Bahnsport 12/2019

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Liebe BSA-Leser,
der Dezember ist da und das (Bahnsport) Jahr somit
so gut wie um. Zu unserer aktuellen Ausgabe begrü-
ßen wir Sie recht herzlich. Es ist schön, Sie an unse-
rer Seite zu wissen.
Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Das
war immer so und das wird auch immer so sein, auch
heuer. Nicht nur, dass wir mit 2020 in unseren 50. (!)
Jahrgang gehen, worauf wir sehr stolz sind, auch die
nahende Eisspeedwaysaison lässt unsere Vorfreude
aufflammen. Und genauso meine ich das auch. Es
konnte und kann bei den Eisrennen noch so kalt sein,
dieses innere Rennfieber trägt uns dennoch Jahr für
Jahr durch die Saison...

49. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • 2198–2902

NR. 12/19

SPEEDWAY • SANDBAHN • GRASBAHN • EISSPEEDWAY

X-mas

Greets

INTERVIEW

Frank Mauer


13.-15.3.2020

INZELL/D

Inzell 2019: Günther Bauer vor Tomi Tani und

Franz Mayerbüchler • Foto: Niklas Breu

Eisspeedway-

Legenden und

WM-Finale 4

Die DMV-Landesgruppe Südbayern präsentiert

Ihnen 2020 das Eisspeedway-Mega-Event in

der Max-Aicher-Arena. Den Anfang macht am

Freitag, 13. März, um 18:00 Uhr das Abschiedsrennen

ServuSchliff, an dem einige namhafte

Eisspeedway-Legenden, wie z.B. Nikolaj Krasnikov,

Per-Olov Serenius, Michael Lang, Kyrill

Drogalin, Vitaly Komisevich, Antti Aakko, Vjatcheslav

Nikulin, Erik Stenlund, Jarmo Hirvasoja,

Ivan Ivanov und natürlich Günther Bauer, teilnehmen.

Und jeden Monat kommen zwei weitere

Fahrer hinzu, die auf

www.eisspeeedway-inzell.de

bekanntgegeben werden.

Ablauf: Das Legenden-Training findet im Anschluss

ans WM-Training (10:00 Uhr) am Freitagvormittag

statt. Der Eintritt ist frei. Fahrervorstellung

ist um zirka 17:30 Uhr, Rennbeginn

um 18:00 Uhr. Im Anschluss an Günther Bauers

Abschiedsrennen findet eine Party mit Siegerehrung

und Meet&Greet mit den Eisspeedway-

Legenden in der Turnhalle bei der Max-Aicher-

Arena statt. Das dürfen Sie sich nicht entgehen

lassen.

Am Samstag und Sonntag kommt es wieder

zum Schlagabtausch der Weltelite des Eisspeedwaysports

beim Einzel-WM-Finale 4. Der

Kartenvorkauf läuft auf vollen Touren und einige

Kategorien sind bereits vergriffen.

Infos zum weiteren Ablauf und Kartenvorverkauf

finden Sie auf www.eisspeedway-inzell.de

Termin: 13. bis 15. März 2020

Int. DMV-Eisspeedwayrennen Inzell -

WM-Finale 4 + Legenden-Rennen ServuSchliff


6

9

NBM-Ehrung in Cloppenburg - Speedway-Bundesliga (v.l.): NBM-Chef Josef Huckelmann,

Kai Huckenbeck, René Deddens, Lukas Fienhage und Lothar Koopmann

(2. Vorsitzender MSC Cloppenburg) • Foto: Ubbo Bandy

FEIERN/EHRUNGEN

NBM-Tagung/Ehrung Cloppenburg 6

SBM-Tagung/Ehrung Abensberg 9

INTERVIEW

Frank Mauer 12

SPEEDWAY

Wittstock 14

X-MAS GREETS

Weihnachtsgrüße 16

SONSTIGES

Vorschau Inzell 2

People & Facts 4

Clubnotizen/Notizen 19

International 22

Bazar 29

Impressum 30

SBM-Ehrung in Abensberg - Sonderehrung Junioren (v.l.): Patrick Hyjek, Erik Bachhuber,

MSC-Abensberg-Vorsitzender Dominic Pecher • Foto: Susi Weber

INHALT & EDITORIAL

Stille Zeit

- von Nadine Pfeiffer -

Liebe BSA-Leser,

der Dezember ist da und das (Bahnsport) Jahr somit

so gut wie um. Zu unserer aktuellen Ausgabe begrüßen

wir Sie recht herzlich. Es ist schön, Sie an unserer

Seite zu wissen.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Das

war immer so und das wird auch immer so sein, auch

heuer. Nicht nur, dass wir mit 2020 in unseren 50. (!)

Jahrgang gehen, worauf wir sehr stolz sind, auch die

nahende Eisspeedwaysaison lässt unsere Vorfreude

aufflammen. Und genauso meine ich das auch. Es

konnte und kann bei den Eisrennen noch so kalt sein,

dieses innere Rennfieber trägt uns dennoch Jahr für

Jahr durch die Saison.

Und wo wir gerade dabei sind, dürfen wir Ihnen zu

meiner Linken als ganz besonderes Schmankerl

auch schon mal Inzell präsentieren. Ja, natürlich

auch die WM, aber diesmal verbunden noch mit einem

ganz anderen Highlight, dem Legenden- und

gleichsam Abschiedsrennen für Günther Bauer. Wer

hier an den Start geht, das ist der absolute Hammer!

Hier fährt die Crème de la Crème auf. Und ich darf

hierbei auf gar keinen Fall die Taschentücher vergessen

einzupacken. Warum? Weil das ganz großes

emotionales Kino wird, soviel steht jetzt schon mal

fest. Da treffen nämlich ein Abschied auf Wiedersehensfreude

und das wird uns ganz sicher den ein

oder anderen Gänsehautmoment einbringen und die

eine oder andere Träne der Rührung bestimmt auch.

Und das ist auch genau das, was ich an diesem Sport

so liebe, die Emotionen und die Freundschaften, die

er mit sich bringt.

Wie Sie ja bestimmt unschwer merken werden, sind

wir schon voll auf Eiskurs. Und ich hoffe in diesem Zusammenhang

wirklich sehr, dass wir einen schönen

zapfigen Winter kriegen und somit auch in den Genuss

der regionalen Rennen auf Natureis kommen.

Denn die sind wahrhaft auch immer eine Reise wert.

Und ich drücke alljährlich den Veranstaltern mit die

Daumen, dass deren unermüdliche ehrenamtliche

Mühen im Vorfeld dann am besten mit Kaiserwetter

und einem vollen Haus auch belohnt werden. Harren

wir also mal positiv gestimmt der Dinge, die da kommen.

Natürlich finden Sie in dieser Ausgabe aber auch

noch z.B. die Berichte über die SBM-Ehrung aus

Abensberg und die NBM-Ehrung aus Cloppenburg zu

lesen und vieles mehr! Denn, bevor es hoffentlich

auch mal bald etwas besinnlich wird, sind aktuell

erst nochmal die ganzen Saisonabschlussfeiern in

vollem Gange.

Wir möchten Ihnen an dieser Stelle gerne auch noch

unseren Dank aussprechen. Für Ihre Treue und unseren

Zusammenhalt, in welcher Form auch immer. Und

Ihren Zuspruch, auch ein solcher tat und tut ab und

an gut. Es gibt da diesen Spruch: „Wenn’s einfach

wär', würd’s jeder machen!“ Also einfach war unser

Jahr ganz sicher nicht, aber blicken wir doch zuversichtlich

nach vorn. Und umso schöner, wenn’s jetzt

doch auch erstmal etwas stiller und besinnlicher

wird zum Jahresende.

In diesem Sinne wünschen wir allen einen leisen Advent,

frohe Weihnachten und ein glückliches neues

Jahr! Bleiben Sie gesund und bis bald!

MfG

Nadine P.

Zum Titelbild: Langbahnweltmeister

Dimitri Bergé • Foto: Rudi Hagen

Besuchen Sie uns auf


PEOPLE & FACTS

U19 Speedway-Paar-Cup: 26.9. Finale, Güstrow/D.

250 ccm Youth Speedway Cup: 8.8. Semifinale 1 + 2, Västervik/S; 9.8. Finale,

Västervik/S.

125 ccm Youth Track Racing Cup: 27.6. Finale, Plzen/CZ.

85 ccm Youth Speedway Racing Cup: 8./9.8. Finale, Gdansk/PL.

Eisspeedway-EM: 21./22.3. Finale 1 + 2, Tomaszow Mazowiecki/PL.

Grasbahn-EM: 7.6. Semifinale 1, Bielefeld/D; 4.7. Semifinale 2, Tayac/F;

16.8. Finale, Lemington Spa/GB.

Seitenwagen-EM: 16.8. QR, Eenrum/NL; 6.9. Finale, Pfarrkirchen/D.

Foto: Jarek Pabijan

WM- und EM-Termine 2020

Speedway-WM: 16.5. GP 1, Warschau/PL; 23.5. Qualifikationsrunde (QR)

1, Glasgow/SCO; QR 2, Lamothe-Landerron/F; QR 3, Terenzano/I; 30.5.

GP 2, Teterow/D; 1.6. QR 4, Abensberg/D; 13.6. GP 3, Prag/CZ; 11.7. Challenge,

Zarnovica/SK; 18.7. GP 4, Cardiff/GB; 25.7. GP 5, Hallstavik/S; 1.8.

GP 6, Wroclaw/PL; 15.8. GP 7, Malilla/S; 29.8. GP 8, Togliatti; 12.9. GP 9,

Vojens/DK; 3.10. GP 10, Torun/PL.

Speedway-U21-WM: 6.6. QR 1, Ludwigslust/D; QR 2, Riga/LV; QR 3, England/Ort

noch offen; 20.6. Finale 1, noch offen; 5.9. Finale 2, noch offen;

2.10. Finale 3, Pardubice/CZ.

Speedway-Team-U21-WM: 30.5. QR, Pardubice/CZ; 22.8. Finale, Outrup/

DK.

Speedway-Youth-WM: 31.7.-1.8. Semifinale 1, 2 und Finale, Cloppenburg/D.

Speedway Youth Gold Trophy: Termin noch offen, Finale, Kumla/S.

Longtrack of Nations: 5.9. Finale, Morizes/F

Track Racing Youth Gold Trophy u. Long Track Youth World Cup: 13.6. Finale,

Diedenbergen/D.

Langbahn-WM: 21.5. Finale 1, Herxheim/D; 20.6. Finale 2, La Reole/F; 5.7.

Finale 3, Mühldorf/D; 8.8. Finale 4, Forssa/FIN; 23.8. QR, Scheeßel/D;

20.9. Challenge, Roden/NL; 26.9. Finale 5, Rzeszow/PL.

Speedway-EM (SEC): 11.4. QR 1, Debrecen/H; 12.4. QR 2, Pocking/D; 17.5.

QR 3, Rivne/UKR; QR 4, Plzen/CZ; 6.6. Challenge, Krsko/SLO; Finale 1 bis

4 Termine und Austragungsorte noch offen.

Speedway-U21-EM: 8.5. QR 1, Divisov/Pardubice/CZ; 4.7. QR 2, Rivne/

UKR; 18.7. QR 3, Varkaus/FIN; 12.9. Finale, Nagyhalasz/H.

Speedway-Paar-EM: 18.7. QR, Mâcon/F; 26.9. Finale, Terenzano/I.

U21-Team-EM: 12.6. Semifinale 1, Balakovo/RUS; 13.6. Semifinale 2, Dänemark

(Ort noch offen); 29.8. Finale, Lodz/PL.

U19-Speedway-Cup: 14.8. Semifinale 1 + 2, Pardubice/CZ; 16.8. Finale,

Zarnovica/SK.

Herxheim eröffnet erneut

die Langbahn-WM-Saison

Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende zu und nachdem die Saison auf der

Rennbahn mit dem Abschlusstraining im Waldstadion beendet wurde,

wirft das neue Jahr bereits seine Schatten voraus. Der Motorradweltverband

FIM hat nun den Weltmeisterschaftskalender 2020 veröffentlicht

und die Motorsportvereinigung Herxheim wird erneut das erste von fünf

Finalrennen zur Langbahn-WM an Christi Himmelfahrt auf der Sandbahn

im Waldstadion ausrichten.

In fünf Rennen wird 2020 der Langbahnweltmeister ermittelt und nach

dem Rennen in Herxheim wird die Weltmeisterschaft 2020 noch in Frankreich,

Finnland, Polen und ein weiteres Mal in Deutschland Station machen.

Wie richtungsweisend der WM-Auftakt sein kann, zeigt die Tatsache,

dass in den vergangenen Jahren der spätere Weltmeister stets beim

ersten WM-Finale in Herxheim auf dem Siegerpodest stand und so in der

Pfalz den Grundstein für den späteren Titelgewinn legen konnte.

2020 werden die Fans zudem einige neue Gesichter im WM-Feld erleben

dürfen, da mit dem Dänen Kenneth Kruse Hansen und dem Schweden

Thomas H. Jonasson zwei Skandinavier für die Weltmeisterschaft mittels

einer Wildcard nominiert wurden, die in Herxheim noch nicht am Start waren

und so für frischen Wind in der Serie sorgen dürften.

+

Auch Sie können mit einer kleinen Spende auf nachfolgend

genanntes Konto helfen sowie spendenbedürftige

verunfallte Fahrer vorschlagen

Bahnsport-aktuell-Unfallkonto“ Raiffeisenbank Rodenbach IBAN DE28 5066 3699 0000 0495 57

4 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '19


Aus deutscher Sicht dürfen sich die Fans unter anderem auf Martin Smolinski

freuen, der 2018 Langbahnweltmeister wurde und sich im vergangenen

Jahr mit gebrochenem Schlüsselbein mit Silber begnügen musste.

Der 34-jährige Bayer will 2020 seinen WM-Titel zurückerobern und wird

gerade in Herxheim erneut auf die Unterstützung seiner Fans bauen. Als

einziger Clubfahrer der Motorsportvereinigung Herxheim steht Lukas

Fienhage im Fahrerfeld. Der 20-Jährige gewann den WM-Lauf in Roden

und wurde Vierter in der Weltmeisterschaft. Er gilt im kommenden Jahr als

heißer Kandidat auf eine WM-Medaille und wird gerade dem Rennen in

Herxheim entgegenfiebern. Neben Smolinski und Fienhage komplettieren

die Routiniers Bernd Diener und Stephan Katt das deutsche Quartett

im acht Nationen umfassenden Line-up.

• Text: Manuel Wüst; Foto: Daniel Sievers

England: Neuer TV-Deal

für die Premiership

BT Sport beendet nach drei Jahren sein TV-Engagement mit den britischen

Speedwayligen. Davon unberührt behält BT Sport aber noch die Rechte

für die FIM Speedway Grand Prix-Serie und des FIM Speedway of Nations-

Wettbewerbs für weitere zwei Jahre.

Nun gab der Vorsitzende der British Speedway Promoters’ Association

Keith „Buster“ Chapman stolz bekannt, dass die Verhandlungen abgeschlossen

sind und die BSPA einen Fünf-Jahres-Vertrag mit Eurosport abgeschlossen

hat. Der TV-Sender will – wie einst BT Sport auch – 18 Rennen

der SGB Premiership übertragen. Mehr wurde bis heute noch nicht bekanntgegeben.

Höhepunkte der Rennen sollen dann noch auf den frei

empfangbaren Spartenkanälen DMAX und Quest zu sehen sein. Beide

Sender gehören, wie auch Eurosport, zu Discovery, einem amerikanischen

globalen Medien- und Unterhaltungsunternehmen.

Speedway könnte mit diesem neuen Deal zirka 87 Millionen Zuschauer erreichen.

Alle Rennen würden dann auch auf dem kostenpflichtigen Eurosport

Player zu sehen sein. • Andreas Fahldiek

Who the f..k is Ellis Perks?

Bei Durchsicht der Programme und Ergebnislisten der drei UK-Ligen fällt

ein Name ganz besonders ins Auge: Ellis Perks. Der 22-Jährige aus Worcester

ist nicht nur einer der meistbeschäftigsten Fahrer in Großbritannien,

sondern auch der, nach Titeln, erfolgreichste 2019! Er fährt für die

Leicester Cubs in der National League, für die Leicester Lions in der SGB

Championship und für die Swindon Robins in der SGB Premiership. Und

mit allen drei Teams gewann er die jeweiligen Meisterschaften! Das hat

bis dahin noch kein Fahrer geschafft. Außerdem gewann er mit den Cubs

und mit Swindon beide Pokalwettbewerbe. Perks ist aktuell mit einem

Average von 10,72 Punkten der erfolgreichste Fahrer der National League.

Hut ab! • Andreas Fahldiek

MSC Wölfe Wittstock gewinnen

die Talents Team Trophy (TTT)

Mächtig stolz darauf sind zwei junge Mädchen zusammen mit einem Jungen

in der 125-ccm-Klasse der Junior B. Für alle drei ist es die erste Saison

in dieser Klasse und im Wettbewerb. Nach vielen Trainingseinheiten im

Frühjahr haben sich die jungen Speedway-Cracks soweit entwickelt, dass

sie sich am Ende der Saison mit dem Gewinn der TTT selbst ein tolles Geschenk

gemacht haben. Die Rede ist hier in alphabetischer Reihenfolge

von Ben Iken, Freyja Redlich und Alina Sassenhagen.

Unterstützt werden die drei in erster Linie von ihren Familien, die es ihnen

ermöglichen, diesen Sport auszuüben. Auf der Trainingsbahn oder beim

Rennen selbst stehen aber andere Leute im Vordergrund, sind Mentor und

Trainer zugleich, da ist von dem Team an sich die Rede und von René

Wojtaszyk. „Wojti“, wie er genannt wird, hat das Training der jungen Fahrer

übernommen und gibt ihnen jede Menge Tipps, wie sie was auf der

Rennmaschine und Rennbahn zu machen haben. René ist bei jedem Training

dabei und gilt bei den Rennen als Ruhepol. Alle drei sind ihm sehr

dankbar für sein Arrangement. Danken möchten sie auch dem gesamten

Team und Teamleiter Peter Möller sowie ganz besonders dem MSC Wölfe

Wittstock e.V. • Text u. Fotos: Thomas Klemm

Endstand TTT 2019 (nach 2 Veranstaltungen): 1. MSC Wölfe Wittstock, 41 Punkte/12 Matchpunkte;

2. MSC Cloppenburg, 39/9; 3. MSC Nordhastedt, 37/9; 4. MSC Brokstedt (orange), 25/6; 5. MSC

Brokstedt (grün), 19/3; 6. MSC Mulmshorn, 19/3.

Smolinski fährt in Schweden

Martin Smolinski wird auch 2020 wieder in der schwedischen Eliteserien,

der höchsten schwedischen Liga, starten. Mit Masarna Avesta verständigte

sich der 34-Jährige auf eine Vertragsverlängerung zur neuen Saison

und wird nun das zweite Jahr in Folge für Avesta in der schwedischen Liga

ans Startband rollen. „Ich freue mich, dass die Verlängerung in trockenen

Tüchern ist“, so der Bayer, „wir werden in der kommenden Saison mit Sicherheit

ein gutes Team haben und ich bin nach der abgelaufenen Saison

auch wieder mit den Gegebenheiten vor Ort bestens vertraut und muss

mich nicht neu einstellen. Ich freue mich schon heute auf die Saison mit

Avesta, denn es macht einfach Spaß für so einem Club in Schweden zu

fahren.“ • Text u. Foto: SR Speed Performance

Dezember '19 BAHNSPORT AKTUELL 5


NBM-TAGUNG/EHRUNG

Cloppenburg

Internationale und nationale Titelträger (v.l.):

Kai Huckenbeck, René Deddens, NBM-Chef Josef

Hukelmann, Jörg Tebbe, Norick Blödorn,

Lukas Fienhage, Fabian Wachs, Magnus Rau,

Sem Ensing, Jan Kempa und Sina Stickling

NBM-Tagung/Ehrung

Die Clubvertreter der NBM trafen sich am 16.11.2019 in Cloppenburg im

VIP-Gebäude der Speedway-Arena des MSC Cloppenburg zu ihrer diesjährigen

Tagung. Über 20 Clubs wurden durch 70 Personen vertreten.

Auch einige Gäste vom ADAC Weser Ems, von der SVG und vom DMSJ waren

vor Ort.

Der NBM-Vorsitzende Josef Hukelmann eröffnete die Tagung mit eine kurzen

Ansprache und bedankte sich bei seinen Helfern, die ihn bei Vorbereitung

und Durchführung der NBM-Ehrung unterstützt hatten. Sein Dank

galt außerdem dem MSC Cloppenburg für die tatkräftige Unterstützung.

Die ersten Tagesordnungspunkte waren schnell abgehandelt. Sodann bat

Hukelmann um eine Gedenkminute für die verstorbenen Bahnsportler/

Funktionäre der letzten zwölf Monate: Tom Wurm (61 Jahre), verstorben

am 22.11.2018; Engelbert Wippermann (86), verstorben am 20.12.2018,

Kalli Huckenbeck (79), verstorben am 24.12.2018; Helmut Mecki Hagemann

(83), verstorben am 3.8.2019; Heinz Wollering (69), verstorben am

16.9.2019; Hans Zierk (85), verstorben am 19.09.2019, Helmut Diers (72);

Herbert Seel (72); Egon Cords (81), verstorben am 2.10.2019.

In seinem statistischen Saisonrückblick stellte Henrik Jähn die Teilnehmer

bei den Rennen dar.

Im Anschluss erfolgte die Terminvergabe. Da ja die SBM am gleichen Tag

ihre Tagung durchführte, konnten die Termine zeitnah abgeglichen werden.

Das Thema APD stand auch wieder auf der Tagesordnung. Hier stellte Hukelmann

in den Raum, dass 2026/27 wohl neue APDs angeschafft werden

müssten. Hierfür sollten Rücklagen gebildet werden. Man einigte sich

schließlich auf eine Summe zwischen 400,- bis 600,- Euro.

Sonderehrungen für Jan Käter (Foto li.) und Meik Lüders (Foto oben -

v.l.): Josef Hukelmann, Tobi Kroner, Wiebke und Meik Lüders und René Deddens

6 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '19


Bundesligameister Brokstedt mit (v.l.) Sabrina Harms, Norick Blödorn, Lukas

Fienhage, Fabian Wachs und Kai Huckenbeck

U21 (v.l.): Jeffrey Sijbesma, Fynn-Ole Schmietendorf, Birger Jähn

und Pokalspender Karsten Schwalbe

Sieger Speedway Team-Cup MC Güstrow (v.l.): Norick Blödorn, Torsten Jürn

und Teammanager Maurice Mörke

I-Solo (v.l.): Christian Hülshorst, Stephan Katt, Bernd Diener

und Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese

Sieger Junior A PW 50 (v.l.): Aiden Schomacher, Benne Kruse,

Fynn-Niklas Koch und Gunnar Mörke

Junior C Langbahn (v.l.): Klaus-Peter Gerdemann, Kevin

Lück, Sem Ensing, Marlon Hegener und Josef Hukelmann

Speedway Team-Cup Junior C: Platz 3 für Jonny Wynant, daneben Maurice Mörke und

Pokalspender Herr Lürssen

B-Seitenwagen (v.l.): NBM-Chef Josef Huckelmann, Jan Kempa und Sina Stickling


NBM-TAGUNG/EHRUNG

Kassenwartin Beate Olliges legte ihren Bericht

vor, der zuvor von Herbert Prante und Eckhard

Koslowski geprüft worden war. Die Revisoren

baten die Versammlung sodann um Entlastung

des Vorstands, die erfolgte.

Als nächstes stand der Tagesordnungspunkt

„Neuwahlen“ auf der Agenda. Ein Kassenprüfer

musste gewählt werden. Herbert Prante wurde

in seinem Amt bestätigt.

Es folgten die Berichte der Betreuer bei den Prädikatsläufen.

Neues von der FIM/FIM Europe und vom DMSB

gab es von Josef Hukelmann und René Schäfer

zu erfahren. Auch die Vertreter der SVG berichteten

über ihre Arbeit.

Fahrerbetreuer für die Prädikatsläufe 2020

wurden gesucht und gefunden, sodass Die Tagung

gegen 16:00 Uhr beendet werden konnte.

Einige Damen des MSC Cloppenburg versorgten

die Anwesenden den ganzen Tag mit Kaffee

und Getränken. Zu Mittag konnten sich die Teilnehmer

am Büfett bedienen.

Ehrung in der Stadthalle in Cloppenburg

Um 17:30 Uhr öffnete sich die Tür zum prächtig

geschmückten Saal der Stadthalle in Cloppenburg.

Im Eingangsbereich war eine Tombola

aufgebaut.

Für die Sieger der einzelnen Klassen hatte der

MSC Cloppenburg Beachflags mit Porträt- und

Actionfoto der Sieger bedrucken lassen. Diese

wurden bei der Ehrung der jeweiligen Klasse

auf dem Podium platziert und wurden dem jeweiligen

Sieger vom MSC gespendet.

NBM-Vorsitzender Josef Hukelmann begrüßte

die Anwesenden und bedankte sich beim Gastgeber.

Ganz besonderer Dank gebührte Markus

Strehle, der die Fahrerpräsentationen erstellt

hatte. Nach der Begrüßung durch den Bürgermeister

der Stadt Cloppenburg Dr. Wolfgang

Wiese und MSC-Präsident Burkhard Timme

startete die Ehrung der Fahrer. Als Moderator

fungierte Rüdiger Stadel.

Insgesamt wurden 13 Klassen geehrt, außerdem

die Deutschen und Europameister. Hinzu

kamen noch drei Sonderehrungen am Ende der

Veranstaltung. Zwischendurch konnten Lose erworben

werden. Die Gewinne wurden zu einem

späteren Zeitpunkt ausgegeben.

Geehrt wurden unter anderem die Meister Magnus

Rau (DMSJ Junior A), der derzeit in Australien

weilende Ben Ernst (Vizeweltmeister FIM

Speedway), Norick Blödorn (Weltmeister FIM

Speedway Youth 250 ccm), Lukas Fienhage

(U21-DM), Fabian Wachs (Deutscher Bahnpokal

Solo), Jan Kempa/Sina Stickling (Deutscher

Bahnpokal Seitenwagen), Bundesligasieger

MSC Brokstedt , die MC Güstrow Torros (Sieger

Speedway Team-Cup), MSC Cloppenburg

(Speedway Paar-Cup) und das Langbahn Team

of Nations für ihren 3. Platz.

Sonderehrungen erfuhren noch Inge und Walter

Schinko, die sich nach 42 Jahren Renndienst

in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden.

Meik Lüders erhielt eine Ehrung als Trainer.

Fahrer wie Tobias Kroner und René Deddens

profitierten von Meiks Wissen. Gerührt

bedankte sich Meik bei Josef Hukelmann für

diese besondere Ehrung. Und auch Oldie Jan

Käter wurde vom ehemaligen Sportleiter Josef

Ebben geehrt.

Nach den Ehrungen wurde ordentlich gefeiert.

DJ Rüdiger Stadel legte sich richtig ins Zeug und

ließ die Leute tanzen. An der Theke wurde bis in

die frühen Morgenstunden gefachsimpelt.

NBM-Endstände

Pl./Name

Ges. Gew.

I-Lizenz Solo

1. Stephan Katt 62 30

2. Christian Hülshorst 33 24

3. Bernd Diener 20 20

4. Jörg Tebbe 18 18

5. Jens Benneker 18 18

6. Kai Dorenkamp 10 10

7. Lukas Fienhage 6 6

8. Danny Maaßen 1 1

B-Lizenz Solo

1. Sascha Stumpe 28 28

2. Marcel Sebastian 36 26

3. Jens Buchberger 20 20

4. Fabian Wachs 17 17

5. Timo Wachs 14 14

6. Finn Loheider 14 13

7. Dirk Oellrich 8 8

8. Stefan Repschläger 5 5

9. Lando Michaelis 2 2

10. Dennis Möhlenpage 2 2

11. Till Schlimm 0 0

12. Maik Brinkkötter 0 0

Speedway-Bundesliga

1. René Deddens 25 21

2. Kai Huckenbeck 20 20

3. Lukas Fienhage 18 18

4. Lukas Baumann 18 17

5. Dominik Möser 18 17

6. Stephan Katt 14 13

7. Danny Maaßen 12 12

8. Steven Mauer 14 11

9. Niels Oliver Wessel 2 2

Speedway Team Cup

1. Lukas Fienhage 50 39

2. René Deddens 63 37

3. Kai Huckenbeck 34 34

4. Lukas Baumann 29 29

5. Fabian Wachs 21 20

6. Danny Maaßen 20 20

7. Steven Mauer 19 19

8. Niels Oliver Wessel 22 19

9. Melf Ketelsen 5 5

10. Timo Wachs 1 1

Speedway Team Cup - Junior C

1. Ben Ernst 41 34

2. Lukas Wegener 30 25

3. Jonny Wynant 30 24

4. Marlon Hegener 22 18

5. Tom Finger 11 10

Speedway U21

1. Fynn O. Schmietendorf 45 39

2. Jeffrey Sijbesma 54 38

3. Birger Jähn 41 32

4. Mattis Möller 24 24

5. Nick Haltermann 26 20

6. Domenik Otto 19 19

7. Lukas Wegner 15 15

8. Lukas Baumann 8 8

9. Leon Arnheim 7 7

Fabian Wachs 7 7

11. Timo Wachs 6 6

12. Niels Oliver Wessel 5 5

13. Ann-Kathrin Gerdes 5 5

14. Kai Gehl 2 2

15. Fabian Heinemann 2 2

16. Max Wilhelm Kruth 2 2

17. Marc Leon Tebbe 0 0

Junior A - 50 ccm

1. Carl Wynant 62 62

2. Magnus Rau 81 61

3. Thies Schweer 64 53

4. Levi Böhme 51 45

5. Valentino Scheibe 56 43

6. Michelle Rau 35 32

7. Mike Jarczewski 31 29

8. Marco Jarczewski 19 19

9. Lenja Tebbe 6 6

10. Sina Freerks 0 0

11. Len Joris Rixen 0 0

Junior A - PW 50 ccm

1. Benne Kruse 30 21

2. Aiden Schomacher 31 21

3. Fynn-Niklas Koch 19 19

4. Joel Schuck 19 19

5. Kylian Kunt 26 19

6. Jarik Perenz 18 18

7. Jonas Flemming 14 11

Junior B II - 85 ccm

1. Hannah Grunwald 24 16

2. Julian Ploog 14 14

3. Noel-Maximilian Koch 19 13

4. Paul Joris Wende 11 11

5. Maylin Jurisch 13 10

6. Paul Weisheit 4 4

Junior B - 125 ccm

1. Marvin Kleinert 65 54

2. Bruno Thomas 48 48

3. Mascha Schwend 54 47

4. Ben Iken 52 45

5. Max Streller 26 26

6. Freyja Redlich 17 17

7. Alina Sassenhagen 17 17

8. Louis Ruhnke 15 15

9. Manuel Rau 15 15

10. Frieda Thomas 10 10

11. Hanna Marie Jasper 9 9

12. Mika Fynn Janssen 9 9

13. Heidi Stolzenberg 5 5

14. Malte Semrau 3 3

15. Lennard-Johannes Suhr 3 3

16. Felix Klütemeyer 0 0

Junior C - 250 ccm Speedway

1. Ben Ernst 24 24

2. Jonny Wynant 33 23

3. Tom Finger 25 20

4. Ann-Kathrin Gerdes 19 16

5. Nynke Sijbesma 18 15

6. Lukas Wegner 13 13

7. Melf Ketelsen 10 10

8. Tom Meyer 8 8

9. Marlon Hegener 7 7

10. Louis Tebbe 4 4

11. Kevin Lück 3 3

12. Jelto Schäfer 2 2

13. Daniel Schröder 1 1

Fabian Heinemann 1 1

Junior C - 250 ccm Langbahn

1. Sem Ensing 40 24

2. Kevin Lück 33 21

3. Marlon Hegener 19 19

4. Tom Meyer 23 18

I-Lizenz Seitenwagen

1. Möller/Frohbös 3 3

B-Lizenz Seitenwagen

1. Kempa/Stickling 30 24

2. Standke/Hölper 24 21

3. Hermanns/Hillemann 13 12

4. Schönig/Frohbös 10 10

5. Wehrle/Lehmann 5 5

NBM-EHRUNG CLOPPENBURG

• Text u. Fotos: Ubbo Bandy

8 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '19


SBM-TAGUNG/EHRUNG

I-Seitenwagen (v.l.): SBM-Vorsitzender Josef Frohnwieser, Markus Heiß,

Markus Venus, Markus Brandhofer und Tim Scheunemann

Abensberg

Viele Sieger, urige Atmosphäre

und allerhand Interessantes

Rund 200 Fahrer, Offizielle, Vereinsmitglieder und Fans feierten bei der

SBM-Ehrung im Abensberger Weißbierstadl Kuchelberger bis weit in die

Nacht hinein. Zu Wort kamen bei der Feier unter anderem auch jene, die

dem Sport schon lange verbunden sind. So sprach beispielsweise Bahnsportlegende

Georg Hack über die Unterschiede zwischen Vergangenheit

und Gegenwart – und betonte die Bedeutung des Faktors Spaß.

67 Motorsportler, 23 Veranstaltungen, acht Klassen, eine Saison – auch in

diesem Jahr hieß es beim Ehrungsabend der Süddeutsche Bahnrennen

Veranstalter (SBM) wieder, Bilanz zu ziehen und die Besten auszuzeichnen.

Mit dem Weißbierstadl Kuchelbauer hatte sich der veranstaltende

MSC Abensberg eine ganz besondere und urige Lokalität ausgeguckt, um

einen besonders würdigen Rahmen zu schaffen. Nicht zu kurz kam dabei

auch die Geselligkeit: Gefeiert wurde bis in die frühen Morgenstunden.

1976 in Karlsruhe gestartet, festete die große Bahnsportfamilie aus dem

Süden 2019 zum 44. Mal.

Es war Joachim Ohmer, stellvertretender SBM-Vorsitzender, der nicht nur

an die Historie, sondern auch daran erinnerte, dass es im Bahnsport nur

im engen Zusammenspiel zwischen Fahrern, Veranstaltern und auch Fans

funktioniere. „Für manche ist es einfacher, in den sozialen Netzwerken

Kritik zu üben“, sagte er. Allen, die dort schreiben, bat er, sich an Veranstaltungen

zu beteiligen: „Es ist einfach, mitzuwirken. Vielleicht sieht

man das eine oder andere dann auch aus einer anderen Sicht.“ MSC-

Abensberg-Vorsitzender Dominic Pecher und Moderator Bruno Zott ließen

die inzwischen 91-jährige Geschichte ihres Vereins, den Bahnbau,

bedeutende Veranstaltungen und Erfolge der heute noch bekannten, prominenten

Sportler wie Josef „Wack“ Hofmeister Revue passieren. Dabei

blieben auch die Schwierigkeiten des Vereins nicht unerwähnt: „Früher

war die Bahn außerhalb. Heute ist sie in der Stadt und um uns alle herum.“

Dies erklärt auch die begrenzte Nutzungsmöglichkeit.

MSC-Abensberg -Vorsitzender Dominic Pecher dankte allen an der Ehrung Beteiligten,

unter anderem Rennleiter Sascha Dörner und Joachim Ohmer

Sonderehrung Internationale: Joachim Ohmer (2. Vorsitzender SBM),

Martin Smolinski, Markus Heiß, Markus Venus und MSC-Abensberg-

Vorsitzender Dominic Pecher


SBM-TAGUNG/EHRUNG

U21: Lars Ilgner, Vorsitzender der Speedway Veranstalter Gemeinschaft,

Celina Liebmann, Maximilian Troidl und Mario Niedermeier

B-Seitenwagen (v.l.): Im Hintergrund Moderator Bruno Zott, Sascha Dörner

(Rennleiter MSC Abensberg), Sebastian Kehrer, Mike Kolb und Nadin Pierick

I-Solo: Wolfgang Glas (Ehrenmitglied des MSC Abensberg),

Marcel Dachs und David Pfeffer

B-Solo: Joachim Ohmer (2. Vorsitzender SBM), Dennis Helfer, Julian Bielmeier,

Mario Niedermeier, Sebastian Trapp und Ralf Herhaus

Im Rahmenprogramm zeigte

Carina Obermeier von Polesition

Akrobatik am Reifen

bzw. an der Stange

Junior A: Joachim Ohmer, Tajo-Nicolas Groh und

Dr. Bernhard Resch (2. Bgm. Abensberg)

Dass der MSC Abensberg zumindest politischen Rückhalt genießt, ging

aus den Reden von Landrat Martin Neumeyer und Dr. Bernhard Resch,

2. Bürgermeister der Stadt Abensberg, hervor. Sie untermauerten in ihren

Reden die Bedeutung des Speedwaysports und des MSC Abensberg für

die Region und die Stadt. Dann überreichten Funktionäre, Offizielle und

besondere Gäste die Pokale. Unter ihnen war auch Bahnsportlegende Georg

Hack, der auch auf die Frage antwortete, was sich zwischen seiner aktiven

Zeit und der Gegenwart verändert habe. „Das Ganze ist sehr schwierig

geworden“, sagte Hack. Er sei früher auf Wiesen Motorrad gefahren,

dort von Albert Seitz vom ACL entdeckt und zum Probetraining auf ein

Maisfeld eingeladen worden: „Heute ist alles viel professioneller geworden.

Die sind heute Vollprofis – und dabei erst in die Schule gekommen.“

Junioren und deren Eltern gab Hack den Tipp: „Immer Spaß haben und

schauen, dass der Spaß auch erhalten bleibt. Aus dem Spaß kommt Leistung.“

In der Nachwuchsförderung sei man aber auch nicht nur unterwegs,

um „Spitzensportler zu erzeugen.“

„Ich will meinen WM-Titel zurück“, erklärte der diesjährige Langbahn-Vizeweltmeister

Martin Smolinski. Er dankte den Funktionären dafür, dass

sich Langbahn- und Speedway-WM im kommenden Jahr nicht überschneiden.

Bekanntlich ist Smolinski im zweiten Wettbewerb erster Nachrücker

– mit guter Aussicht auf Einsatz. Er erwähnte auch, wie schwierig es sei,

als erster Reservist mit einem voraussichtlichen Budget von 100.000 bis

150.000 Euro zu planen und Sponsoren zu mobilisieren.

In den Pausen beeindruckte Carina Obermeier von „Polesition“ akrobatisch

an einem schwebenden Ring und an der Stange. Wer wollte, konnte

sich auch an zahlreichen Bildern einer Fotodokumentation und damit Erinnerungen

an Bahnsporthöhepunkte aus den vergangenen Jahren und

Jahrzehnten erfreuen. Für die musikalische Umrahmung sorgte DJ Dominik

Baldermann. Gegen 22:00 Uhr ging die Ehrung mit dem von Joachim

Ohmer ausgesprochenen Satz: „Die Bar ist eröffnet“ dann in den geselligen

Teil über. • Texte u. Fotos: Susi Weber

Vorgezogene Ehrung: Joachim Ohmer überreichte dem Deutschen Langbahnmeister

Michael Härtel bereits bei der SBM-Tagung den Pokal

10 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '19


Tagung

Ansparplan in Sachen

künftige APD-Finanzierung steht

18 Vereinsvertreter und knapp 50 Einzelpersonen

waren bei der SBM-Tagung Mitte November

in Abensberg dabei. Zu erfahren gab es unter

anderem von Änderungen der Verbände, die

Auswirkungen auf die kommende Saison haben.

Unter anderem kippt auf der Langbahn die

Drei-Minuten-Regel. Josef Frohnwieser bleibt

für weitere zwei Jahre Vorsitzender der SBM.

Es läuft. So lässt sich das beschreiben, was aktuell

in Sachen APD für SBM/NBM Stand ist. Die

durch die ADAC Stiftung möglich gewordenen

neuen Airfence wurden 2019 laut dem für die

Verleihung zuständigen Heiko Zeiter insgesamt

24-mal ausgeliehen und erfolgte weitgehend

ohne Probleme. Dennoch machten sich beide

Verbände bei ihren Sitzungen für die Zeit nach

Auslaufen der Homologation Gedanken. Voraussichtlich

müssen im Jahr 2026 wieder neue

APD angeschafft werden, die bis dahin rund

160.000 Euro kosten dürften. Dafür gibt es nun

einen Ansparplan, den beide Verbände einhellig

billigten. Vereine, die die APD nutzen, zahlen

nun vorerst pro Jahr 600 Euro, Vereine, die

aus baulichen Gründen keine Airfence benötigen,

400 Euro ein. Jährlich soll geprüft werden,

ob die Summe angepasst werden muss oder

soll, um die Zielsumme letztlich zu erreichen.

Einen breiten Raum nahmen bei der Sitzung der

süddeutschen Veranstalter auch die von Christian

Froschauer, SBM-Beisitzer UEM und Sicherheit,

vorgetragenen Veränderungen ein.

Dazu gehört unter anderem, dass es sowohl im

Speedway als auch auf der Langbahn bei den

Grand Prix wieder feste Punkte für eine Platzierung

geben wird. Neu ist ebenfalls, dass sowohl

international als auch national die Drei-Minuten-Regel

auf der Langbahn abgeschafft wird.

Ab 2020 gelten dann auch dort nur noch zwei

Minuten, um als Solo- oder Seitenwagenfahrer

startbereit zu sein. Ebenso ab kommendem

Jahr werden auf WM- und EM-Ebene Drehzahlbegrenzer

Pflicht (Ausnahme: Eis und Seitenwagen).

Und: Schalldämpfer müssen ab 2020

ein Produktionsdatum aufgestempelt haben

und können dann vier Jahre verwendet werden.

Ab 2021 ist diese Regelung auch im Bereich des

DMSB verpflichtend. Froschauer appellierte an

die Vereine, wieder offene U21-Läufe auszuschreiben.

Denn: „Bei der U21-Meisterschaft

wird die Quali über die SBM/NBM wieder aufgenommen.“

Mit einem klassischen 16er-Feld

wird dann die Meisterschaft ausgetragen. Im

Süden werden in der U21-Alterklasse 2020 versuchsweise

auch die Ergebnisse des Bayern-

Cups mit in die SBM-Wertung einbezogen.

Auf den 1. März vorgezogen wird künftig bei der

SBM das Datum des Anmeldeschlusses der Veranstalter.

Vorsitzender Josef Frohnwieser erinnerte

daran, dass das Streichen einzelner Klassen

jederzeit, ein Nachmelden allerdings nicht

möglich ist.

Die turnusgemäßen Wahlen brachten folgende

Ergebnisse: Josef Frohnwieser bleibt auch in

den kommenden beiden Jahren Vorsitzender

der SBM. Auch Klaus Dudenhöffer wurde als

Schatzmeister in seinem Amt bestätigt. Gleich

bleibt auch die Besetzung der Beisitzer im Jugend-

und Juniorenbereich (Nadine Bärmann)

und Printmedien (Manuel Koch) sowie des Kassenprüfers

(Heiko Zeiter). Als Verbindungsperson

zwischen Aktiven und SBM erneut gewählt

wurde Tim Scheunemann.

DIE DEUTSCHEN PRÄDIKATE

Bei der SBM-Veranstaltertagung wurden folgende

Termine (Stand 16. November 2019)

für die deutschen Prädikate 2020 bekanntgegeben:

DMSB Meisterschaft Eisspeedway:

27.2. Berlin.

DMSB Meisterschaft U21: 11.7. Olching.

DMSB Speedway-Paar-Cup: 19.7. Abensberg.

Deutsche Langbahnmeisterschaft Solo:

26.7. Schwarme.

DMSB Langbahn-Pokal Seitenwagen:

15.8. Bad Hersfeld.

DMSB Langbahn-Pokal Solo:

22.8. Hertingen.

DMSJ Deutsche Jugend-Bahnsportmeisterschaft:

22./23.8. Diedenbergen.

DMSB-Meisterschaft Seitenwagen:

12.9. Vechta.

Speedway-DM: Datum offen, Stralsund.

Speedway-Bundesliga: abhängig von Zusammensetzung

der Bundesliga und Anzahl

der teilnehmenden Vereine.

Internationale Prädikate in Deutschland

(Stand: 16. November)

Eisspeedway-WM-Team: 29.2./1.3. Berlin.

Eisspeedway-WM Solo: 14./15.3. Inzell.

Langbahn-WM: 21.5. Herxheim (Finale 1);

5.7. Mühldorf (Finale 3); 23.8. Scheeßel

(WM-Quali).

Speedway-WM: 30.5. Teterow (GP);

1.6. Abensberg (GP-Qualifikation).

U21-Speedway-WM: 6.6. Ludwigslust

(Qualifikation).

