Berliner Kurier 05.01.2020

BerlinerVerlagGmbH

AUTO

NACHRICHTEN

Vollelektrisches SUV

Ein SUV –oder, im BMW-

Jargon, SAV –mit Heckantrieb,

270 PS und 400 Nm

Drehmoment: Das klingt

nach einer Menge Spaß am

Fahren. BMW will dieses

Paket dieses Jahr auf die

Straßen dieser Welt bringen.

Und zwar in Form der

vollelektrischen X3-Variante

namens iX3.

VW verhandelt Vergleich

Im Musterprozess wegen

des Dieselskandals haben

Volkswagen und der Verbraucherzentrale

Bundesverband

(VZBV) Verhandlungen

über einen Vergleich

für die betroffenen

Kunden vereinbart. Das

teilten der Autokonzern

und der VZBV am Donnerstag

in einer gemeinsamen

Erklärung mit. Ziel sei „eine

pragmatische Lösung im

Sinne der Kunden“.

Verbotene Absprachen

Wegen Wettbewerbsverstößen

hat das Bundeskartellamt

Bußgelder gegen

vier große Hersteller von

Kfz-Kennzeichen verhängt.

Die Firmen sowie fünf persönlich

Betroffene müssen

insgesamt acht Millionen

Euro wegen Wettbewerbsverstößen

beim Verkauf

von geprägten Kennzeichen

zahlen, wie die Behörde

am Montag mitteilte. Sie

sollen von 2000 bis 2015 für

40 Prozent der lokalen

Märkte Absprachen getroffen

und den Verkauf beschränkt

haben.

E-Autos aus der Türkei

Die Türkei will ab 2022 mit

der Produktion eigener E-

Autos beginnen. Das sagte

Präsident Recep Tayyip Erdogan

bei der Präsentation

von Prototypen zweier Modelle

in der nordwesttürkischen

Stadt Gebze. In einem

Werk in der südlich

von Istanbul gelegenen

Stadt Bursa sollen ab 2022

jährlich 175000 Autos vom

Band laufen.

Foto: Steinach Foto: BMW

Die mobile Seite

in Ihrem KURIER

Der VolvoS60:

bequem und sportlich

Der Schwede macht der hiesigen

Mittelklasse Konkurrenz, indem er viel

Komfort, Dynamik und Sicherheit bietet

Das Thema Diesel ist bei Volvo

durch. Es gibt nur noch

Benziner. Wir haben uns die

Limousine S60 mit dem T5-

Motor angeschaut. Eins vorweg:

Wenn es um das Thema

Sicherheit geht, vertraue ich

meine Familie am liebsten

diesem Schweden an.

Als Tester sitzt man in vielen

Autos. Auch in vielen Limousinen

der mittleren Klasse. In

Fahrzeugen, die alles bieten,

was man zu den Themen Komfort

und Sicherheit im Auto

haben will. Da achtet man als

Tester vor allem auf das Zusammenspiel

der Features, die geboten

werden.

Mein Test-Volvo erfüllt hierbei

voll das positiv gemeinte

Klischee des rollenden Wohnzimmers

–aber nicht nur gemütlich,

sondern auch sportlich

und schnell.

Allein der Bordcomputer,

das Infotainmentdisplay in der

Cockpitmittemit dembekannten

senkrecht eingebauten

9,0-Zoll-Monitor, sollte hier

mit einem Augenzwinkern bemängelt

werden. Natürlich ist

er praktisch und sinnvoll. Der

Sinn erschließt sich aber erst

nach einer gewissen Einarbeitungszeit

–und nicht gerade

intuitiv, so wie es bei anderen

Herstellern möglich ist.

Die beim R-Design serienmäßigen

Sportsitze bieten ordentlichen

Seitenhalt. ImFond sitzen

kleinere Erwachsene noch

relativ gut. Die Kopffreiheit ist

nicht ganz so toll. Falls man

wesentlich länger als 1,75 Meter

ist, dürfte man oben anstoßen.

Allerdings ist für größere

Menschen das Aussteigen vom

Fahrersitz aus eine echtesportliche

Herausforderung. Der

Sitz ist ab 1,80 Körperlänge so

weit hinten (und unten), dass

man besser viel Schwung holt.

Lassen Sie uns aber an dieser

Stelle kurz über den wuchtigen

Motor sprechen. Der bringt

über 250 PS auf die Straße. Wer

sich zum sportlichen Fahren

verleiten lässt, bekommt dafür

später die Rechnung. Erst recht,

wenn man, wie ich, die R-Design-Variante

auf die Probe

stellt. Rund elf Liter will mein

schwedischer Freund auf 100

Kilometer freier Autobahn

Richtung Westen haben. Zu

viel. Oder zu sportlich gefahren.

Wie man es nimmt. Das Werk

gaukelt einen Verbrauch von 6

bis 7Litern vor.

Aber da kommt dann der

Fahrspaß ins Spiel. Klasse Straßenlage,

auch und gerade in

Kurven. Man behält immer die

Oberhand, kann sich aber auch

auf die Konstruktion verlassen.

Die großen Räder rollen zwar

eher herb ab, aber lange Wellen

steckt er gut und ohne Nachschwingen

weg. Weite Strecken

kann er eh, auch wegen des ansonsten

niedrigen Geräuschniveaus.

Die natürlichen Konkurrenten

des Volvo S60 T5 sind der

Audi A4 45 TFSI (nur mit Allradantrieb

erhältlich, 46200

Euro), der BMW 330i (ab

44750 Euro) und der Mercedes

C300 (ab 44458 Euro). Man

sieht also, dass der Volvo

preislich eher über

den deutschen Wettbewerbern

liegt. Zur Serienausstattung

gehören

aber auch das Infotainmentdisplay

inklusive

Navigation, das

Instrumentendisplay,

eine Klimaautomatik,

ein elektrisch einstellbarer

Fahrersitz, der

schlüssellose Motorstart

(per Drehknopf),

Parkpiepser hinten und

Sportsitze.

Mein Fazit: Wenn es eine

Limousine in der gehobenen

Mittelklasse

sein sollte, dann kommt

der S60 T5 auf jeden Fall

in die engere Wahl. Leider fehlt

ein Allradantrieb (und das bei

einem Schweden!), aber für unsere

Gefilde reicht es.

Vorsicht bei der Aufpreisliste,

nicht jeder Wunsch wird in der

Basisversion erfüllt. Aber das ist

ja Geschmackssache. Und wer

Schweden nicht mag, dem sei

gesagt, dass der S60 ein echter

Fotos: zVg

Die Seitenlinie lässt auch

Coupé-Fans hinschauen:

Trotz der fünf Türen fehlt es

dem S60 nicht an Dynamik.

Südstaaten-Ami ist (und die

brauchen dort kein Allrad). Als

erster Volvo läuft er im neuen

Werk in Charleston, South Carolina,

vom Band. (kk)

Dieses Fahrzeug wurde uns zum Test

zur Verfügung gestellt: Volvo S60 T5

Polestar Performance R-Design Geartronic:

Motor: 1969 ccm, 186 kW/

253 PS, Front-Antrieb, 8-Gang-Automatik,

Euro 6d-Temp, 0auf 100 km/h:

6,5 Sek.,Spitze: 240km/h, Verbrauch:

6,6 l Super/100 km (Werksangabe),

Tank: 60l,CO2-Ausstoß: 152 g/km,

L/B/H in mm: 4761/1850/1437, Radstand:

2872 mm, Wendekreis: 11,3 m,

Kofferraum: 442 l, Leergewicht:

1677 kg, Reifen: 235/45R18, Preis: ab

47199 Euro

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine