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MQ Winter 2019

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informieren.entdecken.erleben

+

04

DEZ 2019 | JAN | FEB 2020

Das Artland-Magazin.

Frohe Weihnachten

und ein

gutes Jahr

2020

www.artland-magazin.tv

Themen:

DIE

MATTOCKS

Als der beste Beat

aus Nortrup kam

MQ + -EHREN-

PREIS 2019

Feierliche Übergabe

im Stadtmuseum

...wünscht auch die

Quakenbrücker Gastronomie!

CLAUS PETER

POPPE

5 Jahre im Amt als

SG-Bürgermeister

REINEKE

FUCHS

Perfekt an die

Natur angepasst!

RADSTADT

QUAKENBRÜCK

Wie verhält man sich

auf Fahrradstraßen?


Die nächsten Spieltermine:

04. JANUAR VS. VFL KIRCHHEIM KNIGHTS

10. JANUAR VS. PHOENIX HAGEN

18. JANUAR VS. EISBÄREN BREMERHAVEN

01. FEBRUAR VS. SCIENE JENA

08. FEBRUAR VS. BAYER GIANTS LEVERKUSEN

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EDITORIAL

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER,

Oh, du Fröhliche...

Herzlich willkommen beim Artland-

Magazin MQ+! Wir freuen uns sehr,

Sie hier zur Advents- und Weihnachtszeit

zu begrüßen! In den letzten Wochen

haben wir uns „auf die Socken

gemacht“, um für Sie interessante

Beiträge, Interviews und Fotos zusammenzutragen.

Haben Sie sich das Titelbild genauer

angeschaut? Vielleicht haben Sie ja

jemanden erkannt. Wir hatten die

Idee, Wirte und Betreiber Quakenbrücker

Gastronomiebetriebe auf ein Foto

zusammenzubringen. Es ist gelungen

- auch wenn nicht alle zum Fototermin

gekommen sind. Ein herzliches

Dankeschön an dieser Stelle fürs

Mitmachen.

Ein emotionaler Moment für Herrn

Wielage und für uns. Am 10. November

durften wir anlässlich einer Ausstellungseröffnung

im Stadtmuseum

dem überraschten Jürgen Wielage für

sein großes ehrenamtliches Engagement

den Ehrenpreis unseres Magazins

überreichen. Lesen Sie mehr über

den schönen Moment im Innenteil.

DRUCKSACHEN AUS DER REGION

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FON 05431-941001 | FAX 05431-941050

Erinnern Sie sich noch an die Mattocks?

Dann sollten Sie unseren

Beitrag auf den nächsten Seiten lesen.

Lassen Sie mit uns die Kultband wieder

aufleben und schwelgen Sie in der

Erinnerung an die glorreichen Zeiten

dieser beliebten Musikband.

Natürlich erwarten Sie noch viele

andere interessante Themen in

unserem Magazins. Freuen Sie sich

auf eine kurzweilige Schmökerzeit mit

guter Unterhaltung und vielen Tipps

zu Büchern, Veranstaltungen sowie

Informationen aus Kino und Theaterwerkstatt.

Wir wünschen Ihnen eine wunderschöne,

entspannte Herbst- und

Adventszeit, ein frohes Fest und viel

Spaß beim Lesen!

Ihre MQ + -Redaktion

WWW.ARTLAND-MAGAZIN.TV

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Titelfoto: Detlef Bülow

IN DIESEM MAGAZIN

4-7 MQ + -Ehrenpreis 2019

8-11 Gastronomie in Quakenbrück

14-17 Interview Claus Peter Poppe

22-27 Die Mattocks

28-31 Die Hase ist ein Fluss

34-37 Teenagerzeiten

42-43 Stadtwächtergang

44 Mussen im Osnabrücker Land

45-47 Hund Jaska

48/49 Fahrradstraße

51 Erdgas und Erdbeben

52/53 Schadstofffreie Stromerzeugung

54/55 Reineke Fuchs

56 Buchtipps

58/59 Kulturverein Li.F.T. e.V.

60 Kochdiele

61 Rätselseite

62/63 Kinotipps

64/65 Veranstaltungskalender

66 Impressum


Das Artland-Magazin.

Überraschung

MQ + -Ehrenpreisverleihung 2019 in geheimer Mission!

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4 | mq + Ausgabe Winter 2019


MQ +

-EHRENPREISVERLEIHUNG 2019

Im Rahmen der Sonderausstellungseröffnung

des Stadtmuseums wurde

am Sonntag, dem 10. November, der

III. MQ + -Ehrenpreis des gazins

Artland-Ma-

vergeben.

Dieser Preis wird in unregelmäßigen

Abständen verliehen und steht für großartiges

ehrenamtliches Engagement,

für Verlässlichkeit und Hilfsbereitschaft,

für ein großes Maß an Zeit, das für die

Gemeinschaft und für die gute Sache

aufgebracht wurde. Werte, die vor allem

in unserer aktuellen Gesellschaft immer

mehr an Bedeutung gewinnen. Der Preis

besteht materiell aus einem wertvollen,

handgearbeiteten Holz-Füllfederhalter,

aber im ideellen Sinne steht er für viel

mehr.

Die Jury hatte am Schluss 4 Personen in

der engeren Wahl, doch am Ende konnte

es nur einen Preisträger geben, und als

die Person gefunden war, musste der für

ihn persönliche Preis noch in Bayern von

der Firma Dengler hergestellt werden.

Dieses Mal sollte der von Hand gefertigte

Füllfederhalter aus dem Holz der Rohde-

Eiche entstehen, da der Preisträger einen

besonderen Bezug zu diesem Baum hat,

der an den Ehrenbürger der Burgmannstadt,

Senator Bernhard Rohde, erinnert.

Die stattliche Eiche fiel im Herbst 2002

im Quakenbrücker Stadtwald Landwehr

einem Sturm zum Opfer. Den Stamm des

Baumes ließ man etwas abseits liegen.

Am ehemaligen Standort erinnern seither

eine Bank und ein Holzschild an den

Senator und Ehrenbürger.

Mit den Worten: „Guten Morgen, sehr

verehrte Gäste, ich möchte Sie bit-

ten, alle noch einen Moment sitzen

zu bleiben. Ich grüße Sie herzlich im

Namen des Artland-Magazins, zu dessen

Redaktions-Team ich gehöre. Mein Name

ist Ruth Keck, und ich möchte Sie bitten,

mir einen kleinen Moment Ihrer Zeit für

einen besonderen Anlass, ganz konkret

für eine Preisverleihung, zu schenken, die

uns sehr am Herzen liegt,“ überraschte

unsere Mitarbeiterin die geladenen Gäste

der Vernissage im Stadtmuseum.

Die Sonderausstellung „Museen im

Osnabrücker Land“ wurde kurz vorher

von den Laudatoren Burkhard Fromme,

Leiter des Kulturbüros des Landkreises

Osnabrück, Claus Peter Poppe, Samtgemeindebürgermeister

und Jürgen

Wielage, 1. Vorsitzender des Stadtmuseums

eröffnet.

Die Überraschung war gelungen,

wussten doch weder die Mitarbeiter des

Museums noch die geladenen Gäste von

der Aktion. Doch unsere Mitarbeiterin

ließ die Spannung steigen:

„Der Preisträger weilt unter uns, und

vielleicht werden jetzt schon einige von

Ihnen unruhig? Zu Recht - es gibt so viele

Menschen, die sich engagieren, und an

dieser Stelle schon mal herzlichen Dank

an alle - auch wenn sie heute nicht mit

einem Preis bedacht werden. Aber was

nicht ist, kann ja noch werden... Gerne

übergebe ich nun das Wort an unseren

Bürgermeister Matthias Brüggemann,

der die Laudatio für unseren Preisträger

halten wird. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

“, fuhr Ruth Keck in ihrer

Rede fort.

QUAKENBRÜCK

ST. ANNENSTRASSE 12

T EL.05431/3541

Ausgabe Winter 2019 mq + | 5


Das Artland-Magazin.

Der Bürgermeister Matthias Brüggemann überreicht den MQ + -Ehrenpreis an Jürgen Wielage

Neugierige, aufgeregte und fragende

Gesichter im Publikum.

Der Bürgermeister trat vor und ergriff

das Wort.

„Sehr geehrte Damen und Herren, es

ist mir eine Ehre, heute die Laudatio

anlässlich der dritten Ehrenpreisverleihung

des Artland-Magazins MQ zu

halten. Bei der zu ehrenden Person

handelt es sich um eine Persönlichkeit,

die über die Grenzen unserer Stadt

Quakenbrück hinaus in keinster Weise

unbekannt ist.

Ganz gleich, was diese Persönlichkeit

anfasst, es geschieht mit viel Engagement

und strukturierter Verlässlichkeit.

Liebe Anwesende, wenn ich nun über

die Leistungen in der Vita unserer

zu ehrenden Person berichte, dann

kann ich Ihnen versichern, dass es sich

tatsächlich nur um eine Persönlichkeit

handelt, die heute geehrt wird.“

Matthias Brüggemann ließ die

Spannung steigen, denn noch war der

Preisträger unbekannt, und es hätte

viele der anwesenden Personen treffen

können, denn an ehrenamtlichem

Engagement hat es im Publikum nicht

gemangelt.

Der Bürgermeister wurde nun konkreter

und trug einige Fakten im „Lebenswerk“

des zu Ehrenden vor:

„Die gesuchte Persönlichkeit engagierte

sich schon in sehr jungen Jahren als

Ersthelfer im Deutschen Roten Kreuz,

und als Erziehungsberechtigter engagierte

sich unsere zu ehrende Person

in schulischen Elternvertretungen! Seit

ca. 50 Jahren ist er in der Jagd aktiv und

übt dieses Hobby bis heute behutsam

aus! Trophäenjagd kam nie in Frage.

Hege kam immer vor Ernte! Beruflich

erfolgreich, sicherte unsere zu ehrende

Person zeitweise bis zu 50 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern sowie ihren

Familien den Lebensunterhalt. Auch

im Quakenbrücker Schützenwesen, genauer

gesagt im Schützenverein 1589,

war und ist unsere Persönlichkeit aktiv.

Während seiner Tätigkeit hat er unter anderem

das große Jubelschützenfest (400

Jahre) im Jahre 1989 organisiert und den

Anbau des Schießstandes ermöglicht

und realisiert!“

Das Publikum fing an zu tuscheln, und in

der Mimik einer Person in der ersten Reihe

wurde so langsam aus einem ernsten

ein schmunzelndes Gesicht.

Matthias Brüggemann ließ sich nichts

anmerken und fuhr in seiner Rede fort:

„Dieser Mann hat nach seinem Arbeitsleben

als Bauingenieur in Quakenbrück

eine Menge neue Herausforderungen

gefunden. Seit mehr als zehn Jahren

engagiert er sich ehrenamtlich für das

Museum, und seine Frau ist der Meinung,

dass er sich da mehr aufhält als

zuhause. Zusammen mit den vielen

aktiven Museumsmitarbeitern hat er

dazu beigetragen, dass sich das Museum

stets weiterentwickelt. Es ist durch sein

Engagement ein registriertes Museum

6 | mq + Ausgabe Winter 2019


MQ + -EHRENPREISVERLEIHUNG 2019

geworden und ist damit zu einer Leuchte

des Nordens geworden, da es das einzige

Haus im Nordkreis ist, das ehrenamtlich

geführt wird. Sein Fachwissen war auch

im Kirchenvorstand der St. Sylvester-Kirchengemeinde

gefragt und geschätzt.“

Jetzt war klar, wer gemeint war. Jürgen

Wielage war der Auserkorene, und dass

er gerührt war, konnte man in seinem

Gesicht erkennen. Auch die Augen des

Publikums waren nun alle auf ihn gerichtet

und lächelten. Doch der Laudator ließ

sich nicht aus dem Konzept bringen und

holte zum letzten Akt seiner Rede aus:

„Da an der St. Sylvester-Kirche ständig

gebaut und ausgebessert werden musste,

hat er auch hier deutliche Spuren

hinterlassen. Der historische Baubestand

rund um die Kirche, aber auch die

nicht im Blick liegenden Häuser wie das

Freizeitheim Hülshagen oder das Haus,

in dem der Kantor wohnt, erforderten

ständige Aufmerksamkeit. Eine Fülle von

Aufgaben hatte sich hier über die Jahre

angehäuft.

Seine Liebe zur St. Sylvester-Kirche

entstand übrigens bei der zu ehrenden

Persönlichkeit über seine Kinder, die

als Jugendliche in der Ev. Jugend aktiv

wurden. Heute ist seine Tochter Birte

Pastorin in Hoffenheim und sein Sohn

Nils im Kirchenvorstand von St. Sylvester.

Sehr geehrte Damen und Herren, sie haben

bestimmt sofort erkannt, wer heute

geehrt wird, auch wenn ich erst zum

Ende meiner Laudatio seinen Namen

nenne.

Heute wird mit Jürgen Wielage eine

außerordentliche Persönlichkeit unserer

Stadtgesellschaft geehrt.

Ich darf ihm im Namen der Verwaltung

des Rates der Stadt Quakenbrück die

besten Glückwünsche überbringen

und freue mich auch persönlich über

die Wahl des MQ, Dich lieber Jürgen,

heute zu ehren. Ein besonderer Dank

und Glückwunsch gehen auch an Deine

Kinder und Deine Frau Inge, die Dich

immer unterstützt hat.“ Mit diesen

Worten beendete der Bürgermeister der

Stadt seine Laudatio und überreichte

den Ehrenpreis an Jürgen Wielage, der

die Auszeichnung sichtlich bewegt, aber

hoch erfreut entgegennahm.

Der Stadtdirektor und der Bürgermeister

der Stadt Quakenbrück gratulierten dem

Team und der Jury des Artland-Magazins

für die hervorragende Wahl des Ehrenpreisträgers,

und Jürgen Wielage ließ es

sich in seiner anschließenden Dankesrede

nicht nehmen darauf hinzuweisen,

dass das Stadtmuseum jederzeit neue

ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter willkommen heißt.

Wir hingegen begeben uns nun wieder

auf die Suche nach einem neuen Preisträger

oder Preisträgerin. Vielleicht trifft

es ja Sie....

Detlef Bülow

- Alten- und Pflegeheim

- Kurzzeitpflege

- Verhinderungspflege

- Betreutes Wohnen

- Seniorenmittagstisch

Ansprechpartner:

Joachim Minneker (Geschäftsführer)

Dirk Tschritter (Pflegedienstleitung/Prokurist)

St. Sylvester gGmbH

Grüne Straße 24

49610 Quakenbrück

Tel.: 0 54 31 - 900 0

info@sylvesterstift.de

www.sylvesterstift.de

Ausgabe Winter 2019 mq + | 7


Schlemmen

und genießen

in Quakenbrück

8 | mq + Ausgabe Winter 2019


er am Wochenende einen abendlichen Bummel durch Quakenbrück unternimmt,

wird sich bisweilen wundern, dass er auch bei winterlichen Temperaturen auf etliche

Spaziergänger und Menschen trifft. Es ist einiges los in Quakenbrück und das hat unter

anderem mit dem guten Gastronomie-Angebot in der Innenstadt zu tun.

Es sind längst nicht mehr nur Quakenbrücker,

die in der heimatlichen Gastronomie für Umsatz

sorgen. Dass es in der Stadt einige zum

Teil neue, aber auch schon länger etablierte

gute Restaurants gibt, hat sich über das Artland

hinaus herumgesprochen.

Die Quakenbrücker Innenstadt empfängt ihre

Gäste mit großer gastronomischer Vielfalt. Zu

den etablierten Traditionsgastronomien wie

Heimatstube, Bistro, kleines Restaurant, da

Seba und Di Stefano - um nur einige „Dauerbrenner“

zu nennen - gesellen sich Trend- und

Spezialitätenrestaurants. An der St. Annen-

Straße hat die Quakenbrücker Bierstube mit

Johann Brockemeier und Anna Dix ein innovatives

Pächterpaar gefunden, das echt bayerisches

Flair in die Hasestadt gebracht hat.

Schlendert man die Lange Straße weiter entlang,

gibt es einiges zu entdecken. Direkt am

Marktplatz hat Mirza Ceri mit dem „Anno

1510“ ein beliebtes Restaurant geschaffen,

dass in der ältesten Herberge und Schänke

der Stadt leckere deutsche Gerichte in neuen

Geschmacksrichtungen anbietet.

Bemerkenswert ist auch die Entwicklung im

hinteren Teil der Langen Straße. Allround-

Gastronom Nihad Dzinic verantwortet gleich

drei Gastronomie-Standorte. Die Tapas- und

Cocktailbar „Sancho & Pancho“ begeistert mit

spanischen Tapas sowie köstlichen Weinen

und Cocktails. Angeschlossen an die Bar ist ein

Eventraum, der 80 Personen Platz bietet. Einige

Meter weiter zieht das Burger-Restaurant

„Beef-Chief“ vor allem junges Publikum an. Im

Angebot sind herzhafte Burger mit hausgemachten

Beilagen und Saucen, frischem Salat

sowie Brötchen vom örtlichen Bäcker. Das

dritte Restaurant im Bunde ist das Steakhouse

- Balkan Grill an der Langen Straße 2. Freunde

von argentinischen Steaks und Balkanspezialitäten

kommen hier auf ihre Kosten. Ebenfalls

in diesem Teil der Langen Straße zu finden

sind das Café Heads mit Snacks und frischen

Backwaren, das Kebabhaus Sultan mit türkischen

Spezialitäten und der kantonesische

Imbiss Asia Bambus.

Der kulinarische Spaziergang durch die Quakenbrücker

Innenstadt ist mit dem Abschluss

der Langen Straße jedoch noch längst nicht

beendet. Nur einige Meter weiter beginnt

die Bahnhofstraße mit dem griechischen

Restaurant „Elia“ und weiteren Gastronomie-

Highlights. Bereits Hunger bekommen?

Herzlich willkommen in der Schlemmer- und

Burgmannsstadt Quakenbrück.

Weitere hervorragende Restaurants und

Event-Locations befinden sich in der Peripherie

der Hasestadt. Einige dieser Betriebe

stellen sich auf den nächsten Seiten vor.

Viel Spaß beim Entdecken!

Ausgabe Winter 2019 mq + | 9


Schlemmen und genie

Anno 1510

2018 legte Mirza Cerić mit der Eröffnung seines Restaurants

„Anno 1510“ einen fulminanten Start hin. Seit

dieser Zeit läuft es richtig gut in dem wunderschönen

500 Jahre alten Fachwerkbau. Viele Gäste, leckere Spezialitäten,

urige Atmosphäre - ein Besuch im Anno 1510

macht Spaß und belebt die Sinne.

Das Motto: „Wie bei Oma - nur 2019“. Das Geheimnis:

Klassische Gerichte, in neuen Geschmacksrichtungen

arrangiert. Die frischen Zutaten stammen aus der

Region direkt vor der Haustür. In den Sommermonaten

sitzen die Gäste auf dem malerischen Quakenbrücker

Marktplatz. Unter großen, schattenspendenden

Schirmen kann nach Herzenslust geschlemmt und

genossen werden.

Im Angebot sind

neben leckeren

Speisen auch frisch

gezapftes Bier und

köstliche Weine.

„Ein guter Tropfen

gehört zu einem

guten Essen“, betont Cerić. Dass ihm das Wohl seiner

Gäste am Herzen liegt, beweist er immer wieder aufs

Neue - und zwar mit kreativen Ideen und herzlicher

Gastlichkeit.

Anno 1510

Lange Straße 40 · 49610 Quakenbrück

Tel.: 0 54 31 / 60 51

ArtlandKotten

Wer dieses wunderbare Ambiente erlebt hat, kehrt gerne

wieder hierhin zurück! Der Artlandkotten steht für stilvolle

und genussvolle Events in herrlicher Natur. Direkt an

der Hase gelegen, begeistert die besondere Location mit

einer spannenden Mischung aus Café, Restaurant, Festsaal

und Hafenbar. „Wir bieten einen idealen Rahmen für

Events aller Art“, erklärt Geschäftsführerin Beata Caiombo.

Als beliebte Veranstaltungsstätte für Hochzeiten, Familienfeiern

und Betriebsfeste steht der Artlandkotten bei

vielen ganz oben auf der Wunschliste. „Auch für Tagungen

und Gruppenreisen sind wir ein optimaler Ansprechpartner“,

bekräftigt die sympathische Geschäftsführerin.

Aus gutem Grund: Der Artlandkotten vereint alles, was

moderne Gastronomie

zu bieten hat - erstklassige

Küche, gemütliche

Gastlichkeit, professionelles

Veranstaltungsmanagement

sowie ein

traumhaftes Ambiente.

Je nach Jahreszeit dürfen

sich die Genießer zudem auf saisonale Spezialitäten, wie

z.B. Spargel, Pfifferlinge, Wild und Grünkohl freuen.

Tipp: Jeden Sonntag findet im Festsaal das Artländer

Frühstücksbuffet statt mit allem, was das Frühstücksherz

begehrt.

Artlandkotten

Bremer Straße 112 · 49610 Quakenbrück

Tel.: 0 54 31/ 90 86 340 · Mail: info@artlandkotten.de

10 | mq + Ausgabe Winter 2019


ßen in Quakenbrück

KOMMENDE EVENTS:

31.12.2019 Silvesterparty

26.01.2020 Tag der offenen Tür

15.02.2020 Valentinstag-Party

07.03.2020 Weltfrauentag

29.03.2020 Kinderfest

04.04.2020 Ü30 Party

30.04.2020 Tanz in den Mai

Gut Vehr

Ein prima Ausflugsziel und ein tolles Ambiente für

alle, die moderne Gutsatmosphäre lieben - das ist das

Quakenbrücker Gut Vehr. Bekannt für das gemütliche

Speicher-Café und die beliebte Festscheune, begeistert

das Betreiberpaar Lorena Meyer und Sascha Schulz jetzt

in der Wintersaison mit Boßelparcours und Winterspielen.

