Berliner Kurier 27.01.2020

BerlinerVerlagGmbH

Hertha Geht Super-Talent Maier?

SEITEN 20–21

PostvertriebsstückA11916/Entgelt bezahlt

Montag, 27.Januar 2020 •Berlin/Brandenburg1,20 ¤•D/Auswärts 1,30 ¤

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ZEITUNG FÜR BERLIN-BRANDENBURG

Vergiftete Berliner

Schießstände

Kommissar

Courage

Foto: Gerd Engelsmann

Er hat Krebs, die Ärzte gaben ihm nur bis Weihnachten zu leben.

Doch Werner Sintic (52) kämpft.Für seine Familie, um das

Glück jedes Tages –und um Gerechtigkeit SEITEN 4–5

DieZukun beginnthier

Messe Ausbildung &Karriere

14. &15. Februar 2020

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Eintritt

kostenlos.

Cafe Moskau

Karl-Marx-Allee 34

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BERLIN

MESSEN


*

POLITIK

MEINE

MEINUNG

Von

Marina

Kormbaki

Nicht aufgeben,

mehr verhandeln

Das Bekenntnis zum Einfuhrverbot

von Kriegsgerät

war ein wichtiges Ergebnis

der Berliner Libyen-Konferenz.

Wenige Tage später

steht fest: Das bereits 2011

verhängte UN-Waffenembargo

wird auch jetzt nicht befolgt.

Die im libyschen Bürgerkrieg

mitmischenden Regionalmächte

schleusen weiter

Waffen und Kämpfer ins

Land. Dennoch wäre es

falsch, die diplomatische

Großoffensive Berlins zur

Beilegung des Libyen-Konflikts

schon jetzt für gescheitert

zu erklären.

Der Libyen-Gipfel markierte

nicht das Ende, sondern den

Anfang komplizierter Verhandlungen

mit den Kriegsparteien

und ihren Helfern in

Ankara, Moskau, Kairo, Abu

Dhabi, Riad. Sie versuchen,

mit Geländegewinnen ihre

Ausgangsposition in Verhandlungen

zu verbessern. Will

Europa dem eskalierenden

Machtspiel nicht bloß mahnend

zuschauen, muss es den

Druck auf Russland, die Türkei

und involvierte arabische

Staaten erhöhen. Die brüchige

Waffenruhe und das verletzte

Waffenembargo sind

kein Grund aufzugeben. Im

Gegenteil: Je heftiger die Gewalt

ist, desto größer ist die

Notwendigkeit zu vermitteln.

MANN DESTAGES

Sigmar Gabriel

Sigmar Gabriel, Ex-SPD-Chef,

hat kein Verständnis für Kritik

an seiner Berufung in den Aufsichtsrat

der Deutschen Bank.

„Ich finde es

schlimm,

dass sofort

der Generalverdacht

entsteht,

man würde

sozusagen

seine Seele

verkaufen,

wenn man

nach dem

Ende seiner politischen Laufbahn

eine Aufgabe in der

Wirtschaft wahrnimmt“, sagte

der 60-Jährige der „Bild am

Sonntag“. „Ich werde in Zukunft

nicht anders denken und

handeln als vorher.“

Foto: Jürgen Heinrich/Imago Images

Ist die AfD bereits ein Fall

für den Geheimdienst?

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz fordertmehr Härte im Kampf gegen die Rechtspopulisten

Foto: Michael Reichel/dpa

Setzt auf mehr Härte gegen die Rechtspopulisten: GeorgMaier (SPD), thüringischer Innenminister.

Berlin – Die rechtspopulistische

AfD sieht sich als verfassungstreu

und wehrt sich juristisch

dagegen, dass Teile

der Partei vom Verfassungsschutz

als Verdachtsfälle betrachtet

werden. Doch der

Vorsitzende der Innenministerkonferenz

will, dass die

Gesamtpartei vom Geheimdienst

beobachtet wird.

Die bloß verbalen Auseinandersetzungen

zur Bekämpfung

der AfD sind nicht ausreichend

–meint der thüringische

Innenminister Georg Maier

(SPD), der auch den Vorsitz der

deutschen Innenministerkonferenz

innehat. Er fordert im

Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk

(RND) eine rasche

Entscheidung über eine

Beobachtung der AfD durch

den Verfassungsschutz. „Wir

haben die AfD zum Prüffall erklärt“,

sagte er. „Jetzt tragen

Bundes- und Landesämter alle

Informationen zusammen und

bilden sich dann gemeinsam

eine Meinung. Ich werbe dafür,

dass wir das bald machen. Es

wird Zeit. Die Informationen

liegen ja vor. Es gibt keinen

Grund, noch sehr viel länger zu

warten. Die Menschen warten

darauf“, betonte der SPD-Politiker.

Die Einstufung als Beobachtungsobjekt

böte Maier zufolge

„erst mal die Möglichkeit,

mit nachrichtendienstlichen

Mitteln weiter zu schauen“.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz

hat bisher die innerparteiliche

Gruppierung

„Der Flügel“ und die AfD-Jugendorganisation

„Junge Alternative“

zu Verdachtsfällen erklärt.

Das ist laut Maier „die

letzte Stufe vor der Einstufung

als Beobachtungsobjekt“. Die

AfD hat allerdings beim Kölner

Verwaltungsgericht Klage

gegen die Einstufung des Verfassungsschutzes

eingereicht.

Der SPD-Politiker betonte

aber, es bestehe die Chance,

„dass der ,Flügel’ aus dieser

Einstufung auch wieder herauskommt.

Das fände ich nicht

schlecht“. Die AfD habe ihren

Anfang schließlich mit legitimer

Kritik an der Banken- und

Eurorettung genommen. „Dass

die AfD jetzt immer nationalistischer

wird, bedauere ich sehr.

lich auch negative Auswirkungen

auf ihren Aufenthaltsstatus

haben“, sagt Maier.

Und wer infolge von Straftaten

den Aufenthaltsstatus aberkannt

bekomme und keinem

Abschiebestopp unterliege, der

müsse gehen. „Das gehört zur

Durchsetzung rechtsstaatlicher

Prinzipien und ist wichtig,

um das gefühlte Vollzugsdefizit

des Staates abzubauen.“

Maier warnte zudem eindringlich

vor dem Rechtsextremismus

allgemein. „Die Gefahr

ist so groß wie nie“, sagte er

dem RND. „Und sie wächst.“

Man müsse die Akteure des Nationalsozialistischen

Untergrunds

(NSU), der in Thüringen

seinen Ursprung habe, im

Blick behalten, so der SPD-Politiker.

„Aber die größte Gefahr

geht heute von Tätern wie in

Halle aus, die sich im Internet

anonym radikalisieren. Da

müssen wir bei Prävention und

Repression besser werden.“ Die

Neonazis würden sich teilweise

einen bürgerlichen Anschein

geben. „Da werden wir mit Repression

allein nichts ausrichten.“

Diese Entwicklung kann in die

Verfassungsfeindlichkeit führen.

Verfassungsfeinde sind

Feinde der Demokratie.“

Zudem müsse man „überlegen,

was wir tun können, damit

die Zustimmung für die AfD

wieder zurückgeht. Wir müssen

ihre Wähler abholen. Dazu

müssen wir uns ins Zeug legen

und die täglichen Probleme der

Leute erkennen. Dann kriegen

wir sie auch wieder“, so Maier.

„Die Menschen

warten darauf.“

GeorgMaier (SPD), thüringischer

Innenminister,zur Möglichkeit einer

Beobachtung der AfDdurch den

Verfassungsschutz

Ein Mittel könne sein, Intensivstraftäter

–egal ob Deutsche

oder Ausländer –konsequenter

zu verfolgen. „Ziel ist es, dass

Täter unmittelbar die Folgen

ihres Tuns zu spüren bekommen.

Die Menschen müssen

merken: Intensivstraftäter

werden hart rangenommen unabhängig

von Herkunft und Gesinnung.

Wenn darunter Zuwanderer

sind, kann das natür-


*

SEITE3

BERLINER KURIER, Montag, 27.Januar 2020

Die Welt rüstet Bürgerkriegsland Libyen weiter auf

Tripolis –War es das schon

mit dem Frieden in Libyen?

DasvorwenigenTagenaufder

Berliner Libyen-Konferenz

bekräftigte Waffenembargo

für das nordafrikanische Krisenland

istnach UN-Angaben

von mehreren Gipfelteilnehmern

gebrochen worden.

In den vergangenen zehn

Tagen seien mehrereMaschinen

aufFlughäfen im Westen

und Osten Libyens gelandet,

mit denen Waffen,gepanzerte

Fahrzeuge, Kämpfer und Berater

ins Land gebracht worden

seien.Die UN-Unterstützungsmission

für Libyen

nannteinihrerStellungnahme

vom Samstag keine Verantwortlichen

und ließ damit offen,

wer das Embargo gebrochen

hat.

In Berlin hatten sich am

Sonntag vor einer Woche 16

Länderund internationale Organisationen

auf eine Vereinbarungverständigt,

die Einmischung

von außen inden Libyen-Konflikt

– etwa über

Waffenlieferungen –beenden

und einen Friedensprozessermöglichen

soll.InKürze wollen

die UN ein Treffen der

Konfliktparteien zur Umsetzungeiner

Waffenruhe einberufen.

Die EU berät darüber,

wie sie das seit 2011 bestehende

Waffenembargo überwachenkann.

Foto: S. Backhaus/Imago Images

NACHRICHTEN

Neustart imIrak

Berlin –Die Bundeswehr hat

die nach der Eskalation im

Iran-Konflikt unterbrochene

Ausbildung kurdischer Sicherheitskräfte

im Nordirak

wieder aufgenommen. Im

Zentralirak bleibt sie ausgesetzt.

Auch die Regierung in

Bagdad wünscht sich laut

Außenminister Heiko Maas

eine Fortsetzung des Einsatzes.

Rentengesetz fertig

Berlin –Der in derKoalition

umstrittene Gesetzentwurf

zur Grundrente sollnach den

Worten vonBundesarbeitsminister

Hubertus Heil(SPD)

voraussichtlichbereits am

12.Februarins Kabinett eingebrachtwerden.InTeilen

der CDU stößt der Entwurf

weiter aufscharfe Kritik.

Krawalle in Leipzig

Flugzeuge voller Waffen:

Eigentlich sollten die Kämpfer in

Libyen seit Tagen keinen

Nachschub mehr bekommen,

doch an diese Vereinbarung hält

sich keiner.

Foto: Amru Salahuddien/dpa

Foto: Sebastian Willnow/dpa

Leipzig –VermummteRandalierer

haben am Samstagabend

währendeiner

Demonstration gegen das

Verbot der Plattform Linksunten.indymedia

Polizisten

attackiert. 13 Beamte wurden

verletzt, sechsVerdächtige

festgenommen. Die Justiz

verhandelt am Mittwoch

über das Indymedia-Verbot.

Bundesagentur gibtsichgeizig

Fast jeder dritte Euro für Weiterbildung von der Arbeitsbehörde nicht ausgegeben. Linke rügen Sparsamkeit

Berlin –Die Bundesagentur

für Arbeit hat 2019 gut ein

Viertel ihres Eingliederungsetats

für Arbeitslose nicht

ausgegeben – dabei geht es

unter anderem um Mittel zur

Weiterbildung von vorübergehend

Erwerbslosen. Das

geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums

auf

eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten

Sabine

Zimmermann hervor, die dem

RedaktionsNetzwerk

Deutschland (RND) vorliegt.

Der Eingliederungstitel im

Haushalt der Bundesagentur

für Arbeit ist zur Förderung

von Erwerbslosen bestimmt,

die erst seit vergleichsweise

kurzer Zeit ohne Job sind und

Anspruch auf Unterstützung

durch die Arbeitslosenversicherung

haben. 2019 hatte der

Eingliederungstitel den Angaben

zufolge Sollausgaben

von 4,2 Milliarden Euro vorgesehen.

Ausgegeben wurden

aber nur 3,02 Milliarden

Euro. Und: 250 Millionen

Euro aus einer weiteren Reserve

seien „aufgrund der

günstigen Beschäftigungssituation

im abgelaufenen

Haushaltsjahr“ ebenfalls

nicht benötigt worden.

Laut Ministerium hat die

Bundesagentur für Arbeit

nicht das Ziel verfolgt, die

veranschlagten Mittel des

Eingliederungstitels zu

100 Prozent auszuschöpfen,

„sondern diese sinnvoll einzusetzen“.

Vorstand und Verwaltungsrat

der Bundesagen-

tur haben inzwischen entschieden,

den Eingliederungstitel

für 2020 auf nunmehr

rund 3,7 Milliarden

Euro zu senken.

Linken-Arbeitsmarktexpertin

Zimmermann kritisierte

die Schwerpunktsetzung.

„Es ist nicht nachvollziehbar,

dass so viel Geld nicht verwendet

wird“, sagte sie dem

RND. „Die Bundesregierung

muss zudem einen allgemeinen

Rechtsanspruch auf Weiterbildung

einführen.“

Präsent für Israel

Tel Aviv –Vor der Veröffentlichung

des US-Plans für

Nahost hat Israels Regierungschef

Benjamin Netanjahu

von einer „historischen

Gelegenheit“ gesprochen.

Nach Medienberichten sieht

Trumps Plan die Annektierung

israelischer Siedlungen

im Westjordanland sowie des

Jordantals vor.

Mehr Rechtsextreme

Berlin –Der Militärgeheimdienst

geht rund 550 rechtsextremen

Verdachtsfällen in

der Bundeswehr nach. 2019

seien 360 neue dazugekommen,

so der Präsident des Militärischen

Abschirmdienstes,

Christof Gramm. Die Eliteeinheit

Kommando Spezialkräfte

sei besonders betroffen.


HINTERGRUND

Tödliche Gefahr

am Schießstand

Die Aufdeckung des Skandals

um die verseuchten

Schießstände der Berliner

Polizei jährtsich 2020

zum fünften Mal. Der

KURIER berichtete von

Beginn an über die groben

Missstände und begleitete

den Kampf der Betroffenen

um Entschädigung.

Reporter Christian Gehrke

traf nun einen erkrankten

Beamten des SEK.Dessen

Krebs-Schicksal ist besonders

erschütternd.

Der krebskranke

Polizist Werner

Sintic bleibt tapfer

und versucht,sich

sein Leben noch so

schön wie möglich

zu gestalten. Seine

Krebs-Diagnose

bekam Sintic im

November 2018.

Vergiftet

Fotos: Gerd Engelsmann (2), dpa

im Dienst

Der SEK-Beamte Werner Sintic (52) ist ein

Opfer des Polizei-Skandals um marode

Schießstände. Beim Training atmete er

Chemie-Dämpfe ein und bekam Krebs.

Die Ärzte geben ihm nicht mehr viel Zeit


SEITE5

BERLINER KURIER, Montag, 27.Januar 2020

Von

CHRISTIAN GEHRKE

Über viele Jahre sparte

die Berliner Polizei an

der Wartung und Sanierung

maroder Schießstände.

Die dramatische Folge:

Etliche Polizisten, meist Schießtrainer

und Angehörige von Spezialeinheiten,

wurden vergiftet –

etwa mit der Chemikalie Antimon.

Seit der Missstand 2015 aufflog,

sind 13 Ex-Polizisten an den

Folgen der vergifteten Luft gestorben.

Etwa 1600 sollen laut

Schätzungen betroffen sein. Viele

leiden bis heute an schweren Gebrechen.

Einer von ihnen ist

Krebspatient Werner Sintic (52).

Auf maroden Schießständen

hat auch er Dämpfe eingeatmet

und sich vergiftet. Nun ist er

schwer krank, sein Körper ist voller

Metastasen. Die Ärzte können

nichts mehr für ihn tun. Nach ihrer

Einschätzung hätte er eigentlich

schon vor Weihnachten tot

sein müssen. Doch er lebt und das

mit Freude. „Ich mache mir noch

eine schöne Zeit und gebe hier

nicht den Kranken ab“, sagt der

SEK-Beamte. Der letzte Wunsch

des Polizeikommissars: Sein Leiden,

sein Schicksal soll als Dienstunfall

anerkannt werden.

Im November 2018 bekam Sintic

die Diagnose: Bauchspeicheldrüsen-Krebs,

zwölf Chemotherapien

hat er hinter sich und eine

OP. 20 Kilo hat er verloren. Metastasen

stecken in Leber, Knochen

und Lunge. Er könne sich

schlecht konzentrieren, sei nicht

mehr so belastbar, erklärt er.

Doch statt Frust bekommt man

vom Ehepaar am Küchentisch

eher Humor mit Berliner Schnauze

zu hören. „Ick hab immer gedacht,

dass er mich mal pflegt.

Daraus wird jetzt nüscht“, sagt

seine Frau Petra, die etwas älter

ist als er. „Esist erst vorbei, wenn

es vorbei ist. Ich bleibe stur. Willkommen

im Leben“, sagt der Ehemann.

Das Paar lässt sich nichts

anmerken, keine Tränen fließen.

Er trägt eine Mütze –mehr fällt

erst einmal nicht auf.

Der wahrscheinliche Grund für

sein Schicksal: Jahrelang haben

Polizisten beim Schießtraining in

Berlin giftige Dämpfe eingeatmet.

Die Schießstände waren veraltet,

asbestverseucht und schlecht belüftet.

Polizisten erkrankten an

Krebs und COPD, in ihren Körpern

fanden sich Schwermetalle.

487 Erkrankte erhielten eine Entschädigung,

aber keineswegs alle,

die einen Antrag gestellt hatten.

Auch Sintic, der ab 1998 beim

Spezialeinsatzkommando (SEK)

in Berlin arbeitete, hat geschossen.

Hunderte Male pro Woche,

jahrelang. Oft auf dem Schießstand

in der Bernauer Straße, der

Polizist Sintic ging 1998

zum SEK,trainierte viel

und schossoft an den

maroden Schießständen.

jetzt geschlossen ist. „Wir hatten

nach dem Schießen Kopfschmerzen,

haben gehustet“, blickt er zurück.

Und jetzt hat er den Tod vor

Augen. Wie viele Tage er noch zu

leben hat, möchte er nicht wissen.

