Nicole Wunram | #DieSichtderDinge

verlagmonikafuchs

»Ein heftiger Ruck durchfährt mich, ich rutsche einige Zentimeter nach vorne. Der LKW ist wieder angefahren. Nun beginnt also die letzte Fahrt. Plötzlich kann ich mich nicht mehr halten. Ich rutsche mit vielen meiner Kollegen in eine Richtung – nach unten ... Der LKW kippt die Ladung aus und wir landen in kleinen Häufchen auf der Erde.«
So könnte es klingen, wenn Kieselsteine reden könnten und von ihren Abenteuern berichten … Nicole Wunram hat sich in die Dinge hineingedacht und erzählt Alltagsbeobachtungen aus dieser ungewöhnlichen Perspektive. Die junge Künstlerin Alia Kowalewicz setzt die Dinge ins Bild.

#DieSichtderDinge


Nicole Wunram

#DieSichtderDinge

50 kleine Geschichten aus

ungewöhnlichen

Perspektiven


www.verlag-monikafuchs.de

www.edition-wundergruen.de

www.nicole-wunram.de

Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation

in der Deutschen Nationalbibliografie;

detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über

http://dnb.dnb.de abrufbar.

ISBN 978-3-947066-91-9 – auch als eBook erhältlich

1. Auflage 2020

Text: © Nicole Wunram | Hannover

Illustrationen: © Alia Kowalewicz

Edition Wundergrün im Verlag Monika Fuchs | Hildesheim

Cover, Layout und Satz: Die Bücherfüxin | Hildesheim |

www.buecherfuexin.de

Alle Teile dieses Buches sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfätigungen,

Abdrucke, Bearbeitungen, Verfilmungen etc. sind nur mit

Erlaubnis der Rechteinhaber gestattet. Anfragen richten Sie bitte an

den Verlag, wir leiten diese weiter.

Printed in EU


Inhalt

Einleitung 9

Der Frühling 11

Das Erwachen 12

Das Vogelgezwitscher am Morgen 13

Die Gießkanne 16

Der kleine Kiesel 19

Das Abenteuer 24

Einsam oder zweisam 29

Die besondere Wand 30

Der mehrfarbige Stift 31

Der Handfeger 33

Was bin ich? 35

Der Kreativworkshop am Montag 38

Von der Filmdose zum Helden 40

Der Sommer 43

Der grüne Sonnenschirm 44

Die Zugluft 46

Der verlorene Schlüssel 49

Ich kenne sie alle! 52

Das Bier im Harz 55

Die Ampel 57

Krankheit oder Lebensabschnitt 59

Das Smartphone 61

5


Die Zuckerwürfel 62

Die Nudel 64

Das war schon immer so 68

Die Stadtromantik 70

Die Postkarte 71

Der Herbst 75

Das kleine Blatt 76

Die Regenrinne 79

Der Regentropfen 81

Der Schlafplatz 83

Der freie Tag 86

Das Schmuckstück 88

Der Kühlschrank 91

Das Kaugummi unter dem Tisch 93

Die Tücher 94

Der alberne Wind 100

Der Männerabend 103

Die Warteschleife 106

Der Winter 111

Das Feuerzeug 112

Die besondere Mütze 113

Das Vogelhaus 116

Die Frühstückstüte 119

Die Kerze 121

Die Schneeflocke 123

6


Die morgendliche Begegnung 123

Der Sonnenaufgang 125

Die Weihnachtskarte 127

Das Geschenk 128

Tage gibt’s … 131

Die Kerze und das Zündholz 134

Der Laptop 135

Schlusswort 137

Die Autorin 138

Die Illustratorin 138

7


Einleitung

Die Idee, ein paar Dinge und Gegenstände

aus einer anderen Sichtweise zu sehen,

kam mir im Alltag. Ich fand es spannend,

mich in Situationen oder Gegenstände zu versetzen.

Es hat mir viel Spaß gemacht, eine andere

Betrachtungsweise auszuprobieren oder

einfach nur Erlebtes zu erzählen.

Meine kurzen Geschichten habe nach den

vier Jahreszeiten gegliedert.

Danke an Alia für die tollen Zeichnungen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Nicole Wunram

9


Der Frühling

Eine schöne Jahreszeit.

Alles wird erneut zum Leben erweckt,

in der Natur keimen die ersten Pflanzen

und auch die Menschen fangen wieder an,

sich wahrzunehmen.

11


Das Erwachen

Es sieht aus, als ob die Natur neu erwacht, nach

ihrem Winterschlaf. Die ersten Tage, in denen die

Sonne scheint, fühlen sich schon fast wie Sommer

an. Die Sonne hat durchaus schon Kraft und lädt zu

einem langen Spaziergang ein.

Die ersten Insekten sind zu sehen und Schmetterlinge

erfreuen sich in der frischen Luft. Am Ohr

summt die erste Mücke und wie ein Hubschrauber

dreht die Hummel ihre ersten Runden.

Der Rasen fängt an zu wachsen und die ersten Gänseblümchen

zeigen sich von ihrer schönsten Seite.

An den kahlen Bäumen beginnen die ersten Blätter

zu wachsen. Kennt ihr das Geräusch, wenn es leise

ploppt und die noch verklebten Blätter aufgehen? Das

sind die leisen Geräusche des Frühlings.

Es ist jedes Jahr wie ein Neuanfang, eigentlich sollte

das Jahr mit dem Frühling beginnen. Der erste Morgen,

wenn man aus dem Haus geht und es nach Frühling

duftet. Die Vögel zwitschern um die Wette. Der

Start in den Tag fällt einem gleich viel leichter mit den

ersten Sonnenstrahlen.

Beschwingt und vielleicht sogar mit einem Lächeln

auf den Lippen gehen viele Menschen ihren Weg. Die

Gedanken sind positiv gestimmt und die Lust auf Bewegung

im Freien nimmt zu. Vielleicht schmeckt auch

schon das erste Eis!

12


Diejenigen, die einen Garten haben, fangen an,

ihn von den Herbstblättern zu befreien, die Hecke zu

schneiden, Blumen und Gemüse zu pflanzen. Der Rasen

möchte vertikutiert und gemäht werden. Die Arbeit

im Freien lässt auch den Körper aus dem Winter

erwachen, die Bewegung weckt die Muskeln.

An den ersten warmen Tagen wird der Grill aus

dem Schuppen geholt und die erste Bratwurst braucht

nicht lange, bis sie schmeckt.

In die Sonne setzen, die Augen schließen und einfach

nur genießen machen die wenigsten. Gerade die

ersten Tage im Frühjahr sind so besonders. Dann,

wenn alles erweckt wird, die Natur neu entsteht und

in ihrer ganzen Schönheit erwacht.

Das Vogelgezwitscher am Morgen

Manchmal werde ich morgens wach, bevor der Wecker

klingelt. Dann genieße ich die mir verbleibende

Zeit im Bett und höre den Vögeln zu.

»Hast du den Sonnenaufgang heute Morgen gesehen,

der war noch viel schöner als gestern!«, erzählt

die Meise.

»Nein, ich bin mit so einem großen Hunger aufgewacht,

dass ich gleich nach dem Aufstehen in die Wiese

geflogen bin und mir Würmer gezogen habe«, sagt

der Spatz.

13


»Da hast du wirklich was verpasst. Vielleicht solltest

du heute Abend noch einen Wurm verspeisen, damit

du satt zu Bett gehst.«

»Ja, gute Idee. Was machst du heute?«

»Ich wollte mal zum Flughafen fliegen, da wohnen

Freunde von mir. Magst du mitkommen?«

»Oh nein, da ist es immer so laut. Ich fliege lieber zu

der Gartenkolonie im Süden. Da blühen die Blumen

überall so schön und es duftet so gut.«

»Das ist auch eine Idee! Meine Freunde könnte ich

auch noch morgen besuchen. Ich komme mit.«

»Morgen soll es regnen!«

»Das ist nicht schlimm, ich fliege bei jedem Wetter.«

»Oh schau mal, da kommt Rita. Hallo Rita!«

»Hallo ihr zwei, wie schön, euch zu sehen. Habt

ihr schon gehört, dass gestern Anjas Baby geschlüpft

ist?«, fragte Rita.

»Oh klasse, da werden sich die Menschen, die das

Vogelhaus aufgestellt haben, bestimmt freuen!«, sagte

die Meise.

»Ja, das denke ich auch, die haben sogar eine Kamera

eingebaut.«

»Wollt ihr dieses Jahr auch Nachwuchs oder genießt

ihr immer noch euer Singleleben?«, wollte Rita

neugierig wissen.

»Es ist ja noch eine Weile Zeit, ich habe vorgestern

so einen Typen kennengelernt. Hm, mit dem könnte

ich mir das schon vorstellen.«

14


»Das hast du ja noch gar nicht erzählt! Wie sieht er

aus? Wo wohnt er?«

»Ben ist groß und schlank, sein Gefieder glänzt in

der Sonne und seine Augen blitzen frech, wenn er

mich anschaut. Er wohnt nur drei Straßen weiter und

ist erst vor Kurzem aus dem Süden angekommen.«

»Vielleicht können wir am Wochenende etwas zusammen

unternehmen? Dann kannst du ihn ja mitbringen!«,

schlug Rita vor.

