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Resonanz

Neuigkeiten vom Zentrum für Gesundheitsförderung Nürnberg e.V.| Aus RESONANZ-MediaNetzwerk

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Dezember 2019

Zentrum für Gesundheitsförderung Nürnberg e.V.

zentrum-fuer-gesundheitsfoerderung.de

NEUES AUS DEM GESUNDHEITSWESEN UND GESUNDHEITSPOLITIK

NEUERUNGEN IN DER HEILMITTEL-RICHTLINIE AB 01.10.2020

Der G-BA hat am 19.09.2019 eine überarbeitete Fassung der Heilmittel-Richtlinie (HeilM-RL)

beschlossen. Die Änderungen treten erst am 01.10.2020 in Kraft, bedingt durch eine erforderliche

Vorlaufzeit zur Umsetzung. Durch die Änderungen soll die Anwendbarkeit und die Akzeptanz der HeilM-

RL verbessert werden und die Änderungen des Gesetzgebers durch das Gesetz für schnellere Termine

und bessere Versorgung (Terminservice und Versorgungsgesetz-TSVG) berücksichtigt werden.

Die wichtigsten Änderungen aus Sicht der

Patientenvertretung sind:

• Der späteste Behandlungsbeginn wird von 14 auf 28

Tage erhöht. Zusätzlich kann ein dringlicher Behandlungsbedarf

(innerhalb von 14 Tagen) auf der Verordnung

angekreuzt werden.

• Wegfall der Regelfallsystematik (Erstverordnung,

Folgeverordnung und Verordnung außerhalb des

Regelfalls). Es wird nur noch eine "orientierende

Behandlungsmenge" geben. Grundsätzlich soll sich die

Menge der Heilmittelverordnungen nach dem

medizinischen Bedarf des Patienten richten.

• Wegfall des Genehmigungsverfahrens für Verordnungen

außerhalb des Regelfalls, da es diese

Verordnungen nicht mehr geben wird. Der Arzt oder

die Ärztin dokumentiert lediglich in der Patientenakte

die Gründe für einen Heilmittelbedarf, der über

die "orientierende Behandlungsmenge" hinausgeht.

• Der Arzt kann zukünftig eine patientenindividuelle

Leitsymptomatik formulieren, und so besser auf die

Problematik jedes Einzelnen einzugehen

Quelle: https://patientenvertretung.g-ba.de/neuigkeiten/neuerungen-der-heilmittel-richtlinie-ab-01102020/

REZEPTE:

MAXIMAL VIERMAL DIE GLEICHE ARZNEI AUF EINER VERORDNUNG

Wer chronisch krank ist und regelmäßig bestimmte

Arzneimittel benötigt, kann ab 2020 von seinem Arzt

eine Wiederholungsverordnung bekommen. Die Mediziner

können auf dem Rezept vermerken, ob und wie

oft das verordnete Medikament auf dieselbe Verschreibung

wiederholt abgegeben werden darf. Pro Rezept

sind nach der Erstausgabe maximal drei weitere

"Lieferungen" durch den Apotheker möglich. Auch muss

der Arzt angeben, wie lange das Folgerezept nach der

Erstausgabe gültig ist. Fehlt diese Angabe, bleibt die

Verschreibung drei Monate gültig. Das Arzneimittel

ist jeweils in der gleichen Packungsgröße abzugeben.

Tierarzneimittel sind von der Neuregelung ausgenommen.

Der Gesetzgeber will mit der Neuregelung die Arzneimittelversorgung

von Chronikern erleichtern. Als

chronisch krank gilt, wer mindestens einen Arztbesuch

pro Quartal wegen derselben Krankheit wenigstens

ein Jahr lang nachweisen kann und zusätzlich eines der

folgenden Kriterien erfüllt:

• entweder Pflegebedürftigkeit des Pflegegrades 3, 4

oder 5 oder aber ein Grad der Behinderung beziehungsweise

eine Minderung der Erwerbsfähigkeit von

mindestens 60 Prozent >> Fortsetzung auf Seite 2


Seite

2

Fortsetzung // REZEPTE: MAXIMAL VIERMAL DIE GLEICHE ARZNEI AUF EINER VERORDNUNG

• oder wenn eine kontinuierliche medizinische Versorgung

benötigt wird, ohne die nach ärztlicher

Einschätzung eine lebensbedrohliche Verschlimmerung

der Erkrankung, eine Verminderung der Lebenserwartung

oder eine dauerhafte Beeinträchtigung

der Lebensqualität durch die von der Krankheit

verursachte Gesundheitsstörung zu erwarten ist.

Zu den chronischen Krankheiten, die

eine Dauerbehandlung erfordern,

können zum Beispiel Diabetes mellitus,

Asthma, die chronisch obstruktive Atemwegserkrankung

oder die koronare Herzkrankheit gehören.

Quelle:https://www.verbraucherzentrale.nrw/verbraucherzentrale/d

as-aendert-sich-2020-bei-gesundheit-und-ernaehrung-42104

ARZTBESUCH:

SCHNELLERE TERMINE, MEHR SPRECHZEITEN, BUNDESWEITE

NOTDIENSTNUMMER

Die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen

schlagen Versicherten bisher Facharzttermine

in zumutbarer Entfernung vor, wenn diese bei ihrer

eigenen Suche nur nach langen Wartezeiten zum Zuge

kommen würden. Die Wartezeit auf den Termin darf

dabei vier Wochen nicht überschreiten. Waren diese

Stellen bislang während individuell festgelegter Zeiten

und unter regional unterschiedlichen Rufnummern zu

erreichen, werden sie zum Jahreswechsel nun als

Servicestellen für die ambulante Versorgung sowie für

Notfälle ausgebaut. Über die bundesweit einheitliche

Notdienstnummer 116 117 werden sie 24 Stunden am

Tag, sieben Tage die Woche erreichbar sein.

Die Terminservicestellen vermitteln – wie bislang –

einen Termin beim Facharzt, wenn der Patient eine

entsprechende Überweisung dorthin hat. Darüber hinaus

sind sie nun verpflichtet, auch Termine zu Hausund

Kinderärzten zu vermitteln. Sie sollen zudem unterstützen,

wenn dauerhaft behandelnde Haus-, Kinderoder

Jugendärzte gesucht werden. Die Frist, dass

Patienten innerhalb von vier Wochen ein Termin vermittelt

wird, gilt auch bei termingebundenen Kindesvorsorgeuntersuchungen

(U-Untersuchungen). Nach wie vor

gibt es bei den Terminvermittlungen keinen Anspruch

auf einen bestimmten Arzt.

Darüber hinaus vermitteln die Servicestellen Patienten

in Akutfällen nun auch an Arztpraxen oder Notfallambulanzen

oder Krankenhäuser.

Niedergelassene Ärzte müssen ab 1. Januar 2020 auch

mehr Sprechstunden für Kassenpatienten anbieten –

statt bisher 20 Stunden pro Woche sind es künftig

mindestens 25 Stunden.

Quelle:

https://www.verbraucherzentrale.nrw/verbraucherzentrale/das-aendert-sich-2020-bei-gesundheit-und-ernaehrung-42104

ZAHNERSATZ:

HÖHERER FESTZUSCHUSS – MIT BONUSHEFT BIS ZU 75 PROZENT

Ab Oktober 2020 schmerzt die Rechnung für Zahnersatz

etwas weniger: Anstatt bislang 50 Prozent gibt es

von den gesetzlichen Krankenkassen dann 60 Prozent

der Regelversorgung als Festzuschuss für Brücken,

Kronen und Prothesen. Wer mit dem Bonusheft den

regelmäßigen Zahnarztbesuch und Vorsorge nachweist,

kann ab dem letzten Quartal 2020 dann auf bis zu 75

Prozent als Festzuschuss rechnen (bei einem über fünf

Jahre geführten Bonusheft 70, bei einem über zehn

Jahre geführten 75 Prozent).

Für Zahnersatz gibt es seit 2005 ein Festzuschuss-

System. Der feste Zuschuss wird aus Durchschnittswerten

ermittelt und deckt bislang die Hälfte, ab Oktober

2020 dann 60 Prozent der ermittelten Kosten für die

Regelversorgung, also die Basistherapie, ab. Wer mehr

will, muss die Mehrkosten selbst bezahlen. Wenn Gold

oder Keramik oder Implantate gewünscht werden, also

ein über die Regelversorgung hinausgehender Zahnersatz,

bekommt der Patient den Festzuschuss auch, muss

aber die Mehrkosten alleine zahlen. So steht es im

Sozialgesetzbuch.

Quelle:

https://www.verbraucherzentrale.nrw/verbraucherzentrale/das-aendert-sich-2020-bei-gesundheit-und-ernaehrung-42104


Seite

3

GEBÄRMUTTERHALSKREBS:

START FÜR FRÜHERKENNUNG NACH ORGANISIERTEM

PROGRAMM

Frauen zwischen 20 und 65 Jahren bekommen ab

dem neuen Jahr regelmäßig Post von ihrer Krankenkasse:

Alle fünf Jahre werden sie damit jetzt zu einer

Früherkennungsuntersuchung auf Gebärmutterhalskrebs

eingeladen und über Nutzen sowie Risiken der

– altersabhängigen – Angebote des Früherkennungsprogramms

informiert.

• Frauen zwischen 20 und 34 Jahren können – wie

bisher – einmal jährlich eine zytologische Untersuchung

mittels des sogenannten Pap-Tests wahrnehmen.

Dabei wird ein Abstrich vom Gebärmutterhals

entnommen und auf veränderte Zellen untersucht.

Je nach Ergebnis können weitere Untersuchungen

folgen.

• Für Frauen ab 35 Jahren wird die derzeitige jährliche

zytologische Untersuchung künftig durch eine

Kombinationsuntersuchung (Pap-Test sowie ein HPV-

Test, bei dem sowohl auf humane Papillomviren als

auch auf Zellveränderungen untersucht wird)

ersetzt, die alle drei Jahre angeboten wird. Abhängig

von den Ergebnissen können auch in dieser

Altersgruppe weitere Untersuchungen folgen.

Krebsfrüherkennungsuntersuchungen können weiterhin

auch unabhängig von den Schreiben der Krankenkassen

und über das 65. Lebensjahr hinaus in

Anspruch genommen werden. Wie bisher haben

Frauen – neben dem organisierten Screening auf

Gebärmutterhalskrebs – jährlich Anspruch auf eine

klinische Untersuchung.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), das

höchste Gremium der gemeinsamen Selbstverwaltung

im Gesundheitswesen Deutschlands, hatte 2018

beschlossen, dass die Früherkennung des Zervixkarzinoms

(Gebärmutterhalskrebs) als organisiertes

Programm – wie schon das Darmkrebsscreening –

nach dem Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz

aufgebaut wird.

Frauenärzte werden verpflichtet, die Ergebnisse

der Früherkennungsuntersuchungen elektronisch zu

dokumentieren und verschlüsselt an ihre jeweilige

Kassenärztliche Vereinigung zur Evaluation zu übermitteln.

Im Schreiben der Krankenkassen zum Früherkennungsprogramm

werden Teilnehmerinnen auch

über die geplante Datenerhebung und -verarbeitung

informiert.

Quelle: https://www.verbraucherzentrale.nrw/verbraucherzentrale/das-aendert-sich-2020-bei-gesundheit-und-ernaehrung-42104

AB MÄRZ: IMPFPFLICHT GEGEN MASERN

Ab 1. März 2020 müssen Eltern nachweisen, dass ihr

Kind gegen Masern geimpft ist, bevor der Nachwuchs

in eine Kita, Schule oder andere Gemeinschaftseinrichtung

aufgenommen wird. Die beiden von der

Ständigen Impfkommission (Stiko) empfohlenen

Masern-Impfungen (die erste im Alter von 11 bis 14

Monaten, die zweite Impfung im Alter von 15 bis 23

Monaten) sind hierbei Pflicht.

Auch alle Mitarbeiter dieser Einrichtungen – also etwa

Erzieher und Lehrer – sowie Tagesmütter, die nach

1970 geboren sind, müssen ab März gegen Masern

geimpft sein. Im Masernschutzgesetz hat der Gesetzgeber

die Impfpflicht zudem für Bewohner wie

Beschäftigte in Asylbewerber- und Flüchtlingsunterkünften

sowie für Pflegekräfte festgeschrieben.

Nicht geimpfte Kinder dürfen nicht in Kitas aufgenommen

werden, ungeimpftes Personal darf nicht

in Gemeinschafts- oder Gesundheitseinrichtungen

tätig sein.

Eltern, deren Kinder vor dem 1. März bereits in der

Schule sind oder eine Kita besuchen, müssen die Impfung

bis spätestens 31. Juli 2021 nachweisen. Diese

Frist gilt auch für das Personal in diesen Einrichtungen.

Laut Bundesgesundheitsministerium können die

Impfungen mit Hilfe des Impfausweises nachgewiesen

werden. Wer den nicht mehr findet oder unsicher

ist, ob ausreichender Schutz besteht, kann sich an

den ehemaligen Haus- oder Kinderarzt wenden.

Patientenunterlagen müssen mindestens zehn Jahre

lang aufbewahrt werden. Wer gar keine Unterlagen

findet, kann den so genannten Titer, also die Zahl der

Antikörper, bestimmen lassen. >> Fortsetzung auf Seite 4


Seite

4

Fortsetzung // AB MÄRZ: IMPFPFLICHT GEGEN MASERN

Wurde die Krankheit schon einmal durchlitten, kann

der Nachweis durch ein ärztliches Attest erfolgen.

Wenn der Nachweis nicht vorgelegt wird oder sich daraus

ergibt, dass ein Impfschutz gegen Masern erst zu

einem späteren Zeitpunkt möglich ist oder vervollständigt

werden kann, hat die Leitung der jeweiligen Einrichtung

unverzüglich das Gesundheitsamt zu benachrichtigen

und ihm die personenbezogenen Angaben

zu übermitteln. Die örtlichen Gesundheitsämter sind

zuständig, die Einhaltung der Impfpflicht zu überwachen.

Gegen Eltern, die ihre in

Gemeinschaftseinrichtungen betreuten

Kinder nicht impfen lassen sowie gegen

nicht geimpfte Mitarbeiter in Gesundheits- und

Gemeinschaftseinrichtungen kann künftig ein Bußgeld

in Höhe von bis zu 2.500 Euro verhängt werden.

Mit Inkrafttreten des Gesetzes darf künftig jeder Arzt

Schutzimpfungen durchführen.

Quelle: https://www.verbraucherzentrale.nrw/verbraucherzentrale/das-aendert-sich-2020-bei-gesundheit-und-ernaehrung-42104

MUND- UND ZAHNPFLEGE IN DER SCHWANGERSCHAFT

"Jedes Kind kostet einen Zahn" gilt heute längst nicht mehr. Wer sich während der

Schwangerschaft gut um seine Zähne kümmert und sich regelmäßig (am besten zu

Beginn, in der Mitte und gegen Ende der Schwangerschaft) untersuchen lässt, wird

sein Kind mit einem strahlenden Lächeln in den Armen halten können.

Eine gesunde Ernährung ist schon

deshalb jetzt unerlässlich, damit

das Kind optimal mit Vitaminen und

Nährstoffen versorgt wird. Auch den

Zähnen tun Vollkornprodukte, Obst

und Gemüse gut. Auch kalziumhaltige

Lebensmittel sind jetzt wertvoll.

Es sollte unbedingt eine fluoridhaltige

Zahncreme verwendet werden,

da diese den Zahnschmelz, der

durch Säureangriffe geschwächt

wird, remineralisiert. Allerdings

erfüllen ziemlich alle handelsüblichen

Zahncremes dieses Kriterium.

Absehen sollte man von Zahngels,

da diese meist zu wenig Schleifkörper

enthalten und die gründliche

Reinigung hiermit sehr schwierig

ist.

Bei Übelkeit in der Schwangerschaft

sollte nach dem Erbrechen mit einer

fluoridhaltigen Mundspüllösung

gespült werden, um den erhöhten

Säurespiegel in der Mundhöhle zu

neutralisieren. Mit dem Zähneputzen

sollte man allerdings mindestens

eine halbe Stunde warten, da

andernfalls die angelösten Schmelzkristalle

aus dem Gerüst gerissen

werden.

