Burgenland Extrem Magazin 2020

tosadesignaustria

Das Magazin zur 24 Stunden Burgenland Extrem Tour 2020 - das größte Winter-Extrem-Abenteuer Europas. Die 24 Stunden Burgenland Extrem Tour ist ein großes Abenteuer, ein Weg zu neuen Erfahrungen, zu neuen Freundschaften und auch ein Weg zum eigenen Ich. 120 Kilometer im Winter zu gehen oder zu laufen ist eine lange und weite Reise. Eine Reise, die rund um den Neusiedler See führt, aber auch einen Weg zu sich selbst beinhaltet. Eine Reise, die man gemeinsam antritt, aber doch alleine gehen muss. Die Tour ist eine extreme Herausforderung, ein Abenteuer, eine Grenzerfahrung für Körper und Geist. Unter dem verbindenden 24 H Spirit „LIVE LOVE MOVE“ treffen sich unzählige Pilgergeher, Weitwanderer, Extremsportler, Freizeitsportler und Bewegungsstarter, Frauen und Männer aus allen Regionen und vielen Nationen, um die Grenzen der körperlichen Belastbarkeit zu spüren und sich und andere in Extremsituationen zu erfahren. www.24stundenburgenland.com


Die Schönheit

der Natur entdecken

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BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


Darauf können Sie sich

in jeder Ausgabe freuen:

BERGPORTRÄT

Ein Berg oder eine Bergregion

wird anhand der dortigen

Menschen, Hütten, Touren und

der Geschichte vorgestellt.

REGIONEN

Wanderungen und Porträts

von Hütten in den schönsten

Alpenregionen – mit Tipps

und Infos.

SPORT

Bouldern, Skitourengehen

oder Mountainbiken –

wenn mehr Adrenalin

gefragt ist.

MENSCHEN

Was Profis mitnehmen –

sowie Interviews und Essays für einen

anderen Blick auf die Berge.

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BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

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© Jork Weismann


Kleine Idee, großer Erfolg

Aus einer kleinen Idee, die Umrundung des Neusiedler Sees im Winter, hat sich eine

weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannte Erfolgsgeschichte entwickelt.

Waren es anfangs kaum 60 Personen, so kommen zur Burgenland Extrem Tour inzwischen schon

mehrere tausend Frauen und Männer, Jugendliche sowie Schülerinnen und Schüler. Besonders freue

ich mich, dass so viele Sportbegeisterte aus ganz Europa teilnehmen. Sich gemeinsam bewegen,

austauschen, Freude haben, neue Freundschaften schließen, das ist doch eine gute Sache.

Für mich ist das wie ein europäischer Grenzgänger ohne Grenzen zu sein.

Sport und Bewegung erwiesen sich immer schon als gute Schule fürs Leben.

Die Extrem Tour rund um den Neusiedler See scheint mir darüber hinaus auch eine gute

Entwicklung in den nachbarschaftlichen Beziehungen zu Ungarn zu bewirken.

Ich sehe den Elan und die Motivation, sich selbst und

die persönlich-sportlichen Grenzen neu auszuloten.

Ich sehe aber auch die Freude, das Glück und den Stolz, etwas erreicht zu haben,

was andere vielleicht gar nicht für möglich gehalten haben.

Viele Menschen blicken nach der Tour positiv und voll Stolz auf sich und in die Zukunft.

Ich danke den Veranstaltern für ihr Engagement und wünsche der Burgenland Extrem Tour

alles Gute für die Zukunft!

Alexander Van der Bellen

Bundespräsident


* 24.01.2020 *

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BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


Auf bunten

Wegen

vom Du

zum Ich

Schön, dass du bereits dabei warst. Und schön, dass du, du und

auch du bei der kommenden 24 Stunden Burgenland Extrem

Tour wieder oder erstmals ein Stück des Weges mit uns gehen

möchtest. Wir freuen uns extrem!

Und haben auch eine Bitte an dich. Wo auch immer dieser Weg

enden sollte, du kannst stolz auf deine Leistung sein. Der Weg

deines Lebens wird dich reich beschenken - mit neuen Freundschaften,

vielen Erfahrungen und unvergesslichen Erlebnissen.

Du kannst jeden neuen Weg zu einem bunten Weg machen -

zu deinem Weg machen. Denn du bist das wahre Abenteuer!

Und wenn du dich in diesem Magazin auch nur ein Stückchen

wiederfinden kannst, dann haben wir das Wichtigste erreicht:

DEIN ICH!

DEIN ICH IST GROSSARTIG,

GROSSZÜGIG UND

EXTREM WUNDERBAR!

Live Love Move

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

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MOVE

WITH

PASSION,

COURAGE

AND

GLORY!

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24 WAYS TO MOVE ON

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


In der

Ruhe liegt

die Kraft

Physische und mentale Grenzen ausloten,

sich selbst in einer Extremsituation

spüren, die einzigartige Natur rund um den

größten Steppensee Europas unmittelbarer

als sonst erleben: Die 24 Stunden Burgenland

Extrem Tour vereint sportliches Abenteuer

unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit mit der

Sicherheit perfekter Organisation.

Diese so einfache Formel macht die außerordentliche

Anziehungskraft der Veranstaltung

aus. Längst genießt die Tour auch international

einen hervorragenden Ruf und lockt

begeisterte Teilnehmerinnen und Teilnehmer

aus allen Teilen Europas ins Burgenland – das

darf die Veranstalter zurecht stolz machen.

Wer die glücklichen Gesichter der erschöpften

Teilnehmerinnen und Teilnehmer

bei der Ankunft im Ziel – gleich, ob sie 30, 60,

80 oder 120 Kilometer zurückgelegt haben,

allein oder in der Gemeinschaft mit anderen –

erlebt hat, erahnt die Magie, die von der Tour

ausgeht.

Dass die „24 Stunden Burgenland Extrem

Tour“ neben Abenteuer und dem sportlichen

und gesundheitsfördernden Aspekt

auch enorme Wertschöpfung generiert,

macht sie für den Tourismus nicht nur der

Region, sondern im Burgenland zu einem in

mehrfacher Hinsicht wertvollen Asset. Handel

und Beherbergungsbetriebe profitieren

unmittelbar von den Tausenden Teilnehmerinnen

und Teilnehmern, und das Burgenland

empfiehlt sich nachhaltig als Tourismus-Ganzjahresdestination.

Gratulation an die Veranstalter und

Dank an alle, die mithelfen, diese großartige

burgenländisch-internationale Erfolgsstory

weiterzuschreiben – toi, toi, toi für die „24

Stunden Burgenland Extrem Tour 2020“!

Hans Peter Doskozil

Landeshauptmann von Burgenland

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

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MOVE

AS LONG AS

YOU CAN

and a

little

further!

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24 WAYS TO MOVE ON

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


Kulisse für

sportlichen

Hochgenuss

Liebe Läuferinnen und Läufer, im Jänner 2020 steht das Burgenland mit

dem Lauf- und Wanderevent ,,24 Stunden Burgenland Extrem Tour“ -

120 Kilometer um den Neusiedler See nonstop gehen oder laufen mit

mehr als 6.500 Starterinnen - als Sportland im Rampenlicht.

Mein Dank gilt besonders dem Organisationsteam,

den vielen ehrenamtlichen

Helferinnen und Helfern sowie den

Sponsoren, die dieses Winterabenteuer ermöglichen.

Der größte Steppensee Europas mit

zahlreichen Sehenswürdigkeiten ist damit

Kulisse für sportlichen Hochgenuss. Anfängern

wie Profis unter Ihnen wünsche

ich, dass sie auf dieser anspruchsvollen

Strecke durch unsere atemberaubende Natur

schöne Erinnerungen machen und sie

am Ende sagen werden: ,,Da will ich wieder

hin.“ Denn ein Wiederkehren an den Neusiedler

See lohnt sich immer!

Ihnen als Teilnehmerinnen und Teilnehmer

gebührt unser Dank. Sie als Sportlerinnen

und Sportler erhalten bei diesem

Winterabenteuer auch etwas zurück. Sie bewegen

sich in der unglaublich schönen Landschaft

rund um den größten Steppensee

Europas - und werden dabei die sportlichen

Herausforderungen zu spüren bekommen,

vor allem die Streckenlänge wird ihnen einiges

abverlangen. Am Ende steht ihr persönlicher

Erfolg, aber auch das tolle Gefühl,

einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten

anzugehören, die sich in unserer schönen

Natur bewegen. Wir haben Ihnen zu danken,

dass sie das Angebot annehmen, und

damit diesen Winterevent zu einem Erfolg

machen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß, gute

sportliche Leistungen, eine verletzungsfreie

Vorbereitung und ein gutes Ankommen am

Ziel. Dem fleißigen Organisationsteam drücke

ich für einen erfolgreichen Verlauf die

Daumen.

Johann Tschürtz

Landeshauptmann-Stellvertreter

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

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HAVE

FUN ON

YOUR

PATH!

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24 WAYS TO MOVE ON

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


Gemeinsam

in Bewegung

Die „24 Stunden Burgenland extrem“

Tour hat sich in den letzten Jahren nicht

nur zu einem Fixtermin im internationalen

Sportkalender entwickelt, sie steht für eine

ganz wichtige Botschaft – nämlich die Bewegung

um der Bewegung Willen. Ohne Wettbewerbsgedanken,

mit einem ausgeprägten

verbindenden Charakter.

Dass dies Menschen zur Bewegung motiviert

zeigen die Jahr um Jahr steigenden Teilnehmerzahlen

eindrucksvoll.

Bewegung ist mehr als gezielte sportliche

Leistungen. Nicht alle Menschen möchten

Sport auf hohem Niveau betreiben, aber bewegen

sollten sich alle. Und das können sie!

Denn Bewegung findet dort statt, wo sich das

Leben abspielt: in den Gemeinden, auf dem

Arbeitsweg, bei der Freizeitgestaltung; Durch

unsere ländliche sowie moderne Infrastruktur,

unsere intakte Natur und unser reges Vereinsleben,

ist das Burgenland reich an Möglichkeiten

zur bewussten Bewegung – ob Lauftreff

oder Fußballmannschaft, ob Radlrunde oder

Waldspaziergang;

Bewusste Bewegung ist DER Schlüssel zu

einem gesunden, ausgeglichenen Leben und

wirkt sich positiv auf nahezu alle Lebensbereiche

aus! Daher hat das Sportland Burgenland

die „Gemeinsam in Bewegung“-Offensive gestartet.

Diese soll jene rund 60 Prozent der

Bevölkerung zu mehr Aktivität animieren, die

sich derzeit weniger als einmal wöchentlich

bewegen und somit als inaktiv gelten.

In besonderer Weise gilt dies für die jüngere

Generation, die durch eine gesunde Entwicklung

von einem aktiven sportlichen Leben

profitiert, und für die ältere Generation,

die sich durch Bewegung geistig und physisch

fit halten kann. Daher gratuliere ich den Organisatoren

nicht nur zur ihrem Konzept und

die Jahr für Jahr hervorragende Umsetzung

der Veranstaltung, sondern freue mich über

die Einbindung der Schülerinnen und Schüler

sowie der „Golden Walker“ im besten Alter!

Christian Illedits

Landesrat für Sport

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

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SHOW

RESPECT

FOR YOUR

BODY,

MIND &

NATURE!

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24 WAYS TO MOVE ON

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


Seinen Weg

zu gehen...

… ist ein Vorhaben, das uns täglich begleitet.

Auf dem Weg zur Arbeit machen, den

Weg zur Schule gehen oder unbeirrt seinen

persönlichen Weg gehen, um persönliche

Ziele zu erreichen. Gemeinsam einen Weg

gehen und das Ziel zu erreichen – diese Idee

als Motivation gepaart mit einer hervorragenden

Organisation hat sich zu einer der

erfolgreichsten Breitensportveranstaltungen

entwickelt. Als Landesrätin für Bildung, Familie

und Jugend freut es mich ganz besonders,

dass im Jänner über 2200 Schülerinnen

und Schüler aus ganz Österreich im Rahmen

der legendären 24 Stunden Burgenland Extrem

Tour in Neusiedl am See an den Start

gehen und 30 Kilometer bis nach Oggau am

See nonstop wandern. „Durch das gemeinsame

Erleben, das Miteinander von Lehrerinnen

und Lehrern, Schülerinnen und Schülern sowie

Eltern entsteht eine Dynamik, die natürlich auch

innerhalb des Schulalltages positiv wirkt. Gemeinsam

diese Herausforderung zu bewältigen,

wird die Schülerinnen und Schüler zusammenschweißen.

„School of Walk“ ist damit das größte

Bewegungsabenteuer und eine ganz besondere

Erfolgsbühne für Österreichs Schulkinder! Hier

wird Risikokompetenz erworben, Eigenwahrnehmung

gefördert und ein positives Selbstbild vermittelt.

Schüler und Schülerinnen wachsen dabei

über sich selbst hinaus und sie wachsen mit ihren

Lehrerinnen und Lehrern ein Stück weit zusammen.

Das gemeinsame Abenteuer rund um den

Neusiedler See verbindet fürs Leben.“

Ich komme aus der Region Neusiedler

See und schätze die Landschaft und die Gegend.

Daher ist es für mich persönlich sehr

erfreulich, dass die „Extrem-Tour“ so viele

Menschen in das Burgenland und bringt das

Interesse der Medien und der Öffentlichkeit

an den Neusiedler See gestärkt wird. Das

Burgenland erfreut sich dadurch noch größerer

Bekanntheit und bei den Menschen

größerer Beliebtheit. Dass der Track nun

ganzjährig geöffnet ist, bereichert das Burgenland

um eine weitere Attraktion.

Ich wünsche für die kommenden „Extrem

Touren“ den Organisatoren viel Erfolg,

den Teilnehmern gutes Gelingen und danke

allen für die Organisation.

Daniela Winkler

Landesrätin

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

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ATTENTION

IS THE HIGHEST

WISDOM –

TAKE CARE OF

YOURSELF!

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24 WAYS TO MOVE ON

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


Dieser Weg

wird ein

nachhaltiger sein

Im heurigen Jahr hatte ich das Vergnügen,

zum ersten Mal an der „24 Stunden Burgenland

Tour“ teilzunehmen. Der Eindruck,

der haften blieb, war: Dass der Weg nicht nur

ein extremer war –dokumentiert durch große

Blasen an meinen Füßen -, sondern auch ein

extrem nachhaltiger. Denn die Veranstalter

nehmen seit Beginn ihrer Tour eine Vorreiterrolle

im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes

ein. Seit vielen Jahren werden bereits

Mehrwegbecher verwendet, bei der letzten

Tour fand erstmals eine Flurreinigungsaktion

statt. Und als das Organisationsteam als

Green Event Veranstalter an mich herangetreten

ist, dass ihnen die An- und Abreise mit

öffentlichen Verkehrsmittel am Herzen liegt,

war ich sofort angetan von der Idee und habe

meine Unterstützung zugesagt. Und zwar

deshalb, weil es nichts nutzt, nur über Klimaschutz

zu reden - sondern man muss vom

Reden auch ins Tun kommen.

Daher steht die kommende Tour „24

Stunden Burgenland Extrem 2020“ ganz im

Zeichen der nachhaltigen Mobilität: Erstmals

wird in Kooperation mit der ÖBB ein

„Transfer Ticket“ angeboten. Das „Transfer

Ticket“ richtet sich an alle TeilnehmerInnen,

die mit der Bahn anreisen, in Rust bzw. Oggau

ihr Quartier beziehen und den „Original

Trail“ gewählt haben. Damit ist der gesamte

Mobilitätsbedarf vor, während und nach der

Tour abgedeckt.

Ich möchte mich bei den Veranstaltern

für dieses innovative Projekt bedanken. Denn

es wird damit ein sehr wichtiger Beitrag für

den Umwelt- und Klimaschutz geleistet

Außerdem möchte ich dem Organisationsteam

meinen großen Respekt zollen, was

sie in den letzten Jahren hier auf die Beine

gestellt haben mit der Tour, die inzwischen

ein Mega-Event ist. Und ich freue mich

schon darauf, auch bei der kommenden Veranstaltung

wieder teilnehmen zu dürfen.

Heinrich Dorner

Landesrat

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

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Ich möchte Sie aufs Allerherzlichste an der

Burgenland Extrem Tour 2020 begrüßen.

Ihre Initiative, in 24 Stunden rund um den Neusiedler

See zu gehen oder zu laufen ist eine Herausforderung

im Leben, die neue Freundschaften

entstehen lässt, während unsere Grenzen,

unsere Ausdauer und Geduld auf die Probe gestellt

wird. Als ich das Buch „Der Weg deines

Lebens” in die Hand nahm und begann es zu

lesen, verstand ich plötzlich, dass diese Initiative

was ganz Einzigartiges und wirklich bleibende

Werte schafft. Und ich bin nicht der Einzige, der

so denkt, denn die Teilnehmerzahl steigt jedes

Jahr und diese Prüfung, der „Jakobsweg von Burgenland“,

wird somit also jedes Jahr immer mehr

Menschen bekannt.

Wer weiß, vielleicht werden sogar Legenden

und Anekdoten über diese Tour entstehen und die

mutigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die

das Abenteuer rund um den Neusiedler See beschritten

haben, werden einst stolz über die Grenzen

der menschlichen Ausdauer berichten. Vielleicht

gibt es Menschen, denen erst hier bewusst

wird, dass nichts unmöglich ist und, dass man mit

Willen und Ausdauer alles erreichen kann. Ich

bin davon felsenfest überzeugt, dass auf unserem

Jakobsweg schon lebenslange Freundschaften

geknüpft, unvergessliche Erinnerungen und Erlebnisse

gesammelt und Tagebücher und Erfahrungsberichte

geschrieben wurden, die sogar einmal

in Form eines Romans veröffentlicht werden

können. Der Sinn des Neusiedler Sees wird durch

diese Initiative neu definiert, unser Neusiedler

See wird zu einem Symbol.

Sehr geehrte Damen und Herren!

Hut ab vor allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern,

die nicht nur ihre Leistungsgrenzen auf

die Probe stellen, sondern sich selbst und ihre

Willenskraft besser kennenlernen wollen. Besonders

wichtig ist uns aber, Ungarinnen und Ungarn

und Österreicherinnen und Österreicher, dass wir

während dieser ganztägigen Tour rund um den

Neusiedler See die Grenzen auch im eigentlichen

Sinne überschreiten können. Somit hat die

Burgenland Extrem Tour auch eine symbolische

Bedeutung: Die Freundschaft der zwei Länder

kennt keine Grenzen, wir können gemeinsam alle

Hindernisse unter allen Umständen überwinden.

Was könnte ich Ihnen doch

für den Start wünschen?

Ich möchte mir vielleicht wünschen, dass Sie

sich darüber Gedanken machen, dass wir Ungarn

nicht weit weg von hier vor 30 Jahren Geschichte

geschrieben haben. Wir haben nämlich mit Ihnen

zusammen den Eisernen Vorhang abgerissen.

Den Eisernen Vorhang, der mehrere Jahrzehnte

lang Ost- und West Europa miteinander getrennt

hatte. Wir Ungarn haben uns damals so entschieden,

dass wir unsere Grenze zu Österreich für

die DDR Flüchtlinge eröffnen, die dann über die

Grenze in die freie Welt, das heißt übergegangen

sind und gleich weiter in die BRD gefahren

sind. Damit haben wir den Weg erst mal für die

Wiedervereinigung Deutschland und dann für die

von Europa eröffnet. Als Ungar bin ich sehr stolz

darauf, und ich weiß Bescheid, dass dies von den

Deutschen nie vergessen wird. Zu diesem historischen

Schritt brauchte man damals Mut, großen

Mut, aber wir waren mutig. Und es hat sich

gelohnt. Seien Sie bitte auch mutig, wenn Sie

diese extreme Tour einschlagen.

Alles Gute und viel Erfolg!

Dr. Andor Nagy

Botschafter von Ungarn

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BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


Seien Sie

mutig!

Szeretettel köszöntöm önöket az Extreme Tour

Burgenland 2020 rendezvénye alkalmából.

Az Önök kezdeményezése a Fertő-tó

körbegyalogolására 24 órán belül egy

embert próbáló esemény, amely közösséget

formál, amelyen megismerhetik egymás határait,

türelmét, kitartását. Amikor a „Der Weg deines

Lebens” című kiadványt a kezemben fogtam,

és elolvastam a benne lévő gondolatokat, és

végignéztem a képeket, rájöttem, hogy milyen

maradandót is alkottak az évek folyamán. Ezzel

a véleménnyel nem vagyok egyedül, hiszen

évről évre emelkedik a résztevők száma, egyre

szélesebb körben szereznek tudomást erről a

próbatételről: a „burgenlandi El Camino”-ról.

Ki tudja, egyszer erről az útról is születni

fognak legendák, anekdoták és akik végig

gyalogolták ezt a távot, ugyanolyan büszkén

mesélni fognak az emberi tűrőképesség határáról.

Lesz majd valaki, aki ehhez az úthoz köti majd

életének az egyik legnagyobb döntéshozatalát.

Lesz majd valaki, aki itt döbben rá, semmi sem

lehetetlen, az akarat és a kitartás mindennél

erősebb.

Biztos vagyok benne, hogy a mi El Caminonkon

is keletkeztek már életre szóló barátságok,

soha el nem felejtett emlékek, élmények, és íródni

fognak olyan útinaplók, publikált feljegyzések,

és talán regények is, amelyek által az egész világ

megismerheti önöket.

A Fertő-tó fogalma átértékelődik, egy

szimbólummá válhat.

Hölgyeim és Uraim!

Tiszteletem minden extrém gyaloglónak,

akik nemcsak saját határaikat teszik próbára,

hanem önmagukat és korlátjaikat is megismerik.

Ami pedig számunkra magyaroknak és

osztrákoknak nagyon fontos: Az egész napos

Fertő-tó körül tartó menetelés a szó legszorosabb

értelmében is határátlépés. Szimbolikus jelentése

van: a két ország közötti barátság nem ismer

határokat, és kitartunk egymás mellett, minden

körülmény között.

Mit is kívánhatnék Önöknek?

Talán azt, hogy gondoljanak arra: 30 éve innét

nem messze mi magyarok történelmet írtunk.

Önökkel közösen átvágtuk a vasfüggönyt, amely

évtizedeken keresztül elválasztotta egymástól

Európa keleti és nyugati felét. Mi magyarok

úgy döntöttünk, hogy megnyitjuk a határunkat a

Kelet-Németek előtt, akik átsétálhattak a szabad

világba, Ausztriába, majd innét tovább menve

akadálytalanul eljuthattak a Német Szövetségi

Köztársaságba. Megnyitottuk az utat ez által

először Németország, majd ezt követően Európa

újra egyesítése előtt. Erre magyar emberként

nagyon büszke vagyok, és tudom, hogy ezt a

németek soha el nem felejtik nekünk. Ehhez

a történelmi lépéshez nagy bátorság kellett

akkoriban, de mi bátrak voltunk. És megérte.

Legyenek Önök is azok, amikor nekivágnak

ennek az extrém túrának.

Minden jót Önöknek!

Dr. Nagy Andor

nagykövet

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

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IT´S NOT

ENOUGH

TO HAVE

TALENT,

YOU ALSO

HAVE TO

BE 24 H

EXTREME!

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BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


Content

22 24 Stunden burgenland

extrem spirit

– Bunte Wege

– Sinnfrage

– Drei Fragen an dich

– Magische Reise

– Grenzen überwinden

– Spirit

36 Der lange Weg zur

perfekten Suppe

Max Stiegl - Gut Purbach

44 Versuch über das nest

Klaus-Jürgen Bauer

50 storkhouse

Roland Hagenberg

55 draussen sein tut gut!

56 das abenteuer

vor der haustüre

Interview mit Josef + Michael + Tobias

58 365 Tage burgenland

extrem

24 Stunden Burgenland Extrem Trail

64 Nachhaltige

verantwortung

66 Der Neusiedler See lebt

Prof. Dr. Alfred Goldschmid

74 highway to mariazell

Claudia Hilmbauer

78 eine hommage ans gehen

Ernst Merkinger

82 Doch etwas leuchtet

Gudrun Krinzinger

86 rund um den see

Alfred und Friederike Goldschmid

98 Ordentlich Biss in Beruf und Sport

100 Wandern verbindet

102 Das Wasser für die ganze Familie

105 Das abenteuer

für schulkinder

– School of Walk

– Interview

110 Pannoneum Extrem

112 es ist nie zu spät

– Golden Walker

– In Bewegung bleiben

– Interview mit Josy Simon

120 special friends

124 Eisenstadt Leithaland

126 Schönheiten der Region Bratislava

129 I mog Oggau

135 5-Sterne Radwag

137 Eine Ode an die Kniebeuge

139 Die Stadt am See

141 UNESCO-Welterberegion

143 Die Sonne bringt dein Brot

145 Gemeinsam zum Ziel

168 Extremer Dank, Impressum


BUNTE

WEGEWir entstehen aus dem

Staub des Weges,

den wir gehen, heißt es...


Im Winter rund um den Neusiedler See zu gehen oder zu laufen ist

eine lange, weite und reale Abenteuer-Reise, die echten Mut und

echte Kraft erfordert. Der Weg durchs einzigartige UNESCO Welterbegebiet

Fertő-Neusiedler See besteht aus echten Bildern mit unendlich

vielen taktilen und akustischen Eindrücken.

Die Böden sind hart und manchmal weich und gatschig; in der

Nacht kann man Dinge hören, die man lieber hören als sehen möchte;

wenn es kalt ist, frierst du echt, es kann auch echt schneien, oder hageln.

Und regnen. Manchmal passiert dies alles zur gleichen Zeit.

Die Tour ist kein Video-Spiel mit zehn Leben. Keine virtuellen

Superhelden greifen ein, um dich ins nächste Level zu heben. Bei der

letzten Tour haben sich zigtausend Menschen auf den Weg gemacht.

Nicht alle haben es ins Ziel geschafft – alle haben aber ihr Ziel erreicht

und von magischen Momenten gesprochen.

Falls wir tatsächlich

aus dem Staub

unserer Wege entstehen,

dann lasst uns gemeinsam

bunte Wege bauen!

Die 24 Stunden Burgenland Extrem Tour kann für dich ein Weg sein,

den ersten Schritt - hin zu einem bewegten Leben - zu setzen. Wieder in

Bewegung zu kommen, ist die weit größere Herausforderung als die Tour

selbst. Es liegt an dir einen Anfang zu wagen.

