GesundinMittelfranken_Ausgabe7_web

Visioness

AUSGABE 7

2020

GESUND IN

MITTELFRANKEN

Geriatrie

Mit der Reha kommt die

Lebensfreude zurück

Seite 20

Beste

Karrierechancen

für angehende

Pfleger

Seite 24

Endoprothetik

Ich hätte die Operation schon

viel früher machen sollen"

Seite 8

Patientenfürsprecherin Ursula Hahn

Ich habe das

Zuhören gelernt

Seite 4

GESUND IN MITTELFRANKEN

1


Editorial

Liebe Patientinnen und Patienten,

liebe Leserinnen und Leser,

4

Versorgung für Intensiv- und Notfallpatienten im Neubau, Ärzte, die das Bestmögliche

möglich machen und hervorragende Karrierechancen für angehende

Pflegefachkräfte: Die Kliniken des Landkreises Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim

rüsten sich für Herausforderungen der Zukunft und ermöglichen Patienten

mit immer neuen medizinischen Innovationen zurückgewonnene Lebensfreude.

„Ich hätte die Operation schon viel früher machen sollen“, sagt beispielsweise

der Neustädter Bürgermeister Klaus Meier. Er folgte dem guten Ruf der Klinik in

Bad Windsheim und freut sich nach einer Hüft-OP im Endoprothetikzentrum mit

neuem Verfahren der schnellen Genesung (Rapid Recovery) über schmerzfreie

Gelenke und die Wiederaufnahme einer schon fast vergessenen Sport-Leidenschaft.

Wie es dem Bürgermeister damit ging, welch abenteuerlichen Hobbys

auch andere ehemalige Patienten mit künstlichen Gelenken nachgehen und was

Chefarzt Dr. Mathias Bender davon hält, lesen Sie ab Seite 8 in diesem Heft.

Für beste Karrierechancen junger Pflegeschüler erweitert die Pflegeschule in

Scheinfeld ihre Ausbildungsmöglichkeiten und passt diese den neuen gesetzlichen

Vorgaben im Rahmen des geänderten Pflegeberufegesetzes an. Die beiden

Pflegeschulen des Landkreises werden zusammengelegt, gemeinsam neue

Lehrpläne entworfen und im Rahmen des gegründeten Netzwerkes „Pflege in

FRANKENS MEHRREGION“ Kooperationsverträge mit Trägern der praktischen

Ausbildung geschlossen, unter anderem mit einem Anbieter für ambulante

Intensivpflege. Damit werden im ländlichen Raum wohnortnahe Einsätze für

angehende Pflegefachkräfte auf höchstem Niveau ermöglicht.

Impressum

Gesund in Mittelfranken Nr. 7

Winter 2020

Herausgeber:

Kliniken des Landkreises

Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim

Postanschrift:

Kliniken des Landkreises

Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim,

Erkenbrechtallee 45,

91438 Bad Windsheim

Telefon: 09841 99-912

Internet: www.kliniken-nea.de

Redaktionsleitung: Benjamin Maier,

Organisationsentwicklung | Marketing

| PR & Neue Medien

Inhaltliches und grafisches

Konzept,

Redaktion und Realisation:

Visioness GmbH, Heidelberg

Druck: TV Satzstudio GmbH

Neidhardswinden 63

91448 Emskirchen

Bildquellen: Alle Fotos stammen aus

den Einrichtungen der Kliniken des

Landkreises Neustadt a. d. Aisch -

Bad Winsheim, wenn nicht anders

angegeben.

Deutlich verbessert wird die medizinische Versorgung auch mit dem Klinik-Neubau

in Neustadt, der künftig eine geräumige, moderne Notaufnahme beherbergt,

eine je 12 Betten umfassende Intensiv- und Intermediate-Care-Station

sowie Räumlichkeiten für die Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes und

eine Ambulanz für Kinder- und Jugendpsychiatrie.

24

Alles Gute und beste Gesundheit im Namen aller Mitarbeiter der Kliniken des

Landkreises Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim wünschen Ihnen

Ihr

Helmut Weiß Stefan Schilling Dr. Mathias Bender Dr. Gerald Wasmeier

Landrat Vorstand Ärztlicher Leiter Ärztlicher Leiter

2 GESUND IN MITTELFRANKEN


Inhalt

Psychotherapeutin

Ursula Hahn ist neue

Patientenfürsprecherin

in der Klinik Neustadt

an der Aisch

Ich habe das Zuhören gelernt ........................................... 4

Klinik-Neubau wird Mitte 2020 bezogen .............................. 6

Ich hätte die Operation schon viel früher machen sollen ....... 8

Der Patient ist wesentlicher Teil des Behandlungskonzepts .... 12

Mission Leben erleichtern: Portal NeaWis ............................ 15

Neustädter Bürgermeister

Klaus Meier freut sich über

schmerzfreie Gelenke

8

Ambulante Badekur beantragen - Das sollten Sie beachten ... 16

Hand in Hand für mehr Lebensqualität ............................... 18

Mit der Reha kommt die Lebensfreude zurück ..................... 20

Titelthema Pflege

Langzeitpflege bis Intensiv:

Beste Karrierechancen für angehende Pfleger...................... 24

Endometriose: Kinderwunsch nicht ewig aufschieben ........... 30

Neues MVZ Chirurgie in der Bismarkstraße .......................... 32

Veranstaltungen ............................................................. 34

Klinikführer .................................................................... 35

Pflegeschule in Scheinfeld

erweitert ihre Ausbildungsmöglichkeiten

Mit der Reha

kommt die

Lebensfreude zurück

20

GESUND IN MITTELFRANKEN

3


Patientenfürsprecherin

„Jeder hat einen Grund dafür,

sich so zu verhalten, wie er es tut“,

erklärt Ursula Hahn und konkretisiert:

„Dieser Grund kann offensichtlich

sein, aber auch viel tiefer

liegen als man eigentlich denkt.“

Ihre Menschenkenntnis und das

Verständnis für natürliche Gefühle

wie Wut, Ärger, Frustration liegen

der freiberuflichen psychologischen

Psychotherapeutin im Blut. Seit Februar

nutzt sie diese Berufung auch

als Patientenfürsprecherin an der

Klinik Neustadt an der Aisch.

Psychotherapeutin

Ursula Hahn ist neue

Patientenfürsprecherin

in der Klinik Neustadt

an der Aisch

Ich habe das

„Wir haben stets mit Menschen zu tun, die

sich in einer schwierigen Situation befinden

und unsere Aufgabe ist, das aufzufangen“,

erläutert Hahn ihr Arbeitsverständnis. „Dabei

kommt mir mein beruflicher Hintergrund

entgegen: Ich habe das Zuhören gelernt.“

Damit möchte sie die Patienten des 179-Betten-Hauses

erreichen und gleichzeitig die

Schwelle, Lob und Unmut zu äußern, möglichst

gering halten. Ursula Hahn hat nicht

nur ein offenes Ohr, sondern charakterisiert

sich selbst als empathisch, authentisch und

feinfühlig.

Sensibilität und Aufgeschlossenheit

sind gefordert

Als Patientenfürsprecherin ist Ursula Hahn

das Bindeglied zwischen dem Klinikpersonal

auf der einen und den Patienten und

ihren Angehörigen auf der anderen Seite.

Sorgen, Anliegen und Probleme bezüglich

des Klinikaufenthalts, aber auch Wünsche,

Anregungen und Lob – mit alledem können

sich Patienten an die Frau mit dem feinen

Gespür wenden.

4 GESUND IN MITTELFRANKEN


Patientenfürsprecherin

Diese Sensibilität und Offenheit ist zur

Ergründung der Rückmeldungen von Patienten

notwendig. „Manchmal steht hinter

Beschwerden etwas ganz anderes“, erklärt

sie und verweist auf eine exemplarische

Anekdote einer befreundeten Patientenfürsprecherin:

Ein Patient beschwerte sich

einmal über eine seiner Meinung nach

viel zu kalt servierte Banane. „Hinter dieser

Beschwerde stand wahrscheinlich weniger

Unmut über die kalte Banane als Frust über

Zuhören

gelernt

etwas anderes“, vermutet die Patientenfürsprecherin,

die betont, dass auch auf den

ersten Blick vermeintlich lapidare Anliegen

ernst genommen werden müssen und eine

sensible Reaktion erfordern. Tatsächlich

stellte sich bei besagtem Patienten heraus,

dass er seit Tagen alleine im Krankenhaus

gelegen hatte und darüber unzufrieden

war. Um seiner Einsamkeit entgegenzuwirken,

wurde der ehrenamtliche Besuchsdienst

eingeschaltet.

Vernetzung und Austausch als Weg

zum Erfolg

Damit sie auf kurzem und schnellem Wege

solche Lösungen erreicht, verfolgt Ursula

Hahn folgende Strategie: „Ich möchte mich

vernetzen und austauschen, sowohl mit

den Ärzten und Pflegekräften als auch mit

Seelsorgern, dem Besuchsdienst und dem

Qualitätsmanagement. Gemeinsam finden

wir Lösungen“, ist sie überzeugt. Zu dieser

Vernetzung gehört auch, dass Ursula Hahn

intensiv den Austausch mit anderen Patientenfürsprechern

sucht. Dieser Austausch

half ihr bereits vor Beginn ihrer Tätigkeit,

den auf sie zukommenden Arbeitsaufwand

abzuschätzen und ihre eigenen Fähigkeiten

im Hinblick auf die neue Rolle zu bewerten.

Engagement und Einsatz für ihre Mitmenschen

ist Ursula Hahn keineswegs

fremd. Die Berufung als Patientenfürsprecherin

kam über eines der zahlreichen Ehrenämter

zustande, die sie bereits ausübt.

„Ich bin regelmäßig Simulationspatientin an

der dem Krankenhaus zugehörigen Krankenpflegeschule.

Bei einem meiner Einsätze

wurde ich angesprochen“, berichtet sie. „Mir

war sofort klar: Ich muss das probieren.“

Mit derselben Einstellung wird sie auch

in ihrer neuen Aufgabe versuchen, den

Menschen zuzuhören, ihnen zu helfen und

Probleme zu lösen oder in Ursula Hahns

Worten: „Niemand muss Hemmungen haben,

mich anzusprechen. Ich bewerte oder

urteile nicht, ich bin vollkommen unabhängig

und versuche einzig und alleine, mich

für Patienten einzusetzen.“

Die Patientenfürsprecherin kann über

verschiedene Kanäle kontaktiert werden.

Telefonisch steht sie unter der Nummer 09161

70-2733 zur Verfügung. Schriftlich ist sie sowohl

über den gekennzeichneten Postkasten

neben dem Empfang der Klinik als auch per

E-Mail an patientenfuersprecher@klinikennea.de

erreichbar.

Kontakt

Patientenfürsprecherin

Klinik Neustadt an der Aisch

Ursula Hahn

Paracelsusstraße 30

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-2733

Mail: patientenfuersprecher@kliniken-nea.de

GESUND IN MITTELFRANKEN

5


Neubau

Klinik-Neubau

in

wird Mitte 20

Mit neuer Intensivstation, Intermediate-Care-

Station und moderner, deutlich größerer

Notaufnahme wird Mitte 2020 der Neubau der

Kliniken des Landkreises Neustadt a. d. Aisch –

Bad Windsheim in Neustadt bezogen. Auf drei

Geschossen und einer Gesamtfläche von 5000

Quadratmetern stellt die Klinik sich hochmodern

für künftige Herausforderungen auf.

Das neue Klinik-Gebäude ist nicht zu

übersehen: Die Fassade erstrahlt in

frisch-fröhlichen Grün-gelb-Tönen und

hebt sich damit sichtlich vom grau in

grau des Altbaus ab. „Über die Farbkombi

scheiden sich die Geister, aber mir

gefällt sie sehr gut“, sagt Klinik-Vorstand

Stefan Schilling, der damit eine positive

Lebenseinstellung assoziiert.

Anstoß für den Neubau hatte eine

bisher nicht vorhandene Intermediate-

Care-Station (IMC) gegeben. Für Patienten,

die zwar überwachungspflichtig

sind, aber nicht unbedingt auf der

Intensivstation untergebracht werden

müssen, gab es in Neustadt lange keine

entsprechend ausgestatteten Räume.

Um diese Unzulänglichkeit umgehend

auszuräumen war als Zwischenlösung

auf eigene Kosten der Klinik bereits im

Altbau eine IMC mit einem Zimmer und

fünf Betten eingerichtet worden.

Jetzt freuen sich Ärzte und Pflege auf

eine neue Intensivstation im Obergeschoss

des Neubaus mit 12 Betten und

Einbettzimmer-Standard sowie eine

Intermediate-Care-Station mit ebenfalls

12 Betten im Zweibettzimmer-Standard.

Darunter sind in beiden Stationen jeweils

zwei Einzelzimmer mit einer extra

Patienten- und Personalschleuse, in

denen Patienten untergebracht werden

können, die beispielsweise aufgrund

einer ansteckenden Infektion isoliert

liegen müssen. "Durch die nebeneinander

angelegten Stützpunkte und den

gemeinsamen Arbeitsbereich für die

Medikamentenvorbereitung der neuen

Intensiv- und IMC-Einheiten wird eine

noch bessere Verknüpfung der beiden

Einheiten möglich sein", äußert Ruth

Gröger, Chefärztin der Anästhesie.

Auch die Zentrale Notaufnahme als

Anlaufstelle für Patienten war bisher

sehr beengt und mit drei Behandlungsräumen

für die Chirurgie und einem

weiteren im ehemaligen Herzkatheterlabor

nachgerüsteten Raum nicht als

solche ausgelegt. Künftig wird es im

Erdgeschoss des Neubaus eine große

Notaufnahme mit Schockraum und vier

großen Behandlungsräumen geben,

dazu zehn Überwachungsplätze mit Monitoring-Möglichkeiten.

So können Patienten,

die nachts eingeliefert werden,

im Bereich der Zentralen Notaufnahme

übernachten und ausgeruht sowie ohne

6 GESUND IN MITTELFRANKEN


Neubau

Neustadt

20 bezogen

Überraschenderweise

sind wir mit dem Neubau

sowohl in etwa im vorgesehenen

Zeit- als auch im

Budget-Plan geblieben

nächtliche Störung anderer Patienten am

nächsten Morgen ihre Station beziehen.

Modernisiert und künftig für die gesamte

Klinik in Neustadt im Untergeschoss

des Neubaus untergebracht wird die

Stromversorgung. Außerdem ist ein

Personalparkplatz mit 140 Stellplätzen

unterhalb des Hubschrauberlandeplatzes

geplant.

„Überraschenderweise sind wir mit

dem Neubau sowohl im vorgesehenen

Zeit- als auch im Budget-Plan geblieben.

Das ist keine Selbstverständlichkeit“,

zeigt sich Stefan Schilling erleichtert.

Finanziert wird die 21 Millionen Euro

umfassende Investition für den Klinik-

Neubau zu rund 17 Millionen Euro

vom Freistaat, 2,7 Millionen Euro vom

Landkreis und einem restlichen Teil aus

Eigenmitteln der Klinik, die sich über

Mieteinnahmen refinanzieren sollen.

So bezieht beispielsweise die Rettungswache

des Roten Kreuzes für Mieter

vorgesehene Räume im Erdgeschoss

und bringt im Untergeschoss Fahrzeuge

der Rettungswache unter. Weitere Räume

nutzt eine Ambulanz für Kinder- und

Jugendpsychiatrie.

Landrat Helmut Weiß, der den Neubau

mit angestoßen hatte, ist dabei vor

allem die optimale Versorgung der

Menschen im Landkreis wichtig: Das

Versprechen der bestmöglichen wohnortnahen

medizinischen Versorgung

gelte als wichtiger Bestandteil der selbst

auferlegten Zukunftsstrategie „Regionalgesundheit

2025“, mit der sich Klinik und

Landkreis den steigenden Herausforderungen

für Kliniken in ländlichen

Regionen stellen möchten.

Kontakt

Klinik Bad Windsheim

Stefan Schilling

Vorstand

Paracelsusstr. 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-2778

Mail: stefan.schilling@kliniken-nea.de

GESUND IN MITTELFRANKEN

7


Diabetes

es

Ich hätte die

Operation scho

viel früher

machen so

Neustädter Bürgermeister

Klaus Meier freut sich nach

Hüft-OP im Endoprothetik-

zentrum der Klinik Bad

Windsheim über schmerz-

freie Gelenke und Wieder-

aufnahme seiner sportlichen

Leidenschaft

Der Neustädter Bürgermeister Klaus Meier be-

endete mit einer im Endoprothetikzentrum der

Klinik Bad Windsheim eingesetzten Hüftprothe-

se einen Kreislauf unerträglicher Schmerzen.

Der frühere Deutsche Jugendmeister im Kugel-

stoßen und Diskuswerfen bezahlt seine

Erfolge

aus vielen Jahren Leistungssport mit verschlis-

senen Gelenken. „Die notwendige Hüft-Operation

bahnte sich an, zum Beispiel bei längeren

Spaziergängen“, blickt Meier zurück. Seiner Frau

fiel auf, dass er nur noch gebeugt ging.

Die Schmerzen strahlten bis ins Knie aus,

die dadurch eingenommene Schonhaltung

belastete zusätzlich. „Ich sagte Dr. Bender kurz

vor der Hüft-Operation, dass ich vermutlich in

zwei, drei Monaten wiederkäme, um mir ein

künstliches Kniegelenk einsetzen zu lassen“, so

der Bürgermeister. Der Mediziner beschwichtigte

damals: „Jetzt warten wir erst mal

ab, wie

sich

der Schmerz im Knie entwickelt.“

8 GESUND IN MITTELFRANKEN


Endoprothetik

n

llen

„Oft strahlen Arthoseschmerzen in andere

Bereiche des Körpers aus“, erklärt Chefarzt

Dr. Bender, warum er in Bezug auf das

schmerzende Knie eher gelassen als in

Alarmbereitschaft war. Überraschend, und

nach eigener Aussage das tollste Erlebnis

nach der OP, war für Klaus Meier: „Als ich

aus der Narkose aufgewacht bin, haben mir

weder die Hüfte noch das Knie wehgetan.

Das ist eine ganz neue Lebensqualität.“

Die Entscheidung für die Klinik in Bad

Windsheim fiel ihm nicht schwer. „Als klar

war, dass ich eine neue Hüfte brauche,

stand für mich fest, dass ich den Eingriff in

Bad Windsheim vornehmen lasse“, so das

Stadtoberhaupt. „Der Ruf der Klinik ist sehr

gut. Wieso also den Landkreis verlassen?“,

fügt Bürgermeister Meier an.

Eine Entscheidung, die der Neustädter

nicht bereute: „Die Operation ist gut

verlaufen und ich war hinterher schnell

wieder auf den Beinen.“ Nach fünf Tagen im

Krankenhaus mit neuem Behandlungskonzept

und einer anschließenden Reha in der

Frankenlandklinik trat der Bürgermeister

vier Wochen später wieder sein Amt an.

Tägliche Spaziergänge mit seiner Frau

ließen ihn und die neue Hüfte ein halbes

Jahr später den absoluten Härtetest überstehen:

Eine 20 Kilometer lange Wanderung.

Inzwischen frönt Klaus Meier seinem

früheren Hobby und seiner Leidenschaft. Er

spielt endlich wieder Volleyball, sofern es

der Arbeitsalltag zulässt. „Ich mache zwar

keine Hechtbagger mehr, aber der Rest

klappt sehr gut“, zeigt sich der Neustädter

mehr als zufrieden.

Auf diese Information hätte Dr. Bender

lieber verzichtet. „Dass Herr Meier mit

seiner Hüftprothese Volleyball spielt, ist

nicht unbedingt das, was ich als Orthopäde

hören möchte“, tadelt der Mediziner mit

einem eindeutigen Schmunzeln auf den

Lippen. Inzwischen hat er sich fast an die

Abenteuerlust ehemaliger Patienten gewöhnt.

„Manchmal stockt einem allerdings

der Atem“, fügt Dr. Bender an.

Ich erledige meinen

Teil, nämlich Sie zu

operieren, und Sie

haben auch einen Job:

Aufstehen und Gehen

Der Chefarzt zeigt das Bild einer jungen

Frau, der er eine künstliche Hüfte eingesetzt

hat: Die in Brasilien lebende Fränkin

hängt kopfüber und ohne Sicherung an

einem Felsüberhang – mehrere hundert

Meter über dem Boden. Ein anderer lässt es

sich nicht nehmen, trotz künstlicher Hüfte

und künstlichem Knie als Cowboy oder

Ritter in den Lanzenkampf zu ziehen oder

durchs Feuer zu reiten. Ein entsprechendes

Foto bekam Dr. Bender zwei bis drei

Wochen nach der OP mit dem triumphierenden

Kommentar: „Doktor, Sie werden es

nicht gern sehen, aber ich sitze wieder auf

dem Pferd.“

Trotz liebevoller Sorge und in Falten gezogener

Stirn: Chefarzt Dr. Bender freut sich

über jeden seiner Patienten, der mit einem

Ziel vor Augen Fortschritte macht. Dank

der neuen Prothese gewinnen seine Patienten

neue Lebensqualität. Für den einen

ist es Bergwandern, für den anderen die

Enkel schaukeln oder wieder im Garten

arbeiten. Eigeninitiative, ein Ziel am Horizont

und der Austausch in einer Gruppe

Gleichgesinnter sind neben der exzellenten

Medizin im zertifizierten Endoprothetikzentrum

der Maximalversorgung wesentliche

Bausteine für den Erfolg des Rapid-Recovery-Verfahrens.

GESUND IN MITTELFRANKEN

9


Endoprothetik

Vertrauen

zum neuen Gelenk

Konzept der schnellen Genesung

mit Patientenschulung bringt

Operierte zügig auf die Beine

„Ein Hut, ein Stock, ein Re-gen-schirm.“ Die Teilnehmer der Patientenschulung

im Endoprothetikzentrum der Klinik Bad Windsheim traben auf der

Stelle und singen, mehr oder minder engagiert, mit. Währenddessen leitet

Physiotherapeutin Anja Keller die Patienten passend zu dem bekannten

Singspiel an. Übungen werden gezeigt, die die künftigen Prothesen-Inhaber

nach der OP trainieren sollten. „Das sind Ihre besten Freunde“, betitelt

sie die an der Wand aufgezeichneten Aktivitätsmännchen des Bewegungsparcours.

Der Bewegungsparcours macht einen wesentlichen Teil des

Konzeptes der schnellen Genesung aus.

Das Versorgungskonzept wird seit 2018 an

der Klinik in Bad Windsheim angewandt

und wirft veraltete medizinische Annahmen

komplett über Bord. „Wir verzichten

auf alles, was für den Operationserfolg

nicht notwendig ist“, erklärt Chefarzt Dr.

Mathias Bender den vor ihm in drei Stuhlreihen

sitzenden Patienten, die in Kürze

von ihm operiert werden. Wir verzichten

auf Dauerkatheter, Drainage, Thrombosestrümpfe,

Blutsperre, Fremdblut. „Alle

aufgeführten Maßnahmen haben gesicherten

Studienergebnissen zufolge, mehr

Nachteile als Vorteile für unsere Patienten.

Diese Maßnahmen binden den Patienten

länger ans Bett als notwendig, können unsere

Patienten sogar gefährden und daher

getrost weggelassen werden“, berichtet der

Chefarzt. Stattdessen wird der Operierte

inzwischen nach dem neuen Konzept der

schnellen Genesung bereits im Aufwachraum

ganz wesentlich in den Genesungsprozess

eingebunden.

Gebuchter Ski-Urlaub, Alpenüberquerung und Nordic-Walking

Teilnehmer der Patientenschulung berichten von ihren Zielen mit künstlichem Gelenk

Am Endoprothetikzentrum in Bad

Windsheim wird nicht nur das

moderne Rapid-Recovery-Verfahren

angeboten, das Patienten eine

schnelle Genesung ermöglicht. In

diesem Rahmen werden Patienten

vorab auch intensiv mit einer Patientenschulung

auf den Eingriff und die

Zeit danach vorbereitet. „Gesund in

Mittelfranken“ hat vier Patienten vor

und einen nach der OP gefragt, wie

informativ die Schulung war, warum

sie sich für das Endoprothetikzentrum

in Bad Windsheim entschieden

haben und welches persönliche Ziel

die Betroffenen nach der Operation

erreichen möchten.

Gertrud Grau, 80 Jahre:

„Ich habe nur Gutes

von Dr. Bender

gehört, deshalb

habe ich mich für

eine Operation

im Endoprothetikzentrum

Bad

Windsheim entschieden,

das sich glücklicherweise auch

noch ganz in unserer Nähe befindet. Die

Schulung brachte mir sehr viel. Ich fühle

mich gut informiert. Mein Ziel für nach der

Knie-Operation: Wieder Fahrrad fahren, vor

allem zum Einkaufen. Ich habe es ziemlich

weit bis zum nächsten Supermarkt. Das ist

zu Fuß recht beschwerlich.“

Burkhardt Georg, 63 Jahre:

„Der Erhalt einer

Knieprothese ist

ein großer Eingriff.

Die informative

Schulung im

Endoprothetikzentrum

Bad Windsheim

hat mich in

dieser Hinsicht ein bisschen beruhigt. Auch

zuvor habe ich von der Operation nur gute

Sachen gehört. Das Team um Dr. Bender

hat lange Erfahrung und mein vollstes

Vertrauen. Motivation, nach der OP schnell

auf die Beine zu kommen, ist eine seit zwei

Jahren geplante Alpenüberquerung mit

dem Rad, die ich mit meinem Sohn und

meinem Enkel machen möchte.“

10 GESUND IN MITTELFRANKEN


Endoprothetik

„Ich erledige meinen Teil, nämlich Sie zu

operieren, und Sie haben auch einen Job:

Aufstehen und Gehen“, nimmt Dr. Bender

die Schulungsteilnehmer in die Pflicht.

