Praxis SHK 2020

strobel.verlag

MACH DICH FIT IM JOB – AUF DER SHK ESSEN 2020

MACH DICH FIT IM JOB – AUF DER SHK ESSEN 2020

„LUST AUF HANDWERK“

Betriebswirtschaft · Technik · Recht · Weiterbildung

Sandra Hunke und andere Social-Media-Persönlichkeiten

freuen sich auf den Messebesuch

AUS DEM INHALT

Datenschutz

im Kundendienst

Kaum ein Bereich im täglichen

Leben, in dem wir nicht mit

dem Thema Datenschutz konfrontiert

werden. Aber betrifft

das Thema auch den Monteur

vor Ort? Oder ist das allein

Chefsache?

Welcher Stand spricht

mich besonders an?

Welche Produktneuerung

begeistert mich? Was kann

ich besser als die Konkurrenz? Wo

haben andere die Nase die vorn?

Das Schöne an Messen ist, dass Besucher

nicht nur unzählige neue

Eindrücke gewinnen, Unmengen

an Material und Werbegeschenke

mit nach Hause schleppen können,

sondern auch tolle Anregungen

und Ideen für das eigene Geschäft

erhalten. Auch Personen aus

der SHK-Branche, die auf sozialen

Netzwerken erfolgreich sind, machen

sich stark für einen Messebesuch

in Essen. Wir haben mit ihnen

gesprochen.

→ Siehe Innenteil S. 2.

Heizungsleitungen

aus C-Stahl

Beim Transport, bei der Lagerung

und bei der Verarbeitung

von C-Stahlrohren sind einige

wichtige Punkte zu beachten.

Wir zeigen welche.

Gesellenstück oder Meisterwerk?

Auf dem Weg zum passgenauen Förderangebot

für drei Fortbildungsstufen

Der Bundestag hat im Dezember

2019 in erster Lesung über die Novelle

des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes,

kurz AFBG oder

„Aufstiegs-BAföG“, beraten. „Die Reform

des Aufstiegs-BAföG ist erforderlich.

Unser Land braucht gut qualifizierte

Fach- und Führungskräfte“,

sagte Anja Karliczek anschließend.

→ Siehe Innenteil S. 4

Forscherteam

entwickelt

kältemittelfreie

Wärmepumpen

Wärmepumpen arbeiten

heute nahezu ausschließlich

auf Basis von Kompressor-

Technologie. Ein neues

Forschungsprojekt will eine

Alternative entwickeln.

Wie gut ist mein

Kundendienstbericht?

Finden Sie’s heraus mit

unserem kleinen Test.

Als Hilfestellung haben wir

gleich eine Checkliste für

einen optimalen Kundendienstbericht

dazu erstellt.

Nervige Fragen

vermeiden

Wie Baustelle und Betriebsbüro

Informationen einfach

austauschen können.

Gewinnspiel!

Mitmachen lohnt sich: Wer unser

kleines Kreuzworträtsel

auf der letzten Seite löst, hat

die Chance auf ein Tablet.

Bild: Sandra Hunke

Die SHK-Anlagenmechanikerin

Sandra

Hunke gibt auch auf

dem Laufsteg eine

gute Figur ab.

Liebe Leser,

wissen Sie, was morgen im SHK-Handwerk passiert? Erfahren Sie es auf

der SHK Essen vom 10. – 13. März. Genau dort führen wir Sie in die Zukunft

der SHK-Welt.

Denn wir behaupten: Für jeden im SHK-Betrieb lohnt sich der Besuch!

Die Auszubildenden erleben kompakt die ganze Bandbreite des spannenden

SHK-Handwerks, dürfen eintauchen in digitale Welten, selbst tätig

werden und ihre Erfahrungen sammeln. Kundendienstmitarbeiter und

Monteure erhalten praktische Tipps, die ihre Arbeit erleichtern und helfen,

Montageprobleme schneller zu beheben. Nur hier besteht die Möglichkeit,

am Monteurtag für Profis teilzunehmen. Explizit Frauen laden wir ein,

um ihren Blickwinkel auf die SHK-Branche für neue Potentiale zu schärfen,

um dazu beizutragen, Abläufe weiter zu optimieren und so das Unternehmen

entscheidend weiterzubringen.

Meisterschüler erhalten hier die

notwendigen Impulse für ihre angestrebte

Selbständigkeit in eigenen

Workshops. Betriebsinhaber finden

auf der SHK-Essen Anregungen für

neue Märkte, (digitale) Lösungen

für das Tagesgeschäft und gewinnen

hier vielleicht sogar einen neuen

Praktikanten oder Auszubildenden.

Besuchen Sie uns auf der SHK Essen.

Wir freuen uns auf Sie!

Bild: FVSHK NRW

Hans-Peter Sproten

Hauptgeschäftsführer

Fachverband SHK NRW


2 | SOCIAL-MEDIA

„Ein Muss für jeden

Installateur“

→ Fortsetzung von S. 1.

Treffen der SHK-Stars

der Social-Media-Szene in Essen

@sabine_wi

Sabine ist Anlagenmechanikern

SHK und angehende Meisterin. Instagram-Nut-

zer kennen

die 21-Jährige

aus Düren

als @sabine_

wi. Sie ist außerdem

mit

ihrem Projekt

„Häuslebauer(in)“

beschäftigt.

„Ja, ich besuche die Messe im März.

Die Planung ist schon in vollem Gange.

Was mich speziell am meisten

interessiert, kann ich pauschal gar

nicht sagen, weil es ja immer wieder

etwas Neues zu sehen gibt. Wobei

es für mich immer sehr interessant

ist, was die Fortschritte bei den

Maschinen angeht – speziell Pressmaschinen.

Bisher ist kein Standort festgelegt,

aber ansprechen kann man

mich trotzdem überall.

Man hat auf solchen Fachmessen

immer die Möglichkeit, sich über zukünftige

Produkte zu informieren

und kann sich bis zum Erscheinen

schon mal überlegen, ob es für einen

selbst sinnvoll ist. Aber für mich

als Häuslebauer ist es natürlich extrem

interessant zu sehen, wie viele

verschiedene Anbieter es im Bereich

der Ausstattung gibt.“

@stefanbergermann

Stefan Bergermann ist ein Heizungsbauer

aus Ibbenbüren. Mit lustigen

Videos für das Format „Am Bau TV“

Ich bin gespannt, welche Fortschritte

es bei den Maschinen

gibt, speziell Pressmaschinen.

@sabine_wi

möchte er junge Menschen für einen

Handwerksberuf begeistern.

Ein Besuch auf der SHK ist fest eingeplant.

Mit Am Bau TV waren wir

schon 2019 auf vielen Messen unterwegs

und haben

dort lustige

Videos gedreht.

Auch

auf der SHK

werden wir

wieder mit

der Kamera

unterwegs

sein und z. B. bestimmt wieder mit

Sandra Hunke und anderen Persönlichkeiten

unseren „Unfug“ treiben.

Bei vielen Handwerkern sind

die Werkzeughersteller

immer interessant.

Aber auch Innovationen

wie Brennstoffzellen

und deren

Weiterentwicklung finde

ich sehr spannend. Allgemein

ein Blick in die Zukunft

meines Berufsfeldes

macht die Messe für mich aus.

Wir haben noch keine konkrete

Anfrage von irgendwelchen

Herstellern, die uns gebucht

haben. Wenn das so bleibt, werden

wir überall mal auftauchen. Aus

unserer Erfahrung fallen wir aber

schnell auf und haben direkt einige

Fans versammelt. Darum überlegen

wir, ein Fantreffen an einer festen

Stelle zu organisieren, wo auch

Zeit für Selfies und Fragen sein wird.

Vielleicht liest es ja hier auch jemand

von den Ausstellern und möchte uns

gerne an seinem Stand haben. -)

Man trifft viele nette Leute, mit

denen man Erfahrungen austauschen

kann. Dazu noch der Einblick

in neue Technologien und

Weiterentwicklungen. Ich wünsche

allen Messebesuchern nette

Gespräche und schöne Tage in Essen.“

@Sandra_hunke

Die 27-jährige ist drei Tage in der

Woche als SHK-Anlagenmechanikerin

tätig. Den Rest der Woche arbeitet

die Frau aus Schlangen bei

Paderborn als Model. San dra Hunke

begrüßt ihre Fans auf Instagram

lässig, fröhlich

und

Vier Fragen an …

liebenswert

mit „Hey ihr Rabauken!“

1. „Selbstverständlich, die Fachmessen

sind ein absolutes Muss für jeden

Installateur. Ich höre immer

wieder von Kollegen und Kolleginnen,

dass der Chef nicht mehr

mit ihnen die Messe besucht, da

die Auftragslage derzeit einfach

zu groß ist. Ich glaube, das wird

sich auf Dauer rächen, es ist extrem

wichtig, dass man jedes Jahr

schaut, was es an Neuheiten gibt.

Und jeder sammelt im Laufe des

Jahres das ein oder andere Problem

an, die eine oder andere

knifflige Frage. Und auf der Messe

hat man

die Möglichkeit,

beim Hersteller

oder

im Austausch

mit

Kollegen, diese Dinge zu klären.

Nur gut informierte und geschulte

Mitarbeiter können dauerhaft

gute Arbeit leisten und so auch ihrem

Chef gute Gewinne bescheren.

Gott sei Dank teilt mein Chef

diese Meinung und unsere ganze

Firma wird wieder auf der SHK

Essen sein.

2. Meine große Liebe galt und gilt

immer schon den Bädern. Ich liebe

es einfach, für den Kunden

kleine Wellness-Oasen

zu schaffen.

Ein absoluter Premium

Hersteller in diesem

Bereich ist für

1. Besuchst du die Fachmesse

im März?

2. Wenn ja: was interessiert dich dort

am meisten bzw. – was möchtest

du dir auf jeden Fall anschauen?

3. gibt es einen speziellen Ort, an dem

dich die anderen zum Beispiel für

ein Selfie treffen können oder bist

du „inkognito“ vor Ort?

4. Welche Vorteile hat ein Besuch von

Fachmessen?

Wir fallen schnell auf und haben

direkt einige Fans versammelt.

@stefanbergermann

mich Kaldewei.

Kaldewei hat es

sich zur Aufgabe

gemacht, tolles

und innovatives

Design für

den Kunden

zu entwickeln

und

aber auch

darauf

zu achten,

dass

es für

uns Anlagenmechaniker

SHK leicht

zu verbauen ist. Besonders beeindruckt

bin ich aber, von der

Umsetzung der Materialphilosophie.

Umweltverträgliche

Verfahren bei Herstellung, Verpackung,

Transport und Entsorgung

machen Kaldewei zum

ersten deutschen Badausstatter,

der vom Institut Bauen und Umwelt

nach ISO 14025 im Sinne der

Nachhaltigkeit zertifiziert wurde.

Ein weiteres Highlight ist für

mich immer Grundfos. Der dänische

Pumpenhersteller und

Weltmarktführer ist ja mehrheitlich

im Besitz der Poul-Due-

Jensen-Stiftung. Jedes Jahr haben

sie sich zur Aufgabe gemacht, 5 %

des Konzernumsatzes in die Forschung

zu investieren.

Und das wird

immer beeindruckend

auf

den Fachmessen

gezeigt.

Während sich viele Konzerne mit

der Digitalisierung noch schwer

tun, ist Grundfos längst im Zeitalter

der Digitalisierung angekommen:

Virtuell Reality Brillen

im Werkzeugkasten, man

setzt sie im Heizungskeller auf

und ein Mitarbeiter von Grundfos

schaut Dir über die Schulter

und hilft dir vor Ort. Oder 3D-

Drucker im Betrieb, die dir eine

neue Grundfos Pumpe ausdrucken.

3. Kolleginnen und Kollegen und

Instagram-Freunde auf der Messe

zu treffen und Selfies zu machen

und aber auch sich auszutauschen.

Das sind natürlich

wichtige Gründe für mich, die

Fachmesse zu besuchen. Ich werde

die meiste Zeit am Kaldewei-

Stand zu finden sein. Ich wünsche

allen Messebesuchern ganz

viel Spaß und freue mich über jeden,

der die Zeit findet und kurz

bei mir vorbeischaut, damit wir

uns die unglaublichsten Geschichten

von der Baustelle erzählen

können.

4. Im Zeitalter der Digitalisierung,

in Zeiten von Social Media, darf

man eines nicht vergessen: der

persönliche Kontakt ist immer

noch das Beste. Live die neuen

Produkte anschauen, anfassen

und ein persönlicher Kontakt

mit dem Unternehmen und den

Kollegen ist durch nichts zu ersetzen.

Das ist ein bisschen wie mit

dem Sex auch wenn das Internet

damit voll ist, ist ein echter Partner

doch nach wie vor die schönste

Sache der Welt.“

Bild: @stefanbergermann

Bild: @sabine_wi

Bild: Lena Ander

@sabine_wi ist Anlagenmechanikerin aus Düren. Stefan Bergermann aus Ibbenbüren. Lena Ander ist SHK-Anlagenmechanikern.


SOCIAL-MEDIA | 3

@badmeisterin_shk

Brenda Köhl ist Installateur- und

Heizungsbauermeisterin aus Köln.

Auf Instagram fungiert sie als @badmeisterin_shk

1. „Aber ja, tatsächlich werde ich die

Fachmesse im kommenden März

besuchen, denn mich interessiert

immer, was die Hersteller für Zukunftspläne

haben und wie sie sie

umsetzen werden.

2. Ich versuche, mir für alle Stände

Zeit zu nehmen, um mich über so

viel wie möglich zu informieren

und weiterzubilden.

3. Ich werde viel erkunden und keinen

festen Platz haben, glaube

ich.

4. Ein Fachmessenbesuch ist wie

eine Weiterbildung, da man mit

den Herstellern

persönlich

in Kontakt

treten

und den

aktuellen

Stand der

Technik sehen kann und wo es

hingehen soll. dazu würde. Ich

wünsche allen Messebesuchern

ein gutes Schuhwerk.“

Die Themen Baddesign und

moderne Planungstools

interessieren mich besonders.

@die.klempnerin

@die.klempnerin

Lena Ander ist @die.klempnerin auf

Instagram. Die SHK-Anlagenmechanikerin

kommt aus Schleswig-Holstein.

1. „Ja, die Fachmesse in Essen ist ein

geplanter Termin bei mir.

2. Besonders interessieren mich

Neuerungen und Innovationen

zu den Themen Baddesign und

moderne Planungstools. Ebenso

möchte ich mich natürlich im

Bereich der verschiedenen Technologien

von Heizungssystemen

umschauen. Und natürlich Werkzeuge

shoppen ;o)

3. Ich bin leider auf keinem Messestand

vertreten, würde mich aber

natürlich sehr freuen, einige Instagram-Bekanntschaften

auf der

Messe zu treffen :)

4. Ach, da gibt es ja unendlich viele

Vorteile!

Dazu gehören

natürlich

u. a.

der Austausch

mit

Fachkollegen,

das

Kennenlernen

von Innovationen u. Neuerungen

in sämtlichen Bereichen

unseres Berufes, der Besuch von

Fachvorträgen, die Möglichkeit

des direkten Vergleiches von z. B.

Produkten verschiedener Hersteller

und, was ich ganz wichtig

finde, manchmal auch der Blick

Bild: Instagram / badmeisterin_shk

Brenda Köhl ist Installateur- und Heizungsbauermeisterin.

über den Tellerrand. Man bleibt

einfach auf dem neuesten Stand,

und das sogar direkt „zum Anfassen“!“

@insta_llateur_gram

Stefan ist ein Installateur aus Dortmund.

Sein Profil-Hashtag #letsmakehandwerkgreatagain.

Auf Instagram

gibt er Einblicke in seinen Berufsalltag.

„Ich weiß noch gar nicht, ob ich

auf die Messe gehe. Ich war bis dato

auch noch nie auf einer, weil es sich

irgendwie nie ergeben hat. Aber

gerne hingehen würde ich schon.

Einfach mal, um das gesehen zu haben

und sich etwas informieren zu

können. Und ich würde gerne auch

dahin, weil sich da sicher viele Leute

tummeln, die auch viel mit dem

#lustaufhandwerk machen.

@Geschichten_eines_heizers

Philipp Nowak erzählt auf Instagram

die @geschichten_eines_heizers

und ist ein Teil des @pxl.cratfsmanteam.

Der andere beeindruckende

Teil des Teams ist übrigens

@lulu.metalroofer

@insta_llateur_gram bei der Arbeit.

Bild: Iinsta_llateur_gram

Bisher war eigentlich ein Besuch

auf der Messe nicht geplant. Ich habe

es gar nicht auf dem Schirm gehabt,

dass da eine ist. Muss ich gucken, ob

ich da komme, weil ich auf die Meisterschule

gehen möchte. Wenn ich

doch da bin, würde ich, da ich zuvor

noch nicht dagewesen bin, einfach

herumeiern und gucken, was

passiert. Vorteil von so einer Fachmesse

ist, dass man in Kenntnis gesetzt

wird, was es alles so Neues auf

dem Markt gibt. Falls ich nicht da

bin, wünsche ich allen anderen viel

Spaß und einen schönen Tag.“

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4 |HANDWERK

Madita Brauer

Eine Frau geht ihren Weg

Auf der Baustelle fühlt sie sich

wie Zuhause. Vergessen ist

die Zeit, als sie „noch nicht

einmal einen Nagel in die Wand

schlagen konnte“ und mit halbem

Herzen eine Banklehre absolvierte.

Jetzt kennt Madita Brauer ihren

Weg. Als der Studiengang „Handwerksmanagement“

ihren Nerv getroffen

hatte, stand fest: In fünf Jahren

möchte sie eine Meisterin des

Handwerks sein. Und einmal auf

der Baustelle hatte sie sofort Blut geleckt.

„Plötzlich wollte ich alles ganz

genau wissen“, sagt die 23-Jährige

rückblickend.

In Interview spricht die junge

Frau aus Kalkar-Wissel am Niederrhein

unter anderem darüber, wie

sie mehr Frauen auf die Baustelle

lotsen will.

Liebe Madita Brauer, eines

vorweg: Werden wir Sie auf der

SHK Essen im März sehen?

Und wenn ja, warum?

Madita Brauer: Ich plane es in jedem

Fall mit ein. Vor zwei Jahren

war ich mit der Berufsschule das

erste Mal da. Die Fülle an Informationen

hat mich total erschlagen. Ich

war überhaupt nicht darauf vorbereitet.

Diesmal werde ich mich vorab

auf den Messeseiten über die Angebote

informieren und genau aufschreiben,

was ich alles sehen will.

Diesen Tipp kann ich nur wärmstens

empfehlen. Sonst sieht man

am Ende ganz viel und gleichzeitig

aber auch gar nichts. Die Giveaways

sind zwar toll, sollten aber nicht das

Hauptziel eines Messebesuchs sein.

Denn nirgendwo habe ich so viel

kompaktes Wissen zu den Themen

Sanitär, Heizung, Klima und digitales

Gebäudemanagement mitgenommen,

wie bei dem Besuch auf

der Messe.

Was wünschen Sie sich von

den Ausstellern?

Madita Brauer: Dass sie uns Schüler

ernst nehmen. Natürlich sind wir

noch kleine Lichter. Aber letzten Endes

sind wir die Kunden von Morgen.

