Pack & Log 10/2019

gernot007

Ausgabe 10/2019

Pack & Log

Die Fachzeitschrift für Verpackung & Intralogistik

Österreichische Post AG / MZ 10Z038727 M / PL Verlag OG, Bahnstraße 4, 2340 Mödling

90. Ausgabe, 9. Jahrgang

INNOVATIVE VERPACKUNGSLÖSUNGEN

& PROFESSIONELLES CO-PACKING

40 Jahre

Expertise im Co-Packing

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Aktuell

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Was ist die natürlichste Form

der Kennzeichnung? S8

Wellpappe

Womit schneidet man Wellpappe

am besten? S26

Intralogistik

Wie mache ich ein Lager fit

für die Zukunft? S34


Die weltweit führende

Plattform der Intralogistik

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Prozessmanagement

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Außenansichten

Mariama spricht sehr gut

Deutsch und Französisch.

Englisch spricht sie auch, und

derzeit lernt sie Italienisch.

„Und vielleicht auch bald Spanisch“,

sagt sie.

Mariama kam vor sechs Jahren aus dem

Niger im Westen Afrikas nach Österreich und

„wollte immer etwas mit Tourismus machen“.

Nun steht die 18-jährige an der Rezeption in

„magdas HOTEL“ im Wiener Prater und empfängt

die Gäste, denn hier macht sie ihre Lehre

zur Hotelkauffrau.

Magdas ist ein Social-Business-Unternehmen

der Caritas. Es zeigt, dass wirtschaftlicher Erfolg

und soziales Handeln kein Widerspruch

sind. Mit ihren Projekten werden sinnstiftende

Arbeitsplätze kreiert und Chancen für

Menschen geschaffen, die geringe, ja manchmal

keine Chancen auf einen Job haben. Das

freut auch die Kundinnen und Kunden: Weil

sie nicht nur ein gutes Produkt oder eine

hochwertige Dienstleistung bekommen, sondern

gleichzeitig auch soziale Verantwortung

zeigen.

Magdas wurde von der Caritas der Erzdiözese

Wien im April 2012 mit dem Ziel gegründet,

soziale Fragen dort, wo es sinnvoll und möglich

erscheint, unternehmerisch zu lösen. Der

Social-Business-Gedanke geht auf Nobelpreisträger

Muhammad Yunus zurück: Keine

Gewinne, die nicht reinvestiert werden. Keine

Förderungen, die nicht auch jedem anderen

privaten Unternehmen offenstehen.

Die Projekte tragen sich wirtschaftlich selbst

und ihr oberstes Unternehmensziel ist und

bleibt die Lösung einer sozialen Herausforderung.

Magdas beinhaltet einige spannende Projekte.

Eines davon ist das 2015 eröffnete Hotel.

Früher war das Gebäude aus den 1970er-

Jahren ein Seniorenwohnheim der Caritas.

Doch dann wurde es mit viel Liebe zum Detail

in ein Hotel im Vintage-Stil mit Upcycling-Design-Elementen

umgewandelt. Die Bäder wurden

renoviert, aber die alten Fliesen zum Teil

erhalten, die Betten sind neu, dafür gesäumt

von Nachtkästchen aus den 50er- und 60er-

Jahren – gekauft auf dem Flohmarkt oder in

von Manfred Meixner

der Carla, dem Second-Hand-Laden der Caritas.

Im Herbst 2017 wurde im magdas HOTEL

mit Unterstützung des Bundesministeriums

für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort

ein eigener Lehrlingsschwerpunkt eingeführt.

Aktuell werden 13 junge Menschen mit Fluchthintergrund

in den verschiedenen Hotelbereichen

ausgebildet. Insgesamt arbeiten in

diesem besonderen Hotel derzeit Menschen

aus 14 Nationen mit den unterschiedlichsten

Lebensgeschichten. Und gerade das – davon

ist dort jeder überzeugt - macht diesen Ort so

einzigartig.

Ursprünglich war das Hotel nur als Zwischennutzungsprojekt

bis 2019 genehmigt. Man

wollte abwarten, wie sich das Geschäft langfristig

entwickelt, bevor man an eine „echte“

Umwidmung samt Umbauten dachte. Der

Betrieb erhält auch keine Spendengelder und

muss sich selbst finanzieren. Er ist allerdings

nicht profitorientiert, das heißt, mögliche

Überschüsse wandern wieder in andere Sozialprojekte

der Caritas. Aber allen Bedenken

zum Trotz entwickelte sich das Hotel sehr

erfreulich. Mittlerweile ist man durchgehend

zu 87 Prozent ausgebucht und der wöchentliche

Sonntagsbrunch ist ein regelrechter

Publikumsmagnet. Nun gibt es einen neuen

Zwischennutzungsvertrag bis 2021. Bis

dahin will magdas HOTEL so gut dastehen,

dass ein dauerhafter Hotelbetrieb möglich ist.

Mariama wird sich freuen, denn so kann sie

dort mit Gewissheit ihre Lehre beenden und

danach so einiges „mit Tourismus machen“.

Ich wünsche ihr dabei viel Glück und Ihnen,

meine lieben Leserinnen und Leser, Frohe

Weihnachten!

m.meixner@packundlog.at

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INHALT

Titelstory

von Gernot Rath

Erleben mit

allen Sinnen S 6

Weihnachten naht und damit auch die Zeit der Geschenke!

Nein, die Salatgurke, die ich Ihnen gerade zeige, ist kein

Geschenk. Dafür wäre sie nur bedingt tauglich, obwohl

sie verpackt ist und damit ein gewisses Unboxing-Erlebnis

garantiert. Aber sie wird wohl eher auf Unverständnis

beim Beschenkten stoßen. Und das liegt neben dem fehlenden Glamourfaktor

auch an der Verpackung. Denn diese ist für viele Konsumenten zu

einem echten No-Go geworden. Ich weiß, dass dies die falsche Stelle ist,

um über die Sinnhaftigkeit und Bedeutung von Verpackung zu referieren,

Innenansichten

aber nachdem die Gurke derzeit – auch innerhalb der Verpackungsindustrie

– immer wieder als worst case herhalten muss, kann ich nicht anders:

Die Salatgurke besteht zu über 95 % aus Wasser. Ihre Schale ist extrem

empfindlich und lange nicht so robust wie jene der Feldgurke, wie mir Experten

bestätigten. Die Haltbarkeit einer unverpackten Salatgurke liegt bei

drei bis max. vier Tagen, wenn man sie pfleglich behandelt. Das ist jetzt

für den Einkauf beim regionalen Bauernmarkt durchaus vertretbar, wenn

daheim die Familie auf Schnitzel mit Gurkensalat wartet. Jetzt gibt es zwei

Probleme: Erstens muss Österreich importieren, um seinen Gurkenbedarf

zu decken und zweitens ist derzeit gar keine Gurkensaison, d.h., unsere

Gurken kommen aus Spanien. Lieferzeit etwa zwei bis drei Tage. Nach vier

Tagen wird die Gurke schrumpelig, verliert das Wasser und wird matschig.

Das liegt auch daran, dass die Konsumenten alles andere als pfleglich mit

der unverpackten Ware umgehen. Sie wird herausgenommen, abgegriffen

und bei Missfallen wieder zurückgelegt. Das hält auf Dauer keine Gurke

aus. Am Ende des Tages sind die Supermärkte gezwungen, die Gurken zu

entsorgen. Das passiert in Deutschland und Österreich übrigens derzeit

tonnenweise. Und an dieser Stelle auch müßig zu sagen: Die Ökobilanz einer

entsorgten und nicht verzehrten Gurke ist deutlich schlechter als die

von ein paar Gramm Kunststoff. Foliert hält die Gurke übrigens 14 Tage.

Fast eine Verfünffachung der Haltbarkeit! Oberste Priorität der Verpackung

ist es, das Produkt zu schützen und es gibt kaum ein Produkt, dass es so

notwendig hat, wie die Salatgurke. Also: Eine folierte Gurke jetzt gekauft,

ist auch noch zu Weihnachten (2019) durchaus ansehnlich. In diesem

Sinne Mahlzeit und Frohe Weihnachten! Und bevor ich es vergesse: Die

Bio-Mango rechts von mir ist übrigens deutlich stabiler. Sie kann auch problemlos

gelasert werden (S. 8 bis 10). Persönlich bevorzuge ich allerdings

die Produkte, die sich ganz rechts auf dieser Doppelseite befinden.


g.rath@packundlog.at

Aktuell

Green Packaging Star Award

verliehen S 12

Grau ist

das neue Grün S 14

BIOSMART – Intelligente biobasierte

Verpackungen S 16

Innovative Fördertechnik

unter neuem Namen S 18

Zwei neue Geschäftsführer

für packende Aufgaben S 19


10/2019

www.prosweets.de

Messen

ProSweets Cologne 2020: Verpackungen

für Süßwaren S 20

FRUIT LOGISTICA – Fruchthandel

unter einem Dach S 21

Die internationale Zuliefermesse für

die Süßwaren- und Snackindustrie

02.02.–05.02.2020

Wellpappe/Karton

Parallel l zur

PROPAK: Nachhaltig 3 in der

Kreislaufwirtschaft S 24

Individuell – und vollautomatisch

geschnitten S 26

Intralogistik

PRODUCTION AND PACKAGING TECHNOLOGY

PACKAGING AND PACKAGING MATERIALS

Ohne Umwege

ans Ziel S 28

Ladungserkennung und 3D-

Kollisionswarnung S 30

Passend wie

ein Maßanzug S 32

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Titelstory Aktuell Messen

Wellpappe/Karton

Intralogistik

Bereits im Sommer bereiten die Mitarbeiter

bei Packservice Adventskalender für die

pünktliche Auslieferung in den Handel vor

Fotos: Packservice

Erleben mit allen Sinnen

Multisensorisches Marketing am Point of Sale

In einer Zeit, in der fast jedes Produkt online verfügbar ist, müssen Hersteller und Handel mit innovativen Konzepten

aufwarten, um Kunden langfristig zu binden. Die Vorteile des stationären Handels müssen für den Kunden

nicht nur sichtbar, sondern erlebbar sein. Das bestätigen weltweit über 10.000 Shopper, die in einer aktuellen

Studie von Mood Media zum Thema „Kauferlebnis im Handel“ befragt wurden. 78 % gaben an, bei angenehmer

Atmosphäre lieber im Handel statt online zu kaufen. Und 75 % der Käufer bestätigen, dass sie häufig länger in

einem Geschäft bleiben, wenn Musik, Duft und visuelle Eindrücke zusammenpassen. Aber auch Verpackungen

spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Kunden lernen durch die täglichen Erfahrungen

mit Werbung wofür Marken

stehen. Dadurch sind sie teilweise

schon vorbelastet und haben ein Produkt

bewusst oder unbewusst „auf dem Schirm“.

Doch am PoS ist es die Verpackung, die den

gelernten Eindruck bestätigt und den letzten

Kaufimpuls gibt. Wenn die Verpackung

es schafft, die Aufmerksamkeit auf sich zu

ziehen wird das Produkt gekauft.

Am PoS überlegen die Menschen selten reflektiert

und rational, sondern sie kaufen eher

intuitiv. Die Verpackung im Regal muss daher

den Nutzen implizit und schnell kommunizieren.

Dies bestätigt die aktuelle Creatura-

Metaanalyse zur Werbewirkung von Print.

Forscher untersuchten darin beispielsweise

die Verpackung einer Hautpflegelotion. Den

Teilnehmern wurden zwei veredelte Kartons

in die Hand gegeben. Eine Verpackung hatte

eine Soft-Touch-Oberfläche, die andere eine

geprägte Musterstruktur. Den meisten Probanden

gefiel das geprägte Muster besser.

Später zeigte sich jedoch, dass Kunden eher

bereit waren, für die Creme mit der Soft-

Touch-Verpackung mehr Geld auszugeben,

da sie die Soft-Touch-Veredelung mit ihrer

weichen Oberfläche auch mit sanfter Haut

assoziierten.

Ähnliches gilt für die Präsentation im Handel.

Die Marken müssen halten, was die Werbung

verspricht. Gut umgesetzte PoS-Aktionen,

die zur Markenbotschaft und zum Produkt

passen, sind hier der Schlüssel zum Erfolg.

Durch PoS-Marketing können nicht nur neue

Produkte effektiv beworben werden. Auch

bereits bestehende Produktlinien können

davon profitieren. So kann ein attraktives

Display, welches dem Konsumenten direkt

auffällt, auch ein Produkt, das schon seit

Jahren auf dem Markt ist, zum Verkaufsschlager

machen. Dies kann durch eine auffällige

Verpackung, ein On-Pack, ein Bundle etc.

ermöglicht werden. Sobald das Produkt dem

Kunden auffällt, wird er sich sehr wahrscheinlich

auch dafür interessieren und sich

mit dem Produkt näher auseinandersetzen.

Wenn das Interesse geweckt ist, können PoS-

Marketing Aktionen, wie beispielsweise Gutscheine

oder Gewinnspiele als On-Pack, das

Kaufbedürfnis steigern und letzten Endes zur

endgültigen Kaufentscheidung führen. >>

Geschenksets mit einprägsamer Markenbotschaft

werden besonders gerne

gekauft, hier von Packservice Mitarbeitern

konfektioniert


Pack & Log 10/19

>> Die Packservice Gruppe analysiert kontinuierlich die neusten

Trends und arbeitet an innovativen Lösungen, um die sich ständig

verändernden Ansprüche der Shopper im Handel befriedigen zu

können. Packservice realisiert seit 40 Jahren PoS-Aktionen für internationale

Markenhersteller. Egal ob mit Kürbissen und Geistern verzierte

PoS-Displays zu Halloween, hochwertige Geschenkverpackung und

Adventskalender zur Weihnachtszeit oder Fan-Accessoires als Produktbeigabe

passend zur Fußball-Weltmeisterschaft. Das Unternehmen

entwickelt gemeinsam mit seinen Kunden individuelle Konzepte, die

auch saisonale und verpackungstechnische Trends berücksichtigen.

Beratung gibt es unter anderem zum Thema Packmittelmanagement,

nachhaltige Verpackungssysteme oder logistische Prozesse.

Kurzprofil. Die Packservice-Gruppe mit Sitz in Karlsruhe wurde

1980 gegründet. Sie beschäftigt heute mehr als 1.400 Mitarbeiter

an 23 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die

Unternehmensgruppe ist im B2B-Geschäft als Spezialist für Verpackungsdienstleistungen

innerhalb der Supply-Chain führend. Neben

hochwertigem Co-Packing bietet Packservice im Raum D-A-CH

Lösungen für personalintensive Handling-Services und Konzepte für

logistische Dienstleistungen (Outsourcing, Campus-Konzept). Mit

der Gründung der FPS Flexpack GmbH hat die Unternehmensgruppe

im Jahr 2017 ihr Portfolio um einen weiteren Sektor erweitert,

der Herstellung und den Vertrieb von Wellpappverpackungen und

Verpackungsmaterialien.

[pl]

Zum Fest müssen Produkte und Verpackungen besonders

strahlen, als Kombi-Pack werden sie besonders gerne gekauft

Kein Kreislauf ohne Standards

Beim ECR Tag 2019 unter dem Motto „NEW PackAGEing“ machen Experten klar: Eine funktionierende

Kreislaufwirtschaft setzt gemeinsame Standards voraus.

„Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft erfordert die Verknüpfung eines physischen Produkts mit der Information dazu. Nur so kann es im

Kreislauf gehalten werden“ erklärt Gregor Herzog schon in seiner Eröffnungsrede und wird dabei von Alfred Schrott, ECR Co-Chairman Industrie,

der die ECR Circular Packaging Initiative vorstellt, voll unterstützt: „Diese Initiative ist ideal aufgestellt, um Empfehlungen und Richtlinien

für die gesamte Wertschöpfungskette auszuarbeiten und sich so über gemeinsame Standards zu verständigen.“ Auch Manfred Tacker, Fachbereichsleiter

für Verpackungs- und Ressourcenmanagement an der FH Campus Wien und inhaltlicher Partner dieser ECR Initiative, nennt

in seinem Vortrag als oberste Aufgabe „Lösungen zu finden, die zu einer Standardisierung führen – quasi ein GPS der Kreislaufwirtschaft.“

In der diesjährigen Podiumsdiskussion unter dem Titel „Von Smart bis Sustainable – Wie packen wir den Konsumenten?“ macht Andrea Fronaschütz,

COO des österreichischen Gallup Instituts, klar, dass das Thema dem Kunden in eine „alltagstaugliche Sprache übersetzt werden

muss“ – so konnten zum Beispiel nur rund 11% der Bevölkerung laut einer

aktuellen Studie mit dem Begriff „Kreislaufwirtschafspaket“ etwas anfangen.

Auch Tanja Dietrich-Hübner, Leiterin Nachhaltigkeit bei REWE, erkennt

zwar „ein zunehmendes Interesse der Konsumenten, sieht diese aber mit

dem Thema dennoch ziemlich überfordert“. Sie sieht es daher als Aufgabe

von Industrie und Handel „Lösungen zu finden, die einfach und bequem

sind.“ Um dennoch innovative Schritte in die richtige Richtung zu setzen,

nimmt beispielweise die Drogeriehandelskette dm laut deren Geschäftsführerin,

Petra Gruber, „bewusst Rohertragsverluste in Kauf, um innovativen

Produkten eine Chance zu geben“.

Manfred Tacker, Fachbereichsleiter für Verpackungs- und

Ressourcenmanagement an der FH Campus Wien


Titelstory Aktuell Messen

Wellpappe/Karton

Intralogistik

Gebündeltes Licht – die natürlichste

Form der Kennzeichnung

Die Umwelt war in den letzten Jahrzehnten immer wieder Thema, aber es verschwand oft ebenso schnell wie

es gekommen war. Jetzt ist es gekommen, um zu bleiben – in diesem Punkt sind sich alle einig. So hat dieses

Thema auch die Kennzeichnung voll erfasst und immer mehr Unternehmen sind auf der Suche nach nachhaltigen

Lösungen. Das oberste Ziel – laut EU-Abfallhierarchie – ist nicht das Recycling, sondern die Vermeidung und die

Ressourcenoptimierung. Eine Möglichkeit dazu bietet der Laser, denn er kennzeichnet das Produkt mit nichts

anderem als mit gebündeltem Licht. Abfall oder auch Verbrauchsmittel, wie Etiketten, Trägermaterial bzw. Tinten,

gibt es nicht – das ist Natural Labeling!

Es ist daher kein Wunder, dass man

vor allem im Bio-Lebensmittel-Segment

beginnt, auf Natural Labeling

zu setzen. Die Herausforderungen dieser

noch jungen Technologie sind nach wie vor

vielfältig, dennoch hat sich die Handelskette

SPAR gemeinsam mit der Firma Frutura

– Obst- & Gemüseproduzent und -vermarkter

mit Sitz in Hartl bei Kaindorf in der

Oststeiermark – entschlossen, auch in der

Kennzeichnung auf Natur pur zu setzen.

Kooperationspartner in Sachen Laser ist der

Kennzeichnungsspezialist Bluhm Systeme,

mit Sitz in Schwanenstadt, Oberösterreich.

Keine halben Sachen. Wo Bio drinnen

ist, sollte es auch Bio gekennzeichnet sein,

und zwar in jeder denkbaren Bedeutung

dieses Satzes. Eine wäre die Kennzeichnung

selbst: Ursprünglich wurden alle Bio-Früchte,

die einzeln in Trays gelegt sind, mit einem

Etikett versehen. Aus der SPAR Nachhaltigkeitsstrategie

geht es allerdings klar hervor,

dass Kunststoffe, wo es möglich ist, vermieden

werden sollen. „Aus diesem Grund

haben SPAR und Frutura beschlossen, mit

der direkten Lasergravur von Obst und Gemüse

im Bio-Bereich zu beginnen“, erklärt

DI Franz Kneißl, Leitung Projektmanagement

bei Frutura, die Alternative. Wobei die technische

Machbarkeit die eine Sache ist und

die Marktakzeptanz die andere – wie reagiert

der Kunde auf direkt gebrandetes Obst und

Gemüse? „Um diese Akzeptanz zu testen,

haben wir im Auftrag von SPAR begonnen, in

einem ersten Schritt die BIO-Mangos direkt

per Laser zu kennzeichnen“, erklärt Kneißl.

Frutura geht nicht unbedarft in diese Form

der Kennzeichnung. Bereits vor drei Jahren

sammelte man mit einem Laser-Versuchsaufbau

von Bluhm Systeme erste Erfahrungen im

Umgang mit Obst & Gemüse. „Wir wollten

diese Technik einmal für uns testen. Und

SPAR setzt seine Nachhaltigkeitsstrategie konsequent fort: In einem ersten Schritt werden

nun die BIO-Mangos nicht mehr etikettiert sondern mittels Laser gekennzeichnet: Kein

Abfall, kein Papier, keine Tinte, kein Klebstoff – einfach nur gebündeltes Licht

die Ergebnisse waren durchaus vielversprechend“,

erläutert Johannes Haubenhofer,

verantwortlich für Verpackungen bei Frutura,

die Hintergründe.

Eine Frage der Frucht? Es gibt viele

Früchte, die sich scheinbar für das Lasern

eignen. Warum die Bio-Mango? „In diesem

Punkt hat uns unsere damalige Testreihe

entscheidend weitergeholfen“, antwortet

Kneißl. „Bananen eignen sich z.B. nicht.

Die Schale ist viel zu empfindlich. Sie würde

in kürzester Zeit braun werden, außerdem

ist sie gebündelt und nicht einzeln gelegt.

Einen Apfel kann man wiederum sehr gut

lasern. Das Branding kann zwar bedenkenlos

mitgegessen werden, dennoch stellt sich die

Frage, ob der Konsument schon dazu bereit

ist. Eine Bio-Mango hat eine stabile Schale,

die nicht mitverzehrt wird – beste Voraussetzungen

für einen positiven Markttest.

Außerdem haben wir mit dieser Frucht ein

Alleinstellungsmerkmal – Bio-Mangos hat

unseres Wissens noch niemand in Österreich

gelasert.“ Neben der Frage der Frucht ist

es also auch eine Frage der Zielgruppe. Bei

SPAR hat man sich aus naheliegenden Gründen

für das Biosegment entschieden, denn

man geht davon aus, dass der typische Bio-

Käufer einer ungewohnten, aber natürlichen

Form der Kennzeichnung aufgeschlossen

gegenübersteht.

Foto: SPAR


Pack & Log 10/19

Mit der Kraft des Lichts. Die Anforderung

ist klar: Die Kennzeichnung muss

immer lesbar sein! Das ist allerdings nicht

so einfach wie es klingen mag, denn jede

Mango ist anders – sowohl in Farbe als auch

in Form. Und als oberste Priorität gilt es natürlich

die Schutzfunktion der Schale nicht

zu zerstören. „Der Laser muss daher exakt

eingestellt werden, sowohl was Leistung als

auch die Frequenz angeht“, erklärt Robert

Ringhofer, Projektleiter bei Bluhm Systeme

das Grundprinzip: „Denn es geht ja nicht

darum, die notwendige Kennzeichnung

einzubrennen, wie man vielleicht annehmen

möchte, sondern nur darum, die oberste

Schicht der Schale leicht abzutragen.“ In

weiterer Folge gilt es folgende Parameter zu

verifizieren: Wie muss der Laser positioniert

werden? Wie hoch ist die Geschwindigkeit?

Wie schnell muss sich der Laser zwischen

den Früchten bewegen? „Das erfordert eine

ausgiebige Testphase“, betont Ringhofer.

In der Praxis heißt das: „Man beginnt mit

hoher Leistung, damit die Kennzeichnung

sehr deutlich am Produkt – unabhängig

davon ob die Frucht beschädigt wird – lesbar

ist, dann geht man mit der Leistung immer

Im April 2019 installierte Bluhm Systeme bei Frutura einen Niedrig-Energie CO 2

-Laser

vom Typ e-SolarMark zum Kennzeichnen von Obst & Gemüse

weiter zurück, ist die Kennzeichnung lesbar

und das Produkt unbeschädigt, hat man die

richtige Einstellung gefunden“, erläutert

Alois Gläser, Elektrotechniker bei Frutura,

die grundsätzlichen Einstellungsarbeiten.

Für das Kennzeichnen solcher Lebensmittel

kommt ein Niedrig-Energie CO 2

-Laser zum

Einsatz. Punktuell erhitzt er die Schale >>

Fotos: Frutura

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Titelstory Aktuell Messen

Wellpappe/Karton

Intralogistik

>> und sorgt so für eine deutlich sichtbare

und dauerhafte Kennzeichnung. Die Optik,

der Geschmack oder der Geruch werden dabei

in keiner Weise negativ beeinflusst. Auch

belegen Untersuchungen, dass natürliches

Labeling keine Auswirkungen im Hinblick auf

die Verderblichkeit oder die Kontamination

mit Bakterien hat.

Der bei Frutura eingesetzte CO 2

-Standardlaser

verfügt über eine maximale Leistung

von 55 Watt. „Für die Bio-Mangos werden

rund 60 % davon benötigt“, so Gläser. Zum

Vergleich: Für einen Apfel benötigt man lediglich

35 % der Leistung, also deutlich weniger

als für die Bio-Mango. Beeindruckend

energieeffizient, dabei klingen schon 55 Watt

vordergründig nicht viel, die meisten Glühbirnen

haben mehr Leistung. „Seine Kraft

bezieht der Laser aus der Lichtbündelung.

Die Laserstrahldicke liegt bei 0,5 mm, daher

kommt er auch mit 55 Watt aus“, erklärt

Ringhofer dieses Phänomen.

Der Laser erhitzt punktuell die Schale und sorgt so für eine deutlich

sichtbare und dauerhafte Kennzeichnung. Die Optik, der Geschmack

oder der Geruch werden dabei in keiner Weise negativ beeinflusst

Resümee.Die Inbetriebnahme der Laseranlage

erfolgte im April 2019. Installiert

wurde seitens Bluhm Systeme ein CO 2

-Laser

vom Typ e-SolarMark, wobei die Peripherie

und die Fördertechnik individuell an die

Gegebenheiten vor Ort angepasst wurden.

Gelasert werden derzeit ausschließlich Bio-

Mangos. „Bis dato ist die Resonanz am

Markt durchwegs positiv“, freut sich Kneißl.

„Welches das nächste Produkt sein wird,

legt natürlich das Sortimentsmanagement

von SPAR fest. Wir sagen aus unseren Erfahrungen

und Tests, was technisch machbar

ist.“ Und wenn diese Form der direkten

Kennzeichnung am Produkt vom Konsumenten

nicht angenommen wird? „Das hoffen

wir nicht, dennoch gehört natürlich eine

gewisse Risikobereitschaft dazu. Dessen

sind sich alle Beteiligten bewusst, antwortet

Haubenhofer. „Auch für Bluhm Systeme

ist diese Form der Anwendung ein relativ

neues Betätigungsfeld und bei weitem noch

nicht Routine“, betont Ringhofer. „Aber

wir sehen in einer flexiblen Finanzierungsform

unserer Geräte eine Möglichkeit, in

den relativ jungen Bio-Lebensmittel-Markt

einzusteigen. Denn die Investitionskosten

werden so für die beteiligten Unternehmen

minimiert, und Einstiegshürden deutlich

reduziert.“

Kurzprofil Frutura. Frutura ist ein

Obst- & Gemüseproduzent und -vermarkter

mit Sitz in Hartl bei Kaindorf. Gegründet von

den drei Landwirten Manfred Hohensinner,

Franz Städtler und Johann Schwarzenhofer

hat sich das Unternehmen vor allem dem

hochwertigen Qualitätsobst u. -gemüse,

welches von traditionellen und Bio-Bauern

hergestellt wird, verschrieben. Inzwischen ist

Frutura zu einem bedeutenden Anbieter und

Dienstleister im Obst- und Gemüsebereich

herangereift; jährlich werden 150.000 Tonnen

Obst & Gemüse vermarktet. Mit mehr als

600 eigenen MitarbeiterInnen sowie eigener

Bananen- u. Exotenreifung für Mangos u.

Avocados sowie umfassenden Verpackungsanlagen

und -gebäuden ist das Unternehmen

für seine Kunden im Frische- und Trockenfrüchtebereich

täglich im Einsatz. Über 1.000

Produzenten und Erzeugergruppierungen aus

40 Ländern sind Partner von Frutura. Ein

eigenes Logistikunternehmen (KB Logistik) ist

für den täglichen Großhandelskühltransport

verantwortlich.

[pl]

Foto: PL Verlag / Rath

v.l.: Franz Kneißl, Johannes

Haubenhofer, Alois Gläser (alle

Frutura) und Robert Ringhofer

(Bluhm Systeme) sind mit dem

Ergebnis der Laser-Kennzeichnung

sehr zufrieden


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Titelstory Aktuell Messen

Wellpappe/Karton

Intralogistik

Green Packaging Star Award verliehen

Der Green Packaging Star Award wurde heuer im Anschluss an den ECR-Tag verliehen, der unter dem Motto „NEW

PackAGEing“ stand. Bereits zum elften Mal zeichnet er umweltfreundliche Verpackungen sowie verpackungsrelevante

Verbesserungen betrieblicher Prozesse in Produktion, Logistik und Distribution, bei denen Umweltaspekte

im Vordergrund stehen, aus.

Die Jury (Juryvorsitz DI Dr. Johannes Bergmair/General

Secretary WPO sowie Geschäftsführer von Packforce

Austria) zeichnete fünf der zahlreichen Einreichungen

mit einem „Green Star“ aus. Ebenfalls wieder vergeben wurde

der Sonderpreis der ARA. Der ARA Sonderpreis wurde von ARAplus

Geschäftsführer Dr. Hauke übergeben. Alle Sieger sowie die

Nominierten zum Green Packaging Star Award ® sind auch berechtigt,

bei den World Star Awards einzureichen. Die Zeitschrift

KOMPACK als Erfinder und Mitveranstalter des „Green Stars“

wünscht den prämierten Firmen viel Erfolg beim weltweit wichtigsten

Verpackungspreis.

Foto: PL Verlag / Rath

Die Preisträger

Rubrik: Transportverpackung

Intelligenter Kantenschutz/Smurfit Kappa

Interwell GmbH & Co KG

Die Traditionsmarke Stroh GmbH aus Klagenfurt ist Produzent

von Spirituosen und suchte nach einer Innovation im Palettierprozess.

Ziel des gemeinsamen Projekts war die Entwicklung eines

brandneuen, nachhaltigen Kantenschutzes zum besten Schutz der

Spirituosen-Kartons auf der Palette, bei gleichzeitiger Zeitersparnis

im Palettierprozess.

Rubrik: Umweltfreundlicher Produktionsprozess

Einstofftube/Pirlo Tubes GmbH

Pirlo Tubes hat mit dem Hauptfokus der Ressourceneinsparung eine

Laminattube aus PP entwickelt, die dem übergeordneten Anspruch

einer nahezu 100 %igen Recyclingfähigkeit gerecht wird.

Rubrik: Umweltfreundliche Firmenphilosophie

Honiggläser im Kartonrahmen/INSIGNIS-Etiketten und Vertriebs

GmbH und SL Design

Als Teil des Markenauftritts von BienenFink wurden für drei Größen

Honiggläser Kartonrahmen als Verpackung entwickelt. Diese sind

aus Kraftkarton produziert, dessen braune Innenseite nach außen

gekehrt das Produkt „Österreichischer BIO Honig“ auch inhaltlich

transportiert.

Die Verpackung alleine war aber nicht der Grund für diese Auszeichnung:

Um der aktuellen Entwicklung des ansteigenden Bienensterbens

und den Verlust der Biodiversität selbst etwas entgegenwirken

zu können, schloss sich INSIGNIS im April 2019 mit Bio-Imker

Georg Fink (BienenFink) zusammen und installierte fünf Bienenstöcke

direkt am hauseigenen Firmenparkplatz.

Rubrik: Produkt

Ableger-Lebendversandkarton von Bienenvölkern & Königinnen/

Mosburger GmbH

Das von Mosburger gemeinsam mit dem Kunden, Firma Biene

Burgenland GmbH, definierte Ziel der Verpackungsentwicklung war

Sieger in der Kategorie „Save Food“: Der DCA Behälter von Euro-

Box. (v.l.) Harald Eckert (KOMPACK), Gerhard Garherr (EuroBox)

und DI Dr. Johannes Bergmair (General Secretary WPO)

die Erstellung einer Wellpappe-Verpackungslösung, mit deren Hilfe

gesamte Bienenkolonien, sicher und zuverlässig, per Paketdienst

versendet werden können. Das konnte bravourös umgesetzt werden.

Kategorie: Save Food

DCA Behälter/EuroBox

Der Frische-Hit für Obst- und Gemüseproduzenten – maximaler

Erhalt von Gewicht und Aroma, Verkauf als Frischware außerhalb

der Saison zum besten erzielbaren Preis oder die Verarbeitung,

wenn Kapazitäten vorhanden und die Nachfrage gut ist – das

sind nur einige der Vorteile der Lagerung von vielen Obst- und

Gemüsesorten im DCA-Behälter von EuroBox, dem Logistik- und

Lagerspezialisten aus Theresienfeld in Niederösterreich. DCA steht

dabei für „dynamisch kontrollierte Atmosphäre“. Diese sorgt im

Inneren der Behälter ganz biologisch und ohne jede Gaszufuhr von

außen für die die optimale Lagerung der Ware.

ARA-Sonderpreis

Vollständig recycelbarer Beutel mit abnehmbarer Banderole/Mondi

Consumer Packaging

Mondi und Werner & Mertz haben in dreijähriger Zusammenarbeit

eine neue, patentierte Innovation entwickelt: einen vollständig recycelbaren

Beutel mit abnehmbarer Banderole. Der Beutel ersetzt die

bisherige flexible Verpackung für die Produkte der Marke Frosch.

Mit dem richtungsweisenden Design werden mehrere technologische

Hürden überwunden. Das neuartige Beutelkonzept ist das

Resultat eines Gemeinschaftsprojekts von Werner & Mertz, Mondi,

EPEA Switzerland (Cradle to Cradle ® ), Der Grüne Punkt – Duales

System Deutschland und des Instituts cyclos-HTP.

[pl]


Pack & Log 10/19

Auszeichnungen für Metallund

Kunststofflösungen

Die Monate Oktober und November brachten dem Kufsteiner Verpackungsspezialisten Pirlo zwei hohe Auszeichnungen

für ihre Verpackungen ein – und das in verschiedenen Packstoffen: Metall und Kunststoff.

