2020-01-12 Bayreuther Sonntagszeitung

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Bayreuther Sonntagszeitung

Aktuell 12. Januar 2020 5

Neujahrsempfang und „Stärke antrinken“

Bayreuther Gemeinschaft und CSU-Stadtratsfraktion starten ins Kommunalwahljahr 2020

BAYREUTH. An Neujahr werden

Pläne für die kommenden

zwölf Monate geschmiedet,

Freunde und Bekannte

mit guten Wünschen ausgestattet

– an einem Tag wird

ein ganzes Jahr gefeiert, in

der Hoffnung, dass die kommenden

52 Wochen gut verlaufen.

Traditionell werden auch in

Bayreuth am Anfang des Jahres

Einladungen ausgesprochen

und Gäste empfangen.

Gemeinsam wagt man einen

Ausblick auf das neue Jahr.

BG-„Stärkeantrinken“ mit

Staatsminister Thorsten

Glauber

Eines der Hauptthemen des

Stärkeantrinkens der Bayreuther

Gemeinschaft am Dreikönigstag

im Becher-Saal war

die anstehende Kommunalwahl

am 15. März 2020. Oberbürgermeisterin

Brigitte Merk-

Erbe will auch danach die Stadt

Bayreuth in diesem Spitzenamt

vertreten und zusammen mit

einer starken BG-Stadtratsfraktion

weiterhin erfolgreiche

Kommunalpolitik betreiben.

Bayreuth hat sich in der vergangenen

Wahlperiode positiv

entwickelt, so die Oberbürgermeisterin.

Sie nannte in diesem

Zusammenhang unter anderem

den Schuldenabbau der

Stadt um 48 Millionen Euro seit

2012, die jetzt beginnende

bauliche Sanierung des Klinikums,

das sich in Bau befindliche

Friedrichsforum, die positive

Entwicklung der Universität

Bayreuth, den Sozialen Wohnungsbau

mit einer ausgewogenen

Balance für alle sozialen

Bevölkerungsgruppen sowie

die Bemühungen der Stadt um

ausreichende Kinderbetreuung

und um Beiträge zum Klimaschutz

auf kommunaler Ebene.

Der Bayerische Staatsminister

für Umwelt und Verbraucherschutz,

Thorsten Glauber,

sprach der Bayreuther Gemeinschaft

seine Anerkennung

für die ausgewogene BG-Kandidatenliste

zur Wahl des Bayreuther

Stadtrats aus. Dabei

hob er den Anteil von 18 Frauen

zuzüglich der Oberbürgermeisterin

als Spitzenkandidatin

und die hohe Anzahl der beruflich

Selbstständigen anerkennend

hervor. Die Bayerische

Staatsregierung werde die

Stadt Bayreuth auch künftig,

wie schon bisher, unterstützen,

so der Minister unter anderem.

Neujahrsempfang der CSU-

Stadtratsfraktion mit

Staatsminister Bernd Sibler

Die Stadtratsfraktion der Bayreuther

CSU hatte traditionsgemäß

am Dreikönigstag zum

Neujahrsempfang in den König-Ludwig-Saal

der Sudpfanne

eingeladen.

Bernd Sibler, Bayerischer

Staatsminister für Wissenschaft

und Kunst, gab einen positiven

Ausblick für die Stadt Bayreuth.

Er lobte besonders das Engagement

von Universitätspräsident

Professor Stefan Leible,

der maßgeblich, zusammen

mit dem Wissenschaftsministerium,

die anderen bayerischen

Hochschulen an einen Tisch

brachte, um bei der Staatsregierung

mehr Geld für die Forschung

in neue Hightech-Technologien

auszuhandeln. „Ministerpräsident

Söder hat reagiert“,

so Minister Sibler, „wir

sind von ein paar hundert Millionen

Euro ausgegangen. Als

das Paket geschnürt war, lagen

wir bei zwei Milliarden. Von

den Fördermitteln profitiere insbesondere

die Stadt Bayreuth,

aber auch die Region. In einer

sich immer weiter entwickelnden

digitalen Welt, mit immer

mehr künstlicher Intelligenz,

dürfen jedoch ethische Grundsätze

nicht außer acht gelassen

werden. Im März wurde die Fakultät

VII für Lebensmittel, Ernährung

und Gesundheit der

Universität Bayreuth in Kulmbach

eröffnet, der neue Medizincampus

Oberfranken ermöglicht

künftig eine medizinnahe

Forschung an der Universität

Bayreuth und im neuen

Zentrum für Batterietechnik

werden Speichertechnologien

entwickelt“.

Wegen dieser guten Ausgangslage

forderte CSU-Oberbürgermeisterkandidat

Thomas

Ebersberger jetzt die Weichen

für den künftigen sozialen

Frieden und Wohlstand in Bayreuth

zu stellen. Dazu zählt für

ihn nicht, dass die vom Stadtrat

beschlossenen Investitionen

nur zur Hälfte umgesetzt werden:

„Schulsanierungen wurden

bisher nur zögerlich angepackt

und der Umbau der

Stadthalle zum Friedrichsforum

sollte längst abgeschlossen

sein. Mehr Geld für Kinderspielplätze

auszugeben, ist eine

prestigevolle Strategie. Die von

der Oberbürgermeisterin genannte

Investitionssteigerung

im städtischen Haushalt kam

jedoch nur zustande, weil zwei

neue Skateranlagen, die als

Spielplätze deklariert wurden,

1,2 Millionen Euro kosteten“.

Sparen, egal was es koste, dürfe

nicht die Devise sein, diese

wirke sich nur kurzfristig positiv

aus. Langfristig erhöhe sich die

Schuldenlast wegen steigender

Bau- und Mehrkosten.

Neujahrsempfang der IHK

Auch beim Neujahrsempfang

der IHK für Oberfranken waren

die vernetzte Welt und künstliche

Intelligenz das Thema.

Wie lassen sich die rasanten

Entwicklungen mit früheren

Wertevorstellungen, wie die

des „Ehrbaren Kaufmanns“,

vereinbaren?

Dr. Matthias Fifka, Professor

für Strategisches und Werteorientiertes

Management an

der Universität Erlangen-Nürnberg,

sagte in seinem Festvortrag

eindeutig: „Ja“. Moral, Reputation

und ein guter Ruf als

Erfolgsgarant seien heute so

wichtig wie vor 500 Jahren. Der

einzige Unterschied: Fehlverhalten

werde schneller und in

einem viel größeren Umfeld bekannt.

„Unternehmen, die wertebasiert

geführt werden, sind

V.l.: BG-Vorsitzender Frank Hofmann, Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe, Staatsminister Thorsten

Glauber (Freie Wähler) und BG-Fraktionsvorsitzender Stephan Müller. Fotos: Wolfgang Munzert

V.l.: Altoberbürgermeister Dr. Michael Hohl, CSU-Fraktionsvorsitzender Dr. Stefan Specht, Stadträtin

Ingrid Heinritzi-Martin, Staatsminister Bernd Sibler (CSU) und OB-Kandidat Thomas Ebersberger.

Neujahrsempfang der IHK: V.l. Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, IHK-Hauptgeschäftsführerin

Gabriele Hohenner, IHK-Präsidentin Sonja Weigand und Staatsministerin Melanie Huml

(CSU).

Foto: IHK/www.Ochsenfoto.de

weniger anfällig für Risiken und

langfristig erfolgreicher. Denn

Werte schaffen nicht nur ein

Bewusstsein für Risiken, sie

machen Unternehmen auch

attraktiv: für Arbeitnehmer,

Kunden, Lieferanten und Investoren“,

so der Professor.

IHK-Präsidentin Sonja

Weigand sieht dem neuen

Jahrzehnt mit Spannung entgegen:

„Prognosen, Einschätzungen

und Vermutungen

gibt es viele. Wir Unternehmer

müssen den Wandel verant-

wortungsbewusst begleiten

und den Mitarbeitern durch

Werte im Unternehmen Orientierung

geben, ein Fundament

schaffen und die richtige

Richtung weisen“, so Sonja

Weigand.

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