Patientenzeitschrift_KLF_#5_web

Visioness

He 5 | Herbst/Winter 2019/20

RUNDUM

GESUND

Patientenzeitschrift

Krankenhäuser Landkreis

Freudenstadt gGmbH

Vorhofflimmern:

Kryoablaon bringt Herz

in den richgen Takt

Seite 14

Pflege:

Beste Karrierechancen

dank neuer Ausbildung

Seite 20

Zwei Kniegelenke

für ein

neues Leben

Seite 8

Serie „Medizin im Portrait“:

Zwischen Been vorbereiten

und Wandertouren

Seite 24

Krankenhäuser

Landkreis Freudenstadt

gGmbH


Editorial

Editorial

Liebe Paennnen und Paenten,

liebe Leserinnen und Leser,

Ärzte, die das scheinbar Unmögliche möglich machen, Umbrüche für bessere

Versorgungsstrukturen und efste Wertschätzung jedes einzelnen: Für all das steht

die Klinik Freudenstadt. Das Ergebnis sind zufriedene Paenten und movierte

Mitarbeiter von der Chefetage über die Pflege bis zum Beenservice, die gern zur

Arbeit kommen und jeden Tag ihr Bestes geben – zum Wohle der Paenten.

Tourenrad-Fan Marn Wörner konnte beschwerdefrei keine Treppe mehr steigen.

Dank zwei neuer Kniegelenke fährt er heute wieder Radrennen und legt dabei mit

Leichgkeit hunderte Kilometer zurück. Welche Therapie sein Leben grundlegend

änderte und welche prakschen Tipps und Infos Chefarzt Dr. Benjamin König zum

Thema künstliche Gelenke bereithält, lesen Sie im Endoprothek-Beitrag.

Dass an der Klinik Freudenstadt nicht nur die Arbeit der Chefärzte, sondern der

gesamten Belegscha wertgeschätzt und gewürdigt wird, zeigt die Serie „Medizin

im Porträt“, mit der wir in jeder „Rundum gesund“-Ausgabe einen Klinikmitarbeiter

vorstellen. Dieses Mal steht Staonsassistenn Kata Vicic im Fokus. Der Familienmensch

mit Affinität zur Natur und Wandertouren nimmt Essensbestellungen auf,

reinigt die Been und richtet Paentenzimmer für Neuankömmlinge. Im Klinikum

Freudenstadt, dem sie seit über 30 Jahren die Treue hält, schätzt sie vor allem die

familiäre Atmosphäre und dass „jeder jeden respekert und schätzt“.

So wundert es nicht, dass auch unsere Pflegeschüler – selbst in der Umbruchphase

für die generalissche Pflegeausbildung – von ihrer Arbeit schwärmen: Abwechslungsreich,

wohnortnah und mit vielversprechenden Zukunsperspekven sind

Schpunkte, die angehende Pfleger in diesem Zusammenhang nennen. „Bisher

wusste ich gar nicht, dass man im Bereich Pflege auch die Möglichkeit hat, zu

studieren“, ist der 24-jährige Alexandre Hägele überrascht. Der Schüler im drien

Lehrjahr sieht die Pflegeausbildung als gute Grundlage.

Im Namen aller Mitarbeiter des Klinikums Freudenstadt wünsche ich Ihnen und

Ihrer Familie alles Gute und beste Gesundheit.

Ihr

Ralf Heimbach

Geschäsführer Krankenhäuser Landkreis Freudenstadt gGmbH

2 Rundum gesund


Inhalt

Inhalt

Zweitmeinung inklusive:

Klinikum Freudenstadt baut Darmkrebszentrum auf ................. 4

Spatensch für neues Klinikgebäude ist erfolgt:

Das Krankenhaus wird deutlich moderner ................................. 6

Titelthema Endoprothek:

Zwei Kniegelenke für ein neues Leben:

Operaon beendet zwanzigjährige Leidenszeit ......................... 8

„Der Paent entscheidet“:

Chefarzt Dr. König gibt praksche Tipps

zum Thema künstliche Gelenke ................................................ 10

0

Wo genaueste Diagosen erst möglich werden:

Die Radiologie als Schlüssel zur bestmöglichen Therapie ......... 12

Vorhofflimmern:

Kryoablaon bringt Herz in den richgen Takt ......................... 14

Mit Sportsgeist und Humor: 30 Mitarbeiter des Klinikum

Freudenstadt beim Baiersbronner Cross-Trail-Lauf ................. 17

NovaSure hil Frauen mit starker Regelblutung:

Eingriff in der Gynäkologie stoppt monatliche Beschwerden .... 18

Pflege:

Beste Karriere-Chancen dank neuer Ausbildung ......................... 20

Medizin im Porträt:

Zwischen Been vorbereiten und Wandertouren ................... 24

Schulmedizin tri Naturheilkunde: Dr. Sabine Merz ist

neue ärztliche Leiterin im MVZ Horb ........................................ 26

4

12

„Bei uns ist jeder Tag Händehygienetag“:

Hygiene schützt vor Infekonen ............................................... 28

Klinikführer .............................................................................. 31

Impressum

Herausgeber:

Redakonsleitung:

Krankenhäuser Landkreis Freudenstadt gGmbH Cornelia Schreib

Postanschri:

Inhaltliches und grafisches Konzept,

Krankenhaus Freudenstadt, Öffentlichkeitsarbeit, Redakon und Realisierung:

Karl-von-Hahn-Straße 120, 72250 Freudenstadt Visioness GmbH, Heidelberg

E-Mail: cornelia.schreib@klf-net.de

Druck:

Tel.: 07441 54-6143

Drescher Full-Service Versand GmbH, Leonberg

Fax: 07441 54-2271

Bildquellen:

Internet: www.klf-web.de

Alle Fotos stammen aus den Einrichtungen der Krankenhäuser

Landkreis Freudenstadt gGmbH, wenn nicht anders angegeben.

20 28

Alle in diesem Magazin

enthaltenen Empfehlungen

ersetzen nicht den ärztlichen

Rat. Bie suchen Sie bei

gesundheitlichen Beschwerden

Ihren Hausarzt oder niedergelassenen

Facharzt auf.

Rundum gesund 3


Zweitmeinung

inklusive

Klinikum Freudenstadt baut

Darmkrebszentrum auf

Darmkrebs kann durch eine regelmäßige Vorsorge

in Form einer Darmspiegelung vermieden werden.

Wird Darmkrebs erst einmal festgestellt, kann dieser

bereits sehr groß sein oder gestreut haben. Nicht

in allen Fällen ist mit einer einmaligen Operaon das

Problem gelöst. Umso wichger ist eine kompetente

und umfassende Behandlung. Am Klinikum in Freudenstadt

soll daher ein zerfiziertes Darmkrebszentrum

entstehen. Welche Vorteile das für Paenten

mit sich bringt und wie weit die Planung bereits fortgeschrien

ist, berichtet Privatdozent (PD) Dr. René

Hennig, Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und

Gefäßchirurgie.

Hierzulande ist Darmkrebs bei Männern die drihäufigste,

bei Frauen sogar die zweithäufigste Krebsart. Die Krankheit

entwickelt sich langsam und bringt zu Anfang meist

keine auffälligen Beschwerden mit sich.

Das ist problemasch, denn „je früher

Darmkrebs behandelt werden kann, desto

besser sind die Heilungschancen“, so

PD Dr. Hennig. Gibt es einen Verdacht,

suchen Zuweiser und Betroffene nach

der opmalen Möglichkeit für eine

weitere Therapie. „Bei einem Darmkrebszentrum

können sie sich aufgrund

der Zerfizierung sicher sein, dass dort

höchste Qualität abgeliefert wird“, legt der Experte nahe.

Gemeinsam mit Prof. Dr. Klaus Fellermann, Chefarzt der

Medizinischen Klinik I, und einem Team aus weiteren Spezialisten,

möchte er ein solches Zentrum in Freudenstadt

auauen.

Expertenkonsens für die bestmögliche Behandlung

Die wichgste Therapiemöglichkeit bei Darmkrebs ist die

Operaon, unterstützend muss aber bei einigen Paenten

auch eine Chemo- und Strahlentherapie

hinzugezogen werden. „Früher kam ein

Paent mit Darmkrebs zum Chirurgen und

dieser legte fest, wie der Paent zu behandeln

ist“, berichtet PD Dr. Hennig. „Heutzutage

ist es so, dass ein ganzes Kollegium

verschiedenster Fachdisziplinen mit Vertretern

unter anderem aus der Chirurgie,

Gastroenterologie, Onkologie, Pathologie

und Strahlentherapie – allen, die sich mit

Krebserkrankungen beschäigen – eine Entscheidung auf

dem Boden aktueller Studien und Leitlinien fällt.“ Außerdem

sollen im geplanten Darmkrebszentrum auch niedergelassene

Ärzte miteinbezogen werden, insbesondere Gastroenterologen

und Onkologen.

4 Rundum gesund


Unserem Versorgungsaurag

möchten wir durch umfassende,

interdisziplinäre Behandlungskonzepte

und zügige Abläufe bei

Diagnosk und Therapie

nachkommen

Darmkrebszentrum

Für das Zentrum essenziell ist die sogenannte Tumorkonferenz.

Dort werden die Fälle sämtlicher Tumorpaenten individuell

besprochen: „Es gibt klare Festlegungen, welche Pa-

enten bereits vor Beginn einer Therapie vorgestellt werden

müssen und welche man erst einmal operieren kann. Letztere

werden nach dem Eingriff vorgestellt, um das weitere Vorgehen

zu besprechen“, berichtet der Experte. Dort verständigt

man sich stets auf einen Konsens: den besten Behandlungsplan

für den Paenten. „Davon profiert natürlich vor allem

der Betroffene. Er kann sich darauf verlassen, dass dies keine

Einzelmeinung ist.“ Die regelmäßige Zusammenkun der Spezialisten

soll am Klinikum in Freudenstadt noch in diesem Jahr

etabliert werden und findet dann regelmäßig sta.

Jeder muss abrufen können, wie ein Paent behandelt wird

PD Dr. Hennig, der bereits Erfahrung durch akve Mitarbeit

in den Darmkrebszentren des Klinikums Stugart sammeln

konnte, legt besonderen Wert auf die genaue Dokumentaon

der Leitlinien und Standards. Therapiealgorithmen erleichtern

die schnelle und präzise Arbeit für alle Beteiligten und sind

auch für eine angestrebte Zerfizierung von großer Wichgkeit.

„Bis zum jüngsten Assistenten muss jeder abrufen und

wissen können, wie ein Paent behandelt wird“, betont der

Spezialist. „Die Paenten kommen meist über eine Sprechstunde

in die Klinik, zugewiesen von einem niedergelassenen

Kollegen“, berichtet er. „Wir machen dann die weiteren notwendigen

Abklärungen, um das Tumorstadium festzulegen.“

So werden Paenten mit Metastasen oder bei Lokalisaon des

Tumors im Enddarm zuerst in der Tumorkonferenz vorgestellt,

Paenten ohne Metastasen können meist sofort operiert

werden. „Häufig steht das Behandlungsschema aufgrund der

definierten Therapiealgorithmen fest“, berichtet PD Dr. Hennig.

„Wirkliche Spezialfälle sind sehr selten – aber es wird immer

geprü. Wir diskueren jeden Paenten individuell und

kontrollieren vor allem auf Vollständigkeit, um keine wichgen

Befunde zu übersehen.“

Rundum gesund 5


Darmkrebszentrum

„Weil wir das, was wir tun, gerne und

auch sehr gut machen“

Zu den Voraussetzungen für eine

Zerfizierung gehört neben der Etablierung

einer Tumorkonferenz und

festgelegten Standards die Erfüllung

besmmter Mindestmengen. „Das

heißt, es muss eine vorgeschriebene

Zahl an Paenten mit Darmkrebs

pro Jahr behandelt werden und die

zerfizierten Operateure müssen für

eine Operaon besmmte Mindestzahlen

pro Jahr erbringen“, erklärt PD

Dr. Hennig. Er ist seit Januar 2019 am

Klinikum und berichtet, dass es zuvor

nur wenig kolorektale Chirurgie gab

PD Dr.

René Hennig

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinikum Freudenstadt

Allgemein-, Viszeral- und

Gefäßchirurgie

PD Dr. René Hennig

Chefarzt

Karl-von-Hahn-Straße 120

72250 Freudenstadt

Tel.: 07441 54-2385

E-Mail: chirurgie@klf-net.de

und wenn, dann ausschließlich in der

herkömmlichen offenen Technik. Viele

Darmkrebspaenten werden heute

minimal-invasiv in der „Schlüssellochtechnik“

operiert. Dies ist nun auch in

Freudenstadt der Fall, unter Anwendung

modernster Technologien (3Dund

4K-Bildsysteme). „Basierend auf

den Zahlen von 2018 wäre es gar nicht

denkbar gewesen, ein Darmkrebszentrum

zu entwickeln.“ Umso posiver

smmt die Tatsache, dass seit Januar

2019 immer mehr Paenten zur weiteren

Behandlung an das Klinikum verwiesen

werden. PD Dr. Hennig rechnet

mit einer Erfüllung der vorgeschriebenen

Mengen bis spätestens 2021. Angesichts

der posiven Entwicklungen

wird die Planung aber bereits weiter

vorangetrieben, wie er bestägt: „Wir

versuchen bereits jetzt, die Weichen in

Richtung Zerfizierbarkeit zu stellen.“

Durch regelmäßige Audits, Zerfizierungen

und Re-Zerfizierungen sollen

Qualität und standardisierte Abläufe

streng überwacht und gegebenenfalls

angepasst werden. Es ist ein Team-Projekt,

wie der erfahrene Chirurg betont:

„Ein solches Zentrum aufzubauen ist

uns ein Anliegen, weil wir das, was

wir tun, gerne und auch sehr gut machen.

Unserem Versorgungsaurag

möchten wir durch umfassende, interdisziplinäre

Behandlungskonzepte

und zügige Abläufe bei Diagnosk und

Therapie nachkommen.“ Und egal ob

die Zerfizierung bereits im nächsten

oder aber im übernächsten Jahr beantragt

wird: Von der umfassenden,

präzisen Arbeit des Teams profieren

Paenten bereits jetzt.

Prof. Dr.

Klaus Fellermann

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinikum Freudenstadt

Medizinische Klinik I – Innere Medizin

Prof. Dr. Klaus Fellermann

Chefarzt

Karl-von-Hahn-Straße 120

72250 Freudenstadt

Tel.: 07441 54-2389

E-Mail: medizinischeklinik1

@klf-net.de

Spatensch

für neues

Mit prominenter Beteiligung ist am 23.09.2019 der

Spatensch für den Teilneubau des Freudenstädter

Klinikums erfolgt. Eine Reihe Unterstützer, darunter

der baden-würembergische Sozialminister

Manfred „Manne“ Lucha sowie Landrat Dr. Klaus

Michael Rückert, Aufsichtsratsvorsitzender der

KLF, nahmen mit Schaufeln bewaffnet den symbolischen

Akt vor. Ferggestellt werden soll das

85 Millionen Euro schwere Bauvorhaben mit ca.

18.000 m² Nutzfläche im Jahr 2022.

Auf der bisherigen Wiese neben dem Klinikum

Freudenstadt bildet sich eine lange Schlange. 16

Verantwortliche für den Neubau haben sich nebeneinander

aufgestellt und heben mit sichtbarer

Freude je eine Schaufel der aufgetürmten Erde aus

– ein symbolischer Akt für ein modernes Klinikum

mit opmalen, zeitgemäßen und zukunsfähigen

Behandlungsstrukturen.

Auf rund 18.000 m² Nutzfläche werden alle erforderlichen

diagnosschen Einrichtungen, Labor und

Krankenhausapotheke sowie Servicebereiche wie

die Zentralsterilisaon, Klimatechnik, Warenwirtscha

und Paentenzimmer mit insgesamt 316

Been und einer Ausbaureserve von weiteren

23 Beenstellplätzen untergebracht. Darüber hinaus

beherbergt der Neubau Intensiv- und Intermediate-Care-Been,

vier OP-Säle, Reserve-OP,

Seco-OP, Ambulanz-OP und eine Zentrale Notaufnahme

nebst Schockraum. Der neue Baukörper

wird miels einer Brücke an das bestehende MVZ-

Gebäude angebunden, um die dorgen Räume und

den bestehenden Hubschrauberlandeplatz weiterhin

nutzen zu können. Gerechnet wird mit einer Bauzeit

von 2,5 Jahren und einem Invesonsvolumen

von 85 Millionen Euro. Davon übernimmt das Land

54 Millionen und der Landkreis Freudenstadt den

Restbetrag.

6 Rundum gesund


Neubau

Das Krankenhaus

wird deutlich

moderner

Klinikgebäude ist

erfolgt

„Mit dem Umzug in das neue Gebäude wird den

Paenten und Gästen, aber auch den Mitarbeitenden

eine moderne Gebäudeinfrastruktur zur

Verfügung stehen, die aufgrund der Bauweise

an künige Anforderungen angepasst werden

kann“, sagt Landrat Dr. Rückert und dankt Kreistag

und Land für die großzügige Unterstützung:

„Ich bin dem Kreistag sehr dankbar für diese

muge Entscheidung. Sie stellt immerhin die

größte Einzelinveson seit Bestehen des Landkreises

dar. Darüber hinaus bin ich dem Land

Baden-Würemberg und hier vor allem dem

Sozial- und Integraonsminister Manne Lucha

sehr zu Dank verpflichtet.“

Das für Konzepon und Umsetzung beauftragte

Ingenieurbüro Vogt aus Leipzig hat unter

der Maßgabe eines flächenopmierten,

kompakten Baukörpers ein Krankenhaus mit

geringen Distanzen entworfen. „Die Paenten

finden auf möglichst kurzen Wegen die Bereiche,

die zusammengehören – so zum Beispiel

die Untersuchungs- und Diagnoskbereiche

im Erdgeschoss, die operaven Einheiten, die

Entbindung und die Intensivstaonen im ersten

Obergeschoss und darüber die Bereiche

der Normalpflege“, beschreibt Prof. Dr. Werner

Vogt die Vorzüge des geplanten Teilneubaus der

Klinik. „Hierdurch“, so der Bauingenieur weiter,

„kommt es zu einer weitgehenden Enlechtung

der Paentenströme und zur Schaffung von

beruhigten Bereichen ohne störenden Verkehr.

Letztlich lässt sich jeder Punkt immer über zwei

Wege erreichen“.

Im Juli 2016 hae der Kreistag in seinem

Grundsatzbeschluss den Aufsichtsrat und die

Geschäsführung der KLF gGmbH damit beauragt,

einen Krankenhausteilneubau am

Standort Freudenstadt zu planen. Es folgten die

Aufnahme in das Landeskrankenhausbauprogramm

2017 und der Aurag an das Ingenieurbüro

Vogt aus Leipzig, in Absmmung mit dem

Kreistag einen Konzeponsentwurf zu erstellen.

Auf Basis dessen empfahl der Aufsichtsrat in

seiner Sitzung vom 26. April 2018, den Krankenhausteilneubau

in Angriff zu nehmen. Sechs

Wochen später schloss sich der Kreistag dieser

Auffassung an und beauragte die Geschäsführung,

den entsprechenden Förderantrag zu

stellen. Dieser wurde am 13. Dezember 2018

im Landeskrankenhausausschuss und anschließend

am 18. Dezember 2018 im Landeskabine

beraten und posiv beschieden.

Dr. Klaus Michael

Rückert

Kontakt

Landkreis Freudenstadt

Dr. Klaus Michael Rückert

Aufsichtsratsvorsitzender

der KLF gGmbH

Herrenfelder Str. 14

72250 Freudenstadt

Tel.: 07441 920-1000

E-Mail: landrat@kreis-fds.de

Mit einem modernen, 85 Millionen Euro

schweren Teilneubau rüstet sich die Klinik

Freudenstadt für die Zukun. Spatensch und

erste Erdbauarbeiten sind erfolgt, über den

Winter soll das Fundament erstellt werden.

Rimantas Dapschauskas, Bauleiter des beauftragten

Ingenieurbüros Professor Dr.-Ing. Vogt

aus Leipzig, sorgt dafür, dass alles nach Plan

läu.

Was sind Ihre Aufgaben als Bauleiter für den

Teilneubau des Klinikums Freudenstadt?

Rimantas Dapschauskas: Ich bin zuständig für

das Bauvorhaben vor Ort, die Überwachung

und Steuerung aller Aufgaben auf und um die

Baustelle, damit das Bauvorhaben termingerecht

abgeschlossen und in hoher Qualität ausgeführt

wird. Ich muss mich um die ordnungsgemäße

Umsetzung der Bauarbeiten kümmern.

Wie weit ist der Bau bisher fortgeschrien?

Rimantas Dapschauskas: Die Erdbauarbeiten

werden diesen Monat abgeschlossen sein. Zur

Zeit beginnen wir mit der Herstellung der Fundamente

und der Aufstellung von drei Baukränen.

Wenn es die Wierungsbedingungen im

Winter zulassen, ziehen wir in Kürze vom Keller

aus peu a peu das Gebäude nach oben. Voraussichtlich

in drei Jahren kann der Bau dann

bezogen werden.

Inwiefern profieren Paenten von der Bauweise?

Rimantas Dapschauskas: Das Krankenhaus

besteht aus zwei kompakten Bauteilen mit

begrünten Innenhöfen. Im Untergeschoss

befinden sich die Technik, Küche, Apotheke,

Logisk, die Auereitungseinheit für Medizinprodukte

und unter dem Gebäude der

Psychiatrie eine Tiefgarage für Mitarbeiter, im

Erdgeschoss sind alle diagnosschen Bereiche,

die Zentrale Notaufnahme, die Radiologie sowie

der Herzkatheter Bereich der Klinik und die

Cafeteria untergebracht. Im 1. Obergeschoss

befindet sich der OP-Bereich, die Intensivsta-

on, die Entbindung, Wöchnerinnen- und Kinderstaonen

und im 2. OG die Pflegestaonen.

Das neue moderne Krankenhaus mit begrünten

Innenhöfen, als Ruheoasen für die Paenten

löst das in die Jahre gekommene und

heugen Grundsätzen der medizinischen Versorgung

nicht mehr entsprechende bestehende

Bauwerk ab.

Rundum gesund 7


Endoprothek

Zwei Kniegelenke

für ein neues

L

Schweiß trop dem Mann in Radkleidung von der Srn, als er auf

seinem Trekkingrad in die Hofeinfahrt fahrt fährt. Durchtrainierte Waden

und eine schlanke Silhouee lassen auf einen geübten Sport-

ler schließen. In einer flüssigen Bewegung zieht er langsam die

Bremse, schwingt dabei ein Bein über den Sael und lässt das Rad

ausrollen bis es zum Stehen kommt. mt. Als seine Beine den Boden

berühren, kippt die Smmung: Das rechte Bein

schwankt, beinahe verliert der Radfahrer das

Gleichgewicht. Keuchend stützt er sich auf

sein Rad und fasst sich mit der einen

Hand ans rechte Knie.

Marn Wörners Smme wird leise,

wenn er von dem berichtet, was mehr

als die Häle seines Erwachsenenlebens

prägte: „Im Jahre 2000 habe ich

schon meine erste Kreuzbandplask

bekommen. Als diese verheilt war,

ging es mir zunächst gut, aber die

Knieschmerzen kamen wieder.“ Meniskusschaden

lautete die nächste

Diagnose, ein arthroskopischer Eingriff

sollte Abhilfe schaffen. Wieder ging es

Wörner eine Weile lang gut, doch die

Knieschmerzen kamen erneut. Meniskusschaden,

Knorpeldefekt, Verschleiß,

Arthrose – unter wechselnden Namen

wiederholte sich das Spiel und auch

die unzähligen Behandlungen konnten

keine dauerhae Abhilfe schaffen. Erst

die Behandlung bei Dr. Benjamin König

beendete die 20 Jahre dauernde Leidensgeschichte

von Marn Wörner. Im

Juli 2018 und im Februar 2019 wurde

ihm im Klinikum Freudenstadt jeweils

eine Teilendoprothese in den Knien

eingesetzt.

8 Rundum gesund


Endoprothek

eben

Nach vier Tagen

konnte ich schon mit

Gehhilfen einige

Schrie auf dem

Gang laufen!

Ruf der KLF-Endoprothek überzeugte

Dass Marn Wörner einen solchen Eingriff in Betracht

zog, ist einem Zufall zu verdanken. Im Frühjahr 2018

kam er bei einem Blutspendetermin mit einem Arzt ins Gespräch.

„Als ich ihm beiläufig von meinen Knieproblemen erzählte

und dass ich darüber nachdenke, eine erneute Spritzentherapie zu

beginnen, war er schockiert und riet mir, bei einem Kniespezialisten

eine Zweitmeinung einzuholen“, berichtet Wörner. Der Ratschlag blieb

ihm im Kopf und nach Ratschlägen von Bekannten und eigener Recherche

entschied er sich für einen Termin in der Sprechstunde von Dr. König. „Ich

habe ausschließlich Posives über das Klinikum Freudenstadt gehört. Außerdem

haben der Werdegang von Dr. König und seine Ausbildung an so renommierten

Häusern wie der Charité mich davon überzeugt, dass ich hier in guten

Händen bin.“

Nach eingehender Untersuchung sei der Endoprothek-Spezialist der Klinik Freudenstadt

zu einem vernichtenden Ergebnis gekommen. „Herr Wörner, leider ist ihr

Knie eine anatomische Katastrophe“, erinnert sich Marn Wörner an die Diagnose,

die den Auakt zu einem langen und ausführlichen Beratungsgespräch bildete. „Dr.

König zeigte mir die Behandlungsmöglichkeiten auf und auf Basis dessen entschloss

ich mich für den Einsatz einer Teilendoprothese – zuerst im rechten, dann im linken

Knie.“

Im Juli 2018 besuchte Marn Wörner die speziellen Schulungen, die die baldigen

Endoprothesen-Besitzer auf den Eingriff vorbereiten sollten, lernte die Räumlichkeiten

und die ihn betreuenden Physiotherapeuten kennen. „Das hat mich im Vorfeld

sehr beruhigt und ich fühlte mich gut auf die Operaon vorbereitet“, bewertet Wörner

das Prozedere im Nachhinein und

ergänzt: „Einzig, dass ich schon unmittelbar

nach der OP wieder auf meinen

Beinen stehen sollte, konnte ich nicht

glauben.“

Schnell wieder auf den Beinen

Doch Dr. König sollte Recht behalten

und Marn Wörner ist die Begeisterung

noch Monate danach anzumerken:

„Nach vier Tagen konnte ich schon

mit Gehhilfen einige Schrie auf dem

Gang laufen!“ Nach zwölf Tagen Krankenhaus

und anschließender dreiwöchiger

Reha folgte für ihn das nächste

Highlight. „Als ich den zweiten Tag zuhause

war, habe ich eine 38 Kilometer

lange Radtour unternommen und das

ohne Schmerzen im operierten Knie.

Ich kann gar nicht sagen, wie begeistert

ich war“, so Wörner. Nach sechs Wochen

habe der IT-Leiter wieder ohne

weiteres arbeiten können, jegliche Alltags-

und Sportbelastung sei dank der

speziellen Prothesen, die im Klinikum

Freudenstadt verwendet werden, kein

Problem gewesen.

Rundum gesund 9


Zum ersten Mal seit

20 Jahren bin ich

schmerzfrei und kann

zuversichtlich in die

Zukun blicken

Auch Dr. König zeigt sich begeistert:

„Ich kann den Paenten operieren,

aber ob dieser im Nachhinein etwas

für sein Knie tut, habe ich nicht in der

Hand. Herr Wörner hat auch nach der

Reha diszipliniert etwas für sein Knie

getan. Das ist das Erfolgsrezept.“ Seine

enorme Zufriedenheit war es, die Mar-

n Wörner dazu veranlasste, nur wenige

Monate später auch sein linkes Knie

in Freudenstadt operieren zu lassen.

„Für mich stand es zu keinem Zeitpunkt

zur Debae, dass ich auch diesmal wieder

zu Dr. König gehe“, bekräigt er.

In der Zwischenzeit hae der bekennende

Technikfan Dr. König sein Verfahren

weiterentwickelt. „Zu dieser Zeit

führten wir eine Pilotstudie mit dem

sogenannten BTM Part Way durch“, berichtet

der Chefarzt und erläutert: „Das

ist ein kleines, Fahrradtacho-ähnliches

Gerät, das dem Paenten Übungen

vorgibt und dabei dessen Körperfunk-

onen misst – sowohl vor, als auch

nach der OP.“ Das solle die Paenten

einerseits movieren, andererseits

aber auch den Ärzten ermöglichen, die

Behandlung im Bedarfsfall nachzujus-

eren. Für Marn Wörner eine posive

Erfahrung: „Mich hat das Gerät und die

Möglichkeit, mich ständig selbst kontrollieren

zu können, unheimlich angespornt.“

„Endlich kann ich zuversichtlich in die

Zukun blicken“

Mit dem BPM Part Way wiederholte

sich die Erfolgsgeschichte. Nach wenigen

Wochen unternahm Wörner

wieder ausgedehnte Rad- und Nordic-Walking-Touren

mit seiner Frau,

so zum Beispiel eine sechstägige und

360 Kilometer lange Radtour durchs

Neckartal. Sein Fazit: „Ich habe großes

Vertrauen in meine neuen Kniegelenke.

Zum ersten Mal seit 20 Jahren bin

ich schmerzfrei und kann zuversichtlich

in die Zukun blicken.“

Für diese Zukun hat Marn Wörner

konkrete Vorstellungen: „Ich möchte

im Winter einen Skiurlaub machen.

Außerdem will ich meinen Alltag bewälgen

und viele schöne Rad- und

Wandertouren in der Natur machen.“

Nicht trotz, sondern dank seiner neuen

Kniegelenke.

Der Pat

en

Von der Haltbarkeit künstlicher Gelenke über typische

Ängste und deren Bewälgung bis hin zu Ernährungs-

pps: Dr. Benjamin König, Chefarzt Unfall- und Orthopädische

Chirurgie der Klinik Freudenstadt, gibt praksche

Tipps zum Thema Endoprothesen.

Welche Erkrankungen machen gängigerweise Gelenkersatz

notwendig?

Dr. Benjamin König: Üblicherweise sind Erkrankungen

wie Arthrose oder Rheuma dafür verantwortlich. Auch

Unfälle oder einfach altersbedingte Abnutzung machen

häufig den Einsatz einer Endoprothese notwendig.

Mit welchen Symptomen kommen die Paenten zu Ihnen?

Dr. Benjamin König: Typischerweise klagen die Paenten

über Schmerzen, vor allen Dingen über einen morgendlichen

Belastungsschmerz. Dazu kommt eine mangelnde

Mobilität. Bei einer Kniearthrose beispielsweise

können die Paenten bei zunehmender Dauer ihr Knie

nicht mehr richg strecken. Damit geht einher, dass langes

Stehen nicht mehr möglich ist, was den Alltag stark

hemmt.

Wer entscheidet, ob eine Endoprothese eingesetzt wird?

Dr. Benjamin König: Letztlich entscheidet der Paent

darüber, ob er sich dem Eingriff unterzieht oder nicht.

Dafür maßgebend sind die Dinge, die dem Paenten

10 Rundum gesund


Endoprothek

ient

tscheidet

wichg sind. Wir als Chirurgen klären den Paenten über

die Wahrscheinlichkeit auf, ob ein Eingriff Besserung bringen

würde oder nicht. Die Ziele der Paenten sind sehr individuell.

Während manche Menschen wieder in der Lage sein

möchten, einige Minuten spazieren zu gehen, träumen andere

davon, Marathon laufen zu können. Im Beratungsgespräch

erfährt der Paent, was er erwarten kann und darf und erhält

alle weiteren Informaonen, die ihn dazu befähigen, eine valide

Entscheidung zu treffen.

Wie räumen Sie mögliche Ängste vor der OP aus?

Dr. Benjamin König: Zunächst ist es wichg, Paenten umfassend

zu informieren. Eine Beratung wird bei uns nicht nur

in der Sprechstunde angeboten: Sechs bis sieben Mal im

Jahr veranstalten wir in Kooperaon mit der Volkshochschule

Freudenstadt Infoabende. Dabei wird erläutert, was beim

Einsatz einer Endoprothese passiert, wie der übliche Ablauf

ist und was die Paenten ganz allgemein erwartet. Für Paenten,

die bereits einen OP-Termin vereinbart haben, bieten

wir zwei bis vier Wochen vorher eine sogenannte Paentenschulung

an. Dabei lernen sie sowohl die Teams der Chirurgie,

der Staon, wie auch der Physiotherapie

kennen. Sie werden mit den üblichen

Abläufen vertraut gemacht und lernen

beispielsweise an Gehstützen zu laufen.

Das verringert die psychische Belastung

signifikant und nimmt Ängste.

Nach der OP ängsgen sich Paenten

in der Regel davor, wieder

auf dem operierten

Gelenk zu stehen

und zu gehen.

Dem wirken

wir entgegen,

indem wir so

früh wie möglich mit der Mobilisaon beginnen. Bereits am

OP-Tag können Paenten dank fortgeschriener OP- und Narkosetechnik

an einer Gehhilfe einige Schrie gehen. Das verringert

nicht nur das Thromboserisiko, sondern gibt auch das

Vertrauen und die Zuversicht in den eigenen Körper zurück.

Was folgt nach der OP?

Dr. Benjamin König: Auf die OP folgt der staonäre Aufenthalt

bei uns in der Klinik. Normalerweise dauert dieser fünf

bis sechs Tage. Währenddessen wird der Paent bereits physiotherapeusch

betreut und mobilisiert. So erreichen wir,

dass die Paenten nach der Entlassung sowohl in der Ebene

als auch auf der Treppe sicher gehen können – gegebenenfalls

mit Unterstützung von Gehhilfen. Anschließend raten wir

jedem Paenten, eine Reha zu absolvieren. In dieser werden

sowohl Muskeln auf- als auch alte schlechte Gewohnheiten

abgebaut. Mit letzterem sind beispielsweise Haltungsschäden

gemeint, die vor der Operaon durch Schmerzen oder

Funkonsstörungen des Gelenks entstanden sind. Außerdem

befindet sich der Paent in einer geschützten Einrichtung und

erhält Unterstützung, bis er weit genug genesen ist, um seinen

Alltag wieder selbstständig zu meistern.

Für die Dauer der Genesung gilt: Menschen, die bereits vor

dem Eingriff akv waren und einen gesunden Lebenssl gepflegt

haben, sind schneller wieder auf den Beinen als weniger

trainierte Paenten.

Was können Paenten vor der OP beachten?

Dr. Benjamin König: Eine gute körperliche Konstuon erleichtert

sowohl die Genesung als auch das Leben mit den

Prothesen später. Zu einer guten physischen Verfassung gehören

vor allem Sport und gesunde Ernährung. Ich empfehle,

viel Gemüse und jeden Tag zwei Handvoll Waldbeeren zu essen.

Die Beeren enthalten viele Mikronährstoffe, die für eine

bessere Regeneraon im Körper sorgen.

Was können Paenten nach der OP beachten?