EM Solo: 7.6. Bielefeld (Finale).

EM Seitenwagen: 6.9. Pfarrkirchen (Finale).

FIME Speedway U19 Paar-Cup:

26.9. Güstrow.

FIM Track Racing Youth Gold Trophy 125

ccm/FIM Long Track Youth World Cup 250

ccm: 13.6. Diedenbergen.

FIM Youth World Championship 250 ccm:

1.8. Cloppenburg.

Teil des Vorstandes: Klaus Dudenhöffer (Schatzmeister),

Josef Frohnwieser (Vorsitzender), Joachim

Ohmer (2. Vorsitzender), Christian Froschauer

(Beisitzer Sicherheit und FIM)

SBM-Endstände

Pl./Name

Ges. Gew.

I-Lizenz Solo

1. David Pfeffer 27 20

2. Marcel Dachs 18 15

3. Michael Härtel* 5 5

4. Martin Smolinski* 5 5

5. Max Dilger 4 4

B-Lizenz Solo

1. Dennis Helfer 38 27

2. Julian Bielmeier 27 26

3. Mario Niedermeier 15 15

4. Sebastian Trapp 14 14

5. Ralf Herhaus 9 9

6. Rudi Eichenlaub 9 9

7. Stefan Drofa 7 7

8. Jonas Wilke 5 5

9. Ronny Stritt 2 2

10. Robert Grichtmaier 1 1

11. Ernst Frank 0 0

12. Jamie Isherwood 0 0

U21

1. Celina Liebmann 21 21

2. Maximilian Troidl 16 16

3. Jonas Wilke 10 10

4. Mario Niedermeier 9 9

5. Dustin Schultz 6 6

6. Tim Wunderer 5 5

7. Sebastian Adorjan 5 5

8. Julian Bielmeier 2 2

9. Leon Maier 0 0

10. Sandro Wassermann 0 0

Junior A

1. Tajo-Nicolas Groh 22 20

2. Tim-Alexander Riedl 0 0

Junior B

1. Patrick Hyjek 55 48

2. Patricia Erhart 53 44

3. Leonie Weinhold 36 36

4. Mario Häusl 35 32

5. Luca Kastner 31 31

6. Toni Eichhorn 34 28

7. Tim Widera 30 25

8. Maximilian Gammel 18 18

Kimi Weber 18 18

10. Jenny Apfelbeck 16 16

11. Sarah Fischer 13 13

12. Kacper Aggelos Cymerman 7 7

Eric Puffer 7 7

14. Felix Leiling 6 6

Junior C

1. Erik Bachhuber 39 39

2. Leon Krusch 30 30

3. Alexandra Schauer 24 24

4. Cyrill Hofmann 22 22

5. Patrick Hyjek 0 0

I-Lizenz Seitenwagen

1. Venus/Heiß 30 30

2. M.Brandhofer/

Scheunemann 24 24

3. Meier/Schrempp 21 20

4. R.San Millan/B.Zapf 22 20

5. Löffler/Herbst 9 9

6. Kreuzmayr/

Grammelsberger 9 9

7. Neuendorf/M.San Millan 5 5

8. Horn/Schädler 3 3

B-Lizenz Seitenwagen

1. Kolb/Pierick 45 29

2. Kehrer/Meier 30 25

3. Zwetsch/Caric 28 23

4. Müller/Maurer 15 15

5. Lorei/Rupp 9 9

6. Poppe/Weick 9 9

7. Klaas/McNeil 8 8

8. Kolb/Bittner 8 8

9. Zeiler/Berndt* 2 2

10. Mößmer/Mößmer* 2 2

11. Rösler/Dreyer 1 1

*) Platzierung durch Losentscheid


INTERVIEW

Frank Mauer

„Ausländischen

Fahrern

nicht das

Geld in

den Rachen

werfen“

Frank Mauer, Vereinschef des Motorsportclubs

„Wölfe“ Wittstock, über den

Wechsel seiner Speedway-Mannschaft

nach Polen.

Diese Nachricht ließ Ende Oktober alle Motorsportfans

in Ostdeutschland und darüber hinaus

aufhorchen: Der MSC Wittstock wird in der

Saison 2020 nicht mehr in der Speedway-Bundesliga

um Punkte fahren, sondern den Schritt

ins benachbarte Polen wagen. Im Interview

spricht „Wölfe“-Vereinschef Frank Mauer über

die Beweggründe, große Zukunftspläne und

die traditionellen Rennen auf dem Wittstocker

Heidering, welche weiterhin ihre Fortsetzung

finden sollen.

Herr Mauer, die „Wölfe“ rollen im kommenden

Jahr in Polen ans Startband. Welche Hintergründe

hat diese drastische Maßnahme?

Frank Mauer: Ich möchte es vorwegnehmen,

dies hat nichts mit den Vorfällen rund um das

Bundesligarennen gegen Brokstedt zu tun. Die

Sache wurde geklärt, korrekt wiederholt und

Brokstedt ist im Endeffekt verdient Deutscher

Meister geworden. Der Hauptgrund ist, dass wir

andere Vorstellungen als die restliche Liga haben.

Unsere Teammanagerin Manuela Hinrichs

hat an etlichen Web-Konferenzen teilgenommen

und Dinge vorgeschlagen, auf die überhaupt

nicht eingegangen wurde. Wir sind mit

dem Ligasystem in Deutschland nicht mehr

glücklich, daher diese Entscheidung.

Statt Bundesliga heißt es also 2. Liga in Polen,

dort nur die dritthöchste Klasse. Ein Rückschritt?

Überhaupt nicht, der Speedwaysport in Polen

hat einen ganz anderen Stellenwert als hier, das

ist eher ein Schritt in die richtige Richtung. Für

12 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '19


Foto S. 12 oben: Frank (li.) und Fritz Mauer • Actionfoto: Auch Franks Sohn Steven Mauer startet bei den Wölfen

Wittstock • Foto oben: Der Heidering Wittstock in seiner ganzen Pracht

uns und unsere Fahrer gibt es eigentlich nur

Vorteile.

Die da wären?

Wenn du in der mit fünf Mannschaften besetzten

Bundesliga das Finale verpasst, dann hast

du nur vier Liga-Rennen in der ganzen Saison.

In der zweiten polnischen Liga wird unser Team

an 14 Rennen in einer Saison teilnehmen, sieben

auswärts und sieben auf dem Heidering,

wo dann alle zwei Wochen was los ist. Unser

Verein gewinnt dadurch an Popularität, die polnischen

Fans werden sich freuen, nach Wittstock

zu kommen. Außerdem wird die Jugend

mehr eingebunden, das freut mich besonders.

Polen wird eine harte Nuss, das ist jedem klar.

Schließen Sie eine Rückkehr nach Deutschland

komplett aus?

Man soll ja niemals nie sagen, ganz ausschließen

würde ich das nicht. Dafür müsste sich in

Deutschland aber einiges ändern, das Liga-

System erneuert werden. Nun richten wir erst

einmal den Fokus auf Polen, alles andere ist Zukunftsmusik.

Wie wollen sich die „Wölfe“ für das nächste

Jahr aufstellen?

Das ist es ja eben, wir wollen auf Leute aus

Deutschland und eigene Talente setzen. Meine

Vision ist es, ein Team zu formen, das über Jahre

wächst. Die Anfänge auf neuem Terrain werden

nicht einfach, vor allem in den Heimrennen können

wir aber bestimmt einige ärgern. Wir als

Verein wollen den ausländischen Fahrern nicht

das Geld in den Rachen werfen. Denen ist es

doch völlig egal, ob man ins Finale einzieht oder

nicht. Mit der Verpflichtung eines Gastfahrers

nimmt man einem potenziellen Talent aus den

eigenen Reihen einen Platz weg.

Wird sich beim MSC durch den Neustart in

Polen etwas verändern?

Nein. Der Heidering erfüllt beispielsweise die

Bedingungen, wir haben alle notwendigen Auflagen

erfüllt. Das hat der polnische Verband bereits

bestätigt.

Wie lautet ihr Fazit für 2019?

Der Abschluss mit dem Race of the Night hat gezeigt,

dass die Leute begeisterungsfähig sind.

Auch sportlich war das Jahr in Ordnung, wir sind

als Dritter der Bundesliga auf dem Podest gelandet

und konnten auch im Paar-Cup und in

der Liga Nord erfolgreich sein. Man muss auch

mal kleinere Brötchen backen.

Dürfen sich die Fans trotz des zukünftig regen

Ligabetriebes auf die traditionellen Rennen

freuen?

Aber sicher, mit dem „Hammer“ wird die Saison

im März eröffnet, außerdem planen wir mit dem

Pokal für Frieden und Freundschaft, dem Ostseepokal

und dem Race of the Night. Die Traditionen

werden fortgesetzt.

• Interview: Marius Böttcher; Fotos: Thomas Klemm

Dezember '19 BAHNSPORT AKTUELL 13


SPEEDWAY

Wittstock „Race of the Night“

Mathias

Thörnblom

dominiert

• Foto: Wolfgang Radszuweit

Sehr viel Glück mit dem Wetter hatte der MSC Wittstock am 19. Oktober. Noch in der Woche zuvor stand die Bahn zum Teil unter Wasser,

doch am Renntag und nach zahlreichen Bahndiensten zeigte sich der Belag in gutem Zustand.

Es war nicht ganz einfach, ein gutes und ausgeglichenes

Fahrerfeld zusammenzustellen. Mit

Ben Ernst und Lukas Baumann sprangen kurzfristig

noch zwei gute Nachwuchsfahrer wegen

des Wiederholungstermins in Pardubice ab.

Trotz der ungünstigen Wettervorhersagen und

einigem Unmut der Fans über die Absagen besuchten

doch noch gut 1000 Zuschauer das

Rennen und brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen.

Unter dem Jubel der Fans waren es Tobias Busch

und Steven Mauer, die die beiden ersten Heats

für sich entscheiden konnten. Busch war auch

der erste, der außerdem seinen zweiten Heat

gewann. Dahinter folgten drei Fahrer mit je

5 Punkten, unter anderem Lokalmatador Steven

Mauer, Dominik Möser und der Schwede Mathias

Thörnblom. Dahinter lauerten die Polen Marcin

Nowak und Marcin Kozcielski mit je 4 Zählern.

In Heat 7 stürzte der Tscheche Zdenek Holub,

dem von einem der Polen der Lenker verdreht

wurde und im Anschluss in die Airfences krachte.

Gott sei Dank zog sich Zdenek nur Prellungen

zu, musste aber aufgeben. In Rennen 9 gab

Busch den ersten Punkt an Thörnblom ab und

hatte damit wie der Schwede, Mauer und Möser

8 Punkte. Diese vier Fahrer konnten sich auch

im vierten Durchgang durchsetzen und standen

Siegerehrung (v.l.): Rennleiterin Manuela

Schult, Tobias Busch, Mathias Thörnblom,

Marcin Nowak und 2. Vorsitzender Fritz Mauer

• Foto: Thomas Klemm

14 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '19


damit mit je 11 Punkten sehr gut da. Im letzten

Durchgang lag zuerst der Pole Kamil Nowacki in

Führung, doch Busch kämpfte sich auf der Gegengerade

vorbei und siegte.

Eine Vorentscheidung fiel in Heat 20. Hier standen

Thörnblom, Mauer und Möser zusammen

mit Tim Sörensen am Start. Recht souverän

siegte der Schwede klar vor Dominik Möser und

Steven Mauer. Damit hatten nach den Vorläufen

Tobias Busch und Mathias Thörnblom jeweils

14 Zähler. Mit im Finale standen Dominik Möser

(13 Punkte) Steven Mauer (12), Marcin Nowak

(11) und Marcin Kozcielski (10). Eigentlich sollten

vorher noch zwei Semifinals mit je sechs

Fahrern ausgetragen werden, doch Sprecher

Steffen Schulz, der seine Sache sehr gut machte,

musste bekanntgeben, dass die Fahrer angesichts

der fortgeschrittenen Zeit nur noch

das Finale fahren wollten.

Dieses wurde dann zur klaren Beute von Thörnblom,

der damit das „Race of the Nigth 2019

für sich entscheiden konnte. Zweiter wurde

Busch und Dritter der Fahrer aus Poznan, Marcin

Nowak. Möser holte Platz 4 vor Nowacki und

Mauer.

Zum ersten Mal am Start in Wittstock waren die

Gespanne. Klare Sieger mit drei Heatsiegen

und einem 3. Platz wurden die Nordhastedter

Ole Möller/Dana Frohbös, die nicht immer

gleich vorne lagen. In ihrem dritten Lauf wurden

sie sogar vom holländischen Gespann Klaas

Kregel/Emiel Bruins regelrecht umgefahren.

Zweite wurden die Bahnpokalsieger Jan Kempa/Sina

Stickling vor den Holländern und André

Schöning/Kim Kempa im Boot.

• Wolfgang Radszuweit

Int. ADMV-Speedwayrennen „Race of the Night“ Wittstock

19.10.2019

Ergebnisse:

I-Solo - Finale: 1. Mathias Thörnblom, S, 14 Vorlaufpunkte;

2. Tobias Busch, D, 14; 3. Marcin Nowak, PL, 11; 4. Dominik

Möser, 13; 5. Marcin Kozcielski, PL, 10; 6. Steven Mauer, D,

12.

Weitere Platzierungen: 7. Jonas Knudsen, DK, 9; 8. Kamil

Nowacki, PL, 8; 9. Tim Sörensen, DK, 6; 10. Mirko Wolter,

5; 11. Henry van der Steen, NL, 5; 12. Marius Nielsen, DK,

4; 13. Celina Liebmann, 3; 14. Zdenek Holub, CZ, 2;

15. Nick Agertoft, DK, 2; 16. Maximilian Pott, 1; 17. Robert

Baumann, 1.

Seitenwagen: 1. Ole Möller/Dana Frobös; 2. Jan Kempa/Sina

Stickling; 3. Klaas Kregel/Emiel Bruins; 4. André Schöning/Kim

Kempa.

3 FRAGEN AN STEVEN MAUER

Steven, wie verlief für dich die Saison 2019?

Im Großen und Ganzen bin ich ziemlich zufrieden,

ich hatte ein paar Tiefen und auch ein paar

Höhen, aber das gehört einfach dazu und ich

kann damit auch sehr gut umgehen. Mit meinem

Tuner bin ich sehr zufrieden wie auch mit

meinem gesamten Team.

Du bist ja im letzten Jahr Vater geworden, welchen

Einfluss hat das auf dich?

Ja, natürlich denke ich, wenn ich zum Rennen

fahre, an meine kleine Tochter und an meine

Frau, die Leidenschaft zum Sport ist aber ungebrochen

und ich möchte immer mein Bestes geben.

Die Selbsteinschätzung in kritischen Situationen

auf der Rennbahn sollte immer vorhanden

sein und das ist auch der Fall. Man weiß

ja, zu Hause wartet eine kleine Familie auf einen.

Von daher kann ich das für mich gut einschätzen.

Was planst du für das nächste Jahr?