Er genießt sie lieber mit seiner

Frau, seiner Tochter Mandy und

der Enkeltochter Polly. Ein Hospiz

sei im Moment noch kein

Thema, sagt er. Vor kurzem bauten

die Sintics eine neue Küche

ein, da stand die Diagnose schon

fest. „Mein Mann kocht so gerne

für uns“, sagt Petra Sintic.

Zwar seien lange Reisen nicht

mehr möglich, dafür sei der Gesundheitszustand

zu instabil.

Doch neben ihrem Wohnhaus in

Rangsdorf (Teltow-Fläming) gibt

es einen kleinen See. Das Paar hat

eine Whatsapp-Gruppe auf dem

Handy. 50 Freunde. Sie trösten,

helfen und fahren den Mann zum

Arzt. „Das Team“, nennt das Paar

die Gruppe. Man merkt, wie sie

sich darüber freuen.

Aber es gibt auch Frust: Die

Charité hat betroffene Polizisten

untersucht und einen Zusammenhang

zwischen den Schießständen

und den Erkrankungen

nicht sehen können. Sie schloss

ihn aber auch nicht aus. Der

Schießstand-Skandal bestimmte

bundesweit die Schlagzeilen. Die

damalige Polizeipräsidentin Margarete

Koppers geriet unter

Druck. Sintic sagt, der Arbeitsschutz

sei völlig missachtet und

Beschwerden ignoriert worden.

Petra Sintic: „Diese Schlamperei

hat Menschenleben gekostet.“

Die Familie Sintic bekam eine

Entschädigung. „Doch was ist

denn ein Menschenleben wert?“,

fragt die Ehefrau wütend. Das

Paar ist hörbar genervt von der

Bürokratie, den Briefwechseln

mit den Krankenversicherungen

und den Behörden. Für den Umbau

des Badezimmers gab es keine

Unterstützung. Werner Sintic

ist offiziell krankgeschrieben und

somit noch im Dienst. Seine Erkrankung

sollte als Dienstunfall

anerkannt werden, fordert er.

Dann bekäme seine Familie nach

seinem Tod mehr Geld und wäre

abgesichert. Wie hält man so eine

Situation aus? Petra Sintic muss

nicht lange überlegen, um die

Frage zu beantworten: „Als wir

geheiratet haben, hieß es: In guten

wie in schlechten Zeiten.“


BERLIN

HerbertKöfer

Zum 99. schenkt er

sich ein neues Buch

SEITE 15

BERLINER KURIER, Montag, 27.Januar 2020

DER

ROTE

TEPPICH

Ehre, wemEhregebührt!

Gabriele

und Ekkehard

Koch wurden

als Theater-

Pioniere

ausgezeichnet.

Foto: dpa

Dasist

Meng Yuan: An

seiner süßen

kurzen Schnauze ist

der Panda-Junge

zu erkennen.

Märchen stehen im

Mittelpunkt des

kleinsten Theaters im Land

Brandenburg. Das ehemalige

Feuerwehr-Gerätehaus

von 1900 im Bernauer Ortsteil

Börnicke (Barnim) fasst

eine kleine Bühne und 35

Zuschauerplätze. Gabriele

und Ekkehard Koch haben

ihr Theaterprojekt, das sie

„Geschichtenreich“ nennen,

im Jahr 2016 eröffnet.

Für ihre Verdienste als

„kreative Kultur-Pioniere“

haben die Theaterdesignerin

und der Restaurator

jetzt die Bundesverdienstmedaille

erhalten –und das

aus gutem Grund. Schon zu

Wendezeiten waren sie von

Berlin nach Börnicke gezogen,

wo sie zunächst mit

Gleichgesinnten den Verein

„Kulturgut“ gründeten. Als

das alte Feuerwehr-Gerätehaus

samt Nebengebäuden

ab der Jahrtausendwende

leer stand und die freiwillige

Feuerwehr aufgelöst

war, bemühten sie sich um

den Erhalt des Ensembles.

2013 schloss das Ehepaar

Koch mit der Stadt Bernau

einen Erbbaupachtvertrag.

Dreieinhalb Jahre später

öffnete sich der Vorhang ihres

Feuerwehr-Haustheaters

erstmals. Heute arbeiten

auch die erwachsenen

Kinder der Kochs, Tochter

Teresa und Sohn Clemens,

ein studierter Jazzmusiker,

voller Begeisterung mit.

Fragen?

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Redaktion: Tel. 030/63 33 11 456

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Fotos: ZooBerlin, dpa

Sprechen Sie

Panda?

Diese Woche halten die Gebrüder Meng

erstmals Hof -gut,wenn man da mitreden kann…

Berlin – Noch drei Tage, dann

ist es so weit: Ab Donnerstag

dürfen wir endlich die Panda-

Zwillinge erstmals leibhaftig

im Zoo bestaunen. Dafür sollten

die Berliner ein wenig

Panda-Sprache beherrschen.

Denn in China gehört es zum

guten Ton, den Bären höflich

gegenüberzutreten.

Wer die junge Panda-Familie

korrekt ansprechen möchte,

sollte

Werist wer? Zum

Üben: Meng Yuan (li.)

und Meng Xiang.

üben. Der Name von Mama

Meng Meng wird Möng Möng

ausgesprochen. Die Namen der

Jungen, Meng Yuan und Meng

Xiang, werden guMöng Juan

und Möng Tschiang betont.

Tierpfleger sagen einfach Pit

und Paule zu den Brüdern, das

spricht sich einfacher aus.

Auch die Bedeutung von Namen

ist in China wichtig. Meng

Meng heißt Träumchen, Meng

Yuang bedeutet erfüllter

Traum und Meng Xiang

ersehnter Traum.

Das trifft es ziemlich

genau, denn der Ber-

Zoo hoffte mit

früheren Panda-Paa-

liner

ren immer nur vergeblich

auf Nachwuchs.

Wer noch

Panda-Papa Jiao

Qing (gesprochen

Dschiao

Tsching)

begrüßen möchte,

der sich naturgemäß

nicht um die

Wie süß die Gebrüder

Meng sind, können die

Besucher bald sehen.

Aufzucht

der Jungen

kümmert

und

lieber kiloweise

Bambus kaut,

schaut ins Gehege nebenan.

Sein Name bedeutet

Schätzchen.

Kann man die Zwillingsbrüder

überhaupt auseinanderhalten?

Ja, sagen ihre Pfleger.

Meng Xiang habe die lange

Schnauze und den treuen Blick

von seinem Vater. Wie der Papa

habe er die Ruhe weg und sei

immer für ein Schläfchen zu

haben. Meng Yuan komme mit

seiner kurzen Schnauze ganz

nach seiner temperamentvolleren

Mama. Auch er sei ein quirliger

Charakter, dem kein Hindernis

zu hoch sei.

Wer höflich ist, spricht zwar

nicht über Geld. Doch in diesem

Fall kann man eine Ausnahme

machen. Die Panda-Anlage

kostete etwa zehn Millionen

Euro. Für

die Eltern der

Bärenzwillinge verlangt China

jährlich fast eine Million Euro

als Leihgebühr, die in den Artenschutz

der Tiere fließt. Und

auch der Bambus, den Meng

Meng und Jiao Qing derzeit

vertilgen, kostet –etwa 200000

Euro pro Jahr.

Der Panda-Nachwuchs könnte

auch Geld bringen. Denn

knuddelige Zoo-Tiere sind eine

wahre Goldgrube. Das zeigte

Eisbär Knut ab Ende 2006. Elf

Millionen Menschen kamen

zum „Knutgucken“, Fan-Artikel

brachten Einnahmen über

den Eintritt hinaus. Allein 2007

bescherte Knut dem Zoo einen

Fünf-Millionen-Euro-Gewinn.

U. von Leszcynsky/G. Gross


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Schwindelbeschwerden?

Ein natürliches Arzneimittel

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Gefäßpolster, die zusammen mit den

Schließmuskeln denDarmausgang abdichten.

Vergrößern sich die Hämorrhoiden

dauerhaft, weil sich Blut in

ihnen staut, sprechen

Mediziner vom Hämorrhoidalleiden–im

Volksmund

oft nur „Hämorrhoiden“

genannt. Eine

Ursache hierfür kann

zum Beispiel regelmäßiges

zu starkes Pressen beim

Stuhlgang sein. Sind die

Hämorrhoiden vergrößert, reibt der

Stuhl daran. Dies führt zuEntzündungen.

In der Folge treten

unangenehme Symptome wie

Brennen, Juckreiz, Nässen

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Nebenwirkungenlesen Sie die Packungsbeilage undfragen SieIhren Arzt oder Apotheker.•PharmaSGPGmbH, 82166Gräfelfing •Die Einnahmevon Arzneimitteln über längere Zeit oder in Kombination sollte nach ärztlichem Raterfolgen.


8 BERLIN BERLINER KURIER, Montag, 27.Januar 2020

NACHRICHTEN

SPD will mehr Öffis

Dasneue Info-Mobil

steht direkt an der

East Side Gallery.

Foto: dpa

Berlin –Die SPD im Abgeordnetenhaus

will mehr

Tempo beim ÖPNV-Ausbau:

„Wir brauchen dringend

neue U- und S-Bahnlinien“,

sagt der verkehrspolitische

Sprecher, Tino

Schopf. „Da müssen wir in

die Puschen kommen.“

Koks-Taxi erwischt

Friedrichshain –Zivilfahnder

haben den Fahrer

(25) ein sogenanntes Koks-

Taxis auf frischer Tat ertappt.

In dem Auto des Festgenommenen

befanden

sich 34 Portionen Kokain,

rund 1500 Euro Bargeld

und zwei Handys. Erst am

Donnerstag war ein Kokain-Lieferdienst

aufgeflogen

(KURIER berichtete).

Auto überschlägt sich

Pankow –Zwei Frauen

und drei Männer wurden

bei einem Autounfall verletzt.

Der Fahrer (28) und

seine vier Begleiter waren

auf der Ossietzkystraße unterwegs,

als der Wagen von

der Fahrbahn abkam, einen

Poller rammte und sich

mehrfach überschlug.

Bomben gesprengt

Grünheide –Auf dem Gelände

für die geplante Fabrik

des US-Autobauers

Tesla sind gestern sieben

Weltkriegsbomben gesprengt

worden. Alles sei

ohne Probleme verlaufen,

so ein Polizeisprecher. Die

Sperrung der A10 zwischen

Freienbrink und Erkner habe

nicht zu nennenswerten

Behinderungen geführt.

ARCHE NOAH

Klaus ... ist ein agiler Bracke-Mischling,

der einen

ebenso sportlichen Zweibeiner

sucht. Sein Halter

sollte in der Lage sein, seine

eigene Souveränität auf

den oft noch sehr nervösen

Rüden zu übertragen.

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Die Tiervermittlung ist geöffnet:

Mittwoch–Sonntag 13–16 Uhr

Foto: Tierheim Berlin

Schlauer

an der

Mauer

Ein neues Info-Mobil

kennt alle Antworten

zur East Side Gallery

Von

STEFANIE HILDEBRANDT

Berlin – Wo ist er denn nun,

der Bruderkuss? Und welche

Seite ist eigentlich die

Ostseite der Mauer – und

warum ist sie so bunt? Ein

neues Info-Mobil an der

East Side Gallery bietet Interessierten

und Touristen

seit kurzem Auskunft zu

dem 1,3 Kilometer langen

Teilstück der Berliner

Mauer. Der KURIER wollte

wissen, was die spannendesten

Fragen der neugierigen

Mauerbesucher sind.

Bis jetzt gab es zwar schon

Führungen an der East Side

Gallery, aber nie eine feste

Anlaufstelle. Das brachte

die

Stiftung Berliner Mauer

auf

die Idee mit dem neuen Infodie

Mobil. Die Angebote,

der Wagen bietet, sollen

die etwa vier Millionen

Menschen, die jedes

Jahr die East Side

Gallery entlanglaufen,

zur Geschichte des berühmten

Mauerstücks

informieren.

Die Stiftung ist seit

2018 für die East Side

Gallery und damit für die

Bildungsarbeit rund um

den historischen Ort zustän-

dig. „Der Ort mit den Kunst-

werken und seiner Geschich-

auf, die bisher nicht per-

Anastasia Koehler und

te wirft ganz viele Fragen

manent beantwortet wer-

Anna Korneeva haben in

den konnten“, sagt die

ihrem Infomobil Flyer für

Sprecherin der Stiftung.

Berliner und Touris parat.

„Es war uns wichtig, eine

Fotos: Gerd Engelsmann

kurzfristige Lösung zu finden.“

Auf den Freiflächen hinter der

Mauer dürfe nicht gebaut werden,

ein Mobil habe sich deshalb

angeboten.

Und so warten an diesem kalten

Januar-Wochenende Anastasia

Koehler (25) und Anna

Korneeva (25) in dem

grauen Wagen mit

den großen Glasscheiben

auf die Fragen der Passanten.

Die meisten Touristen

wollen sich mithilfe

der studentischen Mitarbeiterinnen

darüber

klar werden, wo

denn nun Osten und wo Westen

war, so genau ist das heute

nämlich nicht mehr zu beurteilen.

Dann erklären Korneeva und

Koehler, dass die Gallery-

Mauer einst nach Osten zeigte


Michele aus Venedig und

Claudia aus Rommachen

ein Selfie am Breschnew-

Honecker-Bruderkuss.

BERLIN 9

Fahrradstaffel der Polizei

wird 2020 fast verdoppelt

Bis 2023 sollen 100 Beamte in die Pedale treten

Berlin –Sie ist auch bei Wind

und Wetter auf zwei Rädern

unterwegs, um zumindest für

etwas Ordnung zu sorgen. Nun

ist absehbar, in welchen Schritten

die Fahrradstaffel der Berliner

Polizei größer wird.

„In diesem Jahr wird die Zahl

der Stellen bei uns von 23 auf 40

steigen“, so Michael Furkert,

Leiter der Polizeieinheit, die es

seit 2014 gibt. Die Posten sollen

Mitte des Jahres besetzt sein.

Wer zur Fahrradstaffel wechseln

will, kann sich intern bewerben,

so der 54-Jährige.

An Bewerbern mangelt es

nicht. Deshalb werde sich auch

das Ziel, die Fahrradstaffel im

kommenden Jahr auf 50 Polizisten

zu vergrößern, sicherlich

erreichen lassen, sagte er.

Die Stellenzahl soll auf hundert

steigen –das ist das Ziel,

das Innensenator Andreas Geisel

(SPD) anpeilt. Im Berliner

Doppelhaushalt 2022/23 soll es

erreicht werden. Das Einsatzgebiet

wächst mit. Seit ihrer

Gründung 2014 ist die Fahrradstaffel

im östlichen Stadtzentrum

unterwegs, seit 2019 auch

in Friedrichshain-Kreuzberg.

Das gesamte Gebiet innerhalb

des S-Bahn-Rings soll einmal

das Einsatzgebiet sein, kündigt

Furkert an. „Dies wird in Gänze

und permanent aber erst bei

100 Mitarbeitenden bei der

Fahrradstaffel möglich sein.“

Kamikaze-Radler auf dem

Gehweg, Kraftfahrer, die beim

Abbiegen nicht aufpassen –das

sind Menschen, denen die Rad

fahrenden Polizisten allzuoft

begegnen. Immer wieder fallen

Berliner mit gefährlichen Eigenbauten

auf –zum Beispiel

Tretrollern, die 45 Kilometer in

der Stunde schaffen. PN

Seit 2014 im östlichen

Stadtzentrum unterwegs:

die Fahrradstaffel der

Polizei wird größer.

Marion und Lutz fragen

sich: Konnte man zu

Mauer-Zeiten über die

Oberbaumbrückegehen?

DasTouri-Trio Milutin,

Zarija und Alexander

erkundigt sich nach

dem Mauermuseum.

Foto: Gerd Engelsmann

und eine Art Vormauer war.

Die eigentliche Grenze verlief

nämlich am anderen Ufer der

Spree, auf der Kreuzberger Seite.

„Viele wollen sich auch noch

genauer mit der Mauer und ihrer

Geschichte befassen“, sagt

Anastasia Koehler. Die Informantinnen

schicken die Touristen

dann zur Bernauer Straße

ins Mauermuseum der Stiftung.

Und auch den drei jungen

Männern aus Montenegro können

sie helfen. Die wollen wissen,

wo in Berlin Wandmalereien

des berühmten Briten Banksy

zu sehen sind. Hier an der

East Side Gallery leider nicht.

„Die ersten Tage zeigen, es

gibt einen großen Bedarf an Information“,

sagt Koehler, die

vier Sprachen spricht. Schließlich

ist auch die Entstehungsgeschichte

des denkmalgeschützten

Mauerstücks nicht allen bekannt.

Nach dem Fall der Mauer

vergingen nur wenige Tage,

bis Künstler begannen, in der

ganzen Stadt die einst weiße

Ostseite der Berliner Mauer zu

bemalen. DDR-Grenzsoldaten

überpinselten die Bilder etwa

am Potsdamer Platz sofort wieder.

Die Berliner Künstler David

Monty und Heike Stephan

präsentierten schließlich die

Idee, aus der Mauer die „größte

Galerie der Welt“ zu machen.

Man einigte sich auf das Stück

an der Mühlenstraße, die „East

Side Gallery“ war gegründet.

DasInfo-Mobil auf der Spreeseite in

der Nähe der Oberbaumbrückeist von

Montag bis Freitag von 11bis 16 Uhr,

am Wochenende bis 17 Uhr geöffnet.

240Europro Jahr

Anwohnerparken wird teurer

Berlin – Noch kostet ein Bewohnerparkausweis

in Berlin

20,40 Euro für zwei Jahre.

Aber das soll sich bald ändern.

Ein Unterausschuss des Bundesrats

hat beschlossen, den

Gebührenrahmen für Parkvignetten

stark auszudehnen. Sind

bisher 10,20 bis 30,70 Euro pro

Jahr möglich, so sollen es künftig

zehn bis 240 Euro sein. 240

Euro pro Jahr: Das ist auch die

Marke, die Verkehrsstaatssekretär

Ingmar Streese (Grüne)

anpeilt –inmehreren Schritten.

„Schwachsinn und Teil der

Hetze gegen Autonutzer“, so

ein Lichtenberger Autofahrer

bei Facebook. „Die Anwohner

bekommen ja keinen Parkplatz,

sondern maximal die Möglichkeit,

ihr Auto abzustellen, wenn

ein Platz frei ist.“

Dagegen halten es die Sozialdemokraten

für angemessen,

den Preis der Vignette zu erhöhen,

sagt der SPD-Verkehrspolitiker

Tino Schopf. Er könne

sich vorstellen, dass der Tarif je

nach Schadstoffklasse des

Fahrzeugs und Einkommen des

Halters differenziert wird,

wenn es rechtlich möglich ist.

„20 Euro pro Monat, um

zwölf Quadratmeter öffentlichen

Raums mit seinem privaten

Pkw zu blockieren, sind

noch immer spottbillig“, so Nikolas

Linck vom Allgemeinen

Deutschen Fahrrad-Club. PN


10 BERLIN

*

BERLINER KURIER, Montag, 27.Januar 2020

Polizei fährtFußgänger an

Foto: Pudwell

DasEinsatzfahrzeug

der Polizei kurznach

dem Crash in Neukölln.

Berlin – In der Nacht zu Sonntag

wurde ein Fußgänger bei einem

Verkehrsunfall mit einem Polizeiwagen

in Neukölln leicht verletzt.

Umkurz nach 22 Uhr befuhr

das Einsatzfahrzeug mit

Blaulicht und Martinshorn die

Hermannstraße. Während der

Einsatzfahrt fuhren die Polizeikräfte

auf der Gegenfahrbahn.

Als ein 19-Jähriger zeitgleich die

Hermannstraße überquerte,

wurde er von dem Streifewagen

erfasst.

Alarmierte Rettungskräfte der

Berliner Feuerwehr brachten

den jungen Mann anschließend

mit einer Beinverletzung zur ambulanten

Behandlung in ein

Krankenhaus.

ErschosseneMaria

Es brodelt

im Kiez

Spontandemo und Hassparolen

gegen Polizei in Friedrichshain

VonP.DEBIONNE

und E. RICHARD

Berlin – Maria B. wurde bei

einem Polizeieinsatz erschossen,

als sie die Beamten

mit einem Messer bedrohte.

Jetzt ermittelt eine Mordkommission

den genauen

Hergang des Geschehens und

versucht zu klären, ob der

tödliche Schuss hätte verhindert

werden können. Für die

Berliner Autonomen hingegen

steht bereits fest, dass

die Polizei völlig ungerechtfertigt

geschossen hat.

„Rest in peace Maria“, steht in

dicken schwarzen Lettern an

der Wand des Hauses in Friedrichshain,

in dem Maria B. lebte.

Direkt darunter: „Polizei =

Mörder“. Und auf einem vor

der Haustür abgelegten Zettel

ist zu lesen: „Polizeigewalt

nicht konsequenzenlos hinnehmen!“

Zudem marschierten am

Die Wand des

Wohnhauses

vonMaria B.

wurde jetzt

mit Parolen

besprüht.

Foto: Richard

Sonnabend bei einer

Spontandemonstration

etwa 150 Autonome vom

Frankfurter Tor in die

Grünberger Straße.

Nach einer Rangelei mit

den alarmierten Einsatzkräften

wurden drei

Personen vorübergehend

festgenommen.

Weshalb die autonome

Szene sich mit der erschossenen

Maria B. solidarisiert, ist

unklar. Zwar hatte die 33-Jährige

mindestens eine Antifa-

Flagge in ihrer Wohnung zu

hängen, war aber nach Aussagen

von Bekannten und Freunden

politisch nicht aktiv.

Dennoch wurde auf der linken

Szene-Internetseite Indymedia

ein Beitrag veröffentlicht,

in dem die Polizeikräfte

als „Sturmkommando“ und der

tödliche Schuss als „Exekution“

bezeichnet werden.

Zudem wird dort eine Anwohnerin

zitiert, die sich darüber

beschwert, dass die Polizisten

in Friedrichshain ohnehin

„machen, was sie wollen“

und „nie dafür bestraft“ würden.

Zudem geben die Autonomen

dem Mitbewohner von Maria B.

eine Mitschuld an den Ereignissen,

weil dieser die Polizei alarmiert

hatte, nachdem er von B.

bedroht wurde. So seien die

Oben: Maria B. wurde von

der Polizei erschossen.

Links: Ein Zettel mit der

Forderung nach Rache.

psychischen Probleme von Maria

B. bei Nachbarn bekannt gewesen.

Sie sei aber „nie als Gefahr

wahrgenommen“ worden,

mögliche Probleme seien „immer

untereinander im Haus

lösbar“ gewesen. Deshalb sei

klar: „Die Polizei zu rufen, war

ein Fehler.“

Herabstürzendes Eis: Areal um Fernsehturm gesperrt

Berlin – Zwar hat sich der

Winter in Berlin bislang

eher zurückgehalten,

Schnee und Eis gab es dieses

Jahr bislang noch nicht.

Doch in der Nacht zu Sonntag

wurde Passanten am

Fernsehturm dann doch ins

Gedächtnis gerufen, was

Winter alles bedeuten kann.

Nachdem sich in den Abendstunden

bei Temperaturen um

den Gefrierpunkt an der Kugel

des weltberühmten Fernsehturms

eine Eisschicht gebildet

hatte, sollen sich laut Augenzeugen

gegen 20.30 Uhr plötzlich

mehrere Eisstücke gelöst

haben und rund 200 Meter

herabgestürzt sein. Wie durch

ein Wunder wurde dabei niemand

verletzt.

Alarmierte Einsatzkräfte der

Polizei sperrten das Areal rund

um den Fernsehturm daraufhin

in einem Radius von rund

50 Metern ab, auch die Straßenbahn-Haltestelle

Gontardstraße

der Linien M4, M5 und

M6 war von der Sperrung betroffen.

Eine vergleichbare Situation

hatte es am Alex zuletzt

im Jahr 2012 gegeben.

Gestern Abend wurde der

Sperrkreis sogar auf rund 100

Meter ausgeweitet. Auch der

Besuch des Turms war dann

nicht mehr möglich. PDE

Foto: Pudwell

Der Bereich

rund um den

Fernsehturm

wurde

in der Nacht

zu Sonntag

großräumig

abgesperrt.


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12 BERLIN BERLINER KURIER, Montag, 27.Januar 2020

Kims Hostel Ein Bettenbunker

Mitte hat die Nutzung des Hauses der nordkoreanischen Botschaft untersagt.Ein Gericht soll entscheiden

Von

NORBERT KOCH-KLAUCKE

Berlin – Der Dauerstreit um

das City Hostel auf dem Areal

der nordkoreanischen Botschaft

geht vor Gericht. Der

Betreiber verklagte den Bezirk

Mitte, weil dieser die Gebäude-Nutzung

an der Glinkastraße

als Billig-Herberge

für Touris verboten hatte.

Morgen wird vor dem Verwaltungsgericht

gestritten.

Dabei geht es auch um die

Atomraketen des Nordkorea-Diktators

Kim Jong-un.

Denn Grund des Streites sind

UN-Sanktionen, die seit 2016

weltweit untersagen, von

Nordkorea Immobilien zu

pachten oder zu mieten. Das

Land steht unter Verdacht, sich

aus solchen Geschäften Devisen

für das Atomraketenprogramm

des Diktators Kim

Jong-un zu beschaffen. Die

Sanktionen, zu denen es eine

entsprechende EU-Verordnung

gibt, gelten auch für das

Teilgebäude der Botschaft in

Berlin, das seit 2007 von einer

GmbH als Hostel betrieben

wird. Die 435 Zimmer in dem

Plattenbau, die ab 14,33 Euro

pro Nacht angeboten werden,

erfreuen sich offenbar bei Touris

großer Beliebtheit. Angeblich

soll die Botschaft eine jährliche

Pacht von 380000 Euro

für das Gebäude kassieren.

Das Bezirksamt Mitte will

dieses Geschäft unterbinden.

Mit Berufung auf die EU-Verordnung

von 2017 „über restriktive

Maßnahmen gegen die Demokratische

Volksrepublik Korea“

hat es den Hostel-Betreibern

die Nutzung des Botschaftsgebäudes

untersagt. Das

Bezirksamt erließ 2018 eine

entsprechende Ordnungsverfügung

wegen des Verstoßes gegen

die UN-Sanktionen.

Das Betreiber-Unternehmen

klagte gegen den Bezirk. „Die

Klägerin meint, sie habe seit

April 2017 keine Mietzahlungen

mehr an die Botschaft geleistet“,

sagt ein Sprecher des

Verwaltungsgerichtes. Demnach

habe der Anwalt des Hostels-Betreibers

erklärt, dass die

EU-Verordnung nicht die „bloße

Nutzung der Immobilie umfassen“

würde. Außerdem sei

der Bezirk in dieser Angelegenheit

auch nicht zuständig.

Dies sei die Bundesrepublik

Deutschland. Die Bundesregierung

versucht ebenfalls die

Schließung des Hostels zu erzwingen

–etwa mit einem Bußgeldbescheid

gegen die Betreiber

wegen Verstoßes gegen die

Sanktionen. 2017 wies ein Gericht

jedoch die Forderungen

zurück. Damals erklärte der Betreiber,

die Pacht nicht mehr an

die Botschaft, sondern auf ein

Sperrkonto zu zahlen.

Nun soll auf Druck des Auswärtigen

Amtes die nordkoreanische

Botschaft dem Hostel-

Betreiber den Pachtvertrag gekündigt

haben. Die Räumungsklage

soll beim Landgericht

eingereicht worden sein.

Eines der 435 Zimmer in dem umstrittenen City Hostel, das vorallem bei

jugendlichen Berlin-Touristen sehr beliebt sein soll.

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BERLIN 13

klagt gegen Berlin

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Gelände der Botschaft

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MEINUNG

WIE ICH

ES SEHE

Von

Thomas Hansen,

Reinickendorf

Ein Ding aus

dem Tollhaus

Leser-

Früher, zu meiner ehemaligen

Dienstzeit

beim Senat ,kursierte der

Satz: „Hast du heut noch

nicht gelogen, fülle aus

den Gleitzeitbogen.“ Und

das passierte wohl leider

auch manchmal. In der

Position jedoch, in der

sich Karsten Giffey, der

Ehemann unser Bundesfamilienministerin,

befand,

sind solche Tricksereien

schlicht ein Unding. Vorbildfunktion

gleich null.

Wie kann man als Doppelverdiener

ohne jegliche Gewissensbisse

solche „Betrügerei“

absolvieren? Dazu

kommentarlos die Ministerin

–das ist schon ein Ding

aus dem Tollhaus. Erst die

Doktorarbeit der Ministerin,

an der es etliche Zweifel

gab und jetzt der Betrug

des Gatten am Steuerzahler.

Dem Gericht bleibt als

Urteil gar nichts anderes

übrig, als die Entfernung

aus den Dienst unter

Einbehaltung der Bezüge

auszusprechen. Statt der

entgangenen Pension gibt

es später nur eine kleine

Rente als Strafe.

Wollen auch Sie hier Ihre

Meinung veröffentlichen?

Schreiben Sie an:

leser-bk@berlinerverlag.com

ÄRGER DES TAGES

Nicht nur die Putzkräfte

verantwortlich machen

Es wurde in letzter Zeit viel

über den Dreck in den

Schulen geschrieben. Auch

zu meiner Schulzeit gab es

immer wieder Probleme.

Da mussten auch mal die

Schüler ihre Klassenräume

fegen. Wo ist das Problem

heute? Man kann nicht nur

die Putzkräfte verantwortlich

machen. Auch die Kinder

sind Verursacher.

Gabriele Winkler

So erreichen

Sie die

Redaktion:

Forum-Redaktion

Alte Jakobstraße 105

10969 Berlin

Tel. 030/63 33 11 456 (Mo.-Fr. 13–14 Uhr)

Fax: 030/63 33 11 499

E-Mail: leser-bk@berlinerverlag.com

Die Leser-Seite

in Ihrem KURIER

CARTOON DESTAGES vonMario Lars

WeitereCartoons unter www.berliner-kurier.de/cartoons

„Zu lange hat man

Sarrazin geduldet“

„Auch zwei Tage im Krankenhaus“

Zu: „Sorge um Cathy Hummels,

sie liegt im Krankenhaus“, vom

24. Januar

Oh sorry, habe letzte Woche

richtig flachgelegen. Verzeiht

mir, ich habe es doch glatt vergessen,

es mit Bild zu veröffentlichen.

Aber macht euch keine

Sorgen, mir geht’s wieder gut.

Yvonne Weißbach

Ich verstehe Menschen nicht,

Über die SPD und Thilo Sarrazin berichtete

der KURIER am 24.Januar.

Zu: „Sarrazin: Die SPD schafft

ihn ab“, vom 24. Januar

Es wurde langsam Zeit, dass

man den Ausschluss von Herrn

Sarrazin aus der SPD endlich

wieder befördert! Zu lange hat

man diesen ehemaligen Berliner

Finanzsenator mit seinen

rassistischen und überhaupt

nicht wissenschaftlichen Thesen

schon geduldet. Leider gibt

es immer noch Leute, die seine

Thesen gut finden und auch

seine Bücher kaufen!

Thomas Henschke,

Reinickendorf

Entmündigung des Bürgers

Zu: „Verbot für Verbrennungsmotoren:

Berlin ohne Benzin!“,

vom 22. Januar

Wie schaut es denn mit den

Grundlagen für die Umsetzung

die nichtssagenden Personen

folgen und die denen damit

auch noch ermöglichen, einen

Haufen Geld zu verdienen.

Bärbel Kuniger

dieser E-Mobilität aus? Wird

die Produktion der herkömmlichen

Pkw und Lkw eingestellt?

Statt normal an die Erfordernisse

des Klimaschutzes heranzugehen

und sich für die

Schaffung der Grundlagen

konzeptionell vorzubereiten,

wird ausschließlich an der

Entmündigung des Bürgers

gearbeitet.

Martina Meier, per Mail

Eine Schnapsidee

Alle Autos aus dem Stadtinnenbereich

zu entfernen, ist eine

Schnapsidee. Seitdem die Verkehrssenatorin

im Amt ist,

schafft sie Unruhe und Hass

Dieses „Folgen“ gibt es schon

seit der Einführung der sogenannten

Werbung und war früher

ein anderes Geschäft. Das

heute, wie es jetzt ist, nennt

man Transparenz. Es wurde gewollt

so eingeführt, da Menschen

mehr hinter manchen

Personen erfahren wollten.

Nennt man auch Interesse oder

Neugier. Kennen Sie bestimmt

auch, dieses menschliche Verlangen.

Sebastian Gäbler

Na, wenn es noch reicht, um Fotos

für Instagram zu machen.

Gabriele Ulrich

Hat sie eine Influenza, dann

BERLINER KURIER, Montag, 27.Januar 2020

KURIER

kämpft!

Ärger,Probleme, Fragen? Das

„Kämpft-Team“ und die Profis

kümmern sich um Ihre Sorgen.

Schreiben Sie uns (ambesten mit

Unterlagen), Absender und

Telefonnummer nicht vergessen.

der Verkehrsteilnehmer untereinander.

Sie besitzt weder

Menschenkenntnis, oder Taktgefühl

noch irgendwelche pädagogischen

Fähigkeiten in der

Führung von Menschen.

Bernd Schütze, per Mail

BVGüberfordert

Die Vorhaben sind jenseits jeglicher

Realität. Man scheint

vergessen zu haben, dass die

BVG es schon jetzt nicht

schafft, alle Menschen zu befördern.

Auch dass die Autoindustrie

mit all ihren Zulieferern

ein wichtiges Standbein unseres

Wohlstandes ist.

Detlev Herrlich,

Alt-Hohenschönhausen

Und nichts passiert

Zu: „Schrott-Fahrräder pflastern

unsere Straßen“,

vom 22. Januar

Schrott-Fahrräder pflastern

unsere Straßen schon sehr lange.

Das ist allbezirklich. Es können

Wochen, Monate oder sogar

Jahre vergehen, ehe was

passiert –wie an vielen Schrotträdern

zu erkennen ist! Wenn

der Bezirk Reinickendorf nunmehr

beispielgebend wird, wäre

das nur zu begrüßen!

Ralf Rohrlach,

Friedrichshain

Keine Garantie

Zu: „Radfahrerin von BVG-Bus

überrollt“, vom 20. Januar

Das Jahr hat noch nicht einmal

den ersten Monat zu Ende gebracht

und schon gab es den

zweiten tödlichen Fahrradunfall.

Ob Recht oder Unrecht, ein

Mensch hat keine Knautschzone

und das Vorfahrtsrecht ist

keine Garantie dafür, unbeschadet

ans Ziel zu kommen.

Tom Mikow, Wartenberg

So diskutieren die Leser auf:

www.berliner-kurier.de

helfen viele Vitamine! Gute

Besserung!

Eric Bräuer

Meine Ex-Kollegin lag auch

zwei Tage im Krankenhaus mit

Noro. Daniela Häuser


LEUTE

NEUE CDS

Roboter und Liebe

Pet Shop Boys, CD: Hotspot

(Rough Trade). Sie

können es immer noch. Den

einen Song

schreiben,

der einen

mit auf eine

Reise

nimmt.

„Burning

the heather“ heißt er auf

„Hotspot“. In Berlin gefühlt,

geschrieben und produziert.

Neil Tennant singt,

wie er immer singt. Wie ein

melancholischer Androide,

der sich selbst bewusst wedend

von Liebe träumt. Und

damit Wärme in eine Hymne

zaubert, in der selbst Bläser

noch mal durch einen

Computer gejagt werden.

Und die übrigen Songs?

Sind wie ein Bett, in das sich

die glücklich machende

Hymne kuschelt.

Gewalt und Gefühl

Balbina, CD: Punkt.

(BMG). Den einen Song gibt

es auch hier. „Sonne“ von

Rammstein.

Stampfrock,

den

Balbina zu

einer Pop-

Minioper

transformiert. Eine, die mit

Punk-Attitüde Pop macht,

R&B, Funk. Das, was alle

machen, aber anders. Zuerst

war das Wort, dann die

Kraft, dann der Rhythmus.

Aus Gewalt wird Gefühl.

Selbst Grönemeyer („Machen“)

treibt sie in rhythmische

Coolness. STH

Foto: Getty Images/Hovsepian

Die US-Sängerin Billie Eilish

(18) hätte allen Grund, glücklich

zu sein. Sie singt den Titel-

Song des neuen James-Bond-

Films und die Fans liegen ihr

zu Füßen. Doch das vergangene

Jahr war hart, in einem Berliner

Hotel dachte sie sogar an

Selbstmord. Konkret sagt Billie

jetzt in einem CBS-Interview:

Fitwie immer: Jetzt hatte er auch noch Zeit,

seine schönsten Storys aufzuschreiben

„Ich denke an dieses eine Mal,

als ich in Berlin war. Ich war allein

in meinem Hotelzimmer

und ich erinnere mich, dass es

genau ein Fenster dort gab.

Ach Gott, ich erinnere mich,

geweint zu haben, weil ich darüber

nachdachte, wie ich sterben

würde. Ich wollte es tun.“

Diese Situation dürfte sich zu

SEITE15

BERLINER KURIER, Montag, 27.Januar 2020

Billie Eilish: Suizid-Gedanken in Berliner Hotel

Herbert

Köfer

Zum 99.

schenkt er

sich ein Buch

einem ihrer beiden Berlin-Auftritte

2019 zugetragen haben.

Sie litt damals offenbar darunter,

dass sich viele Freunde

wegen ihres Ruhms von ihr abwandten.

Heute will Billie allen

Fans deutlich machen, wie

kostbar das Leben ist: „Bitte,

pass auf dich auf und sei gut

und nett zu dir selbst.“ MOW

Herbert

Köfer mit

fast 99

immer auf

Achse: Ob

„Pension

Schöller“-

Wirtoder

nun als

Autor.

NEUE DVDS

Haudrauf Stallone

Auch mit 73 gibt Sylvester

Stallone den Haudrauf. In

„Rambo: Last Blood“

(Universum, DVD –14,99

Euro, DVD –16,99 Euro)

metzelt sich der Kriegsveteran

zum fünften und wohl

letzten Mal durch allerhand

Finsterlinge. Die diesmal

Mexikaner

sind, die zu

Drogenkartellen

gehören.

Rambo,

der sich auf

einer Farm

zur Ruhe gesetzt

hat, muss noch mal

ran, als die Enkelin seiner

Haushälterin verschleppt

wird. Leider scheint auch

der Drehbuchautor gekidnappt

worden zu sein. Logik,

Raffinesse? Fehlanzeige!

Nur Blut, Gewalt und

stumpfe Metzeleien. STH

Von

NORBERT KOCH-KLAUCKE

Schon im Fernsehen hat er

uns mit seiner Paraderolle

als TV-Opa Paul gezeigt:

„Rentner haben niemals

Zeit“. Dass trifft auch im

wahren Leben von Herbert

Köfer zu, der in drei Wochen

99 wird. Fit wie eh und je

tourt der Star durchs Land,

steht erfolgreich auf der Bühne.

Trotz des Pensums hat er

sich noch Zeit genommen, um

ein Buch zu schreiben.

Denn Köfer kommt eigentlich

nie zur Ruhe. Vor kurzem stand

er erst in Beelitz in der „Pension

Schöller“ auf der Bühne, derzeit

ist er mit der Biografie seiner

verstorbenen Kollegin Ursula

Karusseit auf Lesetour,

dann geht es mit seiner Show

„Das blaue Fenster“ weiter.

Und nun kommt noch seine

eigene Lesetour dazu. Statt sich

eine Pause nach den Auftritten

zu gönnen, schrieb Köfer an sei-

nem neuen, nunmehr dritten

Buch. „99 und kein bisschen leise“

(Eulenspiegelverlag, 14,99

Euro) erscheint heute. Quasi

ein Vorabpräsent an die Fans,

denn Köfer feiert erst am 17.

Februar seinen 99. Geburtstag.

Auf 160 Seiten bietet der Star

vergnügliche Anekdoten aus

seinem Leben. Erstmals verrät

Köfer, dass er schon bei der Geburt

sein Komiker-Talent zeigte.

„Begrüßt habe ich meine Eltern

mit dem Hinterteil. Steißlage.

Eine dolle Nummer, und

gerade erst geboren. Nur dass

es keinen Applaus gab.“

Beifall gab es auch bei dieser

komischen Nummer nicht, die

Köfer nun öffentlich macht. Er

brachte 1986 von einem West-

Besuch ein Buch mit „Gute-

Nacht-Geschichten“ mit, auf

dem Titel US-Star Dustin Hoffmann.

Köfer hatte es nie gelesen,

verlieh es später Gerd E.

Schäfer. Der Freund war empört.

Das Buch war ein Porno!

Da verstand Köfer, warum er

bei der Grenzkontrolle so komisch

angeschaut wurde.

Foto: Christian Schulz


REPORT

Der

Von

ANDREASFÖRSTER

Eigentlich, so erzählte es

Wolfgang K. seinen Stasi-

Vernehmern später, habe

er an diesem 27. Mai 1983 auf

dem Alex demonstrieren wollen.

Mit einem Plakat wollte er

gegen die Politik der SED-Führung

protestieren, damit man

ihn festnehme und in den Westen

ausbürgere. „Ich habe das

dann aber sein lassen, weil ich

ganz einfach nicht wusste, welche

Losung ich auf das Plakat

schreiben soll“, sagte K. aus.

Stattdessen entschied er sich

für einen irrwitzigen Plan, um

seinen Traum vom Leben im

Westen zu verwirklichen: Er kaperte

eine voll besetzte S-Bahn

und zwang die Fahrerin, im

Bahnhof Friedrichstraße nicht

anzuhalten, sondern einfach

weiterzufahren – nach West-

Berlin.

Die Hintergründe des spektakulären

Fluchtversuchs eines

Ost-Berliner Müllmanns vom

Prenzlauer Berg mittels einer S-

Bahn waren bislang kaum bekannt.

Jetztkann man im Stasi-

Archiv die Ermittlungsakten des

Falls nachlesen.Sie erzählen die

Geschichte eines gescheiterten

jungen Mannes, der von einem

besseren Leben im Westen

träumte. Und sie erzählen von

einem Wunder –denn K. hat seine

tollkühne Aktion an jenem

Maitag vor 36 Jahren ohne einen

Kratzer überlebt.

Wolfgang K. war 24 Jahre alt,

als er sich entschloss, der verhassten

DDR endlich den Rückenzukehren.Inseinem

Leben

hatte er bis dahin nicht viel auf

die Reihe gekriegt. Als Sohn eines

Bäckers und einer Spinnerin

war er in Hoyerswerda aufgewachsen

und entpuppte sich

schon bald als „Problemkind“. Er

schwänzteden Unterricht,seine

schulischen Leistungen waren

schlecht.Dadie berufstätigen Eltern

die Schulbummelei ihres

Sohnes nicht verhindern konnten,

schaltete sich die DDR-Jugendfürsorge

ein und wies den

damals 14-Jährigen 1972 inein

Kinderheimein. In Einschätzungen

über ihn aus dieser Zeit heißt

es, dass es ihm an Fleiß, Energie

und Willen zum Lernen mangele,

er aggressivauftrete und stets

„Ausgangspunkt von Unruhen

undStörungen“ sei.

Nach der achten Klasse verließ

er die Schule und nahm eine

Schlosserlehre auf, die er jedoch

aufgrund einer Haftstrafe abbrechen

musste. Es blieb nicht

seine einzige, insgesamt wurde

er viermal wegen Diebstahls,

Rowdytums und Fahrens unter

Alkoholeinfluss verurteilt.

Nachdem seine Eltern nach Berlin

umgesiedelt waren, zog er

Ende der 70er-Jahre zu ihnen in

eine dunkle Altbauwohnung.

Fotos des Wohnzimmers der

Familieinder Stasi-Akte zeigen

S-Bahn-Kidnapper

von Ost-Berlin

Wolfgang K. wollte am 27.Mai

1983 in den Westen fliehen –

Schüsse einer Antiterror-Einheit

der Stasi stoppten ihn

einen vollgestellten kleinen

Raum mit Couch, Tisch, einem

riesigen altmodischen Holzschrank,

einem Doppelstockbett

und einer Schlafcouch. Darüber

baumelt zwischen Tür und

Schrank eine Wäscheleine mit

Kleidungsstücken.

K. hatte eine Anstellung als

Hilfsarbeiter beim VEB Stadtwirtschaft

gefunden, woerauf

einem Müllwagen mitfuhr.

Wenn er früh zu seiner Schicht

auf dem Stadtwirtschaftshof in

der Malmöer Straße in Prenzlauer

Berg in Sichtweite der

Mauer erschien, trennten ihn

nur ein paar Hundert Meter von

seinem so unerreichbaren Sehnsuchtsziel

West-Berlin.

Als die Stasi K. festgenommen

hatte und ihn nach den Gründen

für seine versuchte Flucht befragte,

gab er an, mit den Verhältnissen

in der DDR nicht einverstandenzusein.

Es gebe keine

Presse- und Meinungsfreiheit,

die DDR sei von der UdSSR

zu abhängig und tue nur das,

was der „große Bruder“ sage.

Außerdem sei die Versorgungslage

unzureichend. „In den

Wintermonaten sieht man in

unseren Geschäften doch fast

gar nichts anderes außer ein

paar Kohlrüben im Schaufenster

der Gemüseläden liegen“,

sagte K. laut Stasi-Akte in seiner

Vernehmung.

Bei dem jungen Briefmarkensammler

und Union-Fan K. hatte

sich also viel Frust aufgestaut,

als er am 27. Mai 1983 nach einer

Er war ein

„Problemkind“

durchzechten Nacht aufwachte.

Er hatte an diesem Freitag arbeitsfrei.

Gegen Mittag verließ

er die elterliche Wohnung, kaufte

sich eine Flasche „Eis-Mint“

und trank den Likör im Volkspark

Friedrichshain aus. Seinen

Vernehmern erzählte K., er habe

in dieser knappen Stunde

über sein Leben und seine Probleme

nachgedacht und sei zu

dem Entschluss gekommen, die

DDR zu verlassen. Nachdem er

den Plan mit dem Protestplakat

auf dem Alex aufgegeben hatte,

entschloss er sich, noch am gleichen

Tag eine S-Bahn über den

Bahnhof Friedrichstraße nach

West-Berlin zu entführen.

Gegenüber den Stasi-Vernehmern

schilderte K. detailliert,

was dann weiter geschah: Er

fuhr zurück in die Wohnung,

holte sein Luftdruckgewehr aus

dem Schrank und eine Vierklangfanfare,

mit der er sonst zu

den Heimspielen des 1. FC Union

in die Alte Försterei ging.

Dann begab sich er in die „Suhler

Jagdhütte“ am Alexanderplatz,

ein Fachgeschäft für

Sportwaffen und Jagdausrüstung.

Dort kaufteer400 Diabolos,

kleine Projektile aus Blei,die

mit Luftdruckgewehren verschossen

werden.

Auf dem Alexanderplatz trank

er anschließend an einem Stand

noch Bier. Dann fuhr er auf den

Fernsehturm, „um die Lage zu

peilen“, also sich die Gleisführung

der S-Bahn und die örtlichen

Verhältnisse am Bahnhof

Friedrichstraße aus der Vogelperspektive

anzuschauen. „Es

zeigte sich jedoch, dass ich aufgrund

der Entfernung und des

diesigen Wetters von der Grenzübergangsstelle

Friedrichstraße

nicht viel erkennen konnte“, erklärte

er später erlaut Vernehmungsprotokoll.

Dennoch begab sich K. anschließend

zum Bahnhof Marx-

Engels-Platz (heute: Hackescher

Markt). Als ein aus Mahlsdorf

kommender Zug einlief,

stieg er kurzvor dem Abklingeln

in das leere, eigentlich Reichsbahnern

vorbehaltene Dienstabteil

im ersten Wagenein.

Unmittelbar nach dem Abfahren

versuchte er, die Fahrertür

zu öffnen, was ihm aber erst

kurz vor der Friedrichstraße gelang.

Die junge Fahrerin habe

dies nicht bemerkt, sagte K. aus.

Er habe das Gewehr aus der Tasche

geholt, esinHüfthöhe auf

die Fahrerin gehalten und gerufen:

„Durchfahren nach Westberlin!“

Die Frau sei erschro-


SEITE17

BERLINER KURIER, Montag, 27.Januar 2020

Hier wollte der Kidnapper

hin. Ein S-Bahn-Zug beim

Überqueren der Grenze:

Auf der Westseite fuhr

die S-Bahn direkt

durch die Grenzsicherungsanlagen.

Ein Bild aus der Stasi-

Akte 4983/84, das die

Einschusslöcher in

Front- und Seitenscheibe

zeigt.

Foto:

cken und habe die Arme gehoben,

worauf der Zug langsamer

wurde. Als der Zug zum Stehen

gekommen sei, habe er noch

versucht, ihn wieder in Gang zu

setzen. Die Fahrerin aber sagte,

der Strom sei abgeschaltet.

Daraufhin habe er das Seitenfenstergeöffnet,

mit der Fanfare

geblasen und in Richtung Bahnsteig

gerufen, sie sollen den

Strom wieder anstellen.

Plötzlich seien Grenzer vor

dem Zug aufgetaucht, und er habe

sein Luftdruckgewehr auf sie

gerichtet. Was danach bis zu seiner

Festnahme geschah, daran

könne er sich nicht mehr erinnern,

sagte Wolfgang K. noch.

„Ich weiß nur noch, dass Schüsse

gefallen sind.“

Tatsächlich war die Situation

äußerst dramatisch. Den Ermittlungsakten

der Stasi zufolge

war die S-Bahn erst hinter dem

Bahnsteig zum Halten gekommen,

so dass die ersten dreiWagen

bereitsimGrenzgebiet standen.

Die zwei von K. mit dem

Gewehr bedrohten Grenzsoldaten

waren in Deckung gegangen

und hatten über Funk die Einsatzstelle

der Pass- und Kontrolleinheit

(PKE) am Übergang

Friedrichstraße alarmiert. Die

PKE bestand ausschließlich aus

Stasi-Mitarbeitern. Darunter

befanden sich auch speziell ausgebildete

Antiterrorkräfte, die

bei einem gewaltsamen Grenzdurchbruch

zum Einsatz kommen

sollten.

Dreidieser PKE-Kämpfer wurden

nun losgeschickt, um den S-

Bahn-Entführer zu überwältigen.

AmBahnsteigende kletterten

sie auf das Dach des dritten

Wagens und schlichen sich nach

vorn Richtung Führerstand.

Dort legte sich einer von ihnen

Fahrt auf ein

totes Gleis

auf den Bauch und schoss mit seiner

Makarow-Pistole von oben

in die Frontscheibe. Dann sprang

er vomDachundfeuertevonvorne

noch zweimalinden Führerstand,

die Kugeln blieben im

Dach und im Metallrahmen der

Scheibe stecken.

K. und die S-Bahn-Fahrerin

gingen in Deckung. Währenddessenwaren

die beiden anderen

PKE-Kämpfer in das Wageninnereeingedrungenund

überwältigten

den Entführer. Verletzt

wurde bei der ganzenAktionnur

die Geisel –die herumfliegenden

Glassplitter der zerschossenen

Scheibe hatten die 21-jährige

Fahrerin aus Lichtenberg insAuge

getroffen.

In einem noch am Abend desselben

Tages verfassten Stasi-

Berichtheißt es, dass „durch die

sofortige Einleitung von Absperrmaßnahmen

…die Öffentlichkeitswirkung

weitgehend

eingeschränkt werden“ konnte.

Vom Bahnsteig aus habe der

Tatverlauf nicht verfolgt werden

können. Ebenso nicht von

der „Westberliner Seite“ des

Bahnhofs, weil die dort „angebrachten

stabilen Sichtblenden

…jegliche Einsichtnahme verhindert“

hätten. Tatsächlich gab

es in der folgenden Zeit keine

Berichte in den westlichen Medien

über den gescheiterten

Fluchtversuch.

Am 6. Oktober 1983 wurde K.

in einem unter Ausschluss der

Öffentlichkeit geführten Prozess

wegen Terrors inTateinheit

mit versuchtem ungesetzlichen

Grenzübertritt im schweren

Fall und versuchtem Angriff

auf das Verkehrswesen zu acht

Jahren Haft verurteilt. Außerdem

sollte er für Reparaturen

am Zug, Einnahmeverluste des

ausgefallenen Fahrzeugs und

die vierwöchige Krankschreibung

der S-Bahn-Fahrerin einen

SchadenersatzinHöhe von

exakt 15008,56 Mark leisten.

Das Gericht betonte die Schwere

der Tat, die „einen schwerwiegenden

Eingriff indie Unverletzlichkeit

der Staatsgrenze

der DDR darstellt…und sich auf

einem unter besonderen Bedingungen

zu sichernden Terrain“

abspielte. Zudem hätten – so

heißt es im Urteil –„eine Vielzahl

von Bürgern im Wochenendverkehr

Zugunterbrechungen,

Verspätungen bzw. Schienenersatzverkehr

in Kauf nehmen“

müssen –woran man als

Berliner allerdings ohnehin gewöhnt

war.

K. saß seine Haftstrafe in Cottbus

ab. Was er erst nach seiner

Festnahme erfuhr: Sein tollkühner

Plan, miteiner S-Bahnnach

West-Berlin durchzufahren,

wäre gescheitert, auch wenn die

Fahrerin den Zug nicht angehalten

hätte. Denn das Gleis, auf

dem die S-Bahnen auf Ostberliner

Seite im Bahnhof Friedrichstraße

ankamen, war ein totes

Gleis –ein paar Hundert Meter

hinter dem Bahnsteig endete es

an einem Prellbock.


*

SPORT

Modern ist, wer gewinnt.

Um mal mit

Altmeister Otto Rehhagel eine

Lanze für Unions Trainer

Urs Fischer zu brechen. Der

formte aus einem guten

Zweitligisten mittlerweile

eine Truppe, die mit ihrem

eigenen StilinDeutschlands

Eliteklasse mithalten kann.

