Kritik: DIE MIGRANTIGEN

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Nach dem großen Kinoerfolg von 2017 bringt Josefstadt-Direktor Herbert Föttinger die krass sympathische Ausländerkomödie „Die Migrantigen“ auf die Bühnenbretter der Kammerspiele. Regie bei der Bühnenversion von Arman T. Riahis, Aleksandar Petrovic‘ und Faris Rahomas Erfolgsfilm führte der in Thessaloniki geborene Theaterregisseur Sarantos Georgios Zervoulakos.

Martin Niedermair brilliert (wie immer!) in der Rolle des „ORG“-Senderchefs

Grün. Der Vollblutkomödiant wirft Sätze wie „Ausländer raus, das ist ein

Inlandsgespräch“ so brachial zackig in die Menge, dass man dem xenophoben

Senderchef gar nicht so richtig böse sein kann. „Zack, zack, zack, Oida!“ Sonst bist‘

deinen Job schneller los als du blöd schauen kannst.

Gelacht wurde während dieser kurzweiligen eineinhalb Stunden genug. Da reichte

schon ein „Ciao“ von Tamim Fattal als italienischer Kameramann.

Als die Realität sie schließlich einzuholen droht, sehen sich Benny und Marko erstmals

mit ihrem eigenen, nie wirklich aufgearbeiteten „Migrationsschicksal“ konfrontiert.

Papa Bilic mimt für die „Fake-Doku“ den Grätzl-Paten „Jugo Betrugo“, rettet mit

seinen Ersparnissen die Firma seines Filius.

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