ocean7 1/2020

Ocean7

Kuba: Slow Sail & Salsa vor kommunistischer Kulisse. Osterinsel: Anlanden am Nabel der Welt. Anambas-Inseln: Time-out mit Weltumsegler Wolfgang Hausner. Dehler 30 od: Raus aus der Komfortzone und ran an die Riemen. Absolute 47 Fly: Drei Luxus-Etagen auf 960 PS. Boot Düsseldorf: Interview mit Direktor Michelidakis plus Tipps & Highlights 2020. Die Kunst des Segelns: Malerisch schön präsentiert von Hanna Andorka. Seegelflieger: Albatrosse verbringen 90 % ihres Lebens auf hoher See.

YACHTING, REISEN UND MEER

1/2020 Jänner/Februar

www.ocean7.at

CUBA LIBRE

Winterblues? Gibt es auf der größten Insel der Karibik nicht.

Wer freien Geistes ist, dem eröffnet sich dieses Traumrevier

in ungeschminkter Schönheit.

BOOT 2020

Premiere

Düsseldorf

Eine neue Halle,

viele neue Boote.

BEST OF BOATS

Doppelsieg

für Österreich

Gold für Frauscher

und Silent Yachts.

ABSOLUTE 47 FLY

Luxus auf

drei Etagen

Der Triple-Decker

im Test vor Varazze.

Mit News der österreichischen

Verbände YCA, MSVÖ und Sail Austria


5. - 8. März 2020

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Editorial

FOTO: UDO REICHMANN

Gute, böse Greta

Donnerwetter, niemand polarisiert die Welt so sehr wie das junge Mädel aus Stockholm.

Wo ihre Fans stehen (nämlich freitags auf den Straßen), ist bekannt. Was ihre Gegner

über sie sagen, ist – gelinde gesagt – bedenklich.

TAHSIN ÖZEN

Journalist, Segler und

Liebhaber aller Reviere

und Yachten, Skipper,

Chefredakteur.

redaktion@ocean7.at

Wobei „Die ist ja krank,

Asperger-Syndrom und

so …“ oder „Die soll

lieber in die Schule gehen …“ noch

die harmloseren Kommentare quer

aus allen Alters- und Gesellschaftsschichten

sind. Nicht wenige von

ihnen meiner Generation zu gehörig

(könnten also Gretas Eltern

sein), die kein gutes Haar an den

schlichten Zöpfen der Teenagerin

lassen wollen.

Unter ihnen also so manche, die

in ihrer Jugend auch als Revoluzzer

zu den Hits von z. B. Jim Morrison,

Kurt Cobain oder Nina Hagen getanzt

haben. All diese Idole waren

depressiv oder eben anders und für

viele (Eltern) daher „krank“.

„ Ich mache das, weil ihr

Erwachsenen auf meine

Zukunft scheißt.““

Greta Thunberg, „Alternative Nobelpreisträgerin“ und

„Person des Jahres“ 2019 (Time-Magazin), über ihren im

August 2018 begonnenen Schulstreik.

Unter ihnen auch welche, die ein

bis zwei Schultage in ihrem Leben

geschwänzt haben dürften und vielleicht

lieber ein Buch im Park lesen

als „another brick in the wall“ werden

wollten. Somit war man in bester

Gesellschaft mit z. B. Thomas

Mann, Franz Kafka oder Friedrich

Torberg – auch sie hatten mit dem

Schulsystem ihre schwere Not.

Warum lieben und liebten wir all

diese prägenden Persönlichkeiten,

die uns das Tragische im Menschen

so deutlich vor Augen führten? Weil

sie uns das Gefühl gaben, dass „die“

Schuld sind und nicht wir. Darum

musste auch gegen „deren System“

rebelliert werden, wir waren bzw.

sind ja die Guten!

Aber warum nehmen nun gar

nicht so wenige von uns eine gar so

feindliche Haltung gegenüber Greta

Thunberg ein? Weil wir jetzt „die“

sind. Und weil Greta – und das

macht sie so besonders – unverhohlen

mit dem Finger auf uns alle zeigt

und sagt, dass wir „Dreck“ am Stecken

haben, für den ihre Generation

– also unsere Kinder und Enkelkinder

– nicht büßen will. Und dass wir

verdammt noch mal endlich etwas

dagegen unternehmen sollen. Jetzt!

Während wir des sauren Regens,

der Abholzung des Regenwaldes

(Dauerbrenner) oder der Atomkraft

(„… nein danke“) wegen damals ein

bissl auf den Busch geklopft und irgendwann

einmal aufgegeben haben,

donnern ihre Buschtrommeln

innerhalb eines Jahres fast überall

auf der Welt (ja, auch dank neuer

Medien, die wir nicht hatten).

Viele feiern Greta Thunberg

daher als Heldin, andere halten sie

für scheinheilig, laut und nervig.

Vielleicht ist sie aber einfach nur

ein Mädchen, dass genauso gehört

und mit Respekt behandelt werden

möchte wie jede andere 17-jährige

Tochter auch.

1/2020 3


Cartoon

ILLUSTRATION: INGA BEITZ, WWW.INGABEITZ.JIMDO.COM

1/2020 5


Inhalt 1/2020

MOAI MAEA. So werden die berühmten überdimensionalen

Steinfiguren der Osterinsel genannt. Um sie aus der Nähe betrachten

24zu können, muss man erst einmal anlanden …

FOTOS: JONATHAN BUTTMANN, BOOT DÜSSELDORF, SHUTTERSTOCK

42 16

18.–26. JÄNNER. Die boot öffnet ihre Pforten: 19 Themenwelten und Aktionsflächen,

2.000 Aussteller, 250.000 Besucher aus 90 Ländern. Mehr kann keine andere Messe.

16. 11. 1519. Bunt, laut, kommunistisch und ungewollt reich an marodem Charme:

Die UNESCO-geschützte Weltmetropole Havanna feierte im November 500. Geburtstag.


Mit News der österreichischen

Verbände YCA, MSVÖ und Sail Austria

Österreichische Post AG

MZ 12Z039473 M

ocean7, Feschnigstraße 232, 9020 Klagenfurt

9 190001 019703

01

Besuchen Sie uns auf der

boot 2020 in Düsseldorf

Halle 13 A15

Mit Markus Silbergasser (untersegeln.eu)

Rubrik

8 SCHAUFENSTER

Die Kunst des Segelns.

81 IMPRESSUM

Kolumnen

10 BOBBY SCHENK

Der zweitschlimmste Fall.

14 OCEAN WOMAN

Winter, Zeit für die Törnplanung.

58 GOTTFRIED RIESER

Anlegen unter Segel.

66 SKIPPER’S DIARIES

Wie die Seesterne ins Meer kamen.

82 SAILING POETRY

London Sailing.

Reisen

16 KUBA

Slow Sail & Salsa auf der

kommunistischen Karibik-Insel.

500 Jahre Havanna noch dazu.

24 OSTERINSEL

„Te Pito de Heuma“, Blauwasser-

Punktlandung am Nabel der Welt.

30 ANAMBAS-INSELN

Anambas Islands, Indonesien:

Time-out in Tarempa.

Features

35 TESTSTRECKE

Neopren von Camaro versus

Neopren von Marinepool.

36 ALBATROS

Der König der Seevögel lebt

zu 90 Prozent auf offener See.

42 BOOT DÜSSELDORF 2020

Messedirektor Petros Michelidakis

im Interview über die größte

Wassersport-Schau der Welt.

54 KAUFCHARTER

Nicht nur ein Schiff, sondern

eine ganze Flotte gibt es für

Vielsegler weltweit.

56 BOOT TULLN 2020

Kleiner Vorgeschmack auf die im

März kommenden Premieren.

Yachten

12 BEST OF BOATS 2019

Doppelsieg für Österreich in Berlin.

60 DEHLER 30 OD

Raus aus der Komfortzone und ab

nach Rostock zum Härtetest des

neuen Racer-Cruisers.

68 ABSOLUTE 47 FLY

Italienischer Luxus, verteilt auf

15 Metern Länge und 3 Etagen.

Sport

72 SPORT-PANORAMA

News national/international

73 EUROSAF

Wohin steuert der Segelsport? Im

Talk mit Präsident Josep M. Pla.

Im Verband

74 MOTORBOOTSPORT UND

SEEFAHRTS VERBAND

ÖSTERREICH

76 YACHT CLUB AUSTRIA

80 SAIL AUSTRIA

FOTO: SHUTTERSTOCK

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1/2020 Jänner/Februar € 4,90

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BOOT 2020

Premiere

Düsseldorf

Eine neue Halle,

viele neue Boote.

CUBA LIBRE

Winterblues? Gibt es auf der größten Insel der Karibik nicht.

Wer freien Geistes ist, dem eröffnet sich dieses Traumrevier

in ungeschminkter Schönheit.

BEST OF BOATS

Doppelsieg

für Österreich

Gold für Frauscher

und Silent Yachts.

ABSOLUTE 47 FLY

Luxus auf

drei Etagen

Der Triple-Decker

im Test vor Varazze.

Segeln in den Sonnenuntergang

im karibischen Süden Kubas.


xxxxx Schaufenster xxxx

Die Kunst des Segelns

Text Tahsin Özen | Fotos Kurt Pinter photography

Blau als Lieblingsfarbe sowie

die Liebe zum Meer

und zum Segeln sind

schon einmal sehr gute

Grundzutaten. Dann braucht

es noch eine Palette, Leinwand,

etwas Farbe und ein von der

Muße sanft geküsstes Händchen,

so man das Zeug zur

Künstlerin haben will, deren

Bilder über die Landesgrenzen

hinweg ausgestellt und gerne

gesehen werden.

Wie die Kunstwerke von

Hanna Andorka, die sich mit

22 dem Segeln verschrieben

hat, auf dem Wasser und vor

der Leinwand – oder vor dem

Segeltuch. „Ein unglaublich

herausforderndes Material, das

keine Fehler verzeiht – wie

beim Segeln“, so die Malerin

lachend im Interview in ihrem

Wiener Atelier. Das führt sie

übrigens gerne auch als privaten

„Wiener Salon“ und lädt,

wie früher im gutbürgerlichen

Wien üblich, Künstler, Kunstinteressierte

und andere Persönlichkeiten

zum kultiviertgeselligen

Austausch.

Die nächste Gelegenheit,

um sich auf diesem Weg persönlich

ein Bild von den Arbeiten

und der Künstlerin

selbst zu machen, bietet sich

am 15. Februar. „Dieser Wiener

Salon soll schon etwas

Vorfreude auf den Valentinstag

machen, ganz nach dem Motto

,Liebe ist nicht alles – aber

ohne Liebe ist alles nichts‘“,

so die Künstlerin. Die Beweise

dafür liegen hier nicht auf der

Hand, sondern hängen an den

Wänden ihres Ateliers.

Hanna Andorka – paintforjoy.

Atelierbesuch nach Verein ­

barung per E-Mail. Mehr Infos

über ihre Arbeiten und den

„Wiener Salon“ unter

è www.paintforjoy.at

8 1/2020


Was ist Ihr Bild vom Segeln oder Motorbootfahren?

Schicken Sie uns Ihr Kunstwerk (max. 1 DIN-A4-Blatt)

an Redaktion , Feschnigstraße 232, 9020

Klagenfurt und gewinnen Sie mit etwas Glück das sig -

nierte Unikat „Blue Sailing Gold“ der Künstlerin Hanna

Andorka (ca. 20 x 20 cm, siehe Foto rechts). Einsendeschluss:

27. Jänner 2020, der Gewinner wird per

E-Mail verständigt (Angabe Name, Adresse, E-Mail

aus organisatorischen Gründen verpflichtend).

Mit Ihrer Teilnahme erklären Sie sich einverstanden, den

-Newsletter

(jederzeit kündbar) per E-Mail zu erhalten. Ihre Daten werden nicht an

Dritte weitergegeben. Keine Bar ablöse. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 1/2020 9


In den Wind gesprochen

Checkliste für den

zweitschlimmsten Fall

Darüber gibt es unter einigermaßen bewanderten Blauwasserseglern wohl kaum einen Zweifel:

Der „worst case“ ist Frau/Mann über Bord. Der zweitschlimmste Fall ist wohl die Aufgabe der Yacht.

Nun ist es ja nicht so, dass an

Bord einer Langfahrtyacht

auf hoher See ständig Crewmitglieder

an Deck sind, die darauf

lauern, einmal ein schulmäßiges

Mann-über-Bord-Manöver fahren

zu können. Vielmehr ist es der Regelfall,

dass eine Person an Deck ist

und unten niemand mitbekommt,

dass dieser – meist ist es ja ER, der

beim Pinkeln an der Reling rausgeschleudert

wird – im Wasser ist

und entgeistert der davonsegelnden

Yacht nachsieht. Falls der Unfall

doch bemerkt wird, hat der Mann

im Wasser auch kaum bessere Karten.

Bis man sich vom ersten Schrecken

erholt hat, sind schon ein paar

überlebenswichtige Momente vergangen.

Dann müssen erst die

Selbststeueranlage ausgekuppelt

und der Bullenstander losgeschmissen

werden und schließlich müssen

die Segel runter. Mit fast hundertprozentiger

Sicherheit hat die Yacht

dann soviel Strecke zurückgelegt,

dass der Verunglückte nicht mehr

ausgemacht werden kann, nachts

sowieso nicht. Und damit ist er,

außer Landsicht, mit größter Wahrscheinlichkeit

verloren.

NUN ZUM ZWEITSCHLIMMSTEN

FALL – DER AUFGABE DER YACHT

Nein, ich rede hier nicht vom Deutschen

Lüchtenborg, der sich von

seiner 16-Meter-Aluyacht in den

brüllenden Vierzigern abbergen

ließ, um sie für ein paar Tage auf

dem offenen Ozean alleine zu lassen.

Er hatte ja von vorneherein die

Absicht, wieder auf sie zurückzukehren.

Ein Sonderfall! Gemeint ist

die Aufgabe der Yacht für immer,

wenn sie dabei ist, unterzugehen

oder abzubrennen. Es ist schön und

beruhigend, dass es immer wieder

Fälle gibt, in denen Retter (oft unter

Einsatz des eigenen Lebens, meist

kostenintensiv, wenn ein Großer

den Kurs ändern muss) auf hoher

See herbeieilen oder -fliegen, um zu

helfen. Nur leider kommt es auch

vor, dass eine Yachtbesatzung die

Situation falsch einschätzt und eine

heile Yacht aufgibt, obwohl dies –

objektiv und rückblickend gesehen

– gar nicht notwendig gewesen

wäre. Einerseits missbrauchen sie

dann die Hilfsbereitschaft von Menschen,

andererseits lassen sie ein

treibendes (und unbeleuchtetes)

Seefahrtshindernis zurück.

Gewiss, vom sicheren Ankerplatz

aus lässt sich vortrefflich richten.

Aber Gedanken machen darf man

sich da wohl: Zum Beispiel im Fall

der finnischen Yacht Serena, die von

ihrer Mannschaft, Arja und Henrik

Hankalahti, nahe der spanischen

Nordwest-Küste im Juni 2013 „aufgegeben“

wurde. Und dann führerlos

ein halbes Jahr später in Westindien

treibend aufgetaucht ist. Die

Frage, die hier wohl jeder mit ein

paar Seemeilen auf dem Buckel stellen

wird, ist die nach dem Grund

der Flucht von Bord. Die Mannschaft

berichtet, dass eine zwanzig

(?) Meter hohe Welle die Aufbauten

beschädigte, das Mittelcockpit

überschwemmte und zwei Rettungswesten

über Bord spülte, sodass

nur eine übriggeblieben war.

Anschließend versagte auf dem Segelschiff(!)

die Elektronik. Punkt?

Da ist nirgendwo die Rede davon,

dass beide Crewmitglieder ernsthaft

BOBBY SCHENK

ist Weltumsegler,

Navigations-Experte

und Buchautor.

kolumne@ocean7.at

Yacht sinkt? Aufgeben!

gesundheitlich gefährdet waren

oder dass die Yacht am Sinken war

(was sie ja bewiesenermaßen niemals

war). Schließlich ist die gute

Yacht ein halbes Jahr allein auf dem

Atlantik herumgesegelt. Es ist ja

nicht so, dass innerhalb von wenigen

Sekunden entschieden werden

muss – von Ausnahmen abgesehen:

Was mit der deutschen Yacht Olehoop

geschehen ist, weiß niemand.

Aber nachdem ihre aktivierte Epirb

– und sonst nichts – vor Kap Hoorn

gefunden worden war, kann man

davon ausgehen, dass deren Untergang,

selten genug, eine Sache von

Sekunden gewesen ist.

Man lehnt sich gewiss nicht zu

weit aus dem Fenster, wenn man im

Fall der finnischen Serena konstatiert,

dass das Herbeirufen der Retter

und das Verlassen der Yacht

überflüssig waren.


Warum es zu dieser (im Normalfall

sehr teuren) Fehlentscheidung gekommen

ist, was man hätte anders machen

können und ob man sich auf

eine solche Situation überhaupt vorbereiten

kann, verrate ich Ihnen in

der nächsten Ausgabe – und das wird

nicht in den Wind gesprochen sein!

FOTO: SHUTTERSTOCK

10 1/2020


Einer für alle

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der neuen GPSMAP Plus-Serie hat

Garmin seine Premium-Kartenplotter-Reihe

erweitert und bietet ab

sofort Bootsfahrern noch mehr Möglichkeiten

sowie volle Integration

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Die 7- und 9-Zoll-Kartenplotter besitzen

die HTML5-basierte Plattform

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16 Drittanbietern in die Anwendung

von Garmin eingebunden

werden können. Über das Garmin-

Multifunktionsdisplay können beispielsweise

Lichtsysteme, Trimmklappen

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27. Jänner 2020, die Gewinner

werden per E-Mail verständigt.

Mit Ihrer Teilnahme erklären

Sie sich einverstanden, den

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kündbar) per E-Mail zu erhalten.

Ihre Daten werden nicht an Dritte

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Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Best for Fun:

Frauscher 1414 Demon Air.

BoB-Awards: Doppelsi

Mit der Frauscher 1414 Demon Air und der Silent 55 wurden bei

den Best of Boats-Awards 2019 in gleich zwei von sechs Kategorien

österreichische Werften ausgezeichnet. Und mit der Marian M800

gab es einen weiteren Finalisten dazu.

Im Rahmen der Boot & Fun

Berlin 2019 wurden am 21. November

die Best of Boats-Awards

verliehen. Während der ganzen

Wassersportsaison testete die

internationale Jury aus 18 Fachjournalisten

mehr als 150 neue

Motorbootmodelle des aktuellen

Modelljahres.

Für die Jury aus 16 Ländern

war bei ihrer Bewertung besonders

die Innovationsleistung der Boote

entscheidend. Daher wurden in

diesem Jahr die bisher fünf Kategorien

auch um den Best-for-

Future-Award erweitert.

MIT ROT-WEISS-ROTER BRILLE

Als österreichisches Jury-Mitglied

des BoB-Awards hatte

an diesem Abend recht oft Grund

zur Freude. Gleich zwei Sieger aus

der Heimat und dazu ein weiterer

Finalist – das gab es noch nie! Die

Frauscher 1414 Demon Air siegte

in der Kategorie „Best for Fun“,

die Silent 55 von Silent Yachts holte

sich den Award in der Kategorie

„Best for Travel“.

Besonderes Lob ist auch Marian

Boote zu zollen: Die Werft am

Wolfgangsee schaffte es mit der

M800 unter die Besten der Besten

in der Kategorie „Best for Family“

– gewonnen hat letztlich die norwegische

Marex 360 CC.

BRAVO FRAUSCHER

„Ein wichtiges Kriterium für die

Kategorie Best for Fun ist“, so Juror

Arek Rejs vom polnischen Magazin

„Wiatr“, „dass ein Boot ausreichend

Platz für gemeinsame Aktivitäten

mit Freunden bietet“. Nicht

nur deshalb gewann die Frauscher

1414 Demon Air, das größte Boot

unter den Nominierten.

An Deck verfügt der 14 Meter

lange Offshorer über eine einladende

Lounge Area mit Bar sowie

eine geräumige Badeplattform.

Das Flaggschiff der oberösterreichischen

Werft bekam heuer ein

nur 150 kg leichtes Sonnendach

aus Vollcarbon spendiert, das die

hintere Cockpitfläche beschattet.

HURRA SILENT YACHTS

Die Kategorie Best for Travel gewann

mit der Silent 55 der erste

rein elektrisch betriebene hochseetaugliche

Katamaran in Serienfertigung.

Die unter der Federführung

der Kärntner Solarpioniere

Heike und Michael Köhler entwickelte

Yacht bezieht ihre Energie

aus einer Photovoltaikanlage, deren

30 Solarmodule die Optik des

16,70 Meter langen Bootes prägen.

Die E-Motoren leisten bis zu 2 x

250 kW, und die Batterie-Kapazität

beträgt 210 kWh. Viel Auswahl

Best-for-Family-

Finalist: Marian M800.

12 1/2020


Best for Travel:

Silent 55.

eg für Österreich!

Viele Juroren, viele

Sieger: die Verleihung

der Best of Boats-

Awards bei der

Boot & Fun Berlin.

gibt es bei der Innengestaltung:

Von drei bis sechs Kabinen kann

jeder Käuferwunsch erfüllt werden.

DIE VIER WEITEREN SIEGER

In der Kategorie Best for Beginners

setzte sich die Silver Tiger BRz &

DC durch. Das erste reine GFK-

Boot der finnischen Werft Silver

Boats bringt auf seinen sechs Me-

tern alles mit, was ein Daycruiser

braucht (inklusive zwei Schlafplätze

und eine Chemietoilette) und

überzeugt mit einem Verbrauch

schonenden Rumpf.

In der Kategorie Best for Fishing

überzeugte die Jury die Jeanneau

Merry Fisher 605 Marlin. Der

5,60 Meter große Kabinenkreuzer

macht auch als Ausflugsboot gute

Figur und besitzt innovative

Ar maturen, die sich nach achtern

des Steuerhauses ins Freie ziehen

lassen.

Die Marex 360 CC erhielt den

Award in der Kategorie Best for

Family. Der offene Kabinen-Cruiser

verzichtet auf einen Salon unter

Deck und nutzt den gewonnenen

Platz für ein sehr geräumiges und

komfortables Cockpit.

Die erste Auszeichnung in der

Kategorie Best for Future bekam

das foilende Elektroboot Candela

Seven aus Schweden. Der aus Carbon

gefertigte, 7,5 Meter lange

Bowrider besitzt ein Sensorensystem,

das alle Wasserbewegungen

berechnet und so die Position der

Foils perfekt steuern kann.

è www.bestofboats.com

Best for Beginners:

Silver Tiger BRz & DC.

Best for Future:

Candela Seven.

Best for Fishing:

Jeanneau Merry Fisher 605 Marlin.

Best for Family:

Marex 360 CC.


Ocean Woman

Die schönste Zeit im Jahr

Weihnachten, Neujahr, kuschelige Winterzeit – mal sehen, was der Klimawandel aus ihr

macht! Egal – es wird ein Törn geplant, denn was bleibt einem anderes übrig, wenn das

Segelschiff eingemottet unter Segelplanen in der Werft bei Venedig harrt und man hofft,

dass es nicht durch das Italien-Tief Richtung Markusplatz gespült wird.

Man plant den Griechenland-

Törn, um einmal eine Kro a -

tien-Pause einzulegen. Ist ja

höchste Zeit, meint die Skipperin,

ohne jetzt erwähnen zu wollen, dass

Kroatien landschaftlich schön, aber

seemannschaftlich „schiach“ ist.

Ups, jetzt ist es doch herausgerutscht.

Passiert eben von Zeit zu Zeit.

Ach ja, die Zeit. Noch besser: Segeln

und Zeit. Also, man plant, von

Italien und fern der kroatischen

Küste nach Vieste zu segeln. „Dort

könnten wir am 6. August zusteigen“,

meint der Schwager. „Dann

haben wir eine Woche Zeit, bis wir

den Flieger in Preveza erreichen,

oder?“

Der Kapitän schweigt, die Skipperin

nicht. Planen wir Gegenwinde

ein? Adria-Tief? Flaute? Oder gehen

wir vom perfekten NW-Wind aus,

der uns durch Tag und Nacht dem

ersehnten Hellas näher bringt? Wer

sagt, dass wir am 6. August schon in

Vieste sind? „Aber ihr segelt doch am

3. fix los?“ – nix is fix beim Segeln!

Das wissen aber nur Segler. Auf

dem Atlantik bläst auch der Passatwind

nicht fix, selbst wenn man in

der besten Zeit segelt. Wir standen

sogar zwei Tage in der Flaute. Dafür

gab’s dann am angeblich sicheren

Ankerplatz auf Barbuda auflandigen

Starkwind – sehr ungewöhnlich zur

Aprilzeit.

Unsere Freunde kamen 22 Stunden

aus Österreich in die Südsee geflogen,

um 72 weitere Stunden am

wackeligen Ankerplatz vor Papete

unperfekte Zeit zu verbringen. Maramuu,

der seltene Südwind, machte

uns die Südsee sauer.

In Neuseeland verbrachten wir

viel Zeit – zu viel, denn das Sturmtief

Richtung Neukaledonien kam

deutlich früher als vom Wetterrouter

vorausgesagt.

Oder: Die Schwiegermutter der

norwegischen Seglerfamilie saß sieben

Tage allein in einem Resort in

Ägypten fest, weil ihre Lieben hinter

einem Riff versteckt lagen, wegen

des massiven Nordwinds im Roten

Meer. Dort Termine auszumachen,

ist wahrlich Zeitverschwendung.

Viele Skipper schwören ja auf ihre

Wetterapps und sagen, die werden

immer genauer.

In den alten Zeiten ist man einfach

losgesegelt und das war’s. Zu

Zeiten von James Cook wusste keiner

etwas von Hurricane Seasons

oder Passatstärken oder Gewitterzelle

oder Trögen oder Adria-Tiefs.

Andererseits hatte Cook auch selten

Familienmitglieder zeitgerecht zum

Flieger zu bringen oder vom Resort

zu holen. Er nahm sich einfach Zeit,

segelte in der Gegend herum und

entdeckte Kontinente. Ich kann das

verstehen. Weil wir Zeit hatten – der

Junior-Skipper sollte in Zadar abgeholt

werden –, dümpelten wir durch

die Gegend und entdeckten eine sichere

Ankerbucht mit völlig unprätentiösen

Fischerdörfern, in denen

das einzige Lokal schon lange zugesperrt

hatte. Alte Zeiten in Kroatien.

Ohne Bojen. Noch.

Greta Thunberg segelte old school

mit Boris Herrmann und Pierre

Casiraghi auf der Malizia nach

Amerika – und machte sich mit

den YouTubern Elayna und Riley

auf der La Vagabonde wieder auf

den Weg zurück nach Lissabon.

Ich wünsche allen Abenteurern in

jedem Fall eine sichere und schöne

Segelzeit! Auch wenn dabei keine

Kontinente neu entdeckt werden:

Wir seien daran erinnert, dass es an

uns liegt, auf die einst – nicht nur,

aber überwiegend – auf dem See -

wege gemachten wunderschönen

Entdeckungen achtzugeben!

ALEXANDRA SCHÖLER

ist Weltumseglerin,

Sängerin, Regisseurin,

Buchautorin und seit

2010 Ocean Woman.

kolumne@ocean7.at

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FOTO: STEFAN HARING

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Große Yachten auf großer Reise.

CREWED CHARTER. Die junge

Yachtcharterfirma Stadler

Yachting von Elke und Christian

Stadler wächst. Die beiden Prem -

stettner haben sich auf auf die 19-m-

Yachten Hanse 630 spezialisiert, von

denen zwei im kroatischen Rogoznica

für crewed Charter zur Verfügung

stehen. Zu Beginn der Saison 2020

steht einerseits eine dritte Hanse

(eine 630 natürlich) ins Haus,

andererseits vergrößert das Ehepaar

das Charterrevier. Das Einsatzgebiet

der Flotte liegt nun im gesamtem

Mittelmeer mit Spezialisierung

auf Kroatien und die nörd lichen

Sporaden in Griechen land.

