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BREMER-SPORT_Winter_2019-online

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Winter 2019

BREMER SPORT

MAGAZIN DES LANDESSPORTBUNDES FÜR BREMEN & BREMERHAVEN

Relaunch

LSB mit neuer Homepage

Talentförderung

Rhythmische Sportgymnastik

Heimvorteil

Grün-Gold will 10. Titel

Para-Leichtathlet Léon Schäfer wird Weltmeister in Dubai

Sprung zu Gold


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2

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EDITORIAL

„Viele Vereine stehen mit

dem Rücken zur Wand“

Andreas Vroom, Präsident des

Landessportbundes Bremen.

IMPRESSUM

BREMER SPORT

MAGAZIN FÜR BREMEN & BREMERHAVEN

Herausgeber & Verlag:

Landessportbund Bremen e. V. (LSB)

Auf der Muggenburg 30

28217 Bremen

0421 / 7928723

info@lsb-bremen.de

WESER-KURIER Mediengruppe

Magazinverlag Bremen GmbH,

Martinistraße 43, 28195 Bremen

04 21 / 36 71-4990

info@magazinverlag-bremen.de

Redaktion:

Martin Märtens (V.i.S.d.P.),

Kristina Wiede, Jennifer Fahrenholz,

Jule Lotz, Boris Butschkadoff (LSB)

Grafik/Layout:

B.O. Beckmann

Anzeigen:

Volker Schleich (verantwortlich),

Anne Zeidler, Susanne Franke, Dieter Kück,

Yvonne Bittner

Druck:

Bonifatius GmbH Druck - Buch - Verlag

Karl-Schurz-Straße 26

33100 Paderborn

Urheberrechte:

Der Nachdruck von

Beiträgen ist nur mit

Genehmigung des Verlages

und mit Quellenangabe gestattet.

Titelbild:

imago

Foto: LSB

Liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde,

viele Institutionen, Verbände

und Funktionäre beschäftigen sich

mit den Belangen in den mehr als 90.000

organisierten Sportvereinen in Deutschland.

Es gibt die Fachverbände, Spitzenfachverbände

auf Bundesebene, Kreis- und

Stadtsportbünde, Landessportbünde, das

DOSB-Präsidium und den DOSB-Vorstand,

die regionalen Sportdeputationen, die Nationale

Anti-Doping-Agentur, die World

Anti Doping Agency, das Internationale

Olympische Komitee, die Sportministerkonferenz

der Bundesländer, den Sportausschuss

des Bundestages und viele weitere

Gremien.

Das Land Bremen hat derzeit den zweijährigen

Vorsitz im Rahmen der Sportministerkonferenz

inne, insofern bin ich als

Vertreter des Landessportbundes Bremen

stärker denn je in sportpolitische Handlungsfelder

einbezogen. Neben wichtigen

und zukunftsweisenden politischen Themen

hat auch die Sportpolitik in Deutschland

eine Daseinsberechtigung. Leider

wird das Handlungsfeld „Sport“ mit den

gesellschaftlichen Auswirkungen von politischen

Interessenvertretern noch nicht

ausreichend erkannt oder hartnäckig genug

thematisiert. Diese Erkenntnis im Kontext

mit meiner Erfahrung von der Basis war für

mich die Grundlage für meinen Gastkommentar

im Weser Kurier „Bewegungsförderung

ist Bildungsarbeit“. Soviel Zuspruch

und positives Feedback wie nach meinem

Kommentar habe ich in meiner Amtszeit

als LSB-Präsident noch nicht erhalten. Das

macht mich stolz und traurig zugleich. Auf

der Konferenz der Landessportbünde habe

ich weitere Beobachtungen aus meiner

Vereinspraxis zur Diskussion gestellt: den

Mangel an Übungsleiter/innen, den Wegfall

von Traditionsveranstaltungen, aussterbende

Sportarten, wegfallende regionale

Derbys, fehlender Nachwuchs in der ehrenamtlichen

Gremienarbeit sowie steigende

gesellschaftliche Herausforderungen (Individualisierung,

Zeitmangel, Alternativangebote).

Auch der zunehmende Anspruch der

Vereinsmitglieder nach Dienstleistungen

analog zu kommerziellen Anbietern rüttelt

am Verein als gemeinnützige Organisation.

Die gesellschaftliche Bereitschaft, Verantwortung

im Verein zu übernehmen, ist

längst kein Selbstläufer mehr. Viele Vereine

und deren Vorstandsmitglieder stehen mit

dem Rücken zur Wand. In der Vereinspraxis

wird es zunehmend schwerer, den Ansprüchen

aller Mitglieder „gerecht“ zu werden.

Mindestens 24 Prozent der Bevölkerung in

Deutschland sind Mitglieder in Sportvereinen

zuzüglich Kurs- und Reha-Teilnehmer/

innen. Der organisierte Sport ist der mit

Abstand stärkste gesellschaftliche Zusammenhalt

in unserem Land. Man stelle sich

vor, es gäbe ihn nicht. Für mich der absolute

Horror, der mich mit Leere füllt.

Sportvereine haben mit zahlreichen gesellschaftlichen

Problemen zu kämpfen, ob

marode Sporthallen, fehlende Trainer oder

der gravierende Bewegungsmangel bei

Kinder und Jugendlichen. Umso wichtiger

ist es, gemeinsam zur Lösung und Sensibilisierung

unserer Gesellschaft beitragen.

Die Debatte um den Zusammenschluss der

vier Sportvereine im Bremer Osten unterstreicht

die Gesamtproblematik auf dramatische

Art und Weise. Wir sind mehr denn je

gefordert, die aktuellen Herausforderungen

rund um den organisierten Sport entschlossen

anzugehen. Denn nur gemeinsam können

wir zur Lösung und Sensibilisierung

unserer Gesellschaft beitragen.

Solltet ihr diese Erkenntnis mit mir teilen,

wäre das ein erster und entscheidender

Schritt. Der nächste Schritt steht in Abhängigkeit

von eurem persönlichen „Status“ im

organisierten Sport. Darunter fällt die Suche

nach einem geeigneten Sportangebot

im Verein, das übrigens extrem vielfältig ist

und auch zum Ausprobieren viel Neues bieten.

Ein weiterer Schritt wäre die Übernahme

einer Betreuungs-, Übungsleiter- oder

sonstigen Ehrenamtstätigkeit im Verein.

Sprecht euren Vorstand doch einfach mal

an und hospitiert bei einer Vorstandssitzung.

Ich bin mir sicher, dass sich der Vorstand

über euer Interesse freuen wird.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei den

vielen Engagierten im Bremer und Bremerhavener

Sport – Sportlerinnen und Sportlern,

ehrenamtlichen und hauptberuflichen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Vereinen,

Verbänden und Sportbünden für ihre

umfangreiche Arbeit herzlich bedanken.

Euch allen wünsche ich ein frohes, ruhiges

und erholsames Weihnachtsfest und ein

gesundes, sportliches und glückliches Jahr

2020!

Euer Andreas Vroom

3


INHALT

STORY

Weltmeister! 18

Para-Leichtathlet Léon Schäfer

Aktuell:

Sixdays Bremen

10

AKTUELLES

Auf nach Berlin 6

Sterne des Sports: SG Aumund Vegesack ausgezeichnet

Vintage trifft Moderne 7

„Feuerwerk der Turnkunst“ in der ÖVB-Arena

Relaunch 8

Neuer Internetauftritt des LSB

Hip-Hop-Weltmeisterin 12

Rike Jürgens siegt in Bremerhaven

Familienfest vor Weihnachten 15

Fußball: Lotto-Masters um den Sparkasse Bremen Cup

FRAUEN IM SPORT

In vielen Bereichen tätig 23

Nicole Finke ist Abteilungsleiterin, Jugendwartin und Trainerin

Interview:

Meredith Michaels-Beerbaum

24

LSB

Nachhaltigkeit 26

Berliner Erklärung der Landessportbünde

BREMER SPORTJUGEND

Kinder- und Jugendarbeit 30

Hauptversammlung der Bremer Sportjugend

AUS DEN VEREINEN

Aufstieg und Titel 38

Tanzen: TTK Grün-Weiß Vegesack erfolgreich

Auf dem Weg zur Hochburg 42

Badminton: TV Eiche Horn mit den meisten Mitgliedern

4

Fotos: F. T. Koch, M. Meister, J. Lotz

Selbstversuch:

Fechten bei 1860 Bremen 34

RUBRIKEN

Editorial 3

Impressum 3

Kolumne 37


Mission Titelverteidigung

AKTUELLES

Grün-Gold-Club will in der ÖVB-Arena zum 10. Mal Weltmeister der Lateinformationen werden

Die Tänzerinnen und Tänzer vom GGC freuen sich auf die WM vor heimischer Kulisse.

Die Erleichterung war riesig: Nachdem

man zuvor in der Bundesliga

gepatzt hatte, mussten die Tänzerinnen

und Tänzer vom Grün-Gold-Club das

Ticket für die Heim-WM bei den Deutschen

Meisterschaften in Hamburg lösen. Und das

mit einer neuen Choreografie. Am Ende gelang

das Unternehmen, hauchdünn wurde

der Meistertitel vor dem Konkurrenten aus

Velbert gesichert. Nur drei Wochen später

steht nun die nächste Titelverteidigung auf

dem Programm: Am 7. Dezember geht es in

der ÖVB-Arena um die Weltmeisterschaft

der Latein-Formationen.

„Dieser Titel bedeutet mir sehr viel“

sagte Trainer Roberto Albanese direkt nach

der Deutschen Meisterschaft in Hamburg.

Schließlich habe man sich nach der durchwachsenen

Bundesligasaison viele Gedanken

gemacht und die Fehler bei sich selbst

und nicht bei anderen gesucht. Dass man

dann mit einer neuen Choreografie („Music

Is The Key“) an den Start ging, darf durchaus

als mutig angesehen werden. Doch

die Bremer bestanden die Feuertaufe zur

Diskomusik der 70er und 80er Jahre und

wahrscheinlich darf auch der Songtitel von

Gloria Gaynor, „I Will Survive“, als so etwas

wie eine Botschaft an die Konkurrenz verstanden

werden. Schließlich gehören die

Bremer seit 2006 unentwegt zur internationalen

Weltspitze und sicherten alleine in

dieser Zeit neunmal den Weltmeistertitel.

Nun gilt es also, Anfang Dezember auf

heimischem Parkett den Titel zu verteidigen

und zum zehnten Mal an die Weser zu

holen. Die Konkurrenz dabei ist allerdings

sehr groß. 19 Teams aus aller Welt werden

die Halle mit den lateinamerikanischen

Rhythmen zum Beben bringen. Neben dem

Foto: V. Hey

Bundesliga-Ersten aus Velbert gelten vor

allem die beiden russischen Teams Duet

Perm und Vera Tumen Latin Team als die

härtesten Konkurrenten. Vor vollen Rängen

verspricht Albanese aber schon mal

eines: „Wir werden noch eine Schippe

drauflegen“. (MV)

Samstag, 7. Dezember, ÖVB-Arena, ab 14 Uhr

Einen Bambi für den Bremer Jung

Schwimmer Florian Wellbrock in Baden-Baden mit dem wichtigsten deutschen Medienpreis ausgezeichnet

„Wenn man so etwas in der Hand hat, ist

man unglaublich glücklich, stolz und dankbar

auf das, was man geschafft hat,“ sagte

Florian Wellbrock im Rahmen der Bambi-Preisverleihung,

des wichtigsten deutschen

Medienpreises, am 21. November in

Baden-Baden. Und der 22-Jährige vergaß

auch die Menschen nicht, die ihm diesen

Erfolg ermöglichten, und bedankte sich bei

seinen Trainern, dem Trainingsteam und

zuletzt vor allem bei seinen Eltern für die

entgegenbrachte Hilfe.

Als erster Schwimmer der Welt holte

sich Florian Wellbrock bei der Schwimm-

WM im südkoreanischen Gwangju sowohl

im Freiwasser als auch im Becken eine

Goldmedaille. Freiwasser-Schwimmen

stellt für Sportler eine große Herausforderung

dar. Gegen 74 Schwimmer und auf

Foto: G.Nitschke for Hubert Burda Media

insgesamt zehn Kilometern kämpfte der

gebürtige Bremer um den Sieg.

Nachdem er überraschenderweise über

800 Meter bereits im Vorlauf ausgeschieden

war, glich sein 1500-Meter-Freistil-

Rennen einem Krimi. Durch Sekundenbruchteile

getrennt pflügten die Schwimmer

durchs Wasser. Doch Florian Wellbrock

sicherte sich den Vorsprung und wurde

Doppelweltmeister.

Bei Olympia 2020 in Tokio setzt er zum

erneuten Medaillengewinn an. „Das Nonplusultra

wäre natürlich eine olympische

Medaille. Wenn die dann auch noch Gold

sein sollte, habe ich eigentlich alles erreicht,

was zu erreichen ist. Da gehört natürlich

auch jedes Mal ein bisschen Glück

dazu. Aber wenn das klappen sollte, wäre

das schon super!“ (MV)

5


AKTUELLES

Auf zum Bundesfinale nach Berlin

„Sterne des Sports“ im Bootshaus Blumenthal verliehen / SG Aumund-Vegesack ausgezeichnet

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im

Bootshaus Blumenthal wurden die diesjährigen

„Sterne des Sports“ in Silber

für das Bundesland Bremen vergeben. Die

„Sterne des Sports“ sollen das ehrenamtliche

und gesellschaftliche Engagement in

Sportvereinen belohnen und sind ein gemeinsamer

Wettbewerb der Volksbanken

und Raiffeisenbanken sowie des Deutschen

Olympischen Sportbunds (DOSB). Auf Landesebene

fand der Wettbewerb in diesem

Jahr in Kooperation mit der gastgebenden

Volksbank Bremen-Nord, der Bremischen

Volksbank, dem Landessportbund Bremen

und dem Kreissportbund Bremen-Nord

statt.

Ausgezeichnet mit dem Großen Stern

des Sports in Silber wurde in diesem Jahr

die SG Aumund-Vegesack. Der Bremer Traditionsverein

darf sich über einen Scheck

in Höhe von 2500 Euro freuen und wird

Foto: LSB / S. Peter

das Land Bremen im Januar 2020 darüber

hinaus beim bundesweiten „Sterne des

Sports“-Finale in Berlin vertreten. Die SG

Aumund-Vegesack überzeugte die Jury mit

ihrem Integrationsprojekt „Fußball verbindet“.

Das Sozial-Projekt bringt Menschen

mit Migrationshintergrund unabhängig

von Alter und Herkunft im Rahmen eines

wöchentlichen Fußball-Übungsabends zusammen.

Ebenso wie die SG Aumund-Vegesack

stammen auch die anderen Sterne des

Sports-Preisträger aus dem Bremer Norden.

Über den Kleinen Stern des Sports in

Silber – dotiert mit 2000 Euro – durfte sich

der Verein MTV Eiche-Schönebeck freuen.

Der MTV hatte sich mit einem Projekt, indem

es um eine nachhaltige Sportförderung

der Grundschule Bremen-Schönebeck

sowie Unterstützung bei Integration und

Inklusion geht, für die Sterne des Sports beworben.

Die Plätze drei und vier gingen an

den Blumenthaler TV, der ein Preisgeld von

1000 Euro erhielt, und die Turn- und Sportvereinigung

Farge-Rekum, die mit einem

Förderpreis in Höhe von 500 Euro bedacht

wurde.

Die diesjährige Preisverleihung nahmen

der Prokurist der Bremischen Volksbank

und Vizepräsident des Landessportbundes

Bremen, Thomas Trenz, Hartmut Schulz

von der Volksbank Bremen-Nord sowie

Uwe Wenzel, 1. Vorsitzender des Kreissportbundes

(KSB) Bremen-Nord, vor.

Thomas Trenz hob den großen Stellenwert

des Wettbewerbs „Sterne des Sports“

hervor. Er warb in diesem Zusammenhang

für eine größere Resonanz bei den Bewerbungen

im Land Bremen. Die diesjährigen

Preisträger lobte Trenz für ihr nachhaltiges

Engagement in den Bereichen Integration

und Kinder- und Jugendsport. „Das

sind beides wichtige und zentrale Themen.

Gerade im Bereich Integration haben die

Bremer Vereine nach der großen Flüchtlingswelle

viel für die Gesellschaft getan“,

so Trenz.

Der KSB-Vorsitzende Uwe Wenzel freute

sich über die Tatsache, dass gleich vier

Vereine aus Bremen-Nord zu den Preisträgern

gehören. Er betonte, dass die Kür des

Siegers nicht leicht war. „Alle Vereine leisten

wertvolle Arbeit. Deshalb hat sich die

Jury entschlossen, auch den Viertplatzierten

mit einem Förderpreis der Volksbank

auszuzeichnen“, so Wenzel. (MV)

Weitere Informationen zum Vereins-Wettbewerb

„Sterne des Sports“ gibt es online unter

www.sterne-des-sports.de.

6

„TrainerInSportdeutschland“

Bewerbungsphase für DOSB-Projekt angelaufen

Mit dem Projekt „TrainerInSportdeutschland“

will der DOSB gemeinsam mit seinen

Mitgliedsorganisationen die Situation der

TrainerInnen nachhaltig verbessern.

Beim Kick-Off in Frankfurt am Main

besprachen 93 TeilnehmerInnen, darunter

zahlreiche TrainerInnen aus den verschiedensten

Bereichen, das Projekt mit all seinen

Chancen und Möglichkeiten. Die Bewerbungsphase

für die TrainerIn-Projekte

dauert bis zum 15. Dezember 2019. Unterstützt

werden Projekte der Mitgliedsorganisationen

und DOSB-nahen Institutionen

mit finanziellen Mitteln oder auch durch

Beratung und Möglichkeiten zum Wissenstransfer

zwischen den Beteiligten.

Gefördert werden insbesondere TrainerIn-Projekte,

die

XX

der Erreichung der Vision TrainerIn

2026 dienen

XX

ein oder mehrere Leitziele der Vision

TrainerIn zum Inhalt haben

XX

TrainerInnen partizipativ einbinden, mit

ihnen TrainerIn-Projekte entwickeln

und sie kontinuierlich in den Prozess

einbinden bzw. kooperativ vorgehen

XX

über den Projektzeitraum und die

-finanzierung hinauswirken und der

nachhaltigen Implementierung der

Kernaufgabe TrainerInnen dienen

XX

Impulse für andere Organisationen/

Sportverbände geben (Modellprojekte,

Leuchttürme)

XX

übertragbar auf andere Verbände sind

und bei denen der Transfer innerhalb der

Sportstrukturen möglich ist

XX

zu einer breiten und positiven Wahrnehmung

des Themenfeldes TrainerInnen

beitragen

Ausschreibung unter: www.dosb.de


AKTUELLES

Wo Vintage auf Moderne trifft

„OPUS“: Feuerwerk der Turnkunst präsentiert neue Show in der ÖVB-Arena

In der neuen Show „OPUS“ zeigen rund 60 internationale Athleten die Vielfalt des Turnens auf.

Fotos: RJ Muna 2017, Gustawo Piola Fotografia

S

ie verrenken sich entgegen alle vermeintlichen Gesetze der Mittelpunkt steht bei jedem Act ohne Frage die außergewöhnliche

Anatomie, vollziehen Mehrfachsalti und Flickflacks, fliegen sportliche Leistung des Ensembles“, kündigt Heidi Aguilar an. Ob

durch schwindelerregende Höhen und sorgen mit mutigen die Gruppe „Extreme Fly“, die eine energiegeladene Flugshow am

Stunts für verblüffte Gesichter: die Künstler des Formats Feuerwerk

der Turnkunst. Anlässlich der neuen Show „Opus“ wird die Bremer

ÖVB-Arena in diesem Jahr erneut zum Treffpunkt von rund 60 internationalen

Athleten, die ihr Publikum mit ihrem Können auf eine

besondere Reise durch Raum und Zeit entführen wollen.

Dreifachreck bietet, die Salto-verliebte Troupe Tufaev, die dänischen

Airtrack-Akrobaten „Faceoff x Crew“ oder Lokalgruppen, die

an jedem Veranstaltungsort in die Show integriert werden: Sie alle

wollen auf der „OPUS Tournee“ unter Beweis stellen, dass Turnen

mehr ist als nur Boden und Barren. (JF)

So vereinen sich in der Produktion Vintage und Moderne gleichermaßen.

„‚OPUS‘ wird zwar nicht in der modernen Zeit spielen, Montag, 30. Dezember, ÖVB-Arena, 14 und 19 Uhrt

deshalb aber nicht unmodern sein“, sagt Regisseurin Heidi Aguilar.

Angesichts aktueller gesellschaftlicher Trends, die sowohl modisch

als auch thematisch sehr viel Retro beinhalten, werde die Show den

Zahn der Zeit treffen und ein buntes Potpourri unterschiedlichster

Phänomene von 1920 bis 1960 beinhalten. „So gehen wir durch die

Straßen von Paris mit ihrem Kopfsteinpflaster und den Gaslaternen

und lassen unsere Turner, Artisten und Akrobaten eine gewisse

Nostalgie verbreiten“, beschreibt Aguilar die Zeitreise, auf welcher

die Besucher in der Show mitgenommen werden. Der Begriff

„OPUS“ soll dabei das Werk vieler Künstler widerspiegeln. Denn

sowohl Turner, Akrobaten und Artisten, als auch Musiker werden

der Show durch ihr harmonisches Zusammenspiel ein besonderes

Gesicht geben.

