KB 05 - 2020
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Nr. <strong>05</strong> | 30.01.<strong>2020</strong><br />
1404 | 1,80 €<br />
Unterhaltung für Frauen<br />
Beim Frauenmittag der kfd und der Gemeindecaritas<br />
St. Antonius Kevelaer stand wieder<br />
die Unterhaltung im Mittelpunkt. Seite 3<br />
Unterhaltung für Narren<br />
Spektakuläre Tänze, gute Redner und tolle<br />
Stimmung bot die Kappensitzung der Achterhoeker<br />
Karnevalsgesellschaft. Seite 7<br />
In dieser Ausgabe<br />
Kluge Köpfe<br />
Kevelaer. Poltergeist der politischen<br />
Pointe: Wilfried Schmickler<br />
plädierte im Bühnenhaus für<br />
kluge Köpfe. Seite 5<br />
Fleißige Reporterin<br />
Kevelaer. Im zweiten Teil<br />
unserer Serie „Das <strong>KB</strong> stellt sich<br />
vor“ erzählt Reporterin Doris de<br />
Boer aus ihrem Leben. Seite 12<br />
Spende vom<br />
Känguruclub und<br />
Prinzenhof<br />
Kevelaer. Grund zur Freude<br />
gab‘s jetzt für die Kevelaerer<br />
Tafel. Deren Schriftführerin<br />
Hanni Hentemann konnte aus<br />
den Händen von Stefan Püplichhuisen,<br />
Christian Jakobs<br />
und Christian Ettwig vom<br />
Lehrerstammtisch „Känguruclub“<br />
sowie Frank Janßen und<br />
Pit Paliwoda vom „Prinzenhof“<br />
eine Spende von 500 Euro entgegennehmen.<br />
Der Stammtisch<br />
hatte bei einem Bundesligatippspiel<br />
im „Prinzenhof“ 250 Euro<br />
erhalten und entschieden, das<br />
Geld zu spenden. Die Gastronomen<br />
waren von der Idee so<br />
begeistert, dass sie die Summe<br />
verdoppelten – und damit die<br />
Tafel unterstützen. Foto: AF<br />
Sondernutzungssatzung<br />
vor dem Aus?<br />
Politik will mit den Händlern reden<br />
Kevelaer. Politik, Verwaltung<br />
und Gestaltungsbeirat waren sich<br />
mal einig: Die 2018 beschlossene<br />
Sondernutzungssatzung sollte<br />
dem Wildwuchs von Kundenstoppern<br />
und Warenpräsentationen<br />
in der Kevelaerer Innenstadt<br />
Einhalt gebieten. Nun rudert<br />
die Politik auf Druck des Einzelhandels<br />
zurück: Der neuerlichen<br />
Empfehlung der Verwaltung und<br />
des Gestaltungsbeirates zum<br />
Trotz meldete die CDU im Stadtentwicklungsausschuss<br />
jetzt Beratungsbedarf<br />
an. Man wolle<br />
noch einmal mit dem Führungsgremium<br />
des entsprechenden<br />
Handlungsfeldes des neuen Wirtschafts-<br />
und Verkehrsvereins reden,<br />
erklärte Fraktionschef Paul<br />
Schaffers.<br />
nick<br />
Fortsetzung und weitere<br />
Ergebnisse aus dem Stadtentwicklungsausschuss<br />
auf Seite 9<br />
Am Rande<br />
Radmuttern gelöst<br />
Kevelaer. Am Mittwoch, 22.<br />
Januar, war ein 51-Jähriger aus<br />
Kevelaer in seinem braun-roten<br />
Nissan Qashqai auf der Rheinstraße<br />
in Richtung Winnekendonk<br />
unterwegs, als er ein<br />
merkwürdiges Geräusch hörte,<br />
das sein Wagen anscheinend<br />
vorne links verursachte. Als er<br />
anhielt um nachzuschauen, stellte<br />
er schließlich fest, dass das linke<br />
Vorderrad locker war. Von fünf<br />
Schrauben war nur noch eine<br />
fest angezogen. Offenbar hatten<br />
unbekannte Täter die Radmuttern<br />
in der Zeit zwischen 17 und<br />
19 Uhr gelöst, als der Wagen auf<br />
einem Parkplatz an der Basilikastraße<br />
in Kevelaer abgestellt war.<br />
Hinweise zu verdächtigen Personen<br />
nimmt die Kripo Goch unter<br />
Tel. 02823-1080 entgegen.<br />
Kupferrohre gestohlen<br />
Kevelaer. In der Zeit von<br />
Mittwoch, 22. Januar, 18 Uhr,<br />
bis Donnerstag, 23. Januar, 10<br />
Uhr, stahlen unbekannte Täter<br />
insgesamt drei Kupferfallrohre<br />
an einem Wohnhaus an der<br />
Dondertstraße. Sie flüchteten<br />
unerkannt. Hinweise nimmt die<br />
Kripo Goch unter Tel. 02823-1080<br />
entgegen.<br />
Bedenkliches vermisst<br />
Kevelaer. Das „Bedenkliche“<br />
der vergangenen <strong>KB</strong>-Ausgabe<br />
finden Sie im Internet auf unserer<br />
Website.<br />
www.kevelaerer-blatt.de<br />
facebook.com/KevelaererBlatt<br />
instagram.com/kevelaererblatt<br />
kevelaerer-blatt.de/whatsapp<br />
4 194619 101800<br />
400<strong>05</strong><br />
Sein letzter irdischer Weg<br />
Unter großer Anteilnahme der Kevelaerer Bevölkerung und zahlreicher Kirchenvertreter wurde der frühere<br />
Wallfahrtsrektor Prälat Richard Schulte Staade auf dem Kevelaerer Friedhof an der Römerstraße beigesetzt<br />
Kevelaer. Sogar in der Antonius-Kirche<br />
stand für einige eine<br />
Leinwand zur Verfügung, und die<br />
Basilika war so voller Menschen,<br />
dass einige in dem hinteren Bereich<br />
stehen musssten. Das Bedürfnis<br />
der Kevelaerer, „ihren“<br />
früheren Wallfahrtsrektor Richard<br />
Schulte Staade auf seinem<br />
„letzten irdischen Weg“, wie es<br />
Weihbischof Stefan Zekorn in seiner<br />
Predigt später formulierte, zu<br />
begleiten, war immens.<br />
Auch zahlreiche Kevelaerer<br />
Vereine versammelten sich vor<br />
der Basilika, um dem Ehrenbürger<br />
der Stadt in der Kirche und<br />
später auf dem Weg zum Friedhof<br />
die letzte Ehre zu erweisen. „Wo<br />
soll man anfangen?“, fragte Michael<br />
Kalcker von der Seb und beschrieb<br />
ihn angesichts seiner vielen<br />
Verdienste als „entscheidende<br />
Persönlichkeit für Kevelaer“.<br />
Raphael Freiherr von Loe, verband<br />
mit ihm zahlreiche bewegende<br />
Erinnerungen. „Er hat<br />
mich zur Firmung geführt, hat<br />
eine wunderbare Festpredigt zu<br />
600 Jahren Kapelle auf Schloss<br />
Wissen gehalten. Es gab spirituell<br />
wunderbare Erlebnisse mit ihm.“<br />
Bewegendes Abendgebet am<br />
Freitag<br />
Am Vorabend der Beerdigung<br />
hatte es in der Basilika bereits ein<br />
bewegendes Abendgebet gegeben,<br />
bei dem der Männergesangverein<br />
zum Gedenken an Schulte<br />
Staade seine Stimmen erklingen<br />
ließ.<br />
Der amtierende Wallfahrtsrektor<br />
Gregor Kauling hatte an<br />
diesem Abend bereits davon gesprochen,<br />
dass Schulte Staade<br />
eine integrierende Persönlichkeit<br />
besaß, die „die Menschen nicht zu<br />
sich geführt hat, sondern zu Gott<br />
und der Mutter Gottes.“<br />