Für die nächste Saison haben wir uns wieder einiges

vorgenommen, für mich persönlich wie

auch im Verein wollen wir einiges verändern. In

Planung ist für mich die Teilnahme am Team-

Cup, Verhandlungen in Dänemark stehen an

und alles weiter wird sich ergeben. Für den Verein

sind wir zurzeit auf Sponsorensuche, haben

heute für das Rennen auch einige ansässige Firmen

eingeladen, damit sie mal den Sport persönlich

kennenlernen und sehen, was hier passiert.

In Wittstock selbst steht der Fußball sehr

groß da, aber auch wir als Motorsportverein

möchten uns präsentieren und zeigen, dass es

uns gibt. Wenn wir nichts probieren, passiert

auch nichts und von daher freuen wir uns, dass

die Firmen unserer Einladung gefolgt sind.

Auch Vertreter der Stadt Wittstock sind hier. Was

am Ende dabei rauskommt, wird sich zeigen.

Die Jungs sollen heute auf ihren Speedway-

Bikes den Gästen eine gute Show bieten und alle

Anwesenden gut unterhalten.

• Text u. Foto: Thomas Klemm

Siegerehrung Seitenwagen: 1. Ole Möller/Dana Frobös,

2. Jan Kempa/Sina Stickling, 3. Klaas Kregel/

Emiel Bruins • Fotos: Wolfgang Radszuweit

Jan Kempa/Sina Stickling noch vor den späteren

Siegern Ole Möller/Dana Frohbös

Dezember '19 BAHNSPORT AKTUELL 15


Merry Christmas and a happy New Year

Ein frohes Weihnachtsfest und

einen guten Rutsch ins neue Jahr

wünscht allen Fans, Freunden,

Fahrern und Veranstaltern.

Verkaufs- und Präsentationsteam

WÖRMANN

Ein frohes Weihnachtsfest

und ein glückliches Jahr 2020 wünscht der

WÖRMANN

MSC ALTRIP E.V.

Ein herzliches Willkommen zum

67. INT. SANDBAHNRENNEN

FRONLEICHNAM, 11. JUNI 2019

Fahrerbewerbungen A-/B-Solo + Seitenwagen 500 ccm an:

karl-martin.gensinger@t-online.de

16 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '19


Dezember '19 BAHNSPORT AKTUELL 17


Merry Christmas and a happy New Year

Ein frohes Weihnachtsfest,

ein gutes neues Jahr sowie eine

erfolgreiche Saison 2020

wünschen der

MSC Dingolfing

e.V./ADAC

& Michael Härtel

Wir bedanken uns bei allen

Bahnsportfans sowie bei

unseren Funktionären,

Sponsoren und den Fahrern.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen

bei unserem Traditionsrennen

am 1. Mai 2020.

Infos: www.msc-dingolfing.de

60. Int. ADAC

Grasbahnrennen

Motorsport-Weekend

1. u. 2. Aug.

2020

MELSUNGEN

Wir sagen “Danke” allen

Frohe Weihnachten

die zum Gelingen unserer

Rennveranstaltung 2019

und ein gutes

beigetragen haben und wünschen Neues Jahr 2020

www.msc-melsungen.de

Der DMSC Bielefeld e.V. im ADAC

bedankt sich auf diesem Wege ganz herzlich bei allen,

die zum Gelingen des ADAC-Grasbahnrennens

am 2. Juni 2019 auf dem Leineweberring in Bielefeld

beigetragen haben!

Wir wünschen allen Bahnsportfans, den Fahrern

und unseren Veranstalterkollegen eine schöne Weihnachtszeit

und für 2020 viel Glück und Erfolg!

Wie immer können die aktuellen Entwicklungen im

DMSC Bielefeld e.V. im ADAC unter

WWW.DMSCBIELEFELD.DE

verfolgt werden.

Voraussichtlicher Renntermin 2020: 7. Juni 2020

DAS TEAM VON BAHNSPORT AKTUELL

wünscht allen Lesern, Fahrern, Funktionären und Veranstaltern sowie Anzeigenkunden

ein frohes und friedvolles Weihnachtsfest sowie ein gesundes, unfallfreies

und erfolgreiches neues Jahr.

Wir sind für Sie da von

Montag bis Donnerstag, 8:00 bis 13:00 Uhr + 14:00 bis 17:00 Uhr sowie Freitag, 8:00 bis 14:00 Uhr

Per E-Mail: redaktion@ziegler-verlag.de, nadine.pfeiffer@ziegler-verlag.de (Anzeigenabteilung), Fax 06184 923355

18 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '19


CLUBNOTIZEN

Vorstand mit Damen

DMV Landesgruppe Südbayern

Jahreshauptversammlung

Vorstandschaft im Amt bestätigt • Robert Weiss wird Ehrenvorsitzender

Im Geschäftsbericht informierte Daniel Fuchs, Geschäftsführer der DMV

Landesgruppe Südbayern über das Geschehen von der letzten Jahreshauptversammlung

in Engelsberg bis zum heutigen Tage. Er teilte mit,

dass im Sportjahr 2019 viele Veranstaltungen durchgeführt wurden. Unter

anderem zahlreiche Jugendkartveranstaltungen, mehrere, europaweite

historische Formel-Vau-Rennen, Oldtimertreffen, die Eisspeedway-

WM in Inzell, mehrere Enduro- und Crossveranstaltungen sowie Speedwayveranstaltungen

und ein Mofarennen.

Im Kassenbericht wurden die aktuellen Zahlen von Schatzmeister Thomas

Kunz dargelegt und erläutert. Der vorgestellte Haushaltsplan für

das neue Sportjahr 2020 wurde von der Versammlung einstimmig angenommen.

Sodann beantragten die Revisoren die Entlastung des Schatzmeisters

und der gesamten Vorstandschaft, die einstimmig durch die

Versammlung erfolgte.

Die Meisterehrung der Sportler aus dem diesjährigen Motorsportjahr

begann Bahnsportreferent Markus Eibl (RSC Pfarrkirchen). Er ehrte den

Deutschen Eisspeedwaymeister Markus Jell (nicht anwesend), den Eisspeedway-EM-Dritten

Luca Bauer (nicht anwesend) und die deutschen

Seitenwagenmeister und EM-Vize Markus Venus und Markus Heiss. Markus

Venus nahm die Ehrung dankend entgegen, gab noch einen kurzen

Saisonrückblick und gab einen kurzen Ausblick auf die neue Saison.

Im Anschluss an die Ehrung berichtete Eibl noch vom Speedwayrennen

in Pocking und vom Mofarennen und dem DM-Seitenwagenfinale in

Pfarrkirchen. Er bedankte sich bei den Verantwortlichen vom MSC Pocking,

die in diesem Jahr wieder fünf Trainingseinheiten auf der Sandbahn

angeboten haben und hofft darauf, endlich wieder Nachwuchs im

Bahnsport erhalten zu können. Weiter berichtete Eibl, dass auch 2020 in

Inzell, Pocking und Pfarrkirchen wieder Motorsportevents stattfinden

werden. In Inzell findet vom 13. bis 15. März 2020 das Abschiedsrennen

von Günther Bauer „ServuSchliff“ und das WM-Finale 4 statt. Der MSC

Pocking organisiert wieder sein alljährliches Osterrennen sowie verschiedene

Trainingsveranstaltungen und auch in Pfarrkirchen wird es

wieder ein Mofarennen und im August/September eventuell eine Europameisterschaft

geben.

Daniel Fuchs, Ehrenvorsitzender Robert Weiss, Thomas Kunz

und Kai Schmiedeknecht (v.l.)

Markus Venus, Markus Eibl und Kai Schmiedeknecht (v.l.)

Am 20.10.2019 lud die Vorstandschaft der DMV Landesgruppe Südbayern

e.V. zur ordentlichen Jahreshauptversammlung mit Meisterehrung

nach Erlbach ein. Organisiert wurde die Versammlung in diesem Jahr

vom MSC Zeilarn, einem der 20 zugehörigen Ortsclubs der Landesgruppe.

Zu Beginn der Versammlung begrüßte Vorstandsvorsitzender Kai

Schmiedeknecht alle Anwesenden recht herzlich, insbesondere die aktiven

Sportler, die Motorsportjugend, die Referenten der einzelnen Sparten,

die Betreuer und Eltern sowie die Vorstände der einzelnen Ortsclubs

und erwähnte die Leistungen und vor allem die hervorragende Zusammenarbeit

im vergangenen Jahr. Danach bedankte er sich bei seinen Vorstandsvorgängern

Robert Weiss, Alexander Lutz und Klaus-Peter

Schmiedeknecht für deren Unterstützung und die beratende Funktion

bei allen Fragen und hob deren Mithilfe bei der Eisspeedway-WM heraus.

Er hoffe weiterhin auf eine tatkräftige Unterstützung, so Schmiedeknecht.

Seinen größten Dank richtete er wieder an die aktiven Motorsportler

und vor allem an die Motorsportjugend. „Ihr seid das Aushängeschild

der DMV Landesgruppe Südbayern und präsentiert unseren Verband

weit über den südbayerischen Bereich hinaus“, so Schmiedeknecht

in seiner Rede. In diesem Zusammenhang dankte er auch den Eltern,

Betreuern und Trainern für deren Engagement, den Zeitaufwand

und die unermüdliche Bereitschaft für die aktiven Sportler da zu sein.

Nur durch diese Unterstützung „unserer Zukunft im Motorsport“ seien

die Erfolge, die im letzten Jahr erreicht werden konnten, überhaupt möglich

gewesen.

In seinem Rückblick auf das vergangene Jahr stellte Schmiedeknecht

fest, dass es wieder gelang, viele herausragende Motorsportereignisse

zu organisieren. Zum Schluss bedankte sich der Vorsitzende noch bei

seinen Vorstandskollegen Thomas Kunz, Daniel Fuchs und Günther Bauer

für die unwahrscheinlich gute Zusammenarbeit. „Ich denke wir waren

ein super Team und können weiterhin sehr positiv in die Zukunft blicken.

Mir hat die Zusammenarbeit sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe natürlich,

dass wir in der Konstellation auch weiterhin die Geschäfte der Landesgruppe

führen dürfen“, so Schmiedeknecht.

Kartsportreferentin Gerlinde Wagner durfte im Anschluss vielen Fahrern,

Fahrerinnen und Mannschaften Pokale für die Landesgruppenmeisterschafts-Wertung

überreichen.

Bei den anschließenden Neuwahlen wurden Vorstandsvorsitzender Kai

Schmiedeknecht, Schatzmeister Thomas Kunz, Geschäftsführer Daniel

Fuchs, Vorstand Sport Günther Bauer und Jugendleiterin Anja Schreiner

in ihren Ämtern bestätigt. Lediglich bei den Referenten und Revisoren

gab es kleinere Änderungen. Mit Kerstin Karban wurde eine neue Kassenrevisorin

gewählt und Alexander Lutz übernahm von Klaus-Peter

Schmiedeknecht das Amt des Tourensportreferenten.

Große Ehre gab es dann für den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Robert

Weiss. Ihm wurde von der gesamten Vorstandschaft der Titel des Ehrenvorsitzenden

der DMV LG Südbayern verliehen. Robert Weiss kann

auf eine lange Karriere bei der Landesgruppe zurückblicken: Angefangen

hat er 1970 als Schriftführer beim AMC Neuötting, bei dem er dann auch

von 1989 bis 1994 als 1. Vorsitzender tätig war. Ab 1977 kümmerte er sich

um das Kassenwesen der DMV Landesgruppe Südbayern, ehe er am

14.11.1999 den Vorsitz übernahm und bis Anfang 2018 innehatte. 2018

erhielt er noch vom DMV-Präsidenten Wilhelm Weidlich das Großgoldene

Ehrenabzeichen des DMV und wurde zum DMV-Ehrenmitglied ernannt.

Zu guter Letzt bewarb sich der MSC Pocking noch um die Ausrichtung der

nächsten Jahreshauptversammlung der DMV Landesgruppe Südbayern

und diese wurde von der Versammlung für den 8. November 2020 in Pocking

festgelegt.

Dezember '19 BAHNSPORT AKTUELL 19


CLUBNOTIZEN/NOTIZEN

Saisonabschluss beim AC Landshut (v.l.): Teammanager Klaus Zwerschina, Stadtrat Ludwig

Zellner, Jonas Wilke, Sandro Wassermann, Stephan Katt, Valentin Grobauer, 2. Vorsitzende

Kerstin Rudolph, 1. Vorsitzende Gerald Simbeck, Vaclav Milik und Martin Smolinski

AC Landshut

Glanzvoller Saisonabschluss

ACL feiert Mannschaft, Sponsoren und Funktionäre im historischen

Zeughaus

„Es war eine interessante und spannende Saison 2019 – und nun wird Titel

Nummer 20 im Jahr 2020 anvisiert“ – so lautete der Tenor der Resümees

und Vorausschauen anlässlich der Saisonabschlussfeier des AC

Landshut im Zeughaus.

Über 180 Gäste – Vertreter der Stadt Landshut, Sponsoren, Funktionäre

und Unterstützer des AC Landshut – feierten zusammen mit der Bundesligamannschaft

des Deutschen Rekordmeisters, den Devils, den Vizemeistertitel

in der 1. Speedway Bundesliga. In seiner Begrüßungsrede

würdigte Stadtrat Ludwig Zellner die Erfolge des Vereins und dessen Beitrag

zum Ruf Landshuts als großer Sportstadt. Der ACL rede Jahr für Jahr

ein Wort bei der Vergabe des Deutschen Meistertitels mit und stelle mit

seinem anhaltenden Erfolg einen „Fixstern am Speedwayhimmel“ dar.

Darüber hinaus mache er nicht nur durch sein Engagement auf nationaler,

sondern dank seiner gelungenen Großveranstaltungen auch auf internationaler

Ebene immer wieder auf sich und damit auch auf die Stadt

aufmerksam.

„Wir sind stolz auf unser Team, das Großartiges geleistet hat und den Vizetitel

erringen konnte“, so die lobenden und einleitenden Worte des

ACL-Vorsitzenden Gerald Simbeck an das Bundesligateam. Doch nicht

nur dies: „Viele gelungene Veranstaltungen, darunter auch die Ausrichtung

der Team-WM (Speedway of Nations), der Gewinn neuer Sponsoren

und sogar neuer Funktionäre – so macht eine Saison Spaß. Ich möchte

mich an dieser Stelle bei allen Funktionären, Aktiven, den Medien sowie

meinem Vorstandsteam und natürlich bei unseren Sponsoren für die

großartige Unterstützung bedanken. Ohne diese Eckpfeiler wäre es nicht

möglich, auf diesem hohen Niveau erfolgreich arbeiten zu können. Wir

sind eine Devilsfamilie und stolz darauf“, so Simbeck weiter.

Der Begriff der Devilsfamilie sei, erläuterte die 2. Vorsitzende Kerstin Rudolph,

vor zwei Jahren im Trainingslager entstanden und umfasse neben

der Bundesligamannschaft als „Herzstück“ alle, die im Verein aktiv sind

oder diesen unterstützen. Sie ließ die zurückliegende Saison kurz Revue

passieren, die die Verantwortlichen bisweilen vor unerwartete und kurzfristig

zu bewältigende Schwierigkeiten gestellt habe. Vor diesem Hintergrund

blickt der Verein mit Stolz auf den Vizemeistertitel der zurückliegenden

Saison. Nun gelte es, sich an die Vorbereitungen zu machen,

um das ausgemachte Ziel „Titel Nr. 20 in 2020“ umsetzen zu können.

Zentraler Punkt hierbei ist die Bundesligamannschaft, die Teammanager

Klaus Zwerschina im Anschluss vorstellte und die Saison auch aus seiner

Perspektive kurz bewertete. Trotz der zahlreichen Verletzungen habe

sich die Mannschaft teuer verkauft, er selber blicke auf ein „Super-Jahr

mit dem Team“ zurück und sei stolz, Manager dieser Mannschaft zu sein.

Nun gelte es abzuwarten, wie sich die Rahmenbedingungen für die kommende

Saison in puncto Reglement und Fahrerkategorisierung entwickeln

würden. Nichtsdestotrotz steht die Mannschaft der Devils in den

Grundzügen bereits fest. Youngster Jonas Wilke, der sein zweites Jahr in

der 500er-Klasse bestritten hatte und im Laufe der Bundesligasaison

aufgrund der bereits erwähnten Verletzungssituation buchstäblich ins

kalte Wasser geworfen wurde, bezeichnete es als eine Ehre, für den ACL

zu starten und unterzeichnete einen Vertrag für das Folgejahr. Sandro

Wassermann, der nun im dritten Jahr hintereinander keine komplette

Saison durchfahren konnte, hofft auf ein verletzungsfreies 2020. Begeistert

von seinem zurückliegenden Jahr zeigte sich Stephan Katt, für

den es mit der Qualifikation für die Langbahn-WM und zahlreichen Podestplätzen

sehr gut lief. Er bekräftigte im Hinblick auf die spannenden

Finalrennen der Bundesligasaison: „Nicht nur der Vorstand hat gezittert,

auch wir Fahrer… Es hat sehr viel Spaß gemacht dieses Jahr.“ Valentin

Grobauer, der nach der Verletzung von Kapitän Martin Smolinski dessen

Rolle übernommen hatte, berichtete kurz über seine Saison in England

und Polen sowie die Pläne für das kommende Jahr, bevor er sich insbesondere

bei den treuen Fans bedankte, die nicht nur bei den Heimrennen

hinter dem Team gestanden hätten, sondern auch die Strapazen der

Anreise zu den Auswärtsrennen auf sich genommen hätten, um „ihre Devils“

zu unterstützen. Schnell in die Herzen der Fans gefahren und problemlos

ins Team integriert hatte sich Vaclav Milik, den man – so Teammanager

Zwerschina – „in der Devilsfamilie adoptiert hat“. Dies konnte

der amtierende Tschechische Meister nur bestätigen, der auf der Bühne

einen Anschlussvertrag für die kommende Saison unterschrieb und den

Fans versprach: „2020 wird der Titel geholt.“

Dies bekräftigte auch Kapitän Martin Smolinski, der nach einer kurzen

Rückschau auf seine durchwachsene Saison den Blick nach vorne richtete.

„Mit dem Rückhalt der Fans, der Sponsoren und des Vereins sollte es

möglich sein, dieses Ziel zu erreichen. Es macht einfach Spaß, alles

funktioniert wie ein Uhrwerk.“ Nicht anwesend waren die Teammitglieder

Mark Riss sowie Viktor Kulakov. Beiden sprach der Teammanager ein

großes Dankeschön aus – Mark Riss für seine Bereitschaft, nach seiner

mehrmonatigen Pause die Mannschaft in den Finalrennen nach Kräften

zu unterstützen, Kulakov für seine Loyalität und Einsatz in der zurückliegenden

Saison. Während man sich mit dem Russen für das kommende

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Jahr nicht einig werden konnte, wird Riss 2020 wieder für das Team zur

Verfügung stehen.

Im Anschluss an den sportlichen Rückblick richtete sich die Aufmerksamkeit

auf die zahlreichen Sponsoren und Unterstützer des Vereins. Im

laufenden Jahr, so der 1. Vorsitzende, seien wieder mehrere Sponsoren

zum Verein gestoßen. Während man seinerzeit mit zehn Förderern begonnen

habe, habe dieser Teil der Devilsfamilie mittlerweile knapp 70

Mitglieder, worauf man natürlich stolz sei. Als Dank für ihre Unterstützung

erhielt jeder der Sponsoren ein Plakat mit den Unterschriften der

Devils-Mannschaft 2019. • Text: Claudia Patzak; Foto: Michael Eder

SVG-Tagung in Meißen

Vom 18. bis 20. Oktober fand in diesem Jahr die Jahrestagung der Speedway

Veranstalter Gemeinschaft in Meißen statt. Auf der letzten Tagung

war aus dem Kreis der Mitgliedsvereine der Wunsch geäußert worden,

die Tagung zeitlich auszudehnen und mit informativen Teilen durch externe

Referenten aufzuwerten. Dieses Anliegen, das auch die Gestaltung

der Tagung in den nächsten Jahren beherrschen wird, konnte bereits mit

den Vorträgen von Ole Stark, Geschäftsführer des Sächsischen Landesverbands

Motorsport zum Thema „Verbandsentwicklung im Motorsport

und deren Fördermöglichkeiten bundesweit“ und René Schäfer zum Thema

„DMSJ mit ihren Meisterschaften und der Nachwuchs- sowie Talentförderung“

in die Tat umgesetzt werden.

Im Verlauf der Tagung wurde durch die Vertreter der anwesenden Bundesligavereine

und den Vorstand der SVG die konstruktive Zusammenarbeit

mit dem Fachausschuss hinsichtlich der Erarbeitung des Bundesliga-Reglements

2020 hervorgehoben. Diese Kooperation ist zukunftsweisend

und wird von der SVG in vollem Umfang unterstützt.

Darüber hinaus haben sich die anwesenden Vertreter der Vereine mit der

Weiterentwicklung und Öffentlichkeitswirkung der SVG sowie der Anpassung

des Reglements des Speedway Team-Cups beschäftigt. Die Austragungsbedingungen

wurden abschließend bearbeitet und werden demnächst

veröffentlicht. Wichtig war in dieser Hinsicht, einen Kompromiss

zwischen allen beteiligten Mannschaften zu finden und dabei den Teamgedanken

mit der Förderung des Nachwuchses zu verbinden. So wurden

nur einige Änderungen am Reglement vorgenommen, um die bestehenden

Teams zusammenzuhalten und die Idee, dass erfolgreiche Fahrer ihre

Erfahrungen im Wettbewerb an die jüngeren Aktiven weitergeben, aufrechterhalten

zu können.

Der STC hat damit eine wichtige Funktion im deutschen Speedwaysport

eingenommen und trägt zur Förderung der Talente bei. Der Vorstand der

SVG unterstützt und fördert alle Vereine, die sich an diesem Mannschaftswettbewerb

und der damit verbundenen Jugendförderung beteiligen

wollen.

Jahresabschlusstraining

in Wolfslake

Ende Oktober herrschte auf dem Wolfslaker Eichenring Rennfeeling.

Dem Oberkrämerclub wurde das Ergebnis der Nachwuchsarbeit der letzten

Wochen durch die zahlreiche Teilnahme der Kids bestätigt. In der

kleinsten Klasse, der PW 50, fanden zehn Kinder den Weg nach Wolfslake.

Die Mitgliederzahl im Jugendbereich konnte der Club damit mehr als

verdreifachen. Zum Jahresbeginn zählte der Club noch vier Fahrer in drei

Klassen. Bis Oktober befanden sich 14 eigene Nachwuchsfahrer unter

den Clubmitgliedern.

Für die Kids war der Samstag nochmal eine besondere Trainingseinheit,

die Nachwuchsabteilung drehte nicht nur in der eigenen Klasse ihre Runden,

sondern konnte auch den erfahrenen Fahrern über die Schultern

schauen. In der Juniorklasse B trainierten dazu noch vier Piloten in

Wolfslake, die ebenfalls noch auf der Kinderbahn ihre Möglichkeiten testeten.

Aus der Wolfspack-Ligamannschaft fuhren Leon Arnheim und Lukas

Wegner mit 500-ccm-Motorrädern nochmals unter Profibedingungen.

Zum gesamten Trainingsfeld gesellten sich noch zahlreiche Hobbyund

Flat-Track-Fahrer.

An den folgenden Wochenenden stand nun wieder Bahndienst und Winterfestmachung

auf dem Eichenring auf der Tagesordnung. Die Airfence

musste gereinigt und eingelagert werden. Für die Kleinsten wird weiterhin

witterungsabhängig mittwochs Training sein. Die Saison ist zwar für

2019 beendet, aber der Club kennt keine Winterpause. Man plant und

bereitet schon die Saison 2020 vor.

Ein besonderes Jubiläum steht nächstes Jahr an: 40 Jahre Bahnsport am

Eichenring Wolfslake. Trotz einiger internen Querelen und Veränderungen

im Jahr 2019 konnte der Verein die Mitgliederzahl innerhalb eines

halben Jahres verdoppeln und optimistisch in die nächste Saison gehen.

• Heino Ressel

Die Gäste drehten am Gashahn

Beim Smolinski Performance Day im Speedwaystadion Olching an der

Toni-März-Straße wie auch beim Sponsorentag des AC Landshut in der

One-Solar-Arena bot sich den Sponsoren und Gönnern von Martin Smolinski

und des AC Landshut die Gelegenheit selbst auf ein Speedwaybike

zu steigen und auf den Rennstrecken einige Runden zu absolvieren.

Auch die Kinder kamen nicht zu kurz und durften auch selbst auf die bereitgestellten

50-ccm-Motorräder steigen. Im aufgebauten Parcours ging

es nicht um das Erzielen einer Höchstgeschwindigkeit, sondern darum,

ein Fahrzeug im Zusammenspiel mit Gas, Bremse und Kupplung zu kontrollieren

und zu bewegen.

„Zwei wirklich schöne Tage liegen hinter uns“, fasst Smolinski die beiden

Events in Olching und Landshut zusammen, „es wurden zahlreiche

Runden gedreht und abseits der Strecke wurde viel geplaudert und wir

hatten zusammen eine wirklich gute Zeit. Ein gelungener Abschluss einer

intensiven Saison!“ • Text u. Foto: SR Speed Performance

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INTERNATIONAL

ENGLAND

Sheffield steigt auf

Im nächsten Jahr wird die SGB Premiership von acht auf neun Vereine aufgestockt.

Nach 30 Jahren Abstinenz werden die Sheffield Tigers nun wieder

in der ersten Liga mitmischen. Das gaben die Eigentümer, Familie

Bates und der äußerst erfahrene Tony Mole, Ende Oktober bekannt. Sie

vollen den Traditionsclub wieder an die Spitze der ersten Liga führen. Die

361-Meter-Bahn gehört nach wie vor zu den besten in Großbritannien. Bei

den Fans gab es schon ein positives Echo, da der Verein dann wieder traditionell

am Donnerstagabend fahren kann.

Global Challenge Series - King’s Lynn

Gelungener Auftakt

Großbritanniens neue Teammanager Simon Stead und Oliver Allen konnten

zufrieden sein. Ihre Löwen konnten einen 16-Punkte-Sieg über die Dänen

herausfahren. Die Briten suchen noch immer nach einem adäquaten

Partner, der an der Seite von Tai Woffinden im FIM Speedway of Nations

Wettbewerb fahren wird. Beide Teams konnten in King’s Lynn nicht in

Bestbesetzung antreten.

Ergebnis: GB, 53 Punkte (Charles Wright 10, Adam Ellis 10, Anders Rowe 9, Craig Cook 8, Drew

Kemp 6, Dan Bewley 5, Lewis Kerr 5); DK, 37 (Rasmus Jensen 11, Niels Kristian Iversen 10, Matias

Nielsen 5, Mikkel Bech Jensen 4, Hans Andersen 4, Kasper Andersen 3, Benjamin Basso 0).

Premiership Finale

Absolut chancenlos

Nach ihrem großartigen Halbfinalsieg hatte man den Witches im Grand Final

einiges zugetraut. Aber Ipswich wirkte in beiden Matches saft- und

kraftlos. Daheim in Foxhall konnten die Hexen lediglich vier Läufe gewinnen!

Zwei Tage später kam es noch schlimmer. Iversen und Harris wurden

nicht annähernd ihrer Heat-Leader-Rolle gerecht und der sonst starke Richard

Lawson beendete das Rennen gar ohne einen einzigen Punkt. Für

Swindon war dies der vierte Titel in der 70-jährigen Geschichte.

Ergebnisse: Ipswich, 41 Punkte (Niels Kristian Iversen 9, Jake Allen 9, Richard Lawson 7, Cameron

Heeps 6, Chris Harris 6, Daniel King 4, James Sarjeant); Swindon, 49 (Tobiasz Musielak 12, Jason

Doyle 11, Rasmus Jensen 8, Adam Ellis 8, Ellis Perks 5, Troy Batchelor 4, Claus Vissing 1).

Swindon, 62 Punkte (Jason Doyle 13, Tobiasz Musielak 12, Rasmus Jensen 11, Troy Batchelor 9,

Adam Ellis 8, Claus Vissing 5, Ellis Perks 4); Ipswich, 27 (Jake Allen 11, Chris Harris 6, Niels Kristian

Iversen 5); Daniel King 3, Cameron Heeps 1, James Sarjeant 1, Richard Lawson 0).

Swindon gewinnt 111:68.

Championship Finale

Leicesters erster Titel

Leicester konnte mit 12 Punkten in seinem Heimrennen einen komfortablen

Vorsprung herausfahren. Rasmus Jensen glich mit seinem brillanten

Maximum die enttäuschende Vorstellung von Craig Cook in etwa aus. In

Schottland wurde es erst nach Lauf 11 so richtig spannend. Bis dahin

stand es pari. Danach drehten die Tigers auf. Aber der Endspurt kam zu

spät. Mit nur 2 Punkten Vorsprung gewann Leicester dieses Jahr – neben

dem Championship Shield – seinen ersten Meistertitel in der zweiten Division.

Ergebnisse: Leicester, 51 Punkte (Richard Lawson/Gast 11, Ellis Perks 9, Ryan Douglas 8, Tyron

Proctor 7, Connor Mountain 7, Scott Nicholls 7, Joe Lawlor 2); Glasgow, 39 (Rasmus Jensen 15, Claus

Vissing 8, Craig Cook 6, Sam Jensen 4, Mikkel B. Andersen 4, Connor Bailey 2, Kyle Bickley 0).

Glasgow, 50 Punkte (Craig Cook 14, Claus Vissing 14, Kyle Bickley 9, Rasmus Jensen 8, Mikkel B.

Andersen 2, Sam Jensen 2, Connor Bailey 1); Leicester, 40 (Ellis Perks 11, Tyron Proctor 7, Scott Nicholls

6, Ryan Douglas 5, Steve Worrall/Gast 4, Joe Lawlor 4, Connor Mountain 3).

Leicester gewinnt 91:89.