Dr. Benjamin König: Auch für die Zeit nach der OP gilt die Devise:

Akv bleiben und sich opmal ernähren. Dadurch halten

die Prothesen länger. Ich vergleiche das gern mit einem Auto:

Wer minderwerges Öl oder einen falschen Krastoff einfüllt,

riskiert die lange Lebensdauer des Fahrzeugs. Der Unterschied

zwischen einem Auto und dem eigenen Körper ist jedoch: Ein

neues Auto kann man kaufen, einen neuen

Körper nicht.

Ihre Fachklinik vor Ort

Klinikum Freudenstadt

Unfall- und Orthopädische Chirurgie

Dr. Benjamin König

Chefarzt

Karl-von-Hahn-Straße 120

72250 Freudenstadt

Tel.: 07441 54-2385

E-Mail: chirurgie@klf-net.de

Dr. Benjamin

König

Rundum gesund 11


Endokrinologie

Wo genaueste Diagn

möglich werden

„Ich gehöre zu den Ärzten, die in die

Paenten hineinschauen können, ohne

sie aufschneiden zu müssen“, lacht Dr.

Marn Hillitzer, doch wird umgehend

wieder ernst. „Ohne uns wäre eine

moderne Medizin nicht möglich.“

Mit „uns“ ist das Instut für

Radiologie und Nuklearmedizin

des Klinikums Freudenstadt

gemeint, dessen Chefärzte

Dr. Hillitzer und Dr. Stephan

Stolpe sind. Dieses wird von

den meisten Paenten in der

Regel als Durchgangspunkt

auf dem Weg zwischen

Anamnese und Diagnose

wahrgenommen und

ist doch einer der Drehund

Angelpunkte des

Diagnoseprozesses.

Versorgung aller Fachabteilungen mit

radiologischer Diagnosk

Somit bildet die Radiologie auch einen

wichgen Baustein der zerfizierten Zentren

des Hauses, wie beispielsweise das

interdisziplinäre Gefäßzentrum unter der Leitung

von Prof. Dr. Florian Bea oder das von Dr.

Jürgen Schulze-Tollert geleitete Brustzentrum.

Für diese führt die radiologische Abteilung beispielsweise

MR-/CT-Angiographien bzw. Brustuntersuchungen

oder auch Untersuchungen des gesamten

Körpers durch. Auch die anderen Diagnosk-Methoden

aus dem Leistungsspektrum der Abteilung richten sich nach

den Fachabteilungen und Schwerpunkten der gesamten Klinik.

Alle Sparten der Freudenstädter Klinik werden von der Radiologie

mit den Diagnosen und Bildern, die sie zur Behandlung benögen,

versorgt. „Gewissermaßen sind wir Radiologen die Dienstleister unter den

Ärzten“, erklärt Dr. Hillitzer schmunzelnd.

12 Rundum gesund


osen erst

Die Radiologie als Schlüssel

zur bestmöglichen Therapie

„Bilder“ umfasst dabei viel mehr als das

gängige Röntgenbild, das den meisten

Menschen als Erstes in den Sinn

kommt: Die Abteilung verfügt außerdem

über einen Kernspintomographen,

einen modernen Computertomographen,

Geräte zur

Mammographie, Sonographie,

Durchleuchtung und eine Gamma-Kamera

in der Nuklearmedizin.

„Elementar für die bestmögliche

Therapie ist stets eine

möglichst genaue Diagnose“, erläutert

Dr. Hillitzer. „Diese mit den

uns zur Verfügung stehenden technischen

Mieln zu liefern, ist unsere

Aufgabe.“

Individuelle Anpassung der Untersuchungen

an die Paenten

Die am häufigsten durchgeführte Untersuchung

im Klinikum Freudenstadt ist das Röntgenbild,

gefolgt von CT- und Kernspin-Untersuchungen.

Die Radiologen arbeiten in der Regel

auf Veranlassung. Ein Arzt einer anderen Abteilung,

beispielsweise des Brustzentrums, fordert eine Untersuchung

an, die in der Radiologie durchgeführt wird.

Hierbei ist besonders breites Fachwissen gefragt. „Das

Spezielle an unserer Fachrichtung ist, dass wir Erkrankungen

aller Fachdisziplinen kennen und erkennen müssen“, erklärt der

Chefarzt. „Hierzu müssen wir die Methode und Durchführung der

Untersuchungen individuell an die Paenten anpassen.“

Verantwortungsbewusstes Abwägen zwischen Nutzen und

Risiko

Individualität ist ein wichger Faktor bei der täglichen Arbeit

der Radiologen in Freudenstadt. Neben der großen Bandbreite

an Krankheitsbildern haben die Mitarbeiter mit einem

weiteren Element zu tun, das ihre volle Aufmerksamkeit benögt:

Bis auf die MRT und Sonographie werden alle anderen

Untersuchungen miels Röntgen- oder Gammastrahlung

durchgeführt. Diese gilt es, so niedrig dosiert wie möglich

und mit höchstem Verantwortungsbewusstsein einzusetzen.

„Wir sind uns dieser Aufgabe sehr bewusst und wägen – wie

es im Übrigen das Strahlenschutzgesetz vorschreibt – in

jedem einzelnen Fall den Nutzen der Untersuchung gegenüber

dem Risiko ab, lehnen auch einmal eine Untersuchung

ab oder ziehen eine strahlungsfreie Untersuchung

vor“, versichert Dr. Hillitzer. Um die Belastung

zusätzlich so gering wie möglich zu halten, verfügt das

Klinikum zudem seit November 2018 über einen neuen

CT, der gegenüber alten Geräten mit 20 bis 30 Prozent

weniger Strahlung auskommt.

Zur bestmöglichen Einschätzung jedes einzelnen Falls werden

Dr. Hillitzer zufolge im Vor- bzw. Aulärungsgespräch

mit dem Paenten sehr genau sowohl dessen Erkrankung

als auch etwaige persönliche Ängste besprochen. Wir

nehmen uns im Vorgespräch Zeit und können Ängste

häufig nehmen oder wenigstens reduzieren. Im Bedarfsfall

stehen selbstverständlich auch Beruhigungsmiel

zur Verfügung.“ So kann sich jeder Paent in der

Radiologie gewissenha untersucht und gut aufgehoben

fühlen – ohne Angst vor einem Dreh- und

Angelpunkt der modernen Medizin.

Ihre Fachklinik vor Ort

Klinikum Freudenstadt

Radiologie und Nuklearmedizin

Dr. Marn Hillitzer

Dr. Stephan Stolpe

Chefärzte

Karl-von-Hahn-Straße 120

72250 Freudenstadt

Tel.: 07441 54-2690

E-Mail: info@klf-net.de

Dr. Marn Hillitzer

Dr. Stephan Stolpe

Rundum gesund 13


Kardiologie

Vorhofflimmern:

Kryoablaon

bringt He

r

Aneurysma im Herzen, ein Jahre

zurückliegender

Herzinfarkt und plötzlich nächtliche che Atemnot: Mit

dem Reungswagen wird Bernhard Förderer ins

Klinikum Freudenstadt gefahren. Ursache: unverho

auretendes endes Vorhofflimmern. Eine sogenannte

Kryoablaon bringt das Herz wieder in den richgen

Takt und den ehemaligen Sportlehrer zu alter Fitness.

Die Kardiologen der Klinik in Freudenstadt sind in der fallnacht in Alarmbereitscha: Bernhard Förderer wird in

einen Schlafzustand versetzt und erhält blutverdünnende

Not-

Medikamente zur Vermeidung eines Schlaganfalls. Per troschock versuchen die Mediziner das Herz wieder in Gang

und in den richgen Rhythmus zu bringen. Vergebens.

„In gut 80 Prozent aller Fälle klappt das“, sagt Prof. Dr. Bea,

Elek-

Leitender Arzt der Medizinischen Klinik II – Kardiologie, giologie, Intensivmedizin – und ärztlicher Direktor der Klinik

Freudenstadt. Bernhard Förderer gehörte zu den anderen

20 Prozent. Bei ihm musste die nächste Stufe eingeleitet

An-

werden. Eine anarrhythmische Therapie, die bei Paenten

mit Vorhofflimmern zum Einsatz kommt, brachte schließlich

die gewünschte Stabilisierung. Dem

ehemaligen Deutsch-,

Sport- und Ethik-Lehrer h

am Kepler-Gymnasium in Freuden-

e stadt ging es besser. Die Atemnot war fürs

Erste gebannt.

nt.

Chaos im Herzen

Vorhofflimmern rn ist

die

häufigste Herzrhythmusstörung.

törung

Diese entsteht, t, wenn weitere Reizgeber eberer als

der Sinus knoten, o die Lungenvenen,

den Vorhof smulieren en und

damit

das Kommando o über das Herz

übernehmen. Mit bis zu

160 Schlägen

in der Minute

führt dieses Chaos im

Rhythmus dazu, dass das Blut

nicht mehr vollständig aus den

Vorhöfen in die Kammern gepumpt wird. Blutgerinnsel können

sich bilden, womit die Gefahr für einen Schlaganfall anfa

ll steigt.

t.

14 Rundum gesund


Kardiologie

rz in den

ichgen Takt

Pulmonalvene

(Lungenvene)

Rechter Vorhof

Untere Hohlvene

Ballonkatheter

mit Kühlmiel

LinkerVorhof

Linke Herzkammer

Rechte Herkammer

Katheter wird durch eine Schleuse in

der Leiste bis ins Herz vorgeschoben

Prof. Bea, der Bernhard Förderer gemeinsam mit den für

Ablaonen zuständigen Oberärzten Dr. Jörg Mosa, Facharzt

für Innere Medizin, Kardiologie, internissche Intensivmedizin

und Sportmedizin, sowie Dr. Andrzej Kuzniar, Facharzt

für Innere Medizin, Kardiologie, Angiologie und Noallmedizin,

behandelt hat, vermutet das zunehmende Alter und

einen 27 Jahre zurückliegenden Herzinfarkt als Ursache für

das plötzlich auretende Vorhofflimmern mit Atemnot.

Durch den Herzinfarkt ist die Herzkra etwas eingeschränkt

– ein Faktum, das zu Vorhofflimmern führen kann.

Anarrhythmische Therapie: auf Dauer mit

Nebenwirkungen

„Leider“, so Prof. Bea, „bringt die anarrhythmische Therapie

viele mögliche Nebenwirkungen mit sich“. Die verabreichten

Medikamente könnten bei dauerhaer Einnahme

unangenehme Auswirkungen beispielsweise auf die Schilddrüse,

die Lunge, die Haut oder die Augen haben. „Deshalb

haben wir die Therapie nur kurzzeig eingesetzt“, erklärt der

Professor, „und uns auf lange Sicht gemeinsam mit Herrn

Förderer für eine Ablaon entschieden“. Dabei verschaffen

sich die behandelnden Kardiologen im Herzkatheterlabor

über eine Punkon in der Leiste mit einem Katheter Zugriff

auf die zum Herzen führenden Pulmonalvenen und veröden

diese mit einem auf minus 60 Grad heruntergekühlten

Eisballon. Gelegentlich auretendes Vorhofflimmern ist

damit in einem Großteil der Fälle gebannt. Der Betroffene

muss abgesehen von blutverdünnenden Medikamenten zur

Schlaganfall-Prophylaxe keine weiteren Miel zur Regulierung

des Herzrhythmus einnehmen. Das Herz schlägt wieder

im regelmäßigen Takt.

„Die Herzrhythmusstörungen waren nach

dem Eingriff komple weg“

Bernhard Förderer hat den Eingriff im Herbst 2018 als wenig

dramasch in Erinnerung. „Mir war kalt“, blickt er zurück und

nennt damit das einzige, das er als unangenehm empfand.

Ansonsten habe er sich in einer Art Dämmerzustand befunden.

