blu Januar/Februar 2020

blumediengruppe

JANUAR / FEBRUAR 2020 | AUSGABE 127 | WWW.BLU.FM

BERLIN

KUNST

SAM MORRIS’

Erotik

FILM

Wir sprachen mit

dem Regisseur von

„JUDY“

GESUNDHEIT

Updates aus der

WELT DER MEDIZIN

INTERVIEWS: HARRY STYLES, JOEL VON LERBER, LCAVALIERO, AJ MITCHELL


INTRO 3

Inhalt

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Alle Magazine online!

STADT

„Während des Drehs sind wir professionell,

aber ansonsten geht es

freundschaftlich zu, das mögen

die Jungs.“ In Zeiten von digitaler

Erotik gibt es jede Menge unseriöse

Pornoseiten und -studios. Chris Baer

macht es anders, wir chatteten mit

dem Berliner über sein Projekt.

Kostenlos

STYLE

Gleich zwei Mal im Jahr präsentieren

auf und während der Fashion Week

bekannte Modedesigner und Labels

ihre Kollektionen für (neuerdings)

sofort und die nächste Jahreszeit. Die

Schauen finden an ausgefallenen Orten

wie Museen und an prädestinierten

Locations wie dem ewerk statt.

MUSIK

Sein neues Album ist gerade

erschienen! Der 1991 in Basel geborene

Wahlberliner begeistert an

einem für die heutige Zeit scheinbar

ungewöhnlichen Instrument:

an der Harfe. Wir trafen Joel von

Lerber im Verlag zum Interview.

Liebe Leser,

das Intro für die Januar/Februar-Ausgabe zu

schreiben, birgt einige Risiken: Zum einen

läuft man Gefahr zu sülzen oder man ist

melancholisch und verbittert und schreibt

einen depressiven Schmus. Wobei, das

passiert ja eher den anderen, oder? Denn

voller Freude über unsere Inhalte haben wir

beste Laune.

Ganz von alleine froh werden kannst du

beim Lesen unserer MUSIK-Seiten. Wir

haben einmal mehr die beste Musik gehört

und die interessantesten Stars getroffen

und dann ins Heft genommen.

Schön ist auch unsere STYLE-Rubrik: Auf

vielen bildstarken Seiten findest du die

neusten Designströmungen, die gewagtesten

Schnitte, das Neue, das Angesagte

und vor allem das trendige Tragbare.

Viel Spaß beim Lesen und Entdecken!

Deine blu Redaktion

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4 STADT

Community

NACHGEFRAGT

FOTO: XAMAX

VERLOSUNG

Süßes gibt es bei Sugarclan

in der Grünberger Straße

im Friedrichshain. Hier bekommt

man eine sehr, sehr

leckere und große Auswahl

an Berliner Pfannkuchen

meist süß, es sind aber

auch herzhafte Varianten

angedacht. Wir verlosen auf

www.blu.fm/blu drei Gutscheine

für pralle Boxen

von Sugarclan, in einer Box

sind vier große oder sechs

kleine Berliner. *rä

FRITZ KALKBRENNER

Endlich neue Musik von

Fritz Kalkbrenner! Vor Kurzem

erschien mit „Kings &

Queens“ der erste Vorbote

zu seinem neuen Album

namens „True Colours“, das

im Frühjahr 2020 erscheinen

soll. Das Lied ist ein

leicht melancholischer

House-Track mit wie immer

sehr souligen Gesangsparts,

das man sowohl

vor, nach und auf einer

Party hören kann (und will!).

Das Lied sei ein Appell

an ein „gesellschaftliches

Bewusstsein in schwierigen

Zeiten“ – da stimmen wir

gerne mit ein. Willkommen

zurück! *rä

CHRIS BAER,

CHRIS BAER INC

In Zeiten von digitaler Erotik,

gibt es jede Menge unseriöse

Pornoseiten und -studios. Chris Baer

macht es anders, wir chatteten mit

dem Berliner über sein Projekt.

Wie kommt man auf die Idee,

ein Pornolabel zu starten?

Zehn Jahre lang habe ich ein Musiklabel

gehabt, aber das wurde mir langweilig und

ich wollte etwas ganz anderes machen.

2012 zog ich von Norwegen nach Berlin

und bemerkte die wirklich aufregende

Szene hier ... Und ich traf viele, viele aufgeschlossene

Menschen. Da niemand anderes

Twink-Pornos mit deutschen Jungs

macht, ging ich frisch ans Werk. Zwei Jahre

war es echt hart und auch mit Rückschlägen

verbunden, aber jetzt freue ich mich

sehr und veröffentliche Filme. Ich habe

drei Konzepte im Angebot: „BerlinTwinks“

(100 % deutsche Twinks), „Chris Baer“

(europäische Twinks) und „ExtremeTwinks“

(Fetisch).

Worauf achtest du besonders?

Wir kümmern uns um unsere Models. Wir

sind eine große Familie, feiern Partys zusammen

und achten auf Spaß bei der Sache.

Während des Drehs sind wir professionell,

aber ansonsten geht es freundschaftlich zu,

das mögen die Jungs. Unsere Models gibt

es nur bei uns, wir arbeiten mit exklusiven

Darstellern. Social Media ist bei uns ein

großes Thema, unseren Jungs kann man auf

Snapchat und auf Instagram folgen und mit

ihnen chatten.

Wie kommst du an deine Darsteller?

Durch schwule Apps und Social Media. Zudem

gehen wir in Klubs und verteilen Flyer.

Im Sommer waren wir beim „Cologne Pride“,

„Vienna Pride“ und dem Berliner CSD. Wir

veranstalteten Partys und entdeckten auch

ein paar klasse Typen!

Wie verdient man überhaupt Geld mit

Pornos?

Solange dein Produkt exklusiv ist, ist das

möglich. Deutschland ist ein großer Markt

und wir sind die Einzigen, die deutschen

Twink-Porno produzieren ... Jetzt vertreiben

wir noch DVDs, aber wenn genug Clips entstanden

sind, starten wir eine Membership-

Seite online.

Ihr hattet schon Auftritte im

Connection, richtig?

Ja! Das ist eine tolle Möglichkeit, sich zu präsentieren.

Wir wollen bei noch mehr Events

starten.

Worauf freust du dich im Winter?

Als Norweger liebe ich den Winter! Ich werde

vor allem neue Szenen produzieren und

arbeiten.

*Interview: Michael Rädel

twitter.com/chrisbaerxxx


VIP

NEUER NAME

Gerade erst so richtig präsent in der Berliner Szene,

schon mit einem neuen Namen unterwegs: Rosetta

Brown. Die heißt jetzt Rosetta Bleach. Warum der neue

Name?

STADT 5

„Rosetta Brown war etwas

kritisch gegenüber People of

Color. Ich hatte sehr lange

überlegt, ihn zu ändern

oder nicht, da ich mit dem

Namen auch bekannt

geworden bin und so Gefahr

laufe, von vorne anfangen

zu müssen. Aber ich denke,

langfristig wird es – hoffentlich

– eine gute Entscheidung

sein.“

Eigentlich ist Rosetta übrigens

schon seit 2009 in der

Szene erfolgreich, machte

aber laaaange Pause und

startete erst 2017 wieder

durch. „Nach dem Abitur bin

ich Musiker geworden, mit

der Band Cinema Bizarre

um die Welt gereist. Mein

persönliches Highlight: Wir

tourten 2009 als Vorgruppe

von Lady Gaga auf ihrer

Fame Ball Tour durch Nordamerika.“

Die Diva konntest

du schon live im Metropol

bei der „Propaganda“, im

SchwuZ, im „Irrenhouse“

und bei „Gimme Moritz“

erleben, denn sie ist nicht

nur als Dragqueen präsent,

nein, auch als DJane. Wir

mögen! *rä

FOTOS: CAVALLUNA

Tickets unter eventim.de

SHOW

CAVALLUNA

Die edlen Rösser sind wieder

unterwegs! „CAVALLUNA –

Legende der Wüste“ startete

Ende Oktober und wird am

Wochenende 11. und 12. Januar in der

Mercedes-Benz Arena in Berlin gastieren.

„Legende der Wüste“ erzählt die Geschichte der Wüstenprinzessin

Samira, die zur Königin gekrönt werden soll. Die

Zeremonie wird jedoch von ihrem bösartigen Cousin Abdul

vereitelt – ein aufregendes Abenteuer um den Kampf

zwischen Gut und Böse beginnt! 59 Pferde, ihre Reiter und

ein internationales Tanz-Ensemble garantieren ein Erlebnis

der Extraklasse. Dabei dürfen die waghalsigen Trickreiter

der Hasta Luego Academy ebenso wenig fehlen wie die

Equipen der klassischen Dressur um Luis Valença und Filipe

Fernandes, die Esel von Comedy-Talent Laurent Jahan

oder der Künstler Bartolo Messina.

www.cavalluna.com


6 STADTGESPRÄCH

LIEBE

PRINCE

CHARMING

auf Partnersuche im TV

Mit „Prince Charming“ zeigt der Streaming-Dienst

TVNOW der Mediengruppe RTL seit dem 30. Oktober

das erste Gay-Dating-Format in Deutschland. Jeden

Mittwoch geht jeweils eine neue Folge von „Prince

Charming“ online. Hier kämpfen zwanzig attraktive Single-

Männer an der Küste Griechenlands um das Herz von Prince

Charming: Nicolas Puschmann. In unterschiedlichen Dates

bekommt Nicolas die Chance, den Junggesellen in größerer

Runde oder in trauter Zweisamkeit auf den Zahn zu fühlen.

Wer am Ende des Abends keine Krawatte trägt, muss aus der

Männer-Villa ausziehen.

FOTO: TVNOW / PRINCE CHARMING

„Lebensfroh, verlässlich und

authentisch“ – so beschreibt

Nicolas Puschmann sich

selbst. Der gebürtige Hamburger

hatte bisher zwei feste

Beziehungen und sucht

nun seit einem halben Jahr

Mr. Right. „Ich glaube, jeder

sehnt sich insgeheim nach

Liebe. Viele können sich aber

von den Reizen in der heutigen

Gesellschaft schlecht

lösen und suchen immer

nach etwas noch Besserem.

Ich möchte einfach jemanden

an meiner Seite, mit

dem es Spaß macht, Zeit zu

verbringen“, sagt der 28-Jährige.

Er glaubt fest daran,

dass bei zwanzig attraktiven

Singles mindestens einer

dabei sein muss, der ihm

gefällt. Einen bestimmten

Typ, auf den er steht, hat er

nicht, aber sein Traummann

sollte das gewisse Etwas

haben – Egoismus und Pessimismus

sind für Nicolas ein

No-Go. Bei schönen Händen,

Zähnen oder Waden wird

„Prince Charming“ schon mal

schwach.

Auf die anstehende Kuppel-

Show, die man als schwules

Pendant zu „Der Bachelor“

bezeichnen könnte, ist Nicolas

ziemlich stolz, denn er

will nicht nur die große Liebe

finden. Er sieht in der Sendung

auch die Chance, mehr

Leute darauf aufmerksam zu

machen, dass Homosexualität

normal und alltäglich ist.

RETRO

SINFONIE EINER GROSSSTADT

Berlins Nachtleben mit Klubs wie dem Metropol oder dem KitKatClub,

seinen Varietétheatern und der imposanten Architektur inspirierte

bildende Künstler, Filmschaffende und Musiker damals wie heute.

Besonders in den 1920er-Jahren explodierte das Nachtleben förmlich

… bis alles mit den Nazis (vorerst) endete. Genug Stoff auch für den

Künstler Robert Nippoldt, der noch bis März seine Bilder aus dem Buch

„Es wird Nacht im Berlin der Wilden Zwanziger“ im Wintergarten Varieté

ausstellt. *rä

Robert Nippoldt präsentiert Zeichnungen aus seinem Buch „Es wird

Nacht im Berlin der Wilden Zwanziger“, Foyer des Theaters Wintergarten

Varieté Berlin, Potsdamer Str. 96, www.taschen.com

Bild: Robert Nippoldt


FOTO: M. RÄDEL

GENUSS

Spritzkuchen,

groß wie eine

Honigmelone

An nasskalten Tagen und auch sonst

kann man sich einmal verwöhnen. Wie

wäre es zum Beispiel mit echten Berliner

Pfannkuchen oder Spritzkuchen, so groß

wie eine Honigmelone?

Die gibt es in der Sophienstraße in Berlin-Mitte nahe der U-Bahnstation Weinmeisterstraße

im angesagten Kiez zwischen dem Hackeschen Markt und dem

Rosenthaler Platz.

Das „Berliner Pfannkuchen Café“ in der Sophienstraße 30 – 31 überzeugt mit

besten Produkten und leckerem Kaffee und Tee in gemütlicher Atmosphäre. Sollte

man sich gönnen! *rä

Berliner Pfannkuchen Café, Sophienstr. 30 – 31, U Weinmeisterstraße,

backerei-und-konditorei-in-der-sophienstrae.business.site

FOTO: PETER PANE

ESSEN

Wohlfühl-Burger bei Peter Pane

Burger-Restaurants sind beliebt

und das Angebot in den urbanen

Metropolen ist vielfältig. Bei Peter Pane

lohnt sich das genaue Hinschauen –

und natürlich das Schlemmen!

Saftige Burger aus verschiedenen

Brotsorten mit Rind- oder Hähnchenfleisch,

vegetarischen oder veganen

Varianten belegt, dazu frische Salate,

krosse Fritten mit leckeren Dips und

zum Schluss ein süßes Dessert – schon

die Peter-Pane-Speisekarte lässt kaum

Wünsche offen.

Mit aktuell 33 Restaurants bundesweit

ist Peter Pane zwar eine Restaurant-

Kette, die sich aber trotzdem angenehm

vom Mainstream abhebt – denn

Personality und Individualität werden

hier sorgfältig gepflegt. Das beginnt

schon bei der Inneneinrichtung: In warmen

Holz- und Naturtönen gehalten

und detailverliebt mit vielen Lichtobjekten

gestaltet, wird der Style jedem

Restaurantort angepasst, um jeweils

eine gemütliche Klubatmosphäre mit

Wohlfühleffekt zu schaffen. Zum Konzept

gehört daher ebenfalls eine gut

sortierte Bar mit frischen Longdrinks

und Cocktails. Auch das Peter-Pane-

Personal glänzt mit dem Charme der

Individualität und ist genauso bunt wie

die Gäste. Und die treffen sich hier

vom Mittagstisch bis zum After-Work-

Dinner oder Party-Warm-up. In Berlin

findet man Peter Pane inzwischen an

vier verschiedenen Orten. Auch im

malerischen Potsdam gibt es ein Lokal,

direkt neben dem Landtag Brandenburg.

*bjö

Peter Pane – Berlin und Potsdam,

tägl. 11 Uhr – open end, mehr Infos

über www.peterpane.de


8 STADTGESPRÄCH

INTERVIEW

FOTO: DONALD PILON, ARCHIV LUBA

BAREART-COMICS

Wir sprachen mit Arkadiusz

Łuba, geboren 1977 in

Olsztyn in Polen, dem Mann hinter

diesem neuen Comic-Blog:

bookcomicart.wordpress.com.

Du konzentrierst dich vor allem auf

anspruchsvolle Comics, was genau

verstehst du darunter?

Nun, eben nicht immer nur Mickey Mouse

oder Donald Duck. Die sind gut und können

auch definitiv sorgfältig gezeichnet

werden, aber ich rezensiere eine andere

Art. Mehr Kunst, mehr Politik, mehr

Gesellschaft von Autoren wie Pedrosa,

Mizuki, Kleist, Schmolke, Hommer, Keko

und Altarriba, Vivès, Gnehm, Wyrzykowski,

Christa.

Wie sieht das aus?

Auf der Seite gibt es Audiopodcasts, Bilder,

Ausschnitte aus den Comics und natürlich

meine Besprechung. Aber keine reine

Textwüste.

Hauptberuflich bist du Journalist.

Ja, beim Deutschlandfunk (www.deutschlandfunkkultur.de)

und als Berliner Korrespondent

für den Auslandsdienst des Polnischen

Rundfunks (www.auslandsdienst.

pl), zudem betreue ich immer wieder

andere Projekte. 2019 etwa machte ich die

Pressearbeit für das polnische Filmfestival

„filmPOLSKA“. Und ich moderiere verschiedene

(Literatur-)Veranstaltungen.

Du bist Jude. Wie beeinflusst deine

Religion dein Leben und Arbeiten?

Ach, gleich diese Kennzeichen. Als ob der

katholische oder evangelische Glaube ein

Leben komplett definieren oder bestimmen

würde ... (lacht) Ich bin im Katholizismus

aufgewachsen,

ohne über meine Wurzeln

im Judentum vorher zu

wissen, eine komplizierte

Geschichte. Wie das meine

Existenz beeinflusst?

Nicht besonders viel, außer

ich wäre orthodox, das bin

ich aber nicht. Man geht

halt in eine Synagoge statt

in eine Kirche, hat samstags

den Sonntag, denn

am Sonntag beginnt schon

Typex - Rembrandt,

Carlsen Verlag, 2019

eine neue Woche. Sonst

würde ich bei meinem

Umgang mit verschiedenen Lektüren die

im Judentum bekannte Exegese erwähnen,

also diese besondere, tiefe Erklärung

und Auslegung eines Textes. Ich wollte mal

Pathologe werden, da ich gerne Dingen auf

den Grund gehe. Dieses Tiefgründige hat

aber eher mit meinem Charakter was zu

tun als mit meinem Glauben.

Und um es auf den Comic zu beziehen, so

sind viele der Comicpioniere der späten

30er- und 40er-Jahre jüdischer Abstammung.

Nehmen wir beispielsweise die

Superman-Erfinder Jerry Siegel und Joe

Shuster oder auch Joe Simon und Jack

Kirby, die Erfinder von Captain America. Sie

waren entsetzt über die Judenverfolgung

im Dritten Reich, den Vernichtungskrieg in

Europa und die Aufmärsche von Deutschamerikanern

in den USA, die mit Hitler

sympathisierten. Anders als viele Amerikaner

zu dieser Zeit wollten

die Zeichner also, dass

die USA gegen das Dritte

Reich in den Krieg ziehen.

Ihre Comics waren eine Art

Kriegspropaganda und wurden

massenhaft gelesen.

Und deine Sexualität?

Meine Sexualität wird

vom Judentum auch nicht

beeinflusst. (lacht) Jede

Religion versucht, Sexualität

zu einer Peitsche zu

machen. Aber wir leben als

moderne Menschen uneingeschränkt von

Religionen. Die Religion ist eine Definition

von Tradition und keine Norm. Was zum

Beispiel dazu führt, dass wir keine Ehebrecherinnen

mehr steinigen, wie es noch vor

einiger Zeit üblich war.

*Interview: Michael Rädel

bookcomicart.wordpress.com


NACHGEFRAGT

LOTTO-Stiftung Berlin – ein Gewinn für die Community

STADTGESPRÄCH 9

Berlin hat zahlreiche queere

Projekte, die unterstützt

werden wollen. Viele davon werden

indirekt von den Berlinern selber

finanziert, indem sie Lotto spielen,

denn von jedem eingesetzten

Euro gehen 23 % in den Topf

der LOTTO-Stiftung Berlin. Die

Stiftung ist übrigens eine Anstalt

öffentlichen Rechts sowie eine

Non-Profit-Organisation. Zeit für

uns, mit der Vorständin der Berliner

LOTTO-Stiftung zu reden. *sea

Frau Dr. Bleß, über welche Summe

kann die Stiftung verfügen?

55 Millionen bis 70 Millionen im Jahr werden

für Berliner Projekte ausgeschüttet.

Damit werden pro Jahr über 100 Projekte

gefördert.

Und wie viele queere Projekte

wurden in den letzten Jahren

unterstützt?

In den letzten fünf Jahren wurden insgesamt

zwölf LGBTIQ*-Projekte gefördert,

dazu kommen noch sechs Projekte aus

dem Bereich HIV/AIDS. Insgesamt gingen

an diese Projekte 4,5 Millionen Euro.

Können Sie mir ein paar Beispiele

nennen?

Für uns ist es wichtig, dass es nachhaltige

Projekte und Einrichtungen sind,

wie zum Beispiel die Berliner Aids-Hilfe.

80.000 Euro gingen an das Seniorenprojekt

von Mann-O-Meter, das Denkmal

am Hirschfeld-Ufer wurde mit 180.000

Euro gefördert, und die Lesbenberatung

hat für ihr LGBTIQ*-Refugees-Projekt

150.000 Euro erhalten.

Welches geförderte Projekt

liegt Ihnen am meisten am

Herzen?

Das ist zum einen „ZIK – zuhause

im Kiez“, weil es sehr wirkungsvoll

ist, zum anderen ein Projekt

zum Schutz von LGBTIQ*-Geflüchteten,

die dringend darauf

angewiesen sind. Hier sind die

Lotto-Gelder bestens angelegt.

FOTO: EVENTPRESS RADKE


10 KULTUR

FOTO: STEFAN FLACH

NACHGEFRAGT

FOTO: SELFIE

GEORG KRONEIS:

„Es gibt immer eine Geschichte, die ich vermitteln möchte ...“

Der ehemalige „Mr. Bear

Austria“ spielt Viola da

Gamba, Kontrabass, Barock-Cello

und Barockgitarre, ist als Schauspieler

zu sehen und hauptsächlich

live unterwegs. Alle Termine

findest du auf georgkroneis.com

– und unser Interview genau hier.

Wie kamst du zur Musik?

Durch ein Konzert, das ich nicht besuchen

wollte! Ich fand klassische Musik immer

furchtbar langweilig. Mit 16 Jahren wurde

ich quasi gezwungen, ein Neujahrskonzert

zu besuchen. Aber dann saß ich im

Konzert und erlebte das Zusammenspiel,

das große Ganze, das dabei entsteht:

Ich musste sofort einen Weg finden, in

einem Orchester spielen zu können. Nur,

welches Instrument würde zu mir passen?

Nicht die Geige, die muss man so komisch

halten. Kontrabass? Viel zu umständlich

für die Straßenbahn. Also entschied ich

mich für Violoncello und meldete mich am

Konservatorium an. Ich musste ein Jahr

auf einen Platz warten, weil ich schon so

alt war. Wer fängt mit 16 an, ein Instrument

zu spielen? Ich übte aber viel und

schaffte nach dem Elektrotechnikstudium

dann die Aufnahmeprüfung an der Musikuniversität.

Klassische Musik ist ja eher ernst,

du stichst durch deine Inszenierung

natürlich heraus.

Ich frage immer den Veranstalter, was er

will. Ich habe unterschiedliche Programme

und unterschiedliche Arten und Outfits

aufzutreten. Ich bin nicht immer in Leder

oder nur mit Bodypainting bekleidet.

Anzug oder naked geht auch – ich bin der,

den man für seine Veranstaltung sucht.

Die meisten Kollegen wissen wegen Facebook,

was ich tue, und finden das toll.

Hast du dein Publikum auch mal vor

den Kopf gestoßen?

Möglich. Aber nicht direkt. Mein Ensemble

Fetish Baroque – Musiker aller

Sexualitäten in Leder spielen klassische

Musik – provoziert aber mitunter. Es gibt

Menschen, die denken, dass wir etwas

Heiliges zerstören. Seit dem 19. Jahrhundert

gibt es die Tendenz, das Konzert als

etwas Kultiges, Heiliges zu betrachten.

Wir hinterfragen das und entwickeln uns

und die Gesellschaft weiter und verbinden

alles mit einem roten Faden. Wir zerstören

die heilige Musik nicht, wir nehmen sie

ernst. Es gibt immer eine Geschichte, die

ich vermitteln möchte.

Du warst Mr. Bear, erzähl mir etwas

über die Bärenszene.

Es war ein großer Spaß, als ich 2015 zum

Mr. Bear Austria gewählt wurde. Ich bin in

die Sache so reingerutscht. Ein Bekannter

fragte, ob ich mitmachen will, und ich sage

eben grundsätzlich immer ja ... (lacht)

Definierst du dich als queer oder

schwul?

Ich hatte mein Coming-out mit 23, hatte

aber auch immer wieder Beziehungen

mit Frauen. Wenn ich durchs Leben gehe,

passiert es nie, dass ich sage: Hallo, ich bin

der Georg und schwul ... Queer: Ich denke,

dass solche Kategorien dann Sinn machen,

wenn verschiedene Subkulturen aufeinandertreffen.

Es gibt also queere Events,

weniger schwul. Ich selbst würde mich,

wenn, dann eher als sapiosexuell bezeichnen:

Ich stehe auf Leute, die intelligent

sind. (grinst)

*Interview: Michael Rädel

www.facebook.com/fetishbaroque


12

KULTUR

ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000

WEITERE LOCATIONS WELTWEIT.

KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP!

MI 1.1.

20:00 BKA Theater,

Sigrid Grajek: Claire

Waldoff - Ich will

aber gerade vom

Leben singen...,

Mehringdamm 34

DO 2.1.

20:00 Berliner Kriminal

Theater, Passagier

23, Umspannwerk

Ost Palisadenstr.

48

20:00 Schlosspark

Theater, Monsieur

Claude und seine

Töchter, Schlossstr.

48

FR 3.1.

20:00 AHA, TGIF-Trash

Goddess in Film,

Gaby Tupper präsentiert

que(e)re

Filme, Monumentenstraße

13

20:00 BKA Theater,

Ades Zabel &

Company: Hallo

2020 - mit Edith ins

neue Jahr!, Mehringdamm

34

SA 4.1.

15:00 Theater des

Westens, MAMMA

MIA! – Das Musical

mit den Hits von

ABBA, weitere Vorstellung

um: 19:30

Uhr, Kantstraße 12

23:30 BKA Theater,

Jurassica Parka: JP

Late Night – Paillette

geht immer,

Mehringdamm 34

MO 6.1.

22:00 Kino International,

MonGay: End of

the Century, OmU,

ARG 2019, Karl-

Marx-Allee 33

MI 8.1.

19:30 Mann-O-Meter,

Literatunten: Gayflimmer,

Filmabend

der Literatunten,

Bülowstr. 106

DO 9.1.

19:00 SchwulesMUSE-

UM, Filmabend

„Anders als du und

ich (§ 175), Lützowstraße

73

FR 10.1.

20:00 BKA Theater,

Ades Zabel &

Company: Hallo

2020 - mit Edith ins

neue Jahr!, Mehringdamm

34

20:00 Tipi, Maren Kroymann

& Band: In

My Sixties, Große

Querallee

SA 11.1.

15:00 Mercedes-Benz

Arena, Legende der

Wüste – Cavalluna,

2. Vorstellung um

20 Uhr, Mercedes-

Platz 1

23:30 BKA Theater,

Marcel Mann präsentiert:

Guck und

Horch – die Podcast

Show, Mehringdamm

34

SO 12.1.

14:00 Mercedes-Benz

Arena, Legende der

Wüste – Cavalluna,

2. Vorstellung

um 18:30 Uhr,

Mercedes-Platz 1

15:00 Theaterdiscounter,

post theater:

Hexen Hütten

TraumPaläste,

phantastischer

Theater-Parcours.

Weitere Vorstellungen

um: 16, 17,

18 & 19 Uhr, Klosterstr.

44

MO 13.1.

19:00 SO36, Lesedüne,

Geschichten und

Musik, Oranienstraße

190

22:00 Kino International,

MonGay

Preview: Rettet das

Feuer, OmU, Karl-

Marx-Allee 33

MI 15.1.

20:00 Renaissance

Theater, Der erste

Mensch - Die

unglaubliche

Geschichte einer

Kindheit, Knesebeckstr.

100

21:00 delphi LUX, Queer

Filmnacht: Jonathan

Agassi saved

my life, OmU, IL/D

2018, YVA Bogen,

Kantstr. 10

DO 16.1.

19:00 SchwulesMUSE-

UM, Performance

„HUNGRY“ und

Podiumsdiskussion

„Maskulinität

und Nationalität,

Lützowstraße 73

FR 17.1.

20:00 AHA, Lesen für

Sekt, mit Gundel

Schlauch und

ihrem Stargast Paul

Bokowski, Monumentenstraße

13

SA 18.1.

14:00 Goldene Gans,

Marianne Rosenberg

Showroom &

Archiv, Samstags

bis 19 Uhr geöffnet,

Grimmstr. 7

15:00 Theater des

Westens, MAMMA

MIA! – Das Musical

mit den Hits von

ABBA, weitere Vorstellung

um: 19:30

Uhr, Kantstraße 12

20:00 AHA, Dietrich Dee

Novak: Unforgettable,

Monumentenstraße

13

SO 19.1.

18:00 Admiralspalast,

Schwanensee,

Staatliches Russisches

Ballet Moskau,

Friedrichstraße

101

18:00 Kleines Theater

am Südwestkorso,

Miss Daisy und ihr

Chauffeur, mit Ute

Lubosch, Pierre

Sanoussi-Bliss,

Matthias Freihof,

Südwestkorso 64

MO 20.1.

19:45 Tipi, Die Florian

Schroeder Satireshow,

Große

Querallee

20:00 Bar Jeder Vernunft,

Reiner Geulen:

Jenseits der

Hoffnung, Schaperstraße

24

22:00 Kino International,

MonGay: Mr.

Leather, OmU, Karl-

Marx-Allee 33

DI 21.1.

20:00 Renaissance Theater,

Extrawurst,

Knesebeckstr. 100

20:00 SO36, Anti-Flag,

special Guest: The

Creepshow, Oranienstraße

190

MI 22.1.

20:00 AHA, Slam des

Westens - IN THE

DARK, Poetry Slam

im abgedunkelten

Raum, Monumentenstraße

13

20:00 Wühlmäuse, Timo

Wopp: Auf der

Suche nach dem

verlorenen Witz,

Pommernallee 2-4

DO 23.1.

20:00 BKA Theater,

The Golden Gmilfs,

Vollplayback-Musical-Show,

Mehringdamm

34

20:00 Schlosspark Theater,

Ich bin nicht

Mercury, Schlossstr.

48

FR 24.1.

23:00 Rauschgold,

TraumLOCHzeit,

Frivol-schlüpfriges

zur Nacht mit Frau

Loch, Mehringdamm

62

SA 25.1.

20:00 Tipi, Lisa Eckhart:

Die Vorteile des

Lasters, Große

Querallee

23:30 BKA Theater,

Jade Pearl Baker:

Badeperle@BKA,

Mehringdamm 34

SO 26.1.

14:00 Amerika-Gedenkbibliothek,

Literatunten

queeRead:

Werkstattlesung

mit Thomas Pregel,

Blücherplatz 1

19:00 Sonntags-Club

e.V., Musikabend:

Klassikkonzert,

Christina (Gesang)

& Joyce (Klavier)

mit Liedern und

Arien, Greifenhagener

Straße 28


MO 27.1.

19:00 SO36, Lesedüne,

Geschichten und

Musik, Oranienstraße

190

22:00 Kino International,

MonGay

Preview: Darkroom

– Tödliche Tropfen,

Karl-Marx-Allee 33

DI 28.1.

19:30 Komische Oper,

Plateau Effect,

Staatsballett Berlin,

Behrenstr. 55-57

19:30 Theater des

Westens, MAMMA

MIA! – Das Musical

mit den Hits von

ABBA, Kantstraße

12

20:00 Bar Jeder Vernunft,

Lennart

Schilgen: Verklärungsbedarf,

Schaperstraße

24

MI 29.1.

16:00 Komödie im

Schiller Theater,

Ab jetzt, Bismarckstr.

110

19:30 Mann-O-Meter,

Literatunten:

Buchdiskussion zu

„Der Junge, den es

nicht gab“ von Sjón,

Bülowstr. 106

20:00 BKA Theater,

Zombie Berlin,

Mehringdamm 34

DO 30.1.

19:30 Komische Oper,

Plateau Effect,

Staatsballett Berlin,

Behrenstr. 55-57

20:00 Admiralspalast,

Ballet Revolución,

Friedrichstraße 101

20:00 AHA, Sprechzeit

mit BeV StroganoV

und Gästen, Plauderstündchen

in

Café Atmosphäre,

Monumentenstraße

13

20:00 Bar Jeder Vernunft,

Irmgard

Knef: Barrierefrei,

Schaperstraße 24

SA 1.2.

16:00 Schlosspark

Theater, Max Goldt

liest, Schlossstr. 48

18:30 St. Marienkirche

am Alexanderplatz,

Gottesdienst vor

dem Ausgehen -

Rausch der Sinne,

ein Vorabendgottesdienst

mit prominenten

Gastpredigern

aus Politik

und Gesellschaft,

Karl-Liebknecht-

Str. 8

19:00 Haus der Sinne,

Trash Deluxe:

Scharfe Schlangen

& spitze Zungen,

Ystader Str. 10

20:00 Schaubude Berlin,

Queer Papa Queer,

Performance mit

Puppen & Live-

Musik, Greifswalder

Str. 81-84

SO 2.2.

14:00 Admiralspalast,

Ballet Revolución,

weitere Vorstellung

um: 19 Uhr, Friedrichstraße

101

14:30 Theater des

Westens, MAMMA

MIA! – Das Musical

mit den Hits von

ABBA, weitere Vorstellung

um: 19 Uhr,

Kantstraße 12

19:00 Ufa-Fabrik, Arnulf

Rating: Tornado,

Viktoriastr.

10/18/2016

MO 3.2.

20:00 Wühlmäuse, Der

Blaue Montag,

Pommernallee 2-4

DI 4.2.

19:30 Theater des

Westens, MAMMA

MIA! – Das Musical

mit den Hits von

ABBA, Kantstraße

12

20:00 Bar Jeder Vernunft,

Irmgard

Knef: Barrierefrei,

Schaperstraße 24

MI 5.2.

20:00 Komödie im

Schiller Theater,

Ab jetzt, Bismarckstr.

110

DO 6.2.

20:00 Bar Jeder Vernunft,

Irmgard

Knef: Barrierefrei,

Schaperstraße 24

FR 7.2.

20:00 AHA, TGIF-Trash

Goddess in Film,

Gaby Tupper präsentiert

que(e)re

Filme, Monumentenstraße

13

SA 8.2.

15:00 Theater des

Westens, MAMMA

MIA! – Das Musical

mit den Hits von

ABBA, weitere Vorstellung

um: 19:30

Uhr, Kantstraße 12

20:00 Bar Jeder Vernunft,

Irmgard

Knef: Barrierefrei,

Schaperstraße 24

20:00 Tipi, Altar Boyz:

Am achten Tag

schuf Gott die

Boygroup, Große

Querallee

SO 9.2.

14:30 Theater des

Westens, MAMMA

MIA! – Das Musical

mit den Hits von

ABBA, weitere Vorstellung

um: 19 Uhr,

Kantstraße 12

MO 10.2.

20:00 Bar Jeder Vernunft,

Sven Ratzke

- Where are we

now, Schaperstraße

24

DI 11.2.

19:00 Tipi, Rossi

Dance Company

& Schwarzblond:

Nornu, Große

Querallee

19:30 Theater des

Westens, MAMMA

MIA! – Das Musical

mit den Hits von

ABBA, Kantstraße

12

20:00 Bar Jeder Vernunft,

Sven Ratzke

- Where are we

now, Schaperstraße

24

20:00 Renaissance Theater,

Extrawurst,

Knesebeckstr. 100

20:00 Wühlmäuse, Kay

Ray: Kay Ray Show,

Pommernallee 2-4

MI 12.2.

20:00 Kleines Theater

am Südwestkorso,

Miss Daisy und ihr

Chauffeur, mit Ute

Lubosch, Pierre

Sanoussi-Bliss,

Matthias Freihof,

Südwestkorso 64

21:00 AHA, Go West

Comedy, English

Comedy Showcase.

Einlass: 20 Uhr,

Monumentenstraße

13

DO 13.2.

20:00 Schlosspark Theater,

Ich bin nicht

Mercury, Schlossstr.

48

FR 14.2.

20:00 Wühlmäuse,

Emmi & Willnowsky:

Tour 2020,

Pommernallee 2-4

SO 16.2.

14:30 Theater des

Westens, MAMMA

MIA! – Das Musical

mit den Hits von

ABBA, weitere Vorstellung

um: 19 Uhr,

Kantstraße 12

MO 17.2.

19:45 Tipi, Die Florian

Schroeder Satireshow,

Große

Querallee

20:00 Bar Jeder Vernunft,

Florian Wagner:

Mein erstes

Mal, Schaperstraße

24

DI 18.2.

19:30 Theater des

Westens, MAMMA

MIA! – Das Musical

mit den Hits von

ABBA, Kantstraße

12

20:00 Bar Jeder Vernunft,

Klaus Hoffmann

singt Brel,

Schaperstraße 24

20:00 Renaissance Theater,

Extrawurst,

Knesebeckstr. 100

MI 19.2.

20:00 Bar Jeder Vernunft,

Klaus Hoffmann

singt Brel,

Schaperstraße 24

20:00 BKA Theater,

Jurassica Parka

präsentiert: Travestie

vom Fass,

Mehringdamm 34

20:00 Komödie im

Schiller Theater,

Ab jetzt, Bismarckstr.

110

20:00 Tipi, Paul Morocco

& Olé!, Große

Querallee

DO 20.2.

20:00 Bar Jeder Vernunft,

Klaus Hoffmann

singt Brel,

Schaperstraße 24

FR 21.2.

20:00 Galerie Studio St.

St., Show, Kunst &

Puffi-Puffi Lounge,

von & mit Juwelia

StSt, Sanderstr. 26

SA 22.2.

20:00 AHA, Fanny

Damaschkes Werbewunderwelt,

Videozeitreise in

die bunte Werbewelt

60er bis 80er

Jahre, Monumentenstraße

13

23:30 BKA Theater,

Jade Pearl Baker:

Badeperle@BKA,

Mehringdamm 34

SO 23.2.

18:00 Chamäleon, Le

Coup, Rosenthaler

Straße 40

19:00 Tipi, Lisa Eckhart:

Die Vorteile des

Lasters, Große

Querallee

20:00 Neuköllner Oper,

Wolfskinder, Karl-

Marx-Str. 131 – 133

MO 24.2.

20:00 Bar Jeder Vernunft,

Ljodahått:

Gesang der Trolle,

Schaperstraße 24

MI 26.2.

16:00 Komödie im

Schiller Theater,

Ab jetzt, Bismarckstr.

110

19:30 Deutsche Oper,

Dornröschen,

Staatsballett Berlin,

Bismarckstr. 35

20:00 AHA, Slam des

Westens IN THE

DARK, Poetry-

Slam komplett im

Dunkeln. Einlass: 19

Uhr, Monumentenstraße

13

DO 27.2.

20:00 Berliner Kriminal

Theater, Die Therapie,

Umspannwerk

Ost Palisadenstr.

48

20:00 BKA Theater,

Ades Zabel: Edith

Schröder – unbeugsam

bunt!, Mehringdamm

34

20:00 Schlosspark

Theater, Schmetterlinge

sind frei,

Schlossstr. 48

FR 28.2.

20:00 AHA, Wer wird

Sackionär?, Quizshow

mit Gundel

Schlauch & dem

Sektorakel, Monumentenstraße

13

23:00 Rauschgold,

TraumLOCHzeit,

Frivol-schlüpfriges

zur Nacht mit Frau

Loch, Mehringdamm

62

SA 29.2.

20:00 Galerie Studio St.

St., Show, Kunst &

Puffi-Puffi Lounge,

von & mit Juwelia

StSt, Sanderstr. 26

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14 STYLE

TIPP

Berlin Street Style

Björn Akstinats Buch „Berlin

Street Style“ versammelt

auf über 250 Seiten Menschen, die

etwas aus der ZALANDO-Masse

herausstechen.

In einer Zeit, in der so viele sich so

stylen, wie es die Influencer auf

YouTube, Instagram und Facebook

empfehlen, ist es schön, dass es

ein Buch gibt, das die Individualisten

würdigt. Wie oft hat man sich

schon gefragt, was das Gegenüber

in der U-Bahn oder im Café sich

dabei gedacht hat, sich genau so zu

kleiden?

Warum „wagt es“ dieser Mitmensch,

solch einen Mantel zu tragen, wo es

doch gerade heißt, dieser Schnitt

sei out und ein „Fail“?

Björn Akstinat fragte nach und

schoss ein Foto – manchmal

auch zwei. Jeder Modebewusste

bekommt in diesem schönen Zeitgeist-Buch

eine Doppelseite, auf

der er sich äußern kann und wir

sein Outfit bewundern oder auch

(anerkennend) belächeln können.

Fotografiert wurden ausnahmslos

Berliner und Berlinerinnen

auf den Straßen ihrer jeweiligen

Kiezheimat, die natürlich auch mit

erwähnt wird. Ist Berlin eine Modestadt?

Ja, dieses Buch beweist

es erneut. *rä

www.midas.ch

FOTOS: BUCH BERLIN STREET STYLE/BJÖRN AKSTINAT

WOHNEN

Haushaltswaren

„Granit“ wurde 1996 an einem

Küchentisch in Stockholm von Anett

Jorméus und Susanne Liljenberg

gegründet. Ihre Geschäftsidee bestand

darin, ein Lifestyle-Konzept zu

entwickeln, das den Alltag erleichtert.

Clevere und funktionale Produkte für

das gesamte Zuhause in natürlichen

Farben und Materialien, die von der

Natur inspiriert sind.

Zu den Produkten gehören viele Objekte

für den Haushalt, z. B. Schalen

und Karaffen aus wüstenfarbenem

Stein oder Teller und Platten aus

Keramik in dunklen Erdtönen. Für

das Bad finden sich Seifenschalen

oder Zahnbürstenbecher in Granitästhetik.

Viele Objekte sind auch für

Garten und Balkon wie die Kollektion

verschieden großer Blumenkübel

aus Beton. Auch Holz ist ein des

Öfteren verwendetes Material, das

in der Formgebung und den Mustern

Inspirationen anderer Kulturkreise

aufnimmt.

www.granit.com

Savignyplatz 07-08 | 10623 Berlin

030-318.64.711 | www.habitare.de

Mo. bis Fr. 11 - 19 Uhr | Sa. 10 - 18 Uhr

Tisch CITIUS 1.184,-*

180 x 90 x 75cm, zB. in Eiche

Tisch VERSO 3.208,-*

160 x 90 x 75cm, z.B. in Kirsche, ausziehbar (2x 50cm)


KOSMETIK

Sanft und frisch

STYLE 15

Mann will gut riechen, aber bitte nicht zu aufdringlich. Gut, dass du

deinem Schatz, deinem Bruder oder besten Freund Düfte wie diese

hier schenken kannst: die Eau de Cologne der Berliner Heritage

Brand TARS. Zusammen mit Star-Parfümeur Mark Buxton entwickelte

TARS drei klasse Düfte: ÜberMANN (herbe Bitterorange

und dezente Maiglöckchen-Note), GentleMANN (Grapefruit,

Mandarine, Süßgras, Zeder- und Sandelholz) und HerrMANN

(Tee, Patschuli und Moschus). *rä

tars-mann.de

DESIGN

Kitsch kann so schön sein

Ja, ohne Frage, dieser güldene Schleierschwanz ist Kitsch

pur. Aber wenn deine Wohnung sonst hip-reduziert und

puristisch-trendig eingerichtet ist, dann kannst du sie auch

einmal mit so einem prallen Prachtexemplar aufpeppen.

Und wenn du es ohnehin gerne so hast, wie einst die

Piano-Dragqueen Liberace, dann rundet der Geselle das

Gesamtbild doch recht gut ab, oder? Einen Namen hat der

Prachtschwanz auch: BETTA. Gesehen bei KARE. *rä

www.kare.de

FOTO: CHRISTIAN VON DER HEIDE

LICHT

Inszeniere dein

Hab und Gut …

… denn es ist (hoffentlich) schön! Diese beiden

Lampen hier haben es uns besonders angetan:

Die eine erinnert an eine simple Glühbirne, die

auf einem Untersetzer platziert wurde, die andere

ist eine optisch entschlossene Mischung

aus Küchengerät und Friedhofslicht. Beide

ungewöhnlich, beide klasse für hippe oder auch

alternative Wohnträume oder WGs – und beide

bei home24 zu haben. *rä

*Abholpreise ohne Dekoration

Tisch AMBIO 1.578,-*

ø 90 x 75cm, zB. in geweißter Eiche

Sideboard AMBIO 3.595,-*

200 x 80 x 46cm, zB. in Astnussbaum

W O H N E N + W O H N E N G M B H


16 STYLE

Liebe Leser,

liebe Modefreunde,

Berlin hat es gut, weiß das aber nicht so ganz zu

schätzen. Gleich zwei Mal im Jahr präsentieren

auf und während der Fashion Week bekannte und

noch nicht populäre Modedesigner und Labels ihre

Entwürfe und Kollektionen für (neuerdings) sofort

und die nächste Jahreszeit. Die Schauen finden an

ausgefallenen Orten wie Museen und Bars und an

prädestinierten Locations wie dem E-Werk statt.

Ganz Deutschland freut sich, die Welt lässt sich

inspirieren, nur der Berliner lästert. Aber das tut er

ja gerne, der Grantler. Für euch haben wir hier das

Beste versammelt, was wir entdecken konnten.

Viel Spaß auf unseren Modeseiten! *rä

fashion-week-berlin.com

GEWÄRMT

Falls es doch mal eisig wird

Die kalten Tage sind in vielen Regionen – und in den meisten

Städten – eher die nassen Tage geworden. Aber die

dicken Trendteile vom kanadischen Modelabel QUARTZ

sind für jede Art von Winter klasse. Der alte Spruch „In Winterjacken

sieht man immer scheiße und dick aus!“ verliert

bei diesen hippen Schnitten seine Daseinsberechtigung.

Warm und trocken durch die düstere Jahreszeit kommen

kann man auch toll gekleidet. Fein, das. *rä

QUARTZ-CO.CA

SCHAU

KILIAN KERNER

Am 15. Januar zeigt Kilian Kerner unter dem Namen KXXK

seine neue Kollektion namens „Ein Spaziergang durchs

Märchenland“.

Zum 40. Geburtstag von Bibi Blocksberg bringt der Designer

die Hexe auf den Catwalk. „Bibi hat mich mein gesamtes Leben

lang begleitet und so kam ich auf die Idee mich zu fragen wie

sie wohl als erwachsene Frau aussehen würde. Daraus entstand

dann das Thema zu meiner neuen Kollektion. Neben Bibi werde

ich auch andere Märchenfiguren modern interpretieren und

sie ins Heute transportieren“, verrät er. Zudem spricht Kilian für

Bibi erneut die Rolle des Modedesigners „Kili“, die neue, extra

für ihn geschriebene Folge „Das Modeatelier“ wird im Frühjahr

2020 in den Handel kommen. *rä

www.kilian-kerner.de


Ein Herz für

STYLE 17

R E S T A U R A N T

vegetarian & vegan cuisine

steak & prime rib

The Wilson´s Restaurant

Nürnberger Straße 65

10787 Berlin

info@restaurant-wilsons.de

www.restaurant-wilsons.de

Book a table: Tel. +49 (0)30 2100-7000

EUROPAS BELIEBTESTE PFERDESHOW!

FOTOS: SEBASTIAN DONATH

TREND

Geschützt vor Wind

und Regen

Oder auch Schnee, wenn er fallen sollte. Die ziemlich

puristische Mode, die uns BRACHMANN für den Winter

2019/2020 präsentiert, ist ein echter Tausendsassa in

Sachen Einsatzmöglichkeiten.

Egal, ob man zum Presseempfang einer coolen Galerie

oder zum Brunch mit den Großeltern muss, hierin ist man

garantiert edel und unauffällig auffällig gekleidet. Je nachdem,

womit man die Textilien kombiniert, ist man entweder

der Vintage-König oder der edle Dichter. „Durch Details

wie skulpturale Ärmel, Falten, abgerundete Raglanärmel-

Konstruktionen und sich wechselseitig durchdringenden

Lagen wird die Silhouette der Klassiker mit leichter Hand

modernisiert und lässig vom Formellen emanzipiert. Die

cleanen Schnitte geben der Kollektion eine architekturale

Anmutung, die durch Layering, Nahtführung, getwistete

Fadenverläufe und subtile Farbkontraste betont wird“,

verrät das Modehaus dazu. Finden wir ziemlich gut! *rä

www.brachmannofficial.com

11. - 12.01.2020 Berlin

Mercedes-Benz Arena

www.cavalluna.com


18

SZENE

ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000

WEITERE LOCATIONS WELTWEIT.

KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP!

Wöchentlich

SONNTAG

12:00 Der Boiler,

Boiler-WEEKEND,

66 Stunden Sauna

nonstop, Mehringdamm

34

12:00 XXL, Sunday Sex,

Cruising & Coffee(-

cream), Bornholmer

Straße 7

1. 2. 3. 5. So 15:00 AHA,

AHA-Sonntagscafé,

Kaffee & Kuchen.

Bis 20 Uhr, Monumentenstraße

13

22:00 Ficken3000,

ICKY, Drink. Dance.

Strip. Fuck., Urbanstraße

70

1. 3. So 15:00 AHA,

AHA-Sonntagscafé,

Kaffee & Kuchen.

Bis 20 Uhr, Monumentenstraße

13

MONTAG

18:00 Mann-O-Meter,

HIV-/Syphillis-

Schnelltest, anonym

und ohne Voranmeldung

- bevorzugt

für Flüchtlinge, bis

21:30 Uhr, Bülowstr.

106

18:00 Village, Yoga for

strength and flexibility,

for GBTQ men.

Bis 19:30 Uhr, Kurfürstenstr.

31-32

1. 3. Mo 19:00 AHA,

QUEERonaut -

Queere, offene

Aktivitäten- und

Freizeitgruppe,

Infos: https://www.

facebook.com/

QueeronautUnterstrichSternchen/,

Monumentenstraße

13

2. 4. Mo 19:00 Sonntags-Club

e.V.,

Qyouth, Treffen

queerer junger

Erwachsener für

18-30-jährige,

Greifenhagener

Straße 28

DIENSTAG

11:00 CityMenShop,

Bring A Buddy, 2 for

1, Fuggerstraße 26

12:00 Der Boiler, Dienstagsknaller

- 1x

zahlen, 2x kommen,

2-4-1, Mehringdamm

34

17:00 Mann-O-Meter,

Café Doppelherz,

schwuler Kieztreff

für Männer ab 50,

Bülowstr. 106

18:00 Mann-O-Meter,

HIV-/Syphillis-

Schnelltest, anonym,

ohne Voranmeldung,

bis 21:30

Uhr, Bülowstr. 106

19:00 AHA, AHA-

Spieleabend, Monumentenstraße

13

20:15 Schwulenberatung,

Anonyme

Alkoholiker Meeting

für Schwule und

Lesben, Niebuhrstr.

59-60

22:00 Ficken3000, 2-4-

1, Lohntütenball

mit Miko & Anito,

Urbanstraße 70

MITTWOCH

18:30 Sonntags-Club

e.V., Zweite Halbzeit

- Gruppe für ältere

Schwule, Greifenhagener

Straße 28

20:00 Village, Gentle

Men Yoga for queer

Men, bis 21:30 Uhr,

Kurfürstenstr. 31-32

2. 4. Mi 12:00 Der Boiler,

Fan-Tag, nur 15,50

EUR mit Codewort

von Facebook oder

Gayromeo, Mehringdamm

34

2. 3. 4. 5. Mi 17:00

Mann-O-Meter,

HIV-/Syphillis-

Schnelltest, anonym,

ohne Voranmeldung,

bis 20:30

Uhr, Bülowstr. 106

2. 3. 4. 5. Mi 18:00

Mann-O-Meter,

Jungschwuppen

Mittwochsclub (14–

29 Jahre), schwule

Jugendgruppe,

Bülowstr. 106

17:00 Mann-O-Meter,

HIV-/Syphillis-

Schnelltest, anonym,

ohne Voranmeldung,

bis 20:30

Uhr, Bülowstr. 106

DONNERSTAG

11:00 Ulrichs - Café,

Küche & Kultur,

Kleines Schwarzes

– schwuler Brunch,

bis 13 Uhr, Karl-

Heinrich-Ulrichs-

Str. 11

17:00 Jugendnetzwerk

Lambda Berlin-

Brandenburg e.V.,

Die Trans*formerz,

Trans*Gruppe, Sonnenburger

Str. 69

17:00 Mann-O-Meter,

HIV-/Syphillis-

Schnelltest, anonym

& ohne Voranmeldung,

bis 20:30 Uhr,

Bülowstr. 106

18:00 Der Boiler,

Wohlfühl-Abend,

stündlich Aufgüsse

& Anwendungen,

dazu Obst & Säfte.

Bis 22 Uhr, Mehringdamm

34

18:30 Mann-O-Meter,

MANEO-Teestube,

für schwule und

bisexuelle geflüchtete

Männer. Bis 20

Uhr, Bülowstr. 106

18:30 Village, Village

Boxing / Bodywork

/ Balance for queer*

men, bis 19:30 Uhr,

Kurfürstenstr. 31-32

20:00 Sonntags-

Club e.V., Top30

- Stammtisch für

Schwule über 30,

Greifenhagener

Straße 28

20:00 Village, Empowering

Voice -

Gesangs-Workshop

for queer* men, bis

22 Uhr, Kurfürstenstr.

31-32

FREITAG

1. 3. Fr 17:00 Begegnungsstätte

Mehring-Kiez, Gartenhaus,

Schwule

Männer ab 50,

Offener Gesprächskreis

älterer Schwuler,

Friedrichstr. 1

18:00 Schwulenberatung,

Party, Sex und

Drogen, offenes

Begegnungsangebot

für schwule Männer,

die ihre Sexualität

mit Partydrogen

kombinieren, Niebuhrstr.

59-60

19:00 Mann-O-Meter,

Narcotics Anonymous,

Meeting für

Schwule und Lesben,

Bülowstr. 106

MI 1.1.

12:00 Der Boiler, Boiler

- Jahreswechsel,

bis Donnerstag,

2.01.2020, 6 Uhr

durchgehend geöffnet,

Mehringdamm

34

FR 3.1.

14:00 Vor dem Schloss

Bellevue, Guided

Tour: Berlin‘s History

of Sex (Englisch),

Anmeldung erforderlich:

orgysmic.

com/berlin-sex-tour,

Spreeweg 1

SA 4.1.

12:00 Lederhosenstadl,

BLACKWEEKEND

SHOP SPECIAL,

Schau vorbei und

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bei unseren Kooperationspartnern,

Martin-Luther-Str

. 15

14:00 Mann-O-Meter,

50+ - offene

Freizeitgruppe für

schwule und bisexuelle

Männer ab

50, Katerfrühstück

im Mann-O-Meter,

Bülowstr. 106

SO 5.1.

18:00 SchwulesMUSE-

UM, Queer Kitchen

Reloaded #3:

Zukunft queerer

Männlichkeiten, Diskussion.

Bis 21 Uhr,

Lützowstraße 73

MO 6.1.

18:00 Sonntags-Club

e.V., Rechtsberatung

zum Thema Strafrecht,

mit RA Steineck

nach rechtzeitiger

telefonischer

Anmeldung unter

4497590, Greifenhagener

Straße 28

19:00 AHA, Crypto-

Party, Workshop für

digitale Sicherheit

und Privatsphäre.

Einlass: ab 18 Uhr,

Monumentenstraße

13

DI 7.1.

18:30 Mann-O-Meter,

Rechtsberatung,

Kostenlos, durch

einen Anwalt. Bis

19:30 Uhr, Bülowstr.

