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Liebefeld-Magazin 01.2020

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DAS INTERVIEW-MAGAZIN<br />

LIEST! BIELEFELD HAT WAS ZU ERZÄHLEN! | AUSGABE 01/2020<br />

TITEL: MARCEL LOSSIE | KATRIN BRÜES | TINA RUTHE<br />

KATHARINA SCHILBERG | BILEN ROSENTHAL


80€<br />

JÄHRLICH FÜR IHRE<br />

PROFESSIONELLE<br />

ZAHNREINIGUNG<br />

Ehrensache!<br />

Salge: Herr Uffmann, zu Beginn gleich mal die 1-Million-Euro-Frage:<br />

Wie lautet das Jugendwort 2018?<br />

Uffmann: Boah, keine Ahnung. Was fragst Du mich das, Herr Salge?<br />

Wir beide sind doch schon so alt – wir starten Netflix-Serien noch<br />

aus Gewohnheit um 20:15 Uhr.<br />

Salge: Der war nicht schlecht, Herr Uffmann! Aber bevor Du dir noch<br />

deine alten grauen Zellen zermarterst: Ehrenmann beziehungsweise<br />

Ehrenfrau wär die richtige Antwort gewesen.<br />

Uffmann: Ehrenmänner, Ehrenfrauen?! Also jetzt mal ganz ehrlich ...<br />

Uffmann: Jau, der Mann ist echt ein Tausendsassa und hat<br />

eine Menge zu erzählen! Aber auch die Frauen, die sich in<br />

dieser Ausgabe die Ehre geben, setzen sich für die gute Sache<br />

ein. Katrin Brües, Leiterin der Freiwilligenagentur, vermittelt<br />

echte Ehrenmänner und Ehrenfrauen an passende Vereine<br />

und Einrichtungen!<br />

Salge: Ein weiterer weiblicher Ehrengast ist Schlösschen-Chefin<br />

Bilen: Statt in Plastikbechern bekommen ihre Kunden den Coffee<br />

to go in Marmeladengläsern, die sie wieder mitbringen oder<br />

gleich behalten können.<br />

Uffmann: Super Idee, so ein Gläschen in Ehren ... Es ist echt<br />

unglaublich, wie viele Menschen, Vereine und Projekte sich hier<br />

freiwillig engagieren!<br />

Salge: Du sagst es, Herr Uffmann! Einige der Organisationen<br />

haben wir übrigens auch in einer echten Ehrenauswahl gesammelt<br />

– als kleine Inspiration für alle, die sich engagieren<br />

wollen, aber noch nicht wissen, wo und wie!<br />

PROFITIEREN SIE VON<br />

UNSEREN NEUEN LEISTUNGEN<br />

PERSÖNLICH<br />

FÜR SIE VOR ORT!<br />

Ihr Team der Heimat<br />

Krankenkasse in Bielefeld<br />

Herforder Straße 23<br />

33602 Bielefeld<br />

0521 92395-0<br />

Salge: Damit sind Menschen gemeint, die anderen helfen und<br />

etwas Besonderes und Gutes für sie tun – und zwar ohne dafür<br />

eine Gegenleistung zu erwarten.<br />

Uffmann: Okay, ich ahne, worauf Du hinauswillst ...<br />

Salge: So nämlich! Alle <strong>Liebefeld</strong>erinnen und <strong>Liebefeld</strong>er, die wir<br />

für diese Ausgabe interviewen durften, machen die Welt ein<br />

kleines bisschen besser. Marcel Lossie zum Beispiel ist nicht nur<br />

Bielefelder Urgestein, Unikat und Unternehmer, sondern auch<br />

ehrenamtlicher Vorsitzender vom deutschlandweit größten<br />

sozialen Projekt für krebskranke Kinder.<br />

Uffmann: Ich glaube ja, die soziale Ader steckt den<br />

<strong>Liebefeld</strong>erinnen und <strong>Liebefeld</strong>er einfach in den Genen!<br />

Salge: Reine Ehrensache halt!<br />

Das ganze Team wünscht allen <strong>Liebefeld</strong>erinnen und<br />

<strong>Liebefeld</strong>ern viel Spaß beim Lesen der neuen Ausgabe!<br />

80 Euro jährlich für Ihre professionelle Zahnreinigung<br />

300 Euro pro Jahr für zusätzliche Schutzimpfungen<br />

wie beispielsweise Reiseschutzimpfungen<br />

Kinderbonusprogramm: toller Bonus von bis zu 50 Euro<br />

für fünf Maßnahmen<br />

Bonusprogramm: attraktive Prämie von bis zu 150 Euro<br />

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LIEBEFELD LIEST - 03 - DAS INTERVIEW-MAGAZIN


10 > 14 > 26 > 30 ><br />

KATRIN BRÜES:<br />

DIE BRÜCKE ZUM EHRENAMT.<br />

MARCEL LOSSIE:<br />

EIN MANN, DER BRENNT.<br />

KATHARINA SCHILBERG:<br />

STARKE FRAU IM HINTERGRUND.<br />

BILEN ROSENTHAL:<br />

EINE COFFEE-LOVE-STORY.<br />

LIEBEFELDER ART<br />

LEUTE, LEUTE LECKERFELD LETZTENDLICH<br />

06 > BIELEFELDER SPORTSFREUNDE<br />

> OLDERDISSENS UNTERSCHÄTZTE TIERE<br />

08 > FREUNDE DES HAUSES<br />

09 > IN ALLER MUNDE<br />

24 > GEWINNSPIEL<br />

10 > HIER GEHT'S ZUM EHRENAMT<br />

14 > SOLLTE. HÄTTE. KÖNNTE. WÜRDE.<br />

MACHEN!<br />

26 > DIE EVENT-MACHERIN<br />

30 > AUF'N TÄSSCHEN INS SCHLÖSSCHEN!<br />

38 > GANZ SCHÖN INDISCH! 40 > BIELEFELDER,<br />

WOLLT IHR AUCH MITHELFEN?<br />

36 > #BIELEFELDBLOGGT: TINA RUTHE<br />

LÄUFT<br />

07 > VERANSTALTUNGSTIPPS<br />

LICHTBLICKE<br />

LIEBEFELD LIEST - 04 - DAS INTERVIEW-MAGAZIN<br />

22 > FLIESENECKE WIESENBAD<br />

24 > DER MENSCH HINTER DER LINSE<br />

IMPRESSUM<br />

Herausgeber, Konzeption und Realisation:<br />

KIRCHNER Kommunikation und Marketing GmbH<br />

Herforder Straße 18, 32257 Bünde<br />

Telefon 05223 498110<br />

info@kirchner-kum.de<br />

www.kirchner-kum.de<br />

Gesamtverantwortung:<br />

Tobias Uffmann, Tim Perlemann<br />

Chefredaktion: Dennis Salge (V. i. S. d. P.)<br />

Redaktion: Maximilian Kothe, Ole Möhlenkamp,<br />

Wögen N. Tadsen<br />

Autor: Jens Franzke<br />

Kreativdirektion: Uwe Burmeister<br />

Layout: Leonie Kleinebekel, Eckart Kleffmann<br />

Fotos/Bildnachweise: Patrick Pollmeier (Titel, S. 4,<br />

5, 10–24, 30–34), Michael Adamski (S. 6), Sportvereinigung<br />

Brackwede e. V. (S. 6), Marcel Lossie<br />

(S. 18), GOP Entertainment Group (S. 24), Bielefeld<br />

Marketing (S. 5, 26–27), Tina Ruthe (S. 36), iStock<br />

(S. 38–39), Freepik (S. 8)<br />

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden<br />

wir häufig die männliche Form. Gemeint sind immer<br />

alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur<br />

redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung.<br />

Bildbearbeitung und Herstellung:<br />

KIRCHNER Kommunikation und Marketing GmbH<br />

Druck: Kirchner Print.Media GmbH & Co. KG<br />

Spradower Weg 100, 32278 Kirchlengern<br />

www.kirchner-printmedia.de<br />

<strong>Liebefeld</strong> ist eine Marke der:<br />

Die Erlebnismanager GmbH<br />

Dr.-Viktoria-Steinbiß-Straße 1 B, 33602 Bielefeld<br />

www.erlebnismanager.info<br />

© KIRCHNER Kommunikation<br />

und Marketing GmbH, 2020<br />

redaktion@liebefeld-liest.de<br />

www.liebefeld-liest.de<br />

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher<br />

Genehmigung der KIRCHNER Kommunikation<br />

und Marketing GmbH gestattet!