Hinterher ging es rasch bergauf. „Die Herzrhythmusstörungen,

die ich zum ersten Mal mit der nächtlichen Atemnot

Rundum gesund 15


Kardiologie

Die Herzrhythmusstörungen

waren nach dem Eingriff

komple weg

wahrgenommen habe“, so Bernhard

Förderer, „waren nach dem Eingriff komple

weg“.

Inzwischen könne er sich seinem „Alter

entsprechend“ bewegen, sagt er

bescheiden und zählt seinen an Spitzensport

grenzenden wöchentlichen

Sportplan auf: dreimal Golf, einmal

Volleyball, einmal Tennis und nicht zu

vergessen die allmorgendlichen 7 Kilo-

meter langen Nordic-Walking-Wandertouren

durch den Wald. Dazu hat er auf

Anraten von Prof. Dr. Bea das Rauchen

eingestellt. „Wenn man einmal so eine

Panik hae, hört man gern damit auf.

Dann ist der Genuss nicht mehr viel

wert“, stellt Bernhard Förderer fest.

Nicht nur deshalb ist der ehemalige

Gymnasiallehrer, der „so gut auf sich

aufpasst“, ein absoluter Musterpaent.

Note: eins plus.

Ihre Fachklinik vor Ort

Klinikum Freudenstadt

Medizinische Klinik II – Kardiologie,

Angiologie, Intensivmedizin

Prof. Dr. Florian Bea

Chefarzt

Karl-von-Hahn-Straße 120

72250 Freudenstadt

Tel.: 07441 54-6011

E-Mail: catrin.heusch@klf-net.de

Prof. Dr.

Florian Bea

Das sagt die Fachgesellschaft:

Die Zahl Betroffener wird sich verdoppeln

Immer mehr Menschen sind in

Deutschland von Vorhofflimmern betroffen.

Über mögliche Ursachen und

hilfreiche Kriterien bei der Klinikwahl

berichtet Prof. Dr. Philipp Sommer,

Sprecher der Arbeitsgruppe Rhythmologie

der Deutschen Gesellscha für

Kardiologie (DGK).

Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung.

Wie viele Menschen

sind davon im Jahr in Deutschland betroffen

und gibt es eine Tendenz?

Prof. Dr. Philipp Sommer: Etwa 1,8 Millionen

Menschen, also rund 2 Prozent

der Bevölkerung in Deutschland sind

von Vorhofflimmern betroffen. Innerhalb

der nächsten 50 Jahre wird sich diese

Zahl voraussichtlich verdoppeln. Wir

haben schon in den vergangenen Jahren

beobachtet, dass steg mehr Paenten

aufgrund von Vorhofflimmern staonär

aufgenommen werden müssen. 2015

haben wir noch 298.271 Personen wegen

dieser Diagnose in Krankenhäusern

betreut, 2017 waren es schon 313.496.

Was sind mögliche Ursachen der Erkrankung?

Prof. Dr. Philipp Sommer: Ob ein

Mensch an Vorhofflimmern erkrankt,

hängt von unterschiedlichen Einflüssen

ab. Risikofaktoren sind unter anderem

Bluthochdruck, andere Herzerkrankungen

und Herzfehler, Diabetes mellitus,

eine erbliche Vorbelastung, Atmungsstörungen

wie zum Beispiel ein Schlafapnoe-Syndrom,

Übergewicht und übermäßiger

Alkoholkonsum. Generell steigt

mit dem Alter die Wahrscheinlichkeit,

an Vorhofflimmern zu erkranken.

Welche Rolle spielen Fallzahlen bei der

Klinikwahl?

Prof. Dr. Philipp Sommer: In Deutschland

gibt es immer mehr Zentren, die

Vorhofflimmer-Ablaonen durchführen.

Darunter sind auch viele kleinere

Zentren mit weniger als einem Eingriff

pro Tag. Dies ist deswegen problema-

sch, weil mit zunehmender Fallzahl

die Komplikaonsraten abnehmen. Die

DGK hat Qualitätskriterien für Vorhofflimmer-Ablaons-Zentren

erstellt. Auf

Grundlage dieser sollen Zentren zerfiziert

werden, die Mindestzahlen und

eine Reihe anderer organisatorischer

Voraussetzungen erfüllen, die für die

erfolgreiche Durchführung dieser Eingriffe

notwendig sind. Dieses Siegel

wird auch eine Orienerungshilfe für

Paenten auf der Suche nach der rich-

gen Klinik sein.

Prof. Dr. Philipp Sommer

Kontakt

Deutsche Gesellscha für Kardiologie

Prof. Dr. Philipp Sommer

Sprecher der Arbeitsgruppe Rhythmologie

Grafenberger Allee 100

40237 Düsseldorf

Tel.: 0211 600692-0

E-Mail: info@dgk.org

Quelle: DGK_HDZ NRW

16 Rundum gesund


Baiersbronner Cross-Trail-Lauf

30 Mitarbeiter des Klinikums Freudenstadt testen beim Baiersbronner

Cross-Trail-Lauf die eigenen Herz-Kreislauf-Funkonen

Ärzte, die ihre Vorbildfunkon ernst nehmen, Bale unter Kollegen und

gute Laune im Dauerregen: Es war das Firmenevent des Jahres, neben

medizinischen Absmmungen seit Wochen Gesprächsthema Nummer

eins auf den Fluren des Klinkums Freudenstadt und zugleich ein Aufruf zu

gesundheitlicher Prävenon. 30 Mitarbeiter haben ihre Dienstkleidung

gegen einheitliche Funkons-Shirts mit Klinik-Logo getauscht und sind

beim Baiersbronner Cross-Trail-Lauf gegen- und miteinander angetreten.

Mit

Sportsgeist

und Humor

Die Pumpe weit vorn in der Teamwertung der 4er-Mannschaften

über 6 Kilometer haen die „Herzbuben“, zusammengesetzt

aus den Kardiologen Chefarzt Prof. Dr. Florian Bea und

Oberarzt Leonid Bulling sowie Dr. Wilhelm Dengler, Chefarzt

der Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomak, und Harald

Kopp, Gesundheits- und Krankenpfleger der Kardiologie.

Mit Rang zwei knüpe das Team, das sich schon berufsbedingt

mit Herz-Kreislauf-Funkonen und mentaler Stärke bestens

auskennt, an den Erfolg aus dem Vorjahr (Platz eins in der

Teamwertung) an – und nahm gut gelaunt den Preis entgegen.

Als klinik-schnellste Damen dürfen sich über sechs Kilometer

die Anästhesisn Dr. Verena-Sarina Meihofer und die Chirurgin

Dr. Elizabeth Fehrenbacher feiern lassen. Dr. Meihofer

ließ zudem – selbstverständlich ohne Zuhilfenahme einschläfernder

Miel – die Konkurrenz blass aussehen und sprintete

auf Rang drei der Gesamtwertung. Platz drei bei den Herren

sicherte sich Kardiologie-Pfleger Harald Kopp. Empfangen

wurden sie im Ziel – wie die gesamte Lauelegscha der Klinik

– mit einem von der Geschäsführung zusätzlich zu den

einheitlichen Laufshirts gesponserten Handtuch. Eine Geste,

die nicht nur aufgrund des Regens sehr gut ankam.

Fürs kommende Jahr werden schon jetzt Oberschenkel und

Waden gestählt, Herz-Kreislauf und Lunge in Schwung gebracht

und bisherige Sportmuffel zum Training angestachelt.

Denn: Die Medaillen liegen im Schnee und die Gewinner werden

die Gejagten sein. Kollegial-sportliche Frotzeleien auf den

Fluren der Klinik werden sicher nicht lange auf sich warten

lassen.

„Peinlichkeit aus dem vergangenen Jahr war, dass wir nicht damit

gerechnet haen zu gewinnen und zur Siegerehrung nicht

mehr anwesend waren“, blickt Prof. Dr. Bea zerknirscht zurück.

Eine Schmach, die ihm nicht noch einmal passieren sollte.

„Diesmal sind wir wahrscheinlich anwesend, aber dürfen nicht

aufs Treppchen“, hae der Professor vor dem Wekampf mit

zwinkerndem Auge befürchtet und sich deshalb vermutlich

umso mehr angestrengt.

Prof. Bea war es auch, der – ganz im Sinne der gesundheitlichen

Prävenon – im vergangenen und in diesem Jahr die

Teilnahme der Klinikmitarbeiter am Baiersbronner Cross-Trail

iniiert hae und mit der persönlichen Übernahme der anfallenden

Startgebühren die Antrishürde niedrig hielt. Mit Erfolg:

Haen 2018 noch 20 Klinikmitarbeiter sterile Kiel gegen

schweißtropfende Lauleidung getauscht, kristallisierten sich

in diesem Jahr bereits 30 Sportbegeisterte unter der Belegscha

heraus.

Rundum gesund 17


Die Methode ist eine

hervorragende

Alternave zur Enernung

der Gebärmuer

NovaSure hil Frauen mit

starker Regelblu

Minimaler Eingriff mit maximaler Wirkung:

Bei starker Menstruaon oder Zwischenblutungen

hil ein wenige Minuten dauernder

Eingriff. NovaSure nennt sich die Methode,

die Andreas Kuznik, Leitender Oberarzt der

Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Klinikum

Freudenstadt, für „genial“ hält. Angeboten

wird das Verfahren im Schwarzwald

bisher nur an wenigen Krankenhäusern. Eins

davon ist das Klinikum Freudenstadt, das es

als eines der ersten etabliert hat.

Vorteile der NovaSure-Methode

gegenüber einer Enernung der

Gebärmuer:

• Organerhaltung

• Kurzer staonärer Aufenthalt (1-2 Tage)

• Sllstand der monatlichen Regelblutung

• Keine Menstruaonsbeschwerden mehr

• Deutlich kürzere Arbeitsunfähigkeit (ca. 2 Wochen)

im Vergleich zur Arbeitsunfähigkeit bei Enernung

der Gebärmuer (ca. 4 Wochen)

• Kurze Narkosezeit (5-8 Minuten); bei Enernung des

Gebärmuerkorpus etwa 60 bis 90 Minuten

18 Rundum gesund


Frauenheilkunde

Tipps gegen Regelschmerzen

tung

„Ziel ist der Erhalt des Organs“, sagt

der Gynäkologe, der mit NovaSure seit

2012 zahlreiche Frauen von übermäßigen

Regelschmerzen und Zwischenblutungen

befreit, ohne einen großen

Eingriff in den Hormonhaushalt vornehmen

zu müssen. „Die Methode

ist eine hervorragende Alternave zur

Enernung der Gebärmuer“, sagt er.

Die habe neben der Familienplanung

schließlich durchaus ihre Funkon im

Körper.

Betroffen von durch Hormonstörungen

hervorgerufenen starken Regelblutungen

(im Fachjargon Hypermenorrhoe)

ist in Deutschland der

Techniker Krankenkasse zufolge jede

zehnte Frau. Viele davon nehmen ihr

Schicksal hin ohne zu wissen, dass es

eine einfache, effekve Maßnahme

gibt, die Beschwerden auf Dauer loszuwerden.

Miel der Wahl ist ein etwa 30 Zen-

meter langer Stab, der einem Tischstaubsauger

ähnelt. An dessen Ende

sitzt ein größenverstellbares goldenes

Netz, das die Schleimhaut der Gebärmuer

verödet und damit zerstört.

Die Folge: Nach einmaligen, etwa zwei

Wochen andauernden Schmierblutungen

bleibt die Periode künig aus

– und stoppt damit auch die läsgen

Schmerzen. 75 bis 80 Prozent der auf

diese Weise behandelten Frauen haben

danach keine oder nur noch sehr

spärliche Blutungen.

Eine Verhütungsmethode stellt der

Eingriff aber nicht dar, betont der Mediziner:

„Es ist nicht ausgeschlossen,

dass die Schleimhaut sich regeneriert

und die Frau schwanger wird.“ Mit der

Verödung der Gebärmuerschleimhaut

sinkt mit zunehmendem Alter

aber auch die Wahrscheinlichkeit,

schwanger zu werden. Deshalb empfiehlt

Kuznik das Verfahren nur Frauen

mit bereits abgeschlossener Familienplanung.

