Nr. 1 / 2020

Hausapotheke2017

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Nr. 1 Februar/März 2020

92. Jahrgang

Wege aus der

Endlosschlaufe


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Gespannt auf …

Am Bahnhof steige ich in ein Taxi, das mich an mein Ziel fahren wird. Der Fahrer

plaudert mit mir, was ich als sehr angenehm empfinde.

Es stellt sich heraus, dass er seit dreissig Jahren als Taxifahrer tätig ist, aus den

Abruzzen stammt und in zweieinhalb Jahren in seine Heimat zurückkehren möchte.

Weiter erzählt er mir von Radarfallen, die in der Stadt Basel stehen; und wie er

sich täglich via App informiert, wo sie platziert sind. Was es nicht alles gibt, denke

ich erstaunt. Ich erfahre auch, dass die Arbeit als Taxifahrer heute schwierig ist:

Lange Wartezeiten und kurze Strecken gehören leider meist zum Alltag. Während

des angeregten Gesprächs betrachte ich interessiert die Gegend – ein mir fast

unbekanntes Gebiet der Stadt. Am Ziel angekommen, bezahle ich meine Fahrt und

verabschiede mich von meinem sympathischen Chauffeur aus den Abruzzen.

Szenenwechsel: Ich stehe vor einem Schild, das beweist, dass er mich an den richtigen

Ort gefahren hat, zu den Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel.

Am Empfang erhalte ich einen Plan, der meinen Weg zum Gebäude S beschreibt,

das sich im schönen und sehr grossen Garten befindet. Dort sind mehrere Gärtner

am Werk, die sich mit den Spuren der Jahreszeit beschäftigen und Laubberge abtragen.

Ich begegne auf meinem Fussweg praktisch niemandem. Die Atmosphäre

empfinde ich als äusserst angenehm und ruhig.

Im Gebäude S warte ich im 1. Stock gespannt auf meinen Interviewpartner:

Dr. Charles Benoy ist leitender Psychologe der stationären Spezialabteilung für

Zwangsstörungen am Zentrum für Psychosomatik und Psychotherapie der Universitären

Psychiatrischen Kliniken (UPK) in Basel. Ich möchte von ihm mehr über

Zwangsstörungen erfahren. In seinem Büro stelle ich ihm meine Fragen und erhalte

sehr eindrückliche Antworten.

Lesen Sie das interessante Interview mit Charles Benoy ab Seite 6.

Sylvia Felber

PS: An dieser Stelle möchte ich eine langjährige Mitarbeiterin und Weggefährtin für

ihre geleistete Arbeit würdigen. Silvia Bretscher war fast drei Jahrzehnte an meiner

Seite und gestaltete unter anderem unsere Zeitschriften mit grossem Gespür und

Herzblut. Ihr Wissen, ihre Neugier, Fantasie und Begabung als Grafikerin und Illustratorin

waren und sind für mich beeindruckend. Wir verstanden uns blind, setzten

unzählige Ideen um – und konnten auch in stressigen Zeiten zusammen lachen. Ich

wünsche ihr an dieser Stelle viel Glück und tausend magische wie auch kreative

Momente. Danke, Silvia, für deine Freundschaft und deinen grossen Einsatz!

Schweizer Hausapotheke 1-2020 3


Vitalpilze:

Faszinierende Organismen mit

viel Potential für Ihre Gesundheit

Regelmässige Qualitätsprüfung durch Benjamin Hawlik.

Neben den Pflanzen und Tieren

bilden Pilze ein eigenes Reich mit

geschätzten fünf Millionen Arten,

von denen die meisten noch

unerforscht sind. Unter anderem

stellen Pilze auch das älteste und

grösste bekannte Lebewesen auf

unserem Planeten: Einen Dunklen

Hallimasch, der sich unterirdisch

über eine Fläche von neun Quadratkilometern

erstreckt und ein

Gewicht von 600 Tonnen bei einem

geschätzten Alter von 2500 Jahren

hat.

Pilze spielen eine zentrale Rolle in

der Natur, indem sie das Alte, Abgestorbene

abbauen und gleichzeitig

neue, wertvolle und einzigartige

Nährstoffe produzieren. Sie

versorgen vor allem Pflanzen mit lebensnotwendigen

Nährstoffen, aber

auch Tiere und Menschen. Sie sind

wesentlich an den Erneuerungsprozessen

in der Natur beteiligt. Sie

nähren die Laubbäume im Winter

und sind massgeblich an der Kommunikation

der Pflanzen untereinander

beteiligt. Pilze haben grundlegende

Funktionen im Ökosystem.

Allen Pilzen gemeinsam sind ihre

hochspezifischen und vielfältigen

Überlebensstrategien. Sie bilden

effektive antibakterielle, antivirale

und antimykotische Substanzen

aus, die sie gegen dieselben

Erreger schützen, die auch uns

Menschen und Tiere befallen. Ein

Beispiel dafür ist das Antibiotikum

Penicillin. Pilze sind wahre Füllhörner

an wertvollen und gesundheitsfördernden

Inhaltsstoffen.

Anwendung von Vitalpilzen

So geht die Geschichte der Mykotherapie,

der Kunst, die Gesundheit

durch bewussten Einsatz von bestimmten

Pilzen zu unterstützen,

rund 4000 Jahre zurück. Bereits der

legendäre «Ötzi» trug vor 5300 Jahren

einen Birkenporling als Laxans

und Anti-Wurmmittel gegen seine

Darmparasiten, sowie einen Zunderschwamm

zur Blutungsstillung bei

Verletzungen bei sich. Die Benediktinermönche

im Mittelalter nutzten

das Wissen um Extraktionsverfahren,

Dosierung und Einnahmezeiten

von bestimmten Pilzen. Sie wussten,

dass man mit den durch Extraktion

gewonnenen gesundheitsfördernden

Inhaltsstoffen der Pilze die

Lebensqualität der Menschen oft

tiefgreifend verbessern kann. Dieses

Wissen ist im Verlaufe der Industrialisierung

und mit dem Aufkommen

der Schulmedizin in

Europa jedoch weitgehend verloren

gegangen. In der Traditionellen

Chinesischen Medizin (TCM) hingegen

wurde dieses Wissen über

die letzten Jahrhunderte detailliert

überliefert und steht uns auch heute

noch zur Verfügung.

Fazit

Die vielseitigen Inhaltsstoffe der Pilze

sind äusserst komplex und wegen

ihrer grossen Zahl bis heute

wissenschaftlich erst ansatzweise

erforscht, obwohl es bereits unzählige

Studien zur Anwendung der sogenannten

Vital-, Medizinal- oder Heilpilze

gibt. Die Ergebnisse bestätigen

und untermauern die Einsatzmöglichkeiten,

welche in der TCM bereits

seit Jahrhunderten bewusst genutzt

werden. Vitalpilze sind in ihrer Komposition,

molekularen Strukturvariabilität

und in ihren Synergieeffekten

nicht nachahmbar. Dazu gehören

pilzspezifische Polysaccharide,

welche in höchster Konzentration

im voll ausgereiften Fruchtkörper

gebildet werden und vorzugsweise

als vollwertige Extrakte bzw. Extrakt-Pulvermischungen

eingenommen

werden. Vitalpilze können somit

sehr wertvoll für die Gesundheit

sein und sehr effizient klassische

Behandlungsmethoden der Schulund

Komplementärmedizin ergänzen

und unterstützen.

Der Name Hawlik steht für Qualität,

Innovation und Sicherheit!

Hochwertige Nahrungsergänzungsmittel

können generell nur entstehen,

wenn der verarbeitete Rohstoff, also

in diesem Fall der Pilz, von höchster

Qualität ist. Beim Pilzanbau entscheiden

folgende Punkte über die Qualität

der Vitalpilze: Der Anbauort und damit

die Güte der Böden, das Anzuchtmaterial,

die Reifezeit. Diese sind für die

Reinheit und die Qualität ausschlaggebend!

Alle Produkte der Firma

Hawlik stammen aus streng kontrolliertem

Anbau nach biologischen

Richtlinien. Produktesicherheit hat

für uns höchste Priorität.

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4

Schweizer Hausapotheke 1-2020


INHALT

44 Haustiere

Vermenschlichte Hunde

46 Erkältung

Viren stoppen

48 Weisheit

Wichtiger denn je

50 Inhalationen

Wirksame Methode

54 Fruktoseunverträglichkeit

Fruchtzuckerkonsum einschränken

06 Blickpunkt

Gefängnis im Kopf

10 Linsen

Unterschätzte Hülsenfrucht

12 Gemmotherapie

Wacholder

22 Ernährung

Eiweiss – richtig dosiert

24 Alltagsszene

Heimat und Wurzeln

26 Heilpflanzen

Natürliche Hilfen

30 Ekzem

Haut und Psyche

32 Mut

Anpacken und umsetzen

35 Beziehung

Akzeptieren und geniessen

42 Wortweise

Von Pflichten und Freuden

55 Impressum

Sun-Snack: Trockenfrüchte

Für beerenstarke Abwehrkräfte

Schweizer Hausapotheke 1-2020 5


Zwangsstörungen haben viele Gesichter und unterschiedliche Ausprägungen:

Reinigungs-, Wasch- und Kontrollzwänge treten in unseren

Breitengraden am häufigsten auf. Dass sie zum Alltag vieler Menschen

gehören, ist wenig bekannt. Damit das Leben nicht komplett aus den

Fugen gerät, sind Betroffene auf Hilfe angewiesen.

Um mehr über diese Störungen, die meist im Stillen

stattfinden, zu erfahren, habe ich mich mit

einem Profi unterhalten. Wichtig ist uns, dass

wir mit diesem Interview niemandem Angst machen,

sondern Aufklärungsarbeit leisten möchten.

Was ist eine Marotte und wo beginnt eine

Zwangsstörung, die den Alltag in einen Albtraum

verwandeln kann?

Herr Benoy, es gibt Marotten und Zwänge.

Wie unterscheiden sie sich?

Eine Marotte hat in der Regel eine funktionale

und auch positive Seite. Sie kann Halt geben;

und solange sich jemand dadurch nicht eingeschränkt

fühlt, entsteht auch kein Problem.

Solche Angewohnheiten haben bereits kleine

Kinder und sind an sich nichts Schlimmes. Wir

alle haben unsere Marotten. Damit sich aus

einer Angewohnheit eine Zwangsstörung entwickeln

kann, braucht es viele unterschiedliche

Einflussfaktoren. Wenn Marotten stärker werden

und sich häufen, sollte man einen Schritt

zurücktreten und die Handlungen beobachten.

Raphael Nadal und viele andere Sportler

haben Marotten und Rituale. Warum?

Sportler haben oft Rituale: Sie ziehen immer

den linken Fussballschuh zuerst an, betreten

den Rasen mit dem rechten Fuss oder montieren

vor einem Hockeyspiel zuerst den linken

Handschuh. Das gibt ihnen scheinbar Halt und

ist mit dem Gewinn der Partie oder dem persönlichen

Erfolg verbunden. Raphael Nadal hat vor

seinen Aufschlägen eine ausgeprägte Marotte,

die ihn in seiner erfolgreichen Karriere aber

offensichtlich nicht behindert. Alle, die mit solchen

Ritualen leben, wissen, dass sie eigentlich

unnötig wären. Diese Handlungen wirken aber

beruhigend und geben Sicherheit. Ich würde es

bei Raphael Nadal aber keinesfalls als Zwangsstörung

bezeichnen, obwohl ich zugeben muss,

dass sein Verhalten vor dem Aufschlag abstrus

wirken kann …

Es gibt auch Zwangsgedanken.

Wie äussern sich diese?

Zwangsgedanken, zum Beispiel mit aggressiven

Inhalten, begegnen wir sehr oft. Die Angst, zum

Beispiel jemandem unkontrolliert etwas anzutun,

sich selber Schaden zuzufügen oder das

eigene Kind ungewollt fallen zu lassen oder zu

verletzen, sind weit verbreitet.

Geht der Zwangshandlung immer

ein Zwangsgedanke voraus?

In den allermeisten Fällen ist es so. Der Zwangsgedanke

geht voraus, und mit der Zwangshandlung

versuchen Betroffene, den Gedanken zu

neutralisieren. Um ein Beispiel einer Mutter zu

nennen: Wenn eine Mutter den Zwangsgedanken

hat, dass sie ihr Kind fallenlassen könnte,

löst sie das Problem, indem sie ihr Kind nicht

mehr auf den Arm nimmt. So wird künftig nur

noch der Vater das Kind tragen. Es gibt auch

Fälle, wo der ursprüngliche Zwangsgedanke

nicht mehr klar ist. Ein Patient lebt seit vielen

Jahren mit einem Putzzwang: Seine Wohnung

ist mittlerweile mit dem Mindesten ausgestattet,

damit ihm das Putzen leichter fällt. Wie und

warum dieser Zwang vor Jahrzehnten begonnen

hat, weiss er nicht mehr. Der Gedanke ist nicht

mehr fassbar, beziehungsweise die Angst hinter

dem Ritual, aber die Zwangshandlungen sind

trotzdem extrem ausgeprägt. Er findet keine

Ruhe, wenn er nicht täglich die ganze Wohnung

putzt. In der Regel ist es aber schon so, dass eine

Zwangsstörung mit fassbaren Zwangsgedanken

einhergeht. Er wird durch eine Situation oder

6

Schweizer Hausapotheke 1-2020


Gefängnis

im Kopf

einen inneren Gedanken ausgelöst und führt

dazu, diese Gedanken auf der Handlungsebene

zu neutralisieren. Zwangshandlungen äussern

sich meist im Wunsch, sich sicher zu fühlen

und eine bestehende Angst zu verdrängen.

Wie entsteht eine Zwangsstörung?

Wir alle kennen Rituale, vor allem aus der Kindheit.

Sie sind eine wertvolle Form von Stabilität

und Sicherheit, die zum Leben gehören. Der

Übergang von einem Ritual oder einer Marotte

zu einer Zwangsstörung ist schleichend. Wenn

sich Betroffene in ihrem Alltag beeinträchtigt

fühlen, dann ist die Grenze überschritten. Wer

sich beim Verlassen der Wohnung überlegt, ob

die Kaffeemaschine ausgeschaltet ist und nachkontrollieren

muss, hat noch keine ausgebildete

Zwangsstörung. Wir haben aber bei uns Patienten,

die für das Verlassen der Wohnung mehr

als zwei Stunden benötigen, weil sie beispielsweise

alle Fenster, Türen und sämtliche Steckdosen

kontrollieren (müssen). Solche Handlungen

schränken die Lebensqualität enorm

ein. Vielfach gehen Betroffene mit der Zeit aus

Scham, dass sie beim Kontrollieren beobachtet

werden, nicht mehr aus dem Haus. In den letzten

Jahren erleben wir diesbezüglich eine deutliche

Zunahme. Menschen mit einer Zwangsstörung

leben komplett zurückgezogen. Mit der Möglichkeit,

alles Lebensnotwendige online bestellen zu

können, kann das Leben isoliert stattfinden und

die Zwangsstörung somit auch kaschiert werden.

So fehlen auch wichtige soziale Kontakte.

Was sind Auslöser?

Die Auslöser sind multifaktoriell – das ist bekannt.

Nicht selten ist das Problem mit einer

prägenden Erfahrung verbunden, aber es gibt

auch genetische Einflussfaktoren. Menschen

mit diesen Anlagen spüren mehr Angst und sind

deshalb auch anfälliger für Zwänge. Auch die

Erziehung kann eine Rolle spielen: Wer in einem

Umfeld aufwächst, in dem zum Beispiel sehr

viel Wert auf Leistung gelegt wird, es nur richtig

oder falsch gibt und Strafen bei einem allfälligen

Versagen ein Thema sind, wird dadurch

stark geprägt. Es bilden sich Ängste vor einem

Misserfolg und den möglichen Konsequenzen.

Das Gefühl, sich keinen Patzer leisten zu können

oder sich nichts zu Schulden kommen lassen

zu dürfen, wirkt sich extrem aus. Zwänge

können in solchen Fällen eine kurzfristige, beruhigende

Wirkung auslösen. In 95 Prozent der

Fälle steckt hinter einem Zwang immer Angst.


Prellungen,

Lindert

Verstauchungen

und

Quetschungen.

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Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage.

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Schweizer Hausapotheke 1-2020 7


Manchmal lösen auch angelernte Ekelgefühle

Zwänge aus, die für Betroffene ebenfalls eine

regulierende Funktion haben.

Gibt es eine Prophylaxe?

Es ist sicher wichtig, einem Kind Flexibilität im

Umgang mit Regeln vorzuleben. Wir merken bei

unseren Patienten, dass sie ein sehr starres

Weltbild haben und hohe Leistungsansprüche

an sich stellen. Das wird in der Regel von den

Eltern vorgelebt. Was passiert, wenn ein Fehler

gemacht wird? Lernt ein Kind, dass ein Fehler

zu machen oder schuldig zu sein, etwas ganz

Schlimmes ist – oder wird ihm vorgelebt, dass

alles verzeihbar ist und die Welt nicht gleich

untergeht?

Können bei einem Kind Zwänge auch

durch Rituale ausgelöst werden?

Rituale sind per se etwas sehr Gutes. Es sind

Situationen, die voraussehbar sind und deshalb

Sicherheit und Geborgenheit vermitteln. Negativ

wird es, wenn ein Ritual in einer allzu starren

Form stattfindet. Es wird gefährlich, wenn das

Ritual so stark ist, dass es unbedingt immer

und immer wieder genau gleich gelebt werden

muss; oder das Ritual so rigide ist, dass überhaupt

keine Flexibilität mehr möglich ist. Wenn

ein Kind keine kleine Änderung des Rituals akzeptiert

und stur bleibt, kann sich ein Zwang

so entwickeln. Wichtig ist, innerhalb der Rituale

eine gewisse Flexibilität zu bewahren – sowohl

aus der Sicht der Eltern wie auch aus der

des Kindes. Zwänge treten häufig im jungen Erwachsenenalter

auf. Oft werden kindliche Rituale

nicht abgelegt und dadurch sogar verstärkt.

Sind mehr Frauen oder Männer betroffen?

Zwangsstörungen treten bei beiden Geschlechtern

etwa gleich häufig auf. Allerdings sehen wir

in der Therapie mehr Frauen, diese trauen sich

oftmals früher in eine Behandlung zu kommen.

Wann kommen Betroffene zu Ihnen?

Statistisch gesehen etwa nach sieben bis zehn

Jahren. Das dauert so lange, weil die Scham

gross ist und Fachleute die Störung nicht immer

als solche erkennen. Ein Hausarzt zum

Beispiel wird selten mit diesem Krankheitsbild

konfrontiert. Deshalb ist Aufklärungsarbeit so

wichtig. Je früher eine Zwangsstörung erkannt

und therapiert wird, desto grösser ist die Heilungschance.

Ist Ihren Patienten bewusst, was sie tun?

In den allermeisten Fällen sind sie sich bewusst,

was sie tun. Sie wissen auch, dass ihre Handlungen

sinnlos sind. Deshalb ist die Scham

auch so gross und der Weg lang, bis sie sich

endlich Hilfe holen. Manche Patientinnen und

Patienten duschen oder waschen sich die Hände

auch bei Therapiebeginn stundenlang. Das

nimmt viel Zeit in Anspruch und schädigt natürlich

auch die Haut. Viele Hände bluten mit

der Zeit und verursachen grosse Schmerzen,

wenn sie sich zwanghaft die Hände desinfizieren.

Das sind Folgeerscheinungen, die zusätzlich

belasten.

Wie sieht eine Therapie aus?

Zuerst führen wir ein Gespräch und diagnostizieren

die Krankheit. Wir erklären betroffenen

Menschen, was in ihnen effektiv abläuft.

So wird klar, wo der Zwang herkommt und mit

welchen Lernprozessen er verbunden ist. Anschliessend

erarbeiten wir den Zwangsgedanken

und suchen nach Lösungen, wie wir mit

diesen Gedanken anders umgehen könnten.

Dann gehen wir in die Handlungen rein und

machen sogenannte Expositionsübungen. Mit

diesen Übungen wird versucht, die Zwangshandlung

zu verhindern. Diese Übungen sind

sehr wirkungsvoll und erfolgreich.

Wir haben in unserer Klinik 16 Therapieplätze,

wo stark Betroffene stationär behandelt werden.

Nach zwölf Wochen wird die Therapie ambulant

weitergeführt. Bei den meisten Menschen wird

allerdings ambulant behandelt, da es gar nicht

so viele stationäre Therapieplätze gibt und dies

in vielen Fällen nicht nötig ist. Bei etwa der Hälfte

der Patientinnen und Patienten entwickelt sich

zusätzlich im Laufe einer nicht adäquat behandelten

Zwangsstörung eine Depression, weil sie

keine Hoffnung, keinen Lebensmut und keinen

Antrieb mehr haben. Manchmal ist diese Depression

so schwer, dass zuerst diese Begleiterscheinungen

behandelt und die betroffenen

Menschen stabilisiert werden müssen, bevor die

eigentliche Therapie beginnen kann.

Werden Zwänge immer stärker

und ausgeprägter?

In den allermeisten Fällen ist das so. Betroffene

werden sozusagen Sklaven der eigenen Angst.

Man möchte unbedingt vermeiden, dass etwas

Schlimmes passiert – und dadurch wird die Angst

immer grösser, die durch Zwänge wieder neutralisiert

wird. Eine Therapie ist angesagt, wenn

das eigene Leben oder das der Mitmenschen

beeinträchtigt ist.

Ist die Anzahl Betroffener gestiegen?

Es ist schwierig, eine genaue Zahl zu nen-

8

Schweizer Hausapotheke 1-2020


nen, da wir die Dunkelziffer nicht kennen. Vor

zehn Jahren hat man noch gesagt, dass es

ein bis zwei Prozent der Bevölkerung betrifft.

Heute gehen wir davon aus, dass es drei Prozent

sind. Aber ritualisiertes Verhalten gab es

schon immer.

Kann eine Zwangsstörung geheilt werden?

Wenn sie rein pharmakologisch behandelt wird,

ist die Rückfallgefahr gross. Deswegen ist es

wichtig, zusätzlich eine spezifische Psychotherapie,

die sogenannte kognitive Verhaltenstherapie,

zu machen. Die beängstigenden Gedanken,

welche die eigentlichen Auslöser für

Zwangshandlungen sind, verschwinden zwar

nicht immer, aber der Umgang damit ist veränderbar

und die Zwangsstörung somit heilbar.

Etwa bei siebzig Prozent haben wir Erfolg.

Das sind gute Aussichten, die allen Betroffenen

Mut machen sollten.

Wieder draussen im schönen Garten spüre ich

die Komplexität dieses Themas. Ich hoffe, dass

Betroffene und Angehörige dieses Interview

lesen werden; und viele die Scham überwinden

und offen werden für eine erlösende Therapie.

Zur Person:

Dr. Charles Benoy ist

leitender Psychologe der

stationären Spezialabteilung

für Zwangsstörungen am

Zentrum für Psychosomatik

und Psychotherapie der Universitären

Psychiatrischen

Kliniken in Basel und Präsident

der Schweizerischen

Gesellschaft für Zwangsstörungen.

Eine Krankheit,

• die von den Betroffenen oft aus Scham

verheimlicht wird

• die viel Leid und Einschränkungen

mit sich bringen kann

• welche sich meist auch auf die Angehörigen

auswirkt

• deren Symptome den Betroffenen und Angehö-

rigen oft unheimlich sind

• deren Ursachen individuell unterschiedlich sind

über die immer noch viel zu wenig Menschen

informiert sind

• für die es wirksame Behandlungsmethoden gibt

Aus der Informationsbroschüre «Die heimliche Krankheit –

Zwangserkrankung» (SGZ)

Weitere Informationen:

upk.ch

zwaenge.ch

Sylvia Felber ist Redaktionsleiterin der

Schweizer Hausapotheke seit 1991, Heimweh-Baslerin

und FCB-Fan.

Schweizer Hausapotheke 1-2020 9


Unterschätzte Hülsenfrucht

Linsengerichte liegen im Trend. Dies ist begrüssenswert; denn sie sind der Gesundheit

sehr zuträglich und wirken sich auch auf die Umwelt positiv aus.

Jahrelang galten Linsen als eine geschmacklich

wenig interessante Mahlzeit für Menschen

mit kleinem Geldbeutel. Vor einigen

Jahren tauchten sie plötzlich wieder häufiger

auf den Speisekarten auf. Selbst Feinschmeckerlokale

hatten den Mut, sie zu servieren.

Ihre speziellen Qualitäten wurden wiederentdeckt.

Was ursprünglich als Makel galt, wird

heute positiv bewertet: Linsen besitzen wenig

Eigengeschmack, dies macht sie vielseitig

verwendbar. Sie sind in der sehr preisgünstigen

wie auch in der teuren Küche einsetzbar.

Sowohl in der gutbürgerlichen wie auch in der

exotischen Essenszubereitung finden Linsen

ihren Platz; und auch mit einer orientalischen

Geschmacksnote werden sie zum sehr

appetitlichen Gericht. Sie lassen sich etwa

mit Ingwer, Kreuzkümmel, Chili, Kardamom,

Curry, Kurkuma, Majoran, Bohnenkraut und

Oregano würzen und gut mit verschiedenen

Gemüsesorten kombinieren. Linsen eignen

sich weiter vorzüglich für verschiedene Suppengerichte,

da sie bindend wirken. In Kombination

mit Avocado, Mango oder Granatapfelkernen

werden aus ihnen schmackhafte

Salate angerichtet. Und sie können auch zu

einer Paste verarbeitet werden.

In verschiedenen Kulturen bekannt

Ihre Wiederentdeckung verdanken die Linsen

unter anderem dem Trend zur fleischlosen

und fleischarmen Ernährung. Wegen ihres

hohen Eiweissgehaltes sind sie wertvolle

Alternativen zu Schnitzel, Würsten und

Hackfleisch: Pro hundert Gramm enthalten

10 Schweizer Hausapotheke 1-2020

sie zwischen neun und zwanzig Gramm

Protein. Gleichzeitig hat der Trend zur traditionellen

wie auch multikulturellen Küche zur

Rückbesinnung auf die Linsen beigetragen,

in verschiedenen Regionen der Welt kommen

sie häufig auf den Tisch. Sie sind sehr

preisgünstig, in trockener Form oder als

Konserve im Vorrat lange haltbar und – wie

bereits erwähnt – vielseitig kombinierbar. All

dies macht sie zu einem unkomplizierten und

gesunden Grundnahrungsmittel. Sie enthalten

Kalium in erheblicher Menge sowie Eisen,

Selen, Kupfer, Phosphor, Zink, Natrium und

die Vitamine B1, B2 und B6. Weitere wichtige

Inhaltsstoffe sind Kalium, Magnesium, Kupfer,

Molybdän und Chrom sowie Folsäure, zusätzlich

verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe

sowie ungesättigte Fettsäuren. Ihr hoher Gehalt

an Ballaststoffen wirkt rasch sättigend

und unterstützt die Verdauung; zudem lassen

sie den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen

und sind fettarm.

Konsum langsam steigern

Linsen zählen zu den Leguminosen, sie verfügen

über eine besonders wertvolle Eigenschaft

in der Pflanzenwelt: Sie können Stickstoff

aus der Luft aufnehmen. Überschüsse

geben sie in den Boden ab und düngen ihn so

auf natürliche Weise – sie gelten als Bodenverbesserer.

Bei diesem Prozess wird wenig

Energie verbraucht.

Im Gegensatz dazu ist die Herstellung von

industriellem Stickstoffdünger energieintensiv.

Beim Produktionsprozess entsteht

viel Kohlendioxyd, das zur Klimaerwärmung

beiträgt. Stickstoff ist für das Gedeihen vieler

Gewächse unverzichtbar: Er gilt als «Motor»

des Pflanzenwachstums und unterstützt die

Bildung von Chlorophyll, Enzymen, Aminosäuren

sowie Vitamin B.

Linsen sind in verschiedenen Zuchtvariationen

verfügbar. Sie werden vor allem in

Spanien, Südamerika, den USA und Kanada

sowie Asien angebaut. Hülsenfrüchte gelten

als blähungsfördernd, daher lassen manche

Menschen die Finger beziehungsweise die

Gabel von ihnen. Für Ernährungsexperten ist

dies vor allem eine Sache der Gewohnheit:

Wer immer wieder Linsen, Erbsen oder Bohnen

verzehrt, wird weniger unter Gasbildung

leiden, weil sich die Darmflora entsprechend

anpasst. Es sollte also mit kleinen Mengen

begonnen werden.

Adrian Zeller verfügt über eine mehrjährige

Praxis erfahrung im Gesund heitswesen. Seit

1995 ist er journalis tisch und publizistisch tätig.


Machen Sie Pickeln das Leben schwer …

Pickel, Hautunreinheiten, Akne …

Wer könnte darauf nicht verzichten?!

Oft ist die Sache für einen

Arztbesuch nicht schlimm genug.

Also was tun?

Mehr als vier Fünftel der Jugendlichen

und fast ein Viertel der Erwachsenen

leiden entweder unter Akne

oder unter mehr oder weniger regelmässigen

Pickelausbrüchen (Periode,

Stress, Ernährung …). Sie sind also

in guter Gesellschaft!

Einfache Mitesser, schwarz oder

weiss, können sich zu ernsthafter

Akne entwickeln, wenn man die Risikofaktoren

nicht im Griff hat. Eine

sich verschliessende Pore, erhöhte

Sebumproduktion und ein für Infektionen

verantwortliches Bakterium (P.

Acnes) sind die drei Hauptfaktoren

der Verschlimmerung; Medikamente

dagegen erhält man allerdings meist

erst in einem fortgeschrittenen Stadium,

um einer allfälligen Narbenbildung

vorzubeugen.

«Nichts tun» kann eine Verschlimmerung

nach sich ziehen; werden Sie

deshalb von allem Anfang an aktiv,

damit Sie sich in Ihrer Haut wohlfühlen.

Die meisten Problemfälle lassen

sich im Zaum halten — unabhängig

vom Alter!