106

MI 8.1.

19:00 Sonntags-Club

e.V., Berlin Intersex

- Treffen für intersexuelle

Menschen,

Greifenhagener

Straße 28

FR 10.1.

20:00 Mann-O-Meter,

Schwule Väter und

Ehemänner, offenes

Treffen, Bülowstr.

106

SA 11.1.

19:00 Mann-O-Meter,

Geezers: offene

Freizeitgruppe für

Gays & Bi’s zwischen

30 + 49, Filmfest

bei Ralph - Treff im

MOM, Bülowstr. 106

MO 13.1.

19:00 AHA, Hinter den

Kulissen, reinschauen,

kennenlernen,

sich austauschen,

Monumentenstraße

13

19:30 Sonntags-Club e.V.,

Queerer Jugendtreff,

Greifenhagener

Straße 28

DI 14.1.

18:30 Mann-O-Meter,

Rat bei Fragen zur

gesetzl. Rentenversicherung,

Hilfe bei

Rentenantragstellung

und Kontenklärung,

bis 19:30 Uhr,

Bülowstr. 106

20:00 Café Sandmann,

Treffen lesbischer

und schwuler JournalistInnen

aus Berlin,

Reuterstr. 7

MI 15.1.

18:00 Der Boiler, Young-

Stars, Sauna-Event

für Jungs bis 28

Jahre, Mehringdamm

34

SA 18.1.

19:00 Mann-O-Meter,

Geezers: offene

Freizeitgruppe für

Gays & Bi’s zwischen

30 + 49, Meet and

Greet - Offener

Abend - Treff im

MOM, Bülowstr. 106

DI 20.1.

18:00 Mann-O-Meter,

HIV-/Syphillis-

Schnelltest, anonym

und ohne Voranmeldung

- bevorzugt

für Flüchtlinge, bis

21:30 Uhr, Bülowstr.

106


19

DI 21.1.

18:30 Mann-O-Meter,

Arbeitsrechtsberatung,

Kostenlos,

durch einen Anwalt.

Bis 19:30 Uhr,

Bülowstr. 106

19:00 Sonntags-Club

e.V., Film & Diskussion:

Trans Kids -

Anders aber normal,

Greifenhagener

Straße 28

19:30 Village, Kuschelgruppe

für Männer

/ Cuddle Puddle for

GBTQ men, bis 22

Uhr, Kurfürstenstr.

31-32

DO 23.1.

19:00 SchwulesMUSE-

UM, Vortrag: Max

Appenroth „HIV in

transmännlichen

Communities“, ,

Lützowstraße 73

FR 24.1.

20:00 AHA, Queerer

Vernetzungsabend,

ein Abend der

Vernetzung, des

Austauschs & Kennenlernens.,

Monumentenstraße

13

SA 25.1.

14:00 Vor dem Schloss

Bellevue, Guided

Tour: Berlin‘s History

of Sex, Anmeldung

erforderlich:

orgysmic.com/

berlin-sex-tour,

Spreeweg 1

20:15 Mann-O-Meter,

Geezers: offene

Freizeitgruppe

für Gays & Bi’s

zwischen 30 + 49,

Karaoke im „Monster

Ronson‘s“, Warschauer

Str. 34 -

Treff direkt vor Ort.

Kostenbeteiligung

+ vorherige Zusage

erforderlich!,

Bülowstr. 106

SO 26.1.

14:45 AHA, AHA-Sonntagscafé,

Kaffee &

Kuchen. Bis 20 Uhr,

Monumentenstraße

13

MO 27.1.

12:00 Berlin Aids-Hilfe,

anonyme Telefonberatung

zu allen

Fragen rund um

HIV und Aids, bis 22

Uhr, 03019411

19:00 AHA, Öffentliches

Plenum, Monumentenstraße

13

MI 29.1.

18:00 Der Boiler, young-

STARS XXL, Sauna-

Event für Jungs bis

28 Jahre, Mehringdamm

34

19:30 SO36, Info VA:

Andere Wege in

der Drogenpolitik,

Beispielsweise wie

in Portugal? Präsentiert

von Helle

Panke, Oranienstraße

190

DO 30.1.

19:00 XXL, XXL Dresscode,

Naked- &

Underwear-Party.

Einlass vorbehalten.,

Bornholmer

Straße 7

MO 3.2.

18:00 Mann-O-Meter,

HIV-/Syphillis-

Schnelltest,

anonym und ohne

Voranmeldung

- bevorzugt für

Flüchtlinge, bis

21:30 Uhr, Bülowstr.

106

19:00 AHA, Crypto-

Party, Workshop für

digitale Sicherheit

und Privatsphäre.

Einlass: ab 18 Uhr,

Monumentenstraße

13

DI 4.2.

18:30 Mann-O-Meter,

Rechtsberatung,

Kostenlos, durch

einen Anwalt. Bis

19:30 Uhr, Bülowstr.

106

19:30 Village, Massage

Exchange - Massageaustausch,

für

Männer. Bis 22:30

Uhr, Kurfürstenstr.

31-32

MI 5.2.

20:00 Mann-O-Meter,

Akademicus-Gay-

Berlin, offenes

Treffen schwuler

Akademiker,

Bülowstr. 106

SA 8.2.

10:00 Brunos Store

Berlin Schöneberg,

BLACKWEEKEND

SHOP SPECIAL,

Schau vorbei und

lass Dich überraschen

von Aktionen

bei unseren Kooperationspartnern,

Maaßenstr. 14

SO 9.2.

15:00 AHA, AHA-Sonntagscafé,

Kaffee &

Kuchen. Bis 20 Uhr;

Ab 16 Uhr: Nails-

ForN00bz - Fingernagelworkshop

mit

der professionellen

Nageldesignerin

Dot, Monumentenstraße

13

MO 10.2.

19:00 AHA, Hinter den

Kulissen, reinschauen,

kennenlernen,

sich austauschen,

Monumentenstraße

13

DI 11.2.

18:30 Mann-O-Meter,

Rat bei Fragen zur

gesetzl. Rentenversicherung,

Hilfe bei

Rentenantragstellung

und Kontenklärung,

bis 19:30

Uhr, Bülowstr. 106

20:00 Café Sandmann,

Treffen lesbischer

und schwuler JournalistInnen

aus Berlin,

Reuterstr. 7

FR 14.2.

20:00 Mann-O-Meter,

Schwule Väter und

Ehemänner, offenes

Treffen, Bülowstr.

106

DI 18.2.

18:30 Mann-O-Meter,

Arbeitsrechtsberatung,

Kostenlos,

durch einen Anwalt.

Bis 19:30 Uhr,

Bülowstr. 106

19:30 Village, Kuschelgruppe

für Männer

/ Cuddle Puddle for

GBTQ men, bis 22

Uhr, Kurfürstenstr.

31-32

SO 23.2.

14:45 AHA, AHA-Sonntagscafé,

Kaffee

& Kuchen. Bis 20

Uhr, Monumentenstraße

13

MO 24.2.

12:00 Berlin Aids-Hilfe,

anonyme Telefonberatung

zu allen

Fragen rund um

HIV und Aids, bis

22 Uhr, 03019411

19:00 AHA, Öffentliches

Plenum, bis 22

Uhr, Monumentenstraße

13

DO 27.2.

19:00 XXL, XXL Dresscode,

Naked- &

Underwear-Party.

Einlass vorbehalten.,

Bornholmer

Straße 7

3

4

1 2

5

DVD

VERLEIH

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2 3

4

5


20 PARTY

INTERVIEW

FOTO: M. HAMANN

LCAVALIERO

LCAVALIERO von der Tasty

Einmal im Monat gibt es dank

dieser Party Middle Eastern

Beats im SchwuZ. Wir sprachen mit

dem Künstlerischen Leiter* des Klubs,

der auch die Tasty kreiert hat.

Wie würdest du denn die Party einem

Klubber beschreiben, der noch nie

da war?

Die „TASTY“ ist eine Party, die Hip-Hop,

Middle Eastern Beats und „Divas Pop“ abfeiert.

Wir präsentieren hier auch persische,

kurdische, arabische und israelische Popmusik.

Die Hosts der Nacht sind Mudi und Prens

Emrah, die dann die Show auch auf Türkisch

und Arabisch moderieren. Wir wollen geflüchteten

Queers aus diesen Sprachräumen

ein Zuhause geben und allen anderen queeren

Süßkartoffeln zeigen, was für spannende

Künstler_innen und super tanzbare Musik es

jenseits von Madonna sonst noch gibt. Aber

nicht nur das. Mit dem Ratchet-Team präsentieren

wir spannende Hip-Hop-Liveacts

und DJ-Sets. Die Tasty feiert das alles! Bei

Kunstformen wie queerem Bauchtanz oder

den Hip-Hop-Liveacts brennt jedes Mal die

Hütte. Der Vibe der Party ist der Hammer!

Eine solche Party im SchwuZ zu integrieren,

lief das immer friedvoll ab?

Im Vorfeld gab es wie immer Leute, die gemeckert

haben. Es gab aber besonders aus

der türkischen und der arabischen queeren

Community den starken Wunsch nach

genau solch einer Party. Die fragten sich: „Wo

ist unser Platz im SchwuZ?“ Und wir wollten

diesen Platz schaffen, weil alle Teile der

Community sich im SchwuZ zu Hause fühlen

sollen! Natürlich gab es dann auch so absurde

Vorwürfe wie: „Das ist die Islamisierung

des SchwuZ und der Terror wird einkehren“,

was natürlich totaler Quatsch ist. Viele von

den Besucher_innen oder Künstler_innen

der Tasty sind vor dem IS oder vor homo/

trans*phoben Umfeldern geflohen. Für die

ist die Party der freiste Raum der Welt und

das SchwuZ ihr Zuhause. Es macht mich

schon arg stutzig, wenn queere Geflüchtete

mit Terror und IS gleichgesetzt werden,

muss ich sagen.

Vor einigen Jahren

standen Rassismusvorwürfe

gegen das

SchwuZ im Raum.

Mittlerweile ist

euer Team kulturell

sehr vielfältig.

Ist das eine Reaktion

darauf?

Nein, der Wunsch nach

einer generellen Öffnung,

und zwar in alle queeren

Himmelsrichtungen, entstand

kurz nach dem Umzug nach Neukölln, also

schon Jahre zuvor. Wir sind mittlerweile auch

schon viel vielfältiger als noch vor ein paar

Jahren, und das wird zum Beispiel bei der

Tasty in der Konzeption, im Booking und bei

den Gästen sichtbar. Da geht aber immer

noch mehr! Wir wollen alle Queerz feiern

und zum Kreischen bringen. Wir arbeiten

leidenschaftlich daran. Unsere Auseinandersetzung

mit dem Rassismus-Vorwurf

hat uns eher darin bestärkt, dass unser Weg

richtig und wichtig ist, immer weiter daran zu

arbeiten und aus dem SchwuZ den queeren

Disco-Tempel schlechthin zu machen.

Du bist auch DJ, verrate mir doch mal

etwas über deine Leidenschaft.

Je nach Partykonzept stelle ich die Musik

zusammen. Auf dem DIVAS-Pop-Floor bei

der Tasty lege ich in der Konzeption des

Floors Wert auf Tracks von weiblichen, queeren

Künstler_innen und Produzent_innen

– Todrick Hall und Freddie Mercury

gehören da als Ober-Diven

kultürlich dazu. Allgemein

spiele ich alles, was den

Leuten Spaß macht,

mir selbst gefällt und

von Künstler_innen

kommt, die inhaltlich

keinen Mist bauen.

Blurred Lines spiele

ich zum Beispiel nicht,

weil es Rape Culture

verherrlicht und Frauen erniedrigt.

Ich bin dafür bekannt,

dass ich die Jahrzehnte recht wild

mische und gerne viel R ’n’ B spiele. Kein

Set ohne viel Beyoncé und Rumgezappel

meinerseits in der DJ-Booth!

FOTO: M. RÄDEL

*Interview: Michael Rädel

10.1. und 14.2., Tasty, SchwuZ, Rollbergstr.

26, U Rathaus Neukölln, 23 Uhr


KLUB

Das Haus der

Schande

Den nasskalten Winter kann man wegtanzen,

dazu muss man aber die Wohnung, das Bettchen,

verlassen. Dann wirst du zum Beispiel

donnerstagnachts belohnt mit besten Houseund

Elektrobeats, mit ausgewählten Pophits

und natürlich mit queerer Klubkultur, wie sie

deftiger nicht sein könnte. *rä

Immer donnerstags: Chantals House of

Shame, Suicide Circus, Revaler Str. 99, S+U

Warschauer Straße, 23:15 Uhr

PARTY 21

DISCO

HORSE

MEAT

DISCO

FOTO: S. RENNT

FOTO: M. RÄDEL

Im Januar und im März lockt

der „Disco Heaven“.

Und los geht es! Mit dabei im Januar

sind die DJs Luke Howard, Jim Stanton

sowie David Elimelech. Die verstehen

ihr Handwerk! 2020 ist nun schon das

elfte Jahr, in dem diese Nachtkultur-

Discokunst-Veranstaltung szeneübergreifend

queere Klubkultur der

Vergangenheit mit dem discoid-klubbigen

Hier und Jetzt verbindet – „Love

to Love You, HMD“.*rä

11.1., Horse Meat Disco, Prinzenstr.

85 F, U Moritzplatz, 23:59 Uhr

HAPPY

NEW

YEAR

Picture by TOF Paris

GAY LIFESTYLE STORE

Berlin • Köln • Hamburg • München

brunos.de /brunos.de @brunos_de


22 PARTY

KLUBTICKER

BUMP! IM SCHWUZ

Wer die Feier- und Partytage gut überlebt

hat, der kann im Januar im SchwuZ schon

wieder queer loslegen, denn dort steigt

die Party bump!, die sich der alten Musik

verschrieben hat.

Umgesetzt wird das aber vom SchwuZ-

Team erfrischend aktuell mit Videoinstallationen,

drei Vintage-Dancefloors und

angesagten DJs der Szene! Freu dich am

4. Januar unter anderem auf DJ Modeopfer

und DJ BOW-tanic, am 24. Januar

(Freitag!) dann auf Allucard als Cher sowie

DJ mikki_p und trust.the.girl. *rä

4.1. und 24.1., bump!, SchwuZ, Rollbergstraße

26, U Rathaus Neukölln, 23 Uhr

FOTO: M. RÄDEL

STARTIPPS

BUNT.s

Lieblingslieder

Nico und Levi sind als BUNT. nicht nur schwäbische Partygrößen, sie

haben auch Erfolg in den USA. So schafften sie es etwa in die „10 New

Artists You Need To Know“-Liste des US-Rolling-Stone-Magazins und remixten

schon One Republic. Wir fragten nach ihren Lieblingsliedern. *rä

REVOLVER-GEBURTSTAG

Eine schwule Party, die zeigt, wie wild

Berlins Nachtleben sein kann. Wen wir

hier schon trafen? Zum Beispiel den

Ausnahmekünstler Tim Lienhard und auch

Partyprinz Dan. Am 10. Januar wird der 6.

Geburtstag gefeiert! Auflegen wird eine

illustre Auswahl angesagter Klub-Größen,

unter anderem Lee Harris, Alice D, Annie

O DJ Jaycap, DJ Maringo, Asaf Dolev sowie

Chroma sind angekündigt. Und an der

Türe wacht lautstark Maria Psycho aka

Marcus Wolff ... *rä

10.1., REVOLVER PARTY – 6th ANNIG-

AYSARY, KitKatClub, Köpenicker Straße

76, U Heinrich-Heine-Straße, 23 Uhr

FOTO: M. RÄDEL

NICO:

E Charlie Puth „I Warned Myself“: Das

Zusammenspiel von Charlie Puths

Kopfstimme mit ausschließlich dem

tiefen Bass im Hintergrund ist wie bei

seinem Hit „Attention“ einfach fett.

E Michael Kiwanuka „Cold Little

Heart“: Der Chor im Hintergrund hat

mich gleich beim ersten Hören gecatcht.

Spätestens wenn dann noch

die E-Gitarre reinkommt, ist sowieso

Feierabend.

E Arizona „Nostalgic“: Neben „Oceans

Away“ mein Lieblingstitel von Arizona.

Die Lyrics und Vocal-Melodie sind

überragend.

www.facebook.com/buntmusic

LEVI:

E Flume, London Grammar „Let You

Know“: Das Lied kam zufällig in einer

Playlist und ist sofort herausgestochen.

Der unverkennbare Flume-

Sound gepaart mit London Grammar

ist der Hammer.

E Medusa „Piece of Your Heart“: Selten

so ein Ohrwurm von einem Lied

bekommen. Da da daa …

E Billie Eilish „When the Party’s Over“:

Das Lied hat von Anfang an eine

unglaubliche Atmosphäre. Es kommt

vollkommen ohne Drums aus und lebt

von ihrer Stimme.


KLUBMUSIK

KRISTINE W

„Love and Lies“

PARTY 23

1994 erschien mit „Feel What You Want“ einer

ihrer Klassiker, bis heute führte sie sage und

schreibe 17 Mal die US-Dancecharts an – und

landete mit Hits wie „Stronger“, „Fly Again“, „Stars“

und „Love Is the Look“ auch in den internationalen

Charts. Im Februar erscheint ein neues Album der

1962 geborenen House-Diva.

„Love and Lies“ ist das erste Album seit „Straight

Up with a Twist“ 2010 und den drei Compilations

„New & Number Ones (1 – 3)“ 2012 und 2013

(Remixe und Neuauflagen ihrer Erfolge). Warum

es so lange gedauert hat? „Sobald man ein Album

veröffentlicht, kann man es nicht mehr zurücknehmen,

daher musste ich mir ganz sicher sein, dass alles

perfekt ist. Diese Lieder sind ja UNSERE Geschichten,

UNSERE Emotionen und UNSERE Themen, die

UNSERE Reisen durch Leben und Liebe begleiten“, verrät

sie. „Danke für eure Geduld!“ Das Warten hat sich gelohnt,

herausgekommen ist ein starkes Album, das nicht nur die Fans

der Sängerin – sie spielt übrigens auch Saxofon – begeistern wird.

Unsere Anspieltipps sind „Just a Lie“ und „Stars“. *rä

FOTO: AUSTIN MCKEE

www.facebook.com/kristinew


24 CITYRADAR

KÜNSTLER GEGEN AIDS

Ades Zabel mag den

Tim Fischer dolle.

CITYRADAR

IRRENHOUSE

FOTO: XAMAX

FOTO: XAMAX

SIXXPAXX

TORBAR

Freunde: WestBam und Dieter Meier von Yello.

FOTO: XAMAX FOTOS: M. RÄDEL

FOTO: XAMAX

SCHLOSSPARK THEATER

Erwischt! Daniel Fehlow und Wolfgang Bahro.


FOTOS: M. RÄDEL

CHANTALS HOUSE OF SHAME

SUGARCLAN

FOTO: XAMAX

FOTO: SELFIE

HALLOWEEN

Süßes für alle!

MrGreens im Slimer-Kostüm

Erwischt! Daniel Fehlow und Wolfgang Bahro.


26

PARTY

ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000

WEITERE LOCATIONS WELTWEIT.

KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP!

Wöchentlich

SONNTAG

08:00 KitKat, Kitty Goldmine,

Techno, Electro,

Im U-Bhf. Heinrich-

Heine-Str.

09:00 Kurhaus Korsakow,

Frühstücks Brunch,

for gays, lovers and

family. Bis 16 Uhr,

Grünberger Straße 81

09:00 Raststaette

Gnadenbrot, Frühstücksbuffet,

Martin-

Luther-Straße 20A

18:00 Stahlrohr 2.0,

Sundowner, bis 21

Uhr Longdrinks 2for1.

Ab 21 Uhr: BERLIN-

NAKED. Dresscode:

Naked, Paul-Robeson-Straße

50

19:00 Barbie Deinhoff‘s,

Hangover Chillout

Sunday, Schlesische

Str. 16

20:00 Zum Schmutzigen

Hobby, Hasch mich,

ich bin der Mörder,

Tatort-Public-Viewing,

Revaler Straße 99

21:00 Hafen, DRAMA, mit

DJ Sun Jamo, Motzstraße

19

23:00 GMF @ Ritter

Butzke, GMF, Pop &

House, Ritterstraße

26

2. 4. So 20:00 Betty F***,

Chill Out Lounge,

Mulackstraße 13

MONTAG

19:00 Barbie Deinhoff‘s,

Hairdressing by

Persona Non Grata,

Party, div. DJs, Schlesische

Str. 16

19:00 Stück Heimat

Berlin, Why not

Moabit?!, bis 21 Uhr.

Musik der 80er, 90er

& Pop. 2for1 auf ausgewählte

Getränke,

Rathenower Str 34

1. 3. Mo 20:00 Betty

F***, Kölsch Nacht!,

Mulackstraße 13

21:00 Irish Pub, Alex’

& Ullis GayTable,

Schwuler Stammtisch

bei Harry’s,

Karaoke-Show, Tauentzienstraße

9

21:30 Roses, Musik und

Drinks mit Maximilian,

Oranienstraße 187

22:00 Schokoladen,

SchokoKuss - Der

queere Montagstresen,

Ackerstr. 169

DIENSTAG

18:00 Griessmühle, Pong

Club, Music, Fun,

Games, Sonnenallee

221

18:00 Himmelreich,

Queer Tuesday,

Simon-Dach-Straße

36

19:00 Amalgam, Happy

Hour, bis 20 Uhr.,

Lychener Straße 14

19:00 Barbie Deinhoff‘s,

Tu Tu Tuesday Happy

Hour, DJs ab 22 Uhr,

Schlesische Str. 16

19:00 Marienhof, Longdrink

Happy Hour, bis

23 Uhr, Marienburger

Straße 7

21:00 Monster Ronson‘s

Ichiban Karaoke, The

House of Presents,

Gieza‘s Pokehouse

at 10pm followed by

Pansy & The House of

Presents!, Warschauer

Straße 34

21:00 Stahlrohr 2.0,

Youngster-Sex-Party,

für Boys von 18 – 28

Jahre, ab 0 Uhr für

alle, Paul-Robeson-

Straße 50

1. 2. 3. Di 21:00 BarbieBar,

On The Rocks,

Mehringdamm 77

22:00 Zum Schmutzigen

Hobby, Sunglasses

at Night, 80ies in

the Hobby, Revaler

Straße 99

1. 3. Di 22:00 Rauschgold,

Time Tunnel, ab in die

Retro Röhre, Mehringdamm

62

23:59 Amalgam, Blue

Hour, bis 1 Uhr,

Lychener Straße 14

2. 4. Di 20:00 Betty F***,

KlinikTreff, Mulackstraße

13

MITTWOCH

18:00 Himmelreich,

Doppeldecker, halber

Preis auf ausgewählte

Getränke, Simon-

Dach-Straße 36

20:00 Große Freiheit 114,

Feierabend, bis 6 Uhr:

Happy Hour auf alle

Biere, ausgesuchte

Shots und Longdrinks,

Boxhagener

Str. 114

20:00 Süß War Gestern,

Glamourquizzz,

Kult-Show von und

mit Nina Queer, Wühlischstr,

43

1. 3. Mi 20:00 Betty F***,

Cock-Tail, Mulackstraße

13

21:30 Zum Schmutzigen

Hobby, Judylycios

Drag Show, ab 23

Uhr: Mittwochs

Music, Popmusic,

Revaler Straße 99

22:00 Stahlrohr 2.0,

Oben- oder Unten-

Ohne, Dresscode:

Topless or Pants

off, Paul-Robeson-

Straße 50

DONNERSTAG

20:00 Große Freiheit 114,

Topless Night, Men

only. Oben ohne =

ein Special! Bis 4 Uhr,

Boxhagener Str. 114

21:00 Perle, Queer Beer

Thursday, der internationale

Partyabend,

Sredzkistraße 64

1. 2. 3. Do 21:00 BarbieBar,

Beat Bitch

Club, Mehringdamm

77

22:30 Zum Schmutzigen

Hobby, Barbie Girls

& Boys, die 90er und

TrashParty, Revaler

Straße 99

23:15 Suicide Circus,

Chantals House of

Shame, Super Disco,

Show, Entertainment,

Revaler Str. 99

23:59 Amalgam, Blue

Hour, bis 1 Uhr,

Lychener Straße 14

2. 4. Do 20:00 Betty F***,

Schluckimpfung,

Mulackstraße 13

FREITAG

19:00 Amalgam, Happy

Hour, bis 20 Uhr.,

Lychener Straße 14

1. 3. Fr 20:00 Betty F***,

Betreutes Trinken,

Mulackstraße 13

22:00 Mangelwirtschaft,

Trinkfest, Paul-Robeson-Str

42

23:00 Toms Bar, Handmade,

div. DJs, Motzstraße

19

23:00 Zum Schmutzigen

Hobby, POPP!bar,

Revaler Straße 99

22:00 lab.oratory, Friday

Fuck 2-4-1, men

only!, Einlass bis 24

Uhr, Am Wriezener

Bhf.

SAMSTAG

09:00 Kurhaus Korsakow,

Frühstücks Brunch,

for gays, lovers and

family. Bis 16 Uhr,

Grünberger Straße 81

18:00 Himmelreich,

Saturday Night Fever,

Cocktail Night for

queers and friends,

Simon-Dach-Straße

36

19:00 Café Berio, Anticipation,

Pre-Clubbing

mit wechselnden DJs,

Maaßenstraße 7

1. 3. Sa 20:00 Betty F***,

Saturday Night Fever,

Mulackstraße 13

21:00 Marienhof, Saturday

Night Fever,

mit Estelle van der

Rhone, Marienburger

Straße 7

1. 2. 3. Sa 21:00 BarbieBar,

Shakka Lakka

Boum, Cocktaillounge,

Mehringdamm 77

22:00 Greifbar, Saturday

Night, mit DJ

In-Spector, Wichertstraße

10

22:00 New Action,

Cruising Non Stop,

Dresscode: jeder

Fetisch, Kleiststraße

35

22:00 Stahlrohr 2.0,

Naked-Sex, for Boys

and Men, Paul-Robeson-Straße

50

DI 31.12.

22:00 SchwuZ, Silvester

im SchwuZ, Rollbergstraße

26

01:00 Berghain,

Silvester Klubnacht,

Am Wriezener

Bahnhof

MI 1.1.

08:00 KitKat, Kitty

Goldmine - New

Year Afterhour, Im

U-Bhf. Heinrich-

Heine-Str.

17:00 WOOF, Underbear,

ab 21 Uhr: New

Years Day Cruising,

Fuggerstraße 37

21:00 Monster Ronson‘s

Ichiban Karaoke,

Piano Bar mit Jacu!,

Warschauer

Straße 34

DO 2.1.

20:00 Hotel Adrema,

Eat & Meet - Singles

and Friends,

für schwule und

lesbische Singles:

gutes Essen, Lounge

Musik, Singles

treffen, Gotzkowskystr.

20

FR 3.1.

15:00 Hafen, HAFEN

alive, DJs, Kaffee,

Pizza und anschließend

Party, Motzstraße

19

20:00 Böse Buben,

Cocksucker‘s Contest,

DC: für „blasen“

weiße Socken,

für „blasen lassen“

farbige Socken, im

Übrigen „So wenig

wie möglich“. Ende:

2 Uhr, Sachsendamm

76

20:00 Flax, 1. Karaokeshow

2020 mit Guidound

den jungen

Wilden, Chodowieckistraße

41

20:00 Große Freiheit

114, Pop Tart, For

Queers, Tarts &

Friends! DJ Bürger

Pe: Pop, Disco, Funk,

Boxhagener Str. 114

20:00 INCOGNITO, Spiele

Spassssss mit

Margot Schlönzke,

Hohenstaufenstr. 53

20:00 Marienhof, Pop

und Schlager mit

Doris, Marienburger

Straße 7

21:00 Pussycat Bar,

BerlinCigarmen

Lounge, Berlins only

Gay Cigar Salon

für Zigarren oder

Pfeifenraucher &

deren Freunde, Kalckreuthstr.