Und wenn du schon so weit gehst, um dir wieder nahe zu sein, dann

tue dies bitte nur für dich. Mach den Weg zu deinem Weg!

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

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Unter dem verbindenden 24H Spirit „LIVE LOVE MOVE“

treffen sich Extrem- und Ultrasportler, Pilgergeher,

Weitwanderer, Freizeitsportler, Bewegungsstarter, Jung und Alt,

Frauen und Männer aus allen Regionen und Nationen, um die Grenzen

der körperlichen Belastbarkeit zu spüren, das Potential an Willenskraft

auszuschöpfen, sich und andere in Extremsituationen wettbewerbsfrei

zu erfahren – in einer freudigen Dichte und einer wertschätzenden

Atmosphäre, die in unserer heutigen Zeit rar geworden ist.

Du bist uns wichtig.

Bist du dir wichtig?

Die 24 Stunden Burgenland Extrem Tour ist ein großes Abenteuer,

ein Weg zu neuen Erfahrungen, zu lebenslangen Freundschaften und

auch ein Weg zu sich selbst.

24

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


SINN-

FRAGE

Sinn entsteht immer dann,

wenn Menschen das, was sie tun,

mit dem in Verbindung bringen,

was ihnen wichtig ist.

Viktor Frankl


DREI

FRAGEN

AN DICH

Schließe einfach deine Augen

und gehe mit uns

auf eine Gedankenreise.

Du befindest dich auf einem Weg. Es ist finster und kalt. Du

spürst den Boden, der immer weicher wird und dich langsam

in die Tiefe zieht. Du blickst nach oben zu den Sternen. Sie

tanzen und wirbeln am ganzen Firmament. Ein Leben voller Glanz

und ungestümer Leidenschaft.

Das erinnert dich an deine Kindheit, die weder Vergangenheit noch

Zukunft kannte. Wo nur der gegenwärtige Augenblick zählte und dein

verschwitzter Körper bis zur wohltuenden Erschöpfung in Bewegung

war. Du bist bei jedem Spiel und jeder Gelegenheit um dein und für

dein Leben gelaufen.

Du erinnerst dich an diese Freude an der Bewegung. An diese unbändige

Kraft in dir, die unbezwingbar und stärker war als selbst das

Brennen und Stechen tief drinnen in deinen Rippen. Du siehst dich

und deine Freunde mit roten Köpfen lachend und atemlos den Hang

hinabrollen. Du liegst im Gras und blickst zum Himmel über dir.

Du spürst Freiheit, ohne auch nur das Wort zu kennen. Du spürst

dich, ohne auch nur zu ahnen, wer du bist. Dieser wundervolle Gedanke

trägt dich wieder empor auf festem Wege. Du gehst, du läufst und

springst freudvoll und friedlich über Stock und Stein. Ein neuer bunter

Tag bricht an.

Die Gedankenreise ist zu Ende.

Dein Weg des Lebens geht weiter.

26

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


Der Weg ist in dir.

Und so auch die Antworten auf diese drei Fragen:

LIVE WAS IST DEIN WEG DES LEBENS?

LOVE WAS MACHT DEIN LEBEN LIEBENSWERT?

MOVE WAS BEWEGT DICH?

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

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MAGISCHE

REISE

Und weil einem

unterwegs nichts gehört,

gehört einem alles.


Die winterliche Landschaft rund um den Neusiedler See zeigt

sich offen und weit. Eine schlichte Schönheit und zugleich mutige

Antagonistin einer in Österreich vorherrschenden Bergwelt.

Keine markanten Höhenpunkte verstellen die Sicht in die Weite

des Raumes. Die besondere Eigenart liegt hier einfach im Flachen. Ein

ideales Land für magische Erkundungsreisen tief zu einem selbst.

Die winterliche Landschaft

rund um den Neusiedler See

zeigt sich offen und weit.

Der Weg hier ist kein Wettkampf. Es gibt keine Verluste. Nur die am

Weg abgeworfene Last bleibt zurück. So befreit ist der Augenblick vollkommener

Freiheit nicht ein armes Ende sondern ein reicher Neuanfang.

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

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Persönliche, interkulturelle Begegnungen bei der gemeinsamen

Bewegung und ihre Reflexion helfen aber auch, manche Ängste

und Vorurteile zu überwinden und die eigene Position, das eigene

Leben neu zu betrachten.

Bewegung – Begegnung – Entwicklung sind keine Schlagwörter,

sie geben vielmehr Mut, neue Sichtweisen zuzulassen, den Horizont

zu weiten und Raum und Platz für das „Andere“ zu schaffen. Es geht

darum, Grenzen – eigene, nationale und innereuropäische – zu überwinden,

grenzenlose Freundschaften zu ermöglichen und so Frieden

zu sichern.

Unsere gemeinsame 24 Stunden Burgenland Extrem Tour führt

zum Teil entlang des ehemaligen Eisernen Vorhanges. 1989 wurde

hier der Berliner Mauerfall eingeläutet. Alois Mock und Gyula Horn

schneiden am 27. Juni kurzerhand ein Loch in den Grenzzaun und öffnen

damit einen Weg, der Menschen wieder zu verbinden vermag. Am

9. November zerbröckelt die Berliner Mauer...

Die 24 Stunden Burgenland Tour lebt von offenen innereuropäischen

Grenzen und lebt für offene innereuropäische Grenzen. Feiern

wir ein buntes Bewegungsfest und sorgen wir dafür, dass die Wege der

Begegnung bunt und offen bleiben.

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BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


GRENZEN

ÜBER

WINDEN

Wir wollen Menschen bewegen.

Menschen aus der Region,

Menschen aus ganz Österreich

und Europa!


spirit


Im Winter 2008 waren wir drei verlorene Alleingänger am Weg rund

um den Neusiedler See. Zerschunden, erschöpft und extrem glücklich

kehrten wir nach 24 Stunden als Grenzgänger zurück. Wir haben

unsere eigenen Grenzen durchbrochen im physischen und psychischen

Sinne. Und dabei ein Abenteuer vor der Haustüre erlebt, wie wir

es uns nicht besser hätten erträumen können. 120 Kilometer am Stück

zu gehen verändert und kann einen für sein ganzes Leben fesseln. Zunächst

nur uns, dann unsere Freunde und Freundinnen und 2012 die

ersten 58 offiziellen TeilnehmerInnen unserer 24 Stunden Burgenland

Extrem Tour! Heute ist die 24 Stunden Burgenland Extrem Tour eines

der härtesten und mit zigtausend Startern größtes Winterabenteuer

Europas und bringt Menschen aus der ganzen Welt in Bewegung.

Wir wachsen - die Faszination ist geblieben.

ExtremsportlerInnen bis hin zu Hobby- und Pilgergehern aus vielen

Nationen und auch Generationen gehen gemeinsam ein Stück des

Weges. Dieser Weg führt über Österreich nach Ungarn und wieder zurück.

Wir gehen im UNESCO Welterbegebiet Fertő-Neusiedler See,

ein Gebiet das heute zwei Nationen verbindet und einst europäische

Geschichte geschrieben hat. Die ersten Deutschen kamen über dieses

Gebiet in die Freiheit.

Für viele deutsche aber auch ungarische TeilnehmerInnen ist der

„Grenzgang“ mit vielen Emotionen verbunden. Bewegung und bewegende

Momente - magische Momente - wie uns viele schreiben.

Die Tour verändert sich von Jahr zu Jahr.

Unveränderlich sind unsere Regeln.

Wir veranstalten keinen Wettbewerb. Wir gehen/laufen nicht gegeneinander

sondern miteinander. Unser Teilnehmerfeld besteht aus einer

tollen Mischung aus Pilgergehern, Weitwanderern, Hobby- und Freizeitsportlern

bis hin zu den extremsten Ultramarathonläufern. Uns eint

die Liebe zur Bewegung in der freien Natur, die Suche nach neuen

Grenzerfahrungen und die gegenseitige Hilfe und Unterstützung. Für

uns ist der Weg rund um den See auch ein Weg nach Innen, ein Weg

sich und seine Grenzen neu kennen zu lernen. Für viele Teilnehmer

bietet die 24 Stunden Burgenland Extrem Tour einen guten Grund

wieder in Bewegung zu kommen. Den ersten Schritt zu setzen.

Für uns sind nicht ausschließlich die Finisher Gewinner, sondern

alle, die am Start sind. Die an die eigenen Fähigkeiten glauben und den

Weg zu ihrem Weg machen. Zum Weg ihres Lebens!

Das Abenteuer geht weiter! MIT DIR!

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

33


100% ABENTEUER

100% MERINO

100% EXTREM

34

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


eBURGENLAND extr m

eco trail wear

EXTREMERINO

Made in Burgenland

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

35


Der lange

Weg zur

perfekten

Suppe

Extremsport und

Spitzenkulinarik

gehen selten

gemeinsame Wege.

Bei Burgenland Extrem

ist das anders.

TEXT: TOBIAS MÜLLER

FOTOS: MARCO ROSSI

36

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

37


Wer die Mühe auf sich nimmt,

und in 24 Stunden um

den Neusiedler See wandert,

lernt nicht nur sich selbst

und das Burgenland besser kennen -

er wird auch mit

Drei Hauben Küche belohnt.

Und die schmeckt nach

100 Kilometern Marsch

noch einmal doppelt so gut.

Mindestens.

Wenn Max Stiegl Ganslsuppe

kocht, dann dauert das schon

einmal gute zehn, zwölf Stunden.

Sein Restaurant Gut Purbauch im

Burgenland ist seit vielen Jahren mit drei

Gault Millaut Hauben dekoriert, mit 20

war Stiegl einst der jüngste Koch aller Zeiten,

der einen Michelinstern bekam. Er

ist berühmt dafür, auch die weniger edlen

Teile des Tiers zu verkochen und noch das

schwierigste Stück in eine Köstlichkeit zu

verwandeln.

Für seine Suppe werden zuerst Gänsekarkassen

im Rohr geröstet, bis sie goldbraun

sind, dann werden sie mit Fleischabschnitten,

jeder Menge Gemüse und

burgenländischen Wein bei niedriger Hitze

acht bis neun Stunden langsam gekocht.

Kurz vor dem Servieren kommen bissfest

gegarte Nudeln und ein wachsweiches

Gänseei hinein, dazu Gänsemägen, stundenlang

im Gänsefett konfiert, bis sie wunderbar

weich sind, und entbeinte, ebenso

zarte Gänsezungen. Ein wenig gehackter

Ingwer und ein Schuss Sojasauce sorgen

für die zart scharfe, erfrischend exotische

Würze. Das Ergebnis ist eine Suppe von

einer solchen aromatischen Wucht und geschmacklichen

Kraft, dass man als Esser

meint, sie könne Tote wieder beleben.

Am 24. Jänner wird sie ihre restaurative

Kraft unter Beweis stellen können. An

dem Tag findet bereits zum neunten Mal

„Burgenland Extrem“ statt: Bei dem Event

werden zigtausend Menschen rund um

den Neusiedlersee wandern oder laufen.

Stiegl wird an dem Tag alle Teilnehmer,

die wollen und bis zu ihm kommen, im Gut

Purbach empfangen. Für zwölf Stunden,

wird es bei ihm neben warmen Tee und

anderen Getränken auch seine berühmte

Gansl-Suppe zu kosten geben - aus großen

Töpfen über offenen, wärmenden Feuern

geschöpft.

38

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020



„Beim Kochen

die Landschaft

sinnlich

erlebbar

machen…“

MAX STIEGL

Drei Hauben Koch,

Gut Purbach

40

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


Das Gut Purbach wird die letzte Station

vor dem Ziel der „Burgenland Extrem“

Tour sein. Viele der Menschen, die herkommen,

werden schon 100 Kilometer gegangen

sein, und werden hier bereits vor dem

Ziel für die Strapazen belohnt. Für einige

der Teilnehmer des Events wird es wohl das

erste Mal sein, dass sie (wortwörtlich) in ein

Drei Hauben Lokal essen gehen.

Körperliche Entbehrung, extrem Anstrengung

und Spitzenkulinarik - geht das

überhaupt zusammen? „Aber ja!“, findet

Stiegl „Wer sich verausgabt, muss den Körper

nachher auch wieder aufbauen, und da gehört

gutes Essen unbedingt dazu.“ Im Fall von Burgenland

Extrem findet er die Verbindung

sogar ganz besonders passend: „Für mich

geht es beim Kochen auch darum, die Gegend,

die Landschaft in der wir uns befinden, sinnlich

erlebbar zu machen“, sagt er. „Wenn du bei

uns isst, soll das auch so etwas wie ein schmeckund

riechbarer Erkundungsgang durch die Gegend

sein, ein neuer, bisher unbekannter Weg,

Natur und Kultur zu erleben.“

Stiegl hat sich für „Burgenland Extrem“

nicht zufällig für eine Ganslsuppe

entschieden. Rein historisch betrachtet

sollte das „Burgenland“ nämlich viel eher

„Gänseland“ heißen: Es ist noch gar nicht

so lange her, da gab es hier deutlich mehr

dieser Vögel als Menschen (von Burgen

ganz zu schweigen). Seit Jahrhunderten

wurden die ewigen Weiten der ungarischen

Tiefebene, zu denen das Nordburgenland

gehört, für die Gänsezucht genutzt, und

bis heute ist der heilige Martin der Schutzpatron

des Landes. Alte Bauern erinnern

sich noch an eine Zeit, in der es hier kein

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

41


Haus gab, in dem das Federvieh nicht geschnattert

hätte. In der Früh wurden die

Gänse heraus gelassen, dann gingen sie

von sich aus auf die Weiden und zu den

Lacken.

So wie alle anderen Tiere, wird auch

die Gans im Gut Purbach komplett verwertet:

Ihre Brust wird nicht nur gebraten,

sondern geräuchert, getrocknet

und als Schinken

serviert, überschüssige

Gänsehaut wird

ganz langsam im Rohr

zu Chips oder Gänsegrammeln

veredelt. Ihr

langer Hals wird mit

etwas Gänsefleisch und

Fett gefüllt und dann zu

einer knusprigen Wurst

gebraten; und alles, was dann noch übrig

bleibt, wird, siehe oben, zur berühmten

Suppe verkocht.

BURGENLAND

SOLLTE

EIGENTLICH

GÄNSELAND

HEISSEN.

MAX STIEGL

Das Burgenland, seine kulinarischen Tradition,

und die kulinarischen Reichtümer der

Region spielen auch abseits von Großevents

eine wichtige Rolle in Stiegls Küche. Im

Sommer bringt eine alte Frau aus dem Dorf

regelmäßig frische Steinpilze vorbei, die sie

im Wald gesammelt hat, der Jäger liefert fünf

Hasen oder ein frisches Reh vom Leithaberg,

und der Fischer bringt einen riesigen Wels

aus dem nahen Neusiedler

See. Wer in die Küche

schaut, kann die Köche

beobachten, wie sie ein

ganzes Schwein zerlegen,

das vor kurzem noch im

Weingarten eines befreundeten

Winzers nach

Unkraut gewühlt hat. Im

Sommer, wenn jede Menge

Gemüse und Obst reift,

stapeln sich im Keller die frisch gefüllten Einmachgläser,

im Frühling und Herbst hängen

im Kühlhaus Schnepfen oder Fasane ab.

42

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


Diese Art des Erlebens ist bei Burgenland

Extrem nicht so anders: Auch wer 24

Stunden durch eine Landschaft geht, der

hat viel Gelegenheit und Zeit, sie - und sich

selbst - auf eine ganz neue, intensive Art zu

erfahren. „Die Idee ähnelt eher einer Pilgerfahrt“,

sagt Michael Oberhauser, einer der

drei Burgenland Extrem Veranstalter. „Es

gibt keine Zeitmessung, es gibt keinen Wettbewerb,

es geht uns um das besondere Erlebnis

und die Frage nach dem Sinn: ‚Warum mache

ich das eigentlich?` Wer durchkommen will, der

sollte diese Frage vorher für sich beantworten.“

Lust auf fantastische Gänsesuppe ist da

vielleicht nicht die schlechteste Antwort.

Aktivität nötig zum Verbrennen von

178 KALORIEN

27

Minuten von

Radfahren

18

Minuten von

Laufen

1

Stunde von

Putzen


ersuch über

das Nest

Revue einer urarchitektonischen Form

TEXT: KLAUS-JÜRGEN BAUER

Dem Vogel ein Nest,

der Spinne ein Netz,

dem Menschen Freundschaft.

WILIAM BLAKE (1757 - 1827)

44

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


Wenn sich unsere germanischen Vorfahren

irgendwo neu ansiedelten –

an einem Platz, der schön trocken

war, sicher und vielleicht sonnig, jedenfalls

aber in der Nähe von Wasser – hatten sie eine

nizdo‚ eine Niederlassung geschaffen, einen

Ort, an dem ihre Familien gut leben konnten.

Dieses althochdeutsche Wort hat eine

innere Verwandtschaft mit dem lateinischen

Wort nidus, Nest. Davon wiederum stammt

die deutsche Vorsilbe (??) nieder ab. Alles

hängt mit allem zusammen.

TIERE ALS BAUMEISTER

Was ist ein Nest? Nester, das sind Baue,

also Schlaf-, Wohn- und Brutstätten, welche

Tiere herstellen. Eier zum Beispiel werden

in geschützte Nester abgelegt, sie dienen

dem Überleben der Art. Jungtiere wachsen

geschützt in Nestern auf. Verschiedene

Fischarten und auch manche Vögel polstern

ihre Nester. Bienen bauen die berühmten

Wabennester und Ameisen bauen Ameisennester,

die sich zu ganzen Städten auswachsen

können. Das Nest dient dem Gelege,

aber auch der Aufbewahrung von Nahrung.

Nester werden verteidigt, manchmal sogar

äußerst aggressiv. Analogien entstehen. Im

Militärischen etwa kennt man den Begriff

der Maschinengewehrnester, die manchmal

ebenso zäh verteidigt werden, so, wie

Teichrallen ihre Gelege verteidigen würden.

Ja, und einer der Gründungsmythen Europas

schlechthin handelt von einem Nest.

Es geht um die berühmte Schlacht an den

Thermophylen, wo im Jahr 480 v. Chr. eine

Engstelle von wenigen Metern Breite von

nur 300 spartanischen Hopliten gegen ein

riesiges persisches Heer gehalten wurde. Die

Hopliten machten aus der Engstelle in der

Schlucht ein eisernes Nest, das am Ende den

Tod von 20.000 Persern bedeutete.

VOGELNESTER

Nester haben aber nicht nur die Konnotation

von Kampf und Verteidigung. Viele

Nester sind offene Systeme.

Der für Vögel typische Wohnbau zum

Beispiel – denken wir nur an die im Burgenland

weit verbreiteten Storchennester – ist

sogar zwingend offen, da ein flugfähiges Tier

durch eine komplette Umbauung in seiner

Fluchtmöglichkeit komplett behindert wäre.

Webervögel etwa schaffen hängende Nester,

die vor allem der Gefahrenabwehr gegen

Schlangen dienen.

Kleinere Vögel kommen wiederum auf

andere Ideen. Sie errichten ihre Nester etwa

extrem weit vom Stamm der Bäume entfernt,

damit relativ schwere Raubtiere wie Katzen

diese Nester nicht mehr erreichen können.

Die Wahl des Ortes will für ein Nest gut

überlegt sein.

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

45


Je größer die nestbauenden Vögel sind,

desto weniger ist Schutz ein Thema und desto

mehr wird Stabilität zur entscheidenden

Frage. Große Nester nennt man nicht umsonst

Horste. Es kommt ihnen kaum eine

Schutzfunktion zu, sie dienen eher dazu, Gelege

und Brut einen Halt zu bieten. Beim Adlerhorst

übernimmt die schwer erreichbare

Nestposition dieser sehr flugkräftigen Tiere

die Schutzfunktion. Der Adlerhorst, der an

unzugänglichen Stellen wie etwa an steilen

Felswänden klebt, dient nicht nur dem Adler

zur Aufzucht seiner Jungtiere, sondern auch

Diktatoren lieben es, sich nach diesem Vorbild

an unzugänglichen Stellen Häuser oder

Paläste hinbauen zu lassen.

Das berühmteste je gebaute menschliche

Adlernest ist wohl das Kehlsteinhaus über

Berchtesgarden. Das Haus hieß zu NS-Zeiten

Teehaus oder D-Haus (Diplomatenhaus).

Ein französischer Diplomat, der dieses Haus

damals besucht hatte, nannte es spöttisch

Eagle’s Nest. Das vom Architekten Roderich

Fick entworfene Haus wurde im Jahr 1938

als Geschenk der Partei an Hitler auf die

Spitze eines Berges um umgerechnet circa

128 Millionen EUR gebaut, in atemberaubender

Lage, inklusive einer völlig hypertrophen,

irren Straße, die natürlich auch gebaut

werden musste, um das Haus am Berggipfel

überhaupt erreichen zu können. Der einzige

Zugang zum Haus ist und war ein 124 Meter

hoher Aufzug im Berg mit polierten Messingplatten,

venezianischen Spiegeln und

ausklappbaren, grünledernen Sitzen. Hitler

mochte das Haus nicht. Er litt vermutlich

an Höhenangst und die Ausflüge dorthinauf

waren ihm daher zu riskant. Touristen aber

mögen das Adlernest sehr. 300.000 Besucher

aus dem In- und Ausland besuchen diesen

verrückten und höchst ungewöhnlichen Ort

jährlich. Das Adlernest nimmt damit Platz

20 unter den TOP-100-Sehenswürdigkeiten

in Deutschland ein.

ESSBARE NESTER

Manche Vogelnester werden vor allem

wegen der ihnen nachgesagten medizinischen

Wirkung als Delikatesse verzehrt. Für

eine sogenannte chinesische Schwalbennestersuppe

kann man wirklich viel Geld ausgeben

und – daran sehr gut verdienen. Ein

pfiffiger chinesischer Unternehmer des 18.

Jahrhunderts wurde unendlich reich, weil er

sich vom König von Siam das Monopol für

das Einsammeln von Schwalbennestern verleihen

ließ. Es sind jedoch eigentlich keine

Nester von Schwalben, sondern Nester von

Salanganen, Seglern, die mit ihrem eiweißreichen,

zähen Speichel eine hell durchscheinende,

gelatinöse Masse – den sogenannten

Nestzement – bilden. An der chinesischen

Schwalbennestersuppe waren also keine

Schwalben beteiligt und in China gibt es diese

speziellen Nester auch nicht, sondern in

Thailand, Indonesien, Indien oder Borneo,

wo die in Höhlen an Felsenküsten gelegenen

Nester bis heute mittels bis zu 90 Meter (!)

hohen, atemberaubend schwankenden Leitern

eingesammelt werden. Schwalbennester

sind und waren unglaublich teuer. Kaiser

Joseph II. ließ zu seiner Hochzeit im Jahr

1765 für 6000 Gulden indianische Vogel-

(Schwalben) Nestersuppe auftragen. Diese

Summe entsprach dem Jahresverdienst von

etwa 62 Arbeitern: für eine Hochzeitssuppe

46

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


ganz schön geschmackig. Für ein Kilogramm

chinesischer Schwalbennester muss man

auch heute Geld auf den Tisch legen, etwa

360 Euro. Falls man einmal eine Schwalbennestersuppe

zubereiten möchte, dann sollten

die zuvor in Wasser aufgequollenen und

gründlich gereinigten Nester mit Kalbfleisch

in Hühnerbrühe gegart werden. Die Nester

lösen sich dabei auf und geben der dabei

entstehenden milden Suppe eine gelatinöse

Bindung.

SÄUGETIERE UND FISCHE

Auch Säugetiere bauen Nester. Unsere

nächsten Verwandten – Schimpansen und

Gorillas – wohnen manchmal in solchen,

aber auch Eichhörnchen oder Haselmäuse

tun sich als Architekten hervor.

Und schließlich sind es manche Fischarten

und auch Amphibien die Nester bauen.

Für frühere Generationen war die Aufzucht

von schaumnestbauenden Stichlingen – heimische

Kaltwasserfische – obligatorisch. Wer

es exotischer haben möchte, könnte Wallace-Flugfrösche

– Rhacophorus nigropalmatus

– halten und sie beim Nestbau beobachten.

In ihrem natürlichen Habitat in Südostasien

steigen die Tiere nach starken Regenfällen aus

den Baumkronen nach unten in tiefere Vegetationsschichten.

Über stehenden Gewässern

oder Regenwassertümpeln heften die Frösche

Schaumnester an Blätter. Die Weibchen produzieren

dafür ein Sekret, das sie mit den Beinen

zu einem Schaum schlagen. Aus diesem

Schaum wird ein Nest geformt, in das die Eier

gelegt und vom Männchen befruchtet werden.

Die Kaulquappen schlüpfen innerhalb

des Nests und lassen sich in einem bestimmten

Entwicklungsalter in das darunterliegende

Gewässer fallen. Nach einer gewissen Zeit

verlassen die Jungfrösche das Wasser und erklettern

die Baumwipfeln des Regenwaldes.

Ewige Metamorphose.

MENSCHLICHER UMGANG

MIT NESTERN

Nester sind für Menschen offensichtlich

eine Herausforderung. Du sollst keinen

anderen Architekten haben neben mir und

SCHON GAR KEINEN VOGEL! Nester

werden daher von Menschen immer schon

auch gestört und zerstört. Das Erklettern von

Adlerhorsten war im Alpenraum jahrhundertelang

eine Angelegenheit von fast mythologischer

Überhöhung. Jungmänner kletterten

unter Gefährdung ihres Lebens in solche

Horste hinein, um dort entweder Jungvögel

oder Eier zu rauben. Eine Adlerfeder als Hutzier

galt lange als größte Trophäe des männlichen

Mutes.

Statt Nester und ihre Inhalte zu stören

oder zu zerstören, kann man Nester aber auch

sammeln. Die weltweit größte Sammlung von

Nestern beherbergt die Western Foundation

of Vertebrate Zoology in Camarillo in Californien.

Die im Jahr 1956 als gemeinnützige

Organisation gegründete Einrichtung betreibt

eine naturkundliche Sammlung von Vogelnestern

aus der ganzen Welt. Insgesamt werden

dort 18.000 Nester aufbewahrt, wahrlich ein

special interest.

Zumindest aber zu Ostern ist das Nest

uns allen nah. Dann haben und wollen wir alle

Nester haben, runde schalenartige, mit Heu

oder grün gefärbter Holzwolle gefüllte Körbchen.

Diese Nester werden mit bunten Eiern,

Schokoladeneiern, Schokoladenosterhasen

und andere Süßigkeiten gefüllt.

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

47


ARCHITEKTURNESTER

Nestbauten waren immer auch ein Topos

der Architektur. Zwei Beispiele seien dafür

herausgegriffen. Die Villa Jovis auf Capri,

also etwas das Landhaus von Gott Jupiter

selber war eine von zwölf Villen des römischen

Kaisers Tiberius. Die 7000 m² große

Villa lag adlernestgleich auf der Spitze der

Felseninsel Capri, 300 m steil ins Meer abfallend

über der Steilküste hängend. Acht

Stockwerke umfasste alleine die Subkonstruktion,

die notwendig war, um auf dem

zerklüfteten Felsen einen ebenen Bauplatz

zu schaffen. Eine Doppeltreppe führte vom

Eingang im untersten Geschoss hinauf auf

die Hauptterrasse, wo sich um einen quadratischen

Peristylhof herum Speiseräume unterschiedlicher

Größe ohne Raumfolge oder

Achsensymmetrie gruppierten.

Im Geiste der Villa Iovis war auch ein

anderes berühmtes Adlernest der Architekturgeschichte

ausgedacht, dass jedoch nie

gebaut wurde und nur als Zeichnung überliefert

ist. Auf Anregung des preussischen

Kronprinzen Friedrich Wilhelms IV. schuf

das Architektengenie Friedrich Schinkel

Entwürfe für ein Schloss auf der Halbinsel

Krim, daß ebenfalls wie ein Adlernest über

dem Felsen und dem Meer aufragen sollte.

Es war der Entwurf einer riesigen, von

einem Tempel überragten Schlossanlage für

die russische Zarin, mit damals völlig unbekannten,

weitgehend verglasten Wänden. Sie

lehnte ab, da sie meinte, dass mit diesem Bau

zwar der Architekt unsterblichen Ruhm einheimsen,

sie selbst jedoch dort wenig Freude

am Wohnen haben würde. Die Zeit der umfassenden

Verglasung brach daher erst hundert

Jahre später an.

In der modernen Architektur taucht

das Motiv des Nestes übrigens auch immer

wieder auf. Das Pekinger Nationalstadion

der beiden Schweizer Architekten Herzog&

deMeuron heißt auch deswegen birds nest,

weil es wie ein Nest aussieht, behütend und

umschließend und Adalberto Liberas Casa

Malaparte auf Capri, dieser rote Bau aus den

vierziger Jahren, der wie ein Nest auf einem

Felsen klebt. gilt gar für manche als das

wichtigste Haus des 20. Jahrhunderts.

DESIGNNESTER

Das Wort Nest hat jedenfalls etwas Heimeliges

und Geborgenheit Versprechendes.

Es steht für eine Geborgenheit spendende

Gemeinschaft, die Familie, eine Lebensgemeinschaft,

die Gemeinde, oder eine Gruppe

mit ähnlichen Interessen, zum Beispiel der

winterlichen Umrundung eines Steppensees

in Nordwestpannonien. Im Nest – eine Wohnung,

ein Haus, ein gesellschaftliches Umfeld

– fühlt man sich warm und geborgen.

Der südafrikanische Designer und frühere

Werber Porky Hefer ist der Meister des

Nestes. Schon als Kind war er von der Tierwelt

Afrikas fasziniert und verbrachte zusammen

mit seinem Vater viele Stunden damit,

die Vogelwelt Südafrikas zu beobachten.

48

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


Die Art, wie Vögel ihre Nester bauen, inspirierte

ihn zu seinem eigenen Stil – klare

und einfache Formen, traditionelle Techniken,

und die Verwendung von Naturmaterialien.

Hefers bekanntestes Werk ist die

Möbelkollektion Nest. Es sind fantasievolle

Sitzmöbel, die an der Wand oder von der

Decke hängen und an Nester und Tiere erinnern.

Diese Möbel werden per Hand in Südafrika

hergestellt und bestehen aus geflochtenen

Halmen, Leder, getrockneten Gräsern.

Innen sind sie aber gemütlich gepolstert und

laden zum Verkriechen, Entspannen und

Schlafen ein.

Als nächsten Schritt hat sich Porky Hefer

nun auch dem Haus als einem großen Nest

zugewandt. Auch hier, beim Hausbau, lässt

er sich von Tieren inspirieren. Tiere seien

traditionelle Architekten – so Hefer – von

denen man viel über Materialien und Formen

lernen könne. Die Inspiration für seine

Öko-Haus bekam Hefer vom Webervogel.

Diese afrikanische Vogelart ist für ihre auffälligen

und variationsreichen Nester bekannt,

die teilweise ganze Bäume einnehmen. So

entstand in der Wüste Namibias – in traditionellen

Bautechniken und Naturmaterialien

ausgeführt – ein luxuriöses Strohhaus, The

Nest. An diesem Haus, das von Urlaubern

gemietet werden kann, hat Hefer zehn Jahre

lang gearbeitet. Über einem tragenden Gerüst

aus Stahl und Ziegel besteht das organisch

geformt Haus vom Dach bis zum Boden

größtenteils aus Schilfrohr, ein Material,

das für eine natürliche Isolierung sorgt. Die

Villa sieht aus, wie Vögel ihre Nester bauen –

einfach und funktional, ohne rechte Winkel,

aber ausgestattet mit modernen Designermöbeln

aus Afrika.

HEIMISCHE STORCHENNESTER

Zuletzt die Frage, wo wir jetzt sind. Die

Ortschaften des Burgenlandes sind traditionell

in extrem schmale Grundstücksstreifen

aufgeteilt. Früher wurden diese Grundstücke

mit sogenannten Streckhöfen bebaut.

Es handelt sich bei diesen Haustypen

um Bauernhöfe, die stark in die Länge gezogen

– gleichsam gestreckt – sind. Auch sie

waren Nester, mit heimeligen, engen, schützenden

Höfen. Heute hat dieser traditionelle

Bautypus keine Bedeutung mehr. Die alten

Bauernhäuser verschwinden. Was jedoch

bleibt, sind die dazugehörigen schmalen,

langgestreckten Grundstücke. Manchmal

werden auf diesen übrig gebliebenen Grundstücken

von japanischen Architekten Nester

für Menschen gebaut. Storchennester. Aber

das ist eine andere Geschichte ...

Foto: Rainer Schoditsch

KLAUS-JÜRGEN BAUER

Jahrgang 1963, Architekturstudium, Diplom 1993,

Promotion 1997. Architekt, Autor, Kurator, Hochschullehrer.

Veröffentliche Bücher: Minima Ästhetica 1997,

Pannonien Archipel 2007, Entdämmt euch! 2015,

Zurück zur Mitte 2015, Sätzchen 2017, Elomesina

Rustium 2018, Gartenstücke 2019, Kleine Römische

2019, Krypticon 2019 Streckhöfe sanieren 2019,

Kleine Weimarer 2019, Kleine Pannonische 2020,

Narrow Fields 2020

www.klausjuergenbauer.com

Instagram: der_fassadenleser, Twitter: bauer_baut

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

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STORK

HOUSE


Extrem Burgenland hat mit Roland Hagenberg

den Prototypen eines aufblasbaren Unterstandes

entwickelt. Als Vorbild diente das „Storchenhaus“

von Terunobu Fujimori in Raiding.

TEXT UND FOTOS:

ROLAND HAGENBERG

Extrem Burgenland hat mit Roland Hagenberg den Prototypen

eines aufblasbaren Unterstandes entwickelt. Als Vorbild diente das

„Storchenhaus“ von Terunobu Fujimori in Raiding.

Aus drei Eichen baute der Tokioter Architekt Terunobu Fujimori

2012 sein „Storchenhaus“ in Raiding, Geburtsort des Komponisten

Franz Liszt. Auf 5 x 5 Meter vereint es vernöstliche Askese, Esthetik

und burgenländische Handwerkskunst – und es zeigt, was Kulturen

voneinander lernen können. Dabei sollen sich eingefahrene Wohngewohnheiten

auflösen – die Annehmlichkeiten des modernen Lebens

auf kleinstem Raum aber erhalten bleiben.

Letzten Sommer überlegten die Organisatoren der Burgenland

Extrem Tour und Roland Hagenberg, Initiator des „Raiding Projects“,

wie der Kleinbau für den Burgenland Extrem-Marsch rund um den

Neusiedler See adaptiert werden könnte: Als Unterstand – transportabel,

humorvoll mit einem Schuss Symbolkraft. So entstand das aufblasbare

Mini-Storchenhaus. Sollte es sich bewähren, könnten weitere Versionen

von namhaften Architekten entstehen.

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

51


52

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


In diesem Sinn macht sich auch der

Prototyp vom Mini-Storchenhaus auf den

Weg. Er wird sich adaptieren, er wird dazu

lernen, er wird Wanderer aufwärmen und

aufmuntern, ganz im Sinne des japanischen

Sprichworts:

„Das Glück

kommt zur Tür,

dort wo

man lacht.“

Das Storchenhaus in Raiding ist keine

Unterkunft im herkömmlichen Sinn, vielmehr

ein Kunstwerk und meditativer

Schutzraum, der archaische Designelemente

integriert, wie zum Beispiel angebrannte

Holzplanken, eine Feuerstelle, ein Schilfdach

oder ein bewohntes Storchennest.

Und es ist Symbol für eine Zeit der Umwälzungen,

deren Folgen für uns alle noch

unabsehbar sind. Damit umzugehen, verlangt

Spontaneität, Einfallsreichtum, Selbstbewusstsein

und Menschlichkeit. Im Flux

der Veränderungen ist es ungewiss, wie sich

Europa weiter entwickelt, wie schnell sich die

Welt weiter aufwärmt, wie sehr irreführender

Populismus unser demokratisches Verständnis

weiter unterhöhlt. So ungewiss, wie jedes

Jahr die Rückkehr der Störche aus Afrika.

ROLAND HAGENBERG lebt als Autor und

Künstler in Tokio und Raiding, Geburtsort von Franz

Liszt. Dort hat er gemeinsam mit dem Stararchitekten

Terunobu Fujimori das „Storchenhaus“ errichtet.

2019 erscheint sein neuer Gedichtband „Rio“

zusammen mit Polaroids von Karl A. Meyer bei Art

In Flow (Berlin). Hagenbergs Theaterstück „Jetlag“

befasst sich mit dem Thema Demenz und wird derzeit

in Deutschland aufgeführt. Für Raiding plant er

ein internationales Filmfestival. hagenberg.com

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

53


Wenn’s um die Förderung des Sports geht,

ist nur eine Bank meine Bank.

Österreich hat sportlich viel zu bieten. Aber es braucht

jemanden, der hilft, die Ziele zu erreichen. Deshalb

unterstützt Raiffeisen seit vielen Jahren junge Talente

und fördert Sportarten sowie Sportinitiativen in der

Region. Und zeigt dabei immer viel Sportsgeist.

bgld.raiffeisen.at


2,5%

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

552,5%

live love move

DRAUSSEN

SEIN

TUT GUT!

93 – nein, jetzt 92,5 Prozent unserer Lebenszeit verbringen wir in

geschlossenen Räumen. Wir sind damit zu einer fast schon reinen Indoor-Spezies

geworden. Unser Habitat ist das Bett, das Büro, das Auto

und die Couch. Und genau da setzen wir an. Das Bewegungsprojekt

„Burgenland Extrem“ will bloß vor die sprichwörtliche Haustüre führen.

Seit 2012 erreichen wir mit dieser einfachen Botschaft extrem viele Menschen

aus ganz Europa.

Freude an der Bewegung!

Freude am Draußen sein!

Die 24 Stunden Burgenland Extrem Tour ist mit rund 6500 aktiven

Teilnehmerinnen und Teilnehmern von 10 bis 99 Jahren das mit Abstand

größte Winter-Extrem-Abenteuer.

Das freut uns natürlich. Extreme Freude haben wir aber über das eine

halbe Prozent Lebenszeit im Outdoor-Bereich, das wir mit unserem Tun

dazugewonnen haben!

eBURGENLAND extr m

55


INTERVIEW: MARIO EHRNHOFER

FOTOS: MARIA HOLLUNDER

56

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


DAS

ABENTEUER

VOR DER

HAUSTÜRE

Interview mit

Josef + Michael + Tobias

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

57


Redaktion: Beim Outdoor-Event

24 H Burgenland Extrem geht man

zu Fuß rund um den Neusiedler See –

und das im Winter. Wie kommt man

auf so eine Idee?

Die Tour ist uns einfach so „passiert“. Wir

sind Weitwanderer und haben an diesem

Wintertag vor mehr als 12 Jahren - einfach

gesagt - das Abenteuer vor der Haustüre gesucht.

Und mit der winterlichen Seeumrundung

auch gefunden... Viele kennen ja den

Neusiedler See nur im Sommer als Radfahrer

oder Badegast. Im Winter ist diese Region

einfach eine andere Nummer. Alles fühlt sich

richtig an. Auch wenn es kalt, manchmal extrem

kalt ist.

Was sind rückblickend denn

so die besten Geschichten?

Die Tour erzählt die faszinierendsten Geschichten.

Es sind Geschichten von Menschen,

die sich während der Tour fürs Leben

gefunden haben. Es sind auch viele Erfolgsgeschichten

dabei. Menschen, die wieder in

Schwung gekommen sind und damit ihrem

Leben einen neuen Kick gegeben haben. Es

sind Geschichten von Menschen, die einen

neuen Schritt wagen und wieder an sich

glauben. Es sind immer auch Geschichten

von Menschen, die wieder extrem stolz auf

sich sind – egal wie weit sie gekommen sind!

Diese Veranstaltung wuchs in den

vergangenen Jahren zu einem Großereignis

mit zigtausend Teilnehmern,

das über unsere Grenzen hinaus

bekannt ist. Was ist das Besondere

an diesem Extremevent?

24 Stunden Burgenland Extrem bringt

Menschen wettbewerbsfrei und freudig

in Bewegung. Menschen aus der Region,

Menschen aus ganz Österreich und Europa.

Bei der letzten Tour haben sich tausende

Pilgergeher, Weitwanderer, Extremsportler,

Freizeitsportler und Bewegungsstarter,

Frauen und Männer gemeinsam auf den

Weg gemacht, um sich und seine eigenen

Grenzen neu kennenzulernen. Es geht um

die Freude an der Bewegung und natürlich

um das dichte Erleben.

Long Distance Wanderungen haben einen

hohen Suchtfaktor. Ganz besonders hier im

wunderschönen UNESCO Welterbegebiet

Fertő-Neusiedler See. Der Kopf ist extrem

beruhigt von der einmaligen Landschaft und

der großen Alltagsdistanz. Raus aus dem

Büro. Raus aus dem Alltagsstress und rein

ins Abenteuer. Rein ins Leben. Willkommen

bei der Burgenland Extrem Tour...

Schaffen das nur durchtrainierte

Athleten? Wer kann hier mitmachen?

Welche Voraussetzungen sollte man

mitbringen?

Das Gehen und Laufen ist etwas Einfaches,

Grundlegendes und dabei eine Herausforderung

ohne Grenzen. Bei uns geht es

um den Sinn des Augenblicks. Nicht um

Geschwindigkeit.

Mitmachen kann daher jeder, der Freude an

der Bewegung hat und sich auf so eine große

Herausforderung einlassen kann. 120 Kilometer

geht oder läuft man nicht „nur“ mit

den Beinen. Die Tour ist auch mit einer großen

mentalen Anstrengung verbunden.

58

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


Welche Pläne habt Ihr noch mit dieser

Veranstaltung für die Zukunft?

Unsere Köpfe sind ein Hotel für Ideen und

die 24 Stunden Burgenland Extrem Tour

ist nicht unser einziges Sinnprodukt. Wir

arbeiten auch an unserem „365 Tage Burgenland

Extrem Trail“ und an unserem

„Geh mit!“ Projekt!

Wann und wie sollte man sich

am besten darauf vorbereiten?

Natürlich kann und sollte man sich im Vorfeld

gut vorbereiten. Das beginnt beim täglichen

Training bis hin zur Optimierung der

Bekleidung und Ausrüstung. Das würde hier

aber den Rahmen sprengen. Die wahre Vorbereitung

beginnt im Kopf... Ja, ich möchte

da mitmachen. Ja, das ist meine Zeit. Meine

Tour. Mein Weg. Das ist mein Abenteuer.

Und ich melde mich rasch an! Und das ist

wahrscheinlich der wichtigste Tipp, weil wir

immer rasch ausgebucht sind...

Der Trail ist ja selbsterklärend. Der Weg

rund um den Neusiedler See ist nun

dauerhaft markiert und damit ganzjährig

erlebbar. Aus 24 Stunden werden

nun 365 Tage Burgenland Extrem. Coole

Idee. Aber was ist „Geh mit!“?

Das ist eigentlich eine alte Idee, die wir schon

lange in unseren Köpfen mittragen, aber nie

die Zeit für eine Umsetzung gefunden haben.

Jetzt ist es aber fix und bald geht es los.

„Geh mit!“ ist eine Buchungsplattform für

Menschen, die mit anderen Menschen gehen

oder laufen wollen.

Und ihr werdet da auch zu finden sein?

Natürlich! Demnächst wird man schon uns

gemeinsam oder auch nur einen von uns zum

Wandern buchen können. Wir freuen uns

schon extrem auf diese neuen Begegnungen!

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

59


365 Tage

Burgenland

Extrem

WALK THE

TRAIL

60

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


„Wir wollen Menschen

in Bewegung bringen und

sie das gute Gefühl der

wohltuenden Erschöpfung

wiederentdecken lassen.

Selbstbestimmt an seine

Grenzen zu gehen heißt

auch, seine Grenzen

zu kennen.“

extrem

TRAIL

Du gehst den Burgenland Extrem-

Trail vielleicht nicht nur, weil du

Bescheid weißt, sondern um etwas

herauszufinden. Über dich selbst. Über das

Leben. Über dein Leben!

Wilde Gedanken begleiten deine ersten

Schritte. Ungeordnet fliegen sie durch deinen

Kopf, wie die Landschaft von Bild zu

Bild. Der verschlungene Lebenspfad bündelt

sich langsam zu einem Weg. Klarheit

verdrängt unverarbeitete Lebensgeschichten.

Selbstbestimmung. Eigenliebe. Kein

Verrat an die Daheimgebliebenen. Schuldgefühle

haben in diesem neuen Freiraum

keinen Platz mehr. Es anderen zeigen zu

wollen, spielt plötzlich keine Rolle mehr.

Umso mehr drängt sich der Gedanke auf,

es sich selbst zeigen zu wollen. Den Trail für

sich zu gehen, rückt in den Fokus. Der Weg

ist noch lange nicht zu Ende.

Der 24 H Burgenland Extrem TRAIL

ist dein Abenteuer, dein Weg zu neuen

Erfahrungen und dein Pfad zu dir selbst.

LIVE NICE – LOVE TRUE –

MOVE TOGETHER

AND WALK THE TRAIL

„Das Burgenland hat nun mit

dem „BURGENLAND

EXTREM TRAIL“ ein ganzjährig

erlebbares, ein legendäres und durch

die Extrem-Tour ein international

bekanntes Wander-Highlight

im Programm!“

Hans Niessl

Landeshauptmann a. D.

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

61


ANREISE

Der Neusiedler See ist gut ins

Netz der ÖBB eingebunden.

Mit dem Auto ist die Region

ebenfalls gut erreichbar. Von

Norden bzw. Westen kommend

über die Autobahn A4,

Abfahrten Neusiedl am See

oder Weiden/Gols Von Süden

kommend über die Autobahn

A2, die S4 und die S31

nach Eisenstadt, schließlich

die B50 in Richtung Neusiedl/See.

Von Ungarn kommend

über die Grenzübergänge

Nickelsdorf (A4) bzw.

Pamhagen.

KULINARISCHE TIPPS

Gasthof Weinzettl in Apetlon

www.gasthof-weinzettl.at

das FRITZ in Weiden

www.dasfritz.at

Mole West in Neusiedl am See

www.mole-west.at

Weingut Leo Hillinger in Jois

www.leo-hillinger.com

Gut Purbach in Purbach

www.gutpurbach.at

Taubenkobel in Schützen

www.taubenkobel.at

WANDERN & BIKEN

Den 24 Stunden Burgenland

Extrem Trail kann man natürlich

auch mit dem Fahrrad erleben.

RADSERVICE

Mountainbiker am See

in Weiden

www.mountainbikeramsee.at

FahrRad Migschitz in Rust

www.migschitz.at

SEHENSWÜRDIGKEITEN

Altstadt von Rust

www.rust.at

Schloss Esterházy in Fertöd

www.eszterhaza.hu

Fertő-Hanság Nemzeti Park

in Sarród

www.ferto-hansag.hu

Nationalpark Neusiedler See –

Seewinkel in Illmitz

www.nationalpark-neusiedlersee-seewinkel.at

Windmühle in Podersdorf

www.diewindmuehle.at

UNTERKUNFT-TIPPS

Landgasthof Sebastiankeller

in Oggau

www.sebastiankeller.at

Hotel am See in Rust

www.seebadrust.at

Gut Zentgraf in Mörbisch

www.zentgraf.at

Hotel & Wellness Tornácos

in Hegykö

www.tornacos.hu

Vila Vita in Pamhagen

www.vilavitapannonia.at

Seehof Gisch in Podersdorf

www.seehof-gisch.at

LITERATUR

Mein Pannonien von Max Stiegl

Pannonien. Archipel:

Theorie der Provinz von

Klaus-Jürgen Bauer

Poems von Roland Hagenberg

Welterbe Fertő-Neusiedler See

www.welterbe.org

INFORMATIONEN

24 Stunden Burgenland Extrem Trail

www.burgenlandextrem.com/trail.html

Neusiedler See Tourismus www.neusiedlersee.com

62

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


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64

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


Europas größte und

längste Flurreinigung!

Wir wollen unseren TeilnehmerInnen

ein nachhaltiges Erlebnis

bieten, dessen Entwicklung im

Einklang mit unseren Kernwerten erfolgt

– egal, ob es sich dabei um die winterliche

Extrem-Tour handelt oder um den Burgenland

Extrem-Trail. Unsere Vision besagt,

dass wir als verantwortungsvolle Organisatoren

agieren müssen, die sich um Menschen,

Tiere und die Natur gleichermaßen

kümmern. Allein dies zeigt schon, dass wir

langfristig handeln wollen und dass der Begriff

Nachhaltigkeit bei uns einen extrem

hohen Stellenwert hat. Unsere Handlungen

sollen dauerhaft sein, genauso wie unsere

Unternehmungen. Und das ist der Grund

dafür, dass wir uns voll und ganz auf unsere

Umwelt konzentrieren und unsere Aufgaben

extrem ernst nehmen.

Mehrweg statt Wegwerf

Seit Einführung unserer teuren aber sehr

hochwertigen Mehrweg-Faltbecher im Jahre

2016 konnten wir bislang rund 1.000.000

Wegwerfbecher einsparen!

Aufsammeln statt wegwerfen

Jedes Jahr strengen wir uns mehr an, damit

unsere Umwelt nicht durch unser Tun

leidet. Heuer starten wir Europas größte und

längste Flurreinigung! Bitte nutzt die Trashy-Collection-Bags

und sammelt während

der 24 Stunden Burgenland Extrem Tour das

eine oder andere Papierl, die eine oder andere

Dose und die eine oder andere Pet-Flasche

am Wegesrand auf. Danke!

Wer nichts wegwirft, kann mehr aufheben!

Das gilt nicht nur während der 24

Stunden Burgenland Extrem Tour sondern

auch am Burgenland-Trail und allen anderen

Wegen!

Danke jetzt schon

fürs Mittun,

fürs Mitmachen!

1.000.000

Wegwerfbecher

seit 2016

eingespart.

315 km²

Europas größte

und längste

Flurreinigung!

NACHHALTIG

Sorgsamer Verbrauch

von Wasser, Strom

und Energie.

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

65


Der

Neusiedler

see lebt!

TEXT: PROF. DR. ALFRED GOLDSCHMID

FOTOS: ARCHIV NATIONALPARK

NEUSIEDLER SEE - SEEWINKEL

Foto: Maria Hollunder

66

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

67


Wenn die winterharten Teilnehmer der

Extrem Wanderung rund um den Neusiedler

See in der Finsternis des frühen

Morgens in Oggau starten, wissen vermutlich

nicht alle, dass sie sich auf uralten

Wegen bewegen. Seit tausenden Jahren

führte etwas westlich des Ortes die

Bernsteinstrasse über das Leithagebirge

an die March und hinauf zur Ostsee.

Wer allerdings im Frühling kommt

und vielleicht auf dem kleinen Höhenzug

zwischen Oslip und Rust wandert wird

überrascht und entzückt sein von der Blütenpracht

der tief violetten, teils auch

blassgelben Zwergiris, die hier eines ihrer

größten Vorkommen in Österreich hat. Die

im Wind wogenden Kuhschellen sind dann

teilweise schon verblüht, aber zwischen ihnen

leuchten wie kleine Sonnen die Blüten des

Frühlingsadonis. Vom höchsten Punkt hat

man einen wunderbaren Blick auf die Seeniederung

und den See. Auf österreichischer

Seite bedeckt sein Wasser 230 km 2 , in Ungarn

90 km 2 . Nach den Kriterien der Limnologie

(Süßwasserkunde) ist er eigentlich

eine Lacke wegen seiner geringen Wassertiefe.

Trotzdem gilt er als Europas westlichster

Steppensee. Die Wanderer werden die Wulka,

der größte der wenigen Zuflüsse zum See

nördlich von Oggau kaum wahrnehmen. Der

Wasserstand des Sees wird hauptsächlich

durch Niederschlag und zu einem geringeren

Teil auch durch Unterwasserquellen aufrecht

erhalten. Der See ist etwa hundert Mal

im Abstand von etwa 150 Jahren trocken

gefallen zuletzt 1864-1870. Die angrenzenden

Seegemeinden überlegten bereits den

Seegrund landwirtschaftlich zu nutzen, was

allerdings durch den hohen Salzgehalt des

Seebodens misslang. Menschen und Vieh des

Ostufers litten unter dem ständig wehenden

salzhaltigen Winden. Kurz darauf erreichte

der See Höchststand und überschwemmte

die Ufergemeinden. 1888 bis 1909 wurde

zur Stabilisierung des Wasserstandes Kanäle

gebaut. Der wichtigste wird Einserkanal genannt.

