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Wandern mit

Hansi Hinterseer

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Trekking

vor der Haustür

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Fichtelgebirge

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ZWEI NATURPARKS

Bring mich

zur Sonne!

TENERIFFA & MADEIRA

Winterträume

THÜRINGEN, ERZGEBIRGE

& REUTTE

SEHNSUCHTS-

ZIELE 2020

ÜBER DIE ALPEN

HERZBLUTPROJEKTE

RUANDA & DER BALKAN

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von united-kiosk.de und Eden Reforestation Projects werden überall auf der Welt 10 Bäume gepflanzt,

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Wandersehnsüchte

WANDER

STAB

EDITORIAL

„Ich bin wieder hier

In meinem Revier

War nie wirklich weg

Hab ‘ mich nur versteckt

…“

Klingelt da etwas in Ihren Ohren? Wenn nicht: Es

ist der Anfang des Liedes „Wieder hier“ von Marius-Müller

Westernhagen. Ich gebe zu, nicht ganz

mein Musikgeschmack, und ehrlich gesagt weiß

ich auch gar nicht, wie der Text weitergeht. Dennoch

schwirren diese Worte durch meinen Gehörgang.

Dienstag, 19. November 2019 – seit zwei

Tagen bin ich wieder in meinem „Revier“ und

ganz schön knapp dran mit dem Editorial für dieses Heft. Vergangenen

Sonntag bin ich aus Bhutan zurückgekommen. Fünf Wochen war ich in dem

Königreich unterwegs, wo das „Bruttoglücksprodukt“ dem Bruttoinlandsprodukt

übergeordnet ist. Teil von diesem „Bruttoglücksprodukt“ ist der

achtsame Umgang mit der Natur – keine wertlose Floskel, sondern gesetzlich

verankerte Wertschätzung. Diesem Königreich im Himalaya gilt seit vielen

Jahren mein Interesse. Wenn ich nach so etwas wie einem Trekking-

Lebenstraum gefragt wurde, war die Antwort immer klar: der Snowman

Trek! 27 Tage entlang des Himalayahauptkamms durch überwiegend menschenleere,

urwüchsige Landschaften. 26 Zeltnächte in einer Höhe von bis

zu 5.300 m, steif gefrorene Wanderschuhe, morgens Porridge, abends Reis

mit Gemüse – oder umgekehrt. Was für ein Glück! Das meine ich vollkommen

ernst … Auch wenn der Wunsch nach einer heißen Dusche zunehmend

dringlicher wurde und die Expeditionsschnellaufpumpluxusmatratze auf

Dauer doch kein adäquater Ersatz für ein Bett ist. Oje, doch so langsam der

(altersbedingte) Wunsch nach etwas mehr Bequemlichkeit? Wie dem auch

sei, meine Seele hat es nicht eilig, mit mir zu kommen. Sie ist noch auf dem

Weg. Vielleicht kommt sie ja zusammen mit meinem Gepäck an, das offensichtlich

auch länger dort verweilen wollte.

Das schöne an solchen Reisen ist auch, dass man die Besonderheiten und

Einzigartigkeiten der Landschaften vor der eigenen Haustüre (wieder) sieht.

Die Erfüllung von Wandersehnsüchten muss ja nicht mit möglichst fernen

Zielen verbunden sein. Oft genügt ein nahe gelegener Bahnanschluss und

schon kann die Reise losgehen. Und sehr oft kann es sogar nur der Schritt

vor die eigene Haustüre sein. Den Beweis liefern wir in dieser Ausgabe:

Sehnsuchtsziele auf fast 40 Seiten! Sie wollen beim Wandern mal an Ihre

Grenzen gehen? Dann sollten Sie sich an einer schlaflosen 24 Stunden Wanderung

versuchen. Oder wollen Sie genussvoll über Grenzen hinaus gehen?

Alpenüberquerungen sind immer ein einzigartiges Erlebnis, wie Steffen

Hoppe zeigt. Lust auf eine Trekkingtour ohne lange Anreise? Das haben Ricarda

Große und Svenja Walter getestet. Und wie der Winter zum Frühling

werden kann, da hat Sabine Pries einen Tipp für Sie.

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*Die Aktion ist gültig bis

zum 31.12.2019.

DER JUBILÄUMSSTAB

Zum Schluss hoffe ich sehr, dass Sie beim

Lesen des Interviews mit Hansi Hinterseer

viel Freude haben. Es war ein besonderes

Erlebnis, mit dem sympathischen

Entertainer in seiner geliebten Heimat

Kitzbühel gewandert zu sein.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen erfrischende

und genussvolle Wanderungen

– hier und draußen.

Ihr Wandermagzin-Chefredakteur

© Dan Mausolf

Thorsten Hoyer

www.gemse-shop.net


INHALT

3 Editorial

4 Inhalt

5 Andrack wandert Klartext

6-7 Erlebnismoment

8-15 Magazin, u. a. Gewinnerwege und -regionen 2019:

Deutschlands Schönste Wanderwege, Österreichs Schönste

Wanderregionen & McTREK Innovationspreis

16-17 Der Wanderforscher: Wer ist eigentlich dieser Wanderer?

106 Vorschau und Impressum

18-57 Sehnsuchtsziele

XXL-Wandern: Die Zähmung des inneren Schweinehunds

(18-19), Von 0 auf 50 – Unsere erste 50 Kilometer-Wanderung

(20-21), Übersicht Veranstaltungstermine 2020 (22-23),

Frankenwald Wandermarathon (24-25)

Trekking: … vor der Haustür (26-28), … auf dem Soonwaldsteig (29)

Habichtswaldsteig (30), Südafrika (31)

Herzblutprojekte: Premiumwege in Ruanda (32-33),

Peaks of the Balkans (34-39)

Bring mich zur Sonne!: Wander-Hotspot Teneriffa (40-43),

Madeira – Wandern auf der Blumeninsel (44-45)

Alpenüberquerung: Nach Süden – Vom Königssee zum Gardasee

(46-51), Fernab der Massen – Von Pfronten im Allgäu nach

Meran (52-53), Mit Komfort – Vom Tegernsee nach Venedig (55),

Spitzenwanderung durch die Zugspitzregion (56-57)

58-61 Wie geht‘s, Hansi Hinterseer?

62-67 Hoyer macht Strecke:

Der Höhenweg Steinwaldweg

68-73 Deutschland zu Fuß entdecken

Grüße vom Arzgebirg Erzgebirge

18-57

Sehnsuchtsziele

So unterschiedlich die Menschen, so unterschiedlich die

Sehnsucht … Die eine träumt davon, an einem Wandermarathon

teilzunehmen, der andere will Trekking ausprobieren,

den Traum von der Alpenüberquerung wahrmachen und

wieder andere zieht es in die weite Ferne. Für viele Geschmäcker

ist hier etwas dabei.

58-61

Wie geht‘s, Hansi Hinterseer? Wandermagazin-

Chefredakteur Thorsten Hoyer war mit dem Sänger,

Entertainer und ehemaligen Skiprofi

in den Bergen bei Kitzbühel unterwegs.

© Steffen Hoppe

© Michael Sänger

74-81 Winterzauber

Wandern im Erzgebirge: Im Winter wärmstens zu empfehlen (74),

Schneeschuhtour im Thüringer Wald: Winterromantik für

Genießer (76-79), Naturparkregion Reutte: Hüttenzauber und

Fackelschein (80-81)

82-95 Wanderziele

Wandern Ü80: Mit Höchstpunktzahl in der Region Hunsrück-

Mittelrhein (82-83), Ostseefjord Schlei: Ostsee, Auen & wilde

Pferde (84-85), Baltischer Küstenwanderweg (86), Kniebis

im Hochschwarzwald (87), Bühlertal: Schwarzwald, Wein und

Panoramen (88-89), Mitmachen & gewinnen: Best of Wandern-

Award (90-91), Konrads botanische und geologische Wanderung

in der Frankenalb: Raritäten nahe der Metropolregion

Nürnberg (92-94), Der Lutherweg in Sachsen-Anhalt (95)

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Wanderwege 2020

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Praxistest: Dehnbare Wanderhosen (96-97), Schnelltest

Woolpower Zip Turtleneck (97), Schneeschuhwandern (98-99),

Isolation für alle Wetter (100-101), Kaufberatung Winter (102-

103), Aufgefallen und Ausgefallen (104-105)

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100 Seiten,

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4 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


Andrack

wandert

Klartext

Abschied

Beim Stichwort Wandern denkt man spontan eher an Aufbruch

und Anfang. Nicht an Abschied. Allerdings ist jeder

Aufbruch immer auch ein Abschied – von zu Hause, von der

Wanderhütte, ein Abschied auch von denen, die man zurücklässt.

Zum Beispiel hat ein berühmter Weltenbummler – Hänschen

Klein – Mama und Papa verlassen. Die beiden weinen

sehr, als dieser sich mit Stock und Hut aufmacht, in die weite

Welt hinein. Meistens ist es aber nicht so hochdramatisch. Entweder

fällt der Abschied vom kauzigen Hüttenwirt gar nicht

sooo schwer. Oder man ist nach dem Abschied von der Familie

schon bald wieder zuhause – so war es ja im Endeffekt auch

beim Hänschen.

Mit jedem Schritt entfernt man sich aber nicht nur von der

Heimat oder von dem jeweiligen Ausgangspunkt, sondern rein

physisch von jedem Quadratmeter,

auf dem man sich noch vor einigen

Sekunden befunden hat. Man nimmt

also permanent Abschied beim Wandern

– von der letzten Wegegabelung,

von dem aufregenden Graspfad,

von einem tollen Ausblick, von

einer beeindruckenden Landschaft.

Manchmal wollen wir uns von so

manchen Naturerlebnissen gar nicht

so recht verabschieden. Wir sind

zwar weitergewandert, womöglich

schon lange zuhause angekommen,

trotzdem hallen die Bilder der Wanderung noch nach. Ich habe

in alltäglichen Situationen immer mal wieder Wander-

Déjà-vus. Vergangene Wanderabenteuer lassen mich nicht los.

Einige Erinnerungen wollen also nicht Abschied nehmen.

Es gibt andere Gelegenheiten, bei denen ich beim Wandern

etwas loswerden möchte. Wenn ich Sorgen oder Problem habe,

versuche ich Abschied davon zu nehmen und gehe wandern.

Manchmal reicht auch ein Spaziergang, um wieder einen unbeschwerten

Blick auf den Lauf der Dinge zu werfen. Erling

Kagge gibt in seinem phänomenalen Buch „Gehen. Weiter gehen“

den Rat einer medizinischen Koryphäe weiter: „‘Wenn du

schlechte Laune hast, geh spazieren‘, riet Hippokrates, und

wenn du danach noch immer schlechte Laune hast, lautet sein

Wandern ist,

unterwegs zu sein.

Aber niemals GEHT

man für immer.

Rat: ‚geh noch einmal spazieren‘“ So verabschiedet man also

die schlechte Laune. In der kanadischen Arktis hörte Erling

Kagge von einer Tradition der Inuit: „Wenn du so wütend bist,

dass du deine Gefühle nicht mehr kontrollieren kannst, sollst du

dein Heim verlassen, um geradeaus durch die Landschaft zu

gehen, die draußen auf dich wartet – so lange, bis du dich beruhigt

hast. Dann markierst du mit einem Stock den Punkt, an

dem die Wut dich verlassen hat, und steckst ihn in den Schnee.

So hast du eine Messlatte für deine Wut.“ Klasse, das muss ich

auch mal ausprobieren, hoffentlich klappt das auch ohne

Schnee.

Manchmal muss man sich aber nicht nur von negativen Gefühlen

verabschieden, sondern leider auch von lieb gewordenen

Menschen. Viele Wanderwege haben mich in den letzten Jahren

zu Friedhöfen und auf Friedhöfe

geführt. Stellvertretend für viele Erlebnisse

möchte ich den Friedhof von

Essen-Werden auf dem Baldeneysteig

nennen, der Wanderweg führt

an den Gräbern entlang. Ich denke

auch an den verwunschenen jüdischen

Friedhof in der Nähe von Velbert-Neviges,

direkt am Neanderlandsteig

gelegen. Das sind nicht nur

Orte des Abschieds, sondern auch

Orte der Besinnung.

Wenn ich mit einer größeren Wandergruppe zu einer Tagestour

verabredet bin, pfeife ich auf die üblichen Höflichkeits-Rituale,

verabschiede das unpersönliche „Sie“ und biete allen

Mitwanderern das Wander-Du an. Sobald wir allerdings an unserem

Ziel angekommen sind, bestehe ich darauf, wieder mit

„Herr Andrack“ angesprochen zu werden, die Wanderung ist ja

nun mal vorbei. Obwohl es ja wirklich nach vielen Wanderungen

sehr schwer fällt, auseinander zu gehen, voneinander Abschied

zu nehmen. Für diese Fälle wurde das Belohnungsbier

oder der Belohnungsschoppen erfunden. Das ist das Schöne am

Wandern. Wandern heißt Abschied nehmen. Wandern heißt

aber auch Ankommen. Wandern ist, unterwegs zu sein. Aber

niemals GEHT man für immer.

www.wandermagazin.de

5


MOMENTE

ERLEBNIS

Philipp Fuge zu Beginn seiner Wanderung in Spanien ...

Ein Mann, ein Zelt, ein Ziel

und 6.575 Kilometer!


Fotos © Philipp Fuge

Im Pallas-Yllästunturi Nationalpark, Finnland

… und am Ziel am Nordkap.

Europa ohne Grenzen von Süd nach Nord – von

Tarifa (bei Gibraltar) bis zum Nordkap ist der Berliner

Arzt Philipp Fuge zwischen Januar und Oktober

2019 gewandert. Für die dabei zurückgelegten 6.575

(!) Kilometer hat er für ein Klimaschutzprojekt der

NaturfreundeJUGEND e.V. Spenden gesammelt. Aus

der Idee, pro Kilometer 1 Euro für 1 Baum im Rahmen

eines Wiederaufforstungsprogramms im Senegal

zu sammeln, wurden tatsächlich 7.050 Euro und

ebensoviele Bäume. Wir vom Wandermagazin sind sehr

dankbar, dass Philipp uns während seiner Wanderung

kontinuierlich mit Fotos und Informationen versorgt

hat, so dass wir ihn über unsere Facebook-Seite

begleiten konnten. Hut ab und ein großes Dankeschön!

www.gibraltar-nordkap.com


MAGAZIN

WANDERN IST

DEUTSCHLANDS SCHÖNSTE

WANDERWEGE 2019

SCHÖN!

1 Die Reise des Wassers:

Im Tal der Wilden Endert

Tages- und Halbtagestouren 2019

Deutschlands

Schönster

Wanderweg 2019

Platz 1 Kategorie Touren

Die Endert, ein wildes Flüsschen in der Eifel, ist die Protagonistin der schönsten Tagestour Deutschlands 2019.

Doch am Startpunkt der 20,1 km langen Tour, dem Ulmener Maar, gibt sich das Wasser noch ruhig und besonnen.

Vor Jahrtausenden von den Urgewalten der Eifelvulkane geformt, schlummert es friedlich vor sich hin.

Am Ufer des Maars geht es vorbei an den Ruinen der Kreuzritterburg aus dem 11. Jh. und schon bald ins grüne

Tal der wilden Endert. Ungezähmt rauscht sie in zahllosen Kehren und Schwüngen

durch ihr enges Reich. Über Stege und Brücken und vorbei an alten Mühlen

sowie der Rausch, einem 7 m hohen Wasserfall, bahnen sich Wanderer

ihren Weg fast immer ganz nah am Wasser der Endert. Felswände ragen

links und rechts empor, darüber segeln Vögel, die im Zusammenspiel

mit dem Rauschen der Endert und dem Rascheln von allerlei kleinem

Getier aus dem Dickicht die Sinfonie der Natur zum Besten geben.

Weitestgehend fernab von Geräuchen der Zivilisation fällt es leicht,

die Seele baumeln zu lassen. Doch irgendwann findet jede Reise ein

Ende. So auch das Abenteuer der wilden Endert, die bei Cochem in

die Mosel mündet. www.schieferland-kaisersesch.de

Foto:Marco Rothbrust

2

Tages- und Halbtagestouren 2019

Garten der Natur:

Der Kaiserstuhlpfad

Quer durch den Naturgarten Kaiserstuhl, vis-a-vis zum

Schwarzwald, führt der Kaiserstuhlpfad. Vor dem großen

Bruder im Osten muss sich das kleine Vulkangebirge

aber nicht verstecken: Der Kaiserstuhl ist eine einzigartige

Landschaft aus artenreicher Flora und Fauna (über 35 verschiedene

Orchideenarten!), sehenswerten Lösshohlgassen,

lichten Laubwäldern, verheißungsvollen Weinbergen

und spannenden Pfaden zu beeindruckenden Weitsichten

auf den Schwarzwald, in die Oberrheinebene oder zu den

Vogesen. Der Kaiserstuhlpfad verbindet sie fast alle auf

seinen 21,7 km. www.naturgarten-kaiserstuhl.de

Zum Olymp

des Nordens:

Heidschnuckenweg

(Etappe 4)

3

Tages- und Halbtagestouren 2019

Die vierte Etappe des Heidschnuckenweges führt mitten

durch die Lüneburger Heide. Durch das Radenbachtal, eines

der schönsten Heidetäler überhaupt, durch den autofreien

Ort Wilsede bis hin zum Olymp der Norddeutschen:

Mit gerade mal 169 m über dem Meeresspiegel kann er

sich stolz die Höhenkrone der norddeutschen Tiefebene

aufsetzen. Lila strahlende Heide, blaue Seen, quirlige Flüsse

und sandige Wege – all das auf rund 14 km.

www.heidschnuckenweg.de

Deutschlands

Schönster

Wanderweg 2019

Platz 2 Kategorie Touren

Deutschlands

Schönster

Wanderweg 2019

Platz 3 Kategorie Touren

8 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


Seit September stehen die schönsten Wanderwege Deutschland fest und 34.796 bei der

Publikumswahl abgegebene Stimmen können nicht irren. Doch was zeichnet die schönsten der

Schönen aus? Auch in Österreich wurde gewählt und die schönste Wanderregion gekürt. Was macht

sie so beliebt? Zu guter letzt hat das Wandermagazin gemeinsam mit McTREK Outdoor Sports nach

dem innovativsten Wanderprojekt 2019 gesucht. So viel vorab: Wir haben es gefunden! Das also sind

die Sieger der diesjährigen Wettbewerbe. Lust, den einen oder anderen Siegerweg einmal selbst

auszuprobieren?

1

Mehrtagestouren 2019

Die Welt von oben:

Der ZweiTälerSteig

Deutschlands

Schönster

Wanderweg 2019

Platz 1 Kategorie Routen

Hoch hinaus aufs Dach des Südschwarzwaldes führt der ZweiTälerSteig. Auf 106 km Länge verbindet der durchaus

fordernde Wanderweg Weitblicke ins Land der grünen Berge. Wanderer bestaunen die Welt hoch über den

Tälern und auf den Gipfeln der drei höchsten Berge des ZweiTälerLandes,

fernab vom betriebsamen Geschehen. Wilde Felsen, gewaltige

Schluchten und beeindruckende Wasserfälle bilden die Kulisse,

durch die enge Pfade im abwechslungsreichen Zick-Zack

mäandern. Und immer machen Weitblicke, wie der vom 1.241

m hohen Kandel, alle Mühen vergessen. Doch der ZweiTäler-

Steig kann auch behutsam und ruhig: Den westlichen Teil der

Route bestimmen sanfte Anstiege und bequeme Wege. Eine

wundervolle Wanderreise durch den Südschwarzwald zu den

schönsten Winkeln des Elz- und Simonswäldertals.

www.zweitaelersteig.de

Foto: Clemens Emmler

2

Mehrtagestouren 2019

Das Abenteuer

eines Flusses:

Der Ahrsteig

Es ist schon abenteuerlich mit anzusehen, wie aus einem

kleinen Flüsschen bei Blankenheim in acht Tagesetappen

die stattliche und quirlige Flussschönheit wird, welche sich

letztlich mit dem Wasser des Rheins vereint. Immer treu

an ihrer Seite verläuft – mal ganz dicht an ihren Ufern,

mal hoch über ihrem Tal – der Ahrsteig. Acht Etappen

lang werden Wanderer Zeuge der sehenswerten Entwicklung

eines Flusses. Wie er friedlich durch das Hügelland

der Eifel schlingert und sich zu Füßen der Steilhänge der

Weinbauregion den Weg in Richtung Rheinmündung

bahnt. Immer wieder bestaunen Wanderer dabei die Tiefblicke

ins Tal, wo romantische Weindörfer ihres Glückes

frönen. www.ahrsteig.de

Von Freiheit

und Abenteuer:

Der Habichtswaldsteig

3

Mehrtagestouren 2019

Eine viertägige Entdeckungsreise durch den Habichtswald:

Quer durch die üppigen Laubwälder, der in jeder

Jahreszeit mit anderen Farben zu begeistern weiß, treffen

Wanderer auf dem Habichtswaldsteig auf historische

Schlösser und Burgruinen, Baumriesen auf alten

Huteflächen oder sagenumwobene Felsformationen

mit Fernblick. Eine Märchenreise, an deren Ende der

Edersee liegt. Über all dem schwebt das Symbol das

Habichtswaldes: Der Habicht, der in majestätischen

Schwüngen am Himmel das Gefühl von Freiheit und

Abenteuer versprüht. www.habichtswaldsteig.de

Deutschlands

Schönster

Wanderweg 2019

Platz 2 Kategorie Routen

Deutschlands

Schönster

Wanderweg 2019

Platz 3 Kategorie Routen

www.wandermagazin.de

9


MAGAZIN

1

Österreichs Schönste Wanderregion 2019

Die drei Etagen der Berge:

Das Tannheimer Tal



Vor allem einen Trumpf weiß das Tannheimer Tal an der deutsch-österreichischen Grenze auszuspielen: Vielfältigkeit.

Denn hier, auf drei verschiedenen Etagen, findet jeder Wanderer, was er sucht. Auf der ersten Ebene

sind die Genusswanderer zu Hause. Saftig grüne Hügel, tiefblaue Bergseen, bunte Blumenwiesen und die unvergleichbar

reine Bergluft versprechen Erholung pur bei geringen Anforderungen. Auf der zweiten Ebene sind es

die Höhenwege, die sich durch die beeindruckende Bergwelt des Tiroler Hochtals ziehen und Bergwanderer mit

Momenten des Glücks versorgen. Und allen, die das

große Abenteuer suchen, sei die dritte Ebene

ans Herz gelegt: Spannende Klettersteige,

vielfältige Kletterrouten und atemberaubende

Gipfeltouren führen hoch hinaus

in die hochalpinen Landschaften des

Tannheimer Tals, der schönsten Wanderregion

in Österreich 2019.

www.tannheimertal.com

© TVB Tannheimer Tal / Achim Meurer

Frankfurts grüne Ader:

Der GrünGürtel-

Rundwanderweg

Frankfurt am Main ist mit seiner dicht besiedelten

Stadtfläche und den Wolkenkratzern am Himmel

nicht gerade als Naturidyll bekannt. Doch es gibt sie

zahlreich, die grünen Adern der Mainmetropole. Allen

voran der Grüngürtel rund um die Stadt, der „Mainhattan“

in einen grünen Rahmen aus ursprünglichen Naturarealen bettet. Auf 68 km, von denen zwei Drittel auf naturnahen,

nicht asphaltierten Wegen verlaufen, macht sich der GrünGürtel-Rundwanderweg auf, sie alle zu verbinden. Eindrucksvoll

zeigt das von McTREK in Zusammenarbeit mit dem Wandermagazin gekürte, innovativste Wanderwegeprojekt

2019, wie zwei so gegensätzliche Räume wie Stadt und Natur im Einklang miteinander verwoben werden

können und wie nah sich unberührte Natur und der Trubel der Stadt kommen können. Ob über den

Berger Rücken, durch den grünen Stadtwald oder an der Nidda entlang: ein Segen, nicht nur für

stressgeplagte Stadtmenschen. Und ein Projekt mit Vorbildcharakter in Zeiten der Urbanisierung.

www.frankfurt.de

10 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


Entspannter Wanderurlaub in den Kärntner Bergen

© Eurohike

GENUSSVOLLES

WANDERN

DIE EUROHIKE-

REISEANGEBOTE

2020

SIND DA!

OHNE GEPÄCK

Mit den Reisepros von Eurohike wird

der Wanderurlaub zum stressfreien

Genuss. Jede Reise ist perfekt von „A

bis Z“ organisiert: Sorgfältig ausgewählte

Wohlfühl-Unterkünfte werden

reserviert und der eigene Gepäcktransfer

liefert die Koffer pünktlich ins

nächste Hotel. Währenddessen erleben

Wanderer die schönsten Routen

mit eigens erstellten Wegbeschreibungen

– bequemer geht es kaum.

Herrliche Reiseziele in ganz Europa

warten online und im neuen Wanderkatalog

2020. Mit dabei sind Klassiker

wie Zugspitze, Salzkammergut oder

Mallorca. Auch neue spannende Touren

machen Lust auf einen Wanderurlaub

– etwa die Kärntner Berge &

Seen, Panoramawandern im Südtiroler

Vinschgau oder die Route in der unvergleichlichen

Toskana. Jetzt Katalog

bestellen!

INFO: www.eurohike.at

Ein knackiger Wintertag in Nordnorwegen

© Sybille Gruber

KÜHLE

AUSSICHTEN

IM HOHEN NORDEN

… und anderswo

Hoch im Norden – in Norwegen, Schweden und Finnisch-Lappland

– gibt es ihn noch, den echten Winter.

Im tiefsten Schnee wandern, den Zauber der Polarlichter

erleben oder von Huskys auf Schlitten durch das verschneite

Panorama gezogen werden – das sind Winterträume

auf skandinavisch! Oder doch lieber die kristallklare

Luft des Trentino und des Berner Oberlandes genießen

und quasi vor der Haustür wandern? Das bayerische

Pilgerbüro bietet für Wander- und Winterfreunde von

Ende Januar bis Anfang März 2020 ein ebenso passendes

wie spannendes Programm. Entweder den kostenlosen

Studien- und Wanderreisen-Katalog bestellen oder

online stöbern und den nächsten Winterurlaub planen.

INFO: www.pilgerreisen.de

WANDERREISEN

QUER DURCH

EUROPA

Der Heideker

Wanderkatalog

2020 ist da!

Mit Heideker Reisen

die Welt entdecken: Im

aktuellen Wanderkatalog

werden alleine 15

neue Touren durch Europa

vorgestellt. So geht

es z. B. in das Périgord

nach Frankreich, auf die

Westkykladen nach Griechenland

oder auf die

Äolischen Inseln nach Italien. Wer gerne Südtirol

entdecken möchte, kann u. a. an einer Wanderreise

zu den Messner Mountain Museen teilnehmen.

Auch Winterwandern und sogar eine Wanderkreuzfahrt

stehen nun auf dem Programm. Mit

insgesamt 100 Seiten bietet der umfangreichste

Heideker-Wanderkatalog aller Zeiten jede Menge

Inspiration und Reiselust. Jetzt kostenloses Exemplar

anfordern! (ag)

INFO: www.heideker.de

© Heideker Reisen

www.wandermagazin.de

11


MAGAZIN

Dreifaltigkeitskirche Kappl

© Tourismuszentrale Fichtelgebirge, Andreas Hub

30 JAHRE

MAUERFALL –

DER OSTWEG

Das Fichtelgebirge als Grenze zu Sachsen und Böhmen

Am Dreiländereck

Bayern,

Böhmen und

Sachsen beginnt

der 59 km lange

Ostweg. Er verläuft

unmittelbar an der

Grenze zu Tschechien

nach Süden bis zur Klosterstadt

Waldsassen und führt durch Naturschutzgebiete

sowie Wald- und

Wiesenlandschaften. Beschauliche

Dörfer, Einzelgehöfte und romantisch

gelegene Mühlen wechseln mit

Talauen und Aussichtspunkten die

weite Blicke nach Sachsen und Tschechien

gewähren. Der durchgängig

markierte Ostweg führt vorbei an Zeitzeugen

des „Kalten Krieges“ und historisch

interessanten Orten. Gemütliche

Unterkünfte und Rastplätze liegen

am Wegesrand und laden zu einer gemütlichen

Pause ein.

INFO: www.fichtelgebirge.bayern

WO

WINTERMÄRCHEN

WAHR WERDEN

Wandern und Wellness

in Baiersbronn

Winterlich entspannen im Wellnesshotel

© Hotel Engel Obertal

Kristallklare Luft, knirschender Schnee und die Natur ringsum

ein einziges weißes Wunderland – willkommen in Baiersbronn,

der Heimat des Engel Obertal. Das 5 Sterne Superior Hotel ist

der ideale Ausgangspunkt für winterliche Wanderungen durch

den schönen Schwarzwald: 29 Winterwandertouren mit einer

Gesamtlänge von mehr als 200 Kilometern bieten jede Menge

Abwechslung. Wieder daheim im Engel wartet bereits das Wellness

& Spa- Paradies: „Wolke 7“ macht seinem Namen alle Ehre.

Ein besonderes Highlight ist der Floating-Pool mit körperwarmer

Sole, in der Hotelbesucher schweben und entspannen können.

Ein wahres Wintermärchen, dieser Engel Obertal.

Wer sich für einen Wander-Kurzurlaub mit Wellness-Momenten

interessiert, kann das Angebot „Winterwandern“

buchen. Es umfasst drei Übernachtungen inklusive Halbpension,

eine Sportmassage und die freie Nutzung des

Wellnessbereiches (Preis ab 552 EUR p. P. zzgl. Kurtaxe.

Buchbar bis 15.03.2020 ausgenommen Weihnachtssaison

und Fasching, Anreise täglich außer Samstag). Einfach mit

dem Code „Wandermagazin“ buchen.

INFO: www.engel-obertal.de/wandermagazin

12 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


© WTG, C. Filipski

© Alpinschule Oberstdorf

DIE BUNTE STADT AM HARZ

WERNIGERODE

Natur, Kultur, Mensch – in Wernigerode lässt sich dieser

Dreiklang besonders gut vereinen. Der Nationalpark Harz

liegt mit zahlreichen Wanderwegen wie der Brockenrundwanderung

direkt vor der Haustür, Fachwerkhäuser und

architektonische Besonderheiten wie das „Schiefe Haus“

erzeugen eine mittelalterliche Atmosphäre. Und Bewohner

und Touristen treffen auf einen lebendigen Ort mit einer

Fülle an Museen, Veranstaltungen und Restaurants. Wer

Wernigerode noch nicht kennt, kann die Vielfalt der bunten

Stadt u. a. bei dem Pauschalangebot „Das erste Mal ...“

erleben: drei Tage Wander- und Kultururlaub ab 185 € pro

Person. (ag)

INFO: www.wernigerode-tourismus.de

SICHER

DURCH DIE ALPEN

Wenn es in die Alpen geht, sollte man gut vorbereitet sein.

Besser noch ist eine professionelle Begleitung, die sicher

durch den Alpenraum führt. Bei der Alpinschule Oberstdorf

im Allgäu treffen Wanderer auf Berg- und Skiführer

sowie ausgebildete Wanderführer. Sie begleiten z. B. bei

Alpenüberquerungen in allen denkbaren Varianten, unterstützen

am Klettersteig oder entführen beim Schneeschuhwandern

ins Winterparadies von Oberstdorf. Ob

Einsteiger oder Bergpro, das Programm ist vielseitig.

Einfach online stöbern und die passende Route nden

oder den kostenlosen Katalog (100 Seiten) bestellen. (ag)

INFO: www.alpinschule-oberstdorf.de

ALPINSCHULE

OBERSTDORF

© Stadt Schöneck

WINTER

IM VOGTLAND

Der Deutsche Winterwandertag kommt ins sächsische

Vogtland, und zwar nach Schöneck. Vom 22.-26.01.2020

erwartet die Besucher ein umfangreiches Programm

rund ums Winterwandern. Ob Wanderer, Schneeschuhgeher

oder Langläufer: Bei den 5-19 km langen Wanderungen

durch den Naturpark Erzgebirge/Vogtland

wird jeder fündig. Ein Höhepunkt: der „Schönecker Winter-Hunderter“,

der in 24 Stunden zu bewältigen ist. Wer

es romantisch mag, macht bei Fackelwanderungen, Pferdeschlittenfahrten

oder der Nachtwächter-Tour mit. (ag)

INFO: www.schoeneck.eu

AUF FONTANES

SPUREN UM DEN

STECHLIN

Der Fontane-Wandermarathon im Ruppiner Seenland

geht in den zweiten „Jahrgang“. Anlässlich des Fontane-Jubiläums

2019 ins Leben gerufen, kann man am 2.

Mai 2020 erneut auf den Spuren des berühmten brandenburgischen

Dichters Theodor Fontane durch das

Ruppiner Seenland wandern. Das literarische Vorbild ist

2020 Fontanes letzter Roman „Der Stechlin“. Dieser spielt

am Großen Stechlinsee, Norddeutschlands berühmtesten

Klarwassersee. Der Namensgeber des Naturparks

Stechlin-Ruppiner Land wird von Fürstenberg/Havel

aus umrundet. Für die Teilnehmer des Halbmarathons

endet die Wanderung nach 23 km in Neuglobsow. Wer

sich die gesamte Strecke mit 43 km vornimmt, wandert

über Altglobsow wieder zurück nach Fürstenberg/

Havel. Das Startgeld beträgt 20 Euro und beinhaltet

eine Infobroschüre

mit Wanderkarte,

Getränke und eine

warme Mahlzeit. (sp)

INFO:

www.fontanewandermarathon.de

Roter Hahn im Stechlinsee © Dr. Mario Schrumpf

www.wandermagazin.de

13


MAGAZIN

WANDERMAGAZIN auf

FACEBOOK

Jeden Sonntag veröffentlicht das

Wandermagazin eine Umfrage auf

Facebook mit Fragen aus dem

Wanderalltag. So stimmten unsere

Facebook-Nutzer ab:

RUNDEN DREHEN

FRÜH AUFSTEHEN

GENIESSER SEIN

MÜLL MITNEHMEN

DIE UMFRAGEN und weitere spannende Beiträge

finden Sie jeden Tag neu auf www.facebook.com/

wandermagazin.

14 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


© LUMA Enlite

SCHARFES AUGE

Das Fernglas Bresser Condor 8x25

ist kompakt, unempndlich gegen Nässe und

Staub dank Stickstofffüllung, UR-vergütet für

mehr Licht am Auge und Dioptrienkorrektur serienmäßig.

Was will man mehr zu einem Preis, der

gute Ferngläser massentauglich macht? Dank der

Premium Garantie gibt es kein Ende der Garantiezeit

und kostenlose Reparatur. Das perfekte Wanderfernglas,

das man mit knapp über 350 Gramm

immer dabeihaben kann. Und wer es gemütlich

angehen will: Das Fernglas hat ein Stativ-Anschlussgewinde.

(rsb)

Preis: 95,00 Euro

INFO: www.bresser.de

Die 2in1-Kombi LUMA active von LUMA

Enlite ist für Outdoor-Fans bestens geeignet, die

zu jeder Tageszeit unterwegs sein wollen. Mit drei

Helligkeitsstufen leuchten zwei LEDs bis zu 30 Meter weit

(mit dem Modell „Boost“ sogar 40 Meter). Ein rotes Rücklicht

bietet zusätzliche Sichtbarkeit auf Trails und im Stadtverkehr.

Das Lichtsystem lässt sich wie bei allen Modellen von LUMA einfach

auswechseln. Mit einem Gewicht von nur 80 Gramm ist die

Kombi einfach verstaut. Die per Akku betriebene Lampe sitzt,

dank der eng geschnittenen Modelle, sehr gut. Kein Rutschen,

kein Zwicken, sondern freie Sicht und Sicherheit auf dem Trail. (rg)

Preis: ab 99,00 Euro

INFO: www.luma-enlite.com

LICHT, LUMEN,

LUMA

© Bresser

JUBILÄUMS-EDITION

Zum 10-jährigen Geburtstag

des Wanderstab

Gemse hat die

Werkstatt der Lebenshilfe

Detmold eine Jubiläumsedition

kreiert.

Der Jubiläumsstab wird

aus Eschen- und Paumenbaumholz

gemacht.

Dadurch hat er einen

edlen, etwas dunkleren

Griff bekommen. Um

die edle Optik zu unterstreichen,

ist die Logo-Gravur

und der „Edition

10“ Schriftzug in

schwarz ausgespachtelt.

Der Wanderstab wird

wie gewohnt zu 100 %

von Menschen mit Behinderung

produziert.

Die Jubiläumsedition ist

strickt limitiert auf 100

Stäbe und natürlich hat

jeder Stab die Nummer

eingraviert. (rsb)

Preis: 234,00 Euro

INFO:

www.gemse-shop.net

© Ricarda Große

© Lebenshilfe Detmold e.V.

www.wandermagazin.de

15


DER WANDERFORSCHER

Wer ist eigentlich

Von Prof. Dr. Heinz-Dieter Quack

dieser

Der deutsche Wandermarkt ist geprägt durch ein multioptionales Angebot von Wanderregionen

und -wegen unterschiedlichster Schwierigkeitsstufen oder Lagen. Verfügt eine Destination über

ein wandertouristisches Angebot, so folgt die optimale und gezielte Ansprache der Zielgruppe.

Dabei soll sich ein jeder Wandergast individuell angesprochen fühlen. Vielfach reicht es aber

nicht aus, sozio-demographische Merkmale wie das Alter, den Familienstand oder das Haushaltseinkommen

meiner Wanderer zu kennen. Von Bedeutung ist auch ein Verständnis psychographischer

Kriterien, denn die Aktivität Wandern zieht sich durch alle gesellschaftlichen Gruppen.

Einstellungen und Werte, Potenziale, Lebensstile oder auch Vorlieben geben wertvolle

Informationen über meine Zielgruppe preis. Bedürfnisse und Motive sind unterschiedlich

stark ausgeprägt und variieren je nach Alter, Wanderziel oder auch Wanderart. Denn

„den“ typischen Wanderer gibt es in Deutschland nicht.

Heinz-Dieter Quack ist

Professor für allgemeine Betriebswirtschaftslehre

insbesondere

Destinationsmanagement an der Ostfalia

Hochschule für angewandte Wissenschaften

in Salzgitter und Leiter des dort angesiedelten

Forschungszentrums des Deutschen Wanderinstituts

e. V. Quack ist zudem Leiter des Kompetenzzentrums

Tourismus der Bundesregierung, wissenschaftlicher

Leiter des Europäischen Tourismus

Institutes und bei der PROJECT M GmbH.

Darüber hinaus leitet er den „Wandermonitor“,

bei dem das gesamte Jahr

hindurch Daten von Wanderern

erhoben werden.

Wanderspezifische Untersuchungen belegen eindeutig,

dass das Erleben der Natur das Primärmotiv deutscher

Wandergäste ist. Aber darüber hinaus variieren die

Wünsche und Vorstellungen bedingt durch äußere

Einflüsse und Gegebenheiten. Das typische Bild

von einem Wanderer hat sich im Laufe der Zeit

gewandelt – weg vom älteren Menschen mit

Wanderschuh und Wanderstock hin zu einem

bunten Mix aus jungen und älteren Wanderern

mit verschiedenen Beweggründen

und Bedürfnissen. Das Naturerlebnis

bleibt der bedeutendste Grund, wandern

zu gehen, hingegen verfolgen die Wanderer

unterschiedliche Nebenmotive bzw. unterschiedliche

Arten, ihr Ziel zu erreichen. Um dies

zu veranschaulichen, lassen sich sieben zukünftige

Wanderertypen darstellen, die in den nächsten

Ausgaben des Wandermagazins im Detail vorgestellt

werden.

16 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


Unsere

Kataloge 2020

sind da!

© shutterstock

Wanderer?

Ein kleiner Vorgeschmack?

Der traditionelle Wanderer verfolgt das klassische Hauptmotiv einer

Wanderung nach einem authentischen Naturerlebnis. Im Laufe der Entwicklung

des Wanderangebotes hat er bereits Erfahrungen gesammelt

und Qualitäts- sowie Sicherheitsansprüche entwickelt. Daher sind z. B.

eine hervorragend ausgebaute Infrastruktur und analoges Informationsmaterial

Standardanforderungen. Zur erwarteten Basisqualität gehört

auch der durchgehend verfügbare Internetzugang, auch draußen

(zumindest punktuell). Der deutsche Gast sucht in seinem Urlaub nach

Quality Time. Daher überlässt er auf der Suche nach dem perfekten

Wandererlebnis ungern etwas dem Zufall. Gütesiegel und organisierte

Wandertouren sind wesentliche Aspekte bei der Entscheidungsfindung

des traditionellen Wanderers.

Sie sind neugierig auf mehr? In der nächsten Ausgabe stellen

wir Ihnen weitere Wanderertypen vor.

INFOS ZUM WANDERMONITOR FINDEN SIE HIER

Gemeinsam unterwegs

Zwei Kataloge, ein Ziel: Die schönste

Zeit des Jahres in Ihre schönste Zeit

zu verwandeln! Ob Wander-, Studienoder

Pilgerreisen – ferne Länder,

beeindruckende Pilgerwege und

Wanderparadiese warten auf Sie.

Jetzt anfordern unter:

Telefon: 089 / 54 58 11- 0

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Bayerisches Pilgerbüro | Dachauer Straße 9

80335 München | www.pilgerreisen.de

www.wandermonitor.de

www.wandermagazin.de

17


SEHNSUCHTSZIELE | XXL-WANDERN

Von Thorsten Hoyer

DIE ZÄHMUNG

DES INNEREN

SCHWEINEHUNDES

24-Stunden-Wanderung, Marathonwanderung, Mega-Marsch & Co

Bild oben:

Thorsten Hoyer wandert –

manchmal darf es auch

etwas länger sein…

Fotos: © Philippe Opigez,

Dan Mausolf

Auswahl der Ausrüstung

Erlauben Sie mir einen kurzen

Rückblick: im Jahr 2000 trat

ich in den Dienst eines Touristikverbands,

wo ich für den Produktbereich

Wandern zuständig war.

Es war die Zeit, in der das Wandern

„umgekrempelt“ wurde. Vieles wurde

auf den Prüfstand gestellt – und das

im wahrsten Sinne des Wortes: bald

> Die Ausrüstung sollte auf das Notwendigste reduziert werden. Das

Auswählen eines kleinen Rucksacks hilft, von vornherein sorgfältiger,

sprich sparsamer zu packen.

> Da bei den organisierten Veranstaltungen so gut wie immer

Versorgungsstationen eingerichtet sind, kann auf die Mitnahme von

Proviant verzichtet werden. Eine kleine Flasche Wasser, etwas

Schokolade, Nüsse, Trockenobst u.ä. sollte ausreichend sein.

> Kompromisslos muss es bei der Auswahl der Wanderschuhe

zugehen. Ob der Lieblingsschuh Stiefel oder Halbschuh ist – fest,

aber dennoch bequem müssen sie sein und gut abrollen.

> Ein paar doppellagige Wandersocken beugen der Blasenbildung vor.

> Und ganz wichtig: natürlich gehört eine Taschen- oder Stirnlampe

inkl. Ersatzbatterien ins leichte Gepäck!

Viel Spaß beim Stöbern und Appetit holen sowie natürlich ganz viel

(Vor)freude auf Ihre Wanderherausforderung 2020!

entstanden die ersten zertifizierten Wanderwege und der Begriff

des „Genusswanderns“ machte die Runde, die Runde, die

Runde. Nichts gegen Genuss (kann ich selbst sehr gut), aber

irgendwann fehlte mir zwischen all den Genüssen ein sportlicher

Aspekt. 2004 wanderte ich zum ersten Mal einen ganzen

Tag ohne zu schlafen – ich hatte meine erste 24-Stunden-Wanderung

gemacht.

Inzwischen bin ich seit 15 Jahren mit dieser schlaflosen Leidenschaft

unterwegs, somit ein kleines Jubiläum. Um sich auf eine

(oder mehrere) der nachfolgend genannten Veranstaltungen

vorzubereiten, habe ich ein paar Hinweise und Gedanken zur

Motivation und Vorbereitung zusammengefasst.

Von der Vorfreude zum Gefühl tiefster Zufriedenheit

Der Frage nach dem „Warum?“ folgt zumeist die sich selbst

gestellte Frage „Kann ICH das schaffen?“. Damit fängt die

Motivation bereits an: die Neugierde, einen Schritt weiter zu

gehen, sich an eine Grenze heranzutasten – und den inneren

Schweinehund an die kurze Leine zu nehmen. Eine 100

km-Wanderung aus dem Stand anzugehen, ist wahrscheinlich

nicht die beste Idee. Eine gute Vorbereitung ist entscheidend,

um sich am Tag X auf den langen Weg zu begeben und dabei

das Ziel fest im Blick zu behalten. Das Erreichen des Zieles

löst ein unbeschreibliches Gefühl aus, eine Mischung aus

Glück, Müdigkeit, tiefster Zufriedenheit und Stolz. Diese Erfahrung

mit dem daraus gewonnenen Wissen um die eigene

Willenskraft kann in viele andere Lebensbereiche einfließen

und somit sehr nachhaltig sein.

18 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


Nonstop durch die Lüneburger

Heide – Schritt für Schritt dem

Ziel entgegen, vertrauend auf die

eigene Willenskraft

Vorbereitung von Körper und Seele

> Zur gewissenhaften Vorbereitung gehört zwingend, den eigenen

Körper gut zu kennen, zu wissen, wie er auf eine dauerhafte

Anstrengung reagiert. Dabei darf der Schlafentzug auf keinen Fall

unterschätzt werden.

> Grundsätzlich sollte man Wanderungen von 30 km und/oder 8

Stunden Gehzeit schon gemacht haben und bei dem Gedanken Spaß

haben, noch ein großes Stück weiterzugehen. Dann kann sich die

langsame und kontinuierliche Steigerung der Streckenlänge und

Gehzeit anschließen.

> Dabei muss immer auf Signale des Körpers geachtet werden!

Stellen sich Schmerzen ein, sollte kein falscher Ehrgeiz entwickelt

werden. Ganz sicher darf es kein Grund sein, Schmerztabletten

einzunehmen und weiterzugehen!

> Verantwortungsbewusst ist das Abbrechen, um dem Körper die

notwendige Erholung zu geben. Solche Wanderungen sollten nicht

als Wettkampf mit anderen verstanden werden.

> Für das Erreichen des Zieles ist der eigene Wanderrhythmus

entscheidend, zu forsches Anfangstempo rächt sich fast immer.

> Eine entscheidende Rolle spielt der Kopf, der letztlich über

Weitergehen oder Aufhören entscheidet. Daher fällt der mentalen

Vorbereitung eine mindestens ebenso wichtige Rolle zu, wie der

physischen.

> Hilfeich ist ganz sicher, eine lange Strecke in „appetitliche

Häppchen“ aufzuteilen und Zwischenziele als wichtige Erfolge auf

dem Weg zum Ziel zu „feiern“.

www.wandermagazin.de

19


SEHNSUCHTSZIELE | XXL-WANDERN

VON 0 AUF 50

UNSERE ERSTE 50 KM-WANDERUNG

Wie fühlt sich das an, 50 km

zu wandern? Angesteckt von dieser

Neugier hat sich das Wandermagazin-

Team der Herausforderung angenommen:

50 km in 12 Stunden.

Bild oben: Kann losgehen …

Das Wandermagazin-Team am Start der RheinMosel50

© Günther Seiler

Erfrischendes

an der Strecke

© Svenja Walter

Zugegeben, so ganz stimmt das mit dem von 0 auf 50 nicht.

Einmal 30 und einmal 34 km sind meine Kollegin und ich

zur Vorbereitung gewandert. Das ist vor allem ein mentaler

Vorteil. Die 50 km kommen uns nicht mehr unvorstellbar vor.

Trotzdem sind es noch einmal 15 km mehr, aller Voraussicht nach

mit schmerzenden Füßen. Aber wir wollen wissen, was in uns steckt

und haben mitgemacht bei der RheinMosel50 rund um Koblenz.

Wandermarathons sind absolut im Trend, die Teilnehmerzahlen

der oft jährlich stattfindenden Events steigen. Bei 50 km ist zwar

kein Schlafmangel zu befürchten, wie bei den 24-Stunden-Wanderungen

oder gar den extremen Unternehmungen unseres Chefredakteurs

Thorsten Hoyer. So mancher Anfängerfehler lässt sich

dennoch vermeiden.

Erkenntnisse eines Wandermarathon-Neulings

Ein 26l Rucksack ist definitv unnötig. Die Ersatz-Turnschuhe –

ja, auch ich will bestens vorbereitet sein – ziehe ich erst nach

dem Zieleinlauf an. Während der Wanderung sollte man sich

das Schuheausziehen gut überlegen, denn nach der anfänglichen

Erleichterung schmerzen wunde Stellen beim nächsten Schritt

mehr als vorher – garantiert. Angepasst an das Event, darf auch

die Ausrüstung etwas sportlicher sein. Eine kleine Flasche, einen

Snack für Notfälle, Blasenpflaster und gegebenenfalls Sonnenschutz,

mehr braucht man im Rucksack nicht.

Die kleinen Freuden

Freiwillige Helfer sorgen in regelmäßigen Abständen für Essen

und Trinken. Im Angebot sind Müsliriegel, verschiedene Obst-

20 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


sorten, manchmal Brote und immer Wasser und isotonische Getränke.

Ein Highlight ist der Stand mit Wassermelonen. An den

Spaghettitöpfen auf halber Strecke bin ich hingegen etwas vorsichtiger.

Zu viel Nahrung auf einmal kostet den Körper viel Energie

in der Verdauung. Immer wieder kleine Snacks sind besser. Die

Freiwilligen am letzten Verpflegungsstand sind auch eine große Hilfe, als wir

die Orientierung etwas verlieren und nicht sicher sind, ob wir das 45 km-Schild

schon passiert haben. Die Kräfte schwinden.

PINEWOOD HIKING

SEE YOU

OUTDOORS

Schritt um Schritt

Während einer 12-stündigen Wanderung erlebt man zwangsläufig Höhen und

Tiefen in der Motivation sowie in der körperlichen Verfassung. Durch unser

Training aber wissen wir: Es geht immer noch ein bisschen mehr. Das Ziel ist immer

die nächste Kilometermarke. Ganz bewusst einen Schritt schneller zu gehen,

kann ebenfalls helfen, vom Schlendern zurück in einen guten Rhythmus zu finden.

Meine Stimmung wird automatisch merklich besser. Auch Trekkingstöcke

können für einen extra Antrieb sorgen. Wir wollen ein gewisses Tempo beibehalten

und unter den 12 Stunden bleiben. Nach dem offiziellen Zeitfenster leidet

die Moral doch sehr. Nach insgesamt 11 Stunden und 25 Minuten passieren sechs

von elf Teammitgliedern die Ziellinie.

Die Tagesform entscheidet

Das Wandern im Team ist definitv eine wichtige Unterstützung. Ein neuer Kollege

offenbahrt bei den Anstiegen seine große Stärke und kann den ein oder anderen

von uns mitziehen. So schafft eine Kollegin, die vorher nie mehr als 10

km gewandert ist, an diesem Tag 27. Im Vorfeld haben wir abgesprochen, dass

wir nicht unter allen Umständen zusammen bleiben müssen. Manchmal ist eine

Trennung für alle Beteiligten angenehmer. Trotz guter Vorbereitung scheuert

sich meine Trainingspartnerin an diesem Tag eine Blase auf und muss leider ausscheiden.

Dank des Shuttle-Services sehen wir uns aber alle mit einem Lachen

im Ziel wieder.

Das Höchste der Gefühle

Wünschenswert ist das Erreichen dieses einen Momentes, in dem man eine innere

Grenze überschreitet. Es fühlt sich an, als schütte der Körper sein neuestes

Glückshormon aus, das geradezu beflügelt. Man wird ausgelassener, redet mitunter

etwas wirr und vergisst seine Füße für ein paar Kilometer. Für manche

mag es immer noch seltsam klingen, aber das macht für mich auch den Reiz des

Marathonwanderns aus und natürlich das Gefühl, es geschafft zu haben. (sw)

!

Einen Rückblick des Wandermagazin-Teams

auf die RheinMosel50 finden Sie auf unserer Internetseite in der Rubrik

„Aktuelles“ wandermagazin.de/de/artikel/aktuelles/651/wandermagazin-team-bei-der-rheinmosel50.html

ECO-FRIENDLY TREATMENT

PFC FREI Alle neuen 2019er

Produktionen sind PFC frei.

Wir bieten unseren Kunden Produkte mit hoher Qualität,

Funktionalität, hervorragender Passform und exzellentem

Design. Dies macht uns zu einem Marktführer im

Bereich Bekleidung für Jagd, Fischerei, Outdoor-Aktivitäten

und Hundesport.

Zieleinlauf in Koblenz

© Ricarda Große

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Für weitere Informationen zu unserer Bekleidung und

21

unseren Fachhändlern

www.wandermagazin.de

besuchen Sie unsere Website.


SEHNSUCHTSZIELE I XXL-WANDERN

Wanderevents 2020 XXL

Für alle, die sich auch auf Wanderwegen nach Herausforderungen

sehnen, gibt es hier wieder eine

Terminübersicht zu XXL-Wanderevents. Das Angebot

reicht von kürzeren Etappenwanderungen

bis zu Wanderungen auf (Halb-)Marathonstrecken.

Wer es noch extremer mag, der kann sich

auf 12- bzw. 24-Stunden-Events mit Strecken bis

zu 100 km und sogar Extremwanderungen mit bis

zu 200 km Länge freuen.

Kennen Sie weitere Veranstaltungen? Dann schreiben

Sie uns gerne! Dabei müssen Sie sich nicht auf

XXL-Wanderungen beschränken. Wir freuen uns

über jeden Hinweis zu Terminen rund ums Wandern,

die wir gerne in den Veranstaltungskalender

auf unserer Website aufnehmen.

Mail an: redaktion@wandermagazin.de

Wandermarathons 2020

Datum Veranstaltungsort Name und Länge der Wanderung Informationen/Kontakt

div. Termine unterschiedlich DVV-Wandermarathons / je 42 km www.dvv-wandern.de/marathon

11.-12.01. Hattenhofen Internationale Winterwanderung / 6-42 km www.naturwanderfreunde-haspelmoor.de

29.03. Otterberg Hinkelstein-Wandermarathon / 23, 42 km www.hinkelsteinweg.de

11.04. Duisburg LittleMammut Ruhr / 30, 55 km www.mammutmarsch.de

02.05. Bilstein Bilstein-Marathon / 21, 42, 57 km www.bilstein-marathon.de

02.05. Ruppiner Land Fontane-Wandermarathon / 24, 44 km www.fontane-wandermarathon.de

03.05. Friedrichroda Ahorn-Marsch / 43 km www.rennsteig-wander-wm.de

03.05. Büren-Kernstadt Wandermarathon Büren / 42 km www.bueren.de

09.05. Steinbach a. Donnersberg Wandermarathon Donnersberg / 21, 30, 42 km www.donnersberg-touristik.de

16.05. Kronach Frankenwald Wandermarathon / 42 km www.frankenwald-tourismus.de

16.05. Schmiedefeld Gutsmuths-Rennsteiglauf / 42,2 km www.rennsteiglauf.de

16.05. Müritz Dein Seenweg Müritz www.ostseeweg.com

16.05. Wilgartswiesen Burgen-Marathon / 21, 42 km www.burgen-marathon.de

23.-24.05. Bern Schweizer Zweitagemarsch / 10, 40 km www.2tm.ch

06.06. Hamburg Hamburger Urban Marsch / 24, 40, 55km www.nord-marsch.de

10.-13.06. Imst (AUT) Salomon 4 Trails / Tagesetappen je 22-25 km www.4trails.net

13.06. Seetaler Alpen/Saualpe “The Highländer” / 8,5 (barrierefrei) -52,2 km www.alpin-sued.at

20.06. Wachenheim Wandermarathon beim Burg- und Weinfest / 22, 42 km www.pwv-wachenheim.de

20.06. Wuppertal Wuppermarsch 12-50 km www.wuppermarsch.wordpress.com

20.-21.06. Essen Ruhrpottmarsch (Spendenmarathon) / 6-42 km www.ruhrpottmarsch.de

27.06. Kühlungsborn Dein Mittsommerweg / 25, 50 km www.ostseeweg.com

05.07. Feldberg Schwarzwald Wandermarathon / 42 km www.schneeschuhakademie.de

25.07. Fuschl am See (AUT) Salzkammergut-Wandermarathon / 42 km www.wanderfreundesalzkammergut.at

15.08. Wiesbaden LittleMammut Rhein-Main / 30, 55 km www.mammutmarsch.de

22.08. Ginzling (AUT) Zillertaler Steinbockmarsch / 30 km www.zillertaler-steinbockmarsch.com

11.-12.09. Edersee Wandermarathon Edersee / 42 km www.wanderabenteuer-edersee.de

12.09. Müllerthal (LUX) Ultratrail Müllerthal / 15, 39 km www.utml.lu

19.09. Hahnenklee Wandermarathon Hahnenklee / 42 km www.harzer-wanderwochen.de

19.-20.9. Gumpelstadt Double-Marsch / 40, 44 km www.rennsteig-wander-wm.de

02.-04.10. Fulda Fulda-Marsch / 6-42 km www.fulda-marsch.de

20.10. Schwäbischer Wald RottalWanderMarathon / 6, 21, 42 km www.waldentdecker.de

25.10. Johanniskreuz Wandermarathon Pfälzerwald / 22, 44 km www.wandermarathon-pfalz.de

01.11. Bad Laasphe Bad Endbacher Wandermarathon / 21, 42 km www.wandermarathon-badendbach.de

23.11. Rostock Dein Ostseeweg Rostock / 42 km www.ostseeweg.com

22 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


12-Stunden-, 24-Stunden- und Extrem-Wanderungen 2020

Datum Veranstaltungsort Name und Länge der Wanderung Informationen/Kontakt

div. Termine unterschiedlich 24h Trophy / unterschiedlich www.24h-trophy.de

10.-11.01. Berlin Berliner Polarnacht / 50-100 km www.berliner-polarnacht.de/

24.01. Oggau (AUT) 24h Burgenland Extrem-Tour / 60, 80, 120 km www.24stundenburgenland.com

25.-26.01. Schöneck Winter-Hunderter / 100 km www.sgv-aplerbeck.de

15.02. Bad Doberan Dein Ostseewinterweg / 50 km www.ostseeweg.com

07.03. Dresden MegaMarsch Dresden / 50 km www.megamarsch.de

03.-05.04. Dietfurt JUNUT Jurasteig Nonstop Ultratrail / 170, 239 km www.junut.de

04.-05.04. Hamburg MegaMarsch Hamburg / 100 km www.megamarsch.de

18.-19.04. Bernkastel-Kues 24-Stunden auf dem Moselsteig / ca. 80 km www.bernkastel.de

25.04. Zinnowitz Dein Ostseeweg Usedom / 58 km www.ostseeweg.com

25.04. Wien Mammutmarsch Wien / 100 km www.mammutmarsch.de

02.-03.05. Masserberg Masserbergmarsch / 100 km www.rennsteig-wander-wm.de

02.-03.05. Blankenstein Rennsteig XtreMarathon / ca. 170 km www.rennsteig-wander-wm.de

08.-10.05. Region Leipzig 7-Seen-Wanderung / 11-103 km www.7seen-wanderung.de

09.05. München MegaMarsch München / 100 km www.megamarsch.de

22.-23.05. Bödefeld Bödefelder Hollenmarsch / 14 -101 km www.hollenmarsch.de

23.05. Berlin Mammutmarsch Berlin / 100 km www.mammutmarsch.de

05.-06.06. Jena „Horizontale – Rund um Jena“ / 35, 100 km www.horizontale-jena.de

06.06. Chemnitz Fichtelbergmarsch / 64 km

06.06. Bremen MegaMarsch Bremen / 50 km www.megamarsch.de

06.06. Bad Doberan Der Kleine Ostseeweg / 50 km www.ostseeweg.com

06.-07.06. Göttingen / Bad Lauterbach Brockenaufstieg – Gipfeltour 38 km / Classictour 87 km www.brockenaufstieg.de

13.06. Rinteln MegaMarsch Weserbergland / 100 km www.megamarsch.de

13.-14.06. Bärnbach (AUT) Lipizzanerheimat / 70 km www.lipizzanerheimat24h.at

18.-20.06. Diemelsee Extrem Extrem / 152 km www.extrem-extrem.de/

20.06. Leidersbach 12h-Wanderevent im Räuberland/ 42 km www.spessartraeuberland.de

20.06. Westerwald Westerwaldmarsch / 100 km www.westerwald-marsch.de

20.06. Schacht-Audorf Marsch zum Meer / 27,5-110 km www.m-z-m.de

20.-21.06. Hennweiler 24 Stunden von Rheinland-Pfalz / 72 km www.24stunden-rlp.de

25.-28.06. Region Kassel GrimmSteig-Tage / 10-170 km www.grimmsteig.de

26.-28.06. Köln KölnPfad UltraWandern / 35, 50, 100, 171 km koelnpfadultrawandern.wordpress.com

03.-04.07. Rheinbach Rhein-Ahr-Marsch / 100 km www.rhein-ahr-marsch.com

04.07. Düsseldorf MegaMarsch Düsseldorf / 50 km www.megamarsch.de

11.-12.07. Alpbachtal (AUT) kitzalp 24 / ca. 50 km www.kitzalp24.at

01.08. München Mammutmarsch München / 100 km www.mammutmarsch.de

14.08. Bornem (BEL) Intern. 100 km Dodentocht® / 100 km www.dodentocht.be/de

22.08. Oldenburg Chauken-Marsch / 110 km www.nord-marsch.de

22.-23.08. Oldenburg Oldenburger Zwei Tage Marsch / 15, 25, 42, 55, 110 km www.nord-marsch.de

29.08. Scharnitz (AUT) Karwendelmarsch / 35, 52 km www.karwendelmarsch.info

29.08. Berlin Megamarsch Berlin / 100 km www.megamarsch.de

05.09. Bad Orb Spessart 50 / 50 km www.spessart50.de

11.-12.09. Edersee 24h-Wanderabenteuer Edersee / 80 km www.wanderabenteuer-edersee.de

12.09. Bad Doberan Dein Ostseeweg / 100 km www.ostseeweg.com

12.09. Stuttgart MegaMarsch Stuttgart / 100 km www.megamarsch.de

19.09. Köln MegaMarsch Köln / 100 km www.megamarsch.de

26.10. Wörthersee (Aut) Wörthersee Herbstwanderung Ultra / 62 km www.wandern.woerthersee.com

07.11. Nürnberg MegaMarsch Nürnberg / 50 km www.megamarsch.de

www.wandermagazin.de

23


SEHNSUCHTSZIELE | XXL-WANDERN

WANDEREVENT

mit Kultstatus

Frankenwald Wandermarathon

Bild oben:

Wanderspaß beim

Wandermarathon

© Frankenwald

Tourismus/

Markus Balkow

Ein Tag, 42 Kilometer, rund 660 Wanderwütige

und jede Menge Wanderspaß – der kultige Frankenwald

Wandermarathon lockt auch 2020 wieder

sportliche Naturfreunde aus ganz Europa in den

Naturpark. Das Mittelgebirge im Norden Bayerns ist

aber auch abseits dieses Wanderevents eine im wahrsten

Sinne des Wortes „ausgezeichnete“ Wanderregion.

Der Frankenwald Wandermarathon

Für viele erlebnishungrige Wanderer ist er der erste

wichtige Termin im Wanderkalender: Der Frankenwald

Wandermarathon findet 2020 am 16. Mai statt.

Start und Ziel wird diesmal in der Lucas-Cranach-

Stadt Kronach am Fuße der beeindruckenden Festung

Rosenberg sein. Natürlich sind die gut 42 Kilometer

mit über 1.000 Höhenmetern kein Pappenstiel, aber

niemand soll die Tour ja im Dauerlauf bewältigen. Im

Gegenteil: Landschaftserlebnis, Natur- und Kulturgenuss

kommen sicher nicht zu kurz. Dafür sorgen

auch wieder zahlreiche Helfer und Vereine entlang

der Strecke, die mit über zwei Dutzend Erlebnis- und

Verpflegungspunkten keine Wünsche offen lassen –

nahezu auf jedem Kilometer wartet somit eine neue

Überraschung auf die Wanderer. Auch die kultigen

„Frankenwald Weiber“ dürfen natürlich nicht fehlen,

die neben Bier, Schnaps und Würsten auch immer

etwas Selbstgebasteltes für jeden (!) Teilnehmer bereithalten.

Im Startgeld von 65 Euro ist auch die „Event-Vollpension“

enthalten: Angefangen vom reichhaltigen Frühstückbüfett

über Brotzeit, ein warmes Mittagessen,

24 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


BEST OF

WANDERN

Tipp:

Ein weiteres Extra im Frankenwald ist

das Best of Wandern-Testcenter im

Tourismushaus Oberes Rodachtal in

Steinweisen, wo man hochwertiges

Wanderequippment kostenlos testen

und ausleihen kann.

Wanderschuh-

Verleih im Best

of Wandern

Testcenter

Frankenwald

© Frankenwald

Tourismus/

M. Teuber

Kaffeestation und dem warmen Abendbüfett sowie

verschiedenen Getränken und „Leckerlis“ unterwegs

geht sicherlich kein Wanderer hungrig nach Hause.

Die limitierten Tickets sind ausschließlich online unter

www.xing-events.com/frankenwaldwandermarathon2020

und an folgenden Terminen erhältlich:

am 02.02.2020 ab 02:00 Uhr, sowie am 20.02.2020

ab 20:00 Uhr. Wichtig zu wissen: die Nachfrage nach

den Startplätzen ist sehr hoch, in den letzten Jahren

waren die verfügbaren Tickets innerhalb von Sekunden

vergriffen! Alle Infos zum Event gibt es unter

www.frankenwald-wandermarathon.de

Qualitätsregion Wanderbares Deutschland

Der Frankenwald ist aber auch an allen anderen Tagen

des Jahres eine ausgezeichnete Wanderregion, sowohl

für sportlich ambitionierte als auch für gemütliche

Touren. Die vom Deutschen Wanderverband zertifizierte

„Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“

zeichnet sich u.a. durch ca. 50 wanderfreundliche

Gastgeber, über 40 ausgebildete Wanderführer und

ein großes Angebot an prämierten Wanderwegen aus.

Die 31 FrankenwaldSteigla sind Ganz- und Halbtagestouren

zwischen 5 und 18 Kilometern, die sich in der

gesamten Region verteilen. Sie widmen sich jeweils

einem der drei Themengebiete „Stille hören“, „Weite

atmen“ und „Wald verstehen“.

Der Frankenwald ist ebenso ein Ziel für Etappenwanderer.

Auf dem 242 Kilometer langen FrankenwaldSteig

können sie sich auf eine Rundreise

durch den Frankenwald begeben, seine weitläufigen

Wälder kennenlernen, Geheimnisse entdecken

und es sich in fränkischen Wirtshäusern gemütlich

machen. Von den Wandermagazin-Lesern wurde

der FrankenwaldSteig 2017 zum zweitschönsten

Wanderweg Deutschlands in der Kategorie der

Weitwanderwege gewählt. Mit einem viertägigen

Schnupperpaket kann man den Weg auf zwei ausgewählten

Etappen kennenlernen. Inklusive sind

die drei Übernachtungen, Frühstück und Lunchpakete,

die nötigen Transfers zum Wanderweg und

Hotel sowie der Eintritt in die Therme in Bad Steben,

dem Dreh- und Angelpunkt der beiden Etappenwanderungen.

(sw)

Lustige

Stärkung

bei den

Frankenwald

Weibern

© Frankenwald

Tourismus/

Maximilian

Gröger

Weite atmen am

FrankenwaldSteig

© Frankenwald

Tourismus/Marco

Felgenhauer

Wandern auf dem

FrankenwaldSteig

© Frankenwald

Tourismus/Marco

Felgenhauer

! INFO: www.frankenwald-tourismus.de

www.wandermagazin.de

25


SEHNSUCHTSZIELE I TREKKING

TREKKING

VOR DER HAUSTÜR

Ohne Zeitdruck unter freiem Himmel

Bild oben links:

Das Lager steht,

Zeit zum Genießen

© Ricarda Große

Bild oben rechts:

Schritt für Schritt

durch die Natur

© Svenja Walter

D

er Weg führt durch ein dichtes Waldgebiet.

Es riecht nach Nadelholz und

Wildblumen. Schmetterlinge flattern von

einer Blüte zur nächsten. Die Luft flirrt

leicht in der Mittagssonne. Ein Specht klopft in

der Nähe unermüdlich seinen Takt. Bis auf das

Grundrauschen des Waldes und die Schuhe, die

über den Weg knirschen, herrscht Stille. Der Rücken

schmerzt ein wenig. Der ungewohnte Ballast

bringt schließlich gute zehn Kilo auf die Waage.

Im Rucksack ist alles, was ich für drei Tage auf

dem Weg brauche. Das Gewicht ist ungewohnt,

lässt mich manchmal frustriert schnaufen und

gleichzeitig gibt es mir das befreiende Gefühl unabhängig

unterwegs zu sein. Das ist Trekking vor

der eigenen Haustüre, in den Wäldern und Wiesen

der Eifel zum Beispiel.

Den Erlebnisbericht

zur Trekkingtour auf dem Schneifelpfad

gibt‘s auf wandermagazin.de

zum Nachlesen

ZEITLOS UNTERWEGS

Morgens in den Zug steigen und wenige Stunden

später schon auf dem Weg unterwegs sein: Der Reiz

ist groß, sich ganz bewusst vom alltäglichen Umfeld

zu lösen und ohne Zeitdruck durch die Natur zu

wandern. Trekking führt aus der individuellen Komfortzone

heraus, der geistigen und körperlichen. Das

einzige Ziel ist der Zeltplatz am Ende des Tages, aber

bis dahin – egal was die Kilometer sagen – gilt es ein-

26 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


Mit allen Sinnen

unterwegs

© Ricarda Große

Trekkingplätze

in Deutschland

Soonwaldsteig

(mehr Infos auf S. 29)

www.soonwaldsteig.de/trekkingcamps

Rheinland-Pfalz

www.trekking-pfalz.de

Eifel

www.trekking-eifel.de

Naturpark Schwarzwald

www.naturparkschwarzwald.de/aktiv_

unterwegs/trekking/

Bayern

www.trekking-bayern.de

Steigerwald

www.trekkingerlebnis.de/trekking/

Forststeig Elbsandstein, Sachsen

www.forststeig.sachsen.de

Schleswig-Holstein

www.wildes-sh.de

Frankenwald

www.frankenwald-tourismus.de

fach nur einen Schritt nach dem anderen zu tun. So lernt man

eine Region und ihre Wanderwege intensiv kennen. Trekking

definiert den Begriff Luxus neu. Denn wenn nachts die Bäume

ringsherum gewaltig im Wind rauschen oder morgens das

erste Licht durch die Zeltwand schimmert, dann siegt die Faszination

über die Sorge um Wetter, Hunger und Schlafmangel.

Im Verlauf der Jahreszeiten gibt es immer wieder neue Momente

zu erleben. Im Frühjahr liegt morgens über den Wiesen

Die Zeit scheint sich zu dehnen, zu strecken und der Ausbruch

aus dem Alltag ist umso intensiver.

„Die Zeit verweilt lange genug für denjenigen,

der sie nutzen will.“ - Leonardo da Vinci

»»

Die Wandermagazin-Packliste

für drei Tage Trekking:

www.wandermagazin.de

noch ein feiner Raureif, im Sommer kündigen schon um fünf

Uhr die Vögel den Sonnenaufgang an und im Herbst kriecht

man früh ins Zelt und lauscht den Blättern und Nadeln, die auf

die Plane fallen. Leider sind die meisten Trekkingplätze zur

Winterzeit nicht buchbar. Eine Alternative bieten dann Campingplätze:

Hinlaufen, Zelten und am nächsten Tag wieder zurück

– ein schöner Ausflug auch bei Kälte. Gemeinsam haben

diese Zeiten alle eines: es lässt sich immer tief durchatmen und

genießen. Ein Wochenende fühlt sich plötzlich viel länger an.

Kleine Hindernisse bieten

Abwechslung © Ricarda Große

www.wandermagazin.de

27


SEHNSUCHTSZIELE I TREKKING

Für mich gibt es kaum etwas Schöneres als mir morgens mit einer heißen Tasse

Tee oder Kaffee für einen Moment ganz deutlich zu machen, wo ich gerade bin

und wie unglaublich zufrieden ich sein sollte. Dabei können auch gerne Regentropfen

auf die Kapuze und das Zelt prasseln oder die letzten Nebelfelder

durch das Unterholz ziehen. Plötzlich geht es nur noch um das Wesentliche

und solange ich nicht allzu sehr friere, gibt es kaum etwas, was mich aufhält.

SEHNSUCHT UND SUCHT

Am Ende des Abenteuers blicke ich erstaunt zurück: auf die Kilometer, die

hinter mir liegen, auf den Rucksack, den ich geschleppt habe und auf die

Momente der Ruhe, Anstrengung und Motivation, die mich weiter getrieben

haben. Und schon am Tag nach der Rückkehr, trotz Muskelkater und Verspannung,

denke ich über die nächste Tour nach. Die Sehnsucht draußen unterwegs

zu sein, ist einfach zu groß.

Dass ein solcher Ausbruch keine lange Planung oder Anreise benötigt, macht

das Erlebnis umso erholsamer. Im eigenen Umkreis ergeben sich oft ungeahnte

Ausflugsziele und Abenteuermöglichkeiten. Trekking ist nur eines von

vielen. Wer sich gerne in der Natur aufhalten, Nächte im Zelt verbringen oder

sich ans Trekking herantasten will, findet viele Angebote in Deutschland. (rg)

So kann ein Trekkingplatz aussehen © Svenja Walter

Gemütlich im Zelt die Nächte verbringen © Ricarda Große


Das Trekkingcamp Ellerspring

© Naturparks Soonwald Nahe e. V.

TREKKING

Alltag Ade,

willkommen Wildnis!

AUF DEM SOONWALDSTEIG

Ein Steig durch die Wildnis

Der Soonwaldsteig verläuft quer durch

den Naturpark Soonwald-Nahe von Kirn

bis Bingen. Auf 85 km geht es in mehreren

Etappen (4-6) durch die Wildnis und Stille

der Natur. Hier sind alle Wanderer richtig,

die fernab von Siedlungen und Straßen

unterwegs sein wollen. Kleine Pfade und

Wege machen das Erkunden der schwer

zugänglichen Wälder, Orchideenwiesen,

Moorflächen und Auen zu einem Wander-Abenteuer

der Spitzenklasse. Dabei

geht es z. B. über eiszeitliche Blockschutthalden,

vorbei an vielen Aussichtspunkten

über die Nahe-Urlaubsregion. Burgruinen,

Kletterfelsen und Brutplätze des Wanderfalkens

ergänzen die Wanderlandschaft.

Das Credo: Wandern im Einklang mit

der Natur und mit sich selbst.

Immer mit dabei sollte ein gut gefüllter

Rucksack mit Proviant sein, denn auf mehr

als 40 km Wegstrecke im Großen Soon und

Lützelsoon trifft der Steig auf keine Siedlung.

Ein vier- bis fünftägiges Abenteuer

auf dem Soonwaldsteig erwartet

Natur-Fans mit den

Trekkingcamps. Autark und

mit allem Wichtigen auf

dem Rücken geht es unabhängig

durch die Natur.

Naturnahes Zelten im Soonwald

Auf drei Lagerstellen kann mitten im Soonwald

gezeltet werden. Von April bis Ende

Oktober können die Plätze für zehn Euro

pro Nacht gebucht werden. Sie bieten jeweils

Platz für fünf Zelte und zusätzlich für

eine Gruppe von bis zu zehn Personen (15

Euro/Nacht). Ausgestattet sind alle Orte mit

Feuerstelle, Sitzmöglichkeiten und Toilette.

Per GPS-Koordinaten wird man zu den

Schlafplätzen abseits des Steiges geführt.

Im Trekkingcamp Alteburg zeltet man

z. B. auf einem ehemaligen Köhlerplatz

unter Fichten und Buchen und im Camp

Aussichtsturm Alteburg

© Naturpark Soonwald

Nahe, M. Attenberger

Ellerspring auf der höchsten Erhebung des

Soonwaldes. Ergänzt wird das Übernachtungsangebot

durch zwei externe Anbieter:

die Schmidtburg und die Lauschhütte, um

die Etappenlängen zu variieren. Jeden Tag

Schritt für Schritt dem Soonwald und seiner

Geschichte begegnen: Das ist eine Herausforderung

und ein Genuss zugleich. (rg)

! INFO: www.soonwaldsteig.de

www.naheland.net

xxxxxxx © ???

www.wandermagazin.de

29


SEHNSUCHTSZIELE I HABICHTSWALDSTEIG

Weitblick an den Helfensteinen © Claudia Thöne

EIN SEHNSUCHTSZIEL

IN DER MITTE DEUTSCHLANDS

Sehnsuchtsziele müssen

nicht immer weit weg sein.

Auf dem Habichtswaldsteig

kann man

seiner Sehnsucht nach

Wäldern und Weite

ungestört nachgehen.

Der 85 km lange Weg beginnt in Zierenberg und verläuft westlich von Kassel durch

den Naturpark Habichtswald bis zum Edersee. Die Leser des Wandermagazins

wählten den Premiumweg bei der diesjährigen Wahl „Deutschlands Schönster

Wanderweg“ auf den dritten Platz.

Als ein Ort der Sagen und Mythen war der Habichtswald im nordhessischen Bergland

auch für die Brüder Grimm ein lohnendes Ziel. Die Märchensammler sehnten sich nach

Geschichten und sollen hier auf ihrer Reise besonders viele Märchen gefunden haben. Der

Habichtswaldsteig ist heute gespickt mit mythischen Orten, z. B. den Märchenrastplätzen,

vielen Burgruinen und malerischen Fachwerkorten wie Naumburg oder Waldeck.

Magische Landschaften

Doch an kaum einem anderen Ort ist die Magie der Landschaft so deutlich spürbar wie

auf dem Dörnberg. Zuerst geht es durch Wachholderheide hinauf zu den Helfensteinen,

einer ehemaligen keltischen Kultstätte. Manchmal lässt die tiefstehende Sonne die grauen

Basaltsteine in goldenem Licht aufleuchten. Ein anderes Mal rauscht der Wind durch die

bizarr geformten Felsentürme. Aber jedes Mal fühlt man sich dem Universum hier oben

ein bisschen näher.

Von der Weite des Dörnbergs geht es hinein in lauschige Wälder und zum Herkules. Das

Wahrzeichen Kassels hat eine hohe Anziehungskraft und ist gleichzeitig das Tor zum

Bergpark Wilhelmshöhe mit seinen Wasserkaskaden. Nach einem kurzen Besuch des

UNESCO Weltkulturerbes wendet sich der Weg jedoch wieder ab und führt hinein in das

stille Firnsbachtal.

Ein Märchenrastplatz mit Blick

auf Schloss Waldeck

© Claudia Thöne

Wald pur finden Wanderer vor allem auch auf den letzten Kilometern im Natupark Kellerwald-Edersee.

Schmale Pfade führen durch einen der letzten Urwälder Deutschlands. Fast

jede dritte Buche ist über 140 Jahre alt. Ein Tipp für Genusswanderer: Den Habichtswaldsteig

kann man auf Wunsch auch besonders leichtfüßig ohne Gepäck erwandern. (sw)

! INFO: www.naturpark-habichtswald.de

30 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


SEHNSUCHTSZIELE I SÜDAFRIKA

Afrikas Süden

hautnah

Sehen ist anders

als erzählt bekommen

Blyde River Canyon,

Südafrika © istock

Wildtiere, klarer Sternenhimmel, massige Gebirgszüge und tiefe Canyons:

Mit Südafrika hautnah geht es authentisch und mit viel Erfahrung auf

Reisen. Der spezialisierte Veranstalter plant maßgeschneiderte Touren,

egal ob nur durch ein Land oder mehrere. Die direkte Begegnung und ein respektvoller

Umgang mit der Natur, den Menschen und ihrer Kultur sind dabei ein wichtiger

Teil der Philosophie.

Wanderbares Afrika

Das südliche Afrika unter den eigenen Füßen spüren, in Kontakt treten mit den Menschen

und der Magie des Landes, das ist für den Veranstalter eine Herzensangelegenheit.

Geführte Wanderungen in den Drakensbergen in Südafrika oder auf Entdeckungstour

durch den größten Canyon Afrikas, den Fish River Canyon in Namibia,

sind nur zwei der vielen authentischen Möglichkeiten, die Regionen und Länder

kennenzulernen.

Hier entspannt man nach einem Wandertag auf dem „Tok Tokkie Trail“ unter dem

Sternenhimmel inmitten der Namib Wüste oder ist auf den Spuren der „Big Five“

auf „Walking Safaris“ unterwegs. Dabei lässt der Kontrast zwischen weichen, grünen

Tälern und Hängen mit rauen Felsenformationen und sandigen Ebenen, z. B. am

Waterberg oder beim Blyde River Canyon, das Auge nicht los.

Den Löwen auf der Spur

© istock

Geheime Schönheit

Ein Geheimtipp für eine mehrtägige Trekkingtour findet sich im Norden Namibias.

Das Kaokoveld ist ein etwa 50.000 Quadratkilometer großes Gebiet mit einer Vielzahl

an Plateaus und Wildtieren. Die unglaublichen Aussichten in die Ferne, gepaart

mit dem Licht der untergehenden Sonne und dem Brüllen der Löwen, lässt den Betrachter

im Moment verweilen und die Faszination Afrikas erleben. (rg)

! INFO: www.suedafrika-hautnah.de

Das Kaokoveld im Norden Namibias

© iStock

www.wandermagazin.de

31


SEHNSUCHTSZIELE I HERZBLUTPROJEKTE

Von Thorsten Hoyer

Fotos: Achim Laub

Ruanda ist eines der

kleinsten Länder

Afrikas und liegt im

östlichen Binnenland

des Kontinents.

Ein großer Teil der

Bevölkerung lebt

von der Landwirtschaft.

Für die

Eigenversorgung

werden zumeist

Ziegen und Hühner

gezüchtet.

Das kleine ostafrikanische Land Ruanda,

von 1871 bis 1918 Teil der damaligen

Kolonie Deutsch-Ostafrika, kam in die

weltweiten Schlagzeilen, als im Jahr 1994

innerhalb nur weniger Wochen mehr als

900.000 Angehörige der Bevölkerungsgruppe

der Batutsis in einem grausamen

Genozid ermordet wurden. In den

nachfolgenden Jahren begann die schonungslose

Aufarbeitung dieser Verbrechen,

ebenso setzte ein bemerkenswerter

wirtschaftlicher Aufschwung ein, der bis

heute anhält. Und wer weiß schon, dass

Plastiktüten hier bereits seit elf Jahren

verboten sind? Ruanda ist zwar insbesondere

im ländlichen Bereich noch arm,

aber eine Aufbruchstimmung ist angesichts der allgemeinen

Entwicklung unübersehbar.

PARTNERSCHAFT UND EHRENAMT

Seit dem Jahr 1984 gibt es eine sehr lebendige Länderpartnerschaft

zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda. In zahlreichen

Projekten und Partnerschaften zwischen Schulen, Bildungseinrichtungen,

Kommunen, Universitäten und weiteren Initiativen

wurden viele Projekte auf den Weg gebracht. Im Jahr 2018 fanden

Gespräche über Kooperationen im Tourismus statt, denn das

Land möchte in den nächsten Jahren den Tourismus zu einem der

wichtigsten Wirtschaftsfaktoren ausbauen. Da Ruanda aufgrund

seines ganzjährig günstigen Klimas mit Temperaturen zwischen

20 und 30 Grad sowie einer sehr grünen, gebirgigen Landschaft

in einer Durchschnittshöhe von über 1.000 Metern optimal zum

Wandern geeignet ist, formulierte man gegenüber Vertretern von

Rheinland-Pfalz den Wunsch nach Unterstützung für den Ausbau

zertifizierter Wanderwege.

Über die in Bonn ansässige Organisation „Senior Experten Service“

(SES), die u.a. weltweit ehrenamtlich Experten in Entwicklungsprojekte

entsendet, wurde das Projekt konkretisiert und der

Experte Achim Laub für diese Aufgaben vorgeschlagen. Achim

Laub, „Macher“ der Traumschleifen im Saarland und bis zu seinem

beruflichen Ruhestand verantwortlich für die Entwicklung

des Saar-Hunsrück-Steiges, reiste im Februar 2019 das erste Mal

nach Ruanda.

NATIONALPARKS UND KULTURERBE

Weltweit ist Ruanda durch seine Gorillas im Virunga-Nationalpark

bekannt. Zwar ist dort bereits ein lebhafter Tourismus entstanden,

allerdings kommen die meisten Touristen aus den benachbarten

Ländern Uganda und Tansania nur zu einem kurzen

32 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


Besuch. Die ruandische Regierung möchte durch verschiedene

Projekte sowohl die Anzahl der Touristen deutlich erhöhen als

auch deren Aufenthaltsdauer verlängern. Teil dieser Strategie sind

die zwei weiteren Nationalparks und das reichhaltige kulturelle

Erbe Ruandas – sowie das Wandern. Dazu zählt auch die Entwicklung

des Kongo-Nil-Trails in der Region um den Kivu-See

als Fernwanderweg.

Mit der 100 km südlich der Hauptstadt Kigali gelegenen Kleinstadt

Nyanza war die ideale Region für das Projekt gefunden.

Nyanza war bis zum Jahr 1950 die Hauptstadt des Königreichs

Ruanda und so gibt es in dem Städtchen mehrere ehemalige Königspaläste,

ein Mausoleum mit den dort beigesetzten letzten Königen

sowie eine interessante Museumslandschaft zu entdecken,

in der die royale Geschichte Ruandas anschaulich vermittelt wird.

Robert Masozera, Direktor der Museen in Ruanda, sieht eine große

Chance darin, diese Museumslandschaft mit hochwertigen

Wanderwegen noch besser für den Tourismus zu erschließen.

VOM ERSTEN SCHRITT ZUR WEGE-ERÖFFNUNG

Im ersten Schritt entwickelten die Mitarbeiter der Museumsorganisation

mit Laub drei touristisch relevante, attraktive

Wege. Keine einfache Aufgabe, da Nyanza zwar in einer sehr

grünen, landwirtschaftlich geprägten Hügellandschaft liegt, aber

zugleich auch dicht besiedelt ist. Prägend sind die unzähligen,

sehr kleinen Gehöfte, wo jeweils eine Familie Ackerbau (vor

allem Bananen, Gemüse) und Viehzucht (zumeist Ziegen und

Hühner) hauptsächlich zum Eigenbedarf betreibt.

Das Begutachten der Umgebung und der touristisch interessanten

Punkte geschah innerhalb kurzer Zeit und so konnten

schon bald detaillierte Streckenführungen für drei Premiumwege

festgelegt werden. Der 8 km lange „Royal-Trail“ soll mit einer

perfekten Anbindung an alle royalen Einrichtungen und einer

abwechslungsreichen Streckenführung der Leitweg werden.

Der 7 km lange „Big-View-Trail“ führt auf einen Berg, der eine

Rundumsicht auf das halbe Land ermöglicht. Mit dem 15 km

langen „Gatagara-Trail“ entdecken Wanderer das ländliche Ruanda.

Alle Wege starten und enden an den beiden großen Hotels

in Nyanza. Der besondere und einmalige Reiz der Wege besteht

darin, dass die Wanderer neben attraktiver Natur und Kultur ein

authentisches ländliches Leben ohne die vielfach üblichen touristischen

Inszenierungen erleben können.

Die drei Premium-Wanderwege wurden vor wenigen Wochen

offiziell eröffnet. Achim Laub ist überzeugt, dass die Wege ein

Kivu-See

wichtiger Baustein für die erfolgreiche

Entwicklung des Tourismus sein werden.

Verdient hätte es das kleine Land,

denn Ruanda ist ein schönes und sicheres

Land, in dem sich Ökonomie und Ökologie

nicht ausschließen.

WANDERWEGE ALS

NACHHALTIGE ENTWICKLUNGSHILFE?

Man mag sich zunächst die Augen reiben,

wenn man von Premium-Wanderwegen

in Ruanda liest. Aber bei näherer Betrachtung

ist der Gedanke alles andere als abwegig.

Wie so oft kommt es darauf an, die

Bevölkerung vor Ort mit einzubeziehen,

sie teilhaben zu lassen an der Wertschöpfung.

Dann sind sie es, die solche Angebote

mit Leben füllen, was neue Perspektiven

eröffnet. Ein sehr positives Beispiel, wie

genau so etwas funktionieren kann, ist der

„Peaks of the Balkans“-Trail. Auf etwa 200

km geht es durch drei Länder des Balkans.

Herrschte anfangs große Skepsis, lässt sich

das Projekt heute als Erfolgsgeschichte beschreiben.

Maßgeblichen Anteil daran hat

die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

(GIZ). Auch bei dem Wanderprojekt

in Ruanda ist die GIZ maßgeblich

involviert – und sprichwörtlich wieder auf

guten Wegen unterwegs.

Wie es sich auf dem Peaks of the Balkans

wandern lässt, das zeigt Ihnen gerne

Hanna Engler: Folgen sie ihr ab Seite 34

in diesem Heft.

Ruanda

Kigali

Nyanza

Das seit dem Jahr 1962

von Belgien unabhängige

Ruanda ist etwa

so groß wie Rheinland-Pfalz,

Hessen und

das Saarland zusammen

und hat rund 12,3 Millionen

Einwohner. Es liegt

zwischen den Ländern

Burundi, Uganda, Tansania

und der Demokratischen

Republik Kongo.

Die Premiumwege sind

so konzipiert, dass

Wanderer mit der aufgeschlossenen

Bevölkerung

leicht in Kontakt

kommen können.

Ruanda wird auch als

„Land der tausend

Hügel“ bezeichnet. Bei

der Wanderung auf dem

Big-View-Trail wird

schnell klar, warum.

Ruandisch-deutsche

„Wanderwegemacher“

vor dem historischen

Königspalast in Nyanza,

Ausgangspunkt der

neuen Wanderwege.

www.wandermagazin.de

33


SEHNSUCHTSZIELE I PEAKS OF THE BALKANS

Mehr als nur Wandern

Großes Foto:

Für einsame Zeltplätze wie diesen über Theth nehmen

die Autoren gerne steile Anstiege auf sich.

Rundes Foto:

Die Peaks of the Balkans Bezwinger Hanna Engler und

Andreas Fürtig

34 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


„W

as soll denn das in Zukunft noch

toppen?“, entfährt es Andi, als

wir nach zwei Wochen auf

dem Peaks of the Balkans-Trail wieder

auf den blauen Plavsee blicken.

Im Gepäck unzählige Erinnerungen

an die letzten Tage durch Montenegro,

Albanien und den Kosovo,

an denen wir nicht mehr gemacht

haben als aufzustehen, zusammenzupacken

und so lange zu laufen, bis wir

ein anderes bezauberndes Plätzchen für

unser Zelt gefunden hatten.

Der Peaks of the Balkans (PoB) spukt

schon seit der Eröffnung 2011 in meinem

Kopf rum – unbedingt wollte ich sofort

selbst in diesen einsamen, rau anmutenden

Landschaften unterwegs sein. Doch

es dauerte, bis ich jemanden fand, der

mit mir dieses Abenteuer wagen wollte.

Es sollte wohl so sein, denn mittlerweile

habe ich viele albanische und kosovarische

Kollegen, von denen ich nicht nur

eine schlimme Geschichte aus dem ehemaligen

Kriegsgebiet gehört habe.

DIE KRIEGERISCHE VERGANGENHEIT

Die Jugoslawienkriege (1991-2001) als

Folge des Zerfalles des Staatenbundes

führten auch im Kosovo dazu, dass viele

Menschen flohen, unter anderem nach

Deutschland. Den hier erarbeiteten Lohn

schickten sie in ihre Heimat zurück, die

unter bürgerkriegsähnlichen Zuständen

um Autonomie kämpfte. Der Konflikt

zwischen den Armeen und Ordnungskräften

der Bundesrepublik Jugoslawien

und der albanischen, paramilitärischen

Befreiungsarmee des Kosovo (UÇK)

wurde im Juni 1999 durch einen umstrittenen

Eingriff der NATO beendet.

Text: Hanna Engler

Fotos: Hanna Engler und Andreas Fürtig

Nach und nach kehrten einige der Geflohenen

in die gebeutelten Grenzgebiete

des Dreiländer-Ecks zurück. In Zusammenarbeit

der Gesellschaft für Internationale

Zusammenarbeit (GIZ) mit den

Regionen vor Ort wurde der PoB nun

nicht nur geschaffen, um wirtschaftlichen

Aufschwung zu bewirken, sondern auch,

um gesplitterte Ethnien über Grenzen

hinweg wieder zu vereinen. Ich will hier

nicht nur wandern, ich will die Heimat

meiner Kollegen kennenlernen. >>>

www.wandermagazin.de

35


SEHNSUCHTSZIELE I PEAKS OF THE BALKANS

Bild oben:

Mittagspause auf

dem felsigen

Pejë-Pass – es ist

das einzige Mal,

dass wir uns vor

Wind und Regen

schützen müssen.

Bild unten:

Windig ist es auf

der Anhöhe vor

Vusanje, doch der

Blick ins Tal lässt

einen trotzdem

lange innehalten.

ANFAHRT ZU DEN VERWUNSCHENEN BERGEN

So fahren wir Mitte Juni 2019 mit einem Bus von der montenegrinischen

Hautstadt Podgorica über Serpentinenstraßen

nach Plav, einem staubigen, etwa 3.600 Einwohner starken Ort.

Hier starten wir unseren Rundwanderweg, der zum größten Teil

durch die „nordalbanischen Alpen“ führt: Gut, dass wir Zeit und

Zelt im Gepäck haben, um die „verwunschenen Berge“ voll auskosten

zu können.

Die ersten Wegweiser finden wir leicht, doch schon kurz oberhalb

des Sees sind wir froh, GPS dabei zu haben: Nur unklar

sind auf dem gesamten Weg ab und an Symbole auf Mauern und

Bäumen angebracht. Wir sind früh dran, die Hauptsaison hat

für Wanderer, Bergbauern und Viehhüter noch nicht begonnen:

So gelangen wir aufwärts durch einen Mischwald zur noch verlassenen

Gropa Memima, einige Holzhütten auf grüner Wiese.

Aber es sprudelt fröhlich Wasser aus einem Schlauch und erfrischt

gehen wir die nächsten, sehr steilen Höhenmeter an: Die

Sonne flimmert, während wir über schmale Wiesenpfade 1.900

Meter Höhe erreichen und unser erstes

Zeltlager errichten. Der Ausblick in alle

Richtungen ist gewaltig und ich habe das

Gefühl, schon jetzt meinen Traum zu leben.

Nur ein Schwarm von Stechmücken

lässt sich auch durch ein Lagerfeuer nicht

stören, so flüchten wir nach schnellem

Essen vom Benzin-Kocher ins Zelt.

Am nächsten Morgen gelangen wir auf

eine zugige Anhöhe mit einem einfach

fantastischen Blick: Im Tal erkennen wir

den Ort Vusanje, von dem uns aber noch

1.100 Höhenmeter im Abstieg trennen.

Das geht in die Knie: Dankbar machen

wir unten Rast in einem bei Einheimischen

beliebten Restaurant. So gestärkt

kommen wir kurz vor der albanischen

Grenze an den See Liqeni Geshtases, ein

absoluter Traumplatz: Ein einsames Zelt

mit Lagerfeuer vor einem spiegelglatten

See, umringt von zackigen Bergen, dazu

eine laue Sommernacht – was will man

mehr? Ein Bad im glasklaren Wasser

und Nudeln mit Thunfisch-Tomatensoße

runden den perfekten, wenn auch anstrengenden

Tag ab, der nur noch durch

hunderte Glühwürmchen getoppt wird.

ALBANIENS STEILE PFADE

Nach Porridge zum Frühstück übertreten

wir die „Grenze“: Nur ein Symbol auf einem

Felsen weist darauf hin, dass hier ein

anderes Land beginnt. Ein Mann reitet auf

seinem Pferd über den holprigen Pfad von

Albanien nach Montenegro – auch wir

nutzen den altgedienten Weg, schleppen

uns durch hohe, silbergraue Buchen hinauf

in die nächste Senke zwischen Bergkuppen

und laufen oberhalb von einem

kleinen See vorbei. Drumherum verstreut

riesige Geröllblöcke, die wie von einem

Maya-Tempel anmuten. Mystisch!

Und schon machen wir auf dem Pejë-Pass

Mittag mit Blick auf ein weit verzweigtes

Flussbett, das nach Theth führt.

Ein plötzlicher Schauer überrascht uns

und so marschieren wir im Platzregen

auf dem steinigen und steilen Pfad am

Hang entlang nach unten. Ich bin den

Trekkingstöcken so dankbar: Gerade im

Nassen sind sie Gold wert. Über die ausgetrockneten

Flussarme gelangen wir zu

einer einfachen Bar und überschlagen bei

einem Türkisch Mokka unsere Lebensmittel:

Es wird noch ein paar Tage reichen

und da es im Ort entgegen unserer

Erwartung keine Einkaufsmöglichkeit

gibt, gehen wir an Theth vorbei.

Puh, für den nur einen Kilometer langen,

supersteilen Anstieg brauchen wir ewig.

36 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


Schließlich stehen wir aber auf einer Wiese und genießen selig

das Bergpanorama, das wir uns redlich erarbeitet haben. Am

Morgen ist die Aussicht schon aus dem Zelt heraus fast noch

schöner und wir gelangen zügig zu einer mitten im Nirgendwo

stehenden Wald-Bar, aus der von einer Solaranlage gespeist

albanische Musik dudelt. Wir stärken uns mit einheimischen

Speisen wie Fladenbrot, feta-artigem Bergkäse und speziellen

Butter-Pfannkuchen (Fli), die traditionell mit Käse, hier aber

süß serviert werden.

Es geht steil weiter hinauf auf den 1.818 Meter hohen Valbonapass,

doch die Pfade sind schön zu laufen. Nur der Verkehr wird

immer mehr: Zwischen Theth und Valbona herrscht reges Treiben

von Ein-Tages-Touristen. Es ist ein seltsames Bild, das sich

uns bietet: Leicht bepackte Urlauber quälen sich den Berg hoch

und runter, während Einheimische Pferde vor sich her treiben,

schwer bepackt mit Rucksäcken und Rollkoffern. Der Weg hinab

nach Valbona ist bis auf die letzten, zähen Kilometer hinein

angenehm und so genießen wir ein entspanntes Abendessen in

einem der Gästehäuser.

ALBANISCHE GASTLICHKEIT

Am nächsten Tag überspringen wir die zwölf Kilometer auf

Asphalt- und Schotterstraße bis Ҫerem im robusten Auto

unseres Wirts vom Vortag und nehmen nach einem Mokka

samt Käse bei einem Albaner Zuhause

die Serpentinenstraßen bergauf. Ein

Abstecher nach Montenegro bringt uns

in Schatten spendende Wälder und zu

unglaublich bunten, laut brummenden

Blumenwiesen. Diese Etappe gehört zu

unseren Lieblingen, so angenehm ist das

leichte Auf und Ab und die Abwechslung

zwischen den unterschiedlichen

Landschaften.

Unauffällig zurück in Albanien, erreichen

wir das Bergdorf Balqin. Die verstreut

herumstehenden Holz- und Blechhütten

sind im Sommer von einem älteren

Mann und einer nicht ganz so alten Frau

bewohnt – samt vier Kühen, vielen Hühnern

und einem Truthahn. Bei einem

Selbstgebrannten, sauren Gurken und

Käse (selbstverständlich!) erfahren wir,

dass nur Verwandte hier ab und an noch

zu Besuch wohnen. Am Abend stellen

wir das Zelt auf einer grasigen Anhöhe

kurz vor Dobërdol auf, steinige Feuerstelle

und Traumaussicht inklusive. Jedes

Bild oben:

Zwischen Theth

und Valbona trifft

man auf eine ganz

andere Art von

Wanderern.

Bild unten links:

Wetterschauspiel

auf kosovarischen

Kuhweiden, die

sich bestens als

Übernachtungsplatz

eignen.

Bild unten rechts:

Besser schmecken

Spaghetti in Tomaten-Thunfisch-Soße

nie als am Lagerfeuer

nach einem

wunderschönen

Wandertag.

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37


SEHNSUCHTSZIELE I PEAKS OF THE BALKANS

Grün eingebettet in ebenso grüne Gipfel liegt der Bergsee

Liqeni i Kuçishtës vor uns.

Mal ergreift eine tiefe Ruhe mein Herz, so dankbar bin ich für

diese einmaligen Stellplätze.

Nach der ausgesuchten Einsamkeit ist Dobërdol ein krasser Kontrast:

Fast jedes Haus ist eine Unterkunft und zahlreiche PoB-Hiker

strömen den üblen Anstieg aus dem saftig grünen Tal hinauf.

Anschließend kommt man dafür in den Genuss wunderschöner

Pfade entlang der Grenz-Bergkämme zwischen Albanien und

dem Kosovo. Ausschließlich im Hochgebirge und mit Aussicht

in alle Richtungen unterwegs, überqueren wir den Roshkodolpass

auf 2.264 Metern Höhe, eine atemberaubende Etappe.

DIE ERSTEN SCHRITTE IM KOSOVO

In Roshkodol, unserem ersten kosovarischen Bergdorf, wird sie

auffällig, die Diskrepanz zwischen den Nachbarländern: Nach

Kriegsende scheinen das Geld der Rückkehrer und der langsam

ansteigende Tourismus den Bergregionen des sich 2008 als unabhängig

erklärten Kosovos zum Aufschwung verholfen zu haben.

In Albanien dagegen stehen als Zeugnis der langjährigen

kommunistischen Diktatur noch Hoxha-Bunker zu Tausenden

in der Landschaft. Hier aber finden wir moderne Häuser, Autos,

Asphaltstraßen – ein völlig anderes Bild als noch vor zwei Tagen

in Balqin.

Doch die Herzlichkeit der Menschen – verankert im Kanun, einer

Sammlung gewohnheitsrechtlicher Traditionen von der Blutschuld

bis zur Gastfreundschaft – die ist hier wie dort gleich groß.

So werden wir in Milishevc von dem 75-jährigen Fritz, so stellt er

sich im gebrochenen Deutsch vor, zum Mokka eingeladen. Auf

seinem großen Grundstück mit zwei Häusern, Gemüseanbau und

Viehhaltung verbringt er seinen Lebensabend, nur unterbrochen

von den Besuchen seiner über Europa verstreuten Kinder.

Der Abschied fällt schwer, aber wir wollen heute vom PoB abzweigend

in die Großstadt Pejë, um unseren Lebensmittelvorrat

aufzufüllen. Ein langer Ziehweg führt hinab zur Landstraße, die

das touristisch geprägte Rugova-Tal durchquert. Dort steht Metis

Pizzeria: der sympathische Mittvierziger ist einer der Rückkehrer

nach dem Kosovokrieg und hat viel zu erzählen.

ZURÜCK IN DEN BERGEN

Nach kurzem Aufenthalt in der Zivilisation sind wir zurück

in den Bergen und legen längere Pausen in der immer stärker

werdenden Hitze ein. Eine der schönsten Nächte verbringen

wir auf einer Lichtung oberhalb von Dugaive, einer Ansiedlung

seltsamer Bauten. Wir schlafen „open air“, also ohne

Überwurf: Im Schlafsack liegend, zählen wir die Glühwürmchen

und Sterne und freuen uns diebisch, dass die fiesen Mücken

draußen rumschwirren.

Am Tag darauf gönnen wir uns nach zähen Asphaltkilometern

eine Verschnaufpause im Berghotel Guri-i-Kuq mit Restau-

38 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


Gut zu wissen: Peaks of the Balkans

Es kann auf dem Balkan so heiß werden, dass jede Abkühlung

willkommen ist, wie hier am Roshkodolpass.

Herzliche Gastgeber finden wir in allen drei Ländern.

Mit Fritz genießen wir einen unserer vielen Türkischen Mokka.

Weg: 192 Kilometer langer Fernwander-Rundweg

durch Montenegro, Kosovo und Albanien.

In 10 Etappen geht es durch das Prokletije-Gebirge

im Dreiländereck.

Beschaffenheit: Von grünen Tälern bis zum

felsigen Hochgebirge (höchster Punkt: 2.290 m)

wird alles geboten. Meist auf Pfaden, die sich

alten Hirten- und Handelswegen bedienen;

wenige Asphalt- und Schotterstraßen.

Gelungene Mischung aus anstrengenden

Etappen mit steilen Höhenmetern im Auf- und

Abstieg (bis zu 1.100 hm am Stück) und

angenehm Auf und Ab verlaufenden Tagesstrecken;

insgesamt ca. 9.800 hm hoch, 9.900 hm

runter.

Wegemarkierung nicht durchgehend gut (GPS

sinnvoll).

Trittsicherheit und gute Kondition erforderlich!

Wenig Einkehr- und Einkaufsmöglichkeiten!

Beste Reisezeit: Mitte Juni bis Mitte

September

rant und Panoramablick. Die war auch

nötig: Der nächste Anstieg ist sehr steil,

führt uns aber über tolle Trampelpfade

und durch lichten Wald zum ersten der

beiden Seen des heutigen Tages. Ist der

Liqeni i Kuçishtës mit seinem glasklaren,

grün schimmernden Wasser noch

unauffällig eingebettet in die Umgebung,

so strahlt uns der zweite See türkisblau

entgegen.

Der anschließende Anstieg zum Jelenkapass

wird wie erwartet sonnig-heiß

und anstrengend, aber wir meistern ihn

schon viel besser als zu Trail-Beginn. Die

Pfade bringen uns über die Baumgrenze

hinaus auf 2.256 Meter Höhe – diese Ausblicke

hauen uns noch immer um. Auf

dem Kamm über dem bereits bekannten

Roshkodol-Pass, an dem sich Hin- und

Rückweg fast schneiden, verbringen wir

unsere letzte Zeltnacht im Hochgebirge

mit diesem wahnsinns Rundumblick und

warmem Schokogetränk in der Hand in

die Ferne blickend.

DER LETZTE STOPP –

MIT FAMILIENANSCHLUSS

Der Rückweg nach Plav ist fast gänzlich

Abstieg, und wir unterbrechen ihn

nur durch eine fast komisch anmutende

Einkehr bei einer Familie in ihrem

Sommerdomizil samt Bienenstock –

zwei der vier Mädchen können etwas

Englisch und sind außer sich vor Freude

über unseren Besuch. Und dann ist es

so weit: Wir laufen um die Kurve und

blicken auf den unter uns liegenden See.

Wir lächeln: Es war einfach zu schön,

um jetzt traurig über das Ende zu sein.

Land und Leute des Balkans haben mich

so begeistert, so berührt – wir wollen

mehr von den weiten, ursprünglichen

Landschaften Südost- und Osteuropas

entdecken. Und mit dem einen oder anderen

zusammen einen Türkisch Mokka

schlürfen, selbstverständlich …

Anreise: Der Trail kann in allen drei Ländern

gestartet werden – Theth (Albanien), Plav

(Montenegro) und in den Ortschaften nahe Pejë

(Kosovo).

Wir sind in Plav losgelaufen, ca. vier

Bus-Stunden von Podgorica entfernt, da die

Anreise aus Deutschland mit dem Flugzeug

schnell, unkompliziert und günstig ist.

Allerdings mussten wir dafür in Kauf nehmen,

dass einen die ersten Etappen – läuft man in

Richtung der Beschreibungen aller bekannten

Wanderführer – ziemlich fordern: Mehrere Tage

hintereinander läuft man von einem Tal über

den Berg zurück ins nächste Tal. Unsere Knie

haben diesen Start nicht gut verkraftet …

Die meisten Wanderer starten daher in Theth,

Anreise über den Flughafen Tirana und

Shkodra.

Übernachtung: In den Balkanländern ist Wild

Campen erlaubt, das Zelt ermöglicht eine

flexible Einteilung der Etappen – und es gibt

wunderschöne Plätze am fließenden Band!

Mittlerweile gibt es aber auch Privatunterkünfte

und einfache Gasthäuser an jedem Etappen-Ende

(oder wenige Kilometer entfernt), meist mit

Gemeinschafts-Bad und inklusive Mahlzeiten.

Geld: Wir konnten überall in Euro bezahlen,

obwohl in Albanien die offizielle Währung der

albanische LEK ist (1 Euro = ca. 120 LEK, Stand

August 2019).

Auf dem gesamten Trail wenig Möglichkeiten,

Geld abzuheben; Kartenzahlung selten möglich.

Preisniveau deutlich unter dem in Deutschland.

Infomaterial: Wanderführer „Peaks of the Balkans“

von Jan Dohren (Conrad Stein Verlag);

Wanderkarte „Peaks of the Balkans, Maßstab

1:60.000“ vom Huber Verlag.

Einreise / Grenzübertritte: Auch wenn es

keine Grenzen in engen Sinne gibt, empfiehlt es

sich vor Abreise online sogenannte Permits für

die Grenzübertritte einzuholen. Wir wurden

tatsächlich einmal von der montenegrinischen

Polizei kontrolliert, da ist es ein gutes Gefühl,

die Erlaubnise eingeholt zu haben. Für 45 Euro

(für 2 Personen) erledigt der Reiseveranstalter

Zbulo (www.zbulo.org) das umständliche

Procedere mit allen drei Behörden.

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SEHNSUCHTSZIELE I BRING MICH ZUR SONNE!

„WÜNSCH DIR WAS!“

Wander-Hotspot Teneriffa

Archipel der Gegensätze. Auf Entdeckungsreise zwischen

Wolken und Meer im grünen Felsenparadies Teneriffa

Text und Fotos: Sabine Pries


Masca

Teneriffa

Puerto de la Cruz

El Teide

3.718 m


Montana Blanca


Tegueste


Benijo

Wie eine Wünschelrute liegt das Vulkanarchipel

Teneriffa nur 288 km vor der marokkanischen

Küste zwischen La Gomera und

Gran Canaria im Atlantik. Oben schmal und

unten weit auseinanderlaufend. Eine passende

Form für eine Insel, die kaum einen Wanderwunsch

offen lässt. Vulkanische Urkräfte,

verwunschene Zauberwälder im Nebel und

kantige Küstenlandschaften. Dass es auch

hoch hinaus geht, erkennt man schon beim

Anflug. Im Zentrum der Insel liegt der höchste

Berg Spaniens, der El Teide (3.718 m).

40 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


WANDERUNG IM TENO GEBIRGE

– VON EJOS ZUR MASCA SCHLUCHT

Meine Entdeckungsreise nimmt ihren Anfang im Teno Gebirge

im äußersten Nordwesten Teneriffas. Erdgeschichtlich gesehen

nur konsequent, denn hier liegen die Ursprünge der Insel. Die

Berge falten sich hier bis auf eine Höhe von 1.345 m auf und bilden

eine Vielzahl tiefer Schluchten. Das abgelegene Gebirge ist

als Parque Rural (Naturpark) geschützt. Seine Bergdörfer sind

bis heute nur schwer zu erreichen und so besonders ursprünglich

geblieben. Beim Start in Ejos Richtung Masca Schlucht ist der

Himmel wolkenverhangen und ein frischer Wind weht. Wir wandern

hinauf auf eine Anhöhe und vor uns eröffnet sich ein Wald

mit Kanarischen Kiefern, durch den sich ein breiter Weg schlängelt.

Unser Wanderguide Sandra erklärt uns, dass diese Bäume

echte Wunderwerke sind. Aufgrund der besonderen Rinde hält

ihr Holz sogar Waldbränden stand. An einzelnen Bäumen sind

Rußspuren zu erkennen, aber ansonsten sind sie unverseht. Die

Kiefern haben wichtige Funktionen für die Natur: Sie sichern den

Hang und ihr Wurzelwerk hält die Erde feucht.

NEBELFÄNGER

Als wir den Kiefernwald hinter uns lassen, treffen wir noch größere

Wasserkünstler. Heidegewächse, die nicht bloß knöchelhoch,

sondern ausgewachsene Bäume sind. Mit ihren knorrigen Ästen,

die von Flechten und Moos dicht bedeckt sind, fangen sie den

Regen der feuchten Passatwinde vom Atlantik ein. Umgeben von

Wolken und dem bemoosten Wald verströmt die Landschaft eine

mystische Aura. Zur Wassergewinnung haben sich die Menschen

die Natur zum Vorbild genommen. Zwischen den windschiefen

Ginster- und Heidebäume stehen Nebelfänger, ähnlich einem gigantischen

schwarzen Volleyballnetz, das mit einer Wasserrinne

versehen ist. Damit wird die Feuchtigkeit der Wolken gesammelt,

um den Wasserbedarf der Inselbewohner zu sichern. Wir wandern

einsam durch den grün-feuchten Heidewald immer weiter

hinauf und erreichen einen Grat mit ganz unterschiedlichen

Seiten: Die eine ist mit dichtem Wald überwachsen, die andere

dagegen ist felsig und mit Agaven, Kakteen und Ginterbüschen

bestückt. Plötzlich reißen die Wolken auf und das Meer liegt vor

uns. Unter uns breitet sich die Masca Schlucht aus, die bis vor einigen

Jahren noch nicht zugänglich war. Der Blick ist atemberaubend

und die Wolkenfetzen ziehen wild dahin. Wir steigen Richtung

Masca Schlucht durch die Felsen hinab und erreichen unser

Ziel, ein Restaurant mit weitem Blick über Schlucht und Meer.