Akne von innen und

aussen behandeln

Das erste Produkt, Zactigis SkinCTRL,

wirkt mit Laktoferrin und anderen Inhaltsstoffen

auf die Hauptursachen

von Akne ein. Die speziellen Kapseln

halten sowohl den Übeltäter P. Acnes

im Pickel drin als auch die Sebumproduktion

in Schach, verringern die

Entzündung und tragen zur Wiederherstellung

der Hautfunktionen bei.

Zactigis SkinSoap ist eine Seife mit

Laktoferrin, die Sie während des

Pickelausbruchs für die Hautpflege

anwenden können. Sie hält die

Haut frisch und verhindert die Ankurbelung

der Sebumproduktion (Rebound-Effekt),

hält aber direkt auf der

Haut auch das Bakterium in Schach,

das für die Infektion verantwortlich

ist, und verhindert so, dass andere

Hautporen ebenfalls befallen werden.

Für besonders sensible Haut, aber

auch für alle anderen Hauttypen, ist

Zactigis SkinFoam die ideale Seife,

sobald sie ihr Gleichgewicht wieder

erreicht haben, um die Haut im

Gleichgewicht und gleichzeitig perfekt

rein zu halten.

All die erwähnten Produkte wurden in

der Schweiz auf der Grundlage möglichst

natürlicher Zutaten, meist in

Bioqualität, entwickelt. Einfache Anwendung

und optimale Wirksamkeit

ohne Nebenwirkungen standen dabei

im Zentrum.

Die Zactigis-Skin-Linie ist in allen

Apotheken und Drogerien, die sie über

ihren Grossisten beziehen, oder im

Internet erhältlich.

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Schweizer Hausapotheke 1-2020 11


GEMMOTHERAPIE

Juniperus communis

Der Wacholder

Der Wacholder ist ein wahrer Verwandlungskünstler: Säulenförmig in die Höhe oder breit ausladend wächst er

langsam und ändert durch die vielen Seitentriebe fortwährend seine Gestalt.

Wacholderbüsche im Nebel oder in der

Dämmerung erinnern an bucklige Gestalten

und beflügelten seit je die Fantasie von Wanderern.

Kein Wunder ist der Baum in Sagen

und Geschichten reich vertreten: In seinen

Zweigen sollen Schlüssel zu verborgenen

Schätzen, unter Wacholderbüschen der

Eingang zur Anderswelt zu finden sein. In

gewissen Nächten höre man daraus Klänge

von Musik und Gelächter.

Der Nadelbaum aus der Familie der Zypressengewächse

kommt auf der gesamten

Nordhalbkugel vor; und war den Menschen

so wichtig, dass er fast unzählige Namen

trägt: Räucherstrauch, Knistebusch, Kranewitt,

Knirk, Machandel, Feuerbaum, Krammetsbaum.

Weckholder, Reckholder oder

Queckholder sind besonders interessant: Sie

bedeuten Wachhalter, Lebendigmacher, ein

Hinweis auf die innewohnenden Heilkräfte.

Wacholder ist zweihäusig, es gibt also männliche

und weibliche Pflanzen. Nicht nur für

das Wachsen nimmt er sich Zeit; die Beeren,

die botanisch Zapfen sind, brauchen rund

drei Jahre, bis sie reif sind. Etliche Vögel — wie

Amseln, Drosseln, aber auch Birkhühner und

Schneehühner — fressen sie und sorgen so

für die Verbreitung.

12 Schweizer Hausapotheke 1-2020

Bescheiden und anspruchsvoll

In seinen Ansprüchen an den Lebensraum ist

der Wacholder bescheiden und anspruchsvoll

zugleich. Er gibt sich zwar mit fast jedem

Boden zufrieden, benötigt aber viel Licht und

Freiraum. Gegenüber anderen Bäumen kann

er sich nicht durchsetzen, weicht deshalb

oft auf karge Böden aus, wo er allein oder

unter seinesgleichen wächst. Besonders gut

gedeiht der sensible Eigenbrötler auf Weideland,

wo Schafe den wehrhaften Gesellen

meiden, etwaige Konkurrenz hingegen kurzhalten.

Daraus entstand sogar eine eigene

Kulturlandschaft, die Wacholderheide.

Wacholder wird drei bis fünf Meter hoch, selten

höher. Bei milden Temperaturen vermag

er auch im Winter weiterzuwachsen. Dabei

hilft ihm, dass er keine versiegelten Winterknospen

bildet, sondern die Wachstumszonen

einfach mit seinen Nadeln abdeckt.

Der Stamm wird durch eine rötliche Borke

geschützt, die sich in Streifen ablöst, was

gut zum urtümlich-wilden Aussehen passt.

Wacholder wird sehr alt: Im Neuenburger Jura

steht der älteste Vertreter hierzulande, der

rund 1 000 Jahre auf dem Buckel hat.

Ewiges Leben

Einen echten Wacholderstrauch im Garten

zu pflanzen, ist ökologisch wertvoll und würdigt

die alte Heil- und Ritualpflanze. Er gilt

als europäischer Totembaum und war den

alten Völkern heilig. Mit seinen immergrünen

Nadeln steht er für ewiges Leben. Rituelle

Räucherungen, die den Geist klären, Stärke

und Schutz geben, reichen weit zurück in der

Menschheitsgeschichte. Der Rauch sollte

unheilvolle Einflüsse fernhalten und zugleich

die eigene Lebenskraft bewahren. Geräuchert

wurde mit Zweigen, Nadeln und Beeren.

Wacholder galt als stärkste Abwehrpflanze.

«Esst Kranewitt und Bibernell, dann sterbt ihr

nicht so schnell», sollen die Vögel während

der Pestzüge von den Dächern gepfiffen

haben. Das Kauen der Beeren und das Räuchern

mit den Zweigen war in einer Zeit ohne

Antibiotika die einzige Schutzmöglichkeit vor

der verheerenden Seuche.

Das grosse Ansehen, das der Wacholder

genoss, zeigt sich auch im bekannten

Spruch «Vor dem Holunder zieh den Hut, vor

dem Wacholder geh in die Knie». Bei einem

Hausbau wurde oft ein Wacholderzweig ins

Fundament gesteckt, um schlechte Energien

abzuwehren. Wacholdernadeln unter

den Dielenbrettern dick eingestreut sollten

zudem Mäuse fernhalten. Ruht sich ein ermatteter

Wanderer unter einem Wacholder

aus, fühlt er sich bald erfrischt und gestärkt.

Die Beeren sind noch heute in der Küche ein

unentbehrliches Gewürz für Wildgerichte,

Sauerkraut und Würste. Aus ihnen werden

zudem Spirituosen wie Gin, Genever oder

Kranewitter destilliert.

Wacholder hat sich seit mehreren Tausend

Jahren als Heilpflanze bewährt. Die Wirkstoffe

sind ätherisches Öl, Bitterstoffe, Flavonoide,

Gerbstoffe, Harze und organische Säuren. Bei

Nierenschwäche und während der Schwangerschaft

sollten jedoch Wacholderbeeren

und -tinkturen gemieden werden. In der Gemmotherapie

regt die Essenz von Wacholder

die Ausscheidungsorgane Leber und Niere

an. Sie verbessert den gesamten Stoffwechsel,

stärkt den Magen, hilft bei Sodbrennen

und Völlegefühl, hemmt Gärungsprozesse

im Darm. Wacholder facht das schwächer

werdende Verdauungsfeuer älterer Menschen

wieder an. Er schützt und regeneriert die

Leber, verbessert die Nierenleistung, spült die

Harnwege durch und hilft bei immer wiederkehrenden

Blasenentzündungen. Zudem fördert

die Essenz die Harnsäureausscheidung

und lindert rheumatische Beschwerden, Gicht

und Arthritis. Wacholder ist blutreinigend,

verbessert die Blutwerte und stärkt die Milz.

Bei allergischer Veranlagung hilft er, auszuleiten.

Und nicht zuletzt wirkt die Wacholderessenz

als Jungbrunnen, stärkt die Lebenskraft,

erfrischt und stimmt fröhlich – der «Weckholder»

wird seinem Namen gerecht!

Ursula Glauser-Spahni ist Biologin. Seit mehr

als 30 Jahren sammelt sie Schweizer Bachblüten

für die Firma Phytomed AG. Sie verfasste

2008 das Buch «Kaninchenapotheke».


Virtuelles Magenband

lässt Pfunde verschwinden

Im Gegensatz zum operativen

Eingriff verspricht die imaginäre

Magenband-Hypnose eine

risikofreie Alternative.

Übergewichtige, die sich für eine

Magenband-Hypnose interessieren,

haben oft schon unzählige

Diäten erfolglos hinter sich.

Sie sehen in dieser Behandlung

ihre letzte Hoffnung. Als

Voraussetzung für eine erfolgreiche

Hypnose muss der Wille

vorhanden sein, die Ernährung

und andere Lebensgewohnheiten

umstellen zu wollen. Zudem

sollte man gegenüber alternativen

Methoden aufgeschlossen

sein und keine Kontraindikationen

(zum Beispiel Psychosen)

aufweisen.

Vorgehensweise

Die Hypnose versetzt eine Person

in einen durch sie kontrollierten

Zustand zwischen Schlaf und

Wachsein: Gesprochene Worte

werden in Vorstellungen umgewandelt

und als real erlebt. Das

in der fiktiven OP gelegte Magenband

ist nun im Langzeitgedächtnis

abgespeichert und

suggeriert einen verkleinerten

Magen. Dadurch entsteht ein

frühzeitiges Sättigungsgefühl.

Oft geht es auch um das Aufdecken

der Ursachen, etwa von

negativen Ereignissen aus der

Vergangenheit, die hinter einem

kompensierenden Essverhalten

stecken können. Mit der Hypnose

können falsche Verhaltensmuster

wirksam verändert werden.

Erfahrung

Diverse Studien belegen einen

signifikanten positiven Effekt

beim Abnehmen mit Hypnose im

Vergleich zum Abnehmen ohne

Hypnose. Wie viele Sitzungen nötig

sind, ist von Klient zu Klient

unterschiedlich und hängt auch

von den jeweiligen Ursachen ab.

Wichtig ist ein sicherer und verantwortungsvoller

Umgang mit

den Klienten, deshalb sollte man

sich nur in die Hände erfahrener

Experten begeben.

Ein Klient hat damit nach einer

Sitzung à drei Stunden fünfzig

Kilogramminnert eines Jahres

abgenommen.

Daria Peter

mental coaching

Bäderstrasse 25

5400 Baden

dariapetermentalcoaching.ch

IM WACHSTUM LIEGT DIE KRAFT

Mit Gemmotherapie von PHYTOMED

NATÜRLICH GESUND

In der Schweiz gesammelte Knospen

aus Wildsammlung oder biologischem Anbau.

Produkte ohne Zusatzstoffe.

40 der wichtigsten Präparate

aus eigener Herstellung.

Dies sind zugelassene Arzneimittel.

Lesen Sie die Angaben auf der äusseren

Packung oder lassen Sie sich von

einer Fachperson beraten.

Zulassungsinhaberin/Herstellerin:

www.phytomed.ch

PHYTOMED AG · CH-3415 Hasle/Burgdorf

Telefon +41 (0)34 460 22 11

Schweizer Hausapotheke 1-2020 13


Gesundheit mit der Naturkraft der vollen Pflanze

Die gesamten Wirkstoffe der Pflanze

frisch und unverfälscht für jeden und zu

allen Jahreszeiten: Der Schweizer Apotheker

Walther Schoenenberger machte das durch

seine Heilpflanzensäfte möglich. Mit seinem

Wissen stellt das von ihm gegründete

Unternehmen seit über 90 Jahren

diese einzigartigen Arzneimittel her.

Bereits während seines Pharmaziestudiums

beschäftigte sich Walther Schoenenberger

(1901—1982) mit Pflanzensäften. Er war überzeugt

davon, dass eine Pflanze ihre Heilwirkung

nur durch das Zusammenspiel der verschiedenen

Inhaltsstoffe voll entfalten kann. Nur in der

frischen Pflanze finden sich sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe

wie Flavonoide und Gerbstoffe

in ihrer höchsten Konzentration. In der Küche

seiner Mutter experimentierte der Apotheker mit

der schonenden Herstellung von frisch ausgepressten

Pflanzensäften. Die Verwendung von

Konservierungsstoffen war dabei tabu; denn der

Saft sollte naturrein bleiben.

1927 gründete Schoenenberger mit der von ihm

entwickelten Methode ein Pflanzensaftwerk nahe

Stuttgart, das noch heute seinen Namen trägt.

Vom Feld in die Flasche

Mit der Erfahrung aus über 90 Jahren stellt das

Walther Schoenenberger Pflanzensaftwerk in

Magstadt die Pflanzensäfte ohne den Zusatz

von Zucker, Alkohol und Konservierungsstoffen

her. Die meisten verwendeten Heilkräuter stammen

aus der direkten Umgebung, wo sie eine

Gärtnerfamilie bereits seit drei Generationen für

Schoenenberger in Bio-Kultur anbaut. Direkt vom

Feld geerntet, gelangen die Pflanzen zum Auspressen

ins Werk. Es sind nur wenige Stunden,

bis der Saft in der Flasche ist und mit ihm die

wertvollen Inhaltsstoffe.

Wie wirken Heilpflanzensäfte

Die Heilpflanzen greifen zumeist behutsam und

langfristig in die Steuerungsvorgänge des Körpers

und seiner Organe ein. Dadurch wird eine

natürliche Vorbeugung und Regeneration eingeleitet.

So sind Heilpflanzensäfte bei vielen Krankheiten

und Funktionsstörungen hilfreich: Ob zur

Schleimlösung bei Erkältungskrankheiten, Verbesserung

der Fettverdauung oder Förderung

des Schlafes. Sie lindern Beschwerden und tun

dem Organismus rundum gut.

Die Frischpflanzen Heilsäfte von Schoenenberger

entsprechen dem aktuellen Kenntnisstand der

Naturheilkunde und sind ein Bestandteil einer

efolgreichen Phytotherapie. Wegen der guten

Verträglichkeit für Magen und Darm und der gezielten

Wirkung auf Organe und Gewebe eignen

sie sich für die Selbstbehandlung ausgezeichnet.

Naturreiner Heilpflanzensaft Artischocke

von Schoenenberger®

ist ein Frischpflanzenpresssaft aus den besonders

wirkstoffreichen Artischockenblütenknospen.

Der Gesamtauszug enthält die

volle Komplexität der bioaktiven Inhaltsstoffe,

durch schonende Pressverfahren aus der

frischen Pflanze gelöst und weitgehend naturbelassen.

wschoenenberger.ch

Artischocke:

Die enthaltenen Bitterstoffe regen den

Gallenfluss an und unterstützen die Fettverdauung,

was Völlegefühl, Blähungen

und Sodbrennen entgegenwirkt. Folge

davon ist die Senkung der Blutfettwerte

(Cholesterin und Triglyceride). Über gute

Erfahrungen wird auch berichtet bei Übelkeit,

Erbrechen und zur Vorbeugung von

Arterienverkalkung sowie die Verbesserung

der Werte für den Nüchternblutzucker

bei Typ-2-Diabetikern.

14 Schweizer Hausapotheke 1-2020


Hautpflege bei Akne

Akne ist die häufigste Hauterkrankung

weltweit. Zwischen 80 und

90 Prozent der Menschen sind

bis zum 21. Lebensjahr davon

betroffen. Besonders häufig leiden

Jugendliche zwischen 15 und

18 Jahren daran. Die Krankheit

kann aber auch später im Leben

auftreten. Die neue Dermakosmetik-Linie

softcalm von Mylan

unterstützt die medizinische Behandlung

der Hautkrankheit.

Für die Akne sind zwei Vorgänge

im Körper verantwortlich. Einerseits

führt die steigende Produktion

von Sexualhormonen in der

Pubertät dazu, dass die Haut

mehr Talg herstellt. Diese fettreiche

Substanz überzieht die Haut

mit einem Film und schützt sie vor

äusseren Einflüssen. Andererseits

neigen manche Menschen zur

überschiessenden Bildung von

sogenannten Hornzellen im Kanal

der Talgdrüsen: Diese Verhornungen

führen dazu, dass der Talg

nicht abfliessen kann, die Poren

verstopfen und Mitesser entstehen,

die sich durch Bakterien entzünden

können. Das Ausmass der Hornzellenbildung

und der Talgdrüsenaktivität

wird genetisch gesteuert.

Wenn Betroffene versuchen, die

Pickel und Mitesser auszudrücken,

fördert dies die Entzündung

des umliegenden Hautgewebes. Oft

entstehen dadurch Narben.

Grosser Leidensdruck

Am häufigsten tritt Akne an Stirn,

Nase und Kinn sowie am Dekolleté

und am Rücken auf. Den meisten

Betroffenen ist es unangenehm,

wenn ihr Gesicht mit Pickeln übersäht

ist. Immer noch wird Akne

fälschlicherweise mit Schmutz und

ungenügender Reinigung assoziiert.

Die Hautkrankheit schränkt die

Lebensqualität betroffener Jugendlicher

und Erwachsener ein. Dies

ergab eine Studie aus dem Jahr

2018 mit Teilnehmenden, die an

einer mittelschweren oder schweren

Akne leiden. Betroffene fühlen

sich durch die Hauterkrankung

emotional und sozial in allen Bereichen

des Alltags beeinträchtigt.

Sanfte Reinigung bei Akne

Heute stehen verschiedene Wirksubstanzen

zur Verfügung, die

fast jede Form der Akne abheilen

lassen. Neben der medizinischen

Behandlung ist aber auch eine

angepasste tägliche Hautpflege

essenziell. Die neue Dermakosmetik-Linie

softcalm ergänzt die

pharmakologische Therapie ideal

und unterstützt den Behandlungserfolg.

Zum Sortiment gehört ein

sanftes Reinigungsfluid, dessen

Wirkstoff 1,2-Decanediol dazu

beiträgt, dass sich Bakterien auf

der Haut weniger leicht vermehren

können, was Entzündungen entgegenwirkt.

Weidenrinden-Extrakt

und Vitamin B3 regulieren die Talgproduktion,

reduzieren Rötungen

und verbessern das Hautbild. Da

manche medizinischen Wirkstoffe

gegen Akne die Haut schälen,

ist eine sanfte Reinigung empfehlenswert.

Von intensiven Peelings

raten Fachpersonen ab, da sie die

kranke Haut unnötig strapazieren.

Die Rolle der Sonne

Sonnenlicht kann sich auf die Akne

sowohl positiv als auch negativ

auswirken. Während UV-A-Strahlen

mit einer Wellenlänge von über

400 nm Entzündungen hemmen,

fördern UV-B- und UV-A Strahlen

mit einer Wellenlänge unter

400 nm diese und kurbeln zudem

die Talgproduktion und Verhornung

an. Die neue softcalm-Tagescreme

mit dem Sonnenschutzfaktor 30

schützt die Haut selektiv vor den

schädlichen Strahlen, ohne die

vorteilhaften UV-A zu blockieren.

Neben den drei Wirkstoffen, die

auch im Reinigungsfluid enthalten

sind, enthält die Tagescreme

Soja-Isoflavone, die für den UV-

Schutz verantwortlich sind und

die Vitamine C und E, die antioxidativ

wirken.

Pickel und Mitesser abdecken

Die neue softcalm-Linie wird durch

ein Kompakt-Make-up mit einem

Sonnenschutzfaktor 30 ergänzt.

Mit diesem Make-up werden

Hautunreinheiten nach der morgendlichen

Reinigung mit einem

Schwämmchen abgedeckt. Im

Unterschied zu einem herkömmlichen

Make-up wirkt auch dieses

softcalm-Produkt dank der einzigartigen

Wirkstoffkombination der

Akne entgegen und trägt zur Beruhigung

der Haut und Stärkung

der Hautbarriere bei. Das Kompakt-

Make-up ist in drei Farbtönen in

Apotheken und Drogerien erhältlich.

Susanna Steimer Miller

Schweizer Hausapotheke 1-2020 15


Ohne Antibiotika

gegen Erkältungen

Eigentlich gab es sie schon sehr

lange. Die Naturstoffe, die sich

zur Stärkung des Immunsystems

oder gegen Erkältungen als sehr

wirkungsvoll erweisen – und das

ganz ohne Antibiotika. Spagyrom®

Arzneimittel nutzen diese Kräfte

ganz gezielt.

Die von den Indianern Nord- und

Mittelamerikas seit jeher als Heilpflanzen

verwendeten Echinacea-Arten

haben sich als starke

Immunsystemstimulanzien

bewährt. Bewusst werden für

Spagyrom die ober- und unterirdischen

Teile von Echinacea purpurea

und Echinacea angustifolia

verwendet, da sich diese in idealer

Weise ergänzen.

Die volle Wirksamkeit erhält

Spagyrom erst aus einem Komplex

ausgesuchter ätherischer

Öle höchster Qualität. Seit Menschengedenken

spielen Duftstoffe

in allen Kulturen und Religionen

eine grosse Rolle. Schon die alten

Ägypter waren Meister in der Herstellung

und Anwendung aromatischer

Stoffe, die ausser zu kultischen

auch zu medizinischen und

kosmetischen Zwecken verwendet

wurden.

Testreihen und zahllose klinische

Fälle haben die Wirksamkeit ätherischer

Öle gegenüber Krankheitserregern

bewiesen. Bohnenkraut,

Zimt, Thymian und Nelke zeigten

dabei ihre enorme Kraft gegen Viren

und Bakterien.

Mehr als nur bei Erkältungen

Seit vielen Jahren ist die hervorragende

Wirkung bei Erkältungskrankheiten

wie Schnupfen,

Husten, Halsschmerzen und grippalen

Infekten bekannt. Zudem

kann Spagyrom bei Entzündungen

und Infektionen in der Mundhöhle

und im Nasen-Rachen-Raum eingesetzt

werden und hat sich auch

bei Zahnfleischentzündungen und

Aphten bewährt.

Neue Verpackung, neue

Bezeichnung, unveränderte

Qualität

Seit einigen Wochen werden bereits

die sehr beliebten Lutschtabletten

in neuer Verpackung ausgeliefert.

Sie sind nun als «Spagyrom

Halsschmerzen» beschriftet

und im Karton befinden sich

nach wie vor 24 Tabletten. Die

ursprünglich schon einmal als

«Erkältungstropfen» eingeführ-

te, flüssige Version heisst neu

«Spagyrom Erkältungskrankheiten»

und ist in 50 und 100 ml-

Flaschen im neuen Kleid erhältlich.

Was bei allen Produkten unverändert

bleibt, ist die Qualität.

Weitere Informationen: spagyrom.ch

Spagyros. Die Arzneimittelmanufaktur.

Besuchern beim Schweizer Arzneimittelhersteller Spagyros wird sehr

rasch klar: Die Passion, mit der die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

in Handarbeit Arzneimittel in höchster Qualität herstellen, ist in vieler

Hinsicht einzigartig. Der demeter-zertifzierte Heilkräutergarten

beim Betrieb «La Malmaison» im jurassischen St. Brais und das in

besonderer Weise gestaltete Spagyrik-Labor in jener wunderschönen

Naturlandschaft sind besonders eindrückliche Zeichen dafür.

Aus diesem Garten stammen auch die Echinacea-Pflanzen, die für

Spagyrom-Produkte eingesetzt werden.

Die Arzeitmittelmanufaktur von Spagyros im jurassischen St. Brais.

Mitten in der Natur.

Halsschmerzen?

Grippe?

Erkältet?

Mit Frischpflanzen-Extrakten

und reinen ätherischen Ölen.

www.spagyrom.ch

Zulassungsinhaberin: Spagyros AG • 3076 Worb

Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilage.

16 Schweizer Hausapotheke 1-2020


Besseres Hören

kann man auch trainieren

Egal, ob beim Fernsehen oder bei

einer Familienfeier – nur, wenn

man gut hört, kann man Gesprächen

problemlos folgen. Weil Hören

eng mit dem Verstehen zusammenhängt.

Wer sich damit schwertut,

profitiert vom Hörtraining von

Neuroth.

Ein gebrülltes «Ich glaube, du hörst

schlecht!» am Familientisch, ein

zögerliches «Könnten Sie das bitte

noch einmal wiederholen?»

in einer Besprechung: Fast jeder

Mensch hat die eine oder andere

Situation bereits selbst erlebt. Die

erste Reaktion ist meist, lauter zu

sprechen. Doch das ist oft falsch,

denn: Mehr Lautstärke bedeutet

nicht besseres Verstehen.

Während es relativ einfach ist, die

Lautstärke aufzudrehen, ist das

Verstehen von Sprache schon um

einiges komplizierter. «Hören findet

nicht ausschliesslich mit den Oh-

ren statt – es ist vor allem ein Vorgang

im Gehirn, bei dem Signale

zu Tönen und Klängen verarbeitet

und dann mit Bildern und Erinnerungen

verknüpft werden. Erst das

Zusammenspiel zwischen Gehör

und Gehirn lässt uns verstehen», so

Hörtrainer Fabian Heeg vom Neuroth

Hörcenter. Das Problem dabei

ist: Was das menschliche Gehirn

einmal verlernt hat, das holt es sich

nur sehr mühsam zurück. Ähnlich

wie ein Muskel sollte auch das Gehör

trainiert werden. Die gute Nachricht

ist: Gutes Verstehen kann man

– mit einem entsprechenden Training

– wieder erlernen.

Mit dem Hörtraining von Neuroth

trainieren Sie Ihr Sprachverstehen

und steigern Ihre Lebensqualität

Wer also das Gefühl hat, sein Umfeld

nicht mehr so gut zu verstehen,

kann seine eigene Hörleistung und

das Sprachverstehen mit dem Neuroth-Hörtraining

wieder auf Vordermann

bringen. Das vierwöchige

Hörtraining wird in verschiedene

Phasen aufgeteilt, in welchen das

Gehirn mittels moderner Hilfsge-

räte auf besseres Verstehen trainiert

wird. Während der gesamten

Trainingsdauer stehen erfahrene

Neuroth-Mitarbeiter beratend zur

Seite und messen Ihre Trainingserfolge.

Nach vier Wochen werden Sie

den Unterschied bemerken: Sprache

zu verstehen fällt Ihnen auch

in schwierigen Situationen wieder

leichter.

Das Resultat macht Freude

Sechs Fragen an Hörakustik-

Meister und Hörtrainer Fabian Heeg

von Neuroth.

Herr Heeg, für wen ist ein

Hörtraining zu empfehlen?

Grundsätzlich für jeden, der Probleme

hat, gut zu verstehen – in

Gesellschaft, aber auch in ruhigen

Situationen; und ob er bereits ein

Hörgerät hat oder nicht.

Kann das Hörtraining

verlorene Fähigkeiten

zurückbringen?

Ja, wir versuchen dafür die Wahrnehmung

im Hirn etwas mehr aufs

Hören anstatt aufs Sehen auszurichten

und nehmen damit die

Hörentwöhnung weg.

Gibt es Fälle, wo man nach

dem Training ohne Hörgerät

auskommt?

Ja. Es kommt aber auf den Hörverlust

an. Bei einem leichten oder mittelgradigen

Hörverlust ist es empfehlenswert,

nach dem Hörtraining

Hörgeräte zumindest auszuprobieren,

um zu schauen, ob es eine Verbesserung

im Alltag bringt. Grundsätzlich

verbessern wir mit dem Hörtraining

das Sprachverstehen, das

heisst, wir brauchen nach dem Hörtraining

weniger Lautstärke, um besser

zu verstehen. Ob das dann dem

Kunden bereits reicht, entscheidet

er selber.

Kann es zu spät sein für

ein Hörtraining?

Wenn jemand 20, 30 Jahre mit

einem Hörverlust gelebt hat, kann

das Hirn dies nicht mehr kompensieren.

Wir erreichen zwar eine Verbesserung,

aber die Ansprüche des

Kunden sind damit wahrscheinlich

nicht erfüllbar.

Braucht das Hörtraining

Disziplin?

Und Willen! Kunden sollten davon

überzeugt sein und es durchziehen.

Die ersten zwei Wochen sind meistens

hart, aber danach haben viele

auch Spass am Training, wenn sie die

Fortschritte sehen. Es macht Freude,

zu sehen, was wir mit dem Training

erreichen können – auch uns!

Jetzt informieren und Einführungs-

Rabatt von CHF 100.– sichern.

Mehr Informationen zum Neuroth-

Hörtraining gibt es unter:

neuroth.com/hoertraining oder unter

der kostenlosen Serviceline:

00800 8001 8001

Fabian Heeg, Hörakustik-

Meister und Hörtrainer

Schweizer Hausapotheke 1-2020 17


Mein trockener Mund macht mich fertig.

Egal, welche Ursache für die

Trockenzeit im Mund- und Rachenraum

verantwortlich ist:

Die lästigen Symptome wie Trockenheitsgefühl,

Räuspern,

Stimmversagen, Schmatzgeräusche

beim Sprechen, Heiserkeit,

Halsschmerzen und Hustenreiz

können einem zum Wahnsinn

treiben.

Heizungsluft, Klimaanlagen, hohe

Beanspruchung der Stimme, Rauchen

und eine eingeschränkte

Nasenatmung, Pollenangriffe sowie

gewisse Medikamente trocknen

die empfindliche Schleimhaut

von Mund, Hals und Rachen

aus. Die Folgen können Kratzen

im Hals, Trockenheitsgefühl, Hustenreiz,

Heiserkeit, Stimmversagen

und ständiger Zwang zum

Räuspern sein. Zudem reduziert

eine trockene Schleimhaut die

natürliche Abwehrfähigkeit des

Körpers. Oft bleibt auch die Stimme

ganz weg.

Geniales GeloRevoice

Die einzigartige Halstablette

GeloRevoice enthält eine natürliche

körpereigene Substanz, welche

als wichtiger Feuchtigkeitsspeicher

wirkt. GeloRevoice besitzt

die Fähigkeit, sehr grosse

Mengen Wasser zu binden, und

sorgt für einen stabilen und langanhaltend

befeuchtenden Film auf

der Hals- und Rachenschleimhaut.

Zudem schützt GeloRevoice den

Mund-Rachenraum vor Reizungen.

Die in GeloRevoice enthaltenen

Mineralstoffe fördern auch den

Speichelfluss. GeloRevoice wirkt

rasch, spürbar und langanhaltend.

Die Halstabletten enthalten keine

Antibiotika und Antiseptika.

Das hilft bei Halsbeschwerden:

Die Stimme schonen

Auch wenn es schwerfällt, gilt:

Bei Heiserkeit und Halskratzen

ist Schweigen Gold. Denn häufiges

Sprechen strapaziert die bereits

angegriffenen Stimmbänder

zusätzlich. Auch ständiges Räuspern

ist für den gereizten Hals Gift.

Besser: Richtig husten, statt die

empfindlichen Schleimhäute der

Stimmlippen durch permanentes

Räuspern zu belasten.

Gurgeln

Ein altbewährtes Hausmittel bei Halsschmerzen

ist Gurgeln mit Salbeitee.

Salbei hemmt das Wachstum

von Bakterien, wirkt desinfizierend

und beruhigt die gereizten

Schleimhäute. Einfach rund

40 Gramm Salbeiblätter mit heissem

Wasser übergiessen, zehn

Minuten ziehen lassen und abseihen.

Anschliessend mit dem Tee

gurgeln.

Heisse Milch mit Honig

Einfach und gut: Heisse Milch

mit Honig. Der Schlummertrunk

schmeckt nicht nur gut, sondern

lindert auch Halsbeschwerden.

Denn neben Entzündungshemmern

enthält Honig auch sogenannte

Inhibine, die das Wachstum

von Keimen abschwächen

können.

Viel trinken

Oft sind trockene Schleimhäute

die Ursache von Reizhusten, Halsschmerzen

und Co. Deshalb ist

es jetzt besonders wichtig, ausreichend

zu trinken. Flüssigkeit

hält die Schleimhäute feucht und

verhindert so, dass sich Viren und

Bakterien einnisten. Am besten

geeignet sind Wasser oder Tee.

GeloRevoice hilft bei

~ Trockenheitsgefühl in

Hals und Rachen

Heiserkeit

Stimmversagen

Räusperzwang

Hustenreiz

Halsschmerzen

Schluckbeschwerden

~ Rachenreizungen bei

Rauchern

18 Schweizer Hausapotheke 1-2020


Halsweh?

• Halskratzen

• Trockenheitsgefühl

• Hustenreiz

• Stimmversagen

GeloRevoice

hilft!

GeloRevoice

• fördert aktiv den Speichelfluss

• befeuchtet die Schleimhaut

• bildet schützendes Hydrodepot über

Mund- und Rachenschleimhaut

www.gelorevoice.ch

• schützt die Schleimhaut vor Reizstoffen

• beruhigt überreizte Schleimhäute

• regeneriert Stimmbänder und reduziert Heiserkeit

• lässt Halsschmerzen rasch und spürbar abklingen

• lindert Hustenreiz

Ohne Antibiotika und Antiseptika.

GeloRevoice – die Alternative! Es müssen nicht immer Antibiotika und Antiseptika sein. Ursache für

Halsschmerzen sind häufig virale Infektionen. Dagegen sind Antibiotika und Antiseptika in der Regel

wirkungslos. Anti septika und Antibiotika können die Mundflora schädigen, welche das Gewebe vor

schädlichen Eindringlingen schützt und gleichzeitig die Immunabwehr unterstützt. Antiseptika wie

Cetylpyridinchlorid sollten nicht bei Schleimhautschäden angewandt werden, da sie die Wundheilung

verzögern können. Zudem kann Cetylpyridinchlorid durch die Reduktion der Oberflächenspannung den

natürlichen, schützenden Schleimfilm des Mund- und Rachenraumes beeinträchtigen.

Medizinprodukt. Vertrieb: Alpinamed AG, Freidorf


Einstieg in eine neue

Lebensphase

Die Pubertät ist die Zeit der Geschlechtsreife. Während der Pubertät durchläuft der Körper

entscheidende und tiefgreifende Veränderungen. Der Mensch wird vom Kind zum Erwachsenen.

Die Pubertät verändert den emotionalen Zustand

eingehend und hat dadurch Auswirkungen

auch auf das Sozialverhalten. Aufgrund der

erhöhten Hormonausschüttung reagieren die

Jugendlichen auf unterschiedliche Situationen

mit starken Gefühlen. Oft fallen eine erhöhte

Launenhaftigkeit und Gereiztheit auf, die mit

starken Stimmungsschwankungen verbunden

sein können. Charakteristisch für die Pubertät

sind auch Auseinandersetzungen mit Autoritäten,

vor allem im Elternhaus. In der Pubertät

versuchen sich die Jugendlichen vermehrt zu

emanzipieren und ihre eigenen Wege zu gehen.

Konflikte in Familie und Schule sind nicht selten

die Folge dieser Entwicklung.

Die Pubertät ist nicht nur für Jugendliche eine

schwere Zeit. Auch die Eltern sind oft ratlos, wie

sie mit ihren schwierig gewordenen Sprösslingen

umgehen sollen.

Teenager brauchen Lob! «Das hast Du gut

gemacht!» ist ein Satz, den Eltern ruhig öfter

einmal sagen sollten. Zustimmung und Anerkennung

— beides braucht ein Teenager dringend.

Ohne Wertschätzung seiner selbst und

seiner Fähigkeiten wird er unglücklich, verbittert

und unsicher. Ein Lob hilft über Hürden hinweg,

stärkt das Selbstvertrauen und motiviert. Forscher

haben herausgefunden: Erfolg führt zu

Erfolg, Misserfolg, ständige Kritik und Kontrolle

haben einen negativen Einfluss auf das Selbstbewusstsein

eines Jugendlichen.

Teenager brauchen Zärtlichkeit! Der Gedanke

sitzt tief in uns Erwachsenen fest: Teenager

sind für elterliche Zärtlichkeiten schon zu gross.

Doch körperliche Zärtlichkeiten sind für Kinder

und Heranwachsende überlebenswichtig. Umarmungen

können Wut, Kummer, Niedergeschlagenheit,

Stress, Einsamkeit und Angst besiegen.

Und zwar in vielen Fällen besser als so manches

tiefschürfende Gespräch.

Doch es genügt nicht, dass man seinem Kind

einfach nur sagt: «Ich liebe dich». Das muss

es vielmehr unmittelbar und am eigenen Leib

spüren können, von klein auf. Der Anthropologe

Ashley Montague bezeichnet die Haut als das

wichtigste Organ neben dem Gehirn. Liebe

erfährt ein Kind vor allem über die Haut, seinem

grössten Sinnesorgan. Eine feste Umarmung

bewirkt, dass Glückshormone ausgeschüttet

werden, die innerhalb kürzester Zeit ihre beruhigende

und aufheiternde Wirkung tun.

Teenager brauchen feste Regeln! Eine Erziehung

ohne Massstäbe und Grenzen führt zu

egoistischem Verhalten. Ein gewisses Chaos ist

ohnehin unvermeidlich, weil Kinder immer im

Hier und Jetzt leben. Sie kümmert kein Gestern

und kein Morgen, und erst nach vielen Jahren

können sie auf Erfahrungen zurückgreifen und

dann hoffentlich auch vorausblickend planen

und handeln. Aber bis es so weit ist, brauchen sie

Regeln und Rituale, aber natürlich auch Grosszügigkeit,

Fantasie und Flexibilität.

Mit der Pubertät kann ein gesundes «Ich» geboren

werden. Und das «Ich» wird gestärkt, um

seine innere Stimme zu hören und danach zu

handeln.

Tipps bei Problemen während

einer Pubertätsphase:

Spagyrische Essenzmischung mit Aurum

chloratum, Calcium carbonicum naturale

(Element Erde), Magnesium phosphoricum

(Schüsslersalz 7), Marum verum, Melissa.

Je nach Beschwerdebild kann die Mischung

individuell zusammengestellt werden.

Bachblütenmischung: 2/6/10/11/19/20/33

Quelle: Hans-Josef Fritschi, D-Bräunlingen

Toni Moser ist eidg. dipl. Drogist, Naturheilpraktiker,

Fachberater für Naturheilverfahren,

Referent und Buchautor.

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möchten.

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20 Schweizer Hausapotheke 1-2020


Wallwurz bei Gelenkschmerzen

Sobald dicker Nebel und Windböen

das Wetter bestimmen, sind viele

Menschen von Gelenk- und Muskelschmerzen

geplagt. Es schmerzt im

Knie, an den Ellbogen oder in den

Schultern. Wallwurz lindert rasch

die Beschwerden.

Vor fünfzig Jahren gab es in Zürich

eine Blumenfrau. Jahraus, jahrein

stand sie draussen und verkaufte

ihre Blumen. Das fuhr ihr in die Gelenke.

Doch sie liess sich von ihren

Gelenkschmerzen nicht unterkriegen.

Sie pflasterte einen selbstgemachten

Brei aus Wallwurz auf

ihre Gelenke und linderte damit ihre

Schmerzen.

Die Erfolgsgeschichte

Eines Tages machte sie einen

Tausch mit dem Apotheker

Dr. Eduard Andres. Er gab ihr ein Vitaminpräparat,

sie «zahlte» mit einer

Handvoll Wallwurz-Wurzeln. Damit

begann eine Erfolgsgeschichte.

Dr. Andres senior tüftelte in seinem

Labor so lange, bis er aus dem frischen

Wallwurzextrakt ein wirksames

und anwenderfreundliches

Gel entwickelt hatte. Die Salbe, wie

das eigentliche Gel von den Kunden

heute noch gemeinhin genannt wird,

wirkte so gut und verkaufte sich so

hervorragend, dass Dr. Andres zwischen

den Wallwurzernten manchmal

sogar in Lieferschwierigkeiten

geriet.

Gute Wirkung

Heute stellt Dr. Rudolf Andres die

Salbe her. Er hat die Rezeptur verfeinert

und lässt die Wallwurz bei

Schweizer Bauern kontrolliert biologisch

anbauen.

Das erfolgreichste Wallwurzpräparat

lindert Gelenkschmerzen bei

Rheuma und Arthrose, Entzündungen

an Knien, Hüften, Schultern,

Ellbogen, Händen und Füssen.

Sportler wenden sie an bei

Sehnenscheidenentzündungen,

Blutergüssen, Prellungen, Stauchungen

und Quetschungen. Es

soll Leute geben, bei denen die

praktische Stehtube stets griffbereit

auf dem Nachttischchen steht.

Wegen der raschen und zuverlässigen

Wirkung der Salbe. Aber auch,

weil sie schnell und vollständig einzieht

und tief im Gewebe wirkt, dort

wo der Schmerz sitzt.

Das macht sie salonfähig. Niemand

riecht etwas, auch wenn man die

Salbe fünf Minuten vor der Sitzung

noch schnell aufgetragen

hat. «Ribeli» auf der Haut gibt es

auch keine.

Kein Wunder, hat die Salbe jedes

Jahr mehr Erfolg zur raschen Linderung

von rheumatischen Beschwerden

und Arthrose, Muskelund

Gelenkschmerzen.

Das fettfreie Schmerzgel

ist geruchlos, zieht

sofort ein und hinterlässt

keine Ribeli und

Flecken.

Tipps vom Apotheker

• Machen Sie bei starken Schmerzen in den Gelenken einen Salbenverband mit

Wallwurzsalbe. Die Wirkstoffe werden so verstärkt aufgenommen.

• Bemühen Sie sich, trotz Beschwerden mobil zu bleiben.

• Machen Sie täglich einen Spaziergang. Bewegung tut Ihren Gelenken gut und

stärkt die Muskeln.

• Lassen Sie Schmerzen nicht anstehen. Regelmässiger Schmerz kann sich losgelöst

von der Ursache selbständig machen. Warten Sie also nicht zu lange mit der Schmerzbehandlung.

• Unterstützen Sie die lokale Rheumatherapie mit Teufelskralle und Brennnesselwurzel.

Diese Heilpflanzen wirken schmerzstillend, entzündungshemmend und verbessern die

Beweglichkeit in den Muskeln und Gelenken, insbesondere bei Anlaufschmerzen am

Morgen.

• Regelmässige Besuche im Thermalbad oder Meersalzbäder zu Hause lindern

die Schmerzen und fördern die Beweglichkeit.

Schweizer Hausapotheke 1-2020 21


Zu wenig, genug oder zu viel?

Unser Körper braucht täglich seine Dosis an Eiweiss, und zwar über den Tag verteilt. Welche

Bedeutung die essentiellen Aminosäuren haben und wie das mit dem Kauen zusammenhängt,

erklärt Beat Strittmatter, dipl. Drogist HF, im Interview.

«Eiweiss ist der Stoff im Körper, der täglich zugeführt

werden muss, weil es – anders als etwa

bei Fett oder Kohlenhydraten – davon im Körper

keine Depots gibt», bringt Beat Strittmatter

das Thema direkt auf den Punkt; «und die

Aminosäuren sind die Bausteine, aus denen

die vielen verschiedenen Eiweisse (Proteine),

welche im Organismus verschiedenste Funktionen

haben, gebaut werden. Wir sprechen

dabei von 21 Aminosäuren, die mittels Peptidbindungen

unterschiedlich zusammengehängt

werden; damit das funktionieren kann, muss

der «Pool» vollständig sein. Manche dieser

Aminosäuren sind essentiell, will heissen, sie

können vom Körper nicht gebildet und müssen

daher zugeführt werden.»

22 Schweizer Hausapotheke 1-2020

In Ruhe essen, richtig kauen

Und damit stecken wir auch schon mitten im

nächsten Problem, so Strittmatter: «Nebst der

genügenden Zufuhr ist heute das grösste Dilemma,

dass die Eiweisse nicht richtig verdaut

werden. Zugeführtes Eiweiss ist körperfremd

und muss erst in die erwähnten Aminosäuren

zerteilt werden – das findet zu einem grossen

Teil im Magen statt. Dilemma Nummer eins:

Man ist permanent gestresst, nimmt sich keine

Zeit, in Ruhe zu essen, ist auf Adrenalin – was

wiederum dazu führt, dass der Magen nicht

richtig arbeitet und keine Magensäure produziert.

So können die Eiweisse nicht aufgebrochen

werden und gelangen unverdaut in den

Darm.» Und dort folge gleich das zweite Dilemma:

Weil der Darm nicht richtig arbeite, komme

es zu Gasbildung, Fäulnisbakterien und

weiteren Folgegeschichten: «Wenn Kunden

mit Verdauungsproblemen bei uns Rat suchen,

spreche ich daher zuerst das Kauen an, dann

den Magen und erst zuletzt die Verdauung. Oft

braucht es dann Stoffe, welche die Eiweissverdauung

anregen, wie etwa Schafgarbe

oder Enzian: Sie stärken den Magentonus und

helfen, die Eiweisse besser zu spalten.»

«Gute» und «schlechte» Eiweisse?

Nach Beat Strittmatters Erfahrung ist das zu

kurz gegriffen: «Die tierischen Eiweisse sind

zwar unserem Eiweissmuster näher und bieten

einen guten Pool an Aminosäuren. Der Nachteil

aber ist, dass bei deren Verdauung sehr

viel Stickstoff entsteht, der über die Nieren

abgebaut und den Harnstoff ausgeschieden

werden muss. Das kann etwa bei Sportlern, die

grosse Mengen an Eiweiss benötigen, rasch

zum Problem werden.» Pflanzliche Eiweisse

seien auch nicht per se schlechter; man müsse

sie aber einfach richtig kombinieren: «Als

Beispiel mag einfache Kost in Südamerika

dienen, wo zu jeder Mahlzeit Reis und Bohnen

gereicht werden: Diese Kombination deckt alle

essentiellen Aminosäuren ab. Wie bei uns etwa

Käse oder Eier und Kartoffeln. Wer sich für

eine rein pflanzliche Ernährung entscheidet,

muss sich über Inhaltsstoffe und sinnvolle

Kombinationen informieren. Und man braucht

einen guten Magen, ein gutes Kauverhalten –

und genügend Zeit beim Essen: das ist das A

und O.»

Bedarf wird oft unterschätzt

Der tägliche Normalbedarf liege bei 0,8 bis 1

Gramm Eiweiss pro Kilogramm Körpergewicht,

so Strittmatter weiter, also bei rund 50 Gramm

bei 60 Kilogramm. Diese Menge werde oft

unterschätzt, sollte aber als Regel eingehalten

werden, um alle Stoffwechselfunktionen zu gewährleisten:

«Damit der Pool an Aminosäuren

über den ganzen Tag verfügbar ist, braucht

jede Mahlzeit einen Eiweissanteil – ist er genügend,

stellt sich auch das Sättigungsgefühl

ein.»

Und was ist mit Jugendlichen, die sich mit

Proteinen zuschütten? «Zwar brauchen diese

im Wachstum mehr Eiweiss; es ist aber in keiner

Weise sinnvoll, einen Grenzwert von zwei

Gramm pro Kilogramm Körpergewicht über

längere Zeit zu überschreiten. Falsch gewählte

Eiweisse (nur tierisch, nur aus Fleisch) führen

letztlich zur Übersäuerung des gesamten

Organismus: Die Muskeln fühlen sich immer

schwerer an, man hat keine Energie – das ist

kontraproduktiv und gesundheitlich bedenklich.

Dies umso mehr, als es heute Eiweisspräparate

sogar auf rein pflanzlicher Basis gibt,

die nur noch die essentiellen Aminosäuren

enthalten: Eine sehr gute Lösung, um in bestimmten

Lebenssituationen – etwa Schwangerschaft,

hohe sportliche Aktivität, Krankheit,

fehlender Appetit im Alter – genügend gutes

Eiweiss zuzuführen.»

Ann-Brita Dähler

Beat Strittmatter ist dipl. Drogist

HF und arbeitet als Filialleiter in

der MÜLLER Reformhaus

Vital Drogerie am Rennweg 15

in Zürich.


Gluteostop hilft, Gluten abzubauen

Endlich Hilfe für alle Menschen,

die unter einer Glutenunverträglichkeit

leiden: Das neue

Gluteostop hilft, den Abbau von

Gluten in einer glutenarmen Ernährung

zu unterstützen. Dank

dem praktischen Klickspender

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und unterwegs. Die Minitabletten

können sogar ohne

Wasser ein genommen werden.

Verwenden Sie das neue

Nahrungsergänzungs mittel Gluteostop

vor allem auch als Vorbeugung,

wenn Sie zum Beispiel

im Restaurant oder bei Freunden

nicht sicher sind, ob die Speisen

Spuren von Gluten enthalten.

Endlich können Menschen, die

unter den Folgen einer Glutenunverträglichkeit

(Glutenintoleranz)

leiden, die unangenehmen

Beschwerden nach dem Verzehr

von glutenhaltigen Lebensmitteln

lindern. Gluteostop enthält

ein spezielles Verdauungsenzym,

die Prolyloligopeptidase, welche

die Aminosäurekette (Peptide) im

Gluten spaltet. Damit kann Gluten

abgebaut werden. Das Enzym

wurde so entwickelt, dass es in

den sauren Bedingungen unseres

Magens seine optimale Wirkung

erzielt. Es ist das erste Protease-

Enzym, welches in einer randomisierten

klinischen Humanstudie

der Universität Maastricht (mit

Placebo-Kontrolle) äusserst

wirksam war.

Gluteostop ist für alle geeignet,

die sich glutenfrei ernähren

müssen und verhindern wollen,

dass Beschwerden durch

Glutenspuren oder «verstecktes

Gluten» in Nahrungsmitteln

auftreten.

Gluteostop im Klickspender enthält

pro Minitablette 30000 PPI-

Einheiten des Enzyms Prolyloligopeptidase.

Der PPI-Wert gibt

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Schweizer Hausapotheke 1-2020 23


ALLTAGSS ZENE

Heimat. Gibt es das noch?

Drei Wochen lang war ich nun unterwegs. Dabei habe ich viele Sprachen gehört. Thai, Burmesisch,

Laotisch, oft auch Englisch. Und bei den einheimischen Sprachen habe ich natürlich gar nichts

verstanden. Dann stehe ich plötzlich wieder in Zürich am Flughafen und ein Zöllner

empfängt mich mit einem trockenen, aber doch freundlichen «Grüezi».

Wow, was doch so ein kleines Wort auslösen

kann! Ich höre ein ganz gewöhnliches «Grüezi»

und mir wird es wohlig warm ums Herz. Ich fühle

mich zu Hause. Heimatgefühle steigen in mir

auf und ich merke: Ich habe die Schweiz gerne,

ich lebe gerne hier, ich mag diese Sprache, hier

bin ich zu Hause.

Szenenwechsel 1

Ich bin in Basel, genauer gesagt im Kleinbasel.

Zusammen mit Bekannten schlendere ich an

einem Freitagnachmittag durch ein lebhaftes

Quartier mit vielen Läden. Es sind eher kleinere

Läden, aber es sind keine Tante-Emma-Läden.

Tante Emma ist offenbar schon vor längerer Zeit

gestorben. Drei türkische Läden sind da, ein türkisches

Restaurant auch gleich daneben, zwei

asiatische Läden sehe ich, alle Läden natürlich

mit Waren aus den entsprechenden Ländern.

Und aus irgendeinem billigen Lautsprecher

erklingt – nebst vielen Nebengeräuschen –

auch noch Musik aus dem osmanischen Raum.

Ich betrete einen dieser Läden und will etwas

kaufen. Dabei merke ich, dass der Verkäufer,

ein älterer Herr, mir nur mit Mühe und Not auf

Deutsch meine Frage beantworten kann. Ein

etwas komisches Gefühl beschleicht mich.

Jetzt bin ich doch hier in der Schweiz, wo ich

eigentlich zu Hause bin, stehe in einem

Laden und fühle mich komplett fremd. Ich

reibe mir die Augen (und die Ohren hätten

es irgendwie auch nötig). Bin ich tatsächlich

hier zu Hause? Was passiert mit meinen

Heimatgefühlen, wenn ich mich im eigenen

Land in einem Lebensmittelgeschäft kaum

verständigen kann? Bin ich etwa altmodisch?

Oder gar rassistisch und fremdenfeindlich? Bin

ich ein unverbesserlicher Patriot?

Szenenwechsel 2

Im Fernsehen läuft ein Fussballspiel. Ein Länderspiel.

Und soeben wird die Nationalhymne

gespielt. «Trittst im Morgenrot daher …».

Diese Melodie löst bei mir seit meiner Kindheit

ein starkes Heimatgefühl aus, obschon

diese Komposition bezüglich Text und Melodie

wahrlich kein Meisterwerk darstellt. Doch die

Nationalhymne hat – zumindest bei mir – emotionale

Konsequenzen. Sie berührt mich. Und das

immer wieder. Während jetzt also im Fernsehen

die Nationalhymne läuft und die Kamera von

einem Spieler zum nächsten wandert, fällt mir

auf, dass nur gerade drei Spieler mitsingen. Es

sind die drei Spieler, die auch Schweizer Namen

tragen. Die restlichen acht Spieler – so scheint

es – lassen die Hymne mehr oder weniger emotionslos

über sich ergehen. Ich sehe also eine

Fussballmannschaft, höre die dazugehörende

Nationalhymne; und irgendwie scheint es mir,

dass das gar nicht wirklich zusammenpasst.

Wenn ich daran denke, welche Emotionen im

Spiel sind, wenn die Italiener oder die Mexikaner

ihre Hymne zelebrieren … Bin ich

etwa altmodisch? Oder gar rassistisch und

fremdenfeindlich? Bin ich ein unverbesserlicher

Patriot?

Szenenwechsel 3

Nach einer längeren Wanderung in den Berner

Alpen mache ich bei einer kleinen Alpwirtschaft

einen Halt. Ich habe Lust auf einen Kaffee.

Aus einem Lautsprecher ertönt ein Ländler.

Kein besonders virtuoser, trotzdem merke ich

aber, dass mich diese Musik berührt. Sie passt

an diesen Ort, sie löst ein wohlig warmes und

heimatliches Gefühl aus, obschon ich im Alltag

doch eher Chopin, Liszt, Mozart oder Beethoven

höre. Bin ich etwa altmodisch? Bin ich ein unverbesserlicher

Patriot?

Schliesslich stelle ich mir eine grundsätzliche

Frage: Kann man eigentlich in der heutigen

globalisierten Welt noch ein Gefühl für Heimat

haben? Oder ist das ein alter Zopf? Gibt es das

heute gar nicht mehr, wo in Barcelona, Bogota,

Kuala Lumpur und in London die exakt gleichen

Ladenketten die Strassen säumen, wo in all diesen

Läden auch noch die gleiche Musik abgespielt,

fast überall Englisch gesprochen wird; wo

die Politik bestrebt ist, die ganze Welt in einen

Topf zu werfen; wo es in der Schweiz Schulklassen

gibt, in denen kein einziges Schweizer Kind

sitzt und wo man im eigenen Land gelegentlich

Mühe hat, sich mit jemandem zu verständigen?

Seit vielen Jahren spiele ich in einer Musikgruppe.

Wir spielen unter anderem Melodien und

Lieder aus Mexiko, Italien, Bulgarien, Paraguay,

Griechenland, Argentinien, Spanien, Rumänien

und Irland. Ich mag die Musik aus all diesen

Ländern sehr, und auch dem Publikum scheint

24 Schweizer Hausapotheke 1-2020


das zu gefallen. Doch ganz besonders heftig ist

der Applaus immer dann, wenn wir – meist unerwartet

– eine einheimische Melodie spielen. Zum

Beispiel aus dem Appenzell. Wie es scheint,

berührt Bekanntes am stärksten. Heimat ist

offenbar doch noch etwas, das den Menschen

an einem ganz tiefen Punkt berührt.

Heimat ist Identifikation

Der Begriff «Heimat» stammt übrigens aus

dem Germanischen «haima». Bis zur Mitte

des 19. Jahrhunderts war «Heimat» ein sehr

nüchterner, sachlicher Begriff und wurde ausschliesslich

im juristischen oder geografischen

Sinne gebraucht. In Amtsstuben (Polizei, Kanzlei

oder Gemeindeamt) wurde das Wort verwendet,

wenn es um den Geburtsort, beziehungsweise

den Wohnort oder um das Herkunftsland ging.

Von besonderer Bedeutung war die Heimat im

Erbrecht. Im Deutschen Wörterbuch der Brüder

Grimm (1877) wurde «Heimat» als «das Land

oder der Landstrich, in dem man geboren ist

oder bleibenden Aufenthalt hat» definiert. Der

Begriff «Heimat» verweist folglich auf eine

Beziehung zwischen einem Menschen und

seinem ihm bekannten Raum. Heimat kann also

eine Gegend sein, eine Landschaft, es kann ein

Dorf, eine Stadt oder eine ganze Nation sein.

Heimat kann sich aber auch auf eine Sprache,

eine Kultur oder auf eine Religion beziehen. Und

nicht selten, wenn wir «Heimat» meinen, ist

es eine Mischung verschiedener Faktoren: Ein

Ort mit seiner Landschaft, seiner Sprache, mit

seiner Kultur (Essen, Musik, Bräuche). Heimat

ist Identifikation. Es ist die Gesamtheit der Lebensumstände,

in denen ein Mensch aufwächst

und lebt, die einem Menschen vertraut sind, die

er kennt und die er versteht – und wohl auch

weitgehend akzeptiert und vielleicht sogar liebt.

Heimat ist folglich kein objektiver Begriff, es ist

ein subjektives Empfinden. Dabei werden wohl

jüngere Menschen, die in die bereits globalisierte

Welt hineingeboren wurden, diesbezüglich

eventuell eine andere Empfindung haben als

ältere Menschen.

Die Auflösung

Und nun zurück zu meinen Fragen: Bin ich

altmodisch? Rassistisch und fremdenfeindlich?

Bin ich ein unverbesserlicher Patriot? Nein, das

bin ich sicher nicht. Sehr gerne fahre ich ins

Ausland, bin fasziniert von fremden Sprachen,

Kulturen, Landschaften, Lebensweisen oder

klimatischen Annehmlichkeiten; ich esse gerne

italienisch und schätze alle asiatischen Gewürze;

ich habe sehr oft Kontakt mit Ausländern in

der Schweiz und habe dabei keine Berührungsängste.

Ich kenne viele sehr nette Menschen

aus aller Herren Länder – aber nur in der

Schweiz fühle ich mich wirklich zu Hause. Ich

betrachte sie als meine Heimat, hier habe ich

meine Wurzeln. Hier bin ich geboren und aufgewachsen,

hier fühle ich mich dazugehörig. Ich

sehe aber, wie sich meine Heimat seit einigen

Jahren verändert. Und zwar ganz massiv. Und

manchmal scheint mir, dass sich die Schweiz,

so wie ich sie von meiner Kindheit her kenne,

langsam, aber sicher in Luft auflöst.

«Wer im Gefängnis geboren wurde, der liebt das

Gefängnis», besagt ein griechisches Sprichwort.

Auch wenn diese Aussage überspitzt

formuliert sein mag, ändert das nichts an deren

Wahrheitsgehalt. Manchmal mache ich mir fast

ein wenig Sorgen um

mein Gefängnis …

Albin Rohrer ist Berater, Coach, Autor, Kursund

Seminar leiter sowie Musiklehrer.

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Verspannungen oder krampfartige

Schmerzen können zu gesundheitlichen

Störungen führen, deren Folgen schwer

zu erkennen sind. Unsere Lebensqualität

wird eingeschränkt, wir verlieren unsere

Gelassenheit auf Probleme zu reagieren,

sind nicht mehr wie früher belastbar und

werden zunehmend reizbar.

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Schweizer Hausapotheke 1-2020 25


Gegen Verstimmungen

Rund ein Fünftel der Menschen gleiten im Leben in ein anhaltendes psychisches Tief.

Verschiedene Arzneipflanzen wirken lindernd auf die Beschwerden.

26 Schweizer Hausapotheke 1-2020

Es gibt Tage, an denen man sich am liebsten

in den eigenen vier Wänden verkriecht und

sich lustlos und übel gelaunt fühlt. Oft haben

sich die grauen Wolken über der Psyche

am anderen Tag wieder verzogen. Wenn der

Zustand wochenlang anhält, könnte eine

Depression die Ursache sein. Die Medizin

kennt eine ganze Reihe von Anzeichen, die

auf eine krankhafte Niedergeschlagenheit

hindeuten: gedrückte Stimmung, Freudlosigkeit,

Verlust von Interessen, Antriebsschwäche,

Angstzustände, Schuldgefühle,

Schlafstörungen, markante Gewichtsveränderungen

sowie sozialer Rückzug. Nur wenn

mehrere dieser Beschwerden über Wochen

anhalten, gilt der Zustand als behandlungsbedürftig.

Eine gedrückte Stimmung ist

nicht automatisch eine Depression; sozialer

Rückzug, Schlafstörungen oder Konzentrationsprobleme

können auch andere Ursachen

haben. Wer etwa eine Abschlussprüfung

nicht bestanden oder eine Trennung erlebt

hat, braucht einige Wochen für die Verarbeitung

– ein Fall für den Arzt ist dies in der

Regel nicht.

Eine Phase des Leidens konstruktiv zu bewältigen,

gehört zum menschlichen Entwicklungsprozess

und kann zu neuer seelischer

Stärke führen. Wer an einer Depression als

Krankheit leidet, ist meistens im Alltag massiv

eingeschränkt: Konzentration und Entscheidungen

fallen schwer, alles erscheint

enorm belastend und anstrengend. Um das

pessimistische Grübeln und Gedankenkreisen

zu überwinden, braucht es oft therapeutische

Gespräche.

Nebenwirkungen sind möglich

Bei einer leichten bis mittleren Depression

kann sich zudem eine regelmässige, moderate

sportliche Betätigung stimmungssteigernd

auswirken. Öfters ist auch eine medikamentöse

Therapie angezeigt; denn eine

Depression hängt oft mit einer Stoffwechselstörung

im Gehirn zusammen. Entsprechende

Tabletten verbessern die Übertragung von

Nervenimpulsen, dadurch steigen die Stimmung

und die Unternehmungslust. Obwohl

viele Antidepressiva neueren Typs mittlerweile

gut verträglich sind, missfällt manchen

Erkrankten der Gedanke an das Schlucken

von pharmazeutischen Produkten. Ihnen bieten

sich pflanzliche Alternativen an. Das prominenteste

Beispiel ist das Johanniskraut,

dessen Wirkung wissenschaftlich gut untersucht

ist. Es ist in geringen Dosierungen

frei verkäuflich, in höheren ist eine ärztliche

Verordnung erforderlich. Heilmittel gegen

Depressionen müssen über mehrere Wochen

eingenommen werden, damit sie ihre

Wirkung richtig entfalten können: Das gilt

auch für Johanniskraut-Präparate. Zudem

gilt es zu beachten, dass sie die Wirkung anderer

Medikamente ungünstig beeinflussen

können – etwa von Blutverdünnern oder der

Antibabypille. Bei manchen Personen kann

es auch zu einer erhöhten Empfindlichkeit

gegenüber Sonnenlicht führen.

Natürliche Hilfen

Depressive Erkrankungen werden von mehreren

Beschwerden begleitet, deshalb ist eine

Behandlung mit den Wirkstoffen verschiedener

Heilpflanzen daher zweckmässig:

Johanniskraut verbessert die Stimmung,

Passionsblume löst Ängste und innere Spannungen

und Baldrian wirkt beruhigend und

schlaffördernd; dasselbe gilt auch für Hopfen

und für Orangenblüten. Lavendel seinerseits

dämpft Ängste sowie innere Unruhe; er wirkt

entspannend und schlaffördernd und ist

auch wirksam bei Magen-Darm-Störungen,

die öfters mit Angst, Stress und Nervosität

in Zusammenhang stehen. Diese Wirkung

erzielt auch die Melisse.

Eine weitere Heilpflanze bei Verstimmungen

ist Rosenwurz, die im Fachhandel in Kapselform

erhältlich ist. Auch Safran gilt als

wirksam gegen depressive Verstimmungen,

einzelne Untersuchungen bestätigen dies.

Allerdings ist im Umgang mit den roten

Fäden als Heilmittel eine gewisse Vorsicht

geboten: Überdosierungen können lebensgefährlich

sein, das Gewürz ist sehr teuer,

zudem ist auch gestreckter und gefälschter

Safran im Umlauf. Am besten lässt man sich

von einer Fachperson beraten. Auch pflanzliche

Heilmittel müssen richtig dosiert werden

und Qualitätskriterien erfüllen.

Adrian Zeller


Schönheit aus Schweizer Pflanzen

Die Pflanzenwelt der Schweiz ist

eine vielfältige Quelle für hochwertige

Wirkstoffe in der Naturkosmetik.

Die Schweiz ist bekannt für ihre

schönen Berge und Seen, aber

auch die Flora und Fauna hat viel

zu bieten. Dank verschiedenen Höhenlagen

ist die Schweiz reich an

vielfältigen Pflanzenarten, die laufend

neu auch für die Naturkosmetik

entdeckt werden.

BIOKOSMA Swiss Natural

Cosmetics verarbeitet sorgsam

ausgesuchte Schweizer Pflanzenwirkstoffe

auf schonende Art und

mit modernster Technologie. Alles

begann 1935 mit einer Zitronengesichtscreme

in einem kleinen Reformhaus

in Zürich. Bis heute werden

alle Produkte in der Schweiz,

inmitten der Bergwelt, entwickelt

und produziert. Seit den 90er Jahren

verzichtet BIOKOSMA auf Aluminiumtuben,

Parabene, Moschusverbindungen

und auf Tierversuche

am Endprodukt. Seit 2010

sind die neu entwickelten Produkte

zertifizierte Naturkosmetik (mit

NATRUE-Label) und ausgesuchte

Hauptrohstoffe stammen aus kontrolliert

biologischem Anbau aus

der Schweiz.

BIOKOSMA bietet eine hochwertige

Gesichts- und Körperpflege. Die

Produkte überzeugen bereits beim

Auftragen durch ihre geschmeidige

Konsistenz und mit ihren natürlich

anregenden Düften

Der Kollagengehalt sinkt mit dem

Alter. Falten entstehen und die

Haut ist weniger straff. Auch die

Produktion von Hyaluronsäure verlangsamt

sich, sodass die Hautzellen

weniger Wasser binden können

und die Haut trockener wird.

Die Haut stellt jetzt andere Ansprüche

an ihre Pflege.

Vital Visage ist so konzipiert, dass

sie reife Haut unterstützt und die

Regenerationskraft gestärkt wird.

reduziert nachweislich die Faltentiefe

und unterstützt die Regeneration

der Haut. Akaziengummi

glättet und festigt die Hautstruktur,

die Haut ist spürbar nachhaltig

gestrafft. Natürliche Hyaluronsäure

lässt die Haut von innen aufgepolstert

wirken.

Die Linie wird zudem mit einem

Nachtserum, einer Augencreme

und einer festigenden Gesichtsmaske

ergänzt.

biokosma.ch

Andrea Loretan ist dipl. Drogistin

HF und arbeitet als Filialleiterin

im Egli Biofachgeschäft

an der Löwenstrasse

in Zürich.

Die neuste Linie des BIOKOS-

MA Sortiments ist die festigende

Gesichtspflegelinie VITAL VISAGE

mit BIO-Sommerflieder und

BIO-Edelweiss aus der Schweiz.

Wir können die Zeit nicht zurückdrehen

– aber mit der Hilfe von

hochwirksamen Power-Pflanzen

aus der Schweiz, wie dem BIO-

Sommerflieder und BIO-Edelweiss,

sowie wirksamer, natürlicher Hyaluronsäure

und dem Anti-Aging-

Wirkstoffkomplex Nectapur kann

die Haut angeregt werden, Feuchtigkeit

zu bewahren und ein gestrafftes

Hautgefühl zu haben.

Die festigende Tagescreme versorgt

reife Haut optimal mit Feuchtigkeit.

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Schweizer Hausapotheke 1-2020 27


Heuschnupfen natürlich bekämpfen

Spagyros Ribes nigrum® Mundspray

Wenn uns in diesem Frühjahr länger

die eisige Hand des Winters

in seinem lähmenden Griff hatte,

zeigen sich jetzt die Zeichen des

Frühlings. Damit beginnen aber für

Heuschnupfen geplagte Menschen

schwierige Zeiten. Arzneimittel

aus den Knospen der Schwarzen

Johannisbeere können dabei helfen.

Sie sind winzig klein und es

braucht viel Fingerspitzengefühl,

sie zu ernten. Die geballte Energie,

die in Pflanzenknopsen steckt,

wird erst später offensichtlich. In

ihnen steckt alles, was die Pflanze

am Ende ausmacht.

Die Gemmotherapie macht das

«Lebendigste» der Pflanzen als

Regenerations- und Heilkraft für

den Menschen nutzbar. «Gemmo»

ist lateinisch und bedeutet nichts

anderes als Knospe. In den frischen

Knospen der Pflanzen stecken deren

Lebens- und Wachstumskräfte,

welche reich an pflanzlichen

Wachstumsfaktoren sind. Heuschnupfengeplagte

kennen und

schätzen die Wirkung der Triebspitzen

der Schwarzen Johannisbeere

«Ribes nigrum» seit Jahren.

Spagyros Ribes nigrum® hilft aufgrund

seiner entzündungshemmenden

Eigenschaften bei allen

Formen akuter Entzündungen. Sie

Spagyros Ribes Nigrum®

Mundspray

Mit viel Fingerspitzengefühl werden

die Knospen im Frühjahr von

Hand gelesen.

werden bei der Behandlung von

Halsschmerzen, Erkältungskrankheiten

und bei Heuschnupfengeplagten

sehr geschätzt. Schon

mit 3 mal 3 Sprühstössen täglich

auf die Mundschleimhaut können

beachtliche Erfolge erzielt werden.

Während der ersten 48 Stunden

kann Ribes nigrum bis zu zehnmal

täglich angewendet werden.

Das Schweizer Unternehmen

Spagyros stellt diese Essenzen in

reiner Handarbeit her. Mit grosser

Sorgfalt werden die frischen, einheimischen

Pflanzenknospen von

den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

in der freien Natur oder aus

biologischem Anbau gesammelt

und zu hochwertigen Arzneimitteln

verarbeitet.

Die überaus hohe Weiterempfehlungsrate

der Arzneimittel zeugt

von einer aussergewöhnlichen

Kundenzufriedenheit. Dem angenehmen

Geschmack, der sehr einfachen

Handhabung und der problemlosen

Dosierung als Mundspray

ist es zu verdanken, dass

die Akzeptanz, auch bei Kindern

und älteren Menschen, sehr gut ist.

Spagyros Ribes nigrum® Mundspray

ist in Apotheken oder Drogerien

erhältlich.

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28 Schweizer Hausapotheke 1-2020


Angehörige

von psychisch erkrankten Menschen

Angehörige erhalten von der

Beratungsstelle der PZM Psychiatriezentrum

Münsingen AG professionelle

Unterstützung im Umgang

mit psychisch kranken Angehörigen.

Die Beratungsstelle richtet

sich auch an Angehörige von Personen,

die nicht oder nicht mehr

im PZM behandelt werden und

trägt damit zur Prävention und

Früherkennung von psychischen

Störungen bei.

Soziale und familiäre Beziehungen

sind für Menschen mit psychischen

Störungen besonders wichtig. Ihre

Angehörigen sowie Freunde und

Bekannte tragen oft zum positiven

Verlauf der Behandlung bei.

Dadurch sind sie gefordert, häufig

auch überfordert. Menschen mit

einer psychischen Erkrankung

werden überdies immer noch von

der Gesellschaft stigmatisiert und

mit ihnen auch ihre Angehörigen.

Damit sie gesund bleiben und die

Herausforderungen besser bewältigen

können, bietet das PZM

professionelle Unterstützung an.

Die Kontaktaufnahme mit der Beratungsstelle

ist oft ein wichtiger

Schritt in Richtung Hilfe und Selbsthilfe.

Reden hilft Angehörigen

Die Erfahrung zeigt: Angehörige

fühlen sich entlastet, wenn sie über

die Erkrankung reden können und

informiert werden. Es hilft ihnen, in

den Behandlungsprozess einbezogen

zu werden und sich mit anderen

betroffenen Angehörigen auszutauschen.

Die Lebensqualität der

Familie und des Umfelds verbessert

sich, wenn Angehörige hilfreiche

Strategien erlernen, um

Krisen zu meistern. Die Beraterinnen

des PZM beantworten am

Telefon Fragen zur Erkrankung,

deren Auswirkung und darüber,

was Angehörige für Betroffene

und für sich selber tun können.

Denn Angehörige können dann

am besten helfen, wenn sie auch

zu sich selbst Sorge tragen. Die

Fachpersonen informieren über

verschiedene Therapiemöglichkeiten

und geben Tipps zum Verhalten

in schwierigen Situationen.

Zudem bietet die Beratungsstelle

Angehörigentreffen unter fachlicher

Leitung an und vermittelt

Adressen von Selbsthilfegruppen

und anderen Gruppenangeboten.

Die Leistungen der Beratungsstelle

sind kostenlos.

Beratungsstelle für Angehörige

Beratungstelefon: 031 720 83 70

E-Mail: angehoerige@pzmag.ch

Beratungszeiten:

Montag bis Donnerstag, 10 bis

12 Uhr; Dienstag zusätzlich

14 bis 16 Uhr

Individuelle Beratungsgespräche

werden flexibel vereinbart, auch

ausserhalb der Zeiten des Beratungstelefons.

Anmeldungen für

die Angehörigentreffen werden

über das Beratungstelefon entgegengenommen.

Die Angehörigenberatung PZM

ist Mitglied des Netzwerks

Angehörige Psychiatrie NAP,

angehoerige.ch, und bei der Vereinigung

Angehöriger psychisch

kranker VASK,

vaskbern.ch

Treffen für Angehörige

Treffen für Angehörige unter fachlicher

Leitung ermöglichen es

diesen, Fragen zu stellen, persönliche

Erfahrungen einzubringen und

sich in einem offenen Gespräch

mit anderen betroffenen Angehörigen

auszutauschen. Die Teilnahme

ist kostenlos.

Für Angehörige von Menschen mit

Psychosen:

Mittwoch, 26. Februar

Mittwoch, 11. März

Mittwoch, 25. März

Mittwoch, 8. April

Mittwoch, 22. April 2020,

jeweils 18.30 bis 20.30 Uhr im PZM.

PZM Psychiatriezentrum

Münsingen AG

Das Psychiatriezentrum Münsingen

gehört zu den grössten psychiatrischen

Kliniken in der Schweiz.

Jährlich werden über 3000 psychisch

erkrankte Erwachsene behandelt. Die

Therapieschwerpunkte liegen in den

Fachgebieten Depression und Angst,

Psychose und Abhängigkeit sowie

Alters- und Neuropsychiatrie.

Für Angehörige von Menschen mit

Depressionen sowie Angst- oder

Persönlichkeitserkrankungen:

Dienstag, 10. März

Dienstag, 24. März

Dienstag, 7. April

Dienstag, 21. April

Dienstag, 5. Mai

Dienstag, 19. Mai 2020,

jeweils 18.30 bis 20.30 Uhr

im PZM.

Für Angehörige von Menschen mit

einer Suchterkrankung:

Mittwoch, 29. Januar

Mittwoch, 15. April

Mittwoch, 22. April

Mittwoch, 29. April

Mittwoch, 24. Juni

Mittwoch, 1. Juli

Mittwoch, 8. Juli

Mittwoch, 4. November

Mittwoch, 11. November

Mittwoch, 18. November 2020,

jeweils 19.30 bis 21.30 Uhr

im PZM.

Angehöriger psychisch kranker

VASK, vaskbern.ch

Schweizer Hausapotheke 1-2020 29


Haut und Psyche

Psychosomatische Aspekte von Hautkrankheiten sind bereits seit vielen Jahren bekannt. Die Erforschung

der «Psychodermatologie» hat dabei einen erstaunlichen Fundus an Wissen hervorgebracht.

Leider hinkt deren Anwendung im ärztlichen Alltag noch hinterher.

Der aufmerksame Arzt wird bestätigen, dass

eine genaue Befragung seiner Patienten häufig

einen Zusammenhang zwischen psychischen

Belastungen und einem Aufflammen von Hautsymptomen

wie Juckreiz oder Rötung aufzeigt.

Doch wann sollten Hautkranke an die Psyche

denken?

Ekzeme

Ekzeme gehören zu den häufigsten Hautkrankheiten

und betreffen je nach Studie bis zu 20

Prozent der Bevölkerung. Dabei handelt es sich

um eine Gruppe entzündlicher, nicht-infektiöser

Hautkrankheiten unterschiedlicher Ursache.

Sie sind in Bezug auf Aussehen, Lokalisation

und Ursache äusserst vielfältig. Durch die Entzündung

kommt es zu Hautrötung, Bläschenbildung,

Nässen, Krustenbildung und Schuppung.

Die Hautbarriere wird so gestört und Betroffene

leiden unter Juckreiz, schuppender Haut und

schubweisen Verläufen. Bezogen auf ihre Ursache

werden sie in allergische, toxische und

atopische Ekzeme (Neurodermitis) eingeteilt.

Entsprechend gestaltet sich die Behandlung,

nämlich durch Weglassen von Auslösern (Reizstoffe

oder Allergene), Hautschutz, Rückfettung–

und bei ausbleibender Besserung das entzündungshemmende

Kortison. Aber nicht immer

lässt sich eine Ursache identifizieren, und nicht

selten kehrt das Ekzem nach der Behandlung

wieder zurück.

Lässt sich keine äussere Ursache feststellen

oder spricht die Therapie nicht an, lohnt es sich,

auch die Lebensumstände zu erkunden. Denn

häufig spielen sogenannte «psychosoziale

Faktoren» eine Rolle. Diesen Zusammenhängen

widmet sich das Gebiet der Psychodermatologie

und erforscht schon seit den 70er Jahren

die Wechselwirkung zwischen Haut und Psyche.

Denn zwischen Entzündung und Stress gibt

es enge Zusammenhänge. Besonders für

Neurodermitis und Schuppenflechte wurde dies

schon weitgehend nachgewiesen. Die folgende

Geschichte veranschaulicht, wie sich dies abspielen

kann.

Ein Fallbeispiel

Nadine* ist Anfang fünfzig und leidet seit wenigen

Wochen unter einem juckenden Ekzem

am rechten Handrücken. Bisher hatte sie nie

Hautkrankheiten oder Allergien und hat auch

keine neuen Reizstoffe wie neue Waschmittel,

Kosmetika oder Handschuhe verwendet. Sie ist

sonst gesund und geht nur selten zum Arzt. In

letzter Zeit hatten sich jedoch Erschöpfung und

Schlafprobleme eingestellt. Sie war oft müde,

kraftlos und neigte zu Gedankenkreisen und

Wutausbrüchen. Der Dermatologe stellte an der

Hand ein «Nicht-irritatives, nicht-allergisches

Ekzem» fest – also ein Ekzem unklarer Ursache

– und verschrieb ihr ein Kortisonpräparat.

Vor dem Kortison hatte sie jedoch Respekt und

behandelte ihre Haut mit Kokosöl und frischem

Aloe Vera-Extrakt, leider ohne Besserung. Bei

der genaueren Erkundung der Lebensumstände

fielen erhebliche Belastungen auf. Viele Jahre

hatte sie als Alleinerziehende im «Überlebensmodus»

zwischen Arbeit und Erziehung verbracht.

Sie war oft auf sich gestellt gewesen, für

Hobbies und Sport blieb keine Zeit. Nun bahnte

sich ein neuer Lebensabschnitt an. Ihre Kinder

waren vor Kurzem ausgezogen und sie spielte

mit dem Gedanken, selbst umzuziehen und ihr

Heim zu verkaufen. Ihre Angehörigen waren

von ihrer Idee wenig begeistert. Über 20 Jahre

hatte sie in dem Haus gelebt und es damals auf

dem Familiengrundstück gebaut. Vom Zeitpunkt

des Auszugs aus dem Haus bis zum Verkauf

dauerte es zwei Jahre. Das Ekzem fiel in die

Schlussphase. Kurz nach Unterzeichnung des

Verkaufs bildete sich das Ekzem zurück, ganz

ohne Kortison. Handeln war angezeigt gewesen

und die Hand hatte gejuckt.

Bei dieser ganzheitlichen Sicht fallen mehrere

stressbezogene Symptome wie Erschöpfung,

Schlafstörungen und Gedankenkreisen auf. Auf

körperlicher Ebene gehen solche Symptome

in der Regel mit leichtgradigen Entzündungsprozessen

einher. Messbar sind diese im Alltag

leider nicht, aber das Puzzle aus Symptomen

und Geschichte ergibt ein Bild, das sich psychosomatisch

einordnen lässt und mit der Hautentzündung

einhergeht.

Wie der Stress in die Haut kommt

Zusammenhänge zwischen Stress und der

Haut liessen sich bisher sowohl in Bevölkerungsuntersuchungen

als auch molekular

auf Ebene des Nerven- und Immunsystems –

«psychoneuroimmunologisch» – nachweisen.

Hautkrankheiten können die Psyche stark

in Mitleidenschaft ziehen. Betroffene leiden

überdurchschnittlich häufig unter Depressionen

und Ängsten. Umgekehrt kann die Psyche aber

auch die Haut belasten. Beispielsweise ist im

Vorfeld der Entwicklung von Neurodermitis,

Psoriasis oder malignen Melanomen vermehrt

ein psychisches Trauma nachzuweisen. Dass

Stress entzündliche Hautkrankheiten begünstigen

kann, gilt als mittlerweile gesichert, obwohl

dies wissenschaftlich schwerer zu erfassen ist.

Trotzdem sind diese Erkenntnisse sowohl Ärzten

als auch Patienten nur wenig bekannt. Auch

mangelnde Erfahrung im Umgang mit psychischer

Belastung, Angst vor Stigmatisierung

oder Zeitmangel können dazu beitragen, nur die

Haut und nicht den Menschen zu behandeln.

Zum besseren Verständnis ein paar gesicherte

Fakten:

30 Schweizer Hausapotheke 1-2020

> Auf jeder Immunzelle in und unter der Haut

befinden sich Rezeptoren für Stresshormone.

Bei jeder Stressreaktion reagiert auch

das Immunsystem mit. Psyche und Haut

sind so über Nerven und Immunsystem

eng verknüpft.

> Bei chronischem Stress – seien es Traumatisierung,

Angst oder Depressionverschiebt

sich das Gleichgewicht des


Immunsystems. Es kommt zu einer peripheren,

nicht zellulären Entzündung, welche

pro-allergen und pro-autoimmun wirkt. Man

spricht von «stressverstärkter Entzündung».

> Bei Neurodermitis wird unter psychosozialer

Belastung in bis zu 50 Prozent eine

Hautverschlechterung beobachtet. Bei

akutem Stress stellt sich diese in der Regel

innert 24 Stunden ein. Bei Psoriasis kann

diese zeitliche Verzögerung bis zu drei

Wochen dauern.

> Traumatische Lebensereignisse sind mit

einem erhöhten Auftreten von Neurodermitis,

Psoriasis oder Hauttumoren in einem Zeitfenster

von etwa sechs Monaten verbunden.

Entzündungsfördernde Faktoren

Allergene

> Kontaktallergene

> Nahrungsmittel

> Aeroallergene (Pollen,

Hausstaubmilben)

Mikroben

> Bakterien

> Pilze

> Viren

Hautentzündung

Psyche

> Alltagsstress

> Ängste

> Konflikte

> Schlafstörungen

> etc.

Irritation

> Chemikalien

> Mechanische Belastung (Kratzen)

> Detergenzien

Ratschläge für den Alltag

1. Reagiert Ihre Haut auf Stress?

> Oft, aber nicht immer spielt die Psyche mit.

Daher lohnt es sich, rückblickend bis zu

einem halben Jahr vor einer neuen Hauterkrankung

oder Verschlimmerung einer

bestehenden Hauterkrankung auf psychische

Belastungen zu achten.

> Liegen andere stressbezogene Symptome

vor, wie zum Beispiel Schlafstörungen, chronische

Müdigkeit oder Stimmungsschwankungen?

2. Was können Sie tun? Alles, was Stress

reduziert, reduziert auch eine Entzündung.

Das ist gut belegt für moderaten Ausdauersport,

Entspannungsübungen wie etwa

autogenes Training oder Meditation, aber

auch ausreichend Schlaf und soziale Unterstützung.

3. Wenn Sie erkennen, dass Ihre Hauterkrankung

auf psychische Probleme zurückgeht,

sollten diese auch entsprechend erkannt

und fachkompetent – ärztlich psychosomatisch,

psychologisch – mitbehandelt werden.

* Name geändert

Dr. med. Marc Fouradoulas

FMH Allgemeine Innere Medizin

und Psychosomatik, SAPPM

Badenerstrasse 75, 8004 Zürich

drmf.ch

Schweizer Hausapotheke 1-2020 31


Mutig

sein

Es ist nun einmal so: In gewissen Lebenssituationen sinkt uns – salopp

ausgedrückt – das Herz in die Hose. Uns verlässt die Courage oder eben der

Mut. Wir geraten ins Stocken, hintersinnen unser Unterfangen, suchen

Ausreden, weshalb wir dieses oder jenes nun doch nicht anpacken wollen,

schieben Entscheidungen auf die lange Bank oder gehen zwischenmenschlichen

Konflikten aus dem Weg.

Die Liste könnte wohl noch x-beliebig weitergeführt

werden – wir alle kennen solche

Situationen. Mut. Ja, was ist das eigentlich?

Ist es ein Gefühl, ein Wert, eine Tugend oder

ein Charakterzug? Kann man mutig sein lernen?

Warum verbinden wohl die meisten von

uns dieses Wort mit einem eher mulmigen

Gefühl, setzen es gar gleich mit Angst oder

attributieren es mit der Vorstellung, sich aus

der Komfortzone zu bewegen? Ich möchte

Sie in diesem Beitrag einladen, sich auf meine

persönlichen Gedanken zum Thema Mut

einzulassen und sich im Anschluss vertieft

mit Ihrer Gefühlswelt auseinanderzusetzen.

Sie müssen

nicht immer

müssen!

zum kalt oder

warm Trinken

Medizinprodukt zur Akutbehandlung

und Vorbeugung von

Blasenentzündungen.

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künstliche Farb-, Aroma- oder

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32 Schweizer Hausapotheke 1-2020

Selbstzweifel und Ideen auf Papier

Ende des letzten Jahres stand ich vor einer

wichtigen Entscheidung: Wage ich den

Schritt in die Teilselbstständigkeit als freie

Autorin? Würden meine Texte auf Anklang

stossen? Schaffe ich es, meinen Traum, ein

Kinderbuch zu verfassen, zu verwirklichen?

Würde diese Idee inhaltlich ankommen?

Wie würde mein virtueller Auftritt aussehen?

Selbstzweifel kamen trotz zahlreicher positiver

Rückmeldungen aus meinem beruflichen

und privaten Umfeld immer wieder auf. Mit

dem Gedanken der Teilselbstständigkeit

befasse ich mich bereits seit einigen Jahren.

Immer wieder sagte ich mir, dass ich noch

mehr Erfahrung sammeln müsse, der richtige

Moment noch kommen und ich dann

schon irgendwann Zeit finden würde, diesen

Schritt beherzt zu machen.

Merken Sie etwas? Ich schreibe im Konjunktiv

– sprich in der Möglichkeitsform, unverbindlich,

vage und ausweichend. Irgendwann

setzte ich mich an meinen Schreibtisch und

hielt schriftlich fest, wie meine nächsten

Schritte in Richtung Teilselbstständigkeit

aussehen sollten. Glauben Sie mir, es ist

ein kniffliger Prozess, das Gedankliche ins

Stoffliche zu übertragen. Das, was sich so

logisch, ja gar simpel in meiner Gedankenwelt

abspielte, brauchte Hirnschmalz,

Durchhaltewillen und viel Energie, um alles

schlüssig zu Papier zu bringen. Ich schrieb

auf, was ich bereits erreicht hatte und wohin

mich meine Reise führen sollte. Wie viel Zeit

möchte beziehungsweise kann ich neben

meinem Vollzeitjob investieren? Wann erhole

ich mich? Worüber möchte ich schreiben,

was zeichnet mich aus, welche Themen

bewegen mich und, ebenso wichtig, welche

Themen interessieren meine potenzielle

Leserschaft? Schreibe ich entgeltlich und/

oder unentgeltlich? Wie möchte ich mich

nach aussen präsentieren und positionieren?

Das sind nur einige der Punkte, die ich

an jenem Tag für mich visualisierte.

Immer konkreter

Wissen Sie, was während dieses Prozesses

interessant war? Ich hatte Herzklopfen!

Nicht nur vor Aufregung, sondern auch aus

Respekt vor meinem Unterfangen. Plötzlich

konkretisierte sich etwas ganz Persönliches,

etwas, was mir wichtig und ein Bedürfnis

ist: Ich möchte Menschen mit dem, was ich

zu sagen habe, begeistern, berühren, auf

gedankliche Reisen entführen, zum Diskurs

und Nachdenken animieren, ein Lächeln

aufs Gesicht zaubern und die Vielfältigkeit

des geschriebenen Wortes aufzeigen. Ich

möchte der anspruchsvollen Leserschaft

gerecht werden: Meine Texte sollen die

Hektik des Alltags für einen Augenblick in

den Hintergrund treten lassen; der mentale

Fokus soll ungestört beim geschriebenen

Wort verweilen, die mentale Auszeit soll im

Vordergrund stehen.

So konkret und klar sich meine Vision

liest, so schwer war doch der Weg von der

Kopfgeburt bis zur realen Umsetzung. Ich erinnerte

mich an mein kommunikationspsychologisches

Studium, in welchem etwa der

bekannte deutsche Psychologe und Kommunikationswissenschaftler

Friedemann Schulz

von Thun das «innere Team» vorstellte und

dort die Rede von den inneren Widersachern

war: Wenn diese «inneren Stimmen» zu laut

würden, sich zankende, nicht einig werdende

«Teamspieler», die zu allem Übel gegensätzlicher

nicht sein könnten (zum Beispiel

kleiner Feigling versus mutiger Ritter), dann

würde das Individuum wohl irgendwann

verzweifelt ausrufen: «Ach, zwei Seelen

schlagen in meiner Brust! Ich bin hin und her

gerissen; was soll ich nur tun?» Entscheidungen

brauchen ruhige Reflexionszeit, ein

Abwägen, ob das Angedachte realistisch ist

oder sich in der eigenen Fantasie besser anfühlt

als in der Realität. Es braucht Freunde

und Experten, die mit einem neutralen Ohr

zuhören und kritische Fragen stellen. Und

auch das, liebe Leserschaft, Kritik zu äussern


Abwehrstark

durch die Winterzeit mit naturreinen ätherischen Ölen

Ein Kribbeln in der Nase, ein leichtes

Kratzen im Hals, ein unangenehmes

Kältegefühl. Wer kennt sie nicht,

die typischen Anzeichen einer beginnenden

Erkältung. Mit naturreinen

ätherischen Ölen hält die Natur

wunderbare Helfer für unsere Abwehrkräfte

bereit.

Die ätherischen Öle Eucalyptus

radiata und Thymian linalool lindern

Beschwerden bei Erkältungskrankheiten

aller Art. Insbesondere für

die Behandlung von Schnupfenund

Hustensymptomen sind es

zwei hilfreiche Produkte. Eukalyptus

radiata und Thymian linalool eignen

sich auch bestens in der Kinderheilkunde,

beide sind besonders mild

und gut verträglich.

Thymian linalool ist zwar ein mildes

ätherisches Öl, hat aber eine starke,

breitgefächerte Wirkung gegen

krankmachende Keime. Es unterstützt

den Atemtrakt, wirkt schleimlösend

und lindert bei langwierigen

Erkältungen. Eucalyptus radiata

lässt uns tief durchatmen. Der

schöne Wellnessduft wirkt entzündungshemmend

und öffnend auf die

Atemwege. Bei einer beginnenden

Erkältungskrankheit eingesetzt, vermag

er die Keime abzuwehren. Die

beiden Öle werden zum Teil direkt

über die Lunge ausgeschieden, passieren

also genau ihr Einsatzgebiet

und entfalten die Wirkung gleich vor

Ort. In der Produktelinie «Abwehrstark»

der Aromalife AG werden die

beiden Öle kombiniert als Mischung

eingesetzt. «Abwehrstark» ist als

Duftmischung 10 ml und als Aromaspray

in zwei Grössen (30 ml & 75 ml)

erhältlich.

Die Anwendung ätherischer Öle ist

einfach und angenehm. Sie sollten

aber stets bewusst und achtsam verwendet

werden. Dieser Grundsatz gilt

für Kinder wie auch für Erwachsene.

Geben Sie zwei bis drei Tropfen

des gewünschten ätherischen Öls

(Eucalyptus radiata oder Thymian

linalool) oder der Duftmischung «Abwehrstark»

auf ein Taschentuch und

atmen sie tief ein. Zuhause eignet

sich die Anwendung im praktischen

Aromalife DAO Aromastecker. Mittels

Kaltvernebelung ermöglicht er eine

gleichmässige Diffusion der ätherischen

Öle und sorgt für ein Wohlfühlklima.

Der DAO Aromastecker

mit Schwenkadapter (Anpassung

an alle Arten von Steckdosen) ist

zur Anwendung von 100 Prozent natürlichen

ätherischen Ölen in 10 ml-

Flaschen geeignet.

Nur unverfälschte, unverdünnte Rohstoffe

in bester Qualität können ihre

volle Kraft entfalten.

Praktische Tipps

Zur Raumdesinfektion: 3 bis 6 Tropfen

Duftmischung «Abwehrstark», ätherisches

Öl Eucalyptus radiata oder

Thymian linalool in einen Aromaver-

nebler, in die Duftlampe oder auf den

Duftstein geben, oder im Aromastecker

DAO anwenden.

Für eine freie Nase: Mehrmals täglich

2 bis 3 Sprühstösse Aromaspray

«Abwehrstark» in den Raum und direkt

auf das Schlafkissen sprühen oder

1 Tropfen ätherisches Öl oder Duftmischung

«Abwehrstark» auf ein Taschentuch

geben und daran riechen.

Zur Regeneration: 30 bis 50 Tropfen

Thymian linalool oder Eucalyptus

radiata in das Aromalife BASIS Duschbad

geben und ein Vollbad geniessen.

Lassen Sie sich in Ihrem Fachgeschäft

beraten.

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Schweizer Hausapotheke 1-2020 33


aucht Mut – und von der Empfängerseite

Mut, sich dieser zu stellen.

Besonnen in die Umsetzung

In meiner Umsetzungsphase begleitete mich

eine ganz wichtige Tugend: die Besonnenheit.

Ich gehöre wahrlich nicht zu den Menschen,

die risikofreudig sind und bei jeder sich bietenden

Gelegenheit lospreschen. Ich wäge

lieber in Ruhe ab und treffe innert angemessener

Bedenkzeit eine Entscheidung. Ich

berufe mich auf meine vielfältigen Erfahrungen,

reflektiere, was das Endergebnis meiner

Entscheidungsfindung war, welche Folgen

damit verbunden waren und beziehe immer

auch meinen Instinkt und mein Bauchgefühl

mit ein. Ich bin der Meinung, dass der heute

vorherrschende opportunistische Zeitgeist

ebenso Mut von uns einfordert, eine individuelle

Entscheidung zu treffen und die Konsequenzen

dafür zu tragen; mit Persönlichkeit

einzustehen, wenn kritischer Gegenwind

um die Ohren pfeift und, ebenso wichtig,

sich über die Lorbeeren zu freuen, wenn aus

der Sicht anderer etwas als gelungen gilt.

Sich beherzt aus der eigenen Komfortzone

hinauszubewegen, nicht wissend, was einen

erwartet, ist mutig. Ich möchte Ihnen an

dieser Stelle die Frage stellen, welches Gefühl

sie verspürten, als Sie letztmalig eine aus Ihrer

Sicht mutige Entscheidung fällten, einen

für Sie bedeutungsvollen Schritt aus Ihrer

Komfortzone machten oder sich aus einer mit

Angst verbundenen Situation befreiten?

Genau! Ich bin mir sicher, dass Sie zustimmen,

dass Sie ein Gefühl des Stolzes, der

Erleichterung, ja gar der Leichtigkeit und des

Glücks verspürten. Es ist dieser euphorische

Moment des persönlichen Triumphs, des

«ich-kann-es-wenn-ich-es-will». Sich exponieren

heisst, etwas wagen, über sich hinauswachsen,

Risiko eingehen, Mut beweisen.

Ungeachtet der Tatsache, ob das Experiment

im gesellschaftskontextuellen Massstab

gelingt oder nicht: Unsere persönliche

und/oder fachliche Erfahrungskurve zeigt

nach oben; wir haben unser Selbstbewusstsein

gestärkt und unser Selbstwert steigt. Wir

dürfen stolz sein; denn einen Fuss auf unbekanntes

Terrain zu setzen, braucht Mut.

Für seine Meinung einstehen

Ich persönlich bin stolz auf mich. Ich bin mit

Herzblut dabei, mein kleines, aber feines

Schreibatelier aufzubauen, neue Texte zu

publizieren und für deren Inhalt einzustehen.

Ich möchte teilweise kritische Fragen in die

virtuelle Diskursarena meiner Website und

meines Blogs stellen und – wie bereits angesprochen

– zum aktiven Mitreden und interessierten

Austauschen animieren. Schauen

wir auf die weltpolitischen Debatten, stechen

doch immer wieder mutige Protagonisten

heraus, die sich wagen, für ihre Meinung,

ihre Ideen, ihre Überzeugungen einzustehen

und sich der lobenden oder kritischen

Öffentlichkeit stellen. Ich zolle all jenen

Respekt, die sich beherzt an ein disperses

Publikum wenden und möchte mit diesen

Zeilen ebenso ermutigend schliessen, dass

es sich um des eigenen Entwicklungsweges

lohnt, mutig zu sein. Die Meinung eines Jeden

ist relevant. Es ist der Anspruch unseres

gesellschaftspolitischen Systems, sich frei

zu äussern und in den angeregten Diskurs

zu treten.

Simone Jacober

Verstopfte oder laufende Nase im Winter?

Von einem klassischen Erkältungsschnupfen

ist die Rede, wenn sich

die Nasenschleimhaut entzündet

und anschwillt. Dadurch werden

die Nasenatmung und der Sekretabfluss

erschwert. Wenn es in

den Nasen nebenhöhlen zu einem

übermässigen Sekretstau kommt,

spricht man von einer Sinusitis.

Druckgefühl und Schmerzen im

Bereich der Nebenhöhlen, Bildung

von zunehmendem und zähflüssigem

Nasensekret sind dafür charakteristisch.

SANACURA ® Nasenspray mit natürlichen

Komponenten – für eine Tiefenreinigung

der Nasennebenhöhlen

mit abschwellender Wirkung.

Das Nasenspray basiert auf einer

hypertonischen Meerwasserlösung

(2,2 %) aus der Bretagne mit

Pflanzenextrakten aus Aloe Vera

und Schwarzer Johannisbeere,

ätherischen Ölen aus Bergkiefer,

Zitrone und Australischem Teebaum.

Die hypertonische Lösung verursacht

beim Kontakt mit der Nasenschleimhaut

eine Wassersekretion

(Osmose). Dabei wird der

angehäufte, zähflüssige Schleim

verflüssigt, was zur Normalisierung

der angeschwollenen Nasenschleimhaut

beiträgt. Zudem werden

der Selbstreinigungsmechanismus

der Nase verbessert und

die Entfernung von Viren, Bakterien,

Pollen, Makro- und Mikropartikeln

begünstigt.

Die natürlichen Komponenten

wirken befeuchtend, pflegend,

lindernd und erleichtern die

Nasenatmung.

Das SANACURA Nasenspray

eignet sich im Winter wie auch

im Frühjahr als unterstützende

Behandlung

• bei saisonal bedingten Schnupfen

(Erkältung und Heuschnupfen)

• bei Sinusitis und Entzündungen

der Nasenschleimhaut

• nach chirurgischen Eingriffen

Das Nasenspray enthält keine gefässverengenden

Mittel Die natürliche

Wirkung der Pflanzenextrakte

und der ätherischen Öle biologischen

Ursprungs machen das

SANACURA Nasenspray zu einem

gut verträglichen Produkt, dessen

häufiger Gebrauch keine Angewöhnung

und keine Gefahr von «Arzneimittel-Rhinitis»

mit sich bringt.

Medizinprodukt, erhältlich in Ihrer

Apotheke oder Drogerie.

34 Schweizer Hausapotheke 1-2020


Akzeptieren –

und geniessen

Anstatt zu fordern, sich zu zerfleischen oder gar zu trennen, geht es in

einer Beziehung darum, das Anderssein gegenseitig zu akzeptieren und

sich mit respektvoller Liebe zu begegnen. Ganz besonders wichtig ist

stets die Kommunikation: Wünsche sollten klar und verständlich

geäussert, individuelle Grenzen mutig gesetzt und solche auch

zugelassen werden.

Bei uns sind Paarbeziehungen heute in der

Regel frei gewählte Beziehungen. Da oftmals

keine äusseren Umstände mehr vorhanden

sind, die das Paar zusammenhalten lassen

(wie etwa religiöse Überzeugung, elterlicher

Druck oder finanzielle Zwänge), haben beide

Partner meist sehr hohe Ansprüche an die

geführte Beziehung. Viele orientieren sich

an romantischen Liebesbeziehungen und

wünschen sich in der Regel gemeinsame

Interessen und Aktivitäten, gegenseitiges

Verständnis, Geborgenheit, Intimität oder

ähnliche Zukunftsvisionen. Im Zentrum steht

eine Beziehung, in welcher sich die Partner

individuell, aber auch gemeinsam entwickeln

können; damit beide Partner glücklich sind,

sollten einerseits die eigenen Bedürfnisse,

Gefühle, Veränderungswünsche und Zukunftsvisionen

wahrgenommen, diese einander

aber auch offen kommuniziert werden.

Ein inneres Bedürfnis

Wenn sich Menschen auf die Suche nach

einem Gegenüber machen, so geschieht

das nie ohne Grund. Egal, um welche Art von

Beziehung es sich handelt: Es gibt etwas,

das uns am Gegenüber anzieht, das ihn oder

sie so attraktiv macht, eine Sehnsucht, ein

Wunsch oder einfach ein Bedürfnis. Unsere

Bedürfnisse können dabei sehr facettenreich

sein. Zentral ist jedoch zumeist der Wunsch

Seit 50 Jahren entwickelt und produziert

die Esro AG in Kilchberg bei

Zürich innovative und nachhaltige

Mundhygiene-Lösungen.

Die hauseigene Marke paro® ist mittlerweile

rund um den Globus vertreten.

Das ausgewogene Portfolio lässt

für die häusliche Mundhygiene keine

Wünsche offen und setzt sich aus

drei Kernbereichen zusammen:

1. Zahnpasten und

Mundspülungen

SLS-freie Aminfluorid Zahnpasta

mit Panthenol für optimalen Kariesschutz

und Stärkung des Zahnfleisches,

Mundspülung für den

täglichen Gebrauch sowie eine

CHX-Spülung mit Xylitol. Beide

Mundspülungen sind ohne künstliche

Farbstoffe und frei von Alkohol.

2. Zahnzwischenraum Reinigung

Weltweit einzigartig ist der paro

slider. Mit ihm wird der Zahnzwischenraum

erfühlt und mittels

eines Schiebeknopfes die

Interdentalbürste gezielt in den

Pionier in der Mundhygiene

Zahnzwischenraum geschoben: feel

it – clean it! Mehr unter: paroslider.com

Nebst den traditionellen, FSC zertifizierten

Lindenzahnhölzern bieten

die Interdentalbürsten-Systeme von

paro eine Vielfalt von Formen und

Grössen an. Der paro brush-stick

besticht durch den metallfreien Aufbau

und die Einfachheit in der Anwendung.

3. Zahnbürsten

Die paro Zahnbürsten zeichnen sich

durch ihre optimal auf die Anwendung

abgestimmten Filamentstärken aus.

Wundpflege: mega-soft; für Plaque

Entfernung: ultra-soft, soft und medium.

Das Markenzeichen ist der gut

in der Hand liegende Diamantgriff

und die Einbüschel-Bürste am hinteren

Griffende, welche auch durch

Interdentalbürsten des paro isola

F-Systems ausgetauscht werden

kann.

Mit der paro sonic Schallzahnbürste

ist es paro gelungen, einen weiteren

Innovationsschritt zu tätigen.

Studien der Universität Zürich belegen,

dass dank des Kopfdesigns und

den gewählten Borsten die Schallzahnbürste

schonend zum Zahnfleisch

und zur Zahnsubstanz ist

und trotzdem einen sehr guten Reinigungseffekt

erzeugt. Durch das einzigartige

«Total Sonic Care» System

wurde auch die Zahnzwischenraum-

Reinigung mit Interdentalbürsten integriert:

parosonic.com

Innovation und Nachhaltigkeit

Aufgrund der Marktbedürfnisse und

in Zusammenarbeit mit Zahnärzten,

den Universitäten sowie den Dentalhygienikerinnen

werden unsere Innovationen

optimiert. Dank dieser

Kundennähe gelingt es der Esro AG,

einzigartige Mehrwerte zu schaffen

und nachhaltige Entwicklungen zu

tätigen. Nachhaltigkeit wird auch in

der Produktion grossgeschrieben.

Rohstoffe werden möglichst rezykliert,

um Abfall zu minimieren.

Die Abwärme der Produktionsanlagen

wird zum Heizen der Produktionshallen

weitergeleitet. Zusätzlich

werden die Holzabschnitte, welche

aus der Zahnholzproduktion stammen,

zu Pellets weiterverarbeitet und

zum Heizen verwendet. So werden

Büro- und Schulungsräume CO2-neutral

geheizt.

Wir freuen uns, mit Ihnen weitere

erfolgreiche Jahre bestreiten zu

dürfen.

Die paro Mundhygiene Produkte sind in

serviceorientierten Apotheken und Drogerien

erhältlich.

Weitere Informationen finden Sie unter:

esro.ch oder paro.swiss

paro - Esro AG

8802 Kilchberg

Schweizer Hausapotheke 1-2020 35


nach Intimität und

Nähe, der Wunsch

nach Versorgung,

das Bedürfnis nach

Sicherheit und nach

Wertschätzung.

Emotionalität der Bedürfnisse

Unsere Bedürfnisse sind es auch, die unser

emotionales Erleben beeinflussen. Sind

Bedürfnisse unerfüllt, fühlen wir Emotionen,

die eher dem negativen Spektrum zugehören.

Sie setzen uns in Bewegung, um den

Körper in einen Zustand spannungsfreier

Ausgeglichenheit zu versetzen. Wenn das

Grundbedürfnis «Hunger» über eine längere

Zeit ungewollt nicht erfüllt ist, fühlen wir uns

zumeist nicht nur angespannt, sondern sind

auch leichter reizbar. Gleiches gilt für das Bedürfnis

nach Nähe und Körperkontakt. Aber

nicht nur das emotionale Erleben verändert

sich, sondern auch die Wahrnehmung: Im

Zustand der Bedürftigkeit sind Menschen für

solche Informationen besonders empfänglich,

die zur Bedürfnisbefriedigung hilfreich

sein können. Sobald wir dem Menschen

begegnen, der uns dieses Bedürfnis erfüllt,

ändert sich das jedoch: Freude und Erleichterung

kommen auf. Das Gehirn belohnt diese

Erfahrung mit einem kleinen Freudenrausch

an Neurotransmittern und Hormonen.

Gleiches gilt auf dem Weg in eine Paarbeziehung.

Sie beginnt mit einem oft unbewussten

Bedürfnis, das die Wahrnehmung verändert.

Gelingt es zwei Menschen, sich zu zeigen und

so miteinander in Kontakt zu treten – egal, ob

übers Internet, im Supermarkt oder auf einer

Party –, kann die Aussicht auf und das Erleben

von Bedürfniserfüllung beide Menschen

euphorisieren: Man fühlt sich vom anderen

angezogen, schwebt auf Wolke sieben. Die

Wahrnehmung ist dabei oft auf die ersehnten

Aspekte, die man im Gegenüber gefunden

hat, eingeschränkt – man «schaut durch die

rosarote Brille».

Beziehung heisst, an sich zu arbeiten

Durch die wiederkehrende Erfahrung von gegenseitiger

Bedürfniserfüllung stellt sich über

die Zeit ein angenehmes Gefühl von Bindung

ein. Die aufregende, starke Anziehung lässt

allerdings mit der Zeit nach; andere Aspekte

des Gegenübers treten in den Vordergrund.

Nach und nach kommt es vielleicht zu Konflikten,

zu Gedanken an Trennung und dem

Wunsch, dennoch zusammenzubleiben.

Gelingt die dauerhafte Bedürfniserfüllung

nicht, trennen sich beide Partner, springen in

einer On-Off-Beziehung im konfliktgeladenen

Spannungsfeld hin und her – oder entschliessen

sich im Idealfall zu einer Paartherapie.

36 Schweizer Hausapotheke 1-2020

Acht Beziehungsbedürfnisse

Wie eingangs erwähnt, haben wir alle unsere

eigenen, individuellen Bedürfnisse:

Nach Sicherheit

In der Beziehung wertgeschätzt zu werden,

bestätigt und bedeutsam zu sein.

Von einer starken, verlässlich zugewandten,

schützenden Person

angenommen zu sein.

Nach Bestätigung der eigenen Erfahrungen

In seiner Einzigartigkeit und deren

Ausdruck wahrgenommen und respektiert

zu sein.

Auf den anderen Einfluss zu haben

dass auch der Partner/die Partnerin die

Initiative ergreift.

Liebe auszudrücken

Wenn ein Beziehungsbedürfnis nicht erfüllt

wird, hat das Konsequenzen auf die Beziehung

zueinander. Wird beispielsweise mein

Bedürfnis nach «Bestätigung der eigenen

Erfahrungen» nicht erfüllt, werde ich vielleicht

meine eigene Meinung immer weniger

äussern und mich zurückziehen. Wenn ich

merke, dass ich keinen «Einfluss auf meinen

Partner» habe, kann es sein, dass ich in der

Beziehung passiv werde oder resigniere.

Ergreift mein Partner zu selten oder gar nie

die «Initiative», so könnte in mir der Eindruck

entstehen, ich sei ihm nicht wichtig genug.

Fehlt es mir daran, in meiner «Einzigartigkeit»

wahrgenommen zu werden, ziehen

vielleicht Streit oder Konkurrenzdenken in die

Beziehung ein. Und ist mein Bedürfnis nach

«Sicherheit» nicht erfüllt, fehlt mir wahrscheinlich

in Zeiten von Veränderungen der

Mut, mitzugehen.

Gemeinsam die Beziehung pflegen

Dass eine Partnerschaft auch längerfristig

Bestand hat, interessant und bereichernd

bleibt, ist nicht per se selbstverständlich.

Am besten vergleichen wir das mit der Liebe

zu einer Pflanze. Nur wenn ein Gärtner die

Pflanze hegt und pflegt, wird sie gedeihen, in

voller Pracht erblühen und Freude bereiten.

Nicht anders verhält es sich mit der Liebe –

auch sie will gepflegt werden, damit sie erhalten

bleibt und zum Lebensglück beiträgt.

Oft wird im Alltag einer Beziehung und im

Laufe der Jahre einiges verschüttet oder es

geht sogar ganz verloren: gemeinsame Aktivitäten

und Interessen beispielsweise oder

ein respektvoller Umgang miteinander, eine

wertschätzende Kommunikation oder der

achtsame Umgang mit der Partnerin oder

dem Partner. Vieles passiert schleichend und

unbewusst. Horchen Sie deshalb genau hin,

wo Misstöne entstehen, und schenken Sie Ihrer

Partnerschaft rechtzeitig die notwendige

Aufmerksamkeit.

Alltagsstress als Härtetest

Alltagsstress kann eine Partnerschaft lange

Zeit völlig unbemerkt unterminieren und zur

Entfremdung zwischen den Partnern führen.

Besonders heimtückisch ist die Tatsache,

dass man den meisten Stress zwar in Abwesenheit

des Partners (etwa im Beruf oder mit

den Kindern) erfährt, dass aber genau dieser

Stress von ausserhalb der Partnerschaft

diese beeinträchtigt: Nachweislich vergiftet

nach Hause gebrachter Stress das Paarklima.

Er erhöht die Wahrscheinlichkeit für eskalierende

Konflikte, reduziert intime Momente

und schöne Begegnungen und schadet so

auch der Sexualität eines Paares.

Gleichgewicht zwischen Nähe und Distanz

Auch wenn es in der ersten Phase der Verliebtheit

ganz und gar nicht den Anschein

macht: Ein Paar besteht aus zwei Partnern,

aus zwei Persönlichkeiten, die sich zwar

gegenseitig beeinflussen können, aber sich

dennoch eigenständig entwickeln. Das anfängliche

Aneinanderhaften schafft Einheit

und Verbundenheit; doch die Zeit kommt, in

der die Partner den Freiraum für ihre persönliche

Entwicklung suchen, ohne gleich

das Gefühl der Verbundenheit aufzugeben.

Eigenen Interessen und Freundschaften

nachzugehen, stärkt den Charakter, fördert

das Selbstbewusstsein und stellt in keiner

Weise eine Bedrohung für die Liebe dar. In

einer Beziehung müssen die Partner immer

wieder das Gleichgewicht zwischen Nähe

und Distanz finden. Zweisamkeit und Unabhängigkeit

sind zwei wichtige Pfeiler in einer

Partnerschaft, die stets aufs Neue ausbalanciert

und in Einklang gebracht werden müssen.

Ohne Nähe ist keine Bindung möglich

und ohne Distanz keine Selbstentfaltung.

Urs Tiefenauer ist Texter, Werbe- und PR-

Fachmann. Seit 2001 arbeitet er

selbständig im Bereich Gesundheit und Gesellschaft.


Warum Detox in der heutigen Zeit ein

Muss für Sie ist!

Aufgrund neuartiger Belastungen

durch Hormone und Düngerresten

im Grundwasser erlebt

der menschliche Körper ein völlig

neues Problem, was in den

Jahrtausenden zuvor nie bewältigt

werden musste, da es diese

Belastungen schlichtweg nicht

gab.

Unser Trinkwasser, welches wir

täglich zu uns nehmen, und unsere

Luft, welche wir täglich einatmen,

ist eine völlig andere als

noch vor 100 Jahren. Unser Organismus

ist nicht dafür ausgelegt,

diese neuartigen Schadstoffe

in kürzester Zeit und dauerhaft

auszuscheiden.

Damit unser Immunsystem keinen

Schaden nimmt, lagert unser

Körper einen Teil der Giftstoffe in

unseren Fettzellen ab, einen Teil

scheidet er über die Leber und den

Harntrakt aus.

Aus diesem Grund gibt der Körper

die Information weiter, die Fettzellen

möglichst lange überleben

zu lassen, damit Giftstoffe der

Umwelt nicht in unser Blut gelangen.

Aus diesem Grund wird

Abnehmen immer schwieriger

und Depotfett immer mehr angereichert.

Detox – aber richtig!

Wir müssen also aus unseren Giftdepots

die Giftstoffe anlocken und

im gleichen Zug resorbieren. Dies

funktioniert nach neuester Wissenschaft

nur mit einem Zwei-

Phasen-Prinzip.

Phase 1: Regulatpro Active DTX

wurde so konzipiert, dass es dem

körpereigenen Immunsystem

Signale sendet, um Giftstoffe anzulocken

und aus den Fettzellen

und Zwischenspeichern auszulösen.

Phase 2: Das Dr. Niedermaier

Detox Pulver resorbiert diese Giftstoffe

und leitet sie durch den

Darm aus.

Diese Kombination von «Lösen

und Binden» wird von vielen Ärzten

und Detox-Spezialisten empfohlen.

Eine Untersuchung zeigte,

dass sich die Blutwerte nach nur

12-tägiger Einnahme um ein Vielfaches

verbesserten.

Erhältlich

in Ihrem

Reformhaus,

Drogerie oder

Apotheke!

Basierend auf einem ganzheitlichen Konzept

Entgiftet • stärkt • gibt neue Energie

PATENTIERT . FERMENTIERT | WWW.REGULAT-DIRECT.COM

Regulatpro ® Active DTX enthält Cholin, welches zu einem normalen Fettstoffwechsel und einer normalen Leberfunktion beiträgt. Riboflavin trägt zur Erhaltung einer

normalen Darmschleimhaut bei. Vitamin B1, B2, B3, B5, B6, B12 und Vitamin C tragen zu einer normalen Funktion des Nervensystems und zu einem normalen

Energiestoffwechsel bei.

*Die Dr. Niedermaier DETOX KUR ist ein Medizinprodukt der Klasse IIa.

Schweizer Hausapotheke 1-2020 37


Eine Alternative

zum Schäfchen zählen

Wer kennt das nicht? Man ist

müde, liegt im Bett und möchte

schlafen. Stattdessen wälzt man

sich von links nach rechts und wieder

zurück. Je mehr man versucht

einzuschlafen, desto wacher wird

man. Entspannen heisst des Rätsels

Lösung, aber wie?

Beruflich wie privat fühlt man sich

unter Druck gesetzt: «Dies muss

unbedingt erledigt werden, das

steht schon lange auf der To-do-

Liste und so weiter und so fort …»

Man kann nicht mehr abschalten

und steht Tag und Nacht unter

Strom. Das kann den körpereigenen

biologischen Rhythmus ganz

schön durcheinanderbringen. Als

Folge davon leidet man unter Einund

Durchschlafstörungen.

Leichter abschalten

Wer abends noch durch die Wohnung

tigert oder sein Gedankenkarussell

nicht abschalten kann,

sollte sich unbedingt etwas überlegen.

Doch was hilft? Entspannen

kann man auf verschiedene Arten

und jeder empfindet etwas Anderes

als beruhigend. Doch was immer

hilft, ist ein Ritual, idealerweise ein

ganz persönliches. Finden Sie heraus,

was zu Ihnen passt und lassen

Sie sich von dessen Wirkung überraschen.

Das muss nicht Stunden

dauern – zehn Minuten können genauso

entspannend sein. Machen

Sie sich beispielsweise ein warmes

Fussbad mit etwas Lavendelöl oder

bereiten Sie einen warmen Gute-

Nacht-Tee zu und geniessen Sie

ihn ganz bewusst. Hören Sie ihren

Lieblingssong oder lesen Sie Ihr

Lieblingsgedicht. Möglichkeiten,

den Körper hinunterzufahren, gibt

es viele. Welche Sie wählen, hängt

ganz von Ihnen ab.

Den Körper sanft unterstützen

Beim Abschalten unterstützen können

auch Schüssler Salze. Sie helfen,

den Körper auf sanfte Weise zu

regulieren und den natürlichen biologischen

Rhythmus wieder ins Lot

zu bringen. Diese sechs Schüssler

Salze sind dafür optimal:

Nr. 2 Calcium phosphoricum D6,

Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6,

Nr. 12 Calcium sulfuricum D6,

Nr. 19 Cuprum arsenicosum D12,

Nr. 21 Zincum chloratum D12,

Nr. 25 Aurum chloratum natronatum

D12. Sie beruhigen bei Unruhe und

lindern leichte Formen von Ein- und

Durchschlafstörungen. Wer es sich

mit der Einnahme einfach machen

möchte, findet die fertige Mischung

in einem Produkt, dem Adler Calmin.

Die fertige Mischung mit sechs

Schüssler Salzen in einer Tablette

ermöglicht eine schnelle Anwendung

ohne Wasser, was während

der Nacht sehr praktisch ist. Die Tabletten

zum Lutschen sind für die

ganze Familie (ab 3 Jahren) geeignet.

Bei Stress lässt man die Tabletten

idealerweise zwei bis drei Stunden

vor dem Zubettgehen im Mund

zergehen. Wer schon den ganzen

Tag über unruhig ist, sollte über den

ganzen Tag verteilt einige Tabletten

lutschen.

Starten Sie fit in den Tag nach

einem erholsamen Schlaf mit

Adler Calmin!

Dem eigenen Störenfried helfen

Wer den natürlichen biologischen

Rhythmus willkürlich ändert, ist

aus Sicht des Körpers ein «Stö-

renfried». Doch darum kommt

man manchmal nicht herum. Sei

es, weil man während der Nacht

oder in Schichten arbeitet oder auf

Reisen ist. Umso wichtiger ist es,

der inneren Uhr zu helfen, sich umzustellen.