Samstags verwandelt sich der Swingolfplatz zu einem

Boßelparcours. Hier werden Geschicklichkeitsspiele

für Jung und Alt angeboten, die echte Winter- Gaudi

bringen - ideal für Firmen und Vereine. Neuigkeiten in

Sachen Partyspaß: Die gemütliche Festscheune hat eine

„kleine Schwester“ bekommen. Unter der historischen

Turmuhr ist ein rustikaler Festraum mit neuer Thekenanlage

entstanden, der

bis zu 80 Personen

fassen kann. „Wir

bieten Rundum-

Spaß-Pakete für jeden

Geschmack - von der

traditionellen Feier,

dem gemütlichen Café

bis hin zu Events und

sportlichem Spaß auf unserer Swingolf-Anlage“, betont

Lorena Meyer. Im Winter begrüßt das Speicher-Café

seine Gäste jeden Samstag und Sonntag von 14.00 -

18.00 Uhr.

Gut Vehr

49610 Quakenbrück

Tel: 0 54 31 / 96 95 80 · info@gutvehr.de

Festsaal Vernissage

Diese Event-Location ist nicht jedem Artländer ein Begriff

- umso interessanter, sie hier vorzustellen. Spezialisiert

auf Familien- und Betriebsfeste, punktet das Team

vom Festsaal Vernissage auch mit Events in Eigenregie.

Besonders beliebt sind die Silvesterparty, der Herbstball,

die Weltfrauentagfeier sowie die Kinderpartys.

Am Rand der Stadt gelegen, überzeugt der Festsaal durch

eine ruhige Umgebung und gute Parkmöglichkeiten. Die

drei Festsäle bieten Partyspaß für jeden Geschmack. Der

große Saal fasst bis zu 250 Personen, der etwas kleinere

bis zu 80 und der gemütliche Wintergarten empfängt bis

zu 40 Personen. Ebenfalls 40 Personen fasst der Schulungsraum,

der für Seminare und Vorträge zur Verfügung

steht. Für Speisen und

Getränke sowie Dekoration

sorgt der hauseigene Catering-

und Dekorationsservice.

„Wir organisieren die

komplette Feier - von der

Beratung über die Planung

bis hin zur Durchführung“,

erklärt Geschäftsführer Leonhard Zilke. Dass die Location

sehr gut ankommt und wie toll hier gefeiert werden

kann, zeigen die hauseigenen Social Media Kanäle.

Festsaal Vernissage

Neulandstraße 1 · 49610 Quakenbrück

Tel.: 0 54 31 / 90 87 30

info@festsaal-vernissage.de · www.festsaal-vernissage.de

Ausgabe Winter 2019 mq + | 11


12 | mq + Ausgabe Winter 2019


cdVet-Jubiläumskongress

mit neuen Ideen

Experten für natürliche

Tiergesundheit trafen

sich in Wuppertal

SPORT & FREIZEIT

Mit Teilnehmern aus Europa,

insbesondere Deutschland

und Tschechien, fand jetzt der

Jubiläumskongress 2019 des

niedersächsischen Unternehmens „cdVet

Natürliche Tiergesundheit“ im Waldhotel

Eskeshof in Wuppertal statt. Drei Tage

lang drehte sich unter dem Motto „Wir

gestalten Zukunft gemeinsam!“ alles um

den Handel in Sachen Tiergesundheit

und chemiefreie Ernährung.

„Biologie verändert sich nicht“, darum

seien die Produkte und Innovationen von

cdVet immer wieder topaktuell, betonte

Clemens Dingmann, der Geschäftsführer

der cdVet Naturprodukte GmbH, der die

vorwiegend aus dem Handel und dem

Vertrieb stammenden Kongressteilnehmer

begrüßte. Auch im 20. Jahr des

Bestehens sei das Unternehmen nach

wie vor Innovationsführer in der natürlichen

Tiergesundheit und chemiefreien

Tierernährung.

zu richten, stand im Mittelpunkt des

Intensiv-Kongresses. Dabei standen

natürliche gesundheitliche Konzepte und

deren Zusammenhänge ebenso auf der

Tagesordnung wie multiresistente Keime

sowie Auswirkungen und Nebenwirkungen

von synthetischen Stoffen in der

Tierernährung.

Neben Firmengründer Clemens Dingmann

führten auch Christiane Fischer

(Tierphysiotherapeutin), Nadine Reise

(Regionalleitung cdVet-Vertrieb Mitte,

Bereichsleitung HerbaBarf), Julia Harmening

(Ernährungsberaterin für Hunde

und Katzen), Katrin Knecht (Tierärztin

mit Spezialisierungsschwerpunkt für

natürlich nachhaltiges Gesundheitsmanagement)

und Andrea Beel (Vertriebsleitung

cdVet Naturprodukte GmbH) als

Referenten durch das Programm.

Exklusivkonzepte

HerbaVet und HerbaBarf

cdVet-Chef Clemens Dingmann

hieß die Teilnehmer des

cdVet-Kongresses 2019

in Wuppertal willkommen.

Auch bei den Podiumsdiskussionen und

den Workgroups ist deutlich geworden,

wie zeitgemäß die Themenwelten von

cdVet für den Handel und die Kunden

bereitstünden, waren sich die Organisatoren

einig. Oder um es mit den Worten

von Clemens Dingmann zu sagen: „Unsere

cdVet-Basics sind die Wurzeln mit denen

alles gedeihen kann“.

Handel erfolgreich machen

Dabei sei es der Anspruch des weltweit

tätigen Unternehmens, im Bereich der

Tiergesundheit natürliche Wege zu

gehen und wirkungsvolle Alternativen

für die Vermeidung von Antibiotika und

anderen chemischen

Substanzen in allen Bereichen

der Tierhaltung

(Landwirtschaftliche

Nutztiere, Hunde, Katzen,

Pferde) anzubieten und

die Menge von Medikamenten,

Resistenzen

und die Ursachen von

multiresistenten Keimen

effektiv und nachhaltig

zu vermeiden, erklärte

Clemens Dingmann.

Ein besonderes Augenmerk legten die

Teilnehmer dabei auch auf die für zertifizierte

Händler reservierten Exklusivmarken

wie HerbaVet und HerbaBarf, deren

Sortimente gezielt für Therapeuten und

spezielle Fachhändler als Exklusivkonzept

zusammengestellt werden.

ENTSPANNT BLEIBEN

mit Calma und

Bio-Bachblüten Silvester

Aus dem gesamten Bundesgebiet

kamen die Teilnehmer

des diesjährigen cdVet-

Kongresses in Wuppertal.

Fotos: cdVet-Gruppe

DURCHFALL ADÉ

mit DurchfallStopp

als Pulver oder Kapseln

Wie positioniert sich der

lösungs- und serviceorientierte

Handel weiterhin

erfolgreich? – oder

ganz praktisch den Blick

auf die gemeinsamen

Chancen in Zeiten von

Zivilisationskrankheiten,

Online-Handel und

neuen Therapieformen

Montag - Freitag 8.00 - 18.00 Uhr

Industriestr. 9-11 49584 Fürstenau

Ausgabe Winter 2019

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Das Artland-Magazin.

14 | mq + Ausgabe Winter 2019


MQ + -PREISVERLEIHUNG 2019

„Ich musste lernen,

Geduld zu haben.“

Nach fünf Jahren als hauptamtlicher Samtgemeindebürgermeister empfängt uns

Claus Peter Poppe zu einem Rückblick auf die letzten fünf und einer Vorschau auf die

nächsten zwei Jahre.

Draußen prasselt der Regen auf das Straßenpflaster, als wir uns die Klinke des Rathauses Quakenbrück in die Hand geben. Wir – das sind

Hans-Wilhelm Oelkers, Ruth Keck und Detlef Bülow vom Redaktionsteam des Artland-Magazins. Rosi Hauertmann, Sekretärin des Samtgemeindebürgermeisters,

empfängt uns mit einem angenehmen Hallo. Sie geleitet uns in das Büro von Claus Peter Poppe. Bei einer Tasse

Kaffee entsteht schnell ein anregendes Gespräch.

mq + Herr Poppe, Sie sind jetzt fünf Jahre im

Amt des Samtgemeindebürgermeisters. Wie

lautet Ihr Resümee der letzten Jahre?

In diesen fünf Jahren, die ich im Amt bin, war

es mein Ziel, die Samtgemeinde Artland in

verschiedenen Schwerpunkten weiterzuentwickeln.

Ein großer Schwerpunkt betrifft den

Bereich Bildung. Dass es eine derart große

Dynamik in diesem Bereich während meiner

Amtszeit geben wird, habe ich nicht geahnt.

Der Neubau der Oberschule Artland ist ein

enormes Projekt, das jetzt auf einem guten

Weg ist. Ich hoffe, wir werden das Projekt im

Laufe meiner Amtszeit komplett zu Ende bringen

können. Diesbezüglich muss man betonen,

dass der Neubau der Schule eine mutige

Entscheidung des Rats der Samtgemeinde war.

In der Schullandschaft hat es große Strukturveränderungen

gegeben. Wir haben alle

Schulformen vor Ort. Die Oberschule bildet alle

Bildungsspektren bis zum Sekundarbereich I

ab. Das Artland-Gymnasium ist als Traditionsschule

des Artlands etabliert.

Neben der Oberschule haben wir auch die Verantwortung

für sechs Grundschulen, in die wir

in den letzen Jahren kräftig investiert haben.

Entsprechend ist keine von ihnen in ihrem

Bestand gefährdet. Wir haben ja tatsächlich

– entgegen früheren Tendenzen – Schülerzuwächse

zu verzeichnen. Der demografische

Wandel hat eine allmähliche Zunahme der

Geburten mit sich gebracht, bedingt natürlich

auch durch den Zuzug von ausländischen

Arbeitskräften in die Samtgemeinde.

mq + In welchen Bereichen ist darüber

hinaus eine Entwicklung zu verzeichnen?

Wir sind in meiner Amtszeit angefangen,

in Quakenbrück einen Hochschulstandort

zu installieren. In Zusammenarbeit mit der

Hochschule Osnabrück bietet das Krankenhaus

den Studienabschluss „Bachelor of

Science“ an. Gemeinsam mit der Tierärztlichen

Hochschule Hannover hat das Deutsche

Institut für Lebensmitteltechnik einen

Zertifikatsstudiengang in Englisch auf die

Beine gestellt.

Natürlich investieren wir weiter in die Schulen

- vor allem hinsichtlich der räumlichen

Erweiterung oder zum Thema „Digitale

Medien“ und „Inklusion“. Für die ganz

Kleinen hat sich ebenfalls viel getan. Es

sind in den Kitas der Samtgemeinde acht

zusätzliche Gruppen geschaffen worden

mit Gruppengrößen von 25 Kindern bei der

Altersgruppe 3-6 Jahre und 15 Kindern bei

der Altersgruppe 0-3 Jahre. Übrigens, zum

Thema Kita kann noch gesagt werden, dass

auf der aktuell brach liegenden Bahnfläche

eine Kita der Diakonischen Stiftung Bethanien

entstehen wird, deren Baubeginn für

das nächste Jahr geplant ist.

mq + Welche weiteren Schwerpunkte

haben Sie ins Auge gefasst?

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in den

Bereichen Firmenentwicklung, Arbeitsplätze

und Wohnsituation. Die Bundeswehr

ist an ihrem Standort Quakenbrück von 50

auf 250 Mitarbeitern angewachsen. Das

Krankenhaus verfügt mit seinen 420 Betten

und der hohen Qualität in mehreren Vorzeigegebieten,

wie z.B. der Diabetologie und

Neurochirurgie über ein Riesen-Einzugsgebiet

für Mitarbeiter und Patienten. Das DIL ist auf

dem Lebensmittelsektor im Bereich Forschung

exzellent aufgestellt. Im Business & Innovationspark

sind viele neue Betriebe und Ansiedlungen

entstanden, die von der Wirtschaftsförderung

finanziell unterstützt werden. Die

Investitionen zahlen sich aus: Die Auslastung

beträgt bereits über 80% - das ist trotz hoher

Fluktuation ein sehr guter Wert. Die positive

Entwicklung bei den eben genannten Arbeitgebern

hat für neue Arbeitsplätze gesorgt.

Es sind vor allem hoch qualifizierte Stellen

geschaffen worden, insbesondere durch das

Lebensmittelinstitut. Bald ist zudem - wie in

den Medien schon berichtet - die Ansiedlung

von Thyssen Krupp zu erwarten mit der Schaffung

weiterer hoch qualifizierter Arbeitsplätze.

mq + Was können Sie in diesem Zusammenhang

zur aktuellen Wohnsituation in Quakenbrück

sagen?

Die Entwicklung der Wohngebiete in Quakenbrück

erfordert Geduld. Das Ziel ist es, nicht

nur in die Fläche zu gehen, sondern auch in die

innerstädtische Verdichtung. Aktuell ist das

Baugebiet von der Hartlage bis zu Hengelage

in Vorbereitung. Das Gebiet Hartlage-Ost

befindet sich in Planung. Weitere Gebiete bleiben

jedoch vorerst unberührt, aufgrund von

Naturschutz- und Hochwassergebieten.

Nichtsdestotrotz besteht ein hoher Bedarf an

Miet- und Eigentumswohnungsbau. Mit der

Baugenossenschaft des Landkreises Osnabrück

haben wir einen starken Partner an unserer

Seite, die Wohnungen im durchschnittlichen

sozialen Preissegment geschaffen hat.

Ausgabe Winter 2019 mq + | 15


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16 | mq + Ausgabe Winter 2019


Dankenswerterweise konnten wir im Bereich

Mietwohnungsbau Gelder aus den Förderprogrammen

„Soziale Stadt“ und „Stadtumbau

West“ nutzen. Diese Gelder stammen vom Land

und vom Bund, d.h. ein Drittel der Investitionen

zahlt der Bund, ein Drittel das Land Niedersachsen

und ein Drittel die Stadt Quakenbrück.

Wenn man sich heute die Neustadt bzw. die

Artlandstraße anschaut, zeigt ein Vorher-/

Nachher-Vergleich, dass das Geld gut investiert

ist. Und das ist noch nicht das Ende.

Die nächsten Projekte sind in Planung, wie z.B.

das Haus Klingberg und der Häuserkomplex

Friedrichstraße 37 b+c. Ich wünsche mir, dass

wir diese Projekte während meiner Amtszeit

noch deutlich voranbringen können.

Im Bereich „Neustadt West“ ist ein städtebaulicher

Rahmenplan erarbeitet worden. Dieser

Rahmenplan sieht vor, dass die Bereiche, die

aktuell eine für eine Kleinstadt zu hohe Verdichtung

aufweisen, neu gestaltet werden und

einen Teilrückbau erfahren. Die Berliner Straße

soll nach diesem Konzept an die Görlitzer

Straße angeschlossen werden und der Königsberger

Platz einen hochwertigeren Platzcharakter

bekommen. Detailpläne sind aber erst

in Vorbereitung. Wie es aussieht, wird wohl

erst mein Nachfolger dieses Projekt beenden

können.

mq + Welche Pläne bestehen für die

Bahnbrache?

Natürlich ist die Bahnbrache ein großes Thema.

Das Ziel, das wir mit diesem Gebiet verfolgen,

ist ein Zusammenwachsen der Stadtteile. Es

wäre schön, wenn in der Zukunft nicht mehr

von Neustadt und Altstadt gesprochen wird,

sondern nur noch von Quakenbrück. Eine sehr

gute Idee war diesbezüglich der Architektenwettbewerb.

Hieraus ist ein tolles Bebauungskonzept

erwachsen, mit dem wir sehr glücklich

sind.

mq + Die Sicherheit in der Stadt liegt vielen

Bürgern am Herzen. Wie sieht es mit der Präsenz

der Polizei aus?

Die diesbezüglichen Ratsbeschlüsse liegen vor.

Die Polizei soll in die Bahnhofsnähe ziehen.

Auch bei diesem Thema war viel Geduld notwendig.

Zunächst mussten und müssen noch

diverse Einwände bearbeitet werden und dann

erfolgt eventuell die Realisierung. Wenn ich mir

in meiner Amtszeit etwas aneignen musste,

dann war das Geduld.

mq + Verfolgen Sie auch Ziele zur Verbesserung

des Öffentlichen Nahverkehrs?

Dass dabei mehr möglich ist - dafür bekommen

Sie meine sofortige Zustimmung.

Jedoch mussten wir auch erkennen, dass

das vorhandene Angebot einfach besser

beworben werden muss, denn es gibt gute

Busverbindungen zu den Nachbargemeinden,

die zu wenig genutzt werden. Eine App

soll Abhilfe schaffen bzw. mehr Information

bereitstellen.

Zusammengefasst ist es mein Ziel, in vielen

Bereichen die Standards zu stärken, vor

allem in den Bereichen Bildung, Wirtschaft,

Wohnungen, Klimaschutz- und erneuerbare

Energien sowie alternative Mobilität. Bei

letzterem Thema konnten wir schon einige

Ziele erreichen, wie z.B. die neu eingerichteten

Fahrradstraßen, die Verlangsamung

der Fahrgeschwindigkeit in einigen Straßen

sowie Stärkung der Busanbindungen. Ziel

ist es, dass speziell die Bahn im 30-Minuten-

Takt verkehren soll.

mq + Apropos Klimaschutz. Können Sie

konkrete Maßnahmen diesbezüglich

benennen?

Sicherlich. Wir haben einiges in die Wege

geleitet. Der prozentuale Anteil der regenerativen

Energien hat sich in den letzten

Jahren sehr stark erhöht. So sind in den

Ortsteilen Borg und Wehdel zahlreiche

neue Windkraftanlagen entstanden. Zu

nennen wären da ferner das Anlegen von

Haseauen, die Schutzmaßnahmen bei

der Krötenwanderung sowie zahlreiche

Baumanpflanzungen in den letzten Jahren.

Zu sagen, wir würden nichts machen, ist

absolut falsch.

mq + Zum Schluss noch die Frage an Sie,

was Ihnen neben dem bereits Gesagten

noch am Herzen liegt?

Ich würde gerne die Migrationsleistung der

Bürger in der Samtgemeinde hervorheben.

Mit 20 Prozent haben wir den höchsten

Ausländeranteil im Landkreis Osnabrück.

Dass dieses Miteinander friedlich von

statten geht, ist eine große Leistung der

Bevölkerung. Entsprechend ist es unsere

Aufgabe, den Bürgern Ängste zu nehmen,

indem wir die Migranten mit einbeziehen

und zum Beispiel mit ihnen Feste feiern

oder - wie aktuell - den Rumänen eine

Wahlmöglichkeit in unserem Rathaus

bieten.

mq + Eine letzte Frage hätten wir noch.

Wie stehen Sie zur autofreien Innenstadt?

Dieses Thema beschäftigt Quakenbrück

schon seit 40 Jahren. Als Stadtdirektor kann

ich nur ein Mittler zwischen den Standpunkten

sein. Persönlich würde ich mich

gegen dieses Thema nicht sperren, aber im

Moment sehe ich die Prioritäten woanders.

Die Teilsperrung der Fußgängerzone beim

Markttag kommt gut an, ein guter Mix der

Verkehrsarten wäre ideal und natürlich

kann der PKW diesbezüglich gerne etwas

in den Hintergrund treten. Das Wichtigste

ist immer, dass eine Maßnahme eine gute

Lebensqualität für die Stadt schafft. Eine

letzte Bemerkung: Wir haben noch nicht

das Thema „Digitalisierung“ angesprochen,

das wir in der Samtgemeinde tatkräftig mit

dem Projekt „Artland smart“ vorantreiben

wollen.

Ausgabe Winter 2019 mq + | 17


Das Artland-Magazin.

Fachkompetenz

in Fußpflege, Kosmetik

und Wellness

Tanja Großmann feierte 20-jähriges Jubiläum

Am 1. Dezember feierte Tanja Großmann

an der Bremerstraße 47 den

20-jährigen Geburtstag ihrer Fußpflegepraxis.

Zum Jubiläum wurden der

neue Fußpflegestuhl, der Sterilisator

und die neuen Flyer eingeweiht. Im

Laufe der Zeit sind medizinische Fußpflege,

Kosmetik und Wellness sind in

Großmanns Praxis eine ideale Verbindung

eingegangen. Dank ihrer hohen

Kompetenz bringen ihre Stammkunden

Tanja Großmann viel Vertrauen

entgegen.

Nach ihrer Ausbildung zur staatlich

geprüften Kosmetikerin erlangte

sie zusätzlich ihre Qualifikation zur

medizinischen Fußpflegerin – eine

Entscheidung, welche die 46-jährige bis

heute nicht bereut hat. Denn im Laufe

der Jahre konnte Tanja Großmann

sich einen großen Kundenstamm in

der Region aufbauen. Deshalb besucht

sie jedes Jahr spezielle Schulungen,

Fortbildungen und Kongresse, um immer

aktuell zu sein. „In unserem Bereich hat

sich mittlerweile sehr viel verändert.

Fußpflege und Kosmetik sind nicht mehr

geschlechts- oder altersabhängig“, freut

sich Tanja über die positive Entwicklung.

Außer der normalen Pediküre inclusive

Hautanalyse, Problemzonenberatung,

Nagel- und Hornhautbehandlung bietet

Großmann auch Fußreflexzonen-, Ganzkörper-

und Rückenmassagen an. Sie

ermöglicht ihren Kunden ein bequemes

Laufgefühl und stärkt die Gesundheit

ihrer Füße und ihr ganzheitliches

Wohlbefinden. Nach orthopädischen

Operationen sorgt sie für fachgerechte

Unterstützung in der Fußpflege und

berät exklusiv über gezielte Fußgymnastik

zur entlastenden Schmerzreduktion.

In der Kosmetik öffnet Tanja Großmann

Außer Fußpflege beherrscht Tanja Großmann auch die perfekte Nagelkosmetik.

18 | mq + Ausgabe Winter 2019


FIRMENJUBILÄUM

mit einer Massage die Poren für die

Gesichtsbehandlung. Vor allem der sensible,

unreine oder empfindliche Hauttyp

erfährt hier spezielle Anwendungen. „Ich

gehe nicht nur auf dekorative Aspekte

ein, sondern sorge für Aufbau, Pflege und

Erhalt der Hautqualität im Stil einer Anti-

Aging-Behandlung. Im anschließenden

Gespräch gebe ich Empfehlungen in Bezug

auf die Anwendung von Cremes und

Lotions“, informiert Tanja Großmann.