7

22:00 Stahlrohr 2.0,

Suck´N Blow,

Cruising-Night,

Paul-Robeson-

Straße 50

23:00 MAZE, Atomic -

Party for Queers

& Folks, DJs: Trust.

The.Girl, Marco

Ward u.a., Mehringdamm

61

23:00 SchwuZ, DIVAS,

A night dedicated

to the Queens of

RuPauls Drag Race,

Rollbergstraße 26


SA 4.1.

19:00 Flax, Feste feiern!,

Playyourownmusic,

Chodowieckistraße

41

19:30 BLOND, Saturday

Night Gay Warm-

Up-Party, Eisenacher

Straße 3A

19:30 MALE.SPACE,

Blackweekend Leather

Dinner - Full

Menu in full Gear,

Location: tba; Platzreservierung

unter

www.male.space,

19:30 SinBerlin, Die

Teegesellschaft,

Drag Show trifft

auf Bondage Kunst,

Politiktalk auf klassische

Oper u.a.,

Nostitzstr. 48

20:00 Ajpnia, Ajpnia am

Samstag – positHIV,

Party für Positive

und nicht Positive

Männer. Men only.

Einlass bis 24 Uhr,

Wartburgstraße 18

20:00 Böse Buben,

Böse Buben Nacht,

Spanking & SM.

Ende: 3 Uhr, Sachsendamm

76

20:00 Große Freiheit

114, Music & Cruising,

Boxhagener

Str. 114

22:00 Mutschmann‘s,

BLUF Night - Leather

and Uniform

Night, Strict

Dresscode Breeches,

Leather und

Uniform, Martin-

Luther-Str. 19

22:00 Rauschgold, Disco

Inferno, DJ Fixie

Fate, Mehringdamm

62

23:00 Connection, BEEF

PARTY, Men Only!

Eintritt bis 0 Uhr

FREI! Nackt oder

im Jock: die ganze

Nacht!, Fuggerstraße

33

23:00 Metropol Berlin,

PROPAGANDA

Berlin - Gay Gastro

Silvester, 3 Areas,

4 Musikrichtungen,

Shows, Nollendorfplatz

5

23:00 Privatclub, Disco

Legue, 70s, early

80s, Studio54,

Disco, Skalitzer Str.

85-86

23:00 Schicksaal-Tommyhaus,

Flowers Of

Romance, Synth,

Minimal Wave, Electronic,

Postpunk

mit DJ Terrorwave,

Wilhelmstr. 9

23:00 SchwuZ, bump!,

Das Retro-Studio,

Rollbergstraße 26

23:45 Toast Hawaii, Ratchet

- 3 Years BirthdayBash,

HipHop,

R&B, Trap, Dancehall

& Afrobeats,

Danziger Str. 1

23:59 SO36, Kreuzberg

Calling, all time

faves!, Oranienstraße

190

SO 5.1.

11:00 Black Pug, Leather

Brunch - Good

Morning in Gear,

Platzreservierung

www.male.

space, Motzstr. 28

14:30 BLOND, Kaffeeklatsch

&

Kuchenparty mit

deutschen Schlagern,

Eisenacher

Straße 3A

15:00 Böse Buben,

Give me FFive on

Sunday, Fistparty,

Kein Dresscode.

Ende: 23 Uhr, Sachsendamm

76

16:00 lab.oratory, Naked

Sunday, Einlass bis

18 Uhr, Am Wriezener

Bhf.

19:00 SO36, Café Fatal,

Tanzkurs, bis

23:00 Uhr: Strictly

Ballroom, Oranienstraße

190

MO 6.1.

19:30 BLOND, Early

Evening Karaoke,

anschl. Schlager a

la carte, Eisenacher

Straße 3A

DI 7.1.

19:00 Flax, Feierabendbier-Party,

Chodowieckistraße

41

19:05 HDJK Café,

queerer Tresen - AG

Queer Treptow-

Köpenick, Seelenbinderstr.

54

19:30 BLOND, Sing Sing

Sing – Star Party,

Eisenacher

Straße 3A

MI 8.1.

20:00 SO36, Nachtflohmarkt,

Oranienstraße

190

20:30 BLOND, BINGO -

Party mit Ilia, Eisenacher

Straße 3A

FR 10.1.

21:00 Marienhof, Bingo

mit Stella deStroy,

Marienburger Straße

7

22:00 Stahlrohr 2.0,

SPORTLADS by

SNEAKFREAXX,

Dresscode: Sportwear

& Sneakers,

Paul-Robeson-

Straße 50

23:00 KitKat, REVOLVER

- 6th ANNIGAYSA-

RY, LineUp: Lee

Harris, CHROMA, DJ

Jaycap, Asaf Dolev,

Maringo, Annie O,

Zusan, AliceD u.a.,

Im U-Bhf. Heinrich-

Heine-Str.

23:00 SchwuZ, Tasty

Party, Pop, HipHop,

R‘n‘B & Middle Eastern

Beats Party,

Rollbergstraße 26

SA 11.1.

19:00 Sonntags-Club

e.V., ESC Saisoneröffnung

2020,

Greifenhagener

Straße 28

22:00 Insomnia,

SECRETS - Kinky

Party - Hedonistic

Cult, Dress:

Schwarz, Fetisch,

Masken, Elegante

Abendgarderobe,

Alt-Tempelhof 17

22:00 Rauschgold,

Unschlagbar

– Schlagerbar,

Mehringdamm 62

23:00 SchwuZ, Popkicker,

by Jurassica

Parka, Rollbergstraße

26

27


28

PARTY

ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000

WEITERE LOCATIONS WELTWEIT.

KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP!

23:59 Prinzenstraße

85 (Ex-Prince-

Charles), Horse

Meat Disco, DJs:

Luke Howard, Jim

Stanton, David

Elimelech, Prinzenstraße

85F

SO 12.1.

18:00 Stahlrohr 2.0,

BerlinBastards,

Positiv welcome!

Kein Dresscode.,

Paul-Robeson-

Straße 50

19:00 SO36, Café Fatal,

Tanzkurs, bis

23:00 Uhr: Strictly

Ballroom, Oranienstraße

190

DI 14.1.

19:00 SO36, KiezBingo,

Präsentiert von

Inge Borg & Gisela

Sommer, Oranienstraße

190

MI 15.1.

20:00 INCOGNITO,

Bingo - „BINcoGnitO“

mit

Margot Schlönzke,

Hohenstaufenstr.

53

20:30 BLOND, BINGO

- Party mit Ilia,

Eisenacher

Straße 3A

22:00 Rauschgold,

Mi.a.Mi - Mix am

Mittwoch, mit Doris

Disse, Mehringdamm

62

DO 16.1.

21:00 Marienhof,

Glücksrad mit

Doris, Marienburger

Straße 7

22:00 Rauschgold,

Traumdisco,

DJ Modeopfer,

Mehringdamm 62

22:00 SO36, Queens

against Borders,

Discussion, Show,

Party, Oranienstraße

190

22:00 Stahlrohr 2.0,

Suck´N Blow,

Cruising-Night,

Paul-Robeson-

Straße 50

23:00 SchwuZ, HOT

TOPIC: Resist on

the Balkan Route!,

music & politics,

Rollbergstraße 26

SA 18.1.

22:00 Rauschgold, Drink

– Kiss – Dance,

Party, Show und

Flirten DJ: Jaycap,

Mehringdamm 62

22:00 SO36, Dancing

with Tears in Your

Eyes, X-Berg‘s

finest 80er Party,

Oranienstraße 190

23:00 Musik & Frieden,

IRRENHOUSE -

With or without

you!, mit Nina

Queer, Paul Pailette,

Doris Disse,

Djnk, Simon

Lacoste, Kitty

Vader, Magic Magnus

u.v.a., Falckensteinstr.

47

23:00 SchwuZ, Kiezdisko,

by Edith Schröder,

Anna Klatsche

& Victoria Bacon,

Rollbergstraße 26

23:59 WH3, MEMBERS,

DJs: Marc Miroir,

Handmade, TKHN,

Schleusenufer 3

SO 19.1.

19:00 SO36, Café Fatal,

Tanzkurs, bis

23:00 Uhr: Strictly

Ballroom, Oranienstraße

190

MI 22.1.

22:00 Rauschgold,

Mi.a.Mi - Mix am

Mittwoch, mit Doris

Disse, Mehringdamm

62

FR 24.1.

21:00 Marienhof, Bingo

mit Stella deStroy,

Marienburger

Straße 7

22:00 Hafen, Ein Schiff

wird kommen,

Schlagernacht

mit DJ der Micha,

Motzstraße 19

22:00 Stahlrohr 2.0,

Suck´N Blow,

Cruising-Night,

Paul-Robeson-

Straße 50

23:00 SchwuZ, bump!

das Retro Studio

- Fummel

edition, Unser

Personal trägt

Damen*Wäsche für

Sie, Rollbergstraße

26

SA 25.1.

17:30 KitKatClub Dragonroom

(Eingang

über U-Bahn-Station

Heinrich-Heine-

Str.), 124. Regulärer

FickstutenMarkt,

Einlass Stuten:

17:30 bis 18:30 Uhr,

Einlass Hengste: 19

bis 20 Uhr, Köpenicker

Str. 76

22:00 Rauschgold, RSDS

– Rauschgold sucht

das Supersternchen,

Karaokeshow,

Mehringdamm 62

22:00 SO36, 21 Jahre

Gayhane - House

of Halay, Homo Oriental

Dancefloor,

Oranienstraße 190

23:00 SchwuZ, BUTT-

COCKS – Gegen

Resident Night,

grind & dance, Rollbergstraße

26

DI 28.1.

19:00 Flax, Feierabendbier-Party,

Chodowieckistraße

41

19:30 BLOND, Sing Sing

Sing – Star Party

mit Tommi, Eisenacher

Straße 3A

MI 29.1.

19:30 BLOND, Caribic

Night-Fever, Eisenacher

Straße 3A

DO 30.1.

19:30 BLOND, Schlager

- Wunschmusik der

80er, Eisenacher

Straße 3A

FR 31.1.

19:00 Flax, HouseCLUB!,

Chodowieckistraße

41

19:30 BLOND, Sexy-

Music-Box: Du

bist DJ im Blond,

Eisenacher

Straße 3A

20:00 Böse Buben, All

Gender Diaper &

Age Play Party,

Dress: Baby-Outfit,

Strampler, Windeln,

Windelhosen etc.

(mind. Nachtwäsche!)

Windeln &

Spielzeug mitbringen!

Ende: 4 Uhr,

Sachsendamm 76

20:00 Große Freiheit

114, Pop Tart, For

Queers, Tarts &

Friends! 80s, New

Wave, Current Pop,

Boxhagener Str. 114

21:00 Marienhof, 90er

mit Doris, Marienburger

Straße 7

21:00 SchwuZ,

Queerpornscreening

by PLASTIC,

curated by Pierre

Emö, Rollbergstraße

26

22:00 Rauschgold, Retro

4 ever, DJ Fixie

Fate, Mehringdamm

62

22:00 Stahlrohr 2.0,

Suck´N Blow,

Cruising-Night,

Paul-Robeson-

Straße 50

23:00 Connection,

MENtabolism, Men

Only! Sex, Männer,

Party!, Fuggerstraße

33

23:00 SchwuZ, PLA-

STIC, A queer

Celebration of

Popculture, Rollbergstraße

26

23:00 KitKat,

PiepShow,

Im U-Bhf.

Heinrich Heine-Str.

20:00 Freudenzimmer,

Gentlewomansclub,

queer Techno &

80er Party. All genders

are welcome.,

Mehringdamm

61 HH

FR 17.1.

19:00 SchwuZ, Moonlight

Rollerdisco

- hosted by Roller

Fusion Club +

FRIES, Drinks &

Tunes on Rollerskates.

Mit Rollschuhverleih.

Bis

24 Uhr, Rollbergstraße

26

23:55 Club Humboldthain,

GIMME

MORITZ, Pop-,

Electro-, House-

Party mit Drag

Show, Hochstr. 46

SO 26.1.

19:00 SO36, Café Fatal,

Tanzkurs, bis

23:00 Uhr: Strictly

Ballroom, Oranienstraße

190

BAR

Drama@Hafen

Nach dem „tatort“ oder auch mittendrin, kann man

als Queer in den Hafen in der Motzstraße gehen, um

Gespräche statt TV zu genießen. Ab 21 Uhr sorgt hier

DJ sunJAMO für die musikalische Untermalung für

einen gelungenen, weil geselligen Start in die neue

Woche. *rä

Sonntags: Drama@Hafen, Hafen, Motzstr. 19,

U Nollendorfplatz, 21 Uhr


29

23:59 SO36, My Ugly

X, Bad Taste Party,

Oranienstraße 190

SA 1.2.

19:30 SinBerlin, Die

Teegesellschaft,

Drag Show trifft

auf Bondage Kunst,

Politiktalk auf klassische

Oper u.a.,

Nostitzstr. 48

20:00 Ajpnia, Ajpnia

am Samstag –

positHIV, Party für

Positive und nicht

Positive Männer.

Men only. Einlass

bis 24 Uhr, Wartburgstraße

18

20:00 SchwuZ, CTM

Festival, Rollbergstraße

26, genau

Zeit unter www.

schwuz.de

22:00 lab.oratory, Yellow

Facts, Einlass

bis 24 Uhr, piss

without dresscode,

Am Wriezener Bhf.

22:00 Rauschgold, Disco

Divas, DJ: Herrin

deluxe, Mehringdamm

62

23:00 Privatclub, Disco

Legue, 70s, early

80s, Studio54,

Disco, Skalitzer Str.

85-86

23:00 Metropol Berlin,

PROPAGANDA

Berlin - Winter

Wonderland, Nollendorfplatz

5

SO 2.2.

11:00 Black Pug, Leather

Brunch - Good

Morning in Gear,

Platzreservierung

www.male.

space, Motzstr. 28

DI 4.2.

19:05 HDJK Café,

queerer Tresen -

AG Queer Treptow-

Köpenick, Seelenbinderstr.

54

19:30 BLOND, Sing Sing

Sing – Star Party,

Eisenacher Straße

3A

MI 5.2.

20:30 BLOND, BINGO

- Party mit Ilia,

Eisenacher

Straße 3A

21:00 Monster Ronson‘s

Ichiban Karaoke,

Piano Bar mit Jacu!,

Warschauer

Straße 34

DO 6.2.

19:30 BLOND, Schlager

- Wunschmusik der

80er, Eisenacher

Straße 3A

20:00 Hotel Adrema,

Eat & Meet - Singles

and Friends,

für schwule und

lesbische Singles:

gutes Essen, Lounge

Musik, Singles

treffen, Gotzkowskystr.

20

FR 7.2.

20:00 INCOGNITO,

Spiele Spassssss

mit Margot

Schlönzke,

Hohenstaufenstr.

53

21:00 Pussycat Bar, BerlinCigarmen

Lounge,

Berlins only

Gay Cigar Salon

für Zigarren oder

Pfeifenraucher &

deren Freunde, Kalckreuthstr.

7

22:00 lab.oratory, Lab.

dance 2-4-1, Men

only!. Einlass bis 24

Uhr., Am Wriezener

Bhf.

22:00 Stahlrohr 2.0,

Suck´N Blow,

Cruising-Night,

Paul-Robeson-

Straße 50

23:00 SchwuZ, Premiere:

Daddy Issues, Rollbergstraße

26

23:00 Connection, TWI-

LIGHT ZONE, Men

only. Dresscode:

Alle Fetische sind

willkommen!, Fuggerstraße

33

23:00 MAZE, Atomic -

Party for Queers

& Folks, DJs: Trust.

The.Girl, Marco

Ward u.a., Mehringdamm

61

SA 8.2.

19:30 BLOND, Saturday

Night Gay Warm-

Up-Party, Eisenacher

Straße 3A

19:30 MALE.SPACE,

Blackweekend

Leather Dinner -

Full Menu in full

Gear, Location: tba;

Platzreservierung

unter www.male.

space, www.male.

space

20:00 Die WaschKüche,

B4MIDNIGHT -

Vorglühen deluxe in

der Waschküche!,

mit Doris Disse.

Bis 24 Uhr, Dudenstraße

80

22:00 Insomnia,

SECRETS - Kinky

Party - Hedonistic

Cult, Dress:

Schwarz, Fetisch,

Masken, Elegante

Abendgarderobe,

Alt-Tempelhof 17

22:00 Rauschgold,

Unschlagbar Schlagerbar,

Mehringdamm

62

23:00 SchwuZ, Popkicker

by Jurassica

Parka, Rollbergstraße

26

23:00 Connection,

Explosion 90er

Party, mit DJ Basti

& HouseBeats,

Fuggerstraße 33

SO 9.2.

16:00 lab.oratory, Athletes,

sportswear +

sneaker, Einlass bis

18 Uhr, Am Wriezener

Bhf.

18:00 Stahlrohr 2.0,

BerlinBastards,

Positiv welcome!

Kein Dresscode.,

Paul-Robeson-

Straße 50

22:00 Rauschgold, “And

the Oscar goes to”

– die große OSCAR-

Nacht, mit Bianca &

Fixie Fate, Mehringdamm

62

MI 12.2.

19:30 BLOND, BINGO

- Party mit Ilia,

Eisenacher Straße

3A

22:00 Rauschgold,

Mi.a.Mi - Mix am

Mittwoch, mit Doris

Disse, Mehringdamm

62

FR 14.2.

19:30 BLOND, Sexy-

Music-Box: Du bist

DJ im Blond, Eisenacher

Straße 3A

21:00 AHA, Erotikparty,

Safer-Sex-Party,

men only, Monumentenstraße

13

22:00 Rauschgold, RSDS

– Rauschgold sucht

das Supersternchen,

Karaokeshow,

Mehringdamm 62

22:00 Stahlrohr 2.0,

SPORTLADS by

SNEAKFREAXX,

Dresscode: Sportwear

& Sneakers,

Paul-Robeson-

Straße 50

23:00 SchwuZ, Tasty -

Pop, HipHop, R‘n‘B

& Middle Eastern

Beats, Rollbergstraße

26

23:00 Connection,

Youngsters Party

- Valentin Special,

(mixed). Freier

Eintritt für Besucher

bis 23 Jahren.

DJane Anna Klatsche

& HouseBeats,

Fuggerstraße 33

23:00 KitKat, REVOL-

VER PARTY -

Valentine my Ass,

Line Up: Lee Harris,

Alice D, Annie O.

DJ Jaycap, Maringo,

Asaf Dolev,

Chroma, Zusan, Im

U-Bhf. Heinrich-

Heine-Str.

SA 15.2.

22:00 Festsaal Kreuzberg,

GIANT meets

RAPIDO AMSTER-

DAM - because

size matters, Line

Up: Chris Bekker,

Saeed Ali, Maringo

& Secret Guest, Am

Flutgraben 2

23:00 SchwuZ, Kiezdisko

by Edith Schröder,

Anna Klatsche &

Victoria Bacon,

Rollbergstraße 26

23:00 Connection, POP

ZIRKUS Berlin, mit

DJ Stella deStroy &

DJ Frank, Fuggerstraße

33

23:00 Musik & Frieden,

IRRENHOUSE -

Italians do it better,

mit Nina Queer,

Matteo Pagliarella,

Ricardo Rugha,

Katy Bähm, Magic

Magnus, Dj Sunshine

u.v.a., Falckensteinstr.

47

SA 16.2.

19:00 SchwuZ, Schlager-

NacktParty, Rollbergstraße

26

MI 19.2.

20:00 INCOGNITO,

Bingo - „BINcoGnitO“

mit

Margot Schlönzke,

Hohenstaufenstr.

53

FR 21.2.

22:00 Rauschgold, Retro

4 ever, DJ Fixie

Fate, Mehringdamm

62

22:00 Stahlrohr 2.0,

Suck´N Blow,

Cruising-Night,

Paul-Robeson-

Straße 50

23:00 Connection,

Schlager Connection,

DJs: Paul

Paillette & Future

Disco, Fuggerstraße

33

23:00 SchwuZ, HOT

TOPIC – music &

politics, Rollbergstraße

26

SA 22.2.

22:00 Rauschgold, Drink

– Kiss – Dance,

Party, Show und

Flirten DJ: Jaycap,

Mehringdamm 62

23:55 SchwuZ, arte Berlinale

Party, Rollbergstraße

26

FR 28.2.

19:30 BLOND, Sexy-

Music-Box: Du bist

DJ im Blond, Eisenacher

Straße 3A

22:00 Stahlrohr 2.0,

Suck´N Blow,

Cruising-Night,

Paul-Robeson-

Straße 50

23:00 SchwuZ, BUT-

TCOCKS meets

PLASTIC, grind &

dance, Rollbergstraße

26

23:00 KitKat,

PiepShow,

Im U-Bhf.

Heinrich Heine-Str.

SA 29.2.

22:00 Rauschgold, RSDS

– Rauschgold sucht

das Supersternchen,

Karaokeshow,

Mehringdamm 62

23:00 SchwuZ, Madonnamania,

Rollbergstraße

26

SCHWUZ

Madonnamania

Alles richtig gemacht zu haben scheint die trans* Klubgröße

Honey Dijon. Beständig im Einsatz der Klubwelt, überzeugte

sie auch Madonna und konnte jetzt deren Lied „I Don't Search I

Find“ vom Nummer-1-Album „Madame X“ remixen. Den Klopper

bekommen wir heute Nacht sicherlich auch auf die erwartungsvollen

Ohren! *rä

29.2., Madonnamania, SchwuZ, Rollbergstr. 26,

U Rathaus Neukölln, 23 Uhr


30

INTERVIEW

ZWEI LEBEN,

ZWEI BILDER VON HIV

Gordon ist 45 Jahre alt und

seit 1992 HIV-positiv. Marcel

ist 29; er erhielt sein positives Testergebnis

2015. Dazwischen liegen

23 Jahre. Wir sprechen mit beiden

darüber, wie sich ein Leben mit

HIV damals anfühlte und sich der

Umgang mit der Erkrankung heute

gewandelt hat.

Wie lebt es sich als relativ kurze Zeit

HIV-Positiver?

Marcel: Ich würde die Antwort gerne

zweiteilen. Was meine Gesundheit

angeht, spüre ich keinerlei negative

Auswirkungen. Ich nehme seit 2015 meine

HIV-Medikamente und hatte bisher weder

Therapiewechsel noch -versagen, noch

Nebenwirkungen. Vor allem der Besuch

beim Arzt, als das Testergebnis feststand,

ist mir aber noch in Erinnerung. Seine

Reaktion damals war: Immerhin sei es „nur

HIV und keine Hepatitis C oder so etwas“.

HIV sei mittlerweile eine chronische

Erkrankung wie Diabetes. Damals ist mir

schon ein wenig die Kinnlade runtergeklappt.

Ich hatte völlig andere Bilder im

Kopf.

Der zweite Teil der Antwort betrifft die

soziale Komponente: Privat ist da alles in

Ordnung, auch wenn es jedes Mal, wenn

ich mich als Positiver oute, zuerst immer

noch einen überraschten und leicht

besorgten Blick vom Gegenüber gibt. HIV

ist eben nach wie vor nichts Normales,

nichts, was man so einfach mal beim

Kaffee nebenbei erzählt…

Anders, als der besagte Diabetes…

Marcel: Genau! Da merkt man das soziale

Stigma auch heute noch. Das Bild aus den

1980ern, als die Infektion als ansteckend

und tödlich galt, hält sich bei vielen noch.

Allerdings relativiert sich das im Bekanntenkreis

recht schnell und es weicht

Neugier. Schwieriger ist es im sozialen

Bereich, bei Ärzten, im Job…

…Hast Du das schon erlebt?

Marcel: Nein, ich glücklicherweise nicht,

aber ich habe es durch meine Mitarbeit in

einer Selbsthilfeorganisation (A. d. R. pro

plus e. V.) schon oft mitbekommen.

Wie ist das bei Dir gewesen, Gordon?

Du bist Langzeitüberlebender…

Gordon: Anders. Ganz anders. Als ich mit 17

positiv getestet wurde, war das im Grunde

ein Todesurteil. Der Schock hat mich über

ein Jahr komplett aus der Bahn geworfen.

Ich wusste überhaupt nicht, wie ich mit der

Diagnose klarkommen soll.

Die heute eingesetzten

Kombinations therapien, bei denen

die Vermehrung des HI-Virus an

mehreren Stellen gestört wird,

gab es ja damals auch noch nicht.

Was hast Du für Medikamente

genommen?

Gordon: Es gab zu diesem Zeitpunkt nur

Medikamente, die Aids kurzzeitig aufhalten

konnten und die hatten so starke

Nebenwirkungen, dass viele in meinem

Umfeld schwere bleibende Schäden

davontrugen oder gestorben sind. Ich

habe mich deswegen auch geweigert, sie

zu nehmen, solange es ging. Glücklicherweise

ist Aids bei mir sehr lange nicht

ausgebrochen. Erst 1998 ging es mir auf

einmal wirklich mies und der Arzt hat eine

extrem hohe Viruslast festgestellt. Ich

war dann einer der ersten, die eine damals

aufkommende Kombinationstherapie

mit drei Wirkstoffen bekommen haben.

Damit ging es mir körperlich auch schnell

sehr viel besser. Trotzdem habe ich nur

zwei Jahre durchgehalten und dann eine

Therapiepause eingelegt.

Warum, wenn die Therapie doch

half?

Gordon: Weil ich überall rosa Elefanten

und Papageien gesehen habe. Ich konnte

teilweise nicht mehr Auto fahren, weil


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ich so starke Halluzinationen hatte. Zusätzlich

litt ich an depressiven Schüben und mein

Körper veränderte sich: ich bekam Fettpolster an

Stellen, wo sie nicht hingehörten. Das waren die

Nebenwirkungen. Dazu noch der Therapiestress,

weil die Tabletten nach Zeitplan eingenommen

werden mussten und der ganze Tag sich danach

richtete. Ich konnte so nicht weitermachen.

Gesundheitlich lief es aber ganz gut bis ich

2002 nach Berlin gezogen bin. Durch den Stress

hat sich wohl dann das Immunsystem wieder

verabschiedet. Meine Ärztin hat mir daraufhin eine

Kombi mit einem damals gerade neuen Wirkstoff

verschrieben und diese Kombination nehme ich

mit einer weiteren kurzen Unterbrechung bis

heute. Sie ist wesentlich einfacher einzunehmen

und ich vertrage sie gut.

Du hast die Beschreibung von Marcel

gehört, wie sein Umfeld reagiert hat, wie er

mit der Infektion sozial agiert. Wie war das

bei dir?

Gordon: Es war Anfang der 1990er ein totales

No-Go. Im Privaten wollte mir meine Oma nicht

mal die Hand geben aus Angst, sich anzustecken,

geschweige denn aus einer Tasse trinken. Und in

der Szene hat man natürlich gar nichts gesagt,

sonst hätte man gar keinen Sex mehr gehabt oder

keinen Partner gefunden. Heute hilft es mir als

HIV-Positiver sehr zu wissen, dass jemand, dessen

Virusmenge im Blut dank medikamentöser

Therapie unter der Nachweisgrenze liegt, das

Virus nicht weitergeben kann. ω

*Interview: Christian Knuth

Eine ausführlichere Videoversion dieses Talks

findet ihr unter www.nochvielvor.de und

www.männer.media. Marcel und Gordon

sprechen darin über ihre unterschiedlichen

Stigma-Erfahrungen, ihre Ängste und Erfahrungen

in Alltag und Partnerschaft sowie

darüber, wie Therapie und PrEP noch einmal

alles veränderten.

ω

Obwohl es sich gezeigt hat, dass die erfolgreiche Virussuppression

durch eine antiretrovirale Therapie das Risiko einer sexuellen

Übertragung erheblich reduziert, kann ein Restrisiko nicht ausgeschlossen

werden. Auf Grundlage (unkontrollierter) Beobachtungsstudien

stuft das Robert Koch Institut das Risiko einer sexuellen

Übertragung (Viruslast seit ≥6 Monaten unter der Nachweisgrenze)

als vergleichbar gering ein wie bei der Verwendung eines Kondoms

ohne antiretrovirale Therapie. 1 Auch die Deutsche Aidshilfe wertet

den Schutz durch Therapie als Safer Sex. 2

1

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/

Ratgeber_HIV_AIDS.html

2

https://www.aidshilfe.de/schutz-therapie#acc-175410

FOTO: XAMAX

Expertenstatement zum

Welt-Aids-Tag: Stefan Esser

Dr. Esser ist seit 1994 in der klinischen Forschung und medizinischen

Versorgung von HIV/AIDS-Patienten am Universitätsklinikum Essen

tätig und in verschiedenen Fachgesellschaften wie der Deutschen AIDS-

Gesellschaft und der dagnä (Deutsche Arbeitsgemeinschaft niedergelassener

Ärzte in der Versogung HIV-Infizierter) aktiv.

Wie hat sich die HIV-Therapie

in den letzten ca. 30 Jahren

weiterentwickelt? Welche

„Meilensteine“ sind Ihnen im

Gedächtnis geblieben?

Die Entwicklung und Einführung

der antiretroviralen Kombinationstherapie

hat bei HIV-Infizierten die

Häufigkeit von schwerwiegenden

Erkrankungen und die Sterberate

drastisch gesenkt. Doch zunächst

litten die Patienten noch unter zahlreichen

Nebenwirkungen. Regelmäßig

mussten viele Pillen geschluckt

werden, um die HIV-Infektion zu

kontrollieren. Virologisches Versagen

mit Resistenzentwicklung war keine

Seltenheit. Die modernen antiretroviralen

Ein-Tabletten-Regime

sind gut verträglich und erreichen

bei mehr als 90% der Behandelten

das Therapieziel einer nicht mehr im

Blut nachweisbaren HI-Viruslast. Die

Lebenserwartung effektiv antiretroviral

behandelter Menschen, die mit

einer HIV-Infektion leben, nähert

sich jener der Allgemeinbevölkerung.

Die Lebensqualität und das

gesunde Altern von HIV-positiven

Menschen rücken immer mehr in

den Fokus.

Hat sich aus Ihrer Sicht der

Umgang Ihrer Patienten mit

der Diagnose verändert?

Die meisten meiner HIV-positiven

Patienten führen heute ein „normales“

Leben, nehmen zuverlässig ihre

antiretrovirale Therapie und definieren

sich oft nicht mehr so stark

wie früher über ihre Erkrankung.

Die Tatsache, dass eine effektive

Behandlung die Übertragung von

HIV verhindert, empfinden viele als

Befreiung und erlaubt angstfreieren

Sex. Während nur noch wenige HIV-

Infizierte bei der Diagnosestellung

schockiert reagieren, betrachten

einige die HIV-Infektion mit einer

unangemessenen Leichtfertigkeit.

Stigmatisierung von HIV-positiven

Menschen sollte heute hoffentlich

kein Thema mehr sein. Doch

trotz der Aufklärungskampagnen,

verschiedenen Testangeboten

und der guten Behandelbarkeit

der HIV-Infektion erfolgen die

Erstdiagnosen selbst in Deutschland

unverändert häufig erst in

fortgeschrittenen Stadien. Dies

ist einer der wichtigsten Gründe,

warum noch immer Menschen in

Deutschland an AIDS sterben.

Wir danken dem forschenden Pharmaunternehmen Gilead Sciences für die

freundliche Unterstützung bei der Durchführung des Interviews.

FOTO: MEDIENZENTRUM UK ESSEN


32 GESUNDHEIT

SPORT

BEWEG DICH, BABY!

Wer seinen Körper regelmäßig trainiert,

ins Schwitzen kommt, den Puls gezielt

hochtreibt und seine Muskeln nicht

verkümmern lässt, lebt länger und ist

weniger anfällig für Krankheiten.

Und das heißt nicht, dass du Bodybuilder

werden musst. Zwei- oder dreimal die

Woche in der Natur joggen zu gehen,

Treppe statt Aufzug und gesunde Ernährung

sind schon ein Drittel der Miete.

Noch besser ist es, wenn du dich auf das

Experiment Fitnessstudio einlässt. Hier

gibt es einfach mehr Möglichkeiten und

meist auch Anleitungen an den Geräten

sowie Experten, die dir bei Fragen helfen

können. Auch nix für dich? Okay.

Ausgleich zwischen Arbeit, Freizeit und

Familie

Jetzt kommt John & Jane’s ins Spiel, kein

herkömmliches Fitnessstudio, sondern

ein Fitnesskonzept. „Es werden Kurse

und Gruppen-Workouts mit und ohne

Trainer angeboten. Es gibt keine Extrabereiche

für Gerätetraining, sondern

lediglich die Studios, in welchen die

Kurse und Workouts stattfinden“, verrät

das Team der aus New York stammenden

johnandjanes.com. Handtücher, kostenloser

Tee und Wasser und eine innbegriffene

Kinderbetreuung gehören hierbei

übrigens zum Angebot.

„John & Jane’s bietet das sogenannte

Bootcamp an. Das sind im Grunde

genommen Kurse aus diversen Sportbereichen,

die angepasst und in ein

Training kombiniert wurden. Bei den

Sportbereichen werden zwei Hauptteile

unterschieden: die Powerbase & die

Soulbase“, wird verraten. „Beide Bereiche

haben mehrere Trainer, die zu den besten

der Stadt zählen. Bei der Powerbase

werden verschiedene Workouts sowohl

mit als auch ohne Trainer angeboten. Ziel

der Powerbase ist es, eine Mischung aus

Kraft, Ausdauer und Koordination zu

trainieren.“

Und wie muss man sich das vorstellen?

Bei der Powerbase mit Bootcamp und

Boxing wird man in der Tat vom Trainer an

seine körperlichen Grenzen gebracht. Die

entspannte Soulbase hingegen beschäftigt

sich mit den Sportarten, die Körper

und Geist in Einklang bringen: Yoga, Pilates

und Barre zum Beispiel.

Bei Redaktionsschluss gab es dieses

neue Sportkonzept nur in Berlin-Mitte an

genau zwei Orten: Die Powerbase befindet

sich im The Reed am Alexanderplatz, die

Soulbase befindet sich in der Rosenthaler

Straße 63. Beweg dich, Baby! *rä

johnandjanes.com

KOSMETIK

#NACHHALTIGKEIT: „OHNE“ IST ES BESSER

Die Wetterlagen werden immer extremer, auf enorme Hitze folgen immer häufiger

starke Gewitter. So wie es eben von all den Forschern vorhergesagt wurde.

Aber wer hätte denn wirklich gedacht, dass er den Klimawandel live mitbekommt?

Irgendwie war das doch alles in weiter Ferne, oder? Da fragt man sich

schon, was man jetzt eigentlich noch tun kann. Jede Menge! Zum einen keine

scheußlichen Steinflächen im Garten aufschütten lassen, die die (direkte)

Umgebung noch mehr aufheizen, sondern Wildwiese wachsen lassen – dann

siehst du auch wieder Schmetterlinge und hast es kühler. Immer richtig: Bäume

pflanzen, beziehungsweise die Bäume vor deinem Haus, in deinem Kiez

gießen, wenn es mal wieder lange heiß und trocken war. Und nachhaltig und

umweltschonend leben. Also mehr öffentliche Verkehrsmittel nutzen, weniger

fliegen und am besten ohne Plastik leben.

Und das ist das Schwierigste an allen Vorhaben, denn fast JEDES Produkt ist

in Plastik eingepackt oder mit Plastik versetzt – zumindest was Kosmetika

angeht. Dass es auch anders geht, beweist LUSH.

„Damit der Start ins plastikfrei(er)e Leben noch einfacher wird, kommen

hier unsere Lieblingsprodukte für Body, Gesicht und Haare: nackt, fest und

superpflegend“, freut sich das Team, das einst auch die #GayIsOK-Kampagne

startete. Unverpackte, plastikfreie Alternativen fürs Badezimmer findest du in

den Stores und online zuhauf ... Viel Spaß beim Stöbern und Umdenken. *rä

lush.com


Sana Klinikum

Lichtenberg

33

Der Wellness Trend aus den USA ist endlich

in Berlin angekommen.

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und Vitamin-Booster Injektionen hat seinen

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34 GESUNDHEIT

SCHÖNHEIT

PENISVERGRÖSSERUNG

Ein ansprechend geformter Penis kann

für das Selbstwertgefühl des Mannes

von Bedeutung sein. Obwohl immer

noch mehr Patienten die Facharztpraxis

wegen Faltenbehandlungen des Gesichts

aufsuchen, ist das Interesse an einer

Penisvergrößerung/-verdickung in den

letzten Jahren deutlich angestiegen.

MANEO

GEGEN HOMOPHOBIE UND HASSGEWALT

Für ein diskriminierungsfreies und weltoffenes

Berlin: Sana Klinikum Lichtenberg

tritt Berliner Toleranzbündnis bei.

Bei einem feierlichen Termin im Sana

Klinikum Lichtenberg haben Direktorin

Jean Franke, Geschäftsführer Marco

Bohn und Bastian Finke vom Anti-

Gewalt-Projekt MANEO die Beitrittsurkunde

zum Berliner Toleranzbündnis

unterzeichnet. Das Sana Klinikum Lichtenberg

ist als erstes Krankenhaus in

der Bundeshauptstadt dem Netzwerk

aus Unternehmen sowie privaten und

öffentlichen Institutionen beigetreten,

das sich für ein diskriminierungsfreies

und weltoffenes Berlin einsetzt.

Das Berliner Toleranzbündnis will mit

Aktionen und Initiativen öffentliche

und gemeinschaftliche Zeichen setzen:

gegen Homophobie und Hassgewalt,

damit gegen jede Form von Hassgewalt,

und für gesellschaftliche Toleranz und

Vielfalt. Gegründet wurde das Bündnis

von MANEO, das in Berlin Opferberatung

und Aufklärung bei homophob

motivierter Gewalt leistet und sich in

Sachen gewaltpräventiver Öffentlichkeitsarbeit

engagiert.

„Wir freuen uns, dass wir mit unserem

Beitritt ein deutliches Zeichen gegen jede

Form von Diskriminierung setzen und hier

klar Position beziehen können. Sana steht

für Respekt, Toleranz, Chancengleichheit

und für ein Arbeitsumfeld frei von Vorurteilen“,

so Direktorin Jean Franke.

„Wir leben Wertschätzung unabhängig

von Geschlecht, Nationalität, ethnischer

Herkunft, Religion oder Weltanschauung,

Behinderung, Alter, sexueller Orientierung

und Identität. Dieses Engagement in einer

vielfältigen und bunten Stadt wie Berlin

weiten wir nun aus“, ergänzt Marco Bohn,

Geschäftsführer der Sana Kliniken Berlin-

Brandenburg.

Auch Bastian Finke freut sich über die

neue Partnerschaft: „Toleranz ist keine

Selbstverständlichkeit, kein Selbstläufer.

Man muss sie leben, und zwar gemeinsam,

und sich dafür permanent einsetzen.

Mit dem Sana Klinikum Lichtenberg, das

viele Berliner*innen noch als Oskar-

Ziethen-Krankenhaus kennen, begrüßen

wir erstmals einen starken Partner aus

dem klinischen Bereich und Anbieter von

Gesundheitsdienstleistungen.“

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Bei unserer ambulanten Behandlung

wird der Penisschaft mit einer hochqualitativen

Hyaluronsäure unterspritzt. Im

Gegensatz zu weitaus teureren operativen

Verfahren mit deutlich mehr möglichen

unerwünschten Nebenwirkungen, handelt

es sich hier um eine schmerzfreie sowie

vor allem sehr sichere Therapie, die höchst

effektiv ist. Den Behandlungserfolg kann

man sofort sehen, und durch die Wasserbindung

der Hyaluronsäure nimmt die

Größe des Penis im Verlauf sogar noch

etwas weiter zu.

„Lassen Sie sich gerne bei uns dazu

ausführlich und diskret von Mann zu Mann

beraten.“

Beauty-Facharztpraxis Koschel,

Pestalozzistr. 10, 10625 Berlin,

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(Zahn)medizinische Kenntnisse können nützlich sein, sind

aber nicht zwingend erforderlich. Wichtiger ist ein freundliches,

geduldiges und offenes Wesen mit Organisationstalent.

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GESUNDHEIT

FOTO: TEAM RH PHOTOGRAPHY / INSTAGRAM.COM/ROMAN_HOLST

SEXUALITÄT

STUDIE: SCHWULER SEX IN EUROPA UND

EMIS 2017 heißt die größte jemals durchgeführte europaweite Datenerhebung

zum Sexualleben und der sexuellen Gesundheit von Männern, die Sex mit

Männern haben (MSM).

EMIS steht für European Men-Who-

Have-Sex-WithMen Internet Survey. Die

Online-Befragung, zu der unter anderem in

unseren Magazinen und über die Datingplattform

ROMEO aufgerufen wurde, fand

vom 18. Oktober 2017 bis zum 31. Januar

2018 statt. Fast 128.000 Männer (99 Prozent

Cis-Männer, 1 Prozent Transmänner)

aus 50 Ländern nahmen teil. Die erst im

Spätsommer veröffentlichten Ergebnisse

liefern ein für Prävention und Politik

unglaublich umfangreiches Abbild über die

Lebenswirklichkeit homo- und bisexueller

Männer in Europa.

Deutschland, deine MSM

Rund 22.000 Teilnehmer von EMIS 2017

gaben an, in Deutschland zu wohnen.

Von ihnen gaben elf Prozent an, nicht

hier geboren zu sein, und zehn Prozent

ordneten sich einer ethnischen Minderheit

zu. 78 Prozent bezeichnen sich selbst

als schwul oder homosexuell und nur 24

Prozent leben ihre sexuelle Orientierung

komplett versteckt aus oder gaben an,

sich nur wenigen Menschen gegenüber

geoutet zu haben. 46 Prozent leben in

einer Partnerschaft. Diese gesellschaftlich

anscheinend relativ hohe Akzeptanz

drückt sich auch im Vergleich psychischer

Faktoren aus: Rund 23 Prozent der deutschen

Teilnehmer bezeichneten sich als

sexuell unzufrieden. Zufriedener mit ihrem

Sex waren die Männer aus den Niederlanden

(nur 11 % Unzufriedene), Island (15

%) und Spanien (16 %). Am schlechtesten

bewerten Männer aus Nordmazedonien

(37 % Unzufriedene), dem Libanon, aus

Albanien, dem Kosovo und Montenegro

(34 %) sowie Ungarn und Schweden (31

bzw. 30 %) ihr Sexualleben. Was bedeutet

das konkret?

Sex und sein Einfluss auf

die psychische Gesundheit

Es ist bekannt, dass Minderheiten häufiger

an Depressionen leiden oder sogar suizidgefährdet

sind. Auch die Zugehörigkeit

zu einer sexuellen Minderheit gehört zu

den Stressfaktoren, die sich diesbezüglich

negativ auswirken. Die Zahlen sind

alarmierend:

• 18 Prozent litten in den zwei Wochen

vor ihrer Teilnahme an EMIS 2017 von

mindestens mittelstarken nervösen

oder depressiven Zuständen

• 8 Prozent davon unter schweren

• Schwere Störungen des Wohlbefindens

traten überdurchschnittlich bei

den MSM auf, die im Jahr vor der Befragung

erfuhren, dass sie HIV-positiv

sind (14 Prozent)

• 21 Prozent der Teilnehmer haben in

den zwei Wochen vor der Befragung

sogar an Suizid oder Selbstverletzung

bzw. Schädigung gedacht

MSM aus dem Libanon, der Ukraine, Russland,

Montenegro, dem Kosovo, Albanien

und Nordmazedonien, haben mit 13 bis 16

Prozent besorgniserregenden hohe Werte

bei schweren nervösen oder depressiven

Zuständen. In Deutschland litten darunter

nur fünf Prozent der Teilnehmer. Allerdings

hatten hierzulande auch fast 16 Prozent

in den vergangenen zwei Wochen vor Befragung

Suizidgedanken oder wollten sich

selbst, zum Beispiel durch übermäßigen

Drogenkonsum oder riskantes Sexverhalten,

selbst schädigen. Auch hier überstieg

die Zahl der Menschen mit frischer HIV-

Diagnose die des Durchschnitts wieder

deutlich.

Dr. Dirk Sander, Schwulenreferent der

Deutschen AIDS-Hilfe, kommentierte dies

für das Magazin HIV & More so:

„Aus den Daten der EMIS-2017-Studie

stellen sich die Gesundheit und die

Krankheitsrisiken schwuler und bisexueller

Männer als vielschichtig und komplex dar.

Abwertungserfahrungen und Bewältigungsverhalten

zeigen sich als physische

und psychische Krankheitsmuster. Immerhin

23 Prozent der befragten deutschen

Männer, die Sex mit Männern haben,

finden sich am unteren Ende einer Skala

der sexuellen Zufriedenheit.“

Tripper, Syphilis und Co.

Wie gehen MSM mit sexuell übertragbaren

Krankheiten um, wie verbreitet sind sie?

Einige Kennzahlen.

• 4 Prozent hatten im Jahr vor der

Umfrage Syphilis, 5 Prozent Gonorrhö


GESUNDHEIT

SCHLAU ZU HIV

GEWICHTSZUNAHME DURCH

HIV-THERAPIE?

Während viele der älteren Generation beim Gedanken

an HIV noch das Bild ausgemergelter Körper und starken

Gewichtsverlusts im Kopf haben mögen, wird in der

Community über ungewollte Gewichtszunahme unter

antiretroviraler Therapie gesprochen. Wir fragten bei Professor

Dr. med. Hans-Jürgen Stellbrink vom Infektionsmedizinischen

Centrum Hamburg (ICH) nach, was es damit auf sich hat.

FOTO: ICH

DEUTSCHLAND

(Tripper), 5 Prozent Chlamydien

• 1 Prozent hat eine positive HIV-Diagnose

bekommen (insgesamt gaben 10 Prozent

der Teilnehemr an, HIV-positiv zu sein).

Deutschland liegt hier wieder genau im

Durchschnitt der Studie.

• 7 Prozent hatten eine Hepatitis A

• 6 Prozent hatten eine Hepatitis B

• 2 Prozent hatten schon einmal eine

Hepatitis-C

Mythos Truvada-Hure

Insgesamt ist die Testbereitschaft von MSM

(verglichen mit der Allgemeinbevölkerung) hoch:

Mehr als jeder zweite Befragte (56 Prozent) ließ

sich im Jahr vor EMIS 2017 auf HIV testen, 46

Prozent auf andere STI. Diese Werte führen direkt

zur Frage, wie es um das persönliche Wissen um

Ansteckungswege und die Präventionsstrategien

bestellt ist. Denn wie oft hört man besonders

in Bezug auf PrEP oder Schutz durch Therapie,

dass „die Schlampen“ verantwortungslose

Virenschleudern wären, was mit den Zahlen nicht

übereinstimmen kann, denn beide HIV-Präventionsmethoden

setzen regelmäßige Arztbesuche

und damit ein engmaschiges Screening auf STI

voraus. Anders formuliert: Würde jeder die PrEP

wie verordnet nehmen, hätten sich 100 Prozent

testen lassen.

Und tatsächlich: 85 Prozent der Befragten hatten

in den zwölf Monaten vor der Umfrage mindestens

einmal Analverkehr mit einem Mann und 61

Prozent mindestens einmal Analverkehr ohne

Kondom. Analverkehr ohne Kondom mit einem

Partner, dessen HIV-Status sie nicht kannten,

hatten rund 24 Prozent aller und 20 Prozent der

deutschen Befragten. Und das bei nur rund drei

Prozent PrEP-Nutzern, in Deutschland sogar nur

zwei Prozent. Soweit ein erster Überblick. EMIS

2017 hält noch viele weitere Zahlen parat. *ck

Was ist dran am Thema?

Am Phänomen der ungewollten Gewichtszunahme kann kein Zweifel

bestehen. Das Problem ist, dass es auch in der Allgemeinbevölkerung

vorhanden ist. Ein Teil davon ist sicherlich einfach Rückkehr zum

Normalzustand nach Kontrolle von HIV durch die ART. Es gibt zudem

besonders bei den älteren Medikamenten der ART einige, die bekanntermaßen

die Gewichtszunahme unterdrücken. Das hört sich vielleicht

erst einmal toll an, ist aber vielleicht eine nicht nur positive Nebenwirkung,

die wir bisher nicht erkannt haben. Als letzter Punkt muss

erwähnt werden, dass wir immer nur über eine mittlere Gewichtszunahme

sprechen, es gibt Patienten, die herausfallen und besonders stark

zunehmen. Das alles zusammengenommen, sehen wir bei den neuen

Medikamenten nur relativ mehr Gewichtszunahme als bei den alten. Wir

wissen aber noch nicht, ob das tatsächlich ein Medikamenteneffekt ist,

oder nur das Wegfallen der Nebenwirkungen der alten und der Effekt

sonstiger Einflüsse wie Rauchentwöhnung, Antidepressiva, Jobwechsel

mit sitzender Tätigkeit, kein Sport etc.

Wann ist eine Therapieumstellung medizinisch sinnvoll und

welche Alternativen gibt es dann?

Ich muss hier leider ein wenig enttäuschen: Wir setzen die neuen Medikamente

deswegen ein, weil sie weniger Nebenwirkungen auf Nieren,

Knochen oder anderes haben. Gegen eine Gewichtszunahme haben

wir ganz klassische und wirksame Methoden zum Leidwesen unserer

Patienten: Sport, ausgewogene Ernährung, Verzicht auf Genussmittel ...

Im Gegensatz dazu haben wir zur Zeit keinerlei Anhaltspunkte, dass ein

Therapiewechsel auf ein anderes modernes Regime überhaupt Einfluss

auf das Phänomen hätte. Wir beobachten das aber und werden selbstverständlich

handeln, sollte sich doch zeigen, dass Therapiewechsel das

Gewicht reduzieren können, ohne die Therapiewirkung zu gefährden.

*Interview: Christian Knuth

Ob wir es hier mit einer neuen Form der Lipodystrophie zu tun haben,

lest ihr im ganzen Interview auf www.männer.media/schlau-zu-hiv!


GESUNDHEIT

INTERVIEW

VOLKSKRANKHEIT

CHRONISCHE SCHMERZEN

Frauen haben Migräne, Männer Rückenschmerzen. Das sind die wohl

bekanntesten Formen von Schmerzerkrankungen mit ihrer klassischen

geschlechtlichen Zuordnung. Was gerne als „Zipperlein“ abgetan wird, ist in

der Realität ein wachsendes medizinisches und gesellschaftliches Problem.

Wenn aus dem vermeintlichen Zipperlein

chronische Leiden werden, hat dies unter

Umständen große Folgen für den Betroffenen,

sein privates und sogar berufliches

Umfeld. Die Tagesklinik für Schmerzmedizin

des Wenckebach-Klinikums in Berlin

bietet ein innovatives biopsychosoziales

Behandlungskonzept, das wir uns vor Ort

von Oberärztin Dr. Friederike Taraz für euch

erklären ließen.

Ist es richtig, von der

Volkskrankheit chronische

Schmerzen zu sprechen?

Die Krankheitstage wegen psychischer

Erkrankungen sind viel häufiger geworden.

Im Gegenzug sind die Krankheitstage

wegen körperlichen Beschwerden zurückgegangen.

Das liegt nicht daran, dass

Leute heutzutage körperlich gesünder

sind, sondern weil die Betrachtungsweise

eine andere geworden ist. Bei Rückenschmerzen

kann es z. B. eine psychische

Diagnose geben, also eine chronische

Schmerzstörung mit psychischen und

somatischen Faktoren. Unser Hirn ist

plastisch. Es ist veränderbar. Man weiß bei

chronischer Schmerzstörung gibt es eine

Sender-Empfänger-Störung. Der Auslöser

ist dann kein akutes Problem, sondern oft

die Erinnerung an alte Schmerzen und die

Angst vor erneuten Schmerzen. So wird

der Körper überströmt vom Gefühl chronischer

Schmerzen.

Ab wann ist meine Migräne

chronisch und ich wäre ein

Fall für diese Tagesklinik?

Eine chronische Schmerzstörung liegt

vor, wenn man mehr als sechs Monate

Schmerzen hat. Jemand hat eine

körperliche Ursache wie z. B. Arthrose,

Rheuma, die von Ihnen genannte Migräne,

Bandscheibenvorfall oder Hüftbeschwerden.

In der Folge kommt es dazu, dass die

alltäglichen Aufgaben nicht mehr so gut

bewältigt werden und die Stimmung sich

deshalb verschlechtert. Sozialer Rückzug


GESUNDHEIT

und die Entwicklung von Zukunftsängsten

können folgen: Wie soll es weitergehen

mit dem Geld und dem Job? Behalte ich

meine Stelle? Kann ich mich noch so um

die Kinder kümmern, wie ich das gern

möchte? Deshalb sprechen wir von einem

psychosomatischen Krankheitsbild. Ausgehend

vom Körper macht der Schmerz

etwas mit der Psyche und das

hat zusätzlich eine soziale

Dimension. Wir versuchen,

unseren Patient*innen ein biopsychosoziales

Krankheitsmodell

nahezubringen.

Also ist der Spruch

„Schatz ich hab

Migräne” doch ein

psychisches Problem?

Nein. Wie gesagt: Es liegt

eine körperliche Ursache vor.

Aber die Psyche hat darauf

Einfluss, wie der Körper damit

umgeht. Ein Beispiel: Jeder

von uns kennt das: Wenn

man wenig geschlafen hat,

sich ärgert und sich dann

den Fuß vertritt – das tut

viel mehr weh, als wenn man

gerade dabei ist, den Gipfel zu stürmen,

an einem sonnigen Tag und zusammen

mit den besten Freunden. Da merkt man

es kaum. Die Schmerzwahrnehmung ist

durch Stimmungen sehr beeinflussbar und

bei chronischen Schmerzen ist das sehr

komplex. Es sind viel mehr Menschen von

chronischen Schmerzen betroffen, als man

denkt. Diese kommen also nicht wegen der

Migräne hierher, sondern weil die Belastung

durch diese körperliche Erkrankung größer

ist, als bei anderen. Die daraus entstehende

Frage ist: Warum verselbstständigt sich der

Schmerz bei dem einen und bei dem anderen

nicht? Warum entsteht bei dem einen

aus Rheuma eine chronische Schmerzstörung

und der andere hat „nur“ mit Rheuma

zu kämpfen?

Welche Erklärungsansätze

haben Sie denn zum Beispiel?

Ein wichtiger Punkt ist die Kindheit, in

der der Mensch lernt, wie er mit Krankheiten

und körperlichen Empfindungen

und Bedürfnissen umgeht. Jeder wird in

seiner Familie und in seiner Zeit groß. Jeder

macht also individuelle Erfahrungen und

entwickelt Verhaltensmuster, nach denen

er mit körperlichen Störungen umgeht.

Mit diesen erlernten Mustern kommen

die meisten gut zurecht. Allerdings gibt es

auch Situationen, in denen neuartige Einflüsse

oder auch einfach zu viel gleichzeitig

zusammentrifft, sodass diese Muster

versagen. Dann schafft man es nicht mehr

und greift zum Beispiel zur vermeintlich

schnellen, medikamentösen Lösung nach

dem Prinzip ‚ist nicht so schlimm. Ich nehme

einfach noch eine Tablette und gut ist.‘

„Unser Ziel ist die Ermöglichung

von Entstressung

– durch Informationen,

Gespräche, gemeinsame

Erlebnisse, Entspannungs-

und Achtsamkeitsund

Bewegungsübungen,

Ernährungsumstellung

und ein besseres Verständnis

von sich selbst.“

Und was wäre besser?

