Stoffbeutel mit je drei Holzscheiten und

befestigte sie mir links und rechts am

Rucksack für den Auftransport. Ich wusste

ja nicht, ob sich an der Fritz-Pflaum-

Hütte wirklich genug Holz befinden würde.

Es war sehr schwer! Ich stieg sehr

9


langsam, machte kleine Schritte und

drückte meinen Stock extrem nach. Später

auf gut der halben Strecke bei einer

Trinkpause kam mir ein Vater mit Sohn

entgegen, die auf der anderen Seite des

Griesenerkars aufgestiegen waren, ein

älterer Mann mit schwerem Rucksack

und 20 kg Zement! überholte mich.

Oben war die Hütte schon auf, er war

schon da und am Betonieren vier neuer

Bänke draußen. Er sagte, zwei kommen

noch rauf, sie übernachten hier. Somit

war ich doch nicht allein! Ich entschied

mich, noch zum Kleinen Törl aufzusteigen,

um zu sehen, ob dieser Übergang zur

Südseite des Kaisers, den ich zwei Tage

später gehen wollte, machbar wäre. Hatte

von den extremen Schneemengen dieses

Jahr gehört und deshalb noch meine neuen

Steigeisen eingepackt.

Es hatte oben in der engen Scharte noch

Schnee, welchen ich rechtsseitig umgehen,

später leicht umklettern konnte, bis

ich fast oben noch meine Steigeisen ausprobierte

und in Frontzackentechnik die

letzten Meter aufstieg. Fast oben kam das

Drahtseil heraus, bei dem einer der letzten

Abstandshalter herausgerissen war. Es

schien, als wäre noch keiner hier oben

gewesen.

Wieder zurück, begrüßte mich, auf der

neuen Bank sitzend, ein Mann, der sich

interessierte für die Bedingungen am

Kleinen Törl. Es stellte sich heraus, es

waren die drei Mitglieder der Sektion

Bayerland auf Arbeitseinsatz an der Hütte

und herum. Er meinte, es hätten sich

schon mal zwei an dem Übergang versucht,

wären dann im Schneefeld aber

umgekehrt.

Kleines Törl

Wasser war schon abgekocht. Hier oben

gibt´s nur vom Dach abgeleitetes Regenwasser,

welches aufbereitet werden muss

mit Kochen oder Tabletten! In der Hütte

ist ein Kaminofen mit Kochfläche und ein

Gaskocher, alles in der mit zwei Tischen,

Bänken und Stühlen ausgestatteten Gaststube,

unten noch das Plumps, oben die

10 LÜBECKER WEG - Ausgabe 214 - Dezember 2019


Schlafkammer mit Matratzenlager und

kuschelig bezogenen Decken – gemütlich!

Nach dem Abendessen stellte ich mich

erst mal etwas ausführlicher vor - dachte

mir, das hat man früher so gemacht☺.

Nach weiterem Erzählen und dem

Schmieden der Pläne des nächsten Tages

ging ich noch mal mit dem letzten Tageslicht

nach draußen, Richtung Hubschrauberlandeplatz.

Dort - leises Steinchengeklimper;

eine Gams befand sich, ganz

ruhig langsam fortschreitend, 15 m von

mir entfernt am Weg. Die Fachleute in

der Hütte nannten sie die "Hüttengams".

Um ca. 23 Uhr gingen wir alle schlafen.

10. Juli: Um 7:30 Uhr stand ich auf.

Etwas vorher hörte ich schon Stimmen

unten in der Gaststube. Als ich runter

kam, saßen die "Jungs" schon beim Frühstück

am Tisch und hatten natürlich Wasser

gekocht - das Erste, was jeden Tag

getan werden muss.

Bei meinem mit Milchpulver und Heißwasser

angerührtem Müsli - der richtige

Bergmann hat "natürlich" Brot mit Wurst

und Käse - vergewisserte ich mich über

die Machbarkeit meiner möglichen Tagesziele

für heute: Ackerlspitze 2329 m,

Lärchegg 2123 m oder der Mitterkaiser

2011 m im Zentrum des Griesenerkars.

Bei ersterer müsse noch ein steileres

Schneefeld überwunden werden. Es kam

zur Sprache, dass gestern Wanderer berichtet

hatten, am Abzweig Lärchegg

wäre das Wegeschild abgeknickt - ist

wohl durch eine Lawine das Schotterkar

herunter passiert. Ob ich von dort Fotos

machen könnte, evtl. beim Aufstieg, damit

eingeschätzt werden kann, was zur

Reparatur nötig wäre. Klar, mach ich,

willigte ich sofort ein.

Es wurde deutlich, dass die Sektion

Bayerland für dieses Gebiet um die Fritz-

Pflaum-Hütte auch die Instandhaltung der

Wege zur Pflicht hatte. Der Schorsch war

anwesender Wegewart und es wurde berichtet,

dass heuer die jungen Leute nicht

mehr so stark für das Ehrenamt und solch

schwere Arbeiten zu begeistern wären.

Ich vergewisserte mich noch, welche

Ausrüstung ich bräuchte - Steigeisen?

Nein. Klettersteigset? Nein. Hast Du

Handschuh, fragte der Klaus noch. Ich

bestätigte und ging los, neben obligatorischer

Ausrüstung nur ein wenig zu essen

und etwas Wasser im Rucksack, da ich

nachmittags ja zurückkehrte - zum Test

eine Flasche mit Aufbereitungstablette.

Es war ca. 9 Uhr.

Ich musste etwas absteigen, um durch das

Griesenerkar zum Abzweig mit dem abgeknickten

Wegeschild zu gelangen.

Nach dem Schießen der versprochenen

Fotos stieg ich auf, ziemlich steil über ein

offenes Schuttkar, das sich immer weiter

einschnürte.

Gefühlt fast oben angekommen, querte

der Weg, angezeigt durch die angebrachten

Farbmarkierungen, links in die Gipfelhänge,

dann steiler durch Fels - aha,

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Drahtseile!; gleich nach Greifen dieser,

dachte ich aber an Klaus Wort - kein

Klettersteigset. Da sprach vielleicht sein

Vertrauen und die sehr gut zu fassenden

Griffe und Tritte. Die herrlich festen

Kalksteinfels unterstützten das Gefühl:

Nein, hier wären nicht unbedingt Seile

nötig.

Ach ja, beim Aufstieg durch das Schuttkar

kam mir ein einzelner Mann näher,

der mich kurz nach Ende eingeholt hatte -

ausländischer Akzent, bestimmt kam er

durch das Kleine Griesener Tor aufgestiegen,

dem westlichen Zugang in das

gleichnamige Kar. Er sagte nur:

Lärchegg. Als ich weiter oben - wieder

flacher - in ein weiteres steiles Schuttkar

kam, hörte ich noch eine Art Fluch, dann

einen ziemlichen Brocken zu Tag gehen,

den eigentlich für heute gefundenen

Bergkollegen aber nicht mehr - so ist das

mit dem Vertrauen, der Einschätzung, der

Wahrnehmung.

Lärchenegg Mitterkaiser

Ich nahm ein paar kräftige Schlucke aus

meiner "aufbereiteten" Flasche. Jeweils

danach breitete sich ein einigermaßen

ekliger Geschmack im Mundraum aus,

ein Geschmack nach Chlor und Ähnlichem;

nein, das war nur etwas für den

absoluten Notfall! Danach stieg ich zügiger

durch das Kar, dann rechts herum

über die letzte Felsstufe zum Gipfelkreuz

auf - schön war es!

Sofort schaute ich nach dem Gipfelbuch.

Es war da, 2018 neu gespendet wegen

Regenschaden des alten. Ich trug mich

ein, setzte kurze Zeichnung der von hier

sichtbaren Stripsenjochhausansicht hinzu,

las kurz ein paar Einträge. Einer ist Anfang

Juli von der Fischbachalm 856 m in

zwei! Stunden aufgestiegen - Wahnsinn!

Bestimmt ein Einheimischer, dachte ich.

Ein Blick auf die Uhr, es war 12 Uhr.

Also brutto drei Stunden gebraucht. Ich

dachte an Schorsch, der heute Morgen

sagte "3 a holb Stund", dann von Klaus

verbessert wurde, "nee der schafft das in

2 a holb, hab ihn gestern absteigen sehen".

Da war sie wieder, die Einschätzung.

Ich kann zügig gehen, bin heute

tatsächlich langsamer gegangen, hatte

kein weites Ziel und gern auch mal Zeit,

zu schauen, in die Felsen, den Himmel,

die Ferne. Die angenehme Kühle der ganzen

Woche machte es sogar möglich,

ohne viel Schwitzen aufzusteigen. Ich

habe wohl so etwas wie ein Wohlfühltempo.

Oben war einigermaßen Sicht, leider war

die noch etwas höhere Ackerlspitze nebenan

immer in Wolken. Nach kurzer

Pause stieg ich ab, oberes Kar noch mal

der Blick hinten hinunter - senkrechte

Felswand, mit Überhang, Wahnsinn! Ich

wollte dann auch wieder runter. Es beherrscht

mich doch eine Art Kribbeln in

den Beinen in dieser Exponiertheit, vielleicht

auch verstärkt durch die immer

12 LÜBECKER WEG - Ausgabe 214 - Dezember 2019


währende Einsamkeit und daraus resultierende...