Je eher der Körper wieder

einen «gesunden» Rhythmus

findet, desto besser und fitter fühlt

sich der Mensch. Beginnen Sie bei

vorprogrammierten Umstellungen

deshalb frühzeitig damit, Ihr Ritual

anzupassen und den Körper mit der

Einnahme von Schüssler Salzen zu

unterstützen.

Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel.

Lassen Sie sich von einer Fachperson

beraten und lesen Sie die Packungsbeilage.

VERFORA AG

Biochemie nach Dr. Schüssler

Der deutsche Arzt und Wissenschaftler Dr. Wilhelm Heinrich Schüssler

(1821-1898) gilt als Vater der Biochemie. Er vertrat die Ansicht, dass alle

Krankheiten durch einen Mangel an bestimmten lebensnotwendigen Mineralstoffen

entstehen. Er identifizierte die zwölf wichtigsten Salze, die

der Körper zur normalen Funktion braucht. Sie entsprechen den heutigen

Basissalzen. Damit die Salze im Körper auch an den richtigen Ort, nämlich

in die Zelle gelangen, verdünnte Dr. Schüssler sie nach homöopathischem

Vorbild auf die Potenzen D6 und D12. Die Therapie «Biochemie nach Dr.

Schüssler» entwickelt sich seit Jahrzehnten permanent weiter, doch hergestellt

werden Schüssler Salze bis heute nach seiner Lehre.

Schüssler Salze wirken sanft und ohne Nebenwirkungen

und sind deshalb für alle Altersgruppen und als

Ergänzung zu bestehenden Therapien geeignet.

Beat Strittmatter ist dipl. Drogist

HF und arbeitet als Filialleiter in

der MÜLLER Reformhaus Vital

Drogerie am Rennweg 15 in Zürich.

38 Schweizer Hausapotheke 1-2020


Bei Schmerzen hilft Wärme

Es gibt fast niemanden, der nicht schon unter

Rückenschmerzen gelitten hat.

Rückenschmerzen können unterschiedlich behandelt

werden, sei dies medikamentös oder

auch durch Bewegungstherapie. Die häufigste

Behandlungsform ist aber immer noch die

der Medikamente. Dahinter folgen Physiotherapien

oder Bewegungstherapien, Massagen

und Injektionen.

Wärme gegen Schmerzen

Die neuen Leitlinien aus Amerika und Deutschland

empfehlen Wärmetherapie als die

zuerst anzuwendende Therapieform bei akuten,

subakuten und chronischen, unspezifischen

Rückenschmerzen. Klinische Studien

und aktuelle, wissenschaftliche Erkenntnisse

belegen diese Leitlinien, welche dem Einsatz

von Wärme basierten Behandlungen –

ergänzt durch zum Beispiel Bewegungstherapie,

Massagen oder Akupunktur –

einen besseren Erfolg bei der Behandlung von

Schmerzen zusprechen. Eine Studie belegt:

Die Kombination von Wärmepflaster und Bewegung

führt zu einer signifikanten Besserung

der Schmerzen und einer reduzierten

Funktionseinschränkung.

Unter Berücksichtigung der insgesamt nur

mässigen Wirksamkeit medikamentöser Therapiemassnahmen

für akute und mehr noch

chronische, nicht-spezifische Kreuzschmerzen

ist die Anwendung von Wärme eine interessante,

einfache und auch nebenwirkungsarme

Alternative, welche in Form von Wärmepflastern

sehr gut durch den Betroffenen

angewendet werden kann. Bei der Verwendung

von Wärmepflastern sollte jedoch auf einige

spezifische Gegebenheiten geachtet werden:

- Verträglichkeit an der Haut

- Anhaltende Wärmeabgabe

- Anwenderfreundlichkeit und

Anwendungssicherheit

Daten zur klinischen Anwendung des

natürlichen Wärmepflasters HerbaChaud®

Im Rahmen einer Datensammlung des Post

Market Clinical Follow-Up für das Wärmepflaster

HerbaChaud® wurden 509 Anwender zu

ihren Erfahrungen mit dem Produkt im Zusammenhang

mit unspezifischen Schmerzzuständen

des Bewegungsapparates befragt:

unter anderem Lumbago/Kreuz- und Rückenschmerzen,

Verspannungen, chronische

Muskelschmerzen, Schulter- und Nackenschmerzen,

Ischias-Schmerzen, Knieschmerzen

und rheumatische Schmerzen.

Ergebnisse der Anwenderstudie 2019 (über

500 Teilnehmer):

• 98 % der Anwender haben die Verträglichkeit

als gut bis sehr gut eingestuft

92 % der Anwender hatten vor der Anwendung

über mässige bis extrem starke

Schmerzen geklagt;

• davon hatten 71 % eine Schmerzlinderung

nach 1 bis 4 Stunden erfahren

• insgesamt 90 % eine Schmerzlinderung

nach 1 bis 9 Stunden erlebt

Nach der Anwendung von HerbaChaud

haben:

• 23 % keine Schmerzen mehr

• 52 % nur noch leichte Schmerzen

• 18 % nur noch mässige Schmerzen

93 % der Anwender berichten von einer

signifikanten Schmerzlinderung durch

HerbaChaud Wärmepflaster!

Fazit

Die Anwendung eines Wärmepflasters wie HerbaChaud®

ist eine sinnvolle, erfolgversprechende

und gut verträgliche Alternative bei einer

Vielzahl von unspezifischen Schmerzzuständen

des Bewegungsapparates.

Dr. med Thomas Eberlein, Leipzig

Msc Michael Schmitz, Oberahr

Wärme und die Kräfte

der Natur vereint

Das Wärmepflaster von HerbaChaud® vereint,

anders als andere Pflaster, Wärme, Na-

turmineralien und eine

traditionelle chinesische

Kräutermischung in eine

moderne Applikationsform.

Die Besonderheit liegt in der

lang anhaltenden, konstanten

Tiefenwärme, die auf den

Schmerz-Triggerpunkt konzentriert

ist. Die Tiefenwirkung

erreicht den Schmerzpunkt

sowie das Gewebe und

die Muskeln in dessen Umgebung.

Gratismuster HerbaChaud

Wärmepflaster

Nur solange Vorrat.

Leiden Sie nicht länger! HerbaChaud®

Wärmepflaster hilft Ihnen schonend, in

Bewegung zu bleiben.

HerbaChaud® — das natürliche

Wärmepflaster

Die Vorteile:

• 100 % natürliche Wirkstoffe pflanzlichen

und mineralischen Ursprungs

• vollständig nebenwirkungsfrei

• keine Gefahr von Hautreizungen

• ideal auch für die Langzeitanwendung

HerbaChaud® Wärmepflaster helfen bei

• Rücken- und Kreuzschmerzen

• Arthrose und Gelenkbeschwerden

• Verspannungen im Nacken- und

Schulterbereich

• Zerrungen und Verstauchungen

• Menstruationsbeschwerden

Erfahren Sie mehr zu HerbaChaud®

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Bestellung mit Name und Anschrift per Mail an

service@schweizerhausapotheke.ch

(Betreff: HerbaChaud Wärmepflaster)

Schweizer Hausapotheke 1-2020 39


Schmerzende

Gelenke

Sinkende Temperaturen bedeuten

für viele Menschen mit

Rheuma vermehrte Schmerzen

am Bewegungsapparat. Warum

ist dies so? Und was hilft in der

kalten Jahreszeit?

Der Grund für die Wetterfühligkeit ist nicht

restlos geklärt, es wird jedoch vermutet, dass

die kalten Temperaturen den Stoffwechsel

verlangsamen und die Durchblutung vermindert

wird. Der Körper priorisiert lebenswichtige

Organe wie das Gehirn – Rumpf, Arme

und Beine mit Muskeln und Gelenken werden

zweitrangig behandelt.

Rheuma ist nicht gleich Rheuma

Die häufigsten Rheuma-Formen sind abnützungsbedingte

rheumatische Erkrankungen

wie Arthrose oder entzündliche Rheumaformen

wie etwa Arthritis. Arthrosen treten in

der Regel erst bei älteren Erwachsenen und

Senioren auf. Arthrosefälle im jungen Alter

gehen meist mit Übergewicht einher.

Schwierige Winterzeit

Bei beiden Rheuma-Ausprägungen führt die

nasse Kälte unserer Breitengrade zu mehr

Schmerzen. Die Kälte reduziert bei abgenutzten

Gelenken die Zähflüssigkeit (Viskosität)

der Gelenkflüssigkeit. Dadurch sind die

Gelenke weniger gut geschmiert und die Reibungsschmerzen

nehmen zu. Entzündliche

Rheumaleiden können hingegen mit Kälte behandelt

werden, etwa in einer Kältekammer.

Dies funktioniert aber nur mit extrem trockener

Kälte. Die winterlich moderate Kälte,

verbunden mit hoher Luftfeuchtigkeit, führt

hingegen zu mehr Schmerzen. Warum ist

nicht bekannt. Umgekehrt kann das Auflegen

einer Wärmeflasche Linderung verschaffen.

40 Schweizer Hausapotheke 1-2020

Der Kälte trotzen

Trotz der Kälte ist Bewegung das A und O

für Gelenke. Jeder kann die Muskulatur trainieren,

auch im fortgeschrittenen Alter. Vor

allem bei Menschen mit Arthrose ist die

Bewegung extrem wichtig, vielleicht sogar

wichtiger als die Einnahme von Medikamenten.

Bei Aktivitäten im Freien ist auf

angepasste Bekleidung zu achten, welche

die Gelenke warmhält. Eine andere gute

Möglichkeit sind Angebote drinnen, wie etwa

Wassergymnastik im Hallenbad.

Ernährung anpassen

Arthritis-Patienten können von einer Ernährungsumstellung

profitieren. Die mediterrane

Küche wirkt antioxydativ auf die entzündlichen

Prozesse. Es ist zudem ratsam, auf eine

ausreichende Vitamin- und Mineralstoffzufuhr

zu achten. Vitamin E und Fischöle (Omega-3-Fettsäuren)

beispielsweise haben einen

positiven Einfluss auf Gelenkentzündungen.

Früherkennung und Behandlung lohnt sich

Folgende Warnzeichen deuten auf eine

Arthrose hin und sollten untersucht werden:

morgendlicher Anlaufschmerz (Steifheit der

Gelenke nach einer Ruhephase), dumpfe als

auch stechende Gelenkschmerzen bei Belastung

und Gelenkschwellungen.

Arthritis ist vererbbar und macht sich durch

verschiedene Symptome bemerkbar: Sie verspüren

chronische Schmerzen und Schwellungen,

vor allem in den kleinen Gelenken

der Finger und Zehen. Müdigkeit, Unwohlsein

und auch Fieber gehören ebenfalls oft zu den

Symptomen. Auch hier ist die frühe Behandlung

wichtig; denn bei rund zehn Prozent

der Betroffenen heilt sich Arthritis nach dem

ersten Schub aus.

Tipps

Nichtraucher werden: Rauchen wirkt sich negativ

auf Entzündungen aus, daher empfiehlt

es sich, mit dem Rauchen aufzuhören. Ein

Rauchstopp erzielt die gleiche Wirkung wie

die Einnahme eines zusätzlichen, antirheumatischen

Medikaments.

Linsen als Hausmittel bei Fingerarthrose:

Tauchen Sie Ihre Hände in rohe, kalte Linsen.

Zum Kühlen können Sie die Hülsenfrüchte

zuvor in den Kühlschrank stellen.

Schonendere Cremes: Die lokale Anwendung

einer Creme gegen Schmerzen belastet den

Gesamtorganismus im Vergleich zur innerlichen

Anwendung von Tabletten weniger.

Gewusst?

Seit 2019 gehören zur Medbase Gruppe auch

über 40 Apotheken (ehemals Topwell).

Wir beraten Sie gerne.

medbase.ch


Fasten -

ein Appell an die Selbstheilungskräfte

Im Irrgarten der neueren Ernährungstheorien

wirkt Fasten schon

fast altmodisch. Doch eine Fastenkur

kann eine willkommene Auszeit

für Körper und auch Geist sein.

Die Menschheit ist zu grossen Teilen

von Überfluss umgeben: Nahrung

ist jederzeit und in jeglicher

Form verfügbar, aus Genuss wird

Gewohnheit und teilweise sogar

Sucht. Während immer neue Ernährungstrends

wie Low Carb,

Paleo-Prinzip und Clean Eating

mittels zahlreicher Beiträge und

Bücher propagiert werden, ist Fasten

eine Jahrhunderte alte Tradition,

die inzwischen gut erforscht

ist. Das Prinzip des Fastens besteht

darin, während einem oder mehrerer

Tage auf feste Nahrung zu verzichten

und dem Körper die benötigten

Nährstoffe durch Flüssigkeiten

(etwa Säfte) zuzuführen. Diese

sind einerseits leichter zu verdauen

und helfen andererseits, Giftstoffe

aus dem Körper zu schwemmen.

Jünger und widerstandsfähiger

dank Zellrecycling

Der Zellbiologe und Fastenforscher

Valter Longo beschäftigt sich seit

Jahren damit, wie sich Fasten auf

die Zellerneuerung auswirkt. Er ist

sich sicher: «Fasten ist nicht die

Antwort auf alle unsere Krankheiten.

Es ist ein Weg, den Körper zu

befähigen, sich selbst zu reparieren.»

Der bewusste Nahrungsverzicht

löst in den Zellen wichtige

Recyclingprozesse aus, die sogenannte

Autophagie. Dabei beseitigt

die Zelle unbrauchbaren Zellabfall

und ernährt sich davon (Ernährung

von innen). Dieser Effekt setzt

nach etwa 24 bis 48 Stunden ein

und macht die Zellen jünger und widerstandsfähiger.

Weitere positive

Auswirkungen des Fastens sind die

Stärkung des Immunsystems und

die Stabilisierung der Darmfunktionen.

Neben den erwiesenen körperlichen

Wirkungen ist zudem der

positive Einfluss auf Geist und Seele

nicht zu unterschätzen. Mit einer

Fastenwoche oder auch einzelnen

Fastentagen (Intervallfasten etwa

mit Saftfastentagen) nimmt man

sich bewusste Auszeiten, die in der

heutigen, hektischen Zeit von ständiger

Erreichbarkeit immer seltener

werden. Fastende berichten gar von

einem Hochgefühl und einer unbändigen

Energie, die ihnen der temporäre

Nahrungsverzicht verleiht.

Richtig fasten will

gut geplant sein

Wichtig für erfolgreiches Fasten

sind der Wille durchzuhalten, ein

klarer Plan sowie eine gute Begleitung.

Bis zu einer Woche fasten

ist für gesunde Erwachsene in

der Regel kein Problem. Eine Fastenwoche

sollte mit einer Entlastungsphase

beginnen, in der die

Verdauung durch leichte Kost auf

den bevorstehenden Nahrungsverzicht

vorbereitet wird. Alkohol,

Nikotin und koffeinhaltige Getränke

sind ab nun tabu, dafür wird

viel Flüssigkeit in Form von ungesüssten

Tees, Wasser oder Brühe

aufgenommen. Die darauffolgende

Entschlackungsphase bedeutet

einen völligen Verzicht auf feste

Nahrung. Der Tagesbedarf an

Nährstoffen wird nur noch durch

Flüssigkeiten gedeckt. Jetzt werden

Fetteinlagerungen gelöst und Giftstoffe

aus dem Körper ausgeschieden.

Als Fastenbrechen bezeichnet

man die dritte Phase. Der Organismus

muss sich langsam wieder an

feste Nahrung gewöhnen. Damit er

nicht überbelastet wird, empfehlen

sich fettarme Speisen sowie viel

Obst und Gemüse.

Saftfasten mit dem

Rundum-sorglos-Paket

Eine Möglichkeit, sich mittels Fasten

eine Auszeit zu gönnen, bietet

das Saftfasten, beispielsweise

mit der Biotta Wellness Woche.

Diese bietet alles, was für eine erfolgreiche

Fastenwoche benötigt

wird, in einem handlichen Paket:

elf direkt gepresste Gemüse- und

Fruchtsäfte in bester Bio-Qualität,

einen Kräutertee sowie Leinsamen

und eine detaillierte Fastenanleitung

inklusive Wochenplan

für jeden Tag. «Besonders, wer

das erste Mal fastet, trifft mit der

Biotta Wellness Woche eine gute

Wahl», sagt Sabine Sieber, Filialleiterin

des Egli Biofachgeschäftes

in Thun. «Das Rundum-sorglos-Paket

wird ergänzt durch einen täglichen

Newsletter und eine betreute

Online-Community, in der sich die

Fastenden austauschen können.

Das schafft ein Gemeinschaftsgefühl

und hilft, die Woche durchzuziehen.»

Tipp: Eine Fastenwoche bietet Gelegenheit,

die eigenen Ernährungsgewohnheiten

zu hinterfragen. Sie

kann auch der Startschuss für eine

Ernährungsumstellung sein, hin zu

einem bewussteren Lebensstil mit

gesunder Kost und ausreichend Bewegung.

Das hilft, das neugewonnene

Lebensgefühl nach der Fastenwoche

über längere Zeit zu halten.

Die Biotta Wellness Woche ist in

Apotheken, Drogerien und Reformhäusern

erhältlich.

Sabine Sieber

ist Filialleiterin des Egli

Biofachgeschäftes

in Thun.

Schweizer Hausapotheke 1-2020 41


Der Blaue

mit dem

roten Ring

Für sie & ihn

Pflichtfreude

«Ich schlief und träumte,

das Leben sei Freude.

Ich erwachte und sah,

dass das Leben Pflicht ist.

Ich handelte und siehe,

die Pflicht war Freude.»

Maximaler Schutz für spröde

und rissige Lippen!

Der Blaue mit den Aktiv-

Substanzen im roten Ring

pflegt, schützt und schmiert

nicht, beugt vor und hindert

die Bakterien am Eindringen.

Distribution Suisse – Tanner SA Cham, www.tanner-sa.ch

Wie recht Rabindranath Tagore hat,

weiss ich heute. Früher hingegen überkam

mich zuweilen die Frustration,

wenn mein Leben gerade wieder einmal

nur aus Verpflichtungen zu bestehen

schien. Meinem Bruder bei der

Steuererklärung helfen, die Autoreifen

wechseln, das Nachbarskind hüten, ein

unangenehmes Telefongespräch endlich

erledigen und, und, und – natürlich

neben den Alltagspflichten von Job und

Haushalt. Wo blieb da noch Zeit für das

Vergnügen, das angeblich nach der

Pflicht kommt?

Vor vielen Jahren, als ich mit Roberto

zusammen war, eine Wochenend-Fernbeziehung,

traf ich einmal an einem

Samstag gegen Mittag bei ihm ein und

freute mich darauf, mit ihm etwas zu

unternehmen. «Zuerst muss ich noch

die Wäsche bügeln, die ich heute morgen

gewaschen habe», sagte er.

«Jetzt?», fragte ich ungläubig. «Das

kannst du doch machen, wenn ich wieder

weg bin!»

«Nein», erklärte er, «es ist wichtig,

immer das zu tun, was gerade ansteht.»

Ich wollte protestieren, doch er liess

mich nicht zu Wort kommen und fragte

mich: «Empfindest du denn keine Freude,

wenn du deine Pflicht tust? Und

hast du eine Ahnung, wie viel Energie

du immer in Lustlosigkeit und Aufschieben

verschwendest?»

Damals kannte ich Tagores Zitat noch

nicht und hatte mir in der Tat noch nie

Gedanken darüber gemacht. In meinem

Alltag gab es immer viele «Muss» und

wenige «Darf». Schon ein bisschen

trist, wenn ich es mir genau überlege.

Doch einen Ausweg, eine Flucht aus

meinen Verpflichtungen, war natürlich

nicht möglich. Vielleicht, erkannte ich,

war es gar nicht so dumm, wie Roberto

es machte, und ich sollte auch alle

meine Pflichten einfach als Freuden

betrachten.

Ich habe es versucht, es ist mir gelungen

– na ja, weitgehend. Jedenfalls

gibt es seit langem in meinem Leben

eine Menge «Darf» und nur noch ganz

wenige «Muss».

Karin Jundt ist Autorin und Verlegerin von

Fachbüchern über Selbstliebe, Karma Yoga

und Spiritualität.

Website der Autorin: selbstliebe.ch

42

Schweizer Hausapotheke 1-2020

ausapotheke_73x282_d.indd 1 02.02.17 21:04


Mit Dr. Andres Nasensalbe halten Sie Ihre Nase gesund

Im Winter ist die Luft kalt und trocken.

Mit den sinkenden Temperaturen

beginnt auch die Heizperiode.

Wegen der geringeren

Luftfeuchtigkeit bekommt das

vor allem die Nase zu spüren. Ist

Ihre Nase ausgetrocknet, gereizt

und rissig oder sogar verkrustet?

Dann wird es höchste Zeit, dass

Sie etwas unternehmen. Und zwar

konsequent. Ihre Nasenschleimhäute

müssen feucht sein, sonst

macht Ihnen jedes daherfliegende

Erkältungsvirus das Leben schwer.

Die Dr. Andres Nasensalbe schützt

vor Trockenheit, pflegt die Nasenschleimhaut,

löst Verkrustungen

und macht sie geschmeidig.

Sie unterstützt die Regeneration

der wunden und rissigen Nasenschleimhaut,

diese lässt sich leichter

reinigen und ist resistenter.

Eine gesunde, feuchte Nasenschleimhaut

bildet den besten

Schutz gegen eindringende Viren

und Bakterien und hält Hausstaub,

Pollen und andere Allergie auslösende

Stoffe ab. Ausserdem riecht

sie angenehm nach Pfefferminzöl.

Begleiterin für unterwegs

Eine gute Begleiterin ist die

Dr. Andres befeuchtende Nasensalbe

auch im Flugzeug, wo die

Luft immer sehr trocken ist, oder in

überheizten Räumen. Beugen Sie

ausgetrockneten Nasenschleimhäuten

vor, indem Sie die Nasensalbe

stets dabeihaben. Von cleveren

Leuten heisst es nicht umsonst,

sie hätten eine gute Nase. Wir können

es zwar nicht wissenschaftlich

beweisen, aber wir sind überzeugt,

dass besser denken kann, wer ungehindert

durch die Nase atmet.

Probieren Sie es aus!

Die Dr. Andres befeuchtende

Nasensalbe pflegt und befeuchtet

die Nasenschleimhaut,

löst Verkrustungen,

lindert entzündlich gerötete

und schmerzende Haut am

Naseneingang.

Entspannung auf hohem Niveau

Das Wohlfühlbecken im Thermalbad Zurzach

Wellness-Hit

• 2 Übernachtungen mit Frühstücksbuffet

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des Thermalbades Zurzach

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Momente der Auszeit

in Bad Zurzach

Lassen Sie die Seele baumeln und

erholen Sie sich vom Alltagsstress.

Im Thermalbad Zurzach stehen

Ihnen dafür alle Möglichkeiten

offen. Besonders das Intensiv-

Solebecken intensiviert die Entspannung

und vermittelt ein Gefühl

der Schwerelosigkeit. Um den

Kreislauf in Schwung zu bringen,

bedient die Saunalandschaft mit

unterschiedlichen Temperaturen

und Luftfeuchtigkeiten jedes Bedürfnis.

Sauna- und Dampfbadbesuche

wirken sich positiv auf die

Gesundheit aus. Wer regelmässig

schwitzt, aktiviert seine Abwehrzellen,

scheidet Abfallstoffe aus

und befreit die Atemwege. Die Wellnessdestination

Bad Zurzach widmet

dem gesunden Schwitzen besondere

Aufmerksamkeit, und die

Saunalandschaft bietet Entspannung

für jedes Bedürfnis. Auch der

Wechsel zwischen dem 40 Grad

warmen Quellwasser im Hot-Pool

und dem 18 Grad kalten Wasser

im Cold-Pool verbessert die Durchblutung

und trainiert die Gefässe.

Durchatmen und loslassen!

Weitere Informationen und Buchung:

Bad Zurzach Tourismus AG

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5330 Bad Zurzach

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Schweizer Hausapotheke 1-2020 43


Der vermenschlichte Hund

Vor einigen Jahren hat sich Paris Hilton für über 10 000 Franken einen 20 Zentimeter grossen Zwergspitz

zugelegt, den sie wie ein Baby herumträgt. Zwergwüchsige Hunde sind längst nicht mehr nur bei

Prominenten im Trend. Was diese Vermenschlichung für die Vierbeiner bedeutet, erklärt die Juristin

Michelle Richner von der Stiftung für das Tier im Recht (TIR) in Zürich im folgenden Interview.

Werden Hunde heute immer mehr verhätschelt

und als Ersatz für ein Kind oder einen

Partner gehalten?

Wir von der Stiftung für das Tier im Recht

beobachten mit Sorge, dass heute vor allem

klein- oder zwergwüchsige Hunde zu Accessoires

werden. Sie werden in Designer-Handtaschen

herumgetragen, verbringen viel Zeit auf

dem Schoss ihrer Halterin oder tragen chice

Kleidchen, obwohl dies keineswegs ihrem Bedürfnis

entspricht.

Nicht selten kommt es auch vor, dass Halter

ihre Vierbeiner aus falsch verstandener

Tierliebe überfüttern. Übersteigerte Tierliebe

kann sich aber etwa auch in Form von Animal

Hoarding äussern. So wurden beispielsweise

im März dieses Jahres 20 Katzen im

Gefrierfach eines Haushaltes im Thurgau entdeckt.

Die verantwortliche Person wollte diese

Katzen retten, wollte also eigentlich etwas Gutes

tun. Menschen, die Tiere horten, verpassen

aber oftmals den Zeitpunkt, in dem ihnen alles

zu viel wird. Sie nehmen zu viele Tiere bei sich

auf, weil sie eine verzerrte Wahrnehmung haben

und überzeugt sind, dass es die Tiere nur

bei ihnen gut haben können. Oftmals leben die

Tiere aber unter miserablen Bedingungen, sind

krank und vernachlässigt, was leider häufig

tragische Folgen nach sich zieht.

Warum ist es nicht gut, einen Hund

zu verhätscheln?

Ein Halter erschwert seinem Tier so ein

artgerechtes Leben. Hunde sind nicht dafür

gemacht, ständig herumgetragen zu werden.

Sie müssen sich von Natur aus regelmässig

44 Schweizer Hausapotheke 1-2020

bewegen können. Wer seinen Hund die ganze

Zeit herumträgt, behandelt ihn hingegen vielmehr

wie ein schutzbedürftiges Baby.

Die Probleme beginnen aber schon bei der

Zucht der zwergwüchsigen Hunde. Die Stiftung

für das Tier im Recht erachtet diese extremen

Zuchtformen, die auch Qual- oder Defektzuchten

genannt werden, als äusserst problematisch.

Der Wunsch des Menschen nach

einem extrem kleinen, dem Kindchenschema

entsprechenden Hund führt zu zahlreichen

gesundheitlichen Problemen für das Tier. So

etwa können zwergwüchsige Hunde oft nicht

auf natürlichem Weg gebären. Sie haben

Mühe mit der Atmung, weil ihre Atemwege

zusammengedrückt sind. Da ihre Schädeldecke

sehr dünn ist, sind sie besonders anfällig

für Verletzungen. Zwergwüchsigkeit hat auch

einen Einfluss auf die Grösse des Gehirns eines

Tieres: Zwergwüchsige Hunde verdummen

deshalb häufig. Manche haben aufgrund ihrer

zu kurzen Beine Mühe, normal zu laufen oder

zu sitzen. Sie können sich also nicht mehr

so frei bewegen, wie es ein normaler Hund

tut. Ausserdem ist ihr Hör- und Sehvermögen

oftmals beeinträchtigt. Die Überzüchtung tangiert

nicht nur ihr Skelett und ihre Muskulatur,

sondern auch ihr Nervensystem.

Welche zwergwüchsigen Hunde

sind zurzeit in Mode?

Beliebt sind etwa Yorkshire Terrier, Zwergpudel

und der Chihuahua. Viele Menschen finden

diese Hunde speziell herzig, weil sie kindlich

wirken; ohne zu bedenken, dass die Tiere in

Gesundheit, Wohlbefinden und Verhalten eingeschränkt

sind und dadurch erheblich leiden.

Zwar sind in der Schweiz seit 2008 sogenannte

Extrem-, Defekt- oder Qualzuchten untersagt;

und es dürfen keine Tiere gezüchtet werden,

bei denen damit gerechnet werden muss,

dass erblich bedingt Körperteile oder Organe

für den arttypischen Gebrauch fehlen oder

umgestaltet sind. Allerdings wird dieses Verbot

von den zuständigen kantonalen Behörden

leider kaum bis gar nicht verfolgt und geahndet.

Alle extremen Zuchtformen, ob besonders

klein oder speziell gross, bringen für die Tiere

erhebliche Nachteile mit sich. Das Anzüchten

bizarrer Körperformen führt zu verschiedenen

Beeinträchtigungen und ist deshalb in keinem

Fall durch den Kauf entsprechender Tiere zu

unterstützen.

Warum kann ein Hund kein Ersatz

für einen Menschen sein?

Aufgrund seiner biologischen Merkmale gehört

ein Hund zur Gattung der Säugetiere. Zwar

können wir zu ihm eine emotionale Bindung

aufbauen und ihn als Familienmitglied behandeln;

wir haben aber zu bedenken, dass der

Hund ein Rudeltier ist, das sich dem Alphatier

oder dem Menschen unterordnet und in einem

Abhängigkeitsverhältnis zu diesem steht. Die

Beziehung zu einem Hund kann deshalb nie

auf gleicher Ebene sein wie jene zu einem

Menschen. Hunde können überdies auch kein

Ersatz für einen menschlichen Sexualpartner

sein: Sexuelle Handlungen mit Tieren sind seit

2008 denn auch verboten.

Manche Hundehalter sind überzeugt, dass ihr

Hund sie ganz genau versteht. Warum denken

Tierhalter so?

Die Interpretation des Verhaltens eines Hundes

aus menschlicher Sicht ist heikel; denn ein

Hund reagiert nicht wie ein Mensch. Hier fehlt

es den Haltern nicht selten am notwendigen

Wissen. Um das Wesen des Hundes besser zu

verstehen, empfiehlt die Stiftung für das Tier

im Recht jedem Tierhalter, einen Hundekurs

zu besuchen. Dort lernen die Teilnehmer, das

Dr. jur. Michelle Richner

arbeitet als rechtswissenschaftliche

Mitarbeiterin bei der

Stiftung für das Tier im Recht

(TIR) in Zürich.


Verhalten ihres Vierbeiners richtig zu interpretieren.

Manche Hunde haben einen ausgefüllten

Wochenplan. Was halten Sie davon?

Grundsätzlich sind solche Freizeitbeschäftigungen

zu befürworten, weil der Hundehalter

mit seinem Tier etwas unternimmt und dieses

geistig und körperlich fördert. Dennoch scheint

es mir sehr wichtig, dass das Tier an diesen

Aktivitäten Freude hat und nicht überfordert

wird. Besonders bei jungen, kranken oder älteren

Hunden besteht die Gefahr von Überanstrengung,

was laut Tierschutzgesetz verboten

ist. Der Tierhalter muss deshalb stets dafür

besorgt sein, seinen Hund seinen individuellen

Bedürfnissen entsprechend zu bewegen.

Die Stiftung für das Tier im Recht hat sich

dafür engagiert, dass an Heimtiermessen

keine Hundemodenschauen mehr

durchgeführt werden. Weshalb?

Hier ging es uns in erster Linie um die gesetzlich

geschützte Würde der Tiere, die im

Rahmen der Ausstellungen tangiert wurde.

Wenn man einem Tier Kleider anzieht und es

auf den Laufsteg schickt, tut man dies zur

Belustigung der Zuschauer. Die finden das

unterhaltsam und herzig. Ob es dem Hund

gefällt, bleibe dahingestellt. Die Teilnahme an

einer Modenschau liegt aber vermutlich kaum

im Interesse des Hundes und ist so wenig

artgerecht wie etwa der Einsatz von Wildtieren

im Zirkus.

Hundemodenschauen sind für ein Tier zudem

oftmals mit grossem Stress verbunden:

Vierbeiner kämen wohl nie auf die Idee, sich

freiwillig die Krallen lackieren oder die Haare

föhnen zu lassen. Auch das Warten mit vielen

anderen Artgenossen hinter der Bühne birgt

ein riesiges Stresspotenzial.

Gewisse Hunde muss man im Winter selbstverständlich

anziehen, um sie vor der Kälte zu

schützen. Werden die Tiere aber durch ihre Bekleidung

allzu sehr vermenschlicht, stellt sich

die Frage, inwiefern sie dadurch profitieren

oder ob dies nicht vor allem im

Sinne des Menschen ist.

Susanna Steimer Miller ist Chefredak torin eines

Elternratgebers. Als freie Autorin schreibt

sie über diverse Themen.

Das brauchen Hunde für

ein artgerechtes Leben

Das Tierschutzgesetz und die Tierschutzverordnung

sehen vor, dass ein Hund so aufgezogen,

gehalten und ausgebildet werden muss,

dass er einen ausgeglichenen Charakter hat,

gut sozialisiert ist und sich gegenüber Menschen

und anderen Tieren nicht aggressiv

zeigt. Die Tierschutzverordnung verpflichtet

Hundehaltende und -ausbildende daher ausdrücklich,

alles zu unternehmen, damit die

von ihnen betreuten Hunde weder Menschen

noch Tiere gefährden. Hunde müssen täglich

mit Menschen und wenn möglich auch mit Artgenossen

zusammen sein können. Sie sollten

jeden Tag im Freien ausgeführt werden;

wenn erlaubt auch freilaufend. Bei Hunden

im Wachstum muss darauf geachtet werden,

dass sie nicht überanstrengt werden. Wird

ein Hund im Freien gehalten, muss ihm eine

Unterkunft mit einer Liegefläche und einem

Witterungsschutz – der ausreichend gegen

Kälte, Wind und Sonne isoliert – zur Verfügung

stehen. Welpen dürfen

erst nach 56 Tagen von der

Mutter getrennt werden.

So glätten Sie Narben

auf natürliche Weise.

Nach einer Verletzung der Haut –

nach Operationen, Hautschürfungen

oder Verbrennungen – können

noch Wochen oder Monate später

kosmetisch oder funktionell

störende Wulstnarben auftreten.

Eine Narbencrème mit Grünöl

aus Bilsenkraut glättet die Narben

und hellt sie auf.

Hautverletzungen sind so vielfältig

wie die Folgen. Nach einer Verletzung

ersetzt Bindegewebe den geschädigten

Hautbezirk – es wird also nicht der

ursprüngliche Hautzustand wieder

hergestellt. Das Narbengewebe enthält

keine Schweissdrüsen oder Haarwurzeln.

Es ist auch leicht rötlich gefärbt.

Häufig ist die überschiessende

Produktion von Narbengewebe problematisch.

Diese Wucherung des

Bindegewebes entsteht erst Wochen

oder Monate nach Abheilung der Verletzung.

Sie geht oft über das Narbenfeld

hinaus und kann auch unbeschädigte

Hautpartien erfassen.

Die effektivste Behandlungs-Methode

ist die Narbenmassage mit einer entsprechenden

Narbencrème, zum Beispiel

Kelosoft®. Die Durchblutung des

betroffenen Gewebes wird verbessert,

die Narben werden weich und geschmeidig

und die Wucherung bildet

sich deutlich zurück. Die Narbencrème

kann auch vorbeugend zur Verhütung

einer Narbenbildung nach Hautverletzungen

oder Operationen angewendet

werden.

Narbenkosmetik – natürliche Basis

Die Narbencrème kann leicht in die

Haut einmassiert werden und entfaltet

ihre volle Wirkung bei täglicher

Anwendung:

• Wulstnarben werden geglättet

und bilden sich zurück

• Auch altes Narbengewebe

wird weicher

• Folgeoperationen werden

vielfach hinfällig

Kelosoft ®

macht

Narben

unsichtbar...

Glatt, braun, makellos: Das entspricht

dem heutigen Bild schöner Haut. Narben

nach Schnitten und Abschürfungen, aber

auch Verbrennungen oder Operationen

sind nicht nur kosmetisch störend, sie

können auch körperliche und psychische

Beschwerden hervorrufen.

Kelosoft ® Narbencrème hilft natürlich:

Grünöl (pflanzlicher Wirkstoff aus Bilsenkraut) zur

effektiven und schonenden Narbenbehandlung.

Bitte lesen Sie die Packungsbeilage. Erhältlich in Apotheken und Drogerien.

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45


Virenattacke

Jede Jahreszeit hat ihre Sonnen- und Schattenseiten.

Zu den lästigen Begleiterscheinungen des Winters gehören

Erkältungsviren, die regelmässig die Runde machen und

uns manchmal ganz schön plagen können.

Eine Erkältung ist eine Infektion der oberen

Atemwege. Sie äussert sich vorwiegend in Form

von Halsschmerzen, Schnupfen und Husten in

fast jeder beliebigen Kombination. Zwei bis vier

mehr oder minder starke Erkältungen pro Jahr

sind für Erwachsene die Regel. Kinder kann es

bis zu zehn Mal jährlich treffen; denn ihr Immunsystem

ist noch nicht ausgereift.

Der Husten

ist weg

Appenzeller Heilmittel wirken

mit besonderer Kraft. Weltweit.

Erhältlich in Drogerien und Apotheken.

Bitte lesen Sie die Packungsbeilage.

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46 Schweizer Hausapotheke 1-2020

Stopp den Viren

Während der Erkältungszeit können Sie durch

vorbeugende Massnahmen viel dafür tun, den

Viren aus dem Weg zu gehen. Da die Ansteckung

direkt von Mensch zu Mensch erfolgt,

lohnen sich meist folgende Verhaltensregeln:

Meiden Sie grosse Menschenansammlungen,

verzichten Sie auf Umarmungen und Händeschütteln,

waschen Sie sich regelmässig und

gründlich die Hände mit Seife und halten Sie

genügend Abstand zu Erkrankten.

Ein starkes Immunsystem kann einer Virenattacke

besser standhalten. Eine ausgewogene

Ernährung mit reichlich Gemüse und Früchten,

mit Milch- und Vollkornprodukten, hochwertigen

pflanzlichen Ölen, Fisch und Fleisch trägt

bedeutend dazu bei, Ihre Abwehrkräfte zu mobilisieren.

Aber auch viel Bewegung kann Wunder

wirken. Und natürlich darf auch der nötige

Schlaf nicht zu kurz kommen!

Erkältung oder Grippe?

Im Volksmund wird eine Erkältung oft als

«Grippe» bezeichnet. Man sollte jedoch eine

Erkältung von einer echten Grippe (Influenza)

unterscheiden. Typisch für eine Influenza sind

folgende, plötzlich auftretende Symptome:

Frösteln, Schüttelfrost, hohes Fieber bis 40 °C,

ein allgemeines schweres Krankheitsgefühl

sowie Kopf-, Rücken- und Gliederschmerzen.

Hinzu kommen oft auch die gängigen Begleiterscheinungen

einer Erkältung wie Halsschmerzen,

Schnupfen oder Husten.

Hustenreiz lindern

Wenn der Husten nicht allzu stark ist, können

Sie ihn mit pflanzlichen Wirkstoffen behandeln:

Extrakte aus Eibischwurzel, Isländisch

Moos, Malvenblüten, Efeu, Spitzwegerich oder

Huflattichblättern leisten hier gute Dienste und

sind in Teemischungen, Hustenbonbons oder

Hustensirups enthalten. Das Inhalieren von

Wasserdampf hilft nicht nur, zähen Schleim zu

verflüssigen, sondern vermag auch das Kratzen

im Hals und den Hustenreiz zu lindern. Zu

den viel verwendeten Medikamenten bei stärkerem

Husten gehören Wirkstoffe wie Codein,

Dextrometorphan oder Noscapin. Sie dämpfen

den Hustenreiz, sollten aber wegen ihrer

möglichen Neben- und Wechselwirkungen mit

anderen Medikamenten vorsichtig und nicht zu

lange angewendet werden.

Schleim lösen

Hier helfen Substanzen wie Bromhexin,

Acetylcystein oder Ambroxol, die unter verschiedenen

Markennamen in der Apotheke

erhältlich sind. Oft werden diese Medikamente

als Brausetabletten oder Granulat angeboten,

da auf diese Weise zusätzliche Flüssigkeit

zugeführt wird. Überhaupt sollte genügend

getrunken werden; denn auch das hilft, den

Schleim zu verflüssigen. Einige Pflanzen enthalten

ebenfalls schleimlösende Wirkstoffe:

Dazu gehören Efeu, Fenchel, Anis, Thymian

oder Eukalyptus, meist in Form von Sirups,

Tabletten, Lutschtabletten oder Tropfen.

Halsschmerzen behandeln

Es gibt viele Medikamente gegen Halsweh, die

entzündungshemmende, schmerzlindernde

oder antiinfektiöse Eigenschaften besitzen.

Sie sind in verschiedenen Darreichungsformen

erhältlich. Lutschtabletten entfalten ihre Wirkung

am besten, wenn man diese ganz langsam

im Mund zergehen lässt. Rachensprays

und Gurgellösungen sind eine Alternative dazu.

Beachten Sie jedoch, dass kleinere Kinder oft

noch nicht gurgeln können und die Lösung aus

Versehen verschlucken. Auf pflanzlicher Basis

können Salbeipastillen empfohlen werden;

denn sie besitzen eine entzündungshemmende

Wirkung.

Schnupfen bekämpfen

Bei verstopfter Nase werden oft gefässverengende

Wirkstoffe eingesetzt. Meist werden

sie in Form von Nasentropfen oder Nasensprays

verwendet; sie können aber auch

eingenommen werden und finden sich oft in

Kombinationspräparaten, die gegen verschiedene

Beschwerden gleichzeitig helfen. Diese

Substanzen lassen die geschwollene Nasenschleimhaut

abschwellen, sodass die Nasenatmung

wieder möglich wird. Aber seien Sie

vorsichtig: Diese Medikamente sollen sparsam

und nicht länger als eine Woche angewendet

werden.

Christiane Schittny ist Apothekerin und

Betriebsleiterin. Seit 15 Jahren arbeitet sie

als Fachjour nalistin für diverse Printmedien.


Schluss mit lästigen Erkältungshusten

Erkältungen sind die häufigsten

Infektionen des Menschen

überhaupt. Im Durchschnitt sind

Erwachsene zwei- bis dreimal im

Jahr davon betroffen – einmal

mehr, einmal weniger heftig.

Die Erkältungshusten-Mittel

Solmucol® und Solmucalm® sorgen

dafür, dass Sie rasch weniger

husten und besser atmen können.

Kaum hat sich der Sommer verabschiedet

und die Temperaturen

sinken, hört man sie wieder,

die vertrauten Töne der kälteren

Jahreszeit: Menschen schnupfen,

schniefen, niesen und husten. Die

Winterzeit mag zwar viele wohlige

Kuschelstunden mit sich bringen,

sie ist aber auch die Hochsaison

für Erkältungen. Oftmals sind wir

seltener an der frischen Luft und

ernähren uns weniger gesund.

Unser Immunsystem wird zudem

durch trockene Heizungsluft und

bisweilen auch wegen zu starker

Unterkühlung geschwächt. Die

Schleimhäute werden dadurch

weniger durchblutet und trocknen

aus. Doch gerade sie bilden die erste

Abwehr gegen Erkältungsviren.

Am häufigsten stecken wir uns

durch die Tröpfcheninfektion an:

Wir atmen die Erreger ein, die beim

Niesen, Husten und Naseputzen

in die Luft geschleudert werden,

oder infizieren uns beim Händeschütteln

oder bei der Berührung

von Gegenständen. Weil die sonst

funktionierende Abwehrkraft der

Schleimhäute geschwächt ist, können

Viren leichter eindringen.

Behandlung lässt sich unkomplizierter,

akuter Erkältungshusten in

der Regel gut in den Griff bekommen

– so kann oft vermieden werden,

dass sich die Entzündung zum

Beispiel auf die Bronchien (Bronchitis)

ausbreitet.

Solmucol® Erkältungshusten —

löst den Schleim und befreit die

Atemwege.

Behandeln Sie Ihren Reizhusten

gleich von Beginn an mit

N-Acetylcystein. Damit verringern

Sie die Gefahr einer bakteriellen

Zweitinfektion deutlich. Denn

N-Acetylcystein löst festsitzenden

Schleim, erleichtert das Abhusten

und entzieht den Bakterien – mindestens

teilweise – ihren Nährboden.

Die Schleimhaut kann so

ihre Reinigungsaufgaben schneller

wieder übernehmen. Solmucol®

Erkältungshusten ist frei von Farbstoffen,

Alkohol, Laktose, Gluten

und kariogenen Zuckern. Erhältlich

ist er als Brausetablette, Granulat

und Lutschtablette mit Orangengeschmack

oder als Sirup mit Aprikosen/Tropical-

sowie Erdbeer-/

Himbeergeschmack.

Solmucalm® Erkältungshusten —

löst den Schleim und beruhigt

den Husten.

Husten ist ein sinnvoller Schutzreflex

des Körpers. Daher sollte er

nicht unterdrückt werden. Denn ob

wir uns verschlucken oder mit der

Atemluft Staubpartikel oder Krankheitserreger

in unsere Atemwege

eindringen, ein kräftiger Hustenstoss

befördert die Eindringlinge

rasch wieder aus den Atemwegen

heraus. Zu Beginn einer

Erkältung husten die meisten Menschen

noch trocken. Nach ein bis

drei Tagen jedoch entsteht ein verschleimter

Husten mit Auswurf.

Überdauert der Husten eine gewisse

Zeit, so kann sich ein chronischer

Husten entwickeln.

Die Kombination von zwei Wirkstoffen

in Solmucalm® Erkältungshusten

behandelt den Husten

praktisch und wirksam. Der Sirup

lindert den Husten, löst überschüssigen

Schleim und fördert

so den Auswurf. Solmucalm®

Erkältungshusten ist frei von Farb-

stoffen, Laktose, Gluten, Alkohol

und kariogenen Zuckern und eignet

sich auch für Diabetiker. Der

gut verträgliche Hustensirup ist

Helfer für die ganze Familie –

mit Aprikose-/Tropical-Geschmack

für Erwachsene, mit Erdbeer-/Himbeer-Geschmack

für Kinder – frisch

zubereitet dank Schraubdeckel.

Interessante Informationen finden Sie

unter erkältungshusten.ch.

Infolge der Infektion reagieren die

Schleimhäute in den Atemwegen

im wahrsten Sinne des Wortes gereizt

– typischerweise tritt daher

in der Anfangsphase einer Erkältung

ein trockener Reizhusten auf.

Als Abwehrreaktion des Immunsystems

wird die Schleimproduktion

in den Schleimhäuten angekurbelt,

nach einigen Tagen stellt

sich ein verschleimter Husten mit

Auswurf ein. Durch eine gezielte

Schweizer Hausapotheke 1-2020 47


Je weiser, desto glücklicher?

Wissen hat in unserer Gesellschaft einen sehr hohen Stellenwert.

Von Weisheit wird etwas weniger gesprochen. Leider!

Wenn ich jetzt einen Text über das Thema

«Weisheit und Wissen» schreiben soll, so

stellt sich die Frage, welches der beiden nun

wichtiger sein könnte, um einen wirklich guten

Text zu verfassen. Muss ich weise sein, um

einen guten Text über dieses Thema schreiben

zu können, oder muss ich viel wissen?

Und weitere Fragen folgen auf dem Fuss:

Kann man weise sein, ohne viel zu wissen?

Was nützt uns grosses Wissen, wenn es an

Weisheit fehlt? Was genau ist eigentlich der

Unterschied zwischen Wissen und Weisheit?

Kann man Weisheit auch irgendwo an einer

Universität lernen? Bevor ich mit dem Schreiben

beginne, zerbreche ich mir fast ein wenig

den Kopf und laufe einige Tage mit der Frage

herum, ob ich denn über genügend Wissen

und vor allem auch über genügend Weisheit

verfüge, um dieser Aufgabe gewachsen zu

sein. Schliesslich treffe ich einen Entscheid,

wie dieser Text geschrieben werden soll.

Der Entscheid sieht folgendermassen aus:

Das Thema «Wissen» werde ich in diesem

Text nur am Rande bearbeiten. Wir wissen ja

alle, dass es Menschen gibt, die viel wissen.

Es sind meist vielseitig interessierte Menschen

mit einem sehr guten Gedächtnis und

Vergessen Sie Kotztüten

ZINTONA – das einzige rein pfl anzliche

Naturheilmittel mit Ingwer gegen

Reisekrankheit, Übelkeit und Magenbeschwerden.

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48 Schweizer Hausapotheke 1-2020

einer breiten Schulbildung. Sie kennen die

Hauptstadt von Guatemala, sie kennen das

chemische Zeichen für Sauerstoff, sie wissen,

wer 1982 Fussballweltmeister geworden ist

und sie wissen auch, dass Beethoven neun

Sinfonien geschrieben hat. Doch was nützt

uns eigentlich all dieses Wissen? Fördert es

meine persönliche Entwicklung, wenn ich alle

diese Daten und Zahlen im Kopf habe? Ich

zweifle ein wenig daran. Und so scheint es

mir sinnvoller, mich in diesem Text eher dem

Thema «Weisheit» zu widmen.

Definition

Im Gegensatz zu vielen anderen Begriffen

gibt es keine offizielle Definition des Begriffes

«Weisheit». Augustinus hat es so definiert:

«Weisheit ist letztlich nichts Anderes als

das Mass unseres Geistes, wodurch dieser

im Gleichgewicht gehalten wird, damit er

weder ins Übermass ausschweife, noch in

die Unzulänglichkeit falle. Verschwendung,

Machtgier, Hochmut und ähnliches, womit

hilflose Menschen sich Lust und Macht zu

verschaffen versuchen, lassen ihn masslos

aufblähen. Habgier, Furcht, Macht, Trauer,

Neid und anderes, was ins Unglück führt – wie

die Unglücklichen selbst gestehen – engen

ihn ein. Hat der Geist jedoch Weisheit gefunden,

dann braucht er weder Unmass, noch

Mangel, noch Unglück zu fürchten. Dann hat

er sein Mass, nämlich die Weisheit und ist

immer glücklich». Gemäss Augustinus hat

Weisheit also einen direkten Zusammenhang

mit dem Glücklichsein. Und glücklich wollen

wir ja alle sein. Bekanntlich gibt es aber sehr

grosse individuelle Unterschiede, wo und wie

wir das Glück suchen.

Lao Tse

Seit Menschengedenken ist die Suche nach

dem Glück ein Thema. In allen Kulturen und

zu allen Zeiten gab es philosophisch interessierte

Menschen. Einen Abriss über die

gesamte Philosophie zu erstellen übersteigt

natürlich den Rahmen dieses Textes. Und

so entscheide ich mich für einen ziemlich

geheimnisvollen Philosophen. Lao Tse

heisst er. Gelebt hat er im 6. Jahrhundert vor

Christus in China und über ihn ist fast nichts

bekannt. Man sagt, dass er der Begründer

des Taoismus sei und dass er das berühmte

«Tao te King» verfasst habe. Sicher ist aber

gar nichts. Sicher ist nur, dass eine Schrift

mit dem Titel «Tao te King» überliefert ist.

Sicher ist auch, dass diese Schrift gar nichts

mit Wissen, aber sehr viel mit Weisheit zu tun

hat. Der Name «Lao Tse» bedeutet übrigens

«alter Meister».

Noch einmal zurück zum Unterschied zwischen

Wissen und Weisheit. Wenn es um

Wissen geht, dann ist unser Verstand gefragt.

Nicht aber, wenn es um Weisheit geht.

Weisheit kann oftmals gar nicht mit dem

Verstand begriffen werden. Es hat eher etwas

mit Intuition zu tun. Hier nun ein Text von Lao

Tse zum Thema «Gelassenheit»:

«Fülle deine Trinkschale bis zum Rand,

und sie wird überlaufen.

Schärfe dauernd dein Messer,

und es wird stumpf werden.

Jage Geld und Sicherheit nach,

und dein Herz wird sich niemals öffnen.

Sorge dich um den Beifall der Leute,

und du wirst ihr Gefangener sein.

Verrichte dein Werk und tritt dann zurück.

Das ist der Weg der Gelassenheit».

Mit weisen Sprüchen ist es so eine Sache. Die

einen finden einen Spruch gut und sinnvoll,

andere sehen das anders. Wenn wir jetzt

aber davon ausgehen, dass dieser Spruch

der Wahrheit entspricht - oder zumindest im

Kern etwas Wahres hat - und dann diesen

Spruch in Beziehung zu unserer modernen

Lebensart stellen, dann kann das schon

ziemlich zu denken geben. Wir leben ja bekanntlich

in einer Konsum- und Spassgesellschaft,

wo es nicht zuletzt auch immer darum

geht, im Rampenlicht zu stehen und Beifall

zu suchen. Und jetzt sagt Lao Tse, dass

genau das nicht getan werden sollte. Und obschon

dieser Spruch schon über 2600 Jahre

alt ist, hat er von seiner Gültigkeit wohl kaum

etwas eingebüsst. Das ist übrigens auch ein

wesentlicher Unterschied zwischen Wissen

und Weisheit. Weisheiten haben ewige Gültigkeit,

das Wissen veraltet. Das kennen wir

beispielsweise von der digitalen Welt. Wer vor

25 Jahren einen PC-Kurs absolviert hat, kann

die dazugehörenden Kursunterlagen längst

ins Altpapier schmeissen.

Und noch etwas: Allzu viel über den obigen

Spruch nachzudenken, bringt wohl auch


nicht sehr viel. Diesen Text aber auf sich

wirken zu lassen und danach gewisse eigene

Verhaltensweisen zu hinterfragen, wäre

wohl der nützlichere Weg.

Die höchste Tugend

Fast alle Philosophen haben sich mit dem

Thema «Tugend» befasst. So auch Lao Tse:

«Kannst du deinen Geist von seinem

Herumwandern abbringen und am

ursprünglichen Einssein festhalten?

Kannst du deinen Körper so geschmeidig

werden lassen, dass er dem eines neugeborenen

Kindes gleicht? Kannst du deine

innere Sehkraft reinigen, bis du nur noch

das Licht siehst? Kannst du die Menschen

lieben und sie führen, ohne ihnen deinen

Willen aufzuzwingen? Kannst du die wichtigsten

Angelegenheiten bewältigen, indem

du den Ereignissen freien Lauf lässt?

Kannst du von deinem eigenen Geist Abstand

nehmen und so alle Dinge begreifen?

Hervorbringen und nähren, haben, ohne zu

besitzen, handeln, ohne zu erwarten,

führen, ohne zu herrschen: Das ist die

höchste Tugend.»

So gut das auch klingt, ganz einfach ist

die Umsetzung dieser Anweisung sicher

nicht. Gerade in unserer Kultur, wo wir in der

Erziehung oft andere Werte vermittelt bekommen

und wo das Haben die viel grössere

Bedeutung hat als das Sein. Wenn man aber

sieht, wie viele Menschen trotz materiellem

Wohlstand grundsätzlich unglücklich sind, so

könnte ein Versuch, sich anders zu orientieren,

vielleicht doch nicht schaden.

Es gibt übrigens auch in unserer modernen

Welt Menschen, die offenbar über sehr viel

Weisheit verfügen, wie das folgende Beispiel

zeigt: Ein älterer Mann lebt in bescheidenen

Verhältnissen. Eines Tages wurde bei ihm eingebrochen.

Jemand drang in seine Wohnung

ein, stahl ihm seine Brieftasche und alles

Geld, was er besass. Als er den Diebstahl

bemerkte, setzte er sich an seinen Schreibtisch

und trug folgende Bemerkung in sein

Tagebuch ein: «Lasst mich danken. Erstens,

weil ich bisher noch nie bestohlen worden

war, zweitens, weil man zwar mein Geld, nicht

aber mein Leben genommen hat, drittens,

weil es nicht viel war, was ich hatte und viertens,

weil ich der Bestohlene und nicht der

Dieb bin.»

Könnten Sie diesen Diebstahl auch so hinnehmen

wie dieser Mann? Und wie finden Sie

diese Reaktion? Weise? Oder gar nicht weise?

Sicher ist: Mit Wissen hat diese Reaktion

gar nichts zu tun!

Albin Rohrer

Solmucol ® & Solmucalm ®

Erkältungshusten

Weniger husten, besser atmen.

Aus der

TV-Werbung

Wieder frei durchatmen.

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Hustensirupe IBSA, in der Schweiz hergestellt.

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befreit die Atemwege.

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beruhigt den Husten.

Dies sind zugelassene Arzneimittel. Lassen Sie sich von einer

Fachperson beraten und lesen Sie die Packungsbeilage.

IBSA Institut Biochimique SA, Headquarters and Marketing Operations, Via del Piano 29, CH-6926 Montagnola, www.ibsa.swiss

Schweizer Hausapotheke 1-2020 49


Wirksame Methode

Das bewusste Einatmen von gasförmigen Wirkstoffen nennt man Inhalieren. Eine medizinische

Methode zur Behandlung von Erkrankungen der Atemwege.

Bereits bei den alten Ägyptern und in der Antike

wurde diese Behandlungsmethode häufig

angewendet. Damals inhalierte man allerdings

nicht aus medizinischen Gründen. Das

Inhalieren von Dämpfen war Bestandteil vieler

religiöser und magischer Rituale. Zudem ging

man davon aus, dass pflanzliche Wirkstoffe

in Form von Rauch reinigend wirken. Hygiene

war in früheren Zeiten ein schwieriges Problem

und ihr Mangel eine häufige Ursache

für Infektionskrankheiten und den frühzeitigen

Tod. Man kannte weder Bakterien noch

Viren und glaubte, die Krankheit komme von

der schlechten Luft. Grund genug, die Räume

mit pflanzlichen Duftstoffen zu räuchern:

Eine noch heute gebräuchliche Inhalationsmethode.

Techniken

Viele von uns kennen die Räucherung in Form

von Räucherstäbchen. Sie sind besonders in

den asiatischen Ländern beliebt und haben

dort eine religiöse Bedeutung. Zum Räuchern

werden getrocknete Pflanzenteile, Wurzeln,

Samen, Blätter oder Rinden und Harze verwendet.

Die Technik ist ganz einfach: Man

benötigt eine feuerfeste Schale mit Holzkohle,

die man zum Glühen bringt und auf die man

die Räucherware legt. Das gesamte Zubehör

ist im Handel erhältlich. Man sagt, das Räuchern

hätte eine meditative Wirkung, reinige

die Seele von ungeliebten Gedanken und

stärke die Konzentration.

50 Schweizer Hausapotheke 1-2020

In der Schulmedizin sind Inhalationen mit

Apparaten die Regel. Es gibt diese in ganz

unterschiedlicher Ausführung. Besonders

praktisch sind kleine Dosierapparate mit

Druckgas. Wer regelmässig inhalieren muss,

nutzt meist ein grösseres Gerät, welches man

kaufen oder mieten kann.

Gegen eine einfache jahreszeitbedingte

Erkältung kann man sich mit einer simpleren

Methode behelfen: Man giesst kochendes

Wasser mit den zu inhalierenden Pflanzenteilen

in eine Schüssel, hält den Kopf über

den Dampf und atmet diesen tief ein. Damit

die Inhaltsstoffe nicht so schnell entweichen,

kann man sich ein Tuch über Kopf und Schüssel

legen. Dadurch sind die Atemorgane wie

in einem Dampfbad voll und ganz von den

heilenden Dämpfen umgeben.