Die Heidebäume fangen

mit ihren Ästen den Regen

Blick auf die Masca Schlucht

im Teno Gebirge

Vor dem Gipfel des Teide blitzt der

Montana Blanca hell hervor.

WANDERUNG IM TEIDE NATIONALPARK

– VOM MONTANA BLANCA NACH EL PORTILLO

Die Sonne strahlt am makellos blauen Himmel, als wir

mitten im Nationalpark El Teide am Fuße des Montana

Blanca (2.748 m), dem weißen Berg, ankommen. Sein Gipfel

strahlt an der Ostseite des Teide unterhalb des Vulkantrichters

hell hervor. Umgeben ist der Teide von der Caldera,

einer kesselförmigen Landschaft, die bei der Eruption

des Vulkans entstand. Wir schmieren uns nochmal gründlich

mit Sonnencreme ein, bevor wir mit dem Ziel El Portillo

durch die Caldera starten. Um uns herum ist die Landschaft

mit fantastischen Felsstatuen geschmückt. Auf dem

Boden glänzen tiefschwarze Vulkansteine in der Sonne:

Mitnehmen strengstens verboten. Zwischen den vulkanischen

Relikten wachsen und blühen erstaunlich viele Pflanzen,

wie die gelbe Besenrauke, die Teide-Margarite oder der

Ginster. Am Teide erkennt man deutlich die Seilbahn, die

täglich hunderte Touristen auf den Berg bringt.

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SEHNSUCHTSZIELE I BRING MICH ZUR SONNE!

HOLLYWOODFORMAT

Auf einmal führt der Wanderweg über schmale Stufen steil

hinauf. Oben angekommen scheinen wir einen anderen Planeten

erreicht zu haben. Wir stehen auf einem weiten Plateau,

einer Wüste ähnlich, in der sich einzelne Vulkanfelsen wie erstarrte

Riesen verteilen. So stelle ich mir den Mars vor. Kein

Wunder, dass Hollywood an diesem überirdischen Ort den

Film „Kampf der Titanen“ drehte. Zur einen Seite erheben sich

der Teide und der Montana Blanca und zur anderen schweift

der Blick weit über die Caldera. An den Hängen des Teide

kann man die Lavaströme erkennen, die hier einst zäh flossen.

Wir steigen vom Plateau hinab und laufen einem Felsmassiv

entgegen. Felsbrocken, Ginsterbüsche und vertrocknetes Holz

bedecken den Boden. In einer Höhle in der Felswand machen

wir Rast und schützen uns vor der Sonne. Als wir uns dem Ziel

El Portillo nähern, erkenne ich in der Entfernung vereinzelte

Kiefern. Wie zur Belohnung präsentieren sich an unserem Ziel

der Wildprets Natternkopf. Fantastisch streckt sich der dicke

mit hunderten kleinen roten Blüten übersäte Pflanzenstengel

über zwei Meter empor. An meinem staubigen Bein huscht

eine blau gefärbte Eidechse vorbei. (Un)wirklich schön!

Über zwei Meter hoch wächst

der Wildprets Natternkopf

WANDERUNG IM ANAGA GEBIRGE –

VON BENIJO UM DIE ROQUES DE ANAGA

Beim Start am schwarzen Vulkanstrand von Benijo liegen

die Roques de Anaga wie schlafende Giganten vor uns im

Meer. Die wilde Küste an der Nordspitze ist wolkenverhangen

und das Wasser schäumt gegen die Felsen. Unser

Plan: einmal hoch auf den Gebirgskamm und dann wieder

runter zur Küste. Wir umkreisen die Felsgiganten quasi.

Es geht gleich steil auf kleinen Stufen das Anaga Gebirge

hinauf, an alten Steinmauern und kleinen Ortschaften mit

wenigen Häusern entlang. Die teils verlassenen Häuser kleben

förmlich am Hang. Schon seit hunderten Jahren nutzen

die Menschen die Wege, um ihre Waren auf die Märkte

zu bringen. Die kleinen Gärten wurden mühsam dem

steinigen Berg abgetrotzt. Schnaufend erklimmen wir den

Gebirgshang entlang endloser Trockensteinmauern. Kaum

vorstellbar, dass die Menschen ihre Produkte über diesen

Weg zum Markt getragen haben. Die Vegetation wird immer

dichter, je höher wir kommen. Bald stehen wir in einem

dschungelartigen Wald, in dem gigantische Felsbrocken

verstreut liegen. Der Boden ist von Laub bedeckt und

wo man hinschaut wächst und blüht es.

CANYON UND WILDES WASSERTAXI

Der Weg windet sich durch diesen Dschungel und wir steigen wieder

hinab. Allmählich lichtet sich das grüne Dickicht und wir nähern uns

der Zivilisation. Durch einen kleinen Ort geht es vorbei an Kartoffelund

Melonenfeldern. Am Dorfcafé legen wir eine Rast ein und wandern

weiter durch einen Canyon zur Küste hinunter. In den Vorsprüngen

der Felswände verbergen sich Höhlen, die teils noch bewohnt

sind. Plötzlich schallt das klägliche Meckern einer Ziege durch den

Canyon. Unsere Blicke suchen die Felswände ab und wir entdecken

eine kleine schwarze Ziege auf einem Felsvorsprung. Die einstigen

Hausziegen sind verwildert und haben in dem bergigen Gelände mit

den vielen Höhlen ein neues Zuhause. Warnschilder weisen darauf

hin, den Canyon bei starken Regenfällen zu meiden. Wir erreichen

eine kleine Kapelle mit einem paradiesischen Blick über die Küste.

Und da sind sie auch wieder: die Roques de Anaga. Der Weg führt

uns zu einer kleinen Bucht mit schwarzem Strand, wo zwei Wassertaxis

auf uns warten, um uns zur Playa de las Teresitas zu bringen. Bei

der wilden Fahrt über das sich aufbäumende Meer kommen wir aus

dem Lachen kaum raus. Es fühlt sich an wie Achterbahn fahren. Der

künstlich angelegte weite weiße Strand von Teresitas ist eine Traumkulisse.

Ich strecke meine Füße in den feinen Sand, genieße die Sonne

und lausche dem Meeresrauschen.

Einzelne Höhlen im Canyon

sind bewohnt

Schwarzer Strand und die Wassertaxis

vor den Roques de Anaga

42 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


WANDERUNG IM ANAGA GEBIRGE –

DURCH LORBEERWALD NACH TEGUESTE

Meine letzte Wanderung auf Teneriffa führt

wieder ins Anaga Gebirge von Cruz del Carmen

nach Tegueste. Am Informationszentrum

in Cruz del Carmen weht uns Sprühregen

ins Gesicht. Von Wolken umgeben stehen

wir mitten im dichten grünen Wald und in

der feuchtesten Region der Insel. Es herrscht

eine verwunschene Stimmung in dem nassen

grünen Dickicht. Dieses Dickicht ist ein

prähistorischer Schatz: der Lorbeerwald. Das

subtropische Biotop gibt es schon seit dem

Erdzeitalter Tertiär. Dank der feuchten Passatwinde

ist er immer grün. Die Lorbeerbäume

strecken ihre Äste wild verästelt Richtung

Himmel und bilden einen Tunnel aus Zweigen.

Doch in diesen einzigartigen Wäldern

wächst nicht nur Lorbeer, sondern auch große

Heidebäume gedeihen hier, von dichten

Flechtenbärten und Moos behangen. Am Boden

sprießt flächendeckend hellgrüner Farn.

Der Lorbeer sei übrigens nicht zum Essen da,

informiert unser Wanderguide Norberto. Es

gebe eine Vielzahl von Lorbeerarten und nur

drei davon seien überhaupt essbar.

Nach einer Weile werden die Büsche kleiner

und der üppige Wald weicht einzelnen Bäume,

die aus der diesigen Landschaft hervorstechen.

Wir befinden uns im Urwald von

La Orilla, der einst dicht belaubt war, aber

mit der Besiedlung schwand. Mittlerweile

versucht man den Wald mit endemischen

Pflanzen wie Baumheide, Gagel-, Lorbeerund

Erdbeerbäumen wieder aufzuforsten.

Zwischen Büschen und Felsen legen wir eine

kleine Picknickpause ein, bevor wir den felsigen

Hang Richtung Tegueste hinabsteigen.

Bei dem feuchten Wetter und den rutschigen

Felsen steigt unsere Wanderkarawane langsam

die engen Serpentinen des felsigen Pfads

hinab. Zwischen den Heidebüschen schießen

immer wieder Lanzen der Agavenblüten aus

dem nebligen Dickicht. Auf einmal öffnet

sich der Blick tief ins Tal: Vor uns liegt der

Ort Tegueste und dahinter blitzt durch die

Wolken das Meer. Es sind diese Aha-Momente,

die ich auf Teneriffa so einzigartig finde

– der dichte Wald, dunstige Berge und dann

plötzlich der atemberaubende Blick auf Tal

und Atlantik. Wie die Bergziegen kraxeln wir

Tegueste entgegen. Schließlich erreichen wir

den Kirchplatz von Tegueste und gönnen uns

in der kleinen Eckkneipe ein Belohnungsbier.

Ein bisschen ist es auch ein Trostbier, denn

morgen heißt es: „Adios Tenerife!“

! INFO: www.webtenerife.de


www.wandermagazin.de

Immergrüner feuchter Lorbeerwald im Anaga

Gebirge © Tenerife Tourism Corporation

Abstieg von La Orilla Richtung Tegueste

Blick auf Tegueste und den Atlantik

TENERIFE WALKING FESTIVAL:

Das Tenerife Walking Festival lädt vom 19. bis 23. Mai 2020 Wanderer

nach Teneriffa. Die Anmeldung mit Willkommenspaket kostet 30 Euro.

Täglich werden drei Wanderungen zur Auswahl angeboten, jeweils für

30 Euro. Sie beinhaltet die geführte Wandertour, Bustransfer von und

nach Puerto de la Cruz sowie ein Lunchpacket. Zum Abschluss findet

ein kulinarischer Markt statt, bei dem man viele lokale Spezialitäten

probieren kann.

www.tenerifewalkingfestival.com

www.wandermagazin.de

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SEHNSUCHTSZIELE | BRING MICH ZUR SONNE!

Tourentipp – exklusiv vom

Conrad Stein Verlag

MADEIRA

Wandern auf der Blumeninsel

Die Blumeninsel Madeira ist für ihre Blütenpracht bekannt

Schon im 15. Jahrhundert war es Madeiras einzigartige

Natur, die die ersten Siedler auf die Insel führte: Das

Holz der Lorbeerbäume, die hier in großer Zahl wuchsen,

war ein begehrter Rohstoff für den Schiffbau. Und auch

heute noch begeistert die Atlantikinsel ihre Besucher vor allem

mit ihrer einmaligen Flora und Fauna. Bei kürzeren und

längeren Wanderungen entlang der Küste und durch das Gebirge

im Inselinneren kann man atemberaubende Ausblicke

genießen, seltene Vögel beobachten und die ganzjährige Blütenpracht

der exotischen Pflanzen bewundern.

Neue Wege auf alten Pfaden

Mithilfe der EU hat die Inselregierung in den letzten Jahren

viel Geld in den Ausbau von Wanderwegen gesteckt. Alte Verbindungsstrecken

wurden instand gesetzt und die Pfade entlang

der Levadas ausgebessert. Die ersten dieser künstlichen

Kanäle, die die Insel wie ein Netz überziehen, wurden schon

Mitte des 15. Jahrhunderts angelegt, um die regenärmeren

Regionen der Insel mit Wasser aus den niederschlagsreichen

Gebieten im Norden und im Zentrum zu versorgen. Um den

geregelten Wasserfluss sicherzustellen, müssen sie ständig gewartet

werden; oft kann man Arbeiter sehen, die entlang der

Kanäle mit Reparaturen beschäftigt sind. Für sie wurden die

Pfade, die heute auch die Wanderer nutzen, angelegt.

Viele Wanderwege ermöglichen herrliche Aussichten auf den Atlantik

Das besondere Klima macht die Insel

ganzjährig zu einem attraktiven Wanderziel

Wandervergnügen zu jeder Jahreszeit

Und auf diesen Pfaden kann man sogar noch im Winter wandern.

Zwar ist es im Norden häufig regnerisch kühl, doch an

der Südküste herrscht das ganze Jahr hindurch ein subtropisches

Klima mit milden Temperaturen und weniger Regen –

und reizvolle Wanderwege gibt es in allen Teilen der Insel.

Eine abwechslungsreiche Auswahl findet man in dem Wanderführer

„Madeira – 25 Wanderungen auf der Blumeninsel“

aus dem Conrad Stein Verlag. Von einfachen Spaziergängen

auf ebenen Wanderwegen bis hin zu Bergtouren auf schmalen

Pfaden ist für jeden etwas Passendes dabei.

Text und Bilder: Conrad Stein Verlag/Hartmut Engel

Atemberaubender Ausblick vom Gipfel des Pico Ruivo

!

Bei uns können Sie eines von fünf Exemplaren

des Wanderführers aus dem Conrad Stein Verlag gewinnen.

Senden Sie uns einfach bis zum 12.03.2020

eine Mail mit dem Stichwort „Madeira“ an

gewinnspiel@wandermagazin.de. Ihre Daten

werden lediglich im Falle des Gewinns zum

Versand der Bücher verwendet. Viel Glück!

44 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


TOURENTIPP

Karte: Conrad Stein Verlag

Schmale Landbrücke auf dem Weg zum Ostkap

Küstenwanderung über die Halbinsel São Lourenço

Rundwanderung • Länge: 7,7 km • Gehzeit: ca. 3 Std. Schwierigkeit:

Höhenmeter: 430 m • Markierung: PR 8, Vereda da Ponte de São Lourenço

Von der Informationstafel am Ende des Parkplatzes wandert man zunächst in eine Senke hinab,

die auf einem hölzernen Steg überquert wird. Rechts ist bereits das Ziel der Wanderung,

der Pico do Furado, zu sehen. Danach führt der Weg zu einer Kreuzung, an der es links nach

wenigen Metern zu einem Aussichtspunkt mit ausgezeichnetem Blick auf die Steilküste geht.

Wieder an der Kreuzung folgt man dem Pfad geradeaus und passiert kurz nacheinander drei

weitere Aussichtspunkte mit atemberaubenden Ausblicken auf das Meer.

Dann führt der Weg in einem Bogen zu einer nur wenige Meter breiten Landbrücke. Zu beiden

Seiten fällt der Fels senkrecht ins Meer ab, stabile Drahtseilzäune sichern den Weg.

Es folgt eine Gabelung auf einem kleinen Plateau. Der linke Weg führt nach knapp 500 m zu

einem weiteren Aussichtspunkt. Kurz darauf ist die Casa do Sardinha erreicht, das Besucherzentrum

des Naturparks von Madeira, zu dem auch die Halbinsel São Lourenço zählt. Im

Gebäude ist eine kleine Ausstellung zur Natur der Halbinsel untergebracht und daneben liegt

ein wunderbarer Rastplatz unter Dattelpalmen.

Vom Zentrum führt ein gut ausgebauter Wanderweg stellenweise steil aufwärts auf den Pico

do Furado. Der weite Rundumblick von dem gut 170 m hohen Berg ist überwältigend.

Nach dem Abstieg geht es vor dem Besucherzentrum nach links. Vorbei an einem weiteren

Rastplatz an einer Holzbrücke wandert man entlang der Küste zurück zur Gabelung auf dem

Plateau und auf dem bereits bekannten Weg wieder zum Parkplatz.

Direkt am Start wachsen die beeindruckenden Schwanenhalsagaven

Das Besucherzentrum Casa do Sardinha

ERLEBNISPROFIL

wildromantische Küstenlandschaft mit

senkrecht abfallenden Klippen

zahlreiche exotische Pflanzen am Wegesrand,

u. a. die imposante Schwanenhalsagave

und der Natternkopf

START/ZIEL

Parkplatz am östlichen Ende der ER109

AN-/ABREISE

PKW: Der Ausgangspunkt liegt am östlichen Ende

der ER109, etwa 3,5 km östlich von Caniçal.

PARKEN: Parkplatz am Start/Ziel

ÖPNV: Linie 113 der Sociedade de Automóveis

da Madeira, Funchal – Baía d’Abra

TIPP DES AUTORS:

Ein Abstecher führt in die Kiesbucht Baía da

Abra, die vor allem bei Schnorchlern sehr beliebt

ist. Im Wasser tummeln sich verschiedene

Fische, z. B. der farbenprächtige Europäische

Papageifisch.

INFOS

Eine ausführliche Beschreibung dieser Tour

und 24 weitere Wanderungen finden Sie

im Wanderführer „Madeira – 25 Wanderungen

auf der Blumeninsel“ von Hartmut

Engel, ISBN 978-3-86686-485-6. Conrad

Stein Verlag, Kiefernstr. 6, 59514 Welver,

www.conrad-stein-verlag.de

Ausblick vom Pico do Furado

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45


SEHNSUCHTSZIELE I I ALPENÜBERQUERUNG

Nach Süden

Vom Königssee zum Gardasee

46 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


Letztes Licht an der Cima Presanella (links)

oberhalb von Madonna di Campiglio.

Text und Fotos: Steffen Hoppe

Zeit müsste man haben. Nicht eine Woche,

zwei sind auch zu wenig, aber innerhalb

von fünf Wochen würde es passen. Ich sitze

in einer taghellen Vollmondnacht vor dem

Riemannhaus auf dem Steinernen Meer

und blicke nach Süden zu den gleißenden

Gletscherfeldern der Tauern. Spinnen wir

mal den Gedanken weiter … Also hinter

den Tauern, da beginnen die Dolomiten

und mit einem Schwenk nach Südwesten

ließe sich auch die Brenta erreichen und am

Ende des Weges liegt der Gardasee. Vom

Königssee zum Gardasee! Zu Fuß! Mag der

Traum Wirklichkeit werden. In den folgenden

Monaten gelingt alles: Meine allerbeste

Ehefrau Regina gibt ihr OK und mein

Kumpel Ludger findet die Idee auch spannend

und wird dabei sein. Das Auto bleibt

daheim, die An- und Abreise erfolgen bequem

per Bahn.

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47


SEHNSUCHTSZIELE I I ALPENÜBERQUERUNG

Ludger und Thorsten unterhalb der

Buchauerscharte im Abstieg nach Maria

Alm. Im Süden die Hohen Tauern.

Rechte Seite:

oben:

Früh verlassen wir

das Kärlinghaus am

Funtensee.

Mitte:

An der Rudolfshütte

unten:

Die nepalesischen

Hüttenwirte an der

Granatspitzgruppe

2.7.2019 – Kärlinghaus, Nationalpark Berchtesgaden: Es gibt

Momente, da wird einem bewusst, wie schnell alles vorbei sein

kann. Auch das Leben. Hätte der Blitz vor einigen Minuten

besser gezielt, würden wir jetzt nicht eilig zum Kärlingerhaus

zurück laufen. Eigentlich wollten Ludger, Thorsten – der uns

die ersten beiden Tage begleitet – und ich noch weiter zum Riemannhaus.

Kein Mensch weiß, was in so einem Blitz vorgeht,

reine Willkür. Was für eine donnernde Ouvertüre zu dieser Alpenüberquerung.

3.7.2019 – Steinernes Meer: Stille. Dort wo gestern der Regen

rauschte und der Donner krachte, ist es gespenstisch ruhig. Ich

liebe den Funtensee, im glasklaren Wasser spiegeln sich die morgendlichen

Wanderer. Schritt für Schritt lassen wir die Wälder

unter uns, steigen hinauf zu den erstarrten Wellenkämmen eines

Steinernen Meers. Der Winter brachte ungeheure Schneemengen,

daher ist die Orientierung in Richtung der Buchauerscharte

über massive Altschneefelder nicht ganz einfach. Und dann sehe

ich sie wieder, nicht wie im Jahr zuvor in der klaren Vollmondnacht,

heute unter einem hohen, grauen Himmel: die Tauern.

Heute haben wir Zeit, morgen auch und überhaupt ... Wahnsinn,

so viel Zeit im 21. Jahrhundert!

8.7.2019 – Übergang Kapruner Törl, Hohe Tauern: Nebel, Waschküche.

Ludger und ich müssen uns anschreien, das Rauschen des

durch Schmelzwasser wild schäumenden Baches reißt uns die

Worte weg. Vor uns enden die rot-weißen Wegmarkierungen.

Jetzt entdecken wir das traurige, kaputte

Gerippe einer Brücke. Irgendwo muss

es da hinüber gehen. Gut 400 Höhenmeter

über uns liegt das Kapruner Törl

(2.639 m), über das unser Weg zur Rudolfshütte

verläuft. Aber dazu müssen

wir erstmal wieder den Weg finden und

vor allem dieses wütende Gewässer überqueren.

Vorsichtig nähern wir uns über

morsche Altschneefelder dem Ufer. Mit

den Wanderstöcken sondieren wir die

Wassertiefe, geht, aber reißend. Da, weiter

links, da teilt sich der Bach in zwei

Läufe … vielleicht ... ja, es geht. Einige

Felsen im rasenden Wasser bieten für

kurze Momente ausreichend Halt. Regen

setzt ein, undeutlich liegt unter uns

ein See, über dessen Oberfläche Eisschollen

treiben. Auf einmal bricht die

Sonne durch die Wolken, Hitze, über

ausgedehnte Altschneefelder nähern

wir uns dem Törl. Zwei kapitale Steinböcke

betrachten unseren mühsamen

Aufstieg. Am Törl empfängt uns kalter

Wind. Ein Blick nach Westen genügt:

Der Nachmittag kann alles bringen, Sonne,

Schauer, Gewitter. Das Wetter passt

48 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


zur dramatischen Umgebung unterhalb zerrissener Gletscher

und inmitten haushoher Felsbrocken. Am Nachmittag öffnet

sich der gewaltige Ödenwinkel, doch keinen der Tauerngipfel

geben die schnell ziehenden Wolkenfetzen frei. Von Norden her

drängen blau-schwarze Wolken ins Tal. Zum Glück stehen wir

bald vor dem Eingang zum Berghotel Rudolfshütte. Hinter der

Eingangstür betreten wir eine scheinbar andere Welt. Etwas verloren

stehen wir nass und mit dreckigen Schuhen an der schicken

Rezeption. Bevor wir unser Zimmer beziehen, gönnen wir

uns an der Bar noch zwei Weizenbier. Zufrieden lümmeln wir

uns in weich gepolsterte Sessel, um uns herum schwirren nach

Deo duftende, frisch frisierte Urlauber. Der wilde Tag nimmt ein

ganz weiches Ende.

26.07.2019 – Dolomiten, Rosengarten:

Die nächtlichen Gewitter sorgen heute

anfangs für reine Luft. Am Horizont erahnen

wir die Wände des Heiligkreuzkofel,

erkennen die mondähnliche Puezhochfläche.

Nicht weit entfernt von unserem

Standort thront der massige Plattkofel >>>

11.07.2019 – Sudetendeutsche Hütte, Granatspitzgruppe: Die

dem Wind zugewandte Gesichtshälfte ist jetzt gefühllos. Wie

ein Schlag trifft uns die nächste Windböe. Der Grat zum Muntanitz

(3.232 m), einem grandiosen Aussichtsberg in der südlichen

Granatspitzgruppe, will kein Ende nehmen. Den einen

Tag Schönwetter teilen wir mit einem an den Nerven zerrenden

Föhnsturm und einer Kälte, wie ich sie im Juli selbst an höheren

Gipfeln noch nie erlebte. Dafür ist die Sicht auf die riesigen

Gletscherfelder des Großvenedigers und die steile Pyramide des

Großglockners einfach fantastisch. Auch wandern unsere Blicke

immer wieder hinab in den tiefen Graben des Dorfertals, aus

dem wir gestern über den Gradötzsattel zur Sudetendeutschen

Hütte aufstiegen. Nun aber runter, der Abstieg zurück zur Hütte

artet in eine Flucht vor Sturm und Kälte aus. Kami, der nepalesische

Hüttenwirt, weiß, was in so einer Situation hilft. „Ein Glas

Obstler am Tag, erspart dir den Besuch beim Doktor.“ Der Klare

vertreibt die Dämonen der Kälte. Der zweite nimmt die Furcht

vor 1.600 Höhenmetern Abstieg nach Matrei in Osttirol.

12.07.-14.07.2019 – zwischen Virgen- und Defereggental: Der

Wirt der Laßnitzenalm blickt mit Sorgenfalten in den feinen

Sprühregen: „Jo, des Wetter is‘ halt so ei Gewurschtel“, besser

kann man das planlose meteorologische Treiben dieser Tage

kaum analysieren. Wir wechseln bei Regen und wenigen Sonnenminuten

vom Virgen- ins Defereggental. Mit viel Hoffnung eilen

wir über das Gsieser Törl Südtirol entgegen. Auch kühl, aber der

blaue Himmel überwiegt. Südtirol ist beliebt, es dauert lange, bis

wir in St. Magdalena ein freies Zimmer finden. Vorbei sind die

einsamen Wege und leeren Hüttenübernachtungen in Osttirol.

18.07.2019 – Dolomiten, Naturpark Fanes-Sennes-Prags: Die

Dolomiten sind laut Reinhold Messner das schönste Gebirge

der Welt. Für mich auch, ein Gebirge, das ich schon mit meinen

Eltern bereiste, mit dem mich so viele Erinnerungen verbinden.

Und das Geheimnisvolle haben sie nicht verloren, vor allem jetzt

nicht, am frühen Morgen auf dem Gipfel des Seekofel. Wir –

das sind weiterhin Ludger und ich und nun noch Ralf, der uns

seit Bruneck begleitet – blicken nach Osten auf die abweisenden

Nordwände der Drei Zinnen, weit im Süden glänzt das Gletscherdach

der Marmolada. Im Schatten des frühen Tages ruht

noch der Pragser Wildsee. Die ersten Wanderer verlassen gerade

die Seekofelhütte auf dem Dolomitenhöhenweg 1. Den kleinen

Mikrokosmos bestehend aus einer großen Gruppe Koreaner, einer

vierköpfigen Familie aus Seattle, Franzosen, Italienern und

einigen Deutschen, werden wir später auf der La Varella Hütte

wiedersehen. Toll, mit so vielen unterschiedlichen Menschen

unterwegs zu sein.

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49


SEHNSUCHTSZIELE I I ALPENÜBERQUERUNG

oben:

Im Naturpark Fanes

Rechte Seite:

oben:

Abstieg über den

Sentiero Benini

in Richtung der

Bocca del Tuckett,

zwischen Rifugio

Graffer und Rifugio

Pedrotti.

Mitte:

Das Refugio Pedrotti

in der Brenta

unten:

Ankunft in

Riva del Garda

über der Seiseralm. Über ihn wechselten wir von der Langkofelhütte

zum Mahlknechthaus und tief drunten leuchtet der türkisfarbene

Antermoiasee. Der Kesselkogel steht mitten im Herz

des Rosengartens! Erinnerungen kommen auf, im Januar 1989

stand ich erstmals hier oben, sind das 30 Jahre? Herrje, denk

an die Zukunft, dort im Westen, hinter dem Mendelkamm, ragt

die Brenta auf und dort im Süden, wo die Alpen sanft auslaufen,

liegt der Gardasee. Ich habe schon lange nicht mehr an ihn

gedacht, lief von einem Tag in den nächsten. Aber es ist nicht

zu leugnen, die weiteste Strecke liegt hinter uns. Gegen 17 Uhr

warten wir im strömenden Regen auf den SAD Bus, der uns von

St. Zyprian nach Bozen bringen soll. Das weite Talbecken der

Etsch würde zu viel Zeit kosten, zudem wären zu viele Straßen

zu queren. Und außerdem wartet meine Tochter Sandrine am

Bahnhof in Bozen, denn die 18-jährige möchte auf den letzten

Kilometern zum Gardasee dabei sein.

28.07.2019 – Mendelkamm, zwischen Südtirol und Trentino: Die

Hüttenwirtin der Oberetscher Hütte lacht: „Wir haben noch nie

einen gesehen und ich denke, damit wird nur Politik gemacht.“

Der Wolf geht um in Südtirol und dem Trentino und wenn man

der reißerischen Sonderbeilage der Dolomitenzeitung Glauben

schenkt, dann ist die Almwirtschaft, das Kulturland Südtirol, in

höchster Gefahr. Auch die vielen Menschen, die ich im Verlauf

dieser Wanderung auf die Rückkehr des Wolfs anspreche, äußerten

sich bestenfalls skeptisch darüber, ob ein großes Beutetier

im 21. Jahrhundert in den Alpenraum passt. „Soll er doch nach

Sibirien, da ist Platz“, ist noch die freundlichste Antwort. In den

nächsten Stunden fühlen wir uns ein bisschen

wie Hänsel und Gretel in den finsteren

Wäldern oberhalb des Nonnstals,

einem angeblichen Wolf Hotspot. Eher

belastet der nicht enden wollende Regen

unser Gemüt als die Angst vor Meister

Isegrim. Die Stimmung steigt erst während

des Abendessens im Albergo Tuenno

in die Höhe. Ängstlich schaue ich

mir später den Wetterbericht an, denn

die Dolomitbastion der Brenta mit ihren

einzigartigen Höhenwegen liegt vor uns;

die beiden folgenden Tage versprechen

trocken zu bleiben, danach sollen die üblichen

Schauer und Gewitter zurückkehren.

Spätabends noch ein Schock: Ludger

wird uns aufgrund eines familiären

Krankheitsfalls verlassen.

31.07.2019 – Trentino, Brenta: Unbequem

diese Hockstellung. Aua, wieder

findet eines der taubeneiergroßen Hagelkörner

seinen Weg durch den dichten

Fichtenwald. Sandrine hat schon ihren

Steinschlaghelm gegen den himmlischen

Beschuss aufgesetzt, Ralf lacht über die

Situation. Ich denke zurück an die letzten

Tage in der Brenta; wir fühlten sie

50 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


unter unseren Sohlen, mit unseren Händen,

wir durchschritten sie auf ausgesetzten

Bändern auf dem Via delle Bocchete,

tasteten uns über steile Schneefelder und

liefen spät am Nachmittag in die gemütliche

Pedrottihütte ein. Aber sahen wir

sie? Für einige Stunden: morgens am

Lago Tovel, am Abend und in der Früh

am Rifugio Graffer. Aber bald hüllten die

Quellwolken alle messerscharfen Grate

und tief eingeschnittenen Scharten ein.

Ich werde wiederkommen, zu gewaltig ist

die Szenerie, wenn sie dem Geduldigen

ein Blick gewährt.

Endlich zieht das Gewitter ab, das uns mit

unerhörten Hagelmengen im unteren Val

Ambiez seit geraumer Zeit festhält. Eine

gute Stunde später öffnen wir die Tür des

Restaurante Dolomiti. Es ist warm, bald

steht eine heiße Schokolade vor uns, die

Welt hat uns wieder. Wir lernen Cäsar

kennen, der uns eine Unterkunft in der

Pension Lilly in San Lorenzo besorgt. Wir

zögern keinen Moment, als er uns anbietet,

die drei Kilometer in seinem Wagen

mitzufahren. Zum Abendessen kehren wir

nochmals ins Dolomiti zurück. Die Wirts-

leute empfangen uns wie alte Freunde. Der

Kräuterschnaps nach dem Essen ist eine

Geste des Chefs, der uns anschließend ins

Dorf zurück fährt. Sterne leuchten und die

Brenta ist wieder nicht zu sehen. Ob die

letzten Tage nur ein Traum waren?

02.08.2019 – Ballino: Ich mag es nicht

mehr hören. Trommelnder Regen auf

dem Dach, Donner rollt durch die Täler.

Kurze Regenpausen nutzen wir, um

den Lago di Tenno zu passieren, endlich

liegt das Nordufer des Gardasees vor uns.

Über dem See zucken Blitze. Wie es begonnen

hat vor fünf Wochen, so endet es.

Krachend, donnernd, die Naturgewalten

zeigen uns nochmals, zu was sie fähig

sind. Fünf Wochen lebten wir mit ihnen,

wie wird es morgen sein? Einen Tag ohne

Wandern kann ich mir kaum vorstellen.

03.08.2019 – Riva, Gardasee: Geht verdammt

gut. Anderntags lacht die Sonne

vom reinsten blauen Himmel, leichte

Wellen schlagen am Hafen von Riva an.

Vor uns glänzt ein Aperol Spritz, aber

glauben können wir es immer noch nicht:

Wir sind angekommen!

INFORMATIONEN

Anreise: Sinnvoll ist die Anreise mit

der Bahn nach Berchtesgaden.

Unsere Route: Königssee/St.Bartholomä-Kärlingerhaus

> Buchauerscharte-Maria

Alm > Statzerhaus >

Bruck. Da der Gleiwitzer Höhenweg

noch gesperrt war, fuhren wir

mit dem Bus nach Kaprun. Heinrich

Schwaiger Haus > Großes

Wiesbachhorn > Heinrich Schwaiger

Haus > Kapruner Törl > Berghotel

Rudolfshütte > Kalser Tauern>

Kalser Tauernhaus > Gradötzsattel

> Sudetendeutsche Hütte >

Muntanitz > Matrei > Prägraten >

Laßnitzenalm > Neue Reichenberger

Hütte > St.Jakob im Deferreggental

> Gsieser Törl > St.Magdalena.

Bus nach Bruneck. Extratour

auf den Großen Mösler. Per Bus

weiter zum Pragser Wildsee. Seekofelhütte

> La Varella Hütte > Heiligkreuz

Hospiz > Stern > Puezhütte

> Regensburger Hütte > St.

Christina > Langkofelhütte > Oskar

Schuster Steig auf den Plattkofel >

Mahlknechthütte > Antermoiahütte

> Kesselkogel > Grasleitenhütte >

St.Zyprian. Von dort per Bus nach

Tramin. Überetscher Hütte > Tuenno

> Lago Tovel > Rifugio Graffer >

Pedrottihütte > Val Ambiez > San

Lorenzo in Banale > Ponte Arche >

Ballino > Canale di Tenno > Riva

del Garda

Etwa 45.000 Höhenmeter im Anund

Abstieg. 30 Wandertage. Ohne

Gipfelabstecher und zusätzliche

Übernachtungen, um besseres Fotolicht

abzuwarten, kann die Tour

wesentlich verkürzt werden.

Hüttenübernachtungen: Besonders in

den Dolomiten und der Brenta ist

eine frühzeitige Reservierung angeraten.

Dies gilt auch für das

Kärlingerhaus im Nationalpark

Berchtesgaden. In den anderen

Hütten war die Lagerverfügbarkeit

Anfang-Mitte Juli kein Problem.

Charakter: Hochalpine, teilweise anspruchsvolle

Tour, die Schwindelfreiheit,

gute Kondition und in den

Dolomiten auch Klettersteigerfahrung

erfordert. Im Frühsommer

und je nach Gipfel am Wegesrand

sind ggf. ein Seil sowie Pickel und

Steigeisen notwendig.

Info: Ab Herbst 2020 ist die Schau

„Nach Süden – vom Königssee

zum Gardasee“ in vielen deutschen

Städten live zu sehen. Termine unter

www.Steffen-Hoppe.de

www.wandermagazin.de

51


SEHNSUCHTSZIELE I ALPENÜBERQUERUNG

ALPENÜBERQUERUNG

FERNAB DER MASSEN

Von Pfronten im Allgäu nach Meran

Atemberaubende Blicke, urige Hütten

und glasklare Seen – wer einmal die

Alpen zu Fuß überquert hat, wird

dieses Erlebnis nie vergessen.

52 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


links oben:

Startpunkt

Allgäuer Alpen

links unten:

Über den Wolken

der Südtiroler

Bergwelt

rechts oben:

Wandergruppe auf

der ersten Etappe

vom Breitenberg

zum Aggenstein

rechts unten:

Die Ötzi-Fundstelle

am Tisenjoch

Alle Fotos:

© Alpintours

Montaneo

Die Alpenüberquerung von Pfronten

nach Meran interpretiert den

Klassiker unter den Weitwanderungen

neu. Sie hält, was sie verspricht:

Gemeinsam mit dem Bergführer geht es

in kleinen Gruppen über die Alpen nach

Italien, wo sie schon von ersten Palmen

des Südens begrüßt werden. Und doch ist

diese Alpenüberquerung nicht so, wie man

vermutet …

Eine etwas andere

Alpenüberquerung erleben

Die Faszination, den Alpenhauptkamm zu

Fuß zu überqueren, lockt nicht wegen bekannter

Namen wie Hannibal oder Ötzi.

Es reizt vielmehr das Gefühl, das beim

Wandern entsteht. Das Gefühl der absoluten

Freiheit und Grenzenlosigkeit, welches

in den Bergen so allgegenwärtig ist wie an

sonst kaum einem Ort. Und machen wir

uns nichts vor, irgendwie ist es auch das

Gefühl von schmerzenden Füßen und der

Anstrengung des Tages, das uns nachts zufrieden

in die Betten fallen lässt und tiefen

Schlaf verspricht.

Wer die Organisation einer einwöchigen

Wanderung lieber anderen überlässt, tut

gut daran, sich einer geführten Tour mit

erfahrenem Bergführer anzuschließen.

Doch welche Tour ist die Richtige? Bei der

Vielzahl an Bergschulen kann man leicht

den Überblick verlieren.

Wer sich gerne möglichst „stressfrei“ dem

Thema Alpenüberquerung nähern möchte,

der ist bei den Pfrontener Bergführern

genau richtig. Mit wertvollen Tipps der

Profis wandern die Teilnehmer in kleinen

Gruppen von maximal sieben Personen

vom Allgäu nach Meran. Dabei bietet die

Weitwanderung für Genießer der Natur,

Kultur und Kulinarik neben schweißtreibenden

Tourabschnitten auch unerwarteten

Komfort.

Individuelle Weitwanderung

für Genießer

Überfüllte Wanderwege voller Menschenmassen?

Fehlanzeige! Bei der Routenwahl

liegt der Fokus auf Exklusivität. Fernab

der Standardwege und azyklisch zu anderen

Bergschulen wandern geht es gemeinsam

Richtung Meran. Auf die Highlights

des E5, wie der Blick auf den Similaun

oder die Braunschweiger Hütte, muss hier

dennoch nicht verzichtet werden.

Ausgewählte Hütten am Berg und komfortable Hotels im Tal

versprechen neben kulinarischen Highlights auch erholsame

Nächte. Besonders in den Hotels im Tal wartet willkommener

Komfort auf die Wanderer. So wird beispielsweise im großzügigen

Wellnessbereich entspannt und neue Energie für den

nächsten Tag getankt.

Bereit für den ersten Schritt ins Abenteuer?

Die Wanderschuhe schnüren und los geht’s zu einer Woche voller

unvergesslicher Bergerlebnisse. Alles, worum sich die Teilnehmer

in dieser Woche kümmern müssen, ist, die Schönheit

und Faszination der Alpen zu genießen!

!

INFO & TERMINE UND BUCHUNG:

www.pfronten-alpenueberquerung.de

www.wandermagazin.de

53


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SEHNSUCHTSZIELE | ALPENÜBERQUERUNG

Alpenüberquerungen

mit Komfort

WENN

DIE BERGE

RUFEN

Berge

ziehen uns in ihren Bann – diese Faszination ist

ein Grund für die große Beliebtheit von Alpenüberquerungen.

Bild oben:

Blick nach vorn auf die anstehenden Gipfel

Bild unten:

Der Schwarzsee in den Kitzbüheler Alpen

© Alle Fotos: Feuer und Eis Touristik

Mit dem stetig wachsenden Publikum werden Tourenplanung und Routenwahl

immer komplexer. Das hält viele davon ab, ihren Traum von einer Überquerung

der Alpen zu verwirklichen. Das bayerische Unternehmen Feuer und Eis

Touristik mit Sitz am Tegernsee ist Spezialist für Wander- und Radreisen, insbesondere

für Alpenüberquerungen mit besonderem Anspruch. So wandert man nicht von Hütte zu

Hütte, sondern verbringt die Nächte im Tal in ausgewählten drei und vier Sterne Hotels.

Viele Reisen beinhalten auf Wunsch Gepäcktransfer zwischen den einzelnen Unterkünften,

sodass man die Etappen mit leichter Tagesausrüstung begehen kann. Auch in Sachen

Versicherung bietet der Alpenüberquerungs-Spezialist außergewöhnlichen Service: Der

„Feuer und Eis Reiseschutz“, eine Kooperation mit der ERGO Versicherung, beinhaltet

Leistungen wie Suche, Rettung, Bergung oder Rücktransport für Personen bis zu 10.000 €

ohne zusätzliche Kosten.

Variantenreich: Über die Alpen in bis zu 22 Tagen

Eine neue Variante über die Alpen ist die Tour „Am Puls der Alpen“. Sie führt in acht

Tagen vom Tegernsee bis Kitzbühel. Entlang des gesamten Weges begleiten den Wanderer

spektakuläre Panoramaausblicke, durch die bayerischen Voralpen, den Naturpark

des wilden Kaisers bis in die Kitzbüheler Alpen. Die ideale Ergänzung dieser „kleinen“

Alpenüberquerung bildet die Tour „Von Kitzbühel nach Cortina“. Sie führt wiederum

in acht Tagen von den österreichischen Bergen bis in die Südtiroler Dolomiten. Wer

danach weitere Gipfel erobern möchte, wandert weiter „Von Cortina nach Venedig“. In

acht Tagen führt die Strecke von den Dolomiten aus durch die venetischen Voralpen

und die norditalienische Tiefebene bis Venedig. Kombiniert legt man mit diesen drei

Touren, die allesamt auch separat buchbar sind, in 22 Tagen bis zu 283 km Wegstrecke

sowie 11.061 Höhenmeter zurück und durchquert die kompletten zentralen Ostalpen.

Die Serviceleistungen von Feuer und Eis sind stets Teil der Reisen und machen eine

Alpenüberquerung so komfortabel, wie man es sich nur vorstellen kann. (ae)

!

INFO: www.feuer-eis-touristik.de | www.sportive-reisen.de

www.alpenueberquerung.reisen

www.wandermagazin.de

55


SEHNSUCHTSZIELE I ALPEN

NEUER WEG, BEWÄHRTE PFADE

Auf 200 km durch die Zugspitz Region

Die Zugspitze – allein der Gedanke an sie löst bei

vielen Sehnsucht nach neuen Bergerlebnissen aus.

Diese bietet der 200 Kilometer lange „Spitzenwanderweg“

mit mehr als 6.000 Höhenmetern im Gepäck:

Durch die geschickte Verbindung bestehender Pfade kombiniert

er die Natur- und Kulturlandschaften der Zugspitz

Region wie das Murnauer Moos, Schloss Linderhof, Königshaus

am Schachen, Höllentalklamm, Kuhfluchtwasserfälle

sowie die Geigenbaumetropole Mittenwald.

Die abwechslungsreiche Route verbindet die einzelnen Destinationen

der Zugspitz Region, führt an Badeseen ebenso

vorbei wie an Königsschlössern und Wasserfällen, durch

wilde Schluchten und hochalpine Kulisse, auf Voralpengipfel

und in Bilderbuch-Orte. Der Clou dabei: Man kann

die Runde an jedem Ort der Zugspitz Region starten, der

auf dem Weg liegt. Da die Etappen sowohl durchs leicht

geschwungene Voralpenland führen als auch durch alpines

Gelände, kann sich auch jeder seinen Lieblingsabschnitt

heraussuchen. Damit ist der Weg sowohl für Freunde von

Mehrtagestouren als auch für Familien und Genusswanderer

geeignet.

Wählt man z. B. als Start- und Zielpunkt den Künstlerort Murnau,

geht es erst durchs liebliche Loisachtal über Eschenlohe,

Oberau und Farchant bis zur Skisprungschanze von Garmisch-Partenkirchen,

dann durch die Partnachklamm und

über die Elmauer Alm ins Isartal. Von dort führt der Weg über

Krün und Wallgau ins Karwendelgebirge. Hier biegt man auf

den Königsweg ab und wandert zum Soiernhaus,

dann durchs Karwendel und über Buckelwiesen

zum Geigenbauort Mittenwald. Vorbei an Lautersee

und Ferchensee geht es bald alpin weiter

zum Königshaus am Schachen, dann in Richtung

Reintal zum Kreuzeck und weiter über die

Höllentalangerhütte nach Grainau. Schließlich

führt die Route durchs Graswangtal nach Unterammergau

und weiter zum Staffelsee. (ae)

!

INFO: www.spitzenwanderweg.de

www.zugspitz-region.de

Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung,

Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds

für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)

Großes Bild:

Etappe 4: Pause am

Soiernsee

Kleines Bild:

Etappe 12:

Aussichtsbank kurz

nach Vorderkehr

Alle Fotos:

© Zugspitz

Region GmbH,

Erika Spengler

56 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


Etappe 10: Blick auf Etappe 9 –

im Hintergrund die Zugspitze

Der Spitzenwanderweg

MARKIERUNG

Logo Spitzenwanderung

START/ZIEL

z. B. Bahnhof Garmisch-Partenkirchen

TIPP

Man kann den Spitzenwandweg im oder gegen

den Uhrzeigersinn laufen, im Uhrzeigersinn hält

er allerdings die schöneren Blicke bereit.

AN-/ABREISE

PKW: A95 von München (ca. 1,5 Std.),

von Innsbruck 30 Min.

ÖPNV: Die meisten Etappen sind mit Bus und

Bahn erreichbar: Der Weg führt an 16 Bahnhöfen

und 4 Flixbushaltestellen vorbei.

PARKEN: Viele Parkplätze entlang der Strecke

KARTEN

DAV Karten BY6, BY7, BY8, BY9, BY10

oder download mit der Outdooractive App pro

AUSRÜSTUNG

Festes Schuhwerk und funktionale Kleidung

sind ein Muss. Für die Etappen Soiernhaus und

Schachen Hüttenschlafsack für die Übernachtung.

Der Spitzenwanderweg • Rundwanderung • Gesamtlänge: 208,3 km, 12 Etappen •

Höhenmeter: je ca. 6.800 m • Schwierigkeit:

bis

Der Spitzenwanderweg in der Zugspitz Region führt auf 200 km durch flaches

Land, in mittlere Höhen und bis an die hohen Gipfel der bayerischen Alpen. Er

kann in ca. 2 Wochen als ganzes gewandert werden oder häppchenweise in Teiletappen.

Das ist unkompliziert möglich, da der Weg an 16 Bahnhöfen vorbei führt. Auf

der Gesamtstrecke überwindet der Wanderer mehr als 6.800 Höhenmeter. Zu empfehlen

ist der Start in Murnau. Zum Einlaufen und zur Gewöhnung an Rucksack und Material

sind die flachen Etappen durchs Murnauer Moos ideal. Langsam steigert sich dann das

Geländerelief bis hin zum Soiernhaus. Hier sieht man mit etwas Glück auch einige Gämse.

Dann geht es zurück ins Tal nach Mittenwald. Die folgende zweitägige Wanderung zum

Schachen (Schlafplatz im Vorfeld buchen) und weiter zum Kreuzeck ist anstrengend und

erfordert eine gute Kondition und Kraft. Danach geht es weiter nach Grainau, wo sich ein

Aufbruch am frühen Morgen empfiehlt, um die längste Etappe des Spitzenwanderweges

bis zum Schloss Linderhof zu schaffen. Danach werden die Steigungen geringer und die

restliche Wanderung durch die Ammergauer Alpen zurück ins Blaue Land und nach Murnau

ist fast nur noch ein Kinderspiel.

BESTE JAHRESZEIT

In Teilen ganzjährig. Die alpinen Abschnitte von

Mitte Mai bis Ende September, abhängig von den

Schneeverhältnissen.

SICHERHEITSHINWEIS

Im teils hochalpinen Gelände kann der Untergrund

lose sein, Wetterumschwünge können

sehr plötzlich eintreten. Auf einigen Strecken ist

auch im Sommer Schneefall möglich.

INFO

www.spitzenwanderweg.de

2000

1500

1000

500

m km 20 40 60 80 100 120 140 160 180 200

S

Etappe 6: Am Ferchensee

Etappe 10:

August-Schuster-

Haus mit

Übernachtungsmöglichkeit

www.wandermagazin.de

57


Herr Hinterseer?

Thorsten Hoyer wandert mit Hansi Hinterseer

Thorsten Hoyer

Hansi Hinterseer

Von Thorsten Hoyer, Fotos: © Philippe Opigez

58 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


Tief hängen die in vielfältigem Grau schattierten Wolken über einem der wohl bekanntesten

Wintersportorte der Alpen: Kitzbühel im Leukental im Nordosten des österreichischen

Bundeslandes Tirol. Von den umgebenden Bergen ist nicht viel zu sehen an diesem

Dienstagmorgen. Stattdessen spiegeln sich die Scheinwerferlichter zahlreicher Autos

auf dem aus der Nacht noch feuchten Asphalt. Die Luftfeuchtigkeit ist zwar erhöht,

aber es regnet nicht und die Temperaturen sind mild. Ich hoffe, das bleibt so, denn

ich bin auf dem Weg zur Talstation der Hahnenkammbahn. Hier bin ich zu einer

Wanderung mit dem ehemaligen Skirennfahrer und seit Jahrzehnten erfolgreichen

Sänger Hansi Hinterseer entlang der „Streif“, der Abfahrtstrecke des weltberühmten

Hahnenkammrennens, verabredet. Pünktlich und sichtlich gut gelaunt kommt mein

Wander- und Gesprächspartner auf mich zu. Es geht sogleich locker zu, die Stimmung ist

bestens und nach herzlicher Begrüßung schweben wir durch dichte Wolken der rund 864 m

höher gelegenen Bergstation entgegen.

Hansi Hinterseer

Großes Bild.

Zwei, die sich gut verstehen:

Hansi Hinterseer,

der erfolgreiche Star der

Volksmusik, und Thorsten

Hoyer, Weltenbummler

und Chefredakteur des

Wandermagazins

unten links:

Besonders beeindruckt ist

Hansi von der Kulisse des

Wilden Kaisers. Da kennt er

jeden Gipfel mit Namen.

unten rechts:

Die Gondel Nummer 3 der

Hahnenkammbahn trägt den

Namen von Hansi Hinterseer.

Hier wurden und werden

alle Sieger des berühmten

Hahnenkammrennens

verewigt.

Hoyer: Hansi, wir stehen hier oben an der Bergstation der

Hahnenkammbahn. Der Hahnenkamm hat für Dich eine

ganz besondere Bedeutung.

Hinterseer: Mehr als nur eine! Aus sportlicher Sicht ist

es natürlich das Hahnenkammrennen, dessen Startplatz

gleich da drüben ist. 1974 habe ich hier das Weltcuprennen

gewonnen. Den Hahnenkamm zu gewinnen, das ist

so ähnlich wie Wimbledon für Tennisspieler oder Monaco

für Formel 1-Fahrer. Das ist schon eine tolle Sache!

Hoyer: In Deiner Karriere als Skirennfahrer war das ein

Erfolg von vielen.

Hinterseer: Ein bisschen was ist schon zusammen gekommen.

Sechs Weltcupsiege sowie neunmal Zweiter und

siebenmal Dritter, zweimal Weltmeister im Profiabfahrtslauf,

Gesamtweltcupsieger im Riesenslalom und eine Silbermedaille

– ich war wirklich vorne mit dabei.

Hoyer: Wenn man als Kind hier aufwächst, kommt man

um das Skifahren wahrscheinlich gar nicht herum?

Hinterseer: Oh, es gibt viele Kitzbüheler, die überhaupt

nicht Skifahren können. Das ist wahrscheinlich so ähnlich

wie auf Inseln, deren Bewohner nicht schwimmen

können. Und viele sind so getrieben vom Geschäft, dass

sie nach der Arbeit dafür keine Zeit mehr haben. Aber

zum großen Teil können sie natürlich schon Skifahren,

die Kitzbüheler.

Hoyer: Du warst aber schon noch ein bisschen näher dran

am Berg, denn Du bist nicht im Tal groß geworden, sondern

auf der Seidlalm hier am Hahnenkamm.

Hinterseer: Ja, bei meiner Tante, meiner Großmutter und

dem Großvater, der die Seidlalm bewirtschaftet und die

Erzeugnisse im Tal verkauft hat. Jeden Tag ist er mit seinem

Pferd runter gegangen und ich habe ihn oft begleitet.

Und die Schule war ja auch im Dorf unten. Im Winter

bin ich von der Seidlalm mit den Skiern in die Schule gefahren.

Die Zeit habe ich mir dann immer so eingeteilt,

dass ich im letzten Moment in der Schule ankam. Das hat

viel Spaß gemacht. Durch das Ski fahren und Laufen habe

ich mir eine tolle Grundkondition geholt, die bis heute

spürbar ist.

Hoyer: Das war ein langer Schulweg für Dich!

Hinterseer: Ja, schon. Aber das ist alles spielerisch gegangen,

da hat es nie ein Jammern gegeben, dass es so weit

runter war zur Schule. Das war einfach so, damit bin ich

aufgewachsen. Bei schlechtem Wetter, wenn’s ordentlich

regnete, stürmte oder schneite, kam es auch vor, dass ich

nicht in die Schule konnte. Für ein Kind wäre das viel zu

gefährlich gewesen. Das haben die Lehrer aber verstanden.

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59


Wie geht’s?

HANSI HINTERSEER

Hoyer: „Dass sich das dann so entwickeln würde“ heißt

genau?

Hinterseer: Angefangen hat es 1994, in dem Jahr wurde ich

40, mit einem ersten TV-Auftritt bei Karl Moik im Musikantenstadl.

Damit entwickelte sich alles rasend schnell.

Nach nunmehr 25 Jahren darf ich dankbar auf rund sieben

Millionen verkaufter Tonträger und 40 Alben zurückoben:

Seit 2016 bewirtschaften

Isabella Kortschak sowie

Verena und Christina

Thaler, drei Tirolerinnen, die

Seidlalm.

unten:

Die Hühner, die Kühe, der

fantastische Ausblick und

das urige Hüttenambiente

begeistern heute die

Bergwanderer und Skifahrer.

Für Hansi Hinterseer ist es ein

Déjà-vu – er verbrachte hier

seine Kindheit.

Hoyer: Wenn man das mit heute vergleicht …

Hinterseer: … wo die Kinder mit dem Auto bis vor die

Schule gefahren werden. Früher ist man mit sechs

Jahren den Berg rauf und runter. Es gab keine

Gedanken daran, was alles passieren könnte.

Kein Telefon, nichts.

Hoyer: Bist Du gerne zur Schule gegangen?

Hinterseer: Nicht wirklich. Lieber war ich daheim

bei den Großeltern, der Tante, den Viechern; die

Landwirtschaft war eher was für mich. Und der Sport

natürlich. Schule, da musste man eben hin, aber ich war

davon nicht so begeistert. Mit dem Kindergarten war

das einfacher. Da hab ich mich nach zweieinhalb Stunden

raus geschlichen und bin heim, zu Fuß. Zu meinem

Großvater hab ich gesagt „Tati, schick mich nie wieder in

den Kindergarten, ich möchte bei Dir bleiben“.

Hoyer: Die Natur war ständig um Dich herum. Aber

Nachbarskinder gab es hier oben nicht, die Schulkameraden

waren alle unten im Tal. Hat Dir das gefehlt?

Hinterseer: Ich habe mich auf der Seidlalm nie einsam gefühlt.

Alles was mir etwas bedeutete, hatte ich doch hier.

Wenn ich alleine war, habe ich gespielt, ich war da sehr

kreativ. Ich habe mal einen Fußball geschenkt bekommen

und gedacht, was soll ich denn jetzt damit? Da habe

ich mit weißer Farbe Striche auf die Scheune gemalt, das

war mein Tor. Da habe ich draufgeschossen. Wenn‘s zu

hoch war, ist er nach hinten rausgeflogen und ich musste

laufen. So hab ich Fußballspielen gelernt. Und nach 55

Jahren ist die weiße Farbe tatsächlich noch zu sehen. Einen

Tennisschläger bekam ich auch mal. Aber auf 1.200

Metern? Also habe ich den Ball aufs Dach geschlagen.

Kam er zurück, hab ich jubiliert, ist der Ball übers Dach

geflogen, bin ich wieder gerannt. Bis heute spiele ich gerne

Tennis.

Hoyer: Im Sommer stelle ich mir das sehr schön vor. Aber

in der dunklen Jahreszeit?

Hinterseer: Im Winter hast Du gewartet, bis der Schnee

wieder weg ist. Wir hatten ein wenig Gastronomie. Da

sind die Leute nach dem Skifahren zum Jausen und Jagertee

trinken gekommen. Das war es. Weißt Du, bei so

einer Hütte sieht man die Schönheit vor allem, wenn das

Wetter schön ist. Da sind die Leute natürlich immer begeistert.

Aber wenn es fürchterlich regnet oder ein Wind

geht, dann ist keiner hier oben. Da bist Du alleine hier. Im

Winter kann die Zeit schon lang werden. Aber auch das

war schön, dann war die Familie am Ofen versammelt,

wir hatten die Tiere, es war ruhig.

Da fällt mir eine Geschichte ein: An dem Ofen hatte ich

meinen Platz für die Hausaufgaben. Ich war ungefähr

zwölf Jahre alt, als der Sailer Toni, der französische Teamchef

Honoré Bonnet, der Teamchef der USA, Bob Beattie,

der französische Sportjournalist Serge Lang und der Sepp

Sulzberg vom Österreichischen Skiverband in die Stube

kamen. Am Nachbartisch haben sie gesessen und über

einen Weltcup diskutiert. Anschließend wurden hier die

Verträge für den alpinen Skiweltcup unterzeichnet. Bei

mir zu Hause wurde der alpine Skiweltcup erfunden –

und sieben Jahre später habe ich den Gesamtweltcup gewonnen.

Das ist lustig, oder?

Hoyer: Du hast Deine Sportlerkarriere sehr früh beendet,

warum?

Hinterseer: Ich war 24 Jahre, als ich meine Weltcupkarriere

beendete. Danach bin ich noch in der U.S. Pro Ski-Tour

gefahren, bis ich Ende der 1980er Jahre die Skibretter

endgültig in die Ecke gestellt habe. Ja, der Grund – weißt

Du, ich war schon ein kleiner Sturschädel. Ich hatte andere

Ansichten als die Trainer, naja, dann wird’s halt schwierig.

Und grundsätzlich war es schon so, dass ich einfach

nicht mehr wollte.

Hoyer: Wie kam es, dass aus dem erfolgreichen Sportler

Hansi Hinterseer der erfolgreiche Sänger wurde?

Hinterseer: Das war überhaupt nicht geplant. Jack White,

damals einer der besten Musikproduzenten, und ich

kannten uns vom Skifahren. Wir waren des Öfteren bei

ihm zu Gast, auch weil sich unsere Frauen gut verstanden

haben. Auf einer seiner Geburtagsparties spielte ich ihm

mit der Ziehharmonika ein Ständchen, dazu hab ich ein

Liedchen gesungen. Das hat ihn anscheinend so begeistert,

dass er mir drei Tage später anbot, eine CD zu produzieren.

Anfangs habe ich das als Scherz aufgefasst, aber

er wollte das wirklich machen. Also, ich hab schon gern

gesungen, aber so eine Idee … Meine Frau fand das gut

und meinte nur, dass ich doch nichts zu verlieren hätte.

Und außerdem haben viele Sportler mal eine Schallplatte

gemacht, der Sailer Toni und Franz Beckenbauer. Das war

die eigentliche Überlegung. Dass sich das dann so entwickeln

würde, Wahnsinn! Dafür bin ich natürlich meinen

Fans unglaublich dankbar.

60 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


das hätte niemand für möglich gehalten.

Hoyer: Wieviele Leute sind da mit Dir unterwegs gewesen?

Hinterseer: Am Anfang waren es 1.200 Leute. Das hat sich

immer weiter gesteigert, bis es zum Schluss rund 12.000

waren. Ich habe nie Werbung dafür gemacht. Die Fans

haben sich untereinander verständigt, Freundschaften

sind entstanden, der gemeinsame Aufenthalt wurde übers

Jahr hinweg geplant. Das war einfach eine schöne runde

Sache!

blicken. Dazu kommen Auszeichnungen wie 34 mal Gold,

13 mal Platin und ein mal Doppelplatin, der Echo, die

Goldene Stimmgabel mehrfach und noch ein paar weitere.

Hoyer: Trotz dieser vielen beeindruckenden Erfolge hast

Du die Bodenhaftung nicht verloren und bist Dir treu

geblieben. Seit einigen Jahren sind jüngere Künstler mit

großem Erfolg als Schlagersänger präsent – und so manche

auch in der Boulevardpresse. Bei letzterem glänzt Du

durch Abwesenheit.

Hinterseer: Gegenüber anderen habe ich den Riesenvorteil,

dass ich vom Sport komme. Wenn Du als junger

Mensch mit 17, 18 Jahren plötzlich im Fernsehen bist,

weil Du ein großes Rennen gewonnen hast, glaubst Du,

es geht nur noch rauf, alles ist wunderbar. Einen Tag

später verlierst Du und Bamm, hast Du eine Watschn.

Damit musst Du lernen umzugehen. Das ist zwar hart,

aber eigentlich hilft das nur im Leben. Das war meine

beste Schule. Ich war nie für diese Boulevardsachen, davon

habe ich mich schon immer fern gehalten. In meiner

Zeit als Skifahrer waren wir auch viel unterwegs, aber was

da jetzt so passiert, dass man über rote Teppiche sausen

muss, nein, das brauche ich nicht.

Hoyer: Wo kannst Du abschalten, zur Ruhe kommen?

Hinterseer: Das kann ich zu Hause, das ist mein Ruhepol.

Ganz wichtig ist, dass man einen starken Partner an der

Seite hat, der das alles mitspielt. Die Stärke meiner Frau

macht mich auch immer wieder stark. Anders geht das

nicht. Und es ist die Natur um mich herum, in der ich

herrlich wandern und somit ganz bei mir sein kann.

oben:

Hier auf der Streif kennt

ihn jeder – ob jung oder

alt. Ein Selfie mit dem

Star? Aber gerne doch …

unten:

Hier fühlt sich der

Blondschopf wohl,

auf der Alm, bei den

Kühen. Leichtfüßig

turnt er die steilen

Pfade hinunter.

Thorsten muss staunen.

Dann wieder finden sie

Muße für tiefsinnige

Gedanken.

Hoyer: Warum hast Du damit aufgehört?

Hinterseer: Es hat immer einen riesen Spaß gemacht.

Zehn Jahre haben die Wanderungen bestens funktioniert,

nie ist etwas passiert – vielleicht mal ein Wespenstich,

die Fans waren glücklich. Allerdings hat es dann gewisse

Entwicklungen aus dem heimischen Umfeld gegeben, die

mir nicht gefielen. Skepsis, Misstrauen, fehlende Wertschätzung

und Unterstützung. Das war enttäuschend,

aber es war leider so. Da habe ich gesagt, zehn Jahre, das

ist eine schöne Zeit, die kann uns keiner mehr nehmen.

Lassen wir es dabei.

Hoyer: Bist Du andererseits auch gerne alleine in den Bergen

unterwegs?

Hinterseer: Das ergibt sich einfach. Aber ich geh schon

auch gerne mal alleine Skifahren und Wandern. Ganz in

der Frühe, dann bin ich der Erste und wenn die Masse

kommt, bin ich wieder weg. Es tut mir einfach gut, zu

dem ganzen Trubel auch mal Abstand zu haben. In der

Natur zu sein beruhigt und hilft, sich auf das Wesentliche

zu konzentrieren. Antwort auf die Frage zu haben, was

man selbst will, um sich nicht von anderen mitreißen zu

lassen, die sagen, jetzt machen wir dies oder das. In der

Natur werden wir leise, da braucht es nichts anderes. Wir

müssen bestimmt keine Dinge mehr in die Natur bringen,

die da nicht hingehören. Das finde ich ganz schrecklich.

Hoyer: Herzlichen Dank für die schöne Wanderung und

dass Du uns Deine Zeit geschenkt hast. Und natürlich

viel Erfolg für Dein kürzlich erschienenes Album „Ich

halt zu dir“!

Hoyer: Kraft und Motivation geben Dir auch Deine Fans,

zu denen Du einen engen Kontakt pflegst. 2001 hast Du

in Kitzbühel ein Open Air-Konzert gegeben und bist mit

Deinen Fans hier am Hahnenkamm gewandert. Der Beginn

Deiner legendären Fan-Wanderungen …

Hinterseer: Das hat sich so ergeben. Die Fans sind nicht

erst am Tag des Konzerts angereist, sie waren schon Tage,

sogar eine Woche vorher da und haben gewartet. Da hab

ich mir gedacht, na, wenn sie schon da sind, dann können

wir auch ein bisschen wandern gehen. Dass das in den darauf

folgenden Jahren solche Ausmaße annehmen würde,

Den Film zur Wanderung auf der „Streif“ in Kitzbühel mit Hansi Hinterseer

und Thorsten Hoyer – gedreht von Philippe Opigez – gibt es im Internet

unter www.wandermagazin.de > Rubrik „Aktuelles“

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HOYER MACHT STRECKE I DER HÖHENWEG-STEINWALDWEG

1. Die Wanderwege

im Fichtelgebirge

sind sehr gut

markiert. Das „H“

steht für Höhenweg,

das „S“ aber nicht

für Steinwaldweg,

sondern für Seenweg.

2. Der Große

Waldstein wird von

der Schüssel gekrönt

- einem Felsturm mit

toller Aussicht.

3. Auf dem Großen

Waldstein wartet

eine faszinierende

Felsenwelt, die sich

auf schmalen Pfaden

erkunden lässt.

Fotos:

© Thorsten Hoyer

VON THORSTEN HOYER

DER HÖHENWEG

STEINWALDWEG

In Oberfranken, im äußersten Nordosten des

Freistaates Bayern, wo dieser an Sachsen sowie

an die Tschechische Republik grenzt, befindet

sich der Naturpark Fichtelgebirge. Im Jahre

1971 gegründet, befand er sich lange Zeit an

der Peripherie zu zwei „Warschauer Pakt“-Staaten

und damit im sogenannten Zonenrandgebiet.

Im Süden schließt sich der deutlich kleinere

Naturpark Steinwald an. Durch den Naturpark

Fichtelgebirge führt der Höhenweg, durch den

Naturpark Steinwald der Steinwaldweg. Werden

beide Wege miteinander verbunden, ergibt

sich eine traumhafte Wanderung von Schwarzenbach

an der Saale nach Waldsassen.

UNTERWEGS MIT JEAN PAUL

„Aus dem Zug, auf den Weg“ – so heißt es in Schwarzenbach a.d.

Saale, denn vom Bahnsteig am Ortsrand zum Beginn des Höhenweges

sind es nur wenige Schritte. Das erste weiße H auf rotem

Grund ist schnell ausgemacht. Komfortabler kann eine Wanderung

kaum beginnen. Neben der Höhenweg-Markierung befindet

sich auch die des Jean-Paul-Weges; bis Weißenstadt verlaufen

beide Wege größtenteils parallel. Der mehrere Jahre in Schwarzenbach

lebende Schriftsteller Jean Paul wurde nicht zuletzt durch

Erzählungen und Romane bekannt, in denen er allerhand bizarre

Gestalten und verschrobene Schelme herumgeistern ließ.

Dem Ortsrand von Schwarzenberg schließen sich weite Wiesen

an, zwischen denen die Splitt- und Wiesenwege sanft ansteigen.

Gerne nehme ich das an, denn der Höhenweg folgt dem Kamm des

Fichtelgebirges, wobei einige Gipfel „erklommen“ werden wollen.

62 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


2

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3

Oberhalb des Schwarzenbacher Ortsteiles Hallerstein habe ich

den Waldrand erreicht und schaue zurück: Aus dem satten Wiesengrün

leuchten tausende knallgelbe Löwenzahnblüten, mittendrin

schimmert das Blau der Förmitztalsperre, hier und da ist ein

kleines Gehöft auszumachen. Die friedliche Stimmung erinnert

mich an heimische Kindheitstage. Am Rastplatz Buchbrunnen

treffe ich auf eine der Tafeln mit Auszügen aus Jean Pauls Werken

mit denen „sein“ Weg gespickt ist. Gerade noch in Kindheitserinnerung,

überraschen mich nun seine Worte zu „Kind und Natur“.

WOLLSACKVERWITTERUNG

Mehr als 50 km Wald (fast) am Stück liegen vor mir. Von den Bäumen

leuchten mir die roten Aluschilder mit dem weißen H schon

von Weitem entgegen. Der Waldweg verengt sich zu einem Pfad,

der zunehmend wurzeliger und steiniger wird und von Heidelbeerbüschen

gesäumt ist. Nach einer Biegung stehe ich unvermittelt vor

einem riesigen Felsen. Der Pfad hat mich zum Kleinen Waldstein

auf 829 m Höhe gebracht. Sein faszinierendes Aussehen macht mich

neugierig auf den Großen Waldstein in rund 3,5 km Entfernung.

Der Pfad bleibt wunderschön und ohne nennenswerte Anstiege

wandere ich genussvoll. Mein entspannter Schlendermodus ist

beendet, als sich vor mir die Felsgebilde des Großen Waldstein

erheben und ein Schild auf die Aussichtswarte Schüssel hinweist.

„Na dann nichts wie auf die Schüssel!“ denke ich mir und stei-

ge die steilen Natursteinstufen hinauf.

Das markante Aussehen des Felsenturms,

typisch für die Felsen im Fichtelgebirge,

gleicht riesigen aufeinander gestapelten

Kieseln. Aus einiger Entfernung betrachtet,

macht der Felsenturm einen instabilen

Eindruck. Als ob alles ins Wanken gerät,

sobald man nur die Absicht hat, dort hinaufzusteigen.

Diese spezielle Form der

Verwitterung heißt Wollsackverwitte-

4

4. Ein wenig

Konzentration sollte

man schon walten

lassen, sonst... Steine

und Wurzeln sind

natürliche Begleiter auf

vielen Pfaden.

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HOYER MACHT STRECKE I DER HÖHENWEG-STEINWALDWEG

1 4

1. Das Felsmassiv

des Rudolfsteins zeigt

deutlich die sogenannte

Wollsackverwitterung.

2. Die Felsenkeller in

Weißenstadt.

3. Der Schneeberggipfel

4. Ein goldenes Kreuz

an exponierter Stelle

- Granitplatten am

Nußhardt.

3

2

rung. Ob nun gestapelte

Kiesel, Kissen, Matratzen

oder wollgefüllte Säcke – die

Aussicht von der 877 m hoch gelegenen

und mit einem Pavillon gekrönten

„Schüssel“ ist grandios. Seit den 1850er

Jahren ist von einer Schüssel nichts mehr

zu sehen, da König Maximilian II. auch

mal von diesem Felsen blicken wollte. Königlicher

Besuch und eine Mulde passten

offensichtlich nicht zusammen und so

wurde über diese ein Pavillon errichtet.

Der König blieb fern und der Pavillon hier.

Sehenswert sind auch die Mauerreste einer

aus dem 14. Jahrhundert stammenden

Burg, die aufgrund ihres ehemals roten

Ziegeldaches Rotes Schloss genannt wird.

DER HÖCHSTE BERG

Leider muss die Einkehr ins angrenzende

Waldsteinhaus wegen des Ruhetages ausfallen

und so mache ich mich auf den Weg nach Weißenstadt. Ein

kleines, aber feines Städtchen mit schönem Marktplatz, historischen

Gebäuden und den besonderen Felsenkellern. Besonders

deshalb, weil im 18. Jahrhundert rund 200 solcher Keller von beachtlicher

Größe in den harten Fels gehauen wurden. Es entstand

die Weißenstädter Kellerwelt, von denen heute noch weit mehr als

100 existieren. Genutzt werden sie freilich nicht mehr, abgesehen

von Fledermäusen, die hier gerne abhängen. Die direkte Lage am

Weißenstädter See mit Kurzentrum und Gesundheitsresort machen

den kleinen Ort nicht nur als Etappenziel auf dem Höhenweg

interessant.

Am Ortsrand von Weißenstadt passiere ich einige der Felsenkeller

und bin kurz darauf wieder von Bäumen umgeben. Ich steige

durch einen Hohlweg kräftig bergan, Wurzeln und Felsplatten

fordern meine Aufmerksamkeit. Der Pfad bringt mich geradewegs

zum mächtigen Felsmassiv Rudolfstein, dessen „Wollsäcke“

wie von einem Künstler komponiert zu sein scheinen. Ich befinde

mich auf 866 m und steige zwischen den Felsen die Stufen zu

einem Aussichtspunkt empor. Die Aussicht über den Wald, den

Weißenstädter See und zum Schneeberg ist überwältigend. Kurz

darauf überrascht mich das Ensemble der Drei-Brüder-Felsen.

Fast scheint es mir unglaublich, dass allein durch Verwitterung

eine so akkurate Klüftung des harten Granitgesteins möglich ist.

Ich sehe, stehe und staune!

Die Markierung weist mir den Weg stetig hinauf. Spätestens

jetzt macht der Höhenweg seinem Namen alle Ehre, denn er

führt auf den höchsten Punkt der Wanderung. Mit 1.051 m ist

der Schneeberg zudem der höchste Berg des Fichtelgebirges –

und Frankens und Nordbayerns! Der baumlose Gipfelbereich

wird beherrscht von einst militärisch genutzten Gebäuden,

von denen der ehemalige Fernmeldeturm weithin sichtbar ist.

Vom augenscheinlich eher trostlosen Eindruck sollte man sich

aber nicht beeindrucken lassen. Die exponierte Lage und das

raue Klima sind idealer Lebensraum seltener Pflanzen und Tie-

64 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


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5

re. Hier lebt eine kleine, aber stabile Population von Auerwild,

Luchse sind wieder heimisch und der seltene Sperlingskauz brütet

regelmäßig.

Ich mache mich auf den Weg zum 972 m hohen Nußhardt, dem

dritthöchsten Berg des Fichtelgebirges. Die Besonderheit dieser

Felslandschaft sind die von alten Flechten und Moosen bewachsenen

Granitplatten auf der Flanke des Berges. Der höchste

Punkt des Nußhardtfelsens ist über Stufen zu erreichen, auch

hier bietet sich wieder eine tolle Aussicht über Wald, Wald und

Wald zu den höchsten Bergen des Fichtelgebirges. Keine halbe

Stunde später erreiche ich auf einer Lichtung das herrlich gelegene

Seehaus, ein Gasthaus mit Übernachtungsmöglichkeit. Da

das Wetter umschlägt und die dunklen, vom Schneeberg herüberziehenden

Wolken nichts Gutes verheißen, mache ich mich

regenfest und ziehe meines Weges. Schnell hat mich die Regenfront

eingeholt und begleitet mich für den Rest des Weges bis

zum Gipfel der Großen Kösseine. Hier schält sich in 939 m Höhe

das Kösseinehaus aus den Wolken. Nass und schmutzig stehe ich

im Gastraum, wo ein Feuer im Kamin knistert und es köstlich

duftet. Gutes Wetter, nicht so gutes Wetter – alles eine Frage der

Perspektive.

ÜBERRASCHENDE BEGEGNUNG

Wie viele Gipfellagen im Fichtelgebirge, ist auch die der großen

Kösseine von Blockhalden geprägt. Allerdings bleibt mir an diesem

Morgen auch die kleinste Aussicht verwehrt. Zwar ist es von

oben trocken, aber Haus und Gipfel hüllen sich in Wolken. Hier

werde ich dem Höhenweg Servus sagen und auf den Steinwaldweg

einsteigen. Der Steinwaldweg führt mich am Pfalzbrunnen, der

die Grenze zwischen Oberfranken und Oberpfalz markiert, vorbei

und bringt mich zügig hinunter an den Fuß des Berges. Der

Charakter der Landschaft ändert sich, für den Übergang vom Naturpark

Fichtelgebirge zum Naturpark Steinwald sind nicht mehr

nur Wälder prägend, sondern auch landwirtschaftlich genutzte

Flächen, Dörfer und Gehöfte.

7

Das Wetter verwöhnt mich nun wieder

mit einem Sonne-Wolken-Mix. Durch

Wald, Wiesen und Felder spaziere ich

mit Vogelgezwitscher in den Ohren in

das Dörfchen Harlachberg. Nach einer

Rast im Landgasthof empfängt mich der

Steinwald. An dieser Stelle erinnere ich

an Jean Paul und seine Figuren, denn auf

einem Forstweg steht plötzlich ein weißes

Reh vor mir und schaut mich an. Meinen

Augen kaum trauend, krame ich meine

Kamera hervor und versuche mit mantraartigem

„Bleib bitte stehen!“ das Tier

von einer möglichen Flucht abzuhalten.

Es klappt halbwegs: auf dem Bild steckt

die Hälfte des weißen Rehs im Gebüsch.

Als ich mich der Stelle nähere, wo es

verschwand, lese ich auf einem

Schild: Zum Geisterwald!

KAPELLE, KIRCHE

UND KLOSTER

Zur weiß-roten Markierung

des Steinwaldweges

kommt die des Fränkischen

Gebirgsweges. Mit

dem wurzeligen und steinigen

Pfad geht es bergan auf die

946 m hohe Platte, den höchsten

Berg im Steinwald. Wer nach Höhe-

5. Mystische Stimmung

auf dem Gipfel der Großen

Kösseine.

6. An der

Dreifaltigkeitskapelle

sind jede Menge

Steinmännchen

versammelt.

7. Die Ruine Weißenstein

ist ein spannender Ort

und einer der beliebtesten

Ausflugsziele im

Fichtelgebirge.

8. Anstieg auf die Platte,

den höchsten Berg im

Steinwald.

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HOYER MACHT STRECKE I DER HÖHENWEG-STEINWALDWEG

rechts oben:

Verlässt man den

Steinwald, verändert sich

die Landschaft und der

Steinwaldweg verläuft

zunehmend zwischen

Wiesen und Feldern.

Die Entdeckungen hören

deshalb aber nicht auf...

rem strebt, steigt auf den Oberpfalzturm

und genießt einen großartigen Rundumblick.

Wem nach Aussicht der Sinn nach

Einsicht ist, kann wenig später an der Dreifaltigkeitskapelle

innehalten, bevor mit der

Ruine Weißenstein die nächste Sehenswürdigkeit

wartet. Die urkundlich ertmals

1279 erwähnte Burg wurde auf dem 864

m hohen Weißenstein errichtet. Bergfried,

Ringmauer und Teile des Hauptgebäudes

geben eine recht gute Übersicht über die

Anlage. Es ist spannend zu sehen, wie sich

die Granitfelsen in die Burg integrieren.

Meine Wanderung führt mich an den Felsen des Hackelsteins

vorbei. Der Waldboden zwischen den nicht mehr ganz so dicht

stehenden Bäumen ist mit Heidelbeerbüschen bedeckt. Nach

rund 1,5 km stehe ich an der Kapelle Maria-Frieden oberhalb

des Ortes Fuchsmühl, womit sich ein weiter Blick ins Land eröffnet.

Vor mir erhebt sich die Wallfahrtskirche Maria Hilf.

Ein weiteres Mal ändert sich das Bild der Landschaft. Die Berge

flachen deutlich ab, verschwunden sind die charakteristischen

Felsen und je näher ich der Stadt Mitterteich komme, desto urbaner

wird es. Der Steinwaldweg macht einen Schlenker durch

das reizvoll an einem Hang gelegene Dorf Großbüchlberg.

Hier sitze ich auf der Terrasse einer Gaststätte, blinzle in die

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S

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Alle Infos zur Tour samt GPS-Track sind im Tourenportal des Wandermagazins auf www.wandermagazin.de oder auf www.outdooractive.com zu finden.


Sonne und lasse mir fränkische Hausmannskost

schmecken. Was zur Folge hat, dass die

Fortsetzung der Wanderung nicht ganz so geschmeidig

beginnt. Tröstlich, dass es ab jetzt

nur noch abwärts geht. Mit dem Dorf lasse ich

auch den Steinwald endgültig hinter mir, wandere

auf Wirtschaftswegen durch eine offene

Landschaft und begleite das Flüsschen Wondreb

nach Waldsassen. Schon von Weitem ist dessen

Wahrzeichen zu sehen: die beiden Türme

der Stiftsbasilika – das wunderbare Ziel meiner

Wanderung durch die beiden Naturparke Fichtelgebirge

und Steinwald.

SEHENSWÜRDIGKEITEN & TIPPS DES AUTORS

1: „Man kann einen seeligen, seeligsten

Tag haben, ohne etwas anderes dazu zu

gebrauchen als blauen Himmel und grüne

Frühlingserde. Ich würde mehr vom Weltgeist

lernen, wenn ich auf allen Bäumen

dabei stehen und es sehen könnte, wie die

verschiedenen Vögel ihre Nester bauen, als

von allen Lesereien darüber.“ so die einstimmende

Begrüßung des Dichters Jean

Paul bei SCHWARZENBACH.

2: Viele Sagen und Legenden ranken sich

um das Felsmassiv des Großen Waldsteins.

Hier führt der Höhenweg zum TEUFELS-

TISCH, der sich prominent inmitten der

Felsen erhebt. Der Volksmund erzählt,

dass hier einst der Teufel mit Kobolden

und Geistern Karten spielte. Das Ablegen

selbiger muss mit enormer Kraft vonstatten

gegangen sein: die Vertiefungen sollen

davon zeugen.

3: Das rund 3.100 Einwohner zählende

WEIßENSTADT blickt mit seinen drei

Kirchen, dem Kristallbergwerk, dem Felsenkeller,

den einst für die Region typischen

Scheunenreihen sowie dem Marktplatz

auf eine lange Historie zurück.

4: Der RUDOLFSTEIN ist ein 866 m hoher

Berg, dessen Gipfel durch die ausgeprägten

Wollsackverwitterung des Granitgesteins

ein auffälliges Äußeres hat. Diese

Verwitterung ist charakteristisch für das

Fichtelgebirge. Der höchste Punkt des Felsturms

ist über eine Treppe zu erreichen.

5: Der höchste Berg des Fichtelgebirges ist

bereits von Weitem gut auszumachen, da

sich vom höchsten Punkt des SCHNEE-

BERGS ein Turm in die Höhe reckt. Den

ehemals militärisch genutzten Fernmeldeturm

umgibt eine herbschöne Landschaft.

6: Das sehr schön gelegene SEEHAUS

bietet Wanderern eine Unterkunft – ob für

eine Nacht oder zur Rast. Hier befindet

sich ein Knotenpunkt verschiedener Wanderwege.

7: Wie das Seehaus ist auch das KÖSSEI-

NEHAUS eine bei Wanderern beliebte

Anlaufstelle zum Schlafen oder um die

herzhafte fränkische Küche zu genießen.

Am besten natürlich beides! Das Haus

steht auf dem Gipfel der Großen Kösseine,

über den zahlreiche Wanderwege führen.

8: Der Steinwaldweg verläuft über die

Platte, den höchsten Berg im Steinwald.

Ein Aussichtsgipfel ist er zwar nicht, steigt

man aber auf den OBERPFALZTURM,

sieht die Sache völlig anders aus!

9: Fast wäre von der BURGRUINE

WEIßENSTEIN gar nichts mehr übrig geblieben.

Doch die Erhaltungsmaßnahmen

der 1990er Jahre haben die stolze Anlage

gerettet. An dem beliebten Wander- und

Ausflugsziel finden auch diverse Kulturveranstaltungen

statt. Die Bronzeplastik

an der Burg symbolisiert das Bindeglied

zwischen Himmel und Erde.

10: Die WALLFAHRTSKIRCHE MA-

RIA HILF in Fuchsmühl fällt durch ihre

Größe und ihre schlichte Schönheit sofort

ins Auge. Eine Besonderheit fällt erst auf

den zweiten Blick auf: Die Türme der von

1710 bis 1725 erbauten Kirche sind ungewöhnlich

kurz. Die einst deutlich höheren

Türme mussten aufgrund wiederholter

Sturmschäden zurückgebaut werden. Was

aus der Not heraus geschah, ist heute bemerkenswertes

Wahrzeichen.

11: 1685 begann der Bau der BASILI-

KA WALDSASSEN, bis zur Einweihung

vergingen 31 Jahre. Mit Beginn des 19.

Jahrhunderts wurde das Kloster säkularisiert

und ist seitdem Pfarrkirche. Seit der

zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts leben

wieder Zisterzienserinnen im Kloster,

eine kleinere Klosterkirche wurde im Jahre

1924 neu erbaut. Die Basilika wird zu

einer der glanzvollsten Barockkirchen in

Süddeutschlands gezählt.

MARKIERUNG: Der Höhenweg ist mit einem

weißen H auf rotem Grund markiert,

der Steinwaldweg trägt eine weiß-rote

Markierung. Die Markierungen sind

durchgängig und ausreichend.

ANREISE: Die Anreise nach Schwarzenbach

a.d. Saale empfiehlt sich mit der DB,

mit längeren Fahrzeiten und mehrmaligen

Umsteigen muss jedoch gerechnet werden.

Die Verbindungen führen meist über

Nürnberg Hbf und Hof im Frankenwald.

KARTEN: Eine Wanderkarte zu Höhenweg

und Steinwaldweg ist nicht erhältlich.

Empfehlenswert für beide sind die Karten

„Fichtelgebirge“ von Publicpress (8,00

EUR), von Kompass (9,95 EUR) sowie aus

dem Fritsch Landkartenverlag (9,50 EUR).

ÜBERNACHTUNGSTIPPS: Hotel Zum

Waldstein in Weißenstadt, Kösseinehaus,

Hotel Zum Hackelstein in Fuchsmühl, Abtei

Waldsassen

ABREISE: Waldsassen verfügt über keine

Bahnanbindung. Buslinien sind auf

die Schulferien ausgerichtet. Komfortabel

sind Rufbusse, bei denen der Fahrtwunsch

angemeldet wird. Die nächsten Bahnhöfe

sind in Wiesau und Marktredwitz, die jeweils

rund halbstündige Fahrt kostet mit

dem Taxi ca. 37 EUR.

VERLÄNGERUNG: Das Kloster Waldsassen

ist Pilgerziel der 300 km langen

Via Porta mit Start im Kloster Volkenroda.

Der ökumenische Pilgerweg führt von

Thüringen über Tschechien nach Bayern.

In entgegengesetzter Richtung wandert

man über die Stadt Cheb (Eger) und zum

Thermalort Franziskovy Lazne (Franzensbad).

Von tschechischer Seite gibt es gute

Zugverbindungen nach Deutschland.

www.wandermagazin.de

67


DEUTSCHLAND ZU FUß ENTDECKEN

Mittleres Erzgebirge

GRÜSSE VOM ARZGEBIRG

TEXT: JARLE SÄNGER

In Zeiten der Erderwärmung ist es gar nicht so leicht, in Deutschland noch klassisch zu winterwandern. In den meisten

Mittelgebirgen ist „Schneegarantie“ nur noch ein kleiner, weißer Traum und im Flachland eine Erzählung von gestern. Die

Alpen sind aufgrund der besonderen Gefahren im Winter, abseits gewalzter Winterwanderwege, auch nichts für Jedermann.

Doch da gibt es noch ein kleines Fleckchen, ganz im Osten des Landes, wo der Winter noch der alte ist. Wo meterhoch

Schnee auf den Bergen liegt, die Gemütlichkeit von Mensch und Natur die kalte zur schönsten Jahreszeit macht und

in jedem noch so kleinen Dorf Weihnachtszauber in der Luft liegt. Winterwandern im Erzgebirge, das muss ich machen.

>Einmal angekommen stelle ich fest: Das Erzgebirge ist

gar kein so kleines Fleckchen, sondern erstreckt sich

über beachtliche 150 Kilometer entlang der deutsch-tschechischen

Grenze. Eingeteilt wird es in Westliches, Mittleres sowie

Östliches Erzgebirge und da ich nur einige Tage hier bin, entscheide

ich mich dafür, das Mittlere Erzgebirge zu entdecken, in

dem auch der Fichtelberg als höchster Berg auf deutscher Seite

zu finden ist. Die Montanregion nämlich teilt sich Deutschland

mit den Tschechen, die sie dort drüben Krušné hory nennen.

Übrigens: Seit 2019 gehört die Region zum UNESCO-Weltkulturerbe.

> Wintertrubel

Nachdem ich mich am Abend zuvor bei meiner Anreise noch

durch dichtes Schneegestöber mitten ins Herz des Erzgebirges

hinauf gekämpft habe, legt Frau Holle an meinem ersten

Wandertag ein Päuschen ein. Verdient hat sie’s, denn überall

liegen bereits Berge von Schnee unter

der grauen Wolkendecke dieses Tages.

Im schneeweißen Luftkurort Oberwiesenthal,

Deutschlands höchstgelegener

Stadt, suche ich ein Sportgeschäft und

leihe mir Schneeschuhe, dazu kaufe ich

eine Wintersportkarte in der Tourist-Information

und einige Brötchen in der

Bäckerei. Und während ich mich so auf

den kommenden Wandertag vorbereite,

stelle ich fest: Großer Trubel herrscht

im kleinen Wintersportort am Fuße des

Fichtelbergs an diesem Morgen. Durch

die kleinen Gassen ziehen zahlreiche

Wintersportler mit Skiern auf den Schultern,

die Schlangen an den Skiliften sind

lang und die Pisten voller kleiner Punkte,

68 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


JARLE SÄNGER

Wanderer haben selten genug und niemals alles gesehen.

Für uns geht Wanderjournalist und Buchautor Jarle Sänger

auf Wanderreisen quer durchs Land. Mission: Deutschland

zu Fuß entdecken. Voller Neugier macht er sich auf,

auch die eher unbekannten Winkel Deutschlands sowie

exotischen Wanderspielarten zu erkunden, um von seinen

Erlebnissen auf Tour zu berichten. Dabei lernt er Land und

Leute kennen und zeichnet ein authentisches Bild der unzähligen

kleinen und großen Erlebnislandschaften Deutschlands.

die sich mal mehr und mal weniger geschmeidig

ins Tal hinab bewegen. Und

auch wenn ich gerne mal auf zwei Bretter

steige, zieht es mich an diesem Tag in

die Ruhe der Wälder. Ja, ich bin froh, das

Getümmel schon bald hinter mir lassen

zu können.

> Aus dem Bilderbuch

Es ist eisig kalt, zügig schnalle ich mir die

Schneeteller unter die Wanderschuhe,

mummle mich ein in Mütze und Schal,

versenke die Finger in den warmen

Handschuhen und laufe dann durch den

noch harschen Morgenschnee hinauf, um

den Fichtelberg zu erobern. Schon auf

den ersten Metern genieße ich die eiskalte

Winterluft, atme bewusst tief ein und

spüre, wie erquickend Kälte sein kann.

Endlich wieder ein richtiger Winter, denke

ich, denn als Kind des Rheinlandes

ist so ein Bilderbuchwinter im Alltag leider

sehr, sehr selten. Dabei bewundere

ich die Sicht zu meiner Linken, hinüber

auf die tschechische Seite. Mein Blick

schweift über die schneeweißen Berge und den Klínovec, der

als unangefochtener Gipfelkönig auf 1.244 m die Landschaft

überragt. Ganz so hoch hinaus geht es heute für mich nicht,

aber fast, denn der Gipfel des Fichtelbergs ist nur wenige Meter

tiefer gelegen und muss sich mit seinen 1.215 m über dem Meer

nicht vor seinem tschechischen Bruder vis-à-vis verstecken.

> Die Kunst der Natur

Noch laufe ich parallel zur unter mir liegenden Bundesstraße,

von der immer mal wieder die Geräuschkulisse an meine Ohren

dringt, dann zischen Rodler auf ihren Schlitten an mir vorbei

oder es stolpern mir Skilanglaufschüler in ganzen Gruppen entgegen.

So richtig besinnlich ist meine Schneeschuhwanderung

noch nicht. Doch dann wendet sich der Weg ab vom Geschehen

und ich erreiche die Sachsenbaude, an der ich das erste Mal

die rauen Kräfte des Winters bestaunen kann. Bizarre Gebilde

aus Eis und Schnee krallen sich hier sehenswert an die kalten

Mauern des Berghotels, welches durch die exponierte Lage

nach Westen hin der vollen Kraft des eisigen Windes ausgesetzt

ist. Wahnsinn, wie unerbittlich der Winter hier wüten kann und

sehenswert, welche abstrakten Formen Schnee und Eis annehmen

können. Die Bäume ringsum sind allesamt dick in Watte

gepackt und die rauen, vom heftigen Wind gezeichneten Oberflächen

lassen erahnen, dass der Winter hier oben ein ziemlich

Das wildromantische

Schwarzwasser im

Winter: Ein traumhaftes

Winterwanderparadies.

© TV Erzgebirge,

Romeo Bräuer

Zu bizarren Schnee

und Eisgebilden

erstarrt: Die Fichten

auf dem Gipfel des

Fichtelbergs

© TV Erzgebirge,

Bernd März

www.wandermagazin.de

69


DEUTSCHLAND ZU FUß ENTDECKEN

Das sehenswerte Schauspiel einer müden Wintersonne:

Abendstimmung über Oberwiesenthal

© TV Erzgebirge, Ronny Küttner

harter ist. Doch es dauert nicht lange, da

stoße ich erneut auf eine Straße und eine

hoch frequentierte Loipe, die direkt auf

den Gipfel führt. Spontan entscheide ich

mich, die offizielle Winterwanderroute zu

verlassen und biege auf eine unberührte

Loipe ab. Es ist zwar ein kleiner Umweg,

doch hier bin ich vollkommen alleine.

Alleine mit den abertausenden Fichten

links und rechts des Weges, die sich unter

der schweren Last des Schnees nach

unten neigen, als wollten sie sich vor mir

verbeugen. Der Winter zerrt heftig an

diesen armen Baumgestalten, die vom

Schnee wie in weiße Kleider gehüllt aussehen.

Und auch an mir zerrt Väterchen

Frost. Wie ich mich mit großen, schweren

Schritten durch den dicken Schnee hinauf

zum Gipfel kämpfe. Doch wenig später ist

es geschafft, ich stehe auf dem höchsten

Punkt des deutschen Erzgebirges und

sehe hinab auf die Welt, die sich fest in

den Krallen der kalten Jahreszeit befindet.

Die wunderschönen Blicke hinab und

die abermals faszinierenden Eisgebilde,

zum Beispiel, an der 1.600 kg schweren

Friedensglocke, die als Denkmal der Einheit

Deutschlands und symbolisch für ein

geeintes Europa steht, lassen mich das

rege Treiben um mich herum fast vergessen,

ehe ich mich über eher ruhige Passagen

zurück nach Oberwiesenthal aufmache.

Ein schöner Auftakt, wenngleich

man rund um den Fichtelberg kaum alleine

unterwegs sein kann.

> Kontraste eines Winters

Der nächste Tag verspricht weitaus einsamer

zu werden. Ich starte an der Talsperre

Cranzahl, der Wanderparkplatz ist

menschenleer und ich scheine der Einzige

zu sein, der sich in dieser Kälte freiwillig

ins Freie begibt. Auch heute liegt ein

schweigsamer, grauer Schleier über dem

Erzgebirge und außer der eisigen Brise,

die um mich saust, ist kaum ein anderes

Geräusch zu vernehmen. So ziehe ich

guter Dinge los über breite Waldwege,

die vor nicht allzu langer Zeit geräumt

sein mussten, sodass ich zunächst ohne

meine Schneeschuhe laufen kann. Knirschend

bahne ich mir meinen Weg durch

den winterlichen Wald, in dem das Leben

sichtbar zur Ruhe gekommen ist. Alles

liegt da, erstarrt von Schnee und Eis. Der

Wald, gar regungslos. Nur ab und zu gibt

ein Ast unter der Last des Winters nach

und man hört einen Haufen Schnee auf

den Boden prasseln. Die Natur während

ihrer Ruhepause gibt ein so schönes und

so unbeschreiblich ruhiges Bild ab, dass

ich mich ewig hier aufhalten könnte. Doch

heute will ich noch auf dem Bärenstein

stehen. Also ziehe ich weiter, während

der Weg allmählich ansteigt und meine

Atmung minütlich schwerer wird, ehe ich

eine Waldlichtung oberhalb vom Dörfchen

Bärenstein erreiche und sich ein

toller Blick hinunter ins Tal auftut. Hier

fegt mir der frostige Wind unverhohlen

entgegen und der Winter zeigt einmal

mehr, dass er nicht nur Ruhe und Idylle

kennt. Im Gegenteil – ich ziehe meinen

Reißverschluss bis ganz nach oben und

meinen Pullover über den Mund, während

ich mich weiter forschen Schrittes

bergauf begebe, um möglichst warm zu

bleiben. In diesem Moment, hoch über

dem Tal und mutterseelenallein auf weiter

Flur, fühle ich mich selbst in meiner

reinen Form. Meine Wangen, betäubt

vom ostdeutschen Winter, der allmählich

durch meine Handschuhe dringt und

meine Fingerspitzen frieren lässt. Was

furchtbar unangenehm klingen mag, ist

wunderschön. Denn meine Gedanken

sind nirgendwo anders als in diesem Moment.

Im Hier und Jetzt. Weit weg von

allem, was mir Sorgen bereitet, entfaltet

sich das pure Leben in mir. Mein Körper,

mein Herzschlag, mein Atem. Ich. Dieses

Glücksgefühl ist einfach da. Unerwartet,

plötzlich.

> Die rettende Insel

Mittlerweile habe ich den breiten Weg

verlassen und wandere fortan über die

unberührte Schneedecke, die den Pfad

Endloses Fichtenmeer am Fichtelberg

© TV Erzgebirge, Ronny Küttner

70 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


unter mir längst bedeckt hat. Es wird

Zeit, die Schneeschuhe anzuziehen,

doch auch mit ihnen sinke ich mit jedem

Schritt tief hinein in den Schnee, den vor

mir noch keine Menschenseele betreten

hat. Jeder Tritt ist mühsam, ich komme

nur sehr langsam voran, während mir

der Wind fast die Mütze von meinem Kopf

weht. Immer wieder ziehe ich meinen

Pullover hoch, atme tief durch, schütze

mich so weit möglich vor den Kräften

des Winters und kämpfe mich über die

offene Fläche, bis ich endlich wieder den

schützenden Waldrand erreiche. Von hier

aus ist es nicht mehr weit zum Gipfel des

898 m hohen Bärensteins. Für das letzte

Steilstück habe ich die Wahl: entweder

ich wandere die Fahrstraße hinauf oder

mit den Schneeschuhen über den verschneiten

Wanderpfad, dessen Verlauf

man in seinem Schneekleid lediglich erahnen

kann. Ich wähle den Pfad, den ich

schon wenige Meter später verliere, und

laufe dann querfeldein durch den Wald.

Auch das ist eine Besonderheit des Winterwanderns:

Wenn man sich die Route

durch die verschneite Landschaft, völlig

unabhängig von Wegen und Markierungen,

selbst suchen kann, verstärkt es

noch mehr das Gefühl der Freiheit. Der

Bärenstein erhebt sich steil direkt vor

meiner Nase und ich steige in engen Kehren

den Hang hinauf, links, rechts, links,

rechts. Mit Schneeschuhen an den Füßen

ein gar nicht so leichtes Unterfangen.

Doch eine gehörige Anstrengung später

habe ich es geschafft, vor mir erblicke

ich das Unterkunftshaus am Bärenstein

> TIPP:

ERZGEBIRGISCH ESSEN

Wer im Erzgebirge unterwegs ist,

sollte nicht verpassen, auch die

erzgebirgische Küche zu probieren.

Ob Spackfettbemm oder Aardabl

mit Quark – das Erzgebirge hat

seine ganz eigenen traditionellen

Spezialitäten.

wie eine rettende Insel im Meer. Rauch

steigt aus dem Schornstein auf und lässt

die Gemütlichkeit im Innern schon erahnen.

Im Gastraum umhüllt mich schlagartig

die Wärme. Der Kellner, der erste

Mensch, der mir an diesem Tag begegnet,

begrüßt mich herzlich und ich finde mich

wenig später auf einer der weich gepolsterten

Bänke wieder, wo ich eine heiße

Suppe schlürfe.

> Schaufenster ins Weiß

Satt gegessen und restlos aufgewärmt

raffe ich mich schweren Herzens auf.

Der Schritt zurück in die Eiseskälte fällt

nicht leicht, noch lange hätte ich hier

sitzen können. Doch weiter geht meine

Wanderung auf einem Rundweg über

das Gipfelplateau des Bärensteins, den

ich per Zufall anhand der verschneiten

Wegweiser entdecke und dem ich prompt

folge. Reichlich fröstelnd versuche ich

ein hohes Tempo anzusetzen, um mich

und meinen Körper wieder auf Touren

zu bringen. Doch immer wieder halte

ich inne und bewundere die Blicke hinab

Das Licht der Sonne

im Kampf gegen den grauen Schleier

des Winters © Jarle Sänger

von den zahlreichen Aussichtspunkten

aus. Grandiose Schaufenster ins Weiß,

jedes in eine andere Richtung und jedes

mit einem anderen Motiv. Den schönste

von allen jedoch erreiche ich zuletzt. An

einem kleinen, halb im Schnee versunkenen

Gipfelkreuz tut sich eine fantastische

Sicht über das Erzgebirge, hinunter zur

Talsperre Cranzahl und bis hinüber zum

Fichtelberg sowie dem Klínovec auf. Die

Sitzbänke versunken im Schnee, verweile

ich noch einige Zeit im Stehen, ehe ich

mich, von der Kälte getrieben, losreißen

muss von diesem wirklich fantastischen

Ort. Hinab geht es nun zunächst über einen

gerade noch so erkennbaren Pfad,

dann entschließe ich mich dazu, mit den

Schneeschuhen querfeldein und mitten

durch die wilde Winterlandschaft des

Bärensteins bis hinunter zur Talsperre

abzusteigen. Vollständig zu Eis erstarrt

liegt sie bald darauf vor mir. Wieder fegt

mir der Wind um die Ohren, als ich über

die Staumauer wandere und die Sonne

sich einen sehenswerten Wettkampf mit

der Wolkendecke liefert. So ganz kommt

Die Natur kommt zur Ruhe: Im Hintergrund

thronen Klinovec und Fichtelberg © Wolfgang Schmidt

Winterlicher Blick vom Bärenstein auf die Welt zu

seinen Füßen © Jarle Sänger

www.wandermagazin.de

71


DEUTSCHLAND ZU FUß ENTDECKEN

Der Bärenstein im

Winterkleid: Die

traumhaften Blicke

auf dem Gipfelplateau,

vom Tal aus

scheinen sie noch

versteckt im Wald

© TV Erzgebirge

WEISSE BAUMGESTALTEN,

KLEINE DÖRFER, IN WATTE

GEPACKTE HÄUSER, RAUCHENDE

SCHORNSTEINE UND DER DUFT

DER KAMINE –

EIN WINTERWANDERTRAUM!

sie leider nicht durch, doch das eine oder

andere Glitzern vermag die Sonne dann

doch noch auf die von dichtem Wald

eingerahmte Eisoberfläche zu zaubern,

bevor ich mein Auto wieder erreiche, an

dem mittlerweile dicke Eiszapfen herunterragen.

> Auf dem Boden geblieben

Die Menschen im Erzgebirge sind gastfreundlich,

herzlich und gemütlich – lange

braucht es nicht, um das zu erkennen.

So auch Andreas Tiede, wohl eines der

bekanntesten Gesichter des Erzgebirges,

dessen Musik stellvertretend für die bodenständige

Art der Erzgebirgler steht,

und den ich zu Hause in Pobershau besuche.

Tiede bildet zusammen mit Peter

Kreißl das Duo „De Hutzenbossen“ und

ist bundesweit bekannt für seine erzgebirgische

Volksmusik. Schon als Kind

und Jugendlicher hat Andreas Tiede musiziert,

kein Wunder, so erzählt er, ist er

doch in einem überaus musikalischen Elternhaus

in einem kleinen Dorf mitten im

Erzgebirge großgeworden. 2008 hat sich

der gelernte Drechsler dann als Musiker

selbstständig gemacht und tourt seitdem

mit großem Erfolg durch das ganze Erzgebirge

bis hin nach Berlin. Im Dezember

läuft das Konzertjahr auf Hochtouren und

die beiden Volksmusikanten, die sich bereits

seit über 30 Jahren kennen, spielen

Meine

Touren-

tipps!

> Hoch hinaus – Schneeschuhwandern

auf den Fichtelberg

Rundwanderung – 10,5 km - Höhenmeter: 352 m

Hinauf auf das Dach des Erzgebirges auf deutscher

Seite! Vom betriebsamen Oberwiesenthal geht es über

aussichtsreiche Winterwanderwege und Loipen auf

knapp 1.215 m, wo der Winter seine besonders raue Seite

zeigt. Schön sind die tollen Blicke übers schneeweiße

Erzgebirge, das im tiefen Winterschlaf friedlich vor den

staunenden Betrachtern liegt.

> Einsam und allein –

Auf den winterlichen Bärenstein

Rundwanderung – 18,1km – Höhenmeter: 190 m

Von der zu Eis erstarrten Talsperre Cranzahl geht es

durch einsame Winterwälder und vorbei an schönen

Talblicken hinauf zum Bärenstein. Oben angekommen,

lädt die Unterkunftshütte am Bärenstein zur wohlverdienten

Rast, ehe es mit grandiosen Blicken ins Umland

weitergeht. Über die Staumauer geht es letztlich

zurück zum Ausgangspunkt, an dem man mit hoher

Wahrscheinlichkeit feststellt, nur wenigen Menschen

begegnet zu sein.

> Märchenhafter Winterzauber –

Durch das Schwarzwassertal

Rundwanderung – 12,5 km – Höhenmeter: 166 m

Das Schwarzwassertal ist ein überaus zauberhafter

Ort. Wildromantisch spielt es vor allem im Winter mit

seinen Reizen. Dann, wenn die dicke Schneedecke

zusammen mit der Schwarzen Pockau um die Wette

glitzert und nichts als Ruhe zwischen Pobershau und

Kühnheide herrscht, ist das Tal der Schwarzwasser

wohl am schönsten. Vorbei am „Grünen Graben“ über

einen schwungvollen, schneeweißen Pfad oder direkt am

Wasser entlang – wunderschön!

Alle Infos zu den Touren samt GPS-Tracks und

Kartenausschnitten sind im Tourenportal des

Wandermagazins auf www.wandermagazin.de oder

auf www.outdooractive.com zu finden.

72 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


is zu 55 Konzerte in einem Monat. Auch wenn das sehr schlaucht, so

erzählt mir Tiede, während er mir sein kleines Heimstudio zeigt, belohne

der Kontakt mit den Zuhörern und der enge Draht zum Publikum

die konzertreiche Weihnachtszeit immer wieder.

> Hutzen und Bossen

Tiede ist mit purer Leidenschaft dabei, das erkenne ich an dem Funkeln

seiner Augen. Und das erklärt auch den Erfolg des Duos, denn

Tiede ist überzeugt, wer nicht mit Leidenschaft musiziert, dem hören

die Menschen nicht lange zu. Vor allem die heimischen Traditionen, die

Weihnachtszeit im „Weihnachtsland“ Erzgebirge, die bewegte Bergbaugeschichte

der Region, die Landschaft sowie erzgebirgische Kulinarik

spielen in den Liedern der Hutzenbossen eine Rolle. Lieder, die

in erzgebirgischer Mundart gesungen werden und bei denen Andreas

Tiede und Peter Kreißl besonders darauf achten, sie handgemacht und

mit traditionellen Instrumenten zu spielen. Ob Akkordeon, Trompete,

Bariton, Gitarre oder Ukulele, echt muss es sein und vom Herzen muss

es kommen. Allein der Name „Hutzenbossen“ ist urerzgebirgisch und

leitet sich vom „Hutzengehen“ ab, einer erzgebirgischen Tradition, bei

denen sich Nachbarschaften an langen Winterabenden gemeinsam

zum Erzählen, Schnitzen, Klöppeln und Essen trafen, um in kalten

Wintern an Energie zu sparen. „Und Bossen, so heißen die jungen Burschen

im Erzgebirge“, erklärt mir der herzliche und überaus offene

Andreas Tiede. Der 49-jährige Vater von vier Kindern ist im Erzgebirge

geboren und aufgewachsen – ein echter „Bosse“ also – und kann sich

keinen anderen Ort auf dieser Welt als neue Heimat vorstellen.

> Kraftort Natur

Tiedes zweite Leidenschaft, nach der Musik, ist das Wandern. Als Ausgleich

zu seiner Musiktätigkeit findet er in der Natur des Erzgebirges

immer wieder aufs Neue einen Kraftort, zum Energie auftanken und

kreativ sein. Draußen gibt es keine Ablenkung und so ist er nahezu

täglich in der Natur unterwegs, fast immer mit seiner Frau. Als gemeinsamer

Urheber des Kammwegliedes ist er natürlich auch schon

alle 17 Etappen des Kammweges vom Erzgebirge bis zum Vogtland

gelaufen, dabei hat er zu seinem Erstaunen jede Menge Orte und Perspektiven

seiner Heimat entdeckt, die er vorher noch nicht kannte. Ein

Segen und die beste Entscheidung seines Lebens sei es gewesen, so

erzählt er, dass das Wandern mit seiner Selbstständigkeit wunderbar

vereinbar sei. Seine vier Kinder übrigens, das erzählt er voller Stolz,

sind zwar wenig wanderbegeistert, dafür aber ausnahmlos musikalisch.

Sie spielen in Bands, studieren im Bereich Musik oder wollen es

ihrem musikalischen Vater gleichtun.

Zum Abschluss verrät mir Tiede noch seinen absoluten Lieblingsplatz.

Das Schwarzwassertal, wo er aufgewachsen ist. Hier gibt es

keinen Handyempfang und keine Autos. Nur die wildromantische Natur

aus tollen Aussichtsfelsen, der quirligen Schwarzen Pockau und

naturbelassenen Wegen. Und so braucht er auch nicht lange, um

mich davon zu überzeugen, einmal selbst durch das versteckte Tal

zwischen Pobershau und Kühnhaide zu wandern. Vor allem eines

muss ich Andreas Tiede lassen: Das wahrhaft wunderschöne, im Winter

fast schon märchenhafte Schwarzwassertal, das ich tags darauf

durchwandere, werde ich so schnell nicht aus dem Kopf bekommen,

ein echter Geheimtipp und ein Muss für jeden Winterwanderer im Erzgebirge,

das mich nachhaltig beeindruckt hat. Genauso übrigens wie

einen der größten Hits der Hutzenbossen, den ich – nicht gerade als

größter Fan der Volksmusik bekannt – noch heute oft im Ohr habe:

Grüße vom Arzgebirg!

> BEGEGNUNG

Andreas Tiede, 49 Jahre

Volksmusikant und Wanderer aus

Leidenschaft © Jarle Sänger

> PLANEN

Anreise

Auto: Über die A72 gelangt man an den Rand

des Erzgebirges, über Aue und Schwarzenberg

bzw. Annaberg-Buchholz dann letztlich ins

Herz des Mittleren Erzgebirges hinein.

ÖPNV: Mit der Bahn nach Schwarzenberg bzw.

Breitenbrunn oder Annaberg-Buchholz, von

dort weiter mit dem Bus ins Mittlere Erzgebirge

hinein. Oder bis nach Cranzahl, von dort

weiter mit der Fichtelbergbahn bis nach Oberwiesenthal.

Infos

Erste Anlaufstelle für Infos über die Region ist

www.erzgebirge-tourismus.de.

Jahreszeit

Schnee liegt im Erzgebirge in der Regel von

Mitte/Ende Dezember bis März, vor allem in

der Höhe kann man dann mit einer gewissen

Schneegarantie rechnen, wobei eine totsichere

Garantie nie und nirgends gegeben ist. Am

schönsten ist das Erzgebirge wohl während

der Weihnachtszeit, wenn die Heimat der

Lichter, der lebendigen Bräuche, Märkte und

Traditionen zur Hochform aufläuft. Kaum ein

anderer Ort in Deutschland vermag einen

solch märchenhaften Weihnachtszauber zu

versprühen.

Ausrüstungstipps

Zum Winterwandern gehört unbedingt warme,

wetterfeste Kleidung sowie robustes, wasserfestes

Schuhwerk. Vor allem in der Höhe kann

es ungemütlich werden, sodass Schal, Mütze

und Handschuhe unbedingt in jeden Rucksack

gehören. Bei Sonnenschein darf aufgrund des

reflektierenden Schnees auch die Sonnencreme

nicht fehlen. Aufgrund der überdurchschnittlichen

Schneehöhen sollte man abseits

der gespurten Winterwanderwege nicht ohne

Schneeschuhe losziehen. Eine gute Karte bzw.

ein GPS-Gerät ist ratsam, da viele Wege im

Winter kaum oder gar nicht erkennbar sind.

www.wandermagazin.de

73


WINTERZAUBER

Wandern im Erzgebirge

Im Winter wärmstens


Verträumte Schneelandschaften mit gut gespurten Loipen

und geräumten Wanderwegen, sportliches Treiben

in den Wintersport-Orten Altenberg oder Oberwiesenthal,

Familien- und Wellnessangebote sowie ländliche Gemütlichkeit

mit traditioneller Küche machen das Erzgebirge zu

einem Ziel für Wanderer und Genießer, das während der kalten

Jahreszeit wärmstens zu empfehlen ist.