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das neue führerscheinfreie Hausboot Neu-Ringholm für

Touren auf der Trave, dem Elbe-Lübeck-Kanal und der

Elbe. Das Boot besitzt einen strömungsoptimierten

Rumpf, auf dem ein kleines Häuschen mit 22 m 2 und Platz

für fünf Personen steht, das viel Spaß und Komfort bietet,

den man auch von einem Ferienhaus an Land gewohnt ist.

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So wohnt man in Neu-Ringholm.

ANDERS SEGELN. Dank

neuer Partnerschaften hat

GlobeSailor für 2020

auch neue und vor allem

ganz untypische Charterreviere

im Programm.

Wie wäre es mit Indien,

Mosambik, Südafrika oder

Hawaii? Auch die Philippinen

und Hongkong sind

als neue Destinationen gelistet.

„Uns ist es wichtig,

unserem Firmennamen

Rechnung zu tragen und

mit der größten Vielfalt an

Revieren aufwarten zu

können“, so die Managerin

des deutschsprachigen

Marktes Kirsten Richarz.

FOTO: SHUTTERSTOCK

Derzeit sind die neuen

Charterreviere nur mit

Skipper buchbar. Als

neueste Bareboat-Option

finden sich die Malediven

auf der Online-Plattform.

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sondern segeln

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Kuba

Kuba ist ungeschminkte Karibik. Kann man auf Luxus verzichten, so eröffnet

sich dem Segler in den Wintermonaten ab Cienfuegos ein kommunistisch

konserviertes Charterrevier, dessen Ursprünglichkeit (noch) einzigartig ist.

Mit Trinidad und Havanna, das am 16. November sein 500-Jahre-Jubiläum

gefeiert hat, sind zudem zwei UNESCO-Weltkulturerbestätten auf dem

Radar, die man einfach gesehen – und gehört – haben muss.

Text und Fotos Tahsin Özen

Slow Sail &

16 1/2020


Buenvenidos Socialista“ lautet

der Morgengruß, der

uns in riesigen Lettern von

einer Betonwand am Ufer

gegeben wird, als wir kurz nach

dem Auslaufen aus der Marina

Cienfuegos verschlafen an Deck

kommen. Nur wenige Meter längsseits

des unter Motor gleitenden

Katamarans stürzt sich ein Pelikan

in Kamikaze-Manier in das spiegelglatte

Wasser. Ein halsbrecherisches

Unterfangen in Anbetracht der Tatsache,

dass die Bahia de Cienfuegos

oft weniger als zwei Meter tief ist.

Kaum ist die Bucht in südöstlicher

Richtung verlassen, wendet

sich das Blatt völlig. Gleich nach

dem Leuchtturm am Punta de los

Colorados zeigt der Tiefenmesser

tausend Meter und mehr, was

typisch für die kubanischen Ge -

wässer ist. Ab dem Leuchtturm

Yaguanabo dominieren die Sierras

de Trinidad das Bild, die ab dem

Ufer bis auf 1.140 Meter anwachsen.

Während wir unsere Blicke auf

die hohen Berge richten, verbeißt

sich unter uns in tiefer See ein gewichtiger

„Dorado“ in die Schleppleine.

Unser Skipper Miguel macht

kurzen Prozess und serviert uns

seinen Fang nach einer knappen

Stunde direkt aus der Brat pfanne

auf den Tisch.

Salsa

LOST IN TRINIDAD

Gut versteckt auf der Halbinsel

Ancón liegt die Marina von Trinidad.

Mit den letzten Sonnenstrahlen

legen wir an einem leeren

Schwimmsteg an und werfen uns

in Schale, schließlich erwartet uns

in der UNESCO-geadelten Stadt

Kultur und Musik, wie sie hier

schon seit Jahrhunderten gelebt

wird. Zu verdanken ist diese Konservierung

einerseits der Tatsache,

dass Trinidad nur zur Kolonialzeit

als Zucker rohr-Hochburg Berühmtheit

und Reichtum erlangte

– beides verging rasch nach der

Sklavenbefreiung –, andererseits

hatte die 1513 gegründete Stadt bis

tief ins 19. Jahrhundert keine Stra-

1/2020 17


Abenteuer Trinidad:

Wegweiser in die

Marina wie im Bild

oben links sucht

man auf dem Wasser

vergebens. Bild darunter:

Abendessen mit

Programm. Bild rechts

oben: Piña Colada im

Gassenverkauf. Bild

rechts: Salsa pur in der

Casa de la Música.

ßenverbindung ins Landesinnere

und lag somit lange Zeit in einem

Dornröschenschlaf. Heute karren

täglich dutzende Busse Touristen

aus allen Ecken und Enden der

Insel hierher, doch gottlob machen

sich diese vor Sonnenuntergang

wieder aus dem Staub – und die

Stadt gehört uns.

ALTER VOR SCHÖNHEIT

Auf dem prächtigen Plaza Mayor

bewundern wir die pastös gestrichenen

Kolonialhäuser der ehemals

vornehmsten Gutsbesitzer. Bei einem

Straßenverkäufer laben wir uns

an einer eisgekühlten Piña Colada,

ehe wir die Casa de la Música betreten

und uns im Hof des Hauses unter

einer Laube niederlassen. Eine

Live-Band spielt den legendären

Son, das junge Publikum tanzt den

Salsa – begleitet von den strengen

Blicken der Alten. Sittenwächter? Ja,

denn es wird darauf geachtet, dass

die von Generation zu Ge neration

tradierten Tänze auch perfekt wiedergegeben

werden.

Da lehnt die Big Mama vom

Nachbartisch auch schon den Gehstock

an die Hauswand und zeigt,

was beim Tanzen nie fehlen darf:

Emoción! Wir können kaum fassen,

was die resche 65-jährige Kubanerin

in Rot und ihr weißhaariger Tanzpartner

mit lässig schräg getragener

Kapitänsmütze da entrückt aufs Parkett

legen, geschweige denn mithalten.

Als wir am nächsten Tag wieder in

der Marina von Cienfuegos anlegen,

ist Proviant und Wasserfassen für die

Überfahrt nach Cayo Largo oberstes

Gebot. So lernen wir die „Perle des

Südens“ näher kennen und essen im

Restaurante Las Mamparas vorzüglich

zu Abend. Da uns nicht weniger

als 80 (Hochsee-)Meilen von der

Insel Cayo Largo trennen, einigen

„ Big Mama zeigt, was

beim Salsa-Tanz niemals

fehlen darf: Emoción!“

18 1/2020


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Hafenstadt Cienfuegos.

Bild oben:

die Marina mit

Villen im Kolonialstil.

Bild unten: So

gelangt man (entlang

des Malecón)

von der Marina in

die Altstadt.

wir uns auf eine Nachtfahrt in

freudiger Erwartung eines Frühstücks

unter Palmen.

HAIE UND MEERJUNGFRAUEN

Das Bild, das sich uns am nächsten

Morgen bietet, könnte einer Szene

aus der Filmreihe „Fluch der Karibik“

entnommen sein: Wir liegen

vor einem unendlich langen, weißen

und menschenleeren Sandstrand.

Eine sanfte Brise weht von

hochgewachsenen Palmen herüber,

die Sonne lacht uns ins Gesicht.

Es sind zwar keine Piraten -

schiffe, sondern zwei Ausflugs -

boote, die wir etwas später er -

spähen, dennoch – oder gerade

deswegen – lichtet Miguel sofort

den Anker, um ihn eine halbe

Seemeile vor der Insel am Cayo

de los Ballenatos wieder auszu -

werfen. „Wer zuerst kommt,

schwimmt mit den Fischen!“, erklärt

der sonst eher wortkarge

Skipper lachend und öffnet die Kiste

mit der Schnorchelausrüstung.

Wir tauchen inmitten eines

kunterbunten tropischen Fischschwarms

ein, etwas abseits des

vorgelagerten Korallenriffs zieht

gemächlich ein kleiner Hai vorbei

und direkt unter dem Katamaran

streift ein Rochen über einen lichtdurchfluteten

Seegras-Teppich, als

wolle er nachsehen, ob unser Anker

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Kuba

Insel Cayo Largo. Bild rechts: Schnorcheln vor

Cayo Hijo de los Ballenatos. Bild ganz rechts:

Segeln unter kubanischer Flagge. Bild unten:

Marina unter Palmen im Westen der Insel.

auch richtig hält. Fehlt nur noch,

dass Jacques Cousteau im Mini-

U-Boot um die Ecke biegt.

Was leider wirklich kommt, sind

die Ausflugsboote und mit ihnen

dutzende Touristen aus der (auf dieser

Seite der Insel nicht sichtbaren)

Hotelmeile. Wir suchen Zuflucht

am „Playa Sirena“, dem Strand der

Meerjungfrau. Kein Lüftchen regt

sich, als wir an Land gehen. Der

über Millionen Jahre hinweg aus abgestorbenen

Korallen entstandene,

feinkörnig-weiße Kalksand ist trotz

Mittagshitze angenehm kühl, ein

paar Sonnenschirme aus Schilf

spenden genug Schatten, um in einfachen

Liegestühlen völlig entspannt

die Seele baumeln zu lassen. Siesta.

20 1/2020


Insel Cayo Largo, Playa Sirena,

der Strand der Meerjungfrau.

WELTPREMIERE

Die neue BAVARIA C42 exklusiv

auf der boot 2020

Halle 17, Stand C43

ABSTECHER INS PARADIES

Das Signalhorn, mit dem uns

Miguel aus unseren Träumen reißt,

könnte man genausogut zur Abwehr

von Piraten vor Somalia einsetzen.

Mit klappernden Gliedern

erklimmen wir den Katamaran und

fluchen wie die Seebären auf unseren

wasserscheuen Skipper, dessen

Reaktion auf unsere 20-minütige

Ausweitung des Landgangs mehr

als nur unangemessen erscheint.

Auch wenn man die Marina

von Cayo Largo am besten bei Tag

erreicht, ist sie dennoch viel ein -

facher anzusteuern als jene von

Trinidad – und viel schöner. Auf

Steuerbord passieren wir einen

mit lautem Vogelgezwitscher ge-

Kuba – Karibiksegeln ab Cienfuegos

Planen. Trend Travel & Yachting ist auf Kuba-Törns

spezialisiert und kümmert sich nicht nur um die Charter -

yacht, sondern auf Wunsch auch um An- und Abreise, die

obligate Touristenkarte und sämtliche Transfers.

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Ankommen. Zum Beispiel mit Condor via Frankfurt

nach Havanna (auch an Werk tagen).

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An Bord gehen. Die Marina Cienfuegos liegt etwas

außer halb der Altstadt, verfügt aber über eine gute

Grundausstattung inkl. Bar, Restaurant und WLAN.

Segeln. Zur Auswahl stehen Katamarane von 38 bis 52

Fuß (bareboat ab € 1.700,– pro Woche) und Monoyachten

von 41 bis 44 Fuß (bareboat ab € 1.470,– pro Woche).

Erleben. Cayo Largo del Sur, die lange Karibik-Insel ca.

80 sm westlich von Cienfuegos. Minderstens eine Woche

ist für ihre Erkundung einzuplanen. Jardines de la Reina –

die Gärten der Königin, ca. 100 sm südöstlich von Cien -

fuegos. Gut zwei Wochen sind erforderlich für die Erkundung

des Archipels, das von professionellen Tauchern und

Wissen schaftlern auch als die Galapagos-Inseln Kubas

bezeichnet wird.

Nicht versäumen. Havanna mit der UNESCO-geschützten

Altstadt Habana Vieja, die am 16. No vember 2019 ihr

500-Jahre-Jubiläum gefeiert hat. Zwei bis drei Tage im

Anschluss an den Segeltörn genügen, um sich einen

bleibenden Eindruck von Havanna zu verschaffen.

è www.cubainfo.de

schwängerten Mangrovenwald,

auf Backbord eine blendend weiße

Sandbank, die man in anderen

Gefilden leicht für eine frische

Schneewechte halten könnte.

Voraus eine Kulisse wie aus dem

Dschungelbuch, nur die modernen

Schwimmstege im smaragdgrünen

Wasser passen nicht so recht ins

Bild, machen aber das Anlege manöver

zum Kinderspiel.

Alles – von der Marina über das

Restaurant bis zum Shop – wirkt

sehr gepflegt und bemüht westlich,

sodass uns die Lust am Schwelgen

im Überfluss überkommt und wir

artig auf der weit übers Wasser gezogenen

Terrasse des Restaurants

Platz nehmen. Der Kellner serviert

Passion made

BAVARIA C42

Mehr Volumen im Vorschiff

durch den BAVARIA V-Bug, eine

lange Wasserlinie dank Chines

und mehr Segelfläche sorgen bei

der BAVARIA C42 für maximale

Segelperformance. Unter Deck

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Kuba

HAVANNA

80° 26‘ W

CIENFUEGOS

22° 8‘ N

schlechte Nachrichten: Es gibt nur

noch Huhn mit Reis und Bohnen.

Wir nicken stumm und spülen unseren

Frust mit einem Mojito hinunter.

Nach dem bescheidenen Mahl

wird die nächtliche Stille vom Lärm

eines Rasenmähers zerrissen, der

sich bei näherem Hinsehen als Mos -

kito- Kanone entpuppt. Als ihre

dicke Gaswolke sich wie Nebel aufs

Wasser legt und Kurs auf unseren

Tisch nimmt, ergreifen wir die

Flucht.

Am letzten Tag machen wir

noch einen kurzen Abstecher ins

Paradies – genauer gesagt an den

Playa Paraíso, dem einzigen FKK-

Strand in Kuba. Ein einsames

Pärchen räkelt sich da im Adamund-Eva-Kostüm,

ansonsten ist der

lange Sandstrand überraschend frei

von Touristen. Der Cuba Libre, den

uns der flotte Kellner von der etwas

abseits gelegenen „Mini-Bar“ serviert,

schmeckt vorzüglich, sodass

wir uns hier tatsächlich wie im siebten

Himmel fühlen und gerne noch

weitere sieben Tage verweilen könnten.

Doch Skipper Miguel, Herr über

Karibisches Meer

Cayo de los

Ballenatos

PLAYA SIRENA

das Signalhorn, drängt höflich, aber

bestimmt zur Weiterfahrt.

IM SCHUTZ DER LEGUANE

Vor dem Leuchtturm des Cayo

Guano, der östlichsten Insel des

Archipels, werfen wir zum letzten

Mal vor der Rückkehr in die Basismarina

den Anker. Wie der Name

schon erahnen lässt, sind die wahren

Herrscher über die Insel nicht

Cayo Largo

del Sur

MARINA

CAYO LARGO

PLAYA PARAISA

Cayo Largo

del Sur

PLAYA BLANCA

die beiden Leuchtturmwärter,

sondern die unzähligen Leguane,

die sich tagsüber wie ein riesiger

Leder gürtel über die schroffen

Felsen legen.

Dieselben Felsen sind es übrigens

auch, die dem Segler nachts

etwas Schutz vor den teils heftigen

Ostwinden bieten, ehe er am

nächsten Morgen den Schlag zurück

nach Cienfuegos wagt.

<

<

Cayo Guano

+ ZOOM

<

<

Kuba

TRINIDAD

500 Jahre Havanna und

noch kein bisschen

leise: 1519 aufgrund

seiner strategisch

bedeutenden Lage von

Spaniern gegründet,

ist die Altstadt La

Habana Vieja seit 1982

UNESCO-Welterbe.

Großes Bild: US-

Oldtimer aus den

1950er-Jahren nahe

dem Capitol als

mietbare Touristenattraktionen.

Bild unten

links: Bücher markt

am Plaza de Armas,

im Hintergrund das

berühmte Hotel Havana

Santa Isabel.

Bild unten Mitte:

Konterfei des Che

Guevara neben kubanischer

Flagge an der

Fassade des Innen -

ministeriums am

Plaza de la Revolución.

Bild unten rechts:

In der Bar Floridita

genoss Ernest Hemingway

mit Vorliebe seine

Daiquiris.

22 1/2020


Das segelnde Klassenzimmer

PANORAMA

Tipps, Trends & Neuheiten

SCHULPROJEKT. Wie wäre es, statt

in die Schule zu gehen, ein halbes Jahr

lang auf einem Segelschiff zu verbringen,

den Atlantik zu überqueren, dabei

die Grundlagen des Segelns, fremde

Länder und neue Menschen

kennenzulernen? Klingt wie aus einem

Roman von Astrid Lindgren, ist

aber Realität. Beim Ocean College,

einem Berliner Schulprojekt, das 2014

gegründet wurde, findet für 30 Schüler

der Unterricht tatsächlich für sechs

Monate an Bord des Dreimasters Pelican

of London statt.

Gestartet wird der Törn in Westeuropa.

Über Spanien, Ma rokko und

die Kanaren geht es in die Karibik

und von dort wieder zurück über

den Atlantik. Während der Fahrt

werden die Schüler einerseits von

der Crew in den Schiffsbetrieb (Wache,

Backschaft und Reinschiff etc.)

eingebunden, erhalten andererseits

aber auch in allen Kernfächern Unterricht

durch qualifizierte Lehrer,

wobei ein ortsbezogener und fächerübergreifender

Unterricht angestrebt

wird. Nach dem Auslandshalbjahr

der etwas anderen Art können die

Teenager in ihre Klassenverbände

zurückkehren und das Schuljahr wie

gewohnt abschließen.

„Hier haben wir auf den bishe rigen

Reisen sehr gute Resultate erzielen

können“, erzählt Johan Kegler,

Leiter von Ocean College. Was man

noch wissen sollte: Mindestalter ist

15 Jahre, Bordsprache ist Englisch.

Alle weiteren Infos online unter

è www.oceancollege.eu

Die Pelican of

London ist für

30 Schüler für sechs

Monate segelndes

Klassenzimmer und

Abenteuerspielplatz.

LED-

Scheinwerfer

ACR Electronics hat zwei

neue Suchscheinwerfer

mit LED-Technik entwickelt.

Mit 460.000 Candela

hat der Strahl der

mit zehn LED bestückten

ACR RCL-95 eine Reichweite

von 0,7 sm, jener der RCL-85

(sechs LED) reicht bis zu 0,5 sm.

Weitere Features: Fernsteuerung,

seewasserfestes Kunststoffgehäuse,

für 12 oder 24 V geeignet.

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Bunte 40 km/h.

Hafenflitzer

E-SCOOTER. Klappräder waren gestern, heute benutzt

die Crew für die langen Wege außerhalb

der Yacht E-Scooter. Wer es besonders eilig

hat, greift am Besten zum neuen E-Twow

Booster GT. Topspeed von 40 km/h und

eine Reichweite von 40 Kilometer sind

Werte, von denen so manches E-Bike

nur träumen kann. Weitere

Features des Roller geschosses

sind eine größere Stehfläche

und eine neue Antirutsch-

Gummi-Beschichtung.

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Am Nabel

der Welt

Es gibt kaum einen abgelegeneren besiedelten Ort auf Erden als die

Osterinsel oder „Te Pito te Henua“ – der Nabel der Welt –, wie er

von seinen Bewohnern genannt wird. Rund 2.000 Seemeilen liegt

er vor der Küste Chiles. Und gen Westen, Richtung Gambier-Inseln,

sind es noch einmal 1.400 Seemeilen.

Text und Fotos Jonathan Buttmann


FOTOS: SHUTTERSTOCK

Anakena: der eine Palmensandstrand

der Osterinsel – und der einzige von

Moai-Steinstatuen bewachte weltweit.

1/2020 25


Osterinsel

Die Osterinsel liegt auf dem

Weg der Segler, die zuvor

Kap Hoorn gerundet haben

und sich nun auf dem

Weg nach Französisch-Polynesien

befinden. Ein komfortabler Zwischenstopp

also. In den letzten Jahren

laufen aber auch häufiger Yachten

aus Panama das Eiland an. Die

Fahrt zur Osterinsel ist zum einen

kürzer als die klassische Route zu

den Marquesas, zum anderen liegt

die Insel außerhalb des Zyklongebiets

und kann daher früher

im Jahr angelaufen werden.

3.000 MEILEN VOR UNS

So nehmen auch wir Anfang

Dezember ab Panama Kurs auf

die Osterinsel. Jimmy Cornell

(„Segelrouten der Welt“) empfiehlt

den Zeitraum zwischen Dezember

und Februar, da weniger Stürme

auftreten und sich die Konvergenzzone

nördlicher befindet. Der Pazifik

als vermeintlich „Stiller Ozean“

erscheint uns im Vergleich zum

Atlantik jedoch ziemlich launisch.

Mal haben wir perfekte Segelbedingungen

mit gut Wind und

Welle, gelegentlich auch Thunfisch

oder Goldmakrelen an der Angel,

dann wiederum werden wir über

Tage von heftigen Squalls mit Spitzen

über 45 Knoten gebeutelt.

Knapp 400 Meilen vor dem Ziel

driften und motoren wir tagelang

durch eine Flaute, die am Ende

nahtlos in einen Sturm mit neun

Windstärken übergeht. Glücklicherweise

haben wir Wind und die

mächtigen Wellen von hinten und

schießen voll eingerefft dem Ziel

entgegen.

Kurz erscheint die Insel aus einer

dichten Wolkendecke. Ein Anblick,

der uns die raue Wildheit dieses

einzigartigen Ortes klar vor Augen

führt. Sachte nähern wir uns der

Insel und sind trotz des miserablen

Wetters glücklich, den bisher längsten

Abschnitt unserer Reise gut gemeistert

zu haben.

Über Kanal 16 melden wir uns

auf „Pasqua Radio“ bei der Küstenwache,

der Armada von Chile. Sie

heißt uns herzlich willkommen,

rät aber dringend vom Ankern

vor Hanga Roa, der Hauptstadt, ab,

da dort der Sturm besonders tobt.

Ranu-Kao-Vulkansee.

Da war der Hai drin: gestrandete Yacht.

Wildpferde bei salziger Kost.

26 1/2020


Vor Anker vor Anakena mit Blick auf die Moai –

eigentlich Moai Maea (steinerne Figuren) –, wie die

Steinstatuen der Osterinsel genannt werden.

FOTOS: SHUTTERSTOCK (2)

Sie empfiehlt uns, im Lee der Insel

vor „Vinapu“ zu ankern, wir segeln

ins Lee und lassen uns nachts treiben.

Der nächste Morgen begrüßt

uns frech mit Sonnenschein und

blauem Himmel. Wir motoren nach

Vinapu und lassen endlich, nach

einem Monat auf See, den Anker

in den Sand fallen.

VIELE YACHTEN KOMMEN NICHT

Als sich der Wind beruhigt hat,

setzen wir über nach Hanga Roa

und haben sogleich sechs Offizielle

an Bord, die sich in unser kleines

Cockpit quetschen. Sehr sympathische

Menschen, die sich freuen,

Segler auf diesem Eiland inmitten

des weiten Pazifiks begrüßen zu

dürfen – denn viele Yachten kom-

JONATHAN BUTTMANN

und seine Frau Claudia

Clawien bereisen seit

nunmehr sechs Jahren

die Welt. Gestartet sind

sie mit ihrer Stahlyacht

Inti (35 Fuß) in Berlin

und weilen aktuell im

Tarawa-Atoll im Pazifik.

Ihre Erlebnisse sind

auch in ihrem Blog

nachzulesen:

è www.radiopelicano.de

Wilde Schönheit. Horrorgeschichten ranken

sich um ungeschützte Ankerbuchten und

gestrandete Yachten auf der Osterinsel.

„Erreicht man die Insel zur falschen Zeit,

kann man wochenlang nicht anlanden.“

men nicht. Das hat seine Gründe.

Viele meiden die Insel, denn etliche

Horrorgeschichten ranken sich um

ungeschützte Ankerbuchten und

gestrandete Yachten. Erreicht man

die Insel zur falschen Jahreszeit,

kann man schon das Pech haben,

wochenlang wegen zu hoher Wellen

nicht an Land zu kommen.

Unser Eindruck: es gibt für jede

Windrichtung eine geschützte

Bucht und die Armada kümmert

sich außerordentlich gut um ankommende

Segler. Täglich gibt es

einen Wetterbericht auf Spanisch,

bei Windwechsel wird über Funk

die nächste geschützte Bucht durchgegeben,

jedes Boot wird aufgerufen

und dazu ange halten, den Platz zu

wechseln.

WESTERN-STADT

So haben wir während unseres Aufenthalts

sämtliche Ankerplätze der

Insel kennengelernt und mussten

auch einmal tagelang auf unserer Inti

ausharren. Aber selbst von Bord aus

kann man die Moai-Statuen bewundern,

mit Anakena den einzigen Palmenstrand

der Insel genießen, oder

Wildpferde und Kühe beobachten,

die an den rauen Felsufern weiden.

Das macht jegliches Rollen in der

Welle vor Anker mehr als wett.

Hanga Roa ist mehr Western-

Kulisse als Hauptstadt. Ständig laufen

einem hier Pferde über den Weg –

und Menschen mit Blumen im Haar.

Sofern der erste Stopp in Poly nesien,

wird man von ihrem Gitarrenspiel

und Gesang fasziniert sein.

Auf der Hauptstraße viele Lebensmittelgeschäfte,

Obststände, Bäckereien

und Souvenirläden. Und Essen

in unterschiedlichsten Preis- und Geschmackskategorien:

ob würzige Empanadas

(gefüllte Teigtaschen) frisch

aus der Bäckerei, gehaltvolle Hamburger

mit Pommes oder zartes Sushi

in den kleinen Restaurants: die At-

ANAKENA

Osterinsel

TONGARIKI

HANGA PIKO

HANGA ROA

RAPA NUI

NATIONALPARK

VINAPU

Südpazifischer Ozean

1/2020 27

27° 7‘ S

109° 21‘ W


Osterinsel

Pferderennen während

des Tapati-Festivals.

„Stress ist in Polynesien

noch ein Fremdwort.“

mosphäre ist immer und überall gemütlich,

Stress ist in Poly nesien

noch ein unbekanntes Fremdwort.

Auf in den Wettkampf!

Mann in

traditioneller Rapa-

Nui-„Uniform“ und

-Kriegsbemalung.

RODELN AUF DEM VULKAN

Das alljährlich im Februar stattfindende

Tapati-Festival bringt allerdings

Bewegung auf die Insel. Scharenweise

reisen neugierige Touristen

an, um bei diesem Event dabei zu

sein, Hotels und Pensionen sind ausgebucht,

Kreuzfahrtschiffe booten

ihre Gäste abends auf die Insel aus,

damit sie die Tanz- und Gesangswettbewerbe

live erleben. Irrwitzige

Wettkämpfe sind Tagesprogramm:

vom Pferderennen

bis zum Vulkanberg- Hinunterrodeln

auf einem Bananenbaum,

von der Kanu -Regatta

im Vulkansee bis zum Lauf mit

Bananenstauden auf den Schultern

rund um den See.

Wir stolperten völlig unbedarft

in dieses Fest – und

hatten viel Spaß. Der Farandula, einem

Umzug durch Hanga Roa mit

Musik und Tanz, kann keiner entkommen.

So lagen auch wir in einer

Wanne voll Schlamm, wurden

kunstvoll bemalt und mit Baströcken

und geflochten Haarkränzen

in die Parade geschickt. Auf halbem

Weg vergibt eine Jury Punkte

fürs Outfit, wir bekamen fünf

von zehn. Mit den polynesischen

Beauties mit Muschel-

BHs und Blumenkränzen im

Paradereif: Skipper Johann und Claudia.