Grundsätzlich sollten Entzündungen

im Mundbereich mit der behandelnden

Zahnarztpraxis bekämpft

und soweit als möglich zum Abheilen

gebracht werden, da diese auch

immer eine Belastung für den

gesamten Körper darstellen und

dieser gerade sowieso Größtes

leistet. Zur gründlichen Reinigung

aller Zahnflächen und zur Glättflächenpolitur

ist eine Professionelle

Zahnreinigung eine wertvolle und

wirksame Maßnahme. Manche

Krankenversicherungen bezuschussen

die Behandlung auch in dieser

besonderen Zeit.

Sollte eine akute Erkrankung der

Mundhöhle während der Schwangerschaft

auftreten, so ist die

Behandlung hier gründlich mit dem

behandelnden Zahnarzt abzuwägen.

Gerade Röntgenaufnahmen, Anästhesien

und die Einnahme bestimmter

Medikamente sollten in

bestimmten Phasen (gerade in den

ersten acht Wochen) gründlich

abgewägt werden. Unter Umständen

ist es möglich, eine Schmerzausschaltung

minimalinvasiv zu

erreichen und die finale Behandlung

bis nach der Stillzeit aufzuschieben.

Zum Schluss nun noch eine gute

Nachricht: seit dem 01.07.2018

haben sich alle Krankenkassen mit

den Kassenzahnärztlichen Vereinigungen

darauf geeinigt, dass bei

Schwangeren Patientinnen Kompostifüllungen

von den Krankenkassen

zu 100% übernommen werden.

Kompositfüllungen sind die derzeit

am meisten gewünscht und

verwendeten Füllungen, die ästhetisch

und kaustabil sind. Sie enthalten

kein Quecksilber und haben

eine lange Haltwertszeit. Ausserhalb

der Schwangerschaft und nach

dem 18. Lebensjahr ist hierfür in

den meisten Praxen eine Zuzahlung

zwischen 50 und 150 Euro pro

Füllung zu leisten.

Sollten Sie noch Fragen zu

Ihrer Mundgesundheit in dieser

besonderen Zeit haben,

können Sie sich gerne über

das "Zentrum für Gesundheitsförderung

Nürnberg e.V."

(gesundheitszentrum-nbg@web.de)

an mich wenden

Birgitt Henning,

Zahnmedizinische Fachassistentin


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ENTSPANNT INS NEUE JAHR STARTEN –

STRESS LASS NACH!

Gerade am Jahresende lernen ihn die meisten wieder zu genüge kennen – den Stress. Die Terminkalender

füllen sich nochmal explosionsartig, Weihnachtsfeiern stehen an, Geschenke für die

Liebsten müssen besorgt, das eigene Heim geputzt, weihnachtlich dekoriert sowie noch leckere

Köstlichkeiten für die Familie und Freunde gezaubert werden. Das alles kann ganz schön anstrengend

werden – aber zum Glück gibt’s nur einmal Weihnachtszeit pro Jahr!

Doch, wie gehen Sie im Allgemeinen

mit Stress um?

Die achtsame Minute als tägliches Ritual

Schalten Sie den Autopiloten, der uns durch den

Alltag steuert, immer wieder bewusst kurz aus.

Halten Sie dabei bewusst kurz inne und fokussieren

Sie sich auf den aktuellen Moment. Atmen Sie dabei

dreimal tief durch und betrachten etwas in Ihrer Nähe

ganz genau. Beschreiben Sie es in Ihren Gedanken

- egal ob es die Wasserflasche auf dem Tisch vor Ihnen

oder die Wand im Wohnzimmer ist. Bleiben Sie im

Hier und Jetzt – wiederholte Achtsamkeit auf den

aktuellen Moment reduziert unseren Stress deutlich.

Achtsamkeitstrainings werden übrigens von vielen

Krankenkassen mittlerweile als Präventionsmaßnahme

unterstützt!

Fangen Sie an, Prioritäten zu setzen

Unsere Kräfte sind begrenzt und doch wollen wir oft

viel zu viel schaffen. Fragen Sie sich immer wieder,

welche Ansprüche Sie an sich selbst stellen? Können

und müssen Sie das wirklich alles schaffen? Was wäre

so schlimm daran, wenn nicht?

Listen Sie auf, welche Themen Ihnen Kraft, Freude

und Energie bringen und tatsächlich durch Sie (und

nur durch Sie) zu erledigen sind - und welche eher

nicht! Welche Themen können Sie abgeben oder wen

brauchen Sie als Unterstützung zur Umsetzung?

Fangen Sie an Prioritäten zu setzen – und das

bedeutet nicht, das eine zu tun und das andere auf

einen anderen Zeitpunkt aufzuschieben. Prioritäten

setzen bedeutet, Nein zu sagen und auch einmal

abzugeben.

Stress ist Kopfsache – Denken Sie positiv

Wer sich gestresst fühlt, wird oft von negativen

Gedanken und pessimistischen Erwartungen überflutet.

Beginnen Sie positiv zu denken. Positiv denken

heißt dabei, sich selbst positiver zu bewerten oder

einfach den Blickwinkel zu verändern ("Was habe ich

heute alles geschafft" statt "Was doch heute wieder

alles liegen geblieben ist"). Schreiben Sie jeden Abend

drei Dinge, für die Sie dankbar sind und die Sie über

den heutigen Tag gut gemeistert haben auf – erstellen

Sie so ein Dankbarkeitstagebuch und lesen Sie

sich dieses immer wieder achtsam durch. Gerade in

stressigen Momenten ist das wie eine warme Dusche

für Ihre Seele und richtet Ihren Fokus auf das Gute,

auf Ihre Stärken und Ihre Kraft.

Positiv denken heißt darüber hinaus, nett zu sich

selbst zu sein und Achtung vor sich selbst zu haben

– "Ich bin gut so wie ich bin!". Es besteht auch darin,

sich selbst zu motivieren und positiv zu formulieren

– ein "Das traue ich mir zu" und ein "Das werde ich

schaffen" vor z.B. einer wichtigen Präsentation sind

pure Motivation und können Berge versetzen.

Probieren Sie es unbedingt aus – sagen Sie es sich

laut, singen Sie es sich vor, schreiben Sie sich selbst

kleine Zettel – Ihrer Kreativität sind keine Grenzen

gesetzt!

Übrigens:

Auch in 2020 plant das Zentrum für Gesundheitsförderung

wieder in Kooperation mit dem Gesundheitsamt

Nürnberg einen Kurs "Entspannung und

Wege in die eigene Kraft" für Erwachsene ab 50

Jahren in deutscher und in russischer Sprache. Die

Termine finden Sie rechtzeitig auf unsere Webseite

www.zentrum-fuer-gesundheitsfoerderung.de.

zentrum-fuer-gesundheitsfoerderung.de


Seite

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VOM TRAUM ZUM ZIEL IN 2020

Das Jahr neigt sich in wenigen Tagen dem Ende zu. Gerade die

besinnliche Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr nutzen viele

Menschen, um das gehende Jahr zu reflektieren und sich gute Vorsätze

für das kommende Jahr zu nehmen.

Was ist in 2019 gut bzw. weniger gut gelaufen?

Was möchte ich davon beibehalten und was anders machen?

Wo stehe ich heute und wo möchte ich hin?

Doch der Großteil der Menschen setzt seine guten

Vorsätze schließlich nicht in die Tat um. Gerne funkeln

doch wieder die alten Gewohnheiten dazwischen, ist

der innere Schweinehund zu stark, ruft der Alltag - sich

zu verändern und seine Ziele anzupacken, ist letztlich

doch nicht so einfach wie gedacht.

Wir wollen Ihnen hier die SMART-Methode vorstellen,

mit der Sie klar formulieren können, was Sie genau

wollen und wie Sie dahin kommen – der erste wichtige

Schritt zum Ziel, damit aus Träumen echte Ziele

werden:

S = Spezifisch:

Formulieren Sie Ihr Ziel so konkret, eindeutig und

spezifisch wie nur möglich. So bleibt es kein vager

Wunsch oder Traum mehr, sondern wird für Sie

vorstell- und greifbar. Was wollen Sie konkret?

M = Messbar:

Die Erreichung eines Zieles kann nur überprüft

werden, wenn das Ziel auch messbar ist. Überlegen

Sie sich deswegen bei der Zielformulierung: Woran

können Sie festmachen, dass Sie Ihr Ziel auch tatsächlich

erreicht haben? Nur so können Sie es schließlich

zweifelsfrei überprüfen.

A = Attraktiv:

Ein Ziel soll immer positiv und für Sie attraktiv formuliert

sein damit Sie es gerne angehen. Fragen Sie sich

deswegen, was durch Ihr Ziel möglich wird und

welchen Sinn es hat, dieses zu erreichen!

R = Realistisch:

Ein Ziel soll selbst erreichbar und realistisch sein.

Hochgesteckte Ziele stellen eine Herausforderung dar

und können anspornen. Das Ziel darf Sie jedoch nicht

überfordern und soll deswegen so formuliert werden,

dass es am Ende auch durch Sie erreicht werden kann.

T = Terminiert

Zu jedem Ziel gehört ein konkreter Termin, bis wann

es erreicht sein soll. Anderweitig laufen Sie Gefahr, das

Ziel immer weiter vor sich herzuschieben. Bis wann

werden Sie das Ziel erreicht haben?

Wenn Sie Ihr Ziel für 2020 nach der SMART Methode

formuliert haben, kann es losgehen: Was ist der erste

kleine Schritt zur Zielerreichung, den Sie morgen schon

beginnen können?

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der

Umsetzung Ihrer Ziele!

BALANCE - unabhängiges und kostenloses Infoblatt

In Kooperation mit regionalen Beratungsstellen liefert das mehrsprachige

Infoblatt "BALANCE" aktuelle Informationen zu verschiedenen

medizinischen, sowie gesundheits- und sozialrechtlichen Themen.

Das Infoblatt bietet auch die Möglichkeit der Kontaktaufnahme und

Hinweise auf professionelle und kostenfreie Beratungshilfe an.

Es erscheint als fester Sonderteil im InterKultur Wissensmagazin

RESONANZ (>> www.resonanz-info.de/archiv/balance-archiv.htm).

Das Projekt wird vom Zentrum für Gesundheitsförderung Nürnberg e.V.

ehrenamtlich koordiniert.


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Himmelsküche: Haferflocken Plätzchen ohne Mehl

Zutaten: Zwei reife Bananen, 160 Gramm

zarte Haferflocken, Vanille, Zimt, 70 Gramm

Trockenfrüchte wie Aprikosen oder Pflaumen

Zubereitung:

Heizen Sie den Ofen bei Ober- und Unterhitze

auf 175 Grad vor. Lassen Sie danach die

Trockenfrüchte in heißem Wasser einige Minuten

langziehen. Währenddessen die Bananen

zu einem Mus pürieren. Nach dem

Abtropfen schneiden Sie die Trockenfrüchte

in kleine Stückchen. Vermengen Sie dann

alle Zutaten mit den Haferflocken.

Aus dieser Masse formen Sie mit den

Händen kleine Kugeln und drücken diese auf

einem mit Backpapier belegten Blech flach.

Die Haferflockenkekse brauchen circa eine

Viertelstunde im Ofen, dann sind sie fertig.

Viel Freude beim Ausprobieren!

Quelle und weitere Informationen:

https://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/geniessen/gesun

de-ernaehrung-gesunde-plaetzchen-zu-weihnachten-ohne-zukker-mehl-und-butter_id_6275193.html

ADRESSEN UND BERATUNGSANGEBOTE FÜR ALLE FÄLLE

Beratungsstelle für Integration und

Migration - BIM AWO

Beratungszentrum für seelische

Gesundheit der arbewe

Fachstelle für pflegende Angehörige

Krisendienst Mittelfranken

Psychosoziale Krebsberatung

Selbsthilfekontaktstellen KISS

Mittelfranken e.V.