»Klasse Idee! In der Stadt ist am Samstag ein Konzert

im Stadtpark. Da können wir uns auf der Eiche

am Ende des Hauptweges treffen. Von dort haben wir

eine ganz gute Sicht!

RRRRRIIIIINNNNNNGGGGGG!!!!!

RRRRRIIIIINNNNNNGGGGGG!!!!!

Ich zucke zusammen, mein Wecker erinnert mich

daran, wie spät es ist und dass ich aufstehen muss.

Gerne hätte ich den drei Vögeln noch weiter zugehört.

Vielleicht unterhalten sie sich am Sonntag wieder

vor meinem Fenster und ich kann hören, wie sie sich

über das Treffen im Stadtpark unterhalten.

15


Die Gießkanne

Mich gibt es in verschiedenen Ausführungen. Du

kannst mich kaufen aus Plastik, Keramik oder

Metall, ich komme daher in verschiedenen Größen

und Ausführungen. Klassisch bestehe ich aus einem

Gefäß, einem Griff und einem Ausgießer, manchmal

auch mit einem Brausekopf daran.

Je nach Größe kannst du mich für Zimmer- oder

Balkonpflanzen einsetzen oder deinen ganzen Garten

mit mir gießen. Es gibt mich aber auch in ganz klein

für Kinder, die gerne auf dem Spielplatz spielen und

den Sand benässen, um ihren »Kuchen« damit zu backen.

Im Sommer komme ich meinen Aufgaben viel öfter

nach. Ich genieße es, wenn ich mit frischem kaltem

Wasser gefüllt werde. Dann fühle ich mich ganz

schwer. Manchmal darf ein bisschen in der Sonne stehen,

damit sich das Wasser ein wenig aufwärmt.

Wenn ich dann meiner Aufgabe nachkommen darf,

der Mensch mich vorsichtig anhebt und zu der Pflanze

trägt, dann bin ich ganz aufgeregt. Nun werde ich

ein wenig gekippt, so dass das Wasser aus mir herausläuft,

immer schön langsam auf die Erde.

Über einen längeren Zeitraum kann ich so beobachten,

wie aus dem in die Erde gedrückten Samen ein

kleiner Keimling wird. Alle paar Tage darf ich das zarte

Pflänzchen gießen und bin entzückt, wie es wächst.

16


Schnell kommen die ersten Blätter zum Vorschein

und es dauert nicht lange, da sehe ich eine kleine

Knospe und beim nächsten Gießen sogar schon zwei!

Ich freue mich jeden Tag aufs neue, die Entwicklung

zu beobachten. Als die ersten Blüten aufgehen,

sehe ich die schöne rote Farbe der Blütenblätter. Wie

stolz sie sich zur Sonne hin recken, als wollten sie ihre

ganze Schönheit zur Schau stellen.

Ohne Wasser und die Wärme der Sonne wäre die

Pflanze nicht so schön geworden und ich bin froh,

meinen Teil dazu beigetragen zu haben. Manchmal,

wenn ich mein Wasser noch in der Sonne wärme,

kommen auch kleine Vögel zu mir geflogen und landen

auf meinem Rand, um von dem frischen Wasser

zu trinken. Leider kommen auch die kleinen Ameisen

und krabbeln an mir hoch und in mich rein, wenn ich

gerade ohne Wasser im Garten stehe. Das kitzelt immer

sehr und ich hoffe dann, dass jemand kommt und

Wasser einfüllt.

17


Den Herbst mag ich nicht so gerne, zum einen darf

ich dann nicht mehr so viele Pflanzen gießen und zum

anderen landen viele Blätter in der Wasserpfütze, die

oft in mir stehen bleibt. Wenn dann der Wind kommt,

um mich umzupusten, dann habe ich immer Angst,

irgendwo gegen zu fliegen.

Im Winter stehe ich meistens im Gartenhaus und

darf mich bis zum Frühjahr ausruhen. Ein Jahr hat

man vergessen, mich ins Häuschen zu stellen. Den

Herbst habe ich soweit ganz gut überstanden, leider

hat es viel geregnet, so dass das Wasser bis zum Rand

stand.

Gut, so kann der Wind mir nicht so viel anhaben.

Ich habe mich schon damit abgefunden, hier auf den

Frühling zu warten. Dann wird mein Wasser immer

schwerer. Es gefriert Tag für Tag mehr und bald habe

ich einen großen Eisklotz in mir. Das ist gar nicht

schön! Ich habe Angst, dass ich das schwere Eis nicht

halten kann und ich auseinanderbreche.

Ich fühle mich einsam und vergessen, denke viel an

die Sonne und die schönen Pflanzen und, als ob meine

Gedanken etwas genützt haben, kommen die ersten

wärmeren Tage und das Eis schmilzt. Es dauert mehrere

Tage, bis es wieder zu Wasser wird. Nun ist der

Frühling nah und ich darf mich auf eine neue Saison

freuen!

