STATUS ZWO - Digitalmagazin - Ausgabe 30

drk.rettungsdienst

Die STATUS ZWO ist das Mitarbeitermagazin des DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe aus Mainz und beinhaltet vielfältige Einblicke in den größten Rettungsdienst in Rheinland-Pfalz und die Welt des Rettungsdienstes.

Aktuelle Themen im Heft:
- Neue Rettungswagen im DRK-Rheinland-Pfalz
- US Army erht Rettungsdienstmitarbeiter
- Chinesische Delegation zu Gast in Mainz
- Studie zeichnet Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe
mit FOCUS Award "Top Karrierechanche"aus
- Rettungswache Mainz als virtueller Rundgang

...und weitere spannende Themen.

DRK-Rettungsdienst

Rheinhessen-Nahe

Ausgabe 30 / Dezember 2019

Status Zwo.

Das Mitarbeitermagazin.

Aktuelle Themen im Heft:

• Premiere: Neue Fahrzeuggeneration von Rettungswagen geht in Dienst

• Innenminister spricht sich für Heilkunde bei Notfallsanitätern aus

• Top Karrierechance: Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe gewinnt Award

• Klausurtagung der Wachleiter: Achtsamkeit im Fokus

www.drk-rhein-nahe.de


Inhalt

Inhalt

Titelbild

Alt gegen neu: Die neue Fahrzeuggeneration

des DRK in Rheinland-Pfalz ist bei

uns angekommen. Foto: Philipp Köhler

Impressum

Herausgeber:

DRK-Rettungsdienst

Rheinhessen-Nahe gGmbH

Binger Str. 25, 55131 Mainz

Tel. 06131 2111-0

info@drk-rhein-nahe.de

www.drk-rhein-nahe.de

Verantwortlich für den Inhalt:

Jörg Steinheimer

Redaktion dieser Ausgabe:

Philipp Köhler, Dean Abrahams, Damiel

Schon, Thomas Adrian, Yvonne Schaubruch,

Kontakt:

Philipp Köhler

Leiter Kommunikation

Tel. 06131 2111-222

presse@drk-rhein-nahe.de

Klimaneutraler Druck:

Flyeralarm GmbH

CO2 NEUTRAL

DE193467662X01

by flyeralarm

Chefsache Seite 03

Vorwort unseres Geschäftsführers Jörg Steinheimer

Neue Rettungswagen fürs DRK Seite 04

Erstes Fahrzeug geht in Wörrstadt in Dienst

Klausurtagung der Wachleiter Seite 06

Unternehmensführung und Wachleiter tauschen

sich zu den Themen Haltung und Achtsamkeit aus

GAMIR Update Seite 09

Aktueller Stand des FAIR Projektes

US Army ehrt Mitarbeiter Seite 10

Team der Rettungswache Baumholder erhält

Auszeichnung nach lebensrettendem Einsatz

China zu Gast in Mainz Seite 11

Chinesische Delegation besucht Rettungswache und

Verwaltung in Mainz

Award Top Karrierechance Seite 12

Studie zeichnet Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe

mit FOCUS Award aus

Rettungsdienstsymposium Seite 13

In Hohenroda stenden Digitalisiertung und neue Konzepte

des Rettungsdienstes im Fokus

DRK persönlich:Frank Dernbach Seite 14

Neuer stv. Leiter Rettungsdienst gibt Einblicke in seine

neue Tätigkeit

Innenminister für Heilkunde Seite 16

Innenministerium und DRK-Landesverband sprechen sich

für Heilkunde durch Notfallsanitäter aus

Rettungswache Mainz in 3D Seite 17

Virtueller Rundgang durch unsere neue Rettungswache

Events: Seite 18

Ein Einblick in unsere Events und Aktionen

Neue Berufsfachschule eröffnet Seite 20

Notfallsanitäterausbildung voll digitalisiert

und unter einem Dach

Großübung im Bereich Nahe Seite 21

Mitarbeiter trainieren gemeinsam mit Feuerwehr

Dienstjubiläen Seite 22

Wir gratulieren unseren Mitarbeiter*innen

Essex Seite 23

Ein Weihnachtsgruß unseres ESSEX

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Chefsache

Chefsache

Vorwort zur aktuellen Ausgabe der STATUS ZWO von Jörg Steinheimer

© Philipp Köhler

Da ist sie wieder, die besinnliche

ruhige Adventszeit...

Es sei an dieser Stelle schon ein

Rückblick auf das Jahr 2019 erlaubt.

Die Krankenfahrtendiskussion

hat uns Anfang des Jahres

sehr beschäftigt. Zwischenzeitlich

hat sich Vieles organisiert und viele

Fragen konnten geklärt werden.

Das Verständnis der Situation in

der Öffentlichkeit ist allerdings

noch nicht überall gegeben. Letztlich

wird das noch seine Zeit brauchen.

Im Frühjahr sind die größte

Rettungswache der Gesellschaft

und die Verwaltung an den neuen

Standort in der Binger Straße in

Mainz umgezogen. Dank guter Planung

und Vorbereitung aller Beteiligten

sehr geräuschlos und ohne

Probleme.

Darüber hinaus wurden im Jahr

2019 viele Entscheidungen getroffen

und erarbeitet. Teile dieser Weichenstellungen

werden sich erst im

kommenden Jahr weiter auszahlen

bzw. auswirken. Es konnte das

neue Fahrzeugkonzept der RTW,

KTW und NEF gemeinsam erarbeitet

werden und die Umsetzung

hat begonnen. Die Dienstkleidung

wird sich qualitativ und quantitativ

verbessern. Unter Beteiligung des

DRK-Landesverbandes und des

Betriebsrates gab es hier viele Sitzungen

einer Einigungsstelle unter

Vorsitz eines Richters. In 2020 soll

auf Landesebene das einheitliche

Erscheinungsbild des DRK-Rettungsdienstes

in Rheinland-Pfalz

noch diskutiert werden und es wird

Trageversuche geben. Wir sind

gespannt was am Ende herauskommt.

Auch mit der Ausbildung zur Notfallsanitäterin

und zum Notfallsanitäter

hat sich eine Einigungsstelle

befasst. Das Ergebnis wird eine

noch bessere Ausbildung in Kooperation

mit der neuen Berufsfachschule

des DRK-Landesverbandes

sein.

Leider hat das Warten auf das

neue Rettungsdienstgesetz die Zeit

überdauert und wird sich bis Anfang

2020 weiter fortsetzen. Aber auch

hier bin ich zuversichtlich, dass die

neue Gesetzgebung in weiten Teilen

die richtigen Rahmenbedingungen

für eine gute Versorgung der

Bevölkerung weiter verbessert. Die

Digitalisierung nimmt einen immer

größeren Stellenwert im täglichen

Arbeitsleben im Rettungsdienst ein.

Zum Jahresende 2019 wurde das

Einsatzleitsystem unserer Leitstellen

Mainz und Bad Kreuznach mit

der Version Cobra 4 des Herstellers

ISE neu aufgesetzt. Hier danke ich

dem Team der Administratoren und

der Teamleitung der Leitstellen für

die erfolgreiche Operation am offenen

Herzen. Auch im Bereich der

Leitstellen sind wir somit für die Zukunft

gerüstet.

Im mobilen Rettungsdienst werden

die Tablets zum zentralen

Dreh- und Angelpunkt der Kommunikation

und Dokumentation.

Ein neuer Weg der Klausurtagungen

der Leiter Rettungsdienst und

Jörg Steinheimer

Geschäftsführer

DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe

der Wachleiter in Form von teambildender

Selbstversorgung hat

sich bewährt und wie ich finde

ausgezahlt. Dazu lesen Sie in dieser

Ausgabe unserer Status Zwo

im weiteren Verlauf noch mehr. Im

Gesundheitsmanagement läuft unser

Projekt FAIR (Flexible Arbeitszeit

im Rettungsdienst) weiter und

mit der Neukonzeption der Gesundheitswochen

haben wir einen

neuen Akzent gesetzt, den wir im

kommenden Jahr noch weiter ausbauen

wollen. Es ist schön zu erleben,

dass die DRK-Rettungsdienst

Rheinhessen-Nahe GmbH in der

Mitarbeiterschaft und in der Öffentlichkeit

immer wieder als attraktiver

Arbeitgeber gesehen wird. Dies ist

das Ergebnis vieler Individuen die

alle an ihrem Arbeitsplatz eine gute

Arbeit im Sinne der Mitmenschen

leisten. Es läuft Vieles gut beim

DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe.