Am Samstagvormittag kamen<br />
zu den vielen Kevelaerern noch<br />
die zahlreichen kirchlichen Würdenträger.<br />
Aus dem Bistum Münster<br />
waren unter anderem der frühere<br />
Niederrhein-Weihbischof<br />
Kevelaer nahm Abschied von Pastor Richard Schulte Staade.<br />
Wilfried Theising und Schulte<br />
Staades damaliger Nachfolger<br />
Stefan Zekorn anwesend.<br />
Auch Bischöfe aus den Niederlanden,<br />
Belgien und Luxemburg<br />
sowie Gäste aus der Politik – so<br />
wie die frühere Bundesministerin<br />
Barbara Hendricks – und der Gesellschaft<br />
wollten von dem Gottesmann<br />
Abschied nehmen.<br />
Der Münsteraner Weihbischof<br />
Stefan Zekorn zelebrierte dann<br />
zusammen mit dem emeritierten<br />
Bischof aus Rotterdam, Adrianus<br />
van Luyn, und dem Roermonder<br />
Bischof Harrie Smeets das feierliche<br />
Pontifikalrequiem.<br />
Ein Mann tiefer<br />
Marienfrömmigkeit – und<br />
ein Netzwerker<br />
„Richard Schulte Staade war<br />
vieles“, zählte Stefan Zekorn dann<br />
in seiner Predigt die vielen Funktionen<br />
und Interessensgebiete des<br />
Verstorbenen auf, der an diesem<br />
Tag 88 Jahre alt geworden wäre.<br />
„Ehrenbürger, Ehrenpräses, Kuratoriumsvorsitzender,<br />
30 Jahre<br />
Mitglied des Priesterrates und<br />
des Bistums, Organisator, Pilger,<br />
Reiseleiter, Gastgeber, Liturgiegestalter,<br />
Bauherr, Antiquitätensammler,<br />
Musikliebhaber…. und<br />
diese Reihe ließe sich mühelos<br />
noch fortsetzen.“ Und er erinnerte<br />
an die Besuche von Johannes Paul<br />
II. und Mutter Teresa, die ohne<br />
Schulte Staade nicht zustande gekommen<br />
wären.<br />
Als er sein Nachfolger wurde,<br />
habe er versucht, die Handlungen<br />
seines Vorgängers zu verstehen.<br />
„Da ist mir deutlich geworden,<br />
daß er die Gemeinschaft<br />
des Priesterhauses, die Pfarrei, die<br />
Wallfahrt und seine Freunde im<br />
Grunde wie eine große geistliche<br />
Familie im Sinne des Evangeliums<br />
gesehen hat.“ Zentral seien für<br />
ihn die „vier Worte, die alle von<br />
Richard Schulte Staade“ an vielen<br />
Orten angebracht wurden und die<br />
er in seiner Anfangszeit in Kevelaer<br />
überall entdeckte, gewesen:<br />
„Mater dei memento mei“ („Mutter<br />
Gottes, gedenke meiner“). Die<br />
Gottesmutter sei „im inneren Bezirk<br />
seines Lebens“ wie die Gnadenkapelle<br />
des Wallfahrtsortes<br />
Kevelaer gewesen. Schulte Staade<br />
habe „aus einer einfachen Marienfrömmigkeit“<br />
heraus gelebt,<br />
dazu eine tiefe Beziehung gehabt,<br />
sagte Zekorn. Für ihn sei „Maria<br />
die „consolatrix afflictorum“, „ die<br />
den Betrübten Trost spendet und<br />
einen neuen Weg im Leben eröffnet“.<br />
Dieses Gedenken habe ihn<br />
geprägt in der Pflege „einer großen<br />
Vielfalt menschlicher Beziehungen“.<br />
Schulte Staade habe „soziale<br />
Netzwerke gepflegt, lange<br />
bevor es diesen Begriff überhaupt<br />
gab“. Deswegen habe er auch „die<br />
Internationalität und die freundschaftlichen<br />
Verbindungen in die<br />
Niederlande, nach Belgien und<br />
Luxemburg“ so gepflegt, weil er<br />
die „geschwisterliche Begegnung<br />
in der Kirche“ als wichtig empfunden<br />
habe.<br />
Fürsorglich-familiäre<br />
Zuneigung<br />
Foto: AF<br />
„Ungezählte Kevelaerer, Pilger,<br />
Familie und Freunde“ hätten „diese<br />
fürsorglich-familiäre Zuneigung<br />
und Zuwendung erfahren.“<br />
Gleichzeitig sei das für manche<br />
„Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter<br />
nicht leicht“ gewesen, „weil<br />
immer zu dieser familiären Perspektive<br />
die Forderung nach einem<br />
ganz großen persönlichen Einsatz<br />
gehörte.“ Auf diese Weise habe er<br />
31 Jahre lang die Pfarrei gestaltet<br />
und vor allem in dieser Haltung<br />
über viele Jahre junge Leute begleitet<br />
„und ihnen geholfen, ihren<br />
Lebensweg zu finden.“ In den<br />
Kontext stellte er auch die letzten<br />
Worte gegenüber Gregor Kauling<br />
am Vorabend seines Todes: „Ihr<br />
müsst die Jugend zur Mutter Gottes<br />
führen und das Unsichtbare<br />
sichtbar machen.“ Deshalb habe<br />
Schulte Staade die Kevelaerer<br />
Kirchenliturgie so gestaltet, „dass<br />
das Sakrale, die geheimnisvolle<br />
Gegenwart des unsichtbaren Gottes<br />
ein bisschen sichtbar wird.“<br />
Die Worte „Selig sind, die bei Dir<br />
wohnen“ sollte jetzt „auch für den<br />
Rektor der Wallfahrt, der selbst<br />
Pilger war, endgültig in Erfüllung<br />
gehen.“<br />
Zum Abschluss zitierte Zekorn<br />
die Worte der Kirchenzeitung<br />
zum „25-jährigen Ortsjubiläum“<br />
von Richard Schulte Staade: „Wir<br />
schauen in diesen Tag als Pfarrei<br />
St. Marien in großer Dankbarkeit<br />
zurück auf das segensreiche<br />
Wirken unseres Pastors. Wir erleben<br />
einen Mann Gottes, geprägt<br />
von großer Religiosität, beeindruckender<br />
Schaffenskraft und<br />
Beharrlichkeit und einem überzeugenden<br />
Stehvermögen, wenn<br />
die persönliche Überzeugung dies<br />
erfordert.“<br />
Im Anschluss an das Requiem<br />
positionierte sich die Trauergemeinde<br />
am Priesterhaus, führte<br />
der Weg des Sarges vor das Gnadenbild.<br />
Pfarrer Gregor Kauling<br />
stimmte das „Ave Maria“, die Gemeinde<br />
das Lied „Maria breit den<br />
Mantel aus“ an. Anschließend zog<br />
die Prozession über die Hauptstraße<br />
vorbei an der St. Antonius-<br />
Kirche zum Friedhof. Dort wurde<br />
Schulte Staade beigesetzt.<br />
Alexander Florié-Albrecht<br />
Zeitzeugen erinnern sich -<br />
Fortsetzung auf Seite 14
Seite 2<br />
Kevelaerer Blatt Nr. 5 vom 30. Januar <strong>2020</strong><br />
Kurz gemeldet<br />
Schüler aus Kevelaer<br />
fahren nach Auschwitz<br />
Kevelaer. Schülerinnen und<br />
Schüler der Jahrgangsstufe Q2<br />
werden vom 6. bis 10. Februar das<br />
deutsche Konzentrations- und<br />
Vernichtungslager Auschwitz besuchen.<br />
Diesbezüglich findet am<br />
Dienstag, 18. Februar, ab 18.30<br />
Uhr ein Dokumentationsabend<br />
im Kardinal-von-Galen-Gymnasium<br />