Wir stellen uns mit unseren Patient*innen

die Frage, wie wir einen Paradigmenwechsel

erreichen können, wie die erlernten

Muster infrage gestellt und erweitert

werden können. Welche Verhaltens- und

Behandlungsmöglichkeiten gibt es noch?

Wir versuchen mit den Patient*innen hier in

der tagesklinischen Therapie einen neuen

Ressourcen-Rucksack zu packen. Keinen

Notfall-Koffer im Sinne von: Es ist zu spät,

das muss ich jetzt tun (die Schmerztablette

nehmen zum Beispiel), sondern ein Paket

von Maßnahmen, die ich einsetzen kann,

wenn erste Anzeichen dafür eintreten, dass

es schwierig werden kann. Ein Inhalt dieses

Rucksackes kann die Ernährung sein. Wie

könnte ich mich so ernähren, dass mein

Gewicht im Rahmen ist und mein Skelett

es tragen kann? Warum ist es sinnvoll, Obst

und Gemüse zu essen? Warum sollte ich

auf Koffein verzichten?

Sie kochen hier vegetarisch

sehe ich. Ist das medizinisch

besser?

Nein. Wir dürfen in diesem Bürogebäude

keine Fleischabfälle produzieren.

Bei der Ernährung ist uns wichtig, dass

die Patient*innen die Grundzüge einer

schmerzmodifizierenden Ernährungsweise

verstehen. Es ist sinnvoll, bei chronischen

Schmerzen regelmäßig zu essen – viel Obst,

viel Gemüse, Nüsse und sich den Kaffee

aufzusparen, wenn man Migräne hat. Koffein

ist ja ein gutes Therapeutikum und sollte

nicht genutzt werden, um sich vermeintlich

belastbarer zu machen.

Ich soll auf meinen Kaffee

verzichten?

Viele trinken viel Kaffee. Wir haben immer

wieder Patient*innen, die trinken morgens

einen Kaffee direkt nach dem Aufstehen,

und noch einen, wenn sie im Büro ankommen.

Im Laufe des Vormittags trinken sie

noch einen Kaffee und dann noch einen

im Laufe des Nachmittags

und einen

letzten Kaffee, wenn

sie dann nach Hause

kommen. Im Endeffekt

können sie aber

nicht oder schlecht

einschlafen, weil sie

zu dem Drittel der

Bevölkerung gehören,

die sehr koffeinsensibel

sind und bei denen

es bis zu 72 Stunden

dauern kann, bis das

Koffein abgebaut ist.

Was macht man dann?

Entweder man nimmt

eine Schlaftablette

oder trinke noch ein

Bier. Dadurch ist die

Schlafarchitektur

gestört. Und was hilft, wenn man am

nächsten Morgen zeitig aufstehen muss –

ein Kaffee. Wie oft putscht man sich also

mit Kaffee, obwohl der Körper eigentlich

sagt: „Es ist genug!“ Das heißt, wir

sprechen darüber, mal eine Woche keinen

Kaffee zu trinken. Oft bekommt man als

„Entzugserscheinung“ Kopfschmerzen,

aber dann hat man es meistens auch

schon überstanden. Die Idee ist, dass die

Patient*innen merken, wie oft sie Essen

und /Trinken als Stimmungsmodifikation

einsetzen.

FOTO: REGINA SABLOTNY

Neben Kaffee ist auch die

Schmerztablette selbstverständlicher

Alltagsbegleiter

vieler Menschen. Wie gehen

Sie damit um?

Wir sprechen darüber, wie mit Medikamenten

umgegangen wird und welche

Erwartungen der Einzelne diesen gegenüber

hat. ‚Wenn ich eine Paracetamol

nehme, bin ich den ganzen Tag schmerzfrei‘

– das ist unrealistisch. Viele nehmen

auch viel zu viele Schmerzmittel. Aus

Angst vor Schmerzen wird zum Beispiel

rein prophylaktisch zur Schmerztablette

gegriffen. Andere dagegen nehmen keine

Medikamente, obwohl es für sie hilfreich

wäre. Der Schlüssel ist das richtige Medikament,

in der richtigen Dosierung, zum

richtigen Zeitpunkt und mit den richtigen

Indikationen. Genauso kann aber auch

eine äußere Anwendung


GESUNDHEIT

FOTOS: REGINA SABLOTNY

hilfreich sein. Ob Kohlwickel bei einem

entzündeten Gelenk, Lavendel zum

Einschlafen oder Pfefferminz für die

Schläfen bei Kopfschmerzen – das hat

keine Nebenwirkungen und ist für viele

sehr hilfreich. Als Ärztin denke ich oft:

Wenn mein Patient mal nicht schlafen

kann, weil er nicht weiß wie er die Miete

bezahlen kann, dann braucht er einen

Wohngeldantrag und keine Schlaftabletten!

Wir haben auch eine fantastische

Sozialarbeiterin. Das ist eine der wichtigsten

Frauen im Team. Um das besser in

die Konzeption unserer tagesklinischen

Behandlung einzuordnen: Es gibt einen

Therapieplan und darin jeden Tag Bewegungstherapie

und auch Informations-,

Gesprächs- und Übungsgruppen von den

Psycholog*innen, Ärztinnen und den Gesundheits-

und Krankheitspflegerinnen.

Das ist wirklich umfangreich ...

… Ja. Ich versuche es weiter an Beispielen

begreifbar zu mache, damit Ihre

Leser*innen sich ein Bild machen können.

Wir sprachen ja bereits kurz über das

gemeinsame Kochen hier in der großen

offenen Küche. Das wird von Gesundheits-

und Krankenpflegerinnen begleitet

und es werden Achtsamkeitsübungen

ausgeführt. Dabei beobachten wir ganz

viel: Wer hat schon nach der ersten Kartoffel

das Gefühl, das ist mir schon zu viel?

Wer schneidet alle Zwiebeln in Rekordzeit,

wer hilft überall mit, wer möchte keine

Entscheidung darüber fällen, ob etwas

durchgekocht ist oder nicht? Und wer

kann es genießen, wenn es gut schmeckt?

Erkennbar sind für uns Therapeut*innen

Unter- und Überforderungen und Interaktion.

Manche Patient*innen trauen sich

nach dieser Therapie auch mal wieder,

Leute zu bewirten wie z.B. Freunde oder

Familie. Sie haben dann auch ganz andere

Sachen zu erzählen, wenn sie wieder in der

Tagesklinik sind.

Warum ist dieses Haus nicht

zum Beispiel in der Innenstadt

im Vivantes?

Das ist ein großes Privileg. Dieses große

und unscheinbare Bürogebäude, direkt

am Teltowkanal mit Blick ins Grüne. Für

Patient*innen die mit Krankenhäusern

schlechte Gefühle verbinden, egal ob in

der Rettungsstelle, im OP, auf der Station

oder bei Ärzten ist es hilfreich, dass hier

nichts an ein Krankenhaus erinnert. Wir

arbeiten eng zusammen mit der somatischen

Abteilung bei Vivantes aber auch mit

den niedergelassenen Ärzt*innen. Es gibt

bei Vivantes ein MVZ für Schmerzmedizin,

das für Medikation unsere kompetenten

Ansprechpartner*innen besitzt. Außerdem

sind unsere Gesundheits- und Krankenpfleger

speziell geschult im Umgang mit

chronischen Schmerzpatient*innen. Wir

sehen uns als Wegabschnittsbegleiter und

wollen unsere Patient*innen nicht abhängig

machen von Massagen oder einzelnen

Therapeut*innen, sondern wir wollen, dass

sie sich selbst die besten Ärzt*innen sind.

Wir sind auch selbst ganz gespannt bei

wem, was hilfreich ist. Die Patient*innen

bleiben zwischen sechs und zwölf Wochen

in einer festen Gruppe in der Tagesklinik,

sodass sie sich gut austauschen und kennenlernen

können. Diese Vertrautheit ist

hilfreich. Derzeit sind unsere Patient*innen

zwischen 18 und 82 Jahre alt und aktuell

mehr Männer als Frauen. Normalerweise

ist es andersherum. Sie kommen aus allen

Schichten und aus allen Lebenskonstellationen.

Wie kann ich mich hier

anmelden?

Wer herkommen möchte, kann uns einfach

anrufen oder über unsere Homepage

einen Termin vereinbaren. Als Erstes

erfolgt das Vorgespräch. Wir möchten in

Erfahrung bringen, warum sich Menschen

genau jetzt bei uns melden. Was ist ihr

Anliegen? Gern erzählen wir, was unsere

Arbeit ausmacht und schauen, ob es für

beide Parteien passt. Nach dem Vorgespräch

folgt der physiotherapeutische

Befund. Unsere Bewegungstherapeutinnen

untersuchten die Patient*innen, um

körperliche Einschränkungen festzustellen.

Oft sind diese gar nicht da, wo es

wehtut. Das ist wie bei einer Lampe: Der

Lichtschalter ist nicht da, wo es leuchtet.

Wie sind die Erfolgsaussichten?

Wir laden unsere Patient*innen nach drei

Monaten noch mal ein, um zu sehen,

was sich tatsächlich verändert hat. Wir

wissen, Veränderungen brauchen 100

Tage. Bekannt ist, dass der Bereich im

Gehirn, der mit chronische Schmerzen eng

zusammenhängt, nahe dem Stresszentrum

ist. Unser Ziel ist die Ermöglichung

von Entstressung – durch Informationen,

Gespräche, gemeinsame Erlebnisse,

Entspannungs- und Achtsamkeits- und

Bewegungsübungen, Ernährungsumstellung

und ein besseres Verständnis von sich

selbst.

*Interview: Christian Knuth

Vivantes Wenckeback-Klinikum –

Tagesklinik für Schmerzmedizin,

Tel. 030 130194824, schmerzmedizin.

tk-wbk@vivantes.de, www.vivantes.de


Tu,

was

andere auch

tun

Es ist deine Entscheidung, mit einer

erfolgreichen Behandlung kannst du

leben, wie du es willst.

Nimm dein Leben in die Hand und erfahre

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Eine Initiative von

für ein positives Leben mit HIV.


GESUNDHEIT

FOTO: TEAM RH PHOTOGRAPHY / INSTAGRAM.COM/ROMAN_HOLST

HIV/STI

S.A.M MACHT`S DIR SICHER!

Seit mehreren Jahren steigen in Deutschland die Infektionen mit sexuell

übertragbaren Krankheiten (STI). Dies kann sowohl auf ein verändertes

Sexualverhalten im Zuge der geringeren Angst vor einem Tod durch Aids,

als auch besonders auf die Freiheiten einer offeneren Gesellschaft und die

Digitalisierung des Datings zurückgeführt werden.

Grund zur Panik besteht nicht. Die Zahlen

liegen immer noch weit unter denen der

Zeit vor Aufkommen von HIV und zudem

sind alle STI weiterhin gut behandelbar

bzw. vermeidbar (siehe Infos im letzten

Absatz). Dennoch ist es wichtig, dass sich

die Gesellschaft neue Wege ausdenkt, um

Sexualität im Sinne der Gesundheit möglichst

einfach sicher zu machen. Eine dieser

Maßnahmen ist S.A.M, ein Projekt von

Münchner Aids-Hilfe, Deutscher AIDS-Hilfe,

ViiV Healthcare und des Labors Lademannbogen

in Hamburg, dessen Testphase nach

Bayern nun schrittweise auf neun Bundesländer

ausgeweitet wird.

Was ist S.A.M?

In einem online- und handybasierten

Abosystem bekommst du für jeweils 32

Euro alle drei, sechs oder zwölf Monate

ein Testset für HIV, Syphilis, Chlamydien

und Gonokokken (Tripper) nach Hause

gesendet. Die Anwendung ist super einfach,

einmal durchgeführt wirfst du das Kit in den

nächsten Briefkasten und bekommst einige

Tage später die Ergebnisse auf dein Smartphone.

Ist ein Test positiv, wird dir dies von

einem fachlich befähigten Berater telefonisch

mitgeteilt und die weitere Vorgehensweise

direkt besprochen. Wir haben S.A.M

schon ausprobiert und sind begeistert. Es

ist wirklich einfach und unkompliziert.


GESUNDHEIT

Warum S.A.M?

Besonders für Menschen außerhalb

der Großstädte oder in Städten, in

denen die Tests unverhältnismäßig

teuer sind, schließt „S.A.M – Mein

Heimtest“ eine klaffende Versorgungslücke.

Auch für Nutzer der

PrEP, die diese nicht über die Krankenkasse

bekommen, oder Menschen,

die vielleicht gehemmt sind,

über ihr Sexualverhalten zu sprechen,

bietet sich S.A.M an. Und nicht zu

vergessen, bedeutet der Besuch

beim Arzt oder in der Beratungsstelle

individuelle Planung und Zeit, die

sich einige einfach sparen wollen

und deswegen bisher nicht zum Test

gingen. Zudem ist das Angebot mit

seinen 32 Euro unschlagbar günstig,

alleine der HIV-Test kostet regulär

zwischen 25 und 50 Euro.

Wie bekomme ich

S.A.M?

Über die Webseite www.samtest.de

meldest du dich an und musst

dich dann nur einmal in einem

persönlichen Gespräch bei einem

S.A.M-Partner-Checkpoint registrieren.

Dies ist bisher in München,

Regensburg und Nürnberg möglich,

neu dabei sind seit Dezember

2019 Bonn, Lingen, Frankfurt,

Dresden und Magdeburg. Zum

Redaktionsschluss dieses Beitrags

stehen die Starts in Hamburg,

Berlin, Hannover und Freiburg im

Januar bzw. Februar 2020 noch

nicht hundertprozentig fest, alle

Infos bekommst du dazu aber auf

der Website www.samtest.de.

Info STI

Neben den Möglichkeiten, die

S.A.M bietet, gilt weiterhin die

Regel, dass ein jährlicher STI-

Check-up beim Arzt oder in

einer Beratungsstelle für alle

Menschen empfohlen wird, die

sexuell aktiv sind. Kondome verringern

zwar das Ansteckungsrisiko,

allerdings bei Weitem nicht

so sicher, wie sie das bei HIV tun.

Im Allgemeinen reicht beim Arzt

der Hinweis, dass ein mögliches

Ansteckungsrisiko bestanden hat,

damit dieser die Untersuchungen

über die Krankenkasse abrechnen

kann. Gleiches gilt für die Impfung

gegen die STI, für die zurzeit keine

gute Therapie zur Verfügung steht:

Hepatitis A & B. Eine zehn Jahre

wirksame Impfung gegen eine

Ansteckung erhalten Männer, die

Sex mit Männern haben, wenn sie

dem Arzt offen erklären, Sex mit

Männern zu haben. Frauen und Heteros

erhalten den Schutz ebenfalls

als Kassenleistung, wenn sie ein

hohes Infektionsrisiko zum Beispiel

durch häufig wechselnde Geschlechtspartner

haben. Sollte dein

Arzt sich weigern, dir die Hepatitisimpfung

zu verschreiben, zeige

ihm diesbezügliche Informationen

aus dem Internet, zum Beispiel von

www.iwwit.de. *ck

Statement von der

Deutschen AIDS-Hilfe:

Pressesprecher

Holger Wicht zu

„S.A.M – Mein

Heimtest“:

„S.A.M wächst und

gedeiht. Die erste

Auswertung hat gezeigt:

Diese Möglichkeit,

sich checken zu

lassen, wird gut angenommen

und erreicht die Richtigen.

Sie motiviert Menschen zum

Test beziehungsweise dazu,

sich häufiger testen zu lassen.

Am Ende des Jahres 2019

haben wir ungefähr 1.000

Test-Ergebnisse mitgeteilt. Das

befristete Pilotprojekt liefert

uns wertvolle Erfahrungen.

Wir streben an, dass wir später

einmal ein solches Angebot bundesweit

aufbauen können. HIV

und andere Infektionen sollten so

schnell wie möglich behandelt

werden. Deswegen sind regelmäßige

Checks so wichtig.“

FOTO: DAH

So funktioniert S.A.M Mein Heimtest

Ein Test-Abonnement für HIV, Syphilis, Gonorrhö und Chlamydien

Kostenloses Versenden

der Proben

Online-Registrierung unter

www.samtest.de

Wir beraten Dich in einer der S.A.M-

Beratungsstellen.

Du erhältst dein erstes Testkit vor Ort.

Entnahme der Proben zu

Hause

Ergebnismitteilung per

Telefon/SMS

Wir senden dir alle 3, 6 oder 12 Monate

automatisch ein S.A.M Testkit zu


GESUNDHEIT

NACHGEFRAGT

TIM UND JULIAN:

„... sich nicht darauf

zu verlassen, dass

das Gegenüber sagt,

es sei auf PrEP.“

FOTOS: BLESHPORN.COM

Als alle sagten, Pornografie sei tot, kamen diese beiden Wahl-Berliner auf die

Idee, Pornos zu drehen: Tim aus Bremen und Julian aus Hamburg. Ein Paar,

das sich seine Freiheiten lässt – und in Szene setzt.

Wie kommt man denn auf die

Idee, Pornos zu drehen, jetzt,

wo alle sagen, damit verdient

man nichts mehr?

Julian: Die Idee entstand, als wir Ende

2016 im Urlaub waren. Wir haben uns

ohnehin immer gerne beim Sex gefilmt

oder fotografiert. Im Urlaub in Barcelona

hat uns dann ein Fotograf angesprochen

und es entstanden schöne Bilder. Und wir

machten ohnehin wieder dabei Filmchen ...

Tim: Eigentlich für privat. Wir hatten

ein Sexdate, doch als wir das Material

anschauten, dachten wir: Das würde doch

gut passen. Ich sagte noch so lapidar, dass

ich mal in den nächsten sechs Monaten

nach einem Server schauen würde und

was das kosten würde ... Zu der Zeit hatten

wir Besuch von einem befreundeten

Webmaster. Der sagte: „Warum warten, wir

machen das jetzt!“

Julian: Und schon im November 2016

ging die Seite online. Wir haben uns

umgeschaut, was andere so anbieten, und

gedacht, dass das ja alles recht ähnlich

ist.

Tim: Wir machen das nicht fürs Geld.

Julian: Nein, wir haben unsere Jobs im

Hintergrund, bleshporn gehört mit zum

kreativen Teil unseres Lebens. Wir sind

Männer von nebenan, nichts muss sein.

Wir brauchen nicht drei Stellungen und

drei Szenen im Monat. Wir wollen Spaß.


Tim: Die Work-Life-Balance stimmt. Nur den

einen Job zu machen, wäre nichts für uns.

Eifersucht war nie ein Problem?

Tim: Nein, gar nicht. Beim Dreh achte ich nur

auf das Technische ...

Julian: Und privat reden wir ja immer VOR

einem Date drüber, wie sich der Chat mit dem

Sexpartner davor so entwickelt hat. Unsere

Beziehung ist auch nicht in dem Sinne offen,

dass jeder dauernd rumvögelt.

Tim: Aber es kann passieren. Meist sind es aber

Dreier.

Wie schaut es aus mit PrEP und

Safer Sex?

Julian: Wir sind beide auf PrEP und machen

bare Pornos. Wir versuchen unseren Models

aber auch immer beizubringen, sich nicht darauf

zu verlassen, dass das Gegenüber sagt, es

sei auf PrEP. Man muss sich auf seinen eigenen

Schutz konzentrieren und zu regelmäßigen

Checks gehen.

Tim: Es gibt auch Szenen ganz ohne Cumshot

oder ohne Ficken.

Julian: Wir gehen regelmäßig zum Check-up und

lassen uns untersuchen, denn die PrEP schützt vor

HIV, aber nicht vor Tripper und Hepatitis.

Tim: Wir klären unsere Models immer

umfassend auf.

Worauf freut ihr euch 2020?

Tim: Auf unsere Reisen. Geplant ist Florida ...

Julian: Da willst du hin. (lacht) Paris, Gran

Canaria ... In Budapest ist es immer schön.

Tim: Auch nach Warschau und Krakau wollen

wir wieder.

*Interview: Michael Rädel

www.bleshporn.com

twitter: bleshporn


DIVERSITY

NACHGEFRAGT

JENNY

FRIESE

„Mir selbst

sind Vorurteile

nicht ganz

unbekannt“

Das „LGBT*IQ Netzwerk Arco“ der Commerzbank ist mit seinem Gründungsjahr 2002 nicht nur eine der ältesten queeren

Vertretungen in einem deutschen börsennotierten Unternehmen, sondern auch eines der größten. Seit 2019 ist Jenny

Friese, Bereichsvorständin der Marktregionen Ost und Mitte und zuständig für das Privat- und Unternehmerkundengeschäft

mit über 3,4 Millionen Kunden, Schirmherrin von Arco. Zeit, sie in unserer Diversity-Reihe vorzustellen.

Banken. Das sind dem Klischee

nach immer noch Krawatte und

hochgeschlossene Bluse. Welche

Bedeutung hat die sexuelle Identität

am Arbeitsplatz? Ist das nicht

Privatsache?

Diese Vorstellung von „Privatsache“ birgt

Gefahren. Denn während zum Beispiel ein

heterosexueller Kollege das Bild seiner Frau

auf dem Schreibtisch stehen hat oder sie

bei Abendveranstaltungen mitbringt, bleibt

diese Normalität einem nicht geouteten

homosexuellen Mitarbeiter vorenthalten.

Zu einem menschlichen und positiven

Umfeld gehört es aber, auch offen über

sein Privatleben reden zu können.

Sie bezeichnen sich als „Straight

Ally“. Was hat Sie dazu bewogen,

sich für Arco einzusetzen?

Die Erfahrungen von Arco haben mir noch

mal verdeutlicht, dass es auch in unserem

Unternehmen noch Menschen gibt, die ihre

sexuelle Orientierung vor allem gegenüber

ihren Vorgesetzten nicht preisgeben. Trotz

der offenen Kultur fehlt es an Führungskräften,

die hier eine Vorbildfunktion übernehmen.

Als Bereichsvorständin habe ich

die Möglichkeit, für noch größere Aufmerksamkeit

zu sorgen. Mir selbst sind Vorurteile

nicht ganz unbekannt. Deshalb fühle ich

mich verpflichtet, für Offenheit und Toleranz

zu werben. Es muss zur Normalität

werden, dass heterosexuelle und homosexuelle

Menschen entspannt miteinander

umgehen – und zwar in beide Richtungen.


DIVERSITY

de mehr als 10.000 Mal geklickt. Das

ist für einen internen Beitrag schon

sehr viel. Und in den Kommentaren,

auch von einigen Vorstandskollegen,

wurde das Engagement durchweg

unterstützt. Das Gleiche gilt für

einen Beitrag von zwei Mitarbeitern,

die über ihr persönliches Coming-out

berichtet haben.

Wie dick waren und sind die Bretter noch

in der Männerwelt Topmanagement, wenn

dann auch noch „ausgerechnet eine Frau“

mit queeren Themen kommt? Gab es auch

negative Stimmen aus dem Vorstandsbereich

oder aus der Belegschaft, die gefragt

haben, was das soll?

Tatsächlich waren die Reaktionen sehr positiv.

Natürlich sind nicht immer alle begeistert und

fragen sich, ob ein solches Engagement nötig ist

und es nicht Wichtigeres gibt. Aber ein Interview

mit mir dazu im digitalen Mitarbeitermagazin wur-

FOTOS: COMMERZBANK

Sie haben die „Reise nach

Berlin“ ins Leben gerufen.

Was ist das?

Das ist als eine symbolische Reise

zu mehr Respekt und Akzeptanz

zu verstehen. Mit unterschiedlichen

Veranstaltungen haben wir Kunden

und Mitarbeiter eingeladen, etwas

zu entdecken, ihren Horizont zu

erweitern und so für ein besseres

Miteinander zu sorgen. Am Diversity-

Tag haben wir zum Beispiel eine

Podiumsdiskussion veranstaltet, bei

der Vertreter von Banken und aus der

Wirtschaft darüber diskutiert haben,

warum LGBTIQ*-Engagement ein

Erfolgsfaktor für Unternehmen ist. Im

Juli war die Commerzbank Gastgeber

des internationalen „RAHM-LGBT

Leadership Contest“, bei dem sich

LGBTIQ*-Führungskräfte in ihren

Fähigkeiten gemessen haben. Und am

Christopher Street Day (CSD) in Berlin

haben wir mit einem großen Truck

teilgenommen. Unter dem Motto „Alle

gelb – trotzdem bunt“ haben Kunden

und Mitarbeiter gemeinsam Flagge für

Vielfalt gezeigt.

In der CSD-Saison hat die

Commerzbank ihr Logo in

den Farben des Regenbogens

gefärbt. Wie waren die Reaktionen

der Belegschaft, wie die

von Kunden?

2018 hatte das Einfärben unseres

Logos noch zu einer sehr lebhaften

Diskussion geführt und gezeigt, dass

trotz allem noch viele Vorbehalte und

Unsicherheiten auch bei uns bestehen.

2019 war dies in vielen Teilen

schon selbstverständlicher. Dazu tragen

gemeinsame Veranstaltungen und

Maßnahmen wie in der „Reise nach

Berlin“ bei. Und gerade mit Blick auf

unsere Kunden gilt: Die Wahrnehmung

eines Unternehmens beeinflusst

immer mehr auch deren Entscheidungen.

Daher sollen sich queere

Menschen bei uns auch willkommen

fühlen.

Warum nicht einmal den Commerzbank-Tower

außerhalb der

CSD-Saison in den Farben des

Regenbogens leuchten lassen?

Den Commerzbank-Tower in Regenbogenfarben

leuchten zu lassen, war

ein enormer Aufwand. Wir haben uns

daher sehr gefreut, dass wir die Idee

2019 erstmals umsetzen konnten. Und

natürlich hatte dies insbesondere im

Kontext der CSD-Saison eine große

öffentliche Wahrnehmung. Mit Blick

nach vorn muss man neu entscheiden,

welche Maßnahmen und Aktionen dem

Anliegen am meisten nutzen.

Was muss sich in der Bankenund

Finanzwelt noch tun, damit

Diversität stärker gelebt werden

kann?

Wir haben sicher schon viel erreicht,

aber Vorurteile lassen sich oft auch

nicht von heute auf morgen abbauen.

Umso wichtiger ist es, dass sich vor

allem Führungskräfte trauen, das Thema

in der Öffentlichkeit sichtbar zu

machen. Je heterogener ein Team ist

und je offener einzelne Mitglieder mit

ihrer sexuellen Orientierung umgehen,

desto einfacher ist es sowohl für neue

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als

auch für solche, die schon lange dabei

sind, dem Beispiel zu folgen. Das zahlt

sich im Übrigen auch wirtschaftlich

aus, denn diverse Teams liefern auch

hervorragende Ergebnisse ab.

*C. Knuth / S. Ahlefeld


DIVERSITY

NACHGEFRAGT

FOTO: M. RÄDEL

ALLUCARD & DAN:

„Gemeinsame Wege“

Viele Paare ziehen sich etwas

aus der Szene zurück, wenn

es „ernst wird“. Nicht so Dan und

Allucard. Die beiden sind sogar

höchst erfolgreich in der Szene und

mit der Community. *rä

Wie habt ihr euch kennengelernt?

Dan & Allucard: Unsere Blicke trafen sich,

als Allucard auf der Bühne im Bassy Club

stand und ich mir seine Show in Chantal’s

House of Shame anschaute.

Was liebst du an deinem Partner?

Dan: Er bringt mich zum Lachen.

Allucard: Seine himmelblauen Augen.

Wann habt ihr entschieden,

ein Paar zu sein?

Dan & Allucard: Es war keine Entscheidung,

sondern eine Bindung, die stets

stärker wurde – bis heute.

Was ist euch wichtig bei der

Beziehung?

Dan & Allucard: Ehrlichkeit und einander

zu vertrauen – und ein Gute-Nacht-Kuss

vor dem Einschlafen.

Ihr arbeitet auch zusammen auf

Partys ...

Dan & Allucard: Ja, wir arbeiten

zusammen auf Partys. Zwar beschränkt

sich inzwischen unsere

Präsenz in den Klubs nur noch auf

Arbeit, aber die Freude, unter Leuten

zu sein, bleibt selbstverständlich stets

dieselbe.

... und ihr habt einen Online-Shop.

Allucard: Yaaaasssss. Dazu kam es, da

mir in Berlin kein Verkäufer eine Britney-

Spears-Wig besorgen konnte. Ich habe

mich dann selber dazu bemüht, sie zu

finden. Und da ich schon immer Perücken

stylen konnte und so viele Queens meine

Wigs und deren Styling liebten, wurde es

ein riesiger Hit. Unsere Website geht 2020

online.

Worauf freut ihr euch in 2020?

Dan & Allucard: Weitere gemeinsame

Wege zu gehen!

#BichinWigs

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DIVERSITY

Wo lernt man(n) die

RICHTIGEN

MÄNNER

kennen?

Es ist DIE große Frage für alle suchenden Single-

Männer: Wo lernt man heute noch Männer kennen?

Die Antwort: Im Prinzip überall – sei es im Supermarkt,

beim Bäcker, im Waschsalon oder in der

Bücherei. Doch nicht jeder ist ein Meister der „Kalt-

Akquise“ in freier Wildbahn und nicht jeder Ort deckt

jede Such-Intention ab.

Club

Laut einer aktuellen Parship-Befragung, ist

„mehr Ausgehen“ immer noch der 1. Gedanke,

wenn es darum geht einen neuen

Partner zu finden. In lockerer Atmosphäre

lässt sich schnell per Augenkontakt ein Flirt

aufbauen, der auf der Tanzfläche fortgeführt

werden kann. Bestens geeignet für

Nachteulen, die es gerne spontan und

ohne große Erwartungshaltung mögen.

Sport und Freizeitaktivitäten

Sei es im Fitness-Studio, in der Kletterhalle

oder beim Joggen im Park. Viele Männer

nutzen den Sport, um jemanden kennenzulernen.

Über das eigene Hobby oder einfach

nur das Work-Out hat man schnell ein

Gesprächsthema, das verbindet. Und

viele Aktivitäten machen zu zweit auch

einfach mehr Spaß.

Social Media

Inzwischen nutzen viele Männer auch

ihre Social-Media-Kanäle, um aktiv auf

Partnersuche zu gehen. Ein Kommentar

auf ein Posting kann schnell zum Flirt

ausgeweitet werden. Auch Business-Apps

wie Xing oder LinkedIn werden mittlerweile

nicht mehr nur zum professionellen

Netzwerken genutzt.Berufliche Gemeinsamkeiten

können schließlich schnell eine

gemeinsame Interessenbasis schaffen.

Mobile Dating-Apps

Wer sich hier anmeldet, ist meist offen für

erotische Abenteuer und unverbindlichen

Sex. Hier können

Männer, die eher

zur lockeren Fraktion

gehören, schnell herausfinden,

wer in der Umgebung

gerade für ein Schäferstündchen

zur Verfügung steht.

Zwar kann bei dem schnelllebigen

Angebot auch mal Stress bei der

Suche nach dem passenden Match

entstehen, die Intention der Beteiligten

ist aber in der Regel unmissverständlich.

gayParship

Wer ernste Absichten hegt, ist bei

Partnervermittlungs-Portalen wie

gayParship besser aufgehoben. Die

Online-Partnersuche blendet rein oberflächliche

Elemente wie das Profilbild

zunächst aus und „matched“ Singles

auf Basis ihres Persönlichkeitsprofils.

Die Partnervorschlagsliste liefert schnell

geeignete Kandidaten mit ähnlichen Vorlieben

und Interessen. gayParship eignet

sich vor allem für Männer, die auf der

Suche nach einer langfristigen Partnerschaft

sind.

Egal, ob sich lockere oder ernste

Absichten hinter der Suche nach

dem geeigneten Partner verbergen,

in der Dating-Welt gibt es immer

noch viele Möglichkeiten Männer

kennenzulernen – und das rund um

die Uhr.


ENTDECKE GRUPPEN

In den Gruppen finden sich Menschen die sind wie du, man tut sich zusammen um

Spaß zu haben oder um miteinander zu diskutieren - du entscheidest.

Du kannst kostenlos einer Gruppe beitreten oder selbst eine gründen.

WEITERE INFOS

planetromeo.com/de/groups


MUSIK

NEWCOMER

AJ MITCHELL:

„Während sich meine Kumpel verliebten, war ich komplett

auf meine Karriere fokussiert“

Fast kann er einem ein bisschen

leidtun. AJ Mitchell muss

im hintersten Winkel der Berliner

Soho-House-Bar auftreten. Während

der blutjunge Amerikaner auf

der winzigen Bühne ein paar Lieder

seines Debütalbums „Skyview“

vorstellt, essen, trinken und quasseln

die meisten Mitglieder dieses

Privatklubs ununterbrochen weiter.

Einige Influencer versuchen, den

Auftritt zu filmen, was aufgrund der

schummerigen Beleuchtung gewiss

eine Herausforderung ist. Wohl dem,

der ein Smartphone mit einer guten

Kamera besitzt ...

So gesehen hat der Sänger nicht den

besten Start in Deutschland. Er bleibt

trotzdem gelassen, nein, besser: Er lächelt

alle Widrigkeiten tapfer weg. Für den Song

„Slow Dance“, bei dem normalerweise Ava

Max seine Duettpartnerin ist, setzt er sich

an sein Keyboard. Diese reduzierte Version

zeigt, wo seine Stärke liegt – der 18-Jährige

hat eine markante Stimme, mal legt sie

sich über Popmelodien, mal über R ’n’ B.

Seine Plattenfirma preist ihn als neuen

Justin Timberlake, Kritiker nennen ihn in

einem Atemzug mit Justin Bieber oder

Shawn Mendes. All diese Vergleiche seien

durchaus schmeichelhaft, sagt er am

nächsten Morgen beim Interview: „Aber

letztlich bin ich einfach ich selbst.“ Wie

wichtig ihm Authentizität ist, betont er

während des Gesprächs wiederholt.

Obwohl er mit 15 nach Los Angeles zog,

verhehlt er nicht, dass er eigentlich aus

einer Kleinstadt stammt. Er wuchs im

ländlichen Illinois auf. Mit seinen Freunden

stromerte er gern draußen umher,

entweder radelten sie zu irgendwelchen

leer stehenden Häusern oder sie spielten

Basketball.

Parallel dazu entwickelte AJ Mitchell seine

Leidenschaft für Musik. „Bei uns zu Hause

stand ein ziemlich ramponiertes Klavier“,

erinnert er sich. „Die Kirchengemeinde hatte

es uns geschenkt.“ Auch wenn die Tastatur

nicht mehr komplett war, spielte er bereits

als Vierjähriger auf diesem Instrument.

Er nahm Unterricht, mit sechs begann er,

eigene Stücke zu schreiben. Die postete er

sieben Jahre später in seinem Instagram-

Account, nebst einigen Coverversionen:

„Ich wollte wissen, was andere

von meiner Musik hielten.“

Offensichtlich viel. Seine Fangemeinde

wuchs stetig. Zudem

wurde das YouTube-Kollektiv

Team 10 auf ihn aufmerksam,

es holte AJ Mitchell nach Los

Angeles: „Wir haben alle in

einem Haus gewohnt.“

Jedoch: Die Atmosphäre

war seltsam.

„Meistens saß jeder

in seiner Ecke

und ignorierte

die anderen“,

erzählt er.

„Bis die Kamera anging. Dann machten alle

plötzlich auf beste Freunde.“ Dieses ewige

Hin und Her schaffte ihn: „Für mich fühlte

sich das nicht echt an.“

Es war ein Segen, dass er seinen Manager

kennenlernte, der AJ Mitchell bei sich

aufnahm. Nachdem er seinen Plattenvertrag

unterschrieben hatte, holte er seine

gesamte Familie zu sich nach Kalifornien.

Mit der Midtempo-Nummer „All My Friends“

schaffte er den Sprung in die Top 20 der

US-Charts. Diese Fremdkomposition

spricht ihm aus der Seele: „Während sich

meine Kumpel verliebten, war ich komplett

auf meine Karriere fokussiert.“ Das kam

nicht bei jedem gut an. Mitten in einer

Songschreiber-Session kriegt AJ Mitchell

eine Textnachricht von einem Freund. Er

teilte ihm mit, einige Teenies an seiner

alten Schule würden über ihn

herziehen, nach dem Motto „AJ

hält sich nun für berühmt“.

Das traf ihn hart: „Ich fragte

mich, warum die Leute so

viel redeten.“ Aus dieser

Überlegung heraus

entstand das groovige

R ’n’ B-Stück

„Talk so much“:

„Das ist aber

kein wütendes

Lied. Ich habe

eher mit einem

Augenzwinkern

die Situation

analysiert.“

*Dagmar Leischow

FOTO: SONY MUSIK


MUSIK

VERLOSUNG

Dermot Kennedy

aus Irland

Wie von uns Anfang 2019 prophezeit,

startete der stimmstarke Kerl ganz groß

durch. Sein erstes Album „Without Fear“

schaffte es dank Hits wie „Power Over

Me“ und „Outnumbered“ auf Platz 1 der

UK-Charts, die Konzerte des Iren sind

begehrt. Wir verlosen sein Album auf

www.blu.fm/gewinne.

TIPP

Balbina:

„Punkt.“

Keine Konzerte mehr, keine Auftritte,

keine Plattenfirma mehr, vor der sie

jede kreative Entscheidung verteidigen

muss. Balbina hat sich eingeschlossen

und ist im Studio nur noch mit sich

selbst in den Ring gestiegen. Musikalisch,

sprachlich, vor allem aber auch

emotional. Das Ergebnis erscheint nun

auf ihrem eigenen Label Polkadot. Ihr

viertes Album heißt passenderweise

„Punkt.“. Schließlich hatte Balbina bei

der Albumproduktion nicht nur das erste,

sondern auch das letzte Wort. Und

das hört man. Erstmals nicht nur auf

Deutsch, sondern auch auf Englisch.

POP

Kesha:

„High Road“

Die Künstlerin, die uns Hits wie „Tik

Tok“, „Woman“, „Good Old Days“

(mit Macklemore), „Timber“ und

„We R Who We R“ brachte, hat viel

durchgemacht. Jahrelange Prozesse

mit der Plattenfirma und gegen ihren

womöglich sexuell übergriffigen

Ex-Produzenten. Trotzdem ist Kesha

bis heute ganz vorne mit dabei in

der Musikwelt – als Sängerin und

Komponistin. Ihr neues Album „High

Road“ ist ein Pop-Soul-Volltreffer!

Unsere Anspieltipps sind „Cowboy

Blues“ und „My Own Dance“. *rä

JAZZ

Erik Leuthäusers

Live-CD

Kennst du Irene Kral und Alan Broadbent?

Nein? So geht es den meisten. Dabei waren

die beiden Künstler in den 1970ern so

wichtig wie Tony Bennett und Bill Evans –

zumindest in Jazzkreisen. Das soll sich nun

ändern, deren Fangruppe soll wachsen! Der

Wahlberliner Sänger Erik Leuthäuser und

Jazzklavier-Prof Wolfgang Köhler möchten

mit ihrem Album „In the Land of Irene Kral

& Alan Broadbent – Live at A-Trane Berlin“

zwei „großartige Musiker ehren sowie ihre

eigene Blickweise auf das Repertoire von

Irene Kral und Alan Broadbent teilen“, verrät

Erik Leuthäuser. Hier ist er 2020 live zu

erleben: www.bar-jeder-vernunft.de. *rä

COMEBACK

La Roux

Die queere Sängerin von Hits

wie „In for the Kill“, „Uptight

Downtown“ und „Bulletproof“ meldet

sich zurück.

Im Februar soll ihr neues Album

„Supervision“ erscheinen, die neue

Single „International Woman of

Leisure“ erschien im Oktober 2019.

Zudem kündigt Elly Jackson alias La Roux

eine Welttournee wird es geben – auch ein

Konzert in Berlin steht an. So viele gute

Nachrichten für all die Fans! Fünf Jahre

nach ihrem letzten Album „Trouble in

Paradise“ (ein Top-10-Erfolg in UK)

und einige Jahre nach ihrem Mitwirken

bei so unterschiedlichen Projekten wie

dem „Absolutely Fabulous“-Kinofilm

und einem Album von Disco-Meister

Cerrone meldet sich die Künstlerin wahrlich

mit einem Paukenschlag zurück. *rä

www.facebook.com/laroux

FOTO: E. MILES


MUSIK

INTERVIEW

JOEL VON

LERBER:

„...durchaus etwas Mut ...“

Der 1991 in Basel geborene Wahlberliner

begeistert an einem für die heutige Zeit

scheinbar ungewöhnlichen Instrument: an der

Harfe. Wir trafen ihn zum Interview.

Wie kamst du eigentlich zur Musik?

Ich war tatsächlich vier Jahre alt, als ich zu meinen

Eltern sagte, dass ich Harfe spielen will. Die dachten

natürlich zuerst, das sei ein Witz und geht vorbei, aber

sie unterstützten mich sofort. Meine erste Harfe war

eine kleine irische oder auch keltische Harfe, wie du

sie von dieser Biermarke kennen kannst ...

FOTOS: DANIEL DOMINIK, LOCATION: PROVOCATEUR BERLIN

Aber wie kamst du denn auf dieses

Instrument?

Wir hatten keinen Fernseher, woher ich das haben

könnte. Aber irgendwas wird mich natürlich inspiriert

haben. Wie genau ich darauf kam, weiß ich bis heute

nicht. Auf jeden Fall bin ich diesem Instrument treu

geblieben – die Leidenschaft wuchs sogar von Jahr zu

Jahr. Mit 12 oder 13 bin ich auf die größere Doppelpedalharfe

umgestiegen.

Warst du ein Wunderkind?

Auf keinen Fall! (lacht) Ich bin dankbar dafür, dass ich

so früh zu dem Instrument gefunden habe, ab sechs

hatte ich schon Unterricht an der Harfe. Ich hatte

natürlich ein gewisses Talent ...

Hörst du es raus, wenn der Klang der Harfe

vom Computer kommt und nicht „echt“ ist?

Ich maße mir an, dass ich das mitunter kann.

Spielst du lieber im Orchester oder solo?

Ich spiele mehr Solokonzerte als im Orchester. Man

kann auf der Harfe unheimlich viele verschiedene

Stücke spielen, die Harfe ist ein sehr vielseitiges Instrument,

auch vom Klang her.

Deine erste CD erscheint dieser Tage ...

Ja, meine erste Solo-CD. Da hat durchaus etwas Mut

dazugehört, das via Crowdfunding zu stemmen. Aber

schon nach zwei Tagen hatte ich mein Ziel erreicht

und die CD konnte produziert werden! Im September

waren dann die letzten Aufnahmetage für meine

Debüt-CD.

*Interview: Michael Rädel

www.joelvonlerber.com

www.instagram.com/joelvonlerber

www.costarecords.com


MUSIK

FOTOS: T. WALKER

TIPP

SEX, DRUGS &

HARRY STYLES

Sie sind die Ausnahmen der

Regel und man kann sie an

einer Hand abzählen: Bobby Brown,

Robbie Williams, Justin Timberlake.

Doch auch Harry Styles ist nun

jemand, der in diesen exklusiven

Klub aufgenommen wurde und das

eigentlich Unmögliche geschafft

hat: aus einer Boyband heraus eine

Solokarriere zu starten.

Und das sogar auf eine Art und Weise, als

wäre es das Einfachste der Welt. Wenn

man aber auch, wie Harry, die neue Karriere

gleich mal im Frühling 2017 mit einem

sechsminütigen Pianosong als erste Single

startet und die dann frech „Sign Of The

Times“ nennt, um an niemand Geringeren

als Prince zu erinnern, dann hatte man

nicht eine Sekunde Zweifel daran gehabt,

dass man es verdient, auf eigenen Füßen

zu stehen und auch ganz alleine ein Star

zu sein. Das sahen seine alten One-Direction-Fans

dann offensichtlich genauso.

Und nicht nur die – denn sonst hätte

er es mit dem einfach nach sich selbst

benannten Debütalbum bestimmt nicht

in satten 55 Ländern auf die Nummer eins

geschafft. So weit, so gut, kann man also

sagen.

Mit dem neuen, zweiten Werk „Fine Line“

soll es nun selbstverständlich so weitergehen,

und dass Harry genau weiß, wem er

seinen anhaltenden Erfolg zu verdanken

hat, bewies schon die Listening Session

zum neuen Album in Berlin, bei der auch

gleich fünfzig Fans in die neuen Lieder

reinhören konnten. Die einzige Frage, die

danach noch blieb, war die nach „Eroda“ –

einer Insel, die in den Social-Media-Feeds

seiner Fans auftauchte und die irgendetwas

mit dem neuen Album zu tun hat,

obwohl sie gar nicht existiert. Oder doch?

Dass sich Harry eine Insel leisten könnte

und ihr auch den Namen seiner Wahl

geben dürfte, bezweifelt niemand, aber

die kleine Webseite, die Eroda und all ihre

Sehenswürdigkeiten anpreist, lässt einen

trotzdem nur raten, was das Ganze mit der

neuen Musik zu tun haben soll. „No Land

Quiet Like That“, behauptet die Onlinepräsenz.

Eine interessante Kampagne jedenfalls, die

man aber an sich gar nicht nötig gehabt

hätte, wenn die neuste Single schon gleich

„Watermelon Sugar“ heißt und damit (angeblich)

auf den männlichen Lusttropfen

anspielt – speziell bei Oralsex. Überhaupt

soll es in den Songs auf der neuen Platte

vor allem um Sex gehen … und darum, sich

traurig zu fühlen. Mmmh – es scheint, als

würde Harry da irgendetwas falsch

machen, und das, obwohl er sogar zugab,

dass er während der Entstehung der

Songs auch gerne zu psychoaktiven

Drogen gegriffen hat.

Zu weiteren Spekulationen lädt dann noch

der Veröffentlichungstermin des neuen

Albums ein – das ist nämlich der 13. Dezember,

ausgerechnet (und zufälligerweise?)

der Geburtstag seiner Ex-Freundin

Taylor Swift. Da kann jetzt jeder reininterpretieren,

was er will – von einer feinen

Stichelei bis hin zur Vermutung, dass sie

irgendwo am Album mitgewirkt hat. Aber

natürlich kann es auch nur Zufall sein,

denn es ist ja nicht so, dass Harry Hilfe

bräuchte, außer die seiner Freunde Kid

Harpoon (Florence + The Machine) und

Tyler Johnson (Sam Smith, Ed Sheeran),

mit denen er auch schon für das Debüt

zusammengearbeitet hat und die als Produzenten

und Songwriter wieder mit an

Bord waren. Zwölf Tracks sind es geworden

– und plötzlich ist all das Drumherum gar

nicht mehr so wichtig, denn endlich haben

wir die neue Musik. Und die lässt nur einen

Schluss zu: dass Solostar Harry Styles

gerade erst angefangen hat, seinen Weg zu

gehen. Wir werden ihn dabei noch ein paar

Meter begleiten … *fis


MUSIK

FOTO: P. FISK

TOUR

TRAUMWELT DER

KLEINTIERLADENJUNGS

Wow, sie kommen 2020 auf Tour!

Und wow, was für eine klasse

Zusammenarbeit!

Das legendäre schwule Synthiepop-Duo

trifft auf die derzeit angesagteste queere

Band. Vor Kurzem erschien ihre Single

„Dreamland“ aus dem neuen Album „Hotspot“,

die sie zusammen mit der queeren

Band Years & Years

aufgenommen

haben – thematisch

dreht es sich auch

irgendwie um den

Brexit, aber genauso

auch um das

PSB-Dauerthema

Sehnsuchtsorte als

Interpretationsraum

und Projektionsfläche

für queere

und verschiedenste

andere Zielgruppen.

Ein Erfolgsrezept.

Passend also, dass mit „Dreamland“ zeitgleich

die Tour „Dreamworld: The Greatest

Hits Live“ angekündigt wurde. Die erste

offizielle „Best of“-Konzertreihe in 39

Jahren Bandgeschichte.

Sie startet am 1. Mai (!) in der ehemals

geteilten Stadt Berlin, deren Spirit der

Wiedervereinigungsjahre Anfang der

1990er wohl einer der Hauptgründe für

den weltweiten Erfolg von „Go West“ war.

Das Cover von „Dreamland“ ist dann auch

eine Mauer, sogar eine Berliner Mauer.

Visuelle Symbolik ist den Herren Chris

Lowe (60) und Neil Tennant (65) ähnlich

wichtig wie das

Austüfteln von bis an

die Schmerzgrenze

gehenden, akustischen

Achterbahnfahrten für

ihre kleinen und großen

Liedermacherkunstwerke.

Da darf gerne

zwischen pathetische

Schnulzenstreicher,

synthetische Fanfaren,

sonore Engelsstimme,

russische Männerchöre

und minimalen

Elektro kein Seufzer

und keine Kuhglocke mehr passen. Dazu

ein völlig konträr abstraktes Foto, Outfit

oder Logo: Fertig ist der Welthit, der vom

Fußballfan bis zur queeren Diva mitgesungen

wird und aus dem sich oft erst in

der Rückschau und eingebettet in den

popkulturellen Gesamtkontext seiner

Entstehungszeit ein unerwartet tiefsinniges

und umfangreiches Kunstkonzept

ableiten lässt.

Als ihre erste Single 1984 „Opportunities“

(wurde erst 1985 als Remix ein Hit) relativ

erfolglos veröffentlicht wurde, dachte

niemand daran, dass sie mit der zweiten

Single „West End Girls“ gleich die Charts

anführen würden und auch Jahrzehnte

später ein Dauerabonnement für die

Charts besitzen. Wirklich niemand? PSB

sangen darin: „Oh, there’s a lot of opportunities

if you know when to take them ...“

*ck/rä

Pet Shop Boys „Dreamworld:

The Greatest Hits Live“

1.5. Berlin – Mercedes-Benz Arena,

2.5. Köln – Lanxess Arena,

8.5. Leipzig – Quaterback Immobilien Arena,

10.5. Stuttgart – Mercedes-Benz Arena,

19.5. München – Olympiahalle,

20.5. Frankfurt – Jahrhunderthalle,

22.5. Hamburg – Barclaycard Arena,

www.pesthopboys.co.uk/tour


POP

m people „Gold“

MIT BAND

Sie begannen 1991 und hörten 1999 auf, dazwischen

sorgten sie für jede Menge Hits in den Charts und Klubs: m

people. Jetzt erscheint eine chronologische und umfassende

Werkschau.

„Gold“ von m people

vereint auf der ersten

CD Hits wie „Open Your

Heart“, „Someday“,

„One Night in Heaven“

und „Just for You“, und

auf der zweiten CD

gibt es dann Albumstücke

(da jedes Album

vorderste Chartpositionen

erreichte, wurden

auch nicht veröffentlichte

Lieder populär, diese findet man hier). CD drei bringt

die Remixe, die in den Klubs abräumten, „Love Rendezvous

(K-Klass Klub Mix)“ zum Beispiel oder auch „Moving on Up

(Roger S Gospel Revival Mix)“. Sehr, sehr schön! *rä

AB 23.11.2020 AUF NEUER TOUR

27.11. Oberhausen, 01.12. Frankfurt a.M. , 02.12. Hamburg, 04.12. Berlin,

09.12. Stuttgart, 17.12. Köln und viele weitere Städte

TOUR 2021

AB 02.03.2021 AUF TOUR

02.03.21 Köln, 05.03.21 Kiel, 06.03.21 Hannover, 07.03.21 Hamburg,

09.03.21 Bremen, 10.03.21 Oberhausen, 11.03.21 München

MAITE KELLY

LIVE 2020!

DIE ZUSATZTOUR

LIEBE LOHNT SICH

Mit noch mehr Herz + neuen Überraschungen

AB 26.09.2020 AUF TOUR

26.09. Dortmund, 27.09. Hamburg, 01.10. Berlin, 05.10. Leipzig, 08.10. Köln,

12.10. Frankfurt a.M. und viele weitere Städte

FOTO: SONY MUSIC

DIE NEUE LIVE TOUR 2020

TOUR

Courage World Tour

Céline Marie Claudette Dion, am 30. März 1968 in Kanada

geboren, ist eine der erfolgreichsten Sängerinnen der Welt.

Sie ist die Stimme von „I’m Alive“, „Pour que tu m’aimes

encore“, „Falling Into You“, „The Power of Love“, „My Heart

Will Go On“, „Loved Me back to Life“, „Think Twice“ und „A

New Day Has Come“ sowie „Immortality“ mit den Bee Gees

... Jetzt kommt sie mit einem neuen Album – an dem auch

David Guetta mitmischte – auf Tour. Und wir verlosen Karten

auf www.blu.fm/gewinne! *rä

17.6.2020, München, Olympiahalle, 19.6.2020, Mannheim,

SAP Arena, 21.6.2020 Köln, LANXESS arena, 22.6.2020,

Hamburg, Barclaycard Arena, 22.7.2020 Berlin, Waldbühne,

www.celinedion.com

AB 04.11.2020 AUF TOUR

08.11. Mannheim, 16.11. Berlin, 20.11. Köln, 21.11. Hamburg,

29.11. Frankfurt a.M., 30.11. Stuttgart, 02.12. München und viele weitere Städte

SEMMEL CONCERTS AND

RCI GLOBAL PRESENT

www.eventim.de

EUROPE

TOUR 2021

AB 11.02.2021 AUF TOUR

11.02. Berlin, 17.02. München, 19.02. Köln, 25.02. Stuttgart, 20.03. Oberhausen,

22.03. Hamburg und viele weitere Städte


FILM

INTERVIEW

RUPERT GOOLD:

„JUDY“

Dieser Tage soll „Judy“ in den

Kinos anlaufen. In dem Film

spielt Oscar-Preisträgerin Renée

Zellweger Judy Garland, die Mutter

von Liza Minnelli. Das Mädchen, das

mit seiner Darstellung der Dorothy

in „Der Zauberer von Oz“ 1939

weltberühmt wurde und mit seiner

glockenklaren Stimme „Over the

Rainbow“ sang, ist die wohl erste

Szene-Ikone. Die Künstlerin war

schon zeitlebens ein Liebling der

Community, wichtig für alle Queers

wurde sie durch den am Tag ihrer

Beerdigung ausgelösten Stonewall-

Aufstand, der die Geburt des Christopher

Street Days darstellt. *rä

Mr. Goold, welchen persönlichen

Bezug hatten Sie zu Judy Garland,

bevor Sie mit der Arbeit an Ihrem

Film „Judy“ begannen?

Kennengelernt habe ich Judy natürlich,

wie sicherlich viele von uns, dank

„Der Zauberer von Oz“ und „Over the

Rainbow“. Da muss ich noch echt jung

gewesen sein. Auf jeden Fall erinnere ich

mich noch daran, dass Judy und der Film

mich danach noch monatelang in meinen

Träumen begleitet haben. Ich glaube, für

eine Weile dachte ich damals sogar, das

hätte ich alles nur geträumt, bis ich den

Film dann zwei Jahre später noch einmal

gesehen habe. Aber viel mehr Berührungspunkte

gab es dann erst einmal

nicht mehr.

Sie kannten keine anderen Garland-

Filme?