Dies ist der Erfolg der Kolleginnen

und Kollegen, Vorgesetzten oder

anderer Menschen, mit denen wir

im Arbeitsleben in Berührung kommen.

Es ist schön ein Teil dieses

Ganzen sein zu dürfen.

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

ich danke Ihnen für Ihr

Engagement, welches Sie an den

Tag legen und welches dazu führt,

dass neben konstruktiver Kritik

auch viel Lob über unsere Arbeit

bei uns ankommt. Ich wünsche

Ihnen eine schöne Weihnachtszeit

und einen guten Start ins neue

Jahr 2020 mit weniger Vorsätzen,

sondern Taten, die in der Gegenwart

gelebt werden. Bleiben Sie

gesund und haben Sie Freude an

Ihrer Arbeit. Denn die Arbeit bleibt

die Selbe, auch wenn man schlecht

gelaunt auf sie zugeht. Nutzen Sie

die alltägliche Chance für ein Lächeln

und ein nettes Wort. Ich bin

mir sicher, dass tut nicht nur Ihrem

Gegenüber, sondern auch Ihnen

selbst gut. Ich freue mich auf das

gemeinsame Wirken mit Ihnen in

2020.


Herzliche Grüße

Jörg Steinheimer

Es läuft vieles

gut beim DRK-

Rettungsdienst

Rheinhessen-Nahe

Jörg Steinheimer

-3-


Neues Fahrzeugkonzept

Neues Fahrzeugkonzept hält

Einzug ins DRK-Rheinland-

Pfalz

Erster Rettungswagen der neuen Fahrzeuggeneration ist in Wörrstadt stationiert.

Es wurde wirklich Zeit für eine Ersatzbeschaffung

für den Rettungswagen der

DRK-Rettungswache Wörrstadt, der 11,5

mal die Erde umrundet hat. Dass es dann

gleich ein Fahrzeug der neuen Generation

von Rettungswagen im DRK-Rheinland-

Pfalz geworden ist, freut die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der Wache ganz

besonders.

Die neuen Fahrzeuge sind umfangreich mit

neuester Sicherheitstechnik und ergonomischen

Ausstattungsmerkmalen bestückt. So

wird aus ihnen ein zeitgemäßer und sicherer

Arbeitsplatz für alle Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter.

Zunächst fällt das höhere Gesamtgewicht

der Fahrzeuge auf. Mit 4,1t zulässigem Gesamtgewicht

ist es künftig nötig, im Besitz

einer Fahrerlaubnis der Klasse C1 zu sein,

um den Rettungswagen fahren zu dürfen.

Hier unterstützt das DRK die Mitarbeiter bei

der Erlangung des Führerscheins und qualifiziert

Auszubildende direkt während der Notfallsanitäterausbildung.

Hinsichtlich der erweiterten Sicherheitsausstattung

verfügen die neuen RTW über LED

Scheinwerfer mit automatischen Leuchtmodi,

Seitenwindassistent, Totwinkelassistent,

Multifunktionslenkrad, Rückfahrkamera

mit Signalton und eine Fahrwerkstabilisierung,sowie

eine Freisprecheinrichtung für

Funk und Telefon. Fahrer- und Beifahrersitze

sind mit einer rückenschonenden Schwingmechanik

ausgestattet. Zudem lässt sich

das gesamte Fahrzeug per Knopfdruck aus

dem Patientenraum heraus verschließen.

Der Mercedes Sprinter VS30 erfüllt die Abgasnorm

Euro 6 C Gr. III und ist mit einem

15cm längeren Kofferaufbau aus dem Hause

SYSTEM STROBEL ausgestattet. Im Bereich

© Philipp Köhler

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Neues Fahrzeugkonzept

der rettungsdienstlichen Ausstattung kommt in der

neuen Fahrzeuggeneration ein elektrischer Raupenstuhl

als Tragestuhl und ein elektrisches Einzugssystem

für die Fahrtrage zum Einsatz. Dies entlastet die

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in körperlich belastenden

Situationen deutlich. Der Patientenraum wurde

außerdem mit einer zusätzlichen Klimaanlage und

einer Warmwasser Zusatzheizung ausgestattet. Beide

Maßnahmen sorgen für eine effektivere Klimatisierung

des Patientenraumes. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit,

Sauerstoffflaschen von außen wechseln zu können

und die Vakkuummatratze auch von innen entnehmen

zu können. Auch die Sondersignalanlage wurde

mit LED Blitzlichtern im Kotflügel und 180° abstrahlenden

Frontblitzern ergänzt, um die Warnwirkung im Verkehr

zu steigern. Aus diesem Grund findet sich auf den

neuen RTW auch eine Heckwarnbeklebung nebst LED

Heckwarnanlage und neuen Seitenstreifen in leuchtgelb.

Ergänzend wird die Sicherheitsausstattung um

insgesamt 6 hochleistungs LED Arbeitsscheinwerfer.

Das neue Fahrzeugkonzept wurde in einem breit angelegtem

Prozess unter Beteiligung der Leiter Rettungsdienst

und Betriebsräten sowie der Fachabteilung

und des Vorstands im DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz

entwickelt. So soll eine möglichst große

Akzeptanz und Mitwirkung aller Beteiligten ermöglicht

werden.

Alle Ausstattungsmerkmale kennenzulernen und den

neuen Rettungswagen virtuell zu erleben, ermöglicht

ein interaktiver 3D Rundgang. Hier wird jedes Detail erläutert

und das Fahrzeug kann aus allen Perspektiven

gesehen werden.

Weblink

Virtueller Rundgang in 3D:

https://drk24.de/RTWRLP

Heckansicht: Der Unterschied in der Warnwirkung ist

deutlich zu sehen. Dies sorgt für mehr Sicherheit bei Einsätzen.

Cockpit: Auffallend ist der fehlende Schalthebel in der Mittelkonsole.

Die Automatik wird nun über einen Hebel am Lenkrad bedient.

© Philipp Köhler

Ergonomisch: Künftig können Sauerstoffflaschen auch

von aussen entnommen und gewechselt werden.

Entlastung: Eine deutliche Erleichterung bietet das elektrische

Einzugssystem für Fahrtragen.

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Management

Auf etlichen Flipchartblättern

fand sich die Workshopdokumentation

wieder.

Rettungswachenleiter tagen zu

aktuellen Themen

Klausurtagung im Selbstversorgerhaus hatte Haltung und Achtsamkeit im Fokus.

Seit der Übernahme der Geschäftsführung

durch Jörg Steinheimer im Jahr 2011 hat

sich einiges für die Wachleiter geändert.

Nicht zuletzt die jährliche Klausurtagung

zählt seitdem zum festen Programm. Aus

dem Lateinischen kommend steht Klausur

für den abgeschlossenen Teil eines Klosters,

in den man sich zurück gezogen hat. Heute

trifft man den Begriff Klausurtagung meist in

Zusammenhang mit politischen Parteien, die

sich unter Ausschluss der Öffentlichkeit treffen

und über die weitere inhaltliche Richtung

der Partei beraten.

Bisher bedeutete dies für die Kollegen Wachenleiter,

dass sich in den 2 bis 3 Tagen der

Klausur oft im Kreis gedreht wurde, Themen

vom vergangenen Jahr erneut behandelt und

besprochen werden mussten und Ergebnisse

oft verschoben wurden. Im Grunde ähnlich

einer Teambesprechung, in der es seit

gefühlt 20 Jahren im 2-jährigen Turnus um

die Mülltrennung geht. Aber natürlich gab

es auch Ergebnisse, in den letzten Jahren

wurden viele Prozesse angestoßen, Material

verbessert, Arbeitsweisen geändert und den

Gegebenheiten angepasst. Mit Klausurtagungen,

Wachenleitersitzungen oder Teambesprechungen

ist es eben wie überall dort,

wo Menschen zusammentreffen und auch

zusammen arbeiten müssen, die Ergebnisse

werden sehr unterschiedlich wahrgenommen.