Auf Wunsch färbt sie auch die Wimpern,

bietet Depilation (Enthaarung) und

Maniküre an. Sie verwendet nur hochwertige

Reinraum-Pflegeprodukte aus

natürlichen Wirkstoffen von Dr. Rimpler.

Auch die Produkte der Firma „Gehwohl“

umfassen ein breites Anwendungsspektrum

vom Druckschutz über Bäder bis zu

Spezialcremes für die Füße. Sowohl auf

der beheizten, verstellbaren Massageliege,

im Kosmetikstuhl als auch im modernen,

vollautomatischen Fußpflegestuhl

erleben die Kunden Wellness pur. Eine

sanfte Hintergrundmusik inclusive Blick

in den Garten dienen der Entspannung

und garantieren eine Auszeit vom Alltag.

Auch der Einsatz ätherischer Öle und die

Hygiene werden hier großgeschrieben.

Ebenso bekommt Tanja Großmann für

ihre geschmackvolle Raumgestaltung

und ihr individuelles, ganzheitliches

Konzept immer tolle Feedbacks.

Tanja Großmann bietet auch Wellnessmassagen

und Kosmetik in ihrer Praxis an.

So stehen ihr in dem geräumigen

Domizil mehrere Behandlungsräume

für die verschiedenen Kundenwünsche

als auch ein gemütliches Wartezimmer

zur Verfügung. Wer möchte, kann einen

Termin unter Mobil-Telefon 01701457777

vereinbaren oder einen Gutschein als

Präsent erwerben.

TANJA GROßMANN

Fußpflege · Kosmetik · Wellness

Bremer Straße 47 · 49610 Quakenbrück

Telefon 0170 145 77 77

Zum Jubiläum hat Tanja Großmann

in einen neuen Fußpflegestuhl

investiert.

Text/Fotos:

Alexandra Lüders

Ausgabe Winter 2019 mq + | 19


Das Artland-Magazin.

In der Adventszeit bin ich immer gerne in die Altstadt gefahren und

habe mich über die schöne Beleuchtung und den Weihnachtsmarkt mit

der bunt geschmückten und beleuchteten Tanne gefreut. Doch auf dem

Rückweg in die Neustadt wurde es dunkel, und kein Stern beleuchtete

die Straßen. Das fand ich traurig, und so bat ich im letzten Herbst in

einem Brief an den Stadtrat darum, dass auch in der Neustadt Weihnachtsbeleuchtung

für die über 2000 Christen und anderen Bewohner angebracht

werden könnte. Ich erklärte mich bereit, die gleichen Sternschnuppen wie

in der Altstadt durch Spendenbitten zu finanzieren, wenn die Stadt die Anbringung

und die laufenden Stromkosten übernehmen würde. Der Antrag

wurde sofort genehmigt, und so konnten bis zum 2. Advent 6 Sterne in der

Artlandstraße von der Petruskirche bis zur Sparkasse angebracht werden.

Insgesamt sammelte ich 9 Sterne im ersten Jahr, und auch 2019 möchte ich

wieder mindestens so viele zusammenbekommen. Die Spender sind kirchliche

und andere Institutionen sowie Firmen, die zum Teil nicht genannt

werden wollen. Allen bisherigen Spendern an dieser Stelle ein herzliches

Dankeschön!

In diesem Jahr hat Frau Banko vom Kirchenvorstand der St. Petrusgemeinde

den Besitzer von Richies Sportsbar angesprochen und eine ganz besondere

Spende bekommen: Ralf Olligesgeers hat gleich 4 Weihnachtssterne für

die Neustadt finanziert! Damit er sehen konnte, für was er gespendet hat,

brachten Frau Banko und ich einen Stern zu ihm in die Sportsbar im Luisencenter;

leider passten nicht alle 4 ins Auto!

Auf dem Foto sind der großzügige Spender, Corinne Banko und ich zu sehen.

Da die Dachdecker-Firma Schulz auch gerade einen Stern gespendet hat,

sind jetzt 16 Sterne finanziert, und das Sammeln hat gerade erst wieder

angefangen.

Viele Bewohner haben sich letztes Jahr schon über die Weihnachtsbeleuchtung

gefreut und natürlich auch über die Beleuchtung des Kirchturms, die

schon vorher von der Firma Ostendorf angebracht wurde. In diesem Jahr

soll es erstmal in der Friedrichstraße mit den Sternen weitergehen.

Die Vorkonfirmanden aus ganz Quakenbrück haben sich zusammen

mit mir, Pastor Thon-Breuker und einer gespendeten

Sternschnuppe vor dem Gemeindehaus der Petrusgemeinde

fotografieren lassen, um zu zeigen, dass sie sich weitere

Sterne wünschen. Mein Plan, der wie ich später erfuhr, bereits

in einem Vorschlag von Detlef Bülow im letzten MQ von 2016

veröffentlicht war, ist, die drei Hauptstraßen in der Neustadt

Artlandstraße, Menslager Straße und Friedrichstraße an jeder

zweiten Laterne mit einem Stern zu versehen, sodass der

Weg in die Altstadt und zum Weihnachtsmarkt beleuchtet

wird. Dafür brauchen wir noch etliche Sterne, aber ich bin mir

sicher, dass wir das schaffen. Danach wäre eine Ausweitung

auf die Hauptstraßen in der Hengelage und dem Hakenkamp

wünschenswert! Es wäre ein Zeichen der Einheit und

Gleichheit in der Stadt Quakenbrück, die nicht in 4 getrennte

Wohnbereiche aufgeteilt bleiben sollte.

Pastorin Christina Richter

Sterne

für alle!

20 | mq + Ausgabe Winter 2019


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Wir wünschen allen

ein frohes Weihnachtsfest

und einen guten Rutsch

in‘s neue Jahr!

Auch in diesem Jahr:

Ab dem 10. Dezember

beginnt unser großer

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Ausgabe Winter 2019 mq + | 21


Das Artland-Magazin.

Musik in den 60er- und 70er-Jahren

Als der beste Beat aus Nortrup kam

Gute Musik

und Wohlstand

für alle!

Die Sechzigerjahre gelten als

ein Jahrzehnt, in dem der

neue Wohlstand nach dem

Kriege über alle Schichten (im

Vergleich zu heute) relativ

gleichmäßig verteilt war. Dies führte

in den Sechzigerjahren zu Folgendem:

Immer mehr Familien konnten sich etwas

Neues leisten. Neben dem eigenen

Auto waren es die erste Waschmaschine,

eine neue Wohnzimmereinrichtung,

ein schickes Kostüm, ein moderner

Anzug und natürlich der erste Fernsehapparat.

Ein großer Teil der heute noch

aktuellen Musik wurde damals „neu

erfunden“!

Selbst die Jugend hatte Geld für die

neue BRAVO, Schallplatten, Mode und

um auszugehen – zum Beispiel zum

Jugendtanz. Den boten im Altkreis

Bersenbrück Sanders Tanzdiele in

Quakenbrück, Aßmann in Nortrup, das

Gasthaus Düker in Ankum, Klaus in Kettenkamp,

Kuhlmann in Hesepe, Samba

Franz in Üffeln, Böhmann in Eggermühlen

oder Welling in Neuenkirchen. Sanders

Tanzdiele in Quakenbrück hatte

mittwochs, samstags und sonntags von

17:00 bis 22:00 Uhr geöffnet und war

ein beliebter Treffpunkt für die Jugend

und die Fans aktueller Musik. Deutsche

Schlager oder englische Popmusik waren

dort angesagt. Heute ist in den ehemaligen

Räumen die Theaterwerkstatt

beheimatet.

Vor Sanders Tanzdiele befand sich in den Räumen das Kino „Bahnhoflichtspiele”.

Foto: Archiv Stadtmuseum Quakenbrück

Wer etwas über die Sechzigerjahre liest

oder schreibt, muss sich allerdings auch

Folgendes ins Gedächtnis rufen: Von

einer Gleichstellung zwischen Mann und

Frau war damals noch lange nicht die

Rede. Die Rollen war klar verteilt. Vorehelicher

Sex oder ähnliche Handlungen

galten als Unzucht und konnten, sofern

die Eltern es in ihrem Haus bei Minderjährigen

duldeten, bestraft werden.

Und eine Ansage von Uschi Nerke im

Minirock oder in Hot Pants in der Musik-

22 | mq + Ausgabe Winter 2019


Die Mattocks vor einem Auftritt bei Welling in Neuenkirchen. Musikalisch

versiert und stilvoll gekleidet. Und schick sahen die Jungs mit

weißem Hemd und Krawatte auch noch aus. Fotograf unbekannt.

sendung Beat Club konnte zu Hause vor

dem elterlichen TV-Gerät für emotionale

Explosionen sorgen. Umso beliebter und

aufregender waren die Jugendtänze, bei

denen sich Männer und Frauen kennenlernen

und näherkommen konnten.

Die Mattocks aus Nortrup/Kettenkamp,

waren ab etwa der zweiten Hälfte der

Sechzigerjahre und vor allem in den Siebzigerjahren

eine Cover- und Showband,

die wegen ihres breiten Repertoires, ihrer

versierten Musikalität und ihrer guten

Laune auf der Bühne am professionellsten

performten.

Die Geburtsstunde

der Mattocks

Alles begann auf einem Kinderkarneval.

1964 fieberten die Mattocks ihrem ersten

öffentlichen Auftritt entgegen. Dieser

fand in Nortrup im alten Gasthof Theile-

Rietbrock beim Kinderkarneval des

Nortruper Schützenvereins statt.

Musikschule und Musikalienhandel am Schwarzen Weg

in Quakenbrück

Foto: Archiv Stadtmuseum Quakenbrück

Dieter beginnt unser Treffen in Nortrup

so: „Unser Vater, Hermann Schlüwe,

spielte im Nortruper Spielmannszug die

Lyra, später im Musikverein die Tuba. Er

legte großen Wert auf die musikalische

Erziehung seiner vier Söhne Dieter, Klaus,

Walter und Ralf. So bewilligte mein Vater

für mich als Ältesten zunächst Unterricht

im Akkordeon beim Musiklehrer

Fritz Neumann am Schwarzen Weg in

Quakenbrück. Herr Neumann betrieb

zudem einen kleinen Musikalienhandel

und stattete den Spielmannszug mit

Instrumenten und uns mit den ersten

Klira-Gitarren aus.“

Diese Band war in der Lage, die Jugendlichen

über Stunden zu begeistern,

mitzureißen und mit aktuellen Sounds

und Evergreens zu versorgen. Und schick

sahen die Jungs auch noch aus. Also waren

die allerbesten Voraussetzungen für eine

lange Bandkarriere gegeben und ihre

Fangemeinde wuchs und wuchs immer

mehr. Außerdem hatten die Mattocks

schon in den Sechzigern ein gesundes

Selbstbewusstsein und behaupteten:

„Wir spielen genauso gut wie die Beatles,

der einzige Unterschied ist: Wir spielen

nicht in Hamburg, London oder Liverpool,

sondern in Menslage, Quakenbrück und

Klein-Mimmelage“, so Dieter Schlüwe, der

ehemalige Bandleader der Mattocks, im

Gespräch. Bleibt noch die Frage, wie der

Bandname entstand. Dieter Schlüwe, der

auch das Archiv der Mattocks in der Musikschule

Nortrup angelegt hat, erklärt: „Mein

Bruder Walter nahm ein Englischlexikon,

schlug es auf und forderte von mir, mit geschlossenen

Augen auf ein Wort zu tippen:

Schon hatte die Band einen klangvollen

Namen: DIE MATTOCKS.“

Dabei war auch der Autor dieses Beitrags,

verkleidet als glücksbringender kleiner

Schornsteinfeger.

Glücksbringer: Auf dem Kinderkarneval

des Nortruper Schützenvereins in den Sechzigerjahren.

Fotograf unbekannt.

Ein Röhrenradio

als erster

Verstärker

Das Debut der Mattocks beim Kinderkarneval

im Saal Rietbrock beschreibt

Dieter so: „Das erste Equipment bestand

aus Pauke, Trommel vom Spielmannszug

Nortrup, Akkordeon und E-Gitarre, für

140 Mark gekauft. Wir spielten zu Viert:

Die Nortruper Klaus und Jürgen Wachhorst,

mein Bruder Walter und ich. Als

Gitarrenverstärker benutzen wir ein altes

12 Watt Leistung:

Röhrenradio Saba Freiburg 6-3 D. Foto: Gisbert Wegener

Ausgabe Winter 2019 mq + | 23


Das Artland-Magazin.

Röhrenradio, das uns der Elektromeister

Joseph Hüdepohl, unser Onkel, lieh. Es

fehlten noch die Mikrofone. Seinerzeit

machte ich eine Lehre als Fernmeldetechniker

bei der Post in Oldenburg. Von dort

brachte ich Mikrofone aus Sprechmuscheln

von Telefonen mit und wir ließen

diese mangels Ständern von der Decke

baumeln. Die Kabel führten wir über eine

Befestigung in der Decke zum Dampfradio

hin. Als unser Auftritt begann, hatte

sich das Kabel meines Bruders irgendwie

verdrillt. Das Mikrofon drehte sich mal

links, mal rechts herum und Walter blieb

nichts anderes übrig, als mit dem Mikro

herum zu tanzen. Die Zuschauer dachten

wohl, es gehöre zur Show. Technisch

etwas besser ausgestattet, durften wir

später im gleichen Saal, Gerd Böttcher

(‚Für Gaby tu ich alles‘) und Bata Illic

(‚Michaela‘) begleiten.“

Noch herrscht die

Kapelle Haferkamp

über die säle

Der Auftritt kam bei den Kindern,

Jugendlichen und Eltern gut an. Das bemerkte

auch der Schützenverein, der sich

seinerzeit um Nachwuchs Sorgen machte.

In der Folgezeit spielten die Mattocks

zunächst auf Geburtstagen und Hochzeiten,

sorgten dort für Stimmung und gute

Laune. Noch zu früh war es allerdings

für die Schützenfeste im Artland. Deren

Vereine engagierten traditionell die

„Kapelle Haferkamp“ mit dem Quakenbrücker

Musiklehrer Fritz Neumann und

Musiklehrer Lindhorst am Saxophon sowie

dem Ehepaar Haferkamp am Klavier

und am Schlagzeug. Alte Schlager und

traditionelle Volkslieder wie „Schwarzbraun

ist die Haselnuss“ begeisterten das

ältere Publikum nach wie vor. Das war

allerdings weniger etwas für die Jugend.

Sie kehrte dieser Musik - teils entschieden

- lieber den Rücken.

Musikalisches Engagement

über Jahrzehnte:

Vierzig Jahre lang hat Dieter Schlüwe das Orchester

des Musikvereins Nortrup dirigiert. Seit über 25 Jahren

leitet er die Nortruper Musikschule. Dieter ist zudem

heute noch in vielen Organisationen ehrenamtlich

aktiv und er stand mit der ersten Mattocks-Besetzung

auf der Bühne. Foto: Gisbert Wegener

24 | mq + Ausgabe Winter 2019


MUSIK IN DEN 60ER- UND 70ER-JAHREN

Nachdem die Kapelle Haferkamp irgendwann

für Schützenfeste nicht mehr zur

Verfügung stand, war die Bahn frei für

die Mattocks. Die Band hatte inzwischen

genug Erfahrung gesammelt und besaß

inzwischen auch eine gute Anlage.

Schützenfeste in Klein-Mimmelage,

Menslage und Nortrup oder Engagements

bei Düker in Ankum und Aßmann

in Nortrup waren die ersten größeren

öffentlichen Stationen. Zeitzeugen

erinnern sich mit Begeisterung an diese

Auftritte.

Dort konnten sie erstmals live die Songs

von den Beatles, Stones oder Manfred

Mann hören und von anderen Schallplatten,

die sie selbst zu Hause hatten.

Und besonders gut gefielen der typische,

mehrstimmige Gesang der Mattocks

oder zum Beispiel bei Songs von

Creedence Clearwater Revival („Proud

Mary“und „Cotton Fields“) die passend

markige Stimme von Klaus Schlüwe.

Ein Akkordeon

als Ablenkungsmanöver

Dieter Schlüwe beschreibt: „Die konservativen

Veranstalter und das konservative

Publikum aus der ländlichen Gegend

waren anfangs skeptisch. Ich nahm

deshalb immer mein Akkordeon mit

zu unseren ersten Auftritten an einem

neuen Ort. Dort stellte ich es gut sichtbar

als erstes auf die Bühne. Dieses Instrument

kannten die Saalbetreiber und es

sorgte erstmal für Ruhe beim Aufbau. Ein

Problem ganz anderer Art lösten wir auf

unsere Weise: Damals war es üblich, dass

die Musiker regelmäßig am Abend mit

Schnaps versorgt wurden. Das war überhaupt

nicht unser Ding. Wir mussten

aber so tun, als ob wir das mitmachten

und so landete der meiste Korn nicht in

unseren Mägen, sondern in einem versteckten

Becher hinter der Bühne.“

Dieter Schlüwe erzählt weiter: „Mit der

Zeit dominierte in unserem Programm

immer mehr aktuelle englischsprachige

Beatmusik. Selbstverständlich von

den Beatles, weiterhin von den Hollies,

Searchers, Shadows, Monkees oder Cliff

Richard. Die neuen Hits einzuüben war

nicht einfach. Wir hatten keine Tonbandgeräte

für Radioaufnahmen und die

aktuellen Hits waren meist erst spät als

Single in Quakenbrück erhältlich. Also

setzten wir uns vor das Radio. Wir lauschten

der Hitparade auf NDR oder Radio

Luxemburg. Einer schrieb die Texte mit,

die anderen machten sich Notizen zu

Rhythmen, Tonarten und Harmonien und

schließlich übten wir die Songs gemeinsam

aus der Erinnerung ein. Das funktionierte

recht gut und so versorgten wir

abends unser Publikum mit bekannten

Songs, aber auch mit den allerneuesten

Hits. So wurde es für sie nie langweilig.

Später brachte unser neuer Bassist

Hermann Lampe aus Quakenbrück einen

der ersten Cassettenrecorder mit, der bei

den Proben manches erleichterte. Unsere

Freunde aus der Nortruper Nachbarschaft,

Gundolf Ermeling, der Sohn des

Ortsbrandmeisters, Josef Wegener, der

älteste Sohn des Malermeisters und

Jürgen Rottbrand, dessen Vater damals in

der Molkerei arbeitete, halfen uns beim

Aufbau vor Ort. Am Wochenende war es

für sie eine aufregende Abwechselung

bei den Proben und Auftritten mit dabei

zu sein und helfen zu können.

Die Joe Cramer

Combo als

Konkurrent

Mit dem Ausklang der Sechzigerjahre

lagen die wirklich angesagten Locations

für den Jugendtanz allerdings immer

noch fest in der musikalischen Hand einer

sehr populären Band: der Joe Cramer

Combo aus Neuenkirchen-Vörden. Diese

Kapelle bot ein Programm aus Beatmusik

und traditioneller Tanzmusik für den

beliebten Paartanz. Irgendwann war die

Zeit für Joe und seine Jungs allerdings

Briefkopf der Mattocks

auch vorbei und es öffneten sich für uns

die Pforten zu den großen Sälen beim

Samba Franz in Üffeln, bei Aßmann in

Nortrup und bei Welling in Neuenkirchen.

Schon bald bekamen wir einen lukrativen

Monatsvertrag und verdienten

mit den Mattocks 750 DM (geteilt durch

fünf) am Abend. Dies war eine Menge

Geld, wenn man bedenkt, dass ein

Lehrling bei der Post im ersten Lehrjahr

80 DM im Monat plus Kost und Logis

bekam. Richtig los ging es aber erst nach

dem Gewinn eines Beat-Wettbewerbs,

bei dem die Mattocks den zweiten Platz

belegten.”

Als Dieter Bohlen

Noch Ein

„Urvogel“ war

Dieter Schlüwe erzählt weiter: „Aus meiner

Lehre in Oldenburg kannte ich den

Musikalienhändler Rico Fischmann in

Oldenburg. Dort hatte ich später ab und

an als Verkäufer ausgeholfen und über

diese Verbindung lernte ich auch Dieter

Bohlen kennen.

Damals waren wir die einzige Band weit

und breit, die über eine wirklich gute

Anlage verfügte. Dieter Bohlen versuchte

sich im Progressivrock mit einer Band namens

Urvogel, hatte aber keine Anlage.“

„Wir klingen wie Frumpy“ (einer damals

sehr erfolgreichen Hamburger Band mit

der fantastischen Sängerin Inga Rumpf

und LP-Veröffentlichungen im Vereinigten

Königreich), konnte man in seiner

Band-Bio und seiner Presseinformation

lesen. Dort war auch die (angeblich eigene)

Anlage aufgelistet, die exakt mit der

Anlage der Mattocks übereinstimmte.

Ausgabe Winter 2019 mq + | 25


Das Artland-Magazin.

In einem Schreiben an Dieter Schlüwe

hatte Dieter Bohlen dazu vermerkt:

„Weiß ich auch, dass das alles deine

Sachen sind.“

Dieter Bohlen spielte um 1973/1974 mit

seiner Band Urvogel im Haus Merschland

in Quakenbrück, und zwar in der

Gaststätte neben dem Olympia Theater.

Haus Merschland, wo das Urvogel Konzert stattfand

Dieter Bohlen (zweiter von links) mit seiner Band Urvogel

Im Olympia Theater gab es darüber

hinaus vermutlich Ende der Sechziger

ein Konzert mit den Beat Kings aus

Lingen und am 6. März 1983, am Tag

als Helmut Kohl seine erste Bundestagswahl

gewann, einen Auftritt von

Bob Giddens‘ Surplus Stock. Und wann

endete die Karriere der Mattocks?

Gegen Ende der Siebzigerjahre war Dieter

Schlüwe viel für die Konzertagentur

Gerd Ebel (Osnabrück) als Tourmanager

unterwegs. Klaus Schlüwe übernahm

das elterliche Anwesen in Nortrup/Kettenkamp

und beschloss, einen Gartenund

Landschaftsbetrieb aufzubauen,

der heute noch besteht. 1979 fand das

vorerst letzte Konzert der Mattocks

statt.

Das Mattocks

Revival

„Let’s have Fun“

Eine Geschichte der Mattocks wäre

unvollständig, ließe man die Mattocks-

Revival Partys unerwähnt. Wie kam

es zu diesen spektakulären Events?

Dieter Schlüwe: „Als mein fünfzigster

Geburtstag näher rückte, kam in

mir der Wunsch auf, noch einmal alle

Musiker, die bei den Mattocks gespielt

hatten, auf einer Bühne zu versammeln

und die alten Hits zu spielen und eine

große Party daraus zu machen. 1998 war

es dann soweit. Wir bauten auf dem

Festplatz des Heimathauses in Nortrup

(ehemals Gaststätte Kühst) ein großes

Festzelt auf. Alle Ehemaligen hatten

zugesagt. Außer meinen Brüdern waren

dies Roland Röger (Gitarre, Gesang),

Hermann Lampe (Bass und Gesang)

unsere Schlagzeuger, Günter Abeln, Kalli

Corbach und Jürgen Wachhorst und

Harald Hentschel (Bass). Das Motto des

Abends: ‚Let’s have Fun!‘. Der Zuspruch

war riesig. Über 25.000 Gäste kamen in

den folgenden Jahren nach Nortrup und

wir veranstalteten die Revival-Partys 13

Mal. Mit dem Erlös der Partys konnte ich

schließlich die Nortruper Musikschule

aufbauen.“

26 | mq + Ausgabe Winter 2019

Recherche und Autor:

Gisbert Wegener im November 2019.

Die historischen Fotos aus Quakenbrück

besorgte Detlef Stefan Bülow.

Danke schön !


MUSIK IN DEN 60ER- UND 70ER-JAHREN

Keine Zeit für´s Autowaschen?

Wir machen das für Sie.

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Songs

aus dem Liveprogramm und

auf der Live-CD (links)

Hold Tight . Dave Dee, Dozy Beaky, Mick and Tich

Proud Mary Creedence, Clearwater Revival (CCR)

Route 66 . . . . . . . . . . . . . . . . . . .The Rolling Stones

Hippy Hippy Shake . . . . . . . . Swinging Blue Jeans

Have You Ever Seen The Rain . . . . . . . . . . . . . . . CCR

Last Time . . . . . . . . . . . . . . . . . .The Rolling Stones

Me And You And A Dog Named Boo . . . . . . . . Lobo

Tambourine Man . . . . . . . . . . . . . . . . . . . The Byrds

Hello Mary Lou . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Rick Nelson

Jambalaya . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Fats Domino

My Bonnie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . The Beatles

Motorbiene . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Benny Quick

Poor Boy . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . The Lords

Let’s Dance . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Chris Montez

Baby Come Back . . . . . . . . . . . . . . . . . . .The Equals

Lady In Black . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Uriah Heep

Whole Lotta Shaking Goin On . . . . Jerry Lee Lewis

Sweet Home Chicago . . . . . . . . . . . Blues Brothers

Peter Gunn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Blues Brothers

Jailhouse Rock . . . . . . . . . . . . . . . . . Blues Brothers

Gimme Some Lovin . . . . . . . . . . . . . Blues Brothers

Hey Tonight . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . CCR

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Ausgabe Winter 2019 mq + | 27


Das Artland-Magazin.

DIE HASE

ist ein Fluss!

28 | mq + Ausgabe Winter 2019

Foto: Wolfgang Osthus


QUAKENBRÜCK – DIE STADT DER BRÜCKEN

Foto: Archiv Stadtmuseum

Und dieser Fluss lässt Wolfgang

Osthus nicht los. Seit gut 20

Jahren beschäftigt er sich

intensiv mit der Hase, unserem

Heimatfluss.

In mehreren Büchern hat er seine Nachforschungen

und Erkenntnisse in Wort

und Bild festgehalten und berichtet

auch gern davon auf Extra-Touren oder

Vortragsveranstaltungen. Und immer

wieder hört er Fragen wie diese: ‘Wieso

gibt es eigentlich in Quakenbrück so

viele Hase-Arme? Und wieso heißen

diese Arme auch noch unterschiedlich?

Welcher Arm ist nun die Große und

welcher die Kleine Hase, welcher ist die

Überfall-Hase, welcher die Deich-Hase,

welcher die Kleine und welcher die Große

Mühlenhase? Und wieso hat der Arm,

der von der 3-teiligen Schleuse abzweigt,

dann die Jahnstraße und schließlich die

Theisstraße unterquert, eigentlich keinen

eigenen Namen?‘ Alles Fragen, auf

die wir gern eine Antwort hätten.

Die gibt W. Osthus nun in seinem

neuesten Band mit dem Titel „ Quakenbrück

– Die Stadt der Brücken“, herausgegeben

von Oelkers, dem Druckhaus

im Artland, mit dem er schon 2014 den

Bildband „Vom Überfall zur Sohlengleite“

veröffentlicht hatte. Unterstützt

mit zahlreichen Fotos – manche sogar

über 100 Jahre alt – berichtet er über

unsere Stadt und ihre Geschichte

mitten im Hase-Binnendelta. Er erklärt

mit Hilfe von Kartenausschnitten, wo

die sieben Hase-Arme durch die Stadt

fließen, über die mehr als 40 Brücken

führen. Diese sieben Hase-Arme sind

in der Pflasterung auf dem Marktplatz

angedeutet und sind Ausgangspunkt

seiner verschiedenen Touren entlang

der Arme, immer wieder überquert von

unterschiedlichsten Brücken. Mal sind es

riesige Betonbrücken, die aus den Nachbarorten

kommend in die Stadt führen.

Dann aber auch einfache Holzbrücken,

die Fußgänger und Radfahrer täglich

gern benutzen. Auch die NW-Bahn muss

einmal innerhalb der Stadt die Hase auf

einer Stahlbrücke überqueren, und zwar

am früheren Lokschuppen, heute hinter

dem Edeka-Markt.

Die älteren Fotos werden bei den Alt-

Quakenbrückern sicherlich manche Erinnerung

wachrufen, z.B. die Hase-Brücke

am jetzigen Finanzamt, dem früheren

Amtsgericht in der Lange-Straße. Hier

verlief bis zum Bau der Umgehungsstraße

1973 die B 68.

So stellte die Durchfahrt durch die Hohe

Pforte für manch einen LKW-Fahrer ein

großes Hindernis dar. Für viele Neubürger

heute unvorstellbar. Aber so ändern sich

die Zeiten und mit ihnen auch die Verhältnisse

inmitten der Stadt. Und wer erinnert

sich noch daran, dass die Hengelage ein

Ortsteil von Essen war und damit zum

Kreis Cloppenburg gehörte. Die Grenze

verlief da noch an der Brücke der B 68 über

die Große Mühlenhase, heute hinter der

Feuerwehr und bei der Fa. RUF. Erst seit der

Gebietsreform 1972 gehört die Hengelage

zu Quakenbrück.

Dieser neue Band wird sicherlich viele

Quakenbrücker ansprechen und auch dazu

anregen, sich einmal selbst – eventuell mit

dem Stadtplan in der Hand – auf den Weg

zu machen und die verschiedenen Hase-Arme

mit ihren vielen Brücken 14,95 im Buchhandel

zu kaufen, vielleicht gerade noch ein

passendes Geschenk zu Weihnachten.

Fotos: Frank Oelkers

Ausgabe Winter 2019 mq + | 29


Das Artland-Magazin.

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30 | mq + Ausgabe Winter 2019


QUAKENBRÜCK – DIE STADT DER BRÜCKEN

Einen spannenden Vortrag über die Sohlengleite in Quakenbrück mit anschließendem großem Fischbüfett bietet die

Tourismus-Information Artland am 24. Januar 2020 im Restaurant Schützenhof.

Foto: Tourismusinformation Artland

Vortrag „Vom

Hase-Überfall

zur Sohlengleite“

und großes

Fischbüfett

Aufgrund der großen Nachfrage bietet

die Tourismus-Information Artland in

Zusammenarbeit mit dem Restaurant

Schützenhof für interessierte Gruppen

und Einzelpersonen am Freitag, 24.

Januar 2020, ab 18.30 Uhr nochmals

einen besonderen Abend mit großzügigem

kalt-warmem Fischbüfett an.

Vorher ruft Wolfgang Osthus Erinnerungen

an das alte Bauwerk des Hase-

Überfalls und seine lange Geschichte

wach und gibt in Wort und Bild einen

kurzweiligen Rückblick auf den Neubau

und den Nutzen der Sohlengleite.

Vor sechs Jahren wurden die Bauarbeiten

an der neuen Sohlengleite am

Schützenhof in Quakenbrück abgeschlossen.

Seitdem ist dieser ehemals

gern besuchte Hase-Überfall Geschichte,

und jetzt sind die rauschenden

Wasser in der Sohlengleite für Jung und

Alt ein beliebter Anziehungspunkt.

„Die Hase am Schützenhof hat dabei

nichts von ihrer früheren Attraktivität

eingebüßt“, so Wolfgang Osthus, „im

Gegenteil ist dieser Ort ein beliebtes

Ausflugsziel nicht nur für Quakenbrü-

cker geworden. Auf der 30 Meter langen

Brücke machen Spaziergänger und

Radler gerne halt.“

Die Kosten für das Büfett und den

Vortrag im Restaurant Schützenhof

betragen 29,50 Euro.

Verbindliche Anmeldungen nimmt die

Tourismus Information Artland, Markt 4,

49610 Quakenbrück, Tel. 05431-907590,

E-Mail: tourismus.information@artland.

de, Öffnungszeiten Montag bis Freitag 9

bis 13 Uhr, entgegen.

Ausgabe Winter 2019 mq + | 31


Das Artland-Magazin.

Silvester-Galaparty

mit Zaubershow

im See + Sport-Hotel

Ankum

FIRE OF MAGIC

32 | mq + Ausgabe Winter 2018 2019


SILVESTER 2018

Vorhang auf für „Fire of Magic“

mit Ralph Hanheide heißt es

am 31. Dezember 2019 auf der

großen Silvester Gala-Party

2019 im See- und Sporthotel

in Ankum.

Entführte der Magier mit seiner faszinierenden

Illusionsshow bislang die Massen

in Quakenbrück, so wird er jetzt zusammen

mit seinen Assistentinnen Jennifer Ebenhardt,

Mara Weymann, Alisa Haese und

Beate Hanheide die Gäste der Gala-Party des

Sporthotels in seinen Bann ziehen.

Die Vorbereitungen hierzu laufen bereits

seit Monaten, denn um eine 60-minütige

Show reibungslos präsentieren zu können,

bedarf es nicht nur extrem viel Zeit, sondern

auch absolute Disziplin. Beim Ablauf sorgt

ein 15-köpfiges Team für das perfekte

Timing.

Ralph Hanheide zeigt sich als ganzer Profi,

denn schon in früher Jugend ließ der von der

Zauberei begeisterte, Hasen verschwinden

und Tauben aus Zylindern fliegen. Später

konnte er Top-Magier wie David Copperfield,

Hans Klok, Lance Burton und Chris Angel bei

ihren Shows studieren.

„Magie ist die Kunst und Wissenschaft,

auftretende Veränderungen mit der eigenen

Willensrichtung in Einklang zu bringen“,

sagt Ralph Hanheide und der Magier

verspricht bei der Silvester Gala-Party eine

atemberaubende Illusionsshow auf der

Bühne zu präsentieren. Er will mit seinen

Assistentinnen die Zuschauer verblüffen

und verzaubern. Für den reibungslosen Ablauf

sorgt die gut eingespielte Stage-Crew

Alexander Bobe, Magnus Theisling, Finn

Schmutte und Sebastian Bobe. Die Jungs der

Firma Musikus werden für das richtige Licht

und den guten Sound sorgen.

Kartenvorverkauf:

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Ausgabe Winter 2019 2019 mmq

mq q + | 33


Das Artland-Magazin.

Teenagerzeiten

Man muss schon eine Weile gelebt haben, bevor man seine Erinnerungen

mit Menschen teilen kann.

Auf der Straße treffe ich hin und wieder Schulkameraden, längst sind wir

ältere Männer mit Familie und sogar bereits Großväter, aber in unseren

Gesichtern scheinen noch die Jungs durch, die wir mal waren. Meistens

reden wir nur kurz, lachen und trennen uns, aber ich habe dann sofort

Bilder und Geschichten aus unserer Jugendzeit vor Augen.

Jugendfreundschaften beginnen ohne

Berechnung. Man steht zusammen,

unterhält sich, entdeckt Gemeinsamkeiten

und verabredet sich. Kaum

jemand weiß in jungen Jahren, was

man aus seinem Leben machen wird –

alles ist möglich. Eventuell zieht man in

eine andere Stadt, verliert sich aus den

Augen, aber sonderbarerweise kommt

beim nächsten Treffen die alte Vertrautheit

umgehend zurück. Jugendfreunde

können Dinge erzählen, die

man selbst vergessen oder verdrängt

hat und wenn das geschieht, dann wird

es ein heiteres Zusammenkommen.

Jedenfalls ist es bei mir und meinen

Jugendfreunden so.

Als im Sommer 2014 unser Bahnhof

saniert wurde, war ich beinahe jeden

Tag auf der Baustelle und habe Fotos

gemacht. Ich hänge sehr an diesem Gebäude,

das im Jugendstil erbaut wurde.

Als Teenager habe ich in ihm viel Zeit

verbracht, denn die Eltern meines

Freundes Jörg Gehlert hatten in dem

Bahnhof eine Gaststätte und bewohnten

damals gut die Hälfte des Gebäudes.

Mein Kumpel hatte sein Zimmer

direkt unter dem Dach. Im Vorraum

stand ein Kicker und im Nebenzimmer,

welches das größte Zimmer war, hatten

er und sein Bruder Ralf einen Probenraum.

Beide waren Musiker, Jörg spielte

Schlagzeug und sein Bruder Gitarre

und Klavier.

Wir gelangten von dem Dachboden

auch in den Bereich der Kuppel, die

sich über der Eingangshalle befindet.

Das war schon etwas Besonderes, denn

die Kuppel durfte man nicht betreten,

sie hätte unser Gewicht nicht tragen

können. Die Decke war riesig, das halbmondähnliche

Gewölbe war mit Draht

und Stahlseilen an der Dachkonstruktion

gesichert. Doch wir betrachteten

das alles als Abenteuer, und so balancierten

wir flink wie ein Wiesel über die

Dachbalken und Holzbohlen, um jede

Ecke des Dachbodens zu erkunden.

Es ergab sich, dass uns an einem herrlichen

Sommertag aus mir unerklärlichen

Gründen ein Anfall von Langeweile, gepaart

mit einer Prise Übermut überkam

und wir irgendwie auf die Idee kamen,

die große Bahnhofsuhr zu verstellen.

„Eine Bahnhofsuhr muss stets die korrekte

Zeit anzeigen. Auf diese Uhren kann

man sich verlassen!,“ hörten wir immer

mal wieder von Bahnarbeitern, wenn sie

in einem der Warteräume ihren Kaffee

oder ein gelegentliches Bierchen tranken.

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34 | mq + Ausgabe Winter 2019


KULTUR & GENUSS

Damals gab es noch zwei voneinander

getrennte Warteräume, einen für die

Fahrgäste der ersten und einen für die

der zweiten Klasse. Aber wir wollten

die Zeit zurückdrehen und sehen, was

passiert.

Gesagt getan. Wir also in die Gaststätte,

wo wir auch gleich von Adi Gehlert mit

den Worten: „Was habt ihr denn bei dem

Wetter im Haus verloren?“, in Empfang

genommen wurden – was wir aber völlig

ignorierten. Wir liefen hinter dem Tresen

entlang durch den Flur, schnell noch

jeder eine Cola aus den Kisten gemopst,

und ruck zuck standen wir vor der Tür

zum Kuppelboden. Jörg schloss die

Tür auf, wir traten ein, und uns traf der

Schlag. Da die Sonne bereits den ganzen

Tag ihr Bestes gegeben hatte und der

Dachboden nicht isoliert war, hatte sich

die Luft auf gefühlte 60 Grad erhitzt.

Der Weg zur Uhr war schnell zurückgelegt,

aber dennoch tropfte uns schon

jetzt der Schweiß von der Stirn. An der

Uhr befand sich ein Rädchen, das die

Größe eines Hemdknopfes hatte. Da ansonsten

die Rückseite des riesigen Chronometers

nur noch Schrauben zierte,

musste dieses Rädchen das sein, das wir

suchten. Zu unserer Ernüchterung ließ es

sich aber nur im Uhrzeigersinn drehen.

Die Zeit konnten wir also nicht zurückdrehen.

Jörg drehte am Rad einige Umdrehungen

und sagte: „Dann stellen wir

die Uhr vor. Ist auch nicht schlecht. Die

Leute, die zum Zug wollen, denken dann

Ausgabe Winter 2019 mq + | 35


Das Artland-Magazin.

alle, sie kommen zu spät.

Das wird ein Spaß, wenn

die dann alle zum Gleis

hetzen.“ Mittlerweile

waren unsere Hemden

durchgeschwitzt und

die Cola verdunstet.

Wir machten uns auf

den Weg nach unten

und freuten uns über

unseren Streich. Vor

dem Bahnhof angekommen

schauten

wir auf die Uhr. Eine

Minute hatten wir sie

verstellt. Die ganze

Arbeit für eine Minute.

Geschwitzt, gehetzt,

und was ist dabei

rausgekommen? EINE

MICKRIGE MINUTE.

Die Enttäuschung

stand uns in den

Augen geschrieben,

aber wir sahen das

damals eher als eine

Herausforderung.

„So können wir das

nicht stehen lassen.

Was wir machen,

das machen wir

richtig“, sagte ich.

„Wir müssen noch

einmal hoch, und

dann drehen wir

mal richtig an

der Uhr!“, fügte

ich noch hinzu, und Jörg ergänzte mit

einem lauten Lachen: „Dann nehmen

wir aber jeder zwei Cola mit!“

Oben angekommen begaben wir uns

gleich ans Werk (diese Wortspielerei

kann ich mir jetzt leider nicht verkneifen!)

und drehten, was das Zeug

hielt. Am Ende hatten wir mit der Hilfe

von drei Flaschen Cola fünf Minuten

geschafft.

Doch anscheinend interessierte das

niemanden. Keine hektischen Fahrgäste,

die zum Zug rannten, und auch den

Bahnarbeitern schien es egal zu sein,

oder sie hatten es noch nicht gemerkt.

Am nächsten Tag gingen wir zum Fahrkartenschalter

und teilten dem Beamten

mit, dass die Uhr falsch ginge. „Das

kann nicht sein“, sagte der gute Mann

und ging mit uns raus. Nachdem er sich

davon überzeugte, dass wir ihm die

Wahrheit sagten, bedankte er sich bei

uns und meinte: „Da schicke ich dann

gleich mal zwei unserer Leute hoch, die

die Zeit wieder richtig einstellen, denn

eine Bahnhofsuhr hat zu jeder Zeit die

korrekte Uhrzeit anzuzeigen!“

Wir konnten uns das Lachen nicht

verkneifen, wollten aber sehen was

passiert, denn das Rädchen, mit dem

sich die Zeiger verstellen ließen, konnte

man ja nur in eine Richtung drehen und

die Arbeiter müssten jetzt ja nicht nur

fünf Minuten, sondern die Uhr um elf

Stunden und fünfundfünfzig Minuten

verstellen. Also gingen wir in die

Gaststätte, wo Jörgs Mutter Irene gerade

ihren Dienst begann. Wir holten uns eine

Cola und fingen an Billard zu spielen.

Auf die Männer der Bundesbahn war

Verlass. Sie ließen uns jedenfalls nicht

lange warten. „Hallo Irene, wir müssen

mal auf den Boden, die Bahnhofsuhr

geht falsch. Mach uns doch schon mal

einen schönen Kaffee, wir sind gleich

wieder da!“, riefen sie und gingen ihres

Weges.

Nach einer Stunde kamen sie wieder

runter. Ich musste zwei Mal hinsehen,

denn sie sahen irgendwie ganz anders

aus. Auch wollten sie keinen Kaffee

mehr, nein, sie bestellten sich jeweils

ein großes Bier, das noch während sie es

tranken, scheinbar wieder aus den Poren

entwich. Sie taten mir schon etwas leid,

aber als Jörg sagte: „Das machen wir

noch einmal!“, war von einem schlechten

Gewissen meinerseits nichts mehr zu

spüren.

Wir verstellten die Uhr in diesem Sommer

dreimal. Die Bahnarbeiter hatten

sich allerdings schon nach dem zweiten

Anlauf eine Bohrmaschine mit einem

Gummiaufsatz mit auf den Dachboden

genommen und waren mit dem

Einstellen der Uhr schneller fertig als

wir mit dem Verstellen, daher hatten

wir keine Lust mehr. Außerdem hatten

uns die Jungs von der Bahn eh schon auf

dem Kieker, und Adi hatte uns längst

durchschaut.

Wir wollten als nächstes auf das Dach

des Bahnhofs. Denn unten standen die

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36 | mq + Ausgabe Winter 2019


TEENAGERZEITEN

Linienbusse, in denen morgens immer die Busfahrer

ihre Zeitung lasen, und genau das wollten wir

stören, indem wir Knicker auf die Dächer der Busse

werfen.

Ja, auch das haben wir noch in die Tat umgesetzt

und vieles mehr.

So haben wir uns zum Beispiel als Jörgs Eltern

verkleidet und sind mit deren Einladungskarten zu

einem Empfang zu Gösling gegangen.

Ich erinnere mich, dass ich mächtige Probleme

mit Irenes Schuhen hatte. Oder wie wir durch

Vorzeigen meines Wehrpasses in Darias Nachtclub

eine Razzia vorgetäuscht hatten. Die anwesenden

Herren waren damals ganz schön erleichtert, als

sich das als ein Spaß entpuppte.

Die Bahnhofsgaststätte ist seit langem Geschichte,

und mein Freund Jörg hat vor langer Zeit Quakenbrück

verlassen. Er lebt jetzt in Markneukirchen.

Damals waren wir unzertrennlich, und es mag

viele Freunde im Leben geben, aber nur wenige

Freunde fürs Leben.

Wir haben sehr viel zu erzählen, weil wir auch

viel Zeit miteinander verbracht haben. Die Zeiten

damals waren anders, es gab keine Handys oder

Computerspiele. Wir haben uns anderweitig beschäftigt,

gut, wir haben vielleicht, nein bestimmt,

eine Menge Blödsinn gemacht, aber es ist niemals

ein Schaden entstanden oder jemand verletzt

worden.

Noch heute ist Jörg Gehlert mein bester Freund.

Es vergeht kaum ein Tag, an dem wir uns nicht

wenigstens eine WhatsApp schicken. Was damals

keiner von uns ahnte war, dass aus dem Zusammensein

zweier Teenager eine solche Männerfreundschaft

erwachsen sollte, die die Jahrzehnte

überdauern würde und bis heute anhält. Und als

das Fenster des Zimmers meines Freundes bei den

Sanierungsarbeiten im Sommer 2014 rausgerissen

wurde, sicherte ich mir ein Stück Holz des Fensterrahmens.

Aus diesem Teil

des Fensters hat

mir mein liger Kollege Jörg

ehema-

Gundelach einen

kleinen Reisefüller

gemacht.

Es ist glaube ich

an der Zeit, dass

dieser nun auch

mal mit mir eine

Reise macht.

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38 | mq + Ausgabe Winter 2019


45

JAHRE

in Quakenbrück

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Seit nun 45 Jahren ist das Textilunternehmen

US-Stegwaren am

Standort Quakenbrück tätig.

Im Jahre 1974 wurde in den Geschäftsräumen

der Firma Pape

eine Filiale des Unternehmens

US-Stegwaren eröffnet.

DAMENMODE

Bereits drei Jahre nach der

aufwendigen Umgestaltung der

Geschäftsräume wurde eine

Erweiterung der Verkaufsfläche

notwendig.

1985 erhielt das Geschäftshaus

an der Wilhelmstraße schließlich

seine heutige Fassade.

Durch umfangreiche An- und

Umbaumaßnahmen im Jahre

2011 wurden dann zwei Gebäude

zu einem Verkaufslokal

verbunden, sodass sich die

Verkaufsfläche auf fast 700

Quadratmetern verdoppelte.

Nach diesen monatelangen

Bauarbeiten entstand nun

an der Wilhelmstraße ein repräsentatives

Wohn- und Geschäftshaus

mit einheitlicher

Schaufensterfront. Sämtliche

Abteilungen wurden großzügig

erweitert, neu gestaltet

und eingerichtet. Seitdem

bietet das breitgefächerte Sortiment

wie gewohnt eine große

Auswahl an Damen- und

Herrenoberbekleidung - auch

in Übergrößen. Aber auch bei

Berufs- und Jagdbekleidung ist

US-Stegwaren in der Region

ein bekannter Begriff, wenn es

um gute Qualität zu kleinen

Preisen geht. Außerdem wird

für Kunden in jeder Altersgruppe

eine große Auswahl

geboten.

Anlässlich des 45-jährigen Jubiläums

präsentiert US-Stegwaren

verlockende Angebote

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Herbst-/Winterkollektion.

Ein großes Sortiment an Jeanshosen

sowie tolle vielseitige

Mode für Damen und Herren

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Filiale. Außerdem führt

US-Stegwaren mit einem in

der Region weit verzweigten

Filialnetz ein großes Sortiment

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Frottierwaren und Freizeit-, Trainings-

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Ausgabe Winter 2019 mq + | 39


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Wer ihn noch nicht kennt, sollte unbedingt bei ihm reinschauen -

Standort: Bahnhofstraße 23 in Quakenbrück. Marcus Franz und sein Reklamebüro

DELICART sind ein Besuch wert.

„Hier kann man fast alles bekommen“, lacht Marcus Franz als er zwischen Regalen gefüllt mit Pokalen,

Schals und T-Shirts die Leistungen aufzählt, die er anbietet.

Marcus Franz

in seinem Ladengeschäft,

das mit einem

kreativen Sortiment

an Artikeln und

Dienstleistungen

begeistert.

SCHWERPUNKT INDUSTRIE, HANDEL UND HANDWERK

„Grafik- und Webdesign ist meine Kernkompetenz“, erklärt der sympathische Allrounder.

Die Erstellung von Print-Werbematerialien bis hin zu Druckumsetzung, die Gestaltung und

Programmierung von Internetseiten sowie die Entwicklung von Logos sind das Basisgeschäft

von DELICART. Im Bereich Außenwerbung ist Franz ebenfalls vielseitig aufgestellt. Großformatdruck,

Außenwerbung (Pylone, Leuchtkästen, Fräsbuchstaben etc.), die Animation von

LED-Banden in Sporthallen sowie professionelle Fahrzeugbeschriftung (auch Fahrzeug-Vollverklebung)

gehören zu seinem Portfolio.

VEREINSBEDARF – NICHT NUR FÜR SCHÜTZENVEREINE

Was viele vielleicht nicht wissen, Vereine und Clubs sind bei DELICART an der richtigen Adresse.

Marcus Franz bietet einen großen Bereich an Vereinsartikeln, wie z.B. Pokale, Plaketten und

Orden mit den dazugehörigen Gravuren. Auch die Bereitstellung von Uniformzubehör gehört

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T-Shirts, Hoodies, Kissen und Cappies, aber auch Arbeitskleidung. Eine schöne Idee zur aktuellen Weihnachtszeit

sind sogenannte Merchandising-Artikel wie Uhren, Flip-Flops, Puzzles, Rucksäcke, Taschen oder Keilrahmen, die

Franz mit persönlichem Motiv oder Schriftzug versieht und damit zu einem einzigartigen Geschenk macht.

Deshalb: Der Besuch lohnt sich.

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Ihr Vertrauen!

Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt.

Wir machen den Weg frei.

Wir wünschen Ihnen und

Ihren Lieben ein glänzendes

Weihnachtsfest und einen

guten Rutsch ins neue Jahr.

VR-Bank eG Osnabrücker Nordland

Ausgabe Winter 2019 mq + | 41


Das Artland-Magazin.

Mit Hellebarde

und Laterne

führt der Stadtwächter

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42 | mq + Ausgabe Winter 2019


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durch die

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aus erster Hand und persönlich erzählt, dazu Anekdoten

anstelle purer Geschichtsdaten, das bieten im kommenden

Winter die von der Tourismus-Information Artland

ARTLAND-UMZÜGE

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Sie sind stilecht, stimmungs- und humorvoll und

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Die „Stadtwächtertouren“ mit Wolfgang Becker beginnen am 17.

Januar, 28. Februar und am 13. März 2020 jeweils um 19.30 Uhr an der

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durch die idyllische Altstadt und erzählt Geschichten und Anekdoten

aus der „guten alten Zeit“. Die Kosten für die jeweils knapp

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Ausgabe Winter 2019 mq + | 43


Das Artland-Magazin.

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Mühlentechnik und Dorfgeschichte

Die Lokalzeitung für den nördlichen

Landkreis Osnabrück, Südoldenburg und

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Redaktion und Anzeigenannahme:

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Informationen und Objekte rund

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auch die Arbeit im nahen Venner Moor

dargestellt – der Name Venne steht im

Plattdeutsch schließlich für Moor.

Dorfmuseum Venner Mühle

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44 | mq + Ausgabe Winter 2019


Unsere liebe Jaska

Erzählung von Wolfgang Bergfeld

Jaska im neuen Zuhause

Mitte der achtziger Jahre

erfüllte ich mir einen Herzenswunsch,

ich legte die Jägerprüfung

ab. Nach ein paar Jahren

hatte ich meine Frau davon

überzeugt, dass nur ein Jäger

mit Hund ein richtiger Jäger

ist. Ihre Einwilligung war sehr

wichtig, da der Hund in unserer

Wohnung gehalten werden

sollte, keinesfalls sollte er ein

Zwingerhund werden.

Ein befreundeter Jäger und

Hundeausbilder vermittelte

uns einen Züchter von kleinen

Münsterländern in Elsten.

Nachdem wir von diesem die

Nachricht erhalten hatten, dass

ein Wurf dreizehn Wochen alter

Welpen zum Verkauf stehe,

vereinbarten wir einen Termin.

Dort angekommen führte uns

der Züchter zu einem Anbau,

ehemals ein Stallgebäude,

in dem die Zuchthündin ihre

Wurfbox hatte. Er öffnete die

Tür und sofort waren wir umringt

von sechs Welpen und deren

Mutter. Es ging regelrecht

die Post ab. Ein durcheinadergewusel,

gejiffel und beschnuppern,

dass es nur so eine Freude

war. Ich blickte in das Gesicht

meiner Frau, die trotz aller

Sympathie für die Hundekinder

sorgenvoll drein blickte. Sicherlich

sah sie vor ihrem geistigen

Auge einen der kleiner Racker in

unserem Wohnzimmer in ihren

Gardinen schaukeln. Die nach

unserer Meinung schönste

Hündin suchten wir uns aus

und fuhren mit unserem neuen

Familienmitglied nach Hause.

Unsere beiden Töchter, damals

zehn und zwölf Jahre alt, begrüßten

uns mit großem Hallo

und waren sofort in Asta vom

Elster Moor, wir nannten sie

Jaska, verliebt.

Selbstverständlich hatten wir

uns schon vor Wochen auf

unseren neuen Mitbewohner

vorbereitet. Hundekorb mit

Liegekissen, zwei Näpfe für

Wasser und Futter, Leine und

Führleine waren vorhanden,

natürlich Futter und auch eine

Hundehütte für gelegentlichen

Aufenthalte im Garten hatte

ich gebaut.

Der Korb fand seinen Platz

unter der Treppe im Flur. Er

wurde auch sofort von Jaska

angenommen, offenbar hatten

wir ihren Geschmack genau

getroffen.

„Zum letzten Mal: Raus aus meinem Körbchen!”

Als wir am Abend zu Bett

gingen legte sich auch Jaska

brav in ihren Korb und wir

dachten schon, das klappt ja

prima. Doch sobald wir das

Licht ausgemacht hatten ging

das Gejaule los. Klar, kannte

sie doch bis jetzt nur den

gemeinsamen Schlaf mit ihrer

Mutter und den Geschwistern.

Ein paarmal stand ich auf und

liebelte sie ab. Ohne viel Erfolg.

Dann sagte ich mir: Ein Hund ist

ein Nasentier. Ich legte ihr also

einen meiner Pantoffel in den

Korb. Mit durchschlagendem

Erfolg. Sie steckte ihre Schnauze

in den Latschen und fortan

war Ruhe.

Jeder Hundehalter kennt die

anstrengenden ersten Wochen

mit einem Welpen. Stubenrein

machen, erste Bemühungen

um Gehorsam und vor allem

dem Hundekind beibringen,

was alles verboten ist. Das

Anknabbern von Möbeln und

Schuhen, das Herausreißen

der Teppichstreifen aus den

Fußleisten und so weiter und so

weiter. Strenge Worte und ein

gelegentlicher leichter Klapps

(einem Hund nicht artfremd,

auch im Rudel wird er mit

Bissen zur Unterordnung gezwungen)

zeigten bald Erfolg.

Jaska entwickelte sich zu einem

sehr braven und pflegeleichten

Familienmitglied.

Mein Jagdtaschengeld, wir

hatten erst wenige Jahre vorher

gebaut, verdiente ich mit der

amtlichen Bisamfängerei. Es

gab damals noch eine Fangprämie

und die Felle ließen

sich gut verkaufen. Dies war

eine gute Gelegenheit, Jaska

an ein Leben als Jagdhund zu

gewöhnen. Als ich ihr jedoch

den ersten Bisam präsentierte,

zeigte sie sich ausgesprochen

ängstlich. Meine Frau sagte mir

hinterher, ich hätte mein Gesicht

sehen sollen, die Enttäuschung

hätte man mir ansehen

können. Um Jaska zu zeigen,

was sie zu tun hatte, knetete

ich den nächsten Bisam, den ich

Wasserfreudigkeit

ihr zeigte, richtig durch, wobei

ich sie mit Knurren, so gut ich

es konnte, anfeuerte. Da langte

auch sie zu und knautschte

die Beute richtig durch. Von

da an hat sie alles, was ich ihr

zeigte und vormachte sofort

übernommen. Dann begann

für sie (oder besser gesagt für

uns beide) der Ernst des Lebens.

Sie sollte natürlich die Jagdeignungsprüfung

ablegen. Ich meldete

uns also bei einem guten

Ausbilder zum Lehrgang an.

Die Ausbildung eines Jagdhundes

ist sehr vielseitig. Allgemeiner

Gehorsam, die Prägung

auf Wild und vor allen Dingen

die Schussfestigkeit. Jaska

zeigte sich zunächst als ein sehr

vorsichtiger und schreckhafter

Hund. Doch der sehr erfahrene

Ausbilder führte alle Hunde

des Lehrgangs vorsichtig an

den Schusslärm heran. Ab da

verband Jaska das Knallen

eines Gewehres mit absoluter

Hundefreude. Auch zeigte sie

sich zeitlebens als sehr wasserfreudig.

Nur das Apportieren

einer Ente aus dem Wasser,

ein wesentlicher Prüfungsteil,

klappte nicht gut. Also gab es

Nachhilfeunterricht.

Josef, ein Freund mit Hund

namens Turbo, ebenfalls in der

Ausbildung, besorgte zwei tote

Enten. Mit diesen trafen wir uns

am Fischteich meines Schwiegervaters.

Ich ließ Jaska von der

Leine und warf eine Ente ins

Wasser. Auf mein Kommando

sprang sie in hohem Bogen

hinein und brachte mir die Ente,

nur das korrekte ausgeben

klappte noch nicht. Nach einigen

Wiederholungen war auch

das in Ordnung und Josefs Turbo

war an der Reihe. Ich nahm

Ausgabe Winter 2019 mq + | 45


Das Artland-Magazin.

Jaska an die Führleine, legte

mir diese um, forderte Josef

auf seinen Hund loszumachen

und warf die Ente in den Teich.

Leider hatte Jaska nicht begriffen,

dass sie nun nicht mehr

gemeint war. Mit weitem Satz

sprang sie hinterher und ich,

der dicht am Ufer stand und

mit der Leine mit ihr verbunden

war, wurde mit gerissen. Es waren

nicht sehr christliche Worte,

die ich Jaska an ihren schöne

Kopf warf, nachdem wir beide

wieder das Ufer erklommen

hatten. Auch Josefs Gelächter

trug nicht unbedingt zu meiner

Erheiterung bei.

Unsere Töchter Sylvia und Christina mit Jaska

Bei der Arbeit

Jaska mit Beute

Die Nachhilfestunde war

jedoch sehr erfolgreich. Jaska

bestand die Jagdeignungsprüfung

und war fortan mein

ständiger Begleiter. Wenn ich

meine Jagdkleidung anzog

und spätestens wenn Jaskas

Führleine auftauchte, war sie

nicht mehr zu halten. Fast

liebevoll kuschelte sie sich in

die Halsung und konnte gar

nicht schnell genug in das Auto

springen. Es gab aber auch

jagdliche Situationen, bei der

ein Hund nur stören könnte.

Wenn ich dann das Haus ohne

sie verließ, konnte man ihr

die Enttäuschung regelrecht

ansehen. Ihre Ohren, (wir Jäger

sagen Behang) schienen dann

doppelt so lang zu werden.

Später, wenn sie merkte dass

ich mich zur Jagd fertig machte,

schlich sie sich in den Abstellraum,

griff meinen Jagdhut von

der Anrichte und nahm diesen

mit in ihren Korb. Sicherlich

wusste sie, dass ich ohne den

Hut nicht das Haus verließ und

konnte sich so bei mir in Erinnerung

bringen.

Auch als Familienhund war

Jaska sehr angenehm. Als

allerdings unser Enkel Niklas

mit zwei Jahren im Haus

herum tappte, waren wir sehr

vorsichtig. Jaska kannte keine

kleinen Kinder und so war nicht

klar, wie sie sich wohl verhalten

würde. Mit unserer Vorsicht

hatten wir ihr jedoch sehr Unrecht

getan. Der kleine Bursche

saß oft mit ihr in ihrem Korb

und Jaskas Blick schien dann zu

fragen, darf der das? Jaska wich

Niklas, wenn er bei uns war,

nicht von der Seite. Das war

weniger ein Schutzinstinkt als

die Tatsache, dass Niklas oft einen

Keks, ein Brötchen oder ein

Stück Schokolade in der Hand

hatte. Unzählige Male hat sie

ihm das stibitzt. Alles Schimpfen

half nichts, also fanden wir

uns damit ab.

„Darf der das?“

Auch für unsere beiden Töchter

war das Aufwachsen mit

einem Tier als Hausgenosse

von Vorteil. Sie fühlten sich mit

verantwortlich und auch als

sie fortgezogen waren fragten

sie oft nach, wie es Jaska geht.

Zu Weihnachten lag natürlich

auch für diese ein Päckchen

unter dem Christbaum. Es war

ein Bild für die Götter, wenn

es ausgepackt wurde und

Jaska aufgeregt bellend um

uns herum sprang. Mit einem

„Jumbo Kauknochen extra

groß“ verschwand sie dann in

ihrem Korb und hatte den Rest

des Abends zu tun.

Als Jaska ins Haus kam war

auch eine Katze gelegentlich

bei uns zu Gast. Man kann nicht

sagen, dass die beiden dicke

Freunde wurden. Dennoch

interessierten sich die beiden

füreinander. Rief ich nach Jaska

kam sie nicht unbedingt sofort.

Rief ich aber „Mieze“ stand sie

sofort neben mir. Die Katze war

allerdings der Chef. So manches

mal machte Jaska Bekanntschaft

mit deren Krallen. Mit

ein paar Scheiben Schinkenwurst

konnte ich beiden leidlich

aneinander gewöhnen. Irgendwann

kam die Katze nicht mehr

zu uns. Vielleicht war ihr der

Stress zufiel.

Igel, die gelegentlich in unserem

Garten auftauchten,

hasste Jaska wie die Pest.

Trotz blutiger Schnauze war

es immer wieder schwierig, sie

von so einem Stachelträger abzubringen.

Ich vermute, das Igel

einen für Hunde unerträglichen

Geruch verströmen.

Von den vielen Jahren, die sie

mir als treuer Jagdbegleiter zur

Seite stand, hier nur ein paar

Begebenheiten, die mir besonders

in Erinnerung geblieben

sind:

An einem sehr stürmischen Tag

riss es mir meinen geliebten

Hut vom Kopf und wehte ihn in

die Wrau. Jaska hatte das genau

beobachtet und auf mein

„Apport“ sprang sie in das kalte

Wasser und brachte mir mein

wertvolles Stück zurück.

Am Tag einer Jagdeinladung,

auf die ich mich schon das

ganze Jahr gefreut hatte, fror

es Stein und Bein. Es lag jedoch

kein Schnee, was den Boden

wie Schleifpapier auf die Pfoten

der Hunde wirken ließ. Auch

ich hatte erheblich zu leiden,

plagte mich doch seit Tagen

ein heftiger Hexenschuss. Doch

was erträgt man nicht alles für

seine Leidenschaft. Als wir am

Abend heimkehrten, mochten

weder der Hund noch ich einen

Fuß vor den anderen setzen.

Jaskas Ballen waren wund

geschwollen und wurden von

meinen drei Frauen liebevoll

versorgt. Vorsichtig mit Vaseline

eingeschmiert und mit Söckchen

darüber gezogen konnte

es der Patient sehr gut aushalten.

Ob man sich nach meinem

Befinden erkundigt hat, ist mir

nicht mehr im Gedächtnis, ich

glaube aber eher nicht.

46 | mq + Ausgabe Winter 2019


ALLE LIEBEN JASKA

An einem Jagdtag schoss ich

auf einen Hasen, der aber wie

gesund das Weite suchte. Jaska

hetzte hinterher und war weder

durch Pfeifen noch durch Rufen

von der Verfolgung abzubringen.

Ich ärgerte mich fürchterlich,

sind nämlich ungehorsame

Hunde und deren Führer bei

den anderen Jägern nicht sehr

beliebt. Es dauerte fast eine

halbe Stunde, da tauchte Jaska

in der Ferne wieder auf. Im

Fang den Hasen. Ich ging ihr

entgegen und bei unserem

Zusammentreffen legte sie mir

den Hasen vor die Füße und

tat sich völlig ausgepumpt

gleich daneben nieder. Ich hätte

sie abknutschen können. Die

anderen Jäger sparten nicht

mit Lob und ich war auf Jaska

stolz wie Oskar. Sie hatte mit

ihrer guten Nase erkannt, dass

der Hase doch ein Schrotkorn

erhalten hatte und hat durch

ihre Beharrlichkeit dem Tier ein

qualvolles Ende erspart. Das ist

die Hauptaufgabe eines Jagdhundes,

die Fehler des Jägers

auszubügeln.

Liebe Jaska

Manches Reh, dass nicht sofort

im Schuss lag, habe ich mit

Jaska im hohen Farn nachgesucht

und in all den Jahren ist

mir nicht ein Stück Rehwild,

Damwild oder Wildschwein

verloren gegangen.

Als sie älter wurde, vielleicht

dreizehn Jahre alt, bemerkte

ich, dass sie immer schlechter

hörte und später fast taub

wurde. Rufen und pfeifen vernahm

sie nicht mehr. Wenn ich

aber mit dem Fuß aufstampfte

reagierte sie wie auf einen Pfiff.

Auch in diesem , für einen Hund

schon recht hohen Alter sah

sie jedoch nicht wie ein alter

Hund aus. Im Gegensatz zu mir

wurde ihre Schnauze nicht grau

und ihr Fell hatte immer noch

einen seidigen Glanz.

Als sie fünfzehn Jahre alt war

bekam sie an der Schulter ein

Lipom, eine gutartige Geschwulst.

Diese wurde jedoch

so groß, dass sie zu platzen

drohte und operiert werden

musste. Wir brachten Jaska also

in die Tierklinik. Die Operation

verlief gut und nach einer

Woche holten wir sie wieder

ab. Zu Hause angekommen

schien sie einen unbändigen

Durst zu haben, denn sie trank

ihren Wassernapf in kürzester

Zeit aus. Danach ging es ihr zusehends

schlechter. Sie würgte

und wurde von Krämpfen geschüttelt.