über die Erfahrungen und<br />
gewonnenen Eindrücke der Schülerinnen<br />
und Schüler statt. In der<br />
ersten Etage werden Fotos und<br />
Filme gezeigt. Gerne beantworten<br />
die Schülerinnen und Schüler<br />
auch im persönlichen Gespräch<br />
Fragen zu der Exkursion.<br />
Freiwillige Helfer<br />
gesucht<br />
Kevelaer. Das Freiwilligen-<br />
Zentrum Gelderland sucht<br />
aktuell wieder für den Besuchsund<br />
Begleitdienst der Malteser in<br />
Kevelaer und Umgebung freiwillige<br />
Helferinnen und Helfer. Die<br />
Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig.<br />
So kann ein gemeinsamer<br />
Einkauf mit einer älteren Person<br />
oder die Unterstützung einer<br />
jungen Familie Teil des Einsatzes<br />
sein. Bei diesem Engagement ist<br />
es wünschenswert, dass die Helfer<br />
sich einmal in der Woche für<br />
circa zwei Stunden einbringen<br />
können. Diese Zeit ist nach Absprache<br />
mit der Kontaktperson<br />
frei wählbar.<br />
Bei Fragen während des Einsatzes<br />
steht immer eine Ansprechpartnerin<br />
zur Verfügung.<br />
Über diese Tätigkeit und weitere<br />
Möglichkeiten des ehrenamtlichen<br />
Engagements informiert die<br />
Mitarbeiterin des Freiwilligen-<br />
Zentrums, Sabrina Klink, gerne<br />
per Mail unter Sabrina.Klink@caritas-geldern.de<br />
oder telefonisch<br />
unter Tel. 02831-9102368.<br />
Trauergruppe „Trauer<br />
Treff Wegbegleiter“<br />
Kevelaer. Die Ambulante<br />
Hospizgruppe Niederrhein bietet<br />
am Sonntag, 2. Februar, in der<br />
Zeit von 15 bis 17 Uhr in der<br />
Geschäftsstelle in der Luxemburger<br />
Galerie, Neustraße 3-15 in<br />
Kevelaer, wieder ihre monatliche<br />
offene Trauergruppe „Trauer<br />
Treff Wegbegleiter“ an.<br />
Kostenloser Film in der<br />
ÖBS: Die grüne Lüge<br />
Kevelaer. Am Montag, 10.<br />
Februar, zeigt der Klimaschutz<br />
Kevelaer um 19.30 Uhr im Forum<br />
der Öffentlichen Begegnungsstätte<br />
Kevelaer den Film „Die grüne<br />
Lüge: Es ist nicht alles grün, was<br />
glänzt“. Inwiefern werden wir<br />
in unseren Kaufentscheidungen<br />
von dem Etikett der »Nachhaltigkeit«<br />
beeinflusst und dient dieses<br />
nur dazu, die Umweltzerstörung<br />
unsichtbar zu machen? Auf den<br />
Spuren dieser Vertuschung reist<br />
der Dokumentarfilmer Werner<br />
Boote um die Welt, um die Wahrheit<br />
hinter dem allgegenwärtigen<br />
Schlagwort aufzudecken. Von<br />
Palmöl über Kohleabbau bis zur<br />
Vertreibung der indigenen Völker<br />
für den Anbau von Futterpflanzen<br />
verfolgt Boote die Entstehung<br />
einiger weit verbreiteter<br />
Produkte und deckt die Schwächen<br />
im System auf.<br />
Fonds fördert Vereine und Verbände<br />
„Energie für Kevelaer“: Vier Kevelaerer Unternehmen stellen erneut 50.000 Euro zur Verfügung<br />
Kevelaer. Die Vereinslandschaft<br />
in Kevelaer ist groß und<br />
vielfältig. Über 130 Vereine, vom<br />
Angelclub Kervenheim und Bogensportverein<br />
Kevelaer über die<br />
Büchereien und die DLRG, die<br />
Fördervereine der Grundschulen<br />
und die Geselligen Vereine,<br />
die Chöre und Musikvereine,<br />
die Messdiener und den Schachclub,<br />
bis hin zum Theaterverein<br />
und dem VfR. Sie alle erhalten in<br />
diesen Tagen Post von vier Kevelaerer<br />
Unternehmen, die sich die<br />
Förderung der Vereine und Verbände<br />
in Kevelaer auf die Fahnen<br />
geschrieben haben.<br />
Die NiersEnergie GmbH, Stadtwerke<br />
Kevelaer, Bürgerwind Kevelaer<br />
GmbH & Co KG und Bürgerenergie<br />
Schwarzbruch-Nord<br />
GmbH & Co KG stellen erneut<br />
mit dem Fonds „Energie für Kevelaer“<br />
einen stattlichen Fördertopf<br />
zur Verfügung. 50.000 Euro stehen<br />
auch in <strong>2020</strong> zur Verfügung.<br />
Interessierte Vereine und Verbände<br />
können bis zum 31. März ihre<br />
Kinder singen im Pfarrheim<br />
Am Samstag, 8. Februar, und Sonntag, 9. Februar,<br />
tritt der Kinderchor St. Urbanus Winnekendonk im<br />
Pfarrheim in Wido jeweils um 14.30 Uhr und um<br />
16.30 Uhr mit dem Singspiel „Tischlein deck dich“<br />
auf. Karten für die Veranstaltung sind ab sofort im<br />
Schreibwarenladen Borghs-Sabolcec, Hauptstraße<br />
18 in Winnekendonk, erhältlich.<br />
Anträge einreichen. „Wir waren<br />
von der Resonanz überwältigt“<br />
resümiert Hans-Josef Thönnissen,<br />
Betriebsleiter der Stadtwerke und<br />
Geschäftsführer der NiersEnergie<br />
GmbH die Erfahrung des vergangenen<br />
Jahres. 2019 hatten die<br />
vier Unternehmen erstmals 50.000<br />
Euro gespendet. Und konnten damit<br />
78 Anträge unterstützten. „Es<br />
hat sich rumgesprochen, dass der<br />
Fonds ‚Energie für Kevelaer‘ recht<br />
unbürokratisch finanzielle Unterstützung<br />
bietet.“ Denn die Intention<br />
der Fondsgeber war und ist<br />
es, die Energie, die Vereine zur<br />
Bewältigung ihrer Aufgaben einsetzen,<br />
zu honorieren.<br />
Windkraft unverzichtbar<br />
Energie ist es auch, die zur<br />
Gründung des Fonds führte. Die<br />
Windenergie ist eine der tragenden<br />
Säulen des Klimaschutzes und<br />
der Energiewende in Deutschland.<br />
Auch in Kevelaer wird auf<br />
diese saubere, erneuerbare und<br />
Tipps der Woche<br />
Es gibt wieder die Chance auf<br />
den Heimat-Preis im Kreis Kleve<br />
Vorschläge können bis zum 10. März eingereicht werden<br />
Eine Gesamtsumme von<br />
10.000 Euro in diesem Jahr<br />
Kreis Kleve. Der Kreistag<br />
möchte auch in diesem Jahr wieder<br />
einen oder mehrere Heimat-<br />
Preise an verdiente Vereine oder<br />
Institutionen verleihen. Bis zum<br />
10. März <strong>2020</strong> (Poststempel) können<br />
alle Einwohner und Einrichtungen<br />
mit ihrem Sitz im Kreis<br />
Kleve und auch die Kreistagsfraktionen<br />
per Formblatt Vorschläge<br />
zur Verleihung des Heimat-Preises<br />
in der Kreisverwaltung einreichen.<br />
„Heimat.Zukunft.Nordrhein-<br />
Westfalen. Wir fördern, was Menschen<br />
verbindet“ heißt das vom<br />
Ministerium für Heimat, Kommunales,<br />
Bau und Gleichstellung NRW<br />
aufgelegte Förderprogramm, aus<br />
dem die vom Kreistag verliehenen<br />
Heimat-Preise bis zu einer Gesamtsumme<br />
von 10.000 Euro im Jahr<br />
<strong>2020</strong> gefördert werden können.<br />
Den Heimat-Preis des Kreises<br />
Kleve können Vereine und Institutionen<br />
erhalten, wenn ihr<br />
Wirken als kreisweit eingestuft<br />
werden kann und sich das Engagement<br />
auf mindestens einen<br />
der folgenden Bereiche bezieht:<br />
(1) Erhalt von Kultur und Traditionen<br />
sowie des regionalen<br />
Erbes, (2) Pflege und Förderung<br />
des Brauchtums und der typischen<br />
Lebensart im Kreis Kleve,<br />
(3) Erhalt und Stärkung sowie<br />
Weiterentwicklung des Zusammenlebens<br />
im Kreis Kleve (Heimat<br />
schaffen und erhalten), beispielsweise<br />
durch den Schutz<br />
der Natur sowie besondere Verdienste<br />
im Bereich der Integration<br />
und der Inklusion, (4) Bewahrung<br />
und Bewusstmachung<br />
der Lokalgeschichte des Kreises<br />
Kleve.<br />
Die Auswahl der Preisträger<br />
und auch die Entscheidung über<br />
die Anzahl der zu ehrenden Vereine<br />
und Institutionen obliegen dem<br />
Kreistag. Maximal drei Preisträger<br />
können jedoch in diesem Jahr<br />
den Heimat-Preis erhalten. Wer in<br />
einem Jahr bereits als Preisträger<br />
ausgewählt wurde, kann in den<br />
darauf folgenden Jahren nicht erneut<br />
mit dem Preis ausgezeichnet<br />
werden.<br />
Elektronische oder<br />
postalische Übermittlung<br />
Die Vorschläge können ausschließlich<br />
mittels Formblatt eingereicht<br />
werden. Dies steht im<br />
Internet unter www.kreis-kleve.<br />
de - Service & Dienstleistungen -<br />
Formulare - Heimatpreis zur Verfügung.<br />
Das ausgefüllte Formblatt<br />
muss die Kreisverwaltung spätestens<br />
bis Dienstag, 10. März <strong>2020</strong>,<br />
entweder elektronisch an info@<br />
kreis-kleve.de oder postalisch an<br />
Kreisverwaltung Kleve, Abteilung<br />
Zentrale Dienste, Nassauerallee<br />
15-23, 47533 Kleve, erreicht haben.<br />
„De Jäcksges“ singen in Kervenheim<br />
Am Samstag, 8. Februar, findet im Saal Brouwers<br />
in Kervenheim der 6. Kölsche Abend mit „de Jäcksges“<br />
statt. Einlass ist um 19 Uhr, Beginn um 20.30<br />
Uhr. Karten sind im Vorverkauf (10 Euro)unter anderem<br />
im Service Center des Rathauses in Kevelaer<br />
erhältlich. An der Abendkasse beträgt der Kartenpreis<br />
12 Euro.<br />
unabhängige Energieversorgung<br />
in Ergänzung zu anderen erneuerbaren<br />
Energien gesetzt. Aufgrund<br />
der vertraglichen Verpflichtungen<br />
bezüglich der Errichtung<br />
der Windkraftanlagen stellen<br />
die Stadtwerke Kevelaer jährlich<br />
20.000 Euro zur Verfügung und<br />
die NiersEnergie 10.000 Euro.<br />
Die Betreiber der Bürgerwind<br />
Kevelaer und der Bürgerenergie<br />
Schwarzbruch-Nord waren von<br />
der Fonds-Idee sofort angetan.<br />
Sie haben sich dazu bereit erklärt,<br />
den „Spendentopf“ freiwillig jährlich<br />
mit insgesamt 20.000 Euro<br />
weiter aufzustocken.<br />
„Die Energiewende ist zentral<br />
für eine sichere, umweltverträgliche<br />
und wirtschaftlich erfolgreiche<br />
Zukunft. Dabei ist die<br />
Windkraft ein wichtiges und unverzichtbares<br />
Standbein“, erläutert<br />
Gerd Baumgärtner von der<br />
Bürgerwind Kevelaer GmbH &<br />
Co KG. „Wir wollten in Kevelaer<br />
investieren und uns für unsere<br />
Region einsetzen. Daher unterstützen<br />
wir auch gerne den Fonds<br />
‚Energie für Kevelaer‘.“ Bürgermeister<br />
Dr. Dominik Pichler erklärt:<br />
„Ich freue mich, dass wir<br />
mit dem Fonds die so wichtige<br />
ehrenamtliche Tätigkeit unserer<br />
Bürgerinnen und Bürger nicht<br />
nur durch wertschätzende Worte,<br />
sondern auch durch konkrete Taten<br />
unterstützen können.“<br />
Vielfältige Bereiche<br />
Die mit dem Fonds „Energie für<br />
Kevelaer“ geförderten Bereiche<br />
sind sehr vielfältig: Jugend- und<br />
Altenhilfe wird ebenso gefördert<br />
wie Kunst und Kultur sowie Feuer-<br />
und Zivilschutz. Auch Sport<br />
sowie traditionelles Brauchtum<br />
und der Karneval werden gefördert,<br />
um nur einige der Bereiche<br />
zu nennen. Ein besonderes Augenmerk<br />
soll aber auch auf nachhaltige,<br />
umweltschützende und<br />
generationenübergreifende Projekte<br />
gelegt werden. Konkret bezuschusst<br />
werden beispielsweise<br />
Notdienste<br />
Ärztlicher Notdienst: Tel. 116 117 oder Faxabruf 0800 5895210<br />
Augenärztlicher Notdienst: Tel. 018<strong>05</strong> 04411070<br />
Zahnärztlicher Notdienst: Tel. 018<strong>05</strong> 986700<br />
Apothekennotdienst: Tel. 0800 0022833<br />
Hilfsangebote<br />
Anschaffungen von Material jeglicher<br />
Art oder öffentliche Veranstaltungen.<br />
Wichtig ist nur, dass<br />
keine Förderung durch die Wallfahrtsstadt<br />
Kevelaer gegeben ist.<br />
Zudem muss der Verein berechtigt<br />
sein, eine Zuwendungsbestätigung<br />
(ehemals Spendenquittung)<br />
auszustellen. Ein formloses<br />
Schreiben an die Stadtwerke<br />
Kevelaer mit einer kurzen Vorstellung<br />
der Maßnahme und eine<br />
Kostenaufstellung genügt.<br />
Antrag stellen für <strong>2020</strong><br />
Eine Antragsstellung für <strong>2020</strong><br />
hat bis zum 31. März zu erfolgen.<br />
Es werden auch rückwirkend<br />
Maßnahmen gefördert, sofern<br />
diese im laufenden Jahr durchgeführt<br />
wurden. Ansprechpartner<br />
für die Fondsbildung sind Wolfgang<br />
Toonen und Melanie Hahn.<br />
Sie stehen für Fragen sowohl<br />
unter Telefon: 02832/ 9313-14<br />
oder 9313-11 als auch persönlich<br />
zur Verfügung.<br />
4. Kevelaerer Ranzenbörse<br />
Kevelaer. Unter dem Motto<br />
„Auf den Rücken, fertig, los“<br />
findet am Samstag, 1. Februar,<br />
im Autohaus Herbrand, Wettener<br />
Straße 19, die 4. Ranzenbörse<br />
statt. Von 10 bis 14 Uhr<br />
gibt es nicht nur eine ausführliche<br />
Fachberatung zur Schulranzenwahl,<br />
auch im Hinblick<br />
auf Gesundheit und Sicherheit.<br />
Auf die Besucher wartet auch<br />
eine Riesenauswahl ergonomischer<br />
Marken-Schulranzen<br />
und Zubehör. Zudem kann der<br />
Nachwuchs sich im Schulranzenparcours<br />
„Myokraft“<br />
vom Therapiezentrum Bol<br />
versuchen, sich beim Kinderschminken<br />
verschönen lassen<br />
oder eine der weiteren Kinderaktionen<br />
ausprobieren.<br />
Foto: Veranstalter<br />
Polizei: Tel. 02823 1081999<br />
Weisser Ring: Tel. 01803 343434<br />
Opferhilfe Gewaltopfer: Tel. 0800 6546546<br />
Telefonseelsorge: Tel. 0800 1110111 o. 0800 1110222<br />
Offene Sprechstunde für Teenies: Tel. 02821 979256<br />
Schiedsamt Ost: N.N.<br />
Schiedsamt West: Liesel Borman, Tel. 02832 979923<br />
Demenztelefon: Tel. 0800 4004800 (Mo. - Fr. 8 - 16 Uhr)<br />
Suchtkranke Guttempler: Tel. 02832 2016<br />
Kreuzbund St. Marien: Tel. 02837 663627<br />
Caritas-Centrum, Marktstraße 35, Kevelaer<br />
• Allgemeine Sozialberatung: Di 15-17 Uhr, Do 10-12 Uhr<br />
• Beratung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene: Mi 14-15 Uhr,<br />
sowie nach Vereinbarung<br />
• Schuldnerberatung: Termine nach Vereinbarung<br />
• Freiwilligen-Zentrum: Mi 14-17 Uhr
Nr. 5 vom 30. Januar <strong>2020</strong><br />
Kevelaerer Blatt Seite 3<br />
Launige Sketche und lockerer<br />
Hüftschwung im Bühnenhaus<br />
Beim diesjährigen Frauenmittag der kfd und der Gemeindecaritas von St. Antonius<br />
Kevelaer stand wieder ein unterhaltsames Bühnenprogramm im Mittelpunkt<br />
Kevelaer. Der Frauenmittag der<br />
kfd und der Gemeindecaritas von<br />
St. Antonius Kevelaer geriet auch<br />
in diesem Jahr wieder zur kurzweiligen<br />
Veranstaltung. Das Konzert-<br />
und Bühnenhaus war mit<br />
knapp 250 Gästen bestückt, die<br />
nicht nur den Wortbeiträgen aufmerksam<br />
lauschten, sondern vor<br />
allem bei zahlreichen Tanzeinlagen<br />
und Sketches für mitreißende<br />
Stimmung sorgten.<br />
Die Vorsitzende der kfd, Karin<br />
Knechten, hielt ihre Ansprache<br />
kurz. Sie begrüßte die Anwesenden,<br />
bedankte sich bei denjenigen,<br />
die den Abend mitgestaltet hatten<br />
und betonte, dass ihre Arbeit bei<br />
der kfd zu einem „wichtigen und<br />
prägenden Wegbegleiter geworden“<br />
ist. Eine kurze Vorstellung<br />
des Programms folgte, bevor dann<br />
auch schon einige bunt gekleidete<br />
Kinder des St. Antonius-Kindergartens<br />
die Bühne betraten. Gemeinsam<br />
führten sie ihren „Regenbogentanz“<br />
auf und verliehen<br />
dabei begleitet von ruhigen Klängen<br />
vor allem der Bedeutung der<br />
Farben Ausdruck – Grün für die<br />
Hoffnung, Gelb für Fantasie, Lila<br />
für Weisheit und so weiter…<br />
Maria Verhaagh vom Vorstand<br />
der Gemeindecaritas St. Antonius<br />
Kevelaer stellte im Anschluss die<br />
Drei Wünsche frei.<br />
Die Theatergruppe der kfd sorgte mit ihren Sketches für gute<br />
Unterhaltung.<br />
Fotos: eg<br />
Arbeit der Gemeindecaritas und<br />
in diesem Zuge auch die Aktion<br />
„Eine Million Sterne“ vor, die im<br />
vergangenen Jahr „erstmals im<br />
Zusammenwirken mit den Ortsgruppen<br />
der Gemeindecaritas im<br />
Forum Pax Christi“ verwirklicht<br />
werden konnte. An der weltweit<br />
stattfindenden Aktion beteiligen<br />
sich in Deutschland 800 bis 1000<br />
Städte, erklärte Verhaagh. Ziel der<br />
Aktion ist es, eine Million Lichter<br />
zu entzünden. „Der Verkaufserlös<br />
der Kerzen kommt dann dem<br />
Hilfswerk Caritas international<br />
der Flüchtlingshilfe zu.“ Sie rief<br />
zum Mitmachen auf, erinnerte<br />
an die Nächstenliebe und richtete<br />
ihren Appell an die Anwesenden:<br />
„Es gibt nichts Gutes, außer man<br />
tut es.“<br />
Große Spendenbereitschaft<br />
Anschließend stellten Maike<br />
Spans und Steffen Willemsen die<br />
Kevelaerer Ameland-Lager vor.<br />
Die Berichte von den zahlreichen<br />
Erlebnissen der Jungen- und<br />
Mädchenlager untermauerten sie<br />
mit Bildern, die viele der Anwesenden<br />
an ihre eigene Zeit in den<br />
früheren Lagern zurückdenken<br />
ließen. Der Dank der Betreuer<br />
galt vor allem den zahlreichen<br />
Helfern und Spendern. Die Lager<br />
finanzieren sich ausschließlich<br />
über die Beiträge der Eltern, sagte<br />
Willemsen. Die Kosten jedoch, die<br />
würden stetig steigen. Da würde<br />
schließlich auch die „große Spendenbereitschaft<br />
in Kevelaer“ dazu<br />
beitragen, dass die Abläufe trotzdem<br />
weiter funktionieren. Hierfür<br />
sprachen beide einen großen<br />
Dank aus.<br />
Pastor Andreas Poorten drückte<br />
„große Hochachtung“ vor den<br />
Organisatoren der Ameland-Lager<br />
aus. Auch er selbst ist jährlich<br />
auf der Insel vor Ort und besucht<br />
als Pastor die Lager. Bei den Helferinnen<br />
der Frauengemeinschaft<br />
bedankte er sich für das große Engagement.<br />
Nach einer musikalischen Einstimmung<br />
und der Kaffeetafel<br />
folgten zahlreiche Sketches und<br />
Tanzeinlagen. „Die Prämie“ sollte<br />
hierbei eine Autofahrerin erhalten,<br />
die sich auf dem Roermonder<br />
Platz in einer Verkehrskontrolle<br />
vorbildlich verhalten habe. Ihren<br />
Alkoholkonsum und die Aussage<br />
„Jetzt kann ich endlich meinen<br />
Führerschein machen“ hätte sie<br />
nach Übergabe der 1000-Euro-<br />
Prämie wohl besser verschwiegen.<br />
Die Belehrung ihrer Mutter<br />
„Ich hab‘ dir immer gesagt, das<br />
geht nicht gut mit dem geklauten<br />
Auto“ setzte dem Ganzen schließlich<br />
die Krone auf, ließ die Hoffnung<br />
auf die Prämie endgültig<br />
verfliegen und sorgte im Publikum<br />
für tosenden Applaus und<br />
langanhaltendes Gelächter. „Die<br />
Lumpenhanne“ rief im Anschluss<br />
nicht weniger Begeisterung hervor,<br />
als sie im Job-Center nicht<br />
nur sich selbst in wenig gutes<br />
Licht stellt, sondern auch ihre Familiensituation<br />
unverblümt ausplaudert<br />
: „Was macht Ihr Mann?“<br />
„Nix.“ „Und Ihr ältester Sohn?“<br />
„Der hilft ihm dabei.“<br />
Nach Bayern und Kuba<br />
Die „Landfrauen“ bewegten sich<br />
dann mit ihren Tänzen zunächst<br />
mit „Hulapalu“ in bayrische Gebiete<br />
und brachten mit „Fiesta<br />
Cubana“ sommerliche Urlaubsklänge<br />