Osterinsel

Ankerplätze. Neben dem Hauptankerplatz vor Hanga

Roa, der Schutz bei Süd- und Ostwinden bietet, gibt es die

Ankerplätze vor Vinapu, Hotuiti und Anakena. Vinapu und

Hotuiti bieten guten Schutz bei Nordwinden, in Hotuiti ist

der Ankergrund steinig, daher rät die Armada vom Ankern

hier ab. Bei ruhigem Wetter lohnt sich dennoch ein Stopp,

da man vor Tongariki, der größten Ansammlung von Moais,

ankert. Der Ankerplatz von Anakena liegt im Norden der

Insel und ist geschützt bei südlichen Winden. Der Anker

fällt auf sechs Meter Tiefe in den Sand, direkt vor dem

einzigen Palmenstrand. Das Liegen im kleinen

Fischerhafen von Hanga Piko wird nicht gern gesehen.

Klima und Reisezeit. Zwischen Dezember und März, der

Wind schwächt etwas ab, die Temperaturen ähneln dem

Klima der Kanarischen Inseln.

Landeswährung. Chilenische Pesos.

Kanu-Regatta vor der Hauptstadt Hanga Roa.

Die traditionellen Tanz- und Gesangswettbewerbe

sind ein ganz besonderes Highlight.

Geldautomaten: Banco del Estado und Santander in

Hanga Roa.

Sprachen: Spanisch, Rapa Nui.

Touranbieter in deutscher Sprache:

è rapanuitravel.bizland.com/deutsch/

Restaurants. „Club Sandwich“, einfach und gut (Burger,

Hotdogs, Pommes) an der Hauptstraße, „Haka Honu“,

chilenische Spezialitäten, Blick aufs Meer.

Autovermietung. è www.rentacaroceanic.com

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Eintritt zu den Sehenswürdigkeiten. 10 Tage Gültigkeit:

80 US-Dollar, Kinder die Hälfte.

Tauchschulen. Im Hafen von Hanga Piko, auch deutschsprachig:

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FOTOS: SHUTTERSTOCK (4)

28 1/2020


Mehr Pitter in der nördlichen Adria.

MEHR AUSWAHL. Mit einer vielfältigen

Angebotspalette und zahlreichen

neuen Destinationen bietet Pitter

nahezu 600 Yachten auf 27 Basen in

acht Ländern an. Stark vergrößert

wird 2020 das Angebot in der nörd -

lichen Adria. In diesem, durch die

gute Erreichbarkeit mit dem Auto bei

den Deutschen und Österreichern

sehr beliebten Revier kann man bei

Pitter jetzt von Veruda/Pula, Rijeka,

Punat/Krk sowie neu auch ab Pomer

Charter

extended

und Portorož in See stechen.

Im Herzen Dalmatiens stockt der

Kroatienspezialist übrigens mit einer

neuen Pitter-Basis in Vodice die

Flotte auf. In Nordeuropa wird das

Charter programm um eine Partner-

Basis in Lelystad im Ijsselmeer, dem

beliebtesten Segelrevier der Niederlande,

und im Indischen Ozean um

das traumhafte Revier der Malediven

erweitert.

è www.pitter-yachting.com

Abenteuer für die Ohren

HÖRBÜCHER. Der Journalist und Segler

Thomas Käsbohrer hat in seinem

Buch „Sturm. Segler über ihre dramatischsten

Stunden“ elf Geschichten von

Seglern gesammelt, die es mit Sturm

und Wellen aufnehmen, um ihr Schiff,

ihre Crew und sich selbst wieder

sicher an Land zu bringen. Dasselbe

Konzept im alpinen Bereich hat der

Autor in „Am Berg. Bergretter über

Ihre dramatischsten Stunden“ realisiert.

Beide Topseller von millemari.

sind jetzt auch als Hörbücher erhältlich.

Preis: je € 19,99.

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verlost unter allen Teilnehmern

je zwei Downloads beider Hörbücher „Sturm.

Segler über ihre dramatischsten Stunden“ und

„Am Berg. Bergretter über Ihre dramatischsten

Stunden“. Einfach eine E-Mail mit Betreffzeile

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senden und mit etwas Glück gewinnen! Einsendeschluss:

27. Jänner 2020, die Gewinner

werden per E-Mail verständigt.

Mit Ihrer Teilnahme erklären Sie sich einverstanden,

den

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nicht an Dritte weitergegeben. Keine Bar ablöse.

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Time-out in

Tarempa

Auf den Anambas Islands Indonesiens

wird nicht alles so heiß gegessen wie

gekocht. Wer sich bei den lästigen

Formalitäten in Geduld übt, wird mit

traumhaft schönen Inseln und

unberührten Korallenriffen belohnt.

Text und Fotos Wolfgang Hausner

30 1/2020


Im Jahr 2002 segelte ich über das

Südchinesische Meer und hatte

Gelegenheit, diese Inseln kurz

zu besuchen. Kurz deswegen,

weil man damals noch das sogenannte

C.A.I.T. benötigte. So eine

Art von „cruising permit“, abgestempelt

von vier Behörden, das

man nur durch einen indonesischen

Agenten nach acht oder zehn

Wochen bekommt und das obendrein

mit beträchtlichen Kosten

verbunden ist. Wurde man von irgendeiner

Behörde kontrolliert und

konnte diesen Schein nicht vorweisen,

gab es Probleme, die im besten

Fall nur mit einem kräftigen finanziellen

Aderlass beseitigt werden

konnten. Dieser Wisch war nicht an

Bord, weil ich ja von Kota Kinabalu

in Sabah nach Tioman in Malaysien

unterwegs war und nur drei oder

vier diskrete Stopps in den Anambas

abseits von Ansiedelungen und

Behörden geplant hatte.

Damals war ich beeindruckt von

diesen abgeschiedenen Inseln, in

den wenigen Tagen dort sahen wir

praktisch keine Menschen, nur zwei

oder drei scheue Einheimische, die

mit ihren kleinen Booten einen Abstand

hielten.

2016 schaffte Indonesien diesen

Unfug mit dem C.A.I.T. ab und

seitdem konnte man das Land ohne

größeren Aufwand mit einer Yacht

besuchen. In anderen Worten: die

Bahn war frei für einen problemlosen

Besuch dieser Inseln, noch

dazu seitdem Tarempa, die Hauptstadt

der Anambas, seit kurzem ein

offizieller Einklarierungshafen war.

Gasplattformen, die uns zu einer

Slalomfahrt zwangen. Bei Nacht

waren diese hell erleuchtet und

über Meilen sichtbar, nicht aber die

tonnenschweren Bojen, die oft in

weiter Entfernung verankert waren.

Diese hatten wir schon untertags

bemerkt und hielten deswegen einen

vernünftigen Abstand zu den

Bohrinseln.

STOPP, NICHT EINKLARIERT!

Der leichte Nordostmonsun blies

uns stetig über das Meer, bis wir ein

paar Tage später in Tarempa einliefen.

Beim Immigration Office ging

alles glatt und kostenlos über die

Bühne, wenn man von der langsamen

Umständlichkeit absieht. Es

war wie in Kudat, alles passierte im

Zeitlupentempo, aber mit dem

muss man leben.

Beim Zoll war es dann nicht ganz

so einfach. Wenn man mit einer

Yacht in Indonesien einreisen will,

muss man vorher einen Fragebogen

online ausfüllen, in dem hundert

Fragen bezüglich des Bootes, der

Crew und weiß der Kuckuck was

noch gestellt werden. Ich hatte mit

der Prozedur auf den Philippinen

begonnen, dann in Kudat damit

weitergemacht, aber das Resultat

war immer dasselbe: Das Formular

wurde nicht angenommen, weil irgendetwas

nicht stimmte, aber

ohne Hinweis darauf, was das sein

könnte. Nach ca. 15 Versuchen gab

ich dann auf und erklärte das dem

Beamten in Tarempa. Der meinte,

ohne dem akzeptierten Formular

gibt es kein Einklarieren, griff zum

Telefon und ließ einen Agenten

kommen. Der schmierige Typ erklärte

mir, das sei alles kein Problem

und für 400.000 Rupien (knappe

€ 30,–) würde er für mich das

Einklarieren machen, während ich

bequem auf der Yacht sitzen könnte.

Außerdem wäre seine Gebühr

ein Schnäppchen, anderen Seglern

hatte er schon 1.000.000 Rupien abgeknöpft.

Ich hatte keine Zeit für diesen

Unfug, außerdem, wie könnte er all

die persönlichen Fragen für mich

WOLFGANG HAUSNER

ist Weltumsegler,

Schriftsteller und

ocean7-Autor. Derzeit

weilt er mit seiner

Taboo III, einem

18-Meter-Katamaran,

auf den Philippinen und

segelt hauptsächlich zu

abgelegenen Inseln im

Südchinesischen Meer.

wolfgang-hausner.com

FOTOS: SHUTTERSTOCK (3)

EIERTANZ VOR BRUNEI

Unser Törn begann in Kudat, an

der Nordspitze von Borneo, wo wir

auch für die Anambas ausklarierten.

Wir segelten nach dem Süden,

ankerten bei den Mantanani-Inseln

und danach bei Pulau Tiga, einer

kleinen tropischen Insel, ehe wir in

das südchinesische Meer hinausstachen.

Das Sultanat von Brunei an

der nahen Küste sahen wir zwar

nicht, dafür aber unzählige Öl- und

Im Zickzackkurs

zwischen die Öl- und

Gasplattformen Bruneis

hindurch führt der Weg

nach Tarempa, Hauptstadt

der Anambas-

Inseln.

1/2020 31


Vietnam

105° 40’ O

Palawan

Philippinen

Südchinesisches Meer

Balabacstraße

Sulusee

KUDAT

<

VICTORIA

3° 6‘ N

Tioman

Malaysien

<

<

TAREMPA

Anambas-

Inseln

<

Natuna-

Inseln

SIBU

MIRI

Malaysien

Brunei

Darussalam

Borneo

0 sm 500

SINGAPUR

beantworten sowie Kopien von

Dokumenten und Fotos bereitstellen?

Wir waren Freitag vormittag

angekommen, ich hatte den ganzen

Tag vertan, jetzt war es später

Nachmittag. Wir verblieben so,

dass ich mit meinem Laptop kommen

und noch einmal versuchen

würde, das Formular online auszufüllen,

Internet gab es ja im Büro.

Allerdings erst am Montag, die

Zollbehörde war ja auf meine Frage

diesbezüglich über das Wochen -

ende geschlossen.

Wir hatten keine Lust, zwei Tage

in dem kleinen Hafen herumzuhängen,

wo von den Minaretten

zweier Moscheen lautstark, aber

nicht synchron, öfter als fünfmal

pro Tag und länger als normal zum

Gebet gerufen wurde. Auch reisten

meine Mitsegler erst am Dienstag

ab, also segelten wir Samstag vormittags

aus der Bucht, um nahe

liegende Inseln zu erkunden.

Zwei Meilen später kam uns ein

Zollboot mit den uns schon bekannten

Beamten nachgehetzt, die

sofort losbrüllten: „Stopp, Stopp“.

„Ich kann jetzt nicht stoppen“,

antwortete ich. Ich hätte stoppen

können, hatte aber keine Lust. „Sie

haben ja noch nicht voll ständig ein-

„Für 400.000 Rupien wollte mich der

schmierige Agent einklarieren.“

klariert“, war die nächste Meldung.

„Ja“, rief ich, „wo liegt das Problem,

das Büro ist ja zu übers Wochen -

ende, also komme ich am Montag

wieder zurück.“ Nach einer kurzen

Beratung wurde das akzeptiert und

sie fuhren wieder ab.

Wir segelten zu den Inseln,

schnorchelten im klaren Wasser

und waren von den intakten

Korallen riffen und den vielen Fischen

angenehm überrascht. Montag

nachmittag segelten wir wieder

zurück nach Tarempa, und am

Dienstag war ich für eine weitere

Runde beim Zoll bereit.

Meinen Laptop hatte ich vorsorglich

mit gebracht, aber das Resultat

war dasselbe, obwohl der Beamte

mir behilflich war. Dann versuchte

er es auf dem Computer im Büro

und hatte nach zwei Stunden endlich

Erfolg.

GOOGLE SPRICHT BAHASA

Mittlerweile wollte Loida eine SIM-

Karte fürs Internet besorgen. Auf

den Philippinen werden diese ohne

Umstände auf der Straße verkauft.

In Malaysien muss der Pass online

registriert werden, was auch in Indonesien

der Fall war, nur gab es

hier obendrein echte Verständigungsschwierigkeiten,

weil die wenigsten

Leute englisch sprachen.

Das muslimische Mädchen riss

nur die Augen auf und sagte etwas

auf Indonesisch. Loida tippte ihre

Frage ins Handy und übersetzte das

mit Google in Bahasa. Das Mädchen

tat dasselbe, ließ ihre Eingabe

ins Englische übersetzen und damit

war eine Verständigung ohne Worte

möglich. Vorher musste allerdings

Geld in der Bank gewechselt

werden. Euros wurden nicht akzeptiert,

dafür machten mich die

Intakte Korallen riffe

und viele Fische überall

auf den Anambas-Inseln

– ein paradiesisches

Schnorchelrevier folgt

dem anderen.

32 1/2020


FOTOS: SHUTTERSTOCK (2)

1.400.000 Rupien, die ich für 100

US-Dollar bekam, zum Millionär.

Nach diesem amtlichen Hürdenlauf

hatten wir endlich Zeit und

Muße, die Anambas zu erkunden,

schlängelten uns durch die Riffe

nach dem Osten und steuerten Temuang

Kecil an. Noch während wir

in Malaysien waren, hatte ich mir

die Anambas mit Google Earth angesehen

und Satellitenbilder von Inseln

runtergeladen, die Sandstrände

und vor allem gute Ankermöglichkeiten

versprachen. Temuang Kecil

war eine davon und wir wurden

nicht enttäuscht. Und so ging es

auch die nächsten Tage weiter,

wir segelten von Insel zu Insel und

landeten unter anderem bei Akar,

wo ich 17 Jahre vorher gewesen war.

Dort ankerten wir auf 20 Meter,

um das nahe Korallenriff nicht zu

beschädigen. Seit langer Zeit hatte

ich nicht so eine Vielfalt an schönen

und filigranen Korallen gesehen,

zwischen denen sich Fische in allen

Farben tummelten. Im Gegensatz

zu den Philippinen, wo heftige Taifune

oft die Riffe zermalmen, gibt es

in diesem Teil des südchinesischen

Meers keine Wirbelstürme, wir

befanden uns ja nur drei Grad

nördlich des Äquators.

Auf Durai, auch Turtle Island

genannt, sahen wir mehrere Schildkröten

im Wasser und am Strand

unzählige Spuren, wo sie im Sand

hochgerobbt sind, um ihre Eier zu

vergraben.

PALMEN UND WACKELSTEINE

Nach einer Woche segelten wir wieder

zurück nach Tarempa, Gemüse

und Obst wurden knapp und unterwegs

war nämlich absolut nichts zu

Die artenreiche Insel

Durai wird auch Turtle

Island genannt, und

das völlig zu Recht.


Anambas-Inseln

bekommen. Auch sah ich kurz bei

der Immigration rein, um sicher zu

gehen, dass wir nach 30 Tagen eine

Aufenthaltsverlängerung bekamen,

wie mir der Beamte beim Einklarieren

versichert hatte. Siehe da, das

war jetzt nicht der Fall. In einer

Woche mussten wir Indonesien

verlassen, ansonsten drohte uns

eine saftige Geldstrafe pro Person

für jeden überzogenen Tag.

Ich beriet mich kurz mit Michael

und Anna, Freunde aus Berlin, die

seit einigen Jahren mit ihren beiden

Kindern in Portugal lebten. Nachdem

sie sowieso etwas länger an

Bord bleiben wollten, hatte niemand

etwas dagegen, nach Tioman an der

Ostküste Malaysiens zu segeln.

Wir kauften ein, klarierten aus

und segelten nach Südwest. Wir

hatten noch einige Inseln auf dem

Programm, die alle aber irgendwie

gleich aussahen: das Ufer war meist

von riesigen, abgeschliffenen Steinbrocken

geprägt, darüber zog sich

eine üppig-grüne Vegetation die

Kleine Inseln mit vielen

Wackelsteinen und

wenigen Palmen auf

dem Weg von Tioman

nach Tarempa.

Geankert wird zum

Schutz der Korallenriffe

in bis zu 20 Metern Tiefe

davor.

Berge hoch. Es gab Strände, aber

Palmen hatten Seltenheitswert,

außer auf Turtle Island. Beeindruckend

waren riesige Wackelsteine,

die wir immer wieder antrafen.

Das klare Wasser und die schöne

Unterwasserwelt erkundeten wir

schnorchelnd.

ZURÜCK INS GLÜCK

Auf dem Weg nach Malaysien

mussten wir im Regen unzähligen

Schiffe ausweichen, die alle entweder

von Singapur kamen oder dorthin

dampften. In der Nacht umrundeten

wir die Südspitze der Insel

Tioman und ankerten um zwei Uhr

früh nahe der Marina.

Kaum hatten wir uns müde in die

Kojen gelegt, als uns ein plötzlicher

Sturm wachrüttelte. Der ablandige

Wind hatte sich gedreht und jetzt

hatten wir die steinige Mole der

Marina zwei Bootslängen hinter

uns. Im peitschenden Regen holte

ich den Anker aus 20 Metern Tiefe,

während Loida die Maschine bediente.

Wir ankerten etwas weiter

draußen, schlierten aber und mussten

das Manöver wiederholen.

Am nächsten Tag klarierten wir

ein und Loida und ich gleich wieder

aus. Nachmittags saßen unsere

Freunde auf der Fähre nach Mersing,

von wo sie einen Bus nach

Singapur nehmen wollten, um von

dort nach Hause zu fliegen. Loida

und ich segelten wieder nach

Tarempa zurück, das Einklarieren

war zur Abwechslung problemlos.

Wir sollten vier weitere Wochen auf

den Anambas-Inseln verbringen.

„In einer Woche mussten wir Indonesien verlassen,

ansonsten drohte uns eine saftige Geldstrafe pro

Person für jeden überzogenen Tag.“

34 1/2020


Teststrecke

Kontakt

halten

Was macht ein Neopren-Anzug eines

klassischen Segel-Bekleidungsherstellers

eigentlich im November im Süden Portugals?

Gute Figur in der Welle natürlich …

Text Roland Regnemer | Fotos Michael Eder

Oft machen …

… die Details …

… den Unterschied.

Must have?

Redaktions-

Test

Zu dritt sind wir die weite Reise

an den südwestlichsten

Zipfel Europas, nach Sagres,

angetreten. Meine zwei Neopren-

Anzüge und ich. Ja, und – natürlich

– die ins gesamt achtköpfige Boyband

aus rot-weiß-rot. Angesichts

der nicht mehr als 15 ° C im Atlantik

und den selten unter fünf Windstärken

war dann schnell klar, dass

ohne einer dicken, künstlichen Haut

hier schon lange Badeschluss war.

Nach den jeweiligen Erstversuchen

war schnell klar, dass für den

schlanken und ranken Kandidaten

von Camaro vorzeitig Schluss war.

Mit den durchgehenden 3 mm war

er schlicht zu dünn für die vorwinterlichen

Bedingungen. Dafür zeigte

der eigentlich für alle Aktivitäten

am und über Wasser entwickelte

Storm Pro Neoprene von Marinepool

vor allem im und unter Wasser

seine Qualitäten. Auch beim Wellenreiten.

Oder besser gesagt: beim

Suchen nach der (perfekten) Welle.

Nicht nur dank der Kombination aus

4 mm/3 mm dickem Neo, die das

kalte Wasser auch bei langen,

durchgehenden Surf-Sessions

von 1,5 Stunden prinzipiell einmal

abhielt. Bei Durchdringung

mit salzigem Atlantik, also nach

intensiven „Waschmaschinengängen“,

fühlte es sich im Inneren

fast schon wohltemperiert an.

Dazu machten sich die Verstärkungen

an Knien und Gesäß beim eigenwilligen

und untypischen (man könnte

auch sagen „unbeholfenen“) Surf-Stil

des Testers sehr positiv bemerkbar:

Beim langen Warten auf die nächste

Welle war der gepolsterte Hintern

ungemein bequem.

Zu guter Letzt half die doch recht

auffällige Farbgebung im immer noch

sehr gut gefüllten Line-Up der Surfspots

rund um Sagres, den Kontakt zur

eigenen Gruppe inmitten von mindestens

70 anderen schwarzen Neopren-

Jüngern auch über einen ganzen

Strand hinweg zu halten.


Zweite Haut

Hersteller Marinepool Camaro

Produkt Storm Pro Neoprene Revo Neopren

Stärke 4 mm/3 mm 3 mm

Besonderheit Verstärkung im Kniebereich, Superflex

Sanitized (r) Material 4-Way-Stretch-Zonen an Ärmeln

und Seiteneinsätzen

Preis € 279,90 € 139,95

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è www.camaro.at

1/2020 35


Albatros

Kalte Kinderstube. Im napfförmigen Nest wird ein einziges

Ei ausgebrütet. Die großen Albatros-Arten brüten nur jedes

zweite Jahr, weil die Aufzucht des Jungen lange dauert

(Wanderalbatros, Diomedea exulans).


Schönheit, Eleganz

und Effizienz sind im

Albatros verwirklicht.

Albatros –

ein mythischer

Seevogel

Hochseevögel und Hochsee-Rennyachten haben Gemeinsamkeiten. Ihr

Revier ist der offene Ozean und sie sind durch natürliche beziehungsweise

technische Evolution den dort herrschenden Bedingungen optimal angepasst.

Form und Funktion ergänzen einander und im Idealfall ist das Resultat

atemberaubend schön. Im Fall der Seevögel sind deren stromlinienförmiger

Körper, ihr elegantes Flugbild und die perfekten Segelleistungen Beweise

für den Einklang von Effizienz und Ästhetik. Innerhalb dieser Meister des

Segelfluges gibt es eine Gruppe, die nochmals heraussticht: die Albatrosse.

Sie sind sozusagen die Königsklasse der Seevögel.

Text Reinhard Kikinger

Albatrosse zählen zusammen

mit den Sturmvögeln und

den Sturmschwalben zu den

sogenannten Röhrennasen.

Diese drei Vogelfamilien sind besonders

gut zum Segelflug über dem

Meer befähigt und leben großteils auf

hoher See. Sie ruhen sowohl im Flug

als auch schwimmend auf dem Wasser.

Ihre drei Vorderzehen sind durch

Schwimmhäute verbunden, an Land

kommen sie nur zur Brutzeit.

Der Name Röhrennasen leitet sich

von den nach vorne röhrenförmig

ausgezogenen Nasenöffnungen ab.

Alle drei Familien der Röhrennasen

sind langflügelige Hochseevögel.

Die Albatrosse sind die größten unter

ihnen. Sie sind durch ihre mächtige

Flügelspannweite und ihren ausdauernden

Segelflug ausgezeichnet.

DIOMEDEIDAE, DIE

FAMILIE DER ALBATROSSE

Einundzwanzig Arten sind innerhalb

dieser Familie beschrieben. Die meisten

davon leben in südlichen Breiten.

Die kleineren Arten erreichen um

die zwei Meter Flügelspannweite, die

großen über drei Meter. Die großen

Albatrosse brüten erst mit neun oder

zehn Jahren das erste Mal und können

über sechzig Jahre alt werden. Sie verpaaren

sich für ihr gesamtes Leben mit

einem Partner, diese Bindung wird

durch zeremonielle Tänze immer

wieder erneuert und gefestigt.

Die meisten Arten brüten einmal

jährlich auf ozeanischen Inseln. Bei

den größten Albatrossen jedoch

dauert die Aufzucht des Jungen elf

Monate, sodass ein zweijähriger Brutrhythmus

eingehalten wird. Nur ein

1/2020 37


Albatros

Landeanflug: Das „Fahrwerk“ ist ausgefahren, die Landung steht unmittelbar bevor. Die Schwimmhäute zwischen

den Vorderzehen ermöglichen guten Vortrieb im Wasser (Königsalbatros, Diomedea sanfordi).

einziges Ei wird jeweils gelegt. Das

Nest befindet sich am Boden und

ist meist nicht mehr als eine Mulde

oder ein erhöhter Sockel aus Erde

und Gras. Das Küken wird von beiden

Eltern gefüttert, indem sie einen

Nahrungsbrei aus ihrem Magen

hochwürgen und an den Jungvogel

übergeben. Die Nahrung besteht

aus Tintenfischen, Fischen und

weiteren Angeboten des Ozeans.

Die Elternvögel entfernen sich bei

der Nahrungssuche auf ihren ozeanischen

Streifzügen bis zu tausende

Kilometer von ihren Nestern, die sie

in den Weiten des Ozeans punktgenau

wieder auffinden.

Die mehr als drei Meter spannenden Flügel können

schnell und platzsparend gefaltet werden (Wanderalbatros,

Diomedea exulans).

Wenn der Elternvogel nach seiner Futtersuche vom

Ozean zu seinem Nest zurückkehrt, würgt er das

gesammelte Futter hervor und übergibt es dem Nestling

– wegen des aufgenommenen Plastiks manchmal

mit tödlichen Konsequenzen für den Nachwuchs

(Wanderalbatros, Diomedea exulans).

Zur Paarfindung werden zeremonielle Handlungen

ausgeführt. Dazu zählen Tänze, Lautäußerungen und

Schnabelspiele (Schwarzbrauenalbatros oder Mollymauk,

Thalassarche melanophris).

Midway-Inseln – die Inselgruppe im Nordpazifik

zählt zu Hawaii und ist ein wichtiges Brutrevier für

zahlreiche Seevögel. Einer davon hat es sogar in die

Flagge der Midway-Inseln geschafft, der Laysanalbatros

(Phoebastria immutabilis).

GREIFWERKZEUG UND

SPEZIAL-TRAGFLÄCHEN

Sowohl der Schnabel als auch die

Flügel der Albatrosse sind Hightech-Konstruktionen

der Natur.

Der große Schnabel besteht aus

mehreren Hornplatten und besitzt

am Ende einen ausgeprägten Haken.

Er ist damit ein bestens geeignetes

Werkzeug, um an der Wasseroberfläche

treibende Nahrung zu

ergreifen und aufzunehmen.

Das eindrucksvollste Merkmal

der Albatrosse sind aber ihre

schmalen, gebogenen Flügel. Sie

ermöglichen diesen Vögeln einen

Segelflug, der mühelos und elegant

erscheint. Bis zu einer Windgeschwindigkeit

von etwa dreißig

Knoten sind die Flügel voll ausgebreitet,

mit leichter Beugung im

Handwurzelgelenk. Bei höheren

Windgeschwindigkeiten werden

die Flügel näher an den Körper

gebracht und stärker gebeugt,

um mühelos

schnellen Flug zu

Ein langes Armskelett mit kurzen

Armschwingen und ein sehr langes

Handskelett mit sehr langen Handschwingen

sind charakteristisch für den Albatros-Flügel

(Königsalbatros, Diomedea sanfordi).

Diese Albatros-Art (Phoebastria

immutabilis) erreicht etwa

zwei Meter Flügelspannweite

und brütet in großen

Kolonien auf den

Midway-Inseln.

38 1/2020


„Diese Langstreckenflieger

verbringen etwa neunzig Prozent

ihres Lebens auf offener See.“

ermöglichen.

Wind ist der beste Freund der

Albatrosse, nur er macht den ausdauernden

und energiesparenden

Segelflug dieser Vögel möglich. Bei

Windstille rasten sie treibend an

der Meeresoberfläche. Um bei

Wind von dort wieder zu starten, ist

ein Anlauf über Wasser nötig, um

sich gegen den Wind wieder in die

Luft zu erheben. Die äquatorialen,

windarmen Kalmen des tropischen

Atlantiks und Pazifiks scheinen

auch die Ursache dafür zu sein,

dass die Albatros-Arten der Südhemisphäre

kaum in die Nordhemisphäre

vorstoßen.

DIE GRÖSSTEN DER GROSSEN

Das sind der Wanderalbatros (Diomedea

exulans) und der Südliche

und Nördliche Königsalbatros (Diomedea

epomophora bzw. D. sanfordi).

Diese Albatros-Arten sind in

den südlichen Ozeanen anzutreffen.

Sie erreichen eine Flügelspannweite

von dreieinhalb Metern und sind

die Vögel mit der größten Flügelspannweite

weltweit. Diese Langstreckenflieger

verbringen etwa

neunzig Prozent ihres Lebens auf

offener See.

Ihr bevorzugtes Verbreitungsgebiet

liegt zwischen 60 ° Süd und

dem Wendekreis des Steinbocks.

Damit sind sie im stürmischen

Westwind-Gürtel der „roaring forties“

und der „screaming sixties“

unterwegs, wo sich kaum ein Hindernis

den tobenden Westwinden

entgegenstellt. Es ist anzunehmen,

dass sie auf der Rückreise zu ihren

Brutinseln eine zirkumpolare Route

wählen und damit den südlichen

Atlantik, Indischen Ozean und

Pazifik überqueren.

GEFÄHRDUNGEN

Aufgrund ihrer Größe haben

Alba trosse kaum natürliche Feinde.

Auf der Meeresoberfläche ruhende

Vögel können allerdings von

Schwertwalen, Haien oder Robben

attackiert werden. Die wahren Gefahren

lauern woanders, und wie

nicht anders zu vermuten, steckt

der Mensch dahinter. Hunde,

Katzen und vor allem Ratten, die

von Seefahrern auf Brutinseln der

Albatrosse eingeschleppt wurden,

fressen die Küken beziehungsweise

die Eier der Vögel.

Auf offener See ist die Langleinen-Fischerei

für Albatrosse eine

tödliche Gefahr. Die Zielfischarten

dieser industriellen Fischerei sind

verschiedene Thunfischarten, Kabeljau,

Schwertfische, Schwarzer

Seehecht und andere Fische mit

hohem kommerziellem Wert. Wenn

die tausenden beköderten Haken

der kilometerlangen Leinen nicht

rasch genug absinken, werden

Köder von den Albatrossen verschluckt,

die dann in die Tiefe

Die Eltern wechseln

sich beim Brutgeschäft

ab. Während ein Elternvogel

konsequent die

Stellung am Nest hält,

legt der andere weite

Strecken auf der Suche

nach Futter zurück

(Wanderalbatros,

Diomedea exulans).

Charter

Sale

Management

YACHTING 2000

A-4112 St. Gotthard/Linz

office@yachting2000.at


Albatros

„Sowohl Schnabel als auch Flügel des Albatros

sind Hightech-Konstruktionen der Natur.“

ge zogen werden und ertrinken.

Auf diese Weise verendet jedes Jahr

eine große Zahl von Albatrossen,

Fregattvögeln, Meeresschildkröten

und anderem Beifang. Sowohl

Wander- als auch Königsalbatros

werden auf der Roten Liste der

IUCN (International Union for

Conservation of Nature) als gefährdete

Arten geführt.

NOMEN EST OMEN,

DIE MIDWAY-INSELN

Sie liegen tatsächlich in der Mitte

des Nordpazifiks, weit entfernt von

jedem kontinentalem Festland. Sie

sind aus mehreren Gründen bemerkenswert.

Einerseits, weil sie als

Teil der hawaiianischen Inselkette

Darwin‘s vulkanische Subsidenztheorie

der Atoll-Entstehung wie

aus dem Lehrbuch bestätigen. Andererseits

weil sie zeigen, dass Inseln

nicht entlegen genug sein können,

um nicht doch für militärische

Zwecke missbraucht zu werden.

Sie waren im Zweiten Weltkrieg

Schauplatz einer Schlacht zwischen

Japan und den USA und dienten

danach jahrzehntelang als US-

Stützpunkt und Zwischenlandestation

für Transportmaschinen

im Korea- und Viet namkrieg. Heute

sind sie Naturschutzgebiet und

dienen zahlreichen Seevögeln als

Brutinseln. Dazu zählen auch der

Laysanalbatros (Phoebastria immutabilis)

und der Schwarzfußalbatros

(Phoebastria nigripes).

Da es keine natürlichen Feinde

für sie auf der Insel gibt, sind sie

angstbefreit und verhalten sich auch

dem Menschen gegenüber zutraulich.

Perfekte Bedingungen für

Feldforschung vor Ort. Der amerikanische

Filmemacher und Fotograf

Chris Jordan produzierte hier

eine denkwürdige Dokumentation

über die Brutkolonie des Laysan -

albatros auf Midway (siehe Kasten

Das ist eine der Folgen

unserer Konsum- und

Wegwerfgesellschaft.

Totes Albatros-Küken,

dem Plastik verfüttert

wurde, das seine Eltern

in den Weiten des Nordpazifiks

gesammelt

hatten.

Ein Film der Extraklasse

Albatross – a love story

for our time from the heart of the Pacific (2017)

Dieser Film wurde nicht von einem Biologen, sondern von

einem Künstler gemacht. Die Doku unterscheidet sich

wohltuend von vielen TV-Naturfilmen, in denen oft eine

Aktion die andere jagt und die ein unrealistisches Bild vom

tatsächlichen Naturgeschehen zeichnen. Im Gegensatz

dazu verfolgt Chris Jordan ein anderes Ziel: mit ungewöhnlichen

Kameraeinstellungen wird aus nächster Nähe das

Leben der Albatrosse von den ritualisierten Balztänzen

über die Jungenaufzucht bis zum Abheben der Jungvögel

in ihr ozeanisches Leben gezeigt. Durch Zeitdehner-Aufnahmen

vermitteln viele Szenen die Ästhetik und Harmonie

der sonst für unser Auge zu raschen Bewegungen der Vögel.

Die Bilder dieses Films sind außergewöhnlich schön

und berührend, die Botschaft animiert zum Überdenken

unserer Gewohnheiten. Die Herstellung der Doku benötigte

acht Jahre, war kostenintensiv und das Ergebnis sollte

daher auch kommerziell verwertet werden. Aufgrund der

Erkenntnisse, die Chris Jordan während dieser Arbeit

gewann, entschloss er sich jedoch, den gesamten Film der

Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Jeder kann den

Film in gewünschter Auflösung kostenlos herunterladen

(sehr empfehlenswert!). Der Film dauert gute eineinhalb

Stunden, jede einzelne Minute ist es wert. Die Bilder sind

ebenso großartig wie berührend und zeigen eindrucksvoll,

welche weitreichenden Einflüsse unsere Konsum-und

Wegwerfwirtschaft hat.

è www.albatrossthefilm.com

Hinweis zum Download des Films: Link anklicken/watch

Albatross/3. Absatz, 1. Satz „If you would like to download

and own ALBATROSS, you can do so here”/Herunterladen

(unterhalb des Screenshots)/Auflösung wählen (3.374 GB

sind empfehlenswert).

Literatur

Harrison, Peter (1996). Seabirds, an identification guide.

Christopher Helm Ltd., 448p. ISBN 0-7136-3510-x

Albatross – a love story for our time

from the heart of the Pacific: Ein Film als

beeindruckendes Gesamtkunstwerk über

eine Brutkolonie des Laysanalbatros auf

den Midway-Inseln.

An den beköderten

Haken der Langleinen

enden nicht nur die

erwünschten Fischarten,

sondern auch

Meeresschildkröten

und viele Seevögel wie

dieser Albatros, die

jämmerlich ertrinken.

40 1/2020


Schnelle Hilfe

PANORAMA

Tipps, Trends & Neuheiten

RETTUNGSDROHNE. Rettungsring

war gestern. U Safe hat nun eine huf -

eisenförmige Schwimmdrohne entwickelt,

die mit zwei Jet-Antrieben

motorisiert ist und über eine Fernsteuerung

gelenkt wird. Der Hersteller

verspricht eine Geschwindigkeit

von immerhin acht Knoten und eine

Schwimmdauer von 30 Minuten,

bevor das Rettungs-Hufeisen wieder

ans Ladegerät gehängt werden muss.

Das Konzept scheint jedenfalls zu

funktionieren: Der Lebensretter wurde

Mitte November in Amsterdam

auf der Marine Equipment Trade

Show (Mets) mit dem begehrten

DAME-Award ausgezeichnet.

è www.usafe-global.com

U Safe: Rettungsring

mit Jet-Antrieb.

Virtuelle Rettungsleine

Ist Olas an Bord,

freut sich der Hund.

MOB-APP. Der englische Hersteller

Exposure Lights erweitert seine

Olas (Overboard Location Alert

System)-Reihe um den Olas Core.

Der kleine, tragbare Empfänger hält

Kontakt zu bis max. 15 Olas-Sendern

(kleine Chips, die z. B. als Armband

getragen werden können) und ist für

Schiffe bis zu einer Länge von 50 Fuß

gedacht (mit einem Extender sogar

bis 70 Fuß). Verliert der Core einen

Kontakt (z. B. weil die Person oder

das Haustier über Bord gefallen ist),

wird innerhalb von vier Sekunden

ein Alarm ausgelöst. Gleichzeitig

wird am Smartphone eine App

aktiviert, die über alle wichtigen

Daten (Person, Koordinaten etc.)

informiert.

è www.alertandfind.com

Wissen, woher der Wind weht

BUCHTIPP. Michael Sachweh ist nicht

nur Segler, sondern auch Me teorologe

mit Schwerpunkt maritime und

regionale Klimatologie sowie Extremwetter.

Der richtige Experte also, um

uns mit allem Wissen über das Wetter

auf See vertraut zu machen. Sein

druckfrisches Buch Wetterkunde

für Wassersportler ist ein umfangreich

illustriertes Wetterkompendium

und enthält alle für die Ausbildung

und Praxis relevanten Themen

von Wind und Wetter bis hin zu Seegang

und Strömungen.

Michael Sachweh: Wetterkunde für

Wassersportler. Delius Klasing Verlag,

192 Seiten, € 17,40.

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Die neue

Pflichtlektüre

für nautische

Wetterkunde,

von Michael

Sachweh.

Wir danken dem Verlag für die

Unterstützung durch das Gratisinserat.

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Eine Zukunft auf

dünnem Eis

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Boot Düsseldorf 2020

Neue Halle 1, neue Messegestaltung –

was erwartet den Besucher 2020?

Zum Ersten: viel Spaß, gute Laune

und beste Urlaubsstimmung. Zum

Zweiten: tolle Innovationen – zum

Beispiel im Elektroboot-Sektor, natürlich

wieder traumhafte Luxusund

Segelyachten und erstmals eine

komplette Halle für die Superboats.

Herrliche Luxustender, Chase- und

Shadow-Boats. Und drittens: Die

große Vielfalt im Tauchbereich,

beim Surfsport und im üppigen

Charterangebot.

Nach großer Investition droht 2020 eine

Stagnation auf dem Markt – oder ist die

boot als größter internationaler Indikator

zu Jahresbeginn anderer Meinung?

Unsere 2.000 Aussteller aus über

70 Ländern zeigen, dass die boot sich

weltweit zu einem wichtigen Impulsgeber

entwickelt hat. Sie ist ein Global

Player. Wir wissen sehr gut, wie

sensibel gerade der Bootsmarkt ist,

aber Krisengerede hilft der Branche

nicht weiter. Eher müssen wir uns

auf die Stärken dieser wunderbaren

Szene konzentrieren und diese nach

vorne tragen.

Global Player

2020

Deshalb haben wir „The Economist“

eingeladen, einen „Sea Tourism

Summit“ am 17. Jänner in

Düsseldorf zu organisieren. Politik

und Wirtschaft werden sich hier

zum Austausch treffen. Natürlich

kann ich nicht in die berühmte

Glaskugel sehen, aber es wird für

Unternehmen auf der boot wieder

gute Geschäfte und Kontakte für

das Jahr 2020 geben.

Ausstellungs-Highlights aus dem

Vom 18. bis 26. Jänner lädt die boot nach Düsseldorf

zur größten Wassersportmesse der Welt. Mit

richtungsweisenden Impulsen und Neuheiten, wie

Direktor Petros Michelidakis im Interview verrät.

Interview Tahsin Özen

Motoryacht-Sektor?

Motorboot-Fans sollten auf jeden

Fall ihren Weg über die Messe in

der neuen Halle 1 beginnen. Lichtdurchflutet,

mit einem eindrucksvollen

Entrée von der Rheinseite,

hochmoderner architektonischer

Gestaltung und extrem servicefreundlich

für die Aussteller. Da

keine Säule die Standgestaltung

stört, ist sie für mich der Inbegriff

moderner Messehallengestaltung.

Halle 3 ist für jeden ein Muss, mein

per sönliches Highlight bei den Motorbooten!

Hier haben wir alles für

den Einsteiger und den erfahrenen

Motorbootfahrer aufgestellt. Mein

Kollege Arne von Heimendahl hat

in Abstimmung mit den Ausstellern

eine sehr effiziente und besucherfreundliche

Aufplanung realisiert.

Als nächstes würde ich die Superboat-Halle

– ich gebe zu, ein eigens

42 1/2020


dafür kreierter Begriff – ansteuern.

Namen wie Sacs, Wally, Frauscher,

DeAntonio, Boesch, Fjord, Windy

und Anvera stehen für puren Fahrspaß.

Vorher sollte man noch einen

kleinen Zwischenstopp in Halle 4

einplanen. Hier haben wir einen

echten Individualisten und Kreativen

an Bord: Konrad Bergström,

das schwedische „enfant terrible“

der Unternehmer-Szene, zeigt hier

mit X-Shore eine neue Generation

von Elektro-Booten. Das wird Aufsehen

erregen denke ich.

Das Highlight für jeden Superyacht-Fan

ist dann natürlich die

Halle 6. San Lorenzo zeigt mit der

SL96 ASymmetric eine Weltpremiere

in Düsseldorf und gleichzeitig die

größte Yacht der Messe. Azimut ist

mit der Grande S 10 (28,7 Meter)

nicht viel kleiner auf der boot

präsent.

4. Und aus der Ecke der Segelyachten?

In diesem Jahr haben wir uns vorgenommen,

für alle Fragen von Einsteigern

und Wiedereinsteigern da

zu sein. Auf der „start sailing“-Fläche

in Halle 15 bekommt man einen

kostenlosen „full service“ zu allen

Fragen, die einen beschäftigen.

Dazu gibt es mehr Segelboote für

Einsteiger zu bestaunen. In Halle 16

wird CNB eine neue 76-Fuß-Yacht

präsentieren – eine Segelyacht, die

französische Eleganz und Symmetrie

vereint. Amel stellt mit der 60-Fuß-

Yacht ein perfektes Boot vor, um mit

Freunden die „Seele des Wassersports“

zu erforschen. Und die Oyster

565 ist bestens geeignet für alle, die

das Blauwasser-Segeln entdecken

wollen: leicht zu segeln, tauglich für

alle Ozeane lädt sie zum Abenteuer

ein.

Natürlich sind auch fantastische

Katamarane wie Lagoon 46, Excess

11, Astréa 42 oder Balí Catspace dabei

und zeigen den Trend zu schnittigen,

eleganten und leicht zu segelnden

Katamaranen. Die Groß werften Bavaria,

Hanse, Hallberg-Rassy, Jeanneau

und Beneteau runden das Angebot

an Segelyachten hervorragend ab.

Bieten sie doch in allen Segmenten

Boote, die einfach Spaß machen und

für Einsteiger ebenso wie für erfahrene

Segler bestens geeignet sind.

Trends kommen und gehen. Welche sind

geblieben, welche sind neu?

Geblieben ist sicherlich das Interesse

an Katamaranen. Chartern wird auch

immer beliebter. Spaßsegeln mit Familie

und Freunden ist eine stark

wachsende Urlaubsform. Superboats

werden sich aufgrund ihrer individuellen

Ausstattungsformen oder ihrer

Designs großer Beliebtheit erfreuen.

Im Hinblick auf Nachhaltigkeit ist

der Weg, den viele Anbieter gehen,

vorbildlich. Yachten, die ihren Energiebedarf

über Solarzellen generieren,

verbrauchsarme Motoren,

E- und Hybridantriebe zeigen die Innovationskraft

der Branche. Ich bin

überzeugt, dass bald die Mehrzahl

der Hersteller mindestens eine Bootsklasse

mit Elektroantrieb im Angebot

haben werden.

Drei gute Gründe, warum Österreicher

nicht auf die Boot Tulln im März warten,

sondern schon im Jänner die boot in

Düsseldorf besuchen sollten?

Jeder Wassersportfan sollte „seine regionale“

Messe besuchen und unterstützen.

Tulln gehört zu den „Touchpoints“

der Wassersportler, die den

Mix aus Emotion und marktorientiertem

Angebot für die Besucher

sehr gut verbindet. Darüber hinaus

fördert sie den Zusammenhalt der

Branche in Österreich.

Die boot in Düsseldorf wird weiterhin

ein Treffpunkt für Aussteller

und Besucher aus aller Welt sein. Viele

werden beispielsweise den originalen

America‘s Cup auf der boot sehen

wollen. Das größte Angebot an Charterunternehmen

und Marinas oder

auch Urlaubsdestinationen präsentiert

sich ebenfalls hier. Jeanneau

wird zum ersten Mal auf der boot die

Sun Loft 47 auf der boot zeigen: ein

weltweit neues Konzept für Charterfreunde.

7. Drei Dinge, die du an Österreich besonders

magst?

1. Die Gastfreundschaft und Herzlichkeit

der Österreicher.

2. Die traumhaften Berge und Seen.

3. Die große Leidenschaft, mit der innovative

Segel- und (E-)Motor-

yachten für alle Weltmeere gebaut

werden – mit einem für ein Binnenland

höchst respektablen internationalen

Erfolg.


„ In Zukunft wird jeder Hersteller

eine Boots klasse mit E-Antrieb

im Angebot haben.“

Petros Michelidakis,

Direktor der boot Düsseldorf

1/2020 43


Boot Düsseldorf 2020

XX X XX

HALLE 1 | STAND B37, HALLE 17 | STAND C43

Doppeldebüt

MADE IN GERMANY. Die lange

Durststrecke hat nach den bewegten

Zeiten in Giebelstadt nun endlich ein

Ende: Mit gleich zwei Weltpremieren

startet Bavaria Yachts in

Düsseldorf in das neue Jahr.

Bei den Seglern rundet die Bavaria

C42 die neue, elegante und sehr

erfolgreiche C-Linie nach unten ab.

Mit dem ausgeprägten V-Bug und

den erstmals bei Bavaria zu findenden

Chines setzen die Bayern auf

eine neue Rumpfform, die für

mehr Stabilität und vor allem mehr

Platz im Innenraum sorgen soll –

ein wichtiges Musthave in der heiß

umworbenen Klasse der 12-Meter-

Fahrtenyachten.

Sehr auffällig kommt auch die

Bavaria SR41 daher, der Vorbote

einer neuen Motorbootlinie, die

die sportliche S-Linie mit der komfortablen

R-Linie verbinden wird.

Sehr elegantes Erkennungsmerkmal:

Ein schwarzer Rumpfstreifen

verdeckt dezent die großen Rumpffenster.

Oben Bavaria C42,

è www.bavariayachts.com unten Bavaria SR 41.

XX X XX

HALLE 15 | STAND A57

Aufgestockt

Wachstum nach oben: Silent 80 Tri-Deck.

DREI MAL HOCH. Seinem Topmodell

setzt Silent-Yachts noch eins

drauf – nämlich ein ganzes Deck.

Das oberste Stockwerk kann als geschlossene

Lounge oder als 90 m²

großes Fly-Deck geordert werden.

Der rein mit Sonnenenergie betriebene

und hochseetaugliche Katamaran

verfügt über 2 x 250 kW starke

E-Motoren, die das Schiff auf bis

zu 16 Knoten beschleunigen können.

Flächendeckende Solarkollektoren

auf dem Dach und an Deck liefern

den Strom, der den Dieselgenerator

an Bord arbeitslos macht.

è www.silent-yachts.com

XX X XX

HALLE 6 | STAND A05–A21 & HALLE 3 | STAND A52

Wendige Windschnitten

TOPYACHT. Die Linzer werden auf

der boot Düsseldorf sowohl am Stand

von Sea Ray als Generalimporteur

als auch bei Cranchi vertreten sein.

Bei Sea Ray wird es die Europa-

Premiere der Sundancer 320 Coupe

geben, eine Alternative zur erfolg -

reichen Sundancer 320. Das mit

optionalem Schiebedach erhältliche

Modell bietet vier geräumige Schlaf -

plätze und ist auf Binnengewässern

wie auf See gleicher maßen zuhause.

Standard antrieb sind zwei Mercury

350 Verado mit 350 PS. Am Cranchi-

Stand wird mit der 78 Fly (Settantotto)

das neue Flaggschiff der italienischen

Werft vorgestellt, die 2020 ihr

150-jähriges Firmenjubiläum feiert.

è www.topyacht.eu

Sundancer 320 Coupe.

44 1/2020

Cranchi 78 Fly (Settantotto).


XX X XX

HALLE 15 | STAND A57

Rhein-frauschen

MEHR AIR. Letztes Jahr

stellte Frauscher auf der

boot Düsseldorf noch sein

Flaggschiff 1414 Demon

aus, heuer wird es die

leicht bedachte Variante

des Offshore-tauglichen

Modells sein, die erst vor

kurzem mit dem Best of

Boats-Awards 2019 ausgezeichnet

wurde.

Die 1414 Demon Air

besitzt ein nur 150 kg

leichtes Sonnendach aus

Carbon und einen automatisch

versenkbaren

Tisch im vorderen Loungebereich.

Mit an den Rhein

reisen aus dem Salzkammergut

noch eine 858 Fantom

Air und eine 1017 GT.

è www.frauscherboats.com

Luftig: Frauscher

1414 Demon Air.

XX X X

HALLE 15 | STAND G41

Taschensegler

PUMP IT UP. Mit ihrer Ende 2018 vorgestellten

aufblasbaren Segeljolle Tiwal 2 hat die bretonische

Werft einen veritablen Coup gelandet.

In Düsseldorf wird nun die erweiterte sportlichere

Variante Tiwal 2x präsentiert. Diese

besitzt ein für schnelleres Segeln konzipiertes

Tuch von North Sails, das gerefft werden kann

und eine Segelfläche von 6 bis 4,8 m² besitzt.

Transportiert wird das 40 kg schwere Leichtgewicht

in zwei Taschen, ausgepackt und

aufgeblasen bietet es eine

Zuladekapazität von

maximal 150 kg.

è www.tiwal.com

Tiwal goes Sport.

XX X XX

HALLE 4 | STAND B39 & HALLE 5 | STAND B22

Italienische Handwerkskunst

AUS DEM ATELIER. Die italienische

Nobelwerft Invictus präsentiert

auf der boot ihre Modelle auf gleich

zwei Ständen. Zum ersten Mal in

Düsseldorf dabei sind die CX 270

und die GT 280 S, beide mit Außenbordern

bestückt. Weltpremiere feiert

die GT 320 Atelier.

„Atelier“ nennt Invictus die maßgeschneiderten

Exemplare, bei denen

die Werft auf ein Netzwerk von

Handwerkern zurückgreift, um auch

ex travagante Kundenwünsche bezüglich

Farben, Stoffe und Polsterung

hochwertig zu reali sieren.

è www.invictusyacht.com

ocean7 210x665 20180803dp_Layout 1 06.08.2018 16:55 Seite 1

Düsseldorf-Gast Invictus CX 270.

DIE RICHTIGEN CHARTER-VERSICHERUNGEN

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www.yacht-pool.com


Boot Düsseldorf 2020

XX X XX

HALLE 15 | STAND B44

Modellbeschleunigung

MEHR PERFORMANCE. Die Nautitech

46 war 2016 der erste Katamaran,

der nach der Übernahme von

Nautitech durch Bavaria komplett

in Giebelstadt entwickelt wurde.

Nun, drei Jahre später, reichen die

französischen Kat-Spezialisten in

Düsseldorf die nächste Generation

nach. Dass die neue Nautitech 46

(die es wie gehabt als Open und

als Flybridge mit besonderem Loft-

Feeling geben wird) nicht nur ein

simpler Relaunch ist, beweist ein

Blick auf den Mast. Der ist nämlich

länger geworden, was mit einem abgesenkten

Baum dafür sorgt, dass die

Segelfläche deutlich vergrößert und

die Perfomance deutlich verbessert

werden konnte.

è www.nautitechcatamarans.com

Mehr Mast und Segel auf

der neuen Nautitech 46.

Pirelli-Gummi fürs Wasser.

Turbolader, Nockenwelle, Pleuel…

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Konstruktions- und und sogar sogar Bedienungsfehlern, inkl. inkl. Falschbetankung, ab. ab.

XX

XX

HALLE 5 | STAND E46

Rasiermesserflach

GIB GUMMI. Das neueste Produkt

aus der bewährten Zusammenarbeit

zwischen dem

RIB-Hersteller Tecnorib und

dem Reifenmulti Pirelli feiert

auf der boot Weltpremiere. Bei

der Pirelli 1250 führte wie beim

Flaggschiff 1900 wieder das

schwedische Designstudio

Mannerfelt den Stift. Bug und

XX X XX

Heck auf dem Walk-around-

Boot bieten reichlich Raum

zum Sonnenanbeten, dazwischen

erstreckt sich das überdachte

Cockpit mit Sitzgruppe,

Tisch und Wetbar. Unter Deck

haben zudem auch noch eine

Dinette und ein WC Platz gefunden.

è www.tecnorib.it

HALLE 9 | STAND E25

Steuern per Bites

NETWORKING. Der schwedische

Motorenhersteller Volvo

präsentiert auf der boot 2020

eine neue Generation seiner

elektronischen Schiffssteuerung

EVC (Electronic Vessel Control).

EVC2 ist das erste größere

Upgrade seit der Einführung

des Systems im Jahr 2003

und verbindet und verwaltet

die interne Kommunikation

zwischen Motor

und Fahrhebeln sowie

Bildschirmen usw.

Mit einem völlig neuen

Betriebssystem ist EVC2 nun

unabhängiger vom Motor als

zuvor und fungiert als wichtiger

Wegbereiter für die Zukunft des

Bootsbaus, einschließlich Ferndiagnose

und Konnektivität.

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Neue Software

für Volvo Penta.

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WELTPREMIERE

XX X X

HALLE 7A | STAND G24

Power to the Kat

Die neue BAVARIA SR41 exklusiv

auf der boot 2020

Halle 1, Stand B37

LUXUSPIONIER. Die Edelkatamaranschmiede

Sunreef

Yachts aus Danzig hat schon

öfter eine feine Nase dafür bewiesen,

was im Bau von Mehrrümpfern

en vogue ist. 2003

z. B. waren die Polen überhaupt

die ersten, die mit der Sunreef

74 einen Katamaran mit Flybridge

vorgestellt haben.

Der Trend geht bei den Kats

Richtung Motorisierung mit

Luxus und ohne Mast – natürlich

hat Sunreef da gleich mehrere

heiße Eisen im Feuer. Vorneweg

die 80 Sunreef Power,

von der vor Kurzem die ersten

Bilder auf dem Wasser präsentiert

wurden. Zudem hat die

Werft ver kündet, den größten

privaten Luxus-Powerkat der

Welt (49 Meter, soll Ende 2021

auf dem Wasser sein) bauen

zu wollen und haben in der

Zwischenzeit einmal den

Auftrag für eine custommade

110 Sunreef Power

(33,5 Meter) erhalten.

Bei den Seglern gibt es die

Sunreef 130 neu im Programm.

Nach so vielen Neuprojekten

hat man nun auf der boot erstmals

die Gelegenheit, sich über

die gesamte Range im Detail

informieren zu lassen.

è www.sunreef-yachts.com

110 Sunreef Power.

„ Das Schiff, das dem Steuer nicht gehorcht,

wird den Klippen gehorchen müssen.“

Aus England

XX X XX

HALLE 1 | STAND A65–B53

Familienaufstellung

FLYER. Innerhalb der letzten

18 Monate hat Beneteau seine

Dayboat- Reihe – Flyer 6, 7, 8

und 10 – völlig überarbeitet.

Beim Design zeigt der Kompass

immer noch in Richtung

Sport, hier und da wurde aber

auf ein paar Grad Komfort geschwenkt.

Bei gleich gebliebenen

Außenmaßen soll jedes

Modell geräumiger geworden

Die Flyer 10 hebt in Düsseldorf ab.

sein, sowohl im Innenraum als

auch auf dem Oberdeck. Die

Außenborder von Suzuki – ein

4-Zylinder-Reihenmotor und

ein V6 – reichen von 70 bis 350

PS. Erhältlich sind Flyer 6, 7

und 8 weiterhin als Spacedeck

und als Sundeck mit einer ebenen

Liegefläche am Bug. Die

auch in Düsseldorf ausgestellte

Flyer 10 ist noch einmal eine

Klasse für sich und klopft, was

Raum und Ausstattung betrifft,

schon an die Gran-Turismo-

Klasse an.

è www.beneteau.com

Passion made

BAVARIA SR41

Die neue BAVARIA SR41 ist ein

echtes Raum wunder. Unter Deck

bietet sie mehr Platz für den

Eigner und sogar ausreichend

Raum für ein weiteres Badezimmer

in der Gästekabine.

Auch über Deck birgt sie neben

der Liege fläche eine Vielzahl an

ungeahnten Möglichkeiten.

Entdecken Sie die Neuerungen

bereits jetzt online und vereinbaren

Sie einen Termin für die

boot 2020. Mehr erfahren unter:

www.bavariayachts.com/SR41-de


Boot Düsseldorf

HALLE 7A | STAND G08

Achtung, Kleingedrucktes!

Versicherungsbedingungen? Steht da nicht immer das Gleiche drin? Leider nein!

Wer das Kleingedruckte außer Acht lässt, übersieht eventuell sehr wichtige Details

seines Vertrages. Experte Gunnar Brock von Pantaenius gibt Tipps, worauf

besonders zu achten ist.

„Das Kleingedruckte hat schon viele

Firmen groß gemacht“, lautet ein

Sprichwort. In der Tat: Die vielen eng

bedruckten A4-Seiten wirken auf

viele Menschen so abschreckend,

dass sie selbst bei Unterzeichnung

langjähriger Verträge höchstens einen

flüchtigen Blick darauf werfen.

Gunnar Brock, Justiziar beim

Yachtversicherungsspezia listen Pantaenius,

kann die Resignation seiner

Kunden vor dem Kleingedruckten

verstehen. „Deshalb haben wir versucht,

die Pantaenius-Yacht-

Bedingungen so übersichtlich und

transparent wie möglich zu gestalten“,

sagt Brock. Außerdem habe der

Gesetzgeber festgelegt, dass jedem

Versicherungsvertrag ein Produktinforma

tionsblatt beizulegen ist.

„Das verschafft einen ersten, wenn

auch nur groben Überblick – ums

Lesen der Versicherungsbedingungen

komme niemand herum.“ Zumindest

auf vier Aspekte sollte der

Versicherungsnehmer dabei achten:

· Versicherungsgegenstand:

Was ist wo und wogegen

versichert?

· Ausschlüsse: Was ist nicht

ver sichert?

· Obliegenheiten: Welche

Pflichten hat der Versicherte?

· Versicherungswert: Welche

Summe wird ausgezahlt?

AUSSCHLÜSSE:

DETAILS BEACHTEN

Stellen Sie sich vor, Sie schließen eine

Skipperhaftpflichtversicherung für

den Familien-Chartertörn ab. Beim

Schadenfall stellen Sie fest, dass diese

Versicherung Ansprüche von Familienangehörigen

in häus licher Gemeinschaft

ausschließt. Oder Sie beschädigen

die Charter yacht so stark,

dass die Crew nach Ihnen nicht losfahren

kann. Ihre Versicherung zahlt

jedoch nicht für Charter-Folgeschäden:

Sie müssen den Ausfall selbst

bezahlen.

„Geht es um Ausschlüsse, dann

sollten auch Yachteigner genau hinschauen.

So sind Verschleiß oder gewöhnliche

Abnutzung grundsätzlich

vom Kasko-Versicherungsschutz

ausgeschlossen. Und Folgeschäden?

Brock: „Wenn wegen einer alten Saling

der Mast bricht, dann ist der

Mastbruch ein Folgeschaden. Bei

vielen Versicherungen ist dieser

nicht gedeckt. Bei Pantae nius, aber

auch bei anderen Anbietern, ist der

Folgeschaden gedeckt.“

OBLIEGENHEITEN: PFLICHTEN

DES VERSICHERTEN

Wer einen Versicherungsvertrag unterschreibt,

verpflichtet sich zu bestimmten

Verhaltensmaßregeln im

Schadenfall. Die wichtigsten: unverzügliche

Meldepflicht und schadenmindernde

Maßnahmen.

Viele Versicherungsnehmer versäumen

es, einen Schaden umgehend

zu melden. Beispiel: Ein Kunde meldet

eine Grundberührung. Der Sachverständige

stellt auch Beschädigungen

aufgrund einer früheren

Grundberührung fest, die der Eigner

für zu geringfügig hielt, um sie zu

melden. Nun muss auseinandergerechnet

werden, welcher Schaden alt

und welcher neu ist.

Nicht immer ist klar zu erkennen,

ob ein Schaden schlimm ist oder

wie Folgeschäden vermieden werden

können. Deshalb weist Pan taenius

immer wieder darauf hin, sofort

Kontakt zur Versicherung aufzu -

nehmen, „im Notfall auch über

unseren 24/7-Notruf, damit wir

gegebenenfalls Maßnahmen einleiten

können. Einfach nichts zu

tun, ist die denkbar schlechteste

Entscheidung“, so Schadenexperte

Gunnar Brock.

VERSICHERUNGSWERT:

FESTE TAXE IST TRUMPF

Beim Abschluss einer Kaskoversicherung

ist es wichtig, in den Versicherungsbedingungen

die unterschiedlichen

Regelungen bei Teilschaden

und bei Totalverlust des Schiffes zu

verstehen. Teilschäden sollten so reguliert

werden, dass Teilschäden

ohne Zeitwertabzug bis zur Höhe der

vereinbarten Versicherungssumme

reguliert werden.

Im Zusammenhang mit Total -

verlusten fällt häufig der Begriff

„Feste Taxe“. Er suggeriert: Im Fall

eines Totalverlustes wird der Neuwert

des Schiffes ausgezahlt. Doch

nur wenn die feste Taxe in den Bedingungen

als echte Neuwertversicherung

formuliert ist, bekommt der

Eigner auch wirklich die Versicherungssumme

erstattet, auf die er

jahre lang Prämien gezahlt hat –

ohne Zeitwertabzug.

GUNNAR BROCK

ist Justiziar und

Schadenexperte bei

Pantaenius Yachtversicherungen

www.pantaenius.at

So trocken sie auch

sein mögen: die Bedingungen

vor Vertragsabschluss

lesen und im

Zweifel nachhaken!

48 1/2020


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XX X XX

HALLE 16 | STAND B18

Trendsetter

TRÈS CHIC. Das Team von Trend Travel

Yachting wird in Düsseldorf auf den Ständen

der französischen Werften Bali Catamarans

und Jeanneau vertreten sein. Beim Kat-

Hersteller wird der Bali Catspace

Weltpremiere feiern, der etwas kleiner als

der 4.1 ist, aber mehr Komfort bietet. Die

Bugkabinen sind nämlich dadurch, dass die

Kojen quer eingebaut sind, gleich groß wie

jene im Heck. In den Kabinen gibt es zudem

Viel Platz für Mensch

und Katz: Der neue

Bali Catspace.

jeweils ein Ausziehbett, damit hat der

Catspace für insgesamt zehn Personen Platz.

Bei Jeanneau wird die neue Sun Odyssey

410 mit einem elektro-hydraulischen

Schwertkiel zu sehen sein, mit dem sich der

Tiefgang von 2,97 auf 1,37 Meter verringern

lässt. Dazu gesellen sich am Stand die

Sun Odyssey 349, 440 und 490 sowie die

Jeanneau 51 und 64.

è www.trend-travel-yachting.com

XX X XX

HALLE 10 | STAND H55

Ganz Recht?

NA SICHER. Der auf Freizeitschifffahrt spezialisierte

Versicherer Yacht-Pool wird auf der

boot Düsseldorf 2020 nicht nur auf dem eigenen

Stand, sondern auch im Congress Center prominent

vertreten sein. Friedrich Schöchl, Yacht-

Pool-Chef und Erfinder der Skipper-Haftpflichtversicherung,

wird dort in einer Vortragsreihe

fundierte und praxisbezogene Tipps aus über

40 Jahre Versicherungs-Erfahrung geben.

è www.yacht-pool.at

Friedrich Schöchl weiß Rat.

Besuchen Sie uns:

boot Düsseldorf

18. – 26. Jänner 2020

Bootshändler • Bootsservice

TopYacht

www.topyacht.eu

X

XX

HALLE 15 | STAND G13

Familienjolle

ES WERDE XENON-LICHT. Auf der boot wird

Topper, niederländischer Spezialist für leichte und

günstige Einhandjollen, die erste zur Gänze nicht aus

Fiberglas, sondern aus dreilagigem Polyethylen gefertigte

Kieljolle als Weltpremiere vorstellen. Die 4,75

Meter lange Xenon K1 ist gut zwei Meter breit und

für bis zur vier Personen ausgelegt. Preis: ab ca.

€ 11.800,–. Österreich-Händler: S.A.Y.L. in Linz.

è office@sayl.at


XX X XX

HALLE 13, STAND A15

Am Schauplatz

SHOWTIME. Zahlreiche Besucher der

boot versäumen nicht den Abstecher

zu Master Yachting Deutschland

– wobei ja der Stand in Halle

13 nicht wirklich zu übersehen ist.

Der österreichische Segelskipper,

Blogger und -Autor

Markus Silbergasser wird auch heuer

einige Vorträge über angesagte Reviere

im Mittelmeer halten – viele Insidertipps

inklusive. Den Damen des

FOTO: TAHSIN ÖZEN

BVI Tourism Board wird es ebenfalls

wieder ein Leichtes sein, Yachties von

der karibischen Schönheit der British

Virgin Islands (mit allen lokalen

News für 2020) zu überzeugen. Bei

Kaffee, Bier oder einem Glas Wein

kann man sich dann gerne auch im

Detail über die Charterangebote in

aller Welt von Master Yachting informieren

und beraten lassen.

è www.master-yachting.de

MARKUS SILBERGASSER

ist Skipper, Blogger und

ocean7-Autor.

è www.untersegeln.eu

Seglerparadies

British Virgin Islands.

XX X XX

HALLE 1 | STAND C37

Modular

CARBON-ALLESKÖNNER.

Einen außergewöhnlichen

Tender stellt DutchCraft

der Weltöffentlichkeit erstmals

in Düsseldorf vor: Der

8-Meter-Tender DC25 ist aus

Kohlefaser gefertigt und besitzt

einen elektrischen Antrieb,

der das Boot auf bis

zu 32 Knoten beschleunigen

kann. Dank des niedrigen

und kompakten Antriebsstrangs

kann das Deck des

Tenders vielseitig gestaltet

und etwa als Tauch- oder

Sportfischerboot oder als Familiencruiser

genutzt werden.

è www.dutchcraft.com

Elektrik pur: DC25.


Boot Düsseldorf

XX X XX

HALLE 10 | STAND D10

Edle Segel

in Edelgrau

ROLLY TASKER SAILS. Nach

70 Jahren in der Segelfertigung

hat sich das Unternehmen international

zu einem der größten

Segelproduzenten entwickelt.

USP: Vernünftige Segel zum fairen

Preis. Neu und somit gut für

die boot: Das Performance-Segel

aus Lite Skin-Laminat. Im

Vergleich zu Mem bransegeln

soll es widerstandsfähiger gegen

UV-Einstrahlung und Feuchtigkeit

sein – und weniger delaminationsgefährdet.

Während

gesponserte Rennteams ihre

Segelsätze nach nur ein oder

zwei Saisonen wegwerfen, wird

den anthrazitgrauen Performance-Segeln

aus Lite Skin®-

Laminat eine besonders lange

Lebensdauer bescheinigt.

è www.rollytasker.com/de

Astus 20.5. More to come!

XX X XX

HALLE 15 | STAND E40

Mehr Rumpf

ist Trumpf

GESTERN, HEUTE, MORGEN. Ende

Oktober 2009, Neusiedler See. Bei

Nebel, Kälte und Windstille liegt

der ganze See stumm und starr da.

Der ganze See? Nein! Bei Rust versucht

ein kleines Häufchen Aficionados,

einen Weta 4.4-Trimaran

trotz der tristen Bedingungen zum

Segeln zu bringen. So oder so ähnlich

begann vor zehn Jahren die

Geschichte von Multihull Sailing,

heute der Spezialist in Österreich

für leichte Katamarane und

Trimarane und für den Vertrieb für

Weta Marine aus Neuseeland, Wind

Rider aus den USA, XCAT aus Österreich

und Astus Boats aus Frankreich

zuständig. Auf der boot in

Düsseldorf ist das Team um Herbert

Wied auf dem Stand von Astus

anzutreffen. Dort freut man sich,

den Besuchern ein neues Konzept

vorstellen zu dürfen: Am neuen Astus

22.5 wird derzeit intensiv getüftelt.

Noch ist nicht klar, ob der Ende

2020 auf den Markt kommende

Trimaran mit oder ohne Foils gebaut

werden und ob sich das Konzept

an einem familienfreundlichen

schnellen Cruiser mit Komfort oder

an einem superschnellen Foil-Trimaran

orientieren soll. Die Reaktionen

des Publikums auf den Messen

in Düsseldorf und in Tulln

werden mehr Klarheit schaffen.

è www.multihull-sailing.net

Fischer Panda

Stand 9E04

XX X XX

HALLE 4 | STAND B61

Skandinavien-Spezi

Wandelbar: Axopar 37.

Warum auf

Komfort verzichten?

Marine-Generatoren (ab 3,4 kW)

elektrische Antriebssysteme (ab 7,5 kW)

www.fischerpanda.de

BOOTE POLCH. Direkt neben

den Messeauftritten von Nimbus

und Axopar hat auch deren

Händler Boote Polch sein

Zelt auf der boot Düsseldorf aufgeschlagen.

Von Nimbus werden

u. a. die Boote der WTC9-Serie,

eine T11, eine C11, die ganze

neue T8 und das Flaggschiff

405 Fly ausgestellt sein. Der Star

am Axopar-Stand wird die komplett

überarbeitete Axopar 37

sein, die nun über eine größer

gewordene Front kabine verfügt,

in der sich gegen Aufpreis das

WC und die Dusche räumlich

abtrennen lassen.

è www.bootepolch.de


Schiffseigner werden

Auf dem Weg zum eigenen Schiff? Erfüllen Sie sich

diesen Traum! Aber achten Sie auf dem Weg dorthin

auf ein paar wichtige Punkte, damit der Traum auch

wirklich wahr wird. Dabei sind nicht nur Dinge im

direkten Zusammenhang mit dem Schiff selbst zu

berücksichtigen, sondern auch steuer liche, finanzielle

und rechtliche Fragen zu beachten.

JOIN THE CLUB

Der Finanzdienstleister abcfinance

GmbH hat lange Erfahrung

in der Finanzierung

von Schiffen und Yachten. Daher

kennt der Finanzpartner

Hürden und Fallstricke bei der

Anschaffung des eigenen Schiffes.

Hier einige wichtige Hinweise

von abcfinance zur Realisierung

Ihres Schiffstraums.

1. Verlassen Sie sich bei der Beurteilung

der Wunschyacht

besser nicht auf Ihr Gefühl,

sondern auf die Expertise

eines Gutachters. Öffentlich

bestellte Gutachter oder Sachverständige

kosten Geld, aber

sind es auch wert. Hier zu

sparen, wäre am falschen

Ende gespart. Die Mitarbeiter

der abcfinance können Ihnen

gerne bei Bedarf seriöse Gutachter

empfehlen.

2. Wenn Sie eine gebrauchte

Yacht erwerben wollen, dann

sollten Sie sich unabhängig

davon, ob der Verkäufer eine

Privatperson oder ein Unternehmen

ist, den Umsatzsteuer-Status

bestätigen lassen.

Geeignet sind hierfür Kaufunterlagen

des letzten Eigentümerwechsels.

Andernfalls

kann es unter Umständen

passieren, dass Sie von einer

Nachforderung der Umsatzsteuer

überrascht werden.

3. Bestehen Sie beim Aufsetzen

eines Kaufvertrages auf die

Aufnahme einer Freihalteklausel,

die Sie vor Ansprüchen

schützt, die durch den

Vorbesitzer verursacht und

noch nicht beglichen wurden,

wie Kosten für Liegeplatz,

noch nicht bezahlte Reparaturen

etc.

4. Lassen sie sich vor der Vertragsunterzeichnung

folgende

Dokumente zeigen: EU-Konformitätserklärung,

CE-Zertifikat

und Builders-Zertifikat.

Es können aber noch weitere

wichtige Nachweise nötig

sein, die stark vom Einzelfall

abhängen.

5. Verlangen Sie eine Löschungsbescheinigung

bzw.

eine explizite Erklärung, dass

die Löschung aus dem vorhandenen

Register nach

Zahlung erfolgt.

Schiffe und Yachten lassen sich

übrigens bequem finanzieren.

Selbst wenn die Träume etwas

größer als das aktuelle Budget

sind oder Sie andere Projekte

gerade mit Liquidität ausgestattet

haben, ist so sichergestellt,

dass Sie keine Abstriche in

Ausstattung oder Ausrüstung

machen müssen.

abcfinance steht Ihnen mit Rat

und passenden Finanzierungslösungen

gerne zur Seite – ganz

gleich, ob Sie gewerblicher oder

privater Interessent sind. Der

Schiffsfinanzierer hat weitere

Tipps zur Anschaffung und

Finanzierung von Schiffen in

einem Merkblatt für Sie zusammengestellt.

Sie finden alle

Tipps unter

è www.abcfinance.at/

merkblatt-bootsfinanzierung.pdf

BRING UNS DEINE ALTE SEEKARTE VORBEI

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ERHÄLTST DU BEI GARMIN

HALLE 10 | STAND A18


Kaufcharter

Dream

comes true

Wie man sich als Vielsegler mit Kaufcharter nicht nur die Tür zur

eigenen Yacht, sondern gleich das Tor zu einer weltweiten Flotte

öffnen kann? Das verrät Charter-Profi Cengiz Inceören von Argos

Yachtcharter im Interview.

Text Matt Müncheberg | Fotos Argos/Dream Yacht Charter

Herr Inceören, was ist

Kaufcharter genau?

Die Angebote der verschiedenen

Charterfirmen sind unterschiedlich

aufgebaut, da lohnt sich der Vergleich.

Im Grunde geht es darum,

dass Segler sich zu einem gewissen

Prozentsatz an dem Kauf einer

neuen Yacht beteiligen, die dann

für einen festgelegten Zeitraum im

Charterbetrieb genutzt wird. Nach

Vertragsablauf geht das Schiff dann

in das Eigentum des Kunden über.

Doch wie die Zeit gestaltet wird, in

der das Schiff im Charterbetrieb

läuft, wird je nach Firma höchst

unterschiedlich gehandhabt.

Wir von Argos bieten gerne

die Programme von Dream Yacht

Charter (DYC) an, da dieses Unternehmen

die größte Auswahl an

Yachten verschiedenster Werften

und ein weltweit sehr großes Netzwerk

an Stützpunkten hat. So können

wir den Investoren garantieren,

dass sie von der Partnerschaft,

dem Service und dem Backoffice

mit zahlreichen Agenturen im Hintergrund

am besten profitieren.

Für wen lohnt sich Kaufcharter?

Für alle, die viel und gerne auf den

verschiedensten Revieren der Welt

segeln wollen. Wer irgendwo, z. B.

in der Karibik oder im Mittelmeer,

ein Schiff aus dem DYC-Kaufcharter-Portofolio

gewählt hat, kann

weltweit alle vergleichbaren Yachten

kostenfrei nutzen – ein wesentlicher

Vorteil des DYC-Kaufcharter. Er

muss dann nur Reinigung, Strom,

Wasser und natürlich Treibstoff

CENGIZ INCEÖREN

gründete 1979 Argos

Yachtcharter und ist

Experte für Kaufcharter.

bezahlen, ganz so, als wenn man ein

eigenes Schiff in einem der Yachthäfen

vor der eigenen Haustür liegen

hätte.

Auch größere Yachten stehen gegen

einen geringen Aufpreis zur

Verfügung. Insgesamt bietet DYC

sechs verschiedene Programme für

den Kaufcharter an – mit der Option,

bis zu 12 Wochen im Jahr auf

der eigenen oder einer Yacht wie

der eigenen zu segeln.

Wie hoch ist die finanzielle Einlage,

die zu Beginn geleistet werden muss?

Das hängt davon ab, welches Programm

gewählt wird. Beim Partnership-Programm

z. B. zahlt der Kunde

55 Prozent des Kaufpreises der

neuen Yacht, hat während der gesamten

Vertragslaufzeit von 66 Monaten

keine laufenden Kosten und

die Möglichkeit, bis zu 12 Wochen

im Jahr auf einer der Yachten in einer

der rund 50 DYC-Basen weltweit

zu segeln. Chartereinnahmen

werden nicht ausgeschüttet, dafür

darf man am Ende die Yacht ohne

54 1/2020


weitere Zu- oder Schlusszahlung

sein Eigen nennen.

Was passiert am Ende der Laufzeit?

Der Kunde bekommt seine eigene

Yacht, die noch einmal komplett

durchgecheckt wurde und damit

„ready to sail“ ist. Einige Eigner

übernehmen die Yacht dann und

segeln sie weiter, andere bieten

sie über DYC zum Verkauf an und

nutzen den Erlös zur Finanzierung

einer neuen Yacht über das Kaufcharter-Programm.

Blauwasserseglern, die

eine Yacht ihr Eigen nennen

und viele Yachten in

verschiedenen Revieren

segeln möchten, spendiert

DYC im Rahmen

zweier Kaufcharter-

Programme einen Mono

oder einen Kat für nur

55–60 % des Neupreises

– und bis zu 12 Wochen

Segelvergnügen weltweit

dazu.

ohne Kosten für den Eigner. Im

letzten Monat vor Vertrags ablauf

erhält die Yacht zudem eine Intensivpflegekur,

also noch bevor der

Eigner sie übernimmt und/oder

zum Verkauf freigibt.

Mit Dream Partnership und DreamEasy

hat Argos zwei DYC-Kaufcharter-

Modelle im Programm. Was haben sie

gemeinsam, was unterscheidet sie?

Bei Dream Partnership zahlt man

bei Vertragsabschluss 55 Prozent

der Gesamtkosten und am Ende

der Laufzeit von 66 Monaten gehört

die Yacht privat dem Kunden allein.

Bei DreamEasy sind 35 Prozent bei

Vertragsabschluss und am Ende

noch einmal 25 Prozent des Gesamtpreises

zu bezahlen – in Summe

also 60 Prozent.

Ganz neu bei DreamEasy ist übrigens

das BuyBack-Programm: Wer

die Yacht am Ende nicht be halten

oder nicht selbst verkaufen möchte,

zahlt zu Beginn 40 Prozent und erhält

am Ende 20 Prozent zurücküberwiesen.

Man zahlt unterm

Strich sozusagen nur 20 Prozent,

um fünfeinhalb Jahre ohne jegliche

Chartergebühren überall auf der

Welt segeln zu können.

Ein weiterer wichtiger Unterschied

zwischen Partnership und

DreamEasy ergibt sich bei den Eigner-Wochen:

Zwar sind bei beiden

Modellen maximal sechs Wochen

als Eignerwochen im voraus buchbar;

aber bei Partnership sind weitere

6 Wochen „Lastminute“ – also

bis zu zehn Tage vor Termin – möglich.

Bei DreamEasy hingegen gibt

es nur zwei Wochen „Last minute“.

Wie hoch ist der Wertverlust bei einer

neuen Serienyacht im Charterbetrieb?

Wir kalkulieren mit einer Wertminderung

von rund 40 Prozent bei

Katamaranen und rund 50 Prozent

bei Monohulls in sechs Jahren.

Welche Modelle eignen sich besonders

gut für die Kaufcharter-Programme?

Katamarane und Monohull-Yachten

mit einer guten Kabinenaufteilung

im Größensegment zwischen 40

und 50 Fuß. Weltweit sind reichlich

Yachten in diesen Größen – auch

größer bzw. kleiner – vorhanden,

wobei in den exotischen Revieren

die Katamarane überwiegen.

Gibt es einen Tipp, den

Interessenten beherzigen sollten?

Ich empfehle immer, sich die Basen

und den Zustand der Yacht vor Ort

vorher genau anzusehen. Einen

authentischen Einblick bekommt

man, wenn man seinen Besuch

nicht lange im Voraus ankündigt.

Das aus dem Kaufcharter-Programm

gewählte eigene Schiff sollte

in einer der Mittelmeer-Basen

stationiert sein.

Die Saison währt dort, anders

als in der Karibik oder in anderen

exotischen Revieren, nur rund

sechs Monate. Entsprechend

geringer ist die Abnutzung über

die 66 Monate – und entsprechend

länger die Zeitfenster für Pflege

und Instandhaltung.

Ein Einwand gegen Kaufcharter-

Modelle ist der hohe Verschleiß

durch Chartergäste …

Eine nicht ständig genutzte Yacht

bringt doch viel mehr Probleme

mit sich, wie z. B. Algenbildung

im Unterwasserbereich, verrottete

Teile wegen mangelnder Belüftung,

kaputte Batterien nach längeren

Stehzeiten usw. – im Charterbetrieb

ist die Yacht stets unter Beobachtung

durch den Stützpunkt, wird

gepflegt, geprüft und ggf. repariert –

Verfügbare DYC-Basen im Mittelmeer (auszugsweise):

Sardinien/Olbia, Sizilien/Portorosa, Neapel/Pozzuoli, Kroatien/Pomer, Griechenland/Korfu, Türkei/Göcek

Die Basen befinden sich in modernen Marinas in Flughäfen-Nähe. Eine Liste mit allen verfügbaren DYC-Basen

weltweit ist auf Anfrage erhältlich.

Verfügbare Yachten in den DYC-Kaufcharterprogrammen (auszugsweise):

Katamarane: Lagoon 40, 42, 46; Bali 4.1, 4.3, 4.5; Fountain Pajot: Lucia 40; Astrea 42; Elba 45; Saona 47

Monohulls: Beneteau: Oceanis 41.1 (3 Kab.), 46.1 (5 Kab.), 51.1 (5 Kab.); Dufour 430 (4 Kab.), 460 (5 Kab.),

520 (5 Kab.); Jeanneau: Sun Odyssey 479 (4 Kab.), 519 (5 Kab.), Sun Loft 47 (6 Kab.)

10 % Sonderrabatt auf neue Yachten, die 2019 in den Dienst gestellt wurden. Eine Liste mit allen Aktionen und

verfügbaren Yachten ist auf Anfrage erhältlich.

Info und Beratung: Argos Yachtcharter, Cengiz Inceören,

Tel. +49 71 4535496, dream@argos-yachtcharter.de

è www.argos-yachtcharter.de

HALLE 13 | STAND B09

1/2020 55


Austrian Boat Show – Boot Tulln 2020

Hoch im Kurs

Die Austrian Boat Show – Boot Tulln ist mehr als eine Messe, sie ist der alljährliche Auftakt in die

Wassersportsaison. Als bedeutende Plattform und Branchentreffpunkt zur besten Zeit kurz vor

Saisonstart wird sie 2020 auch zum eindrucksvollen Schaufenster des modernen Schiffs- und

Yachtbaus. Hier ein kleiner Vorgeschmack auf die ausgestellten Premieren.

AUSTRIAN OCEAN RACE PRO-

JECT AUF DER BOOT TULLN

Ein absolutes Besucher-Highlight

der Austrian Boat Show ist die

Präsentation des Austrian Ocean

Race Projects. Dabei handelt es

sich um ein junges und ambitioniertes

Team aus internationalen

Seglern mit dem großen Ziel der

Teilnahme beim nächsten The

Ocean Race. Dazu wurde die ehemalige

Vestas 11th Hour Racing,

eine Volvo Ocean 65, erstanden,

die bereits zwei Mal das Volvo

Ocean Race bestritten hat.

Candidate Sailing wird gemeinsam

mit The Austrian Ocean

Race Project eine X-Section einer

VO65 auf dem Messestand in der

Halle 10 präsentieren. Es handelt

sich dabei um einen Mock-up in

Originalgröße eines Ocean Racers,

der in der Mitte durchgeschnitten

ist und für die Besucher begehbar

sein wird. So wird es möglich, das

Schiff zu betreten, das Gefühl am

Steuerrad des Racers kennenzuler-

FOTO: DOMINIK MATESA

Esse 850 LE, Yachtservice Gebetsroither.

A-Yachts mit der neuen A27 in Tulln.

56 1/2020


nen und auch einen Eindruck zu

bekommen, wie das Leben unter

Deck so aussieht, wie gekocht wird

– und wie das WC auf einem Racer

aussieht. Eine einmalige Gelegenheit

für alle Segler und Ocean-

Race-Fans!

Darüber hinaus wird es einen

Geschicklichkeitswettbewerb geben.

Besucher haben die Möglichkeit,

den VO65 Racer einzu parken

oder mit einem Grinder so schnell

als möglich die Segel zu setzen.

Schaufenster für Neuheiten – hier

ein kleiner Auszug und Vorgeschmack

auf stylische Daysailer

Österreichpremiere: Esse 850 LE

– Yachtservice Gebetsroither.

Das jüngste Modell der Esseboats-

Familie, die Esse 850 LE, besticht

nicht nur durch hervorragende

VO65 Sisi und Team

im Heimathafen

Portopiccolo.

Rustler 24, Handelsvertretung

Thomas Kohler.

Besucher der Boot Tulln werden 2020 auch das

Abenteuer „Ocean Race“ hautnah erleben können.

X-Section: eine VO65 als begehbarer

Mock-up auf der Boot Tulln.

Lago 26, presented by

Championship Yachting

Segeleigenschaften, sondern durch

ihre Einhandtauglichkeit. Mit der

850 LE setzt die Werft ein Daysailer-Konzept

um, das sich an

spaßorientierte Freizeitsegler richtet.

Die LE spricht Segler mit dem

Bedürfnis nach Einfachheit im

Handling und einem Hauch von

Luxus an. Das Kürzel LE steht für

Luxus und Effektivität – maximaler

Segelspaß bei minimalem Aufwand

und bestmöglichem Komfort.

Lago 26 – Championship

Yachting. Hans Spitzauer, einer

der erfolgreichsten österreichischen

Segler, präsentiert die Lago

26 in der Hubkielversion. Spitzauer

ist Mastermind und Entwickler der

Lago 26, das erfolgreichste Regattasegelboot

der letzten Jahre, das

sämtliche Blaue Bänder in den verschiedensten

Revieren bei unterschiedlichsten

Bedingungen gewinnen

konnte und auch optisch

als „state of the art“ gilt.

A27: A-Yachts präsentiert eine

neue Klasse von Segelbooten, die

den Trend für Daysailer setzen.

Sowohl dem gemütlichen Entspannungssegler,

der auf einem luxuriösen

Boot mit allem Komfort

ausfährt, als auch dem sportlichen

Segler, der mit hoher Geschwindigkeit

und perfekter Ausstattung an

einer Regatta teilnehmen möchte,

bietet A-Yachts mit der A27 das

perfekte Boot.

Österreichpremiere:

Rustler 24 – Handelsver -

tretung Thomas Kohler. Die

Rustler 24 ist eine perfekte Verbindung

aus Eleganz, Performance

und einfacher Handhabung, gefertigt

auf höchstem Handwerks -

niveau in Kombination mit modernen

Materialien und Bedienungssystemen.

Sie besticht durch

überragende Segeleigenschaften

auf allen Kursen und lässt sich sowohl

alleine als auch mit Familie

und Freunden gut segeln – und

vermittelt dabei das tolle Gefühl,

mit einer wirklichen Yacht unterwegs

zu sein.

Trailerbare Kleinkreuzer & Multihulls

– die Neuentwicklungen für 2020

Der Schwerpunkt für Daysailer

und Kleinkreuzer hat sich in den

letzten Jahren als eigenes Segment

innerhalb der Messe entwickelt.

Mit dabei bei der Austrian Boat

Show – Boot Tulln 2020 sind Viko

Yachts, Phobos Yachts, Maxus

Yachts, Delphia, Aquatic Yachts,

Domani, Beneteau First und natürlich

auch Sunbeam Yachts.

Die Hersteller haben für jegliche

Vorlieben der Interessenten das

passende Boot parat.

Präsentation der großen

Segelyachten in Halle 10

Alljährlich am eindrucksvollsten

und absoluter Besuchermagnet ist

die Halle 10, in der die großen

Segelyachten zu sehen sind. Dort

werden sämtliche große Serienwerften

mit deren Neuheiten für

das 2020 präsent sein.

Bleiben Sie dran, in der nächsten

-Ausgabe gibt es den

kompletten Überblick über alle Neuheiten

inkl. Premieren, Rahmen ­

programme und vieles mehr. Verpassen

Sie nicht „DAS“ nautische

Highlight – die Austrian Boat Show

– Boot Tulln 2020!

Austrian Boat Show – Boot Tulln

Termin 2020

Öffnungszeiten

Weitere Infos und ermäßigte Tickets:

è www.messe-tulln.at

5. bis 8. März

10 bis 18 Uhr

1/2020 57


Wissen und Meer

Anlegen unter Segel

Es ist der letzte Tag unseres Segeltörns in Schottland. Wir liegen an der Boje

vor Inverie in Loch Nevis. Es ist nebelig trüb, der Wind bläst mit drei Beaufort

und wir haben nur mehr neun Seemeilen zu unserem Zielhafen. Also, was tun?

Wir haben ja Zeit, also machen

wir ein paar BOB-

Manöver. Gesagt – getan!

Und damit wir den Fender möglichst

realitätsnah herausfischen

können, binden wir am unteren

Ende einen Festmacher-Bunsch an.

Jeder fährt das Manöver: „Boje über

Bord“, einer hält Ausschau, der andere

wirft die Rettungsboje, der Rudergänger

fällt ab und geht durch

den Wind, Fock steht back und mit

Maschinenunterstützung wird das

Boot zur Boje laviert, Fender wird

an Bord genommen, fertig. Einer

will es noch exakter machen, er will

absolut keine Fahrt im Schiff haben

und stoppt die Yacht mit einem forschen

Motor-Rückwärtsschub auf.

Prompt nimmt das Malheur seinen

Lauf: Der Bunsch wird unters

Schiff gezogen, ein Ruck, der Motor

stirbt ab und die Leine hat sich um

den Propeller gewickelt. Bei 10 °C

Wassertempe ratur hast du keine

Chance, das Knäuel in der Schiffsschraube

zu entwirren. Also segeln

wir zum Heimathafen und müssen

dort unter Segel anlegen.

Zweite Geschichte zum Thema:

Im April übernehmen wir in Salivoli

unsere Yacht – wir wollen nach Korsika

rüber. Bis Elba geht es gut, aber

vor Korsika beginnen die Probleme

mit dem Motor, er stirbt immer

wieder ab. Bald kommen wir der

Ursache auf die Spur: Der Diesel ist

massiv verunreinigt. Wir putzen die

Dieselleitung, wir entlüften, unter

Deck machen sich Dieseldüfte frei –

und wie es der Teufel will: In der

Einfahrt zum Hafen gibt der Motor

auf, und wieder heißt das Motto:

Anlegen unter Segel …

Habe ich eine Boje in Aussicht,

geht das Anlegemanöver unter Segel

sehr komfortabel: Zuerst wird die

Genua oder die Fock geborgen, lediglich

das Großsegel bleibt stehen.

Ich gehe auf Halbwindkurs und

schau mir das Umfeld gut an: Wo

liegen die anderen Boote, sind Untiefen

oder gar Felsen zu beachten,

stehen womöglich Fallböen in der

Bucht, drückt Schwell oder Tidenstrom

das Boot in eine unerwünschte

Richtung. Habe ich das

alles geklärt, dann gehe ich platt vor

den Wind – vielleicht sichere ich

das Großsegel mit einem Bullenstander.

Ich passiere die Boje im

Abstand einer Schiffslänge (als

Richtwert) und wenn die auserwählte

Boje mit dem Heck passiert

wird, lege ich hart Ruder und drehe

in den Wind. Durch diesen abrupten

Haken wird die Fahrt aus dem

Boot genommen und es kommt bei

der Boje zum Stillstand, so Gott

will! Es empfiehlt sich, dieses Manöver

bei der Vorbereitung (siehe

oben) auszuprobieren, damit man

bei Bedarf den Auslauf der Yacht

einschätzen kann. Und noch ein

Aspekt sei erwähnt: Wenn das Boot

stillsteht, ist es manövrierunfähig.

Wenn die Boje also nicht gefasst

wird, dreht der Bug ab und ich muss

das Manöver nochmals fahren.

DAS GROSS IST TRUMPF

Fall Zwei: Zur Vorbereitung habe

ich mir im Vorhafen die Gegebenheit

angeschaut, das Hafenhandbuch

zu Rate gezogen und den

freien Liegeplatz entdeckt, bei dem

ich längsseits anlegen kann. Idealerweise

habe ich mir den auflandigen

Platz ausgesucht, der Wind erledigt

dabei mein Anlegemanöver. Ich

muss nur langsam genug sein, aber

nicht zu langsam – es muss schon

GOTTFRIED

TITZL RIESER

ist Ausbildungs referent

des Yacht Club Austria,

dem größten Yachtclub

Österreichs. Er ist passionierter

Fahrtensegler

und hat insgesamt so

um die 20.000 See -

meilen in seinen Log -

büchern dokumentiert.

Sein Motto: „Die See ist

der beste Lehrmeister!“

kolumne@ocean7.at

Anlegen unter Segel:

Jeder Handgriff –

speziell am Segel und

bei den Leinen –muss

sitzen.

noch Fahrt im Boot sein, sonst bin

ich nicht manövrierfähig und der

Bug hängt dann irgendwo in den

Relingsstützen oder Muringleinen

der Nachbarboote. Auch hier gilt:

Fahre nur mit dem Großsegel, die

Fock verlagert den Hebelpunkt der

Drehwirkung zu weit nach vorne.

Die Geschwindigkeit nehme ich aus

dem Boot, indem ich das Großsegel

fiere, werde ich zu langsam, muss

ich es wieder dicht holen. Das erfordert

volle Konzentration, man hat

meist keine zweite Chance. Es empfiehlt

sich auch hier, die Crew ausführlich

zu instruieren. Jeder Handgriff

(speziell am Segel und bei den

Leinen) muss sitzen.

Der Grundsatz bei diesen Manövern

ist Geduld, Geduld und nochmals

Geduld. Es darf nicht stressig

werden, Zeitdruck ist eine Quelle

für Pannen. Wenn man den Druck

herausnimmt, wird auch die Crew

ruhiger und überlegter. Lieber im

freien Seeraum noch eine Runde

unter Segel drehen, als unvorbereitet

in ein Schlamassel geraten.

Abschließend ein Tipp für alle

Skipper: Probieren Sie das doch

einmal mit ihrer Crew aus!

FOTO: SHUTTERSTOCK

58 1/2020


SEGELYACHTEN

Tipps, Trends & Neuheiten

Macht sie schnell und sexy!

Made in Italy, Design

by Harry Miesbauer.

SEGELTRAUM. In der auf Custom-Yachten

spezialisierten Werft Adriasail wird

derzeit an der Scuderia 65 gefeilt. Der aus

Carbon gefertigte 20-Meter-Racer wurde

von einem Regatta-erfahrenen Eigner ungefähr

so in Auftrag gegeben: „Bitte eine

leichte, schnelle, sexy Rennyacht mit guter

Allround-Perfomance, die man ohne

viel Aufwand auch in einen familientauglichen

Segler verwandeln kann.“ Österreichbezug

gibt es bei der im November

zu Wasser gelassenen Yacht auch einen:

Für das Außen- und Innendesign zeichnet

Harry Miesbauer verantwortlich, der

u. a. schon beim Frauscher-Flaggschiff

1414 Demon gezeigt hat, dass er viel von

schwimmenden Schönheiten versteht.

è www.adriasail.it

Sag niemals nie!

WELTUMSEGELUNG. Der Australier Jon

Sanders, erster und einziger Mensch, der

dreimal nacheinander nonstop und alleine

um den Globus gesegelt ist, kann es nicht

lassen: Am 3. November setzte der 80-

jährige in Freemantle/West-Aus tralien die

Segel zu seiner 11. Weltumrundung. Dabei

hatte sich Sanders nach seiner 10. Welt -

umseglung geschworen: „Nie wieder!“

Einen guten Zweck hat die Reise auch:

Der Australier sammelt unterwegs

Wasser proben aus den Ozeanen und hilft

damit dem Projekt „No Plastic Waste“.

è www.noplasticwaste.org/jon-sanders/

Jon Sanders (links) beim

Start mit seiner S&S 39.

Boot D sseldorf

18.-26.01.2020 · Halle 16 / Stand 16B38

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www.hanseyachts.com

Hanse (Deutschland) Vertriebs GmbH & Co. KG | Bernau am Chiemsee | Tel. +49 (8051) 9629767 | sales@hanseyachts.de


Dehler 30 one design

60 1/2020


Coldplay

Raus aus der Komfortzone und ab nach Rostock. Dort stürzte sich

-Sportreporter Roland Regnemer ins kühle Nass, um die neue

Dehler 30 one design aus dem Hause Hanse zu segeln. Bei Regen und

eiskalten Temperaturen – unter durchwegs denkbaren Bedingungen also.

Text Roland Regnemer | Fotos Dehler, Roland Regnemer

1/2020 61


Dehler 30 one design

Gelungener Außenauftritt,

sehr gutes

Deckslayout mit hochwertiger

Bestückung.

Und dazu ein flexibel

einsetzbares Rigg. So

macht man gute Figur,

beim küstennahen Familienausflug

wie auch

im Rennmodus.

Es ist November und der

frühmorgendliche Flug

geht nach Hamburg. Im

dann noch knapp 180 Kilometer

entfernten Rostock warten

die ersten beiden Prototypen der

neuen Dehler 30 one design. Regen

gehört bei diesem Setting eigentlich

mit dazu, Temperaturen im einstelligen

Bereich sind um die Jahreszeit

erwartbar. Wie geschaffen also

für eine mehrstündige Segeltest-

Session bei feinen 10 bis 15 Knoten

Wind an der Ostsee.

Das Grundkonzept ist für einen

breiten Einsatz ausgelegt. Für Einsteiger

in das ambitionierte Segeln

stellt die Dehler 30 od genauso eine

passende Wahl dar wie für Profis

aus dem Regattaumfeld. Das Rigg

ist mit Backstagen ausgestattet,

diese können aber durchaus im

Einsteigermodus in der Bedienung

vernachlässigt werden.

Genauso wie das Wasserballast-

System: natürlich sind die 200 Liter

in Luv ein Bringer in punkto Performance,

aber die Dehler lässt

beim Test in Rostock auch ohne

Wasser in den Tanks beim Segeln

nicht wirklich Wünsche offen.

„Wir sind noch nicht hundertprozentig

mit dem System zufrieden.

Daher tüfteln wir noch bis zum

Start der Serienproduktion an den

beiden Prototypen, die sich in einigen

Details noch unterscheiden.

Startschuss im neuen Jahr, bis dahin

hat das Testen dann ein Ende“,

meint Oliver Schmidt- Rybandt, der

als externer Experte das Projekt

von A bis Z für die Werft begleitet.

62 1/2020


Auffällig! Rumpfdesign und

Hightech-Segel sorgen für

Hingucker auf offener See.

Klar ist, dass jeder, der schon

einmal mit Wasserballast unterwegs

war, für das Dehler-System

keine eigene Einschulung benötigen

wird. Das wird dann auch am

Ende des Tests unter Beweis gestellt.

Zurück im Hafen werden die

Tanks ge flutet, dann auch schnell

der Ballast von links nach rechts

und wieder zurückgepumpt, während

vom Rest der Tester noch die

Innenräumlichkeiten unter die

Lupe genommen werden. „Im

Echt betrieb sind rund 10 Sekunden

beim Manöver dafür einzuplanen.

Die Bedienung ist zur Gänze

von Deck aus möglich, mit einem

Leinen- und Rollensystem das

beim Niedergang angebracht ist“,

so Schmidt-Rybandt.

Wer es also in punkto Handling

zunächst einmal einfach und eventuell

auch familientauglich angehen

will, der wird vollauf zufrieden

sein. Mit der Gewissheit, dass

in seinem Schiff ohne technische

Änderungen oder Investitionen

auch eine richtige Rennkiste steckt.

KEINE KOMPROMISSE

Mit diesen beiden Worten ist der

Weg von der Idee zum von uns getesteten

Prototypen wohl am besten

auf den Punkt gebracht. Dabei ist

das Wort „Prototyp“ schon nicht

mehr ganz zutreffend. Die beiden

Dehler 30 sind bis ins Detail zu

Ende gedacht und auch so gebaut.

Im Interieur wird noch an der einen

oder anderen Stelle am Finish

gefeilt. Aber nach einem intensiven

Segeltag an der Nordsee steht fest:

Hier ist alles an seinem Platz, mit

einer Qualität, die serienreif ist. Es

bleibt als gelernter Wiener also nur

mehr das berühmte „Raunzen auf

„Das erste Produktionsjahr

ist für den geplanten

Regel betrieb bereits

ausverkauft. Dabei gehen

die Greifswaldener von

rund einer Woche Bauzeit

pro Boot aus.“

Speedsailing

Die Testboote fischen, pardon segeln, im aktuell heißen Markt der 30-Fuß-Yachten.

Konzept und Layout der Greifswalder Exemplare sind dezidiert auf Offshore-Tauglichkeit

und Short-Handed-Sailing ausgerichtet. Maßgeblich daran beteiligt waren dabei die Jungs

von „speedsailing“ in Rostock. Ihr Hauptgeschäft war und ist der Betrieb von zwei alten

Volvo-Ocean Race-Yachten, unter anderem der ehemaligen „Illbruck“. Begonnen hat die

Zusammenarbeit zwischen der Hanse-Werft und „speedsailing“ mit einem Konsulentenvertrag

für die geplante neue Dehler, am Ende „verbrachten wir eigentlich jeden Tag in

der Produktion, sehen uns als integrierten Bestandteil des Produtkionsteams“, so

Oliver Schmidt-Rybandt. Selbst nach Anlauf der Serienfertigung geht die enge

Zusammenarbeit weiter, im Vertrieb und im gesamten „after sales“-Bereich.

1/2020 63


Dehler 30 one design

FOTO: MARTIN LUKAS KIM

„ Wir haben bis ins kleinste Detail gefeilt. Mit über 50 Leinen

ist die Dehler 30 perfekt trimmbar. Verzeiht aber großzügig,

wenn Know-how oder Zeit dafür fehlen.“

Morten Strauch, Unternehmenssprecher Hanseyachts

hohem Niveau“ und die Suche

nach dem einen oder anderen

Quentchen, das noch fehlen würde.

Also wird vorgeschlagen, vielleicht

den Autopiloten aushängbar

zu machen, um das Steuergefühl –

natürlich an der Pinne, nicht am

Rad – noch zu verbessern und den

Druck am Steuer zu mindern.

Apropos Steueranlage: Die Ruderstangen

für das Doppelruder

sind freiliegend, damit die Ruderwinkel

auch auf See einfach justiert

werden können. Orientiert man

sich vom Steuer in Richtung Bug,

dann stolpert man quasi über einen

eingelassenen Joystick. Mit

diesem lässt sich der Propeller des

Motors im Rumpf versenken und

auch wieder ausfahren. Womit wir

auch schon am Weg voran beim

Kiel angelangt wären. Seine Entwicklung

war intensiv und nahm

eine hohe Eigendynamik an.

„Wenn zu Projektbeginn jemand

zu mir gesagt hätte, dass wir einen

Carbon-Schaft bauen, der nur knapp

über 80 kg wiegt, dann hätte ich

ihn ausgelacht. Jetzt haben wir eine

850-kg-Bleibombe auf 2,2 Meter

und damit ein Gewichtsverhältnis

beim Kiel von Schaft zu Bombe,

von dem so manche Spitzenrennyacht

nur träumen kann“, freut sich

Oliver Schmidt-Rybandt.

EIN BOOT IN VIER TAGEN

In der Entwicklung ist die Hanse-

Werft, zu der Dehler seit 2009 gehört,

einen mutigen, neuen Weg

gegangen. Aus der ursprünglich

nur temporär geplanten Beratung

durch die Regatta- und Offshore-

Profis von „speedsailing“ wurde

eine tiefgreifende, eigentlich na he -

zu tägliche Zusammenarbeit.

Schmidt-Rybandt und seine Kollegen

kennen mittlerweile nicht

nur das Boot, sondern auch die gesamte

Werft in Greifswald wie ihre

Westentasche. Die Agenden wurden

immer weitreichender, beginnend

von der Planungsphase bis

zur Übernahme von Vertriebs -

agenden und der Durchführung

der Test- und Presse-Segeltage.

Wie weit sich die Werft da auch

aus der Komfort zone wagte, lässt

sich an ein, zwei Beispielen gut

festmachen. Das hauseigene Baukastensystem

für einen Großteil

der für den Yachtbau notwendigen

Teile stand zwar im vollen Umfang

Gleiten erwünscht! Attraktivität

über der Wasserlinie …

64 1/2020


zur Verfügung. Die normale Verteilung

bei Neuentwicklungen von

80 % Fertigteil zu 20 % Neubau

wurde für die Dehler 30 od jedoch

umgekehrt. Noch greifbarer der

Vergleich in punkto Leine. „Die

neue Hanse 67 hat 30 verschiedene

Leinen für unterschiedlichste Ansprüche

an Bord. Die nicht einmal

halb so große Dehler 30 od hat

mehr als doppelt so viele“, verrät

Morten Strauch, PR- und Marketingchef

von Hanseyachts.

Das alles sorgt bereits vor Start

der Serienproduktion für gut

gefüllte Auftragsbücher. Das

erste Produktionsjahr ist für den

geplanten Regelbetrieb bereits ausverkauft.

Dabei gehen die Greifswaldener

von rund einer Woche

Bauzeit pro Boot aus. „Die können

wir bis auf vier Tage für eine Einheit

runterschrauben“, so Morten

Strauch.

Es gibt zweifellos unangenehmere

Ausgangspositionen. Dabei

kommen die meisten Vorbestellungen

natürlich aus Deutschland.

Doch auch nach Griechenland gehen

gleich einmal fünf Stück, als

Grundstein für eine Flotte. „Wir

sind uns sicher, dass Keimzellen

mit zumindest drei Booten oder

mehr an einem Ort das Geheimnis

für eine langfristige und erfolgreiche

Platzierung der Dehler 30 od

auf dem Markt sind“, so Schmidt-

Rybandt. Entsprechend ist auch

die Strategie in punkto Vertrieb

ausgelegt.

KALT AUSGESPIELT

So ist die Dehler 30 od innen und

außen in punkto Design und Segeleigenschaften

ein spannender Wurf

aus Greifswald. Und wer „Segeln“

in einem Atemzug mit „Regatta“

nennt, wird mit ihr sein Glück finden

– und viele andere bemerkenswerte

Dinge auch.

Zum Beispiel die kühn reduzierte

Architektur oben wie unten mit

futuristischen Ansätzen oder die

eingesetzten Materialien abseits

des Mainstream. „Form follows

function“ – Cruiser mit Hauptaugenmerk

auf Komfort müssen

sich also woanders umschauen.

Dehler 30 one design

Länge ü. a.

Länge Wasserlinie

Tiefgang

Verdrängung

10,30 m

8,97 m

2,20 m

2,8 t

Großsegel 34,5 m 2

Fock 28,5 m 2

Code-0 45 m 2

Gennaker 75–95 m 2

Motor

Wassertank

Dieseltank

Wasserballast

9,9 PS Diesel

40 l

25 l

200 l

Preis netto (Standard, ohne Segel) € 108.900,–

Design

Judel/Vrolik & Co.

Händler: Hanse (Deutschland) Vertriebs GmbH & Co KG -

Österreich, Piotr Kampa, D-83233 Bernau am Chiemsee,

Tel. +49 8051 9629767, +49 8051 9629769

è www.hanseyachtsvertrieb.de

Lässt Seglerherzen höher

schlagen! Die neue Dehler 30.

… trifft auf kühles,

funktionell-nordisches

Design unter Deck.

1/2020 65


Skipper‘s Diaries

Wie die Seesterne

ins Meer kamen

So wie jeden Abend schritt Poseidon, der Gott des Meeres, auf seinem Kontrollgang durch die Tiefen

der Ozeane. Er besuchte die Riffe genauso wie die Tiefseegräben, schwamm durch die Tangwälder

der Saragossasee und erfreute sich an den wellenumtosten Küsten. Er sprach mit seinen Untertanen

und war stolz auf sein Reich. Doch tief in seinem Inneren spürte er, dass etwas noch fehlte.

FOTO: SHUTTERSTOCK

THOMAS PERNSTEINER

ist Skipper, allgemein

beeideter und gerichtlich

zertifizierter

Sachverständiger für

Schifffahrt und Wasserfahrzeuge.

kolumne@ocean7.at

So viele Seesterne,

Andromeda sei Dank!

Poseidon auf zur Ober fläche,

setzte sich auf einen kleinen

Fels mitten im Meer und

begann nachzudenken. Es gab

Fische, Pflanzen, Muscheln und

noch viele andere Lebewesen, die

alle die Schönheit des Wassers

ausmachten, und je mehr Poseidon

grübelte, umso weniger fiel

ihm ein, was noch zu verbessern

wäre.

Plötzlich teilten sich die Wolken

und das silberne Licht des Mondes,

umspielt vom Glanz von Millionen

von Sternen, glitzerte auf

den Wellen. Verwundert erhob

Poseidon sein Haupt und plötzlich

erkannte er, was ihm gefehlt hatte,

was er unter Wasser vermisste: die

Sterne. Keiner seiner Untertanen

hatte diese regelmäßige Form, es

gab nichts Ähnliches in keinem

der vielen Ozeane seines Reiches.

Doch wie sollte er es anstellen,

dass auch im Meer Sterne zu bewundern

wären?

Sofort begab er sich zu Sokrates,

den weisen Riffbarsch, der schon

seit urdenklichen Zeiten eine

Höhle im Außenriff bewohnte

und schilderte ihm sein Problem.