Noch in der Nach fuhr

ich mit ihr zum Tierarzt, der ihr

eine krampflösende Spritze gab.

In der darauf folgenden Nacht

schlief ich im Sessel neben

ihrem Korb, die Hand immer

an ihrem Kopf. Die Nacht war

schlimm. Am anderen Morgen,

ich saß mit meiner Frau in der

Küche beim Frühstück, da kam

Jaska schwankend zu uns und

brach auf halbem Weg zusammen.

Wir riefen umgehend den

Tierarzt an, der eine Magendrehung

diagnostizierte. Er meldete

uns sofort in der Tierklinik an.

Wir legten Jaska in ihrem Korb

und fuhren die vierzig Kilometer

in die Klinik. Die Ärzte dort

machten uns wenig Hoffnung.

Bei einer Magendrehung müsse

so bald als möglich operiert

werden, da sehr schnell Gefäße

und Gewebe abstirbt. Ich sagte

dem Arzt, wenn er feststellen

würde, dass kaum eine Chance

bestünde, solle er sie nicht wieder

aus der Narkose erwachen

lassen. Dann trugen sie Jaska

fort. Sie kamen gar nicht mehr

bis in den OP. Auf den Weg

dahin starb sie.

Muss ich schildern, wie traurig

die Rückfahrt war? Zu Hause

stellten wir Jaska in ihrem Korb

unter die Treppe, wo er über

fünfzehn Jahre gestanden

Frohe Weihnachten

...und vielen Dank für das entgegengebrachte

Vertrauen im

vergangenen Jahr!

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hatte. Einen Tag behielten wir

sie noch in unserer Wohnung.

Auch unsere beiden Töchter

kamen noch einmal vorbei, um

Jaska tschüss zu sagen. Wie oft

meine Frau und ich uns immer

wieder vor ihren Korb knieten

und ihr über ihren schönen

Kopf strichen, dessen Augen

nun geschlossen waren, weiß

ich nicht zu sagen.

Am anderen Morgen begruben

wir sie in der schönsten Ecke

unseres Gartens, von einer Tujahecke

an drei Seiten umgeben.

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Sie ruht dort in ihrem Korb, zugedeckt

mit ihrer Decke. Auch

ihre geliebte Halsung mit der

Umhängeleine bekam sie mit.

Zehn Jahre sind seitdem ins

Land gegangen, aber immer

noch, wenn ich den Rasen

mähe, der auch das Hundegrab

bedeckt, denke ich zurück an

manche Begebenheit und die

schönen Jahre mit unserer

lieben Jaska,

Frohe Weihnachten

und einen guten Rutsch!

Ausgabe Winter 2019 mq + | 47


Das Artland-Magazin.

Ein Überblick.

Wer darf was auf einer Fahrradstraße?

Schlechte Luft und verstopfte Straßen mit zu vielen Autos haben Städte und Gemeinden veranlasst, mehr Menschen dazu anzuregen, häufiger

aufs Fahrrad umzusteigen. Mit eigenen Fahrbahnen, sogenannten Fahrradstraßen, soll der Radverkehr attraktiver werden.

Vor einigen Jahren haben sich die Quakenbrücker Werbegemeinschaft Initiative Quakenbrück und die Stadt Quakenbrück darüber verständigt,

Quakenbrück als „Radstadt des Nordens“ zu entwickeln. Nun hat auch unsere Burgmannstadt die ersten Fahrradstraßen in den Bereichen

Theisstraße und der Straße Am Deich bis zum Gymnasium, Burgstraße und der Jahnstraße bis an die Hasebrücke. Und mit dem Schild

„Fahrradstraße“ mit weißem Fahrradsymbol auf blauem Grund soll sich einiges ändern.

Viele Radfahrer glauben manchmal,

dass die StVo nicht für sie gilt. Sie erwarten

von dem Autofahrer Rücksicht,

aber selbst benehmen sie sich oft

rüpelhaft und glauben, dass die Fahrbahn

ihnen gehört, insbesondere auf Fahrradstraßen.

Radler haben hier zwar Vorrang, müssen sich

aber dennoch an einige Regeln halten.

Wie erkennt man eine Fahrradstraße?

Seit 1997 gibt es in der Straßenverkehrsordnung

(StVO) das Zeichen mit der Nummer

244. Es markiert den Beginn einer Fahrradstraße.

Das quadratische Schild mit weißem

Grund zeigt das bekannte blaue Schild für

einen Radweg und darunter den Schriftzug

„Fahrradstraße“. Zusätzlich sind viele dieser

Strecken mit Fahrradsymbolen auf der Fahrbahn

markiert.

Wer darf auf unseren Fahrradstraßen

fahren?

Die Fahrradstraßen in Quakenbrück sind mit

einem Zusatzschild versehen und dürfen

somit auch von Kraftfahrzeugen befahren

werden, die hier auch unter Beachtung der

üblichen Vorschriften parken dürfen.

Welches Tempo ist erlaubt?

In Fahrradstraßen gilt eine Höchstgeschwindigkeit

von 30 km/h. Daran müssen sich alle

Fahrzeuge halten, also Fahrräder ebenso

wie gegebenenfalls Autos. Kraftfahrzeuge

müssen ihre Geschwindigkeit aber ggf. dem

Radverkehr anpassen.

Rechtsfahrgebot gilt für Radfahrer

Auch wenn Radler auf Fahrradstraßen das

Hoheitsrecht haben, dürfen sie nicht kreuz

und quer auf der Straße herumfahren. Das

Rechtsfahrgebot gilt auch für Radfahrer.

48 | mq + Ausgabe Winter 2019


FAHRRADSTRASSE

StVO: Paragraf 1

(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und

gegenseitige Rücksicht.

(2) Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, dass kein

anderer geschädigt, gefährdet oder mehr als nach den Umständen

unvermeidbar behindert oder belästigt wird.

Dürfen Autos überholen?

Radler haben auf Fahrradstraßen Vorrang. So dürfen sie zum Beispiel

nebeneinander fahren. Allerdings gilt auch dort das Rechtsfahrgebot.

Möchte ein Autofahrer überholen, muss er mindestens 1,5 Meter seitlichen

Abstand zu den Radfahrern halten. Beim Überholen von Radfahrenden

mit erkennbar unsicherer Fahrweise und beim Überholen

von Kindern sieht die Rechtsprechung einen Mindestabstand von 2,0

m vor. Dabei gilt stets, Autofahrer dürfen keinen Druck ausüben. Pkw-

Fahrer dürfen sich nicht an den Radlern vorbeizwängen. Sie sollten

langsam heranfahren und bei günstiger Gelegenheit überholen.

Welche Regeln gibt es noch?

In der Regel können Fahrradstraßen in beiden Richtungen benutzt

werden. An Kreuzungen und Einmündungen gelten die üblichen

Vorfahrtsregeln wie „rechts vor links“. Möchte also ein Autofahrer -

wenn es erlaubt ist - von rechts auf die Fahrradstraße einbiegen, hat

er Vorfahrt. In jeder Situation gilt Paragraf 1 der Straßenverkehrsordnung,

der gegenseitige Rücksichtnahme vorschreibt.

FAZIT:

Autos dürfen hier zwar weiterhin fahren, aber nun sind sie Gäste.

Maximal Tempo 30 und Fahrräder dürfen nebeneinander fahren.

Ich stehe an der Ecke Josef-Vonier-Straße/Theisstraße und beobachte

aufmerksam den Verkehr an dieser Ecke. Es ist Freitagmittag

und die Schulen haben Schulschluss. Am Neuen Markt treffen

die Schulbusse ein, Schülerrinnen und Schüler kommen aus

Richtung Gymnasium und aus dem Heckenweg, dazu kommen

Autofahrer aus allen Richtungen, denn es ist Wochenmarkt. Nach

einigen Minuten schüttle ich den Kopf, denn ich habe das Gefühl,

dass sich hier nichts geändert hat. Hier herrscht Anarchie. Einige

der Autofahrer halten sich nicht an Tempo 30, Radfahrer fahren

über Gehwege hinter parkenden Autos vorbei. PKW’ s drängeln

sich an Radfahren

vorbei, die Regel „rechts

vor links“ gilt anscheinend

nicht für alle und

die Busfahrer müssen

höllisch aufpassen, dass

sie keinen der Schüler

anfahren, die ohne zu

gucken in alle Richtungen

laufen.

Hier muss noch eine Menge Aufklärungsarbeit geleistet werden,

denn die schönen neuen blauen Markierungen auf der Fahrbahn

reichen nicht aus, das ist mir heute klar geworden und von der

„Radstadt des Nordens“ sind wir noch ganz weit entfernt.

Das Schild

»Fahrradstraße«

ändert alles

Auf einmal müssen sich Autofahrer unterordnen.

Was dürfen Pkw-Fahrer auf Fahrradstraßen?

Und was Radfahrer?

von Detlef Bülow

Ausgabe Winter 2019 mq + | 49


ELBTONAL PERCUSSION

Foto: © 2VISTA, Frank Waberseck

Mit festlichen Klängen ins neue Jahr

Bei den Quakenbrücker Musiktagen geben sich die Besten

ihrer Zunft ein Stelldichein

Keine Frage: Christian Aumann, Intendant der Quakenbrücker Musiktage, hat bei der Programmauswahl

für das renommierte Klassikevent in der Burgmannstadt ein glückliches Händchen bewiesen:

Neben Asya Fateyeva, der Echo-Klassik-Gewinnerin des Jahres 2016, hat auch Andreas Ottensamer, der

aktuelle Star am Klarinetten-Himmel, Echo-Klassik-Gewinner 2015 und Opus-Klassik-Gewinner 2019,

sein Kommen zugesagt. Zwei absolute Glanzlichter, die zu erleben das neue Jahr für alle Klassik-

Freunde musikalisch perfekt beginnen lassen dürfte.

Am Sonntag, 19. Januar 2020, führt Asya Fateyeva

ihr Publikum zurück zu den Ursprüngen des Saxophons

– mitten hinein in die schillernden Klänge von

Alexander Glasunows Saxophonkonzert und Sergej

Rachmaninows warm tönender Vocalise. Die Wahl-

Hamburgerin, die auch als Dozentin für klassisches

Saxophon an der Musikhochschule Münster tätig ist,

beeindruckt durch ihr temperamentvolles, virtuoses

Spiel. Unterstützt wird Fateyeva vom Stuttgarter

Kammerorchester, das außerdem auch noch die Bilder

einer Ausstellung von Modest Mussorgski und die

Ungarische Rhapsodie von Franz Liszt spielen wird.

Andreas Ottensamer, international gefragter Solist

und Solo-Klarinettist der Berliner Philharmoniker, ist

am Montag, 16. März, in der Aula des Artland Gymnasiums

zu hören. Er präsentiert zusammen mit dem

American String Quartet Werke von Josef Haydn, Wolfgang

Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven.

Ein Frühlingsfinale, das an funkelnder Könnerschaft

und kompositorischer Raffinesse nichts zu wünschen

übrig lässt.

In spektakuläre Klangwelten entführt die Formation

Elbtonal Percussion ihre Zuhörer am Sonntag, 9. Februar.

Mit ansteckender Spielfreude und überbordender

Kreativität bieten die vier klassisch ausgebildeten

Schlagzeuger aus Hamburg auf ihren Instrumenten

– unter anderem Marimba, Vibraphon, Trommeln und

Gongs – eine atemberaubende Mischung aus Klassik,

Jazz, Rock und Weltmusik.

Einen weiteren hochkarätigen Auftritt verspricht das

A-cappella-Ensemble Voces8 am Sonntag, 12. Januar

2020. Für das Neujahrskonzert mit der Philharmonie

Lemberg am Sonntag, 1. Januar 2020, sind nur noch

wenige Restkarten zu haben.

ASYA FATEYEVA · Foto: Neda Navaee

Die Karten gibt es bei der Tourismus-Information

Artland, Markt 4, Telefon 05431/907590, über die

Ticket-Hotline 0421/363636 oder online auf www.

nordwest-ticket.de oder www.deinticket.de. Weitere

Infos auf www.quakenbruecker-musiktage.de.

ANDREAS OTTENSAMER · Foto: Katja Ruge/Decca

50 | mq + Ausgabe Winter 2019


INTERESSENGEMEINSCHAFT FRACKING-FREIES ARTLAND

Erdbeben und Erdgas

Eigentlich sind Erdbeben in

Norddeutschland selten. Aus

historischer Zeit sind nur wenige

Erdbeben bekannt. Die Region ist

nicht als gefährdete Erdbebenzone

klassifiziert. Erdbeben ereignen sich in

Deutschland vor allem im Rheingraben,

der Niederrheinischen Bucht, der Schwäbischen

Alb und im Vogtland.

Bei der natürlichen Seismizität sind es

vor allem die in der Natur vorkommenden

tektonischen Kräfte, die das Beben

auslösen. Demgegenüber bezeichnet

man als induzierte Seismizität solche

Erdbeben, die durch menschliche Eingriffe

in den Untergrund verursacht werden.

Solche induzierten Erdbeben hat es in

den letzten Jahrzehnten zunehmend

zunächst in Abständen von ein bis zwei

Jahren immer wieder im Bereich von

Erdgasfeldern gegeben.

Daher wurde im Jahre 2013 im LBEG

(Landesamt für Bergbau, Energie und

Geologie) der Niedersächsische Erdbebendienst

eingerichtet. In einem Projekt

des BGR (Bundesanstalt für Geowissenschaften

und Rohstoffe) wurde festgestellt,

dass es seit 1976 bis Januuar 2017 in

Norddeutschland 76 induzierte Erdbeben

mit Magnituden zwischen 0,5 bis 4,5

gegeben hat, und zwar zum großen Teil

im Randbereich der Erdgasfelder.

Die Untersuchungen der BGR haben

– teils in Zusammenarbeit mit dem

Niedersächsischen Erdbebendienst –

dazu geführt, dass für den Großteil der

Ereignisse ein sehr wahrscheinlicher Zusammenhang

mit der Erdgasförderung

angegeben werden kann und dies wird

inzwischen auch von der Industrie akzeptiert.

Zwischen Förderbeginn und Beben

liegen ca. 15 Jahre. Die Ursache ist noch

nicht ganz verstanden; angenommen

wird, dass die mit der Förderung einhergehende

Druckabsenkung ursächlich ist.

Die Häufigkeit nimmt zu:

Allein im Jahre 2017 ereigneten sich 6

induzierte Erdbeben, 2018 waren es 11.

In letzter Zeit waren überwiegend die

Bereiche Völkersen und Cloppenburg

betroffen.

Am 20.11.2019 ereigneten sich im Abstand

von vier Stunden gleich zwei Beben mit

Magnituden von 3,2 bzw. 3 in Kirchlinteln,

Landkreis Verden im Randbereich des

Erdgasfeldes Völkersen. Diese Beben lagen

im Wasserschutzgebiet Panzenberg

innerhalb der Schutzzone II.

Die Bewohner der Gegend fürchten, dass

durch die Beben Aufstiegspfade entstanden

sein könnten, über die Lagerstättenwasser

in das Grundwasser aufsteigt.

Welche Konsequenzen sind aus

dieser zunehmenden Erdbebenhäufigkeit

zu ziehen?

Haben andere Länder, in denen Erdgas

gefördert wird, ähnliche Probleme und

wie gehen sie damit um?

In Oklahoma (USA) stieg die Erdbebenhäufigkeit

von 2 auf 600 pro Jahr.

Seismologen nehmen dort als Ursache

die Verpressung von Lagerstättenwasser

in Versenkbohrungen an.

In Großbritannien wurde Fracking durch

ein Moratorium ausgesetzt, nachdem

eine Prüfbehörde seismische Aktivitäten

in der Nähe eines Frackinggebiets in

Preston untersucht hatte.

In den Niederlanden findet sich bei Groningen

das größte Erdgasfeld der EU.

Seit den Achtzigerjahren werden Beziehungen

zwischen Gasförderung, Bodenschäden

und Erdbeben diskutiert. 2013

bestätigte die staatliche Bergbauaufsicht,

dass ein linearer Zusammenhang

zwischen Fördermenge und Erdbebenhäufigkeit

besteht. Inzwischen bebt die

Erde in Umgebung von Groningen fast

wöchentlich mehr oder weniger stark

und der Boden sinkt immer weiter ab.

Zunächst sollte daraufhin die Förderung

nur stark reduziert werden, jetzt will die

Regierung, dass die Förderung Mitte 2022

komplett beendet wird.

Welche Entwicklung wird

Niedersachsen nehmen?

Längst ist klar, dass Erdgas keine sog.

Brückentechnologie für die Energiewende

darstellen kann.

Zwar entsteht bei der Verbrennung von

Erdgas weniger CO2 als bei der Verbrennung

von Kohle. Aber inzwischen weiß

man, dass als sog. Vorkettenemissionen

erhebliche Mengen an Methan entweichen.

In der Gesamtbilanz ist Erdgas

dadurch teils klimaschädlicher als Kohle;

denn Methan hat über einen Zeitraum

von 20 Jahren betrachtet einen 86-fach

höheren Treibhauseffekt als CO2. Es

empfiehlt sich daher, konsequent auf

erneuerbare Energien zu setzen. Damit

erweist man nicht nur dem Klimaschutz

einen Dienst, sondern erreicht auch

Versorgungssicherheit und Importunabhängigkeit.

Dr. med. Maria Entrup-Henemann,

Quakenbrück

Ausgabe Winter 2019 mq + | 51


Das Artland-Magazin.

freie

Schadstoff-

Stromerzeugung

aus Windund

Sonnenenergie

Der Klimawandel sowie der

Klimaschutz sind derzeit

und auch wohl zukünftig

die bedeutendsten Themen.

Nach neuesten Erkenntnissen

der Wissenschaft hat

die Geschwindigkeit, mit der sich das

Klima verändert, deutlich zugenommen.

Umso wichtiger ist ein konsequentes

und schnelles Gegensteuern durch

drastische Reduzierungen der Schadstoffemissionen

in allen Sektoren. Die

Stromversorgung aus erneuerbaren

Energien ist mit ca. 40 % zwar auf einem

guten Weg, doch der weitere Zubau zum

Beispiel von Windenergieanlagen und

größeren Photovoltaikanlagen ist leider

ins Stocken geraten. Zu weite Abstandsregelungen,

wettbewerbsverzerrende,

teils ruinöse Ausschreibungsverfahren

sowie die Deckelung der Zubauleis-

tungen sind nur einige der Gründe, die

dazu geführt haben. Statt den Ausbau

erneuerbarer Energien weiter einzuschränken

sollte die Bundesregierung

endlich ihrer Verantwortung gerecht

werden und geeignete Maßnahmen

ergreifen, damit die von ihr selbst

gesteckten Klimaschutzziele wenigstens

ansatzweise erreicht werden. Neben

dem Bau neuer Windenergieanlagen in

dafür geeigneten Bereichen kann durch

Repowering bestehender Altanlagen

die Stromerzeugung aus der Windenergienutzung

gesteigert werden. Um die

Akzeptanz hierfür in der Öffentlichkeit

zu verbessern sollten alle Anwohner und

Bürger des jeweils betroffenen Bereiches

bereits bei der Planung von Windenergieprojekten

beteiligt werden. Ferner

sollten sie auch die Möglichkeit haben,

sich an den einzelnen Projekten direkt in

Form von z.B. Bürgerwindenergieanlagen

zu beteiligen.

Ein weiteres Standbein bei der Stromversorgung

aus erneuerbaren Energien

ist die Photovoltaik. Sie bietet ein sehr

großes und vielfältiges Verwendungsbzw.

Einsatzspektrum. Von sehr kleinen

Anlagen mit nur wenigen Kilowatt

Leistung bis hin zu großen Anlagen im

Megawattbereich können diese in allen

gewünschten Größen durch den modularen

Aufbau hergestellt werden.

Anders als bei Windenergieanlagen, die

als eigenständige Bauwerke entsprechend

große Grundstücke erfordern,

können Photovoltaikanlagen hingegen

auf Dächern oder an Fassaden von

Gebäuden montiert werden, die ohnehin

vorhanden bzw. geplant sind.

52 | mq + Ausgabe Winter 2019


UMWELTSCHUTZ

Dies ist eine der wenigen Möglichkeiten,

auch in Innenstadtquartieren durch Nutzung

erneuerbarer Energien zum Klimaschutz

beizutragen. Auf Luftaufnahmen

einer Stadt sieht man eine Vielzahl von

Dachflächen, die sich für die Installation

einer Photovoltaikanlage eignen.

Windenergieanlagen sowie Photovoltaikanlagen

ergänzen sich nicht nur bei

der Stromerzeugung, sondern tragen

auch maßgeblich zur Bedarfsdeckung

der Stromspitzenlasten bei.

Die Verteilung der Anlagen auf das

gesamte Bundesgebiet gleicht regional

auftretende Windflauten oder fehlende

Sonnenstrahlung weitestgehend aus.

Zudem führen die vernetzten Strukturen

der Anlagen sowie die Einbindung von

grundlastfähigen Wasserkraftanlagen

und Biomasseanlagen zu einer bedarfsorientierten

Stromversorgung und Verringerung

des Stromspeicherbedarfes.

Gleichwohl sind Energiespeicher für eine

100 %ige und konstante Stromversorgung

aus erneuerbaren Energien erforderlich.

Sie können nicht nur bei großen

Sonnen- und Winddargeboten ungenutzte

Stromüberkapazitäten aufnehmen

und dadurch das überflüssige sowie

kostenträchtige Abregeln von Wind- sowie

Photovoltaikanlagen verhindern,

sondern im Bedarfsfall natürlich Strom

wieder zur Verfügung stellen.

Kurzfristig abrufbare modulare Stromspeicher

mit kleinen, mittleren sowie

großen Kapazitäten und unterschiedlichen

Technologien, z.B. mit Wasserstoff

als Speichermedium, sind daher

dringend erforderlich. Leider wurden sie

bislang von den Energieversorgungsunternehmen

und Netzbetreibern völlig

vernachlässigt.