Folglich kann der Schweizer

FußballlehrerinKöpenicker

Diensten mit dem Gemurre,

sein Team würde

sich nicht weiterentwickeln

und immer nur den gleichen

Stiefelrunterspielen,nichts

anfangen. Erstens habe sich

seine Truppe im Lauf der

Hinrunde weiterentwickelt.

Und zweitens soll man doch

nicht auf das verzichten,

was einen stark macht. „Was

nützt es denn, wenn wir irgendwie

einen Fußball spielen,

der gewünscht ist, den

wir aber nicht spielen können?“,

so die Wortedes 53-

Jährigen am Tag nach dem

2:0-Erfolg gegen den FC

Augsburg. Wer 23 Zähler

aus 19 Spielensein Eigen

nennt, kann so vieles nicht

falsch gemacht haben. Gegen

eine Weiterentwicklung

seines Teams habe er nichts.

Dafür steht ja auch der

Transfer von Yunus Malli,

der einen Happen mehr

Kreativität auf das Feld zu

bringen verspricht. Aber das

ist für Fischer eine Nuance.

Die Basics sind wichtig.

Kampf, Laufbereitschaft,

Einsatzwillen und eine gute

Organisation.Die B-Note,

wie Neven Subotic noch

nach dem Spiel anmerkte,

würde Union im Kampf um

den Klassenerhalt nicht

weiterbringen. Das schaffen

nur Punkte.

Nachschussverpasst?

www.berliner-kurier.de/

sport/nachschuss

NACH-

SCHUSS

Schön ist,was

Punkte einbringt

Von

Mathias

Bunkus

TV-TIPPS

EUROSPORT

5.00 -14.00 Tennis: Australian

Open, 8. Tag 23.00 -0.30 Rad:

VueltaaSan Juan, 2. Etappe

Fragen?

Wünsche?

Tipps?

E-Mail: berlin.sport@berlinerverlag.com

Eiserne hängen am Haken,

Der Sieg gegen

Augsburgzeigt,

dassUnion in der

Ligakeine Pannen

fürchten muss

Von

MATHIASBUNKUS

Berlin – Von wegen Unions

Motor stottert! Die Eisernen

hingen am Sonntag zwar am

Haken, aber tags zuvor beim

2:0 (0:0) gegen den FC Augsburg

in der Liga alles andere

als durch.

Einzig das Mannschaftsgefährt

machte Probleme. Schon bei der

Einfahrt auf das Stadiongelände

hatte Urs Fischer etwas davon

gehört, aber es in seiner Fokussierungauf

das Spiel beiseitegeschoben

und auch bis gestern

früh nicht mitbekommen. Auch

weil der Teambus es rechtzeitig

zum Spiel vor die Eingangstüre

im Stadion An der Alten Försterei

geschafft hatte.

Doch am Sonntag ging halt

nichts mehr. „Es droht aberkein

längerer Ausfall“, konnte Christian

Arbeit, Unions Pressesprecher,

im Stile einer Verletzungsmitteilung

beruhigen. Ein

Kupplungsschaden. Abschlepper

rangeholt und ab mit dem

guten Stück in die Werkstatt.

Wird ja kommendes Wochenende

in Dortmund benötigt.

Auch im Spiel konnten die Eisernen

nachweisen,dass sie sich

nicht so einfachausbremsen ließen.

„Es war wichtig, dass wir

selbst aus einem super ekligen

Spiel, in dem wir uns eigentlich

nicht wohlfühlten –weil das ja

fast kein Fußball mehr war –,

drei Punkte mitnehmen können“,

sagte Subotic.

Auch mit Blick auf die Tabelle.

Denn da hatte sich das Tableau

in den letzten Wochen unten

eng zusammengeschoben. Union

verschafft sich mit dem Sieg

gegen die Fuggerstädter kein

Ruhekissen,

aber wieder so

viel Luft, wie

es sich gestandene

Teams

wie Bremen

oder Mainz wünschen würden.

Folglich wusste jeder den Sieg

richtig einzuordnen. „Das Spiel

war noch mal ein bisschen wichtiger,

weil der Gegner eher in

unserer Ecke ist. Wir haben

auch weiter solche Schlüssel-

Fotos: Koch (2), City-Press

Rafal Gikiewicz wareinmal

mehr ein Rückhalt bei

den Eisernen.

Allein der Teambus der

Eisernen machte am

Wochenende schlapp –

Kupplungsschaden.

spiele, die ein bisschen mehr

wert sind“,soSubotic weiter.

Und auch wenn ihn sein erster

Ligatreffer seit viereinhalbJahren

mächtig freute, wusste er

auch, dass Unions Defensivverbund

das im

„Kollektiv“ geschafft

hatte

und es neben

ihm noch einen

weiteren

Schlüsselspieler gab –Torsteher

Rafal Gikiewicz nämlich. Der

lobte sich übrigens selber via Instagram,

wo er seinen Wahnsinnsreflex

inder Schlussphase

gegen Florian Niederlechner

postete. „Er war hervorragend

heute und hat uns im Spiel gehalten.

Er war eine Schlüsselfigur

für den Sieg“, sagte Subotic,

dessen Treffer der sechste für

Union nach einem Standardgewesen

ist.

Übrigens auch schon der zweite

eines Abwehrspielers in den

letztenvier Partien. Zuvorhatte

MichaelParensen in Düsseldorf

abgestaubt, als Marvin Friedrichs

Kopfball mühsam abgewehrt

wurde. Wenn man dann

noch an Florian Hübners Pfostenkopfball

in Paderborn denkt,

dann muss man festhalten: So

ungefährlich, wie zuletzt gemutmaßt,

ist die eiserne Abwehr

gar nicht.

NevenSubotic hielt

hinten den Laden dicht

und machte vorne eine

Bude.

Foto: imago images/Camera4

Mit Marius Bülter jetzt zweitbester

Union-Schütze: Marcus Ingvartsen.


*

SEITE19

BERLINER KURIER, Montag, 27.Januar 2020

aber nicht durch ...

Ingvartsen:Da,wennergebrauchtwird

Unions Däne sorgt mit seinem vierten Saisontor endgültig für Sieg gegen FCA

Berlin – Er war bestenfalls

unauffällig. Doch dann warer

da, als er gebraucht wurde.

Marcus Ingvartsen, der diesmal

hinter den Spitzen als

Schaltzentrale agieren

musste, sorgte mit seinem

vierten Saisontreffer für die

endgültige Entscheidung

beim 2:0 gegen Augsburg.

DerDäne ist bei Trainer Urs

Fischer gesetzt. Obauf dem

Flügel oder in der Mitte des

Spiels. 17 von 19möglichen

Einsätzen stehen bei ihm zu

Buche, 14-mal davon inder

Startelf. Auch gegen Augsburg

durfte er ran, weil Fischer

in Erwartung eines

kampfbetonten Spiels die

Partie als nicht „zugeschnitten“

für Neuzugang Yunus

Malli ansah.

„Das warwichtig. Nicht das

schönste aller Spiele, aber

die Punkte waren wichtig“,

freute sich der 24-Jährige,

der sich bei all den langen

Bällen natürlich auch nicht

immer so als Spielgestalter

einbringen konnte wie gewollt.

„Ich musste halt für die

zweiten Bälle bereit sein“, so

sein Fazit.

Fischer wardennoch zufrieden

mit ihm. „Er strahlt Torgefahr

aus, geht weite Wege

und stellt sich in den Dienst

der Mannschaft. Erversucht

auf dem Platz Lösungen zu

finden“, so der 53-Jährige.

Natürlich kann er auch noch

Dinge verbessern. „Man sollte

aber nicht vergessen, dass

er immer noch ein Neuling in

der Bundesliga ist. Er wird

sich noch weiter entwickeln“,

meinte der Schweizer. MB

Der 19. Spieltag

Borussia Dortmund-1. FC Köln •

5:1

•••••••••••••••

1:0 Guerreiro (1.), 2:0 Reus (29.), 3:0 Sancho (48.), 3:1 Uth (65.),

4:1 Haaland (77.), 5:1 Haaland (87.); Zuschauer: 81365 (ausverkauft)

1. FC Union-FC Augsburg •

2:0

•••••••••••••••••••••••••••••

1:0 Subotic (47.), 2:0 Ingvartsen (62.); Zuschauer: 22012 (ausverkauft)

VfLWolfsburg-Hertha BSC •

1:0 Mehmedi (68.), 1:1 Torunarigha (74.), 1:2 Lukebakio (90.)

Zuschauer: 24 894

1:2

•••••••••••••••••••••••••

Bor.Mönchengladbach-Mainz 05 •

0:1 Quaison (11.), 1:1 Plea (24.), 2:1 Plea (76.), 3:1 Neuhaus (87.)

Zuschauer: 49175

Eintracht Frankfurt-RB Leipzig •

1:0 Toure (48.), 2:0 Kostic (90.+4)-Zuschauer: 50300

SC Freiburg-SC Paderborn •

0:1 Antwi-Adjej (48.), 0:2 Sabiri (84., Foulelfmeter)

Zuschauer: 23500

Gelb-Rot: Collins (Paderborn/59. –wiederholtes Foulspiel)

FC Bayern-FC Schalke 04 •

3:1

•••••

2:0

••••••••••••

0:2

•••••••••••••••••••••••••

5:0

••••••••••••••••••••••••••••

1:0 Lewandowski (6.), 2:0 Müller (45.+2), 3:0 Goretzka (50.),

4:0 Thiago (58.), 5:0 Gnabry(89.); Zuschauer: 75000 (ausverkauft)

Werder Bremen-TSGHoffenheim •

0:1 Klaassen (65., Eigentor), 0:2 Baumgartner (79.),

0:3 Adamyan (82.); Zuschauer: 40000

Bayer Leverkusen-F.Düsseldorf •

1:0 Havertz (40.), 2:0 L. Bender (79.), 3:0 Alario (89., Foulelfmeter)

Zuschauer. 26250

Bundesliga

0:3

••••••

3:0

••••••••

1. (1) Leipzig 19 12 4 3 51:23 +28 40

2. (2) FC Bayern 19 12 3 4 55:22 +33 39

3. (4) Gladbach 19 12 2 5 36:21 +15 38

4. (3) Dortmund 19 10 6 3 51:28 +23 36

5. (6) Leverkusen 19 10 4 5 30:22 +8 34

6. (5) Schalke 19 9 6 4 31:26 +5 33

7. (8) Hoffenheim 19 9 3 7 29:30 -1 30

8. (7) Freiburg 19 8 5 6 29:26 +3 29

9. (11) Frankfurt 19 7 3 9 31:30 +1 24

10. (9) Wolfsburg 19 6 6 7 20:23 -3 24

11. (12) 1. FC Union 19 7 2 10 23:27 -4 23

12. (10) Augsburg 19 6 5 8 31:38 -7 23

13. (14) Hertha BSC 19 6 4 9 24:34 -10 22

14. (13) 1. FC Köln 19 6 2 11 23:38 -15 20

15. (15) Mainz 19 6 0 13 27:44 -17 18

16. (16) Bremen 19 4 5 10 24:44 -20 17

17. (18) Paderborn 19 4 3 12 23:40 -17 15

18. (17) Düsseldorf 19 4 3 12 18:40 -22 15

So geht’s weiter

Freitag, 20.30 Uhr: Hertha BSC-Schalke 04. Sonnabend, 15.30 Uhr:

Borussia Dortmund-1. FC Union, Hoffenheim-Leverkusen, Düsseldorf-

Eintracht Frankfurt, Mainz 05-FC Bayern, Augsburg-Werder Bremen.

18.30 Uhr: RB Leipzig-Mönchengladbach. Sonntag, 15.30 Uhr: 1. FC

Köln-SC Freiburg. 18 Uhr: SC Paderborn-VfLWolfsburg.

Torjäger

Robert Lewandowski (Bayern)

führt mit jetzt 21 Toren

vor Timo Werner (Leipzig)

mit 20. Weit abgeschlagen

dahinter folgen: Rouwen

Hennings (Düsseldorf) und

Jadon Sancho mit je 11 sowie

Florian Niederlechner (Augsburg)

und Marco Reus (Dortmund)mit

je 10 Toren. Bester

Unioner ist Sebastian Andersson

mit 8Treffern. Bester

Herthaner ist Dodi Lukebakio

mit nun 5Erfolgserlebnissen.

Foto: Getty

Faust drauf!RobertLewandowski trifft

und jubelt mit Auge ...


20 SPORT BERLINER KURIER, Montag, 27.Januar 2020

Hertha: Ist Arne Maier

in vier Tagen weg?

DasJuwel möchte den Verein wechseln,

Preetz will 20 Millionen Ablöse kassieren

Von

WOLFGANG HEISE

Berlin – Erleichterung bei

Hertha BSC nach dem 2:1-

Last-Minute-Sieg durch Dodi

Lukebakios Hinterkopf-Zaubertor

beim VfL Wolfsburg.

Die Aufholjagd im Abstiegskampf

geht weiter. Doch es

gibt noch einen anderen Endspurt.

Der geht bis Freitag,

dann schließt die Transferliste.

Und es könnte noch einen

namhaften Abgang geben.

Ist Supertalent Arne

Maier (21) in vier Tagen weg?

Für den Jungen aus Ludwigsfelde

lief in dieser Saison nicht

viel zusammen. Eine Knieverletzung

zum Saisonstart

und die Hinrunde war so

gut wie futsch. 20 Minuten

beim 0:4 in Augsburg,

dem letzten Spiel von Ex-

Trainer Ante Covic. Und eine

Minute unter Jürgen

Klinsmann beim 1:0 in Leverkusen.

In der Winterpause kurierte

er eine weitere Blessur, diesmal

am rechten Knie, aus, stieg vergangene

Woche wieder ins

Teamtraining ein. Doch ob der

junge Mittelfeldspieler überhaupt

noch in dieser Saison für

die Blau-Weißen spielt, ist bei

Hertha hinter den Kulissen die

heißeste Frage.

Wie der KURIER erfuhr,

haben Maier und seine Berater

einen Wechselwunsch bei Manager

Michael Preetz hinterlegt.

Nicht für die ferne Zukunft,

auch nicht für den Som-

mer, sondern jetzt im

Winter.

Maier hat einen Vertrag

bis 2022. Unter Ex-

Trainer Pal Dardai wurde

er vor zweieinhalb

Jahren Profi und schnell

wurde allen klar: Maier

kann mehr als andere in

seinem Alter. Er wurde

Stammspieler und spielte

für Deutschlands U21

im Sommer 2019 bei der

EM.

Dem Mittelfeldspieler

wird das Zeug zu einer

internationalen Karriere

zugetraut. Scouts vom

FC Barcelona, FC Arsenal

London und Manchester

United beobachteten

Maier schon.

Doch bei Hertha

hat sich einiges

geändert.

Der argentinische

Mittelfeldspieler

Santiago Ascacibar

von Bundesliga-Absteiger VfB

Stuttgart kam und spielt. Für

den Sommer ist der Franzose

Lucas Tousart von Olympique

Lyon als Verstärkung eingeplant.

Maier denkt daher auch

über seine Zukunft nach.

Das Problem ist nur: Preetz

will das blau-weiße Eigengewächs

auf keinen Fall unter 20

Millionen Ablöse verkaufen. So

viel muss ein Klub für Maier

hinblättern. Daher ist auch eine

Ausleihe wie bei Eduard Löwen,

der jetzt für anderthalb

Jahren beim FC Augsburg

kickt, im Gespräch. Das könnte

in den nächsten Tagen ganz

schnell gehen.

Fotos: imago images/Camera4, Engler

Die Bank ist

nicht sein Platz.

Arne Maier will

nach seiner

Verletzung so

schnell wie

möglich wieder

spielen.

Klinsilobt Stark:„Dashat Niklas klasse gemacht“

Berlin–Jawoll, da ist

er wieder! HerthasVize-Kapitän

Niklas

Stark ist zurück im

Team. Solide Leistung

des Innenverteidigers

beim 2:1-

Glückssieg in Wolfsburg

und danach Sonderlob

von Trainer

Jürgen Klinsmann.

„Das hat Niklas

klasse gemacht. Ich

bin sehr zufriedenmit

ihm“, erklärte Klinsmann.

Stark saß zuletzt auf der

Bank, weil sich der Coach

Foto: imago images/MIS

Stark (l.)

im Duell

mit Wolfsburgs

Weghorst.

für den Belgier Dedryck

Boyata entschied. Der

war nun gelbgesperrt und

Stark sprang

ein. Der Verteidiger

überzeugte

bei seinem

Comeback.

Und macht

es Klinsmann

jetzt

noch schwerer

bei der

Entscheidung,

wer

nun in der

Abwehr spielt.

„Wir haben mit Stark,

Boyata, Rekik und Torunarigha

vier starke Innenverteidiger.

Das ist ein

Luxusproblem. Aber genau

das wollen wir Trainer

ja am liebsten. So

haben wir einen guten

Konkurrenzkampf.“

Stark durfte bei seinem

Comeback auch gleich

wieder die Kapitänsbinde

tragen. Doch ob er am

Freitag gegen Schalke

wieder spielt oder doch

wieder Boyata? Darüber

muss Klinsmannjetzt grübeln.

Aber das macht er

gerne.

Fotos: City-Press


SPORT 21

Heimschwäche

WerderBremen

verliertweiter

wieeinAbsteiger

Bremen –Diese Heimschwäche

könnte Bremen

den Klassenerhalt kosten.

0:3 (0:0) gegen die TSG

Hoffenheim. Es ist die

sechste Pleite im Weserstadion

in dieser Saison. Werder

gewann bisher nur ein

Heimspiel (3:2 gegen Augsburg)

von neun. In der

Heimtabelle ist Bremen auf

dem letzten Platz.

Es liegt ein Fluch an der

Weser. Auch gestern wieder.

Über eine Stunde kann

Werder auf einen Punkt im

0:3

Abstiegskampf hoffen.

Doch nach einer Ecke

herrscht im Bremer Strafraum

Unordnung und Werders

Davy Klaassen trifft

unglücklich per Bogenlampe

ins eigene Tor zum 1:0

(65.) für Hoffenheim. Danach

brechen die Hanseaten

zusammen. TSG-Mittelfeldspieler

Christoph

Baumgartner trifft zum 2:0

(79.) und drei Minuten später

darf auch noch Hoffenheims

Sargis Adamyan sein

3:0 bejubeln. Bremen versinkt

in Trostlosigkeit. Der

Druck auf Trainer Florian

Kohfeldt wächst.

Wohin sprintet Herthas

Arne Maier? Seine

Zukunft ist offen.

Ratlos: Werder Bremens Coach

Florian Kohfeldt.

Foto: dpa

Flink und dynamisch!

Maxi Mittelstädt entwischt

zwei Wolfsburgern.

Maxi in Startelf!Daist Platte ziemlich geplättet

Mittelstädt überzeugt alle in Wolfsburg, jetzt hat Klinsmann ein Luxusproblem auf der linken Abwehrseite

Berlin – Überraschung! Aber

keine gute für Marvin Plattenhardt.

In Wolfsburg saß der linke

Außenverteidiger nur auf der

Bank. Youngster Maximilian

Mittelstädt hat ihn mal wieder

verdrängt.

„Wir haben gespürt, dass Maxi

dran war, weil er klasse trainiert

hat in den letzten Wochen. Er

war wirklich richtig frisch. Und

so hat er auch gespielt. Er hat ein

überragendes Spiel gemacht.

Auf der linken Seite war richtig

Leben drin“, sagt Trainer Jürgen

Klinsmann. Des einen Freud ist

des anderen Leid.

Plattenhardt war in den vergangenen

Wochen wieder richtig

aufgeblüht, bekam Rückendeckung

vom Trainer und als besondere

Anerkennung durfte er

auch die Kapitänsbinde tragen.

Jetzt fand er sich plötzlich auf

der Bank wieder.

Klinsmann: „Natürlich ist das

nicht leicht. Da tut man jemandem

weh. Aber das gehört mit

dazu.“ Ob das Plattenhardt auch

so locker nimmt?

„Ich sehe sie beide parallel.

Aber ich muss auch sagen:

Wolfsburg oder Bayern, das

sind verschiedene Gegner. Als

Platte gegen Bayern gespielt

hat, hatte er nicht diese Chancen,

so oft nach vorne zu gehen.

Da muss man Platte auch in

Schutz nehmen“, so Klinsmann.

Dieser interne Zweikampf

bleibt spannend. Mittelstädt

stand in dieser Saison bisher elfmal

in der Startelf, Plattenhardt

neunmal. Mal sehen, wer am Ende

gewinnt.

Marvin Plattenhardt

mit

gesenktem Kopf,

weil er auf der

Bank saß.


22 SPORT BERLINER KURIER, Montag, 27.Januar 2020*

3. LIGA

Rostock–Halle •••••••••••••••••••••••••••••••

1:0

Magdeburg–Zwickau •••••••••••••••••••••••

1:2

CZ Jena–Münster •••••••••••••••••••••••••••

1:2

Duisburg–Ingolstadt •••••••••••••••••••••••••

1:1

Würzburg–Unterhaching ••••••••••••••••••

1:2

Chemnitz–Viktoria Köln •••••••••••••••••••

2:2

Meppen–Waldhof Mannheim •••••••••••••

0:1

1860 München–Braunschweig •••••••••••

4:1

KFC Uerdingen–B. München II • •••••••••

0:3

Kaiserslautern–Großaspach • heute, 19.00

1. Duisburg 21 42:28 40

2. Ingolstadt 21 43:24 38

3. Mannheim 21 34:25 36

4. Unterhaching 21 32:24 36

5. Braunschweig 21 33:29 33

6. Halle 21 35:23 32

7. 1860 München 21 33:30 32

8. Meppen 21 40:30 31

9. Rostock 21 28:28 31

10. KFC Uerdingen 21 24:29 30

11. Kaiserslautern 20 36:36 29

12. Magdeburg 21 28:23 27

13. Zwickau 21 33:31 27

14. Würzburg 21 34:42 27

15. B. München II 21 38:42 26

16. Viktoria Köln 21 35:44 22

17. Chemnitz 21 33:38 21

18. Münster 21 31:41 19

19. Großaspach 20 21:40 17

20. CZ Jena 21 21:47 12

Fiese Attacke

Kölner Fan

schwer verletzt

Köln –Fans des Drittligisten

Viktoria Köln sind

Sonnabend um Mitternacht

nach ihrer Rückkehr vom

Auswärtsspiel beim Chemnitzer

FC (2:2) heimtückisch

angegriffen worden.

Zehn bis 20 unbekannte

und zum Teil maskierte

Personen attackierten in

Köln die Viktoria-Anhänger,

Flaschen wurden geworfen,

ein Viktoria-Fan

wurde schwer verletzt. Er

musste mit einer Gesichtsverletzung

im Krankenhaus

behandelt werden. Als die

Polizei am Tatort eintraf,

hatten die Angreifer bereits

die Flucht ergriffen. Die

Fahndung läuft.

REGIONALLIGA

Nordhausen–Babelsberg • ••••••••••••

abges.

Chemie Leipzig–BFC Dynamo • ••••••••••

0:0

Halberstadt–BAK •••••••••••••••••••

Fr., 19.00

Altglienicke–Rathenow •••••••••••

Sa., 13.30

Lichtenberg47–Meuselwitz • ••••

Sa., 13.30

Lok Leipzig–Viktoria 89 • •••••••••

Sa., 13.30

RW Erfurt–Cottbus ••••••••••••••••

Sa., 16.00

Fürstenwalde–BFC Dynamo • ••••

So., 13.30

Bischofswerda–Nordhausen • •••

So., 13.30

Hertha BSC II–Auerbach • ••••••••

So., 13.30

Babelsberg–Chemie Leipzig • ••••

So., 13.30

1. Cottbus 19 47:27 42

2. Lok Leipzig 19 35:21 40

3. Altglienicke 19 49:24 39

4. Hertha BSC II 19 49:30 33

5. BFC Dynamo 19 27:21 32

6. Nordhausen 18 38:27 30

7. Fürstenwalde 19 37:30 27

8. Viktoria 89 19 19:14 27

9. Lichtenberg47 19 24:23 26

10. Meuselwitz 19 30:32 24

11. Auerbach 19 32:41 23

12. BAK 19 33:32 22

13. Chemie Leipzig 19 18:21 21

14. RW Erfurt 19 18:27 19

15. Rathenow 19 18:36 18

16. Halberstadt 19 21:33 16

17. Babelsberg 18 17:35 11

18. Bischofswerda 19 16:54 10

Der Meister der RegionalligaNordost bestreitet

Relegationsspiele zur 3. Ligagegen den Meister

der RegionalligaWest.

Fotos: AP,dpa

Foto: Patrick Skrzipek

Bayerns Manuel Neuer: „Wir sind wieder da!“

München – Das nennt man

dann wohl Traumstart ins neue

Jahr! 4:0 bei Hertha gewonnen,

jetzt Schalke 04 satt 5:0 weggefegt,

während Noch-Spitzenreiter

RB Leipzig bei Frankfurt

0:2 vergeigte. Der FC Bayern ist

wieder auf Meisterkurs.

Torwart Manuel Neuer sagt

es nur mit leiser Stimme, aber

Bayerns Keeper Manuel Neuer ist im

verbalen Angriffsmodus.

sie geht der gesamten Bundesliga-Konkurrenz

bis ins Mark:

„Das war ein guter Rückrundenstart

für uns. Ich denke,

dass alle wissen in der Bundesliga,

dass der FC Bayern München

wieder da ist!“

Zwei Siege, 9:0 Tore, nur

noch ein Punkt hinter Leipzig.

„Wir wollen auf jeden Fall an

die Tabellenspitze. Da sieht

sich der FC Bayern, da sehen

wir Spieler uns. Darauf arbeiten

wir hin“, legt Thomas Müller

nach. Wenn nicht nächste

Woche, dann in 14 Tagen. Da

spielen die Bayern nämlich in

München gegen Leipzig. Ob RB

sich auch so überrollen lässt

wie Schalke 04?

Haaland knutscht die

Bundesliga wach

Der Norweger macht für den BVB fünf Joker-Tore in zwei Spielen und sagt: „Ich mussnoch besser werden“

Dortmund – Ja, es gibt sie

noch. Diese jungen Mega-

Ausnahme-Talente, die eine

Weltkarriere vor sich haben.

Ja, und in Deutschland spielt

endlich mal wieder so ein

Jungstar. Borussia Dortmunds

Neuzugang Erling

Haaland (19) aus Norwegen

knutscht in nur zwei Spielen

mit seinen fünf Toren die

Bundesliga wach.

Wie bei Andor Bolyki stimmt beim

BFC der Einsatz, aber nicht der Lohn.

Latte rettet BFC am Ende einen Punkt

Auf tiefem Rasen ist für die Dynamos bei Chemie Leipzig auch nicht mehr drin

Foto: Getty

„Von so etwas träumst du als

kleines Kind. Absolut fantastisch“,

kann der Teenie mit dem

breiten Grinsen sein Glück

noch gar nicht fassen. Vor

knapp vier Wochen von RB

Salzburg für 20 Millionen Euro

Ablöse gekommen, jetzt zweimal

eingewechselt und fünf Tore

gemacht. Ein Dreierpack in

nur 20 Minuten beim 5:3 in

Augsburg. Jetzt Doppeltorschütze

beim 5:1 gegen Köln.

Innerhalb von diesmal nur

zehn (!) Minuten. Ein traumhafter

Einstieg!

Papa Alf-Inge (früher selbst

Profi) saß auf der Tribüne und

verdrückte vor Freude ein paar

Tränen. Der sonst zurückhaltende

BVB-Trainer Lucien Favre

kommt ins Schwärmen: „Er

ist nicht zu bremsen. Für einen

Trainer ist es fantastisch, einen

Leipzig – Ein Punkt ist ein

Punkt ist Punkt. Zwar hatte der

BFC mit dreien geliebäugelt,

aber über 90 Minuten war das

torlose Remis der Dynamos im

Regionalliga-Nachholspiel bei

der BSG Chemie gerecht.

„Wir hatten uns viel vorgenommen,

wussten aber, dass es

alles andere als leicht wird.

Weil Chemie gut verteidigt,

was man ja auch an ihren wenigen

Gegentoren sieht“, so BFC-

Trainer Christian Benbennek.

0:0

Vor der Pause konnten die

Hohenschönhauser noch besser

kombinieren, mit zunehmender

Spieldauer musste das

Haaland macht Dortmund

froh und die Fans sowieso.

Der Norweger hat jede

Menge Drang zum Torund

trifft wie am Fließband.

solchen Spieler zur Verfügung

zu haben.“ Seine Mitspieler

staunen nur noch. „Das ist

krank. Er ist ein Killer vor dem

Tor“, sagte Axel Witsel. Und

wie reagierte der Wikinger

sonst? Haaland: „Jetzt muss ich

in noch bessere Form kommen.

Dann wird es auch auf dem

Platz besser.“ Noch besser? Der

Junge ist die schönste Bereicherung

für die Bundesliga.

Grün aber der Jahreszeit Tribut

zollen. Heraus kam eine

kampfbetonte Partie mit vielen

langen Bällen, bei der die Hausherren

kurz vor dem Ende fast

noch das Siegtor erzielt hätten.

Die Latte hatte was dagegen ...

„Freuen wir uns darüber, dass

wir wieder zu null gespielt

haben. Künftig müssen wir wieder

mehr Zug zum Tor zeigen“,

so Benbenneks Fazit. MB


*

NACHRICHTEN

Nur Benedikt echt doll

Kobe Bryant (✝41)

SPORT 23

Mit 33643 Punkten in

regulären Spielzeiten ist

Kobe Bryant Vierter der

ewigenNBA-Bestenliste.

Foto: AP

Kobe Bryant 2011 mit

Ehefrau Vanessa

und den Töchtern

Natalia und Gianna (r.).

Biathlon –Benedikt Doll

(Foto/Breitnau) wurde

beim Massenstart-Weltcup

in Pokljuka hinter dem

Franzosen Quentin Fillon

Maillet Zweiter. Denise

Herrmann (Oberwiesenthal)

holte beim Sieg der

Schwedin Hanna Öberg als

beste Deutsche Platz 15.

Spanien auf dem Thron

Handball –Mit einem

22:20 (12:11) in Stockholm

gegen Kroatien verteidigte

Spanien den EM-Titel.

Kroatiens Domagoj Duvnjak

(Kiel) wurde zum Spieler

des Turniers gewählt.

Geschkeauf Podest

Rad –Mit Platz sieben auf

der sechsten und letzten

Etappe sicherte sich Berlins

Simon Geschke noch Gesamtplatz

drei bei der Tour

Down Under in Südaustralien.

Sieger: Lokalmatador

Richie Porte.

Friedrich, wersonst?

Bob –Nach dem Zweier gewann

Francesco Friedrich

(Oberbärenburg) am Königssee

auch im Vierer –

schon der dritte Weltcup in

Folge, bei dem er mit beiden

Schlitten ganz vorne ist.

Rekord-Reimer bleibt

Eishockey –DEL-Rekordtorjäger

Patrick Reimer (37)

hängt noch zwei Jahre

dran, verlängerte seinen

auslaufenden Vertrag in

Nürnberg bis 2022.

HAPPY BIRTHDAY

Ole Einar Björndalen

(norwegischer Biathlet,acht

Olympiasiege,

20-facher Weltmeister)

zum 46.

Fotos: AFP (2), dpa

Basketball-

Superstar

stirbt bei

Hubschrauber-Absturz

Auch eine der vier Töchter des „Königs von LosAngeles“ soll unter den Opfern sein

Los Angeles – Die Sport-Welt

steht unter Schock, Los Angeles

trauert umseinen Basketball-König.

Kobe Bryant,

von 1996 bis 2016 Superstar

der LA Lakers, starb mit 41

Jahren bei einem Hubschrauber-Absturz.

Auch eine

seinervier Töchter, Gianna

(13), soll mit an Bord gewesen

sein.

Das Unglück,bei dem alle fünf

Insassen des Helikopters vom

Typ Sikorsky S-76 ums Leben

kamen, ereignete sich kurz vor

10 Uhr (Ortszeit) bei nebligem

Wetter in den Hügeln bei Calabasas,

30 km westlich von Los

Angeles. Durch den Absturz

entzündete Feuer behinderten

die Arbeit der Rettungskräfte.

Die zuständige Luftfahrtbehörde

nahmErmittlungen auf.

2016 hatteBryant seine aktive

Karriere nach 20 Jahren bei

den Los Angeles Lakers beendet.

Mit 33643 Punkten ist er

viertbester Werfer der nordamerikanischen

Profiliga, der

18-malige Allstar wurde 2008

als wertvollster Spieler der Liga

ausgezeichnet, gewann

2008 und 2012 Olympiagold

mit dem US-Team.

Die Welle der Anteilnahme

war sofort riesig. „Verdammt.

RIP Mamba. Wir dürfen niemals

vergessen, wie wertvoll

das Leben ist. Genauso wie diejenigen,

die einem wertvoll

sind. Lasst sie niemals vergessen,

wie sehr ihr sie liebt“,

schrieb Mark Cuban, Besitzer

der Dallas Mavericks, dem Ex-

Klub von Dirk Nowitzki. Mavs-

Profi Luka Doncic schrieb:

„Das kann nicht wahr sein!“

Der fünfmalige NBA-Champion

Dennis Rodman war „am

Boden zerstört von der Nachricht,

dass mein Freund Kobe

Bryant gestorben ist“. Beim

Spiel Denver gegen Houston

Rocketswurde eine Schweigeminuteabgehalten.

Bei den Lakers wurde die

„Black Mamba“, wie Bryant

ehrfürchtig genannt wurde,

zum absoluten Superstar im

Die Absturzstelle in den

Hügeln bei Calabasas,

30 km westlich von

Los Angeles.

US-Sport. „Schon als Kind war

ich ein Hardcore-Fan der Lakers.

Dass ich dieses Trikot so

lange tragen durfte – besser

hätte man ein Drehbuch meiner

Karriere nicht schreiben

können“, sagte Kobe nach seinem

insgesamt 1556. und letzten

Spiel. Und einem standesgemäßem

Abgang mit überragenden

60 Punkten 101:96 seiner

Lakers gegen Utah. Im

Dezember 2017 wurden seine

Trikots mit den Nummern 8

und der 24 unters Hallendach

des Staples Center gezogen.

Schon als Aktiver war Bryant

gern von seinem Wohnort

Newport Beach zur legendären

Halle in LA geflogen ...

Eisbären Sieg zum Hördler-Geburtstag

Verteidiger-Urgestein bekommtzum 35. drei Punkte und Ovationen der Fans

Frankie Hördler lässt sich nach dem

Spiel vonden Fans feiern.

Foto: City-Press

Berlin – Glückwunsch! Den

Eisbären zum 2:1 (0:0, 1:1, 1:0)

gegen Schwenningen. Und

ganz speziell Frank Hördler

zum 35. Geburtstag.

Die meisten feiern so einen

Tag daheim bei Kaffee und Kuchen,

ein siebenmaliger Deutscher

Meister und Olympiasilber-Gewinner

–nalogo –zünftig

auf dem Eis. Vom Gegner geschenkt

bekommt aber auch

Hördler nichts. Bei Schwenningen

steht zwar Schlusslicht

2:1

drauf, steckt aber viel mehr

drin. Eisbär Florian Kettemer:

„Seit dem Trainerwechsel spielen

sie richtig gutes Eishockey,

das haben wir beim 5:3 da auch

schon zu spüren bekommen.“

Die Wild Wings führen durch

Markus Poukkula auch (33.),

aber Marcel Noebels, der mit

der Rückhand wunderschön

sein 20. Saisontor erzielt (39.)

und PC Labrie, der einen Knaller

von Kettemer zum 2:1 abfälscht

(51.), drehen das Spiel.

Nach zwei Dritteln ziert sich

Hördler noch. Er nimmt Gratulationen

zum Ehrentag an, sagt

aber: „Richtig ist das Geschenk

erst mit einem Sieg.“ Wunsch

erfüllt! Als ihn die Fans noch

extra feiern, genießt Frankie

stolz und zufrieden. WIEZO

DEL

Düsseldorf–Iserlohn • •

Nürnberg–Ingolstadt • •

Mannheim–Köln • •

Bremerhaven–Krefeld • •

Augsburg–Straubing • •

Eisbären–Schwenningen • •

Wolfsburg–München • •

•••••••••••••••••••••• 5:1

•••••••••••••••••••••• 4:1

••••••••••••••••••••••••••• 4:3

•••••••••••••••••••• 4:1

••••••••••••••••••••• 4:2

•••••••••••••••• 2:1

••••••••••••••••••••• 5:1

1. München 41 144:102 88

2. Mannheim 41 146:102 85

3. Straubing 41 141:104 78

4. Eisbären 40 129:115 71

5. Bremerhaven 41 126:117 69

6. Ingolstadt 41 129:126 63

7. Düsseldorf 40 101:93 62

8. Wolfsburg 41 117:120 57

9. Nürnberg 40 112:125 57

10. Augsburg 40 108:117 55

11. Köln 40 97:119 52

12. Krefeld 41 108:137 42

13. Iserlohn 41 89:128 39

14. Schwenningen 40 94:136 34


24 SPORT BERLINER KURIER, Montag, 27.Januar 2020

Neue Liebe

macht

Zverev fit

Model Brenda Patea sitzt

bei den Australian Open

schon neben seinem Vater

Brenda Patea

guckt vonder

Tribüneaus

zu, Alexander

Zverev grüßt

ganz verliebt

ins Publikum.

Melbourne – Eine neue

Liebe ist wie ein neues

(Tennis-)Leben. Bester

Beweis ist Alexander

Zverev. Mit seiner neuen

Freundin fand der

Hamburger bei den

Australian Open auch

auf dem Platz sein

Glück wieder.

Als sich der Tennis-Star

und Brenda Patea im

Herbst in Paris kennenlernten,

habe das Model

keine Ahnung gehabt,

dass er ein Weltklasse-

Spieler mit Potenzial für

Grand-Slam-Erfolge sei.

Nicht mal, dass er Tennisprofi

ist, habe sie gewusst,

verrät Zverev

und grinst: „Jetzt weiß

sie, was ein Tweener

(Kunstschlag durch die

Beine/d.Red.) ist.“

Wie gut ihm

seine

Fotos: AP,dpa

neue Liebe tut, daraus

macht Zverev kein Geheimnis:

„Ich bin generell

glücklich außerhalb

des Platzes, glücklich

auf dem Platz, glücklich

im Leben. Dann spielt

man am besten.“

Wie weit das im Turnier

reicht, wird sich

schon heute Vormittag

im Achtelfinale gegen

den bärenstarken

Russen AndrejRubljowzeigen.

Egal, wie das Spiel

ausgeht: Offen, freundlich,

gelöst wie selten

gibt sich Zverev in Australien.

Brenda, einst

Teilnehmerin an Heidi

Klums TV-Show „Germany's

Next Topmodel“,

trägt ganz viel zu einer

erfrischenden Harmonie

in Zverevs Umfeld

bei: „Ich habe ein ziemlich

ruhiges Leben gerade,

was schön für mich

ist.“ Vergessen all der

Stress um den Zoff mit

seinem Ex-Manager,

ausbleibende Resultate,

die Diskussionen

um seinen Trainer-Vater

und das Desaster

zuletzt beim ATP-Cup.

Sein Umfeld haterneu

geordnet, zudem bringt

ihn seine Freundin viel

zum Lachen. Brenda

sitzt inzwischen sogar

mit in seiner Box.

Zverev zufrieden:

„Alle im Team verstehen

sich unglaublich

gut.“

Und das macht

auch ihn auf

dem Platz stark.

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Der von hier

Foto: imago/Christian Schroedter

Box-Nachschlag

Abraham bastelt

an Sturm-Kampf

Berlin –Alter schützt vor

kruden Ideen nicht ... Berlins

Ex-Boxweltmeister Arthur

Abraham (39) will noch

mal in den Ring. Am liebsten

gegen einen anderen Ex-

Champ –gegen Felix Sturm

(40). Der Kölner ist zwar gerade

wegen Steuerhinterziehung

und Verstoß gegen das

Anti-Dopinggesetz angeklagt,

aber das stört nicht

weiter. Abraham: „Wir sind

in Verhandlung. Ich hoffe,

dass der Kampf noch dieses

Jahr steigt. Natürlich mit

Ulli Wegner und Georg Bramowski

als Trainer.“

Als Arthur und Felix vor vielen

Jahren auf dem Höhepunkt

ihrer Karriere ein Duell

forderten, kam es nie zustande.

Jetzt können beide

wohl Geld gebrauchen.

Ulli Wegner (l.) soll beim Kampf

Arthur Abraham wieder coachen.


BERLINER KURIER, Montag, 27.Januar 2020

BERLIN-RÄTSEL 25

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Dervon hier


26 FERNSEHEN BERLINER KURIER, Montag, 27.Januar 2020


FERNSEHEN 27

TV Einschaltquoten vonSonnabend

Deutschland (gesamt)

Berlin

1. Tagesschau (ARD) ..........

6,70 1. Abendschau (RBB) .........

0,30

2. Dschungelcamp (RTL) ......

6,21 2. Helen Dorn (ZDF) ...........

0,21

3. Helen Dorn (ZDF) ...........

5,58 2. Tagesschau (RBB) ..........

0,21

4. Sportschau (ARD) ..........

4,77 2. Tagesschau (ARD) ..........

0,21

5. Biathlon-Weltcup (ARD) ....

4,40 5. Dschungelcamp (RTL) ......

0,20

6. DSDS (RTL) .................

4,01 6. Der Kriminalist (ZDF) .......

0,16

7. Handball: Dtl. –Port. (ARD) 3,79 7. heute (ZDF) .................

0,15

8. Skispringen (ARD) ..........

3,75 7. DSDS (RTL) .................

0,15

8. Rodel-Weltcup (ARD) .......

3,75 7. RTL Aktuell (RTL) ...........

0,15

10. Zweierbob-Weltcup (ARD) ..3,72 10. SOKOWien (ZDF) ...........

0,12

(Angaben in Millionen)


28 WETTER/HOROSKOP

Ihre Sterne

vonAstrologin

Anastacia Kaminsky

Widder -21.3. -20.4.

Entspannen Sie sich und unternehmen

Sie Dinge, die Ihnen wirklich

Spaß machen. Dann kann Ihr Geist

zur Ruhe kommen.

Stier -21.4. -20.5.

Sie lieben die Unruhe, doch manchmal

wirdessogar Ihnen zu viel.

Ziehen Sie sich etwas zurück und

besinnen Sie sich wieder.

Zwillinge-21.5. -21.6.

IhreZukunft gestaltet sich rosiger,

als Sie es sich jetzt vorstellen

können. Nutzen Sie den günstigen

Zeitpunkt!

Krebs -22.6. -22.7.

IhreArbeit bringt Freude. Eine

schwierigePrüfung meistern Sie mit

Links, ein Vertragsabschluss könnte

ein gutes Geschäft bedeuten.

Löwe -23.7. -23.8.

Mit heftiger Kritik erreichen Sie am

Arbeitsplatz nichts. Missstände

lassensich nur durch einen gezielten

Einsatz ändern.

Jungfrau -24.8. -23.9.

Ihr Einsatz wirkt bewundernd auf

Ihr Umfeld. Verlassen Sie sich ruhig

weiterhin auf IhreSterne, denn sie

sind ganz auf Ihrer Seite.

Waage-24.9. -23.10.

Leichtsinn kann Ihr Körper nicht gut

wegstecken. Einer gesundheitlichen

Störung sollten Sie darum auf den

Grund gehen.

Skorpion -24.10. -22.11.

Unter diesemSternenhimmel lassen

sich die schönsten Kontakteschließen.

Folgen Sie am besten nur Ihrem

Instinkt.

Schütze -23.11. -21.12.

LassenSie in geschäftlichen Dingen

den Mut nicht zum Übermut werden.

Sie könnten gut Aufgebautes schnell

wiederzerstören.

Steinbock -22.12. -20.1.

Sie sind gut drauf und haben Ideen

für die Zukunft.Können Sie einige

dieserDingeauch umsetzen oder ist

das alles Träumerei?

Wassermann-21.1. -20.2.

Es ist relativ still am Arbeitsplatz.

Sie können in aller Ruhe einen Plan

ausfeilen und die nötigen Vorbereitungen

treffen.

Fische -21.2. -20.3.

Ärger und Stress schlagen Ihnen

sehr auf den Magen und bringen Ihr

Immunsystem durcheinander.Daist

Ruhe unentbehrlich!

Chefredakteur: Elmar Jehn (ViSdP)

Mitglied der Chefredaktion:

Jochen Arntz, Margit J. Mayer

Newsdesk-Chefs

(Nachrichten /Politik /Wirtschaft):

Michael Heun, Tobias Miller

Textchefin: Bettina Cosack

Newsroom-Manager: Jan Schmidt

Teams:

Investigativ: KaiSchlieter

Kultur: HarryNutt

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Story: Christian Seidl

Die für das jeweilige Team an erster Stelle

Genannten sind verantwortliche Redakteure

im Sinne des Berliner Pressegesetzes.

ArtDirection:

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Newsleader Regio:

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Berliner Kurier am Sonntag:

Dr.Michael Brettin

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Der BERLINER KURIER erreicht

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I II III IV

DasWetter heute

In Berlin/Brandenburg

HeuteverstecktsichdieSonnehäufighinterWolken.DabeimachendieHöchsttemperaturenbei

7bis10Gradhalt,undderWindwehtschwachbis

mäßigausSüdwest.InderNachtbringenvieleWolkenverbreitetRegen.DieTiefstwertesinkenbisauf

4Grad.MorgenliegendieHöchstwertebei7bis

9Grad.Dazuregnetesvielerortsbeibedecktem

Himmel.

Bio-Wetter

Hoher Blutdruck Schlafstörungen

Niedriger Blutdruck Herzbeschwerden

Kreislauf

Erkältungsgefahr

Konzentration Atemwege

Unwohlsein

Koliken

Rheumaschmerzen Krämpfe

Reaktionszeit

Gicht

Migräne Leistungsvermögen

Windstärke 3

10°

Belastung für den Körper: keine gering mittel stark

aus Südwest

Deutschland-Wetter


Wasser-Temperaturen


Deutsche

Nordseeküste .......... 5-7°

Deutsche

Ostseeküste ........... 3-6°

Algarve-Küste ......... 13-16°

Biskaya ............... 9-13°



10° 12°

Westliches

Mittelmeer ............ 12-16°

Östliches

Mittelmeer ............ 15-19°

Kanarische

Inseln ................ 16-20°


Wind

Dienstag


Urlaubs-Wetter

Dublin 6°

Lissabon 16°

Mittwoch


London 10°

Madrid 10°

LasPalmas 16°

Agadir ..... 23°,

Amsterdam . 9°,

Barcelona .. 14°,

Budapest .. 7°,

Dom.Rep. .. 27°,

Izmir ...... 16°,

Jamaika ... 29°,

Kairo ...... 17°,


WeitereAussichten

Paris 10°

Donnerstag

Palma 16°


Berlin 7°

Tunis 17°

heiter

Regenschauer

wolkig

wolkig

heiter

bewölkt

heiter

heiter

BERLINER KURIER, Montag, 27.Januar 2020

Oslo 5°

Mondphasen

Sonnenaufgang:

Miami ..... 26°,

Nairobi .... 26°,

New York .. 8°,

Nizza ..... 15°,

Prag ...... 8°,

Rhodos ... 17°,

Rimini..... 11°,

Rio ....... 33°,



02.02. 09.02.

15.02. 23.02.

7:56 Uhr

Sonnenuntergang: 16:42 Uhr

Wien 6°

Rom 13°

St. Petersburg -2°

Warschau 5°

Sudoku täglich in Ihrem KURIER

Moskau 4°

Varna 12°

Athen 16°

Antalya 15°

bedeckt

Gewitter

bewölkt

heiter

wolkig

bedeckt

bewölkt

heiter

Füllen Sie das Raster mit den Zahlen von 1bis 9.

In jeder Zeile und in jeder Spalte darf jede Zahl

nur einmal vorkommen.

Auch in jedem 3x3-Feld kommt jede Zahl nur

einmal vor.

Doppelungen sind nicht erlaubt.


PANORAMA

SEITE29

BERLINER KURIER, Montag, 27.Januar 2020

NACHRICHTEN

Madonna sagt Konzertab

Foto: dpa

London –Popsängerin Madonna

(61) hat auf ihrer

„Madame X“-Tour erneut

ein Konzert abgesagt. Heute

sollte der erste von 15

Auftritten der „Queen of

Pop“ in London stattfinden.

Doch wegen „Verletzungen,

die mich seit Beginn

der Tournee plagen“ hätten

ihr die Ärzte geraten, sich

ein paar Tage auszuruhen.

Kind stirbt bei Brand

Rüdesheim –Bei einem

Brand in Hessen ist ein Siebenjähriger

ums Leben gekommen.Seine

Mutter bemerkte

das Feuer im Obergeschoss

des Wohnhauses

und alarmierte die Feuerwehr.

Sie, ihr Sohn und zwei

weitereFamilienmitglieder

wurden in eine Klinik gebracht.

Für den kleinen Jungen

kam die Hilfe zu spät.

Söring-Ex aus US-Haft

Atlanta –Nach dem wegen

Doppelmordes verurteilten

Deutschen Jens Söring (53)

ist nun auchseine einstige

Freundin, Elizabeth Haysom

(55), aus den USA abgeschoben

worden –inihreHeimat

Kanada.Söring selbst wurde

Mitte Dezembernach

Deutschland abgeschoben.

Tödliche Unwetter

Brasil –Bei schweren Unwettern

im Südosten Brasiliens

sind mindestens 37

Menschen ums Leben gekommen.

Die meisten Opfer

starben bei Erdrutschen

oder wurden unter den

Trümmern begraben.

LOTTO-ZAHLEN

6aus 49: 9, 12, 28, 30, 34, 43;

Superzahl: 3;

Spiel77: 5102385;

Super6: 479739;

Glücksspirale: Endziffer 9:

10 Euro; 83: 25 Euro; 446:

100 Euro; 9390: 1000 Euro;

18311: 10000 Euro; 516780 und

236180: 100000 Euro. Prämienziehung

–10000 Euro monatlich

für 20 Jahre: 9967613 (ohne Gewähr)

Gewinnzahlen der Aktion-

Mensch-Lotterie: Wöchentliche

Ziehung für das Glücks-Los

vom 23. Januar 2020:

Sofortgewinn: 1818096;

Kombigewinn: 4603439;

Dauergewinn: 0001324;

Zusatzspiel: 55407; (ohne Gewähr)

Fotos: dpa

Bauern machen

„Deichdeern“ Julia

Nissen hat auch

eine Traktor-

Mitfahrzentrale

geründet.

dem Internetden Hof

Immer mehr junge Leute aus der Landwirtschaft berichten als Influencer über ihreArbeit

Landleben ist nicht öde, sondern

cool: Das will die Deichdeern

aus Nordfriesland genauso

zeigen wie auch der

Bauernbengel aus Südniedersachsen.

In den sozialen Medien

sind immer mehr junge

Landwirte als Blogger und

Influencer unterwegs. Sie

posten Fotos und Videos von

ihrer täglichen Arbeit.

Deichdeern

„Ich will zeigen, dass das Leben

hier lebenswert ist“, sagt Julia

Nissen (32), die als Deichdeern

aus Bargum nahe der dänischen

Grenze bloggt. Da geht es nicht

nur um den harten Alltag auf

dem Hof. Die studierte Agrarwissenschaftlerin

erklärt in ihrem

Blog etwa, dass man sich

einen Futtermischwagen wie

einen XXL-Thermomix vorstellen

sollte oder wie Partnersuche

fürs Vieh per App funktioniert.

Für Rinder empfiehlt

sie die Dating-App „Tudder“

Influencerin Ann-Christin Kahler

(„annii610“) mit Smartphone

und Angus-Rind „Domina“

(deutsch: Tinder für Rinder) –

wer die Profile der Tiere studiert,

findet garantiert einen

paarungswilligen Traumbullen

für seine Kuh. Nissen startete

auch eine Trecker-Mitfahrzentrale.

Die Idee stamme von

ihrem dreijährigen Sohn, der

gefragt habe, warum nicht alle

Kinder Trecker fahren dürfen.

300-mal brachte sie seither junge

Familien und Landwirte

unter dem Hashtag #Blabla-

Trecker zusammen. Weil sie

bald die Anfragen kaum noch

bewältigen konnte, baute die

zweifache Mutter die Idee nun

zu einer „App aufs Land“ aus,

das Startkapital sammelte sie

per Crowdfunding: „Es soll eine

Plattform für Landerlebnisse

von privat zu privat werden.“

Die Hälfte ihrer Follower

kommt aus der Stadt.

bauern_bengel

„Ich möchte den Leuten zeigen,

was tatsächlich bei uns abläuft.

Ich fahre nicht nachts zum

Spritzen, weil ich etwas zu verbergen

habe, sondern weil dann

die Mittel am besten wirken“,

erzählt Malte Messerschmidt

(21), der sich als „bauern_bengel“

bei Instagram präsentiert.

Sein Thema: Aufklärung. Auch

Thomas Fabry, der Social-Media-Seminare

für die Branche

anbietet, beobachtet, dass viele

Verbraucher regionale Landwirte

unterstützen wollen, aber

nicht wissen, wie. Sie interessieren

sich für Fragen wie: „Wie

werden Lebensmittel hergestellt?

Was steckt hinter meinem

Schweinekotelett?“

My Kuh Tube

Die „Landesvereinigung der

Milchwirtschaft Niedersachsen

e.V.“ lässt auf ihrem Kanal

„My Kuh Tube“ in den Alltag

der Bauern blicken. In einem

neunminütigen Video folgen

die Landwirte Birgit und Helmut

aus Gifhorn den Kühen per

Helmkamera oder erklären,

wie das mit dem Melken so

geht: Vom „Vordippen und Stimulieren“

bis zum Feierabend

für die Tiere. In einem anderen

Video beantwortet Bauer Amos

aus Ostfriesland die Frage:

„Kann eine Kuh einen Sonnenbrand

kriegen?“ Motto des Kanals:

Landwirte sind „kuhler“,

als du denkst.

annii610

Ann-Christin Kahler (25) hat

vor fünf Jahren als „Gülleprinzessin“

(ihr Spitzname in der

Ausbildung) begonnen zuposten.

Sie zeigt die Wasserbüffel

auf dem Hof ihrer Eltern im hessischen

Rosenthal-Roda oder

wie sie in ihrem Wohnort Kalefeld

Mähdrescher fährt. Über

41000 Menschen folgen ihr bei

Instagram. Anfragen für Werbung

oder Auftritte bekommt

die Angestellte einer Landmaschinenfirma

zuhauf. „Ich lehne

aber auch vieles ab“, sagt sie. So

habe sie weder für Bio-Tampons

werben noch bei einer Fernseh-

Doku mitmachen wollen.


30 PANORAMA BERLINER KURIER, Montag, 27.Januar 2020

Dschungelcamp-Sieger

Lang lebePrince

König Damien

Ein Fünftel des 100000-Euro-Preisgelds will der 29-Jährige an Australiens Buschfeuer-Opfer spenden

Von

SIMON KÜPPER

Der Prinzist König! Beim großen

Dschungelcamp-Finale

2020 bekam Prince Damien

(29) die meisten Anrufe der

Zuschauer –und sicherte sich

so die Krone. Überragende

80,62 Prozent der Stimmen

fielen bei der finalen Entscheidung

auf den früheren DSDS-

Sieger.

Frisch gekrönt kann es König

Damien kaum glauben:

„Jetzt wo Sie diese Zahl sagen

– das ist überwältigend“,

meint er im KURIER-Interview.

Womit er die Zuschauer

überzeugt haben könnte?

„Keine Ahnung, bin ich

sprachlos.“ Vielleichtlag es an

seiner freundlichen und ehrlichen

Art –damit hatte er den

meisten anderen etwas voraus.

Damien: „Ich habe versucht,

das positive Klima aufrechtzuerhalten.

Mir hat alles

Spaß gemacht: kochen, zusammen

das Feuer anzuschüren.

Zwischendurch hat es da

ja fast gemenschelt. Und alle

waren gleich, es gab keine Statussymbole.“

Eine Sache gab es aber doch,

die ihm nicht so gefallen hat.

„Die Streitigkeiten mitanzusehen.

Ich habe gedacht, wir sitzen

doch alle im selben Boot,

es kann doch nicht sein, dass

man dem anderen was Böses

Fotos: TVNOW

Die drei Finalisten Prince Damien, Danni Büchner und Sven Ottkefeiern. Letzte Prüfung: Danni im Kakerlaken-Elend, Sven mit Schaf-Plazenta-Mahl

will. Es wurde auch einiges

falsch aufgefasst, das habe ich

dann versucht zu klären.“

Seine erste Amtshandlung

trieb sogar Moderatorin Sonja

Zietlow(51) Tränen in die Augen.

20000 Euro seiner Gewinnsumme

(100000 Euro)

werde er an eine australische

Hilfsorganisation spenden.

„Das war ultraspontan. Als ich

auf den Thron gestiegen bin,

habe ich so freudige Gesichter

gesehen. In diesem Land, das

mir so viel gegeben hat. Da

wollte ich was zurückgeben.

muss ich etwaszurückgeben“,

erklärt er.

Und was macht er mit dem

Rest? „Der wird in meinen

Rentenfonds eingezahlt. Dass

der Prince mit 70 Jahren keine

Flaschen sammeln muss. Das

habe ich meiner Oma so versprochen.“

Der Zweitplatzierte, Sven

Ottke, ist nicht allzu traurig,

dass er die Kronenicht auf hat.

„Damien wird mehr Spaß

haben, als ich es je hätte. Ich

bin gottfroh, dass ich nur

Zweiter wurde.Ich sehe mich

nicht als ersten Verlierer, sondern

als zweiten Gewinner“,

sagte er dem KURIER. „Prince

ist Bombe!Ich habe mich fast

verliebt in den Mann!“

Auf eine Mitcamperin hätte

er aber gut verzichten können:

Danni Büchner (41) –die auf

Platz 3landete. „Weil sie unehrlich

ist. Die war null gerade!

Ich verstehe nicht, wie

man so an den Tatsachenvorbeisehen

kann.Genau das Gegenteilwar

ja der Fall. Da war

ich maßlos enttäuscht.“ War

es also eine Genugtuung, im

Finale vor ihr zu landen? „Ich

fand es völlig pervers, dass sie

im Finale war. Die Zuschauer

haben es ja auch gesehen. Das

hab ich nicht verstanden“, so

der Ex-Box-Weltmeister.

Bleibt eine Frage: Lieber

noch einmal auf einen Boxkampf

vorbereiten oder erneut

ins Dschungelcamp? „Ich

bin ja viel zu alt fürs Boxen.

Mit 30 würde ich sofort wieder

boxen. Aber jetzt, mit 52,

würde ich immer wieder sofort

ins Camp gehen.“

Vermutlich keiner hat in

dieser Staffel des „Dschungelcamp“

so polarisiertwie Danni

Büchner. Obwohl sie viel

Kritik einstecken musste –im

Camp und im Netz –wurde sie

von den Zuschauern bis ins Finale

gewählt. „Ich bin überhaupt

nicht enttäuscht. Ich

bin Dschungelprinzessin –

das ist unfassbar. Das hätteich

niemals gedacht“,soDanni im

Gespräch mit dem KURIER

nach der Show. Und sie stellt

klar: „Ich hatte alles,aber keine

Taktik.“

Überraschend, mit wem

Danni sich nach dem Camp

privat treffen würde: Da nennt

sie uns unter anderemAnastasiya

Avilova (31) –wer hätte

das angesichts des erwarteten

Zickenkriegs gedacht? Danni:

„Anastasiya hat sehr viel Stärke

bewiesen mit ihrer Entschuldigung.“

Bereut sie etwas? „Es wäre

falsch,zusagen, ich bereueetwas.

Ich habe auch ein bisschen

was gesehen und jetzt

sehe ich es mit Humor. Ich habe

ja nicht nur die Prinzessinnen-Krone,

sondern auch die

Prüfungskrone, Nörgel-Krone,

Jammer-Krone und die

Mehr-als-alle-anderen-Leute-Krone.“

Kaum Hoffnung

auf Überlebende

Elazig –Auch wenn die

Hoffnung schwindet, suchten

zwei Tage nach dem

schweren Erdbeben in der

Osttürkei die Rettungskräfte

gestern in Eiseskälte weiter

nach Überlebenden. Die

Helfer bargen vier weitere

Leichen aus den Trümmern

–die Zahl der Todesopfer

stieg damit auf 35. Mehr als

1600 Menschen wurden

verletzt, 45 Menschen

konnten lebend geborgen

werden.

Zwei blutige Verbrechen mit 7Toten:

Ermittlersuchen weiternach Motiven

Zeichen der Trauer vorder Gaststätte

in RotamSee, wo ein 26-Jähriger

seine Familie auslöschte.

Rot am See/Güglingen –Was

hat die Täter angetrieben, gerade

nächste Verwandte zu töten?

Nach den beiden erschütternden

Bluttaten mit sieben Toten

in Baden-Württemberg rätselt

die Polizei weiter über die Hintergründe.

So sind nach dem

gewaltsamen Tod eines 15-Jährigen

auf einem Reiterhof in

Güglingen (wir berichteten)

weder dessen Vater (54) noch

der Bruder (17) des toten Teenagers

vernehmungsfähig. Die

beiden hatten Stichverletzungen

erlitten und liegen im Krankenhaus.

Auch die Leiche des

15-Jährigen wies Stichverletzungen

auf –obsie die Todesursache

waren, soll eine Obduktion

klären.

Auch nach den tödlichen

Schüssen auf sechs Menschen

in Rot am See kämpfen Ärzte

weiter um das Leben eines angeschossenen

Opfers. Am kritischen

Zustand des 68-Jährigen

habe sich nichts verändert, sagte

ein Polizeisprecher. Eine

Frau, vermutlich die Ehefrau

des Schwerstverletzten, kam

ebenfalls mit Schusswunden

ins Krankenhaus. Ein 26-Jähriger

soll in Rot am See am Freitag

seine Eltern, einen Onkel,

eine Tante und zwei Stiefgeschwister

erschossen sowie die

beiden weiteren Verwandten

angeschossen haben. Die Polizei

gab nicht bekannt, ob der in

U-Haft sitzende Mann sich zu

den Vorwürfen geäußert hat.

Foto: dpa


PANORAMA 31

Der Prinz hat nun die

Krone auf: Prince

Damien ist außer

sich vorFreude über

seinen Dschungelcamp-Triumph.

SüßeQuittung für Bonpflicht-Ärger

Corona-Virus:

So schnell

breitet sich der

Erreger aus

Erster Verdachtsfall in Berlin gemeldet,

Behörden geben nach Test Entwarnung

Berlin –Wann wird das neuartige

Corona-Virus auch in

Deutschland ankommen? In

Berlin wurde bereits erstmals

der Verdacht auf einen

Fall des neuartigen Erregers

gemeldet. Eine Frau, die zuvor

in China war, war am

Sonnabend mit verdächtigen

Symptomen ins Krankenhaus

eingeliefert worden.

„Uns lag die Information eines

Verdachts des Corona-

Virus 2019-nCoV der DRK-

Kliniken Mitte vor“, sagte eine

Sprecherin der Gesundheitsverwaltung.

Ein Test

konnte den Verdacht gestern

Nachmittag jedoch zum

Glück ausräumen.

Die neue Lungenkrankheit

hat Europa bereits erreicht;

in Frankreich wurden drei

Fälle bestätigt, laut Ärzten

sind die infizierten Patienten

jedoch offenbar nicht

schwer erkrankt. In China

haben sich nach offiziellen

Angaben inzwischen fast

2000 Menschen mit dem Corona-Virus

infiziert, 56 Patienten

starben daran.

Trotz des laut Einschätzung

des Robert Koch-Instituts geringen

Risikos für Deutschland

„müssenwir leider auch

auf einzelne Einreisefälle in

Berlin eingestellt sein“, sagte

Gesundheitssenatorin Dilek

Kalayci (SPD). An den Flughäfen

Tegel und Schönefeld

wurden daher Warnplakate

zum Corona-Virus im Ankunftsbereich

aufgehängt.

„Sie warnen vor den Symptomen

und erklären Vorsichtsmaßnahmen“,

so Flughafensprecher

Daniel Tolksdorf.

Das neue Corona-Virus ist

zwar nach Einschätzung chinesischer

Gesundheitsbehörden

nicht so gefährlich

wie der Sars-Erreger. Doch

es überträgt sich relativ rasch

von Mensch zu Mensch. Das

Virus sei bereits während der

bis zu zwei Wochen langen

Inkubationszeit übertragbar,

also schon bevor ein Infizierter

Symptome der Krankheit

bemerkt. Und angesichts der

Fähigkeit von Viren zu mutieren,

sei die Entwicklung

der Krankheit „weiterhin

nicht unter unserer Kontrolle“,

räumte Vize-Gesundheitsminister

Li Bin ein.

Mehrere Länder bereiten

Evakuierungsmaßnahmen

für ihre Bürger in der besonders

betroffenen chinesischen

Provinz Hubei vor. Für

die dort lebenden etwa 100

deutschen Staatsangehörigen

ist das hingegen vorerst

nicht geplant.

Moosinning –Ein Bäcker in

Bayern hat auf die umstrittene

Kassenbonpflicht mit einer süßen

Faschingsidee reagiert:

Krapfen mit einer eingebackenen

Quittung aus Zucker.

„Wir hätten nicht gedacht,

dass die Idee so gut ankommt“,

sagte Nicole Helbig, Verkäuferin

in der Bäckerei Ways in

Moosinning. Gut 200 der Krapfen

– die anderswo Berliner,

Kräppel oder Pfannkuchen genannt

werden –gehen täglich

über die Theke. Normalerweise

verkaufen sie ein Viertel davon.

Täuschend echt sieht der Kassenbon

aus essbarer Zuckermasse aus.

Foto: dpa

Seit Jahresbeginn müssen

Händler mit elektronischen

Kassensystemen ihren Kunden

bei jedem Kauf unaufgefordert

einen Beleg aushändigen. Vor

allem Bäcker mit Laufkundschaft,

die in der Regel keine

Kassenbons haben will, fürchten

überflüssige Müllberge.

Den gebackenen Bon aus sogenanntem

Fondant hat der Bäcker

in Moosinning mit einem

Lebensmitteldrucker wie einen

echten Kassenbon gestaltet.

Den Papierbon muss er allerdings

trotzdem austeilen...

Fotos: AFP,Berlin AirportService/Twitter

In Paris empfängt ein

medizinisches Team

am Flughafen Reisende

aus China (l.),

an den Berliner Flughäfen

hängen Warnplakate

aus (o.).


Taylor Swift

Montag, 27.Januar 2020

WITZDES TAGES

Ein Roboter kommt in den Einrichtungsladen

und sagt: „Ich hätte gern drei Quadratmeter

Wellblech. Meine Frau

wünscht sich einen Faltenrock.“

WUSSTEN SIE SCHON...

... dass fast drei Viertel der Deutschen (73

Prozent) Angst vor Jobverlust haben? Befürchtet

werde, dass mit der zunehmenden

Automatisierung Arbeitsplätze wegfielen.

Daraus entstehe auch Furcht, weniger

Geld zu verdienen oder soziale Anerkennung

zu verlieren, ergab eine Studie

der Beratungsagentur Edelman. Die Hälfte

der Deutschen findet, der technologische

Wandel schreite zu schnell voran.

Ichhabehabe oft

gehungert

Die US-Sängerin

spricht erstmals über

ihreEss-Störungen

www.sam-4u.de

www.sam-4u.de

WASBEDEUTET...

... Drive-in? In einem Drive-in (engl. drive

=fahren) werden Dienstleistungen angeboten,

ohne dass der Kunde hierfür sein

Auto verlassen muss. Im Drive-in-Restaurant

kann man an einem eigens für Autofahrer

errichteten Schalter seine Bestellung

aufgeben sowie das Bestellte im Auto

entgegennehmen. In den USA gibt es das

auch u.a. bei Apotheken und Reinigungen.

ZULETZT

Bei Essens-Bestellung eingeschlafen

Mitarbeiter eines Fastfood-Restaurants

bei Paderborn haben aus Sorge um einen

Kunden am Drive-in-Schalter die Polizei

alarmiert. Das erste Mal war der Mann im

Auto eingeschlafen, als er seine Bestellung

aufgeben sollte. Die Beschäftigten weckten

ihn und notierten, was er essen wollte.

Als die Bestellung fertig war, schlummerte

er schon wieder hinterm Steuer. Die Polizei

stellte eine deutliche Alkoholfahne

fest, kassierte seinen Führerschein ein.

4

194050

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Foto: dpa

In der Doku „Miss

Americana“, die

am 31. Januar auf

Netflix startet,

berichtet Taylor

Swift über ihre

Pop-Karriereund

private Krisen.

Sie ist seit ihren Teenagerzeiten

eine der

erfolgreichsten Sängerinnen

der Welt, wird

von Millionen Frauen

beneidet und von ebenso

vielen Männern begehrt.

Doch in ihrer

neuen Netflix-Dokumentation

„Miss Americana“

enthüllt Taylor

Swift ihre eigenen Unsicherheiten

mit ihrem

Körper –die sie zu einer

Essstörung trieben.

Die 30-Jährige verrät in

der Doku, dassjedes nicht

schmeichelhafte Foto von

ihr oder jeder negative

Kommentar zuihrem Gewicht

„michdazu gebracht

hat, nicht mehr zuessen.“

LautTaylor war das einige

Male vorgekommen und

sie ist nicht stolz darauf:

„Einmal sah ich ein Foto

von mir, auf dem mein

Bauch ein wenig zu sehen

war und jemand dann

schrieb, dass ich schwanger

aussehe. Danach hab

ich gehungert.“

Es geschah hauptsächlich

2014 vor und während

ihrer Tournee für

ihr „1989“-Album, auf der

sie spindeldürr war. Während

ihrer Auftritte „habe

ich mich ständig gefühlt,

als würde ich gleich ohnmächtig

werden – weil

ich nicht genug Nahrung

zu mir genommen habe.“

Sobald jemand sie aus

Sorge auf ihre ausgemergelte

Figur ansprach, sei

sie immer sofort aggressiv

geworden: „Mein Antwort

war meistens „Wovon

redest du? Natürlich

esse ich genug. Ich trainiere

nur sehr viel!“

Damals war sie bis auf

Size Zero heruntergemagert.

Zum Vergleich zeigt

Swift in der Serie Fotos

von ihrer „Reputation“-

Tour aus dem Jahr 2018,

bei der sie zwar immer

noch schlank, aber sehr

gesund und durchtrainiert

rüberkommt.

Swifts negative Beziehung

zum Essen hatte

sich in ihrer Teenie-Zeit

gebildet und drehte sich

„nur um Lob oder Bestrafung“:

„Hinter meiner

Einstellung zur Nahrungsaufnahme

steckte

dieselbe Psychologie wie

hinter allem anderen in

meinem Leben. Wenn ich

am Kopf getätschelt wurde,

habe ich das als gut registriert.

Wenn ich bestraft

wurde, habe ich es

als schlecht vermerkt.“

Sie erinnert sich, wie sie

sich mit 18 Jahren zum

ersten Mal auf dem Cover

eines Magazins wiederfand.

Und die Überschrift

dazu: „Schwanger mit

18?“ Nur weil sie damals

auf dem Bild etwas trug,

was ihren Bauch nicht

völlig flach aussehen ließ.

Swift: „Ich habe es sofort

als Bestrafung registriert

und kein Essen mehr angerührt.“

Wie Taylor aus diesem

Teufelskreis ausbrechen

konnte und heute mit ihrem

Körper (Kleidergröße

38) happy ist: „Ich

schaue mir einfach kaum

noch Fotos in Magazinen

von mir an. Es tut mit einfach

nicht gut.“ DS

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