Sagen wir mal so: Es gab erschreckend

viele, die ich nicht gesehen hatte. Angefangen

von den „Andy Hardy“-Filmen,

die sie als Jugendliche gedreht hat, bis

hin zu „A Star Is Born“. Und auch mit der

Bedeutung, die Judy zum Beispiel für viele

Schwule oder Dragqueens hat, hatte ich

im Grunde nicht viel zu tun. Wobei mir die

wieder sehr konkret und auf wunderbare

Weise ins Bewusstsein gerufen wurde, als

der wunderbare Dragkünstler Dickie Beau

vor ein paar Jahren ein Gastspiel am von

mir geleiteten Almeida Theatre in London

hatte. Er weckte definitiv mein Interesse

an Judy Garland, nicht zuletzt an ihrer

theatralischen Seite.


FILM

Wo wir gerade bei der LGBTIQ*-

Community sind: In „Judy“ kommt

ein schwules Paar vor, das regelmäßig

in Garlands Londoner Show

kommt und sie eines Abends auch

persönlich kennenlernt. Sind die

beiden reine Fiktion oder gibt es eine

reale Vorlage?

Uns war immer klar, dass wir einen Weg

finden wollten, ihre schwulen Fans in die

Geschichte einzubinden, denn ihr Bezug

zu der Community ist ja ohne Frage ein

zentraler Teil ihrer Ikonografie. Zunächst

überlegten wir, ob es einen Weg gäbe, den

Film mit ihrem Tod enden zu lassen und

die Stonewall-Unruhen miteinzubeziehen.

Aber das passte einfach nicht.

Aber wie kamen Sie dann

auf dieses schwule Paar?

Irgendwann fiel dem Drehbuchautor

Tom Edge und mir

die Parallele auf zwischen Judy

gegen Lebensende allein in

London und dem „Zauberer

von Oz“. Weit weg der Heimat

versucht sie eigentlich nur,

nach Hause zu finden, und

macht dabei interessante

Zufallsbekanntschaften. Tom

zauberte dann den Einfall

aus der Tasche, dass sie die

beiden am Bühneneingang

kennenlernt, was 59,204 sich plötzlich mm

zu einer ganz neuen, geradezu magischen

Szene auswuchs. Nicht nur ein kleiner Moment,

sondern zehn Skriptseiten! Und in

die floss alles ein, was wir aus Gesprächen

mit besagtem Dickie Beau und anderen

schwulen Freunden über die Diskriminierung

und Unterdrückung von Homosexuellen

in der damaligen Zeit und eben Judy

Garlands Bedeutung für viele Schwule

wussten.

Glauben Sie, Garland wäre damals

tatsächlich mit zwei Fremden nach

Hause gegangen?

Ich halte es zumindest nicht für vollkommen

aus der Luft gegriffen. Sie hatte ja

wirklich eine enge Bindung an ihre schwule

Fangemeinschaft und war generell niemand,

der sich komplett abgeschottet hat.

Aber natürlich kommt da auch eine fiktive

Überhöhung mit ins Spiel. So eine Art magische

Wunscherfüllung à la „Notting Hill“.

War die Gratwanderung zwischen

historischen Fakten und Fiktion

schwierig?

Eigentlich nicht. Wir haben natürlich viel

recherchiert, aber es geht hier um einen

Spielfilm, und kein Mensch kann alle

Details von damals kennen oder weiß,

was Judy wann gesagt oder gedacht hat.

Trotzdem war es natürlich von zentraler

Bedeutung, dass die wichtigsten

Figuren alle real und wahrhaftig sind, von

ihrem letzten Ehemann Mickey Deans

bis zu Rosalyn Wilder, die in London ihre

Produktionsassistentin war. Letztere war

auch regelmäßig am Set und hat uns

beraten. Und wir haben viele Gespräche

mit Menschen geführt, die Judy in dieser

Zeit in London gesehen haben. Komplett

erfunden haben wir wirklich nur

das schwule Paar. Aber das heißt nicht,

dass wir damit Wahrhaftigkeit eingebüßt

haben.

Haben Sie auch Kontakt zu Garlands

Kindern aufgenommen?

Das habe ich den Produzenten überlassen.

Es war nicht so, dass wir ihren Segen

brauchten, schließlich ist Judy eine Person

des öffentlichen Lebens und weite Teile ihrer

Arbeit sind frei verfügbar. Natürlich habe ich

das Buch ihrer Tochter Lorna Luft gelesen

und auch das von Mickey Deans. Aber ich

hatte kein Interesse daran, Lorna oder ihren

Bruder persönlich zu treffen. Das hätte mir

für die Arbeit am Film nicht wirklich etwas

gebracht. Für Lorna haben wir dann später

auch ein Screening des Films arrangiert,

allerdings hatte ich da gerade Theaterproben

und konnte nicht dabei sein. Deswegen kann

ich Ihnen dazu gar nicht so viel sagen.

Ist „Judy“ für Sie eigentlich

auch ein Weg, dafür zu

sorgen, dass Judy Garland

heutzutage nicht in Vergessenheit

gerät?

Vielleicht, ja. Auf dem Weg zu

unserer Weltpremiere beim Filmfestival

im amerikanischen Telluride

saß ich auf dem Weg den

Berg hoch in einer Gondel mit

zwei jungen Frauen, die sicherlich

jünger als 25 Jahre waren und

noch nie von Judy Garland gehört

hatten. Das hat mich dann doch

fast überrascht. Wobei ich von

Beginn an immer sichergestellt

habe, dass wir einen Film drehen, der auch

für Menschen funktioniert, die nichts über

Judy, ihr Leben und ihre Arbeit wissen.

Deswegen war der Kern der Geschichte

also: Eine Frau arbeitet trotz körperlicher

Probleme bis zum Umfallen, um wieder zu

ihren Kindern zurückkehren zu können –

immer wichtiger als noch eine Anspielung

an Mickey Rooney. Unser Film sollte alle

zufriedenstellen, die Neulinge genauso wie

die Gay-Community oder Hardcore-Fans

wie meine Schwiegermutter.

*Interview: Patrick Heidmann


FILM

MÄNNER-

FREUNDSCHAFTEN

DVD

FOTOS: MISSINGFILMS

„Früher gab es aber nicht so

viele von euch ...“ – „Man hat

das Gefühl, man muss jetzt schwul

sein.“ – „Ich bin schwul, warum

muss ich mich jetzt queer nennen?“

Mann-männliche Gefühle sorgen

bis heute für jede Menge Gewalt,

Vorurteile, Repressalien, dumme

Äußerungen und Angst.

Dabei sollte es doch ganz egal sein, wer

wen liebt, solange keiner davon zu Schaden

kommt. Da hat sich keine Regierung

entzweiend und diskriminierend einzumischen,

kein Schulrat, kein Traditionalist,

kein religiöser Eiferer, kein Jugendhausleiter,

keine Verwandtschaft und schon gar

kein Depp in der U-Bahn, der damit halt

nicht klarkommt, weil „voll eklig, Alter“.

Es gibt heute zudem nicht mehr Menschen,

die gleichgeschlechtlich lieben, sie

trauen sich nur in mehr und mehr Staaten,

sich zu zeigen und gleiche Rechte einzufordern.

Und wie schnell diese in Gefahr

sind, zeigt ein Blick in die Programmbücher

der Lieblingspartei der besorgten Bürger.

Wie man sich nun definiert, sollte jedem

selbst überlassen sein, niemand wird

gezwungen, aus schwul queer zu machen.

Und wirklich kein Queer verlangt

von seinem Gegenüber, die Sexualität zu

wechseln. „Die Heten“ hingegen schon in

den meisten Ländern dieser Welt. Homosexuelle,

Trans* und Inter werden versteckt,

verfolgt, gedemütigt und umgebracht –

auch 2019.

Rosa von Praunheims aktueller Film

„Männerfreundschaften“ nähert sich dem

Thema der sexuellen Identität ebenso

leicht wie unterhaltsam und gehaltvoll.

Sein Film ist eine schwule Zeitreise durch

die Jahrhunderte und geht so mancher

Männerfreundschaft auf den Grund. Oder

auch Goethes Italienreise, in der der große

Wolfgang die Lust an jungen Männern

entdeckte ... „Queergelesene Inszenierungen

von Briefwechseln, Lyrik und

dramatischen Texten an den Orten ihres

Entstehens werden durch Interviews mit

Literaturwissenschaftlern und Historikerinnen

kommentiert“, verrät missingFILMs

dazu. „So entsteht ein schillernder, abwechslungsreicher

Film, der Genregrenzen

sprengt und auf unterhaltsame Weise die

Homoerotik und Homosexualität in der

Weimarer Klassik beleuchtet.“ *rä

KINO

Darkroom – Tödliche Tropfen

In seinem 2019er-Film verarbeitet

der LGBTIQ*-Aktivist Rosa

von Praunheim einen Todesfall

aus den letzten Jahren,

der aufgrund des Orts, einer

Darkroom-Bar, medial (Social

Media!) für viel Aufsehen sorgte.

„Darkroom – Tödliche Tropfen“

ist die Geschichte einer Liebe,

die auf die schiefe Bahn gerät.

Lars und Roland ziehen in Berlin

zusammen und führen eine

scheinbar glückliche Beziehung.

Was Roland nicht

weiß: Lars ist heimlich

nachts unterwegs und ist

gegenüber Drogen und

anderen Erfahrungen

mehr als offen ... Gut zu

wissen: Katy Karrenbauer

spielt mit! *rä

missingfilms.de

FOTO: MISSINGFILMS


AUSSTELLUNG

Der erste

schwule Film

FILM

Er erblickte 1919 das Licht der Welt – und

war natürlich ein Skandal: „Anders als

die anderen“ von Richard Oswald erzählt

die Geschichte einer Liebe, die damals

verboten war.

Der Paragraf 175 (der bis 1994 in ähnlicher

Form fortbestand!) sorgte damals für Leid,

Selbstmorde, Verleumdung, Folter und

Gefängnis. Im Zentrum des Films steht

der Violinist Paul Körner, der sich in einen

Studenten verliebt. Ihre Beziehung gerät

zum Skandal und der Film entwickelt sich

zur Tragödie. Sinnbildlich für unzählige

Schicksale! Seit Ende Oktober widmet sich

das Schwule Museum diesem so wichtigen

Film, der damals direkt verboten wurde –

obwohl als „sozialhygienisches Filmwerk“

zuerst erlaubt.

Die Originalfassung des Films ist nicht

mehr erhalten, obwohl Magnus Hirschfeld

sich dafür einsetzte. Es existiert aber eine

Version, die aus geretteten Teilen von

Conrad Veidt, um 1925, Foto: A. Binder, Berlin. Quelle: Deutsche Kinemathek-Fotoarchiv

Kopien zusammengeschnitten wurde und

ungefähr dem Original entspricht.

„Eingebettet ins Zeitgeschehen zeichnet

die Ausstellung die Lebensläufe der

Mitwirkenden nach, etwa von Richard

Oswald, Conrad Veidt, Anita Berber,

Magnus Hirschfeld und Karl Giese“, verrät

das Schwule Museum. Der Kurator ist

Wolfgang Theis, der das Museum 1984

mitgegründet hat und „diese Ausstellung

als seine allerletzte ankündigt. Auf der

Vernissage möchten wir ihn noch einmal

angemessen bejubeln.“ *rä

„Anders als die anderen“, die Ausstellung

läuft bis zum 21. Februar, Schwules

Museum, Lützowstr. 73, Berlin,

www.schwulesmuseum.de

KINO

Jean Paul Gaultier im Kino

FOTOS: STUDIOCANAL

ENTDECKEN SIE DIE GESCHICHTE

DER VERRÜCKTESTEN SHOW DER

WELT

„Ich glaube an Mode, die man jeden

Tag tragen kann und nicht nur auf dem

Laufsteg“, verriet das am 24. April 1952 geborene

Modegenie einmal. Und das, obwohl er ja

auch dadurch berühmt wurde, dass Madonna

sein BH-Korsagen-Outfit bei Konzerten und in

Talkshows trug. Etwas Mut verlangt der gute

Freund von Amanda Lear schon.

Im März 2020 läuft nun eine Dokumentation

von Regisseur Yann L'Hénoret zu Gaultiers

„Fashion Freak Show“ im Folies Bergère in den

Kinos an: „JEAN PAUL GAULTIER: FREAK &

CHIC“.

„Sein berühmter Teddybär trifft dabei auf die

großen Ikonen der Leinwand; Dance-Offs

zwischen Bauarbeitern und Voguern; Musik,

Unmengen von Glitzer und natürlich Dutzende

von legendären Looks – von Madonnas

konischen BH bis zu den Matrosenhemden,

die zu seinem Markenzeichen geworden sind“,

verrät das Studio dazu. „Gaultier lässt in seiner

Show 50 Jahre Popkultur Revue passieren und

geht dabei weit über die bloße Schilderung

der 1001 Leben des ewigen Enfant terrible der

Mode hinaus.“ Gut zu wissen: Nile Rodgers,

der schon mit Diana Ross, Sister Sledge, David

Bowie, Madonna, Chic und Daft Punk Musikgeschichte

geschrieben hat, entwarf den

Soundtrack für die „Fashion Freak Show“. *rä

www.jeanpaulgaultier.com

IM KINO


KUNST

Robin Rhode „PARADISE“ 2016

AUSSTELLUNG

FREIHEIT,

RASSISMUS

UND AIDS

Der aus Südafrika stammende

Wahlberliner Robin Rhode stellt im

Kunstmuseum Wolfsburg aus.

Rhodes von Street-Art der 1990er

und der Performance-Kunst der

1960er mitbeeinflussten Werke

sind geprägt von seinem Leben

und seinen Erfahrungen. Vom

28. September 2019 bis zum 9.

Februar 2020 zeigt sie das Kunstmuseum

Wolfsburg im Rahmen

der Ausstellung „Memory Is the

Weapon“ auf mehr als 800 Quadratmetern.

„Politische Kunst muss

kein Monument sein, um eine Wirkung

zu haben“, verrät der 1976

in Kapstadt geborene Schnauzbartträger

beim Presserundgang.

„Ich versuche, mit leichten Mitteln

Kunst zu erschaffen, die etwas

zu sagen hat“ – entstanden auch

mal innerhalb einer Stunde, egal

ob expressive Zeichnungen oder

energiegeladene Performances.

Sein Output kann ein mit Kreide

gemaltes Fahrrad sein, das er mittels

der Fotografie besteigt, oder

auch Nationalflaggen inszeniert

mit Mauersteinen – ebenfalls

liegend an einer Wand.

„Wertvolle Kunst muss beim Entstehen

nicht lange dauern“, darauf

legt er Wert, trotzdem steckt in

seinen Bildern und Fotografien,

die einen Menschen mit Motiven

an Mauern oder Gegenständen

interagieren lassen, viel Arbeit und

jede Menge Gedanken.

Seine Arbeiten beschäftigen sich

mit der Ausbeutung der kleinen

Leute, die für wenig Geld unter

schlechten Bedingungen für große

Konzerne arbeiten, sie führen

den Betrachter via Performance

den alltäglichen Rassismus und

das Versagen der Gesellschaft

in den Townships in Afrika vor

Augen. Es geht um Aids, Freiheit

und das Streben nach Glück und

Anerkennung. Eindringlich und

direkt. *rä

www.kuntsmuseum-wolfsburg.de

Robin Rhode „UNDER THE SUN“ 2017

FOTOS: M. RÄDEL


FOTOGRAFIE

SAM MORRIS’

homoerotische Kunst

Im Alter von 18 Jahren startete der britische

Wahl-Berliner Sam Morris mit der Kunst. Inzwischen

werden seine Fotos von Kritikern mit

dem Werk von Tom of Finland verglichen und

Sam hat Hunderttausende Follower.

Wert legt er auf Licht, Ästhetik und eine

entspannte Atmosphäre. Sam Morris versucht,

sich und seine Models so einzufangen, dass es

nicht nach einem Fotoshooting aussieht. Er

versucht, private – mitunter gar romantische

– Momente mit seiner Kamera zu kreieren, mit

einem sehr dicken Schuss (Voll-)Erotik. „Ich

kontaktiere keine Männer, um sie zu fotografieren,

ich warte ab, ob sie sich melden und

Lust auf ein Fotoshooting haben, so ist das

entspannter und die Balance stimmt für beide

Seiten, es entsteht kein Druck.“ Fun Fact:

Sam Morris besuchte die Sylvia Young Theatre

School in London. *rä

www.instagram.com/justsammorris

FOTOS: S. MORRIS

Ab 17.1. erhältlich


BUCH

NACHGEFRAGT

Riccardo

Simonetti:

„Raffi und sein pinkes Tutu“

Eine DER bekanntesten queeren Persönlichkeiten

Deutschlands hat ein Kinderbuch am Start.

Wir fragten nach, warum und warum so.

Queere Themen provozieren gerade viele, mehr

Sichtbarkeit bringt eben auch mehr Negatives. Was

entgegnest du „besorgten Eltern“?

Bei den Lesungen, ich trug ein Tutu, sind die Kinder komplett

vorurteilsfrei an die Sache rangegangen. Ihre Eltern und die Erzieher

auch! Aber viele Eltern im Internet fanden das schlimm

und behaupteten, dass dieses Buch schwul machen würde.

Ich bin erschrocken, wie viele Menschen immer noch unaufgeklärt

sind! Dieses Buch macht nicht schwul und ich auch

nicht. Abgesehen davon, dass das gar nicht ginge. Es ist nie zu

früh, Kinder zu sensibilisieren, dass Liebe auch für das eigene

Geschlecht empfunden werden kann. Das Buch soll positive

Werte und Stärke vermitteln. Und um Sexualität geht es hier ja

überhaupt nicht. Es geht um Anderssein, um Toleranz und eine

offenere Gesellschaft, spielerisch und kindgerecht verpackt.

Für wen ist dein Buch?

Für Kinder und natürlich auch für deren Eltern, denn die lesen

es ja vor. Menschen, die intolerant oder teils sogar homophob

sind, stören sich daran. Aber ich will darauf aufmerksam

machen. Und auch auf die negativen Reaktionen auf das Buch.

Das positive Feedback ist zum Glück sehr viel größer, ich könnte

das negative unter den Teppich kehren, will ich aber nicht.

Denn genau deshalb habe ich dieses Buch ja geschrieben.

Wie autobiografisch ist das Buch?

Es ist kein autobiografisches Buch, aber es hat einige autobiografische

Elemente. Wer mich kennt, erkennt mich vielleicht in

der ein oder anderen Szene.

Ist zu viel des Guten immer wundervoll?

Zuerst einmal soll jeder leben, wie er möchte. Wer bunt sein

möchte, soll bunt sein. Wer nicht, der nicht. Aber nein, man

kann nie zu bunt sein. Niemand sollte gezwungen sein, sich anzupassen.

Den Menschen, die auffallen und auch polarisieren,

haben wir es zu verdanken, dass wir frei schwul leben können.

Hand aufs Herz: Bist du schwul oder queer?

Ich sehe mich als queeren Mann. Das Wort queer ist für mich

politisch aufgeladen. Ich setze als queerer Mann ein Zeichen,

egal, wen ich treffe: die Bundeskanzlerin, Promis in einer

Entertainment-Show oder Fans auf der Straße. Ich strebe kein

heteronormatives Auftreten an, daher bin ich lieber queer.

FOTO: M. RÄDEL

*Interview: Michael Rädel

www.community-editions.de

www.instagram.com/riccardosimonetti


BUCH

KALENDER

YEY, WIE SÜSS!

Augen zum Dahinschmelzen und ein schönes Fell ...

Eigentlich setzt Promi-Fotograf Mike Ruiz sonst Größen wie

Kim Kardashian, Katy Perry, Nicki Minaj, Billy Porter und Nick

Jonas in Szene, jetzt bringt er einen recht ungewöhnlichen

Kalender zum Jahreswechsel auf den Markt: „Bullies & Biceps“.

Der hat nicht nur eine andere Geltungsdauer als seine

Mitbewerber, nämlich vom Dezember 2019 bis in den April

2020, mit dem Erlös wird dann auch noch Gutes getan! Die

hier abagelichteten Fitnessmodels posieren alle mit einem

New Yorker Pitbull. Diese – umstrittene – Hunderasse ist in

den USA recht verbreitet und hat es aber (dadurch) auch

ziemlich schwer. Falsch behandelt, ausgesetzt, gequält leben

sie zuweilen unter schrecklichen Bedingungen. Um ihnen

zu helfen, gibt es die New York Bully Crew. Die braucht

Geld – und das kommt im Idealfall mit diesem Kalender ins

Haus und in die Hundehütte. *rä

www.nybullycrew.org

FOTOS: M. RUIZ

ALTERN

Mann ist immer so alt, wie Mann sich fühlt

Im Zweifelsfall kann das bedeuten,

dass man je nach Tageslaune

mal 95, mal 25 und mal 45

ist. Alles kein Grund für Sorgen

und Drama oder Stress.

Älter werden wir alle. Unaufhaltsam.

Und dass Mann auch auf

sich achten muss, das wissen

alle, die mit Anfang vierzig

schon sehen, wie manch einer

im Freundeskreis ein alkoholgestütztes

Etwas ist, oder die

auch die ersten Herzinfarkte (in

Zusammenhang mit langjährigem Drogenkonsum) beweinen

mussten. Die berühmte, von mittlerweile immer mehr

Wissenschaftlern angezweifelte, Midlife-Crisis setzt ein zur

gefühlten Lebensmitte. Sie kommt, wenn man definitiv nicht

mehr jung an Jahren ist – so ab Mitte oder Ende dreißig kann

es schon losgehen. Da sind sie dann, die Zweifel, ob man denn

alles erreicht hat, was zu erreichen gewesen wäre. Soll man

hinschmeißen und etwas ganz Neues starten? Ist die Beziehung

die, die man sich erträumt hat? Passt der Freundeskreis

oder ist es eher eine oberflächliche Truppe aus Bekannten im

Disconebel oder im Sportklub? Und wie läuft es eigentlich mit

der Familie?

So viele Fragen in einer Lebensphase, in der man eigentlich

vor allem damit beschäftigt ist, Geld zu verdienen. Und dann

kommen noch die ersten Alterserscheinungen: Die Fältchen

werden mehr, die Haare mitunter weiß, der Bauch muss mit

viel mehr Sport bekämpft werden, und ab 3 Uhr morgens

schläft man im Klub ein – ohnehin zählt man dort zu dem

„alten“ Viertel der Besuchermassen.

Zum Thema Altern, nennen wir es lieber Reifen, hat auch

der Reporter Andreas Austilat ein äußerst amüsantes Buch

geschrieben: „Auch das geht vorbei“. Auf über 280 Seiten erzählt

er von einem Mann in der Mitte des Lebens, der „staunt

über diese seltsame Zeit, in der die einen schon Kur machen

(irgendwas mit Rücken) und die anderen neu durchstarten

und in Australien eine Surferbar eröffnen.“ Wunderbar. *rä


BUCH

KULT

Flash Gordon – neuer Comicband

Der Blonde gilt als einer der ersten

Superhelden des 20. Jahrhunderts.

Gerade erschien der zweite Teil der

kultigen Flash-Gordon-Buchreihe.

Der Zeichner und Autor Alex

Raymond schuf mit seinen Comics

eine fantastische Welt, die dann

mehrmals verfilmt – mit dem

Schwimmweltmeister Buster

Crabbe als Flash Gordon – und

immer wieder als Comic verlegt

wurde. 1980 kam der Film mit

einem Soundtrack von Queen

erneut in die Kinos. Und jetzt

erschien eben der Band „Flash

Gordon – Der Tyrann von Mongo“

neu, die Erstveröffentlichung

dieser Comics war 1937 bis 1941.

Hier schlägt er sich nicht nur mit

allerlei Ungeheuern rum, sondern,

der Buchtitel verrät es, mit einem

Bösewicht, wie er nur in den USA

des 20. Jahrhunderts kreiert werden

konnte ...

Große Science-Fiction-Kunst

einer vergangenen Zeit. Sollte man

haben, wenn man Comics mag. *rä

KINDERBUCH

„Bis bald, Opa!“

Mit der immer besser werdenden Gleichstellung

von LGBTIQ*s in Deutschland verändert

sich auch unser Gesellschaftsbild.

Nicht zuletzt ist mit der Ehe für alle die

Liebe zwischen zwei homosexuellen Menschen

immer mehr zur normalsten Sache

der Welt geworden. Auch die Gründungen

von sogenannten Regenbogenfamilien

nehmen zu und gehören mittlerweile zum

allgemeinen Gesellschaftsbild. In der Literatur,

gerade in der Kinderliteratur, ist dies

jedoch nur sehr selten zu finden.

Der deutsch-niederländische Schriftsteller,

Historiker und Pädagoge Lutz van Dijk will

nun Abhilfe schaffen. Mit seinem neuen

Kinderbuch „Bis bald, Opa!““ zeigt er die

Vielseitigkeit unserer Gesellschaft.

Die Hauptfigur des Buchs ist der zehnjährige

Daniel, der in einer bunten (diversen)

Welt lebt. Nach und nach wird der Leser in

die Patchworkfamilie von Daniel eingebunden:

Daniel und seine

Mutter sowie der neue

Freund der Mutter und

dessen Tochter. Drehund

Angelpunkt des

Buchs ist der Besuch

der beiden Opas von

Daniel. Was für andere

ungewöhnlich erscheint,

ist für Daniel

das Normalste auf der

Welt: zwei Opas, die

sich lieben.

Lutz van Dijk nimmt

den Leser mit auf eine Familienreise der

gesellschaftlichen und kulturellen Vielfalt.

Eine Reise, die zeigt, dass auch in einer

bunten Welt die ganz normalen familiären

Alltagsprobleme, Freuden und Sorgen zu

finden sind. So konfrontiert Lutz van Dijk

seine jungen Leser mit der Krebserkrankung

des einen Opas. Das Lutz van Dijk

hier eine Geschichte von

zwei schwulen Männern,

die in Kapstadt leben,

erzählt, kommt nicht von

irgendwoher. Der Autor

gibt mit dem Kinderbuch

„Bis bald, Opa!“ ein großes

Stück seiner eigenen Geschichte

preis. Lutz van

Dijk lebt seit fast zwanzig

Jahren in Kapstadt, wo

er mit seinem Mann

und Freunden aus dem

Township Maisphumelele

das HOKISA-Kinderhaus gegründet hat.

Es ist wohl das persönlichste Buch, das

Lutz van Dijk bisher geschrieben hat. Nicht

ohne Grund widmet er gerade dieses

Buch seinen beiden Kindern und den drei

Enkelkindern in Deutschland sowie seinen

Kindern und Enkelkindern in Südafrika und

seinem Mann Perry. *sea

FOTOS: A. LOURIE

KALENDER

Vielfalt

ist erotisch

Schwule Erotik, das ist mehr als glatte

Muskeln, Twinks und Lederträume.

meat hat auch für 2020 wieder ein

klasse Statement für Vielfalt in Sachen

Sexyness: „Zwölf ganz normale

Männer unterschiedlicher Form, Größe

und Altersgruppe haben sich ausgezogen,

um zu beweisen, dass echte

Männer es draufhaben“, verrät Fotograf

Adrian Lourie über den 2020er-Kalender

von meat. *rä

www.meatzine.com


sol Solitär

WIR LIEBEN HOLZ.

it´s a tree story.

TEAM 7 Berlin, Stilwerk, Kantstraße 17, 10623 Berlin, www.team7-berlin.de

TEAM 7 Hamburg City, D 10, Domstraße 10, 20095 Hamburg, www.team7-hamburg.de

TEAM 7 Hamburg, Stahltwiete 14a (Phoenixhof), 22761 Hamburg-Altona, www.team7-hamburg.de

TEAM 7 Düsseldorf, Stilwerk, Grünstraße 15, 40212 Düsseldorf, www.team7-duesseldorf.de

TEAM 7 Stuttgart, Friedrichstraße 16, 70174 Stuttgart, www.team7-stuttgart.de

TEAM 7 München, Herzogspitalstraße 3, 80331 München, www.team7-muenchen.de

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