Dass das möglich ist, zeigen eindrucksvolle

Videos aus dem Aufwachraum und von

den Fluren der chirurgischen Station, die

über die Leinwand im Schulungsraum

laufen. Frisch operierte Patienten im OP-

Hemd setzen sich – gestützt vom Klinikpersonal

– auf die Bettkante und gehen

bereits eine Stunde nach dem Eingriff ihre

ersten Schritte mit ihrer neuen Prothese.

„Das schafft Vertrauen zum neuen Gelenk“,

unterstreicht Chefarzt Dr. Bender. Dass die

Krankengymnastik schon am Operationstag

beginnt, ermöglicht es, dass viele Patienten

bereits am dritten Tag auf der Treppe

unterwegs sind oder gar auf Gehstützen

verzichten können. „Wir bieten unseren

Patienten so viel Physiotherapie wie nie

zuvor. „ Neben ein- bis zweimal Einzeltherapie

pro Tag, und zwar immer vom gleichen

Therapeuten, kommt die Gruppentherapie

dazu. Beides wird ergänzt durch die physiotherapeutischen

Hausaufgaben“, berichtet

Dr Bender stolz.

Die einführende Patientenschulung nimmt

Patienten dabei die Angst vor der OP und

versetzt sie mit umfassenden Informationen

in die Lage, das Ergebnis der Therapie

bewerten zu können. „Sie müssen wissen,

was Sie zu erwarten haben“, sagt Dr.

Bender im Rahmen des Vortrags. „Wenn das

nicht eintritt, dürfen sie gern meckern.“

Mit diesem guten Gefühl werden die

Teilnehmer der Schulung auf den Bewegungsparcours

der Klinik in Bad Windsheim

Übungsparcour

KNIEBEUGEN

geleitet. Hier trainieren die Schulungsteilnehmer

noch mit altem Gelenk die

Übungen, die in Kürze zu ihrem täglichen

Begleiter werden. Physiotherapeutin Anja

Keller animiert weiter: „…und vorwärts,

rückwärts, seitwärts, ran, in die Hocke,

hoch das Bein.“

Im Wechsel

BEIN IN DER HÜFTE

beugen und strecken

Im Wechsel

UNTERSCHENKEL

beugen und strecken

BEIN VORSTELLEN

und wieder zurückstellen

Auf die

ZEHENSPITZEN

stellen

Im Wechsel

BEIN NACH AUßEN

abspreizen

Edgar König, 62 Jahre:

„Vor zwei Jahren

habe ich hier

bereits ein

neues Hüftgelenk

bekommen und

mich aufgrund

der guten Erfahrungen

dafür

entschieden, auch meine Knie-Operation

von Dr. Bender vornehmen zu lassen. Die

Schulung fand ich sehr gut und bin im

Hinblick auf die OP beruhigt. Meine Enkel

haben mein Ziel für die Zeit nach der OP

festgelegt: Ich möchte wieder alles mit

ihnen unternehmen können.“

Hellmut Otto, 77 Jahre:

„Meine guten

Erfahrungen

mit der Klinik in

Bad Windsheim

haben mich dazu

bewegt, mein

rechtes Knie von

Dr. Bender operieren

zu lassen. Hier habe ich schon eine

Endoprothese für mein anderes Bein erhalten,

mit der ich sehr glücklich bin. Ein Ziel

habe ich auch vor Augen: Der Skiurlaub für

den kommenden Januar ist schon gebucht!

Ich komme gebürtig aus der Nähe von Garmisch

und kann es kaum erwarten, wieder

auf den Brettern zu stehen.“

Ernst Wohlleb, 66 Jahre:

„Ich habe im

Vorfeld intensiv

recherchiert. Nirgendwo

erschien

mir die Organisation

der Operation

so professionell

wie hier. Die

Patientenschulung vor der OP war toll und

es blieben keine Fragen offen. Jetzt, fünf

Tage nach der OP, bin ich noch begeisterter:

Ich werde hervorragend betreut, habe

keine Schmerzen, laufe ohne Gehstützen

und kann sogar Treppen steigen. Mein

operiertes Knie wird täglich besser und ich

freue mich darauf, im Oktober wieder mein

Hobby ausüben zu können: Ich mache

leidenschaftlich gerne Nordic-Walking.“

GESUND IN MITTELFRANKEN

11


Dr. Mathias Bender, Chefarzt der Abteilung für gie und Orthopädie sowie Leiter des Endoprothetikzentrums,

zum Einsatz von künstlichen Gelenken und den Vorzügen des

Rapid-Recovery-Verfahrens.

Unfallchirur-

ery-Verfahrens.

beim Essen oder in der Gruppentherapie wieder.

Angenehmer Nebeneffekt zur sozialen Komponente:

Durch den Austausch der Patienten

untereinander entsteht ein gewisser Wettbewerbseffekt.

Wir haben die Erfahrung gemacht,

dass das den Einzelnen zusätzlich zum selbst

gesteckten Ziel noch mehr motiviert, die

Übungen zu absolvieren

und damit die

Genesung voranzutreiben.

Der Patient soll ganz klare Vorstellungen

davon bekommen, was auf ihn zukommt.

Nur mit dieser Erwartungshaltung kann er

Der Patient

ist wesentlicher

Teil

des

Behandlungskonzepts

Knie- oder Hüftprothesen werden in vielen

Kliniken eingesetzt. Was ist das Besondere

am Rapid-Recovery-Verfahren im thetikzentrum der Maximalversorgung alversorgung Bad

Endopro-

Windsheim?

Dr. Mathias Bender: Ich darf

zunächst eine Anmerkung

machen. Rapid Recovery

bedeutet auf Deutsch übersetzt

– schnelle Genesung.

Die deutsche Übersetzung

ist mir lieber. Sie gibt unseren en

Ansatz klarer wieder. Bei uns ist der

Patient ein ganz wesentlicher er Teil des

Behandlungskonzepts. Bereits eits in der entenschule vermitteln wir Informationen

über unser neues Behandlungskonzept.

Patingskonzept.

hinterher auch überprüfen, ob das Versprochene

eintritt. Außerdem em binden wir

die Teilnehmer des Verfahrens en

aktiv in den

Behandlungsprozess ein. Schon kurz nach

dem Eingriff stehen die frisch operierten

Patienten auf und gehen ein paar Schritte.

Mit Eigen-Übungen, die jeden Tag mehrmals

wiederholt werden sollten, kann der

Betroffene einen ganz wesentlichen entlichen Teil

zum Genesungserfolg beitragen.

Welche Rolle spielt die Gruppendynamik?

Dr. Mathias Bender: Eine kleine Gruppe von

Patienten wird etwa zeitgleich ich operiert. Sie

treffen sich zunächst vor der Operation in der

Patientenschulung. Diese Patienten treffen

sich hinterher auf der Station zum Beispiel

Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein

künstliches Gelenk?

Dr. Mathias Bender: Für mich als Mediziner

sind drei Dinge interessant: Leidensdruck,

die körperliche Untersuchung und

die radiologische Untersuchung. Wenn alle

einen ergänzenden Befund ergeben, dann

könnte der Betroffene von einem künstlichen

Gelenk profitieren.

Ist alternativ auch eine

konservative Therapie möglich?

Dr. Mathias Bender: Eine konservative

Therapie ist immer möglich, kann aber die

Arthrose nicht heilen. Die konservative

Therapie soll den Patienten in eine Situation

versetzen, mit der er auch ohne Operation

12 GESUND IN MITTELFRANKEN


Endoprothetik

zurechtkommt. Wenn Medikamente aber

nicht mehr ausreichen, die Schmerzen

auszuhalten, ist eine Prothese ratsam.

Wann würden Sie Patienten mit Gelenkschmerzen

von einer Prothese abraten?

Dr. Mathias Bender: Dann, wenn die harten

Kriterien wie ein hoher Leidensdruck,

Röntgenbild und Untersuchungsbefund

nicht zusammenpassen. Wenn Fragen

offen bleiben, liegt das Problem vielleicht

nicht am angeschuldigten Gelenk, sondern

woanders. Dann würde ich weiter nach

möglichen Ursachen suchen. Haben Patienten

Zweifel an einer Diagnose, sollten

sie eine Zweitmeinung einholen.

Ich bin mir noch unsicher, ob ich bereit für

ein künstliches Gelenk bin. Muss ich mich

sofort operieren lassen?

Dr. Mathias Bender: Der Einsatz einer Prothese

ist keine Notfall-Operation. Man muss sich

nicht unter Druck setzen lassen. Warten geht

also. Die Frage ist nur: Worauf warten Sie und

wollen Sie die Schmerzen weiterhin ertragen?

Ihre Fachklinik vor Ort

Klinik Bad Windsheim

Abteilung für Unfallchirurgie,

Orthopädie, Endoprothetikzentrum

Dr. Mathias Bender

Chefarzt

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-101

Mail: mathias.bender@kliniken-nea.de

RAPID RECOVERY =

SCHNELLE GENESUNG

Rapid Recovery ist ein erfolg -reiches

europäisches Versorgungskonzept,

das in 15 Ländern von rund 300 Kliniken

angewandt wird. In Deutschland

ist die Klinik Bad Windsheim eine von

knapp zwei Dutzend Kliniken, die mit

diesem Verfahren arbeitet, in Bayern

eine von zweien. In Mittelfranken

ist sie die einzige. Ziel ist es, Patienten

nach einem operativen Eingriff

schnell wieder auf die Beine zu

bringen. Eigeninitiative der Patienten

und eine Patientenschulung sind

wesentliche Stichpunkte in diesem

Zusammenhang.

Endoprothetikzentrum der

Maximalversorgung

2013 wurde das Endoprothetikzentrum

der Klinik Bad Windsheim als eines der

ersten in Bayern zertifiziert. Im Jahr 2016

verlieh die Deutsche Gesellschaft für

Orthopädie und Orthopädische Chirurgie

der Klinik das erweiterte Prüfsiegel

„Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung“

(EPZmax), für das noch einmal

deutlich höhere Qualitätsanforderungen

zu erfüllen sind – vor allem in Bezug

auf schwierige Fälle und komplizierte

Wechsel- und Revisionseingriffe.

Die Klinik unterzieht sich freiwillig einem

jährlichen Qualitätssicherungsprozess

durch externe Sachverständige.

Dabei werden nicht nur die Operationsdetails,

das Ergebnis und die

Rundumversorgung des Patienten

inklusive Reha-Maßnahmen geprüft.

Die Sachverständigen schauen sich

auch genau an, ob der Einsatz eines

künstlichen Gelenkes medizinisch

angebracht war. „Patienten können

also sehr sicher sein, dass nur dann

der Gelenkersatz infrage kommt,

wenn alle anderen medizinischen

Maßnahmen ausgeschöpft wurden“,

versichert Chefarzt Dr. Mathias

Bender.

GESUND IN MITTELFRANKEN

13


Endoprothetik

Spitzenplatz

DAS SAGT DIE FACHGESELLSCHAFT

380 eingesetzte Kniegelenke, 503

Hüftgelenke und alle mit besten

Weiterempfehlungsraten: Damit

nimmt die Klinik Bad Windsheim

im kürzlich herausgegebenen

NZ-Klinikcheck erneut einen

Spitzenplatz ein. Bewertet wurden

Krankenhäuser aus der Region

nach hausinternen Qualitätsmessungen,

Routinedaten der AOK,

Fallzahlen, die Aufschluss über die

Behandlungsroutine der operierenden

Orthopäden geben sollen,

sowie Weiterempfehlungsraten von

Patienten. Im Bereich künstlicher

Hüftgelenke und künstlicher Kniegelenke

landete das Endoprothetikzentrum

der Maximalversorgung

der Klinik Bad Windsheim jeweils

unter den Top 3.

im NZ-Klinikcheck

Hier treffen Patienten auf erfahrene Operateure

Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie

und Unfallchirurgie (DGOU)

zertifiziert herausragende Kliniken

im Bereich künstlicher Gelenke als

Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung.

Welche Kriterien

dabei zugrunde liegen und inwiefern

Patienten davon profitieren,

berichtet Dr. Holger Haas, Vorsitzender

der Zertifizierungskommission

EndoCert®.

Wofür steht die Deutsche Gesellschaft

für Orthopädie und Unfallchirurgie?

Dr. Holger Haas: Als wissenschaftliche

Fachgesellschaft setzt sich die DGOOC

für die Belange der Orthopädie und

Unfallchirurgie ein. Dabei steht der Patient

im Mittelpunkt, an dem sich alle

Bemühungen im Hinblick auf zukünftige

Entwicklungen und fortschrittliche

Behandlungsmethoden orientieren.

Was zeichnet Kliniken, die als Endoprothetikzentrum

der Maximalversorgung zertifiziert

sind, gegenüber anderen Kliniken

ohne dieses Gütesiegel aus?

Dr. Holger Haas: Alle Häuser, die sich der

Zertifizierung nach den EndoCert-Kriterien

unterziehen, sehen einen wesentlichen

Schwerpunkt ihrer Arbeit in der Gelenkersatzchirurgie.

Ohne diese klare Schwerpunktsetzung

wäre der Aufwand einer

Zertifizierung gar nicht leistbar. So muss

nicht nur die Klinik bestimmte Mindestfallzahlen

erfüllen – vielmehr gilt dies für

jeden einzelnen Operateur. Dazu müssen

spezifische Anforderungen in der Strukturund

Prozessqualität erfüllt werden. Dabei

gilt, dass alle Anforderungen auf wissenschaftlicher

Basis aufgestellt wurden und

regelmäßig auf ihre Gültigkeit überprüft

werden.

Welche Vorteile bringt die Behandlung in

einem Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung

für Patienten?

Dr. Holger Haas: Hier treffen Patienten auf

erfahrene Operateure, die alle regelmäßig

und in hoher Anzahl entsprechende

Eingriffe durchführen und damit über die

notwendige Routine verfügen. Daneben

sind alle Prozesse und die notwendige

Logistik um den Eingriff abgestimmt

sowie das gesamte Team nachweislich

trainiert. Alle Vorteile lassen sich hier gar

nicht aufführen – nicht umsonst ist der

Anforderungskatalog so umfangreich.

Quelle: Holger Haas

Kontakt

Geschäftsstelle der DGOU

Dr. Holger Haas

Vorsitzender der Zertifizierungskommission

EndoCert®

Straße des 17. Juni 106-108

10623 Berlin

Tel.: 030 340 603-600

Mail: office@dgou.de

14 GESUND IN MITTELFRANKEN


Endoprothetik

Mission Leben erleichtern:

Portal bündelt Rat und Informationen für Senioren und Angehörige

Der Landkreis und die Kliniken Neustadt

an der Aisch – Bad Windsheim

gehen neue Wege. In Zusammenarbeit

mit der Hochschule Ansbach wird

seit Mai 2019 das Projekt „NeaWiS“

betrieben. Dahinter verbirgt sich eine

digitale Datenbank, in der für Senio-

ren relevante Informationen gesam-

melt, gebündelt und regelmäßig

aktualisiert werden. „Oft saß ich

schon im Beratungsgespräch

und hatte nur veraltete Informationsmaterialien

zur Verfügung“,

erklärt der Chefarzt

für Geriatrie der Klinik Bad

Windsheim, Dr. Wolfgang

Anderer, den Auslöser für

das Gemeinschaftsprojekt.

Barrierefreiheit auch im Netz

„NeaWiS“ steht für „Neustadt an der

Aisch – Bad Windsheim Senioreninformation“.

Für die Entwicklung und Umsetzung

zeichnete sich eine Projektgruppe

unter der Leitung von Prof. Dr. Sascha

Müller-Feuerstein mit Leonie Hugo

(Projektkoordination) und Dunja Zöller

(wiss. Mitarbeit) verantwortlich. Diese

stimmte das Portal gänzlich auf Senioren

ab: Texte laut vorlesen lassen, die Schrift

vergrößern, Kontraste verstärken – die

Seite lässt sich individuell auf die Bedürfnisse

der Nutzer einstellen. „NeaWiS soll

eine Hilfe für Senioren sein. Deswegen

ist die Seite barrierefrei und intuitiv zu

bedienen“, erklärt Hugo und ergänzt:

„Um das zu gewährleisten, führen wir

laufend Nutzertests durch und optimieren

die Seite.“

Hilfe, Rat und Angebote sind auf einer

Seite vereint

Fallbeispiele schildern das korrekte Vorgehen

bei gängigen Problematiken, die

Rubrik „Gewusst wie“ erklärt zugehörige

Begrifflichkeiten. Eine Dienstleister-Karte

illustriert, wo es in der Umgebung welche

Unterstützungsangebote gibt: Von

Pflegediensten über Nachbarschaftshilfen

bis hin zu Senioren-Sportgruppen

– alles, was für Senioren von Relevanz

sein könnte, wird aufgenommen und

übersichtlich eingeordnet. Das birgt

einen Vorteil gegenüber klassischen Broschüren.

„Die Dienstleister können sich

selbst registrieren und ihre Angebotsund

Kontaktinformationen pflegen.

Dadurch ist das Portal gegenüber anderen

Informationsmedien viel aktueller“,

erklärt Hugo. Die verkürzte Suche nach

Informationen und Angeboten lässt nun

wieder Raum für das Wichtigste: Die individuelle

Hilfe für Betroffene und deren

Angehörige.

Weitere Infos unter www.nea-wis.de

Kontakt

Hochschule Ansbach,

Projekt NeaWiS

Leonie Hugo, Dunja Zöller

Residenzstraße 8

91522 Ansbach

Tel.: 0981 203633-21

Mail: info@nea-wis.de

GESUND IN MITTELFRANKEN

15


MVZ Bad Windsheim

Ambulante Badekur

beantragen

Das sollten Sie beachten

Ob zur Rehabilitation

nach einem

medizinischen Eingriff, zur

Stressbewältigung, zum Vorbeugen

von Krankheiten oder schlicht, um eine

gesunde Lebensweise zu erlernen und künftig

in den Alltag zu integrieren: Eine ambulante

Badekur fördert die Gesundheit und soll Körper und

Geist wieder ins Gleichgewicht bringen. Möglich ist das

beispielsweise an der Klinik Bad Windsheim, die seit kurzem

über einen neuen Badearzt (auch Kurarzt genannt) verfügt

und eng mit der benachbarten Frankentherme kooperiert.

Wann ist eine ambulante Badekur sinnvoll?

Kur zur Vorsorge:

• Geschwächte Gesundheit, die in absehbarer Zeit zu

einer Krankheit führen könnte

• Abwendung/Vorbeugen von Krankheiten und deren

Verschlimmerung

• Vermeidung einer Pflegebedürftigkeit

Kur als Anschlussbehandlung an einen

Klinikaufenthalt:

Kur zur Rehabilitation:

• Folgen einer bestehenden Krankheit, Pflegebedürftigkeit

oder Behinderung verhindern, mildern oder beseitigen

• Dabei muss die Reha aus medizinischen Gründen

erforderlich sein

• Die Erwerbsfähigkeit ist aufgrund von Krankheit oder

Behinderung erheblich gefährdet oder eingeschränkt

• Versicherungsrechtliche Voraussetzungen müssen

gegeben sein

• die Notwendigkeit einer möglichen Anschlussbehandlung

stellen die behandelnden Ärzte des jeweiligen

Krankenhauses fest

16 GESUND IN MITTELFRANKEN


MVZ Bad Windsheim

Angeboten werden in Bad Windsheim

sämtliche Kurformen, von der ambulanten

und stationären Versorgungskur über

ambulante und stationäre Rehabilitationskuren

bis hin zur Anschlussheilbehandlung

oder Mutter- bzw. Vater-Kind-Kuren.

Dr. Matthias Krause, Badearzt im Medizinischen

Versorgungszentrum (MVZ) Bad

Windsheim, ist spezialisiert auf Badekuren.

Er plant dabei nach Verschreibung der Kur

durch einen Hausarzt und Bewilligung

durch die Krankenkasse gemeinsam

mit dem Patienten individuelle Anwendungen,

verordnet Heilmittel und steht

während der ambulanten Badekur bei

medizinischen Fragen beratend zur Seite.

Bad Windsheim besticht vor allem durch

seinen historischen Stadtkern, einen 30

Hektar großen Kurpark mit Kneippinsel,

Rosengarten, Labyrinth, Tiergarten

und Bewegungspark mit

Sportgeräten sowie

nicht zuletzt durch die Frankentherme mit

Sauna landschaft und einem Solebecken

mit einer Salzkonzentration von bis zu 12

Prozent und Temperaturen bis 36 Grad

Celsius.

Infrage kommt eine ambulante Badekur

sowohl für bereits erkrankte Menschen

als auch für jene, die eine Erkrankung vermeiden

möchten. Als Vorsorgekur soll sie

Krankheiten vorbeugen und gesundheitlich

Geschwächten helfen, wieder gesund

und fit zu werden. Eine Rehabilitationskur

eignet sich hingegen für Menschen, die

bereits ernsthaft krank sind oder waren,

und die auf dem Weg der Besserung, zum

Beispiel nach einem operativen Eingriff, optimal

unterstützt werden sollen. Dazu beitragen

können in

beiden Fällen im Rahmen einer ambulanten

oder stationären Kur beispielsweise Soletherapien,

Moorbäder, Physiotherapie,

Massagen oder Kälte-/Wärmeanwendungen.

Patienten oder jene, die es mithilfe einer Kur

eben nicht werden möchten, können eine

in der Regel mindestens drei Wochen andauernde

ambulante Badekur zunächst mit

ihrem Hausarzt besprechen. Im Anschluss

wird ein Antrag auf „Kurarztschein“ bei der

Krankenkasse eingereicht. Nach Genehmigung

durch die jeweilige Kasse kann sich

der Betroffene beim Kur- oder Badearzt

vorstellen, in Bad Windsheim beispielsweise

bei Dr. Krause. Er berät gemeinsam mit dem

Kurempfänger über mögliche Anwendungen

und notwendige Heilmittel und steht

als Ansprechpartner zur Seite.

Wie beantrage ich eine ambulante Badekur?

• Beratung mit dem Hausarzt

• Antrag für Kurarztschein bei der Krankenkasse

• Genehmigung durch die Krankenkasse

• Vorstellung beim Kurarzt/Badearzt

• Untersuchung und Beratung der Kur mit dem Kurarzt/Badearzt

• Dieser verordnet notwendige Heilmittel und steht Ihnen

während der Kur bei allen medizinischen Fragen zur Seite

Ihre Fachklinik vor Ort

MVZ in der

Klinik Bad Windsheim

Dr. Matthias Krause

Ärztliche Leitung

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-201

Mail: chirurgie.erkenbrechtallee

@mvz-nea.de

GESUND IN MITTELFRANKEN

17


Alterstraumatologie

Unfallchirurgie und Geriatrie Bad Windshe

bauen gemeinsam ein Alterstraumazentru

Ein Stolpern über

den Teppich, eine

übersehene Treppenstufe

und schon ist es passiert.

Knochenbrüche bei älteren

Menschen passieren schnell und

haben oft nachhaltige Einschränkungen

zur Folge. Während bei

jungen Menschen Gips, Krücke und

Co. meist als Therapie eines gebrochenen

Knochens ausreichen, ist die Behandlung von Frakturen

bei älteren Menschen ungleich schwieriger und vielschichtiger.

Aus diesem Grund beschreiten die Unfallchirurgen

und Geriater der Klinik Bad Windsheim neue Wege und

beweisen einmal mehr: In Bad Windsheim werden keine

gebrochenen Knochen behandelt, sondern Menschen

mit gebrochenen Knochen.

Hand in Han

für mehr

Lebensqualitä

„In enger Zusammenarbeit mit der geriatrischen

Abteilung unserer Klinik arbeiten wir

an der Einführung eines Alterstraumazentrums“,

erklärt Dr. Frank Wagner, stellvertretender

Chefarzt der Unfallchirurgie.

In dem Zusammenschluss sollen künftig

ältere Menschen mit Knochenbrüchen noch

gezielter behandelt werden. Dass diese

eine besondere Behandlung benötigen,

hat Gründe: „Viele Patienten höheren Alters

leiden unter mehreren, meist chronischen

Krankheiten“, erklärt Dr. Wolfgang Anderer,

Chefarzt der Geriatrie in Bad Windsheim.

„Deshalb brauchen sie eine Behandlung, die

all ihre Bedürfnisse abdeckt.“

Um das zu ermöglichen, arbeiten Fachkräfte

der Geriatrie und Unfallchirurgie sowie

Pflegekräfte, Physio- und Ergotherapeuten,

Durch die Zusammenarbeit

von Unfallchirurgen

und Geriatern können

Komplikationen vermieden

werden

Logopäden, Psychologen, Gerontologen

und Sozialdienste interdisziplinär Hand in

Hand. In Studien zeigte dieser multiprofessionelle

Ansatz Dr. Anderer zufolge bereits

Wirkung: „Durch die Zusammenarbeit von

Unfallchirurgen und Geriatern können

Komplikationen vermieden oder zumindest

stark reduziert werden. Die Sterblichkeit

alterstraumatologischer Patienten ist in Zentren

sogar 25 Prozent geringer als in anderen

Einrichtungen!“

Gänzlich neu ist die enge Kooperation für die beiden

Fachkliniken in Bad Windsheim indes nicht.

„Bei uns ist es Usus, ältere unfallchirurgische Patienten

in der geriatrischen Frührehabilitation aufzubauen“,

so Dr. Wagner. Besonders bei Becken-,

Wirbel-, Oberschenkel- und Oberarmfrakturen

sowie bei Brüchen mit einliegender Endoprothese

zahle sich das Vorgehen für betroffene

Patienten aus und fördere deren Genesung.

Von der Zertifizierung als Alterstraumazentrum

erhoffen sich Dr. Anderer und Dr.

Wagner besser strukturierte Behandlungsabläufe.

„Außerdem wird durch die vorgegebene

Dokumentation auch ein Vergleich mit

anderen Einrichtungen möglich.“

18 GESUND IN MITTELFRANKEN


im

m auf

d

t

DAS SAGT DIE FACHGESELLSCHAFT

Mehr Lebensqualität,

weniger Folgeprobleme

Oft sind vermeintliche Kleinigkeiten wie ein Sturz in der Wohnung für ältere

Menschen der Auftakt einer langen Leidensgeschichte. Was der junge Körper

wegsteckt, birgt für den älteren immense Herausforderungen. Ältere Menschen

optimal im Genesungsprozess zu begleiten – das hat sich die Deutsche Gesellschaft

für Unfallchirurgie (DGU) mit ihrer Zertifizierungsinitiative für Alters-

TraumaZentren DGU auf die Fahnen geschrieben. Dr. Thomas Friess, Projektkoordinator

der Initiative, über die Vorteile zertifizierter Alterstraumazentren.

Was unterscheidet ein Alterstrauma hinsichtlich Entstehung und Behandlung von normalen

Traumata?

Dr. Thomas Friess: Ganz einfach, das Alter: Allerdings nicht das kalendarische,

sondern das biologische. Bei jungen Menschen ist ein beträchtliches Ausmaß an

Gewalt notwendig, damit ein Knochen bricht. Bei alten Menschen reichen oft Gelegenheitsursachen

wie ein Stolpern aus. Das liegt an mangelnder Muskulatur und

verlangsamter Reaktionsfähigkeit. Dazu kommt in vielen Fällen durch Osteoporose

instabile Knochen. Auch andere Begleiterkrankungen sind üblich. All das erschwert

die Heilung und ist ein Grund dafür, wieso beispielsweise Oberschenkelhalsbrüche

bei alten Menschen oft schwere Folgeprobleme bis hin zu einer erhöhten Sterblichkeit

nach sich ziehen. Bei jungen Menschen wird zur Frakturbehandlung der Bruch

stabilisiert und verheilt dann von selbst. Bei älteren Menschen genügt das nicht.

Stattdessen muss die Multimorbidität behandelt werden, wofür das Zusammenspiel

verschiedener medizinischer Disziplinen notwendig ist.

Welche Kriterien müssen Kliniken erfüllen, um als Alterstraumazentrum zertifiziert zu

werden?

Dr. Thomas Friess: Die Kliniken müssen interdisziplinär und mit multiprofessionellem

Ansatz arbeiten. Dafür ist eine ausgeklügelte Kommunikationsstrategie zum

Informationsaustausch zwischen den einzelnen Beteiligten notwendig. Unfallchirurgen,

Geriater, Pfleger, Physiotherapeuten, Sozialdienste – alle Beteiligten müssen genau

wissen, wie der Stand bei welchem Patienten ist, um optimal zusammenarbeiten

zu können. Zudem setzen wir spezielle Rehakonzepte noch während der stationären

Behandlung ein.

Was sind die Vorteile für die in einem Alterstraumazentrum behandelten Patienten?

Dr. Thomas Friess: Die Vorteile für die Patienten wurden 2018 durch eine große Studie

mit 55.000 Patienten in Deutschland belegt. Daraus ging hervor, dass Patienten,

die unfallchirurgisch-geriatrisch interdisziplinär und ggf. in einem Alterstraumazentrum

behandelt wurden, eine signifikant niedrigere Sterblichkeitsrate aufwiesen

als in anderen Einrichtungen. Die sogenannte 30-Tages-Morbidität war dort um 22

Prozent und die Komplikationsrate um 20 Prozent niedriger. Die Patienten haben

im Anschluss mehr Lebensqualität, werden häufiger nach Hause entlassen, statt ein

Heim in Anspruch nehmen zu müssen und erleiden weniger Folgefrakturen.

Ihre Fachklinik vor Ort

Klinik Neustadt an der Aisch

Unfallchirurgie

Dr. Frank Wagner

Stellvertretender Chefarzt

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-2101

Mail: frank.wagner@kliniken-nea.de

Quelle: Privat

Ihre Fachgesellschaft

AltersTraumaZentrum DGU

Dr. Thomas Friess

Projektkoordination

Wilhelm-Hale-Straße 46b

80639 München

Tel.: 089 540 481 0

Mail: tnw@auc-online.de

GESUND IN MITTELFRANKEN

19


Geriatrie

Mit der Reha kommt die

Ältere Patienten haben einen

erhöhten Pflegebedarf und

benötigen zusätzlich zur üblichen

Rehabilitation eine aktivierendtherapeutische

Behandlung

Mit zusammengebissenen Zähnen erklimmt

Emma Ströbel Stufe für Stufe der Steintreppe

zu ihrer Wohnung in Uffenheim. Den Jutebeutel

voller Lebensmittel in der Hand muss sie immer

wieder absetzen. Das wöchentliche Einkaufen –

eine Tortur. Die verschlissenen Gelenke: Zeugen

der vergangenen 90 Lebensjahre. Eine Knie-OP

mit anschließender geriatrischer Reha brachte

schließlich die kaum mehr erhoffte Wende.

Mit dem stark eingeschränkten Alltag, dem zunehmenden Verlust

der Selbstständigkeit und den allgegenwärtigen Schmerzen

hatte Emma Ströbel sich schon fast abgefunden – als nicht

vermeidbare Begleiter ihres Alters. Doch all das gehört für sie

nach einer Knie-Operation im April 2018 der Vergangenheit an.

Neben ihrem Ehrgeiz, wieder auf die Beine zu kommen, verdankt

die Seniorin die neu gewonnene Mobilität vor allem auch der

Geriatrischen Reha der Klinik Bad Windsheim unter der Leitung

von Chefarzt Dr. Wolfgang Anderer.

„Ein solcher Eingriff wie die Knie-OP von Frau Ströbel erfordert

im Anschluss schon bei jüngeren Patienten eine Reha. Bei älteren

Menschen schließt häufig eine spezielle geriatrische Reha an“,

sagt Dr. Anderer und verweist auf die zusätzlichen Anforderungen:

„Ältere Patienten haben einen erhöhten Unterstützungsbedarf

bei Alltagstätigkeiten und benötigen zusätzlich zur üblichen

20 GESUND IN MITTELFRANKEN


Geriatrie

Lebensfreude

zurück

Abgerundet wird das Assessment durch das

Entlassmanagement. Während das soziale

Assessment sich an den vorliegenden

Problemen der Patienten orientiert, ist das

Entlassmanagement klar lösungsorientiert,

wie Dr. Anderer erläutert: „Wir evaluieren

ausführlich den Zustand des Patienten im

Hinblick auf die Fragen: ‚Kann der Mensch

in seine gewohnte Umgebung zurückkehren?

Welche Hilfe und Hilfsmittel benötigt

er hierfür?‘“

Rehabilitation eine aktivierend-therapeutische Pflege.“ Ziel sei es, ganz

allgemein die Selbstständigkeit der Patienten im Alltag wiederherzustellen.

Was dabei „Selbstständigkeit“ bedeutet, beantworte jeder Patient für

sich ganz unterschiedlich.

Patienten und Angehörige werden aktiv miteinbezogen

Ein wesentliches Instrument zur Erfassung der Ressourcen und Defizite

stellt das geriatrische Assessment dar, aus dem heraus eingeschätzt werden

soll, was ein Patient kann und was nicht. Der Begriff Assessment steht

dabei für Bestandsaufnahme. Zu Beginn der Reha erfrage man im sozialen

Assessment die Situation vor dem Vorfall, der den Patienten in die Klinik

brachte und vergleiche diese mit den gegenwärtigen Verhältnissen. „Dabei

geht es nicht nur um den körperlichen, sondern auch den kognitiven und

den emotionalen Zustand des Patienten und um dessen Lebensbedingungen“,

erklärt Dr. Anderer und resümiert: „Aus dem Vorher-Nachher-Vergleich

ergibt sich der Behandlungsbedarf während der Reha.“

Es gilt, die beste Lösung zu finden

Dabei schauen die Verantwortlichen ganz

genau hin. „Oft haben betroffene Patienten

eine irrationale Angst und versuchen, ihre

Probleme zu verstecken oder vor sich selbst

zu verleugnen“, berichtet Dr. Anderer. Wie

die für Patienten sinnvollste Anschlussversorgung

aussieht, ist von Fall zu Fall

unterschiedlich. Während es bei den einen

lediglich um die Beantragung einer Gehhilfe

geht, muss bei anderen unter Umständen

ein Platz in einem Pflegeheim organisiert

werden. Dabei werden die Wünsche, die Bedürfnisse

und die Fähigkeiten des Patienten

so weit wie möglich berücksichtigt.

Für die individuellen Ziele stehen in der

Geriatrie Bad Windsheim verschiedene

Experten unterschiedlicher Berufsgruppen

zur Verfügung: Neben Ärzten und Pflegekräften

arbeiten unter anderem auch

Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden,

Psychologen und Sozialdienste mit den Patienten.

Zentrales Element der Verknüpfung

all dieser Berufsgruppen ist die regelmäßig

stattfindende Teambesprechung, in der

der Therapie- und Genesungsverlauf jedes

einzelnen besprochen und analysiert wird.

GESUND IN MITTELFRANKEN

21


Alle Akteure ziehen an einem Strang

Seit 2017 ist die Durchführung eines

Entlassmanagements gesetzlich vorgeschrieben.

Vor große Herausforderungen

stellte diese Änderung die Geriatrie in Bad

Windsheim nicht, denn ein ausführliches

Entlassmanagement war dort seit jeher

Teil der Patientenversorgung. Geprägt war

es immer von der engen Vernetzung der

Klinik mit den verschiedenen Anbietern von

Hilfsangeboten des regionalen gesundheitlichen

Versorgungssystems.

So war es auch bei Emma Ströbel. Ihr persönliches

Ziel für die geriatrische Reha war,

mit Rollator selbständig unterwegs zu sein,

um sich mit ihren Freundinnen treffen zu

können. Das ist ihr dank der Geriatrischen

Reha gelungen.

Diese Zusammenarbeit bildet auch heute

das Herzstück bei der Organisation der

anschließenden Patientenversorgung. „Wir

pflegen gute Kontakte zu Sanitätshäusern,

ambulanten Pflegediensten, niedergelassenen

Ärzten und anderen Einrichtungen, die

für die Anschlussbetreuung von Bedeutung

sind“, erläutert Dr. Anderer. „So können wir

nach der Reha einen möglichst reibungslosen

Ablauf für die Patienten und ihre

Bedürfnisse erreichen.“ Das System hat sich

bewährt. Über 85 Prozent der Patienten

können erfolgreich in die Selbstständigkeit

entlassen werden. Was bei den meisten

nach der Reha übrig bleibt, ist das gute

Gefühl ein Stück Autonomie zurückgewonnen

zu haben.

Ihre Fachklinik vor Ort

Klinik Bad Windsheim

Abteilung für Geriatrische Rehabilitation

Dr. Wolfgang Anderer

Chefarzt

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-794

Mail: wolfgang.anderer@kliniken-nea.de

Krankenhäuser und Rehabilitationseinrichtungen

sind verpflichtet, für

Patienten nach einem Aufenthalt in der

jeweiligen Einrichtung ein Entlassmanagement

zu organisieren. Nach welchen

Vorgaben und Kriterien Patienten unterstützt

werden sollten, berichtet Dirk

van den Heuvel, Geschäftsführer des

Bundesverbandes Geriatrie e.V.

Ein Entlassmanagement ist seit 2017 für

Krankenhäuser und seit 2019 für stationäre

Rehabilitationseinrichtungen gesetzlich

vorgeschrieben. Wie sollte ein solches

gemäß Gesetzgeber aussehen?

Dirk van den Heuvel: Der Rahmenvertrag

zum Entlassmangement stellt die Bedürfnisse

des Patienten in den Fokus. Das

standardisierte Entlassmanagement soll

nach einem stationären Aufenthalt eine

bedarfsgerechte, kontinuierliche, ressourcen-

und teilhabeorientierte Weiterversorgung

der Patienten in die nachfolgenden

Versorgungsbereiche gewährleisten.

DAS SAGT DIE FACHGESELLSCHAFT

Rahmenvertrag stellt

Bedürfnisse des Patienten

in den Fokus

Patienten oder deren gesetzliche Vertreter/

Betreuer sollen eng in versorgungsrelevante

Prozesse eingebunden werden. Dabei

muss die Zusammenarbeit zwischen Ärzten,

Therapeuten, Sozialdienst, Pflegepersonal,

Krankenhausapothekern und weiteren am

Entlassmanagement beteiligten Berufsgruppen

sichergestellt sein. Ergänzend ist

im Bereich der Rehabilitation am 1. Februar

2019 der Rahmenvertrag Entlassmangement-Reha

in Kraft getreten. Dieser regelt,

dass auch die stationären medizinischen Rehabilitationseinrichtungen

rechtzeitig eine

Entlassung der Rehabilitanden planen und

die erforderlichen Schritte für die Versorgung

der Menschen nach ihrer Entlassung

einleiten.

Inwiefern bringen das Gesetz und damit

die Etablierung eines Entlassmanagements

Vorteile für Patienten?

Dirk van den Heuvel: Mit dem standardisierten

Entlassmanagement sollen Behandlungslücken

wirkungsvoll vermieden werden.

Da der patientenindividuelle Bedarf

im Mittelpunkt steht, können die Regelungen

insbesondere für Patienten vorteilhaft

sein, die wegen ihrer Krankheit ohnehin

eingeschränkt beziehungsweise stark

belastet sind. Entlassmanagement ist durch

die entsprechende Vereinbarung ein fester

Bestandteil der stationären Versorgung,

erfolgt strukturiert, geplant und führt die

verschiedenen Beteiligten – Krankenhaus

beziehungsweise Rehabilitationseinrichtungen,

Krankenkassen und nachbehandelnde

Professionen zusammen.

Quelle: BV Geriatrie

Kontakt

Bundesverband Geriatrie e. V.

Dirk van den Heuvel

Geschäftsführer

Reinickendorfer Straße 61

13347 Berlin

Tel.: 030 3 39 88 76-10

Mail: geschaeftsstelle@bv-geriatrie.de

22 GESUND IN MITTELFRANKEN


PFLEGEFACHFRAU/

PFLEGEFACHMANN (M/W/D)

Dr. Becker

wir bilden gemeinsam aus:

AUSBILDUNGSBEGINN

01.09.2020

Kiliani-Klinik

Vitalis

PFLEGEFACHFRAU/

PFLEGEFACHMANN (M/W/D)

mit vertiefung altenpflege

Wohnpark

Mehr Infos:

pflegeschulenea.de

Kreisverband

Neustadt/A. - Bad

Windsheim

Caritasverband Scheinfeld

und Landkreis Neustadt a. d.

Aisch - Bad Windsheim e.V.

Neustadt-Aisch

GESUND IN MITTELFRANKEN

23


Titelthema

Langzeitpflege

bis Intensiv

Wohnortnahe Ausbildung, faire Bezahlung und erleichterte Wechselmöglichkeiten nach der Lehre:

Die Pflegeschule in Scheinfeld hat die Weichen für die neue generalistische Pflegeausbildung gestellt.

Ab 1. September 2020 wird dort nach den Vorgaben des neuen Pflegeberufegesetzes unterrichtet.

Bis es soweit ist, haben die Verantwortlichen noch alle Hände voll zu tun.

24 GESUND IN MITTELFRANKEN


Pflegeschule

Beste Karrierechancen

für angehende Pfleger

Pflegeschule in

Scheinfeld

erweitert ihre

Ausbildungsmöglichkeiten

„Das ist

nicht meine

erste Umsetzung

eines neuen

Gesetzes, aber diese

Änderung wird uns besonders

herausfordern“, ist

sich Elisabeth Derrer, Schulleiterin

der Krankenpflegeschule in

Scheinfeld, sicher und konkretisiert:

„Wir sind gefordert, einen neuen allgemeinen

Pflegeberuf zu konzipieren,

also nicht bloß alten Wein in neue Schläuche

zu füllen. Zudem wird die Schule in der

Ausbildung eine zentrale Rolle einnehmen,

da hier alle Fäden zusammenlaufen.“

Das Gesetz zur Reform der Pflegeberufe

ist im Juni 2018 vom

Bundeskabinett verabschiedet worden

und tritt zum 1. Januar 2020 in Kraft. Zwei

Jahre lang absolvieren Auszubildende in

der generalistischen Pflegeausbildung die

gleiche Lehre, im dritten Ausbildungsjahr

ist eine Vertiefung in den Versorgungsbereichen

Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege

vorgesehen. Ergänzend

zur beruflichen Pflegeausbildung wird ein

Pflegestudium eingeführt.

Für die betroffenen Pflegeschulen und

Ausbildungsbetriebe bedeutet das erstmal

vor allem Planungsgeschick: Zusammenlegung

bestehender Pflegeschulen in den

Bereichen Krankenpflege und Altenpflege

zu einer, Ausweitung der Kooperationen

mit Ausbildungsbetrieben, Entwerfen

eines neuen Lehrplans und Schulungen

GESUND IN MITTELFRANKEN

25


Pflegeschule

Wir können

somit die

Ausbildung auch

im ländlichen

Raum auf

höchstem Niveau

anbieten

der Lehrkräfte bezüglich der hinzukommenden

Inhalte.

„Unser Landkreis hat durch eine kluge

Entscheidung schon im Jahr 2016 die

Zusammenlegung der beiden Pflegeschulen

(Altenpflegeschule und Krankenpflegeschule)

beschlossen“, freut sich Derrer

über die Voraussicht der Verantwortlichen.

Dieser Kelch mit erheblichem organisatorischem

Aufwand geht damit an den

Schulleitern vorüber – ein nicht unwesentlicher

Vorsprung gegenüber anderen

Ausbildungsstätten.

Somit bleibt mehr Zeit zum Beispiel für

den Ausbau wichtiger Kooperationen.

„Den Verantwortlichen ist es gelungen, das

Netzwerk ‚Pflege in FRANKENS MEHRRE-

GION‘ zu gründen“, sagt Derrer. Seit einem

Jahr werden in diesem Netzwerk gemein-

same Konzepte entwickelt und Entscheidungen

getroffen. Ziel: „Eine wohnortnahe

Ausbildung in unserem Flächenlandkreis

zu garantieren“, hat die Schulleiterin das

Wohl der Pflegeschüler im Blick.

Konkret heißt das, alle vom Gesetzgeber

geforderten Einsätze (Pädiatrie, Psychiatrie

usw.), die der Kompetenzentwicklung der

Auszubildenden dienen, werden wohnortnah

ermöglicht. „So konnten wir unter

anderem einen Anbieter für ambulante

Intensivpflege als Kooperationspartner gewinnen

und können somit die Ausbildung

auch im ländlichen Raum auf höchstem Niveau

anbieten“, berichtet die Schulleiterin

nicht ohne Stolz.

Geändert wird auf Basis des neuen

Pflegeberufegesetzes vor allem auch der

Lehrplan. Berücksichtigt werden müssen

26 GESUND IN MITTELFRANKEN


Pflegeschule

Benefits für Pflegeschüler

der Kliniken des Landkreises Neustadt

a. d. Aisch – Bad Windsheim:

Ausbildung am Skills Lab

Kostenlose Parkplätze

Flexible Arbeitszeit

Attraktive Ausbildungsvergütung

(1. Jahr: 1140,69€, 2. Jahr: 1202,07€,

3. Jahr: 1303,38€)

Jahressonderzahlung einmalig 90 Prozent der

aktuellen Ausbildungsvergütung im November

Betriebliche Altersvorsorge

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Unterstützung bei Pflegefall in der Familie

Fort- und Weiterbildungen

Kantine mit Frühstücksbuffet und

kostengünstigem Mittagessen

Vermittlung von Wohnmöglichkeiten

Abschlussprämie von 400€ beim erstmaligen

Bestehen der Ausbildung

Stellenangebote unter

www.kliniken-nea.de/beruf-karriere/stellenangebote/

dabei neben dem Pflegeberufegesetz

die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung

für die Pflegeberufe (PflAPrV), der

Rahmenlehrplan vom Bundesinstitut

für Berufsbildung und der bayrische

Lehrplan.

Für die Umsetzung sind die Lehrer der

beiden Pflegeschulen gefragt. Diese

hospitieren jeweils in den anderen Bereichen

– die bisherigen Spezialisten in der

Krankenpflege lernen alle ausbildungsrelevanten

Spezifikationen im Bereich

der Altenpflege und umgekehrt. „So sind

wir gut gerüstet“, sagt die Schulleiterin,

die ihr Team darüber hinaus durch eine

hauptamtliche Praxisanleiterin erweitert.

„Damit wir die geforderten 10 Prozent

Anleitungszeit auch stemmen können“,

sagt Derrer. Parallel wird das Skills Lab,

in dem Pflegeschüler die Arbeit an

lebensechten Puppen trainieren, um die

Settings Langzeitpflege und ambulante

Pflege ergänzt und ein neues SkillsLab

für die Pflege von Kindern integriert.

Trotz aller Herausforderungen: Elisabeth

Derrer freut sich über die beschlossenen

Änderungen und die Unterstützung des

Gesundheitsministers: „Jens Spahn hat

angekündigt, dass er das erste Ausbildungsjahr

in der generalistischen Ausbildung

gänzlich finanzieren will.“ Bewerbungen

dafür sind ab sofort möglich und

Derrer hofft, „dass sich viele Schülerinnen

und Schüler für die Ausbildung zum Pflegefachmann

bzw. zur Pflegefachfrau entscheiden

und die Absolventen 2023 mit

ihrer Urkunde in allen Bereichen arbeiten

können: Krankenpflege, Altenpflege und

Kinderkrankenpflege – und das nicht nur

bundes-, sondern europaweit“.

Kontakt

Krankenpflegeschule Scheinfeld

Elisabeth Derrer

Schulleitung

Goethestraße 6

91443 Scheinfeld

Tel.: 09162 922389

Mail: schule@kliniken-nea.de

GESUND IN MITTELFRANKEN

27


Pflegeschule

Wir werden

nicht ins

kalte Wasser

geschmissen

Pflegeschülerin Lea Vetter

ist dankbar: Praxisübung im

Skillslab der Pflegeschule

Scheinfeld gibt Sicherheit im

Umgang mit Patienten

Warum haben Sie sich für die Ausbildung entschieden?

Lea Vetter: Anfangs war ich mir noch ziemlich

unsicher mit meiner Berufswahl. Ich wusste

aber, dass ich einen Job mit viel Abwechslung

und unterschiedlichen Herausforderungen

brauche und jeden Tag mit dem

guten Gefühl nach Hause gehen möchte,

etwas zurückgegeben zu haben. Ich

hatte schon immer eine sehr soziale

Seite, war Klassensprecherin und

hatte Vermerke im Klassenbuch und

Zeugnissen, dass ich stets Mitschülern

helfe. Auch meine Mutter und meine

Tante arbeiten in einem sozialen Beruf.

Als ich Freunden mitteilte, ich gehe in

die Pflege, sagten viele wenig überrascht:

„Das passt zu dir.“

Was gefällt Ihnen an der Arbeit als

Pflegefachkraft?

Lea Vetter: Ich sehe Fortschritte.

Ein Patient kommt, ist krank oder

verletzt. Und von Tag zu Tag geht

es ihm besser. Das ist so schön zu

sehen und ich weiß, meine tägliche

Arbeit, die Hilfe hat etwas

gebracht.

28 GESUND IN MITTELFRANKEN


Pflegeschule

Bewerbungen

für die im September 2020

beginnende Pflegeausbildung

können bis Sommer

2020 eingereicht werden an

schule@kliniken-nea.de

Wie sind Sie auf die Pflegeschule Scheinfeld

und die Klinik in Bad Windsheim

gestoßen?

Lea Vetter: Ich wohne in Bad Windsheim,

daher stand meine Entscheidung

für die Pflegeschule Scheinfeld außer

Frage. Gefreut habe ich mich, dass ich

mit meiner Bewerbung direkt Erfolg hatte.

Die Region hat für mich viele Vorteile:

Eine Kleinstadt, die überschaubar ist und

in der man trotzdem alles hat, was man

braucht. Vorzüge sind zum Beispiel die

Therme oder das Freilandmuseum und

mein persönlicher Lieblingsplatz: der

Kurpark gleich neben der Pflegeschule.

Dort verbringe ich auch am liebsten

meine Freizeit: mit Freunden oder der

Familie in der Natur, egal bei welcher

Jahreszeit.

Welche Erwartungen hatten Sie im

Vorfeld an die Ausbildung?

Lea Vetter: Eine gute Ausbildung zu

bekommen und viel zu lernen. Das hat

sich bestätigt. Die Ausbildung ist solide,

die Lehrer dahinter sehr kompetent. Das

gefällt mir gut. Nachdem wir vieles in

der Theorie gelernt haben, dürfen wir

uns im Skills Lab an menschengroßen

Puppen ausprobieren, bevor wir am

Patienten arbeiten. Wir werden nicht

ins kalte Wasser geschmissen, sondern

dürfen im geschützten Raum testen, wo

unsere Stärken liegen und was wir noch

besser machen könnten. Dabei werden

wir von erfahrenen Praxisanleiterinnen

unterstützt. Auch das Miteinander mit

den Kollegen ist großartig. Wir helfen uns

gegenseitig und sprechen miteinander,

wenn Redebedarf besteht.

Welche Bereiche gefallen Ihnen am

besten?

Lea Vetter: Am liebsten mache ich die

morgendliche Grundpflege. Da hat man

die meiste Zeit, sich mit dem Patienten

zu beschäftigen, ihn kennenzulernen

und merkt, was für ein Mensch dahinter

steckt. Nach der Ausbildung kann ich

mir gut vorstellen, im Bereich Anästhesie

oder Intensivpflege zu arbeiten oder

eine Weiterbildung in Richtung OP-Pflege

zu machen.

Was wären im Bereich Anästhesie/

Intensivpflege Ihre Aufgaben?

Lea Vetter: Man empfängt den Patienten,

erklärt, was in der OP passiert, beruhigt

gegebenenfalls und bereitet Narkose und

OP-Raum vor. Während der OP gehören

das Ein- und Ausschleusen von Patienten

in den sterilen Operationsbereich dazu.

Außerdem assisitieren die OP-Pfleger

beim Eingriff und bringen die Patienten

hinterher in den Aufwachraum, wo sie

ihre Körperfunktionen überwachen. Dort

hätte ich zwar nicht mehr so viel persönlichen

Kontakt mit Patienten, aber es ist

eine große Herausforderung, die mich

reizt. Die Menschen vertrauen Ihnen, dem

Team, dem Arzt, dafür lohnt es sich, 100

Prozent Leistungsbereitschaft zu zeigen.

Kontakt

Krankenpflegeschule Scheinfeld

Elisabeth Derrer

Schulleitung

Goethestraße 6

91443 Scheinfeld

Tel.: 09162 922389

Mail: schule@kliniken-nea.de

GESUND IN MITTELFRANKEN

29


Gynäkologie

Bei Endometriose:

Kinderwunsch

nicht ewig

aufschieben

Starke Schmerzen während der Monatsblutung tun viele Frauen als

unangenehme Begleiterscheinung ab. Dabei können sie auf eine

weit verbreitete Erkrankung hinweisen: die Endometriose. Sie

ist eine chronische Krankheit, bei der sich Gebärmutterschleimhaut

an anderen Stellen des Körpers ansiedelt, etwa an Eileitern,

den Eierstöcken, im Darm oder an der Gebärmutterwand.

Oft wird die Erkrankung erst im Zusammenhang mit einem

unerfüllten Kinderwunsch diagnostiziert. Dr. Liane Humann-

Scheuenstuhl, Chefärztin der Abteilung für Gynäkologie und

Geburtshilfe in der Klinik Neustadt an der Aisch, klärt über

Therapiemöglichkeiten auf.

„Die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu

werden, ist bei Frauen mit Endometriose

deutlich geringer als bei anderen“,

räumt Dr. Humann-Scheuenstuhl ein

und empfiehlt betroffenen Frauen daher,

die Familienplanung nicht ewig aufzuschieben.

Doch die leitende Gynäkologin

schickt eine gute Nachricht hinterher,

denn ausgeschlossen ist der Wunsch nicht:

„Nach einem laparoskopischen Eingriff

und einer anschließenden medikamentösen

Therapie verbessern sich die Chancen

betroffener Frauen deutlich, letztendlich

auch ein Kind zu bekommen.“

30.000 Neuerkrankungen pro Jahr

10 bis 15 Prozent aller Frauen sind zwischen

Pubertät und Wechseljahren von

einer Endometriose betroffen. Mit 30.000

Neuerkrankungen im Jahr ist sie damit der

Endometriose Vereinigung Deutschland

zufolge die zweithäufigste

gynäkologische Erkrankung

in Deutschland. Dabei lagert

sich Gebärmutterschleimhaut

nicht nur wie üblich in

der Gebärmutter an, sondern

auch im oder am Eileiter oder

Eierstock sowie möglicherweise in

der gesamten Wand der Gebärmutter,

im Bauch oder im Darm.

Wie bei der normalen Gebärmutterschleimhaut

kommt es

auch wie an den anderen Stellen zum

Aufbau der Schleimhaut und Abblutungen,

was zu Vernarbungen, Entzündungen und

auch abgekapselten Blutungen (Schokoladenzysten

der Eierstöcke) führt. Vor allem

die Funktion der Eileiter und Eierstöcke wird

deutlich beeinträchtigt. Die Eileiter vernarben

innen und werden undurchlässig, dies stört

dann vor allem die Befruchtung.

30 GESUND IN MITTELFRANKEN


Endometriose:

Gynäkologie

Ein medizinisches

Chamäleon

Starke Schmerzen während der Regelblutung

bei den einen, zyklusunabhängige

bauchabwärts verlaufende

bei den anderen: Endometriose ist ein

medizinisches Chamäleon, das sich auf

unterschiedliche Weise äußert und wie

das namengebende Tier oft spät erkannt

wird. „Gesund in Mittelfranken“ sprach

mit Michelle Röhrig von der Endometriose-Vereinigung

Deutschland über

Belastungen für Betroffene.

Schwangerschaft möglich

Frühzeitig erkannt, lässt sich die Endometriose

aber gut behandeln. Eine Schwangerschaft

wird dadurch wieder möglich. Mittel

der Wahl zur Diagnose und gleichzeitigen

Therapie ist für Dr. Humann-Scheuenstuhl

bei Frauen, die über anhaltende starke

Regelschmerzen klagen und bei denen eine

weitere Diagnostik bereits erfolgt ist, die

Laparoskopie. Über diesen minimalinvasiven

Eingriff werden mögliche Herde entdeckt

und entfernt. In seltenen Fällen erfolgt

ein Zweiteingriff. Das ist zum Beispiel der

Fall, wenn eine zusätzliche Darmoperation

notwendig ist. Eine solche wird in Zusammenarbeit

mit den Viszeralchirurgen des

Hauses durchgeführt und erfordert nach

einem ausführlichen Aufklärungsgespräch

die erneute Zustimmung der Patientin.

An die Laparoskopie schließt oft eine

medikamentöse Therapie an. Dies ist im

einfachsten Fall eine gestagen-betonte Hormontherapie

(zum Beispiel durch Einnahme

einer bestimmten Pille). In seltenen Fällen

ist eine weitergehende medikamentöse

Hormontherapie erforderlich, die die übliche

Eierstockfunktion vorübergehend ausschaltet

und die Frau hormonell künstlich in einen

ähnlichen Zustand wie in den Wechseljahren

versetzt. „Die Therapie ist jederzeit reversibel“,

betont Dr. Humann-Scheuenstuhl. Bei

aufkommendem Kinderwunsch können die

Medikamente abgesetzt werden, was eine

natürliche Schwangerschaft ermöglicht –

voraussichtlich mit etwas mehr Vorlaufzeit

als bei Frauen ohne Endometriose. „Ich rate

betroffenen Frauen daher, nicht erst mit

Mitte 30 die Familienplanung zu beginnen,

weil die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu

werden, mit zunehmenden Alter ohnehin

abnimmt und durch eine bestehende Endometriose

möglicherweise weiter sinkt.“

Bei starken Regelschmerzen zum Arzt

Frauen, die unter starken Schmerzen

während der Periode leiden, wenden sich

üblicherweise zunächst an einen niedergelassenen

Gynäkologen. Die Kliniken

des Landkreises Neustadt a. d. Aisch - Bad

Windsheim bieten beispielsweise über

das Medizinische Versorgungszentrum

in Bad Windsheim eine gynäkologische

Sprechstunde bei Dr. Norbert Maczo an,

der Patientinnen sowohl im MVZ in der

Klinik Bad Windsheim als auch als Oberarzt

in der Gynäkologie der Klinik in Neustadt

behandelt. Bei Verdacht oder auffälligem

Befund verweist der konsultierte Arzt an

die Sprechstunde in der Abteilung für

Gynäkologie und Geburtshilfe in der Klinik

Neustadt, wo sich Mediziner und Patientin

über Beschwerden und das weitere Vorgehen

austauschen und einen Termin für eine

Laparoskopie vereinbaren.

Ihre Fachklinik vor Ort

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Dr. Liane Humann-Scheuenstuhl

Gynäkologie und Geburtshilfe

Chefärztin

Paracelsusstr. 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-2201

Mail: liane.humann-scheuenstuhl

@kliniken-nea.de

Mit welchen Problemen haben Endometriose-Betroffene

üblicherweise zu kämpfen?

Michelle Röhrig: Die Betroffenen haben

unterschiedliche Beschwerden, deswegen

bezeichnet man die Krankheit auch als „medizinisches

Chamäleon“. Charakteristisch

sind Schmerzen in Ober- und Unterbauch,

Unterleib, Rücken und Beinen oder beim

Wasserlassen. Weitere Anzeichen können

starke und unregelmäßige Monatsblutungen,

Übelkeit, Erbrechen sein. Auch Zysten

im Unterleib, Verwachsungen und Blutungen

in der Bauchhöhle oder Unfruchtbarkeit

deuten auf Endometriose hin.

Wo besteht Ihrer Ansicht nach dringender

Nachbesserungsbedarf?

Michelle Röhrig: Unbedingt sollte eine

gründlichere Ursachenforschung betrieben

werden, damit diese hinterhältige Krankheit

schneller erkannt wird. Ärzte sollten

ständig ihr Wissen in Bezug auf Endometriose

erweitern – sowohl Gynäkologen

für die Behandlung nach der Diagnose als

auch Allgemeinmediziner, die die genannten

Beschwerden erst nehmen und eine

Endometriose immer mit in Betracht ziehen

sollten.

Quelle: Privat

Kontakt:

Endometriose-Vereinigung

Deutschland e.V.

Michelle Röhrig

Bernhard-Göring-Str. 152

04277 Leipzig

Tel.: 0341 3065305

Mail: info@endometriose-vereinigung.de

GESUND IN MITTELFRANKEN

31


MVZ Chirurgie

Neues MVZ

Chirurgie

Die Medizinische Versorgungszentrum

(MVZ)

gGmbH der Kliniken des

Landkreises Neustadt an

der Aisch – Bad Windsheim

hat die chirurgische Durchgangs-Arzt-Praxis

von Dr.

Ernst Holzberger übernommen

und in den bisherigen

Räumen ihr erstes MVZ in

Neustadt an der Aisch

eröffnet.

„Ich stehe weiterhin als ärztlicher Leiter zur

Verfügung“, versichert der ehemalige Praxisinhaber,

„bin aber mit etwas reduzierter

Stundenzahl im MVZ tätig, was einen

kleinen Freizeitvorteil für mich bedeutet.

Dafür bieten zwei weitere erfahrene

Fachärzte regelmäßige Sprechstunden an“.

Mit der Praxisumstrukturierung in ein

MVZ möchte das Kommunalunternehmen

wohnortnah und langfristig die ambulante

fachärztlich-chirurgische Versorgung der

Landkreisbevölkerung sichern. Dies sei in

Zeiten des zunehmenden Ärztemangels in

ländlichen Regionen ein „wertvoller und

wichtiger Schritt, der allen zukünftigen

Patienten zum Vorteil gereichen wird“,

argumentiert Dr. Holzberger.

Leistungsspektrum wird erweitert

Die bisherigen Schwerpunkte Arbeits-,

Schul- und Wegeunfälle (Durchgangsarztverfahren),

Sportverletzungen, Chirotherapie

inklusive Röntgendiagnostik oder

ambulantes Operieren werden nicht nur

beibehalten sondern durch die Spezialgebiete

der neu integrierten Fachärzte,

Dr. Frank Wagner und Dr. Peter Tomcik,

ergänzt und erweitert. Dr. Wagner ist

Spezialist im Bereich Gelenkbeschwerden,

vor allem der Kniegelenke, und nimmt darüber

hinaus mit einem neu eingeführten

Ultraschallgerät die Ultraschalldiagnostik

vor. Dr. Tomcik ist Experte für Beschwerden

und Erkrankungen der Schultergelenke.

Beide behandeln Patienten sowohl im

MVZ als auch in der Klinik Neustadt an

der Aisch und teilen ihre Arbeitszeiten

zwischen den Einrichtungen auf.

Neue Ebene der Zusammenarbeit

„Die seit Jahrzehnten gewachsene Zusammenarbeit

zwischen Praxis und Klinik

hat durch die Übernahme und Umstrukturierung

eine neue Ebene erreicht, wovon

besonders die Patienten profitieren“,

erklärt Dr. Holzberger und fährt fort: „So

können Entscheidungen für oder gegen

eine Operation gemeinsam mit dem Patienten

bereits im MVZ gefällt werden, ohne

dass dieser sich noch einmal in der Klinik

vorstellen muss.“ Umgekehrt ist es nun

möglich, dass Patienten, welche in der Klinik

operiert wurden, im Anschluss an den

Eingriff von ihrem Operateur ambulant im

MVZ weiterversorgt werden.

32 GESUND IN MITTELFRANKEN


MVZ Chirurgie

in der

Bismarkstraße

Froh ist Dr. Holzberger auch darüber, dass

die Medizinischen Fachangestellten als

bereits funktionierendes Team von der

MVZ gGmbH übernommen wurden. „Diese

Entscheidung war weitsichtig und gut

überlegt“, betont der MVZ-Leiter. Denn die

freundlichen, kompetenten Mitarbeiterinnen,

die teilweise schon als Auszubildende

in der chirurgischen Arztpraxis waren, regelmäßig

weitergebildet, gut aufeinander

eingespielt und in Stresssituationen einer

Unfallpraxis bestens bewährt, erfüllen

neben der jetzt dreifachen Arztkompetenz

eine wichtige Funktion im neuen „MVZ

Chirurgie in der Bismarckstraße“.

Barrierefrei und zentrumsnah

Der gewählte Name weist die Patienten

auf die innenstadtnahe Lage hin. Der

Bahnhof Neustadt-Mitte befindet sich

am oberen Ende der Bismarckstraße

und Bushaltestellen sind ebenfalls nicht

weit entfernt. Immobile oder verunfallte

Patienten, die mit dem Auto zum Eingang

gebracht werden müssen, gelangen barrierefrei

in die Praxisräume. Das Fahrzeug

kann anschließend bequem nebenan im

Parkhaus abgestellt werden.

Mit den drei bereits bestehenden Versorgungszentren

in Bad Windsheim und

dem neuen in Neustadt betreibt die Klinik

vier solcher Einrichtungen im Landkreis:

Ein MVZ in der Klinik Bad Windsheim mit

Schwerpunkt Chirurgie, eines der Inneren

Medizin am Schüsselmarkt, ein MVZ Orthopädie

und Unfallchirurgie in der Oberntiefer

Straße in Bad Windsheim sowie das

jetzt neu gegründete MVZ Chirurgie in der

Bismarckstraße in Neustadt.

Weitere Infos und Sprechstundenzeiten

finden Sie unter www.mvz-nea.de

Dr. Frank Wagner, stellvertretender Chefarzt an

der Klinik in Neustadt an Aisch.

Dr. Peter Tomcik, Oberarzt an der Klinik

in Neustadt an der Aisch.

Kontakt:

MVZ Chirurgie in der Bismarckstrasse

Dr. E. Holzberger

Ärztliche Leitung

Bismarckstraße 12-14

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 2044

Mail: chirurgie.bismarckstrasse@mvz-nea.de

GESUND IN MITTELFRANKEN

33


Veranstaltungen

Veranstaltungen 2020

Wissenswertes zu Arthrose

Referent:

Dr. Mathias Bender

Termin:

29.01.2020 (Mittwoch), 19:00 Uhr,

Klinik Neustadt a. d. Aisch, Parkcafe EG

Hallux valgus -

Entstehung und Behandlung

Referent:

P. Krautblatter

Termin:

18.02.2020 (Dienstag), 19:00 Uhr,

Klinik Neustadt a. d. Aisch, Parkcafe EG

Schilddrüsenerkrankungen -

Diagnostik und operative Therapie

Referent:

Prof. Dr. S. Walgenbach

Termin:

19.02.2020 (Mittwoch), 19:00 Uhr,

Klinik Bad Windsheim, Cafeteria UG

Wissenswertes zu Arthrose

Referent:

Dr. Mathias Bender

Termin:

04.03.2020 (Mittwoch), 19:00 Uhr,

Heiligenfeld-Klinik Uffenheim, Saal EG

Dickdarmpolypen und Tumore -

Vorbeugung und Therapie

Referent:

Prof. Dr. S. Walgenbach

Termin:

11.03.2020 (Mittwoch), 19:00 Uhr,

Klinik Bad Windsheim, Cafeteria UG

Enddarmerkrankungen - konservative

und operative Behandlungsmöglichkeiten

Referent:

Prof. Dr. S. Walgenbach

Termin:

29.04.2020 (Mittwoch), 19:00 Uhr,

Klinik Bad Windsheim, Cafeteria UG

Bewährtes und Neues in der

Knieendoprothetik

Referent:

Dr. Mathias Bender

Termin:

16.09.2020 (Mittwoch), 19:00 Uhr,

Klinik Bad Windsheim, Cafeteria UG

Hallux valgus -

Entstehung und Behandlung

Referent:

P. Krautblatter

Termin:

29.09.2020 (Sonntag), 19:00 Uhr,

Klinik Bad Windsheim, Cafeteria UG

Schilddrüsenerkrankungen -

Diagnostik und operative Therapie

Referent:

Prof. Dr. S. Walgenbach

Termin:

14.10.2020 (Mittwoch), 19:00 Uhr,

Klinik Bad Windsheim, Cafeteria UG

Delir - nicht einfach nur ein bisschen

Verwirrtheit und warum

neue Lichtsysteme eine große

Hilfe sein können

Referent:

R. Gröger

Termin:

21.10.2020 (Mittwoch), 19:00 Uhr,

Klinik Neustadt a. d. Aisch, Parkcafe EG

Wenn das Bein schmerzt - Durchblutungsstörungen

und Schaufensterkrankheit

Referent:

Prof. Dr. S. Walgenbach

Termin:

21.10.2020 (Mittwoch), 19:00 Uhr,

Klinik Bad Windsheim, Cafeteria UG

Bewährtes und Neues in der

Knieendoprothetik

Referent:

Dr. Mathias Bender

Termin:

25.11.2020 (Mittwoch), 19:00 Uhr,

Klinik Neustadt a. d. Aisch, Parkcafe EG

Krampfadern (Varizen) - die

moderne Behandlung: Von der

Verödung bis zur Lasertherapie

Referent:

Prof. Dr. S. Walgenbach

Termin:

10.11.2020 (Mittwoch), 19:00 Uhr,

Klinik Bad Windsheim, Cafeteria UG

Kreißsaalführungen

Regelmäßig haben Interessierte die Möglichkeit,

die Kreißsäle zu besichtigen und

Fragen zu stellen. Die Führungen durch die

Chefärztin beginnen immer um 17:00 Uhr,

Treffpunkt ist vor dem Kreißsaal.

Hebammensprechstunde

jeweils vor der Kreissaalführung,

16:00 - 17:00 Uhr, ohne Anmeldung

Weitere Informationen und aktuelle

Termine finden Sie unter:

www.hebammen-nea.de

Gesundheitstag in Bad Windsheim

am 15.11.2020

Weitere Infos und Programm unter

www.kliniken-nea.de

Die Teilnahme an den Vorträgen ist gratis. Alle Referenten sind an den Kliniken des Landkreises Neustadt

a. d. Aisch - Bad Windsheim tätig und stehen Ihnen telefonisch bzw. nach Terminvereinbarung für Fragen,

Untersuchungen und Behandlungen gerne zur Verfügung. Weitere Informationen und eine vollständige

Übersicht über alle angebotenen Vorträge erhalten Sie im Internet unter www.kliniken-nea.de/vortraege

34 GESUND IN MITTELFRANKEN


Klinikführer

Klinikführer

Standort

Neustadt a. d. Aisch

Standort

Bad Windsheim

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Paracelsusstraße 30

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel: 09161 70-0

Mail: info@kliniken-nea.de

Medizinische Klinik 1 + 2

Chefarzt Dr. Gerald Wasmeier

Chefarzt Dr. Dieter Rost

Paracelsusstraße 30

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel: 09161 70-2401

Medizinische Klinik 3

Chefarzt Dr. Bernhard Fischer

Paracelsusstraße 30

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel: 09161 70-2341

Allgemein-, Viszeralund

Gefäßchirurgie

Chefarzt Dr. Daniel Ditterich

Paracelsusstraße 30

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel: 09161 70-2101

Unfallchirurgie

Chefarzt Dr. Mathias Bender

Stv. Chefarzt Dr. Frank Wagner

Paracelsusstraße 30

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel: 09161 70-2101

Anästhesie und Intensivmedizin

Chefärztin Ruth Gröger

Paracelsusstraße 30

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel: 09161-70-0

Geburtshilfe und Gynäkologie

Chefärztin Dr. Liane Humann-

Scheuenstuhl

Paracelsusstraße 30

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel: 09161 70-2201

HNO

Dr. Bernhard Buchta,

Dr. Sabine Schagerl

Bamberger Straße 23

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel: 09161 87-4580

Dr. Sebastian Bucher

Hauptstraße 21

91074 Herzogenaurach

Tel: 09132 32-76

Urologie (Belegabteilung)

Dr. Joachim Schubert

Dr. Jörg Berfelde

Paracelsusstraße 30

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel: 09161 87-2790

Pflegedienst

Dieter Schütz

Paracelsusstraße 30

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel: 09161 70-3301

MVZ Chirurgie in der

Bismarckstrasse

Leitung Dr. E. Holzberger

Bismarckstraße 12-14

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 2044

MVZ Radiologie NEA gGmbH

CT und MRT

Leitung Dr. Florian Zahnleiter

Paracelsusstraße 30

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel: 09161 70 2586

Klinik Bad Windsheim

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel: 09841 99-0

Mail: info@kliniken-nea.de

Medizinische Klinik 4

Innere Medizin / Akutgeriatrie

Chefarzt Dr. Wolfgang Anderer

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel: 09841 99-501

Medizinische Klinik 5

Rheumatologie (Belegabteilung)

Wolfgang Reichel

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel: 09841 6859055

Allgemein-, Viszeralund

Gefäßchirurgie

Prof. Dr. Siegfried Walgenbach

Dr. Thomas Demann

Schwarzallee 10

91438 Bad Windsheim

Tel: 09841 651365

Orthopädie, Unfallchirurgie,

Endoprothetikzentrum

Chefarzt Dr. Mathias Bender

Unfallchirurgie, Orthopädie,

Endoprothetikzentrum

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel: 09841 99-101

Anästhesie

Chefärztin Ruth Gröger

Ltd. OÄ Frauke Wagner

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel: 09841 99-901

Gynäkologie (Belegabteilung)

Dr. Michael Gampe

Thomas W. Schmidt

Dr. Dietmar Christmann

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel: 09841 99-0

Geriatrische Rehabilitation

Chefarzt Dr. Wolfgang Anderer

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel: 09841 99-501

HNO (Belegabteilung)

Christian Schmölz

Oberntiefer Str. 3

91438 Bad Windsheim

Tel: 09841 3136

Pflegedienst

Cornelia Kerschbaum

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel: 09841 99-701

Krankenpflegeschule Scheinfeld

Elisabeth Derrer

Goethestraße 6

91443 Scheinfeld

Tel: 09162 92-2389

MVZ in der Klinik Bad Windsheim

Leitung Dr. Matthias Krause

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel: 09841 99-201

MVZ Innere Medizin

am Schüsselmarkt

Leitung Dr. Gerhard Sandig

Schüsselmarkt 1

91438 Bad Windsheim

Tel: 09841 37-60

MVZ Bad Windsheim Orthopädie

und Unfallchirurgie

Oberntiefer Str. 3

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 50-15

GESUND IN MITTELFRANKEN

35


Würzburg

A3

A7

B8

B470

A73

Klinik

Neustadt a. d. Aisch

Erlangen

Klinik

Bad Windsheim

Nürnberg

Ihr Weg zu uns

Notfall

Der Landkreis Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim liegt im nordwestlichen Teil

des Regierungsbezirks Mittelfranken.

Aus Würzburg kommend sind die Kliniken des Landkreises Neustadt a. d. Aisch -

Bad Windsheim mit dem Auto über die Autobahn 7 gut zu erreichen. Eine gute Orientierung

bietet die Beschilderung der Franken Therme Bad Windsheim, die sich in unmittelbarer

Nähe der Klinik Bad Windsheim befindet. Die Klinik Neustadt a. d. Aisch ist ca. 20 km

von Bad Windsheim entfernt und über die B470 in wenigen Autominuten erreichbar.

Aus Richtung Nürnberg führt der Weg zu den Kliniken des Landkreises

Neustadt a. d. Aisch - Windsheim über die Bundesstraße 8.

Zertifizierungen

In medizinischen Notfällen wenden Sie

sich bitte an die Integrierte Leitstelle des

Rettungsdienstes, die Sie telefonisch über

112 erreichen.

In weniger dringenden Fällen sowie bei

Arbeits-, Sport- und Schulunfällen stehen

Ihnen rund um die Uhr die Notfall-Ambulanzen

unserer Kliniken zur Verfügung.

Diese sind über unsere Standort-Zentralen

zu erreichen (siehe letzte Innenseite in

diesem Heft).

Bei der Meldung eines Notfalls sollten Sie

die folgenden fünf W beachten:

Wo ist der Notfall passiert?

Was ist passiert?

Wie viele Patienten oder Verletzte?

Welche Probleme oder Verletzungen?

Warten auf Rückfragen.

www.kliniken-nea.de

www.facebook.com/klinikennea/

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine