Pfaffenwinkel_2020_Online

20teddy03

www.pfaffen-winkel.de

IM PFAFFENWINKEL 2020

Natürlich genießen in Oberbayern

Mei geht’s uns guad!

Labor der

Phantasie –

mit Kindern

ins Buchheim

Museum

Kulinarische

Rundtour

Gutes von nebenan

Jubiläum

400 Jahre Wallfahrt

Gelebte Tradition

Fingerhakeln

Radfahren

Ammer-Amper-Radweg


Süd

See

Viele Grüße vom Bauernhof!

Kulinarische Rundtour im Pfaffenwinkel

8

ORTSTERMIN

Der Berg, der verbindet .................................................................. 4

GENUSSZEIT

Köstlichkeiten von nebenan ......................................................... 8

Rezepte zum Nachkochen ........................................................... 16

Tölzer Land

Pfaffenwinkel

Ammersee Lech

BRAUCHTUM

Bayrische Urkräfte .......................................................................... 17

ERLEBNIS

Kinder, auf ins Museum ................................................................ 22

Im grünen Kosmos

26

Tegernsee

Schliersee

Zugspitzregion

NATUR IM PFAFFENWINKEL

Im grünen Kosmos .......................................................................... 26

11 x Wanderlust im Wald ............................................................. 34

KULTUR IM PFAFFENWINKEL

Kleine Stadt, großes Theater ....................................................... 36

AKTIV IM PFAFFENWINKEL

Ammer-Amper-Radweg .................................................................. 41

MADE IN PFAFFENWINKEL

Bringst du mir was mit? ................................................................ 46

Bauernhof und Landurlaub

im Bayerischen Alpenland

www.bayerisches-alpenland.de

ORTSTERMIN

Die Brücke der Rekorde ................................................................ 48

ERLEBNIS

Besuch bei Nachbarn ..................................................................... 52

VERANSTALTUNGEN

Höhepunkte 2020 ........................................................................... 54

Möchten Sie mehr wissen? ........................................................... 59

Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium

für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und

den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die

Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)

TITELBILD: Ralf Gerard

Mit der Pfaffenwinkel-App haben Sie alle Urlaubsinfos immer dabei.

Scannen Sie einfach den QR-Code mit Ihrem Smartphone!


ORIGINAL GRÖDNER SCHNITZEREIEN

G S

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Das Beste gibt es oft umsonst. Zum Beispiel neue Energie tanken, indem

man sich einen ausgiebigen Waldspaziergang gönnt. Nichts ist einfacher

als das, man muss sich nur wieder einmal daran erinnern, wie gut das

tut. Schnell wird man dann süchtig nach der unverbrauchten Luft des

Waldes, die Lungen und Kopf freimacht. Laufen Sie einfach nach Herzenslust

los auf einem unserer vielen Wanderwege und nehmen Sie sich einmal

richtig Zeit, um die Natur mit all ihren Eindrücken tief in sich wirken zu

lassen.

Entdecken Sie

traditionelle & moderne

Holzschnitzkunst

Wenn Sie den Pfaffenwinkel erkunden, sollten Sie unbedingt auch Ausschau

nach Hofläden halten, in denen Sie sich direkt bei den Erzeugern

mit den frischesten Lebensmitteln eindecken können. Ob Sie nur eine

Brotzeit besorgen oder mit Muße ein ganzes Menü zaubern wollen, Sie

finden bestimmt die richtigen Zutaten. Obendrein erfahren Sie auch

viel Wissenswertes über die Produkte, die Sie kaufen. Einige unserer

Produzenten, die mit Leidenschaft auf kulinarische Qualität setzen,

stellen wir Ihnen in dieser Ausgabe vor.

Wenn Sie unser Magazin von Anfang an kennen, sollten Sie inzwischen

auch den Pfaffenwinkel so richtig gut kennen, denn wir zeigen Ihnen mit

dieser Ausgabe zum zehnten Mal die schönsten Seiten unserer Region und

feiern damit einen kleinen runden Geburtstag. Bleiben Sie uns weiterhin

treu und freuen Sie sich mit uns auf noch viele inspirierende Geschichten

über unser Land und unsere Leute. Und kommen Sie uns bald wieder

besuchen!

Herzlichst,

Ihre Susanne Lengger

Tourismusverband Pfaffenwinkel

Lassen Sie sich verzaubern bei einem

Besuch in einem der größten

Fachgeschäfte Bayerns für Holzschnitzereien

aller Art.

Ganzjährig finden Sie bei uns eine

Riesenauswahl an Krippen und

Zu behör, großteils aus eigener

Fertigung. Nehmen Sie ein Stück

dieser Holzschnitz-Tradition mit

nach Hause.

Dürr OHG • Talweg 5

86978 Hohenfurch

Tel: 08861 - 3407

WIR SIND FÜR SIE DA:

Mo - Fr

9 -12 Uhr und 14 - 18 Uhr

Sa 9 -12 Uhr

Mittwoch-Nachmittag geschlossen

Ab November bis Weihnachten

Alle Samstage 9 - 16 Uhr

www.duerr-krippen.de

www.groedner-schnitzereien.de


Ortstermin

Der Berg, der verbindet

Wallfahrer und Wetterforscher zieht es seit Jahrhunderten auf den Hohen

Peißenberg. Heute ist er auch bei Wanderern und Pilgern, Mountainbikern

und Aussichtshungrigen beliebt.

Text: Christian Rauch

Viele wandern auf den Hohen Peißenberg

hinauf: Eine knappe Stunde ist es von der

gleichnamigen Gemeinde unten am Bergfuß.

Etliche radeln auch zu dem 988 Meter hohen Gipfel: ein

paar Kilometer knackig bergauf. Vom Hohen Peißenberg

wandern nicht wenige los: auf ausgeschilderten Pilgerwegen

in alle Himmelsrichtungen, mehrere Tage oder

gar Wochen lang. Und manche wandern einfach einmal

um den Gipfel herum: 20 Minuten auf dem Wetterlehrpfad.

Die meisten kehren schließlich ein: im „Bayerischen

Rigi“, der Gipfelgaststätte.

Was macht diesen Berg mitten im Pfaffenwinkel so

beliebt? Natürlich die Aussicht, zehn Gebirgsketten sieht

man vom Hohen Peißenberg aus bei klarem Wetter, vom

Chiemgau bis ins Allgäu und nach Österreich. Und Hunderte

Ortschaften, Kirchtürme und Dörfer im Norden,

Westen, Süden und Osten. Doch das Panorama allein ist

es nicht. Schon vor über 500 Jahren schleppten die Bauern,

die unterhalb des Gipfels an den Berghängen ihre

Höfe bewirtschafteten, Steine und Holz ganz hinauf, um

eine Kapelle zu bauen. Sie sollte in der Mitte zwischen

den Höfen liegen. In die kleine Kapelle, „65 Schuh“ lang

und „22 Schuh“ breit, gelangte ein Marienbild. Die

Legende berichtet, dass dieses Bildnis nirgendwo anders

als auf dem Hauptaltar stehen wollte. Von weiteren Wundern

wird berichtet und bald war die Kapelle auf dem

4

Landurlaub im Pfaffenwinkel


Ortstermin

Hohen Peißenberg Ziel vieler Wallfahrer. Als der

Andrang zu groß wurde, entschied das zuständige Kloster

Rottenbuch, eine große Wallfahrtskirche an die alte

Kapelle anzubauen: „Mariä Himmelfahrt“ entstand in

drei Jahren Bauzeit von 1616 bis 1619. 1620 wurde sie

eingeweiht und 400 Jahre später, am 17. Mai 2020 erinnert

ein Jubiläumsgottesdienst mit Kardinal Reinhard

Marx, Erzbischof von München und Freising, an den Bau.

Der Gottesdienst ist Teil eines Festwochenendes, mit

Zelt, Musik und kulinarischen Schmankerln.

In den 400 Jahren passierte viel auf dem Hohen Peißenberg:

Im frühen 18. Jahrhundert erhielt die Wallfahrtskirche

einen neuen Hochaltar im Stile des Barock. Wenig

später wurde das Innere der alten Kapelle in schönstem

Rokoko veredelt. Für diese Arbeit holte man die besten

Stuckateure aus dem nahen Wessobrunn und der begnadete

Maler Matthäus Günther, der auf einem Hof unterhalb

des Gipfels geboren und aufgewachsen war, schuf

die Deckenfresken. Zu den in neuem Glanz erstrahlenden

Kirchenbauten zog es mehr Wallfahrer als je zuvor:

Zwischen Mai und Dezember pilgerten jedes Jahr Zehntausende

auf den Hohen Peißenberg, aus zahlreichen

Gemeinden und Städten in weitem Umkreis.

Zugleich begannen die Klosterherren auf dem Hohen

Peißenberg mit Wetterbeobachtungen. Nachdem auch

Am 1. Januar 1781 begann die

meteorologische Station mit

regelmäßigen Messungen.

der bayerische Kurfürst Karl Theodor die Bedeutung

der Naturwissenschaften erkannt hatte, startete am

1. Januar 1781 die meteorologische Station mit regelmäßigen

Messungen – und erfüllt diese Aufgabe bis heute.

Die Wetterbeobachtung erfolgte damals mit einfachen

Handinstrumenten, um Luftdruck, Wind, Temperatur,

Feuchtigkeit und Niederschlag zu messen. Heute arbeiten

rund 50 Mitarbeitende des Deutschen Wetterdienstes

am Observatorium auf dem Hohen Peißenberg fast

ausschließlich an der Erforschung der Atmosphäre. Das

Observatorium beherbergt unter anderem eine Ballonfüllhalle

für Ozonsonden, ein Gebäude für Ozon-Lasermessungen,

zahlreiche Labore, ein Messfeld mit rund 20

automatischen Instrumenten und einen Radarturm. Das

Radar tastet die Atmosphäre nach Niederschlägen ab.

Foto: Andreas Klausmann

Landurlaub im Pfaffenwinkel 5


Ortstermin

Mit den Daten wird das für jeden im Internet abrufbare

„Regenradar“ gefüttert. Ein Wetterlehrpfad mit elf Tafeln

und ein geräumiger Infopavillon, direkt neben der Wallfahrtskirche,

erklären vieles über Wetter und Klima

sowie die Aufgaben des Observatoriums.

Seit 239 Jahren wird Wetter auf dem Hohen Peißenberg

beobachtet und aufgezeichnet. „Ohne solche langjährigen

Datenreihen, wie es sie nur von recht wenigen Stationen

weltweit gibt, wären Aussagen zum Klimawandel

unmöglich!“, erklärt Dr. Christian Plaß-Dülmer, Leiter des

Observatoriums.

Doch der Hohe Peißenberg blieb bis heute auch ein Wallfahrtsberg.

Zwar brachte die Säkularisation einen tiefen

Einschnitt, doch im 20. Jahrhundert belebte vor allem

der Hohenpeißenberger Trachtenverein "Bayerischer

Rigi" die Tradition wieder: mit der großen jährlichen

Trachtenwallfahrt am ersten Sonntag im September.

Zeitgemäß ist in den letzten Jahrzehnten das Pilgern

geworden. Ob aus religiösem oder spirituellem Glauben

oder zur inneren Entspannung – immer mehr Menschen

unternehmen lange Wanderungen und machen den

„Weg zum Ziel“. Der Münchner Jakobsweg führt in elf

Tagesetappen über den Hohen Peißenberg zum Bodensee.

Und seit wenigen Jahren starten auf dem Hohen Peißenberg

mehrtägige Wanderrunden durch die „Heilige

Landschaft Pfaffenwinkel“. Die Nord-, Ost- und Westschleife

sind zwischen 76 und 118 Kilometer lang und

verbinden den Berg mit den schönsten Ecken des Pfaffenwinkels:

der Wieskirche, mehreren Klöstern, Starnberger

See, Ammersee, Osterseen und den Flüssen

Ammer und Lech. Immer wieder wird man auf diesen

Strecken Pilger treffen, die noch länger unterwegs sind,

k Informationen für Besucher

Mit dem Auto beginnt die Auffahrt in der Ortsmitte von

Hohenpeißenberg über die Bergstraße.

Mit dem Mountainbike bietet sich eine

Rundfahrt von Peißenberg über St.

Michael und Taigschuster und zurück

über den Weinbauer und St. Georg (als

Radweg nach Peißenberg ausgeschildert) an.

Zu Fuß lohnt sich die Rundwanderung

auf dem Knappensteig (ca. 11km, 3,5

Std., Beschilderung Nr. 83 rot): Der

Knappensteig verbindet den ausgeschilderten

Stollenweg mit der Besteigung des Hohen Peißenbergs.

Entlang des mit zahlreichen Informationstafeln

ausgestatteten Lehrpfads, der an mehreren

ehemaligen Stollen vorbei führt, erfahren Wanderer

interessante Details zum Bergbau rund um Peißenberg.

Außerdem ist auch ein Aufstieg direkt vom Bahnhof

Hohenpeißenberg oder der Ortsmitte über den südlichen

Aufstiegsweg möglich (ca. 1,5 Std.), Abstieg am

Observatorium vorbei, den Steig hinab zum Hanslweg.

Alle Touren auch in der Pfaffenwinkel-Touren-App und

im Internet unter www.pfaffen-winkel.de

Wetterlehrpfad: Auf einer Strecke von 15 Minuten Gehzeit

wird den Besuchern an elf Stationen Wissenswertes

zur Wetter- und Klimaforschung erklärt.

www.hohenpeissenberg.de

unter Umständen gar Wochen bis nach Rom oder Santiago

de Compostela, und die teils aus anderen Ländern

kommen. Spannende Begegnungen und kultureller Austausch

sind in der „Heiligen Landschaft Pfaffenwinkel“

nicht selten.

Beginn und Ende der drei Wege ist jeweils der Hohe Peißenberg.

Und damit ist er auch für viele Pilger der zentrale

Punkt. Der einen anzieht und zu sich zieht. So wie

er es einst für die spätmittelalterlichen Bauern war. Und

so wie er es für viele Einheimische ist, die aus den Talorten

nach der Arbeit nach oben wandern, radeln oder

reiten. §

Erlebnisbergwerk

Jeden 1. + 3. Sonntag

von 13:30 – 16:30 Uhr

Zusätzlich von 15. Mai bis

15. September mittwochs von

13:30 bis 16:30 Uhr

Besuchergruppen ab 10 Personen auch

außerhalb der Öffnungszeiten – nach

Voranmeldung

Telefon: 08803/690-120 Fax -500

E-Mail: poststelle@peissenberg.de

www.peissenberg.de/bergbaumuseum.html

„Stollenweg„ oder „Lehrpfad für Bergbau, Geologie und Landschaft„

mit 15 Schautafeln. Wegstrecke am Ostabhang des Hohen Peißenbergs

ca. 10 km – Gehzeit ca. 3,5 Std. Ausgangs- und Endpunkt Parkplatz Museum.

Bockerlbahnfahrten an der Tiefstollenhalle jeden 1. und 3. Sonntag von

Mai bis September


Ortstermin

Foto: adobe stock, Hans-Martin Goede

Moderne Wissenschaft

und traditionelles

Brauchtum auf

dem Hohen Peißenberg:

ein Messgerät

des Deutschen Wetterdienstes

(oben)

und die jährliche

Trachtenwallfahrt

zum Muttergottes-

Gnadenbild (unten)

Fotos: Ralf Ruder (links), Wolfgang Ehn (rechts)

Terrassen-Cafè-Restaurant „Bayerischer Rigi“

Schönster

Rundblick

Bayerns!

Herzlich willkommen auf dem Hohen Peißenberg!

Besuchen Sie uns auf 1.000 Meter Höhe auf dem schönsten Panoramaberg Bayerns.

Wir hoffen, dass Sie dieses von unserem Herrgott mit viel Liebe geschaffenes Plätzchen bei

schönem Wetter und guter Fernsicht genießen können.

Unsere Gäste haben die Möglichkeit von einem der 300 Sitzplätze in den vier Lokalen oder

einem der 180 Terrassenplätze den Blick über 200 km grandioses Alpenpanorama, oder die

vielen, schönen oberbayerischen Seen schweifen zu lassen.

Auf Ihren Besuch freut sich Familie Fischer

Terrassen-Cafe-Restaurant Bayerischer Rigi

Matthäus-Günther-Platz 2, D-82383 Hohenpeißenberg

Tel. 08805-330, info@bayerischer-rigi.de

www.bayerischer-rigi.de


Genusszeit im Pfaffenwinkel

8

Landurlaub im Pfaffenwinkel


Genusszeit im Pfaffenwinkel

Köstlichkeiten

von nebenan

Für unseren Autor

Christoph Ulrich und

den passionierten Koch

Olivier Stier brachte der

letzte Sommer eine

nicht unerhebliche

Erkenntnis: Man muss

im Pfaffenwinkel

keinen Supermarkt

betreten, um sich mit

frischen Lebensmitteln

einzudecken. Und

Kochen auf der grünen

Wiese ist ein großer

Spaß!

Landurlaub im Pfaffenwinkel 9


Genusszeit im Pfaffenwinkel

Text: Christoph Ulrich Fotos: Ralf Gerard

Auf Kulinariktour:

„unser“ roter Bulli

Gute Ideen fußen auf den richtigen Fragen.

Zum Beispiel: „Wie weit käme man, würde

man sich konsequent mit Lebensmitteln

aus der Region versorgen?” Das fragten

sich zwei Freunde, während sie ein Feuer anschürten.

Das Fleisch, das darauf landen sollte, kam vom nahen

Bauernhof; die Zutaten für die Beilagen aber aus dem

Supermarkt. Mit Blick auf einen kleinen roten Bulli in der

Einfahrt fassten sie folgenden Plan: Beim nächsten Treffen

sollte es ein Drei-Gänge-Menü geben, zubereitet im

Freien und bestritten mit frisch eingekauften Produkten

aus der Region. Ein Erlebnisbericht.

„Challenge accepted”, hallt es noch im Hinterkopf, als das

Telefon klingelt. „Es gibt Lamm!”, lautet die fröhliche

Ansage. Es ist gerade mal ein paar Tage her, dass wir auf

die Herausforderung angestoßen haben, und schon ist

Olivier Stier in der Leitung. Der Küchenmeister hat

gegrübelt: Als Vorspeise soll es geräucherte Forelle und

Salat mit saisonalen Kräutern geben. Der Lachsfisch

schätzt die sauberen, kalten und klaren Bäche des Alpenvorlands

und gilt als heimische Delikatesse. Als Hauptgericht

gibt’s Lamm – zubereitet mit Bohnengemüse und

Kartoffeln im Dutch Oven. Das Schaf, tönt es aus dem

Telefon, sei ein typischer Bewohner der Gegend und

gehöre als guter Verwerter magerer Nahrung in den

hügeligen Pfaffenwinkel. Auch als Nachspeise gibt’s

Regionales: Apfelkücherl.

Nun gilt es, folgende Zutaten im Umkreis aufzutreiben:

Forelle, Salat, Kräuter, Bohnen, Kartoffeln, Zwiebeln,

Knoblauch, Äpfel, Mehl, Kaffee, Bier, Lammfleisch, Eier

und Milch. Einige Telefonate und mehrere Kringel auf

der Landkarte später steht die Route fest: Sie führt durch

den östlichen Landkreis. An einem sommerlichen Juni-

Mittag geht’s los, der Bulli schaukelt aus der Einfahrt. Das

sympathische VW-Altmetall vom Typ T3, Baujahr 1982,

wurde nicht von ungefähr als Einkaufsmobil auserkoren

– an Bord befinden sich ein geräumiger Kühlschrank,

eine Spüle, ein Gasgrill und Platz für alle möglichen Köstlichkeiten.

1. Halt: Hofladen und Gemüseanbauprojekt

Gut Dietlhofen

Unbarmherzig brennt die Mittagssonne auf den Gutshof.

Olivier Stier fällt auf die Knie – nicht nur, weil der

Romana-Salat so schön ist, sondern weil hier auf Gut

Dietlhofen selbst geerntet werden darf. Der Profi hat

natürlich sein eigenes Erntemesser dabei und säbelt sich

durch die Beete. Bewirtschaftet wird der kleine Selbstbedienungsacker,

getragen durch eine Dosen-Kasse und

viel Vertrauen in die Kundschaft, von den Gärtnern aus

10

Landurlaub im Pfaffenwinkel


Ganzjährig geöffnet

Führungen auf Anfrage

Mai – Oktober

Tourist Information

Tel. 0 88 62-200

www.steingaden.de

Nicht nur für Olivier Stier holt Carola Partheymüller den Salat direkt vom Feld – auch für

den Hofladen und den Weilheimer Wochenmarkt wird frisch geerntet.

Herzogsägmühle bei Peiting in Zusammenarbeit mit dem Gutsbetreiber, der Peter-

Maffay-Stiftung. Gerade als uns beim Pflücken und Ernten Ausmaß und Vielfalt der

Anbau-Fläche bewusst wird, winkt eine nette Dame mit wildem Lockenkopf über

den Zaun.

Carola Partheymüller, deren Mann Thomas seit 2010 die Guts-Landwirtschaft als

„Bioland”-Hof betreibt, führt „Caros Gutscafé und Hofladen“. Dort gibt’s eiskalte

Holunder-Schorle mit frischer Pfefferminze und, über die Ladentheke, ein Kilo

Mehl aus der Offmühle in Sindelsdorf. „Mehl stellen wir selbst nicht her”, sagt

Carola Partheymüller, „aber das meiste, das hier im Laden verkauft wird, stammt

vom Gutshof”. Dazu gehören neben Obst, Gemüse, Marmelade, Bisonfleisch und

Früchten auch Partheymüllers Kuchen, die sie im Bauernhaus nebenan backt.

2. Halt: Milch- und Eierautomat Seemüller-Hof, Weilheim

Mit wildem Gegacker begrüßen uns die Erzeuger persönlich, als die Seitentür des

Bulli aufrollt. Direkt neben dem Parkplatz an der Eierhüttn auf dem Weilheimer

Seemüller-Hof scharren die Hühner. Im Inneren stehen ihre Erzeugnisse in einem

schließfachähnlichen Kühlschrank. Hinter den Glastüren gibt’s Hühnereier und

Eierlikör. In einem Regal werden Eiernudeln angeboten – ein bisschen kommt Las-

Vegas-Gefühl auf, als wir eine Handvoll Münzen in die Schlitze werfen. Mit einem

Unterschied: Wir gewinnen garantiert. Olivier Stier wiegt die Eier in der Hand und

hebt anerkennend die Augenbrauen. Am Milchautomat gibt’s Frischmilch zum

Selbstabfüllen – wir werden sie später eine knappe Minute auf 75 Grad Celsius

erhitzen, damit sie auch sicher bis zur Nachspeise übersteht.

Genüsse

aus der Heimat

direkt an der Romantischen Straße

Füssener Str. 27 · Tel. 08862-9114365

• Frischer Fisch aus heimischen Gewässern

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• Gemütliches Brotzeitstüberl

mit Sonnenterrasse

• Kaffee & hausgemachte Kuchen

Täglichgeöffnet–auchSonntagnachmittag!


Genusszeit im Pfaffenwinkel

Kritischer Blick der

Experten: Olivier Stier

mustert die Eier vom

Seemüller-Hof, ein

Mitarbeiter von Johann

Schleich die frisch

geräucherten Fische

(unten).

3. Halt: Fischzucht am Weidenbach

Im Schatten des Weilheimer „Hausbergs“, des Gögerl,

befindet sich die Fischzucht von Johann Schleich junior.

Er hebt eine stattliche Lachsforelle, die er frisch aus dem

Räucherofen geholt hat, über die Theke. „Reicht euch

die?”, fragt er und grinst. Seit 25 Jahren betreibt er die

Fischzucht, die ihr Wasser zum Teil aus den Weilheimer

Trinkwasserquellen bekommt. In diesem kristallklaren

Wasser wachsen Forellen, Regenbogenforellen und

Saiblinge zur Schlachtreife heran und werden direkt im

hauseigenen Laden verkauft. Der Anhänger im Hof

zeugt davon, dass das Gros der Fische bei Wochen- und

Bauernmärkten an den Mann gebracht wird – außerdem

gibt’s Schaffleisch. Der Fischzüchter, der von seiner

Frau Sabine und Tochter Sarah im Betrieb unterstützt

wird, zieht auch Schafe auf. Es handelt sich dabei um

heimische Bergschafe und um Schwarzkopfschafe, eine

Fleischrasse. Mit einer schweren Tüte in der Hand und

dem würzigen Geruch des Räucherofens in der Nase

verlassen wir das Geschäft und steuern mit dem Oldtimer

in Richtung Hardt. Das nächste Ziel: Jenhausen, wo

ebenfalls Schafe gezüchtet werden.

4. Halt: Verena Hausmann, Jenhausen

Je höher der Füllpegel des Kühlschranks, desto mehr

entspannen wir und genießen die Fahrt. Immer wieder

lichtet sich der Wald und gibt einen beeindruckenden

Blick auf die südliche Bergkette frei. Olivier Stier erklärt

in beinahe poetischen Worten, wie er die einzelnen

Gänge zubereiten wird. Unvermittelt unterbricht er

sich: „Mensch, ist das schön hier!“ Das denken wir uns

auch später, als uns Verena Hausmann vom Jenhausener

Dorfplatz aus zu ihren Schützlingen lotst: eine Herde

Steinschafe, eine gefährdete Nutztierrasse. „Das Alpine

Steinschaf ist eine der ursprünglichsten Schafrassen im

Alpenraum“, erklärt sie. „Es ist extrem gut an den

Lebensraum in den Bergen angepasst, leicht, trittsicher,

robust, genügsam und wetterhart.“

Auf den letzten Metern muss der Bus stehen bleiben. Zu

Diakonie

HERZOGSÄGMÜHLE

Entspannt einkaufen im Urlaub!

Ökologisch und biologisch nachhaltig produzierte Waren: Obst und Gemüse,

Kuchen und Brot, Wurst, Fleisch und ein ausgesuchtes Sortiment an

Lebensmitteln. Dazu Produkte aus dem Werkstattladen.

Mit Ihrem Einkauf tragen Sie

zum Erhalt von Arbeitsplätzen

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Einschränkungen bei.

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Genusszeit im Pfaffenwinkel

Adressen:

k Gut Dietlhofen, Dietlhofen 1, 82362 Weilheim,

www.gut-dietlhofen.de

k „D’Eierhüttn“, Johann Seemüller, Bauernhof, Krottenkopfstraße

57, 82362 Weilheim

k Fischzucht Johann Schleich jun., Am Weidenbach 5,

82362 Weilheim, Di und Fr Wochenmarkt Weilheim

k Tierkontakt, Verena Hausmann, Jenausen 2,

82402 Seeshaupt, www.tier-kontakt.de

k Röstperle & Unser Dorfbräu, Flurweg 11,

82402 Seeshaupt, www.roestperle.de,

www.unserdorfbraeu.de

k Off-Mühle mit Mühlenladen, Mühlgasse 10,

82402 Sindelsdorf, www.off-muehle.de

Geißbock und Schafe

weiden bei Verena

Hausmann friedlich

nebeneinander auf

der grünen Wiese

(oben). Erst einmal in

Ruhe probieren heißt

es bei Maj Kielgas-

Weiss in der Seeshaupter

Röstperle.

eng windet sich der Pfad ins Naturschutzgebiet Hardt

hinauf. Verena Hausmanns Schafe, die sie mit Ehemann

Martin und den gemeinsamen Kindern Maria (14),

Johanna (12) und Ida (9) versorgt, stehen auf einer

hügeligen Weide, in die ein Bach ein kleines Tal gegraben

hat. Die Tiere haben sich dorthin in den Schatten

verzogen und kommen nur zögerlich nach oben. Ein

Geißbock versucht sich als Leithammel und führt die

Herde – mit geringfügiger Unterstützung der Züchterin,

versteht sich – auf ein Plateau. Wir spüren, wie weich

ihre Wolle ist, riechen nasentief hinein und stellen fest,

dass sie aufgrund ihrer Haltung nicht nach Stall, sondern

nach frischem Heu riechen. Wir halten sie, spüren

ihre Kraft und entdecken, was „Herdentrieb“ bedeutet.

Olivier Stier wird nämlich als Leittier erkoren und hat

Mühe, dem Pulk zu entkommen. Wenn die wüssten, was

er im Schilde führt…

5. Halt: Röstperle & Unser Dorfbräu, Seeshaupt

Die Finesse findet nicht nur in der Küche auf den letzten

Metern statt, sondern auch auf unserer Tour. Wir haben

Seeshaupt erreicht und es stehen noch zwei Punkte auf

unserer Liste: Kaffee und Bier. In einem Gebäude, in

Im wunderschönen Ambiente des Schlossgutes befindet sich unser

Bernrieder Hofladen mit regionalen Spezialitäten.

• Selbst hergestellte Nudeln und

eingeweckte Gerichte

• Feinkostsalate und Antipasti

• Käse vom Hofgut Bernried

• Clement Schokolade

• Essig, Öle und Liköre zum Abfüllen

• Eis aus der Leveni-Eismanufaktur

• Feine Milchshakes

• Kalbfleisch und Angus Weideochsenfleisch

von Bernrieder Gutshöfen

(nur auf Bestellung)

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BERNRIEDER HOFLADEN • Tutzinger Straße 12d • 82347 Bernried

info@bernrieder-hofladen.de • www.bernrieder-hofladen.de • Tel. 08158 / 904877

Sommer: Di – Sa: 9 – 19 Uhr, sonn – und feiertags: 13 – 19 Uhr

Winter: Di – Sa: 10 – 17 Uhr, sonn – und feiertags: 13 – 17 Uhr

Sonntags Café – kein Produktverkauf


Genusszeit im Pfaffenwinkel

dem früher Arzneimittel hergestellt wurden, hat sich

diverses Gewerbe angesiedelt. So können wir gleich zwei

Fliegen mit einer Klappe schlagen, nämlich Helles von

der jungen Seeshaupter Brauerei Unser Dorfbräu besorgen,

damit die Kocherei nicht ganz so trocken wird. Und

Maj Kielgas-Weiss mit ihrem Mann Robert Weiss einen

Besuch abstatten. Die beiden rösten ein paar Türen weiter

echten Seeshaupter Kaffee.

Der Kaffee kommt natürlich aus Guatemala, Peru oder

Uganda. Das „Seeshaupter Geheimnis“ ist die Röstung,

für die man sich in der Röstperle besonders viel Zeit

nimmt. „So können sich bestimmte Stoffe im Kaffee, die

manchen zu schaffen machen, gar nicht erst bilden”,

erklärt Maj Kielgas-Weiss am großen Stehtisch. Die beiden

erzählen uns von ihrem Start-up, das klimaneutral

ist und ausschließlich Bio-Kaffee verwendet. Durchaus

eine Erwähnung wert, schließlich ist dessen Anteil am

Weltmarkt mit acht Prozent verschwindend gering. Wir

bekommen zum wiederholten Mal den Eindruck, dass

Regionalvermarktung ein Konzept ist, das global Großes

bewegen kann – und muss. Dass weltweites Umdenken

nicht nur das Gebot der Stunde, sondern auch eine

genussreiche Angelegenheit ist, die Leute zusammenbringt,

werden wir in den kommenden Stunden erleben.

Showdown: Die mobile T3-Küche im Einsatz

Jetzt männlich, archaisch die ergatterten Lebensmittel

über offenem Feuer an einem schönen Platz am Wasser

zubereiten! Aber: der heiße Sommer hat die Wälder ausgetrocknet,

die Brandgefahr ist groß. Deshalb verzichten

wir auf das offene Feuer und entscheiden uns für den

campingplatztauglichen Gasgrill. Matthias Lederer, der

Besitzer des Seeshaupter Campingplatzes, lädt uns auf

seine Zeltwiese ein. Aus Bierbank, Grill und dem Bus-

Innenraum bauen wir eine mobile Küche mit Spülbecken

im Hinterzimmer. Es grenzt schon an Genuss, einem

Küchenmeister bei der Arbeit zuzuschauen: Mit tausendfach

geübten Bewegungen zerlegt er Fleisch oder filetiert

Landgasthof Osterseen

Hotel- Restaurant- Cafe

Inh. Moritz Link · Hofmark 9 · 82393 Iffeldorf

Telefon: +49 (0) 8856/92 86-0

Telefax: +49 (0) 8856/92 86-45

E-Mail: landgasthof@osterseen.de

www. Landgasthof-Osterseen.de


Genusszeit im Pfaffenwinkel

Als Koch gewinnt

man schnell neue

Freunde – vor allem,

wenn alles im Freien

stattfindet.

Fisch und lässt sich durch nichts und niemanden ablenken.

Selbst niedere Aufgaben wie Kartoffelschälen übernimmt

er selbst. Lediglich die Stirn darf ihm ab und zu

abgetupft werden, sehr zur Belustigung der Umstehenden.

Wir haben schnell Gesellschaft bekommen, spätestens

als die ersten verführerischen Röstaromen über den

Platz ziehen. Nicht nur besucht uns die Familie Hausmann

samt Töchtern, auch ein schwedischer Urlauber

interessiert sich für unser Tun, speziell die Lachsforelle.

Selbstverständlich darf er probieren und kündigt an,

gleich am nächsten Tag zur Fischzucht von Johann

Schleich zu fahren. Ein holländisches Ehepaar freut sich

über eine Einführung in Lamm-Zubereitung, ein norddeutsches

Urlauberpärchen lässt sich die Visitenkarte

der Hausmanns geben und aufgeregte Kinder scharen

sich um den großen Teller Apfelkücherl, zu denen es für

die Erwachsenen die Seeshaupter Kaffee-Mischung

„Schlaflos am See“ und für uns eine kühle Halbe Seeshaupter

Dorfbräu im See gibt. Wir stoßen zweimal an:

auf unsere Idee und auf die Regionalvermarktung – eine

feine Sache! §

Zu den Personen

k Olivier Stier, geboren 1972

im französischen La Tronche,

lebt und wirkt seit

2001 als Küchenmeister mit

Hang zum Detail in der

Region. Berufsbedingt hat er

besten Kontakt zu Lebensmittelerzeugern

vor Ort und leidenschaftlich angesammeltes

Wissen um die schmackhafte Bestückung von

Speisefolgen. Seine Liebe zu archaisch zubereiteten,

aber raffinierten Kreationen teilt er mit Christoph

Ulrich, Jahrgang 1977. Dessen kulinarische Kompetenz

beschränkt sich eher aufs Essen. Als Redakteur

und Autor versteht er sich aber aufs Recherchieren

und Schreiben, unter anderem von Reisegeschichten.

Außerdem besitzt, hegt und pflegt er den roten Bulli –

den dritten Akteur der Geschichte.

Bauer Sepps

Märchenbühne

Schöne Gästezimmer

Familie Schmid

Hauptstraße 96, 82386 Huglfing

Tel. 08802/8135,Fax 08802/1548

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Genusszeit im Pfaffenwinkel

Rezepte zum Nachkochen

Regionales Drei-Gänge-Menü für 4 Personen

Räucherfisch mit Blattsalat

2 Räucherfische (Saibling, Lachsforelle), 1 Kopf Romanasalat

Dressing: Olivenöl, Weißweinessig, Dijonsenf, Salz, Pfeffer, Zucker, Petersilie, Schnittlauch, Zitrone,

Dill, Ei als Garnitur

Die Räucherfische filetieren und darauf achten, dass keine Gräten am Filet verbleiben.

Den Romanasalat vierteln und unter fließendem Wasser waschen. Gut abtropfen lassen. Aus

Olivenöl, Essig, Senf und den Gewürzen ein Dressing herstellen. Den geviertelten Salatkopf auf

einen Teller anrichten, das Dressing darüber geben und mit den Räucherfischfilets belegen.

Den fertigen Teller mit einem halbierten Ei oder Wachtelei, einer Scheibe Zitrone und etwas Dill

und Petersilie garnieren.

Lammeintopf mit Kartoffeln und Bohnen

600 g Lammkeule ohne Knochen, 100g Speck, 2 Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen, 2 Zweige Rosmarin,

5 Zweige Thymian, Salz, Pfeffer, Olivenöl

500 g Kartoffeln, 300 g Bohnen (vorgegart), 3 Esslöffel Tomatenmark, 1 Flasche Landwein,

1 Esslöffel Butterschmalz zum Anbraten

Die Lammkeule grob von Sehnen befreien und würfeln. Den Speck in Streifen

schneiden. Die Zwiebeln fein hacken. Den Knoblauch mit Rosmarin, Thymian,

Salz und Pfeffer und einem Schuss Olivenöl in einem Mörser zu einer Art

Paste zerstoßen.

Das gewürfelte Lammfleisch mit der Gewürzpaste vermischen und

ca. 20 Minuten darin marinieren.

In einem Topf 1 Esslöffel Butterschmalz erhitzen und das marinierte Lamm,

den Speck und die gewürfelten Zwiebeln darin scharf anbraten. Das Tomatenmark

dazu geben, kurz mitrösten und dann mit einer Flasche trockenem

Landwein ablöschen.

Auf kleiner Flamme ca. 1,5 Stunden zugedeckt köcheln lassen. Ab und zu

umrühren.

Die vorher gewürfelten Kartoffeln hinzugeben und weitere 30 Minuten weiterköcheln

lassen. Zum Schluss die vorgegarten Bohnen dazugeben und noch

ca. 10 Minuten ziehen lassen.

Vor dem Servieren abschmecken und mit einem Rosmarin-Thymian-Sträußchen garnieren.

Apfelkücherl

2 Äpfel, 1 Ei, 100 ml Milch, 50 g Mehl, 1 Esslöffel Zucker, 1 Prise Salz,

1 Messerspitze Zimt, Butterschmalz, Minze und Johannisbeeren als Garnitur

Das Ei trennen, Eiweiß zu Schnee schlagen. Das Eigelb mit Milch, Mehl

und Zucker sowie Zimt und Salz verrühren und vorsichtig den Eischnee

unterheben. Die Äpfel schälen, entkernen und in Scheiben schneiden.

Die Apfelringe im Mehl wenden und dann durch den Backteig ziehen.

Anschließend in Butterschmatz bei ca. 170 °C goldbraun ausbacken. Die

fertigen Apfelkücherl mit Puderzucker einstauben, mit einem Minzezweig

und Johannisbeerrispen garnieren und warm servieren.

16

Landurlaub im Pfaffenwinkel


Brauchtum

Bayrische Urkräfte

Wer glaubt, Fingerhakeln sei

eine Stammtischgaudi, der

irrt. Das ist ein Wettkampfsport,

der konsequentes

Training erfordert. Im Pfaffenwinkel

gibt es besonders

erfolgreiche Vereine.

Landurlaub im Pfaffenwinkel

17


Brauchtum

Text: Nicola Förg Fotos: Ralf Gerard

Da sitzen allen Ernstes g´standene Mannsbilder

und melken an einem Gummieuter! Nein

– das ist nun kein Besuch in der Melkschule,

sondern einer bei den Fingerhaklern des Gaus Auerberg.

Und das Gummieuter ist ein Trainingsgerät. „Wir

verwenden kein Hightech oder Video Coaching“, lacht

Hubert Greisel, der 2. Vorsitzende. „Aber unser Ziel ist

es, die Unterarmmuskulatur zu trainieren und dazu gibt

es auch diverse Hanteln.“ Und mehr als das: Im Trainingsraum

geht es auch darum, die allgemeine Fitness

im Fokus zu behalten, insbesondere die Rückenmuskulatur,

denn die muss gestärkt in den Kampf gehen. Da

mag man sich an Ringen hochziehen oder auch mal an

zentnerschweren Steinblöcken über Umlenkrollen ziehen,

jeder Aktive hat da so seine Methode. Oder anders

formuliert: „Fingerhakeln ist eine gnadenlose Trainings-

Sportart, wer meint, er könnte da aus dem Stegreif

heraus mitmachen, ist chancenlos.“ Die Männer vom

Gau Auerberg oder auch die einen Aussichtsberg weiter,

die aus Peißenberg-Forst, trainieren alle zwei bis drei

Tage, manche täglich.

Beim Fingerhakeln dürfen alle Finger benutzt werden,

nur nicht der Daumen, zu einem hohen Prozentsatz

benutzt man den Mittelfinger und zwar beidseitig! „Es

ist wünschenswert, dass man zwei gleich gute Finger

hat, rechts und links, dann kann sich im Wettkampf der

eine Finger auch mal ausruhen“, erklärt Hubert Greisel.

Und so ein Wettkampf ist eben nicht bloß pittoreske

Gaudi, sondern eine Brauchtumssportart mit strengem

Regelwerk. Erst mal wird der Hakler gewogen, ob er

auch wirklich in die gemeldete Gewichtsklasse gehört.

Der Hakeltisch hat zudem genaue Maße vorzuweisen!

Dann geht es um die richtige Position am Tisch, und der

Ziehfinger darf auch nur mit Magnesiapulver eingerieben

werden – nix mit Mull oder Pflaster oder anderen

Geheimwaffen, um den Finger zu schützen.

Der Finger hängt dann im Hakelring, und los geht´s mit

dem Über-den-Tisch-Ziehen, ein Ausspruch der es vom

alpenländischen Brauchtum in den deutschen Sprachgebrauch

geschafft hat! Das Kommando lautet: „Beide

Hakler – fertig – zieht!“ Das Übern-Tisch-Ziehen geht

schnell, oft nur innerhalb von Sekunden und hat vor

allem etwas mit der Zugkraft zu tun. „Wir reden hier von

durchschnittlich 130 bis 160 Kilo Zuggewicht, in der

Schwergewichtsklasse auch mal bis zu 200 Kilo! Es geht

darum, möglichst schnell die volle Kraft zu entwickeln,

ganz schlagartig. Wer das am besten beherrscht, geht

als Sieger hervor“, weiß Greisel. Wer anreißt „wie ein

Stier“, wird disqualifiziert. Man braucht Reaktionsvermögen,

Kraft und Technik und „gefährlich ist es bei

130 Kilo Zuggewicht

erfordert ganze Kerle und

ohne stetes Training geht

nichts – das weiß auch

schon der Nachwuchs.

18

Landurlaub im Pfaffenwinkel


guter Vorbereitung nicht“. Insofern gibt Greisel dem Schriftsteller Herbert Rosendorfer

nicht Recht. Denn der schreibt im „Königlich-bayerischen Sportbrevier“: „Leistenbruch,

Blähhals und Kropfbildung werden durch das Fingerhakeln gefördert“…

Gut, mittendrin im Kampf sieht man auch mal unschön verzerrte Gesichter, aber Fingerhakeln

ist eben ein ehrlicher Sport. Wer in zwei K.o.-Durchgängen verloren hat,

ist raus. „Und genau das fasziniert und spornt an“ meint Greisel. „Einerseits ist das

eine Einzelsportart, bei der es den klaren Sieger oder Verlierer gibt. Aber es ist eben

auch der Zusammenhalt im Verein, das gemeinsame Training, das eine Region

zusammenhalten lässt.“ Dieses Gefühl des Eingebundenseins zieht sich auch durch

alle Altersklassen. Bei den Senioren über 55 sind immer noch wackere Hakler dabei.

2016 war Richard Daisenberger aus Peißenberg 81 Jahre jung, es war sein letzter

Aufritt bei einer Alpenländischen Meisterschaft und sein Hakelring war auch schon

in die Jahre gekommen. „Im Alter wird die Sportart noch härter“, schmunzelt der 48-

jährige Greisel, „es bleiben dann nämlich wirklich nur die Besten übrig“.

Hakeln zieht aber auch die Kids und Jugendlichen an. Die haben unterm Auerberg

einen eigenen Trainer, messen sich auch mal beim Tauziehen und freuen sich über

gemeinsame Ausflüge. Und die Siegeschancen. „Im Fußball ein ganz Großer zu werden

ist ein langer Weg, und oft für viele Eltern auch zeitlich und finanziell nicht

stemmbar. Im Fingerhakeln kannst du Deutscher Meister werden, wenn du dich reinhängst“,

findet Greisel und grinst zu ein paar seiner jugendlichen Pappenheimer

hinüber. „Die Burschen lernen, die eigene Kraft sinnvoll einzusetzen und müssen

auch mal damit umgehen, verloren zu haben.“ Ein guter Baustein auf dem Weg zum

Erwachsenwerden: Hakeln stärkt jungen Männern eben auch den Rücken und schult

Kopf und Herz! §

k www.fingerhakler-gau-auerberg.de

Freilichtmuseum

Glentleiten –

ganz Oberbayern

an einem Ort

Erlebnis

für die

ganze

Familie

Genießen Sie spektakuläre Aussichten

auf Berge und Kochelsee, 40 ha mit mehr

als 60 historischen Gebäuden, Gärten,

Wälder, Weiden und alten Tierrassen,

sowie viele Aktionen für Groß und Klein:

Ausstellungen | Kurse | Kinderaktivitäten |

Handwerk | Schaubrauerei | Musik |

Geocaching | Tiere | Outdoor-Kugelbahn...

Geöffnet vom 19. März bis 11. November

www.glentleiten.de


Ankerplatz Bernried

Yacht und Maibaum, Avantgarde und

Kloster – in Bernried ist alles eng

beieinander und man interessiert sich

füreinander. Einheimische, Zugezogene

und Gäste lieben diesen Bernrieder

Kosmos, in dem Landleben und internationale

Kunst mit einer Prise mondänem

Lifestyle die rechte Würze erhalten.

Als der Reiseschriftsteller Gustav Adolf Horst

1876 den Starnberger See und seine Uferorte

beschrieb, hatte er für das Klosterdorf Bernried

schon ganz besondere Worte gefunden:

„Bernried, am Westufer des Starnberger Sees gelegen, ist

vor allen anderen desselben der bevorzugte Lieblingsaufenthalt

der Landschaftsmaler. Ich gehe wohl kaum zu weit,

wenn ich Bernried mit unter die schönsten Orte des an

Schönheiten so reichen bayerischen Hochlands rechne…“

Diese „Beschreibung“ des Klosters Bernried, das im Jahre

1120 gegründet wurde, ist für die Bernrieder und Bernriederinnen

auch heute noch, knapp 150 Jahre später, Verpflichtung

und Ansporn. So hat z. B. die Goldmedaille im

Bundesentscheid des Wettbewerbs „Unser Dorf hat

Zukunft“ im Jahr 2007 gezeigt, dass das Dorf bis heute das

liebenswerte Kleinod am Starnberger See geblieben ist.

Und darüber hinaus ist diese Auszeichnung ein Beleg

dafür, dass Bernried nicht stehen geblieben ist, sondern

auf dem festen Fundament der Jahrhunderte alten

Geschichte seinen Weg in die Zukunft gefunden hat.

Ein besonderes Dorf feiert Geburtstag

Es sind aber nicht nur die Häuser und die herrliche Natur

mit den uralten Bäumen, die die Schönheit eines Dorfes

ausmachen – es sind vor allem die Menschen, die hier

leben! Jahrhunderte lang gelebte Toleranz und Gastfreundschaft

zeichnet Bernried und seine Bewohner seit

jeher aus und so wird die Dorfgemeinschaft im Jahr 2020,

zusammen mit den Nachbardörfern, Institutionen, Freunden

und Gästen, den 900. Geburtstag von Bernried feiern!

Schon zu Klosterzeiten, also bis zur Säkularisation im

Jahre 1803, hat Bernried Gäste beherbergt. Und Ende des

19. Jahrhunderts gab es über 200 Betten für die „Sommerfrischler“

zu mieten. Berühmte Maler, Schriftsteller und

Musiker verbrachten hier so manchen Sommer. Und so ist

es kein Zufall, dass in Bernried große Hotels und Gasthöfe

entstanden, die den heutigen Urlaubern die kostbare

Urlaubszeit verschönern. Ob zum Baden, zum Radfahren

Foto: Wolfgang Ehn


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und zum Wandern oder zum Besuch von Konzerten,

Museen, Schlössern und herrlichen Barockkirchen – Bernried

am Starnberger See ist idealer Ausgangspunkt.

Ankommen. Loslassen. Wohlfühlen.

… heißt der Werbeslogan des Marina Resorts in Bernried

und er trifft es auf den Punkt. Wo sich Anfang der 1970er

Jahre zunächst Segler und Tagesausflügler versammelten,

lockt heute ein moderner Hotel- und Gastronomiekomplex

ganzjährig circa 100.000 Gäste an. Aus den bescheidenen

Wurzeln eines Cafés am See entstanden, steht der

in 3. Generation durch Familie Mayr geführte Betrieb

nicht nur für Gastlichkeit, sondern auch für das Unternehmertum

am Ort. Im Marina Resort werden saisonabhängig

bis zu 120 Mitarbeiter beschäftigt und insbesondere

in jüngster Zeit wurde beständig in die Modernisierung

und Erweiterung des Ferienresorts investiert.

Neben dem 4-Sterne Hotel mit 90 Zimmern und Suiten

und dem Seerestaurant mit einer Veranstaltungskapazität

bis zu 1.000 Personen gehören auch der Yachthafen

– hier liegen 300 Segelboote ständig vor Anker – und

das Hofgut Bernried zum Betrieb. 2017 etablierte der

Hausherr einen inzwischen überregional beliebten Hofladen

mit Café im alten Schlossgut, dessen Ambiente

und hochwertige kulinarische Angebote überzeugen.

„Die Marina“, wie sie gern kurz genannt wird, ist ein lebendiges

Beispiel dafür, wie sich Tradition und Moderne,

stabile Werte und innovative Ideen ergänzen und über

Jahrzehnte erfolgreich entwickeln können. Sie ist gesellschaftliche

Bühne des Ortes, bietet Raum für Kunst und

Kultur und sie lockt Gäste aus nah und fern, denn hier

kann man komfortabel übernachten, gut essen und trinken,

feiern, entspannen und das Privileg einer privaten

Residenz am See genießen. Das 500 Meter lange Seeufer

des Marina Resorts verbindet den historischen Dorfkern

mit dem Areal des Buchheim Museums der Phantasie.

Hier spaziert man auf einem der schönsten Uferwege am

Starnberger See entlang und die Gäste der Marina nutzen

gern und ausgiebig den direkten Seezugang zum Baden

und Schwimmen.

k Festwoche zum Jubiläumsjahr mit Festzug,

Historischem Markttreiben und zahlreichen

weiteren Veranstaltungen von 05.-12.07.2020.

Alle Termine siehe S. 55.

k Gemeindeverwaltung Bernried, Dorfstraße 26, 82347

Bernried am Starnberger See

Tel. 08158-90767-0, www.bernried.de

k Marina Resort, Am Yachthafen 1-15,

82347 Bernried am Starnberger See,

Telefon 08158-9320, www.marina-bernried.de


Erlebnis im Pfaf fenwinkel

, auf ins

Mit Kindern ins Museum gehen? Das kann für alle Beteiligten anstrengend sein. Im

Bernrieder Buchheim Museum jedoch fühlt sich selbst ein Besuch mit Vorschulkindern

wie ein Urlaubstag an. Man darf sich dafür also ruhig ein bisschen Zeit nehmen.

Text: Magnus Reitinger

ass Kinder mit Rutsch-Autos durch die Ausstellung

kurven dürfen, das ist auch im Buchheim

Museum die Ausnahme. Eine große Janosch-

Sonderschau erfüllte im Sommer 2019 sogar

diesen Kindertraum – mit Vehikeln in Form der

beliebten Tigerente. Zwar sind Tiger, Bär und Papa Löwe

längst wieder abgezogen, doch das Buchheim Museum

bleibt ein ideales Ausflugsziel für Familien. Schon seine

Lage! Wie ein Schiff hat Architekt Günter Behnisch das

mit vielen Decks versehene Museumsgebäude direkt an

den Starnberger See hin gebaut. Der lang ausgestreckte

Baukörper endet in einem zwölf Meter über dem Wasser

schwebenden Steg. Bei klarer Sicht streckt sich hier zwischen

Himmel und See die Alpenkette vor dem Besucher

aus.

Rundherum ist alles Park: Der Kunstbau liegt in der weiten

„Hirschwiese" mit uralten Baumgruppen und verwunschenen

Teichen. Und es kann schon ein bisschen

Foto: Buchheim Museum - Labor der Phantasie

22

Landurlaub im Pfaffenwinkel


Museum!

Kreuzfahrt mit

Alpenpanorama.

dauern, bis man mit den Kindern den Museumseingang erreicht – nicht weil der

Weg so weit wäre, sondern weil er so spektakuläre Ein- und Aussichten bietet.

Hier sind Pagoden, dort Skulpturen zu entdecken. Man wundert und freut sich

über ein dickes altes Figurenpaar, das bei jedem Wetter in Blümchenkleid und

Streifenhose vor dem lichten Museumsbau sitzt. Und eine grellbunte Riesenlibelle

zieht Kinder magisch in die Museumswiese – ein alter polnischer Militärhubschrauber,

der mittels Graffiti zum Kunstwerk wurde.

Nicht weniger bunt geht es im Museum selbst weiter. Begründer Lothar-Günther

Buchheim (1918-2007), als Autor des Romans „Das Boot“ und als Kunstsammler

gleichermaßen berühmt geworden, wollte seine begehrte, millionenschwere

Expressionisten-Sammlung auf Dauer nur gemeinsam mit all dem Kunsthandwerk

ausgestellt sehen, das er auf seinen Reisen manisch zusammengetragen hatte. Also

sind im 2001 eröffneten Buchheim Museum – das völlig zurecht den Beinamen

„Museum der Phantasie“ trägt – nicht nur bedeutsame Gemälde weltbekannter

Maler wie Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff oder Max

Beckmann zu sehen, sondern auch hunderte Jugendstilvasen und gläserne Brief-

Gönnen Sie sich diesen Ausblick –

am besten bei einem Kaffee auf

den weitläufigen Sonnendecks des

Katamaran MS STARNBERG und

MS SEESHAUPT.

© www.agentur.polakandfriends.com

Drehen Sie am

Rad der Zeit.

Fotos: Mitte: Magnus Reitinger, rechts: Buchheim Museum - Labor der Phantasie

Pure Romantik, Naturgenuss und

viel Abwechslung. Dies und noch

viel mehr verspricht eine Schifffahrt

mit den Raddampfern HERRSCHING

und DIESSEN.

www.seenschifffahrt.de


Museumsdirektor

Daniel J. Schreiber

beim Plausch mit

den Dauergästen im

Garten

Foto: Magnus Reitinger

beschwerer, Teekannen und Bauernschränke,

Masken aus Afrika, indonesisches Schattenspiel, chinesische

Tuschzeichnungen, japanische Holzschnitte...

Nicht zu vergessen Buchheims Zirkus Buffi, in dem sich

Clowns, Akrobaten und Tiere auf Knopfdruck bewegen.

Dazwischen lockt heiter Naives von Autodidakten wie

dem Holzbildhauerphantasten Hans Schmitt, dem

Ammerseer Bauernmaler Max Raffler, dem Nürnberger

Puppenbauer Josef Muskat oder dem Pariser Maler-

Troubadour Hector Trotin. Buchheim weilte, wie er

selbst sagte, lieber auf den „Wiesenpfaden der Kunst“ als

auf den ausgetretenen Hauptwegen. Und sein Museum

sollte kein akademischer Raum, sondern „ein Fest fürs

Auge“ sein.

Museumsdirektor Daniel J. Schreiber fügt heute hinzu:

„Phantasie muss auch mit den Händen stattfinden, nicht

nur im Kopf.“ Deshalb dürfen Besucher des Buchheim

Museums nicht nur schauen, staunen und genießen, sondern

auch selbst kreativ werden. Jeden Samstag und

Sonntag öffnet das „Labor der Phantasie“, ein offenes Atelier,

in dem immer Farben, Tusche, Pinsel und Papier

Info:

k Buchheim Museum

Am Hirschgarten 1, 82347 Bernried

Di bis So sowie an Feiertagen 10 – 17 Uhr (April bis Oktober

10 – 18 Uhr)

Ermäßigungen bei Anfahrt mit MVV oder DB Regio, ausgeschilderter Fußweg

vom Bahnhof Bernried zum Museum: ca. 20 Minuten

Kombi-Ticket Bayerische Seenschifffahrt auf dem Starnberger See mit

Museumseintritt (April bis Oktober).

k Öffentliche Führungen: Sonn- und Feiertage 14:30 Uhr

k Labor der Phantasie: Offenes Atelier, Sa und So 11 - 17 Uhr

(kostenfrei mit gültiger Museums-Eintrittskarte).

bereitstehen, in dem mal geschnitzt, mal geknetet, mal

gedruckt wird – stets unter fachkundiger Anleitung von

Künstlern und Kunstpädagogen. Kinder ab sechs Jahren

(jüngere nur in Begleitung) sind hier willkommen, aber

auch Erwachsene. Mit gültiger Museumskarte ist die Teilnahme

kostenlos.

Ulrike Neumann-Neupert, die Leiterin des Ateliers, versorgt

mit Arbeitsmaterial, erklärt Techniken und steht

unterstützend zur Seite. „Ich weiß, wie schwierig es für

manche Kinder ist, in nicht-ergebnisorientierte Stimmung

zu kommen“, sagt die studierte Kunstpädagogin,

die auch in Schulen gearbeitet hat. „Aber das geht hier

gut, weil zwischendrin Pausen möglich sind, weil es Möglichkeiten

gibt, sich zu bewegen, oder die Kinder mal

etwas essen gehen – in der Schule ist das so ja gar nicht

möglich.“ Das Labor der Phantasie umfasst übrigens

auch einen Spielbereich mit zwei Kletterbäumen und

einer Slackline zum Balancieren. Bewegungsdrang muss

hier nicht unterdrückt, sondern kann ausgelebt werden.

Auch Rückzugsorte gibt es – im Museum und im großen

Park, in dem sogar Sonnenliegen bereitstehen.

Selbstverständlich gehören zur Museumspädagogik in

Bernried auch Führungen für Kinder und Familien, Ferienkurse

zu ausgewählten Themen, kindgerechte Broschüren.

Doch das Konzept ist vielschichtiger. „Alle

haben die Möglichkeit, an vielen verschiedenen Orten

etwas anzuschauen und zu erfahren. Und jeder kann

auch selbst etwas tun“, erklärt Direktor Schreiber, der

selbst zweifacher Familienvater ist: „Ich kann mich in

eine Ecke setzen und den Katalog lesen. Oder ich gehe

nur eine Viertelstunde durchs Haus und bleibe an ein,

zwei Bildern hängen. Oder ich nehme an einer Führung

teil. Oder ich gehe mit dem Audioguide gut informiert im

eigenen Tempo durch die Ausstellung ... Es gibt viele

Möglichkeiten, und das ist auch wichtig. Wir Menschen

tun nicht gern, was uns jemand vorschreibt. Deshalb hat

hier jeder vielfältige Möglichkeiten, das zu tun, was er

selber tun möchte – frei und heiter.“

So gibt es im Buchheim Museum immer wieder Überraschungen

und Neuheiten. Eine ganz große Neuerung

steht ab 2020 auf der Museumswiese – und

dürfte im wahrsten Sinne des Wortes das neue

Flaggschiff werden: Die alte MS Phantasie, lange das

schillerndste Ausflugsboot auf dem Starnberger See,

ist letzten Herbst im Museumspark fest vor Anker

gegangen, als Raum für Workshops und als Riesenspielzeug.

Denn dass Kunst und Spielen zusammengehören,

das lässt sich wohl nirgendwo so gut erfahren

wie im und ums Buchheim Museum. §

24

Landurlaub im Pfaffenwinkel


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Landpartie oder Kunstgenuss?

Zwischen München und dem Alpenrand liegt die einzig richtige

Antwort: Natürlich beides! Die sanft hügelige Landschaft

mit ihren klaren Seen und malerischen Ausblicken

aufs Gebirge ist eine der herrlichsten Gegenden Deutschlands.

Und sie birgt Kunst von Welt – in ungeahnter Dichte. Fünf

Museen lassen hier die wichtigsten Kunstwerke des Expressionismus

in der reizvollen Landschaft erleben, in der sie entstanden sind. Sie bilden

eine Region, die Naturerleben und Kunstgenuss perfekt kombiniert:

die „MuSeenLandschaft Expressionismus“.

Buchheim Museum der Phantasie

Direkt am Starnberger See, mit eigenem Aussichtssteg zwölf Meter über

dem Wasser, liegt das Buchheim Museum der Phantasie, in dem weltberühmte

Gemälde der „Brücke“-Maler leuchten. Am Kochelsee bietet das

Franz Marc Museum exquisites Kunsterleben rund um seinen Namensgeber

– und spektakuläre Blicke auf See und Berge. Am Staffelsee, mitten im

„Blauen Land“, das Kandinsky &

Co. einst magisch angezogen hat,

lockt das Schloßmuseum Murnau

mit Gabriele Münter und

Franz Marc Museum

dem „Blauen Reiter“. Und nahe

den idyllischen Osterseen lässt das Museum Penzberg in einem Zwilling

aus denkmalgeschütztem Bergarbeiterhaus und faszinierendem

Neubau den Jüngsten aus dieser Künstlergruppe entdecken: Heinrich

Campendonk. Ideale Ergänzung zu all dem ist das Lenbachhaus im

Herzen Münchens, das die weltweit größte Sammlung an Werken des Schloßmuseum Murnau

„Blauen Reiter“ beherbergt.

Museum Penzberg

Foto: Stefan Geisbauer

Mit der kostenlosen „MuSeenKarte Expressionismus“

erhalten Besucher in allen fünf Museen 1,50 Euro

Ermäßigung. Und wer Kunst- und Naturgenuss besonders

intensiv verbinden möchte, wandert oder radelt

auf den Spuren des „Blauen Reiter“: Eine insgesamt 195

Kilometer lange Fahrradrunde führt von See zu See und

von Museum zu Museum –

durch eine Landschaft wie aus

dem Bilderbuch.

Lenbachhaus

Übrigens fühlen sich auch Familien mit Kindern in der „MuSeenLandschaft

Expressionismus“ wohl. Alle fünf Museen halten Extra-Angebote

für den Nachwuchs bereit, ob Führungen und Audioguides für

Kinder, Räume für eigene Kreativität oder Workshops in den bayerischen

Schulferien.

k Informationen zu den Museen und weiteren Ausflugstipps:

www.museenlandschaft-expressionismus.de

Landurlaub im Pfaffenwinkel 25


Natur im Pfaf fenwinkel

Im grünen

Kosmos

Die einen arbeiten daran, den Wald zukunftstauglich

zu machen, die anderen tauchen tief in die Magie

Jahrhunderte alter „Hexenbäume“. Und viele nutzen

den grünen Kosmos ganz einfach dazu, neue Energie

zu tanken, denn was wäre heilsamer als ein ausgiebiger

Waldspaziergang?

26 Landurlaub im Pfaffenwinkel


Natur im Pfaf fenwinkel

Foto: www.bayern.by/Oliver Raatz

Landurlaub im Pfaffenwinkel 27


Natur im Pfaf fenwinkel

Text: Nicola Förg

Es hat geregnet am Vortag. Die Sonne kommt

nur zögerlich hervor und kitzelt ein paar Wassertropfen

auf den Blättern. Diamantenfunkeln

über Grün. Der Kalkofensteg über die

Ammer ist ein bisschen glitschig. „Da hinten beginnt mein

Urwald“, sagt Hans Peter Schöler, Förster im Revier Böbing

der Bayerischen Staatsforsten. Ein richtiger Urwald ist das

zwar streng genommen nicht mehr, denn auf der Karte der

letzten Urwälder Europas, die Geografen der Humboldt-

Universität Berlin kürzlich erarbeitet haben, ist er nicht enthalten.

Sie zeigt, wo es noch rund 1,4 Millionen Hektar solcher

Wälder in 34 Ländern gibt, Wälder, in denen der

menschliche Einfluss sehr gering ist und ökologische Prozesse

sich selbst überlassen sind. Der Forstbetrieb Oberammergau

hat Schölers „Urwald“ in der Ammerschlucht als

Foto: fkn

Bei den Eiben gibt’s

„Manderl und Weiberl“,

die weiblichen Bäume

bilden eine Scheinbeere

aus und dieser Baum

hat gar kein Harz, sondern

einen süßen Saft,

Foto: Wolfgang Ehn

der für Spechte wie

Starkbier ist.

Hans-Peter Schöler

(oben) streift

wachen Auges

durch die Wälder

der steilen Ammerschlucht

und muss

dabei auch gut zu

Fuß sein.

Der Klasse-1-Wald

(unten) ist „sein“

Urwald.

so genannten „Klasse-1-Wald“ eingestuft. Das heißt, die

Staatsforsten verzichten hier freiwillig auf Holzeinschlag.

„Als Klasse-1-Wälder werden Bestände gekennzeichnet, in

denen die Buchen 180 Jahre oder älter sind, Eichen sogar

300 Jahre alt und/oder solche, die eine besondere Zusammensetzung

von Baumarten aufweisen“, erklärt Schöler. „Ich

fühle mich hier ein bisschen wie bei Fitzcarraldo, als er das

Schiff durch den Urwald zerrte“, lächelt er. Und ja: Unwillkürlich

stehen Bilder auf, auch Robin Hood könnte auftauchen

oder ein Drache aus einem Fantasy-Abenteuer. Es ist

ein Ort voller Kraft, der an der Seele und an der Imagination

rührt.

Mehr noch in Paterzell: Die Zweige einer uralten Eibe ragen

in die einer Fichte hinein. Sie haben sich verschränkt und

unten, an ihrer Basis, haben sie elegant ihre Wurzeln überkreuzt.

„Die Bäume sind befreundet“, sagt Angelika Haschler-Böckle

und bei ihr ist das kein esoterisches Gedankenschweifen,

sondern „ein handfestes Gefühl.“ Keine weiß

über den Eibenwald bei Paterzell so viel wie die Autorin des

wunderbaren Buches „Die Magie des Eibenwaldes“. Sie

kennt von den älteren Bäumen jeden einzelnen, sie hat auch

manchen Baum sterben sehen, zersplittern oder verbrennen.

Sie kann auch nach tausenden von Besuchen immer

noch ganz still „am Bacherl“ sitzen, an eine Eibe gelehnt und

28

Landurlaub im Pfaffenwinkel


Natur im Pfaf fenwinkel

Durch den Paterzeller

Eibenwald führt ein

Wanderpfad; Angelika

Haschler-Böckle kennt

jede der magischen

Eiben, deren ureigenen

„Charakter“ – ihre

Führungen leiten an

zu behutsamem Auftreten.

Foto: Nicola Förg

Foto: Wolfgang Ehn

all jenen eine Absage erteilen, die unter Eiben glauben zu halluzinieren.

„Zweifellos dünstet die Eibe Taxol aus, das weitet

die Bronchien, das hilft Asthmatikern, aber eine Droge ist es

nicht.“ Zur Mythenbildung um die Eibe trägt eben auch bei,

dass fast alle ihre Teile giftig sind, das macht sie zum Hexenbaum.

„Man muss die Eibe gar nicht mystifizieren, rein biologisch

betrachtet, ist sie schon faszinierend: Es gibt ͵Manderl

und Weiberl΄, die weiblichen Bäume bilden eine Scheinbeere

aus und dieser Baum hat gar kein Harz, sondern einen süßen

Saft, der für Spechte wie Starkbier ist“, lächelt die Kennerin.

Weswegen die emsigen Vögel auch hacken, was das Zeug hält,

und die Eibe ihrerseits versucht, ihre Wunden zu verschließen,

es entstehen die sogenannten Spechtringe. Das alles ist

in der Tat reine Biologie – und dennoch magisch schön.


Natur im Pfaf fenwinkel

Waldwanderung in

der Feuersteinschlucht

am Auerberg

(links)

Silvia Thien (rechts)

hat die Zukunft der

Wälder im Blick,

lokale Wetterereignisse

und der

Klimawandel fordern

Waldumbau und

Menschen mit

Visionen.

Weniger ein „rosarotes Blümchenbild und überbordende

Emotionen“ wünscht sich auch Silvia Thien. Die junge Forstoberinspektorin

berät private Waldbesitzer und Gemeinden

zum Thema Waldumbau und Wiederaufforstung – „in einer

Region, in der Wasser, Wald, Wiesen und Berge so einzigartig

zusammenkommen.“ Thien liebt diese Heimat, hat nach

einem kurzen Abstecher in das Chemiestudium doch auf

das Forstwesen umgeschwenkt, ganz in den Fußstapfen des

Vaters, der als Förster den Schongauer Stadtwald betreut.

Die Trittsiegel der vorherigen Generationen kann und will

sie ausfüllen, fasziniert von einer Aufgabe, vor der jedes

Unternehmen zurückschrecken würde. „Wir müssen wahnsinnig

weit vorausplanen, wir müssen in einem Zeitraum

von 100 bis 200 Jahren denken und arbeiten heute mit dem,

was vor 100 Jahren passiert ist.“

Respektiere den Waldkosmos

◊ Müll/Zigarettenkippen wieder mitnehmen

◊ auf den Wegen bleiben, nicht ins Unterholz eindringen

◊ nichts abpflücken

◊ keine kleinen Bäumchen zertrampeln

◊ leise sein

◊ keine Feuer entzünden

◊ keine Tiere stören/jagen

◊ Hunde immer anleinen

◊ keine Nachtwanderungen unternehmen

◊ Absperrungen durch Forstarbeiter ernst nehmen

Natur bewussterleben

im Tölzer Land

Kräutererlebnisse für Groß & Klein

Geführte Wild-Kräuterwanderungen, Kurse und

Workshops mit zertifizierten Kräuterpädagoginnen

Kräuterparks und -gärten, Kräutererlebnisläden

Kräuterwirte und Kräutergastgeber

Gesundheit und Wellness rund um die Kräuter

Kräuter-Erlebnis-Region

Tel. 08041 505-206

Kräuter-Erlebnis-Region

www.toelzer-land.de

Tel. 08041 505-206

www.toelzer-land.de

Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium

für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten u. den

Europäischen Landwirtschaftsfonds für die

Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)


Herzlich Willkommen

auf unserem

Foto: Wolfgang Ehn

Foto: Nicola Förg

„Wir müssen wahnsinnig weit

vorausplanen, wir müssen in einem

Zeitraum von 100 bis 200 Jahren

denken."

Weit früher, vor tausenden von Jahren war ganz Mitteleuropa von dichten

Urwäldern bedeckt. Tacitus beschreibt den Wald als gewalttätig, die germanische

Mythologie verehrte Bäume, die Eiche war Thor gewidmet, der Weltenbaum,

die Esche oder vielleicht auch Eibe Yggdrasil, verband Himmel, Erde

und Unterwelt. Im Mittelalter waren Wälder gefährliche Orte, in der Tat hausten

dort wilde Tiere und Räuber. Mit dem christlichen Glauben mussten die

heidnischen Götzen weg, auch Bäume. Baumheiligtümer wurden auf Geheiß

von Gregor II. im 8. Jahrhundert gefällt. Noch gab es Urwälder, im 17. Jahrhundert

holzten aber Köhler, Schiffsbauer und Bergleute, sie alle hatten einen

unstillbaren Bedarf an Holz! Die Welt strebte in die Industrialisierung, das

Leben in den Städten war menschenunwürdig, die Arbeitsbedingungen auch.

Aus einer städtischen Intellektuellenszene heraus kam der Wunsch nach der

Idylle. Die Romantiker überhöhten den Wald, der Maler Caspar David Friedrich

und der Dichter Joseph von Eichendorff waren die Stimmen des Waldes

im 19. Jahrhundert. Auch viele Märchen der Gebrüder Grimm spielten im

dunklen Tann. Die Bauern auf den Dörfern konnten mit waldästhetischen

Betrachtungen jedoch wenig anfangen. Brennholz, Bauholz, Waldhonig, Pilze,

Beeren und jede Menge Dämonen, romantisch war das alles wahrlich nicht.

Dann kam die NS-Zeit und der Wald wurde „teutsch“, die Eiche zum Symbolbaum,

manche ordneten die Bäume gar so an, dass sie von der Luft aus gesehen

Hakenkreuze bildeten. Mit Ende des Krieges bot sich ein dramatisches

Bild, denn in den Kriegsjahren war der Raubbau im Wald gewaltig gewesen.

Und in den Nachkriegsjahren wurde für den Wiederaufbau, aber auch das

➤ Alpakas,

Erdmännchen,

Wallabys, Seidenhühner

➤ Stall- und Wollmühl-

Führung

➤ Alpaka-Stüberl

mit Biergarten

➤ Kinderspielplatz

➤ Kuscheliges aus

Alpakafaser

➤ Wanderungen und

Kindergeburtstage

Saliterhof Alpaka GbR

Kurzenried 3, 86971 Peiting

Tel. 088 61 / 60 20

Fax 088 61 / 60 11

info@alpakas-saliterhof.de

www.alpakas-saliterhof.de

Landurlaub im Pfaffenwinkel 31


Natur im Pfaf fenwinkel

Eine Schwarzspechtfamilie

ist eingezogen.

Jeder Baum

ist ein Kosmos, eine

„Wohngemeinschaft“

des Waldes. Pflanzen

und Tiere brauchen

intakte Wälder.

Beheizen von Gebäuden in den harten Nachkriegswintern

Unmengen an Holz gebraucht. Diese Kahlflächen aufzuforsten,

war eine Titanenaufgabe und das machten die „Kulturfrauen

des Waldes“, deren Arbeit auf der Rückseite des früheren

50-Pfennig-Stückes gewürdigt wurde: sie zeigt eine

Frau mit einer kleinen Eiche.

„Natürlich haben wir heute einen anderen Blick auf Fichten-Monokulturen,

aber wenn man die Leistung der Pflanzfrauen

aus der Zeit betrachtet, war es nur sinnvoll, zum Aufforsten

der ersten Waldgeneration vor allem die Fichte zu

wählen, die vielseitig ist und unkompliziert.“ Diese Fichte

ist heute vom Borkenkäfer bedroht, als Flachwurzler auch

von den immer dramatischer werdenden Starkwindereignissen.

2015 war es Sturm Niklas, „wir rennen im Prinzip

der Schadenbegrenzung hinterher“, sagt Thien.

Der Fichte neue Arten zur Seite zu stellen, das ist der

Zukunftsplan, auch der von Schöler. Er sieht auf sein Reich,

sieht die Rotbuche, die auch Kloster Rottenbuch den Namen

gab und die ein typischer Baum der Schluchtwälder ist – wie

Bergahorn, Esche und Weißtanne. Und er weiß, dass sie alle

dem Klimawandel Tribut zollen müssen. „Auch wenn die

Buche mit Trockenheit besser umgehen kann als die Fichte,

ist sie nicht Superwoman“, weiß er, auch die Weißtanne

„Bäume sind Heiligtümer.

Sie predigen das Urgesetz

des Lebens.“

Hermann Hesse

allein rettet den Wald nicht mehr. Schöler macht Versuche

mit Flatterulme, Nussbaum, Kirsche und Elsbeere. Die

Waldsinnigen sehen genau hin auf die Arbeit diverser Wissenschaftsinstitute,

die in langfristigen Testreihen neue

potentielle Bäume für ein klimatisch anderes Mitteleuropa

testen. „Manchmal habe ich das Gefühl, mir entgleitet da

etwas, man fühlt sich hilflos und ist teils zum Reagieren statt

Agieren verdammt“ sagt Schöler nachdenklich und die

junge Silvia Thien wiegt den Kopf. „Es ist eine Riesenaufgabe

für unsere Generation; und weil es uns gut geht, haben wir

die Pflicht die Weichen richtig zu stellen.“ 1913 wurde der

Eibenwald auf Betreiben des Weilheimer Arztes Dr. Fritz

Kollmann zum „Staatlichen Naturdenkmal" erklärt, 1939

zum Naturschutzgebiet umgewidmet und 1995 wurde von

Foto: wikimedia.org, Alastair

Foto: www.bayern.by/Oliver Raatz

32

Landurlaub im Pfaffenwinkel


Natur im Pfaf fenwinkel

dem damals zuständigen Forstamt Weilheim ein Eibenlehrpfad

angelegt. „Weil es wichtig ist, die Menschen ein bisschen

zu kanalisieren und sie zu (ver)führen, das zu schützen,

was man zuerst kennen und lieben lernen muss“,

lächelt Haschler-Böckle.

Drei Menschen, deren eigene Wurzeln ebenso sehr im

Boden der Region verankert sind, wie jene, die sie betreuen.

Sie alle wissen, dass der Pfaffenwinkel eine einzigartige Vielfalt

an Wald hat. Und sind wütend, wenn Ignoranz, Egoismus

oder nur Unachtsamkeit eine Katastrophe wie in der

Ammerschlucht auslösen, wo 130 Einsatzkräfte drei Tage

lang einen Waldbrand einzudämmen suchten. „Wie kann

man bei Waldbrandstufe 5 grillen?“, fragte Schöler fassungslos.

„Wie kann man aus irgendwelchen Hexenphantasien

heraus Kerzen in Baumhöhlen der Eiben entzünden?“, fragte

auch Haschler-Böckle.

Sie alle wollen „ihren“ Wald anderen öffnen, neumodisch

„Waldbaden“ muss man dabei gar nicht. „Shinrin Yoku“ -

„Baden in Waldluft“ kommt aus Japan. Man will sich treiben

lassen und den Wald bewusst im gegenwärtigen Moment

wahrnehmen. Studien aus Japan und den USA belegen, dass

sich bereits nach einem 15-minütigem Spaziergang im Wald

der Herzschlag normalisiert, der Blutdruck sinkt, das

Immunsystem gestärkt wird. Verantwortlich dafür sind

pflanzliche Duftstoffe, die sogenannten Terpene. Es ist gut,

vom Denken ins Fühlen zu kommen, so lange Wald ein

Gefüge der gegenseitigen Achtung ist. Betroffen sind auch

die Tiere: Viele Tiere sind untrennbar an den Lebensraum

Wald, ja sogar an einzelne Baumarten gebunden um zu

überleben. Der Schwarzspecht braucht die Buche, der

Hirschkäfer alte Eichenwälder. Unsere heimischen Schalenwildarten

sind ebenfalls auf den Wald als Lebensraum angewiesen.

Der Mensch bewegt sich im Wohnzimmer vieler

Arten. Wer mit offenen Augen und allen Sinnen durch den

Wald geht, die Schönheit dieses Lebensraums begreift, wird

Hesse zustimmen: „Bäume sind Heiligtümer. Sie predigen

das Urgesetz des Lebens.“ §

Was steckt hinter „Waldbaden“?

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Ein Waldspaziergang entspannt. Keine neue Erkenntnis, denn der Wald wird seit Jahrhunderten

für Menschen nicht nur wirtschaftlich sondern auch als Erholungsraum

genutzt. Inzwischen schwirren aber zahlreiche Begriffe durch die Medien. Hier ist vom

„Gesundheitswald“ die Rede oder von „Waldbaden“ - und schon geht das Kopfkino los:

Liegt man dann in einer mit Laub gefüllte Badewanne? Wir klären, was sich dahinter

verbirgt:

Die ersten Schritte zum Gesundheitswald

Das Bayerische Wirtschaftsministerium, der

Bayerische Heilbäder-Verband und die Ludwig-Maximilians-Universität

München erarbeiten

gerade einen Kriterienkatalog für Kurund

Heilwälder. Bis ein Handbuch mit Kriterien

aufgestellt ist, sind verschiedene Phasen

bis Anfang 2021 eingeplant. Zehn bayerische

Kurorte und Heilbäder werden im Pilotprojekt

dabei sein, darunter auch der Moorkurort

Bad Bayersoien mit seiner 18.000 qm großen,

barrierefreien Kurparkfläche. Gisela Kieweg,

Bürgermeisterin von Bad Bayersoien, hatte

sich für das Projekt beworben. Welche Möglichkeiten

der Bad Bayersoier Kurpark bietet,

wird sich bei den zeitnah stattfindenden

Untersuchungen ergeben.

Trocken bleiben beim Bad im Wald

Der Bad Kohlgruber Pilger- und Wanderführer

Norbert Parucha absolvierte die Ausbildung

der deutschen Akademie für Waldbaden

und begleitet Interessierte bei einem besonderen

Walderlebnis. Im Kurs geht es um das

Eintauchen und sich einlassen auf die Natur,

auf die Atmosphäre im Wald – mit „klassischem

Baden“ hat es nichts zu tun. Rund drei

Stunden verbringt die Gruppe im Wald. Dabei

wird die eigene Wahrnehmung auf die Umgebung

gerichtet, Bäume und Pflanzen, Gerüche

und Geräusche. Mit verschiedenen Übungen,

wie dem stillen Fokussieren auf die Umgebung

oder dem Gestalten mit Naturmaterialien,

bringt der Kursleiter der Gruppe den

Wald und seine Heilkraft nahe. Die gesundheitlichen

Vorteile, die in Japan schon längst

bekannt sind, werden nach und nach durch

Studien belegt. So werden bei dieser entspannten

Art des Waldaufenthalts die Produktion

der Stresshormone ebenso gesenkt

wie Puls und Blutdruck, wohingegen sich die

Aktivität der körpereigenen Killerzellen

erhöht. Ein Waldbad eignet sich daher zur

Entspannung und Stressbewältigung ebenso,

wie zur Stärkung der Abwehrkräfte.

Waldbade-Erlebnisse werden in der Naturparkregion

von mehreren Kursleitern angeboten.

Auf der Seite erlebnisse.ammergaueralpen.de

finden sich alle Veranstaltungen und

Termine, die bei Interesse auch gleich online

gebucht werden können.

Foto Florian Wagner

Landurlaub im Pfaffenwinkel 33


Natur im Pfaf fenwinkel

Wanderlust

11x

im Wald

Sachsenried

Sachsenrieder Bähnle

11 Paterzell Weilheim

Naturlehrpfad Forchet Schongau 1

Seeshaupt

6

Peißenberg

Eibenpfad

4

Frechenseerunde

Alpini-

Peiting

5

2

Jubiläumsweg

Bernbeuren

Penzberg

Walderlebnispfad

Via Damasia 7

Barfußpfad/ 3

Böbing

Schnalzpanoramaweg/ Berghaldenpfad

8 Ammerschlucht

Bad Bayersoien

9 Prem

10 Haselbachweg

Moorlehrpfad

Text: Nicola Förg

1 Mit Magie

Der Paterzeller Eibenpfad im ehemaligen

Klosterwald durchzieht

die Welt der mächtigen und mystischen

Bäume, die über 1000

Jahre alt werden können. 10 Infotafeln erzählen

von der biologischen Sonderstellung.

Tipp: Führungen mit Angelika Haschler-Böckle,

Tel. 08809/1054

2 Mit Kindern

Der Peitinger Walderlebnispfad

ist ein aktiver Weg – Barfußpfad,

Seilbrücke u.v.m. – über 7 Stationen.

Und man lernt am Wegesrand

quasi im Vorbeigehen so einiges über den

Wald und das Waldleben.

Tipp: Ein Abstecher zur Ausgrabung der Villa

rustica, einem römischen Gutshof aus dem

2. bis 4. Jahrhundert nach Christus, ist lohnend,

www.alpenrand-in-roemerhand.de

4 Mit Eiszeit

Seeshaupt am Starnberger See

ist Ausgangspunkt für eine typische

eiszeitlich geprägte Landschaft:

Geländewellen, Toteislöcher,

der idyllische Frechensee und wunderbare

lichte Mischwälder.

Tipp: Schöner Kontrast mit uralten Methusalem-Bäumen:

Der Bernrieder Stiftungspark (80

ha), 1853 bis 1863 vom Münchner Oberhofgärtner

Carl Effner und später dessen Sohn im

Stil eines Englischen Landschaftsparks gestaltet,

www.bernrieder-park.de

Foto: Tourismusverband Pfaffenwinkel/Monika Heindl

Tipp: Der Schaugarten der Bio-Gärtnerei ist

eine wunderbare Anregung für den eigenen

Garten, www.staudenspatz.de

6 Mit Altstadt

Der Naturlehrpfad Forchet

beginnt im Süden des romantischen

Städtchens Schongau hinter

der einzigartigen Stadtmauer.

Auf dem Rundweg viel Wissenswertes über das

Ökosystem Wald.

Tipp: Am Lido legt das Lechfloss ab, einem

historischen Fernhandelsfloß nachempfunden,

www.schongau.de

Foto: Wolfgang Ehn

Foto: Wolfgang Ehn

3 Mit Bergbau

In den vielen Jahren des Bergbaus

in Penzberg entstand aus

Abraumgestein die 70 Meter

hohe Berghalde. Am Berghaldenpfad

kann man weit blicken, in die Welt des

Bergbaus eintauchen und auf dem Natur-Erlebnis-Pfad

Bäume, Insekten und Vögel kennenlernen.

Tipp: Das Museum Penzberg mit der weltgrößten

Campendonk-Sammlung ist ein Hort von

Kultur und Sonderausstellungen,

www.museum-penzberg.de

Foto: Susanne Lengger

5 Mit Hirschen

Der Alpini-Jubiläumsweg startet

an der Staudengärtnerei in Kreilhof,

wo Rotwild herüberäugt.

Schmale Wurzelpfade, die stillen

Ufer der Ammer, die wilde Reitnerbachklamm

und sauerstoffreiche Wälder machen den Weg

besonders abwechslungsreich.

7 Mit Crispus

Crispus, der pfiffige römische

Händler aus Tirol, führt durch die

Feuerstein-Schlucht und den

Jägersteig auf den Auerberg

hinauf zur ehemaligen Römersiedlung Damasia.

Tipp: Das Auerbergmuseum ist kurzweilig und

absolut empfehlenswert, www.auerbergmuseum.de

8 Mit Schlucht

In der Schnalz und der Ammerschlucht

braucht es trittsichere

Wanderer, die über Stufen, Stege

und Brücken durch die ungebändigte

Ammerschlucht und die Schluchtwälder

streifen.

Tipp: Der Lugenauer See in Böbing ist ein

wunderbar-idyllischer Badesee.

34

Landurlaub im Pfaffenwinkel


Foto: Wilhelm Franke

Foto: Archiv Tourismusverband Pfaffenwinkel

9 Mit Huidingerle

Den Moorwanderweg Prem bewacht der Moorriese,

das Huidingerle. Erklärungstafeln zum Moor und

zum Torfabbau lenken ab und zu ab vom dramatisch-schönen

Blick ins Ammergebirge. Hier ist die

Spirke zuhause, eine seltene Kiefernart.

Tipp: Eine Holz-Hollywood-Schaukel ist der beste Platz zum

Fern-Sehen.

10 Mit Rundblick

Der Haselbachweg in Bad Bayersoien ist ein Klassiker

für Naturfreunde. Zwischen Wald und Achbach

blühen die artenreichen Streuwiesen.

Tipp: Der Ausblick vom Kapellenberg ist berühmt.

Die TV-Serie „Marie fängt Feuer“ wurde hier gedreht.

11 Mit Bähnle

Das Sachsenrieder Bähnle, einst Bahnstrecke, verbindet

heute als Radtour Kaufbeuren im Ostallgäu

mit Schongau in Oberbayern. Auf 34 Kilometern

und an 24 Stationen Wissenswertes über die Transportstrecke

für Braunkohle und Grubenholz mitten durch den

Forst, der mit 4.000 Hektar (zusammen mit dem Denklinger Forst

sogar 8.200 Hektar) einer der größten zusammenhängenden

Wälder im Alpenvorland ist.

Tipp: mit Hilfe eines QR-Codes auf den Tafeln kann man Original-

Videoausschnitte von der letzten Fahrt eines Zuges auf der Strecke

im Jahr 1972 auf dem Smartphone ansehen

Mehr Infos, Streckenprofile und Gehzeiten findet man auf

www.pfaffen-winkel.de/Wandern nach Herzenslust oder in der

Pfaffenwinkel-Touren-App.

Foto: Ralf Gerard Foto: Ralf Gerard

Barfußpfad

Wandern im

Pfaffenwinkel

Penzberg

mit vielseitigen und

interessanten Möglichkeiten

Barfußpfad auf Gut Hub

Stadt- und Waldrunde rund um Penzberg

Wald- und Weiherschleife

Penzberg als Station auf dem Jakobsweg

„Isar-Loisach-Leutascher Ache-Inn“

Penzberger Berghaldenpfad

Bergbaurundweg „Auf den Spuren der

Penzberger Bergbauvergangenheit“

Geschichtspfad mit 32 Stationen im Stadtgebiet

und viele weitere markierte Wanderwege

www.penzberg.de

weitere Infos zu den Wandermöglichkeiten unter

www.penzberg.de und www.pfaffen-winkel.de

Penzberger Berghaldenpfad


Kultur im Pfaf fenwinkel

Kleine Stadt,

großes Theater

Weilheim hat ein Stadttheater, auf das viele Städte

neidisch sind. Und darin herrscht jede Menge Leben.

Seit 20 Jahren bieten die „Weilheimer Festspiele“

höchstes Niveau.

Eine Glanzrolle für Yvonne Brosch: Maria Stuart.

36

Landurlaub im Pfaffenwinkel


Kultur im Pfaf fenwinkel

Text: Magnus Reitinger

Weilheimer Festspiele – noch nie gehört? Das

ist keine Schande. Denn anders als die starbesetzten

und manchmal auch skandalumwehten

Festivals à la Salzburg oder Bayreuth liegt das

Weilheimer Festspielgeschehen für die Boulevardmagazine

und Großfeuilletons außerhalb des Beuteschemas. Hier

wird ja nicht Hof gehalten und nicht defiliert, nicht großes

Geld verbraten oder repräsentiert. Vorstellungen im Weilheimer

Stadttheater besucht keiner, um gesehen zu werden

– sondern schlicht, um zu sehen. Schlagzeilen machen

andere. Weilheim macht derweil einfach solides Theater.

Übrigens ist das seit über 400 Jahren so. So lang nämlich –

mindestens so lang – wird in Weilheim schon Theater

gespielt. Als die Einheimischen um 1600 erstmals die

Weilheimer Passion auf dem Marienplatz inszenierten,

Vorstellungen im Weilheimer

Stadttheater besucht keiner,

um gesehen zu werden –

sondern schlicht, um zu sehen.

Foto: Emanuel Gronau

waren auch die Oberammergauer beeindruckt: Sie übernahmen

später ganze Textteile aus der Feder des Weilheimer

Stadtpfarrers Johann Älbl in ihr eigenes, heute weltbekanntes

Passionsspiel. In Weilheim wiederum endete 1772

auf kurfürstliche Intervention die Passionstradition – nicht

aber die Theaterleidenschaft. Noch im 18. Jahrhundert

gründete sich in dem Städtchen mit seinen damals kaum

2000 Seelen eine Bürgerliche Theatergesellschaft. 1828

errichtete man am Unteren Graben einen Theaterstadl, der

hundert Jahre später durch ein richtiges Stadttheater

ersetzt wurde. Und in diesem herrscht seitdem jede Menge

Leben.

Gut ein halbes Dutzend Weilheimer Theatergruppen gibt

sich zeitweise die Klinke des Bühneneingangs in die Hand,

und schon früh entdecken professionelle Theaterunternehmen

das zauberhafte Haus als Gastspiel-Ort. Nach dem

Zweiten Weltkrieg ist es die Tourbühne der Münchener

Schauspielerin Lore Bronner, die regelmäßig große

Landurlaub im Pfaffenwinkel 37


Kultur im Pfaf fenwinkel

„Mutter Courage“

(mit Yvonne Brosch)

und „Die zwölf

Geschworenen“

(rechte Seite) stehen

auf der Liste

der Eigeninszenierungen

des Weilheimer

Theaters.

Andreas Arneth

(Mitte) teilt sich

die Intendanz mit

Yvonne Brosch.

Immer dabei ist

Theaterhund „Mali“.

Foto: Emanuel Gronau

Foto: Bernd Auers

Klassiker in Weilheims kleines Theater bringt. Und ab 1988

kommen sogar kurzzeitig die Feuilletons aus Hamburg

angereist, als Cordula Trantow mit üppiger Förderung des

Freistaats den Weilheimer Theatersommer etabliert und ihr

Ehemann, der berühmte Regisseur Rudolf Noelte, einige

Inszenierungen beisteuert.

Elf Sommer lang geht das gut – bis eine freizügige Walpurgisnachtszene

in Goethes Faust das Ende einläutet: Angesichts

mittanzender Kinder verlässt Weilheims damalige

Bürgermeistergattin mit einem Türknall das Theater, es folgen

große Diskussionen – und Trantows Abgang. Nur ein

Jahr später aber entsteht Neues, großes Neues: Mit einem

gewitzten Brandner Kaspar feiern 1999 die Weilheimer

Festspiele Premiere. Der Weilheimer Bühnenbildner

Andreas Arneth, schon beim Theatersommer aktiv, und die

Münchener Schauspielerin und Regisseurin Yvonne Brosch

stellen in Weilheim von nun an zwei ambitionierte Eigenproduktionen

pro Jahr auf die Bühne.

STADTFÜHRUNGEN

IN LANDSBERG AM LECH

Von Mai bis Oktober finden in Landsberg am Lech regelmäßige

Stadtführungen statt. Treffpunkt ist jeden Mittwoch, Samstag

und Sonntag um 14.30 Uhr am Marienbrunnen.

Themenführungen zu festen Terminen ergänzen das

Stadtführungs angebot. Regelstadtführungen sowie individuelle

Themenführungen z.B. Musikalischer Spaziergang, Landsberg

bei Nacht, Leben und Wirken der Ursulinen uvm. sind für Reisegruppen

ganzjährig buchbar.

Geschichte

erleben

Weitere Infos: Tourist-Information Landsberg am Lech

Hauptplatz 152 · 86899 Landsberg am Lech

Tel.: 08191/128-246 · www.landsberg.de

Weitere Infos: Tourist-Information Landsberg am Lech · Hauptplatz 152

86899 Landsberg am Lech · Tel.: 08191/128-246 · www.landsberg.de


Foto: Emanuel Gronau

Sie heuern nicht Stars an, bilden aber ein Ensemble hochmotivierter Profischauspieler,

die immer wieder gern nach Weilheim kommen. Weil zum Lore-Bronner-Preis, den

der Bezirk Oberbayern jährlich an „außergewöhnlich begabte Jungschauspieler“ vergibt,

ein Engagement bei den Weilheimer Festspielen gehört, sind stets auch neue

Talente zu entdecken. Und dass heimische Laienschauspieler eingebunden werden,

ermöglicht große Produktionen wie Brechts Mutter Courage, Kleists Zerbrochenen

Krug oder auch die unsterbliche Pennäler-Komödie Die Feuerzangenbowle.

Gemeinsam mit dem Verein Freunde des

Weilheimer Theaters holt man jährlich zwei

hochkarätige Gastspiele.

41 Produktionen gab es seither, von Goethes Urfaust und Schillers Räuber über

Molière, Ibsen, Goldoni und Euripides bis zu Horváths Kasimir und Karoline und Dürrenmatts

Besuch der alten Dame. Zum klassischen Spielplan tritt zunehmend Modernes

wie das Gerichtsdrama Die zwölf Geschworenen oder Stephen Kings Thriller Misery.

Und zum Jahresende gibt's auch mal Unterhaltung wie Spiel's nochmal, Sam oder Arsen

und Spitzenhäubchen. Yvonne Brosch inszeniert meist selbst, Andreas Arneth besorgt

Bühnenbild und Ausstattung, zudem stemmt das Duo die komplette Organisation. „Das

ist unser Leben“, erklärt Arneth – „und das, was wir lieben“.

Im Weilheimer Stadttheater organisieren sie auch eine Off-Theater-Reihe, bei der das

Publikum auf der Bühne sitzt und moderne Stücke hautnah miterlebt. Und gemeinsam

mit dem Verein Freunde des Weilheimer Theaters holt man jährlich zwei hochkarätige

Gastspiele, zum Beispiel vom Theater Regensburg. Die Weilheimer Festspiele selbst

haben einen Stamm von 4000 bis 5000 Zuschauern, davon über 400 Abonnenten; pro

Produktion gibt es meist acht bis zehn Vorstellungen.

2019 feierten sie ihr 20-jähriges Bestehen. Und der Schwung lässt nicht nach. „Ein

paar der alten Griechen“ wollen sie noch spielen, sagen die Intendanten, und einige

Stücke der russischen Dramatiker wie Tschechow, und so viel Modernes gelte es noch

zu entdecken ... Die Erfolgsgeschichte Weilheimer Festspiele geht also weiter. Und man

sollte nicht versäumen, ihre Fortsetzung live zu erleben – in einem der schönsten Theater

Oberbayerns. Alles andere wäre für Theaterfreunde vielleicht doch: eine Schande.

k www.weilheimer-festspiele.de


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Weilheim

– natürlich liebenswert

Die liebens- und lebenswerte Stadt

Weilheim im wunderschönen Pfaffenwinkel

bietet eine gelungene mischung

aus Kultur- und Naturerlebnissen.

Besonders sehenswert ist die malerische

Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen

und den charakteristischen Patrizierhäusern,

deren farbenfrohe häuserfronten

zusammen mit marienplatz, Stadtpfarrkirche

und Stadtmuseum ein malerisches

ensemble geben.

Zum Bummeln und Flanieren lädt die

attraktive Fußgängerzone mit noch inhabergeführten

Geschäften ein und bei

einem Kaffee auf dem marien- und Kirchplatz

genießt man bei Sonnenschein fast

schon mediterranes Flair.

Daneben hat sich in den letzten Jahren

eine aktive Künstlerszene in Weilheim

etabliert und die Weilheimer Festspiele im

Stadttheater sind mittlerweile überregional

bekannt.

Ob Theater, Konzert, Sehenswürdigkeit

oder einfach ein gemütlicher Spaziergang

durch die Altstadtgassen – Weilheim ist

immer einen Besuch wert.

Touristinfo Weilheim

Admiral-Hipper-Straße 20

82362 Weilheim i.OB

Tel. 0881/682-733, www.weilheim.de

Auf schön gelegenen Wander- und Radwegen

lässt sich auch die Umgebung gut

erkunden und der vor den Toren der Stadt

gelegene Dietlhofer See bietet sich für

einen Sprung ins Wasser genauso an wie

der nahe gelegene Ammer- und Starnberger

See.

Kulturell hat Weilheim das ganze Jahr hindurch

viel zu bieten: Volksfest, Französische

Woche, Komod- und lichtkunstfestival

sowie der Christkindlmarkt sind nur

einige der beliebten Feste und events.

Fotos: Ralf Ruder, Stadt Weilheim

40

Landurlaub im Pfaffenwinkel


Aktiv im Pfaffenwinkel

Oberbayerns

Ammer-

Amper-

Radweg

erster ¢¢¢¢ Radweg

Vom wilden Gebirgsfluss zum Naherholungsgebiet: Oberbayerns erster 4-Sterne-Radweg folgt

Ammer und Amper vom Ursprung in den Ammergauer Alpen bis zur Mündung in die Isar.

Moosburg

Allershausen

Dachau

Fürstenfeldbruck

Inning am Ammersee

Dießen am Ammersee

Peiting

Weilheim

Oberammergau

Wo die Ammer schon Amper heißt: Der Innenhof des Klosters Fürstenfeld ist eine Oase der Ruhe – und einen Biergarten gibt es auch!

Landurlaub im Pfaffenwinkel 41


Aktiv im Pfaffenwinkel

Blick vom Radweg

auf die Halbammer,

sie führt ihr

Wasser bei Altenau

der Ammer zu.

Bei Weilheim verläuft

der Radweg

auf dem Ammerdamm

(Mitte); in

Grafrath starten

Kanufahrer gerne

zu einer Tour auf

der Amper.

Text & Fotos: Gabriele Zelisko

Der WWF, die Naturschutzorganisation mit

dem Panda im logo, ist dafür bekannt,

dass sie Sumatra-Tiger vor Wilderern

schützt und gegen den handel mit elfenbein

vorgeht. Dass dieser WWF ein Büro in Weilheim

unterhält – übrigens das einzige in Bayern – klingt

zunächst einmal ungewöhnlich.

„Alpenflusslandschaften“ heißt das Projekt, das von hier

gesteuert wird. Während in ganz europa naturnahe

Flusslandschaften selten geworden sind, darf die hiesige

Ammer in ihrem Oberlauf noch wild dahin sprudeln.

Damit das so bleibt und die Situation auch für

andere Gebirgsflüsse wieder besser wird, arbeitet der

WWF seit 2011 am Schutz der Ammer. Da gibt es einiges

zu diskutieren und die unterschiedlichsten interessen

unter einen hut zu bringen – Besiedlung und Flächenverbrauch,

landwirtschaft, energiegewinnung,

Naherholung und Freizeitaktivitäten. Der WWF sieht

sich hier als Vermittler und Koordinator der vielen

schon lange für die Ammer engagierten Akteure. Ziel ist

k

Der Ammer-Amper-Radweg verläuft auf ca. 200 Kilometern von

Oberammergau bis Moosburg an der Isar mit überwiegend

gemütlichem Bergabradeln. Aufgeteilt in drei bis vier Tagesetappen

bleibt genügend Zeit für Sehenswürdigkeiten, nette Ortschaften

und beschauliche Pausen entlang der Route. Detaillierte Informationen

zu Strecke, Übernachtungsmöglichkeiten und Veranstaltungen gibt es

auf www.ammer-amper-radweg.com Als erster durchgehender 4*-Radweg

Oberbayerns erfüllt er zahlreiche Qualitätskriterien, die ungetrübte Radelfreuden

garantieren. Die kostenlose Karte gibt es in den Touristinfos.

Der Startpunkt Oberammergau und die größeren Etappenorte sind ab München

gut mit DB Regio oder S-Bahn zu erreichen.

Übernachtungsmöglichkeiten für Radfahrer:

https://www.bettundbike.de/radweg/ammer-amper-radweg/

es, ihre Wildheit zu erhalten oder wiederherzustellen.

Was das mit dem wilden Alpenfluss auf sich hat, wollen

wir per Rad erkunden, auf dem Ammer-Amper-Radweg,

der dem Fluss folgt, bis er in die isar mündet. Von

Oberammergau bis moosburg verläuft die Strecke, vom

ADFC mit vier Sternen ausgezeichnet. ein Radweg de

luxe sozusagen.

Nachdem sie ihr Wasser aus verschiedenen Quelltöpfen

im idyllischen Graswangtal und aus der linder gesammelt

hat, ist die Ammer kurz vor Oberammergau schon

als Fluss erkennbar, wenn auch höchstens knietief. Die

Kiesel im Flussbett zeichnen sich klar umrissen im hellen,

graugrünen Wasser ab. Nachdem wir den Passionsspielort

durchquert haben, verlieren wir sie auch gleich

wieder aus den Augen. Dafür hält uns zur besten Frühschoppenzeit

im Ortszentrum von Altenau ein Dorffest

vom Weiterfahren ab. Dieses Glück müssen wir beim

Schopf packen: Schweinebraten, Steckerlfisch, kühles

Bier und eine kernige Blasmusik. Sofort sind wir mittendrin

und die größte Anstrengung bisher besteht

darin, sich von der feiernden Dorfgemeinschaft zu

lösen.

Der Radweg ist eine Schau, bayerisches Alpenvorland

wie aus dem Bilderbuch, marterl und Votivbilder, Rastplätze,

Ruhebänke im Schatten, leichtes Ansteigen und

Abfallen, sattgrüne Wiesen, Kühe, heuschober, sanfte

hügel; fast haben wir die Ammer schon vergessen, bis

wir sie nach Kilometern wieder queren. Wo war sie

eigentlich die ganze Zeit? Die aufregende Scheibum

jedenfalls haben wir nicht gesehen, jene Stelle, an der

die Ammer einen beeindruckenden Felsdurchbruch

geschaffen hat, ebensowenig wie die zauberhaften

Schleierfälle. Auch das ist ein Aspekt der Wildheit eines

42

Landurlaub im Pfaffenwinkel


Aktiv im Pfaffenwinkel

Alpenflusses: es ist nicht jeder meter durch Radwege

erschließbar, anders als an großen Flussrouten wie an

Donau, lech oder inn.

Was wir auch nicht sehen, das sind Kraftwerke: Während

die energiegewinnung an vielen Flüssen zu kritischen

Situationen für die Fischbestände führt, kann sich

die Ammer glücklich schätzen, davon kaum betroffen zu

sein. Weitgehend unbehelligt von Speichern oder größeren

Kraftwerken darf sie vom Quellgebiet bis zum

Ammersee dahinfließen. lediglich das Kraftwerk Kammerl

bei Saulgrub und die Ammermühle bei Rottenbuch

nutzen die energie des Wassers.

Villa Rustica Peiting

Schutzhaus über römischem Badegebäude mit angegliedertem

römischem Küchen- und Heilkräuter-Lehrgarten!

Über

kurzen Abstecher

vom Ammer-

Amper-Radweg

erreichbar

Die gesamte Anlage am Kreuter Weg (Straße zum Weiler Kreut) ist mittels Schautafeln selbsterklärend gestaltet

und jederzeit zugänglich. Der Zutritt ist kostenfrei – um Spenden zur Erhaltung wird jedoch gebeten.

Mai bis Oktober jeden Samstag von 14-16 Uhr Führungen – ausgenommen bei nasskalten Wetter.

Zusätzlich können über die Tourist-Information Führungen gebucht werden.

Kontakt: Tourist-Information Peiting · Hauptplatz 4 · 86971 Peiting · Tel. 08861/59961 · touristinfo@peiting.de

www.peiting.de


Aktiv im Pfaffenwinkel

Von oben nach

unten: Dorffest

mit Steckerlfisch

in Altenau, kleine

Pause am Dampfersteg

in Dießen,

ein kurzer Stopp

bei Treibholz-

Objekten in

Raisting, Felder-

Patchwork bei

Fürstenfeldbruck

Ab Peiting geht es ausgiebig bergab und wir kommen

dem Fluss wieder nahe, der erst einmal nur zu hören ist.

Als wir ihn zu Gesicht bekommen, zeigt er sich eingebettet

in weitläufige Kiesablagerungen, auf denen mächtige

Felsbrocken trohnen, und gesäumt von dicht an dicht

stehenden Büschen und Bäumen. Jetzt sind wir mitten

drin in einem hotspot der Artenvielfalt: 28 Fischarten

fühlen sich hier noch wohl und fast alle in Deutschland

bekannten Spechtarten bevölkern die totholzreichen

Schluchtwälder, ebenso wie Uhu und Flussuferläufer. An

den durch hochwasser immer wieder neu entstehenden

Kiesbänken – ein merkmal von Wildflüssen – wächst die

Deutsche Tamariske, die als „Zeigerart“ für gute ökologische

Bedingungen gilt. hier schlägt das herz von

Naturschützern besonders hoch.

Von den insgesamt 430 höhenmetern, die Ammer und

Amper in ihrem gesamten Verlauf verlieren, entfallen

fast 200 meter auf die etwa 20 Kilometer lange Schlucht

zwischen Saulgrub und Peißenberg. in Peißenberg könnten

wir auf den breiten Kiesflächen ein schönes Sonnenbad

nehmen, würde nicht im Ort die eisdiele locken. Und

dann erreichen wir auch schon das Ziel des ersten Tages,

Weilheim mit dem heimeligen marienplatz und den

malerischen Altstadthäusern.

Am nächsten morgen verlassen wir die Stadt bequem auf

dem Ammerdamm, dem beliebten „Auslauf“ für die

Weilheimer, und radeln Richtung Ammersee. Auf einer

frisch gemähten Wiese sind mindestens 30 Störche versammelt

und buhlen um frische Regenwürmer und

insekten. in Raisting nimmt uns der schöne laden von

Barbara eberth-Pfaff vorübergehend gefangen. Dort gibt

es kunstvolle Objekte aus Treibholz, das sie ein kurzes

Stück weiter nördlich, wo sich die Ammer im Ammersee

auflöst, nach hochwassern am Seeufer aufsammelt und

in ihrer Werkstatt verarbeitet.

Bei Dießen legt die landschaft ihren bäuerlichen Charakter

ab und gibt sich einen mondänen Anstrich. Uferpromenade,

Dampfersteg, charmante alte und puristisch

moderne Villen, Strandbäder, Kioske, Segelclubs, menschen

in Badeschlappen prägen eine Weile das Bild am

Radweg. Wir entscheiden uns für eine Pause im beschaulichen

Garten des Künstlerhaus Gasteiger, einst Ort der

Sommerfrische für ein münchner Künstlerpaar, heute

ein kleines museum. Noch immer ist das Westufer des

Ammersees die (Wahl-)heimat vieler Künstler respektive

lebenskünstler.

Nördlich des Ammersees, in Grafrath, begegnen wir zum

ersten mal der Amper, wie unser Fluss nun heißt.

Von der Straße lockt uns ein Schild einen kurzen, steilen

Berg hoch: Café Bella martha. Wer wollte diesem Ruf

44

Landurlaub im Pfaffenwinkel


Aktiv im Pfaffenwinkel

Die vier Sterne bekommt der

Radweg auch von uns, allein

schon wegen der Vielfalt.

nicht folgen?! Bald danach kündigt sich an, was viele

Fortsetzungen finden wird: im Gegensatz zur Ammer ist

energiegewinnung an der Amper ein stets präsentes

Thema. Nur so schön wie das Kraftwerk, das Oskar von

miller baute, um die Stadt Fürstenfeldbruck ab 1892 mit

Strom zu versorgen, ist kein anderes auf dem Weg. es ist

Deutschlands ältestes noch erhaltenes Drehstromkraftwerk.

in Fürstenfeldbruck sehen wir zu, das Verkehrsgetümmel

einer betriebsamen Kleinstadt schnell zu

durchkämmen und genießen dann die Ruhe im hof des

Klosters Fürstenfeld.

Nun breitet sich Ackerland aus. Ausladende Getreidefelder

bilden ein Patchwork aus gelben, braunen und grünen

Flecken, je nachdem, ob das Getreide noch reift oder

die Felder schon abgeerntet und umgeackert sind. Vor

Dachau holt uns die Begegnung mit der modernen infrastruktur

in einen anderen Teil unserer Realität zurück:

wir überqueren die Autobahn und bewegen uns im

Schatten mächtiger hochspannungsmasten, die zugegebenermaßen

ihre eigene Ästhetik entfalten. Die Amper

wird nun breit und ruhig und schmückt sich mit großen

Seerosenfeldern.

Bevor wir am nächsten morgen von Dachau aus zur letzten

etappe starten, nehmen wir noch den wirklich sensationellen

Blick von der schönen Dachauer Altstadt auf

münchen und die Alpenkette mit. Wer hätte das erwartet?!

in Allershausen statten wir der Kirche St. Joseph,

die den Beinamen „Dom des Ampertals“ trägt, einen kurzen

Besuch ab und gönnen zwischendurch bei einer

gepflegten Brotzeit im Biergarten von haag den Waden

ein bisschen erholung. Am Ziel angekommen, gibt es in

der moosburger Altstadt Kaffee und Kuchen, dann lassen

wir uns von der Regionalbahn nach hause bringen. Die

vier Sterne bekommt der Radweg auch von uns, allein

schon wegen der Vielfalt an Oberbayern, durch die er

uns in den drei Tagen geführt hat, eine wahre Genusstour.

Die KuKulis im Genussort murnau

Ein Projekt von KuHaus, Staffelseewirte e.V. und Tourist Information Murnau

Murnau ist ein Genussparadies, und

das mit Brief und Siegel. Seit 2018

trägt der idyllische Markt am Staffelsee

den Titel „Genussort“* – eine Auszeichnung

des bayerischen Staatsministeriums für

Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und

der Bayerische Landesanstalt für Weinbau und

Gartenbau ausgezeichnet.

Dieser Titel steht für lokale Spezialitäten,

handgemachte Leckereien, regionale Kulinarik

in Hülle und Fülle. Diese Genussschätze sind

eng verknüpft mit unserer geschützten Naturlandschaft.

Bier aus den Murnauer Brauereien,

Fleisch vom Riegsee-Ochsen und dem Murnau-

Werdenfels Rind, fangfrischer Fisch aus den

heimischen Seen, Schokolade aus der Murnauer

Schokoladenmanufaktur, Kaffee aus der

Murnauer Kaffeerösterei, saisonales Gemüse

und Salat – all diese Schätze können Sie bei

den Staffelseewirten genießen.

Murnau inspiriert – die Künstler und die Staffelseewirte.

Die inspirierende Symbiose ist das

Kunstwirte-Projekt. Das Wirtshaus wird zur

kulinarischen Ausstellungs-Location.

Genuss und Kunst berühren die Seele – lassen

Sie sich auf unseren kunstkulinarischen Reisen

verwöhnen und berühren.

Kein Genuss ist vorübergehend,

denn der Eindruck, den er zurücklässt,ist

bleibend.

Johann Wolfgang von Goethe

In zwei Reiserouten werden jeweils nacheinander

das KuHaus und fünf Gastronomien in

einem kleinen Reisebus angefahren, die jeweilige

Ausstellung nebst Künstler in Augenschein

genommen und einer von fünf Gängen inclusive

korrespondierendem Getränk serviert.

Zeit zum Geniessen und Austauschen bleibt an

jeder Station.

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Tour I Frühjahr 13.3./3.4./1.5.

Herbst 4.9./2.10./6.11.

Tour II Früjhjahr 20.3./17.4./8.5.

Herbst 11.9./9.10./13.11.

Buchungen über:

Tourist Information

Kontakt: Untermarkt 13,

82418 Murnau am Staffelsee

Tel. 08841/476-240

E-Mail: touristinfo@murnau.de

Hier finden Sie unsere AGB:

www.kunstwirte.de/AGB

* Den kulinarische Reiseführer zu den Genussorten

erhalten Sie bei uns in der Tourist Information

Murnau.


Made in Pfaffenwinkel

BRINGST DU

MIR WAS MIT?

Hochwertige

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20 Jahren

Bademäntel bis Größe 10XL

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Saunatücher, Aufgüsse & Kilts

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Nehmen Sie ein Stück Pfaffenwinkel mit nach

Hause – für sich selbst oder für liebe Freunde.

Wie ein Fluss (fast) wieder jungfräulich wird

Der Name Armin Rempe ist eng mit der Ammer verbunden.

Über seine lebenslange Leidenschaft, das Angeln, kam der

Schongauer zum Engagement in der Ammer-Allianz, einer

Aktionsgruppe, die sich für die Renaturierung der Ammer vom

Ursprung bis zur Mündung einsetzt. In seinem Buch beschreibt

er das wechselvolle Leben dieses herrlichen oberbayerischen

Flusses, er dokumentiert seine Verbauung ebenso wie die

umfangreichen Maßnahmen, die jetzt wieder ergriffen werden,

um ihm seine ursprüngliche Gestalt wiederzugeben.

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Armin Rempe: „Die Renaturierung der Ammer“

Bestellung über arminrempe@aol.com oder 08861 908430

Mal ohne Koffein

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Lupine ist die Alternative, wenn es mal ein Kaffee ohne Koffein sein soll.

Die heimische Hülsenfrucht, der Rohstoff für Martin Hülsmanns Röstprodukt,

wächst in der Nähe von Augsburg und wird in Weilheim zum Pulver für

ein wohltuendes Heißgetränk veredelt.

Dank ihres kaffeeähnlichen

Geschmacks war

die Lupine schon vor

über 100 Jahren ein

beliebter Kaffeeersatz,

weil günstiger im Preis.

Lupinenkaffee punktet

aber auch durch die

bessere Verträglichkeit,

weil er weniger Reizstoffe

in Form von Säuren

enthält. Zubereitet wird er wie Bohnenkaffee, also mit Filter oder in der

Stempelkanne, und er schmeckt nussig mit einer gut erkennbaren Kakaonote.

Probieren und kaufen kann man diesen und „echten“ Kaffee in Martin

Hülsmanns Rösterei-Café in Weilheim – dazu gibt es hausgebackenen

Kuchen von seiner Frau.

Frotti-Markt GmbH

Äußere Kreuzäcker 2

82395 Obersöchering

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Durchgehend geöffnet

Mo. -Fr.

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46

Landurlaub im Pfaffenwinkel


Made in Pfaffenwinkel

Lecker ist Flemnitz

Als gelernte Gärtnerin liebt Astrid Flemnitz schon seit langem

die Nähe zur Natur und ihren Produkten. Heute geht es bei ihr

vor allem darum, aus den Früchten des Gartens mehr oder weniger

ausgefallene Fruchtaufstriche herzustellen: Birnenquitte,

Holunderblüte oder Bratapfel erklären sich von selbst, was sich

hinter Mädelsfrühstück verbirgt, gilt es noch herauszufinden!

Einkaufen kann man bei Astrid Flemnitz direkt – einfach auf

Verdacht bei ihr im Auerbergland vorbeischauen oder vorher

anrufen. Bei der Gelegenheit kann man sich auch gleich noch

mit dem Honig aus ihrer eigenen Imkerei eindecken.

Die Produkte gibt es auch in der Bäckerei Sesar und der Metzgerei

Schmauser in Peiting, im Dorfgschwätz und im Hofladen

Forchenmühle in Burggen und in der Rösterei Hülsmann in

Weilheim.

R

Tannenberg 15, 86977 Burggen, Tel. 01577 7808539,

www.lecker-ist-flemnitz.de

Kulinarischer

Hofladenführer

Einkaufen direkt beim

Erzeuger: Obst, Gemüse,

Getreide, Kartoffeln, Eier,

Milch, Hühner, Rinder,

Schweine, Schafe, Ziegen,

Wild, aber auch vermeintlich

Exotisches wie Strauß

und Wasserbüffel sind im

Angebot der Hofläden zwischen München und

den Alpen, die Eva-Maria Schröder in ihrem

Führer vorstellt. Schmackhaft aus eigenen

Zutaten Hergestelltes bieten die Hofcafés an,

die hier ebenfalls vertreten sind. Dazu gibt es

Rezepte zum Nachkochen zu Hause.

R

Eva-Maria Schröder: „Kulinarischer Hofladenführer“,

ISBN 978-3-00-063976-0

„Vom Lech – Zeitzeugen erzählen“

Naturschützer, Wissenschaftler, Studenten und ein Fotograf haben sich zusammengetan,

um den Lech von seiner „menschlichen Seite“ zu zeigen. Gespräche mit

Zeitzeugen, Fotos aus Familienarchiven bis zurück in das Jahr 1906, historische

Kartenausschnitte und aktuelle Landschaftsfotos vereinen sich zu einem unterhaltsamen

Lesebuch.

R

Detlef Fiebrandt (Hrsg.): „Vom Lech – Zeitzeugen erzählen“, Lechrain Verlag,

ISBN 978-3-942985-26-0

My Dascherl

SunJa Schwarz hat als Modedesignerin für namhafte Firmen gearbeitet, jetzt hat sie

selbst eine – noch klein aber schon ganz schön bekannt. „My Dascherl“ fing mit

einem Taschenmodell an, angeboten auf dem Weihnachtsmarkt. Dann konnte sie

sich vor Vorbestellungen nicht retten, schließlich kam ein Modell zum anderen, der

Online-Verkauf florierte und inzwischen ist die Kollektion an Taschen aus Leinen

oder Loden so groß, dass sie einen eigenen Laden füllt. Den gibt es seit 2018 im

Zentrum Penzbergs, gleich neben der Kirche. Das neueste ist eine Handytasche aus

Filz und beim Besuch im Laden kann man sich den Verschlussknopf selbst aussuchen.

R

My Dascherl, Bahnhofstraße 35, 82377 Penzberg, Tel. 08856 9379768

www.mydascherl.de

Öffnungszeiten: Di–Do 15.00–18.00 Uhr, Fr–Sa 10.00–14.00 Uhr

Landurlaub im Pfaffenwinkel 47


Ortstermin

DIE BRÜCKE

Auch eine Baustelle kann eine

der historischen Echelsbacher Brücke über

seinesgleichen sucht. Was dort genau passiert,

Text: Andreas Baar

Als im mai 2017 auf Rottenbucher

Ammerseite die lokale Politprominenz

zum Spatenstich anrückt, stehen dort

zwei ältere herren und schauen interessiert zu.

Karl echtler, Altbürgermeister aus Rottenbuch, und

Sepp Achmüller aus Wildsteig haben einen persönlichen

Bezug zur echelsbacher Brücke. Als das mächtige Bogenbauwerk

im Jahr 1929 eröffnet wird, sind die fünfjährigen Buben dabei.

„mein Großvater Karl Berger hat als Bürgermeister die Festrede

gehalten“, erinnert sich Karl echtler. Und Sepp Achmüller fährt auf

dem Festwagen der Trachtler mit. 88 Jahre später stehen die beiden

an der Brücke und schauen versonnen über die Schlucht.

Die echelsbacher Brücke beeindruckt die menschen seit über 90

Jahren. Sie ist viel mehr als nur ein Verkehrsweg. Zwar ein vielbefahrener

auf der Nord-Süd-Strecke. Aber eben auch ein Stück

Geschichte. Der Bau ist eine meisterleistung. Früher muss sich der

Verkehr über die „Ammersteige“ mit bis zu 20 Prozent Steigung

bzw. Gefälle quälen. manches Auto wird von Ochsen hochgezogen

– woran eine Wandmalerei am Gasthaus „Brückenwirt“ erinnert.

1928 gewinnt die Firma hoch-Tief den Planwettbewerb. Sie will

eine Bogenbrücke nach dem System „melan-Spangenberg“ aus vernietetem

Flachstahl-Fachwerk und Beton bauen. in schwindelerregender

höhe! Nach nur 13 monaten ist die Brücke fertig, rechtzeitig

zur Oberammergauer Passion 1930. mit einer Spannweite

von 130 metern, 183 metern länge und 76 meter über der Ammer

ist sie die am weitesten gespannte melan-Bogenbrücke der Welt.

Christoph Prause, Brückenbau-Abteilungsleiter am Staatlichen

Bauamt Weilheim, schwärmt noch heute von „der besonderen Bauweise“.

Die beiden markanten, mit Betonquerträgern verbundenen

Bögen stehen unter Denkmalschutz. „Sie sind sogar begehbar“,

erklärt Prause – im inneren haben sich Große mausohren-Fledermäuse

häuslich eingerichtet.

Die Arbeiter sind wahre helden. Auch mancher Anwohner. Wie

lorenz Utschneider aus Bayersoien. Der Straßenaufseher sorgt in

den letzten Kriegstagen 1945 ganz allein dafür, dass die wichtige

Ammerüberquerung nicht gesprengt wird. So ist es in alten Aufzeichnungen

zu lesen. Doch der Zahn der Zeit nagt unerbittlich an

Oben: Meisterleistung über der Ammer: 1928/1929 wurde die

Brückestückweise über die 76 Meter tiefe Schlucht gebaut.

48

Landurlaub im Pfaffenwinkel


Ortstermin

DER REKORDE

Attraktion sein: Die Teilerneuerung

die Ammerschlucht ist ein Megaprojekt, das

kann man bei einer Führung erfahren.

Unten: Die beiden Bögen stehen unter Denkmalschutz und

bleiben in der neuen Konstruktion erhalten.

Fotos: Staatliches Bauamt

der Konstruktion. Nach diversen

instandsetzungen entschließt sich der

Bund zur Teilerneuerung. Die Bögen bleiben

jedoch erhalten, das verlangen der Denkmal- und

Artenschutz. Kommunen, Behörden und Naturschutz

sind am vorgezogenen Planungsdialog beteiligt. in nur sechs

monaten geht das Planfeststellungsverfahren über die Bühne.

es gibt einen Architektenwettbewerb.

ende 2014 steht der Sieger

fest: Das Kemptener Büro Dr.

Schütz ingenieure/Kolb Ripke

Architekten sowie Narr Rist Türk

land landschaftsarchitekten

überzeugen die Jury mit ihrem

schlanken Tragwerk, das über

den historischen Bögen steht. Für

Brückenbauer Prause ein gelungener

entwurf: „es passt sich hervorragend

in die landschaft ein.“

Zeitzeugen: Sepp Achmüller

(links) und Karl Echtler sind

beim Spatenstich 2017

Was wichtig ist, denn der Standort

ist sensibel – Fauna-Flora-

natürlich mit dabei.

habitat und Naturschutzgebiet sowie hangschluchtwald und

Kalktuffquellen müssen berücksichtigt werden.

Doch mit Abriss und Neubau ist es nicht getan. Schließlich

muss der Verkehr auf der B23 weiter rollen. Die lösung: eine

Behelfsbrücke wird errichtet. Die größte und längste, die es

jemals in Deutschland gab. „Sie ist einzigartig“, sagt Prause

stolz. Das schwere Straßenbrückengerät „SS 80“ knackt alle

Rekorde. 266 meter Gesamtlänge werden erreicht. Zusammengesetzt

aus Stahl-einzelsegmenten von der Bad Bayersoier

Seite aus. Zentimeter für Zentimeter schieben die Arbeiter

die Kolosse über die Schlucht und bauen hinten im Takt

wieder an. Fünf Schubphasen sind es am ende. Rund 15.000

Bolzen braucht es, dazu etwa 13.000 Verschraubungen für die

Gehwege. Alle sechs monate werden sie kontrolliert.

Seit Juni 2018 rollt der Verkehr über den Stahlkoloss. Die

Arbeiten an der neuen Brücke nebenan laufen auf hochtouren.

Foto: Hans-Helmut Herold

Landurlaub im Pfaffenwinkel 49


Ortstermin

Die sympathische Gemeinde

an der Ammer im Herzen des

Pfaffenwinkels

Schon von weitem sind die Kräne zu sehen. Wer hier oben sitzt, muss eines sein:

schwindelfrei! Die 80 meter langen Ausleger können ganz außen noch 5,5 Tonnen

heben. Für diese hochbaukräne wurden Fundamente gegossen – sie werden

am ende genauso zurückgebaut wie die Behelfsbrücke. Dann wird das

Gelände renaturiert. ende 2021 soll die echelsbacher Brücke für den Verkehr

freigegeben werden. So groß wie der Aufwand sind die Kosten. Das Staatliche

Bauamt rechnet mit 30,4 millionen euro. Allein circa 21 millionen werden in

den Neubau investiert.

Unser Klosterrundweg

entführt Sie informativ in

die reiche Vergangenheit

des ehemaligen Augustiner-

Chorherrenstiftes

Foto: Andreas Klausmann

Foto: Robert Thaler

Behelfsbrücke

(oben): die 266

Meter lange Konstruktion

ist die

größte in ganz

Deutschland.

Bei einer Baustellenführung

ist man ganz nah

am Ort des

Geschehens –

Traumblick auf

die Ammer inklusive.

Der Pfaffenwinkler

Milchweg – einmalig in

Bayern – mitten in

Rottenbuch

Tourist-Information Rottenbuch

Tel. 08867/911018

tourist-info@rottenbuch.de

www.rottenbuch.de

Das interesse ist genauso groß wie die Dimensionen. Universitäten, Fachverbände

und Behörden kommen zur Ammerschlucht. Und es gibt Führungen für

Besucher auf der Baustelle. Spannend erklärt von den Baustellenführer/innen.

Die Gäste stehen staunend da und blicken zum Fluss hinunter. Auf ein wunderbares

Stück landschaft. ❤

k Führungen

Das Staatliche Bauamt Weilheim bietet in Kooperation mit den Gemeinden

Bad Bayersoien und Rottenbuch Baustellenführungen zum Neubau der

Echelsbacher Brücke an. Die Führungen finden von 14. April bis 30. Oktober

jeweils freitags um 14 Uhr statt, Voranmeldung über die Kur- und Touristinfo

Bad Bayersoien, Tel. 08845 / 703 06 20, info@bad-bayersoien.de

50

Landurlaub im Pfaffenwinkel


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nicht nur als Ausgangspunkt für die vielen kulturellen

Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung, sondern

genießen Sie bei Ihren Wanderungen in und um Bad Bayersoien

auch die Vielzahl von kostenlosen Gesundheitsangeboten.

Vogellehrpfad, Moortretbecken, Barfußparcours, Moorlehrpfad

oder Kneipptretbecken sind nur einige Beispiele hierfür. Aber auch

kulturell ist im Jahr 2020 einiges bei uns los. Sonntagskonzerte,

das Weisenblasen am See, Brauchtumsabende, Lichterfest, die

Dorffeste und diverse Kulturveranstaltungen in der Gunkl-Stube

und vieles mehr bieten Ihnen Unterhaltung während des ganzen

Jahres.

Und da ist auch noch unser Heilmittel, das Bergkiefern-Hochmoor.

Tauchen Sie ein in das warme Moor und genießen Sie dessen heilende

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Erlebnis

Besuch bei Nachbarn

Eines müssen wir zugeben: auch jenseits des Pfaffenwinkels gibt es herrliche Ausflugsziele

und deshalb werfen wir hier einmal einen Blick über den Zaun – in die Zugspitz Region und

das Tölzer Land.

Text: Christian Rauch

Das Panorama, das schon der König liebte

Schon aus der Gondel liegt er einem zu Füßen: der Walchensee,

Deutschlands größter Gebirgssee. Tiefblau bettet er sich

zwischen den umliegenden Bergmassiven ein. einer dieser

Berge ist der herzogstand. Und die Gondel der herzogstandbahn

führt nah an seinen Gipfel heran, beim Ausstieg befindet

man sich bereits auf 1600 metern höhe. Zum 1731 meter

hohen Gipfel sind es hin und zurück noch anderthalb Stunden

auf einem ausgebauten Bergweg. Oben wartet eine wundervolle

Rundsicht: im Süden die Felsketten des Karwendel- und

Wettersteingebirges mit der fast 3000 meter hohen Zugspitze,

dahinter guckt manch noch höherer Gletscherriese aus Österreich

hervor, bei klarem Wetter erkennt man gar den Großglockner.

im Norden reicht die Sicht über das Alpenvorland mit

dem Pfaffenwinkel Richtung münchen. mit auf dem Panorama

sind zahlreiche Seen wie Starnberger See und Ammersee. Und

tief unten der Walchensee und sein Nachbar, der Kochelsee.

Der bayerische märchenkönig ludwig ii. liebte einst diese Aussicht:

1866 ließ er auf dem Gipfel einen Pavillon erbauen. Der

steht (nach zwischenzeitlichem Blitzschlag und Wiederaufbau)

bis heute und informiert über die reiche Geschichte des Bergs,

zu der auch eine längst verschwundene riesige Funkstation

gehört. Die herzogstandhäuser, die nach dem Gipfel und vor

der Talfahrt zur Rast einladen, gehen ebenfalls zurück auf ludwig

und seinen Vater, max ii.

Wer den Gipfel nicht ganz erklimmen will, kann um die Bergstation

auch den leichten Panorama-Naturlehrpfad begehen

und viel darüber erfahren wie die Berge entstanden – durch

mächtige Kräfte in der erdkruste und einst riesige Gletscher.

Die Kraft wilden Wassers

Über millionen Jahre hat das Wasser der Partnach den Felsriegel

bei Garmisch-Partenkirchen ausgeschürft. heute fließt der

Wildbach tief unten in der nach ihr benannten Klamm, eng eingeschnitten

zwischen 80 meter hohen senkrechten Felswänden.

Das meiste Partnachwasser kommt von weit oben: Vom

Zugspitzplatt und seinen Gletschern. Von dort fließt es viele

Kilometer lang durch das wildromantische Reintal, nimmt zahlreiche

Bäche auf, und donnert am ende durch die Partnachklamm.

Die können Wanderer seit gut 100 Jahren gefahrlos

durchqueren: 1912 baute man einen Steig durch die Klamm,

den vorher holzarbeiter benutzt hatten, zum Touristenweg mit

Geländern aus. Oft nur wenige meter über dem schäumenden

und gurgelnden Wildwasser wandert man entlang und

bestaunt die Naturgewalt. Von oben rieseln Schleierwasserfälle

herab und an besonders wilden Stellen weicht man in kurze

Herzogstandbahn GmbH

Am Tanneneck 6 . 82432 Walchensee

Tel. 08858 236 . info@herzogstandbahn.de


Panoramablick vom Herzogstand

Tourist Information Kochel a. See/Thomas Kujat

Foto: Markt Garmisch-Partenkirchen/Marc Hohenleitner

Ein Erlebnis: der Steig in der Partnachklamm

Tunnel aus, die sicher durch die Felswände leiten. Nach 700 metern

Klammerlebnis kann man – wieder im sonnigen Tageslicht – am

nun breiten Flussbett der Partnach Rast machen. Zurück geht es

wieder durch die Klamm oder oberhalb von ihr auf einem der zahlreichen

Wanderwege. Weitere Attraktionen warten auf einem solchen

Rundweg: zum Beispiel auf der eisernen Brücke, die den

Abgrund der Klamm in schwindelnder höhe überquert. Und nicht

zuletzt am Ausgangspunkt: Dort lädt das für die Olympischen Winterspiele

1936 erbaute Skistadion zum historischen Rundgang oder

gar noch zur Führung hinauf auf die große Skisprungschanze. Jährlich

am 1. Januar findet dort das berühmte Neujahrsspringen statt.

Die Partnachklamm kann man meist auch im Winter begehen:

Bizarre eisskulpturen tauchen sie dann in ein besonderes licht.

k Die Partnachklamm

Fußweg vom Olympia-Skistadion zur Partnachklamm ca. 25 min

(oder per Pferdekutsche), die Klammbegehung (Eintrittsgebühr)

dauert inkl. Fotopausen ca. 30 min (einfach).

Rundweg hinter der Klamm links hinauf zum Graseck mit Einkehrmöglichkeiten,

hinab über die Eiserne Brücke, danach rechts zum

Skistadion (oder länger über die Partnachalm zurück); 2-2,5 Std.

www.partnachklamm.eu

k Die Herzogstandbahn ist im Sommer und Winter (Skibetrieb) geöffnet.

Die Talstation liegt im Ort Walchensee am gleichnamigen See,

erreichbar über Kochel. Die Gehzeit zum Gipfel von der Bergstation

aus beträgt hin und zurück 1,5 Stunden. Weitere Wanderungen finden

sich auf www.herzogstandbahn.de.

Foto: Nomi Baumgartl

Die Partnachklamm -

„Großes Kino“ für Groß & Klein

Wilde Wasserfälle, unzählige Regenbogen

im Sonnenlicht des Sommers oder funkelnde

Eiszapfen und erstarrte kristallene Kaskaden

im Winter, begleitet von beeindruckendem

Getöse und Naturgewalt pur!

Lass dich verzaubern!

Tel: +49 8821 180 700 . partnachklamm.de

Landurlaub im Pfaffenwinkel 53


Veranstaltungen

Netzwerk „Gartenwinkel-Pfaffenwinkel“

Gartentourismus der besonderen Art

Ein Zusammenschluss von Privatgärten,

Lehrgärten, Parks und Gärtnereien

mit individuellen Angeboten sowie vier

Aktionstagen im Jahr:

23.05., 13-18 Uhr, „Zartgrüne Gärten“

12.07., 13-18 Uhr, „Bunte Gärten“

08.08., 18-22 Uhr, „Leuchtende

Gärten“

05.09., 13-18 Uhr, „Goldene Gärten“

Nähere Infos auf

www.gartenwinkel-pfaffenwinkel.de

HIER IST

WAS LOS!

Konzerte von Klassik über Pop bis

Jazz, Theater, Ausstellungen und

natürlich viele Brauchtumsveranstaltungen:

hier sind die Höhepunkte

der Saison 2020.

Feste und kulinarische Leckerbissen

01.05. Steingaden, Bad Bayersoien,

Polling, Maibaumaufstellen

16.05. Peiting, 9. Peitinger Musiknacht

21.05.-01.06. Weilheim, Volksfest

15.-17.05. Penzberg, Tollhub-Festival

30.-31.05. Weilheim, Türkische Tage

10.-14.06. Peiting, Schmankerlfest der

Peitinger Wirte

11.06. Schongau, Stadtfest

17.-22.06. Schongau, Schmankerlfest

01.-05.07. Weilheim, Französische

Woche

03.07. Bad Bayersoien, Lichterfest

22.-26.07. Peiting, Bürgerfest

01.-02.08. Peiting, Fischerfest am

Deutensee

Führungen im Pfaffenwinkel

Wieskirche

Kirchenführungen nach Anmeldung,

www.wieskirche.de

Villa Rustica mit römischem

Lehrgarten Mai bis Oktober – jeden

Samstag von 14-16 Uhr

Milchweg, ca. Juli - September,

wöchentliche Führung, Info

08867/911018

Geführte Wanderung durchs Premer

Moor, von Ende Mai bis Ende September

jeden Dienstag

Kirchenführungen in Rottenbuch,

voraussichtlich monatl. von April bis

Oktober, Info 08867/911018

Radom Raisting Führungen und Besichtigung

von April-Oktober, Termine unter

www.radom-raisting-gmbh.de

Kirchen- und Ortsführungen, Reiseleitung

im gesamten Pfaffenwinkel und

darüber hinaus www.pfaffenwinklerkulturführer.de

Baustellenführungen Echelsbacher Brücke

von 14. April bis 30. Oktober

immer freitags, 14 Uhr, Anmeldung in

der Tourist Information Bad Bayersoien

Führungen in Schongau

Mai bis Oktober jeden Freitag um 16

Uhr, zusätzliche Erlebnisführungen

siehe Seite 56

900 Jahre Bernried

Vor 900 Jahren, im Jahre 1120, gründeten

Graf Otto von Valley und seine

Gemahlin Gräfin Adelheid für die

Gemeinschaft der Augustiner Chorherren

das Kloster Bernried – dies ist die

erste urkundliche Erwähnung des Dorfes.

Das ganze Jahr über feiert die

gesamte Dorfgemeinschaft mit den

Schwestern des Klosters. Höhepunkt

ist die Festwoche von 05.-12.07.

16.05. Diogenes Quartett, Barocksaal

22.-24.05. Tage der musikalischen

Jugend, Klosterhof

21.06. Klosterführungen, Parkführungen,

Ökumenischer Evensong

27.06. Kutschentreffen, Klosterhof

28.06. Joseph Haydn – Die Schöpfung,

St. Martin

05.07. Vernissage Ausstellung 900

Jahre Bernried

09.07. Tag der Gemeinden, Sternmarsch

10.07. Bunter Abend mit „Himme,

Arsch & Zwirn“

11.07. Historisches Markttreiben,

Lasershow

12.07. Historisches Markttreiben,

Festgottesdienst, Festzug, Festakt.

Ausstellung Bernrieder Künstler

15.-16.08. Kunsthandwerk im Torbogen

03.10. Hoargart

Bernbeuren

Böbing

Rottenbuch

Wildsteig

Steingaden

Wessobrunn

Hohenfurch

Schwabsoien

Altenstadt Hohenpeißenberg

Ingenried

Schongau

Peiting

Burggen

Prem

Bad Bayersoien

Schongauer Sommer

Historischer Markt: 07.-16.08., täglich

von 12-24 Uhr. Erleben Sie die Kunst

des alten Handwerkes, wie Schmieden,

Glasbläserei und Papierwaschen, welches

in althergebrachter Weise von den

Handwerkern vorgeführt wird und in seiner

Vielfalt immer etwas für den Gast zu

bieten hat. Kulinarische Schmankerl

lassen einem das Wasser im Munde

zusammenlaufen. Narren, Gaukler,

Spielleute und Minnesänger ziehen

schabernacktreibend, musizierend und

spielend durch die Straßen. Eintritt frei.

54

Landurlaub im Pfaffenwinkel


Alle Temine und Veranstaltungen finden Sie im Internet unter: veranstaltungen.pfaffen-winkel.de

k Aktueller Veranstaltungskalender

Pähl

Peißenberg

Fotos: Archive Gemeinden, Barbara Kopf, Christian Höllerer, Diana Bruhn/Tourist Information Schongau,

Andreas Klausmann, Schongauer Sommer e.V., Allgäufeager, Schönegger Käsealm, Annette Weyer (Foto Bernried)

Konzertreihen

Musikalischer Hochgenuss in den

schönsten Kirchen und Konzertsälen

Festlicher Sommer in der Wies

www.wieskonzerte.de

Musik im Pfaffenwinkel

www.musik-im-pfaffenwinkel.de

Konzerte im Bibliotheksaal Polling

www.muenchen.hoertnagel.de

Konzerte in der Seeresidenz Alte Post

seeresidenz-alte-post.de/kultur,

Iffeldorfer Meisterkonzerte

www.iffeldorfer-meisterkonzerte.de

Musik und Wort in der Wies

www.wieskirche.de

Konzerte der Werkgemeinschaft Musik

in der Wies, Info Tel. 08862/91040

Ländliche Konzerte Penzberg

www.musikfreunde-penzberg.de

Weilheim

Polling

Bernried

Seeshaupt

Antdorf

Habach

Iffeldorf

Penzberg

Pferdeprozessionen & Leonhardi

Sindelsdorf

26.04. Georgi-Ritt in Bernbeuren auf

dem Auerberg

05.07. St. Ulrichsritt Steingaden

18.10. Leonhardiritt Wildsteig

25.10. Leonhardifahrt Peißenberg

07.11. Leonhardiritt Schongau

08.11. Leonhardiritt Rottenbuch

06.11. Leonhardiritt Forst

06.11. Leonhardiritt Bauerbach

29.11. Eligiusritt Burggen

Almfestival Blasmusik trifft Oberkrain

und Milchweglauf an der Schönegger

Käsealm

Die Schönegger Almmusikanten veranstalten

zusammen mit den Blechböhmischen

ihr erstes Almfestival am

Freitag, 1. Mai. Tagsüber (10-19 Uhr)

feinste Blasmusik mit Die Innsbrucker

Böhmische, Sašo Avsenik & seine

Oberkrainer, Berthold Schick und

seine allgäu 6, die Blechböhmischen,

Schöffeldinger Musikanten, Schönegger

Almmusikanten. Abends (20-2

Uhr) unterhalten die Musikatzen. Vorverkauf

in den Käsealmen Schönegg,

Gründl und Peiting oder unter

www.eventim.com

Am Samstag, 2. Mai findet der 5.

Pfaffenwinkler Milchweglauf in den

Disziplinen Laufen und Nordic Walking

statt. Kinder laufen 2km, Jugendliche

und Erwachsene 4,2km. Es gibt

Einzel- und Mannschaftswertungen.

Autogrammstunde und Startschuss

mit der Doppel-Olympiasiegerin im

Biathlon Magdalena Neuner. Anmeldung

www.tsv-rottenbuch.de

Jubiläumsfest Peiting

150 Jahre Freiwillige Feuerwehr

100 Jahre Knappschafts- und Trachtenkapelle

57. Bezirksmusikfest

Die Freiwillige Feuerwehr Peiting und

die Knappschafts- und Trachtenkapelle

Peiting feiern im Jahre 2020 gemeinsam

ihre runden Geburtstage. Zusammen

werden sie 250 Jahre alt.

25.06. Sternmarsch, Wohltätigkeitskonzert

mit dem Gebirgsmusikkorps

der Bundeswehr und dem Bundespolizeiorchester

München

26.06. BrassBeats on Fire mit „Blechreizpop“

und „Muckasäck“

27.06. Feuerwehraktionstag, Wertungsspiele,

Kabarettabend mit der

Altneihauser Feierwehrkapell’n

28.06. Kirchenzug, Festgottesdienst,

Frühschoppen, Gemeinschaftschor,

Festzug, Unterhaltung am Nachmittag,

Festausklang mit den Innsbrucker

Böhmischen und der Bergmännischen

Serenade

Musik- und Trachtenfeste

Bezirksmusikfest Söchering

150 Jahre Musikkapelle, 100 Jahre

Trachtenverein GTEV Stoaröserl, 55

Jahre Trommlerzug

15.05. Tätärätä Musi & Die Brasserie

16.05. Heimatabend

17.05. Gaujugendtag

20.05. Tag der Nachbarschaft

21.05. Hoffest beim Marx, Wiagsog-

Schneiden, Innsbrucker Böhmische

22.05. Gehörsturz

23.05. Freundschaftsabend

24.05. Bezirksmusikfest

97. Lechgau Trachtenfest Hohenfurch

100 jähriges Gründungsfest des GTEV

„D’Schwalbenstoaner“ Hohenfurch e.V.

16.07. Festauftakt & Bieranstich mit

boarischem Wettstreit, „Die Blechböhmischen

– Blasmusik vom Kleinsten“

17.07. Schwalbenstoaner Tanzbodnfest

mit BLECHpfiff, der

Fäschtdags-Musig und den Peitinger

Goaßlern

18.07. Heimatabend

19.07. Kirchenzug, Festgottesdienst,

Frühschoppen, großer Festumzug,

Festausklang mit dem Musikverein

Reichling

Rottenbucher Jubiläumsfest

150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Rottenbuch,

70 Jahre Landjugend Rottenbuch

23.04. Festabend mit der Musikkapelle

Rottenbuch

24.04. Partyabend mit LAMAS

25.04. Oldtimertreffen mit Frühschoppen

- Bayerischer Abend mit ALLGÄUfeager

26.04. Festsonntag

Auf den nächsten Seiten finden Sie einen Auszug der Veranstaltungen im Pfaffenwinkel im Jahresüberblick.


Januar

16.01. Seeshaupt, Die Couplet-AG “Das Beste –

25 Jahre Couplet-AG”

20.01. Polling, Konzert im Bibliotheksaal Calidore

String Quartet

25.01. Peißenberg, Familien- und Kinderfasching

25.01. Polling, Konzert im Bibliotheksaal Stephen

Waarts

26.01. Weilheim, Kinderfasching in der Stadthalle

31.01. Seeshaupt, Münchner Kammerphilharmonie

dacapo

Februar

02.02. Steingaden, Skijöring um den Zugspitzpokal

07.02. Polling, Konzert im Bibliotheksaal Horntrio mit

Tillmann Höfs, Luisa Höfs & Akiko Nikami

08.02. Penzberg, Luise Kinseher live in der Stadhalle

15.02. Peißenberg, Doctor Döblingers geschmackvolles

Kasperltheater

15.02. Polling, Konzerte im Bibliotheksaal – Oktett

16.02. Weilheim, Innenstadtfasching auf dem Marienplatz

18.02. Polling, Konzert im Bibliotheksaal Trio Marvin

22.02. Schwabsoien, Faschingsumzug

23.02. Peißenberg, Faschingsumzug mit Faschingstreiben

24.–25.02. Bad Bayersoien, Husky-Schlittenhundefahrten

29.02. Peißenberg, Hotspot - Kunst Voll Bühne „Spiel

des Lebens“ in der Tiefstollenhalle

Bauernmärkte

Peiting, 06.03., 03.04., 01.05., 05.06.,

03.07., 07.08., 04.09., 02.10., 06.11.,

06.12., 8-12 Uhr am Hauptplatz

Polling, 01.02, 04.04, 06.06., 01.08., 10.10.,

9-12 Uhr auf dem Kirchplatz

Weilheim, 29.03., 28.06., 11.10., 29.11., 11-

17 Uhr auf dem Marienplatz

März

23.03. Steingaden, Frühjahrsmarkt am Marktplatz

06.–07.03. Seeshaupt, Theater der Dorfbühne im

Gemeindesaal

08.03. Bernried, Konzert „Afrikanische Weltmusik“ mit

Adjiri Odametey

13.–14.03. Seeshaupt, Theater der Dorfbühne im

Gemeindesaal

13.03. Polling, Konzert im Bibliotheksaal Notos Quartett

15.03. Polling, Matinee um Elf - Reise durch Europa

15.03. Peiting, Frühjahrsmarkt

19.03. Bernbeuren, Traditionelles Josefitreffen auf dem

Auerberg

20.–21.03. Seeshaupt, Theater der Dorfbühne im

Gemeindesaal

21.03. Peißenberg, Helmut Schleich, „Kauf, du Sau!“

22.03. Bernried, Jubiläumskonzert 20 Jahre Akzente

27.-28.03. Seeshaupt, Theater der Dorfbühne im

Gemeindesaal

29.03. Weilheim, Palmmarkt

29.03. Weilheim, 2. GögerlTrail-Lauf

29.03. Weilheim, I am from Austria – Europas größte

Austro-Pop-Show in der Stadthalle

April

01.04. Polling, Konzerte im Bibliotheksaal – Munich

Opera Horns

03.–04.03. Seeshaupt, Theater der Dorfbühne im

Gemeindesaal

04.–05.04. Weilheim, 45. Auto- und Motorradausstellung

auf dem Festplatz

04.04. Peißenberg, Frühjahrskonzert in der Tiefstollenhalle

13.04. Polling, Frühjahrskonzert des Musikverein

13.04. Bad Bayersoien, Osterkonzert der Blaskapelle

23.–26.4. Rottenbucher, Jubiläumsfest

25.–26.04. Weilheim, Streetfood Festival an der Stadthalle

25.04. Peißenberg, Die Wellküren „Abendlandler“ in

der Tiefstollenhalle

26.04. Bernbeueren, Georgiritt auf dem Auerberg

26.04. Schongau, Frühjahrsmarkt

26.04. Bad Bayersoien, Ammer Trail Run

Mai

01.05. Rottenbuch, Almfestival der Schönegger Käsealm

– Blasmusik trifft Oberkrain

01.05. Bad Bayersoien, Maibaumaufstellen

Geschichte und Geschichten entdecken!

Nehmen Sie sich Zeit für einen Bummel durch die malerischen Altstadtgassen und entdecken Sie den Wehrgang der alten

Stadtmauer. Ein Ort zum Innehalten ist die barocke Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt.

Kultur & Feste

Musik zum Tagesausklang in der

Stadtpfarrkirche 1 x im Monat am

Samstag

Konzertreihe „Festlicher Sommer

in der Wies“ Mai bis Juli

Fronleichnamsprozession mit anschließendem

Stadtfest 11. Juni

Schongau Triathlon 18.–19. Juli

Historischer Markt 07. bis 16.

August

Unsere Stadtführerinnen freuen sich auf Gäste.

Leonhardiritt 07. November

Schongauer Weihnachtsmarkt

03. bis 13. Dezember

Erlebnisführungen

Führung durch die malerische

Altstadt von Mai bis Oktober

jeden Freitag

„Mit der Henkerstochter durch

das mittelalterliche Schongau“

am 30. Mai, 20. Juni, 25. Juli und

12. September

Fahrten mit dem Lechfloß Juli,

August und September jeden

Sonntag

„Schongauer Biergeschichten“

am 27. Juni, 11. Juli, 29. August,

19. September und 10. Oktober

„Führung im Advent“ am

13. Dezember

Führungen zu den Sehenswürdigkeiten

im Pfaffenwinkel auf

Anfrage

Floßfahrten am Schongauer Lechsee

Freizeit

Schongauer Märchenwald,

Stadtmuseum, Erlebnisbad

Plantsch, Wanderweg „Römer

und Welfen am Lech“, Pilgerweg

Via Romea, Radwege „Sachsenrieder

Bähnle“ und WasserRadl-

Wege“, Bikepark.

Wir freuen uns auf Sie.

Ihre Tourist Information Schongau

Münzstraße 1-3

86956 Schongau

Tel. 08861-214-181

www.schongau.de, touristinfo@schongau.de


Fotos: www.bayern.by/Oliver Raatz

Begleitetes Pilgern in der Heiligen Landschaft Pfaffenwinkel

Die Pilger-Wander-Wege verbinden in drei Schleifen, ausgehend vom Hohen Peißenberg, wichtige Stationen

des Innehaltens. Unter anderem die Wieskirche bei Steingaden, den Auerberg und die Klöster Wessobrunn,

Rottenbuch, Polling, Andechs und Bernried. Dazu kommt die atemberaubende Voralpenlandschaft

mit ihren Flüssen und Seen – fast immer mit den Bergen im Blick. Ob Ein- oder Mehrtageswanderung,

individuell oder in der Gruppe: Bei einer Tour mit Pilgerbegleiter/in wird schnell klar, dass

Pilgern viel mehr als langsames Wandern ist. Es ist Wellness für die Seele. Während des Gehens bieten

die Begleiter/innen spirituelle Impulse wie kurze Gebete, spezielle Körper- und Atemübungen, aber auch

bewusste Schweigephasen oder (teils selbstgeschriebene) Lieder an.

Termine 2020:

Westschleife Wilde Flüsse Mehrtägige Pilgerwanderung 01.05.-03.05. vom Hohen Peißenberg über Rottenbuch,

Steingaden, Lechbruck und Bernbeuren zum Auerberg

Eintägige Pilgerwanderungen 17.06., 03.09., 20.10., 10.11., 16.12. und nach Absprache

Nordschleife Sprudelnde Quellen Mehrtägige Pilgerwanderung

09.10.-11.10. vom Hohen Peißenberg über Paterzell, Raisting am Ammersee entlang nach Herrsching

Eintägige Pilgerwanderungen nach Absprache

Ostschleife Spiegelnde Wasser Eintägige Pilgerwanderungen 15.01., 24.02., 10.03., 22.04., 19.05.,

24.06., 09.07., 06.08. und nach Absprache

Info: Ausführliche Infos zu den Routen, weiteren Terminen und Preisen der Pfaffenwinkler Pilgerbegleiterinnen

Gabriele Hoss-Reinhard und Theresia Bereczuk unter www.pfaffenwinkler-pilgerbegleiterinnen.de

Unter dem Motto „Pilgan dahoam – raus aus’m Kopf, nei in d’Fiaß, zrugg auf’n Boon“ führt Irmgard

Deml begleitete Pilgertage auch im Pfaffenwinkel durch. Termine 2020: 09.05., 06.06.

Info: Weitere Daten und ausführliche Infos unter www.pfaffenwinkler-pilgerbegleiterin.de

01.05. Seeshaupt, Maibaumaufstellen

01.05. Steingaden, Maibaumaufstellen

01.05. Bernried, Feier zum 1. Mai

02.05. Rottenbuch, 5. Pfaffenwinkler Milchweglauf

02.05. Weilheim, Flohmarkt auf dem Festplatz

03.05. Sindelsdorf, Georgi-Markt

10.05. Bernried, Charles Davis & Captured Moments –

Weltreise in Tönen

12.05. Polling, Konzert im Bibliotheksaal Julian

Prégardien

15.–24.05. Obersöchering, Bezirksmusikfest

15.–17.05. Penzberg, Tollhub-Festival

16.05. Peiting, 10. Musiknacht

16.05. Bernried, Diogenes Quartett, Barocksaal

17.05. Bernried: „Tour de Höhenried“ – Sport, Spiel,

Spannung

17.05. Hohenpeißenberg, „400 Jahre Wallfahrtskirche“

21.05.–01.06. Weilheim, Volksfest auf dem Festplatz

23.05. Bernried, Musical „Gospelexpress“

24.05. Peißenberg, Mai-Markt

24.05. Bernried, Schülerkonzert der Musikschule

30.–31.05. Weilheim, Türkische Tage

31.05. Wildsteig, Pfingstsingen

Juni

01.06. Schwabsoien, Mühlentag

01.06. Steingaden, Trachtenwallfahrt zur Wies

07.06. Schongau, Dreifaltigkeitsmarkt

10.–14.06. Böbing, 160 jähriges Jubiläum der

Blaskapelle

11.06. Bernried, Fronleichnamsprozession


Fotos: Astrid Horbach

Rosstag in Burggen

‘s ländliche Leben um 1900 und prächtige Rösser

Ein historischer Getreideableger, eine Feuerwehr um 1862, ein

Erdäpfeldämpfer oder ein Rottwagen – das sind vier Beispiele

von den über 100 historischen Motiven des Rosstages. Der alle

drei Jahre durchs ganze Dorf führende Festzug mit weit über

200 Pferden verschiedener Rassen zeigt das ländliche Leben

um 1900. Wie in einem lebendigen Museum sind hier Original-

Gerätschaften wieder in Funktion zu erleben: ‘s Leben und

Arbeiten in Haus und Hof, in der Weiterverarbeitung der landwirtschaftlichen

Erzeugnisse, im Handwerk oder im Holz – nostalgische

Gefühle kommen hier auf.

Aber auch „Ross-Narrische“ kommen hier voll auf ihre Kosten.

Mit dabei sind neben Zweier- und Dreiergespannen zahlreiche

Vierer-, Sechser- und gar Achterzüge in verschiedener Anspannung.

Die Fuhrleut‘ kommen mit ihren stilgerecht herausgeputzten

Gespannen aus der nahen und fernen Umgebung.

12.09. Heimatabend des Trachtenvereins

13.09. Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Stephan, musikalischer

Frühschoppen, 13.30 Uhr Großer Festzug durchs Dorf,

anschl. musikalischer Ausklang.

www.rosstag-burggen.de

Besonders beliebt bei den Zuschauern: „König Ludwig II“

mit seiner prächtigen Kutsche in Begleitung von „Sissi,

Prinzessin Elisabeth von Bayern“

11.06. Schongau, Fronleichnamsprozession

17.–22.06. Schongau, Schmankerlfest

19.–21.06. Ingenried, 125 Jahre Musikkapelle

20.06. Polling, Sonnwendfeuer

25. –28.06. Peiting, Jubiläumsfest

27.06. Bernried, Johannifeuer

27.–28.6. Bernried, CIAT 17. Internationales Traditionsfahrtunier

für Kutschen

28.06. Steingaden, Johannimarkt am Marktplatz

28.06. Bernried, 900 Jahrfeier – Münchner Madrigalchor

Jos. Haydn „Die Schöpfung“

28.06. Weilheim, Johannimarkt

Juli

01.–05.07. Weilheim, 33. Französische Woche auf

dem Marienplatz

03.07. Bad Bayersoien, Lichterfest

05.07. Steingaden, St. Ulrichsritt zum Kreuzberg

03.–05.07. Bernbeuren, Fischerfest am Haslacher See

09.07. Bernried, 900 Jahrfeier – Tag der Gemeinden,

Sternmarsch

10.07. Bernried, 900 Jahrfeier – Bunter Abend mit

„Himme, Arsch & Zwirn“

11.07. Bernried, Historisches Markttreiben, Lasershow

12.07. Bernried, Historisches Markttreiben, Festgottesdienst,

Festzug, Festakt

10.07. Weilheim, Serenade in der Au beim Pavillon

am Auweiher

11.07. Weilheim, Rosenfest am Rosengarten

15.–16.07. Penzberg, Familienmusical „We are future“

16.–19.07. Hohenfurch, Lechgau Trachtenfest

18.07. Seeshaupt, Fischerstechen an der Seepromenade

18.07. Weilheim, Oberstadtler-Fest in der Oberen Stadt

18.–19.07. Schongau, Triathlon

19.07. Peiting, 37. Pfaffenwinkelradrundfahrt

19.07. Peiting, Sommermarkt

22.–26.07. Peiting, 34. Bürgerfest

24.–25.07. Peißenberg, Italienische Nacht

24.–25.07. Bad Bayersoien, 29. Fünfkampf für Mannschaften

24.–26.07. Ingenried, 70-jähriges Jubiläum des TSV

25.–26.07. Seeshaupt, 31. Kunsthandwerkermarkt

25.–26.07. Seeshaupt, Bücherflohmarkt bei Zimmerei

Sterff

August

02.–16.08. Bernried, Eröffnung der „Bernrieder

Kunstausstellung“

07.–16.08. Schongau, Historischer Markt

09., 14., 15., 16.08. Bayersoier See, Freilicht-Theater

am See – Die Siebtelbauern

15.08. Bernried, Lichterprozession

15.–16.08. Bernried, Ausstellung „Kunsthandwerk im

Klosterhof“

September

04.09. Rottenbuch, Deutschlands größter Kaltblutfohlenmarkt

04.–06.09. Polling, Oldtimertreffen, 48. Polling-Fahrt

05.09. Burggen, Jubiläumsfeier „50 Jahre Ländl. Reitund

Fahrverein e. V.“

05.09. Weilheim, Flohmarkt auf dem Festplatz

11.–12.09. Weilheim, Straßen-Zauber-Festival und

lange Einkaufsnacht in der Innenstadt

12.09. Peißenberg, Roland Hefter & Wolfgang Ramadan

„100 Jahre Glück!“ in der Tiefstollenhalle

12.09. Burggen, Traditioneller Heimatabend des

Trachtenvereins

13.09. Burggen, 35. Rosstag, ‚„s ländliche Leben

anno 1900“

20.09. Steingaden, Herbstmarkt am Marktplatz

26.09. Weilheim, KinderSpaßTag auf dem Marienplatz

27.09. Bernried, Ahmed El-Salamouny – Brazilian Guitar

Project

27.09. Polling, Führung "Auf den Spuren Thomas

Manns und seines Doktor Faustus"

Oktober

11.10. Weilheim, Gallimarkt

15.10. Weilheim, Benefizkonzert mit dem Polizeiorchester

Bayern in der Stadthalle

17.10. Peißenberg, Han´s Klaffl „Nachschlag –

Eh ich es vergesse“ in der Tiefstollenhalle

18.10. Wildsteig, Leonhardiritt

19.10. Peißenberg, Kirchweihmarkt

25.10. Schongau, Herbstmarkt

25.10. Peißenberg, Leonhardifahrt

November

06.11. Forst und Bauerbach, Leonhardiritt

07.11. Schongau, Leonhardiritt

08.11. Rottenbuch, Leonhardiritt

08.11. Peiting, Herbstmarkt

21.–22.11. Wildsteig, Künstler- und Handwerkermarkt

22.11. Schongau, Verkaufsoffener Sonntag

28.11. Wildsteig, Jahreskonzert der Musikkapelle

29.11. Weilheim, Andreasmarkt

29.11. Seeshaupt, Christkindlmarkt

29.11. Peißenberg, Weihnachtsmarkt und Hobbyausstellung

Dezember

03. –06.12. Weilheim, Weihnachtsmarkt

03.–13.12. Schongau, Weihnachtsmarkt

05.12. Peißenberg, Martina Schwarzmann

„Genau richtig!“ in der Tiefstollenhalle

06.12. Steingaden, Nikolausmarkt am Marktplatz,

Adventmarkt im Zimmerstadel

06.12. Bernried, Weihnachtsmarkt

Regelmäßig wiederkehrende Veranstaltungen:

Jeden Mittwoch, Bad Bayersoien, Offene Werkstadt

bei Holzschnitzer Guido Hosp

06.05.–30.09. jeden Mittwoch, Bad Bayersoien,

Weisenblasen am Soier See

08.06.–07.09. jeden Montag, Bad Bayersoien,

Schautorfstechen – ein altes Handwerk

05.07.–27.09. jeden Sonntag, Schongau, Erlebnis

Lechflößerei – mit dem historischen Fernhandelsfloß

auf Fahrt

Einmal im Monat am Samstag, 19 Uhr, Schongau,

Musik zum Tagesausklang in der Stadtpfarrkirche Mariae

Himmelfahrt

Alle Temine und Veranstaltungen finden Sie

im Internet unter: veranstaltungen.pfaffen-winkel.de

58

Landurlaub im Pfaffenwinkel


www.pfaffen-winkel.de

MÖCHTEN SIE

MEHR WISSEN?

Wir haben eine Menge Anregungen, wie Sie Ihren Urlaub

im Pfaffenwinkel abwechslungsreich gestalten können.

Willkommen

im Pfaffenwinkel

Historischer

Markt

7. - 16.08.2020

12 - 24 Uhr

auf dem Festplatz

an der Lechuferstraße

Natürlich Oberbayern!

Ihre Urlaubsregion stellt sich vor.

Mit Panoramakarte

Pilger-Wander-Weg

Heilige Landschaft Pfaffenwinkel

Gastgeberverzeichnis

Gebietsinfo mit

Panoramakarte

Fernwanderwege im

Pfaffenwinkel

Wandern im

Pfaffenwinkel

Radeln nach

Herzenslust

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... und hier finden Sie uns!

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Tourismusverband Pfaffenwinkel

Postfach 1247 · 86952 Schongau · Tel. 08861/211-3200 · Fax 08861/211-4000

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Impressum

LANDURLAUB im Pfaffenwinkel erscheint einmal jährlich

Herausgeber/Anzeigen:

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Geschäftsführung: Susanne Lengger

Redaktion: zelisko – kommunikation und text · www.gabriele-zelisko.de

Konzeption & Gestaltung:

Brauer, Kleiber-Wurm GmbH, www.bkw-design.de

Titelschutz: Brauer, Kleiber-Wurm GmbH

Druck: Kriechbaumer Druck GmbH & Co. KG

Auflage: 20.000


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