SinN-Stiftung:

Gartenstraße 9 0911 27 41 40 27

Pfründnerstraße 24 0911 81 04 90

Karl-Bröger-Straße 9 0911 450 60 131

Hessestraße 10 0911 424 85 50

Marientorgraben 13 0911 49 533

Am Plärrer 15 0911 234 94 49

Georgstraße 10 0911 239 91 930

MEHR ZUM ZENTRUM FÜR GESUNDHEITSFÖRDERUNG E.V.:

Das Zentrum für Gesundheitsförderung

Nürnberg e.V. ist ein

seit 2017 eingetragener Verein.

Wir unterstützen durch unsere

Arbeit das öffentliche Gesundheitswesen,

die öffentliche

Gesundheitspflege sowie die

Volksbildung. Wir richten uns

insbesondere, aber nicht ausschließlich,

an Menschen in

schwierigen Lebenslagen. Wir

stärken Selbstverantwortung,

Gesundheits-kompetenz und

Entscheidungsfähigkeit einzelner.

Wir bieten Hilfe zur Selbsthilfe.

Unser Angebot richtet sich

an alle Bevölkerungsgruppen,

unabhängig von ethnischer

Herkunft, religiöser und nicht

religiöser Orientierung, sexueller

Identität, Weltanschauung

und sozialer Herkunft.

Mitgliederversammlung 2020:

Wir laden alle unsere Mitglieder/innen zu

unserer nächsten Mitgliederversammlung

am Samstag, den 01.02.2020 um 10.00

Uhr ins Haus der Heimat, Imbuschstraße

1 in 90473 Nürnberg ein.

Eine persönliche Einladung mit Tagesordnung

erhaltet Ihr / erhalten Sie im Januar.

Wir freuen uns auf Euer / Ihr Kommen!


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MEHR ZUM ZENTRUM FÜR GESUNDHEITSFÖRDERUNG E.V.:

Alle unsere Beratungen sind vertraulich und kostenlos.

Das Zentrum für Gesundheitsförderung Nürnberg e.V. erreichen Sie:

• telefonisch unter 0911/ 800 995 36 (DI und DO von 14.00 - 16.00 Uhr)

• per E-Mail an gesundheitszentrum-nbg@web.de

• über die Website www.zentrum-fuer-gesundheitsfoerderung.de

Alle Beratungen finden im Haus der Heimat Nürnberg, Beratungszimmer 1. OG in der

Imbuschstr. 1 in 90473 Nürnberg (Endstation der U1 Langwasser Süd) statt.

Gesundheitsberatung:

Donnerstags von 14.00 - 16.00 Uhr

sowie nach individueller Vereinbarung.

Beratung zu zahnärztlichen Leistungen:

Jeden letzten Mittwoch im Monat von 14.00 - 16.00 Uhr

sowie nach individueller Vereinbarung.

U ND ZU GUTER L ETZT

Vielleicht kennen auch Sie in Ihrem persönlichen Umfeld Menschen, die sich gerne für eine unabhängige

Patientenberatung einsetzen. Wir würden uns freuen, noch mehr Förderer und ehrenamtlich

Engagierte zu finden, um gemeinsam unsere Vereinsbasis sowie Angebote zu verstärken.

Unseren nächsten Newsletter erhalten Sie im Frühjahr 2020.

Wenn Sie keinen Newsletter mehr erhalten möchten, benutzen Sie bitte die Antwort-Funktion Ihres

E-Mail-Programmes. Wir werden Ihre Adresse in unserem Verteiler identifizieren und löschen.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei all unseren ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen sowie bei all

unseren Förderern für die wertvolle Unterstützung unserer Arbeit, für das große Engagement sowie

das entgegengebrachte Vertrauen in 2019! Es braucht Freunde, Förderer und Unterstützer wie Sie,

dass wir unseren Verein mit Leben füllen können!

Wir wünschen Ihnen besinnliche Weihnachtstage mit ausreichend Zeit zur Entspannung, Zeit, sich auf

die wesentlichen Dinge des Lebens zu besinnen, Zeit für sich selbst und die Ihnen wichtigen

Menschen! Haben Sie einen guten Start ins Neue Jahr 2020!

Mit freundlichen Grüßen

Oxana Strobel Daniela Dienstbach Ali Vasihov

www.zentrum-fuer-gesundheitsfoerderung.de

Mediapartner: InterKultur Wissensmagazin RESONANZ

www.resonanz-info.de

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