Nach langem Nachdenken sprach

der große Fisch: „Ich weiß leider

keine Lösung wie du Sterne ins

Meer bekommen könntest, aber

ich weiß, dass Andromeda, die

Herrscherin über die Sterne, an

ganz besonders windstillen Nächten,

in denen das Meer glatt wie

ein Spiegel ist, eine kleine Insel

mitten im Meer aufsucht, um sich

dort ihre langen blonden Haare zu

kämmen. Vielleicht kennt sie eine

Lösung.“

ANDROMEDAS INSEL

Poseidon bedankte sich und beschloss,

sich mit Andromeda zu

treffen. Er musste gar nicht lange

warten. Nach vier Tagen war eine

dieser besonderen Nächte, in denen

das Meer wie Glas aussah.

Vorsichtig näherte sich unser Gott

des Meeres der kleinen Insel und

tatsächlich saß dort die Herrscherin

über die Sterne und kämmte

sich ihr Haar.

Mit der entsprechenden Ehrfurcht

näherte sich Poseidon, stellte

sich höflich vor und erzählte,

was ihn bedrückte. Nachdem er

seinen Kummer ausgesprochen

hatte, schwiegen beide für eine

Weile.

Doch dann lächelte Andromeda

und flüsterte zu Poseidon: „Weißt

du eigentlich, dass jede Minute

Hunderte von Sternen in den Tiefen

des Himmels geboren werden?

Ich denke, dass ich wohl ein paar

für dich und dein Reich begeistern

kann. Bleib du nur hier und warte

ab, was passieren wird.“ Sie erhob

sich und schwebte wieder in den

Himmel.

VOM HIMMEL HOCH

Poseidon brauchte gar nicht lange

zu warten. Zuerst nur eine, später

aber immer mehr – Sternschnuppen

– wie bezaubernd sie ihre

hellen Spuren am Himmel zeichneten.

Und jede Sternschnuppe,

die ins Meer fiel, verwandelte sich

augenblicklich in einen Seestern.

In braune, rote, gelbe, kleine und

große Seesterne, so wie wir sie

kennen.

Selbst heute noch, wenn du

in den Himmel siehst und eine

Sternschnuppe ihren Weg ins

Meer findet, wird ein neuer

Seestern geboren.


66 1/2020


Bodan am

Bodensee

MOTORYACHTEN

Tipps, Trends & Neuheiten

BUCHTIPP. Ein Buch über eine

nicht mehr existierende Werft am

Bodensee? Ja, warum nicht? Die

Bodan-Werft in Kressbronn stellte

von 1919 bis 2011 eine erstaunliche

Vielfalt an Schiffen – vom

Passagierschiff über Behördenboote

bis zum Pionier-Landungsboot –

her, die zum Teil hochinteressante

Biografien hatten …

und auch noch haben –

einige Schiffe sind noch

heute (z. B. auf der

Donau) im Einsatz.

Michael Berg: Die

ehemalige Bodan-Werft

in Kressbronn am

Bodensee 1919–2011.

Klein Publishing,

248 Seiten, € 39,80.

è kpv@gmx.at

Edeltender

LUXUS-DAYBOAT. Der volle Name

lautet: Brabus Shadow 500 Cabin

Black Ops „One of Twentyeight“

Limited Edition. Gut, dass das in

Zusammenarbeit von Axopar und

dem deutschen Auto-Tuner Brabus

entstandene Boot ein paar besser zu

merkende Features hat. Z. B. 500 PS

Leistung aus zwei Mercury-4,6-l-V8,

50 Knoten Topspeed, eine wetterfeste

Kabine für bis zu acht Personen,

Nass zelle, sehr edle Materialien

und vor allem sehr viele „Brabus“-

Schriftzüge. Preis: Ab € 225.000,–

aufwärts.

è www.brabusmarine.com

Brabus Shadow 500

Cabin Black Ops.


Absolute 47 Fly

Absolut hoch

Drei Stockwerke, zwei Kingsize-Betten und Liegeflächen

für eine Fußballmannschaft: Mit der 47 Fly demonstriert

Absolute, wie viel Komfort und Platz sich auf 15 Meter

unterbringen lassen. war bei den Fahrtests in

Varazze nachmessen.

Text Bernd Hofstätter | Fotos Absolute

Absolute, vor 17 Jahren in

Podenzano nahe Piacenca

gegründet, gehört im

Yachtbau zu den erfolgreichen

Newcomern. Allein dieses Jahr

wurden 85 Boote von 45 bis 73 Fuß

in alle Welt verkauft – allen voran

die luxuriösen Flaggschiffe der

repräsentativen Navetta-Reihe.

68 1/2020


Mit 960 PS lässt es

sich elegant durchs

Wasser pflügen.

drei

Die Flybridge-Linie bedient jene

Kundschaft, die neben italienischem

Design und hervorragender

Detailverarbeitung auf Komfort

und Platz Wert legt. Mit der neuen

47 Fly hat das Team rund um Absolute-Gründer

Marcello Bè und

Sergio Maggi die Fly-Range jetzt

nach unten abgerundet. Der Plan

für das neue Modell sah vor, dass

die Absolute 47 den Komfort sowie

die Design- und Raumkonzepte der

größeren Edel-Yachten in kleinerem

Rahmen übernimmt. Und das

ist gut gelungen. Zusätzlich hatten

die Absolute-Ingenieure zwei Punkte

im Lastenheft ganz oben stehen:

Einfaches Cruisen auch für Einsteiger

und Handling auch ohne Crew

(für zwei Personen).

SCHÖNER WOHNEN

Über den doppelten Zugang gelangt

man vom Heck in das überdachte

und geräumige Cockpit mit der

breiten Sitzbank, von dort kann

durch eine Glasschiebetür der

1/2020 69


Absolute 47 Fly

Salon betreten werden. Gleich auf

der Backbordseite ist die geräumige

Küche untergebracht, in der als

Übergang zum Cockpit eine Theke

eingebaut wurde, die sich als gesellschaftlicher

Mittelpunkt der Yacht

anbietet und sicher so oft genutzt

werden wird. Da die 47 Fly auf eine

Crew-Kabine verzichtet, wurde der

freie Platz auf Cockpit und größere

Staufächer übertragen.

Im Salon gilt die aus anderen Modellen

bekannte Raumaufteilung:

Pantry und Sitzbank in U-Form auf

der linken Seite, gegenüber auch

eine Sitzbank, hinter der ein Flachbild-TV

versenkt ist. Auf der Steuerbordseite

liegt der großzügig

gestaltete Steuerstand mit einem

massiven Einzelsitz, der zahlreiche

Verstellmöglichkeiten und guten

Seitenhalt bietet. Daneben gleich die

Glastüre, um direkt zum Gangbord

zu gelangen. Zwei große 12-Zoll-

Raymarine-Bildschirme beherrschen

gemeinsam mit dem 7-Zoll-

Volvo-Touchscreen-Monitor den

Steuerstand.

BESSER SCHLAFEN

Neben dem Steuerstand führt eine

Treppe ins Untergeschoß. Schon der

Blick von oben lässt die Größe der

Master-Kabine, die im Bug untergebracht

ist, erahnen. Unten angelangt

bestätigt sich der Eindruck: Die Kabine,

die durch den bauchigen, an

die Navetta-Modelle erinnernden

Bug noch mehr Platz bekommen

hat, ist für diese Klasse fast schon

verschwenderisch großzügig

dimensioniert.

Das freistehende Kingsize-Bett,

das schräg eingebaut wurde und

dessen Bettgestell üppigen Stauraum

birgt, sowie zwei große Fens-

ter, die reichlich Tageslicht in die

Kabine fließen lassen, unterstreichen

diesen Eindruck. Eine eigene

Nasszelle mit Toilette und Dusche

ist in dieser Klasse selbstredend.

Auf der Backbordseite befindet

sich die Achterkabine, die ebenfalls

mit einem Kingsize-Bett aufwarten

kann – sogar Platz für einen eigenen

Schrank raum wurde gefunden.

Zwei weitere Kojen in der Kabine

auf der Steuerbordseite, die eher

für Kids geeignet sind, erhöhen die

Schlafplätze auf sechs.

Im gesamten Bereich wurde

ein farblich auf das helle Holz

der Wandverkleidung und dunkle

Ledertapezierung optimal abgestimmter

hochfloriger Teppich verlegt,

der einen besonders flauschi-

„Die Fly 47 übernimmt den Komfort sowie

die Design- und Raumkonzepte der größeren

Edel-Yachten in kleinerem Rahmen.“

Trotz der drei Stockwerke

wirkt die Fly

47 recht bullig. Feine

Details: der ebene

Zugang zum Tisch im

Bug, die absenkbare

Badeplattform, die

Wetbar auf der Flybridge

und die Theke

zwischen Cockpit und

Küche.

70 1/2020


Sehr viel Glas für noch

mehr Licht im Salon.

gen Eindruck hinterlässt. Viel

Liebe zum Detail zeigt das neue

Lichtkonzept mit LED-Lampen

und Leuchtbändern, das ohne viel

Pomp aus den größeren Modellen

adaptiert werden konnte.

BREITER LIEGEN

Jetzt aber auf die Flybridge, die

auch nicht ganz unerwartet mit

sehr viel Platz für diese Schiffsgröße

glänzt. Eine weite Sitzgruppe

in U-Form, die sich mit einem optionalen

Bimini bzw. Hardtop beschatten

lässt, lädt im Heckbereich

zum Relaxen ein. Backbords

schließt eine Wetbar mit Grillplatte,

Waschbecken und Kühlschrank

stilvoll an. Schräg gegenüber macht

der Steuerstand mit zwei Einzelsitzen

eine gute Figur und liefert über

zwei Bildschirme alle wesentlichen

Infos auch im ersten Stock. Links

vom Steuerstand und davor steht

für Sonnenanbeter eine großflächige

Liegefläche bereit.

Im völlig neu gestalteten Bugbereich

geht es nun ebenfalls sehr

geräumig zu. Der absenkbare Tisch

lässt sich zu einer weiteren großen

Liegefläche umfunktionieren.

Dank ebenso zentralem wie ebenem

Zugang zum Tischbereich

kann man nicht nur liegen, sondern

auch bequem sitzen. Mit nur

Auch in der Achterkabine wird kingsizelich geruht.

vier Alu-Stangen lässt sich ein Sonnensegel

über die ganze Liegefläche

spannen und somit der Bugbereich

optimal beschatten. Die Reling

wurde übrigens etwas höher angebracht,

was für mehr Sicherheit an

Bord sorgt und dem Bug eine besonders

dynamische Linie verleiht.

FLOTTER FAHREN

Motorisiert ist die Absolute 47 Fly

mit zwei Volvo Penta D6-IPS650

mit je 480 PS, die dem Boot eine

maximale Geschwindigkeit von

29 Knoten bescheren. Das Fahrverhalten

ist generell etwas sportlicher

als bei den Navetta-Modellen ausgelegt

und überzeugt durch einfaches

Handling und tolle Fahrleistungen

in langgezogenen Kurven,

selbst bei etwas rauerer See.

Alles in allem ist Absolute mit

der 47 Fly eine hochwertige Yacht

im kompakten Format gelungen.

„Top motorisiert, tolle Fahrleistungen

und ein luxuriöses Interieur

Eine Küche wie aus dem Nobelappartement.

zeichnen diese Yacht aus“, bringt

es Zlatko Coskovic auf den Punkt.

Als Baotic Yachting-Sales Manager

freut er sich besonders, das Boot

auf der boot in Düsseldorf den

Kunden aus Deutschland und

Österreich erstmals präsentieren

zu können.


Absolute 47 Fly

Länge ü. a.

Marschfahrt /Vmax

Verbrauch Testboot

Breite

Leergewicht

Motor 2 x Volvo Penta D6-IPS650

Dieseltank

Wassertank

14,63 m

15/29 kn

127 l/h

4,48 m

18,8 t

2 x 480 PS

1.600 l

530 l

Max. Personen 14

Kabinen/Kojen 3/6

CE Typ

Preis netto (2019) € 690.000,–

Händler: Baotic Yachting GmbH, D-60388 Frankfurt,

Tel. +49 (0) 69 829788 0, info@baotic-yachting.de

è www.baotic-yachting.de

B

1/2020 71


PANORAMA

Sportmeldungen national/international

Auf dem Podest

DRITTER. Die Saison begann im heuer

zusammengelegten GC32 Circuit

für Roman Hagara und Hans Peter

Steinacher durchwachsen. Doch mit

Fortdauer der Saison kam das Red

Bull Sailing Team immer besser ins

Fliegen. Die letzten drei Saison-

Events beendeten Österreichs

Doppel-Olympia sieger jeweils auf

Rang drei. Für die Saisonwertung

bedeutete dies ebenfalls erstmals

einen Podestplatz. Die beste Nachricht

zum Schluss: Rennserie und

Teilnahme der Österreicher sind

beide bereits für 2020 fixiert. Die

„Flug“-Show auf dem Wasser

geht also weiter.

è www.gc32racingtour.com

Wie im Flug aufs Podest – Roman Hagara, Hans

Peter Steinacher und das Red Bull Sailing Team.

FOTO: SAILING ENERGY/GC32 RACING TOUR

FOTO: BARCOLANA, STUDIO BORLENGHI

Line Honours und Sieg für das EWOL Sailing

Team bei der 51. Barcolana in Triest.

Zweite Wahl, erster Platz

ERSTER. Es lief nicht ganz nach

Wunsch für das EWOL Sailing

Team im Vorfeld zur 51. Barcolana

im Golf von Triest. Angetreten,

um mit der ehemaligen

Morning Glory die Line Honours

zu holen, musste die von

Gerald Martens in das slowenische

Spitzenteam eingebrachte

Yacht aufgrund rechtlicher Auseinandersetzungen

mit dem

ehemaligen Miteigentümer

im Hafen bleiben. Egal, EWOL

sattelte das „Zweitboot“, die

24 Meter lange Maxi Jena und –

siegte im windbedingt verkürzten

Rennen trotzdem. Jedenfalls

Genugtuung auf der sportlichen

Ebene für die Mühen der Formalitäten

an Land und im

Hinter grund.

è www.ewol.eu

YACHTING, REISEN UND MEER

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In der Weltspitze

ZEHNTER. Gut, Neukaledonien

liegt quasi am anderen Ende der

Welt. Für Marco Lang, seit Jahren

Österreichs Parade-Surfer, war es

definitiv eine Reise wert. Er meldet

sich mit Platz elf beim Saisonfinale

in den Top Ten der Jahreswertung

zurück. Trotz Ellbogen-

Bruch im April und einer gesundheitlich

verpassten Saison 2018.

Ja, und Markenkollege Pierre

Mortefon holte den Gesamtsieg.

„Wir haben unzählige Stunden

beim Testen und Tüfteln am Material

verbracht. Ich freue mich

wahnsinnig über meine Saison

und natürlich über die Teamleistung.

Das macht sehr zuversichtlich

für 2020“, so Lang.

è www.pwaworldtour.com

Wieder

zurück in der

Weltspitze:

der Ober -

österreicher

Marco Lang.

FOTO: CARTER/PWA


Eurosaf

Alles bleibt anders

Wohin steuert der Segelsport? Eine Bestandsaufnahme mit dem

Präsidenten des Europäischen Segelverbandes, Josep M. Pla.

Text und Fotos Roland Regnemer

Getroffen hat man sich anlässlich

der Bootstaufe des

„Austrian Ocean Race Projects“

in Portopiccolo, also nahe

Triest. Fast zufällig, zumindest

nicht wirklich geplant. Entwickelt

hat sich ein langes, interessantes

Gespräch in Etappen.

Der aus Andorra stammende Josep

M. Pla steht dem Europäischen

JOSEP M. PLA

EUROSAF-Präsident.

Segelverband (kurz: EUROSAF)

nunmehr seit drei Jahren vor. In

seine vergleichsweise noch jungen

Karriere an der Spitze des europäischen

Segelsports fallen trotzdem

einige tiefgreifende Änderungen.

Dazu kommen noch einige sportartspezifische

Eigenheiten.

„So ist im Segelsport weder

Welt- noch Kontinentalverband

Inhaber der Rechte für Europa-,

Asien- oder Weltmeisterschaften.

Das wäre rein organisatorisch völlig

unmöglich, aufgrund der unüberblickbaren

Anzahl an Bootsklassen

und Typen. Eine Situation,

die für Fußball oder Handball undenkbar

wäre“, so Präsident Pla.

Trotzdem oder gerade deswegen

suchen aktuell wieder zahlreiche

Klassen die Zusammenarbeit mit

den internationalen Organisationen.

„Um sich von potentiellen

Mitbewerbern zu unterscheiden.“

OLYMPISCHE SPIELE

ALS WEGWEISER

Wohin die Reise geht in den großen

Richtungsentscheidungen, das

zeigen verlässlich die olympischen

Disziplinen. Es ist ein andauerndes

Ringen innerhalb der Segelorganisationen,

also den Klassen,

den kontinentalen Verbänden und

natürlich dem Weltverband. In

letzter Konsequenz dann natürlich

auch mit dem Internationalen

Olympischen Komitee als Entscheidungsinstanz.

„Im Mittelpunkt steht aktuell

Gender Equality, also das Be -

streben, gleich viele Damen wie

Herren spätestens 2024 an den

Start zu bringen. Das führt zu

gänzlich neuen Disziplinen und zu

Umstellungen innerhalb bestehender

Klassen. Konkret haben wir

nach Nacra 17 Mixed in fünf Jahren

mit dem Double-Handed

Mixed Offshore-Event ein gänzlich

neues Format im Programm.

Wir haben gerade die Premiere

dafür im Rahmen der von uns

mit organisierten EM hinter uns.

Zieleinlauf mit einem österreichischen

Siegerduo war wenige Kilometer

entfernt im Hafen von

Triest“, führt Pla detailliert aus.

Dazu wartet mit dem Mixed Kit e-

Event ein weiterer, noch nicht

wirklich organisatorisch definierter

Bewerb auf die Athletinnen

und Athleten.

Abseits der sportlichen Aktivitäten

gilt es dann, „die Interessen

gänzlich unterschiedlicher Länder

zu vereinen. Also von Nationen

mit großer Marine- und Yachtindustrie,

die auf Binnenländer treffen,

deren Fokus auf Jollen- und

Freizeitsport liegt“, meint Josep M.

Pla abschließend.


Über EUROSAF

Es ging von Venedig nach Triest, im neuen olympischen

„Mixed“-Format. Mehr dazu und zur EUROSAF

gibt es online (www.ocean7.at/news/eurosaf/),

am einfachsten via QR-Code.

Gegründet 1998 aus einem Zusammenschluss zahlreicher

nationaler Segel-Verbände in Europa vertritt die EUROSAF

aktuell 41 Länder, also Mitglieder.

Das Präsidium besteht aus sieben gewählten Personen

und dem bestellten Generalsekretär. Dazu gibt es sieben

Komitees, die sich einem breiten Spektrum von rechtlichen

Agenden bis hin zur Entwicklung des Jugendsports beschäftigen.

Dazu vergibt die EUROSAF sieben EM-Titel, für

das Jahr 2020 wird es erstmals einen Europameistertitel

im E-Sailing geben. Die EUROSAF ist als Verein nach

Schweizer Recht registriert, das Büro hat seinen Sitz

in Neusiedl am See im Bundesleistungszentrum des

Österreichischen Segelverbandes.

è www.eurosaf.org

1/2020 73


M

V

S

Ö

MOTORBOOTSPORT UND SEEFAHRTS VERBAND ÖSTERREICH

News Jänner/Februar 2020

Der neugewählte MSVÖ-Vorstand.

Effiziente Organisation,

strukturierte Arbeitsweise

Der Motorbootsport und Seefahrts Verband Österreich vertritt seit 1956 österreichische

Motorbootfahrer und ist im Führerscheinwesen tätig. Am 22. November 2019 fand die

61. Generalversammlung im Donaurestaurant Traismauer statt.

Text Harald Melwisch | Fotos MSVÖ

Über 60 Mitglieder aus den

51 Klubs des MSVÖ kamen

nach Traismauer, Präsident

Herbert Rapp eröffnete pünktlich

um 18 Uhr die Generalversammlung

und gab einen Überblick

über die Arbeit des MSVÖ im Jahr

2019, über rechtliche Begutachtungen

von neuen gesetzlichen

Änderungen durch die oberste

Schifffahrtsbehörde.

Auch Sponsoring von Aktivitäten

der Mitgliederklubs gab es zu

berichten. 2019 wurden beispielsweise

zwei Regatten und eine Jubiläumsfeier

unterstützt. Der MSVÖ

würde sich freuen, auch weiterhin

Aktivitäten von Mitgliederklubs zu

unterstützen und Ehrungen von

Mitgliedern vorzunehmen.

Für den Rennsport gab es im

Jahr 2019 insgesamt zwölf Lizenzen,

zwei für Motorboote und

zehn für Aquabiker. Das erfreuliche

Ergebnis: ein Welt- und Europameister

sowie ein Vize-Europameister

bei den Aquabikern sowie

ein Vize-Europameister bei den

Motorbooten.

Eine Vereinfachung der Organisation

bringt auch hier die „Digitalisierung“.

Rennfahrer mit Lizenz

können sich per Internet direkt

bei der UIM, Union Internationale

Motonautique, für Rennen

anmelden und alle erforderlichen

Informationen online abrufen.

Ein Gebiet, das ganz besondere

Hingabe benötigt, ist im Rennsport

der Nachwuchs, Anton Rosenleitner

hat dafür ein Konzept,

das vorsieht, schon ganz jungen

Nachwuchs durch Ausbildung zur

Schifffahrt zu bringen.

Für die Erfolge im Motorbootrennsport

wurde Anton Rosenleitner

mit einem Pokal geehrt. Erwin

Lang, der Bundessportleiter für

den Rennsport, zog sich aus der

aktiven Arbeit zurück. Wie Alfred

Tissot in seiner Rede dazu erklärte,

war Erwin Lang seit 1988 Bundessportleiter

und Kontaktmitglied

der UIM. Herbert Rapp

überreichte ihm eine Ehrentafel

zum Abschied.

Wie üblich bei einer Generalversammlung

wurde vom Kassier

Bernhard Tschellnig die finanzielle

Gebarung der Jahre 2016 bis 2019

erklärt und Manfred Fuchs verlas

dazu die Kassaberichte der Rechnungsprüfer.

Damit wurden sowohl

der Kassier als auch der Vorstand

einstimmig ohne Gegenstimme

oder Stimmenthaltung entlastet.

ANTON ROSENLEITNER,

engagiert für die Jugend

ERWIN LANG

nahm Abschied

74 1/2020


Danach wurde die Neuwahl des Präsidenten

und des Vorstandes des MSVÖ

vorgenommen. Die 19 Wahlvorschläge

waren für den bisherigen und damit

neuen Präsidenten Herbert Rapp, der

auch einstimmig gewählt wurde.

Herbert Rapp stellte dann seinen Vorstand

vor, der durch weniger Personen

eine effiziente Organisation und strukturierte

Arbeitsweise sicherstellen soll.

Der verschlankte Vorstand besteht nur

mehr aus sieben Funktionen: Präsident,

Vize-Präsident, Kassier, Referent für Prüfungswesen,

Referent für Binnengewässer,

Referent für Küste und Hochsee und

Technischer Berater.

Die neu im Vorstand vertretenen

Personen stellten sich dann auch vor:

Christian Markus Vogt, der Bundesreferent

Nautik der Österreichischen

Wasserrettung, übernimmt das Referat

für Binnengewässer und Michael Hecker,

Crew-Commander Steiermark des Yacht

Club Austria, übernimmt das Referat für

Küste und Hochsee.

Die Rechnungsprüfer bleiben unverändert

im Amt und die organisatorisch

wichtigste Person im MSVÖ, Claudia

Loza-Castañeda, wird weiterhin als

Generalsekretärin das Büro führen.

Den Abschluss der erfolgreichen Generalversammlung

bildete ein gemeinsames

Buffet. Dabei wurde eine weitere wichtige

Funktion der Generalversammlung erfüllt,

nämlich fruchtbare Gespräche zwischen

den Klubs.

Fahrtenskipper

Auch in diesem Jahr erinnern wir unsere

Mitglieder wieder daran, dass es an der

Zeit ist, die Anmeldungen für den „MSVÖ-

Fahrtenskipper“ an das MSVÖ-Büro zu schicken.

Das Formular und die Informationen

dazu finden Sie auf der Homepage „www.

msvoe.at –> Mitglieder –> Fahrtenskipper.

Der Einsendeschluss ist der 31. Jänner

2020, spätere Meldungen können aus organisatorischen

Gründen von uns nicht mehr angenommen

werden.

Daniel Lasselsberger

auf seinem Burrasca.

Jetski

Lasselsberger holt Vize-Europameistertitel

nach Österreich.

Text Daniela Lasselsberger

Fotos raceandmore.com

Auf der Erfolgswelle fuhr Daniel Lasselsberger

in diesem Jahr. Obwohl

er von drei Rennen nur zwei bestritten

hat, holt er sich in der Saison 2019

den Vizeeuropameistertitel. Nach erfolgreich

gefahrenen Pole-Position-Läufen gewann

er die Rennen auf seinem Burrasca

von Belassi in Zagreb sowie in Ungarn

souverän. Auch die Alpe-Adria-Tour 2019

(gesamt fünf Rennen) konnte er in der

Klasse GP1 mit Platz 3 und in der Klasse

GP2 erfolgreich mit einem Gesamtsieg

abschließen.

Mit Unterstützung seiner beiden Haupt -

sponsoren Belassi und raceandmore.com

geht es in die Saison 2020: die UIM-ABP-

European-Championship-Circuit Rennen

in Portugal, Ungarn und Polen sind ebenso

wie die Alpe-Adria-Tour 2020 bereits fix.

Skippertraining

Hafenmanöver Intensivtraining in Punat

(Mono, Kat). Keine langen Anfahrten, maximal

sechs/vier Personen an Bord. All inklusive

Skippertraining, keine versteckten Kosten.

Ausbildung FB2, FB3

Praxis auf unseren eigenen Schiffen. Mit unseren

interaktiven Lernunterlagen für Skipper

ist die Theorie ein Kinderspiel.

DANIEL

LASSELSBERGER,

Obmann Rennsprit.at

Trimmseminar

Trimmseminar für Fahrten- und Regattasegler.

Drei Tage Intensivkurs. Erklärung aller Trimmeinrichtungen

mit vielen Tipps der Profis auf

unserer First 40 mit Top Ausstattung (CBS Sails).

Tel: +43 699 197 456 91 HP: www.blue-2.at , www.skipper360.at EMail: office@blue-2.at


YACHT CLUB AUSTRIA

News Jänner/Februar 2020

YCA-SEGELN SPEZIAL

In den

Hebriden

Die Hebriden im Nordwesten Schott lands schützen

das Festland wie ein Wellenbrecher vor Wind und

Welle. Zwischen den Äußeren Hebriden und dem

Britain‘s mainland befinden sich im Süden The Sea

of Hebrides, der Little Minch und im Norden der

Minch – ein wunderbares Segelrevier, wenn auch

schottisch rau.

Text Gottfried Titzl Rieser | Fotos YCA

Armadale Marina: Kein Steg, die Yachten liegen an der Boje.

Unser Törn startet Ende

August 2019 in Armadale,

einer kleinen Bucht im Südosten

von Skye. Die Marina in Armadale

ist gewöhnungsbedürftig:

Kein Steg – die Yachten liegen an

der Boje, wir transportieren Gepäck,

Ausrüstung und die Lebensmittel

mit dem kleinen Versorgerboot.

Unser Partner vor Ort „Isle

of Skye Yachts“ hat die Boote ebenfalls

mit dem Versorgerboot betankt,

das Süßwasser wurde mit

einem Schwimmschlauch hinaus

gebracht. Alles sehr gewöhnungsbedürftig,

keine Duschen, keine

Toilette an Land. Das Restaurant

ist ca. 500 m entfernt. Die Yachten

sind in ausgezeichnetem Zustand

und für dieses Revier bestens ausgestattet

– kein Schnickschnack

und aufs Wesentliche reduziert.

Strecktaue und automatische

Rettungswesten gehören hier

zur Standardausrüstung.

Wir entscheiden uns aufgrund

der Wetterberichte für die Umrundung

von Skye im Uhrzeigersinn

und der erste Tag führt uns in den

Little Minch an die Westküste von

Skye. Wir machen in Loch Harport

an einer der sechs Visitor-Bojen unmittelbar

vor der Whiskydestillerie

von Talisker fest. Diese Destillerie

Natürliche Wellenbrecher: Die Hebriden in Schottland.

ist die einzige, die für Besucher

offen ist, ein absolutes Muss. Ein

paar Meter weiter finden wir das

„Old Inn“, das uns mit regionaler

Küche begeistert: Fish & Chips,

Haggies und Gemüsesuppen vom

Feinsten.

Am nächsten Tag ist moderater

Südwest angesagt, wir nützen dieses

Windfenster für den Sprung

über den Minch nach Lochmaddy

auf North Uist in den Äußeren

Hebriden. Nun sind wir mittendrin

in der schottischen Wetterküche.

Man sagt ja „in Schottland erlebst

du alle vier Jahreszeiten an einem

Tag“, hier in diesem Segelrevier

kann man das sogar mehrmals am

Tag erleben. Lochmaddy liegt sehr

geschützt durch die vorgelagerten

kleinen Inseln und Rockies, allerdings

muss man exakt navigieren,

um nicht einen der Unterwasserfelsen

zu küssen.

Nachdem die Wetterprognose

nichts Gutes verheißt, versuchen

wir rechtzeitig mit Kurs Nordost die

Nordspitze von Skye zu umrunden

um in den Inner Sound zu gelangen.

Dort wirken die vorhergesagten

30 Knoten Südwest nicht so

heftig, auch die Wellen können sich

nicht so stark entwickeln. Die Rechnung

geht auf und Loch Gairloch

bietet mit einem wuchtigen Jetty

und einem Schwimmsteg dahinter

perfekten Schutz vor Wind und

Welle. Wir begegnen wenigen Touristen.

Kaum Segelboote, nur ein

paar Fischer, und dennoch: das Pub

ist gerammelt voll, eine Reservierung

ist wärmstens zu empfehlen.

Im Schutz der Inseln Rona und

Raasey segeln wir am nächsten Tag

südwärts und finden am Schwimmsteg

in Kyleakin einen Platz im

Päckchen. Dieser Hafen befindet

sich unmittelbar nach der neuen

76 1/2020


Passing Donan Castle.

Vier Jahreszeiten an einem Tag.

Strom bis zu 8 kn, Tidenhub bis zu 4 m.

Skye-Brücke im Osten. Wir verlassen

hier den Inner Sound und befinden

uns bereits im Loch Alsh.

Am nächsten Tag wollen wir die berüchtigte

Meeresenge von Kyle Rhea

befahren. Hier setzt der Strom bis zu

8 Knoten bei einem Tidenhub von

2,5 bis 4 Meter. Das erfordert entsprechende

Planung, um da rechtzeitig

durchzusegeln – dazu kommt auch die

Wettervorhersage: 30 Knoten aus Südwest

– in Kyle Rhea wird dieser SW zu

einem Süd und durch die Düsenwirkung

rechnen wir mit 35 Knoten. Also

warm anziehen, Tee und Kaffee vorbereiten

und durch. Geworden sind es

dann ein Südwind mit 38 Knoten bei

Kurs 180 °, Strom nach Süd und durch

die Eddies und Overfalls ein Hexenkessel

in dieser teilweise nur bis zu

einer Kabellänge breiten Durchfahrt.

Wir kämpfen uns durch den Sound

of Sleat und suchen Schutz im Loch

Nevis in Inverie unmittelbar vor dem

„Old Forge – the most remotest Pub in

Britain‘s mainland“. An ein Anlanden

ist nicht zu denken, der Wind aus

West steht mit 25 Knoten in die Bucht.

Per Funk (Kanal 12) vereinbaren wir

die Bezahlung der Bojenbenützung via

Internet – die uns übermittelte Antwort

war typisch britisch: „The sea was

rough, indeed …“.

Der letzte Tag bringt dann noch Nebel

und Windböen bis zu 41 Knoten

bei der Überfahrt über den Sound

of Sleat – und kaum legen wir in der

Bucht von Armadale an, schläft der

Wind ein, die Sonne kommt heraus –

und so verabschiedet sich dieses wunderbare,

aber auch herausfordernde

Segelrevier von uns Gebirgsseglern

des Yacht Club Austria.

YACHT CLUB AUSTRIA

GENERALSEKRETARIAT

Estermannstraße 6, 4020 Linz

+43(0)732 781086, office@yca.at

www.yca.at

CREW WIEN, NÖ, BURGENLAND

Crew-Commander

Christian Schifter

+43(0)1 7109222

cschifter@pantaenius.com

CREW SALZBURG

Crew-Commander

Hubert Kraft

+43(0)664 9645011

hubert.kraft@yca.at

CREW OBERÖSTERREICH

Crew-Commander,

Generalsekretär

Thomas Hickersberger

+43(0)676 3067224

thomas.hickersberger@yca.at

CREW TIROL UND VORARLBERG

Crew-Commander

Johannes Lindig

+43(0)660 5208136

j.lindig@tsn.at

CREW KÄRNTEN

Crew-Commander

Fritz Abl

+43(0)664 2436871

office@yca-crew-ktn.at

www.yca-crew-ktn.at

CREW STEIERMARK

Crew-Commander

Mike Hecker

+43/(0)676 86643046

mike.hecker@yca.at

YCA-Service und -Leistungen

Wir bauen laufend unser Netzwerk zu starken

Partnern aus. Damit können wir unseren

YCA-Mitgliedern attraktivste Konditionen in

vielen Bereichen anbieten – wie auch auf unserer

Homepage è www.yca.at ersichtlich:

Marinas: Sondertarif Tagesliegeplätze. Italien:

Marina Certosa (Venedig). Kroatien: Marina

Vrsar, Marina Funtana, Marina Punat, Marina

Frapa und Marina Rogoznica, Dubrovnik.

Charter: Müller Yachtcharter, Phoenix

Yachting, Offshore Boote (Kroatien), Bav Adria

Charter (Kroatien), My SeaTime Yachtcharter

d.o.o. (Kroatien), Ionian Charter (Griechenland).

Service: ocean7-Magazin, Seahelp GmbH,

Seemannsladen.at.

Versicherung: Pantaenius

YCA-Stützpunkte: Marina Vrsar, Marina

Funtana, Marina Punat, Marina Frapa, Ionian

Charter.

Interessierten Sponsoren und Partnern bieten

wir gerne attraktive Kooperationsformen

und Möglichkeiten für eine erfolgreiche

Zusammenarbeit an! Auf Ihre Anfragen und

Vor schläge an unser Marketing-Team freuen

wir uns:

è marketing@yca.at

CREW JUGEND

Jugendbeauftragter

Matthias Eckerstorfer

+43(0)650 5583470

matthias.eckerstorfer@gmail.com

AUSBILDUNG

YCA-Ausbildungsleiter

Gottfried „Titzl“ Rieser

+43(0)664 3706027

gottfried.rieser@yca.at

NAUTISCHES

KOMPETENZ-ZENTRUM

Wolfgang Hurch

+43 (0)732 781086

wolfgang.hurch@yca.at

1/2020 77


YACHT CLUB AUSTRIA

News Jänner/Februar 2020

YCA-AUSBILDUNGSTÖRN

Channel Crossing

Für sechs Crewmitglieder auf einer Elan 434 war das Channel Crossing ab Portsmouth nicht nur

ein Teil der FB4-Ausbildung, sondern auch mit der englischen Südküste im Solent ein Törn in

einem großartigen Segelrevier mit wunderschöner Landschaft.

Text und Fotos Anton J. Knierzinger

Links: The Needles; oben: Crew mit Elan (434), unten:

alte Werft am Beaulieu River.

Unser Skipper OSI Christian

Sperner weiß als fundierter

Kenner des Reviers seine

Begeisterung bestens zu vermitteln.

Das Wetter war typisch für

England. Viel Wind und kurze

Sonnenstunden gefolgt von längeren

Regenperioden.

Der Kanal gehört bekanntlich zu

den Revieren, in welchen Tiden,

Strömungen und wechselnde Witterung

zu den wichtigsten Faktoren

zählen. Die Planung der einzelnen

Schläge spielt hier die größte

Rolle, die auch von unserem Skipper

Christian eingefordert wurde.

Schiffsführung wird jedenfalls

nicht leichter, wenn lauter Häuptlinge

und keine Indianer an Bord

sind. Vielleicht konnten wir aber

gerade deswegen die Bedeutung

strukturierter Manöverplanung,

eindeutiger Kommandos und klare

Rollenverteilung an Bord besser

erkennen. Auch wenn alle von uns

schon oft als Skipper gefahren

sind, man lernt immer dazu.

Wir haben hervorragende Unterlagen

bekommen. Trotzdem

lässt sich nicht jeder Plan dann

auch durchführen. So mussten wir

wetterbedingt die Kanalinseln

streichen, haben aber die Isle of

Wight und den Solent umso besser

kennengelernt.

Diskutiert haben wir auch die

digitale Abhängigkeit, die sich in

den letzten zehn Jahre in unser

Bordleben eingeschlichen hat.

Schließlich hatten wir ja geschätzte

20 GPS-Geräte an Bord. Die Bitte:

„Räum doch das Navigationszeug

von unserem Aufladetisch!“, sagt

wohl einiges. Ein Törn mit „Retronavigation“

wäre da einmal angesagt.

Das englische Essen war nicht so

schlecht wie sein Ruf. Mit Revierkenntnis

und Internet lässt sich

immer ein brauchbares Lokal finden.

An Bord haben wir bewiesen,

dass selbstgekochte Hühnersuppe

aller Medizin als Vorbeugung gegen

Seekrankheit bei weitem überlegen

ist.

Für alle von uns war Channel

Crossing, vor allem die Isle of

Wight und der Solent ein tolles Erlebnis

in einem neuen Revier, das

vielleicht zum Lieblingsrevier werden

könnte. Segeln ist für die Engländer

vor allem Sport und das

steckt an!

TEXT KÜRZEN!

Ausbildung und Clubabende Jänner/Februar 2020

10. Jänner Graz (2 Tage) SRC-Funk-Kurs Var.A

10. Jänner Linz, Tabakfabrik FB3-Theorie-Weekendkurs

11. Jänner Graz (1 Tag) SRC-Funk-Kurs

17. Jänner Ansfelden FB4-Theorie-Weekendkurs

17. Jänner Salzburg FB4-Theorie-Weekendkurs

21. Februar 1040 Wien FB3-Vorbereitungskurs

28. Februar Ansfelden RYA-Yachtmaster-Vorbereitung

28. Februar 1040 Wien FB3-Theorie-Weekendkurs

9. Jänner Salzburg-Wals Schönste Plätze im Mittelmeer

14. Jänner 1110 Wien, Pistauer Segelabenteuer Albanien

15. Jänner Innsbruck/Tirol Gesprächsrunde mit neuen Mitgliedern

24. Jänner Gratwein-Straßengel Jahreshauptversammlung

28. Jänner Linz-Dornach, Volkshaus Segeln in Dalmatien

11. Februar 1110 Wien, Pistauer Satirische nautische Anekdoten

12. Februar Innsbruck/Tirol Generalversammlung

13. Februar Salzburg-Wals Abenteuer Südmeer

13. Februar Graz Rund um Pyrotechnik

17. Februar Leoben, Gösser Bräu Segeln in der Karibik

23. Februar 8330 Feldbach Astronomie und Astronavigation

25. Februar Linz-Dornach, Volkshaus Die Kanarischen Inseln

è www.yca.at/vereinonline

Crew Kärnten: Clubabende 14-tägig, Ort und Datum siehe è www.yca-crew-ktn.at

78 1/2020


YCA-REGATTA

13. Gebirgssegler Cup

Der GSC, die größte YCA-Regatta, findet alljährlich in der

Karwoche (5. bis 9. April 2020) im Raum Split statt.

Text und Foto Mike Hecker, YCA-Crewcommander Steiermark

First 35: Die Einheitsklasse

mit und ohne Spi nahe Split.

Es sind sechs Wettfahrten an

vier Tagen vorgesehen, davon

drei Up and Down. Ab

vier Wettfahrten gibt es ein

Streichresultat. Wettfahrtleiter ist

wieder Franjo Juric. Die Schwerpunkt-Regatta

zählt auch zur Aus -

trian Offshore Trophy des OeSV

und damit zu den hochwertigsten

Regatten Österreichs. Mit 20 Schiffen

in der Einheitsklasse First 35

wird es die größte sportliche Challenge

Österreichs mit Spi. Sichere

dir schnell noch die beiden letzten

Schiffe!

Das Teilnehmerlimit ist auf 20

Schiffe in der Einheitsklasse First

35 und auf 10 Yachten in der offenen

Klasse ohne Spi beschränkt. So

bleibt auch der familiäre Charakter

der Veranstaltung durch den Organisator

der Veranstaltung, Mike

Hecker, erhalten.

Wir Gebirgssegler reden nicht

über Freundschaft – wir segeln sie!

Weitere Informationen gerne unter

è www.yca.at

oder direkt bei Mike Hecker unter

è mike.hecker@yca.at

MIKE HECKER,

YCA-Crew-Commander

Steiermark

YCA-INTERVIEW

14. Alpe Adria Sailing Week

Fritz Abl, YCA-Commander der Crew Kärnten, lädt vom 24. bis 28. Mai 2020

zur nächsten AASW nach Punat auf die Insel Krk.

Das Interview führte Josef Wagner/YCA Marketing Team

Was gibt es Neues zur AASW 2020?

FRitz Abl: Die AASW 2020 stellt

sich breiter auf, wir werden mit der

14. Auflage der AASW eng mit der

YCA-Crew Oberösterreich zusammenarbeiten.

Mehr Service bei bis

zu zehn Wettfahrten, darauf kann

man sich jetzt schon beim Segeln

unter Freunden 2020 freuen!

Wo anmelden – zu welchen Preisen?

FRitz Abl: Diese Kooperation auf

breiterer Basis wird durch die neue

Website www.aasw.at und durch

vereinfachte Abläufe bei der Anmeldung

online zu erkennen sein.

Wir von der YCA-Crew Kärnten

sind übrigens stolz darauf, die

AASW auch diesmal wieder aus

eigenen Mitteln finanziell fördern

zu können – in Form von Frühbucher

rabatten und reduzierten

Nenn geldern für unsere Mitglieder,

speziell für junge Mitglieder.

Der Frühbucherrabatt auf das

Nenngeld und die Chartergebühr

für die Einheitsklasse-Yachten gelten

noch bis zum 31. Dezember

2019. Letzteres natürlich nur, sofern

noch Yachten verfügbar.

Welche Klassen werden gesegelt?

FRitz Abl: Neben den offenen

Klassen mit dem Alpe Adria Cup,

der Kärntner Cruising Trophy und

dem Alpe Adria Cruising Cup ist

die Einheitsklasse mit dem Austria

Cup einer unserer traditionsreichsten

Bewerbe. Gesegelt wird der

Austria Cup mit den Beneteau

First 35 als Einheitsklasse mit und

ohne Spi.

Alle Infos, mögliche Kosten,

Rabatte und Online- Anmeldemöglichkeiten

unter

è www.aasw.at è friedrich.abl@yca.at

Freundlich, aber fordernd:

die AASW in Punat/Krk.

FRITZ ABL

YCA-Crew-Commander

Kärnten

1/2020 79


SAIL AUSTRIA

News Jänner/Februar 2019

FB3 50-h-Langfahrt. ISAF-Training. Alex‘ Skippertasche.

Lernen für den Sommer

Wenn der Schnee fällt, erinnern wir uns gerne an die warmen Stunden auf dem Meer

zurück. Dabei eignet sich die kalte Jahreszeit perfekt für jene Fortbildungen, die in den

Sommermonaten neben dem Segeln nicht unterzubringen sind. Unsere Partnerschulen

haben für jeden Skipper das ideale Angebot.

FB3-THEORIEKURS –

DER NÄCHSTE SCHRITT

Wichtig: Wenn man Katamarane

oder größere Monos chartern will,

ist der FB2 in Kroatien nicht ausreichend!

Der Befähigungsausweis für

den Fahrtbereich 3 ist der logische

nächste Schritt für Segler und FB2-

Besitzer, die bereits Skippererfahrung

gesammelt haben. Jetzt

gilt es, neue Gewässer und Reviere

zu entdecken. Doch es braucht tiefgründigeres

Wissen für das sichere

Befahren des FB3 (200 Seemeilen

vor der Küste). Unter anderem werden

Passagenplanung von Lang-

SAIL AUSTRIA

VEREIN ZUR FÖRDERUNG DES SEGELSPORTES

Lagerstraße 1–5, 2103 Langenzersdorf, +43(0)664/88254204, office@sailaustria.at

www.sailaustria.at

OBMANN

Alexander Bayr

STV. OBMANN

Klemens Bayr

fahrten, natürlich auch Strömungen

und Tide sowie Sicherheitsausrüstung

und Wachführung eingehend

thematisiert.

Es ist ausschließlich ein theoretisches

Upgrade auf den FB2 erforderlich.

Dieses kann jederzeit, vor

oder nach der Erlangung der vollständigen

Praxis, gemacht werden

(1500 sm, davon 500 sm als Skipper,

und eine 50-Std.-Langfahrt).

FB3/Fahrtbereich 3 – Theoriekurs,

22.–23. Februar 2020, € 399,–

WETTERSEMINAR

MIT BERNHARD FISCHER

Kalt- und Warmfronten, Schichtund

Turmwolken, Borawalze und

Gewitter: Kaum eine andere Sportart

ist dem Wetter so ausgeliefert

wie das Segeln. Wetterexperte Bernhard

Fischer erklärt die Mechanismen

und was sie für Segler in der

Praxis bedeuten. Auch die besten

Wetter-Apps und die zugrundeliegenden

Modelle werden beleuchtet.

Wetterseminar für SeefahrerInnen,

14. März 2020, € 99,–

wissen, worauf man achten muss.

Mit Christian Kargl testen wir die

Sicherheitsausrüstung auf Herz und

Nieren, Spaß garantiert.

Termine: www.b3-onwater.at

PRAXISLEITFADEN

FÜR DEN ERSTEN TÖRN

Heuer den FB2 gemeistert und

schon eine Crew für die kommende

Saison zusammengestellt? Skipper

Alex gibt seine Tipps und Erfahrungen

von vielen hundert Törns weiter.

Dabei gilt sowohl für Skipper als

auch für Crew: Die Segelreise steht

und fällt mit der Vorbereitung und

Planung. Was macht die Crew, während

ich das Schiff übernehme, welche

Instrumente fehlen noch in

meiner Skippertasche und wie gehe

ich mit auftretender Seekrankheit

um? Das und vieles mehr bespricht

Skipper Alex in seinem gewohnt

praxisorientierten Seminar!

Der praktische Leitfaden für deinen

ersten Törn, 29. Februar 2020, € 99,–

Alle Kurse buchbar über

è www.b3-onwater.at/segelkurs-termine/

PRÜFUNGSREFERENT

Bernhard Fischer

MEDIENREFERENT

Richard Gansterer

ISAF-SAFETY-TRAINING

Rettungsinsel, Rettungsweste

u. v. m.: Hoffentlich werden sie niemals

benötigt, aber für den Fall der

Fälle sollte man vorbereitet sein und

Buchtipps für die Winterzeit

Meno Schrader: Das Wetterbuch für Wassersportler.

Adlard Coles, Peter Bruce: Schwerwettersegeln.

Bernhard Moitessier: Der verschenkte Sieg.

80 1/2020


Trophäen-Sammlerin

PANORAMA

Tipps, Trends & Neuheiten

BRITISH YACHTING AWARDS. Der

runderneuerte Topseller Sun Odyssey

410 von Jeanneau hat sich heuer

als fleißiger Preis-Pflücker hervorgetan.

Nachdem sie vom US-Fahrtenmagazin

Cruising World als „Best

Midsize Cruiser Over 38 Feet“ und

von Yacht Style als „Best Sailing Yacht

in Asia“ ausgezeichnet wurde, adelten

Anfang Dezember die bri ti schen

Publikationen Sailing Today und

Yachts and Yachting die SO 410 mit

dem „British Yachting Award“ in

der Kategorie „Cruiser of the Year“.

Neues für 2020 gibt es auch zu

berichten: „Ab nächstem Baujahr ist

die Sun Odyssey 410 auch mit

Schwenkkiel zu haben“, so Hannes

Grassl, Sales-Manager des Österreich-

Händlers Trend Travel & Yachting.

è www.trend-travel-yachting.com

Die beiden Jeanneau-

Designer Marc Lombard und

Jean-Marc Piaton bei der

Preisverleihung.

These boots are made for sailin‘

SEGEL-SCHUHWERK. Die speziell

für Jollen-Segler konzipierten Neopren-Stiefel

von Zhik sind jetzt in

einer neuen, verbesserten Version erhältlich.

Ein neues Schnürsystem soll

das An- und Ausziehen des naturgemäß

sehr engen Schuhwerks erleichtern.

Eine verbesserte Gummizusammensetzung

und ein neues Profil

sollen für mehr Grip sorgen.

Der Stiefel des australischen Segelspezialisten

ist in den Größen 37,5

bis 47,5 in zwei Ausführungen erhältlich:

mit 4 mm Neopren und

2 mm Gummi obermaterial

als Alljahres-Schuh und

mit 2 mm Neopren und

1 mm Gummi obermaterial

als leichtere und agilere

Schönwetter-Version.

è www.zhik.com

Frischer Saft

ELEKTROMOTOREN. Beachtlich, welche

Leistungssteigerungen bei maritimen

Elektromotoren noch möglich

sind. Weltmarktführer Torqeedo

verpasste seinem neuen, für Kajak-

Angler gedachten Ultraleichtmotor

Ultralight 1103 AC mit 1100 W gegenüber

dem Vorgängermodell die dreifache

Leistung und eine 30-prozentige

Steigerung der Höchstgeschwindigkeit.

Ebenfalls neu im Programm ist

eine pinnengesteuerte Version des

Cruise 10.0, der zudem mit einem

neuen, leiseren Getriebe ausgestattet

wurde und vor allem von gewerblichen

Betrieben (etwa in Arbeitsbooten

oder im Ökotourismus) genutzt wird.

è www.torqeedo.com

IMPRESSUM

MEDIENINHABER: Satz- und Druck-Team GmbH,

Feschnigstraße 232, 9020 Klagenfurt, +43 463/461 90 25,

www.ocean7.at, redaktion@ocean7.at, office@ocean7.at,

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Jury-Mitglied

1/2020 81


Sailing Poetry

London Sailing

Ich beschließe die Segelsaison in London, mit einer Wayfarer-Jolle auf der

Themse zwischen Canary Wharf und Tower Bridge und erzähle die Fabel

vom Londoner Stadtfuchs Romeo.

Mitten durch London zu

segeln ist nicht so ungewöhnlich,

wie es für uns

mediterrane Segler klingen mag;

es gibt einige Clubs hier, die das

Segeln auf der Themse pflegen, z. B.

das Dockland Sailing and Watersports

Centre (www.dswc.org) auf

der Isle of Dogs, die Westminster

Boating Base, mit einem stilvollen

Clubhaus über dem Fluss (www.

westminsterboatingbase.co.uk/)

oder der Shadwell Segelclub (www.

shadwellsailing.com), ein gastfreundlicher

Club im Schatten der

Bürotürme der Canary Wharf.

Man trifft sich dort zum gemeinsamen

„Evening Segeln“ (zuletzt

während der Saison jeden Dienstagabend),

wobei auf Sicherheit

professionell Wert gelegt wird: die

Ausfahrten werden von Motorbooten

begleitet, man ist über

Funk verbunden, bei Qualifikation,

etwa durch einen international gültigen

Segelschein, kann man auch

selbst ein Boot „helmen“; sogar

eine Mitgliedschaft wäre interessant

– für nur 150 Pfund im Jahr;

der seltene Fall, dass London unter

dem Preisniveau von Österreich

liegt. Die Ausrüstung bekommt

man vor Ort, selbst das Ölzeug.

Mit einer Wayfarer-Jolle also auf

die Themse, eine 3-Mann-Jolle mit

hohem Freibord, die hier als das

geeignete Boot für ruppige Tidengewässer

wie die Themse gilt, stabil

aber auch schnell genug; Bermudarigg,

4,82 m lang und 370 kg

schwer, wird mit Genua und auch

Spinnaker gefahren. Segelzeichen

„W“. Alle Boote tragen hier am

Masttop „Crewsaver Mastfloats“,

luftgefüllte Schläuche, die ein

Durchkentern verhindern sollen.

Wir segeln flussaufwärts gegen

den Gezeitenstrom, vorsichtig der

Tide und der schnellen Clipper

wegen. Mit uns im Konvoi weitere

Wayfarer Dingies und ein Drascombe

Longboat. Jollensegeln ist

die direkteste Art zu segeln, man

spürt Wind und Wellen in den Beinen,

jeder Dickschiffsegler sollte

das von Zeit zu Zeit tun. Gilt im

Towerbridge

voraus, vor uns

das Drascombe

Longboat; backbords

Renzo Pianos

Wolkenkratzer,

genannt The Shard.

ALFRED ZELLINGER

ist Schriftsteller und

erlernte das Segeln in

der O-Jolle des Vaters

auf dem Traunsee. Dort

segelt er heute einen

30er-Schärenkreuzer,

auf dem Meer eine 46er

Grand Soleil.

kolumne@ocean7.at

besonderen Maße auch auf der

Themse: schon der Schwell der

passierenden Schiffe sorgt für

intensives Feeling. Der Wind ist

allerdings infolge der Biegungen

des Flusses unberechenbar, lässt

er nach, zieht die Ebbe uns wieder

zurück und es gilt, sich von Bojen

und anderen Hindernissen freizuhalten.

Ja, das Segeln hier unterscheidet

sich ein wenig vom Segeln

auf Meer oder Binnensee.

„Britannia rule the waves!“ hieß

es einmal und im Herzen der für

Jahrhunderte ersten Seemacht

dieser Welt fühlt man an jeder

Biegung des Flusses, dass von hier

einmal ein Weltreich regiert werden

konnte.

Welch ein Unterschied zu seiner

heutigen Politik! Mit dem Sieg der

Flotte vor Trafalgar, dank der besseren

Segelmanöver übrigens, begann

ein britisches Zeitalter. Man

spricht von einer Pax Brittanica,

wenn diese auch nicht annähernd

die einstige Pax Romana erreichte,

die 200 Jahre lang weitgehend für

Frieden gesorgt hatte.

Den Abend beschließen wir in

der Aqua-Bar im 31. Stock der

„Shard“, bei einem Cocktail „Romeo“,

benannt nach jenem Stadtfuchs,

der es während des Baus der

Shard bis in den 72. Stock geschafft

hatte, den die Arbeiter fütterten,

ihm des nahen Shakespeare-Theaters

wegen den Namen Romeo

gaben, ihn später einfingen und,

da Füchse nicht gerade geschaffen

sind für ein Leben auf Wolkenkratzern,

zurück auf Ground Zero

brachten. Romeo empfahl sich in

Richtung Globe-Theater und zur

Erinnerung an diesen Fuchs, der

so hoch hinaus wollte wie stets wir

Menschen auch, gibt es jetzt diesen

Cocktail.


Im nächsten Sailing Poetry, meine

Damen und Herren, segeln wir auf

dem Traunsee mit meinem alten

Schärenkreuzer und treffen die

Musiklegenden David Nyman und

Arnold Schönberg.

82 1/2020


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