Im Vorfeld bekannt war, dass die diesjährige

Klausur in einem Selbstversorgerhaus in der

Eifel stattfinden sollte. Wenige Tage vor Beginn

der Sitzung bekamen wir dann die Information,

dass sich das Programm im Gegensatz

zu den Vorjahren etwas geändert hat.

Einzig und allein sollte es in diesem Jahr

ganz um uns selbst, unsere Aufgabe und der

Achtsamkeit uns selbst und Anderen gegenüber

gehen. Spätestens jetzt dachte sicher

der ein oder andere an das oben genannte

Kloster oder an Flucht. Zur Selbstversorgung

lässt sich sagen, die Ängste, nicht satt zu

werden, haben sich nicht bewahrheiteten.

© Philipp Köhler / Text: Daniel Schon

-6-


Management

Dank vieler fleißiger Hände in der Küche und am

Grill war bestens fürs leibliche Wohl gesorgt: vom

Idar-Obersteiner Spießbraten bis hin zum Stunden

über dem Feuer, bei draußen eisigen Temperaturen,

geköchelten Kesselgulasch war für jeden etwas dabei.

Nun ist aber der Hunger vermutlich das kleinere Problem

für viele Kollegen, wenn die Klausurtagung unter

der Überschrift „Selbstversorgung und Achtsamkeit“

steht.

Was ist Achtsamkeit?

Jeder kennt die Geschichten der älteren Kollegen oder

ist inzwischen selbst zu einem der älteren Kollegen

geworden. Früher bedeutete Achtsamkeit oft, dass

man darauf zu achten hatte, dass die Schuhe ordentlich

geputzt waren. Dass man darauf zu achten hatte,

dass der Chefarzt der kleinen Klinik neben der Wache

der heimliche Chef im Ring war. Man hatte auf vieles

zu achten und wurde als Neuer von den älteren Kollegen

auf Verhaltensweisen hingewiesen, auf die man zu

achten hatte.

Vieles davon ist heute entweder völlig überholt, manches

davon hat aber auch heute noch Bestand und

ist immer noch Thema. Inzwischen geht es, wenn von

Achtsamkeit die Rede ist, aber nicht mehr um diese

Art von Aufmerksamkeit. In Zeiten, in den Begriffe wie

Hygge, Work Life Balance und Ähnliches im Sprachgebrauch

angekommen sind und sich viele Menschen

damit beschäftigen, gehört auch Achtsamkeit zu einer

weit verbreiteten Vorgehensweise. Mit Rüdiger Standhardt

konnte unser Geschäftsführer einen Trainer für

Persönlichkeitsentwicklung gewinnen, der sich seit

vielen Jahren im Arbeitsfeld Achtsamkeit und Stressbewältigung

bewegt. Nun ist das mit der Achtsamkeit

ja so eine Sache. Um es vorweg zu sagen, einfach war

es nicht. Dies zeigte auch die Schlussrunde am Ende

der Klausur. Aber dazu kommen wir am Ende.

Persönliche Eindrücke

Zuerst ein persönlicher Eindruck von mir. Entschleunigung

und damit verbunden das Betrachten seines

eigenen Tuns kann oft hilfreich sein, gerade wenn

es sich im Beruf oder im Privaten gefühlt mal wieder

überschlägt.

Jeder kennt es, der Wecker, inzwischen meist das

Smartphone, klingelt und schon ist man drin in der

Social Media Welt. Noch nicht richtig wach, lässt man

sich eine Mischung aus Mitteilungen und Nachrichten

aus aller Welt anzeigen, die oft schon vorm Aufstehen

dafür sorgen, dass einem das seelische Gleichgewicht

abhanden kommt. Und so geht der Tag weiter,

der blaue Haken hinter jeder Nachricht suggeriert die

Wichtigkeit der Beantwortung einer Frage in einem

Chat.

Nach einem langen Tag sitzt man dann abends auf

der Couch oder in der Kneipe an der Ecke. Auch dort

werden Pausen im Programm, Längen im Film oder

das vermeintlich langweilige Gegenüber dazu genutzt,

doch noch schnell eine Nachricht zu schreiben oder

die neusten Posts auf Instagram zu schauen.

Viele Menschen fühlen sich inzwischen, nicht zuletzt

aufgrund dieser Flut an Informationen überlastet, die

eben nicht nur Segen, sondern auch Fluch sein können.

Und dort greift Achtsamkeit.

Ich hatte mich in den letzten Jahren ein wenig mit dem

Thema Achtsamkeit beschäftigt. Es war mir von der

Begrifflichkeit und auch der Methodik her bekannt, gespannt

war ich trotzdem sehr.

Nach einem leckeren Frühstück lernten die Teilnehmer

nicht nur den Seminarleiter Rüdiger Standhardt

kennen, sondern sollten auch gleich am eigenen Leib

spüren, warum die Überschrift auf dem Programm

Timeout@Work lautete.

Und ja, man muss sagen, Achtsames Entspannen ist

nicht jedermanns Sache. Um der Schlussrunde vorweg

zu greifen.

Entspannung und Achtsamkeit als Methode

Und so wechselten sich Gesprächsrunden im großen

und kleinen Kreis mit Entspannungsübungen, achtsamem

Teetrinken und leckeren Mahlzeiten ab.

Wir lernten John Izzo kennen, der aufgrund Interviews

mit 200 alten Menschen die fünf für ihn fundamentalen

Geheimnisse des Lebens gefunden hat, die man entdecken

sollte, bevor man stirbt.

Wir lernten etwas darüber, wie man das Leben selbst

in die Hand nimmt, indem man Situationen entweder

verändert, sie akzeptiert oder die Situation verlässt.

Oder bleibt, verharrt, jammert und klagt, weil man seine

Handlungsspielräume nicht sehen kann oder nicht

gestalten möchte.

Wir konnten viel von Jon Kabat-Zinn hören, der zu den

Gurus der Achtsamkeit zählt. Aber natürlich ging es

letztendlich doch auch immer wieder nicht nur um uns,

sondern eben auch um die in diesem Text schon öfter

genannte Achtsamkeit, uns selbst ,aber auch den

Menschen gegenüber, die wir alle auf die ein oder andere

Art und Weise leiten.

Beim Schreiben der letzten Zeile hab ich die Buh-Rufe

in meinem Kopf hören können, die vermutlich von

vielen Wachen zu hören sind, wenn die Kollegen die

Status 2 lesen werden, über die nicht vorhandene oder

schlechte Führung von oben reden werden und wie

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Management

schlimm doch alles ist. >>>

Ja, einiges läuft nicht rund und ja, es ist auch noch

Luft nach oben. Aber, und das haben mir diese paar

Tage mal wieder gezeigt, oft hilft ein Perspektivenwechsel,

und dazu gehört dann auch die Bereitschaft,

sich auf den Perspektivenwechsel auf der einen Seite,

aber auch auf das Gegenüber einzulassen. Sein eigenes

Tun hinterfragen, nicht nur das des Gegenübers.

Und natürlich gilt dies für die Mitarbeiter, aber auch für

die Vorgesetzten.

Um zum Ende des Textes und der Schlussrunde der

Klausurtagung zu kommen, es ist wie überall, wo Menschen

zusammen treffen, Ergebnisse werden sehr unterschiedlich

beurteilt und wahrgenommen.

Einigen Teilnehmern war der Teil mit den Achtsamkeitsübungen

zu viel und haben von ihren Methoden

erzählt, die ihnen Ruhe in den Alltag bringen. Andere

kamen mit den Übungen gut zurecht. Es ist aber auch

schwer, als westlich geprägter Mensch gemeinsam mit

den Kollegen Übungen zu machen, die man normalerweise

nur sehen kann, wen man am frühen Morgen in

einen chinesischen Park geht und die Menschen dort

beim Sonnengruß beobachtet.