Teil 2<br />

DIE COOLSTE<br />

TRUPPE<br />

BIELEFELDS<br />

NIX VERPASSEN,<br />

COUCH-POTATO!<br />

WAS IN UND UM BIELEFELD LOS IST?<br />

EINE GANZE MENGE.<br />

VIEL RAUM FÜR<br />

TALENTE!<br />

KREATIV. ERFOLGREICH. ZUKUNFTSTRÄCHTIG.<br />

Wir geben zu: Eishockey im Winter ist wie Freibad im Sommer –<br />

irgendwie naheliegend. Wir stellen die Eishockey Wölfe Bielefeld<br />

vom SV Brackwede trotzdem vor! Und machen es dem Deutschlandfunk<br />

Kultur gleich, der gerade erst über die coole Sportabteilung<br />

berichtet hat.<br />

Der Grund: eine synthetische Eisbahn in Bielefeld, dank der die<br />

Wölfe auch im Sommer trainieren können. Allerdings nur im<br />

Sommer. Im Winter geht’s natürlich auf die Oetker-Eisbahn. Doch<br />

egal zu welcher Jahreszeit und auf welchem Eis: Eishockey fordert<br />

vollen Einsatz und die richtige Körperbalance, um nicht ständig<br />

auf dem Hosenboden zu landen. Die Aufgabe: Das Runde muss ins<br />

Eckige. Kennt man vom Fußball, ist auf dem Eis aber gar nicht so<br />

einfach. Was es braucht, sind die richtigen Schläger. Und die darf<br />

bei den Wölfen jeder in die Hand nehmen: Nachwuchs, erste<br />

Mannschaft und Senioren. Dazu noch Helm, Schutzpolster – und<br />

ein Trainerteam, das auch motivierten Anfängern bei ihren ersten<br />

Schritten auf dem Eis unter die Arme greift. Sowohl im Winter als<br />

auch im Sommer! h<br />

Alle Infos zum heißen Tanz auf dem Eis und zur coolsten Truppe<br />

Bielefelds gibt es unter > www.eishockey-wölfe-bielefeld.de<br />

Auf jeden Fall so viel, dass nicht alle Termine<br />

auf eine Seite passen. Hier gibt es ein paar<br />

Schmankerl für Groß und Klein. Und wer damit<br />

nichts anfangen kann, der schaut am besten bei<br />

Bielefeld.JETZT vorbei: Das Bielefelder Stadtmarketing<br />

führt einen Online-Kalender mit Tipps<br />

zu Konzerten, Partys, Kultur und mehr. Pro Monat<br />

kommen rund 1.000 neue Termine rein – unter<br />

„Highlights“ gibt’s die Höhepunkte des Jahres.<br />

> www.bielefeld.jetzt<br />

HEUTE: DIE SCHNEEEULE<br />

UNTER-<br />

SCHÄTZTE<br />

TIERE in<br />

Olderdissen<br />

450 Tiere, 90 verschiedene<br />

Arten auf 16 Hektar –<br />

der Heimat-Tierpark<br />

Olderdissen lockt jedes Jahr<br />

Hunderttausende von<br />

Besuchern an. Der Park hat<br />

natürlich seine „Stars“, wie<br />

die Bären Jule und Max,<br />

den urigen Keiler Karlchen<br />

oder die Wölfe Aik und<br />

Rieke. Was aber ist mit den<br />

Olderdissener Tieren, die<br />

weniger im Rampenlicht<br />

stehen? Wir finden, es hat<br />

sich ausgedisst, und geben<br />

den Underdogs eine eigene<br />

Rubrik: Olderdissens<br />

unterschätzte Tiere.<br />

Harry Potter wäre stolz auf seine Hedwig: Von Hogwarts<br />

bis nach Olderdissen ist sie geflogen, gemeinsam<br />

mit ihren Verwandten, um Ostwestfalen zu verzaubern.<br />

Und siehe da: Kaum zeigt sich die Schneeeule, lenkt<br />

sie im Tierpark wie von Zauberhand die Blicke auf sich.<br />

Welche Magie steckt wohl dahinter? Vielleicht liegt es<br />

an ihrer glänzend weißen Federpracht, die besonders<br />

bei den Weibchen von braunen Punkten befleckt ist,<br />

damit sie sich besser tarnen können. Oder es sind ihre<br />

Winterstiefel, das dichte Gefieder an Beinen und Füßen,<br />

das sie warmhält, für Eulen aber eher ungewöhnlich<br />

ist. Das dicke Fell muss sich die Schneeeule dringend<br />

zulegen, möchte sie in ihrem natürlichen Lebensraum<br />

wie der Arktis, Kanada oder Alaska überleben. Nur so –<br />

und mit etwas Zauberei – kann sie Minusgrade von<br />

- 56 Grad Celsius aushalten, mehr als jeder andere<br />

Vogel auf der Welt. Zugegeben, eine eher unbrauchbare<br />

Fähigkeit im ostwestfälischen Bielefeld, aber wer<br />

hat, der hat: Bis zu 70 cm groß bringt die Schneeeule<br />

schnell mal zweieinhalb Kilogramm auf die Waage. Tag<br />

für Tag schlägt sie sich den Bauch voll mit Lemmingen,<br />

Wühlmäusen oder Fischen, um ausreichend Fettreserven<br />

für den Winter anzusetzen. Im Tierpark wird sie<br />

dafür bestens versorgt, so gut, dass sie bis zu 30 Jahre<br />

alt werden kann. Und das schafft Hedwig dann am<br />

Ende auch ganz ohne magische Tricks. h<br />

REPAIR CAFÉ SCHILDESCHE<br />

WANN? 1. Februar | WO? Schillerstraße 73a<br />

KOSTET? Nichts, außer einen Obolus für Kaffee und Kuchen<br />

Kaputte Elektrogeräte, Werkzeuge, Spielzeug und Textilien<br />

lassen sich bei Kaffee und Kuchen prima reparieren. Im Café<br />

Welcome warten zudem ein riesiges Second-Hand-Depot und<br />

eine Vintage-Holzwerkstatt. Wer den Handwerker in sich entdecken<br />

will, kann seinen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz<br />

leisten – und spart Ressourcen und CO 2<br />

.<br />

HANDMADE<br />

WANN? 1. und 2. Februar | WO? Stadthalle<br />

KOSTET? 8 Euro für erwachsene Bastler, 7 Euro ermäßigt für<br />

Schüler und Studenten<br />

Die Bielefelder handmade ist seit 15 Jahren die ideale<br />

Plattform für Selbermacher und Händler aus der Kreativ-<br />

Branche. Produkte, Materialien, Zubehör und Hilfsmittel für<br />

die unterschiedlichsten Hobbys werden präsentiert und vorgeführt.<br />

Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm sowie<br />

eine Vielzahl an verschiedenen DIY-Workshops runden das<br />

gesamte Konzept der Veranstaltung ab.<br />

KLEINKUNSTABEND<br />

WANN? 21. März | WO? Tor 6 Theaterhaus<br />

KOSTET? 18 Euro im Vorverkauf, ermäßigt 14 Euro,<br />

25 Euro an der Abendkasse<br />

Ein Abend, eine Bühne, vier Künstlerinnen und Künstler: Von<br />

Musik bis Comedy unterhalten Dagmar Schönleber, Dalia<br />

Häßicke, Binyp und Johannes Floehr. Ein bunter Mix, bei dem<br />

musikalische Leichtigkeit auf klugen Humor trifft. Live,<br />

direkt und ehrlich.<br />

Erfolgsgeschichten<br />

aus der Bielefelder<br />

Wirtschaft entdecken<br />

www.das-kommt-aus-bielefeld.de<br />

LIEBEFELD LIEST - 06 - DAS INTERVIEW-MAGAZIN


FREUNDE<br />

DES HAUSES<br />

Guten Freunden gibt man ein Plätzchen:<br />

Wir bedanken uns bei allen Partnern, die die<br />

sechste Ausgabe des <strong>Liebefeld</strong>- <strong>Magazin</strong>s<br />

unterstützt haben – hier haben sie es schwarz<br />

auf weiß: Ihr Vertrauen ist in besten Händen.<br />

Werden auch Sie Freund des Hauses –<br />

wir halten Ihnen ein Plätzchen frei! h<br />

IN ALLER MUNDE<br />

www.volksbank-bi-gt.de<br />

www.das-kommt-aus-bielefeld.de<br />

www.bielefeld-marketing.de<br />

www.erlebnismanager.info<br />

www.kirchner-printmedia.de<br />

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www.bjoernhokamp.de<br />

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Möchten Sie ein Freund des Hauses werden oder eine Anzeige<br />

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498110 oder anzeige@liebefeld-liest.de<br />

Adamski<br />

Fotografie<br />

www.adamski-fotografie.de<br />

"CITY OF BIELEFELD<br />

OFFERS €1M FOR PROOF<br />

IT DOESN'T EXIST"<br />

Artikel der British Broadcasting Corporation (BBC), veröffentlicht am 22. August 2019 auf www.bbc.com<br />

… titelte die internationale Presse zum Start der Kampagne „Die #Bielefeldmillion – Das Ende einer Verschwörung“.<br />

Weit über Ostwestfalens Grenzen hinaus, von den USA bis China, von Mexiko bis Australien, war Bielefeld plötzlich<br />

auf den Seiten großer internationaler Zeitungen zu lesen. Jetzt weiß es die ganze Welt: Bielefeld gibt es wirklich!<br />

LIEBEFELD LIEST - 08 - DAS INTERVIEW-MAGAZIN


TEXT: MAXIMILIAN KOTHE<br />

FOTOS: PATRICK POLLMEIER<br />

Vom Rheinland in die ostwestfälische<br />

Metropole: Was hat Sie ausgerechnet nach<br />

Bielefeld verschlagen, Frau Brües?<br />

Ich bin gebürtige Krefelderin und 1995 als Studentin<br />

nach Bielefeld gezogen. Das war für mich ein Kulturschock,<br />

an den ich mich erst einmal gewöhnen musste.<br />

Mittlerweile weiß ich: Die Stadt hat für mich genau<br />

die richtige Größe, eine hohe Lebensqualität und den<br />

tollen Teutoburger Wald gleich um die Ecke.<br />

Und trotzdem haben Sie Bielefeld zwischenzeitlich<br />

wieder verlassen …<br />

Stimmt. Ich habe schon immer gerne Neues kennengelernt<br />

und bin jemand, der viel ausprobiert und sich<br />

für Menschen und politische Themen interessiert. Ich<br />

habe mich damals ehrenamtlich für die Aidshilfe<br />

Bielefeld e. V. eingesetzt und bekam später die Chance,<br />

in Braunschweig in einem ähnlichen Feld beruflich<br />

tätig zu werden. Dort habe ich aber schnell gemerkt,<br />

wie sehr ich Bielefeld vermisse – und bin deshalb<br />

gleich wieder zurückgekehrt (lacht)!<br />

Ehrenamt ist ein gutes Stichwort: Was bedeutet es<br />

eigentlich, sich ehrenamtlich zu engagieren?<br />

In erster Linie setzt man sich freiwillig und unentgeltlich<br />

für andere Menschen oder bestimmte Themen<br />

ein. Ehrenamt findet sich in der Bildungshilfe, im Umweltschutz,<br />

in der Begleitung älterer Menschen und<br />

vielen anderen Bereichen – häufig auch dort, wo man<br />

es gar nicht erwartet. Ich kann aus Erfahrung sagen:<br />

Der Einsatz hilft anderen und auch einem selbst. Man<br />

entdeckt für sich neue Talente und Interessen, lernt<br />

neue Freunde kennen, kann sich kreativ entfalten<br />

und weiterqualifizieren.<br />

Als Leiterin der Freiwilligenagentur Bielefeld ist<br />

diese Erfahrung sicher von Vorteil – wozu braucht<br />

die Stadt Ihren Verein?<br />

Viele Menschen möchten gerne aktiv werden und sich<br />

freiwillig engagieren, wissen aber vielleicht noch nicht,<br />

wo und was genau sie tun können. In der Freiwilligenagentur<br />

beraten wir Interessierte und finden mit ihnen<br />

Möglichkeiten für ein Engagement in öffentlichen und<br />

gemeinnützigen Einrichtungen, die sie wirklich interessieren<br />

– und die zu ihnen passen.<br />

ERST WUSSTE SIE GAR NICHT, WO BIELEFELD IST. SIE KÄME SCHLIESSLICH AUS<br />

DEM RHEINLAND, ERZÄHLT KATRIN BRÜES. SICH AN DIE OSTWESTFÄLISCHE<br />

MENTALITÄT ZU GEWÖHNEN, FIEL IHR NICHT LEICHT. DOCH SPÄTESTENS ALS<br />

LEITERIN DER FREIWILLIGENAGENTUR MERKT SIE, DASS IN DEN BIELEFELDERN<br />

VIEL HERZ STECKT. UND HEUTE? HEUTE MÖCHTE SIE AUS DER STADT GAR NICHT<br />

MEHR WEG.<br />

LIEBEFELD LIEST - 10 - DAS INTERVIEW-MAGAZIN


„In Bielefeld findet man<br />

querbeet durch die<br />

Gesellschaft hilfsbereite<br />

Persönlichkeiten!“<br />

Klingt wie eine Partnervermittlung!<br />

Irgendwie stimmt das auch (lacht)! Wir sind das Binde-<br />

glied zwischen interessierten Mitbürgern sowie den<br />

Einrichtungen, die ehrenamtliche Aktivitäten anbieten.<br />

Unsere Aufgabe besteht darin, für beide Seiten das<br />

passende Gegenstück zu finden. Und wir tragen eine<br />

gewisse Verantwortung, damit alle Seiten am Ende<br />

zufrieden sind. Dazu gehört auch, die Vorstellungen<br />

vom Ehrenamt richtig einzuordnen …<br />

Zum Beispiel?<br />

Ich hatte mal einen Frührentner zu Besuch, der hilfs-<br />

bedürftige Menschen oder Familien unterstützend<br />

begleiten wollte. Nachdem ich ihn allerdings über die<br />

Verantwortung und Aufgaben informiert hatte,<br />

stellten wir beide fest, dass ein solches Ehrenamt für<br />

ihn und seine Gesundheit zu viel sein könnte. Damit<br />

er trotzdem mit Menschen zusammenkommt, hilft er<br />

heute in einer Fahrradwerkstatt aus. Das macht ihn<br />

glücklich – und mich freut die passende Vermittlung.<br />

Ihr Beruf scheint Ihnen viel zu geben …<br />

Der Job macht mir unheimlich viel Spaß, weil ich viele<br />

spannende Leute treffe. Wenn ich Tag für Tag erlebe, welchen<br />

Einsatz viele Bielefelder im Ehrenamt zeigen, kann<br />

ich guten Gewissens sagen: Wir sind gut aufgestellt!<br />

Woran machen Sie das fest? Glauben Sie, das Bielefelder<br />

Engagement ist größer als anderswo?<br />

Die Bereitschaft für das Ehrenamt hat in den vergan-<br />

genen Jahren deutschlandweit zugenommen. In Bielefeld<br />

findet man querbeet durch die Gesellschaft hilfsbereite<br />

Persönlichkeiten – von Jung bis Alt, vom Vollzeitarbeiter<br />

bis zum Rentner, vom alteingesessenen Bielefelder bis zu<br />

Menschen, die noch nicht lange in Deutschland leben.<br />

FREIWILLIGENAGENTUR<br />

BIELEFELD E. V.<br />

Gegründet von der Arbeitsgemeinschaft Bielefelder Wohlfahrtsverbände,<br />

der Stadt Bielefeld und Bielefelder Unternehmen im<br />

Jahr 2006 koordiniert die Freiwilligenagentur Bielefeld Angebote<br />

und Nachfrage für ehrenamtliches Engagement. Sie ist die Anlaufstelle<br />

für interessierte Mitbürger ebenso wie für gemeinnützige<br />

Einrichtungen und öffentliche Institutionen, die ein Ehrenamt<br />

anbieten möchten.<br />

Beratungszeiten<br />

Mittwochs, 15–17 Uhr, oder nach individueller Terminabsprache<br />

Neumarkt 1, 33602 Bielefeld, Telefon 0521 3299-530<br />

> www.freiwilligenagentur-bielefeld.de<br />

#YOUNGagement<br />

Wer zwischen 14 und 23 Jahre alt ist und freiwilliges Engagement<br />

ausprobieren möchte, ist bei YOUNGagement an der<br />

richtigen Adresse. Die Freiwilligenagentur bietet jungen Leuten<br />

besondere Angebote, um ihnen den ersten Schritt ins Ehrenamt<br />

zu erleichtern. Zeitumfang: 25 Stunden im Rahmen von drei<br />

Monaten – also gerade einmal zwei Stunden pro Woche.<br />

> www.youngagement-bielefeld.de<br />

#Schulkramkiste<br />

Mehr zum Projekt Schulkramkiste erfahrt ihr auf Seite 42 und<br />

in der Ausstellung „Viele schaffen mehr“, die ihr bis Ende<br />

Januar in der Volksbank Bielefeld-Gütersloh am Kesselbrink<br />

erleben könnt.<br />

In den Jahren 2015 und 2016 erlebte Deutschland eine<br />

starke Zuwanderung von geflüchteten Menschen.<br />

Knapp 4.700 Menschen sind damals alleine in Bielefeld<br />

aufgenommen worden. Wie haben Sie, die Stadt und die<br />

Menschen diese Herausforderung gestemmt?<br />

Bereits 2014 ist die Nachfrage nach ehrenamtlichem<br />

Engagement in Bielefeld immens gestiegen. Das Ehrenamt<br />

hat in den folgenden Jahren noch einmal einen<br />

Aufschwung erfahren. Damals habe ich auch die Leitung<br />

in der Freiwilligenagentur übernommen, die ebenfalls<br />

gewachsen ist. Geflüchtete mit Willkommenspaketen<br />

zu versorgen, ihnen beim Erwerb der neuen Sprache und<br />

beim Ankommen zu helfen, hat viele Bielefelder motiviert.<br />

Sie haben dieses Engagement als sinnhaft erlebt.<br />

So konnten wir bis heute mehr als 1.000 Bielefelder<br />

vermitteln – das war eine sehr aufregende Zeit!<br />

Wie hat sich diese Entwicklung Ihrer Meinung nach<br />

auf das Stadtleben ausgewirkt?<br />

Ich erlebe eine ganz große Vielfalt an Initiativen und<br />

Freiwilligen, die zeigen, dass Bielefeld hoch engagiert ist.<br />

Das liegt sicher auch an der Reformuniversität der Stadt,<br />

die viel bewegt, und der engen Zusammenarbeit mit der<br />

Stadtverwaltung. Hier passiert einfach sehr viel, was die<br />

Stadt lebendiger und bunter macht.<br />

Wo sehen Sie noch Nachholbedarf — und wie kann die<br />

Freiwilligenagentur ihren Beitrag dazu leisten?<br />

Wir realisieren mit der #Schulkramkiste seit 2008 ein<br />

wichtiges Projekt, um Grundschulkinder aus finanziell<br />

schwachen Familien in Bielefeld mit notwendigen Schulmaterialien<br />

auszustatten. Bis heute zählen wir insgesamt<br />

21.750 Ausgaben – das ist auf der einen Seite ein Erfolg, auf<br />

der anderen Seite aber auch tragisch, weil es uns allen aufzeigt,<br />

wie viele Menschen auf diese Hilfe angewiesen sind.<br />

Das sind eine ganze Menge Farbkästen,<br />

Wachsmalstifte und Schulhefte …<br />

Auf jeden Fall. Wir finanzieren das Projekt ausschließlich<br />

über Spenden und benötigen jährlich eine fünfstellige<br />

Summe. Wir freuen uns auch immer, wenn uns Unternehmen<br />

aus der Region unterstützen – wie zum Beispiel<br />

die Volksbank Bielefeld-Gütersloh über Crowdfunding.<br />

Die Schulmaterialien werden über sieben Ausgabestellen<br />

in verschiedenen Stadtteilen dank der engagierten<br />

Unterstützung von Freiwilligen verteilt.<br />

Welche weiteren Angebote, Projekte oder Maßnahmen<br />

plant die Freiwilligenagentur für die Zukunft?<br />

Wir möchten das Engagement in Vereinen noch stärker<br />

unterstützen, weil diese häufig mit Nachwuchssorgen zu<br />

kämpfen haben. Besonders am Herzen liegt mir auch das<br />

Projekt #YOUNGagement. Wir kooperieren unter anderem<br />

mit der Universität, Fachhochschulen und Bielefelder<br />

Einrichtungen wie der Bosse Realschule, um junge Leute<br />

für ehrenamtliche Tätigkeiten zu begeistern. Studien<br />

zeigen: Wer sich früh im Leben engagiert und gute Erfahrungen<br />

macht, wird später wahrscheinlich erneut und<br />

mit Freude ehrenamtlich tätig sein.<br />

Freiwilligenagentur, #Schulkramkiste, #YOUNGagement –<br />

ganz schön viel Verantwortung für eine Person. Nehmen<br />

Sie die Arbeit mit nach Hause oder gönnen Sie sich auch<br />

mal eine Pause?<br />

Natürlich berühren mich auch Schicksalsschläge und<br />

Lebenssituationen, von denen ich während der Beratungen<br />

erfahre und die mich auch daheim noch beschäftigen.<br />

In der Regel schalte ich in meiner Freizeit ab,<br />

wenn ich Yoga treibe, im Bielefelder Westen unterwegs<br />

bin oder im Frauenchor singe. Und ich liebe es, Zeit im<br />

Programmkino #Kamera zu verbringen – das ist wirklich<br />

traumhaft schön! h<br />

HASHTAG<br />

#Kamera<br />

Mainstream war gestern, im Filmkunsttheater Kamera<br />

flimmert Arthouse über die Leinwand. Gegen den Strom,<br />

anspruchsvoll, für Enthusiasten. Frei nach „Wer Kino<br />

sagt, meint Kultur!“ lebt das urige Lichtspielhaus sein<br />

vielfältiges wie spezielles Programm.<br />

Feilenstraße 2–4, 33602 Bielefeld<br />

> www.kamera-filmkunst.de<br />

LIEBEFELD LIEST - 12 - DAS INTERVIEW-MAGAZIN


TEXT: DENNIS SALGE<br />

FOTOS: PATRICK POLLMEIER<br />

„HALBNASS GIBT’S NICHT!“,<br />

SAGT ER. MANCHE<br />

MENSCHEN VERLIEREN<br />

EINIGE PFUNDE, ER NIMMT<br />

40 KILO IN EINEM JAHR<br />

AB. MANCHE MENSCHEN<br />

WANDERN AB UND AN<br />

MAL, ER MARSCHIERT IN<br />

ZWÖLF MONATEN 1.000<br />

KILOMETER.<br />

SOLLTE .<br />

HÄTTE.<br />

KÖNNTE .<br />

WÜRDE .<br />

MACHEN!<br />

LIEBEFELD LIEST - 14 - DAS INTERVIEW-MAGAZIN<br />

MARCEL LOSSIE, 42, IST EIN<br />

MANN, DER BRENNT. FÜR<br />

DIE ALTSTADT UND ARMINIA.<br />

FÜR DEN LOKSCHUPPEN<br />

GENAUSO WIE FÜR SEINE<br />

SOZIALEN PROJEKTE. IM<br />

INTERVIEW ERZÄHLT DER<br />

UR-BIELEFELDER, WARUM<br />

ER KEIN PROFI-FUSSBALLER<br />

WURDE – UND KEIN OBER-<br />

BÜRGERMEISTER WIRD.


