FACTS and STORIES 8

Comichunter1982

Wir Mad Artists sind eine kreative Selbsthilfe- und Künstlergruppe für ALLE! Bei uns ist jeder willkommen, der künstlerisch, musikalisch oder schriftstellerisch begabt ist. Unsere Kreativgruppe trifft sich in der Frieda 23 in der Trickfilmwerkstatt des Instituts für neue Medien Rostock (www.ifnm.de). Bei uns können aber auch Menschen aus aller Welt mitmachen, Internet sei Dank.

Besonderes Augenmerk legen wir auf seelische Handicaps. Doch auch die „Normalos“ können dabei sein! Auf die freuen wir uns besonders!
Menschen aus anderen Ländern und sozial Schwache werden in der Gesellschaft ebenfalls oft ausgegrenzt, obwohl diese Themen in den letzten Jahren in der Öffentlichkeit stark an Bedeutung gewannen. Alle Menschen haben auch Stärken und die haben wir im künstlerischen oder anderen Bereichen. Wir engagieren uns bald auch bei Artists for Future und in vielen anderen Bereichen.

www.facts-and-stories.de

Leseprobe

Elikal Ial'borcales, Christian Kaiser, Suskar Lötzerich alias

Andi Lirium, Benedikt Franke und Claudia N.


Was bedeutet Weihnachten wirklich?

Liebe Leser,

Weihnachten ist für viele

Menschen das wichtigste Fest im

Jahr. Es geht eigentlich um Kinder,

die Familie, um das Miteinander,

um Frieden und Besinnlichkeit.

Und es geht darum, dass

vor über 2000 Jahren Gott als Mensch in einem Kind

zu uns kam. Jesus wurde geboren. Jesu, der Sohn

Gottes hat eine ganze Religion und viele Kulturen

geprägt. Und sollte viele Wunder vollbringen.

Wenn man daran glaubt…

Doch in unserer westlichen Kultur geht es heute fast

nur um Konsum! Es ist schon traurig. Aber auch ich

ertappe mich häufig dabei. Ich kaufe mir oft Dinge,

die ich gar nicht brauche, nur um des Kaufens

Willen. Doch Schenken ist viel schöner! Wir sollten

Dinge verschenken, die Freude

machen und von Herzen kommen.

Auch Sachen, die wir selbst gemacht

haben und uns daran freuen.

Es gibt Menschen auf der Welt, die

nichts haben, die haben diese Gaben

nötiger als wir! Viele Menschen

haben das verstanden. Wir müssen

wieder menschlich werden. Wir

können uns zum Positiven wandeln

und für unser Freunde und Familie

aber auch Fremde da sein!

Frohe Weihnachten, und lasst uns

den Geist der Weihnacht immer

leben!

Chrisitan Kaiser

Foto: Peter Sturm / PIXELIO


Der Geist der vergangenen Weihnacht

Weihnachsgeschichte von Christian Kaiser

Es wird sich für euch wie ein Ich hatte mir ein bisschen Mut angetrunken und forderte sie

Märchen anhören. Oder ihr zum tanzen auf. Sie sprach deutsch mit englischen Akzent. Das

werdet denken, alles sei hörte sich sexy an. Als sie dann auch noch sagte, sie sei in

Einbildung. Doch so einfach ist

das nicht. Es geht um Geister,

Außerirdische und den Sinn von

Weihnachten. Aber beginnen wir

Roswell geboren, dachte ich, kann doch nicht wahr sein. Und das

Beste: Sie erzählte gleich, wie sehr sie sich für Aliens

interessierte, genau wie ich. Der Rest ist Geschichte. Ende

November 1997 heirateten wir.

von vorn.

Es ist nun schon viele Jahre her.

Alles spielte sich schon im Jahre

1996 und 1997 ab. Am 29. März

1996, genau an meinem Geburtstag,

lernte ich meine Frau Bonnie

kennen. Sie kam aus Amerika,

besser gesagt aus New Mexico.

Ein Schelm, wer Böses dabei

denkt, denn ihr Geburtsort war

Roswell. Der Ort, an dem im Juli

1947 ein UFO abgestürzt sein

soll, woran ich allerdings fest

glaube.