Gipfel und Täler des Erzgebirges lassen sich bei ausgiebigen

Winter- oder Schneeschuhwanderungen erkunden. Umso besser,

wenn man mit ortskundigen Einheimischen unterwegs ist.

Vom 11. bis 19. Januar 2020 startet die Winter-Wanderwoche

im Erzgebirge. Naturpark- und Wanderführer begleiten dabei

die rund drei Dutzend Rundwanderungen mit Streckenlängen

zwischen einem und 15 Kilometern, spannende Geschichten am

Wegesrand inklusive und immer auch ein bisschen erzgebirgische

Geschichte oder Bergbautradition. Denn wer im Erzgebirge

Urlaub macht, kann sich auf zahlreiche Entdeckungen über

und unter Tage freuen.

Bild oben: „Eiszeit“ auf dem Fichtelberg

© TVE, Photoron

Bild unten: Stimmungsvolle Fackelwanderung

© TVE, Studio 2 Media

Dazu zählt z. B. der Welterbe-Spaziergang „Dippoldiswalde im

Grubenlicht“ durch die Stadt und ins mittelalterliche Museum.

Eine Pyramiden- und Lichtertour rund um die Bergstadt

Schwarzenberg bietet Ausblicke auf die weihnachtlich beleuchtete

Stadt. Auch Ausflüge zu den tschechischen Nachbarn stehen

auf dem Programm, z. B. bei der „Schneeschuhwanderung

ins Tal der Königsmühle“. Fackelwanderungen führen rund um

Neuhausen, durch die Binge Geyer sowie um den Kahleberg bei

Altenberg. Dorthin, nämlich zum ENSO-Eiskanal Altenberg,

welcher im Februar die Weltelite im Bob und Skeleton anzieht

(s. Kasten), führt eine weitere Wanderung. Wanderer haben dabei

sogar die Möglichkeit, das Ice-Tubing auszuprobieren.

Das Tolle an der Winter-Wanderwoche: Eine Anmeldung für

die ausgeschriebenen Wanderungen ist nicht nötig, man kann

ganz spontan mitmachen, denn sie finden bei jeder Teilnehmerzahl

statt – und das an insgesamt 18 Standorten im Erzgebirge,

u. a. im Kurort Oberwiesenthal – Austragungsort eines weiteren

Publikumsmagneten: des Junioren-Weltmeisterschaft Ski Nordisch

(s. Kasten). Alle Veranstaltungen und Angebote enthält

die Broschüre „Winterzeit im Erzgebirge“, die beim Tourismusverband

Erzgebirge e.V. erhältlich ist, s. Info. (ae)

!

INFO: www.erzgebirge-tourismus.de/Weihnachtszeit

www.erzgebirge-tourismus.de/winterzeit


17.02.-01.03.2020

BMW IBSF Bob und Skeleton

Weltmeisterschaften

presented by IDEAL Versicherung

www.altenberg2020.de

28.02.-08.03.2020

Junioren-Weltmeisterschaft

Ski Nordisch in Oberwiesenthal

www.jwm2020.de

74 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


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WINTERZAUBER

SCHNEESCHUHTOUR im Thüringer Wald

WINTERROMANTIK

FÜR GENIESSER

76 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


Von Susen Reuter

Eine Schneeschuhtour im Thüringer Wald, und dann noch in Begleitung einer regionalen

Berühmtheit – das lasse ich mir nicht entgehen! Der Tag startet vielversprechend

mit Sonnenschein und leichten Nebelschwaden, die über die Talgründe mit ihren

gewundenen Flüssen und Bächen hinwegziehen. Bei der Anfahrt nach Schmiedefeld

türmt sich zusammengeschobener Schnee rechts und links der Straßenränder. Frau Holle

schüttelte in den letzten Tagen noch einmal kräftig ihre Betten aus – sehr zur Freude

der Wintersportler! Und ich freue mich umso mehr auf meine erste Tuchfühlung mit

Schneeschuhen.

www.wandermagazin.de

77


WINTERZAUBER

Marcus Clauder kennt rund um Schmiedefeld

jeden Baum und jede Wurzel

Gute sechs Jahre leitete er erfolgreich die Geschicke der Stadt –

und so ganz „nebenher“ koordinierte er Europas größten Crosslauf.

Eine immer größer werdende Herausforderung, weshalb er

sich heute voll und ganz den sportlichen Aktivitäten widmet:

als Geschäftsführer und Hauptorganisator des legendären Guts-

Muths-Rennsteiglaufes, als Inhaber des Unternehmens „Aktiv

am Rennsteig“ und, so es die Zeit zulässt, als Skilehrer bzw.

Schneeschuhguide. Was habe ich doch für ein Glück, ihn heute

höchstpersönlich als Schneeschuhguide an der Seite zu haben!

Fast ist mir während der Autofahrt danach, einen eigenen

Song zu komponieren – so begeistert bin ich über diese

tiefverschneite Landschaft im Thüringer Wald! Ringsum

bewaldete Hügel, der Schnee hängt schwer auf den Ästen, die

sich unter der Last zu biegen beginnen. Die Sonne bringt alles

zum Funkeln und Strahlen, und der Kontrast zwischen dem reinen

Weiß und dem tiefblauen Himmel könnte anmutender nicht

sein. Die Anfahrt ist jedenfalls schon mal ein Genuss. Das Ankommen

in der Wintersport-Verleihstation von Marcus Clauder

ebenso. Mit einem herzlichen „Hallo!“ werde ich willkommen

geheißen und sofort geht es locker ins Du über. Zugegeben: Ein

bisschen habe ich vorher recherchiert um zu wissen, wer hier vor

mir steht. Marcus Clauder, waschechter Schmiedefelder, hatte

noch nicht einmal das dreißigste Lebensjahr überschritten, als

er zum Bürgermeister dieses Wintersportidylls gewählt wurde.

Schneeschuhe sind leicht angezogen und

erleichtern das Wandern im tieferen Schnee erheblich

Kaffeekränzchen in der Verleihstation

Während er mir die Ausrüstung für die bevorstehende Wanderung

zeigt und die Unterschiede zwischen den verschiedenen

Schneeschuhmodellen erklärt, schweift mein Blick über die farbenreiche

Sammlung in der Verleihstation. Beeindruckend! Bei

einem Becher Kaffee in der Hand möchte ich wissen, wer denn

hier nun alles aufschlägt an Besuchern und woher sie so herkommen.

„Der Großteil der Gäste sind tatsächlich Thüringer,

oder eben von angrenzenden Regionen wie Franken. Typisch

sind auch ,Karnevalsflüchtlinge‘ aus dem Ruhrpott, die kommen

gern zu uns. Hier können sie ebenso gut Ski fahren und müssen

nicht erst den weiten Weg in die Alpen antreten.“ Woher die

weitgereisten Touristen kommen, möchte ich wissen und hake

nach. „Ich habe schon Besucher aus Dänemark, den Niederlanden

und Großbritannien gehabt. Ab und an ist auch mal jemand

aus Übersee dabei, ist aber eher selten.“ Marcus Clauder erzählt

mir, dass es ihm ein Herzensanliegen ist, die Menschen hinaus

in die Natur zu bringen, denn Bewegung an der frischen Luft sei

so wichtig. Das ist unser Stichwort! Wir packen Schneeschuhe

und Rucksack in seinen Kleinbus, und ab geht’s zum Startpunkt

am Ortsrand von Schmiedefeld.

Vom Staksen zum Schneeschuhlaufen

Marcus Clauder ist natürlich bestens mit dem Gebiet vertraut.

Kennt jeden Baum und jede Wurzel höchstpersönlich, schließlich

streift er hier von Kindesbeinen an umher. Ortskenntnis

ist von großem Vorteil, denn unter dem Schnee verbirgt sich

so mancher Sumpf und Bachlauf. Seine Einstellung, der Natur

mit dem nötigen Respekt zu begegnen, ist mir sympathisch: „Ich

gehe grundsätzlich nicht zu Stellen, wo Wild gefüttert wird, und

man muss auch nicht durchs tiefste Dickicht stapfen. Außerdem

spreche ich meine Routen mit Förstern und Jagdpächtern ab

– zur Sicherheit“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Und nun

wird es spannend: Die Schneeschuhe werden angelegt, noch

kommen sie mir wie Flossen vor. Die ersten Schritte fühlen sich

ungewohnt an und ich stakse eher wie ein Storch umher. Doch

schnell habe ich das Gefühl für die gitterartigen Bretter unter

den Füßen bekommen und kann langsam Tempo aufnehmen.

Marcus schaut sich regelmäßig um und vergewissert sich, dass

alles in Ordnung ist. Jetzt beginnt, was ich mir schon so lange

vorgestellt habe: Fernab von Trubel und Pistengaudi die traumhafte

Winterlandschaft erkunden.

Ein Traum wird Wirklichkeit

Ja, es ist genau so, wie ich mir es vorgestellt habe: Ein wahres Wintermärchen!

Wir stapfen über den unberührten tiefen Schnee,

passieren kleine plätschernde Bäche, die am Rande zugefroren

sind. Ich bestaune die kunstvollen Eisgebilde am Gablenzebach,

bevor ich einen großen Schritt mache und über das Bachbett

steige. Marcus geht voran und zeigt mir einen seiner Lieblings-

78 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


plätze unterhalb einer riesigen Buche. Wir sind auf einer kleinen

Anhöhe und vor mir liegt ein malerisches Panorama: die mit

Schnee bedeckten Dächer Schmiedefelds im Hintergrund, eingebettet

in einen weißen Watteteppich, der sich hier und da ein

wenig nach oben wölbt. Rechts und links erstrecken sich Wälder,

und unweit entfernt sehe ich die Skipiste und frisch gespurte

Loipen. Die überqueren Marcus und ich später – verbunden mit

einem doch ganz ordentlichen Anstieg, zumindest für mich. Ein

bisschen komme ich hier tatsächlich außer Atem – aber das liegt

wohl eher am Schwatzen und den vielen Fragen, mit denen ich

Marcus löchere. Und an meiner viel zu dicken Jacke, die kurzerhand

zusammengeknautscht im Rucksack verschwindet. Schon

viel besser! Die Kondition meines Schneeschuhguides Marcus

Clauder ist jedenfalls bestens, aber das wundert mich nicht. Er

hat schon allerhand anspruchsvolle Marathons absolviert, darunter

den Stelvio Marathon, der übers Stilfser Joch in den Alpen

führt – den zweithöchsten Gebirgspass Europas. Sport ist

für ihn so wichtig wie das tägliche Brot. Nach seiner Theorie

leben die Menschen im Thüringer Wald ohnehin gesünder, denn

hinauszugehen in die Natur, und sei es nur für einen kurzen täglichen

Spaziergang, ist der heimischen Bevölkerung bis ins hohe

Alter wichtig. Deshalb möchte er mit seinen Touren zeigen, wieviel

Spaß es macht, sich draußen im Freien zu bewegen. „Aber

nicht quälen, sondern alles nach Augenmaß! Es muss Freude

machen“, betont er.

Schmiedefelder Insider

Während wir durch die glänzende weiße Pracht stapfen und ich

die herrliche Waldluft genieße, geraten wir ins Philosophieren

über die verschiedenen Dialekte im Thüringer Wald. Was in einem

Ort gesprochen wird, versteht man unter Umständen im

Nachbarstädtchen nicht mehr. Kommt darauf an, auf welcher

Seite des Rennsteiges man Zuhause ist, denn der Kammweg

des Thüringer Waldes ist seit jeher Sprachgrenze zwischen dem

Thüringischen und dem Hennebergisch-Fränkischen. Zwischen

Stützerbach und Schmiedefeld gäbe es jedenfalls gravierende

Unterschiede, betont Marcus. Ein paar echte Mundart-Köstlichkeiten

der Schmiedefelder möchte ich jetzt schon gerne

Die Autorin

in Schneeschuhen

im frischen

Thüringer

Winterweiß

wissen. Und Marcus plaudert aus dem Nähkästchen: „Also

Schneeschuhe sind bei uns Schnähschuh.“ Ja, und was noch? Er

lächelt verschmitzt und sagt: „Zu Touristen sagen wir scherzhaft

Luftschnapper.“ Ich muss losprusten und mir den Bauch

halten vor Lachen. Und ja, nach Luft schnappen! Ein wenig später

passieren wir eine wunderschön verschneite Bergwiese, genannt

„Leiberflößle“. Das Spiel zwischen Licht und Schatten der

Bäume ist magisch, ein scheues Häschen hat uns entdeckt und

hoppelt hastig davon. Mitten durch den Wald geht es zurück in

Richtung Schmiedefeld. Und ich schmiede bereits Pläne, wann

ich auf dieses Feld zurückkehre.

! INFO: www.thueringer-wald.com

Sonnige

Winteridylle in

Schmiedefeld

Alle Fotos

© Regionalverbund

Thüringer Wald e.V.

www.wandermagazin.de

79


WINTERZAUBER

Hüttenzauber und Fackelschein

Was gibt es im Winter Schöneres als eine winterliche Wanderung

und dann das Einkehren in eine urige Berghütte? Nichts!

Die Naturparkregion Reutte am Fuße der Alpen in Tirol ist ein ideales Winterwandergebiet.

Gut gepflegte Winterwanderwege, Schnee soweit das Auge reicht und Hüttenzauber

vom Feinsten. Nachtaktive Winterliebhaber können sich in der Naturparkregion

Reutte sogar mit Fackel oder Laterne auf Wanderung begeben. Und der „Letzte Wilde“, der Lech,

zeigt sich im Winter von Eiskristallen verzaubert von seiner glänzenden Seite.

Bild oben:

Winterliche Rast

an der Ruine Ehrenberg

© Tirol Werbung, Peter Neusser

Schneeparadies im Sonnenschein

Da die Region auf knapp 900 Metern liegt, sind Wanderer hoch genug unterwegs, um den

Dunst der Wolken hinter sich zu lassen und die Sonnenstrahlen zu genießen. Aus insgesamt

23 Touren mit bestens gewarteten Winterwanderwegen, frisch präpariert und gut beschildert,

können Wanderer wählen. Sowohl längere als auch kürzere Touren sind dabei und für jeden

Wandertyp etwas: vom Genusswanderer bis zum Gebirgsgänger. Die magentafarbigen Wegweiser

informieren nicht nur über Länge und Gehzeit der Wanderung, sondern geben auch

den Schwierigkeitsgrad an.

Lange Lechrunde und romantischer Frauensee

Die Bäche und Seen der Region bieten im Winter ein ganz besonderes Naturschauspiel: Das zu

Eis erstarrte Wasser wird von kunstvollen Eisblumen geschmückt und die Kristalle glitzern in

der Sonne. Auf der „Langen Lechrunde“ gibt es auf 12,9 Kilometern jede Menge Gelegenheiten,

die winterliche Natur zu bestaunen. Vom Start am Parkplatz in Höfen (auch andere Einstiege

sind möglich) verläuft die Wanderung entlang des Lech. Nach einer leichten Steigung

erreicht man die malerische Ortschaft Rieden. Danach überquert man den Fluss und läuft an

ihm zum Ausgangspunkt wieder zurück.

80 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


Wer gerne etwas höher hinaus mag, der begibt sich auf die

7,7 Kilometer lange Runde zum Frauensee. Von der Kirche

in Lechaschau geht es zum 972 Meter hoch gelegenen Frauensee.

Im See versank angeblich einst das Schloss reicher

Frauen, die nichts von ihrem Wohlstand den Armen abgaben.

Heute können sich Wanderer auch im Winter in der

Frauenseestube direkt am See verwöhnen lassen, z. B. mit

Spezialitäten aus dem Barbecue Smoker.

Almenglück und Gaumenschmaus

In 8 Hütten kann man in der Naturparkregion Reutte die

kalten Wanderfüße aufwärmen und sich mit regionalen Spezialitäten

wie Speck- und Käsknödel oder Kaiserschmarrn

stärken. Wer Hüttencharme mit dem weiten Blick über den

Talkessel genießen möchte, sollte sich auf den Weg zur Dürrenberg

Alm machen. Die auch im Winter bewirtschaftete

Alm bietet einen grandiosen Weitblick auf die Naturparkregion.

Die 5,5 Kilometer lange Tour startet am Parkplatz des

Urisees und führt auf Serpentinen den Berg hinauf zur Alm.

Oben angekommen kann man 600 Meter über dem Talkessel

den Blick ins Lechtal schweifen lassen. Ganz besonders

wird die Wanderung, wenn man sich in den frühen Morgenstunden

auf den Weg macht, um den Sonnenaufgang mitten

in den Bergen zu beobachten.

Apfelstrudel mit

Vanillesoße

© Tirol Werbung,

Peter Neusser

Winterwandern

in der Naturparkregion

Reutte

© Tirol Werbung,

Peter Neusser

Bei der 3,5 Kilometer langen Tour zur Vilser Alm gilt es 395

Meter zu überwinden. Dafür wird man auf der 1.226 Meter

hoch liegenden Alm mit herrlicher Aussicht auf die Tannheimer

Berge entlohnt. Der Weg durch den einsamen Bergwald

liefert spektakuläre Aussichten auf das Brentenjoch und die

Sebenspitze. Eine Broschüre mit allen Winterwanderwegen

und Almen gibt es online. Darin finden sich alle Touren mit

Beschreibung, Höhenprofil und Karte. (sp)

! INFO: www.reutte.tirol

Kaiserschmarrn

mit Apfelmus

© Tirol Werbung,

Jörg Koopmann

Besondere WinterWanderErlebnisse

Die Gäste Aktiv Card bietet extra für den Winter

viele kostenlose und ermäßigte Angebote wie Pferdeschlittenfahrten

oder Ski- bzw. Langlauf-Schnupperkurse.

Besonders für Wanderfans wird einiges

geboten, z. B. eine Laternenwanderung auf die

Ruine Ehrenberg, eine Tierspurwanderung im Naturpark

Tiroler Lech sowie Schneeschuh- oder Fackelwanderungen.

Mit der Gästekarte kann man

kostenlos den Wanderbus nutzen und bequem und

umweltfreundlich an den jeweiligen Startpunkt und

wieder zurück gelangen. Die Gäste Aktiv Card erhält

man bei Ankunft von seinem Gastgeber. Eine

Infobroschüre informiert über alle Angebote.

Magentafarbige

Schilder weisen

den Winterwanderweg

© Tirol Werbung,

Peter Neusser

www.wandermagazin.de

81


WANDERZIEL HUNSRÜCK MITTELRHEIN

Wasserfall am Baybach

© Wanderbüro Saar-Hunsrück, Klaus-Peter Kappest

Ehrenburg © Thomas Biersch

82 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


Wandern Ü80

Wandern mit Höchstpunktzahl

in der Region Hunsrück-Mittelrhein

Wanderer auf

der Geierlay

Hängebrücke

© Wanderbüro

Saar-Hunsrück,

Klaus-Peter

Kappest

Brücke in der

Ehrbachklamm

am Apotheker

felsen

© Jürgen Kläser

W

er bei Wandern Ü80 an Touren für

Hochbetagte denkt, der liegt komplett

falsch. Wanderexperten wissen, dass

es sich hierbei um Wanderwege handelt, die mit

besonders hohen Bewertungen zertifiziert worden

sind. Südlich von Koblenz im Dreieck von Rhein und

Mosel im Vorderhunsrück gibt es rund um Emmelshausen

in einem Radius von nur zehn Kilometern

acht Wege, die die 80 Punkte Marke geknackt haben.

Und auch der Saar-Hunsrück-Steig läuft hier

auf fünf Etappen zur Hochform auf. Und das bei einem

Weg, der ohnehin zu den Topstars unter den

Fernwanderwegen gehört. 2017 wurde der 27 Etappen

lange Weitwanderweg in der Kategorie Routen

zu Deutschlands Schönstem Wanderweg gewählt.

Über 100 Wanderpunkte –

Saar-Hunsrück-Steig

Der Saar-Hunsrück-Steig gibt auf den fünf Etappen

20 bis 24 noch mal alles: Ehr- und Baybachklamm,

die Hängeseilbrücke Geierlay und der Vierseenblick

sind die Highlights dieser besonders schönen

Tourabschnitte zwischen Rhein und Mosel. Auf insgesamt

77 Kilometern zwischen Mörsdorf, Kastellaun

und Boppard wandert man täglich zwischen 10

und 18 Kilometern. Die 22. Etappe vom Restaurant

und Hotel Schmausemühle nach Morshausen durch

die Baybachklamm ist mit 103 Erlebnispunkten des

Deutschen Wanderinstituts, die mit der höchsten

Punktzahl auf dem Saar-Hunsrück-Steig. Neben der

verwunschenen Landschaft von Baybach- und Ehrbachklamm,

zeugen die zahlreichen Burgen von der

stolzen Vergangenheit der Region, wie zum Beispiel

die Ehrenburg, Burg Waldeck oder die Burgruine

Balduinseck.

Die schönsten Traumschleifen

Wem der Sinn nach einer kürzeren Rundwanderung

steht, hat in der Region Hunsrück-Mittelrhein die

Qual der Wahl aus neun besonders schönen Traumschleifen.

Denn neben dem Saar-Hunsrück-Steig

mäandern auch zahlreiche dieser Premiumwanderwege

im Tagesformat durch das Dreieck von Rhein

und Mosel: Die Traumschleifen Murscher Eselsche

(10,8 km), Ehrbachklamm (8,4 km), Baybachklamm

(10,5 km), Masdascher Burgherrenweg (13,7 km),

Rheingold (8,4 km) und Marienberg (11,8 km) sind

die mit den höchsten Punktzahlen. Von diesen sie-

ben Wegen waren seit 2011 fünf unter den ersten

vier Plätzen in der Kategorie Touren bei der Wahl

zu Deutschlands Schönstem Wanderweg. Erst 2018

wurde der Masdascher Burgherrenweg zu Deutschlands

Schönstem Wanderweg gekürt.

Bäche, Burgen und die Geierlay

Die Pfade durch Baybachtal und Ehrbachklamm sind

schmal und naturnah. Dabei plätschert das Wasser

und es geht vorbei an eindrucksvollen Felsen. Beindruckend

ist auch der Blick auf das Viadukt der Hunsrückbahn

an der Traumschleife Elfenlay. Und wie es sich

für die Region Hunsrück-Mittelrhein gehört, kommen

auch alle Burgenliebhaber auf ihre Kosten. Ehrenburg,

Burg Waldeck, Rheinfels in St. Goar und die Schönburg

in Oberwesel sind nur eine Auswahl. Am eindrucksvollsten

aber ist die 360 m lange und 100 m hohe Hängeseilbrücke

Geierlay bei Mörsdorf, die sich scheinbar

endlos über das Tal zieht. Der Masdascher Burgherrenweg

sowie der Dünnbachpfad lassen sich gut mit dem

Besuch der Hängeseilbrücke verbinden. (sp)

INFO: www.hunsrück-mittelrhein.de

Wander-Pauschale für den

Saar-Hunsrück-Steig:

Da Emmelshausen im Zentrum der fünf

Etappen 20-24 des Saar-Hunsrück-Steigs

liegt, eignet sich der Ort besonders gut als

Ausgangspunkt für sie alle. Eine Angebots-Pauschale

für drei Übernachtungen

im DZ mit Frühstück gibt es ab 194 Euro.

Das Angebot für Ehr- und Baybachklamm

mit drei Übernachtungen kann je nach

Wunsch auf alle fünf Etappen erweitert

werden. Neben Lunchpaketen, Transfer

zum Start und Ziel ist auch der Eintritt in

die Ehrenburg, ein Wanderführer und ein

Infopaket zum Saar-Hunsrück-Steig enthalten.

Keiner der Transfers zu Start und

Ziel dauert länger als 20 Minuten.

www.wandermagazin.de

83


WANDERZIEL OSTSEEFJORD SCHLEI

Ostsee, Auen

und wilde Pferde

Nur einen Katzensprung und man ist in Dänemark.

In der Geltinger Bucht an der Flensburger

Förde wandert es sich schön nordisch: flach,

mit viel Wasser und wilder Natur.

Die Geltinger Birk mit Leuchtturm

© Anna Leste-Matzen

84 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


R

ot-weiß gestreift ragt der Leuchtturm

Falsthöft weithin sichtbar zwischen

Weiden, Strand und Meer hervor. In

diesem norddeutschen Postkartenidyll in der

Geltinger Bucht können Liebespaare sich das

Ja-Wort geben. Außer heiraten lässt es sich an der Ostsee

auch sehr schön wandern: auf dem Deich, mit weitem Blick

und manchmal steifer Brise.

Die Koniks auf der Birk

Ein besonderer Naturraum in der Geltinger Bucht ist das Naturschutzgebiet

Geltinger Birk. Die Birk ist eine Landspitze,

die in die Ostsee ragt. Strandseen und -wälle, Schilfsümpfe,

Salzwiesen und Dünen prägen die Landschaft. Die unberührte

Natur schätzen auch die Tiere. Das 773 ha große Naturschutzgebiet

ist Heimat für große wie kleine Flieger: 170

Vogel- und 20 Libellenarten kann man hier über das Jahr

verteilt entdecken. Außerdem sind hier wilde Konikpferde

zuhause. Die robusten osteuropäischen Ponys leben das

ganze Jahr frei in der Birk und sorgen dafür, dass die Weiden

nicht überwuchern. Das Wahrzeichen der Birk ist die alte

Holländerwindmühle „Charlotte“ von 1824.

Habernis und die Huk

Neben der Geltinger Birk ist auch Habernis an der Flensburger

Außenförde eine nordische Naturschönheit mit Auen und

sumpfigen Wäldern. Die Habernisser Au entstand in der letzten

Eiszeit vor 15.000 Jahren und bietet Naturliebhabern unterschiedliche

Besonderheiten: Bruchwald, Niedermoor und

Quellen, wie die Quelle Wolsroi, aus der täglich rund 600 Liter

Wasser sprudeln. Die Habernisser Huk ist das nördlichste

Riff Deutschlands und erstreckt sich bis weit in die Förde.

Dank der Dorsche und Hornhechte, die sich im Seegras tummeln,

ist das Riff bei Anglern sehr beliebt.

Langsamzeit-Wanderungen

30 Wanderrouten führen durch die Region Ostseefjord Schlei.

Auf drei Touren kann man die Geltinger Bucht kennenlernen.

Neben der Wanderung durch die Geltinger Birk (s. Tipp) führen

weitere Wanderungen durch Habernis und Maasholm.

Die 7,7 km lange Wanderung in Habernis startet an der Badestelle

Habernis. Sie führt auf einem Naturpfad durch das

Habernisser Autal mit seinen orchideenreichen Feuchtwiesen.

Der Weg ist mit Holzbohlen befestigt und verläuft von

der Quelle Wolsroi durch den Wald zurück zum Strand der

Geltinger Bucht. Von hier kann man auf der anderen Seite

der Förde Dänemark sehen.

Am Ortseingang von Maasholm beginnt die 8 km lange Wanderung

durch das Fischerdorf und entlang der Schlei. Von

dem einstigen Seefahrerort wandert man entlang des Naturschutzgebietes

Schleimündung sowie auf den Deichen der

Ostsee und der Schlei. Vom idyllischen Örtchen Maasholm

fahren Ausflugsschiffe nach Schleimünde und Kappeln.

Die umfangreiche Broschüre „Auf den Wegen der Langsamzeit“

informiert über alle 30 Wanderrouten durch die Wanderregion

Ostseefjord Schlei und kann in den Touristen-Informationen

oder Online gekauft werden. Darin finden sich

noch weitere Touren rund um Schleswig, Eckernförde und

Kappeln. (sp)

INFO: www.ostseefjordschlei.de

Touren-Tipp

Wanderung um die Geltinger Birk

Länge: 13,3 km

Start/Ziel: An der Mühle „Charlotte“

Die Wanderung führt um das Naturschutzgebiet Geltinger

Birk entlang der Geltinger Bucht und Flensburger

Außenförde. Man wandert überwiegend auf dem

Deich und hat einen weiten Blick über die Birk und

das Meer. Alternativ kann man auch quer durch die

Birk von Nieby nach Beveroe wandern.

Netzausleger in

der Geltinger Birk

© Anna Leste-Matzen

Norddeutsches Flair mit Kahn in Maasholm

© Henrik Matzen

www.wandermagazin.de

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WANDERZIEL BALTISCHE KÜSTE

Weite Sandstrände

© Juris Smalinskis

Baltischer

Küstenwanderweg

D

ie beiden Baltenstaaten Lettland und

Estland sind noch Wander-Geheimtipps.

Ihre unberührte Natur mit weiten

Sandstränden, Steilküsten und

Wald sowie den Metropolen Riga und Tallinn verbindet der

1.200 km lange Baltische Küstenwanderweg, Teil des europäischen

Fernwanderwegs E9. Insgesamt bräuchte man um

die 1,5 Millionen Schritte, um vom lettischen Örtchen Nida

an der Grenze zu Litauen bis in das estnische Tallinn zu

gelangen. Aber es reichen auch deutlich weniger, um den

Reichtum der baltischen Küste zu erleben. So kann man sich

einzelne Abschnitte je nach Vorlieben vornehmen.

Lettland – Vom Großmeer bis zur Rigaer Meeresbucht

Der gesamte Weg ist in acht Routenabschnitte aufgeteilt. An

der kurländischen Küste der Ostsee lockt der am dünnsten

besiedelte Teil der lettischen Küste mit weiten Stränden. Mit

etwas Glück findet man hier Bernstein und Fossilien. Es geht

vorbei an Steilküsten und den historischen Fischerdörfchen

der Liven, der kleinsten ethnischen Minderheit der Welt. Die

kurländische Küste an der Rigaer Meeresbucht mit dem Nationalpark

Slitere ist geprägt von Küstenwiesen und kleinen

Buchten mit vielen sandigen Stränden. Der Abschnitt an der

Rigaer Meeresbucht zwischen der Kurstadt Jurmala und der

Hauptstadt Riga beeindruckt sowohl mit seinen historischen

Sommerhäusern als auch den Wäldern in den Küstendünen.

Von den beliebtesten Sandstränden Lettlands und durch

dichte Wälder geht es nach Riga, dessen Altstadt zum UN-

ESCO Weltkulturerbe zählt. Die Küste von Vidzeme an der

östlichen Küste der Rigaer Meeresbucht ist mit sandigen wie

auch steinreichen Stränden, Dünen, Schilfgebieten und Wäldern

landschaftlich die vielfältigste Strecke in Lettland.

Estland – Von der Buchtenküste

Pärnus bis zur Altstadt Tallinns

Die Buchtenküste von Pärnu ist geprägt von Überschwemmungswiesen

und Feuchtgebieten. Hier reiht sich ein Fischerdorf

an das nächsten. Der Abschnitt im Nationalpark

Matsalu führt durch eines der größten Feuchtgebiete Europas.

Auf den Naturpfaden lassen sich Vögel, aber auch Elche

und viele andere Wildtiere beobachten. Mit seinen insgesamt

1.521 Inseln ist Estland ein wahres Inselreich. Einige der westestnischen

Inseln, wie Saaremaa, Muhu, Hiiumaa oder Vormsi,

kann man auf diesem Abschnitt besuchen. Weiter geht

es in der Bucht von Haapsalu. In dem historischen Kurort

Haapsalu bezaubern an der Promenade die Holzhäuser mit

ihren filigranen Holzschnitzereien. Die Altschwedendörfchen

der Halbinsel Noarotsi verbreiten skandinavisches Flair. Die

Höhepunkte des letzten Routenabschnitts in Nordwestestland

am finnischen Meerbusen sind der Keila-Joa-Wasserfall

und die Pakri-Inseln mit dem Pakri-Felsen. In der mittelalterlichen

Altstadt von Tallin, die Teil des UNESCO-Welterbes ist,

hat man das Ziel dieses eindrucksvollen Wegs erreicht.

Auf der Website gibt es zahlreiche Tourenvorschläge auf dem

Küstenwanderweg für einen oder mehrere Tage. Ein ausführliches

Infobuch informiert über den gesamten Weg in 60 Tagesetappen

mit allen Höhepunkten, Unterkünften sowie Einkehrmöglichkeiten

und kann kostenlos heruntergeladen werden. (sp)

INFO: www.coastalhiking.eu

Bernsteine aus der Ostsee © Juris Smalinskis

Das Projekt „Wanderweg an der baltischen Küste in Lettland

und Estland“ wird vom „Interreg Estland-Lettland

Programm“aus dem Europäischen Fonds für regionale

Entwicklung unterstützt.

Der Text spiegelt die Ansichten des Autors wider. Die

Verwaltungsbehörde des Programms haftet nicht für die

Verwendung der Informationen.

86 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


WANDERZIEL KNIEBIS

Naturnahe Wege

auf dem Klostersteig

Fotos:

© Besucherzentrum

Kniebis

Klöster, Räuber

und Wasser marsch

Wandern mit Kindern auf dem Kniebis

1250

baute ein Mönch auf dem Kniebis, der

Passhöhe zwischen dem heutigen Freudenstadt,

Baiersbronn und Rippoldsau

eine Kapelle. Heute beginnt hier mit dem „Kniebiser Klostersteig“

einer der beiden zertifizierten Premiumwege auf

dem Kniebis. Auch der Premiumweg „Kniebiser Heimatpfad“

startet im höchsten Ortsteil Freudenstadts. Extra für Kinder

gestaltete Wegabschnitte wie der Räuberweg oder das Feuerwehrwegle

sorgen auf beiden Touren dafür, dass auch der

Nachwuchs auf seine Kosten kommt.

Auf der Suche nach Dukaten

Der 10 km lange Premium-Wanderweg „Kniebiser Heimatpfad“

führt durch Wald, Wiesen und Heidemoor mit weiten

Panoramablicken bis hin zur Schwäbischen Alb und den

Schweizer Alpen. Am eindrucksvollsten ist der Blick von der

Aussichtsplattform Ellbachseeblick Richtung Murgtal. Unterwegs

erfahren Wanderer jede Menge über die Kniebiser

„Heimat“, sowohl über die Geschichte als auch die Natur. Ab

dem Besucherzentrum Schwarzwaldhochstraße wandert

man zeitweise auf dem alten Grenzweg zwischen Badnerland

und Württemberg. Die ursprüngliche Wanderung über

Stock und Stein ist für den Wandernachwuchs ein großer

Spaß. Abenteuerlich macht die Tour zudem der Räuberweg

auf einem Teilstück des Weges. Hier suchen die Kinder nach

Golddukaten, die der Räuber im Wald verloren hat. Auch der

Vogelpfad und der Jägerpfad befinden sich auf dem Heimatpfad.

Eine eigene Broschüre von Kindern für Kinder mit dem

Specht Bunti motiviert mit kleinen Rätseln auf dem Weg.

Märchen und Feuerwehr

Der 5,6 km lange „Kniebiser Klostersteig“ ist auf seinen Pfaden

durch wilde Natur ebenfalls eine Freude für jedes Alter.

Diese Wanderung startet an der Klosterruine Kniebis und liefert

mit Text- und Gedichttafeln besinnliche Momente. Kinder

werden sich neben den abenteuerlichen Wegen besonders

für die Märchenwaldschule begeistern. Mitten im Wald stehen

Tafeln mit Märchen zum Vorlesen. Mit ganz realen Problemen

beschäftigt sich das Feuerwehrwegle, auf dem Kinder

auf spielerische Weise erfahren, wie sie sich bei einem

Brand richtig verhalten – mit Löschspielen und Rätseln. Der

Rossbrunnen mit Wassertretstelle und der Barfußparcours

machen das (be-)sinnliche Wandererlebnis vollkommen. (sp)

INFO: www.kniebis.de

Auf dem Räuberweg

hat der Räuber seine

Dukaten verloren

Feuerlöschen auf

dem Feuerwehrwegle

www.wandermagazin.de

87


WANDERZIEL NATIONALPARKREGION SCHWARZWALD

Schwarzwald,

Wein & Panoramen

Ferienregion Bühl-Bühlertal

Der Rhein fließt im Westen, die Schwarzwaldhöhen erheben

sich im Osten und dazwischen liegen die sanften

Hügel der Weinberge – die Ferienregion Bühl-Bühlertal

am Rand des Nationalparks Schwarzwald hat eine erstaunliche

Bandbreite, und das zeigt sich schon bei der Höhenlage. Die

reicht von 123 bis auf 1.038 m.

So winden sich Panorama-Rundwege durch die Weinberge und

das Höhengebiet um die Schwarzwaldhochstraße, darunter

Wanderklassiker wie der Westweg und der Ortenauer Weinpfad.

Wer hier wandert, wird an Aussichtstürmen und Aussichtspunkten

wie dem Schartenberg, dem Wiedenfelsen und dem Hochkopf

mit Panoramaausblicken belohnt.

Gleich zwei Wanderwege, die Entwicklungsprozesse in der Natur

besonders einprägsam verdeutlichen, liegen an der Schwarzwaldhochstraße:

der Wildnispfad und der Luchspfad (Start am

Plättig). So verläuft der Wildnispfad durch eine Sturmwurffläche

und lädt ein zu einer Entdeckungsreise in die Kinderstube eines

neuen Waldes. Der Luchspfad führt auf 4 km in einen Lebensraum,

in dem der Luchs sich wohl fühlen würde. Wanderwege

auf den Spuren des Luchses gibt es in Deutschland einige, dieser

hier wurde aber schon 2009 eröffnet und war damit der allererste

von ihnen. Wie auf den meisten Wegen, die sich dem für die

Wildkatze geeigneten Lebensraum widmen, ist die Wahrscheinlichkeit,

tatsächlich eine zu treffen, allerdings sehr gering.

Ein Herz für Genießer und für Kinder

Als eine der schönsten Rundwanderungen der Ferienregion

Bühl-Bühlertal gilt der Gertelbach-Rundweg. Am Ortsrand

des Luftkurortes Bühlertal führt die 9,5 km lange Tour über

zahlreiche Brücken und Stege und vorbei an Felsformationen

mäßig bis kräftig steigend durch die wild-romantischen Gertelbach-Wasserfälle.

Im Sommer bieten sie eine angenehme

Abkühlung. Entlang des Weges begeistern Ausblicke über das

Bühlertal und die Vorgebirgslandschaft bis weit ins Rheintal.

Unterwegs lädt das Waldgasthaus Kohlbergwiese zur Rast ein.

Es ist ein kleines Paradies inmitten des Waldes mit viel Herz

für Kinder, die sich hier abseits vom Verkehr auf der Spielwiese

oder an einem der zahlreichen Spielgeräte austoben können.

Ebenso familienfreundlich zeigt sich der Panoramaweg Kappler

Genusstour; 9 km durch Streuobstwiesen, Reben und Wald

zur Burgruine Alt-Windeck, von wo sich ein Ausblick auf die

Rheinebene bis zu den Vogesen bietet. Denn der Abenteuerspielplatz

und der Walderlebnispfad bei der Burg machen die

Tour für die ganze Familie interessant. Auf dem Weg laden verschiedene

Gasthäuser zur Einkehr ein.

Durch eine der steilsten Weinlagen Europas, den Engelsberg,

verläuft die 5 km lange AugenBlickRunde am gleichnamigen

Hausberg der Gemeinde Bühlertal. Der Name rührt von einer

88 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


Moment der Zweisamkeit am Gertelbach-Rundweg

An den Gertelbach Wasserfällen

In den Weinbergen oberhalb von Bühlertal

Fotos: © Ferienregion Bühl-Bühlertal

Felsformation in Gestalt eines Engels. Im Verlauf des – ebenfalls familienfreundlichen

– Weges wechseln sich Weinberge, Wiesen und Waldpassagen

mit einem sich immer wieder verändernden Panorama und

dem Ausblick bei der Emil-Kern-Hütte am höchsten Punkt des Weges

als Höhepunkt.

So schmeckt und feiert die Region

Kulinarik, Kultur und Gastfreundschaft gehören zur Ferienregion

Bühl-Bühlertal wie die Schwarzwaldhöhen und die Weinlagen. Die

Bandbreite der Gastronomie reicht von traditionellen Gasthöfen und

urigen Höhengasthäusern bis hin zu exzellenten Restaurants.

Veranstaltungen, die die regionalen Schätze feiern, gibt es viele, besonders

der Herbst lockt mit zwei Anlässen, die einen Besuch hier lohnen.

Immer am 3. Oktober findet der Bühlertäler Weinwandertag statt. Hier

verbinden sich die Themen Wandern, Wein und Gaumenfreuden auf geradezu

geniale Weise. Und rund um den Weinwandertag bündeln die

Bühlertäler Weinwochen drei Wochen lang Hochgenuss aus Küche und

Keller. Außerdem findet jedes Jahr rund ums zweite September-Wochenende

(10.-14.9.2020) ein großes Fest zu Ehren der „Nationalfrucht“

der Region, der Bühler Zwetschge, statt. (ae)

INFO: www.buehl-buehlertal-ottersweier.de

Die Burgruine Alt-Windeck

Aussichtspunkt an der AugenBlickRunde in Bühlertal

www.wandermagazin.de

89


WANDERZIEL BEST OF WANDERN-AWARD

HOLT EUCH

den BoW-AWARD!

Wandermagazin hilft Leser-Duo

beim Wettbewerb – jetzt mitmachen!

Wandere dich reich – besuche möglichst

viele Regionen. Auf diesen Nenner lässt sich

das Motto des Best of Wandern (BoW)-Award

bringen. Die Aktion startet am 01.01.2020.

Bild links:

Das Dösental bei

Mallnitz im

Nationalpark Hohe Tauern,

Kärnten

© NPHT, Franz Gerdl

Bild rechts:

Best of Wandern/

Thomas Bichler

Zur Verfügung steht ein Portfolio

der ausgezeichneten BoW-Regionen

in Deutschland, Österreich, der

Schweiz, Belgien und Luxemburg. Der

kostenlose Verleihservice moderner

Outdoormaterialien vor Ort ist das zweite

Markenzeichen der seit zwölf Jahren henden Kooperation, die den BoW-Award ins Le-

ben ruft. Diesen holt, wer bis Ende 202121 die meisten

beste-

der aktuell elf BoW-Regionen besucht und bewandert

hat. Gewinner sind aber viele: Schon ab drei besuchten Regionen

gibt es wanderbare Preise – vom Trekkingschirm bis

zum Überrock! Den Wandermaterial-Verleihservice, erholsame

Stunden und imposante Natureindrücke garantiert die

Kooperation allen Gästen ohnehin.

Für die Teilnahme am BoW-Award braucht man nichts weiter

als einen „Stempelpass“, Wanderlust, Zeit und Muße. Den Stempelpass

gibt es gratis vor Ort, etwa in den BoW-Testcentern, wo

man auch wetterfeste Jacken, interaktives Kartenmaterial und

passende Navigationsgeräte für einen Tag ausleihen kann. Den

Stempelpass dagegen behält der Wanderer bei sich und wird

in der nächsten BoW-Region erneut vorgelegt und abgestem-

Mitmachen & gewinnen

Das Wandermagazin unterstützt gemeinsam mit

der Nationalpark-Region Hohe Tauern Kärnten ein

Wander-Duo beim Sammeln für den BoW-Award.

Unsere Stempelpass-Starthilfe beinhaltet:

drei Übernachtungen, Ausrüstung & Verpflegung

für zwei Personen in der BoW-Region Nationalpark-Region

Hohe Tauern Kärnten

Somit gibt es auch den ersten Wanderpass-Stempel gratis.

Sie möchten mitmachen und den ersten Stempel in Kärnten

gratis sammeln? Dann schreiben Sie uns, warum Sie ein heißes

Kandidaten-Duo für den BoW-Award sind (bis 12.03.2020),

an: info@best-of-wandern.de

Das Gewinner-Duo wird schriftlich benachrichtigt.

Der Reisetermin ist flexibel, wobei der

Wunschtermin mit der Region

abgestimmt wird.

pelt. Ziel ist es, innerhalb von zwei Jahren

so viele BoW-Regionen wie möglich besucht

zu haben: Wer zum Stichtag 31.12.2021 die

höchste Anzahl an Stempeln gesammelt hat,

erhält eine komplette Wanderausrüstung im

Wert von 1.700 €. Wer besonders schnell ist

und sogar noch vor dem Stichtag einen vollen

Pass vorweisen kann, sollte umgehend

Kontakt zu Best of Wandern aufnehmen. In

allen anderen Fällen gilt: Glück mitbringen!

Bei mehreren Einsendungen mit gleicher

Stempelanzahl entscheidet nämlich das Los!

90 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


Die Belohnungen fürs Sammeln

beim BoW-Award

BoW-Award: Eine komplette Wanderausrüstung im

Wert von 1.700 € gewinnt derjenige, der zum Stichtag

31.12.2021 die meisten BoW-Regionen erwandert

und somit die meisten Stempel gesammelt hat.

Pass- und Stempelstellen im Detail

Den Stempelpass gibt es jeweils in der örtlichen Touristinfo, bei

Partnerbetrieben und den Testcentern vor Ort. Dort kann man

auch gleich Equipment ausleihen, es auf einer Wandertour testen

und sich nach Rückgabe den ersten Stempel abholen. Wer

außerhalb der Testcenter-Öffnungszeiten auf Tour geht, macht

unterwegs ein Beweisfoto von sich vor einer Wegmarkierung

oder einem markanten Punkt, der für die Region steht. Das Selfie

bitte direkt an info@best-of-wandern.de mailen und bis zum

Nachtrag des Stempels aufbewahren. (ae)

Silbermedaille: DERTOUR-Wochenende

(Ü/DZ inkl. HP im Parkhotel Sonnenhof in

Oberammergau, Wert 800 €)

Bronzemedaille: Tubbs Schneeschuhe für

ein Wander-Duo ( Wert 400 €)

4. Platz: ein Tahuna/Teasi GPS-Gerät

5. Platz: ein Paar Scarpa Wanderschuhe

6. Platz: Wanderstab (Gemse/Lebenshilfe Detmold)

7. Platz: ein Paar Wanderstöcke (Black Diamond)

8. Platz: Wanderrucksack (VAUDE)

4 x 9. Platz: Trekkingschirm (Euroschirm), warmer

Überrock (Warmini), ein Paar Snowline Spikes

oder ein Optik-Reinigungsset (ZEISS)

(Bei mehreren Einsendungen mit gleicher Stempelanzahl

entscheidet das Los)

www.wandermagazin.de

91


WANDERZIEL FRANKENALB

Raritäten nahe der

Metropolregion Nürnberg

Konrads geologische und botanische Wanderung

im Nürnberger Land (Frankenalb)

Eine sehr abwechslungsreiche Tageswanderung zwischen

Etzelwang und Unterartelshofen (Vorra) führt aus wasserreichen

Tälern über Hochflächen mit Trockentälern, Felsen

und an einer Höhle vorbei. Besondere Naturschönheiten sind

hier auch seltene Pflanzen – von denen die Orchideen besonders

beliebt sind. Die Wiesen oberhalb von Hirschbach bieten

dafür gute Fundorte und wer im Juni auf der hier beschriebenen

Route unterwegs ist, findet unmittelbar am Weg mehrere Arten

blühend. Es sind echte Raritäten, denn alle diese Orchideenarten

sind derzeit mehr oder weniger rückläufig und gesetzlich

geschützt.

Zum Goldenen Hirschen an. Dieses eignet sich auch sehr für

eine Abschlusseinkehr, wenn man die Tour hier beendet. Kurz

nach Hirschbach endet die Fahrstraße und man ist nur noch von

Wald, Wiesen und Felsen umgeben. Bänke laden zum Verweilen

in der wunderschönen Landschaft ein, die gar nicht weit vom

Großraum Nürnberg entfernt liegt.

Auf dem Weg von Etzelwang nach Schmidtstadt führt die Wanderung

im Wechsel von Wald und waldfreien breiten Senken, die

landwirtschaftlich genutzt werden. Es sind ehemalige Täler, die

heute trocken gefallen sind. Höchstens nach der Schneeschmelze

oder nach Starkregen können sich in Vertiefungen noch kurzzeitig

Wasserläufe befinden.

Der Prellstein ist eine Dolomitkuppe oberhalb des Hirschbachtals.

Sie ist Teil eines Riffes im ehemaligen Jurameer, dessen

Kalkstein aus dem Wasser Magnesium eingelagert hat, wodurch

eine besondere Festigkeit zustande kam.

Das Reichental führt von Hirschbach mit geringer Steigung auf

die Alb. Ehe man hier nach etwa halber Strecke Hirschbach

verlässt, bietet sich eine Einkehr im historischen Gasthaus

Der Name „Prellstein“ erinnert an Heinrich Prell, der hier

die erste fränkische Wanderkarte entwarf.

92 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


einem 35 m tiefen Schacht erweitert wurden. Die sich im Winter

hier sammelnde Kaltluft kann nicht entweichen, so dass die

Temperatur auch im Sommer unter 5 ° C liegt.

Auf dem Weg nach Unterartelshofen

Nach dem Windloch folgt nochmals ein kurzer steiler Aufstieg,

danach geht es nur noch mit geringen Höhenunterschieden

im Wechsel durch Wald und an schönen Waldwiesen vorbei,

die manche botanische Rarität bieten. Besonders schön ist der

Abstieg nach Unterartelshofen auf der Sonnenseite eines Talhangs.

Im Spätwinter ist das ein Erlebnis, wenn neben dem Weg

oft bereits Anfang März ganz zaghaft die gelb bis rot gefärbten

Blüten der Kreuzblume zu finden sind. Dann weiß man, dass in

der Alb der Frühling naht.

Text und Fotos:

Dr. Konrad Lechner

Das Gasthaus „Zum Pechwirt“ in Unterartelshofen

Das seit über 100 Jahren bestehende Gasthaus ist immer einen

Besuch wert. Es liegt direkt am Weg und ist nur 20 Minuten vom

Bahnhof Vorra entfernt. Nach einer solchen großen Tour darf man

hier die Stunde der Ankunft durchaus ein wenig feiern. Die gemütliche

Gaststube mit dem mächtigen Kachelofen, der auch an kühlen

Sommertagen etwas warm ist, lädt zur Schlusseinkehr ein.

Blumen am Weg

Das Rote Waldvögelein (Cephalanthera rubra) erkennt man an

seinen roten Blüten, den nach oben schmaler werdenden lanzettlichen

Blättern und dem etwas gebogenen Stängel. Man findet

es oft zusammen mit der Braunroten Ständelwurz in den

Kalkgebieten Süd- und Mitteldeutschlands, etwas später als die

anderen hier genannten Orchideen.

Das Windloch bei Großmeinfeld

In der Fränkischen Alb befinden sich mehrere hundert Höhlen.

Sie entstanden fast ausschließlich durch die lösende Kraft des

Wassers im Bereich von Spalten, kleinen Trennflächen im Gestein

(Klüfte) und Schichtfugen unterhalb des Grundwasserspiegels.

Da dieser in geologischen Zeiträumen gesunken ist,

sind die darüber liegenden Höhlen trocken gefallen. Das Windloch

entstand im Bereich von sich kreuzenden Klüften, die zu

Die Weiße Waldhyazinthe (Plathanthera bifolia) zeichnet sich

durch parallel stehende Staubbeutelfächer aus (ein Unterschied

zur Grünlichen Waldhyzinthe, bei der diese nach unten auseinander

weichen). Sie wird auch Kuckucksblume genannt, da sie

etwa Anfang Juni blüht, wenn der Kuckuck ruft.

Das Weiße Waldvögelein (Cephalanthera damasonium) erkennt

man an den breiten, fast eiförmigen Blättern und ovalen, leicht

Die Höhle Windloch darf nur von Experten mit bester

Ausrüstung betreten werden, da sie kurz hinter dem leicht

abfallenden Eingang abrupt abbricht – Absturzgefahr!

Das Rote Waldvögelein mit seinen

oft geschlossenen Blüten.

Die Weiße Waldhyazinthe mit parallel

stehenden Staubbeutelfächern.

Die Braunrote Ständelwurz hat längliche

Blätter und dunkelrote Blüten. Sie bildet mit

anderen Ständelwurzarten manchmal Bastarde.

www.wandermagazin.de

93


Die Grünliche Waldhyazinthe mit unten

auseinander weichenden Staubbeutelfächern.

Das Große Windröschen hat einen

wesentlich größeren Blütendurchmesser

als das Buschwindröschen.

In Süd- und Mitteldeutschland

kommt die Mücken-Händelwurz

häufig vor, in Norddeutschland

ist sie sehr selten.

Das Große Zweiblatt (Neottia

ovata) mit seiner gespaltenen

Lippe.

Das Weiße Waldvögelein ist in

Süd- und Mitteldeutschland weit

verbreitet.

gelblichen Blüten. Diese sind meist weitgehend geschlossen, so

dass Selbstbestäubung häufig ist. Es werden viele extrem kleine

Samen gebildet, die der Wind verweht. Dadurch ist das Weiße

Waldvögelein in manchen Gegenden noch sehr häufig.

Die Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea) trägt ihren

Namen wegen des mückenartigen Aussehens ihrer Blüten.

Ihr starker Duft lockt Tag- und Nachtfalter an. An den Boden

stellt sie weniger Ansprüche als viele andere Orchideen. Den

in dem langen dünnen Sporn enthaltenen Nektar erreichen nur

Schmetterlinge mit einem langen Rüssel.

Das Große Zweiblatt (Neottia ovata) gehört zu den etwas häufiger

vokommenden Orchideen. Man erkennt es an zwei großen

ovalen Blättern und dem grünlichen, recht unauffälligen Blütenstand.

Dadurch wird die Pflanze in ihrer Umgebung oft übersehen.

Das Große Windröschen (Anemone sylvestris) blüht ebenfalls

im Juni, kommt oft zusammen mit Orchideen vor und ist ebenfalls

geschützt. Die eurosibirische Pflanze erreicht in Deutschland

die Westgrenze ihres Areals, weiter westlich tritt sie noch

vereinzelt auf.

WANDERQUALITÄT

GEPRÜFTE

2 0 5 / 2 0 1 9

TIPP

TOURENTIPP

S

Tagestour von Etzelwang nach Vorra

Vom Bahnhof Etzelwang führt der Weg hinab zur Hauptstraße und mit der Markierung roter Punkt

bis zur Wiesenstr. Wenige Meter auf dieser, dann rechts auf eine Anhöhe zu einer Kreuzung. Ab hier

ohne Markierung rechts hinab zu einer Straße und nochmals rechts bis zu einer Weggabelung. Hier

mit rotem Punkt links aufwärts bis zu einer weiteren Weggabelung. Links weiter mit rotem und

gelbem Punkt aus dem Wald und rechts abwärts zu einer T-Gabelung. Nun nur mit rotem Punkt

links und nach Querung eines Trockentals weiter nach Schmidtstadt. Hinter der Ortschaft rechts am

Waldrand entlang bis zu einer Straße, die gequert wird. Dann wieder am Waldrand entlang und zu

einer T-Gabelung. Hier der Markierung grüner Balken folgen auf einen Sattel am Prellstein. Der

Abstiegt erfolgt zunächst durch Wald, dann an Wiesen entlang nach Hirschbach zur Talstraße. Diese

queren und weiter mit grünem Balken durch das Reichental aufwärts zu einer Wegekreuzung. An

dieser links weiter mit dem grünem Balken und dem Wegweiser zur Höhle Windloch. Vom Windloch

weiter aufwärts und vor dem Lohügel rechts abwärts zu einer Wegekreuzung. Hier links weiter mit

dem grünen Balken, teilweise durch Wald und streckenweise an Wiesen entlang zu einer Weggabelung.

An dieser rechts mit der Markierung Nr. 3 zunächst durch Wald, dann über eine Rodungsfläche

zu einem Fahrweg, der links nach Unterartelshofen hinab zur Talstraße führt. Vor dem Gasthaus

Pechwirt die Talstraße und den Fluss queren. Dann links zwischen Fluss und Bahnlinie in etwa 20

Minuten zum Bahnhof Vorra.

m

750

600

450

300

150

km 2 4 6 8 10 12 14

Rundwanderung Gesamtlänge: 15 km

Gehzeit: ca. 5,5 Std.

Höhenmeter: 350 m 414 m

Schwierigkeit:

START/ZIEL

Etzelwang (Bhf.)/Vorra (Bhf.)

MARKIERUNG

nicht einheitlich, nach Beschreibung

AN-/ABREISE

PKW: 92268 Etzelwang, Rückreise von Vorra

über Hersbruck (rechts der Pegnitz) mit DB nach

Etzelwang

ÖPNV: Etzelwang DB Station, Vorra DB Station,

mit stdl. Halt in beide Richtungen; Hirschbach –

Hersbruck (rechts der Pegnitz) VGN Buslinie 446

KARTE:

Nürnberger Land Frankenalb UK50-18 1:50.000,

ISBN 978-3-89933-557-6 LVGA, 8,90 Euro

TIPP DES AUTORS

Wer nur bis Hirschbach wandert, kommt trotzdem

an den Orchideenstandorten vorbei, es fehlen das

Reichental und das Windloch. Dann: Länge 8 km,

Höhenmeter auf 200 m, ab 250 m.

