Klassenfahrten Magazin Ausgabe 4/2019
Zeitschrift für Lehrer zu den Themen Klassenfahrten und Projekttage
Zeitschrift für Lehrer zu den Themen Klassenfahrten und Projekttage
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17. Jahrgang Heft 67 www.klassenfahrten-magazin.de
Einzelheft 2,50 € zzgl. Versand
04
19
Klassenfahrten
Magazin
DIE ZEITSCHRIFT FÜR LEHRER
zu den Themen Schülerreisen und Projekttage
Foto: © JUMP House / Tom Menz
Gemeinsamer Sprungspaß
Schulklassenangebote der Trampolinparks
Unterkünfte
Programmanbieter
Bildungsstätten
Sehenswürdigkeiten
Lernorte
Reiseziele
Museen
Reiseveranstalter
Projekte
1
2
INHALTSVERZEICHNIS
4 Mehr als Hüpfen und Springen
Trampolinparks oder -hallen
gibt es inzwischen über ganz
Deutschland verteilt. Schulklassen
sind eine wichtige Zielgruppe.
9 Natur- und Erlebnishof auf
Rügen
Hof Lüttkevitz ist ein familien-
geführter kleiner Hof mit
praktischen Übernachtungsmög-
lichkeiten für Schulklassen und
befindet sich auf der zu Rügen
gehörenden Halbinsel Wittow
12 Reiseziel Bayern
Markante Berglandschaften,
schöne Seen, bedeutende Städte
und regionale Besonderheiten –
das alles erwartet Schulklassen
auf Klassenfahrt in Bayern
16 Der Natur ganz nah
Von Wald und Wiesen umgeben,
gelegen im Naturpark
Südschwarzwald, empfängt das
Naturfreundehaus Gersbacher
Hörnle seit Jahrzehnten auch
Schulklassen
18 Eine Gegenwart – viele
Zukünfte
Im September eröffnete das
Futurium Berlin – ein „Haus der
Zukünfte“. Die verschiedenen
Angebote für Schulklassen
behandeln vor allem die Frage:
Wie wollen wir leben?
21 Geschichte aktiv erleben
Zum UNESCO-Weltkulturerbe
Kloster Lorsch in Hessen
gehören das Klosterareal, das
Areal des Ursprungsklosters
Altenmünster sowie das Experimentalarchäologische
Freilichtlabor Lauresham
25 Stadtgeschichte, Hansezeit,
Archäologie
Ausstellungen zu regionalen
Themen präsentiert das „Museum
Schwedenspeicher“ in der
niedersächsischen Hansestadt
Stade. Schulklassen können
verschiedene Angebote der
Museumspädagogik nutzen.
29 Sommer- und Winteraktionen
in Südtirol
Seit nunmehr 57 Jahren gibt es
in Lappach das Ferienhotel
Rinsbacherhof...
32 Ort früherer Unrechtsjustiz
Das Dokumentations- und
Informationszentrum (DIZ)
Torgau, eine Gedenkstätte in
Sachsen, informiert auf Schloss
Hartenfels über Opfer politischer
Gewaltherrschaft
34 Inserentenverzeichnis,
Impressum
Titelfoto: © JUMP House / Tom Menz
Liebe Lehrerinnen, liebe Lehrer,
nun neigt sich dieses Jahr bereits dem Ende
zu und wir hoffen, Ihre durchgeführten Klassenfahrten
und Projekttage waren durchweg
erfolgreich.
Mit der Ihnen hier vorliegenden Ausgabe
vom Klassenfahrten Magazin möchten wir
Ihnen schon Anregungen für Ihre nächsten
Unternehmungen in 2020 geben.
Dabei besteht unsere Philosophie immer
darin, Ihnen wirkliche Anregungen zu liefern
und beispielsweise entsprechende Unternehmen
informativ und transparent vorzustellen.
Damit Sie erfahren, wer hinter den
Angeboten steckt. Denn jeder Anbieter hat
auch eine Geschichte.
Außerdem haben wir in dieser Ausgabe
unter anderem das Thema Trampolinparks
aufgegriffen. Denn die Entwicklung in diesem
Bereich ist rasant. Und so gut wie jede
dieser Einrichtungen hat auch Angebote für
Schulklassen, die über das reine Springen
hinausreichen. Zudem ist es nicht so einfach
zu verstehen, was die Trampolinhallen alles
so zu bieten haben. Daher informieren wir
auch, worum es sich bei einzelnen Elementen
überhaupt handelt.
Es würde uns freuen, wenn wir Ihnen wieder
interessante Berichte liefern konnten.
Bis zur nächsten Ausgabe im Februar verbleibe
ich mit herzlichen Grüßen
Ihre
Editorial
Katrin Mickel
3
TITELTHEMA
Mehr als Hüpfen und Springen
Trampolinparks oder -hallen gibt es inzwischen über ganz Deutschland verteilt. Schulklassen sind eine wichtige
Zielgruppe für Anbieter dieser besonderen sportlichen Erlebnisse.
Free Jump
Sky Ninja Seil
Survival Jump
Fotos: © JUMP House / Tom Menz (6)
Foam Jump
Körperwahrnehmung, Motorik, Fitness,
Geschicklichkeit, Konzentration, Koordination
und Balance sowie Sozialkompetenz
– alles dieses wird bei einem Besuch in
Trampolinhallen oder -parks geschult. Auch
der gesundheitliche Aspekt ist beachtenswert:
Springen bedeutet gelenkschonendes
Training der Muskeln in sämtlichen Körperregionen,
es ist vorteilhaft für den Gleichgewichtssinn,
es steigert das körperliche
Wohlbefinden und setzt Glückshormone
frei. Hinzu kommen der Spaßfaktor und die
Aktivierung der Bewegungsfreude: federnde
Sprünge in die Höhe, die kurzen Augenblicke
der Schwerelosigkeit, das Aufkommen
auf elastischem Boden.
Die erste Trampolinhalle in Deutschland
eröffnete 2014 in Dortmund. Seitdem entstanden
weitere in vielen Städten Deutschlands
und ständig kommen neue hinzu. Um
die zwei Millionen Euro soll eine Trampolinhalle
samt Ausstattung kosten.
Schulklassen bilden eine wichtige Zielgruppe
dieser Anbieter. Ganz unter dem
Motto „Gemeinsam sportlich aktiv sein und
dabei Spaß haben, das fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl
und stärkt den Klassengeist“
bieten viele Trampolinhallen und
-parks spezielle Programme für Schulklassen.
Denn in den Einrichtungen springt nicht
jeder für sich allein, es sind verschiedene
Möglichkeiten für Teamspiele vorhanden,
die von geschultem Personal beziehungsweise
Trainern angeleitet und beaufsichtigt
werden.
Besondere Voraussetzungen für einen
Besuch in einem Trampolinpark müssen
nicht erfüllt sein. Jeder Schüler kann hier
springen, egal ob groß oder klein, dick oder
dünn.
Bezüglich der Kleidung gilt es aus Sicherheitsgründen
nur einiges zu beachten.
So sind zum Beispiel in jeder Einrichtung
sogenannte Stoppersocken – Socken mit
Gumminoppen an der Sohle – Pflicht. Diese
erhöhen die Haftung auf den Trampolinen,
was die Sturzgefahr durch ungewolltes Ausrutschen
verringert. Auch bleiben durch das
Tragen dieser Socken die Trampoline den
Tag über hygienisch sauber im Vergleich
zum Barfußspringen. Ob die Stoppersocken
von zuhause mitgebracht werden dürfen
oder in den Einrichtungen für zwei bis drei
Euro käuflich erworben werden müssen, ist
unterschiedlich. Vor Ort gekaufte Socken
dürfen bei Folgebesuchen dann aber wieder
mitgebracht werden. Außerdem sollte auf
sportliche und bequeme Kleidung geachtet
werden, ohne Gürtel, Nieten oder Schnallen.
Das Tragen von Schmuck ist nicht zugelassen,
Piercings sind abzukleben und die
4
TITELTHEMA
Hosentaschen sollten leer sein. Ebenso sind
Kaugummis verboten.
Auf die Sicherheit in den Einrichtungen
wird großer Wert gelegt und in den meisten
Hallen herrscht eine strenge Sicherheitspolitik:
Nach der Begrüßung der Schulklasse
gibt es ein Einweisungsvideo mit Regeln und
Verboten. Anschließend erhalten die Schulklassen
eine Einweisung durch geschulte
Mitarbeiter beziehungsweise sogenannte
„Sprungmeister“, die zusätzlich eine Ersthelfer-Ausbildung
haben. Es erfolgt ein gemeinsames,
speziell auf den Trampolinsport
ausgearbeitetes Aufwärmtraining. Sämtliche
Trampoline und Attraktionen der Halle
werden den Schülern erklärt. Auf Wunsch
der Lehrer können ein Salto-Verbot ausgesprochen
oder Großtrampoline gesperrt
werden. Geübte Trainer betreuen alle Bereiche
der Halle und überwachen die Einhaltung
der Sicherheitsregeln.
Das Herzstück jeder Trampolinhalle und
in aller Regel den größten Bereich bildet der
riesige Freisprungbereich. Hier sind nicht
Video Jump
nur dutzende bis hunderte Trampoline zu
großen Sprungflächen vereint, sondern auch
an den Seiten befinden sich meist ebenfalls
Trampoline. Diese ermöglichen ein horizontales
Abfedern und intensivieren den Spaß.
In einigen Trampolinparks gibt es stattdessen
auch längere Waterfall-Trampoline.
Dabei handelt es sich um, im 45 Grad Winkel
geneigte, Trampoline an den Wänden. Meistens
wird der Freisprungbereich noch durch
verschiedene Fun-Sport Elemente ergänzt.
Im Freisprungbereich kreuz und quer
durch den riesigen Raum zu springen ist
schon ein besonderes Erlebnis und kein
SPASS,
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5
TITELTHEMA
Vergleich zum Trampolinspringen im heimischen
Garten.
Einige der Elemente, die den Sprungspaß
und die Sprungmöglichkeiten in Trampolinhallen
und -parks erweitern, sind nachfolgend
kurz vorgestellt und etwas näher
erklärt.
So gibt es zum Beispiel den Foam Jump
oder auch Foam Pit genannt – ein Becken,
welches mit bunten Schaumstoffwürfeln
gefüllt ist und auch als Schnipselgrube
bezeichnet wird. Viele der Trampolinparks
bieten einen Foam Jump Bereich mit gleich
mehreren Becken. Die Schaumstoffwürfel
sorgen für eine weiche Landung, wenn
Springer verschiedene Kunstsprünge üben.
Je nach Halle sind an den Becken beispielsweise
normale Trampoline, Hindernisse
zum Überspringen, Boulderwände, Ninja
Parcours, Slacklines oder Trapeze vorhanden.
Die Slackline besteht aus einem Gurt, der
zwischen zwei Punkten straff gespannt wird.
Hier muss die Balance gehalten werden, um
möglichst gewandt von A nach B zu gelangen.
Da die Balancierenden oft scheitern,
ist die Slackline nicht nur für den Balancierenden,
sondern auch für die Zuschauer ein
großer Spaß. Aber die „Abstürzenden“ fallen
weich und wohlbehütet in das Foam Pit.
Das Trapez ist ursprünglich aus dem
Zirkus bekannt, wo Artisten in großer Höhe
waghalsige Kunststücke vorführen, die oft in
einem spektakulären Absprung enden. Auch
in Trampolinhallen ist das Trapez zu finden.
Hier hat es oft eine Höhe von rund 3,50 Metern,
und die Springer landen in einem
großen Foam Pit voller weicher Schaumstoffwürfel.
Die Schüler können an diesem
Element beispielsweise einen Salto üben
oder sich einfach aus der Höhe fallen lassen.
Um einen Hindernisparcours mit besonderen
sportlichen Herausforderungen und
unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen handelt
es sich beim Ninja Parcours, auch
Warrior Parcours genannt. Solche Parcours
können mit abwechslungsreichen Elementen
– wie beispielsweise Ringe, Wedges,
Kugelseile, Foam Türme, Cheese Wall oder
Monkey Barr – ganz verschieden gestaltet
sein. Unter dem Ninja Parcours befinden
sich typischerweise weiche Bodenplatten,
eine Schnipselgrube oder ein Luftkissen,
damit die Sportler im Falle des Scheiterns
weich landen.
Air-Bags kann es in den Trampolinparks
ebenfalls geben. Wie der Name schon vermuten
lässt, sind mit Luft gefüllte Kissen
gemeint. Meistens haben diese Kissen eine
Größe von mindestens 4 Quadratmetern
und ermöglichen jederzeit eine sichere Landung.
Kombiniert sind diese Air-Bags oft mit
Trampolinen, aber auch mit Sprungtürmen.
Ein Sprungturm gestattet unkompliziert
Sprünge aus einer Höhe von anderthalb bis
vier Metern mitten in den Air-Bag hinein.
Von der Höhe her sind die Sprungtürme von
Einrichtung zu Einrichtung unterschiedlich.
Zu den weiteren Elementen zählt die
Halfpipe, die ihren Namen aus dem Skate-
Sport hat. Sie ist geformt wir ein großes „U“
und in der Mitte befindet sich ein langes,
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6
7
TITELTHEMA
schmales Trampolin. An den zwei gegenüberliegenden schrägen
Seiten sind große Waterfall-Trampoline vorhanden, welche
den Springern ein horizontales Abfedern ermöglichen. Geübte
Springer können hier, ohne abzustoppen, zwischen beiden
Wänden hin- und herspringen.
Eine Art Völkerball, nur auf Trampolinen, kann in der Dodgeball-Arena
gespielt werden. Die aus Trampolinfeldern zusammenhängende
Fläche wird mit einem Balken oder einer
Tumbling Lane (ein längliches Trampolin) in zwei Spielfelder
geteilt. Gespielt wird mit einem weichen Ball. Dodge Ball eignet
sich besonders auch für Schulklassen.
Ebenfalls für einen Wettkampf eignet sich die Basketball-
Zone. Diese setzt sich aus einem besonders langen Trampolin
und einem darüber hängenden Basketballkorb zusammen. Die
Positionierung der Basketballkörbe in der Trampolinhalle ist von
Halle zu Halle unterschiedlich. In größeren Trampolinparks gibt
es beispielsweise eigene Basketballkorb-Bereiche mit Körben in
verschiedenen Höhen.
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Gegenseitig herausfordern können sich die Springer auch
beim Cage Ball, einer Mischung aus Basketball, Handball und
Volleyball – aber auf Trampolinen. Der Cage Ball Bereich ist eine
Art Käfig aus Netzen, damit der Ball im Raum bleibt, und besteht
aus zwei separaten Trampolinen, die in der Mitte durch ein Netz
getrennt sind. Die Spieler springen mit dem Ball in der Hand auf
dem Trampolin in die Höhe und werfen den Ball über das bis
zum Boden reichende Netz. Dabei zielen sie auf ein Loch, welches
sich über dem Gegner befindet. Um den Wurfball abzuwehren,
muss der Gegner rasch reagieren und ebenfalls auf dem
Trampolin in die Höhe springen.
Beim Battle Beam stehen sich zwei Gegner auf einem schmalen
Balken gegenüber und versuchen, den jeweils anderen mit
Hilfe eines überdimensionierten Schaumstoff-Knüppels in die
Grube aus Schaumstoffwürfeln zu schicken, die sich unter dem
Beam befindet. Um bei dieser Aktion erfolgreich zu sein, ist ein
guter Gleichgewichtssinn vonnöten.
Der Twister stellt ebenfalls ein geeignetes Element dar, um
einen oder mehrere Gegner herauszufordern. Gewonnen hat,
wer am längsten im Spiel bleibt. Beim Twister drehen sich zwei
Schaumstoffarme und die Springer müssen rechtzeitig darüber
springen oder sich darunter durchrollen. Die zwei Arme sind
weich gepolstert, damit sich die Springer nicht verletzen können,
wenn sie zu spät springen.
Auch Gelegenheiten zum Klettern bieten einige der Trampolinhallen
– und zwar mit der Climbing Wall. Besucher können
sich hier im „Wändehochklettern“ versuchen oder einen Meter
über dem Boden von einer Seite zur anderen klettern und sich
dann sanft in die Airbags fallen lassen. Die Möglichkeiten sind
von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich.
Über die Angebote für Schulklassen informieren meistens
die Internetseiten der jeweiligen Einrichtung. Der Vorteil eines
Besuches von Schulklassen in einem Trampolinpark oder -halle
besteht auch darin, dass dieser selbst im Winter oder bei Regenwetter
unkompliziert stattfinden kann.
8
UNTERKUNFT
Natur- und Erlebnishof auf Rügen
Hof Lüttkevitz ist ein familiengeführter kleiner Hof mit praktischen Übernachtungsmöglichkeiten für Schulklassen
und befindet sich auf der zu Rügen gehörenden Halbinsel Wittow
Blick auf Kap Arkona (Insel Rügen)
Fotos: Hof Lüttkevitz (2)
Rügen ist die flächengrößte und auch die
bevölkerungsreichste deutsche Insel. Im
nördlichsten Teil Rügens befindet sich die
Halbinsel Wittow, mit einer außergewöhnlichen
Naturlandschaft und verschiedenen
Sehenswürdigkeiten. Sehenswert sind hier
beispielsweise das Kap Arkona und dessen
markante Leuchttürme sowie die Überreste
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eines slawischen Burgwalls. Unweit vom
Kap Arkona beherbergt eine von drei Bunkeranlagen
eine Dokumentation über das
Kap Arkona – von der Slawenzeit bis in die
Gegenwart. Ebenfalls in der Nähe vom Kap
Arkona gibt es das malerische Fischerdorf
Vitt mit seinen alten Reetdachhäusern. Aufgrund
der hier erhaltenen authentischen
Ursprünglichkeit wurde das Dorf unter
Denkmalschutz gestellt. Seit 1973 steht es
auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.
Im Zentrum der Halbinsel Wittow, ca. eineinhalb
Kilometer von Wiek und damit vom
Bodden entfernt, liegt Hof Lüttkevitz.
Betrieben wird der Hof von Familie Rebschläger,
hauptsächlich von Kristina Reb-
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Spielplatz
Streichelzoo
Ziegen, Kaninchen …
Fußballplatz
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Tischfußball,
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Reithalle
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Badespaß
Seegrundstück
mit Liegewiese
und Grillplatz
Trampoline
9
UNTERKUNFT
schläger, gelernte Diplom Ingenieurin für
Agrarwissenschaften. „Der Hof Lüttkevitz
ist unser familiärer Traum“, erzählt Kristina
Rebschläger. „Wir wollten eine ideale Verbindung
zwischen Natur, Ostseenähe und
Gemeinschaft schaffen, um dies in all den
wunderbaren Facetten zu genießen, aber
auch zugänglich zu machen.“
Angefangen hat Familie Rebschläger mit
einem kleinen Reitbetrieb. Dafür wurde
2003 ein Gebäude mit dazugehörigen Flächenanteilen
gekauft, welches in den 1950er
Jahren erbaut und in der DDR von der LPG
als Stallung genutzt wurde. Später erfolgte
ein kräftezehrender Um- und Wiederaufbau
des Gebäudes, sodass 2011 die Nutzungsänderung
der Stallung zu einem Kinderferienlager
erwirkt werden konnte. Seitdem
haben sich die Betreiber auf Gruppenreisen
spezialisiert und bieten vornehmlich auch
Klassenfahrten an.
Bis letztes Jahr führte Kristina Rebschläger,
die von ihren Kindern Franziska Lamass
und Heiner Rebschläger sowie einem festen
Mitarbeiter und einem Koch unterstützt
wird, den Hof gemeinsam mit ihrem Mann
Burkhard, der leider verstarb. „Aber trotz
des Schicksalsschlags beschloss der Familienrat,
die Geschicke fortan weiter- und
vor allem umzulenken“, berichtet Franziska
Lamass. „Uns besuchen Schulklassen, Gruppen
und sogar Hochzeitsgesellschaften, bei
denen der Wunsch nach Lagerfeuer, Stockbrot
und der Einfachheit des Seins gegenüber
dem Haben überwiegt. Unsere Gäste
können hier die Seele baumeln lassen, egal,
ob für einen Tag oder für mehrtägige oder
mehrwöchige Aufenthalte.“
Die Unterkunft verfügt über 9 Mehrbettzimmer
und 3 Zimmer für Betreuer. „Ideal
ist eine Belegung mit bis zu 40 Personen“,
sagt Franziska Lamass. „Der Vorteil für
Schulklassen besteht darin, dass die Schüler
allein auf dem Hof sind, denn wir nehmen
in der Regel nur eine Gruppe für einen Zeitraum
auf.“
Badezimmer und Waschräume mit einfacher,
funktionaler Ausstattung gibt es für
Mädchen und Jungen getrennt. Betreuern
steht ein separates Bad zur Verfügung.
Ein Aufenthaltsraum, ausgestattet mit
entsprechender Tagungstechnik, bietet Platz
für 50 Personen und kann für Filmvorführungen
oder Disco-Abende genutzt werden.
„Unsere Unterkunft ist teilweise behindertengerecht.
Wir verfügen über ein barrierefreies
Bad. Treppen haben wir nicht, nur den
ein oder anderen Absatz“, erklärt Kristina
Rebschläger.
Hinsichtlich der Verpflegung erhalten die
Gäste Frühstück, mittags ein Lunchpaket
und am Abend vollwertige Hausmannskost.
Ein Grillabend ist ebenfalls möglich.
Das Essen wird von Kristina Rebschläger
gemeinsam mit Saison-Köchen zubereitet.
Kontakt
Natur- & Erlebnishof Lüttkevitz
Lüttkevitz 11
18556 Wiek
Telefon 038391 - 764586
hof.luettkevitz.ruegen@gmail.com
wp.maeximal.de
„Auf den Tisch bringen wir zum Beispiel
leckere Gerichte aus dem Dutch Oven, wie
Putengeschnetzeltes mit saisonalem, frischem
Gemüse. Wir bereiten aber auch klassische
Kindergerichte zu, wie zum Beispiel
Hefeklöße mit Frucht- und Vanillesoße“,
gibt die Hofbetreiberin Auskunft. „Bei uns
können die Schüler erleben, wie es ist, mal
unter freiem Himmel zu frühstücken. Sie
können morgens Eier sammeln und sofort
kochen.“
Nach vorheriger Absprache wird auch
vegetarisch gekocht und etwaige Unverträglichkeiten
werden beachtet.
Für die Freizeitbeschäftigung stehen
den Gästen verschiedene Möglichkeiten zur
Verfügung: Im Haus kann Kicker gespielt
werden und auf dem Außengelände können
die Gäste unter anderem Tischtennisplatten,
einen Kletterbaum, eine Schaukel und einen
Mehrzweckplatz zum Bolzen und Toben
oder für Volleyball nutzen.
Auf dem Außengelände befindet sich
außerdem ein Streichelzoo mit Schafen,
Ziegen und bald auch Zwergeseln und
Ponys. Darüber hinaus gibt es Meerschweinchen-
und Kaninchengehege, zahlreiches
Federvieh und, in Abgrenzung, ein „Hunderudel“.
„Wir sind ein lebendiger Hof und ei-
ne eingetragene Nutztier-Arche“, erläutert
Franziska Lamass. „Wir züchten alte und
gefährdete Nutztierrassen, wie zum Beispiel
10
UNTERKUNFT
Schleswiger Kaltblut, Mohrschnucken, Pommernenten,
Pommerngänse und Kröllwitzer
Puten.“
Kristina Rebschläger: „Das Schönste jedoch,
was wir bieten können, ist nur wenige
Minuten von uns entfernt, aber unbezahlbar
– der Blick aufs weite Meer.“
Da sich der Hof in Ostseenähe befindet,
sind natürlich auch Gelegenheiten zum
Baden vorhanden. Gebadet werden kann
beispielsweise in dem vom Hof aus fußläufig
erreichbaren Wieker Bodden.
„Schöner jedoch sind die nahen Ostseestrände
in ca. 4 bis 5 Kilometer Entfernung“,
so Franziska Lamass. „Diese erreicht man
gut mit dem öffentlichen Nahverkehr. Die
Bushaltestellt ist ca. 400 Meter von uns entfernt.“
Außer dem Erleben der Tiere und dem
Baden bietet die Umgebung für Schüler
weitere Freizeitmöglichkeiten, wie beispielsweise
das Bernsteinschleifen. Dieses Programm
wird gleich im Nachbargrundstück
des Hofes geboten. Das Erlernen verschiedener
Wassersportarten, wie Windsurfen,
Segeln, Kajak- und Kanufahren oder Stand-
Up-Paddeling, ermöglicht eine Wassersportschule
im nahe gelegenen Dranske. Hier
sind auch Programme aus dem Bereich
der Erlebnispädagogik nutzbar. In Dranske
gibt es zudem ein Ostseekino, in welchem
Schulklassen in einem großen Kinozelt oder
abends bei schönem Wetter im Freilichtkino
Kinofilme schauen können. Eine Badelandschaft
mit Innen- und Außenpools sowie
einem Indoor-Spielplatz kann in Sagard
besucht werden. Ein Pfad in luftigen Höhen
befindet sich im Naturerbe-Zentrum Rügen,
in Prora. Der Baumwipfelpfad schlängelt
sich mit einer Gesamtlänge von 1.250 Metern
und einer Höhe von 4 bis 17 Metern
durch den naturnahen Buchenmischwald.
Das Naturerbe-Zentrum bietet zudem Erlebnisausstellungen
und auch Führungen
zu den umliegenden Ökosystemen.
Ebenfalls in Prora zu finden ist die Galileo
Wissenswelt. Dieses Museum ermöglicht
eine Wissensreise vom Urknall bis zum
heutigen Menschen und seiner Technik.
Weitere Museen gibt es in Sassnitz: das
U-Boot-Museum und das Kreidemuseum.
Und in Stralsund können das Deutsche Meeresmuseum
und das Ozeaneum besucht
werden.
Auf Hof Lüttkevitz sind vornehmlich Schüler
der 2. bis 7. Klassenstufen zu Gast. Dabei
kommen die Klassen aus ganz Deutschland,
am häufigsten jedoch aus Berlin, Dresden
und Hamburg.
„Uns besuchen aber auch Jugendliche, oft
als Tagesgäste im Rahmen von Projekttagen.
Umwelt- und Naturbildung stehen bei
uns im Vordergrund“, berichtet Franziska
Lamass. „Gerne engagieren sich die Jugendlichen
auch, beispielsweise beim Ausmisten,
Holz hacken usw.“
Die Philosophie der Hofbetreiber lautet:
Eher bescheiden und langsam als hektisch und
schick, eher rustikal und einfach als neu, eher
ruhig als aufregend.
Franziska Lamass: „Als Familienbetrieb
arbeiten wir Hand in Hand und mit viel Herzblut
daran, bei unseren Gästen die Begeisterung
für unsere Heimatinsel Rügen zu
wecken.“
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REISEZIEL
Reiseziel Bayern
Markante Berglandschaften, schöne Seen, bedeutende Städte und regionale Besonderheiten – das
alles erwartet Schulklassen auf Klassenfahrt in Bayern
München mit Alpenpanorama
Foto: © www.bayern.by
Foto: © www.bayern.by - Gert Krautbauer
Mit Ranger im Bay. Wald
Foto: © www.bayern.by - Jan Greune
Blick auf den Königssee
Foto: © www.bayern.by - Volker Preusser
Die Alpen, Frauen im Dirndl, Männer in
Lederhosen, Bier, Schweinshaxe, Knödel,
Brezeln und Weißwürste oder das Oktoberfest
in München – das sind alles Dinge, mit
denen man Bayern in Verbindung bringt.
