Berliner Kurier 13.12.2019

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BERLINER KURIER, Freitag, 13. Dezember 2019

Juwelendie

ebe

So einen hydraulischer

Spreizer

(Preis: bis zu

8400 Euro)

setzten die Täter

ein, die ins Grüne

Gewölbe in

Dresden

einbrachen.

Fenstergitter aufzubrechen. Genau solche Geräte wurden bei der Berliner Feuerwehr geklaut

selbst wurde bereits bestohlen.

Ende November wurde in Erlangen

ein Berliner Mitglied

des Remmo-Clans zu zweieinhalb

Jahren Haft verurteilt.

Das Amtsgericht Erlangen sah

es als erwiesen an, dassder 22-

Jährige im Herbst 2018 bei der

Lukas Hydraulik GmbH einbrach

und sechs Hydraulikspreizer

entwendete. Sie sind

bis heute verschwunden. „Das

Urteil ist noch nicht rechtskräftig,

weil Staatsanwaltschaft

und Verteidigung Berufung

eingelegt haben“, sagt Gerichtssprecher

Wolfgang Pelzl

dem KURIER.

Der 22-Jährige steht derzeit

auchinBerlin vor Gericht. Dort

ist er zusammen mit drei weiteren

Männern wegen des Diebstahlseiner

100 Kiloschweren

Goldmünze aus dem BodemuseumimJahr

2017 angeklagt.

Einer von ihnen soll als Angestellter

des Museums Tippgeber

für dieanderen Täter gewesen

sein. Hattendie Einbrecher

vom Grünen Gewölbe auch einen

Tippgeber? Zu dieser Frage

halten sichdie Ermittler bedeckt.

Ein hydraulischer Spreizer

wurde auch bei dem Überfall

auf einen Geldtransporter 2018

in der Nähe des Alexanderplatzeseingesetzt.Auchwegendieser

Tat ermittelt die Berliner

Polizei gegen mehrere Mitglieder

aus dem Umfeld des Remmo-Clans.

Nach Angaben der Dresdner

Staatsanwaltschaft steht die

Sonderkommission mit Berlin

in Kontakt,ummöglicheParallelen

mit dem Diebstahl der

„Big Maple Leaf“-Goldmünze

aus dem Bode-Museum abzugleichen.

Wie konkret die Spuren ins

Clan-Milieu sind, wollte die

Dresdner Staatsanwaltschaft

gestern nicht sagen. „Wir ermitteln

in alle Richtungen“,

sagte ein Sprecher lediglich.

Weitere Einzelheiten zu den

verwendeten Werkzeugen

wollte er aus ermittlungstaktischen

Gründen nicht sagen.

Bei dem Einbruch ins Grüne

Gewölbe hatten die Täter im

Juwelenzimmer mehrere Vitrinen

eingeschlagen und mit

Brillanten besetzten Schmuck

gestohlen.Vom Diebesgut fehlt

bis heute jede Spur. Experten

gehen davon aus, dass sie unwiederbringlich

verloren sind.

Die Täterdürften die einzelnen

Diamanten längst herausgebrochen

und umgeschliffen

haben, damit sie auf dem Markt

nicht mehr wiederzuerkennen

sind.

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