Metall. Im Rahmen einer Branchenveranstaltung

im Oktober in London wurde

Pirlo mit dem „Can of the Year Award“

ausgezeichnet. Dieser jährlich verliehene

Verpackungspreis ist innerhalb der Metallverpackungsindustrie

die weltweit wichtigste

Auszeichnung. Die international besetzte

Abb. 1

Jury würdigte die hervorragende Gestaltung

und Druckqualität einer von Pirlo hergestellten

Premiumverpackung (Abb.1) für

den Kosmetikmarkt mit einem Gold Award.

Kunststoff. Bei der elften Auflage des österreichischen

Green Packaging Star Awards

wurden wieder umweltfreundliche Verpackungen

und verpackungsrelevante Verbesserungen

ausgezeichnet. Pirlo Tubes erhält

nach 2016 – damals konnte die Kreidetube

den Nachhaltigkeitsaward gewinnen – die

begehrte Auszeichnung bereits zum zweiten

Mal. 2019 stehen besonders die Diskussionen

hinsichtlich Kunststoffverpackungen und

deren Eignung für eine effiziente Kreislaufwirtschaft

im Fokus. Pirlo Tubes unterstützt

diesen Ansatz mit der Entwicklung der Einstofftube

PirlOne (PP) und ist mit diesem

Konzept einer der Gewinner des Awards

2019.

„Verpackungen müssen heute so gestaltet

sein, dass sie Ressourcen schonen, Abfallaufkommen

reduzieren und uneingeschränkt

dem Recyclingprozess zugeführt werden

können“, so Frank Hofer, Pirlo Tubes Geschäftsführer.

Diese Philosophie wird im Hause Pirlo mit

PirlOne (PP) – Abb. 2 – umgesetzt. „Designed

for Recycling“ steht dabei im Mittelpunkt.

Diese PP-Einstofftube ist eine besondere Form

der Laminattube, die in all ihren Komponenten

aus Polypropylen (PP) besteht und

somit für ein nahezu 100 %iges reinstoffliches

Recycling geeignet ist.

Durch die im Vergleich zu herkömmlichen

extrudierten Tuben stark verminderte Tu-

benkörperdicke wird zudem der Einsatz

erdölbasierter Kunststoffe stark reduziert.

Kurzprofil. Die Pirlo Gruppe mit Hauptsitz

in Kufstein / Österreich produziert

Metallverpackungen und Tuben. An drei

Produktionsstandorten in Österreich und

einem Standort in Polen erwirtschaften 500

Mitarbeiter einen Umsatz von 80 Mio. Euro.

Die Pirlo Unternehmensgruppe beliefert über

1200 Kunden in mehr als 40 Ländern. [pl]

Abb. 2

Fotos: Pirlo

DIE PERFEKTE LÖSUNG FÜR

ETIKETTIER- UND VERPACKUNGSANWENDUNGEN

Mehr als 5 Millionen verkaufte Barcodedrucker in 90 Ländern

Weltweit in der Top-5 der Hersteller von Barcodedruckern

Mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Entwicklung widerstandsfähiger,

zuverlässiger und wirtschaftlicher Etikettendrucker

HALLE 6 // STAND D11


Titelstory Aktuell Messen

Wellpappe/Karton

Intralogistik

Grau ist das neue Grün

Marktstart für erste RAL-gütegesicherte

Rezyklatverpackung von Jokey

Jokey stellte auf der diesjährigen FachPack in Nürnberg die erste Rezyklatverpackung mit dem RAL Gütezeichen

„%-Recycling-Kunststoff“ vor. Das für die Verwendung für Non-Food-Produkte entwickelte Gebinde wird aus Post-

Consumer-Sekundärrohstoffen hergestellt, die aus haushaltsnahen Wertstoffsammlungen. wie zum Beispiel dem

gelben Sack stammen. Anfang Oktober startete in den Niederlanden der erste Einsatz als Standardverpackung für

ein Markenprodukt des Baustoffunternehmens Knauf. „Umweltgerechtes Verpacken“ war auch das Leitthema der

diesjährigen FachPack. Jokey stieß mit seinen nachhaltigen Verpackungslösungen auf große Resonanz.

„Deze emmer is gemaakt van 55 % recyclingmateriaal“,

steht auf Holländisch auf

dem Etikett des neuen 22-Kilogramm-Eimers

des Haftmaterials „Betokontakt“, für das

Knauf erstmals ein Rezyklat-Gebinde aus der

Artikelserie Jokey JPM185 verwendet. Neben

der exakten Angabe des Rezyklatanteils

enthält das Label das neue RAL Gütezeichen

„Recycling-Kunststoff“, auf dem eine gelbe

Tonne und ein gelber Sack abgebildet sind.

Die Visualisierung veranschaulicht, dass es

sich hierbei um Kunststoffabfälle aus eingesammelten

Verkaufsverpackungen handelt.

RAL Gütezeichen als wichtiges

Signal an die Verbraucher. „Mit

dem RAL-Gütezeichen „%-Recycling-Kunststoff“,

das wir im letzten Jahr eingeführt

haben, können Mitglieder der Gütegemeinschaft

dokumentieren, dass Kunststoffe

aus dem Gelben Sack, der Gelben Tonne

oder ähnlichen haushaltsnahen Sammelsystemen

verwertet und in nachhaltigen

Verpackungen oder Produkten eingesetzt

werden – ein wichtiges Signal für die Verbraucher“,

erklärt Dr. Ina-Maria Becker,

Vorstand der Gütegemeinschaft. Sie besuchte

zusammen mit ihrer Stellvertreterin

Christina Schulz den Messestand von Jokey

auf der FachPack 2019 und war erfreut

zu erfahren, dass Knauf die nachhaltige

Verpackung mit dem RAL-Gütezeichen ab

1. Oktober 2019 auf dem niederländischen

Markt einsetzt.

Vorreiter Knauf plant Ausweitung

auf weitere Verpackungslinien.

Bei Knauf ist man sehr stolz auf

die Vorreiterrolle: „Nachhaltigkeit ist das

Gebot der Stunde. Wir sind sicher, dass der

Markt positiv auf unsere neuen Gebinde

reagieren wird“, erklärt Axel Ritz, Verkaufsleiter

Export & Industriekunden bei Knauf

Bauprodukte. Für Knauf ist der Einsatz von

Rezyklatverpackungen für „Betokontakt“ in

den Niederlanden ein erster Schritt, dem weitere

Verpackungslinien und die Ausweitung

auf andere Länder folgen sollen. Geplant ist

auch eine Kommunikationskampagne, um

sowohl professionelle Anwender als auch private

Verbraucher auf die Nachhaltigkeit der

neuen Verpackung aufmerksam zu machen.


Pack & Log 10/19

Gesamtanmutung so attraktiv

wie konventionelle Lösung.Dass

man mit Knauf einen renommierten Referenzkunden

gewonnen hat, sieht Jokey als

bedeutenden Erfolg seiner im letzten Jahr gestarteten

Initiative „Grau ist das neue Grün“.

Diese wirbt für Rezyklatverpackungen aus

Post-Consumer-Sekundärrohstoffen als nachhaltige

Lösung für die Abfüllung von Non-

Food-Produkten. In puncto Leistungsfähigkeit

ist das Material Neukunststoffen nahezu

ebenbürtig. Lediglich die graue Färbung war

bisher eine Akzeptanzschwelle, da weiße

Verpackungen bei Baustoffprodukten seit

Jahrzehnten Standard sind. Bei der Verpackung

für Knauf ist allerdings von der grauen

Farbe äußerlich nur ein Rand erkennbar, da

der Eimer im IML-Verfahren rundum mit

einem materialhomogenen PP-Etikett in

Weiß bedruckt ist. Er wird außerdem mit

einem grünen Deckel und einem weißen

Bügel aus Neukunststoff kombiniert. So ist

das vorwiegend aus Rezyklat bestehende

Gebinde in der Gesamtanmutung genau so

attraktiv wie eine konventionelle Lösung.

Ziel: Grau als neue Standardverpackung

für Non-Food-Produkte.

Jokey erwartet, dass mit dem RAL-Gütezeichen

und dem Branchenschwergewicht

Knauf als Referenzkunden seine im letzten

Jahr gestartete Initiative „Grau ist das neue

Grün“ Rückenwind bekommt. Das Rezyklat-

Konzept als Lösung für moderne, nachhaltige

Kunststoffverpackungen soll konsequent

Dr. Ina Becker (links), Vorsitzende der RAL Gütegemeinschaft Rezyklate, und Christina

Schulz, stellvertretende Vorsitzende, kamen zur ersten öffentlichen Präsentation des neuen

RAL-zertifizierten Rezyklatgebindes von Jokey auf die FachPack am 24. September 2019 in

Nürnberg. Michael Schmitz, Leiter Marketing Jokey Gruppe, konnte zugleich die Verwendung

als Standardverpackung durch Knauf auf dem niederländischen Markt bekannt geben

– ein richtungsweisender Schritt für mehr nachhaltige Verpackungslösungen

ausgebaut werden. Dazu bringt das Unternehmen

jahrzehntelange Erfahrung in

der Verarbeitung von Recycling-Materialien

mit. Die ersten Jokey Verpackungseimer

aus 100 Prozent Rezyklat wurden bereits

1993 beim Deutschen Verpackungswettbewerb

prämiert. „Wir werten den Schritt von

Knauf als richtungsweisend und hoffen, dass

weitere Abfüller diesem Weg folgen und aus

einem weißen Standard schon bald einen

grauen Standard für Verpackungseinsätze

im Bereich der NonFood-Industrie machen

werden“, so Michael Schmitz, Leiter Marketing

der Jokey Group.

[pl]

Fotos: Jokey

Von der Wiese ins Papier

Das wahrscheinlich umweltfreundlichste Papier der Welt besteht zu einem großen Teil aus Gras, genauer gesagt aus sonnengetrocknetem Heu.

Die Aufbereitung dieser Fasern für die Papierproduktion ist – im Vergleich zur Produktion aus Frischfasern oder selbst Recycling-Zellstoff – sehr

ressourcenschonend und CO 2

-arm. Für diverse Lebensmittelverpackungen finden Graspapiere bereits seit 2017 große Verbreitung. Das neue

Etikettenmaterial HERMAnature fieno (Sorte 340) aus Graspapier erlaubt es, den Aspekt besonderer Nachhaltigkeit auch auf die Etiketten zu

übertragen. Grundlage für die Produktion solcher Graspapiere sind spezielle Graspellets, die ein deutsches Unternehmen aus dem Rheinland

entwickelt und patentiert hat. Das neue Etikettenmaterial HERMAnature fieno (340) besteht zu 30 % aus diesem äußerst nachhaltigen Rohstoff.

Es lässt sich grundsätzlich so verarbeiten wie konventionelle Papiere und im Offset- und Flexodruck sehr gut bedrucken. „Da es sich um ein

Naturprodukt handelt, kann es zu Farbschwankungen kommen“, sagt HERMA Entwicklungschef

Dr. Ulli Nägele. „Aber in Kombination mit der raueren Haptik wird damit dem Endverbraucher ja

sofort und glaubwürdig signalisiert, dass es sich um ein nachhaltiges Verpackungsmittel handelt.“

Zusätzlicher Vorteil: Das Graspapier ist frei von EU-kennzeichnungspflichtigen Allergenen,

wie sie in der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 gelistet sind; dazu gehören etwa Fisch- oder

Nusserzeugnisse. Damit sind Etiketten aus Graspapier ideal geeignet für den Einsatz auf Lebensmitteln

und Kosmetika. Um diesen Vorteil zu erhalten, ist HERMAnature fieno ausgerüstet

mit dem Haftkleber 62A. Er darf in direktem Kontakt zu trockenen, feuchten und solchen fettenden

Lebensmitteln stehen, denen gemäß der Verordnung (EU) Nr. 10/2011 ein Korrekturfaktor

von mindestens 3 zugeordnet werden kann. Davon abgesehen ist der Haftklebstoff 62A ein allgemein

einsetzbarer permanenter Klebstoff mit sehr guten Klebeeigenschaften.


Titelstory Aktuell Messen

Wellpappe/Karton

Intralogistik

BIOSMART – Intelligente biobasierte

Verpackungen

90 kg pro Person und Jahr! Diese Menge an Nahrungsmitteln wird in Europa verschwendet – 1/3 der produzierten

Lebensmittel landet in der Mülltonne (Jenny Gustavson et al, Global food losses and food waste,

FAO, 2011). Das trägt erheblich zum CO 2

-Ausstoß bei und führt somit zu negativen Umweltauswirkungen.

Um dieses Problem zu mildern, entwickelt das EU Projekt

BIOSMART eine neue Generation von intelligenten Packungen,

die die Qualität von Lebensmitteln verbessern,

ihre Haltbarkeit verlängern und Abfall und Kohlendioxidemissionen

reduzieren. Die Biosmart Verpackungen werden aus natürlichen

organischen Materialien hergestellt, sie sind entweder

rezyklierbar oder kompostierbar. Wesentliche Merkmale sind zusätzliche

Funktionalitäten, die folgendes ermöglichen:

• längere Haltbarkeit der Lebensmittel

100 %ige Qualitätsüberwachung verpackter Lebensmittel

• damit Reduktion der Menge an entsorgten Lebensmitteln

• und einfachere Handhabung von Konsumabfällen

und das alles zu wettbewerbsfähigen Kosten für Hersteller und

Konsumenten.

Das Konsortium des BIOSMART-Projektes bezieht alle Beteiligten in

der Wertschöpfungskette der Lebensmittelverpackung ein. Es umfasst

drei Universitäten (Reading in Großbritannien, Lille in Frankreich

und Fribourg in der Schweiz), drei Forschungseinrichtungen (ITENE

und TEKNIKER in Spanien und Innventia in Schweden) drei KMU´s

(Propagroup in Italien, TecSense in Österreich und Lipofabrik in

Frankreich) und zwei große Unternehmen (Wipak und GEA Food

Solutions in Deutschland).

Lösungen zur Verlängerung der Lebensdauer von

Lebensmitteln. Die im BIOSMART-Projekt entwickelten intelligenten

Verpackungen erfüllen die Bedürfnisse der Konsumenten

und Hersteller von frischen und unbehandelten Lebensmitteln. Sie

erlauben die Anpassung der Funktionalität von Lebensmittelverpackungen

an verschiedene Marktsegmente. Der Ansatz integriert

superhydrophobe Oberflächen, mikroverkapselte Phasenwechselmaterialien,

Barriereschichten, Sensoren zur 100% Kontrolle sowie neue

antimikrobielle und antioxidative Mittel in vollständig biobasierten

Verpackungen.

Die Mikrostrukturierte Oberfläche bewirkt die Reduktion

des Wachstums von Mikroorganismen

BIOSMART-Packungen weisen optimale Barriereeigenschaften für

Sauerstoff, Kohlendioxid und Wasser auf und sie blockieren die ultraviolette

Strahlung. Sie verfügen über Funktionen um die Anhaftung

von Mikroorganismen wie Bakterien und Pilzen zu vermeiden und

so ihr Wachstum zu reduzieren. Mikrokapseln im Verpackungsmaterial

regulieren die Temperatur und erhalten die Kühlkette beim

Einkauf aufrecht. Diese Maßnahmen verlängern die Haltbarkeit der

Lebensmittel. Intelligente Sensoren in den Verpackungen ermöglichen

eine 100 % Kontrolle der Schutzatmosphäre direkt beim Verpacken

und die Kontrolle der Qualität entlang der Verteilungskette, ohne

Beschädigung der Packungen. Daraus folgen eine dokumentierte

Qualitätskontrolle und die Reduktion der Rücklaufquote. Die Summe

der Funktionalitäten garantiert dem Konsumenten höchste Qualität

der Produkte.

Wettbewerbsfähige Produktionskosten und ökologische

Bewertung der Materialien. Modernste Fertigungstechnologien

ermöglichen wettbewerbsfähige Produktionskosten der

BIOSMART-Packungen und beschleunigen die Marktdurchdringung.

Ein ganzheitlicher Ökosystemansatz bringt der gesamten Wertschöpfungskette

verbesserte Leistungen und akzeptable Wirtschaftlichkeit

und erleichtert eine breit angelegte Kommerzialisierung.

Dieses Projekt wurde vom gemeinsamen Vorhaben Bio-based Industries

im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon

2020 der Europäischen Union finanziert. Fördervereinbarung Nr.

745762. [pl]

Fotos: TecSense

Sensoren in der Verpackung (roter Kreis links unten)

erlauben eine 100 %ige Qualitätskontrolle


100 % Kontrolle von

MAP Packungen

Das System Ox100 der Firma TecSense in Österreich erlaubt

die 100 % Kontrolle der Schutzatmosphäre, der korrekten

Versiegelung und der Leckage-Freiheit aller MAP Packungen,

ohne die Produktion zu verlangsamen.

Anstelle einer stichprobenartigen, zeitaufwendigen Kontrolle,

bei der die Verpackung zerstört wird, ermöglicht

das System Ox100 die zerstörungsfreie Kontrolle,

ohne zusätzlichen Platzbedarf und mit direkter Übernahme

der Kontrolldaten in das Qualitätsmanagementsystem.

Ein intelligentes Verpackungsmaterial in Kombination mit

einem optischen Mess-System ermöglicht dies durch die 100

% Bestimmung des Rest-Sauerstoffgehaltes in der Verpackung

direkt an der Verpackungsmaschine und an Paketier-Stationen.

Funktionsweise. Mittels Sensorfarbstoff und Lichtwellen

lässt sich der Sauerstoffgehalt ermitteln, im Risikofall werden

einzelne defekte Packungen in Echtzeit ausgeschieden. Mit

einem Handgerät können Stichproben-Überprüfungen entlang

der Verteilungskette durchgeführt werden, ohne die Verpackungen

zu zerstören.

Foto: TecSense

| EC12-12G |

Doppelt überzeugend:

in Leistung und Preis

Die Embedded-PC-Serie CX5100

für PLC und Motion Control

Ox100 ermöglicht die zerstörungsfreie Kontrolle der Verpackungen,

ohne zusätzlichen Platzbedarf, ohne die Produktion

zu verlangsamen, aber mit direkter Übernahme der Kontrolldaten

in das Qualitätsmanagementsystem

www.beckhoff.at/CX51xx

Mit der Embedded-PC-Serie CX5100 bietet Beckhoff eine kostengünstige

Steuerungskategorie für den universellen Einsatz in der Automatisierung.

Die drei lüfterlosen, hutschienenmontierbaren CPU-Versionen bieten

dem Anwender die hohe Rechen- und Grafikleistung der Intel ® -Atom -

Mehrkern-Generation bei niedrigem Leistungsverbrauch. Die Grundausstattung

enthält eine I/O-Schnittstelle für Busklemmen oder EtherCAT-

Klemmen, zwei 1.000-MBit/s-Ethernet-Schnittstellen, eine DVI-I-Schnittstelle,

vier USB-2.0-Ports sowie eine Multioptionsschnittstelle, die mit

verschiedensten Feldbussen bestückbar ist.

Das Mess-System gewährleistet dem Hersteller die Reduktion

von Schadensfällen und damit von Kosten, die Sicherheit bei

der Produktion und die Nachweisbarkeit der korrekten Verpackung.

Dem Verbraucher garantiert es die Sicherheit und hohe

Qualität von in Schutzgas verpackten Lebensmitteln. Für die

Umwelt und Gesellschaft bietet es den Vorteil, dass weniger

Lebensmittel entsorgt werden, weniger Verpackungsmaterial

verbraucht wird und damit ein höherer Grad an Nachhaltigkeit

erreicht wird.

[pl]

CX5120:

Intel ® -Atom -CPU,

1,46 GHz, single-core

CX5130:

Intel ® -Atom -CPU,

1,75 GHz, dual-core

CX5140:

Intel ® -Atom -CPU,

1,91 GHz, quad-core


Titelstory Aktuell Messen

Wellpappe/Karton

Intralogistik

Innovative Fördertechnik unter

neuem Namen

E-M-M-A steht für Economical, Modular, Multifunktionell und Automation. Es handelt sich dabei um Fördertechnik

aus dem Baukasten, hergestellt vom gleichnamigen Unternehmen. An diesem Grundprinzip wird sich auch

nichts ändern. Allerdings heißt das Fördertechniksystem nun Versaflex und das Unternehmen E-M-M-A ab 2020:

mk Austria. Das liegt daran, dass DI Hannes Lederbauer in den wohlverdienten Ruhestand geht und zur Sicherung

der Nachfolge sein Unternehmen an die mk Technology Group verkauft hat.

Die mk Technology Group mit ihrem Stammhaus Maschinenbau

Kitz in Troisdorf bei Bonn hat im November

2017 alle Geschäftsanteile der in Wiener Neudorf

ansässigen E-M-M-A GmbH übernommen. Damit erweitert

der Profil- und Fördertechnikspezialist sein Produktportfolio

um ein hoch attraktives Scharnierbandfördersystem. Darüber

hinaus stärkt mk mit dem neuen Standort ihre Präsenz in

Österreich und setzt die Wachstumsstrategie in der DACH-

Region weiter fort. Auch die Kundenanforderungen der angrenzenden

Ländermärkte kann mk zukünftig besser erfüllen.

„Das hat sich sehr gut ergeben. Eine echte Win-Win-Situation

für alle Beteiligten“, betont DI Lederbauer im Gespräch mit

Pack & Log. „mk wollte einen Standort in Österreich und sein

Produktportfolio ergänzen und wir wollten internationalisieren.“

mk sieht das ebenso positiv, wie Sascha Krebs, Geschäftsführer

des Stammhauses Maschinenbau Kitz und verantwortlich für

die DACH-Region, bestätigt: „Um die Anforderungen unserer

Kunden vor Ort bestens zu erfüllen, brauchten wir einen kompetenten

Ansprechpartner in Österreich. Und als der Kontakt

mit Herrn Lederbauer sich dann so positiv entwickelte, lag

es für uns nahe, ihm eine komplette Integration in die mk

Technology Group anzubieten.“ Das passte mit den Zielen

von Hannes Lederbauer und E-M-M-A sehr gut zusammen.

„Emotional ist es natürlich nicht leicht, sein Baby in andere

Hände abzugeben“, erzählt DI Lederbauer. „Aber rational war

es das Beste, was passieren konnte.“

Neue Geschäftsführung in bewährten Händen.

Auch die direkte Nachfolge von DI Lederbauer als Geschäftsführer

bei mk Austria ist geregelt. Mit 1. Jänner 2020 tritt

Dipl.-Wirt. Ing. (FH) Walter Koran sein Amt an. „Er ist bereits

seit vielen Jahren im Unternehmen und ein sehr guter und

erfahrener Mitarbeiter. Eine reibungslose Nachfolge ist somit

sichergestellt“, freut sich DI Lederbauer.

Als Mitglied der mk Technology Group hat man einen finanzstarken,

soliden Partner im Rücken. So können auch größere

Projekte zuverlässig realisiert werden. „Unsere Kunden profitieren

in jeder Hinsicht“, blickt Walter Koran positiv in die

Zukunft. „Ihnen steht ein komplettes Profil- und Fördertechnik-

Sortiment zur Verfügung, das unser bisheriges Produktspektrum

perfekt erweitert. Viele E-M-M-A-Kunden finden sich auch im

mk-Kundenstamm wieder. Sie können die benötigten Produkte

zukünftig aus einer Hand bekommen.“

Zeit des Wandels: Mit 2020 wird aus E-M-M-A mk Austria und DI

Hannes Lederbauer (li.) übergibt die Geschäftsführung an Dipl.-

Wirt. Ing. (FH) Walter Koran (re.)

Vorhang auf. Den ersten offiziellen Auftritt unter dem

neuen Namen Versaflex absolvierte E-M-M-A auf der Motek in

Stuttgart. Es rundet das mk-Portfolio für den Werkstückträger-

Transport ab. Die bewährten Systeme auf Basis von Zahnriemen,

Staurollenketten, Ketten und Flachplattenbändern werden nun

durch ein einspuriges und leichtes Scharnierband-Fördersystem,

auch Kunststoff-Kettenförderer genannt, erweitert. Das System

ist für Produkte mit einem Gewicht bis max. 10 kg pro Werkstückträger

ausgelegt und hat eine Systembreite von 85 mm

(Kettenbreite 83 mm).

Foto: PL Verlag / Doris Meixner


Pack & Log 10/19

Dank des einspurigen Aufbaus und Kurvenradien

ab 160 mm können komplexe

Streckenverläufe in beengten Platzverhältnissen

abgebildet werden. Und das mit nur

einem Antrieb und einer Geschwindigkeit

von max. 25 m/min. Die Werkstückträger

haben im Standard eine Breite von 150 mm

und werden mithilfe von Seitenführungen

geleitet. Neben den Förderstrecken stehen

Funktionsmodule wie Stopper zum Stauen,

Puffern oder Vereinzeln und Weichen zum

Verteilen der Werkstückträger auf mehreren

Förderspuren zu Verfügung. Zudem verfügt

das System über Positioniereinheiten zum

präzisen Zentrieren oder zur Entkopplung

der Werkstückträger bei Bestückung oder

Entnahme.

„Der große Vorteil – unabhängig vom Namen

– ist und bleibt das Baukastenprinzip“,

betont Koran. „Auf diese Weise kann das

System einfach und kostengünstig in den

jeweiligen Produktionsprozess integriert,

angepasst und erweitert werden.“ [pl]

Das Werkstückträgersystem Versaflex (ehemals E-M-M-A) rundet das mk-

Portfolio für den Werkstückträger-Transport ab

Foto: mk Technology

Zwei neue Geschäftsführer

für packende Aufgaben

Ab sofort hat GIGANT Verpackungstechnik eine neue Geschäftsführung. Die bisherigen

Prokuristen Marietta Adlbrecht und Johannes Koglbauer übernehmen gemeinsam das

Steuer von Michael Seisl.

Foto: GiGANT

Die Firma GIGANT blickt auf nahezu

100 erfolgreiche Jahre im

Verpackungsgewerbe zurück. In

den frühen Jahren vertrieb man Schnüre,

Garne und Seile.

Nach und nach erweiterte die Familie Seisl

das Angebot um Verpackungsprodukte wie

Kartonagen, Klebebänder oder Umreifungsbänder.

Im Zuge einer Fusion entstand

der Unternehmensname GIGANT. Zum

Handel mit Verpackungsmaterialien kam

der Aufbau eines umfangreichen Angebots

an Verpackungsmaschinen. Damit kann

das Unternehmen heute hochmoderne

Verpackungsanlagen anbieten.

Auf Basis dieser Erfahrung und des breiten

Mit viel Dynamik

präsentiert sich die

neue Geschäftsführung

der GIGANT

Verpackungstechnik:

Marietta Adlbrecht

und Johannes

Koglbauer

Sortiments wurde GIGANT ein wesentlicher

Player in der Welt der Verpackung.

In einer Zeit, in der der Umweltschutz

immer wichtiger wird, entwickelt das

Unternehmen gemeinsam mit seinen

Kunden Lösungen zur Reduktion des Verpackungsvolumens

und zum Sparen von

Ressourcen. Einsatz von recyclingfähigen

Materialien, nachwachsende Rohstoffe,

biobasierter Kunststoff, biologisch abbaubarer

Kunststoff – es geht um die Balance

zwischen Umwelt-, Produktschutz und

Funktionalität.

Die neuen Geschäftsführer Adlbrecht und

Koglbauer legen den Fokus auf die ständige

und erfolgreiche Suche nach neuen

alternativen Verpackungsmaterialien und

Verpackungsverfahren, um den Kunden

von GIGANT Verpackungstechnik GmbH

auch in Zukunft einen hoch kompetenten

und zufriedenstellenden Service zu bieten

und weiterhin ein verlässlicher Partner zu

sein.

[pl]


Titelstory Aktuell Messen

Wellpappe/Karton

Intralogistik

ProSweets Cologne 2020: Verpackungen

für Süßwaren und Snacks

Welche Anforderungen müssen Verpackungen für Süßwaren und Snacks im Jahr 2020 und darüber hinaus erfüllen?

Antworten auf diese Frage liefert die ProSweets Cologne, die vom 2. bis zum 5. Februar 2020 stattfindet.

Weniger Kunststoff, mehr erneuerbare Rohstoffe, geringeres Packungsgewicht und Recyclingfähigkeit stehen bei

den in Köln gezeigten Lösungen im Fokus. Und auch das Thema Produktinformation erhält auf der internationalen

Zuliefermesse für die Süßwaren- und Snackindustrie mit der Digitalisierung einen neuen Stellenwert, der am Point

of Sale eine immer größere Rolle spielt.

ProSweets Cologne 2020

Termin: 2. bis 5. Februar 2020

Ort: Koelnmesse, Halle 10.1

Zeiten: tägl. 9 bis 18 Uhr

Turnus.: jährlich

Veranst.: Koelnmesse GmbH

Internet:

INFObox

www.prosweets-cologne.de

Von 2. bis zum 5. Februar 2020 präsentiert die ProSweets Cologne das gesamte Zulieferspektrum

der Süßwaren- und Snackindustrie: Von vielfältigen Zutaten über innovative

Verpackungsmaschinen und -materialien bis hin zu optimierten Produktionstechnologien

Snacks und Süßwaren sind klassische

on-the-go-Produkte: Sie werden

spontan gekauft und häufig unterwegs

verzehrt. Die Convenience der Verpackung

spielt dabei eine entscheidende

Rolle. Doch das allein reicht nicht mehr:

Fast 70 Prozent der Konsumenten hierzulande

haben schon mindestens einmal auf

den Kauf eines Produktes verzichtet, weil

ihnen die Verpackung nicht nachhaltig genug

war. Jeder fünfte Bundesbürger (19,3

Prozent) legt aus diesem Grund sogar regelmäßig

die Produkte ins Regal zurück.

Zu diesem Schluss kommt eine repräsentative

Umfrage, die das deutsche Verpackungsinstitut

im Juni 2019 veröffentlicht

hat. Auch einige Handelsketten ziehen bei

diesem Thema mit und haben Auflagen

zur Recyclingfähigkeit herausgegeben.

Süßwaren- und Snackhersteller, die ihrem

Wettbewerb hier einen Schritt voraus sein

wollen, haben erkannt, dass die Nachhaltigkeit

der Verpackung immer mehr über

den Erfolg am Point of Sale entscheidet.

Vor allem die Markenhersteller verfolgen

konsequent ein Ziel, das sich in vielen Innovationen

auf der ProSweets Cologne widerspiegelt:

So wenig Verpackung wie möglich,

so viel wie nötig! Schwer recyclingfähige

Kunststoffe werden schrittweise aus dem

Sortiment genommen. Gleichzeitig kommen

vermehrt alternative Verpackungsmaterialien

wie kompostierbare papierbasierte

und biologisch abbaubare Materialien zum

Einsatz.

Auf dem Weg zum digitalen Multitalent.

Marken, die sich klar auf nachhaltigen

Verpackungen präsentieren, fallen

in die aktuelle Verbraucherpräferenz für

Minimalismus und Clean Label. Damit verschaffen

sich Hersteller eine enorme Reichweite

am Point of Sale, doch „oft lassen sich

nicht alle Informationen auf der Verpackung

unterbringen, die von den Konsumenten

nachgefragt werden“, weiß Peter Roßkamp,

Geschäftsführer von DeTeMa. Hier setzt die

Digitalisierung von Verpackungen an, ein

weiteres Thema, welches unter dem Motto

„Extended Packaging“ im Mittelpunkt der

Sonderschau auf der ProSweets Cologne

steht. Peter Roßkamp: „Interaktionsfähige

Technologien, die auf digitalen Codes wie

Digimarc basieren, haben das Potenzial, Verpackungen

zu Multitalenten zu erweitern.“

Das Besondere am Digimarc-Code: Er ist für

das menschliche Auge unsichtbar und wird

auf der gesamten Verpackung aufgebracht

– eine Art Wasserzeichen, mit dem sich

nicht nur die Global Trade Item Number

verschlüsseln oder der Kassiervorgang beschleunigen

lassen. Ebenso ist eine Verknüpfung

zu sozialen Medien damit möglich.

Reale und digitale Welt verschmelzen am

Point of Sale, einfach, indem die Kamera

des Smartphones auf eine beliebige Stelle

der Verpackung gerichtet wird. Rezeptur,

Nährwert oder Allergenhinweise sind ebenso

abrufbar wie Angebote, Gewinnspiele

oder Coupons.

Kooperation ProSweets & ISM.

Die B2B-Messe findet parallel zur ISM, der

Weltleitmesse für Süßwaren und Snacks, in

Köln statt und bildet die komplette Wertschöpfungskette

der Süßwarenindustrie

ab. Erneut wird auch der ISM Packaging

Award powered by ProSweets Cologne für

die innovativste Verpackung vergeben. [pl]

Foto: Koelnmesse GmbH, Harald Fleissner


Pack & Log 10/19

FRUIT LOGISTICA – der globale

Fruchthandel unter einem Dach

Mit Ausstellern aus mehr Ländern als je zuvor, einem prall gefüllten

Veranstaltungsprogramm und einer verbesserten Hallenaufteilung,

die es noch einfacher macht, neue Geschäftsbeziehungen

im globalen Obst- und Gemüsegeschäft zu knüpfen,

wartet die FRUIT LOGISTICA, die weltweit führende Veranstaltung

der Frischfruchtbranche, vom 5. bis 7. Februar 2020

in Berlin auf.

Foto: Messe Berlin

Auf der Messe werden Unternehmen

aus allen Bereichen der Wertschöpfungskette

vorgestellt: von Erzeugern

und Exporteuren bis hin zu Importeuren,

Großhändlern und Einzelhändlern,

von Spezialisten für Züchtung und Pflanzenschutz

bis hin zu Experten für Technologie

und Verpackung, von Transport- und

Logistikunternehmen bis hin zu Marketingagenturen

und Zertifizierungsstellen.

Durch ihre Anzahl neuer Produkte, Dienstleistungen

und Ideen bietet die FRUIT LO-

GISTICA auch die beste Gelegenheit, sich

mit nur einer Geschäftsreise in fast jeden

Winkel der Welt zu begeben.

So stellt beispielsweise Ecuador, das diesjährige

offizielle Partnerland der FRUIT LOGIS-

TICA, neue und spannende Produkte wie

Physalis, Baumtomaten, Stachelannonen und

Anden-Blaubeeren vor, die den Markt mit

frischen Farben und Geschmacksrichtungen

bereichern werden. Tatsächlich hat aber jedes

teilnehmende Land etwas Neues zu bieten.

Die FRUIT LOGISTICA

findet vom 5. bis 7.

Februar 2020 in

Berlin statt

Rahmenprogramm. In einem hochkarätigen

Vortrags- und Seminarprogramm werden

die verschiedenen Trends vorgestellt,

die die Frischfruchtbranche heute prägen.

Die multimediale Innovationsshow „Fruitnet

World of Fresh Ideas“ wird am 4. Februar

2020 den Auftakt bilden und den aktuellen

Trend Report der FRUIT LOGISTICA vorstellen,

der diesmal alle Aspekte der Nachhaltigkeit

im Frischfruchtgeschäft beleuchtet und

darstellt, wie sich die Branche in Zukunft

nachhaltiger aufstellen kann.

Während der drei Messetage wird das Programm

auf der Tech Stage, im Logistics

Hub, im Future Lab und im Fresh Produce

Forum fortgesetzt. Dabei steht auch hier die

Nachhaltigkeit im Mittelpunkt, wobei die

Referenten erläutern, wie der Einsatz natürlicher

Ressourcen, beispielsweise durch die

Reduzierung von CO 2

-Emissionen oder die

Entwicklung nachhaltigerer Verpackungen

aus alternativen oder sogar organischen Materialien

minimiert werden kann.

Fachbesucher können ihr Ticket für die

FRUIT LOGISTICA 2020 entweder im

Online-Ticketshop (www.fruitlogistica.de)

oder bei einer der Auslandsvertretungen

der FRUIT LOGISTICA kaufen. [pl]

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Titelstory Aktuell Messen

Wellpappe/Karton

Intralogistik

viscom 2020: Messe für Mitmacher

Gemeinsam stark und besser zu sein – dieses Ziel hat viscom, PSI und PromoTex Expo im vergangenen Jahr zu

einem Messe-Trio vereint. Zusammen bilden sie die Welt des Werbens und Verkaufens. Das erfolgreiche Konzept

setzt sich 2020 in optimierter Form fort. Für die Besucher bedeutet das konkret: Kürzere Wege und geballte

Kompetenz. Inhaltlich verbindet die junge Veranstaltungsfamilie neben visuellen und haptischen Erfahrungen mit

verschiedenen Materialien unter anderem das Thema Nachhaltigkeit.

Die viscom zieht um. Effiziente

Drucktechniken, innovative Materialien

und spannende Anwendungen können

Werbetechniker, Druckdienstleister, Textilveredeler,

Lichtwerber, Medienmacher,

Messe- und Ladenbauer sowie Folierer

künftig in Halle 13 am Düsseldorfer Messegelände

entdecken. Dort hat die viscom

ihr neues Zuhause gefunden. Sie ist über

die Eingänge Ost und Nord-Ost direkt erreichbar

und liegt in unmittelbarer Nähe

zur PromoTex Expo und zur PSI. Zwei

Übergänge schaffen eine direkte Verbindung

und sorgen für einen optimalen Besucherzustrom.

Die drei Messen stehen dabei

auch weiterhin ausschließlich qualifizierten

Fachbesuchern und PSI Mitgliedern offen.

Die PromoTex Expo bezieht die Halle 12

und rückt damit wieder näher an die PSI

heran. „Die Optimierung in der Aufplanung

ermöglicht uns einerseits, die Eigenständigkeit

der PromoTex Expo innerhalb

des Verbundes sowie andererseits die Anlehnung

an die viscom mit Maschinen

und Materialien zur Textilveredelung zu

wahren und gleichzeitig die vom Markt

geforderte Nähe zur PSI zu schaffen“,

erläutert Director Petra Lassahn diesen

Schritt. „Auf Wunsch der Aussteller und

Besucher führen wir die Anpassungen bereits

2020 und damit ein Jahr früher als

geplant durch.“

viscom 2020

INFObox

Termin: 7. bis 9. Jänner 2020

Ort: Messe Düsseldorf, Halle 13

Eingang: Messe Ost + Nord-Ost

Zeiten: tägl. 9 bis 18 Uhr

Turnus: jährlich

Veranst.: Reed Exhibitions Deutschland

Internet: www.viscom-messe.com

In der Werkstatt des Werbetechnikers.

Die viscom lädt dazu ein, zahlreiche

spannende Stationen zu entdecken:

Im Mittelpunkt steht die Werkstatt, die

nach ihrer erfolgreichen Premiere 2019 in

diesem Jahr noch mehr Möglichkeiten für

eigene Erfahrungen bietet. Statt Zuschauen

ist Mitmachen gefragt. Die Besucher haben

bei ihrem Rundgang die Gelegenheit, selbst

Wände zu folieren, Tapeten individuell und

digital zu bedrucken, großformatige Poster

oder Banner sowie Leuchtbuchstaben

und Spannrahmen zu erstellen. Erfahrene

Digitaldrucker und Werbetechniker der

Online-Plattform Signforum24 geben Tipps

und Tricks weiter und laden zu einem

regen Austausch ein. Raum für persönliche

Gespräche lässt auch die matchmaking-

Fläche, eine Jobbörse gibt Arbeitgebern

Gelegenheit, Mitarbeiter zu finden und

potenziellen Bewerbern die Chance, Kontakte

zu knüpfen.

Meister der farbigen Folien und

des Marketings. Erfahrene Auto-

Folierer, Designer und Werbetechniker

können erneut ihre Fähigkeiten beweisen.

Die Besten bekommen als Anerkennung

ihrer Leistung eine der begehrten Auszeichnungen

der Branche. Im Nations Wrap Cup

konkurrieren die Folien-Experten aus aller

Welt in bis zu 16 Teams um den Titel. Der

Sieg geht an die Mannschaft, die einem

Auto blasenfrei und in kürzester Zeit eine

neue Optik verleiht.

Die kreativsten Kampagnen der vergangenen

zwölf Monate bekommen vom

display-Verlag in Kooperation mit der viscom

den Superstar Award verliehen. Der

Preis würdigt in diversen Kategorien die

gesamte Marketing-Bandbreite digitaler

und analoger Verkaufsförderung. Hervorragende

Kartonverpackungen und innovative

Verpackungsideen belohnt der Pro Carton

Award.

Der kreative Rahmen. Expertenerfahrung

und Inspiration für die täglichen

Herausforderungen vermitteln Vorträge

und Praxisbeispiele im Forum 13. Die Themen

Nachhaltigkeit in der Textilindustrie,

neue Lösungen im Digital- und Textildruck

sowie Anwendungsmöglichkeiten in den

Bereichen Werbetechnik und Lichtwerbung

setzen thematische Schwerpunkte.

Die Teilnehmer erfahren Wissenswertes

zu den Entwicklungen der Branche und

innovativen Neuheiten.

[pl]

Foto: Messe viscom düsseldorf


Pack & Log 10/19

Menschen // Gesichter // Karrieren

Das Packaging Valley Germany

hat seit 1. Dezember

einen neuen Geschäftsführer:

Martin Buchwitz. Das

Packaging Valley vernetzt

mehr als 40 Unternehmen aus

der Verpackungsbranche rund

um die Städte Schwäbisch Hall

und Crailsheim, in der Region

zwischen Stuttgart, Frankfurt

und Nürnberg.

Mit 1. Oktober 2019 hat

Suzane Giurlando die

Geschäftsführung der Gütegemeinschaft

Paletten e.V. (EPAL

Deutschland) übernommen.

Nachdem sie bereits seit 2011

als Assistentin der Geschäftsführung

und des Vorstandes

tätig war, wurde ihr nun durch

den Vorstand die Führungsverantwortung

übertragen.

Am 1. November wurde Prof.

Dr. Andrea Büttner zur Institutsleiterin

des Fraunhofer-

Instituts für Verfahrenstechnik

und Verpackung IVV in Freising

berufen. Sie etablierte am

Fraunhofer IVV in den letzten

Jahren bereits das Geschäftsfeld

Produktwirkung sowie die

Abteilung Analytische Sensorik

und übernahm zudem Führungsverantwortung

als stellvertretende

Institutsleiterin.

Die Watson-Marlow Fluid

Technology Group stärkt

ihre Vertriebsstrukturen in

Deutschland: Seit dem 1. Oktober

2019 fungiert Dirk Helpertz

als neuer Sales Manager

der Watson-Marlow GmbH, der

deutschen Niederlassung des

englischen Anbieters von

Fluid-Path-Lösungen und weltweiten

Marktführers in den

Bereichen Schlauch- und Sinuspumpen.

Veranstaltungen // Bildung // Termine

Upakovka. Fachmesse. Zeit: 28. bis 31. Jänner

2020. Ort: Moskau / Russland. Weitere

Informationen unter:

www.upakovka-tradefair.com

Pharmapack. Fachmesse. Zeit: 5. bis 6. Februar

2020. Ort: Paris / Frankreich. Weitere

Informationen unter:

www.pharmapackeurope.com

Automatisierung und Digitalisierung in Logistikzentren

. Konferenz. Zeit: 28. bis 29. Jänner

2020. Ort:Dortmund / Deutschland. Weitere Informationen

unter: www.management-forum.de

Packstoffe und Packmittel. Seminar. Zeit: 18.

bis 19. Februar 2020. Ort: Berlin / Deutschland.

Weitere Informationen unter:

www.verpackungsakademie.de


Titelstory Aktuell Messen Wellpappe/Karton

Intralogistik

PROPAK: Nachhaltig 3 in

der Kreislaufwirtschaft

Die Hersteller von Produkten aus Papier und Karton nehmen ihre Verantwortung gegenüber

Umwelt, Mitarbeitern und Standort wahr. Im Rahmen ihres jährlichen Trendtags

bestätigt eine brandaktuelle Studie: PROPAK ist die klassische Kreislaufindustrie.

Es spricht sehr Vieles für Produkte

aus Papier und Karton: Der Einsatz

nachwachsender Rohstoffe, die

Verwendung von Recyclingmaterial und

eine hocheffiziente Sammlung und Verwertung

weisen die PROPAK als die klassische

Kreislaufindustrie aus. „Wir haben

geschlossene Kreisläufe und verarbeiten

biologisch abbaubares Material“, sagte

Georg Dieter Fischer, Obmann PROPAK,

bei der Eröffnung des diesjährigen PRO-

PAK Trendtags vor rund 100 Branchenvertretern

in Wien.

„Papierprodukte, Faltschachteln und

Wellpappe-Erzeugnisse sind kein Faktor

beim vielzitierten Marine Littering! Wir

folgen den Grundprinzipien nachhaltigen

Wirtschaftens und haben dies in unserer

Nachhaltigkeitscharta als Industrie gemeinsam

festgeschrieben.“

Die rund 90 industriellen Hersteller von

Produkten aus Papier und Karton aus Österreich

können auf eine überdurchschnittliche

Bilanz in allen Säulen der Nachhaltigkeit

verweisen. PROPAK-Produkte sind aufgrund

des Einsatzes von nachwachsenden,

biologisch abbaubaren Materialien

und emissionsarmer Produktionsweise

maßgeblich daran beteiligt, ihre Produktion

nachhaltiger zu gestalten und damit

die Umwelt zu schützen.

Viel erreicht – stetige Weiterentwicklung.

Deshalb haben Fachverband

PROPAK und PROPAK Austria das

Institut für industrielle Ökologie beauftragt,

den Status quo der Branche in den drei

Bereichen der Nachhaltigkeit (Ökologie,

Ökonomie, Soziales) zu analysieren. Nun

wurden die Ergebnisse im Rahmen des

PROPAK Trendtags präsentiert.

„Im Umweltbereich punktet PROPAK klar

und deutlich durch die Verwendung von

nachwachsenden Rohstoffen aus nachhaltig

bewirtschafteten Wäldern und dem hohen

Einsatz von Recyclingmaterialien“, so

Studienautor Andreas Windsperger, Geschäftsführer

des Instituts für industrielle

Ökologie. PROPAK-Betriebe zeichnen sich

in der Verarbeitung und Veredelung von

Produkten aus Papier und Karton „durch

eine hohe Rohstoff- und Energieeffizienz

aus.“ Im wirtschaftlichen Bereich liegen

die Betriebe „dank hoher Wertschöpfung

und Investitionen sowie einer starken Exportorientierung

(74 Prozent) über dem

Industriedurchschnitt“. Als herausfordernd

bezeichnet Studienautor Andreas Windsperger

die Situation der Mitarbeiterverfügbarkeit,

dem Fachkräftebedarf innerhalb der

Branche: „Hier laufen bereits zahlreiche

Ausbildungsprogramme, die zu einer Verbesserung

der Situation beitragen sollten.“

Auch in der dritten Säule der Nachhaltigkeit,

dem Sozialbereich, liegt laut Studienautor

Windsperger die PROPAK-Branche

„über dem Industriedurchschnitt dank guter

Arbeitsbedingungen, Aufstiegschancen und

hoher Sozialleistungen.“


Pack & Log 10/19

PROPAK Trendtag 2019: Nachhaltigkeit

& Kreislaufwirtschaft. In

seiner Keynote betonte Horst Bittermann,

Präsident der Vereinigung Pro Carton, dass

Konsument/innen immer zu jenem Produkt

greifen, „das ihnen das beste Gefühl vermittelt.“

In einer EU-weiten Studie unter

7.000 Konsumenten habe sich gezeigt, dass

sich bei gleichem Produkt 81 Prozent der

Befragten für eine Verpackung aus Karton

entscheiden. „Das heißt, wir sind in den

Herzen der Konsumenten angekommen,

denn wir haben das nachhaltigste Verpackungsmaterial.“

Unter dem Titel „Erfolgsfaktoren der Kreislaufwirtschaft“

erläuterte Julika Dittrich

vom Umweltdachverband die EU-Ziele

und Handlungsoptionen für mehr Kreislaufwirtschaft

in Europa. „Gerade Unternehmen

spielen bei der Umgestaltung der

Produktions- und Konsummuster sowie der

Wertschöpfungsketten eine Schlüsselrolle“,

so Dittrich. Ihr Credo: „Kreislaufwirtschaft

braucht mehr unternehmerischen Mut!“

Und dass auch die Bierkultur sehr viel

mit Verantwortung zu tun hat, bewies der

unterhaltsame wie informative Praxisinput

unter dem Titel „Brewing for a better

World“ von Gabriela Maria Straka, CSRund

Kommunikationsverantwortliche der

Brau Union Österreich.

Der PROPAK Trendtag 2019 endete mit

einem hochkarätigen Stakeholder-Talk mit

Christine Hochholdiger vom Bundesministerium

für Nachhaltigkeit und Tourismus,

Caroline Babendererde für den Verein Getränkekarton

Austria, Michael Ritzinger

von der GPA djp, Marko Schuster von

Mondi Technical Films und PROPAK-Obmann

Georg Dieter Fischer. Der PROPAK

Trendtag stand unter der Patronanz des

Bundesministeriums für Nachhaltigkeit

und Tourismus.

Studie „Nachhaltigkeit in der

PROPAK-Industrie.“ Die Studie des

Instituts für industrielle Ökologie wurde im

Auftrag des Fachverbandes PROPAK erstellt.

Das Management Summary steht unter

www.propak.at zum Download bereit.

Kurzprofil PROPAK. Der Fachverband

PROPAK und die Vereinigung PROPAK

Austria repräsentieren die industriellen

Hersteller von Produkten aus Papier und

Karton in Österreich. 100 Unternehmen

verarbeiten und veredeln mit mehr als

9.500 Mitarbeitern in Österreich jährlich

1,2 Mio. Tonnen Papier und Karton zu

Wellpappe, Verpackungen, Papierwaren für

Hygiene und Haushalt, Büro- und Organisationsmitteln,

Büchern und Broschüren

sowie sonstigen Papierwaren. Mit ihrem

industriellen Druckbereich sind die Mitglieder

von PROPAK, insbesondere mit

dem Verpackungssektor, auch medialer

Dienstleister. www.propak.at

Packende Zukunft!

Der PROPAK Trendtag 2019 endete mit einem hochkarätigen

Stakeholder-Talk

Aus-und Weiterbildung ist ein zentrales

Anliegen des Fachverbands PROPAK. PRO-

PAK ist Mit-Initiator des Bachelor-Studiums

Verpackungstechnologie und des Master-

Studiums ‚Packaging Technology and Sustainability’

an der FH Campus Wien –

das erste berufsbegleitende Studium in der

D-A-CH-Region. www.packenwirs.at [pl]

Neue Forderungen an die Verpackung fordern neue Designkonzepte – eine Chance für Karton

und Faltschachteln: Auf dem Pro Carton/PROPAK Austria Marketing Event am 23. Oktober

2019 suchten Umweltschützer und Designer den Dialog mit der Karton- und Faltschachtelindustrie,

in der die Kreislaufwirtschaft schon heute Realität ist. Pro Carton-Präsident

Horst Bittermann führte durch den Abend.

Raphael Bednarsky vom „Klimavolksbegehren“ sprach über das Thema „Keine Wirtschaft

auf einem toten Planeten: Warum jetzt alle gefragt sind“: „Die Karton- und Faltschachtelindustrie

hat bereits sehr früh erkannt, worum es geht: Karton wird aus Holz gewonnen,

und Holz wächst wieder nach. Durch richtiges Recycling wird aus Karton wieder Karton.

Noch viele andere Industrien sollten begreifen, was auf dem Spiel steht. Zahllose Studien

zeigen, dass der Nutzen größer wäre als die Kosten. Wirtschaft und Umweltschutz könnten

gemeinsam profitieren, Innovation und neue Arbeitsplätze schaffen. Wir dürfen den Wandel

nicht verpassen.“

Anschließend stellten Gerlinde Gruber & Martha Ploder vom Design-Duo „Hey Sister!“ packendes

Design aus Karton vor. Anhand von sechs Kreativlösungen schilderten sie den

Weg vom Briefing zum lösungsorientierten Verpackungskonzept.

Den krönenden Abschluss des Marketing Events 2019 bildete die Preisverleihung des 2.

Carton Austria Award. Große Bühne für die Kooperation von Pro Carton und PROPAK Austria

Award mit dem Handelsmagazin CASH: Diesmal wurden zwei Preise vergeben, ein Preis der

Jury und einer aus dem Publikumsvoting. Beide gingen an Mayr-Melnhof Packaging Austria

– mit Karton von Mayr-Melnhof Karton.

Fotos: PROPAK/L.Schedl


Titelstory Aktuell Messen Wellpappe/Karton

Intralogistik

Maßgeschneidert, individuell – und

vollautomatisch geschnitten

Die Verpackungslösungen von Wellpack sind vieles, nur nicht von der Stange. Oder

doch? Das Unternehmen beherrscht die kundenindividuelle Massenproduktion jedenfalls

genauso aus dem Effeff wie die Entwicklung und Herstellung von Kleinstauflagen.

Maßgeblichen Anteil an diesem erfolgreichen Konzept hat die jüngste Investition in

hochautomatisierte Schneidtechnologie von Zünd.

„Kreativ in der Lösungsfindung und rationell

im Verpacken“ sind sie, die 50 Mitarbeitenden

der Wellpack AG im schweizerischen

Einsiedeln. Den Slogan könnte man

mittlerweile um den Zusatz „hocheffizient

im Zuschnitt“ ergänzen. Seit Anfang 2019

hat der Spezialist für Systemverpackungen

eine vollautomatisierte Zuschnittlinie von

Zünd im Einsatz. Herzstück der Linie ist

ein Zünd G3 Cutter, mit seinem erhöhten

Durchlass für die Schaumplattenverarbeitung.

Der Materialtransport ist mit einem

Board Handling System BHS150 vollständig

automatisiert.

Die Wellpack AG hat eine bewegte, bald

100-jährige Geschichte hinter sich; 1924

als Kistenfabrik gegründet fiel sie 1948

einem Feuer zum Opfer und erhob sich

1951 als Holz AG quasi als Phönix aus

der Asche. Die heutige Wellpack entstand

1992 und ist seit 2000 eines von 27 zur

Palm Gruppe zählenden Schwesterunternehmen.

Ein KMU-Betrieb mit einem

Weltkonzern im Rücken bietet Vorteile,

das weiß auch Andreas Kilchenmann,

Geschäftsführer der Wellpack AG: „Wir

können bei unseren Kunden als KMU

oder als Konzern auftreten. Bestimmte

Großkunden legen Wert auf unseren internationalen

Fußabdruck, kleinere Kunden

bevorzugen uns als mittelständisches

Unternehmen.“ Das kommt offenbar gut

an, rund 1500 Kunden betreut die Wellpack

schweizweit, viele von ihnen sind im

Investitionsgüterbereich tätig. „Für diese

entwickeln und fertigen wir System- und

Kombiverpackungen mit einem sehr hohen

Individualisierungsgrad. Die Kleinserie ist

unsere Kernkompetenz, also Auflagen von

1 bis 1000“, so Kilchenmann.

Wellpack betreut auch Kunden aus stark

regulierten Bereichen wie etwa der Luftfahrtindustrie

oder der Medizinaltechnik.

Sie sind mit zunehmenden rechtlichen und

behördlichen Auflagen konfrontiert, ihre

Prozesse müssen lückenlos dokumentiert

sein. „Mit unseren hochmodernen CAD-

Systemen können wir die Projekte sehr gut

dokumentieren, ein wichtiges Argument,

um diese Kunden überhaupt bedienen zu

können. Der Datenworkflow ist hier ein

Killerkriterium. Wir arbeiten mit derselben

Software wie unsere Kunden. Wir können

ihre CAD-Daten direkt importieren und

in technischer Hinsicht auf Augenhöhe

mit ihnen kommunizieren“, erläutert Kilchenmann.

Standardisierte Individualität.

Kundenindividuelle Massenproduktion

– was nach Widerspruch in sich klingt,

ist keiner mehr. Das zeigt sich am Beispiel

Wellpack. Der Verpackungshersteller

versteht es, Massenproduktion, mit Skaleneffekten,

hoher Automatisierung und

attraktiven Preisen für den Kunden und

Den immer kürzer werdenden Lieferfristen begegnet Wellpack

unter anderem mit der Investition in einen Zünd G3 Cutter mit

Board Handling System BHS150

individuelle Produkte mit individuellen

Kosten gleichermaßen anbieten zu können.

Großauflagen von mehreren 100.000

Verpackungen sind kein Problem für die

Wellpack und ihre Schwesterbetriebe. Der

Fokus liege aber klar auf Kleinserien mit

hohem Individualisierungsgrad. Darauf

ausgerichtet ist auch die Produktionsumgebung.

Erst sie erlaubt es, individualisierte

Produkte nach industriellen Kriterien zu

fertigen – schnell, flexibel und wirtschaftlich.

„Wir haben im Durchschnitt alle drei

Minuten einen neuen Auftrag auf einer

Maschine, das wäre ohne Lean Production

gar nicht umsetzbar. Nur mit optimierten,

schlanken und automatisierten Prozessen

und einem stetigen Materialfluss schaffen

wir es, wettbewerbsfähig zu bleiben“, betont

Kilchenmann.

Eine dauernde Herausforderung in der

Fotos: Zünd


Pack & Log 10/19

Optimierung des Workflows sind zudem

die immer kürzer werdenden Lieferfristen.

Dem begegnet Wellpack unter anderem

mit dem kontinuierlichen Ausbau seiner

Produktionskapazitäten. So hat man unlängst

in einen Zünd G3 Cutter mit Board

Handling System BHS150 investiert. Die

vollautomatische Materialzuführung und

-entnahme in Kombination mit dem leistungsstarken

G3 Cutter mit erhöhtem

Durchlass für die Schaumplattenverarbeitung

ermöglicht den unterbrechungsfreien

Zuschnitt von Schaumstoffen, Well- und

Vollkarton bei sehr kurzen Durchlaufzeiten.

„Ohne diese Investition wäre der

Zuschnitt zu einem Flaschenhals geworden“,

ist sich Kilchenmann sicher.

Seine Stapelhöhe von 1,5 m und der hohe

Automatisierungsgrad machen das Materialtransportsystem

BHS150 einzigartig. Neu

können ganze Rohmaterialpaletten in die

Beladeeinheit gefahren und vollautoma-

tisch abgestapelt werden. Das bedeutet

einen deutlichen geringeren Aufwand beim

Rohmaterialhandling. Zudem können nun

auch mittlere und größere Aufträge vollautomatisch

abgewickelt werden, auch über

den Feierabend hinaus. Die Maschinenlaufzeiten

können damit ausgebaut und

gleichzeitig die Produktionskosten gesenkt

werden. Die innovative Entnahmeeinheit

mit Förderband ermöglicht den stegfreien

Zuschnitt der Wellpappe. Dadurch reduziert

sich der Ausbrechaufwand, was die

Effizienz zusätzlich steigert.

„Die Automatisierung im Zuschnitt ist der

wahre Kostensenker. Hier liegt hinsichtlich

der Wertschöpfung enormes Potenzial, das

wir dank dem neuen Zünd G3 Cutter in

Kombination mit dem BHS150 voll ausschöpfen

können. Wir konnten mit der

Zuschnittlösung von Zünd die Produktionskapazitäten

um die Hälfte erweitern“,

resümiert Kilchenmann zufrieden. [pl]

Andreas Kilchenmann, Geschäftsführer

der Wellpack AG: „Die Automatisierung im

Zuschnitt bietet enormes Potenzial, das wir

dank dem neuen Zünd G3 Cutter in Kombination

mit dem BHS150 voll ausschöpfen

können.“

Vom Abfall zum wertvollen

Sekundärrohstoff

HSM Ballenpressen verringern das Volumen von Wertstoffen um bis zu 95 % und erzeugen mit den sortenreinen

Ballen einen Sekundärrohstoff, der sich wieder in den Recyclingkreislauf eingliedert. Positiver Nebeneffekt: Die

Ballen besitzen ab einem bestimmten Gewicht erheblichen Marktwert.

Foto: HSM

Die HSM V-Press Baureihe verbindet

den Qualitätsanspruch von

HSM mit hoher Rentabilität. Ihre

Leistung und Langlebigkeit machen sie

zur wirtschaftlichen Entsorgungslösung:

Die HSM V-Press reduziert Kosten bei

der meist unterschätzten Kostenstelle

Die HSM V-Press

860 plus B – mit

besonders breiter

Einfüllöffnung

„Abfallbeseitigung“. Eine absolute Neuheit

ist die HSM V-Press 860 plus B mit

Schiebetüre und Handrad-Türverschluss.

Dank der breiten Einfüllöffnung von 1500

mm produziert sie besonders große, hochverdichtete

Ballen aus Kartonage oder

Folie, die ohne weiteres Umpressen vermarktungsfähig

sind. Mit einer Presskraft

von 594 kN und der geräuscharmen und

ener-giesparenden Eilgang-Technologie

ist sie die wirtschaftliche und umweltgerechte

Lösung für viele Entsorgungsaufgaben.

Dank des speziellen HSM TCS (TorsionControlSystem)

wird die Neigung der

Pressplatte in alle Richtungen kontinuierlich

überwacht. Das verhindert einseitige

Belastungen, optimiert den Pressvorgang

und sorgt so für eine lange Lebensdauer

sowie eine hohe Prozessgewährleistung.

Gesteuert und bedient wird die Maschine

anhand einer modernen Mikroprozessor-

Steuerung und einer komfortablen Folientastatur

mit grafikfähigem Textdisplay, das

den jeweiligen Ist-Zustand der Maschine

anzeigt. Die Ballen, mit den maximalen

Abmessungen 1200 x 780 x 1500 Millimeter,

erreichen ein materialabhängiges

Gewicht von bis zu 550 Kilogramm und

werden von einer 4-fachen Drahtumreifung

zusammengehalten.

[pl]


Titelstory Aktuell Messen

Wellpappe/Karton

Intralogistik

Ohne Umwege ans Ziel

Innovative Systeme für die Transportlogistik müssen

vielfältige Anforderungen erfüllen

über dEN

Autor

Ersan Günes ist

CEO und Co-founder

von INTRANAV. Als

CEO verantwortet er

die technische und

unternehmerische

Entwicklung von

INTRANAV, einer

Echtzeit-IoT-Plattform

für die präzise

In- & Outdoor-Ortung

zur Optimierung von

Waren- & Materialflüssen.

INTRANAV

ist das präziseste

Ortungssystem für

die Industrie 4.0. IN-

TRANAV steigert mit

zentimetergenauem

Tracking aller Güter

und innerbetrieblichen

Transportmittel

die Transparenz

sämtlicher logistischer

Prozesse und

vereinfacht so das

Management entlang

der gesamten

Wertkette. INTRANAV

ermöglicht neben

Track-and-Trace

in Produktion und

Logistik

auch Werkzeugsteuerung

sowie das

Management von

Automated Guided

Vehicles.

Real Time Location Systems (RTLS) verzeichnen derzeit in den unterschiedlichsten Einsatzbereichen eine

boomende Nachfrage. Innovative Lösungen ermöglichen kundenspezifische Konzepte, versprechen die Steigerung

der Betriebseffizienz bei einem hohen Return-on-Investment und verbessern die Konformität mit

Richtlinien, die ein Location-Tracking von Materialien und Produkten erfordern. Sie bilden die Basis für

Transport- und Logistikprozesse inklusive fahrerloser Transportfahrzeuge (AGVs). Bei der Auswahl eines geeigneten

Systems gilt es, eine ganze Reihe von Aspekten zu berücksichtigen.

Mit einer Steigerungsrate von knapp 20 Prozent über

die nächsten Jahre soll der Gesamtmarkt für RTLS

bis 2025 ein weltweites Volumen von rund 11

Milliarden Dollar erreichen. Dies beinhaltet die notwendige

Hardware für die Lokalisierung indoor und outdoor, die entsprechende

Steuerungssoftware sowie zusätzliche Services.

Um dieses Volumen konkurrieren eine Vielzahl von Anbietern

und Technologien.

Tatsächlich steht es um die Optimierung der Transportprozesse

auf dem Weg zur autonomen Fabrik in vielen Unternehmen

nicht zum Besten. Oftmals fehlt es an einem ganzheitlichen

Konzept zur Koordination aller Verkehrsteilnehmer, weil unterschiedliche

Systeme parallel betrieben werden. Das führt in

der Praxis zu Wartezeiten und Staubildung, zur Unterbrechung

der Lieferkette schon bei kurzfristigen Änderungen und damit

im schlechtesten Falle zum Produktionsstillstand, weil es an

den Möglichkeiten fehlt, schnell auf Ereignisse zu reagieren.

Offene Schnittstellen unabdingbar. Abhilfe

schaffen hier Systeme, die eine umfassende Integration und

Steuerung unterschiedlichster Fahrzeuge mittels verschiedener

Ortungstechnologien auf Basis einer offenen Standard-Software

zur Vernetzung aller beteiligten Einheiten ermöglichen. Sie

müssen dazu nicht nur ein adaptives und

dynamisches Routing sowie eine prädikative

Verbesserung der Transportaufträge

ermöglichen, sondern auch die Transparenz

der Materialversorgung erhöhen.

Eine wesentliche Voraussetzung hierfür ist

die Fähigkeit, unterschiedlichste Technologien

zur Ortung zu integrieren. UWBbasierte

Solutions verzeichnen derzeit die

höchsten Zuwachsraten aufgrund der Fähigkeit,

eine große Anzahl von Objekten

bis hinunter auf wenige Zentimeter genau

zu verfolgen. Aber in vielen Unternehmen

existieren daneben eine Reihe anderer Verfahren

wie RFID, Wi-Fi oder BLE, die im

Rahmen eines ganzheitlichen Konzeptes

möglicherweise ebenfalls eingebunden werden

müssen. Entsprechende Schnittstellen

sind hierfür unabdingbar.

Das gilt selbstverständlich auch für die

Integration mit anderen in den Logistikprozess

involvierten Verfahren wie SAP,

SalesForce oder Microsoft Dynamics sowie


Pack & Log 10/19

Grafiken: INTRANAV

entsprechenden Datenbanken und Tools

wie SQL-Server, Oracle oder Power BI, um

die Daten zu speichern, zu analysieren und

zu visualisieren.

Einfache Implementierung. Natürlich

muss das gewählte System in der

Lage sein, umfangreiche Datenmengen

nicht nur hinsichtlich der Position, sondern

auch bezüglich weiterer Informationen wie

Beschleunigung, Erschütterung, Temperaturen,

Feuchtigkeit etc. in Echtzeit zu

erfassen und zur Analyse bereitzustellen.

Innovative Lösungen realisieren diese

Funktionalität auf Basis einer Middleware,

die eine umfassende Integration mittels

offener Schnittstellen ermöglicht. Um die

jeweiligen anwendungsspezifischen Anforderungen

abzudecken, muss die Lösung

heute sowohl in lokalen als auch in Cloudbasierten

Umgebungen einsetzbar sein.

Zur Einbindung in kundenspezifischen

Architekturen sollte die Lösung zudem

ein entsprechendes Development-Kit mitbringen

sowie den Zugriff auf Rohdaten

erlauben.

Neben der leichten Integration kommt der

einfachen Implementierung eine besondere

Rolle zu. Während die offenen Softwareund

Hardware-Schnittstellen eine umfassende

und standardisierte Integration in die

IT-Landschaft ermöglichen, müssen auf der

anderen Seite die geografischen Eigenheiten

des Einsatzbereiches bereitgestellt werden.

Moderne Lösungen ermöglichen dies einfach

auf Basis einer DGW- oder PDF-Datei,

die in das System eingelesen wird.

Und schließlich muss die Gesamtlösung

komfortable Tools für die Visualisierung

und Analyse der Prozesse bereitstellen. Das

beginnt bei der Routenplanung, führt über

Analyse-Dashboards und reicht bis hin zu

Smart-Factory-Apps wie Digital Twin und

die papierlose Produktion.

Entsprechende Systeme zur Realisierung

durchgängiger Gesamtlösungen sind heute

verfügbar. Sie ermöglichen auf Basis

eines übergeordneten Software-Layers den

Aufbau eines Traffic-Managements und -Informationssystems,

das in der Lage ist, die

Positionsinformationen aller Verkehrsteilnehmer

und Assets in Echtzeit zu erfassen,

zu analysieren und zu steuern. Auf dieser

Basis lassen sich der Traffic-Flow nivellieren

und optimieren, hochfrequente Fahrwege

entlasten und Produktionsstillstände reduzieren.

Eine offene Architektur trägt zudem

Sorge dafür, Herstellerabhängigkeiten zu

vermeiden und eine eigene, selbstlernende

Transport-Intelligenz zu etablieren. [pl]

Mehr Energie für Ihre Lageranlage – mit unseren Lösungen.

Der Großhandel erwartet von Nahrungsmittel-Lieferanten immer mehr

Service im Bereich Lieferung. Unsere hochautomatisierten Systeme

unterstützen Sie als Nahrungsmittelhersteller. Zudem bieten wir Ihnen

weitere intelligente Lösungen in der Lagerlogistik.Das automatische

Shuttle-Lagersystem von Dematic unterstützt Ihre Lageranlage

in der Ein- und Auslagerung von Kartons, Kleinteilen und

Gebinden und sorgt für höheren Durchsatz und eine bessere

Auslastung.

www.dematic.com


Titelstory Aktuell Messen

Wellpappe/Karton

Intralogistik

Ladungserkennung und 3D-Kollisionswarnung

für die mobile Intralogistik

Kollisionsvermeidung an fahrerlosen Transportsystemen (FTS) und mobilen Plattformen sowie die Rückraumüberwachung

an Stapler- oder Schwerlastfahrzeugen sind nur zwei von vielen Aufgabenstellungen in der mobilen

Intralogistik, die mit dem konfigurierbaren 3D-Vision-Sensor Visionary-T DT von SICK auf einfache und effiziente

Weise gelöst werden können. Für besonders herausfordernde Applikationen, wie beispielsweise die automatische

Erkennung von Ladungen oder Ladungsträgern durch fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF), bietet der über das

Eco-System SICK AppSpace programmierbare Visionary-T AP individuelle Lösungsansätze.

