Berliner Zeitung 25.01.2020

BerlinerVerlagGmbH

Die Schanze des Lebens: Einmal ein Skispringer sein – Berlin bewegt sich Seite 20

Heute mit

Service und

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Wetter Seite 16

AM WOCHENENDE

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Sonnabend/Sonntag,25./26. Januar 2020

Nr.21HA-76. Jahrgang

Auswärts/D*: 2.00 €

Berlin/Brandenburg: 1.80 €

Im Magazin:

Feuer

Diegroßartige Katharina Thalbach

Seiten 2und 3

Flamme

Erholt sich die Natur in Australien wieder?

Seiten 4und 5

Glut

Gutsch will Harrys Jobambritischen Hof

Seite 10

In 15 Jahren

um die Welt

Angela Merkel hält den Rekord: Keiner ihrer

Vorgänger reiste so oft ins Ausland wie sie. Die

große Datenrecherche der Berliner Zeitung mit allen

Flügen und Zielen. Report Seiten 2und 3

DPA/KAY NIETFELD; DPA/CHRISTIAN CHARISIUS; THOMAS UHLEMANN

Sigmar Gabriels

neue Karriere

Tristans Abschied

aus Berlin

Berlin Seiten 10 und 11

Politik Seite 4

Weniger Autoverkehr,

mehr Fahrräder,

Cargo-Bikes statt Diesel-Transporter,

Bahn

statt Benz. Dasist dieVerkehrswende

und das ist der Konflikt.

Der Konflikt mit dem Berliner an

sich. Denn der hat in Sachen Fortbewegungsart

ein ausgeprägtes Bestandsbewusstsein

und ist nur mäßig

veränderungsfreudig. Das weiß

man spätestens, seit internationale

Fahrradverleiher chinesische Ein-

Euro-Bikes in der Innenstadt verteilten

und den Zorn nicht nur der Fußgänger

auf sich zogen. Dann kamen

die Stehroller. Wieder Zorn. Auch

über die Radwege,die auf über Jahrzehnte

unangetastetem Autoland

entstehen. Parkräume werden knapper

und teurer.Und der Berliner vermag

es nicht, sich an der Aussicht auf

eine leisere, saubere und allgemein

entschleunigte Lebensumwelt zu erfreuen.

Immer mehr Autos

In dieser Woche genügte eine sogenannte

Besprechungsunterlage für

den Senat, um die Debatte zu befeuern.

Darin hatte die grüne Verkehrssenatorin

Regine Günther eine Reihe

von Initiativen zur Reduzierung der

Kohlendioxid-Emissionen in der

Stadt aufgelistet. Denn Berlin hat im

Dezember als erstes Bundesland die

„Klimanotlage“ erklärt und will den

CO 2 -Ausstoß bis 2050 imVergleich zu

1990 um 85 Prozent senken. Dafür

sollte die Senatorin konkrete Maßnahmen

vorschlagen. Wäre esdarin

nur um ein geplantes Ölheizungsverbot

ab Ende 2021, eine Solardachpflicht

für Neubauten oder den Kohleausstieg

in Berlin schon bis 2030

gegangen, hätte wohl kaum einer

darüber gesprochen, aber es ging bekanntermaßen

auch um den Verkehr.

Die Senatorin empfiehlt eine

Zero-Emission-Zone in der Innenstadt.

Dafür sollen Autos mit Benzinund

Dieselmotoren innerhalb des S-

Bahn-Rings ab dem Jahr 2030 möglichst

ausgesperrt werden. Dann

sollten in dem 88 Quadratkilometer

großen City-Areal nur noch Elektroautos

fahren dürfen. Fünf Jahre später

solle das dann für die gesamte

Stadt gelten.

Der Motor

der Hauptstadt

Die Berliner und die Verkehrswende:

Wasmüsste eigentlich geschehen,

um den Verkehr tatsächlich sauberer,

sicherer und leiser zu machen? Und

warum fällt Veränderung so schwer?

Pkw-Neuzulassungen

in Berlin 2019

Benzin

54 888

Sonstige

34

Gesamt

87 483

VonJochen Knoblach

Diesel

21 681

Hybrid

6361

Elektro

2588

Plug-in

1489

Gas

442

Bestand an Pkw

in Berlin, in Millionen

1,30

1,091

1,190

1,00

2008 2013

1,211

2019

BLZ/GALANTY; QUELLE: KBA

Die Reaktionen waren erwartbar:

Die Opposition schäumte, der ADAC

sowieso, aber auch die in Berlin mitregierende

Linke äußerte sich skeptisch.

Dorthält man denVorschlag für

„sozialpolitisch schwierig“. Schließlich

sei die Elektromobilität noch

nicht massen- und alltagstauglich.

Tatsächlich stünden tiefgreifende

Veränderungen an, würde die Berliner

Innenstadt zur Sperrzone für Autos

mit Diesel- oder Benzinmotoren

erklärt werden. Denn die Pkw-

Dichte ist in Berlin zwar geringer als

in anderen deutschen Städten, dennoch

nimmt der Pkw-Bestand seit

Jahren zu. Es gibt in Berlin nicht immer

weniger, sondern immer mehr

Autos.Über 1,2 Millionen Pkw zählte

die jüngste Statistik zu Beginn 2019,

davon 1,05 Millionen in Privatbesitz.

Davon, dass das Auto ein Auslaufmodell

sein soll, ist in Berlin nichts

zu spüren, heißt es bei der Berliner

Kfz-Innung, die den Autohandel und

das Servicegeschäft in dieser Stadt

bestreitet. Tatsächlich erleben auch

die Berliner Fahrschulen einen Zulauf

wie lange nicht. Sicher ist außerdem:

Elektroautos sind allenfalls

Spurenelemente im hauptstädtischen

Individualverkehr. Kaum

mehr als 5000 batteriebetriebene

Pkw gibt es in der Stadt.

Allein im Innenstadtbereich leben

derzeit etwa eine Million Menschen,

die schätzungsweise 400 000

Autos besitzen. Hinzu kommen der

Wirtschaftsverkehr, die Pendler zu

ihren Arbeitsstätten und Touristen.

Wie viele Autos von einem Verbot

tatsächlich betroffen wären, lässt

sich interessanterweise schwer beziffern.

Aber was wäre, wenn?

Bei der Deutschen Automobil

Treuhand (DAT) beobachtet man

permanent die Preisentwicklung auf

dem Automarkt. Für Martin Weiss,

Chef des Bereichs Fahrzeugbewertung,

ist klar: Daein Neuwagen im

Durchschnitt mehr als sechs Jahre

lang gehalten wird, wären Fahrzeuge,

die ab dem Jahr 2024 neu auf

den Marktkommen, bereits vondem

Fahrverbot betroffen. Folge: „Verbrennerfahrzeuge

wären in Berlin

dann fast unverkäuflich.“ Auf dem

Gebrauchtwagenmarkt würden sich

Veränderungen bereits früher bemerkbar

machen. „Schließlich halten

Gebrauchtwagenkäufer ihr Fahrzeug

durchschnittlich 88 Monate.“

Zudem würden den hiesigen

Tankstellenbetreibern die Kunden

wegbrechen. Von den bundesweit

gut 14 000 Tankstellen gibt es etwa

300 in Berlin, knapp 100 innerhalb

des S-Bahn-Rings. Können die also

in spätestens zehn Jahren dichtmachen?

„Ja“, sagt Christian Küchen,

Chef des Mineralölwirtschaftsverbands.Wenn

Berlin wirklich auf eine

Fahrverbot-Insellösung setzt, dann

werde es so kommen. Stattdessen

sollte sich der Berliner Senat daher

im Bund dafür einsetzen, dass klimafreundliche

synthetische Kraftstoffe

bis 2030 eine echte Chance bekommen,

sagt er. „Dann wird der

Straßenverkehr auch ohne Verbote

CO 2 -frei. Unddann muss auch keine

Tankstelle dichtmachen.“

Das eigentliche Problem ist allerdings

nicht, dass es in zehn Jahren

vielleicht 100 unnötige Tankstellen

in der Berliner City geben könnte:

Wahrscheinlich werden Tausende

Ladesäulen für E-Mobile fehlen.

Auch dann, wenn man davon ausgeht,

dass nicht der gesamte aktuelle

Fahrzeugbestand im Innenstadtbereich

elektrifiziert wird. Denn sicher

wird der motorisierte Individualverkehr

in den nächsten Jahren zurückgehen.

Immer mehr Berliner werden

die hoffentlich besseren Angebote

des öffentlichen Personennahverkehrs

nutzen. Bestenfalls tun sie

dies,weil der ÖPNV wirklich attraktiv

wird, im schlechtesten Fall drängen

sie teurePark- oder Citygebühren für

das Auto dazu. Die Bike- und E-

Scooter-Verleiher wissen längst, was

kommt. Sie haben schon jetzt das

Geschäftsmodell für die autofreie Innenstadt.

Siesind nur zu früh dran.

Mitwie vielen Elektroautos in Berlin

zu rechnen ist, das hat die Berliner

Agentur für Elektromobilität zusammen

mit dem Reiner-Lemoine-Institut

ermittelt. Die entsprechende Studie

des Instituts aus dem vergangenen

Jahr basiertauf der Ankündigung

der Automobilhersteller,dass im Jahr

2025 rund ein Fünftel der europäischen

Produktionskapazitäten auf E-

Fahrzeuge entfallen würden. Demnach

sind laut Prognose der Wissenschaftler

im Jahr 2030 mindestens

250 000 E-Fahrzeuge in Berlin zu erwarten

–Fahrzeuge, die mit Strom

versorgt werden müssen. Unter Abzug

potenzieller Ladepunkte an Einund

Zweifamilienhäusern sehen die

Autoren der Studie einen Ladeinfrastrukturbedarf

in Berlin zwischen

14 000 und über 100 000 Ladepunkten

im Jahr 2030. Das ist viel. Denn

selbst wenn man einen Bedarf von

50 000 annimmt, müsste das Berliner

Ladenetz bis 2020 um den Faktor 100

ausgebaut werden.Laut Auskunft der

Bundesnetzagentur gibt es derzeit

511 Ladesäulen in Berlin.

Genug Stromvorhanden

Aber wenigstens der Stromsollte reichen.

Die Vattenfall-Tochter Stromnetz

Berlin, die in der Stadt jährlich

rund 13,5 Terawattstunden Elektroenergie

verteilt, hat im vergangenen

Jahr zusammen mit der Technischen

Universität Berlin eine sogenannte

Potenzialstudie durchgeführt. Ergebnis:

250 000 Elektrofahrzeuge

könnte das bestehende Hoch- und

Mittelspannungsnetz verkraften.

Den Mehrbedarf anStrom beziffert

das Unternehmen imExtremfall auf

plus 30 Prozent oder mehr als zehn

Gigawattstunden pro Tag. Erst bei

mehr als 250 000 Elektrofahrzeugen

seien Netzverstärkungen und Erweiterungen

nötig. Was aber auch zur

Wahrheit gehört: Der Anteil erneuerbarer

Energien am in Berlin erzeugten

Strom liegt derzeit bei nicht einmal

fünf Prozent.

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2 Berliner Zeitung · N ummer 21 · 2 5./26. Januar 2020

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Report

JAHR FÜR JAHR

Angela Merkel reist privat, soviel ist bekannt, gern nach Südtirol

zum Wandernund auf die Mittelmeer-Insel Ischia. Auf ihren

Dienstreisen kommt die Bundeskanzlerin weiter herum. 549

Mal ist Merkel in ihren 14 Jahren als Kanzlerin bisher ins Ausland

gereist (bis einschließlich 2019). Damit ist sie häufiger international

unterwegs gewesen als alle ihre Vorgänger zusammen.

Selbst der mit 16 Jahren noch länger amtierende Helmut

Kohl brachte es nur auf 102 Auslandsreisen. Doch wohin führte

der Reise-Dienstplan die Kanzlerin? Und warumbesuchte sie

einigeLänder häufiger als andere? Eine Übersicht.

Die neue Serie der Berliner Zeitung:

Merkels Vermessung

Ilulissat 1

EU 331

6 Moskau

2005

Die ersten sechs Dienstreisen absolviertdie Kanzlerin ausschließlich innerhalb

Europas. Bedenkt man, dass sie ihrAmt erst im November angetreten

hat, ist das ein beachtliches Pensum.

6

USA 25

13 Washington

Mexiko-Stadt 2

Ouagadougou 1

Jerusalem 6

2006

28

WELTREISEN

Längere Flüge: Europa liegt immer noch im Fokus. Dazu kommen Israel,

Russland und die USA. Die weitesten Reisen führen Merkel nach China.

Die Weltkarte zeigt, dass Angela Merkel nicht

alle Kontinente gleich oft besucht hat. VonEuropa

abgesehen war Nordamerika ein besonders

häufiges Ziel ihrer Dienstreisen. Auch im

Nahen Osten und in Asien war sie oft. Die Karte

zeigt die Zielorte nach Häufigkeit der Besuche.

Brasilia 3

2007

48

Ein reiseintensives Jahr ist das Jahr 2007. Bis auf Australien und Südamerika

besucht die Kanzlerin jeden Kontinent. In den USA ist sie viermal.

Santiago deChile 1

100

55

30

Kapstadt 2

10

2008

41

In Peru nimmt Angela Merkel am EU-Lateinamerika-Gipfel teil. Damit besucht

sie zum ersten Mal als Kanzlerin den südamerikanischen Kontinent.

2009

27

Zu Hause gibt es in diesem Jahr viel zu feiern: 60 Jahre Grundgesetz, 20

Jahre Mauerfall. Die weitesten Reisen unternimmt die Kanzlerin in die USA,

wo 2009 Barack Obama Präsident ist.

EUROPA IM FOKUS

In der EU war Angela Merkel besonders oft unterwegs.

Allein Brüssel besuchte sie bisher einhundertmal.

Die belgische Hauptstadt ist für die Kanzlerin vor

allem die europäische Hauptstadt. Vielen politischen

Krisen muss sie inzwischen auf europäischer

Ebene begegnen. Das gilt

für die Finanz- und die Eurokrise

ebenso wie für die immer noch

anhaltenden Probleme bei

der Aufnahme und Verteilung

vonFlüchtlingen in

der EU.

London 14

Brüssel 100

9 Straßburg

3 Kopenhagen

Prag 6

4 Helsinki

3 Tallinn

3 Riga

4 Vilnius

15 Warschau

Paris 42

5 Wien

2010

48

Der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull schränkt den Flugverkehr

ein: Die Kanzlerin muss auf der Rückreise aus den USA einen Umwegüber

Lissabon, Rom und Bozen nehmen.

Toulouse 2

Rom 10

4 Zagreb

3 Sofia

3 Madrid

1 Palma de Mallorca

4 Athen

2011

38

Australien steht immer noch nicht auf dem Flugplan. Ansonsten ist die

Kanzlerin aber viel unterwegs.Während einer dreitägigenAfrikareise besucht

sie Kenia, Angola und Nigeria.

6

Lissabon

3 Valletta


Berliner Zeitung · N ummer 21 · 2 5./26. Januar 2020 3

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Report

2005 wurde Angela Merkel zum ersten Mal zur Regierungschefin gewählt. Sie hat angekündigt,

nach Ende der Legislaturperiode 2021 das Amt der Bundeskanzlerin nicht mehr anstreben

zu wollen. Wirbefinden uns also in den letzten Jahren der Kanzlerschaft Merkels. Zeit für

eine Bilanz. In einer großen Serie, die durch das Jahr führt, vermisst die Berliner Zeitung die

Kanzlerschaft Merkels und bereitet sie datenjournalistisch auf.

Im zweiten Teil der Serie widmen wir uns den Dienstreisen der Kanzlerin von2005 bis 2019: Wo und wannwar siewarum? Und

wassagtuns das über ihr Amtsverständnis? Das Institut für Spielanalyseaus Potsdam hat im Auftrag der BerlinerZeitung die

Daten ermittelt,dieAgenturVisualdriven.byhat sie gemeinsam mitAnnetteTiedge,derArt-Direktorinder BerlinerZeitung, und der

Infografikerin Isabella Galanty optisch aufbereitet. Holger Schmale, politischer Autor der BerlinerZeitung,hat das Material analysiert,

eingeordnetund bewertet. (Mitarbeit Recherche:HannesKulok, Mitarbeit Grafik: Katharina Stipp und Dirk Aschoff)

JAHR FÜR JAHR

Peking 11

2012

34

In Mexiko nimmt Angela Merkel am G20-Gipfel teil, in Brüssel hält sie eine

Grundsatzrede zur Europapolitik vordem Europäischen Parlament.

6 Afghanistan

3Kundus

2Masar-e Scharif

1Kabul

3 Tokio

2013

28

Zum zweiten Mal, seit sie Kanzlerin ist, reist Merkel nach Südamerika. In

Chile nimmt sie am Gipfel der EU mit den lateinamerikanischen und karibischen

Staaten teil. In Rom besucht sie den neuen Papst Franziskus.

Neu-Delhi 4

Jakarta 1

2014

35

In Brasilien ist Angela Merkel gleich zweimal; ein Anlass ist das Finale der

Fußball-WM, bei dem Deutschland Argentinien besiegt. Kanzlerin zu sein hat

eben auch angenehme Seiten. Erste Dienstreise nach Australien.

Auckland 1

Angela Merkel ist seit gut 14 JahrenBundeskanzlerin

und in dieser

Zeit 549 Mal ins Ausland gereist.

Unter dem Strich ist sie

häufiger international unterwegs gewesen

als alle ihre Vorgänger zusammen. Ist sie

also womöglich lieber auf Reisen als zu

Hause? Tatsächlich geben diese Zahlen

weniger Auskunft über persönlicheVorlieben

der Kanzlerin als über einschneidende,jadramatische

Veränderungen der

Weltpolitik in den vergangenen Jahren.

Siezeigen zum Beispiel, wie viel wichtiger

die Europäische Union mit ihrem

Sitz in Brüssel geworden ist. Einhundertmal

war die Kanzlerin allein in der belgischen

Hauptstadt, die für sie vorallem die

europäische Hauptstadt ist. Deren Gremien

sind in vielen Fragen inzwischen

mindestens so wichtig, wenn nicht wichtiger,

als jene in Berlin. Das gilt zumal,

wenn schwerwiegende Krisen den politischen

Alltag überlagern, wie das in der

Amtszeit Merkels mehrfach der Fall war.

Die Finanz- und die Eurokrise und

schließlich die anhaltenden Probleme bei

der Aufnahme undVerteilung vonFlüchtlingen

sind Themen, die nur auf europäischer

Ebene zu bearbeiten sind. So hat

Merkel auch etwa einhundert Reisen in

andere europäische Länder unternommen,

allein 42 Mal war sie in Paris,

schließlich ist Frankreich der engste Partner

Deutschlands. Hier zeigt sich, wie

sich in ihrer Amtszeit eine Art europäischer

Innenpolitik entwickelt hat.

Die Luftwaffe steht bereit

Dennoch ist es überraschend, dass der

mit 16 Jahren derzeit noch ein wenig länger

amtierende Helmut Kohl nur zu 102 Auslandsreisen

aufgebrochen ist –und das in

einer Zeit, da es mit dem Zusammenbruch

des kommunistischen Staatenblocks und

der Vereinigung der beiden deutschen

Staaten epochale Veränderungen gab.Sein

Nachfolger GerhardSchröder brachte es in

nur sieben Jahren immerhin auf 131 Reisen,

die ansteigende Tendenz ist eindeutig.

In seiner Regierungszeit erforderten vorallem

die Auseinandersetzungen um den

Irakkrieg einen erheblichen internationalen

Beratungsbedarf.

Wieesfür viele mit ihrem Amt verbundene

Unbequemlichkeiten gilt, nimmt

Angela Merkel die Belastungen häufiger

Sydney 1

Heute hier,

morgen dort

Angela Merkel ist im Rahmen ihrer Kanzlerschaft öfter im

Ausland gewesen als alle ihre Vorgänger zusammen. Das

sagt einiges aus über ihre Politik. Und über ihre Person

VonHolger Schmale

Dienstreisen nach Jahren EU Welt

*Bundestagswahl

40

30

20

10

0

’05* ’07 ’09* ’11 ’13* ’15 ’17* ’19

Top-6-Dienstreiseziele

Brüssel

Paris

Gerade erst Kanzlerin: Im Mai 2006 reist Angela Merkelnach China.

Warschau

London 14

Washington 13

Peking 11

15

100

42

Reisen gelassen hin. Immerhin verfügt sie

über eine Arteigener Fluggesellschaft, die

auf den internationalen Flugrouten unter

dem Kürzel GAF verkehrt –German Air

Force, die deutsche Luftwaffe. Für den

Transport des Bundespräsidenten, der

Kanzlerin und anderer Regierungsmitglieder

ist die Flugbereitschaft der Bundeswehr

zuständig, deren Hauptsitz immer

noch am Köln-Bonner Flughafen

stationiertist –bis der Flughafen BER mit

einem eigenen militärischen Bereich in

Betrieb geht. Das ist für den Flugbetrieb

vonund nach Berlin ein wenig umständlich,

hat sich über die Jahre aber eingespielt.

So stehen in der Regel auch auf

dem abgesperrten militärischen Teil des

Flughafens Tegel Maschinen der Luftwaffe

bereit. Er liegt im nördlichen, einst

von den in Berlin stationierten französischen

Soldaten genutzten Abschnitt.

Auf längeren Strecken benutzt die

Kanzlerin meist einen Airbus A340 mit

dem Namen Konrad Adenauer. Erträgt

wie die anderen Maschinen der Flugbereitschaft

oberhalb der Fensterreihen den

Schriftzug „Bundesrepublik Deutschland“,

darunter zieht sich eine schwarzrot-goldene

Banderole über die ganze

Länge des Flugzeugs. Esverfügt über 140

Plätze, die sozusagen in drei Klassen aufgeteilt

sind. Im vorderen Teil des Airbus

befinden sich Besprechungs- und Ruheräume

für die Kanzlerin und ihre Begleitung.

In einem zweiten Abschnitt finden

sich Sitze imBusiness-Class-Format für

die mitreisenden Beamten und Gäste der

Kanzlerin, häufig Wirtschaftsvertreter. In

der „Holzklasse“ im hinteren Teil des

Flugzeugs sitzen Journalisten und die Beamten

des Personenschutzes der Kanzlerin.

Es ist übrigens eine Legende, dass

Medienvertreter kostenlos mitreisen

können. Siebeziehungsweise ihreRedaktionen

zahlen einen anteiligen Preis für

die Reise in der Kanzlerinnenmaschine.

VomVulkan ausgebremst

AFP/KAPPELER

Angela Merkel ist auf Auslandsreisen oft

besser für Journalisten zugänglich als in

Berlin. Auf der Hinreise lädt sie die meist

ein gutes Dutzend zählende Gruppe nach

vorn in den Besprechungsraum und informiert

über die anstehenden Gespräche.

Auf der Rückreise geht es dann um

die Ergebnisse, oft aber auch um innenpolitische

Fragen. Besonders engen Kontakt

pflegte sie 2010 auf einer Rückreise

aus den USA, die wegen des Vulkanausbruchs

auf Island auf Umwegen über Lissabon

und Rom und dann mit Bussen

über Bozen nach Berlin führte. Für Merkel

hätte es gewiss auch einen direkteren

Weggegeben, doch sie verkündete: „Niemand

wird zurückgelassen“, und setzte

sich immer wieder mit den Journalisten

zusammen.

Kanzlerreisen sind, anders als etwa die

des Bundespräsidenten, nie mit Ausflügen

im Gastland verbunden. Sie werden

so kurzwie möglich gehalten und sind allein

auf die Gespräche konzentriert. Es

kommt vor, dass Merkel eine USA-Reise

innerhalb von24Stunden absolviert. Probleme

mit der Zeitverschiebung hat sie

kaum, zum Schlafen kann sie sich in ihrer

Kabine ausstrecken, und außerdem kann

sie nach ihren Worten Schlaf speichern

wie ein Kamel Wasser. Ingewisser Weise

sind dies auch entspannte Reisen: Um all

das, was dem normalen Touristen Stress

macht, muss sie sich nicht kümmern:

Transport, Gepäck, Hotel, Pünktlichkeit,

Sicherheit, das wird alles von hilfsbereiten

Begleitern geregelt. Die Chefin kann

sich auf das Wesentliche konzentrieren.

Holger Schmale

hat Angela Merkel auf

mancher Reise begleitet.

2015

56

Das bis heute reiseintensivste Jahr der Kanzlerin. In Paris beschließt die

UN-Klimakonferenz den Kampf gegenden Klimawandel. Angela Merkel ist

dabei.

2016

37

Blickpunkt Asien: Merkel reist nach Kirgistan, Japan, in die Mongolei und

nach China. Kanzlerinnen-Reisen auf den amerikanischen Kontinent gibt es

2016 hingegen garnicht.

2017

33

Im Weißen Haus sitzt ein neuer US-Präsident: Im März reist Merkel nach

Washington zu ihrem ersten offiziellen Treffen mit Donald Trump.

2018

50

Mit Verspätung beginnt Angela Merkels vierte Amtszeit. Im Laufe des Jahres

reist die mächtigste Frau der Welt zu vielen mächtigen Männern, unter

ihnen Donald Trump, Wladimir Putin und Emmanuel Macron.

2019

40

Die südliche Erdhalbkugel bleibt außen vor, dafür ist Merkel viel in Europa

unterwegs. Allein siebenmal reist sie nach Brüssel.


4 Berliner Zeitung · N ummer 21 · 2 5./26. Januar 2020

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Politik

Seitenwechsel

Der ehemalige SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel soll Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Bank werden

VonAndreas Niesmann

Als SPD-Vorsitzender hatte

Sigmar Gabriel eine klare

Meinung über die Deutsche

Bank. Als deren damaliger

Vorstandschef John Cryan

2016 einen von Spekulanten betriebenen

Kurssturz der Aktie des Geldhauses

beklagte, hatte der damalige

SPD-Chef und Bundeswirtschaftsminister

für die Larmoyanz des Top-

Bankers nur Spott übrig. „Ich wusste

nicht, ob ich lachen oder weinen

sollte, dass die Bank, die das Spekulantentum

zum Geschäftsmodell gemacht

hat, sich jetzt zum Opfer von

Spekulanten erklärt“, ließ Gabriel

seinerzeit wissen.

Künftig wird sich Gabriel derart

bissige Kommentare über die Deutsche

Bank und deren Führungspersonal

wohl verkneifen –oder sie lieber

in vertraulichen Runden vorbringen,

denn der 60-Jährige aus

dem niedersächsischen Goslar soll

einer der Kontrolleure des Institutes

werden.

Die Deutsche Bank bestätigte am

Freitag einen Bericht des Handelsblatts,wonach

sie beim Amtsgericht

Frankfurt einen Antrag zur Bestellung

des 60-Jährigen als Aufsichtsrat

eingereicht hat. Gabriel selbst wollte

sich dazu nicht äußern.

DieSPD,deren Parteichef Gabriel

von 2009 bis 2017 war, äußerte sich

ausdrücklich nicht zu der Personalie.

Auch der linke Parteiflügel

schwieg. Die Bundesregierung

wollte das Aufsichtsratsmandat

nicht kommentieren.

Zustimmung kam aus

dem Gewerkschaftslager,

das grundsätzlich in Aufsichtsräten

deutscher Unternehmen

vertreten ist.

Die Deutsche Bank baut

gerade radikal um. Bis 2022 sollen

rund 18 000 Stellen gestrichen werden.

Nicht nur wegen dieser Pläne

dürfte Gabriels Schritt in Teilen der

SPD für Unmut sorgen.

Gabriel würde im Aufsichtsrat

Jürg Zeltner ersetzen, den ehemaligen

Manager der schweizerischen

Sigmar

Gabriel

AFP

Großbank UBS. Zeltner

hatte den Posten bereits

kurz nach seiner Berufung

im August vergangenen

Jahres wieder geräumt,

weil die Bankenaufsicht

Vorbehalte wegen eventuell

vorhandener Interessenkonflikte

geäußert

hatte.

Widerspruch der Finanzaufsicht

muss Gabriel nicht

fürchten. Für die „stellt sich nur die

Frage der hinreichenden Sachkunde“,

sagte der Präsident der Bundesanstalt

für Finanzdienstleistungsaufsicht

(Bafin), Felix Hufeld.

„Die kann bei einem ehemaligen

Vorsitzenden des KfW-Verwaltungsrates

und Wirtschaftsminister ohne

Weiteres bejaht werden.“ Bevor der

frühereVizekanzler in das Aufsichtsgremium

des Dax-Konzerns einziehen

kann, muss er allerdings vonden

Aktionären bei der Hauptversammlung

der Deutschen Bank am 20. Mai

gewählt werden.

Über mangelnde Job-Angebote

konnte sich Gabriel nach seinem

Ausstieg aus der Politik offenbar

nicht beklagen. Erst Ende vergangenen

Jahres schlug er die lukrativeOfferte

aus, Präsident des Verbandes

der Automobilindustrie (VDA) zu

werden. Geschätztes Jahresgehalt:

mehr als eine halbe Million Euro.

Die Grundvergütung eines Aufsichtsrats

der Deutschen Bank liegt

laut Vergütungsbericht 2018 bei

100 000 Euro jährlich, hinzu kommen

weitereBezüge für die Mitgliedschaften

in den Ausschüssen des

Kontrollgremiums. Unterm Strich

darf der künftige Bankenaufseher

Gabriel wohl auf 200 000 Euro im

Jahr und mehr hoffen.

Hinzu kommen Einnahmen aus

einem Autorenvertrag mit dem

Holtzbrinck-Verlag, für den Gabriel

laut Angaben auf der Homepage des

Bundestages zuletzt zwischen 15 001

und 30 000 Euro pro Monat kassiert

hat, und aus einem Beiratsmandat

bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

DeLoitte.Darben muss Unruheständler

Gabriel also auch künftig

nicht. (mit dpa)

Seehofer

verzichtet auf

Gesichtserkennung

Minister ändert Entwurf für

Bundespolizeigesetz

VonMarkus Decker

Bundesinnenminister Horst Seehofer

(CSU) will der Bundespolizeianders

als bisher geplant nicht gestatten,

an sicherheitsrelevanten Orten

Softwarezur automatisierten Gesichtserkennung

einzusetzen. Das

teilte ein Sprecher des Ministeriums

am Freitag mit. Manhabe den Passus

aus der Novelle des Bundespolizeigesetzes

vorerst gestrichen, sagte er,

und warte nun auf das parlamentarische

Verfahren. Ob der Passus später

wieder in den Gesetzentwurf aufgenommen

wird, ließ der Sprecher offen.

Er räumte aber ein, dass in den

Entscheidungsprozess auch die

Nachricht über die US-Firma Clearview

eingeflossen sei. DasUnternehmen

hat demnach drei Milliarden Bilder

aus frei zugänglichen Quellen gesammelt;

angeblich arbeiten 600 Behörden

bereits damit.

Der Plan war, die automatisierte

Gesichtserkennung an 135 deutschen

Bahnhöfen und 14 Verkehrsflughäfen

einzuführen. Zuvor war

ein Pilotprojekt am Berliner Bahnhof

Südkreuz nach Angaben des Ministeriums

erfolgreich verlaufen. Dies

sollte im Rahmen einer Neufassung

des Bundespolizeigesetzes geregelt

werden, das eine Kompetenzerweiterung

auf mehreren Ebenen vorsieht.

In einer älteren Fassung des

Entwurfs hieß es, die Bundespolizei

könne Daten aus Bildaufzeichnungsgeräten

„automatisch mit biometrischen

Daten abgleichen“, die

sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben weiterverarbeitet

oder für die sie eine

Berechtigung zum Abruf hat. Dies

gelte allerdings nur, „soweit es sich

um Daten von Menschen handelt,

die ausgeschrieben sind“.

Daran gab es breite Kritik. Der

Vorsitzende der Innenministerkonferenz,

Thüringens Innenminister

Georg Maier (SPD), äußerte Skepsis.

„Verhältnisse wie in China möchte

ich nicht. Dort ist man auf dem Weg

zur totalen Überwachung.“ Der

Bundesbeauftragte für den Datenschutz,

Ulrich Kelber, hatte bereits

erklärt, die automatisierte Gesichtserkennung

stelle „einen potenziell

sehr weitgehenden Grundrechtseingriff

dar, der auf jeden Fall durch

konkrete Vorschriften legitimiert

sein müsste“. Kelber würde es begrüßen,

„wenn in Europa die Gesichtserkennung

im öffentlichen Raum

untersagt würde“.

Unionsinnenexperte Mathias

Middelberg(CDU) zeigte sich hingegen

unzufrieden mit Seehofers

Rückzieher. Esgehe nicht um eine

flächendeckende Überwachung der

Bürger,sondernum„die gezielte Suche

nach Schwerstkriminellen und

Terroristen an besonders gefährdeten

Bahnhöfen oder Flughäfen“.


Berliner Zeitung · N ummer 21 · 2 5./26. Januar 2020 5

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Politik

Freundliche Worte

Der türkische Präsident spricht mit der Bundeskanzlerin über den Flüchtlingspakt und Geopolitik. Die Menschenrechtslage findet keine Aufmerksamkeit

VonFrank Nordhausen

Unerwartet herzlich angesichts

zahlreicher Streitpunkte

begrüßte der türkische

Staatspräsident

Recep Tayyip Erdogan am Freitagmorgen

Bundeskanzlerin Angela

Merkel in Istanbul. „Ich empfinde

großes Glück, Frau Merkel fünf Tage

nach der Berliner Konferenz in unserem

Land willkommen zu heißen“,

sagte er mit Bezug auf den Berliner

Libyen-Gipfel und nannte Merkel

sogar seine „geschätzte Freundin“.

Vielleicht wollte er sie damit für die

schwierigen Gespräche günstig

stimmen, denn bei Merkels eintägigem

Aufenthalt ging es für die Türkei

nicht nur um die Lage in Syrien und

Libyen, sondern auch um viel Geld

für den Flüchtlingsdeal mit der EU.

Die Rolle des „Bösewichts“ hatte

einen Tagzuvor Außenminister Mevlüt

Cavusoglu übernommen, als er

der EU vorwarf, das Flüchtlingsabkommen

zu brechen und die vereinbarten

Gelder nicht vollständig zu

überweisen. Erdogan hatte der EU

2019 mehrfach gedroht, die Tore für

die mehr als 3,6 Millionen syrischen

Flüchtlinge in der Türkei zu öffnen,

falls nicht mehr Geld fließe.

Mittags trafen sich Erdogan und

Merkel in einem Palast auf der asiatischen

Bosporus-Seite zu einem

knapp dreistündigen Gespräch. Tatsächlich

waren die Flüchtlingsfrage,

der fragile Waffenstillstand in Libyen,

die humanitäre Notsituation

in der syrischen Provinz Idlib und

das Verhältnis der Türkei zur EU die

wichtigsten Themen, wie die beiden

Politiker anschließend erklärten. Erdogan

forderte die EU auf, mehr für

dieVersorgung vonsyrischen Flüchtlingen

zu tun. „Dass Europa und die

europäischen Länder den Syrern

noch mehr und schnellereHilfe leisten,

ist allem voran eine menschliche

Verantwortung“, sagte er. Rund

400 000 Menschen seien inzwischen

vorden syrisch-russischen Bombenangriffen

in Idlib in Richtung türkische

Grenzegeflohen.

Mehr Hilfe wäremöglich

Zur Lage in Libyen sagte Erdogan,

die Türkei habe lediglich Militärberater

und -trainer zur Unterstützung

der legitimen Regierung in das nordafrikanische

Land geschickt, denn

beide Länder verbinde eine mehr als

500-jährige gemeinsame Geschichte.

Die in Berlin ausgehandelte

Waffenruhe sei bisher vomaufständischen

General Chalifah Haftar

nicht unterschrieben worden. „Das

ist nicht akzeptabel“, sagte Erdogan.

Zum Flüchtlingsabkommen mit der

EU sagte er, dass Brüssel der Türkei

sechs Milliarden Euro Hilfe zugesagt,

aber nicht einmal die Hälfte der

Summe bisher überwiesen habe.

DieBundeskanzlerin ging auf den

Vorwurf nicht direkt ein, erklärte

aber,sie könne sich„sehr gut vorstellen,

dass die EU über die zweimal

drei Milliarden Euro hinaus Unterstützung

leistet“, und dankte der

Türkei ausdrücklich für die bisherige

Flüchtlingshilfe. Deutschland wolle

Recep Tayyip Erdogan beklagte sich über ausbleibende EU-Gelder.

der Türkei auch bei der weiteren

Stärkung ihrer Küstenwache helfen;

die Küstenwache spielt eine zentrale

Rolle, umFlüchtlinge am Übersetzen

auf griechische Inseln zu hindern.

Für Geflüchtete aus Idlib sagte

Merkel humanitäre und logistische

Hilfe zu.

AFP/TURKISH PRESS SERVICE

DieBundeskanzlerin ist nicht dafür

bekannt, die offensive Auseinandersetzung

mit Erdogan zu suchen,

vor allem, um den Flüchtlingsdeal

nicht zu gefährden. Angesichts steigender

Flüchtlingszahlen auf den

griechischen Inseln und vielfacher

Drohungen Erdogans besteht die

Sorge, dass der 2016 vereinbarte Pakt

akut gefährdet ist. DerEindruck entsteht,

dass die Türkei deshalb auch

den Druck auf Deutschland erhöht.

Nach Angaben des Auswärtigen

Amts hat sich seit August die Zahl der

deutschen Staatsbürger, deren Ausreise

die Türkei blockiert, auf 74 nahezu

verdoppelt. Weitere 59 Deutsche

sind teils aus politischen Gründen

in der Türkei inhaftiert; für ihre

Freilassung kündigte Merkel nun intensive

Bemühungen an. Sie habe

mit Erdogan vereinbart, von Fall zu

Fall darüber zu sprechen, wie man

zu Lösungen komme. Die Türkei

werdesich zudem darum bemühen,

dass bald Akkreditierungen für alle

interessierten deutschen Journalisten

für dieses Jahr ausgestellt würden;

bisher sind die Pressekarten

noch nicht ausgegeben worden.

Bei anderen Themen zog sich

Merkel auf Probleme mit dem Verfahren

oder Partnern zurück: Über

Hilfen für den Siedlungsbau in der

türkischen Sicherheitszone in Nordsyrien

müsse weiter gesprochen

werden, ein Ausbau der EU-Zollunion

mit der Türkei werde derzeit

noch vonGriechenland blockiert.

Am Morgen hatten Erdogan und

Merkel gemeinsam einen neuen

Campus der Deutsch-Türkischen

Universität im Istanbuler Stadtteil

Beykos eröffnet. Erdogan sagte, er

hoffe, dass die Universität ein Symbol

für die Freundschaft beider Länder

sein werde. Die2014 eingeweihte

Einrichtung ist eine staatliche türkische

Volluniversität mit 2500 Studenten

und überwiegend deutscher

Unterrichtssprache.Ein Konsortium

von 38deutschen Universitäten unterstützt

sie in Lehreund Forschung.

Merkel nannte die Hochschule ein

„Juwel in den Beziehungen unserer

beiden Länder“ und sprach sich dafür

aus, die wissenschaftliche Zusammenarbeit

weiter auszubauen.

Dass zahlreiche türkische Wissenschaftler

im Gefängnis sitzen oder in

Deutschland politisches Asyl beantragt

haben, erwähnte sie nicht.

Fadenscheinige Vorwürfe

Am Morgen hatte sich Merkel bereits

mit deutschen und türkischen Wirtschaftsvertretern

getroffen, die darauf

drängten, dass sie sich bei Erdogan

für „berechenbare Rahmenbedingungen“

einsetze. Am Nachmittag

sollte noch ein Termin mit Repräsentanten

der Zivilgesellschaft folgen.

Die Menschenrechtsorganisationen

Amnesty International hatte die

Kanzlerin aufgefordert, die schlechte

Menschenrechtslage in der Türkei

anzusprechen und sich für die Freilassung

von monate- und jahrelang

inhaftiertenVertreternder Zivilgesellschaft

wie des wegen fadenscheiniger

Terrorvorwürfe angeklagten Kunstmäzens

Osman Kavala und des türkischen

Amnesty-Vorsitzenden Taner

Kilic einzusetzen. (mit dpa)

Frank Nordhausen wundert

sich über einen ungewohnt

konzilianten Präsidenten.

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Berliner Zeitung · N ummer 21 · 2 5./26. Januar 2020 7

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Wirtschaft

DAX-30 in Punkten

25.10.19

25.10.19

MÄRKTE

▲ 13564,12 (+1,31 %)

Rohöl je Barrel Brent in US-Dollar

Euro in US-Dollar

25.10.19

Stand der Daten:24.01.2020 (16:45 Uhr)

Alle Angaben ohne Gewähr

24.1.20

▼ 60,84 (–1,98 %)

24.1.20

▼ 1,1035 (–0,50 %)

Quelle

24.1.20

Axel Springer AG: DerMedienkonzern

Axel Springer will sich nach

35 Jahren vonder Börse zurückziehen.

Für das sogenannte Delisting

werdeein Antrag bei der Frankfurter

Börse gestellt, teilte das Unternehmen

mit. DerKonzernvereinbarte

im vergangenen Jahr eine strategische

Partnerschaft mit dem US-Finanzinvestor

KohlbergKravis Roberts

(KKR). Ziel ist es,noch schneller

und stärker in den digitalen Geschäften

zu wachsen. DieMehrheit

der Umsätzewirdbereits im Digitalen

erwirtschaftet. (dpa)

Condor in neuen Händen

Die polnische Fluggesellschaft Lot übernimmt den deutschen Ferienflieger –und hat großePläne

Von Frank-Thomas Wenzel

Fast vier Monate nach der

Thomas-Cook-Insolvenz ist

der deutsche Ferienflieger

des Reisekonzerns, Condor,

gerettet: Unter dem künftigen Eigner,der

polnischen Fluggesellschaft

Lot, soll Condor nun neueFlugzeuge

bekommen und bald auch aus dem

europäischenAusland abheben.

Am Freitag um 8.25 Uhr sei der

Kaufvertrag unterschrieben worden,

sagte Condor-Finanzchef Christoph

Debus. Über den Preis machten die

Unternehmen keine Angaben. Mit

der Übernahme würden sich die

Größe und derUmsatz seines Unternehmensverdoppeln,

betonte Rafal

Milczarski, Chef der Lot-Dachgesellschaft

PGL. Condor-Chef Ralf Teckentrup

sagte indes, sein Unternehmen

bleibe wie es ist. Allerdings

könne man nun auf „nachhaltiges

Wachstum“ setzen. Die Marke soll

erhalten bleiben. Condor wird im

polnischen Konzernfür die touristische

Fliegerei zuständig sein.

Hinter der Übernahme steckt

eine ambitionierte Rettungsaktion,

für die es keine Vorbilder gibt. CondorwarEndeSeptemberalsTochtergesellschaft

von Thomas Cook in

den Sogder Pleitedes britisch-deutschen

Reisekonzerns geraten.

Um weiterfliegen zu können,

wurde ein relativ neues Instrument

im Insolvenzrecht eingesetzt: Das

sogenannte Schutzschirmverfahren

bewahrte Condor vor finanziellen

Forderungen der Konzernmutter

Kein weiterer Stellenabbau: Rafal Milczarski (vorn)willCondor alseigenständige

Markeweiterführen.Condor-ChefRalf Teckentrup bleibtanBord. FOTO: BORIS RÖSSLER/DPA

und ermöglichte es dem Management,

alle Verträge mit Zulieferern

und Dienstleistern zu kündigen.

Außerdem stellten die Bundesregierung

und diehessische Landesregierung

einen aufsechs Monate befristeten

Überbrückungskredit von

380 Millionen Euro bereit, umZeit

bei der Suche nach einen neuen Investor

zu gewinnen.

Die Polen machen nun Geld locker,

um das Staatsdarlehen vollständig

undfristgerecht im Aprilzurückzuzahlen.

Ob sie zudem noch

etwas drauflegen, wollte Milczarski

nicht sagen. Allerdings kündigte er

Investitionen an. So werdedie Langstreckenflottevon

Condor mit ihren

16 angejahrten 767-Maschinen von

Boeing in den nächsten drei bis vier

Jahren durchneueJetsersetzt.

Mutmaßlich dürfte es dabei um

787-Dreamliner gehen,die ebenfalls

von den Amerikanern gebaut werden.

Und eswürde auf mindestens

20 Flieger aufgestockt. Denn Condor

soll künftig nicht nur deutsche Touristen

in den Urlaubfliegen, sondern

auch in Ländern Mittel- und Osteuropasaktiv

werden.

Milczarski versprach, keine weiteren

Stellen bei Condor zu streichen.

Es gehe vielmehr darum, die

Beschäftigten „besser fürs Wachstum“

des Unternehmens einzusetzen.

Schon während der Verhandlungen

mit den Polen hat Teckentrup

die Streichung von 170 der

750 Stellen in der Verwaltung aufden

Weggebracht.Zudem wurde mitden

Gewerkschaften Verdi und Ufo ein

Sanierungstarifvertrag ausgehandelt,

der den Abbau von150 Jobs bei

den Flugbegleitern vorsieht. Insgesamt

beschäftigt das Unternehmen

rund 4900 Mitarbeiter.

Klar ist aber auch, dass bei dem

traditionsreichen Flugdienst die

Kosten weiter sinken müssen. Das

Renditeziel ist mit dem bereits beschlossenen

Arbeitsplatzabbau allein

nicht erreichbar. Die Pläne der

Manager dürften auf Wachstum bei

gleichzeitig strikter Knauserigkeit

auf der Kostenseite hinauslaufen.

DiePolensetzten sichimRennen

um Condor gegen fünf weitereernsthafte

Interessenten durch. Dazu

zählte auch ein Konsortium aus

deutschen Reiseveranstaltern und

Finanzinvestoren. Laut Condor-Finanzchef

Debus meldeten sich die

Lot-Manager schon wenige Tage

nach der Thomas-Cook-Insolvenz.

Von Anfang ansei „der ultimative

Wille,den Deal zu machen“,erkennbar

gewesen.

Deutsche

meiden

Mallorca

Buchungenfür 2020

offenbarstark eingebrochen

Die Hoteliers auf Mallorca machen

sich Sorgen. Die spanische

Urlaubsinsel verzeichne einen deutlichen

Rückgang bei Buchungen aus

Deutschland und Skandinavien für

diesen Sommer,sagte die Präsidentin

des mallorquinischen Hotelierverbands

FEHM, María Frontera.

„Es gibt zum einen nicht genug

Flüge“, zitierte die Regionalzeitung

„Última Hora“ die Verbandschefin.

Zudem habe sich das Wachstum der

deutschen Wirtschaft abgeschwächt.

Fronteranannte keine konkrete Zahlen.

Unter Berufung auf die Hoteliers

sprach „Última Hora“ von Rückgängen

„um die 15 Prozent“.

Trotz des für Ende Januar vorgesehenen

EU-Austritts Großbritanniens

bleibe der britische Markt dagegen

stabil. „Das ist eine gute Nachricht.

Und auch, dass wir dieses Jahr mit

einem Anstieg der Zahl der Besucher

aus anderen Regionen in Spanien

rechnen“, sagte Frontera. Der Rückgang

bei Deutschen und Skandinaviern

könne damit allerdings überhaupt

nicht ausgeglichen werden.

AufderTourismusmesseinMadrid

startet Mallorca zusammen mit den

Hoteliers gerade eine Kampagne,um

mehr Spanier zu einem Urlaubauf der

Insel zu bewegen. Tourismusminister

Iago Negueruela betonte, spanische

Urlauber kämen das ganze Jahr über

und nicht nur im Sommer. (dpa)

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06. Kotor/Montenegro 10.00 18.00

07. Split/Kroatien 08.00 18.00

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Trinkgelder € 10,- p.P./Nacht (Empfehlung)

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08. Erholung auf See - -

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Termin 07.05.20 statt Ringaskiddy: Cork

Termin 16.08.20 statt Ringaskiddy: Cork und statt

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8 Berliner Zeitung · N ummer 21 · 2 5./26. Januar 2020

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·

Meinung

Thilo Sarrazin und die SPD

AUSLESE

Fragwürdiges

Verfahren

Leben ohne

Gebrauchsanweisung

Elmar Schütze

glaubt nicht, dass die Partei von

dem Rauswurf profitieren wird.

Thilo Sarrazin ist ein Rassist. Deshalb

soll er kein Sozialdemokrat sein dürfen.

Dassagt die SPD und hat jetzt bei ihrem

erneuten Versuch, den umstrittenen

Ex-Politiker und Bestsellerautor loszuwerden,

die erste Hürde genommen.

Aber was so konsequent wirkt, rührtan

einer ganz grundsätzlichen Frage. Was

wiegt mehr: die individuelle Meinungsfreiheit

oder die Linie der Partei? Die Parteispitze

täuscht sich, wenn sie glaubt,

dass es unter ihren Anhängern und Wählern

keine Menschen gibt, die mit einer

zunehmend divers werdenden Gesellschaft

keine Probleme haben. Und erst

recht wird esviele geben, die das unbequeme

Wort schätzen. Denen jemand mit

klarer Kante mehr imponiert als bis zur

Unkenntlichkeit weichgewaschene, austauschbarePolitfunktionäre.Warumwohl

ist Franziska Giffey so populär?

Bei der Verdammung Sarrazins

schwingt möglicherweise noch etwas anderes

mit. In seiner Zeit als Finanzsenator

hat er die Sparpolitik von Klaus Wowereit

exekutiert. In den 2000er-Jahren galt das

als alternativlos.Berlins Wirtschaft lag am

Boden, die Stadt verlor Einwohner, das

Einzige,das scheinbar immer wuchs,war

der Schuldenberg. „Sparen bis es

quietscht“, lautete die Parole.

Heute gilt die Sparorgie als Sündenfall

der Landes-SPD, vergleichbar mit

Hartz IV im Bund. Permanent werden

Berliner Sozialdemokraten nun, in finanziell

viel fetteren Zeiten, daran erinnert,

dass sie es waren, die den Öffentlichen

Dienst geschröpft, die Ämter gelähmt und

fast schon ein Staatsversagen herbeigeführthaben.

Vordem Hintergrund fällt es

vielleicht noch ein bisschen leichter,denjenigen

loszuwerden, der mit seinem Namen

dafür steht: Thilo Sarrazin.

Rechtschreibung

Schnapsidee aus

Baden-Württemberg

Tobias Peter

hält eine gute Rechtschreibung für

die Basis kreativen Lernens.

ImErnst? Baden-Württembergs Ministerpräsident

Winfried Kretschmann

hält Rechtsschreibunterricht nicht mehr

für so wichtig wie früher.Der Grünen-Politiker

sagt, die Bedeutung des Faches

nehme ab,„weil wir heute ja nur noch selten

handschriftlich schreiben“. Es gebe

doch „kluge Geräte“, die Grammatik und

Fehler korrigierten.

Da mag die Autokorrektur noch so klug

sein – was Kretschmann da sagt, ist

dumm.

Sich schriftlich korrekt ausdrücken zu

können, ist und bleibt eine Grundlage für

den Erfolg in dieser Gesellschaft. Es ist

auch noch lange nicht so, dass der Computer

jeden Fehler erkennen könnte.Und

selbst wenn es so wäre: Richtig schreiben

zu können –Zeichensetzung inklusive –,

das ist nicht nur eine Visitenkarte des einzelnen

Menschen. Es hilft auch dabei, die

eigenen Gedanken in eine nachvollziehbare,

überzeugende Ordnung zu bringen.

Nach Kretschmanns Logik wäre es

auch nicht mehr wichtig, die Grundrechenarten

zu beherrschen –esgibt ja hervorragende

Taschenrechner. Was für ein

Unsinn! In der Mathematik wie in der

Sprache gilt: Nur wer die Grundlagen gut

erlernt hat, hat später gute Chancen, Spitzenleistungen

zu erbringen –dann gern

auch unter Zuhilfenahme von technischen

Hilfsmitteln. Wereine gute Handschrift

erlernt, der schreibt auch bessere

Diktate –darauf weisen Experten hin. Der

Grund: DasHandschreiben hilft den Kindern,

sich Dinge tatsächlich zu merken

und zu durchdringen. Rechtschreibung

ist nicht das Gegenteil von modernem

Unterricht, in dem es um kreatives und

selbstständiges Denken geht. Es legt vielmehr

die Grundlage dafür.

Das gelebte sozialdemokratische Narrativ

Der Satz, dass man nichts zu verbergen

habe im Netz, hat noch

nie gestimmt. Wer das bisher

trotzdem nicht wahrhaben wollten,

den müssten eigentlich die Nachrichten

der vergangenen Tage sehr nachdenklich

machen. Zur Erinnerung: Da wurde das

Smartphone von Jeff Bezos, Amazon-Gründer

und Kenner der digitalenWelt, aus Saudi-

Arabien gehackt, sodass intime Informationen

an die Öffentlichkeit kamen. Noch dramatischer:

Inden USA wurde bekannt, dass

die Firma Clearview AI eine gigantische Datenbank

mit Milliarden Fotos vonGesichtern

angelegt hat, die auch die Polizei bei ihrer Arbeit

zur Täterermittlung genutzt hat. So

konnten unschuldige Menschen ganz unvermittelt

verdächtig werden, nur weil ihr Profil

dem möglichen Täter ähnelte.

Diebeiden Beispiele zeigen, dass niemand

vorhersagen kann, wer sich wann für unsere

Daten und aus welchem Grund interessiert.

Wassich aber ganz sicher sagen lässt:Wirwerden

durch die ständige Nutzung unserer

Smartphones in Zukunft noch viel mehr Daten

produzieren, das Interesse an unseren Daten

wirddramatisch zunehmen und die Auswertung

dieser Daten werden immer intelligentereAlgorithmen

übernehmen.

Werjetzt nach Regulierungen ruft, sollte

nicht vergessen, dass das Internet keine nationale

Angelegenheit ist. Die Player sind

weltweit unterwegs und vertreten ganz unterschiedliche

Interessen. Aus China kommen

immer neue Nachrichten, wie weit die

Künstliche Intelligenz schon den Alltag der

Bürger beeinflusst. „Social Scoring“ ist das

Schlagwort. Wersich in der Öffentlichkeit so

benimmt, wie es die Staatsführung gerne

sieht, hat in allen Lebenslagen Vorteile,auch

wenn es um die Suche nach einer Wohnung

Imvergangenen Jahr machte Sanna Marin,

Verkehrsministerin in Finnland, einen

Vorschlag zur Verkürzung der Arbeitszeit

und brachte eine Vier-Tage-Woche bei vollem

Lohnausgleich ins Gespräch. Als sie wenige

Monate später Premierministerin

wurde,machten ihreAnregungen Schlagzeilen.

Zwar ließ die Regierung wissen, dass sie

keine Pläne hat, die Wochenarbeitszeit zu

verkürzen. Aber immerhin macht sich in

Finnland jemand an der Spitze des Landes

Gedanken über grundlegende Reformen des

Sozialstaates und die Neuorganisation der

Arbeitswelt.

In Deutschland ist man schon radikal,

wenn man einen Haushaltstag pro Monat

einfordert, wie es ihn in der DDR gab, ab

Mitte der 80er-Jahre auch für Männer. In

Deutschland gilt noch überwiegend der Kult

des langen Arbeitens. Durch E-Mail und soziale

Medien hat man nie Feierabend, außerdem

gibt es besonders in Berlin eine Startup-Kultur,inder

es gefeiertwird, wenn man

noch um zwei Uhrnachts im Bürositzt. Das

geht einher mit einer Fetischisierung vonArbeitszeit.

Wernicht darüber klagt, wie viel er

zu tun hat, gilt als seltsam. In den meisten

Firmen wird nicht der befördert, der am

meisten schafft, sondernderjenige,der ständige

Präsenz und Erreichbarkeit zeigt.

Wenn wir über Arbeit reden, dann geht es

um die richtige, die wahre Arbeit, die Erwerbsarbeit

in einem Betrieb. Esgeht nicht

um das Badezimmer-Putzen oder das Planen,

Einkaufen, Kochen vonEssen. Nicht um

Gesichtserkennung

Wir werden

überwacht

Jörg Hunke

fordert, dass der Gesetzgeber,aber auch die Gerätehersteller

die privaten Daten der Benutzer besser absichern.

geht. Denumgekehrten Fall gibt es natürlich

auch.

In den USA, das zeigt auch das Beispiel

Clearview AI, werden die technischen Möglichkeiten

gerne voll ausgereizt, erst dann

beginnt das Nachdenken über die Folgen.

Und inDeutschland? Innenminister Horst

Seehofer (CSU) hat nach dem Bekanntwerden

der Gesichtserkennungsmethoden in

den USA erklärt, dass zwar weiterhin an öffentlichen

Plätzen Kameras installiert sein

sollen, aber ohne die Funktion der Gesichtserkennung.

Die Aufnahmen sollen nur genutzt

werden, um nach einem Verbrechen

den oder die Täter leichter zu finden und die

Tatnachzuweisen. DasVorhaben geht in die

richtige Richtung, noch vor Monaten klang

KOLUMNE

Der Kult des

langen

Arbeitens

Sabine Rennefanz

BERLINER ZEITUNG/HEIKO SAKURAI

das ganz anders.Erinnertsei nur an das aufwendige

Projekt der Bundespolizei am

Bahnhof Südkreuz in Berlin. Wasdaausprobiertwurde,kam

den Methoden eines Überwachungsstaats

gleich, weil auch die Daten

von unschuldigen Bürgern erfasst werden

konnten, die einfach zum Zug wollten. Deshalb

ist es nur gut, dass die freiheitlichen

Bürgerrechte der Demokratie gesiegt haben.

Wersich in der Öffentlichkeit bewegt, sollte

das unbeobachtet tun dürfen. Und der Gesetzgeber

sollte auch darauf achten, dass

Unternehmen sich an dieseVorgaben halten.

Seehofers Meinungswandel in so kurzer

Zeit verdeutlicht, wie unsicher die Politiker

sind. Sie werden von den neuesten technischen

Entwicklungen immer wieder überrascht.

Das hat damit zu tun, dass sich viele

im Digitalen nicht auskennen, liegt aber

auch daran, dass wir in einer Zeit der digitalen

Revolution leben, die nie für möglich gehaltene

Chancen bietet, aber eben auch:

Umbruch, Erneuerung und Chaos.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass

die Menschheit immer im Spannungsfeld

zwischen Fortschritt und Gefahren balanciert.

Der Airbag wurde erfunden, weil viele

Autofahrer bei Verkehrsunfällen ums Leben

kamen. Die „Fridays for Future“-Bewegung

hätte nicht so eine Anziehungskraft, wenn

alle Menschen gewissenhaft mit den Ressourcen

unseres Planeten umgehen würden.

Diese Beispiele können Mut machen. Zwar

wirdniemand freiwillig auf sein Smartphone

und den Zugang zum Internet verzichten,

weil das viel zu viele Vorteile bringt, aber es

ist an der Zeit, seine privaten Daten besser

abzusichern, von Smartphone-Herstellern

höhere Sicherheitsstandards zu fordern und

die Gesetzgeberanzutreiben, die Persönlichkeitsrechte

zu wahren.

das Pflegen kranker Kinder und Angehöriger.

Nicht um das Wäsche-Waschen und Zum-

Fußballtraining-Bringen. Nicht um die Zeit,

die man damit verbringt, beim Kinderarzt

am Telefon durchzukommen.

Der Sozialstaat westlicher Prägung funktionierte

lange nur,weil Frauen kostenlos Arbeit

verrichteten. Sie zogen Kinder groß, sie

pflegten die Alten. Doch dazu sind Frauen

immer weniger bereit, mit drastischen Folgen,

die alle spüren. Frauen ist Arbeit und

Beruf heute genauso wichtig wie Männern,

das fand eine Brigitte-Studie aus dem Jahre

2017 heraus. Doch wenn die Frauen mehr

Zeit am Arbeitsplatz verbringen, wererledigt

die Haushalts- und Familienarbeit? Wiewird

der Sozialstaat neu organisiert? Unter dem

Begriff „Care-Arbeit“ („Sorge-Arbeit“) wird

seit einigen Jahren über diese Frage diskutiert.

Vergangene Woche brachte die Organisation

Oxfam eine Studie heraus, wonach

Frauen weltweit 11,5 Milliarden Stunden unbezahlte

Arbeit leisten. Würden sie dafür

zum Mindestlohn bezahlt, läge der Gegenwert

bei elf Billionen Dollar im Jahr, rechnet

die Entwicklungsorganisation vor.

Dass Männer zurückstecken und sich mit

den Frauen die Arbeit teilen, ist superselten.

Weressich leisten kann, der heuert andere

Frauen an, um die Sorgearbeit zu delegieren:

die Babysitterin, die Nanny,die Putzfrau, den

Amazon-Prime-Niedriglöhner. Aber will

man das? Ist das lebenswert, wenn man das

eigene Kind unter der Woche abends nur

noch schlafend sieht? Undwas ist eigentlich

mit den Frauen, die die Arbeit übernehmen,

also dem Au-Pair-Mädchen aus Ecuador,das

für 150 Euro proWoche auf das Baby der Mittelschichtsfrau

aufpasst, damit sie fünfzig

Wochenstunden arbeiten kann? Viele können

sich das nicht leisten und haben auch

keine Oma, die einspringt, sie sind gefangen

in der alltäglichen Kleinfamilien-Hölle, die

Erschöpfung, Burn-out, Depressionen,

Trennungen und Herzinfarkte produziert.

Ulrike Heider, geboren 1947, erzählt

von den Anfängen der deutschen

Schwulenbewegung in den 70er-und 80er-

Jahren. Damals war der Geschlechtsverkehr

zwischen Erwachsenen noch keine

Privatsache.Der Paragraf 175, der sexuelle

Handlungen zwischen Personen männlichen

Geschlechts unter Strafe stellte, galt

noch.Erwurde in der Bundesrepublik erst

1994 abgeschafft. Das

war das größte Mitbringsel

der DDR, die

ihn schon Ende der

50er-Jahre abgeschafft

hatte, indas wiedervereinigte

Deutschland.

Ulrike Heider erzählt

von den Auseinandersetzungen

zwischen

Linken und

Schwulen, wie sie sie

damals in Frankfurt am

Main erlebte. Sie erzählt

von ephebischen

UlrikeHeider:

Der Schwule und

der Spießer,

Männerschwarm

Verlag,256 Seiten,

18 Euro

Intellektuellen, vonhartenStreetfightern,

von den Begehrlichkeiten aufeinander,

auch davon, wie schwul chic wurde: „Was

verboten ist, macht uns gerade scharf.“

Es ist ein Einblick in die Unsicherheiten,

mit denen wir unsereGeschlechtsrollen

leben, und eine Erinnerung daran, wie

festgezurrt das alles einmal war.Wie aufmerksam

kleinste Abweichungen registriert,

kommentiert und debattiert wurden.

WarenSchwule krank? Sollte man sie

therapieren? Das wurde damals in den

Wohngemeinschaften –mal unter Wut-,

malunter Liebestränen –debattiert.

Es stand ja damals alles zur Diskussion.

Bevordie„Erste AllgemeineVerunsicherung“

Ende der 80er-Jahreeine erfolgreiche

österreichische Band wurde, war

der großen Verweigerung eine große Verunsicherung

gefolgt, in der große Teile einer

Generation versuchten, das Leben

neu zu erfinden.

Ulrike Heider erinnert an diese anstrengende,

aber auch ungemein belebende

Zeit, in der nicht nur die Gesellschaft

und ihre Normen infrage gestellt

wurden, sondernauch jeder Einzelne sich

fragte, wie er ein richtiges Leben führen

sollte in diesem ach so offensichtlich falschen.

Es wurde nicht nur gefragt und geantwortet,

sondern auch ausprobiert.

Ohne Rücksicht zu nehmen auf andere

oder gar auf sich selbst. Viele Leben zerbrachen

an der Rigorosität dieser Experimente.

Arno Widmann

PFLICHTBLATTDER BÖRSE BERLIN

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Berliner Zeitung · N ummer 21 · 2 5./26. Januar 2020 – S eite 9 *

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Berlin

Das ist Ihre Meinung –

die Briefe

unserer Leser

Seite 16

Gen Norden: Saurier Tristan Otto verlässt die Stadt Seiten 10 und 11

Im Süden: Die Berliner SPD und ihre Klausurtagung in Nürnberg Seite 14

Ein

tödliches

Drama

Ein Polizist erschießt eine offenbar

psychisch kranke Frau

VonAndreas Kopietz, Lutz Schnedelbach und Eric Richard

Ein Polizist hat am Freitagmorgen im Stadtteil Friedrichshain eine Frau erschossen, die einen Mann mit einem Messer bedroht haben soll.

IMAGO IMAGES

In Friedrichshain hat ein Polizist

am Freitag eine Frau erschossen.

Kurz nach 4Uhr war

ein Funkwagen des Abschnitts

51 zu einer Wohnung in der Grünberger

Straße alarmiert worden.

Dort soll eine Frau einen Mann mit

einem Küchenmesser bedroht haben.

Er rief die Polizei, die innerhalb

weniger Minuten kam. Der Mann

konnte die Wohnung verlassen, die

Frau verschanzte sich in einem Zimmer.

Als Polizisten die Zimmertür öffneten,

soll die 33-jährige MariaB.mit

einem Messer auf sie losgerannt sein.

Ein 28-jähriger Polizeimeister soll

den Gebrauch seiner Dienstwaffe angedroht

und der Frau dann in den

Oberkörper geschossen haben.

Anwohner kritisieren die Polizei

Die Frau ist nach Angaben von Ermittlernpolizeibekannt,

unter anderemwegen

Drogendelikten. Sielebte

in der Zwei-Zimmer-Wohnung mit

zwei Männern in einer Wohngemeinschaft.

Dievon der Insel Rügen

stammende Maria B.habe psychische

Probleme gehabt, berichten

Anwohner. Sie habe sich tagsüber in

der Drogen- und Trinkerszene am

Boxhagener Platz aufgehalten.

Schon am späten Abend soll sie in

der Wohnung laut geschimpft und

randalierthaben. „Bei dem Streit am

Morgen ist sie total durchgedreht“,

sagt der Mann, der nach eigenen Angaben

von der Frau bedroht wurde.

Als er das Messer in ihrer Hand gesehen

habe,sei er aus derWohnung gelaufen

und habe die Polizei gerufen.

„Als die Polizisten in das Zimmer

reingingen, hörte ich sie rufen:

,Nicht bewegen! Messer fallen lassen!’

Dann der Schuss.“

Unterdessen äußerten mehrere

Nachbarn Unverständnis über die

Polizeischüsse. „Immer wieder war

die Polizei hier.Die Polizisten hätten

wissen müssen, dass die Frau psychisch

krank ist“, sagt ein Nachbar.

Sie sei zudem dünn und zierlich gewesen,

und sicherlich hätte die Polizei

sie auch anderweitig überwältigen

können.

Keine Chance bei kurzerDistanz

Nach dem tödlichen Schuss hat eine

Mordkommission des Landeskriminalamtes

die Ermittlungen übernommen.„Kein

Polizist schießt gern.

Derartige Situationen sind eine

enorme psychische Belastung, da

binnen Sekundenbruchteilen die

richtigen, wenn auch folgenschweren

Entscheidungen getroffen werden

müssen“, sagt Benjamin Jendro

von der Gewerkschaft der Polizei.

Selbstverständlich werde auch dieser

Einsatz genau untersucht. Aktuell

gehe man davon aus,dass sich die

Kollegen korrekt verhalten hätten.

In der Ausbildung lernen Polizisten,

dass für den Gebrauch der

Schusswaffe strenge Restriktionen

gelten. Allerdings ist es nach Aussage

von Einsatztrainern bei einem Messerangriff

bei einer Distanz von weniger

als sechs Metern so gut wie

unmöglich, nur auf die Beine zu

zielen. Dann könne meist nur noch

auf den Oberkörper eines schnell

herannahenden Angreifers geschossen

werden, um die Messerattacke

abzuwehren.

Ein solcher Fall ereignete sich

zum Beispiel im Februar 2017. Damals

erschoss die Polizei in Hohenschönhausen

einen geistig verwirrten

25-Jährigen in seiner Wohnung.

Er hatte die Beamten mit einem

Messer angegriffen. 2013 erschoss

ein Polizist einen Mann, der ihn am

Neptunbrunnen in Mitte aus nächster

Nähe mit einem Messer attackiert

hatte. Im August 2011 erschossen

Polizisten eine verwirrte

Frau vorderen Wohnung, die mit einem

Messer auf die Beamten losgegangen

war.

Nach Angaben von Einsatztrainern

und der Staatsanwaltschaft

hätten in diesen Fällen mildereMittel

wie zum Beispiel Taser den Beamten

bei der Verteidigung nicht

geholfen.

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10 Berliner Zeitung · N ummer 21 · 2 5./26. Januar 2020

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Berlin

Harmsens Berlin

Fröhlichet

Aussterm!

Torsten Harmsen

ist es gelungen, den T.rex

Tristan Otto zu interviewen.

Weltsensation! Es ist uns gelungen,

den T.rexTristan Otto zum

Sprechen zu bringen, kurzvor seiner

Abreise nach Kopenhagen. Solch ein

Glück haben natürlich nur Mutige,

die nachts heimlich ins Museum

schleichen, zehn Malauf einem Bein

um Tristans Kopf in der Vitrine herumhüpfen

und Formeln murmeln,

die wir hier nicht verraten. Sonst

könnte ja jeder mit Tristan Otto reden.

Hier das Interview im Wortlaut:

Herr Tristan Otto, Sie brechen bald

nach Kopenhagen auf.

Für eene Mark nach Dänemark!

Haha, grrrrr. Nee, isQuatsch. Mein

Umzuch is ja wohl ’n bisschen teurer.

Außerdem jibts ja heute keene Mark

mehr, sondern Euro oder so wat.

Aber wat is schon Jeld? Bei uns Saurier

damals jabs jar keens. Und

weeßte warum? Weil wa keene Daumen

hatten zum Jeldzählen.

Sie hatten überhaupt ziemlich mickerige

Ärmchen.

Herzlichen Dank, grrrrr. Du

kannst froh sein, det meen Kopp hinter

Jlas is. Sonst wärste jetz Hackfleesch!

Aba irjendwie haste recht.

Mit die Ärmchen kannste nüscht

machen, keenen umarmen, nich

mal ’n Instrument spieln, höchstens

so ’ne kleene Quetschkommode.

Undwarum berlinern Sie?

Watmach ick? Wie ick rede? Naja,

ick lieje nu seit vier Jahrehier rum. Jeden

Tach is die Hütte voll. Allet steht

um meen Kopp rum und labert. Da

nimmt man so manche Sprüche uff.

Vorallem die,die lustich sind. Selbstironie!

Ditisinmeene Laaredit beste.

Oder wat würdest du saren, wenn de

uff dir selbst kieken würdest, als Haufen

zusammjefriemelte Knochen mit

Kunstkopp, während dein eijener

Kopp inne Jlaskiste liegt?

Hatten Sie zuLebzeiten mal Schuppen

oder Federn?

Dit willste wissen, wa? Damit de

berühmt wirst, weil de allet rausjekricht

hast. Da wirdnüscht draus.Ja,

ick weeß: Irjendwer hat mal behauptet,

det ick eijentlich een Urahn vom

Huhn bin. Ick kannte dit Huhn vorher

jar nich. Habs mir denn mal zeijen

lassen und bin fast aus de Vitrine

gefalln vor Lachen. Dit kleene

dumme Vieh, wat rumgackert und

ständich mit ’n Kopp wackelt? Dit

soll meen Urenkel sein? Nee, nee,

grrrrr,forscht mal schön weita!

Waswerden Sie inKopenhagen machen?

Na,die kleene Meerjungfrau fressen!

Hahaha, grrrrr. Nee, Spaß beiseite.

Wahrscheinlich werd ick da

doof rumstehn, jenau wie hier. Aba

die Meerjungfrau wär schon lecka.

Ick mach ja ooch Eindruck uff de

Meedels. Ick bin jroß, hab ’n lieblichet

Lächeln, hahaha, grrrrr. Wat

willste mehr?

Was möchten Sie den Menschen sagen

aus der Sicht eines Sauriers, der

vor66Millionen Jahren gelebt hat?

Naja, fröhlichet Aussterm, sar ick

nur! Meene janzen Kumpels hat et ja

damals erwischt. Riesen-Asteroid

und rrrrums! Ihr komischen Mini-

Wesen habt ooch ’ne jute Chance,

auszusterm. Bei euch wird dit imma

wärmer. Irjendwann kriegt ihr ’nen

Hitzekollaps. Denn dauert dit nich

lange und wir komm wieda. Denn

wir möjen dit schön warm und

feucht, weeßte. Denn baun wir mit

unsre kurzen Ärmchen een großet

Museum, und denn stelln wa euren

janzen sinnlosen Schrott da hin. Und

euch selba, als Jerippe, mit eure

mickrigen Knöchelchen. Für unsre

Kinda zur Warnung. Sehta, man

kann ooch ohne Asteroid aussterben!

Hahaha, grrrrr!

Tristan Otto ist seit Millionen

Jahren tot. Für JohannesVogel,

Direktor des Museums

für Naturkunde Berlin,

ist der T.rex allerdings ein erstaunlich

präsenter Zeitgenosse und

er hat noch immer große Erwartungen

an ihn. „Vor 66 Millionen Jahren

hat es ihn erwischt. Dasselbe sollte

uns nicht passieren“, sagt Vogel. Klimawandel,

Artensterben, Existenzsorgen

der Menschheit –eine ganz

schön große Aufgabe für einen Saurier,wenn

er allein durch die Präsenz

seiner Überreste aktuell bedrohliche

Szenarien positiv beeinflussen soll.

Tristan Otto,sosieht Johannes Vogel

jedenfalls den Auftrag, soll eben mal

die Welt retten.

Es hat sich am Freitag eine große

Zahl an Menschen um Johannes Vogel

und Tristan geschart. Tristan Otto

wird verreisen –mindestens für die

Dauer eines Jahres. Inden nächsten

Wochen wird das Skelett mit seinen

300 Einzelteilen in Berlin abgebaut,

jedes Teil in einer eigens angefertigten

kleinen Kiste verpackt und nach

Kopenhagen geschickt, wo das Skelett

wie ein Puzzle wieder zusammen

gesetzt werden soll.

VonApril an soll Tristan Otto ein

Jahr lang in Kopenhagen gezeigt

werden und auch dorteinen ähnlich

großen Rummel bewirken wie in

Berlin. Anschließend kehrt er voraussichtlich

zurück. Aber das ist

noch lang hin, wie JohannesVogel etwas

vage formuliert. Am Wochenende

gibt es im Berliner Museum jedenfalls

ein großes Abschiedsfest.

In den vergangenen vier Jahren

hat das Skelett des Tyrannosaurus

rex drei Millionen Besucher in das

Naturkundemuseum an der Invalidenstraße

in Mitte gelockt. Tristan

Otto hat damit die Besucherzahlen

dieses vorher etwas verschnarcht

wirkenden Museums in ungeahnte

Höhen katapultiert. Er ist ein Kassenschlager

für das Museum, aber

auch ein Ausdruck für die Bedeutung

der Institution in der Museumslandschaftder

Stadt und ein imposanter,

konkret sichtbarer Nachweis

für den Forschungsanspruch

dieses Leibnitz-Instituts im Rahmen

der Forschungslandschaft.

Dasalles lässt sich an Zahlen festmachen.

Etwa 500 000 Besucher

hatte das Museum vor Tristan pro

Jahr. Mit dem Aufstellen des imposanten

Raubsauriers kletterten sie

auf 850 000. Jetzt liegen die Zahlen

stabil bei etwa 750 000.

Nicht nachlassender Dino-Hype

Entsprechend groß ist der Abschiedsrummel.

Peter Kjaergaard,

der Direktor des Statens Naturhistoriske

Museums in Kopenhagen, wie

das dänische Pendant des Berliner

Museums heißt, ist am Freitag gekommen,

Forscher sind da, Pressevertreter.Das

ist ein großes Aufgebot

für ein paar Knochen, die für ein Jahr

an einanderes Museum ausgeliehen

werden, bevor sie wieder zurückkehren.

Aber so ist es, und das hat noch

mehr Gründe.

Seit Steven Spielberg in seinem

Film „Jurassic Park“inden 90er-Jahren

die mythenbeladenen Tiere in

animierter Aktion zeigte, ist die Faszination

für Saurier kontinuierlich

gestiegen. Der Dino-Hype hat bei

Kindern seitdem auch nicht mehr

nachgelassen. Schubladenweise besitzen

Kinder heutzutage detailgetreue

Nachbildungen aller möglichen

Saurier. Sie sehen Informationssendungen

im Fernsehenanund

konfrontieren ihre Eltern beständig

mit einem Wissensvorsprung, dem

sich in letzter Konsequenz doch nur

mit einem Besuch im Museum bei

den echten Überbleibseln dieser Kolosse

begegnen lässt. Aber da ist

noch mehr.

Tristan Otto wurde 2010 vondem

Fossiliengräber und Paläontologen

Craig Pfister gefunden. Man könnte

auch sagen, aufgespürt. Pfister gräbt

mit dem Einverständnis von LandbesitzerninMontana

(USA) nach Dinosauriern.

Er hat bereits mehrere

Tyrannosaurier gefunden. Auf einer

seinerWanderungen entdeckte er im

Jahr 2010 einen Beckenknochen, der

aus der Erde ragte. ZweiJahrespäter

hatte er seinen Fund geborgen und

bot das nach wissenschaftlichem

Standardfreigelegte und präparierte

Skelett zum Verkauf an. Die Käufer

und heutigen Eigentümer Niels Nielsen

und Jens Peter Jensen, zwei dänische

Geschäftsleute, stellten dem

Berliner Naturkundemuseum das

Skelett kostenlos zur Verfügung. Und

das war ein Glücksfall für das Museum.Denn

so schmückten die Knochen

kein Privathaus eines Multimillionärs

wie es in den USA häufiger

vorkommt. Und sie ermöglichen

dem Berliner Museum vieleDinge.

Manches davon hat damit zu tun,

wie heutzutage Forschung betrieben

wird, wie auf der Internetseite des

Museums zu lesen ist. „Mit dieser

Vereinbarung zeigt Tristan Otto einen

Wegaus einem bisher von der

Tristan

for Future

Das Saurierskelett Tristan Otto aus dem Naturkundemuseum geht für ein Jahr nach

Kopenhagen –als Magnet für Museumsbesucher und als Botschafter für den

Umweltschutz und gegen den Klimawandel. Zum Abschied wird im Museum gefeiert

Wissenschaft stark kritisierten Dilemma:

dem Erwerb von Fossilien

und Artefakten durch Privatpersonen.

Damit stünden die oft wertvollen

Stücke der Forschung nicht mehr

zur Verfügung. Andererseits können

viele Museen die Kosten für Bergung

und Aufarbeitung nicht aufbringen.

DasBeispiel vonTristan Otto zeigt einen

Weg aus diesem Problem.

Gleichzeitig führt die Präsentation

und jede Information, die über und

um das Tier gesammelt werden können,

zu einer Wertsteigerung –injedem

Sinne eine Situation, von der

alle profitieren“, schreibt das Museum.

Der Nachteil ist allerdings,

VonJulia Haak

dass Privateigentümer eben auch

weiterhin bestimmen können, ob

und wo das Skelett gezeigt wird. Ab

jetzt, so wollen es Nielsen und Jensen,

soll das in Kopenhagen geschehen.

Denn dort wird gerade ein

neues Museum gebaut.

Aber Tristan Otto ist eben auch

ein besonderes Skelett, und da muss

auch ein renommiertes Naturkundemuseum

Kompromisse machen.

Es ist eines der wenigen Originalskelette

eines T.rexinEuropa. ZwölfMeter

lang, vier Meter hoch, tiefschwarz

und mit 170 Originalteilen bei insgesamt

300 Knochen außergewöhnlich

vollständig. MB.R.91216: So lautet

der wissenschaftliche Name von

Tristan Otto. Es ist eine Inventarnummer

des Museums, woran sich

vielleicht erkennen lässt, dass die

Bindung an das Berliner Naturkundemuseum

wohl von Dauer sein

wird, auch wenn das Skelett in Privatbesitz

bleibt und der neue Vertrag

für die Zeit nach Kopenhagen erst

noch geschlossen werden muss.

Am Freitag sind auch die beiden

Paläontologen des Museums gekommen,

die sich intensiver mit

dem Skelett befasst haben. Daniela

Schwarz hat sich mit den Zähnen

des T.rex beschäftigt, Oliver Hampe

mit dem linken Unterkieferknochen.


Berliner Zeitung · N ummer 21 · 2 5./26. Januar 2020 11

· ·

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Berlin

Natürlich ist in den vergangenen vier

Jahren noch mehr passiert: Sämtliche

Knochen sind untersucht und

beschrieben worden. Tristans Verletzungen,

vor allem Knochenbrüche,

wurden diagnostiziert. Forscher haben

sich mit seiner Fortbewegung

und dem Ökosystem, in dem er

lebte, befasst. Neue wissenschaftliche

Erkenntnisse gibt es aber erst

mal nur zu den Zähnen und dem

Unterkieferknochen. Wie alt Tristan

Otto geworden ist und ob es ein

Männchen oder Weibchen ist, weiß

man immer noch nicht.

Zähne wie Messer

Dass Saurier immer noch Massen

anziehen, kann man im Naturkundemuseum

jeden Tag besichtigen.

„Da, der Dino,der Kopf bricht durch

die Wand“, ruft ein kleiner Junge

schon im Eingangsbereich aufgeregt

und zeigt nach oben, dort, wo das

Skelett eines ganz anderen Sauriers

mit einem modellierten Kopf ergänzt

wurde und jetzt scheinbar bis

auf die andereSeite kurzvor den Infocounter

ragt. Man muss sich also

nicht wundern, dass Tristan Otto in

den vergangenen Jahren so viele Besucher

gehabt hat. Das Museum ist

auch am Freitag wieder voll. Schulklassen

und Kindergartengruppen

sind im Museum unterwegs. Und

wenwollen sie sehen? „Na, den T.rex

natürlich“, sagt ein kleiner Junge,

wenn man einfach mal eine Kindergruppe

fragt.

Tristan Otto wird seinem Ruf als

gefährlichster Raubsaurier ja auch

eindrucksvoll gerecht. Schwarzglänzend

ragen die Zähne aus dem Maul,

wirken wie Messer. Bis zu 20 Zentimeter

sind sie lang. Vier Reißzähne

hat der Saurier vorne, 32 im Oberkiefer

und 30 im Unterkiefer. Der linke

Unterkieferknochen ist etwas größer

als der andere. Etwas unruhig und

rau sieht die Knochenoberfläche

aus. Anfangs vermuteten die Forscher

einen Tumor als Ursache für

eine offensichtliche Schwellung.

„Wir haben uns diese Schwellungen

sehr genau angesehen“, sagt Oliver

Hampe. Die Saurierforscher haben

die Schädelknochen sogar in die

Charité transportieren lassen, um

Computertomographien anzufertigen.

Es muss eine amüsante Erfahrung

für die an dem Forschungsprojekt

beteiligten Mediziner der

Charité gewesen sein, als sie die Millionen

Jahrealten versteinerten Saurierknochen

„einfach zwischen die

Patienten schoben“, wie Oliver

Hampe formuliert. Die Strahlungsdosis

wurde etwas erhöht, gesundheitliche

Schäden musste man

schließlich bei diesem Patienten

nicht befürchten.

Heraus kamen aus dem Computertomographen

sehr klare Bilder.

Bei dem Unterkieferknochen lassen

sie allerdings eher auf eine chronische

Entzündung schließen als auf

bösartige Strukturen: Adern und

Nervenbahnen sind gut erhalten, die

Knochensubstanz ist nicht zerstört

wie es bei einem Tumor der Fall gewesen

wäre. Aber durch die Entzündungsprozesse

schwoll der Knochen

an. Der glänzende Schimmer und

die schwarze Farbe stammen von

der tonhaltigen Erde, mit der die

Knochen bedeckt waren.

Im Museum steht zwar ein vollständiges

Saurierskelett. Aber nur 40

bis 45 Prozent der Knochen sind präparierte

Originale, der Rest wurde

nach wissenschaftlichen Erkenntnissen

ergänzt. Die eine der beiden

Krallen zum Beispiel ist eine Rekonstruktion.

Und auch der gesamte

Schädel. Allerdings nicht, weil Knochen

fehlen. Das Original war zu

schwer für die Montage und steht

jetzt gleich neben dem Saurier ineiner

Vitrine. Essind fast alle Schädelknochen

erhalten, und das sind fast

50 Stück. „Für uns Wissenschaftler

sind natürlich nur die Originalknochen

interessant“, sagt Hampe.

Oliver Hampe ist bereits während

der Präparationsphase bei Tristan

Otto gewesen. Er reiste in die USA

und begutachtete die Knochen, bevorsie

präpariertwurden.Tristan hat

auch Rippenbrüche,aber für die Forschung

ist das nichts besonderes.Im

Naturkundemuseum wird auch an

anderen Sauriern noch geforscht.

Daniela Schwarz hat sich bei ihren

Forschungen von Anfang an auf

Tristans Zähne konzentriert. „Für

uns war es etwas Besonderes, dass

wir auch in die zahntragenden Knochen

hineinschauen konnten, um zu

sehen, wie der Zahnwechsel bei diesen

Tieren funktionierthat“, sagt Daniela

Schwarz. Sie geht davon aus,

dass Tristan alle zwei bis drei Jahre

sämtliche Zähne ausgetauscht hat.

Im Knochen sind bereits die Ansätze

vonnachwachsenden Zähnen zu sehen.

Daniela Schwarz hat nach den

Untersuchungen an Tristan Otto im

Oktober vergangenen Jahres gemeinsam

mit ihrer Kollegin Franziska

Sattler eine Studie im Fachjournal

Historical Biology zum Zahnwechsel

des Tyrannosaurus veröffentlicht.

„Man wusste schon vorher,

dass bei Dinosauriern wie bei heutigen

Reptilien die Zähne regelmäßig

ausgetauscht werden. Die machen

das nicht wie wir,dass sie einmal im

Leben alle Zähne wechseln, sondern

Peter Kjaergaard (M.) übernimmt das Skelett von Johannes Vogel (r.).

THOMAS UHLEMANN

es findet regelmäßig statt. Beim T.rex

wusste man aber nicht so genau, wie

es im Inneren der Kiefer aussieht,

wie häufig die Zähne ausgetauscht

werden, was für Ersatzzähne nachkommen“,

sagt Daniela Schwarz.

Die Forscher gehen jetzt davon

aus, dass der Zahnwechsel von hinten

nach vorn erfolgte. Und der

Wechsel geschah in einer festen Reihenfolge.

Während ein Zahn langsam

durch den von unten nachwachsenden

neuen Zahn aus dem

Kiefer geschoben wurde, blieb der

nächste Zahn in der Reihe erhalten,

damit der Saurier auch weiterhin

kraftvoll zubeißen konnte. Übrigens

mit einer Beißkraft von 57000 Newton,

während der Mensch nur auf

1000 Newton kommt. „Man erkennt

die Reihenfolge des Zahnwechsels

an der Größe der nachwachsenden

Zähne“, sagt Daniela Schwarz.

Vorder Vitrine mit dem enormen

Saurierkopf zeigt sie auf die unterschiedlich

großen Zähne. Man betrachtet

die schwarzen Überreste

und plötzlich kann man sich vorstellen,

dass dieser Saurier ein Lebewesen

war, ein Tier mit Bedürfnissen

und Beschwerden –Hunger, Durst,

Müdigkeit, Zahnweh –und kein Ungeheuer

wie im Spielfilm.

Damit Tristan Otto nach seinem

Gastspiel inKopenhagen nach Berlin

zurückkehren kann, muss erst

noch ein neuer Vertrag mit den Eigentümern

geschlossen werden.

Denn auch in Zukunft wird der T.rex

wohl in Privatbesitz bleiben und

nicht ins Eigentum des Museums

übergehen. Acht Millionen Euro

habe ein vergleichbarer Saurier ein

Museum in den Niederlanden gekostet,

sagtVogel. Daskommt für ihn

erst mal nicht infrage.

Ob noch weiter an Tristan Otto geforscht

werden wird, ist unklar.Schon

in den vergangenen vier Jahren haben

die Forscher einige Vorhaben

wieder aufgegeben, weil sich zum

Beispiel zum Lebensraum und zu den

Umweltbedingungen, zur Art der

Fortbewegung und dem Knochenaufbau

keine neuen Erkenntnisse gewinnen

ließen und außerdem Forschungsergebnisse,

die an Objekten

in Privatbesitz gewonnen werden, international

weniger anerkannt sind,

weil man nicht weiß, wie lange solche

Objekte der Forschung zur Verfügung

stehen.

In seinen jetzigen Ausstellungsraum

wird das Skelett auf keinen Fall

zurückkehren. Das Naturkundemuseum

wird größer und über zehn

Jahrevollkommen umgebaut. Tristan

Otto ist auch darin ein wichtiger Baustein.

Denn er ist, abgesehen vonseiner

Magnetwirkung auf Besucher,

auch ein Botschafter für die Forschung

und damit für die Zukunft des

Naturkundemuseums.

Magische Wirkung

Das integrierte Forschungsmuseum

hat große Pläne. In den kommenden

zehn Jahren wird sich das Museum

gemeinsam mit der Humboldt-Universität

zu einem Campus für Natur

und Gesellschaft entwickeln. Gerade

hat die Berliner Zeitungdie Baupläne

vorgestellt. 660 Millionen Euro investierenBund

undLand in diesen Campus.

Es entstehenneue Ausstellungsräume,

indenen sowohl die Vielfalt

als auch die Forschung an der Natur

gezeigt werden sollen. Forschung erleben

–das ist die Idee der Zukunft.

Offenbar hat Tristan Otto hohen

Anteil daran, dass es zu diesem Vorhabengekommen

ist. „Wir haben die

einmalige Gelegenheit, uns neu zu erfinden.

Tristan hat uns in den letzten

fünf Jahren ganz toll geholfen, und

wir gehen davon aus,dass die Magie,

die er auf Politik, Gesellschaft und

Geldgeber ausübt, auch in Dänemark

zum Tragen kommt“, sagt Vogel.

Hohe Erwartungen an ein 66 Millionen

Jahrealtes Tier.

Zur Verabschiedung vonTristanOtto veranstaltet

das Naturkundemuseumein Abschiedswochenendemit

vielen AktionenrundumSaurierbei

freiem EintrittSonnabend undSonntag,25. und

26. Januar,10bis 18 Uhr.

Julia Haak

erwartet gespannt, wie sich

das Museum neu erfindet.

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12 Berliner Zeitung · N ummer 21 · 2 5./26. Januar 2020

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Berlin

Berlins SPD

schweigt zu

Sarrazin

Keine Kommentare

zum Rauswurf

VonElmar Schütze

Ein Befreiungsschlag war der

Spruch der Landesschiedskommission

wohl nicht. DernächsteVersuch,

Thilo Sarrazin aus der Partei zu

werfen, hat in der Berliner SPD ein

verhaltenes Echo ausgelöst. Gleich

mehrereBerliner Politiker antworteten

am Freitag auf Nachfragen nicht

–oder sie verwiesen auf die Bundespartei,

die den Rauswurf initiiert

hatte. Der Kreisverband Charlottenburg-Wilmersdorf

hatte sich dem

Antrag angeschlossen. In den vergangenen

Jahren hatte es Versuche

auf Landes- und auf Bundesebene

gegeben, den früheren Finanzsenator

loszuwerden. Beide scheiterten.

Entsprechend erleichtert wirkte

Generalsekretär Lars Klingbeil, der

das Ausschlussverfahren vorangetrieben

hatte.„Jemand, der antimuslimische

Thesen, jemand, der rassistische

Thesen vertritt, braucht ein

klares Stoppschild“, sagte Klingbeil.

Auslöser des Verfahrens war Sarrazins

Buch „Feindliche Übernahme:

Wie der Islam den Fortschritt

behindert und die Gesellschaft

bedroht“ von 2018 –ein wissenschaftliches

Werk, wie es der

Autor nennt. Der Schiedskommission

warfervor,dass es ihr „ganz offenbar

nicht darum ging, Wahrheit

zu ermitteln, sondern Gesinnung zu

bestrafen.“ Dassei„eine Rückkehr in

mittelalterliche Zeiten“. Sarrazin hat

bereits angekündigt, die nächste Instanz

anzurufen.

Trotz des Berliner Schweigens

gibt es im Landesverband viele Anhänger

des Rauswurfs. Doch es gibt

auch Kritik. Nils Diederich –Politologe,

Ex-Bundestagsabgeordneter

und Anfang der 2000er-Jahre Mitglied

der Schiedskommission der

SPD – hält die Entscheidung für

falsch. Auch er halte Sarrazins Positionen

für „nicht sozialdemokratisch“,

doch eine Partei müsse unterschiedliche

Meinungen aushalten.

Für Diederich lebt Sarrazin von Provokation,

da komme ihm der Ausschluss

gerade recht. „Das eigentliche

parteischädigende Verhalten besteht

darin, dass die SPD damit Werbung

für Sarrazins Bücher macht.“

Nicht an vorderster Front

Islamist wegen eines geplanten Anschlags verurteilt. Im Fokus stand vermutlich das Gesundbrunnencenter

VonKatrin Bischoff

Auf Instagram hatte Clement

B. zwei Follower.

Eine unbekannte Person

und Anis Amri, den Attentäter

vom Breitscheidplatz. Auf diesem

Account gab es im Jahr 2016 drei

Fotos. Ein Bild zeigte ein Kind, ein

Foto einen Spruch über Liebe und

Hass. Auf dem dritten Bild war das

Gesundbrunnencenter in Wedding

abgebildet. Amri soll sich kurz nach

der Veröffentlichung des Fotos in der

Nähe des Centers aufgehalten haben.

Der Account sei ein Indiz dafür,

dass der Islamist Clement B. einen

Anschlag in Berlin mit vielen Toten

geplant habe,sagt am Freitag Detlev

Schmidt, der Vorsitzendes Richter

des 6. Strafsenats des Kammergerichts.

Doch nicht Clement B. sitzt

auf der Anklagebank, sondern sein

Freund Magomed-Ali C., der an diesem

38. Verhandlungstag sein Urteil

erwartet.

Schmidt spricht den 32-Jährigen

wegen der Vorbereitung einer

schweren staatsgefährdenden Gewalttat

schuldig. Magomed-Ali C.

muss für fünf Jahre und vier Monate

in Haft. Damit bleibt die Kammer

unter der Forderung der Bundesanwaltschaft,

die eine Freiheitsstrafe

vonsechs Jahren und zehn Monaten

verlangte. Die Verteidiger forderten

Freispruch.

Sprengstoff in der Wohnung

Magomed-Ali C. nach seiner Verhaftung im August 2018 beim BGH in Karlsruhe.

Nach Ansicht des Gerichts hatte sich

der aus der russischen Teilrepublik

Dagestan stammende Angeklagte

seit 2012 radikalisiert –unter anderem

inder inzwischen verbotenen

Fussilet-Moschee in Berlin. Magomed-Ali

C., Vater von zwei Kindern,

habe den für den geplanten Anschlag

notwendigen hochexplosiven

Sprengstoff TATP in seiner Ein-Zimmer-Wohnung

in Berlin gelagert,

sagt der Vorsitzende Richter.

Schmidt spricht in seinem Urteil

davon, dass Magomed-Ali C. „nicht

an vorderster Front“ gestanden, jedoch

eine unterstützende Funktion

gehabt habe. Demnach wusste der

Angeklagte von den Anschlagsplänen

seines Freundes Clement B. und

billigte sie. Zu dem Terrorakt, so

Schmidt, sei es nicht gekommen,

weil dasVorhaben, viele unschuldige

Menschen umzubringen, aufgeflogen

sei. Die Polizei vereitelte demnach

die Pläne: Im Oktober 2016

klingelten Beamte bei Magomed-Ali

C., der als Gefährder galt. Der „Präventionsbesuch“

an der Wohnungstür

in Buch führte nach Überzeugung

des Gerichts dazu, dass Clement

B. von der Tat ablies und

Deutschland fluchtartig verließ.

Schmidt spricht von einem geplanten

Anschlag, der verheerende Auswirkungen

gehabt hätte. Demnach

DPA

sei Clement B. fest entschlossen gewesen,

die Tatdurchzuführen.

Die Wohnung des angeklagten

Magomed-Ali C. wurde erst viele

Monate später durchsucht. Spuren

vonTATPfanden die Ermittler dabei

nicht –nicht einmal in den Luftfiltern.

Ein Chemiker erklärte dazu im

Prozess, dass sich TATP schnell abbaue.

Auch ist unklar, woher die Zutaten

für den Sprengstoff stammten.

Recherchen bei Apotheken, Baumärkten

und im Internet durch Ermittler

des Landeskriminalamtes

blieben erfolglos. Trotzdem ist die

Kammer davon überzeugt, dass Magomed-Ali

C. den hochexplosiven

Stoff bei sich aufbewahrte und der

Angeklagte den geplanten Anschlag

damit unterstützen wollte.Inseinem

Urteil stützt sich das Gericht im Wesentlichen

auf abgehörte Gespräche

des in Frankreich in Haft sitzenden

Clement B. Er war im Frühjahr 2017

in Marseille wegen eines geplanten

Terroranschlags festgenommen

worden. Drei Kilogramm TATP sollen

bei ihm sichergestellt worden sein.

Mit richterlicher Genehmigung

wurde daraufhin in einem Besuchsraum

derWortwechsel zwischen Clement

B. und seinem Vater aufgezeichnet.

Dabei habe Clement B.

flüsternd von TATPgesprochen, das

in einem Haus in Deutschland versteckt

gewesen sei. Dies, so das Gericht,

könne nur die Wohnung von

Magomed-Ali C. gewesen sein. In

dem Verfahren gegen den 32-Jährigen,

der als Beruf Schuhmacher angegeben

hatte, schwieg Clement B.

als Zeuge. Er machte von seinem

Aussageverweigerungsrecht Gebrauch,

um sich nicht selbst zu belasten.

Verteidiger spricht vonFehlurteil

Laut Schmidt waren Anis Amri und

Clement B. befreundet. Zwar habe

auch der Angeklagte den späteren

Attentäter vom Breitscheidplatz gekannt.

Direkte Kontakte habe die

Kammer aber nicht feststellen können.

„Es war kein echtes Dreigestirn“,

sagt der Vorsitzende Richter

Schmidt.

Magomed-Ali C. hat sich im Prozess

nicht zu den Vorwürfen eingelassen,

lediglich erklärt, er sei unschuldig.

Kerem Türker, einer der

beiden Anwälte des Angeklagten,

spricht nach der Urteilsbegründung

von einem Schuldspruch, der ihn

fassungslos mache.„Dasist einFehlurteil“,

sagt er. Sein Mandant sei für

etwas verurteilt worden, das er nicht

begangen habe.Erwerde Magomed-

Ali C. raten, gegen den Schuldspruch

Revision einzulegen.

Katrin Bischoff ist gespannt,

ob das Urteil beim

BGH Bestand haben wird.

37 Einbrüche

bei der

Polizei

Die meisten Tatenpassierten

an der Cecilienstraße

Eigentlich soll die Polizei Einbrecher

jagen. Doch sie ist schon

selbst mehrfach Opfer von Einbrecherngeworden.

Allein auf ihren beiden

Dienststellen, wo sie beschlagnahmte

Autos abstellt, gab es von

2011 bis 2019 insgesamt 37 Einbrüche.Sosteht

es in einer noch unveröffentlichten

Antwortder Senatsinnenverwaltung

auf eine Anfrage des SPD-

Abgeordneten TomSchreiber.

Auf dem Sicherstellungsgelände

an der Belziger Straße in Schöneberg

gab es seit 2017 insgesamt sieben Einbrüche.

Wesentlich dramatischer

sieht die Situation an dem nur

schwach gesicherten Sicherstellungsgelände

an der Cecilienstraße in Biesdorf

aus: Dort gab es von 2011 bis

2019 insgesamt 30 Einbrüche.

Mehrmals wurden dort beschlagnahmte

Autos gestohlen. Die Täter

holten sich die Fahrzeuge, die ihnen

weggenommen worden waren, einfach

wieder. 2017, als es dort zehn

Einbrüche gab, wurde ein BMW, der

wegen falscher Kennzeichen beschlagnahmt

war,gestohlen. Kurz danach

ein Audi. DasTor,durch das die

Täter kamen, war lediglich durch eine

Kettegesichert. In einemanderen Fall

wurden dort Fahrzeuge in Brand gesetzt,

wohl um Spuren zu vernichten.

An der Belziger Straße entleerten Einbrecher

2017 in einem Audi einen

Feuerlöscher. Der Wagen soll beim

Diebstahl der 100-Kilo-Goldmünze

aus dem Bode-Museum benutzt worden

sein.

Für die Sicherung der Belziger und

der Cecilienstraße sind laut Innenverwaltung

ein Wachschutzunternehmen

aus Friedrichshain und eines

aus Leipzig zuständig.

TomSchreiber fordertSofortmaßnahmen

zur Sicherung der Dienststellen.

„Wenn Personen aus der Organisierten

Kriminalität an den Tatfahrzeugen

Spuren beseitigen können,

dann läuft etwas gewaltig schief

und untergräbt die behördlichen Aktivitäten

zur Bekämpfung der Organisierten

Kriminalität“, sagt er.

Zuletzt drangen in der Nacht zum

9. Januar Unbekannte an der Cecilienstraße

ein und versuchten, Buntmetall

zu stehlen. Polizisten konnten

sie verjagen. (kop.)

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Geschäfts-Nr. EL190204-L: Am 19.02.2019 ist mit letztem Wohnsitz in Zürich

gestorben:

Karin Irmgard Pauli geb. Weise, geboren am10.02.1939, von Vechigen BE,

Tochter des Herbert Weise, geboren am 6. November 1910 und der Irmgard Lina

Heinevetter,geboren am 18.November 1913.

Mit Urteil vom 10. Dezember 2019 wurden die Testamente der verstorbenen Person

durch die Anmeldestelle eröffnet.

Diese Auskündigung richtet sich an die nicht bedachten gesetzlichen Erben aus der

elterlichenVerwandtschaftder verstorbenen Person.

Die testamentarisch eingesetzten Erben haben das Recht, einen Erbschein zu verlangenund

über dieErbschaft zu verfügen,falls diegesetzlichen Erbender verstorbenen

Person dagegen nicht opponieren und innert einer Frist von einem Monat beim Einzelgericht

Erbschaftssachen (Adresse siehe unten) schriftlich Einsprache gemäss Art.

559 ZGB erheben. Mit der Einsprache haben die gesetzlichen Erben ihre Verwandtschaft

zur verstorbenen Person nachzuweisen. Sie haben das Recht, beim Einzelgericht

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14 * Berliner Zeitung · N ummer 21 · 2 5./26. Januar 2020

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Berlin

Frust in Franken

SPD-Klausurtagung in Nürnberg: Fraktionschef Raed Saleh greift den grünen Koalitionspartner frontal an

VonMelanie Reinsch, Nürnberg

Es war eine Attacke mit Ansage.

Als „Aufschlag“ hatte

sie der Fraktionsvorsitzende

der SPD,Raed Saleh,

im Programm angekündigt. Dabei

habe er die Grünen zum Auftakt der

Klausurtagung in Nürnberggar nicht

angreifen wollen, erzählte er anschließend.

Man kann resümieren:

Hatnicht geklappt.

Jedenfalls bekamen Wirtschaftssenatorin

Ramona Pop, Verkehrssenatorin

Regine Günther und auch

Friedrichshain-Kreuzbergs Baustadtrat

Florian Schmidt gleich zu

Beginn der drei Tage von Nürnberg

ihr Fett weg. DieGrünen würden die

Stadt spalten, so Saleh, in diejenigen,

die mitzögen, und diejenigen, die

das nicht täten. Die Grünen, so Saleh,

hätten „ihren Zenit überschritten“.

„Die beste Form ist die Aufklärung,

man muss die Menschen überzeugen,

das Auto stehen zu lassen“,

führte Saleh aus. Verkehrssenatorin

Günther solle das tun, für was sie

auch gewählt wurde, zum Beispiel

Radwege bauen.

Einmal in Fahrt, legte Saleh nach:

Es sei „verlogen und heuchlerisch“,

wenn man die Menschen dazu auffordere,

ihr Auto stehen zu lassen,

und gleichzeitig die U-Bahnlinie 8

Angriffslustig in Nürnberg: Raed Saleh.

„Die Grünen haben ihren Zenit überschritten.

Die beste Form ist die Aufklärung,

man muss die Menschen überzeugen,

das Auto stehen

zu lassen.“

Raed Saleh, Fraktionsvorsitzender der SPD, ist mit der Verkehrs- und Wirtschaftspolitik

seines grünen Koalitionspartners unzufrieden –und lässt es diesen wissen.

IMAGO IMAGES

nicht bis zum Märkischen Viertel

ausbauen wolle.„Dasist keine grüne

Politik, das ist ideologisch, das ist

naivePolitik“, polterte Saleh.

Aktuell erarbeitet die Senatsverkehrsverwaltung

Machbarkeitsstudien

für den Ausbau der U6, der U7

und der U8. In Kürze sollen die Ergebnisse

der Studien zu Technik und

Kosten präsentiert werden. Die Bewertung

der ersten drei Studien wird

die Verwaltung bis März abschließen,

dann wird inKoalition und Senat

das weitere Vorgehen besprochen.

„Richtig ist aber auch, dass der

U-Bahn-Bau die Straßenbahn nicht

ausbremsen darf“, sagte ein Sprecher

Günthers der Berliner Zeitung.

„Gerade auch die Tram muss beschleunigt

vorangetrieben werden,

damit die Verkehrswende vorankommt,

um schneller und günstiger

Alternativen zum privaten Auto anbieten

zu können – und die CO 2 -

Emissionen im Verkehrssektor endlich

zu senken.“

Von Pop erwarte Saleh, dass sie

als Wirtschaftssenatorin agiere und

nicht als „Vorsitzende der Grünen“.

„Liebe Ramona, du bist Wirtschaftssenatorin,

bekenne dich zur IAA“,

rief er in den Saal, wohlwissend, dass

die Angesprochene nicht da war.

Man müsse „raus aus der Bonsai-

Liga“, müsse endlich groß denken.

Dafür lobte Saleh Regierungschef

Michael Müller (SPD), der Pop bei

der Bewerbung für die Internationale

Automobilausstellung „erst gar

nicht gefragt hatte“. Am Donnerstag

hatten sich Müller und ein vierköpfiges

Team für die IAA beworben. Die

Messe soll nach Berlin kommen.

Auch für das Karstadt-Neubau-

Projekt am Hermannplatz, das Baustadtrat

Florian Schmidt zunächst

verhindernwollte,solle Popsich einsetzen.

Ihn nerve die „Gutsherren-

Art“ des Baustadtrats,sagte Saleh.

Am Nachmittag referierte Innensenator

Andreas Geisel (SPD) zum

Katastrophenschutz, wozu gerade

an einem Gesetz gearbeitet werde.

Der Stromausfall in Köpenick voriges

Jahr sei ein „Warnschuss“ gewesen,

hier habe man erleben können,

wo die Probleme liegen, so Geisel.

Diese zu lösen, koste auch Geld,

sagte Geisel und warb bei den Abgeordneten

um Unterstützung. „Naturkatastrophen

sind real. Angriffe

auf Netzesind real“, sagte Geisel.

TRAUERANZEIGEN

Je lebendiger und voller

die Erinnerung,

desto schwerer ist die

Trennung.

Nach langer, geduldig und voller Hoffnung ertragener schwerer Krankheit verstarb

mein geliebter Mann

Manfred Letsch

Journalist

*6.September 1938 †18. Januar 2020

Ella-Kay-Str. 8,10405 Berlin

Maik Hamburger

Dramaturg ·Übersetzer ·Publizist

*12.02.1931 †16.01.2020

In Liebe und Dankbarkeit

Deine ganze Familie

Aber die Dankbarkeit

verwandelt die

Erinnerung in eine

stille Freude.

Wirsind vollerTrauer

Im Namen aller Angehörigen

Monika Letsch

Man trägt das

vergangene Schöne wie

ein kostbares Geschenk

in sich.

D. Bonhoeffer

Die Trauerfeier und Urnenbeisetzung finden amFreitag, dem 21. Februar 2020, um

10.00Uhr, auf demAuferstehungs-Friedhof,Indira-Gandhi-Str. 110, statt.

Wir nehmen Abschied von

Isot Wöltge

geb. 03.09.1941

gest. 17.01.2020

Dr. Herbert Wöltge

mit allen Kindern

und Enkelkindern

Am 18. Januar 2020 ist unsere liebe Mama,

Omama und Schwiegermama

GERDA HEMZAL

im 93. Lebensjahr verstorben.

Wir haben Dich für immer lieb.

Georg, Catharina, Josefine, Marion und Sabine

Die Beisetzung findet am 4. Februar 2020 um 11.00 Uhr

auf dem Friedhof in Berlin-Adlershof statt.

Voller Dankbarkeit nehmen wir Abschied von unserem

Vater, Bruder, Schwiegervater, Opa und Vetter

Dr. med. vet. Hans-Werner Fuchs

7. 4. 1936 13. 12. 2019

Mathias, Katrin, geb. Rudel, Johannes Malte Fuchs

Friedrich-Wilhelm Fuchs

Dr. med. Dieter Möller und Familie

Die Trauerfeier findet am 13. Februar 2020, 11.00 Uhr auf dem Evangelischen Friedhof

Karlshorst, Robert-Sievert-Straße, imFamilien- und Freundeskreis statt.

Die Beisetzung der Urne erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt inRostock.

Traueranzeige

Das schönste, was ein Mensch

hinterlassen kann, ist ein Lächeln im

Gesicht derjenigen, die anihn denken.

Geliebt undunvergessen

Heinz

Keßler

wäre am 26.Januar2020

100Jahre altgeworden.

Dr.Frank-Ulrich Keßler

fürdie ganzeFamilie

Wir nehmen Abschied von unserer Mutter und Oma

Helga Cramer

22.03.1935 15.12.2019

Hans-Jürgen Cramer

Andreas Cramer

im Namen aller Angehörigen

Die Beisetzung findet am 07.02.2020, 10.00 Uhr

auf dem Parkfriedhof Marzahn statt.

Anzeigenannahme: (030) 2327-50


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16 Berliner Zeitung · N ummer 21 · 2 5./26. Januar 2020

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Wegen der großen Zahl der Zuschriften

ist es uns leider nicht möglich, alle Briefe zu

beantworten oder abzudrucken.

Die Redaktion behält sich das Recht

sinnwahrender Kürzungen vor.

Für soziale und intellektuelle

Stilsicherheit im Winter

Berlin: „Schaubühnenstar LarsEidinger

hat mit Philipp Bree die erste urdeutsche

Kulttasche entworfen“ von

Margit J. Mayer

(17. Januar)

Oh mein Gott, wie stylish, der Lars

Eidinger, mit der selbstdesignten

LE 1, der Leder-Fruhtrunk-Aldi-Tüte

für nur 550 Euro! Das Ganze edel im

Obdachlosen-Chic auf der Straße,

vor zwei Schlafsäcken aus Frosch-

Oberschenkel-Leder mit Kolibri-

Daunenfüllung für 28 530 Euro, veredelt

mit einem Hauch Parfum für

19 360 Euro! Dazu zwei leere Bierflaschen

Schorschbock 57% 0,33l, die

volle Flasche für 199,00 Euro!Was für

eine soziale und intellektuelle Stilsicherheit

in der Winterzeit in Berlin

mit Wohnungsnot und Obdachlosigkeit.

Egal, ob man Obdachlose und

ihre Gerüche und Armseligkeiten in

U-Bahnen, Bahnhöfen und unter

Brücken liebt.

Wilfried Pautzke, per E-Mail

Der Volkssportwar in

der DDR sehr verbreitet

Meinung/Zitat: „In der DDR konnte

man selten Sportineiner Sportstätte

machen, wenn man nicht olympiaverdächtig

war“ von Angela Merkel

(22. Januar)

In der DDR konnten fast alle Menschen

für sehr wenig Geld Sporttreiben.

Es gab kaum Beschränkungen,

um im Freien oder in Hallen Sportzu

betreiben. Der Volkssport war sehr

verbreitet und wurde vomStaat und

den Betrieben usw.sehr unterstützt.

Peter Borchert, per E-Mail

Tennisplätze, Stadien und Bolzplätze

wurden im Winter gespritzt, damit

Kinder kostenlos Schlittschuh laufen

konnten. Alle unsere Kinder betrieben

Sport, zu gar keinen Kosten oder

nur Pfennigen.

Chris Jurscha, per E-Mail

Mein Sohn war in einer ganz normalen

Sportgemeinschaft zum Rudern

und beim Hockey.

G. Koch, per E-Mail

EinigeKlicks auf der Smartphone-App –dann kommt der Einkauf ins Haus.

Einkäufe: Online oder zu Fuß?

Facebook: „Jetzt auch bei Lebensmitteln: Onlinehandel wächst ungebremst“

(23. Januar)

Ich selbst bestelle meinen Einkauf für die Woche für Freitagabend. So

spare ich mir am Samstag den Tumult beim Einkauf und habe mehr

Zeit für meine Familie. Amelie Eisentorff

GETTY IMAGES/STOCKPHOTO

Soll jeder machen, wie er/sie es möchte.Ich persönlich versuche,möglichst

oft per Fahrrad oder zu Fußeinkaufen zu gehen. DerUmwelt zuliebe

eine gute Sache. Janett Ri

Bedeutet aber auch, dass die Straßen durch den zusätzlichen Lieferverkehr

immer verstopfter werden. Erika Schlenzig

Ich bestelle ausschließlich nur noch online. Nicht nur günstiger, sondernwirdauch

megaschnell geliefert! Moritz Nehm

Diese Demokratie haben wir uns herbeigesehnt und erkämpft

Magazin: „Der menschliche Makel“

von Sabine Rennefanz

(18. Januar)

Sie postulieren darüber, dass der

Ostler sich anpassen musste an die

vorhandene Demokratie des Westens.

Diese Demokratie, die Sie als

westdeutsche Übernahme titulieren,

diese Demokratie haben wir uns

herbeigesehnt und erkämpft. Wir

wollten keine alimentierten D-

Mark-Argumente, wir wollten Freiheit.

Alles andere, was mit Freiheit

und Selbstbestimmung übereingeht,

liegt in der Sichtweise jedes einzelnen

Menschen. Jeder muss sein Leben

selbst in die Hand nehmen!

Diese menschliche Herausforderung

beherrschen viele nicht, ob im alten

Osten oder im alten Westen. Auch

Menschen in Oberhausen, Recklinghausen,

Bremen oder in Ostbayern

mussten mit erheblichen Einschränkungen

durch Deindustrialisierung,

schlechte Industrieinfrastruktur und

Arbeitsplatzverlust durch Umbau

und den Wegfall vonZehntausenden

Arbeitsplätzen durch Zechenschließungen,

den Verlust von Stahlwerken

mit allen dafür notwendigen Zulieferbetrieben

leben und sich neu

im System orientieren.

Karsten Siegismund, Bernau

Warum benötigt man 30 Jahre, um

auf diese Zusammenhänge zu kommen?

Das hätte schon lange ausgesprochen

werden müssen. Es passt

natürlich nicht zur Politik. Da ist ja

alles schlecht, was aus der DDR

kommt.

Bodo Kapitän, per E-Mail

Daspasst sehr zu dem, was wir in Gesprächen

mit Menschen auf Radtouren

durch zum Teil wunderschöne,

aber entvölkerte ehemalige DDR-

Regionen erfahren haben. Und es

passt leider auch zu den Gruppen

junger Männer, die sich mit „Sieg

Heil“-Rufen auf der Straße begrüßt

haben. An denen haben wir uns eingeschüchtert

vorbeigedrückt, in der

Hoffnung, nicht bemerkt zu werden.

Das, was Sie über das „Fake-Angebot“

rechter Parteien an diese frustrierten

und wütenden jungen Männer

schreiben, trifft den Nagel auf

den Kopf. Bleibt nur die Frage, wie

sich das verändern ließe? Was hat

schon so eine Zugkraft und tröstet

das gekränkte männliche Ego vordergründig

so wirksam wie die Zugehörigkeit

zu anderen Machos, die

sich gemeinsam noch stärker fühlen?

Nicht umsonst passiert das gerade

leider weltweit!

Lydia Olbrich-Geuter,per E-Mail

Leider waren sehr sehr viele so

dumm, genau nur diese D-Mark haben

zu wollen. Ich sehe noch die

Menschenmenge vor mir, die am

11.11. hinter der Bösebrücke die

Arme ausgestreckt hat, weil von einem

Kaisers-Auto kostenlos Bananen

und Kaffee verteilt wurden. Das

bei vielen der Denkansatz „uns muss

doch jemand helfen..“ da war, ohne

bereit zu sein, sich persönlich zu engagieren,

ist ein Fakt, den ich selbst

erlebt habe. Nicht so ein pauschales

Westdeutschen-Bashing. Keine

Überraschung war die Entindustrialisierung

der ostdeutschen

Länder.Das ist das Wesen dieser Gesellschaftsform

–der Reiche, Mächtige

hat das Sagen.

Wolfgang Dietrich, per E-Mail

Wieso brauchen wir eine neue feministische

Revolution in Ostdeutschland?

Diehaben wir doch längst. Die

ostdeutschen Frauen haben sich auf

ihren Weggemacht und sind Gewinnerinnen.

Ichschlage die Emanzipation

des Mannes vor. Damit die übrig

gebliebenen Männer nicht auf die

Dumpfbacken der AfD und auf die

dümmliche Macho-Manier à la

Trump, Putin & Co reinfallen,

braucht es andereAngebote,sich als

gebraucht, nützlich und selbstwirksam

zu erfahren. Diese können nur

vonanderen Männernkommen, reifen,

klugen, eben emanzipierten

Männern.

Susanne Saftien, Berlin-Pankow

Die Begleitumstände des

Tesla-Projekts nicht beachtet

Brandenburg: „Tesla-Factory: Offener

Brief an Woidke“ v. Jens Blankennagel

(24. Januar)

Die ganze Diskussion für und gegen

Tesla erinnert mich an die Vorgänge

vor 20 Jahren, als sich Grünheide

Hoffnung auf BMW machte.Damals

wie heute gab es Entscheidungen,

die im stillen Kämmerlein getroffen

wurden. Wenn es dann öffentlich

wird, wundern sich die Entscheider,

dass sich Unmut regt. Ichfinde innovative

Technik und Arbeitsplätze

auch gut. Sie können der Umwelt

nutzen und dem Einzelnen einen

Lebensstandard sichern. Aber ich

sehe zum jetzigen Zeitpunkt nicht,

wo die Fachkräfte in Brandenburg

sind, denn dieser Mangel wird auch

von den dortigen Politikern beklagt.

Die Fachkräfte können sich auch in

angrenzenden Gemeinden ansiedeln,

um mit dem Fahrrad zur Arbeit

zu fahren. Dann brauchen sie aber

Wohnraum, der nicht da ist. Wenn

dieser gebaut werden soll, dann

müssen wohl noch ein paar weitere

Hektar Wald fallen. DasDilemma an

dem Projekt ist, dass es sehr groß gedacht

ist, aber die Begleitumstände

nicht beachtet werden. Das erzeugt

Unmut und Widerstand.

René Gromotka, per E-Mail

Im Gigawald passiert schon Blauäugiges,

wenn ohne unterschriebenen

Kaufvertragderartige Eingriffe in die

Natur vorgenommen werden. Noch

dazu, wenn die Wasserprobleme ungeklärt

sind und die Gefahr besteht,

dass die Arbeitsplätze nicht durch

Brandenburger und Berliner besetzt

werden. Viel schlimmer ist aber,dass

ein derartgigantisches Werk für Batterie-Pkw

überhaupt in Angriff genommen

wird. Nichts ist für den Antrieb

der Zukunft entschieden. So ist

es ein Skandal, was gegenwärtig in

Grünheide voreilig passiert.

Hans Sandlaß, Berlin-Köpenick

Schon seit der ersten Information

über das Ansinnen von Herrn Elon

Musk habe ich inständig gehofft,

dass die Regierenden in Brandenburg

nicht vorschnell, nicht leichtfertig,

nicht ohne gewissenhafte und

nachhaltige Prüfung aller Aspekte

entscheiden. Doch man lässt sich

blenden, bestechen, kaufen! Hier

wird anallem vorbeiregiert! Auf der

anderen Seite wird gelabert und

beim Bund um Milliarden gebettelt,

um die Lausitz zu retten. Wo soll

man, nach all den Jahren mithirnrissigen,

kurzsichtigen Fehlentscheidungen

(z. B. Abriss von Wohnbauten,

Flughafen nicht in Sperenberg),

noch Hoffnung auf Vernunft, Sachverstand

bei Verantwortlichen in

Parteien und Regierung hernehmen?

Regina Müller,per E-Mail

Absonderlich mutet mir der Jubel

über die geplante Ansiedlung von

Tesla inBrandenburg an. Auch dort

sollen ja SUVs hergestellt werden.

Elektrische, deren Annäherung man

als Fußgänger nicht einmal hört.

Sind elektrische SUVs besser als andere?Wird

man damit eventuell ökologisch

korrektüberfahren?

Rolf Schneider,

Berlin-Baumschulenweg

Biowetter:

Belastung

Bluthochdruck schwach

Kopfschmerzen schwach

Konzentration

keine

Rheumaschmerzen schwach

Atemwegsbeschwerden schwach

Pollenflug:

Hasel

Erle

Pappel

Weide

BERLIN UND BRANDENBURG WETTERLAGE R EISEWETTER

Heute klettern die Temperaturen auf Wertevon 4bis 6Grad. Dazu bleibt

der Himmel meist bedeckt. An wenigen Stellen fällt zudem Nieselregen.

Der Wind weht schwach aus westlichen Richtungen. In der Nacht gibt es

zwar ein paar Sterne zu sehen, stellenweise ist die Wolkendecke jedoch

geschlossen, und die Tiefsttemperaturen sinken auf 1bis minus 1Grad.

schwach

schwach

keine

keine

Gefühlte Temperatur: maximal 3Grad.

Wind: leichter Wind aus West.

Wittenberge

2°/6°

Min./Max.

des 24h-Tages

Brandenburg BERLIN

-1°/4° 1°/5°

Luckenwalde

-2°/5°

Cottbus

-2°/6°

Sonntag

Montag

Dienstag

stark bewölkt wolkig Regen

0°/4° 1°/9° 3°/9°

Prenzlau

3°/5°

Frankfurt

(Oder)

1°/4°

Tiefer Druck über der Biskaya und der Iberischen Halbinsel sowie über Nordwestrussland

lenkt jede Menge Wolken nach Mitteleuropa, örtlich begleitet von

etwas Regen. Hoher Luftdruck behält mit Sonnenschein die Oberhand zwischen

dem westlichen Schwarzmeerraum und dem südöstlichen Mittelmeerraum.

Köln

-2°/6°

Sylt

3°/5°

Saarbrücken

0°/7°

Hannover

0°/5°

Konstanz

2°/6°

Hamburg

2°/5°

Erfurt

-3°/4°

Frankfurt/Main

-1°/5°

Stuttgart

0°/8°

Rostock

5°/6°

Magdeburg

-1°/5°

Nürnberg

-2°/4°

München

2°/8°

Rügen

4°/5°

Dresden

-3°/5°

Deutschland: Heute scheint teilweise

die Sonne bei wolkigem bis stark bewölktem

Himmel. Ihre Höchstwerte

erreichen die Temperaturen mit 4bis

8Grad. Die niedrigsten Wertesind

bei 3bis minus 3Grad anzutreffen.

Der Wind weht schwach aus West.

Morgen kommt die Sonne nur gelegentlich

durch. Der Himmel ist wolkig

oder stark bewölkt. Dabei sind die

Temperaturen bei maximal 3bis

9Grad anzutreffen, und der Wind

weht nur schwach aus südlichen

Richtungen.

Schneehöhen:

Thüringer Wald bis 40 cm

Harz bis 5cm

Erzgebirge bis 35 cm

Bayerische Alpen bis 190 cm

Mondphasen: 02.02. 09.02. 15.02. 23.02.

Sonnenaufgang: 07:59 Uhr Sonnenuntergang: 16:38 Uhr Mondaufgang: 08:38 Uhr Monduntergang: 17:06 Uhr

Lissabon

15°

Las Palmas

19°

Madrid

10°

Reykjavik


Dublin


London

10°

Paris


Bordeaux

14°

Palma

16°

Algier

22°

Nizza

13°

Trondheim


Oslo


Stockholm


Kopenhagen


Berlin


Mailand


Tunis

18°

Rom

15°

Warschau


Wien

4° Budapest


Palermo

17°

Kiruna

-12°

Oulu

-2°

Dubrovnik

14°

Athen

14°

St. Petersburg


Wilna


Kiew


Odessa


Varna

10°

Istanbul

11°

Iraklio

16°

Archangelsk

-10°

Moskau


Ankara


Antalya

15°

Acapulco 33° sonnig

Bali 24° Gewitter

Bangkok 31° heiter

Barbados 27° sonnig

Buenos Aires 35° sonnig

Casablanca 16° Schauer

Chicago 4° Regen

Dakar 28° wolkig

Dubai 21° heiter

Hongkong 22° Schauer

Jerusalem 7° sonnig

Johannesburg 28° bewölkt

Kairo 15° sonnig

Kapstadt 24° wolkig

Los Angeles 22° heiter

Manila 31° bedeckt

Miami 25° heiter

Nairobi 26° Schauer

Neu Delhi 21° sonnig

New York 12° Regen

Peking 4° sonnig

Perth 34° heiter

Phuket 33° wolkig

Rio de Janeiro 26° wolkig

San Francisco 16° bewölkt

Santo Domingo 26° heiter

Seychellen 30° Gewitter

Singapur 35° wolkig

Sydney 27° Schauer

Tokio 10° bedeckt

Toronto 5° Regen


Berliner Zeitung · N ummer 21 · 2 5./26. Januar 2020 – S eite 17

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Berlin

AM WOCHENENDE

Großer Auftritt: Carina Kühne

spielt im Grips-Theater

Schönes Wochenende Seite 19

Mit dem Mut des Flohs: Paul Linke

traut sich von der Skisprungschanze

Berlin bewegt sich Seite 20

Moderne

Mezze

Früher musste man für einen

guten Türken in denWesten

der Stadt reisen: nach Charlottenburg,

Kreuzberg oder

in den Wedding, in die typischen

Einwanderer-Kieze. Allerdings

schien die dortige türkische Küche

lange Zeit wie konserviert. Man bekam

sie am Spieß im Grillrestaurant-

Look, als Döner an der Imbissbude

und –eher selten –als gehobene Küche

im Orienttraum.

Eine zeitgemäße Version der türkischen

Küche ließ jedoch auf sich

warten. In Istanbul speisten junge

Türken und Touristen längst ihren

Oktopus auf handgemachter Keramik

und mit korrespondierenden

Weinen.

Es gab Laborküchen,

in denen

mit Bulgur-Eis experimentiert

wurde,

und Küchenchefs,

die jahreszeitlich inspirierte

Menüs mit

regionalen Produkten

servierten.

Dieses progressiv-lässige

Istanbul-

Feeling schaffte es

schließlich doch

nach Berlin. Vorreiterinnen waren

Lale Yanik und Arzu Bulut, die vor

acht Jahren in Prenzlauer Berg das

Restaurant Osmans Töchter eröffneten.

Als Gastgeberinnen wollten Bulut

und Yanik mit Klischees aufräumen.

Ich war leider schon länger nicht

mehr dort essen, die Mezze mit modernem

Twist, etwa Linsenbällchen

mit Granatapfelsirup, sind mir aber

noch gut in Erinnerung. Ich habe

mich also gefreut, dass die beiden

Gastronominnen nun auch im Westen

der Stadt eine Dependance aufgemacht

haben. In Charlottenburg

ist für moderne türkische Küche definitiv

noch Platz.

DieKarte ist in beiden Läden, soweit

ich es überblicke,fast identisch.

Sie unterscheidet zwischen kalten

und warmen Mezze, die man am

besten teilt und die sehr schön präsentiertwerden.

Meine Erwartungen

waren hoch und wurden –was das

Essen angeht –nicht enttäuscht.

DerneueLaden ist etwas weniger

farbenfroh, dafür edler und mit einer

Prise hübscher Ironie eingerichet.

DerPerserteppich ist auf den Betonfußboden

aufgemalt. Man sitzt auf

Design-Stühlen, allerdings sehr eng,

und das Restaurant scheint extrem

gut besucht. Eine Kollegin, die mich

begleitet, erzählt, dass sie beim letzten

Malnach zwei Stunden aufgefordert

wurde, den Platz für die nächsten

Gäste zu räumen. Doubleseating,

der unschöne Trend aus den

USA, ist zum Glück noch nicht hier

AUFGETISCHT

Tina Hüttl

warimOsmans Töchter (West).

angekommen. Dieses Maldürfen wir

so lange sitzen, wie wir wollen. Bei

einemKonzept, das darauf ausgelegt

ist, mehrereTellerund Schalen in der

Runde zu teilen, sollte das auch zu

erwarten sein.

Der Hummus, auf den ich beim

Türken eigentlich nie verzichte,

schmeckt solide, aber bekannt. Die

Grundzutat Tahin ist dezent, umso

besser kommen die Kichererbsen

heraus. Neu präsentiert sind dagegen

die Weinblätter. Neben Reis, Pinienkernen

und Korinthen werden

auch Sauerkirschen für die Füllung

verwendet. Das ergibt eine gute Balance

zwischen fruchtig-säuerlich

und süßlich-würzig,

was auch von Gewürzen

wie Piment,

Minzeund Zimt herrührt.

Die beste

Empfehlung ist jedoch

Ahtapot Tava,

ein im Tontopf servierter

Oktopus, der

in Rotwein, Paprika,

Chili, Zimt, Limette

und Kreuzkümmel

geschmortwird, was

eine unglaublich intensive

und doch

säuerlich-leichte Soße ergibt.

Das hätte ich gern allein als

Hauptgericht gegessen, mit einer

anderen Beilage als Pitabrot. Doch

auch die Teller, die wie Hauptgerichte

klingen –etwa eine türkische

Version vom Kalbstafelspitz mit geschmorten

Zwiebeln und Datteln auf

Zitronen-Kartoffelpüree – sind wie

Vorspeisen bemessen. Verschiedenes

zu teilen und zu snacken, macht

zwar viel Spaß, vielleicht ist die Zeit

aber reif, erwachsener zu werden

und Hauptgerichte sowie ein richtiges

Menü anzubieten, das die klare

Handschrift eines Kochs trägt.

Denn als Gast will man ja nicht

zuletzt auf die Reise des Kochs mitgenommen

werden. Ich bin sicher,

die zeitgenössische türkische Küche

hat noch viel mehr zu bieten, als wir

hier kennen.

OsmansTöchter (West), Wielandstraße38,

Charlottenburg,täglichvon 17 bis 24 Uhr.

Mezze kosten zwischen 4,50und 14,50Euro.

100 m

Leibnitzstr.

Wielandstr.

Kurfürstendamm

Kantstr.

Osmans Töchter (West)

Savignyplatz

CHARLOTTEN-

BURG

BLZ/GALANTY

Lange Zeit konnte in Berlin nicht so gespeist

werden wie im zeitgenössischen Istanbul.

Das hat sich geändert: Es gibt bereits die

zweite Dependance von Osmans Töchter

Familienausflug

Durcheinander

tanzen

VonBarbaraWeitzel

Dadenkt man, die Zeit der Musikvideos

sei vorbei – und zack!

stößt man im Netz auf eines, das so

komisch ist, dass es Kind und Mutter

gleichermaßen schüttelt vor Lachen.

In „Tanzsalat“ vonLisa Bassenge und

BorisMeinhold wirdman Zeuge einer

Hochzeit. Anfangs tanzen „alle so

quadratisch, zu viel Symmetrie“, wie

es im Text heißt. Aber dann rutscht

der Opaineiner PfützeCola aus,und

in Folge seines Sturzes landet eine

Essiggurke in Tante Annes Dekolleté,

Die Band nennnt sich „Eule und Lerche“, und die CD heißt: „Zacki Zacki!“

MILCHSALON

ein Lachs flutscht quer durch den

Raum, Ketchup spritzt aufs Brautkleid

–und zu unwiderstehlich groovigen

Rhythmen tun alle das,was die

Sängerin fordert: „Werft euch durcheinander,kommt

endlich in Fahrt.“

Dieser Aufruf wird auch live im

Privatclub erklingen, wenn die beiden

Künstler unter dem Bandnamen

„Eule und Lerche“ auftreten. Die

Jazzmusiker waren zuerst mit Beiträgen

bei der legendären CD-Reihe

„Unter meinem Bett“ dabei. Nunhaben

sie ihr erstes eigenes Album mit

Musik für Kinder aufgenommen –

die CD „Zacki Zacki!“ Die Erwachsenen

können überprüfen, ob sie noch

unquadratisch tanzen können.

Denn Stillhalten ist keine Alternative

bei dieser Musik, die nicht nur kleine

Leute glücklich macht.

Eule undLerche: Zacki Zacki! Konzert mit Lisa

Bassengeund BorisMeinhold.Privatclub,Skalitzer

Str.85–86 in Kreuzberg. Sa. 12 Uhr,Einlass

ab 11. Eintritt: 17, Kinder 13 Euro.Ab4Jahre


18 Berliner Zeitung · N ummer 21 · 2 5./26. Januar 2020

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Schönes Wochenende

WEINKUNDE

FUNDSTÜCKE

VonOlgaBobileva

Haben Sie auchetwas Neues in derStadtentdeckt?

Bitte schreiben Sie uns an: berlin.fundstuecke@dumont.de

VonRomana Echensperger

IMAGO IMAGES/JAKOB HOFF

IMAGO/PANTHERMEDIA

Hinter Horitschon

geht’sweiter

Wer vonWien aus zum Neusiedler Seefährt, landet im

WinzerortGols.Berühmte Weingüter reihen sich hier

aneinander,man speist in schicken Restaurants und nächtigt

in durchdesignten Hotels.Nach Horitschon im Mittelburgenland

ist der Wegviel weiter.Kaum ein Tourist verirrtsich hierher.Der

Lebensrhythmus ist weniger aufgeregt. Auch weil

man hier an der GrenzezuUngarnlebt, wo noch vorgar nicht

langer Zeit dieWelt am EisernenVorhang endete.Eswar buchstäblich

das hinterste EckÖsterreichs.

Dorthat FranzWeninger im Jahre2000 dasWeingut vonseinem

Vater übernommen und seitdem viel verändert. Sein

Weinbau- und Kellertechnikstudium hat er an der Fachhochschule

Klosterneuburgabsolviertund ist dann auf Wanderschaft

gegangen. DerWeg führte ihn auch nach Kalifornien.

Dortist ihm aufgefallen, dass die Winzer oftmals einen Weinstil

nur kopieren. DieRotweine waren nach Bordeaux-Vorbild

bereitet, und Chardonnay sollte nach Burgunder schmecken.

„Ich dachte erst, Gott sei Dank, ich habe mein Weingut in Europa,

da ist das ja alles anders“, sagt Franz Weninger.Als er allerdings

nach Hause kam, sah er,dass sein Vater im Keller die

gleichen Hefen, Enzyme und Tannine der gleichen Firmen zusetzte

wie die Kollegen in Kalifornien. Einstaatlich finanzierter

Önologe hatte die Winzer im Burgenland dahingehend beraten

und ihnen sein Rezept für „modernen Wein“ übergestülpt.

Franz Weninger wollte das nicht.

Dererste Schritt war es,die Weine wieder mit Naturhefen

und ohne Zusätzezuvergären. Aufder Suchenach individuelleren

Weinen stellte er auf biologische und dann auf biologisch-dynamische

Wirtschaftsweise um. Auch an der Weinstilistik

hat er gearbeitet. „Mein Großvater hat die Rotweine nur

kurzmazerieren lassen und dann im großen Fass ausgebaut“,

erklärter. „Soentstanden leichte,süffige Rotweine.“ Nach dem

Weinskandal in den 80er-Jahren wollte man davon weg. Qualität

wurde mit alkoholischer Schwereund Konzentration

gleichgesetzt. Er ging wieder einen Schritt zurück und erzeugt

heute nach seinen Ideen einen Blaufränkisch. Besonders gelungen

ist der Rotwein aus der Lage Hochäcker. „Hier ist es etwas

wärmer und der Boden fetter,die Weine haben so etwas

herrlich Saftiges,“ erzählt er.Inder Tatverströmt der Wein einen

intensiven Duft vonKirschfrucht, Hagebutte,Walderdbeeren,

Minzeund pfeffriger Würze.Der Wein ist trocken und

verfügtüber die für Blaufränkisch so typische erfrischende

Säure. Feiner Gerbstoffbiss,mit 12,5 Prozent Alkohol mittelkräftig

und ein langer Nachhall runden den Hochäckerab. So

schmeckt also Blaufränkisch aus Horitschon.

2017Hochäcker Blaufränkisch WeingutFranz Weninger,Burgenland, 12 Euro,

www.weinfurore.de

Shop

Gänzlich

natürlich eingeseift

Mit circa 1,8 Quadratmeternist die Haut unser größtes Organ.

Wir hegen und pflegen, sie und doch ist sie mal zu

trocken oder gereizt. Washelfen könnte, sie zu regenerieren

und mit Feuchtigkeit zu versorgen –und gleichzeitig gut für die

Umwelt ist –, sind zum Beispiel Naturseifen. Ganz besondere

dieser Artgibt es bei 1001 &1Seife in Karlshorst. Seit 20 Jahren

stellen Xenia Trost und ihr Team in ihrer Berliner Manufaktur

in liebevoller Handarbeit Naturseifen auf Basis nachwachsender

Pflanzenöle her, die rückfettend sind und damit die Haut

pflegen. Die Naturseifen sind gänzlich plastikfrei, vegan, biologisch

abbaubar und werden in Papier verpackt, das vonBerliner

Künstlernentworfen wurde.Die Produkte tragen besondere

Namen wie Stutenmilch-Seife (mit Nachtkerzenöl) oder

Sonnenenergie-Seife (mit Sanddorn). Zudem sind Seifen zum

Haarewaschen, Rasierseifen wie Tabula Rasa, Badeschokolade

und Parfums im umfangreichen Sortiment.

1000 &1Seife Ehrenfelsstraße9,Karlshorst. Di–Fr 12–18Uhr,Sa11–15 Uhr

Festival

Ein Stückchen Japan in

der Urania

Träumen Siedavon, mal nach Japan zu reisen und sind fasziniert

von der Kultur und Kulinarik des sogenannten

Landes der aufgehenden Sonne? Am Wochenende können Sie

in der Urania auf dem JapanFestival Berlin einen besonderen

Einblick in die bunte Vielfalt Japans gewinnen. 450 Künstler,

Musiker, Tänzer und Akteure präsentieren dabei ein buntes

Programm. Mit verblüffenden Performances begeistern zum

Beispiel die Taiko-Trommler vonTengu Daiko,Künstlerin Chihoko

zeigt traditionelle japanische Tänze. Daneben gibt es

eine Kimono-Präsentation sowie Kampfkunst-Darbietungen

vonAikido und Ju TaiJitsu. Auch die über 120 Aussteller haben

so Eeiniges in petto: japanisches Interieur, Mangas, Informationen

zur Heilkunst, Tourismus und japanische Köstlichkeiten

ergänzen das Angebot des Festivals.

JapanFestival Berlin Urania,Ander Urania17, Schöneberg.Sa–So ab 10–20/18

Uhr,Ticket ab 16 Euro

IMAGO IMAGES /AFLO

Markt

Antike Textilien für

Nostalgiker

Wessen Herz für antike Textilschätzeschlägt, der wirdsich

auf dem Antik-Wäschemarkt im Kulturhaus Centre Bagatelle

in Berlin-Mitte vermutlich wie im Paradies fühlen. Am

Sonnabend liegen dort auf diversen Verkaufstischen zahlreiche

textile Kostbarkeiten aus vergangener Zeit zum Verkauf.

Bereit, um aus der Vergessenheit und dem Dunkel der

Schränke und Schubladen wieder zum Einsatz zu kommen

und um Tische oder Kommoden zu schmücken. Im Angebot

finden sich alte, aber nicht minder hochwertige Bett-, Leiboder

Tischwäsche, Rolltücher, zarte oder imposante Sticktücher

sowie Küchentextilien aller Art wie beispielsweise Regalborten

und Überhandtücher.Eine weitereBesonderheit: Auch

Sachen aus besonderen Materialien wie Spitze–inklusiveKleidungsstücke

bis 1930 –sind auf dem Antik-Wäschemarkt erhältlich.

Also: Stöbernlohnt sich!

Antik-Wäschemarkt KulturhausCentre Bagatelle, Zeltinger Straße 6, Frohnau.

Sonnabend 11–16Uhr,Eintritt frei

Veggienale &FairGoods

Nachhaltige und

pflanzliche Alternativen

Wer auf tierische Produkte verzichtet oder sich gern über

den veganen Ernährungs- und Lebensstil informieren

möchte, findet auf der Veggienale &FairGoods Anregungen

und Antworten. Auf der Besuchermesse im Loewe-Saal dreht

sich nämlich alles um eine pflanzliche Ernährung und um

fairen Handel. Auf einem Marktplatz präsentieren zahlreiche

Aussteller ihre Produkte und informieren die Besucher über

die verschiedenen Facetten ökologischer Nachhaltigkeit wie

Upcycling, Fairtrade, ZeroWaste oder Eco Fashion. Daneben

gibt es zahlreiche Vorträge,Talks, Kochshows und Workshops

zum Thema Vielseitigkeit des grünen Lebens. Zwischendurch

kann man sich in der Foodarea mit Köstlichkeiten der veganen

Küche stärken. Übrigens: Für die Kleinen gibt es ein extra

Programm, damit keine Langeweile aufkommt.

Veggienale&FairGoods Loewe-Saal,Wiebestraße42, Mitte. Sa–So 10–18 Uhr,Tagesticket

8Euro, ermäßigt 6Euro

IMAGO/PANTHERMEDIA

WOHIN AM WOCHENENDE?

Mit

Alt-Berliner

Charme

Im Hotel Kastanienhof

taucht man in die

Kiezgeschichte des

Prenzlauer Bergs ein

VonIda Luise Krenzlin

Das Hotel Kastanienhof –eine Institution in der Kastanienallee.

BUSCH (2), LUCIUS

Wofindet man noch Berliner Originale?

Gerade in Bezirken wie

Prenzlauer Berg,woCafés,die Coffee

Heros oder Morning Glory heißen,

Coworking-Spaces und grelle, aber

austauschbare Pizza-Falafel-Sushi-

Läden um internationale Kundschaft

werben. Berliner Originale sind selten

geworden. Aber –und das ist ein Trost

–esgibt sie noch.

Im Kastanienhof sind gleich drei

Berliner Originale zu Hause. Otto,

Uwe und Maximilian Hauptmann,

Großvater, Vater und Enkel, betreiben

das Hotel und widmen sich liebevoll

der Geschichte ihres Kiezes an

der Kastanienallee.

Auch ohne Übernachtungswunsch

sollte man dem Hotel einen

Besuch abstatten und in der Restauration

Ausspanne im Souterrain in

die Geschichte des Prenzlauer Bergs

eintauchen. Eine Zeit wird lebendig,

in der es noch in fast jedem Parterre

einen Laden gab. Mehrere Apotheken,

Bäcker,Metzger und Hutmacher

existierten nebeneinander. Esist die

Zeit der Fuhrunternehmer. Pferdekutschen

zogen zur Jahrhundertwende

alles durch die Berliner Straßen.

Natürlich auch durch die Kastanienallee.

Särge zu Beerdigungen,

Bierfässer und Flaschen von den

Brauereien in die Schankwirtschaften,

es gab sogar Pferdeomnibuslinien.

Und weil Berlin immer enger

wurde, sich in den Hinterhäusern

mehrereFamilien kleine Wohnungen

teilten, fuhren die Berliner am Wochenende

gerne „ins Jrüne“, natürlich

mit dem Kremser und Kind und

Kegel. Die Hauptmanns sind engagierte

Hoteliers und Bewahrer ihrer

Geschichte, die eng verknüpft ist mit

derKastanienallee.Inder Ausspanne

hängen historische Fotografien an

den Wänden. Sie zeigen Menschen,

Geschäfte und Häuser. Alle aus der

Kastanienallee oder den benachbarten

Straßen. Dazu kommen alte Bierkrüge,Kleiderhaken,

Plakate aus dem

schräg gegenüberliegenden Prater.

EinSammelsurium an Eintrittskarten

aus alten Varietés und sogar eine originale

Bacigalupo-Drehorgel, die

1903 in einer Werkstattinder Schönhauser

Allee gebaut wurde. Wer ein

Faible für Alt-Berlin hat, sollte seine

Molle ruhigimKastanienhof trinken.

Mit etwas Glück trifft man auf Uwe

Hauptmann, der bereitwillig und begeistert

all den Sammlerstücken Leben

einhaucht. Mit ihren Geschichten.„Castorf,

der Eisenhändler“, auch

alte Werbeschilder hängen an den

Wänden. Albert Castorf ist gemeint,

der Urgroßvater des langjährigen

Volksbühnen-Chefs Frank Castorf.

Uwe Hauptmann, so scheint es,

kennt alle Kaufleute, Geschäftsleute

und Händler, die in den letzten 100

Jahren einen Laden in der Nähe hatten.

Im Frühstücksraum ist das Inventar

aus der längst geschlossenen

Restauration Tucholsky ausgestellt.


Berliner Zeitung · N ummer 21 · 2 5./26. Januar 2020 19

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Schönes Wochenende

STADT, LAND, MENSCH

Immer

Charakter

zeigen

KOCHSTUNDE

Rezept der Woche

Blumenkohl mit Masala

Carina Kühne wurde mit

dem Down-Syndrom

geboren. Trotz aller

Hindernisse hat sie es zur

erfolgreichen Film- und

TV-Schauspielerin

gebracht. Im Grips steht sie

nun erstmals auch auf der

Theaterbühne

VonDaniela Noack

Als Carina Kühne zur Welt

kam, betete ihre Tante,

dass der liebe Gott ihr eine

Gabe schenken möge. Die

Familie ist fest davon überzeugt,

dass ihr Gebet erhört wurde. Heute

ist die 34-Jährige mit Down-Syndrom

eine erfolgreiche Schauspielerin.

Dabei wollte sie eigentlich Kindergärtnerin

werden. 19 Monate assistierte

sie in einem Waldorfkindergarten

und beschäftigte sich mit

frühkindlicher Entwicklungspädagogik.

Die Arbeit machte ihr viel

Spaß. Doch auf einen Ausbildungsplatz

für ihren Traumberuf wartete

sie vergebens, weil sie nur einen

Hauptschulabschluss hatte.

„Als Mensch mit Down-Syndrom

musst du eben immer kämpfen“,

lautet Carina Kühnes Erfahrung.

Zwar hatte sie das Glück, eine Regelschule

besuchen zu können. Dort

machte ihr allerdings die Klassenlehrerin

das Leben schwer. Sie durfte

nicht an der Radfahrprüfung teilnehmen

und im Matheunterricht

nicht die gleichen Aufgaben machen

wie die anderen. In solchen Momenten

dachte sie immer: „Jetzt erst

recht! Ich will beweisen, dass ich etwas

kann.“

Dass sie etwas kann, wissen inzwischen

ziemlich viele. Der Film

„BeMyBaby“, in dem sie die Hauptrolle

spielt, wurde mehrfach ausgezeichnet.

ZurVorführung kam sie in

der Limousine und lief über den roten

Teppich. Nicht nur als Schauspielerin,

auch als Model stand sie

im Mittelpunkt. Weitere Anfragen

folgten. Sie spielte große Rollen in

Serien wie in „In aller Freundschaft“

oder „Die Bergretter“, und schließlich

bot ihr das Grips-Theater eine

Hauptrolle in dem Stück „Cheer Out

Loud!“ an. Da spielt sie eine Cheerleaderin

mit Down-Syndrom, die einen

vonder Pleite bedrohten Basketballverein

dank Inklusionsfördergeldernretten

könnte.

Warumnicht mal die Prinzessin spielen oder die böse Königin? Carina Kühne hat noch einiges vor.

Carina Kühne steht zum ersten

Mal vor Publikum im Rampenlicht.

„Ein Wahnsinnsgefühl“, sagt sie.

Lampenfieber kennt sie nicht. Dabei

verdankt sie ihre Karriere einem Zufall.

Die Regisseurin des Filmes „Be

My Baby“ hatte lange nach der passenden

Hauptdarstellerin gesucht

und schließlich Carina Kühnes

Homepage als Inklusionsaktivistin

im Internet entdeckt.

Trotz ihres Erfolges als Schauspielerin

engagiertsich die gebürtige Berlinerin,

die in der Nähe von Darmstadt

lebt, weiter für die Inklusion von

Menschen mit Behinderung. Wenn

sie in der Zeitung liest, die Betroffenen

würden unter ihrer Behinderung

leiden, wird sie fuchsteufelswild.

„Worunter wir wirklich leiden, ist die

Ablehnung der Gesellschaft und die

fehlende Chancengleichheit.“

Zu dem umstrittenen Bluttest auf

Down-Syndrom, der Kassenleistung

werden soll, hat sie eine klare Meinung:

„Der Test dient eindeutig der

Selektion. Die gab es schon unter

den Nationalsozialisten. Da galten

wir als ,lebensunwert‘.“ Schon jetzt

würden neun von zehn Föten mit

„Cheer Out Loud!“: Carina Kühne bei den Proben im Grips-Theater.

IMAGO

DANIELA NOACK

Down-Syndrom abgetrieben. Das

macht sie traurig. „Sind wir denn

wirklich so schrecklich?“, fragt sie.

Sie selbst ist mit sich und mit ihremÄußeren

zufrieden –bis auf ihre

Segelohren. „Was zählt, ist doch der

Charakter“, glaubt sie, egal, ob man

dick oder dünn, behindertoder nicht

behindertsei. Niehat sie sich als Außenseiterin

gefühlt. Nach wie vorhat

sie eher einen Freundeskreis von

Menschen ohne Behinderung.

Ohne Schauspielausbildung

durfte sie mit bekannten Regisseuren

wie Florian Henckel von Donnersmarck

arbeiten. Im Moment

nimmt sie Schauspielunterricht bei

Hans Hirschmüller, der einst mit

Rainer Werner Fassbinder gedreht

hat. „An den staatlichen Schulen

werden leider keine Schauspieler

mit Down-Syndrom akzeptiert“, bedauert

sie. Theater wollte Carina

Kühne schon immer spielen. In der

Schule war sie in einer Theater AG.

Für ihre berufliche Zukunft hat sie

noch einen Traum: „Mal eine Nicht-

Behinderte spielen. Die Prinzessin

oder die böse Königin. Oder auch

eine Tatverdächtige im Krimi.“

Cheer Out Loud! ab 14 Jahre

Sa, 25. Januar, 19.30 Uhr,Grips-Theater,

Altonaer Straße22, U-Bhf.Hansaplatz (U9),

10557 Berlin-Tiergarten

Chetna Makan ist eine vonjenen Food-Autorinnen, die erst

digitale Erfolge feierten und dann ein Buch schrieben. Auf

ihremYouTube-Kanal kocht die seit 2003 in Großbritannien lebende

Inderin Klassiker ihres Heimatlandes nach: Chapati, Biryani,

Aloo Paratha. In „Gesundes Indien“ (ars vivendi, 24

Euro)versammelt sie ihr Wissen nun für die analoge Welt. Vegetarier

dürfen sich freuen, denn Gemüsegerichte wie dieses

und Curry-Variationen stehen im Vordergrund, Hähnchen

und Fisch gibt es aber auch ab und zu auf den Teller. (sap.)

Zutaten

1ELSonnenblumenöl, 1TLSenfkörner

1TLKreuzkümmelsamen

1große Zwiebel, grob gehackt

2Knoblauchzehen, fein gehackt

1cmIngwer,geschält und fein gehackt

1kleine grüne Chilischote,fein gehackt

2Tomaten, grob gehackt

1TLSalz, 1TLGaram Masala

1TLgemahlene Kurkuma

½TLChilipulver

200 gTK-Erbsen

1Blumenkohl, in kleine Röschen zerteilt

1große Kartoffel, grob gewürfelt

frisch gehacktes Koriandergrün, zum Garnieren

Zubereitung

Das Ölineinem großen Topf bei mittlerer Temperatur heiß

werden lassen und Senfkörner sowie Kreuzkümmelsamen

darin 1bis 2Minuten rösten. DieZwiebel zugeben und 10 bis

12 Minuten goldbraun braten. Knoblauch, Ingwer und Chili

unterrühren und 2Minuten mitgaren. Dann Tomaten, Salz

und Gewürze zufügen. DieTemperatur erhöhen und 2Minuten

braten. Erbsen, Blumenkohl, die Kartoffel und 50 ml Wasser

einrühren. Einen Deckel auflegen, die Temperatur reduzieren

und so lange schmoren, bis Blumenkohl und Kartoffel

weich sind. DenTopf vom Herd nehmen, das Curry mit Koriandergrün

bestreuen und heiß servieren.

NASSIMA ROTHACKER

UweHauptmann hat die reiche Dichter-Sammlung

– Dokumente, Fotografien,

Bücher, Gedichte –gekauft.

Nunhängt sie im Kastanienhof.

Die Häuser, indenen sich heute

der Kastanienhof befindet, haben

eine lange Geschichte. Als 1868 das

zweite Haus gebaut wurde, stand die

Nummer 65 bereits.Hauseigentümer

Louis Kurtzlebte gut vonMieteinnahmen

und seinem Fuhrbetrieb. Die

Häuser gerieten in den 20er- und

30er-Jahren in den Strudel der Zeit,

wurden mehrfach veräußert, bis 1933

Schlachtermeister Boleslaus Schulz

mit Gattin Ida die Häuser kaufte, die

Großelternvon Otto Hauptmann, der

heute noch mit Sohn und Enkel den

Kastanienhof betreibt. Im Kastanienhof

wird ordentlich berlinert und

eher hoch- als tiefgestapelt. Berliner

Weisse als Champagner des Nordens

zu bezeichnen, dazu gehört schon

Chuzpe.Auch die findet man im Kastanienhof.

TIPPS

Hotel Kastanienhof, Kastanienallee

65/66

Restaurant Ausspanne, Dienstag bis

Sonnabend ab 16 Uhr

Gaststätte Prater, Kastanienallee 7bis

9, Sonnabend ab 18 Uhr,Sonntag ab

12 Uhr

Gedenkstätte Berliner Mauer, Bernauer

Straße 111. Das Besucherzentrum hat

am Sonnabend und Sonntag von10Uhr

bis 18 Uhr geöffnet

Kulturbrauerei, Schönhauser Allee 36,

Museum, Theater,Kino, Restaurants

„Wie bei Oma, nur etwas anders“ ist das Motto des Ausspanne-Küchenchefs André Pilz.

Noch nicht auf dem Tisch, aber Molle und Weisse gibt es natürlich auch in der Ausspanne.


20 Berliner Zeitung · N ummer 21 · 2 5./26. Januar 2020

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Berlin bewegt sich

Schanze

des Lebens

Skispringen ist manchmal nicht

mehr als Skihüpfen.

Man muss aber erst mal

runterkommen. Unser Autor war auf

der Jagd nach seiner persönlichen

Bestweite

VonPaul Linke

Dann nur noch aufrichten, abspringen und abwarten, ob der Junge in dir sich zufrieden gibt oder weitere Mutproben einfordert.

ANDREAS KLUG

Das ist sie also,meine erste

Schanze, wahrscheinlich

auch schon wieder die

letzte.Ich muss sie unbedingt

nutzen. Ich! Muss! Jetzt! Springen!

Deswegen bin ich doch hier.

Wollte immer schon mal hier oben

gewesen sein. DerJunge,der ich einmal

war, wäre enttäuscht, wenn der

Mann, der aus ihm geworden ist,

diese Schanzeauslassen würde.

Und sositze ich nun auf diesem

Balken. Die Gedanken rasen zwischen

den Zeiten, der Helmverschluss

drückt, der Anzug zwickt, die

Füße haben kaum Spiel in den Schuhen,

an denen zwei Meter lange

Sprungskier hängen, mit ihrem Gewicht

an mir zerren, mich in die Tiefe

des Aufsprunghangs ziehen wollen.

Ich durchlebe die ersten Schattierungen

von Angst, bin bedingt abfahrtbereit.

Binnicht Matti Nykänen,

kein Jens Weißflog oder Noriaki Kasai,

oder wie sie alle hießen damals.

Sie segelten wie Adler den Berg

entlang, ich ließ mich wie ein Lemming

von der Couch fallen. Sie landeten

im Tal, ich vordem Fernseher;

die Arme zur Seite gestreckt, die

Beine im Ausfallschritt, ein perfekter

Telemark. Und noch während die

Wertungsrichter in Innsbruck oder

Zakopane über den Haltungsnoten

grübelten, gab ich mir selbst die

Zwanzigkommanull, kommentierte

meinen Schanzenrekord, fantasierte

ein Mikrofon herbei, sprach routinierte

Siegerworte hinein. Im ewigen

Wohnzimmermedaillenspiegel liege

ich wohl immer noch ganz vorn.

Drei Jahrzehnte später bin ich auf

der nördlichsten Skisprunganlage

Deutschlands, sitze auf dem Balken

in BadFreienwalde und führeSelbstgespräche:

Undjetzt komm schon!

Durch die Anlaufspur rinnt Wasser

nach unten, tropft vom Schanzentisch

auf grüne Kunststofffasern,

die im Auslauf und mangels Schnee

auf einer Wiese ausfransen.

Drück dich ab, geh in die Abfahrtshocke!

Leg die Arme seitlich an

und streck sie nach hinten, blick

nach vorne zum Schanzentisch –

kennst du doch alles, hast es Hunderte

Male gesehen: Olympia, Weltcup,

Weltmeisterschaften, das Neujahrsspringen

in Garmisch-Partenkirchen,

erst verträumt, später auch

mal trinkmuskelverkatert.

Dann nur noch aufrichten, abspringen

und abwarten, ob der Junge

in dir sich zufrieden gibt oder weitere

Mutproben einfordert. Wollte er

nicht mal Bungeespringen?

Wie Superman durch die Lüfte

Das weitläufige Gelände des Wintersportvereins

1923 Bad Freienwalde

liegt sechzig Kilometer nordöstlich

von Berlin, direkt an der

B158, wie die Dalton-Brüder reihen

sich die vier Schanzen aneinander.

Die größte – Turmhöhe 38 Meter,

Schanzenrekord 72Meter –ist nach

dem früheren Skispringer Helmut

Recknagel benannt, der 1960 Olympiagold

für die DDR gewann und

dreimal die Vierschanzentournee.

Recknagels Autobiografie heißt

„Eine Frage der Haltung“, was einerseits

daran liegt, dass er trotz verlockender

Angebote nicht in den Westen

gegangen ist. Andererseits hielt

es ihn früher elegant wie Superman

Ist Skispringen der richtige

Sportfür mein Kind? Klar,

sagen sie beim WSV 1923

Bad Freienwalde. Mädchen

und Jungs ab fünf Jahren

sind willkommen. Mitgliedsbeitrag?

7Euro. Ausrüstung?

Wird zunächst gestellt.

Ja, die kleinste Schanze ganz links.

in der Luft, Recknagel sprang und

flog mit den Händen voraus. Nur

eben mit Keilhose und Pullover. In

einem Interview beschwerte sich

Recknagel einmal über die freudlosen

Gesichter der nachfolgenden

Skispringergenerationen: „Wir waren

doch damals die glücklichsten

AUF NACH BAD FREIENWALDE

Ist das Risiko nicht zu

hoch? Statistiken belegen,

dass Verletzungen weitaus

seltener vorkommen als

beim Turnen, Fußball oder in

der Leichtathletik. Kinder beginnen

auf einer sanften

4-Meter-Schanze.

Kann ich mal vorbeischauen?

Unbedingt am

23.Februar,dafindetder

MärkischeWintersporttag

statt mit Skispringen, Rodeln,

Biathlon für jedermann. Der

WSV1923verspricht: „Gaudi

fürdie ganze Familie!“

ANDREAS KLUG

Menschen auf der Welt, wenn wir

vonder Schanzehüpfen durften.“

Hüpfen ist ein hübscher Euphemismus

für springen, der kleinste

Dalton sozusagen. Recknagels 1960

aufgestellter Schanzenhüpfrekordin

Planica endete immerhin bei 127,5

Metern und hielt sechs Jahre. Von

dieser Weite bin ich sehr weit entfernt.

Undesist gar nicht so einfach,

ein schwaches Verb zu finden, das

noch weniger ausdrückt als hüpfen.

Hoppeln vielleicht? Oder hopsen? Einen

Halbsatz machen, kann man

das? Der K-Punkt meiner Schanze

liegt ja bei zehn Metern. Ein zwölfjähriger

Pole ist hier mal elf Meter gesprungen.

Und ich? Wo werde ich

wohl landen? Dazu muss ich aber

erst mal beschließen zu starten.

Manwirdhier in BadFreienwalde

nicht gleich auf den nächstbesten

Balken gesetzt. Nach der Einkleidung

führtmich mein Trainer Stefan

hinter das Vereinsheim und auf eine

schiefe Holzbahn mit einem idiotenhügeligen

Gefälle. Ich übe die Anfahrt

auf einem Rollbrett und, ähm,

springe, hüstel, fliege, platsch, lande

auf einer Matte. Als Lern- und Flugkurve

offenbar im richtigen Verhältnis

stehen, darf ich die Skier auf die

Schulter nehmen und die Treppe

runter zur Schanzestaksen.

Unfreiwillige Schlittenfahrten

Ich wähne mich bereit, taxiere die

Anlaufspur, bin erst mal erleichtert,

dass der Holzbalken in der untersten

Luke steckt. Undals ich schon meine

Schuhe in die Bindungen schnallen

will, zeigt Stefan ein paar Meter weiter

nach unten. Er will zunächst

meine Angaben überprüfen, sehen,

ob meine skifahrerischen Fähigkeiten

nach fünf Jahren Stillstand tatsächlich

noch ausreichen, um mich

sturzfrei den Aufsprunghang hinunterzustürzen.

Ich lege die Skier parallel zum

Schanzentisch, klack, Bindung zu,

alle Reißverschlüsse bis zum Anschlag.

Dann packt Stefan zu, dreht

mich in Position und lässt mich anfahren,

in der Hocke beschleunigen,

den rot markierten K-Punkt passieren,

und gerade als ich mich sicher

fühle, wechselt der Bodenbelag, beginnt

das stumpfe Gras,verstehe ich,

warum Skispringer Polsteranzüge,

Helme und Handschuhe tragen.

Der erste Sturz macht mich vorsichtiger,doch

schon nach dem dritten

beginnt die Trotzphase, steigt

mein Wutpegel, die Motivation, setzt

der Lerneffekt ein, und nach sechs

unfreiwilligen Körperschlittenfahrten

ist dann endlich Schluss. Ich begreife,dass

ich meinen Schwerpunkt

noch weiter nach hinten verlagern

muss, umnicht zu fallen. Stefan ist

zufrieden. Er winkt mich nach oben.

Unddasind wir also,der Balken, der

Hang und ich. Muss alles nur noch in

Dreiklang gebracht werden.

So,genug gequatscht, los jetzt, ich

fahre an, ich fahre wirklich an, tiefe

Hocke,ein, zwei, drei Sekunden halten,

ran andie Schanzentischkante

und hoch –und ganz schnell wieder

runter.Und ganz schnell wieder rauf.

Noch mal. Will mehr. Bindung auf,

Skier schultern, den Hügel hoch. Immer

wieder. Atmen nicht vergessen.

Nach fünf Sprüngen weiß ich,

warum Stefan mir davon abgeraten

hat, lange Unterhosen anziehen.

Für die Sportgeschichtsschreibung

fehlt natürlich noch meine

beste Weite: vonStefan gutmütig geschätzte

sechs Meter. Sechseinhalb

vielleicht. Gefühlt jedenfalls ein

neuer Schanzenrekord. So Junge,

und jetzt zum Bungeejumping.

Zieeeeeeeh!

V-Stil

Niemand nahm ihn ernst, er war

der „Froschspringer“. Und am

Anfang musste er sogar selbst über

sich lachen: „Es sah einfach zu komisch

aus, wie ein Witz.“ Aber der

Zufall wollte es nun mal so, dass Jan

Boklöv seine Skier in der Luft

spreizte. Sommertraining 1985, wegen

einer Windbö von vorne, aus

Angst zu stürzen. Und plötzlich

sprang er fast zwanzig Meter weiter

als zuvor.Die Erfolgsformel: größere

Fläche = bessere Aerodynamik =

zieeeeeeeh! DerV-Stil war erfunden,

der Rest ist Sportgeschichte.Vor Boklöv

war die parallele Skihaltung die

sprungtauglichste Technik. Als der

Schwede 1988 den ersten Weltcup

gewann, war sich die Konkurrenz da

nicht mehr so sicher. Noch gab es

zwar schlechtere Haltungsnoten für

das V, ab 1990 aber kein Zurück zum

Parallelstil. UndBoklöv? Wurde bald

wieder nicht ernst genommen. Diesmal

aus sportlichen Gründen.

K-Punkt

Abhier wird der Aufsprunghang

flacher,weshalb man früher vom

Kritischen Punkt sprach. Denn

Sprünge oder Flüge jenseits des K-

Punkts galten als Belastungstest für

Material und Knochen gleichermaßen.

Die Kritik wurde konstruktiver,

heute sagt man K-Punkt und meint

den Konstruktionspunkt. Gemessen

wird dieser in Metern und von der

Grundkante des Schanzentisches bis

zur roten Linie im Schnee,der inzwischen

oft in der Kunstvariante vorkommt.

Auf Normalschanzen liegt

die Linie bei K75 bis K99, auf Flugschanzen

bei K145 bis K200 und bietet

jeweils die Grundlage für die Berechnung

der Weitenpunkte. Material

und Knochen hielten, als der Österreicher

Stefan Kraft vor zwei

Jahren auf demVikersundbakken bei

253,5 Meter vomHimmel fiel –Weltrekord.

Theoretisch sind Flüge auf

300 Meter möglich. In der Praxis sehen

die Veranstalter das kritisch.

IMAGO IMAGES (3)

Telemark

Als Erfinder des Skispringens gelten

die Norweger,eswar aber ein

holländischer Seeoffizier, der 1796

notierte: „Dann war da ein Haufen

Holz und Schnee von ziemlicher

Höhe, den sie überspringen mussten.“

Unddas taten sie,die norwegischen

Soldaten, und nach geschätzten

sechs bis sieben Metern folgte

die Landung. Als Skier noch Gleitbretter

waren, soll die norwegische

Bergprovinz Telemark nicht nur diesen

Trend hervorgebracht haben.

Etwa das Telemarken, eine Abfahrtstechnik,

bei der man die bebretterten

Füße nach vorne und nach hinten

schob, die Knie wechselseitig

nach unten drückte. InParallelhaltung

ließen sich somit Kurven fahren.

Es war dann natürlich ein Telemarker,

der 1883 auf die Idee kam,

seinen Skisprung wie beim Telemarken

zu beenden, also mit verschobener

Fußhaltung, eben Telemark. Sah

sehr elegant aus.Tut es noch heute.


Berliner Zeitung · N ummer 21 · 2 5./26. Januar 2020 21

· ·

·······················································································································································································································································································

Sport

Voneiner

Chinesin

entzaubert

Serena Williams scheitert

früh bei den Australian Open

Serena Williams war tief gerührt,

als sie über CarolineWozniacki reden

sollte. „Ich kann keine Fragen

über Caroline beantworten“, sagte

sie,„ich werde weinen. Ich werde sie

so vermissen.“ Kurz vorher war sie

„einer ihrer besten Freundinnen auf

der Welt“ in der Umkleidekabine begegnet.

Beide seien nach ihren verlorenen

Matches irgendwie „frustriert“

gewesen, schilderte Williams. Unterschiedlicher

aber hätten sich die beiden

am Freitag von den Australian

Open kaum verabschieden können.

Bei Wozniacki flossen die Tränen

reichlich, schon auf dem Platz. Für sie

war das Drittrunden-Aus auf der

Grand-Slam-Bühne nach umkämpften

drei Sätzen der „perfekte Moment“,

um ihre Karriere zubeenden.

Die Dänin beginnt ein neues Leben

ohne das ständige Streben nach Erfolgen

auf den Tennisplätzen dieser

Welt. Mitnur 29 Jahren.

Williams war dagegen nach ihrem

4:6, 7:6, 5:7 gegen Chinesin Wang Qiang

sauer auf sich selbst. Auch mit 38

Jahren hat die Amerikanerin auf der

Jagd nach dem 24. Grand-Slam-Titel

noch nicht genug. Sieglaube „definitiv“

noch daran, den Allzeit-Rekord

der Australierin Margaret Court einstellen

zu können, sagte die langjährige

Branchenführerin.

Vier Grand-Slam-Endspiele hat sie

erreicht, seitdem sie als Mutter der

kleinen Olympia zurückkehrte. Viermal

hat sie verloren. Ihren bislang

letzten Grand-Slam-Titel holte sie

2017 in Melbourne, damals war sie

schon schwanger. Andiesem 24. Januar

2020 wurde SerenaWilliams von

einer schmächtigen Chinesin schon

in der dritten Runde entzaubert.

Wozniacki hatte dagegen schon

im Dezember angekündigt, nach den

Australian Open zurückzutreten.

2018 hatteWozniacki hier ihren einzigen

Grand-Slam-Titel gewonnen,

nun ging mit einem 5:7, 6:3, 5:7 gegen

die Tunesierin Ons Jabeur alles zu

Ende. Auf der Leinwand wurden

Rückblicke und Würdigungen ihrer

Kolleginnen eingeblendet. Ihr Vater

und Coach, ihre Mutter und ihr Ehemann

David Lee, alle waren gerührt.

Besser hätte sie das Skript für ihren

Abschied nicht schreiben können,

sagte die ehemalige Weltranglistenerste.

Nur ein Achtelfinale gegen Serena

Williams wäre wohl noch schöner

gewesen. Dafür aber hätten beide

ihre Duelle am Freitag gewinnen

müssen. (dpa)

Der Berg als Biest

Herbert Hauser ist Pistenchef auf der Streif in Kitzbühel und sieht schon am Start, wer das gewisse Etwas hat

VonKarin Bühler

Richtig überzeugt, dass für

das Super-G-Rennen alles

passt, ist der Kitzbüheler

Pistenchef Herbert Hauser

erst am Freitag in aller Früh gewesen,

als er „zum Himmel auffi g’schaut

hat“. Kein Neuschnee,kein Nebel, alles

so, wie es die Wetter-Apps prophezeit

hatten, die er in den vergangenen

Tagen auf seinem Handy antippte:

sonniges, wolkenloses Hochdruckwetter,

so ist es auch am

Sonntag für den Slalom am Ganslernhang

angekündigt. Lediglich für

den Sonnabend, für die Abfahrt auf

der Streif (11.30 Uhr, ARD und Eurosport),

hat der Spezialist, der in der

Innsbrucker Zentralanstalt für Meteorologie

und Geodynamik für die

Hahnenkammrennen abgestellt ist,

leichten Schneefall vorhergesagt.

Nichts, womit Hauser und sein

Team beim 80. Hahnenkammrennen

nicht fertig würden. Zumal 100

Mann aus Österreichs Bundesheer

in Kitzbühel eingetroffen sind, um

wie 2018 oder 2019 Neuschnee von

der Strecke zu schippen. „Es sind eigentlich

zwei Extreme. Voriges Jahr

haben wir in den Tagen vorden Rennen

zwei Meter Neuschnee gehabt.

Heuer fahren wir fast nur auf Maschinenschnee.

Wir sind zwar im

ganzen Raum weiß, haben aber

nicht viel Naturschnee heuer.Trotzdem

sind die Bedingungen super.“

Schwarzenegger als Gast

Super Sonne, super Piste, super

Rennwochenende, super Promis

beim super Jubiläum. Kitzbühel ist

das Mekka der Superlative, jedes Jahr

wieder. Arnold Schwarzenegger hat

sich diese Woche unter die Bussi-

Bussi-Gäste gemischt. Zwischen

Schnitzel- und Hummerpartys

stellte er Sonnenbrillen mit der Aufschrift

„I’ll be back“ auf den Gläsern

vor–Brillen für Werbe-Statements.

Sich auf die Abfahrt zuwagen, ist

ein Statement des Muts. Sie gilt als

schwierigste des Jahres. Kein Starthang

im alpinen Ski-Weltcup ist steiler

als die 50 Prozent Gefälle auf der

Streif. „So muss man sich fühlen,

wenn man ohne Fallschirmaus dem

Flugzeug springt“, sagt der mehrfache

Weltmeister Marc Girardelli.

Kaum ein Sprung ist spektakulärer

als der an der Mausefalle, wo die

Rennfahrer bei 86 Prozent Gefälle

und Geschwindigkeiten bis zu 120

km/h bis zu 80 Meter weit springen.

Wobei der Sprung an der Hausbergkante

weiter unten auf der 3,312 Kilometer

langen Strecke ebenso imponierend

wirkt.

Und dann heben sie ab und fliegen: Thomas Dreßen in Kitzbühel.

Bereitstellung: Herbert

Hauser vomKitzbüheler Ski

Club (K.S.C.)trägt den offiziellen

Titel„ReferentHKR

Piste Abfahrt“.Einfacher

ausgedrückt: Der Tiroler ist

Pistenchefbei den Hahnenkammrennen

in Kitzbühel,

dieandiesem Wochenende

zum80. Malstattfinden.

REKORDPREISGELD BEIM JUBILÄUM

IMAGO IMAGES/STEFAN ADELSBERGER

DPA/GEORG HOCHMUTH

Belohnung: Der K.S.C. hat

entschieden, dasJubiläum

„im Sinne des Sports“ zu feiernund

das Preisgeld zu erhöhen,sagtHauser.Die

Gesamtsumme

an den drei Tagen:

725 000 Euro. Abfahrtund

Slalomsiegererhaltenje

100 000,der Super-G-Sieger68500

Euro.

Pistenchef Hauser sagt, auf der

Streif seien alle Passagen schwierig.

„Die Mausefalle, der Steilhang, der

Hausberg oder die Seidlalm im Mittelteil.“

Der Berg wird zum Biest. Er

habe in seiner Jugend, als er noch

Skirennen fuhr und den Kärntner

Olympiasieger Franz Klammer bewunderte,

als Vorläufer die Strecke

hinunterrasen wollen, erzählt Hauser.Aber

weil er dann seine Lehreals

Zimmerer begann, „ist sich des dann

nimmer ausgegangen“.

Jansrud als Super-G-Sieger

Seit 1997 organisiert er das Rennspektakel

mit, seit 2007 ist er Pistenchef.

Seine Aufgabe: „Die Teile, die

auf der Strecke sind, zusammenfügen,

die ganzen Teams. Es ist die

Obacht über das Ganze, was sich auf

der Piste bewegt.“ In denWochen vor

den Rennen ist er für die Streckenpräparierung

zuständig. „Man versucht

immer das Perfekte rauszuholen,

speziell an den Sprüngen. Es ist

eine Ermessens-, eine Erfahrungssache,dass

das richtige Profil gelingt.“

Am Freitag stand Hauser beim

Super-G-Sieg des Norwegers Kjetil

Jansrud direkt am Start. Er sah, dass

sich Lokalmatador Matthias Mayer

Platz zwei mit Aleksander Aamodt

Kilde teilte, dass der deutsche Vorjahressieger

Josef Ferstl nach einem

Lauf voller Fehler 36. wurde,Thomas

Dreßen als 17. total vonder Linie abkam,

weshalb er später schimpfte,er

sei einen „Scheißdreck zusammengefahren“

und dass Andreas Sander

als Achter bester Deutscher wurde.

Die Abfahrt am Sonnabend ist

eine andereSache.Dahält sich Hauser

an der Mausefalle auf, von der

Fritz Strobl, Streif-Sieger von 1997,

einst sang: „Ich bin der Mozart der

Mausefalle.“Würde das Lied zu Hauser

passen? „Nein, ich bin kein Mozart.

Ich bin ganz normal und einfach

stolz auf das Team, das wir am

Berg haben. Der Zusammenhalt da

herob’n ist das Schöne“, wehrterab.

Herunten jubeln die Fans. 85000

Zuschauer kamen im Vorjahr an den

drei Renntagen an die Strecke.Rennfahrer

Mayer sagt, es sei irrsinnig

schön in Kitzbühel mit dem grünen

Licht des Zeitschnellsten abzuschwingen.

Hauser sieht schon ganz

oben, „wenn einer am Start aussi

geht, ob er das gewisse Etwas hat,

mit dem er die Streif gewinnen

kann“. 2018 war das Thomas Dreßen

nach 39 Jahren wieder ein Deutscher.

Nach seinem Kreuzbandriss

ist Dreßen diese Saison wieder unter

den besten der Welt. „Ich schau dem

Thomas sehr gern zu. Ob’s heuer

reicht“, sagt Hauser,„weiß man net.“

Berlin

im

Kopf

Das DHB-Team blickt schon

in Richtung Olympia-Quali

Wie ein Feldherr stand Christian

Prokop mit verschränkten Armen

in der Arena von Stockholm

und gab den deutschen Handballern

letzte Anweisungen für das Spiel um

EM-Platz fünf gegen Portugal. Nach

der verpassten Medaille bei der von

einigen Misstönen begleiteten Endrunde

fordertder Bundestrainer von

seinen müden Schützlingen in der

bedeutungslosen Partie an diesem

Sonnabend (16 Uhr/ARD One) noch

einmal volles Engagement, um

Selbstvertrauen für die anstehenden

Aufgaben zu tanken. „Für uns ist das

ein ganz wichtiger Abschluss im Hinblick

auf das Olympia-Qualifikationsturnier“,

sagte Prokop am Freitag.„Wir

wollen uns noch mal aufraffen

und die letzten Körner rausschießen

für ein gutes Gefühl in den

nächsten zweieinhalb Monaten.“

Investition in die Zukunft

Ganz entscheidend für das EM-Gesamtbild

wirdsein, ob sich die deutsche

Mannschaft trotz der befürchteten

Geisterkulisse in der 22 000 Zuschauer

fassenden Fußball-Arena

noch einmal pushen kann. Das war

in der Vorrunde in Trondheim nicht

gelungen. „Natürlich werden mehr

Zuschauer zum Finale kommen.

Aber wir spielen ja nicht, um uns die

Stockholmer Arena anzugucken. Es

ist ein Spiel für unsere Investition in

die Zukunft. Da werden wir sehen,

wo wir stehen und welche Aufgaben

wir noch mitkriegen auf dem Weg

nach Tokio“, sagte Prokop.

Bereits nach der Ankunft in der

schwedischen Hauptstadt am Donnerstag

hatte Prokop seine Truppe

mit deutlichen Worten auf die letzte

EM-Herausforderung eingeschworen.

„Wir haben ganz offen unseren

Zustand angesprochen. Ich verlange,dass

wir vomKopf voll da sind

und alles dafür tun, bei hundertProzent

zu sein“, sagte der 41-Jährige.

Im Hinterkopf ist dabei der Mitte

April in Berlin anstehende Kampf

um die Olympiaqualifikation.„Dafür

wollen wir uns wappnen“, betonte

Prokop, „denn da geht es nicht um

Platz fünf oder sechs.Wir wollen bereit

sein, diese K.-o.-Spiele zu gewinnen.“

Uwe Gensheimer ließ daran

keinen Zweifel aufkommen −unabhängig

vom Ausgang des Portugal-

Spiels. „Alles, was wir wollen, ist, zu

den Olympischen Spielen zu kommen“,

bekräftigte der bei der EM

schwache DHB-Kapitän. (dpa)

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22 * Berliner Zeitung · N ummer 21 · 2 5./26. Januar 2020

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Sport

Dank

an den

Torhüter

Die Eisbären siegen wegen

Goalie Pogge gegen München

Die Eisbären Berlin haben ihr

Auswärtsspiel bei Tabellenführer

Red Bull München mit 3:2 nach

Penaltyschießen (1:1, 1:0, 0:1/1:0)

gewonnen. Beide Teams begannen

die Partie mit ordentlich Energie.

Marcel Noebels reichten wenige Sekunden

im Powerplay in der 9. Minute,

ummit einem satten Direktschuss

die Vorlage vonRyan McKiernan

ins Torzur Führung umzulenken.

Zuvor hatte Frank Hördlers

Nase Bekanntschaft mit dem Schläger

von Münchens Yasin Ehliz gemacht,

für den 34-Jährigen Berliner

ging es aber weiter. Acht Minuten

später war es jedoch ebenfalls Ehliz,

der eine Fünf-gegen-Drei-Überzahl

der Hausherren vollstreckte.

Doch die Eisbären warfen im

zweiten Drittel noch mehr in die

Waagschale eines ohnehin schon

hochklassigen Spiels. Das wurde in

der 35. Minute belohnt, als Maxim

Lapierre bei einer eigentlich schon

verpufften Chance noch einmal

nachsetzte und zur neuerlichen

Führung traf. München hatte kurz

vor dem zweiten Pausenpfiff zwar

noch eine hochkarätige Chance auf

den Ausgleich, doch der erneut involvierte

Ehliz scheiterte an Eisbären-Goalie

Justin Pogge,der nach der

Kritik zuletzt sein bis dato bestes

Spiel im Eisbären-Trikot absolvierte.

Trotzdem gelang den Hausherren

noch die Führung. Während die Eisbären

in Überzahl einen Angriff vorbereiteten,

rutschte McKiernan der

Puck unter der Kelle durch, Frank

Mauer spritze rein, lief alleine auf

Pogge zu und vollstreckte (47.).

So ging es, nach einer torlosen

Verlängerung, ins Penaltyschießen,

in dem Pogge alle Münchner

Schüsse parierte und Lukas Reichel

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Alba Berlin verliert in Kaunas

Nach zuletzt zwei Auswärtssiegen

nacheinander hat Basketball-Bundesligist

Alba Berlin in der

Euroleague einen herben Rückschlag

einstecken müssen.

Am Freitagabend verloren die Albatrosse

nach einer schwachen Vorstellung

beim litauischen Serienmeister

Zalgiris Kaunas mit 80:104

(25:54). Bester Berliner Werfer war

Landry Nnoko mit 15 Punkten. Insgesamt

lief bei Alba so ziemlich

nichts zusammen, bereits nach

dem ersten Viertel lagen die Gäste

deutlich mit 9:21 zurück.

Aber auch defensiv gelang es den

Berlinern nicht, die aggressiven Litauer

zu stoppen. Schon nach gut 12

Minuten betrug der Rückstand erstmalig

20 Punkte (10:30).

Zu Beginn des dritten Viertels

waren es über 30 Punkte Rückstand

(27:61) –zeitweise lagen die Gäste

sogar mit 37 Zählernhinten. Erst in

der Schlussphase konnte Alba das

Ergebnis zumindest noch etwas

verbessern. (dpa)

2

3.30

Sturm und Zwang

Coach Klinsmann will dem VfL Wolfsburg mit der Hertha „wehtun“, stellt sich nur die Frage,wie und mit wem

VonMichael Jahn

Der junge Mann, gerade

20, trägt einen klangvollen

Namen: Matheus

Santos Carneiro Da

Cunha. Der Brasilianer, bis 2023 bei

RB Leipzig unter Vertrag und nun

von Hertha BSC umworben, hat

schon in der Bundesliga wunderbare

Treffer erzielt. Die schönste Aktion

sollte man sich in der ARD-Mediathek

oder auf YouTube anschauen.

Im Aprilvorigen Jahres traf der Nachwuchs-Nationalspieler

bei einem

4:2-Sieg vonRBLeipzig bei BayerLeverkusen.

Cunha drehte im vollen

Lauf mit dem Ball eine Pirouette,

umspielte einen Bayer-Abwehrmann,

legte sich den Ball mit der Hacke

selbst vorund spitzelte das Leder

kunstvoll über Leverkusens Keeper

Lukas Hradecky hinweg. Das „Tor

des Monats April“ steht nun bis zum

Wochenende auch zur Auswahl zum

„Tor des Jahres“.

Eben dieser Cunha soll bei Hertha

BSC in der Gunst weit oben stehen.

An Timo Werner kommt er in Leipzig

nicht vorbei, hatte zuletzt wenige Einsatzzeiten.

Trainer Jürgen Klinsmann

sucht einen Stürmer, der der Mannschaft

sofortimAbstiegskampf helfen

kann. Gerade nach der 0:4-Pleite gegen

den FC Bayern München hatte

Klinsmann noch einmal die Notwendigkeit

betont, Transfers zu tätigen,

um das Offensivspiel entscheidend

zu beleben. „Wenn wir im offensiven

Bereich etwas finden, würde uns das

enorm helfen.“ Gegen Bayern hatte

es für Hertha nur zu einigen wenigen,

eher mutlosen Nadelstichen in der

Offensivegereicht.

Am Sonnabend, beim Auswärtsspiel

beim VfL Wolfsburg (15.30

Uhr/live auf Sky) muss Klinsmann

mit den vorhandenen Angreifern

auskommen, denen zuletzt die Courage

vordemTor, die letzte Entschlossenheit

gefehlt hatte. Auf der Pressekonferenz

vordem Duell beim VfL erzählte

der Trainer,dass man verstärkt

Torschüsse geübt und „sehr viel vor

dem Tor gearbeitet“ habe. „Unsere

Angreifer müssen auch mehr in Einszu-Eins-Situationen

gehen, provozieren

und am gegnerischen Strafraum

spekulieren.“ In Wolfsburg will der

Trainer„mehrTorchancen und natürlich

Tore sehen. Wir wollen dem VfL

wehtun.“

Bislang setzte der 55-Jährige im

Sturmzentrum stets auf Davie Selke,

der viel arbeitet, aber unter Klinsmann

noch nicht getroffen hat. „Davie

gibt der Mannschaft Energie,haut

Ehemaliger Stürmer mit Stürmerproblem: Hertha-Coach Jürgen Klinsmann.

Erklären: Nationalspieler Niklas Stark steht

unter Trainer Jürgen Klinsmann vorder Rückkehr

in die Startelf vonHertha BSC. „Es ist

die logische Schlussfolgerung,esschaut gut

aus“, erklärte der Coach des Bundesligisten

über den Innenverteidiger vorder Partie beim

VfL Wolfsburg am Sonnabend (15.30

Uhr/Sky).

CHANCE FÜR STARK

DPA/GORA

Ersetzen: Stark war vonKlinsmann zum Ende

der Hinrunde dreimal nicht eingesetzt worden,

beim 0:4 gegenden FC Bayern fehlte

der 24-Jährigewegen einer fiebrigen Erkältung.„Er

ist voll hergestellt“, sagte Klinsmann

am Freitag.Stark dürfte nun den gelbgesperrten

Dedryck Boyata im Abwehrzentrumersetzen.

Rückrunde mit Stil

sich rein“, lobte Herthas Coach,„aber

er hat es schwer.Ich wünsche ihm ein

Tor.“

Intern, so war zu erfahren, wurde

bei Hertha diskutiert, in Wolfsburg

vielleicht Dodi Lukebakio als Sturmspitze

einzusetzen, flankiert von Marius

Wolf (rechts) und Javairo Dilrosun

(links). Dabei war der Fundus an

Stürmern einst viel größer.Wie stark

die Veränderungen beim Personal

seit Klinsmanns Amtsantritt Ende

November aber sind, fällt gerade in

der Offensive auf. Die besten Schützender

Saison 2018/19 spielen keine

Rolle mehr. Salomon Kalou (acht

Tore, drei Assists) ist auf der Suche

nach einem neuen Verein, Vedad Ibisevic

(zehn Tore, drei Assists) drückt

die Reservebank und Ondrej Duda

(elf Tore, sechs Assists) wurde an Norwich

City verliehen.

Preetz blockt Nachfragen ab

Klinsmann gab auf Nachfragen zu

Cunha lediglich zu, „hohe Wertschätzung

für brasilianische und überhaupt

für Spieler aus Südamerika“ zu

haben. „Denen ist die tolle Technik in

die Wiege gelegt, das gehört zuihrer

Kultur. Esgibt dort unglaublich viele

Talente.Cunha hat den Vorteil, schon

in Deutschland zu spielen.“ Manager

Michael Preetz aber blockte am Freitag

sämtliche Nachfragen nach möglichen

Zugängen konsequent ab.„Ja,

das ist spannend. Es wird soviel berichtet

wie noch nie, allerdings wird

auch so viel Unsinn wie noch nie geschrieben.“

Keine AntwortzuCunha,

keine Auskunft über den Franzosen

Lucas Tousart von Olympique Lyon.

„Wir äußernuns nicht zu Spielern, die

nicht bei Hertha unter Vertrag stehen“,

mauerte Preetz, „lassen Sieuns

arbeiten. Dann ziehen wir nach

Transferschluss Bilanz.“ Deadline ist

am 31. Januar.

Sollten die zahlreichen Meldungen,

nachdem Hertha Matheus

Cunha für rund 15 Millionen Euro

verpflichten will, tatsächlich Realität

werden, würde es zusätzlich noch

eine schöne Verbindung zwischen

dem Profi und Hertha geben. Cunha

stammt aus João Pessoa im Bundesstaat

Paraiba im Nordosten Brasiliens

gelegen. Nur 130 Kilometer entfernt,

in Campina Grande, lebt Marcelinho,

der beste Brasilianer, der je

bei Hertha spielte. Der 44-Jährige

steht in seiner letzten Saison beim

ortsansässigen AD Perilima auf dem

Platz und will im Sommer vielleicht

ein Trainer-Praktikum bei Hertha

absolvieren. Vielleicht ist das ein gutes

Omen für den Cunha-Transfer?

Unions Trainer Urs Fischer will das Spiel seiner Mannschaft variabler gestalten –mit Yunus Malli als Schlüsselfigur

VonMax Ohlert

Otto Rehhagel sagte mal: „Modern

spielt, wer gewinnt.“ Die

heute 81 Jahre alte Trainerlegende

hasste den Vorwurf, veralteten Fußball

spielen zu lassen, vor allem, als

man ihm bei der EM 2004 den Erfolg

der vonihm trainierten Griechen genau

damit madig machen wollte.

In gewisser Weise könnte man die

gleiche Diskussion auch mit Urs Fischer

starten. Statt seine Eisernen in

die bestehenden, taktischen Standards

der Bundesliga zu zwängen

und sie in einem technisch und läuferisch

anspruchsvollen Kurzpasssystem

agieren zu lassen, wie es andere

Teams versuchen, setzte der

Trainer des 1. FC Union in der Hinrunde

doch eher auf kämpferische

Stilmittel. Im Aufbauspiel wurde das

Mittelfeld mit langen Bällen überbrückt,

die Konzentration in der Vorwärtsbewegung

auf den Gewinn des

„zweiten Balles“ gelegt. Und das

auch durchaus mit großem Erfolg.

Borussia Dortmund kam damit

nicht zurecht, Borussia Mönchengaldbach

auch nicht. Der SC Feiburg,

der in der vergangenen Hinrunde

seinerseits selbst die halbe

Liga narrte,verlor zweimal gegen die

Köpenicker. Sogar der FC Bayern

hatte seine lieben Probleme mit

Union. Warumalso sollten die Eisernen

etwas ändern? Modern spielt,

wergewinnt −oder?

Es könnte tatsächlich

so einfach sein, wäre da

nicht noch eine Rückrunde

zu spielen. Und

schon zum Ende der Hinserie

hatten die Unioner

zunehmend Probleme,

ihr auf sich selbst optimiertes

Spiel in Punkte

umzumünzen. Während

Teams wie Bremen, Köln,

Düsseldorfoder der heutige

Gegner Augsburg(15.30, Stadion

An der Alten Försterei) zuletzt eifrig

punkteten, schrumpfte Unions zwischenzeitlicher

Vorsprung von elf

Punkten auf fünf Zähler, die den

Klub noch von den Abstiegsplätzen

trennen. Zudem ist zu erwarten, dass

die in der Hinrunde noch überraschten

Topteams spätestens im Rückspiel

ein Rezept für die nüchterne

Spielweise der Eisernen gefunden

haben.

In dieser Situation zeigt sich,

worin sich UrsFischer vonOtto Rehhagel

unterscheidet. Er handelt.

Nicht laut und offensichtlich, sondernstill

und analytisch. Vorder Partie

gegen Augsburg gab er nur einen

kleinen Hinweis darauf,

wie die Eisernen auch in

der Rückrunde überraschen

wollen. „Man hat

zuletzt schon gesehen,

dass wir gewillt sind,

nicht nur lange Bälle zu

MATTHIAS KOCH

spielen“, erklärte der

Schweizer. Einfach situations-

und gegnerabhän-

Kurzpassexperte:

Yunus Malli gig vonlangen Bällen auf

Kurzpassspiel zu wechseln,

ist aber nicht weniger als ein

kompletter Stilwechsel, für den es

viel Energie, Trainingszeit und Spieler

benötigt, die einen solchen Fußball

überhaupt spielen können.

Umso wichtiger für den kurz- und

langfristigen Erfolg der Eisernen ist

deshalb die schnelle Integration von

Winterzugang Yunus Malli, der mit

seinen 70 Kilogramm auf 1,79 Me-

ternalles andereals ein Schlachtross

ist, wiederum aber einen so feinen

Fußball spielen kann wie kein Zweiter

in der Mannschaft. „Soeinen wie

Yunus hatten wir bisher noch nicht

im Team, er kann uns mit seinem

Spiel wirklich helfen“, hatte daher

auch unter derWoche Innenverteidiger

Marvin Friedrich bekräftigt.

Malli ist ein wichtiges Puzzleteil

im Abstiegskampf der Eisernen. Das

weiß auch Urs Fischer und nimmt

vorsichtshalber schon mal den

Druck vomtürkischen Nationalspieler.„Er

benötigt noch etwas Zeit, wir

sollten nicht zu schnell zu viel von

ihm erwarten.“

Eine Aussage,die man so auch auf

die Pläne des Schweizers anwenden

könnte. Niemand weiß, ob es Union

in den kommenden Spielen gelingt,

diese neue Variabilität in ihr Spiel zu

bekommen. Aber den Respekt, sich

entwickelnde Schwachpunkte frühzeitig

zu erkennen und anzupacken,

hat Fischer allemal. Denn Otto Rehhagel

mag Europameister sein −

doch den Abstieg von Hertha BSC

konnte er 2012 auch nicht verhindern…

NACHRICHTEN

Olmo wechselt für

20 Millionen zu RB Leipzig

FUSSBALL. DerTransfer des offensivenMittelfeldspielers

Dani Olmo

vonDinamo Zagreb zu RB Leipzig ist

perfekt. DerBundesliga-Tabellenführer

soll 20 Millionen Euro für den

spanischen U21-Europameister bezahlen.

Der21-Jährige wirdamFreitagmittag

zum Medizincheck in

Leipzig erwartet. Olmo galt als

Wunschspieler vonRB-Trainer Julian

Nagelsmann. DerAusnahmekönner

wurde in der berühmten

Nachwuchsakademie La Masia des

FC Barcelona ausgebildet.

Motorrad-Pilot stirbt nach

Unfall bei der Rallye Dakar

MOTORSPORT. Diediesjährige RallyeDakar

hat ihr zweites Todesopfer

gefordert. Derniederländische Motorrad-Pilot

Edwin Straververstarb

eine Woche nach seinem schweren

Unfall auf der vorletzten Etappe des

Wüstenrennens in Saudi-Arabien,

das bestätigte seine Frau am Freitag.

Straverist damit der 69. Mensch, der

bei der RallyeDakar ums Leben kam.

Straver, der seine dritte Dakar bestritten

hatte,stürzte auf seiner privaten

KTM bei relativ langsamer Geschwindigkeit,

der 48-Jährige erlitt

dabei allerdings einen Wirbelbruch.

Wasserballer wahren ihre

Olympia-Chance

WASSERBALL. Diedeutschen Wasserballer

haben die Europameisterschaft

mit einem Sieg beendet und

sich den für die Olympia-Chance

möglicherweise entscheidenden

neunten Platz erkämpft. DieMannschaft

vonBundestrainer Hagen

Stamm besiegte Georgien am Freitag

in einem Platzierungsspiel in Budapest

dank einer deutlichen Steigerung

in den letzten beiden Vierteln

mit 9:8 (2:3, 0:2, 3:2, 4:1).

ZAHLEN

Fußball

Bundesliga, 19. Spieltag

Dortmund -Köln 5:1

Mönchengladbach -Mainz Sa., 15.30

VfL Wolfsburg -Hertha BSC Sa., 15.30

Frankfurt-RBLeipzig Sa., 15.30

Freiburg -SCPaderborn Sa., 15.30

1. FC Union -FCAugsburg Sa., 15.30

Bayern München -Schalke Sa., 18.30

Bremen -Hoffenheim So., 15.30

Leverkusen -Düsseldorf So., 18.00

1. RB Leipzig 18 51:21 40

2. Bayern München 18 50:22 36

3. Borussia Dortmund 19 51:28 36

4. Borussia M’gladbach 18 33:20 35

5. Schalke04 18 31:21 33

6. BayerLeverkusen 18 27:22 31

7. SC Freiburg 18 29:24 29

8. TSG Hoffenheim 18 26:30 27

9. VfL Wolfsburg 18 19:21 24

10. FC Augsburg 18 31:36 23

11. Eintracht Frankfurt 18 29:30 21

12. 1. FC Union Berlin 18 21:27 20

13. 1. FC Köln 19 23:38 20

14. Hertha BSC 18 22:33 19

15. FSV Mainz 05 18 26:41 18

16. Werder Bremen 18 24:41 17

17. Fortuna Düsseldorf 18 18:37 15

18. SC Paderborn 18 21:40 12

Handball

EM

Halbfinale

Norwegen -Kroatien

28:29 n.V.

Spanien -Slowenien 34:32

Spiel um Platz fünf

Deutschland -Portugal Sa., 16.00

Tennis

Austalian Open, 3. Runde

Frauen: Alison Riske(USA/18) -Julia Görges

(Bad Oldesloe) 1:6, 7:6 (7:4), 6:2; Cori Gauff

(USA) -Naomi Osaka (Japan/3) 6:3, 6:4; Wang

Qiang (China/27) -Serena Williams (USA/8) 6:4,

6:7 (2:7), 7:5

Männer: NovakDjokovic (Serbien/2) -Yoshihito

Nishioka (Japan) 6:3, 6:2, 6:2; Milos Raonic (Kanada/32)

-Stefanos Tsitsipas (Griechenland/6)

7:5, 6:4, 7:6 (7:2)


Berliner Zeitung · N ummer 21 · 2 5./26. Januar 2020 – S eite 24

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Sport

Nur nach

außen

unbeeindruckt

Nationaltorhüter Manuel Neuer steht in diesen Tagen

unter besonderer Beobachtung. Vorallen Dingen, weil die

Bayern mit dem Schalker Alexander Nübel bereits seinen

potenziellen Nachfolger verpflichtet haben

VonMaik Rosner,München

Manuel Neuer ist immer noch ein hervorragender Torhüter,allerdings scheint man sich auch beim FC Bayerndie Frage zu stellen: Aber wie lange noch?

GETTY IMAGES/FRANKLIN

Manuel Neuer machte

sich noch etwas breiter

und größer, als er

ist, und blieb einfach

stehen, wie Torhüter das nennen.

Kurz darauf bejubelte er,den Schuss

vonPascal Köpke aus kurzerDistanz

abgewehrtzuhaben. Beim Bundesligaspiel

des FC Bayern bei Hertha

BSC am vergangenen Sonntag war

diese Szene in der Schlussphase zu

beobachten, als ohnehin längst feststand,

dass der Auftakt in die zweite

Saisonhälfte mit einem Auswärtssieg

beschlossen werden würde. Anden

erfolgreichen Rückrundenstart erinnerte

auch Hansi Flick am Freitag,

und er nutzte die Gelegenheit, Neuer

abermals den Rücken zu stärken.

„Was mir besonders gut gefallen hat:

Dass wir kein Torbekommen haben“,

sagte der Trainer der Münchner,

„Manu hat sensationell gehalten.“

Dass Neuers Freude über die Parade

so groß ausfiel, hatte wohl mit

zweierlei zu tun: Erstens mit seinem

Ehrgeiz, möglichst jeden Schuss

vom Weg ins Torabzubringen, und

sei es im Training. Undzweitens mit

seinem Ehrgeiz, der Debatte um ihn

und seinen künftigen Konkurrenten

Alexander Nübel nicht nur mündlich

eine sehr eindeutige Selbstgewissheit

entgegenzusetzen, sondern

auch sehr eindeutige Leistungsnachweise.

Der Zeitpunkt war aus seiner

Sicht gut gewählt. Es war nicht nur

das erste Pflichtspiel, nachdem der

ablösefreie Sommertransfer des

Schalkers Nübel, 23, zum FC Bayern

verkündet worden war. Für Neuer

war es auch ein sehr kalter und einsamer

Nachmittag gewesen, an dessen

Ende er mit seiner Großtat untermauernkonnte,warum

er die Debatte

um Nübel für überflüssig hält.

Praktischerweise schauten im Olympiastadion

auch Bundestrainer Joachim

Löw und Bundestorwarttrainer

Andreas Köpke dabei zu, wie dessen

Sohn Pascal am Reflex des zuvor so

einsamen und unterkühlten Neuer

scheiterte.„Manuel ist ein absoluter

Weltklassetorwart, er weiß mit den

Dingen umzugehen. Da mache ich

mir null Gedanken“, sagte Flick nun.

Nübles Berater keilt aus

An diesem Sonnabend im Topspiel

zwischen dem FC Bayern und dem

FC Schalke wirdNeuer dennoch wieder

unter Beobachtung stehen, obwohl

es nicht zum direkten Duell mit

Nübel kommt. Neuers künftiger

Teamkollege reiste wegen seiner

Rotsperre nicht mit nach München

und wirddas Spiel auf dem Sofa verfolgen.

Präsent sein wird das Thema

trotzdem, allein schon, weil die ohnehin

ziemlich aufgeregte Debatte

um Nübels mutigen Karriereschritt

kurz vor Neuers Wiedersehen mit

seinem Heimatverein um eine

durchaus angriffslustige Wortwahl

von Nübels Berater angereichert

wurde.Sein Klient wolle,sagte Stefan

Backs dem Magazin 11Freunde,

„Neuer mittelfristig verdrängen“.

Zunächst gehe es darum, vom viermaligen

Welttorhüter und Weltmeister

von 2014 zu lernen. Aber Neuer,

der in zwei Monaten seinen 34. Geburtstag

feiern wird, werde nicht

jünger, ließ Backs wissen und sagte

mit Blick auf die übernächste Saison:

„Wenn ich also ein großer Torhüter

werden will und dann nicht einen

35- oder 36 Jahre alten Torwart attackiere,

dann habe ich es auch nicht

verdient.“

Nebenbei ufert die Debatte auch

in Schuldzuweisungen an den ehemaligen

Schalker Manager Christian

Heidel aus, der es laut Backs versäumt

habe, mit Nübel zu verlängern.

Heidel schoss inzwischen zurück,

und auch andere Experten

„Manuel ist ein absoluter Weltklassetorwart,

er weiß mit den

Dingen umzugehen.

Da mache ich mir null Gedanken“

Bayern-Coach Hansi Flick setzt auf die

Nervenstärke seines Keepers.

dürften dafür sorgen, dass die Debatte

Neuer und die Münchner nicht

nur ins Spiel gegen Schalke begleitet,

sondernwohl gleich durch die kommenden

Jahre.

Schon jetzt habe sich „bis auf den

Dalai Lama ja jeder dazu geäußert“,

befand Backs und attestierte dem

früheren Münchner Profi Stefan Effenbergbei

der Gelegenheit „ein unterirdisches

Niveau“ sowie „Aussagen

wie von Betrunkenen am Tresen“.

Effenberghatte den Berater zuvor

als geldgeil bezeichnet, für

diesen stehe nicht Nübels sportliche

Perspektive im Mittelpunkt. Diese

halten auch viele andereBeobachter

für gefährdet, zumal Neuer nach seinen

Mittelfußbrüchen 2017 inzwischen

wieder seine alte Weltklasseformerreicht

hat und vorerst noch in

einem guten Torwartalter bleiben

wird. Sollte er seinen Vertrag erwartungsgemäß

über 2021 hinaus vorzeitig

verlängern, müsste sich Nübel

auch mittelfristig auf einen sehr ehrgeizigen

Neuer einstellen.

Unruhiger Karriereherbst

Neuer gibt sich nach außen demonstrativ

unbeeindruckt und will es vorerst

damit bewenden lassen, sein

Selbstverständnis klar geäußert zu

haben. „Ich bin kein Statist, sondern

Protagonist und möchte immer

spielen“, sagte der Nationaltorwart

im Trainingslager und bezeichnete

Nübels Verpflichtung als „unerheblich“

für seine Vertragsgespräche. In

denen möchte Neuer gewiss auch

eine monetäre Wertschätzung spüren.

Eine große Rolle spiele vor allem,

„wie es mit dem Trainer weitergeht“,

sagte Neuer und betonte die

gute Zusammenarbeit mit Flick, der

ihn im Gegenzug unmissverständlich

als seine Nummer eins bezeichnete.

Auch der neue Vorstand Oliver

Kahn hat sich schon deutlich pro

Neuerpositioniert.Wohl auch aus eigener

Erfahrung, wie sehr ein Torwartduell

an den Nerven zerren

kann. Wie vor der Weltmeisterschaft

2006, bei der dann Jens Lehmann

den Vorzug erhielt. Neuer hat Flicks

und Kahns Unterstützung erfreut registriert.

Weniger erfreut hat ihn das

Ansinnen des Sportdirektors Hasan

Salihamidzic, Nübel schon in der

kommenden Saison Spielpraxis zu

verschaffen.

Dass sich Neuergerade auf diversen

Titelseiten von Illustrierten und

in Berichten über die Trennung von

seiner Frau Nina wiederfindet, fügt

sich ins Bild eines womöglich unruhigen

Karriereherbstes. Gelten

dürfte fürs Professionelle wie fürs

Private: So ungerührt sich Neuer

nach außen auch gibt, beschäftigen

ihn die Themen und Begleitdebatten

mehr, als er zeigen möchte. Jede Regung,

jeder Fehler könnte ja gegen

ihn verwendet werden, auf und neben

dem Platz. Neuer dürfte also

durchaus auch mit Interesse verfolgen,

ob Nübel in einer Woche ins

Schalker Torzurückkehrt oder sein

Vertreter Markus Schubert den Vorzug

erhält.

DieTendenz geht offenbar dahin,

dass Nübel sein letztes Halbjahr in

Gelsenkirchen wohl auf der Bank

verbringen wird. Jedenfalls dann,

wenn Schubert auch in München

gut hält. Neuerhätte wohl nichts dagegen.

Nübel käme dann ja zu den

Bayern als jenes Torwarttalent, dessenletzte

Aktion beiSchalke ein ungelenker

Kung-Fu-Tritt samt Platzverweis

war.

Maik Rosner

kommt beim Patzerzählen

bei Neuer nicht weit.


Berliner Zeitung · N ummer 21 · 2 5./26. Januar 2020 – S eite 25

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Feuilleton

Das fliegende Auge

mit Filmen über

Auschwitz

Seite 28

„Auf einmal wurde mir bewusst, dass ich überhaupt nichts wusste.“

Redakteure der Berliner Zeitung über ihren persönlichen Umgang mit dem Holocaust-Gedenken Seiten 26 und 27

Die Wut

ist älter

Wieder Sexualstrafprozess

gegen Harvey Weinstein

in New York ausgeht, sollte

in der MeToo-Bewegung

keine so große Rolle spielen.

Das Entscheidende ist,

dass er stattfindet

VonPetraKohse

Runter mit der Augenbinde, raus aus der Rolle des schweigenden Opfers: Frauen erheben ihre Stimme und zeigen sich vor dem State Supreme CourtinNew York,woHarveyWeinstein vor dem Richter steht.

GETTY IMAGES/STEPHANIE KEITH

In diesem Prozess geht es nicht

um die MeToo-Bewegung. Es

geht nicht um sexuelle Belästigung

im Allgemeinen. Es geht

nicht um die Rechte der Frauen.“

Dashatte James Burke, Vorsitzender

des NewYorker Gerichts,das sich

derzeit mit zwei Sexualstrafklagen

gegen den Filmproduzenten Harvey

Weinstein befasst, zu den potenziellen

Geschworenen gesagt, bevor die

endgültige Auswahl getroffen wurde.

Underhatte damit sicher recht. Tatsächlich

wirdindem voraussichtlich

bis Märzandauernden Prozess unter

Umständen nicht einmal die Frage

hinreichend beantwortet werden, ob

Harvey Weinstein ein Sexualstraftäter

ist. Es geht lediglich darum, ob

die Klagen in den beiden Fällen, die

in New York stattgefunden haben

und noch nicht verjährt sind, der

Vorwurf der ehemaligen Produktionsassistentin

Mimi Haleyi, Weinstein

habe vonihr im Jahr 2006 Oralsex

erzwungen, und der Vorwurf der

Schauspielerin Jessica Mann, Weinstein

habe sie im Jahr 2013 vergewaltigt,

juristisch Bestand haben.

Wenn ja, droht dem 67-Jährigen

eine lange Gefängnisstrafe. Wenn

nein, kann er ins Filmgeschäft zurückkehren,

falls seine Rückenverletzung

und seine derzeit offenbar

tägliche Therapie wegen Sexsucht

das zulassen. DieVorwürfe der mehr

als 80 anderen Frauen, die in den

letzten beiden Jahren gegen Weinstein

laut geworden sind, darunter

vonSchauspielerinnen wie Angelina

Jolie, Uma Thurman oder Salma

Hayek, spielen in diesem Prozess für

die Verteidigung wie die Staatsanwaltschaft

höchstens als Illustration

ihrer jeweiligen Strategien eine Rolle.

Gleichzeitig geht es in diesem

Prozess in moralischer und emotionaler

Hinsicht natürlich unbedingt

um die MeToo-Bewegung. Mit der

Offenlegung vieler Beschwerden

und der Schilderung etlicher Fälle

von sexuellen Übergriffen durch

Weinstein in der NewYorkTimes und

im NewYorker im Oktober 2017 war

die Schweigespirale bezüglich sexueller

Übergriffe und Machtmissbrauchs

in der Kultur- und Politikszene

mit weltweiterWirkung durchbrochen

worden.

Der Hashtag MeToowurde aktiviert

und zum Zeichen, unter dem

Frauen, die teilweise jahrzehntelang

ein Opfertum in sich verborgen hatten,

zu Anklägerinnen. Und diese

Berichte machten wieder anderen

Frauen oft überhaupt erst bewusst,

dass ihre eigenen Erlebnisse keine

notwendig zu ertragenden Übel,

sondern Übergriffe gewesen waren.

Wenn man in Radioberichten jetzt

die wütenden Sprechchöre von

Frauen vor dem New Yorker Gerichtsgebäude

hört, dieses „Stoppt

die Gewalt, stoppt die Vergewaltigung“,

dann gibt es wenig Zweifel

daran, dass der Fall von Harvey

Weinstein eine Symbolkraft bekommen

hat, der auf Indizienebene nicht

mehr beizukommen ist.

Aber:Wenn der Produzent verurteilt

wird, werden auch Frauen jubeln,

die ihn auf einem Foto gar

nicht erkennen würden. Und wenn

er freigesprochen wird, wird das als

pauschaler Angriff in einem Geschlechterkampf

gelten, der inzwischen

in jedem dritten Büroschwelt.

Es wird den Anschein haben, dass –

im Schritt nach vorne oder zurück –

Klarheit geschaffen wurde. Dabei ist

das Bezeichnende und Vertrackte an

vielen MeToo-Fällen doch gerade,

dass sie von der herrschenden Gerichtsbarkeit

nicht erfasst werden

können. Sie finden vielmehr in einem

System statt, das es Höhergestellten

erlaubt, es für ein Ja zu halten,

wenn das Gegenüber nicht Nein

sagt, und das (nicht nur, aber insbesondere)

weibliche Wesen von klein

auf zurichtet, sich den Projektionen

anderer zur Verfügung zu stellen.

Die Strafverteidigung von Harvey

Weinstein setzt durchweg auf die Behauptung

einer Einvernehmlichkeit

der sexuellen Kontakte. Das würden

Der Angeklagte: Harvey

Weinstein, 1952 in NewYork

geboren, ist Gründer der

Filmproduktionsfirmen Miramax

und Weinstein-Company.ImOktober

2017wurden

Vorwürfe vonnamentlich

genanntenFrauen öffentlich,

dieberichten, vonWeinstein

sexuellbelästigt odervergewaltigtwordenzusein.

Daraufhin

wurde er aus der

Weinstein-Companyentlassen.

Der Prozess:Seit 6. 1.steht Weinstein vor

Gericht, ihm werden Vergewaltigung und Nötigung

vorgeworfen. Die Klägerinnen sind die

ehemaligeProduktionsassistentin Mimi Haleyi

und die Schauspielerin Jessica Mann.

zahlreiche freundliche E-Mails belegen,

die einige der Frauen Weinstein

auch nach denVorfällen geschrieben

hätten. Und indem Umstand, dass

viele Frauen mit ihm weitergearbeitet

haben, sieht Weinsteins Chefverteidigerin

Donna Rotunno eine Vorteilnahme

der Frauen gegeben. Sie

seienden Kontakt in der Absichteingegangen,

ihre Karrieren zu befördern,

und hätten damit sogar umgekehrtden

Produzenten ausgenutzt.

Die Staatsanwaltschaft hingegen

schildertWeinstein als Serienstraftäter,

der jahrzehntelang seine Macht

ausgenutzt habe, umjunge Frauen

zu verführen und sexuell zu missbrauchen.

Folgt man der Darstellung

des Journalisten Ronan Farrow, der

für seine Enthüllungen im NewYorker

den Pulitzerpreis bekommen

hat, herrschte im ehemaligen Weinstein-Imperium

ein geradezu institutionalisierter

Umgang mit den se-

xuellen Übergriffen des Chefs: von

der Zuführung von Frauen über die

anschließende Reinigung der Hotelzimmer

bis zu geradezu routinemäßigen

Schweigegeldzahlungen

an die Betroffenen, wenn sie drohten,

die Sache öffentlich zu machen.

In seinem Buch „Durchbruch. Der

Weinstein-Skandal, Trump und die

Folgen“ zitiert Farrow die Produzentin

Dede Nickerson mit den

schlichten Worten: „Alle wussten

es.“ Und niemand wollte Weinstein

am Zeug flicken, bis hin zu Hillary

DER WEINSTEIN-PROZESS

HarveyWeinstein vor

dem Gericht

MARK LENNIHAN/AP

Eine Zeugin: Auch andere

der mehr als 80 Frauen

überwiegend aus deramerikanischenFilmszene,die

vonGewalterfahrungen mit

Weinstein berichtet haben,

kommenimProzess zu

Wort.AmDonnerstag sagte

die Schauspielerin Annabella

Sciorra („DieSopranos“)

aus, dass Weinstein

sie vor26Jahren in ihrer

Wohnung vergewaltigt habe. „Es warsowiderlich,

dass mein Körper auf sehrungewöhnlicheWeise

angefangenhat zu zittern.

Ich wusste nicht einmal,was passierte“.

Der Angriff habe sietraumatisiert, sagte

Sciorra weiter aus. Sie habe angefangen zu

trinken und sich zu ritzen.

Clinton offenbar, deren Wahlkampf

er unterstützte.

Eine Hand auf dem Knie? –Ist

doch nett gemeint! Auf dem Po?

Naja, muss man vielleicht einen

Schritt beiseite gehen. Ein Kuss?

Hat noch niemandem geschadet.

Erzwungener Sex im Hotelzimmer?

Wärst du eben nicht mit nach

oben gegangen.

Immer wieder haben Frauen in

den letzten beiden Jahren geschildert,

wie sie in Situationen geraten

sind, die sie nicht wollten, aus denen

zu befreien sie sich aber außerstande

sahen. Teils als Minderjährige. Dass

Dinge juristisch verjähren, heißt

nicht, dass auch seelischer Schaden

automatisch verblasst. Die Wut der

Frauen vor dem New Yorker Gerichtsgebäude

ist älter als der Weinstein-Skandal.

Es ist die Wut über

Gewalt von außen, aber auch über

die eigene Ohnmacht. Eine Ohnmacht,

die jeder kennt, der sich als

Kind für Geschenke bedanken

musste, die ihm nicht gefielen. Der

höflich sein musste zu Erwachsenen,

die ihn tätschelten. Der mit der

Angst aufwuchs,seine Elternenttäuschen

zu können. Dessen Interessen

nie für so wichtig gehalten wurden

wie das Bild, das sich anderevon ihm

machen sollten. Demkörperliche Eigenheiten

als Defizite vorgehalten

wurden. Es soll tatsächlich Menschen

geben, die von alldem frei

sind. Dassind meistens Männer.

„Männer haben Körper, Frauen

ein Problem“ –dieser simple Defätismus

beschreibt eine Ideologie,die

sich kulturell in jedem Bereich niederschlägt,

von der Mode bis zum

Essverhalten. Mehr als eine Industrie

lebt davon. Werdie Erfahrung nicht

hat, schon im Alltag täglich gegen die

eigene Natur zu kämpfen, wird natürlich

zurückschlagen oder aus

dem Zimmer stürmen und die Polizeirufen,wenn

sich ihm jemand auf

unerwünschte Weise nähert, egal,

wer esist.Wer diese Erfahrung aber

hat, denkt unter Umständen so

lange darüber nach, wie er den anderensein

Gesicht wahren lassen kann,

insbesondere wenn es jemand Höhergestelltes

ist, bis es zu spät ist.

Mit vier bis fünf Jahren sollte ein

Kind in der Lage sein, zwischen sich

und anderen zu unterscheiden und

sich dessen bewusst zu sein, dass

diese, also die anderen, unter Umständen

nicht das Gleiche denken

und fühlen und wissen wie man

selbst. Jeder, der annimmt, dass das

eigene Begehren Maßstab des Begehrens

des anderen ist oder dass

eine gutgemeinte Geste niemals etwas

Schlechtes bewirken kann, hat

diesen Schritt nicht gründlich genug

vollzogen.

„Es ist an der Zeit, den Auswüchsen

der MeToo-Inquisition entgegenzutreten“,

schrieb ein Leser der

Berliner Zeitung nach der Berichterstattung

über den Protest gegen einen

Auftritt des Sängers Plácido Domingo

an der Staatsoper vergangene

Woche. Ein anderer urteilte, dass

Frauen, die einen Übergriff erst nach

Jahren öffentlich machen, den Anschein

erweckten,„Geldvorteile“ anzustreben

und nicht zu bedauern,

sondern vielmehr aufgefordert

seien, sich wie „erwachsene Persönlichkeiten“

zu verhalten.

Ja, Erwachsenwerden in dem

Sinne, eine vollständig integrierte

und auch wehrhafte Persönlichkeit

zu werden, ist allen zu wünschen, die

glauben, eine Hand auf der Brustertragen

zu müssen. Noch dringender

hinsichtlich desVerursacherprinzips

wäre aber dasErwachsenwerdender

Grapscher, die glauben, die kleine

Gefälligkeit des Stillhaltens würden

andere ihnen doch gerne erweisen.

Denn dasist nichtder Fall.

Washeißt das nun für denWeinstein-Prozess?

Wie auch immer er

ausgeht –dass erstattfindet, ist der

gesellschaftliche Fortschritt, auf den

es ankommt. Dass das Kartell dadurchdurchbrochen

wurde, dass genug

Frauen gesagt haben: Es reicht!

Diese Inspiration braucht weder ein

symbolisches Opfer aufseiten der

Täter, noch kann sie einem je genommen

werden. Aber dasmag jede

undjedernatürlich anders sehen.

PetraKohse

erfährtprivat immer noch

vonneuen MeToo-Fällen.


26 Berliner Zeitung · N ummer 21 · 2 5./26. Januar 2020

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Feuilleton

SONNTAGSKRIMI

Die Stadt

und

die Angst

VonTorsten Wahl

Erhat gesagt, er bringt uns alle

um!“ In einem stehenden Bus

liegen die Passagiere panisch unter

den Sitzen, ein Fahrgast berichtet

der Polizei hastig per Handy,dass der

Fahrkarten-Kontrolleur erschossen

wurde. Der jugendliche Täter flüchtet,

wird aber von einem SEK-Kommando

gestellt und „neutralisiert“.

Nach zehn Minuten könnte der

Münchener „Tatort“ beendet sein,

doch die Lage bleibt weiter unklar.

Denn die Polizei weiß nicht, ob der

Attentäter einen Mittäter hatte. Der

Bruder,eine Freundin und ein Kumpel

geraten unter Verdacht – doch

alle stellen sich der Polizei.

Das Szenario wirkt sehr realistisch:

Autor Holger Joos rekonstruiert

eine Extremsituation, in der auf

die Polizeiführung ständig neue Informationen

einprasseln, in der

ständig neu überlegt werden muss,

wie stark indas Alltagsleben einer

Stadt wie München eingegriffen

werden muss. Die Chefin (Corinna

Kirchhoff) lässt sogar den Nahverkehr

lahmlegen. Jede Entscheidung

befeuert die Medien, von den Live-

Schaltungen des Bayerischen Rundfunks

bis zu Gerüchten in den sozialen

Medien. Auffällig bleibt der Kontrast:

Hier eine technisch hochgerüstete

Polizei –auf der anderen Seite

ihre Hilflosigkeit gegen Täter, die

überall zuschlagen könnten.

Die Regisseurin Pia Strietmann

hat für diese Dramatik die passenden

Mittel gefunden: Das Tempo

bleibt hoch, die fließende Montage

verbindet sehr organisch die wechselnden

Schauplätzeund erzeugt einen

regelrechten Sog.

Die erfahrenen Kommissare

Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Batic

(Miroslav Nemec) bewahren die

Ruhe,gönnen sich sogar Momente,

um die Situation zu reflektieren,

und geleiten den Zuschauer, der

nie mehr weiß als sie,durch das Tohuwabohu

dieses Tages. Mag sein,

dass solch ein Film automatisch

die Ängste vor einem Amoklauf

noch schürt – doch wichtiger erscheint,

dass er um Verständnis für

die extrem schwierigen Entscheidungen

der Behörden wirbt und

davor warnt, selbst noch Gerüchte

im Netz zu verbreiten.

Tatort: UnklareLage –So, 26.1., 20.15, ARD

Wiegeht das?

75 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz ist das

Gedenken an den Holocaust eine gesellschaftliche

Pflicht, aber auch eine persönliche Angelegenheit.

Drei Versuche, das Unfassbare zu begreifen

Ein Besucher in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau

VonUlrich Seidler

Eine Fünfzehnjährige hat

sich für eine Gedenkreise

zum Thema Holocaust und

Nationalsozialismus beworben

und einen Platz bekommen.

Es könnte sein, dass der Vater ihr ein

bisschen zugesprochen hat, und

vielleicht ist auch der Satz gefallen:

„Wenn du dir das zutraust …“ Denn

klar ist doch wohl, dass man die Erinnerung

an das schlimmste Kapitel

der Menschheit wachhalten muss,

dass man die Kinder nicht ewig vor

der Wahrheit verschonen darf, weil

damit dasVergessen beginnt und mit

dem Vergessen eine Wiederholung

möglich wird. Man muss nur aus

dem Fenster blicken. Ja, gerade wir

Deutschen haben eine Verantwortung.

Und die nächste Generation

wird ohne die Möglichkeit aufwachsen,

Zeitzeugen zu begegnen. Also

fahre, Kind! Gehund sieh!

Dann kamen nähere Angaben

zum Reiseverlauf: DieSchule organisierte

einen fünftägigen Aufenthalt

in Polen, das Programm war viel zu

straff: Es gab Begegnungen mit Gedenkinitiativen,

Fahrten zu Stätten

des Widerstands, und gleich drei

Konzentrationslager, darunter

Auschwitz, wurden besucht. Schon

auf der vielstündigen Hinfahrt im

Bus wird Steven Spielbergs „Schindlers

Liste“ vorgeführt. Istdas nicht zu

überfordernd? Ist sie nicht doch zu

jung? Undverpflegen sollen sich die

Kinder auch noch selbständig, nur

für Frühstück ist in den Unterkünften

gesorgt. Schafft die Tochter das?

Sie hat es geschafft, natürlich. Sie

kam wohlbehalten, wenn auch erschöpft

und voller zwiespältiger Erlebnisse

zurück. In aller Ehrlichkeit

sprach sie über die verschiedenen

Gedenkinszenierungen und davon,

was sie bewegt hat und was sie nicht

bewegt hat, wo es leider sehr kalt war

und wann sie lange warten musste.

DerVater hörte zu, und seine stillen

Sorgen und Fragen blieben. Wie

tief ist der Schrecken eingedrungen?

Wann bricht das Wissen in die Seele

seines Kindes ein? Wann werden die

bei der Reise gesehenen Bilder −die

ausgestellten Schuhe der vernichteten

Menschen, die Bergevon Haaren

und auch die Erzählung vonden herausgebrochenen

Goldzähnen −

seine Tochter heimsuchen?

In einem Aufsatz, den die Fünfzehnjährige

später im Geschichtsunterricht

schreiben sollte, griff sie

auf ihreReise zurück. Es ist ein herz-

Überforderung

Geh, mein Kind, und sieh

zerreißender Text, in dem das Mädchen

versucht, sich in das Leid der

Opfer hineinzuversetzen und es

sprachlich zu gestalten. „Vor meinem

inneren Auge erkenne ich Menschen,

Männer, Frauen und Kinder,

sie schreien und weinen. Ich renne

mit ihnen, versuche zu entkommen,

doch da höre ich die Schüsse, ich

Wohin mit

dem Wunsch,

Trost zu geben

und das gerissene

Grundvertrauen

zu heilen?

sehe eine Frau neben mir, sie bricht

zusammen und schließt ihre Augen.

Da spüreich die Kugel in meinen Rücken

eindringen, mir wird schwarz

vor Augen und ich verliere das

Gleichgewicht. Dann kann ich nicht

mehr atmen, ich stürze und …Plötzlich

stehe ich wieder vor der Vitrine.

Eine Träne läuft meine Wange hinab.

DieSonne scheint, als wärenie etwas

Derartiges geschehen.“ Die Sonne

scheint, das heißt auch: Ich lebe, ich

lache, meine Eltern lieben mich, als

wäre nie etwas Derartiges geschehen.

DieTochter weinte,aber wie tief

war sie in den Abgrund gestiegen,

den der Holocaust gerissen hat? Hat

sie seine Singularität verstanden, die

in der Industrialisierung des Massenmords

besteht? Ist ihr klar, wie

nah an uns dieses Verbrechen ist?

Natürlich kannte sie weder den

Gedanken von Adorno, dass es nach

Auschwitz barbarisch sei, Gedichte

zu schreiben, noch wusste sie, dass

er sich später darin korrigiert hat,

aber die wohl noch schwerere Frage

anschloss,obessich nach Auschwitz

überhaupt noch leben lasse. Das

Weiterleben des zufällig Entronnenen,

so Adorno, „bedarf schon der

Kälte,des Grundprinzips der bürgerlichen

Subjektivität, ohne das Auschwitz

nicht möglich gewesen wäre:

drastische Schuld des Verschonten.“

Hier fällt es auf den Vater zurück:

Woher nimmt er sich das Recht, als

Nachkomme zufällig verschont gebliebener

oder gar schuldiger Ahnen

Kinder zu bekommen? „Als wäre nie

etwas Derartiges geschehen“?

Wohin mit dem Wunsch, Erklärungen

und Trost zu geben, das Uneinordenbare

einzuordnen, das gerissene

Grundvertrauen zu heilen?

All das wäre falsch, es hieße, den

Schrecken zu mildernund mithin zu

verharmlosen und sich an seinen

Opfern zu vergehen: Verdrängen,

Vergessen und Wiederholen.

Was kann der Vater tun? Der ja

selbst noch weiter herausfinden

muss, wie verletzt und zerbrochen

er ist und der beim Vaterwerden

eine neue Stufe des Begreifens hinabgestoßen

wurde, weil er erfuhr,

wie verletzbar man ist, wenn man

ein Kind hat, das einem genommen

werden kann. Es wurde ihm

klar, dass die Reise seine Tochter

weiter seiner Vormundschaft entriss,

sie von ihm trennte. Ermuss

sie lassen. Er kann nicht verhindern,

dass sie an den Verletzungen

des Holocaust leiden, dass sie

Schaden nehmen wird und damit

leben lernen muss. Also, geh und

sieh, Kind, und verstehe, was du

verstehen kannst. Ich werde erreichbar

sein für deine Fragen, beantworten

kann ich sie dir genauso

wenig wie meine eigenen. Ich kann

dir deine Angst nicht nehmen, du

mir meine auch nicht.

Nach Auschwitz

Heil werden

Im Einsatz: Ivo Batic (MiroslavNemec)

und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl). ARD

TOP 10

Donnerstag,23. Januar

1 Nord bei Nordwest ARD 7,19 22 %

2 Der Bergdoktor ZDF 6,46 20 %

3 Tagesschau ARD 5,20 17 %

4 Ich bin ein Star ... RTL 4,78 24 %

5 heute-journal ZDF 4,69 17 %

6 heute ZDF 4,06 16 %

7 Notruf Hafenkante ZDF 3,89 13 %

8 SokoStuttgart ZDF 3,86 18 %

9 Wer weiß denn ...? ARD 3,81 18 %

10 RTL aktuell RTL 3,32 14 %

ZUSCHAUER IN MIO/MARKTANTEIL IN %

VonSusanne Lenz

Eva MozesKor traf ich vorrund drei

Jahren. Sie war nach Berlin gekommen,

um ihr Buch vorzustellen,

„Die Macht des Vergebens“. Undich

muss zugeben, dass ich mich fragte,

wie jemand, der in Auschwitz war,zu

einem solchen Thema kommt.

Damals war EvaMozes Kor83, sie

war auf einen Rollator angewiesen,

machte aber nichtsdestotrotz einen

resoluten Eindruck. Ich hatte bis zu

dem Tagnoch nie jemanden mit einer

Auschwitz-Tätowierung auf dem

Arm gesehen. Eva Mozes Kor versteckte

sie nicht. Sie trug andiesem

Wintertag eine leuchtend blaue

Bluse,die gut zu ihren blauen Augen

passte. Die Ärmel hatte sie hochgekrempelt.

In ihrem Buch hatte sie erklärt,

die Nummer sei deshalb so unscharfgeraten,

weil sie gezuckt hätte,

als die heiße Nadel sie berührte. Ich

versuchte, nicht auf ihren nackten

Unterarm zu starren, und fragte

mich später, was der Grund dafür

war.Schließlich ist eine solche Nummer

kein Makel.

Die 1934 in Rumänien geborene

EvaMozes Korwar zehn Jahrealt, als

sie mit ihrer Familie in einem Viehwaggon

in Auschwitz ankam. DieEltern

wurden ermordet, sie und ihre

Schwester waren noch am Leben, als

die Rote Armee das Konzentrationslager

am 27. Januar 1945 befreite.Die

beiden sind auf mehreren Schwarz-

Weiß-Bildern zusehen. Zwei kleine

Mädchen mit Wollmützen auf dem

Kopf, die ihnen zu große gestreifte

Anzüge tragen. Diebeiden hatten zu

den Kindern gehört, die Josef Mengele

für seine Versuche benutzte. Er

hat ihr und ihrer Schwester Keime

injiziert, an denen sie schwer erkrankten.

Vergeben also. Im Jahr 2015

machte ein anderes Foto von Eva

MozesKor Schlagzeilen. Es zeigt sie,

wie sie in einem Lüneburger Gerichtssaal

dem einstigen SS-Wachmann

Oskar Gröning die Hand

reicht. Der 95-Jährige war wegen

Beihilfe zum Massenmord angeklagt,

EvaMozes Korwar als Nebenklägerin

nach Lüneburg gekommen.

Sie erzählte, dass Gröning an

der Rampe in Auschwitz gestanden

und sortiert habe, als sie mit ihrer

Familie im Jahr 1944 das Konzentrationslager

erreichte, wie sie getrennt

wurden. Dann gab sie Gröning

nicht nur die Hand, sondern

sagte, sie vergebe ihm. Die beiden

Aufnahmen aus Auschwitz und Lü-

neburgscheinen einander zu widersprechen,

einander auszuschließen.

Sie zeigen etwas Ungeheuerliches.

Eva Mozes Kor schlug Unverständnis

und Empörung entgegen.

Die anderen Nebenkläger in dem

Eva Mozes Kor

hat sich von der

Rolle befreit,

die ihr die Nazis

zugedacht haben.

Sie war kein

Opfer mehr.

Prozess gegen Gröning distanzierten

sich mit einer öffentlichen Erklärung

von ihr. Sie warfen ihr vor,

sie habe den „Buchhalter von

Auschwitz“ öffentlich rehabilitiert.

Manche kritisierten, sie ziehe eine

Show ab, manche versuchten, die

Idee der Vergebung nicht ernst zu

nehmen, sie ignorierten sie.

DieEmpörung beruhte auf einem

Missverständnis.Eva MozesKor vergab

Gröning, aber sie hatte nicht die

Absicht, sich mit ihm zu versöhnen,

wie manche vermuteten, sie wollte

das,was er getan hat, nicht entschuldigen,

und keinesfalls vergessen

oder einen Schlussstrich ziehen. Zu

Hause in Indiana hatte sie längst ein

Holocaust-Museum aufgebaut, sie

machte andere Zwillinge ausfindig,

die von Mengele missbraucht worden

waren, und bis kurz vor ihrem

Todimvergangenen Jahr –sie starb

mit 84 Jahren ausgerechnet während

ihrer jährlichen Reise mit Jugendlichen

nach Auschwitz –war sie Zeitzeugin,

hielt Vorträge,tratbei Konferenzen

auf, gab Interviews.

An diesem Dezembertag in Berlin

erzählte sie, wie es zu dem

Handschlag kam, zu ihrer Haltung.

Sie habe Auschwitz in einem geschäftigen

Leben verdrängt, habe

erst in Israel gelebt, sei später mit

ihrem Mann in die USA gezogen,

habe als Immobilienmaklerin gearbeitet

und versucht, die antisemitischen

Beschimpfungen zu ignorieren,

mit denen ihre Kinder konfrontiert

waren. Das funktionierte

einigermaßen gut, bis sie im Jahr

1984 Auschwitz besuchte.

Eva Mozes Kor erzählte, wie sie

schon auf dem Flug mit Lufthansa

nachWien in Panik geriet, als die Stewardessen

deutsch sprachen. In Österreich

habe sie dann zum ersten

Mal ihre Auschwitz-Tätowierung

versteckt. Sie war wieder Opfer.„Ich

will das nicht, habe ich gedacht.“ Zu

vergeben war ihr Ausweg.

Sieschlug diesen Ausweg mit der

Entschlossenheit und Willenskraft

ein, die vielleicht auch zu ihrem

Überleben im Konzentrationslager

beigetragen haben. Es muss sie ungeheure

Anstrengung gekostet haben,

Oskar Gröning zu berühren,

diese Worte auszusprechen, gegen

den Wunsch nach Rache anzukämpfen,

gegen den Hass und die

Wut, gegen all die negativen Gefühle,

die sie empfunden haben

muss. Sie hat es für sich getan. Zu

vergeben war ein Akt der Selbstermächtigung.

EvaMozes Korhat sich

damit von der Rolle befreit, die ihr

die Nazis zugedacht haben. Sie war

kein Opfer mehr.

Am Ende unseres Treffens bat ich

sie um eine Widmung in ihr Buch.

„Forgiveand heal“ schrieb sie in großen

Buchstaben, vergebe und werde

heil. Heil zu werden –Eva MozesKor

ist das möglicherweise gelungen.


Berliner Zeitung · N ummer 21 · 2 5./26. Januar 2020 27

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Feuilleton

NACHRICHTEN

Florian Illies verlässt

Rowohlt zum Herbst

DerVerleger Florian Illies (48) verlässt

den Hamburger Rowohlt-Verlag

überraschend zum Herbst 2020.

„Florian Illies wirdauf eigenen

Wunsch im Laufe dieses Jahres als

Verleger bei Rowohlt ausscheiden.

DerTermin seines Weggangs wie

auch die Frage der Nachfolgeregelung

werden zu gegebener Zeit bekannt

gegeben“, teilte der Verlag mit.

DerAutor Illies stand seit Januar

2019 an der Spitzedes Verlages.Er

war Nachfolger vonBarbaraLaugwitz.

„Nach reiflicher Überlegung

habe ich mich dafür entschieden, einen

anderenWegzugehen und mich

dem Schreiben zu widmen“, sagte Illies

laut Pressemitteilung. (dpa)

Autorin Gudrun Pausewang

91-jährig gestorben

VonFrank Junghänel

Im Sommer 1993 war ich zum

ersten Mal in Israel. Meine

Reise führte über Rom, wo ich

mich auf dem Flughafen mit

den anderen Passagieren in einen

Buspferchen ließ, der uns zu der auf

dem Vorfeld geparkten Maschine

brachte. Eswar eng, es war heiß, es

war stickig. Nicht auszuhalten, wie

man so sagt.

Da die paar Plätze sofort besetzt

waren, mussten die meisten Leute

stehen. Auch der ältere Mann mit

seiner Frau, für die keiner aufstand.

Siehatten vormir in der Schlange am

Check-in gewartet, und nun warteten

wir, dass es endlich losging. Als

der Bus anruckte, griffen unsere

Hände reflexartig zu den Haltestangen.

Unddasah ich auf ihren Unterarmen

die Tätowierung. Einpaar Ziffern,

tintenblau, blass,verwischt. Der

Mann trug ein Hemd mit kurzen Ärmeln,

die Frauen ein Sommerkleid.

Ichweiß nicht, woher sie kamen, wohin

sie gingen, ich weiß nicht, was sie

in ihrem Leben schon hatten aushalten

müssen. Ich kenne ihre Geschichte

nicht, obwohl ich die Geschichte

von Auschwitz zu kennen

glaubte. Ich hatte Bücher gelesen,

Filme gesehen, Zeitzeugen gehört

und ein paar Jahrezuvor während des

Studiums in Krakow die Lager in

Auschwitz und Birkenau besichtigt.

Aber hier,indiesem überfüllten Flughafenbus

zwischen den lauten jungen

Israelis und dem alten Ehepaar,

wurde mir auf einmal bewusst, dass

ich überhaupt nichts wusste. Ich

hatte die Vergangenheit bewältigt,

wie das gernverlangt wurde,und dabei

nicht bemerkt, dass sie nicht vergangen

war. Sie war gegenwärtig.

Noch nie hatte ich mich so blond gefühlt,

so schrecklich deutsch.

Nach Israel bin ich vor allem aus

historischem Interesse gereist. Ich

wollte Jerusalem sehen, Jerichow,

das Jordanland, das Tote Meer, den

SeeGenezareth, den Golan. Aufdem

Flughafen „Ben Gurion“ in TelAviv

blätterte der Sicherheitsbeamte sehr

nachdenklich in meinem Pass,bevor

er mich in einen Nebenraum bat.

Besser gesagt: befahl. Ich hatte bei

der Einreise den blauen Pass der

DDR vorgelegt, der zu dieser Zeit

noch gültig war. Das Dokument war

den Beamten suspekt.

Bis dahin dachte ich, wenigstens

in punkto Antifaschismus auf der

richtigen Seite gestanden zu haben.

Meine politische Naivität reichte so

weit, dass ich annahm, als Ostdeutscher

in Israel herzlich willkommen

zu sein. Wasein Trugschluss war,wie

mir später ein israelischer Bekannter

zu erklären versuchte. Es ging um

Jassir Arafat, der zu dieser Zeit noch

lebte, umdie Palästinenser, die von

der DDR unterstützt wurden. Auch

von mir, wenn ich ehrlich bin. Und,

wie ich dachte,aus gutem Grund.

Es ist ein Dilemma. Seit dem

Abend in Jerusalem misstraue ich in

dieser Sache klaren Standpunkten.

Vorallem meinen eigenen.

Zu Füßen des Karmelgebirges am

Mittelmeer liegt die Hafenstadt

Besuch in Israel

Haifa, Alexanderplatz

Haifa. Dort sind nach dem Krieg

Abertausende Juden aus den deutschen

Lagern angekommen. Haifa

war für sie die erste Station in einem

Land, das ihnen eine neue Heimat

bieten sollte.Ein Ortzum Leben. Als

ich bei meiner Tour durch Israel

nach Haifa kam, wollte ich eigentlich

Es mag seltsam

klingen, aber ich

hatte die Abwesenheit

all dieser

Menschen, die

von den Nazis aus

meiner Stadt vertrieben

wurden, bis

zu diesem Tagnie

wirklich bemerkt.

nur einen Tagbleiben. EinRundgang

durch die Stadt, dann Besuch des

Karmeliterklosters und dann noch in

die wundervollen Gärten der Bahei.

Als ich am Busbahnhof meinen

Rucksack abgeben wollte, haben sie

mich müde ausgelacht. Good Joke.

Gepäckaufbewahrung? Es gebe

hier nicht mal Papierkörbe. Inder

ganzen Stadt nicht. Siemachten sich

dann noch die Mühe, mich über die

Terrorgefahr aufzuklären. Ziel der

Selbstmordattentäter waren immer

wieder Busse. Sie haben mich nicht

mitgenommen, nicht mit Gepäck.

Also habe ich meinen Rucksack

geschultertund bin zu Fußden Berg

hinauf, so gut es eben ging. Irgendwo

auf halber Strecke habe ich in einem

Bushäuschen Rast gemacht. Die

Sonne knallte vom Himmel, ich war

durchgeschwitzt, kaputt und sauer.

Dasmuss einem älteren Herrnaufgefallen

sein, der mich freundlich auf

Englisch ansprach, um mir mitzuteilen,

das der nächste Bus erst in cirka

einer Stunde komme. Ich bedankte

mich bei ihm für die Auskunft, und

ehe ich erklären konnte,dass er mich

sowieso nicht mitnehmen würde,

sagte er:„Siesind deutsch?“

Genau genommen war das keine

Frage. Erwusste es. Der Mann war

Mitte siebzig, würde ich sagen. Er

hatte einen weißen Haarkranz und

ein sonnengebräuntes Gesicht.

Wenn ich mich richtig erinnere, trug

er auch so ein kurzärmeliges Sommerhemd,

wie in Israel damals fast

alle Männer dieser Generation. Wir

kamen ins Gespräch –ein Gespräch,

das ich bis heute führe, obwohl es

schon fast dreißig Jahre her ist und

der Mann wahrscheinlich längst

nicht mehr lebt. „Woher kommen

Sie?“, fragte er.Berlin, sagte ich. „Ah,

Berlin. Wo genau?“, wollte er wissen.

Friedrichshain, direkt am Volkspark.

„Welche Seite?“ Zur Landsberger

hin, falls Ihnen das was sagt. Es sagte

ihm etwas. Auf meine Frage, woer

IMAGO/OMAR MARQUES

denn gewohnt habe, erzählte der

Mann, dass seine Familie im Viertel

um den Büschingplatz zu Hause gewesen

sei. Was nun allerdings mir

nichts sagte.Esging ein bisschen hin

und her, und bald wurde mir klar,

dass wir von zwei verschiedenen

Städten sprachen. Sein Berlin gibt es

nicht mehr, eslebt nur noch in der

Erinnerung. Der Büschingplatz lag

südlich vom Park Friedrichshain,

etwa dort, wo heute die Mollstraße

auf den Platz der Vereinten Nationen

trifft. Wir unterhielten uns über den

Märchenbrunnen und kamen auf

den Alexanderplatz, der ihm so vor

Augen gestanden haben muss,wie er

ihn aus den Dreißigerjahren kannte.

Mit der Berolina, dem Warenhaus

Tietz und dem Rondell der großen

Straßenbahnkreuzung.

Der Mann an der Bushaltestelle

hatte Berlin 1937 mit seinen Eltern

verlassen, noch vor den Pogromen

und Deportationen. Sie waren nach

Israel ausgewandert und keiner von

ihnen war jemals wieder nach

Deutschland zurückgekehrt.

Es mag seltsam klingen, aber ich

hatte die Abwesenheit all dieser

Menschen, die von den Nazis aus

meiner Stadt vertrieben wurden, bis

zu diesem Tagnie wirklich bemerkt.

Wie auch. Sie waren verschwunden.

Der freundliche Mann aus Haifa

hätte Anfang der Neunziger, als in

Friedrichshain noch alte Leute lebten,

mein Nachbar sein können, ja,

sein müssen. Ich habe ihn damals

nicht nach seinem Namen gefragt.

Aber ich werdeihn nicht vergessen.

DieSchriftstellerin Gudrun Pausewang

ist tot. Siestarb am Donnerstagabend

im Alter von91Jahren in

der Nähe vonBamberg, wie ihr Sohn

am Freitag mitteilte.Pausewang war

vorallem bekannt für ihreKinderund

Jugendbücher.Soschrieb sie

etwa „Die letzten Kinder vonSchewenborn“

(1983) oder den Roman

„Die Wolke“ (1987) über die Folgen

eines fiktiven Atomreaktorunfalls.

Pausewang war Lehrerin. Nach eigenen

Angaben schrieb sie mehr als

100 Bücher,knapp fünf Millionen

Exemplarewurden verkauft. Vier

Hauptthemen waren für sie prägend,

wie sie einst sagte: „Krieg und

Frieden“, „die Armut in Südamerika“,

„Schutz der Umwelt“ und „Nie

mehr Nationalsozialismus“. (dpa)

„My Salinger Year“ eröffnet

die 70. Berlinale

ZumAuftakt der 70. Internationalen

Filmfestspiele in Berlin wirdals Special-Gala

der Film „MySalinger Year“

des kanadischen Drehbuchautors

und Regisseurs Philippe Falardeau

gezeigt. DieProduktion basiertauf

dem gleichnamigen Roman der US-

Schriftstellerin Joanna Rakoff. „My

Salinger Year“ porträtiertdie junge

Schriftstellerin Joana (Margaret

Qualley), die als Assistentin der Literaturagentin

Margaret (Sigourney

Weaver) arbeitet. IhrJob ist es,die

Fanpost des Schriftstellers J.D.Salinger

zu beantworten. DerKünstlerische

Leiter Carlo Chatrian zu seiner

Wahl: „Philippe Falardeau schildert

die kleine NewYorker Literaturszene

der 1990er-Jahreliebevoll und mit

Humor.Dabei verlierternie das 21.

Jahrhundert, in dem wir alle leben,

und die verbindende Rolle,die Kunst

in unserem Leben spielt, aus dem

Blick.“ (BLZ)

»Ein Buch,das

LustaufsLeben macht!«

Christine Westermann, Literarisches Quartett

Foto: ©Paula Winkler

»Mit Wärme, aber auch mit burschikosem Witz entfaltet

Katja Oskamp ein Wimmelbild imPlattenbau.«

Katharina Teutsch, Die Zeit

»Versammelt unheimlich genaue, zum Teil sehr lustige,

zum Teil wahnsinnig traurige Porträts von großer

Anteilnahme.« Matthias Brandt, Literarisches Quartett

144 Seiten. Gebunden. Auch als E-Book

hanser-literaturverlage.de

HANSER BERLIN


28 Berliner Zeitung · N ummer 21 · 2 5./26. Januar 2020

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Tagestipp

BÜHNE

Berliner Ensemble (& 28 40 81 55)

19.30: Drei Mal Leben; 20.00 Neues Haus: Stunde

der Hochstapler–Das Krull Prinzip

Deutsche Oper Berlin (& 34 38 43 43)

19.30: Jenufa

Deutsches Theater (& 28 44 12 25)

20.00: 4.48 Psychose

DT-Kammerspiele (& 28 44 12 25)

20.00 Box: Der Hals der Giraffe

20.00: Hasta la Westler,Baby!

Heimathafen Neukölln (& 56 82 13 33)

20.00: Keine Angst vorNiemand! (Die Rixdorfer

Perlen)

Kleines Theater (& 821 20 21)

20.00: Drei Männer im Schnee

Komische Oper Berlin (& 47 99 74 00)

19.00: Frühlingsstürme

Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater

(& 88 59 11 88) 20.00: Ab jetzt

Maxim Gorki Theater (& 20 22 11 15)

19.30: The Situation

Neuköllner Oper (& 68 89 07 77)

20.00: Wolfskinder

Radialsystem (& 288 78 85 88)

18.00: NewEmpathies: Burn Time

19.30: NewEmpathies: 7(Radouan Mriziga)

Renaissance-Theater (& 312 42 02)

20.00: Extrawurst

Schaubude (& 423 43 14)

20.00: Hemingway. Gaza. Big Fish

Schaubühne (& 89 00 23)

18.00 Globe: Love hurts in Tinder Times

20.30: Die Anderen

Schlosspark Theater (& 78 95 66 71 00)

20.00: Ich bin nicht Mercury

Sophiensaele (& 283 52 66)

19.00 Kantine: Philosophiermaschine (Interrobang)

Staatsoper Unter den Linden (& 20 35 45 55)

19.00: Il barbiere di Siviglia

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Einblicke ins Modell Mies

Esgehtum„Raum-Zeit-Odyssee“, also um Zukunft, Fantasie,Ideale,inder

neuen Ausstellung im Mies vander Rohe-Haus Hohenschönhausen. Der

Architekturhistoriker Albert Kirchengast und der Architekt Jörn Köppler ehrenden

Bauhausmeister und Erbauer des Hauses Lemke am Obersee mit der

gut durchdachten Schau „Modell Mies“ und belegen so geistvoll wie unterhaltsam,

wie sehr Mies’Bauten auf einem ideellen Grund errichtet sind und

Zweckerfüllung, Publizität und ökonomischer Erfolg beileibe nicht die

Hauptrolle spielten. Als Beispiele dienen viele Handskizzen, Collagen und

Modelle des Bauhausmeisters. Lange Zeit, bevor es zu Realisierung seiner

Ideen kam, bildeten diese Arbeiten die„geistige Statik“ für die Umsetzung der

Entwürfe. Den Ausstellungsmachern geht es um Mies’ Gedankenmodelle,

beiden gelingt es, dessen architektonisches Denken anschaulich und für

heutige Bau-Debatten nützlich zu machen. Ingeborg Ruthe

Miesvan der Rohe-Haus,(Haus Lemke),Oberseestr.60. Bis 5. April, Di–So 11–17 Uhr

Foto: DanHannen

DMITRIJ

KITAJENKO

Volksbühne Berlin (& 24 06 57 77)

18.50 rechtes Seitenfoyer: Postwest_Shot

19.30: legende; 20.00 3. Stock: Final Fantasy

KABARETT/VARIETÉ

Arena Glashaus (& 533 20 30)

19.30: Cavewoman (Ramona Krönke). Anm. erf.

Bar jeder Vernunft (& 883 15 82)

20.00: Turnadot –Eine Brexit-Operette (Carrington-

Brown)

BKA (& 202 20 07)

20.00: Berlin, die 1920er-Jahre –eine Stadt im

Taumel (Sigrid Grajek)

Chamäleon (& 400 05 90)

18.00, 21.30: Out of Chaos (Gravity &Other Myths)

Distel (& 204 47 04)

17.00, 20.00: SkandalimSpreebezirk

19.30 Studio: Kabarett der Comedians!

Estrel Showtheater (& 68 31 68 31)

20.00: Thank youfor the music –Die ABBAStory

Friedrichstadt-Palast (& 23 26 23 26)

15.30, 19.30: Vivid

Mehringhof-Theater (& 691 50 99)

20.00: Die Expertise war bedeutend höher (Fil)

Mercedes-Benz Arena (& 20 60 70 88 99)

14.00, 19.00: Dream &Fly (Ehrlich Brothers)

Quatsch Comedy Club (& 47 99 74 13)

19.00, 22.00: Die LiveShow

Stachelschweine (& 261 47 95)

16.00, 20.00: Viel Tunnel am Ende des Lichts

StageBluemax Theater (& 018 05 44 44)

17.00, 20.30: Blue Man Group –The Show

Bauhaus-Kunst

Dirigent

SONNABEND

Ticket-Hotline 030·20 30 92101,konzerthaus.de

StageTheater des Westens (& 018 05 44 44)

15.00, 19.30: MammaMia!

Tempodrom (& 69 53 38 85)

16.00, 20.00: TheGrand Hotel(Moscow Circus on

Ice)

TIPI am Kanzleramt (& 39 06 65 50)

20.00: Die Vorteile des Lasters (Lisa Eckhart)

Wintergarten Varieté (& 58 84 33)

20.00: Zauber Zauber –Nichts ist, wie es scheint

Wühlmäuse (& 30 67 30 11)

20.00: Sexuelle Belustigung (Suchtpotenzial (Julia

Gámez Martín und Ariane Müller)

KLASSIK

Konzerthaus Berlin (& 203 09 21 01)

13.00 Ludwig-van-Beethoven-Saal: Beethoven-Salon

–Kammermusik zur Mittagszeit

Philharmonie (& 25 48 83 01)

19.00:Berliner Philharmoniker,Ltg.Kirill Petrenko,

GustavMahler:Symphonie Nr.6

Philharmonie/Kammermusiksaal (& 25 48 81 32)

20.00: Sinfonie Orchester Berlin, Cornelia Gartemann,

Marlene Ito und Philipp Bohnen (Violine), Ltg.Thomas

Koncz, Max Bruch: Konzertfür Violine und Orchester

Nr.1g-Moll op. 26; Jean Sibelius: Konzertfür Violine

und Orchester d-Moll op. 47; Johannes Brahms:

Konzertfür Violine und Orchester D-Dur op. 77

Zwölf-Apostel-Kirche (& 263 98 10)

18.00: Stephan Graf vonBothmer:„Afrika Flug“ in

concert, Stummfilm-Dokumentation neuinterpretiert

20.00: „Berlin. Die Sinfonie der Großstadt“ in concert,

Stummfilm-Dokumentation neu interpretiert

KINDER

FEZ Berlin (& 530 71 -0)

12.00: FEZ –Kinder undFamilien: Offenes Spielen

Grips Podewil (& 39 74 74 77)

16.00: Ankommen is WLAN (ab12J.)

Pfefferberg Theater (& 939 35 85 55)

15.00: Literatur Live: Alles muss klein beginnen,

Gerhard Schöne, Ein Kinder- und Familienprogramm

30.01.–01.02.20·20.00UHR

KONZERTHAUSBERLIN·GROSSER SAAL

KONZERTHAUSORCHESTER BERLIN

ANASTASIA KOBEKINA Violoncello

Sergej Prokofjew „Romeound

Julia“ -Suite Nr.1und 2op. 64;

Werkevon PjotrTschaikowsky

Puppentheater Berlin (& 342 19 50)

16.00: Die drei Winterriesen und der Frühling

Puppentheater Firlefanz (& 283 35 60)

16.00: Der Froschkönig (ab 4J.)

Schaubude (& 423 43 14)

15.00: Peterchens Mondfahrt, Figurentheater Marie

Bretschneider (ab 4bis 8J.)

Theater an der Parkaue (& 55 77 52 52)

16.00: Ich, Ikarus (ab 9J.)

16.00: Zinnober in der grauen Stadt (ab 4J.)

LITERATUR/VORTRAG

Berliner Dom (& 20 26 91 36)

20.00: Klaus-Maria Brandauer liest Dietrich Bonhoeffer,mit

musikalischer Begleitung

Renaissance-Theater (& 312 42 02)

16.00: Robert Redford ruft bald an, Hans-Jürgen

Schatz liest Horst Pillau

Schlosspark Theater (& 78 95 66 71 00)

16.00: Andere machen das beruflich, Andrea Sawatzk

KONZERT

Admiralspalast (& 22 50 70 00)

20.00: Frontm3n, Up Close Tour 2020

Berghain/Kantine (Rüdersdorfer Str.70)

20.00: Ilgen-Nur,Monako

Gutshof Britz (Alt-Britz 81)

19.00 Kulturstall: Thärichens Tentett, Ulli Bartel

Quartett u. a., Jazzfest Neukölln2020 –2.Tag

Huxleys (& 301 06 80 88) 21.00: Pothead

Kulturbrauerei/Maschinenhaus (& 44 31 51 00)

20.00: Rock Twice, Chapter One!!

CHARLOTTENBURG

Astor Film Lounge (✆ 883 85 51) Crescendo #makemusicnotwar

14.30; French Connection I–Brennpunkt Brooklyn

So 12.00; Lindenberg! 17.15, Sa a. 20.30, So a. 20.15

Cinema Paris (✆ 881 31 19) Pavarotti (OmU) So 12.30;

Die Wütenden 15.00, 20.30; Die Wütenden (OmU) 17.45

Delphi Filmpalast (✆ 312 10 26) 1917 –Der Film (OmU)

Sa 20.00, So 19.15; Das Ballett des Bolshoi-Theater in HD:

Giselle So 16.00; Das geheime Leben der Bäume Sa 17.20,

So 13.30; JudySa14.30; Miles Davis (OmU) So 11.00

Delphi LUX (✆ 322 93 10 40)1917 –Der Film Sa 13.30,

16.15, 19.00, 21.40, So 14.30, 17.15, 20.00; Bis dann,

mein Sohn So 11.00; Das geheime Leben der Bäume

13.20, 15.40; Jojo Rabbit (OF) 15.00, 20.50; Das Kapital

im 21. Jahrhundert So 11.00; Parasite 18.00; Aquarela

(OmU)So11.00; Aretha Franklin: Amazing Grace (OmU) So

13.00; Judy17.30, 20.15, So a. 12.45, 15.15; ARainyDay

In New York (OmU) So 10.45; Judy (OmU) 13.30, 17.50,

20.30; Queen &Slim (OmU) 21.15, Sa a. 15.00; The Farewell

(OmU) So 11.00; Freies Land 13.30, 16.15; The Peanut

Butter Falcon (OmU) 19.00; Knives Out (OmU) 20.50;

Knives Out (OF) 18.00; Marianne &Leonard (OmU) So

11.00; VomGießen des Zitronenbaums 13.20, 15.40; Einsam

zweisam 19.00; Lara So11.15; Miles Davis (OmU)

21.30; Die Sehnsucht der SchwesternGusmao 16.00

Filmkunst 66 (✆ 882 17 53) Milchkrieg in Dalsmynni So

18.45; Nur die Füße tun mir leid –900 Kilometer Jakobsweg

So 15.15; Pavarotti (OmU) Sa 15.00; The Peanut Butter

Falcon Sa 18.45; Shining (OmU) Sa 22.15; Das Vorspiel

17.00, 20.30; Crescendo #makemusicnotwar Sa 17.45, So

20.15; The Irishman (OmU) So 16.30; Der kleine Rabe Sokke

315.00; Milchkrieg in Dalsmynni Sa 22.30; Motherless

Brooklyn Sa 20.00

Kant Kino (✆ 319 98 66) The Farewell So 12.00; Knives

Out 14.30, 17.30, 20.30; Lindenberg! 14.30, 17.30,

20.30; Nurejew So11.45; ARainy Day In NewYork 16.15,

20.45; Der geheime Roman des Monsieur Pick 18.30; Latte

Igel und der magische Wasserstein Sa 14.00, So 13.00; Die

schönste Zeit unseres Lebens So 11.30; Als Hitler das rosa

Kaninchen stahl 14.45, 17.20, 20.00; Cunningham So

11.00; Der kleine Rabe Socke 3So14.00; Ich war noch

niemals in New York So 11.15; Spione Undercover 14.00;

Das Vorspiel 16.15, 18.30, 20.50

Zoo Palast (✆ 018 05/22 29 66) Atmos: Bad Boys for Life

20.00, 23.10; Die Eiskönigin II 11.30, 14.00; 3D,Atmos:

Star Wars IX 16.40; Preview: Die fantastische Reise des Dr.

Dolittle So 14.30; Die Hochzeit 17.30, 20.20, 23.10; Jumanji

12.00, Sa a. 14.45; Jojo Rabbit (OF) 22.50; Lindenberg!

19.45, Sa a. 16.40; Preview: Little Women So 16.30;

Vier zauberhafte Schwestern Sa12.00, 14.15, So 11.30,

14.00; Jojo Rabbit 17.50, 20.30, 23.15; Star Wars IX

11.15, 14.30; Bad Boys for Life 11.30, 17.00; Die Hochzeit

14.10; Knives Out 20.00, 23.05; Als Hitler das rosa Kaninchen

stahl Sa 11.15, 20.30, So 12.10, 20.00; Bad Boys for

Life Sa 14.00, So 14.45; Jojo Rabbit (OF) So 17.30; Joker

Sa 23.15, So 22.50; Jumanji So 15.00; Knives Out 17.45;

Das perfekte Geheimnis 12.15, Sa a. 15.00; Star Wars IX

20.45

FRIEDRICHSHAIN

b-ware!Ladenkino (✆ 20 07 88 88) ARainy Day In New

York Sa 14.45; ARainy Day In NewYork (OmU) So 17.45;

Jeanne d‘Arc (OmU) Sa 11.00; Latte Igel und der magische

Wasserstein 16.15; Der Leuchtturm (OmU) 21.00; Milchkrieg

in Dalsmynni Sa 17.45; Motherless Brooklyn (OmU)

So 11.00; Shaun das Schaf Sa 13.15, So 14.45; Snorri &

der Baby-Schwimmclub –Dive: Rituals in Water (OmU) So

13.30; Das Vorspiel (OmenglU) So19.15; Das Vorspiel

(OmU) Sa19.15; Why Don‘t You Just Die! (OmenglU) Sa

22.50; Why Don‘t YouJust Die! (OmU) So 22.50; Aquarela

(OmU) Sa 11.00; Character One: Susan (OmenglU) Sa

16.00; Freies Land (DFmenglU) Sa 19.30, So 21.40; Der

geheime Roman des Monsieur Pick (OmU) 14.15; Der kleine

Rabe Socke312.45; Lara (DFmenglU) So 15.50; Miles

Davis (OmU) So 19.30; Morgen sind wir frei So 11.00; Once

Upon aTime in... Hollywood (OmU) Sa 21.40; Systemsprenger

(DFmenglU) 17.30; Einsam zweisam (OmU) Sa 17.00;

Die Eiskönigin II 15.15; The Farewell (OmenglU) 18.50;

Fritzi So 12.15; Der geheime Roman des Monsieur Pick

(OmU) Sa 13.30; Joker (OmU) 22.45; Milchkrieg in Dalsmynni

So 13.45; Motherless Brooklyn (OmU) Sa11.00;

Parasite (OmenglU) So 20.30; Parasite (OmU) Sa 20.30;

Die Wache (OmU) So 11.00; Weathering With YouSo17.00

Tilsiter-Lichtspiele (✆ 426 81 29) Als Hitler das rosa Kaninchen

stahl 16.00; Freies Land 20.10; Das geheime Leben

der Bäume 14.00, Sa a. 18.15; Joker(OmU) Sa 22.35;

Das Kapital im 21. Jahrhundert –Capital in the Twenty-First

Century(OmU) 12.00; Preview: Die Kunst der Nächstenliebe

(OmU) So 18.15; Parasite (OmU) So 22.35; Aretha Franklin:

Amazing Grace (OmU) 20.15; Der geheime Roman des

Monsieur Pick (OmU) 18.15; Land des Honigs –Medena

Zemja: Honeyland (OmU) 12.15; Der marktgerechte Mensch

16.20; Midsommar – Director‘s Cut (OmU) Sa 22.00;

Schönheit &Vergänglichkeit So 22.00; Systemsprenger

14.00

UCI Luxe Kino Mercedes-Platz 1917 –Der Film 11.00,

14.00, 17.00, 20.00, 23.00; 1917 –Der Film (OF) So

19.30; 3Engel für Charlie 14.10, Sa a. 20.10, So a. 20.20;

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl Sa 17.10, So 11.30;

Bad Boys for Life 11.10, 16.20, 19.40, Sa a. 22.40; IMAX:

Bad Boys for Life 13.50, 16.50, 20.00, 23.10; Black and

Blue So 23.00; Cats 17.20; Cats (OF) Sa 16.50; 3D: Die

Eiskönigin IISa11.20; Die Eiskönigin II 11.45, 14.20,

16.45; Das geheime Leben der Bäume 20.10; The Grudge

23.10, Sa a. 19.40, So a. 19.50; Die Hochzeit 20.15,

23.15, Saa.11.30, 14.30, 17.20, So a. 11.10, 14.00,

17.30; Hustlers 23.10; Wie ich ein Gangster wurde: Eine

wahre Geschichte So 17.00; Jojo Rabbit 17.10, 19.50; Joker

22.50; Jumanji 11.10, 14.00, 16.50, 19.20, Saa.

22.50, So a. 22.40; Der kleine Rabe Socke 3Sa12.00;

Knives Out 14.20, 22.20, Sa a. 16.40, 19.50, So a. 20.15;

Knives Out (OF) Sa 23.00, So 23.15; Latte Igel und der

magische Wasserstein 12.00, 14.20; Lindenberg! 16.30,

19.40, Sa a. 22.10, So a. 22.20; Preview: Little Women So

17.00; The Peanut Butter Falcon 14.10; Das perfekte Geheimnis

Sa 19.20; Queen &Slim 22.45; Shaun das Schaf

So 11.50; Spione Undercover11.10, 14.10; 3D: Star Wars

IX 22.45, Sa a. 14.00, 19.30, So a. 14.15, 19.40; IMAX 3D:

Star Wars IX11.00; Star Wars IX13.45, 16.40, 19.50,

22.20; 3D: Street Dancer So 11.00; Detective Chinatown

III (OmU) Sa 11.00; Thomas und seine Freunde 11.50; Vier

zauberhafte Schwestern11.20, 13.50; Weathering With You

So 17.20; Die Wolf-Gäng 12.00, 14.30, Sa a. 17.00, So a.

17.10

Zukunft (✆ 01 76/57 86 10 79) Joker (OmU) So 22.30;

Der Leuchtturm(OmU) Sa 22.50, So 20.20; Parasite (OmU)

Sa 20.20; Systemsprenger (OmenglU) 18.00; Die Wache

(OmU) 16.30; Milchkrieg in Dalsmynni (OmU) 16.00; Porträt

einer jungen Frau in Flammen (OmU) 18.00, Sa a.

22.15; VomGießen des Zitronenbaums (OmU) 20.20; Why

Don‘t YouJust Die! (OmU) So 22.15

HELLERSDORF

CineStar (✆ 04 51/703 02 00) 1917 –Der Film 16.45,

20.00, Sa a. 23.00; Bad Boys for Life 16.50, 19.30, Sa a.

22.40; Die Eiskönigin II 13.40, 16.30, So a. 11.00; Die

Hochzeit 14.00, 17.10, 20.10, Sa a. 23.00; JokerSa22.50;

Jumanji 16.40, 19.50, Sa a. 22.50;Der kleine Rabe Socke

3So11.00; Knives Out 19.40, Sa a. 22.50; Lindenberg!

13.30, 19.40; Das perfekte Geheimnis 13.50; Spione Undercover

14.00, So a. 11.20; 3D: Star Wars IX 19.20; Star

Wars IX 16.45, Sa a. 22.45; Thomas und seine Freunde So

11.30; Vier zauberhafte Schwestern 14.10, So a. 11.40;

Weathering With YouSo11.10; Die Wolf-Gäng 14.15, 16.50,

So a. 11.40

Kino Kiste (✆ 998 74 81) Als Hitler das rosa Kaninchen

stahl Sa 13.30, So 20.10; Morgen sind wir frei Sa 17.15, So

14.00; Pettersson und Findus: Findus zieht um So 16.00;

Rotschühchen und die sieben ZwergeSa15.35; Die schönste

Zeit unseres Lebens Sa 19.00, So 18.00

HOHENSCHÖNHAUSEN

CineMotion (✆ 038 71/211 41 09) 1917 17.30, 20.00,

Sa a. 22.50; Die Addams Family 12.40; Bad Boys for Life

14.40, 17.00, 20.00, Sa a. 22.40; 3D: Die Eiskönigin II Sa

14.15; Die Eiskönigin II 10.40, 11.50, 14.20, 17.15; Preview:

Die fantastische Reise des Dr.Dolittle So 14.45; The

GrudgeSa23.00; Die Hochzeit 14.30, 17.10, 19.50, Sa a.

22.30; Jumanji 17.20, 19.45; Der kleine Maulwurf 10.50;

Der kleine Rabe Socke10.20, 13.00; Knives Out 20.15, Sa

a. 22.40; Der König der Löwen 12.10; Latte Igel und der

magische Wasserstein 10.30, 12.30, 15.00;

Lindenberg! 16.40, 19.30; Das perfekte Geheimnis 19.40;

3D: Spione Undercover 11.45; Spione Undercover 14.50;

3D: Star Wars IX 16.45, 19.50; Star Wars IX 14.15, 20.10,

Sa a. 22.20; Thomasund seine Freunde 10.20, 12.15; Underwater

Sa 23.00; Vier zauberhafte Schwestern12.20, Sa

a. 14.45, 17.10, So a. 14.15; Weathering With You So

17.00; Die Wolf-Gäng 12.00, 14.30, 17.20; Zombieland 2

Sa 23.00

KREUZBERG

Babylon (✆ 61 60 96 93) A Jojo Rabbit (OmU) 15.00,

17.30, 20.00, 22.30; B Aretha Franklin: Amazing Grace

(OmU) 14.00; Knives Out (OmU) 16.00, 21.30; Parasite

(OmU) 18.45

fsk amOranienplatz (✆ 614 24 64) Little Joe (OmU)

12.30, 21.30; Marriage Story (OmU) 12.15; Milchkrieg in

Dalsmynni (OmU) 17.30; Parasite (OmU) 14.45; Die Sehnsucht

der Schwestern Gusmao (OmU) 15.00; Das Vorspiel

So 19.30; Die Wütenden (OmU) 17.45, 20.00, 22.15

Moviemento (✆ 692 47 85) Als Hitler das rosa Kaninchen

stahl Sa 10.15; Jojo Rabbit (OmU) Sa 12.45, 15.15,17.45,

20.15, 22.45, So 10.00, 12.30, 15.00, 17.30, 20.00,

22.30; Als Hitler das rosa Kaninchen stahlSa23.00; Faltenrock

(OmenglU; m. Gespräch) So 19.15; Link Up Film FestivalSo14.00;

Little Joe(OmU) Sa 20.45, So 21.30; Roland

Rebers Todesrevue (m. Gästen) Sa18.00; Systemsprenger

11.15; Thomas und seine Freunde Sa 14.00; Als Hitler das

rosa Kaninchen stahl Sa 17.15, So 11.45, 16.30; Invisible

Sue Sa 12.30; Jojo Rabbit (OmU) Sa 10.00; Der kleine

Rabe Socke3So10.00; Der Leuchtturm (OmU) Sa 22.00;

Little Joe(OmU) So 14.15; Mein Lotta-Leben Sa 15.00; Vom

Gießen des Zitronenbaums (OmU) Sa 19.45, So19.00;

Yung (OmenglU) So 21.15

Regenbogen Kino (✆ 69 57 95 17) Swans Sa 20.30, So

20.00

KINO

Keine Musealisierung

Claus Löser

denkt 75 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz

über Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Kinos nach.

Gleich nach der Fertigstellung seines ersten

Films im Jahre 1973 wird Claude

Lanzmann von israelischen Regierungsstellen

kontaktiert. Kurze Zeit

später beginnt er mit der Arbeit an „Shoah“. Damals

stand der Titel des Films noch nicht fest, erst

recht nicht konnte dessen Bedeutung erahnt werden.

„Shoah“ ist eine mehr als 500 Minuten währende

Beschäftigung mit dem Tod. Der Film ist

gleichzeitig das Leben selbst. Es gibt keinen anderenBeitrag

des Kinos,der die Kraft dieses Mediums

derart als Brücke zwischen Gestern und Morgen

derart. Obwohl unentwegt

von Vernichtung die Rede

ist und nun inzwischen

auch nahezu alle Mitwirkenden

verstorben sind,

entfaltet sich beim Sehen

und Hören stets aufs Neue

eine ungeheure Gegenwärtigkeit.

Denn „Shoah“ entwickelt

einen völlig anderenBlick

auf geschichtliche

Vorgänge, als dies heut die

meisten Filme tun: er

schließt nichts ab, erreißt

auf. Musealisierung findet

keine statt. Wir werden als

Zuschauer nicht in die vermeintliche

Aufgeräumtheit

unseres Alltags zurück entlassen.

Vor75Jahren wurde

das Konzentrationslager

Auschwitz von sowjetischen

Truppen erreicht –

fürwahr ein elementares

historisches Ereignis.Wenn

am Montag der „Tag des

Gedenkens an die Opfer

des Nationalsozialismus“ begangen wird, so formuliert

sich in diesem Titel einerseits das letztlich

nicht auflösbare Dilemma unserer Erinnerungskultur.

Andererseits hat Lanzmanns Werk großen

Anteil daran, dass„Auschwitz“ nicht zum Synonym

für ein in den Geschichtsbüchern verschlossenes

Ereignis geworden ist, sondernals konkrete Machtkonstellation

zwischen Menschen nachvollziehbar

bleibt.

Aus Anlass des Gedenktages kommen weitere

Arbeiten zurück ins Kino,die um den Mord an den

jüdischen Menschen Europas durch die Deutschen

und ihreHelfer kreisen. „Ha’ Makah Ha“Shmonim

Ve’ Ahat“ (Der 81. Schlag) von David Bergman,

Jacques Ehrlich, Haim Gouri, Miriam Novitch und

Zvi Shner wurde 1975 für den Oscarnominiertund

erlebte 1977 im Rahmen der Berlinale seine (bundes-)deutsche

Premiere. Der Kompilationsfilm

steht in der aufklärerischen Tradition, wie sie auch

von Erwin Leiser in seinem Grundsatzwerken

„Mein Kampf“ (1960) oder „Deutschland, erwache!“

(1968) angestrebt wurde.Der Wegzum Holocaust

wird dabei als chronologische Abfolge von

Ereignissen beschrieben, die nahezu zwangsläufig

im Völkermord münden. Überaus beklemmende

(teilweise nachbearbeitete) Archivaufnahmen werden

auf der Tonebene mit Zeugenaussagen aus

dem 1961 in Jerusalem stattgefundenen „Eichmann-Prozess“kombiniert,

erzeugen geradezu fa-

DAS FLIEGENDE AUGE

Claude Lanzmanns Film „Shoah“ entfaltet stets

auf Neue eine ungeheure Gegenwärtigkeit. ARTE

Sputnik (✆ 694 11 47) Alles außer gewöhnlich (OmU) So

18.00; TheFarewell(OmU) So 20.00; HumanNature (OmU)

Sa 16.00; Der marktgerechte Mensch (OmU) Sa 18.00;

Miles Davis (OF) So 16.00; Parasite (OmenglU) So 22.00;

Parasite (OmU) Sa 22.00; Kinderfilm des Monats: Pettersson

undFindus14.30; Porträt einer jungen Frau in Flammen

(OmU) So 12.30; Die Sehnsucht der Schwestern Gusmao

(OmU) Sa 19.45; Cunningham (OmU) So 13.30; Joker

(OmU) Sa 23.00; Judy(OmU) So 18.45; Little Joe(OmU) So

21.00; Milchkrieg in Dalsmynni (OmU) Sa 14.30; Porträt

einer jungen Frau inFlammen (OmU) Sa 16.00; Die Sehnsucht

der SchwesternGusmao (OmU) Sa 20.30, So 11.00;

Shaun das Schaf So15.15; Swans (OmU) So 22.45; Systemsprenger

Sa 18.15; Weathering With You So16.45;

Kinobar im Sputnik Aretha Franklin: AmazingGrace (OmU)

So 20.30; B-Movie: Lust &SoundinWest-Berlin (OmenglU)

Sa 23.00; PJ Harvey –ADog Called Money(OmU) Sa 20.30;

Schönheit &Vergänglichkeit So 17.00

Yorck (✆ 78 91 32 40) Das geheime Leben der Bäume

15.20, 17.40; Der kleine Rabe Socke3So 13.00; Parasite

20.00; New Knives Out Sa16.00, 18.50, 21.40, So 16.40,

19.30; Latte Igel undder magische Wasserstein 14.40

KÖPENICK

Kino Spreehöfe (✆ 538 9590) Bad Boys for Life 17.30,

20.30; Die Eiskönigin II 15.00, Sa a. 13.00, So a. 12.45;

Preview: Die fantastische Reise des Dr. Dolittle So 15.15;

Die Hochzeit 15.00, 17.30,20.15; Jumanji So 12.15; Der

kleine Rabe Socke 3Sa13.00, So 10.00; Knives Out

17.15, 20.15; Latte Igel und der magische Wasserstein

13.00, So a. 10.00; Lindenberg! 17.00, 20.00; Spione Undercover

Sa14.45, So 10.15, 12.30; 3D: Star Wars IX

20.00; Vier zauberhafte Schwestern Sa13.00, 15.15, So

10.30, 12.30, 14.45; Die Wolf-Gäng 14.45, 17.45, So a.

10.45

talistische Bewegungen. Dieeine beginnt in Österreich

und Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg,

die andereinden Schtetl Galiziens oder der Bukowina.

Beide Linien laufen nahezu unausweichlich

auf die Gaskammern von Auschwitz zu. Der Film

ist auch deshalb so wichtig, weil die Grenzen des

filmisch Darstellbaren deutlich werden. Überaus

starke, weil assoziationsreiche Momente stehen

neben solchen mit einer Tendenz zur Illustration.

VomAnsatz her näher an Lanzmanns Konzept

bewegt sich eine selten gezeigte Fernsehproduktion

(Radio Bremen) von 1981, die jetzt erstmals

restauriert auf DVD zugänglich

gemacht wird. Der

1915 im thüringischem

Meuselwitz geborene Regisseur

Karl Fruchtmann

war 1936 selbst in einem

sächsischen Konzentrationslager

inhaftiert und

konnte später nach Palästina

entkommen. 1958

kehrte er nach Deutschland

zurück, drehte mehrere

wichtige Filme zum Holocaust.

Für den Dokumentarfilm

„Zeugen –Aussagen

zum Mord an einem Volk“

befragte er Überlebende

der Todesmühlen, gliederte

dann die Zeugnisse zu thematischen

Blöcken und

montierte sie mit aktuellen

Aufnahmen von den Tatorten.

Er konzentriertsich dabei

ganz auf die Gesichter

und die Körpersprache seiner

Gesprächspartner. Mit

Ruth Elias gibt es eine Frau,

die sowohl bei Fruchtmann als auch in „Shoah“ zu

sehen ist. Lanzmann hat mit seinem Film viel eher

begonnen, wurde aber quasi vonFruchtmannund

anderen Produktionen zum Thema eingeholt. Aber

es geht hier ja gerade nicht um journalistische Exklusisvität.

Wie gut, dass Lanzmann diesen langen

Atem aufbringen konnte.Als Regisseur hatte er vor

Drehbeginn nur wenig Erfahrung. „Shoah“ ist im

Grunde ein Experimentalfilm im eigentlichen

Wortsinn. Auf 16mm, mit einem für ein solches

Langzeitprojekt geringem Budget gedreht, lebt dieses

Jahrhundertwerk über ein Jahrtausendverbrechen

bis heute von seiner subversiven Kraft. Die

Untersuchungen im Grenzbereich zwischen Inszenierung

und Abbildung stellen Grundfragen an das

Medium Film, die noch lange nicht beantwortet

sind.

„Shoah“ wird am 27. Januar im Rahmeneiner weltweitenVorführung

an mehreren Berliner Orten gezeigt. Alle Termineunter:www.worldwide-reading.com,

„Der 81. Schlag“, Kino Arsenal, am 27. Januar

um 20 Uhr,„Zeugen-Aussagen zumMordaneinemVolk“,Akademie

der Künste (Hanseatenweg), 29.Januar um 18 Uhr.

Claus Löser

ist Filmhistoriker,Kritiker und Kinoliebhaber.Er

kuratiertdas Filmprogramm in der Brotfabrik.

Union Filmtheater (✆ 65 01 31 41) Alkohol Sa 15.15; Als

Hitler das rosa Kaninchen stahl Sa 10.45; Das Ballett des

Bolshoi-Theater in HD: Giselle So 16.00; Die Eiskönigin II

13.00; Freies Land Sa 22.15; Knives Out Sa 17.30, So

20.30; Latte Igel ... Sa 13.15, So 15.30; Lindenberg! Sa

15.15, 18.00, 20.00, So 13.15, 19.30; Über Grenzen So

17.30; VomGießen des Zitronenbaums Sa 13.00, 17.45, So

10.30; Das Vorspiel 20.15, Sa a. 10.30, 15.15, So a. 18.15

MARZAHN

UCI Kinowelt amEastgate (✆ 93 03 02 60) 1917 –Der

Film 17.15, 19.50, Sa a. 22.50, So a. 14.05; Bad Boys for

Life 14.00, 17.00, 20.00, Sa a. 23.00; Cats (OF) So 20.00;

Die Eiskönigin II11.35, 14.00, 16.50; The Grudge Sa

23.15; Die Hochzeit 14.10, 17.05, 20.00, Sa a. 22.45;

Holop –Servant (OF) 11.30; 3D: Jumanji 19.40, Saa.

22.40; Jumanji 14.10, Sa a. 17.00; Knives Out Sa 19.45,

23.00; Latte Igel ... 11.50; Lindenberg! 19.40, Sa a. 16.35;

Preview: Little Women So 17.00; Das perfekte Geheimnis

20.00; Spione Undercover 11.40, 14.15; 3D: Star Wars IX

19.30, Sa a. 22.35; Star Wars IX 16.30, Sa a. 14.05; Thomas

und seine Freunde 11.45; Vier zauberhafte Schwestern

11.55, 14.15; Weathering With YouSo17.00; Die Wolf-Gäng

12.00, 14.30, 16.55; Zombieland2Sa23.10

MITTE

Acud (✆ 44 35 94 98) But Beautiful –Nichts existiert unabhängig

(OmU) Sa 16.30; Einsam zweisam So 21.00; Der

kleine Rabe Socke 315.00; Lara (OmenglU) Sa 18.45;

Parasite Sa 20.45, So 18.30; Shaun das Schaf So 16.30;

Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten 16.00;

Cunningham (OmU) Sa 17.45; Einsam zweisam Sa 19.45;

Gundermann Revier (OmenglU) So 17.45; Marianne &Leonard

(OmU) So 21.30; Milchkrieg in Dalsmynni So 19.30;

Die Wache Sa 22.00


Babylon (✆ 242 59 69) Stummfilm um Mitternacht: Die

Bergkatze (m. Live-Musikbegleitung) Sa 23.59; Fellini 100!:

Boccaccio 70 (OmenglU) So 12.15; Cinebrasil: Colegas –

Freunde: Buddies (OmenglU) Sa 16.00; Cinebrasil: Domingo

–Sonntag (OmenglU) So 18.00; Felsenstein: Don Giovanni

Sa 15.00; Cinebrasil: Liebesgeschichten dauern

höchstens 90 Minuten (OmU) So 18.00; Felsenstein: Hoffmanns

Erzählungen (1970/2008) –Restaurierte Fassung

So 15.00; Cinebrasil: Lusofonas (OmenglU) Sa 18.00; Metropolis

(1925/26/2010) –Restaurierte Fassung (m.Live-

Musikbegleitung) So 19.00; Cinebrasil: Mein Name ist Daniel

(OmenglU) So 22.00; Cinebrasil: Mein Onkel hat jemanden

umgelegt (OmenglU) Sa 18.00; Cinebrasil: Mutum

(OmenglU) So 16.00; Cinebrasil: Nise: Ocoracao da loucura:

Nise: Das Herz des Wahnsinns (OmU) Sa 22.00; Cinebrasil:

Pastor Claudio (OmenglU) So 20.00; Cinebrasil: Pedra

da memoria (OmenglU) Sa 20.00; Cinebrasil: Eine Familie

suchte ihr Glück (OmU) So22.00; Felsenstein: Progress

Wochenschau So 14.00; Cinebrasil: Simonal (OmenglU)

20.00; IndoGerman Film: Street Dancer (OmenglU) 13.30;

CinemAperitivo: Zu viele Wunder: Lucia‘s Grace (OmU; mit

Gespräch) So 16.00; Cinebrasil: Wolfram (OmenglU) Sa

22.00; Cinebrasil: Hoch lebe Sao Joao! (OmenglU) Sa

16.00

Central Hackescher Markt (✆ 28 59 99 73)Fritzi15.30;

Joker (OmU) Sa 22.30; Der kleine Maulwurf (1963-1975)

10.15; Der Leuchtturm(OmU) 11.30; Queen &Slim (OmU)

17.15, So a. 20.00; Die Staatsfeinde Sa 20.00; Thomas

undseine Freunde 13.45; Joker(OmU)So20.45; Kinderfilm

desMonats: Pettersson und Findus: Findus zieht um 16.30;

Queen &Slim (OmU) 14.00, Sa a. 20.45; VomGießen des

Zitronenbaums (OmU) 12.00, 18.30; Yung 10.00; Yung

(OmenglU) Sa 23.30

CineStar CUBIX (✆ 04 51/703 02 00) 1917 –Der Film

16.30, 19.50; 1917 –Der Film (OF) 11.00, 13.50, 17.10,

19.30, 22.50; 3Engel für Charlie So 23.15; 3Engel für

Charlie –Charlie‘s Angels (OF) Sa 23.15; Als Hitler das rosa

Kaninchen stahl Sa 14.10; Bad Boys for Life 11.15, 14.15,

16.40, 20.10, 23.15; Bad Boys for Life (OF) 19.40, 22.40;

Cats So 11.30; Cats (OF) Sa 11.30; Die Eiskönigin II 12.00,

17.15; Die Eiskönigin II –Frozen 2(OF) So 15.10; Die Hochzeit

11.30, 14.20, 20.10, 23.10, Sa a. 17.20, So a. 17.10;

Wieich ein Gangster wurde: Eine wahre Geschichte (OmenglU)

So 20.00; Joker Sa22.20; Joker (OF) So 22.20; 3D:

Jumanji Sa 18.00, So 12.00; Jumanji 13.20; Knives Out

22.40, Sa a. 20.10, So a. 17.00;Knives Out (OF) Sa 17.00,

So 19.30; Latte Igel und der magische Wasserstein Sa

11.10; Lindenberg! Sa 19.30, So 14.00; Das perfekte Geheimnis

Sa 15.10, So 18.00; Spione Undercover 14.30;

3D: Star Wars IX 19.00, Sa a. 11.45, 22.15; Star Wars IX

16.15; 3D: Star Wars IX (OF) So 22.15; Star Wars IX (OF)

21.00; Vier zauberhafte Schwestern13.45, Sa a. 11.10, So

a. 11.00; Weathering With You So11.10; Die Wolf-Gäng

11.15, 13.50, 16.30

Hackesche Höfe (✆ 283 46 03) 1917 –Der Film (OmU)

16.30, 19.00, 21.30, Soa.11.30; Miles Davis (OmU)

14.00; The Farewell (OmU) 16.45; Judy (OmU) 19.30; Lindenberg!

14.00, 21.30; Jojo Rabbit (OmU) 17.15, 19.30,

21.45, So a. 12.30; Die Sehnsucht der SchwesternGusmao

(OmU) 14.30, So a. 10.00; Als Hitler das rosa Kaninchen

stahl 14.30, So a. 10.00; Die Wütenden (OmU) 17.00,

19.15, 21.30,Soa.12.15; Little Joe(OmU) 14.45, 21.30,

So a. 10.30; Das Vorspiel (teilw.OmU) 17.00, 19.15, So a.

12.30

International (✆ 24 75 60 11) Jojo Rabbit (OmU) 19.30,

22.00; Lindenberg! 13.30, 16.30; Miles Davis (OmU) So

11.00

Zeughauskino (✆ 20 30 47 70) Josef Kilian –Postava k

Podpirani (OmenglU) Sa 20.00; Der Maulkorb So 16.00;

Pripad pro zacinajiciho kata –Fall für einen beginnenden

Henker –Pripad pro zacinajiciho kata (OmenglU) So 18.30

NEUKÖLLN

Cineplex Neukölln Arcaden (✆ 01 80/505 06 44) 1917

–Der Film 19.45, Sa a. 16.50, 23.00; 1917 –Der Film (OF)

19.55; Aman Reis Duymasin (OmU) Sa 22.50; Baba Parasi

(OmU) 19.55, Sa a. 22.45; Bad Boys for Life 17.00, Sa a.

20.00, 23.00, So a. 19.45; Bad Boys for Life (OF) Sa 22.30;

Cep Herkülü: Naim Süleymanoglu –Pocket Hercules (OmU)

14.15; Die Eiskönigin II 12.00, 14.15, 17.15; Preview: Die

fantastische Reise des Dr. Dolittle So 14.30; Die Hochzeit

14.15, 17.05,Saa.19.30, 22.40,Soa.19.50; Janoschs

Komm wir finden einen Schatz! So 10.30; Jumanji 12.00,

17.20, 20.10,Saa.14.00; Der kleine Rabe Socke312.00;

Knives Out Sa 19.30; Latte Igel und der magische Wasserstein

Sa 12.00, So 12.15; Lindenberg! Sa 22.45; Mucize

Ask (OmU) Sa 22.50; Rafadan Tayfa 2: Göbeklitepe –Rafadan

Tayfa 2: Göbeklitepe (OmU) 12.00, 14.10, 17.15; Spione

Undercover 12.00, 14.15; Star Wars IX 16.30, 19.45,

Sa a. 14.00,Soa.14.15; DetectiveChinatown III (OmU) So

20.00; Thomas und seine Freunde 12.00; Türkler Geliyor –

Adelatin Kilici (OmU) Sa 16.15, 19.30, 23.00, So 17.15,

20.15; Vier zauberhafte Schwestern12.00, 14.45; Weathering

With You–Tenki no ko (OmU) So 17.00; Die Wolf-Gäng

12.00, 14.00,Saa.16.50, So a. 17.30

IL KINO (✆ 91 70 29 19) The Farewell (OmenglU) Sa

18.20; Der kleine Rabe Socke3Sa13.30, So 13.00; Land

des Honigs –Medena Zemja: Honeyland (OmenglU) Sa

15.00; Milchkrieg in Dalsmynni (OmU) Sa 16.40; Parasite

(OmenglU) So 21.00; Die Sehnsucht der Schwestern Gusmao

(OmU) So14.30; Lestelle non hanno padroni So

17.00; Die Wütenden (OmU) Sa 20.10, So 11.00, 19.00

Neues Off (✆ 62 70 95 50) Queen &Slim (OmU) 16.30,

19.30, 22.30

Passage (✆ 68 23 70 18) 1917 –Der Film (OmU) 15.00,

17.45, 20.30;Alkohol –Der globale Rausch So 13.00; Als

Hitler das rosa Kaninchen stahl 15.00; Cunningham (OmU)

So 13.00; Joker (OmU) 17.30, 20.00, Sa a. 22.30; Lindenberg!

15.20, 18.10, 21.00; Miles Davis (OmU) So 13.00;

Judy (OmU) 16.00, 18.30; Motherless Brooklyn (OmU)

21.00; Systemsprenger So 13.30

Rollberg (✆ 62 70 46 45) Parasite (OmenglU) 17.30,

20.30; Porträt einer jungen Frau in Flammen (OmenglU) So

14.00; Jojo Rabbit (OF) 14.00, 16.30, 19.00, 21.30; 1917

–Der Film –1917 (OF) 14.15, 17.00, 19.45, So a. 22.30;

Die Wütenden (OmU) 14.30, 17.00, 19.30, 22.00; The Farewell

(OmenglU) 16.30; Knives Out (OF) 14.20, 18.50; The

Peanut Butter Falcon (OF) Sa 14.15; Queen &Slim (OF)

21.40; CreepyCrypt: Sneak Preview(OF) Sa 22.30

UCI Luxe Gropius Passagen (✆ 66 68 12 34) 1917 –Der

Film Sa 16.55, 19.45, 23.00, So 20.15; Bad Boys for Life

14.25, 17.20, 20.10, Sa a. 23.00; Die Eiskönigin II 12.20,

14.40; Die Hochzeit 14.05, 16.45, 19.50, Saa.22.40;

Jumanji 11.30, 17.10, 20.00; Der kleine Rabe Socke 3

12.15; Knives Out 19.40, Sa a. 22.50; Preview: Little Women

So 17.00; Das perfekte Geheimnis Sa 22.45; 3D: Star

Wars IX Sa 17.15, 20.30, So 20.15; Star Wars IX 14.00; Vier

zauberhafte Schwestern11.40, 14.30; Weathering With You

So 17.15; Die Wolf-Gäng 12.30, 15.00, Sa a. 17.00, So a.

17.30

Wolf (✆ 921 03 93 33) The Farewell (OmenglU) 16.30;

Flussfahrt mit Huhn 12.10; Little Joe (OmU) 14.10, 18.40;

Die Sehnsucht der Schwestern Gusmao (OmU) 18.20; Die

Tigerentenbande –Der Film 16.40; VomGießen des Zitronenbaums

(OmU) 14.30, 21.10; Die Wütenden (OmU)

12.00, 21.00

PANKOW

Blauer Stern Pankow (✆ 47 61 18 98) Latte Igel und der

magische Wasserstein So 13.20; Lindenberg! 17.40,

20.30; Pavarotti So 11.00; Spione Undercover15.20; Alkohol

–Der globale Rausch So 11.00; Als Hitler das rosa Kaninchen

stahl 14.45, 17.20; Der kleine Rabe Socke 3

13.00; Knives Out 20.00

PRENZLAUER BERG

FT am Friedrichshain (✆ 42 84 51 88) 1917 –Der Film

15.20, 18.00; 1917 –Der Film (OmU) 20.45; Judy So

11.00; Latte Igel und der magische Wasserstein 13.20; Das

geheime Leben der Bäume 17.40, So a. 11.00, 12.50; Parasite

20.00; Pavarotti So 13.00; Spione Undercover15.30;

Das Ballett des Bolshoi-Theater in HD: Giselle So 16.00;

Freies Land Sa 14.40, 17.20, 20.00, So 13.15, 19.00; Der

kleine Rabe Socke 3So11.00; Aretha Franklin: Amazing

Grace (OmU) So 11.00; Lindenberg! 17.30; Die Wütenden

15.00, 20.30; Alkohol –Der globale Rausch So 11.00;

Knives Out 14.50, 20.30; Knives Out (OmU) 17.40; Schönheit

&Vergänglichkeit So 13.00

Kino &Bar in der Königstadt (✆ 01 63/262 72 80) Festival

politischer Film: #Uploading-Holocaust Sa 11.00;

Festival politischer Film: Austerlitz Sa 14.00; Festival politischer

Film: DieBlumen vongesternSo20.00;

Festival politischer Film: Jalda und Anna So 17.00; Festival

politischer Film: L‘chaim!: Aufdas Leben! Sa 19.30; Festival

politischer Film: Snide and Prejudice (OF) Sa 22.00; Festival

politischer Film: Three Days InAuschwitz (OF) Sa 17.00;

Festival politischer Film: Winterjagd So 14.00

Kino in der Kulturbrauerei (✆ 04 51/703 02 00) 1917

–Der Film (OmU) 19.30, 22.45, Sa a. 16.30; Als Hitler das

rosa Kaninchen stahl Sa 16.45, So 16.20; Akiba Pass Festival:

Cencorol LConnect (OmU) So 19.45; Akiba Pass Festival:

Children of the Sea (OmU) So 14.50; Die Eiskönigin II

So 14.20; Akiba Pass Festival: Free! –Road to the World: The

Dream (OmU) So 17.20; Freies Land Sa 22.40; Akiba Pass

Festival: Fuse –Memories of the Hunter (OmU) So 22.00;

Das geheime Leben der Bäume 17.00; Akiba Pass Festival:

Haikyu!! Movie 3–Talent und Gespür (OmU) So 12.10;

AkibaPass Festival: Haikyu!! Movie 4–Kampf der Konzepte

(OmU) So 14.30; Akiba Pass Festival: High School Fleet –

The Movie (OmU) So 19.45; Jojo Rabbit (OmU) 23.00; Jojo

Rabbit (OF) 17.30, 20.15, Sa a. 14.30, So a. 14.45; Judy

So 11.30; Der kleine Rabe Socke 3Sa14.00, So 11.30;

Knives Out Sa 19.40, So 20.00; Der König der Löwen So

11.15; Lindenberg! 16.00, 19.30; Preview: Little Women So

17.00; The Peanut Butter Falcon Sa 21.30; The Peanut Butter

Falcon (OmU) So 23.00; Das perfekte Geheimnis Sa

17.45,So11.50; Queen &Slim Sa 19.30, So 21.30; Queen

&Slim (OmU) Sa22.30; Akiba Pass Festival: Rascal does

not Dream of aDreaming Girl(OmU) So 17.30; Akiba Pass

Festival: Saekano the Movie: Finale (OmU) So 9.30; Spione

Undercover14.20; Star Wars IX (OmU) Sa 20.30; Star Wars

IX (OF) 22.30; Akiba Pass Festival: Utano Princesama Maji

LOVE Kingdom (OmU) So 9.45; Vier zauberhafte Schwestern

14.30; VomGießen des Zitronenbaums Sa 17.15; VomGießen

des Zitronenbaums (OmU) So 13.30; Das Vorspiel

19.00; Weathering With YouSo11.30; Die Wolf-Gäng 17.00,

Sa a. 14.00, Soa.11.15, 13.45; Akiba Pass Festival: The

Wonderland (OmU) So 12.10; Die Wütenden 19.50; Die

Wütenden (OmU) 22.30; Akiba Pass Festival: Yowamushi

Pedal: The Movie (OmU) So 22.15

Krokodil (✆ 44 04 92 98) Gundermann Revier Sa 19.45;

Heimat ist ein Raum aus Zeit So 15.00; Der Himmel über

Berlin Sa 16.00; Swimmingpool am Golan –Eine deutsche

Familiengeschichte (teilw.OmU) Sa 18.15, So 19.00; Why

Don‘t YouJust Die! (OmU) Sa 21.30, So 20.30

Lichtblick-Kino (✆ 44 05 81 79) Bis dann, mein Sohn –Di

jiu tian chang (OmU) Sa18.15; Casablanca (OmU) Sa

23.59; Emil und die DetektiveSa14.30; The Farewell (OmU)

So 16.00; Hustlers (OmU) So 19.15; Quatsch und die Nasenbärenbande

So 14.30; Schönheit &Vergänglichkeit

(OmenglU) So 17.45; Die Sehnsucht der Schwestern Gusmao

(OmU) 21.30; Systemsprenger Sa 16.00

UCI Kinowelt Colosseum (✆ 44 01 92 00) 1917 –Der

Film 14.20, 17.05, 19.45, 22.35; 3Engel für Charlie Sa

16.50; Als Hitler das rosa Kaninchen stahl 19.50; Bad Boys

for Life 14.25, 17.00, 19.55, 22.45; Die Eiskönigin II 12.05,

14.30, 17.10; Das geheime Leben der Bäume 17.10, So a.

19.40; The Grudge 22.40; Die Hochzeit 12.00, 14.15,

17.00, 19.50, 22.45; Joker 22.35; 3D: Jumanji 17.00; Jumanji

14.15; Der kleine Rabe Socke 312.15; Knives Out

19.50, 22.45; Latte Igel und der magische Wasserstein

14.45; Lindenberg! 19.40, Sa a. 16.40; Preview: Little Women

So 17.00; Mein Lotta-Leben 12.05; Das perfekte Geheimnis

19.55; Queen &Slim 22.40; Shaun das Schaf

12.10; Spione Undercover 12.00, 14.20; 3D: Star Wars IX

16.45, 22.30; Star Wars IX 14.15, 19.40; Systemsprenger

Sa 19.40; Thomas und seine Freunde 12.10; Underwater

19.45, 22.40; Vier zauberhafte Schwestern 12.15, 14.35;

Weathering With YouSo17.00; Die Wolf-Gäng 12.15, 14.40,

17.20

Zeiss-Großplanetarium (✆ 42 18 45 12) Königreich Arktis

So 16.00; Latte Igel und der magische Wasserstein Sa

16.30; Nur die Füße tun mir leid –900 Kilometer Jakobsweg

Sa 14.30,So11.30; Pettersson und Findus:Finduszieht um

So 13.30; PJ Harvey –ADog Called Money(OmU) Sa 21.00;

VanGogh: An der Schwelle zur Ewigkeit So 18.00

REINICKENDORF

CineStar Tegel (✆ 04 51/703 02 00) 1917 –Der Film

19.55, Sa a. 16.40, 23.00; Als Hitler das rosa Kaninchen

stahl 13.30; Bad Boys for Life 11.00, 14.15, 16.55, 20.00,

Sa a. 23.05; Das Ballett des Bolshoi-Theater in HD: Giselle

So 16.00; Die Eiskönigin II 11.25, 14.05, 16.55; The

Grudge Sa 23.10; Die Hochzeit 11.10, 14.05, 17.00,

20.10, Sa a. 23.05; Jojo Rabbit 14.00, 16.45, 20.00, Sa a.

23.00; JokerSa22.45; 3D: Jumanji 20.10; Jumanji 17.20,

Sa a. 13.55, 23.00; Der kleine Rabe Socke3Sa11.35, So

11.45; Knives Out 16.15, 19.40; Latte Igel und der magische

Wasserstein 11.10; Lindenberg! 19.30; Das perfekte

Geheimnis 20.15; Spione Undercover 11.20, 14.00; 3D:

Star Wars IX 19.30; Star Wars IX 11.00, 16.45, Sa a. 22.45;

Underwater Sa 23.15; Vier zauberhafte Schwestern 13.45,

Sa a. 11.10; Weathering With YouSo11.30; Die Wolf-Gäng

12.05, Sa a. 14.40, 17.15, So a. 14.20, 17.05

SCHÖNEBERG

Cinema am Walther-Schreiber-Platz (✆ 852 30 04) Freies

Land 14.35; Das perfekte Geheimnis 17.30, 20.15; Thomas

und seine Freunde 12.00

Cosima (✆ 85 07 58 02) Alles außer gewöhnlich 18.00;

Lara 15.30; Das perfekte Geheimnis 20.15

Odeon (✆ 78 70 40 19) Jojo Rabbit (OmU) 15.00, 20.30;

Knives Out (OmU) 17.30

Xenon (✆ 78 00 15 30) Crescendo #makemusicnotwar

(OmU) Sa 17.45, So 20.15; Cunningham (OmU) So 15.45;

Judy(OmU) Sa 20.15, So 17.45; Rettet das Feuer (OmenglU)

Sa 15.45

SPANDAU

Cineplex Spandau (✆ 01 80/505 02 11) 1917 –Der Film

20.10, Sa a. 23.00; Bad Boys for Life Sa 16.55, 19.55,

23.00, So 17.20, 20.15; Die Eiskönigin II 10.00, 12.20, Sa

a. 14.50; Preview: Die fantastische Reise des Dr.Dolittle So

15.00; Das geheime Leben der Bäume Sa 12.10, So 17.00;

Die Hochzeit 17.20, Saa.14.00, 20.00, 22.55, So a.

14.30, 20.20; Janoschs Komm wir finden einen Schatz! So

10.30; Jumanji Sa 17.00, 20.10, So 12.10, 17.30; Der

kleine Rabe Socke 3Sa10.00; Lindenberg! Sa 23.00, So

20.10; Spione Undercover 10.00, 12.15, 14.30; Star Wars

IX 19.40, Sa a. 16.55, 23.00; Vier zauberhafte Schwestern

10.00, Sa a. 11.50, 14.40, So a. 12.15, 14.50; Die Wolf-

Gäng 10.00, 12.15, 14.25, 16.50

Kino im Kulturhaus Spandau (✆ 333 60 81) Alles außer

gewöhnlich Sa 13.45, So 11.30; Als Hitler das rosa Kaninchen

stahl Sa 16.00, 20.15, So 13.45, 18.00; Der geheime

Roman desMonsieur PickSa18.15, So 16.00; Ich war noch

niemals inNew York Sa 11.15; Das perfekte Geheimnis So

20.15

STEGLITZ

Adria (✆ 01 80/5050711) AlsHitler das rosa Kaninchen

stahl 14.00, 17.00, 20.00; Judy11.00

Cineplex Titania Palast (✆ 01 80/505 05 20) 1917 –Der

Film 17.00, 19.45, 22.50, So a. 14.00; Bad Boys for Life

20.00, 23.00, Sa a. 17.00, So a. 17.20; Bad Boys for Life

(OF) 23.00; Das Ballett des Bolshoi-Theater in HD: Giselle

So 16.00; Preview: Die fantastische Reise des Dr.Dolittle So

15.00; Die Hochzeit 13.15, 17.00, 19.55, 23.00; Jumanji

Sa 14.05; Der kleine Rabe Socke 312.15, Sa a. 10.00;

Knives Out 16.50, 19.55, 23.00, Sa a. 14.00; Latte Igel und

der magische Wasserstein 10.00, 12.15; Lindenberg! Sa

19.55; Spione Undercover10.00, 12.00, Sa a. 14.15; Star

Wars IX 10.00, 19.30, Sa a. 16.10; Vier zauberhafte Schwestern10.00,

Sa a. 14.30, So a. 11.45, 14.15

Thalia Movie Magic (✆ 774 3440) Als Hitler das rosa

Kaninchen stahl So 18.00; Bad Boys for Life 17.45, 20.30;

Die Eiskönigin II 13.15, 15.30, So a. 11.00; Preview: Die

fantastische Reise des Dr. Dolittle So 15.45; Die Hochzeit

15.45, 18.00, 20.30; Jumanji Sa 15.15; Der kleine Rabe

Socke 3So11.30; Knives Out 20.30; Lindenberg! 20.30,

Sa a. 17.45; Spione Undercover 13.30; Thomas und seine

Freunde So 11.30; Vier zauberhafte Schwestern Sa13.00,

So 13.15; Die Wolf-Gäng 13.30, 18.15, Sa a. 15.45, So a.

11.15, 15.30

TIERGARTEN

Arsenal (✆ 26 95 51 00) Federico &Marcello: Fellinis 8

1/2 –Otto emezzo (OmU) So 19.00; Federico &Marcello:

Fellinis Intervista (Omdt+frzU) Sa 19.00; Kenji Mizoguchi:

Yokihi –Die kaiserliche Konkubine Yang Kuei-fei –Yokihi

(OmenglU) Sa 21.00;Magical HistoryTour:Frühling für Hitler

–The Producers: Springtime for Hitler (OF) Sa 19.30; Kenji

Mizoguchi: Straße der Schande –Akasen chitai (OmenglU)

So 20.00

CinemaxX Potsdamer Platz (✆ 040/80 80 69 69) 1917

–Der Film 14.00, 19.50, 23.00, Sa a. 13.30, 16.40, 19.45,

So a. 13.10, 16.30, 17.10, 20.05; 3Engel für Charlie So

22.40; 7500 –Der Film Sa 23.00; Als Hitler das rosa Kaninchen

stahl 19.45, Sa a. 16.55, So a. 17.20; Bad Boys for

Life 13.40, 16.40, 17.00, 23.00, Sa a. 19.15, 19.20,

22.45, So a. 19.30, 22.50; Cats Sa 13.30; Die Eiskönigin

II 13.15, 14.00, Sa a. 16.30; Das geheime Leben der Bäume

Sa 18.45; The Grudge22.45, So a. 20.25; Die Hochzeit

13.50, 17.00, 20.15, 23.00; Hustlers Sa 13.20; Wieich ein

Gangster wurde: Eine wahre Geschichte (OmU) So 17.15;

Jojo Rabbit 20.15, Saa.12.30, 13.20, 16.30, 19.30,

22.40, Soa.13.40, 14.00, 17.00, 20.00, 23.00; Joker

20.00; Judy Sa16.00, So 13.50; 3D: Jumanji 16.50; Jumanji

Sa 12.50, 19.50, 23.00, So 19.40; Knives Out

16.20, 20.30, 23.00, Sa a. 21.15, So a. 19.20; Lindenberg!

16.30, Saa.13.20, 19.30, So a. 13.30, 19.40, 23.00;

Parasite 19.45; Das perfekte Geheimnis 16.40, 19.50; Psy

3: Wimie zasad –Hunde 3: Im Namen der Regeln (OmU) So

13.15; Queen &Slim 23.00, Sa a. 19.45, So a. 19.40;

Spione Undercover 14.15, 16.50; 3D: Star Wars IX 13.30,

Sa a. 17.00, 20.30, 22.50, So a. 17.20, 20.50, 23.00; Star

Wars IX 13.00, 16.30, Sa a. 15.30, 19.40, 20.10, 23.00,

So a. 20.00, 20.30, 22.50; Detective Chinatown III (OmU)

So 17.00; Underwater Sa 22.20, So 22.40; Vier zauberhafte

Schwestern 13.40; Weathering With You So16.30; Die

Wolf-Gäng Sa 13.50, 16.10, So 14.20, 16.30

Filmrauschpalast (✆ 394 43 44) Die Sehnsucht der

Schwestern Gusmao (OmU) So 16.15; Suspiria So 19.00;

Suspiria (OmU) So 21.00; Why Don‘t You Just Die! (OmU)

Sa 19.15

TREPTOW

Astra (✆ 636 1650) Bad Boys for Life 17.15, 20.00,

22.30; Die Eiskönigin II Sa 10.00, 12.30, 14.30; Preview:

Die fantastische Reise des Dr.Dolittle So 14.30; Das geheime

Leben der Bäume 16.00, 18.00, 20.15, 22.30; Die

Hochzeit 15.00,17.30,20.00, 22.30; Jumanji 18.00; Der

kleine Rabe Socke3Sa10.00; Lindenberg! 17.00, 20.15;

Spione Undercover14.30, Sa a. 10.00, 12.15; Star Wars IX

20.30; Thomas und seine Freunde Sa 12.00; Vier zauberhafte

Schwestern 10.00, 12.00, 14.00; Die Wolf-Gäng

10.00, 12.00, 14.00, 16.00

Casablanca (✆ 677 57 52) Charlie &Louise –Das doppelte

Lottchen Sa 14.15, So 14.00; Der geheime Roman des

Monsieur Pick Sa 18.30; Knives Out Sa 20.30, So 18.00;

Motherless Brooklyn So 20.30; Pavarotti Sa 16.15; The

Peanut Butter Falcon So 16.00

CineStar –Treptower Park (✆ 04 51/703 02 00) 1917

–Der Film 17.00, 20.15, Sa a. 14.10, 22.40; 3Engel für

Charlie Sa 22.45; Als Hitler das rosa Kaninchen stahl 14.30;

Bad Boys for Life 14.15, 17.15, 20.10, Sa a. 22.45; Das

Ballett des Bolshoi-Theater in HD: Giselle So 16.00; Cats

11.40; Die Eiskönigin II 11.40, 14.30, 16.50; The Grudge

20.15, Sa a. 23.00; Die Hochzeit 14.20, 17.15, 20.00, Sa

a. 23.00; Joker Sa22.45; 3D: Jumanji 20.00; Jumanji

11.30, 14.00, 17.15, Sa a. 23.00; Der kleine Rabe Socke

312.00; Knives Out 19.50, Sa a. 16.50, 22.50; Latte Igel

und der magische Wasserstein 12.00; Lindenberg! 19.30;

Das perfekte Geheimnis 19.45; 3D: Spione Undercover Sa

11.30; Spione Undercover 14.20; 3D: Star Wars IX 11.30,

16.55; Star Wars IX 19.30; Thomas und seine Freunde

11.45; Underwater Sa 23.00; Vier zauberhafte Schwestern

14.15, 17.15; Weathering With YouSo11.50; Die Wolf-Gäng

12.00, 14.40, 17.00

WEDDING

Cineplex Alhambra (✆ 01 80/505 03 11) 1917 –Der Film

19.40, Sa a. 17.00, 22.40; Baba Parasi (OmU) Sa 22.45;

Bad Boys for Life 17.00, 20.00, Sa a. 23.00; Die Eiskönigin

II 12.00, 14.15, So a. 16.40; Preview: Die fantastische Reise

des Dr. Dolittle So 15.00; Die Hochzeit 14.15, 16.45,

20.00, Sa a. 23.00; Jumanji Sa 16.40, 19.50, So 14.00,

20.00; Rafadan Tayfa 2: Göbeklitepe –Rafadan Tayfa 2:

Göbeklitepe (OmU) 12.00, Sa a. 14.00, So a. 15.00;Spione

Undercover 12.00, Sa a. 14.15; Star Wars IX 12.00, 19.30,

Sa a. 16.45, 22.45, So a. 17.15; Türkler Geliyor –Adelatin

Kilici (OmU) 20.00, Sa a. 23.00; Vier zauberhafte Schwestern12.00,

Sa a. 15.00; Weathering With You–Tenki no ko

(OmU) So 17.00; Die Wolf-Gäng 12.00, 14.15, 17.20

City Kino Wedding (✆ 01 77/270 19 76) The Irishman

(OmU) Sa 21.15; Der kleine Rabe Socke3So16.45; Miles

Davis (OmU) Sa 19.00, So 18.15; Motherless Brooklyn

(OmU) So 20.30; Die Sehnsucht der Schwestern Gusmao

So 14.00

WEISSENSEE

BrotfabrikKino (✆ 4714001) Frech wie Krümel So 15.00;

Jeanne d‘Arc (OmU) 20.00; Jeannette: Die Kindheit der

Jeanne d‘Arc: L‘enfance de Jeanne d‘Arc (OmU) Sa 18.00;

Miles Davis (OmU) Sa 16.00; Film &Psychoanalyse: Vortrag

(zum Film „Die Auslöschung“ (Alex Garland, 2018) So 18.00

Toni &Tonino (✆ 92 79 12 00) Die Eiskönigin II Sa 13.00,

So 12.30; Der geheime Roman des Monsieur Pick So

10.15; Filmwoche zum Gedenken an den Holocaust: Im

Angesicht meines Feindes So 15.00; JokerSa21.00; Filmwoche

zum Gedenken an den Holocaust: Der Kinoerzähler

Sa 18.00; Der kleine Rabe Socke 3Sa11.15; Filmwoche

zum Gedenken an den Holocaust: Music Box –Die ganze

Wahrheit So 18.00; Das perfekte Geheimnis Sa 15.15; Lindenberg!

Sa 11.30, 14.15, 17.00, 19.45,So10.45, 13.30,

16.15, 19.00

WILMERSDORF

Bundesplatz-Kino (✆ 85 40 60 85) Als Hitler das rosa

Kaninchen stahl 18.00; Hommage Bernhard Sinkel: Lina

Braakeoder Die Interessen der Bank können nicht die Interessen

sein, die Lina Braake hat (m. Gast) So 15.30; Miles

Davis (OmU) 20.30; Parasite Sa 15.30; Shaun das Schaf

So 13.30; Jüdische Lebenswelten: Swimmingpool am Golan

–Eine deutsche Familiengeschichte (m. Gast) So 11.00

Eva-Lichtspiele (✆ 92 25 53 05) Als Hitler das rosa Kaninchen

stahl So 13.00; Crescendo #makemusicnotwar 15.30;

Fritzi Sa 13.00; Das geheime Leben der Bäume 18.00; Pavarotti

So 11.00; VomGießen des Zitronenbaums 20.30

ZEHLENDORF

Bali (✆ 811 4678) Exhibition on Screen: Leonardo: Die

Werke –The Works 20.30; Unheimlich perfekte Freunde

16.00; Zwingli–Der Reformator 18.00

Capitol (✆ 831 6417) Das geheime Leben der Bäume

15.20; Judy 17.45; Knives Out 20.30; Pavarotti So 12.45

POTSDAM

Filmmuseum Potsdam (✆ 03 31/271 81 12) Götter von

Molenbeek: Gods of Molenbeek (OmU) Sa 17.00; Der kleine

Rabe Socke 315.00; Kleiner Mann (Teil 1; m. Einführung)

So 17.00; Kleiner Mann (Teil 2) So 19.00; Lara Sa 21.45;

Vincent vanGogh: Ein Leben in Leidenschaft Sa 19.30

Thalia Potsdam (✆ 03 31/743 70 20) Als Hitler das rosa

Kaninchen stahl Sa 13.45, So 14.15; Das Ballett des Bolshoi-Theater

in HD: Giselle So 16.00; Crescendo #makemusicnotwar

Sa 16.30, So 14.00; Die Eiskönigin II16.30;

Freies Land 21.00; Das geheime Leben der Bäume 18.45,

Sa a. 13.15, So a. 10.15; Jojo Rabbit 18.15, 20.45, Sa a.

16.15, So a. 16.30; JudySo9.45; Latte Igel und der magische

Wasserstein So 12.15; Lindenberg! 15.30, 20.45, Sa

a. 13.45, So a. 12.45; Pavarotti So 12.00; Preview: SorryWe

Missed You So18.45; VomGießen des Zitronenbaums Sa

18.45, So 10.45; Das Vorspiel 18.45, Sa a. 14.15; Die Wütenden

Sa 21.00, So 20.45

UCI Luxe Potsdam Center (✆ 03 31/233 70) 1917 –Der

Film 11.00, 14.00, 17.00, 20.15, Sa a. 23.00; Als Hitler das

rosa Kaninchen stahl 13.50; Bad Boys for Life 13.45, 17.00,

20.00, Saa.23.00; Cats (OF) So 20.00; Die Eiskönigin II

11.00,14.15, Sa a. 17.35; Die Hochzeit 11.00, 14.00, 16.50,

20.10, Sa a. 23.00; 3D: Jumanji 16.45, Sa a. 23.00; Jumanji

20.05; Knives Out 19.40, Sa a. 23.00; Lindenberg! 19.40,

Sa a. 16.45, 23.00; Preview: Little Women So 17.00; Das

perfekte Geheimnis Sa 19.50; Shaun das Schaf 11.00; 3D:

Star Wars IX Sa 16.30, 20.15, So 16.45, 20.00; Star Wars IX

Sa 10.55, 14.15, 23.00, So 13.45; Thomas und seine Freunde

11.15; Vier zauberhafte Schwestern11.15, 14.20;Weathering

With YouSo17.15; Die Wolf-Gäng 11.15, 13.45, 17.10

UMLAND

ALA Falkensee (✆ 033 22/279 88 77) Das geheime Leben

der Bäume So 17.00; Knives Out 20.00, Sa a. 17.00;

Vier zauberhafte Schwestern12.00, 14.30

Capitol Königs Wusterhausen (✆ 033 75/46 97 77)

Judy Sa20.00, So17.00; Pferde stehlen Sa17.00, So

20.00

CineStar Wildau (✆ 04 51/703 02 00) 1917 –Der Film

17.00, 20.20, Sa a. 23.10; 1917 –Der Film (OF) So 20.20;

3Engel für Charlie Sa 23.00; Als Hitler das rosa Kaninchen

stahl So 12.15; Bad Boys for Life 14.45, 19.50, Sa a. 17.20,

22.50, So a. 17.25; Cats So 12.15; Die Eiskönigin II 14.20,

17.00, So a. 11.45; The Grudge 20.40, Sa a. 23.20; Die

Hochzeit 14.30, 17.20, 20.15, Sa a. 23.15, So a. 11.45;

Hustlers Sa 23.15; Wie ich ein Gangster wurde: Eine wahre

Geschichte (OmenglU) So 20.00; Joker Sa22.50; 3D: Jumanji

Sa20.15; Jumanji 14.20, 17.20; Der kleine Rabe

Socke 3So12.30; Knives Out 17.40, 20.10, Sa a. 23.00;

Latte Igel und der magische Wasserstein 15.00; Lindenberg!

17.05, 20.00; Das perfekte Geheimnis 15.00, Sa a. 20.00;

3D: Spione UndercoverSo12.00; Spione Undercover14.30;

3D: Star Wars IX 17.30; Star Wars IX 14.20, 19.45; Thomas

und seine Freunde So 12.00; Underwater 20.30, Saa.

23.10; Vier zauberhafte Schwestern 14.45, 17.40, So a.

12.15; Weathering With YouSo11.45; Die Wolf-Gäng 14.40,

17.10, So a. 12.00; Zombieland 2Sa23.20

Filmpalast Bernau (✆ 033 38/70 54 54) Bad Boys for Life

17.45, 20.30; Die Eiskönigin II Sa 15.15, So 12.45; Preview:

Die fantastische Reise des Dr.Dolittle So 15.45; Die

Hochzeit 15.00, 20.30, Sa a. 17.45, So a. 18.00; Jumanji

Sa 12.30, So15.00; Lindenberg! 17.30, 20.30; Spione

Undercover 12.45; Thomas und seine Freunde Sa 12.45;

Vier zauberhafte SchwesternSa15.15, So 13.15

Movieland Erkner (✆ 033 62/36 68) Als Hitler das rosa

Kaninchen stahl Sa 20.45, So 11.30, 18.15; Bad Boys for

Life 17.45, 20.15; Jumanji Sa 18.00, So 15.30; Der kleine

Rabe Socke 3Sa16.15, So 13.15; Knives Out So 20.45;

Spione Undercover15.00, So a. 11.00

KINO

SONNTAG

Die Kultivierung des Geldes

A ls vor einigen Jahren die kulturelle Akzeptanz gegenüber Geld- und Aktiengeschäften

sprungartig anstieg, beteiligte sich das„ARD-Morgenmagazin“

daran mit einem „Börsenspiel“. Laien und Experten kauften und verkauften

fiktiv Wertpapiere, und am Ende wurde abgerechnet. Besonders

amüsant wurde die Angelegenheit durch den Schauspieler Rolf Zacher, der

sein in vielen Rollen erprobtes Zockerimage kultivierte und am Ende natürlich

gegen die Experten gewann. Insgesamt schienen die frühen 2000er-Jahre

mit einem alten Leitspruch Schluss machen zu wollen: Über Geld spricht

man nicht. Trotz der 2008 hereinbrechenden Finanzmarktkrise wird noch

immer fast überall und immerzu über Geld geredet, auch wenn es mir schon

mehrfach unterlaufen ist, die Sendung vor der „Tagesschau“ als „Böses vor

Acht“ misszuverstehen. Mitden Experten Hermann-Josef Tenhagen und und

Nicolas Lieven wirdnatürlich ganz sachlich über Geld geredet. HarryNutt

Über Geld reden,Sonntag,14Uhr,AmerikaGedenkbibliothek, Blücherplatz 1

Diskussion

Die Bäume im Wipfelgespräch

CONSTANTIN FILM

Geheimes Leben der Bäume

Dass Bäume nicht nur der

Holzproduktion dienlich sind,

sollte bekannt sein. Dass sie

fühlen, denken und trödeln

können, ist manch einem vielleicht

neu. Die Vermenschlichung

der Bäume traf den Nerv

der Leser und machte das Buch

des Försters Peter Wohlleben

zum Bestseller.Nun kommtder

Film zum Baum ins Kino. Der

Regisseur und Autor Jörg

Adolph („Elternschule“) folgte

Wohlleben durch denWald und

durch seine Gedanken. Man

muss nicht jede seiner Ideen

teilen, aber die Naturaufnahmen

sind toll. (BLZ)

Tagestipp

Berliner Zeitung · N ummer 21 · 2 5./26. Januar 2020 29 · ·

·······················································································································································································································································································

Anzeige

BÜHNE

Berliner Ensemble (& 28 40 81 55)

18.00: Drei Mal Leben; 18.45: Thementag Entsicherte

Gesellschaft: Der Reisende; 20.00 Neues Haus:

Stunde der Hochstapler –Das Krull Prinzip

Deutsche Oper Berlin (& 34 38 43 43)

18.00: AMidsummer Night’sDream

Deutsches Theater (& 28 44 12 25)

18.00: 4.48 Psychose

DT-Kammerspiele (& 28 44 12 25)

19.00: Black Maria

20.00Box: Zu der Zeit der Königinmutter

Kleines Theater (& 821 20 21)

18.00: Drei Männer im Schnee

Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater

(& 88 59 11 88) 18.00: Ab jetzt

Maxim Gorki Theater (& 20 22 11 15)

18.00: Der Russe ist einer,der Birken liebt

Neuköllner Oper (& 68 89 07 77)

20.00: Wolfskinder

Radialsystem (& 288 78 85 88)

16.00: NewEmpathies: Burn Time

17.00: NewEmpathies: Pasdedeux #1 –Constructing

Love (Solistenensemble Kaleidoskop)

RambaZamba Theater (& 44 04 90 44)

18.00: Antigone

Renaissance-Theater (& 312 42 02)

16.00: Extrawurst

Schaubühne (& 89 00 23)

16.00: Die Anderen

20.00 Globe: Love hurts in Tinder Times

Schlosspark Theater (& 78 95 66 71 00)

16.00: Ich bin nicht Mercury

20.00: Eros &Ramazotti –Ein DuoimAusnahmezustand

(Tommaso Cacciapuoti und Dietmar Loeffler)

Sophiensaele (& 283 52 66)

17.00 Festsaal: T4-Gedenkveranstaltung: Das Konzept

bin ich (i can be your translator)

19.00 Kantine: Philosophiermaschine (Interrobang)

Staatsoper Unter den Linden (& 20 35 45 55)

18.00: Falstaff

21.00 Alter Orchesterprobensaal: Linden 21: Usher

Tempodrom (& 69 53 38 85)

15.00: Der Nussknacker;19.00: Schwanensee

Volksbühne Berlin (& 24 06 57 77)

18.00: Ultraworld

19.00 3. Stock: Final Fantasy

KABARETT/VARIETÉ

Admiralspalast (& 22 50 70 00)

11.00, 15.00: Dschungelbuch –Das Musical (Liberi)

Arena Glashaus (& 533 20 30)

18.30: Cavewoman (Ramona Krönke). Anm. erf.

Bar jeder Vernunft (& 883 15 82)

19.00: Turnadot –Eine Brexit-Operette (CaCarrington-

Brown)

BKA (& 202 20 07)

20.00: Berlin, die 1920er-Jahre (Sigrid Grajek)

Chamäleon (& 400 05 90)

18.00: Out of Chaos(Gravity &Other Myths)

Distel (& 204 47 04)

12.00Studio:Katerfrühstück (Boris Leibold)

Estrel Showtheater (& 68 31 68 31)

17.00: Thank youfor the music –Die ABBAStory

Friedrichstadt-Palast (& 23 26 23 26)

15.30: Vivid

Quatsch Comedy Club (& 47 99 74 13)

17.00: Die LiveShow

Stachelschweine (& 261 47 95)

18.00: Viel Tunnel am Ende des Lichts

StageTheater des Westens (& 018 05 44 44)

14.30, 19.00: Mamma Mia!

TIPI am Kanzleramt (& 39 06 65 50)

19.00: Die Vorteile des Lasters (Lisa Eckhart)

Wintergarten Varieté (& 58 84 33)

13.00, 18.00: ZauberZauber

Wühlmäuse (& 30 67 30 11)

20.00: Wunderkind(Marco Weissenberg)

KLASSIK

Berliner Dom (& 20 26 91 36)

18.00: Roma und Sinti Philharmoniker,Synagogal

Ensemble Berlin, Ltg.Riccardo MSahiti, Roger Moreno-Rathgeb:

Requiem für Auschwitz –Konzertzum

Gedenken an die Opfer desNS-Vernichtungslagers

Komische Oper Berlin (& 47 99 74 00)

11.00: Gedenkkonzertfür Harry Kupfer,Ltg.Ainars

Rubikis, Ausschnitten aus Opernvon Mozart

Konzerthaus Berlin (& 203 09 21 01)

16.00 Gr.Saal: Konzerthausorchester Berlin, Nikolaj

Szeps-Znaider (Violine), Ltg.Iván Fischer,Beethoven:

Konzertfür Violine und Orchester D-Du; Strauss: „Also

sprach Zarathustra“

20.00 Kl. Saal: Nicolas Namoradze (Klavier), Honens

International Piano Competition, Skrjabin: Sonate

Nr.9op. 68 „Schwarze Messe“; Bach: Sinfonia Nr.

9f-Moll; Partita e-Moll; N. Namoradze: EtudesI-VI;

Skrjabin: Acht Etüden op. 42, Sonate Nr.4Fis-dur

Philharmonie (& 25 48 83 01)

11.00: Stabsmusikkorps der Bundeswehr,Ltg.Reinhard

Kiauka, Freiheitsklänge–Benefizkonzert

16.00: Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Ltg.Jakub

Hrusa, Josef Spacek (Violine), Dvorák: Konzertfür

Violine und Orchester a-Moll op. 53; Suk: „Pohádka

léta –Ein Sommermärchen“, op. 29

20.00: Deutsches Symphonie-Orchester Berlin,

RIAS Kammerchor,Ltg.Robin Ticciati, DukeEllington:

„Harlem“; Ondrej Adámek: „Kameny“ für Chor und

16 Instrumente; Spiritual „Deep River“ für Chorund

Orchester;Dvorák: Symphonie Nr.9e-Moll op. 95

„Aus der Neuen Welt“

Philharmonie/Kammermusiksaal (& 25 48 81 32)

16.00: Cappella Vocale Berlin, Junges Consortium,

Vokalkolleg,SonntagskonzertNr. 1…der größten

Liebe aber bedarf die Erde

KINDER

Friedrichstadt-Palast (& 23 26 23 26)

11.30: Im Labyrinth der Bücher,Young Show(ab 5J.)

Pfefferberg Theater (& 939 35 85 55)

11.00: Der furiose Küchenzirkus (ab 3bis 10 J.)

16.00: Literatur Live: Alles muss klein beginnen,

Gerhard Schöne, Ein Kinder- und Familienprogramm

RBB Haus des Rundfunks (& 97 99 30)

12.00 Gr.Sendesaal: Kammermusikensemble des

DSO,Christian Schruff (Moderation), rbbKultur-

Kinderkonzert

Staatsoper Unter den Linden (& 20 35 45 55)

11.00, 12.30 Apollosaal: Im Wasser und an Land –

Kinderkonzert(ab 3bis 5J.)

LITERATUR/VORTRAG

Distel (& 204 47 04)

18.00: Best of Martenstein, Harald Martenstein

Volksbühne Berlin (& 24 06 57 77)

20.00 Roter Salon: Reformbühne Heim &Welt–Zu

Gast: Jens Balzer &JohannaZeul

KONZERT

Komische Oper Berlin (& 47 99 74 00)

19.00: Flucht II –Vom Einwandern

Konzerthaus Berlin (& 203 09 21 01)

20.00: Andrej Hermlin and his Swing Dance Orchestra

Schlot (& 448 21 60)

21.00: trio lézarde jazz


30 Berliner Zeitung · N ummer 21 · 2 5./26. Januar 2020

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TV-Programm am Sonnabend

Tagesschau 24

13.00 Nachrichten 13.15 Mondmänner mit

Hammer und Sichel 14.00 Nachrichten 14.15

Hilfe aus Bayern für syrische Christen 15.00

Nachrichten 15.30 Plusminus 16.00 Nachrichten

16.30 Weltbilder 17.00 Nachrichten 17.30

Panorama 18.00 Nachrichten 18.30 Zapp

19.00 Nachrichten 19.30 Reden statt Stress

machen 20.00 Tagesschau 20.15 Menschen

hautnah 21.00 Tagesschau 21.02 Ulrich Timm

im Gespräch 21.30 Mama pflegen: Schaffe ich

das? 22.00 Pflege–Wenn AngehörigeHilfe

brauchen 22.30 #widerstand. Dokumentarfilm, D

2019 23.30 Reden statt Stress machen 0.00

Tagesthemen 0.20 Leben im Betonklotz

ONE

6.35 Liebe am Fjord –Das Ende der Eiszeit.

Liebesmelodram, D2011 8.00 Mein Nachbar,

sein Dackel &ich. Komödie, D2009 9.30 Das

Geheimnis der Freiheit. Biografie, D2020 11.00

Hartaber herzlich 11.45 Hartaber herzlich

12.35 kinokino 12.50 Brisant 13.30 extra 3

14.00 Sportschau. Eiskunstlauf. EM: Kür

Eistanzen, live 15.55 Sportschau. Handball. EM.

Spiel um Platz 5: Deutschland –Portugal,live

17.35 Sportschau 17.55 Bezaubernde Jeannie

18.45 Keiner schiebt uns weg. Tragikomödie, D

2018 20.15 Das Verschwinden (1/4): Janine.

Krimireihe, D/CZ 2017 21.45 Sportschau 23.45

Bielendorfer! 0.30 Rebellcomedy

ZDF NEO

10.10 (für HG) Kolumbus und die wahren

Entdecker Amerikas 10.55 (für HG) Der geheime

Kontinent 11.40 (für HG) Der geheime Kontinent

12.25 (für HG) Die Europa-Saga 13.10 (für HG)

Die Europa-Saga 13.55 (für HG) Die Europa-

Saga 14.40 (für HG) Die Europa-Saga 15.20 (für

HG) Die Europa-Saga 16.05 (für HG) Die

Europa-Saga 16.50 Die glorreichen 10 17.35

Die glorreichen 10 18.20 Sketch History 18.45

Dinner Date 19.30 (für HG) Nelson Müllers

Käse-Check 20.15 (für HG) Die Bourne Identität.

Actionfilm, USA/D/CZ 2002 22.00 Universal

Soldier.Actionfilm, USA 1992 23.35 Death Race.

Actionfilm, USA/D/GB 2008 1.15 Silent Witness

ZDF INFO

13.30 ZDF-History. Die Geheimnisse der

Kennedy-Frauen 14.15 ZDF-History. Geheimes

Hollywood 15.00 ZDF-History. Sisi -Die wilde

Kaiserin 15.45 ZDF-History. Queen Elizabeth II.

16.30 ZDF-History. Prinz Charles 17.15

ZDF-History. Englands große Königinnen 18.00

ZDF-History. Queen Mum 18.45 ZDF-History

19.30 ZDF-History. Russlands starkeMänner und

eine Frau 20.15 ZDF-History. Doku-Reihe. Michail

Gorbatschow 21.00 ZDF-History. Doku-Reihe. Die

russischen First Ladies 21.45 ZDF-History.

Chruschtschow 22.30 ZDF-History. Der Untergang

der Sowjetunion 23.15 ZDF-History. KGB 0.00

ZDF-History. Die Honeckers

Radio

KLASSIK

9.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Kammermusik Die späten Sonaten vonClaude

Debussy.Mit Dirk Hühner,ca. 56 Min.

19.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6.4 MHz)

Oper Großer Saal, Gewandhaus Leipzig,

Aufzeichnung vom09.11.2019: Adolph Bernhard

Marx „Mose“, Oratorium aus der Heiligen Schrift

für Soli, Chor und Orchester,ca. 145 Min.

20.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Konzert Alan Gilbertdirigiertdie Berliner

Philharmoniker:Anna Thorvaldsdottir /Sergej

Prokofjew/Georg Philipp Telemann /Richard

Strauss /Thomas Adès /Wolfgang Amadeus

Mozart/Claude Debussy,ca. 176 Min.

21.30 Deutschlandfunk Kultur (89.6.4 MHz)

Ernste Musik Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin:

Nikolai Kapustin, Konzertfür Violoncello und

Orchester Nr.1op. 85 /Alfred Schnittke, Konzert

für Violoncello und Orchester Nr.1,ca. 90 Min.

HÖRSPIEL

9.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Feature a-Moll: Eine Annäherung auf weißen

Tasten. VonPhilip Scheiner,ca. 31 Min.

18.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6.4 MHz)

Feature Wirklichkeit im Radio: Gar nicht so

einfach, sich am Leben vorbeizuschleifen. Von

Andreas Schroth und Gabriele Thaler /Regie:

Götz Naleppa, ca. 55 Min.

20.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Studio LCB Lesung: Andreas Maier /Gesprächspartner:Jörg

Magenau, Frank Witzel /Am

Mikrofon: Tobias Lehmkuhl, ca. 115 Min.

MAGAZIN

9.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6.4 MHz)

Im Gespräch Kindesmissbrauch: Wieschützen

wir Kinder vorsexueller Gewalt? Moderation:

Katrin Heise, ca. 115 Min.

14.30 Deutschlandfunk Kultur (89.6.4 MHz)

Vollbild Das Filmmagazin: Livevom 41.

Filmfestival Max Ophüls Preis 2020 in

Saarbrücken. Moderation: Susanne Burg und

Patrick Wellinski, ca. 90 Min.

19.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Kulturtermin Unterwegs zu RobertFrost: Ein

Dichter als Stimme Amerikas. Eine Sendung von

Nora Sobich, ca. 26 Min.

JAZZ /BLUES

10.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Klassik-Pop-et cetera Am Mikrofon: Der

Schauspieler Götz Schubert, ca. 55 Min.

19.30 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

The Voice Der legendäre Songschreiber Paul

Simon. Mit Lothar Jänichen, ca. 30 Min.

ARD

7.50 (für HG) Checker Can 8.15 (für HG)

neuneinhalb 8.25 (für HG) Tagesschau 8.30 (für

HG) Sportschau. Skeleton /ca. 8.40 Eishockey /

ca. 8.50 Kombinationsspringen /ca. 9.55

Skilanglauf. 15 km Skiathlon Damen /ca. 10.53

Ski alpin. AbfahrtDamen und Herren /ca. 12.55

Rodeln. Damen /ca. 13.10 Biathlon. Single

Mixed-Staffel /ca. 14.00 Zweierbob.Damen /

ca. 14.13 Skilanglauf. 30 km Skiathlon Herren /

ca. 14.20 Nordische Kombination /ca. 14.55

Biathlon. Mixed-Staffel /ca. 16.20 Skispringen.

Herren /ca. 17.05 Fußball /ca. 17.12 Rodeln.

Doppel /ca. 17.18 Skispringen. Herren /ca.

18.10 Zweierbob.Herren /18.30 Fußball 19.57

Lotto 20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 (für HG) Nur mit Dir zusammen

Musikfilm, D2020. Mit Axel Prahl.

Vanessa Mai spielt eine jungeaufstrebende

Frau, die endlich ihren Durchbruch als

Sängerin schaffen will, als sie eine

lebensbedrohliche Diagnose bekommt.

21.45 Familie ist kein Wunschkonzert

Komödie, D2017. Mit Claudia Eisinger

23.15 (für HG) Tagesthemen

23.35 (für HG) Das Wort zum Sonntag

23.40 (für HG) Maria Wern,Kripo Gotland:

Schneeträume Krimireihe, S2010

1.10 (für HG) Tagesschau

RTL

5.30 Der Blaulicht Report 5.50 Verdachtsfälle.

Doku-Soap. Schwiegermutter erwischt Braut beim

Fremdgehen 6.50 Verdachtsfälle. Doku-Soap. Der

letzte Streich 7.50 Familien im Brennpunkt 8.50

Familien im Brennpunkt 9.50 Der Blaulicht

Report 10.50 Der Blaulicht Report 11.45 Der

Blaulicht Report 12.45 Der Blaulicht Report

13.45 Der Blaulicht Report 14.40 Der Blaulicht

Report 15.40 Der Blaulicht Report. Falsche

Jugendamtsmitarbeiterin klaut Baby/Gefesselter

flüchtet mit Stuhl 16.45 Der Blaulicht Report.

Verkehrskontrolle nimmt dramatische Wendung /

Verschwundene Eheringesorgen für Polizeieinsatz

17.45 Best of ...! 18.45 Aktuell 19.03 Wetter

19.05 Life –Menschen, Momente, Geschichten

20.15 Deutschland sucht den Superstar

Castingshow. Als Wrestling-LadyLydia

alias „Rude Lude“ mit ihren beiden

Begleiterinnen ganz in Leder und mit

lautem Kampfgeschrei das Studio stürmt,

stockt der Juryder Atem.

22.15 (für HG) Ich bin ein Star –Holt mich

hier raus! Das große Finale

0.30 Ich bin ein Star –Holt mich hier raus!

Die Stunde danach

1.25 Deutschland sucht den Superstar

3.05 Ich bin ein Star –Holt mich hier raus!

Das große Finale

MDR

14.00 (für HG) Fußball. 3. Liga: 1. FC Magdeburg

–FSV Zwickau, live 15.55 (für HG) MDR aktuell

16.00 (für HG) SportimOsten 18.00 (für HG)

Heute im Osten –Reportage 18.15 (für HG)

Unterwegs in Sachsen 18.45 (für HG)

Glaubwürdig 18.50 Wetter für 3 18.54 (für HG)

Sandmännchen 19.00 Regionales 19.30 (für

HG) MDR aktuell 19.50 (für HG) Quickie 20.15

(für HG) Die große Schlager-Überraschung zum

Abschied! 23.00 (für HG) MDR aktuell 23.05

(für HG) Katrin Weber 0.05 (für HG) SonnyBoy

–Eine Liebe in dunkler Zeit. Drama, NL 2011

Bayern

15.10 Glockenläuten 15.15 Wirtshausmusikanten

beim Hirzinger 16.00 (für HG) Rundschau

16.15 (für HG) natur exclusiv 17.00 (für HG)

Anna und die Haustiere 17.15 Blickpunkt Sport

17.45 (für HG) Zwischen Spessartund

Karwendel 18.30 (für HG) Rundschau 19.00 (für

HG) Gut zu wissen 19.30 (für HG) Kunst +

Krempel 20.00 (für HG) Tagesschau 20.15 (für

HG) Wildfeuer.Melodram, D1991 22.00

Rundschau Magazin 22.15 Apollonia (1+2/2).

Heimatfilm, D2005 1.15 Ein Hausboot zum

Verlieben. Liebesfilm, D2009

Vox

5.00 (für HG) Medical Detectives 5.50 Criminal

Intent 6.40 Criminal Intent 7.30 Criminal Intent

8.15 Criminal Intent 9.10 Criminal Intent 10.05

Criminal Intent 11.00 Criminal Intent 11.55

Shopping Queen 12.55 Shopping Queen 13.55

Shopping Queen 14.55 Shopping Queen 15.55

Shopping Queen 16.55 Die Pferdeprofis 18.00

hundkatzemaus 19.10 Harte Hunde –Ralf

Seeger greift ein 20.15 (für HG) Hangover2.

Komödie, USA 2011 22.20 (für HG) Medical

Detectives 23.15 (für HG) Medical Detectives

0.15 (für HG) Medical Detectives

Super RTL

10.30 Pokémon –Die TV-Serie 10.55 Voll zu

spät! 11.25 Die Tomund JerryShow 12.00

Barbie und das Geheimnis vonOceana.

Animationsfilm, USA 2010 13.10 Barbie 13.40

Friends 14.05 Super ToyClub 14.30 Tomund

Jerry 14.50 Zak Storm 17.10 Mighty Mops

17.40 Voll zu spät! 18.05 Die Tomund Jerry

Show 18.40 Woozle Goozle 19.10 Alvinnn!!!

19.30 Angelo! 20.15 (für HG) Der Räuber

Hotzenplotz. Familienfilm, D2006 22.05 Dieter

–Der Film. Animationsfilm, D2006 23.55

Comedytotal 0.30 Infomercials

Sport1

15.30 Cajun Pawn Stars 16.00 StorageWars –

Geschäfte in Texas 16.30 StorageWars –Geschäfte

in Texas 17.00 StorageWars –Geschäfte

in Texas 17.30 StorageWars –Geschäfte in Texas

18.00 StorageWars –Die Geschäftemacher

18.30 StorageWars –Die Geschäftemacher

19.00 StorageWars –Die Geschäftemacher

19.30 Billard 20.00 Die PS Profis –MehrPower

aus dem Pott 21.00 Boxen Live. Kampfabend

aus Hamburg 22.45 Boxen Live. Hauptkampf

Kampfabend aus Hamburg 0.00 SportClips

TV-Tipps

ARD, 20.15 UHR MUSIKFILM

Nur mit Dir zusammen

Die aufstrebende Sängerin Juli (Vanessa Mai) steht kurz vor demSprung

nach ganz oben. Miteinem Song über ihren toten Vater berührtsie die

Menschen. Nur sie selbst weiß jedoch, dass nichts an ihrer liebevollen Hommage

der Wahrheit entspricht. IhrVater Wim(Axel Prahl) ist für Juli nur im

übertragenen Sinn gestorben, weil er sie und ihreMutter hat sitzen lassen.

Tatsächlich versucht er seit Jahren vergeblich, mit seiner Tochter in Kontakt

zu treten. Juli, die ihn für den Todder Mutter mitverantwortlich macht, will

ihn nie wieder sehen. Allerdings braucht sie nun seine Hilfe: Kurz vor ihrer

großen Tour erfährtdie Sängerin, dass sich ihregeheim gehaltene Nierenerkrankung

drastisch verschlechterthat. Für die lebensnotwendige Organspende

kommt nur einer infrage: ihr Vater. Auf Drängen ihres Arztes nimmt

Juli Kontakt zu ihm auf ... Stefan Bühling führte Regie bei diesem Fernsehfilm,

für dessen Songs die Erfolgsproduzenten Jules Kalmbacher und Michael

Herberger verantwortlich zeichnen.

(D/2020)

Foto: ARD

3SAT,19.20 UHR DOKUMENTATION

Die Zeugen

ARTE, 21.40 UHR DOKUMENTATION

RBB, 23.30 UHR DRAMA

Verleugnung

Die Doku begleitet die Journalistin

Alexandra Föderl-Schmid und

den Fotografen Konrad Rufus Müller

bei der Entstehung ihres Buches über

die letzten noch lebenden Opfer des

Holocaust. Jeder der fünf Überlebenden

verarbeitet seine Erlebnisse

von damals anders –manch einer gar

nicht. So unterschiedlich ihre Gesichter

sind, so unterschiedlich sind auch

ihre individuellen Lebensgeschichten

und Traumata. Für Konrad Rufus

Müller sind es die ersten Begegnungen

mit Holocaustüberlebenden. Sie

werden für ihn auch zu einer emotionalen

Herausforderung.

(D/2019)

Foto: ZDF

Polarlichter –Faszination und Bedrohung

Polarlichter faszinieren die Menschheit

seit Jahrtausenden. Jüngste

Forschungen stehen nun kurzdavor,

viele der verbleibenden Geheimnisse

über das Naturphänomen zu lüften.

In der Doku enthüllen Wissenschaftler

ihreErkenntnisse über den Einfluss

der Sonnenstürme auf das Verhalten

vonTieren und die menschliche Verkehrsinfrastruktur.

Der Beitrag erklärt,

warum Sonnenstürme eine Bedrohung

für die Menschheit darstellen: Im Extremfall

können sie Satelliten beschädigen,

den Flugverkehr ausbremsen

und Hochspannungs- und Telekommunikationsnetzelahmlegen.

(FIN, F/2019) Foto: ARTE/YLE

Deborah Lipstadt (Rachel Weisz), Professorin für Jüdische Zeitgeschichte

an der Emory University in Atlanta, sieht sich mit einem brisanten Gerichtsverfahren

konfrontiert: In einer ihrer Publikationen bezichtigte sie den

britischen Historiker David Irving (Timothy Spall) der Lüge,weil sich dieser

vehement weigert, den Holocaust als geschichtliche Tatsache anzuerkennen.

Irving kontertdiese Provokation auf seine Weise: Er verklagt Lipstadt wegen

Rufschädigung und beschwörteinen Verleumdungsprozess herauf, bei dem

die Angeklagte nach britischem Strafrecht dazu verpflichtet ist, ihreSicht der

Dinge unter Beweis zu stellen. Für die Professorin bedeutet dies im Klartext,

dass sie die historische Nachweisbarkeit der Judenvernichtung faktisch belegen

muss.Unter dem Druck der Aufgabe engagiertLipstadt ein erfahrenes

Verteidigerteam, angeführtvon dem undurchschaubaren Anwalt Richard

Rampton (Tom Wilkinson). DasTeam versucht mit allen Mitteln, Irvings

Hauptargumente außer Kraft zu setzen, während das unliebsame Justizspektakel

eine kontrovers diskutierte Eigendynamik entwickelt.

(USA, GB/2016)

ZDF

7.10 (für HG) Mister Twister 7.55 (für HG) 1, 2

oder 3 8.20 (für HG) Robin Hood –Schlitzohr von

Sherwood 8.45 heute Xpress 8.50 (für HG) Bibi

und Tina 9.40 (für HG) Find me in Paris 10.25

heute Xpress 10.30 (für HG) Notruf Hafenkante

11.15 (für HG) SokoWismar 12.00 heute Xpress

12.05 (für HG) Menschen –das Magazin 12.15

(für HG) Bettys Diagnose 13.45 (für HG)

Rosamunde Pilcher:Die Frau auf der Klippe.

Romanze, D2012 15.13 (für HG) heute Xpress

15.15 (für HG) Vorsicht, Falle! 16.00 (für HG)

Bares für Rares 17.00 (für HG) heute Xpress

17.05 (für HG) Länderspiegel 17.35 (für HG)

plan b 18.05 (für HG) SokoWien 19.00 (für HG)

heute 19.20 Wetter 19.25 (für HG) Die Bergretter

20.15 (für HG) Helen Dorn: Atemlos

Krimireihe, D2020. Mit Anna Loos, Ernst

Stötzner.Helen Dornselbst wird zum Fall

für die Polizei, denn sie wird des Mordes

an ihrem Chef Mattheisen beschuldigt.

Eine Observation gerät aus dem Ruder.

21.45 (für HG) Der Kriminalist

Krimiserie. Esthers Geheimnis

22.45 (für HG) heute journal

23.00 (für HG) das aktuelle sportstudio

0.25 heute Xpress

0.30 (für HG) 3Engel für Charlie –Volle

Power Actionkomödie, USA 2003

Sat.1

5.05 Genial daneben –das Quiz 5.50 Genial

daneben –das Quiz 6.45 Genial daneben –das

Quiz 7.45 Genial daneben –das Quiz 8.45

Genial daneben –das Quiz 9.40 The Biggest

Loser 12.00 Das große Promibacken 15.00 Auf

Streife –Die Spezialisten 16.00 AufStreife –Die

Spezialisten. Ein Segler wird schwer verletzt an

Bord eines Segelbootes aufgefunden. Bald stellt

sich heraus, dass er nicht das einzigeUnfallopfer

ist. /Eine Frau bricht mit starken Bauchschmerzen

vorder Notaufnahme zusammen. 16.59 So

gesehen 17.00 AufStreife –Die Spezialisten /

oder Sat.1 Bayern-Magazin 18.00 AufStreife –

Die Spezialisten 19.00 Grenzenlos –Die Welt

entdecken 19.55 Sat.1 Nachrichten

20.15 (für HG) Ice Age 4–Voll verschoben

Animationsfilm, USA 2012. Das Faultier

Sid kann sich im letzten Moment

gemeinsam mit Mammut Manni und Tiger

Diegoauf eine Eisscholle retten, als die

Kontinente auseinander gewirbelt werden.

22.00 (für HG) Ein Chef zum Verlieben

Liebeskomödie, USA 2002. Mit Sandra

Bullock, Hugh Grant

0.00 (für HG) Tracers

Actionfilm, USA 2015. Mit Taylor Lautner

1.45 (für HG) Codename: Geronimo

Actionfilm, USA 2012. Mit Cam Gigandet

WDR

13.30 (für HG) Hirschhausens Sprechstunde

14.15 (für HG) Lachgeschichten 15.00 (für HG)

Unser Westen, Unser Witz 15.45 (für HG) Mein

Traum vonVenedig.Komödie, D2006 17.15 (für

HG) Einfach und köstlich 17.45 (für HG) Kochen

mit Martina und Moritz 18.15 (für HG) WestArt

18.45 (für HG) Aktuelle Stunde 19.30 (für HG)

Lokalzeit 20.00 (für HG) Tagesschau 20.15 (für

HG) Tatort: Kinderland. Krimireihe, D2012 21.40

(für HG) Tatort: Ihr Kinderlein kommet. Krimireihe,

D2012 23.10 Verfluchtes Amsterdam. Thriller,NL

1988 0.55 Tatort: Kinderland. Krimireihe, D2012

NDR

10.30 buten un binnen 11.00 (für HG) Hallo

Niedersachsen 11.30 (für HG) Hofgeschichten

12.00 (für HG) Die Küche meiner Kindheit 12.45

(für HG) Weltreisen 13.15 (für HG) Faszination

Kroatien 14.00 (für HG) Sportclub live. Fußball 3.

Liga: SV Meppen –Waldhof Mannheim 16.00

(für HG) Hubertund Staller 16.45 (für HG) Föhr

... mit Judith Rakers 17.30 (für HG) TimMälzer

kocht! 18.00 (für HG) Nordtour 18.45 (für HG)

DAS! 19.30 Regionales 20.00 (für HG)

Tagesschau 20.15 (für HG) Ich Weiss Alles!

23.30 Der Tatortreiniger 3.05 Mein Norden

Kabel eins

5.15 In Plain Sight 5.55 Abenteuer Leben

Spezial 6.15 Numb3rs 7.10 Numb3rs 8.05

Numb3rs 9.00 DetectiveLaura Diamond 9.55

DetectiveLaura Diamond 10.55 (für HG) Castle

11.50 (für HG) Castle 12.40 (für HG) Castle

13.35 (für HG) Castle 14.30 (für HG) Castle

15.25 Navy CIS 16.25 kabel eins news 16.35

Navy CIS 17.30 Navy CIS 18.25 Navy CIS 19.15

Navy CIS 20.15 MacGyver 21.15 MacGyver

22.15 (für HG) Lethal Weapon 23.15 SEAL Team

0.10 Hawaii Five-0 1.05 MacGyver 1.50

MacGyver 2.40 (für HG) Lethal Weapon

RTLZWEI

10.25 Immer Ärger mit Sergeant Bilko. Komödie,

USA 1996 12.15 Die Schnäppchenhäuser –Der

Traum vomEigenheim: Wirziehen ein 13.15 Die

Schnäppchenhäuser –Der Traum vomEigenheim

14.15 Hartz und herzlich –Tag für TagBenz-

Baracken 16.15 Hartz und herzlich –Tag für Tag

Benz-Baracken 18.15 Armes Deutschland –Deine

Kinder 20.15 Vier Hochzeiten und ein

Todesfall. Liebeskomödie, GB 1994 22.35 Bean

–Der ultimativeKatastrophenfilm. Komödie, GB/

USA 1997 0.15 The Walking Dead 1.10 The

Walking Dead 1.55 Fear The Walking Dead

Eurosport 1

5.00 Tennis. Australian Open. Tag6,live 7.00

Tennis. Australian Open. Tag6,live 9.00

Matchball Becker 9.15 Tennis. Australian Open.

Tag6,live 11.25 Ski Alpin. AbfahrtMänner,live

13.00 Tennis. Australian Open. Tag6,live 14.45

Matchball Becker 15.00 Biathlon. Mixed-Staffel,

live 16.15 Skispringen. Teamspringen (HS140),

live 18.10 Handball. EM: Spiel um Platz 3, live

20.15 Snooker.European Masters in Dornbirn.

Halbfinale, live 23.30 Nachrichten 23.50 Tennis

0.55 Tennis. Australian Open. Tag7,live

RBB

5.05 (für HG) Berlin erwacht –Winter 5.20 (für

HG) Panda, Gorilla &Co. 6.10 Schloss Einstein

6.35 Schloss Einstein 7.00 (für HG) Lindenstraße

7.30 (für HG) Sehen statt Hören 8.00 (für

HG) Brandenburg aktuell 8.30 (für HG)

Abendschau 9.00 (für HG) Woran dein Herz

hängt. Liebeskomödie, D2009 10.30 (für HG)

Meine Mutter ist unmöglich. Komödie, D2018

12.00 (für HG) Verrückt nach Meer 12.50 (für

HG) Verrückt nach Meer 13.40 Rund um ...

17.25 (für HG) Kowalski &Schmidt 17.55 (für

HG) Unser Sandmännchen 18.00 rbb UM6

18.30 rbbkultur –Das Magazin 19.00

Heimatjournal 19.30 (für HG) Abendschau /

Brandenburg aktuell 20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 (für HG) Berlin –Schicksalsjahre

einer Stadt

Das Jahr 1998 –nach 16 Jahren wird

Helmut Kohl abgewählt und Gerhard

Schröder zum neuen Kanzler der

Deutschen ernannt.

21.45 (für HG) rbb24

22.00 (für HG) Der Zürich-Krimi: Borcherts

Abrechnung

Krimireihe, D2016. Mit Christian Kohlund

23.30 (für HG) Verleugnung

Drama, USA/GB 2016. Mit Rachel Weisz

1.10 Sadakat –Treue

ProSieben

5.15 Mom. Sitcom. Die bessere Mutter 5.35 The

Middle. Comedyserie 6.15 (für HG) Twoand a

Half Men. Sitcom 7.40 (für HG) The Big Bang

Theory. Sitcom 9.00 Undateable. Sitcom 9.55

Eine schrecklich nette Familie. Sitcom 10.55 The

Middle. Comedyserie. Das Gruppenkuscheln

11.24 Motzmobil 11.25 The Middle. Comedyserie.

Der Stinkstiefel 11.55 Superstore.

Comedyserie. Der Kannibale vonCloud 9/

Regeln sind Regeln 12.50 (für HG) Die

Simpsons. Zeichentrickserie 15.35 (für HG) Two

and aHalf Men. Sitcom 18.00 Newstime 18.10

(für HG) Die Simpsons. Zeichentrickserie. B.I.:

Bartificial Intelligence /Mamas kleiner Liebling

19.05 Galileo. Magazin

20.15 (für HG) Casino Undercover

Komödie, USA 2017. Mit Will Ferrell, Amy

Poehler.UmAlex’ Traum vomCollegezu

verwirklichen, beschließen ihre Eltern,

mithilfe ihres spielsüchtigen Nachbarn

Frank ein illegales Casino zu eröffnen.

22.00 (für HG) Die Jones –Spione von

nebenan

Actionkomödie, USA 2016. Mit Zach

Galifianakis, Isla Fisher

0.05 (für HG) Transformers: Ära des

Untergangs

Actionfilm, USA 2014

Arte

7.20 Claudia Cardinale, die italienische Filmdiva

8.15 (für HG) 360° 9.45 Stadt Land Kunst

Spezial 10.25 Medizin in fernen Ländern 10.50

(für HG) Zu Tisch 11.20 Der große Fluss vom

Himalaya 13.35 Stadt Land Kunst Spezial 14.15

(für HG) Magische Anden 17.10 Arte Reportage

18.05 Mit offenen Karten 18.20 Geheimnis

Teutoburger Wald 19.10 Arte Journal 19.30 Die

Hüter des Amazonas 20.15 Kampf der

Kriegeraffen 21.40 Polarlichter 22.35 Expedition

Sternenhimmel 23.20 Philosophie 23.50 Square

Idee 0.20 Kurzschluss –Das Magazin

3Sat

13.00 (für HG) ZIB 13.10 Notizen aus dem

Ausland 13.15 (für HG) quer 14.00 (für HG)

Kunst +Krempel 14.30 Ländermagazin 15.00

Gartenparadiese in Friesland 15.30 (für HG)

Spaniens kalte Heimat 16.00 Spanien 16.45 Zu

Gast auf Mallorca 17.30 (für HG) Das Glück ist

ein Kaktus. Komödie, D2011 19.00 (für HG)

heute 19.20 Die Zeugen 20.00 (für HG)

Tagesschau 20.15 Peer Gynt 22.05 Der letzte

Tanz 22.50 Der Trommelstock tanzt 23.10 Rudolf

Laban –ein Leben für den Tanz 23.45 (für HG)

maischberger.die woche 1.00 lebensArt

Phoenix

6.25 Jüdisch in Europa 7.15 Brahmaputra 9.30

60 Jahre im Exil 10.00 Hafen der Hoffnung

10.45 Exodus 11.30 Der Jude und sein Dorf

12.15 Einsame Helden 13.00 phoenix plus

14.15 Die gefährlichsten Schulwegeder Welt

15.45 Fahrtins Risiko 17.15 Brahmaputra

19.30 60 Jahre im Exil 20.00 (für HG)

Tagesschau 20.15 Frühjahr ’45. Dokumentarfilm,

D2015 21.45 VomWunder des Überlebens.

Dokumentarfilm, PL 2015 22.45 Geschichte

Mitteldeutschlands 23.15 Die Geschichte der Lilli

Jahn 0.00 Über Leben in Auschwitz

Kika

10.45 (für HG) Tigerenten Club 11.45 (für HG)

Schmatzo 12.00 (für HG) Tashi 12.50 (für HG)

Insectibles 13.35 Antboy3:Superhelden hoch

drei. Abenteuerfilm, DK 2016 14.55 (für HG) Die

Regeln vonFloor 15.25 (für HG) 41/2 Freunde

16.35 Dein großer Tag 17.00 (für HG) Timster

17.15 Marcus Level 17.55 Shaun das Schaf

18.15 (für HG) Ritter Rost 18.40 Wolkenkinder

18.47 Baumhaus 18.50 Unser Sandmännchen

19.00 (für HG) Wickie und die starken Männer

19.25 (für HG) Checker Tobi 19.50 (für HG)

logo! 20.00 (für HG) Kika Live 20.10 Leider laut

Dmax

5.35 Swamp Brothers 6.00 Die Schatzsucher

–Goldtaucher der Beringsee 6.50 Infomercial

8.50 Warship 10.15 Die Zwangsvollstrecker

11.15 BaggageBattles –Die Koffer-Jäger 12.15

ToyHunter –Der Spielzeugjäger 13.15 Goblin

Works Garage 14.15 Die Gebrauchtwagen-Profis

15.15 Cash für Chrom 16.15 Redwood Kings

17.15 Die Aquarium-Profis 18.15 Die

Baumhaus-Profis 19.15 Building Alaska 20.15

Steel Buddies 22.15 BodyCam 911 –Polizeieinsatz

hautnah 0.15 Der Feind in meinem Körper


Berliner Zeitung · N ummer 21 · 2 5./26. Januar 2020 31

· ·

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TV-Programm am Sonntag

ARD

8.40 (für HG) Tagesschau 8.45 (für HG)

Sportschau. Snowboardcross /ca. 9.05 Ski

alpin. Slalom Herren, Super-G Damen /ca.

11.10 Nordische Kombination /ca. 11.40

Rodeln /ca. 12.10 Biathlon. 15 km Massenstart

Herren /ca. 13.00 Skilanglauf. Sprint Damen

und Herren /ca. 13.25 Ski alpin. Slalom Herren

/ca. 14.30 Nordische Kombination /ca. 14.53

Biathlon. 12,5 km MassenstartDamen /ca.

15.45 Viererbob.Herren /ca. 15.55 Skispringen.

Herren /ca. 17.03 Rodeln. Sprint Doppel /ca.

17.10 Skispringen. Herren 18.00 (für HG)

Sportschau 18.30 (für HG) Bericht aus Berlin

18.49 Lotto 18.50 (für HG) Lindenstraße 19.20

(für HG) Weltspiegel 20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 (für HG) Tatort: Unklare Lage

Krimireihe, D2019. Mit MiroslavNemec.

Am helllichten Tagfallen in einem Bus bei

einer Fahrkartenkontrolle tödliche

Schüsse. Der flüchtende Täter wird

erschossen. Hatte er einen Komplizen?

21.45 (für HG) Anne Will

Talkshow

22.45 (für HG) Tagesthemen

23.05 ttt –titel thesen temperamente

23.35 (für HG) Druckfrisch

0.05 (für HG) Sarahs Schlüssel

Drama, F2010. Mit Kristin Scott Thomas

RTL

6.00 Familien im Brennpunkt 7.00 Familien im

Brennpunkt 8.00 Die Superhändler –4Räume, 1

Deal 9.00 Die Superhändler–4Räume, 1Deal

10.00 Die Superhändler –4Räume, 1Deal

11.00 UndercoverBoss. In dieser Folgenimmt

Stefan Kulas vonder Werkstatt-Kette Pit-Stop an

dem Undercover-Experiment teil. Er möchte seine

Mitarbeiter besser kennenlernen und mehr von

den Abläufen in den Betrieben verstehen. Also

lässt er sich in die verschiedensten Bereiche

seiner Firmaeinschleusen. 11.55 Undercover

Boss 12.55 Deutschland sucht den Superstar

14.45 Deutschland sucht den Superstar 16.45

Explosiv –Weekend 17.45 Exclusiv –Weekend

18.45 RTL Aktuell 19.03 Wetter 19.05 Vermisst

20.15 Ich bin ein Star –Holt mich hier raus!

Das große Wiedersehen

Im Baumhaus treffen sich die Camp-

Bewohner wieder,feierndie Dschungelkönigin

oder den Dschungelkönig 2020 und

lassen die Zeit Revue passieren.

22.30 Ich bin ein Star –Holt mich hier raus!

Die Stunde danach

23.35 Ich bin ein Star –Holt mich hier raus!

Das große Wiedersehen

1.35 Ich bin ein Star –Holt mich hier raus!

Die Stunde danach

2.30 Der Blaulicht Report

MDR

15.28 (für HG) MDR aktuell 15.30 (für HG) Alles

Klara 16.20 (für HG) MDR aktuell 16.25 (für HG)

Der weite Wegzum Meer 17.10 (für HG) In aller

Freundschaft –Die jungen Ärzte 18.00 (für HG)

MDR aktuell 18.05 (für HG) In aller Freundschaft

18.50 (für HG) Wetter für 3 18.52 (für HG) Unser

Sandmännchen 19.00 Regionales 19.30 (für

HG) MDR aktuell 19.50 (für HG) Kripo live 20.15

(für HG) An der Saale hellem Strande 21.45 (für

HG) MDR aktuell 22.00 (für HG) Sportschau

22.20 (für HG) MDR Zeitreise 22.50 (für HG) Die

Versteigerer 23.35 Auschwitz 0.25 Kripo live

Bayern

14.30 (für HG) natur exclusiv 15.15 (für HG)

Heimat der Rekorde 16.00 (für HG) Rundschau

16.15 (für HG) Unser Land 16.45 (für HG)

Alpen-Donau-Adria 17.15 (für HG) Schuhbecks

17.45 Regionales 18.30 (für HG) Rundschau

18.45 (für HG) Bergauf-Bergab 19.15 (für HG)

Unter unserem Himmel 20.00 (für HG)

Tagesschau 20.15 (für HG) 1001 Nacht in

Tegernbrunn 21.45 Blickpunkt Sport 23.00 (für

HG) Rundschau Sonntags-Magazin 23.15 (für

HG) Frech &Frei 0.00 (für HG) Unser Pappa –

Herzenswünsche. Familienfilm, D2004

Vox

5.25 Criminal Intent 6.10 Criminal Intent 6.55

Criminal Intent 7.50 Criminal Intent 8.50

Criminal Intent 9.45 Criminal Intent 10.35

Criminal Intent 11.25 Criminal Intent 12.15

Criminal Intent 13.10 (für HG) Baymax –Riesiges

Robowabohu. Animationsfilm, USA 2014 15.05

(für HG) Hangover2.Komödie, USA 2011 17.00

auto mobil #Das VoxAutomagazin 18.10 Ab in

die Ruine! 19.10 Hot oder Schrott –Die

Allestester 20.15 Shopping Queen auf hoher See

23.35 Prominent! 0.15 (für HG) Medical

Detectives –Geheimnisse der Gerichtsmedizin

Super RTL

10.55 Voll zu spät! 11.25 Die Tomund Jerry

Show 11.55 Khumba –Das Zebra ohne Streifen.

Animationsfilm, ZA 2013 13.15 Bugs Bunny&

LooneyTunes 13.50 Barbie und das Diamantschloss.

Animationsfilm, USA 2008 15.00 Barbie

erklärt’s 15.10 Tomund Jerry 15.35 (für HG) Der

Räuber Hotzenplotz. Familienfilm, D2006 17.10

Mighty Mops 17.40 Voll zu spät! 18.10 Die Tom

und JerryShow 18.40 Woozle Goozle 19.10

Alvinnn!!! 19.30 Angelo! 20.15 (für HG)

Schatten der Wahrheit. Thriller,USA 2000 22.35

Cold Justice 0.25 Infomercials

Sport1

5.45 SportClips 6.00 Teleshopping 8.00

Antworten mit Bayless Conley 8.30 Die

Arche-Fernsehkanzel 9.00 BundesligaPur.19.

Spieltag 11.00 Der Check24 Doppelpass Live

13.30 BundesligaPur –Lunchtime. 19. Spieltag

15.00 Basketball. BBL. Löwen Braunschweig –

Brose Bamberg,live 16.55 Eishockey.DEL.

Eisbären Berlin –Schwenninger Wild Wings, live

19.30 Volleyball. Bundesligader Frauen. SC

Potsdam –VCWiesbaden, live 21.00 Hamburger

Autoperlen 0.00 SportClips

ZDF

8.35 (für HG) Löwenzahn 9.00 heute Xpress

9.03 (für HG) sonntags 9.30 (für HG) Evangelischer

Gottesdienst 10.15 (für HG) Kreuzfahrtins

Glück: Hochzeitsreise nach Australien. Schiffsreihe,

D/A 2012 11.45 heute Xpress 11.50 (für

HG) Bares für Rares –Lieblingsstücke 13.55

kaputt und ... zugenäht! 14.40 (für HG) heute

Xpress 14.45 (für HG) Kiss the Cook –So

schmeckt das Leben! Komödie, USA 2014

16.30 (für HG) planet e. 17.00 (für HG) heute

17.15 (für HG) Nordlichter 18.00 (für HG) ZDF.

reportage 18.30 (für HG) TerraXpress 19.00 (für

HG) heute 19.10 (für HG) Berlin direkt 19.28

(für HG) Aktion Mensch Gewinner 19.30 TerraX:

Ungelöste Fälle der Archäologie

20.15 (für HG) Frühling –Spuren der

Vergangenheit

Dramareihe, D2020. Mit Simone Thomalla,

Christoph M. Ohrt. Katja wird Zeugin

eines Streits zwischen einem Bauernund

einer scheinbar obdachlosenFrau.

21.45 (für HG) heute journal

22.15 (für HG) Inspector Barnaby: Eine

Hochzeit und dreieinhalb Todesfälle

Krimireihe,GB2018. Mit Neil Dudgeon

23.45 ZDF-History

Klaus Kinski –Weltstar und Tyrann

0.30 heute Xpress

Sat.1

6.00 Watch Me –Das Kinomagazin 6.15 Auf

Streife 7.00 AufStreife 8.00 So gesehen –Talk

am Sonntag 8.20 Knallerfrauen 8.50 Knallerfrauen

9.20 111 chaotische Kollegen! 11.20 (für

HG) Miss Undercover2.Actionkomödie, USA/

AUS2005 13.35 (für HG) Ice Age4–Voll

verschoben. Animationsfilm, USA 2012 15.10

(für HG) Fack Ju Göhte. Komödie, D2013. Der

Gangster Zeki nimmt in einer Schule den

ausgeschriebenen Lehrerjob an. Denn unter dem

Gebäude befindet sich angeblich die Beute

seines letzten Raubzugs, an die er mithilfe der

Stelle gelangen will. Doch dann kommt alles

anders als geplant. 17.30 The Biggest Loser

19.55 Sat.1 Nachrichten

20.15 (für HG) Florence Foster Jenkins

Biografie, GB/F 2016. Mit Meryl Streep,

Hugh Grant. Der Wunsch der schwerreichen

Florence, selbst als Sopranistin

Karriere zu machen, stößt aufgrund ihres

fehlendenTalents auf wenig Anerkennung.

22.30 (für HG) Monuments Men –

Ungewöhnliche Helden

Drama, USA/D 2014. Mit George

Clooney, Matt Damon

0.50 (für HG) Florence Foster Jenkins

Biografie, GB/F 2016. Mit Meryl Streep,

Hugh Grant

WDR

13.00 (für HG) Rentnercops 14.30 (für HG)

Südtirol 15.15 (für HG) An der Toskanischen

Küste 16.00 (für HG) Mailand und Bergamo

16.45 (für HG) Vadder,Kutter,Sohn. Komödie, D

2017 18.15 (für HG) Tiere suchen ein Zuhause

19.10 (für HG) Aktuelle Stunde 19.30 (für HG)

Westpol 20.00 (für HG) Tagesschau 20.15 (für

HG) Wunderschön! 21.45 (für HG) Sportschau

22.15 (für HG) Nicht dein Ernst! 23.00 (für HG)

Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs 23.30

Jürgen vonder Lippe: „Wie soll ich sagen ...?“

1.00 Rockpalast Backstage

NDR

10.30 buten un binnen 11.00 Hallo Niedersachsen

–opPlatt 11.30 (für HG) TimMälzer kocht!

12.00 (für HG) Ein Gauner Gottes. Komödie,D

2004 13.30 mareTV kompakt 13.45 (für HG)

Die Ernährungs-Docs 14.30 (für HG) Der Blaue

Planet 16.00 Lieb &Teuer 16.30 Sass 17.00

Bingo! 18.00 (für HG) Nordseereport 18.45 (für

HG) DAS! 19.30 Regionales 20.00 (für HG)

Tagesschau 20.15 (für HG) VomFjell zu den

Fjorden 21.45 Sportschau 22.05 (für HG) Die

NDR Quizshow 22.50 (für HG) Sportclub 23.35

(für HG) Sportclub Story 0.05 (für HG) Quizduell

Kabel eins

5.40 Navy CIS 6.20 Navy CIS 7.15 Navy CIS

8.10 Navy CIS 9.05 Abenteuer Leben Spezial

11.10 Trucker Babes –400 PS in Frauenhand

13.05 Trucker Babes –400 PS in Frauenhand

15.00 Mein Lokal, Dein Lokal –Der Profi kommt

16.00 kabel eins news 16.15 Mein Lokal, Dein

Lokal –Der Profi kommt 17.10 Mein Lokal, Dein

Lokal –Der Profi kommt 18.10 Mein Lokal, Dein

Lokal –Der Profi kommt 19.10 Mein Lokal, Dein

Lokal –Der Profi kommt 20.15 Trucker Babes

22.20 Abenteuer Leben am Sonntag 0.20

Trucker Babes –400 PS in Frauenhand

RTLZWEI

5.45 Bean –Der ultimativeKatastrophenfilm.

Komödie, GB/USA 1997 7.20 Infomercial 9.20

X-Factor:Das Unfassbare 10.20 X-Factor:Das

Unfassbare 11.15 Hartz und herzlich –Tag für Tag

Benz-Baracken 13.15 Hartz und herzlich –Tag für

TagBenz-Baracken 15.15 Hartz und herzlich

–Tag für TagBenz-Baracken 17.15 Mein neuer

Alter 18.15 Grip –Das Motormagazin 20.15 Die

Jagd zum magischen Berg.Abenteuerfilm, USA

2009. Mit Dwayne Johnson 22.15 Red Dawn.

Actionfilm, USA 2012 0.05 Jarhead –Willkommen

im Dreck. Kriegsfilm, USA/GB 2005

Eurosport 1

5.00 Tennis. Australian Open: Tag7,live 7.00

Tennis. Australian Open: Tag7,live 9.00

Matchball Becker 9.15 Tennis. Australian Open:

Tag7,live 11.30 Tennis. Australian Open: Tag7,

live 14.45 Matchball Becker 15.00 Biathlon.

15 km Massenstart der Männer,live 15.45

Handball 16.15 Handball. EM 2020: Finale, live

18.15 Skispringen 19.45 Nachrichten 19.55

Snooker.European Masters in Dornbirn: Finale,

live 23.00 Radsport. Vuelta aSan Juan: 1.

Etappe, live 0.30 Nachrichten 0.35 Tennis

TV-Tipps

SAT.1, 20.15 UHR BIOGRAFIE

Florence Foster Jenkins

Florence Foster Jenkins gilt noch heute als „Divader falschen Töne“.

Diesen Ruf hatte sie sich mit Konzerten erarbeitet, die sowohl vom

Publikum als auch der Presse verspottet worden waren. Nach ihrem Todim

Jahr 1944 wurde Jenkins Gegenstand zahlreicher Werke, so auch in Stephen

Frears Biografie.Die Hauptrolle übernimmt Meryl Streep.Hugh Laurie spielt

Jenkins’ Ehemann St.Clair Bayfield, der seine Frau bei ihren Bemühungen,

eine bekannte Sopranistin zu werden, trotz aller Hindernisse unterstützt. Als

Folge einer Syphilis-Erkrankung in jungen Jahren hatte Jenkins dauerhafte

Schäden ihres Rhythmusgefühls und ihres Gehörs davongetragen. Trotzdem

organisiertsie sich mit der Hilfe ihres Mannes und Gesangslehrers,die den

Spott des Publikums vor ihr geheim halten, zahlreiche Auftritte.

(GB,F/2016)

Foto: CONSTANTIN FILM

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prisma

TV-Magazin pris

SUDOKU

NORMALVARIANTE –MITTEL -mittel

1 9

8 4

3 5

7 3 6

4 9 7 5

2 8

2 4

6 8 3

4 7

MitDIAGONALEN-schwer

MIT –SCHWER

5 4

9 7 1

8

1 2 5

4 9

2 8

1 6

9

Dienstag

neu!

Auflösung

AUFLÖSUNG

vom VOM24.1.2020

2020

mittel MITTEL

8 2 7 4 9 6 5 1 3

3 9 1 2 7 5 8 4 6

5 6 4 3 8 1 7 9 2

6 3 2 7 5 9 4 8 1

4 7 5 1 2 8 6 3 9

9 1 8 6 4 3 2 7 5

1 4 3 5 6 7 9 2 8

2 8 6 9 1 4 3 5 7

7 5 9 8 3 2 1 6 4

AUFLÖSUNG

Auflösung

VOM 24. 1. 2020

vom 24.1.2020

schwer

SCHWER

6 9 8 5 7 3 1 2 4

5 3 1 2 4 6 7 8 9

2 7 4 1 8 9 6 3 5

4 2 3 8 6 1 9 5 7

9 6 7 4 2 5 8 1 3

1 8 5 3 9 7 2 4 6

8 1 9 6 3 4 5 7 2

3 5 6 7 1 2 4 9 8

7 4 2 9 5 8 3 6 1

RBB

5.50 (für HG) Der weiße Löwe. Familienfilm, ZA

2010 7.15 (für HG) tierisch gut! 8.00 (für HG)

Brandenburg aktuell 8.30 (für HG) Abendschau

9.00 (für HG) Hochwürden drückt ein Auge zu.

Komödie, D1971 10.30 (für HG) Weraufgibt ist

tot. Tragikomödie, D2016 12.00 (für HG) Akte Ex

12.45 (für HG) WaPo Bodensee 13.35

Heimatjournal 14.00 (für HG) Atlantik 14.45 (für

HG) Berlin –Schicksalsjahre einerStadt 16.15

(für HG) In aller Freundschaft –die jungen Ärzte.

Arztserie. EwigeLiebe 17.05 (für HG) In aller

Freundschaft 17.50 (für HG) Sandmännchen

18.00 rbb UM6 18.30 rbb Gartenzeit 19.00

Täter –Opfer –Polizei 19.30 (für HG) Abendschau

/Brandenburg aktuell 20.00 Tagesschau

20.15 (für HG) Gefragt –Gejagt

Quizshow. Vier Kandidaten spielen gegen

einenQuizchampion, den „Jäger“. Dabei

müssen sie im Kampf gegendie Zeit

Wissensfragen beantworten. Der „Jäger“

versucht sie hingegen zu verlocken.

21.45 (für HG) rbb24

22.00 (für HG) Sportschau

22.20 (für HG) Meine Tochter Anne Frank

Doku-Drama, D2015. Mit Mala Emde

23.50 Der letzte Jolly Boy

Dokumentarfilm, D2018

1.35 Chronik der Wende

ProSieben

5.10 (für HG) Twoand aHalf Men 5.30 (für HG)

Twoand aHalf Men. Sitcom. 5.50 (für HG) Two

and aHalf Men. Sitcom. Werist WodKatitten?

6.20 (für HG) Twoand aHalf Men 6.50 (für HG)

Twoand aHalf Men. Sitcom 7.15 Galileo 8.15

Galileo 9.15 Galileo 10.20 Die Besten! Das

erste Mal –die 33 spannendsten Geschichten

mit denen alles begann 13.10 Galileo Big

Pictures: Magic –30Bilder,bei denen wir uns die

Augenreiben 15.00 Galileo Big Pictures:

Geheimnisvoll –30Bilder,die uns rätseln lassen!

17.00 taff weekend 18.00 Newstime 18.10 (für

HG) Die Simpsons. Der Sicherheitssalamander

18.35 (für HG) Die Simpsons. Margeund der

Frauen-Club 19.05 (für HG) Galileo

20.15 (für HG) Transformers:The Last Knight

Actionfilm, USA 2017. Mit Mark

Wahlberg,Laura Haddock. Optimus Prime

ist wieder am Leben. Zusammen mit

seinerSchöpferin Quintessa will er seine

Heimat Cybertron erneut aufbauen.

23.25 (für HG) Faster

Actionfilm, USA 2010. Mit Billy Bob

Thornton, Dwayne „The Rock“ Johnson

1.20 (für HG) Transformers:The Last Knight

Actionfilm, USA 2017. Mit Mark Wahlberg

4.00 (für HG) Faster

Actionfilm, USA 2010

Arte

9.20 Karambolage 9.35 Tarzan und sein Sohn.

Abenteuerfilm, USA 1939 10.55 Der einzig

wahre Tarzan 11.45 Baukunst 12.15 VoxPop

12.45 Okawango–Fluss der Träume 15.00 (für

HG) Die Wälder des Nordens 15.55 (für HG)

Hieronymus Bosch –Vom Teufel berührt 16.55

Metropolis 17.40 Kit Armstrong aus dem

Markgräflichen Opernhaus in Bayreuth 18.25 (für

HG) Zu Tisch 18.55 Karambolage 19.10 Arte

Journal 19.30 360° 20.15 Exodus. Drama, USA

1960 23.35 Die Kinder vonMarkt Indersdorf

0.30 Artur Schnabel–Komponist im Exil

3Sat

8.20 (für HG) Die Habsburger 9.10 Habsburg

und der Dom 9.55 Der Kaiser und das

Wäschermädel. Heimatfilm, A1957 11.25 (für

HG) Geliebter Johann, Geliebte Anna. Liebesfilm,

A2009 13.05 Die Adria der Habsburger 13.50

Maximilian –Der Brautzug zur Macht 14.35 (für

HG) Maria Theresia –Majestät und Mutter.

Dokudrama, D/F/A2017 15.20 Marie Antoinette

16.55 (für HG) Sisi (1+2/2). Historienfilm, A/D/I

2009 20.15 (für HG) Maximilian –Das Spiel von

Macht und Liebe (1-3/3). Historienfilm, A/D

2017 0.50 Maximilian –Der Brautzugzur Macht

Phoenix

9.45 Fahrtins Risiko 11.15 augstein und blome

11.30 phoenix persönlich 12.00 Presseclub

12.45 Presseclub nachgefragt 13.00 die

diskussion 14.00 Über Leben in Auschwitz 14.45

Jahrhundertzeugen 15.30 Ein deutscher Held

16.15 Mörder unter uns 17.00 Frühjahr ’45.

Dokumentarfilm, D2015 18.30 Die LangeNacht

der Erinnerung.Dokumentarfilm, PL 2013 19.30

Geschichte Mitteldeutschlands 20.00 (für HG)

Tagesschau 20.15 (für HG) Todesstraßen 22.30

Transoceánica 23.15 heute-show 23.45 extra 3

0.45 Brahmaputra

Kika

12.00 (für HG) Die Schneekönigin. Märchenfilm,

D2014 13.25 MaschasSamowargeschichten

14.40 (für HG) Das Dschungelbuch 15.10 (für

HG) Tib&Tumtum 16.00 (für HG) Yakari 16.35

(für HG) Paula und die wilden Tiere 17.00 (für

HG) 1, 2oder 3 17.25 Die Piraten vonnebenan

18.00 Shaun das Schaf 18.15 Marinette 18.40

Wolkenkinder 18.47 Baumhaus 18.50 Unser

Sandmännchen 19.00 (für HG) Wickie und die

starken Männer 19.25 Triff ... 19.50 (für HG)

logo! 20.00 Erde an Zukunft 20.10 stark! 20.25

Schau in meine Welt! 20.55 Bernd &Friends

Dmax

5.35 Swamp Brothers –ZweiBrüder aus’m

Sumpf 6.00 Die Schatzsucher –Goldtaucher der

Beringsee 6.50 Infomercial 8.50 Outback

Truckers 9.50 Infomercial 10.15 Truck Rescue

–Die Abschlepp-Profis 12.15 The Channel –Die

Profis vomÄrmelkanal 13.15 Die Schatzsucher

–Goldrausch in Alaska 17.15 Land Rover

Experience Tour 2019 18.15 Jägerleben 19.15

Helden der Lüfte 20.15 Helden der Baustelle

22.15 Fang des Lebens –Der gefährlichste Job

Alaskas 0.15 Helden der Baustelle

Tagesschau 24

11.45 MDR Kultur –Das Filmmagazin 12.00

Nachrichten 12.15 Mex 13.00 Nachrichten

13.15 Wölfe –Schützen oder schießen? 14.00

Nachrichten 14.15 Internationaler Frühschoppen

15.00 Nachrichten 15.30 Frauen in Pink 16.00

Nachrichten 16.30 Spurensicherung 17.00

Nachrichten 17.30 Panorama 3 18.00

Nachrichten 18.30 extra 3 19.00 Nachrichten

19.30 7Tage... 20.00 Tagesschau 20.15 Ich

fahre nach Auschwitz 21.00 Tagesschau 21.02

#uploading _holocaust. Doku-Film, D/ISR/A

2016 22.10 7Tage... 22.40 Bericht aus Berlin

23.00 Tagesthemen 23.20 Weltspiegel 0.00

Tagesthemen 0.20 Internationaler Frühschoppen

ONE

5.15 Keinerschiebt uns weg. Tragikomödie, D

2018 6.55 Lindenstraße 9.55 Telespiele 10.35

Quarks 11.20 Viele Kühe und ein schwarzes

Schaf. Komödie, D2019 12.50 Picknick mit

Bären. Komödie, USA 2015 14.30 Sportschau.

Eiskunstlauf. EM: Schaulaufen 16.20 Sportschau.

Handball. EM: Finale 18.15 Sportschau.

Eiskunstlauf. EM: Schaulaufen 19.00 Hartaber

herzlich 19.45 Lindenstraße 20.15 Fremder

Feind. Drama,D2018 21.45 Tatort: Unklare

Lage. Krimireihe,D2019 23.15 Lindenstraße

23.45 Tatort: Unklare Lage. Krimireihe,D2019

1.15 Agatha Christies Marple: Das Sterbenin

Wychwood. Krimireihe, GB 2009

ZDF NEO

11.35 (für HG) Eine Erde –viele Welten 12.20

(für HG) Eine Erde –viele Welten 13.00 (für HG)

Fantastische Phänomene 13.45 (für HG)

Fantastische Phänomene 14.30 (für HG) Aufdie

Größe kommt es an 15.15 (für HG) Aufdie Größ

kommt es an 16.00 Die glorreichen1016.45

Sketch History 17.10 Death in Paradise 18.00

Death in Paradise 18.50 The Rookie 19.35 The

Rookie 20.15 (für HG) Der Mann ohne Schatten

Thriller,D2014 21.45 (für HG) Kommissar

Marthaler –Ein allzu schönes Mädchen.

Kriminalfilm, D2015 23.15 Ein starkes Team:

Prager Frühling.Krimireihe, D2013 0.45 (für HG

Der Mann ohne Schatten. Thriller,D2014

ZDF INFO

5.15 (für HG) Aldi oder Lidl? 6.00 (für HG)

Nelson Müllers Lebensmittelreport 6.45 (für HG)

Pennyoder Netto? 7.30 (für HG) Rewe oder

Edeka? 8.15 (für HG) Nelson Müllers Lebensmit

telreport 9.00 Leschs Kosmos 9.30 ZDF-History

10.13 heute Xpress 10.15 ZDF-History 11.00

(für HG) Geheimnisse des „Dritten Reichs“ 13.15

Hitler privat –Das Leben des Diktators 14.45 Ev

Braun 16.15 „Brennt Paris?“ 17.15 Die

Geheimprojekte der Nazis 18.00 Geheime

Unterwelten der SS 19.30 Attentat am

Obersalzberg 20.15 Countdown zum Kriegsende

21.00 Geheimnisse des „Dritten Reichs“ 23.15

ZDF-History 0.45 Geheime Unterweltender SS

Radio

KLASSIK

9.30 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Bachkantate Kantate am 3. Sonntag nach

Epiphanias, BWV 156 /Präludium und Fuge

D-Dur,BWV 532, ca. 30 Min.

15.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6.4 MHz)

Interpretationen Musikalische Monolithen: Die

Klaviersonaten vonGalina Ustwolskaja.Gast:

Markus Hinterhäuser,Pianist und Intendant der

Salzburger Festspiele,ca. 115 Min.

20.03 Deutschlandfunk Kultur (89.6.4 MHz)

Konzert Philharmonie Berlin: Antonín Dvorák,

Konzertfür Violine und Orchestera-Moll op. 53 /

Josef Suk „Pohádka léta –Ein Sommermärchen“

Sinfonisches Poem für großes Orchester op. 29.

Leitung: Jakub Hrùsa, ca. 117 Min.

HÖRSPIEL

14.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Hörspiel Bei uns in Auschwitz. VonTadeusz

Borowski /Mit Vincent Leittersdorf, Patrycia

Ziolkowska, AndreasSchmidt, Sven Plate /Regie

Kai Grehn, ca. 56 Min.

18.30 Deutschlandfunk Kultur (89.6.4 MHz)

Hörspiel AUTOS. Nach dem Theaterstück von

Enis Maci /Radiofassung und Regie: Giuseppe

Maio /Komposition: Andreas Bick, ca. 90 Min.

20.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Freistil Edifício Copan: Leben im größten

Wohnhaus der Welt. VonTom Noga/Regie:

Fabian vonFreier,ca. 55 Min.

22.03 Deutschlandfunk Kultur (89.6.4 MHz)

Literatur Minima Poetica vonder Kölner Poetica

6. Widerstand, Widerspruch, ja: Widerspinst. Mit

Jan Wagner u. a., ca. 57 Min.

MAGAZIN

11.30 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Sonntagsspaziergang Die Europäische

Kulturhauptstadt Rijeka /Winterritt in Schwedisch

Lappland/Der „Historische Viererbund“

und seine Geschichte /Mit Kaltblutpferden

unterwegs am Ohio-Erie-Kanal /Impressionen

aus dem Berchtesgadener Land, ca. 90 Min.

13.30 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Zwischentöne Musik und Fragen zur Person: De

Klimaforscher Hans vonStorch im Gespräch mit

Michael Langer,ca. 90 Min.

JAZZ /BLUES

15.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Rock et cetera Pillen, Strand und stabile

Hatesongs: Die Cigarettenaus Hamburg.Von Anj

Buchmann, ca. 55 Min.

23.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Late Night Jazz Jazz-Diskothek –Newsfrom Jazz

&Blues. Mit Ulf Drechsel, ca. 56 Min.


Berliner Zeitung · N ummer 21 · 2 5./26. Januar 2020 – S eite 32 *

·························································································································································································································································································

Panorama

LEUTE

Muhammad Haryz Nadzim (3) spielt

gernmit Lego und Knetgummi, er

verkleidet sich auch gernmit einem

Grüffelo-Ganzkörperplüschanzug.

Dasist so weit ganz normal für einen

Jungen seines Alters.Doch jetzt

wurde Muhammad, der in der englischen

Grafschaft Durham lebt, bei

Mensa aufgenommen, einemVerein

für Hochbegabte.Seine Mutter,Nur

AniraAsyikin, postete die frohe Botschaft

sogleich auf Instagram, wo sie

ihrem Sohn ohnehin in meterlangen

Fotostrecken huldigt. Ausweislich der

Mensa-Einladung verfügt der Junge

über einen Intelligenzquotienten von

142 und darfsomit beinahe als„Genie“

gelten –erst ab einem IQ von145

wirdeinem dieser Ehrentitel zuteil.

Wieauch immer,Muhammad ist zurzeit

das jüngste Mitglied bei Mensa,

wo nach eigenen Angaben nur aufgenommen

wird, werzuden klügsten

„zwei Prozent der Menschheit“ gehört.

In der Tat, einigen vonder stolzenMutter

auf Instagram geteilten

Videos zufolge kann Muhammad bereits

flüssig einen Text vorlesen und

5+6=11 ausrechnen. Möge ihm eine

glückliche Kindheit beschieden sein.

MarkForster (36) denkt bereits über

seinen Todnach. So würde der Sänger

nicht zögern, seine Organe zu

spenden.„Ihr könnt alles vonmir haben“,

sagte er der Moderatorin BarbaraSchöneberger

beim Online-

Sender Barba Radio.Was nach seinem

Ableben mit ihm passiere, sei

ihm einigermaßen gleichgültig.

Arnold Schwarzenegger (72) denkt an

die Zukunft. Beieiner

Charity-Auktion im

österreichischen Kitzbühel

hat der

Schauspieler

nach Angaben

der Organisatorenrund

eine Million

Euro für Klimaschutz-Projekte

gesammelt.

Beider

Versteigerung warenunter

anderem

eine Terminator-Büste,

ein Bild vonFreund und

Hobbymaler Sylvester

Stallone,eine Lederjacke

und ein Conan-

SchwertimAngebot.

Barbarisch! (schl.)

Sammelt Geld, denkt ans

Klima, tut Gutes.

TIERE

IMAGO IMAGES

Perdita ist eine Artpsychoaktive

Katze. FACEBOOK/MITCHELL COUNTY ANIMAL RESCUE

Ein Tierheim in den USA, das Mitchell

County Animal Rescue in NorthCarolina,

sucht auf drastischeWeise nach

einem neuen Zuhause für Perdita.

DieKatze, so erfahren wir aus dem bei

Facebook veröffentlichten Steckbrief,

hasse außer ihren Artgenossen auch

Hund, Kinder,Disney-Filme,Weihnachten

und Umarmungen. Überdies

lungerePerdita in dunklen Ecken

herum, stelle sich gernkrank und vermag„in

Ihre Seele zu starren, bis Sie

das Gefühl haben, sich nie wieder

freuen zu können“.Wow, so einVieh

nimmt man doch gern: DenAngaben

zufolge sollen sich bereits mehr als 50

Menschen um die„schlimmste Katze

derWelt“ beworben haben. (schl.)

Kommunismus für Hipster

Hipster-Treff: Der „Pyeongyang Pub“ liegt in Seouls angesagtem Ausgehviertel Hongdae. BLZ/FELIX LILL (2), AFP/ED JONES (2)

Jang Wookyung musste erst den

Bankrott fürchten, um auf die

Idee zu kommen, die sich noch

als die beste seines Lebens herausstellen

könnte. Jahrelang hat der

Unternehmer vier Izakayas geführt,

also Kneipen im japanischen Stil.

Aber als letzten Sommer ein alter

Streit über Japans Kriegsvergangenheit

in Südkorea entflammte, indem

Japan weitere Entschädigungszahlungen

verweigert, begannen Koreaner

mit dem Boykott japanischer Produkte.Damit

ging auch der südkoreanische

Gastrounternehmer Jang in

die Knie. „Meine Erlöse halbierten

sich schon in ein paar Wochen. So

konnte es nicht weitergehen. Ich

musste mir etwas überlegen.“

Zensur im freien Süden

Nach einigem Brainstorming, berichtet

Jang an einem frühen Freitagabend

und deutet in einen großzügigen

Raum voller grün bemalter Tische,

sei ihm das hier eingefallen:

Unter der Decke hängen hinter

Kronleuchtern kommunistische

Propagandabilder von heroischen

Arbeitern. Die makellos geschminkten

Kellnerinnen tragen

Kleider im nordischen Bauernstil.

Auf der Karte stehen Gerichte wie

kalte „Pjöngjang-Nudeln“ oder

knusprige nordkoreanische Pfannkuchen.

Der „Pyeongyang Pub“, wie sich

der Laden in Seouls hippem Viertel

Hongdae seit seiner Einweihung im

Oktober nennt, ist binnen kurzer

Zeit zu einem der Gesprächsthemen

in der Hauptstadt geworden. EinGeschäft,

das nicht nur nordkoreanische

Kulinarik bietet, sondern auch

die Folkloredes Landes? In Südkorea

ist das eigentlich undenkbar. Seit

1950 stehen die Bruderstaaten im

Kriegsverhältnis zueinander. Als

1953 das Schießen eingestellt wurde,

gelang bloß ein bis heute geltender

Waffenstillstand. Weiterhin zählt es

in Südkorea daher als Verrat am

Land, sich loyal mit Nordkorea zu

verhalten. Laut dem Gesetz nationaler

Sicherheit stehen darauf bis zu

sieben JahreGefängnis.

Jang Wookyung, ein Typmit kurzen

Haaren und Holzfällerstatur, betont:„Ich

selbst war noch nie in Nordkorea

und will da auch gar nicht hin.

Mich interessiertdas Land eigentlich

nicht. Wirmachen hier nur Spaß. Das

hier ist für mich nicht mehr als Business.“

Im Eingangsbereich prangt der

Spruch: „Wer raucht, wird erschossen.“

An einer Wand wird inbreiten

Lettern über hohen Fenstern gefordert:„Arbeitet

und liefertfrisches Bier

für das Volk!“ Um die Ecke zeigt eine

große Zeichnung im kommunistischen

Propagandastil einen Mann im

Kittel und mit Reagenzglas. Bildunterschrift:

„Forscht, um unsere Leber

stärker zu machen!“

Werdas Satirische noch nicht erkannt

hat, der könnte etwas merken,

wenn das Bier an den Tisch

kommt. Die nordkoreanische Sorte,

die hier vermeintlich im Angebot

Im liberalen Südkorea ist es gesetzlich verboten, sich

positiv über den verfeindeten Norden zu äußern. Ein

neuer Pub in der Hauptstadt Seoul tut aber genau dies

–scheinbar.Mit demWandernauf einem schmalen

Grat ist der Nerv hipper Kunden getroffen

VonFelix Lill, Seoul

Keine Sorge: Essensportionen und Fleischanteil sind nicht nordkoreanisch karg.

Park Joowon (r.) und ihrer Freundin gefällt

der kommunistische Retro-Charme.

CHINA

200 km

SÜDKOREA

ist, heißt Taedonggang, benannt

nach dem großen Fluss, der die

nordkoreanische Hauptstadt Pjöngjang

durchkreuzt.„Aber in Südkorea

ist es verboten, Produkte aus Nordkorea

zu kommerzialisieren“, erklärt

Jang. Also kauft er deutsches

Bier ein und beklebt die Flaschen

mit Labels, die jenen des nordkoreanischen

Originals beinahe gleichen.

Nur steht dort statt Taedonggang,

koreanisch für „Großer Fluss

des Ostens“, Taeddonggang. Der

Chef erklärt: „Das übersetzt sich mit

,großer Scheißfluss.‘“

Einfach nur lächerlich machen

wolle er den Norden aber auch nicht.

NORDKOREA

Seoul

Grün-rotes Funktions-Interieur mit Blumendekor

und Propaganda-Plakaten

Pjöngjang

Pyeongchang

Japanisches Meer/

Ostmeer

JAPAN

BLZ/GALANTY

Jang geht voraus zum mittleren der

drei Stockwerke, über die sich das

Geschäft ausbreitet. Hinter einer

Glasschiebetür mit dem Hinweis,

dass hier nichts verkauft wird, füllt

sich ein kleiner Raum mit Produkten

und Gegenständen aus dem Norden.

In den Regalen stehen Postkarten

aus Pjöngjang, Kekse, Bonbons mit

Apfelgeschmack und das Originalbier

Taedonggang. In einer Vitrine in

der Mitte liegen Geldscheine,auf denen

die Konterfeis der Kim-Dynastie

zu sehen sind. In einer Ecke ist eine

Kleiderpuppe mit Trachten angezogen,

daneben liegen Handtaschen

aus dem Norden.

Es sind Dinge, die im liberalen

Südkorea fast kein Mensch zu sehen

bekommt. Die Zensur im Süden

reicht weit, was auch zu einer Dämonisierung

des Nordensführt. Nordkoreanernwirdetwagelegentlich

nachgesagt,

sie hätten Hörner auf dem

Kopf. Doch selbst dann, wenn keine

Unwahrheiten über den Bruderstaat

verbreitet werden,entsteht leicht das

Bild einer kaum menschlichen Gesellschaft.

Denn nach fast 70 Jahren

Kriegszustand und wiederholten Raketentests

oder Kriegsdrohungen ist

der Austausch zwischen Nord und

Süd so karg, die mediale Berichterstattung

so negativ, dass viele Menschen

im Süden jenen im Norden

nicht mehr zutrauen, überhaupt mal

zu lachen oder zu tanzen.

DenNachbarnkennenlernen

Gegen 19.30 Uhrist der Pubschon zu

mehr als der Hälfte gefüllt. Nicht nur

Gruppen vonArbeitskollegen kehren

hier zum Feierabendtrinkgelage ein.

Auch Studenten und Touristen sind

da.Eineder Besucherinnen ist die 21-

jährige Studentin Park Joowon, die

mit einer Freundin gekommen ist.

„Ich habe über Instagramvon diesem

Pub gehört und wollte ihn sofort sehen.

Undinder einen Stunde,die ich

jetzt hier bin, hab’ ich schon so viel

gelernt über Nordkorea. Ich dachte,

dass man dort überhaupt keinen Alkohol

trinken darf.“ DieWarnung an

der Wand, dass man für das Rauchen

erschossen werde, versteht Park Joowon

allerdings erst, nachdem sie von

einer Kellnerin darauf hingewiesen

wird, dass es so streng in Nordkorea

wohl nicht gehandhabt werde.

Je weiter die Zeit am Freitagabend

fortschreitet, desto jünger,internationaler

und hipper wirddas Publikum.

Durchdie Lautsprecher vonSamsung

dröhnen mal Chartbreaker aus dem

Süden, dann wieder Schlager aus

dem Norden. Coole Typen in Lederjacken

und schicke Frauen auf Stöckelschuhen

machen Selfies.Viele achten

darauf, dass im Hintergrund ein Propaganda-Plakat

blitzt. „Das ist der

Hammer hier“, findet ein junger Südkoreaner,

der gerade vor der Handykamera

seines Kumpels posiert. Auf

die Frage,obermal ins echte Nordkorea

reisen möchte, antwortet er reflexartig:„Was?

Nein!“

Als Jang Wookyung vondieser Reaktion

hört, muss er schmunzeln.

„Vor kurzem war ein Flüchtling aus

Nordkoreahier.Ich fragte ihn, was er

über das Geschäft denke. Und er

sagte,der Kronleuchter unter der Decke

und das viele Fleischauf der Speisekarteseien

extrem luxuriös.Erhabe

in Nordkoreanoch nie einen solchen

Ort gesehen.“ Jang Wookyung überlegt

mittlerweile, ob er seine drei anderen

Lokale, die weiterhin im japanischen

Stil laufen, auch auf die

Nordkoreaästhetik umstellt. Je länger

der Handelskonflikt zwischen Japan

und Südkorea andauere, desto mehr

spreche dafür.„Meine Erlöse steigen

jetzt wieder. Der ,Pyoengyang Pub‘

wareine super Idee.“

Schreckliche

Bluttat in

Rot am See

Sechs Tote nach Schüssen in

Baden-Württemberg

Nach Schüssen in Rot amSee im

Nordosten Baden-Württembergs

sind am Freitag sechs Menschen

ums Leben gekommen. Bei

den Schüssen seien auch mehrere

Menschen verletzt worden, bestätigte

die Polizei am Freitag. Ein Tatverdächtiger

sei festgenommen worden.

Er habe sich nach der Tattelefonisch

bei der Polizei gemeldet, man

habe mit ihm ein „geordnetes Gespräch“

führen können.

Der Täter sei ein 26 Jahre alter

Deutscher. „Wir gehen von einem

Familiendrama aus“, teilte die Polizei

mit. Es gebe keine Hinweise auf

weitere Tatbeteiligte. Der Verdächtige

sei ein Sportschütze, er habe einen

Waffenschein besessen und mit

einer halbautomatischen Kurzwaffe

(Kaliber neun Millimeter) geschossen.

Bei den Opfern handele es sich

um drei Männer und drei Frauen.

DieMänner seien 36, 65 und 69 Jahre

alt, die Frauen 36, 56 und 62 Jahre.

Unter den Getöteten seien der Vater

und die Mutter des mutmaßlichen

Täters. Auch die anderen Opfer gehörten

zur Verwandtschaft.

Die Beamten erklärten, sie seien

um 12.45 Uhr über die Schüsse informiert

worden und schnell „mit

starken Kräften“ vor Ort gewesen.

Mitarbeiter der Spurensicherung untersuchen

den Tatort.

DPA/MARIJAN MURAT

Nun werde die Kriminalpolizei die

Ermittlungen übernehmen und versuchen,

die Hintergründe der Tat

aufzuklären.

Die Tat ereignete sich in der

Bahnhofsstraße des Orts, ineinem

ruhig wirkenden Wohnviertel. Zwei

der Opfer wurden hier in der Gaststätte

namens „Deutscher Kaiser“

entdeckt und vier weitere davor. Die

Polizei hatte den Tatort mit rot-weißem

Flatterband abgesperrt, rund

ein Dutzend Beamte warteten in der

sonnigen Kälte auf der Straße.Mitarbeiter

der Spurensicherung in weißen

Anzügen gingen in das sandfarbene

Gebäude.Vor dem Haus sprühten

Beamte mit Dosen gelbe Streifen

auf die Straße.

„Ich wohne seit 50 Jahren in Rot

am Seeund habe sowas noch nie erlebt“,

sagt eine ältere Frau, die 50

Meter vom Tatort entfernt steht.

Mehrere Bekannte hätten angerufen,

um ihr von dem Verbrechen zu

erzählen. „Jetzt wird Rot am See bekannt

–aber auf scheußliche Art.“

Eine junge Frau aus dem Haus gegenüber

der Kneipe schiebt einen

Kinderwagen aus der Garage. „Wir

wollten einfach mal rausgehen, weil

so viele Bekannte angerufen haben“,

sagt sie. Sie habe nichts von den

Schüssen mitbekommen, sei aber

dennoch schockiert, dass so etwas in

ihrer Straße passiere.

Die Gemeinde Rot am See hat

knapp 5400 Einwohner und liegt

zwischen Crailsheim (Baden-Württemberg)

und Rothenburg ob der

Tauber (Bayern). Jährlich im Oktober

findet dort die „Muswiese“ statt, einer

der ältesten und größten Jahrmärkte

in Hohenlohe. (dpa)


MAGAZIN

66 und kein

bisschen

leise

Für ihre Rolle in dem Musical „Ich war noch

niemals in New York“ bekommt

Katharina Thalbach den Ernst-Lubitsch-Preis.

Ein Gespräch über das Leben und

die vornehme Kunst, es in Musik und

Tanz zu übersetzen

SEITEN 2/3

Flammendes

Inferno

Nur keine

Umstände

Gutsch bewirbt

sich am

englischen Hof

Seite 10

Lieber eine

alte Jungfer

Bei den Bränden in Australien sind bis zu eine

Milliarde Tiere umgekommen. Ob die Natur dort

je wieder sein wird wie vorher,ist ungewiss

SEITEN 4/5

Das Berliner Start-up Nove erfindet die

Schwangerschaftsmode neu –als Garderobe, die

Frauen durch alle ihre Lebensphasen begleitet

SEITE 6

Durch Greta Gerwigs Verfilmung des Klassikers

„Little Women“ zieht sich der unabhängige Geist

seiner Autorin Louisa May Alcottt

SEITE 7

BENJAMIN PRITZKULEIT


2 25./26. JANUAR 2020

Das Ensemble von „Ich warnoch niemals in NewYork“ am Ortder Verheißung.

Aber bitte mit Sahne: Thalbach (Mitte, mit HeikeMakatsch) am Kuchenbüffet Vornehme Aufgabe: Mit UweOchsenknecht beim Tanz auf dem Tisch. UNIVERSAL PICTURES (3)

Man trifft Katharina Thalbach

noch immer am ehesten im

Theater: Im Theater ist sie

schon von ihrer Mutter gesäugt

worden, die zu den Stars der ersten

Stunde an Brechts Berliner Ensemble gehörte,

und als die Mutter 1966 starb, war ihr

das Theater Ersatzfamilie und Zufluchtsort.

Sie empfängt uns in ihrer Garderobe am

Schillertheater, amAbend wird sie dort die

Hauptrolle in dem Komödien-Klassiker

„Hase Hase“ spielen, an der Seite ihrer Tochter

Anna und ihrer Enkelin Nellie,die in dem

Stück ihre älteren Schwestern darstellen. Es

ist die letzte Woche der Inszenierung. Danach

beginnen im gleichen Haus schon wieder

die Proben für die Bühnenfassung von

„Mord im Orientexpress“, die Katharina

Thalbach selbst inszeniert, und den Hercule

Poirot gibt sie gleich auch noch. Premiereist

am 22. März.

Ab und zu macht sie aber Urlaub vom

Theater,dann beseelt sie das Kino.Und weil

sie dabei gar so hinreißend war zuletzt, hat

sie am kommenden Mittwoch einen wichtigen

Termin: Da wird ihr im Babylon der

Ernst-Lubitsch-Preis verliehen, für ihreRolle

in dem Filmmusical „Ich war noch niemals

in NewYork“. DerPreis für die beste komödiantische

Leistung im deutschen Kino fehlte

ihr noch in ihrer eindrucksvollen Trophäensammlung.

Und erbedeutet ihr auch deshalb

besonders viel, weil sie immer davon

geträumt hatte,die Hauptrolle in einem Musikfilm

zu spielen, zumal wenn es die Songs

von Udo Jürgens sind: „Ich liebe Schlager,

habe ich immer geliebt“, sagt sie.Für jemanden,

der am Berliner Ensemble großgezogen

wurde,ist das absolut ein Statement.

Frau Thalbach, Sie sind eben 66 geworden.

Halten Sieessowie UdoJürgens?

Sie meinen, ob das Leben jetzt erst anfängt?

Ichhabe vorallen Dingen das Gefühl,

dass es nicht aufhört. Das ist das Allerschönste:

Dass es schön ist, dieses Alter.

Meine jetzige Lebensphase empfinde ich als

eine sehr schöne.Also ja, toll.

Gedanken wie: „Schon wieder ein Jahr älter“

lassen Sienicht an sich ran?

Nein. Denn was ist denn die Alternative?

Sterben?

Wiehalten Sieesdenn sonst mit UdoJürgens?

Ichwar schon in NewYork, mehrmals.

Und sonst? Hatten Sie schon vor „Ich war

noch niemals in NewYork“ eine Beziehung zu

UdoJürgens und seiner Musik?

Na ja klar. Udo Jürgens war schon einer,

der einem auch in der DDR aufgefallen ist.

Dersah gut aus,die Musik hatte Flair,und bei

„Siebzehn Jahr, blondes Haar“ hab ich mich

absolut angesprochen gefühlt. Ich kann es

DasLeben als

Tanz begreifen

Vonwegen, Frauen bekommen ab einem gewissen Alter keine Filmrollen

mehr.Katharina Thalbach trug mit Mitte 60 sogar ein ganzes Kinomusical

und wird dafür nun zu Recht mit dem Ernst-Lubitsch-Preis geehrt

Ihnen jetzt nicht genau sagen, wann das

rauskam, aber als ich es zum ersten Mal gehört

habe, war ich 17 und blond. Der hat

mich schon angesprochen, vermutlich mehr

als alle anderen Schlagerleute aus dem Westen.

Siesind Jahrgang 54, Siemüssten also ...

…genau, ich war Teenager,als die Beatles

groß waren und die Stones, und ich musste

mich daran gewöhnen, dass ich die Texte

nicht mehr alle verstand. Das machte auch

nichts.Aber dann war da noch Udo, und der

hat einfach gute Lieder gemacht. Das hatte

einerseits was vomguten alten Schlager,war

aber doch was anderes. Dawar Jazz drin, da

war eine Musikalität drin, die andere nicht

hatten, das war smart. Gut, ich hatte keine

Platten von ihm, und wenn jemand in den

Westen gefahren ist, dann hab ich doch eher

was anderes bestellt.

Es gab UdoJürgens nicht in der DDR?

Nee. Udo-Jürgens-Platten gab’s nicht. Ich

meine,„Ich war noch niemals in NewYork“,

das wäre jader blanke Hohn gewesen. Obwohl

das rauskam, als ich schon im Westen

war.

Für jemanden, der politisch engagierten

Künstlerkreisen in der DDR entstammt, überrascht

das Bekenntnis zum Schlager dennoch.

Quatsch! Musik ist Musik, und sie fragt

sich nicht, aus welchem kulturellen Umfeld

du kommst. Entweder sie nimmt dich mit

oder nicht, das ist das Einzige,was zählt. Und

Interview: Christian Seidl

„Ich war 17 und

blond. Udo Jürgens

hat mich schon angesprochen,

vermutlich

mehr als alle anderen

Schlagerleute“

ob sie genau jetzt das richtige ist für deine

Stimmung. Ich meine, wenn ich alleine bin,

dann höreich am liebsten Renaissance-Musik,

da rennen alle immer weg, aber ich find

die toll. Ich hab auch immer „Schlager der

Woche“ gehört als Mädchen, ich hab aber

auch Jimi Hendrix gehört. Das hat einander

nie widersprochen. Undich habe Mozartgehörtund

Alban Berg.

RoyBlack?

Dasvielleicht nicht.

WarIhnen das zu kitschig, zu manipulativ?

Vielleicht, ich weiß es nicht. Musik wirkt ja

nur dann, wenn du das Gefühl hast, sie ist für

dich geschrieben, für den Moment, den du

jetzt erlebst. Da, muss ich sagen, waren

Schlager früher auch näher dran. Die waren

witziger. Soinden 60er-Jahren, wo ich die

auch alle auswendig konnte, waren die einfach

witziger, auch musikalisch. Heute wird

ja alles nur noch so mit diesen elektronischen

Instrumenten gemacht, die klingen

alle ähnlich. Das habe ich anders in Erinnerung.

Ob das jetzt „Und hau ich mit dem

Hämmerchen mein Sparschwein“ war oder

„Liebeskummer lohnt sich nicht“ oder

„Schöner fremder Mann“ –das hatte einfach

Witz, ich mochte das.

„Duhast den Farbfilm vergessen“.

Klar. Damit hat Nina natürlich den Vogel

abgeschossen. EinMeilenstein.

Dass Sie mit 66 nochmal singend und tanzend

einen der renommiertesten deutschen

Schauspielerpreise gewinnen würden, hätten

Sieaber auch nicht gedacht.

Hab ich mir nicht träumen lassen, nein.

Undich freu mich halt auch so,weil: Dass ich

überhaupt in meinem Leben einmal in einem

Atemzug genannt werde mit Billy Wilder

und Ernst Lubitsch, das ist göttlich.

Wasist denn Ihr Lieblingsfilm vonLubitsch?

Schon „Sein oder Nichtsein“. Aber ich

mag auch „Blaubarts achte Frau“ mit Gary

Cooper und David Niven. Und„Rendezvous

nach Ladenschluss“, der wird jagezeigt am

Abend der Preisverleihung, darauf freue ich

mich wahnsinnig, den auf der großen Leinwand

noch mal sehen zu dürfen.

Sie haben schon einige Preise gewonnen, der

scheint Ihnen aber sehr viel zu bedeuten …

Billy Wilder hat ihn gestiftet oder die Idee

dazu gehabt. Billy Wilder! Ich glaube, ich

habe „Some Like It Hot“ hundertmal gesehen,

bestimmt.

Haben SieBilly Wilder mal kennengelernt?

Nein, leider nicht. 1993 war er noch mal in

Berlin und hat auf der Berlinale den Ehrenbären

bekommen, aber ich habe ihn nicht

getroffen. Aber ich hatte immerhin einen indirekten

Kontakt über Volker Schlöndorff,

der ihn gut kannte und mit Karasek dieses

herrliche „Billy Wilder, wie haben Sie’s gemacht?“

gemacht hat, diesen Interviewfilm.

Ich kenne also jemanden, der Billy Wilder

kannte.Wow!

Beider Preisverleihungsgala werden Siewohl

Nicola Lubitsch kennenlernen, die Tochter

vonErnst Lubitsch.

Ja, stellen Sie sich das vor. Da weiß ich

jetzt gar nicht, was ich sagen soll. Ichsagte ja

schon, ich bin gerade in einer sehr schönen

Lebensphase.

Volker Schlöndorff wird die Laudatio halten,

und Mario Adorfbekommt den Ehrenpreis …

Ja,wir alten Säcke treffen uns da alle.

Eine Anekdote vom„Blechtrommel“-Set bitte,

bevor Schlöndorff sie erzählt.

Sicher die Szene mit Mario, wo er es auf

dem Sofa mit mir treibt, die meinen Sie, oder?

Waswar da?

Ich hab mir vernünftigerweise so viel

Watte zwischen die Beine gelegt und schwarzesMolton

drüber,dass ich Mario, der ja unten

bar war,also nackt mit Gehänge,dass ich

sagte: Mario, du kannst jetzt machen, was du

willst. Hat erdann auch, und wir haben uns

ohne Angst amüsiertund konnten spielen.

In „Ich war noch niemals in NewYork“ spielen

Sie eine Frau, die Ihre Erinnerungen verloren

hat.


25./26. JANUAR 2020 3

„Es ist schön, dieses Alter.Meine jetzige Lebensphase empfinde ich als eine sehr schöne“: Katharina Thalbach in ihrer Garderobe am Berliner Schillertheater.

BENJAMIN PRITZKULEIT

Im richtigen Leben wäre das natürlich

schlimm.

Leben Sieviel in Erinnerungen?

Klar, allein schon beruflich. Stellen Sie

sich vor, ich stehe auf der Bühne und kann

mich an meinen Text nicht erinnern.Vorkurzem

habe ich in der Vorstellung von „Hase

Hase“ meine Zähne verloren, das war schon

eine Katastrophe.

IhreZähne?

Diefalschen Hasenzähne.

Achso.

Die Leute haben sich zum Glück amüsiert,

aber ich habe gelitten und verzweifelt

meine Zähne auf der Bühne gesucht.

Wird man mit zunehmendem Alter sentimentaler?

Nach dem Motto: Früher war alles

besser?

Nein. Oder doch? Ich meine, man erinnert

sich natürlich an Sachen, und man bekommt

so Anwandlungen –hach, das war

schon ganz schön bei uns damals. Aber das

hat immer was mit den Erinnerungen an die

eigene Jugend zu tun, die man ja tendenziell

als glücklich und unbeschwert empfindet,

selbst wenn sie das nicht war.Ich habe auch

sehr schreckliche Zeiten erlebt.

Siehaben Verlust erlebt.

Ich meine jetzt nicht einmal unbedingt

persönlich. Ich meine auch die Pershings,

den Kalten Krieg –ich meine, wir hatten damals

wirklich und berechtigterweise Angst

vor einem Atomkrieg. Das war nicht lustig,

und das wird es auch in der Erinnerung

nicht.

Besonders in Ostdeutschland ist es ja wieder

weit verbreitet zu sagen, dass früher alles besser

war.

Ach, ich weiß es nicht. Istdas so?

Es gab Arbeit, bezahlbareWohnungen …

Na klar, das waren nicht die Sachen, um

die man sich Sorgen machen musste. Dass

man sich daran gerne erinnert, das verstehe

ich. Dass man darüber vergisst, dass die

Wohnungen oft in einem Zustand waren, der

katastrophal war, ist wieder eine andere Geschichte.

Sie sind mit 22 in den Westen gegangen. Gab

es je einen Moment, in dem Siedas bereut haben?

Nein, nie. Das mit dem Bereuen ist sowieso

eine schwierige Angelegenheit im Leben,

denn man kann es ja eh nicht ändern.

Das ist also eine sehr unpraktische Haltung,

und ich bin ein eher praktischer und pragmatischer

Mensch. Natürlich musste ich

mich an ein paar Dinge gewöhnen, an manche

auch eher mühsam. Aber das war ein

Schritt, der sein musste …

…Sie und Ihr damaliger Freund Thomas

Brasch gehörten zu den Unterzeichnern der

Resolution gegen die AusbürgerungWolf Biermanns,

und Siestanden vorder Wahl, entweder

die Unterschrift zurückzuziehen oder beruflich

kaltgestellt zu werden.

Es war klar,dass der Schritt endgültig sein

würde, und ich habe das auch hinterher nie

infrage gestellt.

Sie glaubten ja an sich an den Sozialismus

und an ein anderes, besseres Deutschland.

Dastaten viele imWesten auch, das war ja

keine exklusive Sehnsucht der Ostdeutschen.

Ich glaube im Übrigen immer noch

daran und denke, dass der Kapitalismus

nicht die bestmögliche Gesellschaftsformist.

Daranhat sich nichts geändert.

Finden Sie denn, die Deutschen haben die

Wiedervereinigung ganz gut hingekriegt?

Also, was mich nach wie vor glücklich

macht, ist, dass alles ohne Gewalt gegangen

ist. Undeshätte auch anders ausgehen können.

In den zwei Weltkriegen hatten sich die

Deutschen ja nicht gerade mit Ruhm bekleckert,

was Gewaltlosigkeit betrifft. Dass sie es

da einmal geschafft haben, dass sie auch der

Welt gezeigt haben, eine Revolution friedlich

hinzubekommen, das ist schon toll. Dass andere

Umbruchsprozesse, andere Versuche,

nach dem Sozialismus neue Formen zu finden,

wesentlich schlimmer abgelaufen sind,

das hat man dann ja im jugoslawischen Bürgerkrieg

gesehen, und zwar auf eine Art und

Weise, die man in Mitteleuropa nicht mehr

für möglich gehalten hätte.Insofernist das in

Deutschland doch ganz gut gelaufen. Dass

da viel Scheiße passiertist, das steht ja außer

Frage,und dass sich der Westen reichlich bedient

hat an den Ostlern, das auch –weil die

einfach naiv waren und keine Ahnung hatten,

was passieren würde,wenn sie nach der

Westmark schreien, dass dann die Geier alle

kommen.

Mir ist aufgefallen, dass Sie der gleiche Jahrgang

sind wie Angela Merkel.

Ja,und ich durfte sie auch einmal spielen,

was mir großen Spaß gemacht hat. DieCDU

ist zwar jetzt nicht unbedingt die Partei, die

ich wähle, aber ich habe vor Angela Merkel

große Hochachtung. Ich glaube, wenn die

nicht mehr da ist, werden wir uns alle umgucken.

Katharina Thalbach ...

... kam 1954 in Berlin zur Welt. Ihre Mutter war die Schauspielerin

Sabine Thalbach, ihr Vater der Regisseur Benno

Besson. Beide arbeiteten am Berliner Ensamble. Nach

dem Todder Mutter 1966 nahm die Brecht-WitweHelene

Weigl sie unter ihre Fittiche. Mit 15 Jahren gabKatharina

Thalbach dortihr Debüt in „Die Dreigroschenoper“.

,,, gehörte 1976 zu den Unterzeichnernder Resolution gegendie

Ausbürgerung vonWolf Biermann und siedelte

noch im gleichen Jahr nach West-Berlin über.

... wurde mit ihrem Auftritt in „Die Blechtrommel“ 1979

auch im Westen bekannt. Inzwischen gehörtsie zu den populärsten

Theater- und Filmschauspielerinnen des Landes.

Sie bekam u. a. den Grimme-Preis, den Deutschen Filmpreis,

die Carl-Zuckmayer-Medaille und das Verdienstkreuz

am Bande der Bundesrepublik Deutschland. Ihre Rolle in

„Ich war noch niemals in NewYork“ beschertihr nun auch

noch den Ernst-Lubitsch-Preis für die beste komödiantische

Leistung im deutschen Film. Die Verleihung ist am

29. Januar,dem Geburtstag Lubitschs, im Babylon.

Hatten Sie sich zur Vorbereitung mal mit ihr

getroffen?

Nein. Da interessiertdie sich nicht für.Die

hat andere Sachen zu tun. Aber sie hat mich

persönlich eingeladen, als sie damals in der

Reihe „Mein Film“ der Deutschen Filmakademie

„Die Legende von Paul und Paula“

vorstellte. Dahaben wir uns kennengelernt.

Da hatten wir auch einen kleinen Plausch,

und ich glaube, wir waren einander sympathisch.

Und Sie haben Sie mal zufällig beim Friseur

getroffen, habe ich gehört.

Das ist aber lange her, das war bei Udo

Walz, einen Tagnach der Wahl 2005, nach

dieser wahnsinnigen TV-Runde mit Gerhard

Schröder. Und ich war so empört vor dem

Fernseher über dessen präpotentes Getue,

Sie erinnern sich? Also, ich konnte das gar

nicht glauben. Da habe ich Angela Merkel

sehr bewundert, wie sie das so mit Fassung

ertragen hat, dieses kleine Entlein unter diesen

ganzen Elefanten. Und das hab ich ihr

dann auch gesagt.

Hatsie sich gefreut?

Ichglaube ja, so mit Silberfolie im Haar.

Washat man in Ihrem Alter,das man als junger

Mensch nicht hat?

Falten! Erfahrungen! Zipperleins! Aber

auch weniger Angst. Weil man gelernt hat,

das lohnt sich nicht. Dass man sich mit den

Problemen, die kommen, sowieso auseinandersetzen

muss. Und dass es Dinge gibt, die

größer sind als man selbst, die kann man gar

nicht beeinflussen.

Siesind ein positiver Mensch.

Ja, denn auch das hat man im Alter gelernt:

Dass es gescheiter ist, die guten Dinge

zu schätzen und sich nicht ständig mit den

schlechten aufzuhalten.

Darf ich fragen, wo Siewohnen?

In einer WG in Charlottenburg. Ich war

immer Charlottenburgerin. Schon meine

Vorfahren kamen aus Charlottenburg. Meine

Großmutter, meine Urgroßmutter. Nur

meine Mutter ist damals nach Mitte, indie

sowjetische Zone, weil sie zu Bertolt Brecht

gegangen ist. Aber als ich dann rübergemacht

habe,bin ich wieder nach Charlottenburg.

Finden Sie, dass sich Berlin in den letzten 30

Jahren zum Positiven veränderthat?

Schon, aber ist ja keine Kunst. Im Osten

hatte das Stadtbild ja aus Geldmangel noch

Nachkriegserscheinungen, und das Neue,

das gebaut wurde, war auch nicht so dolle,

bis auf die Karl-Marx-Allee vielleicht. Wobei

sie sich im Westen baukulturell auch nicht

mit Ruhm bekleckert haben. Also da nahmen

sich beide Stadthälften nicht viel an

Hässlichkeit. Inzwischen gibt es so ein Bewusstsein

dafür, dass das Alte nicht unbedingt

immer nur schlecht ist; es ist vieles,was

dem Verfall preisgegeben war, saniert und

restauriertworden, und ich finde das schön.

Klar, Berlin ist leider teurer geworden und

auch ganz schön voll. Aber immer noch nicht

so teuer und so voll wie Paris. Also, ich liebe

Berlin.

Siegehören nicht zu den Leuten, die die sogenannte

Aufwertung der Kieze beklagen, und,

wie etwa Flake von Rammstein, jammern:

Was ist nur aus meinem schönen alten

Prenzlberg geworden?

Prenzlberg hat sowieso keiner gesagt damals.

Esheißt Prenzlauer Berg bei uns alten

Berlinern. Wie gesagt, früher war alles schöner,

vor allem wir, denn wir waren jung und

hatten das Gefühl, die Stadt gehörtuns.Aber

da war doch alles noch ziemlich wie nach

dem Krieg. Jetzt sind die Häuser wieder großenteils

Privateigentum und jetzt ist wieder

Putz an den Fassaden und eine Heizung in

der Wohnung –ich würde sagen, das ist einfach

der Lauf der Welt. Dinge verändernsich.

Wassollen denn da die alten Karthager sagen?

Da istesauch nicht mehr so wie früher.

Es ist nämlich hin.

IstesinIhrem Alter auch so,dass sich Erinnerungen

verändern, dass Unschönes verblasst

und das Schöne mehr Raum einnimmt?

Es gibt schon Dinge,unangenehme Erinnerungen,

die sich festgebrannt haben.

Ich nehme an, Sie meinen Ihre Mutter, die

starb,als sie zwölf Jahrealt waren.

Dasist so,als wäreesgesternpassiert.

Gibt es Dinge an Ihnen, Verhaltensweisen

oder Eigenschaften, die sie noch heute darauf

zurückführen, dass Siefrüh ohne Mutter auskommen

mussten?

Na unter anderem, dass ich seitdem keinen

Zentimeter gewachsen bin. Das würde

ich mal ganz stark darauf zurückführen.

Mein Darm ist zu lang, meine Hände und

meine Füße sind zu groß, ich glaube,ich bin

ein bisschen größer konzipiertgewesen.

WarenSie selbst eine gute Mutter?

Fragen Siemeine Tochter. Ichwar einfach

eine sehr junge Mutter. Und wenn man jünger

ist, ist man auch noch manchmal egoistischer

und sorgloser. Als Nellie kam, also als

ich dann Oma wurde, war ich viel gluckenhafter,als

ich es als Mutter war.

Sowohl Ihre Tochter als auch Ihre Enkelin

sind ebenfalls Schauspielerinnen geworden.

Damit muss ich leben. Ich habe beiden

abgeraten, aber meinen Sie, jemand hörtauf

mich?

Ihre Figur in „Ich war noch niemals in New

York“ ist auch eine Mutter, und letztlich geht

es in dem Film darum, dass sie sich wieder

mit ihrer entfremdeten Tochter zusammenfindet.

Waresauchdas, was Siegereizt hat?

Das, was mich wirklich gereizt hat, war,

dass es ein Musikfilm ist. Ich habe Musikfilme

immer geliebt. Ob das jetzt „Funny

Girl“ war oder „Gigi“, „Ein Amerikaner in Paris“,die

großen alten Musikfilme.Verschlungen

habe ich die. Und deshalb habe ich das

als großes Glück empfunden, selbst noch

mal in einem Musikfilm zu sein, das Leben

als einen Tanz zu begreifen.

Aber es war auch ein Wagnis. Es hatte zuvor

seit Ewigkeiten keinen guten deutschen Musikfilm

gegeben.

Na,Sie haben halt die Revuefilme aus den

50er-Jahren. Da war meistens Caterina Valente

dabei, die war ein Showgirl, und dann

verliebte sie sich in den Komponisten und

dann gab es Konflikte, weil sie gar nicht der

Star der Show war, sonderneine andereund

so weiter.Die Handlung spielte praktisch immer

innerhalb der Branche. Das Schöne an

„Ich war noch niemals in NewYork“ ist, dass

es im Leben spielt, wo man dann einfach mal

anfängt zu singen und zu tanzen. Das hat

was Befreiendes, und es ist ja seit je eine vornehme

Aufgabe, das Leben in Musik und

Tanz zu übersetzen.

Christian Seidl war als Jungenachhaltig

verstörtvon der Sexszene in

„Die Blechtrommel“.


4 25./26. JANUAR 2020

Känguru-Insel-Schmalfußbeutelmaus:

Sminthopsis aitkeni heißt diese Beuteltierart

in der Fachsprache, auf Englisch Kangaroo Island

Dunnart. Das Leichtgewicht –die Tierchen

wiegen nur 20 bis 25 Gramm –bewohnt Waldund

Heidegebiete auf der Känguru-Insel vor

der Südküste Australiens. Anderswo kommt die

Artnicht vor. Vermutlich ernährtsie sich vonInsekten

und anderen Kleintieren. Die Buschbrände

haben 80 Prozent ihres Lebensraums

zerstört. Die Känguru-Insel galt bisher als eine

ArtArche Noah für seltene Arten. Sie wurden

vonden Bränden besonders stark zerstört.

Brennende

Biotope

Derby

Wyndham

GOVERNMENT OF SOUTH AUSTRALIA

DOUG BECKERS

Hastings River Mouse: Die kleinen Nager

(Pseudomysoralis)kommen in Queensland

und Neusüdwales vor. Allerdings sind sie so selten,

dasssie alsbedroht eingestuft wurden.

Ihre Lage dürfte sich nun deutlich verschlechtert

haben, denn durch dieBrände gingen vermutlich

fast40Prozent ihresLebensraumsverloren.

Die gut 90 Gramm leichten und 17 Zentimeter

langen Mäuse fühlen sich in Wäldernwohl,

derenBöden dicht bewachsensind –etwa

mit Farn,Riedgras und Kräutern. Ihre Nester

bauensie gerneinBaumhöhlen. All

dieseBedingungen findensie in ihremVerbreitungsgebiet

nunkaum nochvor.

Bei den Buschfeuern in

Australien sind

schätzungsweise eine

Milliarde Tiere

umgekommen. Viele

ohnehin schon seltene

Arten stehen nun ihrer

Auslöschung noch

näher

VonAnne Brüning (Text) und

Isabella Galanty (Grafik)

Geraldton

WEST-

AUSTRALIEN

IMAGO IMAGES

Bürstenschwanz-Felskänguru: Der wissenschaftliche

Name dieses Beuteltiers lautet Petrogale

penicillata.Die Tiere werden bis zu 60

Zentimeter lang.Sie fressen Gräser,Blätter,

Wurzeln, Rinde und Früchte.Schon vorden

Bränden galten sie als gefährdet, denn Rotfüchse

machen Jagd auf sie, Schafe und Ziegender

sich ausbreitenden Farmen fressen die

Vegetation ab.Die auf Englisch Brush-Tailed

Rock-Wallabygenannten Tiere leben vorallem

in Neusüdwales und im Süden vonQueensland

–Regionen, die vonden Bränden besonders

betroffen sind. Ihr Lebensraum ist bereits

zu 30 bis 50 Prozent zerstört.

Kurzschnabel-Ameisenigel,inder Fachsprache

Tachyglossus aculeatus,sind eierlegende

Säugetiere. Auffällig sind ihre Stacheln am Rücken

und an den Flanken. Aufder Känguru-Insel

lebt eine eigene Unterartder Tiere, der Känguru-Insel-Kurzschnabeligel

Tachyglossus

aculeatus multiaculeatus.Sein Lebensraum

ist nun zu 50 bis 80 Prozent zerstört. Die dämmerungsaktiven

Tiere haben eine lange, klebrigeZunge,

mit der sie ihre Nahrung –Ameisen

und Termiten –auflesen. Sie können gut graben

und auch unter der Erde leben. Ob ihnen

das genützt hat, ist noch unklar.

In den vergangenen Tagen hat David

Lindenmayer seine Frau kaum zu Gesicht

bekommen. Dieauf WildtierespezialisierteVeterinärmedizinerin

war unterwegs

in den von Buschfeuern betroffenen

Gebieten im Südwesten Australiens. Dort

musste sie etwas tun, was wohl zu den

schlimmsten Tätigkeiten ihres Berufs gehört:

„Sie hat verletzte Tiere eingeschläfert“, berichtet

Lindenmayer,der als Landschaftsökologe

und Naturschutzbiologe die seit Monaten

in Flammen aufgehende Natur imSüdwesten

seines Landes auch selbst genau im

Blick hat. „Es ist entsetzlich“, berichtet Lindenmayer,

der am Centre for Resource and

Environmental Studies der Australian National

University in Canberra als Professor tätig

ist. „So viele Tiere wurden durch die Brände

schwer verletzt oder kamen dabei um.“

Am Montag veröffentlichte das australische

Umweltministerium eine vorläufige

Einschätzung der Folgen für die Tier- und

Pflanzenwelt. Demnachsind vonden Buschfeuern

die Lebensräume von mehr als 300

bedrohten Tier- und Pflanzenarten betroffen.

Bei 191 Arten sei mindestens ein Drittel

des insgesamt besiedelten Lebensraums in

Mitleidenschaft gezogen worden. Bei 49davonsogar

mehr als 80 Prozent. Einige Spezies

rückten dadurch noch näher ans Aussterben,

resümiert die Behörde. Der Analyse zufolge

gehören zu den betroffenen Arten neben gut

270 Pflanzenspezies 16 Säugetier-, 14

Frosch- und neun Vogelarten. Zehn der betroffenen

Tierarten stellen wir auf dieser

Doppelseite vor.

In Fernsehberichten waren viele Bilder

von verletzten Wombats zusehen. Um das