Bauzeit 2020 08 Bad

eurobaustoff
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BAD

Trockenbau. Wand & Boden.

Badeinrichtung.

Badezimmer gewinnen an Wohnlichkeit und Stil. Dank Design,

erlebbarer Funktionalität und optimaler Raumausnutzung hält man

sich hier zunehmend länger auf. Die Ansprüche an die Gestaltung

sind hoch und reichen von Komfort über Barrierefreiheit bis hin zu

stylisch-praktischem Stauraum. Mit den modernen Baustoffen von

heute lassen sich die Herausforderungen bestens meistern.

Schaffen Sie sich einen Wellnesstempel im eigenen Zuhause!


TROCKENBAU

Spezielle für Feuchträume geeignete Trockenbauplatten bilden einen

idealen Untergrund für Abdichtungen und Fliesen. Die sogenannten grünen

Platten halten durchschnittlichen Anforderungen im Badezimmer ohne

Probleme stand. In Feucht- und Nassräumen mit extremeren Belastungen

werden feuchte- und schimmelresistente Zementplatten für eine robuste

Wand- und Deckenbeplankung benötigt.

Bild: Knauf

2 BAUZEIT. BAD. TROCKENBAU.


Bild: Knauf

Trockenbauprofile

Trockenbauprofile dienen zur Herstellung eines Grundgerüsts,

auf das im Anschluss die Gipskartonplatten montiert

werden. Der Profilaufbau hängt davon ab, ob Sie eine abgehängte

Decke, eine Wandverkleidung oder eine freistehende

Wand realisieren wollen. Bei freistehenden Wänden

und bei der Vorsatzverschalung einer Wand bilden

die Profile ein Ständerwerk, beim Abhängen einer Decke

eine Unterkonstruktion aus Längs- und Tragprofilen.

Profile aus Holz

Holzprofile eignen sich zwar für die Verwendung als Unterkonstruktion,

beim Badausbau ist davon aber abzuraten. Im

Vergleich zu anderen Lösungen erfordert eine Holzkonstruktion

mehr Arbeitsaufwand und ist zudem anfälliger für Nässe.

Das Naturmaterial neigt dazu, sich auszudehnen und zu

verziehen, was zu Rissen oder Unebenheiten führen kann.

Profile aus Metall in der Gesamtkonstruktion

Profile aus Stahlblech sind für den Badausbau optimal geeignet.

Die Profilelemente sind in verschiedenen Längen

erhältlich und können mit einer Blechschere ganz einfach

gekürzt werden. Im Gegensatz zu Holzprofilen verziehen

sich Metallprofile nicht – etwa durch Änderungen der Luftfeuchtigkeit

– und halten auch höheren mechanischen

Belastungen stand. Für die besonderen Anforderungen

in Feucht- und Nassräumen gibt es Metallprofile, die mit

einem speziellen Korrosionsschutz ausgestattet sind. So

können auch in kritischen Bereichen sichere Konstruktionen

mit langer Lebensdauer erstellt werden. Je nach Belastungsgrad

sind unterschiedliche Profile erhältlich.

Bild: Knauf

Vorwandelemente

Für viele Sanitärinstallationen im Bad – z. B. für Toiletten,

Waschbecken oder Urinale – sind sogenannte Vorwandelemente

erhältlich. Sie gewährleisten eine sichere und vor

allem stabile Montage der Sanitäreinrichtung. Zulauf und

Ablauf des Wassers erfolgt verdeckt innerhalb der Elemente,

was das Stemmen von Schlitzen im vorhandenen Mauerwerk

überflüssig macht. Da sich Vorwand elemente leicht

mit Gipsplatten verkleiden lassen, eignet sich ihre Verwendung

besonders in Kombination mit Trockenbausystemen.

Der durch den dickeren Wandaufbau entstandene Raumverlust

lässt sich durch einen konstruierten Wandsims über

den Vorwandelementen optisch ausgleichen.

BAUZEIT. BAD. TROCKENBAU. 3


Trockenbauplatten

Plattenmaterialien, die für den Trockenbau im Bad verwendet werden, müssen erhöhte

Anforderungen in puncto Feuchteresistenz erfüllen – das Hauptkriterium für alle

Werkstoffe, die beim Badausbau eingesetzt werden.

Imprägnierte Gipskartonplatten

Zum Ausbau von Feuchträumen werden ausschließlich spezielle Platten mit imprägniertem

Gipskern verwendet. Diese in der Regel grünen Platten liefern eine solide

Resistenz gegen Feuchtigkeit und sind genauso handlich und leicht zu verarbeiten

wie die „normalen“ Gipskartonplatten.

Zementfaserplatten

Zementfaserplatten lassen sich einfach verarbeiten und leicht in die gewünschte

Form bringen. Die Platten sind zu 100 % wasserbeständig, feuerfest, dampfdurchlässig

und resistent gegen Schimmelpilzbefall. Diese Eigenschaften und ihre baubiologische

Unbedenklichkeit machen sie zu einem besonders geeigneten Fliesenuntergrund.

Aufgrund ihrer Eignung für gewölbte Montagen werden Zementfaserplatten

gerne für die flexible Wandgestaltung im Bad eingesetzt.

Bild: Sakret

Hartschaum-Platten

Leichte, flexible Bauplatten aus extrudiertem Polystyrol-Hartschaum eignen sich ideal

für schlanke Trennwandkonstruktionen – eine intelligente Alternative zu gemauerten

Duschtrennwänden. Bei der Installation entstehen kaum Schmutz und Lärm, Änderungswünsche

– z. B. Nischen oder Eckbänke – lassen sich während oder sogar nach

den Montagearbeiten umsetzen. Die Allround-Bauplatten sind wasserfest, wärmedämmend

und dienen als Untergrund für die Fliesenverlegung im Dünnbettverfahren.

Bild: Austrotherm

Bild: SG-Rigips

Doppelte Beplankung

Für eine bessere Stabilität werden Trockenbauwände im Badezimmer meist doppelt beplankt.

Das ist gerade dann notwendig, wenn später Fliesen verlegt werden. Diese benötigen

einen möglichst bewegungsfreien Untergrund, damit sich später keine Risse bilden.

Die versetzt zueinander montierten Gipskarton-Schichten verhindern die Bildung durchgängiger

Fugen und stabilisieren die Wand so weit, dass eine spätere Verfliesung einen

sicheren, haltbaren Untergrund hat. Außerdem können auf zweilagigen Beplankungen

Lasten bis zu 60 kg pro Schraube (abhängig von der Schraubenstärke) befestigt werden.

Das Anbringen von schweren Spiegeln oder Schränken ist somit kein Problem. Wird

die eingezogene Wand lediglich gestrichen und mit leichten Regalen versehen, reicht oft

eine einfache Beplankung aus. Die herkömmlichen Ständerabstände von 62,5 cm sind

hier jedoch deutlich zu reduzieren, um einen vergleichbar steifen Untergrund zu erhalten.

Verfugung

Zentrales Thema beim Bau mit Trockenbausystemen ist die absolute Dichtigkeit, um

spätere Schäden zu vermeiden. Sind die Wände gestellt, müssen die Fugen sorgfältig

glatt verspachtelt und geschliffen werden, damit Putz oder Fliesen später gut

haften. Die Fugen zwischen den Gipskartonplatten werden mit einem imprägnierten

Fugenspachtel geschlossen. Hierfür sollte die zum System gehörende Spachtelmasse

verwendet werden, um eine garantiert dichte und lang anhaltende Verfugung zu

gewährleisten. Mit einem Bewehrungsstreifen, der in den Fugenspachtel eingelegt

wird, lässt sich die Qualität und Lebensdauer der Fugen zusätzlich erhöhen. Um in

Dehnfugen sowie Stoßfugen und Stoßbereichen eine flexible Abdichtung zu schaffen,

können auch Dichtbänder eingesetzt werden.

4 BAUZEIT. BAD. TROCKENBAU.


Bodengleiche Duschen

Ein zukunftsorientiertes Bad erkennen Sie daran, dass

es ohne störende Schwellen und Hindernisse auskommt.

Und wer schätzt nicht den Komfort einer großen,

frei zugänglichen Dusche? Dem Einsatz einer

Fußbodenheizung steht trotz der integrierten Abläufe

nichts im Weg. Räume ohne Barrieren wirken größer,

luftiger und eleganter. Eine bodengleiche Dusche mit

schicken Fliesen, edlen Armaturen und großzügigen

Glastrennwänden wird zum Designobjekt mitten in

Ihrem Badezimmer.

Bild: Jackon

Bild: wedi

Bild: wedi

Bild: wedi

Duschelemente

Verfliesbare Duschelemente mit Gefälle-Set erleichtern

den Neubau und die Renovierung barrierefreier Bäder.

Ablaufleistung, Sperrwasserhöhe, Gefälle, Abdichtung

– alles ist hier bereits berücksichtigt, einschließlich der

geringsten Aufbauhöhen. Die dünnsten Duschelemente

mit integriertem Ablauf sind gerade einmal 90 mm

flach und erfüllen trotzdem alle relevanten Normen und

Richtlinien.

Modulare Trockenbausysteme

Mit modularen Trockenbausystemen können Sie rund

um die Dusche schnell und einfach Sitz-, Ablage- und

Stellflächen realisieren. Kleinere Gästebäder werden

dadurch viel praktischer. Sogar freitragende Sitzbänke

im Bad sind möglich. Diese Flächen können wie der

restliche Badbereich mit Fliesen oder Mosaiken gestaltet

werden. Auch ein Gefälle für die Entwässerung ist

kein Problem.

Montagefertige Oberflächen

Montagefertige Duschoberflächen sind eine elegante

Alternative zur Fliese. Die einteiligen, wasserdichten

Elemente bestehen aus einem hochfesten Mineralwerkstoff.

Schnell und sicher werden sie auf dem fertig

montierten Bodenelement verlegt und verklebt. Danach

werden die Übergänge zu Wand- und Bodenfliesen mit

Silikon versiegelt. Das antibakterielle, schmutzabweisende

und rutschhemmende Material bietet sicheren

Halt und einfache Reinigung.

Bild: wedi

Bild: Sakret

Bild: Upmann

Integrierte Abläufe

Designboxen

Mit dem Einbau des Duschelements wird die Rohrleitung an das integrierte Entwässerungssystem angeschlossen,

abgedichtet und anschließend mit einer Oberfläche oder Fliesendecke versehen. Besonders edel wirken integrierte

Entwässerungssysteme aus Edelstahl. Zwei Ablauf-Varianten stehen zur Auswahl: die Linienentwässerung und der

Punktablauf. Die Duschrinnen bei der Linienentwässerung lassen sich besser mit großformatigen Fliesen kombinieren

und bestechen durch einen flachen Ablauf und eine hohe Ablaufleistung. Bei einer Punktentwässerung befindet

sich der Ablauf zentral in der Mitte des Duschelements. Im Gegensatz zur Linienentwässerung braucht es hier vier

sich verschneidende Gefälleflächen, damit das Wasser perfekt ablaufen kann.

Verabschieden Sie sich von sperrigen Ablagen oder

Duschkörben – die gehören dank cleveren Nischeneinsätzen

der Vergangenheit an. Designboxen schaffen

Stauraum, ohne wertvollen Platz zu opfern. Sie bestehen

aus hochwertigem Edelstahl, sind in verschiedenen

Größen und Ausführungen erhältlich und können

direkt in die Trockenbaukonstruktion integriert werden.