Nun wird es wohl Zeit, dass ich

mich vorstelle: Mein Name ist

Christoph Hunter, Jahrgang

1960. Ich bin Jäger, wie witziger

Weise mein Name schon sagt.

Ich knalle aber nicht wahllos

Tiere ab, sondern ich jage und

fange sie, zumeist für Zoos. Ein

toller Job und ich konnte schon

damals in den Neunziger Jahren

nicht sagen, dass mein Leben

langweilig wäre. Doch was ich

alles noch danach erleben sollte

ist schier unfassbar! Damit

meine ich nicht die Geschichte,

wie ich meine jetzige Frau

kennenlernte. Denn das war ganz

einfach, auch wenn ich diesenTag

nie vergesse.

Damals hatte ich noch keine Bindung zu Weihnachten. Bonnie

wollte am 1. Weihnachtstag heiraten, aber ich setzte mich

durch. Meine Mutter hatte zu Weihnachten 1993 einen

schlimmen Unfall gehabt. Deshalb hatte ich seitdem noch ein

zwiespältigeres Verhältnis zu Weihnachten. Das verstand Bonnie.

Sie war eine tolle und taffe Frau, mein Ein und Alles!

Doch der 1. Dezember 1997 war ebenfalls ein schicksalhafter

Tag. Ich war mit meiner Frau gerade auf Hochzeitsreise nach

Brasilien, als sie mir freudestrahlend sagte, dass sie schwanger

sei. Das fand ich natürlich toll.

Erst mal war ich total happy. Ich suchte schon nach Namen für

mein Kind, der erste und beste Name, den ich fand, war Greg,

irgendwie war das mein erster Gedanke, obwohl es auch hätte

ein Mädchen werden können.


Doch das war nicht der

eigentliche Grund, dass

dies ein schicksalhafter Tag

werden sollte. Es war auch

noch etwas anderes. Das Flugzeug

sollte abstürzen. Ich war gerade auf

Toilette. Da hörte ich eine

gewaltige Explosion. Als ich die Tür

öffnete, erschrak ich mich

schrecklich. Das Flugzeug war in

zwei Teile zerbrochen! Bevor ich

durch den Luftzug aus dem

Flugzeug gezogen wurde, schloss

ich mit einer Bärenkraft die Tür. Ich

wusste, dass ich meine Frau nicht

retten konnte, aber war mir sicher,

dass sie noch lebte. Mein Herz

pochte und ich konnte nur an

Bonnie und mein Kind denken! Wie

durch ein Wunder überlebte ich.

Der Gedanke an

sie ließ mich bis

heute am Leben

bleiben. Ich wurde

zwar ganz schön

durch die Luft gewirbelt, aber alles blieb

heil. Mit viel Kraft konnte ich die Tür öffnen und

fand mich im Regenwald wieder. Was sollte ich nur

machen?! Ich musste die Passagiere des Flugzeugs

finden!

Meine Frau und unser ungeborenes Kind waren bei

ihnen! In dem Moment war es mir vollkommen egal,

warum wir abgestürtzt waren. Meine Frau und mein

Kind waren mir wichtiger! Ich machte mich im

Dschungel auf die Suche…


Ich hatte ja schon viele Überlebenstrainings

mitgemacht, aber das was mich hier im

ich Bonnie und unser ungeborenes

Kind finden würde. Doch erstens

Dschungel erwartete setzte allem die kommt es anders und zweitens als

Baumkrone auf! Heute Jahrzehnte später kann man denkt…

ich darüber lachen! Damals war mir

natürlich alles andere als zum

Lachen zumute. Ich sollte drei

Jahre lang im

Regenwald zubringen.

Einige nennen den

Dschungel grüne

Hölle. Ich nenne ihn

Paradies. Auch Bonnie

liebte den Regenwald.

Ich spürte, dass alles

gut werden würde.

Durch mein Überlebenstraining,

dass ich im Jahre

1991 im Regenwald Perus

gemacht hatte, war ich

gut auf dieses Survival vorbereitet

Ich dachte mir,

dass es höchstens

eine

Woche

dauern

würde,

bis

Ich erlebte einiges im Dschungel

Aber das ist eine andere Geschichte,

die erzähle ich ein

anderes Mal.

Nun beginnt die eigentliche

Geschichte. Obwohl eigentlich

gibt es eigentlich gar

nicht. Jeder kennt die

Weihnachtsgeschichte von

Charles Dickens. Oder fast

jeder. Der steinreiche und

kaltherzige Mr. Scrooge, dem

im Traum drei

Weihnachtsgeister

erschienen. Mir sollte

das auch passieren. Aber

meine Begegnung mit den

Geistern lief anders ab.


Es war genau an Heilig Abend. Ich hatte mir einen

Unterschlupf in einer Höhle gesucht, den ich immer

nach meinen Märschen durch den Dschungel

aufsuchte. Ich schlief nachts ein und verfluchte dieses

Weihnachtsfest. Wie konnte Gott, wenn es überhaupt

einen gab, sowas zulassen?! Überhaupt, was lief alles

auf der Welt falsch? Fast alles! Kriege, Umweltzerstörung,

Armut und Gewalt, wo war Gott denn da?

Warum tat er nichts dagegen?

Plötzlich wachte ich auf, weil ich ein Zischen hörte.

Wie durch ein Wunder erhellte sich der hintere Teil

der Höhle, den mein Feuer nicht aufhellte. Ich ging

zu dem Licht und erblickte etwas schier unfassbaress:

Ein Wesen, das aussah, als bestände

es nur aus Feuer. Es sagte „Ich bin der

Geist der vergangenen Weihnacht. Ich

werde dich auf eine Reise in die

Vergangenheit mitnehmen! Aber du

wirst nicht in deine Vergangenheit

gebracht, sondern ich werde dir die

allererste Weihnacht zeigen!“

Ich schrie diesen blöden Geist an:

„Was soll ich mit Weihnachten anfangen?

Sag mir lieber wo meine Frau

und mein ungeborenes Kind sind!“

Der Geist meinte: „Ich weiß wie

schlimm das für dich ist, aber es ist

wichtig, dass dein Sohn im Dschungel

aufwächst! Es geht ihm gut und es ist

Gottes Wille! Wir werden jetzt die

heiligen drei Könige besuchen!“


„Die sind mir doch total egal!“, brüllte ich. Der

Weihnachtsgeist sagte sanft: „Wenn du glaubst es

geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein

Lichtlein her.“ Und grelles, aber nicht blendendes

Licht umflutete uns.

Der Geist sagte mit einem Zischen: „Wir befinden

uns in Jerusalem. Dort waren vor mehr als 2000

Jahren die heiligen drei Könige bei König Herodes

angekommen. Sie stammen aus dem Morgenland

und kannten sich mit den Sternen aus. Und du bist

jetzt live und in Farbe dabei!“ Ich sagte, wenn auch

etwas genervt: „Nagut, ich schlafe wohl sowieso

gerade, dann kann ich mir das auch anschauen. Ist

bestimmt nur ein Traum. Und ich weiß sogar noch

wie die drei Sternengucker heißen: Caspar,

Melchior und Balthasar.“

Melchior fragte König Herodes: „Hier soll ein König

geboren sein. Ein Stern hat uns hierher geführt.

Dieser Stern präsentierte sich

am Himmel mit einem hell

leuchtenden Schweif

und war, eine enge

Begegnung der beiden

Planeten Jupiter

und Saturn.“ Herodes

erschrak.

Sollte seine

Herschaft bald

beendet sein?

Er fragte

einen

Gelehrten, der schaute in seinen

Papyrusrolllen nach und fand den

Hinweis auf einen Heiland der

geboren werden sollte. Er flüsterte

es Herodes zu: „Es stimmt, die

Weisen aus dem Morgenland haben

Recht!“ Herodes wollte gerade

aufschreien, aber er verschluckte

es. Stattdessen sagte er: „Ich weiß

nichts von einem neugeborenen

Königskind. Aber wenn ihr eines

finden solltet, lasst es mich wissen!

Auch ich will das Kind ehren und

lobpreisen!“

Die drei merkten, dass Herodes log.

Und sie taten es ihm gleich.

„Natürlich werden wir es euch

wissen lassen König Herodes!“,

riefen sie und suchten weiter nach

dem Heiland.

Ich schrie den Weihnachtsgeist an:

„Und jetzt soll ich an Gott glauben?

Jeder weiß doch, was danach

passiert ist!“ Der Geist zischte:

„Du hast Recht. Aber solche Dinge

passieren, auch wenn Gott es nicht

will. Der Mensch hat seinen freien

Willen.“ Hunter meinte darauf:

„So ein Humbug würde Ebenezer

Scrooge jetzt sagen!“ Das

Geister-Streichholz lachte:

„Du bist genau so

eine harte Nuss,

wie er. Aber ich

glaube wir

kriegen das

schon

hin!“


„Warum ist dir das denn überhaupt so

wichtig?“, wollte ich wissen. „Es ist nicht

wichtig für mich, sondern für dich!“, Meinte

der Weihnachtsgeist mit fester Stimme.

Nun flackerten wieder Lichter auf und ich

fand mich auf einem Feld wieder. Dort

weideten Schafe. Auf dem Feld lagen die

Hirten in Decken aus Schafsfell. Sie

unterhielten sich: „Eigentlich geht es uns

doch ganz gut. Wir haben genug zu essen, es

ist nur etwas kalt.“ Sagte einer. Der andere

meinte: „Gott beschützt uns! Aber er könnte

uns ruhig mal ein Zeichen geben!“ Und wie

aus dem Nichts tauchte ein Engel auf.

Das war selbst für mich ein überwältigendes,

sogar himmlisches Gefühl! Der Engel nahm

mich natürlich wahr, obwohl mich sonst

keiner sah, aber es war ja ein Engel und

nachher jubelten sogar die himmlischen

Herrscharen. Dann zogen die Hirten zu dem

Stall in dem der Heiland geboren war. Maria

erzählte ihnen ihre Geschichte: „Ich wohnte

in Nazaret. Eines Tages schwebte plötzlich

ein Engel vor mir. ich erschrak, aber der

Engel sagte mir, dass ich mich nicht fürchten

müsse. Er sei von Gott geschickt worden, um

mir zu sagen, dass ich bald ein Kind

bekommen würde – ein ganz besonderes.

Dieses würde Jesus heißen und alle

Menschen würden es den "Sohn Gottes"

nennen. Ich wunderte mich: von wem sollte

ich ein Kind bekommen – ich war doch noch

gar nicht verheiratet? Doch der Engel

erklärte mir, dass Gott selbst der Vater sei.

Josef, mein Verlobter, war traurig, als er von

meiner Schwangerschaft hörte: Er glaubte,

ich habe ihn angelogen und sei mit einem

anderen Mann zusammen. Er beschloss, sich

von mir zu trennen. Doch während er eines

Nachts schlief, träumte er von einem Engel:

„Fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu

dir zu nehmen.", sagte dieser. „Das Kind ist

der Sohn Gottes. Dieser wird die Menschen

froh und glücklich machen. Als Josef

aufwachte, tat er, was der Engel ihm gesagt

hatte.“

Ich musste Jesus ansehen und an mein Kind

denken. „Ich glaube jetzt verstehe ich den

Sinn von Weihnachten!“, sagte ich zu dem

Geist und er lächelte. „Du wirst noch zwei

weitere Geister empfangen, aber erst im

nächsten und übernächsten Jahr und in

ferner Zukunft wirst du auch wieder mit

deiner Familie zusammen sein.“

Plötzlich erwachte ich. Doch wann sollte ich

meine Familie finden? Das ist eine andere

Geschichte und soll ein anderes mal erzählt

werden…

ENDE




Mehr im Heft…


Suskar Lötzerich mit dem Künstlernamen

Andi Lirium hat in

ab

Heft 6 eine biographische Fortsetzungsgeschichte

gestartet.