Danke

„Ein herzliches Dankeschön geht

an dieser Stelle an die Sponsoren

und Unterstützer, die es ermöglicht

haben, dass die Klausurtagung in

dieser Form stattfinden konnte.“

Jörg Steinheimer

Mir bleibt am Ende die Hoffnung, dass Achtsamkeit

in der ein oder anderen Art und Weise Einzug halten

wird oder Bestand hat, der Perspektivenwechsel wenn

nötig gelingt, miteinander geredet wird statt übereinander,

dass gestaltet wird statt verharrt und gejammert

... und wenn es doch mal wieder besonders schlimm

wird...tief einatmen...Luft anhalten ... weiter atmen.


Ich finde es wertschätzend, dass man sich in Zeiten hoher

allgemeiner Arbeitslast Zeit für das Thema Achtsamkeit und eigene

Haltung nimmt sowie die Klausurtagung unter dieses Motto gestellt

hat.

ein Teilnehmer in der Abschlussrunde

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GAMIR

GAMIR Update: Testphase im

Projekt FAIR ist angelaufen

Rettungswachen Kirn und Nierstein testen neues Diensttausch-Tool, geteilte

Dienste für Elternschichten und die Abgabe von Einsatzwünschen bei bestehendem

Rahmendienstplan.

© Philipp Köhler / Pixabay Text: Yvonne Schaubruch

Im Projekt FAIR hat die Testphase für die beiden beteiligten

Rettungswachen, Nierstein und Kirn begonnen.

Ausprobiert wird das Feature Diensttausch im

WebPortal (mit zwei Varianten), die Abgabe von Einsatzwünschen

bei bestehendem Rahmendienstplan

und zusätzlich in der Rettungswache Kirn die Teilung

von RTW / NEF Tagschichten bei Elternteilen in Teilzeit

mit Kleinkindern.

Bei dem Diensttausch gibt es zum einen die Möglichkeit

mit einem Kollegen/Kollegin direkt einen Dienst zu

tauschen. Der Tauschpartner mit gleicher Qualifikation

muss gefunden und einverstanden sein, dann kann der

Diensttausch im WebPortal durch den Mitarbeiter oder

Mitarbeiterin selbst vollzogen werden. Der Dienstplaner

muss den Tausch dann genehmigen/ablehnen, analog

zu Urlaub oder Freizeitausgleich. Zum anderen besteht

die Option, seinen Dienst zum Tausch anzubieten bzw.

einen Tauschpartner in der Plattform selbst zu suchen,

um dann zu tauschen.

Um die Flexibilität im eigenen Dienstplan zu erhöhen,

besteht die aktive Nutzung von Einsatzwünschen. Dies

ist auch bei bereits bestehendem Rahmendienstplan

nutzbar.

In Kirn haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Versuch

der Schichtteilung gestartet. An von ihnen selbst

ausgewählten Tag RTW / Tag NEF Diensten gibt es einen

Frühdienst und einen Spätdienst für die testenden Personen.

Schichtwechsel ist demnach für die betreffenden

Personen um 13:00 Uhr. Diese Option ist zunächst für

Elternteile und Pflegende in Teilzeit beschränkt.

Die Testphase gibt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

als auch den Dienstplanern die Möglichkeit, die genannten

Optionen auszuprobieren und zu evaluieren.

Parallel zur Testphase der beiden Rettungswachen werden

lebensphasenorientierte Konzepte für Elternschaft

und Pflegebedarf ausgearbeitet. Ebenso werden mögliche

individuelle Bedürfnisse als auch das Themengebiet

Gesundheit und Alter berücksichtigt.

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Partnerschaft

US Army ehrt Mitarbeiter der

Rettungswache Baumholder

Team der DRK-Rettungswache Baumholder erhält Auszeichnung nach

lebensrettendem Notfalleinsatz.

Colonel Jason T. Edwards, Kommandeur der

United States Army Garrison Rheinland-Pfalz,

zeichnete im September Notfallsanitäterin Daniele

Therre-Ost und Rettungssanitäter Andre

Jank von der DRK-Rettungswache Baumholder

für deren besonderes Engagement bei

einem schweren Kindernotfall in der US Community

Baumholder mit einem „Certificate of

appreciation“ aus.

Die Ehrung fand auf dem US Militärstützpunkt

Baumholder unter Anwesenheit von Funktionären

der US Army, Medienvertretern und

weiteren Gästen statt. Dabei betonte der Kommandeur

der US Streitkräfte in Rheinland-Pfalz:

„Sie beide machen diesen Job jeden Tag und

für Sie als Profis mag es kein besonderer Einsatz

gewesen sein. Für die betroffene Familie

ist es jedoch ein einzigartiges Ereignis in deren

Leben. Wir danken Ihnen für Ihren professionellen

Einsatz und hoffen, dass Sie immer gesund

aus allen Einsätzen heimkehren.“

Anlässlich der besonderen Auszeichnung

machte Philipp Köhler, Pressesprecher des

DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe deutlich,

dass alle Mitarbeitenden sich eng mit dem

Amerikanern in Baumholder verbunden und

sich für deren Notfallversorgung verantwortlich

fühlen. Als Zeichen der partnerschaftlichen Zusammenarbeit,

überreichte Philipp Köhler eine

Rotkreuznadel und ein Modell eines DRK-Rettungswagens

an den Kommandeur.

Oliver Leonhardt, Rettungswachenleiter der

DRK-Rettungswache in Baumholder und die

beiden geehrten Mitarbeiter, machten deutlich,

dass sie die Auszeichnung auch im Namen

aller Kolleginnen und Kollegen annehmen,

welche täglich bei vielen Notfällen ihr Bestes

geben.

Weblink

Artikel in der US

Zeitschrift Stars and

Stripes https://drk24.

de/stars-stripes

© Philipp Köhler

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Partnerschaft

Die chinesische Delegation

wurde von Zhou Yun Kui

geleitet. Jörg Steinheimer

erläuterte die Funktion des

digitalen Alarmmonitors.

China zu Gast in Mainz

Chinesische Delegation besucht Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe und

informiert sich zu den Themen Rettungsdienst und Notfallsanitäterausbildung

in Rheinland-Pfalz.

© Philipp Köhler

Ganz überraschend erreichte uns Ende November eine

Anfrage einer Delegation von chinesischen Funktionären

aus den Bereichen Katastrophenschutz und Feuerwehr

in der chinesischen Provinz Guangdong. Im Rahmen

ihrer Deutschlandrundreise wollten die hochrangigen

Verwaltungsvertreter mehr über die Notfallsanitäterausbildung

und die Organisation des Rettungsdienstes in

Rheinland-Pfalz und im Besonderen beim DRK erfahren.

Bei einem mehrstündigen Besuch in den Räumlichkeiten

der Verwaltung des DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe

in Mainz informierten Geschäftsführer Jörg

Steinheimer, Philipp Köhler als Leiter der Unternehmenskommunikation

und Qualitätsbeauftragter Frank

Altenkirch über die Struktur von Ausbildung und Rettungsdienst.

Besonders interessiert waren die chinesischen

Gäste an den vielfältigen digitalen Lösungen in

unserer Organisation. So stellte Frank Altenkirch intensiv

die umfangreichen Möglichkeiten des webbasierten

Qualitätsmanagementsystems vor und Philipp Köhler

erläuterte diverse Angebote im Segment virtual Reality

und Öffentlichkeitsarbeit. Jörg Steinheimer gab den Besuchern

aus Fernost einen tiefen Einblick in die Ausstattung

unseres Rettungsdienstes und beantwortete viele

Fragen zur Bewältigung von Großschadensereignissen.

Nach dem theoretischen Austausch besuchten die Gäste

noch die Rettungswache Mainz und informierten sich

über die verschiedenen digitalen Lösungen wie Alarmmonitor

und Infoboard. Besonders interessant fanden

die Besucher Hilfsmittel wie Treppensteiger und Raupenstuhl.

Im Gespräch wurde deutlich, dass es im operativen Bereich,

trotz der großen Entfernung viele Gemeinsamkeiten

gibt. Der größte Unterschied zwischen China und

Deutschland liegt sicher darin, dass in China alles zentral

von der Regierung vorgegeben wird und der Rettungsdienst

in Deutschland ein Konstrukt aus Krankenkassen,

den Behörden und den Leistungserbringern ist.

Gegen Abend gab es dann bei einem gemeinsamen

Abendessen in einem deutschen Restaurant die Gelegenheit,

sich auf einer persönlichen Ebene weiter kennenzulernen.

Eine Einladung zu einem Gegenbesuch

wurde bereits ausgesprochen.

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Digitalisierung

Große Freude

herrscht anlässlich der

Verleihung des Siegels

„Top Karrierechance“

im Rettungsdienst

Rheinhessen-Nahe

Studie von Focus Money gewonnen:

Wir bieten Top Karrierechancen

im Rettungsdienst

Große Studie im Auftrag von Focus Money kürt DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe

zum bundesweiten Branchensieger im Bereich Rettungsdienst.

Im Auftrag von Focus Money führte das Institut

für Management- und Wirtschaftsforschung

(IMWF) eine großangelegte Studie zu Karrierechancen

in der Pflege und Gesundheitseinrichtungen

durch. Die Studie vom November 2019

untersuchte dabei 2.400 Kliniken, Gesundheitseinrichtungen,

Betreuungseinrichtungen und

eben den Rettungsdienst als Leistungserbringer

im Gesundheitswesen.

Wesentliche Merkmale der Studie waren Bezahlung

und die Struktur der Mitarbeitenden sowie

die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zudem

wurden mittel „Social Listening“ zehntausende

Onlinenachrichten und Social-Media Inhalte

hinsichtlich ihrer Tonalität zum jeweiligen Unternehmen

untersucht. Insgesamt wertete die Studie

438 Millionen Onlinequellen aus. Hier kam

es darauf an, wie oft ein Unternehmen erwähnt

wird, welches Thema besprochen wird und ob

der Beitrag positiv oder negativ besetzt ist.

Die Auszeichnung des Branchensiegers wird

anhand der erreichten Punktzahl im Branchengesamtranking

vergeben. Der jeweilige Branchensieger

erhält 100 Punkte und setzt damit

den Benchmark für alle anderen untersuchten

Unternehmen dieser Branche. Ausgezeichnet

wurden nur Unternehmen, welche mindesten

60 Punkte in der Gesamtwertung erreichten.

Jörg Steinheimer, Geschäftsführer des

DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe ist

stolz auf die unerwartete Auszeichnung: „Wir

haben mit dieser Auszeichnung nicht gerechnet

und freuen uns sehr über diese Anerkennung.

Dies zeigt, dass unsere Anstrengungen im Personalmarketing

und der Unternehmenskommunikation

auch bundesweit Beachtung finden

und wir auf einem guten Weg sind.“

Die Studie wurde in der Ausgabe 49/19 des Focus

Magazins veröffentlicht und steh bald auch

unter www.deutschlandtest.de bereit.

Weblink:

https://deutschlandtest.de

© Hans Jörg Kappaun

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Digitalisierung

Weblink

Kompletter Vortrag

zum Nachlesen https://

drk24.de/hohenroda

Rettungsdienstsymposium

in Hohenroda

Digitalisierung und neue viele Einblicke in die Welt des Rettungsdienstes:

Vortrag von Philipp Köhler zeigt Chancen für DRK-Rettungsdienste auf

© Jörg Steinheimer

Die Teilnahme am hessischen Rettungsdienstsymposium

in Hohenroda ist für uns schon eine liebgewordene

Tradition. Umso schöner, dass wir mit dem Vortrag

unserer Leiters der Unternehmenskommunikation,

Philipp Köhler, einen Teil zum Programm des Symposiums

beitragen konnten.

In diesem Jahr standen für die 500 Teilnehmenden erneut

sehr spannende Themen aus der Welt des Rettungsdienstes

auf der Agenda des Rettungsdienstsymposiums.

Zentrale Aspekte der Diskussionsrunden

waren die Vorschläge des Bundesgesundheitsministers

Jens Spahn zur Reform der Notfallversorgung, die

künftige Entwicklung des Rettungsdienstes, die Rolle

der Mitarbeitenden und die Nutzung von neuen Chancen

wie zum Beispiel Digitalisierung im Personalmarketing.

Auf dem Vortragsprogramm standen unter anderem

Themen wie „Wo das noch hinführt?“ 2025 und

die Rolle des Rettungsdienstes als multifunktionale

Einheit im Gesundheitswesen.“ Von DRK-Landesvorstand

Manuel Gonzalez, eine Reportage über die

Luftrettung Okavango Air Rescue von Botswana und

eine Podiumsdiskussion zur Zukunft des Rettungsdienstes.

Philipp Köhler zeigte in seinem Vortrag mehrere Best

Practice Beispiele für eine erfolgreiche Digitalisierung

im Rettungsdienst und DRK Verbänden auf. Konkret

ging er auf die Themen E-Recruiting, Personalmarketing

am Beispiel der Neuauflage der Kampagne

„RETTER-WERDEN“ und die Nutzung verschiedener

Onlinetools in der Mediengestaltung ein. So machte er

deutlich, dass es für digitale Angebote im Roten Kreuz

keine besondere Technik oder spezielles Know How

benötigt, es jedoch viel mehr auf Innovationsgeist, Blicke

über den Tellerrand und gegenseitiges Netzwerken

ankommt.

Den gesamten Vortrag gibt es online zum Nachlesen.

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DRK persönlich

Interview: 5 Fragen an

Frank Dernbach

Frank Dernbach ist neuer stellvertretender Leiter Rettungsdienst im Bereich

Rheinhessen und damit Nachfolger von Mathias Hirsch. Im Interview

erzählt er von seinen Ideen und der neuen Herausforderung.

Nachdem unser ehemaliger stv. Leiter Rettungsdienst,

Mathias Hirsch zur Rettungsdienstbehörde

der Kreisverwaltung Mainz-Bingen gewechselt ist,

hat nun Frank Dernbach seine Funktion übernommen.

Im Interview beantwortet er einige Fragen zu

seiner neuen Tätigkeit.

„ Der Schritt zur Bewerbung

als stv. LRD Rheinhessen

war lange überlegt“

Frank Dernbach

Warum hast du dich als stv. Leiter

Rettungsdienst beworben? War

es einfach die Wache zurückzulassen?

Nein es war nicht leicht die Wache

zurück zu lassen, nach 11 Jahren

Wachleiter, viel Herzblut, einer aufreibenden Neubauzeit

und so tollen Leuten! Es war ganz und gar nicht

leicht und ich hatte einige Male Pippi in den Augen.

Ich möchte hier die Gelegenheit nutzen und nochmal

ein ganz großes Dankeschön los zu werden für die riesige

Überraschung an der Einweihungsfeier, das hat

mich sehr berührt!

Der Schritt zur Bewerbung als stv. LRD Rheinhessen

war lange überlegt und letztendlich ist ein großer Beweggrund

gewesen, nicht nur auf der RW Mainz uns

ein bisschen besser zu machen, sondern das für den

ganzen Rettungsdienstbereich hin zu bekommen.

Was reizt dich an der neuen Aufgabe?

Nach Innen habe ich in der Zeit als Wachleiter und in

der Tätigkeit als Abwesenheitsvertreter

immer wieder den Eindruck

gewonnen, dass an verschieden

Punkten und Bereichen Unzufriedenheit

herrscht. Ich möchte dieser

Unzufriedenheit noch mehr auf die

Spur kommen und gerne durch die

richtigen Maßnahmen und Gespräche wieder mehr Zufriedenheit

in unsere Reihen bringen.

Da gibt es schon den einen oder anderen Ansatzpunkt,

an dem wir drehen. Es liegt aber sicherlich auch an uns

allen, hier wieder auf den richtigen Weg zu kommen.

Der Blick auf das Kerngeschäft ist mir dabei wichtig.

Nach Außen möchte ich dazu beitragen, dass wir mehr

als wichtiger, ernst zu nehmender Teil der Daseins-

© Philipp Köhler

Jörg Steinheimer und

Frank Dernbach freuen sich

auf eine gute Zusammenarbeit

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DRK persönlich

vorsorge wahrgenommen werden.

Rettungsdienst ist Teil der medizinischen

Versorgung und keine

bloße Transportleistung. Das wird

immer mehr erkannt, aber das

kann noch viel besser werden. Es

gibt gerade an den Schnittpunkten

zu Notaufnahmen und Arztpraxen

einige Defizite und Unkenntnis

über das, was der Rettungsdienst

leistet. Hier finde ich es auch sehr

spannend weiter auf zu klären und

die Bedingungen zu verbessern.

Was ist dir im Umgang mit Mitarbeitern

wichtig?

Ein klarer offener, ehrlicher und authentischer

Umgang. Mir ist wichtig

eine klare Linie zu beschreiten

und habe den Anspruch an mich,

alle gleich zu behandeln. Ich hoffe,

dass ich mir das offene Ohr behalten

kann. Ein klarer, offener und

konstruktiver Dialog hilft Ungereimtheiten

zu klären und gut miteinander

um zu gehen.

Wo siehst du deine Schwerpunkte?

Ich habe schon einiges zu meiner

Motivation gesagt - sicherlich liegen

da auch die Schwerpunkte.

Ich möchte möglichst nah an den

Mitarbeitern sein und die Zufriedenheit

steigern.

Ein Schwerpunkt wird der Blick

„ Habt Spaß an eurer

Arbeit - dann geht sie viel

leichter!“

Frank Dernbach

nach innen sein, wo können wir

Prozesse verbessern, die zu

Unmut führen, wie können wir

Schnittpunktproblematiken minimieren

und dort mehr Anerkennung

und Verständnis für den

Rettungsdienst generieren. Aber

auch das Ressort Aus- und Fortbildung,

das ich jetzt übernommen

habe, hat mit der „neuen“

Ausbildung der Notfallsanitäter

noch einige Herausforderungen

parat.

Nicht zuletzt ist Bau- und Liegenschaftsmanagement

ein „altes

Hobby“ von mir.

Was macht dir besonders viel

Freude an der neuen Position?

Ich freue mich, wenn ich was bewegen

kann, wenn etwas wieder

ein bisschen besser wird als es

vorher war. Ich freue mich darauf,

dies mit allen zusammen im Team

immer weiter voran zu treiben und

den Rettungsdienst, die DRK-Rettungsdienst

Rheinhessen-Nahe

und damit uns alle, immer ein bisschen

besser zu machen.

Gibt es noch etwas, das du sagen

magst?

Ja ...habt Spaß an eurer Arbeit

dann geht sie viel leichter!

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Berufspolitik

Weblink

Videostatement des

Innenministers: https://

drk24.de/heilkunde

Innenminister Lewentz ist

für Heilkunde

Innenminister Roger Lewentz und DRK-Landesverband sprechen sich für

heilkundliche Maßnahmen durch Notfallsanitäter aus.

Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter sind bei den

meisten Notfällen häufig die ersten notfallmedizinischen

Fachkräfte am Notfallort. In diesen anspruchsvollen Notfallsituationen

kommt es auf bestens ausgebildete Menschen

an, die wissen, welche Verantwortung sie für ihre

Patienten haben. Seit 2014 gibt es daher das Berufsbild

des Notfallsanitäters, welches eine umfassende dreijährige

Berufsausbildung zur Grundlage hat und schon in der

Ausbildung die sichere Durchführung von invasiven Maßnahmen

und die Gabe von Notfallmedikamenten gemäß

definierter Standards beinhaltet. Notfallsanitäter befinden

sich in Einsätzen aber rechtlich zwischen dem Heilkundevorbehalt,

der nur für Ärzte die selbstständigen Maßnahmen

der Heilkunde vorsieht, und dem Tatbestand der

Körperverletzung durch Unterlassen. „Dieser Konflikt soll

durch die rheinland-pfälzische Initiative mit dem Ziel einer

bundesgesetzlichen Gesetzesänderung gelöst werden,

die gerade mit der erforderlichen Mehrheit den Bundesrat

passiert hat“, so Innenminister Roger Lewentz. Der Arzt

werde dabei weiterhin als medizinisch höchst qualifizierte

Fach- und Aufsichtsperson bestehen bleiben. Die Notfallsanitäterinnen

und Notfallsanitäter sollten diesen nicht ablösen,

sondern lediglich bei fehlender Anwesenheit eines

Arztes, heilkundlich notwendige Maßnahmen ergreifen

können, ohne dabei in einen rechtlichen Zwiespalt zu geraten.

„Als Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter leisten

unsere Mitarbeitenden täglich professionelle Hilfe bei lebensbedrohlichen

Notfällen. Daher ist es wichtig, dass sie

nicht noch zusätzlich durch rechtlich unklare oder komplizierte

Rechtslagen belastet werden. Der Vorstoß der rheinland-pfälzischen

Landesregierung ist daher absolut richtig

und schafft Sicherheit für alle Notfallsanitäter im Rettungsdienst.

Im Interesse unserer 750 Mitarbeitenden und der

vielen Patienten ist zu hoffen, dass der Gesetzesantrag

erfolgreich verläuft“, äußert sich Geschäftsführer und Notfallsanitäter

Jörg Steinheimer vom DRK-Rettungsdienst

Rheinhessen-Nahe.

„Als DRK-Landesverband begrüßen und unterstützen wir

die Initiative und das Engagement der rheinland-pfälzischen

Landesregierung zur Stärkung des Berufsbildes von

Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern ausdrücklich.

Wer sich beruflich täglich für Menschen in Not einsetzt,

muss sicher sein können, dies in einem rechtlich unbedenklichen

Rahmen tun zu können“, stimmt DRK-Landesvorstand

Manuel Gonzalez vom DRK-Landesverband

Rheinland-Pfalz zu.

© Philipp Köhler

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Recruiting

Weblink

Virtueller Rundgang

durch die Rettungswache

Mainz https://

drk24.de/drkrwmainz

Rettungswache Mainz als

3D Rundgang

Die DRK-Rettungswache in Mainz online im virtuellen Rundgang erkunden

und erleben, wie Mitarbeiter sich zu unserem Rettungsdienst

äußern. All dies bietet die 3D Tour auf jedem Smartphone.

Screenshot

Wer heutzutage Menschen für einen Arbeitsplatz

begeistern möchte, muss diesen so realistisch

wie möglich präsentieren und das Gefühl

vermitteln, man sei bereits Teil des Teams. Genau

aus diesem Grund haben wir eine riesige

3D Tour durch die neue DRK-Rettungswache in

Mainz erstellt.

Premiere feierte der virtuelle Rundgang in der

aktuellen Ausgabe des Rettungs-Magazins, in

welchem nicht nur ein Link zur 3D Tour zu finden

war, sondern auf vier Seiten auch die neu

errichtete Rettungswache mit all ihren Besonderheiten

porträtiert wurde.

Der Rundgang startet in der Kommunikationszone

in der Rettungswache und führt durch alle

Funktionsräume bis hinunter in die Fahrzeughalle.

Dort kann der virtuelle Besucher in einen

Rettungswagen einsteigen und sich per Foto,

Text und Video die Notfallausstattung erläutern

lassen. Da aber nicht nur materielle Aspekte für

einen potentiellen Bewerber wichtig sind, kommen

in den Aufenthaltsräumen, in der Küche

und an anderen Positionen auch Mitarbeiter vor,

die im Video oder per Bildtext schildern, wie sie

den DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe

als Arbeitgeber erleben.

In anderen Infopunkten werden besondere Features

wie der von RescueTrack bereitgestellte

Alarmmonitor erklärt.

Insgesamt wurden für den virtuellen Rundgang

über 500 3D Scans erstellt, welche dann zu einer

3D Tour zusammengefügt wurden.

Der virtuelle Rundgang kann auf jedem Smartphone,

Tablet oder am PC angesehen werden.

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Events

News von Events und Terminen

Rheinhessen-Nahe

vor Ort

Region trifft SWR

Erstmals bot der Südwestdeutsche Rundfunk mit dem

Format „Region trifft SWR“ eine Plattform zum Austausch

zwischen dem SWR und den Kommunikationsverantwortlichen

aus Unternehmen, Organisationen

und Behörden der Region Mainz und Rheinhessen.

Im Mainzer Funkhaus trafen sich daher Ende November

fast 100 Kommunikationsverantwortliche, um einmal

abseits von Presseinformationen, Interviews, Dreharbeiten

und Radiobeiträgen ins Gespräch zu kommen.

Eröffnet wurde die Abendveranstaltung von Landessenderdirektorin

Dr. Simone Schelberg. Sie lobte die

gute Zusammenarbeit zwischen Pressestellen und

dem SWR und gab einige Einblicke in die Struktur

des gesamten SWR Medienangebotes. Ihr folgte der

bekannte SWR aktuell Moderator Sascha Becker mit

der Moderation einer Podiumsdiskussion mit Medienschaffenden

zum Thema „Regionale Berichterstattung

in Zeiten von Facebook, Twitter & Co.“.

Nach der Diskussionsrunde lud Studioleiter Olaf Lemcke

zu einer exklusiven Führung durch das Mainzer

Funkhaus ein.

Hinweis:

Die SWR News App „SWR aktuell“ bietet ab sofort

mehr Möglichkeiten der regionalen Berichterstattung!

Die App gibt es gratis zum Download für Smartphones.

Seniorenfest VG Baumholder

Als DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe fühlen

wir uns für die notfallmedizinische Versorgung

von rund einer Million Menschen verantwortlich.

Besonders in ländlichen Gebieten stellt das DRK

den größten Anteil an Rettungswachen. Daher

sind wir auch mit dabei, wenn es einmal nicht um

Notfälle, Unfälle oder Verlegungstransporte geht.

Beim Seniorenfest der Verbandsgemeinde

Baumholder stellten wir nicht nur Fahrzeuge

des DRK-Rettungsdienstes aus, sondern führten

auch kleine Gesundheitschecks bei den Seniorinnen

und Senioren durch. Informationen zum

richtigen Verhalten bei Notfällen und zur Struktur

des Rettungsdienstes durften natürlich auch

nicht fehlen. Oliver Leonhardt, Rettungswachenleiter

der DRK-Rettungswache Baumholder war

mit zwei Auszubildenden zum Notfallsanitäter

am Start und konnte nach dem Seniorenfest von

vielen guten Gesprächen und einer großen Wertschätzung

des Rettungsdienstes in der Bevölkerung

sprechen. Ebenfalls beim Seniorenfest dabei

waren der DRK-Kreisverband Birkenfeld und

die AWO Baumholder, sowie weitere Akteure im

Gesundheitswesen.

© Philipp Köhler / Oliver Leonhardt

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Events

Firmenlauf in Birkenfeld

Unter dem Motto „Die Wirtschaft läuft“ veranstalteten

die DRK-Elisabeth Stiftung, die Nahe-Zeitung und die

Stadt Birkenfeld den diesjährigen Firmenlauf. Wir zählen

zwar nicht zu den Wirtschaftsunternehmen, durften

jedoch trotzdem nicht im Feld der Aktiven fehlen.

Die teilnehmenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

unseres Rettungsdienstes hatten Ihre Teilnahme unserem

plötzlich verstorbenen Kollegen Volker Schommer

gewidmet und liefen in Erinnerung an viele schöne

Momente mit ihm.

Nibelungenlauf in Worms

Am diesjährigen Nibelungenlauf in Worms nahmen

rund 2.000 Läuferinnen und Läufer aus 39 Nationen

teil. Natürlich waren auch wir mit einem Team vertreten.

Unser Team startete in den Wettbewerben

Halbmarathon und 10km Lauf.

Berufsmesse in Idar-Oberstein

Erstmals nahmen wir an der Azubi- und Jobmesse

der Wirtschaftsförderung- und Projektentwicklungsgesellschaft

des Landkreises Birkenfeld in

Idar-Oberstein teil. Die Verantwortlichen hatten

eine wirklich bemerkenswerte Veranstaltung auf

die Beine gestellt, was mit hohen Besucherzahlen

belohnt wurde.

Wir waren mit Notfallkrankenwagen als Ausstellungsfahrzeuge

und einem Messestand vor Ort

sowie informierten die interessierten Schülerinnen

und Schüler zur Notfallsanitäterausbildung

und dem Freiwilligendienst im Deutschen Roten

Kreuz.

Das Interesse der Schülerinnen und Schüler an

der Ausbildung war enorm.

Am zweiten Tag stand die Messe vor allem im

Fokus der Arbeitgeberpräsentation für Fachkräfte.

Auch hier konnten wir deutlich machen, dass

eine Tätigkeit im Rettungsdienst eine zukunftssichere

Perspektive bei in ländlichen Regionen,

vergleichsweise sehr guter Bezahlung darstellt.

Bei einem Durchschnittsverdienst von rund 2.858

Euro im Kreis Birkenfeld liegen Notfallsanitäter

des DRK-Rettungsdienstes bereits in Stufe 1 bei

aktuell fast 3.000 Euro brutto.

Keine News verpassen!

© Philipp Köhler / Privat

In dieser Rubrik finden sich in jeder Ausgabe der STATUS ZWO Einblicke in

Veranstaltungen, Termine und Aktionen des DRK-Rettungsdienstes Rheinhessen-Nahe.

Wenn Sie keine Neuigkeiten aus unserem Rettungsdienst und

der Welt des DRK verpassen möchten, scannen Sie einfach den nebenstehenden

QR Code mit ihrem Smartphone oder geben Sie den Weblink in Ihr

Gerät ein. Sie erhalten dann eine Übersicht unserer Social-Media Kanäle

und können uns mit nur einem Klick online folgen!

Weblink: drk24.de/socialmedia

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Ausbildung

Neue Berufsfachschule für Notfallsanitäterausbildung

eröffnet

in Mainz

DRK-Landesverband setzt auf Digitalisierung und neue Leitung: Thomas Knaab

übernimmt Schulleitung und spricht sich für intensive Zusammenarbeit aus.

Mit der Einweihung der neuen Berufsfachschule für Notfallsanitäter

wurde in Mainz für viele Rotkreuzler ein Traum

wahr. Während der kleinen Feierstunde in den neu errichteten

Räumlichkeiten, herrschte rege Aufbruchstimmung.

DRK-Landesvorstand Manuel Gonzalez ging in seiner

Ansprache auf die Entwicklung des Rettungsdienstes in

Rheinland-Pfalz seit dessen Anfängen in den 60er und

70er Jahren ein und bemerkte, dass es bereits 1973 Forderungen

nach einer dreijährigen Ausbildung zum Notfallsanitäter

gab. In den folgenden Jahren führte das Engagement

von Rotem Kreuz und der Universitätsmedizin Mainz

zu einer fundierten und professionellen Ausbildung für

rettungsdienstliches Personal. Manuel Gonzalez machte

deutlich, dass es jetzt vor allem auf ein hochqualitatives

Ausbildungsniveau im Rettungsdienst ankommt. Dafür sei

die neue Berufsfachschule bestens ausgestattet. So ist

der neue Schulstandort die erste voll digitalisierte Schule

Deutschlands und verfügt über eine gänzlich digitale

Lerninfrastruktur. Insgesamt besuchen zwischen 300 und

400 Schülerinnen und Schüler in 12-14 Klassen die Berufsfachschule

in der Binger Straße 25 in Mainz. Für die

Zukunft hat der DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz mit

der neuen Schule nicht nur die Ausbildung von Notfallsanitäterinnen

und Notfallsanitätern, sondern auch deren

Weiterbildung im Blick.

Staatssekretär Randolf Stich aus dem rheinland-pfälzischen

Innenministerium hob in seiner Rede vor allem die

Bedeutung des Rettungsdienstes in Rheinland-Pfalz hervor.

Dabei war ihm wichtig klarzustellen, dass das Land

hier auf die Hilfsorganisationen als starke Partner setzt und

Rettungsdienst in Rheinland-Pfalz ohne Gewinnstreben,

sondern mit Blick auf die Hilfsbedürftigkeit von Bürgerinnen

und Bürgern betrieben wird. Zusätzlich sprach er sich

erneut für die Gesetzesänderung bezüglich heilkundlicher

Maßnahmen für Notfallsanitäter aus. Thomas Knaab,

neuer Schuleiter und ehemaliger Mitarbeiter unseres Rettungsdienstes,

blickte in seiner Antrittsrede vor allem nach

vorne. Mit nunmehr acht Unterrichtsräumen, digitaler

Technik auf höchstem Niveau freue er sich auf die kommende

Zeit. Wichtig war dem Diplompädagogen, digitale

Medien als Gestaltungschance zu begreifen und diese in

den Unterricht sinnvoll zu integrieren.

© Philipp Köhler

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Ausbildung

Großübung im Rettungsdienstbereich

Nahe

Mitarbeiter, Auszubildende und Praxisanleiter üben gemeinsam mit

Feuerwehr, Maltesern und Rettungsdienst Corneli.

© Tahia Thran

Die diesjährige Alarmübung der Feuerwehren in der

Verbandsgemeinde Bad Kreuznach bot eine sehr gute

Gelegeheit zur Beteiligung des Rettungsdienstes. So

planten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DRK-Rettungsdienstes

Rheinhessen-Nahe gleich mehrere

Übungsszenarien, welche sowohl für die freiwilligen

Feuerwehren, als auch für Rettungsdienstmitarbeiter einige

Herausforderungen bereithielten.

An der Übung in einem landwirtschaftlichen Anwesen

bei Neu-Bamberg nahmen insgesamt elf Feuerwehreinheiten,

fünf Rettungswagenbesatzungen des DRK-Rettungsdienst

Rheinhessen-Nahe, ein Rettungswagen der

Malteser und drei Rettungswagen des Rettungsdienstes

Corneli. Zudem nahmen auch Notärzte aus dem Krankenhaus

St. Marienwörth in Bad Kreuznach und weitere

Ärzte an der Übung teil. Die Übungsleitung lag bei bei

12 Instruktoren, die rund um die Organisatoren Tahia

Thran für die Übungsbeobachtung und Fallbesprechung

verantwortlich waren. Aus unserem Rettungsdienst nahmen

vor allem Auszubildende zum Notfallsanitäter an

der Übung teil, um die Zusammenarbeit mit anderen

Einheiten, sowie den Massenanfall von Verletzten zu

trainieren.

Das erste Szenario beinhaltete einen Gebäudebrand mit

mehreren Verletzten Personen, die vor allem an Inhalationstraumen

und Verbrennungen litten. Im Verlauf kam

es dann zu einer Explosion einer Gasflasche, wodurch

es zu weiteren Verletzungen kam. Hier lag das Augenmerk

der Notfalldarsteller vor allem auf Splitterverletzungen,

kritischen Blutungen, Amputationsverletzungen

und einer Pfählungsverletzung. Gerade die Versorgung

von Patienten mit diesen schweren und in der Realität

seltenen Verletzungsarten, müssen ausgiebig trainiert

werden, da sie einige Herausforderungen für den Rettungsdienst

und die Feuerwehr bereithalten.

Im dritten Teil der Übung wurde ein Verkehrsunfall eingespielt,

bei dem der Fahrer schwer verletzt und im Fahrzeug

eingeklemmt war. Hier sorgte die Feuerwehr für einen

Zugang an der Fahrzeugtür und der Rettungsdienst

übernahm parallel die Versorgung des Patienten.

Die Notfalldarstellung wurde von Hans-Dieter Hellrigel

vom DRK-Kreisverband Bad Kreuznach mit Pyrotechnik

und mehreren Notfalldarstellern realisiert.

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Mitarbeiter im Fokus

Mitarbeiteri*nnen im Fokus

Alles Gute

zum Jubiläum!

30 Jahre

Christian Thiel, Rettungswache Nieder-Olm

25 Jahre

Thorsten Kraft, Rettungswache Worms

Daniel Schon, Rettungswache Idar-Oberstein

20 Jahre

10 Jahre

Dominik Zitoun, Rettungsleitstelle Mainz

Carina Meth, Bereich Rheinhessen

Björn Bauer, Integrierte Leitstelle Bad Kreuzhach

Stefan Winkler, Bereich Nahe

5 Jahre

Fernando Capone, Rettungswache Ingelheim

Sebastian Roth, Rettungswache Bad Kreuznach

Karen Strutz, Rettungswache Alzey

Niklas Küstner, Rettungswache Bad Sobernheim

Hendrik Porcher, Rettungswache Idar-Oberstein

Alexander Schmitt, Rettungswache Worms

Tahia Thran, Rettungswache Bad Kreuznach

15 Jahre

Philipp Berghoff, Rettungswache Bingen


Alles Große in der Welt geschieht nur, weil

jemand mehr tut, als er muß.

Hermann Gmeiner

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Essex

Unser Essex

Essex kommt in jeder Ausgabe

zu Wort und spricht über Themen,

die ihn beschäftigen.

Essex...mit Jahresrückblick

© Bildnachweis

Gude Ihr Leit,

ich hab das Gefühl, die Zeit rennt. Noch e paar

Dienste uff de Wach und schwupps is Weihnachte

un es Johr is schun widder rum. Ich hat Glück dies

Johr. Ich hat de Urlaub für Weihnachte rechtzeitg beantragt,

so dass ich mit meiner Familie schee feiern

kann. Die mussten in de letze Jahre an Weihnachte

ziemlich oft uff de Papa verzichte. Bei uns uff de

Wach klappt das ganz gut: Die junge Kollege ohne

Kinner machen die Dienste über die Feiertage ganz

gern, dafür mach ich an Silvester dann die Nacht und

die junge Kollege könne uff die Roll gehe. Des nennt

mehr dann Win-Win-Situation uff Neudeutsch.

Ein Weihnachtsgeschenk habbe mer ja schon bekomme:

de erste RTW der neuen Generation ist da

und ich konnt ihn mir sogar schon angucke. Letzte

Woche warn wir in Sprendlingen unsern RTW gegen

ein Ersatzauto tausche und da hab ich die Chance

genutzt und hab ofach mal die Tür uffgemacht

und bin eingestiege. Man hat im Vorfeld jo schon

viel gehört. Viel Positives, aber auch Negatives. Ich

muss saache, dass mehr schon en deutliche Fortschritt

zum jetzige RTW sieht un offensichtlich ham

sich Leut, die auch damit schaffe müsse, Gedanke

gemacht, wie so en modere Arbeitsplatz aussehen

kann. Ob jetzt ein Schräckelsche e bissje weiter links

oder rechts ist, darüber lässt sich sicher diskutiern.

Aber grad in Puncto Sicherheit wurd viel getan. Ich

freu mich drauf, wenn auch uff meiner Wach so en

RTW steht und ich damit schaffe kann. Des dauert

zwar noch eins, zwo Johr, aber bis dahin sind dann

bestimmt auch die Kinnerkrankheite beseitigt. Un

alle Kollesche, die im Vorfeld gemeckert habbe,

ohne des Teil gesehe zu habbe, sag ich: Schaut ihn

Euch an und wenn was bleed gelöst ist, macht en

Verbesserungsvorschlag. Da ham mer dann alle was

davon.

Für das neue Jahr hab ich mir vorgenomme, mehr

für meine Gesundheit und Fitness zu mache. Unsere

Gesundheitswochen warn so en Auslöser für mich,

mir mal Gedanke zu mache. Es hat richtig Spaß gemacht,

mit den Kollesche was zu unnernehme und

gleichzeitig was für die Gesundheit zu mache. Des

werden wir jetzt definitiv öfter mache. Aber des allein

reicht natürlich net, um fitter zu werden. Ich werd

mein Fahrrad wieder aus em Keller hole und flott machen

und das ein oder andere mal mim Rädche uff

die Wach fahrn. Aber wie des mit Neujahrsvosätz so

is: Reden wir in em halbe Johr nochmal drübber, was

draus geworn ist…

Ich wünsch Euch alle scheene Weihnachte und en

gute Rutsch! Bleibt gesund und kummt alle gesund

von de Einsätze widder.

Euern Essex

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Wir wünschen ein friedliches

Weihnachtsfest und ein

gesundes neues Jahr 2020!

© instagram.com/drk.rettungsdienst | Philipp Köhler

DRK-Rettungsdienst

Rheinhessen-Nahe

Binger Straße 25

55131 Mainz

Tel. 06131 2111-0

Fax 06131 2111-299

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