Er leitet das Wasser zur Raab ab und

bildet seit 1921 die Grenze zu Ungarn.

Der an der Westküste und im südlichen

Teil bis zu 3 km breite Schilfgürtel bedeckt

fast die Hälfte des Sees. Im Schutz dieses

Schilfwaldes brüten in Kolonien einige der

Auffliegender Silberreiher

68

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


in Europa schon sehr seltenen Großvögel wie

der mächtige Silberreiher, der seltene und

kleinere Purpurreiher, der schneeweiße

Löffler mit seinem breiten Schnabel. Kaum

wird man eine Rohrdommel fliegen sehen,

aber ihren dumpfen Ruf kann man morgens

und abends überall hören. Auch viele kleine

Singvögel wie Bartmeisen, die sich akrobatisch

mit gespreizten Beinen an zwei Schilfhalmen

festhalten können, oder der schnarrende

Drosselrohrsänger, Schilfrohrsänger und viele

andere nutzen diesen gut geschützten Lebensraum.

Nur im Luftbild kann man die höchst

unterschiedliche Struktur des Schilfwaldes

mit tieferen und seichteren Stellen, mit jüngeren

und älteren Beständen erkennen. Sogar

über 200 Rothirsche, Rehe und Wildschweine

nützen diesen Lebensraum. Bisamratten bauen

hügelartige Burgen und unzählige Spitzmäuse

jagen Insekten. Rohrweihen gaukeln

mit V-förmig gespreizten Flügeln auf ihrer

Jagd nach Singvögeln und kleinen Säugern

langsam über dem Schilf dahin.

Generationen von Fischern haben

schmale Kanäle, die „Schluichten“, zum

offenen See vom Schilf befreit.

Der Fischfang ist ein bedeutender Wirtschaftszweig,

Karpfen und verschiedene

Verwandte des Karpfens (Weissfische) sind

häufig. Auch die geschätzten Räuber Zander

und Hecht sind nicht selten. Bemerkenswert

ist der Sichling, ein Karpfenfisch, mit

schmalem Körper, messerartiger Bauchkante

und einem hochständigen Maul, der kleine

Krebstierchen des Freiwassers, Hauptanteil

des Planktons, frisst. Eine Katastrophe

für die heimischen Fische war das Einsetzen

des Aals, dessen Fang zwar kurzfristig

einen Gewinn brachte aber als Laich- und

Jungfischräuber großen Schaden anrichtete.

Die Aale wurden erfolgreich abgefischt

und nicht wieder besetzt. Als faunenfremdes

Element darf der Aal per Gesetz nicht

wieder eingesetzt werden.

Schilfrohrsänger

Der Schilfgürtel ist die Kinderstube der

Jungfische. In seinem hochproduktiven Wasser

können Kleinkrebse, wie die Wasserflöhe

(Daphnia) mit unglaublicher Dichte, mit

nur wenige Millimeter Distanz zu einander

auftreten. Dieses Nahrungsangebot nützt

auch eine Pflanze, der Wasserschlauch, der

seinen Stickstoffbedarf durch Einfangen der

Kleinkrebse in klappenartigen Fallen, deckt.

Abends hört man aus dem Schilfgürtel überall

die sanften „U“ Rufe der kleinen rotbauchigen

Tieflandunke und das helle „Geknatter“

der Laubfrösche, die massenhaft hier

leben. Letztere wandern nach ihrer Verwandlung

aus der Kaulquappe in riesigen Scharen

landeinwärts und dringen zur Überraschung

vieler Menschen sogar in Häuser ein.

Nächste Station ist die uralte Stadt Rust,

die ähnlich wie Oggau seit 1317 urkundlich belegt

ist.1681 wurde sie durch Kaiser Leopold I.

zur Freistadt erhoben. Damit erlangte die

Marktgemeinde auch die hohe Gerichtsbarkeit,

es kostete sie aber 60.000 Gulden und

500 Eimer erlesenen Weines; ein Eimer enthielt

72,5 Liter zu fünf Gulden der Liter.

Rust hat drei Kirchen: Die kleine gotische

Fischerkirche mit wunderschönen Fresken,

nicht weit davon eine große protestantische

Kirche und am Hauptplatz die große katholische.

Protestantismus war in diesem ehemaligen

west-ungarischen Land weit verbreitet.

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

69


DER SEE LEBT

Wörthenlacke & Lange Lacke

70

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


Der heute so viel gebrauchte Begriff Pannonien,

bekannt geworden auch durch die

wunderschönen Weisen des Geigers Toni Stricker,

ist heute ein Modewort geworden; biologisch

ist er nicht gerechtfertigt. Die sogenannte

pannonische Region ist eine Verzahnung

zwischen West und Ost. Pflanzen und Tiere

Westeuropas und der Alpen erreichen hier

ihre Ostgrenze, hingegen jene aus Russland

und sogar Zentralasien ihre Westgrenze. Als

markantes Beispiel sei hier die große nachtaktive

südrussische Tarantel genannt.

Die weiten waldfreien Flächen sind keine

natürlichen Steppen, sondern sind durch

Jahrhunderte lange Beweidung entstanden.

Durch den Salzgehalt der Böden war Ackerbau

nur im geringen Umfang möglich. Zur

Fleischversorgung Wiens, der rasch wachsenden

Metropole des Habsburgerreiches

wurden riesige Herden des Graurinds,

auch Steppenrind genannt über gewaltige

Strecken aus Ungarn bis an die der Leitha,

damals die Grenze, getrieben. Mit den Gemeinden

im Seewinkel wurden Verträge geschlossen

zur Auffütterung der ermüdeten

Tiere. Langwierige Zollformalitäten an der

alten Grenze verlängerten zusätzlich den Aufenthalt

der Herden. Der Viehtrieb und die

intensive Beweidung formten entscheidend

die Landschaft. Nach dem Ende der freien

Rinderhaltung auf den sogenannten „Hutweiden“

setzte rasch Verbuschung ein; sogar

das Schilf begann sich vom See landeinwärts

auszubreiten. Zum Landschaftsmanagement

entschloss sich die Nationalparkverwaltung

wieder eine große Graurindherde aufzubauen,

die heute südlich von Apetlon in den weiten

Flächen des Sandeck lebt. Auch die in der

Barockzeit gezüchteten weißen Esel auf einer

Weide nicht weit vom Informationszentrum

erfüllen denselben Zweck. Eine Augenweide,

besonders beliebt bei Kindern sind die Mangalica

(Wollschweine) zwischen Podersdorf

und Illmitz. Das Freihalten der Wiesenflächen

im Bereich der langen Lacke wird durch

Säbelschnäbler

das Austreiben der Hausrinder der Gemeinde

Apetlon erreicht, dass am 1. Mai mit einem

Festakt begangen wird. Sicher trugen auch

die Verwüstungen der Türkenkriege zur Entstehung

dieser Steppenlandschaft bei. Mehrere

Dörfer jener Zeit sind verschwunden wie

der Ort Zitzmannsdorf nördlich von Podersdorf,

auch der heute wieder große Ort St.

Andrä war Jahrhunderte lang eine Wüstung.

Auf den der freien Wiesenflächen brüten

heute in großer Zahl Kiebitze und Feldlerchen,

deren Gesang im Sommer ständig

zu hören ist; die Feldlerche wurde von den

Vogelkundlern zum „Vogel des Jahres 2019“

erklärt.

Der geringe Niederschlag verbunden mit

geringer Seehöhe, tiefster Punkt Österreichs

mit 114 m ü.d.M. und die Abdichtung

der Böden durch Tonlagen führt zu salzdynamischen

Böden, einzigartig in Mitteleuropa,

dem hellen durch Salzausblühung an der

Oberfläche oft weißen Solontschak und dem

dunklen, humusreichen Solonetz. Hier gedeihen

Salz liebende Pflanzen wie man sie nur

am Meeresstrand, in Russland und Innerasien

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

71


Graugänse wandern in strengen Wintern ab.

Vielleicht werden unsere Wanderer tausende

nordische Gänse, vor allem Blässgänse und

Saatgänse sehen, beides Bewohner der russischen

Tundra. Bei Tagesanbruch verlassen sie

ihre Schlafplätze auf den Lacken und fliegen

zur Nahrungsaufnahme auf die schneefreien

Flächen der Wintersaaten in Niederösterreich

und Ungarn.

Salz-Aster Queller Lackenrand

findet. An den tiefsten Stellen bilden sich

extrem seichte Lacken wie die Lange Lacke,

Wörthen Lacke, der Illmitzer Zicksee, der

Obere Stinker in der Hölle und viele weitere.

Kleinkrebse und Insekten und deren Larven in

diesen Gewässern sind die Nahrungsbasis für

die große Zahl und Vielfalt der durchziehenden

Vogelwelt von April bis Mai. Große Gruppen

von Rotschenkel, Kampfläufern, Alpenstrandläufer,

Bruchwasserläufern machen hier Rast

und futtern für ihren noch weiten Flug nach

Norden bis in die Tundren Skandinaviens und

Russlands. Spatzengroße Regenpfeifer rasen

am Ufer der Lacken entlang. Möwen und

Seeschwalben beginnen die Brutplätze zu besiedeln.

Bemerkenswert sind die hochbeinigen

schwarz-weißen Säbelschnäbler mit

ihrem nach oben gebogenen Schnabel, mit

dem sie mit wischenden Bewegungen das Wasser

durchkämmen. Sie kommen sonst nur an

den Meeresküsten vor. Stelzenläufer, die wie

Ministörche wirken, bauen wahrscheinlich auf

Grund der Klimaerwärmung eine wachsende

Population auf. Ihre eigentliche Heimat sind

Afrika und der Mittelmeerraum. Ebenso kann

man vielerlei Entenarten, Blässhühner und

Graugänse beobachten. Die hier brütenden

Salzverträgliche Pflanzen besiedeln die

Böden zwischen den Lacken, wie Salzmelde,

Queller und andere. Hier muss gesagt werden,

dass es sich hier nicht um Kochsalz (Natrium

Chlorid) handelt, sondern um Soda (Natrium

Carbonat). Auf den nur wenige Zentimeter

höheren Flächen als jene der Salzböden

haben sich Wiesen entwickelt mit einer charakteristischen

Pflanzengemeinschaft, darunter

die violett blühende Königskerze, die

meterhohe nickende rosa Distel, der blaue

österreichische Lein, der graublaue Steppenroller

und viele mehr sogar Erdorchideen wie

verschiedene Knabenkräuter und in großer

Dichte Spinnenragwurzen, die in Form ihrer

Blüte und im Duft Insekten imitieren.

Die Trockenwiesen besiedeln auch die

putzigen kleinen Erdhörnchen, die Ziesel, die

in großen Kolonien leben, in unterirdischen

Bauten in welchen sie den langen Winter

überstehen. Hoch aufgerichtet beobachten

sie die Umgebung ob nicht Greifvögel oder

der gefährliche Steppeniltis zu sehen ist. Sie

lieben das Sonnenlicht, an trüben, regnerischen

Tagen verlassen sie kaum ihre Bauten.

In der Netzhaut ihrer großen Augen findet

man nur Sinneszellen für Farbsehen und

Starklicht. Seit wenigen Jahren ist auch der

Wärme liebende Goldschakal über den Balkan

bis hierher vorgedrungen und hat sich

nachweislich vermehrt.

Wer einen Abstecher in den Hanság

(Waasen) macht – ein verlandeter Ostteil des

Sees– kann dort den schwersten flugfähigen

72

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


Vogel der Welt beobachten: die Großtrappe.

Zwischen den beiden Strassen von Andau

und Tadten zum Einserkanal liegt ein gut

einschaubares Balz- und Brutgebiet dieser

Vögel. Die Hähne werden bis 17 kg schwer.

Als Kranichvögel haben sie eine extreme

Balz. Sie drehen die weiße Unterseite der

Flügel nach oben, plustern sich auf, sodass

der Hahn zu einer weiß leuchtenden, stolzierenden

Kugel wird, weithin erkennbar für die

Hennen in dieser Ebene. Durch erfolgreiche

Schutzmassnahmen ist die Trappenpopulation

im Raum Slowakei, Niederösterreich,

Burgenland und Ungarn auf 480 Tiere angewachsen.

siedlungspolitische Interessen. Als Österreich

gemeinsam mit dem Burgenland den

Bau einer Strasse aus dem Seewinkel an das

Westufer beschloss mit einer Brücke zwischen

Illmitz und Mörbisch, der engsten Stelle des

Sees, kam es zu heftigen auch internationalen

Protesten. Das Projekt wurde fallen gelassen,

es kam zum Umdenken. 1993 wurde dann der

Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel

errichtet und 2001 zum Weltkulturerbe erklärt.

Betont sei hier die gute bilaterale Zusammenarbeit

mit den ungarischen Behörden

und den ungarischen Naturschützern und

Ökologen. Die Ratifizierung der Erhebung

zum Weltkulturerbe wurde 2003 in Pamhagen

und im ungarischen Schloss Esterházy

feierlich begangen. Das Burgenland und die

angrenzende Region Ungarns besitzen damit

ein unschätzbares Naturjuwel, aber haben

auch große Verantwortung und Verpflichtung

für die Nachwelt übernommen.

Rastplatz - vom Turm Hölle

Das Infozentrum des Nationalparks in

Illmitz bietet reichhaltige Informationen und

Unterlagen für jeden interessierten Besucher.

Vierteljährlich erscheint die Zeitschrift „Geschnatter“

die jeweils zu einem bestimmten

Thema neueste Forschungsergebnisse, aber

auch Information zu Kulinarik und Tourismus

beinhaltet.

Das Burgenland ist als jüngstes Bundesland

Österreichs nach schlimmen Wirren

1922 endgültig von Ungarn getrennt worden.

Die „Zitzmannsdorfer Wiesen“ wurden schon

1930 zum Naturschutzgebiet erklärt, später

folgten andere wie das Gebiet der „Langen

Lacke“. Die Naturschützer hatten es nicht

leicht gegen agrarische und verkehrs- und

ALFRED GOLDSCHMID geboren in Wien, Studium

der Biologie, Anthropologie, Paläontologie an

der Universität Wien, promovierte in Zoologie zum

Dr. phil.. Seit 1970 an der Universität Salzburg als

Professor für Biologie/Zoologie.

Ich danke Herrn Alois Lang und seinen Mitarbeitern vom

Informationszentrum des Nationalparks Neusiedler See

- Seewinkel in Illmitz für die freundliche zur Verfügungstellung

der Bilder und für wertvolle Hinweise zur Verbesserung

des Textes.

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

73


Highway

to

Mariazell

TEXT + FOTOS

CLAUDIA HILMBAUER

74

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


Ohne Training Halbmarathon laufen.

Haie streicheln. David Hasselhoff Konzert

besuschen. Zeitungsabo kündigen:

Es gibt viele Dinge in meinem Leben,

die ich als „Extremerfahrung“ betitelt

hätte. Aber das war, bevor ich spontan

pilgern ging.

„Wenn ich gerade erst aus dem Bus gestolpert

wäre, würde ich auch noch besser

aussehen!“ brülle ich. Also nicht laut, sondern

eher innerlich. Dabei ist mir völlig

klar, dass die Touristen, die in ihren Kleidchen

und Sandalen in den Ötschergräben

fröhlich Fotos vom Spazierengehen

machen, nichts für meine Misere

können. Es war ganz alleine

meine Entscheidung, die

mich an diesen Punkt in

meinem Leben gebracht

hat. „Dieser Punkt“, das

ist der Naturpark Ötscher

Tormäuer. Vor mir liegen

noch etwa 20 Kilometer.

Hinter mir bereits rund

50. In Wahrheit sind erst

12 Stunden vergangen, seit

ich mich in Amstetten (Niederösterreich)

auf den Weg nach Mariazell

(Steiermark) gemacht habe. Gefühlt bin

ich allerdings schon eine Ewigkeit unterwegs.

Die Idee, die 70 Kilometer von Amstetten

nach Mariazell und wieder retour

zu wandern, ist keine neue. Die Route ist

ein beliebter Pilgerweg in unserer Region.

Für mich war sie allerdings neu - selbst zum

Zeitpunkt des Aufbruchs noch. Denn während

die meisten Menschen spirituell motiviert

pilgern gehen, waren es bei mir eher

Spirituosen, die mich ins Wanderoutfit gezwungen

haben. Eine klassische verlorene

Wette in bierseliger Runde und zwei Tage

später bin ich also am Weg.

Der ist recht schön. Denke ich zumindest.

Denn als ich um kurz vor Mitternacht

aufbrach, war es natürlich stockfinster. Ein

Umstand, der sich die nächsten acht Stunden

auch nicht änderte. Mein Rucksack war

prall gefüllt mit allem, was man unterwegs

so brauchen könnte. Verbandszeug,

Essen, Kamera, Reserveakkus

fürs Handy, Wechselkleidung,

ein Buch - meiner

Erfahrung entsprechend,

die genau Null war, hatte

ich viel zu viel Zeug mit.

Schon nach wenigen Kilometern

überlegte ich,

wo ich den Krempel loswerden

könnte. Orte mit

so schmucken Namen wie

„Ferndorf“, „Schnotzendorf“

und „Randegg“ ließ ich relativ

zügig hinter mir. Über mir durchzogen

zahllose Sternschnuppen den Nachthimmel,

die Stimmung war noch gut, die Blasen

noch nicht viel mehr als eine Möglichkeit.

Jetzt, einen halben Tag später, sind sie

schmerzhafte Wirklichkeit geworden. Aus

dem anfangs noch leichten Schritt ist ein

langsames Dahinschleichen geworden.

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

75


So einen Scheiß mache ich nie wieder!

Ich bin weder trainiert noch erfahren.

Die Sonne brennt vom Himmel, ich sehne

mich nach Elektrolyten in Bierform und

möchte eigentlich aufgeben. Eigentlich.

Aber da ist die Sache mit der Ehre. Ich habe

mich über den Hochkogl gekämpft, habe

die Vorderen Ötscher Tormäuer hinter mich

gebracht - jetzt werde ich nicht aufgeben.

Es kostet mich viel Kraft, aber ich schleppe

mich vorbei am Ötscherhias, hinauf aufs

Hagengut und auf der anderen Seite am Erlauf

Stausee entlang. Kleine Kinder, die mit

ihren Eltern einen Wochenendausflug machen,

überholen mich. Omis mit Gehstock

auch. Als ich in Mitterbach bin, trennen

mich nur noch die längsten fünf Kilometer

meines Lebens vom Ziel.

Als ich endlich auf der Zufahrtsstraße

zur Basilika Mariazell bin, sind meine Blasen

so groß geworden, dass sie Schatten werfen.

Ich habe Sonnenbrand auf den Schultern

und im Gesicht. Meine letzten fünf

Euro werfe ich in die Spendenbox in der

Kerzerlgrotte. Stolz und physische Schmerzen

erfüllen mich gleichermaßen. Aber da

ist auch eine Klarheit im Kopf, die eventuell

Delirium sein könnte, wahrscheinlich aber

mit der Extremerfahrung zu tun hat, die ich

die letzten 18 Stunden hatte. Ich zünde die

Kerze an und wanke in mein Quartier für

die Nacht. „So einen Scheiß mache ich nie

wieder“, informiere ich den Rezeptionisten.

Und dann fällt mir ein: heim muss ich

ja auch noch... Und dass ich kurz darauf

meine erste 24-Stunden-Wanderung wagen

würde, wusste ich da auch noch nicht.

CLAUDIA HILMBAUER (35) ist freie Journalistin,

Chefredakteurin von thechill.at und Autorin

(„Vegetarisch mit Speck – Geschichten vom Verreisen“).

Seit ihrer unabsichtlichen Pilgerwanderung

liebt sie das Extreme und versucht, immer länger und

immer weiter zu gehen.

76

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


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BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

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Eine

Hommage

ans Gehen

TEXT + FOTOS

ERNST MERKINGER

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BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


Da ein Hetzen zu einem wichtigen

Kunden, dort im Sekunden-Takt reinkommende

WhatsApp-Nachrichten von

Bekannten, die sich wieder einmal auf

einen Kaffee treffen wollen.

Aja, stimmt! Und zur Weltweiten- Klima-Demo

„Fridays for Future“ wollte ich

diese Woche auch noch gehen, war ich doch

bei der letzten nicht. - Oft denke ich mir,

dass die Zeit schneller geworden ist, doch

wie der Zeitforscher Karl Heinz Geißler in

einem seiner Interviews treffend formuliert

hat, trügt der Schein: „Die Zeit ist immer

gleich. Nur wir Menschen stecken immer

mehr hinein. Heute werden wir permanent

überschüttet mit neuen Ereignissen.

Die Informationsdichte wird immer

größer - und das verdichtet

unsere Zeit.“

Weitwandern am

Lechweg, Pilgern am

Camino Frances in Spanien,

Spazierengehen im

Pötzleinsdorferpark Wien

und eine Gehmeditation

von meinem Zuhause Richtung

U-Bahnstation Margaretengürtel

(aka „Kinhin“ ist im

Zen-Buddhismus die Meditation während

des Gehens) waren bzw. sind für mich

wunderbare Übungen der Erinnerung, um

wieder mehr Achtsamkeit in meinen Alltag

zu bringen. Für mich ist’s u.a. das Erden,

dem Wesentlichen und Unwesentlichen

wieder mehr bewusst werden, die Entschleunigung

etc., um wieder einen Hauch

Sosein im Alltag einfach zu kultivieren und

integrieren. Insbesondere auf den längeren

Tages-, Weitwander-Touren und Pilgerreisen

hab ich es oft so erlebt, dass sich aus einem

getakteten Gefühl ein Rhythmus entwickelt.

Ein natürlicher Rhythmus durch

kleine Veränderungen wie das „Nicht-Wecker-Stellen“,

weil´s wenig Unterschied

macht, ob ich um Punkt 8 Uhr oder wenige

Minuten früher oder später aufstehe. Laut

Zeitforscher Karl-Heinz Geißler, der keine

Uhr trägt, in seinem Haushalt keine hängen

hat und nur ein Festnetz-Telefon besitzt,

weist darauf hin, dass wir die Naturzeit

vergessen haben. Weshalb nach Geißler so

viele Mensch ein Burn-Out oder einen

Herzinfarkt erleiden.

Studien (z.B. eine der

Pittsburgh University) beweisen,

dass regelmäßiges

Wandern in den Bergen

das Risiko von altersbedingtem

Gedächtnisverlust

um 50% minimiert,

die Konzentrationsfähigkeit

- durch die konzentrierte

Sauerstoffaufnahme - erhöht

oder ähnliche Wirkungen wie ein

hochpotentes Antidepressivum hat - in

Anbetracht dessen, dass die WHO (Weltgesundheitsorganisation)

für 2020 „Depressionen“

als die zweithäufigste Volkskrankheit

prognostiziert, sollten Ärzte*innen und

Therapeuten*innen offensichtlich „Gehen“

bzw. „Wandern“ verschreiben.

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

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Durch die Stille, die in einem

wieder einkehrt, wenn man in der

Natur ist, findet man automatisch

eine Wiederverbindung zu

seinem Innersten.

Ebenfalls hat mir Clemens Arvay, seines

Zeichens Biologe und Bestsellerautor (Der

Biophilia- Effekt: Heilung aus dem Wald)

in einem Gespräch begeistert berichtet,

dass so genannte sekundäre Pflanzenstoffe

aus der Waldluft unser Immunsystem nachweislich

ausbalancieren und sogar unsere

körpereigenen Abwehrkräfte gegenüber

Krebserkrankungen fördern. Zu diesen

gesunden Stoffen der Natur gehören beispielsweise

die Terpene der Bäume, die im

Pflanzenreich als „chemische Wörter“ der

biologischen Kommunikation dienen. Anionen

- negativ geladene Sauerstoffteilchen -

aktivieren unsere Abwehrkräfte und wirken

entzündungshemmend.

Wenn wir in der Natur gehen, tun wir

uns unbestritten etwas Gutes. Wir entspannen,

bekommen Abstand vom Alltag, schalten

das Smartphone ab bzw. uns selbst ein

und entdecken wieder unsere Sinne, unser

Wesen, schaffen Nähe zu unserem Ursprung

und sind gelöst - von der Zeit. Es

entsteht ein Sein.

ERNST MERKINGER 29 Jahre alt, lebt in Wien

und hat sich nach seinem 3.400 Kilometer Fußmarsch

von Wien nach Marrakech dem Weitwandern

(Alpe Adria Trail, Lechweg, GasteinTrail, etc.) beruflich

gewidmet. In Form von Vorträgen, seinem Buch

„Mein Leben ist eine Pilgerreise

- Zu Fuß nach Marrakesch“,

Artikeln und diversen Interviews

teilt er seine Begeisterung für

das „Meditieren mit den Füßen“.

www.ernstjetzt.com

Instagram: @ernstjetzt

80

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


Weitblick,

aber ohne weit gehen.

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Im Seewinkel 1

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

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Doch etwas

leuchtet

in der Stille

der Wüste

TEXT + FOTOS

GUDRUN KRINZINGER

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BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


Es sind drei Sätze, die mir nach meiner

Wanderung in Marokko im Gedächtnis

blieben:

1) Hod wer an Staubsauga do?

(oberösterreichisch für: Hat wer

einen Staubsauger dabei?)

2) Händewaschen!

3) Jalla, jalla! (arabisch für: Auf geht’s!)

Sand ist gnadenlos. Er kriecht in die

Ohren, in die Augen, in die Nasenlöcher,

in den Mund, kurz gesagt in jede nur erdenkliche

Körperöffnung. Er bewohnt die

Schuhe, die Hosentaschen, den Rucksack,

den Fotoapparat. Er verbirgt sich im Zelt

und im Schlafsack und verfolgt einen.

Etwa ein halbes Kilo Sand exportierte

ich unwissend zwei

Monate später nach Äthiopien.

Das Innere meines

Koffers war voll mit Sandkörnern.

Ich kam nur zufällig

auf die Lösung. Der

Hohlraum meiner Sandalen

hatte sich mit der

Sahara verbündet. Wieder

und wieder kippte ich die

Sandalen um, wieder und wieder

rieselte Sand aus einer winzigen

Öffnung der Sohle.

Ist es darum ein Wunder, dass meine

Wanderkollegin beim Wüstenwandern in

Marokko nach einen Staubsauger rief? Natürlich

lachten wir ob der Absurdität des

Wunsches. Wir waren in der Wüste, abgeschnitten

von jeglicher Zivilisation: kein

Strom, kein WLan, kein Sushi. Die nächste

Dusche lag Hunderte von Kilometern von

uns entfernt, das nächste Bier ebenso. Was

soll’s, Duschen wird sowieso überbewertet.

„Händewaschen!“ lautete das Motto

unseres Guides Abdellah beim Frühstück,

beim Mittagessen und beim Abendessen.

Das Wasser im Blechkessel wurde extra für

uns aufgekocht, Luxus pur in einer ansonsten

kargen Welt.

Abdellah war unser Weckerruf am frühen

Morgen, unser Kompass während des

Tages und unser Geschichtenerzähler am

späten Abend. Mit „Yallah, Yallah!“ spornte

er uns an, die höchsten Dünen Marokkos

zu bezwingen und mit

unendlicher Geduld lehrte er

uns die Kunst des Turbanbindens.

Für uns war er die

wichtigste Person vor Ort.

Nach ihm kamen bereits

die Dromedare, die unser

Gepäck, die Zelte und das

Wasser transportierten.

DROMEDARE – DIE

HEIMLICHEN KÖNIGE

DER WÜSTE

Schon einmal zugehört, wenn ein Dromedar

seinen Unmut kundtut? Es weder

bepackt noch aufstehen will? Es klingt wie

eine Mischung aus Blöken, Röhren und

Knurren, eine Geräuschkulisse, die man

nicht so schnell vergisst.

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

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Eines dieser rätselhaften Tiere wurde

abkommandiert um unsere Wanderung zu

begleiten. Es trug unseren Imbiss in Form

von Nüssen, Datteln und Wasser. Zusätzlich

wurde sein Sitzkomfort von fuss- und

kniemaroden Wanderern in Anspruch genommen.

Mucki, so taufte ein Mitwanderer

das Wüstenschiff, meisterte seine Aufgabe

mit Bravour und ließ sich seine Mühe mit

Apfel- und Orangenschalen belohnen.

WARUM WÜSTENWANDERN?

UND WARUM AUSGERECHNET

IN MAROKKO?

Die Wüste hat mich schon in Namibia

fasziniert. In einem Heißluftballon schwebte

ich über die Dünen in Sossusvlei. Bei einer

Living Desert Tour in der namibischen

Wüste lernte ich die kleinsten Tiere kennen.

Im Oman folgte dann ein weiteres Wüstenabenteuer:

Zum ersten Mal stieg ich auf den

Rücken eines Dromedars. Es trug mich eine

Stunde in die Rub al Chali, wo mir Dromedarführer

Sultan einen Kaffee kochte. Es

war die Ruhe, die mich faszinierte.

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BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


Der Schriftsteller

Antoine de Saint-Exupéry legte

dem kleinen Prinzen folgende

Worte in den Mund:

„Ich habe die Wüste immer geliebt.

Man sitzt auf einer Sanddüne.

Man sieht nichts. Man hört nichts.

Doch etwas leuchtet in der Stille.“

Diese Worte konnte ich nachvollziehen.

Und die Sehnsucht nach einem längeren

Aufenthalt in einer Wüste wurde größer.

Im Dezember 2017 war es dann endlich

soweit. In Marokko war ich noch nie, die

Kombination Wüstenwandern und Städtetrip

nach Marrakesch klang verlockend.

Schnell war der einwöchige Aufenthalt gebucht.

Erst nach der Buchung kamen mir

Zweifel. Würde ich die Tagesetappen überstehen?

Würde ich in der Nacht frieren und

untertags vor Hitze sterben? Und wie wandert

es sich in einer Gruppe?

Meine Sorgen lösten sich im Sandsturm

auf. Ohne Daunenjacke hätte ich die

Wandertour nicht geschafft. Ein scharfer

Wind ließ mich manchmal nur die Konturen

meiner Mitwanderer erkennen. In den

Nächten hingegen war es windstill, die Luft

im kleinen Zelt wärmte sich schnell auf,

mein Schlafsack leistete mir gute Dienste.

Die Tagestouren waren anstrengend, aber

machbar. Müde, aber zufrieden krochen

wir nach den Touren ins Gemeinschaftszelt,

teilten unsere Gedanken bei einer Tasse Tee

und stärkten uns beim Mittag- und Abendessen.

Unser Koch zauberte die leckersten

Gerichte für uns. Wir tanzten ums Lagerfeuer,

während sich die Dromedare schlafen

legten. Wir beobachteten Sonnenuntergänge

und Sonnenaufgänge und sahen den

Sternschnuppen bei ihren Höhenflügen zu.

Wir liebten die Wüste. Wir saßen auf

den Sanddünen. Wir sahen nichts. Wir hörten

nichts. Doch wir sahen etwas in der Stille

leuchten…

GUDRUN KRINZINGER

Seit 2010 schreibe ich über meine Reisen auf dem

Blog: www.reisebloggerin.at

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

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Rund um

den See

TEXT: PROF. DR. ALFRED UND

FRIEDERIKE GOLDSCHMID

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BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


Die Bewohner der Ufer großer Seen wie der

Neusiedler See haben immer schon gerätselt,

wie eine derart riesige Wasserfläche entstehen

konnte. Sagen entstanden als Erklärungen:

Einst hat ein alter Mann, an einem drückend heißen Sommertag sich

im Schatten eines Baumes niedergelassen. Von seiner langen Wanderung

durch das ebene Land war er müde und durstig, aber nirgends

war ein Brunnen oder ein Haus zu sehen. Da kamen zwei muntere

Burschen mit einem großen Krug Wasser des Weges. Der alte Mann bat

sie um einen Schluck zur Erfrischung. Sie aber lachten ihn aus und verspotteten

ihn, schütteten sogar das Wasser aus und einer meinte: „Eher

wird aus diesem Wasser ein See entstehen, als dass wir dir nur einen Tropfen

abgeben.“ Lachend gingen sie weiter. Traurig setzte der Alte seinen Weg

fort. Schon in der darauffolgenden Nacht stieg in den weiten Feldern

und Wiesen Wasser auf, es stieg und stieg und die Dörfer mit Mensch

und Vieh versanken darin.

Nach einer anderen Sage lag in der Mitte des heutigen Sees das Dorf

Mädchenthal in dem ein wunderschönes Mädchen lebte. Ein adeliger

Herr, der auf seinen Jagdritten immer hier Halt machte, verliebte sich

in sie. Seine Frau erfuhr davon. Als er auf einer längeren Reise war

ließ sie aus Eifersucht von ihren Knechten das Mädchen und deren

Mutter im Dorfteich ertränken. Die Mutter des Mädchens verfluchte

die Burgherrin und schrie: „All dein wunderschönes Land hier soll unter

einem riesigen See verschwinden!“ Und so geschah es. Die Bewohner der

Dörfer flüchteten. Erst als das Wasser zum Stillstand kam, gründeten

sie den sicheren Ort Neusiedl.

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

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Vor 16 Millionen Jahren, lange bevor

der See entstand, waren die ungarische

Tiefebene und sogar das Wiener Becken

von Ausläufern des Weltmeeres Tethys bedeckt.

Das Leithagebirge und die kleinen

Karpaten ragten als Inselkette aus diesem

Meer. Aus Korallen, Kalk einlagernden

Algen, Bänken von Riesenaustern, Pilgermuscheln

und vielen Schalen tragenden

Meeresbewohnern entstanden die Steinbrüche

von St.Margarethen und Fertövaros/Kroisbach.

Vor etwa 13 Millionen

Jahren verloren diese Randmeere ihre

Verbindung zum Ozean, es bildeten sich

Binnenmeere, die allmählich aussüßten

und verschwanden. Der See selbst ist etwa

10.000 Jahre alt. Menschen siedelten vor

seiner Entstehung schon auf dem heutigen

Seegrund, wie archäologische Funde belegen.

Zwischen 7000 und 5000 v.Chr. in der

sogenannten Jungsteinzeit entstanden die

ersten menschlichen Siedlungen im heutigen

Uferbereich. Der südöstliche Teil, der

sogenannte Wasen/Hansag, war mit Wasser

bedeckt und Sumpfland.

Immer wieder gab es Trockenperioden

in denen der See oft völlig verschwand.

Traut man den spärlichen historischen Berichten,

so überquerte 1096 das Kreuzfahrerheer

des Gottfried von Bouillon das trocken

gefallene Seebecken. Auch 1740 war

der See angeblich trocken gefallen. Aber

schon 1786 soll er wieder weite Bereiche

überschwemmt haben.

Sehr lange war der Seewinkel nur

weidewirtschaftlich genutzt, die wenigen

Laubwälder holzten die Römer, für den

Ausbau der nahen Stadt Carnuntum und

den vielen Siedlungen um den See, ab. In

der Folge werden wir zeigen, dass in nahezu

allen heute noch bestehenden Orten bemerkenswerte

Funde aus der Mittel-und Jungsteinzeit,

Bronzezeit mit der Hallstattzeit

und den Römern zu Tage gekommen sind.

Zunächst aber ein paar Worte zum See:

Er hat einen Salzgehalt von etwa 0,2% (2g

pro Liter). Die Hauptkomponente der Salze

ist Soda (Natriumkarbonat), gefolgt von Bittersalz

(Magnesiumsulfat) und Glaubersalz

(Natriumsulfat). Das Natriumchlorid, unser

Speisesalz, bildet nur einen geringen Anteil.

In den flachen Lacken des Seewinkels steigt

jedoch der Salzgehalt bis zu 2% (20g pro Liter).

Meerwasser hat einen Salzgehalt (vorwiegend

Kochsalz) von 3,5% (35g pro Liter).

Im Spätsommer trocknen viele Lacken fast

vollständig aus und es bilden sich schneeweiße

Salzflächen vorwiegend aus Soda, Bittersalz

und Glaubersalz. Die Ungarn nennen

diese Salzmischung Zick, daher die vielen

Zickseen und Zicklacken im Seewinkel.

Im Sinne der Limnologie (Süßwasserkunde)

gilt der Neusiedlersee nur als Lacke,

da ihm mit einer Wassertiefe von 1,5m eine

echte Tiefenstufe fehlt. Die Farbe des Sees

erscheint, im Unterschied zu unseren Voralpenseen,

die uns meist blau erscheinen,

immer hellgrau und trübe wie Zementmilch,

schon nach wenigen Zentimetern

kann man seine eingetauchte Hand nicht

mehr sehen. Diese „Seetrübe“ stammt von

feinsten Sedimentteilchen des Seebodens,

aufgewirbelt durch die ständig herrschenden

Winde. Selbst tagelang in einem Glas stehendes

Seewasser wird nicht klar. Ganz anders

das Wasser im Schilfgürtel: es ist braun durch

gelöste Huminsäuren aber glasklar bis zum

Boden. Man kann die Unmassen der wenige

Millimeter großen Wasserflöhe (Daphnien)

und andere Wasserbewohner sehen. Dieses

reiche Nahrungsangebot an Kleinstorganismen

nützen die Jungfische, der Schilfgürtel

ist ihre Kinderstube. Das dichte Schilf

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BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


wirkt als Sedimentfalle, daher die Klarheit

des Wassers. Dort wächst auch der gelbblühende

Wasserschlauch, eine fleischfressende

Pflanze. Mit klappenartigen Fallen aus

modifizierten Blättern fängt er die winzigen

Krebschen. Mit 180 qkm ist der Schilfgürtel

des Sees der zweitgrößte Bestand in

Europa nach dem Donaudelta. Heute leidet

das Schilf an Überalterung und scheint an

der Grenze seiner Ausbreitung zu sein. Die

Nationalparkverwaltung, der WWF, Birdlife

Austria und die Verwaltung der Esterhazyschen

Domänen haben ein Management

Programm für den Schutz und die Nutzung

des Schilfes entwickelt. Das Schilf wird im

Februar, zur kältesten Zeit möglichst bei

Eisbedeckung geschnitten. Das Neusiedlersee

Schilf enthält viel Silikat und ist sehr gut

geeignet für Dächer. Das meiste wird nach

England und den Niederlanden exportiert.

NACH SOVIEL BIOLOGIE- UND

WASSERKUNDE WOLLEN WIR EINIGE

ORTE DER RUNDWANDERUNG

VORSTELLEN.

Alle Orte um den Neusiedlersee sind

meist seit der Jungsteinzeit besiedelt, dementsprechend

sind überall mehr oder weniger

reiche Funde aus allen Epochen zu Tage gekommen.

Viele schöne interessante Gefäße,

Waffen, Schmuckgegenstände und Münzen

aus den verschieden Epochen kann man

in den reichen Sammlungen des burgenländischen

Landesmuseums in Eisenstadt

bewundern. Nahezu alle Orte haben auch

unter kriegerischen Ereignissen oft schwer

gelitten: In der Römerzeit war es der Markomanneneinfall,

in der Völkerwanderungszeit

waren es die Goten und Langobarden, es

folgten die Ungarn, bis zur Zeit Kaiser Karls

des Großen lebten hier Awaren. Frühe Siedlungen

fegte 1241 der Tatarensturm hinweg.

1605 kamen die aufständischen Protestanten

unter Stefan Bocskay, 1529 und 1683

die Türkenkriege, die Kuruzzeneinfälle von

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

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1671 bis 1711. 1809 „beglückten“ sogar die

Soldaten Napoleons verschiedene Orte. Wiederholt

gab es vom 16. bis 18. Jahrhundert

Pestepedemien und letztendlich die schrecklichen

Ereignisse des 2. Weltkrieges 1945.

Diese Daten zeigen wie sehr das Burgenland

und der Rauam Neusiedlersee als Durchzugs-

und Kriegsgebiet immer wieder leiden

musste.

Über die Freistadt Rust haben wir in

unserem Beitrag „Der See lebt“ - siehe Seite

69 - schon viel erzählt.

Mörbisch / Fertömeggyes / Merbis:

Jedermann kennt heute diesen Ort durch die

so erfolgreichen Seefestspiele. Im älteren Teil

findet man die 2003 zum UNESCO Welterbe

erhobenen Hofgassen, gebildet von je vier

Höfen mit den schönen Säulengängen der

Vorhallenhäuser und der gedeckten säulengetragenen

Stiegenaufgängen: den Arkadenstiegen.

HÖLZLSTEIN

© Tourismusbüro Oggau

Beginnen wir unseren Rundgang mit der

Marktgemeinde Oggau mit etwa 1750 Einwohner.

Zwei Pestsäulen belegen das oben

gesagte. Aus der Glockenbecherkultur (ca.

2400 v.Chr.), stammen reiche Gräberfunde,

in der Friedhofsmauer finden sich römische

Grabsteine. Auf der kleinen Anhöhe westlich

von Oggau liegt ein Kalkfelsen, der Hölzlstein,

mit einer kleinen Höhle, der Rest der

oben beschriebenen Meeresklippen. Dort

sollen sich nach alten Erzählungen Hexen

herumtreiben. In römischen Trinkgefäßen

wurden Reste von Rotwein gefunden. Oggau

ist damit der „älteste Rotweinort“ am See.

HOFGASSEN

Wenn die tapferen Winterwanderer an die

Staatsgrenze gelangen, werden sie zur rechten

Hand nach den ersten Metern in Ungarn

ein kleines Haus sehen: es ist der überdachte

Eingang zu einer Höhle mit einem wunderbaren

Altar des Mithraskultes, ein Heiligtum

römischer Legionäre. 1866 entdeckt, ist es

durch die politischen Wirren des 20. Jahr-

© Tourismusbüro Mörbisch am See

© Tourismusbüro Freistadt Rust

RUST

ALTAR DES MITHRASKULTES

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BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


hunderts und die Errichtung des Eisernen

Vorhangs vom Gebüsch überwachsen und

vergessen worden. Bald nach dem Fall des

Eisernen Vorhanges wurde dieses religiöse

Monument freigelegt und das schützende

Haus errichtet.

Ungarn begann am 2. Mai 1989 mit dem

Abbau des Stacheldrahtes und der Wachttürme,

dieser gefürchteten Grenze, die von

1945 bis 1989 Europa zerriss. Am 19. August

1989 fand dann das berühmte Picknick

„der Paneuropa Union“ in dieser Gegend

statt, bei der die österreichischen und ungarischen

Grenzbehörden sich bereit erklärten,

den noch vorhandenen Eisernen Vorhang

zu öffnen. Damals flüchteten ca. 700 DDR

Bürger nach Österreich, die zu jener Zeit in

Ungarn Urlaub machten. Eigentlich bestand

noch immer Schießbefehl auf Flüchtende,

aber die ungarischen Grenzbehörden griffen

nicht ein. Die österreichischen Grenzposten

versuchten den Ansturm zu regeln.

PANEUROPÄISCHES PICKNICK

Ich erinnere mich gut, wie betroffen und

still meine Studenten aus Salzburg wurden,

als sie die hohen stählernen Wachtürme

entlang des Einserkanals sahen. Wir gingen

damals immer von Andau aus zum Balzplatz

der Großtrappen im Hansag und dann am

Einserkanal entlang bis zu der Straße die

zurück nach Tadten führte. Stumm und verschreckt

blickten diese jungen Menschen

auf die von Beobachtungsposten besetzten

Wachtürme, die uns beobachteten. Am Ende

der Straße von Andau befindet sich die berühmte

Brücke über den Einserkanal die

1956 nach dem Ungarnaufstand der letzte

offene Übergang in die Freiheit war.

SOMMERRESIDENZ

Fertöràkos / Kroisbach: Der alte Ort

mit einem Steinbruch ist schon 1199 als Rucus

erwähnt. 1457 tritt erstmals der deutsche

Name Krewsbach auf. Hier hatten die Bischöfe

von Györ / Raab einen Sommersitz, der im

17. Jhdt, und später zu einem prachtvollen

Palais umgebaut wurde. Das sehenswerte Gebäude

ist heute renoviert, besitzt Säle mit barocken

Fresken und Stuckarbeiten.

Balf / Wolf war schon römisch besiedelt

und hieß 1199 Farkas (Wolf). Hier befand

sich in den letzten Tagen des 2.Weltkrieges

ein grauenhaftes Zwangsarbeiterlager mit

30.000 ungarischen Juden, die zum Bau des

„Südost – Walls“ gegen die herankommende

russische Armee gezwungen wurden,

Fertöhomok: Im Ort mit 626 Einwohnern

wohnen auch viele Kroaten daher der

Ortsname Umok, sie erhalten das Liedgut

der Tamburizza aufrecht.

Fertöszeplak / Schlippach: Hier befand

sich der ursprüngliche Stammsitz der

Grafen Szècheny, die im 19. Jahrhundert

große Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung

Ungarns erlangten, einer von ihnen

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

91


wurde Primas von Ungarn. Sie ließen auch

die prachtvolle Barockkirche und den künstlerisch

bedeutsamen Kalvarienberg errichten.

Der Weg führt nun vorbei am prachtvollen

Barockschloß Fertöd / Esterhaza

errichtet vom Fürsten Nikolaus I. Die

Pläne stammen vom Wiener Hofbaumeister

Ferdinand Mödlhammer und Melchior

Hefele. Das Material für die Steinmetzarbeiten

stammt aus St. Margarethen.

GRAURINDERHERDE

© Nationale Verwaltung der Baudenkmäler (Zsolt Batár)

SCHLOSS FERTŐD / ESTERHAZA

Der gigantische Bau wird auch als ungarisches

Versailles bezeichnet und hat leider

nach Enteignung durch zweckentfremdete

Benutzung in der kommunistischen Zeit

schwer gelitten. Die unglaublich prächtige

Inneneinrichtung ist fast gänzlich verschwunden.

Die zaghafte Renovierung ab

1959 wurde erst mit Hilfe eines EU Projektes

2009 abgeschlossen. Das Opernhaus, in

dem Haydn als Komponist und Kapellmeister

der Esterhazys seine Opern und Konzerte

aufführte, wurde ein Raub der Flammen.

Richtung See sind die Stallungen der großen

Graurinderherde. Sobald die Wetterverhältnisse

günstig sind werden die prachtvollen

Tiere in das Schutzgebiet ausgetrieben. Für

Beobachter steht dort ein ausgedienter ungarischer

Grenzwachturm. Durch den Tritt

und das Abweiden verhindern sie die Verbuschung

und das Aufkommen des Schilfes, dies

ist wichtig für viele bodenbrütende Vögel.

Auch das älteste Schutzgebiet der Region die

lange Lacke befindet sich am Hotter (Gemeindegebiet

Apetlon). Vom Spätherbst bis

in den Winter hinein überwintern dort bis

zu 30.000 nordische Gänse (Saatgans -Bläßgänse).

Die Rinder der Apetloner Bauern

werden auf die Wiesenflächen an der Langen

Lacke ausgetrieben. Etwa 4 km südöstlich

des Ortszentrum ist der tiefste Punkt Österreichs

mit 114m Seehöhe Die Weinbauern

Apetlons erzeugen hervorragende Weine, sie

sprechen ihren eigenen Dialekt, die umliegenden

Gemeinden nennen sie „Franzosen“.

1961 wurde ein riesiger römischer Münzschatz

gefunden.

© Neusiedler See Torusimus

Von Sarròd / Schrollen führt der Weg

nach der Überquerung des Einserkanals/

Hansagi-Föcsat nach Fertöujlak, dass bis

1976 Mekszesziko – Puszta hieß, nach Apetlon

/ Mosonbánfalva: Die große Marktgemeinde

(1755 Einwohner) ist ein wichtiger

Ort für den Nationalpark. 1,5 km südwestlich

liegt der Apetloner Hof mit der Nationalparkverwaltung.

In ungefähr gleicher Distanz

Illmitz: Die Marktgemeinde (2360 Einwohner)

beherbergt das großartige Informationszentrum

des Nationalparks. Mit 117 m

Seehöhe ist Illmitz der tiefst gelegene Ort

Österreichs. Im Zentrum befindet sich das

2004 erneuerte Brunnhaus der Bartholomäus

Quelle. Da die Haus– und der zentrale

Ortsbrunnen kein einwandfreies Trinkwasser

mehr boten wurde 1930 ein neuer Brunnen

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BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


© Tourismusinformation Illmitz

gebohrt, welcher als artesischer Brunnen

reichlich Wasser liefert. 2004 wurde die gesamte

Anlage erneuert. Die Wasserentnahme,

ein Natriumhydrogenkarbonat-Säuerling ist

für alle Bewohner und Besucher frei. Wie alle

Orte war Illmitz schon sehr früh besiedelt.

Bei Feldarbeiten kam ein 60cm hoher Stein

zu Tage mit einem zentralen Loch, offenbar

der Deckel eines Steinkistengrabes ca. 1200

v.Chr. (heute im Naturhistorischen Museum

in Wien). Seine Oberfläche zeigt geheimnisvolle

Ritzungen, Dreieckslinien und fünf

konzentrische Kreise. Das viereckige Loch

soll zum Austritt der Seele des Toten dienen.

GRAURINDERHERDE

Etwas außerhalb näher zum See befindet

sich die 1965 errichtete biologische Station

des Landes. Vor wenigen Jahren wurde sie

großzügig ausgebaut. In den hochmodernen

Labors wird an Problemen des Nationalparks

und seinem Management gearbeitet.

Im Zentrum der Forschungen steht aber

der See und die Gewässer des Landes. Eine

frühere biologische Station gab es bereits

bei Neusiedl, sie wurde in den Kriegswirren

1945 zerstört. 1950 entstand dann als Pfahlbau

eine biologische Station in Neusiedl am

See, welche 1960 abbrannte.

EINE ALTE SAGE AUS

UNGARISCHER ZEIT ERZÄHLT

Einst fing ein Illmitzer Fischer einen besonders

großen Wels und brachte ihn nach

Hause. Seine Frau, die guter Hoffnung war,

bewunderte den großen Fisch und rechnete

gleich, wieviel Geld er in Wien auf dem

Markt erzielen würde. Ihre Mutter warnte

sie eindringlich: „Schau ihn nicht zu lange

an, wer weiß was er alles machen kann!“

Das Kind, ein Knabe, war geboren, er war

eigenartig, sein Kopf war flach mit weit auseinander

stehenden Augen. Er wuchs heran,

am liebsten hielt er sich im Wasser auf den

schwimmenden Inseln auf, lag in der Sonne.

Gekochtes aß er nicht gerne, am liebsten

verzehrte er kleine Fische und Frösche roh.

Eines Tages war er verschwunden, man suchte

ihn überall. Inzwischen hatte das Ehepaar

weitere Kinder, die ganz normal waren. Über

das langsam abfließende Wasser in den Waasen

(Hansag) driftete das fischartige Kind bis

nach Kapuvar. Dort fanden ihn Menschen,

sie waren erstaunt über seine Wildheit. Um

ihn zu einem Christenmenschen zu machen,

wurde er auf den Namen Stefan getauft. Da

man sich aber vor ihm fürchtete, sperrte man

ihn in eine Fischerhütte. Der Waasen Steffl,

wie er genannt wurde, entkam und war nie

mehr gesehen. Er trieb sein Unwesen in

der Sumpflandschaft. Heute lebt der Waasen

Steffl wieder, als kritische, manchmal

bösartige Figur in der Zeitschrift „Das Geschnatter“,

die vierteljährlich vom Informationszentrum

herausgegebenen wird. Dort

kommentiert er, als Comicfigur, im Seewinkler

Dialekt was ihm auffällt.

Podersdorf / Pátfalu: Mit 2126 Einwohnern

ist der Ort das Zentrum des Wassersports

und der Freizeitaktivitäten. Hier ist

die einzige freie nicht vom Schild bewachsene

Zone des Seeufers. Von Podersdorf nach SW

etwa 4km führt ein leicht erhöhter Seedamm

zur Lokalität „ Hölle“, der durch Eisschub in

der ständigen Westwindlage entstanden ist.

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

93


© Bwag/Commons

PODERSDORF

Vor gut 50 Jahren habe ich auf meiner Studentenexkursion

in dieser Gegend erstmals

einen einzelnen einsamen Kranich gesehen.

Heute rasten im Seewinkel mehrere tausend

dieser prachtvollen Großvögel. Auf ihrem

Flug in den Süden schallt ihr Trompetenruf

laut über das Land. Eine letzte, der einst im

Seewinkel vorhandenen Windmühlen, steht

restauriert und funktionstüchtig am Ortsende.

Vor wenigen Jahren wurde ein großer

Awarenfriedhof gefunden.

ZUR ENTWICKLUNG DER

DÖRFER IM SEEWINKEL

Betrachtet man die Entfernungen zwischen

Illmitz nach Podersdorf oder St. Andrä oder

Frauenkirchen fallen einem die großen Distanzen

auf. Dies erklärt sich aus dem Verschwinden

zahlreicher einst bestehender

Siedlungen. 14 ehemalige Orte des Seewinkels

sind verschwunden, teils durch Niedergang

der Landwirtschaft im Mittelalter, teils

durch die immer wieder Hereinbrechenden

Kriegszüge. Heute erinnern nur mehr Flurnamen

an diese verschwundenen Orte, die

Siedlungsgeografen nennen dies „Wüstungen“.

Die frei gewordenen Hotter (Gemeindegründe)

wurden von den heute bestehenden

Ortschaften übernommen. Wie etwa

Götsch, Tard, Martenhofen fielen an Apetlon

und Illmitz. Katzeldorf, Vogeldorf, Pahlendorf

und Zitzmannsdorf an Podersdorf.

Auf den verödeten Flächen entstanden

schon zur josephinischen Landesaufnahme

(1782) 19 große Gutshöfe meist nur mit

Schafzucht. Davon blieben bis 1848 fünf

Großhöfe übrig, deren Zahl bis 1856 auf

sieben anwuchs. Nach der Grundentlastung

entwickelten sich in kapitalistischer Wirtschaftsführung

immer mehr riesige Gutshöfe,

alle außerhalb der Ortschaften gelegen. In

der Folge entstanden im Bezirk Neusiedl 43

Meierhöfe. Angebaut wurden vor allem diverse

Getreidesorten und Zuckerrüben. An

der Wende 19./20. Jhdt. setzte eine massive

Mechanisierung der Landwirtschaft ein. So

standen Dampfmobile (fahrbare Dampfmaschinen)

in 500m Distanz und zogen an Seilen

Tiefenpflüge hin und her. An den Standorten

der Dampfmaschinen war der Boden

derart verschlechtert, dass dort nur kleine

Robinienwäldchen (Akazien) entstanden, die

zum Teil noch heute existieren. Zur Blütezeit

duftet das ganze Land nach Honig. Vorbei an

den Zitzmannsdorfer Wiesen, benannt nach

dem abgekommenen Ort, eine besonders botanisch

interessante Schutzfläche, in der die

Große südrussische Tarantel lebt, erreichen

wir Weiden.

BIENENFRESSER

Östlich des Ortes erkennt man die steilen

Lösswände der Parndorfer Platte in denen

eine große Kolonie von Bienenfresser ihre

Bruthöhlen hat. Diese prachtvoll bunten Vögel

sind die einzigen europäischen Vertreter

einer Gruppe, die mit mehreren Arten in Af-

94

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


rika verbreitet ist. Sie kommen erst im Mai

und fliegen im August schon weg.

eiszeitlicher Säugetiere wie Höhlenbär, Hyänen

usw. gefunden. 1943 kam der bekannte

Bildhauer Wander Bertoni als Zwangsarbeiter

aus Italien nach Österreich. Nach dem

Krieg studierte er bis 1952 bei dem berühmten

Bildhauer Wotruba. Er war Mitbegründer

des legendären Art Club in Wien. Im Ort

stehen einige Großplastiken von Bertoni.

AM TABOR

© Geisler Martin

© Tourismus Neusiedler See

Neusiedl: Die Bezirkshauptstadt hat etwa

8400 Einwohner, 1983 waren es nur 3250.

1926 erfolgte die Stadterhebung und es entwickelte

sich ein ständig wachsendes Wirtschaft-,

Verwaltung, -und Schulzentrum. Erstmals

erwähnt 1208 wurde an der markanten

Höhe zur Parndorfer Platte eine wehrhafte

Burg von den ungarischen Königen als Villa

Sumbotheil errichtet. Schon 1282 zerstörten

die Tataren den jungen Ort, der als Neusiedl

wieder errichtet wurde. Der verbliebene Turm

der jetzt Tabor genannten Ruine diente als

Kreutfeuerstelle, zur weithin sichtbaren Warnung

vor herannahenden Feinden. Vom Tabor

hat man einen wunderbaren Blick ins Land.

Diese Festung bildet das südliche Ende der

sogenannten „alten Schanze“ die im 18. Jhdt

über Parndorf bis Petronell an die Donau

reichte als Verteidigung gegen die Kuruzzen.

Am Ende der Dammstraße zum See steht das

Seemuseum. Neusiedl ist ein wichtiger Bahnknotenpunkt

für Pendler nach Wien.

Jois: Hier wurde ein frühbronzezeitlicher

Grabhügel (Hallstattzeit) erforscht, der fünfzehn

Gräber enthielt. Im Ort steht eine gotische

Lichtsäule.

Winden: Am Zeilerberg entdeckte und

erforschte man 1924 eine Höhle, die heute

unter Schutz steht. Hier wurden Reste vieler

WANDER BERTONI MUSEUM

Winden so wie große Teile des Seewinkels

von Podersdorf bis Zurndorf und Nickelsdorf

waren im Besitz der Zisterzienser,

die als Kolonisten hierher geholt wurden, zuerst

vom Bischof von Raab/Györ, der 1347

seine Rechte an das Kloster in Heiligenkreuz

(NÖ) abgetreten hat. Winden hatte böse Erfahrungen

mit einem Einfall der ungarischen

Protestanten unter der Führung des Stefan

Bocskay, der den Ort 1605 verwüstete. Winden

ist der westlichste Ort des Bezirkes Neusiedl.

Breitenbrunn gehört bereits zum Bezirk

Eisenstadt. Das bemerkenswerteste

Bauwerk ist der 22m hohe Türkenturm,

der Rest einer alten Befestigung aus dem

16. Jahrhundert vom hohen Balkon knapp

unter der Turmspitze hat man einen wunderbaren

Blick auf die Seeniederung. Das

achteckige pyramidenförmige Steindach

ist umgeben von vier Ecktürmchen. Heute

ist hier ein Heimatmuseum eingerichtet

mit einem Schwerpunkt zur Ortsgeschichte

und der Geologie des Leithagebirges. Alte

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

95


Karten und Pläne zeigen die Entwicklung

des Leithagebirges. In beiden Türkenkriegen

wurde der Ort schwer verwüstet ebenso

durch Grossbrände im 18. Jhdt.

Peter Noever gründete 1970 das Land-

Art Projekt „Die Grube“. Zentrum bildet ein

200 Jahre alter Weinkeller. Mehrere Künstler

beteiligten sich daran.

Der Maler Gottfried Kumpf (geb.

1930) hat in vielen Szenen das Leben im

Burgenland dargestellt. Mit viel Freude betrachten

wir immer die 51 Seiten starke

Broschüre über die Radwege im Burgenland

mit vielen farbfrohen Bildern von ihm, die

freundlich idealisiert das Dorfleben zeigen.

Er schuf eine eigenartige traurige kleine Figur

den „kleinen Asozialen“, der in vielen

seiner Bilder zu finden ist. Einsam sitzt er

irgenwo versteckt ohne am Dorfleben teilzunehmen;

er wurde sogar in Bronze gegossen.

dass 1454 der Statthalter, vor einem Einfall

aufständiger Ungarn, mit seinen Weinfässern

geflüchtet ist. Vorher vergrub er noch über

18.000 Gold – und Silbermünzen; der bisher

größte Münzfund im Burgenland. Purbach

wurde 1529 von den Türken, 1605 von den

ungarischen Bocskay Rebellen und schon

1619 wieder im Bethlen Aufstand verwüstet.

Fürst Nikolaus Esterhazy erlaubte daraufhin

den Purbachern 1630 ihren Markt mit Wehrmauern

zu befestigen. Die Wehrmauer steht

heute noch, hat zahlreiche Schießscharten

ist mit Bastionen verstärkt und nur drei Tore

öffnen in den Ort. Viele Häuser stammen aus

dem 16. bis 18 Jhdt. Das Haus Nr. 9 ist mit

schönen Hofarkaden ausgestattet und Sgraffitoreste

zeigen einen Kaiseradler.

TÜRKE IM SCHORNSTEIN

© Gottfired Kumpf

Zwischen Breitenbrunn und Donnerskirchen

bietet das Land im Frühling ein

traumhaftes Bild, wenn in den Weingärten

die Kirschbäume blühen.

Purbach mit fast 3000 Einwohnern

wurde schon 1270 als Castrum (Burg) erwähnt.

Der Purbacher Wein war so geschätzt,

Am Schornstein ist die Büste eines Türken

angebracht. Der Sage nach soll ein Türke,

nach dem Abzug seiner Kameraden in

dem Haus zurückgeblieben sein. Vielleicht

hat er etwas zuviel vom guten Wein getrunken.

Voller Schreck versteckte er sich im Kamin

und wollte flüchten. Die Purbacher aber

entzündeten ein Feuer im Kamin, er wollte

durch den Schornstein flüchten und kam um

Gnade betteld heraus. Angeblich wurde er

getauft und blieb bis zu seinem Tod im Ort.

Mehrere Mariensäulen und eine Dreifaltigkeitssäule

schmücken den Ort, der 1997 das

Stadtrecht erhielt.

© blockbild - Purbach

96

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


© Geisler Martin

KELTISCHES STIERKOPFGEFÄSS

Donnerskirchen: 1822 Einwohner.

Oberhalb des Ortes am Schönleitenberg am

Abhang des Leithagebirges wurden bemerkenswerte

Reste der bronzezeitlichen Hallstattzeit

mit fünf Hügelgräbern erforscht.

Zwei prachtvolle Stierkopfgefäße, eines mit

vier Füßen und einem Kopf, das andere mit

drei Köpfen und ein sogenanntes Mondidol

kamen zum Vorschein wie auch ein frühchristlicher

Altartisch (alles im Eisenstädter

Landesmuseum)

Der Leisserhof hat eine kunstvolle Stiegenlaube

mit Säulen. Es sind die Reste eines

alten Esterhazy Schlosses. Hoch über dem

Ort steht die mächtige barocke Pfarrkirche

St. Martin, gebaut über einem viel älteren

Kirchenbau. Eine Wehrmauer mit Schießscharten

umgibt den Kirchhof. In dieser Kirche

hat der Geiger Toni Stricker seine einzigartigen,

tief berührenden, pannonischen

Lieder erklingen lassen.

Erinnerst Du dich noch….?

Denkst Du noch daran….?

Wunderbar war ein Tag unerträglich

der andere; es war entsetzlich und

doch oft so unsagbar schön.

Und so werde ich die Stunde nicht

vergessen, wo die Nacht dem

hellen Morgen weicht.

Den See kann man erst erahnen.

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

97


© Reinhard Lang

Ordentlich

Biss in Beruf

und Sport

Seit vielen Jahren engagiert sich Kornspitz-

Erfinder backaldrin im Sport. Christoph

Sumann ist seit drei Jahren Sportdirektor des

„Kornspitz Sport Team“ und begann damit nach

den eigenen Sporterfolgen seine zweite Karriere.

Seit mehr als 50 Jahren arbeitet backaldrin

daran, Brot für die Lebensbedürfnisse

heutiger und künftiger Generationen zu entwickeln.

Wenn sich der oberösterreichische

Traditionsbetrieb einen Direktor für sein

erfolgreiches „Kornspitz Sport Team“ holt,

musste das natürlich jemand sein, der sich im

Spitzensport sowie mit Ernährung auskennt

und selbst schon Biss bewiesen hat. Der

zweifache Familienvater Christoph Sumann,

der nach seinem Karriereende im Profisport

nach neuen Herausforderungen suchte, kam

da gerade recht. Der gebürtige Steirer hatte

während seiner aktiven Zeit Biathlon-Geschichte

geschrieben: Mit sechs Weltcupsiegen,

drei Olympia- und vier WM-Medaillen

sowie einer kleinen Kristallkugel ist er der

bislang erfolgreichste rot-weiß-rote Biathlet.

Im Sportsponsoring hat für ihn vor allem die

persönliche und intensive Beziehung zu den

Athleten Vorrang. „Sponsoring solle ein gegenseitiges

Geben und Nehmen sein“, so lautet seine

Devise.

EIN UNSCHLAGBARES DUO

Während so mancher Biathlon-Fan den

43-Jährigen auch als Moderator kennt, ist

sein Arbeitgeber backaldrin vor allem als

98

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


© Christian Hofer

Erfinder des Original Kornspitz bekannt. Aber nicht nur

dieser österreichische Gebäck-Klassiker kommt aus Oberösterreich.

Denn das Unternehmen mit Firmensitz in Asten

bei Linz entwickelt hochwertig Backzutaten und Brotideen

für die ganze Welt. Darüber hinaus ist es dem Betrieb ein

Anliegen, auf eine ausgewogene Ernährung aufmerksam zu

machen, in den Athleten hat es glaubwürdige Botschafter

gefunden. „Sport und Ernährung passen perfekt zusammen. In

Beruf, Schule oder Freizeit sind Top-Leistungen genauso wie im

Sport nur mit der richtigen Ernährung möglich“, erklärt backaldrin-Eigentümer

Peter Augendopler. „Dazu gehört seit jeher

als Grundnahrungsmittel auch Brot und Gebäck.“

SPORT VERBINDET

Im Unternehmen ist Christoph Sumann mittlerweile auch

für die sportliche Motivation der Mitarbeiter zuständig. „Ich

organisiere Anmeldungen für Sportveranstaltungen, wie Marathons,

wo wir mit einem Team an den Start gehen. Außerdem haben

wir firmeninterne Sportkurse, das stärkt die Gemeinschaft“, berichtet

der selbst immer noch sehr sportlich Aktive. Hauptsächlich

verantwortet er aber das „Kornspitz Sport Team“

und beschreibt seine Aufgabe wie folgt: „Ich bin das Bindeglied

zwischen backaldrin und den Athleten, Mannschaften, Sportverbänden

und -vereinen.“ Insgesamt unterstützt das Unternehmen

knapp 30 Einzelathleten und hat darüber hinaus auch

größere Kooperationen mit Sportteams und -verbänden. „Da

ich mich aber auch gerne selbst immer wieder bei sportlichen Events

beweise, treten wir zudem immer wieder als Partner von Sportveranstaltungen

wie etwa nun bei der ‚Burgenland Extrem Tour‘ auf.

Ich wünsche allen Teilnehmen schon vorab viel Erfolg und kann nur

sagen: ‚Durchbeißen‘“, erklärt Sumann.

Als Sportdirektor des „Kornspitz Sport Team“ kann Christoph Sumann

den Athleten wertvolle Erfahrungen und Know-how weitergeben.

DREI FRAGEN AN

CHRISTOPH SUMANN

Wie sind Sie

eigentlich zum Biathlon

gekommen?

Da mein Vater zweifacher

Olympiateilnehmer war,

bin ich erblich vorbelastet.

(lacht) Ich komme eigentlich

aus dem Langlauf und

habe erst spät zum Biathlon

gewechselt.

Was finden Sie so

spannend am Biathlon?

Biathlon besteht aus zwei

Sportarten, die eigentlich

nicht zusammenpassen. Auf

der einen Seite hat man die

Ausdauersportart Langlaufen

und auf der anderen

Seite die Konzentrationssportart

Schießen. Und das

Ganze zu verbinden, macht

es so interessant.

Wie schwierig war

es mit dem Profisport

aufzuhören?

23 Jahre sind eine sehr

lange Zeit, und da ich von

Misserfolgen bis zu Erfolgen

alles erlebt habe, war es nicht

schwierig, aufzuhören. Außerdem

habe ich ein bisschen

dazu beigetragen, Biathlon

in Österreich salonfähig

zu machen. Und ich hatte

bereits eine Familie, es war

als höchste Zeit aufzuhören –

Sport kann ich ja auch heute

noch machen, nur eben in

abgeschwächter Form.

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

99


Wandern

verbindet

Die grosse

Burgenland

Tour

Unter dem Motto „7 Tage,

7 Bezirke, 7 Abenteuer“

veranstaltet der ORF

Burgenland auch in diesem

Jahr die bereits legändere

„große Burgenland Tour”.

Das Publikum ist eingeladen,

vom 21. bis 27. Mai 2020

durch alle sieben Bezirke

zu wandern und dabei das

Burgenland von seiner

schönsten Seite kennenzulernen.

Mehr als 16.000 Wanderer begleiten seit

2013 bereits die „große Burgenland Tour“

des ORF. Unter dem Motto „7 Tage, 7 Bezirke,

7 Abenteuer“ warten auch in diesem Jahr

ausgesuchte Wanderstrecken auf alle, die mitmarschieren

wollen. Dabei gilt, die Schönheiten

des Burgenlandes in all seinen Facetten

hautnah zu erleben. Ob Brauchtum, Kultur,

Tradition oder Kulinarik – bei der „großen

Burgenland Tour“ wird nichts ausgelassen.

Mit den Jahren hat sich eine große Fangemeinde

der Tour gebildet. Wandern verbindet.

Das sieht man an den vielen Freundschaften,

die entstanden sind. Sogar Paare haben sich

bei der „großen Burgenland Tour“ gefunden.

100

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


Die Wanderrouten sind als Rundkurse konzipiert

und warten mit versteckten und auch

unbekannten Sehenswürdigkeiten, schönen

Naturlandschaften und kulinarischen Köstlichkeiten

auf. Angeführt wird die Wandergruppe

von ORF Burgenland-Moderator

Michael Pimiskern, der jeden Tag von morgens

bis abends dabei ist und keinen Kilometer

scheut. Jeder ist eingeladen, ihn und die

vielen langjährigen Wandergefährtinnen und

-gefährten zu begleiten – sei es entlang der

gesamten Strecke, einer Tagesetappe oder

auch nur für ein Teilstück. Jeder so, wie er

kann und mag.

Der ORF Burgenland berichtet in seinen

drei Medien – Radio, Fernsehen, Internet –

über die Wanderung. In „Burgenland heute“

gibt es um 19.00 Uhr in ORF 2 B täglich

eine Zusammenfassung mit den schönsten

Bildern des Tages. Radio Burgenland

bringt täglich Live-Reportagen und Berichte.

Im Internet auf burgenland.ORF.

at kann man über die „große Burgenland

Tour“ nachlesen.

7 TAGE

7 BEZIRKE

7 ABENTEUER

Jeden Tag wandert ein regionaler Guide mit

der Gruppe mit und weiß um Besonderheiten

und Sehenswürdigkeiten entlang der

Route Bescheid und teilt sein Wissen mit der

Wandergruppe. Die Strecken sind rund 18

bis 20 Kilometer lang und je nach Etappe

gemütlich bis anspruchsvoll. Zur Sicherheit

begleiten auch ein Tourbus sowie ein Team

vom Roten Kreuz die Wanderer. Die Teilnahme

ist kostenlos.

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

101


WARUM ICH ALS

TEILNEHMERIN AN

DEN START GEHE...

Regelmäßiger Sport ist für

mich ein Muss als Ausgleich

zur Arbeit. In meiner Freizeit

gehe ich gerne und viel laufen.

Burgenland Extrem ist

natürlich vor allem wegen der

Bedingungen im Jänner eine

Herausforderung – auf die

ich mich aber sehr freue!

MONIKA FIALA

Waldquelle Geschäftsführerin

Das Mineralwasser

aus dem

Mittelburgenland

für die ganze

Familie

Waldquelle ist fest im Mittelburgenland verwurzelt.

Das Mineralwasser entspringt am Fuße

des Paulibergs, dem jüngsten erloschenen Vulkan

Österreichs, und wird direkt neben der Quelle in

Kobersdorf abgefüllt. Eingebettet inmitten des

Naturpark Landseer Berge steht das Unternehmen

für Regionalität, Natur und Familie.

Ohne Wasser keine Bäume,

ohne Bäume kein Wasser!

Waldquelle ist ein hundertprozentiges Naturprodukt

und schon der Name Waldquelle

zeigt die tiefe Verwurzelung des Unternehmens

mit dem Kreislauf der Natur. Waldquelle

setzt sich mit allen Kräften dafür

ein, das lebensnotwendige Gut (Mineral-)

Wasser zu schützen und pflanzte deshalb

2019 über 2.700 Bäume in Wien und im

Mittelburgenland. Diese frisch gepflanzten

Bäume übernehmen in Zukunft eine wichtige

Funktion für den CO 2

Ausgleich und

die Sauerstoff-Produktion. In 2020 wird die

Baumpflanzaktion fortgesetzt und auf weitere

Bundesländer ausgeweitet.

102

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


MEINE MOTIVATION:

Meine Mama ist letztes

Jahr die Golden Walker

Strecke gegangen und ich

habe vom Sofa aus mitgefiebert.

Heuer bin ich selbst

dabei – auch wenn ich es

noch nicht ganz glauben

kann.

Waldquelle Familienwandertag

Waldquelle veranstaltet jährlich im September

einen Familienwandertag in Kobersdorf.

Auf alle teilnehmenden Familien wartet ein

erlebnisreicher Tag in der Natur mit vielfältigen

Programmpunkten im Start- und

Zielbereich, auf den Wanderstrecken und

dem Gelände der Waldquelle. Auf drei unterschiedlich

langen Wegen entdecken Groß

und Klein an diesem Tag die Heimat des Familien-Mineralwassers.

Zur Auswahl stehen

die nach den Waldquelle Mineralwassersorten

benannten Strecken „still“, „sanft“ oder

„spritzig“. Die Teilnahme ist kostenlos.

Gleich vormerken: 3. Waldquelle

Familienwandertag am Sonntag,

den 20. September 2020

DAGMAR HABELER

Waldquelle Marketingleiterin

MEIN ZIEL FÜR

BURGENLAND

EXTREM 2020:

Gemeinsam mit der Nachbarin

gehe ich jede Woche

viele Kilometer. Diesmal

möchten wir unbedingt

einmal bei Burgenland

Extrem mit dabei sein.

Unser gemeinsames Ziel:

Die 60 km!

WARUM ICH

DABEI BIN: Ich bin

immer gerne in Bewegung

und deswegen auch mit Begeisterung

bei Burgenland

Extrem dabei! Letztes Jahr

bin ich zum ersten Mal angetreten

und habe die 120

km leider knapp nicht geschafft.

Aber heuer möchte

ich es schaffen!

MEINE

MOTIVATION

IST… dass es keine

Grenzen gibt. Die einzige

Grenze ist man selbst und

diese gilt es zu überwinden.

Es ist kalt, es ist nass, es

ist windig, es ist grauslich

– und genau das macht

Burgenland Extrem aus!

JÜRGEN GRUBER

Waldquelle Staplerfahrer

RENE FINK

Waldquelle Außendienstmitarbeiter

für die

Region Südburgenland,

Steiermark & Kärnten

MARTIN SCHUNERITSCH

Waldquelle Außendienstmitarbeiter

in Wien &

Wien-Umgebung

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

103


ÖSTERREICHS

GRÖSSTES

BEWEGUNGS-

ABENTEUER

FÜR SCHUL-

KINDER

104

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


In der Bewegung, im Tun, im Spiel erlebt der jugendliche

Mensch, was er kann, wofür seine momentane Leistung

ausreicht, aber auch wo seine Grenzen sind. In der Bewegung

erlebt er sich als selbstwirksam, als jemand, der etwas

bewirken kann und entwickelt darüber hinaus auch ein

positives Bild von sich selbst.

Kinder suchen Herausforderungen und Aufgaben,

an denen sie wachsen können.

Gehen, laufen, über Baumwurzeln springen, über Gräben

springen und in den Nachtstunden sichere Orientierung

finden.

Unser Kinder- und Jugendprojekt „School of Walk“ ist

eine große Bewegungs- und Entwicklungsschule, die wir zusammen

mit den Bildungsdirektoren aus Wien, Niederösterreich

und dem Burgenland entwickelt haben.

„School of Walk“ ist aber auch eine Erfolgsbühne für alle.

Es ist extrem schön zu sehen, wie alle Kinder über sich selbst

hinauswachsen, wie sie neue Räume für sich entdecken, wie

sie Gemeinschaft leben und gemeinsam das Abenteuer erleben.

Das ist großartig und wir alle sind mächtig stolz auf

unsere 24 H Extrem Kids!

NEUSIEDLER SEE

„Schulen sind ja längst

nicht mehr nur Orte

der Wissensvermittlung,

sondern auch Sozial- und

Lebensräume, in denen

Gesundheitsförderung eine

zunehmend wichtige Rolle

spielt. Und wenn Kinder und

Jugendliche dabei auch

noch viel draußen sind,

ist das nicht nur gesund,

sondern auch die beste

Schule fürs Leben.

Und genau um das geht es

bei „School of Walk“!“

SCHOOL OF WALK

2018: 500 Schüler

und Schülerinnen

2019: 1200 Schüler

und Schülerinnen

2020: 2500 Schüler

und Schülerinnen

SCHULEN AUS

Wien, Niederösterreich,

Burgenland, Steiermark,

Deutschland und Ungarn

Dieses Projekt wird von unserem

Verein 24 Stunden Burgenland personell, ideell und

materiell getragen, gefördert und unterstützt.

Bildungsdirektoren Johann Heuras

(NÖ), Heinrich Himmer (W), Heinz

Josef Zitz (B) und Tobias Monte

(Verein 24 Stunden Burgenland)

Verein

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

105


Kinder lieben

und leben

für Bewegung

INTERVIEW: BALÁZS NÁRAY

Kossuth Rádió, Budapest

Balázs Náray: Ihr sprecht oft von Bewegung

und meidet das Wort Sport –

zumindest im Zusammenhang mit eurer

Tour. Ich kenne aber viele Sportler,

die bei euch mitmachen und das als

sportliche Herausforderung sehen...

Burgenland Extrem: In der Bewegung

erlebt sich der Mensch als jemand, der etwas

bewirken kann. Beim Sport bzw. im

Sport finden andere – nicht minder wichtige

– Zielsetzungen statt. Das Erlernen von

Techniken, das Vergleichen, das Messen

und der Umgang mit Sieg und Niederlage

im Wettkampf.

Viele Eltern klagen über „bewegungsfaule“

Kinder... Wie seht ihr das?

Was sind eure Erfahrungen?

Kinder lieben und leben für Bewegung.

Allzu oft sind gerade wir Erwachsenen

jene, die Kindern in ihrem natürlichen

Drang nach Bewegung im Wege stehen. Die

klassischen Bewegungskiller „macht dich

Und damit ist doch Sport

ein Teil des Lebens...

Richtig. Wir sehen das aber eher zunehmend

kritisch. Gerade beim Sport – wie

auch im täglichen Leben in unserer heutigen

Gesellschaft – spielen Vereinsamung

und der Verlust der Sinnhaftigkeit in der

eigenen Tätigkeit eine bedrückend große

Rolle. Unsere Gesellschaft braucht mehr

gemeinsame Erlebnisse, ein Stück mehr

Lebensfreude und Lebenssinn.

Konkret gefragt, Bewegung versus Sport?

Bewegung schafft Möglichkeiten und

wirkt auf allen Ebenen des menschlichen

Seins; Sport hingegen schafft leider auch so

manche Kränkungen der Seele. Wenn die

Leistung eben nicht mehr reicht, wenn man

nicht mehr mithalten kann...

106

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


nicht schmutzig; rutsch da nicht herum...“

wirken nachhaltig und irgendwann verlieren

dann Kinder tatsächlich die Lust an der

Bewegung.

Und habt ihr auch einen Tipp für

erwachsene Menschen, die wieder

in Schwung kommen wollen?

Ideal wäre die Schaffung von Spielplätzen

– speziell für Erwachsene. Das

gemeinsame Spiel und Tun, das soziale

Miteinander, helfen dabei, wieder Spaß und

Freude an der Bewegung zu entwickeln.

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

107


„School of Walk“ richtet sich an alle Schulkinder ab 10 Jahren,

die gemeinsam mit ihren Begleitlehrerinnen und Begleitlehrern ein

extremes Abenteuer erleben möchten.

Die Distanz Neusiedl am See – Oggau umfasst 30 Kilometer und

schafft neue Anreize für noch mehr Bewegung im Unterricht.


„Wir sind mächtig

stolz auf unsere

24 Stunden

Extrem Kids.“

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

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PANNONEUM

EXTREM

Herzwärmende burgenländische

Gastfreundschaft und die besten Suppen als

Extrem-Labestation von Beginn

an mit dabei.

Die Wirtschafts- und Tourismusschulen

PANNONEUM sind bei

dem sportlichen Großereignis 24

Stunden Burgenland Extrem Tour von Beginn

an als größte Labestation mit dabei.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begeben

sich in unterschiedlichen Etappen

rund um den Neusiedler See.

Es können 30, 60, 80 oder 120 Kilometer

zu Fuß zurückgelegt werden. Bei jeder Temperatur

– egal, ob die Sonne scheint oder unwirtliche

Verhältnisse herrschen. Aber immer

mit einer großen Portion Motivation!

School of Walk ist die Tour für Schülerinnen

und Schüler ab 10 Jahren, die gemeinsam

mit ihren Lehrerinnen und Lehrern ein

extremes Abenteuer erleben möchten. Im

Jahr 2019 diente das PANNONEUM bereits

zum zweiten Mal als Startpunkt für die vielen

teilnehmenden Jugendlichen. 1.200 Schülerinnen

und Schüler machten sich vom PAN-

NONEUM auf den 30 Kilometer langen Weg

von Neusiedl am See bis nach Oggau. Unabhängig

davon, welche Strecke jeder Einzelne

dann wirklich bewältigen kann, bietet School

of Walk die Möglichkeit, durch die Gemeinschaft

gestärkt bis an seine Grenzen zu gehen.

110

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


Im Jahr 2019 ist die Zahl der aus dem PANNONEUM

teilnehmenden Schülerinnen und Schüler auf 200 angewachsen,

15 Lehrerinnen und Lehrer begleiteten unsere

motivierten Jugendlichen. Das Wetter meinte es gut mit den

Extrem-Wanderern, denn es herrschten für Jänner angenehme

Temperaturen und Windverhältnisse. Die überwiegende

Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus unserer Schule

schaffte es durch den Zielbogen in Oggau und konnte sich

erschöpft, aber glücklich über die eigene Leistung auf der

Burgenland Extrem-Couch zum Sieger-Foto niederlassen.

Während sich

ein großer Teil

unserer Schule im

Freien bewegte, legten

viele Helferinnen

und Helfer bis

ein Uhr morgens

unzählige Kilometer

innerhalb unseres

Hauses zurück.

Als größte Labestation der 24 Stunden Burgenland Extrem

Tour liegt uns das Wohlbefinden der Sportlerinnen und

Sportler sehr am Herzen. Es wurden 2.400 Frühstücksbrote,

250 Striezel, Obst, Getränke sowie auch 800 Liter stärkende

Suppe ausgegeben. Aber nicht nur das leibliche Wohl der

Teilnehmenden ist für uns wichtig, wir sorgen uns auch um

das seelische Wohlbefinden, wenn wir jeden Gast in unserem

Haus freundlich und mit einem Lächeln empfangen.

Dabei kommt es zu wunderbar menschlichen Begegnungen.

Die Geschichten, die die Extrem-Wanderer erzählen, gehen

zu Herzen. Als Rückmeldung hören wir immer wieder, wie

schön es ist, wenn man mit durchfrorenem Körper und müden

Beinen in ein Haus voll Wärme und Gastlichkeit kommt.

An dieser Stelle gilt unseren Schülerinnen und Schülern,

Lehrerinnen und Lehrern und Freundinnen und Freunden

des Hauses ein RIESIGES DANKESCHÖN für ihren tatkräftigen

und freiwilligen Einsatz! Ihr seid großartig!

LIVE LOVE MOVE

Gratulation an alle, die sich dieser Herausforderung gestellt

haben – und natürlich besonders an jene, die es trotz

Blasen und Schmerzen geschafft haben. YOU DID IT! –

Burgenland Extrem! See you next year!

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

111


s ist

ie zu

pät...

112

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


GOLDEN WALKER:

30 Kilometer von Neusiedl am See

nach Oggau – für alle, die auch

im fortgeschrittenen Alter Lust

auf ein gemeinsames

Bewegungsabenteuer haben.

30 Kilometer. Gehen und Laufen. Im Winter. Im Herzen des

Welterbegebietes Fertő-Neusiedler See! Bewegung bis zur wohltuenden

Erschöpfung.

Gehen und Laufen ist etwas Einfaches und Grundlegendes und dabei

eine Herausforderung ohne Grenzen. Auch ältere Menschen lieben Herausforderungen,

an denen sie wachsen können. Bewegung ist der Schlüssel,

um im Alter belastbar und gesund zu

bleiben. Viele Senioren stehen Jahr für

Jahr am Start der 24 Stunden Burgenland

Extrem Tour und bewältigen

ohne große Schwierigkeiten

die ganze Runde.

Golden Walker richtet sich

daher speziell an jene Pensionisten,

die langsam und in kleinen

Schritten wieder in Schwung

kommen möchten. Golden Walker

schafft einen lustvollen Bewegungsanlass;

denn es ist nie zu spät, wieder

aktiv zu werden.

„Der Burgenland

Extrem Spirit ist für mich

zur Lebenseinstellung

geworden und ein

Wegweiser hin zu einem

bunten und bewegten

Leben.“

Inge Ziemann aus München, 71

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

113


in Bewegung

bleiben

Krebs! Gemeinsam die

Herausforderung annehmen,

gemeinsam sind wir stark!

Viele Menschen meinen, dass die Lebensqualität

von Krebspatienten zwangsläufig

schlecht sein muss. Dies mag zwar zu

bestimmten Zeitpunkten, wie bei der Diagnosestellung

oder nach einem Rückfall so

sein, gilt aber nicht generell.

Wie gut oder schlecht die Lebensqualität

eingeschätzt wird, hängt vor allem davon ab,

wie es dem einzelnen Patienten gelingt, mit

der Krankheit zurechtzukommen. Der medizinische

Krankheitsverlauf gibt dabei den

Rahmen vor.

Sport und Bewegung beeinflussen die

Lebensqualität auf mehreren Ebenen: Sie

stärken einerseits die allgemeine Gesundheit

und Abwehrkräfte und vermitteln andererseits

wieder ein Gefühl und Zutrauen zum

eigenen Körper. Krebspatienten lernen aber

auch, mit Einschränkungen der Leistungsfähigkeit

zurechtzukommen oder gegen sie

anzuarbeiten.

„Ich habe schon lang zuvor von der 24

Stunden Burgenland Extrem Tour gehört, dachte

aber immer es ist nichts für mich. Ich bin zwar

eine leidenschaftliche Walkerin, aber diese Distanz

und besonders die winterlichen Verhältnisse

schreckten mich in erster Linie ab“, so Andrea.

Auch wenn sie anfänglich sehr skeptisch war

bezüglich der eigenen persönlichen Herausforderung

konnte Pamela Andrea für das

Projekt motivieren und begeistern.

114

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


In kürzester Zeit schlossen sich auch andere Patienten

an, das gemeinsame Training konnte beginnen.

„Als Psychoonkologin ist es mir ein besonderes Anliegen, den

Patienten zu vermitteln, wie wichtig es ist, sich realistische Ziele zu

setzen. Beim Erreichen dieser Ziele möchte ich sie unterstützen“,

so Andrea.

So wurde die Distanz von 60 km als realistisches Ziel gesetzt

und die Gruppe meldete sich für den Final Trail von

Apetlon nach Oggau an. Die gemeinsamen Trainings brachten

neben der sportlichen Vorbereitung auch Gelegenheit für

viele gute Gespräche.

DER WALK RUND UM DEN SEE

Es war kalt, es war windig, eigentlich stürmisch, Windböen

mit gefühlten 100 km/h schlugen der Gruppe entgegen.

Aber alle sind gestartet – also schon einmal ein Erfolg! Um es

mit Werners Worten auszudrücken: „Wir gingen im wahrsten

Sinne des Wortes durch die Hölle!“

Die Wetterverhältnisse waren wie erwartet kalt, nass und

windig und mit zunehmender Distanz nahmen auch Schmerzen

und Müdigkeit zu. Durch Gespräche wurde von aktuell

körperlichen Befindlichkeiten abgelenkt und so trug die

Gruppe jeden Teilnehmer Kilometer für Kilometer weiter.

Das gemeinsame Wandern gewann an Eigendynamik,

möglicherweise waren auch eine ganze Menge Endorphine

mit im Spiel. Die Gruppe war sich bewusst Teil einer tollen

Sache zu sein.

Dieses Gemeinschaftsgefühl stärkte alle und so erreichte

die Gruppe nach 60 km die heiß ersehnte „Siegercouch“.

WAS HAT DIE WANDERUNG BEWIRKT?

Pamela: „Die Wanderung halt alles verändert! Ich bin 60 km

am Stück gegangen! Ich bin nicht mehr unsportlich, ich gehe ins

Fitnesscenter und schwimme. Ich bin in der Sprintdistanz beim

Triathlon in der Staffel als Schwimmer gestartet und jedes Mal

wenn ich mit dem Auto von Neusiedl am See nach Eisenstadt

fahre und es am Kreisverkehr links nach Oggau geht, dann grinse

ich. Denn ich weiß, ich bin diese Strecke schon selbst marschiert

und darauf bin ich sehr stolz!“

Andrea: „Die Burgenland

Extrem Tour hat uns allen

gezeigt, dass es möglich ist,

Herausforderungen anzunehmen

und diese mit der

richtigen Motivation zu

meistern. Dieses Glücksgefühl

„meine Patienten“ beim Erreichen

ihrer Ziele begleiten

und unterstützen zu dürfen,

ist unbeschreiblich. Das zählt

für mich wesentlich mehr, als

die eigene sportliche Leistung.

Meine Erfahrung mit der

Gruppe beim 24 Stunden

Burgenland Extrem: Bewegung

bei Krebs hat vielfältige

positive Auswirkungen.“

Werner: „Ein Erfolgserlebnis

das man nie mehr vergisst und

in Gedanken immer bei sich

trägt. 2020 werde ich wieder

starten, dieses Mal habe ich

mich für den Memorial Trail

von Hegykö nach Oggau

entschieden – 80 km. Ich freue

mich schon auf die Herausforderung

und werde mich

gewissenhaft vorbereiten.“

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

115


© Enovos.lu

DER SCHMERZ

VERGEHT, DER

STOLZ BLEIBT

Josy Simon - Vierfacher Gewinner des

Geher-Marathons Strasbourg-Paris ist mit

86 Jahren noch immer sportlich sehr aktiv.

INTERVIEW: JEAN-PAUL KOLBUSCH

116

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


© 2018 Luxemburger Wort – Alle Rechte vorbehalten - Nutzungsrechte können über www.luxorr.lu bezogen werden.

Was treibt einen Menschen an, der

seinem Körper in jungen Jahren

und nun im fortgeschrittenen Alter

von 86 noch extreme physische Belastungen

zumutet? Die Antwort auf diese Frage liefert

Josy Simon, der in den siebziger Jahren mit

seinen vier Triumphen im Geher-Marathon

Strasbourg-Paris für besonderes mediales Interesse

gesorgt hatte.

Nach der beruflichen Karriere bei „RTL“

sowie einem zwischenzeitlichen Gastspiel als

Abgeordneter im Luxemburger Parlament

war es um Simon ruhig geworden. An seinemneuen

Wohnort am Wolfgangsee (A) ist der

gebürtige Luxemburger vor einigen Jahren auf

den Geschmack des Laufens gekommen und

konnte seither auf eher ungewohntem Terrain

für einiges Aufsehen sorgen.

Sie wurden stets für Ihre herausragenden

Leistungen im Geher-Klassiker

Strasbourg-Paris bewundert. Woher

stammte die Begeisterung für diese außergewöhnlichen

Herausforderungen?

Ich habe mich jahrzehntelang aus Freude

und meiner Gesundheit zuliebe dem Hochleistungssport

gewidmet, ohne zu dopen und

damit Geld zu verdienen. Die Begeisterung in

der Bevölkerung nicht nur allein in Luxemburg,

sondern auch in Frankreich, Belgien,

Deutschland und der Schweiz sowie die Pressemeldungen,

die bis in die USA drangen, haben

mich zusätzlich beflügelt. Ich bin stets mit

beiden Füßen auf dem Boden geblieben und

werde es auch immer bleiben.

Die Strecken führten über mehr als

500 km. Wie haben Sie sich Tag für Tag

neu motiviert?

Zunächst musste man die acht Ausscheidungswettbewerbe

über 200 km in den verschiedenen

europäischen Städten in weniger

als 24 Stunden absolvieren, um überhaupt

am Hauptwettbewerb teilnehmen zu können.

Nur die 30 Besten wurden zugelassen. Bei den

Marathons von Strasbourg nach Paris oder

auf umgekehrtem Weg musste man beweisen,

ob man sich motivieren kann oder nicht. Zum

harten sportlichen Training kamen gesunde

Ernährung, Ehrgeiz, Disziplin und ärztliche

Untersuchungen dazu.

Ihr Dauerrivale Roger Quemener

bezeichnete Sie als Musterbeispiel an

Konzentration. Was waren denn primäre

Eigenschaften, um den Erfordernissen

im Ausdauer-Gehen gerecht zu werden?

Für einen Spitzensportler ist die Mäßigung

aller Dinge oberstes Gebot. Ich habe viel

Wert auf ein gut strukturiertes Training gelegt

und mir immer wieder neue Ziele gesetzt. Viel

Selbstüberwindung und Durchsetzungsvermögen

waren wichtige Voraussetzungen, um

nicht von vornherein in einem harten Wettbewerb

zu scheitern, der über drei Tage und drei

Nächte ging.

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

117


Bei insgesamt 17 Teilnahmen am

Geher-Klassiker, belegten Sie niemals

eine schlechtere Position als den

dritten Platz.

Es ist sehr schade, dass es während zehn

Jahren aus organisatorischen Gründen keinen

Wettbewerb gab. Erst 1970 erfolgte ein Neuanfang.

Ich kann behaupten, dass ich alle drei

Versionen dieses Marathons gewonnen habe

und bei einem der vier Erfolge kam ich sogar

ganz allein in Paris an. Der Zweitklassierte

wurde wegen zu großen zeitlichen

Rückstands schon vorher aus dem Rennen

genommen.

© Enovos.lu

da ich lange Zeit ein Wegbegleiter von Charly

Gaul im Radsport war. Unsere Wege trennten

sich im November 1951, als er seinen

obligatorischen Militärdienst in Luxemburg

absolvierte, während ich mich für die Reserveschule

in Bitburg anmeldete. Hier gab es

keine Radrennen mehr, so dass sich meine

sportliche Betätigung auf Gewaltmärsche

konzentrierte, die mehrmals pro Woche in

voller Ausrüstung absolviert wurden. Da

ich fast immer den ersten Platz belegte, ermutigte

mich mein damaliger Offizier, an

einer internationalen Gehkonkurrenz über

65 km in Bridel teilzunehmen. Als Dritter

und bester Luxemburger überquerte ich die

Ziellinie. Den ersten Titel holte ich danach

bei den Meisterschaften über 100 km und ab

diesem Zeitpunkt stand fest, dass ich mich

künftig auf große Gehwettbewerbe spezialisieren

würde.

Seit einigen Jahren wohnen Sie am

schönen Wolfgangsee. Anstatt gemütliche

Spaziergänge in dieser Idylle zu

unternehmen, lassen Sie wieder Ihrem

sportlichen Trieb freien Lauf.

Ich habe in den ersten Jahren viele Gegenden

in Österreich besucht und als ich

2011 meinen Wohnsitz nach Strobl verlegte,

entschloss ich mich, in Ermangelung eines

Gehwettbewerbs, der Laufgemeinschaft St.

Wolfgang beizutreten und wieder sportlich

aktiv zu werden. Ich bin mit 78 Jahren ein

Läufer geworden und habe im April 2012

meinen ersten Halbmarathon in Meran absolviert.

2019 habe ich zum ersten Mal die

120 km auf der 24 Stunden Burgenland Extrem

Tour erfolgreich absolviert.

Nach fast 35-jähriger Aktivität haben

Sie das erfolgreiche Kapitel Gehen abgeschlossen

und der Sport spielte vorübergehend

keine wichtige Rolle mehr.

Eigentlich hatte meine Laufbahn zunächst

eine andere Entwicklung genommen,

Sie haben vor kurzem den 86. Geburtstag

gefeiert und noch immer setzen Sie

Ihren Körper hohen Belastungen aus.

Die regelmäßigen medizinischen Untersuchungen

bestätigen meinen tadellosen

gesundheitlichen Zustand.

118

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


WINNERS ARE

MADE OF BLOOD,

SWEAT & DATA

SEBASTIAN KIENLE

Professioneller Triathlet

Ironman World Champion

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BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

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BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


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RIENDS

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BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


Nur mit diesem

einzigartig großartigen

24 Stunden Burgenland

Extrem Team –

BotschafterInnen und

HelferInnen – ist die

Durchführung der 24 Stunden

Burgenland Extrem Tour

auf diesem Niveau möglich!

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

123


© Roland Wimmer

Natur- und Kulturregion

Eisenstadt

Leithaland

Entdecken Sie die vielfältigen Wanderwege

durch das Leithagebirge und erleben Sie herrliche

Ausblicke bis hin zum Neusiedler See und in

die Ungarische Tiefebene. Einfach entspannen,

abschalten und genießen.

Mit Leithagebirge und Leitha als gemeinsamer Nenner

verbinden ausgedehnte, gut markierte Wander- und

Radwege Eisenstadt mit den Orten der Region. Sanfte Steigungen,

kurze oder auch längere Strecken – hier gibt es

für jedes Alter, jede Kondition und jedes Zeitbudget die

passende Strecke.

SCHÖNE AUSSICHTEN!

Die Warte am Sonnenberg, mit 484m die höchste Erhebung

des Leithagebirges, ist ein ehemaliger Wachturm, der am

Eisernen Vorhang stand. Eher steil und eng, dafür aber mit

atemberaubender Aussicht über das Wiener Becken bis zum

Schneeberg. Bequemeren Aufstieg, für die ganze Familie geeignet,

bietet hingegen die Raiffeisen Jubiläumswarte, unweit

der Gloriette in Eisenstadt. Von ihrer Plattform in 12 Metern

Höhe blickt man wunderbar über Eisenstadt und die Wulkaebene

bis nach Ungarn und zum Neusiedler See.

Auf der zweithöchsten Erhebung des Leithagebirges, am

Buchkogel, steht die gleichnamige Warte. Die Plattform der

Buchkogelwarte bietet grandiose Aus- und Umblicke vom

Schneeberg bis zu den kleinen Karpaten in der Slowakei,

vom Marchfeld bis in die Ungarische Tiefebene und beinah

über die gesamte Fläche des Neusiedler Sees.

CHARMANTE SYMBIOSE!

Perfekter Ausgangspunkt

für Wanderungen durch

das Leithagebirge ist die

Haydnstadt Eisenstadt.

Folgt man hier den Spuren

Joseph Haydns, der in Eisenstadt

30 Jahre lang lebte

und am Hof der Fürsten

Esterházy arbeitete, findet

man eines der schönsten Barockschlösser

Österreichs,

das authentische Wohnhaus

eines Hofoffiziers und die

würdige letzte Ruhestätte

des großen Komponisten.

Hier wird auch Haydns

wichtigstes Erbe entsprechend

gepflegt – seine Musik.

Kultur, Natur und Jahrhunderte

alte Geschichten

bilden eine charmante Symbiose

in der Region Eisenstadt

Leithaland.

TOURISMUSVERBAND

EISENSTADT LEITHALAND

T: +43 2682 67390

www.eisenstadt-leithaland.at

124

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


WEINGUT IN JOIS

LEO HILLINGER

DAS WEINGUT – WEITBLICK

FÜR IHRE VISIONEN.

INMITTEN ROMANTISCHER WEINGÄRTEN

GELEGEN ERSTRECKT SICH DIE HILL-LOUNGE –

EINE PERFEKTE LOCATION FÜR EVENTS, VER-

ANSTALTUNGEN, VERKOSTUNGEN, FÜHRUNGEN,

GENUSSVOLLE REGIONALE PRODUKTE UND

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UNSERE WINESHOPS IN KITZBÜHEL,

MÜNCHEN, PARNDORF UND IN DER

WOLLZEILE IM HERZEN VON WIEN

WIR BIETEN REGIONALE SPEZIALITÄTEN AUS DEM

BURGENLAND, HILL-FRÜHSTÜCK, SPEZIELLE

WEINTASTINGS UND PLATZ FÜR FEIERN – FÜR

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DER VON MÖNCHEN ERRICHTETE SAKRALBAU

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WEINGUT LEO HILLINGER . Hill 1 . 7093 Jois . Austria

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

Phone: +43 (0)2160.8317 13 . event@leo-hillinger.com

125

leo-hillinger.com


Entdecken Sie

die Schönheiten der

Region Bratislava

vom Fahrradsattel.

Ob Sie ein erfahrener, anspruchsvoller Biker oder ein Freizeitradfahrer

sind, oder Sie sich an Ihre erste Fahrradtour fertig machen,

bieten Ihnen Bratislava und ihre Umgebung tolle Möglichkeiten an.

Die Region Bratislava ist die kleinste von

den acht Ländern in der Slowakei und

dank ihrer Mannigfaltigkeit sowie strategischen

Lage an der Grenze zu Österreich und

Ungarn ist sie für Touristen sehr attraktiv.

Nordöstlich von Bratislava zieht sich das

Gebirge Kleine Karpaten (768 m ü. A.), welches

durch das Tiefland von Záhorie (Marchauen),

charakteristisch durch Kieferwälder

auf dem Sanduntergrund, und durch das

Donautiefland, eine typisch landwirtschaftliche,

an fruchtbaren Boden und Vorräte an

qualitatives Untergrundwaser reiche Landschaft

umgegeben ist. Bratislava liegt am Zusammenfluss

der Flüsse Donau und March

sowie an der Kreuzung der zwei bedeutenden

europäischen Radmagistralen: Eurovelo

6 und Eurovelo 13.

Ein buntes Touristenangebot

der Region Bratislava bilden die

vier charakteristischen Subregionen:

Bratislava, Kleine Karpaten,

Donaugebiet und Záhorie.

126

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


Bratislava ist das Zentrum des gesellschaftlichen,

politischen und kulturellen Geschehens

in der Slowakei. Die Geschichte

der Hauptstadt reicht zweitausend Jahre in

die Vergangenheit zurück. Seit 1291 war sie

eine freie Königsstadt und fast 300 Jahre

lang war sie die Stadt der ungarischen Könige.

Heute zieht diese junge und dynamische

Stadt mit einer freundlichen Atmosphäre

und dem gemütlichen und an Historie reichen

Zentrum immer mehr Touristen an.

Mit dem Fahrrad kann man hier die historischen

und kulturellen Sehenswürdigkeiten

der Hauptstadt kennen lernen. Kleine Karpaten

sind das bedeutendste Weinberggebiet

in der Slowakei und außer dem Weinbergtourismus

bieten sie insbesondere kulturelle

Sehenswürdigkeiten und Volkstraditionen

an. Qualitätsweinewerden mit kulinarischen

Spezialitäten der lokalen Küche ergänzt.

Kleine Karpaten bieten auch Erholung in der

Waldumgebung, nur 20 Minuten vom Bratislava-Zentrum

entfernt. Radfahrer können

hier wunderschöne Aussichten und schnelle

Adrenalin-Fahrten erleben. Das Donaugebiet

ist bereits in seinem Namen mit Wasser

und Wasserflächen verbunden. Man findet

hier ideale Möglichkeiten für den Sommerurlaub,

für Wassertouristik und Fischfang.

Mit dem grandiosen Wasserwerk Gabčíkovo,

den zahlreichen Seen, Chateaus, Golfgeländen

und für Freizeitradfahren sowie Sommersportarten

geeigneter Umgebung schafft

es ideale Bedingungen für Sport- und Erholungstouristik.

Záhorie, das sind vor allem

Naturschönheiten, Umfangreiche Wälder,

historische Sehenswürdigkeiten und Möglichkeiten

für Wasser und Freizeitsports. Es

ist ein vollkommener Raum für Liebhaber

der Radtouristik in einer wunderschönen

Umgebung von Wäldern, Wasserflächen sowie

Burgruinen.

Lassen Sie sich von den 12 interessantesten

Radtouren inspirieren, welche Sie durch

die Region führen werden. Gönnen Sie sich

aktive Entspannung, machen Sie Pausen an

sehenswürdigen Orten, lernen Sie lokale Attraktionen

sowie Erholungsgebiete kennen.

Das Radfahren erlebt in der Slowakei seinen

Aufstieg und man kann immer mehr gute

Routen genießen, wie es in den Ländern mit

einer langjährigen Radel-Tradition ist. Werden

auch Sie ein Bestandteil dieses Trends

und lassen Sie sich in die Welt der aktiven

Entspannung in der mit Sehenswürdigkeiten

geschmückten Natur verführen.

bratislavaregion.travel

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

127


I MOG

OGGAU

128

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020

© Maria Hollunder


Kosten vom Besten. Oggau gilt als

älteste Rotweingemeinde Österreichs.

Weltweit gilt der Oggauer

Blaufränkische als Geheimtipp.

Das warme Klima, die fruchtbaren Böden

sorgen für erstklassige Trauben und die Winzer

Oggaus wissen sie in köstlichen Wein zu

verwandeln.

Vom Oggauer Yachthafen aus wird ein Ausflug

durch den Schilfkanal zum Neusiedler

See zu einem unvergesslichen Naturerlebnis.

Einfach draußen sein. Bei Wanderungen

im Ortsgebiet laden vor allem der

weithin sichtbare Hölzelstein, die Oggauer

Weinlaubenkuppel am Weinwanderweg, sowie

verschiedene Kapellen, Bildstöcke und

Wegkreuze zum Verweilen ein.

Das Leben genießen. Oggauer Gasthäuser

und Buschenschenken locken mit

kulinarischen Leckerbissen von der deftigen

Hausmannskost bis hin zu pannonischen

Spezialitäten. In Oggau kann man das Leben

feiern und richtig genießen.

Sehen. Hören. Staunen. Der ländliche

Charakter von Oggau wird von der barocken

Dorfkirche geprägt. Sehenswert ist auch eine

Gasse mit urtümlichen Stadeln.

See sehen. Im Bad baden. Ein großzügiges

Schwimmbad – für Kinder und

Erwachsene ein beliebtes Wassereldorado

mit Rutsche, Sprungturm und Kinderplanschbecken

wartet auf alle Wasserratten.

Ruhe spüren. Gemütliche Gasthöfe,

komfortable Frühstückspensionen sowie

Zimmer bei privaten Vermietern machen

einen Urlaub in Oggau angenehm und stilvoll.

Der Campingplatz und sein Freizeitangebot

ist Kennern ein Begriff.

MARKTGEMEINDE

OGGAU

AM NEUSIEDLER SEE

T 02685 7744 www.oggau.at

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

129


Seebad RUST

Das Freizeit- und Familienangebot

am Neusiedler See

Erfrischung im See oder Badespaß in der

weitläufigen Wasserlandschaft. Das Seebad

Rust hat sowohl für naturverbundene

Schwimmer als auch für actionsuchende

Wasserratten das passende Programm:

von der Weite des Sees bis hin zum solarbeheizten

Erlebnisbecken mit Wasser- und

Breitwasserrutsche, Schwalldusche,

Abenteuer-insel mit Kletternetz, Geysiren,

Wasserpilz und Wildwasserkanal.

w w w. s e e b a d r u s t . a t

Hotel am See RUST

Das Freizeit- & Familienhotel

direkt am Neusiedler See

Ankommen, abschalten, eintauchen.

Das Hotel am See Rust liegt direkt am

Neusiedler See und damit ganz weit weg vom

Alltag. Zum Familypark in St. Margarethen

sind es rund 4 Kilometer, zur Wein- und Kulturstadt

Rust ein rund 20-minütiger Spaziergang

und das Seebad Rust ist direkt vor der Tür.

Ideal für einen Kurzurlaub für die ganze

Familie – oder auch zum Längerbleiben.

w w w. h o te l a m s e e - r u s t . a t

130

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


Hotel am See RUST HHH

Gut schlafen und gemütlich in den Tag starten

Ob für Familien, die Spaß und Abwechslung rund um den Neusiedler See

suchen, oder für Gäste, die das Kultur- und Kulinarikangebot in der Region

genießen möchten. Das Hotel am See in Rust ist so vielfältig wie seine Gäste.

Das Hotel bietet 30 standard Doppelzimmer, sowie 15 deluxe Familienzimmer,

die flexibel vom Doppel- bis zum Vierbettzimmer umgestaltet werden können.

Hier, wie in den sechs Ferienwohnungen mit Küchenzeile, finden sich viele

maritime Elemente – schließlich ist der See ganz nah!

Alle Zimmer verfügen über Klimaanlage, Mini-Kühlschrank, SAT-TV, Fliegengitter,

WLAN, Safe, Fön und weiteren Annehmlichkeiten.

Seminare und Tagungen im Hotel am See RUST

Weit weg vom Alltag und doch ganz auf ein Thema konzentriert. Das Hotel

am See Rust verfügt über einen bestens ausgestatteten Seminarraum, der

neben modernster Technik wie Beamer, Leinwand und Klimaanlage auch

über einen angeschlossenen, jedoch extra begehbaren Raum verfügt. Damit

stehen Getränke und Snacks schon bereit, wenn Zeit für eine Pause ist.

Das Hotel bildet die Basis für Teambuilding, Seminare, Vorträge und

sonstige Veranstaltungen. Aufgrund der vielen Möglichkeiten lässt sich

rund um das Hotel am See Rust ein unvergessliches Rahmenprogramm

gestalten – von Wein und Kulinarik bis hin zu Sport und Action.

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

131


Gutes Service gibt es zum Glück nicht

nur während der 24h-Extrem-Tour :-)

Viel Freude auf der

heurigen 24h-Extrem-Tour!

Euer Alex

Unabhängiger Internet Provider.

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132

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


Im Herzen des Nationalparks

Neusiedler See - Seewinkel

Einwohner: 1750 • Seehöhe: 120 m

Tiefst gemessener Punkt Österreichs 114 m

Die Nationalparkgemeinde Apetlon liegt am tiefst gemessenen Punkt

Österreichs 144 m, im Herzen des Nationalparks Neusiedler See –

Seewinkel, am Ostufer des Neusiedler Sees und ist ein Urlaubsort der ganz

besonderen Art. Hier kommen sowohl Sportler als auch Naturbegeisterte

voll auf ihre Rechnung. Tausende Vögel beleben die beeindruckende Natur

rund um die „Lange Lacke“. Die traditionelle, bodenständige Küche und die

erlesenen Tropfen von Apetlons Spitzenwinzern versprechen einen

kulinarischen Hochgenuss.

Ein Paradies für Familien und Naturliebhaber. Ein beliebtes Ziel an heißen

Sommertagen ist der auf Radwanderwegen erreichbare Badesee. Für

Sportbegeisterte stehen in der Ortschaft gemeindeeigene Tennisplätze zur

Verfügung. Drei Kinderspielplätze sowie ein Skaterpark begeistern die

Kids. Zahlreiche Veranstaltungen über das ganze Jahr verteilt lassen

Einwohner und Gäste zueinander finden.

Kulturinteressierte haben in Apetlon die perfekte Basis für einen

spannenden Urlaub. Alle Highlights der Region sind aus Apetlon leicht und

schnell zu erreichen. Aber auch Apetlon selbst hat ein tolles kulturelles

Angebot. Als Tipp gelten die Feste die in und um die Gemeinde stattfinden.

Die Sportart Nummer 1 ist und bleibt das Rad fahren. Räder mitbringen

oder ausborgen. Auf gut markierten Radwegen können Sie das Gebiet um

die Lacken erkunden, die Graurinder besuchen oder den ganzen Neusiedler

See umradeln.

In und Rund um Apetlon befindet sich einer der größten Laufparks

Österreichs – Laufpark Neusiedler See –Seewinkel.

Über 300 Streckenkilometer49 ausgewiesenen Lauf- und Nordic Walking-

Strecken, die ausgehend von 9 Startpunkten über 380 km umfassen, bietet

der Laufpark allen Läufern und Bewegungshungrigen eine beeindruckende

Vielzahl von Strecken an. Ob Laufeinsteiger oder Marathonprofi, im

Laufpark Neusiedlersee wird jeder seine persönliche Strecke finden

und Neues entdecken.

WEIN & GEMÜTLICHKEIT

Wohl fühlen, die Seele baumeln lassen, das ist Apetlon. Hier sind sie noch

zu finden die urigen, gemütlichen Heurigen und Dorfgasthäuser mit dem

gewissen Etwas. Traditionelles, bodenständiges Essen und exzellente Weine

verzaubern Sie hier jeden Tag aufs Neue. Lassen Sie sich vom Charme der

Dorfbewohner einfangen, während Sie in einer kleinen gemütlichen

Pension verweilen.

Für Weinliebhaber gibt es jedes Jahr im Frühling bei den

WeinGenussTagen und beim WeinErleben-Martiniloben um den 11.

November die offenen Kellertüren. Die Winzer öffnen Ihre Weinkeller und

bieten Ihre Weine zum Verkosten an.

Tourismus Apetlon, Kirchengasse 3, 7143 Apetlon

tourismus@apetlon.info. www.apetlon.info

02175/24043


olivenice lovetrue m

Pannonische Schmankerl

HANDERLESEN vom Winzer-Fleischer

aus dem Burgenland

Wer kennt sie nicht? Die mediterranen

Schmankerl aus dem Genussland Italien,

die seit Jahrzehnten den Gaumen der

Konsumenten erfreuen. Wir wollen einen

kulinarischen Gegenpol zu dieser mediterranen

Kulinarik ins Leben rufen. Unter

dem klingenden Namen „Pannonische

Schmankerl“ produzieren wir seit 1937

handerlesene Fleisch- und Wurstspezialitäten

aus dem Weinland Burgenland.

Mit Engagement und Zielstrebigkeit treten

wir den Herausforderungen der Zukunft

entgegen.

Wir versuchen die Bedürfnisse unserer

Konsumenten und Handelspartner zu erkennen

und diese mit unseren Produkten

und Dienstleistungen bedarfsgerecht ab-

zudecken.

FACTBOX

Standorte: 2

Mitarbeiter: 30

Produkte: 100

Handelspartner:

REWE(Billa, Merkur,

ADEG), SPAR,

Nah & Frisch

Auszeichnungen 2018:

Regionalitätspreis Burgenland

Internationaler Fachwettbewerb

für Fleisch- und Wurstwaren:

7 x Gold, 4 x Silber, 1 x Bronze

Familienunternehmen: seit 1937

Philosophie: „Man isst nicht nur,

um satt zu werden, sondern um

dem Leben mehr Qualität zu geben!“

EXTREM MAGER

EXTREM GUAD

mit einem Hauch

frischem Ingwer

BURGENLAND

EXTREM

FURTER

AT

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LACTOSEFREI

GLUTENFREI

NÄHRWERT/100g:

Brennwert: 831,36kj/200,32kcal

Fett: 16,00g

gesättigte Fettsäuren: 4,00g

Kohlenhydrate: 2,18g

davon Zucker: 1,90g

Eiweiß: 12,00g

Salz: 2,70g

Gekühlt lagern bei +3°C bis +9°C

SORGFÄLTIG HERGESTELLT VON:

Fleisch-Wurst Graf GmbH, www.graf.or.at

A-2443 Leithaprodersdorf

www.burgenlandextrem.com

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ZUTATEN: Rind- u. Schweinefleisch (78%),

Speck, Trinkwasser, Speisesalz, Kartoffelstärke,

Gewürze, Dextrose, Geschmacksverstärker:

E621, Gewürzextrakte, Antioxidationsmittel:

E300, Stabilisatoren: E450,

E451, E452, Konservierungsstoff: E250,

Naturdarm, Raucharoma aus Buchenholz.

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Foto: ARGE Naturpark

KONTAKT

„Fleisch-Wurst“

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2443 Leithaprodersdorf,

Hauptstr. 13

E office@graf.or.at

T 02255 6239

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134

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


© NTG/Dieter Steinbach

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Neusiedler See

Radweg

Sportlich genussvolle Erlebnisse in Verbindung

mit Natur, Kultur, Wein & Kulinarik!

Völlig ohne Stress erleben Radler etwa im Nationalpark

Neusiedler See – Seewinkel oder im UNESCO Welterbe

Naturpark Neusiedler See - Leithagebirge die Natur,

besuchen beim Radeln Heurige oder Winzer und lassen

sich unterwegs mit regionalen Schmankerln verwöhnen.

Typisch burgenländisch eben! Ob sportlich aktiv, gemütlich

familiär oder kulinarisch zielgerichtet: Eine Auswahl

an gleich 40 thematisch unterschiedlichen Radwegen mit

über 1.000 Kilometern steht bereit um eine persönliche

und individuelle pannonische Tour zu „erfahren“. Der bekannteste

und vom ADFC mit 5 Sternen ausgezeichnet,

ist der Neusiedler See Radweg (B 10) mit seinen 125 km.

Sollte übrigens der Wind, den Segler, Surfer und Kiter so

sehr schätzen, einmal nicht der beste Freund der Radler

sein, stehen die Radfähren rund um den See für angenehme

Transfers über denselben bereit…dieser Urlaub wird zu

einem unvergesslichen Erlebnis, auch mit dem E-Bike!

RUND UM DEN NEUSIEDLER SEE –

EINE AUSWAHL FÜR GENUSS-RADLER:

Neben dem Lackenradweg (52,1 km), laden auch der

Kirschblütenradweg (43,9 km), der Kultur-Radweg (26

km), der Radweg Lange Lacke (13 km) oder der Festival

Radweg (61 km) ein, die Region Neusiedler See zu erkunden.

Und die zahlreichen Verbindungsradwege

bieten

optimale Anbindungen an

das angrenzende Donauund

Rosalia-Radwegenetz

sowie an den internationalen

Euro Velo 13 - Iron

Curtain Trail.

PACKAGE: RADGENUSS

NEUSIEDLER SEE

2 bis 4 Nächte mit od. ohne Frühstück

im DZ od. Ferienwohnung,

ein Leihrad, eine Überfahrt mit

der Radfähre, eine Flasche Wein

und die aktuelle Radkarte sowie

€ 10,- Urblaubsscheck für Kulinarik

und natürlich die beliebte

Neusiedler See Card für die Dauer

des Aufenthaltes ab € 110,- p. P.

NEUSIEDLER SEE TOURISMUS,

Tel: 0043 2167 8600

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(Anthocyane).

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Bei der Entwicklung dieser Apfelsorte wurden keine

künstlichen gentechnologischen Methoden verwendet.

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BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


EINE ODE AN DIE

KNIEBEUGE

Sie ist kräftigend und mobilisierend Sie ist stabilisierend und bewegend

Sie ist aktivierend, kann dynamisch oder statisch ausgeführt werden

TEXT: GERHARD SCHIEMER

Wir finden sie in der Rehabilitation, der allgemeinen Fitness und sportartspezifisch

Sie kann immer und überall ohne Hilfsmittel und Ausreden gemacht werden Und das

Schönste, sie kennt kein Alter Oh ist sie vielseitig, die Kniebeuge!

Als Kinder können wir ohne Mühe in der tiefen Kniebeugeposition verharren. Ist keine

große Sache. Nach dem Motto „werdet wie die Kinder“ können wir die Mobilität vom

Rücken der Hüfte, dem Kniegelenk und dem Sprunggelenk verbessern. Die Kniebeuge ist

gleichzeitig Test und Übung. Beim nach unten bewegen in die tiefe Hockposition zeigen

sich die Schwachstellen. Wer sich immer wieder mit Verletzungen herumschlägt sollte unbedingt

mal den Hintern absenken! In anderen Kulturen, wo der Sessel nicht unbedingt

Einzug gehalten hat, sehen wir Menschen öfters in der tiefen Hocke als Ruheposition.

1. Fußstellung, zumindest

hüftbreit oder ca. 2 Fußbreiten,

Zehenspitzen zeigen leicht nach

außen

2. Die Brustwirbelsäule gut

überstrecken, übertrieben

aufrecht, sprich das Brustbein

heben!

Po anspannen. Gesäß absenken,

Und dann geht es schon

langsam und gemächlich nach

unten, indem die Hüfte gebeugt

wird und der Hintern wie

beim Hinsetzten auf einen Sessel

nach hinten unten geführt

wird, Spannung in der Brustwirbelsäule

bleibt erhalten! Blick

geradeaus nach vorne!

So tief als möglich! Da es uns

in erster Linie um die mobilisierende

Wirkung geht und darum

Grundsätzlich reicht

diese Grundform schon aus

um all die oben genannten

Vorteile auszuschöpfen! Beweglichkeit

erhalten, Dysbalancen

ausgleichen und

Verletzungen vorbeugen,

das Lauftraining zu unterstützen

und die Regeneration

fördern.

Man kann es nicht oft genug

betonen! Zumindest jede

Stunde aufstehen und 10-15x

in die Hocke gehen!

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Sport- und Bewegungswissenschafter

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

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Wir verwirklichen

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von Nord bis Süd

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7400 Oberwart, Rechte Bachgasse 61

Tel.: 03352/404-0, Fax: DW 20, oberwart@osg.at

7000 Eisenstadt, Bahnstraße 45

Tel.: 02682/62354, Fax: DW 14, eisenstadt@osg.at

7100 Neusiedl/See, Rochusstraße 5/1

Tel.: 02167/20799-11, Fax: DW 14, neusiedl@osg.at

Die OSG errichtet Wohnungen und Reihenhäuser mit höchster Lebensqualität

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020

138

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Die Stadt

am See

Neusiedl am See ist der Namensgeber

des Steppensees und auch einer der beliebtesten

Ferienorte der Region Neusiedler See.

Über 8.000 Einwohner leben in der Stadt,

die für ihre ausgezeichneten Freizeit-,

Erholungs- und Einkaufsmöglichkeiten bekannt

ist. Aber auch Touristen schätzen die

Stadt und verbringen immer wieder ihren

Urlaub in Neusiedl am See, wo die Sonne von

Frühling bis Herbst ständiger Begleiter ist.

Von Anfang April bis Ende Oktober tummeln

sich hier viele Urlauber und Freizeitsportler

und genießen die Zeit beim Segeln, Surfen,

Baden, Reiten, Radfahren, Wandern, Tennis

oder einfach beim gemütlichen „Nichtstun“.

Wer seine Zeit gerne auf dem Fahrrad

verbringt, ist in Neusiedl am See genau richtig.

Die weite, pannonische Ebene in und

rund um die Welterbe-Region Neusiedler See

bietet traumhafte Bedingungen für Radfans.

Aber auch die Wanderer lieben Neusiedl am

See: bedeutende Denkmäler und historische

Gebäude, eingebettet in die unverwechselbare

Landschaft, bilden den Rahmen für eine

Vielzahl von Wanderwegen in Neusiedl am

See. Die Routen führen durch das Stadtgebiet

und die einzigartige Neusiedler Kulturlandschaft.

Immer wieder eröffnen sich

spannende Blickbeziehungen zum See und

auf das Leithagebirge.

Die Denkmäler, Bildstöcke und historischen

Gebäude entlang der Routen sind

Zeugnisse von geschichtlichen Ereignissen

und erzählen von längst vergangenen Zeiten.

Die meisten Routen sind Rundwanderwege

und auch untereinander kombinierbar. Das

gesamte Wegenetz umfasst über 20 km.

Der See ist auch im Winter ein beliebtes

Ausflugsziel. Tausende Aktive findet man auf

dem zugefrorenen See, der als größter Natureislaufplatz

Europas gilt.

Bürgermeisterin Elisabeth Böhm

Zahlreiche Beherbergungsbetriebe, eine

vielfältige und ausgezeichnete Gastronomie

und gemütliche Heurigenabende bei einem

guten Gläschen Wein lassen keine Wünsche

offen.

Das Angebot an Schulen, die Naturlandschaft

und die ausgezeichneten Verkehrsanbindungen

nach Wien, in die Landeshauptstadt

Eisenstadt und nach Bratislava (SK)

machen Neusiedl am See zum beliebten Ort

zum Wohnen, Arbeiten und Urlauben.

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

139


140

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


DER NEUSIEDLER SEE –

EINE UNESCO-

WELTERBEREGION

Mit der Aufnahme in die

UNESCO-Welterbeliste im Dezember

2001 ist die Landschaft des Neusiedler

Sees (ungarisch: Fertő-tó) mit ihren

Ortschaften, Kulturgütern und

Naturwerten als Kulturlandschaft

„von außergewöhnlichem und

universellem Wert“ ausgezeichnet

worden. Das Weltkulturerbe Fertő-

Neusiedler See ist darüber hinaus

eine der wenigen grenzüberschreitenden

Welterbestätten.

© Manfred Horvath Photographie

DER SEE, DIE LANDSCHAFT, DIE

ORTSCHAFTEN – EINE EINHEIT

Der Neusiedler See und die umgebende

Landschaft sind eine natürliche geographische

Einheit. Diese einzigartige Landschaft

zwischen den Alpen und der Ungarischen

Tiefebene bildete sich über Jahrtausende im

Wechselspiel zwischen Natur und Kultur.

Weil das flache Land in der Vergangenheit

jedem feindlichen Angriff offen preisgegeben

war, mussten die Häuser in den Siedlungen

eng zusammenrücken: dicht aneinander

gereihte, in die Tiefe entwickelte

Wohn- und Wirtschaftsgebäude der Angerund

Straßendörfer entstanden.

EINE VIELFALT, WIE SELTEN WO …

Die Region Fertő-Neusiedler See weist in

jeder Hinsicht eine große Vielfalt auf. Der

Neusiedler See ist dabei der westlichste

Steppensee Eurasiens, geprägt von Schilf,

Wasser und den in den Hügeln gelegenen

Weingärten.

Die Kulturlandschaft Fertő-Neusiedler See

bildet ein grünes Herz im europäischen

Städtedreieck Wien – Bratislava – Győr.

WIR SIND WELTERBE!

Als Welterbe hat die Kulturlandschaft Fertő-Neusiedler

See weltweite Bedeutung. In

erster Linie ist die nachhaltige Entwicklung

unseres Lebensraumes jedoch eine Initiative

für die hier lebende Bevölkerung und unsere

Gäste. Eine verstärkte Bewusstseinsbildung

für unser Welterbe ist eine zentrale

Aufgabe des Welterbevereins.

BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

141


What we do ...

... is also

142

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


die Sonne bringt

dein Brot

Die Bäckerei Naglreiter wünscht allen Teilnehmern

eine erfolgreiche Tour, machen Sie einen Einkehrschwung

bei uns in der Hölle bei heißen Getränken und Snacks.

– Frühstücken beim Bäcker

von 5:00 bis 11:00 Uhr

– große Auswahl an Brot und Gebäck

aus unserer hauseigenen Bäckerei

– A la carte-Mittagessen oder

regionales Mittagsmenü

– Nachmittagsjausen, Kaffeespezialitäten

mit hausgemachten Kuchen

– Limonaden & Bio Säfte

– Saisonelle Gerichte in den

Abendstunden

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BURGENLAND EXTREM MAGAZIN

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DAS NEUE MOBILITÄTSANGEBOT

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LETZTEN METER.

Foto: Maria Hollunder-Oktabec – FOTOGRAFIE

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Laden dieser Fahrzeuge 100% Grünstrom. Bei den anderen Fahrzeugen werden die Kundinnen und Kunden zukünftig

über die Emissionen informiert.

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Alle Infos und Registrierung

auf railanddrive.at

BURGENLAND EXTREM TOUR 2020


gemeinsam

zum ziel

Die DI Markus Weiner ZT GmbH wurde

im Jahre 2007 an zwei Standorten (Wien

und Burgenland) gegründet. Mit einem Team

aus rund 20 hochmotivierten und fachlich

hervorragend ausgebildeten Mitarbeitern sind

wir heute ein stetig wachsendes Unternehmen

im Wirkungsbereich Wien, Burgenland, Niederösterreich,

Steiermark und Deutschland.

Unser Fokus liegt auf Dienstleistungen

in den Bereichen Bauherren-Projektleitung,

Projektsteuerung, Generalplanung, Begleitende

Kontrolle und Örtliche Bauaufsicht.

Die Loyalität zu unserem Auftraggeber und

ein hoher Qualitätsanspruch stehen im Mittelpunkt

unserer Arbeit. Wir bieten Ihnen ein

ganzes Servicepaket für Ihr Bauvorhaben an.

Unsere Kernkompetenz liegt darin, Ihre Interessen

termingerecht, kostensparend und

innerhalb Ihres Budgetrahmens umzusetzen.

Unsere Projekte werden ausschließlich von

Mitarbeitern mit langjähriger Erfahrung in

der Baubranche geleitet - laufende Weiterbildungen

sichern die Qualität und Leistungsfähigkeit

unseres Büros.

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Unsere Leistungen

– Bauherrnmanagement

– Projektleitung

– Projektsteuerung

– Generalplanung

– Begleitende Kontrolle

– Örtliche Bauaufsicht

– Kostenmanagement

– Bauherrenberatung

Unsere Projekte

Wir begleiten unsere Auftraggeber

von der Projektidee bis hin zur aktiven

Betriebsführung. Die DI Markus Weiner

Ziviltechniker GmbH verfügt über eine

breite Fachqualifikation und herausragende

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7210 Mattersburg, Bauweltstraße 8 · ✆ 050-123-2106

7343 Neutal, Werner von Siemens-Straße 6 · ✆ 050-123-2104

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© 2020 by Tobias Monte und Michael Oberhauser. Gesamtgestaltung: www.motoaustria.com

Fotocredits: Archiv Verein 24 Stunden Burgenland. Herausgeber: MOTO GmbH für den

Verein 24 Stunden Burgenland. Organschaftlicher Vertreter: Mag. Josef Burkhardt, ZVR 660434585

mit Sitz in 7063 Oggau. www.24stundenburgenland.com

Rechteinhaber des ausschließlichen Nutzungs- und Verwertungsrechts an 24 Stunden Burgenland Extrem Tour,

24 Stunden Burgenland Extrem Trail, 24 Stunden Burgenland Eco Trail Wear, Extremerino, Live Love Move,

Burgenland Extrem und Heartwalker (jeweils als Wort und Bild): MOTO GmbH. Alle Rechte vorbehalten,

insbesondere das Recht der mechanischen, elektronischen oder fotografischen Vervielfältigung, der Einspeicherung

und Verarbeitung in elektronischen Systemen, des Nachdrucks in Zeitschriften oder Zeitungen, des

öffentlichen Vortrags, der Verfilmung oder Dramatisierung. Abdruck – ganz oder teilweise – nur mit schriftlicher

Genehmigung bzw. nach Vereinbarung mit den Rechteinhabern.

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