Marcel, du musst auch immer gleich übertreiben, oder?<br />

Wie hast du es geschafft, in so kurzer Zeit so viel abzunehmen?<br />

Warum sollte ich nur 20 Kilo abnehmen, wenn’s auch 40 sein<br />

können?! Abnehmen ist ja nichts weiter als simple Mathematik:<br />

Man muss mehr Kalorien verbrennen als man zu sich nimmt.<br />

Dafür habe ich meine Ernährung komplett auf links gedreht<br />

und sehr viel Sport gemacht.<br />

Einige Kilos davon hast du bestimmt auf deinen Wandertouren<br />

verloren. „Niemand erobert den Teutoburger Wald!“ – ist es dein<br />

Ziel, den alten Arminia-Schlachtruf zu widerlegen?<br />

Der #TeutoburgerWald ist für mich das Aushängeschild für Bielefeld<br />

und die Region. Meine Familie und ich sind 2013 von Asemissen<br />

nach Gadderbaum gezogen, nur einen Steinwurf vom Waldrand<br />

entfernt. Seit dieser Zeit wurde meine Leidenschaft für den Teuto<br />

immer größer. Ich bin hier oft unterwegs. Alleine, mit meiner<br />

Familie, mit Freunden, sogar mit Geschäftspartnern. Da kommen<br />

dann schnell 1.000 Kilometer zusammen.<br />

Zusammen mit deinen Partnern Sascha<br />

Berg und Daniel Elsner belebst du auch<br />

die Bielefelder Veranstaltungsszene.<br />

Wie läuft’s denn mit dem Lokschuppen?<br />

Es war die absolut richtige Entscheidung,<br />

den Lokschuppen zu betreiben! All die<br />

Mühen und Investitionen haben sich<br />

gelohnt. Klar, zu Beginn haben wir auch<br />

viel Lehrgeld zahlen müssen. Inzwischen<br />

ist die Auslastung sehr hoch: 2020 dürfen<br />

wir hier mehr als 300 Veranstaltungen<br />

ausrichten: Konzerte, Betriebs- oder<br />

Weihnachtsfeiern, Seminare und Disco-<br />

Events, um einige Beispiele zu nennen.<br />

Über das sehr facettenreiche Programm<br />

versuchen wir, so viele Zielgruppen wie<br />

möglich anzusprechen, was sehr gut<br />

angenommen wird.<br />

Du meintest, ihr musstet Lehrgeld zahlen.<br />

Worin lagen die besonderen Herausforderungen?<br />

Na ja, wir blicken zwar mit unserer Event-Agentur fast4ward<br />

auf 20 Jahre Erfahrung im Veranstaltungsbereich zurück,<br />

eine derart große Location mit einer solchen Veranstaltungsfrequenz<br />

zu betreiben, war aber auch für uns neu. Der organisatorische<br />

und bürokratische Aufwand ist schon eine echte<br />

Hausnummer. Ein großer Dank gebührt unseren Partnern<br />

und unserem gesamten Team – ohne deren Hilfe hätten wir<br />

dieses Projekt nicht so erfolgreich stemmen können.<br />

Im Lokschuppen wandert sicher auch der ein oder<br />

andere Gin Lossie und Rübe Vodka über die Theke.<br />

Wie bist du eigentlich auf diese unternehmerische<br />

„Schnapsidee“ gekommen?<br />

Ich kannte Wacholderbeeren schon als Kind, damals noch<br />

als Gewürz im Sauerkrautfass aus dem Reformhaus meiner<br />

Großeltern. Als ich älter wurde, wuchs meine Begeisterung<br />

für Spirituosen und Cocktails, vor allem für Gin. Eines<br />

Tages kam mir die Idee, den Ostwestfalen ein Heimatgetränk<br />

zu kredenzen, das der Wacholdertradition eine<br />

moderne Note verpasst.<br />

Du musstest dafür aber nicht extra lernen,<br />

Schnaps zu brennen?<br />

Nein, ich habe zwar eineinhalb Jahre an der richtigen<br />

Rezeptur mitgefeilt, die Umsetzung aber erfolgte<br />

zusammen mit dem ostwestfälischen Traditionsunternehmen<br />

Kisker in Halle. Mittlerweile umfasst unsere<br />

Produktpalette sechs verschiedene Ginsorten sowie<br />

den Rübe Vodka und Rübe Likör. Selbstverständlich<br />

schenken wir diese Produkte gerne im Rahmen<br />

unserer Veranstaltungen von fast4ward oder im<br />

Lokschuppen aus.<br />

Moment mal, haben wir dich gerade richtig verstanden?<br />

Du hast mal außerhalb Bielefelds gelebt?<br />

Ja, aber nicht lange – und auch nur 50 Meter vom Bielefelder<br />

Ortseingangsschild entfernt. Das ging also so gerade noch (lacht)!<br />

Außerdem sind wir schnell wieder zurückgekommen.<br />

Die Sehnsucht nach unserer<br />

Heimatstadt war zu groß!<br />

Die Verbundenheit zu Bielefeld zieht sich durch eure Familiengeschichte.<br />

Schon dein Urgroßonkel Erich Lossie war als Bildhauer beim Aufbau<br />

des Leineweber-Denkmals beteiligt. Du selbst bist über dem Reformhaus<br />

deiner Großeltern aufgewachsen, inmitten der Bielefelder Altstadt.<br />

Das mag heute zwar komisch klingen, aber die Altstadt war unser<br />

Spielplatz. Mit meinem ersten Lederball habe ich auch gleich die<br />

Fensterscheibe von Klötzer kaputt geschossen. Anschließend durfte<br />

ich nur noch mit einem Softball kicken. Ich bin überzeugt: Das, und<br />

nur das, hat meine Profi-Karriere verhindert (lacht).<br />

Was macht denn für einen Bielefelder Jung wie dich den besonderen<br />

Charme der Stadt aus?<br />

Bielefeld ist für mich die perfekte Mischung aus Klein- und Großstadt. Alles ist sehr überschaubar, familiär<br />

und jeder kennt jeden über ein oder zwei Ecken. Du kommst innerhalb von zehn Minuten aus der Stadtmitte<br />

in den Teutoburger Wald. Auch das Hermannsdenkmal und die Externsteine liegen direkt vor der Haustür.<br />

Und ganz ehrlich: Was gibt es Schöneres, als mit den Kindern einen Ausflug in den Tierpark Olderdissen zu<br />

machen?! Das Kultur- und Freizeitangebot in Bielefeld ist riesig!<br />

DAS<br />

BIELEFELD-<br />

BEIN<br />

Bielefeld geht unter die Haut: Als Zeichen der Verbundenheit hat sich Marcel Lossie verschiedene Wahrzeichen seiner<br />

Heimatstadt tätowieren lassen. So haben es sich inzwischen das Leineweber-Denkmal, die Altstadt, die Sparrenburg<br />

mit der Statue des Großen Kurfürsten sowie das Rathaus bequem gemacht auf dem lossieschen linken Bein.<br />

LIEBEFELD LIEST - 16 - DAS INTERVIEW-MAGAZIN


Deine Arbeit für fast4ward eröffnet dir offenbar viele Möglichkeiten.<br />

Wir sind ein bisschen stolz darauf, wie sich fast4ward in den letzten<br />

20 Jahren entwickelt hat. Der Event-Bereich startete damals mit<br />

mobilen Cocktailbars, die Kunden bei uns für ihre Veranstaltungen<br />

buchen konnten. Heute sind wir zusammen mit fast4ward und der<br />

Schwestergesellschaft Lokschuppen Event GmbH etwa 35 feste<br />

Beschäftigte und circa 300 Aushilfen.<br />

Mobile Cocktailbars kommen ja auch für „Fruchtalarm“ zum Einsatz.<br />

Was hat es mit dem Projekt auf sich?<br />

„Fruchtalarm“ ist ein spendenfinanziertes Kinderkrebsprojekt, das ich 2010<br />

ins Leben gerufen habe und seitdem ehrenamtlich begleite. Inzwischen ist<br />

„Fruchtalarm“ ein Teil der #Von-Laer-Stiftung und das größte spendenfinanzierte<br />

Emotionale Momente: Emily war 2011<br />

an Krebs erkrankt und eines der ersten<br />

„Fruchtalarm-Models".<br />

klinikübergreifende Projekt in Deutschland<br />

mit jährlich über 1.700 Einsätzen. Einmal<br />

wöchentlich rollt dabei eine mobile Kindercocktailbar<br />

über die Flure von aktuell 31<br />

Kinderkrebsstationen. Aus verschiedenen<br />

Säften, Nektaren und Sirupsorten mixen die<br />

Kinder dann ihre eigenen Fruchtcocktails.<br />

Wieso ist das so wichtig für die Kinder?<br />

Ziel ist es vor allem, die schwer erkrankten<br />

Kinder zu aktivieren und zu motivieren,<br />

etwas zu trinken. Durch die Chemotherapie<br />

verändern sich alle Sinne der Kinder, besonders<br />

ihr Geschmacks- und Geruchssinn.<br />

Deshalb lehnen sie es auch häufig ab, Nahrung<br />

und Flüssigkeit zu sich zu nehmen.<br />

Das weiß ich aus persönlicher Erfahrung:<br />

2010 haben meine Familie und ich viel<br />

Zeit auf der onkologischen Station in der<br />

Kinderklinik Bielefeld-Bethel verbracht.<br />

Ist es nicht schwer für euch,<br />

durch „Fruchtalarm“ ständig<br />

an das Schicksal eures Sohnes<br />

erinnert zu werden?<br />

Meine Familie und ich empfinden es<br />

als den besten Weg, damit umzugehen.<br />

Gerade die persönlichen Erfahrungen<br />

machen „Fruchtalarm“ zu einem ganz<br />

besonderen Herzensprojekt für uns.<br />

Es hat geholfen, wieder nach vorne zu<br />

blicken – und unseren persönlichen<br />

Schicksalsschlag zum Teil in etwas<br />

Positives zu münzen.<br />

Das schönste<br />

Feedback<br />

ist das Lächeln<br />

der Kinder!<br />

Warum wart ihr so häufig auf der Kinderkrebsstation?<br />

Unser Sohn ist damals an Krebs erkrankt und 2011 verstorben. Das war<br />

eine schlimme Zeit, durch die wir als Familie gehen mussten. Täglich zu<br />

sehen, wie die Kinder leiden und gegen diese schreckliche Krankheit<br />

kämpfen, hat uns nachhaltig geprägt. Damit die Kinder wenigstens für ein<br />

paar Stunden den Krebs vergessen können, fassten wir den Entschluss,<br />

selbst aktiv zu werden – und so kam die Idee für „Fruchtalarm“. Es drängt<br />

die Krankheit für einen Moment zurück und schenkt den Kindern Energie<br />

und Lebensfreude im oft tristen Klinik-Alltag.<br />

Heute, acht Jahre später, ist sie gesund und<br />

„macht Alarm" – wie hier auf dem Zurück-<br />

Zuhause-Festival von Casper im Lokschuppen.<br />

LIEBEFELD LIEST - 18 - DAS INTERVIEW-MAGAZIN<br />

Jetzt spenden, Hunger beenden!<br />

DE15 3705 0198 0000 0011 15 · Stichwort: „Wir gegen Hunger“<br />

welthungerhilfe.de/welt


Eventmanager. Gin-Destillateur. Ehrenamtlicher Geschäftsführer von „Fruchtalarm“. Auch im<br />

Rotary-Club Bielefeld-Waldhof engagierst du dich. Haben wir irgendetwas vergessen?<br />

Na ja, wenn du schon so fragst ... Unser ehemaliger Azubi Moritz Waltke und ich haben eine exklusive<br />

Mufflon-Kollektion aufgelegt, mit der wir die Aufforstung insbesondere des Bielefelder Waldes<br />

unterstützen möchten. Auch als Gründungsmitglied des Bielewald e. V. möchte ich aktiv dazu<br />

beitragen. Moritz war 2002 übrigens der erste Azubi für Veranstaltungstechnik in NRW und ist<br />

heute Mitinhaber der Textildruck Stickerei Bielefeld. Ansonsten gehöre ich der Wandergruppe<br />

„Team Fallobst“ an und ab und zu singe ich im etwas anderen Shanty-Chor „Shantallica“, auch wenn<br />

ich nicht wirklich singen kann ...<br />

Wie schaffst du es, das alles unter<br />

einen Hut zu bringen?<br />

Alle meine beruflichen und sozialen<br />

Aktivitäten haben sich mehr<br />

oder weniger natürlich ergeben.<br />

Aus einem Projekt entstand das<br />

nächste, dann das nächste, und so<br />

weiter. Und wenn ich was mache,<br />

mache ich es eben richtig! Ohne<br />

den Rückhalt meiner Familie wäre<br />

das aber nicht möglich. Ich bin<br />

froh, dass meine Frau und unsere<br />

drei Kinder das alles mitmachen.<br />

Und natürlich wäre mein soziales<br />

Engagement ohne die Unterstützung<br />

aus der Firma in diesem<br />

Umfang auch nicht möglich.<br />

Auf was kann sich deine Familie<br />

denn noch so freuen? Wäre das<br />

Bürgermeisteramt nichts für dich?<br />

Höchstens das Oberbürgermeisteramt<br />

(lacht). Nein, Spaß beiseite, das<br />

kommt für mich nicht infrage,<br />

dafür bin ich viel zu emotional.<br />

Grau gilt ja als Farbe des Ausgleichs. In meinem<br />

Farbspektrum aber taucht Grau noch nicht auf.<br />

Die Milde, die für ein politisches Amt nötig wäre,<br />

geht mir also leider ab. Aber vielleicht kommt<br />

die ja mit dem Alter ...<br />

Okay, die Kandidatur zum Oberbürgermeister verschieben wir also erstmal.<br />

Dem einfachen Bürger Marcel Lossie fallen aber sicher einige Dinge ein,<br />

die er in Bielefeld verbessern würde, oder?<br />

Na ja, das Verkehrskonzept halte ich für fragwürdig. Um die Verkehrswende zu fördern, wäre<br />

zum Beispiel die kostenlose ÖPNV-Nutzung für alle Kinder und Jugendlichen ein sinnvoller<br />

Schritt. Auch der lokale Einzelhandel müsste stärker gefördert werden. Sonst verliert die Innenstadt<br />

ihren Charme, weil die Geschäftswelt bald nur noch aus Filialisten besteht.<br />

Wann findest du eigentlich die Zeit, dir darüber Gedanken zu machen?<br />

Anders gefragt, kannst du auch mal nichts tun – und beim Nichtstun<br />

wirklich nichts tun?<br />

Hm, also ich bin ganz sicher kein Couch-Potato, der gerne stundenlang vorm Fernseher<br />

herumlümmelt. Dann werde ich schnell unruhig. Auch meine Ausgleiche zum Alltag stehen<br />

deswegen immer in Verbindung mit Aktivitäten. Am besten entspannen und nachdenken<br />

kann ich beim Wandern. Wir trainieren übrigens schon für den Hermannslauf!<br />

Wer sind „wir“?<br />

„Wir“ sind das #TeamFallobst mit mehr als 30 Mitwanderern. Für jeden Kilometer, den wir<br />

auf dem Hermannslauf zurücklegen, aktivieren wir Spender, die pro Kilometer einen Euro<br />

an „Fruchtalarm“ spenden. In den letzten sechs Jahren haben wir so mehr als 100.000 Euro<br />

erwandert.<br />

Das heißt, du knackst deinen persönlichen<br />

1.000-Kilometer-Rekord?<br />

Die wandere ich jedes Jahr im Teutoburger<br />

Wald. Ganz oder gar nicht! Halbnass gibt’s<br />

für mich nicht (lacht)! h<br />

HASHTAGS<br />

#TeutoburgerWald<br />

Gestern noch ein Schlachtfeld, heute beliebtes Wandergebiet:<br />

Der Teutoburger Wald bietet eine breite Palette an Kulturund<br />

Naturerlebnissen. Zu den bekanntesten Zielen zählen das<br />

Kloster Corvey, die Hünenburg und das Hermannsdenkmal.<br />

> www.teutoburgerwald.de<br />

#Von-Laer-Stiftung<br />

Tradition. Innovation. Qualität. Diesen Werten verschreibt<br />

sich die Van-Laer-Stiftung. Als gemeinnützige Trägerin<br />

zahlreicher Einrichtungen der Jugendhilfe betreibt sie Kitas<br />

und Wohngruppen für Kinder und Jugendliche. Außerdem<br />

bietet die Stiftung sozial- und heilpädagogische Hilfen zur<br />

Erziehung und vielfältige Freizeitmöglichkeiten.<br />

> www.von-laer-stiftung.de<br />

#TeamFallobst<br />

Wandern und Laufen für den guten Zweck: Seit 2014 geht<br />

das Team Fallobst beim Hermannslauf an seine körperlichen<br />

Grenzen – und sammelt dabei Spenden für das Projekt<br />

„Fruchtalarm“. Eingeladen sind alle Männer, die Lust auf<br />

Sport und die gute Sache haben.<br />

> www.facebook.com/teamfallobst<br />

LIEBEFELD LIEST - 20 - DAS INTERVIEW-MAGAZIN


FOTO: PATRICK POLLMEIER<br />

FLIESENECKE WIESENBAD SPRUNGTURM


LICHTBLICK<br />

WER ODER WAS STECKT HINTER DEM<br />

KUNSTWERK AUF SEITE 22/23?<br />

Mein Name ist Patrick Pollmeier. Ich wurde am 8. Januar 1992 in Bielefeld geboren<br />

und bin in Schloß Holte-Stukenbrock aufgewachsen. Heute lebe, studiere und arbeite<br />

ich in Bielefeld. Aktuell arbeite ich an einem Langzeitprojekt, das in verschiedenen<br />

Kapiteln Theorien und Weltanschauungssysteme untersucht. Eins dieser Kapitel<br />

widmet sich der Mathematik und hinterfragt deren Wesen mithilfe unterschied-<br />

licher visueller Lösungsansätze. Einer davon ist hier zu sehen. Die Aufnahme zeigt<br />

das leere Becken des Sprungturms des Bielefelder Wiesenbads im Negativ. h<br />

> www.paddelproduction.de<br />

ANZEIGE<br />

GEWINN<br />

SPIEL<br />

SHOW<br />

TIME<br />

IM GOP!<br />

Camping, Circus und eine WunderBar: Das Programm im GOP Bad Oeynhausen<br />

verspricht für 2020 wieder einmal große Shows für kleine Auszeiten! Das erste<br />

Ausrufezeichen im neuen Jahr setzt das Mentalmagier-Duo Timothy Trust und<br />

Diamond in seiner Show „Trust me!“, bei der fast nichts so ist, wie es scheint.<br />

Das Spiel aus Schein und Sein, Gut und Böse, Licht und Schatten verleiht auch<br />

„Sombra“ eine ganz neue Dimension – das Programm der Gegensätze läuft im<br />

März und April. Mit einem Ausdruck ungebremster Lust am Leben tanzt das<br />

GOP anschließend in die Wohlfühlmonate Mai und Juni. „Funky Town“ steht für<br />

Spirit, puren Soul, Lifestyle – sowie eine mitreißend artistische Show. Akrobatisch<br />

geht es dann auch in den Sommer. Spätestens, wenn die Künstler auf<br />

Wäscheleinen balancieren und mit Grillutensilien jonglieren, wird es Zeit für<br />

Sonne, Sommer, Sonnenschein – und die GOP-Camping-Welt, die im Juli und<br />

August ihre Zelte in Bad Oeynhausen aufschlägt! h<br />

Weil wir, die Wortakrobaten und Designkünstler von <strong>Liebefeld</strong> sowie die<br />

echten Akrobaten und echten Künstler vom GOP, euch eine kleine Auszeit<br />

gönnen, verlosen wir 2x2 Gutscheine, die zwischen Februar und Juli<br />

eingelöst werden können. Was ihr dafür tun müsst? Schreibt uns, welcher<br />

Bielefelder aufs Cover der nächsten <strong>Liebefeld</strong>-Ausgabe kommen soll –<br />

und das am besten vor dem Einsendeschluss am 22.02.2020! Wir freuen<br />

uns auf eure Vorschläge!<br />

> redaktion@liebefeld-liest.de<br />

EXZELLENZ IN PRINT.<br />

.Digitaldruck .Bogen-Offsetdruck .Druckveredelung<br />

Jedes Projekt beginnt mit einem Gespräch. Wir hören genau zu,<br />

geben fundiertes Praxiswissen weiter und definieren gemeinsam die bestmögliche Lösung.<br />

Auch während der Produktion haben wir für Ihre Fragen stets ein offenes Ohr.<br />

Unser Team gibt in jeder Phase der Entwicklung ihr Bestes.<br />

Seit über 80 Jahren sind wir gemeinsam mit nationalen und internationalen Unternehmen<br />

erfolgreich – und geben Print eine Zukunft, die Menschen in aller Welt fasziniert.<br />

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Fon 05223 / 7574-0<br />

LIEBEFELD LIEST - 24 - DAS INTERVIEW-MAGAZIN


NACHTANSICHTEN, LEINEWEBER-MARKT<br />

ODER SPARRENBURGFEST: HINTER ALLEDEM<br />

STEHT BEIM BIELEFELDER STADTMARKETING<br />

EIN KLEINES ORGANISATIONSTEAM UM<br />

KATHARINA SCHILBERG. DIE 28-JÄHRIGE<br />

WEISS, WIE MAN 400.000 MENSCHEN BEI<br />

LAUNE HÄLT, WANN ANSPANNUNG IN SPASS<br />

UMSCHLÄGT UND WARUM AUSGERECHNET<br />

RETTUNGSSCHWIMMEN GEGEN STRESS IM<br />

JOB HELFEN KANN.<br />

HASHTAG<br />

TEXT: JENS FRANZKE<br />

FOTOS: BIELEFELD MARKETING<br />

#Nachtansichten2020<br />

Wer Katharinas Arbeit erleben möchte, sollte sich<br />

mit den Freunden für die nächsten Nachtansichten<br />

am 25. April verabreden. Dann öffnen mehr als<br />

50 Kulturorte – von coolen Hinterhof-Ateliers bis<br />

zu den großen Museen – und es lässt sich perfekt<br />

durch die Innenstadt „schlören“. Ein Highlight sind<br />

die großen Lichtinstallationen in der Stadt.<br />

> www.nachtansichten.de<br />

DIE EVENT-MACHERIN<br />

Katharina, hast du als Kind schon<br />

zur Veranstaltungskauffrau gesehen<br />

anfangen und dann nach und nach alles<br />

Und wenn etwas schief geht?<br />

ich die Wahl habe: Klein beigeben, ob-<br />

immer die coolsten Geburtstagspartys<br />

und die Sache war klar.<br />

zusammenfügen. Bei Events, die jedes<br />

Wir haben zum Glück noch jedes Problem<br />

wohl ich von etwas überzeugt bin, oder<br />

organisiert?<br />

Jahr stattfinden, starten wir sechs bis<br />

in den Griff bekommen. Davon merken<br />

etwas klar sagen und dafür manchmal<br />

Auf gar keinen Fall (lacht)! Ich stehe<br />

Heute leitest du viele Bielefelder<br />

neun Monate vorher. Neue Events brau-<br />

die Besucher in der Regel auch nichts.<br />

als Zicke gelten? Ich würde lieber die<br />

nicht gerne bei einer Feier im Mittel-<br />

Groß-Events. Was ist deine Rolle?<br />

chen schon mal mehr Vorlauf. Ich bin seit<br />

Nur wenn das Wetter nicht mitspielt,<br />

Zicke wählen.<br />

punkt.<br />

Ich bin Teamleiterin von drei bis vier<br />

fünf Jahren bei Bielefeld Marketing, in-<br />

kannst du halt nichts machen. Bei allen<br />

Personen im Veranstaltungsmanagement<br />

zwischen habe ich vieles einfach im Kopf.<br />

anderen Dingen hilft die Erfahrung.<br />

Braucht man bei deinem Job besonders<br />

Und wie bist dann auf die Idee<br />

bei Bielefeld Marketing. Wir planen die<br />

Das war am Anfang noch anders. Bei<br />

ruhige Hobbys?<br />

gekommen, das Planen von Events<br />

Events von der ersten Genehmigung bis<br />

meinem ersten eigenen Event konnte ich<br />

Dass du schon so erfahren bist, sieht<br />

Ruhig muss es nicht unbedingt sein, aber<br />

zum Beruf zu machen?<br />

zum letzten Künstler, vom Sicherheits-<br />

die ganze Woche davor nicht schlafen.<br />

man dir nicht unbedingt an.<br />

ich muss den Kopf ausschalten können.<br />

Als es darum ging, unseren Abi-Ball –<br />

konzept bis zum Toilettenwagen. Wir<br />

Ich dachte die ganze Zeit darüber nach,<br />

Das nehme ich mal als Kompliment (lacht)!<br />

Ich jogge total gerne und engagiere mich<br />

damals in Detmold – zu organisieren,<br />

decken eine große Bandbreite ab, von<br />

was alles schiefgehen könnte.<br />

nebenbei als Rettungsschwimmerin.<br />

habe ich mitgemacht und gemerkt, dass<br />

den #Nachtansichten2020 mit 15.000<br />

Gerne! Sehen das immer alle so? Ist dein<br />

Über den DRLG-Bezirk Lippe arbeite ich<br />

ich sowas ganz gut kann.<br />

Besuchern und bis zu 70 Leuten, die<br />

Wie war dann der große Tag?<br />

Liebt ihren Job trotz Stress: Katharina Schilberg<br />

Alter auch manchmal ein Nachteil?<br />

jedes Jahr zwei Wochen auf Norderney.<br />

hinter den Kulissen im Einsatz sind,<br />

Ich habe tolle Kollegen, die mir gesagt<br />

Ich merke schon, dass ich oft erst zeigen<br />

Woran hast du das gemerkt?<br />

bis zum fünftägigen Leineweber-<br />

haben: Mach dir keine Sorgen! Das<br />

sind die wir die Ansprechpartner. Aber<br />

muss, dass ich weiß, wovon ich rede. So-<br />

Rettungsschwimmen? Stehst du auch<br />

Man musste entscheiden und einfach<br />

Markt mit 400.000 Besuchern.<br />

klappt alles! Und so war es auch. Als alles<br />

wenn ein Event erstmal läuft, wird man<br />

was erlebe ich aber eher bei Menschen ab<br />

privat auf Anspannung und Adrenalin?<br />

mal „machen“. Ich habe zum Beispiel die<br />

geschafft war, hätte ich vor Glück und<br />

innerlich meist ruhiger.<br />

45 Jahren aufwärts, sowohl mit Frauen<br />

Das kann man gar nicht vergleichen.<br />

zuständige Mitarbeiterin der Stadthalle<br />

Wer schon mal eine große private<br />

Erleichterung heulen können.<br />

wie mit Männern. Und wenn man als<br />

Wenn ich am Strand stehe und wir als<br />

Detmold so lange genervt, bis wir dort<br />

Feier organisieren musste, denkt jetzt:<br />

Wenn alles läuft, was ist das für<br />

Frau einmal entschieden auftritt, heißt es<br />

Team 200 Kinder im Blick haben, bin ich<br />

feiern durften. Das wurde davor aus<br />

Wie bitteschön plant man eine Party<br />

Gehört Stress zu deinem Job?<br />

ein Gefühl?<br />

schnell: Jetzt zickt die rum!<br />

ganz ruhig. Ich habe die Situation unter<br />

Sorge vor Schmutz und Beschädigungen<br />

für 400.000 Menschen?<br />

Ja, schon. Beim Leineweber-Markt klin-<br />

Das ist mega! Wenn alles läuft, ist es<br />

Kontrolle. Bei einem Event kann immer<br />

immer abgelehnt. Wenig später habe ich<br />

Man muss sich strukturieren, rechtzei-<br />

gelt an fünf Tagen im Schnitt 18 Stunden<br />

das geilste Gefühl, das man sich vor-<br />

Wie sehr stört dich das?<br />

das Telefon klingeln und das nächste un-<br />

eine Stellenanzeige für eine Ausbildung<br />

tig starten, bei den wichtigsten Dingen<br />

lang das Handy. Für fast jedes Problem<br />

stellen kann.<br />

Das ärgert mich schon. Aber wenn<br />

erwartete Problem will gelöst werden. h<br />

LIEBEFELD LIEST - 26 - DAS INTERVIEW-MAGAZIN


WIR SCHREIBEN,<br />

GESTALTEN<br />

UND ENTWICKELN.<br />

DAS LIEBEFELD-MAGAZIN,<br />

ABER AUCH DIE ZUKUNFT<br />

UNSERER KUNDEN.<br />

HEUTE, MORGEN.<br />

ONLINE. OFFLINE.<br />

UND IMMER<br />

AUSGEZEICHNET.<br />

www.kirchner-kum.de


Interview: Dennis Salge<br />

Fotos: Patrick Pollmeier<br />

„IT WAS ALL A DREAM!“ AUS DEM<br />

BRAUNEN RÖHRENRADIO KNARZEN<br />

DIE HIP-HOP-KLASSIKER VON BIGGIE<br />

UND CO. DAS AROMA PERFEKT GE-<br />

RÖSTETER KAFFEEBOHNEN ZIEHT<br />

DURCH DAS KLEINE CAFÉ UND<br />

MISCHT SICH MIT DEM DUFT VON<br />

DAMPFENDEM APFELKUCHEN. SEIT<br />

2014 BETREIBT BILEN ROSENTHAL<br />

DAS CAFÉ SCHLÖSSCHEN AM NIE-<br />

DERWALL. IM INTERVIEW ERZÄHLT<br />

DIE 34-JÄHRIGE IHRE GANZ PER-<br />

SÖNLICHE COFFEE-LOVE-STORY.<br />

12:20<br />

Alles <strong>Liebefeld</strong>er<br />

Bilen Rosenthal, du<br />

Auƒ’n<br />

Bilen Rosenthal<br />

hey bilen! schwarz, mit<br />

milch und zucker oder<br />

latte-loverin? wie<br />

schmeckt dir die bohne<br />

am besten? 11:14<br />

schwarz geht schon mal gar<br />

nicht! meine perfekte<br />

mischung is ein cappuccino<br />

mit doppeltem espresso,<br />

hipster nennen das wohl flat<br />

white 11:19<br />

ins<br />

77.000 tassen kaffee<br />

trinken die deutschen<br />

im laufe ihres lebens. wie<br />

viele gönnst du dir an<br />

nem normalen tag? und<br />

brauchst du morgens<br />

nen wachmacher, um<br />

aus dem quark zu<br />

kommen? 11:22<br />

Bilen Rosenthal<br />

auf jeden fall, ich brauche<br />

morgens immer erst kaffee! 11:23<br />

LIEBEFELD LIEST - 30 - DAS INTERVIEW-MAGAZIN<br />

DAS<br />

-INTERVIEW<br />

MIT BILEN ROSENTHAL >


Bilen Rosenthal<br />

Bilen Rosenthal<br />

Bilen Rosenthal<br />

ich versuch, meinen konsum<br />

zwar zu drosseln, aber wenn<br />

man SO eine maschine und SO<br />

guten kaffee vor der nase stehen<br />

hat ... na ja, dann sind’s am tag<br />

nie unter 4 tassen 11:25<br />

okay, die kaffeemaschine is<br />

echt high-tech, die tische<br />

und stühle aber haben alle<br />

diesen vintagestyle. Ich fühle<br />

mich hier fast wie in omas<br />

stube ... 11:27<br />

Bilen Rosenthal<br />

sieht gut aus ne?! zuhause bei<br />

meinen eltern war immer alles<br />

modern, da musste ich<br />

wahrscheinlich ausbrechen und<br />

das gegenteil ausleben. 11:30<br />

Bilen Rosenthal<br />

einige alte möbelstücke habe<br />

ich auf flohmärkten gefunden,<br />

bei ebay kleinanzeigen hatte<br />

ich aber auch häufiger mal<br />

glück 11:31<br />

war es schon immer dein<br />

traum, ein eigenes café zu<br />

führen? 11:33<br />

Nostalgie pur: Im Schlösschen gibt<br />

es so manches alte Schätzchen<br />

zu entdecken - wie zum Beispiel<br />

dieses Retro-Röhrenradio.<br />

hm, eigentlich nicht, ich hab<br />

veranstaltungskauffrau<br />

gelernt ... während meiner<br />

zeit in münchen habe ich<br />

aber zusätzlich noch in nem<br />

café gejobbt. mein damaliger<br />

chef hat dann mein<br />

schlummerndes potenzial<br />

entdeckt also habe ich<br />

ausprobiert zu kochen, zu<br />

backen und so kam eben<br />

eins zum andern 11:39<br />

machst du<br />

eigentlich alles<br />

selbst oder hast du<br />

angestellte? 11:42<br />

ich koche, backe und mache<br />

schon alles selber. derzeit hab<br />

ich aber auch 3 tolle Aushilfen,<br />

die mir viel abnehmen. wir sind<br />

ein eingespieltes team und ich<br />

hoffe, dass keiner von den dreien<br />

so schnell aufhört 11:45<br />

wann findest du denn<br />

überhaupt zeit, die ganzen<br />

leckeren kuchen und kekse<br />

zu backen? 11:47<br />

Bilen Rosenthal<br />

wow, endlich mal jemand,<br />

der nicht denkt, die<br />

heinzelmännchen würden<br />

nachts alles für mich<br />

machen backen, kochen,<br />

einkaufen, die ganze<br />

buchhaltung 11:51<br />

Bilen Rosenthal<br />

da gehört schon einiges<br />

zu, aber ich bin eben<br />

ziemlich schnell und halte<br />

mich nie nur mit einer<br />

sache auf, ich erledige<br />

sehr viel parallel 11:53<br />

und falls es dir mal zu viel<br />

wird und du deine nerven<br />

beruhigen musst, kannst du<br />

ja auch immer mal wieder<br />

selber naschen 11:57<br />

Bilen Rosenthal<br />

ich verrate<br />

jetzt mal ein<br />

geheimnis...<br />

ich esse selber<br />

gar nichts<br />

süßes 11:59<br />

Bilen Rosenthal<br />

selbst meine eigenen kuchen<br />

probiere ich nicht. ich mache<br />

auch nichts nach rezepten,<br />

schon abwiegen finde ich zu<br />

zeitintensiv. für mich zählt nur<br />

die konsistenz. ich glaube, das<br />

is mein geheimnis ... 12:01<br />

deinen gästen schmeckt der<br />

ganze leckere süßkram also<br />

besser als dir selbst?! 12:03<br />

Bilen Rosenthal<br />

ja, und das is das wichtigste für<br />

mich. klingt kitschig, aber wenn<br />

ich die tassen und teller auf die<br />

tische stelle, kribbelt’s schon in<br />

meinen fingern und ich<br />

möchte mein handy zücken,<br />

um die ganzen schönen<br />

sachen zu knipsen 12:06<br />

Bilen Rosenthal<br />

ich liebe, was ich mache und<br />

dafür bin ich jeden tag<br />

dankbar! 12:07<br />

abgesehen von kaffee und<br />

kuchen gibt’s im schlösschen<br />

ja auch das harte zeug: gin,<br />

wodka, whiskey, ... kann ich die<br />

location also auch mieten, um<br />

zu feiern? 12:09<br />

Bilen Rosenthal<br />

klar, das schlösschen ist von der<br />

größe einfach perfekt für feiern<br />

jeglicher art: geburtstage,<br />

weihnachtsfeiern, kleine<br />

hochzeiten. 12:13<br />

Bilen Rosenthal<br />

die leute können hier auch gerne<br />

richtig steil gehen, solange sie das<br />

hübsche #caféschlösschen zu<br />

würdigen wissen 12:14<br />

bekannt bist du ja auch für<br />

deine, sagen wir mal, eher<br />

ungewöhnliche coffee-to-goidee:<br />

du setzt auf<br />

marmeladengläser zum<br />

zudrehen. wie bist du auf die<br />

idee gekommen? 12:15<br />

Bilen Rosenthal<br />

ich wollte kein klassisches<br />

pfandsystem, weil ich es für<br />

unwahrscheinlich halte, dass die<br />

leute die to-go-becher immer<br />

mit sich tragen. deshalb habe ich<br />

mich für die marmeladengläser<br />

entschieden, ganz unkompliziert<br />

ohne pfand. die gläser kann man<br />

wiederbringen, muss man aber<br />

nicht 12:19<br />

Süße Versuchung:<br />

Alle Kuchen, Kekse<br />

und Torten werden<br />

handgemacht.<br />

besonders wirtschaftlich is das<br />

aber nicht, oder? 12:28<br />

Bilen Rosenthal<br />

haha, nein.<br />

wirtschaftlichkeit ist nicht<br />

gerade mein zweiter<br />

vorname aber immerhin<br />

hilft es der umwelt, weil es<br />

nachhaltig is und<br />

plastikmüll reduziert. 12:32<br />

Bilen Rosenthal<br />

die idee scheint auf jeden<br />

fall sehr gut anzukommen ..<br />

aktuell sind nämlich alle<br />

gläser weg 12:34<br />

deine gäste haben die<br />

gläser also einfach<br />

behalten? 12:35<br />

Mit Coffee to go in Marmeladengläsern<br />

kämpft Bilen gegen Plastikmüll.<br />

LIEBEFELD LIEST - 32 - DAS INTERVIEW-MAGAZIN


Bilen Rosenthal<br />

ja, aber das is nicht schlimm.<br />

Ich würde es auch vergessen<br />

außerdem habe ich gerade<br />

ne spende für die nächsten<br />

500 gläser bekommen. 12:41<br />

KLINIK FÜR GYNÄKOLOGIE<br />

UND GEBURTSHILFE<br />

Bilen Rosenthal<br />

karma 12:42<br />

Auf Gilead geboren.<br />

Bilen Rosenthal<br />

meine dorfmilch aus<br />

brockhagen kommt in flaschen.<br />

bei einem verbrauch von 40 bis<br />

50 litern in der woche bringt<br />

das schon einiges! 12:51<br />

Bilen Rosenthal<br />

Bilen Rosenthal<br />

gibt es noch mehr<br />

situationen, in denen du<br />

plastik vermeidest? 12:44<br />

obst und gemüse kaufe ich<br />

auch immer unverpackt. mein<br />

bewusstsein für das problem<br />

wurde auf mallorca geweckt,<br />

wo ich eine zeit lang gearbeitet<br />

habe und wo fast alles mit<br />

plastik verpackt wird 12:52<br />

mallorca, münchen. du bist ja<br />

echt viel rumgekommen. was<br />

hat dich denn zurück nach<br />

bielefeld gezogen? 12:54<br />

ey, in düsseldorf und bad<br />

reichenhall habe ich auch<br />

gelebt na ja, ich bin in<br />

bielefeld geboren und<br />

aufgewachsen, nach der schule<br />

bin ich aber direkt weg. ehrlich<br />

gesagt war ich früher nie der<br />

größte bielefeld-fan ... am ende<br />

bin ich aber doch wieder in der<br />

heimat gelandet 12:59<br />

HASHTAGS<br />

#caféschlösschen<br />

Niederwall 44<br />

33602 Bielefeld<br />

Telefon 0521 96750888<br />

> www.facebook.com/<br />

schloesschenbielefeld<br />

> www.instagram.com/<br />

dressedbakery<br />

was magst du denn an<br />

bielefeld? 13:05<br />

Bilen Rosenthal<br />

ich liebe den teutoburger<br />

wald, aber auch sonst hat die<br />

stadt einiges zu bieten! das<br />

besondere sind die<br />

menschen, die sind schon<br />

sehr speziell! aber wenn man<br />

sie einmal hat, sind es treue<br />

seelen! 13:11<br />

Bilen Rosenthal<br />

hm, meistens bleibe ich bei<br />

meinem eigenen kaffee, is ja<br />

schließlich der beste und<br />

alle cafés, die ich gerne<br />

ausprobieren würde, haben<br />

ruhetag, wenn ich auch<br />

ruhetag habe. 13:18<br />

Bilen Rosenthal<br />

wohin zieht dich denn<br />

dein kaffee-näschen,<br />

wenn du nicht gerade<br />

hinter der theke stehst<br />

oder selber an einer tass<br />

kaff nippst? 13:14<br />

privat gehe ich aber natürlich<br />

gerne woanders hin. mein<br />

klassiker is das #thegoodhood,<br />

aber auch das #mellowgold<br />

geht immer 13:20<br />

#thegoodhood<br />

Jöllenbecker Straße 7<br />

33613 Bielefeld<br />

Telefon 0521 98620710<br />

> www.thegood-hood.de<br />

> www.facebook.com/<br />

thegoodhood.bielefeld<br />

Bilen Rosenthal<br />

mein plan geht nie weiter<br />

als maximal ne woche<br />

ich hoffe, meine gäste<br />

sind weiterhin so<br />

zufrieden und sehen das<br />

schöne und die mühe, die<br />

in allem stecken! 13:25<br />

Bilen Rosenthal<br />

„Mein Kaffee ist der beste in<br />

Bielefeld“, meint Bilen Rosenthal.<br />

was wünscht du dir für die<br />

zukunft? wohin soll die<br />

reise gehen für dich und<br />

dein café? 13:23<br />

13:25<br />

#mellowgold<br />

Karl-Eilers-Straße 22<br />

33602 Bielefeld<br />

Telefon 0521 5215665<br />

> www.facebook.com/<br />

gastropub/mellow-gold<br />

Lernen Sie uns kennen!<br />

Wir laden Sie herzlich ein zu unseren Infoabenden für<br />

werdende Eltern an jedem 1. und 3. Montag im Monat<br />

um 19 Uhr im Haus Gilead I.<br />

Evangelisches Klinikum Bethel<br />

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Perinatalzentrum (Level I)<br />

Haus Gilead I<br />

Burgsteig 13<br />

33617 Bielefeld (Bethel)<br />

Sekretariat: 0521 | 772 - 75381<br />

Kreißsaal: 0521 | 772 - 78268<br />

Ü www.evkb.de/geburtshilfe


#BIELEFELDBLOGGT<br />

TMC Unit Live<br />

+ Die Erlebnismanager<br />

= TMC Live GmbH<br />

INTERVIEW<br />

Du hast das Bloggen zum Beruf<br />

gemacht – wie kam es dazu?<br />

Ziemlich unerwartet: Ich bin<br />

Instagram beigetreten, weil ich<br />

das Gefühl hatte, meine Freunde<br />

bei Facebook mit täglichen<br />

Bildern eher zu nerven. Hier ist<br />

das mehr gefragt. Viel Interesse<br />

weckte meine Zwillingsschwangerschaft,<br />

später folgten<br />

Kooperationsanfragen.<br />

Was unterscheidet dich von<br />

anderen Mamabloggerinnen?<br />

Ich verstelle mich nicht,<br />

sondern zeige mich in vielen<br />

realen Situationen des Alltags.<br />

Außerdem bin ich Au-Pair-Gastmama:<br />

Wir haben seit drei<br />

Jahren Au Pairs bei uns<br />

wohnen, worüber ich sehr viel<br />

berichte. Zuletzt ist da natürlich<br />

mein Leben als Zwillingsmama.<br />

C<br />

M<br />

Y<br />

CM<br />

MY<br />

CY<br />

Was passiert mit deinem Blog,<br />

wenn deine Kinder älter<br />

werden?<br />

Sie werden nicht mehr zu sehen<br />

sein. Tatsächlich habe ich bereits<br />

vor ein paar Wochen aufgehört,<br />

meine Kinder erkennbar abzubilden.<br />

Stattdessen möchte ich<br />

in Zukunft meine Tätigkeiten als<br />

Social-Media-Beraterin/<br />

Mamabloggerin/Autorin in den<br />

Fokus rücken.<br />

Was macht<br />

deinen Erfolg aus?<br />

Meine Nahbarkeit und Offenheit.<br />

Ich versuche, so viel<br />

Kontakt zu meinen Followern<br />

zu haben, wie es mir möglich<br />

ist. Ich beantworte Privatnachrichten,<br />

zeige kein<br />

„Fake“-Familienleben und<br />

bleibe authentisch.<br />

Du, dein Mann Ralph oder<br />

die Kinder: Wer ist der<br />

Star auf deinem Kanal?<br />

Ich glaube, es ist eine Mischung.<br />

Ich lege meinen Fokus meistens<br />

auf mich und den Mama-Alltag,<br />

manchmal auf die Kinder<br />

(-erziehung) und nur selten auf<br />

meinen #ehemannmitglatze –<br />

der steht woanders genug im<br />

Mittelpunkt! ;)<br />

Zum Abschluss –<br />

ein kurzer Rat<br />

für all die Bielefelder<br />

Mütter da draußen?<br />

Folgt mir<br />

auf Instagram! :D<br />

CMY<br />

K<br />

Von Bielefeld und Paderborn<br />

in die ganze Welt!<br />

Konferenzen | Roadshows | Incentives<br />

Jubiläumsveranstaltungen | Ausstellungen<br />

Promotions | öffentliche Veranstaltungen<br />

www.instagram.com/<br />

tinchenmanderinchen<br />

www.tmc-live.de


LECKERFELD<br />

Ganz Schön<br />

Indisch!<br />

EINES ABENDS IM 17. JAHRHUNDERT<br />

HATTE EIN INDER EINE GENIALE IDEE.<br />

ER LUD KURKUMA, SENFKÖRNER,<br />

KREUZKÜMMEL UND CHILI ZU SICH<br />

EIN. DIE BRACHTEN BOCKSHORNKLEE,<br />

KARDAMOM UND KORIANDER GLEICH<br />

MIT. ALLES WAR ANGERICHTET<br />

FÜR EINE GEWÜRZPARTY DER<br />

EXTRAKLASSE. WAS IN DER NACHT<br />

PASSIERTE? EIN KULINARISCHES<br />

WUNDER. DENN DAS INDISCHE<br />

NATIONALGERICHT WAR<br />

GEBOREN: CURRY.<br />

Im Land, in dem sich Buddha und Shiva gute Nacht<br />

sagen, gehören fertige Gewürzmischungen zum guten<br />

Geschmack. „Masalas“ nennt sie der Inder. Er stellt sie<br />

seinen Soßen („Kari“) vor – und verkuppelt das, was<br />

zusammenpasst. Bis zu 36 verschiedene Gewürze stehen<br />

zur Auswahl. Sechsunddreißig! Gesetzt ist nur<br />

Kurkuma, die gesunde Ingwerpflanze, die dem Curry<br />

seine gelbliche Farbe verleiht. Gar nicht so einfach, in<br />

diesem Gewürzchaos noch den Überblick zu behalten.<br />

WÜRZIGE SCHIFFFAHRT<br />

Doch der Inder experimentiert weiter. Mit Fleisch, Fisch<br />

und Gemüse. So viele Zutaten, so viele Möglichkeiten,<br />

mit denen Curry sich immer wieder neu erfindet. Das<br />

können wir doch auch, sagten sich die Briten damals.<br />

Damals, in der Kolonialzeit, schifften sie die Mixturen<br />

also schnurstracks von Indien nach Europa. Mit dem<br />

Gewürzeinerlei aber konnten die britischen Köche<br />

nichts anfangen – und reduzierten die Masalas kurzerhand<br />

auf einfaches Currypulver. Heute gibt's das feine<br />

Puder in allen erdenklichen Formen und Farben: Gelb<br />

bis rot, scharf bis mild, fertig verpackt und in jedem<br />

Supermarkt erhältlich.<br />

INDER IN DER STADT<br />

Der Inder konnte darüber nur müde lächeln. Er schwört<br />

auf seine Masalas, sein Kari und die nationale Küche.<br />

Nicht irgendein Pulver, sondern die besondere Mischung<br />

aus frischen Zutaten mache leckeres Curry<br />

aus. Um das zu beweisen, schipperte er ein Jahrhundert<br />

später den Europäern hinterher. Erst auf die Insel, später<br />

aufs Festland. Und natürlich auch nach Bielefeld.<br />

In indischen Restaurants serviert er heute das, was<br />

auf der Gewürzparty seinen Anfang nahm: einen unverkennbaren<br />

Mix aus Gewürzen, Soßen und herzhaften<br />

Beilagen. h<br />

Scharf uf<br />

Curr?<br />

Indikitche<br />

„Bereit für die indische Aromenvielfalt?“<br />

An Selbstbewusstsein mangelt es dem<br />

indischen Restaurant direkt am Jahnplatz<br />

offensichtlich nicht. Bei dem großzügigen<br />

Buffet aber auch kein Wunder: In der<br />

Indikitchen schlagen nicht nur orientalische<br />

Herzen höher!<br />

Herforder Straße 5–7 // 33602 Bielefeld<br />

Telefon 0521 77252755<br />

> www.indikitchen.de<br />

Kohinoo<br />

Urig und gemütlich präsentiert sich das<br />

Restaurant Kohinoor in Bielefeld – und das<br />

schon seit 25 Jahren! Ambiente und<br />

Speisekarte versprechen beste indische<br />

Küche. Hier punkten jahrzehntelange<br />

Tradition und erfahrene Kochkünstler, die<br />

jedes Gewürz aus dem Effeff kennen.<br />

Neustädter Straße 25 // 33602 Bielefeld<br />

Telefon 0521 65350<br />

> www.kohinoor-bielefeld.de<br />

Namast<br />

Mitten im Stadtteil Schildesche sitzt ein<br />

indisches Urgestein: Seit 1992 führt Wirt<br />

und Koch Tapan Dey das Lokal Namaste, das<br />

seine Gäste mit hausgemachtem Curry zu<br />

verführen weiß. Die Speisekarte punktet bis<br />

heute mit exotischen, ungewöhnlichen wie<br />

ausgefallenen Gerichten.<br />

Johannisstraße 36 // 33611 Bielefeld<br />

Telefon 0521 8752306<br />

LIEBEFELD LIEST - 38 - DAS INTERVIEW-MAGAZIN


BIELEFELDER,<br />

Wollt<br />

ihr auch<br />

mithelfen?<br />

Kleine Spende mit großer Wirkung<br />

FREIWILLIGE HELFER IM EHRENAMT, COFFEE-TO-GO-MARMELADENGLÄSER IM CAFÉ,<br />

FRUCHTIGE ERFRISCHUNGEN AUF KINDERKREBSSTATIONEN – DIE LIEBEFELDER IN DIESER<br />

AUSGABE STEHEN FÜR DIE HILFSBEREITEN BIELEFELDER SEITEN. INSPIRIERT VON IHREM<br />

ENGAGEMENT HABEN WIR UNS UMGESCHAUT: WELCHE VEREINE UND PROJEKTE SETZEN<br />

SICH FÜR DIE GUTE SACHE EIN? WAS KANN MAN TUN, UM ANDEREN MENSCHEN ZU<br />

HELFEN? WIR LEGEN EUCH BEISPIELHAFT ZEHN ORGANISATIONEN ANS HERZ, BEI DENEN<br />

IHR EUCH ENGAGIEREN KÖNNT. FÜR EINEN TAG, FÜR EIN JAHR, EIN GANZES LEBEN ...<br />

Bielefelder Tisch Wöchentlich mehr als 1.000 betreute<br />

Menschen, bis zu 250 warme Mahlzeiten an jedem<br />

Öffnungstag und an die 100 vorbereiteten Lebensmittelpakete:<br />

Die fleißigen Helfer vom Bielefelder Tisch haben<br />

alle Hände voll zu tun, um hilfsbedürftige Familien in<br />

verschiedenen Bielefelder Ortsteilen so gut wie möglich<br />

mit Lebensmitteln zu versorgen. Umso größer ist dann die<br />

Freude darüber, wenn neue Gesichter ihren freiwilligen<br />

Beitrag dazu leisten möchten.<br />

> www.bielefelder-tisch.de<br />

DEUTSCHER KINDERSCHUTZBUND<br />

ORTSVERBAND BIELEFELD E V<br />

Deutscher Kinderschutzbund Ortsverband Bielefeld<br />

Ob als ehrenamtlicher Pate in der Grundschule oder mit<br />

einer Spende – der Kinderschutzbund zaubert dank freiwilliger<br />

Mithilfe garantiert ein Lächeln in die Gesichter<br />

von Kindern. Der Ortsverband Bielefeld initiiert zahl-<br />

reiche Projekte, um kleine Bielefelder, Väter und Mütter<br />

in familiären Problemsituationen aufzufangen.<br />

> www.kinderschutzbund-bielefeld.de<br />

EigenSinn Der gemeinnützige Verein setzt sich ein für<br />

die Prävention von sexualisierter Gewalt an Mädchen und<br />

Jungen mit und ohne Behinderung. Durch Fortbildungen<br />

für Fachkräfte, Elterninformationsveranstaltungen und<br />

Workshops für Kinder und Jugendliche erreicht EigenSinn<br />

jährlich über 3.600 Menschen. Zudem ist der Verein Teil des<br />

Theaterprojektes „Mein Körper gehört mir!“, das an allen<br />

Bielefelder Grund- und Förderschulen durchgängig seit 1997<br />

stattfindet. Um auch weiterhin so viele Menschen aufklären<br />

zu können, benötigt EigenSinn finanzielle Spenden.<br />

> www.eigensinn.org<br />

Fruchtalarm Einmal wöchentlich rollt sie über die Flure<br />

vieler Kinderkrebsstationen in Deutschland: Die<br />

mobile Kindercocktailbar „Fruchtalarm“ soll schwer<br />

erkrankten Kindern und Jugendlichen eine bunte und<br />

geschmacksintensive Freude im Klinikalltag bereiten.<br />

Getreu dem Leitsatz „Du musst kein Obst sein, um zu<br />

helfen!“ finanziert sich das Kinderkrebsprojekt rein durch<br />

Spenden. Auch neue „Fruchties“, wie die ehrenamtlichen<br />

Helfer des Projekts liebevoll genannt werden, sind<br />

herzlich willkommen.<br />

> www.fruchtalarm.info<br />

Bethel Neubau Kinderzentrum Mitten in Bethel entsteht<br />

eine Klinik, in der medizinische Kompetenz und<br />

modernste Technik ebenso wichtig sind wie eine familienfreundliche<br />

Atmosphäre. Alle Fachrichtungen der<br />

Kinderheilkunde sollen unter einem Dach vereint werden,<br />

um kranken Kindern in Zukunft noch besser zu helfen.<br />

Um den Neubau des Kinderzentrums Bethel zu realisieren,<br />

ist die Stiftung allerdings auf finanzielle Mithilfe durch<br />

die Bevölkerung angewiesen.<br />

> www.kinder-bethel.de<br />

Bielefelder Tafel Acht bis zehn Prozent aller Lebensmittel<br />

in Bielefeld werden weggeworfen – Zeit für die<br />

Bielefelder Tafel, das zu ändern: An sechs Tagen in der<br />

Woche werden Lebensmittel bei Bäckereien, Supermärkten<br />

und Feinkostherstellern gesammelt und<br />

an bedürftige Bürger und Einrichtungen verteilt.<br />

> www.tafel-bielefeld.de<br />

Die Heilsarmee in Bielefeld Im Winter saust er quer<br />

durch Bielefeld, der Kältebus der Heilsarmee. Sein Ziel<br />

sind soziale Brennpunkte der Stadt, um den Menschen<br />

vor Ort mit warmen Mahlzeiten, Winterkleidung und<br />

praktischer Soforthilfe eine willkommene Freude zu<br />

bereiten. Um den Bus mit Speis und Trank, Mütze und<br />

Schlafsack zu beladen, braucht es die Unterstützung der<br />

Bielefelder Bevölkerung.<br />

> www.heilsarmee.de/bielefeld<br />

Heimat-Tierpark Olderdissen Im Tierpark Olderdissen<br />

zählt jede Unterstützung, damit für das Wohl der Tiere<br />

während des Winters gesorgt ist. „Spendenbär Max“ wartet<br />

geduldig darauf, von großen und kleinen Tierpark-<br />

Freunden „gefüttert“ zu werden. Da im Tierpark kein<br />

Eintritt erhoben wird, sind in den Eingangsbereichen an<br />

drei Stellen Spendenboxen aufgestellt.<br />

> www.bielefeld.de/de/un/tpo/spenden<br />

LIEBEFELD LIEST - 40 - DAS INTERVIEW-MAGAZIN


Mädchenhaus Bielefeld Mädchen, die in ihrem Alltag<br />

Gewalt erleben und Opfer von Misshandlungen werden,<br />

benötigen schnellen und unbürokratischen Schutz. In<br />

Bielefeld bietet das Mädchenhaus eine anonyme Zufluchtsstelle,<br />

in der sie Sicherheit zurückgewinnen, um wieder<br />

optimistisch in die Zukunft blicken zu können. Damit es<br />

Betroffene so gut wie möglich begleiten kann, ist das<br />

Mädchenhaus Bielefeld weiterhin auf Spenden angewiesen.<br />

Schulkramkiste Die Schulkramkiste ist eine unbürokratische<br />

Soforthilfe von Bielefelder Wohlfahrtsverbänden in<br />

Kooperation mit der Freiwilligenagentur, um bedürftigen<br />

Grundschulkindern kostenlose Schulmaterialien zur<br />

Verfügung zu stellen. Damit das Projekt finanziert und<br />

realisiert werden kann, werden Geld- und Materialspenden<br />

sowie freiwillige Helfer benötigt, um die Ausgabe in<br />

verschiedenen Bielefelder Ortsteilen zu ermöglichen.<br />

> www.maedchenhaus-bielefeld.de<br />

> www.freiwilligenagentur-bielefeld.de/schulkramkiste<br />

Mehr über die Schulkramkiste erfahrt ihr in der Ausstellung „Viele schaffen mehr“<br />

in der Volksbank Bielefeld-Gütersloh am Kesselbrink, wo es regelmäßig wechselnde<br />

Themenwelten zu sehen und erleben gibt. Ab Anfang Februar lernt ihr dort übrigens<br />

die grüne Lunge der Region kennen: Im Rahmen der nächsten Ausstellung<br />

„Waldverliebt“ geht es nämlich um die Bedeutung der heimischen Wälder.<br />

Es sind gerade einmal zehn Beispiele für ein Bielefeld, das hilft, das sich engagiert und einsetzt. Zehn Beispiele, neben<br />

denen auch noch zahlreiche andere Vereine, Organisationen, Einrichtungen und Gruppen stehen, die Bielefeld jeden Tag<br />

besser und lebenswerter machen – und die wir in nur einem <strong>Liebefeld</strong>-<strong>Magazin</strong> gar nicht alle unterbringen können. Wenn<br />

ihr zu einer dieser Initiativen gehört, die hier noch fehlt, freuen wir uns unter redaktion@liebefeld-liest.de über Zuschriften<br />

zu euren Projekten. Ehrenamtliche Aktivitäten finden bei uns immer einen Platz und signalisieren vor allem eines:<br />

In Bielefeld ist man füreinander da!<br />

FEHLT EUCH EIN PROJEKT?<br />

LASST ES UNS WISSEN!<br />

LIEBEFELD FÜR UNTERWEGS!<br />

„Das Internet ist für uns alle Neuland.“ Was Angela Merkel damals noch nicht auf dem (Bild)Schirm<br />

hatte: <strong>Liebefeld</strong>er wissen bereits, wie der digitale Hase läuft! Wir berichten bei Facebook, Instagram<br />

und in unserem Online-<strong>Magazin</strong> über alles und jeden, für den 44 Seiten auf Papier rund um Bielefeld<br />

noch nicht genug sind. Mehr <strong>Liebefeld</strong>er Geschichten, Gesichter und Geschmäcker, Ankündigungen<br />

zu lokalen Events und eine gesunde Portion Lokalpatriotismus geben sich auf unseren sozialen Netzwerken<br />

regelmäßig die Ehre. Und mal unter uns: Auf so viel <strong>Liebefeld</strong> für unterwegs wäre wohl auch<br />

unsere Angela mächtig stolz! Entdeckt <strong>Liebefeld</strong> auf einer ganz neuen Seite:<br />

> www.liebefeld-liest.de<br />

> www.instagram.com/lbfld<br />

> www.facebook.com/liebefeld<br />

fröhlich - fruchtig - frisch<br />

Folgt uns auf:<br />

Fruchtiger Spaß für krebskranke Kinder und Jugendliche!<br />

Einmal wöchentlich heißt es „F-R-U-C-H-T-A-L-A-R-M!“<br />

Dann besuchen unsere „Fruchtie-Teams“ krebskranke Kinder<br />

und Jugendliche auf vielen kinderonkologischen Stationen.<br />

Direkt am Krankenbett werden an der mobilen<br />

Kindercocktailbar aus verschiedenen Säften, Nektaren<br />

und Sirups fruchtig-frische Cocktails gemixt.<br />

„Fruchtalarm“ bringt Ablenkung in den Klinikalltag, fördert<br />

die Aktivität und Kreativität, erleichtert das Trinken und regt<br />

die Geruchs- und Geschmacksnerven an.<br />

www.fruchtalarm.info<br />

LIEBEFELD LIEST - 42 - DAS INTERVIEW-MAGAZIN<br />

Mit freundlicher Unterstützung des <strong>Liebefeld</strong>-<strong>Magazin</strong>s<br />

Fruchtalarm gGmbH<br />

Bielefeld<br />

Fon 0521 - 32 99 00 30<br />

projekt@fruchtalarm.info


Liebes Bielefeld,<br />

du bist so besonders,<br />

du bist so ehrlich, so echt.<br />

So talentiert und engagiert,<br />

so bunt und immer in Bewegung.<br />

Du bist so vieles, aber vor<br />

allem eines .. unsere Heimat.<br />

Und wir sind deine Bank.<br />

Wir machen den Weg frei.<br />

Bitte Volksbank-Bielefeld-<br />

Logo liefern!!!<br />

www.volksbank-bi-gt.de

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