Außerdem dürfen keine Myome vorhanden

sein und die Gebärmuer eine

Größe von 10 Zenmetern nicht überschreiten.

„Andernfalls“, so Kuznik,

„könnte das Gerät nur einen Teil der

Schleimhaut veröden und die Methode

wäre nicht wirkungsvoll“.

Stellen sich erneut Blutungen ein, ist

es jederzeit möglich, den Eingriff zu

wiederholen. Bei ausbleibendem Erfolg

bleibt als letzte Instanz immer

noch die Möglichkeit, den Gebärmuerkorpus

zu enernen. Ein endgülger

Eingriff, den Kuznik nur nach

reiflicher Überlegung empfiehlt. Und

auch dabei wird mit der sogenannten

laparoskopisch suprazervikalen Hysterektomie

(LASH) lediglich der Korpus

enernt und der Gebärmuerhals erhalten.

„Auch eine sehr elegante Methode“,

findet Kuznik.

• Yoga als Entspannungsmethode

• Sport/Bewegung

• Homöopathie

• Akupunktur

• klassische Schmerztableen

Betroffene Frauen, die sich zur Nova-

Sure-Methode beraten lassen möchten,

können über das Sekretariat der

Gynäkologie der Klinik Freudenstadt

unter Tel. 07441 54-2381 einen Termin

vereinbaren. Neben Andreas Kuznik

sind auch Oberärzte Yvonne Fauster

und Dr. Emir Hasic Spezialisten für

die NovaSure-Methode. Der Eingriff

mit anschließendem ein- bis zweitägigen

staonären Aufenthalt wird von

der Krankenkasse bezahlt. Nach einer

zweiwöchigen Krankschreibung können

Betroffene üblicherweise wieder

ihrem gewöhnlichen Alltag nachgehen.

Andreas

Kuznik

Kontakt

Klinikum Freudenstadt

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Andreas Kuznik

Leitender Oberarzt

Karl-von-Hahn-Straße 120

72250 Freudenstadt

Tel.: 07441 54-2381

E-Mail: frauenklinik@klf-net.de

Die NovaSure-Methode:

Über die Scheide und

den Gebärmutterhals

wird ein dünner

Katheter eingeführt,

um die Gebärmutter

zu vermessen.

Das Goldnetz wird

durch den Katheter

geschoben, entfaltet

sich in der Gebärmutter

und nimmt exakt

ihre Form an.

Über etwa 90

Sekunden wird

der Gebärmutter

elektrische Energie

zugeführt und das

Netz erhitzt sich.

Rundum gesund 19


Beste

Frauenheilkunde

Karrierec

für

Pflegeschü

Neuer Ausbildungsplan, Ausweitung

des Netzwerks an Ausbildungsbetrieben

und Zusammenschluss

der bisher autonom agierenden

Pflegeschulen in Freudenstadt

zu einer: Mit der bundesweiten

Umstellung auf die

generalissche Pflegeausbildung

stehen auch im Klinikum

Freudenstadt umfassende

Änderungen bevor.

Die Vorbereitungen dazu

laufen auf Hochtouren.

„Wir haben alle Hände voll zu tun, die Umstellung auf die

neue Pflegeausbildung zu meistern“, sagt Pflegedirektorin

Renate Merkl, die auch im hekschen Umbruch gelassen

bleibt, und fügt hinzu: „Auf der einen Seite haben wir mit

dem Schulteam und ihrem Schulleiter ein kompetentes

und engagiertes Team, auf das ich mich verlassen kann,

auf der anderen Seite mit dem Oberlinhaus Freudenstadt

e. V. einen sehr kompetenten und verlässlichen Partner.“

Sie betont weiter: „Nur gemeinsam können wir die Herausforderungen

der neuen Pflegeausbildung im Landkreis

Freudenstadt nachhalg meistern!“

Ab 1. Januar 2020 tri ein neues Pflegeberufegesetz in

Kra, das im Juni 2018 vom Bundeskabine verabschiedet

worden ist. Die generalissche Pflegeausbildung sieht vor,

dass es künig nicht wie bisher getrennt geregelte Ausbildungen

in der Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits-

und Kinderkrankenpflege und Altenpflege gibt. Die

neu geregelte Pflegeausbildung schließt mit der Berufsbezeichnung

„Pflegefachfrau“ bzw. „Pflegefachmann“ ab.

Hinzu kommt eine Wahlmöglichkeit der Auszubildenden

(im 3. Ausbildungsjahr) zur Verefung in der staonären

Langzeitpflege (Altenpflege) oder in der pädiatrischen Pfle-

20 Rundum gesund


hancen

ler

Nur gemeinsam können wir die

Herausforderungen der neuen

Pflegeausbildung im Landkreis

Freudenstadt nachhalg meistern

ge (Gesundheits- und Kinderkrankenpflege). Diese Wahlmöglichkeiten

werden bereits in den Ausbildungsverträgen

festgehalten.

Ein wichger Hinweis für die zukünigen Bewerberinnen:

Nur die Pflegeausbildung (3 Jahre generalissch ausgebildet)

mit dem Abschluss zur Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann

wird EU-weit anerkannt sein. Ergänzend zur beruflichen

Pflegeausbildung wird zudem ein Pflegestudium

eingeführt, das weitere Aufsegschancen und Berufsfelder

ermöglicht.

Bis dahin ist es aber nicht nur für angehende Pflegekräfte

ein weiter Weg. „Für die Lehrkräe ist die Umstellung

der Pflegeausbildung eine große Herausforderung“, weiß

die Pflegedirektorin im Klinikum Freudenstadt, die den

Umbruch als Projektleiterin der KLF gGmbH koordiniert.

Ausbildungen, die bis Ende 2019 begonnen haben, werden

nach altem System absolviert, ab 2020 gilt der neue Rahmenlehrplan

mit seiner Ausbildungs- und Prüfungsverordnung.

Das heißt, Lehrkräe der Pflegeschule müssen ständig

zwischen alter und neuer Ausbildung switchen.

Rundum gesund 21


Pflegeausbildung

Ich kann anderen

helfen und es wird

nie eintönig.

Jeder Tag ist anders

Von der Frühchen-

Intensivstaon bis

zur Psychiatrie wird

hier alles abgedeckt

Um nicht nur den Anforderungen der

neuen Pflegeausbildung in Theorie

und Praxis zu entsprechen, sondern

diese in Zukun weiterzuentwickeln

und damit auch arakv zu sein, nutzt

Renate Merkl die Umbruchphase

gemeinsam

mit ihrem Team und Netzwerkpartnern,

die Pflegeausbildung

in der Region

neu zu strukturieren. So

schließen sich die Gesundheits-

und Krankenpflegeschule

der Krankenhäuser

Landkreis Freudenstadt gGmbH und

die Altenpflegeschule im Oberlinhaus

Freudenstadt e. V. zu einer Pflegeschule

zusammen.

„Wir schätzen sehr die Zusammenarbeit

mit Hans-Henning Averbeck

(Leiter des Oberlinhaus Freudenstadt

e. V.) und Katharina Miller (Leiterin der

dorgen Altenpflegeschule), da wir

schon in verschiedensten Projekten

sehr gut zusammengearbeitet haben“,

sagt Merkl, die sich auf die Bündelung

der vorhandenen Kompetenzen

freut. Seit Januar dieses Jahres arbeiten

Mitarbeiterinnen aus noch beiden

Pflegeschulen um eine Kerngruppe die

das Projekt lenkt in Arbeitsgruppen an

unterschiedlichen Themen z. B. an der

zukünigen Schulorganisaon, dem

Schulcurriculum und Praxislehrplan.

Die zukünige praksche Ausbildung

im Rahmen der neuen Pflegeausbildung

muss garanert sein. Aus diesem

Grund wird in diesem Zusammenhang

das Netzwerk „Kooperaonsverbund“

mit den verschiedensten Kooperaonspartnern

erweitert. Hier spielen

auch Kinderarztpraxen und Kindertagesstäen

in der Region eine wichge

Rolle. „Wir haben mit dem Verein sozialer

Dienste im Landkreis Freudenstadt

e. V., den wir in unserem Projekt

integriert haben, schon ein aktuell gut

funkonierendes Netzwerk“, berichtet

die Pflegedirektorin im Klinikum Freudenstadt.

Zu spüren bekommt die Umbrüche

im Rahmen der Gesetzesänderung

beispielsweise die angehende Praxisanleiterin

Julia Kostowski. Sta wie ur-

22 Rundum gesund


Pflegeausbildung

sprünglich vorgesehen mit 200 Schulstunden

wurde ihre Weiterbildung auf

300 Schulstunden erhöht und dauert

entsprechend etwas länger als eigentlich

geplant. Pflegedirektorin Renate

Merkl hat dafür eine nachvollziehbare

Erklärung: „Durch das neue Pflegeberufegesetz

(mit dem Rahmenlehrplan

der prakschen Ausbildung), wird die

praksche Ausbildung enorm aufgewertet

und somit die berufspädagogische

Weiterbildung der Praxisanleitung

auch unbedingt notwendig. Hier

sind die Pflegedienstleitungen in den

jeweiligen Einrichtungen gefordert,

die Praxisanleitung sicherzustellen.“

Julia Kostowski lässt sich von den zusätzlichen

Stunden nicht abschrecken:

„Ich wollte immer etwas Soziales machen

und habe dafür viele Prakka

absolviert.“ Im Rahmen eines Freiwilligen

Sozialen Jahres (FSJ) im Klinikum

Freudenstadt lernte sie Alltag und Arbeitsabläufe

richg kennen und fing

Feuer für den Beruf der Krankenpflegerin.

„Ich kann anderen helfen und

es wird nie eintönig. Jeder Tag ist anders“,

schwärmt sie und nennt einen

weiteren nicht unwesentlichen Punkt:

„Ich wohne hier und kann heimatnah

arbeiten.“ Für Julia Kostowski ein gelungenes

Rundum-Paket, das sicher

auch den Weichen der Zukun standhält.

Nach alter Ordnung, aber mit neuen

Oponen geht Alexandre Hägele die

Ausbildung an. Der künige Krankenpfleger

hat gerade sein dries Lehrjahr

im Klinikum Freudenstadt begonnen.

„Bisher wusste ich gar nicht,

dass man im Bereich Pflege auch die

Möglichkeit hat, zu studieren“, ist der

24-Jährige, der ursprünglich Medizin

studieren wollte, überrascht. Dafür

sei die Pflegeausbildung eine gute

Grundlage. Interessant wäre für ihn

beispielsweise eine spätere Arbeit als

Physician Assistent oder in der Pflegepädagogik.

Auch das Medizinstudium,

für das er inzwischen die Wartesemes-

ter zusammenhäe, hat er noch nicht

gänzlich abgeschrieben. Zunächst

möchte Alexandre Hägele aber seine

Ausbildung beenden und kann sich danach

gut vorstellen, erstmal ein paar

Pflegejahre in der Psychologie/Psychiatrie

zu absolvieren – „um Erfahrungen

zu sammeln“, wie er sagt.

Alexandre Hägele ist wie seine Kollegin

Lea Maier schon jetzt zufrieden

mit der Pflege-Ausbildung. Von den

Umbrüchen bekommen sie nur am

Rande etwas mit. „Das Klinikum Freudenstadt

deckt viele Fachbereiche ab“,

begründet Hägele, warum er sich neben

der Nähe zu seinem Wohnort Baiersbronn

für die 400-Been-Klinik im

Schwarzwald entschieden hat. „Von

der Frühchen-Intensivstaon bis zur

Psychiatrie wird hier alles abgedeckt“,

berichtet er und hebt die hervorragende

Experse beispielsweise in den

Bereichen Herzkatheter und Endoprothek

hervor.

Lea Maier, ebenfalls frisch im drien

Lehrjahr, ist über ein FSJ auf das Klinikum

Freudenstadt als Arbeitgeber

aufmerksam geworden. „Ich habe

dabei Azubis kennengelernt, die mir

die Ausbildung empfohlen haben“,

sagt die 19-Jährige und wurde nicht

enäuscht. Die Ausbildung empfindet

sie als „sehr abwechslungsreich“ und

schätzt vor allem den engen Kontakt

zu ganz verschiedenen Menschen, denen

sie mit ihrer Arbeit helfen möchte.

Ihre Pflege vor Ort

Klinikum Freudenstadt

Pflege

Renate Merkl

Pflegedirektorin

Karl-von-Hahn-Straße 120

72250 Freudenstadt

Tel.: 07441 54-6325

E-Mail: renate.merkl@klf-net.de

Renate Merkl

Rundum gesund 23


Medizin im Porträt

Zwischen

Betten vorbereiten

und

Wandert

Stationsassistentin

Kata Vicic über ihre

Arbeit am Klinikum

Freudenstadt

Essensbestellungen aufnehmen, Betten aus

den Zimmern holen, neue Betten vorbereiten,

dazwischen hier und da desinfizieren. Dann

muss auch schon die schmutzige Wäsche zur

Wäscherei und der nächste Raum ordentlich

hergerichtet werden.

In unserer Serie „Medizin im Porträt“ stellen wir in jeder Ausgabe von

„Rundum gesund“ einen Mitarbeiter des Klinikums Freudenstadt vor.

Dieses Mal gibt Staonsassistenn Kata Vicic Einblicke in ihren Alltag.

24 Rundum gesund


Medizin im Porträt

uren

Langweilig wird es Kata Vicic nicht. Die Miünfzigerin

ist Staonsassistenn auf der Geburtsstaon im

Klinikum Freudenstadt. „Ich arbeite einfach gerne

mit Menschen, vor allem hier auf der Staon, wo es

besonders lebendig ist. Jede Person ist anders und

mich auf sie einzustellen mag ich“, sprüht sie vor

Begeisterung. Das gelte sowohl für den Kontakt mit

Paenten als auch für die Beziehung zu Kolleginnen:

„Wir unterstützen uns immer untereinander. Wo Not

am Mann ist, kann ich mich auf meine Kolleginnen

verlassen.“

Diese Kolleginnen kennt Kata Vicic milerweile sehr

gut. Nach einer Tägkeit als Zimmermädchen in einem

großen Hotel ist sie seit 1986 am Klinikum Freudenstadt

beschäigt, davon 29 Jahre als Reinigungskra

im OP, bevor sie 2015 in die Staonsassistenz

wechselte. Dass es dazu kam, hat die Klinik Kata Vicics

Kindern zu verdanken: „Als ich meine beiden Kinder

bekam, konnte ich nur noch halbtags arbeiten. Meine

damaligen Vorgesetzten wollten das nicht und so

wechselte ich vom Hotel ans Krankenhaus“, berichtet

sie. Bereut habe sie diese Fügung nie: „Mich hat Medizin

immer gereizt und ich war neugierig, wie so ein

Krankenhaus funkoniert.

Dort etwas zu bewegen und

die Dankbarkeit der Paenten

zu erleben, ist toll.“

Familiäre Atmosphäre

In ihren mehr als drei Jahrzehnten

am Klinikum Freudenstadt

erlebte Kata Vicic

hautnah die Innovaonen

der Medizin und sah unzählige

Paentenschicksale.

Eines jedoch zeichnet das

Klinikum Freudenstadt ihr

zufolge seit jeher aus: „Es

sind die Menschen. Hier

herrscht eine familiäre Atmosphäre,

bei der jeder jeden

respekert und schätzt.

Hier herrscht

eine familiäre

Atmos phäre, bei

der jeder jeden

respekert und

schätzt. Man grüßt

und unterhält sich

miteinander, auch

mit den Ärzten. So

kommt man gerne

zur Arbeit

Man grüßt und unterhält sich miteinander, auch mit

den Ärzten. So kommt man gerne zur Arbeit.“

Die Begeisterung für die Medizin trägt die Naturliebhaberin

nicht nur selbst in sich, sondern hat sie auch

an ihre Familie weitergegeben. „Meine Tochter ist

als Arzthelferin auch im medizinischen Bereich täg

und meine sechsjährige Enkelin möchte gerne Ärzn

werden“, erzählt sie lachend: „Sie übt schon fleißig:

Wir haben ihr ein kleines Spielzeug-Stethoskop geschenkt,

mit dem sie mich nun immer untersucht.“

Die Enkelin als Ärzn am Klinikum Freudenstadt – das

wolle sie gerne eines Tages erleben.

Ohnehin sind die sechs Enkel der ganze Stolz von Kata

Vicic. Gemeinsam bewohnen sie ein Mehrfamilienhaus

mit großem Garten und verbringen jede freie

Minute zusammen. „Für mich kommt es darauf an,

die Zeit, die man hat, zu genießen. Ich esse gerne,

trinke auch mal ein Radler, gehe im schönen Schwarzwald

spazieren und kehre auf einen Kaffee und ein

Stück Kuchen ein“, erläutert sie ihr Rezept zum Glück.

Dazu gehört auch das Klinikum Freudenstadt. „Ich

bin rundum zufrieden und möchte gerne hier bleiben,

bis ich in Rente gehe.“

Frank

Herzberg

Kontakt

Klinikum Freudenstadt

KLF Service GmbH

Frank Herzberg

Karl-von-Hahn-Str. 120

72250 Freudenstadt

Tel.: 07441 54-6150

E-Mail: frank.herzberg@klf-net.de

Rundum gesund 25


MVZ Horb

Schulmedizin

Die klassische Schulmedizin muss sich mit Diskussionen über Impfungen,

Nebenwirkungen von Medikamenten und Sinn- und Unsinn

von Operaonen immer mehr misstrauische Blicke gefallen

lassen, während einige Menschen zunehmend auch Naturheilverfahren

in Betracht ziehen. Während anderswo die Diskussion

stark polarisiert, greifen im MVZ Horb die beiden Fachgebiete

Schulmedizin und Naturheilkunde dank einer neuen Personalie

wie Zahnräder ineinander.

Seit dem 1. August 2019 ist Dr.

Sabine Merz ärztliche Leiterin

des MVZ Horb. Mit der neuen

Medizinerin weht nicht nur

in personeller Hinsicht ein frischer

Wind durch die Praxis in

den Räumlichkeiten des alten

Klinikums. Dr. Merz ist sowohl Fachärzn für Innere Medizin

als auch im Bereich Anästhesie. Darüber hinaus bietet

sie naturheilkundliche Methoden an. Damit erlebt mit der

Neubesetzung gleichsam das Leistungsspektrum der Praxis

eine kleine Renaissance.

Zahlreiche Qualifikaonen formen ein ganzheitliches Konzept

Die Schwerpunkte Innere Medizin, Anästhesie und Naturheilverfahren

schließen sich aus Dr. Merz‘ Sicht nicht aus

– im Gegenteil. „Ich versuche immer, die Paenten mit

einem möglichst schonenden

Ansatz zu behandeln, gerne

auch durch Naturheilkunde“,

erläutert sie ihren Ansatz und

ergänzt: „Wichg ist, immer

zu wissen, ab wann man seine

Strategie ändern muss.“ Für

die ärztliche Leiterin mit 19 Jahren Berufserfahrung eine

Selbstverständlichkeit.

Nach ihrem Medizinstudium absolvierte sie zunächst eine

Fachausbildung für Anästhesie. Dem schloss sich ein zweiter

Facharzt für Innere Medizin an. Nach jahrelanger Arbeit im

Krankenhaus, wechselte Dr. Merz Ende 2014 in eine allgemeinärztliche

Praxis im Zollernalbkreis. In ihrer Zeit sowohl im

Krankenhaus als auch später in der allgemeinärztlichen Praxis

sammelte sie neben allgemeiner hausärztlicher Experse

Erfahrungen in der Schmerztherapie sowie in der Palliavme-

26 Rundum gesund


MVZ Horb

tri

Naturheilkunde

gGmbH. Damit ist die Einrichtung eng mit dem Klinikum

Freudenstadt verzahnt. Im Bedarfsfall kann das MVZ auf

die diagnosschen Möglichkeiten der Klinik zurückgreifen

und gegebenenfalls auf dem kleinen Dienstweg Weiterbehandlungen

im Krankenhaus ermöglichen. Zeit, sich in die

enge Verzahnung von MVZ und Klinik einzuarbeiten, hae

Dr. Merz bereits. Seit dem 1. April wirkt sie als Krankheitsvertretung

und lernte so Praxis, Standort und Menschen in

Horb kennen.

Posiver erster Eindruck

Ihr Fazit nach den ersten Monaten: „Ich persönlich kann

alle meine Ansätze hier in Horb ausleben. Außerdem ist

die Zusammenarbeit mit der Klinik in Freudenstadt wirklich

sehr gut, was vor allem den Paenten zugutekommt“,

berichtet das Multalent enthusiassch. Doch auch die

Stellschräubchen, an denen noch gedreht werden muss,

entgingen ihr nicht. „Unter der Bevölkerung ist noch nicht

hundertprozeng verbreitet, was wir als MVZ überhaupt

sind“, beschreibt sie eine Problemak und spezifiziert: „vor

allem unser Standort in den alten Räumlichkeiten der Klinik

scheint die Menschen zu irrieren. O denken Paenten,

wir bieten hier eine 24-Stunden-Versorgung wie in einem

Krankenhaus an. Dass wir eine normale Hausarztpraxis sind,

muss noch mehr publik werden. Daran arbeiten wir.“

dizin. Und noch immer sind damit nicht alle Felder genannt,

in denen Dr. Merz bewandert ist. „Ich habe eine Weiterbildung

in Akupunktur, die ich unter anderem zur Schmerztherapie

bei Problemen im Bewegungsapparat, im Rücken, bei

Migräne zur Gewichtsabnahme, Raucherentwöhnung, Heuschnupfen

oder anderen internisschen Beschwerden einsetze.

Dazu bin ich berechgt, Ultraschall-Untersuchungen

durchzuführen und habe außerdem ausgeprägte Kenntnisse

in Homöopathie“, zählt sie auf und häe fast ihre Einsätze als

Notärzn im Krankenwagen vergessen.

Diese Vielseigkeit passt zum Konzept eines MVZ im Allgemeinen.

Unter der Abkürzung versteht man medizinische

Einrichtungen, in denen sich Paenten von Fachärzten

verschiedener Fachrichtungen behandeln lassen können.

In Horb ist neben einer hausärztlichen auch eine gynäkologische

Praxis untergebracht. Das MVZ ist eine hundertprozenge

Tochter der Krankenhäuser Landkreis Freudenstadt

Doch eine ganz normale Praxis ist das MVZ in Horb dank

Frau Dr. Merz eben doch nicht. Denn nun profieren die

Horber von einem ganzheitlichen und interdisziplinären

Leistungsangebot, das weit über die klassische

medizinische Grundversorgung hinausgeht.

Ihre Facharztpraxis vor Ort

MVZ Horb

Dr. Sabine Merz

Ärztliche Leiterin

Burgstall 9

72160 Horb am Neckar

Tel.: 07451 94-1840

E-Mail: allgemeinmedizin@klf-net.de

Dr. Sabine

Merz

Rundum gesund 27


Hygiene

Bei uns ist

Hände

Türklinken, Geldscheine, Smartphones –

ständig kommen wir im Laufe eines Tages

in Kontakt mit diversen Gegenständen. Vor

allem durch unbewusstes Ins-Gesicht-Fassen

können darauf befindliche Viren und

Bakterien in den Körper gelangen. Wie eine

Infektion vermieden werden kann, erklärt

Hygienefachkraft Melanie Wiechert.

Von niesenden oder hustenden Menschen

halten wir meist automasch

Abstand. Die Angst: umherfliegende

Viren. Dabei ist der häufigere Fall eine

indirekte Ansteckung über unsere

Hände. Laut der Weltgesundheitsorganisaon

werden 80 Prozent der Infekonskrankheiten

auf diesem Wege

übertragen. Schleimhäute in Nase und

Augen stellen für Viren eine gute Möglichkeit

dar, in den Körper zu gelangen.

Vor allem in Bereichen, in denen viele

Menschen auf engem Raum zusammenkommen

und Gegenstände von

Hand zu Hand gehen, ist das Übertragungsrisiko

groß.

Händewaschen reicht im

medizinischen Bereich nicht aus

Auch in Krankenhäusern ist Hygiene

ein zentrales Thema. Eine der entscheidenden

Maßnahmen zur Vermeidung

von Infekonskrankheiten ist das

Händewaschen. Jedoch reicht das im

medizinischen Bereich nicht aus, wie

Melanie Wiechert zu bedenken gibt:

„Zusätzlich sollte man durch Händedesinfekon

die Anzahl von Krankheitserregern

auf der Haut verringern“,

rät sie.

Es muss gewährleistet sein, dass für

die Mitarbeiter dafür keine zusätzlichen

Wege entstehen. Daher sind

Händedesinfekonsmielspender im

Klinikum Freudenstadt in jedem Paentenzimmer

und an zentralen Stellen

28 Rundum gesund


Das sagt die Fachgesellschaft:

jeder Tag

hygienetag

angebracht. Sie stehen medizinischem

Personal, aber ausdrücklich auch Paenten

und Besuchern zur Verfügung.

„Vor, während und nach dem Aufenthalt

im Krankenhaus ist es ratsam, diese

regelmäßig zu nutzen, da die Hände

immer noch ein Hauptübertragungsweg

von Keimen und daher Auslöser

für Infekonskrankheiten sind“, so die

Hygienefachkra, die bei ihrer täglichen

Arbeit von Kollegin Sabina Kimmig

unterstützt wird.

Ein weiterer Tipp, den sie Paenten,

Besuchern und Mitarbeitern daher ans

Herz legt: Lieber Lächeln sta Händeschüeln!

„Der Verzicht auf einen Händedruck

ist ein einfacher, aber wirksamer

Weg, die Ansteckungsgefahr durch

Krankheitserreger zu verhindern.“ Das

habe weder mit mangelndem Respekt

noch mit fehlender Zuwendung zu tun.

„Wenn Sie Ihren Mitmenschen stadessen

ein Lächeln schenken, ist das

nicht weniger höflich, aber auf jeden

Fall sicherer.“

Die Hände sind

immer noch ein

Hauptübertragungsweg

von Keimen

Aulärung für Mitarbeiter und Paenten

Melanie Wiechert ist es wichg zu vermieln,

dass jeder selbst etwas für die

eigene Sicherheit sowie die Sicherheit

anderer tun kann. Die Hygienefachkra

weiß: „Zum Wohle aller muss man immer

wieder für das wichge Thema

Hygiene sensibilisieren. Es ist der entscheidende

Faktor, um gegen die Verbreitung

von Infekonen vorzugehen.“

Regelmäßig werden Ärzte und Pflegekräe

daher in diesem Bereich geschult.

Am Klinikum selbst tragen spezielle

Akonstage beispielsweise mit

Infoständen und Gewinnspielen zur

Aulärung bei, damit das Thema für

Mitarbeiter aber auch Paenten stets

präsent bleibt. Mit Gedanken an den

2009 von der WHO iniierten Welthändehygienetag

am 5. Mai stellt Melanie

Wiechert schmunzelnd fest: „Bei uns

ist jeder Tag Händehygienetag.“

Melanie Wiechert

Sabina Kimmig

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinikum Freudenstadt

Hygiene

Melanie Wiechert, Sabina Kimmig

Hygienefachkräe

Karl-von-Hahn-Straße 120

72250 Freudenstadt

Tel.: 07441 54-6106 oder 07441 54-6387

E-Mail: hygiene@klf-net.de

Hygiene schützt

vor Infekonen

Sie sind die Läuse im Pelz des Krankenhausalltags: Keime,

die nicht nur läsg sind, sondern mitunter auch zu

Infekonskrankheiten führen können. Eine wirksame

Waffe gegen sie ist eine ausreichende Hygiene. „Rundum

gesund“ hat mit Peter Walger, Sprecher der Deutschen

Gesellscha für Krankenhaushygiene (DGKH),

über den Kampf gegen Keime und die Möglichkeiten

jedes Einzelnen gesprochen.

Wie wichg ist eine ausreichende Hygiene bei der Verhinderung

von Infekonskrankheiten?

Peter Walger: Infekonen zu vermeiden ist zentrale Aufgabe

der Krankenhaushygiene. Mindestens 50 Prozent

der Infekonen lassen sich im Idealfall durch ein Bündel

an Maßnahmen verhindern. Dabei geht es nicht nur um

Händedesinfekon. Zu nennen sind hier die Suche nach

resistenten Erregern bei der Aufnahme, konsequente

Durchführung von Barriereschutz bis hin zur Einzelzimmerisolaon

und konsequenter Hygiene bei allen invasiven

Maßnahmen.

Welche Hygiene-Maßnahmen empfehlen Sie grundsätzlich

jedem Menschen?

Peter Walger: Der Paent selbst kann viel dazu beitragen,

dass sich das Infekonsrisiko verringert. Dabei steht

die Händedesinfekon vor dem Essen, nach dem Toilettengang,

vor dem Verlassen des Zimmers und nach der

Wiederkehr beispielsweise nach Untersuchungen im Mittelpunkt.

Welche Akonen machen auf das Thema Hygiene aufmerksam?

Peter Walger: Krankenhäuser nutzen viele Möglichkeiten,

auf Hygienemaßnahmen aufmerksam zu machen.

O steht die Händedesinfekon im Mielpunkt. Wichg

ist der DGKH aber auch, dass Paenten die Möglichkeit

haben, über Defizite offen sprechen zu können. Grundsätzlich

ist es Pflicht eines Krankenhauses, alles Mögliche

zu tun, um jede einzelne Infekon zu verhindern. Darüber

sollte offen und transparent informiert werden,

auch über die Frage, ob der Paent ein desinfiziertes aufbereitetes

Be in einem flächendesinfizierten

Zimmer erhält.

Kontakt:

Deutsche Gesellscha für

Krankenhaushygiene

Dr. Peter Walger

Sprecher des Vorstands

Joachimsthaler Straße 10

10719 Berlin

Tel.: 030 887273730

E-Mail: info@krankenhaushygiene.de

Dr. Peter

Walger

Quelle: Privat

Rundum gesund 29


Vertrauen

ist einfach.

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30 Rundum gesund

Wenn’s um Geld geht

s Kreissparkasse

Freudenstadt


Klinikführer

Krankenhäuser Landkreis Freudenstadt gGmbH

Klinikum Freudenstadt

Karl-von-Hahn-Straße 120

72250 Freudenstadt

Tel.: 07441 54-0

Fax: 07441 54-2271

E-Mail: info@klf-net.de

www.klf-net.de

Fachkliniken/Leitende Ärzte

Gunter Kaißling

Anästhesie und Intensivmedizin

PD Dr. René Hennig

Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

Dr. Benjamin König

Unfall-/ Orthopädische Chirurgie

Dr. Jürgen Schulze-Tollert

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Dr. Gerald Hellstern

Kinder- und Jugendmedizin

Prof. Dr. Klaus Fellermann

Medizinische Klinik I – Innere Medizin

Prof. Dr. Florian Bea

Medizinische Klinik II – Kardiologie,

Angiologie, Intensivmedizin

Dr. Wilhelm Dengler

Psychiatrie, Psychotherapie

und Psychosomak

Dr. Marn Hillitzer, Dr. Stephan Stolpe

Radiologie und Nuklearmedizin

Zentren

Dr. Gerald Hellstern

Sozialpädiatrisches Zentrum

Prof. Dr. Florian Bea,

Dr. Stephan Stolpe

Gefäßzentrum

Dr. Hermann Schwarz

Gunter Kaißling

Mulmodale Schmerztherapie

Prof. Dr. Klaus Fellermann

PD Dr. René Hennig

Refluxzentrum

Dr. Jürgen Schulze-Tollert

Brustzentrum

Belegabteilungen

Belegarzt Dr. Jürgen Stolper

Belegarzt Michael Ehrmann

Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde

Dr. Carsten Schulte

Zahn-, Mund-, Kieferchirurgie

Kooperaonsärzte

Dr. Ulrich Schneider

Dermatologie

Dr. Ralf Ramsperger

Orthopädie und Unfallchirurgie

Klinik für Geriatrische Rehabilitaon

Horb am Neckar

Burgstall 9

72160 Horb am Neckar

Tel.: 07451 94-0

Fax: 07451 94-1251

E-Mail: info.geriatrische.reha@klf-net.de

Fachkliniken/Leitende Ärzte

Dr. Markus Klotz

Innere Medizin/Geriatrie

Medizinisches Versorgungszentrum

Freudenstadt

Karl-von-Hahn-Straße 120

72250 Freudenstadt

Tel.: 07441 54-6030

Fax: 07441 54-2740

E-Mail: mvz-info@klf-net.de

Dr. Said-Mahsood Amin

Leiter MVZ Freudenstadt

Medizinisches Versorgungszentrum

Horb am Neckar

Burgstall 9

72160 Horb am Neckar

Tel.: 07451 94-0

Fax: 07451 94-1251

E-Mail: mvz-info@klf-net.de

Dr. Sabine Merz

Leiterin MVZ Horb

Klinikum Freudenstadt

Klinik für Geriatrische Rehabilitaon

und MVZ in Horb a. N.

Rundum gesund 31


Noall-Wegweiser

Leichte Symptome

z. B. Halsschmerzen, Schnupfen,

grippaler Infekt, leichte Bauchschmerzen etc.

Schwere, bedrohliche Symptome

z. B. starke Brustschmerzen, schwere Atemnot,

Schlaganfallsymptome, Knochenbrüche, stärkste

Bauchschmerzen, Bewusstlosigkeit etc.

Anlaufstellen:

1. Hausarzt aufsuchen

2. Ärztlichen Bereitschasdienst der KVBW anrufen unter der

116 117 (außerhalb der Hausarzt-Sprechzeiten) oder:

Noallpraxis Freudenstadt

Klinikum Freudenstadt

Öffnungszeiten: Sa, So und feiertags: 09:00 bis 21:00 Uhr

3. Kinder Noallpraxis Freudenstadt

Krankenhäuser Landkreis Freudenstadt unter der

01805 192 921 60

Öffnungszeiten: Sa, So und feiertags: 09:00 bis 15:00 Uhr

Außerhalb der Öffnungszeiten des ärztlichen Bereitschasdienstes

können Sie sich in Noällen an die Zentrale Notaufnahme wenden.

Anlaufstelle: Zentrale Notaufnahme

Die Zentrale Notaufnahme steht in Freudenstadt 24 Stunden

am Tag für Noälle bereit. In akuten Noällen erreichen Sie

den Reungsdienst unter der

112

Bei der Meldung eines Noalls sollten Sie unbedingt die folgenden

fünf „W-Fragen“ beachten:

Wo ist der Noall passiert?

Was ist passiert?

Wie viele Paenten oder Verletzte?

Welche Probleme oder Verletzungen?

Warten auf Rückfragen

Ihr Weg zu uns

Krankenhäuser

Landkreis Freudenstadt

gGmbH

Wildbader Straße

B 462

B 294

B 14

Altheimer Straße

Murgtalstraße

Mühlener Straße

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Klinik für

Neckar

Marktplatz

Horb am Neckar

B 28

B 32

Isenburger Straße

Wildbader Straße

Klinikum

Freudenstadt

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72250 Freudenstadt

Tel.: 07441 54-0

Fax: 07441 54-2271

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Horb am Neckar

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