BAUZEIT. BAD. TROCKENBAU. 5


WAND & BODEN

Untergrundvorbereitung.

Abdichtung. Heizung. Fliesen.

Der fachgerechte Boden- und Wandaufbau ist Voraussetzung für ein schickes

Bad, an dem Sie sich täglich erfreuen. Besonders große Fliesenformate

erfordern eine sorgfältige Untergrundvorbereitung, damit die Fliesen beim Verkleben

exakt aufliegen. Mit kleinen Fliesen können Sie geringe Unebenheiten

zwar ausgleichen, dementsprechend ergibt sich aber ein höherer Fugenanteil.

Bild: Warmup

6 BAUZEIT. BAD. WAND & BODEN.


Untergrundvorbereitung

Fliesen sind äußerst pflegeleicht und aufgrund ihrer Langlebigkeit

der Standardwand- und Bodenbelag im Badezimmer.

Damit sie fest haften und ihr makelloses Aussehen für viele

Jahre behalten, muss der Untergrund vor dem Verlegen

ordentlich vorbereitet werden. Die Dusch- und WC-Bereiche

müssen mit besonderer Sorgfalt abgedichtet und versiegelt

werden, denn ohne eine gute dauerhafte Abdichtung kann

Feuchtigkeit eindringen und Schäden verursachen.

Bild: Sakret

Egalisierung und Haftverbund

Der perfekte Untergrund eines Fliesenbelages ist eben, fest, tragfähig,

trocken und frei von Rissen und haftungsmindernden Stoffen.

Putz- oder Spachtelschichten dürfen nicht hohlliegen. Der Untergrund

darf nicht mürbe sein, nicht absanden und sollte weder Ausblühungen

noch Trennschichten aufweisen. Bevor unebene Untergründe

mit einer Spachtelmasse ausgeglichen bzw. auf ebenen

Untergründen keramische Fliesen verlegt werden können, kann zur

Verbesserung des Haftverbundes der Einsatz einer abgestimmten

Grundierung oder Haftbrücke sinnvoll sein. Dies ist beispielsweise

der Fall, wenn stark saugende oder absandende Untergründe vorliegen

oder wenn auf Estrich oder Putzw gefliest werden soll. Welches

Produkt im Einzelfall das richtige ist, sollte immer ein Fachmann

beurteilen.

Fließestrich

Sollte ein bereits vorhandener Estrich zu viele Risse und Unebenheiten

aufweisen, empfiehlt es sich, die Oberfläche mit einem Fließestrich

neu zu versiegeln. Dazu wird der flüssige Estrich auf dem

Untergrund verteilt. Aufgrund seiner Konsistenz nivelliert sich der

Estrich fast von selbst, was eine schnelle, unkomplizierte Verarbeitung

garantiert. Nach dem Aushärten kann der Fließestrich wie ein

konventioneller Estrich grundiert und belegt werden. Der einzige

Nachteil, im Vergleich zum Trockenestrich, besteht in der relativ

langen Trockenzeit des Fließestrichs, welche jedoch durch seine

geringe Porosität ausgeglichen wird.

Bild: Sopro

Entkopplung

Kritische Untergründe (z. B. junge, schwindungsgefährdete Betonflächen,

rissgefährdete Estriche, Misch- oder Holzuntergründe) erfordern

vor der Fliesenverlegung den Einbau einer Entkopplung. Diese verhindert,

dass Spannungen aus dem Untergrund direkt auf den Fliesenbelag

übertragen werden und vermindert das Risiko von Rissbildungen.

Trockenestrich

Beton, Zementestrich oder bestehende Fliesen sind als Bodenuntergrund

zum Verfliesen geeignet. Kritische Untergründe, z. B. Holz,

werden mit Entkopplungsplatten belegt. Die Trockenestrichelemente

bestehen aus zwei versetzt miteinander verbundenen Zement- oder

Gipsfaserplatten. Es ergibt sich ein Falz, der es ermöglicht, die Elemente

durch Verkleben und Verschrauben zu einem durchgängig

schwimmenden Fertigteilestrich zu verbinden. Die formstabilen Entkopplungsplatten

sind wasserbeständig und schimmelresistent, was

sie zum idealen Untergrund für Badezimmerfliesen macht.

Bild: Knauf

BAUZEIT. BAD. WAND & BODEN. 7


Abdichtung

Ohne eine gute dauerhafte Abdichtung kann Feuchtigkeit in die Flächen eindringen und zu Schäden

führen. Der Boden und die an Nassbereiche angrenzenden Wände müssen daher bei Duschen bis 30 cm

oberhalb des Brausekopfs und bei Wannen bis 20 cm oberhalb des Wasserzulaufs gegen Spritzwasser

abgedichtet werden. Dafür bieten sich streichfähige Abdichtungen an, welche direkt auf Beton, Putz und

weitere Untergründe aufgetragen werden. Die Abdichtung sollte in zwei Schichten erfolgen, wobei die

Gesamtmindestschichtdicke von 2 mm an keiner Stelle unterschritten werden darf.

Bild: Sakret

Flexible Dichtschlämme

Mit flexiblen Dichtschlämmen können Wände und Böden

im Innen- und Außenbereich abgedichtet werden.

Die faserverstärkten Massen eignen sich für Untergründe

wie Beton, Mauerwerk, Porenbeton und Putz. Dichtschlämme

werden mit Wasser angerührt und können

verrollt oder verspachtelt werden.

Dichtbänder und Formteile

Kanten zwischen Boden und Wand sowie die Übergänge

im Bereich von Duschen und Wannen müssen

besonders gut abgedichtet werden, damit keine

Feuchtigkeit in den Schichtaufbau gelangen kann. Die

Kanten werden mit Dichtbändern oder Formteilen versehen.

Die Montage der Komponenten geht mit dem

zweischichtigen Auftrag der vollflächigen Abdichtungsschichten

einher. Passende Formteile sind für nahezu

jede denkbare Einbausituation erhältlich, was die Verarbeitung

der Dichtkomponenten entsprechend leicht

und unkompliziert macht. Bänder und Formteile verfügen

in der Regel über Selbstklebestreifen und passen

sich ideal an den Untergrund an.

Verbundabdichtungen

Verbundabdichtungssysteme unter Fliesen und Bodenbelägen

werden nicht nur in privaten Bädern und Duschen

eingesetzt, sondern auch in Großküchen oder

Laboren. Das beweist ihre außerordentliche Zuverlässigkeit.

Bei den Verbundabdichtungssystemen handelt

es sich um hoch wasserdichte Abdichtungsbahnen aus

Kunststoff, die beidseitig mit einem Vlies kaschiert sind.

Diese wasserundurchlässigen Membranen werden zusammen

mit Fliesen und Platten direkt im Dünnbettverfahren

verarbeitet.

Bild: Sopro

Feuchtigkeitsschutz mit System

Bild: Sopro

Der Untergrund von Badbelägen muss sorgfältig abgedichtet werden. Größtmögliche Sicherheit bieten

Produktsysteme, bei denen alle Produkte von der Grundierung über die Abdichtung bis hin zum Verlegeund

Fugenmörtel genau aufeinander abgestimmt sind.

1 3

1

4 4 6 7

Selbstverlaufende Abdichtungen

Besonders bei Altbau-Renovierungen sind selbstverlaufende

Abdichtungen eine sehr gute Option zur Herstellung

einer dichten und planen Bodenfläche. Flächen

mit bis zu 3 % Gefälle können ohne weiteres abgedichtet

werden. Die dickflüssigen Produkte eignen sich

auch für große Flächen und können bequem im Stehen

verarbeitet werden. Selbst in die kleinsten Ecken

verwinkelter Altbau-Bäder gelangen sie und gleichen

kleine Unebenheiten direkt mit aus. Nach nur wenigen

Stunden ist die Bodenabdichtung meist begehbar.

5

2

1 Grundierung

2 Bodenspachtelung / Estrich

3 Wandspachtelung / Putz

8

7

4 Abdichtung

5 Abdichtbänder & Formteile

6 Fliesenkleber

7 Fugenmörtel

Bild: SG-Weber

8 Dichtstoff (Fliesensilikon)

8 BAUZEIT. BAD. WAND & BODEN.


Heizung

Gut, dass sie fast vorbei ist, die Zeit der kolossalen Stahlheizkörper im Bad.

Intelligente und vor allem unsichtbar verlegte Systeme erwärmen heute Bad böden

und -wände. Sie nutzen die natürliche Leitfähigkeit von Fliesen und Stein platten, um

wohlige, gleichmäßige Strahlungswärme zu erzeugen, statt nur die Luft aufzuheizen

und Staub aufzuwirbeln. Das Beste an den neuen Heizlösungen: Sie sind erstaunlich

preiswert und helfen, eine Menge Energie zu sparen!

Bild: Warmup

Elektrische Wand- und Bodenheizungen

Möchten Sie im Zuge einer Renovierung ein einzelnes Zimmer oder eine kleine Wandfläche

beheizen, ist es ratsam den Bereich mit einem elektrischen Heizsystem auszustatten.

Die Heizleiter elektrischer Systeme lassen sich besonders schnell auf die

gewünschte Temperatur bringen und der Aufwand für die Installation einer elektrischen

Fußbodenheizung ist vergleichsweise gering. Es wird lediglich ein Stromanschluss benötigt.

Eine Anbindung an das bestehende Heizungssystem ist nicht erforderlich. Die

Aufbauhöhe solcher Systeme ist sehr niedrig, wodurch sie sich besonders gut für eine

Renovierung eignen und unter fast alle Bodenbeläge passen.

1 Bodenbelag

2 Flexibler Kleber

1

2

3 Bodenmatte

3

4 Heizleiter

5 Isolierplatte

6 Flexibler Kleber

7 Beton

4

6

7

5

Smarte Thermostat-Steuerung

Moderne Thermostate können zeitgenau gesteuert werden und garantieren

den sparsamen, effizienten Betrieb eines Heizsystems. Smarte Systeme,

die mit Smartphone oder Tablet bedient werden, ermöglichen eine

ortsunabhängige Steuerung und können sogar lernen, auf Ihre individuellen

Gewohnheiten zu reagieren. Sie bieten durch Temperaturvorschläge

und vorgegebene Heizzeiten viele Möglichkeiten zum Energie sparen an.

Bilder: Warmup

Warmwasser-Fußbodenheizung

Eine wasserführende Bodenheizung besteht aus Kunststoffrohrleitungen,

die sich direkt im Bodenaufbau befinden.

Die Rohrleitungen leiten warmes Heizungswasser

durch Ihr Haus und beheizen die jeweiligen Räume. Bevor

sich die Temperatur im Raum verändert, wandert die

thermische Energie aber zunächst in die massiven Bodenaufbauten.

Diese wirken wie ein Speicher und können

kurze Heizpausen problemlos überbrücken. Selbst

wenn der Kessel schon längst aus ist, gibt der Boden

noch immer Wärme ab. Wasserführende Bodenheizungen

werden als Nasssystem eingebaut, was bedeutet,

dass die Rohrleitungen in den Estrich eingebettet werden.

Die Verlegung im Nasssystem eignet sich daher vor

allem bei Neubauprojekten. Bei der Renovierung alter

Gebäude kommt sie aufgrund der Aufbauhöhe und der

geringen Traglast vorhandener Holzdecken nicht infrage.

Hier ist eine Trockenbaulösung mit einer elektrischen

Bodenheizung die bessere Wahl.

BAUZEIT. BAD. WAND & BODEN. 9


!Revisionsklappen

Fliesen

Fliesen sind der Standardboden und -wandbelag im Badezimmer.

Die wasserundurchlässigen Beläge sind perfekt für die Verwendung in

Feuchträumen geeignet und in vielen Varianten erhältlich. Neben der

Fliesenart spielen auch technische Eigenschaften wie Rutschhemmung,

Format und Design eine wichtige Rolle. Entscheidendes Kriterium für

dauerhaft schöne und funktionale Wand- und Boden beläge ist aber nach

wie vor die fachgerechte Verarbeitung der Produkte.

Revisionsklappen ermöglichen den nachträglichen

Zugriff auf Installationen, die durch eine

Verkleidung auf optisch gefällige Art versteckt

wurden. Diese Zugänge müssen sein, sollen

aber nicht groß auffallen. Fliesenrahmen bieten

die Möglichkeit, nahezu unsichtbare Revisionsöffnungen

zu erstellen. Die Rahmen besitzen

höhenverstellbare Magnete, die individuell auf

die Fliesendicke eingestellt werden. Die Fliesen

selbst kleben Sie direkt auf die im Set enthaltene

Trägerplatte. Danach muss nur noch

der Deckel in den Rahmen gesetzt werden.

Bild: PCI

Fliesen verlegen

Haben Sie sich für eine passende Fliese entschieden, kann mit dem Verlegen der

Platten begonnen werden. Auf dem bereits grundierten Boden wird Fliesenkleber mit

einer Zahntraufel glatt aufgezogen und anschließend vollflächig aufgekämmt. Wird

nur wenig Kleber verwendet, spricht man vom Dünnbettverfahren. Beim Mittelbettverfahren

wird etwas mehr Mörtel aufgetragen, um kleinere Unebenheiten im Untergrund

direkt beim Verlegen auszugleichen.

Fliesenkleber

Die stetigen Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen im Badezimmer setzen

den Fliesenbelägen stark zu. Da der Untergrund ähnlich (jedoch zeitversetzt) wie die

Fliesen auf die Umstände reagiert, müssen Sie bei der Wahl des Fliesenklebers darauf

achten, dass dieser die entstehenden Spannungen ausgleicht. Die Verwendung

eines Flexklebers wird empfohlen. Er ist meist teurer als ein Standard-Zementmörtel,

enthält dafür aber Kunststoffzusätze, die unter anderem dafür sorgen, dass er relativ

flexibel aushärtet. Nach dem Trocknungsprozess ist dieses Produkt also weniger starr

als der übliche Zementkleber.

Bild: SG-Weber

Fliese einlegen

Im nächsten Schritt wird die Fliese nun in das Kleberbett eingedrückt und ausgerichtet.

Um später eine gleichmäßige Fugenbreite zu erreichen, sollten Sie Fugenkreuze

verwenden. Achten Sie beim Verlegen vor allem darauf, dass die Fliesen gleichmäßig

und hohlraumfrei aufliegen. Insbesondere bei größeren Fliesenformaten ist das

wichtig, da sich hier leicht Spannungen bilden und dadurch Folgeschäden auftreten

können. Sehr große Fliesenformate werden aus diesem Grund oft im sogenannten

Buttering-Floating-Verfahren verlegt, bei dem der Fliesenkleber sowohl auf den Untergrund,

als auch auf die Fliesenrückseite vollflächig aufgetragen wird.

Verfugen

Nach ausreichender Trocknung des Fliesenklebers wird der Fugenmörtel mit einem

Fugbrett oder Fugengummi in die Fuge einarbeitet. Passen Sie auf, dass kein Fugenmörtel

in die vorhandenen Rand-, Anschluss- und Bewegungsfugen eingebracht wird.

Diese Fugen müssen nach der Reinigung des Belags dauerelastisch mit einem geeigneten

Dichtstoff verfugt werden, damit der Fliesenbelag bei Bewegungen einzelner

Bauteile nicht beschädigt wird. Auch Anschlussfugen von Dusch- und Badewannen

sowie Waschtischen sollten mit dem Dichtstoff verfugt werden.

Entscheidende Faktoren für die Wahl des Fugenmörtels sind die Eignung in Bezug

auf die gewählte Fliese und die zu erwartende Beanspruchung. Damit die Fuge hoch

belastbar und beständig bleibt, wird in viele Fugenmörtel Epoxidharz eingearbeitet.

Die Mörtel bilden dadurch eine sehr feine, glatte und wasserabweisende Oberfläche,

welche Mikroorganismen kaum eine Chance zum Wachsen gibt. Auch die Fugenfarbe

spielt bei der Badgestaltung eine wichtige Rolle. Den farblich abgestimmten Fugenmörtel

zur gewählten Fliese zu finden ist kein Problem. Je nach Hersteller können Sie

aus bis zu 400 verschiedenen Farben und Nuancen wählen.

Bild: PCI

Bild: PCI

10 BAUZEIT. BAD. WAND & BODEN.


Abriebklassen

Fliesen der Abriebklasse 1 (oft auch mit römischen Ziffern und als Beanspruchungsklasse

bezeichnet) stellen die am wenigsten belastbaren Fliesen dar und kommen zum

Beispiel als Wandfliesen zum Einsatz. Die Oberfläche solcher Fliesen ist sehr wenig

abriebfest und relativ kratzempfindlich. Fliesenoberflächen mit Abriebklasse 2 haben

bereits eine gewisse Resistenz gegenüber kratzender Verschmutzung. Diese Fliesen

halten es in der Regel aus, wenn man sie mit gewöhnlichem Schuhwerk betritt – solange

das nicht allzu häufig passiert. Für viel begangene Bereiche im Haus (Küchen,

Treppen, Terrassen) sollte man eher Abriebklasse 3 wählen. Die Abriebklassen 4 und

5 finden fast ausschließlich in gewerblichen und öffentlichen Bereichen Anwendung.

Tritt- und Rutschsicherheit

Vor allem in Nassräumen können sehr glatte Fliesen zur Gefahr werden. Aus diesem

Grund sollte man beim Kauf unbedingt auf die Trittsicherheitsklassen achten.

Die Rutschsicherheit wird dabei mit R9 bis R13 gekennzeichnet – für leichte bis hohe

Anforderungen. Bei Flächen, die generell und häufig barfuß betreten werden, gelten

die Bezeichnungen A, B und C für geringe bis hohe Rutschsicherheit.

Bild: Jackon

Fliesenformate

Da es für Fliesenformate keine einheitliche Normung gibt, konnte sich bis heute eine

schier unendliche Vielfalt an Größen und Formaten entwickeln. Zwei Trends zeichnen

sich deutlich ab: der zum immer größeren und der zum immer kleineren Format. Während

die kleinsten Mosaikfliesen mit einem halben Zentimeter Kantenlänge auskommen,

haben die größten erhältlichen Feinsteinzeugfliesen eine Fläche von mehr als

5 m 2 . Mit großformatigen Fliesen lassen sich Flächen durch den geringen Fugenanteil

optisch weiten – sie wirken homogen und ruhig. Allerdings verzeihen Großformate keine

Fehler. Die Verlegung großer Fliesen sollte daher immer durch einen Profi erfolgen.

Mit kleinen Fliesen können Sie große Bäder optisch verkleinern und Wände viel

individueller und lebhafter gestalten – die Fugen tragen zu der Flächenwirkung hier

aber einen wesentlichen Teil bei. Kleinere Unebenheiten des Untergrunds können mit

kleinen Fliesenformaten gut ausgeglichen werden.

Mosaike

Mosaikfliesen sind echte Hingucker, die hinsichtlich Design und Farbgebung eine nie

dagewesene Vielfalt bieten. Sie dienen zur Gestaltung ganzer Flächen, als Bordüren

oder als punktuelle Eyecatcher. Besonders spannend: Mosaike, die sich aus verschiedenen

Materialien (Glas, Keramik, Naturstein) zusammensetzen und moderne

Interpretationen des klassischen Mosaikdesigns entstehen lassen. Mosaikfliesen gibt

es nicht nur in diversen Farben und Materialien, sondern auch in unterschiedlichen

Formen, z. B. als Stäbchenmosaik oder Bruchmosaik. In der Regel werden einzelne

Mosaiksteinchen auf ein Trägernetz aufgebracht und dann als ganze Fläche verklebt.

Bild: Sopro

Bild: Sopro

Bild: Knauf

BAUZEIT. BAD. WAND & BODEN. 11


BAD-

EINRICHTUNG

Für die meisten Menschen beginnt und endet der Tag im Bad. Nicht ohne Grund rückt dieser

Raum daher bei der Planung von Neubauten und Renovierungen immer mehr in den Fokus –

Bäder sollen mehr als nur zweckmäßig sein. Das moderne Bad ist ein Ort, der Wellness und

Wohlbefinden vereint und der somit immer größer und luxuriöser angelegt wird. Das zeigt sich

vor allem bei der Badeinrichtung: Mit der beinahe schon obligatorischen Walk-In-Dusche, extravaganter

Badkeramik, exklusiven Armaturen und einer integrierten Sauna schaffen Sie sich

Ihren persönlichen Wohlfühltempel.

Bild: Jackon

12 BAUZEIT. BAD. BADEINRICHTUNG.


!Sauna zuhause

Vorbei sind die Zeiten des Kellerdaseins: Statt

sie wie früher zu verstecken, sollten Sie die

Heimsauna lieber in die Badplanung integrieren.

Während Sie auf der Saunaliege entspannen,

können Sie durch die große Glasscheibe

Ihr durchdesigntes Bad bewundern – ein toller

Anblick! Durch die Verwendung moderner

Zementbauplatten und speziell beschichteter,

korrosionsgeschützter Trockenbauprofile

beim Saunabau müssen Sie sich auch nicht

vor extremer Feuchtigkeit und Hitze in der

Sauna fürchten. Die Wasserbeständigkeit,

Feuerfestigkeit und Dampfdurchlässigkeit machen

diese speziellen Baustoffe wie geschaffen

für den Bau Ihrer Saunalandschaft.

Bild: Knauf

Duschabtrennungen aus Glas

Das Glas für Glasduschabtrennungen besteht aus Einscheibensicherheitsglas

(ESG), das durch seine spezielle

Herstellung eine thermische Vorspannung besitzt.

Dies macht das Glas gegenüber großen Temperaturunterschieden

äußerst unempfindlich, biegezug- und

stoßfest. Sollte das Sicherheitsglas bei hoher Belastung

trotzdem brechen, zerfällt es in viele kleine, ungefährliche

Krümel. Das reduziert die Verletzungsgefahr erheblich.

Das Glas kann bedruckt oder satiniert sein. Besonders

schön ist es jedoch als glasklare Scheibe. Nur dann

kann es seine Stärken voll ausspielen und Weite ins Bad

bringen. Die meisten Glasduschabtrennungen sind mit

oder ohne Beschichtung erhältlich. Bei beschichtetem

Glas perlt das Duschwasser besser ab, es bleibt also

weniger Schmutz haften und die Kabine ist besser vor

Kalk geschützt. Was die Bauform anbelangt, gibt es

mittlerweile für jede räumliche Situation die passenden

Glaselemente. Eine grundlegende Entscheidung, die unabhängig

von der Wahl der Bauform getroffen werden

muss, ist folgende: Wollen Sie eine Dusche mit oder

ohne Tür? Beide Varianten haben Vor- und Nachteile!

Bild: GEO

Bild: GEO

Duschtüren mit Hebe-Senk- und Falt-Mechanismus

garantieren eine hohe Dichtigkeit

und Leichtgängigkeit der Türen,

reduzieren den Platzbedarf im Schwenkbereich

und lassen die Faltwände bei

Nichtgebrauch nahezu verschwinden. Das

unterstützt auch die Trocknung des Nassbereiches,

was gerade in kleinen Bädern

sehr vorteilhaft ist.

Mit Tür

Ohne Tür

CONTRA PRO

spritzwassergeschützt

zugluftgeschützt

besser für kleine

Duschen

weniger Komfort

höhere

Schimmelgefahr

ggf. höherer

Platzbedarf

elegantes Design

Barrierefreiheit

großzügige

Raumwirkung

bequeme Reinigung

Wasserspritzer

im Bad

nicht für Seitenbrausen

geeignet

je nach Ausrichtung

ggf. Luftzug

Bild: GEO

Bild: GEO

Eine Duschwand im Crashglas-Design

ist ein echter Eyecatcher für jedes Bad.

Zudem kaschiert das gebrochene Glasmuster

Wasserflecken.

BAUZEIT. BAD. BADEINRICHTUNG. 13


Badkeramik, Armaturen & Möbel

!Spülrandloses WC

Bild: Sanitop

Spülrandlose WCs sorgen für ein großes

Plus an Hygiene im Bad. Durch den Verzicht

auf den Spülrand entfallen die Stellen in der

Toilette, die kaum einzusehen bzw. zu erreichen

sind und an denen sich deshalb häufig

Schmutz und Bakterien ansammeln. Spülrandlose

WCs sind deutlich einfacher zu reinigen

als klassische Modelle und bergen nicht

das Hygienerisiko von heimlichen Rückständen.

Innovative Spülsysteme gewährleisten

die gleichmäßige Wasserverteilung.

Badewannen

Freistehende Badewannen sind absolut Trend. Sie

bilden einen eleganten Blickfang im Raum und haben

zugleich auch einen hygienischen Vorteil: Die Wanne

und der Boden ringsum können nach der Benutzung

einfach und schnell gereinigt werden, da die Wanne

von allen Seiten zugänglich ist. Aus diesem Grund lassen

sich auch Kinder und Haustiere stressfreier baden

bzw. abbrausen. Vor der Montage ist sicherzustellen,

dass die Wanne genug Freiraum hat. Nur dann kann

sie optimal genutzt werden und optisch wirken. Zudem

sollte die Wanne nicht den Zugang zu Dusche oder

WC erschweren. Es ist zu prüfen, wo der Wasserzulauf

und der Ablauf erfolgen. Planen Sie die Abzweigungen

von den Steigleitungen und zu den Abwasserleitungen,

bevor Sie die Befestigungspunkte der Badewanne im

Boden erfassen. Im nächsten Schritt können Sie die

Montagepunkte der Wasserzuleitung planen.

Wenn Sie lieber Platz sparen wollen, ist eine Wanne

über Eck eine interessante Alternative. Diese fügt sich

harmonisch auch in kleinere Räume ein.

Bild: Sanitop

Waschbecken

Neben Standwaschbecken und Einbauwaschbecken

sind heute vor allem Aufsatzwaschbecken wegen ihrer

schwebenden Optik sehr beliebt. Besonders Waschschüsseln

in runder oder ovaler Form kommen ausgezeichnet

zur Geltung. Ausreichend Stabilität ist

natürlich trotzdem gegeben. Auch wenn die Keramik

schwerelos aussieht, ist sie dennoch robust und belastbar.

Aufsatzbecken gibt es in vielen Formen, Ausführungen

und Materialien. Modelle aus Keramik, Gussmarmor,

Beton, Glas, Naturstein und sogar Holz sind

erhältlich. Aufsatzwaschbecken funktionieren nicht nur

auf einem Waschtischunterschrank, auch Waschtischplatten

machen sich großartig.

Im Gäste-WC haben sich immer mehr kleine Waschtischlösungen

mit passendem Unterschrank und Spiegel

etabliert. Diese haben den Charme, dass der unattraktive

Blick auf Ablauf und Eckventile verdeckt ist und

zudem ein kleiner Stauraum z.B. für Ersatzgästehandtücher,

Reinigungsmittel etc. vorliegt.

Bild: Sanitop

Bild: Dansani

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Bilder: Sanitop

Waschtischarmaturen

Waschtischarmaturen kommen mittlerweile in den

unterschiedlichsten Formen daher und können den Stil

Ihres Badezimmers optimal unterstützen. Besonders

geradlinige, futuristische Modelle sind aktuell gefragt.

Erhöhten Komfort und verbesserte Hygiene bieten berührungslose

Armaturen. Was ehemals fast ausschließlich

in öffentlichen Räumen eingesetzt wurde, zieht nun

auch in private Badezimmer ein. Eine Bewegung in

Richtung der Armatur von Waschbecken, Dusche oder

Badewanne genügt, um den Wasserfluss auszulösen.

Einfache Gesten regeln sogar die Temperatur. Diese

Funktionsweise bedeutet vor allem Sauberkeit im Bad,

da die Armaturen nicht mehr ständig von schmutzigen

Händen berührt werden. Übrigens gibt es solche Lösungen

auch für Toiletten und Seifenspender.