ins Bühnenhaus.<br />
Die während der Veranstaltung<br />
durchgeführte Sammlung von<br />
Spenden erbrachte in diesem Jahr<br />
1.070 Euro. Das sei „so gut wie<br />
schon lange nicht mehr“, sagte<br />
Karin Knechten. Von dem Geld<br />
gehen 720 Euro an die Ameland-<br />
Lager und 350 Euro kommen der<br />
Theaterkasse zugute.<br />
Das Finale vereinte schließlich<br />
die Theatergruppe der kfd und die<br />
Landfrauen auf der Bühne, während<br />
diese in unterhaltsamer Aufmachung<br />
zahlreiche Frauen wie<br />
(ich fand sie irgendwo, allein in<br />
Mexiko…) Anita, Anneliese (ach<br />
Anneliese, warum bist du böse auf<br />
mich?) und Mary-Lou besangen.<br />
Mit dieser Darbietung zahlreicher<br />
musikalischer Klassiker sorgten<br />
die Frauen für ein schunkelndes,<br />
laut mitsingendes Publikum.<br />
Elena Gavriil<br />
Es geht weiter für die kfd Wetten<br />
Die Vereinigung wird die Arbeit fortsetzen – obwohl der Vorstand nicht komplett ist<br />
Präses Pfarrer Klaus Klein-Schmeink, Kassiererin Wilma Vos,<br />
Liesel Bay, Barbara Steeger und Claudia Gipmans sind optimistisch,<br />
was die Zukunft der Wettener kfd angeht. Foto: AF<br />
Wetten. Wie geht es mit der<br />
kfd Wetten weiter? Diese Frage<br />
trieben sicher viele Frauen vor<br />
der Jahreshauptversammlung der<br />
Vereinigung im Wettener Pfarrhaus<br />
um. Es gab keine Teamsprecherin<br />
und keine Geschäftsführerin<br />
mehr. Die Kassiererin<br />
ist verstorben. Da konnte man<br />
schon befürchten, dass das nicht<br />
mehr ewig gut gehen kann. „Wir<br />
haben im zweiten Jahr zwar kein<br />
festes Team mehr. Aber wir haben<br />
es gut geschafft, Frauen dazu zu<br />
motivieren, Aufgaben zu übernehmen“,<br />
bilanzierte die frühere<br />
Vorsitzende und neue Kassiererin<br />
Wilma Vos am Ende des Treffens,<br />
an dem 36 Frauen teilgenommen<br />
hatten.<br />
Selbst war Vos, die eigentlich<br />
nicht mehr für Ämter kandidieren<br />
wollte, dabei vorangegangen<br />
und hatte sich für die verstorbene<br />
Irmgard Paeßens zur Schatzmeisterin<br />
wählen lassen. Dazu<br />
kam noch Claudia Gipmans, die<br />
sich zwar nicht zur Schriftführerin<br />
wählen ließ, aber die Aufgabe<br />
von Barbara Steeger trotzdem<br />
übernimmt. „Liesel Bay,<br />
die bis 2019 Teamsprecherin<br />
war, übernimmt noch ganz viele<br />
Aufgaben. Und es gibt reichlich<br />
Frauen, die unsere Basare, Seniorennachmittage<br />
und andere Veranstaltungen<br />
gestalten.“ So lasse<br />
sich die Arbeit der kfd fortsetzen,<br />
meint Vos.<br />
Trotzdem hoffe man weiter,<br />
dass sich für diese vakanten Posten<br />
noch jemand findet – vielleicht<br />
auch aus dem Kreis der<br />
jüngeren Frauen, die sich in dem<br />
noch sehr jungen Literaturkreis<br />
zusammengefunden haben. Eine<br />
der treibenden Kräfte dort ist die<br />
(Noch-) Ortsvorsteherin Beate<br />
Clasen, die im Anschluss sogar<br />
von einer „Aufbruchstimmung“<br />
innerhalb der Wettener kfd-Frauen<br />
und einem „erfolgreichen Jahr“<br />
der kfd 2019 sprach. Man konnte<br />
feststellen, dass „Dinge wie der<br />
Seniorenmittag oder die Ausflüge“<br />
von den Aktiven der insgesamt<br />
170 Mitglieder begleitet werden.<br />
„Für die Mitglieder haben wir ja<br />
fast alles freigestellt – bis auf die<br />
fünf Euro für das Lachseminar“,<br />
was man in diesem Jahr auf jeden<br />
Fall nochmal mit der Kamp-Lintforterin<br />
Heidemarie Wahl wiederholen<br />
will, sagte Clasen.<br />
Im Rahmen der Versammlung<br />
wurde auch der neue Pastor Klaus<br />
Klein-Schmeink als Präses einstimmig<br />
gewählt. Zuvor hatte er<br />
sich ausführlich vorgestellt, einiges<br />
zu seiner persönlichen Biographie<br />
ausgeführt und mit seiner<br />
Art der Ansprache Anklang<br />
gefunden. „Der ist positiv auf die<br />
Leute zugegangen und kommt auf<br />
den Punkt“, freute sich Clasen darüber,<br />
dass eine solche Persönlichkeit<br />
jetzt diesen Posten bekleidet.<br />
Alexander Florié-Albrecht<br />
Der Busman<br />
Mit Schaatsen schaatsen gehen – lang<br />
ist’s her<br />
Aktuelle<br />
Wetterberichte<br />
lassen uns wieder einmal,<br />
vermutlich vergeblich, von<br />
winterlichen Temperaturen<br />
träumen. Wenn es zurzeit<br />
nachts auch lecker kalt<br />
ist, was nützt mir das<br />
bei den Plustemperaturen<br />
tagsüber? Trotzdem<br />
kommen da ja doch<br />
ein paar Wünsche nach<br />
Eis und Schnee auf,<br />
oder? Ja, wenn es schon<br />
ans Träumen geht, dann<br />
doch gleich auch in Verbindung<br />
mit schönen Erinnerungen<br />
an „Eisjahre“, wie<br />
es sie z.B. in 2010 oder 2017 gegeben<br />
hat oder „ein paar Jährchen“<br />
weiter zurück in 1975. Da<br />
hatte nach einer ausreichenden<br />
Frostperiode auch das Baggerloch<br />
hinter „de Schravelse Bur“<br />
eine Eisdecke; ob dort aber<br />
das beliebte „Schaatsen“ möglich<br />
war, weiß ich leider nicht<br />
(mehr).<br />
Die 45 Jahre alte Aufnahme<br />
zeigt übrigens nicht die<br />
Schravelener Eisfläche, sondern<br />
eine Szene aus dem benachbarten<br />
Tüschenwald.<br />
Kurz gemeldet<br />
Hüsch zu Ehren<br />
Gleichwohl hilft sie mir, die<br />
Erinnerung an eine Zeit<br />
zu bewahren, als die berüchtigte<br />
Klimaerwärmung noch<br />
nicht in aller Munde war. Damals<br />
jedenfalls schnallten<br />
wir uns die Schaatsen<br />
unter die Schuhe,<br />
egal wie alt sie auch waren;<br />
Mutters oder Omas<br />
Einmachgummis taten<br />
dann zur Not ganz gute<br />
Dienste.<br />
Aber ich fürchte, dass es<br />
wohl für geraume Zeit<br />
doch bei den anfangs erwähnten<br />
vergeblichen Träumereien<br />
bleiben wird / muss.<br />
Mechel versucht, dem<br />
Ganzen eine positive Seite<br />
abzugewinnen und denkt<br />
dabei an ihren lieben Gatten:<br />
„Sit doch tefreje met dat Wär.<br />
Nauw kann nimmes tummlemboll<br />
schiete, op de Kond<br />
falle on sech de Knöök bräke<br />
on gej ok ni met owe schwoare<br />
Körv.“<br />
Euer Hendrick<br />
Kevelaer. Ein kostenloser Vortrag über den niederrheinischen<br />
Künstler Hanns Dieter Hüsch findet am Mittwoch, 12. Februar, von 19<br />
bis 20.30 Uhr im Forum der Öffentlichen Begegnungsstätte in Kevelaer<br />
statt. Anmeldung erforderlich bei der VHS, Tel. 02823-973113.<br />
Anzeige<br />
wirkt<br />
Anders<br />
ist nicht<br />
verkehrt<br />
Finisage<br />
engel<br />
In eine szenische Collage, aufgeführt<br />
DER AKtIon/AuSStELLunG<br />
von MalColM liChtenberger<br />
und<br />
thoMas brokaMp (Kleve),<br />
von<br />
thematisieren sie das Leben und Werk<br />
von<br />
anaCharsis Cloots, der 1755<br />
aloys CreMers<br />
anders<br />
auf Schloss Gnadenthal in Donsbrüggen<br />
geboren und im Jahre 1794 hingerichtet<br />
wurde. Cloots setzte sich im Rahmen der<br />
Französischen Revolution für die univer-<br />
selle Gültigkeit der der Menschenrechte<br />
ein, was bedeutet, dass diese nicht an<br />
Staatsgrenzen gebunden sein darf. Sein<br />
A M n I E D E R R h E I n<br />
politisches Ziel war eine universelle Republik,<br />
die sich über die ganze Welt aus-<br />
„... letzte Woche noch wurde ich in Kleve wieder als niederrheinische dARTagnan<br />
auf die Barrikaden gerufen. Noch immer reite ich auf mein Steckenpferd.<br />
Irgendwann kostet mich das hier auch meinen Kopf: so wie Anacharsis Cloots (Verfechter dehnen sollte und deren Souverän die<br />
der universellen Gültigkeit der Menschenrechte, welche die Befreiung der intellektuell, politisch<br />
und sozial Unmündigen bewirken sollten) in Paris unter der Guillotine landete...“ Menschheit sein sollte. Die Aufführung<br />
Es freut mich dann auch sehr, mit diese Collage von Malcolm lichtenberger stellt auch Bezüge zur aktuellen Situation<br />
und thomas brokamp an anacharsis Cloots zu erinnern. (aloys) der Menschenrechte her.<br />
sonntag, 2. Februar, 17 Uhr<br />
Galerie für Bilder, Texte und allerhand mehr<br />
Busmannstraße 28, 47623 Kevelaer,<br />
Tel. 01577 5438095<br />
Öffnungszeiten:<br />
Mi., Do. & Fr. 15 - 18 Uhr u. Sa. 13 -15 Uhr<br />
sowie nach telefonische Vereinbarung<br />
anaCharsis Cloots
Seite 4<br />
Kevelaerer Blatt Nr. 5 vom 30. Januar <strong>2020</strong><br />
Kultur in Kürze<br />
Familienkonzert auf<br />
Schloss Wissen<br />
Weeze. Die Schauspieler und<br />
Sänger „FUG UND JANINA“ sind<br />
unermüdlich unterwegs und<br />
begeistern, mit ihren Tenor-<br />
Ukulelen bewaffnet, inzwischen<br />
bundesweit mit ihrer Musik-<br />
Show Kinder wie Erwachsene<br />
gleichermaßen. Und jetzt kommen<br />
sie nach Weeze. Insbesondere<br />
Kindern muss man Fug und<br />
Janina nicht mehr vorstellen,<br />
denn die beiden sympathischen<br />
Multi-Talente sind seit Jahren<br />
beliebt und bekannt aus den<br />
sehr erfolgreichen TV-Formaten<br />
„Wissen macht AH!“, Die Sendung<br />
Mit Der Maus (KIKA) und<br />
vielen anderen. „Die Fug und<br />
Janina Show“ kommt am Sonntag,<br />
dem 2. Februar zu Besuch<br />
zu den Weezer Schloss Wissener<br />
Familienkonzerten. Los geht es<br />
für Klein und Groß um 16 Uhr im<br />
historischen Saal. Hier steht die<br />
Freude an der Musik im Mittelpunkt.<br />
Die spontanen Moderationen<br />
der Show leben von einer<br />
starken Interaktion mit dem<br />
Publikum. Die selbstkomponierten<br />
Lieder laden zum Mitsingen,<br />
Mitmachen, Mittanzen ein und<br />
behandeln Themen wie zum Beispiel<br />
Glück teilen, Freundschaft,<br />
Geburtstag, Sockenlöcher, Abschied<br />
vom Haustier, verregnete<br />
Sommertage, eingebildete Erkältungsbakterien,<br />
Matschepfützen<br />
oder kleine Frösche mit großen<br />
Ambitionen. Eine Familienkarte<br />
für das Konzert kostet 10 €, einzelne<br />
erwachsene Personen zahlen<br />
6,50 €. Die Karten sind bei der<br />
Gemeinde Weeze, Fachbereich<br />
1, Zentrale Dienste, Büro für<br />
Kultur und Tourismus (Zimmer<br />
6) innerhalb der Öffnungszeiten<br />
des Rathauses erhältlich. Weitere<br />
Informationen telefonisch unter:<br />
02837 - 910 116 / 118.<br />
Cremers-Finissage und<br />
Menschenrechte<br />
Kevelaer. Aloys Cremers malt,<br />
getreu seinem Wahlspruch „Anders<br />
ist nicht verkehrt“, nicht nur<br />
seine Engel anders. So geschehen<br />
im Dezember in der wort.werk-<br />
Galerie zugunsten der Kerpenkate-Stiftung<br />
Kevelaer. Eine<br />
Ausstellung schloss sich an und<br />
zeigt derzeit noch Arbeiten aus<br />
verschiedenen Schaffensperioden<br />
des Künstlers, der kürzlich 70<br />
wurde. Cremers wirft in Bildern<br />
und Worten einen ganz eigenen<br />
Blick auf Kunst und Kultur im<br />
Kontext zeitgeschichtlicher Umbrüche<br />
und Erfahrungen. Zur Finissage<br />
in der wort.werk-Galerie<br />
auf der Busmannstraße am Sonntag,<br />
2. Februar, 17 Uhr, erwartet<br />
die Besucher nun eine Aufführung<br />
besonderer Art. Mit einer<br />
szenischen Collage erinnern Malcolm<br />
Lichtenberger und Thomas<br />
Brokamp an Leben und Werk von<br />
Anacharsis Cloots, der 1755 auf<br />
Schloss Gnadenthal in Donsbrüggen<br />
geboren und im Jahre 1794<br />
hingerichtet wurde. Cloots setzte<br />
sich während der Französischen<br />
Revolution für die universelle<br />
Gültigkeit der Menschenrechte<br />
ein und proklamierte, dass diese<br />
nicht an Staatsgrenzen gebunden<br />
sein dürfe. Sein politisches Ziel<br />
war eine Republik, die sich über<br />
die ganze Welt ausdehnen und<br />
deren Souverän die Menschheit<br />
sein sollte. Die Aufführung stellt<br />
Bezüge zur aktuellen Situation<br />
der Menschenrechte her.<br />
Kevelaer. Es gab einen besonderen<br />
Moment an diesem „Löwen“-Abend,<br />
der so intim und<br />
persönlich war, dass das Publikum<br />
fast den Atem anhielt. Dieser<br />
Moment fand Raum, als der aus<br />
München stammende, aber heute<br />
in Essen lebende Pianist Christian<br />
Christl erzählte, wie er auf<br />
einem Festival 1994 spontan ins<br />
Vorprogramm von Ray Charles<br />
gehievt wurde. Der verspätete<br />
sich, Christl spielte seinen Boogie-Woogie,<br />
bis er das Zeichen bekam.<br />
„Und als mir die Bodyguards<br />
bedeuteten: „Bruder Ray will Dich<br />