Die vierte industrielle Revolution

– Industrie 4.0 – und mit ihr die

zunehmende Digitalisierung von

Prozessen ist auch in der Intralogistik in

vollem Gange. FTF, FTS und mobile Roboter

spielen bei dieser Entwicklung hin

zu sich selbst steuernden Materialflüssen

eine immer wichtigere Rolle. Flexibilität,

Sicherheit, Verfügbarkeit und Produktivität

sind die wesentlichen Bestimmungsfaktoren

für einen effizienten Einsatz dieser

Fahrzeuge. Daher gilt es, mögliche Störungen

frühzeitig zu erkennen und über

die Fahrzeugsteuerung angemessen auf sie

zu reagieren.

Gefahren lauern oft auch in

der dritten Dimension. Für die nötige

Maschinen- und Personensicherheit

sorgen hierbei berührungslos wirkende

Schutzeinrichtungen, wie beispielsweise

sicherheitsgerichtete 2D-LiDAR-Sensoren

(2D-Laserscanner). Diese überwachen

die Fahrwege und Bewegungsflächen der

Fahrzeuge und stehen in unterschiedlichen

Bauformen, mit unterschiedlichen Reichweiten

und Funktionalitäten für nahezu

jedes Fahrzeugkonzept und Einsatzumfeld

zur Verfügung. In vielen Fällen besitzen die

Fahrzeuge Funktionen, die Lokalisierung

und Navigation unterstützen, sodass sie

erkannte Hindernisse eigenständig umfahren

oder sogar auf alternative Wegstrecken

ausweichen können.

Für die zertifizierte Sicherheit von FTS und

Co. in 2D ist also gesorgt. Doch für einen

effizienten Fahrzeug- und Anlagenbetrieb

darf die dritte Dimension nicht außer Acht

gelassen werden – denn nicht alle Kollisionsgefahren

lauern bodennah. Paletten,

Palettenladungen oder das angehobene

Lastaufnahmemittel eines Gabelstaplers

können in unterschiedlicher Höhe in den

Fahrweg hineinragen. Ein Kranhaken pendelt

auf Fahrzeug- oder Ladungshöhe über

Die 3D-Vision-Sensoren Visionary-T sind in der Lage, bei Kollisionsgefahr für hochautomatisierte

Fahrzeuge zuverlässig zu warnen. An bemannten Stapler- und Schwerlastfahrzeugen

mit vom Fahrersitz aus nur schwer oder nicht einsehbaren Bereichen bewähren sie sich als

hilfreiche Tote-Winkel-Warner

dem vorausliegenden Streckenabschnitt.

Eine Kranlaufkatze lässt eine schwebende

Last von oben herab. Sperrige oder längere

Teile drehen sich beim Handling unbeabsichtigt

in den Fahrweg. All dies kann

zu Kollisionen und damit zu Schäden am

Fahrzeug oder an der Ladung führen, was

einen reibungslosen Betrieb der mobilen

Intralogistik und die damit verbundenen

Produktionsprozesse stark beeinträchtigen

kann. Die 3D-Vision-Sensoren Visionary-T

sind in der Lage, bei Kollisionsgefahr für

hochautomatisierte Fahrzeuge zuverlässig

zu warnen. An bemannten Stapler- und

Schwerlastfahrzeugen mit vom Fahrersitz

aus nur schwer oder nicht einsehbaren

Bereichen bewähren sie sich als hilfreiche

Tote-Winkel-Warner.

Visionary-T DT: konfigurierbarer

3D-Vision-Sensor mit integrierter

Auswertung. Der Visionary-T DT ist

ein 3D-Vision-Sensor im industriegerechten

IP67-Gehäuse und integrationsfreundlichen

One-Box-Design. Der Sensor bietet einen

soliden Arbeitsabstand und nutzt das Detektionsprinzip

der 3D-Lichtlaufzeitmessung

(Time of Flight). Hierzu sendet der Sensor

Lichtsignale in Richtung des Messobjekts –

also in Fahrtrichtung des Fahrzeugs. Objekte

im Blickfeld des Sensors reflektieren das

Licht; für jeden empfangenen Bildpunkt

kann dann im Sensor über die Phasenverschiebung

die Distanz zu diesen Objekten

berechnet werden. Die Tiefeninformationen

der vielen Tausend einzeln erfassten Pixel

werden in einer einzigen Aufnahme zu

einem dreidimensionalen Echtzeit-Abstandsbild

des gesamten Bildbereichs – einem

3D-Snapshot – zusammengesetzt. Jeder

Snapshot enthält dabei mehr als 25.000

Abstandswerte. Pro Sekunde nimmt der

Visionary-T DT auf diese Weise bis zu 50

Bilder in 3D auf – und kann so mögliche


Pack & Log 10/19

Gefahren, beispielsweise für ein FTS, in kürzest

möglicher Zeit erkennen. Die 3D-Daten

werden dabei ohne externe Computerunterstützung

und Belastung der Fahrzeugkommunikation

direkt im Sensor verarbeitet. Die

Auswertung von Visionary-T DT kann bei

Bedarf direkt Sensorantworten generieren

und über die digitalen Ausgänge oder das

ethernetbasierte Dateninterface Aktionen

einleiten, zum Beispiel das Auslösen von

Alarmen und Warnmeldungen, die automatische

Reduzierung der Geschwindigkeit

oder einen Fahrzeugstopp bei Begegnung

mit einem Hindernis. Je nach Situation kann

über diskrete Eingänge zwischen mehreren

Sensorkonfigurationen gewechselt werden.

Zusätzlich liefern die 3D-Messdaten des

Sensors wichtige Tiefeninformationen, um

beispielsweise die FTS-Steuerung bei der

Navigation zu unterstützen – sei es als Rohdaten,

applikationsspezifisch vorverarbeitet

oder als fertig ausgewertete Messdaten.

Programmierbarer Visionary-T AP

erweitert individuelle Freiheitsgrade.

Der Visionary-T DT bietet bereits

durch seine mehr als 30 unterschiedlichen,

integrierten Applikationskonfigurationen ein

hohes Maß an Flexibilität für eine Vielzahl

von Einsatzszenarien. Für noch individuellere

oder gar erstmals zu realisierende

Aufgabenstellungen steht mit dem Visionary-

T AP die programmierbare Variante des 3D-

Vision-Sensors zur Verfügung. Er ist Teil des

Eco-Systems SICK AppSpace, mit dem SICK

Sensoren mit unterschiedlichsten physikalischen

Wirkprinzipien und Technologien

softwareseitig geöffnet und programmierbar

gemacht hat. So können auch externe

Anwender und Integratoren die Funktionalitäten

von Visionary-T AP durch die Entwicklung

eigener Apps oder die Integration

passender, auf SICK AppPool verfügbarer

Apps speziell auf ihre Anwendungen und

Randbedingungen zuschneiden. Die ersten

FTS-Aufgabenstellungen, die durch die Programmierung

von sogenannten Key Apps

mit dem Visionary-T AP von SICK umgesetzt

werden, sind die Palettendetektion und die

Erfassung der Ecken von Rollwagen. Die

gemessenen XYZ-Koordinaten des programmierbaren

3D-Vision-Sensors ermöglichen

es beispielsweise automatischen Hubwagen,

Für besonders herausfordernde

Applikationen, wie beispielsweise die

automatische Erkennung von Ladungen

oder Ladungsträgern durch fahrerlose

Transportfahrzeuge (FTF), bietet der

über das Eco-System SICK AppSpace

programmierbare Visionary-T AP individuelle

Lösungsansätze

Die ersten FTS-Aufgabenstellungen, die durch die Programmierung

von sogenannten Key Apps mit dem Visionary-T AP

von SICK umgesetzt werden, sind die Palettendetektion und

die Erfassung der Ecken von Rollwagen

eine leere oder auch eine beladene Palette

eigenständig mit der Gabel zu unterfahren

und anzuheben. Möglich ist zudem eine

Konturprüfung der Last auf Überstände oder

auch Überhöhe, um so einen zuverlässigen

Transport und eine reibungslose Übergabe

oder Einlagerung zu gewährleisten. Eine

ähnlich gelagerte Applikation, in der mobile

Kleinplattformen durch Kenntnis der Ecken

von Transportrollwagen diese selbstständig

unterfahren und anheben können, ist

bereits in der Praxiserprobung. Für beide

Anwendungen bietet SICK seinen Kunden

fertige Key Apps als komplette Softwarelösung

an. Künftig wird es weitere Key Apps

für verschiedenste Applikationen geben – sei

es basierend auf den aktuellen Visionary-T-

Varianten oder für hochauflösende Visionary-

T-Sensoren der Produktlinie „Pro“.

Kollisionswarnung, Navigationsunterstützung,

Erkennung von Ladungsträgern – die

3D-Vision-Sensoren Visionary-T liefern rund

um die Uhr zuverlässige 3D-Messdaten.

Diese wichtigen Umfeldinformationen ermöglichen

einen kollisionsfreien, flexiblen,

hochverfügbaren und effizienten Betrieb von

FTS und anderen Fahrzeugen im Innenbereich

intralogistischer Anlagen. [pl]

Fotos: SICK


Titelstory Aktuell Messen

Wellpappe/Karton

Intralogistik

Mit ‚Tailor Made Solutions‘

bietet die BEUMER Group branchenübergreifend

exakt an die

Aufgaben der Kunden angepasste

Intralogistik-Lösungen an

Fotos: BEUMER Group GmbH & Co. KG

Passend wie ein Maßanzug

Mit Tailor Made Solutions bietet die BEUMER Group branchenübergreifend exakt an die Aufgaben der Kunden angepasste

Intralogistik-Lösungen an. Dazu hat der Systemanbieter ein Team aus erfahrenen Spezialisten aufgestellt.

Ihre Aufgabe: Sie führen Machbarkeitsstudien durch, erstellen und bewerten verschiedene Konzepte, steuern

Projekte vom Engineering und Design über Montage und Inbetriebnahme bis zur Abnahme und übernehmen

schließlich den Customer-Support. Der Kunde erhält die optimale Lösung aus einer Hand.

Für Unternehmen aus verschiedenen

Branchen wird eine effektive Intralogistik

zunehmend zum entscheidenden

Wettbewerbsfaktor. Verstärkt setzen sie auf

automatisierte Handling-Systeme, um zum

Beispiel auf eine steigende Produkt- und Packungsvielfalt

reagieren zu können. Doch

was, wenn das Standardsortiment oder

das Portfolio eines etablierten Anbieters

nicht den besonderen Anforderungen des

Kunden entspricht? „Um unsere Anwender

maximal zu betreuen, gilt es für uns

als Systemanbieter, einige kritische Erfolgsfaktoren

zu beachten“, beschreibt Peter

Schmidt von der BEUMER Group. Die Unternehmensgruppe

ist ein international führender

Hersteller von Intralogistiksystemen

in den Bereichen Fördern, Verladen, Palettieren,

Verpacken, Sortieren und Verteilen.

So müssen vor allem kleine und mittlere

Unternehmen ihre Produktion flexibel auf

sich kontinuierlich ändernde Handhabungsund

Lageranforderungen anpassen können.

„Gründe liegen zum Beispiel in der immer

höheren Variantenvielfalt“, kennt der Ingenieur

die Anforderungen seiner Kunden.

„Dazu kommen schlecht oder nicht stapelbare

sowie geometrisch unterschiedliche

Gebinde.“ Um Investitionen sinnvoll planen

zu können, ist bereits während der Konzept-

und Angebotsphase eine hohe Beratungs-

und Problemlösungskompetenz von

Seiten der Anbieter gefragt. Dies schließt

Themen wie Emulation und Simulation mit

ein. Wichtig sei zudem, entlang der Wertschöpfungskette

Schnittstellen weitestgehend

zu vermeiden, ist Schmidt überzeugt.

Außerdem erwarten Kunden skalierbare Lö-

Für Logistikzentren liefert die BEUMER Group umfangreiche

Hochleistungsverpackungslösungen


Pack & Log 10/19

sungen sowie maximale Verfügbarkeit und

höchstmögliche Ausfallsicherheit ihrer Anlagen.

Dies erfordert neben einer zuverlässigen

und robusten Technik vor allem einen

24/7-Customer-Support.

Für maximale Produktivität. Um

diesen Erfolgsfaktoren gerecht zu werden und

die über umfassende Erfahrungen mit innerbetrieblichen

Transport- und Material-Handling-Aufgaben

verfügen“, erklärt Schmidt. Das

Team agiert innerhalb der Unternehmensgruppe

weitgehend unabhängig.

„Im Vergleich zu Lösungen von der Stange erfordern

kundenindividuelle oder auch anwendungsspezifische

Anlagen und Systeme natürlich

einen höheren Aufwand“, beschreibt

Schmidt. „Das gilt insbesondere während der

Konzept- und Angebotsphase.“ Das Team

übernimmt detaillierte Prozess- und Datenanalysen

sowie Materialfluss-Simulationen.

Nicht selten kommen Konstruktions- und

Entwicklungsaufgaben von Sonderlösungen

sowie die Fertigung von Prototypen dazu.

Wir haben ein Team aus Spezialisten zusammengestellt,

die über umfassende Erfahrungen mit innerbetrieblichen

Transport- und Material-Handling-Aufgaben

verfügen.

Peter Schmidt, BEUMER Group

die Produktivität der Kunden zu maximieren,

bietet die BEUMER Group nun mit „BEUMER

Tailor Made Solutions“ maßgeschneiderte

und hochentwickelte Anlagen und Systeme

für nahezu jede Branche. „Dazu haben wir

ein Team aus Spezialisten zusammengestellt,

ILLIG.de

Auch Fremdlösungen sicher einbinden.

Bei allen Projekten ist ein effizientes

Projekt-Management sehr wichtig.

Denn nur so lassen sich auch bei hochkomplexen

Aufgaben oder Intralogistiksystemen

– mit einem zum Teil nicht unerheblichen

Anteil an Komponenten von Drittanbietern

– vor- und nachgelagerte Prozessschritte sicher

integrieren. Dazu kommt in der Regel

die Einbindung übergeordneter kundenseitiger

IT-Lösungen wie Produktionsleit- oder

ERP-Systeme. Das Team übernimmt damit

klassische Integrator-Aufgaben bis hin zur

Abwicklung von Turnkey-Projekten. „Bereits

im ersten Jahr konnten wir Referenzen bei

Marktführern aus der Gesundheitsbranche,

der Papierindustrie, der Gebäudetechnik und

Metallindustrie erfolgreich abschließen“, resümiert

Schmidt.

Warum sich diese Kunden für ‚BEUMER

Tailor Made Solutions‘ entschieden haben?

Ausschlaggebend dafür war unter anderem

die langjährige Erfahrung als Generalunternehmer

und Anbieter ganzheitlicher sowie

kunden- und anwendungsspezifischer Lösungen.

Zudem verfügt der Systemlieferant

über Expertise in einer Vielzahl unterschiedlicher

Industrien. Dazu kommt das Knowhow,

Produkte und Subsysteme anderer Hersteller

zu integrieren. Die BEUMER Group

greift bei allen Projekten auf ein umfassendes

Portfolio entlang der Wertschöpfungskette

zu: vom Engineering und Design über

die Automatisierung, Produktion, Montage

und Inbetriebnahme bis hin zum Projektmanagement

– und Customer Support. „Mit

unseren Tochtergesellschaften und Vertretungen

sind wir weltweit aufgestellt“, sagt

Schmidt. „Damit können unsere Techniker

schnell reagieren – vom Hotline Service über

maßgeschneiderte Serviceverträge bis zum

Residential Service.

[pl]

bez. Anzeige

Therformance

KNAPP automatisiert Zalando

Zalando beauftragt KNAPP mit der Automatisierung eines neuen Logistikzentrums in Bleiswijk

in der Nähe von Rotterdam. Mit einer Kombination aus Shuttle-System und Taschensorter-Technologie

entsteht auf 140.000 m² ein Online-Versandlager mit höchster Effizienz und

Flexibilität. Zalando investiert rund 200 Millionen in das Gesamtprojekt. Unter den derzeit

neun Logistikstandorten von Zalando wird das neue Distributionszentrum in Rotterdam

den höchsten Automatisierungsgrad haben. Das Logistikzentrum bietet Platz für rund 16

Millionen Artikel, an Spitzentagen werden mehrere hunderttausend Stück pro Tag das Lager

verlassen. Eine Kombination aus Shuttle-Technologie und Dürkopp-Taschensorter macht

das möglich. „Mit Zalando verbindet uns eine langjährige enge Partnerschaft, in der wir mit

innovativen Lösungen in drei Taschensorter-Großprojekten zusammen viel bewegt haben.

Ich bin sehr froh, dass wir nun als KNAPP-Gruppe mit einem integrierten Gesamtkonzept

zur weiteren Entwicklung unseres Kunden beitragen können“, betont Sigurd Völker, Geschäftsführer

Dürkopp Fördertechnik GmbH.


