Berliner Kurier 10.12.2019

BerlinerVerlagGmbH

Puhdys

Dirk Zöllner hofft

auf ein Comeback

SEITE 16

SEITE7

BERLINER KURIER, Dienstag, 10. Dezember 2019

Fotos: dpa, Imago Images/Sören Zeitz

waltungsamt hätten ihm den

Mercedes mit dem Hinweis auf

Alternativlosigkeit gewissermaßen

untergejubelt. Deshalb

wolle er den Leasingvertrag

prüfen und nach Alternativen

suchen lassen. Das war bis

März 2019, als die DUH die Daten

erhob, noch nicht geschehen.

Senatssprecherin Claudia

Sünder teilte jetzt auf Anfrage

mit, dass Müller im ersten

Halbjahr 2020 einen gepanzerten

Audi „mit reduziertem Ausstoß“

bekommen werde.

Einfach auf den „Panzer“ verzichten

kann er nicht. Qua Amt

gelten Regierender Bürgermeister

und Innensenator für

das Landeskriminalamt als gefährdet

und müssen besonders

geschützt werden.

Insgesamt sieht es mit der

Dienstwagenflotte des Senats

deutlich besser aus. Auf der

Rangliste liegt Berlin gemeinsam

mit Hamburg auf Platz 2im

positiven Sinn. Im Schnitt verursachen

die Dienstwagen der

Senatoren 202 Gramm Kohlendioxid

pro Kilometer, nur Bremen

ist mit 199 besser. Das war

in den Jahren vor 2018 schlechter

–und rechnet man Müllers

Wagen raus, käme man bei 181

Gramm heraus.

Wirtschaftssenatorin Ramona

Pop (Grüne) ist in der Landesregierung

mit dem saubersten

Auto unterwegs (160

Gramm CO 2 /km). Es ist ein reiner

Benziner der Marke Lexus

und schneidet dennoch besser

ab als die Hybrid-Passats des

Finanzsenators Matthias Kollatz

(SPD), der Gesundheitssenatorin

Dilek Kalayci (SPD)

und der Umweltsenatorin Regine

Günther (Grüne) mit 164

Gramm.

Diesel sind inzwischen bis auf

den BMW von Innensenator

Geisel aus dem Senats-Fuhrpark

verschwunden. Damit

sank auch der dieseltypische

Stickoxid-Ausstoß, der von der

DUH nicht erhoben wurde.

Verwirrend bei der DUH-Untersuchung

ist, dass zwar der

Anteil der Hybrid- und Elektroautos

in den Dienstwagenflotten

von Bund und Ländern gestiegen

ist –gleichzeitig aber in

der Summe auch der Kohlendioxid-Ausstoß.

Selbst die drei

Elektrofahrzeuge (keines davon

beim Senat) erreichen die

130-Gramm-Grenze nicht. Das

liegt laut DUH daran, dass die

Stromerzeugung für sie die

Grenzwerte auch nicht einhält.

Die DUH hat 237 Dienstwagen

betrachtet, darunter 143

Diesel, 17 Benziner, 74 Hybridwagen

und die drei Stromer.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine