h20 Winter 2019_20

bangerang

Der inhaltliche Kerngedanke ist der Aufbau und die Umsetzung eines Pressenetzwerkes mit Schüler-/ Jugendbeteiligung. Im Mittelpunkt steht die Partizipation von Jugendlichen mit unterschiedlichem Bildungsniveau. Die Idee ist, ein eigenes Schülerpressemedium, unter Anleitung eines erfahrenen Redaktionsteams für den Hamburger Raum zu erstellen. So findet ein Bildungs- und Informationsaustausch in unterschiedlichen Bildungs- und Sozialschichten statt, wodurch eine Vernetzung der Schulen in unterschiedlichen Stadtgebieten unterstützt wird. In Workshops haben die Schüler die Gelegenheit, verschiedene Redaktionsbereiche kennen zu lernen, für eigene Artikel zu recherchieren, Interviews zu führen, kulturelle Ausstellungen zu besuchen und zu beschreiben, für Artikel Bildmaterial zu sammeln, selber herzustellen sowie an der Gestaltung des Magazins h20 mitzuwirken.

HAUPTFACH //

PLASTIKMÜLL, MEERESSCHUTZ UND KLIMAKRISE

BIOLOGIE // 10.000 KILOMETER FÜRS KLIMA

TEST // MORGENMENSCH ODER NACHTSCHWÄRMER?

JOBSTARTER // AUSBILDUNG: SCHIFFFAHRTSKAUFFRAU // MESSEN // AUSLAND


DIE REDAK TEURE

DIESER AUSGABE:

DANIEL FRIEBEL

ALTER // 24

BEITRAG // Jobstarter:

Facettenreiches Tor zur weiten Welt

ÜBER MICH // „Gib jedem Tag die Chance,

der schönste deines Lebens zu werden.“

(Mark Twain)

MALIN GOSEWISCH

HANNAH SINGLER

ALTER // 20

BEITRAG // Test & Jobstarter:

Reisebericht

ÜBER MICH // „Geht nicht, gibt`s nicht“

INHALT h20 // Winter 19/20

SCHULE // Gelehrtenschule Johanneum

ALTER // 16

BEITRAG // Hauptfach: Plastikmüll,

Meeresschutz und Klimakrise

Seite 2 // Klassenfoto

Wir sind h20! Die Blattmacher dieser Ausgabe

Seite 4-8 // Hauptfach

Plastikmüll, Meeresschutz und Klimakrise

Seite 9 // Wandertag

Richtig auspowern ...

Seite 10-11 // Sport

10.000 Kilometer fürs Klima

Seite 12-13 // Biologie

Wie schlimm ist mein CO 2

-Abdruck?

Seite 14 // Test

Motivierter Morgenmensch oder nachlässiger Nachtschwärmer?

PAULINA HENNING

VON LANGE

ALTER // 20

BEITRAG // Die Klima-Joggerin

ÜBER MICH // „A bit of madness is key.“

LILIANE HERZBERG

ALTER // 26

BEITRAG // Mein CO 2

-Fußabdruck

ÜBER MICH // „Realität ist nicht fest,

Realität wird erschaffen.“

JOBSTARTER

2

Seite 18-19 // Schifffahrtskauffrau

Facettenreiches Tor zur weiten Welt

Seite 20-21 // Messen

Handwerk, Ausbildung und Studium

Seite 22-23 // Ausland

Mit dem Rucksack ans Ende der Welt

Wir sagen

DANKE!

Bild: © sg2210 - fotolia.de

h20 // Winter 19/20


IMPRESSUM

h20 // Das Schülermagazin für Hamburg

Redaktionsbüro //

Farnstieg 8a // 22559 Hamburg

fon // Redaktion 040-70 38 47- 0

fon // Anzeigen 040-70 38 47-26

fax 040-70 38 47-20

E-Mail

info@h20-magazin.de

Website

www.h20-magazin.de

Herausgeber // elbluft verlag e. Kfr.

Trägerverein // Jugendprojekte 21 e. V.

Geschäftsführerin (ViSdP)

Yvonne Schüttke // y.schuettke@h20-magazin.de

Projektleitung

Tobias Schüttke // t.schuettke@h20-magazin.de

Redaktion // Gaby Friebel

redaktion@h20-magazin.de

h20-Redaktion dieser Ausgabe //

Malin Gosewisch, Daniel Friebel, Hannah Singer,

Paulina Henning von Lange, Liliane Herzberg

Titelbild // © iStock.com/eosboy

Fotos // stock.adobe.com; Schülerredakteure

Grafik & Layout // Yvonne Schüttke

Lektorat // Gaby Friebel

Druck & Belichtung // Freiburger Druck GmbH & Co. KG

Auslagestellen // Hamburger Schulen ab 8. Klasse,

Bücherhallen, Bürgerhäuser, Jugendzentren, BIZ, JiZ

Anzeigenberatung // elbluft verlag e.Kfr.

anzeigen@h20-magazin.de

Druckunterlagenschluss für Ausgabe //

Nr. 24 // Sommer 20 (ET Ende Juli)

Anzeigenschluss: 5. Juli 20

Schnauze voll!

Entspannt, easy und sorglos zu sein - geht das eigentlich noch?

Die Klimakrise wirft ihre düsteren Schatten voraus. Unsere Ozeane sind durch

Überfischung, Verschmutzung und durch den Abbau von Ressourcen gefährdet -

wie der WWF Deutschland das zu verändern versucht, hat h20-Reporterin Malin von

der Meeresbiologin Heike Vesper erfahren, die meint, dass jeder einzelne etwas tun

kann, dass aber vor allem die Politik und die Unternehmen in der Pflicht sind.

Was hat die h20-Redaktion sonst noch interessiert? Wieso die Klimajoggerin

Rosie Watson 10.000 Kilometer von England in die Mongolei läuft. Wie es um

unseren CO 2

-Fußabdruck bestellt ist. Außerdem kannst du im Test herausfinden, ob

du ein motivierter Morgenmensch oder ein nachlässiger Nachtschwärmer bist.

Im Jobstarter-Teil vom h20-Magazin findest du natürlich auch wieder interessante

Berichte zum Thema Aus- und Weiterbildung: Zum Beispiel ein Interview zum

Thema Ausbildung zur Schifffahrtskauffrau oder welche Erfahrungen man machen

kann, wenn man mit dem Rucksack durch Australien reist. Außerdem haben wir

Tipps zu Messen zusammengestellt. So kannst du z.B. Handwerksberufe auf der

Messe Einstieg am 14. + 15. Februar ausprobieren.

Urheber des Konzepts und Layouts //

Viel Spaß mit dem neuen h20 - und denk daran:

Aufgeben gibt’s nicht! Starte mit Tatkraft und Engagement in ein Neues Jahr!

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h20 // Winter 19/20


HAUPTFACH

Plastikmüll,

und

Seit fast 60 Jahren setzt sich der WWF, der

World Wild Fund For Nature, für den Schutz

von bedrohten Tieren, aber auch für die

Bewahrung ihrer natürlichen Lebensräume

und für die Eindämmung des Klimawandels

ein. Ein Kampf, der einen langen Atem und

unendlich viel Geduld und Beharrlichkeit

verlangt. Um mehr über die komplexen und

vielfältigen Arbeitsbereiche der Naturschutzorganisation

zu erfahren, traf sich h20-Reporterin

Malin Gosewisch mit Heike Vesper.

Die Meeresbiologin leitet den Fachbereich

Meeresschutz beim WWF Deutschland und

engagiert sich mit ihrem Team gegen die

Zerstörung der Ökosysteme in den Ozeanen.

Ein Gespräch über Plastikmüll in den Meeren,

dessen Auswirkungen auf über 800 Tierarten

und uns Menschen - und wie die Jugendbewegung

„Fridays For Future“ die Arbeit des

WWF befeuert.

Text // Malin Gosewisch

Fotos // Aleksej; Richard Carey

- stock.adobe.com

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h20 // Winter 19/20


HAUPTFACH

Meeresschutz

Klimakrise

Interview mit der Meeresbiologin Heike Vesper vom WWF

h20 // Frau Vesper, das Thema Plastik

bewegt derzeit viele Menschen auf der

ganzen Welt. Wie kann man Plastikmüll

verringern? Und was ist in den letzten

Jahren auf diesem Gebiet schon passiert?

Heike Vesper // Das Wichtigste, was wir

schaffen müssen, ist weniger Plastik zu verwenden.

Plastik ist ja per se nicht schlecht, im

Auto oder Flugzeug verbaut führt es durch das

geringere Gewicht dazu, dass der Spritverbrauch

sinkt und weniger CO 2

ausgestoßen

wird. Besonders im Bereich der Medizin ist

Plastik gar nicht wegzudenken. Wir haben aber

vergessen, darüber nachzudenken, was mit

Plastik passiert, wenn wir es nicht mehr nutzen.

In Deutschland wurde uns beigebracht, dass,

wenn wir den Müll trennen, jemand sich darum

kümmert und wir nicht mehr über Plastikmüll

nachdenken müssen. Nun ist aber herausgekommen,

dass auch in Deutschland das

Plastikproblem nicht vollständig durchdacht

ist: z.B. sollten wir unseren Plastikmüll nicht in

Länder exportieren, die damit nicht umgehen

können. Wichtig ist deshalb, zu schauen, was

wir kaufen und die Produkte möglichst lange zu

verwenden. Wir müssen wegkommen von der

Wegwerfkultur. Auf jeden Fall muss mehr Plastik

recycelt werden. Wir müssen zu einem System

der Wiederverwendung kommen. Das nennt

man Kreislaufwirtschaft. Bei einigen Produkten

sind wir da schon relativ nah dran, aber gerade

bei Einwegprodukten ist das sehr schwierig,

da diese zum Teil aus sieben verschiedenen

Materialen bestehen und so nicht recycelbar

sind. Das sind auf der technischen Seite die

wichtigsten Schritte. Und dann als allererste

Maßnahme in Ländern Südostasiens, die nicht

so weit sind wie wir, Strukturen wie Müllabfuhr

einzubringen, damit Plastikabfall nicht in einen

Fluss und von den Flüssen dann ins Meer

gelangen kann. Aber das ist sehr komplex, weil

die Länder oft kein Geld haben. Da ist dann

auch die internationale Staatengemeinschaft

wie G7 oder G20 gefragt, die das größte Einkommen

haben. Die müssten dann Know-how

transportieren und auch finanziell unterstützen.

Bevor das passieren kann, muss die Politik in

den Ländern das aber erst mal selber wollen.

Aber weil Müllabfuhr und Recycling nicht so viel

Geld einbringen, sind viele Unternehmen nicht

daran interessiert, daher brauchen wir noch

die sogenannte „erweiterte Produzentenverantwortung“.

Die Hersteller, die zum Beispiel

die Folien für Schokoladenriegel herstellen,

müssen Geld dafür bezahlen, dass diese

vernünftig entsorgt wird. In Europa wird das

innerhalb der nächsten paar Jahre auf den Weg

gebracht. In anderen Ländern soll das dann

auch entwickelt werden. Wir vom WWF sagen,

wir brauchen ein internationales Abkommen,

so wie die Paris-Konvention, wo die Länder

sich zur Plastikreduktion verpflichten und sich

fragen, was sie selbst dazu beitragen können.

h20 // Was wäre da der Unterschied

zur Paris-Konvention?

Unser Wunsch ist ein internationales Reduktionsziel

wie bei Paris auch. Das Paris-Abkommen

selber hat auch tausend freiwillige Vereinbarungen,

das ist zurzeit die politische Kultur,

also lieber Versprechungen zu machen, anstatt

sich insgesamt auf ein sinnvolles Ziel zu einigen.

Wenn so viele Staaten verhandeln, kommt

meist nur der kleinste gemeinsame Nenner als

Ergebnis raus, also der schwächste Kompromiss.

Wir hätten es gerne verpflichtender, dass

sich gerade große Staaten zusammentun, gerade

bei Flusssystemen wie z.B. beim Mekong,

der durch mehrere asiatische Länder geht.

h20 // Welche Auswirkungen

hat Plastik auf Meerestiere?

Wir haben über 800 Meerestierarten, die

direkt durch Plastik geschädigt werden und

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h20 // Winter 19/20


HAUPTFACH


Ich freue mich jeden

Freitag, wenn die

Schüler*innen unten

durch die Mönckebergstraße

marschieren.

Ich bin dankbar dafür,

weil das etwas ist, was

total gefehlt hat:

diese große Welle“ (Heike Vesper)

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h20 // Winter 19/20

Heike Vesper Heike Vesper studierte in Bremen

WWF - Der Panda als Wappentier ist das Markenzeichen

der Umweltschutzorganisation WWF (World Wild

Meeresbiologie und Ökologie. Im Zuge ihres Studiums

verbrachte sie ein Jahr in Amsterdam und ein halbes Fund For Nature). Seit seiner Gründung 1961 ist der

Jahr in Jordanien. Währenddessen verfasste sie ihre WWF in über 80 Ländern vertreten. Durch zahlreiche

Diplomarbeit zum Thema Ökologie der Korallenriffe in Spenden konnten bislang über 2.100 Projekte unterstützt

Jordanien. Nach einem Praktikum beim WWF blieb sie werden. Schwerpunkte der Arbeit des WWF Deutschland

in der Organisation, um sich weiterhin für den Meeresschutz

einzusetzen. Zu Beginn ihrer Arbeit war sie

– sowohl in den Tropen als auch in gemäßigten Regio-

sind der Erhalt der letzten großen Waldgebiete der Erde

Referentin zum Thema Europäische Fischereipolitik. nen, der Kampf gegen den Klimawandel, der Einsatz für

Vor 9 Jahren hat sie die Fachbereichsleitung für Meeresschutz

beim WWF Deutschland übernommen. Insge-

Feuchtgebieten weltweit. Möchtest auch du dich

lebendige Meere sowie die Bewahrung von Flüssen und

samt ist sie mittlerweile schon 20 Jahre beim WWF tätig. engagieren? Bei der WWF Jugend freuen sie sich über

neue Mitstreiter: wwf-jugend.de.

Tipps, um den Alltag umweltverträglicher zu gestalten, findest du auf: wwf.de/aktiv-werden/tipps-fuer-den-alltag/


HAUPTFACH

zwar auf unterschiedliche Art und Weise. Entweder

verwechseln sie Plastik mit ihrer Nahrung,

Schildkröten z.B. fressen Plastiktüten, da sie

aussehen wie Quallen. Seevögel verwechseln

kleine bunte reflektierende Plastikstücke mit

Plankton. Das sind Beispiele für visuelle Verwechslung.

Andere Tiere, die sich durch Geruch

orientieren, werden ebenfalls irregeführt. Das

Gemeine ist nämlich, dass Plastik nach längerer

Zeit im Wasser von Kleinstorganismen bewachsen

wird. Und diese Mischung aus Kleinstorganismen

und Plastik generiert einen Geruch,

der dem der natürlichen Nahrung sehr ähnlich

ist. Eine weitere Kategorie sind die Meerestiere,

die durch das Verwickeln oder Verhaken in

Plastikmüll verletzt werden, deren Extremitäten

abgeschnürt werden. Oder deren Bauch voller

Plastikteile ist, wodurch innere Verletzungen

entstehen. Ein anderes Problem ist, dass Korallenriffe

von Plastiktüten oder größeren Folien

abgedeckt werden und darunter absterben.

h20 // Wurden dadurch schon

Tierarten ausgerottet?

Noch nicht, soweit ich weiß. Das Thema ist

noch relativ neu. Dass wir ein Plastikmüllproblem

haben, das wissen wir schon seit ca. 10

Jahren, aber dass die Forschung sich damit

beschäftigt, ist neu. Genauso wie die Frage,

wie schädlich Plastik für uns Menschen ist. Wir

wissen, dass wir Mikroplastik mit der Nahrung

und über die Luft aufnehmen. Bei der Nahrung

sind das Fisch, Wasser, Muscheln, Honig, Bier

usw. Aber inwieweit Nanoplastik in die Muskelfasern

eingebaut wird, wissen wir noch nicht. Und

wir wissen auch nicht, was Plastik in unserem

Verdauungstrakt macht. Ob es direkt wieder

ausgeschieden wird oder nicht. Über die Haut

wird durch die natürliche Schutzbarriere relativ

wenig aufgenommen. Aber wenn Partikelchen

in die Lunge gelangen, verkapseln sie, so etwas

kennt man von Asbest. Wir wissen auch, dass

Mikroplastik wie ein Magnet Schadstoffe anzieht,

mal abgesehen von dem, was in Plastik per se

drin ist, die ganzen Weichmacher wie Bisphenole,

von denen wir wissen, dass sie hormonell

wirksam sind. Das alles wird gerade erforscht.

h20 // Können Sie mehr zum Thema

Asbest erzählen?

Asbest ist ein Baustoff, der von 1960 bis

Ende der 80er Jahre u.a. für die Dämmung von

Häusern verwendet wurde. Er enthält winzige

Fasern, die wir einatmen können. Später hat man

festgestellt, dass Menschen, die damit gearbeitet

haben, krebskrank geworden sind. In ihren

Lungen sind diese kleinen Fasern eingekapselt

worden und daraus sind Geschwüre entstanden.

Ob Mikroplastik auch so hoch gesundheitsgefährdend

ist, weiß man noch nicht.

h20 // Wie kam es dazu, dass Plastik

in die Meere gekommen ist?

Das liegt zum einen an den fehlenden Mülleinsammelsystemen

in vielen Ländern, wo

Menschen Abfall einfach in die Gegend

schmeißen. Zum anderen kann Plastikmüll aus

offenen Mülldeponien entweder durch den Wind

verwehen oder während der Regensaison, die

oft große Landesteile überschwemmt, mit dem

zurückziehenden Wasser in Flüsse gespült

werden, die dann ins Meer münden. Ein anderes

Problem sind illegale Mülldeponien in Strandnähe

oder wenn Plastikmüll direkt in den Fluss

gekippt wird. Zu 80 Prozent stammt der Müll vom

Land und zu 20 Prozent von See. Großen

Schiffen, die auch Müll an Bord haben, ist die

Entsorgung im Meer eigentlich verboten, aber

das heißt noch lange nicht, dass sich jeder dran

hält. Des Öfteren gehen auch Container bei

Sturm verloren, so wurden z.B. mal Überraschungseier

auf Amrum angespült.

h20 // Hilft eigentlich die Jugendbewegung

„Fridays for Future“ Ihrer Arbeit?