Dezentrale Stromerzeugung aus

erneuerbaren Energien, dezentrale

Stromspeicherung und dezentraler

Stromverbrauch sind nicht nur zielführende

Maßnahmen für den Klimaschutz,

sondern auch die Grundlage für eine Reduzierung

der viel zu hohen Strompreise.

Architekt Dipl.-Ing.

Andreas Henemann,

49610 Quakenbrück

Ausgabe Winter 2019 mq + | 53


Das Artland-Magazin.

Reineke

Fuchs

von Alexandra Lüders

„Fuchs, du hast die Gans gestohlen, gib

sie wieder her, sonst wird dich der Jäger

holen mit dem Schießgewehr“. Dieses alte,

deutsche Kinderlied aus dem Jahre 1824

ist wohlbekannt. Es weist den europäischen

Rotfuchs als Geflügelräuber aus,

der auf den Höfen nicht gern gesehen

ist. Aber immer wieder schnappt er sich

die leichte, domestizierte Beute, die ihm

nicht schnell genug entfliehen kann, wie

erst im Frühsommer 2019 in Quakenbrück

geschehen. Als Kulturfolger ist er aber generell

kein Kostverächter, frisst so ziemlich

alles, was ihm Stadt und Land bietet. Denn

er ist an seine jeweilige Umwelt perfekt

angepasst. So stehen außer Mäuse, Kaninchen,

Bodenbrüter, Insekten, Früchte, Aas,

Geflügel, Haustierfutter, Abfälle, Rehkitze

und Vieles mehr auf seinem Speiseplan.

Selbst in der Wahl seiner Unterkünfte

ist er nicht sehr wählerisch. Er fühlt sich

in Dachsbauen ebenso wohl wie unter

Holzstapeln, unter Komposten, in Scheunen

oder Baumwurzeln, in Gartenhäusern,

Schuppen, Garagen oder Sandhaufen. Der

Überlebenskünstler ist auch in fast allen

Lebensräumen vom Hochgebirge bis zum

Wattenmeer zu Hause. „Durch das gute

Mäusejahr gibt es in unserer Region derzeit

viele Füchse. Wir Jäger versuchen aber, die

Population im Griff zu behalten im Sinne

des ökologischen Gleichgewichtes. Überdies

überträgt der Fuchs auch Krankheiten

(55 Wurmarten, Räude ect). Wir jagen ihn

nachhaltig mit einer hohen Anzahl an

Jägern und Hunden und betreiben ein modernes

Fallenmanagement. In der Zeit zwischen

dem 1. April 2018 und 31.März 2019

wurden 160 Füchse zur Strecke gebracht“,

berichtet der Vorsitzende der Jägerschaft

Bersenbrück und des Hegeringes Badbergen-Quakenbrück

Klaus Overbeck.

Der schlaue Beutegreifer sei aber selbst bei

einer revierübergreifenden, großen Fuchsjagd

nur schwer zu sehen, da er sich gern

54 | mq + Ausgabe Winter 2019


NATUR & UMWELT

Reineke Fuchs hat sich ideal

an Stadt und Land angepasst.

Seine Feinde sind der Wolf und der

Luchs, aber auch andere Beutegreifer,

die es auf seine Jungen abgesehen

haben. In gemeinsamen Bauen

mit dem Dachs oder anderen

Raubtieren herrscht aber meistens

ein sogenannter „Burgfrieden“ in

nächster Nachbarschaft.

In der Wildnis können Füchse bis

zu vier Jahre alt werden. Die Fähe

(Weibchen) wirft einmal jährlich

vier bis acht Junge, die bei Störungen

aus dem gefährdeten Bau

entfernt werden. Sie kann bis zu 6,5

Kilogramm, der Rüde (Männchen)

bis 7,5 Kilogramm schwer werden.

Die Körperlänge beträgt bis zu

68 Zentimeter bei der Fähe und

bis zu 75 Zentimeter beim Rüden.

Sie tragen ein schönes Fell, das in

mehreren Farbvarianten auftritt

und zwei Mal im Jahr gewechselt

wird. Am häufigsten sieht man

den „Birkfuchs“ mit der typischen,

gelb-roten Oberseite, der weißen

Kehle und Schwanzspitze. Es gibt

aber auch Silberfüchse (Zoo Osnabrück),

Kreuzfüchse, Kohl- oder

Brandfüchse. Als ich mit meiner

zweijährigen Großnichte eine

Gärtnerei besuchte, entdeckten

wir in der Keramikabteilung einen

Fuchs, den Mila sofort als „Wau-

Wau“ betitelte. Rein wissenschaftlich

gesehen, hatte sie damit einen

Treffer gelandet. Denn Rotfuchs,

Wolf und Marderhund gehören zu

den hundeartigen Beutegreifern

(Caniden). Zu den internationalen

Fuchsarten zählen Polar-, Wüstenund

Graufüchse.

in den Zwischenfruchtschlägen (Raps und

Phacelia) aufhalte. Hier fände er Deckung

und jede Menge Friedwild. Das Fell der

Füchse würde von der Jägerschaft der Pelzindustrie

zugeführt. Besonders junge Füchse

sterben früh durch Unfälle und die Jagd, so

wie in Berlin (2007 bis 2009), wo 51 Prozent

der tot aufgefunden Füchse nur ein Jahr

alt waren. Wie internationale Forschungen

jedoch ergeben haben, versucht die Natur

hohe Verluste der Arten durch eine Erhöhung

ihrer Nachkommenschaft auszugleichen.

Deshalb und weil er so ideal angepasst

ist, gehört der Rotfuchs noch nicht zu den

bedrohten Tierarten.

Die kleinen Rotfüchse erproben sich im Spiel.

Fotos: Michael Breuer

Ausgabe Winter 2019 mq + | 55


Der Neue

Kalender 2020

Der Bildkalender im Format 42 x 28 cm zeigt Motive aus unserer

Region. Erhältlich im Buchhandel oder direkt bei:

Oelkers, Druckhaus im Artland, Quakenbrück, Tel. 0 54 31 - 94 10 01

Preis

16,80 €

Zimmerei

Bauunternehmen

B.Bäker

GmbH & Co.KG

Yannik-Bernhard Bäker

Restaurator im Zimmerer-Handwerk

Zimmermeister – Dachdeckermeister

Martin Hugenberg

Energieberater

Zimmermeister

Energetische Gebäudesanierung vom Fachbetrieb

Badberger Straße 18 · 49610 Quakenbrück

Telefon 0 54 31/40 21 · www.zimmerei-baeker.de

56 | mq + Ausgabe Winter 2019


Freitag

29.05.2020 »Musical Voyage«

im Kuhlhoff Bippen

Der 6. Konzertabend 2020 im Kuhlhoff Bippen wirft seine Schatten voraus, denn nach dem großen Erfolg

bei der „The Night of Musical“ von Tale.Act.Entertainment findet am Pfingstfreitag die neue Show

„Musical Voyage – die Musical-Highlight-Show” statt.

Die besondere Atmosphäre im alten, schön hergerichteten Kuhlhoff und die

besondere Akustik lassen jedes Konzert zum Klangerlebnis werden. Es ist

wieder ein ganz besonderer Abend zu erwarten, denn alle die Musicals lieben

sind hier genau richtig.

Tauchen Sie ein in die Welt des Musicals und lassen Sie sich von den bekanntesten

und schönsten Musicalmelodien aus aller Welt verzaubern.

In dem Showprogramm Musical Voyage ist garantiert für jeden etwas dabei.

Erleben Sie Ausschnitte aus Musicalklassikern wie z.B. Cats, Elisabeth,Grease,

My Fair Lady und ABBA - bis hin zu den Musicalsensationen von heute, wie z.B.

die Päpstin, We Will Rock You, und Der Glöckner von Notre Dame. Lassen Sie

sich mitreißen von Songs aus Footloose, Sister Act und Ich war noch niemals

in New York und genießen Sie ein Feuerwerk von Musik, Tanz und Gesang.

Tale.Act.Entertainment und der Heimatverein Bippen werden alles dafür

tun, dass der Abend für jeden Besucher ein Gänsehaut-Erlebnis wird und

noch lange in Erinnerung bleibt.

Tickets:

Wegen der großen Nachfrage startet der Kartenvorverkauf (18 €)

schon ab Dezember und sind erhältlich im Raiffeisenmarkt Bippen,

Schreibwaren Runge in Berge, per Telefon 05435-2220 oder

einfach online auf www.heimatverein.Bippen.de.

„Musical Voyage“ begeistert mit über 60 aufwändigen, handgefertigten Kostümen,

Perücken und mit beeindruckenden Choreographien. Die professionell

ausgebildeten Musicaldarsteller mit Erfolgen auf vielen großen Bühnen in

Deutschland, begeistern mit kraftvollem Live-Gesang in den verschiedensten

Charakteren und werden unterstützt von der Tale.Act.Dance.Company.

Tale.Act.Entertainment möchten Ihrem Publikum die bestmögliche Unterhaltung

bieten. Deshalb zeigen sie jede Saison eine komplett neue Show – und

das ganz in Ihrer Nähe.

Die Presse ist voll des Lobes:

...„Die Besucher der „Night of the Musicals“ bekamen am Samstagabend

eine Musicalshow der Superlative im Tecklenburger Kulturhaus geboten!“...

Westfälische Nachrichten

...„Das Ensemble von Tale.Act.Entertainment begeisterte das Publikum mit

einer mitreißenden Bühnenshow!“...

Neue Osnabrücker Zeitung

kaufe ich am besten

PFLANZEN

Na klar, beim

Ihr Spezialist für Gartenpflanzen

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Ausgabe Winter 2019 mq + | 57

Foto: Wikipedia


LI.F.T.-THEATERSAAL BIPPEN-RESTRUP

Veranstaltungen im

Kulturverein Li.F.T.!

EXTRA ART

„Staunen und Lachen”

Nach Fabian Flenders grandiosem

Debut im Feb. 2019 in

Restrup nun mit Verstärkung

Bernd Schwarte!

„Ein unterhaltsames Event der

„Extra“-Klasse, das ohne Worte

auskommt. Befreit von der Last

des Denk-Apparats wird die

Aufmerksamkeit von den Faxen

der zwei Akrobatik-Clowns in

den Bann gezogen. Kabarettist

Bruno Zühlke stand als Regisseur

Pate. Fabian Flender ist

überdies von der Natur mit

einem wie geschaffenem Äußeren

beschenkt: Große Augen,

halbkreisförmige Brauen und

ein von Ohr zu Ohr reichender

Mund, in dem ein abgebrochener

Schneidezahn Akzente setzt. Die

Sammlung von übereinander

gestapelten Rollen, auf denen

Bernd Schwarte das Gleichgewicht

hält, lässt einen Fragen, ob

die Genies aus der Physik in

ihren Berechnungen irgendwas

vergessen haben.

Achim Keiper

„Unterhaltung gibt es heute

viele, aber die Darbietungen

von „extra art“ folgen keinem

Klischee. Im Zuschauer werden

Fantasiekräfte angeregt, man

fühlt sich mit einbezogen und

sehr berührt. Eine originelle

Verbindung zwischen Clownerie

und Artistik, eine gekonnte und

subtile Regieführung.“

Heidi Gaßmeyer

Gemeinsam

schwere Wege gehen

Steimelager Weg 2

49610 Quakenbrück

Tel. 05431 / 35 41

Soforthilfe im Trauerfall

info@ortland-bestattungen.de

www.ortland-bestattungen.de

11. + 12. Jan.

Sa., 20 Uhr + So., 15 Uhr

Theatersaal Restrup

58 | mq + Ausgabe Winter 2019


Die Kabarettabende im

Saal der Compagnia Buffo

in Restrup bei Bippen sind immer Höhepunkte des

Veranstaltungskalenders des Kulturvereins Li.F.T.

LILLI

„Ein Witz kommt selten allein“

Nach dem Welterfolg „Ein Single

kommt selten zu zweit!” nun

endlich Lillis neues Programm:

„Ein Witz kommt selten allein!

Lach- und Krachgeschichten aus

Lillis Welt.”

Der Programmtitel lässt es

bereits erahnen - heiter geht´s

weiter!

Doch welch bombastische

Untertreibung: „Ein Witz kommt

selten allein“. Lillis Gags prasseln

dicht an dicht auf ihr entzücktes

Publikum nieder. Ein Hagel, ein

Schneesturm der Pointen – und

jede Flocke einzigartig und originell!

Lilli fegt durch ihren Alltag

und pickt aus ihrem Leben die

komischsten Rosinen für uns

heraus. Ob Amerikaner in ihre

Gulaschkanone einfallen, der

Doktor ihr Fitness verschreibt,

21. + 22. Feb.

Donnerstag + Freitag, 20 Uhr

Theatersaal Restrup

Weitere Infos:

www.kulturverein-lift.de

COMEDY

ZU WEIBER-

FASTNACHT

ihre Nachbarin Svetlana einen

Botox-Unfall erleidet oder sie

selber Weinkönigin werden

möchte – Lilli entdeckt an allem

die amüsanten Aspekte und lässt

sich nicht irre machen.

Ein Programm, das nonstop auf

die Tube drückt. Und keine Sorge,

diese Tube geht nicht alle. „Ein

Witz kommt selten allein“ ist

ein Füllhorn des Humors in all

seinen Spielarten. Natürlich darf

Lillis Lesung aus ihrem Poesiealbum

ebenso wenig fehlen wie

atemlose Schlagermedleys, radikale

Tipps zur Körperpflege und

als Clou: Jede Menge Witze – präsentiert

aus der Salatschleuder!

Also, reisen Sie mit dem „80-Kilogute-Laune-Express“

unter Volldampf

durch einen Abend, der

Sie staunen lassen wird. So viel

Spaß gibt es nur live – mit Lilli!

Kartenvorbestellung:

05462-72080

Li.F.T.

(Buchhandl. Möllmann Ankum)

05435-2240

(Schreibwaren Runge, Berge)

05901-2743

(Lotto Greskamp, Fürstenau)

Mitglied der

SAAL DER COMPAGNIA BUFFO · 49626 RESTRUP

UND ALTER BUCHLADEN, HAUPTSTR. 21, BERGE

THEATER · MUSIK · FILM · KABARETT · LESUNG

Sa. 11. extra art 20 00

JAN

Li.F.T. e.V.

Literatur, Film und Theater

auf dem Land

Restrup 10 ...49626 Bippen

Telefon: 0 54 35-2410

e-mail: liftbippen@hotmail.com

www.kulturverein-lift.de

„Staunen und Lachen“ - Clownerie + Artistik

So. 12. extra art 15 00

JAN

Clownerie + Artistik

Sa. 1. Klaus der Geiger 20 00

FEB

„Der Asphalt-Paganini“

Do. 6. Serientäter-Kinoabend 20 00

FEB „Hatari“ (Hardy Krüger/John Wayne) BERGE

Do. 20. Lilli – Kabarett zu Weiberfastnacht 20 00

FEB

„Ein Witz kommt selten allein“

Fr. 21. Lilli – Kabarett, 2. Vorstellung 20 00

FEB

„Ein Witz kommt selten allein“

So. 23. Kindertheater 15 00

FEB „Käpt‘n Knall & der Schatz von Samossa“

Do. 5. Serientäter-Kinoabend 20 00

MÄRZ „Coogans großer Bluff” BERGE

So. 8. Rena Schwarz 20 00

MÄRZ „Supertussies packen aus“ - Kabarett

Fr. 20. Günter Fortmeier 20 00

MÄRZ „Echt sauber“ - Hand- u. Schattentheater

So. 22. Kindertheater 15 00

MÄRZ

Zirkus Dralladoni: „Die große Tierschau”

Sa. 28. Techno-Party 21 59

MÄRZ mit DJ Noize, 2x DJ Flo Einlass

Do. 2. Serientäter-Kinoabend 20 00

APRIL „Shining“ (Stephen King) BERGE

Sa. 4. Richard Vardigans 20 00

APRIL

Oper mal anders: „Die Zauberflöte“

Fr. 1. Convoy Exceptionell 20 00

MAI

„Das Imaginarium des Dr. Spazulini”

Sa. 2. Convoy Exceptionell 16 00

MAI

www.kulturverein-lift.de

2. Vorstellung

Do. 7. Serientäter-Kinoabend 20 00

MAI „Der schwarze Falke“ BERGE

Sa. 16. Musicland 21 00

MAI Alternative DJ-Night Einlass

BERGE

COMPAGNIA

BUFFO

Ausgabe Winter 2019 mq | 59

BIPPEN

KREISEL

PROGRAMM

· MUSIK · FILM · KABARETT · LESUNG

KALENDERTHEATER

ANFAHRT

BERSENBRÜCK ➔

QUAKEN-

BRÜCK➔

NORTRUP➔

KETTENKAMP➔

RESTRUP


60 | mq + Ausgabe Winter 2019


Ausgabe Winter 2019 mq + | 61


Das Artland-Magazin.

KINO-TIPPS

Seit Donnerstag, 12. Dezember

JUMANJI – THE NEXT LEVEL

in 3D

Als Spencer (Alex Wolff) verschwindet,

ist Martha (Morgan Turner) schnell klar:

Der Junge, in den sie sich einst verliebte,

der aber nun doch nur noch ein guter

Freund ist, ist erneut im Videospiel Jumanji

gelandet. Gemeinsam mit dem

Footballspieler Anthony „Fridge“ Johnson

(Ser‘Darius Blain) will sie ihn retten

und erneut in das Spiel eintauchen.

Doch leider landen dabei auch Spencers

Großvater Eddie (Danny DeVito) und

dessen Kumpel Milo (Danny Glover) in

dem Spiel. Während Martha nun wieder

im Körper von Bad-Ass Kämpferin Ruby

Roundhouse (Karen Gillan) steckt, wird

das Abenteuer dadurch erschwert und

gefährlicher, dass die Senioren als Abenteurer

Dr. Smolder Bravestone (Dwayne

Johnson) sowie Zoologe und Waffenspezialist

Moose Finbar (Kevin Hart) nicht

gerade eine große Hilfe sind. Auch Fridge

muss sich erst einmal daran gewöhnen,

nun den dicken Bauch von Kartograf

Shelly Oberon (Jack Black) zu haben...

Weihnachten und Jahreswechsel

DIE EISKÖNIGIN II

Nachdem sich Königin Elsa nicht nur ihren

Ängsten, sondern auch der Öffentlichkeit

stellte, kehrte in Arendelle endlich Ruhe

ein. Doch die währt nicht lange. Als Elsa

eines Tages nämlich eine geheimnisvolle

Stimme aus dem Wald zu rufen scheint,

verspürt sie einen unbändigen Drang,

dieser nachzugehen, in der Hoffnung,

Antworten auf Fragen zu finden, die ihr

nach wie vor Rätsel aufgeben. Gemeinsam

mit ihrer Schwester Anna (Kristen

Bell), ihrem Freund Kristoff (Jonathan

Groff), Schneemann Olaf (Josh Gad /

Hape Kerkeling) und Rentier Sven begibt

sie sich auf eine Reise ins Ungewisse, wo

sie und ihre Weggefährten ein magisches

Abenteuer in einem sagenumwobenen

Wald erwartet, in dem nicht nur Elsas

Vergangenheit eine bedeutende Rolle

spielt, sondern auch ihre Zukunft bestimmt

wird.

Ab Mittwoch, 18. Dezember

STAR WARS – DER AUFSTIEG

SKYWALKERS in 3D

Luke Skywalker (Mark Hamill) ist tot!

Doch sein Opfer entfachte den Funken

neu, den der Widerstand brauchte, um

sich ins letzte Gefecht gegen die Erste

Ordnung zu werfen. Die mutigen Rebellen

unter Führung von Generalin Leia

(Carrie Fisher) attackieren ihren Feind

aus dem Hinterhalt, da sie viel zu wenige

sind, als dass ein offener Krieg gegen die

Truppen von Kylo Ren (Adam Driver) zu

gewinnen wäre. Die Hoffnungen des Widerstands

ruhen nun auf Rey (Daisy Ridley),

der letzten Jedi. Mit ihren Freunden

Finn (John Boyega), Poe (Oscar Isaac),

Chewbacca (Joonas Suotamo) und C-3PO

(Anthony Daniels) geht sie auf eine Mission,

die den Kampf zwischen Jedi und Sith

endgültig entscheiden könnte. Doch ein

altbekannter Strippenzieher tritt aus dem

Schatten. Seit vielen Jahren versucht er

schon, den perfekten Schüler der Dunklen

Seite zu finden...

Voraussichlich ab Weihnachten

ALS HITLER DAS ROSA KANINCHEM

STAHL

Im Jahr 1933 gerät das Leben der kleinen

Anna Kemper (Riva Krymalowski) aus den

Fugen: Denn nach Hitlers Machtergreifung

ist ihr Vater Arthur (Oliver Masucci)

gezwungen, das Land zu verlassen. Der

berühmte Theaterkritiker und erklärte

Feind der Nationalsozialisten beschließt,

Berlin zu verlassen und in die Schweiz

zu flüchten. Seine Frau Dorothea (Carla

Juri) sowie Anna und Sohn Max (Marinus

Hohmann) kommen nach. Doch es muss

alles ganz schnell gehen, Zeit zu packen

bleibt kaum: Und so kommt es, dass Anna

ausgerechnet ihr rosa Stoffkaninchen

zurücklassen muss. Doch auch in der

Schweiz haben es die Flüchtlinge nicht

leicht, sodass die Kempers schon bald

weiterziehen. Über Paris geht es bis nach

London, wo die Familie endlich ankommen

kann. Während Anna ihr geliebtes

Stoffkaninchen schmerzlich vermisst, ist

sie dennoch davon überzeugt, dass schon

alles irgendwie gut gehen wird, solange

ihre Familie zusammenhält.Verfilmung

des gleichnamigen Romans von J. Kerr.

Anfang Januar

CATS

Andrew Lloyd Webbers weltweiter Musicalerfolg

CATS brach alle Rekorde - nun

erschafft der oscarprämierte Regisseur

Tom Hooper (The King’s Speech - Die

Rede des Königs, Les Misérables, The Danish

Girl) mit CATS ein bahnbrechendes

Kino-Event, das neue cinematografische

Maßstäbe setzt.

Zum herausragenden Ensemble von CATS

gehören James Corden, Judi Dench, Jason

Derulo, Idris Elba, Jennifer Hudson, Ian

McKellen, Taylor Swift, Rebel Wilson und

Primaballerina Francesca Hayward, Solotänzerin

des Londoner Royal Ballet, in

ihrer ersten Kinorolle.

Die beste Zeit

für bestes Sehen

Entspannt sehen, erleben und genießen.

• Brandheißer Tipp:

Quakenbrück

Goldstraße 25 – 27

Telefon 0 54 31/21 17

Taxi- und

Mietwagenfahrten

bis 8 Personen, sowie:

• Kranken- und Behindertenfahrten auch für rollstuhlgebundene

Menschen mit Begleitung bis hinter die Haustüre

• Begleitservice bei Arztbesuchen

• Flughafentransfer und Kurierdienste

Abrechnung

über die

Krankenkassen!

62 | mq + Ausgabe Winter 2019


KINOWELT

Ab Donnerstag, 16. Januar

BAD BOYS FOR LIFE

Marcus Burnett (Martin Lawrence) ist

mittlerweile endlich Polizeiinspektor

geworden, doch sein ehemaliger Partner

Mike Lowrey (Will Smith) steckt mitten in

einer Midlife-Crisis und kann mit seinem

neuen Partner nicht viel anfangen. Das

einstige Buddy-Cop-Duo hat sich schon

lange nichts mehr zu sagen und geht getrennte

Wege. Als ein albanischer Söldner

auftaucht und Jagd auf Mike und Marcus

macht, müssen die Ex-Partner wider Willen

wieder zusammenarbeiten.

Dritter Teil der „Bad Boys“-Reihe mit Will

Smith und Martin Lawrence als knallharte

Detectives Mike Lowry und Marcus

Burnett.

Ab Donnerstag, 23. Januar

DIE HOCHZEIT

Kurz nach ihrem ersten Klassentreffen ist

das Leben von Thomas (Til Schweiger),

Nils (S. Finzi) und Andreas (M. Peschel)

nach wie vor chaotisch: Der DJ Thomas

will sesshaft werden und seine Linda (S.

Stappenbeck) heiraten, Nils hingegen

will den Seitensprung seiner Frau Jette (K.

Schüttler) vergessen und Andreas möchte

nach seiner Trennung von Tanja (J. Hain)

endlich die große Liebe im Online-Dating

finden. Ein überraschender Todesfall auf

Thomas‘ Junggesellenabschied führt

dazu, dass die drei Freunde zusammen

mit Lindas Tochter Lilli (L. Schweiger) auf

eine Beerdigung müssen, die alles andere

als normal ist. Während sich die außerplanmäßige

Beisetzung weiter verzögert,

rückt Thomas‘ Hochzeit immer näher und

er müsste sich eigentlich um die Vorbereitungen

kümmern. Was folgt, ist ein

Rennen gegen die Zeit, wonach den drei

Männern schließlich klar wird, worauf

es im Leben wirklich ankommt: Familie,

Freundschaft und Liebe. Fortsetzung zu

„Klassentreffen“ von Til Schweiger.

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Ausgabe Winter 2019 mq + | 63


Silvestershow von Ralph Hanheide 2018

Foto: Detlef Bülow

VERANSTALTUNGEN IM ARTLAND

Quelle: www.artland.de

12 DEZEMBER

20.12.2019, 18:00 Uhr

Weihnachtlich-kulinarischer

Altstadtrundgang

Wie sieht das richtige Rezept für einen

weihnachtlich-kulinarischen Altstadtrundgang

aus? Die Antwort dazu geben

die von der Tourismus-Information

Artland angebotenen besinnlichen

Spaziergänge durch die sehenswerte und

voller Überraschungen steckende historische

Quakenbrücker Altstadt, bei denen

nicht nur alte und neue Geschichten

unterhaltsam erzählt werden, sondern

auch ein winterliches Drei-Gänge-Menü

mit regionalen Spezialitäten in fester und

flüssiger Form auf die Teilnehmer wartet.

Veranstalter: Tourismus-Information

Artland, Markt 4, 49610 Quakenbrück

Ort: Weinhaus Köster, Lange Straße 68,

49610 Quakenbrück

22.12.2019, 20:00 Uhr

Theatergastspiel „Romeo & Julia“

Veranstalter: Kulturring Quakenbrück

e.V., Bahnhofstraße 14, Quakenbrück

Ort: Artland Gymnasium, Am Deich 20,

49610 Quakenbrück

27.12.2019, 19:00 Uhr

Neustädter Schützenbund e. V.

1922 - Preisdoppelkopf-Turnier

Veranstalter: Neustädter Schützenbund

e.V., Neustädter Straße 6,

49610 Quakenbrück

Ort: Schützenhalle Neustadt, Danziger

Straße, 49610 Quakenbrück

31.12.2019, 18:00 Uhr

Ökumenischer Gottesdienst

Veranstalter: Ev.-luth. Kirchengemeinde

St.-Sylvester, Alenconer Straße 11,

49610 Quakenbrück

Ort: St. Marienkirche (Quakenbrück),

Burgstraße 2, 49610 Quakenbrück

31.12.2019, 20:00 Uhr

Silvesterparty 2018/2019

Das See + Sport-Hotel -Ankum

veranstaltet am 31. Dezember eine große

Silvestergala mit der Spitzenband Royal

Flash und dem Quakenbrücker Magier

Ralph Hanheide.

Ort: See + Sport-Hotel Ankum,

Tütinger Str. 28, 49577 Ankum

01 JANUAR

01.01.2020, 18:00 Uhr

Quakenbrücker Musiktage:

Neujahrskonzert

Mit dem Neujahrskonzert sorgt die

Philharmonie Lemberg für einen ebenso

stilvollen wie gutgelaunten Jahresauftakt.

Nach Carl Maria von Webers „Aufforderung

zum Tanz“ wechseln beliebte

Arien und Duette aus den volkstümlichen

Opern „Der Freischütz“ von Carl Maria

von Weber, „Fidelio“ von Ludwig van

Beethoven und „Zar und Zimmermann“

von Albert Lortzing.

Ort: Artland Gymnasium, Am Deich 20,

49610 Quakenbrück

04.01.2020, 11:00 Uhr

Neujahrsempfang

der Schützenvereine

Ort: Schützenhalle Unter den

Eichen, Plückmannstraße 27, 49610

Quakenbrück

04.01.2020, 19:30 Uhr

Artland Dragons -

VfL Kirchheim Knights

Tickets, aktueller Spielplan

und weitere Infos unter

www.artland-dragons.de

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

10.01.2020, 19:30 Uhr

Artland Dragons -

Phoenix Hagen

Tickets, aktueller Spielplan

und weitere Infos unter

www.artland-dragons.de

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

11.01.2020, 19:00 Uhr

Schützenverein Quakenbrück von

1589 e.V. - Grünkohlessen

17.30 Uhr Treffen Marktplatz, Gang zum

Schützenhof · Vorbestellung bitte Heidi

Posdorfer (Tel. 05431/2250)

Veranstalter: Schützenverein Quakenbrück

e.V., Danziger Straße 17,

49610 Quakenbrück

Ort: Schützenhof Quakenbrück,

Schützenhof 1, 49610 Quakenbrück

11.01.2020, 20:00 Uhr

Michael Feindler:

Artgerechte Spaltung

Michael Feindler ist nicht laut. Ihn als

leise zu bezeichnen, wäre aber ebenso

falsch. Dafür hallt das, was er auf der

Bühne sagt, zu lange nach.

Veranstalter: Theaterwerkstatt Quakenbrück

e.V., Bahnhofstraße 35,

49610 Quakenbrück

Ort: Theaterwerkstatt Quakenbrück,

Bahnhofstraße 35, 49610 Quakenbrück

12.01.2020, 18:00 Uhr

Quakenbrücker Musiktage:

A-Cappella-Konzert Voces 8

Voces8, das sind drei Frauen und fünf

Männer aus England. In den noch nicht

mal 15 Jahren ihres Bestehens ist es Voces8

gelungen, sich an die internationale

Spitze zu singen. Selbst eine Kurzliste

ihrer Auftrittsorte enthält Namen wie die

Royal Albert Hall, die Elbphilharmonie,

das Konzerthaus Wien, das Mariinski-

Theater oder die Tokio City Opera.

Ort: St. Marienkirche (Quakenbrück),

Burgstraße 2, 49610 Quakenbrück

17.01.2020, 19:30 Uhr

Stadtwächtertour

Historien aus erster Hand und

persönlich erzählt, dazu Anekdoten

anstelle purer Geschichtsdaten, das

bieten im kommenden Winter die von

der Tourismus-Information Artland

organisierten öffentlichen Stadtwächtertoren

durch Quakenbrück. Sie sind

stilecht, stimmungs- und humorvoll und

gleichzeitig informativ.

Veranstalter: Tourismus-Information

Artland, Markt 4, 49610 Quakenbrück

Ort: Stadt Quakenbrück,

49610 Quakenbrück

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17.01.2020, 20:00 Uhr

Theatergastspiel „Monsieur Claude

und seine Töchter“

Veranstalter: Kulturring Quakenbrück

e.V., Bahnhofstraße 14, 49610

Quakenbrück

Ort: Artland Gymnasium, Am Deich 20,

49610 Quakenbrück

18.01.2020, 19:30 Uhr

Artland Dragons -

Eisbären Bremerhaven

Tickets, aktueller Spielplan

und weitere Infos unter

www.artland-dragons.de

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

19.01.2020, 18:00 Uhr

Quakenbrücker Musiktage:

Asya Fateyeva

„Eine Sensation für die Musikwelt“

beschreibt die FAZ Asya Fateyeva. Sie

gewann 2012 den Deutschen Musikwettbewerb,

erhielt 2016 den Echo Klassik.

Temperamentvoll, virtuos und vornehm

setzt sie das klassische Saxophon schillernd

in Szene – ein weiteres Glanzlicht

der Musiktage.

Ort: Artland Gymnasium, Am Deich 20,

49610 Quakenbrück

24.01.2020, 18:30 Uhr

Vortragsabend „Vom Haseüberfall

zur Sohlengleite“ mit Fischbüfett

Wolfgang Osthus ist ein profunder Kenner

des Hasetals und seiner Menschen. Sein

nun schon jahrzehntelanges Interesse an

dem Fluss, seiner Landschaft und seinem

Umland nimmt die Tourismus-Information

Artland auf vielfachen Wunsch zum

Anlass, eine spannende Vortragsveranstaltung

zur Sohlengleite mit Fischbufett

anzubieten.

Veranstalter: Tourismus-Information

Artland, Markt 4, 49610 Quakenbrück

Ort: Schützenhof, Schützenhofallee,

49610 Quakenbrück

24.01.2020, 20:00 Uhr

Poetry Slam mit Slammer Filet

Poetry Slam - das ist gelebte Literatur. Das

ist gesprochenes Wort in seiner schönsten

Form. Ein Poetry Slam ist ein moderner

Dichterwettstreit.

Veranstalter/Ort: Theaterwerkstatt

Quakenbrück e.V., Bahnhofstraße 35,

49610 Quakenbrück

02 FEBRUAR

01.02.2020, 19:30 Uhr

Artland Dragons -

Science Jena

Tickets, aktueller Spielplan

und weitere Infos unter

www.artland-dragons.de

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

07.02.2020, 20:00 Uhr

La Signora: „Meine besten Knaller“

La Signora präsentiert alle Knallernummern

aus ihren Soloprogrammen.

Ja sie hat es einfach drauf: Sie ist anrüchig,

schlüpfrig, bösartig, verrückt- und

vor allem komisch!

Veranstalter/Ort: Theaterwerkstatt

Quakenbrück e.V., Bahnhofstraße 35,

49610 Quakenbrück

08.02.2020, 19:30 Uhr

Artland Dragons -

Bayer Giants Leverkusen

Tickets, aktueller Spielplan

und weitere Infos unter

www.artland-dragons.de

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

09.02.2020, 18:00 Uhr

Quakenbrücker Musiktage:

Elbtonal Percussion

In spektakuläre Klangwelten entführt die

Formation Elbtonal Percussion ihre Zuhörer.

Die vier als klassische Schlagzeuger

ausgebildeten Musiker beschreiben ihren

Stil als „kreativen Crossover“ aus Klassik,

Jazz & Rock, Welt- und Neuer Musik.

Ort: Artland Gymnasium, Am Deich 20,

49610 Quakenbrück

28.02.2020, 20:00 Uhr

Stefan Waghubinger: „Jetzt hätten

die guten Tage kommen sollen“

In seinem dritten Soloprogramm hat es

Waghubinger ganz nach oben geschafft.

Auf dem Dachboden der Garage seiner

Eltern sucht er eine leere Schachtel und

findet den, der er mal war, den, der er mal

werden wollte und den, der er ist.

Veranstalter/Ort: Theaterwerkstatt

Quakenbrück e.V., Bahnhofstraße 35,

49610 Quakenbrück

29.02.2020, 19:00 Uhr

Masken- und Turnerball

Ort: Gaststätte König-Haferkamp,

Hauptstraße 4, 49637 Menslage

29.02.2020, 19:30 Uhr

Artland Dragons -

Nürnberg Falcons BC

Tickets, aktueller Spielplan

und weitere Infos unter

www.artland-dragons.de

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

03 MÄRZ

05.03.2020, 20:00 Uhr

Sascha Grammel - Fast Fertig!

Bei unserem saisonal blondgesträhnten

Puppenspieler aus dem Sylt Berlins

war das zwar genau andersherum,

trotzdem hat Sascha Grammel drei echt

lustige und wahrscheinlich genau deshalb

mega-erfolgreiche Live-ProGrammel

auf die Bühnen der Republik und einiger

Lieblings-Nachbarländer und deren

Hallen, Theatersäle und Wohnstuben

gezaubert.

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

08.03.2020,

16:00 Uhr

Generalversammlung

- Schützenverein

Quakenbrück

von 1589 e. V.

Veranstalter: Schützenverein

Quakenbrück

e.V., Danziger Straße

17,

49610 Quakenbrück

Ort: Schützenhof

Quakenbrück,

Schützenhof 1,

49610 Quakenbrück

08.03.2020,

17:00 Uhr

Artland Dragons -

Uni Baskets Paderborn

Tickets, aktueller Spielplan

und weitere Infos unter

www.artland-dragons.de

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

08.03.2020,20:00 Uhr

Rena Schwarz - Supertussies

packen aus - Kabarett

Die SUPERTUSSIES sind Weibsbilder, wie

sie unterschiedlicher nicht sein können.

Sie haben sich in den letzten Programmen

von Rena Schwarz kennengelernt und zu

sich gesagt: „Ladies, wir sollten mal was

zusammen machen.“

Ort: Kulturverein Li.F.T. e.V.

Restrup 10, 49626 Bippen

16.03.2020, 19:30 Uhr

Quakenbrücker Musiktage:

Frühlingsfinale

Zum Abschluss der Quakenbrücker

Musiktage ein weiteres Juwel: Andreas

Ottensamer an der Seite des weltweit

renommierten American String Quartet.

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VGH Vertretung

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Der international gefragte Solist ist fast

nebenbei erster Solo-Klarinettist der

Berliner Philharmoniker, deren Klang er

wesentlich prägt.

Ort: Artland Gymnasium, Am Deich 20,

49610 Quakenbrück

20.03.2020, 19:30 Uhr

Jahreskonzert Musikverein Nortrup

Veranstalter: Musikverein Nortrup e.V.,

Farwickstraße 8,

49638 Nortrup

Ort: Sporthalle Nortrup, Schulstraße 4,

49638 Nortrup

22.03.2020, 17:00 Uhr

Artland Dragons -

Team Ehingen Ursping

Tickets, aktueller Spielplan

und weitere Infos unter

www.artland-dragons.de

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

28.03.2020, 19:30 Uhr

Artland Dragons -

Rostock Seawolves

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Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

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IMPRESSUM

HERAUSGEBER

Oelkers, Druckhaus im Artland GmbH

Hindenburgstr. 48 | 49610 Quakenbrück

GESAMTHERSTELLUNG

Oelkers, Druckhaus im Artland GmbH

REDAKTION

Hans-Wilhelm Oelkers (V.i.S.d.P.),

Ruth Keck, Alexandra Lüders, Detlef

Bülow, Heiko Bockstiegel, Gisbert Wegener

sowie Vereine, Firmen, Personen,

Gruppen und Institutionen, die uns

freundlicherweise Texte und Fotos zur

Verfügung stellen. Verantwortlich für

den Inhalt der redaktionellen Texte

sind die jeweiligen Vereine, Firmen,

Personen, Gruppen

und Institutionen.

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49610 Quakenbrück

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MQ+, Stand Mai 2013.

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Theaterwerkstatt Quakenbrück e.V.

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www.theaterwerkstatt-quakenbrueck.de

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11.1.

20 Uhr

www.theaterwerkstatt-quakenbrueck.de

Veranstaltungen

Kabarett

KARTENVORVERKAUF:

Buchhandlungen Thoben und Buchgalerie Artland

sowie über die Homepage der Theaterwerkstatt:

Michael Feindler: „Artgerechte Spaltung“

Michael Feindler ist nicht laut. Ihn als leise zu bezeichnen, wäre aber ebenso falsch. Dafür

hallt das, was er auf der Bühne sagt, zu lange nach. Seit Jahren hält der Lyriker unter den Kabarettisten

hartnäckig an der Behauptung fest, man dürfe dem Publikum ruhig etwas mehr

zutrauen – in Hinblick auf Denkleistung, Schmerzgrenze und Empfindsamkeit. Die Sprache

ist seine Waffe, die Gesellschaft der Schleifstein, an der er sie schärft. Reime und Rhythmen

sind dabei kein Selbstzweck, sondern bilden den Teppich, auf dem man über alles stolpert,

was darunter gekehrt wurde.

In seinem neuen Bühnenprogramm setzt sich Michael Feindler auf den Boden zwischen alle

Stühle und testet, wie bequem es dort ist. Frei nach dem Motto „Bevor wir Gräben zuschütten,

sollten wir sie durchwandern“, betrachtet er allerhand Abgründe, die sich zwischen

Menschen auftun. Am Ende steht die Erkenntnis: Es kann uns nicht egal sein, ob eine Medaille

zwei Seiten hat – selbst dann nicht, wenn wir nur die glänzende sehen.

Eintritt: AK: 19 €, VVK: 17 €, ermäßigt AK: 15 €, VVK: 13 €

Poetry Slam mit Slammer Filet

Poetry Slam - das ist gelebte Literatur. Das ist gesprochenes Wort in seiner schönsten

Form. Ein Poetry Slam ist ein moderner Dichterwettstreit. Poetinnen und Poeten jeden

Alters treten innerhalb eines vorher festgelegten Zeitlimits mit selbstgeschriebenen Texten 20 Uhr

gegeneinander an. Das Publikum ist bei diesem Kaleidoskop der Bühnenliteratur jedoch

nicht nur stiller Zuhörer, sondern nimmt aktiv am Wettbewerb teil, in dem es die Poetinnen

und Poeten bewertet und schlussendlich eine/n Sieger/in kürt. Kaum eine abendfüllende

Veranstaltung ist dabei so vielfältig und abwechslungsreich, jeder Beitrag gleicht einem

eigenen kurzen Theaterstück; die Protagonisten nehmen die Rolle des Drehbuchschreibers,

Regisseurs und Schauspielers in einem ein.

Durch den Abend führt Sebastian Butte, langjähriger Moderator des größten Bremer

Poetry Slams, dem Slammer Filet. Im Geleit hat er fünf erfahrene und handverlesene Slammer/-Innen,

die in zwei Runden um den Sieg wettstreiten. Die Veranstaltungsform entstand

1986 in Chicago und verbreitete sich in den neunziger Jahren weltweit.

VVK und AK: 12 €, ermäßigt 8 €

Fr,

24.1.

Poetry Slam

Comedy

Fr,

7.2.

20 Uhr

La Signora: „Meine besten Knaller“:

Best of

La Signora präsentiert alle Knallernummern aus ihren Soloprogrammen.

Ja, sie hat es einfach drauf: Sie ist anrüchig, schlüpfrig, bösartig, verrückt- und vor allem

komisch! Sie versetzt regelmäßig das Publikum in eine Massenhysterie und nicht wenige

Männer und Frauen können sich ein Leben ohne La Signora nur schwer vorstellen. Diesen

Menschen sei nun gesagt- Euer Flehen wurde erhört! La Signora kommt - und zwar mit all den

wahnsinnigen, erfolgreichen und besten Nummern aus ihren verschiedenen Programmen!

Es wird gespielt, gesungen, getanzt, gestalkt, getalkt und gelacht.

Meine besten Knaller - ein garantiert bunter Abend mit der kleinen, charmanten,

schwarzen, italienischen Ratte aus dem Ruhrpott!

Wer sich diese Spektakel nicht entgehen lassen will, sollte sich beeilen, denn die

Polonaise durch La Signoras verrückte und aberwitzige Welt hat schon längst begonnen.

Eintritt: AK: 19 €, VVK: 17 €, ermäßigt AK: 15 €, VVK: 13 €

Stefan Waghubinger:

„Jetzt hätten die guten Tage kommen sollen“

In seinem dritten Soloprogramm hat es Waghubinger ganz nach oben geschafft. Auf dem

Dachboden der Garage seiner Eltern sucht er eine leere Schachtel und findet den, der

er mal war, den, der er mal werden wollte und den, der er ist. Es wird also eng zwischen

zerbrechlichen Wünschen und zerbrochenen Blumentöpfen, zumal da noch die Führer der

großen Weltreligionen und ein Eichhörnchen auftauchen.

90 Minuten glänzende Unterhaltung trotz verstaubter Oberflächen. Aber Vorsicht, zwischen

den morschen Brettern geht es in die Tiefe.

„Es ist tieftraurig und zugleich zum Brüllen komisch, banal und zugleich verblüffend geistreich,

zynisch und zugleich warmherzig. Vor allem aber ist es eins: verdammt gut.”

Böblinger Bote

Eintritt: AK: 19 €, VVK: 17 €, ermäßigt AK: 15 €, VVK: 13 €

Fr,

28.2.

20 Uhr

Kabarett


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