Aber Bayern hat noch mehr zu bieten, auch
für Schulklassen.
Mit über 70.500 Quadratkilometern ist
das Bundesland Bayern das flächenmäßig
größte unter den 16 Bundesländern. Im
Süden hat Bayern Anteil am Hochgebirge
der Ostalpen und dem bis zur Donau, dem
größten bayrischen Fluss, reichenden flachen
Alpenvorland. Und nördlich der Donau
wird das Landschaftsbild von Mittelgebirgen
bestimmt, wie etwa dem Bayerischen Wald
oder dem Fichtelgebirge. München, die Landeshauptstadt
und Millionenmetropole, ist
die größte Stadt Bayerns, gefolgt von Nürnberg
und Augsburg. Weitere Großstädte sind
Regensburg, Ingolstadt, Würzburg, Fürth
und Erlangen. Bekannt sind zudem die drei
großen Seen Oberbayerns: der Chiemsee,
der Starnberger See und der Ammersee.
Wenn Schulklassen auf Klassenfahrt dieses
Bundesland kennenlernen möchten,
dann gibt es vielfältige Möglichkeiten, und
man sollte Schwerpunkte setzen: Zum Beispiel
Stadterkundungen von München,
Nürnberg oder Augsburg; oder Ausflüge in
die Natur – auf Berge, in Täler oder an Seen;
oder Aufenthalte auf einem Schulbauernhof
…
Bei einem Besuch der Landeshauptstadt
München erhalten Schulklassen einen ersten
Überblick über die wichtigsten und
berühmtesten Münchner Sehenswürdigkeiten
am besten während einer Stadtführung
oder Stadtrundfahrt.
Klassenfahrten nach München können
dann beispielsweise verschiedene Stationen
beinhalten, wie unter anderem die Bayerische
Staatsoper, das Deutsche Museum, die
Allianz Arena, die BMW-Welt oder die Bavaria
Filmstudios. Ebenso bieten sich Besuche
in der Therme Erding an - die größte Therme
der Welt, oder im Sea Life Aquarium im
Olympiapark mit der größten Hai-Vielfalt in
Deutschland. Beim „Paint your Style“ in Münchens
Malstudio haben Schüler die Möglichkeit,
Keramik-Rohlinge kreativ zu bemalen,
die anschließend glasiert und gebrannt
werden. Und den Botanischen Garten
können Schüler im Rahmen von Führungen
erkunden. Geeignete Orte für eine Auszeit
12
REISEZIEL
oder ein gemeinsames Picknick sind der
Englische Garten sowie der Olympiapark.
Viele Museen in München bieten für Schulklassen
spezielle Programme. Übersichten
sind zum Beispiel zu finden unter: museenin-muenchen.de
oder mpz-bayern.de. Spezielle
Führungen für Schulklassen gibt es
auch beim Besuch prächtiger Bauwerke
wie dem Nymphenburger Schloss oder der
Münchner Residenz. Auch bietet die Stadt
Gelegenheiten für spannende oder sportliche
Unternehmungen, so beispielsweise
ein aufregendes Escape-Spiel in Münchens
Escape Rooms, Bodyflying mit Spezialkursen
für Schulklassen oder Trampolinspringen in
Münchens Trampolinpark.
Die zweitgrößte Stadt Bayerns ist Nürnberg,
gelegen mitten im idyllischen Franken.
Noch heute zeugen zahlreiche Bauten,
Denkmäler und Kunstwerke von der früheren
Geschichte Nürnbergs. Aber auch das
19. und 20. Jahrhundert haben ihre Spuren
hinterlassen. Egal, ob bei einer Klassenfahrt
nach Nürnberg Geschichte, Industriekultur
oder Religion von Interesse ist – in allen
Bereichen hat die Stadt etwas zu bieten. Im
Albrecht Dürer Haus oder in der Kaiserburg
erhalten die Schüler zum Beispiel einen Einblick
in das Leben im Mittelalter. Um die
Themen Nationalsozialismus und Zweiter
Weltkrieg geht es im Dokumentationszentrum
Reichsparteitagsgelände. Reichsparteitagsgelände
wurde das Areal im Südosten
Nürnbergs genannt, wo während der 1930er
Jahre die größten Propagandaveranstaltungen
des 3. Reichs stattfanden. Nach dem
Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt mit den
Nürnberger Prozessen andererseits zum
Schauplatz der ersten Urteile auf Grundlage
des Völkerstrafrechts und erwarb sich
den Titel Stadt der Menschenrechte. Der
Justizpalast war Schauplatz der Nürnberger
Prozesse ab 1945. Das Bewusstsein für
Nürnberg als Geburtsort des Völkerrechts
schärft die Straße der Menschenrechte vor
dem Germanischen Nationalmuseum, und
im Memorium Nürnberger Prozesse lässt
sich Geschichte anschaulich nachvollziehen.
Um die schönste Begräbnisstätte Deutschlands
handelt es sich beim Johannisfriedhof.
In einem interaktiven Mitmach-Museum, im
„turmdersinne“, können die Schüler an Experimentierstationen
Sinnesreize und deren
Verarbeitung an sich selbst ausprobieren.
Zahlreiche weitere Museen Nürnbergs, wie
beispielsweise das Museum Industriekultur
oder das Kindermuseum, haben ebenfalls
spezielle Programme für Schulklassen im
Angebot. Auch ein Bummel durch das mittelalterliche
Zentrum von Nürnberg bietet
sich an. Die Altstadt entstand nach dem
Zweiten Weltkrieg aus einer trostlosen Ruinenlandschaft
neu.
Drittgrößte Stadt Bayerns ist Augsburg
– eine der ältesten und lange Zeit bedeutendsten
Städte Deutschlands. Mehr über
die vielfältige Geschichte der Stadt, wie beispielsweise
über die Stadtgründung durch
die Römer, können Schulklassen auf einer
Erkundungstour durch zwei Jahrtausende
erfahren. Noch heute wird das Stadtbild
durch Sakralbauten geprägt, die im Mittel-
München
Nürnberg
Königssee
Foto: © www.bayern.by - Bernhard Huber
Foto: © www.bayern.by - Gert Krautbauer
Foto: © www.bayern.by - Gert Krautbauer
Lebendiger Treffpunkt für junge Leute aus aller Welt!
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13
REISEZIEL
Augsburg
Foto: © www.bayern.by - Bernhard Huber
Wasserwirtschaftssystem von Augsburg,
welches seit 2019 zum UNESCO-Welterbe
gehört und für dessen Erkundung Führungen
angeboten werden. Das bekannteste
Marionettentheater Deutschlands ist ebenfalls
in der Stadt zuhause: Die Augsburger
Puppenkiste befindet sich, gemeinsam mit
dem Augsburger Puppentheatermuseum,
im denkmalgeschützten Heilig-Geist-Spital.
Zu den weiteren Augsburger Sehenswürdigkeiten
gehört unter anderem auch das Augsburger
Rathaus mit dem Goldenen Saal, der
eine Höhe von 14 Metern hat und besichtigt
werden kann. Ebenfalls sehenswert ist
die Stadtmauer, welche es seit der Römerzeit
gibt und die früher die komplette Stadt
umgab. Alte Bauwerke der Stadtmauer sind
in der Augsburger Innenstadt verteilt.
alter entstanden. Bei einem dieser Bauten
handelt es sich um den Augsburger Dom.
Schulklassen haben die Möglichkeit, den
Dom im Rahmen von kirchenpädagogischen
Führungen zu erkunden. Eine weitere
Sehenswürdigkeit in Augsburg ist die
Fuggerei. Diese gilt als die älteste bestehende
Sozialsiedlung der Welt und basiert
noch heute auf einer Stiftung aus dem Jahr
1521. Für Schulklassen gibt es spezielle Führungen,
um die Siedlung kennenzulernen.
Weltweit einzigartig ist auch das historische
Neben den Städten bieten sich in Bayern
verschiedene Unternehmungen an den drei
großen Seen: Chiemsee, Starnberger See
und Ammersee.
Auf dem Chiemsee, auch bayerisches
Meer genannt, können Schulklassen beispielsweise
eine Schifffahrt zur größten
Klassenfahrten auf
dem Reiterhof
• Jeder bekommt ein Pflegepferd
• Täglich 1x Reiten
• Großer Spielegarten mit Swimmingpool,
Whirlpool, Dampfbad
• Umfangreiche Freizeitaktivitäten auf
dem Hof: Beachvolleyball, Fußball,
Basketball, Billard, Outdoorkicker,
Riesentrampoline, Lagerfeuerplatz
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14
REISEZIEL
der Inseln machen und das prunkvolle stellte die Schifffahrt Ammersee neue
Schloss Herrenchiemsee mit seinem Dampfer in den Dienst. Stilgebend für
glanzvollen Spiegelsaal besuchen oder alle Schiffe waren die 1920er und 1930er
das Kloster Frauenwörth auf der Fraueninsel
Jahre. Bei verschiedenen Landgängen
besichtigen und die umliegende lassen sich wunderschöne Ausflugsziele
Bergwelt vom See aus bestaunen. Für erkunden, wie beispielsweise der „Heilige
Wanderungen oder Radtouren um
Berg“ mit dem Kloster Andechs, das
den See kann der Chiemsee-Rundweg Marienmünster im sehenswerten Dießen
genutzt werden. Dieser ist ein kombinierter
oder das Künstlerhaus Gasteiger. Im
Radfahrer- und Fußgängerweg Sommer sorgen günstige Windverhält-
mit einer Länge von ca. 57 Kilometern. nisse für einen starken Segel- und Surfbetrieb
Verschiedene Unternehmen am Chiemsee
auf dem See. Schulklassen können
bieten für Schulklassen auf Klassenfahrt
bei einer Segelschule Segelkurse belegen.
spezielle Programme, wie zum Verschiedene Umweltbildungsangebote,
Beispiel Kanutouren zum Schilfröhricht, zum Beispiel vom Bund Naturschutz, thematisieren
um dort die seltenen Teichrohrsänger zu
den Lebensraum Wasser.
beobachten oder „Tauchgänge“ mit Taucherbrille
und Kescher in die Unterwasserwelt
Und natürlich ist Bayern bekannt für
des Chiemsees, um Muscheln, seine Berge. Hier befinden sich unter
Schnecken, Fische und Wasserinsekten anderem die Zugspitze – der höchste
zu entdecken. Möglich sind zudem Aktivitäten
Berg Deutschlands; die Hochfrottspitze –
wie Stand-up-Paddeln, Floßbau, der höchste deutsche Gipfel der Allgäuer
Drachenbootfahren oder Segeln.
Alpen und Schwabens; und der Große
Arber – der höchste Berg des Böhmerwaldes
Der Starnberger See befindet sich
/ Bayerischen Waldes und von
25 Kilometer südwestlich von München. Niederbayern. Im Winter bietet Bayern
Bei einer Schifffahrt auf dem See können Skifahrern und Snowboardern verschiedene
Schulklassen zum Beispiel die Roseninsel,
Skigebiete mit gut präparierten
Schloss Possenhofen und viele Skipisten, wie beispielsweise an der Zugspitze,
weitere bekannte Sehenswürdigkeiten
im Allgäu – einem der bekann-
aus einer neuen Perspektive entdecken. testen Skigebiete Deutschlands – oder
Denn vom Schiff aus sind viele elegante im Langlaufparadies in Reit im Winkl.
Villen und prunkvolle Schlösser am Ufer Und das flächenmäßig größte Skigebiet
zu sehen, die man von der Landseite her Deutschlands gibt es ebenfalls in Bayern:
nur erahnen kann. Dabei bildet, vor allem das Skigebiet Sudelfeld in der Wendelsteinregion.
an Föhntagen, die Alpenkette im Hintergrund
eine beeindruckende Kulisse. Für
Wanderer und Radfahrer gibt es eine Außerdem gibt es in Bayern zwei
ca. 49 Kilometer lange Rundstrecke Nationalparke. Als erster Nationalpark
um den See herum. Diese verläuft, bis Deutschlands wurde 1970 der Nationalpark
auf wenige Ausnahmen, auf Feld- und
Bayerischer Wald gegründet. Er
Waldwegen sowie für den Kfz-Verkehr befindet sich im Hinteren Bayerischen
gesperrten Straßen. Ungefähr 20 Kilometer
Wald, direkt an der Grenze zu Tschelich.
des Seeufers sind öffentlich zugängchien.
Der einzige deutsche Nationalpark
Freibäder können in Starnberg, in den Alpen ist der Nationalpark Berchtesgaden
Feldafing, Garatshausen, Bernried und
im bayerischen Landkreis
Seeshaupt besucht werden. Außerdem Berchtesgadener Land. Um die Natur der
sind eine Reihe von Segel- und Surfschulen
Nationalparke kennenzulernen, können
vorhanden.
Schulklassen jeweils verschiedene Bil-
dungsangebote nutzen. Die vielfältigen,
Drittgrößter See in Bayern und der altersangepassten Angebote der Nationalparkverwaltung
am weitesten nach Norden reichende
Bayerischer Wald
Voralpensee ist der Ammersee. Seine werden in Kleingruppen von Nationalpark-Mitarbeitern
Badestrände, die Seenschifffahrt, die
und ausgebildeten
Uferpromenaden und die Naturschutzgebiete
Waldführern betreut. Und der National-
gehören auch für Schulklassen park Berchtesgaden mit seinem Haus
zu den beliebten Ausflugszielen in Oberbayern.
der Berge bietet ganzjährig Indoor- sodem
Schifffahrten bieten sich auch auf wie Outdoor-Bildungsprogramme für
Ammersee an. In den letzten Jahren Schulklassen.
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15
UNTERKUNFT
Der Natur ganz nah
Von Wald und Wiesen umgeben, gelegen im Naturpark Südschwarzwald, empfängt das
Naturfreundehaus Gersbacher Hörnle seit Jahrzehnten auch Schulklassen, für welche sich in der Umgebung
vielseitige Unternehmungen bieten
Blick auf Gersbach
Foto: Daniel Gian Piero Höllstin
Errichtet wurde das Naturfreundehaus
Gersbacher Hörnle in den Jahren 1961/1962
in Eigenregie vom Verein „Die Naturfreunde“,
Ortsgruppe Lörrach. Über die Jahre
erfolgte eine ständige Erweiterung der
Unterkunft und 2009 der Ausbau zum Energiesparhaus.
„Dank einer Initiatorengruppe ist in jahrzehntelangem
Einsatz zahlloser engagierter
Vereinsmitglieder eine Begegnungsstätte
für alle Bevölkerungsschichten, insbesondere
für Wanderer, junge Familien, Kinder,
Jugendliche und Schulklassen entstanden“,
berichtet Doris Steinbach. Sie ist für die Verwaltung
des Naturfreundehauses zuständig.
„Der Beherbergungsbetrieb und die
Gaststätte, beides ökologisch und nachhaltig
im Geiste der Naturfreunde geführt, stehen
ganzjährig allen Besuchern offen.“
Während der ersten Jahre kamen Kinder
und Jugendliche auf Vermittlung der Landeskinderleitung
der Badischen Naturfreunde
zu 3-wöchigen Ferienlagern ins Haus. Etwas
später zählten auch Schulklassen zu den
Gästen. „In den weiteren Jahren und bis
heute ist unser Haus jährlich mit 10 bis
14 Landschulheimen belegt“, so Doris Steinbach.
Das Naturfreundehaus im südlichen
Schwarzwald, im Dreiländereck Deutschland
– Schweiz – Frankreich, befindet sich in
Schopfheim, ca. einen Kilometer vom Ortsteil
Gersbach entfernt, in sonniger Hanglage
mit Sicht auf die Schweizer Alpenkette. Aufgrund
der Alleinlage des Hauses, auf einer
Gesamtfläche von ca. 2.550 Quadratmetern,
gibt es hier keinen Durchgangsverkehr.
Den Gästen stehen in der Unterkunft insgesamt
40 Übernachtungsplätze zur Verfügung,
aufgeteilt auf Zweibettzimmer und
Mehrbettzimmer mit Stockbetten aus dem
Schiffsbau. Zu den Mehrbettzimmern gehören
Etagenduschen- und -toiletten. Die Zweibettzimmer
für Betreuer sind mit Dusche
und WC ausgestattet. „Durch die Vollisolierung
sind die Zimmer im Winter mollig
warm und im Sommer angenehm kühl“,
erklärt Doris Steinbach. Ein Aufenthaltsraum
mit moderner Seminartechnik bietet
Platz für maximal 30 Personen. WLAN ist
ebenfalls vorhanden.
Außerdem beherbergt das Haus einen
Berggasthof. Hier speisen auch die Schulklassen,
gemeinsam mit den Tagesgästen.
Der Koch ist Pete Turnbull, der seit November
2015 gemeinsam mit seiner Frau Ann-
Kathrin das Haus führt.
Schulklassen können zwischen Halb- und
Vollpension wählen. Auf Wunsch sind Lunchpakete
erhältlich. „Selbstverständlich neh-
men wir Rücksicht auf Allergien, Unverträglichkeiten
und andere Ernährungsformen,
wie zum Beispiel Vegetarier, Veganer,
Muslime, wenn dies vorab angemeldet
wird“, informiert Pete Turnbull. „Und ganz
nach dem Motto Viele Hände schnelles Ende
werden gemeinsam für die Mahlzeiten die
Kontakt
Naturfreundehaus Gersbacher Hörnle
Zum Hörnle 4
79650 Schopfheim - Gersbach
Telefon 07620 - 238
info@naturfreundehaus-gersbach.de
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16
UNTERKUNFT
Tische gedeckt, abgeräumt, abgewischt und bei Bedarf auch die
Krümel zusammengefegt, was den Kindern bei uns mehr Spaß
macht als Zuhause.“
Für die Freizeitbeschäftigung gibt es auf dem Hausgelände eine
Tischtennisplatte, eine Seilrutsche, einen Spiel- und Bolzplatz
sowie für Grillabende einen Grillplatz beziehungsweise eine Lagerfeuerstelle.
„Da unsere Unterkunft direkt an Wiesen- und Waldflächen
grenzt, können diese für Aktivitäten mitbenutzt werden“, sagt
Ann-Kathrin Turnbull. „Wegen der ruhigen Lage ist der Ort hier
auch gut geeignet für Lernlager, Teambildung oder Besinnungstage.“
Auf die Frage, welche weiteren Unternehmungsmöglichkeiten
Schulklassen gern nutzen, antwortet die Herbergsmutter: „Kinder
und Jugendliche lieben Wanderungen mit Alpakas, die wir organisieren
können, aber auch die Besichtigung der Gersbacher Chäs
Chuchi, wo man lernt, was aus Milch alles so hergestellt werden
kann. Im Sommer ist auch ein Besuch im Schweigmatter Höhenschwimmbad
beliebt. Außerdem sind für Jugendliche ein Besuch
beim Gersbacher Imker oder eine Wanderung zu den Windrädern
und zum Aussichtsturm Hohe Möhr interessant. Bei guter Sicht
hat man von da oben einen herrlichen Ausblick auf die Schweizer
Berge, den Jura und die Vogesen.“
Darüber hinaus gibt es in der Umgebung des Naturfreundehauses
einen Rinderlehrpfad. Hier kann man unter anderem Wisente
beobachten, die ganzjährig im Freien leben. Auf Wunsch sind
zudem geführte Wanderungen möglich, beispielsweise mit dem
Revierförster auf einem ca. 3,5 Kilometer langen Naturpfad oder
fach- und kindgerechte Führungen zu den barocken Wehrschanzen.
Hierbei handelt es sich um Schanz- und Verteidigungsanlagen.
Diese wurden zwischen 1692 und 1701 auf einer Länge von 200 Kilometern
über den gesamten Schwarzwald errichtet.
Das Wald- und Glaszentrum Gersbach ermöglicht spannende
Einblicke in die Tradition der Wanderglashütten sowie der Köhler
und Harzer im südlichen Schwarzwald.
Und in der Gemeinde Hasel, unweit von Gersbach, ist die Erdmannshöhle
Hasel zu besichtigen – eine der ältesten Tropfsteinhöhlen
in Deutschland.
Näheres über Adler, Falken, Eulen und Vögel aus aller Welt
können Schüler während einer Führung durch den ca. 10 Hektar
großen Vogelpark Steinen erfahren. Auch Greifvogel-Flugshows
gibt es hier.
Im Winter bietet der Ort aufgrund der Höhenlage verschiedene
Möglichkeiten für wintersportliche Unternehmungen. Dafür
stehen im kleinen Skigebiet Bergbrunnenlift Gersbach Loipen,
Schlittenhänge und ein Skilift zur Verfügung. Für das Skifahren
und Snowboarden können ca. 1,2 Pistenkilometer genutzt werden.
Die Abfahrt kann entweder auf der blau markierten Anfängerpiste
oder der rot markierten Fortgeschrittenenpiste erfolgen. Wegen
der unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen eignet sich das Wintersportgebiet
auch gut für Schulklassen auf Klassenfahrt.
„Vorwiegend sind im Naturfreundehaus zwar Schüler der 3. bis
4. Klasse aus der näheren Umgebung, dem Stuttgarter Raum und
aus der benachbarten Schweiz zu Gast“, gibt Doris Steinbach Auskunft,
„das Haus und die vielseitigen Freizeitmöglichkeiten sind
aber auch gut geeignet für ältere Schüler bei etwas längerer Aufenthaltsdauer.
Da würde sich beispielsweise auch ein Ausflug
nach Basel anbieten.“
Foto: Naturfreunde Lörrach
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BERLIN: LERNORT
Eine Gegenwart – viele Zukünfte
Im September eröffnete das Futurium Berlin – ein „Haus der Zukünfte“. Die verschiedenen Angebote für
Schulklassen behandeln vor allem die Frage: Wie wollen wir leben?
Foto: David von Becker
Foto: Jan Windszus
Foto: David von Becker
Foto: David von Becker
In der Zukunft müssen wir große Herausforderungen
bewältigen. Wie können wir
den Klimawandel in den Griff bekommen?
Welche Technologien wollen wir künftig
nutzen? Dient uns die Technik – oder wir ihr?
Wie wollen wir als Gesellschaft zusammenleben
– gibt es Alternativen zum „Höher-
Schneller-Weiter“?
Diesen Fragen können Besucher im Futurium
Berlin nachgehen – einem „Haus der
Zukünfte“. Eröffnung des 60-Millionen-Euro-
Baus war am 5. September 2019. Hier lautet
das große Thema: Zukunft. Hier dreht sich
alles um die Frage: Wie wollen wir leben?
Das Konzept des Ausstellungshauses
besagt, dass alles zusammenhängt: Mensch,
Technik und Natur und dass es nicht nur
eine, sondern unterschiedliche „Zukünfte“
13 little Tipps für Ihre Berliner Unterkunft:
1A-Lage +++ hervorragende Anbindung an ÖPNV +++ individuell
abstimmbare Verpflegung +++ Platz auch für große Gruppen
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bis zu 30 Personen +++ Lehrerunterbringung in komfortablen
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BERLIN: LERNORT
gibt. Besucher sollen sich vieles besser vorstellen und möglichst
auch ausprobieren können, um dadurch zu der Erkenntnis zu
gelangen: Zukunft ist gestaltbar und nicht unbeeinflussbar. Es
soll ein Verständnis dafür entwickelt werden, dass Zukunft auch
durch unsere Entscheidungen und unser Handeln in der Gegenwart
entsteht. Ziel ist es, die Besucher zu ermutigen, sich mit der
Zukunft auseinanderzusetzten und Zukunft mitzugestalten.
Das Ausstellungsgebäude befindet sich in der Mitte von Berlin,
am Alexanderufer. Es wurde mit einer Nutzfläche von rund
3.200 Quadratmetern auf drei Etagen konzipiert. Die Fassade
besteht aus einer Hülle aus Gussglas in mehr als 8.000 Kassettenelementen.
Damit wird durch den Lichteinfall ein sich ständig
änderndes Wolkenbild widergegeben, was für stetigen Wandel
steht. Auch eine Installation im Inneren des Hauses, in Form
einer schwebenden Spirale, soll dies verdeutlichen. Zwei große
Panoramafenster gewähren weite Ausblicke in den umgebenden
Stadtraum. Auf dem Dach des Gebäudes gibt es den „Skywalk“,
der einmal komplett um das gesamte Dach läuft und eine Aussicht
auf den Berliner Stadthorizont bietet.
Als primärenergetisches Plusenergiegebäude konzipiert, erhielt
das „Haus der Zukünfte“ die Nominierung für den diesjährigen
Deutschen Nachhaltigkeitspreis im Wettbewerb „Bauen“ und
ist somit aktuell das nachhaltigste Bundesgebäude.
Im Haus haben Besucher die Möglichkeit, in der Ausstellung
denkbare Zukünfte zu entdecken, im Forum gemeinsam zu diskutieren
und im Futurium Lab eigene Ideen auszuprobieren.
Abb.: © Futurium Schnitt durch das Gebäude
inspirierende Debatten zu führen und sich in immer neuen Formaten
mit Zukunftsfragen auseinanderzusetzen.
Ein Ort zum Ausprobieren, ein unterirdisches Labor, ist das Futurium
Lab im Untergeschoss des Hauses. Dunkel eingefärbter Sichtbeton,
schwarzer Gussasphaltboden und ein Deckenraster aus 126
Leuchtschirmen verleihen diesem 6 Meter hohen Raum unterhalb
des Spreepegels eine ganz besondere Atmosphäre. Hier haben Besucher
aller Altersgruppen auf 600 Quadratmetern die Gelegenheit,
sich in kreativen Workshops spielerisch mit Zukunftstechnologien zu
beschäftigen und an neuen Erfindungen zu tüfteln. Zu entdecken gibt
es unter anderem druckende Roboter, musizierende Computer und
künstliche Pflanzen aus der Zukunft.
Für Schulklassen bietet das „Haus der Zukünfte“ verschiedene
Führungen, Workshops und Bildungsmaterialien an. Unterteilt sind
Die Ausstellung im Obergeschoss stellt auf einer zusammenhängenden
Fläche unterschiedliche Zukünfte vor. Sie ist in drei
Denkräume gegliedert: Mensch, Natur und Technik. Diese präsentieren
verschiedene Zukunftsoptionen: Roboter-Menschen,
begrünte Hochhäuser, gemeinschaftliche Ökonomien … Besucher
können hier ihre eigene Haltung zu umstrittenen Themen
entwickeln.
Als liquide Ausstellung geplant, ist in dieser bereits die Möglichkeit
zur Veränderung angelegt. Dies bedeutet, es erfolgt nach und
nach eine Modifizierung und Erweiterung der Startthemen, um so
der Vielfalt der Zukunftsoptionen gerecht zu werden.
Das im Erdgeschoss befindliche Forum bietet für Wissenschaftler,
Künstler, Visionäre, und Neugierige Gelegenheit, gemeinsam
Berlin erfahren - Stadtrundfahrten mit dem Rad!
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19
BERLIN: LERNORT
diese Angebote in Programme für Grundschulen
und für weiterführende Schulen.
„Die interaktive, einstündige Führung Zukunft
entdecken und gestalten ermöglicht Schülern ab
der 7. Klasse einen einfachen und spielerischen
Einstieg in unsere Zukunftsthemen“, erklärt
Dr. Christian Engelbrecht, Referent für Bildung.
„Auf dieser Tour lernen die Schüler unterschiedliche
Zukunftsentwürfe und Lösungsansätze
der Ausstellung kennen.“
Workshops für Schulklassen finden im Futurium
Lab statt und dauern jeweils drei Stunden.
Hierbei geht es um die kreative Auseinandersetzung
mit Zukunftstechnologien und um
das Tüfteln an neuen Erfindungen. Christian
Engelbrecht: „Die verschiedenen Angebote der
Workshops für Schüler ab 7. Klasse reichen
von Virtual Reality über das Programmieren bis
hin zu Methoden der Zukunftsforschung. Vorwissen
ist nicht nötig. Nur eine große Portion
Neugier und Lust auf neue Ideen.“ Fachkundige
Mitarbeiter des Ausstellungshauses betreuen
die Workshops. „Die besten Zukunftsideen und
Prototypen werden von uns dokumentiert und
gesammelt“, so Christian Engelbrecht.
Einer der Workshops nennt sich Das Zukunftsorakel.
Bei diesem Programm befassen sich die
Schüler mit der Zukunft der Arbeit. Sie behandeln
Fragen wie: Welche Jobs wird es in Zukunft
geben, die wir noch gar nicht kennen? Welches
Wissen und Können wird für die Rettung der
Erde wichtig sein und welches bringe ich mit?
Die Schüler programmieren ein Zukunftsorakel,
das Jobs vorhersagt und entwerfen die Zukunft,
die sie sich selbst wünschen.
Zukunftsmusik: Motion Tracking mit Sounddesign
ist die Bezeichnung eines weiteren Workshops.
„In diesem Workshop blicken Schüler
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hinter die Kulissen von Motion Tracking und
programmieren ihre eigene interaktive Installation“,
berichtet Christian Engelbrecht. „Sie diskutieren,
wo sie in ihrem Alltag mit Künstlicher
Intelligenz und Motion Tracking in Kontakt
kommen. Mit der Programmiersprache Scratch
verwandeln die Schüler ihre eigenen Bewegungen
in Klänge.“
Im Workshop senseBox: Stadt der Zukunft ist
es möglich, spannende Umweltdaten selbst zu
messen. Auf diese Weise lassen sich zum Beispiel
die Feinstaubbelastung, Verkehrsdichte oder
Luftfeuchtigkeit herausfinden. Mit der senseBox
erheben die Schüler Daten und überlegen, wie
sie diese nutzen können, um das Leben in der
Stadt zukünftig zu verbessern. Auch bei diesem
Workshop bekommt die Klasse eine Einführung
in die Grundlagen des Programmierens.
Bildungsmaterialien werden von der Einrichtung
ebenfalls angeboten und zwar in Zukunftsboxen.
Die darin enthalten Bildungsmaterialien
behandeln die Themen Städte, Ernährung, Energie,
Arbeit und Gesundheit. „Diese Materialien
basieren auf Methoden der Zukunftsforschung,
der Bildung für nachhaltige Entwicklung und
dem Design Thinking“, informiert Christian
Engelbrecht. „Für Lehrer bieten die Bildungsmaterialien
präzise ausgearbeitete Vorschläge für
den Einsatz im Schulunterricht und an Projekttagen.“
Ab Herbst 2019 finden regelmäßig auch Weiterbildungen
für Lehrer statt.
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20
MUSEUM / LERNORT
Geschichte aktiv erleben
Zum UNESCO-Weltkulturerbe Kloster Lorsch in Hessen gehören das Klosterareal, das Areal des Ursprungs-
klosters Altenmünster sowie das Experimentalarchäologische Freilichtlabor Lauresham
Königshalle im Kloster Lorsch
Foto: Hanns Joosten
Anthropologie-Workshop
Freilichtlabor Lauresham im Winter Fotos: Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen (2)
Das Klostergelände fügt sich in das von
zahlreichen Fachwerkhäusern geprägte
Stadtbild von Lorsch ein – einer Stadt in
Südhessen, gelegen zwischen Darmstadt
und Mannheim. Seit 1991 zählt das Kloster
Lorsch zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Die offizielle Bezeichnung auf der Liste der
UNESCO-Welterbestätten lautet „Kloster
Lorsch und Altenmünster“. Denn zum Weltkulturerbe
gehören das Klosterareal von
Kloster Lorsch und das Areal des Klosters
Altenmünster – das legendäre Gründungskloster
von Lorsch, welches ein Bodendenkmal
ist. Außerdem beherbergt das Gelände
das Museumszentrum Lorsch, das Schaudepot
Zehntscheune sowie den Kräutergarten zum
Lorscher Arzneibuch.
Bund, Land und Kommune haben in den
letzten Jahren ca. 15 Millionen Euro für
die Überarbeitung und Erweiterung des
UNESCO-Weltkulturerbes Kloster Lorsch
investiert. In diesem Zusammenhang entstand
in unmittelbarer Nähe das Experimentalarchäologische
Freilichtlabor Lauresham.
Gegründet wurde die einstige Benediktinerabtei
Lorsch im Jahr 764. Im frühen
Mittelalter war das Kloster ein Geistes- und
Kulturzentrum des Fränkischen Reiches,
erlangte Ansehen und Einfluss und verfügte
bald über reichen Grundbesitz von
der Nordsee bis zu den Alpen. Der langsame
Niedergang begann jedoch schon im
12. Jahrhundert und im 16. Jahrhundert
wurde die Abtei aufgehoben. Schließlich
brachten ein Brand und der Dreißigjährige
Krieg dem Kloster das endgültige Aus.
Vom ehemaligen Glanz, in dem Kloster
Lorsch einst erstrahlt haben muss, zeugt
heute einzig die prächtige Königshalle aus
der Zeit um 900 mit ihren aufwendigen
Dekorationen an der Fassade und den teilweise
sehr gut erhaltenen Wandmalereien
aus verschiedenen Jahrhunderten im Obergeschoss.
Dieses Bauwerk zählt zu den
wenigen gut erhaltenen Gebäuden aus karolingischer
Zeit.
Das erhaltene Kirchenfragment gehört
zur Basilika des frühen 12. Jahrhunderts, die
im 30-jährigen Krieg, 1621, weitgehend zerstört
wurde.
Teile der Klostermauer sind ebenfalls
noch vorhanden. Die Klostermauer, mit
einer Höhe von drei bis vier Metern und
21
MUSEUM / LERNORT
Kontakt
UNESCO-Welterbestätte Kloster Lorsch
Nibelungenstraße 32
64653 Lorsch
Telefon 06251 - 869 200
info@kloster-lorsch.de
www.kloster-lorsch.de
alten Scheunentore gegen massive Stahltüren
ausgetauscht, der Betonboden dunkel
gefärbt und eine separate schwarze Decke
eingezogen. Somit entstand im Inneren des
Gebäudes eine Art Black-Box.
Seit 2018 gibt es in der Zehntscheune
zudem einen Anthropologie-Raum, in welchem
mit Gruppen auch auf die menschlichen
und tierischen Ausgrabungsfunde
näher eingegangen werden kann.
Hinter der Zehntscheune befindet sich der
Kräutergarten zum Lorscher Arzneibuch.
Das Lorscher Arzneibuch, im Jahr 2013 ins
UNESCO-Weltdokumentenerbe aufgenommen,
steht für den Beginn der modernen
Medizin in der westlichen Welt. Im Kräutergarten
sind ausschließlich Medizinal- und
Heilpflanzen zu finden, wie sie im Lorscher
Arzneibuch vorkommen.
Feuerführung im Freilichtlabor Lauresham
Fotos: Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen (2)
Gegenüber der Königshalle wurde 1995,
nach zehn Jahren Planung, in einer ehemaligen
Marmeladen- und Kunsthonigfabrik
das Museumszentrum eröffnet. Das erste
Obergeschoss wird für Wechselausstellungen
genutzt. Und im Erdgeschoss befinden
sich das Tabakmuseum sowie die klostergeschichtliche
Abteilung.
„Die klostergeschichtliche Abteilung veranschaulicht
die Aufgaben der Mönche, die
klösterliche Kultur im Frühmittelalter allgemein
und die Geschichte und Größe des
Klosters Lorsch im Besonderen“, informiert
Dipl. Biologin Claudia Götz, Leiterin der
Museumspädagogik.
Im Herzen des 2014 neugestalteten und
stark erweiterten UNESCO Welterbes Kloster
Lorsch befindet sich, auf einer Fläche
von 4,1 Hektar, das Freilichtlabor Lauresham.
Unter wissenschaftlicher Begleitung
entstand hier ein Gebäudeensemble, bestehend
aus Wohn-, Wirtschafts-, Stall- und
Speicherbauten sowie einer Kapelle. Darüber
hinaus gibt es verschiedene landwirtschaftliche
Nutzflächen. Hinzu kommt die
Haltung von Nutztieren. Das Freilichtlabor,
als 1:1 begehbares Modell, beschreibt das
komplexe, aber für das Verständnis der
frühmittelalterlichen Gesellschaftsstruktur
so wichtige Thema Grundherrschaft. Zudem
wurde mit dem Freilichtlabor Lauresham ein
Forum für die experimentalarchäologische
Forschung geschaffen, um unterschiedliche
handwerkliche und landwirtschaftliche
Arbeitstechniken zu erproben.
Um die Geschichte des Klosters Lorsch
auch für Schüler spürbar zu machen, entwickelte
die Museumspädagogik spezielle
Programme. Diese orientieren sich an
den Lehrplänen und sind für verschiedene
Alters- und Interessengruppen variierbar.
Das Ziel der museumspädagogischen Arbeit
besteht darin, das mittelalterliche
Kloster- und Alltagsleben handwerk-
Workshop "Spiel im Lederbeutel“
einer Länge von rund 500 Metern, ist das
größte noch original existierende Bauwerk
der ehemaligen Klosteranlage.
Ein weiteres imposantes Gebäude, das
heutige Schaudepot Zehntscheune, wurde
in den 1590er Jahren aus wiederverwendeten
Steinen älterer Klostergebäude erbaut.
Ursprünglich diente es der Lagerung des
Zehnt. In der Zehntscheune werden seit
2015 Funde ausgestellt, welche eindrucksvoll
200 Jahre Grabungsgeschichte dokumentieren
und aufschlussreiche Zusammenhänge
des klösterlichen Lebens offenbaren. Für
die Präsentation der Objekte wurden die
22
MUSEUM / LERNORT
lich, spielerisch und kreativ erfahrbar zu
machen. Alle museumspädagogischen Mitmach-Veranstaltungen,
die entweder mehrere
Stunden dauern oder als Ganztagesveranstaltungen
stattfinden, werden von
ausgebildeten Mitarbeitern betreut. „Unsere
breitgefächerten Programme finden zum
einen auf dem Klostergelände in liebevoll
renovierten ehemaligen Wirtschaftsgebäuden
sowie im Museumszentrum statt und
zum anderen im Experimentalarchäologischen
Freilichtlabor Lauresham“, erklärt
Claudia Götz. „Hier wie dort stehen der Museumspädagogik
helle, freundliche Räume
mit moderner Ausstattung zum praktischen
Handwerkeln zur Verfügung.“
Zu den Programmen für Schüler gehören
beispielsweise verschiedene Angebote zum
Thema Schreiben und Malen wie im Kloster.
Hierbei können Schüler unter anderem
ausprobieren, Urkunden und andere Texte
aus der Blütezeit des Klosters mit der Gänsefeder
zu schreiben und die Farben für
die Buchmalerei selbst herzustellen. Der
Schwierigkeitsgrad der anzufertigenden Dokumente
und der entsprechenden Voraussetzungen
dafür ist dem jeweiligen Alter der
Schüler angepasst.
Andere Programme haben zum Beispiel
die Baukunst zum Inhalt, wobei die Schüler
Einblicke in die künstlerischen Techniken
erhalten, die beim Bau des Klosters Verwendung
fanden. Mosaikbilder und ornamentierte
Tonfliesen werden selbst gestaltet,
oder man widmet sich der Steinbearbeitung.
Themen der Alltagskultur und des Kunsthandwerks,
wie das Zinngießen oder das
Knochenschnitzen, ergeben sich durch
Funde der archäologischen Erforschung der
Klosteranlage.
Latein steht im Mittelpunkt eines anderen
Angebotes für Schüler. Hier wird mit Kopien
aus Handschriften des 6. bis 16. Jahrhunderts
gearbeitet, die alle in der Lorscher
Klosterbibliothek vorhanden waren.
Darüber hinaus gibt es noch weitere Programme,
wie Bienenwachskerzen ziehen,
Spielen wie im Mittelalter, Backen wie im
Mittelalter oder mittelalterliche Kräuterheilkunde.
Eine konkrete Vorstellung der Angebote
ist auf den Internetseiten des Klosters zu
finden und steht als Flyer zum Herunterladen
zur Verfügung.
„Unsere Museumspädagogik wurde von
der UNESCO Deutschland ausgezeichnet“,
freut sich Claudia Götz. „Sie macht ca. ein
Drittel unserer Gesamtbesuchszahlen aus.
2018 haben 12.000 Personen, von 3 bis
99 Jahren, unsere Angebote gebucht. Davon
kamen rund 42 Prozent aus dem Bereich der
weiterführenden Schulen.“
Für Schulklassen, die mehrtägig an den
Programmen im Kloster teilnehmen möchten,
bestehen in direkter Nachbarschaft des
Klosters oder in der Umgebung von Lorsch
verschiedene Übernachtungs- und Freizeitmöglichkeiten.
Bei der Auswahl einer
entsprechenden Unterkunft sind die Mitarbeiter
des Klosters behilflich.
FÜHRUNGEN
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mehr über die wechselvolle Geschichte des Flughafen Tempelhofs
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23
Christliche Freizeit- und Gruppenhäuser
Peregrinus CVJM Herberge Görlitz
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Die PEREGRINUS CVJM Herberge in Görlitz freut
sich auf Kinder und Jugendliche aus Kirchengemeinden,
Schulen und Vereinen.
Mitten in der historischen Altstadt von Görlitz /
Oberlausitz liegt unser Gruppenhaus. Im gemütlichen
Ambiente des 300 Jahre alten barocken
Stadthauses bieten wir gute Voraussetzungen
für Klassenfahrten, Proben für Chöre und Musikgruppen,
Fahrten für Konfirmanden und vieles
andere. Pilger auf dem Jakobsweg finden bei uns
eine Unterkunft für eine ruhige Übernachtung.
Wir überzeugen nicht mit Luxus, sondern mit
Herzlichkeit, Atmosphäre und Wärme!
Sehr gerne unterstützen wir bei der Organisation
der Reise und halten spannende Programme
bereit.
Da unser Haus nicht durchgängig besetzt ist, bitten wir besonders Pilger
dringend um vorherige Anmeldung, telefonisch oder per Mail.
Wir würden uns freuen, Sie in unserem Haus begrüßen zu können!
Ausstattung
Sie erwarten insgesamt 11 Zimmer mit 40 Betten, darunter befinden
sich 2 Leiter- und 1 Familienzimmer mit separater Nasszelle.
Drei unterschiedlich große, sehr schöne Seminarräume laden zum Arbeiten,
Tagen oder auch einfach nur zum gemütlichen Zusammensitzen ein.
Der Andachtsraum im ersten Stock beeindruckt durch einen ausdrucksstarken
Bilderzyklus zum Thema: „Emmaus- Jünger“ von Andreas
Neumann-Nochten.
Die wunderschöne Orgel bietet Kirchenmusikern (nach Absprache) die
Möglichkeit zum Musizieren.
In unserem Speiseraum im Erdgeschoss verpflegen wir Sie nach Wunsch
mit einem guten Frühstück oder auch allen Mahlzeiten der Vollverpflegung.
Kontakt: PEREGRINUS CVJM Herberge
Langenstr. 37, 02826 Görlitz, Tel. 03581 649588, Mobil: 0173 750 52499,
info@cvjm-schlesien.de, www.cvjm-schlesien.de
Peregrinus CVJM Herberge Görlitz
Christliche Freizeit- und Gruppenhäuser
CVJM Freizeit- und Bildungszentrum Kollm
Willkommen im Herzen der Oberlausitz
Sachsen
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In der Oberlausitz, umgeben von
Wald, zwischen der Hohen Dubrau
und dem Quitzdorfer Stausee finden
Sie den kleinen Ort Kollm und direkt
neben der Kirche das CVJM Bildungsund
Freizeitzentrum.
Unser Haus hat eine einfache, aber
praktische und zweckmäßige Ausstattung
mit einer guten Küche.
Kinder- und Jugendgruppen sowie
Schulklassen fühlen sich bei uns besonders
wohl. Auch Familienfreizeiten
und Seminare sind in unserem Haus
willkommen.
Das Haus bietet Vollverpflegung an
(3 Mahlzeiten) und ist ganzjährig
geöffnet.
Innenbereich
• 49 Betten in 14 Zimmern
• Tagesräume und Speiseraum
• Duschen und Toiletten auf jeder
Etage
• TV, Videorekorder, Beamer, DVD-
Player, Overheadprojektor
• Parkmöglichkeiten am Haus
• kleiner Kiosk mit Getränken,
Süßigkeiten und Eis
24
Außenbereich
• Fußball-, Beachvolleyball-,
Basketballfeld
• Doppelschaukel, Wasserspielplatz
• großes Trampolin mit Netz
• Tischtennis, Fußballkicker
• Feuerstelle
• überdachte Terrasse mit Grillplatz
• Dachterrasse
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Kontakt: CVJM Freizeit- und Bildungszentrum Kollm,
Diehsaer Str. 1, 02906 Quitzdorf am See, Tel. 03588 201255, Mobil: 0173 750 52499
kollm@cvjm-schlesien.de, www.cvjm-schlesien.de
CVJM-Freizeit- und Bildungszentrum Kollm
MUSEUM / LERNORT
Stadtgeschichte, Hansezeit, Archäologie
Ausstellungen zu regionalen Themen präsentiert das „Museum Schwedenspeicher“ in der niedersächsischen
Hansestadt Stade. Schulklassen können verschiedene Angebote der Museumspädagogik nutzen.
Fotos: Axel Hartmann, Köln © Museen Stade (4)
Kurz vor Ende des Dreißigjährigen Krieges
wurde die Stadt Stade von schwedischen
Truppen erobert und zum Verwaltungssitz
sowie zur Festung ausgebaut. In diesem
Zusammenhang erfolgte zwischen 1692
und 1705 auch die Errichtung eines Provianthauses
zur Versorgung der Garnison: So
entstand der Schwedenspeicher am Alten
Hafen.
Die auf Eichenpfählen befindlichen, einen
Meter dicken Mauerfundamente des Schwedenspeichers
tragen zwei Vollgeschosse
und drei Dachgeschosse. Lange Reihen von
Luken und Aufzugserkern an beiden Längsseiten
des Gebäudes verleihen dem Schwedenspeicher
sein unverwechselbares Profil.
Aufgrund der gewaltigen Ausmaße war das
Bauwerk lange Zeit das größte Profangebäude
in Stade.
Seinen Erhalt hat der Schwedenspeicher,
der mit der Zeit verfiel und sogar
abgerissen werden sollte, einer Bürgerinitiative
in Zusammenarbeit mit dem Stader
Geschichts- und Heimatverein zu verdanken.
So wurde das Bauwerk Mitte der 1970er
Jahre von Grund auf saniert und zum größten
Museum zwischen Hamburg, Bremerhaven
und Bremen umgebaut. Mit einer
Sonderausstellung über die Wikinger eröffnete
das Museum im Schwedenspeicher
Ende November 1977.
„Der Schwedenspeicher ist Teil des Museum-Ensembles
der Museen Stade, zu dem
auch das Freilichtmuseum auf der Insel und
das Kunsthaus mit wechselnden, international
beachteten Ausstellungen zur Kunst
des 20. und 21. Jahrhunderts gehören“,
berichtet Wiebke Etzold, stellvertretende
Leiterin für Bildung und Vermittlung beim
Museumsverein Stade. „Seit 2012 wurde der
Schwedenspeicher im Rahmen von Modernisierungsmaßnahmen
grundlegend überarbeitet.
Heute ist er auf dem aktuellsten
musealen Stand und auch für Mobilitätseingeschränkte
voll zugänglich.“
Verteilt auf drei Ebenen werden im
Schwedenspeicher auf 1.650 Quadratmeter
Ausstellungsfläche Dauerausstellungen
zur Geschichte der Stadt Stade, der
Hansezeit und der Urgeschichte des Elbe-
Weser-Raumes gezeigt. Daneben gibt es im
Erdgeschoss regelmäßig kulturgeschichtliche
Sonderausstellungen.
„Unsere ausgestellten Exponate sind von
europäischem Rang und wurden im Zuge
der Museumsmodernisierung und aufgrund
eines ungewöhnlichen Ausstellungskonzeptes
besonders in Szene gesetzt, beispielsweise
in einem modularen Vitrinen-System
aus schwarzen Kuben“, informiert Wiebke
Etzold. „Und überall in der Ausstellung
25
MUSEUM / LERNORT
stadt war, immer wieder als Bezugspunkt.
Die Besucher erfahren unter anderem
Näheres über die Waren, die auf Schiffen
und Wagen quer durch Europa transportiert
wurden. Interaktive Elemente bieten die
Kabinette, die jedem der fünf übergeordneten
Themen zugeordnet sind und den Fokus
jeweils auf einen besonderen Schwerpunkt
lenken.
Eine 2015 eröffnete, archäologische Dauerausstellung
zur Urgeschichte des Elbe-
Weser-Raumes befindet sich im zweiten
Obergeschoss des Museums. Hier werden
sechs zentrale Epochen der Menschheitsgeschichte
behandelt – vom Neandertaler
bis zu den Wikingern. Zu sehen gibt es
Exponate aus mehr als 100 Jahren archäologischer
Forschung im Elbe-Weser-Dreieck.
Eins der besonderen Exponate ist ein weltweit
einzigartiger Fund: eine 1.600 Jahre alte
Goldmünze, die 2017 im Landkreis Stade auf
einem Acker gefunden wurde.
Um das Museum in seiner Vielfalt zu
erkunden, können Schulklassen ein entspre-
finden sich Hands-on Elemente. Mit Hilfe
dieser können zum Beispiel an Nachbauten
und Modellen mittelalterliche Bautechniken
erprobt oder an anderer Stelle das komplexe
System historischer Transportmittel
nachvollzogen werden.“
Im Erdgeschoss des Museums, welches
auch für Veranstaltungen und Sonderausstellungen
genutzt wird, gibt es eine komprimierte
Darstellung der 1.000-jährigen
Stadtgeschichte mit ausgewählten Funden
aus dem Stader Hansehafen. Ein großes,
dreidimensionales Multimediamodell veranschaulicht
sechs Episoden der geschichtlichen
Entwicklung. „Nächstes Jahr wird hier
die Ausstellung Wege in den Himmel, die
sich mit Pilgern und Wallfahrten in Norddeutschland
beschäftigt, ein besonderes
Projekt sein“, gibt Wiebke Etzold Auskunft.
Das erste Obergeschoss des Gebäudes
präsentiert eine große Ausstellung zur
Hansezeit, die in fünf Themenbereiche
gegliedert ist. Dabei dient Stade, das im
14. Jahrhundert eine mittelgroße Hansechendes
Vermittlungsprogramm nutzen.
„Wir haben in den letzten Jahren zahlreiche
Auszeichnungen und Preise für unser
Vermittlungsangebot erhalten“, freut sich
Wiebke Etzold. „Bei der Konzeption unserer
Programme für Schulklassen bemühen wir
uns stets darum, die curricularen Vorgaben
zu berücksichtigen. Viele Angebote sind
direkt darauf zugeschnitten und lassen sich
somit gut in den Unterricht einbinden.“
Ergänzend zu den Führungen und Programmen
werden zum Teil auch fertig
ausgearbeitete Unterrichtsmaterialien angeboten.
Die jeweiligen Programme, mit einer
Dauer von 90 Minuten, richten sich an verschiedene
Altersgruppen, unter Beachtung
des individuellen Lernniveaus. Oberstufenschüler
können außerdem an Workshops
teilnehmen. „Uns geht es darum, dass die
Schüler bei ihrem Museumsbesuch viel mitnehmen“,
so Wiebke Etzold. „Wir verstehen
uns als außerschulischer Lernort und möchten
neben Inhalten auch sinnliche Erfahrungen
und natürlich die Begeisterung für die
Authentizität des Originals vermitteln.“
Christliche Freizeit- und Gruppenhäuser
Dresden erleben
Das CVJM-Schiff ist geeignet für Gruppen- und Klassenfahrten,
Seminare, Tagungen, Kurzreisen und sonstige Veranstaltungen.
Zur Verfügung stehen auf dem Schiff
• 58 Übernachtungsplätze in 2- oder 3-Bett-Kabinen mit DU/WC
• Tagungsräume incl. Tagungstechnik
• Internet per WLAN
Weitere Möglichkeiten für Kreativangebote, Workshops sowie
Spiel und Sport bestehen für bis zu 200 Personen im zugehörigen
Veranstaltungszentrum „Schuppen A“ nebenan.
Ein Schiff als Quartier für Ihren / euren Aufenthalt in Dresden
– das wär‘s doch! Da, wo die Elbe am schönsten ist – vor der
Silhouette der Altstadt und doch ganz naturnah, direkt am Elberadweg
– liegt es fest verankert und erwartet seine Gäste. Der
maritime Charakter vermittelt eine ganz besondere Atmosphäre.
auf dem CVJM-Schiff
Sachsen
Dazu kommen eine niveauvolle Ausstattung und guter Service.
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Das CVJM-Schiff ist ein ehemaliges Ausflugsschiff der „Weißen
Flotte“, das für diesen Zweck um- und ausgebaut wurde. Es hat
seinen Liegeplatz nahe des Stadtzentrums am Elbufer, nur wenige
Meter von der City mit Zwinger, Semperoper und Frauenkirche
entfernt.
Es ist verkehrstechnisch bestens zu erreichen:
• Autobahnabfahrt Dresden-Neustadt 3 km
• Bahnhof Dresden-Neustadt 800 m
• Straßenbahnen 400 m
Weitere Infos, Bilder und Preise finden Sie auf unserer
Homepage cvjm-schiff.de
26
CVJM-Schiff Dresden
MUSEUM / LERNORT
Kontakt
Museum Schwedenspeicher
Wasser West 39
21682 Stade
Telefon 04141 - 79 773 0
info@museen-stade.de
www.museen-stade.de
Eines der angebotenen Programme nennt
sich „Römer und Germanen“ und richtet
sich an Schüler der 5. bis 6. Klasse. Bei
diesem Programm geht es um die Frage,
was Römer und Elbgermanen vor 2.000 Jahren
miteinander zu tun hatten.
Die Stadt Stade im gleichnamigen
Landkreis in Niedersachsen
liegt am Ufer der
Unterelbe, etwa 45 Kilometer
westlich von Hamburg und
etwa 60 Kilometer östlich
von Cuxhaven. Fachwerkhäuser,
Wasser und eine über
1.000-jährige Geschichte
prägen die Hansestadt, die zu
den schönsten Fachwerkstädten
Deutschlands zählt.
Altstadt Stade
Foto: © Markus Untergassmair, TMN GmbH
An Schüler der 7. bis 10. Klasse richtet sich
das Angebot „Die Hanse“. Hierbei erfahren
die Schüler Näheres über die Welt der Hanse
mit ihren Netzwerken, Waren und Wegen,
auch aus Sicht der Hansestadt Stade. Denn
auch in Stade bestimmte die Hanse die Wirtschaft
und Politik vor Ort. Aufgeteilt in kleine
Gruppen erkunden die Schüler unter anderem
geeignete Handelswege, prüfen Waren,
rechnen mit dem Abakus oder wiegen
Münzen.
Die Betreuung der Programme erfolgt
durch geschulte Vermittler. Wiebke Etzold:
„Wir haben ein engagiertes Team, das mit
großer Freude die Inhalte der Ausstellungen
an Kinder- und Jugendliche vermittelt.
Und dies in der Regel immer in gemischten
Programmen aus Praxis, Führung und Diskussion.