Championship Knockout Cup - Finale

Auf Distanz gehalten

Der 12-Punkte-Vorsprung der Bears aus dem ersten Match in Redcar hat

gereicht. Newcastle bestritt sein Heimrennen ohne Thomas Jörgensen

und Lasse Bjerre. Zudem zog sich Daniel Phillips in einem kontroversen

Lauf 7 eine Armverletzung zu. Erik Riss fuhr mit 14 Punkten ein großartiges

Rennen, nur einmal von Max Clegg geschlagen. Bis zu Heat 7 konnte Redcar

ein Remis halten, verlor dann aber an Boden und lag nach dem zwölften

Lauf 12 Punkte zurück. Dank zweier 5:1 in Lauf 13 und 15 durch Riss und

Charles Wright gewannen die Bears erstmals den Pokal.

Ergebnisse: Redcar - Newcastle 51:39 Punkte (s. BSA 11/19).

Newcastle, 47 Punkte (Max Clegg 14, Ulrich Östergaard 10, Steve Worrall 9, Matthew Wethers 8,

James Sarjeant/Gast 6, Daniel Phillips 0); Redcar, 43 (Erik Riss 3-2-3-3-3=14, Jordan Stewart 9,

Charles Wright 7, Kasper Andersen 5, Ben Barker/Gast 4, Nathan Greaves 3, Tom Woolley 1).

Redcar gewinnt 94:86.

Erik Riss (im Vordergrund) holte die meisten Punkte für die Bears • Foto: Andy Garner

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Jason Doyle (vorne) ist die Nr. 1 in der Premiership, hier vor der Nr. 3 Max Fricke • Archivfoto: Jarek Pabijan

National League - Finale

Nach Cup nun auch Meister

Dennis Hume (16) und Ellis Perks (14) waren mit ihren Paid-Maxima Leicesters

großer Rückhalt im ersten Final-Match. Die Gäste konnten nur einen

Laufsieg herausfahren. Beim Rückkampf in Sittingbourne mühten

sich die gastgebenden Kent Kings sehr, doch Leicester hatte das Match zu

jeder Zeit sicher im Griff.

Ergebnisse: Leicester, 59 Punkte (Danyon Hume 16, Ellis Perks 14, Joe Thompson 12, Ryan Terry-

Daley 8, Dan Thompson 5, Josh Embleton 4); Kent, 31 (Dan Gilkes 7, Drew Kemp 7, Rob Ledwith 6,

Anders Rowe 6, Jake Mulford 3, Jordan Jenkins 1, Alex Spooner 1).

Kent, 43 Punkte (Rob Ledwith 11, Drew Kemp 9, Dan Gilkes 9, Jordan Jenkins 7, Jake Mulford 4, Alex

Spooner 3); Leicester, 47 (Danyon Hume 13, Ellis Perks 12, Joe Thompson 9, Ryan Terry-Daley 8, Dan

Thompson 5, Josh Embleton 0).

Leicester gewinnt 106:74.

National League Knockout Cup - Finale

Leicester holt den Pott

Das erste Rennen in Leicester musste wetterbedingt nach zwölf Läufen

abgebrochen werden. Bis dahin wurde Belle Vue mit 18 Punkten förmlich

von der Bahn gefegt. Beim zweiten Match in Manchester lief es für die

Gastgeber zwar viel besser, aber Leicester ließ nichts mehr anbrennen

und wurde verdient Pokalsieger.

Ergebnisse: Leicester, 45 Punkte (Joe Thompson 12, Danyon Hume 11, Ellis Perks 8, Dan Thompson

7, Ryan Terry-Daley 6, Josh Embleton 1); Belle Vue, 27 (Kyle Bickley 7, Leon Flint 6, Jordan Palin 4,

Daniel Phillips 3, Connor Bailey 3, Ben Rathbone 3, Ben Woodhull 1). Abbruch nach Lauf 12.

Belle Vue, 47 Punkte (Connor Bailey 12, Leon Flint 11, Kyle Bickley 8, Jordan Palin 7, Daniel Phillips

5, Ben Woodhull 4, Ben Rathbone 0); Leicester, 43 (Ellis Perks 11, Dan Thompson 11, Danyon Hume

10, Joe Thompson 5, Josh Embleton 4, Ryan-Terry Dayley 2).

National League Riders’ Championship - Scunthorpe

Abbruch

Nach 14 Läufen entschied sich Referee Mick Bates für den Abbruch dieses

Prestigerennens. Der Regen ließ keine gefahrlosen Läufe, besonders im

Innenbereich der Bahn, mehr zu!

Gewertet wurden die Punkte nur bis Heat 12, dem Ende des dritten Durchganges.

• Andreas Fahldiek

Ergebnis: 1. Anders Rowe, 9 Punkte; 2. Drew Kemp, 8; 3. Max Clegg, 8; 4. Ellis Perks, 7; 5. Leon

Flint, 7; 6. Kyle Bickley, 6; 7. Ryan Kinsley, 6; 8. Ben Morley, 6; 9. Jordan Palin, 3; 10. Jack Smith, 3;

11. Tom Spencer (Res.), 3; 12. Jason Edwards, 3; 13. Joe Thompson, 2; 14. Connor Coles, 1; 15. Danno

Verge, 1; 16. Joe Lawlor, 0; 17. Sam Woods (Res.), 0; 18. Tom Young, 0.

Weitere Rennen

Colin Hill Memorial Trophy - Plymouth - Grand Final (6 Runden): 1. Lawson; 2. Barker; 3. Perks;

4. Morley.

Golden Hammer Wolverhampton - Finale: 1. Clegg; 2. Greaves; 3. Perry; 4. Stoneman S/D.

PREMIERSHIP TOP-10

Pl./Name Nat. Club R Ave.

1. Jason Doyle (1) AUS Swindon 35 10,12

2. Troy Batchelor (2) AUS Swindon 36 9,21

3. Max Fricke (3) AUS Belle Vue 28 9,02

4. Kenneth Bjerre (4) DK Belle Vue 28 8,56

5. Craig Cook (5) GB King’s Lynn 20 8,35

6. Rasmus Jensen (8) DK Swindon 26 8,34

7. Robert Lambert (6) GB King’s Lynn 26 8,21

8. Brady Kurtz (7) AUS Poole 24 8,17

9. Josh Grajczonek (9) AUS Poole 32 8,00

10. Sam Masters (10) AUS Wolverhampton 28 7,88

18. Erik Riss (19) D King’s Lynn 24 7,29

SGB CHAMPIONSHIP TOP-10

Pl./Name Nat. Club R Ave.

1. Sam Masters (1) AUS Edinburgh 11 10,86

2. Craig Cook (2) GB Glasgow 34 10,67

3. Charles Wright (3) GB Redcar 31 9,50

4. Chris Harris (4) GB Somerset 25 9,32

5. Rory Schlein (5) AUS Somerset 27 9,28

6. Scott Nicholls (6) GB Leicester 35 9,23

7. Rasmus Jensen (7) DK Glasgow 33 9,70

8. Richard Lawson (8) GB Eastbourne 33 9,06

9. Erik Riss (9) D Redcar 19 9,02

10. Edward Kennett (10) GB Eastbourne 29 8,99

Valentin Grobauer D Somerset 17 5,52

NATIONAL LEAGUE TOP-10

Pl./Name Club R Ave.

1. Ellis Perks (3) Leicester 20 10,72

2. Daniel Ayres (1) Mildenhall 13 10,65

3. Max Clegg (2) Cradley Heath 20 10,27

4. Ben Morley (4) Isle of Wight 22 9,68

5. Danyon Hume (5) Leicester 24 9,52

6. Georgie Wood (8) Isle of Wight 15 9,21

7. Leon Flint (7) Belle Vue 17 9,19

8. Ben Wilson (10) Plymouth 22 8,81

9. Nathan Stoneman (-) Plymouth 17 8,81

10. Jordan Palin (6) Belle Vue 22 8,78

Dezember '19 BAHNSPORT AKTUELL 23


INTERNATIONAL

Die Topzwei der Ekstraliga: Leon Madsen und Bartosz Zmarzlik • Archivfoto: Jarek Pabijan

POLEN

Top-15 der Ekstraliga

Leon Madsen hat eine großartige Saison hinter sich. Der Däne wurde

Speedway-Vizeweltmeister und war in der polnischen Ekstraliga bester

Fahrer. Der 31-Jährige von Wlokniarz Czestochowa erzielte in 18 Ligamatches

224 Punkte und kam auf einen Average von 9,77. Madsen bestritt

auch die meisten Läufe. Insgesamt rollte er nicht weniger als 97-mal ans

Startband. Bartosz Zmarzlik war von 2016 bis 2018 bester Pilot der Ekstraliga,

aber der neue Weltmeister musste sich in der vergangenen Saison

mit dem 2. Rang begnügen. Da Stal Gorzow die Play-off-Runde deutlich

verpasst hatte, absolvierte der 24-Jährige nur 14 Ligarennen und erreichte

dabei einen Durchschnitt von 9,64. Emil Sayfutdinov konnte sich im

Vergleich zu 2018 steigern und belegte am Ende Platz 3. Der Russe, der

bei Unia Leszno unter Vertrag steht, schrieb 193 Punkte und sein Average

beträgt 9,44. Dass die Podestplätze allesamt WM-Medaillengewinner belegen,

beweist deutlich, dass die polnische Ekstraliga in der Speedway-

Welt die stärkste ist.

Nur zwei Sportler überschritten die Grenze von 200 erkämpften Zählern. Neben

Madsen war das Martin Vaculik. Der Slowake von Falubaz Zielona Gora

kam insgesamt auf 201 Punkte und landete in der Rangliste auf Platz 4.

Top-10 der 1. Liga

Überraschenderweise war der Russe Viktor Kulakov effektivster Fahrer in

der 1. Liga. Der 24-Jährige von Unia Tarnow erzielte einen Average von

9,64. Kacper Woryna war Leistungsträger von ROW Rybnik und trug wesentlich

zum Aufstieg der Mannschaft aus Oberschlesien in die Ekstraliga

bei. Der Enkelsohn des legendären Antoni Woryna erfuhr einen Durchschnitt

von 9,54 und belegt Platz 2 in der Rangliste.

Kai Huckenbeck absolvierte in der Saison für Orzel Lodz zehnn Ligamatches,

erkämpfte 62 Punkte und belegte mit einem Average von 6,18

Rang 28.

Top-5 der 2. Liga

Der Franzose David Bellego war mit Abstand bester Pilot der 2. Liga. Der

26-Jährige von PSZ Poznan erzielte insgesamt 153 Punkte und damit einen

Durchschnitt von 9,76. Kevin Wölbert belegte einen hervorragenden

3. Rang. Der Deutsche schrieb für Kolejarz Opole 110 Zähler, was einen

Average von 8,98 ergibt.

Valentin Grobauer (Polonia Bydgoszcz) und Erik Riss (Kolejarz Opole) absolvierten

für ihre Teams jeweils nur zwei Rennen und konnten in der

Rangliste nicht berücksichtigt werden. • Georg Dobes

EKSTRALIGA TOP-15

Pl./Name Nat. Club R P L Ave.

1. Leon Madsen DK Czestochowa 18 224 97 9,77

2. Bartosz Zmarzlik PL Gorzow 14 183 78 9,64

3. Emil Saifutdinow RUS Leszno 18 194 86 9,44

4. Martin Vaculik PL Zielona Gora 18 201 94 9,28

5. Artem Laguta RUS Grudziadz 14 140 63 9,14

6. Jason Doyle AUS Torun 14 165 75 9,12

7. Janusz Kolodziej PL Leszno 18 167 83 8,96

8. Tai Woffinden GB Wroclaw 15 151 72 8,83

9. Grigorij Laguta RUS Lublin 9 98 48 8,67

10. Maksym Drabik PL Wroclaw 18 175 88 8,54

11. Piotr Pawlicki PL Leszno 18 184 90 8,53

12. Nicki Pedersen DK Zielona Gora 14 121 62 8,13

13. Mikkel Michelsen DK Lublin 14 139 75 8,05

14. Kenneth Bjerre DK Grudziadz 14 136 75 7,95

15. Maciej Janowski PL Wroclaw 16 142 79 7,85

1. LIGA TOP-10

Pl./Name Nat. Club R P L Ave.

1. Viktor Kulakov RUS Tarnow 14 168 73 9,64

2. Kacper Woryna PL Rybnik 16 182 78 9,54

3. Peter Ljung S Tarnow 13 141 62 9,36

4. Andzejs Lebedevs LV Daugavpils 12 105 54 8,44

5. Troy Batchelor AUS Rybnik 16 167 80 8,80

6. Timo Lahti LV Daugavpils 12 105 54 8,44

7. Tobiasz Musielak PL Lodz 10 100 48 8,42

8. Jacob Thorssel S Gdansk 9 67 37 8,22

9. Sergey Logachev RUS Rybnik 11 77 45 8,18

10. Krystian Pieszczek PL Gdansk 12 126 64 8,12

2. LIGA TOP-5

Pl./Name Nat. Club R P L Ave.

1. David Bellego F Poznan 13 153 66 9,76

2. Kamil Brzozowski PL Bydgoszcz 16 161 78 9,02

3. Kevin Wölbert D Opole 11 110 53 8,98

4. Tero Aarnio FIN Krakau 12 72 34 8,94

5. Andreas Lyager DK Pila 10 113 53 8,90

24 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '19


INTERNATIONAL

Emil Sayfutdinov führt die Top-10

der russischen Speedwayliga an

• Archivfoto: Wolfgang Radszuweit

RUSSLAND

Eisspeedwaytermine 2019/2020

Die russische Eissaison wird traditionell am zweiten Dezember-Wochenende

offiziell eröffnet. Am 7. Dezember finden in Kamensk-Uralskij und Jugorsk

die Auftaktrennen der Superliga und der Höheren Liga statt. Die

Wintersaison geht dann im sibirischen Irkutsk zu Ende. Am 7. und 8. März

2020 wird dort das Anatolij-Gladyshev-Memorial ausgetragen.

Wie schon in der vergangenen Saison gehen vier Mannschaften in der Superliga

an den Start. Um die Goldmedaille werden Togliatti (Titelverteidiger),

Ufa, Kamensk-Uralskij und Schadrinsk kämpfen.

EINZELMEISTERSCHAFT

Semifinals: 14./15.12. Schadrinsk, Ufa, Vjatskije Poljany

Finale 1: 28./29.12. Togliatti

Finale 2 : 4./5.1.2020 Schadrinsk

LANDESPOKAL

Finale 1 : 11./12.1. Jugorsk

Finale 2: 8./9.2. Vjatskije Poljany

JUNIOREN-EINZELMEISTERSCHAFT

Semifinale : 25./26.1. Lukhovitsy

Finale : 1./2.2. Ufa

TEAMMEISTERSCHAFT (SUPERLIGA)

Runde 1 + 2 : 7./8.12.2019 Kamensk-Uralskij

Runde 3 + 4: 18./19.1.2020 Ufa

Runde 5+6 : 22./23.2.Togliatti

TEAMMEISTERSCHAFT (HÖHERE LIGA)

Runde 1 + 2: 7./8.12.2019 Jugorsk

Runde 3 + 4 : 22./23.2.2020 Lukhovitsy

U21-TEAM-LANDESPOKAL (JUNIOREN-TEAMMEISTERSCHAFT)

Finale 1: 21./22.12.2019 Kamensk-Uralskij

Finale 2: 15.-16.2.2020 Izhevsk

Finale 3: 29.2./1.3. Vjatskije Poljany

OFFENE RENNEN

Pokal von Sibirien und dem Fernen Osten: 22./23.12.2019 Irkutsk

Anatolij-Stepanov-Memorial : 25.1.2020 Togliatti

Anatolij-Gladyshev-Memorial : 7./8.3. Irkutsk

Emil Sayfutdinov vorne

Obwohl die Mannschaft von Turbina in der Teammeisterschaft nur Bronze

gewann, hatte sie den besten Fahrer der Liga in ihren Reihe. Emil Sayfutdinov

absolvierte in der vergangenen Saison vier Matches und erzielte einen

hervorragenden Average von 11,24. Der GP-Medaillengewinner bestritt

insgesamt 21 Läufe und erlitt lediglich vier Niederlagen. Grigorij Laguta,

der 2018 wegen seiner Doping-Sperre keine Ligarennen fahren durfte,

war wieder Leistungsträger des Meisterteams aus Wladiwostok und

trug wesentlich zur erfolgreichen Titelverteidigung bei. Er hatte am Ende

einen Durchschnitt von 10,82 und belegte Rang 2. Sein jüngerer Bruder

Artem wurde erst in der Endphase der Meisterschaft eingesetzt. Der GP-

Teilnehmer bestritt drei Matches und wurde schließlich viertbester Fahrer

der Liga.

Viktor Kulakov wechselte vor der Saison von Balakovo nach Oktjabrskij,

büßte jedoch von seiner sportlichen Klasse nichts ein und kam erneut unter

die Topdrei (war im Vorjahr Zweiter). Der 24-Jährige von Baschkirija erreichte

einen Average von 9,42 und erzielte in der Liga die meisten Punkte.

Kulakov war der einzige Fahrer, der die Grenze von 100 Punkten überschritt.

Er kam 48-mal zum Einsatz und schrieb insgesamt 112 Zähler. Sein

Teamkamerad Denis Gizatullin, der 2018 Platz 1 belegte, wurde diesmal

Siebter.

Bester U21-Fahrer war Evgeny Saidullin. Der 18-Jährige von Mega-Lada Togliatti

erzielte einen Durchschnitt von 7,60. Weiter folgten seine Teamkollegen

Gleb Chugunov (7,15) und Roman Lahbaum (6,82) sowie Vladimir

Bogma von Turbina Balakovo (6,35) und Vitalya Kotylar von Wostok Wladiwostok

(5,79). • Georg Dobes

SPEEDWAYLIGA TOP-10

Pl./Name Club R P L Ave.

1. Emil Sayfutdinov Balakovo 4 21 58 11,24

2. Grigorij Laguta Wladiwostok 7 34 90 10,82

3. Viktor Kulakov Oktjabrskij 8 48 112 9,42

4. Artem Laguta Wladiwostok 3 15 33 9,33

5. Vladimir Borodulin Balakovo 6 34 70 8,47

6. Adrian Gala/PL Togliatti 7 34 64 8,35

7. Denis Gizatullin Oktjabrskij 8 42 79 7,90

8. Andrey Kudriashov Togliatti 8 41 75 7,90

9. Sergey Logachev Wladiwostok 6 26 49 7,85

10. Evgeny Saidullin Togliatti 6 20 34 7,60

Zusätzliche Punkte bei Joker-Einsätzen wurden in der Rangliste nicht berücksichtigt.

26 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '19


INTERNATIONAL

Fight in St. Johann (v.l.): Matias Nielsen, Jernej Hribersec,

Daniel Gappmaier und Sieger Michael Härtel

ÖSTERREICH

Int. Speedway - St. Johann/Pongau - 19.10.2019

Michael Härtel dominiert

Genau eine Woche dauerte die Speedwaysaison in Österreich. Sechs Tage

nach dem Beginn in Mureck (wir berichteten in Bahnsport aktuell 11/19)

wurde im salzburgischen St. Johann der Kehraus gefeiert. Und wieder gab

es einen deutschsprachigen Gewinner. Nicht weil die Konkurrenz

schwach war, sondern weil echt gekämpft wurde. Diesmal stand Michael

Härtel auf der obersten Stufe und holte den Sieg nach Deutschland. Für

Mureck-Sieger Daniel Gappmaier gab es der Platz 2.

Nach Absagen und Verschiebungen schnellten am 19. Oktober tatsächlich

die Startbänder hoch und die Zuschauer bekamen beim Flutlichtmeeting

spannende 21 Rennen zu sehen. Einziger Wermutstropfen war das auf

15 Mann geschrumpfte Feld, in dem das dänische Trio den Ton anzugeben

schien. Denn die drei hielten sich bis zuletzt in der ersten Hälfte des Feldes,

das sich insgesamt aus zehn Nationen zusammensetzte. Mathias

Nielsen war die Speerspitze der Dänen und mit 13 Punkten lag er nach

20 Läufen gemeinsam mit Lokalmatador Gappmaier an der Spitze. Nielsen

war es auch, der im Eröffnungslauf Gappmaier und Härtel besiegt hatte

und den später Erst- und Zweitplatzierten hinter sich hielt. Doch im entscheidenden

Finale um den Tagessieg tauten die beiden deutschsprachigen

Cracks auf.

Für Härtel war es das erste Antreten auf dieser Bahn und daher seine

Schilderungen nachvollziehbar. „Nach dem ersten Lauf tauschten wir das

Motorrad, weil die Bahn im Kurvenein- und -ausgang doch speziell war

und ich nicht wusste, wo ich hinfahren soll.“ Außerdem probierte man an

der Übersetzung herum, um dann im fünften Durchgang etwas langsamer

zu sein. Und dieses Set-up behielt man für das Finale bei. O-Ton Härtel dazu:

„Ich bin voll reingekommen, hab’ gemerkt dass Gappmaier außen ist,

bin aber nicht brutal rausgefahren, sondern hab’ Platz gelassen, damit er

auch noch überleben kann.“ Was der Österreicher ebenso sah und sich

über Platz 2 freute.

Nielsen wurde in diesem spannenden Finale Dritter vor Routinier Norbert

Magosi aus Ungarn. Andreas Jensen (5.) und der Russe Vjatcheslav Monakhov

(6.) schrammten mit je 10 Punkten knapp an der Finalteilnahme

vorbei. Kein Rennglück hatte der Slowenen Nick Skorja (7.). In Mureck

noch Zweiter, wurde er nach einem Sturz – im Lauf gegen Nielsen und Monakhov

– disqualifiziert und rutschte aus dem Favoritenkreis. Der Tsche-

che Zdenek Simota hielt sich knapp im Oberhaus und verdrängte den Dänen

Thomsen im direkten Aufeinandertreffen in Lauf 20 auf den 9. Tagesrang.

Enttäuschend die beiden Polen Dawid Rempala und Patryk Zielinski. Von

Laufsiegen weit entfernt langte es mit 5 bzw. 2 Punkten nur für Rang 12

und 14. Und auch den Letten Artjoms Trofimovs hatte man weiter vorne erwartet.

Dass er die rote Laterne trug, war enttäuschend, war er doch in

Mureck knapp vor der Finalteilnahme gestanden. An diesem Tag stellte

ihn sein junger Landsmann Ansviesulis in den Schatten und setzte sich in

der Tageswertung auf Platz 10 fest.

Das als Rahmenprogramm durchgeführte Flat-Track-Rennen gewann übrigens

Manuel Hagleitner. • Text u. Fotos: Alfred Domes

Ergebnis: 1. Michael Härtel, D, 12+3 Punkte; 2. Daniel Gappmaier, A, 12+2; 3. Matias Nielsen, DK,

13+1; 4. Norbert Magosi, H, 11+0; 5. Andreas Jensen, DK, 10; 6. Vjatcheslav Monakhov, RUS, 10; 7.

Nick Skorja, SLO, 9; 8. Zdenek Simota, CZ, 9; 9. Tobias Thomsen, DK, 8; 10. Ricards Ansviesulis, LV,

7; 11. Nicolas Vicentin, I, 6; 12. Dawid Rempala, PL, 5; 13. Jernej Hribersek, SLO, 3; 14. Patryk Zielinski,

PL, 2; 15. Artjoms Trofimovs, LV, 2.

Michael Härtel (li.) und Daniel Gappmeier belegten die Plätze 1 und 2 in St. Johann

28 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '19


Laufreicher Saisonabschluss

Am dritten Oktober-Wochenende ging in Tschechien die Bahnsportsaison

zu Ende. Am 19. Oktober wurden in Pardubice insgesamt 34 Läufe ausgetragen,

um die Sieger aus vier Wettbewerben ermitteln zu können. In der

vierten, abschließenden Runde des MACEC-Cups gingen 16 überwiegend

junge Fahrer an den Start. Tagesbester des Turniers, dessen Organisator

der Motorsportverband der Zentraleuropäischen Länder war, wurde Mateusz

Bartkowiak aus Polen, der auf der 391 Meter langen Strecke ungeschlagen

blieb und 15 Punkte errang. Zweiter wurde der Slowake David

Pacalaj (13), vor Marko Levishyn (12). Der Ukrainer wurde Gesamtsieger

des Pokalwettbewerbes. Zwischen den Durchgängen bestritten diejenigen

Fahrer ihre Läufe, die am Jiri-Marx-Memorial teilnahmen. In diesem

Rennen fanden insgesamt vier Heats statt und man fuhr zu sechst. Sieger

der 16. Ausgabe des Memorials wurde Lukas Baumann. Der Güstrower

verzeichnete zwei Siege und schloss das Mini-Turnier mit 15 Zählern ab.

Zweiter wurde der punktgleiche Ben Ernst, der jedoch nur einen Sieg vorzuweisen

hatte.

Lukas Baumann gewann

das Jiri-Marx-Memorial

• Archivfoto: Uwe Ebler

TSCHECHIEN

Am 5. Oktober sollten die Rennen ums Goldene Band und um den Jawa-

Cup in der 250-ccm-Klasse stattfinden. Aufgrund widriger Wetterbedingungen

mussten sie jedoch abgesagt werden. Beide Rennen gingen zwei

Wochen später über die Bühne. Sieger des Jawa-Cups wurde das polnische

Duo Oskar Paluch/Dawid Pecyna, das sich im Finallauf gegen das

deutsche Team und die Gastgeber durchsetzen konnten. Den Zielstrich

überquerte zwar Erik Bachhuber als Erster, aber Jonny Wynant stürzte. In

der Qualifikation lagen die DMSB-Fahrer mit 32 Zählern deutlich vorne.

Die drei jeweils besten U21-Fahrer des MACEC-Cups und des Jiri-Marx-Memorials

rollten am Ende ans Startband, um in einem einzigen Heat den

Sieger des Rennens ums Goldene Band zu ermitteln. Bartkowiak setzte

sich gegen die Konkurrenz durch und verwies Marko Levishyn und Petr

Chlupac auf die Plätze. Lukas Baumann und Ben Ernst belegten letztendlich

die Ränge 5 bzw. 6.

Ergebnisse - 19.10. MACEC-Cup: 1. Mateusz Bartkowiak, PL, 15 Punkte; 2. David Pacalaj, SK, 13;

3. Marko Levishyn, UKR, 12; 4. Mateusz Swidnicki, PL, 11; 5. Hynek Stichauer, CZ, 11; 6. Stanislav

Melnychuk, UKR, 10; 7. Jaroslav Petrak, CZ, 7; 8. Dennis Fazekas, H, 6; 9. Jakub Valkovic, SK, 6;

10. Vitali Lysak, UKR, 6.

Endstand (nach 4 Rennen): 1. Levishyn, 36 Punkte; 2. Mateusz Tudziez, PL, 33; 3. Melnychuk, 29.

16. Jiri-Marx-Memorial: 1. Lukas Baumann, D, 15 Punkte; 2. Ben Ernst, D, 15; 3. Petr Chlupac, CZ,

13; 4. Jan Kvech, CZ, 13; 5. Bastian Borke, DK, 2; 6. Francis Gusts, LV, 2.

45. Goldenes Band: 1. Bartkowiak; 2. Levishyn; 3. Chlupac; 4. Pacalaj; 5. Baumann; 6. Ernst.

Jawa-Cup 250 ccm: 1. Polen, 23 Vorlaufpunkte (Oskar Paluch 19, Dawid Pecyna 4); 2. Deutschland,

32 (Erik Bachhuber 18, Jonny Wynant 14); 3. Tschechien - Team B, 25 (Pavel Kuchar 14, Jaroslav Vanicek

11); 4. Dänemark, 22 (Rasmus Pedersen 15, Mathias Karsten 7); 5. Estland, 9 (Didzis Dobums

1, Markus Maximus Lill 8); 6. Tschechien - Team A, 9 (Jan Jenicek 3, Jan Hlacina 6).

Finale: 1. Bachhuber; 2. Paluch; 3. Kuchar; 4. Pecyna; 5. Vanicek; 6. Wynant S.

Friendship-Cup für Rivne

Am 20. Oktober wurde in Divisov die letzte Runde des Friendship Cups

durchgeführt. Nach drei Runden führte das Team aus Rivne und die Ukrainer

konnten es sich in Tschechien sogar leisten, Tagesdritte zu werden.

Diese Aufgabe meisterten die Osteuropäer mit Bravour, obwohl sie im

letzten Durchgang keine Punkte erzielten. Sieger der Vierkampfes wurde

die Mannschaft aus Prag. Die Tschechen holten neun Siege und kamen

auf insgesamt 42 Zähler. Sie überholten in der Gesamtwertung das DMV-

Team und wurden letztendlich Zweite. Die Mannschaft der White Tigers

kam mit nur einem DMSB-Fahrer, besser gesagt Fahrerin, nach Divisov.

Celina Liebmann erkämpfte auf der 350 Meter langen Bahn 2 Punkte, wobei

sie im 15. Heat stürzte und ihren letzten Lauf nicht mehr absolvierte.

Außer ihr gingen noch Nicolas Vicentin aus Italien und die Ungarn Dennis

Fazekas sowie Roland Kovacs für den DMV an den Start. Das Team schloss

das Rennen mit 17 Punkten ab. • Georg Dobes

Ergebnis: 1. AK Marketa Prag, 42 Punkte (Klima 13, Hajek 7, Chlupac 10, J.Kvech 12); 2. SC Zarnovica,

31 (Valkovic 4, Mihalik 7, Pacalaj 9, Malek 11); 3. SC Rivne, 25 (Melnychuk 11, Lysak 2, Levishyn

11, Fedorchuk 1); 4. DMV White Tigers, 17 (Vicentin 6, Liebmann 2, Fazekas 5, Kovacs 4).

Endstand: 1. Rivne, 12 Punkte; 2. Prag, 11; 3. DMV, 9; 4. Zarnovica, 8.

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