Berliner Kurier 10.12.2019

BerlinerVerlagGmbH

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HINTERGRUND

DasBerliner

Panda-Fieber

Seit Sommer 2017 sind die

Berliner im Panda-Fieber.

Da kamen Meng Meng und

Jiao Qing in den Zoo. Im

August 2019 sorgten sie

für Nachwuchs. Wie für

die Eltern muss der Zoo

auch für die beiden Babys

eine Leihgebühr,die in den

Panda-Artenschutz fließt,

an die Volksrepublik zahlen.

Gestern wurden die

Zwillinge, die Zoo-Besucher

erst Anfang 2020 sehen

werden, getauft.

Fotografen und TV-Teams

aus aller Welt warenda,

um die Taufe der kleinen

Zoo-Pandas abzulichten.

Jestatten,

Jebrüder Meng!

Die Panda-Zwillinge vom Zoosind Jungs!

Bei der Taufe erhielten die Bärchen

die Namen Meng Yuan („Erfüllter Traum“)

und Meng Xiang („Ersehnter Traum“)

Von

NORBERT KOCH-KLAUCKE

Da sind sie: Meng Yuan

(„Erfüllter Traum“, li.) und

Meng Xiang („Ersehnter

Traum“), die bei der Taufe

ihren ersten Auftritt hatten.

Sind sie nun männlich oder

weiblich? Die monatelange

Frage der Berliner nach

dem Geschlecht der Panda-Babys

aus dem Zoo ist endlich beantwortet.

Die Zwillinge sind

Jungs und haben nun auch Namen.

Sogar traumhaft schöne

bekamen sie bei der gestrigen

Taufe verliehen: Jestatten, es

jrüßen Meng Xiang („Ersehnter

Traum“) und Meng Yuan

(„Erfüllter Traum“) –kurz, die

Panda-Jebrüder Meng vom

Berliner Zoo.

Eine Tiertaufe im Zoo ist

schon etwas Besonderes. Doch

wenn Berliner Panda-Babys einen

Namen erhalten, die dazu

die ersten sind, die in einem

deutschen Tiergarten zur Welt

kamen, wird das fast schon zu

einem diplomatischen Festakt.

Hohe Gäste durfte Zoo-Chef

Andreas Knieriem auf der Panda-Anlage

begrüßen: den chinesischen

Botschafter Wu Ken

und den Regierenden Bürgermeister

Michael Müller sowie

Jingchao Ling. Er ist der Vize-

Chef der chinesischen Panda-

Aufzuchtstation, in der die

Zoo-Stars Meng Meng und Jiao

Qing zur Welt kamen, deren

Nachwuchs es nun zu feiern

galt. Denn bei den Chinesen ist

es Tradition, Panda-Jungen

erst einen Namen zu geben,

wenn sie schon 100 Tage alt

sind. Bei den Gebrüdern Meng

war dies am vergangenem

Sonntag der Fall.

Zunächst wurden Reden gehalten.

Der chinesische Botschafter

und der Berliner Regierende

würdigten die Panda-

Zwillinge als Symbol der guten

Beziehungen zwischen

Deutschland und China sowie

der 25-jährigen Städtepartnerschaft

zwischen Berlin und Peking.

Und der Vize-Chef der

Panda-Aufzuchtstation berichtete,

dass in diesem Jahr weltweit

60 Bären geboren wurden,

von denen 57 überlebten.

Dazu gehören auch die Panda-Zwillinge,

die am 31. August

im Berliner Zoo zur Welt kamen.

Erstmals durften sie zur

Taufe weg von Mama Meng

Meng. Zwei chinesische Pflegerinnen

schoben die Bärchen aus

der Kinderstube hinaus ins

Freie. Sie lagen in einem Bett

auf wohlig warmen Heizmatten.

Leicht verschlafen wirkten

die Jungs, als sie ihre zu diesem

Moment wirklich passenden

Namen erhielten: „Ersehnter

Traum“ und „Erfüllter Traum“.

Panda-Mama Meng Meng

blieb während der Taufe ihrer

Jungs in der Kinderstube, kaute

dort emsig Bambus. Aber Papa

Jiao Qing schaute aus seinem

Freigehege neugierig auf das

Treiben im Hof der Panda-Villa.

Als die Pflegerinnen für die

Fotografen und TV-Teams aus

aller Welt Meng Xiang und

Meng Yuan auf ihre Arme nahmen,

konnte das Männchen

zum ersten Mal seinen Nachwuchs

sehen.

Bei der Auswahl der Namen

für die Panda-Babys waren Zoo

und die Chinesen gleichermaßen

beteiligt. Es fand ein reger

E-Mail-Verkehr mit Vorschlägen

zwischen Berlin und der

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