In dem Heft pausiert sie erstmal

aber es gibt dafür den Comic

. Freut euch auf ein Interview

mit dem Künstler Suskar.

Wann hast du angefangen zu zeichnen?

Als ich einen Stift halten konnte.

Hast du Zeichenkurse besucht um deine

Technik zu verbessern? Oder hast du dir

alles selbst beigebracht?

Zu meinem 13.Geburtstag hat mir meine

Mutter die Teilnahme an einem Farbe und

Form Kurs an der Blankeneser

Kunsthochschule geschenkt, der ein

Semester lang ein Mal die Woche

stattfand. Ich besuchte auch noch drei

Folge-Veranstaltungen, aber spätestens

mit 15 hatte ich andrere Probleme.

Später bin ich an der HAW zugelassen

worden und konnte dort Kommunikations-

Design und Illustration studieren, wobei

ich sicherlich auch nochmal was gelernt

habe.

Wer sind deine größten Vorbilder und

wieso gefallen deren Werke dir?

Antwort: Meine größten Vorbilder sind die

Comic Zeichner Paolo Eleuteri Serpieri und

Katsuhiro Otomo. Aber auch von Will

Eisner, den ich erst sehr spät entdeckt

habe, habe ich etwas lernen können.

Die Arbeiten von Serpieri, Otomo und

Eisner gefallen mir besonders wegen ihrer

Präzision, ihrer Detail-Verliebtheit und

ihrer Dramatik.

Viele Künstler haben so ihre Macken. Wie

ist es bei dir?

Ich habe keine.

Du hast die Diagnose paranoide

Schizophrenie. Was ist das und wie gehst

damit um?

Ich kenne mittlerweile die Symptome, die

einem Schub klassischer Weise voraus


gehen. Ich achte darauf und wenn sie

auftreten, bespreche ich das mit meiner

Psychiaterin und auch mit dem

Psychologen, der mich betreut.

Die letztliche Entscheidung, wie ich mit der

Situation umgehe - ob ich zum Beispiel

Psychopharmaka zur Unterdrückung der

Symptome einnehme oder nicht, liegt aber

nach wie vor bei mir.

Sind deine Geschichten in solchen Phasen

noch verständlich?

Im Prinzip schon.

Wie lebst du heute?

Gut, würde ich sagen.

Wo hast du veröffentlicht?

Beim Männerschwarm-Verlag und beim

Luftschacht-Verlag.

Hast du eine Webseite oder bist du auf

einer mit den Werken vertreten?

Ja, ich habe ein Website:

https://pit-reisst-aus.jimdo.com


Was möchtest du anderen Betroffenen mit

auf den Weg geben?

Soweit ich informiert bin, verläuft die

Erkrankung nur in einem Drittel der Fälle

chronisch und muss dauerhaft medikamentiert

werden. Bei einem weiteren Drittel

treten in variablen Abständen immer

wieder psychotische Phasen auf, die dann

medikamentiert werden müssen. Aber bei

einem ganzen Drittel der Fälle klingen die

Symptome nach der medikamentösen

Behandlung vollständig ab und die

Patienten bleiben ohne Medikamente

dauerhaft psychisch stabil.

Danke für das Interview!

Wird bald fortgesetzt!




Mehr im Heft…


Fight for the Future!

Bericht von Christian Kaiser

Im Jahr 20018 und

2019 gingen in enorm

vielen Ländern der

Welt Jung und Alt mit

der Bewegung Fridays

for Future auf die Straße.

Auch in Rostock gab es friedliche Proteste. Es waren

dabei auch vermehrt Erwachsene dazu aufgerufen

mitzumachen. Die Demos selbst waren ein Erfolg.

Aber wie wir heute wissen, gerade nach der Demo

am 20. September fällt es den Regierungen nicht

schwer uns zu betrügen und regelrecht zu

verarschen! Das Klimapaket der großen Koalition ist

ein schlechter Witz! Und es geht ums ganze, nicht

nur ums Klima sondern um unsere Natur und

Umwelt. Wir benehmen uns auf unserer Mutter Erde

inzwischen wie Parasiten! Das müssen wir ändern

und zu Symbionten werden! Die Indigenen Völker,

also die Ureinwohner, machen es uns vor. Lasst uns

einsehen, dass

wir die Natur

wie unsere Familie

begreifen müssen. Wir

Mad Artists sind auch schon fast

eine Familie, eine Künstlerfamilie.

Auch wenn wir noch nicht alles richtig

machen in punkto Umweltschutz, wir

geben uns Mühe.

Artists 4 Future ist ein Zusammenschluss

von Künstler*innen, die sich

für eine nachhaltige und gerechte

Gesellschaft aussprechen und die

Einhaltung der Klimaschutzziele

fordern. Wir beteiligen uns mit

unseren Projekten daran.

Jeder Mensch ist ein Teil der Schöpfung,

aber wie gehen wir mit ihr um?

Die Natur geht ihren Weg auch ohne

uns…

FRIDAYS FOR FUTURE

Vorbild für die Klimastreiks ist die Schülerin Greta Thunberg. Die 16-jährige Schwedin

bestreikt seit Monaten freitags die Schule, um für echten Klimaschutz zu kämpfen. Weltweit

haben sich ihr Tausende Schüler*innen angeschlossen und demonstrieren unter

dem Motto Fridays for Future vor den Parlamenten, statt in die Schule zu gehen.

Diese Bewegung streikt für mehr Klimaschutz, denn die Klimakrise ist längst eine reale

Bedrohung für unsere Zukunft. Die Jugendlichen werden die Leidtragenden des

Klimawandels sein und für die Fehler der vorhergehenden Generationen büßen. Deshalb

gehen sie auf die Straßen.

Sie sind weder an eine Partei noch an eine Organisation gebunden. Die Klimastreik-

Bewegung hat ihre eigene Dynamik und wird durch Tausende individuelle junge

Menschen getragen.

Mehr im Heft…

Quelle: www.fridaysforfuture.de


Extinction Rebellion (XR) heißt übersetzt etwa:

Aufstand gegen das Aussterben.

XR ist eine internationale gesellschaftspolitische

Bewegung. Ihr Ziel ist es, den für das Klima nötigen

umfassenden und tiefgreifenden Wandel

herbeizuführen. Damit wollen sie das Risiko der

Auslöschung der Menschheit und des Kollapses

unserer Ökosysteme verkleinern.

Mit gewaltfreiem zivilem Widerstand wollen sie

unsere Regierungen dazu bewegen, den

ökologischen Notstand zu erklären und den

gesetzlichen Rahmen zur Umsetzung ihrer

Forderungen zu schaffen.

Sie handeln aus Liebe zum

Leben und für

eine lebenswerte

Zukunft aller

Lebewesen auf

diesem Planeten.

Schließt euch

der Rebellion für das Überleben an,

unabhängig von Religion, Herkunft,

Klasse, Alter, Sexualität, Geschlecht,

Ethnie sowie politischer Neigung.

EHRENAMT

Du hast etwas Zeit übrig und es

reicht dir nicht gelegentlich an

Aktionen teilzunehmen?

Dann übernehme ehrenamtlich

kleinere oder größere Aufgaben für

Extinction Rebellion Deutschland

und trag dazu bei, das zu retten was

noch zu retten ist.

Quelle: www.extinctionrebellion.de


Erfahrungsbericht von Claudia N.

Ich bin schon lange nicht mehr auf dem

Friedhof gewesen, wo das Grab meiner

Familie mütterlicherseits liegt.

Nun war es Anfang September und

mein Vater, ein aktiver, 80 jähriger

Rentner, war zu Besuch da. Er hat

immer etwas zu tun und beschloss zum

Grab seiner Frau zu gehen und dort

nach dem Rechten zu sehen. Ich wollte

ihm helfen.

Ausgerüstet mit Baumscheren und Korb

gingen wir zum Friedhof. Es war ein

wunderschöner Spätsommertag. Das

Heidekraut in der linken unteren Ecke

des Grabes erinnerte mich an den Tag

der Beerdigung meiner Mutter. Es war

ein warmer sonniger Dezembertag

gewesen und die Bienen summten und

schwirrten während der Urnenbestattung

genau um dieses Gewächs,

das damals wie heute blühte. Es blieb

mir im Gedächtnis haften, denn es war

Dezember und die Bienen summten

umher. Dazu der traurige Anlass.

Ich riss mich aus der Erinnerung in die

Gegenwart, als mein Vater mit dem

Beschneiden des Efeus, das über die

Umrandung wucherte, begann.

Ich setze die Schere an und zwickte die

Äste eines Lebensbaumes ab. Der Erste

Korb war bald voller Zweige und ich

machte eine Pause. Ich versank wieder

in Trauer und Erinnerung. Auch

überlegte ich, ob mein Vater sauer sei,

weil das Grab so überwuchert aussah

und wenig gepflegt war.

Wir sind nicht so die Familie, wo man

alle Themen immer offen ausspricht.

Manchmal werden positive

und negative Gefühle

verdeckt vermittelt.

Während ich so mit

meinen Gedanken und

Empfindungen beschäftigt

war bewegt sich

etwas in der Chinarose.

Ich staunte nicht schlecht.

So etwas kannte ich nur

aus Fernsehdokus.

Aufgeschreckt durch das

Gezuppel am Gestrüpp

bewegte sich die gut ge-


tarnte Gottesanbeterin

im Grünen.

Ich zeigte sie meinem

Vater, der auch noch nie

eine „in echt“ gesehen

hatte. Wir rätselten ob

die im Mittelmeerraum

heimischen durch den

Klimawandel jetzt auch

zu uns kämen und

heimisch würden.

Auch fanden wir ein

Eigelege, das wir dort am

Platz ließen. Wie sich

später herausstellte

handelte es sich um eine

Mitteleuropäische Gottesanbeterin.

Mantis

Religiosa.

Diese Art ist sehr selten

und steht unter Schutz

und war das Insekt des

Jahres 2017. Egal ob

negativ, dass das Grab

lange ungepflegt war, wir freuten uns an der Begegnung mit der Natur und

waren uns einig, anders hätten wir dieses seltene Insekt, das besondere

Ansprüche an seine Umgebung stellt, sonst nicht hier angetroffen.



Mehr im

Heft…


IMPRESSUM

Wir Mad Artists sind eine kreative

Selbsthilfe- und Künstlergruppe für

ALLE! Bei uns ist jeder willkommen,

der künstlerisch, musikalisch oder

schriftstellerisch begabt ist. Unsere

Kreativgruppe trifft sich in der Frieda 23

in der Trickfilmwerkstatt des Instituts für neue Medien Rostock

(www.ifnm.de). Bei uns können aber auch Menschen aus aller Welt

mitmachen, Internet sei Dank.

Besonderes Augenmerk legen wir auf seelische Handicaps. Doch auch

die „Normalos“ können dabei sein! Auf die freuen wir uns besonders!

Menschen aus anderen Ländern und sozial Schwache werden in der

Gesellschaft ebenfalls oft ausgegrenzt, obwohl diese Themen in den

letzten Jahren in der Öffentlichkeit stark an Bedeutung gewannen. Alle

Menschen haben auch Stärken und die haben wir im künstlerischen

oder anderen Bereichen. Wir engagieren uns bald auch bei Artists for

Future und in vielen anderen Bereichen.

Christian Kaiser

Leiter der Mad Artists

ist ein Comic- und

Wissensfanzine der Selbsthilfe- und Kreativgruppe

Mad Artists. Es erscheint in

unregelmäßigen Abständen. Wir gehören zum

Landesverband seelische Gesundheit

Mecklenburg-Vorpommern e. V.

Wir übernehmen keine Haftung für Manuskripte,

die an uns geschickt wurden. Die Hefte werden gegen

Spende an die Mad Artists verteilt.

Druck: esf-print Friedrichs

Schichauweg 52, 12307 Berlin

Auflage: 200 Stück

Herrausgeber: SHG Mad Artists

Redaktionsanschrift: Christian Kaiser,

Albert-Einstein-Straße 7, 18059 Rostock

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine