Berliner Zeitung 16.01.2020

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Berliner Zeitung · N ummer 13 · D onnerstag, 16. Januar 2020 7

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Wirtschaft

ab Do. 16.01.

Topin

Form

ZUM

Handtuchhalter

Protest gegendie Klimapolitik vorder australischen Botschaft in BuenosAires.

Konzerne in der Pflicht

Weltwirtschaftsforum ermahnt wegen Klimawandel zu globaler Solidarität

Von Benedikt von Imhoff

ImKampf gegen den Klimawandel

hat das Weltwirtschaftsforum

(WEF) in einem flammenden

Appell eine sofortige Zusammenarbeit

von Politik, Wirtschaft

und Gesellschaft gefordert.

Angesichts von geopolitischen Turbulenzen

sowie Abschottung sei Kooperation

der einzige Weg, allgemeinen

Gefahren entschlossen entgegenzutreten,

betonte das WEF in

seinem am Mittwoch in London vorgestellten

Weltrisikobericht. Ansonsten

drohten „katastrophale“ Folgen,

da wirtschaftliche Konflikte und politische

Polarisierung zunähmen.

Die drängendsten Herausforderungen

seien die Klimakrise,der Verlust

der biologischen Vielfalt und ein

rekordverdächtiger Artenrückgang,

stellte das WEF knapp eine Woche

vor Beginn seines Jahrestreffens in

Davos fest. „Die Welt kann nicht darauf

warten, dass sich der Nebel der

geopolitischen und weltwirtschaftlichen

Unsicherheit lüftet“, so die Organisation.

Konkret nennt WEF-Präsident

Borge Brende den Handelskrieg

zwischen den USA und China

als Grund zur Sorge–gepaartmit zunehmenden

Schuldenlasten und

niedrigem Wachstum vor allem der

führenden Volkswirtschaften (G20).

„Die politische Landschaft ist zerklüftet,

die Meeresspiegel steigen,

und klimabedingte Feuer brennen“,

sagte Brende einer Mitteilung zufolge.„Dies

ist das Jahr,indem Weltpolitiker

mit allen gesellschaftlichen

Gruppen zusammenarbeiten müssen,

um unser Kooperationssystem

zu reparieren und neu zu beleben –

nicht zum kurzfristigen Nutzen, sondern

umunsere nachhaltigen Risiken

anzugehen.“ Es gebe aber auch

eine gute Nachricht, so Brende.„Das

Handlungsfenster ist noch offen,

wenn auch nicht mehr lange.“

Erstmals in seiner Geschichte

macht der Bericht, den das WEF zusammen

mit der Versicherung Zurich

und dem Risikoberater Marsh &

McLennan erstellt, fünf Klimathemen

als größte Risiken für die Erde

aus.Auf demerstenRangstehen–wie

schon in den Vorjahren – extreme

„Die Welt kann nicht

darauf warten, dass

sich der Nebel der

geopolitischen und

weltwirtschaftlichen

Unsicherheit lüftet.“

BorgeBrende,Weltwirtschaftsforum

Wetterereignisse wie Fluten und

Stürme. Danach folgen: Scheitern

des Klimaschutzes und der Anpassung

an den Klimawandel, Naturkatastrophen

wie Vulkanausbrüche

und Erdbeben, schwerwiegender

Verlust an Biodiversität und Kollaps

des Ökosystems sowie menschengemachte

Umweltschäden und -katastrophen.

Vorallem junge Leute sehen Klimafolgen

demnach als größte Gefahren.

Fast 90 Prozent der nach 1980

Geborenen befürchten, dass extreme

FOTO: FLORENCIA MARTIN/DPA

Hitzewellen, Zerstörung vonÖkosystemen

sowie umweltbedingte Gesundheitsprobleme

in diesem Jahr

zunehmen werden.

Menschen seien weltweit für den

Verlust von83Prozent aller Säugetiere

sowie der Hälfte der Pflanzen verantwortlich,

heißt es in dem Bericht.

Die sinkende Vielfalt beeinträchtige

Gesundheit sowie Ernährung und

habe nachhaltige Folgen für das Klima.

„Biologisch vielfältige Ökosysteme

binden große Mengen Kohlenstoff“,sagteZurich-Risiko-ChefPeter

Giger. Hinzu kämen wirtschaftliche

Vorteile: Waren und Dienstleistungen

aufgrund der Biodiversität würden

auf 33 Billionen US-Dollar im

Jahr geschätzt –das entspreche in etwa

dem gemeinsamen Bruttoinlandsprodukt

der USA und Chinas.

DerChef vonMarsh &McLennan,

John Drzik, sieht auch die Konzerne

in der Pflicht. „Hochkarätige Ereignisse

wie die Waldbrände in Australien

und Kalifornien erhöhen den

Druck auf Unternehmen, Maßnahmen

gegen Klimarisiken zu ergreifen

–ineiner Zeit, in der sie auch größeren

Cyber-und geopolitischen Herausforderungen

gegenüberstehen“,

sagte er der Mitteilung zufolge.

Beim diesjährigen WEF-Treffen in

Davosdiskutierenetwa3000Teilnehmer

aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

unter dem Motto „Stakeholder

für eine solidarische und

nachhaltige Welt“ vom21. bis 24. Januar

über Lösungen für aktuelle

Probleme.Erwartetwerdenunteranderem

US-Präsident Donald Trump,

Kanzlerin Angela Merkel, EU-Kommissionspräsidentin

Ursula von der

Leyen und der britische Thronfolger

Prinz Charles.

(dpa)

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Schwächephase

Wachstum der deutschen Wirtschaftgeht erneut zurück

Die deutsche Wirtschaft hat

unter dem Eindruck von Handelskriegen,

globalen Konflikten

und der schwächeren Weltkonjunktur

abermals einen Gang zurückgeschaltet.

Das Bruttoinlandsprodukt

(BIP)legte 2019nurnochum 0,6Prozent

zu, nach 1,5 Prozent und 2,5

Prozent in den Jahren 2018 und

2017. Dasteilte das Statistische Bundesamt

anhand vorläufiger Daten

mit.

ZumJahresendeerhöhte sich das

Bruttoinlandsprodukt nach einer

ersten Schätzung des Bundesamtes

im Vergleich zum Vorquartal „geringfügig“.

2019 war das zehnte

Wachstumsjahr in Folge seit 2010.

Damalsmusste sichEuropas größte

Volkswirtschaft von der tiefen Rezession

2009 infolge der globalen Finanzkrise

erholen.

Gestützt wurde die Konjunktur

im vergangenen Jahr dem Bundesamt

zufolgeabermals vonder Kauflust

der Verbraucher. Die privaten

Konsumausgaben legten mit plus

1,6 Prozent spürbar stärker zu als in

den beiden Vorjahren. Hinzu kam

der anhaltende Bauboom.

Auch die Konsumausgaben des

Staates, zu denenunteranderem soziale

Sachleistungen und Gehälter

der Mitarbeiter zählen, legten den

Angaben zufolge zu.

Besonders die exportorientierte

deutsche Industrie hat indes ein

hartes Jahr hintersich.Die Handelsstreitigkeiten

und das Drama um

den Brexit verunsicherten Kunden

und bremsten Investitionen. Deutsche

Schlüsselbranchen wie der

Auto- und Maschinenbau sowie die

Elektro-und Chemieindustrie bekamen

das deutlich zu spüren. DieIndustrie

rutschte deswegen sogar im

Jahresverlauf zeitweise in eine handfeste

Rezession. (dpa)

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