Absolut! Ich freue mich jeden Freitag, wenn

die hier unten durch die Mönckebergstraße

marschieren. Ich bin dankbar dafür, weil das

etwas ist, was total gefehlt hat: diese große

Welle. In den 70er, 80er Jahren gab es auch

schon mal eine große Umweltbewegung mit

der Anti-Atomkraft-Bewegung, die hat auch

viel erreicht. Später aber ist das Umweltthema

völlig von der Agenda ver-schwunden. Themen

wie Flüchtlinge, Kommunikation, die veränderte

Sicherheitslage, Wirtschaftswachstum etc. standen

im Zentrum. Das hat sich jetzt verändert.

Ich habe sehr gehofft, dass sich die Bewegung

über den Sommer nicht abflacht, denn in dem

Alter, in dem die meisten sich engagieren, da

ist man zornig und möchte rasch eine Veränderung

erreichen. Und wenn das nicht geht,

dann ist man sehr schnell frustriert und meint:

„Da passiert ja sowieso nichts, ob ich jetzt hier

jeden Freitag stehe und mir den Ärger mit der

Schule einhandle.“ Das war meine Sorge, aber

mein Eindruck ist, dass es nicht so ist. Das ist

total klasse. Es braucht einfach Zeit und Geduld.

Denn die Grundhaltung in der Politik ist, dass

man abwartet und guckt, ob sich die Welle nicht

doch wieder abschwächt, bevor man anfängt,

radikal Dinge umzustellen. Wenn man aber

merkt, dass die Menschen das wollen und man

sie nicht aus der Pflicht entlässt, dann wird das

Problem in Angriff genommen. So ganz ist dieser

schmerzhafte Punkt noch nicht erreicht. Bei

Unternehmen nicht und auch nicht in der Politik.

h20 // Man kann durch seinen Verbrauch

auch viel als Einzelperson helfen, oder?

Ja, als Verbraucher/in kann man unglaublich

viel erreichen. Aber von der Politik oder

unternehmensseitig darf nicht der Fehler

gemacht werden, die volle Verantwortung auf

unsere Schultern zu legen, das geht nicht. Es

gibt eine Verantwortung, bestimmte Produkte

einfach nicht mehr anzubieten. Es geht nicht,

einfach abzuwarten, bis alle keine Plastiktüten

oder abgepacktes Obst mehr nehmen.

h20 // Wie sind Ihre Hoffnungen für

die Zukunft?

Groß! Was die Jugendbewegung angeht,

habe ich ja schon gesagt, dass ich hoffe, dass

ihr das durchhaltet, auch über eine lange Durststrecke.

Ich fand Greta Thunbergs Ansprache

bei den Vereinten Nationen toll. Auch dass sie

da ihren Frust rausgelassen hat und wütend war,

was ja normalerweise gar nicht so ihre Art ist,

ihre Emotionen zu zeigen. Ich wünsche

mir auch beim Plastikthema,

dass diese Hartnäckigkeit bleibt

und dass wir selber als Einzelpersonen

aktiv sind. Außerdem wün-

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sche ich mir sehr, dass wir es schaffen, politisch

das Rad zu drehen, auf der bundesdeutschen

Ebene, auf der europäischen Ebene und auf der

internationalen Ebene - nur Einzelengagement

reicht nicht. Politik ist ja per se dazu da, dass

ein Interessenausgleich geschaffen wird. Also


zwischen verschiedenen Interessengruppen

etwas zu vereinbaren, dass es zum Wohle aller

ist. Bei diesen Prozessen muss man verhandeln.

Aber mit der Natur kann man nicht verhandeln.

Das sind einfach Fakten, biologische, physikalische

Fakten. Der Klimawandel wird kommen.

Alle Vorhersagen, die der Weltklimarat getroffen

hat in den vergangenen Jahren, sind eingetreten

und größtenteils überschritten worden.

Deshalb wird am Ende nur zählen, inwieweit

wir es geschafft haben, den Temperaturanstieg

zu begrenzen, den Plastikeintrag zu stoppen.

Natürlich soll keiner zurückgelassen werden

und es darf niemand hinten runterfallen, aber

am Ende wird nur die Temperatur zählen. Wir

können nicht verhandeln und sagen: „Oh, liebe

Erde, gib uns noch einmal fünf Jahre mehr Zeit,

dann können wir noch einmal andere Umstellungen

machen, bleib doch bei 1,5 Grad die

nächsten fünf Jahre, bevor du den nächsten

Temperatursprung machst.“ Das funktioniert

nicht. Dieses Wissen um die Endlichkeit der Verhandlungsoptionen

ist noch nicht verinnerlicht.

h20 // Glauben Sie, das wird erkannt

werden?

Ich glaube, dass der Druck zunehmen wird.

Früher war Klimawandel ein Nischenthema,

natürlich gab es die wissenschaftlichen Untersuchungen

und Prognosen, aber man hat es nicht

erlebt. Aber nach diesen letzten beiden Sommern

ist der Wandel deutlich spürbar geworden.

Und zwar nicht nur irgendwo auf der Welt. Die

Frequenz, mit der diese Schlechtwetter-Ereignisse

zunehmen, die ist wirklich erlebbar und

zwar auch hier in Deutschland mittlerweile. Der

Dürre-Sommer oder heftige Regenfälle, sodass

Straßen durch Schlammlawinen überschwemmt

werden. Diese Frequenz wird massiv zunehmen.

8

h20 // Winter 19/20

Das Problem ist, dass wir uns zu langsam bewegen.

Wenn wir es endlich schaffen,

unsere Emissionen zu begrenzen,

dann wird es ja trotzdem noch

20 bis 40 Jahre schlechter

werden. Weil unser Ökosystem

bereits betroffen ist.

Außerdem kennen

wir nicht die

Kipppunkte des

Systems. Ich finde, das beste Beispiel ist das

Spiel Jenga, wo man die Klötzchen rauszieht

und nicht genau weiß, wann der Turm kippt. So

ist es mit der Natur auch oder mit den Ökosystemen.

Es gibt viele tragende Faktoren. Wenn

die eine oder andere Art ausstirbt, passiert

nichts, wenn irgendwo Wald verloren geht oder

Korallenriffe sterben. Der Turm steht und steht.

Doch irgendwann kippt der Turm durch ein

Klötzchen, wie, wann und wo, weiß man nicht.

Das Risiko, dass irgendwo der Punkt erreicht

Am Ende wird nur zählen,

inwieweit wir es geschafft

haben, den Temperaturanstieg

zu begrenzen, den

Plastikeintrag zu stoppen.“

ist, dass eine Kaskade entsteht, die man nicht

mehr stoppen kann, rückt immer näher. In der

Antarktis scheint an einer Stelle so ein Kaskaden-Effekt

bereits eingetreten sein aufgrund der

Erwärmung und des Abschmelzens bestimmter

Eisregionen, der nicht mehr aufzuhalten ist.

h20 // Welche Tipps haben Sie für

Leser*innen, um den ökologischen Fußabdruck

zu verringern, besonders auf das

Reisen bezogen?

Öffentliche Verkehrsmittel nutzen, wenn es

geht. Auch wenn es länger dauert und unbequem

ist. Ich glaube, dass es uns allen gut tut,

sich mehr zu bewegen. Wenn man etwas mit

dem Fahrrad erreichen kann, ist es sinnvoll, es

zu nutzen oder auch zu Fuß zu gehen. Mit der

Bahn kann man sehr gut reisen, auch wenn

alle immer schimpfen, dass es so lange dauert.

Aber ein Stau auf der Autobahn kostet auch

viel Zeit. Und wer einmal nach Mallorca fliegt

im Jahr, könnte das ganze Jahr Auto fahren,

was das CO 2

-Budget anbelangt. Das kann

man sich ins Gedächtnis rufen, denn durch die

h20-Reporterin Malin Gosewisch mit Heike Vesper

günstigen Flüge ist die Kultur der Wochenendflüge

etc. gestiegen. Man sollte mit sich selber

ehrlich sein und sich fragen, ob das wirklich

sein muss, auch wenn es natürlich schön ist.

h20 // Kann man auch, wenn man z.B.

auf Fleisch oder Fisch verzichtet, helfen?

Nun sind wir wieder im Bereich der persönlichen

Entscheidungen: Fisch ist eigentlich ein

sehr gesundes Lebensmittel. So wie viele auch

sagen, Fleisch essen ist gesund. Dennoch

produzieren Fleisch-, aber auch Milchprodukte

den größten CO 2

-Abdruck im Lebensmittelbereich.

Ich glaube, dass man mit der Umstellung

seiner Ernährung einen großen Beitrag zum

Umweltschutz leisten kann. Bei Fisch wiederum

ist der CO 2

-Abdruck schwierig festzustellen,

da ist es eher die Frage von Überfischung und

Zerstörung der Lebensräume in den Meeren.

h20 // Essen Sie selber Fisch?

Nein, ich esse auch kein Fleisch. Ich bin

Vegetariern und bin auch stets bemüht, meinen

Milchkonsum weiter zu reduzieren. Aber wie

gesagt, ich finde, das ist eine sehr persönliche

Entscheidung, die man da treffen muss.

h20 // Regt Sie es auf, wenn Leute das

immer diskutieren und kommentieren?

Irritierend finde ich, wie schnell man in

seltsame Diskussionen verwickelt wird, wenn

man sagt, ich esse kein Fleisch. Mit welcher

Vehemenz man fast an den Pranger gestellt wird

und sich dafür rechtfertigen muss, welche Dinge

man nicht isst. Wenn ich sage, ich bin laktoseintolerant,

wird das akzeptiert. Aber vegetarisch

oder gar vegan zu sein, ist ein echtes Politikum

offensichtlich. Man wird als Radikaler angesehen,

der will, dass alle kein Fleisch mehr essen.

Aber wenn wir auf die Zahlen in Deutschland

gucken, sehen wir, dass nur sehr wenige diese

Essenseinstellung haben. Die sind sicherlich

keine politische Bedrohung für irgendwen.

h20 // Stört Sie eigentlich das Klischee

von der Öko-Aktivistin?

Nein, das ist ja nicht nur mein Beruf, sondern

mein Leben. Das, was ich am allerliebsten

mache, ich würde nichts anderes machen

wollen. Und das ist das, wofür ich eben auch

stehe.

Wenn Ihr noch mehr über den Beruf von

Heike Vesper erfahren wollt, dann lest das

ganze Interview unter www.h20-magazin.de


Wandertag mal anders:

Richtig auspowern im

SCHUL.SPRUNG

Mit 15 modernen Attraktionen lädt der

SPRUNG.RAUM zum ausgiebigen Springen,

Klettern und Toben ein. Ob als Wandertag zum

Schuljahresende oder einfach mal so zwischendurch

– bei einem Klassenausflug ist nicht nur

ganz viel Sprungspaß garantiert, sondern auch

eine große Portion Fitness. Die ausgebildeten

Trainer zeigen den Klassen gern verschiedene

Tricks, auch gezieltes Training oder Wettkämpfe

sind möglich. Bei dieser besonderen Sportstunde

werden die Koordination sowie Balance

verbessert, ganz automatisch Glückshormone

freigesetzt und der Teamgeist gestärkt. Ein

SCHUL.SPRUNG im SPRUNG.RAUM bietet das

perfekte, sportliche Wandertagsprogramm für

jede Klasse – die aufregende Alternative zu

einem langweiligen Besuch im Museum.

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Dauer: 60 oder 90 Minuten Sprungzeit, jeweils

Montag bis Freitag von 9-15 Uhr möglich

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oder 14 € (90 Min./Sprungzeit) exklusive

SPRUNG.RAUM SOCKEN

Verpflegung: Ab 20 Kindern gibt es für Schüler

und Lehrer ein kleines SCHUL.SPRUNG Menü

auf Anfrage

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Junge Talente gesucht.

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Auftakt-

Workshop

08. Februar

2020

Du bist zwischen 15 und 20 Jahren

und willst journalistische Texte und kurze

Videos veröffentlichen?

Mach das bei uns!

Du erhältst ein Basistraining und Unterstützung

bei deinen kommenden Projekten.

Interesse? Dann melde dich unter info@jiz.de

Ein Projekt des Jugendinformationszentrums

Hamburg.

9


SPORT

10.000 KILOMETER

Rosie Watson joggt von England

Foto // privat; Screenshot // Google Maps

Rosie Watson ist 25, Abba-Fan und

Abenteurerin der Extraklasse. Nach

ihrem Abschluss an der Leeds

University entschied sie sich für

ihren großen Traum: Sie will 10.000

Kilometer von England bis in die

Mongolei joggen. Fürs Klima.

Startschuss war am 17. August in

ihrer Heimat „Lake District“. Beim

Zwischenstopp in Freiburg hat

Paulina Henning von Lange sie zum

Interview getroffen. Die Klimajoggerin

erzählt von Krämpfen, Bergen und

Geburtstagspfannkuchen.

h20 // Du bist endlich in Freiburg angekommen.

Wie fühlt sich das an?

Watson // Mir geht es wunderbar. Ich habe jetzt

vier Tage „frei“, das ist die längste Pause seit

dem Start meiner Reise. Das habe ich gebraucht,

weil ich die letzten zehn Tage durchgerannt bin.

Ich habe gar nicht gemerkt, dass es so viele

waren. Meine Beine krampfen seltsamerweise

öfter, wenn ich nicht mehr renne. Deshalb muss

ich mich jetzt viel dehnen, Yoga machen und so.

h20 // Wie ist es, nur zu Fuß unterwegs zu sein?

Watson // Eine Reise zu Fuß zurückzulegen, ist

die schönste Art zu reisen meiner Meinung nach.

Du kriegst viel mehr von dem Land mit, das du

besuchst. Man könnte die gleiche Strecke mit dem

Auto zurücklegen, aber es wäre etwas komplett

anderes. So abgetrennt von der Außenwelt in

einer kleinen Box. Ich liebe es, in der Natur zu

sein, das Wetter zu fühlen und den Ablauf der

Jahreszeiten zu erleben.

h20 // Was hat dich zu deiner Reise

inspiriert? Hast du ein Idol?

Watson // Ich wollte so etwas schon

seit langer Zeit machen. Inspiriert

haben mich Bücher von Abenteurern

wie „Around the world by bike“ von

Alastair Humphreys. Eins meiner

absoluten Vorbilder ist Kate Rawles. Sie

hat damals ihre Reiseroute durch Südamerika

mit dem Fahrrad zurückgelegt, um auf Umweltprobleme

aufmerksam zu machen – sehr cool.

Solche und noch viele andere Geschichten

haben mich letztendlich hierher gebracht. Nur

war in meinem Fall von Anfang an klar, dass ich

die ganze Strecke zu Fuß zurücklegen möchte,

immerhin laufe ich schon mein ganzes Leben.

h20 // Warum genau die Mongolei?

Watson // Ich wusste, dass ich Osteuropa

durchqueren wollte – Georgien, Kasachstan ...

Und ich wollte schon immer in die Mongolei. Es

war zum einen einfach persönliches Interesse –

die Berge, die Landschaft, das hat mein

Joggerherz höherschlagen lassen.

h20 // Was war dein schönstes Erlebnis?

Watson // An meinem Geburtstag im September

war ich zu Besuch bei einem Nachhaltigkeits-

Wohnprojekt von Studenten. Das war so ein

hoffnungsvoller und schöner Ort, mit vielen

interessanten Dingen, die die Bewohner selbst

hergestellt hatten. Am Morgen haben sie mir

Geburtstags-Pfannkuchen gemacht und eine von

ihnen ist den ganzen Tag mit mir gejoggt. Einer

der eindrucksvollsten Orte war der Hambacher

Forst. Ich habe viele tolle Leute getroffen. Aber es

war ein Schock, die Grube zu sehen und von der

Macht der Kohleindustrie erzählt zu bekommen.

10

England

Unaufhaltsam: Die Britin Rosie Watson

läuft schon seit ihren Kindestagen.

h20 // Winter 19/20

h20 // 12.19


SPORT

FÜRs KLIMA

bis in die Mongolei

h20 // Wie reagieren die Leute, die du auf

deiner Reise triffst?

Watson // Jeder, den ich bis jetzt getroffen

habe, war unglaublich freundlich – ohne

Ausnahme. Die Leute erstaunen mich immer

wieder. Wenn sie von meiner Reise hören,

Geschenke und

Gesangseinlagen

wollen sie mir auf alle erdenklichen Arten

helfen. Mir wurde schon oft in Cafés die

Rechnung erlassen. Ich habe Verpflegung

geschenkt bekommen. Einmal hat mir eine

Dame einen Gutschein für eine Sportmassage

geschenkt, oder ich habe einen Schlafplatz

mitsamt trockenen Klamotten und Abendessen

bekommen.

h20 // Was stellst du für Erwartungen an den

weiteren Verlauf deiner Reise?

Watson // Der Winter wird die nächste große

Challenge. Manchmal ist er recht mild und wird

dann sehr schnell sehr kalt. Das abzuschätzen,

wird schwierig. Das ist der Grund, warum

ich die Route nur sehr vage geplant habe. So

bleibe ich flexibel und kann mich an das Wetter

anpassen, denn ich werde auf jeden Fall weiter

campen. Außerdem steht die Alpenüberquerung

an, dafür habe ich zwei Routen geplant:

die eine ist die optimistische, falls es nur wenig

Schnee gibt. Außerdem gibt’s einen Plan B,

falls es zu kalt wird und ich weiter runter muss.

h20 // Wie setzt sich deine Ausrüstung

zusammen?

Watson // Am Anfang der Reise hatte ich noch

einen Buggy, in dem ich meine Sachen

transportiert habe. Den musste ich aber gegen

einen Rucksack eintauschen, sobald ich meine

geliebten Berge erreicht habe. Darin sind um

die zehn Kilo an Campingausrüstung, ein

Sportoutfit, Klamotten, die ich versuche

trocken zu halten, eine Kamera und so was.

Über die Reise hinweg habe ich ein paar

Sachen nach Hause geschickt, die ich

letztendlich doch nicht gebraucht habe. Ich

muss die Ausrüstung natürlich immer an die

unterschiedlichen Bedingungen anpassen. Es

wechselt also je nachdem, wo ich gerade bin

und welche Jahreszeit herrscht. Jetzt im Winter

muss mir meine Familie ein paar warme

Sachen zurückschicken.

h20 // Hast du eine tägliche Routine?

Watson // Naja, ich habe nicht wirklich eine

feste Zeit, ich finde, Schlaf ist das Wichtigste,

wenn es darum geht, deinen Körper gesund

zu halten. Also stehe ich einfach auf, wann

immer ich aufwache. Dann laufe ich für circa

zwei Stunden, mache eine Pause, esse etwas

und laufe dann in dem Rhythmus weiter, bis es

Abend ist. Ich baue mein Zelt auf, bevor es

dunkel wird. Dann dehne ich mich, esse zu

Abend und lese noch etwas, bis ich einschlafe.

Zu meiner Routine gehört mittlerweile auch,

zehn Minuten mit den Beinen an einem

Baumstamm auf dem Rücken zu liegen. Das

hilft ungemein bei der Erholung.

h20 // Wie bleibst du motiviert?

Watson // Mir hilft es sehr, in Kontakt mit

anderen Menschen zu treten. Eine einfache

Begegnung, wenn ich zum Beispiel bei

jemandem meine Flasche auffülle, macht mir

wieder gute Laune – einfach weil alle so

freundlich sind. Und ansonsten: Musik! Vor

allem Abba (lacht). Neulich habe ich den

ganzen Tag über Waterloo gesungen, während

es in Strömen geregnet hat.

Die Klimajoggerin

Rosie Watson will mit ihrem Lauf Aufmerksamkeit

schaffen für den Klimawandel. Sie will

insbesondere das Bewusstsein für einen

nachhaltigen Reisestil fördern. Auf ihrer

Website New Story Run veröffentlicht Rosie

Berichte über Umweltprojekte, Klimaaktivisten

und ihren weiten Weg gen Osten.

Mehr auf: newstoryrun.wordpress.com &

instagram.com/rosiewats

11

h20 // Winter 19/20


BIOLOGIE

Selbstversuch: Liliane berechnet ihre Umweltbilanz

Alle reden von Treibhausgasen und

CO 2

. Viele wollen weniger verbrauchen.

Doch wie viel pustet ein

Mensch eigentlich pro Jahr in die

Atmosphäre? Liliane Herzberg hat

ihren CO 2

–Fußabdruck online

errechnet. Sie ist erschrocken

vom Ergebnis.

Text // Liliane Herzberg

Illus // Sara Toni

Foto // Philip Thomas

Ich fürchte, ich muss bald barfuß laufen, im Tipi

wohnen und nur noch Fallobst essen. Denn obwohl

ich mir wirklich Mühe gebe, mein Leben klimafreundlich

zu gestalten, ist das Ergebnis meiner

CO 2

-Rechnung grottenschlecht: 11,00 Tonnen CO 2

,

Methan und Lachgas stoße ich jährlich bei meinem

jetzigen Lebensstil aus. Das ist nur geringfügig

weniger als der deutsche Durchschnitt von 11,60

Tonnen.

Woher ich meinen Verbrauch so genau

kenne? Dank des CO 2

-Rechners des Umwelt-

Bundesamts. Online kann man dort – wie bei

anderen Portalen auch – seinen CO 2

-Fußabdruck

berechnen. Der Rechner braucht dafür Infos zu

Heizung, Strom, Mobilität, Ernährung und sonstigem

Konsum. Rund 30 Minuten habe ich dafür

benötigt. Je nachdem wie ausführlich man die

Fragen beantwortet, kann es auch deutlich länger

gehen. Teilweise sind die Fragen knifflig: Beispielsweise

soll man das Baujahr seines Hauses

angeben oder die Art der Heizung und den

Jahresverbrauch. Wer weiß das schon?

Bisher dachte ich, ich würde bereits einen

relativ klimafreundlichen Lebensstil führen. Ich

verzichte aufs Fliegen, kaufe zu 90 Prozent

vegane, regionale Bioprodukte, zahle mit der

Karte meiner nachhaltigen Bank und shoppe

nur Second Hand. Wenn nicht, achte ich auf

faire und nachhaltige Herstellung. Ich kaufe

mikroplastikfreie Kosmetik, habe kein Auto,

bewege mich fast vollständig mit dem Fahrrad

oder öffentlichen Verkehrsmitteln.

Verpackungsfrei einzukaufen funktioniert in

meiner Stadt nicht vollständig. So weit es geht,

12

h20 // Winter 19/20


BIOLOGIE

achte ich darauf. Zum Beispiel, indem ich Seife

statt Duschgel verwende. Das soll keine

Lobeshymne auf mich werden, sondern mein

Erschrecken in Worte fassen: Wo kann ich

meinen Lebensstil denn noch verändern, um

einen positiveren Fußabdruck auf dieser Erde zu

hinterlassen?

Etwas klarer wird es, wenn man sich

meine Vermeidungen ansieht: In den Bereichen

Mobilität, Ernährung und Konsum bin ich richtig

sparsam. Gerade im Vergleich zum sonstigen

deutschen Durchschnitt. Dafür sieht es aber bei

Heizung und Strom ziemlich schlecht aus. Das

Haus, in dem sich meine Wohnung befindet, ist

uralt und unsaniert. Logisch, dass die Werte

schlecht sind. Was Klimaneutraleres kann ich mir

als Studentin aber nicht leisten – bleibt das Tipi?

Da stellt sich die Frage, inwiefern auf die

Kleinigkeiten geachtet werden muss: Reifenabrieb

und Bremsenabrieb meines Fahrrads?

Nie wieder Wäsche über 30 Grad waschen?

Schuhabrieb? Alles kann, alles muss? Oder doch

weiterhin alles kann, nichts muss?

Bisher habe ich nicht das Gefühl, mich

selbst einzuschränken. Ich lebe diesen

Lebensstil, weil ich es so will und es anders

nicht vor mir rechtfertigen kann – deshalb ist

es auch kein Zwang oder Verzicht. Wenn ich

mal spontan Lust auf einen vegetarischen

Flammkuchen in der Stadt habe, mache ich

eine Ausnahme. Alles kann, nichts muss.

Wenn ich mir jetzt aber meine Bilanz ansehe,

habe ich das Gefühl, dass da eindeutig noch

Luft nach oben ist.

Earth Overshoot Day

Am 29. Juli 2019 war Earth Overshoot Day (EOD).

An diesem Tag hat die Menschheit die Ressourcen

der Erde verbraucht, die sie in einem Jahr wiederherstellen

kann. Im vergangenen Jahr war der

EOD erst drei Tage später. Würde der globale CO 2

-

Ausstoß halbiert, käme der EOD 89 Tage später.

Treibhausgase

Laut Umweltbundesamt lag der Pro-Kopf-Verbrauch

von Treibhausgasen 2016 in Deutschland

bei 11,0 Tonnen pro Jahr. Damit liegt die Bundesrepublik

im europäischen Mittelfeld. Spitzenreiter

ist Malta mit 4,2 Tonnen pro Jahr. Luxemburg liegt

mit 17,2 Tonnen am Ende der Skala. Zu den Treibhausgasen

gehören vor allem CO 2

, Methan und

Lachgas.

CO 2

-Verbrauch

Beim CO 2

-Verbrauch pro Kopf im Jahr 2016 führt

Indien laut statista.com mit nur 1,57 Tonnen. Danach

folgen Indonesien (1,74) und Brasilien (2,01).

Deutschland liegt bei 8,88 Tonnen. Am Ende der

Skala findet sich Katar mit 30,77 Tonnen pro Kopf.

Klimastreik

Die Aktivisten von Fridays for Future sind gerade

in Hamburg sehr erfolgreich und mobilisieren seit

dem 14. Dezember 2018 regelmäßig viele Zehntausende

junger Menschen für globale Klimagerechtigkeit.

Wöchentlich finden Demonstrationen,

Mahnwachen, Fahrraddemos, Clean-Ups und

andere Aktionen statt.

Die Jugendbewegung will streiken, bis die Politik

handelt und die nötigen Maßnahmen ergreift, um

die globale Erderwärmung auf maximal 1.5 Grad

zu begrenzen! Tipp: Am 21. Februar ist die nächste

Großdemonstration zur Bürgerschaftswahl in

Hamburg geplant: Ort: U-Bahn St. Pauli (12 -15

Uhr), fridaysforfuture.de/streiktermine

13

h20 // Winter 19/20


TEST

Es ist sechs Uhr morgens, der Wecker

klingelt, die Schule ruft.

Ob du hochmotiviert in den Tag

startest oder doch zum wiederholten

Male die Schlummertaste drückst,

erfährst du im h20-Test. Zähle dazu die

Buchstaben hinter den Antworten

zusammen. Welcher taucht am

häufigsten auf? Die Auflösung gibt’s

auf der nächsten Seite.

Text // Hannah Singler

Fotos // pixabay.com, freepik.com,

unsplash.com

1. Die Party des Jahres steht an.

Was machst du?

a) Ich habe viel zu tun und sage kurz vorher ab. D

b) Partys sind nicht so meins.

Ich bleibe lieber zu Hause.

c) Ich gehe hin, bleibe aber nicht so lange. A

d) Mein Outfit steht schon seit Monaten. B

C

2. Die Matheklassenarbeit ist in der 1. Stunde.

Was machst du?

a) Ich freue mich, da kann ich mich sowieso

am besten konzentrieren.

b) Mathe ist mein Lieblingsfach. D

c) Wo ist mein Bett? C

d) Ich hab` verschlafen und komme später. B

A

14

3. Was machst du in deiner Freizeit?

a) Am liebsten chille ich in meinem Bett. C

b) Feiern oder etwas mit Freunden unternehmen. B

c) Ich mache Sport, am liebsten morgens. A

d) Ich hab` immer was zu tun,

da bleibt nicht viel freie Zeit.

D

h20 // Winter 19/20


TEST

4. Was möchtest du nach der Schule machen?

a) Was Kreatives, da kann ich mich austoben. B

b) Egal, Hauptsache, man verdient viel Geld. C

c) Ich möchte einen Bürojob mit guten Karrierechancen. D

d) Auf jeden Fall einen Job mit Bewegung.

Nur rumsitzen ist nicht meins.

A

5. Was denkst du über den Winter?

a) Ich liebe ihn. Schön kuschlig. C

b) Ich hasse die lange Dunkelheit. A

c) Geil, Glühwein. B

d) Im Winter bin ich nicht so produktiv. D

6. Welches Arbeitszeitmodell gefällt dir am besten?

a) Teilzeit. Je mehr Freizeit, desto besser. B

b) Ich finde flexible Arbeitszeit toll. D

c) Home Office ist total mein Ding.

Vom Bett aus arbeiten, ein Traum.

d) Am liebsten wäre mir dauerhaft Frühschicht. A

C

7. Wie gut sind deine Schulnoten?

a) Fast nur Einsen, was denn sonst? D

b) Mittelmäßig, oft kann ich mich nicht konzentrieren. B

c) Nicht so gut, ich bin oft am Handy. C

d) Unterschiedlich, hängt von meinem

Interesse am Fach ab.

A

8. Wie würdest du dich beschreiben?

a) Pflichtbewusst und optimistisch. A

b) Vorsichtig und freundlich. C

c) Kreativ und gesellig. B

d) Produktiv und aufgeschlossen. D

9. Was ist deine Lieblingsmahlzeit?

a) Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. A

b) Mittagessen, das ist meist auch meine 1. Mahlzeit. C

c) Ohne einen Nachmittagssnack geht bei mir nichts. D

d) Abends koche ich gerne etwas. B

15

h20 // Winter 19/20


AUFLÖSUNG:

A: Motivierter Morgenmensch

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Das ist dein Lebensmotto. Sobald der Wecker klingelt,

springst du hochmotiviert aus dem Bett. Bei deiner Morgenroutine drehst du das

Radio voll auf und grölst lautstark mit. Egal, ob Helene Fischer oder Capital Bra. Dir

macht der frühe Schulbeginn nichts aus, im Gegenteil. Du bist morgens besonders

produktiv und fokussiert. Am liebsten möchtest du jeden an deiner guten Laune teilhaben

lassen. Doch Vorsicht: Das kommt nicht bei allen gut an. Vielen könnte deine Superlaune

morgens auf den Keks gehen. Man kann auch mal einen Gang zurückschalten.

B: Nachlässiger Nachtschwärmer

Tagsüber bist du ein Schatten deiner selbst. Doch dann machst du die Nacht zum

Tag. Sobald es dunkel wird, drehst du auf, als gäb’s kein Morgengrauen. Am Wochenende

findet man dich in den angesagtesten Clubs der Stadt. Du kannst nicht verstehen,

warum die Schule so früh startet. Morgens kommst du nur schwer aus dem Bett.

In der Schule fällt es dir schwer, konzentriert zu sein. Du wirst erst nachmittags richtig

fit und produktiv. Dann bist du nicht mehr zu bremsen. Aber pass auf: Deine Augenringe

sind kaum zu übersehen. Und deine Noten waren auch schon mal besser.

C: Sanfte Schlafmütze

Morgens stehst du nicht gerne auf – trotz ausreichend Schlaf. Abends bist du früh müde.

Dein Hoch hast du in den Mittagsstunden. Da kannst du am produktivsten lernen. Fünf

Klassenarbeiten nacheinander? Für dich ein Kinderspiel. Dafür fühlst du dich oft antriebslos.

Dein Wochenende verbringst du daher am liebsten mit Nickerchen auf der Couch oder

in der Riesenhängematte auf der Terrasse. Was gibt´s Schöneres? Durch die langen

Schlafphasen geht dir aber wertvolle Zeit verloren. Ein paar Freunde von früher wissen nicht

mal mehr, wie du heißt. Geh mal wieder öfter raus und unternimm etwas.

D: Produktiver Powernapper

Du bist morgens und abends fit. Andere beneiden dich dafür. Du kannst früh aufstehen,

obwohl du spät ins Bett gehst. Dein Tief hast du mittags zwischen 12 und 12.20 Uhr. Ein

paar Minuten Powernap gehören für dich einfach dazu, um wieder leistungsfähig zu sein.

In der Schule bist du aufgeweckt und hast zu jedem Thema was zu sagen. Manchmal so

viel, dass sogar die Lehrer genervt sind. Alles muss bei dir seine Ordnung haben. Du wirst

ja schon nervös, wenn du nur ein bisschen die Kontrolle über etwas verlierst. Achte darauf,

dass du dich nicht zu sehr unter Druck setzt und genieße dein Leben auch mal.

16

h20 // Winter 19/20


TEST INFORMATIK JOBSTARTER

· · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · Redaktion

Facettenreiches Tor

Interview mit der Schifffahrtskauffrau

Rund 8.000 Schiffe steuern Jahr für

Jahr Hamburg an. Deutschlands

größter Seehafen ist über die

Schifffahrtsrouten mit mehr als 900

Häfen in über 170 Ländern verbunden

- genügend Gründe fürs Hamburger

Schülermagazin h20, an

dieser Stelle den aufregenden und

abwechslungsreichen Beruf des

Schifffahrtskaufmannes /-frau

vorzustellen.

Laura-Sophie Schmanns

Text // Daniel Friebel

Fotos // privat;

enanuchit - stock.adobe.com

h20 // Laura, du hast eine abgeschlossene

Ausbildung als Schifffahrtskauffrau.

Was fasziniert dich

besonders an diesem Beruf?

Laura-Sophie Schmanns // An der Schifffahrt

fasziniert mich, dass sie super international

ist, es ist ein Zusammenspiel aller Länder

dieser Welt. Sie hat sehr viele verschiedene

Facetten, daher kann man sich in vielen Bereichen

entfalten. Man arbeitet immer mit neuen

Menschen und anderen Kulturen zusammen,

was das Ganze noch spannender macht. Mein

Beruf ist wie eine kleine Sucht, er lässt einen

nicht mehr los. Du hast die Chance, dich immer

weiterzubilden und neue Bereiche zu entdecken.

Allein die traditionelle Schifffahrt bietet

schon durch viele verschiedene Schiffstypen

wie Containerschiffe, Massengutfrachter, Tanker

etc. Spezialisierungen in weitere Berufsfelder.

h20 // Wie bist du auf diesen Beruf

aufmerksam geworden und wie

lief das mit der Bewerbung?

Ich bin durch meine Familie auf diesen

Beruf aufmerksam geworden, da sowohl

mein Großvater als auch mein Stiefvater

in diesem Beruf tätig waren bzw. sind.

Als geborene Hamburgerin hatte ich schon

immer die Elbe vor der Nase mit all ihren großen

Schiffen - ich wollte schon als Kind immer

etwas mit Meer, Wasser und der Schifffahrt

machen. Nach meinem Abitur begann ich meine

Bewerbungen für die Schifffahrt zu schreiben.

Dabei habe ich mich besonders auf eine Sache

konzentriert: Die Schifffahrt teilt sich in die

Trampfahrt und in die Linienfahrt. Die Linienfahrt

funktioniert ungefähr wie ein Busplan, Kunden

können Container / Slots auf Schiffen buchen,

die feste Fahrpläne haben. In der Trampfahrt

hingegen gibt es keine festen Fahrpläne, das

heißt, die Schiffe werden immer verchartert

bzw. vermietet und für gewisse Reisen oder

Zeiträume (Charter) eingesetzt. Deshalb habe

ich mich für die Trampfahrt entschieden und

gezielt nur dort beworben, weil ich es einfach

interessanter fand und dann hatte ich das

Glück, dass ich einen Ausbildungsplatz in einer

renommierten Traditionsreederei in Hamburg

bekommen habe und dort nach 2,5 Jahren

meine Ausbildung abgeschlossen habe.

h20 // Was würdest du anderen Jugendlichen

raten, die einen Ausbildungsplatz

in der Schifffahrt suchen?

Man sollte wissen, für welchen Bereich man

sich interessiert und sich Firmen heraussuchen,

die diesen Bereich abdecken. Außerdem sollte

man sich über die Unterschiede der Linien- und

Trampfahrt in der Schifffahrtsbranche bewusst

sein. Da es ein internationaler Beruf ist, muss

man häufig Englisch sprechen, daher sollte

man bereit sein, an seinen Sprachkenntnissen

zu arbeiten und diese gegebenenfalls noch

verbessern. Man sollte wissbegierig und offen

sein. Im internationalen Geschäft der Schifffahrt

muss man sich bemerkbar machen und stetig

neue Kontakte knüpfen, da vieles auf Vertrauen

aufbaut. Mein Tipp: Sei mutig, zeige und traue

dich und bewerbe dich in der Schifffahrt.

h20 // Welche Fähigkeiten und Voraussetzungen

sollte man für diesen

Ausbildungsberuf mitbringen?