Regen- oder Wasserfallduschen

Bild: wedi

Diese Wellness-Duschköpfe lassen Standardversionen

alt aussehen und machen das Duschen zum Erlebnis! Die

angenehmen Tropfen einer Regendusche wirken natürlich

und entspannend. Der breite Schwall einer Wasserfalldusche

ist besonders bei Verspannungen im Rückenbereich

angenehm. Dabei sind der Formenvielfalt der

Duschköpfe kaum Grenzen gesetzt. Ob rund oder eckig,

transparent leuchtend oder in edlem Metall glänzend, Sie

werden bei dieser Auswahl garantiert fündig. Auch der

Durchmesser des Regenerzeugers kann je nach Ihren

Vorlieben variieren. Dabei spielt es eine große Rolle, was

Ihr Geldbeutel hergibt und wie groß der heimische Duschbereich

ausfällt. Größere Modelle werden häufig direkt in

die Raumdecke eingearbeitet. Die Systeme gibt es auch

mit herkömmlichen Brauseköpfen oder vitalisierend wirkenden

Massagestrahlen kombiniert. In manchen Fällen

können Sie auch ein bereits vorhandenes Set mit einer

ausgefallenen Brause aufrüsten. Prüfen Sie zuvor, ob der

Wasserdruck Ihrer Leitung für diesen Zweck ausreicht.

Badmöbel

Moderne Badmöbel unterscheiden sich deutlich von

den stillosen Stücken aus Pressspan, die einst in vielen

Badezimmern zu finden waren. Unterschiedlichste

Oberflächen, Farben und Formen bieten unbegrenzte

Möglichkeiten zur persönlichen Entfaltung. Besonders

beliebt sind im Moment cleane, grifflose Fronten, die

sich durch die sogenannte Soft-Close oder Push to

Open Technik mit leichtem Druck öffnen lassen.

LED-Lichttechnik hat sich sowohl bei den Badspiegeln,

als auch am oder im Badmöbel etabliert. Hier haben

sich sehr interessante neue Beleuchtungsmöglichkeiten

ergeben. LED-Leisten können beispielsweise

perfekt hinter Spiegeln oder unter Möbeln versteckt

werden, wodurch ein angenehmes indirektes Licht entsteht.

Und auch die inneren Werte zählen! Moderne

Badmöbel unterstützen Sie mit durchdachtem Innenleben

und sinnvollen Funktionen dabei, im Badezimmer

Ordnung zu halten. Auch gibt es den Trend zum integrierten

Entertainment. Durch integrierte Lautsprecher

mit Bluetooth- oder WLAN-Schnittstelle wird der Spiegel

zur Soundanlage. Das ganze gipfelt in integrierten

(Touch-)Displays zur Interaktion und Information.

Bild: Dansani

Bild: wedi

Bild: Dansani

BAUZEIT. BAD. BADEINRICHTUNG. 15


Beleuchtung

Bild: Knauf

Einbaustrahler

Dimmbare Einbaustrahler sind eine gängige, zeitgemäße Möglichkeit zur Beleuchtung

im Badezimmer. Sie sind variabel einsetzbar und können eine zweckmäßige und

helle Grundbeleuchtung bewirken oder direktes Zonenlicht beisteuern. Durch die Bestückung

mit LED-Leuchtmitteln sind sie zudem sehr energieeffizient. Bei der Verteilung

der Einbaustrahler im Bad ist auf deren Helligkeit, Lichtfarbe und Abstrahlwinkel

von der Decke zu achten. Zu helles oder kaltes Licht wirkt ungemütlich, wohingegen

zu diffuses Licht besonders im Waschtisch-Bereich nachteilig ist. Grundvoraussetzung

ist, dass die Decken- bzw. Wandkonstruktion auf die erforderliche Einbautiefe

der Strahler ausgelegt ist. Dies muss unbedingt in der Planung berücksichtigt werden.

Integrierte Beleuchtung

Fällt der Begriff „integrierte Beleuchtung“, stellen sich die meisten Menschen entweder

einen sanft beleuchteten Raum vor, bei dem Helligkeit aus den Nischen flutet, oder

Möbel, die neben ihrem praktischen Aspekt auch noch dekoratives Licht verbreiten. In

modernen Badezimmern findet beides seinen Platz.

Allgemein spricht man von indirekter/integrierter Beleuchtung, wenn Licht nicht direkt

auf Objekte fällt, sondern zunächst von Wänden und Böden reflektiert wird. Die Lichtquelle

selbst ist meist nicht zu sehen. Solche indirekten Lichtquellen werden gerne zur

Akzentuierung von Formen, Kanten und Nischen genutzt, die beispielsweise bei Vorwandinstallationen

oder am Übergang zwischen Wand und Badewanne entstehen.

LED-Streifen

Stromsparende LEDs mit kompakter Bauform sind das erste Mittel der Wahl, um eine

strom- und platzsparende Beleuchtung umzusetzen. LED-Strips bestehen aus einem

selbstklebenden, wenige Millimeter schmalen Kunststoffband, welches mit mehreren

LEDs bestückt ist. Sie lassen sich ganz einfach und schnell an Schrankunterseiten,

Badewannen-Vorsprüngen oder Nischen befestigen. Strom kommt von einem Netzteil,

wozu häufig auch eine Dimmmöglichkeit oder sogar eine Smartphone-App zum

Dimmen und Einstellen der Lichtfarbe gehört. LED-Streifen, die in hochwertige Designprofile

aus Aluminium eingebettet sind, eignen sich perfekt für den Einsatz als

Wandbeleuchtung. Praktische Komplett-Sets enthalten alle benötigten Komponenten,

sprich Profile in entsprechender Länge, LED-Module, Kabel und ein Netzteil.

Schutzklassen

Bild: Paulmann

Um im Badezimmer für mehr Sicherheit zu sorgen, sollten Sie auf den IP-Schutz

Ihrer Badleuchten achten. Dieser gibt an, wie gut eine Leuchte vor dem Eindringen

von Wasser geschützt ist:

IP44 – Spritzwassergeschützt

IP65 – Strahlwassergeschützt

IP67 – Wasserdicht bei zeitweiligem Untertauchen

Bild: Knauf

Starke Marken für Ihr Bad:

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