Sie dürfen ruhig auf uns zugehen

und uns ihre Produkte vorführen

– auch wenn kein „Erwachsener“

dabei ist. Letztlich geht es darum,

Erfahrungen zu sammeln und für

mich herauszufinden, welche Produkte

ich später für meine Projekte

auswähle. Da spielen Sympathie

und ein erster guter Eindruck in jedem

Fall eine wichtige Rolle. Und

zwar auf beiden Seiten.

Das letzte Lehrjahr haben Sie

gerade erfolgreich absolviert.

Wie geht es jetzt weiter?

Madita Brauer: Meine Ausbildung

zur SHK-Gesellin ist beendet.

Im April geht es dann weiter mit der

Weiterbildung zur Meisterin. Es ist

quasi der zweite Teil meines Studiengangs

„Handwerksmanagement“,

der mich innerhalb von fünf Jahren

von der Gesellin hin zur Meisterin

führt und gleichzeitig ein komplettes

Studium mit zertifiziertem Abschluss

ermöglicht.

Als Frau auf der Baustelle. Ist

das nicht schwierig?

Madita Brauer: Nein. Überhaupt

nicht! Natürlich muss ich anpacken

können. Und Schmutz darf auch

kein Problem darstellen. Zu Beginn

meiner Ausbildung hatte ich

vom Handwerk keine Ahnung. Ich

konnte noch nicht mal einen Nagel

in die Wand schlagen. Das habe ich

auf der Baustelle gelernt und dann

Blut geleckt. Es ist ein toller Job, der

mich sehr erfüllt. Natürlich gab es

da von den Kollegen auch den einen

Bild: Brauer

oder anderen Spruch. Aber das nehme

ich mit Humor. Und meine Kollegen

würden nie behaupten, dass ich

meinen Job nicht beherrsche.

Ihr Account @frauimhandwerk

ist auf Instagram sehr erfolgreich.

Wie kamen Sie auf die

Idee?

Madita Brauer: Ich haben sehr

schnell festgestellt, dass ich in unserem

Bezirk die einzige Frau auf der

Baustelle bin. In der Berufsschule

gibt es noch ein weiteres Mädchen,

das eine SHK-Ausbildung macht.

Aber sonst sind Frauen weit und breit

nicht zu sehen. Ich habe mich gefragt,

wie das denn sein kann und kam auf

die Idee, aus meinem Arbeitsalltag

Das Herz von Madita

Brauer schlägt für

das SHK-Handwerk.

und von meinen unterschiedlichen

Projekten zu erzählen. So wurde @

frauimhandwerk geboren.

Ihrem Instagram-Account

folgen mittlerweile mehr als

7000 Abonnenten. Wie erklären

Sie sich das?

Madita Brauer: Mein Thema „Frau

im Handwerk“ trifft offenbar einen

Zeit-Nerv. Ich bekomme viele positive

Rückmeldungen. In Zeiten der

Emanzipation sollte es selbstverständlich

sein, dass Frauen auch im

SHK-Handwerk gut sein können. Und

das nicht nur im Betriebsbüro. Es ist

völlig egal, ob ein Mann oder eine

Frau den Job auf der Baustelle macht.

Sie müssen für das Projekt brennen.

Gesellenstück oder Meisterwerk?

Auf dem Weg zum passgenauen Förderangebot für drei Fortbildungsstufen

→ Fortsetzung von S. 1.

Bild: ZVSHK

Die berufliche Fach- und

Weiterbildung soll besser

gefördert werden.

Die Bundesbildungsministerin hatte

bereits zuvor von einem „guten

Tag für die berufliche Bildung“ gesprochen

und erklärt, dass sie das

AFBG „zu einem passgenauen Förderangebot

für alle drei Fortbildungsstufen

die wir im Berufsbildungsgesetz

einführen“ entwickeln

möchte.

„Unsere Arbeitswelt ist im Wandel.

Da ist es wichtig, denjenigen,

die aufsteigen wollen, eine trittfeste

Leiter für ihren beruflichen Aufstieg

hinzustellen. Das Aufstiegs-

BAföG hilft konkret und passgenau.

Schritt für Schritt ermöglicht

es eine Förderung von Weiterbildung

bis auf Master-Niveau“, so

Anja Karliczek.

Die Geförderten können sich auf

höhere Zuschussanteile, höhere

Freibeträge und höhere Darlehenserlasse

vorbereiten:

• die stufenweise Förderung bis auf

„Master-Niveau“ wird eingeführt,

• die Unterhaltsförderung für Vollzeitgeförderte

wird zu einem

Vollzuschuss ausgebaut,

• der einkommensunabhängige

Kinderbetreuungszuschlag für

Alleinerziehende wird von 130

Euro auf 150 Euro erhöht,

• der Zuschussanteil zum Maßnahmenbeitrag

für Lehrgangs- und

Prüfungsgebühren wird von 40 %

auf 50 % erhöht,

• der Belohnungserlass steigt von

40 % auf 50 %,

• die sozialen Stundungs- und Sozialerlassmöglichkeit

für Geringverdiener

werden erweitert,

• bei Existenzgründung erfolgt

ein vollständiger Erlass der Darlehensschuld.

„Mit zusätzlichen 350 Millionen

Euro verbessern wir das Aufstiegs-

Bafög in einer Dimension, wie es sie

bislang noch nicht gab. Damit setzen

wir ein klares Zeichen, dass beruflicher

Aufstieg gewünscht ist“, sagt

Stephan Albani, zuständiger Berichterstatter

der CDU/CSU-Fraktion.

Der Zentralverband des Deutschen

Handwerks (ZDH) freut sich

über den geregelten Anspruch auf

Aufstiegs-BaföG für alle drei Stufen

der höheren Berufsbildung.

„Das ist das richtige Signal für junge

Menschen, die eine berufliche

Karriere im Handwerk anstreben“,

sagte ZDH-Generalsekretär Holger

Schwannecke.

Gelernt wird immer

Das Lernen hört mit dem Abschluss

einer Lehre nicht auf. Fortbildungswillige

Fachkräfte können sich durch

ein „Aufstiegs-BAföG“ finanzielle Unterstützung

sichern. Denn es fördert

auch diejenigen,

die sich

zum Handwerks-

oder

Industriemeister,

Techniker oder Betriebswirt

fortbilden wollen. Aber Lernen

kostet Geld. Auch deshalb hatte das

Bundeskabinett u. a. beschlossen,

die Zuwendungen ab August 2020

zu erhöhen. Dann soll das von Bund

und Ländern gemeinsam finanzierte

Gesetz in Kraft treten. Handwerker

können mehrfach von der Förderung

profitieren – auf allen drei Fortbildungsstufen

(zum Beispiel vom

Gesellen zum Techniker, vom Techniker

zum Meister, vom Meister zum

Betriebswirt).

Die Novelle war nicht überall

euphorisch zur Kenntnis genommen

worden. „Mit der Reform des

Aufstiegs-BAföG liefert Bildungsministerin

Karliczek ein Gesellenstück,

wo ein Meisterwerk gefragt

war“, sagte Beate Walter-Rosenheimer,

Sprecherin für Weiterbildung

der Grünen-Bundestagsfraktion, im

Oktober des vergangenen Jahres.

Das ist das richtige Signal

für junge Menschen

Drei aufeinander aufbauende

Fortbildungen

Im Bundeskabinett war beschlossen

worden, das Förderangebot auf alle

drei im Berufsbildungsgesetz und

der Handwerksordnung zu verankernden

beruflichen

Fortbildungsstufen

der höherqualifizierenden

Berufsbildung zu erweitern.

Damit solle die Gleichwertigkeit der

beruflichen Bildung gegenüber der

akademischen Bildung weiter gestärkt

werden. Künftig soll es die Bezeichnungen

„Geprüfte/r Berufsspezialist/in“,

„Bachelor Professional“

oder „Master Professional“ geben.

Wer wird gefördert?

Alle, die sich mit einem Lehrgang

oder an einer Fachschule auf eine

anspruchsvolle berufliche Fortbildungsprüfung

in Voll- oder Teilzeit

vorbereiten. Und das unabhängig

vom Alter.

Was wird gefördert?

Das Aufstiegs-BAföG (Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz,

kurz

AFBG) fördert die Vorbereitung auf

mehr als 700 Abschlüsse wie Meister/in,

Fachwirt/in, Techniker/in, Erzieher/in

oder Betriebswirt/in.


EnergieGewTechMan_135x390mA_Okt19_Q18.qxp 09.12.19 16:22 Seite 1

HANDWERK | 5

Energie-Gewinnung steht für das Tochterunternehmen BauGrund Süd,

Bohrungen für Erdsonden und thermische Brunnenanlagen

„Das ist es

mir wert“

Trotz 300 km Anfahrt:

Warum ein

niedersächsischer Unternehmer

die SHK Essen besucht

Der SHK-Fachbetrieb BSH Bullach

GmbH ist auf Kälte-Klima-Lüftung,

Blockheizkraftwerke, das

Abdichten von Gasleitungen, das Programmieren

von frei konfigurierbaren

Reglern sowie die Gestaltung von Bädern

nach Feng Shui spezialisiert. Seinen

Sitz hat der Familienbetrieb in Giesen.

Beschäftigt werden neun Mitarbeiter.

„Die Auslastung ist sehr gut“, sagt Inhaber

Christoph Bullach. Schon die vergangenen

Jahre sei das so. Bleibt da überhaupt

noch Zeit für Messebesuche?

„Ja“, sagt Bullach und verweist auf die

SHK Essen. Rund 300 km liegen zwischen

seiner Haustür im

niedersächsischen

Giesen und den

Eingangshallen

der Messe in Essen

im Ruhrgebiet. Für

den Gas- und Wasserinstallateurmeister

allerdings kein

Grund, auf einen Besuch der Messe zu verzichten.

Im Gegenteil: „Die Entfernung ist

nicht das Pro blem“, sagt der Firmeninhaber

im Gespräch mit der IKZ-Redaktion.

„Ich versuche in der Regel, den Messebesuch

mit einem anderen Termin im Umfeld

zu verbinden.“ Das könne ein Firmen- oder

Kundenbesuch oder auch mal eine Herstellerschulung

sein, erzählt der Unternehmer.

„Der größte Vorteil sind für mich

die tiefer gehenden Gespräche,

die ich auf der Regionalmesse

führen kann.

Bullach ist ein Verfechter der Digitalisierung.

Sämtliche relevanten Dokumente,

Bilder, Terminkalender oder Kundendaten

werden auf dem Firmenserver gespeichert

– Belege und Stundenzettel zu

jeder Rechnung werden eingescannt und

ebenfalls archiviert. Nicht nur für die Innendienstmitarbeiter

stehen eigene Firmenrechner

zu Verfügung, auch die Monteure

können zugreifen.

Warum überhaupt noch eine Messe

besuchen, wenn es digital doch viel einfacher

funktioniert? „Wegen der persönlichen

Gespräche und den vielen Informationen

am Rande, die ich auf einer

Messe bekomme“,

antwortet Bullach.

Und warum er

dann nicht lieber

gleich zur Weltleitmesse

ISH fahre?

Der Vergleich

hinkt nach Ansicht des Unternehmers.

Die ISH Frankfurt sei ein teures Pflaster

und präsentiere mehr das allgemeine

Stimmungsbild der Branche. Die SHK

in Essen sei anders: „Der größte Vorteil

sind für mich die tiefer gehenden Gespräche,

die ich auf der Regionalmesse

führen kann. Die Entfernung ist deshalb

kein Problem: Das ist es mir wert“, sagt

Bullach.

Energie-Technik steht für hocheffiziente Weishaupt Brenner, Brennwerttechnik,

Solarsysteme und Wärmepumpen

Energie-Management steht für das Tochterunternehmen Neuberger

Gebäudeautomation. Ein Beispiel dafür ist die EZB in Frankfurt,

ausgestattet mit Neuberger Gebäudeleittechnik.

Energie für die Zukunft: Die Weishaupt Gruppe

Energie-Gewinnung aus Luft, Erde, Wasser und Sonne. Energie-Technik

für die verschiedensten Energiequellen: hocheffiziente Wärmepumpen,

moderne Solar- und Brennwertsysteme, innovative Brennertechnik.

Energie-Management mit intelligenter Gebäudeleittechnik.

Das alles finden Sie auf dem Weishaupt Messestand

auf der SHK Essen 2020. Halle 3.

Max Weishaupt GmbH, 88475 Schwendi,

Tel. 07353 83 - 0, www.weishaupt.de

Bild: IKZ

Christoph Bullach (li.) und sein Partner Stefan Jünemann vor dem Betrieb in Giesen

(Landkreis Hildesheim in Niedersachsen).

Das ist Zuverlässigkeit


6 | BASISWISSEN SHK

Datenschutz im Kundendienst

Eine Aufgabe auch für den Monteur?

Der Datenschutz kommt oft zur Sprache – z. B. bei Arztbesuchen, bei Bestellungen oder bei Vertragsabschlüssen. Kaum ein

Bereich im täglichen Leben, in dem wir nicht mit dem Thema konfrontiert werden. Mitunter müssen wir sogar unterschreiben,

dass wir mit der Datenverarbeitung einverstanden sind. Aber betrifft das hochsensible Thema auch den Monteur vor Ort?

Oder ist das allein Chefsache?

Auch und gerade im Kundendienst

kommen Monteure in

Kontakt mit personenbezogenen

Daten. Sie erhalten Adressen

und Einlass in private Wohnungen.

Oft werden sie zur Kontaktaufnahme

mit Telefonnummern versorgt.

Vor diesem Hintergrund muss der

Beschäftigte des Unternehmens

den datenschutzrechtlichen richtigen

Umgang mit den Kundendaten

wahren. Der Kunde selbst muss

wiederum über die Datenerhebung

und -verarbeitung informiert werden.

Die Information muss schriftlich

geschehen.

Welche Daten sind betroffen?

Grundsätzlich gilt, dass nur die

Daten verarbeitet und gespeichert

werden dürfen, die für den Auftrag

erforderlich sind. Die Daten sind

vertraulich zu behandeln. Das bedeutet

auch, dass sie nicht an Dritte

weitergegeben werden dürfen –

auch nicht als Anekdote im Freundes-

und Bekanntenkreis oder über

eine Veröffentlichung in sozialen

Medien.

Was aber gilt, wenn Sie Fotos

von der Baustelle machen wollen?

Bei einem Rohrbruch ist es nicht selten,

dass Fotos vor Ort erstellt werden.

Ähnlich ist es, wenn seltene Ersatzteile

beschafft werden müssen.

Die Aufnahmen erfolgen meist innerhalb

der privaten Räumlichkeiten.

Zusätzlich werden die Fotos oft

z. B. über WhatsApp an das Büro

weitergeleitet. Ist das erlaubt?

Fotos in fremden Räumlichkeiten

aufzunehmen, ist zunächst nicht

ohne weiteres erlaubt. Sie benötigen

das Einverständnis des Wohnungsinhabers,

da sie sich im geschützten

privaten Bereich (der Privatsphäre

des Kunden) bewegen. Erst Recht

gilt dies bei Versendung von Fotos

über digitale Medien. Hinzu kommt,

dass eventuell ein App-Anbieter auf

Daten zugreifen kann, die sich auf

dem Smartphone des Nutzers befinden

– insbesondere auf Kontaktdaten,

ohne dass der Nutzer der App

davon Kenntnis hat. Die Rechte der

Kunden oder Dritter können unbewusst

verletzt werden. Dies wiederum

kann Bußgelder für den SHK-

Betrieb zur Folge haben. Deshalb

empfiehlt es sich, dass Betriebe das

grundsätzliche Vorgehen bei der

Datenerhebung und -weiterleitung

festlegen und Mitarbeiter dazu unterweisen,

um der Gefahr einer Datenschutzverletzung

vorzubeugen.

Kunden haben ein Anrecht auf Privatsphäre.

Stimmen Sie sich intern

im Betrieb ab, wie Sie mit Kundendaten

umgehen dürfen.

Bild: Foundry Co/Pixabay

Hydraulischer Abgleich? Was?

Tritt man auf die Bremse,

während man Gas gibt?

Nein? Warum sollte eine

Heizung das dann tun? Ohne hydraulischen

Abgleich muss die Heizung

und auch die Pumpe deutlich

mehr Energie aufbringen, um alle

Heizflächen mit der für den Raum

benötigten Wärme zu versorgen.

Die Heizflächen, die gleichzeitig

jedoch zu viel Wärme bekommen,

bremsen durch das Ventil und die

Heizungsanlage ohne (links) und mit (rechts) hydraulischen Abgleich.

Pumpe drückt gegen geschlossene

Ventile.

Mit einem hydraulischen Abgleich

bewirkt man, dass jeder

Heizkörper oder eine Fußbodenheizung

genau so viel Wärme und

So spart ein hydraulischer Abgleich Energie

Zu heiß!

Heizungsanlage ohne

hydraulischen Abgleich

unnötiger Energieverbrauch

schlechter Brennwertnutzen

Quelle: www.zukunft-haus.info; Bearbeitung BMWi

Zu kalt!

Optimale

Raumtemperatur

Heizungsanlage mit

hydraulischem Abgleich

Energieeinsparung

ideale Regelfähigkeit des Systems

Quelle: www.zukunft-haus.info; Bearbeitung BMWi

somit Wassermenge bekommt wie

tatsächlich benötigt wird. Die Voraussetzung

dafür ist, dass das Heizungssystem

einreguliert wird.

Bringt das was?

Die eindeutige Antwort lautet: Ja.

Und nochmal ja.

Durch die Einregulierung des

Heizungssystems bekommt jede

Heizfläche, egal in welchem Betriebszustand,

den Volumenstrom,

den sie benötigt. Wird in dem Zusammenhang

auch die Förderpumpe

korrekt eingestellt und die Heizkurve

optimiert, können bis zu 15 %

Energie eingespart werden.

Aber wir haben

doch Thermostatköpfe…

Die Idee und der Einwand sind zunächst

nicht falsch, Thermostate bedeuten

aber kein abgeglichenes System

für jeden Betriebszustand.

Korrekt ist, dass der Thermostatkopf

die eingestellte Raumtemperatur

regelt und somit ein vollwertiges Regelinstrument

ist. Im Soll-Bereich ist

die Funktion auch völlig ausreichend.

Wie sieht es aber mit dem Anfahrzustand

nach der Nachtabsenkung aus?

Alle Ventile sind durch die Thermostatköpfe

geöffnet. Es findet keine Regulierung

statt. Die strömungstechnisch

günstigste Heizfläche hat somit

einen sehr hohen Durchfluss, die

schlechter gelegenen einen deutlich

weniger hohen und meist sogar unter

dem Soll. Somit bekommen nicht alle

Räume die Wärme, die benötigt wird

und es resultiert eine deutlich längere

Aufheizzeit und ein höherer Energieverbrauch.

Also, brauchen wir

einen hydraulischen Abgleich?

Der hydraulische Abgleich sollte aus

den genannten Gründen immer in

Betracht gezogen werden, obwohl er

nur bei Neuanlagen verpflichtend

ist. Beim Kesseltausch oder sonstigen

Installationsarbeiten an Heizungsanlagen

sollte es immer empfohlen

werden.

Eins steht fest: Wenn Teile der

Heizungsanlage in verschiedenen

Betriebszuständen mehr Wärme

bekommen als benötigt oder andere

Teile weniger, heißt das auch immer

mehr Kosten als nötig. Gerade

bei der Brennwerttechnik geht der

Nutzen der neuen energieeffizienten

Kessel ohne hydraulischen Abgleich

direkt flöten.


BASISWISSEN SHK | 7

Heizungsleitungen aus C-Stahl

Worauf muss ich achten?

In den vergangenen Jahren haben

sich durch den verstärkten

Einsatz von C-Stahlrohr in Heizungsanlagen

neue Verarbeitungskriterien

ergeben. C-Stahlrohre und

Pressfittings sind außen galvanisch

verzinkt. Bei dauerhaft einwirkender

Feuchtigkeit, wie Kondenswasser,

Niederschläge während der Bauphase,

Putz- und Spritzwasser etc.

oder korrosiv wirkenden Baustoffen,

wie Spachtelmassen, Ausgleichestriche,

kann diese Zinkschicht jedoch

keinen dauerhaften Schutz vor Außenkorrosion

bieten.

Richtige Lagerung

und Transport

Generell ist die Zinkschicht mit großer

Vorsicht zu behandeln. Für einen

unbeschadeten Transport von

C-Stahlrohre sollte daher folgendes

beachtet werden:

• Beim Be- und Entladen die

Stahlrohre nicht über die Ladekanten

ziehen.

• Verpackungsfolien erst unmittelbar

vor der Verwendung entfernen.

Rohre und Pressfittings

trocken und nicht direkt auf

dem Rohfußboden lagern.

• Rohroberflächen nicht mit

Schutzfolien oder Kunststoffen

bekleben.

Insbesondere HK-Anschlüsse aus dem Boden bergen Risiken für Außenkorrosion

und behindern zudem auch die Reinigungsarbeiten.

Bild: FV SHK NRW

Planung, Ausführung

und Betrieb

Auch in der Planung und im Einbau

ergeben sich einige Besonderheiten

im Umgang mit C-Stahlrohren:

• Alle Stoß- und Schnittkanten

sind durch geeignete Verklebung

mit geschlossenzelligen

Dämmschlauchen abzudichten.

• Im Fußbodenaufbau ist mit Folie

abzutrennen, um den Feuchtigkeitsschutz

der verlegten

Rohrleitungen sicherzustellen.

• C-Stahlrohre sollten nur außerhalb

feuchtigkeitsgefährdeter

Bereiche verlegt werden.

• Sichtbare Heizkörperanschlüsse

aus dem Boden (Bild) sollten

vermieden werden, insbesondere

in Bereichen, in denen häufig

mit Reinigungen des Fußbodens

mit Wasser und/oder

Reinigungs- bzw. Desinfektionsmitteln

gerechnet werden muss

(Anschlüsse aus der Wand erleichtern

die Reinigungsarbeiten

und schließen zusätzliche

Korrosionsrisiken aus).

• Kann durch die zuvor beispielhaft

genannten Maßnahmen

kein dauerhafter Schutz vor

Feuchtigkeit sichergestellt werden,

sollte entweder ummanteltes

Rohr eingesetzt oder ein anderer

Werkstoff gewählt werden.

Beim ummantelten Rohr

sind die eingesetzten Pressfittinge

ebenfalls gegen Korrosion

nach Herstellerangabe zu schützen.

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IN DER ARENA.

Ebenso wie erfolgreiche Mannschaften auf dem Spielfeld überzeugen Wilo-Produkte durch

perfektes Zusammenspiel und Höchstleistungen. Wilo-Stratos MAXO ist die Pumpe, die

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8 | BASISWISSEN SHK

Einfrierschutz für Dachrinne & Co.

Die Tage werden wieder länger. Der

Frühling steht bereits in den Startlöchern.

Vorbei ist der Winter aber noch

nicht. Kälte und Schnee drohen weiterhin

und stellen Hausbesitzer vor

besondere Herausforderungen. Eiszapfen

an Dachrändern und Regenrinnen

können bei Tauwetter zu „Geschossen“

werden. Gefahr droht auch

bei vereisten Zufahrtswegen und Einfahrten.

Abhilfe schaffen elektrische

Heizsysteme für den Außenbereich.

Elektrische Flächenheizungen

zum Beispiel sorgen dafür, dass die

Zuwege zum Haus schnee- und eisfrei

bleiben. Dazu werden spezielle

Heizmatten möglichst nah unter der

Oberfläche verlegt. In die Fläche integrierte

Feuchte- und Temperatursensoren

erkennen sofort, wenn Schnee

fällt oder Nässe zu überfrieren beginnt

und schalten die Heizung ein.

Vor verbogenen Dachrinnen, geplatzten

Fallrohren oder der Bildung

gefährlich großer Eiszapfen schützt

eine Dachrinnenheizung. Die Systeme

lassen sich auch nachträglich

einbauen. Auch hier signalisiert ein

Feuchte- und Temperatursensor der

Heizung, wann ihre Dienste gefragt

sind und setzt das wartungsfreie

System automatisch in Gang. In Gegenden

mit hohem Schneefallrisiko

kann zusätzlich eine Schrägdachheizung

sinnvoll sein. Sie entlastet

das Dach von schweren Schneemassen

und verhindert so, dass die

Dachkonstruktion überlastet wird

oder große Schneemassen plötzlich

ins Rutschen kommen.

Das kann ins Auge gehen: rutschender Schnee und herabstürzende Eiszapfen.

Frostschäden an Rohrleitungen,

etwa in unbeheizten Kellern oder

an Außenleitungen für die Gartenbewässerung,

sind keine Seltenheit.

Oft werden solche Schäden an

Trinkwasser- oder Heizungsrohren

erst nach dem Tauwetter entdeckt,

wenn das Mauerwerk durchnässt

ist. Die dann erforderlichen Sanierungen

kann man sich sparen, wenn

die Leitungen von einer Rohrbegleitheizung

geschützt werden. Heizbänder,

die entlang oder in den Rohren

verlegt sind, schalten sich per Thermostat

ein, wenn Minusgrade drohen

und halten das Wasser in der

Leitung auf Temperaturen über dem

Gefrierpunkt.

(Quelle: Initiative Wärme+)

Bild: AEG/EHT Haustechnik

Arbeitssicherheit

geht uns alle an

Die Aufgaben und Tätigkeiten

in der SHK-Branche

sind anspruchsvoll,

vielfältig und interessant,

aber eben oft auch

anstrengend. Schwere

Bauteile wie Heizkörper,

Duschwände und -türen

aus Sicherheitsglas oder

Arbeiten in Zwangslagen

gehören zu den alltäglichen

Belastungen

im Beruf. Das zeigt sich

an dem hohen Anteil

der Muskel- und Skeletterkrankungen

in der

Branche. Grund genug

also, sich um die eigene

Sicherheit und Gesundheit

zu kümmern. Auch

und gerade bei der Arbeit.

Die Lösung lautet:

Ergonomie und bedeutet

köpergerechtes Arbeiten.

Dazu zählen Tragetechniken für schwere Gegenstände, aber auch die

Nutzung von Hilfsmitteln, beispielsweise elektrische Treppensteiger für

Kessel, Warmwasserspeicher und

dergleichen zur Vorbeugung von

Gesundheitsgefahren durch Überbelastung.

„Mehr Gesundheit für mein Leben“

sollte ein Motto aller Beschäftigten

im SHK-Handwerk sein. Das

lässt sich im Übrigen gut organisieren;

mit dem Internetportal Arbeitssicherheit

(www.shk-nrw.de/

Arbeitssicherheit.php) des Fachverbandes

SHK NRW. Hier finden sich

nicht nur entsprechende Informationen,

sondern auch regelmäßig

wiederkehrende Erinnerungen, was

die Sicherheit der Arbeitsmittel und

den sicheren Umgang mit ihnen einschließt.

Bild: BG Bau

Bild: BG Bau

Monteurtage – ein Angebot für Innungsfachbetriebe

Speziell auf Monteure und Monteurinnen in kompakter

Form zugeschnittene Fachthemen werden

vom 10. bis 13. März zwischen 10 und 12:30 Uhr

angeboten. Dazu gehören:

● Die jährlich verpflichtende Unterweisung

zum Arbeiten an Gasinstallationen nach DGUV,

● „Abwassertechnik: Ein alter Hut? – Grundlagen,

Rückstau und Komponenten“ sowie

● „Trinkwasser: Hygiene, Hygiene, Hygiene –

was ist zu tun?“*.

Zum Abschluss werden dringende Fragen aus den

Zuschauerreihen von den Referenten beantwortet.

Teilnehmerzertifikate werden vor Ort ausgegeben

Alle Monteure der Innungsfachbetriebe aus NRW

sind willkommen.

Anmeldung unter: monteurtag@shk-nrw.de

(*Änderungen vorbehalten).

Bei den Monteurtagen sorgt

der Fachverband SHK NRW für

technische Wissensvermittlung

zugeschnitten auf die SHK-

Monteure. SHK-Betriebe können

kompakt ihre Mitarbeiter an

einem Tag schulen.

Bild: FVSHK NRW


BASISWISSEN SHK | 9

Zertifizierung für Arbeiten

an Ölanlagen ist meist Pflicht!

Bereits seit dem 1. August 2017 gilt eine bundeseinheitliche Fachbetriebspflicht für alle Arbeiten an oberirdischen und unterirdischen

Heizölverbraucheranlagen größer 1000 l Inhalt. Doch noch immer gibt es Situationen, in denen nicht alle damit einhergegangenen

Anforderungen rund um die Arbeiten an den betroffenen Anlagen beachtet werden. Dies kann für die verursachenden

Betriebe mitunter teuer werden.

Betriebe, die an Ölanlagen arbeiten

möchten, benötigen i. d. R. eine

Zertifizierung gemäß der Verordnung

über Anlagen zum Umgang

mit wassergefährdenden Stoffen

(AwSV). Unternehmen, die an solchen

Anlagen arbeiten, ohne zertifiziert

zu sein, riskieren ein Bußgeld

von 50 000 Euro und mehr.

Was hatte sich mit

dem aktuellen Stand

der Verordnung geändert?

Eine Pflicht zur Zertifizierung für Arbeiten

an Ölanalgen gibt es nicht erst

seit der letzten Neuerung der Verordnung

im Jahr 2017. Auch davor gab

es bereits eine Zertifizierungspflicht.

In NRW galt diese allerdings erst ab

10 000 l Anlagenvolumen. Andere

Bundesländer hatten bereits vorher

die 1000-l-Grenze. Neu wurde lediglich

die bundeseinheitliche Regelung

und Festsetzung auf 1000 l.

Was bedeutet das

für Monteure und den Betrieb?

Zunächst ist das Wichtigste, dass

der Betrieb zertifiziert ist oder wird.

Die Zertifizierung ist damit verbunden,

dass der Betrieb Mitglied einer

Überwachungsgemeinschaft (z. B.

ÜWG SHK) ist. Weiterhin muss der

Verantwortliche Fachbetriebsleiter

alle zwei Jahre eine Auffrischungsschulung

besuchen und seine Monteure

unterweisen. Ebenso sind regelmäßig

Schulungen mit Nachweis

für die mit den Arbeiten beauftragten

Personen notwendig. Hinzu

kommt, dass ein Fachbetriebsprüfer

vor Ort im Betrieb die notwendigen

Voraussetzungen für Fachbetriebe

überprüft.

Was ist für Kunden wichtig?

Für den Kunden gibt es im Wesentlichen

zwei wichtige Punkte zu beachten:

• Er hat auch dafür Sorge zu tragen,

dass sein beauftragtes Unternehmen

ein Fachbetrieb für

Ölanlagen ist.

• Im Falle einer Neuerrichtung

oder wesentlichen Änderung einer

Anlage hat der Kunde einen

Sachverständigen zu kontaktieren,

der die Arbeiten anschaut

und bestätigt, dass die Anlage in

mangelfreiem Zustand ist.

Bild: IWO

Warum es ein

Sachverständiger sein muss?

Ein Tropfen Heizöl kann 1000 l

Trinkwasser verunreinigen. Wenn

es also zu einem Schaden mit Heizöl

kommt, sind die Folgen meist sehr

Betriebe, die

an Ölanlagen

arbeiten möchten,

benötigen

i.d.R. eine Zertifizierung

gemäß

der Verordnung

über Anlagen

zum Umgang mit

wassergefährdenden

Stoffen

(AwSV).

groß und die Umwelt nachhaltig geschädigt.

Mit dem Sachverständigen

kontrolliert somit eine unabhängige

Instanz den ordnungsgemäßen Zustand

der Anlage und fordert ggf. die

Pflichten des Betreibers ein.

Forscherteam entwickelt kältemittelfreie Wärmepumpen

Wärmepumpen arbeiten heute nahezu ausschließlich auf Basis von Kompressor-Technologie.

Ein neues Forschungsprojekt will eine Alternative entwickeln.

Wie funktioniert eine elektrokalorische Wärmepumpe?

Legt man ein elektrisches Feld an elektrokalorische Materialien an, so

richten sich die elektrischen Momente im Feld aus – das Material erwärmt

sich. Die entstehende Wärme wird über eine Wärmesenke abgeführt, sodass

das Material wieder auf die Ausgangstemperatur abkühlt. Wir nun

das elektrische Feld entfernt, so verringert sich die Ordnung der elektrischen

Momente, und das Material kühlt ab. Jetzt kann es thermische Energie

aus einer Wärmequelle aufnehmen. Der Effekt ist reversibel. So kann

ein Zyklus aufgebaut werden, der als effiziente Wärmepumpe zum Kühlen

oder Heizen funktioniert.

Sechs Fraunhofer-Institute haben

sich im Leitprojekt ElKaWe das

Ziel gesetzt, hocheffiziente elektrokalorische

Wärmepumpen zu entwickeln,

die ohne Kompressor und

damit ohne Kältemittel auskommen.

Zahlreiche Wissenschaftler

sind beteiligt, schließlich müssen

Materialien und Komponenten

langzeitstabil, ausreichend verfügbar,

kostengünstig und nicht zuletzt

unbedenklich sein. Der vom Fraunhofer

IPM patentierte Systemansatz

sieht vor, den Wärmeübertrag durch

eine Kombination aus Verdampfen

und Kondensieren eines unschädlichen

Fluids in sogenannten Heatpipes

mit einer thermischen Diode

zu realisieren (Erläuterung siehe

Textkasten). In vier Jahren, so das

Ziel des Teams, soll ein Demonstrator

mit einer Leistung von 100 Watt

und einem Temperaturhub von 30

K stehen.

Laut Umweltbundesamt entfällt

mehr als die Hälfte der deutschlandweit

eingesetzten Gesamtenergie

auf das Heizen und Kühlen. Wärmepumpen,

die Umweltwärme für

die Heizung und Warmwasserzubereitung

in Gebäuden nutzen und

mit regenerativ erzeugtem Strom betrieben

werden, gelten daher als ein

wichtiger Baustein für die Wärmewende.

Das revolutionäre Baukastensystem

für Deckenstrahlplatten

Genial einfach!

Genial daneben!

Die seitliche LED-Beleuchtung

Bild: Fraunhofer IKTS

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10 | BASISWISSEN SHK

Ran an die Fördertöpfe

Für die Heizungssanierung und den Abbau von Barrieren im Bad

gibt es finanzielle Förderungen

Gute Zeiten für Sanierer. Mit Beginn des neuen Jahres wurden die Förderkonditionen bei der BAFA im Bereich der Heizungssanierung

(Marktanreizprogramm) modifiziert. Zudem hat der Bund hat die KfW-Fördermittel für Maßnahmen zur Reduzierung von

Wohnraum-Barrieren (Programm „Altersgerecht Umbauen“) angepasst. SHK-Profis sollten die Änderungen kennen. Ein Überblick.

Bild: project-photos

Marktanreizprogramm

der BAFA

Wesentlichste Änderung in dem

Programm: Die bisherige sogenannte

Festbetragsförderung wurde

auf eine anteilige Förderung umgestellt.

EE-Hybridheizungen, Biomasse-

und Wärmepumpenanlagen

werden nun grundsätzlich mit 35 %

der förderfähigen Kosten gefördert.

Für Gas-Hybridanlagen und Solarkollektoranlagen

gibt es 30 %. Gasbrennwertheizungen,

die erst im

Laufe von zwei Jahren um eine Technologiekomponente

zur Nutzung Erneuerbarer

Energien erweitert werden,

können eine Förderung von 20

% der förderfähigen Kosten erhalten.

Außerdem wird der Ersatz alter

Infos zum BAFA-

Förderprogramm

Ölheizungen durch Biomasse-, Wärmepumpen-

oder Hybridanlage mit

einer zusätzlichen Prämie in Höhe

von 10 Prozentpunkten gefördert.

Heizungen, die als Brennstoff

Öl verwenden (Öl-Hybrid- oder Öl-

Brennwertheizungen) werden nicht

gefördert. Sofern eine Ölheizung um

einen Erneuerbaren Wärmeerzeuger

(Solarthermie, Biomasse, Wärmepumpe)

ergänzt wird, kann letzterer

jedoch gefördert werden. Nicht

gefördert werden außerdem luftgeführte

Pelletöfen und Luft-Luft-Wärmepumpenanlagen.

KfW-Programm „Altersgerecht

Umbauen“ (455-B)

Für dieses Programm hat der Bund

die Fördermittel für dieses Jahr auf

100 Mio. Euro aufgestockt. Im letzten

Jahr standen 75 Mio. Euro bereit,

die Fördersumme war allerdings bereits

deutlich vor Jahresende abgerufen.

Was und wie gefördert wird: Zu

den typischen Modernisierungsmaßnahmen

zählen der Einbau einer

bodengleichen Dusche, das Entfernen

von Türschwellen oder der

Einbau von Aufzügen. Für einzelne

Maßnahmen vergibt die KfW Zuschüsse

in Höhe von 10 % der förderfähigen

Kosten (max. 5000 Euro).

Wer sein Haus zum Standard „Altersgerechtes

Haus“ umbaut, bekommt

12,5 % der förderfähigen

Kosten (max. 6250 Euro) erstattet.

Anträge können von privaten Bauherren

und Mietern gestellt werden.

Informationen zu den Fördermöglichkeiten

gibt es über das KfW-

Infocenter unter der kostenfreien

Telefonnummer 0800 539 9002.

Infos zum KfW-

Förderprogramm

Gas drauf, Glück auf?

Wer eine Absperrvorrichtung

öffnet, ist dafür

verantwortlich, dass

dadurch keine Gefahr entsteht.

Zur rechtssicheren Inbetriebnahme

von Gasinstallationen bedarf

es einiger Informationen und Einweisungen

an den Betreiber der

Gasanlage. Folgende Protokolle

und Informationen müssen erfolgen:

• Inbetriebnahme- und

Einweisungsprotokoll,

• Protokoll über Belastungsund

Dichtheitsprüfung

für Gasleitungen,

• Protokoll zur Gebrauchsfähigkeitsprüfung

der Leitungsanlage,

• Hinweise für den Betreiber,

• Inspektions- und Wartungsplan.

Was zu beachten ist

Wird eine Gasanlage mit einer

raumluftabhängigen Feuerstätte

betrieben, muss der Betreiber folgende

Informationen und Einweisungen

erhalten:

• Verbrennungsluftöffnungen in

Türen und Wänden, soweit vorhanden,

sind für den einwandfreien

Betrieb der Gasgeräte unbedingt

erforderlich und dürfen

aus diesen Gründen nicht zugestellt,

überklebt oder geschlossen

werden.