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Der kleine Kiesel

Ich bin zusammen auf einem LKW mit vielen, vielen

anderen kleinen Kieselsteinen. Wir fahren durch

das Land und haben viel Spaß miteinander. Auf der

Strecke werden wir immer wieder durcheinandergeschüttelt

und ich lerne so nacheinander viele andere

kennen.

Dann bleibt der LKW plötzlich stehen. Das ist nach

der Fahrt ein komisches Gefühl. Plötzlich ist es so still.

Einige von uns, die ganz Vorwitzigen, meinen, noch

einmal tiefer rutschen zu müssen, und als alle Kiesel

sich nicht mehr bewegen, wird es fast schon unheimlich.

Nach der ersten Stille unterhalten wir uns wieder.

Jeder hat eine andere Idee, was wohl mit uns passieren

wird. Ich höre zu und bin sehr gespannt, wo wir

landen, wenn der LKW uns entlässt. Erst einmal passiert

nichts, lange nichts. Ich beschließe, da es um

mich herum auch immer leiser wird, erst einmal eine

Runde zu schlafen.

Ein heftiger Ruck durchfährt mich, ich rutsche einige

Zentimeter nach vorne. Der LKW ist wieder angefahren.

Nun beginnt also die letzte Fahrt. Plötzlich

kann ich mich nicht mehr halten. Ich rutsche mit vielen

meiner Kollegen in eine Richtung, nach unten …

Der LKW kippt die Ladung aus und wir landen in kleinen

Häufchen auf der Erde.

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Nachdem wir dort eine Weile liegen und die Sonne

uns blendet, kommt ein Mensch und hat ein komisches

Werkzeug in der Hand. Es hat einen langen Stiel

und mehrere Metallhaken, die uns in eine Richtung

verstreichen. So liegen wir nach einiger Zeit nicht

mehr in Häufchen, sondern in einer dünnen Schicht

nebeneinander verteilt. Dann wird es schon wieder

laut. Und AUA! Da kommt ein großes Etwas auf uns

zu und quetscht uns zusammen und tiefer in den Untergrund.

Die Menschen nennen es Walze. Ich habe

das Gefühl, mich nun nie wieder bewegen zu können,

so eng liege ich mit den anderen am Boden.

Als die Walze weg ist, wird es langsam dunkel. Was

für ein aufregender Tag. Ich denke darüber nach, was

ich wohl hier auf dem Weg alles erleben kann.

Als ich noch so in Gedanken bin, fühle ich etwas

Warmes. Und kaum nehme ich es wahr, ist es auch

schon wieder weg. Als ich aufschaue, kann ich es im

Schein einer Taschenlampe noch sehen, es ist ein kleiner

Hund, der mit seinen Pfoten auf mich getreten ist.

Mehr passiert in dieser Nacht nicht und ich kann in

Ruhe schlafen und träumen. In der Früh kitzeln mich

20


die ersten Sonnenstrahlen wach und ich freue mich

auf meinen ersten Tag als Teil des Weges. Es ist noch

ein wenig feucht in der Luft und die Sonne gibt sich

alle Mühe, diese Feuchtigkeit verschwinden zu lassen.

Dann wieder ein neues Geräusch: tipp, tapp, tipp,

tapp. Ein Fußgänger geht den Weg entlang und freut

sich über den neuen Belag auf dem Weg. Kurz darauf

kommt ein weiterer Fußgänger, allerdings etwas

schneller und mit komischen Stöcken in den Händen.

Hoffentlich trifft er mich damit nicht! Puh, Glück gehabt!

Nach einer Weile fühle ich etwas Schweres über

mir, aber es ist schnell vorbei. Ich schaue hoch und erkenne

einen Radfahrer. Es ist ganz schön viel los, so

früh am Morgen. Die nächsten Radfahrer und Fußgänger

lassen nicht lange auf sich warten.

Wenn das so weiter geht, bleibt der Weg nicht lange

so fest, wie ihn die Walze gestern gemacht hat. Ich

spüre schon, dass die anderen Kiesel nicht mehr so

eng an mir liegen. Die ersten Jogger sind auch unterwegs

und die Mütter mit ihren Kinderwagen und Kindern

führt es auch über diesen Weg.

Das geht den ganzen Tag so weiter. In beide Richtungen

sind zahlreiche Menschen mit allerlei Gefährt

oder zu Fuß unterwegs, die Radfahrer mit und ohne

Anhänger, die Rutscheautos der Kinder und natürlich

die Menschen mit den Hunden.

Nach einigen Tagen erkenne ich einige, die den

Weg regelmäßig nutzen. Ich habe ein schönes Leben

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