Für die musikalische Untermalung der Turnkunst sorgt im

Rahmen der Show die Band Red Sox Peppers, die eigens komponierte

Songs von Rick Jurthe, musikalischer Leiter des Feuerwerk

der Turnkunst, präsentieren werden. „Die Band ist immer am Rand

der Bühne, um die Darbietungen musikalisch zu begleiten, aber im Die Band Red Sox Peppers begleitet die Show „OPUS“.

Foto: FR

7


AKTUELLES

Foto: MV

Ganz neuer Auftritt

Der Landessportbund Bremen geht mit neuer Homepage und neuem Logo an den Start

8

Der Landessportbund Bremen hat

seinen Markenauftritt modernisiert.

Seit Anfang November tritt der

Dachverband des organisierten Sports im

Land Bremen mit einem neuem Logo und

einem veränderten Corporate Design auf.

Doch das ist nicht alles. Im Zuge der Neugestaltung

seines Erscheinungsbildes hat

der LSB Bremen in Kooperation mit dem

Landessportbund Nordrhein-Westfalen

auch einen Relaunch der in die Jahre gekommenen

Homepage vorgenommen. Ab

sofort ist der LSB Bremen unter der bekannten

Internetadresse www.lsb-bremen.de

mit einer serviceorientierten und benutzerfreundlichen

Webseite am Start.

Das überarbeitete Corporate Design mit

dem neuem LSB-Logo als zentralem Element

unterstreicht sowohl die Verbundenheit

zwischen den beiden Städten Bremen

und Bremerhaven als auch die Bedeutung

und Stellung der größten Personenvereinigung

im norddeutschen Zwei-Städte-Staat.

Kernelement des neuen Logos ist eine vom

Slogan „Sport vereint!“ flankierte und den

Fluss „Weser“ symbolisierende rote Welle.

Hinzu kommt ein markanter schwarzer

Schriftzug.

Die neue Homepage des Landessportbundes

soll eine verbesserte Seitengestaltung

und Menüführung gewährleisten und

die Webseite auch auf mobilen Endgeräten

nutzbar zu machen. Neben einem modernen

Design sind die Seiten nun deutlich

übersichtlicher und leichter zu handhaben.

Dafür hat der LSB Bremen nicht nur das

Erscheinungsbild, sondern auch die Inhalte

überarbeitet und im Sinne der Sportvereine

neu strukturiert. Die Nutzer kommen jetzt

schnell an Informationen und Hinweise,

zum Beispiel zum Breiten- und Leistungssport

oder zu den Bereichen Bildung und

Integration. Gleichzeitig erhalten die User

aktuelle News rund um den Sport im Land

Bremen und können sich mit Hilfe des neuen

Online-Bildungsportals einen Überblick

über die verschiedenen Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten

sowie Bildungszeiten

verschaffen und direkt für alle angebotenen

Seminare und Veranstaltungen anmelden.

Das LSB-Bildungsportal ist unter

www.lsb-bremen-bildung.de erreichbar.

Groß geschrieben wird auch der Bereich

Beratung. So können interessierte Vereine


AKTUELLES

Fotos: screenshots

über die neue LSB-Homepage unter anderem

wertvolle Tipps zu Vereinsgründungen,

Steuerfragen, Versicherungen oder zum

Thema Datenschutz abrufen. Außerdem

können sich Mitglieder über Fördermöglichkeiten

informieren und Jobangebote

einstellen. Wer tiefergehende Fragen hat,

findet schnell den richtigen Ansprechpartner

und kann sich zwecks Beratung zudem

über ein Online-Kontaktformular auf direktem

Wege mit dem LSB Bremen in Verbindung

setzen.

Darüber hinaus bietet der neue Internetauftritt

des LSB Bremen eine praktische

Vorlesefunktion für alle Texte. Der so genannte

„ReadSpeaker“ macht die Inhalte

der Webseite mit wenigen Klicks zugänglich

für Menschen mit Sehbehinderungen

oder Lese- bzw. Lernschwächen. Auch Senioren

können von der ReadSpeaker-Funktion

profitieren.

Über die so genannten „Servicekacheln“

auf der Startseite gelangt der Nutzer mit

nur einem Klick auf die Seiten der Bremer

Sportjugend und der Sportstiftung Bremen.

Auch die Bereiche Hallenmanagement,

Bestandserhebung und das Bremer Versicherungsbüro

der ARAG sind dank der

Servicekacheln leicht erreichbar. Abgerundet

wird die neue Webseite durch eine

direkte Verlinkung zum VIBBS-Vereinsportal,

einer umfassenden Service- und

Informationsplattform für zentrale Sportund

Vereinsthemen.

Der Landessportbund Bremen wünscht

viel Spaß beim Surfen! (LSB)

www.lsb-bremen-bildung.de: Das neue LSB-Bildungsportal jetzt online!

9


AKTUELLES

„Die Sixdays sind outstanding“

Erik Weispfennig, Sportlicher Leiter des Bremer Sechstagerennens, im Interview

aufgelöst und stattdessen altersunabhängige Profi- und Amateurrennen

ins Programm genommen. Damit hätten auch Sportler

über 22 Jahren, die im Profifeld bis dahin keinen Fuß fassen konnten,

Startmöglichkeiten auf unserer Bahn. Nicht wenige Fahrer

erreichen ihr Leistungsmaximum erst mit Mitte oder sogar Ende

zwanzig. Für sie gibt es bisher auf Grund der Altersbeschränkung

kaum Wettkampfmöglichkeiten bei Sechstagerennen.

Wie ordnen Sie den sportlichen Wert der Sixdays Bremen ein?

Ich finde, die Sixdays sind outstanding. Von außen denkt man vielleicht,

dass alles nur Spaß ist. Aber für die Fahrer ist es knallharter

Sport – vor allem auf unserer anspruchsvollen Bahn.

Foto: A. Mill

Seit 2012 fungiert Erik Weispfennig als sportlicher Leiter der

Sixdays Bremen. Seitdem arbeitet er an dem Ziel, den sportlichen

Aspekt der Veranstaltung deutlich mehr in den Vordergrund

zu stellen. Im Interview spricht der 49-Jährige über das Fahrerfeld,

die Besonderheiten der Bahn sowie die sportliche Bedeutung

der Sixdays.

Wie laufen die Vorbereitungen?

Erik Weispfennig: Alles sehr gut, alles nach Plan.

Welche Spitzenfahrer konnten Sie bisher verpflichten?

Theo Reinhardt, Danny de Ketele, Robert Förstermann, Nils Politt,

Morgan Kneisky und Marc Hester stehen jetzt schon fest. Und es

werden sicherlich noch einige Stars der Szene hinzukommen.

Gibt es Änderungen?

Es gibt ein paar Detailänderungen. Wir haben den U23-Bereich

Velo-Sport

Ihr Radsporthaus GmbH

Was ist an der Bremer Bahn so anspruchsvoll?

Sie ist mit einer Länge von 166 Metern die kürzeste Bahn überhaupt.

Zudem sind gerade die Kurven extrem steil. Selbst erfahrene

Fahrer haben damit Probleme, da sie in der Regel die Bahnen mit

einer Länge von 250 Metern – der olympischen Norm – gewohnt

sind.

Ist es schwierig, Sportler für die Sixdays zu bekommen, oder

rennen die Ihnen die Tür ein?

Von beidem etwas. Wenn es so übergeordnete Veranstaltungen wie

die Bahn-WM im Januar oder die olympischen Spiele im Sommer

gibt, haben dieses Veranstaltungen und die daraufhin stattfindenden

Vorbereitungen für die Fahrer natürlich Vorrang. Auf der anderen

Seite haben die Sixdays auch aufgrund der speziellen Bahn

und der besonderen Atmosphäre einen hohen Stellenwert bei den

Fahrern. Wenn es in ihren Vorbereitungsplan passt, kommen sie in

der Regel gerne.

Gibt es eine Verbindung zum Bremer Radsport?

Ja, eine sehr große sogar. Bernd Rennies ist da sehr engagiert, zum

Beispiel beim Jedermannrennen. Wir haben in diesem Jahr erstmals

die Möglichkeit, dass Schüler und Nachwuchsfahrer aus Bremen

und umzu bei uns auf der Bahn fahren können.

Sie sind seit April 2019 Vizepräsident für Vertragssport beim

Bund Deutscher Radfahrer (BDR). Welche Aufgaben übernehmen

Sie da?

Ich bin beim BDR Kontaktperson für alle Profisportler – egal ob

Bahn, Straße oder Mountainbike. Als Bindeglied zwischen Leistungssportdirektor

und Sportlern bin ich in Nominierungsgespräche

eingebunden, kläre Verfügbarkeiten und unterstütze bei

etwaigen Fragen und Problemen. Darüber hinaus übernehme ich

repräsentative Aufgaben bei Deutschen Meisterschaften oder mache

auch mal Shuttleservice für die Sportler.

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Ihr Spezialist für Renn-,

City- und Trekkingräder

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Dann haben Sie doch sicher auch Kontakt zum Bremer Radprofi

Lennart Kämna. Wäre der nicht einmal etwas für die Sixdays?

(lacht) Der ist leider nicht prädestiniert für unsere Bahn. Natürlich

wäre es schön, wieder einmal einen Local Hero wie früher Andy

Kappes zu haben, aber Lennart konzentriert sich momentan komplett

auf die Straße und will erneut an die „Tour de France“-Leistungen

der Vorsaison anknüpfen. Aber wer weiß, vielleicht schaffen

wir es ja irgendwann einmal, ihn bei den Sixdays präsentieren

zu können. (MÄR)


Foto: A. Mill

Förstermann am Start

56. Sixdays Bremen vom 9. bis 14. Januar

Keiner war je schneller auf der Bremer Bahn als er: Mit einer Zeit

von 8,695 Sekunden knackte Sprintstar Robert Förstemann im vergangenen

Januar den Bahnrekord. Nur einen Abend später stürzte

der 33-Jährige nach einem Defekt am Vorderrad schwer. Bei den

56. Sixdays Bremen von Donnerstag bis Dienstag, 9. bis 14. Januar

2020, kehrt Förstemann auf die Bahn in der ÖVB-Arena zurück.

„Ich habe großen Respekt vor ihm und seiner Entscheidung, sich

der Herausforderung erneut zu stellen. Das zeugt von großem Charakter“,

sagt der Sportliche Leiter Erik Weispfennig. (MV)

Angebot für Vereine

Partynacht mit Sixdays stark vergünstigt

AKTUELLES

Die erste große Bremer Partynacht findet am Freitag, 10. Januar,

in Halle 4 statt – praktisch Tür an Tür mit dem Bremer Sechstagerennen.

Mit dabei sind unter anderem Michael Holm („Tränen lügen

nicht“), Oli P. („Flugzeuge im Bauch“) und Loona („Bailando“),

Markus („Ich will Spaß“), Geier Sturzflug („Bruttosozialprodukt“)

und UKW („Sommersprossen“) sowie Nachwuchsschlagersänger

Vincent Gross („Dieser Beat“), die niederländische Top-40-Gruppe

Hermes House Band und weitere Partykracher. „Die Halle 4 bei

den Sixdays hat großes Potenzial – und das wollen wir nutzen“,

sagt Veranstalter Jan Trautmann von Bremen Events & Concerts.

„Das Konzept ist simpel: Jeder Show-Act präsentiert nur seine

größten Hits. Da ist Partystimmung vorprogrammiert.“ Das Gute

daran: Wer nach dem musikalischen Marathon noch

nicht nach Hause gehen will, kann in den Hallen 2

bis 4 bei den Sixdays weiterfeiern oder einen

Blick in die ÖVB-Arena werfen, wo die Radsportprofis

bis weit nach Mitternacht um den

Tagessieg kämpfen. Der Eintritt zum Sechstagerennen

ist im Konzertticket inbegriffen. (MV)

Für Vereine gibt es ein „Special-Angebot“:

Ab fünf Tickets bekommt man 20 Prozent

(Gutscheincode LSB20), ab 10 Tickets sogar

35 Prozent (LSB35) Ermäßigung auf die

Karten unter www.bec-tickets.com

Foto: M. Sonnenschein

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AKTUELLES

Bis zu 48 Zimmer auf fünf Etagen

Haus der Athleten: Im kommenden Jahr könnten die ersten Nachwuchssportler einziehen

Die Sportstiftung Bremen treibt die

Planung für das so genannte „Haus

der Athleten“ voran. Bereits im

Laufe des kommenden Jahres könnten die

ersten Nachwuchssportler in das vorgesehene

Gebäude an der Bremer Bürgermeister-Smidt-Straße

einziehen (Der Bremer

Sport berichtete). Die Gespräche zwischen

der Sportstiftung und den politisch Verantwortlichen

laufen unterdessen weiter. Denn

noch ist die Finanzierung des Nachwuchsleistungssport-Projektes

nicht abschließend

geklärt. Sportsenatorin Anja Stahmann hat

bislang 50.000 Euro pro Jahr für die pädagogische

Betreuung zugesagt. Diese Summe ist

jedoch bei weitem nicht ausreichend, um das

„Haus der Athleten“ zu finanzieren.

Der Erwerb der Immobilie ist nur die

eine Seite, es muss zudem der tägliche Betrieb

und Ablauf im geplanten Sportinternat

finanziert werden. Und dafür braucht

es qualifiziertes Personal. Andreas Vroom,

der Präsident des Landessportbundes Bremen,

hat eine Beispielrechnung aufgestellt.

„Acht Plätze für Athleten zwischen 14 und

18 Jahren kosten inklusive Miete, pädagogischer

Betreuung und Verpflegung pro

Jahr rund 350.000 Euro“, so Vroom. Weil

ein Teil der Athleten minderjährig wäre,

müsste eine 24-Stunden-Betreuung garantiert

und weitere Voraussetzungen erfüllt

werden. Hinzu kommt, dass in Bremen

derzeit die Rhythmische Sportgymnastik

Das Haus der Athleten an der Bürgermeister-Smidt-Straße.

Foto: C. Kuhaupt

(RSG) als einzige Sportart in einem Bundesstützpunkt

verankert ist. Somit ist es

sehr wahrscheinlich, dass Athletinnen aus

dieser Sportart in das Haus der Athleten

einziehen werden. Die Anforderungen und

Kosten könnten dadurch noch steigen, da

die RSG-Athletinnen häufig noch jünger

als 14 Jahre sind.

Das Haus der Athleten entsteht in den

ehemaligen Büroräumen der Firma Kaefer,

Besitzer ist die Stefespro GmbH. Insgesamt

hat das Haus fünf Etagen, es könnten

Apartments für maximal 48 Sportler entstehen.

Ein großer Vorteil: Die Etagen müssen

nicht gleichzeitig umgebaut werden,

sondern können bedarfsgerecht erweitert

werden. Im Erdgeschoss ist ein Gemeinschaftsraum

über knapp 100 Quadratmeter

geplant, im ersten Obergeschoss sollen

acht Apartments entstehen. Diese sind im

Schnitt 17 Quadratmeter groß, haben alle

ein eigenes Bad, eine kleine Pantry-Küche

und Fernseher. Sollte das Haus nicht komplett

mit Athleten ausgelastet sein, könnten

dort auch Eltern wohnen, die ihre Sportler-Kinder

in Bremen besuchen. (LSB)

Weltmeisterin aus Bremerhaven

Rike Jürgens tanzt sich zum WM-Titel im Hip Hop

12

Bremerhaven hat eine neue Weltmeisterin:

Die 17-jährige Rike Jürgens holte sich bei

der Hip-Hop-WM in der heimischen Bremerhavener

Stadthalle den Sieg im Solo.

Rike Jürgens überzeugte die Jury mit einer

außergewöhnlich starken Performance.

Fünf Tage lang bildete Bremerhaven

Mitte Oktober das Zentrum des Hip

Hop, Break Dance and Electric Boogie.

Knapp 3500 Teilnehmer aus 40 Nationen

aller Altersklassen zeigten ihr Können

einem begeisterten Publikum. Als dann

die 17-jährige Rike Jürgens aus Langen bei

Bremerhaven den Weltmeistertitel erringt,

erreicht die Stimmung in der Halle ihren

Höhepunkt.

„Der Sieg bei der WM in Bremerhaven

war ganz schön cool. Ich freue mich tierisch

über meine Goldmedaille. Der Titel

ist eine große Sache, die mir keiner mehr

nehmen kann“, sagt die frischgebackene

Weltmeisterin über ihren Triumph vor heimischer

Kulisse. Rike Jürgens, die bei den

Erwachsenen antritt, tanzt seit acht Jahren

Hip Hop und trainiert in Bremerhaven bei

der Tanzschule Beer. Zeit für andere Hobbys

bleibt der Elftklässlerin neben Schule

und Tanzsport angesichts ihres Trainingspensums

von zwei bis vier Stunden pro Tag

kaum. Für Jürgens ist das aber kein Problem.

Sie träumt von einer Karriere als Profitänzerin.

(MV)

Foto: A. Hartmann


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AKTUELLES

Auf Expansionskurs in Norddeutschland

DECATHLON: Der französische Sportartikelhersteller eröffnet Filiale in der Waterfront

Das Unternehmen DECATHLON bietet ab Anfang Dezember in der Waterfront ein großes Angebot an sportlichen Produkten.

Foto: Samuel Dhote

Es wird sportlich in der Waterfront Bremen:

Ab dem 5. Dezember ergänzt

DECATHLON das Shoppingangebot

im Einkaufszentrum. Nach der 2018 gefeierten

Eröffnung eines Shops im Center

dodenhof in Posthausen, zeigt das französische

Unternehmen damit mit einer zweiten

Filiale Präsenz in der Region Bremen.

„Sports for all – all for sports“: So lautet

das Motto von DECATHLON, welches das

Vorhaben benennt, Sport gemeinsam erlebbar

zu machen. So bietet DECATHLON

an seinen mehr als 70 Standorten deutschlandweit

ein Produktsortiment, das rund

100 verschiedene Sportarten abdeckt. Fitnessfreaks

kommen dabei ebenso auf ihre

Kosten wie passionierte Läufer, Tennisund

Fußballspieler sowie Extremsportler.

Passion Brands

Zu den beliebtesten Sportarten, die sich

besonders umfangreich im Angebot wiederfinden,

gehören das Fahrradfahren, Reiten,

sowie sämtliche Aktivitäten auf und

unter der Wasseroberfläche. Doch neben

der athletischen Bandbreite sind es vor allem

die sogenannten Pashion Brands, die

DECATHLON auszeichnet. Dahinter verbergen

sich Eigenmarken, die den Kunden

seit 1986 innovative Produkte und Kleidung

zu fairen Preisen bieten. Neben berühmten

Marken, die sich in zahlreichen

Sportläden weltweit wiederfinden, sind

in den DECATHLON-Shops daher auch

Namen wie „B‘TWIN“, „QUECHUA“ oder

„Kalenji“ vertreten: Marken, die sich jeweils

Fahrrädern und Radzubehör („B‘TWIN“),

Produkten zum Wandern, Langlaufen und

Schneeschuhwandern („QUECHUA“) sowie

Artikeln rund um das Ausdauerlaufen

(„Kalenji“) verschrieben haben.

Verkauf auf zwei Etagen

Besuchern tagtäglich das beste Preis-Leistungsverhältnis

anbieten zu können

und mit kompetenten Beratungen gute

Kundenbeziehungen zu pflegen ist auch

ein Vorhaben, das in der neuen DECA-

THLON-Filiale in der Waterfront Bremen

umgesetzt werden soll. Das Team um die

zukünftige Filialleiterin Lena Strupeit, die

aktuell bereits die Verkaufsgeschäfte im

DECATHLON-Shop in Posthausen leitet,

arbeitete in den letzten Wochen auf Hochtouren,

um die Eröffnung erfolgreich zu gestalten.

Ab Freitag, 5. Dezember, werden

Sportbegeisterte dann an sechs Tagen pro

Woche das umfangreiche Sortiment des

Sporthändlers entdecken können, das sich

in der neuen Filiale auf einer Verkaufsfläche

von rund 2000 Quadratmetern über zwei

Etagen erstreckt. Die beliebte Möglichkeit,

alle DECATHLON-Artikel vor Ort selbst

testen zu dürfen, wird sich auch in der neuen

Bremer Filiale wiederfinden.

DECATHLON ist ab Freitag, 5. Dezember, in

der Waterfront Bremen zu finden. Öffnungszeiten:

montags bis samstags, 10 bis 20 Uhr

Foto: Vincent Krieger

13


Foto: B. Rennies

AKTUELLES

Hall Of Fame

Bernd Rennies absolviert den Deutschland Klassiker

Er hat es geschafft: Als erster Bremer wurde Bernd Rennies in

die „Hall of Fame“ des Deutschland Klassikers aufgenommen.

Im für ihn finalen Wettbewerb, dem Marathon in Frankfurt,

schaffte es der 65-Jährige locker ins Ziel. Begleitet wurde er die

42,195 Kilometer von

seinem Sohn Lennart

und Triathletin Sylke

Leopold.

Beim Mainova in

Frankfurt ließen es

Bernd und Lennart

Rennies in rund fünf

Stunden eher gemütlich

angehen. Die tolle

Kulisse dabei habe er

sehr genossen, so Rennies.

„Das Highlight

war der Zieleinlauf

in die Festhalle“, sagt

er. Dort wartete die

Ehrung als Absolvent

des Deutschland Klassikers

auf ihn und 34

weitere Athleten – ein

neuer Rekord.

Um sich Absolvent

des Deutschland Klassikers

nennen zu dürfen,

musste Bernd Rennies in einem Jahr die 50 Kilometer Skilanglauf

des „König Ludwig Laufs“, die 300 Kilometer Radfahren bei der

Mecklenburger Seenrunde, die 3,3 Kilometer beim Düsseldorfer

„Usee Schwimmen“ und die 42,195 Kilometer beim Frankfurt Marathon

finishen. (LSB)

In der Top-Ten der Weltspitze

Kanu-Marathon: Sven und Marcel Paufler auf Platz acht

Die Konstanz ist fast schon unheimlich: Seit vier Jahren sind die

beiden Kanu-Marathon Sportler Sven (22) und Marcel (24) Paufler

in der Altersklasse der Herren startberechtigt, seit vier Jahren

gehen sie gemeinsam im Zweier-Kajak (K2) an den Start. Zum

vierten Mal hintereinander sind sie in diesem Jahr Deutsche Meister

geworden. Zum vierten Mal sind sie damit auch im K2 fester

Bestandteil der deutschen Nationalmannschaft und zum vierten

Mal hintereinander haben sie sich in die Top-Ten der Weltspitze

gefahren.

„Wir haben gezeigt, dass mit uns zu rechnen ist und sind mehr

als zufrieden mit dem Rennen. Ich glaube, so langsam kennt uns

hier auch wirklich jeder“, so Sven Paufler nach dem Wettkampf.

In der chinesischen Küstenstadt Shaoxing gelang es den beiden

Sportlern vom Störtebeker Bremer Paddelsport, sich gegenüber

der drei Monate zuvor ausgetragenen Europameisterschaft in

Frankreich nochmal deutlich zu steigern. Fuhren die beiden im

französischen Decize noch auf einen respektablen zwölften Platz,

wurde es bei den Weltmeisterschaften ein achter Platz und damit

eine absolute Bestätigung der vorangegangenen Trainingsmonate

und der Trainingsplanung. (LSB)

Foto: PCT

14

Trikots für 60 Mannschaften

Aktion: Autohaus Brandt kleidete Sportteams neu ein

650 Gäste kamen zur Trikotübergabe ins Autohaus Brandt nach Kirchweyhe.


Foto: Autohaus Brandt

Ein großartiges Event anlässlich der Trikotaktion fand letzten Monat

im Autohaus Brandt in Kirchweyhe statt. In Zusammenarbeit

mit Volkswagen konnte das Autohaus insgesamt 60 Mannschaften

mit neuen Trikotsätzen ausstatten. „Wir haben uns auf die Fahne

geschrieben, dass wir den Fußball in seiner gesamten Breite unterstützen.

Die Vereine vor Ort sind uns genauso wichtig wie die Nationalmannschaften

des DFB“, sagt Holger Santel, Leiter Vertrieb

und Marketing Deutschland bei Volkswagen. Nicht nur Fußballmannschaften,

sondern auch Hand- und Korbballteams freuten

sich über die neuen Trikots. Alle Mannschaften waren zur feierlichen

Übergabe ins Autohaus Brandt Kirchweyhe eingeladen, wo es

mit rund 650 Gästen richtig voll wurde. Dort wartete nicht nur die

Übergabe auf die Teams, sondern auch die beiden Werderprofis Jiri

Pavlenka und Milos Veljkovic. Eine schöne Gelegenheit, die beiden

Profis hautnah zu erleben und ein Autogramm oder ein gemeinsames

Foto als Erinnerung an das Event mitzunehmen.

„Die Mannschaft hat sich total über den neuen Trikotsatz gefreut“,

sagt Jens Rohbeck, Trainer der 2. D-Jugend des Habenhauser

FV. „Zudem hatten wir das große Glück, auch noch die Teilnahme

am Werder Heimspielcamp im April mit der Werder Fußballschule

zu gewinnen“, so Rohbeck weiter. Anschließend geht es für die

Jugendfußballer dann sogar noch gemeinsam zum Bundesligaspiel

gegen den Vf L Wolfsburg. Rohbeck: „Für uns hat sich Teilnahme an

der Trikotaktion so richtig gelohnt, eine großartige Aktion.“ (MV)


Das Familienfest vor Weihnachten

LOTTO-Masters um den Sparkasse Bremen-Cup in der ÖVB-Arena

AKTUELLES

Fotos: BFV

Am 21. Dezember ist es wieder soweit.

In der Bremer ÖVB-Arena veranstaltet

der Bremer Fußball-Verband

sein traditionelles LOTTO-Masters um den

Sparkasse-Bremen-Cup. Erneut treten die

acht besten Amateurteams der vergangenen

Saison aus Bremen und Bremerhaven an, um

sich die Bremer Hallenkrone zu sichern. Die

Gruppenauslosung nahm Werder-Cheftrainer

Florian Kohfeldt vor.

In der Gruppe 1 treten neben dem Brinkumer

SV mit LOTTO-Pokal-Sieger FC

Oberneuland, dem SFL Bremerhaven und

dem Blumenthaler SV ausschließlich Teams

aus den derzeitigen Top fünf der Bremen-Liga-Tabelle

an. Das Eröffnungsspiel

des Turniers werden damit der Brinkumer

SV und der FC Oberneuland bestreiten. Die

Gruppe 2 wird vom ESC Geestemünde angeführt

und von der SG Aumund-Vegesack,

Meister Bremer SV und Titelverteidiger TuS

Schwachhausen komplettiert.

BFV-Vizepräsident Holger Franz hofft

auf eine volle Halle und ein Nordderby im

Halbfinale. „Die Stimmung in der Halle ist

in jedem Jahr großartig und insofern freuen

wir uns auf ein spannendes, faires und

unterhaltsames Turnier“, so Franz. Christof

Frankowski blickt auch mit großer Vorfreude

auf das Turnier. „Der Pokal steht noch bei

uns im Vereinsheim. Und wenn es nach uns

geht, kann das auch gern so bleiben“, so der

Abteilungsleiter des TuS Schwachhausen.

Auch außerhalb des grünen Parketts

wird wieder ein großes Rahmenprogramm

aufgeboten – mit Hüpfburg, Latten-Shootout,

Bungeerun, Human-Table-Soccer-

Platz, Pass-Challenge, Schnapszahlenschießen,

Bubble Ball und ein e-sport-

Masters-Fifa-Turnier

Die richtige Stimmung auf den Rängen

stellt während des Turniers unter anderem

das Bremen-Vier-Morgenshow-Duo Olaf

Rathje und Roland Kanwicher als Hallensprecher

sicher. Sie bekommen tatkräftige

Unterstützung von Maskottchen Türenheld.

(LSB)

Tickets für das LOTTO-Masters um den

Sparkasse Bremen-Cup gibt es ab sofort zum

Preis von 6 Euro (ermäßigt 3 Euro) beim

WESER-KURIER, den Vorverkaufsstellen von

Nordwest-Ticket, unter www.nordwest-ticket.de

oder unter Telefon 0421 – 36 36 36.

Am Turniertag selbst öffnet in der ÖVB-Arena

um 11 Uhr auch die Tageskasse, an der ebenfalls

Tickets erhältlich sind. Kinder bis einschließlich

6 Jahren erhalten zum kostenlosen Eintritt

eine entsprechende Freikarte an der Tageskasse

der ÖVB-Arena.

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15


AKTUELLES

Tolle Stimmung und strahlende Sieger

Kristina Ziemons und Fabian Fiedler siegen beim swb Marathon / Unklarheiten bei Streckenlängen

Fotos: C. Kuhaupt

Rund 8000 Läuferinnen und Läufer gingen beim 15. Bremen-Marathon

in drei Dsiziplinen – 10 km HIRSCH-Lauf,

AOK-Halbmarathon und swb-Marathon – an den Start. In

der „Königsdisziplin“ Marathon siegten Kristina Ziemons (2 Stunden

50 Minuten) bei den Frauen sowie Fabian Fiedler (2 Stunden

und 28 Minuten) bei den Männern. Während an der Strecke und bei

den Läufern die Stimmung sehr gut war, gab es sowohl im Vorfeld

als auch im Nachhinein Unstimmigkeiten über die Streckenlängen.

Tatsächlich ist bis heute nicht geklärt, ob die Strecken tatsächlich

so lang waren wie angedacht. Was unter anderem dazu

geführt hat, dass die Bremer Strecken nicht zertifiziert wurden

und sich somit die Läuferinnen und Läufer auch nicht in offizielle

Bestenlisten des Deutschen Leichtathletik-Verbandes eintragen

konnten. Mittlerweile trennte man sich vom bisherigen Vermesser.

Am 4. Oktober 2020 soll der 16. swb-Marathon auf dem

Marktplatz starten, dann mit gesicherter Streckenlänge.

Eine Stellungnahme von Hauptsponsor swb: „Die gesamte

Organisation des swb-Marathon liegt in den Händen des Veranstalters.

Als Sponsor übt swb keinerlei Kontrollfunktionen zu organisatorischen

Details aus. Nichtsdestotrotz und weil etwa fünf

Prozent der Teilnehmer ihre Leistung beim DLV einreichen, müssen

die fehlenden amtlichen Nachweise und Protokollierungen

zeitnah nachgereicht werden. Wir gehen davon aus, dass das in den

nächsten Wochen, sprich bis Mitte Dezember, passiert und unsere

beliebte Breitensportveranstaltung im nächsten Jahr zum 16. Mal

stattfinden wird.“ (MV)

16

Chinesen triumphieren

German Open: Tischtennis-Weltelite in Bremen

Fan Zhendong, Xu Xin und Sun Yingsha haben bei den German

Open in der Bremer ÖVB-Arena eindrucksvoll bewiesen, warum

China im Welt-Tischtennis weiter unangefochten an der Spitze

steht. Am Ende setzte sich der Weltranglistenzweite Zhendong

im sehenswerten Herren-Endspiel mit 4:1 Sätzen gegen seinen

Landsmann Xin durch.

Bei den Frauen siegte die an Position drei gesetzte Sun Yingsha

im Spiel um Gold mit 4:1 Sätzen gegen die Japanerin Mima Ito. Mit

dem Erfolg in Bremen errang die erst 18-jährige Chinesin bereits

den dritten World-Tour-Titel in diesem Jahr. Schon bei den Australian

und Japan Open hatte Yingsha die Nase vorn gehabt. Aus dem

deutschen Kader präsentierten sich Shan Xiaona, Patrick Franziska

und Superstar Timo Boll in Bremen am erfolgreichsten. Alle drei

schafften es bis ins Viertelfinale. Nicht nur aus sportlicher, sondern

auch aus Veranstaltersicht waren die German Open in Bremen ein

voller Erfolg. Über 15. 000 Zuschauer haben die ÖVB-Arena an den

sechs Wettkampftagen besucht – so viele wie nie zuvor. (LSB)

Foto: F. T. Koch


AKTUELLES

Vorbildliche Talentförderung

Bremen 1860 erhält in Hamburg die Auszeichnung „Das Grüne Band“

Der Hamburger SV spielte ausnahmsweise

keine Rolle im Volkspark-Stadion.

Es ging um die ganze Bandbreite

des Sports und insbesondere um die

Förderung des Nachwuchses. Weil ihnen

genau diese in den vergangenen Jahren besonders

erfolgreich gelungen ist, wurden

zehn norddeutsche Klubs Ende November

mit dem Grünen Band ausgezeichnet. Darunter

mit Bremen 1860 auch ein Sportverein

aus dem Land Bremen.

Bremen 1860 wurde von der Jury zum

wiederholten Male für die vorbildliche

Talentförderung im Bereich Rhythmische

Sportgymnastik ausgezeichnet (mehr auf

Seite 32). „Wir freuen uns sehr, dass wir

das Grüne Band bekommen“, sagt Trainerin

Gisela Drygala. Das Preisgeld sei zwar

noch nicht fest eingeplant. Es müssten aber

Geräte angeschafft und neue Anzüge für die

Turnerinnen gekauft werden. „Wir können

das Preisgeld also sehr gut gebrauchen“, so

Drygala. Zur Preisverleihung im Hambur-

ger Volksparkstadion reiste der Verein mit

fünf jungen Sportgymnastinnen an, die vor

Ort mit einer Kür zum Musical Cats zeigen

durften, was sie können.

„Das Grüne Band für vorbildliche Talentförderung

im Verein“ wird seit 33 Jahren

verliehen, um die hervorragende Nachwuchsarbeit

in den Vereinen zu würdigen.

Es ist die wichtigste Auszeichnung im deutschen

Nachwuchsleistungssport, vergeben

von der Commerzbank und dem Deutschen

Olympischen Sportbund (DOSB). Alljährlich

prämiert eine renommierte Jury die

50 besten Bewerbungen, die in feierlichem

Rahmen mit einem Pokal und einer Förderprämie

in Höhe von jeweils 5 000 Euro honoriert

werden.

Foto: M. Goetzke

„Erfolgreiche LeistungssportlerInnen

haben ihre Wurzeln in den Vereinen, da, wo

Talente erkannt und gefördert werden. Das

Grüne Band für vorbildliche Talentförderung

im Verein ist ein wichtiger Baustein

im Nachwuchsleistungssport und damit

für den langfristigen Aufbau von talentierten

AthletInnen in Deutschland. Ohne das

Grüne Band würden uns die Vorbilder von

morgen im Sport fehlen“, sagt Veronika Rücker,

Vorstandsvorsitzende des DOSB.

56. SIXDAYS

9.–14.1.

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Erleben Sie Radrennspaß

aus nächster Nähe – bei den

56. Sixdays.

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17


TITEL

Foto: Imago

Weltmeister im Weitsprung

Der Bremer Para-Leichtathlet Léon Schäfer zum Junior-Sportler des Jahres gewählt

18

Als Léon Schäfer 13 Jahre alt war, wurde ihm eine große

Karriere als Fußballprofi vorausgesagt. Doch es kam

anders. Schäfer bekam Knochenkrebs und sein rechter

Unterschenkel samt Knie mussten amputiert werden.

Seither hat sich eine Menge getan im Leben des

in Bremen-Gröpelingen aufgewachsenen Sportlers. Mittlerweile

gehört Léon Schäfer zu den erfolgreichsten Para-Leichtathleten

Deutschlands, ist erst vor wenigen

Wochen Weltmeister seiner Klasse

im Weitsprung und Vizeweltmeister

über 100 Meter geworden.

Es war ein beeindruckender

erster Sprung, den Léon Schäfer

bei der Para-WM in Dubai zeigte:

6,90 Meter im ersten Versuch

sollten später die Siegesweite und

WM-Rekord bedeuten. „Es war

ein geiler Wettkampf. Mit den sieben

Metern hat es leider nicht geklappt,

aber ich weiß, ich kann die

springen, und dafür haue ich die im

nächsten Jahr raus“, sagte der Weltrekordhalter

mit Blick auf die Paralympics,

die 2020 in Tokio stattfinden.

Die Paralympics sind Schäfers nächstes großes Ziel. Für Tokio

hat sich der frisch gebackene „Junior Sportler des Jahres 2019“ der

Deutschen Sporthilfe Medaillen in seinen beiden Disziplinen als

Ziel gesetzt.

Bereits mit 15 Jahren machte Léon Schäfer mit internationalen

Erfolgen auf sich aufmerksam, wurde Junioren-Weltmeister im

Hochsprung und wiederholte diesen Erfolg weitere vier Male. 2015

feierte der damals 18-Jährige seine

WM-Premiere bei den „Großen“ in

Katar. Dort wurde Léon Schäfer auf

Anhieb Vierter im Weitsprung, es

folgte ein dritter Platz bei der WM

in London 2017, ebenfalls im Weitsprung,

und sogar die Goldmedaille

mit der 4 x 100-Meter-Staffel.

Dass er einmal einer der erfolgreichsten

Para-Leichtathleten

Deutschlands werden würde, ahnte

der frühere Fußballer anfangs

aber nicht. 2010 erhielt er die niederschmetternde

Diagnose: Knochenkrebs

im rechten Bein. „Am

Anfang dachte ich, dass ich nachträglich

durch einen Zusammen-

Foto: A. Bowinkelmann / LSB NRW


TITEL

stoß beim Eislaufen eine Beule auf dem Schienbein habe, die ab

und an schmerzt. Mit zwölf Jahren denkt man ja nicht an Krebs“,

erzählt Léon Schäfer. Doch da der bösartige Knochentumor bereits

weit vorangeschritten war, musste ihm das Bein amputiert werden.

Noch im Krankenhaus gab man ihm einen Flyer seines jetzigen

Vereins, dem TSV Bayer Leverkusen. Dadurch wurde er erstmals

auf den Para-Sport aufmerksam.

Auf der Krebsstation im Bremer Krankenhaus hatten alle Kinder

einen Wunsch frei: „Nachdem ich den Flyer bekam, habe ich

mir gewünscht, einen Para-Leichtathleten zu treffen.“ Der Wunsch

ging in Erfüllung. Schäfer verbrachte in Leverkusen ein Wochenende

mit Paralympics-Sieger und Weitsprung-Weltrekordler Markus

Rehm. „Das Treffen war so cool, dass ich mich sofort entschlossen

habe, Para-Leichtathletik zu machen“, sagt Léon Schäfer.

Mittlerweile ist er selbst erfolgreicher Profisportler, trainiert

achtmal die Woche und will bei den Paralympics in Tokio an seine

WM-Erfolge anknüpfen. Viel Zeit für Freizeit, Familie und Freunde

bleibt Schäfer angesichts seines Studiums und des umfangreichen

Trainingspensums nicht. „Anfangs habe ich mich noch dagegen

gesträubt, dem Sport so viel Zeit zu geben, aber mittlerweile sehe

ich einfach, dass das notwendig ist, um meine Ziele zu erreichen“,

berichtet der ehrgeizige 22-Jährige.

Das aus sportlicher Sicht bittere Jahr 2018 mit Kreuzbandriss

und dem Verpassen der Heim-EM in Berlin hat Schäfer nicht zuletzt

dank der jüngsten WM-Erfolge längst abgehakt. Um sich

weiter zu verbessern, startet er immer öfter auch bei inklusiven

Wettkämpfen. „Mir gefällt es sehr, gegen olympische Athleten anzutreten,

die können einen nochmal besser ziehen“, berichtet der

ehrgeizige Bremer. (LSB / DBS)

Foto: F. T. Koch

19


AKTUELLES

Fotos: F. T. Koch

Erster WK-Sportgipfel

Der WESER-KURIER hatte zum ersten Sportgipfel ins Steigenberger Hotel eingeladen und zahlreiche Gäste aus den

Bereichen Sport, Politik und Wirtschaft waren der Einladung gefolgt. Es wurde gespeist, getrunken und natürlich

viel über den Sport im Lande Bremen gesprochen und gefachsimpelt. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion sagte

Werder-Boss Klaus Filbry: „Was uns vorschwebt, ist ein Sportcampus.“ Ein Campus für einen Verein, der auch andere

Sportarten unterstütze und im Leistungs- und Breitensportbereich mehr als 18 000 Mitglieder habe. Unterdessen forderte

LSB-Präsident Andreas Vroom angesichts vieler maroder Sportstätten eine größere finanzielle Unterstützung

seitens der Stadt ein und sagte: „Der Leistungssport in Bremen ist unterfinanziert, hier ist noch einiges zu tun.“

20


TITEL

Und nu Butter

bei die Fische!

Ihr Helden!

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AKTUELLES / FRAUEN IM SPORT

Gleichstellung im Sport

Frauen-Vollversammlung des Landessportbundes Bremen

Schwerpunkt der diesjährigen Frauen-Vollversammlung

des Landessportbundes

Bremen (LSB) war die

Diskussion zur Konzeption „Gleichstellung

im Sport“ und der „Gleichstellungsordnung“

des LSB. Eingeladen hatte der Ausschuss

„Frauen und Gleichstellung“ des LSB unter

Leitung der Vorsitzenden Elke Regensdorff-Gloistein.

Sie begrüßte besonders die

LSB-Vize-Präsidentinnen Helke Behrendt

und Monika Wöhler sowie das Präsidiumsmitglied

für Soziale Arbeit im Sport – Anja

Gilge und die Sprecherin für Sport der SPD-

Bürgerschaftsfraktion, Prof. Dr. Eva Quante-

Brandt.

Helke Behrendt übermittelte Grüße im

Namen des Präsidiums und stellte die Relevanz

und Notwendigkeit einer Konzeption

„Gleichstellung im Sport“ dar. „Frauen

können Führungsaufgaben im Sport,

die anderen müssen kapieren, dass Frauen

es können und wollen und wir müssen

die Bedingungen dafür verbessern, dass

Sie es schaffen“, sagte Prof. Dr. Eva Quante-Brandt

in ihrem Eröffnungsstatement.

Elke Regensdorff-Gloistein führte in

die Thematik ein: Auf der LSB-Mitgliederversammlung

1990 ist der noch immer

gültige Frauenförderplan verabschiedet

worden. „Allein der Begriff ‚Frauenförderplan‘

ist nicht mehr zeitgemäß“, so Regensdorff-Gloistein.

Der Frauenförderplan

wurde vom Ausschuss „Frauen und Gleichstellung“

auch unter Einbezug der anderen

von links: Elke Regensdorff-Gloistein (Vorsitzende des Ausschusses Frauen und Gleichstellung),

Prof. Dr. Eva Quante-Brandt (Sprecherin Sport – SPD), Helke Behrendt (LSB-Vizepräsidentin und

Mitglied des Ausschusses), Inge Voigt-Köhler, Jennifer Neßler (Mitglieder des Ausschusses).

LSB-Ausschüsse sowie im letzten Jahr von

der Frauenvollversammlung fortgeschrieben

und als Konzeption „Gleichstellung

im Sport“ weiterentwickelt. Auf Basis der

Konzeption wurde eine Gleichstellungsordnung

entworfen, die die Themen und

Aufgaben der Konzeption spezifiziert und

vertieft. Die Notwendigkeit der Fortschreibung

gibt es, da die Gleichstellung von

Frauen und Männern in der gesellschaftlichen

Praxis und auch im Sport noch nicht

vollumfänglich umgesetzt wird. Der LSB

möchte mit der Konzeption „Gleichstellung

im Sport“ jeglichen Strömungen entgegentreten,

die Gleichstellung gefährden.

Die Anwesenden diskutierten lebhaft

über die Möglichkeiten, wie in Mentoring-Projekten

eine Unterstützung erzielt

werden, welche Fortbildungen dafür notwendig

sind, und wie man Strukturen und

Rahmenbedingungen für Frauen verbessern

kann. Die Konzeption „Gleichstellung

im Sport“ und die „Gleichstellungsordnung“

sind am 17. September 2019 im LSB-

Präsidium beschlossen worden und sollen

final in der nächsten Mitgliederversammlung

verabschiedet werden. „Der Ausschuss

‚Frauen und Gleichstellung‘ hat diverse

Arbeitsaufträge und Fortbildungswünsche

aufgenommen“, so Regensdorff-Gloistein.

Foto: LSB

Foto: M. Meyer

22

Ausgewogenes Ganzkörpertraining

AquaTraining, Schwimmtraining und Trockengymnastik

Auch 2020 findet in den Bremer Bädern

wieder AquaTraining, Schwimmtraining

und Trockengymnastik statt. Die erste

Staffel beginnt am 2. Januar 2020. Jahreskarten

können bis zu der ersten Woche der

ersten Staffel erworben werden. Staffelkarten

gibt es bis zum einschließlich ersten

Kurstag der jeweiligen Staffel, anschließend

ist eine Teilnahme je nach Verfügbarkeit

nur noch mit Einzeltickets möglich. Beratungs-

und Verkaufsstellen befinden sich in

den Schwimmbädern und im Bremer Bäder-Shop

bei Karstadt Sports.

AquaTraining macht sich die Eigenschaften

des Wassers für ein effektives und

ausgewogenes Ganzkörpertraining zunutze.

So eignet sich AquaTraining nicht nur

als Gesundheitssport im Bereich von Prävention

und Rehabilitation, sondern kann

auch Leistungssportlern aller Disziplinen

als ergänzendes Training dienlich sein. Es

ist eine Möglichkeit, um besonders gelenkschonend

Sport zu treiben und dient zur

Kräftigung, Dehnung und Lockerung der

Muskulatur, Entlastung der Wirbelsäule,

Verbesserung der Beweglichkeit von Muskeln,

Sehnen und Bändern, Aktivierung des

Herz-Kreislauf-Systems, Optimierung der

Körperhaltung und zur Bekämpfung von

Problemzonen. (MV)


FRAUEN IM SPORT

Abteilungsleiterin, Jugendwartin, Trainerin

Nicole Finke ist bei der Bremer Turnvereinigung von 1877 sehr aktiv

Volleyball am Montag als Spielerin und am Mittwoch als Trainerin,

Donnerstag zwei Gymnastik-Kurse, Dienstag öfters

eine Vorstands-Sitzung, Sportveranstaltungen am Wochenende

– als Abteilungsleiterin Ballsport, als Jugendwartin im Vorstand,

als Trainerin für Volleyball und Gymnastik bei der Bremer

Turnvereinigung von 1877 (BTV) – für Nicole ist Sport ein ganz

wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Die BTV, ein Mehrspartenverein

mit gut 30 verschiedenen Sportarten, einige auch inklusiv wie z.B.

Boccia, und unzähligen Angeboten für alle Altersgruppen, bietet ihr

dafür ein perfektes Umfeld.

Die Leidenschaft zum Sport entsteht bei Nicole Finke schon

früh in ihrer Kindheit, als ihr Großvater sie – mit nachhaltigem

Erfolg – auf ein Pferd setzt. In der Grundschule kommt Gymnastik

hinzu mit Reck, Schwebebalken und Bodenturnen. Die Lust

am Voltigieren und Reiten hält bis ins Teenager-Alter, bis sich

der Interessensschwerpunkt verschiebt. Nach dem Austoben bei

Squash und Badminton – Bewegung muss sein – probiert Nicole

Volleyball aus und ist bis heute dabei geblieben. Beim Beachvolleyball

lernt sie auch ihren Mann kennen, die beiden spielen seitdem

schon dreizehn Jahre gemeinsam in einer Mannschaft und unternehmen

viele sportliche Aktivitäten gemeinsam.

Nicole ist eine tatkräftige Frau, die anpackt, wo es notwendig

ist. So kümmert sie sich schon bald um den Hallen-Schlüssel für

ihr Volleyball-Training, kommt dadurch öfters in die Geschäftsstelle

des Vereins und folgt dem Vorschlag der Geschäftsstellenleiterin,

den Trainerschein zu machen. Zur C-Lizenz Breitensport

kommt die B-Lizenz für Präventionssport hinzu. Als eine Kursleiterin

im Verein aufhört und sie um ihre Nachfolge bittet übernimmt

sie zwei Gymnastik-Kurse. Nicole erinnert sich, dass es anfangs

für sie ganz ungewohnt war, vor der Gruppe zu stehen und

Übungen vorzumachen und sie leicht aufgeregt war, aber sie fühlte

sich dann schnell sicherer in ihrer neuen Aufgabe und genießt es

jetzt, anderen Spaß an Bewegung und Sport zu vermitteln und dabei

selbst sportlich aktiv zu sein.

Nach einiger Zeit als Volleyballtrainerin wird die Bitte an sie

herangetragen, die Abteilung Ballsport zu leiten. Getreu ihrem

Motto „einfach machen“ übernimmt sie die Verantwortung, genauso

wie auch in der Position der Jugendwartin im Vereinsvorstand.

Das Kinderturnen, die dafür benötigten Übungsleitungen im Blick,

den gut bestückten Spielplatz des Vereins, der auch von zahlreichen

Kindern in der Pauliner Marsch besucht wird – Nicole freut

sich, dass es in dem bunt gemischten Verein rund läuft und es eine

große Zufriedenheit gibt.

Wenn Nicole locker-entschlossen sagt „einfach machen“, dann

steckt dahinter sehr viel mehr. Selbstbewusstsein ist gepaart mit

ganz viel Engagement und Qualifikation. Sie sagt von sich selbst,

dass sie viel Glück gehabt hat, ein Glückskind ist, keine Widerstände

zu überwinden hatte. Persönlicher Einsatz, Fortbildung,

Kümmern, Aufgaben übernehmen - man könnte es auch „selbstgemachtes

Glück“ nennen. Dazu stimmt auch das Umfeld: In der BTV

prägen zahlreiche Frauen das Vereinsleben mit als Pressewartin,

Projektleiterin oder Abteilungsleiterin

Neben ihrem eigenen Volleyballspiel trainiert Nicole eine

Mannschaft, legt dort Wert auf Techniktraining und hat Aufwärmübungen

eingeführt, die von der – überwiegend männlichen –

Mannschaft begeistert aufgenommen wurden. Nicole freut sich

über die gute Stimmung in ihrem Team. Wie eine große Familie

mit gleicher Wellenlänge und ähnlicher Lebensphilosophie: gerne

Rad fahren, sich für Klimaschutz einsetzen und für respektvollen

Umgang miteinander.

Sie fühlt sich selbst gesund und fit durch ihren Sport und versucht,

dies auch anderen zu vermitteln. Andere Sportler*innen,

gerade oft beim Volleyball, haben „Knie“ oder „Schulter“ – Nicole

achtet in ihrer Trainerinnentätigkeit und bei sich selbst auf gesunde

Bewegungsabläufe. Beruflich hat sie mit psychisch und neurologisch

beeinträchtigten Menschen zu tun. Kenntnisse aus der

Neurologie helfen ihr beim Sport, ein qualifiziertes Training anzubieten.

Umgekehrt nimmt sie Erkenntnisse aus dem Sport mit in

ihre Arbeit, versucht, ihre Lebensfreude auf ihre Patienten zu übertragen

und Schritte zur Verbesserung deren Situation anzuregen.

Nur im Urlaub wird es ruhig um Nicole. Beim Besuch ihrer Eltern

im sonnigen Süden tut sie ausnahmsweise mal absolut nichts.

Dort tankt sie Kraft für die kommenden Aufgaben.

TEXT: INGE VOIGT-KÖHLER

Foto: I. Voigt- Köhler

23


BREMER SPORTGRÖSSEN

„Ich wollte von Anfang an springen“

Springreiten: Welt- und Europameisterin Meredith Michaels-Beerbaum im Interview

24

Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde: Wenn

es ein Sprichwort gibt, dem Meredith Michaels-Beerbaum

zustimmen würde, dann wäre es wohl dieses. Im Sattel von

athletischen Vierbeinern namens Quick Star, Shutterfly und Checkmate

avancierte die Deutsch-Amerikanerin zur international erfolgreichen

Springreiterin und ist bis heute die einzige Frau, die jemals

die Spitze der Weltrangliste anführte. Gemeinsam mit ihrem Mann

Markus Beerbaum lebt die 49-Jährige heute auf einem idyllischen

Reiterhof in Thedinghausen. Der BREMER SPORT stattete der

Sportlerin einen Besuch ab.

Frau Michaels-Beerbaum, wie geht es Ihnen zurzeit?

Mir geht es aktuell sehr gut. Ich bin nach wie vor dem Reitsport verbunden

und nehme auch noch an Turnieren teil. Erst Anfang Oktober

habe ich den Großen Preis von Riesenbeck gewonnen. Auch

meine Tochter hat mittlerweile die Liebe zum Reiten entdeckt, daher

trainiere ich sie und bilde ihre Ponys aus. Wie Sie sehen, bin ich

also immer noch sehr aktiv, wenn auch leider nicht mehr auf dem

Niveau wie früher.

Leider?

Naja, mir fehlt dieser Teil meines Lebens schon. Auf der anderen

Seite genieße ich sehr, dass es aktuell etwas ruhiger zugeht und ich

nicht jedes Wochenende reisen muss. Auch Zeit mit meiner Tochter

verbringen zu können, ist für mich ein Privileg.

Wenn Sie weiterhin an Turnieren teilnehmen, scheinen Sie jedoch

noch nicht mit Ihrer Karriere abgeschlossen zu haben.

Unser Geschäft läuft weiter. Wir beheimaten bei uns auf dem Hof

viele Pferde, die Turniere reiten oder dafür ausgebildet werden

sollen. Dafür kaufen wir junge Tiere, die wir für geeignet und erfolgversprechend

halten. Auch die Ausbildung der Reiterinnen

und Reiter, die beschließen, den Sport nicht nur hobbymäßig am

Wochenende ausüben zu wollen, gehört zu unseren Tätigkeiten. In

den letzten Jahren hat sich bei uns eine Aufgabenteilung ergeben.

Mein Mann hat sich vor allem um die Trainings- und Ausbildungseinheiten

gekümmert, und ich bin weiterhin aktiv geritten. Es war

nämlich schwierig für uns, beide zur gleichen Zeit super Pferde zu

finden.

Wie Sind Sie damals zum Reitsport gekommen?

Ich war schon als Kind ein richtiges Pferdemädchen und habe diese

Tiere einfach geliebt. Reiten gelernt habe ich damals in Kalifornien,

wo ich geboren wurde. Obwohl ich schon frühzeitig Turniere geritten

bin und erfolgreich war, hätte ich nie gedacht, dass ich diesen

Sport eines Tages zu meinem Beruf machen würde. Mein Plan war,

das Ganze durchzuziehen, bis ich Anfang 20 bin, und danach einen

anderen beruflichen Weg einzuschlagen.

Doch es kam ganz anders.

Das stimmt. Ich habe damals eine einjährige Auszeit von meinem

Studium genommen und bin nach Deutschland geflogen, um mich

hier ganz dem Reiten zu widmen. Die Erfahrungen und Begegnungen,

die ich machen durfte, haben mich allerdings so begeistert,

dass letztendlich alles anders lief als angedacht. Aus dem geplanten

„Irgendwann mache ich Schluss mit Pferden“ wurde nichts.


BREMER SPORTGRÖSSEN

Meredith Michaels-Beerbaum auf ihrem Reiterhof in Thedinghausen bei Bremen.

Fotos: Marco Meister

Warum haben Sie sich gerade für die Disziplin Springreiten entschieden?

Ich wollte von Anfang an springen. Nach dem klassischen Schritt,

Trab und Galopp steht man als Reiter irgendwann vor der Entscheidung,

auf welche Disziplin man sich konzentrieren will. Ich

musste da keine Sekunde überlegen.

Wie kann man sich eigentlich so eine typische Vorbereitung auf

ein Turnier vorstellen?

Erst einmal muss das Pferd grundfit sein. Das bedeutet Dauertraining

mit viel Galopp: ein Ausdauertraining fürs Pferd quasi. Wie

sich das weitere Training gestaltet, ist dann abhängig vom Wettbewerb,

also wie der Parcours aufgebaut und die Fläche beschaffen

ist. Feinheiten werden dann in der Regel noch im Trainingslager

optimiert.

Ist ein Erfolg in erster Linie abhängig vom Pferd statt vom Reiter?

Das würde ich so nicht sagen. Die Mischung macht es. Ein super

Pferd ohne einen guten Reiter ist nicht erfolgversprechend, genauso

andersherum. Ein Sportler, der kein besonderes Pferd hat, steht

auf der Bühne und guckt zu. Letztendlich bilden Pferd und Reiter

ein Paar, das zusammenpassen muss.

Apropos zusammenpassen: Wie kann man sich die Beziehung

zwischen einem Turnierpferd und einem Reiter vorstellen?

Es ist ein ganz besonderes Verhältnis. Ein Mensch und ein Tier verbringen

unheimlich viel Zeit zusammen und verstehen einander,

ohne die gleiche Sprache zu sprechen.

Gab es ein Ereignis oder Turnier in Ihrer Karriere, das Ihnen besonders

in Erinnerung geblieben ist?

Der Große Preis von Aachen ist definitiv ein Erlebnis, das ich niemals

vergessen werde. Aachen ist sowieso mein absolutes Lieblingsturnier

und das Nonplusultra für jeden Reiter. Man trifft auf die

stärksten Konkurrenten, den besten Platz und den schwersten Parcours.

Es ist der anspruchsvollste Wettbewerb, den man bestreiten

kann. Ich sage immer, es ist wie das Wimbledon für Reiter (lacht).

Sie waren die erste Frau, die 2004 die Weltrangliste der Springreiter

anführte. Ist der Reitsport aus Ihrer Sicht eine Männerdomäne?

Ehrlich gesagt war es das immer, ja. Als ich damals aufgrund des

Reitsports nach Deutschland gekommen bin, war es hier sogar

noch ausgeprägter als in den USA. Mittlerweile bringt der Sport

immer mehr erfolgreiche weibliche Talente hervor. Man muss natürlich

auch bedenken, dass das Leben als Leistungssportler auch

rastlos ist. Man befindet sich ständig in einem anderen Land oder

einer neuen Stadt. Ein idealer Lebensstil, um eine Familie zu gründen,

ist das nicht.

Verfolgen Sie aktiv, wie sich die Reitsportszene weiterentwickelt?

Ja, auf jeden Fall. Ich verfolge sowohl den Weg anderer Springreiter

und Nachwuchssportler als auch die Entwicklung von Turnierpferden.

Der Reitsport ist ein wichtiger Teil von mir – und das wird sich

wohl auch nie ändern.

DAS INTERVIEW FÜHRTE JENNIFER FAHRENHOLZ

25


AUS DEM LSB

Klausurtagung

Ausschuss Bildung beschließt

neue Konzeption für das

LSB-Zukunftsforum

Foto: LSB

26

In Bad Bederkesa fand die diesjährige Klausurtagung

des Ausschusses „Ausbildung

und Bildung“ und des „Vorstands Bildungswerk“

statt. Inhaltlicher Schwerpunkt war

die Neukonzeption für das Zukunftsforum

des Landessportbundes Bremen. Der Neustart

des Zukunftsforums ist für Februar

2021 anvisiert. Im kommenden Jahr findet

das Zukunftsforum nicht statt.

Zielsetzungen des Zukunftsforums 2.0:

XX

Markenbildung des Sportzukunftsforums

zur 2-Jahres-Highlight-Veranstaltung

des organisierten Sports

XX

Gewinnung neuer Zielgruppen (Jugendliche,

Stakeholder, Vereinsvertreter/innen,

etc.)

XX

Auswahl eines neuen attraktiven Veranstaltungsstandortes

XX

Anreize durch neue didaktische und methodische

Formate, durch aktivierende

Essenspausen (Bsp. Catering-Zonen)

sowie durch interessante Preisgestaltung

(Bsp. Voucher, Freiplätze, etc.)

Folgende neue Impulse haben die Ausschuss-Mitglieder

und Gäste entwickelt:

XX

Das Zukunftsforum wird als Auftaktund

Marketing-Veranstaltung des organisierten

Sports definiert

XX

Ein Expert/innen-Referent/in-Team gibt

einen Impuls

XX

Die Veranstaltung wird von einer professionellen

Moderation begleitet

XX

Die interaktive Diskussion wird durch

neue Medien gestützt und sorgt so für

eine rege Beteiligung der Teilnehmenden.

Es kann, unter Beteiligung der Expert/innen,

an den Tischen zu verschiedenen

Thesen diskutiert werden

XX

Bis zum nächsten Forum in zwei Jahren

finden unterjährig insgesamt sechs

Fach-Workshops mit max. 25 Teilnehmenden

statt – diese richten sich an dem

Hauptthema des Forums aus und vertiefen

sechs verschiedene Entwicklungsziele

des organisierten Sports bzw. den Kompetenzerwerb

der Teilnehmenden. (LSB)

Nachhaltigkeit stärken

Berliner Erklärung der Landessportbünde

In einer gemeinsamen Erklärung haben

sich die Landessportbünde zu einer

Stärkung der Nachhaltigkeit verpflichtet.

Besonders in den Vordergrund rückte dabei

das verstärkte Interesse, nicht nur die

ökologische Dimension der Nachhaltigkeit

zu stärken, sondern ebenso die soziale

und ökonomische Dimension. Dabei geht

es unter anderem um den verantwortungsbewussten

Umgang mit Natur und Umwelt

als Sportraum als auch um Maßnahmen der

Abfallvermeidung und faire Produktionsund

Handelsbedingungen.

Die Berliner Erklärung der

Landessportbünde im

Wortlaut:

„Der organisierte Sport als größte zivilgesellschaftliche

Bewegung in Deutschland

verfügt über sehr gute Voraussetzungen

für Nachhaltigkeit in ihrer sozialen, ökologischen

und ökonomischen Dimension.

Aufgrund seiner hohen gesellschaftspolitischen

Bedeutung und enormen wirtschaftlichen

Kraft hat sein Umgang mit Ressourcen

immense und messbare Auswirkungen.

Wir als Landessportbünde bekennen uns

zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten

Nationen. Für uns im Sport bedeutet

das unter anderem: Grundlagen des Sports

sind eine intakte Umwelt, vielfältige Naturräume

sowie eine bedarfsorientierte und

funktionsfähige Sportinfrastruktur. Umwelt-

und Naturschutz spielen deshalb für

Sportverbände und -vereine eine besondere

Rolle. Der organisierte Sport nimmt

Rücksicht auf Natur und Umwelt, denkt

Auswirkungen mit und vermeidet, wo immer

möglich, die Verwendung umweltgefährdender

Substanzen und Verhaltensweisen.

Zu einem nachhaltigen Sportbetrieb

gehört auch eine verantwortungsbewusste

Mobilität.

Wir setzen uns dafür ein, bei Sanierung

und Neubau von vereinseigenen und

öffentlichen Sportstätten Umweltschutz

und umfassende Nachhaltigkeit als verbindliche

Standards festzulegen. Öffentliche

Sportinfrastrukturmaßnahmen und

finanzielle Förderprogramme sind danach

auszurichten. Mit eigenen Maßnahmen wie

der energetischen Sanierung von vereinseigenen

Sportstätten kann der Sport einen

Beitrag sowohl zur ökologischen als auch

ökonomischen Nachhaltigkeit leisten.

Abfallvermeidung ist auch ein Ziel für

den Sport. Wo es möglich ist, sollte erst gar

kein Müll entstehen. Bei Veranstaltungen

des Sports werden wir uns engagiert für

Abfallvermeidung einsetzen und naturnahe

Sporträume – wie alle anderen Sportstätten

auch – so hinterlassen, wie sie aufgefunden

wurden.

Soziale Nachhaltigkeit kommt für den

organisierten Sport vor allem dann zum

Tragen, wenn es um Bildung, gesundes Leben,

Integration, Inklusion und Geschlechtergerechtigkeit

geht. Das schließt eine

faire Bezahlung ein. Es bedeutet auch, die

Herkunft von Sportartikeln in den Blick zu

nehmen. Hier eröffnen sich Chancen für

die Stärkung fairer Produktions- und Handelsbedingungen

und eine nachhaltige Beschaffung.

Austausch und Vernetzung mit Partnern

außerhalb des organisierten Sports

können die eigenen Anstrengungen zur

Nachhaltigkeit befördern. Potenzielle Partner

sind dabei öffentliche Verwaltungen,

gesellschaftliche Organisationen, aber

auch kommerzielle Anbieter. Gemeinschaftliche

Anstrengungen vergrößern die

Effekte nachhaltigen Handelns.

Wir begrüßen die Nachhaltigkeitsstrategie

und das damit verbundene Maßnahmenpaket

des Deutschen Olympischen

Sportbunds und entwickeln in eigener Verantwortung

Handlungsleitfäden zur umfassenden

Nachhaltigkeit im Sport.“ (LSB)

Foto: LSB Berlin


Jubiläumstour auf der Weser

30 Jahre „Integration durch Sport“ in Bremen und Bremerhaven

Mit einer Jubiläums-Bootsfahrt

für die beteiligten Bremer und

Bremerhavener Sportvereine sowie

wegbegleitenden Organisationen hat

der Landessportbund Bremen (LSB) das

30-jährige Bestehen des DOSB-Bundesprogramms

„Integration durch Sport“ (IdS) auf

der Weser gefeiert.

An Bord herrschte reger Betrieb. Neben

den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

der LSB-Integrationsabteilung waren auch

zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter

der Stützpunktvereine, Übungsleiter und

Sportlotsen der Einladung gefolgt. Nach

dem Ablegemanöver an der Schlachte erzählten

LSB-Präsident Andreas Vroom und

BAMF-Regionalkoordinator Heiner Peimann

(Regionalkoordinator des Bundesamtes

für Migration und Flüchtlinge) von

ihren Erlebnissen im Zusammenhang mit

dem Themenfeld Integration und Sport.

Mit den persönlichen Erfahrungen und

Berührungspunkten der Gäste setzte sich

Moderator Claudius Jöcke vom Kulturladen

Huchting auseinander, während das Schiff

nach einer Wende am Weserstadion Kurs

Richtung Bremen-Nord nahm.

„Wen haben wir denn alles an Bord?

Jeder, der schon einmal bei einem Sportmobileinsatz

war, trete bitte vor“, schallte

es über das Sonnendeck. „Wer hat denn ein

Seepferdchen? Ein Sportabzeichen? Wer

sitzt im Ausschuss ‚soziale Arbeit‘ des LSB?“


AUS DEM LSB

Am Ende ordneten sich die Jubiläums-Gäste

nach dem Startjahr ihres Engagements

im Programm „Integration durch Sport“ von

Bug nach Heck und stellten sich einer programmgeschichtlichen

Fragerunde.

Nach einer wärmenden Wohlfühlpause

mit Aussicht auf die Schlachte und Buffet

starteten lebhafte Gespräche. Dazu war jeder

Tisch im Innenbereich des Schiffes mit

einer Frage zum „IdS“-Programm versehen.

„Was wünscht du ‚Integration durch

Sport‘ zum Geburtstag?“, war etwa auf

einem der Tische zu lesen. Neben Antworten

wie „guten Rückhalt, weniger Bürokratie

und viele Engagierte an Bord“ nutzten einige

Gäste die Chance, um einfach nur Danke

zu sagen. Die Danksagungen richteten sich

vor allem an die LSB-Integrationskoordinatorin

Kirsten Wolf, die das Programm auf

Landesebene schon seit den Anfangstagen

betreut. Es war jedoch vor allem ein Dankeschön-Abend

an die vielen Ehrenamtlichen

– das hob auch Sportlotse Werner

Müller hervor, der spontan eine Laudatio

hielt: „Ohne euch wäre der Sport wahrlich

nicht so bunt. Sport ist der beste Weg, um

Begegnung, Verständigung und friedliches

Miteinander zu schaffen. Durch euch wird

das möglich“, sagte Müller.

Nach über drei Stunden Jubiläumsfahrt

legte das Boot wieder am Martinianleger

an. Als Erinnerungsgeschenk warteten eigens

handbemalte Bremer Steine auf jeden

Gast – wobei der „IdS“-Abend allen Beteiligten

sicher auch so in guter Erinnerung

bleiben wird. (LSB)

Fotos: LSB / S. Peter

Prävention

NADA zum Thema Doping beim LSB

Um die Gefahren und Auswirkungen

von Doping ging es bei der diesjährigen

Anti-Doping-Veranstaltung des Landessportbundes

(LSB) Bremen und der Nationalen

Anti Doping Agentur Deutschland

(NADA) im Kellogg-Haus in der Bremer

Überseestadt. Rund 70 Kinder und Jugendliche

aus den Sportarten Handball, Rhythmische

Sportgymnastik, Rudern und Hockey

wurden bei der Schulung, die durch

altersgerechte Workshops ergänzt wurde,

umfassend über das Thema aufgeklärt.

Geleitet wurde die Präventionsveranstaltung

von drei Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern der NADA-Präventionsstelle

„Gemeinsam gegen Doping“. Vorrangiges

Ziel der Anti-Doping-Schulung ist es, den

teilnehmenden Nachwuchssportlerinnen

und Sportlern sowie deren Umfeld konkrete

Hilfestellungen im Kampf gegen Doping,

Drogen und Medikamentenmissbrauch im

Sport zu geben. Gerade junge Talente sollen

mit Hilfe der Schulungen nachhaltig für

eine saubere Leistung sensibilisiert werden.

Die NADA-Referentinnen informierten

unter anderem über die Definition von

Doping, den Umgang mit Nahrungsergänzungsmitteln

und Verbotslisten, das Verhalten

im Krankheitsfall und die Folgen

des Dopings. Als zentrale Botschaft wurde

den Kindern und Jugendlichen mit auf den

Weg gegeben, dass jede/r Einzelne letztlich

selbst dafür verantwortlich ist, was sie/

er (ein)nimmt. Umso wichtiger sei es, im

Zweifel genau zu wissen, wie man sich im

Umgang mit dem Thema Doping verhalten

muss, und welche Informationskanäle zur

Verfügung stehen. Dazu gehören unter anderem

die Online-Angebote der NADA und

die auf die Bedürfnisse von Leistungssportler/innen

abgestimmte NADA-App.

Nach gut drei Stunden intensiver Auseinandersetzung

mit dem Thema Doping

zeigte sich LSB-Leistungssportreferent Daniel

Fangmann ebenso wie die NADA-Referentinnen

zufrieden. „Das Feedback der

Kinder und Jugendlichen war positiv. Alle

haben mitgezogen und ich glaube, dass

jeder etwas für sich mitnehmen konnte.“

Beeindruckt seien die Nachwuchssportler/innen

insbesondere von einem Porträt

über den ehemaligen Radprofi Tyler Hamilton

gewesen, das am Ende der Veranstaltung

gezeigt wurde. Der geständige Doping-Sünder

beleuchtet in dem Video unter

anderem die sozialen Folgen von Doping.

Heute arbeitet Hamilton für die Welt-Antidopingagentur

WADA im Bereich Prävention

und Aufklärung. (LSB)

27


BREMER SPORTJUGEND

Auftakt

Bremer Sportjugend feiert

Staffelübergabe im

Freiwilligendienst

Die Bremer Sportjugend hat beim BTV

1877 Bremen die feierliche Auftaktveranstaltung

im Freiwilligendienst

gefeiert. Ein buntes Rahmenprogramm lockte

80 Personen in die Räumlichkeiten des

„Galaxy“, der Gaststätte am Henschenbusch.

Hauptakteure waren die insgesamt 96 Freiwilligen

der Jahrgänge 18/19 und 19/20. Der

Vorsitzende der Bremer Sportjugend, Bernd

Giesecke, begrüßte die Gäste und übergab an

die Freiwilligendienstsprecherinnen Winona

Schöllhammer und Janika Lück, die von

ihrem Freiwilligendienst berichteten und

einen Kurz-Film mit Eindrücken des letzten

Jahres zeigten.

Der Freiwillige Timo Frankenfeld vom

Bremer Sport Club hat den Film für seine

Staffel produziert und bekam zum Dank

einen Hoodie von Neele Tödter und Beke

Herbst (Fachkräfte des Projektes Freiwilligendienst

im Sport) überreicht. Auch die

Sprecherinnen der Staffel 2018/19 erhielten

einen Dank für ihr Engagement.

Mit einem „Icebreaker“ wurde der

unterhaltsame Teil des Abends eröffnet.

Es folgte das traditionelle Table-Quiz, wo

die Gäste bestehend aus dem Vorstand der

Bremer Sportjugend, Lothar Fäsenfeld von

der Sparkasse Bremen, EinsatzstellenbetreuerInnen,

Ehrenamtliche HelferInnen,

ReferentInnen im Freiwilligendienst und

die Freiwilligen gemeinsam ihr Wissen testeten.

Der ERC Bremerhaven und der Reitclub

Bremerhaven, vertreten von Julia

Heidtmann, wurden als neue Einsatzstellen

im Freiwilligendienst begrüßt. Den

neuen BetreuerInnen von Werder Bremen,

Bremen 1860, Reitclub Bremerhaven, Landesschwimmverband,

ERB Bremen e.V.,

SC Borgfeld und ERC Bremerhaven wurde

für ihr Engagement in den Einsatzstellen ein

Präsent als Anerkennung und Dankeschön

für die ehrenamtliche Arbeit überreicht.

Besonders hervorzuheben sind Torven

Schröder und Lynn Heidtmann (beide sind

ehemalige Freiwillige), die als Moderatoren-Duo

schwungvoll durch den Abend

führten. Prämiert wurden die drei besten

Projektberichte von Niklas Kuschel, Waleria

Hilfer, Selina Stütz und Pia Reindl. Eine

großzügige Spende der Sparkasse Bremen

ermöglichte es, die Gäste im Anschluss an

den offiziellen Teil der Veranstaltung zu

einem Grillbuffet einzuladen. (BSJ)

Foto: LSB / S. Peter

28

Masernschutzgesetz

Sportvereine sind von Impfnachweispflicht

nicht betroffen

Der Bundestag hat die Einführung einer

Masern-Impfpflicht beschlossen. Die

Deutsche Sportjugend stellt klar, dass

Sportvereine sowie deren Ferien- und Trainingslager

ausdrücklich nicht von einer

Impfnachweispflicht betroffen sind. Das

Masernschutzgesetz ist lang diskutiert

worden und nun vom Bundestag beschlossen

worden. Im Bundesrat wird das Vorhaben

voraussichtlich am 20. Dezember 2019

behandelt. Es tritt dann zum 1. März 2020

in Kraft.

Die Deutsche Sportjugend teilt das Ziel

des Gesetzes, die Durchimpfungsrate zu

steigern. Gemeinsam mit vielen Jugendverbänden

und Wohlfahrtsverbänden hatte die

DSJ aber frühzeitig im Gesetzesverfahren

gegenüber Parlamentariern und Bundesgesundheitsministerium

dringende Bedenken

insofern formuliert, als dass Sportvereine

und Einrichtungen der Kinder- und

Jugendarbeit durch den damit einhergehenden

bürokratischen Mehraufwand

überfordert werden. Zunächst existierten

nämlich unklare Formulierungen, die die

Betroffenheit von Vereinen offenließen. Ehrenamtlich

getragene Vereine dürfen nicht

mit ungeklärten Fragen möglicher Meldeauflagen

zum Impfstatus von Kindern und

Jugendlichen in den Vereinsgruppen oder

verpflichtender Kommunikation mit Gesundheitsbehörden

belastet werden.

Die anschließend angepasste und nun

beschlossene Version des Gesetzestextes

sieht vor, dass Sportvereine nicht als sogenannte

Gemeinschaftseinrichtungen, die

Impfschutz überprüfen müssen, gelten und

somit nicht in den Regelungsbereich des

Gesetzes fallen. Außerdem sind Ferienlager,

die auch als Gemeinschaftseinrichtungen

genannt sind, von der Nachweispflicht

von Impfschutz oder Immunität gegen

Masern ausgenommen. Somit sind auch

Ferienlager bzw. Trainingslager von Sportvereinen

nicht betroffen.

Sehr wohl müssen aber Kinder bzw.

Personen in Kindertageseinrichtungen,

Kinderhorten, Schulen, sonstige Ausbildungseinrichtungen,

in erlaubnispflichtiger

Kindertagespflege von nun an ausreichenden

Impfschutz gegen Masern oder

eine Immunität gegen Masern aufweisen.

Darunter fallen auch Kitas in Trägerschaft

von Sportvereinen-/verbänden. Die genauen

Verfahren der Abfrage und Meldung

werden das Bundesgesundheitsministerium

und die lokalen Behörden in Kürze

kommunizieren. (DSJ)

Foto: Pixabay


Modernes Werkzeug zur Mitgliedergewinnung

Startschuss für das BSJ-Projekt „eFootball im Jugendsport“ / Pädagogische Betreuung

Der Bremer Fußball-Verband (BFV)

und die Bremer Sportjugend (BSJ)

haben mit Unterstützung der AOK

Bremen/Bremerhaven das Projekt „eFootball

im Jugendsport“ gestartet. Im Rahmen

der Kick Off-Veranstaltung bekamen insgesamt

neun Vereine eine technische Grundausstattung

überreicht.

Mit dem Pilotprojekt geben der BFV und

die BSJ den teilnehmenden Clubs durch die

Integration von eFootball als Regelangebot

im Verein die Möglichkeit, das Vereinsleben

auf eine moderne Art und Weise aufzuwerten.

„Wir geben den Vereinen ein modernes

Werkzeug an die Hand, mit dem Mitglieder

gewonnen oder gehalten werden können“,

erläuterte der Projektverantwortliche Sönke

Löhmann aus dem Verbandsjugendausschuss

des BFV.

Entstanden und mitentwickelt worden

ist die Idee zu diesem Projekt bei den Jugendlichen

selbst. Der Jugendausschuss des

BFV gibt den aktiven Jugendlichen in Form

der sogenannten Führungsspielertreffs

eine Stimme im Verband und damit ein

Mitspracherecht hingehend ihrer Wünsche

und Bedürfnisse. Ein wesentliches Ergebnis

war, dass die Jugendlichen sich einen offenen

Raum für die Zeit zwischen Schule und

Training wünschen.

„Mit dem Thema eFootball widmen wir

uns der Lebensrealität der jungen Menschen

in unseren Vereinen. Natürlich sind

wir uns der damit einhergehenden Verantwortung

bewusst und werden dieser durch

eine tiefgründige und professionelle Begleitung

des Projektes auch gerecht“, sagte

BFV-Präsident Björn Fecker.

Auch Jugendsenatorin Anja Stahmann

sieht dem Pilotprojekt positiv entgegen.

„Wenn es uns gelingt, Jugendliche über den

eFootball auf die Sportplätze zu bekommen,

wäre das fantastisch“, so Stahmann.

Mit dem FC Union 60, dem ATS Buntentor,

dem Bremer SV, dem Habenhauser FV,

dem TV Eiche Horn, der SG Marßel, dem

SC Lehe-Spaden, dem JFV Weyhe-Stuhr

und dem ATSV Habenhausen haben sich

neun Vereine für dieses Pilotprojekt angemeldet.

Ihnen wurde im Rahmen der Kick-

Off-Veranstaltung eine Grundausstattung

an technischen Geräten, bestehend aus

zwei Flachbildschirmen, einer PlayStation,

vier Controllern und dem Spiel Fifa 20, zur

Verfügung gestellt. Zeitgleich wurde das offizielle

eFootball-Logo des BFV präsentiert.

Das Projekt wird durch die Bremer

Sportjugend pädagogisch betreut und durch

die Hochschule Bremen evaluiert. Gleichzeitig

werden den teilnehmenden Vereinen

gewisse Vorgaben gegeben, die sie zu erfüllen

haben. Diese können beispielsweise

ein wöchentliches Regelangebot, Quartalstreffen

zum Erfahrungsaustausch, präventive

Schulungsangebote oder Elternabende

sein, die von der Bremischen Landesmedienanstalt

organisiert und finanziert werden.

„eFootball ist für uns kein klassisches

‚Daddeln‘, sondern die Verzahnung von digitaler

und analoger Welt. Für uns ist es dabei

sehr wichtig, die Eltern mitzunehmen“,

erklärte Cornelia Holsten, Direktorin der

Bremischen Landesmedienanstalt.

Für den Gesundheitspartner des Projektes

war vor allem diese Unterstützung

durch externe Einrichtungen ein Grund für

die Beteiligung. „Uns hat die professionelle

Begleitung des Pilotprojektes überzeugt“,

sagte Alexey Dietz von der AOK Bremen/

Bremerhaven. Für den Fall, dass die jungen

Kicker ihre Skills von der Konsole auf

dem echten Platz ausprobieren wollen,

bekamen die Vereine zudem noch zwei

Mini-Tore. (BSJ)

Foto: BFV / O. Baumgart

29


BREMER SPORTJUGEND

30

Kinder- und Jugendarbeit auf der Agenda

Hauptversammlung der Bremer Sportjugend / Bernd Giesecke bleibt Vorsitzender

Die Vorstandswahlen standen im Mittelpunkt

der diesjährigen Hauptversammlung

der Bremer Sportjugend.

Im Rahmen der Veranstaltung ist zudem

der Engagement-Förderpreis 2019 verliehen

worden. Der BSJ-Vorsitzende Bernd Giesecke

wurde bei der Hauptversammlung für

drei weitere Jahre im Amt bestätigt. Giesecke

wurde von den Delegierten ebenso wie

seine Stellvertreterin Christina Lehmann

ohne Gegenstimme wiedergewählt. Zu den

Beisitzerinnen und Beisitzern des BSJ-Vorstandes

gehören künftig neben Elke Eichstaedt,

Jonas Jütten und Saleem Sadiq auch

Saliha Sakinc und Annika Zarrath. Manuela

Kastenbein und Swantje Schnibben traten

hingegen nicht mehr zur Wahl an und wurden

mit Dank für ihr Engagement verabschiedet.

Bernd Giesecke hob aus der Fülle der

Aufgaben der Bremer Sportjugend die gute

Entwicklung bei den Freiwilligendiensten

und das Sozialprojekt „Kids in die Clubs“

hervor, mit dem Kindern aus einkommensschwachen

Familien der Zugang in die

Sportvereine ermöglicht werden soll. Auch

die Präventionsarbeit im Bereich Kinderschutz

bzw. „sexualisierte Gewalt im Sport“

und das in Kooperation mit dem Bremer

Fußballverband initiierte e-Sport-Projekt

„eFootball im Jugendsport“ seien aktuelle

und wichtige Themen auf der Agenda der

Bremer Sportjugend, so Giesecke.

Grußwort von LSB-Präsident

Andreas Vroom

Andreas Vroom, der Präsident des Landessportbundes

(LSB) Bremen, überbrachte

die Grüße des LSB-Präsidiums und stellte

die Bedeutung und das Engagement der

Sportjugend heraus. „Mir persönlich liegt

die Kinder und Jugendarbeit sehr am Herzen.

Wir können stolz darauf sein, dass wir

im Land Bremen immer noch 60.000 Kinder

und Jugendliche in den Sportvereinen

haben“, sagte Vroom.

Stefan Raid vom Vorstand der Deutschen

Sportjugend (DSJ) würdigte die Bremer

Sportjugend in seinem Grußwort als

verlässlichen Partner und bedankte sich im

Namen der DSJ noch einmal für den reibungslosen

Ablauf und die gute Organisation

bei der DSJ-Vollversammlung im vergangenen

Jahr. „Wir haben uns in Bremen

sehr wohl gefühlt“, so Raid.

Engagement-Förderpreis

verliehen

Der in Kooperation mit der Sparkasse Bremen

ins Leben gerufene Engagement-Förderpreis

der Bremer Sportjugend, für den

in diesem Jahr sechs junge Engagierte aus

Bremen und Bremerhaven nominiert worden

waren, ging an Leon Grieme vom ATSV

Habenhausen, Meentje Otte von Bremen

1860 und Mustafa Öztürk (LTS Bremerhaven).

Alle drei Preisträger/innen erhielten

eine Urkunde und jeweils einen Gutschein

für ein Team-Bildungswochenende im

Wert von 700 Euro.

Weitere Tagesordnungspunkte der

BSJ-Hauptversammlung waren die Vorstellung

und Erläuterung der Haushaltsrechnung

2018 sowie die Verabschiedung

des Wirtschaftsplans 2020. Anschließend

wurde der BSJ-Vorstand von den Delegierten

entlastet. (BSJ)

Fotos: LSB / S. Peter


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32

NACHWUCHSSPORTLER


Der Traum von Olympia

Sandy Kruse: Nachwuchstalent in der Rhythmischen Sportgymnastik

NACHWUCHSSPORTLER

Trainiert 26 Stunden in der Woche für ihren Traum von Olympia: Sandy Kruse mit Medaillen und privat.

Fotos: M. Wiatrek

Die Stadtmusikanten, die Weser, der

Freimarkt und natürlich Werder Bremen:

Es gibt viele Dinge, die man mit

der Hansestadt in Verbindung bringt. Doch

neben dem grün-weißen Fußballverein, der

zweifelsfrei das sportliche Aushängeschild

der Stadt ist, genießt auch eine Sportart

deutschlandweite Anerkennung, die nicht

unbedingt jedem geläufig ist: Rhythmische

Sportgymnastik. Eine Turnsportart, die mit

ihren Bewegungsabläufen an Ballett erinnert.

Ziel dabei ist es, mit oder ohne Handgeräte

Übungen zu musikalischer Begleitung

vorzutragen. 1990 vom Bundesministerium

des Innern als Bundesstützpunkt anerkannt,

ist man in Bremen besonders bemüht, junge

Athletinnen zu fördern.

Eine von ihnen ist die 14-jährige Sandy

Kruse. Während sich andere Jugendliche im

gleichen Alter oft noch in der sportlichen

Ausprobierungsphase befinden, hat Sandy

ihren ganzen Ehrgeiz längst der Rhythmischen

Sportgymnastik verschrieben. „Ich

habe damals einen Zeitungsbericht über

diese Sportart gelesen“, erinnert sie sich.

„Es hat mich sehr beeindruckt, wie beweglich

die Mädchen waren und mit welchen

schönen Geräten sie turnen. Da wollte ich

es unbedingt ausprobieren.“ Diese Erkenntnis

ist mittlerweile sechs Jahre her. Seitdem

trainiert Sandy regelmäßig seit sechs Jahren

im Verein Bremen 1860. „Insgesamt 26

Stunden in der Woche, fünf Mal nachmittags

und zwei Mal vormittags“, präzisiert sie

es. Ein Fleiß, der Früchte zu tragen scheint.

So kann die Gymnastin mit ihren 14

Jahren schon einige Erfolge vorweisen.

Allein in diesem Jahr wurde sie zweifache

Deutsche Jugendmeisterin in ihrer Altersklasse

(JLK 14) im Mehrkampf und im Finale

Ball, wurde ins Nachwuchskader 1

des Deutschen Turner Bundes (Bundeskader)

berufen und nahm an verschiedenen

internationalen Turnieren teil. Da Sandy

ihre ganze Energie in den Leistungssport

investiert, bleibt ihr für andere Freizeitaktivitäten

nicht viel Zeit. „Das macht mich

aber nicht unglücklich“, versichert sie. „Ich

erlebe im Sport ja eine Menge.“ Um sich

fokussiert der Rhythmischen Sportgymnastik

widmen zu können, besucht sie mit

der Oberschule Ronzelenstraße eine sehr

sportbetonte Bildungseinrichtung. „Dort

bietet man mir gute Möglichkeiten für

meinen Sport“, erzählt die 14-Jährige. Im

Stundenplan integrierte Trainingseinheiten

seien ebenso selbstverständlich wie

Unterrichtsbefreiungen bei Lehrgängen

oder Wettkämpfen. „Außerdem kriegen wir

nicht so viele Hausaufgaben auf“, verrät sie

eine Tatsache, für die sie bestimmt viele

Schüler beneiden.

Wenn es um das Thema Gewinnen geht,

hat Sandy klare Vorstellungen. „Das ist mir

sehr wichtig“, betont sie. „Es ist ein tolles

Gefühl auf dem Treppchen zu stehen, und zu

merken, dass sich das ganze Training gelohnt

hat.“ Für die Zukunft hat sich die Gymnastin

ein ganz besonderes Ziel gesteckt: „Mein

Traum ist es, an den Olympischen Spielen

teilzunehmen“, verrät sie. Ein Traum, der

durchaus realisierbar scheint, wie Matthias

Wiatrek, Leiter des Bremer Bundesstützpunktes

Rhythmische Sportgymnastik,

bewertet. „Wenn es für Sandy weiterhin so

erfolgreich läuft, wird sie in den nächsten

Jahren ans Nationalmannschaftszentrum

Schminden wechseln können“, so Wiatrek.

„Dort wird sie sich hoffentlich ebenso stark

einbringen, sodass sie sich für die Gruppenauswahl

für die Olympischen Spiele 2024

in Paris qualifiziert.“ Eine Einschätzung, die

zeigt: Von Sandy Kruse wird man sicherlich

noch viel hören. (JF)

33


AUSSERGEWÖHNLICHE SPORTARTEN

En Garde!

Ausprobiert:

Ein Fechttraining

bei Bremen 1860

Fotos: Jule Lotz

Z

ugegeben: Als Kind haben mich Prinzessinnen

mehr fasziniert als furchtlose

Abenteurer oder tollkühne Helden.

Dennoch spähte ich durchaus das ein

oder andere Mal neugierig zum Fernseher,

wenn mein Vater Filme schaute, in denen

die Protagonisten ihre Streitigkeiten elegant

mit gewaltigen Schwertern austrugen. Eine

Sportart, die dieser (wenn auch veralteten)

Form der Konfliktbewältigung nahe kommt,

ist das Fechten. Bei einem Besuch des Vereins

Bremen 1860 hieß es für mich „En Garde!“ –

und ich wagte einen Selbstversuch.

Turnhallen-Nostalgie

Es ist eine echte Reizüberflutung: Als ich

die Sporthalle von Bremen 1860 betrete, bin

ich überfordert. Piepende, monotone Töne

wechseln sich mit Geräuschen von aneinanderstoßendem

Metall ab. Das Jugendtraining

der Fechtabteilung ist in vollem

Gange. Ich setze mich auf die Bank und beobachte

die flinken Bewegungen der Teilnehmer.

„Die sind aber ganz schön schnell“,

denke ich und werde langsam aber sicher

etwas nervös. Erst jetzt nehme ich den vertraut-muffigen

Turnhallengeruch wahr und

fühle mich schlagartig wieder in meine

Schulzeit versetzt. „Okay, das war’s für heute!“,

ruft der Trainer. Während die Jugendlichen

ihre letzten Dehnübungen machen und

nacheinander in der Kabine verschwinden,

betreten neue Hobby-Fechter die Halle. „Du

musst Jenny sein.“ Plötzlich steht der Trainer

vor mir, der sich als Sebastian Theis vorstellt.

Ich nicke. „Na, dann wollen wir dich mal

ans Fechten heranführen“, sagt er grinsend.

Ich versuche den Kloß in meinem Hals herunterzuschlucken.

Jetzt geht es los.

Bewährungsprobe

Aufwärmtraining

Wir starten mit einer Runde Hockey zum

Aufwärmen. „Großartig“, denke ich mir.

Wenn es einen Sport gibt, den ich in Schulsportstunden

nicht mochte, dann war es

dieser, dicht gefolgt von Turnen, Volleyball,

Handball, Schwimmen – okay, lassen

wir das. Etwa zwanzig Minuten hetze

ich über das Spielfeld. Mein Ehrgeiz lässt

mich meine mangelnde Kondition vergessen.

Als Sebastian das Aufwärmtraining

für beendet erklärt, kann ich mir einen

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Fechtmaske, Waffe, Schutzweste und andere Dinge: Sebastian Theis (rechtes Bild) erklärt, was alles zu einer Fechtausstattung dazu gehört.


AUSSERGEWÖHNLICHE SPORTARTEN

Das Duell

Eine von drei Waffengattungen, die im Fechtsport genutzt werden: der Degen.

hysterischen Lacher nicht verkneifen. Ich

bin nicht aufgewärmt sondern jetzt schon

fix und fertig. Wir machen noch ein paar

Dehn- und Lockerungsübungen. Ich blicke

in die Runde. Die etwa zehn Teilnehmer des

Anfängerkurses, in dem ich mich befinde,

bilden eine sehr gemischte Gruppe. Frauen

und Männer sind etwa gleichermaßen vertreten.

Auch die Altersspanne ist groß. Die

jüngste Fechterin ist 27, der älteste Sportler

82 Jahre alt. Im Fechtsport sind beide

Geschlechter recht ausgeglichen vertreten,

erklärt Sebastian mir. In den Wettkämpfen

jedoch, den sogenannten „Duellen“, treten

lediglich Fechter des gleichen Geschlechts

gegeneinander an.

Florett, Degen und Säbel

Nachdem ich mich langsam von den Strapazen

des Aufwärmtrainings erholt habe,

geht es endlich ans Fechten. Sebastian kündigt

an, mir die Grundlagen des Sports vermitteln

zu wollen. Doch einfach loslegen

können wir nicht. „Erst einmal müssen wir

dich richtig ausstatten“, sagt er und führt

mit zu einem großen Schrank. Als er die

Tür öffnet, blicke ich auf eine Vielzahl von

Schwertähnlichen Waffen. Der Trainer legt

mir einige Exemplare in die Hand und erläutert

ihre Eigenschaften. So unterscheidet

man im Fechtsport drei verschiedene

Waffengattungen: Florett, Degen und Säbel.

Während man mit dem Säbel seinen Gegner

auch seitliche Hiebe versetzt, sind Florett

und Degen reine Stichwaffen. Treffer

zählen also nur, wenn Sie stoßend erfolgen.

Während man mit dem Degen den ganzen

Körper des Konkurrenten treffen darf, beschränkt

man sich beim Florettfechten lediglich

auf den Rumpf als Angriffsfläche.

Sebastian entscheidet, dass ich mit einem

Degen fechten werde, und drückt mir noch

einen Brustschutz, einen Handschuh, eine

Fechtmaske sowie eine Fechtmaske in die

Hand. Als ich fertig ausgestattet wieder die

Halle betrete, werfe ich einen kurzen Blick

in den Spiegel. „Hat was von einem Imker“,

denke ich amüsiert.

Die ersten Versuche

Ich stelle mich an einer schwarzen Linie

auf, die die sogenannte Fechtbahn symbolisieren

soll. Dann zeigt Sebastian mir die

Startposition beim Fechten: Während der

Arm mit dem Degen nach vorne gestreckt

ist, beuge ich mein rechtes Bein. Beide

Füße stehen zueinander in einem rechten

Winkel. „Wie ein Tiger, der gleich angreifen

will“, beschreibt es der 31-Jährige. Ich muss

lachen. Wir üben die Vor- und Rückwärtsbewegungen.

Dann soll ich den Ausfall lernen:

Eine Beinaktion, die einen typischen

Angriff des Gegners beinhaltet, um einen

Treffer zu erzielen. Zielen, Arm und Degen

durchstrecken und ein großer Ausfallschritt

nach vorne – die Abfolge klingt erst einmal

simpel. Schnell machen sich bei mir jedoch

die ersten koordinativen Hürden bemerkbar.

Die Abfolge, erst die Armbewegung

auszuführen und dann den Ausfallschritt zu

vollziehen, erscheint meinem Gehirn zuwider.

Eine Hürde, die scheinbar nicht nur ich

zu meistern habe. „Diese Bewegungsabfolge

ist für Anfänger das Schwierigste“, versichert

mir Sebastian. Nach ein paar Versuchen,

gelingt es mir immer besser. Doch

der Trainer hat noch eine weitere Schwachstelle

entdeckt. „Versuche, den Degen weiter

durchzudrücken“, erklärt er „Schau, in

etwa so.“ Ehe ich mich versehe, hat Sebastian

mich mit dem Degen an der Schulter

getroffen. „Aua!“, beschwere ich mich. Trotz

abgerundeter Spitze, die alle Waffengattungen

aufweisen, hat dieser Stoß gesessen.

Während ich meine ersten sportlichen Versuche

tätige, treten die anderen Mitglieder

der Gruppe nacheinander im Freifechten

gegeneinander an. Zum Abschluss meines

Selbstversuches soll auch ich zeigen, was

ich gelernt habe. Sebastian teilt mich einem

anderen Fechter zu. Bevor wir loslegen,

werde ich im wahrsten Sinne des Wortes

verkabelt. Zwischenstand und Ergebnis

eines Duells sind auf einer elektronischen

Trefferanzeige sichtbar. Dafür sind sowohl

in den Klingen als auch in der Kleidung

kleine Litze eingearbeitet, sodass diese

Strom leiten können. Bei jedem Treffer ertönt

ein piepender Laut. Wir entscheiden,

„auf fünf“ zu fechten. Als Gewinner geht

folglich der Fechter hervor, der zuerst fünf

Treffer erzielt hat. Diese Art des Duells ist

sehr geläufig. „Bei Direktausscheidungen

auf großen Wettkämpfen geht es dagegen

meistens um 15 Treffer“, erklärt mir mein

Mentor. Während meines ersten Duells bin

ich konzentriert, erwische mich jedoch dabei,

wie ich mich zur Hektik verleiten lasse.

Mein Gegner dagegen vollzieht seine Bewegungen

zwar schnell und präzise, strahlt

dabei jedoch eine bewundernswerte Ruhe

aus. Nach einigen Minuten ist unser Duell

beendet. Ich habe zwar 5:2 verloren, bin

jedoch stolz, überhaupt zwei Treffer erzielt

zu haben. Da das Training nun für beendet

erklärt wird, wage ich, nach einer kurzen

Einschätzung zu fragen. „Und, habe ich

mich sehr unbeholfen angestellt?“, richte

ich mich an Sebastian. „Es ging eigentlich

total“, antwortet er trocken. Wie ich das

bewerte soll? Ich entscheide mich für ein

Kompliment. (JF)

Das Fazit nach dem Fechttraining: geschafft,

aber dennoch zufrieden.

35


GESUNDHEIT

„Körper und Geist vorbereiten“

Dr. Götz Dimanski spricht im Interview über die Beanspruchungen des Skifahrens

kenntnisse. Jemand, der jahrelang Ski gefahren

ist und dann eine künstliche Hüfte

oder ein neues Kniegelenk bekommt, wird

sicherlich schnell wieder fahren können.

Jemandem mit einer ähnlichen Problematik,

aber ohne Vorerfahrungen würde ich

eher davon abraten.

Welche Körperteile werden beim Skifahren

besonders belastet?

In erster Linie die Knie. Wenn man es nicht

übertreibt, ist Skifahren aber selbst mit

ausgeprägten Arthrosen möglich. Und natürlich

sind die Extremitätengelenke besonders

gefährdet. Beim Langlauf kommen

noch die Schultern hinzu. Insgesamt belastet

das Skifahren den ganzen Körper und es

sollte schon ein guter Gesamtfitnessstand

die Voraussetzung sein.

fähigkeit. Je mehr Alkohol desto geringer

die Leistungsfähig- und Aufmerksamkeit.

Man fühlt sich voll leistungsfähig, ist es

aber nicht. Alkoholisiert würde ich nie auf

die Piste gehen.

Was sind die häufigsten Verletzungen, mit

denen Patienten nach dem Skiurlaub zu

Ihnen kommen?

Die Knie, wobei die Verletzungen oftmals

nicht durch Stürze hervorgerufen wurden,

sondern sich beispielsweise beim Verlassen

des Lifts zugezogen wurden. Der Fuß bleibt

auf dem Brett fixiert, der Ski rutscht weg

und schon kann das Kreuzband durch sein.

Viele Unfälle passieren aber auch durch

sehr rasante Fahrer, die einfach andere umfahren.

Ich kann nur jedem empfehlen, sich

einen Helm aufzusetzen.

36

Ski heil, Bein kaputt. Auf dem weichen

Pulverschnee tut das Stürzen manchmal

weh“, sang 1981 die Rentnerband.

Obwohl im Flachland gelegen, ist der Bremer

Skiclub einer der größten der Republik.

Auch an der Weser ist Skifahren längst zum

Volkssport geworden. Dennoch vergessen

einige, dass es sich dabei immer noch um

Sport handelt, der schnell zu Verletzungen

wie in eingangs erwähnter Liedzeile führen

kann. Wir fragten bei Sportmediziner Dr.

Götz Dimanski nach, ob und wie man sich

vorbereiten sollte und was auf jeden Fall zu

beachten ist.

Braucht man zum Skifahren besondere

Vorraussetzungen?

Das Skifahren ist eine Bewegungsform, die

bestimmte technische Vorraussetzungen

erfordert. Das heißt, dass man sich auf gar

keinen Fall überschätzen sollte, sondern

erstmal einer gewissen Schulung unterziehen

muss. Wer noch nie zuvor Ski gefahren

ist, dem rate ich auf jeden Fall dazu, sich vor

Ort einen entsprechenden Kurs zu suchen.

Sowohl Langlauf, aber vor allem Abfahrt

erfordern einiges an technischen Grundkenntnissen

sowie gewisse körperliche

Grundvoraussetzungen.

Gibt es Menschen, denen Sie aufgrund

ihrer Vorerkrankungen generell vom Skifahren

abraten würden?

Skifahren kann eigentlich jeder. Es ist im

Prinzip eine Frage der technischen Grund-

Sollte man sich vor dem Skiurlaub von

einem Arzt durchchecken lassen?

Ich würde einen Arzt immer nur aufsuchen,

wenn ich körperliche Beschwerden

habe. Was aber durchaus Sinn macht, ist

sich vernünftig vorzubereiten. Dann ist es

schon sinnvoll, sich auch auf das Trainingsprogramm

bezogen den fachärztlichen Rat

eines Sportmediziners abzuholen. Aber es

kommt natürlich immer auf den Grundzustand

des jeweiligen an.

Was meinen Sie damit genau?

Wenn jemand beispielsweise einen Bürojob

hat, durch die Familie sehr gebunden

ist und somit lange keinen Sport gemacht

hat, dann macht es durchaus Sinn, Kondition

und Kraft aufzubauen sowie koordinativ

zu arbeiten. Wenn man aber regelmäßig,

mehrmals die Woche Sport macht, ist man

in der Regel gut gewappnet für das Skifahren.

Sollte man sich beim Skifahren, bevor es

auf die Piste geht, warm machen?

Prinzipiell sollte man sich immer aufwärmen.

Wenn man völlig kalt eine harte Abfahrt

herunterfahren will, begibt man sich

in Gefahr – die Verletzungs- und Sturzgefahr

sind dann sehr hoch. Man muss Körper

und Geist auf das vorbereiten, was da auf

einen zukommt.

Oftmals gehört Alkoholgenuss zum Skifahren

dazu …

Bei Alkoholgenuss steigt die Verletzungsgefahr

extrem. Wenn Sie am Vortag 0,8

Promille hatten, erreichen Sie am Tag darauf

nur circa 85 Prozent Ihrer Leistungs-

DAS INTERVIEW FÜHRTE MARTIN MÄRTENS

Foto: RehaZentrum

Zur Person

Dr. Götz Dimanski erlangte 1989 den

Facharzt für Sportmedizin. 1991 kam

er von Leipzig nach Bremen, wo er 23

Jahre Werder Bremens Fußballer als

Mannschaftsarzt betreute. Heute führt

er die Geschäfte des RehaZentrum

Bremen und praktiziert dort als Chefarzt

der Abteilung für Sportmedizin

und Physiotherapie. Seine Tätigkeitsschwerpunkte

liegen im Bereich der

nichtoperativen Diagnostik sowie der

Therapie von Erkrankungen und Verletzungen

des gesamten Bewegungsapparats.

In seiner Freizeit dreht der

frühere Leichtathlet im Bürgerpark

seine Runden auf der Finnbahn.


KOLUMNE

Zweiter Schritt: Die Laufbasis

Bremer-Sport-Kolumne: Mit Oliver Sebrantke in einem Jahr zum swb Marathon 2020

Sechsmaliger Bremen-Marathon-Gewinner: Oliver

Sebrantke.

Foto: FR

Hand aufs Herz: Sind Sie noch voller

Ehrgeiz und Motivation oder macht

Ihr innerer Schweinehund Ihnen

schon zu schaffen? Sollte Letzteres der Fall

sein, habe ich keine guten Neuigkeiten für

Sie: Die nächsten Monate werden Ihnen

nicht gefallen. Mit dem Beginn der dunklen

Jahreszeit steht uns Läufern die härteste

Zeit des Jahres bevor. Schließlich gibt es

bei Regen oder gar Schnee, unangenehmen

Temperaturen und früh eintretender Dunkelheit

durchaus schönere Dinge, als sich

regelmäßig die Laufschuhe zu schnüren.

Hatte Ihr Schweinehund in den letzen Monaten

also die Größe eines Yorkshire Terriers,

wird er nun zu einem Bernhardiner

heranwachsen.

Ob ich Ihnen einen Tipp geben kann,

wie Sie diese Zeit am besten überstehen?

So simpel es auch klingt: Halten Sie einfach

durch. Schließlich haben Sie sich mit dem

Bremer Marathon 2020 ein Ziel gesetzt,

das einer guten Vorbereitung bedarf. Daher

wird es nun Zeit für Schritt Zwei.

Nachdem wir uns in den letzten Monaten

langsam mit dem Sport vertraut

gemacht haben, geht es nun darum, eine

Laufbasis zu schaffen und unsere Kondition

einer ersten Bewährungsprobe zu unterziehen.

Unser neues Trainingskonzept:

Eine halbe Stunde laufen am Stück, und das

dreimal die Woche. Beginnen Sie die neue

Aufgabe selbstbewusst, es geht nicht um

Geschwindigkeit, sondern um Durchhaltevermögen.

Sollten Sie dagegen merken,

dass Ihnen das Training leichter fällt als

gedacht: Nun, ich halte Sie nicht davon ab,

Ihre Laufeinheiten um eine vierte zu ergänzen.

Zwischen den Läufen sollten Sie sich

in jedem Fall mindestens einen Tag Pause

gönnen.

Was ich Ihnen übrigens ans Herz legen

möchte: Planen Sie feste Tage für Ihr Training

ein. Zum einen lassen sich Ausreden

und persönliche Manipulationsversuche

so am besten vorbeugen. Zum anderen hat

auch Ihre Familie dadurch die Möglichkeit,

auf Ihr Training Rücksicht zu nehmen. Auch

ein gleichgesinnter Laufpartner kann in

diesem Stadium bereits sinnvoll sein. Fragen

Sie doch einfach mal in Ihrem Bekannten-

und Freundeskreis.

Bevor ich Sie nun in Ihr neues Training

entlasse, werde ich noch die Frage beantworten,

die Sie aktuell wahrscheinlich

brennend interessiert: Nein, die Feiertage

sind kein Grund das Training ausfallen

zu lassen. Aber lassen Sie sich als kleiens

Trostpflaster gesagt sein: Wer Sport macht,

darf auch beim Weihnachtsessen so richtig

zuschlagen!

Zur Person

Oliver Sebrantke, 43, ist ein passionierter

Marathonläufer und Triathlet

aus der Hansestadt. Er gewann

sechs Mal den Bremen Marathon,

verzeichnete als Marathoni Europaund

Weltmeistertitel (unter anderem

2012 in Tschechien und 2013 in Brasilien)

und absolvierte im Jahr 2017

den Ironman auf Hawaii in 9 Stunden,

43 Minuten und sechs Sekunden.

Im Magazin „Bremer Sport“ gibt er als

Kolumnist einen Leitfaden zur Marathonvorbereitung.

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AUS DEN VEREINEN

Aufstieg und Titel für TTK-Paare

TTK Grün-Weiß Vegesack: Norddeutsche Landesmeisterschaften der Lateintänze B-Latein

Sabrina Obuch und Niklas Curtius vom TTK Grün-Weiß Vegesack holten sich den Bremer Landesmeistertitel.

Foto: Lukas Hartmann

Gleich zweimal ging es für die Lateintänzer des TTK Grün-Weiß

Vegesacks in den Norden: Die Landesmeisterschaften der Nordländer

in den Lateinamerikanischen Tänzen der Hauptgruppen

standen auf dem Turnierplan.

Sabrina Obuch und Niklas Curtius machten sich auf den Weg

nach Reinbek, Dort richtete der TSV Reinbek die gemeinsamen

Titelkämpfe der Nordverbände (Bremen, Niedersachsen, Hamburg,

Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern) in der

Hauptgruppe II aus. Mit Platz drei im Gesamtturnier ertanzten sich

die beiden Bronze im norddeutschen Vergleich sowie den Bremer

Landesmeistertitel der Hauptgruppe II B-Latein. In der Altersklasse

darunter trafen sich die Nordverbände (Bremen, Hamburg,

Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern) in Hamburg.

Kira Goetz & Jordi Kleinschmit hatten sich gut vorbereitet. Der

Aufstieg in der zweithöchste deutsche Startklasse, die A-Latein,

war schon vor der Meisterschaft fast geschafft. Den beiden fehlten

nur noch wenige Punkte, sodass in einem sehr starken Meisterschaftsfeld

der Hauptgruppe B-Latein der Finalanschlussplatz

sowie Platz 5 im Bremer Vergleich für den verdienten Aufstieg in

die Hauptgruppe A-Latein reichten

Tanzsportabzeichen im Linedance

125 Teilnehmer beim TC Gold und Silber Bremen

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125 Tänzer aus Niedersachsen und Bremen

kamen am Samstag, 2. November, im

TanzCentrum Gold und Silber Bremen zusammen,

um ihr Tanzsportabzeichen im

Linedance abzulegen. In zwei Sälen wurden

die Teilnehmer in den Kategorien Bronze,

Silber und Gold geprüft.

Vier Prüfer waren für die Abnahme zuständig.

Sie beurteilten die Tänzer nach

verschiedenen Kriterien wie Musik, Balance

und Bewegungsablauf. In nur wenigen

Gruppen war ein Bestehen nach den ersten

Tänzen nicht klar, sodass ein weiterer Tanz

die Möglichkeit brachte, die Prüfung dennoch

abzuschließen. Alle 125 Teilnehmer

freuten sich am Nachmittag über eine Urkunde

und Nadel zur bestandenen Prüfung.

Organisator Casey Lee Lowe war überwältigt

von der Resonanz: „Ich hätte nicht mit

so vielen Anmeldungen gerechnet.“

Trotz anfänglicher Zeitplanschwierigkeiten

verliefen die Prüfungen problemlos

und auch die geplanten Zeiten konnten

wieder eingehalten werden. Auch für das

nächste Jahr ist die DTSA-Abnahme wieder

angedacht.

Foto: TC Gold und Silber


Das Ende einer Tanzpartnerschaft


AUS DEN VEREINEN

Grün-Gold-Club Bremen: Timur Imametdinov und Nina Bezzubova vollzogen letzten Tanz

Timur Imamentdinov und Nina Bezzubova.

Foto: Volker Hey

Es ist ein schmerzhafter Abschied,

den der Grün-Gold-

Club Bremen hinnehmen

muss: Schweren Herzens verkündeten

Timur Imametdinov

und Nina Bezzubova in einer

Abschieds-E-Mail, dass die

WM Latein am zweiten Septemberwochenende

in Moskau

ihr letztes gemeinsames

Turnier war. Aus diversen

Gründen war eine Fortsetzung

dieser so erfolgreichen

Tanzpartnerschaft leider nicht

möglich.

Keinem von beiden ist

dieser Schritt leicht gefallen.

Seit 2015 tanzten Timur und

Nina zusammen, gewannen

in ihrem ersten gemeinsamen

Jahr die Nordeuropameisterschaft,

entschieden viele

World Open- sowie International

Open-Turniere für sich

und tanzten seit dieser Zeit im

Finale von Welt- und Europameisterschaften.

Dabei gab es

je zwei Mal WM- und EM-Bronze.

Auf vielen Turnieren avancierten

sie zu Publikumslieblingen.

Auch in Moskau zogen sie

das Publikum in ihren Bann. 2017

machten sie mit dem Sieg der

Deutschen Meisterschaft ihren

Medaillensatz auf nationaler

Ebene komplett. Ihre Bilanz: je

einmal Gold und Bronze und drei

Mal Silber. Bei Bundeswertungsrichterschulungen

begeisterten

sie als Demopaar und rührten

mit ihrer Art zu tanzen so manch

einen zu Tränen.

Der Grün-Gold-Club Bremen

(GGC) bedankt sich für die

Präsenz und verliert mit dieser

sportlichen Trennung ein Top-

Paar, das nicht nur tänzerisch

herausragend, sondern auch

menschlich sympathisch ist. Ihre

Vorbildfunktion und Integration

im Club wird fehlen. Ein Trost:

Nina Bezzubova wird dem GGC

erhalten bleiben, sie wird bald

mit einem neuen Partner starten.

Neue Angebote in der Kinderabteilung

BTS Neustadt: Eltern-Kind-Zumba, Ballet, Kindertanz und mehr

Foto: BTS Neustadt

Die Kinderabteilung der BTS Neustadt freut sich über Zuwachs bei den Übungsleiterinnen. Angeboten werden unter anderem Eltern-Kind-Zumba,

Kindertanz, Ballett und Rhythmische Sportgymnastik. Nähere Informationen erteilt Doris Schubert unter der

E-Mail-Adresse vorsitzende.turnen@btsneustadt-bremen.de.

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AUS DEN VEREINEN

Zurück in die Bundesliga

Bremen 1860: Showdown-Mannschaft holt sich Vize-Meisterschaft und steigt auf

Foto: Bremen 1860

Sie haben es geschafft: Nach dem Abstieg in die zweite Bundesliga

zum Ende der vergangenen Saison ist die Showdown-Mannschaft

von Bremen 1860 wieder in die erste Bundesliga aufgestiegen. Am

finalen Spieltag der zweiten Bundesliga in Quedlinburg machten

die Bremerin und Bremer mit dem zweiten Tabellenplatz hinter

dem BSSV Dortmund den Wiederaufstieg perfekt. Die Matches

werden an Turniertagen ausgetragen, an denen alle sechs Mannschaften

an einem Ort aufeinander treffen. Ein Match besteht aus

fünf Spielen: Vier Einzelbegegnungen und einem sogenannten Triple,

bei dem sich aus jeder Mannschaft drei Spielerinnen und Spieler

an der Platte abwechseln.

Showdown ist eine Sportart für blinde und sehbehinderte Menschen,

aber auch Sehende können ihr frönen, indem sie abgedunkelte

Brillen tragen.

Medaillenausbeute

Der Judoclub Villa Vital blickt erfolgreich

auf die Malta Open 2019 zurück

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Glück für die Athleten vom Judoclub Villa Vital: Durch die Beziehungen

von Villa Vital Cheftrainer Stefan Buben war es möglich,

dass gleich fünf Villa Vitaler die Chance nutzten, an den „Malta

Open 2019“ teilzunehmen - und das durchaus erfolgreich.

Mit Jan Alexander Ahrens und Robin Thiele starteten zwei

Judoka in der Altersklasse U12, Patricia Herrmann und Reinhold

Kern nahmen am Juniorenwettkampf teil und Matthias Kraaz startete

im Seniorenbereich.Villa Vital Cheftrainer Stefan Buben war

mit der Ausbeute an Medaillen ( 2x Gold und 3x Silber) und den

Leistungen seiner Schützlinge mehr als zufrieden: „ Es war ein

zum Teil sehr stark besetztes Turnier mit Teilnehmern aus Malta,

Italien , Ungarn , Slowenien und England und meine Athletin und

Athleten konnten nicht nur mithalten , sondern dem Turnier ihren

Stempel aufdrücken.“ Für den Nachwuchs war es ein gut organisiertes

Turnier mit vielen Eindrücken. „Wir werden auch 2020 wieder

nach Malta reisen und unsere frisch geknüpften Judofreundschaften

nach Malta und Italien intensivieren“, freut Buben sich auf

das nächste Jahr. Die stolzen Sportler des Judoclubs Villa Vital. Foto: Villa Vital


AUS DEN VEREINEN

Wettkämpfe mit viel Ehrgeiz und Mut

„Special Olympics“ zu Gast auf der Sportanlage des Vereins TuS Komet Arsten

Foto: TuS Komet Arsten

Gemeinsam stark: So lautet das Motto, unter dem sich geistig behinderte

Athleten anlässlich der „Special Olympics“ zu ihren Wettkämpfen

treffen. In diesem Jahr hatte sich der TuS Komet Arsten im

Bremer Süden bereit erklärt, seine Sportanlage zur Verfügung zu

stellen und bei der Organisation tatkräftig zu helfen.

Bereits zweimal fanden die Landesspiele von Special Olympics in

Zusammenarbeit mit dem TuS Komet Arsten auf der Sportanlage in

der Egon-Kähler-Straße statt. Wer dabei war, erinnert sich gerne,

mit welcher Begeisterung und Freude die geistig behinderten Athleten

um Medaillen kämpften, aber auch mit wie viel Ehrgeiz und

Mut. Am Dienstag, 24. September, trafen sich insgesamt 62 Sportlerinnen

und Sportler aus den Einrichtungen Lebenshilfe Bremen,

Einrichtung Friedehorst und Werkstatt Bremen/Martinshof sowie

den Sportvereinen ATS Buntentor, Werder Bremen und dem TuS

Komet Arsten, um beim Walken und Laufen um Siege und Medaillen

zu ringen. Die im Vorfeld ausgesuchte Strecke auf der Sportanlage

betrug pro Runde 2,5 Kilometer. Damit sich keiner verlaufen

konnte, stellte der Verein Streckenposten mit Altherrenturnern

seiner Freitagsgruppe zur Verfügung. Im Anschluss erfolgte in der

Vereinsgaststätte die Ehrungen mit Pokalen und Medaillen.

Sportliche Vielfalt und Drachenbesuch

Der Verein TuS Huchting veranstaltete einen Kinder Turn- und Tanzsonntag

Spielen, toben, staunen und einfach aktiv sein: Am Sonntag,

10. November, fand in den Räumlichkeiten des Vereins TuS Huchting

ein Kinder Turn- und Tanzsonntag (KITTS) statt. Von 15 bis

18 Uhr stand das Vereinszentrum beim Besuch der kleinen Gäste

Kopf.

Der Sonntag wurde sportlich gestaltet: Sowohl Kinderturnen,

Leichtathletik, Karate, Hip-Hop, Judo, Tanzen als auch Gerätturnen

standen auf dem Programm. Neben Vorführungen, konnten die Kinder

natürlich auch aktiv mitmachen. Unterstützt wurde die Veranstaltung

von der AOK, die mit dem Drachen Jolinchen vor Ort war.

Auch für das leibliche Wohl war mit Kaffee, Waffeln und weiteren

Köstlichkeiten, die der Frauenausschuss der Ayasofya Moschee vorbereitet

hatte, gesorgt. Der Nachmittag war mit etwa 800 Gästen gut

besucht und die vielen Kinder hatten eine Menge Spaß!

Foto: TuS Huchting

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AUS DEN VEREINEN

Auf dem Weg zur Badminton-Hochburg

TV Eiche Horn: Eine Selbstreflexion und Pläne für die neue Saison

Foto: TV Eiche Horn

Der TV Eiche Horn hat neuerdings die größte Badminton-Sparte

im Land Bremen. Während der Bremer Badminton-Verband seit

2012 insgesamt sinkende Mitgliederzahlen verzeichnet, ist die Zahl

in den letzten fünf Jahren im Horner Verein stetig auf aktuell 146

Mitglieder gewachsen. Woran liegt das?

„Weil wir so nett sind!“, resümieren Gerrit Hilgendorff, Lars Pospiech

und Marcel Voosen. Die drei bilden die Abteilungsleitung

und haben nicht nur Spiel- und Trainingspläne sowie die Finanzen

im Griff, sondern kümmern sich um jedes neue Mitglied. Die

Badminton-Abteilung besteht je zur Hälfte aus Hobby- und aus

Mannschaftsspielern. Eiche Horn sei dafür bekannt, dass man hier

Badminton als Breitensport betreiben kann. Das sei unter anderem

ein Grund, warum sich viele Mitglieder für den Verein entschieden

haben. Auch die Nähe zur Uni sei durchaus positiv zu bewerten. Für

die laufende Saison plant der Verein mit allen vier Mannschaften

(Erwachsene) im oberen Tabellenbereich mitzuspielen. Es wäre

zudem realistisch, dass zwei bis drei Teams den Aufstieg in die höhere

Spielklasse schaffen.

Bronze für Kevin Rusch

TSV Wulsdorf: Tischtennisspieler platziert

sich bei den Deutschen Meisterschaften

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Vom 15. bis 16. Juni 2019 fanden die Deutschen Meisterschaften der

Leistungsklassen in Dinklage statt. Gespielt wurde bei den Damen

und Herren in jeweils drei Konkurrenzen. Bei den Herren startete

Kevin Rusch von der TSV Wulsdorf in der C-Klasse, die ihre Grenze

bei 1600 Ranglistenpunkten hatte. Die Bedingungen in der Sporthalle

waren top. Jeder Tisch befand sich in seiner eigenen Box und

es standen insgesamt 24 Tische verteilt auf 2 Hallen zur Verfügung

Nach einem spannenden Turnier mit vielen Aufs und Abs, starken

Konkurrenten und jeder Menge Sportgeist brachte Kevin Rusch

letztendlich die zuvor nie erhoffte Bronzemedaille mit nach Hause.

Eine Leistung, auf die sein Verein TSV Wulsdorf sehr stolz ist. Für

Kevin war es der größte Erfolg in seiner bisherigen Tischtennislaufbahn.

Foto: TSV Wulsdorf


AUS DEN VEREINEN

Wettkämpfe mit viel Ehrgeiz und Mut

Beachhandball: Ohanna Arsten erzielt 3. Platz bei den Deutschen Jugendmeisterschaften

Bronze: Ohanna Arsten konnte sich den den Deutschen Jugendmeisterschaften im Beachhandball beweisen.

Foto: TuS Komet Arsten

Dass in Arsten gerne und gut Beachhandball gespielt wird, beweisen

die Erfolge der letzten Zeit. Mit dem Erzielen des 3. Platzes bei

der Deutschen Jugendmeisterschaft in Nürnberg im Beachhandball

krönten die B-Jugend Mädchen die Beachhandball-Saison 2019.

Vom Deutschen Handballbund (DHB) vor dem Turnier als

„Beachhandball-unerfahren“ eingestuft, zeigten die Arster Mädels

klar auf, dass die Bewertung des DHB als Fehleinschätzung

zu sehen war. In den Gruppenspielen belegten die Mädchen den

2. Platz. Da der DHB aus zeitlichen Gründen auf die Halbfinalspiele

verzichtet hatte, wurde gleich um Platz 3 gespielt. Kurioserweise

war Gegner in diesem Match die Auswahlmannschaft des Bremer

Handballverbandes. Spannender hätte das Spiel um Platz 3 kaum

sein können, da sich von 20 Spielerinnen gleich 15 Arsterinnen auf

dem Platz gegenüberstanden. Während die BHV-Auswahl die erste

Halbzeit für sich entscheiden konnte, erkämpfte sich das Ohana-Arsten-Team

die zweite Hälfte, und das Shoot Out musste die

Entscheidung bringen. Julia Zedowitz war auf beiden Seiten die

einzige Spielerin, die den Penalty mit einer Pirouette „doppelt“ abschließen

konnte, sodass das Shoot Out mit 2:0 das glücklichere

Ende für das Team aus Arsten fand.

Dank Sponsoren und Helfern

OT-Bremen: Die Handballer des Verein freuen sich über neues Beachhandball-Feld

Ende August war es soweit: Mit 50 Handballsportlern aller Altersklassen

wurde auf der Bezirkssportanlage Schevemoor bei strahlendem

Sonnenschein, kühlen Getränken und leckeren Bratwürsten

das neue Beachhandball-Feld eingeweiht.

„Beachhandball gewinnt immer mehr an Popularität. Deshalb sind

wir stolz, jetzt auch einen Platz präsentieren zu können. Wir danken

allen Sponsoren und Helfern, ohne euch wäre dieses Projekt

nicht zustande gekommen“, sagte Karsten Friedrich, Abteilungsleiter

Handball. In der Tat war es lange unklar, ob die finanziellen

Mittel überhaupt zu beschaffen sind, denn die Kosten lagen weit

im vierstelligen Bereich. Schließlich mussten nach den Ausgrabungen

rund 180 Quadratmeter Sand zum neuen Platz transportiert

und verteilt werden. Dank des Engagements einiger Unternehmer

konnte diese Hürde erfolgreich genommen werden.

Foto: OT Bremen

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AUS DEN VEREINEN

Spiel und Spaß im Nordseestadion

AOK und OSC veranstalteten zum dritten Mal ihren gemeinsamen Kindertag

Foto: T. Greinke

Seit drei Jahren kooperieren die Allgemeine Ortskrankenkasse

(AOK) und der Olympische Sportclub (OSC) miteinander. Eine

Kooperation, die Ausdruck in dem großen Familientag findet, der

auch in diesem Jahr wieder stattfand. Basis der Zusammenarbeit

ist ein Kooperationsvertrag beider Einrichtungen. Aline Stenzel,

als Vertreterin der großen Krankenkasse, wies auf die großartige

Zusammenarbeit mit dem Sportverein hin, der die Infrastruktur

für einen gesunden Sport vorweisen kann. Hinweise auf eine richtige

Ernährung mit der Gelegenheit zur Musterspeisung standen

bei der AOK im Rahmen den Kindertages ebenso auf der Agenda,

wie die Verteilung von Informationsbögen an ihre Mitglieder, immer

im Bewusstsein dessen, dass der OSC mit seinem vielfältigen

Angebot eine große Portion Sport und Spaß in den Familienalltag

einbringen kann. Zu den sportlichen Attraktionen gehörten

unter anderem ein Americal-Football-Match der C-Jugend der

OSC-Seahawks gegen die Little Huskies aus Hamburg, Turnübungen

zum Mitmachen auf Matten, Schwebebalken und Bänke sowie

die graziöse präsentation einer Stelzengängerin.

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Dockers: Fernsehbeitrag über den Baseballsport

U15 Jugendteam wurde für einen TV-Beitrag des Senders KiKA begleitet

Baseball gilt in Deutschland als Randsportart, anders als in den

USA, wo viele diesen Sport kennengelernt haben. Das U15 Jugendteam

der BTV 1877 Bremen Dockers, dem einzigen Baseballverein

in Bremen, spielte und trainierte in der zurückliegenden Saison

sehr erfolgreich.

Als große Besonderheit wurden die Spieler seit Frühjahr von einem

Fernsehteam begleitet, die einen Betrag für den Sender KiKA

„Schau in meine Welt“ produzierten. Am Beispiel des 14-jährigen

Baseballers David Kaal entstand eine Sendung in der der Sport erklärt

und die Begeisterung dafür vermittelt wird. Die Kamera war

dabei, als die Dockers zum dritten Mal in Folge den Meistertitel

der Landesliga Niedersachsen-Bremen (NBSV) holte und auch, als

das Team dann Ende September zur Deutschen Meisterschaft nach

Mainz fahren durfte. Die Sendung „David der Baseballer“ wurde

bereits auf KiKa gesendet, kann jedoch online weiterhin angeschaut

werden. Die Bremen Dockers würden sich freuen, wenn ihr

Sport hierdurch neue Fans und Mitspieler findet.

Foto: F. Bothe


Rund 500 Schwimmer und 2700 Starts

Ein Rückblick: Die Internationalen Bestenkämpfe des SV Bremen 10


AUS DEN VEREINEN

Seit über 40 Jahren veranstaltet der Schwimmverein Bremen 10

seine internationalen Bestenkämpfe. Wie in den letzten Jahrzehnten

fanden auch dieses Mal die Wettkämpfe 2019 im Unibad statt.

Herr Staatsrat Fries überbrachte das Grußwort und schaute sich

das gut organisierte Wettkampfgeschehen sehr interessiert an.

Der Zuspruch war wieder enorm, weit über 500 Schwimmer

und Schwimmerinnen meldeten sich zu fast 2.700 Starts. Für den

reibungslosen Ablauf dieses sportlichen Großereignisses sorgten

über 50 Helfer des gastgebenden Vereins Bremen 10 und über 40

Kampfrichter aus den teilnehmenden Vereinen. Besonders stolz

zeigte sich der Verein Bremen 10, als am Ende des zweitägigen

Wettkampfes die zwei Ehrenpreise der Freien Hansestadt Bremen

für die punktbeste Einzelleistung (weiblich/männlich) überreicht

wurden. Die Preise gingen an Sabrina Wessalowski von der SGS

Bremerhaven und an Levin Peschlow vom TuS Zeven.

Foto: SV Bremen 10

Für Kraft, Ausdauer und Koordination

ATS Buntentor: zahlreiche neue Hindernisse beim Crown Mountain Survival

Foto: ATSV Buntentor

Mit einer Meldezahl von knapp 300 Wettkämpfern und etwa 100

freiwilligen Helfern konnte der zweite Crow Mountain Survival

eine erhebliche Steigerung der Teilnehmerzahl gegenüber dem

Vorjahr verbuchen. Bei bestem Herbstwetter hatten die Aktiven

viel Spaß an den neu installierten Hindernissen, die der Verein in

Kooperation mit der Agentur bremenRAcing bereitgestellt hatte.

Eine Wassergrube statt des Matschloches, höhere Strohballen,

Boulderbalken, Up & Down, Wippen, Negativwände, Reifenaufstieg

am Container, Himmelsleiter, Schrägwand, Ladder, Paletten,

Strickleitern am Steiger und eine A-Wand mit Seilen wurden ergänzt.

Schon 2018 sind es nicht wenige Hindernisse gewesen, die

den Aktiven in den Bereichen Kraft, Ausdauer und Koordination

alles abverlangt hatten.

Kein Zuckerschlecken in Westerstede

Bremer Judo-Verband schickte 30 Nachwuchssportler ins Trainingscamp

Alljährlich schickt der Bremer Judo-Verband junge Judoka in ein

Trainingscamp, um ihre sportlichen Fertigkeiten zu schulen. Die

diesjährige dritte Auflage des dreitägigen Camps war wohl die bisher

interessanteste. Mit zehn weiblichen und zwanzig männlichen Athleten

hat der Bremer Judo-Verband (BJV) erstmals beide Geschlechter

im Alter von zwölf bis sechzehn Jahren auf die Reise geschickt.

Nach der gemeinsamen Ankunft in Westerstede und der Wahrnehmung

von ersten kleinen Trainingseinheiten folgte ein umfangreiches

sportliches Programm: Ausdauertraining, Zugkraft- und

Gleichgewichtsübungen sowie das Üben von Standardsituationen

bis hin zu Grifftechniken. Die Strategie und Zielsetzung der beiden

Landestrainer Nurali Normakhmatov und Sven Antonik beinhaltete

die Förderung der individuellen Leistung, die sich in Form von Technikschulung

und Motivationsaufbau widerspiegelt. Das ist für einige

der Jung-Judokas schon eine gewisse Herausforderung.

Foto: BJV

45


AUS DEN VEREINEN

Drei vollgepackte Seminartage

Deutscher Skiverband: Kampfrichter Fachausschuss Tagung erstmals in Bremen

Mitte September trafen sich die Kampfrichter Obleute alpin aus

allen Landesverbänden des Deutschen Skiverbands (DSV) zur

Fachausschuss Tagung in Bremen. Erstmals fand diese Tagung,

veranstaltet vom Landesskiverband Bremen, in der norddeutschen

Tiefebene im Lidice Haus auf dem Stadtwerder statt.

Neben der jährlichen Gepflogenheit der DSV Landesverbands

Kampfrichter mit den üblichen Neuerungen und Streichungen in

der DWO (Deutsche Wettkampf Ordnung) sowie für das Reglement

von DSV Punkterennen für das alpine Wettkampfwesen an

drei Seminartagen, hatten Bremens Kampfrichter Referent, Henning

Lemanczyk, sowie Sportwart alpin, Hans-Jürgen Böschen, ein

nettes Rahmenprogramm für die Gruppe organisiert. Beginnend

mit Radtouren für die Damenbegleitungen, ging es Samstagnachmittag

mit der Fähre“Hal Över“ in Pirouetten über die Weser zum

Sielwall. Eine Bremer Gästeführerin empfing dort die Abordnung

zum Stadtrundgang

Foto: LSV Bremen

Foto: LSV Bremen

Vom Sommer in den Winter

Landesskiverband Bremen hat seine Ski-Trainingssaison begonnen

Der Landesskiverband Bremen startete mit einem Teil seines alpin

Rennteams am letzten Sommertag des Jahres im Snow Dome

Bispingen in die neue Skisaison 2019/20. Der Sportwart alpin des

LSVB/BSC hatte zum ersten Schneetraining und zur Ehrung der

besten Bremer Skirennfahrer auf den „Heidegletscher“ eingeladen.

Eifrig wurden von den Ski Club Racern die ersten Trainingsstunden

genutzt, um an die im Frühjahr abgespeicherten Bewegungsabläufe

wieder anzuknüpfen. Als Highlight standen zum Abschluss

die Ehrungen der „Bremer Skisportler des Jahres 2019“ auf dem

Programm. Sportwart alpin, Hans-Jürgen Böschen überreichte

nach Auswertung der vergangenen Rennsaison seinen besten

drei Sportlerinnen: Friederike Huber, Carlotta Kunz und Bettina

Kunz sowie den besten drei Sportlern: Jan Krischan Zahn, Leander

Schreiber, Philipp Grell Pflug, je ein Bremer Stadtmusikanten-Bild,

mit Signatur des Künstlers.

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Treppchenplatz erkämpft

SG Findorff beim Korbball-Länderpokal

Am ersten Novemberwochenende ging es für die Findorffer Füchse

auf nach Koblenz, um dort mit fünf weiteren landesauswahlen

den Länderpokal der Korbballjugend in der Altersklasse 18/19 auszuspielen.

Da in Bremen nur noch bei der SG Findorff Korbball gespielt

wird, reisten die Spielerinnen als Vereinsmannschaft an, um

das Land Bremen zu vertreten. Nach einer souveränen Vorrunde

mit Siegen von 11:3 gegen Mittelrhein und 11:7 gegen Hannover

Süd, mussten sich die Findorffer Füchse im Halbfinale jedoch im

Messen mit dem Gegner Hannover Nord und einem 3:9 geschlagen

geben. Der Traum vom Finale war damit geplatzt, allerdings wollten

die Spielerinnen auf jeden Fall eine Medaille mit nach Bremen

bringen und gaben im kleinen Finale nochmal richtig Gas. Das Ergebnis:

ein 11:2-Sieg sowie ein erkämpfter Treppchenplatz.

Foto: SG Findorff


Foto: Vegesacker BMX Club


AUS DEN VEREINEN

„Gesund ist, was gut tut“

Positive Resonanz zur ersten Leherheider Gesundheitswoche in Bremerhaven

Unter dem Motto „Gesund ist, was gut tut“ fand in der Woche vom

9. bis 14. September die erste Leherheider Gesundheitswoche statt.

Im Rahmen dieser Woche, mit sehr vielfältigen Angeboten im

Ortsteil, gab es viele Möglichkeiten an zahlreichen gesundheitssportlichen

Angeboten im Stadtteil teilzunehmen und sie auszuprobieren.

Der SFL Bremerhaven e.V. war an jedem Tag der Woche

mit mindestens einem Angebot vertreten. Die Woche startete am

Montag mit Qigong im Freien, setzte sich fort mit Gymnastikangeboten,

Entspannungstechniken, mit einer Wanderung rund um

den Ortsteil, um dann am Freitag mit einem zweiten Qigong-Angebot

im Freien zu enden. Die Resonanz zu den Qigong-Übungen

im Freien war so überwältigend, dass daraus wahrscheinlich ein

längeres Angebot entsteht.

In bester Weltmeisterschaftslaune

Vegesacker BMX-Club e.V.: Turbulente und aufregende Tage in Zolder

BMX-Bundesliga

Phönix-Racer mit fünf Fahrern am Start

Es war der Höhepunkt der BMX-Saison für die Fahrer des Vegesacker

BMX-Clubs: Insgesamt elf Sportler des Vereins aus Bremen

Nord nahmen in diesem Jahr die Reise ins belgische Zolder

auf sich. Vom 23. Juli bis zum 27. Juli wurde dort in diesem Jahr die

BMX-Weltmeisterschaft ausgetragen. Etwa 3000 Fahrer aus der

ganzen Welt versammelten sich, um sich bei strapazierenden Temperaturen

um die 40 Grad zu messen. Die Vegesacker Fahrer blicken

auf eine turbulente und aufregende Woche zurück, mit einer

durchgehend guten Stimmung. Zur Höchstform lief Ian Henke auf,

er erreichte in seiner Altersklasse bei den Boys 10 das Finale und

wurde mit einem 7. Platz belohnt.

Foto: SFL Bremerhaven

Am 22. und 23. Juni 2019 wurden der dritte und vierte BMX-Bundesligalauf

in Leopoldshöhe ausgetragen. Bei sommerlichen Temperaturen

gingen knapp 250 Fahrer, davon fünf Phönix-Racer, an den Start.

Erik Kückens, der jüngste Starter, fuhr in der Klasse Boys 9/10

an beiden Tagen bis ins Viertelfinale. Im großen Fahrerfeld der

Boys 13/14 mit 39 Startern mussten sich die Brüder Tim und Lennard

Lichtenfeld trotz guter Fahrmanöver nach den Vorläufen geschlagen

geben. Der 14-jährige Sebastian Drees war gesundheitlich

angeschlagen und musste es an beiden Renntagen ruhig angehen

lassen. Zudem stürzten an beiden Renntagen im zweiten Vorlauf

einige Fahrer vor ihm und brachten auch Sebastian zu Fall. Zum

Glück blieb es bei kleinen Blessuren. Trotz der Umstände konnte

er sich an beiden Tagen bis ins Viertelfinale vorfahren und sicherte

sich wichtige Punkte für die WM-Qualifikation. Für Jannik Koschan

(Cruiser 17-19) war es die erste Erfahrung im Bundesligageschehen.

Er ließ sich seine Aufregung nicht anmerken und trat

unter den Zurufen seiner Vereinskameraden ordentlich in die Pedale.

Mit dem Ergebnis konnte er zufrieden sein: Am ersten Renntag

fuhr er bis ins Finale und sicherte sich Platz 8.

Foto: LTS Bremerhaven

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Foto: Turnkreis Bremerhaven

AUS DEN VEREINEN

Blühende Heide in faszinierenden Farben

Bremerhavener Senioren und Turnfrauen unterwegs in der Lüneburger Heide

Auch im Spätsommer waren Senioren und Turnfrauen aus Bremerhaven

wieder unterwegs. Mit dem Bus erreichten sie auf ihrer Fahrt

durch Niedersachsen über Zeven, Sittensen und Tostedt gegen

Mittag Undeloh in der Lüneburger Heide. Dort wartete im Hotel

„Heiderose“ schon das Mittagessen auf die Reisenden. Eine Stunde

später bestiegen insgesamt 35 Gekutschte zwei Wagen mit Pferden

davor, um auf tiefsandenen Pfaden mit „lustigem“ Peitschenknall

in Richtung Wilseder Berg zu starten. Zunächst wurde erst einmal

Halt am „Wilseder Hof“ gemacht. Während einige draußen an der

Restauration die Sonne genossen, wollten die Fußkräftigen den

Wilseder Berg erklimmen. Das klappte nicht wie gewünscht. Denn

die Zeit wurde knapp. Durch die üppig farbige Heide erfolgte die

Fahrt zur „Heiderose“ zurück. Der Kutscher betonte, dass sich die

Heide in diesem Jahr ganz besonders faszinierend präsentiere.

Herausforderungen im organisierten Sport

Turnkreis Bremerhaven: Klausurtagung benennt den neuen Vorstand

Der Vorstand des Turnkreises Bremerhaven war Ende November

auf einer ersten Klausurtagung im Hotel Strandperle in Cuxhaven,

um den Vorstand für die kommenden 10 Jahre aufzustellen und sich

den Herausforderungen im organisierten Sport anzunehmen. Eingeladen

waren auch die Fachwartinnen und Fachwarte der einzelnen

Sparten und andere Sportexperten, damit die Diskussionen

breit gefächert werden konnten. Durch die Klausur hat Tina Brinkmann-Lange

vom LSB Bildungswerk geführt. Bearbeitet und beleuchtet

wurden Megatrends und Ziele mit den daraus resultierenden

Arbeitsaufträgen für die Zeit bis 2030.

Kostenlos Schnuppertauchen im Bremer Westbad

Der Tauchsportclub Sterntaucher bietet Interessierten Einblick unter Wasser

Foto: FR

Foto: Sterntaucher

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Der Tauchsportclubs Sterntaucher bietet am 11. Januar 2020 ein kostenloses Schnuppertauchen für alle Nachwuchstaucher und Tauchinteressierte

im Bremer Westbad an. Das benötigte Equipment wird vom Verein gestellt. Anmeldungen fürs Schnuppertauchen sind unter

ausbildung@sterntaucher.de möglich. Sechs Sterntaucher-Mitglieder haben in diesem Jahr ihren ersten Stern (Bronzetaucher) erhalten.

Den zweiten Stern (Silbertaucher) haben vier Personen erreicht. Highlight der Bremer Sterntaucher war in diesem Jahr eine Vereinsfahrt

nach Gozo. Vor der Taucherinsel nahe Malta liegen unter anderem drei Wracks in etwa 45 Meter Tiefe.


Foto: Tura Pressestelle

Gold und Silber

Taekwondo: Medaillen für Turaner


AUS DEN VEREINEN

Auch die amtierende Europa- und Weltmeisterin, Imke Turner

vom Tura Bremen, startete nach längerer Pause wieder. Sie hatte

nach dem Gewinn der Europameisterschaft im April in Antalya

eine regenerative Phase eingelegt. Trotz der fünfmonatigen Wettkampfpause

war schon im ersten Durchgang klar, dass die Turanerin

auch dieses Turnier dominieren würde. Mit ihren präzisen

Techniken und ihrer eindrucksvollen Präsentation insbesondere in

der 15. Poomsae (Chonkwon) ließ sie ihren Konkurrentinnen keine

Chance auf den Titel und gewann überlegen mit vier Punkten Vorsprung

den Wettbewerb. Für Trainer Roland Klein „ein gelungener

Wiedereinstieg“ seiner Sportlerin im Hinblick auf die im November

stattfindende Deutsche Meisterschaft. Eine starke Leistung

bot auch Werner Unland. Mit nur drei Zehntel Abstand belegte der

Turaner hinter dem deutschen Meister aus Hessen, Kai Müller, den

zweiten Platz.

Zweite Bundesliga

Triathlöwen meistern den Aufstieg

Nach einer soliden Platzierung im Mittelfeld 2018, konnten die Triathlöwen

Bremen für die neue Saison drei Athleten gewinnen. Das

Team konnte in der Breite deutlich verstärkt werden. Mit den Verstärkungen

war als Saisonziel mindestens Platz 5 ausgegeben und

es wurde mit einem Auge auf einen Aufstiegsplatz geschielt. Durch

den 4. Platz beim letzten Saisonrennen in Bad Zwischenahn war

der Aufstieg dann tatsächlich in trockenen Tüchern und es konnte

gebührend gefeiert werden. In der nächsten Saison werden die Triathlöwen

also in der 2. Bundesliga an den Start gehen.

Foto: Triathlöwen

Foto: TV Bremen Walle 1875 e.V.

„Jedermann Turnen“

Jubiläum beim TV Bremen Walle 1875

1969 begann beim TuS Walle eine neue Ära: Die männlichen Teilnehmer

am normalen Turnen und dem Leistungsturnen wurden

immer weniger und die Gruppen schrumpften immer weiter zusammen.

Der Vorstand des TuS Walle überlegte, welche Angebote

für die Männer interessant sein könnten und wie sie diese dann im

Verein aktiv ausüben könnten. Der Deutsche Turnerbund startete

1969 eine Aktion „Jedermann Turnen“. Der damalige Oberturnwart

Rolf Sellke griff die Idee auf, diese Aktion auch beim TuS Walle

Bremen umzusetzen. Die Idee: Männern einen Ausgleichssport

bieten, die sich vor schwierigen Turngeräten fürchten und die Bewegungsarmut

des Alltags ausgleichen. Mittlerweile ist die erste

Stunde dieses Turnsports in Walle, die am 16. Oktober 1969 ausgetragen

wurde, 50 Jahre her und feiert somit ein rundes Jubiläum.

Der Turnabend wird nach einem bis heute beibehaltenen Ritual

durchgeführt: Es beginnt mit dem gemeinschaftlichen Aufwärmen,

dann folgt ausgiebige Gymnastik und zum Abschluss des ersten

Teils wird gesungen. Im zweiten Teil folgen dann die Ballsportarten,

wie Basketball, Fußball, Hockey, Volleyball oder Badminton.

Vereins- und Verbandsberichte im Bremer Sport

Gerne veröffentlichen wir in unserem Magazin Meldungen und Neuigkeiten aus den Bremer und Bremerhavener Sportvereinen- und Verbänden.

Das können zum Beispiel besondere sportliche Leistungen, Ehrungen, Jubiläums-Veranstaltungen oder die Einweihung einer neuen

Sportstätte sein. Schicken Sie Ihre Texte bitte per E-Mail mit einem entsprechenden, druckfähigen Bild an pr@lsb-bremen.de.

Die Frühjahrs-Ausgabe des Bremer Sport ist für Anfang März geplant. Bitte beachten Sie: Wir versuchen, möglichst viele Artikel im Magazin zu

berücksichtigen. Einen Anspruch auf Veröffentlichung gibt es allerdings nicht.

49


SCHUTZ

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Cyber-Schutz für Vereine

Annegret Buchholz, Leiterin des Versicherungsbüros beim LSB Bremen, zum neuen

Angebot der ARAG Sportversicherung

Fotos: Pixabay, ARAG

50

Frau Buchholz, es wurde der Wunsch geäußert,

das Versicherungsprodukt Cyberschutz

näher zu beleuchten. Was ist das genau?

Annegret Buchholz: Wenn wir auf die letzten

Jahre zurückblicken, so wird jeder Verein

festgestellt haben, dass zunehmend mehr

Prozesse, Abläufe und Datenbewegungen

digitalisiert wurden und vielfach papierlos

via PC und Internet stattfinden. Damit

gehen natürlich auch Risiken einher, die

mitunter folgenreich für die Vereine sein

können. Nicht zuletzt auch durch verschärfte

Vorgaben für Datenschutz und Datenvertraulichkeit

sowie mögliche Folgen, wenn

mal etwas schief geht.

Und davor schützt eine solche Cyberschutzversicherung?

Nicht ausschließlich, aber ganz genau das

ist ein wesentlicher Ansatzpunkt. Neben

den über den Sportversicherungsvertrag

bestehenden und unter Umständen im

Schadenfall berührten Haftpflicht-, Vertrauensschaden-

und Rechtsschutzversicherung,

sowie der ebenfalls bestehenden

sehr bedeutsamen Versicherung für Vermögensschäden

und D&O-Versicherung

(Absicherung des persönlichen Haftungsrisikos

des Vorstands, Anmerkung der Redaktion),

ist der Cyberschutz „das Puzzleteil,

um die Absicherung zu optimieren.“

Was sind denn die Inhalte der Absicherung?

Mit unserer Cyber-Versicherung speziell

für Sportvereine kümmern wir uns

schnellstmöglich um die Systeme und

tragen den finanziellen Schaden – ganz

gleich, was für ein Online-Angriff diesen

verursacht hat. Um die Unterbrechung des

Sportbetriebs zu minimieren, stellen wir

ausgewählte IT-Spezialisten zur Seite und

bieten kompetenten IT-Support mit effektiven

Sofort-Maßnahmen – wenn erforderlich

direkt vor Ort. Zudem beinhaltet das

Produkt passgenauen Schutz vor finanziellen

Schäden aufgrund von Cyber-Kriminalität

und Hacker-Aktivitäten. Kernthemen

der Absicherung sind die Wiederherstellung

der Handlungsfähigkeit, Rückhalt vor

Gericht und Unterstützung im Krisen-

Management.

Wo sehen Sie Besonderheiten für den

Sport?

Wichtig finde ich, dass auch eine Cyber-Haftpflichtversicherung

enthalten ist

für Datenschutzverletzungen, wenn keine

Cyberattacke vorangegangen ist. Zudem ist

für Vereine eine Leistung für anwaltliche

Beratung bei Urheberrechtsverstößen im

Internet enthalten (250 Euro je Beratung,

500 Euro im Versicherungsjahr). Inklusive

ist zudem ein Web-Check. Dieser umfasst

eine Prüfung der eigenen Vereinswebsite

nach Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben in

Höhe von bis zu 100 Euro im Jahr. Das sind

für den Sport interessante Ergänzungen.

Eine Frage interessiert uns natürlich noch.

Was kostet die Absicherung für Vereine?

Der Schutz der ARAG ist speziell für Sportvereine

mit bis zu 1000 Mitgliedern konzipiert

und wird mit drei verschiedenen Versicherungssummen

angeboten. Bei 100.000

Euro Versicherungssumme liegt die Jahresprämie

bei 129 Euro, die Versicherungssumme

von 150.000 Euro kostet 169 Euro

und die maximale Versicherungssumme

von 250.000 Euro können Vereine für 199

Euro abschließen.

Aber auch für Verbände und Vereine mit

mehr als 1000 Mitgliedern haben wir eine

ausgezeichnete Lösung gefunden. Für diese

sind wir in der Lage, einen Testsieger des

Branchenvergleichs anzubieten, der das

Thema im entsprechenden Volumen passgenau

absichert.

Wo findet man noch mehr Informationen

zum neuen CyberSchutz für Sportvereine?

Wie gewohnt bietet unsere Internetseite

www.ARAG-sport.de sehr gute Informationsmöglichkeiten.

Wer möchte, ist aber

auch herzlich aufgefordert, uns direkt zu

kontaktieren. Wir helfen gerne weiter.

Kontakt:

Versicherungsbüro beim Landessportbund

Bremen e.V., Kellogg-Haus, Auf der Muggenburg

30, 28217 Bremen

Tel: (0421) 79 28 714

E-Mail: vsbbremen@arag-sport.de


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