• Der Betreiber hat darauf zu achten,

dass der freie Querschnitt

bei gekürzten Innentüren z. B.

durch einen neuen Bodenbelag

nicht nachträglich verkleinert

wird.

• Bei Renovierungsarbeiten, die

die Luftdichtigkeit und die Luftdurchlässigkeit

des Gebäudes

verändern, z.B. Einbau neuer

Außenfenster und -türen, Dachsanierungen,

Fassadenarbeiten

(Anstrich, Dämmung, Verkleidung)

muss überprüft werden,

ob die Verbrennungsluftversorgung

der Feuerstätten noch ausreichend

bemessen ist. Dies ist

auch bei Veränderungen an Innentüren

(z. B. Dichtungen, Lüftungsöffnungen)

zu beachten.

• Beabsichtigt der Betreiber

nachträglich die Installation

von luftabsaugenden Geräten

(z. B. Ventilatoren, Dunstabzugshauben,

Wäschetrockner

mit Abluftbetrieb, Kamine

bzw. Kaminöfen), in Räumen

oder dem Verbrennungsluftverbund,

in denen Feuerstätten

aufgestellt sind, muss der

Betreiber unbedingt vorher einen

SHK-Fachbetrieb oder bevollmächtigten

Bezirksschornsteinfeger

(bBSF) benachrichtigen

und gegebenenfalls mit

der Überprüfung der notwendigen

Verbrennungsluftversorgung

für die Feuerstätte beauftragen.

Unter Umständen sind

besondere sicherheitstechnische

Maßnahmen erforderlich.

Negative Auswirkungen

vermeiden

Auch bauliche Veränderungen

können negative Auswirkungen

auf Gasinstallationen und den

ordnungsgemäßen Betrieb der

Gasgeräte haben. Dies ist auch bei

Schönheitsreparaturen, kleineren

Umbaumaßnahmen und Nutzungsänderungen

von einzelnen

Räumen zu beachten. So können

insbesondere Beeinträchtigungen

der Verbrennungsluftversorgung,

der Abgasverdünnung und der Abgasabführung

raumluftabhängiger

Gasgeräte entstehen durch:

• nachträglich errichtete Wände

und Decken, die das Raumvolumen

verringern,

• Einbau neuer Fenster oder

Abdichten von Fensterfugen,

• Verschließen von Lüftungsöffnungen,

• Montage von mechanischen

Entlüftungseinrichtungen,

z. B. Dunstabzugshauben,

• Abluftwäschetrockner,

WC-Entlüfter,

zentrale Staubsauganlagen,

• Montage von Kaminen

und Kaminöfen,

• Demontage von Dunstabzugshauben

über Gasherden in

innen liegenden Küchen.

Wenn der Kunde fragt…

Heimwerken im SHK-Bereich?

Besser nicht!

Die Themen Baumarkt und Selbermachen

auf YouTube sind allgegenwertig.

Gerade, wenn das Geld eher

knapp ist wird dann schnell gedacht:

„…das kann ich doch auch selber

machen…“ – YouTube hilft mir ja

dabei. Eine solche Vorgehensweise

kann aber sehr schnell teuer, problematisch

oder sogar auf Kosten der

Gesundheit gehen. Technische Anlagen

der Gebäudetechnik sind im Allgemeinen

bereits sehr komplex, was

in Zukunft noch zunehmen wird.

Was bedeutet das aber

konkret?

Wenn man die technischen Regeln,

aber auch die Gesetzgebung betrachtet,

wird sehr schnell klar, dass

die fachliche Befähigung die Grundvoraussetzung

für eine korrekte Installation,

sicheren und zuverlässigen

Betrieb und auch Notwendigkeit

zum Schutz von Leib, Leben und Gesundheit

ist. DIY ist in den meisten

Bereichen somit eine durchaus große

Gefahr.

Wo geht es denn um Gesundheit

oder Leib und Leben?

Im Bereich der Gas- und Trinkwasserinstallationen

geht es im Grunde

immer um die Vermeidung von

Gefahrenquellen, damit ein sicherer

oder auch hygienischer Betrieb möglich

ist. Demzufolge dürfen nach geltenden

Regelungen nur dafür geeignete

Fachleute an diesen Anlagen arbeiten,

was durch einen Nachweis

bei zentraler Stelle nachgewiesen

werden muss. Stichwort: Installateurverzeichnis.

Ein Fachmann, im Gegensatz zu

einem Heimwerker, weiß dann zum

Beispiel auch, dass Werkstoffe, die

mit Trinkwasser in Berührung kommen,

die hygienische Eignung benötigen,

damit diese verwendet werden.

Das ist beispielsweise bei Baumarkt-Armaturen

nicht immer der

Fall.

Und was ist mit anderen Bereichen?

Zum Beispiel Heizung?

Auch im Bereich der Heizungsanlagen

ist in jedem Fall zu raten, nur

Fachmänner an diesen Anlagen arbeiten

zu lassen. Auch hier gibt es

verschiedene, sicherheitsrelevante

Bauteile, die im Falle des Fehlens

einen Unfall mit Personenschaden

zufolge haben können. Darüber hinaus

dürfen bestimmte Arbeiten,

zum Beispiel im Rahmen einer Heizungswartung,

nur von Fachbetrieben

durchgeführt werden, da hier

sicherheits- und umweltrelevante

Inspektionen und Arbeiten durchgeführt

werden. Letztlich muss es

auch im Sinne des Kunden sein, seine

Anlage in technisch einwandfreiem

Zustand zu erbauen und zu erhalten,

um einen sicheren, gesetzeskonformen

und kostengünstigen

Betrieb zu gewährleisten. Dies ist

nur durch das Fachwissen eines geschulten

Heizungsmonteurs möglich.


BASISWISSEN SHK | 11

Aus der Rechtsprechung

Lohnsteuer – Unbelegte

Brötchen mit Heißgetränk sind

kein Frühstück

Die unentgeltliche oder verbillige Abgabe

von Speisen und Getränken durch

den Arbeitgeber an seine Arbeitnehmer

kann zwar zu Arbeitslohn führen.

Das indes gilt nur für „richtige“ Mahlzeiten

wie Frühstück, Mittag- oder

Abendessen. Davon abzugrenzen sind

nicht steuerbare Aufmerksamkeiten,

die lediglich der Ausgestaltung des Arbeitsplatzes

und der Schaffung günstiger

betrieblicher Arbeitsbedingungen

dienen und denen daher keine Entlohnungsfunktion

zukommen. Dazu gehört

auch die Überlassung von Backwaren

nebst Heißgetränken (Quelle:

Bundesfinanzhof, Az.: VI R 36/17).

Arbeitsrecht – Urlaub verfällt

auch bei Langzeiterkrankung

Wegen Arbeitsunfähigkeit nicht angetretener

Urlaub wird auf das Folgejahr

übertragen. Gleichwohl erlischt

dieser in jedem Fall, wenn er wegen

anhaltender Erkrankung nicht angetreten

werden kann. Eine Belehrungspflicht

des Arbeitgebers dahingehend,

dass Urlaubsansprüche bei Nichtinanspruchnahme

bis zum 31. 12. des Kalenderjahres

oder bis zum 31.03. des

Folgejahres im Fall der Übertragung

erlöschen, besteht bei einem langfristig

erkrankten Arbeitnehmer nicht;

diese Pflicht besteht erst wieder nach

Wiedergenesung bezogen auf die konkreten

Ansprüche des Mitarbeiters

(Quelle: Landesarbeitsgericht Hamm,

Az.: 5 Sa 676/19).

Ohrenstöpsel bei der

Steuer absetzen

Sind Ohropax für die ungestörte Ausübung

der Tätigkeit erforderlich, können

die Kosten steuermindernd angesetzt

werden. Das allerdings sollte

plausibel „nachgewiesen“ werden, beispielsweise

weil ex tremer Baulärm ansonsten

die notwendige Konzentration

stört (Quelle: Finanzgericht Sachsen,

Az.: 4 K 94/18).

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stark!

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12 | MESSE AKTUELL

Wie wir

in Zukunft

arbeiten –

Handwerksgeselle

4.0

Bild: ZVSHK

Exoskelette im HandwerkerLab.

Franziska van Almsick, Bäder-Botschafterin testet eine Datenbrille.

Bild: ZVSHK

Unsere Arbeitswelt verändert

sich rasend schnell. Insbesondere

im Alltagsgeschäft,

in das sich mehr und mehr digitale

Abläufe einschleichen. Manche sind

gewöhnungsbedürftig, andere machen

auf Anhieb Sinn. Das Ziel dieser

Erleichterung liegt auf der Hand:

Mitarbeiter im SHK-Betrieb körperlich

zu entlasten und Fachwissen optimal,

effizient und rasch unerfahrenen

Mitarbeitern zur Verfügung

zu stellen.

Im Forschungsprojekt Handwerksgeselle

4.0 arbeitet der Zentralverband

SHK gemeinsam mit Forschungseinrichtungen

und Partnern

aus der Wirtschaft mit Hochdruck

an Unterstützungslösungen. Dafür

wurde ein betrieblicher Experimentierraum

geschaffen, das sogenannte

HandwerkerLab. In ihm werden

technische Systeme, die den Alltag

erleichtern sollen, gemeinsam mit

den Beschäftigten weiterentwickelt

und getestet. Beispiele zu Unterstützungssystemen

wird der Zentralverband

auf der SHK Essen zeigen.

Hilfen, die heute

exotisch anmuten

Zur Unterstützung bei schwerer

körperlicher Arbeit, wie dem Tragen

schwerer Lasten oder langem über

Kopf Arbeiten spielen sogenannte

Exoskelette eine große Rolle. Sie

erleichtern das Anheben und Halten

von schweren Bauteilen, sodass

auch weniger kräftige männliche

und weibliche Fachleute Arbeiten

ausführen können, die ihnen sonst

nicht möglich wären. Zudem kann

diese Entlastung auf körperlicher

Ebene im Handwerk häufig auftretenden

Krankheitsbildern (beispielsweise

Muskel-Skelett-Erkrankungen)

entgegenwirken.

Neue Möglichkeiten der Wahrnehmung

und Wissensvermittlung

ergeben sich durch den Einsatz von

Datenbrillen. Nutzt der Handwerker

bei seiner Arbeit vor Ort eine derartige

Unterstützung, dann kann er so

z. B. besondere Detailkenntnisse für

die Reparatur oder Wartung von Geräten

abrufen. Diese werden ihm in

unterschiedlicher Form in die Brille

eingespielt. Weitere Infos zu den

Themen finden Sie auch unter: www.

hwg40.de.

Start-up-Area auf der SHK Essen feiert Premiere

Halle 1 bündelt Gründer-Know-how an einem Ort

Die SHK Essen bringt Start-ups und

die Fachwelt zusammen. Ein eigens

dafür zur Verfügung gestelltes Areal

in Halle 1 bündelt das Know-how der

Gründer an einem Ort. Zusätzlich

vernetzt ein Speeddating-Event junge

Unternehmer mit Ausstellern, Investoren

und Besuchern. Partner der

innovativen Kommunikationsplattform

ist die VdZ – Forum für Energieeffizienz

in der Gebäudetechnik.

„Start-ups sind in den vergangenen

Jahren zu einem immer größeren

Innovationsmotor geworden

und bereichern die SHK-Branche

mit frischen Ideen. Wir haben

es uns zur Aufgabe gemacht, dieses

Potenzial zu bergen und Start-ups

mit der Branche bestmöglich zu vernetzen“,

sagt VdZ-Präsident Dr. Michael

Pietsch.

Besucher können in Essen live

erleben, wie sich Arbeitsprozesse

durch die Digitalisierung vereinfachen

und verkürzen lassen. Handwerk

Connected etwa unterstützt

Inhaber eines Handwerksbetriebs

mit einer speziell auf die Anforderungen

des Handwerks ausgerichteten

digitalen Kooperationsplattform

mit Schwerpunkt Personal.

Das Unternehmen Craftnote stellt

eine Handwerker-App für Baudokumentation

vor. Eine von Open Handwerk

entwickelte Software digitalisiert

die administrativen Prozesse

von Handwerksbetrieben in einer

Cloud. Der Meisterbetrieb Stamos

informiert über sein digitales Shopsystem

tripaal, das neben Produkten

auch Dienstleistungen – etwa die

Wartung der Gastherme – anbietet.

Der Energiemanagement-Spezialist

Luftmeister ermittelt passende

Messlösungen für die thermische

Energieerfassung, die Luftzählung

und den Volumenstrom von Klimaoder

Prozessluftanlagen.

Das Handwerk geht den Weg der Digitalisierung. In der neuen Start-up-Area vom 10. bis 13. März 2020 auf der

Messe Essen wird das deutlich.

Bild: Messe Essen


MESSE AKTUELL | 13

Wie Wasserstoff die Branche

verändern könnte

Komponenten einer Brennstoffzellenanlage.

Als „Energieträger der Zukunft“

in aller Munde, ist Wasserstoff bereits

heute im SHK-Bereich Realität.

Obwohl vielfach nur wenige Unternehmen

und Monteure die ersten

Berührungspunkte im Rahmen

der Brennstoffzellentechnik haben,

wird Wasserstoff tatsächlich bereits

heute in das Erdgasnetz eingespeist.

Es kompensiert damit einen fossilen

Brennstoff, der uns sicher noch

über viele Jahre begleiten wird, aber

nicht zuletzt durch die Klimadebatte

stark in die Kritik geraten ist.

Da macht es Sinn, Wasserstoff aus

möglichst regenerativen Technologien

zu nutzen. So kann das Image

des Heizungsbereiches weiter verbessert

werden und gezielt dazu beitragen,

Emissionen zu vermeiden.

Bild: ASUE

Wasserstoff besticht durch seine

schadstofffreie Verbrennung. Gegenüber

Strom bietet es beispielsweise

den Vorteil, dass es in das bestehende

Gasnetz eingespeist werden

kann. Neue, teure Leitungsnetze

können so gespart werden und vor

allem kann Wasserstoff – ähnlich

wie Flüssiggas – gespeichert werden.

Damit entstehen gleich mehrere

neue Aufgabengebiete für uns

mit denen wir uns rasch beschäftigen

müssen. Beispielsweise unsere

Heizgeräte: Wieviel Wasserstoff vertragen

die und was muss ich bei der

Leitungsmontage beachten? Wasserstoff

ist hoch explosiv und entsprechend

stellt sich die Frage, ob dafür

neue Verbindungstechniken erforderlich

werden. Also wieder eine

neue Herausforderung für unseren

Beruf, die spannend ist und vielleicht

ja sogar einmal dazu führt,

dass wir kleine Wasserstofftankstellen

für die Autos unserer Kunden

montieren können.

Erleben kann man das Thema

„Wasserstoff“ auf der SHK Essen.

Dort erwartet die Besucher in Halle

2 mit der „Wasserstoff-Praxis“ ein

eigener Bereich.

Erleben Sie

Knowledge

at work.

Auf der Essen

10.03.–13.03.2020

Halle 3 | Stand 3C41

Vom e-Fahrzeug bis zum Wasserstoffauto

Fahrten zum Kunden, Großhandel

aber auch auf die Baustelle könnten

bald in allen Regionen NRWs

mit immer größeren Schwierigkeiten

verbunden sein. Dieselverbote

in Innenstädten könnten schon

morgen auch das Gebiet der eigenen

SHK- Fachfirma treffen.

Denken Sie

Gebäudetechnik neu!

Lernen Sie unsere neuesten Systeme

für hocheffiziente Heizung, Kälte,

Klima und Lüftung kennen.

Für smarte, vernetzte Lösungen vom

Wohnhaus bis zur Industrieanlage!

Bild: Shilin Wang / Pixabay

Nach Alternativen suchen

Da heißt es, schlau zu sein und

rasch nach Alternativen zu suchen,

bevor das Werkzeug und Material

mit Bus und Bahn transportiert

werden müssen. Denn es gibt

bereits Alternativen, nur so richtig

ran wagen sich die Wenigsten:

Während sich nach dem e-Bike

schon keiner mehr umdreht, sind

Elektroautos eher selten und oft

noch verpönt. Und bestimmt gibt

es da noch einiges zu verbessern.

Das gilt vor allem für die Ladesituation.

Wo sind sie die Säulen? Wie

lange dauert es eigentlich, bis ein

Auto durchgeladen ist? Viele Fragen.

Und die Antworten darauf liefert

die Messe in Essen. Alles speziell

zugeschnitten auf den SHK- Bereich.

In der Galeria der Messe Essen

werden Fachleute sein, die aufklären

können, welche Autos mit neuen

Antrieben schon heute sowohl

für den privaten – als auch für den

gewerblichen Bereich zu kaufen

sind. Da heißt es dann „einfach mal

reinsetzen, probieren und staunen“.

Brennstoffzelle für den Pkw

Angebote für Wasserstofffahrzeuge

gibt es bereits und die Brennstoffzelle

wird eben nicht nur für

die Heizung eingesetzt. Tipps, um

die täglichen Kundendienstrouten

elektronisch zu optimieren, sparsame

und umweltfreundliche Transporter

und natürlich die ganz speziellen

Hinweise, wie man rasch an

Fördermittel gelangt, gibt es auch

von den Fachleuten vor Ort.

Jetzt informieren und Eintrittsgutschein

sichern: ecodan.de/shk


14 | MESSE AKTUELL

Themeninseln auf

ingang Eingang Ost Ost

TREFFPUNKT

TRINKWASSER

Der Treffpunkt Trinkwasser rückt

Trends zur Wassermessung, -gewinnung,

-aufbereitung und -verwendung in den Fokus.

Wie können Qualitäts- und Sicherheitsstandards

in Zukunft eingehalten werden? Welche

Entwicklungen zeichnen sich auf dem Markt ab?

Das neue Forum bietet dem SHK-Handwerk die

Gelegenheit, mit Akteuren der Wasserwirtschaft

in Kontakt zu treten, sich fachlich

auszutauschen und neue Produkte

kennenzulernen.

BETRIEBLICHE

MOBILITÄT

CAMPUS

SHK BILDUNG

TREFFPUNKT

TRINKWASSER

WASSER

PRAXIS

Klimatechnik,

ebäudeleittechnik/-messtechnik

eleittechnik/-messtechnik

nen,

BETRIEBLICHE

MOBILITÄT

Wie sieht die Antriebskraft der Zukunft

aus? Wie kommen Handwerker

zu ihren Kunden, wenn Dieselfahrverbote

in dichtbesiedelten Regionen immer wahrscheinlicher

werden? Antworten liefert der

neue Ausstellungsbereich „Betriebliche Mobilität“.

Die gesamte Galeria zeigt Lösungen

zu den Themen Mobilitätsmanagement,

Fuhrpark, Logistik und Transporte,

Mitarbeitermobilität, Photovoltaik

und Ladesäulen sowie

Dienstleistungen.

START UP

AREA

Eingang Süd

FORUM

WOHNU

Eingang West

ung

smanagement, Fuhrpark, Fuhrpark,

itermobilität, Photovoltaik Photovoltaik

n

CAMPUS SHK

BILDUNG

Wer rastet, der rostet. Das gilt auch für

SHK-Handwerker. Fort- und Weiterbildungen

sind nötig, um auf dem neusten Stand zu

bleiben. Wer ganz vorne mitmischen will, muss Allrounder

und Spezialist zugleich sein. Welche Möglichkeiten

der Fortbildung angeboten werden, erfahren

ambitionierte Fachbesucher auf dem neuen Campus

SHK Bildung. Von Techniker- und Meisterschulen

über Handwerkskammern und Akademien bis hin

zu Hochschulen – hier stellen die Bildungsträger

der SHK-Branche Karrieremöglichkeiten vor

und geben hilfreiche Orientierung bei

der Planung der eigenen beruflichen

Zukunft.

START-UP-

AREA

Innovative und außergewöhnliche

Produkte und Lösungen mit dem Schwerpunkt

„Digitalisierung im Handwerk“ gibt es

hier auf einen Blick. Zu entdecken sind beispielsweise

eine App zur Baudokumentation, eine Software,

die administrative Prozesse von Handwerksbetrieben

in einer Cloud digitalisiert oder ein digitales

Shop-System, das neben Produkten auch

Dienstleistungen wie die Wartung der Gastherme

anbietet. Beim Speed-Dating-Event haben

Fachbesucher zusätzlich die Möglichkeit,

sich in kurzen Gesprächsrunden

mit den Start-ups auszutauschen.


MESSE AKTUELL | 15

der SHK Essen 2020

(10. bis 13. März 2020)

NKT

SSER

STOFF-

WASSERSTOFF-

PRAXIS PRAXIS

Eingang Ost Eingang Eingang Ost Ost

SHK Essen 2020: Öffnungszeiten und Eintritt

FÜR

FORUM FORUM FÜR FÜR

Die Messe öffnet Dienstag bis Donnerstag von

NGSLÜFTUNG

WOHNUNGSLÜFTUNG9 bis 18 Uhr ihre Tore, am Freitag von 9 bis 16 Uhr.

Der Preis für eine Tageskarte beträgt 20,00 Euro.

Schüler und Auszubildende zahlen 11,00 Euro.

Tickets können bequem online unter

www.shkessen.de bestellt werden.

WASSERSTOFF-

PRAXIS IM DIALOG

Wasserstoff entwickelt sich immer

mehr zum Energieträger der Zukunft. Im

neuen Forum Wasserstoff-Praxis im Dialog

können interessierte Fachbesucher direkt mit

Anbietern von innovativen Wasserstoff-Technologien

interagieren. Täglich stattfindende Workshops

thematisieren unter anderem die Wasserstoff-Infrastruktur

auf Quartiers- und Gebäudeebene,

Anwendungsfelder für Wasserstoff im

SHK-Bereich, die Sektorenkopplung mithilfe

von Wasserstoff, Regelwerke, Geräte

und Komponenten sowie den aktuellen

Stand der Wissenschaft.

Wo finde ich was?

ang Süd Halle 1, 2, 3

üd Halle 1, 2, 3 Halle 1, 2, 3

Heizungstechnik, Lüftungs- Heizungstechnik, und Lüftungs- Klimatechnik, Lüftungs- und Klimatechnik, und Klimatechnik,

Regenerative Regenerative Energiesysteme, Regenerative Energiesysteme, Gebäudeleittechnik/-messtechnik

Halle , 6, 7, 8 Halle Halle , 6, 7, 8 , 6, 7, 8

Sanitärobjekte, Sanitärobjekte, Sanitärinstallationen,

Sanitärobjekte, Sanitärinstallationen,

Wassertechnik Wassertechnik Wassertechnik

Halle 1 Halle Halle 1 1

EDV-Lösungen EDV-Lösungen EDV-Lösungen

Halle 5 Halle Halle 5 5

Werkzeuge und Werkzeuge Betriebsausstattung

Werkzeuge und und Betriebsausstattung

Galeria Galeria Galeria

Betriebliche Mobilität: Betriebliche Betriebliche Mobilitätsmanagement, Mobilität: Mobilität: Mobilitätsmanagement, Fuhrpark, Fuhrpark, Fuhrpark,

Logistik und Logistik Transporte, Logistik und Mitarbeitermobilität, Transporte, und Transporte, Mitarbeitermobilität, Photovoltaik Photovoltaik Photovoltaik

und Ladesäulen, und Dienstleistungen

Ladesäulen, und Ladesäulen, Dienstleistungen

Dienstleister Dienstleister (in allen Dienstleister Hallen) (in allen (in Hallen)

Hallen)

FORUM

FÜR

WOHNUNGSLÜFTUNG

Das richtige Lüften ist neben dem Heizen

immer stärker in den Blick der Technischen

Gebäudeausstattung gerückt. Insbesondere

Besucher, die auf der Suche nach neuen, lukrativen

Marktfeldern sind, erhalten hier die Möglichkeit,

sich eine Übersicht über die am Markt befindlichen

Technologien und Lösungen zu verschaffen. Ein täglich

stattfindendes Vortragsprogramm informiert

über Marktpotenziale von Wohnungslüftungssystemen,

rechtliche und normative Herausforderungen

und zeigt Installationsbeispiele

aus der Praxis für

Neu- und Altbau.

Mobil orientieren mit der kostenlosen Messe-App

Eine spezielle Messe-App ist kostenlos unter dem Suchbegriff „ SHK Essen“ in den

bekannten App-Stores für Android- und iOS-Systeme erhältlich. Zu den wichtigsten

Inhalten und Funktionen zählen:

• Interaktive Hallenpläne

• Ausstellersuche, Suche nach

Produktgruppen, Volltextsuche

• Favoritenlisten erstellen mit Sortierfunktion

(z. B. nach Halle)

• Termin- und Kalenderfunktion

• Notizen und Fotos

zum Aussteller speichern

• Praktische Funktionen zur Messe-Nachbearbeitung

inklusive Export aller gespeicherten

Informationen zum jeweiligen

Aussteller (Notizen, Fotos etc.).


16 | RECHT FÜR PRAKTIKER

Gut zu wissen

Wenn der Kunde kostenlose Reparatur verlangt …

Ob neues Bad oder Heizkesselmodernisierung – dass Unternehmer für Fehler oder Mängel geradestehen müssen, ist selbstverständlich.

Doch wie weit geht die Verpflichtung des Handwerkers? Was unterscheidet Garantie von Gewährleistung? Auf diese und

weitere Fragen geben wir hier kurze Antworten.

Wann genau ist meine Arbeit

mangelhaft?

Die beim Kunden erbrachte Leistung

ist mangelhaft, wenn sie nicht

die vereinbarte Beschaffenheit hat,

nicht den anerkannten Regeln der

Technik entspricht oder sich nicht

für die vertraglich vorausgesetzte

oder gewöhnliche Verwendung

eignet. Maßstab für die Frage,

wann der Kunde

vom Handwerker

eine

kostenfreie

Reparatur verlangen

kann,

ist also in

erster Linie

der Vertrag,

den die beiden

geschlossen

haben.

Was da drin

steht, ist entscheidend.

Ausgangspunkt:

Was ist vereinbart?

Will der Kunde eine ganz spezielle

Armatur oder den Heizkessel

eines bestimmten Herstellers haben,

muss er auch genau diese Armatur

oder

Nicht jede Mängelrüge

des Kunden ist berechtigt

und führt zu einem

Gewährleistungsfall.

genau den

Heizkessel

bekommen

– es reicht

nicht, ihm solche

Teile einzubauen,

die technisch praktisch

gleich sind und auch noch ähnlich

aussehen. Und wenn beispielsweise

die Einhaltung ganz bestimmter

Temperaturen verabredet ist, ist

die Heizungsinstallation mangelhaft,

wenn sie zwar fachlich in Ordnung

ist und den anerkannten Regeln

der Technik entspricht, aber die

vertraglich festgelegten Gradzahlen

nicht erreicht werden. So reicht

es eben nicht, dass die Leistung an

sich „handwerklich“ tadellos ist und

alle möglichen und denkbaren Regeln

und (DIN-)Vorschriften eingehalten

werden, wenn letztlich nicht

auch das eingehalten wird, was ausdrücklich

als „Feature“ verabredet

war.

Das ist übrigens auch für die Bezahlung

der Arbeiten wichtig: Da

der sogenannte Werkvertrag erfolgsbezogen

ist, hängt die Vergütung

der Leistung davon ab, dass

das eigentliche Ziel des Vertrages,

also zum Beispiel das fertige Bad

oder die funktionsfähige Heizungsanlage,

erreicht ist. Und das genau

so wie vereinbart!

Ein schriftlicher Vertrag ist dazu

nicht unbedingt nötig. Auch mündliche

Vereinbarungen sind bindend,

nur bei späterem Streit über das Verabredete

häufig schwieriger nachzuweisen.

Auf die Abnahme kommt es an

Entscheidender Zeitpunkt für die

Feststellung ist die sogenannte Abnahme.

Zu diesem Zeitpunkt darf

kein Mangel vorliegen. Ist zum Beispiel

der Heizungsanschluss falsch

installiert oder eine nicht richtig

funktionierende Armatur eingebaut

worden, hat der Kunde Mängelansprüche.

Auch nach der Abnahme

kann der Kunde innerhalb bestimmter

Fristen noch Ansprüche wegen

Mängeln geltend machen, wenn diese

sich erst später zeigen, aber eben

bei der Abnahme bereits vorhanden

waren, also quasi „im Werk dringesteckt

haben“. Nur wenn diese schon

bei der Abnahme ganz offenkundig

waren (für den technischen Laien!),

kann sich der Kunde darauf nicht

(mehr) berufen. Dann hätte er sich

etwaige Rechte schon damals vorbehalten

müssen. Einfach ausgedrückt:

Alles

das, was im

Nachhinein

mit der einmal

erbrachten

Leistung

passiert, was

nach der Abnahme darauf einwirkt

und letztlich zum Defekt führt, ist

nicht Sache des Handwerkers, der

die Arbeiten ursprünglich erbracht

hat. Das gilt zum Beispiel für mangelnde

Pflege und Wartung der Heizung

oder das „Tuning“ der Installation

durch den Kollegenbetrieb oder

den Kunden gar selbst.

Zur Erklärung, weil hier immer

von „Abnahme“ die Rede ist: Abgenommen

ist, wenn der Kunde die Arbeiten

ausdrücklich oder durch entsprechendes

schlüssiges Verhalten

als vertragsgemäß anerkennt. Beispiele

für solches schlüssige Handeln

sind zum Beispiel die Unterzeichnung

eines Stundenlohnzettels

nach Inaugenscheinnahme der

erbrachten Arbeiten oder die gegenüber

dem Auftragnehmer zum Ausdruck

gekommene bestimmungsgemäße

Ingebrauchnahme von gewisser

Dauer. Als sicheres Indiz gilt

dafür die Bezahlung der Arbeiten

durch den Kunden.

Was kann der Kunde im Fall

der Fälle von mir verlangen?

Wenn tatsächlich ein gewährleistungserheblicher

Mangel vorliegt,

kann der Kunde vom Ausführenden

kostenlose Abhilfe verlangen. Zunächst

nicht mehr, aber auch nicht

weniger. Mit diesem Anspruch des

Kunden auf Nachbesserung oder

Nacherfüllung korrespondiert nämlich

ein entsprechendes Recht auf

Seite des Handwerkers, dem zuallererst

die Chance gegeben werden

muss, seine Fehler zu beheben und

Mängel seiner Werkleistung abzustellen.

Wenn die Beseitigung von

Mängeln ausnahmsweise unmöglich

ist oder wenn der Handwerker zuvor

deutlich zum Ausdruck gebracht

hat, dass er nicht kostenlos reparieren

will, kann der Kunde direkt die

sogenannten nachrangigen Rechte,

wie etwa Schadensersatz, geltend

machen, ohne zuvor eine Frist zur

Mangelbeseitigung gesetzt zu haben.

Im Normalfall kann der Kunde beispielsweise

die Kosten der anderweitigen

Fehlerbeseitigung durch einen

Dritten erst dann geltend machen,

wenn der Handwerker eine ihm vom

Kunden gesetzte Frist zur Nacherfüllung

nicht beachtet oder die Nacherfüllung

nicht fachgerecht oder nicht

rechtzeitig vorgenommen hat.

Wie lange kann

der Kunde kostenlose

Reparatur verlangen?

Das kommt ganz auf die Art der ursprünglichen

Leistung an, für die

der Kunde Mängel rügt und Nachbesserung

verlangt: Geht es um

eine ausgefallene Heizungspumpe,

die im Zuge einer kompletten Heizungsinstallation

vom Fachbetrieb

eingebaut wurde, verjähren Mängelansprüche

erst nach fünf Jahren.

Das Gleiche gilt zum Beispiel

auch für eine komplette Badsanierung.

Demgegenüber sieht das Gesetz

eine zweijährige Verjährungsfrist

für Mängelansprüche in der Regel

für Kundendienstarbeiten bzw.

Reparaturen.

Achtung: Gewährleistung

ist nicht gleich Garantie!

Eine nicht nur wegen der Verjährungsfristen

wichtige Unterscheidung:

Die auch unter dem Begriff

Gewährleistung bekannten Mängelansprüche

des Kunden hängen

stets zusammen mit dem, was die

Vertragspartner ursprünglich vereinbart

haben und ergeben sich im

Übrigen grundsätzlich aus dem Gesetz.

Dort, genauer gesagt im Bürgerlichen

Gesetzbuch (und manchmal

auch im sog. Teil B der VOB, so diese

Bild: AdobeStock – AA+W

vereinbart ist), ist einheitlich geregelt,

wofür auch der Handwerksbetrieb

wie lange haftet. Anders ist das

bei einer Garantie, die in erster Linie

ein Verkaufs- und Marketinginstrument

der Hersteller für ihre Produkte

ist: Hier haben es die Produzenten

in der Hand, selbst festzulegen, unter

welchen Voraussetzungen sie aus

der von Ihnen „ausgedachten“ Garantiezusage

in Anspruch genommen

werden können. Deshalb sollte

man die Garantie auf der einen

und die für den Handwerker wichtige

Gewährleistung auf der anderen

Seite auseinanderhalten.

Was tun bei ungerechtfertigter

Reklamation?

Nicht jede Mängelrüge des Kunden

ist berechtigt und führt zu einem Gewährleistungsfall.

Bewusst oder unbewusst

wendet sich der Kunde automatisch

an „seinen“ Installateur,

wenn die Armatur leckt oder der

Heizkörper kalt bleibt. Und im Regelfall

ist für den Handwerker, der

das Bad saniert oder die Heizung

installiert hat, nicht sofort klar, ob

er tätig werden und kostenlos reparieren

muss. In dem Fall – und erst

recht, wenn im Vorfeld klar ist, dass

der Defekt auf äußere Umstände, wie

die unsachgemäße Benutzung oder

einfachen Verschleiß zurückzuführen

ist – sollte der Kunde darauf hingewiesen

werden, dass die von ihm

geforderten Arbeiten, einschließlich

des gesamten Aufwandes, der wegen

der Mängelrüge beim Betrieb anfällt,

in Rechnung gestellt werden, wenn

sich herausstellen sollte, dass eben

kein Gewährleistungsfall vorliegt.

Und was mache ich, wenn der

Kunde angebliche Fehler moniert

und vor Ort plötzlich kostenlose Reparatur

fordert? Die Erfahrung zeigt,

dass häufig nicht einfach festzustellen

ist, ob ein Mangel in der beschriebenen

Form vorliegt und der Handwerker

zur kostenfreien Abhilfe

verpflichtet ist. Da auch die beschriebenen

Konsequenzen schwer wiegen

können, sollte im Zweifel nicht voreilig

gehandelt werden und stets eine

enge Abstimmung mit dem Betrieb

gesucht werden. Entscheidet sich der

Handwerker für die vom Kunden gewünschte

Reparatur, obwohl kein

Gewährleistungsfall vorliegt, sollte

das immer als Akt der Kundenfreundlichkeit

dem Kunden gegenüber

deutlich gemacht werden. Sonst

droht aus haftungstechnischer Sicht

ungewolltes Ungemach. Insoweit gilt:

Tue Gutes – und sprich darüber!


PRODUKTE | 17

Uponor/KaMo

Smart. Connected. Innovation.

Unter dem Messemotto

„Smart.

Connected. Innovation.“

präsentiert

Uponor

auf der SHK

Essen 2020 gemeinsam

mit

seiner Tochtergesellschaft

KaMo vernetzte

Technologien.

Im Mittelpunkt steht u. a. die neue Raumtemperaturregelung „Smatrix Pulse“

(Uponor). Sie ist kompatibel mit verschiedenen Smart-Home-Anwendungen

wie Alexa Voice Control und Google Voice Assistant. Darüber hi naus

können auf dem Messestand die neuen „S-Press Plus“-Fittings sowie die

„S-Press PPSU“-Fittings im XL-Format auf Herz und Nieren getestet werden.

Das Tochterunternehmen KaMo präsentiert auf demselben Stand Wohnungsstationen.

Halle 1

Stand 1C15

Hotmobil

Mobile Energie –

vielseitig wie das Handwerk

Mit mobilen Heiz-, Kälte- und Dampfzentralen verspricht das Unternehmen

Hotmobil schnelle und zuverlässige Unterstützung im Fall der Fälle: bei Wartungs-

oder Modernisierungsarbeiten

an Heizungs- oder Klimaanlagen,

bei der Estrichtrocknung und

Baubeheizung, bei der Bereitstellung

von Warmwasser oder bei der

Klimatisierung von Zelten. Bei Hotmobil

steht neben den technischen

Lösungen der Kundenservice im Fokus.

Deshalb hat das Unternehmen

Bild: Hotmobil

Bild: Uponor

Kälte mieten – bei Hotmobil ist das

bis zu einer Leistung von 550 kW

möglich.

eine rund um die Uhr besetzte Hotline

und unterhält bundesweit acht

eigene Niederlassungen.

Halle 3

Stand 3B34

Daikin

Wärmepumpen für Renovierung

und Neubau

Effiziente Wärmepumpentechnik auch im Renovierungsmarkt?

Möglich macht das die neue Daikin „Altherma 3 H HT“, die mit

Vorlauftemperaturen bis 70 °C bei -15 °C Außentemperatur und

der freien Wahl zwischen Fußbodenheizung und Radiatoren

eine optimale Lösung für Bestandsgebäude ist. Sie eignet sich

besonders für den Austausch bestehender Heizkessel.

Die neue Wärmepumpe ist mit allen bekannten Innengeräten

kompatibel, ob Wand- oder Standgerät. Warmwasserkomfort

und -hygiene garantiert die mit dem „ECH2O-Prinzip“ ausgestattete

Inneneinheit dank verschiedener Technologien: Trennung

von Speicher- und Trinkwasser, Warmwassererhitzung

im Durchlaufprinzip, hochwärmegedämmte, ausgeschäumte

Speicherbehälter sowie langsame Temperaturentwicklung, die

plötzlichen Temperaturabfall verhindert. Das System ist erweiterbar

um Solar, Kaminöfen oder andere Wärmeerzeuger ohne

zusätzlichen Wasserspeicher.

In Verbindung mit der hohen Heizleistung mit einem COP

von bis zu 5 ist die Daikin „Altherma 3 H HT“ in den meisten

Gebäuden, ob Neubau oder Renovierung, förderfähig.

Halle 3

Stand 3A37

Eine Lösung für den Renovierungsmarkt ist die „Altherma 3 H

HT“. Dank leiser Betriebsweise eignet sie sich auch für dicht

besiedelte Wohngebiete und kleine Grundstücke.

Bild: www.daikin-heiztechnik.de

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Klima • Erneuerbare Energien

10. 09. - 13. – 12. März 2016 2020

Halle 3, Stand D53

21. - 24. April 2020

Halle 6, Stand 6.215

Handwerk Connected versteht sich

als digitales Kooperationsnetzwerk

für Inhaber von Handwerksbetrieben.

Inhaber von derzeit SHK-, Elektro,

Dachdecker- und Fliesenlegerbetrieben

können sowohl innerhalb

ihres Gewerkes als auch gewerkeübergreifend

Kooperationspartner

suchen. Darüber hinaus bietet die

Plattform einen ausschließlich für

Inhaber zugänglichen Bereich für

den fachlichen Austausch, Fragen

und Diskussionen.

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18 | PRODUKTE

Neu von Caleffi auf der

SHK Essen: die „FüllKombi 580“.

Bild: Caleffi

Caleffi

Lösungen für die

fachgerechte Heizungs- und

Trinkwasserinstallation

Reinigung und Aufbereitung von Heizungswasser, hydraulischer

Abgleich von Heizungsanlagen, Sicherung der Trinkwassergüte: Das

sind die Themenschwerpunkte des Messeauftritts von Caleffi. Präsentiert

wird z. B. der „Dirtmag Clean“, ein automatischer, selbstreinigender

Schmutz- und Schlammabscheider mit Magnet für große

Anlagen.

Neu ist die „FüllKombi 580“. Die Armatur wird als Systemtrenner

zwischen Heizungs- und Trinkwasseranlage eingebaut und hält den

Druck der Heizungsanlage stabil auf einem eingestellten Wert und

füllt automatisch fehlendes Wasser nach.

Halle 3

Stand 3A26

RMBH

Baukastensystem

für Deckenstrahlplatten

Die Vorteile einer Deckenstrahlheizung lassen sich auch für kleinere Objekte

nutzen: mit dem Baukastensystem „KSP to go“ von RMBH. Diese Lösung

wird anlässlich der SHK Essen präsentiert. Das Fachpublikum ist eingeladen,

sich in Halle 3 am Stand B49 zu informieren. „KSP to go“ umfasst

die eigentlichen Deckenstrahlplatten, das Zubehör für die Installation sowie

– auf Wunsch – die seitliche LED-Beleuchtung. Die Deckenstrahlplatten

aus Aluminium gibt es in zwei Längen (2 und 3 m) und drei Breiten (600,

900 und 1200 mm). Die Installation erfolgt bis auf das Verpressen weitgehend

werkzeuglos.

Halle 3

Stand 3B49

LUNOS

Wohnungslüftung

mit Wohlfühlfaktor

Der „Lunomat“.

Bild: Lunos

Lunos ist auch in 2020 wieder auf der SHK Essen mit einem Stand

vertreten und präsentiert wie gewohnt seine Produkte. Mit dabei: das

erste zentrale Lüftungsgerät mit Namen „Lunomat“. Es enthält u. a.

einen Enthalpiewärmeübertrager (Wärmebereitstellungsgrad bis zu

95 %). Mit seinen austauschbaren Filtern der Klassen M5, F7 und F9

kann das Lüftungsgerät an unterschiedliche Anforderungen angepasst

werden. Die hocheffizienten EC-Radialventilatoren erreichen

einen Volumenstrom von bis zu 125 m³/h. Für Lunos ist der „Lunomat“

das Allroundtalent für die zentrale Wohnraumlüftung.

Halle 2

Stand 2B30

Bild: RMBH

Die RMBH GmbH ist spezialisiert auf energieeffiziente Beheizung und

Beleuchtung von Hallengebäuden aller Art.

Oventrop

Das Highlight im Bad

Die neue „Unibox“ in hochwertigem Design mit Echtglas-Abdeckung und in

verschiedenen Farben und Ausführungen ist für Oventrop „das“ Highlight

im Bad. Sie ist Teil des „Cofloor“-Systems für Flächenheizungen und –kühlungen

und ermöglicht die Raumtemperaturregelung mit Thermostatventil,

die Temperierung von Heizflächen mit Rücklauftemperaturbegrenzer

oder eine Kombination aus beidem – je nach Anforderung. Die Echtglasabdeckung

in Weiß oder Schwarz „ist nicht nur edel, sondern auch funktional“.

Halle 3

Stand 3C08

Bild: Dallmer

Duschrinne „CeraFloor Individual“.

Dallmer

Entwässerungsspezialist

präsentiert neues

Bodenablauf-Programm

Der Arnsberger Entwässerungsspezialist präsentiert auf

über 100 m 2 aktuelle Produktlösungen diverser Ablaufgehäuse

und Oberflächen. Ganz neu: ein Bodenablaufprogramm

für die Punktentwässerung. Es bildet das Pendant

zur Systemfamilie „DallFlex“, die bei Dallmer für ästhetische

und sichere Linienentwässerung steht.

Erst kürzlich hat die Familie durch zwei neue Duschrinnen

Zuwachs bekommen: „CeraFloor Individual“ und

„CeraFrame Individual“ heißen die Rinnen für die Fläche.

Sie sind befliesbar und passen sich so der Gestaltung jedes

Badezimmers an. Zudem ist wählbar, ob das Entwässerungssystem

einen Akzent in der Duschfläche setzt –

beispielsweise durch Farben – oder nahezu in der Architektur

des Badezimmers verschwindet.

Halle 7

Stand 7E02

Bild: Oventrop

Grohe

Fit für die Zukunft

Im Frühjahr 2020 präsentiert Grohe eine breite Auswahl neuer Lösungen

für Bad und Küche. Im Mittelpunkt der SHK Essen steht u. a.

das neue Montageelement „Rapid SLX“, das seit September 2019 auf

dem Markt ist. Das Vorwandinstallationssystem wurde zusammen

mit Fachanwendern entwickelt „und erfüllt somit die dringenden Bedürfnisse

der Handwerker: einfache Montage, Flexibilität in der Anwendung,

Qualität und eine präzise Justierung“. Bei künftigen Modernisierungen,

beispielsweise bei der Umstellung auf Dusch-WCs,

seien keine aufwendigen Umbauten erforderlich.

Ebenfalls neu: eine Spülstromdrossel, die werkzeuglos über den

Revisionsschacht justiert werden kann. Sie verhindert unerwünschtes

Überspritzen, insbesondere bei randlosen WC-Keramiken.

Halle 7

Stand 7A10

Bild: Grohe


PRODUKTE | 19

IMI

Produkte und Services

Auf die große Bedeutung eines perfekt funktionierenden hydronischen Systems für den energieeffizienten

Betrieb einer Heiz- oder Kühlanlage weist IMI hin. Beispielsweise lässt sich mit

den Ventilunterteilen der Serie „Eclipse“ der dynamische hydraulische Abgleich „besonders

einfach ohne komplizierte Berechnungen“ ausführen. Um ein weiteres Energieeinsparpotenzial

umzusetzen, empfiehlt das Unternehmen das neue Smart-Home-Regelsystem „AuraConnect“.

Die Einzelraumtemperaturregelung lässt sich u. a. per Smartphone bedienen.

Weiterhin werden am Messestand die verschiedenen Systeme zur Druckhaltung gezeigt,

die nun alle mit der unternehmenseigenen „BrainCube Connect“-Steuerung verfügbar sind.

Halle 3

Stand 3D53

Bild: Geberit

Geberit

Zusammenspiel von Technik und Design

Auf dem Messestand von Geberit geht es u. a. um „Geberit ONE“: Das Badkonzept umfasst Lösungen

für den Waschplatz, die Dusche und das WC – vom Waschtisch mit Wandarmatur, Unterschrank

und Spiegelschrank über die rahmenlose Duschabtrennung und eine Nischenablagebox

für die Dusche bis hin zum WC. In diesem Jahr erweitert eine Wandarmatur in geometrisch-klarem

Design das Portfolio.

Auch ein Thema: die „Geberit CleanLine80“. Als erste Duschrinne im Sortiment ist sie

in den Längen 90 bis 130 cm erhältlich und kann beim Einbau auf die gewünschte Länge

gekürzt werden. Die Farben sind Anthrazit, Champagne und Edelstahl.

Halle 6

Stand 6E06/6E10

Bild: IMI

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10. -13. März 2020

Wir sind dabei!

Halle 6

Stand 6A05


20 | ZUKUNFT HANDWERK

Ob Wallscanner oder 3D-Laserscanner

Warum digitale Verfahren

auch den Bestandsbau betreffen

Die Digitalisierung wird von mehr und mehr Bereichen erfasst. Selbst simple Geräte erhalten eine Software (meist auch Firmware

genannt), um deren Funktionsumfang zu erweitern, da die eigentliche Technik kaum noch Entwicklungspotenzial bietet. Und

genauso wie der Umgang mit einem Werkzeug gelernt werden muss, ist es bei einer Software. Warum der Umgang mit Software

künftig auch die Akteure im Bestandsbau betreffen wird, stellen wir hier kurz vor.

Wallscanner

Jeder Handwerker hatte schon mal

einen „Wallscanner“ in der Hand.

Diese Geräte sind vielen noch als

„Ortungsgeräte“ bekannt. Aber genau

wie die Bezeichnung, hat sich

auch die Technik weiterentwickelt.

Die neuen Geräte sind mit Radartechnik

ausgestattet und zeigen

nicht nur per akustischem oder optischem

Signal an, wo eine Leitung

liegt.

Von der Firma Bosch gibt es inzwischen

einen Wallscanner, der

unter anderem sehr präzise die Tiefenlage

des georteten Objektes angibt.

Beim Abfahren der Wand mit

diesem Gerät werden die gefundenen

Objekte gespeichert. Somit erhält

man ein lineareres Abbild der

Wand und kann beim nochmaligen

Abfahren auf dem Display erkennen,

wo ein Objekt verborgen liegt

und kann die Lage entsprechend

besser anzeichnen.

Einen Schritt weiter geht ein Gerät

von der Firma DeWALT. Dieses

zeigt nicht nur die Tiefe und die horizontale

Lage an, sondern gibt auch

an, welches Material erkannt wurde

und die Breite wird angezeigt. Die

eigentliche Neuheit des Gerätes ist

aber die grafische Darstellung auf

Bild: HottScan GmbH

dem Display. Es vermittelt nämlich

einen virtuellen Eindruck davon,

wie das Objekt in der Wand aussieht,

inklusive der Darstellung des Materials

und der Maße.

Nennenswert sind auch die Geräte

der Firma Hilti. Hier kommt ebenfalls

Radartechnik bei den Detektoren

zum Einsatz. Die Detektoren

werden mit einem zentralen Gerät

gekoppelt. Die Ergebnisse des jeweiligen

Scans werden auf dem zentralen

Gerät aufbereitet und ein dreidimensionales

Bild der gescannten

Fläche inklusive der erkannten Objekte

in der Wand erstellt. Bisher

steht es zwar nur für die Metallstrukturen

bei armiertem Beton zur

Verfügung, doch mit Sicherheit wird

dies in den kommenden Jahren auch

für die Darstellung von Leitungen,

Kabel, etc. weiterentwickelt werden.

Mit diesen Geräten ist es derzeit

schon möglich, quasi in die Wand hinein

zu sehen. Superman lässt grüßen.

Wie gezeigt, hat sich die Messtechnik

bereits weiterentwickelt.

Die dahinterliegende Software, welche

die Messergebnisse interpretiert

und aus den Daten beispielsweise

ein Stromkabel, Holzbalken oder

eine Lüftungsleitung macht, hat sich

ebenfalls stark verbessert und wird

sich noch weiterentwickeln und verbessern.

Einen Schritt weiter gehen

die 3D-Laserscanner.

3D-Laserscanner

In der letzten Zeit findet die 3D-

Laserscannertechnik immer mehr

Verbreitung. Wie die Geräte funktionieren

ist allerdings noch recht unbekannt.

Daher eine kurze Erläuterung

zu diesem Verfahren: Mittels

eines in zwei Achsen rotierenden

Lasers wird die Umgebung abgetastet

und die dabei ermittelten Schrägdistanzen

mit den dazugehörigen

Werten für die Horizontal- und

Vertikalablenkung gespeichert. Im

Prinzip wird ein Laserentfernungsmesser

ständig um die horizontale

sowie vertikale Achse gedreht

und jede einzelne Entfernung dabei

gemessen. Das Ergebnis ist eine

sogenannte Punktewolke. Je nach

Messgerät werden gleichzeitig Fotos

geschossen und über die Punktewolke

gelegt. Das Wichtige ist die

Software, welche aus dieser Punktewolke

und den Fotos ein dreidimensionales

Modell rechnet und damit

ein hundertprozentiges Abbild der

Realität erstellt; mit Messungenauigkeiten

von 1 mm. Die Software

geht noch einen Schritt weiter und

3D Laserscanner ermöglichen eine schnelle Erfassung des Raumes; zukünftig vermutlich sogar eine zeitgleiche

Aufnahme von in der Wand versteckter Rohre, Kabel und Ähnlichem.

erkennt heute bereits recht zuverlässig,

ob es sich bei einem Objekt

um einen Stahlträger, Rohrleitung,

Kanal oder ähnliches handelt und

nicht nur um einen losen Verbund

von Datenpunkten. Große Anlagenbauer

verwenden die Technik, um

Bestandspläne ihrer Maschinenhallen

zu erstellen.

Mit der heutigen Technik ist es

also möglich, das Aufmaß, beispielsweise

für einen großen Heizungsraum

oder eine Lüftungszentrale,

zu digitalisieren. Kein stundenlanges

Messen verschiedener Längen,

kein Aufschreiben, kein Umwandeln

der Daten in Zeichnungen und

kein Ärger mehr über Fehler beim

Maßnehmen.

Kleinere 3D-Scanner

Es gibt ein neues Wort zu lernen:

Photogrammetrie. Das ist die Kombination

einer kalibrierten Stereokamera,

fortschrittlicher Algorithmen

und Echtzeitberechnungen in

Verbindung mit elektronischer Distanzmessungstechnologie.

Was sich

so hochgestochen liest, ist in einem

3D Scanner im Hosentaschenformat

realisiert: Der Leica BLK3D. Im Design

eines handelsüblichen großen

Handys erstellt der kompakte, mobile

3D-Imager Fotos, die präzise dreidimensionale

Messdaten enthalten

und so eine 3D-Messung in Echtzeit

ermöglichen.

Hierzu werden dreidimensionale

Messpunkte genutzt, aus denen

exakte Distanzen, Flächen und

dergleichen erstellt und berechnet

werden. Das funktioniert mit

einer Kombination aus zwei möglichst

weit auseinanderliegenden,

kalibrierten Kameras, mit darauf

abgestimmten Algorithmen und

Echtzeitberechnungen in Verbindung

mit elektronischer Distanzmessungstechnologie.

Abgesehen

von den automatischen komplexen

Aktivitäten im Hintergrund ist das

Gerät in der Bedienung erfreulich

einfach und im Baustellenbetrieb

anwendbar. So sind eine Netzwerkverbindung

oder ein Cloud-Service

für die Messung nicht erforderlich,

was auch den Einsatz im Keller

ohne Internetzugang ermöglicht.

Jedes vom BLK3D aufgenommene

Bild ist ein vollständiges und hochpräzises

3D-Foto.

Aufgrund des kleinen Formats

und der einfachen Handhabbarkeit

können Baufortschritte jederzeit

festgehalten werden. Die Daten

können nicht nur auf dem Handgerät,

sondern auch auf jedem PC weiterbearbeitet

werden. Die Aufnahmen

und Messergebnisse können

in verschiedenen Formaten geteilt

werden. Das ist für die weitere Bearbeitung,

zum Beispiel durch andere

Baubeteiligte, von großer Wichtigkeit.

Warum Sie sich damit

beschäftigen müssen

Warum kann das nun Sie als Betrieb

betreffen, der nur im Bestand

tätig ist?

Denken Sie mal daran, wenn in

naher Zukunft diese beiden Geräte

miteinander kombiniert werden.

Dann ist das ein 3D-Wallscanner,

welcher nicht nur den Raum ausmisst,

sondern auch die Rohre, Kabel

und Leitungen in der Wand erkennt

und die Lage in der Wand

gleichzeitig ermittelt. Wäre das

nicht praktisch? Aber was machen

Sie dann als Betrieb, wenn Sie diese

Daten nicht verarbeiten können,

weil beispielsweise die Kenntnisse

rund ums CAD fehlen? Sie also die

schöne neue und so praktische Technik

nicht nutzen können?

Unsere Empfehlung lautet: Setzen

Sie sich frühzeitig mit den verschiedenen

Facetten der Digitalisierung

auseinander – selbst wenn es

noch weit entfernt erscheint. Digitalisierung

ist nicht nur die Anschaffung

neuer Rechner, Tablets, Drucker,

Software oder ähnlichem. Digitalisierung

ist auch die Kompetenz

mit diesen Dingen umgehen zu können

und für letzteres benötigt man

Zeit zum Lernen.

Tipp:

Für die Themen 3D-Lasercanner

sowie Scanningtechniken plant

der Fachverband SHK NRW einen

Workshop. Über den genauen

Termin informiert der Verband

über den Newsletter. Interessierte

können Sie bereits jetzt

dazu informieren (bei Jens Fiedler

unter E-Mail: fiedler@shknrw.de

oder Ulrich Thomas thomas@shk-nrw.de).


ZUKUNFT HANDWERK | 21

Fit im Trinkwasserbereich?

Was ist bei der Installation hinsichtlich

möglicher Korrosionen zu beachten?

Was darf ich zur Vermeidung

von Hygieneproblemen auch bei Reparatur-

und Wartungsarbeiten nicht

außer Acht lassen und welche neuen

Vorgaben gibt es, damit ich meine

Montage fachgerecht ausführen

kann? Der Treffpunkt Trinkwasser

(Halle 5, Stand E21) auf der SHK-Messe

in Essen vom 10. bis 13. März 2020

hat die Antworten auf Fragen rund

um die Trinkwasserinstallation.

Hier und bei den mannigfachen

Herstellern des Sanitärbereiches

gibt es für jedes Problem eine Lösung:

kostenlos, fachlich einwandfrei

und praxisgerecht. Die Komplexität

bei den Installationen nimmt

zu. Während noch vor wenigen Jahren

dichte Verbindungen im Vordergrund

standen, spielen heute die

Themen Schallschutz und Hygiene

gerade bei Trinkwasserinstallationen

die entscheidende Rolle.

Ein anderes Beispiel: Ganz so sicher

ist man sich häufig doch nicht,

ob die Leitungen jetzt mit oder ohne

Dämmung, im Fußbodenaufbau

oder doch vielleicht nur in der Vorwand

verlegt werden dürfen. Und

wie war das gleich noch mit der 20

Meter langen Gartenbewässerungsleitung

und Stagnationen, dem unmittelbaren

Anschluss des Heizkessels

an das Trinkwasserfüllventil

oder der Kundenanlage mit völlig

zugesetztem Filter?

Da stellt sich dann schnell die Frage,

wie ich mich als verantwortlicher

Kundendiensttechniker oder Monteur

vor Ort richtig verhalten soll.

Deshalb: Nix wie hin zur SHK-

Messe nach Essen. Denn hier sind

Profis unter sich, hier erhalte ich

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alle Informationen für meinen Arbeitsbereich

und komme vielleicht

sogar noch in den Genuss der tollen

Monteurschulungen des Fachverbands.

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22 | GEWUSST WIE

Test: Wie gut ist

mein Kundendienstbericht?

Nicht selten ist der Kundendienstbericht

ein Zankapfel im Betrieb. Der

Chef ist sauer, weil der Bericht nicht

rechtzeitig abgegeben wurde oder

das Büro fragt wieder mal nach, weil

es etwas nicht verstanden hat. Das

kann echt nervig sein.

Klar, in jedem Betrieb menschelt

es und es werden Fehler

gemacht. Allerdings wird es problematisch,

wenn sich die Fehler

häufen - vor allem dann, wenn sie

vermeidbar gewesen wären. Wenn

Kundendienstberichte regelmäßig

nicht abgegeben werden oder immer

wieder wichtige Informationen

nicht aufgeschrieben werden,

ist das nicht nur ärgerlich, es kann

den Kundendiensteinsatz schnell

zum Minusgeschäft machen. Wenn

für einen Kundendiensttechniker

pro Tag nur eine Viertelstunde verloren

geht, verliert das Unternehmen

dadurch ca. 4000 Euro. Das

zeigt eine Beispielrechnung von

betriebswirtschaflichen Beratern.

Ist es gar eine halbe Stunde und reden

wir über drei Kundendiensttechniker,

sind das um die 25 000

Euro, die fehlen.

Aber: Wie gut ist eigentlich Ihr

Kundendienstbericht? Machen Sie

unseren Test und finden es heraus!

Wir wünschen jedenfalls viel

Spaß!

1. Wann schreiben Sie Ihren Kundendienstbericht?

A Nach Abschluss der Arbeiten beim Kunden

B Nachdem ich beim Kunden raus bin, im Auto

C Nach Feierabend, am gleichen Tag

D Am Wochenende für die ganze Woche

2. Sie sind zur Heizungswartung beim Kunden. Im Keller kommen Sie an einem völlig

verschmutzten Trinkwasserfilter vorbei. Was machen Sie?

A Gar nichts. Schließlich hat die Wartung der Heizung nichts mit dem Trinkwasserfilter zu tun.

B Ich weise den Kunden auf den verschmutzten Trinkwasserfilter hin und schreibe diesen Hinweis auch

auf den Kundendienstbericht.

C Ich weise den Kunden mündlich auf den verschmutzten Trinkwasserfilter hin. Das muss genügen.

D Ich sage die Sache mit dem Filter meinem Chef. Der kann dann entscheiden, was zu tun ist.

3. Welches Emoji verbinden Sie mit dem Ausfüllen eines Kundendienstberichts?

A

B

C

D

4. Sie tauschen einen Heizkörper beim Kunden. Welche Arbeitsbeschreibung könnte von

Ihnen stammen?

A „Heizkörper getauscht“

B „Defekten Heizkörper demontiert und entsorgt. Materialbedarf aufgenommen, besorgt und neuen

Heizkörper montiert. Funktionsprüfung durchgeführt.“

C „HK tropft – neu“

D „Defekten Heizkörper demontiert und neuen Heizkörper montiert.“

5. Welche Schrift kommt Ihrer am nächsten?

A

B

C

D

6. Muss Ihrer Meinung nach die Artikelnummer der verbauten Materialien auf dem Kundendienstbericht

stehen?

A Nö, wieso. Das können doch die Leute aus dem Büro recherchieren.

B Wäre schon gut, ist aber nicht möglich.

C Klar, sonst wissen die Leute aus dem Büro doch gar nicht, welches Material genau verbaut wurde

und müssen mich wieder fragen.

D Das haben sich ja wieder die Theoretiker ausgedacht!

7. Wozu dient aus Ihrer Sicht der Kundendienstbericht?

A Er ist Grundlage für die Abrechnung meiner Arbeiten beim Kunden.

B Er ist wichtig für mögliche Ansprüche gegen den Großhändler.

C Keine Ahnung.

D Er dient dazu, mich zu kontrollieren.

8. Ein Kunde beschwert sich darüber, dass der Betrieb ein Spezialgerät abgerechnet hat,

das nicht auf dem Kundendienstbericht stand, den Sie ausgefüllt haben. Was denken Sie

darüber?

A Ist schon richtig, wir haben aber leider keine Spalte für Spezialgeräte. Deshalb kein Wunder, dass ich

das immer wieder vergesse.

B Die Kunden werden auch immer nerviger und kleinkarierter.

C Mist. Ich weiß ja, wie wichtig das ist.

D So what? Ist doch eh nur ein kleiner Betrag.

































Lösung:

75 – 80 Punkte: Ihr Kundendienstbericht ist meistens perfekt ausgefüllt. Top! Ihr Chef hat Sie

schon mal gefragt, ob Ihre Freundin den Bericht ausfüllt, weil Sie eine so schöne Schrift haben.

All Ihre Freunde hassen das Ausfüllen der Berichte; darüber können Sie nur lachen, weil

Sie wissen, wie wichtig ein korrekt ausgefüllter Kundendienstbericht ist. Nice! Weiter so.

50 – 74 Punkte: Da ist noch Luft nach oben. Viele Kundendienstberichte sind schon ganz

gut. Manchmal haben Sie aber auch nicht so richtig Lust. Dann füllen Sie die Berichte erst

am Wochenende aus. Natürlich haben Sie die Artikelnummern dann nicht parat und es wird

schon mal ein Spezialgerät vergessen.

0 – 49 Punkte: Sie wissen es selbst. Ihr Kundendienstbericht ist nicht optimal. Das können

Sie bestimmt besser. Es wäre doch schade, wenn Ihre gute Arbeit nicht auch dokumentiert

würde. Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihnen dazu die Zeit oder eine Unterstützung vom

Chef fehlt, dann sprechen Sie mit ihm darüber. Sie finden bestimmt eine Lösung.

Zur Hilfestellung haben wir eine Checkliste mit den wichtigsten Punkten für den Kundendienstbericht

erstellt.

8 5 2 10 0 Kleinvieh macht Mist. Es ist sehr wichtig, dass alle Positionen, die abgerechnet

werden können, auch auf dem KD-Bericht vermerkt sind. Hierzu gehören neben

Spezialgeräten auch Klein- und Dichtmaterialien, Entsorgungskosten usw.

7 10 0 0 0 Der Kundendienstbericht ist das einzige Dokument, das Ihre Arbeiten beschreibt,

verbaute Materialien auflistet (ggf. im Zusammenhang mit Lieferscheinen) und

etwaige Bedenken und Hinweise gegenüber dem Kunden festhält. Es ist damit

die Grundlage für die Abrechnung. Mit ihm steht und fällt damit häufig die

Durchsetzung der Vergütungsanpsrüche gegenüber dem Kunden.

6 0 2 10 0 Die Artikelnummern stehen auf den Verpackungen. Ohne Artikelnummer kann

das Büro die Rechnung nicht schreiben. Es muss zunächst aufwendig in den

Artikellisten geschaut werden. Für Sie ist es daher deutlich einfacher, die Artikelnummer

kurz abzuschreiben. Das ist möglich und nicht nur Theorie!

5 10 2 10 0 Was hilft die ganze Schreiberei, wenn es niemand lesen kann. Es klingt so einfach:

KD-Berichte müssen leserlich geschrieben werden.

4 2 10 0 5 Ist die Arbeitsbeschreibung ausführlich, kann der Kunde nachvollziehen, was gemacht

wurde. Außerdem lässt sich dann die dafür benötigte Arbeitszeit erklären.

Abkürzungen, die der Kunde oder auch eine Bürokraft nicht verstehen können,

sind zu vermeiden.

3 0 10 10 5 Oft ist die innere Einstellung der Schlüssel zum Erfolg. Versuchen Sie den KD-

Bericht nicht als lästiges Übel, sondern als Dokumention Ihrer guten Artbeit zu

verstehen. Er ist Teil Ihrer Tätigkeit und bildet den Abschluss.

2 0 10 2 2 Wenn Bedenken gegen Anlagen, die beim Kunden vorhanden sind, bestehen,

macht es Sinn den Kunden darauf hinzuweisen. In vielen Fällen ist man als

Fachmann sogar dazu verpflichtet. Ein mündlicher Hinweis würde grundsätzlich

genügen, kann aber im Zweifel nicht bewiesen werden. Daher sollten solche Bedenken

und Hinweise auf dem KD-Bericht vermerkt werden.

1 10 5 2 0 Es ist ratsam, den KD-Bericht direkt beim Kunden zu schreiben. So gerät nichts

in Vergessenheit und dem Kunden können die einzelnen Positionen erklärt

werden. Und die Zeit des Schreibens wird mitaufgeschrieben und vom Kunden

bezahlt.

Checkliste Kundendienstbericht:

lesbar

Name und Adresse der Baustelle

Datum

Arbeitszeit / Fahrzeit

ausführliche Arbeitsbeschreibung

ggf. mit Raumangabe

alle Materialien mit

genauer Bezeichnung

Ersatzteile mit Artikel- /

Ersatzeil-Nummer

verwendete Maschinen

Klein- und Dichtmaterial

Entsorgungskosten

Hinweise und Bedenken notieren

Unterschrift des Kunden

Frage A B C D Punkte Bemerkungen

SMS-Versand auf

niedrigstem Stand seit 1999

Einst revolutionierte der Kurznachrichtendienst

SMS die mobile Kommunikation – nun

aber verliert er an Bedeutung. 2018 wurden

in Deutschland 8,9 Milliarden SMS versendet,

das sind 14 Prozent weniger als im Vorjahr

(2017: 10,3 Mrd.). Zum Vergleich: Im Rekordjahr

2012 (59,9 Mrd. SMS) wurden noch fünfmal

mehr SMS verschickt. Eine noch geringere

Anzahl an SMS als im Jahr 2018 wurde zuletzt

im Jahr 1999 versandt (3,6 Mrd.). Das teilte

der Digitalverband Bitkom auf Basis von Daten

der Bundesnetzagentur mit. Für 2019 prognostiziert

die Bundesnetzagentur einen weiter sinkenden

SMS-Versand. „In der Nutzerkommunikation

haben Messaging-Apps wie WhatsApp,

Telegramm oder Facebook Messenger die SMS

weitestgehend verdrängt“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer

Dr. Bernhard Rohleder. „Auch

bei Online-Verfahren zur Identitätsbestätigung

lösen spezielle Apps nach und nach die SMS ab.“


GEWUSST WIE | 23

So könnte der nächste Kundendienstbericht aussehen:

#handwerker-app

Besuchen Sie uns:

10. – 13. März 2020

Halle 3B, Stand 34

Gesprächsstoff für die Frühstückspause

Stromerzeugung aus Klärschlamm

In deutschen Kläranlagen wurden im Jahr 2018 aus Klärgas 1491 Gigawattstunden

(GW) Strom erzeugt. Mit dieser Strommenge könnte

bei einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Stromverbrauch von 1900

Kilowattstunden (kWh) eine Stadt wie Frankfurt/Main ein Jahr mit

Strom versorgt werden.

8 von 10 Onlinern schauen Video-Streams

Videos im Internet schauen ist so populär wie nie: Acht von zehn Internetnutzern

streamen einer Umfrage 1 ) zufolge zumindest hin und

wieder online Videos. Gleichauf in der Beliebtheit liegen Videoportale

wie YouTube oder Vimeo sowie die Online-Mediatheken der klassischen

Fernsehsender. Jeweils zwei Drittel (65 %) der Internetnutzer

schauen darüber kurze Clips, Serien oder Filme. Mit Abstand folgen

On-Demand-Portale wie Netflix, Amazon Prime oder Joyn. 42 %

streamen darüber Videos. Ähnlich viele nutzen die Streams linearer

Fernsehsender, um das TV-Programm live zu verfolgen. In sozialen

Netzwerken wie Facebook oder Twitter sehen drei von zehn

hin und wieder Videos an. Und jeder Fünfte streamt Sportereignisse

auf Portalen wie etwa Sky Ticket, DAZN oder dem Eurosport Player.

1

) Für die Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom wurden 1007 Personen in Deutschland

ab 16 Jahren telefonisch befragt, darunter 822 Internetnutzer.

5,2 Millionen Menschen

in 554000 Handwerks unternehmen

In Deutschland waren 2017 im zulassungspflichtigen und zulassungsfreien

Handwerk rund 5,2 Millionen Personen tätig. Darunter

waren mehr als 3,9 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

und etwa 718 000 geringfügig entlohnte Beschäftigte.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis der Ergebnisse

der Handwerkszählung weiter mitteilt, erwirtschafteten die rund

554000 Handwerksunternehmen mehr als 574 Milliarden Euro

Umsatz.

Pumpentausch – ein Zusatzgeschäft zur Heizsaison

Die Temperaturen sind einstellig und Verbraucher drehen die Heizung

auf. Fachhandwerker, die ihre Kunden auf Einsparpotenziale

moderner Heizungspumpen aufmerksam machen, können wertvolle

Zusatzgeschäfte generieren. Darauf weist der Hersteller Taconova

hin.

Besonders interessant für Endverbraucher: Das Bundeswirtschaftsministerium

(BMWi) fördert den Austausch alter Heizungspumpen

mit 30 % der Gesamtnettokosten. Ob sich ein Pumpentausch

lohnt, kann via Online-Rechner auf www.meine-heizung.de/pumpencheck

geprüft werden.

Mobile Energie –

vielseitig wie das

Handwerk

• Als temporäre Lösung zur Überbrückung

bei Heizungsausfällen,

Heizungssanierung, zur Estrichtrocknung

oder als Baubeheizung.

• Wir liefern mobile Energie rund

um die Uhr an 365 Tagen im Jahr.

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24 | AUS- UND WEITERBILDUNG

Die SHK-Welt dreht

sich weiter...

...und alle sind gefordert

Bild: FV SHK NRW

Ein SHK-Unternehmen verdient zurzeit

sein Geld mit der Montage von

Produkten, die es selbst mitbringt.

Dazu kommt der Bereich Kundendienst

mit Reparatur und Wartung.

Auf Dauer ist es damit nicht mehr

getan. Große Veränderungen stehen

ins Haus.

Womit wird das Geld

in Zukunft verdient?

Experten gehen davon aus, dass der

Materialverkauf in vielen Bereichen

an Bedeutung verlieren wird. Die

ständig wachsende Zahl an Internetshops

mit ihren Billigstpreisen

wird das Preisniveau immer weiter

nach unten drücken.

Die Zukunft des Fachhandwerks

wird im Bereich Dienstleistung gesehen.

Doch was verbirgt sich hinter

diesem Begriff? Wie es das Wort

verrät, geht es um Leistungen, und

zwar um solche, die für den Kunden

absolut wichtig sind und die er nicht

an jeder Straßenecke bzw. im Internet

erhalten kann. Nur dafür wird

er bereit sein, zu zahlen. Dazu zählen

die wirklich fachkundige Beratung

zu anspruchsvollen Themen,

die Planung und Projektierung komplexer

Anlagen und die Reparatur

von kniffeligen Störungen und die

professionelle Wartung der Anlagen.

Einfache Montagearbeiten zählen

nicht dazu.

Nach Auffassung der Experten

wird sich das Rad in zehn Jahren

nochmal weiterdrehen. Dann könnten

Daten zur Quelle des Einkommens

werden. Dass dies durchaus

möglich ist, ist in anderen Branchen

bereits deutlich sichtbar.

Was heißt das nun für den

einzelnen Betrieb und seine

Mitarbeiter?

Auf diesen Wandel muss man sich

vorbereiten? Dienstleistung stellt

hohe Anforderungen an alle. Wichtig

wird es sein, alle hochwertigen,

handwerklichen Leistungen zu forcieren.

Dazu zählen insbesondere

der Umgang mit neuen Technologien,

und aber auch die Bereiche

Reparatur mit Notdienst und Wartung.

Dienstleistung erfasst aber auch

Bereiche jenseits der handwerklichen

Tätigkeit. Planungs- und Betreuungsthemen

aus dem Büro zählen

ebenfalls zu den abrechnungsfähigen

Dienstleistungen. Hier

entsteht gerade eine Menge Neues.

In jedem Fall wird permanente

Weiterbildung zur Selbstverständlichkeit.

Weiterbildung ist Pflicht!

pellet´s

change

Werden auch Sie

Energiewende-Macher

und besuchen uns auf der

SHK Essen!

Halle 3 / Stand 3A42

45 %

Förderung

beim Tausch der

alten Ölheizung!

Schule, Ausbildung, Meisterprüfung/Studium…

und

Schluss? Nein, dann geht’s

erst richtig los mit der Weiterbildung.

Denn das, was für

uns noch vor wenigen Jahren

völlig neu war und erlernt

werden musste, ist heute

schon Schnee von gestern.

Die Taktung in unserem tollen

SHK-Beruf wird immer

kürzer und ist klares Zeichen

dafür, dass wir uns in einem

Hightech-Segment bewegen.

Da kommen viele andere Berufe

einfach nicht mit.

Aber die Kehrseite der Medaille

ist auch klar: Zu denken,

nach Abschluss unserer

Prüfungen ist Lernen

kein Thema mehr, ist ein fataler

Fehler. Denn im SHK-

Bereich gehören wir zu den

Besseren: Wir haben die Lösung

für den Endkunden,

den Bauleiter oder Architekten.

Wir können Dienstleistungen

und Technologien

anbieten, die weder über

Baumärkte noch über das

Internet zu realisieren sind.

Dass Lernen heute schon

lange keine Quälerei mehr

ist, hat sich mittlerweile herumgesprochen:

Seminare,

e-learning und Praxisschulungen

bieten tolle Möglichkeiten

den eigenen Marktwert,

aber auch das Image

und die Bedeutung des eigenen

Fachbetriebs zu steigern.

Deshalb sollten schon

zu Jahresbeginn die erforderlichen

Weiterbildungen

im Betrieb abgesprochen

werden.

Wie ich die finde? Natürlich

über den Besuch der

SHK-Messe in Essen vom

10 bis 13. März 2020. Denn

da gibt es den neuen Campus

SHK Bildung in Halle 2,

Stand B14. Hier zeigen die

wichtigen Bildungsanbieter,

welche Möglichkeiten

es im Handwerk gibt, sich

weiterzubilden, den nächsten

Schritt zu gehen, um erfolgreich

im SHK-Handwerk

Karriere zu machen.

Meisterhaft selbstständig werden –

mit der richtigen Unterstützung

Der Fachverband SHK

NRW zeigt am 13. März

zwischen 9 und 12 Uhr interessierten

Meisterschülern

wichtige Unterstützungsmöglichkeiten

für

den Weg in die Selbständigkeit.

Vorgestellt werden

die zahlreichen Angebote

von Innung, Fachverband

und Handwerkskammer.

Dazu zählt neben der Beratung

zur Gründung oder

Betriebsübernahme auch

Grundsätzliches aus Betriebswirtschaft

und Recht.

Wenn es um die relevanten

Fragestellungen des

betrieblichen Alltags geht,

darf dabei auch das Thema

Rahmenvereinbarungen

nicht fehlen. Ein Team aus

kompetenten Referenten

nimmt das zentrale Thema

„Selbständigkeit“ genauer

unter die Lupe und

gibt interessierten Meisterschülern

kompetente Tipps

für künftige Chancen und

Herausforderungen.

Anmeldung unter:

heckel@shk-nrw.de


AUS- UND WEITERBILDUNG | 25

Bild ZVSHK (Zentralverband Sanitär Heizung Klima)

Auszubilden klingt oft einfacher als es wirklich ist. Es gehört so viel mehr dazu, als bloßes Wissen zu vermitteln. Das WIE spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Tipps zum Umgang mit Auszubildenden

Na? Wie lange ist Ihre Ausbildung

her? Gab es da Manches, was Ihnen

überhaupt nicht gefallen hat – insbesondere

von anderen aus dem

Team? Die Sie rumkommandiert

haben und üble Sprüche vom Stapel

ließen, weil Sie es einfach noch

nicht besser wussten?

Lehrjahre sind keine Herrenjahre

– so sagt man. Aber: Ein respektvoller

Umgang miteinander, der hilft

schon sehr, um sich im Team wohlzufühlen.

Bedenken Sie: Für ihn

oder sie ist einfach Vieles noch neu

und ungewohnt. Trotzdem gilt im

Allgemeinen: Der oder die Auszubildende

will lernen, gut im Job zu

sein und Freude daran zu haben. Sie

als Ausbilder und Kollege sind dabei

ein wichtiger Faktor: Den Start

ins Berufsleben positiv zu begleiten.

1. Wertschätzung

ist das A und O

Wertschätzung und Respekt sind

die Schlüssel für ein gutes Miteinander.

Zeigen Sie Interesse am Auszubildenden

und nehmen Sie ihn

ernst. Dazu gehören faire Behandlung

und auch ein angebrachtes Lob.

2. Höflichkeit ist eine Tugend

Höflichkeit geht einher mit Respekt.

Ein freundlicher Gruß am Morgen

bricht in der Regel schon mal das

Eis. Wer neu ist, soll sich vorstellen

– das gilt aber auch für sein Gegenüber.

Pünktlich anwesend sein

– egal ob es dabei um eine Besprechung

oder um den Arbeitsbeginn

geht – Sie sind das Vorbild.

3. Feedback ist wichtig

Um gut lernen zu können, brauchen

Auszubildende klare, sachliche Informationen.

Was läuft gut? Wo gibt

es offenbar Schwierigkeiten? Stärken

und Schwächen sollen deutlich

werden. Und: Auch der oder die Auszubildende

sollte ein ehrliches Feedback

zur Betreuung geben dürfen.

Sie können nur besser werden und

voneinander lernen.

4. Als Vorbild fungieren

Wer von seinen Auszubildenden

Höflichkeit verlangt, muss diese vorleben.

Das ist manchmal schwierig.

Wichtig ist, dass Ihnen als Ausbilder

Ihr Vorbildcharakter klar ist.

5. Selbst vorbereitet sein

Seien Sie selbst gut vorbereitet,

wenn der erste Ausbildungstag naht:

Eine Einführungsveranstaltung direkt

zu Beginn gibt allen einen ersten

Überblick. Checklisten helfen,

um notwendige Dinge wie Werkzeugkoffer

oder Arbeitskleidung auf

dem Schirm zu behalten.

6. Selbst motiviert sein

Wenn Sie für Ihren Job brennen,

dann wird Ihr Auszubildender das

merken und selbst Feuer fangen.

Fragen Sie sich, was Ihnen an Ihrem

Job gefällt und warum Sie Ausbilder

sind. Und wenn Sie diese Frage

beantworten können, dann sind

Sie auf der SHK Essen auf der AZU-

BI-Lounge genau richtig. Kommen

Sie einfach vorbei.

Wo: SHK Essen, Halle 2,

Stand: 2E13.1

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26 | AUS- UND WEITERBILDUNG

Bild: Tom Bayer / Adobe Stock

Der Kunde kann schon mal verärgert sein über die Preise für einen Monteur. Was antwortet man da?

Wie setzen sich die Kosten einer

Handwerkerstunde zusammen?

Haben Sie sich das nicht auch schon einmal gefragt?

Als gut ausgebildeter Kundendiensttechniker haben Sie einen Tariflohn

von 20,26 Euro. Der Kunde zahlt für die Stunde allerdings 58,50 Euro.

Das sind gut 38 Euro mehr. Woher kommt der Unterschied?

Zunächst einmal kosten Sie als Monteur

dem Arbeitgeber für die Zeit

beim Kunden nicht 20,26 Euro, sondern

38,90 Euro. Denn der Unternehmer

bezahlt Sie auch an Tagen,

an denen Sie gar nicht da sind, wie

an Krankheits- und Urlaubstagen.

Und er zahlt zusätzlich noch Sonderzahlungen

wie Urlaubs- und

Weihnachtsgeld und einen Arbeitgeberanteil

aus Krankenkasse, Finanzamt

und Sozialabgaben.

Der Chef hat aber noch weitere

Kosten, die er mit der Handwerkerstunde

abgelten muss. Was ist z. B.

mit Ihren Kollegen aus dem Büro

und dem Chef selbst? Auch die wollen

ihren Lohn mit den Einnahmen

des Betriebs gedeckt wissen. Nach

unserem Betriebsvergleich sind dies

nochmal knapp 40 % der Monteurkosten,

also 15,15 Euro. Nun fehlen

noch die sonstigen betrieblichen

Kosten. Dazu zählen Miete und

Raumkosten, Energiekosten, Versicherungen

und Beiträge, Fahrzeugkosten,

Werbung, Bürokosten (EDV:

Hard- und Software, Kopierer etc.),

Porto, Telefon, Telefax, Buchführungs-

und Beratungskosten, Werkzeuge

und Kleingeräte, Berufskleidung,

Zinsen, Steuern etc. Zusammen

belaufen sich diese Kosten auf

etwa 52,5 % der Monteurkosten, also

20,42 Euro.

Damit liegt der Vollkostensatz für

den Kundendienstmonteur bei 74,49

Euro. Und selbst hier fehlt noch der

Gewinn, denn jedes Unternehmen

muss einen Zuschlag für Wagnis und

Gewinn erwirtschaften. Dazu zählen

das allgemeine Unternehmerrisiko

und alle nicht versicherbaren Risiken,

wie z. B. Forderungsausfälle.

Der Gewinn sichert das wirtschaftliche

Überleben und ermöglicht dem

Unternehmen künftige Investitionen

und Wachstum. 5 % auf den Vollkostensatz

machen 3,72 Euro. Damit

liegt der Vollkostenverrechnungssatz

bei 78,21 Euro. Das ist also der

Preis pro Stunde, der mindestens in

Ansatz erzielt werden muss, wenn

die betrieblichen Kosten nur über

die Arbeitsleistung von Monteuren

verrechnet werden können. Z. B. bei

Wartungsarbeiten oder wenn der

Kunde das Material selber beistellt.

Tariflohn Kundendienstmonteur

Lohnzusatzkosten

Mehr Geld ist gar nicht übrig

Zu Anfang haben wir festgestellt,

der übliche Stundenverrechnungssatz

des Betriebes liegt etwa 20

Euro niedriger bei 58,50 Euro. Der

Chef hat also erstmal nichts übrig,

im Gegenteil, er muss die fehlenden

Kosten irgendwie anders reinholen.

Dafür ist es notwendig, dass

ein Teil der Kosten über einen Aufschlag

auf das Material, über die

separate Berechnung des Kundendienstfahrzeuges

oder anderer Spezialwerkzeuge

gedeckt wird. Fakt

ist: Aufgrund des zunehmenden

Preisdrucks aus dem Internet geraten

die Materialaufschläge unter

Druck und wird es immer wichtiger,

die Verrechnungssätze zu erhöhen

bzw. dem Kunden andere Leistungen,

die er bislang kostenlos erhalten

hat und die er im Internet

ebenfalls nicht erhält, gesondert

in Rechnung zu stellen. Auch der

Kunde muss da verstehen, dass die

Kosten einer Handwerkerstunde höher

sind als das, was er als Verrechnungssatz

bezahlt.

20,26 €

18,64 €

Lohnselbstkosten pro Stunde 38,90 €

Unproduktive Löhne und Gehälter

Sonstige betriebliche Kosten

15,17 €

20,42 €

Vollkosten pro Stunde 74,49 €

25,9 %

23,8 %

19,4 %

26,1%

Wagnis und Gewinn 3,72 € 4,8 %

Vollkostenverrechnungssatz ohne USt. 78,21 € 100,0 %

Dies sind die wesentlichen Kostenanteile, mit denen ein SHK-Betrieb zu

rechnen hat.


AUS- UND WEITERBILDUNG | 27

Nervige Fragen vermeiden –

wer schreibt der bleibt (ruhiger)

Wie Baustelle und Betriebsbüro Informationen einfach austauschen können

Immer wieder kommt es vor, dass ein Auftrag nicht sofort komplett erledigt werden kann, weil ein wichtiges Ersatzteil noch bestellt

werden muss. Manchmal hat der Kunde auch einen weiteren Wunsch. Ist die Zeit knapp, kann dieser Wunsch nicht sofort

erfüllt werden und ein weiterer Besuch ist erforderlich.

Der Fachverband hat ein Arbeitsblatt entwickelt, auf dem Informationen

zu einem Arbeitsauftrag eingetragen werden können. Das Formular ist im

Download-Bereich auf der Internet-Seite www.shk-nrw.de zu finden.

Bild: FV SHK NRW

Viele Kundendienstmonteure

machen in einer solchen

Situation ein Bild von

der Anlage oder dem defekten

Bauteil und schicken es

den Kollegen ins Büro. Die

kümmern sich dann um

die Bestellung, haben dazu

aber dann oft eine Frage,

die sie mit einem zeitraubenden

Anruf versuchen

zu klären:

• Welches Baujahr hat

das (Heiz-)Gerät?

• Wie lautet die

Hersteller-Nummer?

• Welches Material wird

noch gebraucht um die

Arbeit mit Erfolg zu beenden?

Übernehmen Nicht-SHK-

Fachleute die Planung der

Arbeiten, so tauchen oft

noch weitere Fragen auf:

Was ist überhaupt zu

tun? Wie lautet die genaue

Arbeitsbeschreibung?

• Wieviel Zeit

ist einzuplanen?

• Kann das einer

alleine machen?

• Wer kann das machen?

Braucht der Kollege eine

besondere Qualifikation?

• Werden Maschinen benötigt,

z. B. Einfriergerät,

Pressmaschine oder

eine lange Leiter?

• Muss ein anderes Gewerk

im Anschluss an

die Arbeiten zur Baustelle,

z. B. der Maler im

Rahmen eines Rohrbruchs?

All diese Dinge sind für Sie

als Monteur und Fachmann

selbstverständlich, machen

einen rein kaufmännischen

Kollegen aber handlungsunfähig.

Um die Informationen

einfach weiterzugeben,

sollten sie von Ihnen notiert

werden. Der Fachverband

hält für solche Fälle ein Arbeitsblatt

vor, auf dem all

diese Informationen einfach

eingetragen werden

können. Sie sparen wertvolle

Zeit durch das einfache

Ankreuzverfahren. Das Formular

ist im Download-Bereich

auf der Internet-Seite

www.shk-nrw.de zu finden.

Ein Tipp zum Schluss:

Auf buntem Papier ausgedruckt

ist für alle im Betrieb

schnell klar: Hier wartet ein

Zusatzauftrag auf Bearbeitung.

Impressum

Herausgebergemeinschaft

STROBEL VERLAG GmbH

& Co. KG

Fachverband

Sanitär Heizung Klima

Nordrhein-Westfalen

Verlag

STROBEL VERLAG

Chefredaktion (i.S.d.P.)

Markus Sironi (IKZ)

Redaktion

Frank Tischhart,

Detlev Knecht,

Markus Münzfeld (alle IKZ)

Hans-Peter Sproten (HGF),

Alfred Jansenberger (stv. HGF),

Peter Schlüter (GF Recht),

Norbert Schmitz (GF Technik),

Daniela Berg (Pressereferentin),

Dania Boldemann-Kühle,

Felicitas Flossdorf, Marie-Elis Marwitz,

Chrissanthi Nikolakudi, Guido Bruzek,

Gregor Hoffmann, Jens Fiedler,

Ulrich Thomas, Norbert Stenkamp

(alle Fachverband SHK NRW)

Layout

Christoph Naramski (IKZ)

Druck

Dierichs Druck und

Media GmbH & Co. KG, Kassel

Zweitägiger Bildungskongress feiert Premiere auf der SHK Essen

Am ersten und zweiten Messetag

lädt der Fachverband SHK NRW

erstmals zum Bildungskongress

auf der SHK Essen. Am 10. März

geht es von 13 bis 15.30 Uhr um das

Thema „Weiterbildung“ mit diesen

Inhalten:

• Kompetenzbildung

in der TGA

• Kompetenzen versus Wissen

• Angebote und Anbieter

Weiterbildung TGA

• Anforderungen aus der Praxis

an (digitale) Weiterbildung

• Formen der Weiterbildung in

Zukunft: „Weiterbildung 2030“

• Schnittstelle Bildungsangebot/

Bildungsnachfrage

Das Thema „Ausbildung“ steht am

11. März zwischen 10 und 13 Uhr im

Fokus. Die Themen sind vielfältig:

• Ausbildungsinhalte:

Gestern/Heute/Morgen

• Gute Ausbildung –

in Breite oder Tiefe?

• Wie gestalte ich

qualitätsorientierte Ausbildung

in der Zukunft?

• Die elektronische

Gesellenprüfung

• Kosten: 60 Euro + Messeeintritt

SHK-Expert-Betriebe und Bildungspartner

des Fachverbands SHK

NRW zahlen nur den Eintritt zur

Messe. Anmeldung unter adrian@

shk-nrw.de

Erstmalig auf der SHK Essen bietet der Bildungskongress mit den Themen Weiterbildung und Ausbildung spannende

Impulse für die SHK-Branche.

Bild: FVSHK NRW


28 | SERVICE

Die Rüttenscheider Straße wird von

den Essenern liebevoll „Rü“ genannt

und ist von den Messehallen fußläufig

schnell erreichbar. Drum herum

erschließt sich ein urbanes und hippes

Szeneviertel.

Ob Cocktail trinken oder lecker

essen? Auf der „Rü“ werden Sie immer

fündig – zu (beinahe) jeder Uhrzeit,

für jeden Geschmack, passend

für jeden Geldbeutel.

Schon was vor nach der Messe?

Wir haben ein paar Tipps für Sie zusammengestellt.

Der „Tatort“

„Unsere Küche hat den Anspruch,

frisch, innovativ und kreativ zu

sein.“ beteuert der Chef de Cuisine

und Patron Jean-Edouard Mathis.

Internationaler Flair mit regionaler

Bodenständigkeit.

Rüttenscheider Str. 182,

Tel.: 0201 320399–80

Restaurant „Farbenfroh“

(vegan)

„Du musst kochen, als wäre es für

dich selbst“. In dem veganen Restaurant

„Farbenfroh“ treffen Leidenschaft

und Liebe auf künstlerische

Darstellung der Gerichte.

Das jedenfalls versprechen die Inhaber.

Franziskastr. 69,

Tel.: 0201 85098555

„Red Sun“

(Sushi-Restaurant,

Asiatisches Fusion-Restaurant

und Bar)

Sushi, frisch und handgemacht, versprechen

die Köche. Speisen vom japanischen

Grill, auch als All-youcan-eat-Angebot,

in moderner, rotschwarzer

Kulisse.

Rüttenscheider Str. 126,

Tel.: 0201 95973747

„Zum Xaver“

(Mantaplatte oder

Pommes Schranke)

Die urig kleine „Pommesschmiede“

liegt ca. 15 Minuten zu Fuß entfernt

von der „Rü“. Dafür ist sie eine „Institution“

in Essen. Wenn man Pech

hat steht man allerdings Schlange

nach den begehrten Grillhähnchen

und Currywurst.

Gemarkenstr. 44,

Tel.: 0201 771930

„Il Pomodoro“

(Pizzeria und Trattoria)

Der gemütliche Italiener auf der RÜ.

Hier gibt es Pizza aus dem Steinofen,

Pasta, Fleisch- und Fischspezialitäten.

Wechselnde Tagesgerichte, süße

Desserts und italienische Weine.

Rüttenscheider Str. 227,

Tel.: 0201 412913

„Müllers auf der Rü“

(Restaurant von

Sternekoch Nelson Müller)

Eine offene Küche erlaubt den

Gästen einen Blick auf die Zubereitung

bodenständiger Gerichte zu

moderaten Preisen. An manchen

App-Tipp

In der kostenlosen „RüApp“

gibt’s Termine, News und ein

aktuelles Branchenbuch über

die Gastronomie und Shops in

Rüttenscheid. QR-Code einscannen,

runterladen

und los geht’s.

Abenden verwandelt sich die Brasserie

zu einem Tanzlokal mit Live

Musik.

Rüttenscheider Str. 62,

Tel.: 0201 79937701

„FCUK Yoga Bar“

(Cocktailbar)

Bereit für einen „Absacker“?

Dann nichts wie hin zur Cocktailbar

FCUK Yoga. Sie wird auch

„F*ck Yoga“ genannt. Eine „richtige“

Bar mit Herz und Handwerk

und reichlich kreativ gemixtem

Alkohol.

Emmastr. 13,

Tel.: 0201 87782596

Bild: Adobe

Lösen Sie das Rätsel und gewinnen

Sie ein robustes Tablet für

den Baustelleneinsatz*

1. Synonym: Schraubverbindung

2. Koponente einer Heizungsanlage

3. Dichtmittel

4. Synonym: Siphon

5. Verbindungstechnik

6. Bakterie im Wasser

7. Abkürzung für: Rückstauebene

8. WÜ (Abk.)

9. Synonym: U-Bogen/

Kompensator

10. Gasförmiger Brennstoff

11. FBH (Abk.)

12. Heizkörper

mit hoher Luftumwälzung

13. Einheit für Druck

14. DN /(Abk.)

15. Regeleinheit am Heizkörper

Sanitär · Heizung · Klima

Klempner

Ofen- u. Luftheizungsbauer

Behälter- u. Apparatebauer

Fachverband NRW

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Mit freundlicher Unterstützung

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Datenschutz (Artikel 13 DSGVO)

Die Fachverband SHK NRW, Jahnstr. 52 , 40215 Düsseldorf, erhebt Ihre Daten ausschließlich zum Zweck der Durchführung dieses Gewinnspiels. Durch Abgabe des ausgefüllten Teilnahmescheins willigen Sie in die Verarbeitung

der angegebenen Daten zur Durchführung des Gewinnspiels ein. Die Datenerhebung und Datenverarbeitung ist für die Durchführung des Gewinnspiels erforderlich und beruht auf Artikel 6 Abs. 1 b) DSGVO.

Eine Weitergabe der Daten an Dritte findet nicht statt. Die Daten werden im Anschluss an die Auslosung am 13.03.2020, 15 Uhr umgehend gelöscht und vernichtet. Sie haben das Recht, der Verwendung Ihrer Daten zu widersprechen.

Zudem sind Sie berechtigt, Auskunft der bei uns über Sie gespeicherten Daten zu beantragen sowie bei Unrichtigkeit der Daten die Berichtigung oder bei unzulässiger Datenspeicherung die Löschung der Daten

zu fordern. Sie können unseren Datenschutzbeauftragten unter datenschutz@shk-nrw.de oder unter Datenschutzbeauftragter c/o Fachverband SHK NRW, Jahnstr. 52 , 40215 Düsseldorf, erreichen. Sie haben das Recht auf

Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde.

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* Den Coupon ausschneiden und auf der SHK Essen am Stand

des Fachverbands SHK NRW in Halle 2, 2D12, abgeben. Der Rechtsweg

ist ausgeschlossen.

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