EINKEHR (DIREKT AM WEG):

Hirschbach: Gasthaus Goldener Hirsch,

Tel. 09152/98 63 00

Unterartelshofen: Beim Pechwirt, Tel. 09152/85 55

INFO: Nürnberger Land Tourismus, Dienststelle

Hersbruck, Tel. 09123/9 50-6062

www.nuernberger-land.de

94 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


„Geh, denn es ist

gut für dich.“

Der Lutherweg in Sachsen-Anhalt

E

s ist eine Geschichte, die jeder kennt: Am 31. Oktober

1517 schlägt Martin Luther seine 95 Thesen an die

Schlosskirche Wittenberg in Sachsen-Anhalt. Er hinterfragt

das damalige System der katholischen Kirche und

stößt eine globale Reformation an. Martin Luther wird zu

dem wohl bekanntesten Theologen der Welt.

Wo Reformationsgeschichte geschrieben wurde

Nachspüren kann man den Wegen Martin Luthers und der

Geschichte der Reformation auf dem Lutherweg, den es in

sieben Bundesländern gibt. Der Lutherweg in Sachsen-Anhalt

ist der Ursprung und Impulsgeber. Auf über 460 km

führt der Pilgerweg inzwischen auf einem Rundweg von

Lutherstadt Wittenberg bis Mansfeld Lutherstadt und von

Zerbst bis Magdeburg. Er passiert wichtige Stationen des Lebens

Martin Luthers, führt zu Kirchen und wichtigen Schauplätzen

der Reformation. Als kulturelles Zentrum ist u. a. die

Lutherstadt Wittenberg hervorzuheben, in der Martin Luther

40 Jahre lang lebte und arbeitete. In den historischen Gassen

fühlt man sich zurückversetzt in die frühe Neuzeit. Eine

wichtige Sehenswürdigkeit ist die im Jahr 1506 errichtete

Blick vom Markt aus auf die Stadt- und Pfarrkirche St.

Marien in Lutherstadt Wittenberg – ein UNESCO-Welterbe

Blick zum Schloss

Bernburg, gelegen

an der Saale.

Fotos: © Deutsche

Lutherweg-

Gesellschaft e.V.,

Fotograf Karin

Böhme freistil

Schlosskirche. Auch heute noch können Besucher dort die

95 Thesen Martin Luthers lesen. Sie sind, in schwere Bronze

gegossen, am Portal der Wittenberger Schlosskirche zu besichtigen.

Eine weitere wichtige Station im Leben Luthers ist

Eisleben. Im Jahr 1483 wurde er dort geboren, im Jahr 1546

starb er dort – sowohl das Geburtshaus als auch sein Sterbehaus

sind heute öffentlich.

Pilger-Wander-Weg

Über das Pilgern sagte Luther: „Zu der Zeit, das das Evangelium

anging, saßen die Apostel und ihre Jünger nicht also auf

Schlössern, Stiften und Klöstern, und marterten die Leute

mit Briefen und Geboten zu sich, wie jetzt die Bischofsgötzen

tun; sondern zogen um in die Länder als die Pilgrim, und hatten

weder Haus, noch Hof, weder Raum, noch Stätte, weder

Küche, noch Keller.“ (Martin Luther, Fastenpostille, 1525)

Pilgern und Wandern auf den Spuren Luthers und der Reformation,

Erhohlung in der Natur, innere Einkehr auf dem

Lutherweg: Neben kulturgeschichtlichen und historischen

Höhepunkten sind es auch einmalige Landschaften, die begeistern.

Wasserwege, Flüsse und Seen, die Sachsen-Anhalt

wie ein „Blaues Band“ durchziehen, begleiten den Wanderer

auf seinem Weg, bunt blühende Parks sowie Schloss- und

Klostergärten sorgen für Entspannung und

Ruhe. Eine Wanderung auf dem Lutherweg ist

ein besonderes Erlebnis – und das nicht nur

für Pilger. (ag)

INFO: www.lutherweg.de

www.wandermagazin.de

95


AUSRÜSTUNG I PRAXISTEST

WANDERQUALITÄT

GEPRÜFTE

T E S T S I E G E R

205

2019

PRAXISTEST

Dehnbare Wanderhosen

von Dr. Ulrike Poller

und Dr. Wolfgang Todt

DIE KANDIDATEN:

Hosen 280 g bis 450 g:

Black Diamond Alpine Softshell Pants

Haglöfs Rugged Flex Pants

Outdoor Research Ferrosi Pants

Hosen 450 g bis 600 g:

Bergans Rabot 365 Pants

Fjällräven Keb Trousers

Jack Wolfskin Activate XT Hose

La Sportiva Avant Pant

Maier Sports Naturno Wanderhose

TESTSIEGER

Black Diamond und Fjällräven

Die Wanderhose ist essentiell, wenn man draußen unterwegs ist. Dabei

kommt es neben einer guten Ausstattung auf den Tragekomfort und die Bewegungsfreiheit

an, denn eine kneifende Hose vermiest die schönste Wandertour.

Perfekt geeignet sind Softshellhosen oder Hosen mit Stretcheinsätzen.

Beide Modellvarianten versprechen gute Passform und Dehnbarkeit.

Im Praxistest haben sich diesmal acht Kandidaten in zwei „Gewichtsklassen“

bewähren müssen. Dabei ist es uns gelungen, ein hochkarätiges und

sehr ausgeglichenes Testfeld zusammenzustellen. Gut für den Wanderer,

denn alle Kandidaten sind einfach klasse und wirklich empfehlenswert,

schwierig für den Praxistester, denn bei identischer Benotung über kleine

Unterschiede zu einer Entscheidung und Reihenfolge zu kommen, das ist

gar nicht so einfach.

Was macht eine gute Wanderhose aus?

Damit eine Hose beim Wandern Freude macht, sollte sie aus einem geeigneten

Material gefertigt sein. Sicherlich kann man beispielsweise auch

in Jeans wandern, aber wenn es um so wichtige Kriterien wie eine schnelle

Rücktrocknung, Bewegungsfreiheit, Wetter- und UV-Schutz sowie die

Ausstattung geht, sind „echte“ Wanderhosen deutlich besser.

Meist kommen Polyester oder Polyamid als Hauptmaterial zum Einsatz.

Mischungen auch mit Baumwolle (z.B. im legendären G-1000®) sind ebenfalls

verbreitet. Elasthan sorgt für Dehnbarkeit, eine wichtige Eigenschaft,

wenn beim Wandern auch mal höhere Stufen oder Kletterstellen zu überwinden

sind.

Wichtig ist neben dem funktionellen Material die Ausstattung. Gibt es

ausreichend große Taschen, von denen mindestens eine sicher verschließbar

sein sollte? Sind die Taschen gut zugänglich? Der Bund sollte Gürtelschlaufen

aufweisen. Ganz wichtig ist schließlich der Beinsaum. Ist er zu weit,

besteht die Gefahr, z. B. an Wurzeln, hängen zu bleiben. Daher ist eine Weitenregulierung

der Beinsäume sehr wichtig und sinnvoll.

DIE ENTSCHEIDUNG:

In der Gruppe mit Hosen bis 450 g Eigengewicht konnte

sich die leichteste Hose im Test, die Ferrosi Pants

von Outdoor Research genau wie die Haglöfs Rugged

Flex Pants mit überzeugender Leistung ein „sehr gut“

sichern. Ein klein wenig die Nase vorn hat in dieser

Gruppe aber die Alpine Softshell Pants von Black Diamond.

Dank der perfekten Passform in Kombination

mit ausgewogener und funktioneller Ausstattung gab

es für dieses Modell neben dem „sehr gut“ auch das

Testsiegel.

In der Gruppe mit einem Eigengewicht über 450 g

wetteiferten gleich fünf Modelle um das begehrte

Testsieger-Label. Dabei konnten sich die La Sportiva

Avant Pant, die Jack Wolfskin Activate XT Hose sowie

die Maier Sports Naturno Wanderhose als klassische

Softshellhosen aus dehnbarem 4-Wege-Stretch

Material jeweils souverän ein „sehr gut“ sichern.

Auch die Hybridhose Rabot 365 Pants von

Bergans, die teils aus 2-Wege-Stretch,

teils aus 4-Wege Stretch besteht und mit

wasserdichten Knie- und Gesäßpartien

aufwartet, erhielt ein „sehr gut“. Den

Testsieg bekommt in dieser Gruppe aber

die teilelastische, hervorragend ausgestattete

Fjällräven Keb Trousers,

die extrem robustes G-1000® Eco

mit 4-Wege-Stretch Bereichen

kombiniert und so sehr gute Bewegungsfreiheit

bietet.

96 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


WANDERQUALITÄT

GEPRÜFTE

205

2019

WANDERQUALITÄT

GEPRÜFTE

205

2019

T E S T S I E G E R

T E S T S I E G E R

Grundlagen

Gewicht

Stretchart

Black Diamond

Alpine Softshell

Pants

390 g


Maier Sports

Naturno Wanderhose

4-Wege-

Stretch

Gewicht bis 450 g

Haglöfs

Rugged Flex

Pants

413 g


teilweise

4-Wege-

Stretch

Outdoor

Research

Ferrosi Pants

277 g


4-Wege-

Stretch

Bergans

Rabot 365

Pants

557 g


teilweise

4-Wege-

Stretch, sonst

2-Wege Stretch

Fjällräven

Keb

Trousers

*Die Bewertungskriterien (jeweils 100% erreichbar): 1. Grundlagen: Gewicht, Temperaturbereich, Stretchart, UV-Schutz, DWR PFC-frei? 2. Ausstattung: Taschen, Gürtelschlaufen,

Dehnbund, Beinabschluss, Zusatzausstattung 3. Tragekomfort & Praxis: Passform, Bewegungsfreiheit, Haptik, Tragekomfort 4. Siegel: bluesign, Öko-Tex,

ISO etc. und fair wear, fair trade etc.

578 g


teilweise

4-Wege-

Stretch

Den ausführlichen Testbericht können Sie auf www.wandermagazin.de kostenlos

als pdf-Datei downloaden. Dort finden Sie auch weitere Testberichte aus den letzten Jahrgängen.

Gewicht ab 500 g

Jack Wolfskin La Sportiva

Activate XT Avant Pant

Hose

511 g


4-Wege-

Stretch

505 g


4-Wege-

Stretch

PFC-frei ja keine Angabe ja ja ja ja ja

500 g


4-Wege-

Stretch

Preis & Info

Preis 120,00 € 89,90 € 210,00 € 219,95 € 99,95 € 119,95 €

Herstellungsland Vietnam Vietnam Vietnam China Vietnam Kambodscha Vietnam China

Homepage

haglofs.com

bergans.com fjallraven.de jack-wolfskin.

de

lasportiva.com/

de

eu.blackdiamondequipment.com

outdoorresearch.com

maiersports.com

Bewertung

Grundlagen 1 75 % 80 % 85 % 80 % 90 % 90 % 85 % 85 %

Ausstattung 2 75 % 50 % 71 % 88 % 58 % 58 %

Komfort & Praxis 3 100 % 100 % 100 % 100 % 100 %

Siegel 4 33 % 0 % 33 % 0 % 0 % 0 % 33 %

Gesamtbeurteilung sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut

WANDERQUALITÄT

GEPRÜFTE

S C H N E L LT E S T

205

2019

Kuschel-Alarm

Woolpower Zip Turtleneck 200

Schnelltest

© W. Todt

Das Besondere: Auf der Suche nach kuschligen,

warmen Midlayern aus nachhaltigem Material

sind wir bei Woolpower gelandet und haben das

in Schweden produzierte Zip Turtleneck 200,

einen langärmeligen Merino-Mischpullover,

beim Wandern ausprobiert. Dank ausgeklügelter

Verarbeitung und bester Merinowolle aus Südamerika,

sind wir auch bei widrigem, feucht-kaltem

Wetter bestens gewärmt unterwegs gewesen

und haben uns schnell von der Leistungsfähigkeit

dieses Produkts überzeugen lassen.

Der Schnelltest: Wir haben das Zip Turtleneck

200 bei Wanderungen im Mittelgebirge ausprobiert.

Der Pullover hat einen 20 cm langen Reißverschluss

und einen hohen, angenehm weich am

Hals anliegenden Kragen. Zur Anwendung

kommt sogenanntes „Ullfrotté 200“, das aus

60 % Merinowolle, 25 % Polyester, 13 % Polyamid

und 2 % Elasthan besteht. Die Pflegeeigenschaften

sind beachtlich: Das Shirt kann bei bis

zu 60° C gewaschen werden und bei kühlen

Temperaturen sogar in den Trockner gegeben

werden, ohne Form oder Größe zu verlieren.

Allerdings muss man den Pulli nicht oft waschen,

denn dank der natürlichen Geruchshemmung

der Merinowolle genügt es in der

Regel, das Shirt über Nacht auszulüften.

Der Unterschied zwischen „normalen“

Merinopullovern und denen von Woolpower

ist die Verarbeitung: Woolpower-Shirts aus

Ullfrotté sind ziemlich leicht und haben eine

glatte Außenseite. Auf der Innenseite ist das

Woll-Synthetikgemisch aber so gestrickt, dass

sich zahlreiche kleine Schlaufen bilden, die

sehr viel Luft einschließen. Das ist das Geheimnis

der sagenhaften Isolation der Woolpower

Produkte. Selbst in der dünnsten angebotenen

Qualität von 200g/m 2 fühlt man sich schon

sehr warm. Für das deutsche Mittelgebirge ist

diese Stärke als wärmende Mittelschicht absolut

perfekt. Wer kälteren Temperaturen trotzen

muss, kann zu den dickeren Varianten aus

400g/m 2 greifen und wird mollige Wärme bei

gleichzeitig hervorragendem Feuchtigkeitsmanagement

und hohem Tragekomfort erleben.

Fazit: Egal in welcher Materialstärke, die Woolpower

Unisex-Merinoshirts überzeugen auf

ganzer Linie. Die extrem weiche, anschmiegsame

Haptik sowie die sehr gute Isolationsleistung

machen das Zip Turtleneck 200 und die anderen

Modellvarianten zu idealen Begleitern beim

Wandern in der kalten Jahreszeit. (up)

Gewicht: 250 g

Preis: 109,90 €

www.woolpower.de

www.wandermagazin.de

97


AUSRÜSTUNG | TRENDTHEMA SCHNEESCHUHWANDERN

Foto: LEKI, © Ernst Wukits

Auf großem Fuß

Der Winter war jahrzehntelang in der Hand der Skifahrer, egal

ob Abfahrt oder Skitour. Mittlerweile haben sich Schneeschuhe

etabliert und bescheren auch den Tourismusregionen neue Besucher.

Schneeschuhtouren sind eine Möglichkeit, auch ohne teuren

Skipass den Schnee zu genießen.

Moderne Schneeschuhe haben die Trapper-

Romantik hinter sich gelassen und sind heute

Hightech-Produkte. Hier das Modell Lightning

Ascent von MSR.

© Cascade Designs

Ein Vorurteil besagt, dass Schneeschuhwanderer

dies nur tun, weil sie nicht Skifahren können.

Das ist natürlich Quatsch, denn wer würde

ernsthaft einem Läufer unterstellen, nicht

Radfahren zu können? Natürlich kommt man

mit Ski oder Rad schneller vorwärts und bergab

kann man sich gleiten respektive rollen lassen,

aber wer Winterwelten auf Geschwindigkeit

reduziert, hat die Schönheit einer

verschneiten Winterlandschaft nicht verstanden.

Schneeschuhwandern ist Genuss pur, ist

Entschleunigung, ist Erholung und maximales

Körpertraining in einem. Schneeschuhwandern

ist Trend. Und nicht nur, weil im Winter

in manchen Regionen Skitouren einfach

nicht mehr möglich ist.

Easy Going

Das Beste an Schneeschuhen:

Jeder, der laufen kann, kann

schneeschuhlaufen. Das ist in

der Tat ein Vorteil gegenüber dem

Skifahren, erlaubt aber nicht den arroganten

Umkehrschluss. Man muss keinen Kurs

belegen und braucht keinen Pass. Schneeschuhe

anlegen und losgehen. Der Rest

kommt dann: Gewöhnung ob der ungewohnten

Schrittbreite. Die Füße richtig

anheben, damit man vorne nicht im

Schnee steckenbleibt. Bei Wendemanövern

nicht auf die eigenen „Schneefüße“

treten. Und, wie beim Laufen, ruhig atmen

lernen. Schneeschuhlaufen ist nämlich

durchaus anstrengend. Da kommt man

schnell außer Puste.

Ansonsten heißt es „Probieren geht über

Studieren“ oder einfach loslegen. Solang

der Untergrund fest ist, kommt man

gut vorwärts. Wenn der Pulverschnee meterhoch

liegt, wird es anstrengend, aber

auch der Spaßfaktor steigt. Und wenn

man mal ins weiche Weiß hineinplumpst?

Schwamm drüber, denn das ist Winter

und da man ohne Tempo unterwegs ist, ist

das Verletzungsrisiko gering. Dann stellt

man auch schnell fest, dass das hinuntergleiten/-rennen

in Schneeschuhen mindestens

so viel Gaudi bringt wie Skifahren.

Der richtige Schneeschuh

Das Angebot an Schneeschuhen ist groß.

Die romantisch verklärten Holzrahmen

98 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


mit Lederriemenbespannung à la Jack

London gehören längst der Vergangenheit

an, auch wenn man sie noch findet. Heute

ist der Schneeschuh ein Hightech-Gerät

aus Aluminium, Carbon oder einem speziellen

Kunststoff. Das Verdeck besteht

meist aus Hypalon, einem gummiähnlichen,

verstärkten Planenmaterial. Das ist

reißfest, robust, verrottungsbeständig, UV

stabil und kälteresistent. Manchmal auch

aus einfacherem PVC oder ähnlichem.

Halt und Rutschfestigkeit bekommt der

Schneeschuh über die Krallen. Die beweglichen

Frontkrallen sowie die Spikes oder

Harscheisen unter dem Fuß und im Fersenbereich

bestehen meist aus gehärtetem

Edelstahl. Erstere helfen in der Vorwärtsbewegung,

letztere verhindern ein seitliches

Wegrutschen im Gelände. Manche

Schneeschuhe haben anstelle eines Rohrrahmens

einen Metallrahmen, der insgesamt

als Harscheisen wirkt. Kunststoffmodelle

sind sehr kompakt und eher für

steiles Gelände gemacht. Auch bei ihnen

wirken große Teile des Rahmens als

Harsch eisen, um ein Rutschen zu vermeiden.

Die Bindungsverstellung des Schneeschuhs,

die den Fuß fest umschließt, sollte

unkompliziert und mit Handschuhen bedienbar

sein. Schlaufsysteme, komplizierte

Haken oder Schnallen zum Durchfädeln

machen das An- und Ausziehen kompliziert.

Ideal ist eine Boa®-Drehverschluss-

Fixierung oder ein System, das durch Zug

nach oben fixiert und per Druckknopfmechanismus

gelöst werden kann. Da vor

allem Bindungs- und Krallensysteme sehr

unterschiedlich sind, ist die Preisspanne

bei Schneeschuhen hoch. Sie bewegt sich

zwischen knapp unter 100 Euro bis weit

über 300 Euro.

rechts: Von der klassischen

Beaver Tail Form ist nur

noch ein „Schwänzchen“

geblieben. Dafür lässt sich

mit der schmäleren Form

besser laufen. Modell Atlas

Elektra.

© Atlas

rechts: Schneeschuhwandern

ist etwas für die

ganze Familie. Für

Kinder gibt es spezielle

Schneeschuhe wie etwa das

Modell Tubbs Snow

Glow.© Tubbs

unten: Auch

Schneeschuhwanderer

sollten im Gebirge immer

eine komplette Lawinenschutzausrüstung

dabei

haben. Foto: LEKI,

© TorstenWenzler

Welcher Schneeschuh für was?

Die traditionelle Form des Schneeschuhs

ist der Beaver Tail (Biberschwanz)

mit großem ovalen Kopf,

der in einem spitz zulaufenden

Schwanz endet. Weil das hintere

Ende meist im Schnee schleift, sagt

man dem Beaver Tail eine gewisse

Spurtreue, aber auch ebensolche

Trägheit nach. Heutige Formen sind

weniger oval, damit man besser die

Füße nebeneinander aufsetzen kann.

Manche Modelle sind sogar etwas tailliert,

was das normale Laufen weiter

forcieren soll. Grundsätzlich gilt: Je

größer die Fläche des Schneeschuhs, hs,

desto besser der Auftrieb im Pulverschnee.

Drei Fragen sollte man für sich vor dem

Kauf des Schneeschuhes geklärt haben:

• Welche Art von Touren habe ich vor?

• In welchem Gelände bin ich unterwegs?

• Wie viel Gewicht wird den Schneeschuh

belasten (Körper- und Rucksackgewicht)?

Wer alpine Tagestouren mit leichtem em

Rucksack machen will, braucht einen en

kompakten Schneeschuh mit Steighilfe e

und starken Krallen und Harscheisen.

Wer in den Weiten Skandinaviens auf

Wintertour mit viel Gewicht unterwegs

ist, braucht einen Schneeschuh

mit viel Auftrieb und Traglast. Wer in

unübersichtlichem, dicht bewachsenem

Gelände unterwegs ist, ist mit

einem kompakten Schneeschuh gut

bedient, um beweglich zu bleiben.

Schneeschuhläufer greifen dagegen

auf kompakte, asymmetrische Modelle,

die dichter nebeneinander aufgesetzt t

werden können und einen halbwegs normalen

Laufstil ermöglichen. Dabei haben

viele Hersteller nicht nur Kinder-,

Damen- und Herrenmodelle im Programm,

sondern auch Modelle in unterschiedlichen

Längen.

Übrigens: Auch in Schneeschuhe sollte

man vor dem Kauf hineinschlüpfen. Nur

so kann man die Bindung richtig prüfen

und auch erfahren, wie das breitere Laufgefühl

ist. Ziehen Sie dabei ruhig eine dicke

Jacke über, schließlich sind Sie im

Winter draußen im Gelände auch durch

dicke Klamotten eingeschränkt in der Beweglichkeit.

Von Ralf Stefan Beppler

www.wandermagazin.de

99


AUSRÜSTUNG | FUNKTIONSTHEMA WÄRME FÜR DEN WANDERWINTER

© Vaude, Attenberger

ISOLATION

FÜR ALLE WETTER

Lau, kalt, nasskalt oder saukalt – all das kann

der Winter sein. Wie er auch sei, für einen

vergnüglichen Wanderwinter ist das ohne

Bedeutung. Denn, ohne das Phrasenschwein

aus dem Stall zu holen, es gilt: Die

Funktionsvielfalt bei der Isolation bietet was

für alle Wetter, und das auch ohne Daune.

Zunächst eine Richtigstellung: Funktionsbekleidung entwickelt

keine eigene Wärme, sie isoliert vielmehr die Körperwärme vor

eindringender Kälte. Für die Wärme sind immer wir zuständig.

Wenig Schlaf, unzureichende Ernährung und zu wenig Flüssigkeit

fördern das Frieren. Gut trainierte Menschen frieren weniger als

nicht so fitte Zeitgenossen. Das liegt daran, dass die Muskeln auch

in Ruhezeiten arbeiten, was sich gemeinerweise dadurch bemerkbar

macht, dass fitte Menschen sogar im Schlaf mehr Fett verbrennen

als schlecht trainierte. Aktiv kommt man doppelt gut durch

den Winter – und kann jede Menge Winterwanderspaß genießen.

Der Klassiker: Fleece

Als Fleece in den frühen 1990er Jahren auf den Markt kam,

bedeutete das einen Quantensprung für die Funktionsbekleidung.

Fleece ist leicht, pflegeleicht, unempfindlich

trocknet schnell, isoliert aber auch im Nasszustand sogar

noch. Fleece war damals nicht nur irgendein neues Material:

Im Rückblick wurde Polartec Fleece vom US-Time

Magazin als eine der „100 wichtigsten Erfindungen des

20. Jahrhunderts“ gefeiert. Mittlerweile behaupten einige

Outdoorfachleute, Fleece sei tot. Das stimmt nicht. Fleece

Von Ralf Stefan Beppler

boomt: Der japanische Bekleidungskonzern Uniqlo verkauft im

Jahr etwa 50 Mio. Fleecepullis oder -jacken weltweit. Auch andere

Fast Fashion Riesen wie H&M, Zara & Co. kleckern nicht, sondern

klotzen, was den Absatz von Fleece betrifft.

Selbst im Outdoormarkt lebt Fleece, und zwar nicht als Standard-,

sondern als Spezialfleece: High-Loft, Grid Technologien und

Stretchfleece sind die funktionellen Varianten. High-Loft Fleece

sind dicke, pelzige Fleece für besonders große Wärmeisolation. Die

Kehrseite: mehr Gewicht und ein größeres Packmaß. Grid Fleece

haben eine Karostruktur auf der Innenseite – manchmal zusätzlich

auch außen. Diese „Lücken“ im Gewebe bewirken zweierlei:

1. sollen sie im 3-Lagensystem (1. Lage Unterwäsche, 2. Lage Kälteschutz,

3. Lage Wetterschutz) mehr Luft speichern und mehr

Wärme isolieren und 2. wird das Material leichter packbar, weil es

weniger Stoff hat und flexibler ist. Nachteil: Solo ist diese Art Fleece

sehr winddurchlässig. Stretchfleece zeichnen sich durch einen

hohen Elasthan-Anteil aus. Sie werden eng getragen, weil sie durch

die Elastizität viel Beweglichkeit bieten. Dadurch passen sie gut ins

Lagensystem, kommen aber auch solo für bewegungsintensive Aktivitäten

in Frage.

Polyester, das Basismaterial von Fleece, setzt allerdings Mikroplastik

frei. Mit Polartec Power Air und Pontetorto Biopile sind erste

Materialien im Handel, die den Mikroplastikabrieb

reduzieren. Dennoch sollte beim Waschen ein

zusätzlicher Filter benutzt werden, denn

auch andere Kunstfasern, z. B. Acryl oder

Polyamid aus „normaler“ Bekleidung,

haben das Mikroplastikproblem.

Fleece wird immer technischer und nachhaltiger,

wie Polartec Power Air in Grid-Struktur

aus recyceltem PET und mit reduziertem

Mikropartikelabrieb. © Polartec

100 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


Das Naturprodukt: Wolle

Wolle ist der Funktionsmegatrend des jungen 21. Jahrhunderts.

Die hochwertige, kratzfreie Merinowolle hat

mit vielen Mythen aufgeräumt. „Keine Naturfaser“, „Wolle

ist unfunktionell“ oder auch Wolle sei ein „reines Winterthema“

sind längst obsolet. Ob Merinowolle, Tirolwool,

Swisswool, Kamelwolle, Yakwolle, Walkwolle und Loden –

Wolle findet in allen möglichen Varianten in der 2. Lage

Verwendung und namhafte Firmen verarbeiten sie als

Strick- oder Bauschfaserfüllung.

200

Feel the

nature

FUNKTIONSWÄSCHE UND

-BEKLEIDUNG AUS MERINO-

WOLLE UND SEIDE

Wollpullis, vor allem in Walk- (engl. boiled wool) oder

Wollfilzverarbeitungen, waren die Funktionsvorgänger

des Fleece. Auch heute kann man auf sie bauen. Walkwolle

und Loden sind meist etwas schwerer und dann ideal,

wenn sie als 2. Lage ohne 3. Lage getragen werden sollen, etwa

beim Wandern bei Kälte, aber ohne Regen. Ihr Vorteil: Sie sind so

dicht gewirkt, dass sie den Wind abhalten und man nicht auskühlt.

Die Atmungsaktivität bleibt dabei unberührt. Schnee oder leichten

Nieselregen halten sie noch gut ab. Wollpullis oder Wollfleece sind

vergleichbar mit Fleece, eventuell etwas schwerer und manche benötigen

auch mehr Pflege. Viele Nutzer schwören allerdings auf

den hervorragenden Klimakomfort, weil Wolle ein breiteres Wärme-Kältespektrum

abdeckt und weniger schnell zu einem Wärmestau

führt. Bei schweißintensiven Aktivitäten bleibt Wolle dafür

länger klamm und trocknet nicht so schnell. Andererseits hat Wolle

einen immanenten Geruchsschutz. Wolle wird in vielfältigen

Varianten auch als Bauschfüllfaser (siehe nächster Absatz) verwendet.

Sie ist dann leicht, warm und passt auch hervorragend als 2.

Lage oder, durch das windfeste Außenmaterial, auch als 3. Lage bei

trockener Kälte.

Bauschfasern sind Trend

Die funktionelle Alternative in der 2. Lage zu Fleece und Wolle

sind die neuen synthetischen Bauschfasern, vergleichbar mit den

Alternativen zu Daunen bei den Schlafsäcken: Polyesterhohl-, Stapel-

oder Endlosfasern. Füllungen wie G-Loft, Mircoloft, Polartec

Alpha, Primaloft, Thermore oder Thermolite verbinden die Vorteile

von niedrigem Gewicht, Pflegeeinfachheit, kleinem Packmaß,

Nässeunempfindlichkeit und Wärme. Sie sind ideal als Zwischenlage,

weil sie außen wie innen glatt sind und viel Beweglichkeit

zwischen den Lagen ermöglichen. Ein weiterer Trend ist allerdings

schon, diese Bauschfasern durch nachwachsende Rohstoffe zu ersetzen.

Kapok bspw. ist ein Baum mit einer Frucht, die watteartige,

seidige Fasern enthält – mit jährlich bis zu 20 Kilo Ernte. Noch

werden diese Fasern häufig mit Polyester vermischt, aber es ist absehbar,

dass sie auch pur verarbeitet werden.

Kunstfaserisolierte Jacken sind ein starker Trend. Sie sind leicht, unempf indlich

gegen Nässe und lassen sich als 2. oder 3. Lage tragen.

oben:

Loden ist Trend und

eignet sich vor allem

als wärmende Lage,

die bei trockener Kälte

ohne Überjacke

getragen werden kann.

© Steinkauz

darunter:

Merinowolle als

Wollfleece ist längst zu

einer funktionellen

Alternative zum

Fleece geworden.

© Aclima

unten:

links: Primaloft

ThermoPlume

kopiert die Struktur

und Optik der

Daune und wird

auch in Kammern

verteilt. © Primaloft

Mitte: Meistens

wird es aber als

Bauschfaser-

Flächenware

verarbeitet.

© Primaloft

rechts: Dann wird es

gesteppt und hat von

außen eine

Daunenjackenoptik,

hier Lifaloft

Insulation. © Helly

Hansen

• Slim- und Regular Fit

• Höchste Funktionalität

• Tolles Tragegefühl

• Ökologisch und sozial

zertifiziert nach GOTS

• Hergestellt in Deutschland

70 % Merinowolle

(kbT) zert. von

Ecocert Greenlife,

Liz.Nr. 151702

Online-Shop:

www.engel-sports.com

www.zetb.de

ENGEL SPORTS

Wörthstraße 155, 72793 Pfullingen

Telefon (0 71 21) 3 87 87-7 // Fax -87

www.engel-sports.com

www.wandermagazin.de

101


AUSRÜSTUNG | KAUFBERATUNG

INTELLIGENTES

Klimamanagement

© hyphen

Die moderne Funktionsjacke Riffel

Women Hybrid von hyphen passt

für 90% der Wetterbedingungen.

Die Hybridkonstruktionen

mit der Kunstfaserfüllung

Climashield Contour in

Kombination mit 4-Wege-Stretchmaterial

macht

sie sehr vielseitig. Ihre

Atmungsaktivität und

hoher Klimakomfort

steigern den Einsatzund

Anwendungsbereich

und bieten

ausreichend Schutz

und Wärme bei

maximaler Bewegungsfreiheit.

Details:

Ventilation am

Oberkörper, anliegende

Kapuze,

3 Taschen, 2-Wege-RV

und das alles PFC frei. Made in Europe. (rsb)

Preis: 299,95 Euro.

Info: www.hyphen-sports.com

Vorteil

Kuschelfaktor

Was aussieht wie ein

üblicher Kapuzenpulli,

ist in Wirklichkeit ein

Wohlfühlfunktions-Hoodie,

den man

nicht mehr ausziehen

will. Der Clou des

Aclima Fleecewool

Hoodie: 100 %

kuschlig weiche

Merinowolle mit

einer glatten

Strickaußenseite und

einer flauschigen

Innenseite. Fleece-

Wool heißt das

Traummaterial – es

ist nicht nur funktionell, sondern nachhaltig, so dass es

den Scandinavian Outdoor Award for Sustainability

2019 verdient hat. Den Hoodie gibt es für Frauen und

für Männer. (rsb)

© Aclima

Preis: 179,95 Euro.

Info: www.aclima.com

© Vibram

Dachstein Arctic Boa GTX

Sicherer Halt – das ist hier ein doppeltes

Versprechen. Das Boa-Schnürsystem

passt sich stufenlos dem Fuß an und

bietet Halt im Schuh. Erst ein bewusster

Druck auf den Boa-Knopf löst die

Schnürung. Die innovative „Arctic

Grip“-Sohle sorgt für Standfestigkeit

im Winter. Preis: 229,95 Euro

Grip

fürs Winterwandern

Was dem Autofahrer sein Reifen, ist dem Wanderer seine Sohle. Beide

müssen für Grip sorgen. Vibram glänzt hier mit der „Arctic Grip“ Sohle. Der

Clou: Teile des Sohlenprofils werden mit mikroskopisch kleinen Elementen,

wie Glaspartikel und Metallspänen, versehen. Diese bilden eine raue

Oberfläche und sorgen auf nassem Eis oder Schneematsch für Traktion. Die

„Arctic Grip“-Sohle ist perfekt zwischen Rutschfestigkeit und Langlebigkeit

ausbalanciert. Vorteil: Mit der „Arctic Grip“-Sohle kann man normal laufen,

egal auf welchem Untergrund. Das hat Vibram den Ispo Award in Gold

eingebracht. (rsb)

Info: eu.vibram.com

Lowa Nabucco EVO GTX

Chic durch die Stadt, funktionell

für Winterwanderungen.

Dank Vibram „Artic Grip“

begleitet dieser Schuh

standfest durch den Winter.

Dank dem Nubukleder hat

er zudem eine

alltagstauglich Optik. Preis:

199,90 Euro

Vibram Furoshiki Oslo WP

Diese fernöstliche-skandinavische Synthese ist

der ideale Stadtschuh für den kalten und

nassen Winter. Rutschfest durch die Vibram

„Arctic Grip“-Sohle und Schutz nach oben

dank wasserfestem

Obermaterial. Und das

alles im

Skandinavischem

Design. Preis: 189,00 Euro

102 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


WÄRME-

Allrounder

Wandern, Trekking, Hochgebirgstour, Skitour oder

Mountainbiken: Komme, was wolle, mit dem Montane

Prism Jacket ist man in der kalten Jahreszeit perfekt

ausgestattet.

Dank 100 % recycelter Primaloft

Silver Füllung und

winddichtem Pertex Quantum

Außenmaterial wiegt die

Jacke nicht mal 400 g

(Größe M) und hat

sogar eine isolierte,

helmtaugliche Kapuze.

Sie ist körpernah

geschnitten und lässt

sich daher sowohl als 2.

Lage kombinieren oder

als 3.Lage tragen.

Ausstattung:

vorgeformte Ärmel,

Brusttasche, zwei

kartengroße

Seitentaschen, elastische

Ärmelbündchen und

verstellbarer Saum. Die rechte

Seitentasche dient als Packsack. (rsb)

© Montane

Alles andere

© Vaude

als hölzern …

… und dennoch besteht die

Vaude Miskanti Fleece

Jacke zum Teil aus

Cellulosefasern.

Während außen ein

klassischer

Polyesterfleece

verarbeitet ist,

besteht die

aufgeraute,

kuschelige

Innenseite aus

Tencel-

Holzcellulose.

Das Besondere

daran:

Mikropartikel, die

beim Waschen in

den globalen Wasserkreislauf gelangen, können sich in

Meerwasser vollständig biologisch abbauen. Das ist gut gegen

Mikroplastikverschmutzung der Weltmeere, gleichzeitig ist

das Material ein nachwachsender Rohstoff und damit

nachhaltig. Aber auch die Funktion stimmt bei diesem

Hoody: elastisch, warm, pflegeleicht. Fleece eben! (rsb)

Preis: 149,95 Euro

Info: www.montane.eu

Preis: 129,90 Euro

Info: www.vaude.com

Fleece = Funktion

Kuschelig warm, atmungsaktiv, schnell trocknend, leicht im Einsatz und dazu robust,

knitterfrei und pflegeleicht. Fleece ist das Outdoormaterial schlechthin.

Info: www.pinewood.eu

Pinewood Women‘s Thelon Padded Jacket

Volle Funktion voraus! Hier werden

maximale Beweglichkeit eines

elastischen Fleece mit der Wärme

eine Stepppolsterung im

Torsobereich kombiniert.

Das bringt nicht nur

Funktion, sondern auch eine

modische Optik. Zwei

Schubtaschen, zwei Innentaschen.

Die Bionic Finish Eco

Imprägnierung ist PFCfrei.

Preis: 89,95 Euro

© Pinewood

Pinewood Men’s Fleece Jacket Harrie

Winddicht und warm für die

Extraportion Schutz! Das dicke 280

Gramm Anti-Pilling Fleece ist

innen gefüttert, das ist gut, wenn

der Wind kräftig bläst. Auch die

gestrickten Ärmelbündchen

halten die Kälte draußen. Zwei

Reißverschluss-Schubtaschen,

eine Innen- und eine Brusttasche

nehmen alles auf, was

nicht verlorengehen darf. (rsb)

Preis: 79,95 Euro

www.wandermagazin.de

103


AUSRÜSTUNG | AUFGEFALLEN & AUSGEFALLEN

Von Ulrike Poller und Wolfgang Todt

Aufgefallen

und Ausgefallen

© Outdoor Research

Kalte Füße?

Die superleichten, sehr bequemen Hütten-/Hausschuhe Tundra Slip-On Aerogel

Booties von Outdoor Research sind ideal für die kalte Jahreszeit. Dank der

VerticalX Isolierung (85 % recyceltes Polyester) als Wattierung und dem innovativen

Primaloft Aerogel in der Sohle sind kalte Füße kein Thema mehr.

Das besondere am Primaloft Aerogel, das zu 98 % aus

Luft besteht, ist die gerade bei Druckbelastung

extrem niedrige Wärmeleitfähigkeit, die das

Material zum perfekten Isolator in

Schuhen macht. Die luftige VerticalX

Wattierung wärmt von oben und

bietet zudem ein gutes Feuchtigkeitsmanagement.

Die Schuhe

haben eine einklappbare Ferse und

eine rutschhemmende Außensohle.

Gewicht (L): 99 g/Schuh

Preis: 69,90 €

www.outdoorresearch.com

Nie mehr im Dunkeln tappen

Die kleine und sehr handliche Stirnlampe Spot 325 von Black Diamond bietet alles, was man braucht,

um Licht ins Dunkel zu bringen. Mit bis zu 325 lumen eignet sich die Stirnlampe nicht nur für das

Hantieren im Nahbereich und zum Lesen, sondern auch unterwegs auf Tour. Dank optimierter Linsentechnik

kann die Lampe je nach Modus zwischen acht und 80 Meter weit leuchten. Im niedrigsten

Modus leuchtet die Lampe bis zu 200 Stunden, im mittleren Modus ca. acht Stunden und im maximalen

Modus etwa vier Stunden. Drei seitliche LEDs zeigen den Batteriestatus an. Dank PowerTap Technik

kann mit einem Knopfdruck vom gedimmten in die maximale Beleuchtung umgeschaltet werden. Das

Gehäuse ist nach IPX8 Norm wasserdicht.

Gewicht (inkl. 3x AAA Batterien): 86 g

Preis: 40,00 €

http://eu.blackdiamondequipment.com

© Odlo

HOHER

KUSCHELFAKTOR

Leicht, warm und mit hohem Kuschelfaktor – die Odlo Vivid Ceramiwarm

Midlayer Jacke ist die perfekt wärmende Mittellage in der kühlen

und kalten Jahreszeit. Die Jacke aus 72 % Polyester, 20 % Merinowolle

sowie 8 % Elastahn bietet perfekte Bewegungsfreiheit und

hervorragende Temperaturregulierung. Die Effect Technologie

unterbindet unangenehme Gerüche. Ceramiwarm ist zudem so

konzipiert, dass eingelagerte Keramikpartikel die Körperwärme

reflektieren und die Jacke dadurch optimal warmhält, ohne dass

Überhitzung droht. Ein hoher Stehkragen, der breit hinterlegte

Front-Reißverschluss und zwei Reißverschluss-Außentaschen halten

Körper und Hände warm. Die besonders weiche und

flauschige Haptik rundet den hohen Tragekomfort der Jacke ab.

Gewicht (L): 315 g

Preis: 139,95 €

www.odlo.com

© Black Diamond

104 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


NACHHALTIGES

AUS DEM MEER

© PALGERO

PALGERO steht für innovative Outdoorbekleidung, denn verarbeitet

wird hier das aus Algen gewonnene Material Seacell.

Es ist nicht nur ein natürlicher und nachwachsender Rohstoff, sondern

hat neben einer sehr angenehmen Haptik

auch hautschützende, antibakterielle

und geruchshemmende

Eigenschaften. Dadurch eignet es

sich besonders für funktionelle

Kleidung. PALGERO hat drei

Produktlinien mit unterschiedlich

hohem Seacell-Anteil

(97%, 48% oder 47%). Neben

Kurzarmshirts gibt es auch langärmelige

Modelle für Damen und Herren.

Wir haben das Kurzarmshirt Birta aus

47 % Seacell,42 % Merinowolle, 8 %

Polyamid und 3 % Elasthan ausprobiert

und waren sehr angetan von der hautschmeichelnden

Haptik, dem prima

Tragekomfort und der sehr guten Temperaturregulierung.

Gewicht (L): 147 g

Preis: 80,00 €

www.palgero.de

Faltstock-Revolution

Mit der FXP Serie bringt Komperdell sehr innovative Faltstöcke zum

Wandern auf den Markt, die neben einem extrem hohen Maß an Sicherheit

auch hervorragenden Komfort und ein sehr kompaktes Packmaß

(Carbon FXP Tour: 39 cm) bieten. Revolutionär ist das komplett

überarbeitete Faltsystem der vierteiligen Stöcke:

der Stock entfaltet und fixiert sich von alleine!

Durch die Reduktion beweglicher Teile auf ein

absolutes Minimum spart die FXP Serie deutlich

an Gewicht. Im Prinzip bestehen die Stöcke

aus drei gefalteten Segmenten und dem

Griffsegment, das zudem, wie von Teleskopstöcken

bekannt, in der Länge individuell

einstellbar ist. So hat der Carbon FXP Tour

eine variabel einstellbare Gesamtlänge von

120-140 cm. Für alle seine Teleskopstöcke

bietet Komperdell drei Jahre gratis Reparaturservice.

STATIV-ALTERNATIVE

Wer viel draußen unterwegs ist, möchte Naturimpressionen,

Tiere oder Pflanzen auch fotografisch

einfangen. Wer dazu eine hochwertige

Kamera nutzt, kommt selten ohne Stativ aus. Das

ist aber zumeist groß und schwer. Eine modular

ausbaubare und leichte Lösung bietet das BasicPod

von Novoflex: Dabei handelt es sich um eine nur

52 g leichte Stativbasis, die bis zu 15 kg belastet

werden kann. Das BasisPod wird mit drei 15 cm

langen Mini-Beinen ausgeliefert und ist dadurch

sofort als Mini-Stativ einsetzbar. Für die große

Lösung kann man nach dem Baukastenprinzip ein

Set aus zwei QuadroLeg Falt-Wanderstöcken und

einem Carbon-Stativbein erwerben, das zusammen

mit dem BasicPod zum vollwertigen Dreibeinstativ

wird.

Gewicht (BasicPod): 52 g

Preis (Basic Pod): 79,00 €

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Gewicht (pro Stock): 248 g

Preis (pro Paar): 159,95 €

www.komperdell.com

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105


VORSCHAU

I M P R E S S U M

AUSGABE 206

ERSCHEINT AM 12. MÄRZ 2020

Wanderziel La Réunion

Wandermagazin – das Magazin für Wandern – Genuss – Natur – Erleben

Nr. 205 – Winter 2019/20 – 36. Jahrgang – ISSN 0178-1677 (Pressenummer: G 30366)

Der Gesamtauflage liegt das Special „Deutschlands Schönste Wanderwege 2020

der Redaktion des Wandermagazins bei. Teilauflagen liegen Broschüren der Oberstdorf

Hotels, der Messe Stuttgart „CMT – Die Urlaubsmesse“ sowie vom Verband Deutscher

Naturparke e. V. bei. Wir bitten um freundliche Beachtung.

Verlag, Redaktionsanschrift:

OutdoorWelten GmbH, Theaterstr. 22, 53111 Bonn, Tel. 0228/28 62 94-80, Fax -99,

post@outdoor-welten.de, www.outdoor-welten.de, HRB 23232 Amtsgericht Bonn,

Steuernummer 205/5733/1642, USt-IdNr. DE314842611

Herausgeber: Michael Sänger, saenger@outdoor-welten.de

Geschäftsführer: Ralph Wuttke, wuttke@outdoor-welten.de

Chefredakteur: Thorsten Hoyer (th), Tel. 0228/28 62 94-90, hoyer@outdoor-welten.de

Redaktion: Andrea Engel (ae), Ricarda Große (rg), Annabelle Gummersbach (ag),

Sabine Pries (sp), Svenja Walter (sw)

Redaktionsbüro Bayern: Dr. Konrad Lechner (Neustadt a. d. A., Tel. 09161/38 32)

Autoren dieser Ausgabe: Manuel Andrack (ma), Ralf Stefan Beppler (rsb), Andrea Engel

(ae), Hanna Engler, Ricarda Große (rg), Annabelle Gummersbach (ag), Steffen Hoppe,

Thorsten Hoyer (th), Dr. Konrad Lechner (kl), Dr. Wolfgang Todt und Dr. Ulrike Poller

(wt, up), Sabine Pries (sp), Prof. Dr. Heinz-Dieter Quack, Susen Reuter, Jarle Sänger (js),

Michael Sänger (ms), Svenja Walter (sw)

© Steffen Hoppe

Autor Steffen Hoppe hat das französische Übersee-

Département im Indischen Ozean durchquert. Zwei

Wochen Einsamkeit und unvergessliche Landschaften.

© Bernd Ritschel

Kartografie Tourentipps, soweit nicht anders angegeben:

Outdooractive Kartografie – Geoinformationen © Outdooractive

OpenStreetMap – © OpenStreetMap (ODbL) - Mitwirkende (www.openstreetmap.org/copyright)

Layout: Anna Sitova, Tel. 0228/28 62 94-82, sitova@outdoor-welten.de,

Stanislav Zilkowski, Tel. 0228/28 62 94-81, zilkowski@outdoor-welten.de,

Olga Schick, schick@outdoor-welten.de

Produktion: OutdoorWelten GmbH, Tel. 0228/28 62 94-80

Titelbild © Steffen Hoppe

Wenn Sie Anregungen zur Aktualisierung und Ergänzung haben,

dann mailen Sie bitte diese an post@outdoor-welten.de – vielen Dank!

Mediaberatung und Anzeigen:

Janina Seiler, Tel. 0228/28 62 94-87, seiler@outdoor-welten.de

Monika Mittendorf, Tel. 0228/28 62 94-86, mittendorf@outdoor-welten.de

Thomas Gloge, Tel. Tel. 0228/28 62 94-85, gloge@outdoor-welten.de

Repräsentantin für Spanien & Portugal:

Eva Hakes, Tel. 0176/70 95 19 45, eva.hakes@gmail.com

Kundenservice:

Ute Warisch und Nathalie Anhäuser,

Tel. 0228/28 62 94-80, Fax -99, post@outdoor-welten.de

Bezugsbedingungen: Jahresabo (4 x Wandermagazin und 2 x OutdoorWelten)

derzeit zum Vorteilspreis von 28,40 € (statt 40,40 €) in D

(Österreich 33,60 €, BeNeLux 36,00 €, Schweiz 51,90 €) – beachten Sie die Eigenwerbung in

diesem Heft. Preise inkl. Porto und Versandspesen. Bedingungen für andere Länder und

Sondertarife für Vereinsbezüge bitte erfragen!

Abenteuer für Groß und Klein

Wege mit dem gewissen Etwas

Spannende Touren, überraschende Erlebnisse – nicht

nur ganz junge Wanderer wollen von Wanderwegen auf

besondere Weise in Bann gezogen werden. Wir zeigen,

wo das geht, z. B. auf dem Ötztal-Urweg, der auch familientaugliche

Etappen bereit hält.

Aboverwaltung:

AVZ GmbH, Storkower Str. 127a, 10407 Berlin, Tel. 030/42 80 40-40, Fax -42

Vertrieb/Handel:

IPS Pressevertrieb GmbH, Carl-Zeiss-Str. 5, 53340 Meckenheim

vertrieb@ips-d.de, www.ips-d.de

Druck:

Griebsch & Rochol Druck GmbH, Gabelsbergerstraße 1, D-59069 Hamm, www.grd.de

Wandermagazin gibt es auch als E-Paper und App:

www.united-kiosk.de

www.readly.de

AUSSERDEM (AUSZUG)

Ausrüstung: Praxistest Windbreaker

Special: Die Schönsten Radwege 2020

Änderungen vorbehalten!

© OutdoorWelten GmbH, Bonn, 2019

Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit Genehmigung des Verlages und mit

Quellenangabe statthaft. Für unverlangt eingesandte Manuskripte keine Gewähr.

Rückporto bitte beilegen. Keine Ansprüche im Falle höherer Gewalt. Gerichtsstand für alle

Streitigkeiten aus der Verbreitung oder Erstellung ist für beide Teile Bonn.

Haftungsausschluss für Tourentipps:

Für Änderungen im Wegverlauf, in der Markierungs- und Wegweisungssystematik,

für Änderungen von Öffnungszeiten und Telefonnummern etc., die nach dem Redaktionsschluss

erfolgt sind, können wir keine Haftung übernehmen. Liegt das Scouting bzw.

die Veröffentlichung länger als 12 Monate zurück, sollten Sie sicherheitshalber auch die

zuständige Auskunftsstelle nach zwischenzeitlichen Änderungen fragen. Bitte geben Sie

uns zu allen Abweichungen und Änderungen Ihr persönliches Feedback. Danke!

Die Benutzung der Tourentipps geschieht stets auf eigenes Risiko. – Soweit gesetzlich

zulässig, übernehmen wir keine Haftung für etwaige Unfälle und Schäden.

106 WANDERMAGAZIN Winter 2019/2020


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Ja, ich möchte das Schnupper-Abo bestellen!

Das Schnupper-Abo für 3 Hefte (2 Ausgaben des Wandermagazins und 1 Ausgabe des Magazins OutdoorWelten) zum Vorteilspreis von 12,00 Euro (statt 17,70 Euro)

incl. Mehrwertsteuer, Versand und Porto (im EU-Ausland 15,00 Euro, außerhalb der EU 21,00 Euro). Sie sparen mindestens 5,70 Euro, da der Warenwert der Hefte

im Einzelverkauf bei mindestens 17,70 Euro liegt. Das Schnupper-Abo wandelt sich automatisch in ein normales Abonnement um, wenn wir vor Versand des dritten

Heftes keine Kündigung von Ihnen erhalten. Das normale Wandermagazin-Abonnement kostet 28,40 Euro und umfasst vier Hefte des Wandermagazins, zwei Hefte

von OutdoorWelten sowie mindestens zwei bis drei Specials pro Bezugsjahr. Die Kündigung (des Schnupper-Abos oder des normalen Abonnements) richten Sie bitte

an den Leserservice OutdoorWelten GmbH c/o. AVZ GmbH, Storkower Straße 127a, 10407 Berlin. Das Wandermagazin erscheint immer Mitte März, Mitte Juni, Mitte

September und Mitte Dezember eines Jahres. OutdoorWelten erscheint immer im Mai und November eines Jahres.

Wandermagazin 205

Name, Vorname

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PLZ, Ort

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Sie zahlen bequem per Rechnung nach Erhalt der Ware.

Widerrufsrecht:

Ich weiß, dass ich diese Abobestellung innerhalb von 14 Tagen ohne Begründung

schriftlich beim Leserservice OutdoorWelten GmbH c/o AVZ GmbH, Storkower Str..

127a, 10407 Berlin oder per Mail an: aboservice@avz-berlin.de widerrufen kann.

Die Widerrufsfrist beginnt am Tage des Einganges der Abonnementbestellung bei

uns. Es gilt das Poststempeldatum oder das Eingangsdatum der Mail.


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Ja, ich möchte regelmäßig Tipps und Trends rund ums Wandern

erhalten. Die An- und Abmeldung zum Wandermagazin-Newsletter

ist jederzeit kostenlos mit einem Klick möglich.

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E-Mail: aboservice@avz-berlin.de, Fax: 0049 (0) 30 42 80 40 42, Post: Leserservice OutdoorWelten GmbH c/o AVZ GmbH, Storkower Str. 127a, 10407 Berlin


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Herunterladen finden Sie in unserem online-Tourenguide

unter www.die-schoensten-wanderwege.de

Weitere ePaper des Wandermagazins:

www.wandermagazin.de/de/55/epaper-galerie.html


Deutschlands Schönste

Wanderwege 2020

Deutschland

einig Wanderland

Es ist soweit, Sie halten unser aktuelles Special

„Deutschlands Schönste Wanderwege“ in den Händen – prall

gefüllt mit den unterschiedlichsten Vorschlägen für kurzweilige

Wanderungen. Wie ein solches Special wohl vor über 30 Jahren


Regionen mit faszinierend schönen Wanderwegen gefehlt.



Wanderwege kennen. Von einer der abschreckendsten Grenzen hin zu


herrlichsten Flecken ganz wanderbar zu Füßen. Von den Seen Mecklenburg-Vorpommerns

über die Lüneburger Heide in den Schwarzwald oder

vom Tecklenburger Land nach Nordhessen

und weiter in die Sächsische Schweiz – kreuz und quer lassen sich

auf bequemen Halbtagestouren oder mehrtägigen Wanderungen


bekannten Qualitätslabel, das Wandermagazin stellt Wege vor,


Im Februar 2020 ist es dann wieder soweit: Die Nominierungen

zur Wahl Deutschlands Schönster Wanderweg werden bekannt


www.wandermagazin.de/wahlstudio


und ziehen Sie los – in alle Richtungen!

Ihr Wandermagazin-Chefredakteur

Thorsten Hoyer

NÜTZLICHES, WISSENSWERTES, TIPPS

Inhaltsverzeichnis/Editorial 03

Tourentipp-Struktur und Wander-Gütesiegel 04-05

Online Tourenguide 06-07

Publikumswahl 08

Impressum 98

Inhalt

09-15 MECKLENBURG-VORPOMMERN, BRANDENBURG,

NIEDERSACHSEN, SACHSEN-ANHALT

Falladas Fridolinwanderung 10 | Märkischer Landweg & Uckermärker Landrunde 11 |

Heidschnuckenweg 12-13 I Harzer-Hexen-Stieg 14 I Liebesbankweg 15

16-26 THÜRINGEN & SACHSEN

SaaleHorizontale 17 | Rennsteig, Gipfelwanderweg & Goethewanderweg 18-20 |

Oberlausitzer Bergweg 21 | Malerweg Sächsische Schweiz 22-23 | Vogtland Panorama Weg®,

Elsterperlenweg®, Höhensteig Klingenthal & Talsperrenweg Zeulenroda 24-26

27-46 HESSEN & NORDRHEIN-WESTFALEN

Habichtswaldsteig 28 | Diemelsteig & Uplandsteig 29 | Eddis Edersee Erlebnistour, Kellerwaldsteig

& Urwaldsteig Edersee 30-31 | Wiesentour Maar 32 I Rheingauer Klostersteig 33 I Wisper Trails

34-35 I Teutoschleifen & -schleifchen 36-37 | Paderwanderung, Paderborner Höhenweg

& Viadukt Wanderweg 38-39 | Qualitätswanderregion Sauerland: Rothaarsteig, Sauerland-

Höhenflug, Sauerland-Waldroute, KneippWanderWeg Olsberg, Briloner Kammweg, Veischeder

Sonnenpfad, Oberhundemer Bergtour, Sorper Panoramapfad, Winterberger Hochtour,

Medebacher Bergweg & Bestwiger Panoramaweg 40-46

47-58 RHEINLAND-PFALZ & SAARLAND

Traumpfade & Traumpfädchen 48-49 | Traumschleifen Mittelrhein-Klettersteig, Rheingold &

Ehrbachklamm 50-51 I NaturWanderPark delux 52-53 | Eifelsteig 54 | Wilde Endert 55 | Lieserpfad 56 I

Treidlerweg 57 I Wilder Netzbachpfad 58

59-88 BADEN-WÜRTTEMBERG

Panoramaweg Taubertal 60 | Eppinger-Linien-Weg 61 | Löwenpfade 62-67 | Kloster-Felsenweg &

Donaufelsengarten 68 | Albschäferweg 69 | HochAlbPfade Tieringer Hörnle, Felsquellweg Oberdigisheim,

Hossinger Hochalb 70-71 | Donauberglandweg & DonauWellen 72-73 | ParadiesTouren 74-75 I Albtal:

Pfaffenroter Kreuzweg; Wallfahrt & Wünschelroute; Stadt, Wald, Fluss; Große Runde über die Teufelsmühle

& Wildkatzen-Walderlebnis 76-78 I Baiersbronner Seensteig 79 I Maisacher Turmsteig 80 I Lauschtour

Tannenriesen Freudenstadt 81 I Klösterle-Schleife 82 | Schramberger Burgenpfad & Auerhahnweg 83 I

Zweitälersteig & Hünersedel-Tour 84 | Säbelthomaweg 85 I Kaiserstuhlpfad 86 | Sauschwänzle-Weg 87 |

Hewensteig 88

89-97 BAYERN

Fränkischer Gebirgsweg & Frankenweg 90-91 | Frankenwaldsteig 92 I Frankenalb-Panoramaweg 93 I

Wasserscheideweg 94 I Jurasteig 95 I Altmühltal-Panoramaweg, Um den Kalvarienberg &

Zeugenbergrunde 96-97

3

Weitere online-Tourenguides des Wandermagazins:

Europas Schönste Wanderwege:

www.europas-schoenste-wanderwege.de

Österreichs Schönste Wanderwege:

www.oesterreichs-schoenste-wanderwege.info

Die Schönsten Radwege:

www.rad-wandern.de


Ulmen

l

Cochem

Alle Fotos © M. Rothbrust

Rheinland-Pfalz/Vulkaneifel, Mosel

Meiserich

Ueßbach

Laubach

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Müllenbach

Kaisersesch

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Hambuch

Ulmen

Leienkaul

Schöne Aussicht

Vorpochten

Kloste

Illerich

Maria Martental

Landkern

Maxmehrmühle

m Osters-

Auderath

Greimersburg

e

Browelsmühle

Mühle

Alflen

Thönnesgens-Mühle

Jungfer-

Filz

Wollmerath

Endertbach

Wagenhausen

0 4 km

Schmitt

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Gillenbeuren

eur

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Auch als Online-Tourenguide:

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Wandergruppe pausiert am Endertbach

IM TAL DER WILDEN ENDERT

Historische Mühlen, felsige Waldpfade, moosbewachsende

Steine und Natur pur – das wildromantische Tal der Wilden

Endert entführt Sie auf eine 21 km lange Wanderung von

Ulmen nach Cochem. Das erste Highlight ist die Ulmener Burgruine, mit einem

imposanten Blick auf das jüngste Maar der Eifel. Der Weg führt Sie weiter auf

felsigen Pfaden und zwischen klammartigen Schieferfelsen immer entlang der

wilden Endert. Lohnenswert ist ein Abstecher über den Zuweg ins Kaulenbachtal

mit der größten Schieferhalde Deutschlands, die sich zwischen den Eifelorten

Müllenbach, Laubach und Leienkaul befindet. Ein Höhepunkt ist in der Nähe der

Wallfahrtskirche Maria Martental: Sieben Meter stürzt der Wasserfall „Rausch“ in

die Tiefe – ein beeindruckendes Naturspektakel! Der schmale Pfad bahnt sich über

Brücken, an alten Mühlen und steilen Abhängen vorbei. Einige der einst 28 Mühlen

sind liebevoll aufgearbeitet und zu Wohnhäusern umgebaut. Zu einer kleinen Rast

lädt die bewirtschaftete Göbelsmühle ein. Ebenso wie die wilde Endert endet die

Tour in Cochem an der Mosel. Ein Besuch der dortigen Reichsburg ist ein kulturelles

Highlight der Tour.

Tosender Wasserfall „Rausch“

Angebot: „Wandern durch

das Tal der Wilden Endert“

• 2 Übernachtungen mit Frühstück

• 1 Lunchpaket

• Wegbeschreibung

• 1 GesundLand Multifunktionstuch

Preis pro Person ab 109,00 €

(Ferienwohnung***** mit

Selbstverpflegung ab 95,00 €

pro Person)

Buchung unter

www.gesundland-vulkaneifel.de

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500

400

300

200

100

0

WILDE ENDERT

5 10 15

21,0

Streckenwanderung, 21 km

Gehzeit: ca. 6 Std. • Schwierigkeit:

Höhenmeter: 74 m 414 m

Start: Ulmen Ziel: Cochem

An-/Abreise PKW: Marktplatz 1, 56766 Ulmen /

Carlfritz-Nicolay-Platz, 56812 Cochem

ÖPNV: DB Koblenz-Trier bis Bf. Cochem und Linie 500

bis Ulmen (über Büchel und Alflen)

ÖPNV über Zuwege: Linie 713 (Greimersburg,

Landkern, Kaisersesch, Martental), Linie 521

(Kaisersesch, Ulmen)

Ulmener Maar, Schieferregion Kaulenbachtal

Ulmener Burgruine, Reichsburg Cochem,

Wallfahrtskirche Maria Martental

Wasserfall „Rausch“

GesundLand Vulkaneifel GmbH, Ulmen

Tel. 06592/9 51-370, info@gesundland-vulkaneifel.de

Tourist-Information Ferienland Cochem

Tel. 02671/6 00 40, info@ferienland-cochem.de

Touristik-Büro Schieferland Kaisersesch

Tel. 02653/99 96-502, schieferland@vg.kaisersesch.de

www.wilde-endert.de

„Deutschlands Schönste Wanderwege“ liefert aktuelle Informationen zu den dargestellten

Wegen. Zur schnellen und einfachen Orientierung innerhalb der Publikation

haben alle Tipps eine bewährte und einheitliche Struktur (Angaben, Nutzwert, Einordnung,

Karte etc.). Dadurch möchten wir den Zugang zu den Informationen möglichst

intuitiv halten, egal ob bei einem ganzseitigen, halbseitigen oder drittelseitigen

Tourentipp.

Höhenprofil: Es zeigt den Wegecharakter auf und vermittelt, sowohl bei kürzeren als

auch längeren Wegen, ein passendes Bild der Reliefstruktur. Zudem lässt sich anhand

der Information beider Skalen ein schneller Rückschluss auf die notwendige persönliche

Kondition ziehen. Beachten Sie auch die Sternsymbole!

55

Karte: Die Karte enthält neben dem

Markierungssymbol das Zertifikat des

Weges sowie, falls erreicht, die Platzierung

beim Wettbewerb „Deutschlands

Schönste Wanderwege“ mit Jahresangabe,

Platzierung und Kategorie

(Touren oder Routen). Die Karten sind

farblich vereinheitlicht und inhaltlich

bearbeitet, um alle wesentlichen

Informationen schnell zugänglich zu

machen.

Fakten zum Weg: Informationen für

die schnelle Übersicht, ob es sich um

einen Rund- oder Streckenweg handelt.

Die Gesamtlänge, die Anzahl der

Etappen und die geringste und größte

Etappenlänge samt Gehzeit (bei

Etappen die geringste und die längste

Gehzeit) erleichtern die persönliche

konditionelle Einordnung.

Höhenmeter: Die Angabe summiert

alle zurückgelegten Höhenmeter separat

für die Aufstiege sowie die Abstiege.

Die Einteilung in drei Schwierigkeitskategorien

(leicht, mittel,

schwer mit einem, zwei oder drei

Sternen) erleichtern zudem die Einordnung

der persönlichen Kondition.

An- und Abreise: Hier haben wir die

navigationsfähige Straßen- und Ortsangabe

gewählt, da die meisten Autos

heute mit Navigationsgeräten ausgestattet

sind. Dennoch ist damit auch die

„analoge“ Anreise möglich. Bei der An-

und Abreise per ÖPNV machen wir Vorschläge

und verweisen auf die Webseite

www.bahn.de, die den umfassendsten

und aktuellsten Zugriff auf Verbindungen,

auch auf regionale Anbieter, ermöglicht.

Erlebnisprofil: Jeder Weg hat seine

ganz individuellen Stärken. Um diese

schnell fassbar zu machen, haben wir

hierfür sieben Kriterien und die passenden

Piktogramme entwickelt. Somit

fällt es leichter, das nächste Wanderziel

nach individuellen Vorlieben

auszusuchen.

Wir unterscheiden

Geologie: Geotope, geologische

Phänomene oder Aufschlüsse

Flora: Botanische Gärten, außergewöhnliche

Naturdenkmäler

Fauna: Tierparks, Gehege,

Wildtiere, die hier vorkommen

Historische Bauwerke: Sehenswürdigkeiten

am/beim Weg

Museum: Museen und Kulturgüter

am/beim Weg

Aussicht: Aussichtspunkt, Turm,

Gipfel etc.

Landschaft: Besonderheiten wie

Heide, Moor oder Aue

Familienfreundlich: Aktivitäten

Barrierefrei

4

Alle Tourentipps aus diesem Special mit gpx-Tracks zum

Herunterladen finden Sie in unserem online-Tourenguide

unter www.die-schoensten-wanderwege.de

Weitere ePaper des Wandermagazins:

www.wandermagazin.de/de/55/epaper-galerie.html


Deutschlands Schönste

Wanderwege 2020

Prädikate – der Wanderwege-TÜV

So wie die TÜV-Prüfung für PKW bei verschiedenen Dienstleistern nach einheitlichen

Standards erfolgen kann, sind auch im Bereich der Wanderwege-Qualitätsüberprüfung

zwei Institutionen aktiv. Der Deutsche Wanderverband (DWV) vergibt das Prädikat „Qualitätsweg

Wanderbares Deutschland“ und . Die vom Deutschen Wanderinstitut (DWI)

zertifizierten Wege erhalten das Prädikat „Premiumwanderweg“ .

Der DWV vergibt für Tagestouren acht Prädikate für die Themenprofilierung . Weiterhin verleiht

er für ein wanderaffines regionales Netzwerk aus Wegen, Gastgebern und Tourist-Informationen

das Prädikat „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ . Für Unterkunfts- und Gastronomiebetriebe

mit einem besonderen Profil für Wanderer wird das Prädikat „Qualitätsgastgeber

Wanderbares Deutschland“ vergeben. Das DWI vergibt an Regionen mit einer besonders

hochwertigen Eignung (Maßstab ist die Dichte von Premiumwanderwegen einer Region) für den

Wanderer das Prädikat „Premium Wanderregion“ und für Orte mit besonders wanderaffinem

Angebot das Prädikat „Premium Wanderort“ . Außerdem hat das DWI mit den „Premium-Spazierwanderwegen“

eine Kategorie für besonders kurze Wanderwege entwickelt.

Alle Zertifikate werden, wie beim Auto auch, im Turnus von drei Jahren neu vergeben.

wanderbares

deutschland

QUALITÄTSWEG

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

„Qualitätsweg

Wanderbares Deutschland“

acht Themenprofil-Siegel für

„Qualitätswege Wanderbares Deutschland“

wanderbares

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QUALITÄTSWEG

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QUALITÄTSWEG

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

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komfortwandern

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kulturerlebnis

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familienspaß

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stadtwanderung

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

winterglück

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

naturvergnügen

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

traumtour

Die acht Themenbereiche: regionaler genuss • komfortwandern • kulturerlebnis •

familienspaß • stadtwanderung • winterglück • naturvergnügen • traumtour

„Premiumwanderweg“

„Qualitätsregion Wanderbares

Deutschland“

„Qualitätsgastgeber Wanderbares

Deutschland“

wanderbares

deutschland

wanderbares

deutschland

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

QUALITÄTSREGION

QUALITÄTSGASTGEBER

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

„Premium Wanderregion“

„Premium Wanderort“

„Premium-Spazierwanderweg“

Premium

Spazierwanderweg

INFO: www.wanderbares-deutschland.de | www.wanderinstitut.de

Weitere online-Tourenguides des Wandermagazins:

Europas Schönste Wanderwege:

www.europas-schoenste-wanderwege.de

Österreichs Schönste Wanderwege:

www.oesterreichs-schoenste-wanderwege.info

Die Schönsten Radwege:

www.rad-wandern.de


DIGITALE

WANDER-INSPIRATIONEN

Der Online-Tourenguide

vom Wandermagazin

Das jährliche Special „Deutschlands Schönste Wanderwege“ können Sie

zusätzlich in digitaler Form durchstöbern. Praktisch und schnell von

unterwegs, z. B. über das Smartphone, nimmt es keinen zusätzlichen

Platz im Rucksack ein und kann ganz spontan genutzt werden,

wenn es in den Füßen kribbelt. Hier sind alle 150 Wege mit Bildern,

Karte, Höhenprofil und Beschreibung zu finden. Die wichtigsten

Orientierungspunkte und Hinweise sowie Informationen zur Anreise, wie

auch im Special angegeben, ergänzen den Online-Auftritt.

6

Alle Tourentipps aus diesem Special mit gpx-Tracks zum

Herunterladen finden Sie in unserem online-Tourenguide

unter www.die-schoensten-wanderwege.de

Weitere ePaper des Wandermagazins:

www.wandermagazin.de/de/55/epaper-galerie.html


Deutschlands Schönste

Wanderwege 2020

Von uns für Sie

Der Tourenguide wird von uns selbst

gepflegt und bearbeitet. Im engen Austausch

mit den jeweiligen Wegverantwortlichen

und Wanderregionen wollen

wir Ihnen aktuelle Informationen und

korrekte Angaben bieten und sind dabei

stets bemüht das Angebot zu ergänzen

und zu verbessern. Neben den Wegbeschreibungen

finden sich interaktive

Karten zur Wegführung, u. a. sind hier

das Höhenprofil und Points-of-Interest

für z. B. Hotels in der Nähe einsehbar.

Für alle technikversierten Wanderer und

GPS-Gerät-Liebhaber liegen die GPX-

Daten jeder Wanderung zum Herunterladen

bereit. Zudem können die wichtigsten

Angaben zum Weg als PDF-Datei

für den Offline-Gebrauch oder zum Ausdrucken

gespeichert werden.

Unterhalb der Touren finden sich die

Rubriken „Ausrüstungstipps“ und

„Know-How“. Hier stellen wir eine Auswahl

von Siegern der Praxistests unserer

Experten Ulrike Poller und Wolfgang

Todt vor und geben z. B. Auskunft über

digitale Wetter-Apps oder das richtigen

Verhalten bei Gewitter. Außerdem gibt

es Tipps von unserem Experten Ralf

Stefan Beppler, z. B. zur Ausrüstung für

Tages- und Mehrtageswanderungen.

Noch mehr schöne Wanderwege

Ihnen sind 150 Wege noch nicht genug?

Kein Problem. Der Online-Tourenguide

listet zudem alle nominierten Wege

unserer beliebten Publikumswahl

„Deutschlands Schönste Wanderwege“.

Ab Februar 2020 sind detaillierte

Beschreibungen, Bilder und Rahmendaten

zu den Wanderungen online einsehbar

und als Entscheidungshilfe für

Ihre Stimme zur Wahl gedacht. Natürlich

laden wir Sie auch herzlichst ein,

sich selbst auf den Weg zu machen und

die Nominierten zu erkunden. Auf der

nachfolgenden Seite finden Sie alle Infos

zu unserer Publikumswahl. Auch die

Gewinnerwege aus dem Wahljahr 2019

finden Sie in unserem digitalen Wanderkatalog.

Klicken Sie uns an: www.deutschlands-schoenste-wanderwege.de

Weitere online-Tourenguides des Wandermagazins:

Europas Schönste Wanderwege:

www.europas-schoenste-wanderwege.de

Österreichs Schönste Wanderwege:

www.oesterreichs-schoenste-wanderwege.info

Die Schönsten Radwege:

www.rad-wandern.de


Im Rahmen der Outdoormesse TourNatur Anfang September

2020 werden die Gewinner der Publikumswahl feierlich geehrt.

© Messe Düsseldorf, Tillmann

Publikumswahl

„DEUTSCHLANDS SCHÖNSTE WANDERWEGE WEGE

2020

Deutschlands

Schönster

Das Wandermagazin sucht auch 2020 wieder „Deutschlands

Wanderweg 2020 Schönste Wanderwege“. Anfang Februar stehen die Nominierten

fest und dann kann jeder Wanderfan bei der Wahl

zu „Deutschlands Schönster Wanderweg 2020“ seine Stimme

abgeben. Das Wählen lohnt sich: Es wird mit wertvollen

Ausrüstungs-Sachpreisen belohnt, die unter allen Wählerinnen und

Wählern verlost werden.

Gebührend geehrt werden die Gewinnerwege der Plätze 1 bis 3 dann

auf der Outdoormesse TourNatur in Düsseldorf (04.-06.09.2020).

Die jeweils Erstplatzierten der Jahre 2006 bis 2019 finden Sie auf Seite

98 in diesem Heft.

Machen Sie mit!

Stimmen Sie ab für Deutschlands

Schönste Wanderwege!

Wir freuen uns auf Ihre Stimme und

wünschen Ihnen viel Glück bei der

Preisverlosung im Anschluss.

www.wandermagazin.de/wahlstudio

8

Alle Tourentipps aus diesem Special mit gpx-Tracks zum

Herunterladen finden Sie in unserem online-Tourenguide

unter www.die-schoensten-wanderwege.de

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Deutschlands Schönste

Wanderwege 2020

Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg,

Niedersachsen, Sachsen-Anhalt

MECKLENBURGISCHE SEENPLATTE I UCKERMARK

LÜNEBURGER HEIDE I HARZ

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Europas Schönste Wanderwege:

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Österreichs Schönste Wanderwege:

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QUALITÄTSWEG

Mecklenburg-Vorpommern/Mecklenburgische Seenplatte

Das Hans-Fallada-Museum im ehemaligen Wohnhaus

des Schriftstellers © R. Mittermüller

m

160

140

120

Carwitz Carwitz

100

80

60

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10,1

Das klare Wasser des Schmalen Luzins © Kurverwaltung FSL

FALLADAS FRIDOLINWANDERUNG

Auf den Spuren der Eiszeit

Vor ca. 11 000 Jahren schmolzen hier riesige Gletscher und hinterließen eine traumhaft

schöne und facettenreiche Landschaft. An den Wegen dieser Rundwanderung

stehen alte Buchen neben Findlingen und Blockpackungen aus eisigen Zeiten. Das

Wasser des Schmalen Luzins schimmert türkis bis grün am Wegesrand und auf dem

Hügelweg zum Hauptmannsberg öffnet sich die Landschaft und gibt den Blick auf

die sanften Weiten der Uckermark frei. Die Feldberger Seenlandschaft im Süden

Mecklenburgs birgt eine der besterhaltenen Endmoränenlandschaften Europas. Auf

den Pfaden der Fridolinwanderung erlebt man diese Landschaft aus unterschiedlichen

Perspektiven. Bereits der Schriftsteller Hans Fallada verliebte sich in diesen

Landstrich und kaufte sich in dem kleinen Dorf Carwitz, zwischen vier Seen gelegen,

eine Büdnerei, um hier mit seiner Familie zu leben. Ein Kinderbuch Falladas über

einen kleinen frechen Dachs ist übrigens Namensgeber dieser Rundwanderung.

Kurverwaltung Feldberger Seenlandschaft

OT Feldberg, Strelitzer Str. 42, 17258 Feldberger Seenlandschaft

Tel. 039831/27 00 | willkommen@feldberg.de

www.feldberger-seenlandschaft.de

Der Hullerbusch © T. Schönknecht

Highlights 2020

• ganzjährig geführte Wanderungen im

Naturpark Feldberger Seenlandschaft,

u.a. durch Deutschlands ältesten

Buchenwald „Heilige Hallen“

• Mai bis September immer freitags

Lesungen im Hans-Fallada-Museum

• 26. September bis 2. Oktober 2020

Feldberger Kneippwoche mit Aktionen

rund um das Thema Kneipp

FALLADAS FRIDOLINWANDERUNG

Rundwanderung 10,1 km • traumtour

Gehzeit: 2,5 Std.

Schwierigkeit:

Höhenmeter: je 36 m

wanderbares

deutschland

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

Start/Ziel: Carwitzer Str. 37, 17258 Feldberger Seenlandschaft

OT Carwitz

An-/Abreise

PKW: Parkplatz Ortseingang Carwitz, 17258 Feldberger

Seenlandschaft, OT Carwitz

ÖPNV: RB 5 bis Neustrelitz, dann Bus 619 nach Feldberg

(dort Einsatz an der Luzinfähre)

traumtour

Nationaler Geotop „Feldberger Seen“, eiszeitliche

Blockpackungen und Findlinge

Hans-Fallada-Museum zum Leben und Schaffen des

Schriftstellers im ehemaligen Wohnhaus in Carwitz

Aussichtspunkte Hauptmannsberg und Reiherberg mit

Blick über Seen und Landschaft

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Alle Tourentipps aus diesem Special mit gpx-Tracks zum

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Randow

QUALITÄTSWEG

QUALITÄTSWEG

Deutschlands Schönste

Wanderwege 2020

Märkischer Landweg

Wandern ohne Gepäck

9 x ÜN mit Frühstück,

Gepäcktransport, Kartenmaterial

Stadtführungen, Lunchpakete optional

buchbar ab 725 € p.P. im DZ

Tourismusverein Angermünde e.V.

Tel. 03331-297660

info@angermuende-tourismus.de

Neustrelitz

Feldberg

Naturpark

Uckermärkische

Lychen

Fürstenberg

Kolbatzer Mühle

Seen

Carwitzer See

Fährsee

Strom

Biosphärenreservat

Unteres

Röddelinsee Templin

Lübbesee

Schwedt

Ringenwalde Wolletz Odertal

Gransee

Zehdenick

Schorfheide-Chorin

Angermünde

0 10 km

Joachimsthal

al

Stolpe

m

150

Feldberg

100

Lychen

50

Fürstenberg

0

Mescherin

20 40 60 80 100 120 140 160 180 217,0

Himmelpfort

Unteruckersee

Oberuckersee

Prenzlau

Penkun

n

Groß Pinnow

Nationalpark

Mescherin

Gartz

P O L E

Havel

Ucker

Welse

N

Brandenburg/Uckermark

m

100

80

60

40

20

Prenzlau

Seehausen

0

20 40 60 80 100 120 152,0

Die Woge am Unteruckersee © Anet Hoppe

DIE UCKERMARK – Weite und Stille

Die Uckermark steht für Einsamkeit, Ruhe und Ursprünglichkeit – eine sanft

hügelige Landschaft mit weiten Ausblicken und über 500 Seen – der ideale

Ort, sich zu erden. Der Märkische Landweg und die Uckermärker Landrunde

führen durch die drei Nationalen Naturlandschaften der Uckermark. Sie sind

miteinander kombinierbar und durch eine Vielzahl von kurzen Tagestouren,

z. B. in der Templiner Seenlandlandschaft oder

zum UNESCO-Weltnaturerbe Buchenwald Grumsin,

erweiterbar. Körperlichen Ausgleich zum

Wandern bietet u. a. eine Kanutour auf den

Altarmen der Oder in Deutschlands einzigem

Auennationalpark.

tmu Tourismus Marketing Uckermark GmbH

Tel. 03984/83 58 83

info@tourismus-uckermark.de

www.tourismus-uckermark.de

Geführte

Wanderungen: Fachkundige

Begleitung durch

Natur- und Landschaftsführer

auf einzelnen oder

allen Etappen

möglich

Märkischer Landweg

Streckenwanderung, 217 km

Gehzeit: 3-7,5 Std./Etappe

Schwierigkeit:

Höhenmeter: je 344 m

Start: Fürstenberg/Havel oder Feldberg

Ziel: Mescherin

An-/Abreise PKW: Feldberg: ehemaliger Bhf Feldberg, 17258

Feldberg. Fürstenberg/Havel: Bhf, 16798 Fürstenberg/Havel

ÖPNV: Feldberg: Bushaltestelle Schule, Fürstenberg/

Havel: Bhf, www.bahn.de

Flößermuseum Lychen, Tabakmuseum Vierraden,

Museum Klostermühle Boitzenburg

sanfte Hügel, Seen, Flussauenlandschaft,

UNESCO-Welterbe Buchenwald Grumsin

wanderbares

deutschland

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

Uckermärker Landrunde

Streckenwanderung, 152 km (8 Etappen à 14-25 km)

Gehzeit: 4-7 Std./Etappe

Schwierigkeit:

Höhenmeter: je 294m

Start: Prenzlau

Ziel: Seehausen

An-/Abreise PKW: Prenzlau: Uckerpromenade, 17291

Prenzlau, Seehausen: Bhf, 17291 Oberuckersee OT

Seehausen

ÖPNV: Bhf Prenzlau, Bhf Seehausen, www.bahn.de

Schloss Boitzenburg, Klosterkirche Angermünde,

Dominikanerkloster Prenzlau

Unteruckersee, Findlingsskulpturen am Mündesee,

Lenné-Park Boitzenburg

Naturbeobachtungsturm Mescherin

© Anja Warning Wolletzsee © Silke Rumpelt

wanderbares

deutschland

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

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Weitere online-Tourenguides des Wandermagazins:

Europas Schönste Wanderwege:

www.europas-schoenste-wanderwege.de

Österreichs Schönste Wanderwege:

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Die Schönsten Radwege:

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Hamburg, Niedersachsen/Lüneburger Heide

Heidschnucken-Gruppe

Am Wilseder Berg

Kennzeichnung des Heidschnuckenweges

DER HEIDSCHNUCKENWEG

Wandern, wo die Schnucke grast

Feiner Sand knirscht unter Ihren Schuhsohlen, die borstigen Zweige der Zwergsträucher

kratzen leicht an den Beinen. In der Ferne blöken die Heidschnucken.

Ein Teppich von violett blühender Heide liegt im August und September über der

sanft gewellten Landschaft. Bizarre Wacholderbüsche strecken ihre Zweige zur Sonne

und der herbe Duft der schwarzen Beeren erfüllt die Mittagsluft. Wandern auf

dem Heidschnuckenweg ist ein Festival der Sinne. Entlang des Heidschnuckenweges

reihen sich die Heideflächen wie eine Perlenkette aneinander. Eine ist schöner als

die andere und jede ist auf ihre Art einmalig. Dazwischen erwarten Sie grüne Flussauen,

kühle Heidebäche mit klarem Wasser, urwaldartige Wälder und ein Mosaik aus

Feldern und Wiesen. Und immer wieder durchquert der Weg idyllische Heideorte, die

ihren ursprünglichen Charakter bewahrt haben.

Warum sollte man den

Heidschnuckenweg wandern?

• Ausgezeichnet als Qualitätswanderweg vom

Deutschen Wanderverband

• Mitglied der Top Trails of Germany

• Landschaftlich höchst vielfältig

• Unendliche Weite, soweit das Auge reicht

• Ein auch für Einsteiger bestes

Wandererlebnis

Lüneburger Heide GmbH | Wallstr. 4, 21335 Lüneburg

Tel. 04131/3 09 39 60 | info@lueneburger-heide.de | www.heidschnuckenweg.de

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Deutschlands Schönste

Wanderwege 2020

Alle Fotos © Lüneburger Heide GmbH

Hamburg-Fischbek

SCHWARZENBEK

REINBEK

BUXTEHUDE

E

Elbe

GEESTHACHT

LAUENBURG

U

BUCHHOLZ

WINSEN

(Luhe)

i.d. Nordheide

Lüneburger

Handeloh

Undeloh

Wilseder Berg

LÜNEBURG

169

Niederhaverbeck

Behringen

Deutschlands

Schönster

Wanderweg 2019

Platz 3 Kategorie Touren

SCHNEVERDINGEN

Bispingen

BAD BEVENSENEN

VISSELHÖVEDE

SOLTAU

MUNSTER

UELZEN

BAD Wietzendorf Faßberg

FALLINGBOSTEL

L

Oberoher Heide

Wietzer er Berg

98

WALSRODE

Müden (Örtze)

BERGEN

Weesen

Heide

Dehningshof

Aller

Leine

0 10 km

CELLE

Sonnenaufgang am Radenbach

Mystische Stimmung in der Heide

HEIDSCHNUCKENWEG

Der 223 km lange Heidschnuckenweg von Hamburg-Fischbek

über Buchholz i.d. Nordheide, Undeloh, Wilsede, Soltau

und Müden (Örtze) bis in die Residenzstadt Celle ist

ein vom Deutschen Wanderverband zertifizierter „Qualitätsweg

Wanderbares Deutschland“. Er gehört als nördlichster

Fernwanderweg zu den „Top Trails of Germany“ –

Deutschlands beste Wanderwege. Der Heidschnuckenweg

führt durch den Regionalpark Rosengarten, den Naturpark

Lüneburger Heide und den Naturpark Südheide. Entlang

des Weges warten über 30 große und kleine Heideflächen

darauf, entdeckt zu werden. Besonders reizvoll sind die

2. und 3. Etappe von Buchholz i. d. Nordheide nach Handeloh

und weiter bis Undeloh. Bei der Wahl „Deutschlands

Schönster Wanderweg“ des Wandermagazins belegten

diese Abschnitte in 2014 und 2019 den 1. bzw. 3. Platz in

der Kategorie Touren.

m

150

100

50

0

Hamburg-Fischbek

20

40 60 80 100 120 140 160 180

Celle

223,0

Streckenwanderung, 223 km 13 Etappen (7-27 km)

Gehzeit: je 2,5-8,5 Std, geringe Höhenunterschiede

Schwierigkeit:

Höhenmeter: 1.647 m 1.633 m

Start: Hamburg-Fischbek

Ziel: Residenzstadt Celle

An-/Abreise

PKW: Scharlbarg, Ecke Babenbrook, 21149 Hamburg

ÖPNV: DB bis Bhf Hamburg-Fischbek und Celle,

www.bahn.de

Ausblick vom Wilseder Berg, der höchsten

Erhebung der Lüneburger Heide (169 m)

Heide-Erlebniszentrum in Undeloh

wanderbares

deutschland

QUALITÄTSWEG

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

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Europas Schönste Wanderwege:

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Österreichs Schönste Wanderwege:

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QUALITÄTSWEG

Niedersachsen, Sachsen-Anhalt/Harz

Langelsheim

Wildemann

OSTERODE

am Harz

GOSLAR

BAD

GRUND

Buntenbock

Nationalpark

Sösestausee

Sieber

HERZBERG

am Harz

BAD

HARZBURG

R

Clausthal-

a

Zellerfeld

lerf

Granestausee

Innerstestausee

Okerstausee

Eckerstausee

Brocken

Altenau 114214

Torfhaus

Oderteich

Sankt

Andreasberg

Schierke

Harz

Oderstausee

Ilse

HALBERSTADT

wanderbares

Derenburgenb

ILSENBURG

WERNIGERODE

R

Zillierbach-

Talsperre

Drei Annen

Hohne

Elbingerode

Rübeland

Elend

Königshütte

BRAUNLAGE

Benneckenstein

Rappbode-

Talsperre

deutschland

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

Hasselfelde

Holtemme

BLANKENBURG

Altenbrak

Treseburgeb

THALE

0 10 km

1200

1000

800

600

400

Thale

200 Osterode

10 20 30 40 50 60 70 80 94,0

Erlebnisinsel Harzer-Hexen-

Stieg bei Osterode © Harzer

Tourismusverband, A. Kaßner

Brocken-Gipfel

© Harzer Tourismusverband

DER HARZER-HEXEN-STIEG

Die Überquerung des Harzes über den Brocken

Die Überquerung des Harzgebirges ist eine Zeitreise durch Geschichte und

Geologie. Die Streckentour mit einer Brockenumgehung über St. Andreasberg

und zwei Varianten um die Rappbodetalsperre ist ein Leckerbissen für

Wanderfans. Dabei beeindruckt zunächst das UNESCO-Welterbe Oberharzer

Wasserwirtschaft. Fans des mittelalterlichen Bergbaus wird die Schleife über

St. Andreasberg zur Grube Samson reizen. Der Nationalpark Harz mit dem

Brocken als höchstes Bollwerk ist der Fixpunkt für Gipfelstürmer und Mythenfreunde.

Aufregend ist auch die Geologie mit Klippen, Tropfsteinhöhlen und

dem gewaltigen Durchbruchstal der Bode vor dem Ziel in Thale. Startpunkt ist

übrigens Osterode im Westharz. Der Harzer-Hexen-Stieg kann aber auch ebenso

erlebnisreich von Thale aus gestartet werden.

Bodetal bei Thale © Harzer Tourismusverband

Wandern im Harz

Ihr Wanderreiseveranstalter vor Ort

bietet das umfangreichste Angebot

für die Region und organisiert mit

Liebe zum Detail und Rundum-

Sorglos-Paket Ihre Wanderung auf

dem Harzer-Hexen-Stieg.

Tel. 05321/689 66 00

www.wandern-im-harz.de

HARZER-HEXEN-STIEG

Streckenwanderung, 94 km über den Brocken,

107 km auf der Brockenumgehung,

alle Varianten 149 km, 5-6 Etappen

Gehzeit: jeweils 3,5 bis 7,5 Std.

Schwierigkeit:

Höhenmeter: 1.626 m 1.667 m

Start/Ziel: Osterode Bleichstelle/Thale Bhf.

An-/Abreise PKW: kostenfreie Parkplätze in 37520

Osterode oder 06502 Thale ÖPNV: DB bis Bhf. Osterode

und Bhf. Thale, www.bahn.de

UNESCO-Welterbe Oberharzer Wasserwirtschaft,

Hexentanzplatz in Thale

Nationalpark Harz, Brocken, Höhlen in Rübeland,

Bodetalschlucht

Wanderer am Torfhausmoor

© Harzer Tourismusverband, M. Gloger

HARZER TOURISMUSVERBAND

Tel. 05321/34 04-0 | info@harzinfo.de | www.harzinfo.de | www.harzer-hexen-stieg.de

14

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Deutschlands Schönste

Wanderwege 2020

Niedersachsen/Harz

Liebesbankweg © HAHNENKLEE tourismus marketing gmbh

m

700

650

600

550 Hahnenklee

500

1 2 3 4 5

Hahnenklee

6,3

Werde HarzSchrittMacher © Syda Productions

WANDERN MIT HERZKLOPFEN

AUF DEM LIEBESBANKWEG

Schnappen Sie sich Ihre Liebste oder Ihren Liebsten und wandeln

Sie mit Herzklopfen auf dem ersten Premiumwanderweg

im Harz und in Niedersachsen. Seit der Eröffnung im September

2007 ist der Liebesbankweg zu einem Highlight von Hahnenklee-Bockswiese

und der Region geworden. Der Rundwanderweg führt auf breiten Wegen durch

abwechslungsreiche Landschaften mit naturbelassenen Wiesen, klaren Teichen

und interessanten Aussichtspunkten auf das Harzer Vorland. Entlang des Weges

erwarten Sie 25 individuell gestaltete Bänke, die vom ersten Rendezvous

bis zum 75. Hochzeitstag die verschiedenen Phasen des Liebes- und Ehelebens

darstellen und mit einer kleinen Geschichte beschreiben. Weitere Highlights wie

die Quelle der Liebe, Ge(h)dicht-Steine, die Partnerschaukel und Kunstobjekte

fügen sich thematisch ein. Auch bei Familien ist der abwechslungsreiche Themenweg

sehr beliebt. Besonders der spannende Wasserspielplatz am „Oberen

Flößteich“ lädt alle kleinen Wanderer zum Toben und Staunen ein.

Traumhafte Ausblicke © GOSLAR marketing gmbh

9 Tage, 35 Touren, 450 km quer

durch den Harz

12.09. bis 20.09.

HarzerWanderWochen:

Täglich mehrere spannende Touren,

geführt oder auf eigene Faust.

19.09.2020

2. Hahnenkleer Wandermarathon:

Auf 42, 21 oder 10 km zum Harz-

SchrittMacher rund um Hahnenklee

LIEBESBANKWEG

Rundwanderung, 7 km

Gehzeit: 2,5 Std.

Schwierigkeit:

Höhenmeter: je 144 m

Start/Ziel: Großparkplatz an der Stabkirche in Hahnenklee

An-/Abreise

PKW: Am Bocksberg, 38644 Hahnenklee

ÖPNV: Buslinie 830, Haltestelle Treffhotel oder Kurhaus

Stabkirche – eine einzigartige Kirche nach

norwegischem Vorbild

UNESCO-Weltkulturerbe Oberharzer Wasserwirtschaft

– Kulturdenkmal und beeindruckendes Zeugnis der

europäischen Bergbau-Ära.

HAHNENKLEE tourismus marketing gmbh

Kurhausweg 7, 38644 Goslar-Hahnenklee

Tel. 05325/5 10 40, info@hahnenklee.de

www.hahnenklee.de

www.liebesbankweg.de | www.harzer-wanderwochen.de

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Weitere online-Tourenguides des Wandermagazins:

Europas Schönste Wanderwege:

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Österreichs Schönste Wanderwege:

www.oesterreichs-schoenste-wanderwege.info

Die Schönsten Radwege:

www.rad-wandern.de


Thüringen & Sachsen

REGION JENA I THÜRINGER WALD

OBERLAUSITZ I SÄCHSISCHE SCHWEIZ I VOGTLAND

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QUALITÄTSWEG

Deutschlands Schönste

Wanderwege 2020

Thüringen/Region Jena

Sulzbach

Stobra

Hermstedt

Dornburg

Stiebritz

Dordorf-Steudnitz

rf-S

Wetzdorf

Tautenburg

Kapellendorfen

Lehesten

Neuengönna

Rockau

Porstendorf

Beutnitz

Isserstedt

Closewitz

Zwätzen Großer Gleisberg

Löbershütz

Hohend

385

Graitschen

Hohlstedt

Lützeroda

Hammerstedt

Cospeda

Laasan

Löbstedt

Jenalöbnitz

nitz Bürgel

Großschwab-

Wogau

Rodigast

haus

Ziegenhain

Jena-

Großlöbichau

Döbritschen

prießnitz

JENA

Ammerbach

Schöngleina

Magdala

Coppanz

Albersdorf

rf

Göttern

Bucha

Winzerla

Schlöben

Schorba

Oßmaritz Göschwitz

Lobeda

Stadtroda

0 5km

Laasdorf

Saale

m

400

300

200

Lobeda

100

Jena

10 20 30 40 50 60 72,0

wanderbares

deutschland

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

Dornburger Schlösser © TTV Jena-Saale-Holzland e.V., J. Hauspurg

SAALEHORIZONTALE

Wandern mit Weitblick

Durch das Mittlere Saaletal zwischen Jena und Dornburg führt der Panoramaweg

SaaleHorizontale. Die 72 km lange Streckenwanderung bietet weite Aussichten auf

Jena und eine vielseitige Tour durch Buchenwälder, Kiefernhaine, Streuobstwiesen

und steile Muschelkalkhänge. Man startet nahe der Ruine Lobdeburg und wandert

steil hinauf zum Johannisberg. Oberhalb des Pennickentals verläuft der Weg dicht

am Fels entlang mit weiten Aussichten über Jena und ins Saaletal. Auf der zweiten

Etappe geht es über Wiesen und Felder zur Ruine der Kunitzburg. Die dritte Etappe

verläuft durch Wälder und Streuobstwiesen zur Ruine Tautenburg und bei Dornburg

mit dem Ensemble der Dornburger Schlösser ganz dicht an der Saale entlang. Auf

der vierten Etappe wird man mit weiten Blicken über das Gleistal belohnt. Es geht

entlang am Steinbach bis hinauf auf den Windknollen, wo einst preußische und napoleonische

Truppen im Jahre 1806 aufeinander trafen. Daran erinnert der Napoleonstein,

von dem es hinab nach Jena geht. Der Weg kann in vier Tagesetappen oder

in 17 Kurzetappen unterteilt werden.

Blick von der SaaleHorizontale auf Jena

© JenaKultur, R. Möbius

Wichtige Termine 2020

08.-17.05. Jenaer Frühlingsmarkt

27.-28.06. Dornburger Rosenfest

Juli/August Jenaer Kulturarena

22.08. Dornburger Schlössernacht

12.-13.09. Genussmarkt auf den

Dornburger Schlössern

11.–20.09. Jenaer Altstadtfest

Jena Tourist-Information

Markt 16, 07743 Jena

Tel. 03641/49 80 50 | tourist-info@jena.de

www.visit-jena.de

SAALEHORIZONTALE

Streckenwanderung, 72 km (4 Etappen, 15-22 km)

Gehzeit: pro Etappe 4-6 Std.

Schwierigkeit:

Höhenmeter: 1734 m 1757 m

Start: ÖPNV-Haltestelle Platanenstraße, Jena

Ziel: Stadtzentrum Jena

An-/Abreise

PKW: Parkplätze in Jena, Parkplatz „Am Stadion“ kostenfrei

ÖPNV: Tram 5 zur Haltestelle Platanenstraße in Jena.

www.vmt-thueringen.de

Winterlinge, Märzenbecher, Pfingstrosen,

26 Orchideenarten und Weinanbau

Lobdeburg, Fuchsturm, Kunitzburg, Tautenburg,

Dornburger Schlösser

Johannisberg, Königsstuhl, Hohe Lehde, Plattenberg,

Napoleonstein

ServiceCenter Saaleland

Jahnstraße 29, 07639 Bad Klosterlausnitz

Tel. 036601/90 52 00 | info@saaleland.de

www.saaleland.de

17

Weitere online-Tourenguides des Wandermagazins:

Europas Schönste Wanderwege:

www.europas-schoenste-wanderwege.de

Österreichs Schönste Wanderwege:

www.oesterreichs-schoenste-wanderwege.info

Die Schönsten Radwege:

www.rad-wandern.de


Thüringen/Thüringer Wald

Gipfelwanderweg

18

Rennsteig

Kickelhahnturm auf dem Goethewanderweg

Alle Tourentipps aus diesem Special mit gpx-Tracks zum

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Platz 3

Kategorie ROUTEN

Deutschlands Schönste

Wanderwege 2020

Alle Fotos, soweit nicht anders gekennzeichnet © D. Ketz

Rennsteig © P. Hentschel

AKTIVREGION RENNSTEIG IM THÜRINGER WALD

Endlich draußen!

Tiefgrüne Fichten, verborgene Waldwiesen, lichtdurchflutete Buchen- und

Mischwälder und traumhafte Fernblicke: 100.000 Wanderer und Naturliebhaber

nehmen jährlich die knapp 170 km des Rennsteigs oder einen Teil davon auf sich,

um die malerische Landschaft von Hörschel an der Werra durch den Thüringer

Wald, das Thüringer Schiefergebirge und den Frankenwald bis nach Blankenstein

an der Saale (Selbitz) zu entdecken. Nicht umsonst sprechen viele Menschen vom

„Mythos Rennsteig“, den man einmal in seinem Leben erlebt haben muss. Bewegende

und unvergessliche Momente bietet der Rennsteig, gekennzeichnet durch

ein weißes „R“, für aktive Naturliebhaber aller Alters- und Leistungsgruppen.

Aktiv sein, die Natur entdecken, sich beim Sport verausgaben und gleichzeitig

die Seele baumeln lassen – das können Wanderer, Mountainbiker, Radfahrer und

sogar Läufer in kaum einem anderen deutschen Mittelgebirge besser als am Rennsteig,

dem ältesten, bekanntesten und beliebtesten Fernwanderweg Deutschlands.

TIPP: Auch im Winter hält der Rennsteig eine traumhafte Kulisse für Sportbegeisterte

bereit. Der Rennsteig-Skiwanderweg, der sich zwischen Ascherbrück und Brennersgrün

auf 142 km erstreckt, ist der längste Fernskiwanderweg Mitteleuropas.

Wartburg

Wichtige Termine 2020

16.05.2020

48. GutsMuths-Rennsteiglauf

20.06.2020

22. Rennsteig-Staffellauf

29.08.2020

4. RENNSTEIGRIDE

04.10.2020

30. Rennsteig-Herbstlauf

Weitere Infos unter

www.thueringer-wald.com

Regionalverbund Thüringer Wald e.V.

Tel. 03681/353 05 20

service@thueringer-wald.com

www.thueringer-wald.com

m

900

800

700

600

500

400 Blankenstein

300

Hörschel

200

20 40 60 80 100 120 140 169,3

DER RENNSTEIG

Streckenwanderung, 169,3 km

4, 6 oder 8 Etappen (19 km-45 km)

Gehzeit: 6 bis 11 Std. pro Etappe

Schwierigkeit:

Höhenmeter: 4.802 m 4.498 m

Start: Hörschel Ziel: Blankenstein

An-/Abreise

PKW: Rennsteigstraße, 99817 Eisenach OT Hörschel,

Selbitzplatz, Blankenstein

ÖPNV: DB bis Haltepunkt Hörschel oder Bahnhof

Blankenstein, www.bahn.de

Wartburg Eisenach, Holzkirche Neuhaus a. Rwg.,

Bahnhof Rennsteig

Gr. Inselsberg, Südl. Spießberg, Krämerod,

Plänckners Aussicht, Hoher Schorn

Wanderer auf dem Rennsteig

Deutschlands

Schönster

Wanderweg 2016

19

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Thüringen/Thüringer Wald

Schneekopf auf dem Gipfelwanderweg

wanderbares

deutschland

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

QUALITÄTSWEG

wanderbares

deutschland

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

QUALITÄTSWEG

Am Schwalbenstein auf dem Goethewanderweg

© Regionalverbund Thüringer Wald

Termine

Goethewanderweg

28.8.2020 und 03.10.2020:

Wanderung zum Sonnenaufgang

26.09.2020:

Gipfeltour – Die etwas andere

Tour auf den Kickelhahn

Gipfelwanderweg

4. und 5. Juli 2020:

22. Gipfeltreffen auf

dem Schneekopf

m

900

800

700

600

500 Goldlauter

Skibaude

10 15 20 25

5 30,0

GIPFELWANDERWEG

Streckenwanderung

30 km

Gehzeit: ca. 7 Std.

Ganztagestour

Das „Neunhundertersammeln“ vor den Toren Suhls, Deutschlands

größtem „Staatlich anerkanntem Erholungsort“, hat schon lange

Tradition, denn der Gipfelwanderweg war einer der ersten zum

Qualitätsweg zertifizierten Wanderwege in Thüringen.

Höhenmeter: 897 m 695 m • Schwierigkeit:

Start/Ziel: Suhl-Goldlauter-Heidersbach: Parkplatz Pfannrain /

Skibaude Goldlauter-Heidersbach

An-/Abreise PKW und ÖPNV:

Ausgangspunkt: Parkplatz Pfannrain/Bushaltestelle „Rosenau“ oder

„Goldlauter Brücke“ der SNG-Stadtlinie D

Endpunkt: Skibaude Goldlauter-Heidersbach bzw. Ortslage Suhl-

Heidersbach; Rückfahrt mit SNG-Stadtlinie D ab Bushaltestelle

„Stockmar-Platz“, www.sngonline.de

Freie Blicke und wunderbare Aussichten sind garantiert beim

Erwandern und Besteigen von sieben Bergen im Rennsteiggebiet,

die zu den höchsten Erhebungen im Thüringer Wald zählen.

Das Beerbergmoor und das Schneekopfmoor an den beiden

höchsten Bergen des Thüringer Waldes gehören zu den Kernzonen

des UNESCO Biosphärenreservates Thüringer Wald.

INFO: Tourist Information Suhl, Im Congress Centrum Suhl

Friedrich-König-Straße 7, 98527 Suhl

Tel. 03681/78 84 05 | touristinformation@suhl-ccs.de

www.suhl-tourismus.de

m

900

800

700

600

Ilmenau

Stützerbach

500

2 4 6 8 10 12 14 16 18 20,0

GOETHEWANDERWEG

Streckenwanderung

20 km

Gehzeit: 7,5 Std.

Auf einer Strecke von 20 Kilometern kommen Sie dem Dichterfürsten

Goethe in Ilmenau und Umgebung besonders nahe. Im Goethehäuschen

schrieb er z. B. „Wandrers Nachtlied“ an die Wand. Der Rundumblick

vom Kickelhahnturm belohnt den Aufstieg. Drei Museen entlang

des Weges informieren über Goethe, die Natur und sein Schaffen.

Höhenmeter: 715 m 519 m • Schwierigkeit:

Start/Ziel: GoetheStadtMuseum, Ilmenau/Stützerbach

An-/Abreise

PKW: Parkplatz Friedhof, Erfurter Straße 12, Parkplatz, Am Markt 1,

Parkplatz, Mühltor 4, von Norden über die A4 bis Erfurter Kreuz,

dann A71 bis Abf Ilmenau; aus Süden über die A71 und A73

ÖPNV: Ilmenauer Omnibusverkehr, Linie 300, Haltestelle Ilmenau:

Busbahnhof. Die Linie 300 kann von Ilmenau nach Stützerbach und

von Stützerbach nach Ilmenau gefahren werden. www.iov-ilmenau.de

Aussichtsturm Kickelhahnturm in 885 m Höhe

GoetheStadtMuseum in Ilmenau, Museum Jagdhaus Gabelbach

und das Goethehaus in Stützerbach

INFO: Ilmenau-Information

Am Markt 1, 98693 Ilmenau

Tel. 03677/600 300 | stadtinfo@ilmenau.de

www.ilmenau.de

20

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QUALITÄTSWEG

Deutschlands Schönste

Wanderwege 2020

Sachsen/Oberlausitz

Wesenitz

altenberg

587

Neukirch

Wilthen

Kälber-

Bieleboh

steine

499

Schigriswalde

487

Beiersdorf

Sohland

Neusalza-

a

Spremberg

Ebersbach

Neugersdorfrf

T S C H

0 10 km

E C

H I

Spree

E

Seifhennersdorf

N

Kottmar

583

LÖBAU

Eibau

Großer Stein

471

Mandau

Herrnhutr

Bernstadt

ZITTAU

Zittauer Gebirge

Lausche

Waltersdorf

793

Kurort Oybin

Hochwald

749

Neiße

POLEN

m

800

600

400

Neukirch

200

Zittau

10 20 30 40 50 60 70 80 90 100

wanderbares

deutschland

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

Naturparkblick © Philipp Herfort

OBERLAUSITZER BERGWEG

Grenzenlose Fernsichten im Landschaftswunderland

Wandern inmitten wildromantischer Natur, im Wechselspiel von Tälern und Berggipfeln!

Auf dem Oberlausitzer Bergweg genießt man weite Ausblicke von idyllischen

Waldrändern, entdeckt schmucke Dörfer mit Oberlausitzer Umgebindehäusern sowie

historische Kulturschätze und begegnet freundlichen Menschen. Zu den Höhepunkten

entlang des Weges zählen der Töpferort Neukirch, die Spreequelle am Kottmar,

die Burg und Klosteranlage Berg Oybin sowie die „Zittauer Fastentücher“ – einzigartige

Textilwerke aus dem 15. bzw. 16. Jh. und einer Größe von bis zu 56 qm. Lauschige

Plätze und gemütliche Berggasthöfe laden zum Verweilen ein. Der 107 km lange Oberlausitzer

Bergweg kann in sechs Etappen eingeteilt werden. Von den Granitkuppen

des Oberlausitzer Berglandes wandert man über die Vulkanberge am tschechischen

Grenzkamm bis zu den Sandsteinformationen im Zittauer Gebirge. Auf fast jedem Gipfel

ragen Aussichtstürme empor, die mit Fernsichten für den Aufstieg belohnen.

Sonnenaufgang im Naturpark Zittauer Gebirge © Markus Balkow

Leichter ohne Gepäck

Erlebniswanderwoche im

Landschaftswunderland

• 7 Übernachtungen inkl. Frühstück

• Lunchpakete

• Gepäcktransfer

• Wegbeschreibung & Wanderkarten

• Bergpass und Wanderabzeichen

ab 435,00 € p. P.

Streckenwanderung, 107 km (6 Etappen, 14-24 km)

Gehzeit: pro Etappe 3,5-7,5 Std.

Schwierigkeit:

Höhenmeter: 2.093 m 2.452 m

Start/Ziel: Neukirch / Zittau

An-/Abreise PKW: A4 oder B98 bis

01904 Neukirch/Lausitz

ÖPNV: DB Strecke Dresden – Zittau - bis Bahnhof

Neukirch Ost, www.zvon.de

Denkmalgeschützte Umgebindehäuser, Burg und

Kloster Berg Oybin, historische Altstadt Zittau

Nonnenfelsen, Scharfenstein Aussicht, Naturpfad

Mühlsteinbrüche

Wandern im Naturpark Zittauer Gebirge © René Egmont Pech

Tourismuszentrum Naturpark Zittauer Gebirge

Markt 1, 02763 Zittau | Tel. 03583/7 97 64 00 | tourismuszentrum@zittauer-gebirge.com

www.oberlausitzer-bergweg.de | www.zittauer-gebirge.com | www.oberlausitz.com

Diese Maßnahme ist mitfinanziert

durch Steuermittel auf der Grundlage

des von den Abgeordneten des

Sächsischen Landtags beschlossenen

Haushaltes.

21

Weitere online-Tourenguides des Wandermagazins:

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Österreichs Schönste Wanderwege:

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Sachsen/Sächsische Schweiz

Hintere Sächsische Schweiz © Philipp Zieger

Basteibrücke © Rico Richter

Liebethaler Grund © Philipp Zieger

Felsenschlucht © Philipp Zieger

GEHEIMNISVOLLE FELSENWELT

Elbsandsteingebirge – Sächsische Schweiz

Mächtige Tafelberge im Sonnenuntergang, grasgrüne

moosbedeckte Steine, einsame Felsnadeln vor atemberaubenden

Panoramen: Die malerisch verwitterte Felsenwelt

des Elbsandsteingebirges ist ein Füllhorn an spektakulären

Motiven. Und Fotografen schöpfen reichlich daraus.

Zehntausende Bilder sind unter #sächsischeschweiz auf

Instagram zu finden. Und Jahr für Jahr kommen neue Bildbände

und Fotokalender vom Elbsandsteingebirge auf den

Markt. Die Elbsandsteinfotografie hat Tradition: Bereits

1853 fertigte der Wissenschaftler Herman Krone die ersten

Fotografien dieser Landschaft. Sein Standort, die Bastei-

brücke, ist bis heute eines der beliebtesten Ausflugsziele

und Motive der Region. Die Maler hatten das erstaunliche

Hügelland zu dieser Zeit schon längst für sich entdeckt. Einer

der ersten, der es auf Leinwand bannte, war Alexander

Thiele. Der Hofmaler Kurfürst Augusts III. porträtierte bereits

in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts die beiden

berühmtesten Tafelberge der Region: den Königstein und

den Lilienstein. Anfang des 19. Jahrhunderts schuf Caspar

David Friedrich das bis heute bekannteste von der Region

inspirierte Bild: »Der Wanderer über dem Nebelmeer«. Es

steht heute symbolisch für den Zeitgeist einer ganzen Ära.

TOURISMUSVERBAND SÄCHSISCHE SCHWEIZ E.V.

Bahnhofstr. 21, 01796 Pirna Tel. 03501 4701-47 | info@saechsische-schweiz.de | www.saechsische-schweiz.de/malerweg

22

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Deutschlands Schönste

Wanderwege 2020

Wolfsschlucht © Philipp Zieger

Der Nationalpark Sächsische Schweiz hat den

höchsten internationalen Schutzstatus

DER MALERWEG – ELBSANDSTEINGEBIRGE

Auf der Suche nach Motiven und Inspirationen nutzten

Künstler und Wanderer bewährte Wege zu besonders

malerischen Orten. Über die Zeit verschmolzen diese

zum Malerweg, der ästhetisch reizvollsten Route durch

die Region. Mit dem Bau der Eisenbahnstrecke im 19.

Jahrhundert geriet sie jedoch in Vergessenheit. Erst 2006

eröffnete der Tourismusverband den neuen 112 Kilometer

langen Malerweg Elbsandsteingebirge. Er orientiert

sich an der historischen Strecke und platzierte sich sofort

unter den beliebtesten Wanderwegen Deutschlands.

In acht Tagesetappen führt er von Pirna-Liebethal

über Bastei, Kirnitzschtal und Schrammsteine

nach Schmilka und auf der anderen Seite der Elbe

über mehrere Tafelberge zurück. Nach wie vor sind

Künstler entlang des Malerweges aktiv. Das sind vor

allem Fotografen, die oft schon vor der Dämmerung

Bastei, Brand, Schrammsteine, Wolfsberg,

Pfaffenstein, Papststein, Rauenstein

Festung Königstein und die

Basteibrücke sind spektakulär

ihre Stative aufbauen, um den Sonnenaufgang über dem

faszinierenden Morgennebel festzuhalten. Aber auch

klassische Maler sieht man noch, die in traditioneller

Weise mit Pinsel und Farbe in der Natur arbeiten. Ob mit

Wanderstöcken oder Pinsel, Fernglas oder Fotoapparat:

Der Malerweg Elbsandsteingebirge und zahlreiche weniger

bekannte Wege bieten nicht nur aktive, sondern auch

ästhetisch-sinnliche Erlebnisse. Und das das ganze Jahr

hindurch.