Voraussetzung für die Schifffahrt ist meist

das Abitur, wobei man auch mit einem guten

Realschulabschluss relativ gute Chancen

auf einen Ausbildungsplatz in der Schifffahrt

hat. Man sollte außerdem offen sein,

Spaß an neuen Herausforderungen und

Interesse an anderen Kulturen haben.

Die Schifffahrt ist sehr international, daher

sollte man Interesse an Fremdsprachen

18


Redaktion · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · ·

JOBSTARTER INFORMATIK TEST

zur weiten Welt

Laura-Sophie Schmanns (23)

und sichere Englischkenntnisse in Wort

und Schrift haben. Zuverlässigkeit spielt in

diesem Beruf ebenfalls eine große Rolle.

h20 // Was gefällt dir an deiner Arbeit

besonders?

Am liebsten mag ich an dieser Branche, dass

sie so facettenreich ist.

Es gibt sehr viele Bereiche in der Schifffahrt,

daher lernt man nie aus und es wird nicht

langweilig. Ob es um die Organisation von

Fahrplänen, Transport und Logistik sowie Crewing

(Besatzungsmanagement von Schiffen)

und Technik (technische Überwachung der

Schiffe) geht. Auch die Ship-Supply-Firmen,

die sich um Ersatzteile an Bord kümmern,

die Klassifikationsgesellschaften und die

Flaggengesellschaften sind sehr interessant,

aber dies ist noch längst nicht alles.

Jeden Tag bin ich mit Leuten aus aller Welt

in Kontakt, was mir großen Spaß macht. Ich

finde es einfach spannend, hinter die Kulissen

zu blicken, während andere sich fragen,

wie kommt das Obst in den Supermarkt?

Schiffe, deren Equipment teilweise defekt

oder beschädigt ist, aus. Allerdings nur, wenn

die sichere Weiterfahrt und die Seediensttauglichkeit

des Schiffes nicht beeinträchtigt

sind. Generell gibt es in der Schifffahrt viele

Regeln und Gesetze zu beachten, so darf

kein Schiff „out of compliance“, also seeuntauglich

sein. In Ausnahmefällen kümmert

sich die Flagge auch um Notfälle wie: Unfälle

an Bord, Kollision mit anderen Schiffen

oder wenn ein Schiff in einem Hafen auf der

anderen Seite der Welt festgehalten wird.

h20 // Was fandest du in der

Ausbildung schwierig?

Es gibt insgesamt fünf ca. 6-wöchige

Schulblöcke in der Berufsschule

– währenddessen verliert

man ein bisschen den Bezug

zum Betrieb und dadurch

kann es manchmal

schwierig sein,

sich an seinem Arbeitsplatz wieder einzufinden.

Bei anderen Ausbildungsberufen hat man

an zwei Tagen in der Woche Berufsschule

und den Rest verbringt man im Betrieb.

h20 // Was sind deine Pläne für die Zukunft?

Während der Ausbildung habe ich davon

geträumt, noch einen anderen Bereich als

das Reederei-Geschäft kennenzulernen. Mein

größter Wunsch war es, eine neue Herausforderung

zu haben, jetzt bin ich mit meiner Arbeit

beim Liberianischen Flaggenstaat & Schiffsregister

genau dort angekommen. Außerdem

wollte ich nach der Schule immer gerne

studieren, da es für die Schifffahrt aber

sehr wichtig ist, Praxis-Erfahrung

zu sammeln, kommt man um die

Ausbildung meist nicht herum,

daher starte ich jetzt im

Januar ein duales

Studium, welches

auf die Schifffahrt

spezialisiert ist.

h20 // Und wie sieht ein typischer

Arbeitstag bei dir aus?

Ich persönlich arbeite für einen Flaggenstaat,

unsere Flagge hat derzeit eine Flotte

von mehr als 4.400 Schiffen. Einen großen Teil

des europäischen Marktes überwacht unser

Hamburger Büro. Jeder Tag ist anders und das

macht meine Arbeit auch so spannend. Die

Flagge ist in viele Entscheidungen des Reeders

(Schiffseigner) eingebunden und hat eine

überwachende und unterstützende Funktion.

Ich kümmere mich unter anderem darum,

dass die Crew an Bord mit den jeweiligen

Flaggenstaat-Dokumenten ausgestattet ist. Des

Weiteren stellen wir, natürlich nach eingehender

Überprüfung, Ausnahmegenehmigungen für

19


JOBSTARTER

· · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · Messen

Mit Herz, Hand und ... Hilfsmitteln

Handwerksberufe gibt es eine ganze Menge, insgesamt 130. Doch keiner ist wie

der andere und in jedem Beruf gibt es spezielle Werkzeuge und Arbeitsmaterialien.

Auf der Messe Einstieg, am 14. und 15. Februar, kannst du einige

Handwerksberufe im Handwerksforum live vor Ort ausprobieren.

Weißt du vielleicht schon, welches Werkzeug zu welchem Beruf gehört?

1. Metallbauer:

Als Metallbauer fertigst du Konstruktionen, wie beispielsweise

Treppen, Geländer oder Gitter. Du lernst, wie man schweißt und feilt,

aber auch Pläne zu lesen und Maschinen zu bedienen.

A

2. Tischler:

Als Tischler arbeitest du mit Holz und stellst Produkte rund ums

1

Wohnen her, beispielsweise Möbel oder Türen. Du lernst die

unterschiedlichen Holzarten fachgerecht zu bearbeiten, sowohl

traditionell handwerklich als auch mithilfe von computergesteuerten

B

Maschinen.

3. Elektroniker:

Als Elektroniker hast du einen Beruf, der viel „Spannung“ verspricht.

2

Du kannst drei Fachrichtungen wählen: Energie- und Gebäudetechnik,

Automatisierungstechnik oder Informations- und Telekommunikationstechnik.

3

C

Lösung: 1-B, 2-C, 3-A

Du hast alles gewusst? Dann ist eine Ausbildung im Handwerk doch genau das Richtige für dich!

Die Handwerkskammer Hamburg berät dich gerne: Telefon-Hotline: 040-35905 – 455

E-Mail: nachwuchs@hwk-hamburg.de // www.hwk-hamburg.de/ausbildung

Berufswahl leicht gemacht!

20

Du bist auf der Suche nach einem Ausbildungs-

oder Studienplatz? Dann geh zur

Einstieg! Hier kannst du dich

informieren über Studiengänge,

Ausbildungsberufe,

Auslandsaufenthalte und mit

den verschiedenen Unternehmen

ins Gespräch gehen. Du kannst dich durch

Personaler, Bildungsexperten und aktuell Studierende

und Azubis beraten lassen und Vorträge

hören. Deine Bewerbungsunterlagen kannst du

am Stand von Deichmann kostenlos prüfen

lassen und wertvolle Tipps erhalten.

Handwerkliche Berufe werden am Gemeinschaftsstand

des Hamburger Handwerks präsentiert.

Du lernst dort die verschiedenen Berufsbilder

des Handwerks kennen und kannst dich bei

zahlreichen Aktionen direkt ausprobieren.

Auch Influencerin und Travelerin Jil Eileen

Füngeling ist vor Ort und berichtet von ihrem

Gap Year und der Planung einer Weltreise.

Infos zu Ausstellern, Begleitprogramm, dem

Interessencheck mit Aussteller-Matching und

Möglichkeiten zur individuellen Terminvereinbarung:

einstieg.com/hamburg

TIPP Einstieg Hamburg

Für wen? Jugendliche zwischen

14 und 23 Jahren,

Studienwechsler, Lehrkräfte

und Eltern

Termin: 14.+15. Februar,

Fr 9-16 Uhr, Sa 10-16 Uhr

Ort: Messe Hamburg, Halle

B6, Eingang Süd

Eintritt: Der Eintritt

ist frei

Noch Fragen? Alle Infos

gibt es unter:

www.einstieg.com/hamburg


Messen · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · ·

JOBSTARTER

Soziale Berufe

Diakonie Hamburg

FSJ, Ausbildung, Studium - verschiedene Einrichtungen

stellen soziale und pflegerische Berufe vor

Wer sich für die Arbeit mit Menschen interessiert, dem bietet sich

eine Vielfalt an sozialen Berufen. Auf der Ausbildungsbörse Soziale

Berufe 2020 der Diakonie Hamburg beraten und informieren diakonische

Einrichtungen zu Ausbildungswegen, Studienmöglichkeiten und

Berufschancen. Mitarbeitende, Azubis, Schülerinnen und Schüler sowie

Studierende und Freiwillige informieren aus erster Hand über Pflegeund

Gesundheitsberufe, sozialpädagogische Ausbildungsberufe,

(duale) Studiengänge und das Freiwillige Soziale Jahr sowie der

Bundesfreiwilligendienst.

Was? Ausbildungsbörse Soziale Berufe

Wann? Dienstag, 4. Februar 2020, 16-18 Uhr

Wo? Diakonisches Werk Hamburg, Königstr. 54

(5 Min. zu Fuß vom Bahnhof Altona)

Auch auf der Messe Einstieg am 14. und 15. Februar informiert die

Diakonie über soziale und pflegerische Berufe.

