2020-01-26 Bayreuther Sonntagszeitung

inbayreuth

Bayreuther Sonntagszeitung

Aktuell 26. Januar 2020 5

Für eine moderne, lebendige Stadt!

Die Sicht von OBin Brigitte Merk-Erbe und der Kandidaten um das Amt des Oberbürgermeisters

BAYREUTH. Oberbürgermeisterin

Brigitte Merk-Erbe

(BG) strebt eine zweite Amtszeit

an. Sechs Kandidaten

möchten sie am 15. März ablösen.

Auch die Vertreter für den

Stadtrat werden neu bestimmt.

Welche Fraktion verliert und

welche gewinnt Sitze dazu?

Auf mannigfaltige Themen wie:

Die Mehrkosten der Sanierung

des Friedrichsforum, vergünstigtes

Busfahren, ein neues Klinikum

und wie bleibt Bayreuth

auch in Zukunft eine lebendige,

Klinikum: Neubau oder Sanierung im Bestand –Drei dafür und vier dagegen!

liebenswerte Stadt?, werden

Antworten gesucht.

Die Bewerber/innen um den

Chefsessel im Rathaus beantworten

in den kommenden Wochen

unsere Fragen zu brisanten

Themen.

Teil 1von 5:

Thomas Ebersberger

Thomas Hacker

Brigitte Merk-Erbe

Fotos:red

Brigitte Merk-Erbe (BG):

Das Klinikum und das für unsere

Region wichtige Projekt Medizincampus

brauchen Planungssicherheit

und Verlässlichkeit.

Über Jahre wurde das

Sanierungskonzept beraten, in

den Gremien beschlossen und

mit der Staatsregierung abgestimmt.

Mal davon abgesehen,

dass gar kein Grundstück für

einen Neubau zur Verfügung

steht, müssten bei einer Änderung

wohl erhebliche Fördergelder

zurückgezahlt werden,

eine Neuplanung würde zudem

viel Zeit brauchen, inder das

Klinikum immer weiter veralten

würde. Zudem gefährdet die

Diskussion auch den Medizincampus.

Seit Jahren ringen wir

um diesen, AnfangFebruar vergangenen

Jahres ist endlich

der Startschuss gefallen. Die

ersten Studierenden haben

zum Wintersemester 2019/20

ihr Studium an der Friedrich-

Alexander-Universität Erlangen

begonnen. Nach vier Semestern

–also im kommenden Jahr

–werden sie für die klinische

Ausbildung nach Bayreuth

wechseln. Wer jetzt alles in Frage

stellt, gefährdet das Klinikum

ebenso wie den Medizincampus.

Thomas Ebersberger (CSU):

Eine Sanierung im Bestand hat

den Vorteil, dass die Baumaßnahmen

relativ bald beginnen

können und eine Teilfinanzierung

zugesagt ist. Nachteil: Die

Sanierung auf Raten betrifft nur

Stefan Schuh

Klaus Wührl-Struller

Gert-Dieter Meier: (Die Unabhängigen):

Grundsätzlich ist bei so gut wie

allen Großprojekten eine Neubaulösung

sinnvoller und kostengünstiger

als eine Sanierung,

weil im Bestand häufig

böse Überraschungen lauern.

Bei einem Klinikneubau inklusive

Zusammenlegung zweier

Standorte könnte man zudem

den speziellen und modernsten

medizinischen, hygienischen

und logistischen Herausforderungen

Rechnung tragen und

Raumkonzepte und Hightech-

Anforderungen auf den neuesten

Stand bringen. Und es gäbe,

anders als bei einer Saniezirka

60 Prozent der Substanz

und führt überviele Jahrezuerheblichen

Einschränkungen im

Klinik-Betrieb. Medizinstudenten

werden auf einer Baustelle

unterrichtet. Ein kompletter

Neubau hat den Nachteil, dass

sich aufgrund neuerPlanungen

der Baubeginn verzögern wird

und die Finanzierung neu verhandelt

werden muss. Vorteile:

Ein prozessoptimierter Neubau,

angepasst andie aktuellen

Schwerpunkte moderner

Medizin, ist schneller fertiggestellt

und die Baukosten kalkulierbarer.

Die Leistungserbringung

wird nicht beeinträchtigt

undUmsatzverluste vermieden.

Eine Auswirkung auf den Medizincampus

ist nicht zu sehen,

da dieAusbildungerstmal in einem

funktionierenden Krankenhaus

und anschließend in einem

optimierten Neubau erfolgt.

Eine sinnvolle Nachnutzung

für das aktuelle Klinikum

mit seiner noch guten Gebäude-Substanz

ist beispielsweise

soziales, generationsübergreifendes

Wohnen oder Reha-Einrichtungen

–alles positive Impulse

für die Entwicklung der

Stadt. Seit Beginn der Planungen

vor Jahren haben sich zu

viele Änderungen ergeben, die

Ausgangslage hat sich verschoben.

Die Sanierung ist auf

den ersten Blick der einfachere

Weg, kommt die Bayreuther

Bürgerinnen und Bürger am

Ende jedoch sicher teuer zu

stehen.

Andreas Zippel

Gert-Dieter Meier

Andreas Zippel (SPD):

Ein Neubau des Klinikums wäre

schön: Alles unter einem

Dach, moderneres Gebäude,

integrierter Medizincampus –

was Ebersberger aber vergisst:

Wohin soll das „neue“ Klinikum

uni- und autobahnnah gebaut

werden? Wie soll man eine Finanzierung

angesichts der Absage

der Staatsregierung sichern?

Wie lange soll es noch

dauern? Unser Klinikum weiter

ignorieren –wie es die Oberbürgermeisterin

macht – ist

aber auch keine Option! Stattdessen

sollten wir die Arbeitsbedingungen

und Abläufe des

Personals verbessern. In Zeiten

von Pflegefachkraft- und

Ärztemangel bedarf es mutigeren

Denkens –zum Beispiel mit

Boni für kurzfristige Schichten

oder Abgabe von Protokollierungsaufgaben,

einer Digitalisierung

der Arbeitszeiterfassung

oder einem KITA-Angebot

für Kinder von Eltern, die im

Schichtdienst arbeiten. Das

schaffen wir schon JETZT!

Thomas Hacker (FDP):

Bauen wir das Krankenhaus

der Zukunft. Nach vielen Jahren

der Diskussion und der

Probleme am Klinikum Bayreuth,

soll mit der weiteren Sanierung

(die ja eigentlich ein

phasenweiser Ersatzneubau

ist) ein Schlussstrich gezogen

werden. Geschäftsführer wurden

verschlissen und Vertrauen

verspielt. Gleichzeitig konnten

mit dem Medizincampus

Bayreuth und der beginnenden

Ausbildung von jungen Ärzten

wesentliche Meilensteine für

Oberfranken erreicht werden.

Es ist jetzt der Zeitpunkt die

richtige Entscheidung für das

Klinikum Bayreuth zu treffen.

Mit der anstehenden Aufwertung

des Passauer Klinikums

und der Schaffung der Uniklinik

Augsburg wäre Oberfranken

der einzige Regierungsbezirk

ohne eigene Uniklinik. Eine

Uniklinik in Bayreuth könnte in

der Nähe der Autobahn entstehen.

Der Neubau wäre also die

richtige Entscheidung für die

optimale Versorgung der Patientinnen

und Patienten in Bayreuth

und Oberfranken. Und eine

mutige Entscheidungen für

das Bayreuther Krankenhaus

der Zukunft.

Klaus Wührl-Struller (Bündnis

90/Die Unabhängigen):

Unbedingt eine Sanierung im

Bestand. Zum einen haben wir

kaum eine Wahl, weil auch der

Freistaat als Geldgeber ganz

klar auf diese Variante pocht.

De facto handelt essich ja ohnehin

um einen – abschnittsweisen

–Neubau. Zum anderen

würde bei einem Neubau

nicht nur eine erhebliche Fläche

(die wir übrigens gar nicht

haben) versiegelt. Dazu käme

auch noch die komplette Verkehrserschließung:

Neue Straßen,

Parkplätze usw. und wir

müssten eine zusätzliche Busanbindung

schaffen. Das alles

würde nochmals erhebliche zusätzliche

Kosten und im Falle

der Straßen auch weitere Flächenversiegelungen

bedeuten.

Außerdem ist es absolut nicht

nachhaltig, ein Gebäude nach

nicht einmal40JahrenNutzung

aufzugeben. Neubaueritis ist in

keiner Weise klimafreundlich.

Die Belastung für Personal und

Patient*innen ist nicht gänzlich

von der Hand zuweisen. Hier

kann aber eine vorausschauende

Bauorganisationviele möglicheNachteile

bereitsimVorfeld

vermeiden.

Stefan Schuh, (Junges Bayreuth

e.V.):

Die Entscheidung für die Sanierung

wurde bereits vor sechs

Jahren getroffen. Jetzt mit träumerischen

Fantasien von einem

Neubau zubeginnen, ist

nicht nur sinnlos, sondern gefährlich.

Der Betrieb im Klinikum

wäre in wichtigen Bereichen

gefährdet. Bei der Gesundheit

und dem Wohl der Patienten

darf es keine

Experimente geben! Schockierend

istdie Intransparenz in der

Führung des Klinikums. Entscheidungen

werden von Aufsichtsgremien

im Hinterzimmer

getroffen. Verantwortlichkeit

geht anders! Wir beim Jungen

Bayreuth haben uns monatelang

um Informationen bei

der Aufsichtsratsvorsitzenden

Merk-Erbe und dem ehemaligen

Geschäftsführer bemüht,

wurden jedoch immer abgewiesen.

Für mich steht aber auch

fest: Bei der Sanierung dürfen

sich Kostenexplosionen, wie

beim Friedrichsforum oder der

Berufsschule, nicht wiederholen!“

0921 /161 224 75

Hasenweg 2, 95448 Bayreuth

Bestellzeiten

rung, keine Belastungen und

Störungen für Patienten und

Personalüber viele Jahre (Jahrzehnte?).

Noch scheint die Sanierung

nicht wirklich angelaufen

zu sein. Weil die Diskussion

Neubau/Sanierung nie transparent

geführt wurde, gibt esmeines

Wissens leider auch keine

verbindliche Gewissheit, ob

nun ein Neubau gefördert werden

würde und ob bei einem

Neubau Zuschüsse zurückzuzahlen

wären. Deshalb müssen

endlich mal alle Fakten auf den

Tisch, bevor ich die Frage Sanierung

oder Neubau wahrhaftig

beantworten kann. Die Zeit

für diese Diskussion sollten wir

uns angesichts der Bedeutung

dieses Jahrhundertprojekts

nehmen.

Lieferservice

Dienstag bis Sonntag (Montag Ruhetag)

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6 26. Januar 2020 Boulevard Bayreuther Sonntagszeitung

Gedanken zur Woche

Der Wert der Schöpfung –von Friedrich Jehnes, Pfarrer in St. Georgen

Der Klimawandel und seine

Folgen sinddas große Thema

beim Weltwirtschaftsgipfel in

Davos. Das ist eindeutig ein

Erfolg der Fridays for Future-

Bewegung. Dazu kommt,

dass man einfach nicht mehr

übersehenkann,was wissenschaftlich

klar auf der Hand

liegt: Die aktuelle Klimaerwärmung

ist nicht inerster

Linie eine Sache natürlicher

Schwankungen, sondern von

uns Menschen verursacht.

Seit dem Beginn des industriellen

Zeitalters gehen die Kurven

nach oben –inden letzten Jahren

immer steiler.Diese Zusammenhängekann

niemand leugnen,

der bei klarem Verstand

ist.

Dies als zentrales Thema in

Davos: Wer hätte es vor ein

paar Jahren gedacht? Die dort

versammelten Führer von Unternehmen,

Anlagefirmen und

Versicherungen fürchten aber,

dass der Klimawandel schon in

naher Zukunft ihren Erfolg und

ihren Ertrag schmälert. Somit

kommt der Druck auf die Politik

nicht nur von Fridays for Future,

sondern jetzt auch aus der Wirtschaft.

Nicht aus ethischerEinsicht

und Verantwortungsgefühl

für die Schöpfung inerster

Linie, sondern aus Eigennutz.

Das heißt: Nachhaltigkeit als

Marktwert wird immer wichtiger.

Gutso, finde ich!

Doch als Einzelne und auch als

Gesellschaft sollten wir zumindest

versuchen, anders anzusetzen.

Lassen Sie mich dazu

einen kleinen gedanklichen

Umweg nehmen.

Als ich vor ein paar Jahren

eine der großen französischen

Kathedralen besuchte, erhielt

ich mit der Reisegruppe zusammen

die Möglichkeit, auch

die Dachlandschaft zubesichtigen.Erstaunlich:

An Stellen,die

von unten niemand sieht und

wohin sonst kein Mensch

kommt, gibt es Figuren, die genauso

aufwändig gestaltet sind

wie im Inneren der großen Kirche.

Die alten Meister waren

der Ansicht, dass das, was sie

da formen und gestalten, einen

Wert an sich hat. Das hat mich

sehrbeeindruckt.

Wirbeurteilen die Schöpfung in

erster Linie danach, obsie uns

nützt und was sie uns bringt:

Der Erdboden und seine Schätze,

die Pflanzen, die Tiere und

oft auch unsere Mitmenschen.

Wir sagen: In den Bergen liegt

in diesem Jahr zu wenig

Schnee, und für den künstlichen

Schnee reicht es auch

nicht. Das Skifahren muss leider

ausfallen.

Oder: Es hat heute früh

Glatteis, verdammt, jetzt komme

ich zuspät zur Arbeit. Oder:

Zu wenig Regen, was wird aus

der Ernte? Was wird aus den

Wäldern? Sie sind doch unsere

„grünen Lungen“! Und dann

wieder: DasWochenende steht

vor der Tür, und ausgerechnet

jetzt schüttet es wie aus Kübeln.

Für uns muss alles perfekt

funktionieren. Ein Rädchen

greift in’s andere. Und wehe,

wenn die Bäckereifiliale oder

die Metzgerei nicht um 19.30

Uhr noch das volle Sortiment

vorhält! Einschränken wollen

wir unsnicht.

Es wäre heilsam, hier umzudenken,

auch wenn es uns

nicht immer gelingen mag.

Auch ich falle immer wieder zurück

in das Nützlichkeits- und

Machbarkeitsdenken. Das aber

ist eine der wichtigsten Ursachen

für einen Lebensstil, mit

dem wir die Güter der Schöpfung

verschwenden. Gut tut

das auf Dauer nicht. Darum:

Ehrfurcht vorder Erde!

Ehrfurcht vorden Pflanzen!

Ehrfurcht vorden Tieren!

Ehrfurcht in denBeziehungen!

Ehrfurcht vordem Leben!

In einem Lied von Neil Young,

dem großen kanadischen Folkrocksänger

und Musiker, der in

diesem Jahr 75Jahre alt wird,

heißt es: „A natural beauty

should bepreserved like amonument.“

Darin beklagt er die

Vernichtung der tropischen Regenwälder

und mit ihnen den

Verlust der Vielfalt an Pflanzen

und Tieren–umihrer selbstwillen:

„Amazon, you had so

much and now somuch ist gone.“

Und dann, sehr nachdenklich:

„What alucky man to see

the earth before ittouched his

hand.” Und ich finde, wir brauchen

den Zeigefinger wirklich

nichtauf andere richten.

In manchen Psalmen der

Friedrich Jehnes

Pfarrer in St. Georgen

Bibel lobendie Geschöpfe Gott:

die Tiere, die Pflanzen, der

Wind, der Regen, die Sonne, die

Berge und die Täler. Einfach so.

Ganzzweckfrei.

Alles in der Schöpfung hat einen

Wert an sich!

Orgelkonzert

BAYREUTH. Im Rahmen der

Konzertreihe „SIC students in

concert“ präsentieren sich

Studierende der Klasse Prof.

Matthias Neumann am Dienstag,

28. Januar, um19Uhr im

Großen Orgelsaal der Hochschule

für evangelische Kirchenmusik

in einem Orgelkonzert

mit dem Thema

„Streifzug durch Norddeutschland“.

An der Goll-Orgel

zu hören sind Werke von

Böhm, Bruhns, Buxtehude, H.

und J. Praetorius, Reinken,

Scheidemann, Sweelinck,

Tunder und Weckmann.

Zuhause gesucht

Widderkaninchen „Knödel“

wurde am21.01. am Albert-

Einstein-Ring gefunden. Wer

kennt undvermisstdas Tier?

Foto: Dörfler

Dieses und viele weitere Tiere

werden im Bayreuther Tierheim

vermittelt.

Tierheim Bayreuth

Telefon 0921/62634

www.tierheim-bayreuth.de

WILLKOMMEN

AUFDER

WELT!

Die Klinikum Bayreuth GmbH

wünscht allen Neugeborenen

ein wunderschönes Leben

und viel Gesundheit.

Im Bayreuther Klinikum kamen in der vergangenen Woche insgesamt 22Babys zur

Welt. Unser Bild zeigt (von links): Charlotte Frilling (20.01.), die kleine Marlena (21.01.)

und Nasara Ghadafi (21.01.). Den Neugeborenen und den Kindern, die beim Fototermin

bereits zu Hause waren, auf diesem Wege alles Gute!

Foto:Dörfler

Für Tanzfreudige

BAYREUTH. Am Samstag, 1.

Februar, ist im ZENTRUM,

Äußere Badstraße 7a, Seminarraum

6, für Tanzfreudige

wieder ein buntes Programm

von einfachen Tänzen aus

Süd- und Südosteuropa geboten.

Ab 10 Uhr vermittelt Dr. Wolfgang

Richter (Bild) verschiedene

Tänze aus aller Welt, darunter

neue Tänze aus Israel und

traditionell jiddische Tänze sowie

den ein oder anderen Linedance.

Beim gemeinsamen Streifzug

durch unterschiedliche

Tanzregionen werden immer

Mitmachtänze getanzt, die für

Singles und Paare gleichermaßen

geeignet sind.

Eine schriftliche Anmeldung

ist bis zum 30. Januar im

Evangelischen Bildungswerk

Oberfranken-Mitte, Richard-

Wagner-Straße 24, 95444 Bayreuth,

Mail info@ebw-oberfranken-mitte.de

erbeten. Weitere

Informationen erhalten Interessenten

unter www.ebw-oberfranken-mitte.de.

red/rs

Über Martin Luther King

BAYREUTH. Bürgerrechtler und Pastor Martin Luther King

steht im Mittelpunkt eines Gottesdienstes am heutigen Sonntag

um 10 Uhr in der Bayreuther Stadtkirche mit Regionalbischöfin

Dorothea Greiner und Stadtkirchenpfarrer Carsten

Brall. Ein großer Projektchor mit rund einhundert Sängerinnen

und Sängern gibt unter der Leitung von Dekanatskantor Michael

Lippert musikalische Einblicke in das Chormusical „Martin

Luther King“, das am 14. und 15. März in der Oberfrankenhalle

mit insgesamt 1.200 Mitwirkenden auf die Bühne kommt.

Im Anschluss wird zudem die Ausstellung „Der King-Code“

eröffnet, die von Jugendlichen konzipiert wurde. red/rs

Holocaust-

Gedenken

BAYREUTH. Anläßlich des

Internationalen Holocaust-

Gedenktages veranstalten

der Zamirchor und die

Deutsch-Israelische-

Gesellschaft Bayreuth am

Dienstag, 28. Januar, um

18.30 Uhr in der Bayreuther

Zamirhalle, Eduard-Bayerlein-Straße

8, ein Erinnerungskonzert.

Unter der Schirmherrschaft

des Beauftragten der Bayerischen

Staatsregierung für jüdisches

Leben und gegen

Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit

und geschichtliches

Erbe, Staatsminister

a.D. Dr. Ludwig Spaenle, soll

gemeinsam mit einem Konzert

zum internationalen Holocaustgedenktag

die Erinnerung

an diese fürchterliche

historische Katastrophe lebendig

gehalten werden.

Mitwirkende am Konzert

sind der Zamirchor und die

Zamirsternchen unter Leitung

von Barbara Baier sowie

als Gast Aureliano Zattoni

am Flügel.

Der Eintritt zum Konzert

ist frei, um Spenden wird gebeten.

rs

MediaMarkt: Wahnsinns-Schnell-Verkauf

Jetzt ausgewählte Produkte zum halben Preis sichern

BAYREUTH. Der Media-

Markt Bayreuth zeigt sich

zum Beginn des neuen Jahres

von seiner besten Seite.

Bis zum Samstag, 1. Februar

sind alle Kunden zum

Wahnsinns-Schnell-Verkauf

eingeladen. Es locken sagenhafte

Nachlässe in ausgewählten

Sortimentsbereichen.

So sind im Media-

Markt Bayreuth beispielsweise

alle vorrätigen

Haushaltseinbaugeräte um

die Hälfte reduziert. Aber

auch bei Fernsehern, Staubsaugern

oder Kaffeevollautomaten

kann man sich auf

satte Direktabzüge freuen.

Jetzt aber schnell: Mit dem

Wahnsinns-Schnell-Verkauf

bietet der MediaMarkt Bayreuth

eine einmalige Gelegenheit,

ein absolutes

Schnäppchen zu machen.

„Unter den WSV-Angeboten

befinden sich viele hochwertige

Markenprodukte. Eine hervorragende

Gelegenheit also,

erstklassige Technik zu supergünstigen

Preisen zu erwerben“,

so Verkaufsleiter

Thomas Adler. Doch für alle

Angebote gilt die Regel „nur

solange der Vorrat reicht“.

Stark reduziert: Vorrätige

Haushaltseinbaugeräte

Besonders vorteilhaft ist der

Wahnsinns-Schnell-Verkauf

für alle, die neue Einbaugeräte

brauchen. Im MediaMarkt

Bayreuth sind Kühl- und Gefrierschränke,

Geschirrspüler,

Herde, Backöfen, Kochfelder,

Dampfgarer, Mikrowellen,

Waschmaschinen und Dunstabzugshauben

für die Einbauküche

im Preis um die

Hälfte zur unverbindlichen

Preisempfehlung reduziert.

Dies gilt für alle lagernden

Produkte aller Marken. Wenn

das nicht echt der Wahnsinn

ist!

Anzeige

Direktabzug bei Fernsehern,

Kaffeevollautomaten

und Staubsaugern

Lohnend ist während der Aktion

außerdem der Kauf eines

Fernsehers, Kaffeevollautomaten

oder Staubsaugers. Hier

bekommen Käufer beim Bezahlen

jeweils einen ordentlichen

Direktabzug. 70 Euro

Rabatt gibt es z. B. beim Kauf

eines vorrätigen TV-Gerätes ab

599 Euro, 300 Euro Rabatt z. B.

beim Kauf eines vorrätigen TV-

Gerätes ab 1999 Euro.

Bei lagernden Kaffeevollautomaten

ab einem Verkaufspreis

von 399 Euro beträgt der

Nachlass 50 Euro. Auch bei

vorrätigen Staubsaugern,

Dampfreinigern, Hochdruckreinigern,

Fensterreinigern, Combi

Wet&Dry Cleanern,

Handstaubsaugern und Roboterstaubsaugern

werden 50

Euro abgezogen, sofern die jeweiligen

Geräte mehr als 399

Euro kosten.

„Also schnell vorbeikommen

und eine Runde durch

den Markt machen –bevor jemand

anders die besten

Schnäppchen wegschnappt!“,

so Thomas Adler. red


Bayreuther Sonntagszeitung

Aktuell 26. Januar 2020 7

Sauberer Wahlkampf –Fehlanzeige

Kein feiner Zug: BG und Oberbürgermeisterin üben hinter den Kulissen Druck ausw

Gelungener Auftritt: Der A-Capella-Chor der Hochschule für evangelische Kirchenmusik.

BAYREUTH. Beim diesjährigen

Neujahrsempfang der

Bayreuther SPD auf dem Herzogkeller

umrahmte der A-

Capella-Chor der Hochschule

für evangelische Kirchenmusik

die Veranstaltung. Publikum

und Organisatoren freuten sich

über den gelungenen gesanglichen

Beitrag –nur eine nicht:

Nachhaltigkeit

Diskusion um ein besseres Leben

BAYREUTH. Der Verein „Kino

ist Programm“ präsentierte

im Iwalewahaus den Dokumentarfilm

„2040: Wir retten

die Welt“.

Der Film zeigt Lösungen für

eine nachhaltige Zukunft, vom

selbstfahrenden Elektrobus,

der als Konferenzraum auf der

Straße genutzt werden kann,

bis zum Solardorf in Bangladesch.

Im anschließenden Filmgespräch,

moderiert von Sebastian

Norck, stellten sich verschiedene

Nachhaltigkeitsinitiativen

aus Bayreuth vor. Mitglieder

von Fridays for Future, Students

for Future und Extinction

Rebellion, der Initiator des Radentscheids

Bayreuth und Vertreter

des Unverpacktladens

Hamsterbacke diskutierten,

was wir vor Ort gegen Klimakrise,

Artenrückgang und Armut

in der Welt tun können. „Die

Diskussion hat gezeigt: Nachhaltigkeit

besteht nicht nur in

technischen Lösungen. Es

geht auch um die große Frage,

was ein gutes Leben ausmacht

–und zwar für alle und nicht

auf Kosten anderer“, resümiert

Sebastian Norck. „Diese Frage

bietet genug Gelegenheit für

weitere Diskussionen. Und sie

kann Anlass sein, selbst aktiv

zu werden“, so Norck.

Brigitte Merk-Erbe. Als Kuratoriumsmitglied

der Hochschule,

machte sie ihren Einfluss geltend

und beschwerte sich beim

Rektor der Hochschule.

BezahlbareWohnungen in Bayreuth

Zippel darf nicht mitsingen

Die Faschingsgesellschaft Bayreuther

Mohrenwäscher wollte

einen Stadtratschor anlässlich

der Prunksitzung am 01. Februar

im Zentrum auftreten lassen.

Sämtliche Stadträte und

Oberbürgermeisterkandidaten

waren eingeladen, mitzuwirken.

SPD-Kandidat Andreas

Zippel war bei der ersten Probe

dabei. Intervention der Bayreuther

Gemeinschaft: Zippel

darf nicht mehr mit auftreten.

„Diese Entwicklung der absoluten

Kontrolle und Einflussnahme

stimmt traurig und

passt so gar nicht zum Motto

der sogenannten Bayreuther

Gemeinschaft: Miteinander für

Bayreuth! Es ist doch Aufgabe

von uns Kommunalpolitikern,

an der Seite unserer Vereine zu

stehen, und nicht, ihnen Steine

in den Weg zulegen“, so SPD-

Fraktionsvorsitzender Thomas

Bauske.

Traumjob gefunden

Stadtrat Siegfried Zerrenner hütet seine Enkel

BAYREUTH. Nach mehr als

dreieinhalb Jahrzehnten als

Sportredakteur fand SPD-

Stadtrat Siegfried Zerrenner

erneut einen Traumjob als

Großvater.

„Es macht Spaß und Freude

meine Enkel aufwachsen zu

sehen. Ein Kinderlachen für die

Betreuung ist der höchste

Lohn“, betont der 67-Jährige.

Als früherer Sportredakteur war

er beruflich stark eingebunden

und hatte für die eigenen Kinder

wenig Zeit. „Enkel hüten –

mit Vergnügen –sobin ich jetzt

auch für meine Kinder da.“

Wenn nicht Stadtratstermine

anstehen, ist er zusammen

mit seiner Frau und bis zu drei

Enkeln häufig auf den Spielplätzen

in seinem Stadtteil St.

Georgen und natürlich in der

Wilhelminenaue anzutreffen.

Die naturnahe Konzeption mit

den großen Wiesen im ehemaligen

Gartenschau-Gelände

fasziniert Zerrenner schon seit

mehr als drei Jahren. Dort

hatte er sich auch als Helfer

im letzten Frühjahr bei einer

Baumpflanzaktion zahlreicher

Schüler im Rahmen des Volksbegehrens

„Rettet die Bienen“

mit Freude beteiligt. „Auch im

Stadtrat sollten wir mit dem

Thema Natur und Umwelt sensibler

als in der Vergangenheit

umgehen. Ich bemühe mich

jedenfalls.“

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Galasitzung der Faschingsgesellschaft

Schwarz-Weiß

Die älteste Bayreuther Faschingsgesellschaft hat bei ihrer Galaprunksitzung

ein abwechslungsreiches Programm und einen

kurzweiligen Abend geboten. Unter den Zuschauern befanden

sich auch einige begeisterte SPD-Stadtratskandidaten:

Andreas Zippel (M.): Wer

selbst begnadeter Tänzer

ist, kann von den Auftritten

und Garden der Faschingsgesellschaften

nur

begeistert sein! Mit meiner

Teilnahme an den Veranstaltungen

möchte ich

vor allem die tolle Jugend

arbeit honorieren. Hier wird

Kindern und Jugendlichen

Disziplin, Gemeinschaftsgefühl,

Selbstwert und

Freude am Vereinsleben

beigebracht –das gilt es zu

unterstützen.

Thomas Bauske (r.): Den

Termin halte ich mir in meinem

Kalender immer frei

und komme Jahr für Jahr

sehr gerne wieder! Über

die Jahre hat sich daraus

ein freundschaftliches Verhältnis

entwickelt und ich

unterstütze den Verein, wo

ich kann. Die hohe tänzerische

Professionalität bei

Schwarz-Weiß überzeugt.

Sebastian Norck (l.): Eigentlich

bin ich Faschingsmuffel. Aber ich war neugierig, denn

Fasching ist Tradition und Brauchtum. Ich war wirklich begeistert

und es war ein sehr unterhaltsamer und kurzweiliger Abend.

Jörg Grieshammer(l.):

Seit meiner Kindheit bin

ich ein Faschings-Fan.

Die Ausgelassenheit

mit der bei dieser Galasitzung

gefeiert wird,

empfinde ich als schöne

Abwechslung in dieser

grauen Jahreszeit.

Außerdem bewundere

ich die Perfektion mit

der sich hier die Garden

und die Tanz-Mariechen

präsentieren.

Sandro Kolb (r.): Auf der Galasitzung war ich dieses Jahr zum

ersten Mal. Meine Verlobte trainiert eine Kindergarde und so

kam ich dieses Jahr in den Genuss. Super, was hier auf die Beine

gestellt wird. Es ist klasse, dass sich so viele Ehrenamtliche

einbringen. Was mir sehr gut gefallen hat, waren die vielen Kinder

und Jugendlichen, die hier Sport treiben und teilweise auch

schon selbst eine Garde trainieren. Die Zukunft der Vereine liegt

in den Händen der Ehrenamtlichen, die sich bei den Vereinen

engagieren und diese sollen auch einen Stellenwert haben.

In der Unteren Rotmainaue hat die GEWOG ein neues Wohnquartier errichtet. Vorgabe für die Überlassung des Grundstücks durch die Stadt war

die Errichtung von Wohnungen mit bezahlbaren Mieten –eine alte Forderung der Bayreuther SPD. Nun sind fünf farbenfroh gestaltete Mehrfamilienhäuser

fertig gestellt und eingeweiht worden. Das sechste wird indiesem Jahr errichtet. Es ist ein attraktives Wohngebiet mit Blick über

die Mainauen entstanden –bezahlbar, naturnah und prädestiniert für junge Familien. V.l.: Die SPD-Stadträte Dr. Christoph Rabenstein, Halil

Tasdelen, Elisabeth Zagel, Siegfried Zerrenner, Dr. Beate Kuhn, Thomas Bauske.

V.i.S.d.P: SPD-Stadtratsfraktion, Luitpoldplatz 12, 95444 Bayreuth


Bayreuther Sonntagszeitung

Gesundheit 26. Januar 2020 9

Sprechstunde am Sonntag

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O- und X-Beine vom Kindes- bis zum Erwachsenenalter

Bei der Beschreibung O-

oder X-Bein weiß jeder, was

gemeint ist. Häufig wird es

im Spaß verwendet und mit

typischen Bildern wie etwa

den „Fußballerbeinen“ verknüpft.

Sind die „krummen

Beine“ aber unbedenklich

oder doch eine Erkrankung?

Medizinisch ausgedrückt

spricht man beim O-Bein vom

Varus und beim X-Bein vom

Valgus. Vereinfacht versteht

man unter der Beinachse eine

senkrechte Linie, die vom Hüftkopf

durchs Knie auf die Mitte

des Sprunggelenks zieht.

Verschiebt sich das Knie

zur Beinachse nach Innen, ergibt

sich eine valgische/X-Bein-

Abweichung. Verschiebt sich

das Knie nach Außen, spricht

man von einer varischen/O-

Bein-Abweichung.

Die Form der Beinachse

wird durch viele Ursachen beeinflusst.

Wachstum und Entwicklung

spielen ebenso wie

Erkrankungen eine Rolle.

In der kinderorthopädischen

Sprechstunde ist die

Abklärung der Beinachse

einer der häufigsten Konsultationsgründe.

Mit Erlernen des Stehens

und Gehens formt sich das

Bein. Kleinkinder zeigen zunächst

O-Beine, mit ca. drei

Jahren eine X-Bein-Stellung. Ab

einem Alter von zehn Jahren

sollte die physiologische Beinachse

mit sieben Grad Valgus

erreicht sein.

Das Ausmaß der Achsabweichung

darf jedoch krankhafte

Grenzen nicht überschreiten.

Kinder fallen durch ein ungewöhnliches

Gangbild, eine verzögerter

Stand- oder Laufentwicklung

auf, oder klagen über

Schmerzen in den Gelenken.

Weicht beim Kleinkind zum

Beispiel die O-Beinachse zu

stark ab, könnten Stoffwechselerkrankungen

oder knöcherne

Fehlanlagen vorliegen. Nach

dem Kleinkindalter wiederum

findet sich häufig eine zu starke

oder anhaltende X-Beinstellung.

Allerdings handelt es sich

nicht nur um ein kosmetisches

Problem. Verbleibt nach

Wachstumsende eine krankhafte

Beinachse, können früh

Folgeerkrankungen entstehen.

Die ungleiche Belastung der

Beinachse bedeutet ein erhöhtes

Verletzungsrisiko für den

Kapsel-Band-Apparat der Gelenke.

Vor allem die Kniescheibe

zeigt eine rasche Abnutzung

oder kann bei entsprechender

Belastung leichter ausrenken.

Eine Beinachsenfehlstellung

legt vor allem schon im

Kindesalter den Grundstein für

eine vorzeitige Arthrose der

tragenden Gelenke, welche im

schlimmsten Fall zur Notwendigkeit

eines Gelenkersatzes

bereits im mittleren Alter führen

kann.

Durch Begleitumstände,

zum Beispiel Verletzungen,

hohe sportliche Beanspruchung,

aber auch Übergewicht

oder internistische Erkrankungen,

können selbst Achsabweichungen,

die im Kindesalter

nicht auffällig oder therapiebedürftig

waren, im Erwachsenenalter

krankhaft werden.

Patienten leiden zum Beispiel

an Knieschmerzen, Belastungseinschränkung,

Schwellneigung

oder haben das Gefühl,

instabil zu sein. Orthopädisch

finden sich, durch die Fehlstellung

verursacht, umschriebene

Knorpeldefekte, Knochenüberlastungen

oder eine beginnende

Arthrose.

Um frühzeitig Abweichungen

zu erkennen, sollte bereits

bei den U- und J-Untersuchungen

auf die Beinachse geachtet

werden und frühzeitig eine

orthopädische Vorstellung erfolgen.

Nach einer gründlichen Untersuchung

aller Gelenke, einer

Ganganalyse und Vermessung

der Beine, gegebenenfalls auch

mit einem Röntgenbild, findet

sich bei der vermuteten Erkrankung

häufig keine Therapienotwendigkeit.

Im einfachsten Fall

kann mit einer orthopädischen

Schuheinlage ausgeglichen

werden. Eine Beinschienenversorgung,

wie sie früher häufiger

durchgeführt wurde, ist heute

weitestgehend obsolet.

Findet sich jedoch in den

selteneren Fällen eine krankhafte

Achsenabweichung, sind

weitere diagnostische Maßnahmen,

wie Labor- oder Kernspinuntersuchung,

erforderlich.

Liegt eine relevante knöcherne

Fehlentwicklung vor,

sollten noch während der

Wachstumsphase auch operative

Therapiemöglichkeiten

diskutiert werden, um die obengenannten

frühen Spätfolgen

zu vermeiden. Vor Pubertätsbeginn

kann so mit wenig aufwendigen

Eingriffen die Beinachse

korrigiert werden.

Eine frühe schmerzhafte

Belastungs- oder Mobilitätseinschränkung

oder gar den Gelenkersatz

zu vermeiden und

das funktionsfähige eigene Gelenk

zu erhalten, ist auch das

Ziel im Erwachsenenalter.

Liegt eine durch die Beinachse

verursachte Erkrankung

vor, sollte eine Korrektur angestrebt

werden.

Im Rahmen einer orthopädischen

Operation wird eine

sogenannte Umstellungsosteotomie

durchgeführt.

Um eine gleichmäßige Belastung

herzustellen, wird bei

diesem Eingriff die Beinachse

zum Beispiel vom O- ins X-Bein

oder umgekehrt gekippt.

Angestrebt werden Beschwerdefreiheit,

Belastungssteigerung

und die Vermeidung/

Verzögerung eines drohenden

Gelenkersatz.

Zusammenfassend sind

Beinachsenabweichungen bis

zu einem bestimmten Ausmaß

häufig und harmlos. Eine Kontrolle,

insbesondere im Kindesund

Jugendalter, sollte jedoch

zwingend erfolgen, um ggf. das

natürliche Wachstum als Therapie

konservativ oder operativ

nutzen zu können.

Im Erwachsenenalter spielt

die Beinachse eine wesentliche

Rolle bei Verletzungen und frühzeitiger

Verschleißentwicklung.

Eine krankhafte Beinachse

sollte hier sowohl präventiv als

auch therapeutisch durch den

Orthopäden operativ korrigiert

werden.

Dr. med. Ingo Schilasky

Facharzt für Orthopädie und

Unfallchirurgie

Hüft- und Kniegelenks-

Endoprothetik, Fußchirurgie

Carl-Burger-Straße 26,

95445 Bayreuth,

Telefon 0921/75 700 400,

Fax 0921/75 700 403,

E-Mail: info@orthopraxisbayreuth.de

.

RW21 baut Barrieren ab

Anerkennungstafel für Signet „Bayern barrierefrei“ enthüllt

BAYREUTH. Das RW21 hat

das Signet „Bayern barrierefrei“

der Bayerischen

Staatsregierung verliehen

bekommen. Es wird für konkrete,

beachtliche Beiträge

zur Barrierefreiheit in Bayern

vergeben.

Das Signet ist ein Zeichen der

Anerkennung für alle, die in

Bayern Barrieren abbauen.

Es ist aber auch Ansporn,

noch mehr für Barrierefreiheit

zu tun.

Dieser Tage wurde das Schild

von Oberbürgermeisterin Brigitte

Merk-Erbe offiziell enthüllt,

welches nun die Mauer

des RW 21 schmückt.

„Barrierefreiheit bedeutet so

viel wie zum Beispiel Leitsysteme

für Blinde, spezielle Toiletten,

Rampen oder auch alternative

Textformate. Eine

wichtige andere Form von

Barrierefreiheit muss aber vor

allem in den Köpfen der Menschen

stattfinden“, meinte die

Oberbürgermeisterin.

Es sei wichtig, dass Verständnis

und Akzeptanz herrsche

und vor allem, dass Men-

圀 椀 爀 栀 攀 氀 昀 攀 渀



䈀 愀 礀 爀 攀 甀 琀 栀

Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe enthüllte die Anerkennungstafel

„Bayern barrierefrei“ am RW21. Foto: J. Mohr

schen mit einer Behinderung

am ganz normalen Alltag teilnehmen

könnten, denn sie

seien teilnahmeberechtigt.

„Vor allem, weil Behinderung

jeden treffen kann, ob durch

einen Unfall oder beispielsweise

durch das Alter bedingt“,

so Brigitte Merk-Erbe.

Das RW21 schafft so einen

großen Beitrag, um Menschen

mit Behinderung Teilhabe

am normalen Leben zu

gewährleisten.

jm

Eine Herzensangelegenheit!

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Schneller zur Rente kommen

Digitaler Datentransfer zwischen europäischen Rentenversicherungsträgern

sorgt für Verfahrensbeschleunigung

BAYREUTH. Die europäischen

Rentenversicherungssysteme

rücken zusammen:

Anfang des Jahres ist ein

wichtiger Schritt auf dem

Weg zum elektronischen

Austausch von Daten zwischen

den Rentenversicherungsträgern

in den Staaten

der Europäischen Union, des

Europäischen Wirtschaftsraumes

sowie der Schweiz

gemacht worden. Hierauf

weist die Deutsche Rentenversicherung

(DRV) Nordbayern

in einer Pressemitteilung

hin.

Die DRV Nordbayern ist Ansprechpartner

für alle Versicherten

und Rentner, die in

Deutschland wohnen und zusätzlich

Beiträge an die brasilianische,

die moldauische, die

portugiesische, die rumänische

oder die türkische Rentenversicherung

entrichtet

haben.

Auch für Personen, die in diesen

Ländern wohnen und sich

beispielsweise ihre Rente dorthin

überweisen lassen möchten,

ist die DRV Nordbayern zuständig,

berät in allen Rentenangelegenheiten

mit Auslandsbezug

und dies teils sogar vor

Ort bei fest terminierten Auslandssprechtagen.

„Das neue Verfahren verkürzt

die Bearbeitungszeit immens“,

erklärt Sandra Skrzypale, Pres-

sesprecherin der DRV Nordbayern,

den Vorteil des digitalen

Verfahrens für die Kundinnen

und Kunden. „Das EU-Projekt

hat damit einen konkreten

Nutzen für die Menschen in Europa.“

Seit Jahresbeginn tauscht die

Deutsche Rentenversicherung

über das neue Kommunikationssystem

„Elektronischer

Austausch von Sozialversicherungsdaten“

(EESSI) Versicherungsdaten

mit anderen europäischen

Rentenversicherungsträgern

digital aus. Durch

den digitalen Datentransfer

können Rentenleistungen, die

auf Beschäftigungszeiten in

verschiedenen Ländern beruhen,

zukünftig schneller berechnet

und ausgezahlt werden.

Die Deutsche Rentenversicherung

wird das Projekt Mitte des

Jahres abschließen. Bundesweit

wurden zuletzt rund 2,6

Millionen Renten gezahlt, bei

denen in anderen EU- und

EWR-Staaten sowie der

Schweiz zurückgelegte Zeiten

für die Berechnung der Rente

berücksichtigt wurden.

Weitere Auskünfte zu den Themen

Prävention, Rehabilitation,

Altersvorsorge und Rente gibt

es in den Auskunfts- und Beratungsstellen

der Deutschen

Rentenversicherung Nordbayern,

über das kostenlose Servicetelefon

unter 0800

10004800, bei den ehrenamtlich

tätigen Versichertenberaterinnen

und -beratern sowie im

Internet unter www.deutscherentenversicherung-nordbayern.de.

Hier findet man auch die aktuelle

Fachinformation 1/2020,

die über die rechtlichen Grundlagen,

den Entwicklungsprozess

und die mit der Umsetzung

des Komkmunikationssystems

„Elektronischer

Austausch von Sozialversicherungsdaten“

(EESSI) verbundenen

Auswirkungen informiert.

red

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Bayreuther Sonntagszeitung

Wirtschaftsstandort 26. Januar 2020 15

G emeinde Heinersreuth

Am Sonntag, 15. März, ist Bürgermeister- und Gemeinderatswahl

kuchen &brot

Hier läuft die Ware nicht vom Band –

wir backen noch mit Herz und Hand!

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Eine Drohnenaufnahme von Altenplos. Vorne Mitte an der B85 der Landgasthof Moreth, hinten am Ortsausgang Richtung Kulmbach

die Mehrzweckhalle und das neu entstandene Baugebiet Dürrwiesen.

Foto: Stefan Dörfler

Wir haben ein gut geführtes

Seniorenheim, eine Apotheke

und ausreichende medizinische

Versorgung. Es gibt mehrere

Wirtshäuser, ein Hotel,

Geldinstitute, Bäckereien und

einen REWE-Markt als Nahversorger.

Dazu haben sich noch

einige interessante Gewerbebetriebe

angesiedelt. Hinzu

kommt noch ein sehr intaktes

Vereinsleben. Ich mag meine

Heimatgemeinde, sie hat viel

zu bieten.

BTSZ: Wo sehen Sie Verbesserungsbedarf/Verbesserungsmöglichkeiten?

Simone Kirschner: Ich würde

mich freuen, wenn Vereine enger

zusammenarbeiten, damit

ihre Synergien und Potentiale

besser genutzt würden. Weiterhin

sollten mehr Möglichkeiten

geschaffen werden, unsere Natur

zu erleben –durch gute Wege,

schöne Sitzgelegenheiten

und attraktive Lehrpfade. Treffpunkte,

wo Menschen zusammenkommen

sind mir ebenso

persönlich ein wichtiges Anliegen.

Jürgen Weigel: Da gibt es

schon noch einiges, z.B. die

Sanierung unserer Wasserversorgung

muss beschleunigt

werden. Die Nahversorgung

mit Waren des täglichen Gebrauchs

muss optimiert werden.

Die Nachfrage nach bezahlbarem

Wohnraum ist sehr

groß, da besteht dringend

Handlungsbedarf. Der ÖPNV

muss verbessert werden, der

Ausbau des Radwegenetzes

muss vorangetrieben werden

und letztendlich muss der

Schwerlastverkehr raus aus

unserer Gemeinde.

BTSZ: Welches Projekt möch-

ten Sie im Falle Ihrer (Wieder-)

Wahl als Erstes angehen?

KOMMUNALWAHL

2020

Eine Initiativeder

Bayreuther

Sonntagszeitung

Simone Kirschner: Aktuell

sind viele große und wichtige

Projekte am Laufen, die Priorität

haben (OGTS, Kinderkrippe,

Turnhalle). Am Herzen liegt

mir die weitere Ausgestaltung

am MainAuenHof in Altenplos,

das Schaffen eines interessanten

Treffpunktes am alten

Sportplatz in Heinersreuth und

die Dorferneuerung in Cottenbach

–alles Maßnahmen, die

auch in ISEK verankert sind.

Das ISEK ist mein Leitbild für

die Fortentwicklung der Gemeinde

Heinersreuth, gerade

weil sich hier auch die Anregungen

und Wünsche unserer

Bevölkerung widerspiegeln.

Jürgen Weigel: Der Neubau

einer Kinderkrippe in Heinersreuth

hat oberste Priorität, damit

die derzeitige Unterbringung

der Kinder in Containern

baldmöglichst beendet werden

kann. Die SPD-Fraktion hat dazu

sehr gute Vorschläge erarbeitet.

Etwas zeitversetzt ist die

immer wieder verschobene

dringende Sanierung der

Schulturnhalle anzugehen. Sobald

die finanzielle Situation

des Krippen-Neubaus überschaubar

ist, muss die Sanierung

erfolgen.

BTSZ: Sie arbeiten bislang

schon als Bürgermeisterin und

Dritter Bürgermeister zusammen.

Welche Eigenschaften

schätzen Sie aufgrund der Arbeit

in den vergangenen sechs

Jahren an Ihrer(m)

Gegenkandidaten(in) besonders?

Simone Kirschner: Jürgen

Weigel war mir in den vergangenen

sechs Jahren ein sehr

zuverlässiger und loyaler Partner,

den ich mir auch zukünftig

als meinen weiteren Stellvertreter

sehr gut vorstellen kann.

Jürgen Weigel: Wir kennen

uns gut und wir gehen mit Anstand

und Respekt miteinander

um. In der Komunalpolitik kann

man nur erfolgreich sein, wenn

alle Verantwortlichen an einem

Strang ziehen. Wir, Gemeinderäte

und Bürgermeister, sind

gewählt worden, damit wir im

Interesse unserer Bürgerinnen

und Bürger und zum Wohle der

Gemeinde handeln. Das ist

mein Anspruch, streiten liegt

mir nicht.

BTSZ: Welche Hobbys außer-

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Unbürokratische Hilfe für Kinder

in besonderen Notsituationen.

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halb der Politik pflegen Sie in

Ihrer Freizeit?

Simone Kirschner: Ich besuche

gerne Flohmärkte, werkel

in Haus und Garten, schätze

die Zeit mit Familie und Freunden,

entspanne mich in der Natur,

gehe im Wald laufen und

bin auf der Suche nach „Pfiffern“.

Urlaub mit dem Wohnmobil

ist für mich am schönsten

–damuss man gar nicht

weit weg fahren, um traumhafte

Plätze zu finden.

Jürgen Weigel: Als Vorsitzender

des Obst-und Gartenbauvereins

Heinersreuth bin ich

natürlich gerne im Garten und

in der Natur und finde dabei oft

die nötige Ablenkung und Entspannung.

Eine weitere Leidenschaft

von mir ist die Musik.

Als Gitarrist und Sänger der

Live-Band „Midnight-Express“

finde ich einen wunderbaren

Ausgleich zum Alltag und tanke

dabei immer wieder neue

Energie.

Die Zukunft imKopf. Unsere Heimatgemeinde im Blick. Die Menschen im Herzen.

16

15

14

13

Kommunalwahl 2020

Gemeinsam sind wir stark!

06

Der SPDBürgermeisterkandidat und die Kandidaten/innenfür den Heinersreuther Gemeinderat bitten um IhreStimme!

Heinersreuth

Altenplos

SPD

12

11

10

09

Wirbedanken uns für die bisherige Zusammenarbeit!

08

07

05

01 Weigel Jürgen 02 Dr.Schönauer-Kamin Daniela 03 Böhner Reiner 04 FickMarion

05 BockChristian 06 DötschIsabell 07 Eichler Norbert 08 Hübner Hans-Jürgen

09 Haider Maximilian 10 Eitner Michael 11 Landmann Stefan 12 WittekErwin

13 Beierlein Susanne 14 Berneth Frank 15 HübschNorbert 16 Linhardt Elisabeth

04

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