Wandern ohne Gepäck

Bei diesen Wanderreisen ist der Transfer

des Reisegepäcks von Station zu Station

bereits inklusive.

Der Informations- und

Buchungsservice des Tourismusverbandes

Sächsische Schweiz informiert über die

verschiedenen Anbieter und Möglichkeiten.

Liebethal

PIRNA

Kurort

Berggießhübel

el

Stadt

Wehlen

Weißig

Festung Königsteinin

Königstein

Kurort

Bad Gottleuba

Talsperre

Gottleuba

Elbe

Gottleuba

Wesenitz

E l b

Bastei

Pfaffenstein

435

Bielatal

s

Hohnstein

g e b i r

BAD

SCHANDAU

Kurortrt

Gohrisch

Rosenthal

Polenz

a

Papststein

451

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g e

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NEUSTADT

in Sachsen

Sebnitz

t

SEBNITZ

e

i n -

Nationalpark

Altendorf

Neumannmühle

Sächsische

Schweiz

Schmilka

Großer Winterberg

556

T

Kirnitzsch

S

Elbe

C H

0 10 km

E

C

E

H I

N

Rundwanderung, 112 km, 8 Etappen (11,5 km-17,6 km)

Gehzeit: jeweils 4 bis 7 Std.

Höhenmeter: 4.169 m 4.145 m

Schwierigkeit:

Start/Ziel: Pirna OT Liebethal, Liebethaler Grund /

Canalettohaus in Pirna

An-/Abreise

PKW: A17 bis Pirna (Parkhäuser Pirna, der Ausschilderung folgen),

Buslinie G/L bis OT Liebethal zum Liebethaler Grund

ÖPNV: DB bis Bhf Pirna (S1 ab Dresden), zum Start Buslinie G/L

Informationen: www.ovps.de

m

600

500

400

300

200

100

Liebethal

Pirna

20 40 60 80 100 112

Altendorf © Philipp Zieger

23

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Sachsen/Vogtland

Blick auf die Göltzschtalbrücke

© Archiv TVV, soowhatphotography

Osterburg in Weida © Marcus Daßler

VOGTLAND

Sinfonie der Natur

Triebtal in der Vogtländischen Schweiz

© Archiv TVV, T. Peisker

Das Vogtland blickt auf eine herrschaftliche Vergangenheit

zurück. Vom 12. bis 16. Jh. herrschten die Vögte von

Weida, Gera und Plauen als Verwalter des Kaisers Friedrich

I. Barbarossa über das östliche Reichswaldgebiet.

Zahlreiche Schlösser und herrschaftliche Bauten sind

Zeugen dieser Jahrhunderte. Vor allem die Osterburg in

Weida, damaliger Stammsitz der Vögte, ist heutzutage

ein beeindruckendes, historisches Ausflugsziel.

Dass das Vogtland eine Region mit Geschichte und Tradition

ist, beweist außerdem der „Musikwinkel“. Orte wie

Traditioneller Instrumentenbau

© Danny Otto

Markneukirchen, Klingenthal und Schöneck bildeten mit

den Städten Schönbach und Graslitz auf böhmischer Seite

bis zum Zweiten Weltkrieg das Zentrum des Musikinstrumentenbaus.

Auch heute noch lässt sich das Kunsthandwerk

in über 100 Meisterwerkstätten bewundern

und in Schauwerkstätten sogar selbst ausprobieren.

Landschaftlich zeigt sich das Vogtland mit wilden Flusstälern,

Gebirgshöhen und wunderschönen Panorama-

Ausblicken als Sinfonie der Natur, die es - am liebsten

wandernd - zu erleben gilt.

Tourismusverband Vogtland e.V., Göltzschtalstraße 16, 08209 Auerbach

Tel. 03744/18 88 60 | info@vogtland-tourismus.de | www.vogtland-tourismus.de

24

Alle Tourentipps aus diesem Special mit gpx-Tracks zum

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Deutschlands Schönste

Wanderwege 2020

Viertälerweg

Poetenweg zwischen Auerbach und Rodewisch

© Archiv TVV, Klaus Hurtienne, Wandermagazin

Sonnenaufgang am VPW

© Archiv TVV, Tino Peisker

Urlaub – die schönste Zeit des Jahres!

Damit Sie diese unbeschwert genießen

können, empfehlen wir Ihnen die Angebote

zum „Wandern ohne Gepäck“.

Verschiedene Arrangements buchbar bei:

Buchungsservice Vogtland

Tel. 03744/194 49

buchungsservice@vvvogtland.de

Saale

Hof

Schwarzenbach

a.d. Saale

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

Talsperre

Dröda

Rehau

PLAUEN

Talsperre Pirk

Oelsnitz

Selb

Weiße Elster

Bad

dElster

Adorf

Treuen

Auerbach

Schöneck

Falkenstein

Markneukirchen

Wirtsberg

664

Bad Brambach

Kapellenberg

757

Goldene

Höhe

734

Erlbach

Kirchberg

Talsperre

Muldenberg

Kuhberg

795

Vogelsgrün

Klingenthal

T S C

Talsperre

Eibenstock

Aschberg

936

C

H E

Schneeberg

Breitenfeld

Zeulenroda-

Greiz

Triebes

wanderbares

deutschland Elsterberg

erg

Reichenbach

QUALITÄTSWEG

Netzschkau

Pausa

Jocketa

Lengenfeld

Zwoschwitz

wit

Talsperre

Pöhl

Rodewisch

Eiben-

stock

H I E N

0 10 km

Rundwanderung, 245 km,

12 Etappen zwischen 10 km und 28 km

Gehzeit: je nach Etappe zwischen 3 und 8 Std.

Höhenmeter: 4.851 m 4.839 m

Schwierigkeit:

bis

Start/Ziel: Göltzschtalbrücke bei Reichenbach/

Netzschkau

An-/Abreise

PKW: Parkplatz an der Göltzschtalbrücke, Brückenstraße,

08491 Netzschkau

ÖPNV: www.vogtlandauskunft.de

Göltzschtalbrücke (größte Ziegelsteinbrücke

der Welt), Elstertalbrücke

Heidelandschaft im Naturschutzgebiet

Großer Weidenteich, Naturschutzgebiet

Steinicht, wildromantisches Triebtal

m

900

800

700

600

500

400

300

200 Reichenbach

Reichenbach

20 40 60 80 100 120 140 160 180 200 220 245

VOGTLAND PANORAMA WEG®

Die Sonne schimmert entlang der vogtländischen Kuppenlandschaft

langsam durch die tiefgrünen Nadelwälder

– begleitet von der Weißen Elster und der Göltzsch.

Reißend frisch bis leise plätschernd haben sich beide

Flüsse ihren Weg bergab in die romantischen Täler gesucht.

Die 245 schönsten Kilometer durchs Vogtland beginnen

und enden an der Göltzschtalbrücke, der größten Ziegelsteinbrücke

der Welt. Mit zwölf Tagesetappen zwischen

10 und 28 km Länge ist der Rundweg für die meisten geübten

Wanderer zu schaffen, Teilabschnitte bieten sich

für kürzere Touren an. Der Vogtland Panorama Weg® verbindet

die reizvolle Mittelgebirgslandschaft mit zahlreichen

Sehenswürdigkeiten und kulturellen Highlights der

Region. Mehr als 80 Aussichten und Panoramablicke machen

seinem Namen alle Ehre.

25

Weitere online-Tourenguides des Wandermagazins:

Europas Schönste Wanderwege:

www.europas-schoenste-wanderwege.de

Österreichs Schönste Wanderwege:

www.oesterreichs-schoenste-wanderwege.info

Die Schönsten Radwege:

www.rad-wandern.de


QUALITÄTSWEG

QUALITÄTSWEG

Sachsen/Vogtland

m

450

400

350

300

250

Greiz

200

Pöllnitz

Auma

Leubatalsperre

Weidatalsperre

Talsperre

Zeulenroda

Burkersdorf

WEIDA

Weida

Hohenleuben

Triebes

ZEULENRODA

Hohenölsen

n

Leuba

Wünschendorf

Clodra

Großdraxdorf

Nitschareuth

th

Endschütz

Fuchsbach

Gommla

Albersdorf

Greiz

10 20 30 40 50 60 72,0

ELSTERPERLENWEG®

Elster

Weiße

Berga

Markersdorf

Untergeißendorf

Waltersdorf

Neumühle

GREIZ

Seelingstädt

Teichwolframsdorf

orf

Aubach

wanderbares

deutschland

QUALITÄTSWEG

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

0 5 km

Rundwanderung

72 km, 6 Etappen zwischen

10 und 17 km

Gehzeit: je nach

Etappe zwischen 3

und 7 Std.

Der Elsterperlenweg® führt als Rundweg beiderseits entlang

der Weißen Elster von der Residenzstadt Greiz, der Perle des

Vogtlandes, über Neumühle nach Wünschendorf, der Pforte

zum Elstertal, und zurück über Berga/Elster wieder nach

Greiz. Auf dem Weg durch das romantische Tal der Weißen

Elster kommt der Wanderer vorbei an verträumten Dörfern,

geschichtsträchtigen Orten und eindrucksvollen Bauwerken.

Reizvolle Aussichten geben den Blick frei auf eine interessante

Mittelgebirgslandschaft.

Höhenmeter: je 2.051 m

Schwierigkeit:

bis

Start/Ziel: Stadt Greiz, Fürstlich Greizer Park

An-/Abreise

PKW: mehrere Parkmöglichkeiten in Greiz, u. a. Parkplatz am

Elsterufer, Bruno-Bergner-Straße 7, 07973 Greiz

ÖPNV: www.vogtlandauskunft.de

Oberes und Unteres Schloss Greiz, Veitskirche, überdachte

Holzbrücke Wünschendorf

Wanderweg entlang des Flusslaufs der Weißen Elster mit

zahlreichen Aussichtspunkten

m

900

800

700

600

500

Klingenthal

Rote Mulde

wanderbares

deutschland

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

Wo

lfsbach

Muldenberg

Oberzwota

Zwota

Talsperre

Muldenberg

Weiße Mulde

Kottenheide

Schieferberg

760

Hoher Brand

803

0 2km

Gemeinberg

776

KLINGENTHALNT

Zwota

Hüttenbachteiche

Floßgraben

Schwarzberg

802

Brunndöbra

Meiselteich

10 20 30 40 50,0

HÖHENSTEIG KLINGENTHAL

Rundwanderung

50 km

Gehzeit:

2 Tagesetappen

Wo im Winter das Zischen der Ski beim Sprung von der

Schanze zu hören ist und das ganze Jahr über Musik in der

Luft liegt, verläuft ein Qualitätsweg, der auf ganz besondere

Weise die beeindruckende Natur und Kulturerlebnisse

miteinander verbindet – der Höhensteig Klingenthal. Fast

ausschließlich auf den 800 bis 900 Meter ansteigenden

Gebirgszügen des Oberen Vogtlandes verlaufend, zeichnet

sich der Höhensteig durch ungewöhnliche Aussichtspunkte

und seine landschaftliche Schönheit aus.

Höhenmeter: 1.414 m 1.431 m • Schwierigkeit:

Start/Ziel: Stadtzentrum Klingenthal, Auerbacher Str.

An-/Abreise

PKW: Marktplatz, 08248 Klingenthal

ÖPNV: www.vogtlandauskunft.de

Aschberg (936 m) mit Aussichtsturm

Klingenthal

Vogtland Arena, Rundkirche Klingenthal

Kiel

943

Unterer

Floßteich

Sachsenberg

erg

Mittelberg

tel

678

Mühlleithen

Körnerberg

739

T S C H E C

Aschberg

Waldgutsberg

g

766

6

H

I E

N

m

450

400

350

300

Untendorf

Sorna

Tegau

Auma

wanderbares

deutschland

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

Hotelparkplatz

Krölpa

Burkersdorf

Pahren

Muntscha

Zickra

Auma

Stelzendorf

endo

0 2km

Läwitz

Kesselmühle

5 15 20 25 30 35 40

10 45,0

TALSPERRENWEG ZEULENRODA

Rundwanderung

45 km

Gehzeit:

2 Tagesetappen

Der Talsperrenweg Zeulenroda bietet zu jeder Jahreszeit beeindruckende

Naturimpressionen. Der Qualitätsweg verfügt

über 89% naturbelassene Wegeführungen. Idyllische Bachläufe,

Waldgebiete, Aussichtspunkte und immer wieder die

Nähe zum Wasser zeichnen den Weg als Naturerlebnis aus.

Der gesamte Rundwanderweg ist 45 km lang. Am Talsperrenweg

gibt es 6 Verknüpfungen des Weges die unterschiedliche

Rundwanderungen von 3-18 km zulassen. Zudem sind der

Rundweg um die Vorsperre Riedelmühle und der Promenadenweg

zwischen Bio-Seehotel und Strandbad Zeulenroda

barrierefrei nutzbare Teilstücke des Weges.

Höhenmeter: je 527 m • Schwierigkeit:

Start/Ziel: Wanderparkplatz Bio-Seehotel Zeulenroda

An-/Abreise

PKW: Bauerfeindallee 1, 07937 Zeulenroda-Triebes

ÖPNV: www.vogtlandauskunft.de

Panoramaausblicke auf das Thüringer Vogtland

Teilstrecken barrierefrei

Wohlsdorf

Merkendorf

Kleinwolschendorf

Wärterhof

Langenwolschendorf

ndorf

Hotelparkplatz

p

Bermichsmühle

Grobisch

Karpfenwiese

Muschel

Märien

Dörtendorf

Zeulenroda

Brückla

Talsperre

Pisselsmühle Skischanze

Wenigenauma

Weißer Stein Triebes

Silberfeld

Teufelsberg

Weißendorf

Alexanderplatz

Staumauer

Sichelmühle

Zadelsdorf

Hotelparkplatz

Nieder-

böhmersdorf

Mühlendenkmal

Weida-

Piesigitz

itz Talsperre

Zeulenroda

Weida

Triebes

26

Alle Tourentipps aus diesem Special mit gpx-Tracks zum

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unter www.die-schoensten-wanderwege.de

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Deutschlands Schönste

Wanderwege 2020

Hessen & Nordrhein-Westfalen

GRIMMHEIMAT NORDHESSEN | WILLINGEN UND DIEMELSEE

ERLEBNISREGION EDERSEE I VOGELSBERG I RHEINGAU I WISPERTAUNUS

TECKLENBURGER LAND I PADERBORNER LAND I SAUERLAND

27

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Europas Schönste Wanderwege:

www.europas-schoenste-wanderwege.de

Österreichs Schönste Wanderwege:

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Die Schönsten Radwege:

www.rad-wandern.de


Hessen/GrimmHeimat NordHessen

Twiste

Bad

Stausee

Arolsen

Twiste

Watter

Wolfhagen

Langer Wald

Ippinghausen

Ruine Weidelsburg

Waldeck

Weidelsberg

492

Naumburg

Erpe

Zierenberg

Bad Ems

Warme

Niedenstein

Vellmar

Hohes Gras Herkules

615

Habichtswald

Ruine Schauenburg

Firnsbachtal

Breitenbach

Hoof

Ems

Dörnberg

579

Ruine Falkenstein

Ahne

KASSEL

Bauna

Fulda

Kellerwald

Ed ersee

Edersee

Sengelsberg

400

Elbe

Guldensberg

erg

Eder

0 5 km

m

600

500

400

300

200

Zierenberg

Edersee

85,0

60 70

10 20 30 40 50

Wanderung über die Herkuleshute © Henning Orendt

Wie aus der Vogelperspektive erleben Wanderer auf dem 85 km

langen Premiumwanderweg Habichtswaldsteig eine fantastische

Basaltkuppenlandschaft mitten in Deutschland. Sie ist Teil des

Naturparks Habichtswald mit seiner abwechslungsreichen Umgebung.

Der Steig überzeugt durch einen hohen Anteil an pfadigen

Passagen, einzelnen Anstiegen und eindrucksvollen Felsszenarien. Spätestens

auf dem Dörnberg, der Weidelsburg oder auf Schloss Waldeck am Edersee

erlebt man die Landschaft einem Habicht gleich bei einer 360° Rundumsicht.

Im Frühsommer bietet Europas größte Wacholderheide besondere Naturschauspiele

mit ihrer Orchideenblüte. Auf dem Bergpark Wilhelmshöhe hingegen kann

man ein besonderes kulturelles Erlebnis erleben: die seit über 300 Jahre funktionierenden

Wasserspiele. Schlösser, Burgen und Burgruinen ermöglichen weite

Aus- und Fernsichten, die den Reiz einer Mehrtageswanderung ausmachen. Am

Zielpunkt der Tour lohnt sich schließlich ein Ausflug in den Nationalpark Kellerwald

Edersee.

Frau am Baum © Henning Orendt

DER HABICHTSWALDSTEIG

Eine Kulisse, die das Wandern zum Erlebnis macht Termine 2020

• 1.-5. Juli: Wanderung zum Deutschen

Wandertag 2020 in Bad Wildungen

• Mai bis Oktober: Wasserspiele im

Bergpark Wilhelmshöhe

• Mai bis Oktober: Landtouren – kulinarische

Wanderungen und Radtouren

• ganzjährig buchbar: Wandern ohne

Gepäck auf dem Habichtswaldsteig

GESCHÄFTSSTELLE HABICHTSWALDSTEIG

Tel. 05625/79 09-73 | info@habichtswaldsteig.de

www.habichtswaldsteig.de

HABICHTSWALDSTEIG

Streckenwanderung, 85 km

4 Etappen (20-24 km plus 8 Rundwanderwege, H1-H8)

Gehzeit: jeweils 5-6 Std. • Schwierigkeit:

Höhenmeter: 2.536 m 2.571 m

Start/Ziel: Marktplatz Zierenberg/Edersee

An-/Abreise PKW: Marktplatz Zierenberg,

34289 Zierenberg

ÖPNV: RB bis Bhf Zierenberg, www.nvv.de

Fachwerkstädte Zierenberg, Naumburg, Wolfhagen,

Waldeck, Wichtelkirche, Herkules und Bergpark,

Wilhelmshöhe (Kassel), Schauenburg, Weidelsburg

Wacholderheide, Hutewälder, Basaltfelsformationen,

Firnsbachklamm, Hummelzoo, Edersee mit

Urwaldsteilhängen

Bunt blühende Wacholderheide © Sieglinde Nitsche

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QUALITÄTSWEG

QUALITÄTSWEG

Deutschlands Schönste

Wanderwege 2020

Von Willingen

zum Naturjuwel Diemelsee

Hessen/Willingen und Diemelsee

Teil der 1. Qualitätsregion Wanderbares

Deutschland: Sauerland Wanderdörfer

In Planung: Trekking und Flusswandern im

Bergwanderpark Willingen - Diemelsee

48-Std. EXTREM-EXTREM 2020

18.-20.06.2020

www.extrem-extrem.de

Panoramablick auf das Hochsauerland © TI Diemelsee

DIE SPEKTAKULÄRSTEN STEIGE IM HOCHSAUERLAND

Uplandsteig & Diemelsteig verbinden

Zwischen Dortmund und Kassel, im Osten des Sauerlandes, liegen die beiden

Ferienregionen Diemelsee und Willingen in unmittelbarer Nachbarschaft. Ein

naturbelassener See, seltene Hochheideflächen, dichte Wälder und offene

Feld- und Wiesenflure in einer imposanten Berglandschaft prägen die Region

des Naturparks Diemelsee.

Der 66 km lange Uplandsteig und der 63 km lange Diemelsteig erschließen

beide Urlaubsregionen und vermitteln Wanderern und Familien gleichermaßen

Urlaubsfreuden und Naturverbundenheit in einer nahezu unverbauten

Kulisse. Jeder Steig für sich ist schon ein Wandererlebnis, verbunden eröffnet sich

jedoch ein Wanderparadies, das seines Gleichen sucht. In sieben angenehmen

Tagesetappen führt die kombinierte Wanderung „Diemelsteig & Uplandsteig“

auf fast 130 km vom Diemelsee nach Willingen und zurück (oder umgekehrt).

Hier lässt sich ohne Gepäck wandern, denn mit dem Anruf-Sammel-Taxi kann

man sich vom Übernachtungsort zu jedem Startpunkt bringen und von jedem

Zielpunkt abholen lassen.

m

700

600

500

400

300 Heringhausenen

Heringhausen

10 20 30 40 50 63,0

DIEMELSTEIG

Rundwanderung, 63 km

4 Etappen (13, 21, 20 und 9 km)

Gehzeit: je 3-7 Std. Schwierigkeit:

Höhenmeter: 1.697 m 1.703 m

Start/Ziel: Tourist-Information Heringhausen

An-/Abreise PKW: 34519 Diemelsee-Heringhausen

ÖPNV: Bhf Willingen oder Usseln, weiter mit Anruf-

Sammel-Taxi oder Bus (Fahrten in der MeineCardPlus

enthalten)

Fast unberührte Natur mit spekt. Aussichtspunkten

auf den Diemelsee, Waldecker Land, Hochsauerland

Besucherbergwerk Grube Christiane, Kloster Flechtdorf,

Romanische Kirchen, Fachwerkdörfer

Hoch über dem Diemelsee © TI Diemelsee

wanderbares

deutschland

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

m

900

800

700

600

500 Willingen

400

Willingen

10 20 30 40 50 60 66,0

UPLANDSTEIG

Rundwanderung, 66 km

3 Etappen (je 22 km)

Gehzeit: jeweils 5 Std. Schwierigkeit:

Höhenmeter: je 1.468 m

Start/Ziel: Besucherzentrum, Willingen

An-/Abreise PKW: Besucherzentrum, 34508 Willingen

(Upland)

ÖPNV: siehe Diemelsteig

Panoramaaussichten über das gesamte Hochsauerland

und Waldecker Land

Hochheideflächen, Wald- und Wiesenflächen

Willinger Hochheideturm © TI Willingen

wanderbares

deutschland

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

INFO & BUCHUNG

Tourist-Information Willingen

Tel. 05632/9 69 43 53

willingen@willingen.de

www.willingen.de

Tourist-Information Diemelsee

Tel. 05633/9 11 33

info@diemelsee.de

www.diemelsee.de

wanderbares

deutschland

QUALITÄTSREGION

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

29

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Hessen/Erlebnisregion Edersee

Ausblick auf den Edersee © K. Jaeger

WILDNIS ERLEBEN

Urwaldsteig Edersee, Kellerwaldsteig und Eddis Edersee Erlebnistour

INFO: Edersee Touristic GmbH | Hemfurther Str. 14, 34549 Edertal | Tel. 05623/99 98-0

www.edersee.com | www.wanderabenteuer-edersee.de

Kletterspaß an der Erlebnisstation Netzwerke

© Edersee Touristic GmbH

Die faszinierende „Wildnis von morgen“ gibt es am 27 km langen

Edersee 365 Tage im Jahr. Der Rotbuchenurwald mit den fjordähnlichen

Buchten des Edersees bildet eine traumhafte Wanderkulisse

und bietet ganzjährig spannende Naturerlebnisse. Urige Wälder

zwischen den Bergkuppen und den Schluchten, bizarre Felsen und

Blockhalden, naturnahe Quellen und glasklare Bäche sowie ruhige

Wiesentäler und Waldwiesen sind die Schätze der Region. Kein

Wunder, hier darf Natur noch Natur sein. Spektakuläre Einblicke in

die alte und neue Wildnis eröffnen sich entlang des 68 km langen

„Urwaldsteig Edersee“ und des 156 km langen „Kellerwaldsteig“.

Insgesamt 63 ausgewiesene Wanderparkplätze mit 133 Rundwanderwegen

im Naturpark und Nationalpark Kellerwald-

Edersee bieten eine Wandererbühne der Extraklasse.

Allein 20 Rundwanderwege führen hinein in den sich

selbst überlassenen Buchenurwald des Nationalparks

Kellerwald-Edersee, der seit 2011 zum UNESCO-Weltnaturerbe

„Die Alten Buchenurwälder Deutschlands“ gehört.

Hinsichtlich der Unterkunft ist für jeden Geschmack

und Geldbeutel sicherlich auch das Richtige dabei – die

Auswahl reicht vom Sterne-Hotel über das Gasthaus, die

Pension bis zur Ferienwohnung. Rund 20 Campingplätze,

Seecamps und Jugendherbergen runden das Angebot ab.

Wilde Natur am Urwaldsteig © M. Balkow

Wanderveranstaltungen

2020:

• 1.-6.7.2020: Deutscher Wandertag

www.deutscherwandertag2020.de

• 11.9.-12.9.2020:

24 Stunden Bad Wildungen-Edersee

• 30.9.-4.10.2020:

Herbstwanderwoche Naturerlebnis Edersee

• 6.4.-19.10.2020 immer montags:

geführte Wanderung „Natur und Technik“

keine Anmeldung erforderlich

Naturpark Kellerwald-Edersee | Laustr. 8, 34537 Bad Wildungen | Tel. 05621/9 69 46-0 | www.naturpark-kellerwald-edersee.de

30

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QUALITÄTSWEG

QUALITÄTSWEG

QUALITÄTSWEG

Deutschlands Schönste

Wanderwege 2020

m

310

300

290

280

270

Baumkronen-

weg

Hier

wohnt

Eddi

Buchenhaush

Kalte und

warme Bäume

E d

Weitsprung

der

Tiere

Bunter

Blätterwald

Riesige

Netzwerke

Geheimnisvolle Bodenwelten

Vom Leben der Eichhörnchen

Eddis Lebensgemeinschaft

Speisekarte

Buchenhaus

Rehbach

Vielfalt im

Verborgenen

Hofacker

0 1 km

e

1 2 3 4

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Auf leisen

Pfoten...

Hammerberg

Buchenhaus

4,8

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Die Buche wird von

Tieren vervreitet

Edersee

wanderbares

deutschland

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

familienspaß

Rundwanderung

familienspaß

2-4,8 km

Gehzeit: 2 bis 4 Std.

(mit kleinen Kindern)

m

700

600

500

400

300

200

Aar

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Frankenau

Fürstenberg

20

Nieder-Werbe

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Vöhl

Nationalpark

Kellerwald-Edersee

40 60 80 100 120 140

Waldeck

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Wesebach

Urff

Frankenau

156,0

Eder

Schwalm

Elbe

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wanderbares

deutschland Fritzlar

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

Rundwanderung

156 km

9 Etappen (14-23 km)

Gehzeit: 5 bis 8 Std.

m

500

400 Bringhausen

300

200

Itter

Obernburg

bu

Herzhausen

Eder

Hohe

Kirchlotheim

Fahrt

10

ter

Marienhagen

Harbshausen

Elsbach

Schmittlotheim

0

2 km

Hochstein

335

Hof Lauterbach

Aselbach

Bärenbach

wanderbares

deutschland

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

Vöhl

Asel

Asel Süd

Hegeberg

454

Ober-Werbe

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Banfebach

Basdorf

Nationalpark

20 30 40 50 60

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Bringhausen

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Bringhausen

Große Küche

Klingebach

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68,0

Reiherbach

Nieder-Werbe

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626

Bad Wildungen

Odershausen

Frankenberg

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Frankenau

Große

Aschkoppe

Bad

Zwestenen

640

Kloster Haina

Battenhausen

Borken

Wildegarten

675

Jesberg

Gemünden

en

Densberg

Rosenthal

0 10 km

Frielendorf

Gilserbergrg

Trappen-

hardt

Waldeck-

West

Edersee

Rehbach

Edersee

Hemfurth

Hochspeicherbecken

Dicker Kopf

604

Kellerwald-Edersee

Mühlberg

404

Waldeck

Kleinern

Affoldern

Affoldener See

Wesebach

Rundwanderung

68 km

3-4 Etappen (13-25 km)

Gehzeit: 3,5 bis 8 Std.

EDDIS EDERSEE ERLEBNISTOUR

Eddi berichtet aus dem Wald: Auf leisen Pfoten verrät er kleinen

Wanderern, was er am liebsten frisst, oder zeigt, wo er und die

anderen Tiere sich am liebsten verstecken. Der Rundwanderweg

verläuft auf überwiegend naturbelassenen Pfaden und Wegen vom

Wildtierpark Edersee zum Baumkronenweg, über den urigen Pfad

zurück zum Wildtierpark. 13 kostenlose Erlebnisstationen sorgen für

extra Wanderspaß.

Für die ganz kleinen Wanderer gibt es auch eine kleine Eddis Edersee

Erlebnistour von ca. 2 km Länge. An den Startpunkten erhalten

die Kinder Eddis Abenteuer-Wanderkarte mit vielen Informationen

und einem Gewinnspiel.

KELLERWALDSTEIG

Der Kellerwaldsteig besucht die urwüchsigen Buchenwälder des

Nationalparks Kellerwald-Edersee, dreht eine gemütliche Runde

durch den Naturpark Kellerwald-Edersee und berührt natürlich

auch den Edersee. Dank einiger Schleifen ist der Weg auch individuell

variierbar. Seine südöstlichen Schleifen bieten romantische

Bachtäler, waldreiche Höhenzüge und kulturelle Höhepunkte. Das

Kurstädtchen Bad Zwesten mit der Burgruine Löwenstein, das legendäre

Kloster Haina und die Arche-Region rund um Frankenau,

das sind Zutaten für eine entspannte Kulturwanderung in einer an

Höhepunkten gesegneten Landschaft.

URWALDSTEIG EDERSEE

Was für ein Abenteuer. Schmale Pfade winden sich über Stock und

Stein. Steil fallen die Hänge zum Edersee ab, der sich fjordartig

durch enge Täler zieht. Zwischen moosbewachsenen Felsblöcken

beanspruchen knorrige Eichen seit vielen Jahrhunderten ihren Platz

und im Nationalparkgebiet recken uralte Buchen ihre Kronen in beeindruckende

Höhen. Dem Buchenbestand verdankt die Region die

Nationalparkehren und die Anerkennung als UNESCO-Weltnaturerbe.

Und der Urwaldsteig Edersee führt mitten hindurch! „Urwaldsteig

Edersee“ ist nicht nur ein Name, der Urwaldsteig Edersee ist

Programm – und das zu allen Jahreszeiten.

Höhenmeter: je 47 m • Schwierigkeit:

Start/Ziel: Start Buchenhaus am Wildtierpark

An-/Abreise

PKW: Am Bericher Holz 1, 34549 Edertal-Hemfurth

ÖPNV: Bus 515, Haltestelle Edertal-Hemfurth Wildtierpark

13 Erlebnisstationen für Kinder,

Abenteuer-Wanderkarte

Wildtierpark Edersee

Höhenmeter: je 5.053 m • Schwierigkeit:

Start/Ziel: Wanderparkplatz Wolfskaute an der Kellerwaldhalle

An-/Abreise

PKW: Wolfskaute 6, 35110 Frankenau

ÖPNV: DB bis Frankenberg/Eder, Bus bis Frankenau, www.nvv.de

Naturpark und Nationalpark Kellerwald-Edersee, Krüppeleichenwälder,

Edersee

Schloss Waldeck, Burgruinen, Kellerwaldturm, Arche-Region

Höhenmeter: je 3.099 m • Schwierigkeit:

Start/Ziel: Wanderparkplatz „Kirchweg“, Edertal-Bringhausen

An-/Abreise

PKW: 34549 Edertal-Bringhausen

ÖPNV: DB bis Bad Wildungen, Bus bis Bringhausen, www.nvv.de

Schloss Waldeck, Ederseesperrmauer, NationalparkZentrum,

Waldecker Bergbahn, Standseilbahn Peterskopf

Edersee, Nationalpark und Naturpark Kellerwald-Edersee

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Hessen/Vogelsberg

Alle Fotos © Christina Marx

Reuters

Bach vo n Reuters

Bählerhöhe

392

Saustallkuppe

420

Bennertsgraben

Bilskuppe

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403

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Kalkberg

390

Hälsberg

413

Heblos

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Muhrsbach

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Mühlberg

345

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Ossenbergerg

349

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360

Kugelberg

416

Lauterbach

0 1km

m

400

380

360

340

320

300 Maar

Maar

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12,0

Magerrasenbewohner: Karthäusernelke mit Falter

WIESENTOUR MAAR

Wiesen, Felder und weite Blicke

Den Lauterbacher Stadtteil Maar im Vogelsberg von seinen schönsten Seiten

zeigt diese Tour. Bunte Wiesen, kleinteilige Landwirtschaft und sanfte Hügel

begleiten den Weg um die Bilskuppe, einem ehemaligen Vulkanschlot. Weite

Blicke eröffnen sich auf den Vogelsberg und in die Rhön. Zu den Highlights der

Tour gehören der Basaltschlot des Ossenbergs, der ehemalige Kalkabbau am

Kalkberg sowie die Trockenrasen an der Bilskuppe, am Wein- und am Reuterberg.

Kulturgeschichtliche Wegepunkte markieren den Anfang der Tour. Am bemerkenswertesten

ist das 500 Jahre alte Rathaus mit ins Fachwerk geschnitzten

Figuren aus dem Dreißigjährigen Krieg. Einblicke in die Natur- und Wirtschaftsgeschichte

ermöglicht das am Rande des Lauterbacher Grabens gelegene Geotop

am Kalkberg. Die Magerrasenwiesen haben der Tour den Namen gegeben. Im Gegensatz

zu nährstoffreichen Wirtschaftsflächen bieten sie mit ihren nähstoffarmen,

flachgrundigen Böden einer Vielzahl von Blütenpflanzen einen Lebensraum.

Von Hügeln umrahmt: Maar im Vogelsbergg

Termine 2020

30.05.-01.06. 05 01

48. Lauterbacher acher Pfingstmusiktage

www.pfingstmusitage.de

06.-14.06.

250. Lauterbacher Prämienmarkt

25.-26.07.

Mittelaltermarkt am Alten Esel

12.-13.09.

Lauterbacher Sockenfest

mit Oldtimer Treffen

Rundwanderung, 12 km

Gehzeit: 3,5 Std.

Schwierigkeit:

Höhenmeter: je 216 m

Start/Ziel: DGH Maar, Am Ritterberg 3, 36341 Lauterbach

An-/Abreise

PKW: DGH Maar, Am Ritterberg 3, 36341 Lauterbach

ÖPNV: ab/bis Maar VB 21 (Fährpläne www.vgo.de)

Basaltschlot am Ossenberg, ehemaliger Kalkabbau

am Kalkberg

Magerrasenflächen mit seltenen Pflanzen am

Bilstein

Weite Aussichten in den Vogelsberg und die Rhön

Weiche Pfade prägen die Wiesentour Maar

Tourist-Center Stadtmühle

Marktplatz 1, 36341 Lauterbach | Tel. 06641/18 41 12 | Fax. 06641/18 42 12 | info@lauterbach-hessen.de | www.lauterbach-hessen.de

32

Alle Tourentipps aus diesem Special mit gpx-Tracks zum

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QUALITÄTSWEG

Deutschlands Schönste

Wanderwege 2020

Hessen/Rheingau

wanderbares

deutschland

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

Benediktinerinnen vom Kloster St. Hildegard

© Wolfgang Blum

m

500

400

300

200 Kloster Eberbach

Kloster

100

5 10 15 20 25

Marienhausen

30,0

Rhein und Wein am Schloss Johannisberg © Filmagentur Rheingau, Woody T. Herner

RUHE ATMEN. STILLE HÖREN. SEELE SPÜREN

Der Rheingauer Klostersteig verspricht

30.000 Schritte Besinnung

Weinberge mit Rheinblick, belaubte Taunuswälder, idyllische Bachtäler – und

sechs Klöster: Das alles auf nur 30 Kilometern. Die erste Etappe des Rheingauer

Klostersteigs führt vom ehemaligen Zisterzienserkloster Eberbach durch die

Taunuswälder über den höchsten Punkt des Rheingaus, die Hallgarter Zange,

zum berühmten Weinort Johannisberg. Auf der zweiten Etappe nach Rüdesheim-Aulhausen

laden die „lebendigen“ Klöster Marienthal (Franziskaner),

Nothgottes (Zisterzienser) und St. Hildegard (Benediktinerinnen) im doppelten

Sinne zur Einkehr ein.

Ruhepunkte und Wegetafeln geben Informationen und Impulse. Kurt Weigel,

Pfarrer an der Marienkirche in Aulhausen, hat religiöse Texte und spirituelle

Gedanken ausgesucht, die sich auch in einem kleinen Büchlein wiederfinden.

Der darin enthaltende Pilgerpass mit Stempelseiten bescheinigt den Wanderern,

dass sie den gesamten Weg gegangen sind. Wer alle sechs Stempel der

Klöster vorweisen kann, erhält am Ende das Eberbacher Kreuz.

Pilgerpass und das Eberbacher Kreuz © Jörg Thamer

Termine auf dem Klostersteig

04. und 05.04.2020: 3. Rheingauer

Klostersteigtage

Geführte Touren mit Pilgerführer

Wolfgang Blum:

04.04.2020: Klostersteig komplett

02.02.2020: Pilger begrüßen den Winter

21.06.2020: Pilger begrüßen den

Sommer

30.08.2020: Pilger begrüßen den Herbst

26.12.2020: Pilger begrüßen den

Heiland

RHEINGAUER KLOSTERSTEIG

Streckenwanderung, 30 km

Gehzeit: 7-8 Std. · Schwierigkeit:

Höhenmeter: je 796 m

Start/Ziel: Kloster Eberbach, Eltville/St. Vincenzstift

Rüdesheim-Aulhausen

An-/Abreise

PKW: Parkplatz Kloster Eberbach (kostenpflichtig), 65346

Eltville am Rhein, Empfehlung: Parken in Eltville, das erleichtert

die Rückreise am 2. Tag vom Bf. Assmannshausen

zum Bf. Eltville.

ÖPNV: Rheingaulinie RB 10 bis Eltville, Bus 172 zum Kloster

Eberbach, von Aulhausen 3,1 km zum Bf. Assmannshausen

oder Rufbus 06124/726 59 13

Die Klöster Eberbach, Marienthal, St. Hildegard,

Nothgottes, Basilika Johannisberg, Marienkirche

Hallgarter Zange, höchste Erhebung im Rheingau

Weinberge, Rheintal, Laubwälder, Bachtäler, Wiesen

Rheingau-Taunus Kultur und Tourismus GmbH

Haus der Region, Rheinweg 30, 65375 Oestrich-Winkel

Tel. 06723/60 27 20 | info@rheingau.com

www.rheingauer-klostersteig.de

www.rheingau.com

33

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Österreichs Schönste Wanderwege:

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Die Schönsten Radwege:

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Hessen/Wispertaunus

© Robert Carrera

Blick über den Wispertaunus am „Dickschieder Wildwechsel“

Der „Mehrholzblick“ mit Sicht bis zum Hunsrück am „Wispertalsteig“

Felsformation „Naurother Schweiz“ am „Naurother Grubengold“

DIE WISPER TRAILS ENTDECKEN

Neu: 208 km Premium-Wege im Wispertaunus

Wispertaunus – das ist urwüchsiger Wald mit

berauschender Stille! Dazwischen bunte Wiesen,

grandiose Fernsichten und die idyllische Wisper,

die sich durch ein tief eingeschnittenes und geheimnisvolles

Tal schlängelt. Die felsbestückten

Flanken sind Heimat seltener Tiere und Pflanzen

und Hort sagenhafter Geschichten. Insgesamt

208 km Premium-Wanderwege warten darauf, entdeckt

zu werden – die neuen Wisper Trails! Sie sind

spannend, mal genussvoll mal knackig und voller

Überraschungen. Übernachten ganz nah dran, das

geht in Heidenrod, Lorch, Rüdesheim, Schlangenbad

und Bad Schwalbach. Neugierig geworden? Dann los!

Wisper Trails

®

INFO & BERATUNG

Wisper Trails

Tel. 0800/9 477 377 | www.wisper-trails.de

Wandererlebnis Wiesbaden & Wisper Trails

Buchungen unter:

Wiesbaden Congress & Marketing GmbH

Tel. 0611/17 29-777 | hotel@wicm.de

www.wiesbaden.de/tourismus

Infos zur Region:

Rheingau-Taunus Kultur und Tourismus

GmbH

Tel. 06723/60 27 20

info@rheingau.com I www.rheingau.com

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Deutschlands Schönste

Wanderwege 2020

DIE 15 WISPER TRAILS AUF EINEN BLICK

Wispertaunussteig, 44 km, in beide Richtungen begehbar

Etappe 1 von Heidenrod-Kemel nach Espenschied

21,2 km, 565 m, 700 m, Gehzeit 6 Std.

Etappe 2 von Espenschied nach Lorch

22,8 km, 665 m, 995 m, Gehzeit 6 Std.

Die Rundwege ab Lorch im Uhrzeigersinn

In Vino Veritas: 9,5 km, je 326 m, Gehzeit 3 Std.

Rhein-Wisper-Glück: 9,3 km, je 336 m, Gehzeit 3 Std.

Ranseler Höhenrausch: 10,6 km, je 250 m, Gehzeit 3 Std.

Wollmerschieder Grenzweg: 7,9 km, je 170 m, Gehzeit 2,5 Std.

Wispertalsteig: 14,6 km, je 475 m, Gehzeit 4,5 Std.

Wispertaler Krönchen: 5,2 km, je 105 m, Gehzeit 1,5 Std.

Dickschieder Wildwechsel: 13,6 km, je 461 m, Gehzeit 4 Std.

Naurother Grubengold: 14,1 km, je 340 m, Gehzeit 4 Std.

Wisper Geflüster: 8,5 km, je 180 m, Gehzeit 2,5 Std.

Im Wisper Outback: 13,3 km, je 360 m, Gehzeit 4 Std.

Schwälbchen’s Flug: 10,9 km, je 260 m, Gehzeit 3,5 Std.

Der Überhöhische: 16,2 km, je 340 m, Gehzeit 5 Std.

Glaabacher Almauftrieb: 18,9 km, je 500 m, Gehzeit 5,5 Std.

Via Monte Preso: 12,2 km, je 295 m, Gehzeit 3,5 Std.

Wisper Trails

®

Der Saurierfelsen am „Wispertalsteig“

Im Naturschutzgebiet Nollig am „Wispertaunussteig“

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Nordrhein-Westfalen/Tecklenburger Land

Fotos, soweit nicht anders gekennzeichnet: © Tecklenburger Land Tourismus e.V.

Canyon Blick

Aussicht vom Felsen

DIE TEUTOSCHLEIFEN

Teutoschleifchen und die Teutostadtschleife

Dichte Wälder, schmale Pfade, traumhafte Ausblicke und

ganz außergewöhnliche Felsformationen: Auf den 17 Premiumwegen

im Tecklenburger Land, die größtenteils den

Kamm des Teutoburger Waldes und damit auch den Hermannsweg

immer wieder streifen, lässt sich die malerische

Landschaft des Tecklenburger Landes entdecken.

In der Toscana des Teutoburger Waldes begeistern sanft

schwingende Hügel, hingetupfte Bauernhöfe, viel Fachwerk

und ein Mosaik aus Wiesen und Wäldern.

Neben den etablierten Premiumwanderwegen versprechen

auch die Teutoschleifchen als Premium-Spazierwege

Wandererlebnisse auf höchstem Niveau. Sie sind

die kleinen Geschwister der Teutoschleifen und ergänzen

die Premiumwanderwege um Kurztouren zwischen

drei und sieben Kilometern. Damit eignen sich die Teutoschleifchen

perfekt für Wander-Einsteiger sowie Familien

mit Kindern, die besonders das spannende Geocaching-Angebot

begeistert.

Mal geht es hoch hinaus, mal beeindruckt ein türkisblauer

Canyon, mal ragen verwunschene Felsen in die

Höhe. Ebenso lassen sich verträumte Seelandschaften,

idyllische Uferwege oder violett leuchtende Heidewiesen

erkunden. Sanfte Aufstiege werden mit traumhaften

Weitblicken belohnt. Dazwischen locken geschichts-

trächtige Dörfer und Städte mit einem hochkarätigen

Kunst- und Kulturangebot. Die Premiumwege sind dafür

bekannt, auf geruhsamen Strecken landschaftlichen

Zauber mit Kulturgenuss zu kombinieren. Und immer

wieder laden lauschige Plätze, gemütliche Waldsofas

oder urige Gaststuben zur Rast ein.

Alle 17 Rundtouren sind vom Deutschen Wanderinstitut

zertifiziert worden. Die leichten bis mittelschweren Wege

zeichnen sich durch schöne Aussichten, Naturdenkmale

und kulturelle Sehenswürdigkeiten aus. Denn es ist die

außergewöhnliche Erlebnisvielfalt, die den Premiumwegen

ihren ganz besonderen Reiz verleiht.

TECKLENBURGER LAND TOURISMUS E.V., Markt 7, 49545 Tecklenburg

Tel. 05482/92 91 82 | info@tecklenburger-land-tourismus.de | www.teutoschleifen.de

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Deutschlands Schönste

Wanderwege 2020

Die historische Altstadt Tecklenburgs,

ein Wasserschloss und die

Burgruine: Die Tecklenburger Romantik

macht ihrem Namen alle

Ehre. In dem mittelalterlich geprägten

Ort kann man auf Modersohns

Spuren sogar dem künstlerischen

Esprit des westfälischen

Malers nachspüren. Der Tecklenburger

Bergpfad hingegen führt

aus der Fachwerkidylle in die stillen

Wälder und die Brochterbecker

Landpartie begeistert mit geologischen

Einblicken und traumhaften

Pfadpassagen.

Eine gelungene Mischung aus Wasser-,

Wald- und Wiesen zeichnen

besonders die Schachselwiesen,

die Sloopsteener Seerunde und

das Bevergerner Pättken aus. Letzteres

entzückt zudem mit einem

schmucken Ortskern.

Wer Waldentspannung am Wasser

sucht, ist im Köllbachtal gut aufgehoben.

Mit Erdfallseen, Moor und

Feuchtwiesen steht das nasse Element auch beim Heiligen Meer im Mittelpunkt. Während beim Ladbergener Pättken quirliges Dorfleben auf

erfrischendes Grün trifft, zeichnet sich der Holperdorper durch seine einzigartige Landidylle aus. Funkelnd geht es auf dem Canyon Blick

und der Canyon Tour zu, wo ein ehemaliger Steinbruch mit smaragdgrünem Wasser die Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Ganz im Zeichen der

Steine stehen der Dreikaiserstuhl und die Dörenther Klippen. Sie erkunden eindrucksvolle Felsmassive auf dem Rücken des Teutoburger

Waldes. Hoch hinaus geht es auch auf dem aussichtsreichen Waldauenweg. Spuren der Bergbaugeschichte lassen sich in einer facettenreichen

Landschaft auf der Steinbecker Runde erleben. Viele der Wanderungen liegen am Hermannsweg, der grün auf der Karte markiert ist.

DIE TEUTOSCHLEIFEN VON

NORDEN NACH SÜDEN

Heiliges Meer, 9 km, leicht

Sloopsteener Seerunde, 6,7 km, leicht

Bevergerner Pättken, 7 km, leicht

Waldauenweg, 6 km, leicht

Dörenther Klippen, 9,3 km, mittel*

Tecklenburger Bergpfad,10,5 km, mittel

Canyon Blick, 10,8 km, mittel

Holperdorper, 13,3 km, mittel

DIE TEUTOSCHLEIFCHEN

Dreikaiserstuhl, 3,6 km, leicht*

Brocherbecker Landpartie, 4,5 km, sehr leicht*

Modersohns Spuren, 4,4 km, leicht*

Canyon Tour, 5,3 km, leicht

Ladbergener Plättken, 3,3 km, sehr leicht

Köllbachtal, 4,5 km, sehr leicht

Schachselwiesen, 6,5 km, sehr leicht

Steinbecker Runde, 7,4 km, leicht

DIE TEUTOSTADTSCHLEIFE

Tecklenburger Romantik, 6,2 km, leicht*

Mühlenteich in Brochterbeck © Markus Balkow

Kneippanlage im Köllbachtal

*teilweise anspruchsvolle Wegabschnitte

Start/Ziel: jeweiliger Wanderparkplatz der Rundtour

Tourplanung: Einkehr- und Übernachtungsangebote

unter Tel. 05482/92 91 82

An-/Abreise

PKW/ÖPNV: Anreisetipps zu allen Touren unter

www.teutoschleifen.de

Parken: Auf ausgewiesenen Wanderparkplätzen

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Nordrhein-Westfalen/Paderborner Land

Quellbecken der Dielenpader auf der PaderWanderung

© Tourist Information Paderborn

Im Dunetal treffen sich Viadukt Wanderweg und Paderborner Höhenweg

©Touristikzentrale Paderborner Land e.V.

Auf dem Viadukt Wanderweg bei Altenbeken

© Themenmanagement Wandern Teutoburger Wald, F. Grawe

PADERBORNER LAND

Wandern zwischen Teuto und Sauerland

Städte und kontrastreiche Landschaften voller spannender

Geschichten, eine bodenständige Küche und

freundliche Gastgeber: Das Paderborner Land verwöhnt

Wanderer mit den richtigen Zutaten für einen gelungenen

Wanderurlaub in Westfalen.

Die sandreiche Senne, das Waldgebirge des Sauerlandes,

die Lippe-Niederung oder das Kammgebirge von

Teutoburger Wald und Eggegebirge. Ems, Lippe, Altenau

und Pader entspringen hier im Land der Bachschwinden.

Die Paderborner Hochfläche mit ihren gewaltigen

Buchenwäldern ist Schauplatz dieses einzigartigen

Phänomens: Im kalkhaltigen Boden verschwinden

Bachläufe einfach und treten Kilometer weiter wieder

zu Tage, wie die Pader mitten im Stadtgebiet von Paderborn.

Überregional bekannt ist das Paderborner Land

auch für seine zahlreichen historischen und kulturellen

Schätze – Kleinode wie das Kloster Dalheim oder die

Wewelsburg – eine dreiflügelige Burganlage im Stile der

Weserrenaissance. Sehenswert ist das ehemalige fürstbischöfliche

Jagdschloss Hövelhof und das prachtvolle

Schloß Neuhaus, die ehemalige Residenz der Fürstbischöfe

von Paderborn. Mit dem Steinhorster Becken,

der Aabach-Talsperre oder den Galmeiveilchen bei

Blankenrode bietet das Paderborner Land aber auch

reizvolle Wandergründe aus Flora und Fauna. Vom besonderen

Charme des Paderborner Landes haben sich

bereits zahlreiche Besucher des Deutschen Wandertages

2015 überzeugt. Nun sind Sie dran! Schnüren Sie Ihre

Wanderstiefel und seien Sie Gast im Herzen Westfalens.

„Qualität im Doppelpack“

Das Qualitäts-Wanderspecial auf dem

Viadukt Wanderweg und dem Paderborner

Höhenweg

3 x Übernachtung / Frühstück

2 x Wanderschmaus

2 x Rucksackproviant

Ausführliches Infopaket mit Karte

Preise pro Person

im DZ/EZ 145,00€ /159,00 €

TOURISTIKZENTRALE PADERBORNER LAND e.V.

Königsstraße 16, 33142 Büren

Tel. 05251/308-81 11 | info@paderborner-land.de

www.paderborner-land.de

www.facebook.com/paderbornerland

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QUALITÄTSWEG

QUALITÄTSWEG

QUALITÄTSWEG

Deutschlands Schönste

Wanderwege 2020

wanderbares

deutschland

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

wanderbares

deutschland

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

stadtwanderung

wanderbares

deutschland

Zertifiziert durch den Deutschen Wanderverband

m

120

Westliches Paderquellgebiet

110

100

90

Östliches Paderquellgebiet

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 11,9

Rundwanderung

stadtwanderung

11,9 km

Gehzeit: 3 Std.

m

400

300

200

100

Neuenbeken

Neuenbekenn

2 4 6 8 10 12 14 16 18 21,2

Rundwanderung

21,2 km

Gehzeit: 5 Std.

Nordschleife: 14,3 km

Südschleife: 10,3 km

m

350

300

250

Altenbeken

Altenbeken

n

200

2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 24 26 28 30,3

Rundwanderung

30,3 km

Gehzeit: 6-7 Std.

PADERWANDERUNG

PADERBORNER HÖHENWEG

VIADUKT WANDERWEG

Können Sie sich vorstellen, an einem Fluss entlang von der Quelle

bis zur Mündung zu wandern? Vielleicht sogar schon vor dem Frühstück?

Dann ist die PaderWanderung ihr Ding! Von den 200 Quellen

im Zentrum Paderborns bis zur Mündung in die Lippe in der Nähe

der ehemaligen fürstbischöflichen Residenz Schloß Neuhaus sind

es gerade 4,5 Kilometer, denn die Pader ist Deutschlands kürzester

Fluss. Zu wenig? Dann nehmen Sie die komplette, zwölf Kilometer

lange Strecke der ersten „Qualitäts-Stadtwanderung“ Deutschlands

unter die Sohlen. Es lohnt sich!

Eindrucksvolle Buchenwälder, kulturhistorische Sehenswürdigkeiten

und immer wieder fantastische Ausblicke sind die charakteristischen

Merkmale des Paderborner Höhenwegs. Die gut 21 km lange

Panoramatour verläuft im Beketal auf angenehm zu gehenden

Waldwegen. Eine eigene Querverbindung ermöglicht eine 14 km lange

Nord- und eine 10 km lange Südrunde. Erleben Sie die Glashütte

Uhden, imposante Bauten wie den kleinen Viadukt oder aber den

beeindruckenden Blick von der Aussichtsplattform ins malerische

Dunetal. Sie werden begeistert sein – versprochen!

Unter Bahnfreunden gehört Altenbeken am Tor zum Eggegebirge

längst zum festen Programm. Auf dem Weg wird die besondere Atmosphäre

beim Anblick des mächtigen Eisenbahnviadukts spürbar,

die Bahnhofsanlagen und die 044-Museums-Dampflok mitten im

Ort runden das Erlebnis ab. Der 30 km lange Viadukt Wanderweg

rund um Altenbeken ist eine gelungene Kombination aus Eisenbahn-

und Naturerlebnis und garantiert fantastische Ausblicke auf

den mächtigen Eisenbahnviadukt – Europas größte steinerne Eisenbahnbrücke.

Höhenmeter: je 35 m

Schwierigkeit:

Start/Ziel: Abdinghofkirche Paderborn

An-/Abreise

PKW: Parkplatz am Maspernplatz, Heiersmauer 45, 33098 Paderborn

ÖPNV: Stadtbus-Linien 2, 3, 4, 7, 8, 9 bis Rathausplatz oder Linien 1,

6, 11, 68 bis Westerntor. Rückfahrt mit Linien 1, 11 ab Schloß Neuhaus

oder Hatzfelder Platz

INFOS: www.pader-wanderung.de

Über 200 Quellen der Pader in der Paderborner Innenstadt,

Pader-Lippe-Zusammenfluss und Schloß Neuhaus mit

Barockgarten

Das Naherholungsgebiet Fischteiche mit sechs Teichen

Höhenmeter: je 454 m

Schwierigkeit:

Start/Ziel: Missionshaus (oder Parkplatz im Dunetal)

An-/Abreise

PKW: Parkplätze beim Missionshaus, Alte Amtsstraße 64, 33100 Paderborn

oder auf dem Parkplatz im Dunetal, Dune 1, 33100 Paderborn

ÖPNV: Stadtbus-Linie 8: Paderborn-Neuenbeken.

Regionalbuslinie R31: Paderborn-Neuenbeken-Altenbeken

INFOS: www.paderborner-hoehenweg.de

Das Gipfelkreuz (mit Gipfelbuch!) markiert die Stelle des

höchsten Paderborner Punkts (347 m)

Aussichtspunkt Papenberg (290 m) und Aussichtsplattform

Dunetal

Höhenmeter: je 527 m

Schwierigkeit:

Start/Ziel: Denkmal-Lokomotive, Alter Kirchweg in Altenbeken

An-/Abreise

PKW: Parkplatz vor dem Eggemuseum, Alter Kirchweg 7,

33184 Altenbeken

ÖPNV: Bhf Altenbeken, www.bahn.de und www.fahr-mit.de

INFOS: www.viadukt-wanderweg.de

Der große Viadukt – Europas größte Kalksteinbrücke

Plattform am Großen Viadukt, Sommerberg

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Nordrhein-Westfalen, Hessen/Sauerland

Sonnenaufgang in Lennestadt Saalhausen © Sauerland-Tourismus, Klaus-Peter Kappest

INSPIRIERENDE

WANDERERLEBNISSE UND

OASEN LEBENDIGER STILLE

Sauerland-Seelenorte in den

Sauerland-Wanderdörfern

Wichtige

Termine 2020

06.-13.05.

12. Frühjahrswanderwoche der

Sauerländer Wandergasthöfe

22.-23.05.

16. Bödefelder Hollenmarsch

31.05.