Unsicherheit? Ich denke mir

dann, jeder Griff und Tritt muss einfach

sitzen! Und nehme mir bewusst die Zeit,

dies umzusetzen, und ich bin mit mir

zufrieden.

Arnold, der dritte und Spender der neuen

Bänke, dessen Holzschild noch angebracht

werden musste, war schon abgestiegen

und auf dem Weg nach Hause.

Wie ich dann erfahren hatte, auch noch

Fotos vom abgeknickten Wegeschild

machen. Ich entschied mich, noch kurz

auf den Mitterkaiser aufzusteigen, der so

wirklich mitten im Zentrum des Griesenkars

thronte.

Mitterkaiser mt Ackerlspitze

Auf dem Rückweg durch das Griesenerkar

sah ich noch Gämsen, so viele und so

dicht wie noch nie, machte Fotos auch

von umliegenden Bergen. Denn jetzt kam

langsam endlich die Sonne so richtig

durch. Schorsch lag in der selbigen auf

der neuen Bank und hat sich seine Pause

bestimmt so richtig verdient - bei der

schweren Arbeit. Klaus war noch unterhalb,

den Weg ausbessern, mit Hacke.

Hütte vor Mitterkaiser

Es war atemberaubend. Diesen Blick von

hier oben hätte ich nie für möglich gehalten!

Ich sah das Stripsenjoch und den

Zahmen Kaiser, neben allen umliegenden

Gipfeln, dem Predigtstuhl, Goinger Halt

und Törl-Spitzen, Ackerlspitze und

Lärchegg auch weit nach Nordosten bis

ins Alpenvorland, sah den Chiemsee und

ich denke die Kampenwand, den Hochfelln

und Rauschberg bei Ruhpolding,

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und noch weiter bis zum Hochstaufen und

Predigtstuhl bei Bad Reichenhall.

Kleinkaiser

mit Bergkäse und Wurscht vom Taschenmesser;

und anschließender Fanta auf der

Alm.

Zahmer Kaiser

Letztere musste ich kennen, weil ich mit

der Familie schon öfter in der Gegend

war, nicht nur mit dem Finger auf meiner

geliebten Landkarte, auch mit meiner

Kleinen auf Ihrer ersten Tour auf dem

Predigtstuhl und dem nächsten Gipfel -

mit Kreuz! Und ner ordentlichen Brotzeit

Wieder unten an der Hütte, genoss ich so

einige Tassen des ja sooo leckeren abgekochten

Wassers und wir drei Übriggebliebenen

die noch warme Abendsonne.

Die Hüttengams und noch eine andere

waren am gegenüberliegenden Hang auf

Wanderschaft. Wir fragten uns, wie lange

die Sonne noch zu diesem Datum durch

die Spitzen der Goinger Halt auf unsere

Bank hier unten scheinen würde. Als es

soweit war, es war 19:30 Uhr, wurde

Abendessen gekocht.

Da ich nur von meinen Brot- und Käseresten

sprach, legte mir Schorsch eine

Zwiebel, ne Wurst hin und verwies auf

noch vorhandene Nudeln vom Hüttenwart,

die aber ruhig mal verbraucht werden

könnten. Ich kochte mir eine richtig

leckere Pfanne! Die beiden essenden Kameraden

beäugten mich und diskutierten

darüber, wie wichtig es ist, dass man

noch gut kochen kann heutzutage. Ich

war mir nicht sicher, ob sie mich zu dem

Kreis dazu zählen würden. Bald nach 22

Uhr ging´s schon ins Bett. Klaus berichte-

14 LÜBECKER WEG - Ausgabe 214 - Dezember 2019


te noch kurz von seinen Wegearbeiten

und dass er schon ziemlich "fertig" war

vorhin. Ich zog meinen nicht vorhandenen

Hut angesichts seines Alters von 80

Jahren. Die beiden wollten morgen absteigen,

daher früh um 8 Uhr los und die

Hütte versperren. Ich willigte ein, machte

aus Dank wenigstens noch den Abwasch

und verschwand in meine "Koje" - nach

dem Zähneputzen natürlich, wo ich komischerweise

immer allein war.

letzten zwei Tage. Gegen ein Abschiedsfoto

vor der Hütte hatten sie nichts.

Die zwei stiegen dann ab. Ich brach zum

Kleine Törl auf, welches ich ja schon

erkundet hatte, sodass ich den Übergang

zur Südseite des Kaisers mit Sicherheit

packen sollte. Moment! Ein bisschen

noch die Ausblicke und die erneute totale

Ruhe genießen.

Das war also die "Pflaumerei" - eine gemütliche

kleine Hütte in grandioser Landschaft.

Und es war wirklich schön, dass

ich die Zeit mit den drei Kameraden verbringen

durfte.

Schorsch und Klaus

11. Juli: 6:30 Uhr aufgestanden, gefrühstückt,

nur meinen letzten Kaffee und

ein paar Nusscremewaffeln, dann gepackt.

Die beiden machten alles ordentlich

und nahmen noch eine Wasserprobe

vom Regenwasserhahn - zur Untersuchung

daheim. Dann verabschiedeten

wir uns und ich bedankte mich noch mal

herzlich für die tolle Gesellschaft der

Verabschieden durfte ich mich auch noch

mal von der Hüttengams, die einsam direkt

auf dem Weg stand und sich ein paar

Meter abseits dann bereitwillig fotografieren

ließ. Kurz danach setzte ich mich

noch mal hin und aß meinen letzten Kanten

Brot, Käse und Wurst auf. Ich hatte es

irgendwie nicht eilig, hier wegzukommen.

Nach dem Aufbruch stieg ich am

Anfang des oberen Schneefeldes wieder

rechts an diesem vorbei, diesmal aber

später direkt in der ausgeaperten Kluft

zum Fels bis ganz oben zur Scharte.

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Gildensteig

Ein kühler Wind fegte mir sofort entgegen.

Der Himmel war leicht bedeckt, als

ich in die Weite über das Tal von Ellmau

bis zum Alpenhauptkamm blicken konnte.

Das Kribbeln in den Beinen war aber

nicht vorbei. Unter den Felsen waren grüne

Hänge, aber ziemlich steil, sodass ein

falscher Tritt fatale Folgen gehabt hätte.

Also weiter konzentrieren, mit Stock

langsam aber stetig absteigen, dachte ich

mir.

Dann lernte ich einen nach dem Winter

quasi noch nicht begangenen Steig kennen.

Steine hatten sich aus dem Weg gelöst

oder waren abgesprengt, Mutterboden

hatte sich, von der Frühlingsnässe

aufgeweicht, von den Felsen getrennt, es

lag überall Geröll herum. Etwas weiter

waren doch noch zwei kleine Schneefelder

- mitten im Südhang. Das eine befand

sich direkt auf dem Steig und hatte eine

für mich kritische Neigung. Ich konnte es

umgehen, indem ich mit den Stiefeln

deutliche Stufen direkt in den Rand stieß,

mich ziemlich konzentriert mit meinem

Stock dabei abstützte.

Er hieß Gildensteig, den ich weiter absteigen

musste bis zu den querenden Wegen

von der Ackerl- und Gaudeamushütte.

Jetzt hatte ich es drauf, nicht Gaudemanns,

wie mich der Schorsch gestern

berichtigen wollte, sondern wie "Gaudeamus

igitur", lateinisch für "Lasst uns

also fröhlich sein!".

Unten angekommen, kam die Sonne

durch, ich genoss sie exzessiv, irgendwie

total erleichtert, dass ich diesen anspruchsvollen

Abstieg endlich hinter mir

gelassen hatte. Und jetzt verspeiste ich

meinen wirklich letzten Proviant - perfekt!

Gruttenhütte

Wilderer Kanzel

16 LÜBECKER WEG - Ausgabe 214 - Dezember 2019


Gefühlt erst nach einer Stunde brach ich

wieder auf, querte weiter unten recht zügig

über Höhenweg 823 und Jubiläumssteig

zur Gruttenhütte, sofort ein großes

Mineralwasser für die Elektrolyte und

einen Radler für den Geschmack geordert.

Mein letztes Wasser war nämlich

auch schon leer, und ich hatte irgendwie

das Gefühl, mir würde irgendwas fehlen

durch die letzten zwei Tage Regenwasser.

Es begann zu regnen.

Der Schorsch hatte am Vorabend bei dem

tollen Sonnenuntergang mit Abendrot auf

die Zirren am Himmel aufmerksam gemacht,

die einen Wetterumschwung in 12

bis 24 Stunden ankündigen würden. Das

Abendrot tut dies auch, während Morgenrot

gutes Wetter bedeutet. Der Umschwung

war jetzt langsam angekommen,

aber wohl keine ausgeprägte Kaltfront.

Ich hatte von solchen Wetterdeutungen

gelesen und wollte sie immer verstehen,

hatte aber lange nicht die Erfahrung, mich

darauf verlassen zu können. Jedenfalls

dachte, ich in der Vergangenheit schon

oft Zirruswolken gesehen zu haben, meist

aber ohne irgendwelche Konsequenz.

Na ja, da es nach meinen köstlichen Getränken

schon ca. 17 Uhr war, klärte ich

zügig alle wichtigen Eckdaten der zurückgewonnenen

Zivilisation. Es gab eine

Dusche - der absolute Wahnsinn! Abendessen

um 18:30 Uhr. Ich ging hoch über

die neue breite Holztreppe in mein wohlverdientes

3-Mann-Bettenlager und regelte

alles bis zum wichtigen Termin.

Die Gruttenhütte ist nach der Renovierung

2017 - ich war ca. vor 25 Jahren

schon mal da - top-modern, hat in hellem

Holz zweckmäßig eingerichtete Zimmer,

einen belüfteten Trockenraum, ein aufgestelltes

Fahrrad zur Stromerzeugung für

Handys ☺ - nein, Steckdosen gab es

dann auch noch unten neben dem großzügigen

Gastraum. Auch modern: Online-

Reservierung mit Kautionsüberweisung -

Gegenmaßnahme für Spätstornierer. Ach

ja, die Dusche kostet warm 1€ für 20 Sekunden!

Die Erklärung mit Wasser hochpumpen

wegen Kalkstein-Kaiser hängt

dabei. Ich habe sparsamerweise 4 davon

investiert. Handy-Empfang inkl. Internet

hatte ich auch an der Gruttenhütte erst

wieder, aber das kann auch an dem durchgeführten

Neustart liegen, den ich gemacht

hatte, als die Wirtin auf meine

Nachfrage hin mir mit Unverständnis Ihre

"4G" zeigte.

Beim Abendessen sollte ich den Tisch mit

meinem Namen suchen. Aber das passte,

junges niederländisches und sehr spät

ankommendes Paar, welche den ADLER-

WEG wanderten. Bergsteigeressen; lecker!

Würstl mit Sauerkraut und Brot,

Apfelstrudel mit Vanillesoße - das ist mal

Luxus! Die letzten Gäste nach 22 Uhr

waren sechs junge Nordfranken, von

ihnen hatte ich bei einem Plausch zuvor

schon Magnesium bekommen. Die junge

nette Wirtin sagte ironisch testend, "von

mir aus könnt Ihr bis 5 machen".

Gruttenhütte mit Wolken

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Einstieg Gamsanger

Oberer Schneefeldrand

12. Juli: Aufgewacht - Regen! Nach

kleinem Frühstück mit der Wirtin die

Wetterlage besprochen. Zwei Online-

Dienste meldeten für Vormittag Regen zu

80 %, am Nachmittag zu 90 % mit hohen

Niederschlagsmengen! Es regnet aber

nicht mehr seit dem Frühstück, die Sicht

war gut, die Wolkenhöhe herabgesetzt auf

ca. 2000 m. Ich entschied mich, den letzten

Übergang Rote-Rinn-Scharte 2166 m

und zum Anton-Karg-Haus herunter zu

machen. Erst 9 Uhr Start.

Keiner war sonst auf der Route zu sehen.

Gestern von Wanderern beschriebenes

problematisches Schneefeld zum Wandeinstieg

zum Gamsanger mit Fernglas

gesichtet. "Kann bestimmt oben am Rand

ausweichen, dann an teilweise abgetauter

oberer Randkluft in die Wand steigen."

Dann hoch, an mehreren Gedenktafeln

vorbei; Achtung! Kein Schild nach Rote-

Rinn-Scharte; weiter immer an roten

Punkten den Steig schräg aufwärts, mehrere

Drahtseile, steile Abgründe, nix für

Höhenangst.

Dann der Aufschwung zur Scharte; lange

Eisen und Seil in Wand zementiert - Rinne

daneben sieht sehr steil, hell, rutschig,

steinschlaggefährdet aus. Nach Abzweig

Elmauer Halt (höchster des Wilder Kaisers

2344 m, muss heute leider ausfallen

wegen zweifelhaften Wetters) kurze Querung

über Abbruch-Rinne und Steilwand

- bedrohliches Gefühl mit Gedanken an

Steinschlag, glücklicherweise den ganzen

Aufstieg in! der Wand keinen mehr gehört.

Ich erreichte die enge Scharte 2166 m,

auf deren Höhe ich mich vorher schon

befand, d. h. ohne ein steiles Schneefeld

begehen zu müssen. Danach ging es sofort

- auch ohne Schnee - über Seile die

rechtsseitige Wand steil hinunter. Etwas

weiter unten hörte ich immer wieder

Steinschlag. Jedes Mal horchte ich kurz,

dicht an die Wand gedrängt. Weiter absteigend

wurde mir klar, er kam von nebenliegender

Rinne - ein Hoch auf die

wegbauenden Alpinisten!

18 LÜBECKER WEG - Ausgabe 214 - Dezember 2019


Wand unterhalb

Kaiserschützensteig

Mein weiterer Abstieg wurde immer

schöner, erst über den Oberen Schärlinger

Boden - noch über ausgedehnte

Schneefelder abgeglitten und unten in

den rechtsseitigen Wänden der Gamshalt

den Abstieg des Kaiserschützen-Klettersteig

erdacht, den ich hätte bei gutem

Wetter und weniger Schnee wählen können.

Dann weiter über den Unteren

Schärlinger Boden - das Hochtal öffnet

sich langsam und wurde grün.

Ich hörte immer stärker ein Tosen, kam

an einen Bergbach - er war eigentlich der

erste richtige Bach, den ich sah im Wilden

Kaiser. Am Weg probierte ich das

Quellwasser des "Mirakelbrünnl". Später

beeindruckte ein noch größerer Bach mit

Wasserfall. Dann näherte sich das Anton-

Karg-Haus, zurück war ich im Kaisertal.

Mirakelbrünnl

Angekommen in Hinterbärenbad, bestellte

ich bei der Bedienung - einem jungen

Mann aus dem Allgäu auf Saisonarbeit -

zwei "Radler Plopp", wegen der Elektrolyte.☺

Der Bärenhungersalat ist auch der Hammer!

Das Abendmenü war super. Es gab

ein Fleisch- und ein vegetarisches Gericht.

Ich konnte es draußen in der

Abendsonne genießen - am Nebentisch

genau die Gruppe Niederländer, die mich

am Morgen in der Gruttenhütte gefragt

hatten, ob ich wirklich über die Scharte

gehe. Sie hatten den Abstieg, Bus nach

Kufstein und Wiederaufstieg durchs Kaisertal

gewählt. Da wurde mir klar, ich

hatte ziemliches Glück gehabt mit dem

Wetter. Trotz dieser vernichtenden Vorhersage

hatte es den ganzen Tag quasi

gar nicht geregnet!

19


gut geeignet für Bergurlaub mit Kindern.

Es gibt einen Bach, über die Holzbrücke

grasen zwei Esel, es gibt einen Klettersteig

und einige leichtere Wanderungen.

Nach abendlichem Gespräch mit dem

kleinen Julius, wo er denn sein erstes

Gipfelkreuz finden könnte, trank ich endlich

meinen Gipfelschnaps, den ich eigentlich

in der Einsamkeit der Fritz-

Pflaum-Hütte genießen wollte. Julius riet

ich, oberhalb des Stripsenjochhauses auf

dem Weg zum gleichnamigen Kopf die

Augen offen zu halten. Musste ihm unbedingt

noch meine Stiefel, Steigeisen und

Bilder von Gämsen zeigen, denen ich so

nah wie noch nie in meinem Leben war.

Ich hoffe, er wird in den nächsten Jahren

gern wieder in die Berge kommen.

Totenkirchl

Ich hatte ein Lager bekommen - allein in

einem Raum. Ich musste wegen der Gefahr

des Einschleppens von Bettwanzen

den Rucksack oben sofort in einen präparierten

Hängesack stellen, in der Nacht in

einem Hüttenschlafsack der Herberge

schlafen. Sonst waren da noch drei Familien.

Überhaupt ist das Anton-Karg-Haus

13. Juli: Morgens genoss ich das Frühstücksbuffet,

weil angeblich kein kleines

Frühstück zu haben sei. Das Recht des

AV-Mitglieds nach einem halben Liter

heißem Wasser zur Selbstversorgung -

wie früher - fragte ich schon gar nicht

nach. Egal, ließ es mir ausgiebig munden.

Julius musste mir danach noch den

Boulderraum zeigen. Ein paar Kletterschuhe

waren auch vorhanden.

20 LÜBECKER WEG - Ausgabe 214 - Dezember 2019


Anton-Karg-Haus

Unten am Talausgang machte ich Station

für eine kleine Wäsche, wollte abends die

Zugreisenden nicht penetrieren. Danach

guckte ich mich in Kufstein um und entschied,

noch auf die Festung zu gehen.

12,50 €, dafür wird aber viel geboten:

Auffahrt mit Aufzug, Sprach-App für

geführten Rundgang, Tiefbrunnen, Folterkammer

und Heldenorgel usw.

Anton-Karg-Garten

Danach Abstieg nach Kufstein, lies mir

Zeit für Rückblicke, machte Fotos von

Kapellen, Kreuzen, Anton-Karg-Garten,

Tunnel und sonstigem. Kurz vor dem

bekannten Pfandlhof begann es stärker zu

regnen - die! Gelegenheit für eine Speckknödelsuppe,

einen Salat und Radler.

Gaststube Pfandlhof

Festung Kufstein am Abend

21


Dann noch Essen im "Purle Paus" und ab

zum Bahnsteig, auf meinen NightJet zurück

nach Hamburg warten. Hatte mir

Schlafwagen gegönnt, weil zufälligerweise

der Preis nicht viel höher war. Der

Luxus, den man dafür bekommt, war sehr

angenehm! Ich schlief bald ein. So fand

meine Reise einen entspannten Abschuss

- mit Ankunft natürlich ca. eine Stunde

später als geplant.

Im Nachhinein fand ich erstaunlich, wie

wenige Leute mir in den Bergen in höheren

Regionen begegnet waren. Es ist sehr

deutlich, dass sich alles konzentriert auf

das Kaisertal bis zum Stripsenhochhaus,

etwas Ellmauer Tor und viel die Südseite

des Wilden Kaisers mit seinem Weitwanderweg

und der Gruttenhütte. Vielleicht

verstärkte der späte Schnee im Jahr die

Situation und die Bayern haben natürlich

erst später ihre Ferien.

Es scheint sich jedoch wieder zu bestätigen,

dass man etwas abseits der Hauptwege

auch in einem so bekannten Gebirge

wirkliche Ruhe findet. Und anscheinend

wird das klassische Bergsteigen, also mit

Ausrüstung aufsteigen, übernachten, um

dann hoch auf die Gipfel zu steigen, immer

weniger betrieben. Egal, dies ist genau

das, was ich immer hatte bzw. mir

über die Jahre ausgesucht habe.

Aber wo seid Ihr Bergwanderer/steiger?

Gibt´s Euch in der Sektion Lübeck? Im

Heft "Lübecker Weg" habe ich nichts

darüber gefunden…


23


achdem wir im Vorjahr mit

Easyjet nach Bergamo geflogen

waren, um die Bergamasker

Alpen zu entdecken, sollte

der ökologische Fußabdruck unserer

Herbstwanderung diesmal etwas kleiner

ausfallen. Mithilfe der Internetseite

www.alpenvereinaktiv.de konnten wir

uns auf eine dreitägige Wanderung im

Wettersteingebirge – südlich von Garmisch-Partenkirchen

– einschließlich einer

persönlichen Erstbesteigung der Zugspitze

einigen.

Die einzige Gemeinde in Deutschland,

die Verwaltungssitz eines Landkreises ist,

ohne selbst Stadt zu sein, ist mit dem Zug

in gerade mal zehn Stunden ab Lübeck zu

erreichen. Am Anreisetag hatte in München

das Oktoberfest begonnen. Lederhosen-

und Dirndlträger füllten den Hauptbahnhof,

während sich bairische mit USamerikanischen

Dialekten abwechselten.

Wir haben einen Bogen um die Wies’n

gemacht und die Reise Richtung Garmisch-Partenkirchen

fortgesetzt. Am Fuß

der Großen Olympiaschanze von 1936

sitzt das kleine „Hostel der Athleten“, das

allein wegen seines ermutigenden Namens

eines Besuchs wert ist. So teilten

wir unser Mehrbettzimmer mit einem begeisterten

Trail Runner aus Stuttgart, der

uns ganz euphorisiert von seinem sechsstündigen

Lauf zum Gipfel der Zugspitze

erzählte. Er schwärmte von der Berglandschaft,

dem Wetter, der von uns gewählten

Strecke und der uns erwartenden

Glückseligkeit beim Wandern so überzeugend,

dass wir uns schon als richtige Alpinisten

fühlten, noch ohne einen Schritt

auf einem ungepflasterten Weg gemacht

zu haben.

Am nächsten Tag begann die Wanderung

mit einer Durchquerung der Partnachklamm,

eines von der Gemeinde verwalteten

Naturdenkmals: Eintritt €6, mit Gästekarte,

€5.

Die enge Schlucht kann man auf anderen

Pfaden umgehen, aber die bis zu 80 Meter

hohen Felswände, das klare Wasser des

24 LÜBECKER WEG - Ausgabe 214 - Dezember 2019


eißenden Bergbachs und die solide aufgeführten

Maßnahmen der Erschließung

rechtfertigen den Preis.

der vielen knorrigen, duftenden Latschenkiefern

auf dem Boden insgesamt schwieriger

zu gehen. Nach anderthalb Stunden

unter der heißen Sonne haben wir umgedreht,

ohne die Mauerscharte zu erreichen

und sind an einigen verbliebenen, schnell

tropfenden Schneemassen zurück zur

Reintalangerhütte abgestiegen. Eine Vierergruppe

etwa Siebzigjähriger vor uns

lief munter weiter, ihrer Übernachtung in

der Stuibenhütte auf der anderen Seite des

Kamms entgegen.

Auf breiten, gut ausgebauten Wegen

steigt man durchs Reintal empor, das zu

dieser Jahreszeit noch sommerlich grün

war. Die Bockhütte (1052 m) liegt etwa

auf halbe Strecke, gefolgt von der Reintalhütte

(1369 m). Zwei Monate vor der

Abreise waren alle 120 Schlafplätze in

dieser wunderbar gelegenen Berghütte für

den Samstagabend schon ausgebucht,

aber dann kam eine glückliche Stornierung

und wir konnten ein Zweibettzimmer

reservieren. Gegen Mittag angekommen,

haben wir das warme, sonnige Wetter

genutzt, um den Schützensteig am

Nordhang des Tals ein Stück Richtung

Mauerscharte zu gehen. Hier ist der Weg

deutlich steiler, steiniger und aufgrund

Am nächsten Tag stand der Gipfelsturm

bevor. Hinter dem Partnachursprung

steigt der Weg zunächst rund 700 Höhenmeter

steil zur Knorrhütte am Anfang des

Zugspitzplatts. Zeit für eine Pause und

die Gelegenheit, den Rucksack um einige

Ausrüstungsgegenstände, Zahnbürste,

usw. zu erleichtern, denn hier wollen wir

25


am Abend wieder einkehren. Nach dem

lieblichen unteren Reintal macht die

baumlose, felsige Gegend um die Knorrhütte,

mit dem weiten Ausblick nach Süden

und Osten und den zahmen Alpendohlen,

einen kargen, hochalpinen

Eindruck.

Bis zu den Skiliften, dem Restaurant

Sonnalpin und den grauen Überresten des

Nördlichen Schneeferners am Fuß der

Zugspitze geht man von der Knorrhütte

eine weitere Stunde über loses Kalksteingeröll.

Zum Schluss verläuft der Weg

über eine Schutthalde und einige mit

Stahlseilen gesicherten Stellen im Felsen

noch 400 Höhenmeter bis zu den umfangreichen

touristischen Anlagen am Gipfel

steil hoch. Staunend ob der vielen Menschen,

genießen wir den Ausblick auf den

Eibsee im Nordwesten und endlose weitere

Gipfel im Süden, nehmen im Münchener

Haus (2959 m) einen Imbiss und kehren

zurück zur Knorrhütte.

Der Himmel hat sich im Laufe des Tages

langsam zugezogen; in der Nacht fängt es

an zu regnen und am nächsten Morgen ist

es neblig und nass, mit einer Sichtweite

von rund 20 m, als wir südlich in Richtung

Gatterl und österreichische Grenze

aufbrechen. Bald hat es sich richtig eingeregnet,

aber als Trost für das schlechte

Wetter kommen jetzt die schwarzen Alpensalamander

aus ihren Verstecken. Unmittelbar

hinter der Landesgrenze taucht

die erste Herde Gämsen auf; bis zur Ehrwalder

Alm sind viele anderen aus nächster

Nähe zu sehen.

Von Ehrwald fährt uns die Regionalbahn

durchs Loisachtal nach Garmisch-

Partenkirchen zurück, wo neben dem

DAV die einzigartigen Schulen für Holz

und Gestaltung in diesem Jahr auch ihr

150-jähriges Jubiläum mit einer Ausstellung

von Gesellen- und Meisterstücken

feiern. In München geht das Oktoberfest

weiter und wir fahren nach Lübeck zurück.


Die Apotheke für

Gipfelstürmer

Wir packen Ihre Rucksack-Apotheke,

damit Sie immer gesund und sicher

über den Berg kommen.

27


28 LÜBECKER WEG - Ausgabe 214 - Dezember 2019

Foto: Markus Meier, www.bergsteigenonline.de


chon lange wünscht sich

unsere Jugend eine Fahrt

in die Berge. Nun soll es

Wirklichkeit werden:

Wir wollen 7 Tage in die

österreichischen Alpen auf

eine kleine Hütte fahren.

Die Tour ist gut geeignet, das Bergsteigen

und Hüttenleben kennenzulernen, aber auch

für bergerfahrene Jugendliche bietet sie

viele Möglichkeiten.

Unsere Alpentour führt uns auf weit über

2.000 m Höhe in die österreichischen Alpen.

Wir übernachten in einer kleinen Berghütte

im Matratzenlager und werden uns

mehrere Tage lang selbst mit Essen und

Trinken versorgen.

Tagsüber wollen wir wandern und bergsteigen

bis auf die Gipfel der umliegenden

Berge. Wir klettern gemeinsam am echten

Fels, bestimmt auch richtig kernige Touren;

oder wir relaxen an einem sonnigen Plätzchen

und genießen die fantastische Aussicht.

Am Abend stärken wir uns mit einem warmen

Essen, sitzen zusammen und quatschen,

spielen Spiele oder freuen uns über

herrliche Sonnenuntergänge.

Es gibt viel zu entdecken und auszuprobieren:

Neben klassischen Kletter- und Bergwanderrouten

kannst Du erkunden, wie das

einfache Leben in den richtigen Bergen

sich so anfühlt.

Wir wollen in unserer kleinen Gruppe echte

Abenteuer und Gemeinschaft erleben und

werden sicher auch viel Spaß haben.

Dafür kannst und sollst du bereits bei der

Vorbereitung mitmachen:

Wir wollen unsere Tour gemeinsam planen,

sodass sich jeder mit seinen Möglichkeiten

einbringen, und es danach auch selber

kann.

Gemeinsam wollen wir in Lübeck mit dem

Zug gen Süden starten und eine Woche

später auch wieder gemeinsam nach Hause

fahren.

Was - Du warst noch nie in den Alpen?

Dann komm einfach mit!

Für Ende Januar planen wir ein erstes Info-

Treffen, bei dem Du alle wesentlichen

Details der Alpentour 2020 erfahren

und auch gerne Fragen stellen kannst.

Voraussichtlich ist dies der 24.01.2020 ab

19.00 Uhr. Termin und Treffpunkt geben

wir dann noch bekannt.

Bitte melde Dich bei Interesse für diesen

Info-Abend an bei:

Fritz Meyer

dav-alpentour-2020@mc2d.de

Termin: 25.7. - 1.8.2020

(Samstag bis Samstag)

Alter: 14 - 17 Jahre* (Jugend)

Preis: 495,- EUR - dafür bekommst Du:

Frühstück, warmes Abendessen, Getränke,

Vesper für tagsüber.

Leitung: Fritz Meyer & Timm Bußhaus

mit Team DAV-Lübeck

Info: dav-alpentour-2020@mc2d.de

Tel: o451 - 989 2oo 8o

An-/Abreise: Lindau (Bodensee)

(günstig mit Zug erreichbar, im Reisepreis

nicht inbegriffen)

Unterbringung: Alpenvereinshütte

(Selbstversorger, Matratzenlager)

Highlights: Geführte Wander- und Klettertouren

in den Alpen, Abenteuer, Spiele,

Workshops u.v.m.

* zum Zeitpunkt der Alpentour-2020

29


Angebote der Sektion Göttingen

LADAKH: Industal, Pangong-See & Nubra

05. - 21. August 2019 (18 Tage)

Der Sonne entgegen: WANDERN AUF ELBA

23.04. - 02.05.2020 (10 Tage)

GRIECHENLAND CHALKIDIKI: Mediterrane Wanderungen,

ägäische Badegenüsse und ein tolles Hotel direkt am Strand

29.05. - 07.06.2020 (10 Tage)

ALPENÜBERQUERUNG FÜR GENUSSWANDERER:

Von Mittenwald nach Sterzing

29.08. - 05.09.2020 (8 Tage)

Detaillierte Information:

Andreas Happe

dav@trekkingguide.de

U

nsere Freizeitgruppe (im Moment Senioren und Seniorinnen) trifft sich

jeden ersten Dienstag im Monat, ganz unverbindlich, zum gemeinsamen

Mittagessen und anschließendem Kaffeetrinken. (s. Bild rechts)

Frau Mess organisiert die Treffen und wählt jedes Mal ein anderes Restaurant

aus.

Die Gruppe würde sich über neue Teilnehmer freuen.

Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich bitte in der Geschäftsstelle telefonisch oder

per Mail.

Ich freue mich über Ihr Kommen, auch ich bin - wenn möglich - bei den Treffen dabei.

Angelika Lohr >>

30 LÜBECKER WEG - Ausgabe 214 - Dezember 2019


Freizeitgruppe der Sektion

31


Sulzenauhütte

2019

Vieles wie immer,

aber einiges für

mich doch neu

b dem 28.09.19 war wieder

ein Arbeitseinsatz auf

der Hütte angesagt, es galt die

Hütte winterfest zu machen.

Hüttenschluss war am 29., einige

Wanderer kamen aber auch noch ein paar

Tage danach zu uns rauf, um vielleicht doch

noch ein Getränk zu bekommen. Das Wetter

lud gerade dazu ein.

Es soll hier nicht unterschlagen werden, dass

einige Leipziger sogar schon ein paar Tage

vorher angereist waren und sich einigen Aufgaben

gestellt haben! Letztlich waren wir dann

zu siebt.

Wie eigentlich jedes Jahr und schon fast Routine

wartete ein Haufen Arbeit auf uns:

Drei Brücken waren abzubauen, ein Weg zu

räumen, Hinweisschilder einzusammeln, das

Winterlager herzurichten, Brennholz für die

Winterbesucher zu stapeln, alle Stuben zu

säubern, am Schlafhaus mussten Fenster ausgetauscht

werden, einige Fenster am Haupthaus

waren ohne Läden und mussten mit

Holzplatten dichtgemacht werden, die Terrasse

von Tisch und Stuhl geräumt werden, das

Seilbahnhaus brauchte einen Außenanstrich,

einige Duschen werden dann wohl in 2020

generalüberholt, hierzu wurden aufwendige

Vorarbeiten notwendig.

Wie jedes Jahr bekamen wir die Aufgabe, die

Trinkwasseranlage, die sich ca. 15 Minuten

von der Hütte entfernt befindet, vom Leitungssystem

zu trennen/verbinden, vom Gletscherschliff

zu reinigen und wieder mit (Gletscher-)

Wasser zu befüllen (sehr aufwendig, hat gedauert,

die Hütte war einige Zeit ohne Wasser).

So kann man dann auch zum "Helden"

werden.

Zu "guter" Letzt stellte sich heraus, dass zwei

Räumlichkeiten wohl auch noch in 2020 mehr

Aufmerksamkeit brauchen. Durch die Bauweise

der Hütte und ihrer speziellen Lage ist die

Gefahr doch groß, dass sich manches Wasser

seine eigenen Wege sucht, was dann ein

Brückenabbau 32 Grünausee

LÜBECKER WEG - Ausgabe 214 - Dezember 2019


Grund für ungewollte Feuchtigkeit sein kann.

Dieses Thema, die notwendigen Vorarbeiten

und die weiteren Planungen nahmen dann

doch diejenigen, ich nenne sie mal Experten,

Entscheider und Pächter, sehr in Anspruch.

Es war für mich insgesamt wieder sehr interessant

und einiges neu.

Und wichtig: Es hat mich auch nochmals darin

bestätigt, diese Form von ehrenamtlicher Tätigkeit

gewählt zu haben.

Gute Gespräche, einfach nur Spaß haben und

auch etwas voneinander zu lernen, war alle

Mühe wert!

Die Gegend und der überragende Ausblick,

das überwiegend schöne Wetter taten das

Übrige dazu bei.

(Anmerkung: Am Tag der Abreise und

danach war mieses Wetter angesagt; wie

passend!).


Begegnungen mit Italien!

Incontri con l’Italia

Februar

20

Donnerstag

Referenten: Martina und Guus Reinartz

L

a Bella Italia ist der Inbegriff von

Lebensart und Lebenslust!

Das Land ist so facettenreich, dass es

jeden mit ganz verschiedenen Vorstellungen

belegt und mit den unterschiedlichsten

Erfahrungen verbindet. Während einer

Vier-Pässefahrt in den Dolomiten

bietet die Aussicht einen wahren Genuss

und Balsam für die Seele. Eine römische

Tragödie in Pompeji, der Ausbruch des

Vesuv im Jahre 79 n. Christus, öffnet uns

ein Fenster in eine antike Welt, die innerhalb

weniger Stunden unterging. Küstenromantik

an der Amalfiküste, wo sich

malerische Dörfer mit pastellfarbenen

Häusern an den steilen Felsen über dem

glitzernden Meer schmiegen. Auf einen

1450 Meter hohen Berg auf einer weiten,

leeren Ebene im umbrischen Teil des

Parco Nazionale dei Monti Sibillini, heben

sich am Horizont die zackigen Kontouren

vom Örtchen Castelluccio di Norcia

ab. Diese Perle besuchen wir in jeder

Jahreszeit!

Die weiße Stadt Triest in einer Bucht an

der Adria sticht schon von weitem ins

Auge. Venedig besteht aus 117 kleinen

Inseln und über 150 Kanälen: es ist ein

Wunder aus Wasser und Licht. Venedig

strotzt vor Kunst, Palästen und Kirchen.

Am Markusplatz genießen wir den Aufund

Untergang der Sonne. In den umliegenden

Gassen lassen wir den Tag stimmungsvoll

ausklingen. In Piemonte reihen

sich die Hügelketten mit dichten Reihen

von Rebstöcken aneinander. Torino

war die aristokratische Hauptstadt des

Herzogtums Savoyen. Stil und Geist dieses

Hauses kennzeichnen die Pracht und

Erhabenheit dieser Stadt noch immer. Die

ligurische Küste mit Städten wie Genua,

Savona und Portofino besitzt eine erstaunlich

schöne Landschaft mit einem

gebirgigen, aber fruchtbaren Hinterland.

Italien bietet Traumziele für das ganze

Jahr. Ob man nun Kultur- oder Strandurlaub,

Romantik- oder Aktiverholung bevorzugt,

ein italienisches Reiseziel in

einer bestimmten Jahreszeit sucht oder

wissen möchte, welcher Monat sich am

besten für ein Ziel in Italien eignet. Wir

möchten Ihnen an Hand einiger Gebiete

zeigen, warum Italien einen solch großen

Zauber auf uns alle ausübt.

34 LÜBECKER WEG - Ausgabe 214 - Dezember 2019


März

19

Donnerstag

DER JAKOBSWEG

Sieben Wege

nach Santiago

Referentin: Beate Steger

E

ine ganz persönliche Reisereportage:

35 Tage lang wanderte Beate Steger mit

leichtem Gepäck und schwerer Kamera

auf dem klassischen Pilgerweg, dem

„Camino Francés“. Knapp 800 Kilometer

zu Fuß von St. Jean-Pied-de Port in den

französischen Pyrenäen bis nach Santiago

de Compostela und weiter bis ans „Ende

der Welt“, nach Finisterre. Und noch

mehr: Neben dem Hauptweg stellt die

Referentin sechs weniger bekannte Alternativrouten

vor – ein wahrer Wissensschatz

für alle, die sich auf ihren eigenen

Weg machen möchten.

Sturzbäche, die den eigentlichen Pilgerweg

unpassierbar machen, das unvermeidliche

Ausweichen auf Landstraßen

und qualvolle Stunden auf Asphalt sind

ebenso Bestandteil dieser mitreißenden

Reisereportage wie beeindruckende Bilder

von grandiosen Landschaften und

stattlichen Bauwerken, die den Weg säumen.

Beate Steger ist mittendrin und

schnell haben auch Sie das Gefühl, selbst

dabei zu sein – auf allen Höhen und Tiefen

dieser besonderen Pilgerreise.

Vom Pilger-Virus infiziert wurde Beate

Steger 2001, als sie während ihrer einjährigen

Fahrrad-Weltreise ein Stück des

Jakobsweges mit dem Rad zurücklegte.

Sechs Jahre später kam sie zurück - mit

Wanderschuhen und Pilgerstab.

Seither reist sie immer wieder zu den

schönsten Stellen der Pilgerwege. Daher

sind ihre Vorträge stets mit den aktuellsten

Informationen für Pilger zu Fuß oder

per Rad gespickt. Wer die passionierte

Autorin und Filmemacherin live erlebt,

wenn sie humorvoll und selbstironisch

von ihren persönlichen Begegnungen mit

anderen Pilgern und den eigenen Grenzerfahrungen

erzählt, wird selbst vom

Pilger-Fieber angesteckt.

35


36 LÜBECKER WEG - Ausgabe 214 - Dezember 2019


Dezember

14

Samstag

Von Ratzeburg zum Lübecker Weihnachtsmarkt

Strecke: ca. 32 km (spätere Einstiege möglich)

Bahnhof Ratzeburg – Rothenhusen – Drägerweg – Moltkestraße – Weihnachtsmarkt

Treffpunkt für die Bahnfahrt ist Lübeck Hbf um 10:45 Uhr

Verpflegungsposten nach 13,5 km am Parkplatz Eingang Drägerweg, Rothenhusen

(Steckrübeneintopf und Würstchen (Hutkasse)) und kurze Pausen zwischendurch.

Weitere Einstiegspunkte:

Am Verpflegungsposten um ca. 15:30 Uhr (Start nach Pause),

Müggenbusch um ca. 17:15,

Brücke über Wakenitz (Osterweise) um ca. 18:15 Uhr,

Moltkestraße / Wakenitzbrücke / Kiosk um ca. 19:30 Uhr,

Ankunft Weihnachtsmarkt (Seite P&C) um ca. 19:45 Uhr.

Kurz vor Einstieg in die Wanderung bitte anrufen: 016090916041

Wer direkt zum Weihnachtsmarkt kommt, der/die spendiert eine Runde

Wanderausrüstung: Kleidung der Witterung entsprechend, warme Jacke für die Pausen!,

Snacks, Getränke, Smartphone/Handy, Kopflampe/Laterne!

(Sonnenuntergang 15:56 Uhr).

Anmeldung bis Mittwoch, 11.12.2019 in der Geschäftsstelle.

Ich freue mich auf Euch!

Andreas Petersen Tel.: 0160 90916041

37


Januar

12

Sonntag

Grünkohlwanderung

Ziel:

Restaurant "Ulis Landhaus" in Lübeck-Eichholz

Streckenlänge: ca. 9 km

Treffpunkt: für Wanderer um 10:00 Uhr am Burgfeld

oder

für „Nur-Esser“: 12:30 Uhr im Restaurant per Stadtbus oder PKW

Anmeldung in der Geschäftsstelle möglichst bis: Mittwoch, d. 15.01.2020

danach ggf. auch beim Wanderführer Joachim Vieth: Tel.: 0451/31535

Das Restaurant liegt in unmittelbarer Nähe der Bushaltestelle Eichholz

der Linien 3 und 5

38 LÜBECKER WEG - Ausgabe 214 - Dezember 2019


Februar

1

Samstag

Von Kellenhusen nach Neustadt

Streckenlänge: ca. 24 km

Kellenhusen – Grömitz – Rettin – Pelzerhaken – Neustadt

Treffpunkt für die Bahnfahrt ist Lübeck Hbf.

Die Planung nach Kellenhusen ist derzeit über bahn.de nicht möglich.

Genaue Information ab Januar unter http://www.davluebeck.de/index4.html

Einkehr am Ende voraussichtlich im Klüvers Brauhaus in Neustadt.

Wanderausrüstung:

Kleidung der Witterung entsprechend, warme Jacke für die Pausen, Snacks,

Getränke, Handy.

Anmeldung bis Mittwoch, 29.01.2020 in der Geschäftsstelle.

Wanderführer: Andreas Petersen

39


März

8

Sonntag

Ostsee -Traditionswanderung

von Neustadt nach Travemünde

Streckenlänge: ca. 25 km

Treffpunkt für die Bahnfahrt ist Lübeck Hbf um 08:45 Uhr.

Wir fahren mit der Bahn nach Neustadt und

von Travemünde mit der Bahn nach Lübeck zurück.

Eine Einkehr ist in Timmendorfer Strand geplant.

Anmeldung bis Mittwoch, 04.03.2020 in der Geschäftsstelle.

April

18

Samstag

von Boltenhagen nach Travemünde

Streckenlänge: ca. 28 km

Treffpunkt für die Bahnfahrt ist Lübeck Hbf um 08:45 Uhr.

Wir fahren mit der Bahn nach Grevesmühlen

und von Travemünde mit der Bahn nach Lübeck zurück.

Es ist keine Einkehr geplant.

Je nach Wetterlage: Picknick am Strand.

Wanderausrüstung: Kleidung der Witterung entsprechend,

warme Jacke für die Pausen, Snacks, Getränke, Handy.

Anmeldung bis Mittwoch, 15.04.2020 in der Geschäftsstelle.

Wanderführer „Lübecker Bucht 1-3“:

Andreas Petersen, Tel.: 016090916041

40 LÜBECKER WEG - Ausgabe 214 - Dezember 2019


Herbst an der Wakenitz

und Herrnburger Binnendüne

Bilder von der Tour am 27. Oktober

Zur Wanderung hatten sich 10 Teilnehmer

angemeldet. Wir starteten pünktlich

um 10:00 Uhr von der Bushaltestelle St.

Hubertus. Das Wetter war herbstlich

kühl, windig, Sonne und Wolken wechselten

sich ab, also gute Voraussetzungen

für einen schönen Wandertag. Unsere

Wanderung führte uns auf dem Drägerweg

über Mückenbusch, Absalonshorst

bis Nädlershorst. Dort überquerten wir

die Wakenitz. Im durch das DDR Grenzregim

geschliffenen Ort Lenschow, am

östlichen Ufer der Wakenitz, legten wir

eine etwas längere Rast ein.

Frisch gestärkt ging es nun, mit einer

steifen Brise von vorn, auf dem ehemaligen

Kolonnenweg weiter Richtung Herrnburg.

Von dort war es dann nicht mehr

weit bis Eichholz, wo unsere Fahrzeuge

geparkt waren. Zum Abschluss der Wanderung

ließen wir es uns beim Griechen

am Kaufhof gut gehen. Reinhard Falter

41


Werte Vereinsmitglieder,

der Landesverband Nord sucht einen neuen Schatzmeister.

Inhaltlich würde sicher ein Schatzmeister bzw. eine Schatzmeisterin besonders geeignet

sein, aber auch jede andere Person mit einem Sinn für Zahlen und einer kaufmännischen

Ausbildung und/oder einem buchhalterischen Hintergrund.

Die nachfolgende Aufgabenbeschreibung soll einen ersten Eindruck über die Arbeitsabläufe

und deren Umfang vermitteln. Ich garantiere eine umfangreiche Einarbeitung

und würde mich über eine positive Nachricht aus Eurer Sektion sehr freuen!

Für weitere Fragen stehe ich sehr gern zur Verfügung – einfach kurz per Mail oder

zum Telefonhörer greifen.

Ich wünsche eine schöne Zeit mit herzlichen Grüßen aus Göttingen!

Jürgen Müller - Schatzmeister -

Aufgaben: Schatzmeister Landesverband Nord

Buchhaltung

Der LV arbeitet mit dem Buchhaltungsprogramm „Buchhaltung plus“ von Lexware, das sich

zusammen mit einer aktuellen Office Version von Microsoft auf einem DELL Notebook befindet.

Die Buchhaltungssoftware arbeitet mit einem für den LV angepassten Kontorahmen, in dem die

Besonderheiten der Gemeinnützigkeit für Vereine enthalten sind (Kontorahmen 49).

Der Buchhaltungsumfang lässt sich mit folgenden Zahlen gut beschreiben:

2016 2017 2018

Anzahl Buchungen 303 378 456

Zahlungseingänge 53 64 95

Zahlungsausgänge 222 273 330

davon Lastschriften 60 60 60

bzw. Daueraufträge

Folgende Hauptaufgaben sind abzuwickeln:

42 LÜBECKER WEG - Ausgabe 214 - Dezember 2019


Zahlungsverkehr

Ca. 330 Zahlungen aufgrund von Eingangsrechnungen oder anderen Zahlungsbelegen sind 2018

als Überweisung getätigt und davon ca. 60 Zahlungen durch Dauerauftrag bzw. im Lastschriftverfahren

abgewickelt worden.

Beitragseinzüge

Mit Beschluss auf dem Verbandstag 2007 in Wilhelmshaven werden die Beiträge der 18 Sektionen

des LV per Einzugsverfahren im April jeden Jahres eingezogen. Es sind 13 Sektionen aus

Niedersachsen, 3 Sektionen aus Schleswig-Holstein sowie die beiden Sektionen der Stadtstaaten

Hamburg und Bremen. Dazu kommen noch 3 außerordentliche Mitglieder.

Laut Beschluss auf dem Verbandstag 2015 in Hannover wurden die Verbandsbeiträge auf 1,75

pro A, B und D-Mitglied festgelegt. Grundlage zur Ermittlung der Mitgliedszahlen ist die Liste

der Beitragsausweise des Bundesverbandes zum 31. Dez. des Vorjahres. Die außerordentliche

Mitglieder bezahlen pro Mitglied ab 19 Jahren 1,75 €, mindestens aber eine Beitragspauschale in

Höhe von 100 €.

Laufende Buchungen

Die laufenden Verbuchungen der Geschäftsvorfälle lassen sich sehr komfortabel mit Hilfe des

Lexware – Programmes „Buchhaltung plus“ verarbeiten. Stapelbuchungen und gesplittete Buchungen

sind ebenso möglich wie auch eine variable Buchungsmaske zur Verwendung wiederkehrender

Buchungssätze. Individuelle Auswertungen und Verknüpfungen mit einer Excel Tabelle

geben dem Programm eine hohe Flexibilität.

Jahresabschluss

Vorarbeiten zum Jahresabschluss bilden die Kontoabstimmungen sowie diverse Abschlussbuchungen.

Offene Posten werden abgegrenzt und u. U. Rücklagen gebildet und/oder aufgelöst.

Wenn alle Konten bereinigt und unklare Buchungen zugeordnet wurden, dann ist über das Buchhaltungsprogramm

der Abschluss zu tätigen.

Bei allen Arbeiten stets an hinreichende Sicherungen denken!

Nach erfolgreichem Jahresabschluss können alle Ausdrucke (Journal, Summen- und Saldenliste,

Kontoblätter und Einnahme – Überschuss Rechnung) ausgedruckt und die Vorträge manuell

oder automatisch gebucht werden.

Budgetplanung

Nach dem Jahresabschluss und vor dem großen Verbandstag sollte in Abstimmung mit dem

Vorstand die Budgetplanung für das Folgejahr vorgenommen werden.

Finanzamt

Unser LV ist gemeinnützig und bei allen Maßnahmen ist stets auf deren Einhaltung zu achten!

Alle drei Jahre ist eine Körperschaftssteuer Erklärung für gemeinnützige Vereine beim Finanz-

43


amt Hannover-Nord abzugeben. Wir haben diese Erklärung für die Jahre 2016 bis 2018 abgegeben

und vom Finanzamt hierzu am 10. Mai 2019 einen entsprechenden Freistellungsbescheid für

die Jahre 2016 bis 2018 zur Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer erhalten.

Landessportbund

Wir erhalten Fördermittel vom Landessportbund und sind dadurch an bestimmte Regeln gebunden.

Besonders ist hier das Subsidiaritätsprinzip zu beachten. Hiernach gilt: Erst die eigenen

Mittel aufbrauchen, bevor die Solidargemeinschaft (der LSB) helfen kann! Mit anderen Worten:

Solange wir Fördermittel vom LSB in Anspruch nehmen, dürfen wir kein eigenes „freies“ Vermögen

aufbauen. Daher bilden wir - wenn möglich - „zweckgebundenen Rücklagen“.

Sitzungen / Tagungen

Jährlich 2 Vorstandssitzungen i. d. R. im April und August jeweils vor den jährlichen Verbandstagungen.

Jährlich 2 Verbandstagungen. Der große Verbandstag findet i. d. R. im Mai des Jahres statt. Der

kleine Verbandstag, der ausschließlich zur Vorbereitung der JHV des Bundesverbandes dient,

findet vor der JHV des DAV statt – i. d. R. im Oktober des Jahres .

Berichterstattungen

Der Schatzmeister gibt dem Vorstand des Landesverbandes Nord in regelmäßigen Abstand einen

aktuellen Finanzbericht. Die Lexware Buchhaltung gibt die Möglichkeit, zu jedem Zeitpunkt

umfassende Auswertungen zu erstellen. So kann dem Vorstand immer die aktuelle Ergebnisrechnung

als Einnahmen –Überschuss – Rechnung vorgelegt werden. Dazu ist ein kurzer erläuternder

Bericht hilfreich.

Etwas ausführlicher erfolgt die Berichterstattung zum großen Verbandstag. Hier ist der gesamte

Jahresabschluss mit einer Power Point Präsentation empfohlen.

Vor dem großen Verbandstag muss eine Rechnungsprüfung erfolgt sein.

Der aktuelle Jahresabschluss und das Ergebnis der Rechnungsprüfung bildet dem Verbandstag

die Grundlage, über den Jahresabschluss sowie die Entlastung des Vorstandes zu beschließen.

Einarbeitung / Hilfsmittel

Eine umfangreiche Einarbeitung werde ich sicherstellen.

Dazu sind eine Vielzahl an Textvorlagen und Excel Tabellen vorhanden, die sowohl die laufende

Arbeit als auch den Jahresabschluss und das Berichtswesen vereinfachen.

Für weitere Fragen stehe ich jederzeit zur Verfügung:

Jürgen Müller – mueller.goettingen@gmail.com

Tel.: 0551 634 1891

Göttingen, den 23. August 2019

44 LÜBECKER WEG - Ausgabe 214 - Dezember 2019


Bergsport erleben

In Ausbildungskursen lernst du alles

Wichtige rund um den Bergsport.

Bei den geführten Touren bist du unter

qualifizierter Leitung unterwegs.

Du lernst Tourenpartner und Gleichgesinnte

kennen.

Im DAV-Shop (www.dav-shop.de) erhältst

du Rabatte auf alle Produkte.

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günstiger buchen:

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Die richtigen Infos bekommen

In den Bibliotheken erhältst du kostenlosen

oder vergünstigten Zugriff

auf Karten, Führer und Bücher.

Das Bergsteigermagazin DAV Panorama

schicken wir dir kostenlos frei

Haus und/oder als App.

Das Mitgliedermagazin deiner Sektion

bekommst du ebenfalls frei Haus.

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Deine Vorteile beim DAV Lübeck

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Vereine übernachtest du günstiger.

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du exklusiven Zugang.

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45


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weltweit versichert.

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kannst du als DAV-Mitglied exklusiv

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stehen dir zur Verfügung.

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Du bekommst vergünstigten oder exklusiven

Zugang zu DAV-Kletteranlagen.

Bei den Indoor- und Outdoor-Kursen

erlernst du den Klettersport.

Für den leistungsorientierten Nachwuchs

gibt es vielfältige Förderungen

- bis hin zur Nationalmannschaft.

In vielen Sektionen bestehen spezielle

Klettergruppen für Menschen mit Behinderungen.

Ehrenamtlich aktiv werden

Du kannst eine qualifizierte Ausbildung

zum/zur Fachübungsleiter/in

oder Trainer/in durchlaufen.

Deine Mithilfe auf Umweltbaustellen

oder bei der Pflege des alpinen Wegenetzes

ist willkommen.

Du kannst bei der Sanierung und Instandhaltung

der Alpenvereinshütten

aktiv werden.

Mit deiner Mitgliedschaft unterstützt du den

DAV ideell und finanziell. Der DAV steht für

die Vereinbarkeit von Bergsport und Natur .

46 LÜBECKER WEG - Ausgabe 214 - Dezember 2019


47


Datenschutzerklärung

1. Informationen zum Datenschutz

Wir möchten Sie darüber informieren, dass die von Ihnen in Ihrer Beitrittserklärung angegebenen Daten über Ihre

persönlichen und sachlichen Verhältnisse (sogenannte personenbezogene Daten) gleichermaßen auf Datenverarbeitungs-Systemen

der Sektion, der Sie beitreten, wie auch des Bundesverbandes des Deutschen Alpenvereins (DAV)

gespeichert und für Verwaltungszwecke der Sektion, bzw. des Bundesverbandes verarbeitet und genutzt werden.

Verantwortliche Stelle im Sinne des § 3 (7) BDSG ist dabei die Sektion der Sie beitreten,

Wir sichern Ihnen zu, Ihre personenbezogenen Daten vertraulich zu behandeln und nicht an Stellen außerhalb des

DAV, weder außerhalb der Sektion, noch außerhalb des Bundesverbandes, weiterzugeben. Sie können jederzeit

schriftlich Auskunft über die, bezüglich Ihrer Person gespeicherten Daten erhalten und Korrektur verlangen, soweit die

bei der Sektion und der Bundesgeschäftsstelle gespeicherten Daten unrichtig sind. Sollten die gespeicherten Daten für

die Abwicklung der Geschäftsprozesse der Sektion, bzw. des Bundesverbandes nicht erforderlich sein, so können Sie

auch eine Sperrung, gegebenenfalls auch eine Löschung Ihrer personenbezogenen Daten verlangen,

Der Bundesverband des DAV sendet periodisch das Mitgliedermagazin DAV Panorama in der von Ihnen gewählten

Form (Papier *der Digital) zu. Sollten Sie kein Interesse am DAV Panorama haben, so können Sie dem Versand

bei Ihrer Sektion des DAV schriftlich widersprechen.

Nach einer Beendigung der Mitgliedschaft werden Ihre personenbezogenen Daten gelöscht, soweit sie nicht, entsprechend

der steuerrechtlichen Vorgaben, aufbewahrt werden müssen.

Eine Nutzung Ihrer personenbezogenen Daten für Werbezwecke findet weder durch die Sektion, den Bundesverband,

noch durch Kooperationspartner des Bundesverbandes des Deutschen Alpenvereins statt.

Ich habe die oben stehenden Informationen zum Datenschutz zur Kenntnis genommen und akzeptiert.

Ort:_______________________ Datum: _____________________ Unterschrift: _____________________________

2. Einwilligung

2.1 Nutzung der E-Mail-Adresse durch Sektion und Bundesverband

Ich willige ein, dass die Sektion sowie der Bundesverband des DAV meine E-Mail-Adresse zum Zwecke der Übermittlung

der von mir ausgewählten Medien nutzt. Eine Übermittlung der E- Mall-Adresse an Dritte ist dabei ausgeschlossen.

Ort:_______________________ Datum: _____________________ Unterschrift: _____________________________

2.2 Nutzung der Telefonnummer durch Sektion und Bundesverband

Ich willige ehe, dass die Sektion sowie der Bundesverband des DAV, soweit erhoben, meine Telefonnummern zum

Zwecke der Kommunikation nutzen. Eine Übermittlung der Telefonnummern an Dritte ist dabei ausgeschlossen.

Ort:_______________________ Datum: _____________________ Unterschrift: _____________________________

Datenschutzbeauftragter:

Prof. Dr, Rolf Lauser

Dr.-Gerhard-Hanke-Weg 31

85221 Dachau

E-Mail: rolf@lauser-nhk.de

48 LÜBECKER WEG - Ausgabe 214 - Dezember 2019


Pension Danler

Heidi Danler

A-6165 Telfes / Oberplövenweg 4

Tel.:+43 - 5225 - 62476

Fax: +43 - 5225 - 62476 - 13

E-Mail: heidi@hausdanler.at

Internet: www.pension-danler-stubai.at

Telfes im Stubaital / Tirol

Alle Zimmer (ausgenommen EZ) sind geräumig mit Südbalkon bzw. Südterrasse inkl. Sitzgelegenheit, Dusche/WC/

Haarfön, Safe, kleinem Kühlschrank und SAT-TV.

WLAN im gesamten Haus / Parkplätze teilweise mit Überdachung

Im Sommer wie im Winter Ihre Pension !

49


Dezember

14

Samstag

Januar

12

Sonntag

WANDERN:

WANDERN:

Von Ratzeburg

zum Lübecker Weihnachtsmarkt

Seite 37

Grünkohlwanderung

"Ulis Landhaus" in Lübeck-Eichholz

Seite 38

Februar

1

Samstag

Februar

20

Donnerstag

März

8

Sonntag

WANDERN: Lübecker Bucht, Teil 1

von Kellenhusen nach Neustadt

Seite 39

VORTRAG:

Begegnungen mit Italien!

Incontri con l’Italia

19:00 Uhr Seite 34

WANDERN: Lübecker Bucht, Teil 2

Ostsee -Traditionswanderung

Neustadt-Travemünde Seite 40

März

19

Donnerstag

VORTRAG:

Der Jakobsweg

Sieben Wege nach Santiago

19:00 Uhr Seite 35

April

18

Samstag

WANDERN: Lübecker Bucht, Teil 3

von Boltenhagen nach Travemünde

Seite 40

50 LÜBECKER WEG - Ausgabe 214 - Dezember 2019


Öffnungszeiten:

mittwochs:

15:30 bis 18:30 Uhr

samstags:

10:00 bis 12:00 Uhr

Winteröffnungszeiten

s. unten links

Geschäftsstelle:

Hüxterdamm 8, 23552 Lübeck

Postanschrift:

Postfach 1167, 23501 Lübeck

Telefon: 0451/73297

Telefax: 0451/29170398

E-Mail: buero@davluebeck.de

Homepage: www.davluebeck.de

V o r s t a n d B e i r a t E h r e n r a t

1. Vorsitzende

Angelika Lohr

0151 54645009

vorstand@davluebeck.de

Mitgliederverwaltung

Angelika Lohr

mvm@davluebeck.de

2. Vorsitzender

und Ausbildungsreferent

Andreas Aurich

0171 2888271

ausbildung@davluebeck.de

Schatzmeister

Andreas Bründel

0451 / 4894395

schatzmeister@davluebeck.de

Schriftwart

Joachim Vieth

0451 / 31535

schriftwart@davluebeck.de

Jugendreferent

Timm Bußhaus

0179 3925413

jugend@davluebeck.de

Ehrenvorsitzender

Hans-Jürgen Röhl

0451 / 32630

Büro Geschäftsstelle

Hale Erkek

0451 / 73297

buero@davluebeck.de

Wanderwart

Horst Geese

0170 8472215

wandern@davluebeck.de

Freunde der Stettiner Hütte

Joachim Kreis

0451 / 73640

freunde-der-stettinerhuette@davluebeck.de

Naturschutzreferent

Dietmar Zahn

04533-206398

naturschutz@davluebeck.de

Sportbeauftragter

Klaus-Dieter Rickert

0451 / 8973415

sport@davluebeck.de

Homepage

Dieter Otte

0451 / 59 61 37

webmaster@davluebeck.de

Redaktion „LÜBECKER WEG

Wilfried Matthies

04156 / 8477993

schriftleiter@davluebeck.de

Kletterreferent

Christian Schwarz

klettern@davluebeck.de

Vorsitzender

Georg Bornemann

0451 / 792854

Vertreter des Vorstands

Timm Bußhaus

0179 3925413

jugend@davluebeck.de

Ellen Spies

0451 / 31535

Waltraud Giese

0451 / 605565

Klaus-Dieter Rickert

0451 / 8973415

sport@davluebeck.de

Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft für verantwortlichen Umgang der Waldressourcen zum Wohle heutiger und zukünftiger Generatio-

Öffnungszeiten bis Ende Februar 2020

mittwochs: 15:30 bis 18:00 Uhr

samstags: geschlossen

In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte

telefonisch an Frau Lohr oder Herrn Bründel.

Tourenreferent

Nils Neumann

touren@davluebeck.de

Jugendvertreterin

(unbesetzt)

51


Post A 12557 DPAG - Entgelt bezahlt

Deutscher Alpenverein

Sektion Lübeck e. V.

Postfach 11 67, 23501 Lübeck

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