Die Inhalationstechnik ist neben den darin

enthaltenen Wirkstoffen für die effektive Anwendung

entscheidend. Die Tröpfchengrösse

des Dampfes unterscheidet sich da nämlich:

Gewöhnlicher Dampf erreicht vor allem die

oberen Atemwege und hilft gegen trockene

Schleimhäute in Mund und Nase, gegen

Schnupfen oder gegen eine Bronchitis. Sollen

die unteren Atemwege bedampft werden,

nutzt man Aerosole, die kleinere Tröpfchen

produzieren:

Medikamente und natürliche Hausmittel

Das Inhalieren von Medikamenten ist eine

wirkungsvolle Verabreichungsmethode. Durch

das Einatmen gelangt die Arznei direkt in

die Atemwege, ohne Umweg über den Verdauungstrakt

und das Kreislaufsystem. Wer

unter einer schweren Lungenkrankheit leidet,

ist unter Umständen auf spezifische Medikamente

angewiesen. Gegen eine Erkältung

sollte man sich jedoch besser mit natürlichen

Inhalationsmitteln behandeln. Dafür eignen

sich getrocknete Kräuter, ätherische Öle

oder Salben, die dem kochenden Wasser

beigegeben werden. Gegen Erkältungen wirkt

Eukalyptus, welches Cineol enthält: Dieser

Inhaltsstoff wirkt schleimlösend und antibakteriell.

Wacholderbeeren enthalten viel Kampfer,

welcher in den meisten handelsüblichen

Erkältungssalben enthalten ist. Bei hartnäckigem

trockenem Husten nimmt man eine

Handvoll Fenchel, Kümmel oder Anissamen,

die den Schleim lösen und helfen, abhusten

zu können. Natürlich wirkt Menthol, welches

reichlich in Pfefferminz zu finden ist, gegen

Erkältungen. Dieser Inhaltsstoff wirkt kühlend,

ist angenehm erfrischend und lindert unangenehmen

Reizhusten.

Judith Dominguez ist Diplom-Biologin,

Pflegefachfrau HF und diplomierte

interdisziplinäre Gerontologin.


Dentophobie:

Wenn die Angst vorm Zahnarzt grösser ist als der Schmerz

Wer kennt es nicht, das mulmige

Gefühl vor dem Zahnarztbesuch?

Etwa 30 Prozent der Bevölkerung

gibt an, Angst vor dem Zahnarzt zu

empfinden. Bei manchen ist diese

Angst so gross, dass sie erst zum

Zahnarzt gehen, wenn die Schmerzen

unerträglich sind. Bisweilen sind

traumatische Kindheitserlebnisse,

zum Beispiel ein brutaler Schulzahnarzt,

der nachvollziehbare

Grund für eine sogenannte Dentophobie.

Oft ist diese Panik aber auch

eine unerklärliche Urangst. Das Bewusstsein,

dass der Zahnarzt heute

«gar nicht mehr weh tut», hilft den

Betroffenen wenig, die zudem auch

noch häufig mit ihrer Angst nicht

ernst genommen werden.

Die Symptome beginnen oft bereits

am Vorabend des Zahnarzttermins

mit langsam aufkommender Nervosität

und nachfolgender Schlaflosigkeit.

Während der Behandlung

können Herzrasen, Schweissausbrüche,

Würgereiz und Blutdruckabfall

bis hin zu Übelkeit oder Kreislaufkollaps

dazukommen.

Die Folgen für die Zahngesundheit

und das körperliche bzw. psychische

Allgemeinbefinden sind oft verheerend:

Karies und Parodontitis breiten

sich ungehindert zerstörerisch aus.

Darunter leidet nicht nur die Kaufunktion,

sondern auch das Aussehen

der Patienten: Dentophobiker

lächeln nicht mehr, sie haben Angst,

als abstossend wahrgenommen zu

werden und schämen sich wegen

ihres Mundgeruchs. So entsteht ein

sozialer Teufelskreis. Das Schlimmste:

Die Leidgeplagten sind mit ihrer

Angst allein und fühlen sich von niemandem

ernst genommen. Von Familienangehörigen

ausgelacht, finden

sie häufig selbst beim eigenen

Zahnarzt wenig Verständnis.

Unser Behandlungskonzept hat sich

seit über zehn Jahren bei mehr als

Ganz entspannt:

Dr. Schulte verabreicht einer Angstpatientin Lachgas.

tausend Angstpatienten bewährt

und basiert auf drei Pfeilern: Zuwendung,

Angstabbau, schonende

und schmerzlose Behandlung.

Am Anfang steht das Beratungsgespräch,

das wir grundsätzlich nicht

im Behandlungszimmer, sondern

in einem neutralen Besprechungsraum

führen. Hier hat der Patient

Gelegenheit, stressfrei über seine

Ängste zu reden und mit uns das

weitere Vorgehen zu besprechen.

Danach wird er ins Behandlungszimmer

begleitet. Dort findet jedoch

noch keine eigentliche Behandlung,

sondern lediglich eine

Testsitzung mit Lachgas-Anwendung

statt: Ein Kopfhörer spielt

angenehme Entspannungsmusik

und schirmt Aussengeräusche ab.

Über eine kleine Nasenmaske atmet

der Patient ein Gemisch aus

Sauerstoff und Lachgas ein. Nach

wenigen Atemzügen setzt bereits

die Wirkung ein: Stress und Verspannung

lösen sich und weichen

einem wohligen Geborgenheitsgefühl.

Die Musik unterstützt dabei die

hypnotische Wirkung des Lachgases.

In der richtigen Dosierung ist

das Lachgas-Sauerstoff-Gemisch

absolut unschädlich und hat praktisch

keine Nebenwirkungen. Lachgas

wirkt beruhigend und hypnotisch,

angstlösend, dämpft Würgereiz

und ist schmerzstillend. Dieser

schmerzlindernde Effekt führt dazu,

dass die gefürchtete Betäubungsspritze

oft gar nicht mehr wahrgenommen

wird. Ein weiterer Vorteil:

Lachgas hat keine Nachwirkungen.

Bereits wenige Minuten nach der Behandlung

kann der Patient allein und

mit klarem Kopf nach Hause gehen.

Vier von fünf Angstpatienten sind

mit Lachgas gut und entspannt behandelbar.

Den anderen können wir

mit stärkeren Beruhigungsmitteln

oder einer Vollnarkose helfen. Die

Vollnarkose bietet sich vor allem bei

grösseren Eingriffen an, wie zum Beispiel

Totalsanierungen, grosse Implantateingriffe,

Entfernung aller

Weisheitszähne in einer Sitzung.

Ein Team erfahrener Narkoseärzte

steht uns dabei zur Seite.

Der für uns wichtigste Aspekt ist

aber, dass die meisten Dentophobiepatienten

im Laufe der Behandlung

allmählich ihre Angst verlieren,

nach einer gewissen Zeit oft

gar kein Lachgas mehr benötigen

und dann ganz normal behandelt

werden können.

Autor: Dr. med. dent. Markus Schulte

ist Zahnarzt und Spezialist für Oralchirurgie

Praxisklinik:

Zahnarzt Team Luzern

Winkelriedstrasse 37

6003 Luzern

Tel. 041 210 58 58

Ausführliche Informationen unter www.ztlu.ch

Schweizer Hausapotheke 1-2020 51


Rückbesinnung auf die Naturheilkunde

Antibiotika-Resistenzen zwingen zu einem Paradigmenwechsel.

Antibiotika waren während Jahrzehnten

gleichsam die Wunderwaffe der etablierten

Medizin. Dank ihnen konnten gefährliche Infektionskrankheiten

in Schach gehalten und

die entsprechenden Sterblichkeitsraten reduziert

werden. Das verführte allerdings dazu,

sie in grossem Stil einzusetzen – nicht nur

in der Humanmedizin, sondern auch in der

Tiermast. Jetzt zeigen sich die Folgen immer

deutlicher – und diese sind alarmierend.

Tickende Zeitbombe

Schon lange bekannt ist, dass Antibiotika

nicht nur schädliche Bakterien vernichten,

sondern auch jene, ohne die wir nicht überleben

können. Wir haben mehr nützliche

Bakterien auf und in unserem Organismus

als Körperzellen. Sie tragen dazu bei, auf

der Haut eine Schutzschicht gegen unerwünschte

Eindringlinge zu bilden, und vor

allem helfen sie mit, im Dickdarm die Nahrung

aufzuschliessen und auch dort schädliche

Erreger fernzuhalten.

Antibiotika wiederum schädigen unsere

lebenswichtige Darmflora und bringen das

Gleichgewicht zwischen den nützlichen

Mikroorganismen und unserem Körper durcheinander.

In diesem Zusammenhang können

sie unser Immunsystem beeinträchtigen und

verwirren, dem eigentlich gerade bei Infekten

eine wichtige Rolle zukäme.

Doch damit nicht genug: Die grösste und

ebenfalls schon lange bekannte Gefahr,

die mittlerweile von Antibiotika ausgeht,

ist die Tatsache, dass Bakterien dagegen

resistent werden. Inzwischen gibt es kaum

noch Antibiotika, gegen die keine Resistenzen

bestehen, und das hat Folgen: Bereits

sterben in Europa pro Jahr 29 000 Menschen

an nicht mehr beherrschbaren Infekten und

weltweit sogar 700 000. Und im Jahr 2050

werden in Europa gemäss Prognose jährlich

gar 390 000 und weltweit zehn Millionen

Menschen an antibiotikaresistenten Keimen

sterben.

Naheliegende Alternativen

Damit die Erfolgsgeschichte der Antibiotika

nicht vollends zum Desaster wird, ist ein

rasches Umdenken dringend erforderlich –

nicht nur in der Tier-, sondern auch in der

Menschenmedizin. Antibiotika sollten erstens

nur noch dort verschrieben werden, wo sie

etwas nützen können. Das aber ist vor allem

bei viralen Infekten nicht der Fall, und dennoch

werden sie auch dann nach wie vor im

grossen Stil verschrieben.

Zweitens sollte dem Organismus bei bakteriellen

Infekten wie einer Streptokokken-Angina,

einer Mittelohr- oder einer Blasenentzündung

die Chance gegeben werden, selber damit

fertigzuwerden. Nötigenfalls kann immer noch

mit Antibiotika nachgeholfen werden.

Und drittens ist es absolut vordringlich, sich

auf ganzheitliche Alternativen zur Abwehr

und Eindämmung von Infektionskrankheiten

zu besinnen, wie sie die Naturheilkunde schon

seit jeher kennt. Kein Wunder, verschreiben

Ärzte mit einer Zusatzausbildung für Komplementärmedizin

in der Schweiz nur halb so

viele Antibiotika wie reine Schulmediziner.

genügend Bewegung und regelmässiger Entspannung.

Das nämlich stärkt unsere körpereigene

Abwehr. Den gleichen Effekt haben –

vor allem bei Kindern – jene oft harmlosen Infektionskrankheiten,

die auf natürliche Weise

durchgemacht werden, vor allem dann, wenn

dabei Fieber nicht unnötig unterdrückt wird.

Entsprechend steht bei der Naturheilkunde

die Stärkung der körpereigenen Immunabwehr

im Zentrum. Hierzu bietet die Natur eine

Vielzahl an Möglichkeiten. Sie beginnen bei

natürlichen Vitaminen, Mineralstoffen und

Spurenelementen und reichen von Bakterienpräparaten

zur Unterstützung der «Darmflora»

über Wickel oder Einreibungen mit ätherischen

Ölen bis hin zu Homöopathika und zur

grossen Vielfalt an Heilpflanzen. Diese haben

ihre Abwehrstoffe gegen schädliche Bakterien

über sehr lange Zeiträume so gebildet,

dass Bakterien dagegen kaum Resistenzen

entwickeln können. Verlangen Sie also bei

einem Infekt nicht sogleich ein Antibiotikum,

sondern erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt,

bei Ihrer Therapeutin, in der

Apotheke, der Drogerie oder im Reformhaus

nach natürlichen

Alternativen.

Dr. oec. Hans-Peter Studer ist

Mitwelt- und Gesundheitsökonom,

Erwachsenenbildner und Buchautor.

Stärkung der körpereigenen Immunabwehr

Die wichtigste Strategie und sozusagen die

beste Lebensversicherung für uns selbst

ist eine gesunde Lebensweise mit einer

ausgewogenen, naturbelassenen Ernährung,

Lesen Sie mehr und Genaueres zu diesem

kontroversen Thema im NVS-Magazin auf

www.nvs.swiss.

Einen ausführlichen Bericht zu einer

Dakomed-Tagung über natürliche Alternativen

zu Antibiotika finden Sie unter

www.nvs.swiss, ebenso wie eine Vielzahl

von nichtärztlichen Therapeutinnen und

Naturheilpraktikern.

Die NVS (Naturärzte Vereinigung der Schweiz) in Herisau als grösster Verband der Komplementärund

Alternativmedizin vertritt nicht nur einzelne Methoden oder Fachrichtungen, sondern sämtliche

Praktizierende der Naturheilkunde und Komplementärtherapie. Um NVS-A-Mitglied zu werden,

müssen die Praktizierenden die hohen SPAK-Anforderungen (Qualitätslabel der NVS) erfüllen.

Die NVS-Mitglieder unterstellen sich den vom Verband formulierten Ethikrichtlinien. Die NVS-A-

Naturheilpraktiker/innen und -Komplementärtherapeut/innen sind auf www.nvs.swiss aufgeführt.

52 Schweizer Hausapotheke 1-2020


Älter werden und sich dabei

jung und vital fühlen !

Eine körperliche aktive Lebens weise

und ausgewählte Vitalstoffe helfen,

sich in seiner Haut wohl und leistungsfähig

zu fühlen.

«Anti-Aging»-Vitalstoffe für

Beauty und Energie: Kollagen-

Hydrolysat und Astaxanthin

Kollagen ist das wichtigste Strukturprotein

unserer Körpergewebe (Haut,

Knochen, Sehnen, Knorpel u.a.).

10 g Kollagen-Hydrolysat während

12 Wochen eingenommen konnte

in Studien eine deutliche Verbesserung

der Struktur und der Elastizität

der Haut aufzeigen, Falten wurden

um 26 bis 30 Prozent deutlich reduziert,

die Hautfeuchtigkeit signifikant

angehoben! Glucosaminsulfat

und Kollagen-Hydrolysat unterstützen

den gesamten Bewegungsapparat

und damit das Kollagengerüst.

Die Anti-Aging-Eigenschaften von

Astaxanthin und Lycopin, beides natürliche

Carotinoide, wirken in erster

Linie auf die Haut und das Immunsystem

und verbessern die Vitalität. Der

«Anti-Aging»-Arzt Dr. med. Nicolas

Perricone sagte dazu: «Die Einnahme

von Astaxanthin hat den Effekt

wie ein natürliches Facelifting». Gerade

in Kombination mit Coenzym

Q 10 kann man eine deutliche Leistungssteigerung

und mehr Energie

erwarten. Coenzym Q 10 aktiviert

95 Prozent der gesamten Energiegewinnung

und hilft gegen Müdigkeit.

Vitalstoffe für Gedächtnis

und Konzentration: EPA & DHA,

Phospholipide und Astaxanthin

Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA

helfen dem Gehirn, bei trockenen

Augen und dem Herz-Kreislaufsystem.

Für eine bessere Konzentration

und Gedächtnisleistung ist die

Kombination von natürlichen Phospholipiden

und den Omega-3-Fettsäuren

EPA, DHA und Astaxanthin

ideal. Sogar Stimmungsschwankungen

verschwinden vielfach bei der

Einnahme von EPA & DHA. Zudem

besitzen EPA und DHA in Kombination

mit Astaxanthin entzündungshemmende

Eigenschaften. Wichtig

ist dabei eine kurmässige Einnahme.

Vitalstoffe für die Augen &

Sehkraft: Lutein, Zeaxanthin

und Astaxanthin

Die Augengesundheit ist gerade

im Alter sehr wichtig. Es existieren

Vitalstoffe, die Ihren müden oder

gestressten Augen helfen. Gross

angelegte Studien zeigen, dass

die natürlichen Carotinoide Lutein,

Zeaxanthin und Astaxanthin die

Entstehung einer altersbedingten

Makuladegeneration und eines

Grauen Stars reduzieren oder sogar

verhindern können und die Sehschärfe

verbessern.

Vitalstoffe für die Psyche,

das Nervensystem, Antistress

und Antimüdigkeit: Curcuma,

Astaxanthin, Q 10 , L-Carnitin,

B-Vitamine, Magnesium und Zink

Diese Wirkstoffkombination verhilft

zu einer starken Psyche und

zu einem resistenten Nervensys tem.

Unzählige Studien belegen die einerseits

die neuroprotektive Wirkung

von Curcuma und Astaxanthin und

anderseits die guten Eigenschaften

gegen Müdigkeit und Zellstress

von Q 10 und L-Carnitin. Damit helfen

Sie einerseits der Psyche und

anderseits sind Sie weniger müde

und gestresst.

Vitalstoffe für die Gelenke und

den gesamten Bewegungs -

ap parat: Curcuma, Astaxanthin,

Chondroitin- und Glukosaminsulfat

und Kollagen-Hydrolysat

Diese Wirkstoffkombination verhilft

zu mehr Beweglichkeit und

wirkt gegen abgenützte Gelenke.

Nach einer 3 monatigen Kur nehmen

Gelenkbeschwerden deutlich

ab und die Lebensqualität deutlich

zu. Probieren Sie es aus.

Mikronährstoffe für Sie

Vitalität mit Qualität

mit

Kollagen

Für den

Mann

Beauty | Energie

Kollagen-Hydrolysat | Hyaluronsäure

Astaxanthin | Lycopin | Q10

Beauty-Vitamine | Glucosaminsulfat

Kollagen UC-II TM | Hyaluronsäure

MSM | Pinienrinden-Extrakt mit OPC

Astaxanthin | Coenzym Q10

Knorpel | Knochen

Bewegungsapparat

Curcuma | Astaxanthin | Glucosaminsulfat

Chondroitinsulfat | Vitamine und Spurenelemente

Energiestoffwechsel

Testosteronspiegel

L-Arginin | L-Carnitin | OPC | Coenzym Q10

Astaxanthin | Maca | Safran | Granatapfel

Vitamine und Spurenelemente

Gedächtnis | Konzentration

Herz-Kreislauf

Phospholipide | EPA & DHA

Astaxanthin

Augen | Sehkraft

Lutein | Zeaxanthin

Astaxanthin | OPC | Heidelbeer-Extrakt

| Vitamin B2

Nerven | Psyche | Antimüdigkeit

Curcuma | Astaxanthin

Q10 | L-Carnitin | B-Vitamine

Magnesium | Zink

Schweizer Hausapotheke 1-2020 53


Midro_93x129_d_Midro_93x129_d 24.09.13 16:22 Seite 1

Fruktosehaltige Lebensmittel

Wer Fruktose schlecht verträgt,

sollte diese möglichst nicht in

grösseren Mengen konsumieren

und entsprechende Lebensmittel

nur eingeschränkt zu sich

nehmen. Fruchtzucker kommt

natürlicherweise vor allem in

Stein- und Kernobst sowie in

Honig vor. Einige Getreidesorten,

Nüsse und Gemüse enthalten

ebenfalls – wenn auch in

geringeren Mengen – Fruchtzucker.

In einigen kalorienreduzierten

Diätprodukten sowie

in speziellen Lebensmitteln für

Diabetiker wird normaler Haushaltszucker

(teilweise) durch

Fruchtzucker ersetzt. Vorsicht

ist auch beim Konsum von Süssungsmitteln

wie Sorbit, Mannit

oder Xylit geboten: Diese Zuckeralkohole

enthalten selber

zwar keinen Fruchtzucker, aber

sie vermindern die Aufnahme

von Fruktose in den Körper.

Symptome erkennen

Wenn die Fruktose, aus welchem

Grund auch immer, nicht

richtig aufgenommen und

verwertet werden kann, bleibt

ein Teil davon im Speisebrei

im Dünndarm zurück und

gelangt bis in den Dickdarm.

Die unverdaute Fruktose wird

dort von den Darmbakterien

unter Gasbildung abgebaut.

Das verursacht vorübergehende

Beschwerden wie Durchfall,

Blähungen, Bauchschmerzen,

Darmkrämpfe oder Übelkeit.

Bei Verdacht auf eine Frukto-

Fruktoseunverträglichkeit

Individuell dosierbar

Etwa ein Viertel der Bevölkerung leidet – mehr

oder weniger ausgeprägt – an einer Fruktosemalabsorption

oder -unverträglichkeit. Dabei

handelt es sich um eine Stoffwechselstörung,

bei der Fruchtzucker (Fruktose) nicht richtig

verdaut werden kann.

Gelegentlich verstopft?

Midro ® – Pflanzliche Abführhilfe

bei gelegentlicher

Verstopfung.

Rezeptfrei in Apotheken

und Drogerien.

Dies sind Arzneimittel.

Bitte lassen Sie sich von einer Fachperson

beraten und lesen Sie die Packungsbeilage.

Für gesundes Zahnfleisch

✔ gesundes Zahnfleisch mit Kamille,

Sonnenhut und Salbei

✔ Pfefferminz, Anis und Nelken

für frischen Atem

✔ mit pflanzlichem

Vitamin E

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und Drogerien

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54 Schweizer Hausapotheke 1-2020

Midro AG, CH-4125 Riehen

Eine Fruktoseintoleranz ist

sehr selten und muss von einer

Unverträglichkeit unterschieden

werden. Sie beruht auf

einem vererbten Gendefekt

und kommt nur etwa bei einer

von 25 000 Personen vor. Das

Enzym, welches normalerweise

die Fruktose abbaut, fehlt; die

Fruktose reichert sich dadurch

in der Leber an und kann zu

lebensbedrohlichen Leberschädigungen

und Unterzuckerungen

führen. Weil die Erkrankung

nicht heilbar ist, muss eine

strenge Diät eingehalten werden:

Alle Lebensmittel, die in

irgendeiner Form Fruchtzucker

enthalten, müssen lebenslang

streng gemieden werden.

Ursachen einer Fruktoseunverträglichkeit

Im gesunden Organismus

wird der Fruchtzucker aus der

Nahrung über den Dünndarm

aufgenommen und verwertet.

Dafür braucht es verschiedene

Glukosetransporter. Bei Menschen,

die an einer Fruktoseunverträglichkeit

leiden, sind

diese Transporter entweder nur

eingeschränkt funktionsfähig

oder aber nur in ungenügender

Anzahl vorhanden: Dadurch ist

die Aufnahme von Fruchtzucker

gestört. Eine weitere Ursache

kann eine geschädigte oder

entzündete Dünndarmschleimhaut

sein, wie sie zum Beispiel

bei Morbus Crohn oder nach

einer akuten Magen-Darm-

Erkrankung vorkommt. Auch

Zöliakie oder die Einnahme

von gewissen Medikamenten

können für die Krankheit verantwortlich

sein.


seunverträglichkeit sollte eine gesicherte

Diagnose gestellt werden: Ein einfacher

Wasserstoff-Atemtest gibt Gewissheit.

Therapie

Selbst gesunde Menschen vertragen nur

eine gewisse Menge an Fruchtzucker. Dieser

Wert liegt bei etwa 50 g pro Mahlzeit. Bei einer

Fruktoseunverträglichkeit wird weniger

vertragen, aber diese Menge ist individuell

unterschiedlich. Um zu testen, wieviel

Fruktose der Körper verdauen kann, sollte

in den ersten Tagen nach Diagnosestellung

jeglicher Fruchtzucker vermieden werden.

Anschliessend kann man vorsichtig beginnen,

erst geringe und dann immer grössere

Mengen an fruchtzuckerhaltigen Lebensmitteln

zu sich zu nehmen, bis Symptome

auftreten. So kann der Schweregrad der

Unverträglichkeit ermittelt werden. Die

Therapie besteht darin, den Fruchtzuckerkonsum

entsprechend der individuellen

Toleranz einzuschränken.

Nahrungsmittel mit Zucker kombiniert. Auch

der gleichzeitige Verzehr von fett- und eiweissreichen

Lebensmitteln verbessert die

Verdauung von Fruchtzucker. Zu beachten

ist zudem, dass für die Verträglichkeit der

Lebensmittel verschiedene Faktoren wie der

Reifegrad, die Lagerung oder die Sorten von

Obst oder Gemüse eine nicht zu vernachlässigende

Rolle spielen.

Tipps

Normaler Haushaltszucker besteht aus

einer Kombination von Fruktose und Glukose

und wird meist gut vertragen, weil die

Glukose die Aufnahme von Fruktose in den

Körper fördert. Entsprechend hilft es auch,

wenn man in einer Mahlzeit fruktosehaltige

Christiane Schittny ist Apothekerin und

Betriebsleiterin. Seit 15 Jahren arbeitet sie

als Fachjour nalistin für diverse Printmedien.

Impressum Schweizer Hausapotheke

Verlag und Anzeigen Perpress Medien AG, Könizstrasse 25, 3008 Bern, Tel. 031 740 97 10, Fax 031 740 97 28,

info@schweizerhausapotheke.ch • Geschäftsleitung Dr. Christoph Tschan, 031 740 97 15,

ch.tschan@schweizerhausapotheke.ch • Administration & Buchhaltung Carolyn Scheid egger,

031 740 97 10, c.scheidegger@schweizerhausapotheke.ch • Backoffice Ursula Etter • Redaktions- und

Produktionsleitung Sylvia Felber, 031 740 97 20, s.felber@schweizerhausapotheke.ch • Ann- Brita

Dähler, Verantwortliche Digital, 031 740 97 18, a.daehler@schweizerhausapotheke.ch • Leiter Marketing

& Kommunikation Mischa Felber, 031 740 97 12, m.felber@schweizerhausapotheke.ch •

Gestaltung Sinem Seçkin, Alexia Ackermann • Auflage (deutsch + französisch) 222580 (beglaubigt

WEMF 2019) Abonnement Fr. 24.– Erscheinung achtmal jährlich • Abonnentendienst Industriestrasse

37, 3178 Bösingen, 031 740 97 62, abo@schweizerhausapotheke.ch

Schweizer Hausapotheke 1-2020 55


Meerrettichwurzel

hemmt die Vermehrung

von Bakterien

Kernosan Meerrettich Elixir

Pflanzenkraft aus der Natur wird eingesetzt bei Husten,

Bronchitis und Katarrh

Die Senföle des Meerrettichs wirken

hemmend auf das Wachstum

von Bakterien. Bei Infektionen der

Luftwege sind diese ätherischen

Öle besonders effektiv. Nachdem

sie in den Dünndarm gelangt sind

und im Blut zirkulieren, sind sie

an kleine Transporteiweisse gebunden.

Sie durchwandern nun

den gesamten Blutkreislauf, bis

sie schliesslich in den Organen

ankommen, von denen sie ausgeschieden

werden. Dazu gehören

auch die Lungen.

Bevor sie jedoch ausgeschieden

werden, verbleiben die Senföle

noch einige Zeit in den Atemwegen

und entfalten dort ihre keimabtötende

Wirkung, indem sie die

Vermehrung der entzündungsauslösenden

Bakterien hemmen. Senföle

werden bereits in den oberen

Abschnitten des Darms, im Dünndarm,

ins Blut aufgenommen. Sie

gelangen also nicht in den Dickdarm

wie herkömmliche Antibiotika,

die dort die nützlichen Bakterien

gleichfalls abtöten und somit

das Gleichgewicht der Verdauung

stören können. Meerrettich enthält

unter anderem folgende Inhaltsstoffe:

Vitamin C, Vitamine B1, B2

und B6, Kalium, Calcium, Magnesium,

Eisen und Phosphor; sowie

die Senfölglykoside Sinigrin und

Gluconasturtiin, Allicin, Flavone

und ätherische Öle, aus denen sich

Senföle bilden.

Kernosan Meerrettich

Elixir beruht auf einer

alten Rezeptur mit

11 Heilpflanzen und

frischem Saft der

Meerrettichwurzel.

Meerrettich, Anis,

Fenchel, Efeu, Engelsüss,

Süssholz und

Schlüsselblume verflüssigen

den zähen

Schleim und fördern

den Auswurf.

Isländisch Moos, Spitzwegerich

und Bibernelle wirken reizmildernd

bei Katarrhen der Luftwege.

Meisterwurzel als aromatische

Heilpflanze und Kalmus als Amara

runden das Meerrettich Elixir ab.

Vertrieb:

E. Kern AG, Glarus Nord

Telefon 055 610 27 27

Fax 055 610 25 08

www.kernosan.ch

kern.pharma@bluewin.ch

Leidige Rückenschmerzen

80 Prozent der Bevölkerung kennen

Rückenschmerzen aus eigener

Erfahrung. Muskelverspannungen

zählen neben Lumbalgien zu den

häufigsten Ursachen.

Solche chronischen, schmerzhaften

Nervenirritationen in der Lendenwirbelsäulenregion

können

unter anderem durch Stress, Bewegungsmangel,

Fehlhaltungen,

Überbelastung durch schwere körperliche

Tätigkeit, nicht ausgeheilte

Verletzungen der Muskulatur oder

einen Bandscheibenvorfall hervorgerufen

werden.

Angebote und Therapien gegen Rückenschmerzen

gibt es viele: Seien

es Ärzte, Heilpraktiker, Physiotherapeuten,

Osteopathen, Qi-Gong,

Tai-Chi, Yoga, Neuraltherapie und

andere mehr – manche sind nicht

seriös oder in ihrer Wirkung wissenschaftlich

nicht bestätigt; und oft

machen sie nicht einlösbare Heilversprechen.

Zudem sind in den

meisten Fällen von akuten und

chronischen Rückenschmerzen

weder Spritzen noch Operationen

sinnvoll oder notwendig.

Die Reparatur eines Gewebeschadens

kann der Körper selbst übernehmen;

man muss ihm nur die

entsprechenden Mittel zur Verfügung

stellen. Dazu zählen nebst

neurotropen Vitaminen – dem für

den Menschen unentbehrlichen Vitamin

B-Komplex – vor allem Nukleotide.

Diese haben lebensnotwendige

regulatorische Funktionen

in Zellen und sind Grundbausteine

von DNA und RSA.

Mit seiner perfekt abgestimmten

Kombination von spezifischen Nukleotiden

und «Nervenvitaminen»

beschleunigt Neuronal die körpereigenen

Reparaturvorgänge geschädigter,

peripherer Nerven. Der

Bedarf an Schmerzmedikamenten

(NSRA) und die damit verbundenen

schädlichen Nebenwirkungen werden

dadurch drastisch reduziert.

Neuronal ist rezeptfrei in Apotheken

und Drogerien erhältlich.

56 Schweizer Hausapotheke 1-2020

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