Der Museumspädagogik stehen
außerdem eine eigene Werkstatt und Räume
für Sonderprogramme zur Verfügung.“
Schulklassen, die das Museum besuchen,
kommen größtenteils aus dem regionalen
Umfeld. „Dadurch, dass sich in der Nähe des
Museums eine Jugendherberge befindet,
können wir aber auch Schulklassen aus ganz
Deutschland bei uns begrüßen“, sagt Wiebke
Etzold. „Und über den Schüleraustausch der
Stader Schulen haben wir auch viele internationale
Gäste, zum Beispiel aus Polen, Frankreich
oder Schweden.“
Ostseespaß
in Lüttkevitz
Herzlich willkommen auf Rügen und unserem schönen Hof Lüttkevitz.
Lüttkewas? Na Lüttkevitz. Es erwartet Sie ein tierisch lebendiger Hof
auf Rügens nördlichster Halbinsel Wittow.
Schon bei der Anreise werden Sie von freundlichem Hundegebell
und Gänsegeschnatter begrüßt. Jeden Tag dürfen Sie die tierischen
Bewohner des Hofes bestaunen, füttern und streicheln. Freuen Sie
sich an unser wunderbar abwechslungsreichen Insel und schauen Sie
abends in den Ostseehimmel oder die Flammen des Lagerfeuers.
Als Schulklasse bieten wir Ihnen Übernachtungspreise bereits ab 14 €
pro Person und Frühstück für 5,50 € pro Person. Schreiben Sie uns für
die Erstellung eines Angebotes: hof.luettkevitz.ruegen@gmail.com
Weitere Informationen finden Sie unter:
heu-herberge.com
Karte: OpenStreetMap © OpenTopoMap
27
Christliche Freizeit- und Gruppenhäuser
CVJM Freizeitheim Strobel-Mühle Pockau
Erlebnis und Entspannung im Erzgebirge (Sachsen)
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Arbeitsgemeinschaft Christlicher Freizeitund
Tagungshäuser Sachsen gehört, ist
eingebettet in die idyllische Erzgebirgslandschaft,
ruhig gelegen im Wald und
direkt am Ufer der Pockau.
Doch nicht nur Idylle zählt: Einen spannenden
und erlebnisreichen Aufenthalt
garantiert die Kletterhalle die sich direkt
auf dem Gelände befindet und viele Ausflugsziele
im Umfeld, wie z.B. das Erlebnisbad
AquaMarien oder das Schaubergwerk
Molchner Stolln.
Für Ihre Klassenfahrt können Sie aus
unseren SPECIALs-Paketen mit verschiedenen
Tagesbausteinen inklusive Vollverpflegung
auswählen oder den Aufenthalt
individuell zusammenstellen: Von GPS-
Touren über eine Nachtwanderung bis hin
zu Teamspielen gibt es viele Optionen.
Schwerpunkte im Lehrplan können dabei
ebenso berücksichtigt werden wie ein
„Kriseln“ im Klassengefüge. Durch unsere
langjährige Erfahrung in der erlebnispädagogischen
Arbeit mit Kindern und
Jugendlichen sind wir Ihr idealer Partner.
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auch Selbstversorgung möglich.
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17 geräumige Zimmer mit DU/WC, mehrere
Gruppenräume und einen Spielekeller
u.a. mit Billard, Airhockey und Dart.
Draußen finden sich auf dem großen
Außengelände nicht nur Möglichkeiten für
Abenteuer-Romantik am Lagerfeuer und
Outdoor-Spiele im Wald, sondern es gibt
auch verschiedene Sportmöglichkeiten,
wie beispielsweise einen Beach-Volleyballplatz,
einen Bolzplatz, Tischtennisplatten
und Klettergeräte.
Genauere Informationen über die Programmangebote
für Schulklassen sowie über
Ausflugsmöglichkeiten in die Umgebung
sind auf den Internetseiten des Hauses zu
finden.
Kontakt
CVJM Strobel-Mühle Pockautal e.V.
Pockau - Marienberger Straße 36
09509 Pockau-Lengefeld
Telefon 03735 - 6602 0
info@strobelmuehle.de
www.strobelmuehle.de/klassenfahrt
CVJM-Freizeitheim Strobel-Mühle Pockau
Christliche Freizeit- und Gruppenhäuser
Borkum: CVJM Freizeithaus MS Waterdelle
Das Schiff in den Dünen
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mit 190 Betten, ideal für Klassenfahrten,
mit vielen Spiel- und Sportmöglichkeiten.
Das Haus mit maritimem Charakter ist ein toller
Ausgangspunkt z.B. für Wattwanderungen, Fahrradtouren,
für die Besichtigung des Leuchtturms,
des Heimatmuseums, des Nationalparkschiffs
„Borkumriff“ u.v.m.
Der Jugendstrand befindet sich nur wenige Geh-
Minuten entfernt. Er bietet viel Platz für sportliche
Aktivitäten, lädt zum Baden im Meer und zum
Genießen der Sonne ein.
Umfangreiches erlebnispädagogisches Programm
buchbar.
Freie Termine 2020 (Mo-Fr):
23.-27.3.* / 30.3.-3.4. / 13.-17.4. /
27.4.-1.5. / 4.5.-8.5. / 13.-17.7. /28.9.-2.10. /
26.-30.10.
* für diesen Termin Mindest-Teilnehmendenzahl von 40 Personen)
Möchten Sie an anderen Wochentagen kommen
oder eine kürzere oder längere Zeit bei uns sein?
Rufen Sie uns gerne an.
Sportkeller
Informationen und Anmeldung:
CVJM Freizeithaus MS Waterdelle
Hindenburgstr. 142 26757 Borkum
Tel. 04922/92358-0 Fax: 04922/92358-13
Email: waterdelle@cvjm.de www.freizeithaus-waterdelle.de
28
CVJM Freizeithaus MS Waterdelle
UNTERKUNFT
Sommer- und Winteraktionen in Südtirol
Seit nunmehr 57 Jahren gibt es in Lappach das Ferienhotel Rinsbacherhof – ein familiengeführtes Unternehmen,
welches vornehmlich Schulklassen zu Gast hat
Foto: © Rinsbacherhof
In einem sonnigen Bergtal im deutschsprachigen
Südtirol liegt der kleine Urlaubsort
Lappach. Der von bäuerlicher Kultur
geprägte Ferienort gehört zur italienischen
Gemeinde Mühlwald. Jährlich zieht der Ort,
mit seiner eindrucksvollen Naturkulisse und
dem Neves Stausee, umgeben von den Dreitausendern
Hoher Weißzint, Großer Möseler
und Turnerkamp, zahlreiche Besucher an.
Seit 1962 befindet sich hier in Lappach
das von Familie Reichegger geführte Ferienhotel
Rinsbacherhof, mit bis zu 300 Schlafplätzen.
„Unser Ferienhotel besteht aus dem
Hotel (Haupthaus), einer Pension und einer
Dependance“, berichtet Alois Reichegger.
„Diese 3 Häuser liegen unmittelbar nebeneinander
beziehungsweise in einem Umkreis
von ca. 30 Metern.“
Im Hotel gibt es 39 Zimmer, in der Dependance
18 und in der Pension sind 15 Zimmer
vorhanden. Sämtliche Zimmer verfügen
über Dusche und WC. Und zu den meisten
Zimmern gehört ein Balkon mit einem
schönen Panoramablick auf die umliegende
Bergwelt. „In unseren Zimmern dominiert
Holz statt Kunststoff“, sagt Alois Reichegger.
„Denn als Ferienhotel in den Südtiroler
Bergen fühlen wir uns auch der Natur verpflichtet
und wollen so viel naturgegebenes
Material wie möglich verwenden.“
Auf die Frage, in welchem der Häuser
Schulklassen übernachten, antwortet Alois
Reichegger: „Schulklassen werden in allen
Häusern untergebracht, da alle Häuser
beziehungsweise Zimmer gleich ausgestattet
sind. Schüler schlafen in Drei- bis
Fünfbettzimmern und Lehrer in Ein- oder
Zweibettzimmern.“
Zusätzlich sind in der Hotelanlage sechs
Aufenthaltsräume vorhanden, in denen
jeweils zwischen 30 und 250 Personen Platz
finden. Geeignet sind diese Räume entweder
für Seminare und Vorträge, können aber
auch für gemütliche Filmabende genutzt
werden. „Jede Gruppe bekommt einen eigenen
Aufenthaltsraum für die Programme
der Lehrer“, informiert Alois Reichegger.
Hinsichtlich der Verpflegung haben die
Gäste die Wahl zwischen Halbpension oder
Vollpension. Bei letzterer Variante gibt es
mittags Lunchpakete. Auch vegetarische
oder schweinefleischlose Kost ist möglich,
und ebenso wird auf Allergien Rücksicht
genommen. Der Speisesaal befindet sich im
Hotel – dem Haupthaus.
Zu den Gästen des Rinsbacherhofs
zählen sowohl Familien als auch Gruppen.
Wobei der Anteil an Schulklassen sehr
hoch ist. Vorwiegend sind hier Schüler aus
Deutschland zu Gast, von 13 bis 18 Jahren.
„Im Winter arbeiten wir hauptsächlich mit
Schulklassen, im Frühling und Herbst auch,
am wenigsten Schulklassen sind im Juli und
August bei uns“, lautet die Auskunft von
Alois Reichegger.
Für Sport und Erholung können die Gäste
in der Anlage, von Anfang Mai bis Mitte
Oktober, ein beheiztes Freischwimmbad mit
Liegewiese nutzen. Auf zwei Sportplätzen
kann beispielsweise Fußball oder Volleyball
gespielt werden. Auch vier überdachte
Tischtennisplatten stehen zur Verfügung.
Im Haupthaus befindet sich zudem eine
Saunalandschaft. Und am Abend steht allen
29
Christliche Freizeit- und Gruppenhäuser
Jugendgästehaus Hauptbahnhof
– willkommen in Berlins Mitte
Berlin
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Nur fünf Minuten vom Berliner Hauptbahnhof entfernt und
mitten in einer großen Parkanlage liegt das Jugendgästehaus
Hauptbahnhof – nah am Geschehen und doch abseits
vom Trubel. Die berühmtesten Sehenswürdigkeiten
Berlins, wie das Brandenburger Tor, das Regierungsviertel
mit dem Reichstag und der Potsdamer Platz sind zu Fuß
von unserer Jugendherberge erreichbar.
Schüler übernachten in geräumigen 3- und 4-Bett- Zimmern
mit Dusche und WC. Eine große Sonnenterrasse und
eine Lounge mit Billardtisch laden zum Relaxen ein.
Das Jugendgästehaus ist im Rahmen des Prüfsystems
„Qualitätsmanagement Kinder- und Jugendreisen“ des
Bundesforums Kinder- und Jugendreisen e.V. mit 5 von
5 Sternen zertifiziert.
Mehr Informationen und Buchungsanfragen:
Jugendgästehaus Hauptbahnhof, Lehrter Straße 68, 10557 Berlin
E-Mail: gaestehaus@berliner-stadtmission.de, Tel.: (030) 398350-0, Website: www.jgh-hauptbahnhof.de/gruppen
Fotos: Carmen Lenk (Mitte), Kaan Turan (links + rechts)
Jugendgästehaus am Berliner Hauptbahnhof
Christliche Freizeit- und Gruppenhäuser
Alpen Experience - CVJM Aktivzentrum Hintersee
Ein besonderes Alpen Erlebnis!
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Das MUSS NICHT sein: Wir übernehmen auf Wunsch die Programmplanung für euch: 5 Tage ab 185 € inkl. VP/Programm
Unseren Gästen stehen KOSTENLOS eine Turnhalle, Kletterwand (ab 4 Ü), Kicker, Billard, Tischtennis etc. zur Verfügung. Zudem können auch
unsere Kegelbahnen, Ruderboote, Schlitten etc. genutzt werden.
Ein Haus des CVJM-Gesamtverbandes in Deutschland e.V.
Am See 61, 83486 Ramsau, Tel.-Nr. 08657 9887-0, hintersee@cvjm.de
www.hintersee.de
30
CVJM Aktivzentrum Hintersee
UNTERKUNFT
Gästen ein hauseigener Disco-
Pub offen.
Reichlich Gelegenheiten für
eine aktive Freizeitgestaltung
bietet auch die Umgebung. So
sind Lappach und der Neves
Stausee gute Ausgangspunkte
für zahlreiche Trekkingtouren, von der einfachen Hüttenwanderung
bis zur anspruchsvollen Bergtour. Auch ein Spaziergang zu
den Lappacher Wasserfällen bietet sich an. Für Rafting-Touren
oder Canyoning gibt es in der Gemeinde Sand in Taufers eine
Reihe Anbieter. Und Kletterfreunde finden viele Klettersteige in
der Umgebung von Sand in Taufers.
Kontakt
Ferienhotel Rinsbacherhof
Lappach 217
39030 Lappach Mühlwald / Italien
Telefon +39 0474 - 685 000
rinsbacherhof@rolmail.net
www.rinsbacherhof.com
holt werden. Den Gästen steht im Hotel auch ein hauseigener Skiverleih
zur Verfügung.
Eine 16 Kilometer lange, recht abwechslungsreiche und als schneesicher
geltende Loipe zum Langlauf befindet sich im Mühlwaldertal.
Darüber hinaus gibt es abseits der Pisten, in Mühlwald und Lappach,
Möglichkeiten zum Rodeln, Eislaufen oder Schneeschuhwandern.
Gäste, die lieber gemütlich wandern möchten, können den
Mühlwalder Stausee bei Lappach auf einem Themenweg umrunden,
der dem Wasser gewidmet ist. Wasser ist in Lappach ein
großes Thema – Wasser prägt das gesamte Tal mit Seen, Bächen,
Wasserfällen, Gletschern, mit Eis, Mooren und Quellen. Daher
gibt es im Ort, in einem Jahrhunderte alten Kellergewölbe, ein
Museum zum Thema Wasser. In der Ausstellung wird alles vereint,
was das Wasser an künstlerischer, magischer und unsichtbarer
Vielfalt zu bieten hat.
Eine Vielzahl von Wanderwegen und Naturpfaden bietet der
Naturpark Rieserferner-Ahrn. „Für Wanderfreunde besteht zudem
die Möglichkeit zum Trekking im Ahrntal, wie beispielsweise
eine Tageswanderung von Lappach direkt nach Speikboden und
dann wieder mit dem Sessellift ins Tal zurück“, erklärt Alois Reichegger.
In Dietenheim ist ein Volkskundemuseum zu finden. Es präsentiert
die Lebenswelt der ländlichen Bevölkerung von einst –
vom Landadeligen über den selbstversorgenden Bauern bis zum
Tagelöhner. Ein Ausflug ins Museum kann mit einer Tagesfahrt in
die schöne Stadt Bruneck – das Herz des Pustertales – verbunden
werden. Ein bekanntes Bergwerk ist im 30 Kilometer von Lappach
entfernten Prettau zu besichtigen.
Alois Reichegger: „Viele Gruppen unternehmen oft Tagesfahrten
zum Beispiel ins ca. 100 Kilometer entfernte Bozen. Dort
besuchen sie am Vormittag das Ötzimuseum und den Nachmittag
verbringen sie am Kalterer See. Oder sie fahren noch weiter
bis zum Gardasee oder machen eine Tagesfahrt nach Venedig.
Andere besuchen das 140 Kilometer entfernte Innsbruck, den
Pragser Wildsee in 50 Kilometer Entfernung oder die wunderschöne
Stadt Verona, wo sie die Arena besichtigen können. In
dieser Stadt haben auch Romeo und Julia zueinander gefunden.“
Im Winter ist es vor allem das Skigebiet Speikboden, welches
Besucher anzieht. „Dieses Skigebiet bietet mit seinen sieben Aufstiegsanlagen
und kilometerlangen Pisten für jeden Skifahrertyp
etwas und ist somit besonders auch für Familien und Gruppen
geeignet“, so Alois Reichegger. „Hinzu kommt noch der Vorteil,
dass der Südhang der Zillertaler Alpen Schneesicherheit bedeutet
sowie auch extra viele Sonnentage.“
Für Skifahrer startet der Skibus täglich vor dem Hotel und
bringt die Gäste in das Skigebiet, wo sie am Abend wieder abge-
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MUSEUM / LERNORT
Ort früherer Unrechtsjustiz
Das Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Torgau, eine Gedenkstätte in Sachsen, informiert auf
Schloss Hartenfels mithilfe verschiedener pädagogischer Angebote über Opfer politischer Gewaltherrschaft
Gedenkort für die Opfer politischer Haft
Foto: Daniel König
Foto: Archiv Stiftung Sächsische Gedenkstätten/DIZ Torgau
Projekttag
Foto: Archiv Stiftung Sächsische Gedenkstätten/DIZ Torgau
Ausstellung "Spuren des Unrechts“
Foto: Daniel König
Torgau ist eine Stadt im Norden des Freistaates
Sachsen, gelegen am westlichen
Ufer der Elbe. Die Stadt hat eine komplexe,
mehrschichtige Vergangenheit als Haftort.
Aus diesem Grund wurde im Juni 1991 in
Torgau der Förderverein Dokumentations- und
Informationszentrum (DIZ) Torgau gegründet,
mit dem Ziel, diese Vergangenheit in drei
verschiedenen Verfolgungsperioden zu dokumentieren:
während des Nationalsozialismus,
der sowjetischen Besatzungszeit und
der DDR. Wobei der Schwerpunkt auf dem
Bewahren der Erinnerung an die Opfer der
Wehrmachtjustiz liegt.
Seit 1999 gehört die Einrichtung zur Stiftung
Sächsische Gedenkstätten zur Erinnerung
an die Opfer politischer Gewaltherrschaft.
„Für das Thema der nationalsozialistischen
Militärjustiz ist unsere Gedenkstätte
in dieser Form einmalig in der Bundesrepu-
blik“, versichert Politikwissenschaftlerin Elisabeth
Kohlhaas. „Keine andere Gedenkstätte
erzählt die Geschichte dieser Unrechtsjustiz
so vertieft wie wir. Denn Torgau
war im Zweiten Weltkrieg das wichtigste
Zentrum der Militärjustiz im besetzten
Europa.“ Elisabeth Kohlhaas ist seit 2016 als
Referentin für die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit
im DIZ Torgau tätig und betreut
die pädagogischen Angebote. Sie hat unter
anderem über die Wehrmachtjustiz publiziert.
Weitere Ihrer Publikationen befassen
sich mit dem Zweiten Weltkrieg, mit NS-
Tätern, mit der Gestapo, den Kriegsendeverbrechen
und dem Schicksal von Kindern, die
in der NS-Zeit wegen ihres Judentums beziehungsweise
ihrer jüdischen Wurzeln verfolgt
wurden.
Zwei Wehrmachtgefängnisse gab es in
Torgau zwischen 1936 und 1945: „Fort
Zinna“ und „Brückenkopf“. Mit diesen beiden
Militärgefängnissen und dem Reichskriegsgericht,
welches im August 1943 von Berlin
nach Torgau verlegt wurde, entwickelte sich
Torgau während des Zweiten Weltkrieges
zur Zentrale des Wehrmachtstrafsystems.
Im Jahr 1945 richtete die sowjetische
Geheimpolizei im „Fort Zinna“ und in der
benachbarten Seydlitz-Kaserne verschiedene
Speziallager ein. Hier wurden von der
sowjetischen Besatzungsmacht deutsche
und sowjetische Staatsbürger gefangen
gehalten, die von sowjetischen Militärtribunalen
verurteilt worden waren.
In den Jahren 1950 bis 1990 nutzte die
DDR das „Fort Zinna“ als Gefängnis für den
Strafvollzug. Während der fünfziger und
sechziger Jahre saßen hier insbesondere
politische Gefangene ein. Auch jugendliche
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MUSEUM / LERNORT
Kontakt
Dokumentations- und Informationszentrum
(DIZ) Torgau
Schloss Hartenfels
Schlossstraße 27, 04860 Torgau
Telefon 03421 - 713468
diz.torgau@stsg.de
https://www.stsg.de/cms/torgau/startseite
Strafgefangene waren bis 1975 in Torgau
inhaftiert.
Da der zentrale Haftort „Fort Zinna“ vom
Freistaat Sachsen als Justizvollzugsanstalt
genutzt wird, befindet sich das DIZ Torgau
nicht an diesem historischen Ort, sondern
im nahegelegenen Schloss Hartenfels,
einem prächtigen Renaissanceschloss in der
Stadt Torgau. Hier wird im Flügel B die ständige
Ausstellung Spuren des Unrechts gezeigt,
die anhand von Fotos, Dokumenten, Biografien
und Video-Interviews die Vergangenheit
Torgaus als Haftort beleuchtet.
Schloss Hartenfels in Torgau, gelegen inmitten der Elbauenlandschaft, ist das größte
unter den vollständig erhaltenen Schlössern der Frührenaissance in Deutschland. Seine
Geschichte reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück. Heute beherbergt die vierflügelige Schlossanlage
mehrere Ausstellungen, unter anderem auch das Dokumentations- und Informationszentrum
(DIZ) Torgau.
Für Schulklassen bietet Schloss Hartenfels dialogorientierte Führungen, die auf das Alter
der Schüler abgestimmt werden. Die Führungen sind mit Workshops kombiniert, um so die
Ausstellungsinhalte mit handlungsorientierten und kreativen Methoden zu vertiefen.
Kontakt: https://www.schloss-hartenfels.de
Schulklassen ab der Klassenstufe 8
können das pädagogische Angebot des
Dokumentationszentrums nutzen. Dessen
Ziel besteht zum einen in der Vermittlung
von Informationen zur Geschichte Torgaus
als Haftort und zum anderen sollen die
Besucher zur eigenständigen Auseinandersetzung
mit Geschichte und Gegenwart
angeregt werden.
„Für Schulklassen bieten wir Überblicksführungen
durch alle drei Ausstellungsbereiche,
Schwerpunktführungen zu einzelnen
Zeitabschnitten sowie Projekttage nach der
Foto: © Wolkenkratzer, wikipedia
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MUSEUM / LERNORT
Methode des interaktiven, entdeckenden
Lernens“, berichtet Elisabeth Kohlhaas.
„Einen wesentlichen Ansatzpunkt in der Bildungsarbeit
stellen Biografien von ehemaligen
Inhaftierten dar.“
Überblicksführungen für Schulklassen,
die zwei Wochen im Voraus angemeldet
werden sollten, dauern zwischen 60 bis
90 Minuten. „Nach Absprache können Schüler
ihre Klassenkameraden auch selbst
durch die Ausstellung führen. Wir unterstützen
die Schüler bei der Vorbereitung“, gibt
Elisabeth Kohlhaas Auskunft.
Projektarbeiten im Dokumentationszentrum
sind häufig biografisch angelegt
und haben eine Dauer von 2 bis
4 Stunden, inklusive einer Überblicks- oder
Schwerpunktführung. Bei der Projektarbeit
erfahren die Schüler, was die politische Instrumentalisierung
von Recht, Justiz und
Haft in den beiden deutschen Diktaturen für
den einzelnen Menschen bedeutete.
„Unsere großen Themen sind Widerstand
und Verfolgung, Justizwillkür sowie Justiz und
Haft im Dienst der Diktaturen“, informiert Elisabeth
Kohlhaas. „Die Auseinandersetzung
mit den Inhaftierten, mit ihren Biografien
sowie ihren Handlungsmotiven für Protest
und Widerstand, steht dabei im Vordergrund.“
In den Projekten arbeiten die Schüler
meistens in Kleingruppen und präsentieren
dann ihre Arbeitsergebnisse in unterschiedlicher
Form. Für die Projektarbeit stehen
verschiedene Materialien zur Verfügung, wie
beispielsweise Briefe, Justizakten und biografische
Texte, Fotos und Filmausschnitte.
Zeitzeugengespräche werden für die
Themen Jugendliche in der DDR in Haft und
Kinder in den sowjetischen Speziallagern angeboten.
Besuche im Dokumentationszentrum
sind auch mit Rundgängen oder Fahrten
zu anderen historischen Orten kombinierbar,
so beispielsweise mit dem Besuch der
Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof
Torgau. „Diesbezüglich bieten wir einen
gemeinsamen Projekttag an“, erklärt Elisabeth
Kohlhaas. „Der Projekttag befasst sich
mit Jugendlichen in der DDR, die wegen
ihres abweichenden Verhaltens ins Torgauer
Jugendgefängnis oder in den Geschlossenen
Jugendwerkhof kamen. In Torgau befand
sich der einzige Geschlossene Jugendwerkhof
der DDR. In dieser Heimeinrichtung
wurde Jugendlichen Schlimmes angetan.“
Kombinierbar ist ein Besuch im Dokumentationszentrum
ebenfalls mit dem Evangelischen
Jugendprojekt Wurzeln und Flügel in
Torgau. Hier haben Jugendliche die Möglichkeit,
sich interaktiv mit ihren eigenen Werten
und Zukunftsentwürfen auseinanderzusetzen
und sie gemeinsam zu erkunden.
Elisabeth Kohlhaas: „Projekttage und Führungen
schneiden wir, nach Absprache mit
den Lehrern, auf die jeweiligen Wünsche zu,
wo immer es geht. Sowohl zeitlich als auch
inhaltlich. Von der Kurzführung bis zum
mehrtägigen Projekt, auch in Kooperation
mit anderen Lernorten, ist alles möglich.“
Inserentenverzeichnis
AirHop GmbH, Augsburg S. 2
asisi F&E GmbH, Berlin S. 19
Autostadt GmbH, Wolfsburg S. 11
B.u.S. Eventtouristik GmbH, Sulzbach S. 14
Berlin on Bike S. 19
Berlin kompakt GmbH S. 23
CVJM Aktivzentrum Hintersee S. 30
CVJM Schiff Dresden S. 26
CVJM Freizeit- und Bildungszentrum Kollm S. 24
CVJM Strobel-Mühle Pockautal e.V. S. 28
CVJM-Freizeithaus MS Waterdelle, Borkum S. 28
Erlebnisbergwerk Sondershausen S. 10
Hostel haus international (hi), München S. 13
Jaeger´s Munich S. 3
Jugendgästehaus Hauptbahnhof, Berlin S. 30
Jump Betriebs GmbH, Berlin S. 6
Jump House Holding GmbH, Hamburg S. 8
JumpUp TrampolinPark, Hoyerswerda S. 5
LV der SLH in Thüringen e.V. S. 10
Maritimes Jugenddorf Wieck, Greifswald S. 36
Natur- & Erlebnishof Lüttkevitz, Wiek S. 27
Oberstdorf Hostel S. 15
Panke Sprachreisen GmbH, Ratekau S. 33
pedales, Potsdam S. 20
Pegasus Hostel GmbH, Berlin S. 20
Peregrinus CVJM Herberge, Görlitz S. 24
Ponyhof Naeve, Groß Wittensee S. 9
Reiterhof Fraunholz, Dinkelsbühl S. 14
Rinsbacherhof, Mühlwald, Italien S. 17
Schutzstation Wattenmeer, St. Peter-Ording S. 35
Sprung Art GmbH, Chemnitz S. 6
Stadt Bad Wimpfen S. 31
Three Little Pigs Hostel, Berlin S. 18
Visit Denmark
Beilage in TA
Wiggi Rafting, Haiming, Österreich S. 27
Xtremejump GmbH, Ulm S. 7
Impressum
Klassenfahrten Magazin
ISSN 1611-4124
Herausgeber:
Verlag K. Mickel
Katrin Mickel und Lutz Alke GbR
Bahnhofstraße 19
02692 Obergurig
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Chefredaktion:
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Lutz Alke
Lutz Alke
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Termine Heft 1/2020:
Redaktionsschluss/Anzeigenschluss: 17.01.2020
Erscheinungstermin: 26.02.2020
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