Infos: www.karriere.diakonie-hamburg.de

ANZEIGE

FH Wedel informiert

Tag der offenen Tür zum Studienangebot

Am 22. Februar lädt die Fachhochschule Wedel zum Tag der offenen

Tür ein. Von 10-16 Uhr können sich Studieninteressierte über die

Studiengänge in den Bereichen Informatik, Technik und Wirtschaft

informieren. Auch das Mitmach-Programm in den Laboren und

Rechenzentren lädt Jung und Alt zum Verweilen ein.

Das Studienangebot der Fachhochschule Wedel umfasst elf Bachelor-

und sechs Master-Studiengänge. Der Tag der offenen Tür bietet

Vorträge zu allen Studiengängen sowie zum dualen Studium an. Im

Anschluss ist Zeit, offene Fragen im persönlichen Gespräch zu klären.

Einige der Referenten nehmen Interessierte auch mit zu einer Führung

durch ihren Fachbereich. Ebenso sind die Rechenzentren, Labore und

Werkstätten für die Besucher geöffnet.

22. Feb., 10-16 Uhr, Fachhochschule Wedel, Feldstr. 143

Infos + Rahmenprogramm: www.fh-wedel.de

Studieren an der

Fachhochschule Wedel vor

den Toren Hamburgs

» Dein Studium in Informatik,

Technik oder Wirtschaft

» Start auch im Sommersemester

» Eigene Stipendienprogramme

» Duales Studium in allen

Bachelor-Studiengängen

möglich

Informier' dich am Tag der offenen Tür

22. Februar 2020 von 10 bis 16 Uhr

www.fh-wedel.de

21

FW42_TDOT_2020.indd 1 15.07.19 14:20


JOBSTARTER

· · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · Redaktion

Zwei Freundinnen reisen durch Australien

22

Fast acht Millionen Quadratkilometer.

Atemberaubende Natur, unendliche

Weite und endlose Sandstrände. Das

verspricht Australien. Mit dem

Wunsch, das zu entdecken, war

h20-Autorin Hannah Singler mit einer

Freundin und einem 60-Liter-Rucksack

zwei Monate am anderen Ende

der Welt. Im h20 erzählt sie von

Freiheitsgefühlen, gefährlichen

Begegnungen und einem

tränenreichen

Abschied.

Text & Fotos // Hannah Singler, Pixabay

Illustrationen // freepik,

Julia Rumnach

Melbourne

Unsere Reise startet mit einem verpassten

Flieger. Schon sind 500 Euro weniger im Gepäck.

Als wir um sechs Uhr morgens in Melbourne

landen, ist der Schock verdaut. Im Süden

Australiens gelegen, wird Melbourne als die

lebenswerteste Stadt der Welt bezeichnet. Ist das

wirklich so? Die Stadt empfängt mit einem Mix aus

gepflegten Grünanlagen, modernen Hochhäusern

und Altbauten im viktorianischen Stil. Die

Einheimischen sind entspannt. Trotz der Entfernung

fällt auf, dass Australien ähnlich

Cairns

westlich eingestellt ist wie wir.

Die Reiseroute steht noch nicht,

wir möchten alles auf uns zukommen

lassen. An das neue Leben

Sydney

müssen wir uns jedoch erst

mal gewöhnen: Die

Hygienestandards in den

Hostels, die fehlende

Brisbane

Privatsphäre, die Sprache. Doch die Sehnsucht

nach dem Unbekannten treibt uns an. Ein

Reisender erzählt, dass er schon Jahre

unterwegs sei. „Wie lang willst du noch reisen?“,

fragen wir erstaunt. „Ich weiß es nicht“, antwortet

er. Die Leichtigkeit steckt an.

Da wir nur begrenzt Zeit haben, entscheiden

wir uns, von nun an unsere Reise zu planen.

Schon eine Woche später geht es mit dem

Flieger nach Cairns in den Norden Australiens.

Von dort aus reisen wir knapp 3000 Kilometer mit

einem Hop-on/Hop-off-Bus in Richtung Süden

zurück nach Melbourne. Europäische Distanzen

sind im Vergleich zu australischen fast lächerlich.

Hostels gibt es in jedem Ort reichlich, etwa 20

Euro kostet die Nacht in einem Mehrbettzimmer.

Schnell lernen wir, nur das Nötigste für die

Weiterreise mitzunehmen. Es ist ein schönes

Gefühl, so unabhängig zu sein.

Lebensmittel kaufen wir meist selbst ein und

kochen uns was. Oft gibt es wenig einfallsreiche

Nudeln mit Tomatensoße, da Australien teuer ist

und viele Hostelküchen nicht zum Verweilen

einladen. Eine Flasche durchschnittlicher Wein

kostet mehr als zehn Euro. Bei Ausflügen möchten

wir allerdings nicht sparen: Während einer

Expedition in den Regenwald sehen wir zum ersten

Mal ein Krokodil und mehrere Spinnenarten.

Darunter auch eine Redback, deren Biss tödlich

sein kann. Es ist atemberaubend, diese Tierwelt

live zu erleben.

Weiter geht es in Airlie Beach mit einer

unschönen Erfahrung: Wir haben ungeliebte

Mitbewohner und müssen uns das Zimmer mit

einigen Kakerlaken teilen. Nach einem Hostelwechsel

gefällt uns dieser kleine Ort aber sehr gut,

sodass wir noch einen Tag dranhängen. Mit einem

Katamaran segeln wir anschließend drei Tage

entlang der Whitsunday Islands und erleben

paradiesische Naturschauspiele. Zweimal täglich

schnorcheln wir und verbringen an Deck viele

h20 // 039.19

Stunden, in denen wir über das Leben philosophieren.

Nachts ist unser Boot von Haien umgeben.

„No worries“, sagt der Guide. Uns ist trotzdem


Testimonial · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · ·

JOBSTARTER GEOGRAFIE

mulmig, als wir am nächsten Morgen in das

unter die Haut: Ich lasse mir „be brave“ (sei

kalte Wasser springen. Alles geht gut.

mutig) stechen. Dieses Tattoo wird mich von

Nächster Stopp: Fraser Island, die größte

jetzt an immer an die Reise erinnern.

Sandinsel der Welt. Sie macht ihrem Namen alle

Mein großer Wunsch war es, einen

Ehre, Sand, wohin das Auge reicht. Inmitten der

Surfkurs zu machen. In den nächsten fünf Tagen

Insel ein See, der so türkis ist, dass man es nicht

lerne ich, was es heißt, auf einem Surfbrett zu

glauben kann. Abends sitzen wir am Lagerfeuer,

stehen. Es ist anspruchsvoll, aber erste

ein Ire spielt Gitarre. Wir singen, tanzen und

Erfolgserlebnisse motivieren. Vom Surfcamp

haben Spaß. Ein magischer Moment.

ausgepowert, komme ich nach einer Nachtfahrt

Weiter geht es für uns nach Noosa, einem

in Sydney an. Ich habe große Erwartungen, die

kleinen Küstenort, der zu unserem Lieblingsplatz

leider enttäuscht werden. Für mich hat die Stadt

in Australien wird. Wir mögen die entspannte

wenig Flair. Es ist sehr teuer, unruhig und laut.

Atmosphäre und die kleinen Geschäfte, die zum

Also zieht es mich weiter nach Melbourne. Die

Verweilen einladen.

Stadt, in der die Reise begann und enden

Ein Monat ist vergangen und Lea muss

wird. Von hier aus starte ich zusammen mit

für ihr Studium zurück nach Deutschland.

vier anderen Reisenden meine letzte Tour:

Alleine bin ich trotz ihrer Abreise nur selten.

Es geht mit einem Mietauto zur bekannten

Kennenlernen und wieder verabschieden ist ein

Great Ocean Road. Die Natur ist felsig, das

großer Teil dieser Reise. „Next Stop Brisbane“.

Wasser rau und kalt, anders als oben im

Hier bin ich zum ersten Mal alleine unterwegs

Norden, aber wunderschön. Wir fahren

und genieße es, Zeit nur für mich zu haben. Ich

oft stundenlang. Auf der einen Seite Felsen, auf

mag das Gefühl, wieder in einer großen Stadt

zu sein, in der Weite Australiens kann man sich

manchmal verloren fühlen. Den nächsten Halt

mache ich in Surfers Paradise. Ich nenne es

„kleines Miami“, weil die Skyline am Strand an

ihre große Schwester erinnert. In Byron Bay

erfüllen sich Australiens Klischees: braungebrannte

Surfer, entspannte Lebenseinstellung,

kleine Cafés mit gesunden Snacks und lange

weiße Sandstrände. Hier geht mir ein Erlebnis

der anderen Seite Abgrund und das Meer.

Mit einem leergefegten Geldbeutel komme

ich zurück nach Deutschland. Trotzdem bin ich

reicher als zuvor. Reicher an Erfahrung und

Momenten, die mir keiner nehmen kann. Knapp

30.000 Kilometer Reise liegen hinter mir. Es wird

wohl noch eine Zeit dauern, bis ich alle

Eindrücke verarbeitet habe.

Steckbrief Australien

Größe: 7,7 Millionen km 2

Einwohner: 25,3 Millionen

Sprache: Englisch und die

Sprache der Aborigines

Hauptstadt: Canberra

Gefährlichstes Tier: Würfelqualle

Anzahl der Strände: über 10.000

To :

Addre

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