Titelstory Aktuell Messen

Wellpappe/Karton

Intralogistik

Retrofit – für ein zukunftssicheres

Produktionslager

Zahlreiche Komponenten waren abgekündigt - eine Herausforderung für den Betrieb

des 24 Jahre alten Produktionslagers von Metabo in Nürtingen. Dank detaillierter Anlagenanalyse

und verbindlicher Roadmap bewältigte der traditionsreiche Hersteller von

Elektrowerkzeugen für professionelle Anwender die dreiwöchige Modernisierungsphase

ohne Lieferengpässe und stellte die Verfügbarkeit des Lagers langfristig sicher.

1995 investierte das Unternehmen in

ein neues automatisches Lager zur Versorgung

der Produktion, um Kapazitäten

für weiteres Wachstum zu schaffen. Mit

Erfolg: Heute macht Metabo knapp 500

Millionen Euro Umsatz – und das Lager

versorgt die Montage sicher mit Bauteilen

und Rohwaren. Dennoch war die Zuverlässigkeit

nach 24 Jahren nicht mehr ganz

gegeben, wie Dennis Bosch, Leiter Logistik

im Hauptwerk, erklärt: „Wir hatten

zwar schon 2005 den Materialflussrechner

modernisiert, doch nahm die Anzahl der

Störungen mit den Jahren zu, auch wenn

sie noch nicht ausuferte.“ Das Risiko eines

Stillstands wollte Metabo vermeiden, denn

das Lager muss immer verfügbar sein – die

Produktion ist so strukturiert, dass nach

maximal vier Stunden Nachschub am

Verbauort liegen muss. „viastore hat uns

regelmäßig daran erinnert, dass in unserer

Anlage veraltete Komponenten ein Risiko

für die Verfügbarkeit darstellen“, schildert

Bosch.

Anlagenanalyse als Basis. 2018

entschied das Unternehmen, ein gesamtheitliches

Retrofit durchzuführen. „viastore

hat den Zustand der Anlage umfangreich

analysiert“, sagt Dennis Bosch. Die Experten

untersuchen den Zustand jedes Bauteils.

Bis zu drei Wochen kann so etwas

dauern, der Aufwand lohnt sich: „Damit

arbeiten wir die Risiken sehr klar heraus

und leiten Handlungen ab. Zudem erstellen

wir Vorschläge zur Reorganisation, da sich

die Prozesse im Lauf der Jahre oft ändern“,

veranschaulicht Lars Breuer, stellvertretender

Leiter Retrofit bei viastore. „Sehr

viele Komponenten waren abgekündigt.

Für die alten Steuerungen in der Fördertechnik

und in den Regalbediengeräten

waren keine Ersatzteile mehr verfügbar.“

Zudem war die IT-Hardware veraltet.

Exakte Vorplanung anhand

detaillierter Roadmap. „Die Vorarbeiten

waren nicht ohne“, erinnert sich

Dennis Bosch. „Wir mussten die Artikel,

die im Zeitraum der Modernisierung in der

Produktion benötigt wurden, an anderen

Orten im Werk unterbringen.“ Damit Metabo

das planen konnte, hat viastore in einer

Roadmap detailliert festgehalten, welche

Arbeiten wann ausgeführt werden. „Beeindruckend

war, dass viastore die Roadmap

zu nahezu 100 Prozent eingehalten hat“,

betont Dennis Bosch.

In den drei Wochen vor Ostern 2019

wurde die Logistikanlage von Grund auf

modernisiert: die S5-Steuerungen durch

moderne S7 ersetzt, der Verschiebewagen

– er verbindet die Auslagergassen der Re-


Pack & Log 10/19

galbediengeräte (RBG) mit den Kommissionierstationen

– erhielt einen neuen Antrieb.

Auch die Steuerungen und Antriebe der

drei Brandschutztore, die den Regalbereich

im Brandfall von der restlichen Halle

abtrennen, wurden modernisiert. „Wir

haben hier eine Freifahrtsteuerung inklusive

Notstromversorgung realisiert“, erklärt

viastore-Projektmanager Gregor Rentschler,

„damit ist sichergestellt, dass im Brandfall

die Förderstrecke an den Toren freigefahren

wird und sie sicher schließen können.“

Ein Aspekt, den die Brandschutzversicherungen

heute fordern.

Der Materialflussrechner ist nicht mehr

als Hardware ausgeführt, sondern läuft

auf einem virtuellen Server. Die Visualisierung

erhielt ebenfalls ein Update, die

Regalbediengeräte und die Fördertechnik

ein aktuelles Bussystem. Die S7-Steuerung

der Fördertechnik ist jetzt über Ethernet

an übergeordnete Systeme angebunden, sodass

fortan eine Fernwartung der Anlage bis

in jede einzelne Komponente möglich ist.

Durch Luken im Dach haben die Experten die alten RBG

aus- und die neuen Geräte eingebracht

Fotos: viastore

Austausch der RBG brachte 30

Prozent mehr Leistung. Die optisch

spektakulärste Maßnahme war der Tausch

der alten Regalbediengeräte. „Wir wussten,

dass unser Verschiebewagen Leistungsreserven

hatte“, erläutert Dennis Bosch.

„Daher wollten wir mit dem Retrofit auch

die Leistung der RBG steigern.“ viastore

hat vorgerechnet, welchen Leistungsgewinn

Metabo durch aktuelle Modelle im

Vergleich zur Modernisierung hätte und

wie hoch die Mehrkosten wären. „Mit

neuen, dynamischeren RBG erzielen wir

30 Prozent mehr Leistung“, schildert Lars

Breuer. Da fiel die Entscheidung leicht. Die

beiden alten Geräte wurden durch Dachluken

aus-, die neuen RBG auf gleichem

Weg eingebracht.

Funktionierende Teamarbeit. Die

Betriebsfeuerwehr hat für die Sicherung auf

dem Dach gesorgt. „Dieses gemeinsame

Stemmen des Projekts mit den Metabo-

Mitarbeitern hat die Arbeit besonders gemacht“,

betont Gregor Rentschler. „Es ist

wichtig, dass bei einer derartigen Maßnahme

das Zusammenspiel unserer Fachleute

mit den Mitarbeitern des Kunden funktioniert.“

Dennis Bosch bestätigt, „dass das

Team ein wichtiger Schlüssel war, um das

Gesamtprojekt so erfolgreich umzusetzen.“

Obwohl die modernisierte Anlage erst seit

wenigen Monaten in Betrieb ist, zeigen

sich schon Erfolge: „Noch ist es zu früh,

konkrete Zahlen zu nennen“, berichtet

Dennis Bosch. „Ich gehe davon aus, dass

die Leistungssteigerung sich im zweistelligen

Bereich einpendeln wird. Die Kollegen

im Lager haben festgestellt, dass die

Anlage schneller läuft. Nicht nur die Ware

ist zügiger draußen, auch die Datensätze

stehen jetzt blitzschnell bereit.“ Über die

Fernwartung lassen sich Ereignisse rasch

online beheben. Zudem sinkt der Energieverbrauch,

da in den neuen RBG eine

Zwischenkreiskopplung für einen internen

Ausgleich von motorischen und generatorischen

Lasten sorgt. „Das gesamte Retrofit-

Projekt verlief sehr gut“, resümiert Dennis

Bosch zufrieden. Unternehmen, die eine

Modernisierung ihrer Anlage beabsichtigen,

empfiehlt er, „sich ausreichend Zeit für die

Vorplanung zu nehmen. Die Anlagenanalyse

und die detaillierte Roadmap von viastore

sind dafür eine verlässliche Basis.“ [pl]

Der Kunde im Mittelpunkt: Dennis Bosch,

Leiter Logistik im Hauptwerk von Metabo,

links Gregor Rentschler, Projektmanager Retrofit

bei viastore, rechts Lars Breuer, stellvertretender

Leiter Retrofit bei viastore


Titelstory Aktuell Messen

Wellpappe/Karton

Intralogistik

Automatisierungssystem erhöht Rentabilität

von Online-Bestellungen

Mit der neuen Dematic Micro-Fulfillment-Lösung baut der Intralogistikspezialist sein Leistungsportfolio für den

Omni-Channel-Vertrieb aus. Das innovative Automatisierungssystem ist speziell auf die Anforderungen von Händlern

mit hohen Durchsatzraten zugeschnitten: Zum einen stellt es Aufträge innerhalb von maximal einer Stunde

vollautomatisch zusammen. Zum anderen benötigt es aufgrund der kompakten Bauweise nur gut 900 Quadratmeter

und kann damit im urbanen Raum direkt an der Rückseite eines Einzelhandelsgeschäfts oder als separates

städtisches Fulfillmentzentrum installiert werden. Die unmittelbare Nähe zum Endverbraucher bzw. zu seiner

Abholstation sorgt für kürzere Wege und verringert damit die Lieferzeiten deutlich. Somit bekommt der Kunde

seinen bestellten Artikel nicht nur deutlich schneller, die Rentabilität von Online-Bestellungen für Unternehmen

steigt ebenfalls. Die Micro-Fulfillment-Anlagen setzen sich aus bewährten Technologien wie dem Dematic Multishuttle

und Ware-zu-Person-Kommissionierlösungen sowie einer speziell zugeschnittenen Software Dematic iQ

zusammen. Bei dem US-amerikanischen Einzelhändler Meijer Inc., der rund 250 Supermärkte und fast ebenso

viele Tankstellen betreibt, installiert Dematic derzeit bereits das erste System.

„Unser flexibles Dematic Micro-Fulfillment-System

stellt eine zukunftsträchtige

Lösung für Einzelhändler dar. Durch die

Auftragsabwicklung in unmittelbarer Nähe

des Endverbrauchers setzen wir ganz neue

Standards für den Omni-Channel-Vertrieb“,

sagt Hasan Dandashly, President & CEO von

Dematic. Sowohl der Lebensmittel- und Einzelhandel

sowie große Kaufhäuser als auch

die Unterhaltungselektronik-, Sport- und

Bekleidungsindustrie profitieren von dem

neuen Dematic-System. Denn es stellt selbst

umfangreiche Aufträge innerhalb von maximal

einer Stunde automatisch zusammen.

Zudem substituiert es Bestellabwicklungen

in Distributionszentren, die zum Großteil

außerhalb der Städte und somit in größerer

Entfernung zum Kunden liegen als die

stationären Geschäfte. Stattdessen können

Kunden ihre bestellten Waren nun nach

kurzer Zeit entweder in der Filiale abholen

oder sich nach Hause liefern lassen. Das

vereinfacht den Omni-Channel-Vertrieb und

E-Commerce-Bestellabwicklungen werden

für Unternehmen rentabler.

Die Aufträge werden innerhalb

einer Stunde abgewickelt

Dematic bringt eine neue Micro-Fulfillment-Lösung für den Omni-

Channel-Vertrieb auf den Markt

Speziell für den Lebensmittelhandel kann die

Micro-Fulfillment-Lösung an unterschiedliche

Temperaturzonen angepasst werden.

Auch die Lagerung und Kommissionierung

von Tiefkühlprodukten lässt sich mit dem

System realisieren. Für diesen Zweck kommt

zum Beispiel das Dematic Multishuttle 2

Freezer zum Einsatz. Neben den bewährten

Automatisierungssystemen gehört die Dematic

Software iQ zu den Bestandteilen der

Micro-Fulfillment-Lösung. Eine spezielle

Version ermöglicht nicht nur die volle Datenkontrolle

über alle Stores, Fulfillmentund

Distributionszentren hinweg, sondern

kann auch nahtlos in bestehende Warenwirtschafts-

und Enterprise-Resource-Planning

(ERP)-Systeme integriert werden. Auf diese

Weise ist die softwarebasierte Vernetzung

über alle Standorte hinweg sichergestellt.

Die erste Installation der neuen Lösung ist

bereits gestartet: Bei dem US-amerikanischen

Einzelhändler Meijer Inc. errichtet Dematic

derzeit eine Micro-Fulfillment-Anlage. Sid

Handa, Director of Strategic Supply Chain

Initiatives bei der Meijer Inc., erklärt: „Mit

dem neuen Dematic-System sind wir für die

Zukunft gerüstet. Denn es erlaubt uns, den

verfügbaren Platz in unseren Stores maximal

auszunutzen und somit unser Online-Shopping

so auszuweiten, dass die persönlichen

Einkaufspräferenzen der Kunden erfüllt

werden können.“ Für die Installation der

Micro-Fulfillment-Lösung benötigt der Intralogistikspezialist

circa zwölf Wochen. [pl]

Fotos: Dematic


Pack & Log 10/19

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Effizientes Palettenhandling dank PALOMAT ®

In jedem Produktionsbetrieb werden täglich Lasten umgesetzt.

Speziell das manuelle Heben leichter Lasten birgt

ein mehrfaches Risiko. Neben möglichen Schäden an der

Gesundheit sinkt auch die Produktivität. Diese Probleme

kannte der Erfinder des PALOMAT ® zu gut und so entstand

aus einer Not heraus eine Lösung: Palettenhandling auf Bodenniveau.

Foto: PALOMAT®

Foto: HtW

Auch Ing. Werner Winter, Geschäftsführer

der HtW – Handhabungstechnik

Winter GmbH, ist sich dieser

Problematik bewusst und sieht speziell

in der Plattierung Einsatzmöglichkeiten für

seine flexible Handhabungstechnik. Mit

dem PALOMAT ® hat HtW nun ein System

im Programm, das den Umgang mit der Palette

selbst automatisiert.

40 Prozent mehr Nachfrage am

Markt. Damit dürfte das heimische Unternehmen

einen Nerv getroffen haben.

Aufgrund starker Nachfrage im Bereich des

Palettenhandling machte sich das Team von

HtW, rund um Ing. Winter, zur Aufgabe, die

perfekte Lösung für Firmen zu finden.

„Schnell stach die professionelle Qualität der

Geräte von PALOMAT ® ins Auge, die durch

jahrelanges Bestehen und dank vielseitig

einsetzbarer Lösungen einen sehr guten Ruf

haben“, erzählt Werner Winter gegenüber

Pack & Log. Nach ausführlichen Testserien

und intensiven Verhandlungen mit PALO-

MAT ® kann man alle verfügbaren Modelle

nun bei HtW testen und erwerben.

„Uns war sehr wichtig, eine Lösung anbieten

zu können, die auf die Probleme unserer

Kunden eingeht und flexibel in den verschiedensten

Branchen eingesetzt werden

kann. Wir möchten für unsere Kunden die

bestmögliche Qualität und setzen sehr auf

Der PALOMAT ®

sorgt für mehr Ordnung,

gesünderes

Arbeiten und Kosteneinsparungen

individuelle Umsetzung, direkt an den Einsatzort

angepasst. Damit am Ende eines Auftrags

beide Seiten sagen können, wir haben

etwas geschaffen, was sowohl Sinn als auch

Wirkung hat“, so Werner Winter erfreut.

Ergonomisch und voller Vorteile.

Gesundheit ist das höchste Gut. Vor

allem in der Handhabung von Paletten stellt

es sich als äußerst schwierig heraus, diese

ergonomisch, sicher und effizient zu heben

und mit ihnen zu arbeiten. Paletten sind in

Firmen und deren Logistikzentren nicht wegzudenken.

Daher braucht man eine Lösung,

die die Arbeit mit Paletten optimiert: „Ein

Muss für den Betrieb und die Mitarbeiter“,

betont Werner Winter.

Der PALOMAT ® stapelt und entstapelt die

leeren Paletten nacheinander. Alle Paletten

werden auf Bodenhöhe gehandhabt. Er

hebt bzw. senkt den ganzen Palettenstapel

automatisch, damit eine neue Palette auf

Ing. Werner Winter

(re.) und sein Team

betonen: „Wir nehmen

uns die Zeit und

evaluieren die Situation,

um den Workflow

zu optimieren und

den PALOMAT ® als

Investment, das sich

bezahlt macht, in

das Unternehmen zu

integrieren.“

Bodenhöhe beispielsweise mit einem Handhubwagen

ganz leicht einfügt werden kann.

Zur Bedienung der Maschine wird ein Touch

Panel verwendet. Auch ein vollständiger Palettenstapel

(15 oder 25 Paletten) kann in den

PALOMAT ® eingefügt oder herausgenommen

werden – ohne Verwendung eines Staplers.

Der PALOMAT ® ist eine modulare Lösung,

die an die jeweiligen kundenspezifischen

Anforderungen angepasst werden kann.

Auch Palettengrößen spielen keine Rolle,

die PALOMAT ® -Magazine können zahlreiche

Paletten aus Holz, Kunststoff und Metall

unabhängig von der Länge, Breite oder Höhe

handhaben.

Für Werner Winter liegen die Vorteile dieses

Systems auf der Hand: „Man sollte sich

die Arbeit mit Paletten leichtmachen. Es ist

nicht notwendig, dass Paletten oder ganze

Palettenstapel im Weg herumstehen, oder

dass man einen Gabelstapler braucht, nur

um eine Palette hin- und herzuschieben oder

aufzustapeln. Dafür gibt es jetzt die PALO-

MAT ® - Palettenmagazine. Sie managen und

stapeln die Paletten sozusagen von selbst.

So werden Kosten sowie Platz gespart und

zusätzlich wird die Effizienz der innerbetrieblichen

Logistik enorm gesteigert.“ [pl]

Scannen und mehr über HtW

und PALOMAT ® erfahren


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Lager- und Fördertechnik

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Lager- und Fördertechnik für

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Vetropack Austria GmbH

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Roboter sind unsere Leidenschaft.

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Forschung, Beratung, Prüfung

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Verfahren in der Logistik (VVL) e. V.

Prof. Dr.-Ing. Rolf Jansen

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Herausgeber:

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