treffen“, da war das schon was Besonderes<br />
für mich“, gestand der<br />
57-Jährige, der dann noch von<br />
der Legende geadelt wurde: „Du<br />
spielst so gut–hör´niemals auf !“,<br />
erzählte Christl dem Publikum<br />
im pickepackevollen „Löwen“,<br />
ehe er zu Ehren des Meisters das<br />
stimmungsvolle „Georgia on my<br />
mind“ anstimmte.<br />
Bayoogie<br />
Kevelaer. Es schien, als hätten<br />
sie die Welt um sich herum vergessen<br />
– so gebannt lauschten<br />
die zehn Kinder im „Goldenen<br />
Apfel“ an diesem Nachmittag den<br />
Worten des Mannes am Klavier.<br />
„Wer von Euch hat Lust, mal je<br />
eine Strophe von dem Lied zu singen?“,<br />
fragte Johannes Stammen<br />
in die erwartungsvolle Runde der<br />
kleinen „NachwuchssängerInnen.“<br />
Sofort streckten sich ihm die<br />
Finger entgegen. „Na dann, los“,<br />
lachte der 66-Jährige und ließ seine<br />
Finger über das Klavier gleiten,<br />
während die Kinder mit allem,<br />
was die Lungen hergaben, jeder<br />
die jeweiligen Zeilen des Liedes<br />
„Zirkus Fantasie“ wiedergaben.<br />
„Klasse“, meinte Stammen.<br />
Pommes, Polonäse<br />
und Süßigkeiten<br />
Im Anschluss daran zeigten die<br />
Kinder von sich aus mal, wie lustig<br />
so eine Probe aussehen kann –<br />
und stimmten gemeinsam schreitend,<br />
klatschend und tanzend ihre<br />
lustige „Pommesbuden-Polonäse“<br />
an. Danach gab´s erstmal eine<br />
Pause – und was Leckeres zum<br />
Naschen. „Ich fühle mich hier<br />
wie bei der Fütterung der Raubtiere“,<br />
meinte Stammen und hielt<br />
die Tüte etwas höher, um die Süßigkeiten<br />
zu retten. „Die Pause<br />
machen wir immer aus pädagogischen<br />
Gründen. Es ist für Kinder<br />
nicht so leicht, sich durchgehend<br />
so zu konzentrieren“, erzählte er.<br />
Seit November vergangenen<br />
Jahres bemüht er sich mit seinem<br />
Musik für Sohle und Seele<br />
Das Quartett um den Boogie-Woogie-Pianisten Christian Christl brachte den „Löwen“<br />
beim ersten Jazzkonzert des Jahres zum Kochen<br />
Boogie Woogie meets Rock‘n‘Roll im Goldenen Löwen in Kevelaer.<br />
Bastian Korn und Christian Christl in Aktion.<br />
Foto: AF<br />
Foto: AF<br />
Mit Stimme, Spaß und Fantasie<br />
Zehn Kinder lernen im „Theaterchor Niederrhein Kids“ den Spaß am Singen.<br />
Neue Mitglieder sind willkommen<br />
Die „Theaterchor Niederrhein Kids“ proben donnerstags ab 17 Uhr im „Goldenen Apfel“. Foto: AF<br />
an diesem Tag erkrankten Kollegen<br />
Elie Wakeem vom „Theaterchor<br />
Niederrhein“, den Kindern<br />
die Freude am Gesang zu vermitteln.<br />
„Unser erster Auftritt<br />
war das Weihnachtssingen im<br />
Dezember“ erinnert sich Stammen,<br />
wie es eigentlich zu diesem<br />
Projekt gekommen war. Damals<br />
hatte man einfach mal die Idee,<br />
in Kostümen des 19. Jahrhunderts<br />
an zwei Dezember-Wochenenden<br />
Weihnachtslieder zu singen – und<br />
das sollte dann auch mit Kindern<br />
vonstatten gehen.<br />
„Wir haben dann erst mal im<br />
Chor rumgefragt“, erzählt der<br />
Sänger mit Bassstimme. Und das<br />
Interesse der sangesbegeisterten<br />
Eltern, ihren Kids auch ein Forum<br />
für dieses besondere Hobby zu geben,<br />
war von vornherein gegeben.<br />
An einem Tag gingen die Kinder<br />
mit – und waren begeistert. „Kalt<br />
war´s , aber sehr schön. Wir sind<br />
sogar vor die Krippe gezogen“,<br />
erzählt der achtjährige Leo. „Das<br />
war voll cool und was Besonderes“,<br />
ergänzte der zwei Jahre ältere<br />
Janesh.<br />
Freude fördern<br />
Seitdem versammelt sich die<br />
kleine Gruppe regelmäßig jeden<br />
Donnerstag zwischen 17 und 18<br />
Uhr, versuchen die beiden engagierten<br />
„Lehrer“, den Kids etwas<br />
von ihrer Begeisterung für Musik<br />
weiterzugeben. „Wir wollen hier<br />
keine „Gesangstars“ züchten, sondern<br />
die Freude am Gesang fördern“,<br />
meint Stammen, der selbst<br />
seit dem neunten Lebensjahr<br />
singt und seit zwei Jahren den<br />
Kirchenchor Wemb leitet. „Kinder<br />
sind viel impulsiver. Du musst bei<br />
ihnen ein vernünftiges Konzept<br />
haben, um sie bei der Stange zu<br />
halten“, erkennt er aber in der Herangehensweise<br />
schon einen wesentlichen<br />
Unterschied.<br />
Stammen ist besonders glücklich<br />
darüber, dass es in dem doch<br />
relativ kurzen Zeitraum schon<br />
einen echten Fortschritt zu beobachten<br />
gibt. „Beim ersten Mal waren<br />
alle schüchtern, und wenn ich<br />
da jetzt sehe, dass die selbst Strophen<br />
singen wollen, dann geht<br />
mir das Herz auf.“<br />
Ähnlich sieht es Elie Wakeem.<br />
Der 19-jährige gebürtige Syrer hat<br />
Seit den 80er-Jahren hat der aus<br />
Altbayern stammende Christl seine<br />
ganz spezielle Musikmischung<br />
„Bayoogie“ – ein Mix aus Boogie<br />
Woogie, Blues und der Musik von<br />
den Bayous in Louisiana – kontinuierlich<br />
weiterentwickelt. Ein<br />
gutes Stück davon konnte man an<br />
diesem Abend in den drei Musikblöcken,<br />
die er und seine Mitstreiter<br />
zum Besten gaben, wahrnehmen.<br />
Das Motto des Abends war aber<br />
„Boogie Woogie meets Rock´n<br />
Roll“ - verkörpert durch Christl<br />
und den Pianisten Bastian Korn<br />
als kongenialem Partner.<br />
Korn – früher oft mit seiner<br />
Band und „Rockpalast“-Begründer<br />
Peter Rüchel unterwegs und<br />
selbst Solist deutschsprachiger<br />
Popsongs, packte an diesem<br />
Abend mehrfach gemeinsam mit<br />
seinem Zwillingsbruder Barney<br />
in die Kiste der Rock‘n‘Roll-Historie,<br />
als Chuck Berry und Jerry<br />
Lee Lewis angesagt waren.<br />
Sein Zwillingsbruder sorgte den<br />
Abend über für den flüssigen Beat<br />
am Schlagzeug.<br />
Mit „Tutti Frutti“, „Sweet little<br />
Rock‘n‘Roller“, All shook up“ von<br />
Elvis oder „Whole lotta shakin´goin´<br />
on“ konnte Bastian Korn das<br />
Publikum mitreißen - unterstützt<br />
auch von dem Bluesharpspieler<br />
Christian Noll, der schon mit dem<br />
„Grammy“-Gewinner Sugar Blue<br />
auf der Bühne stand. Ähnlich wie<br />
Jerry Lee Lewis stand Korn auch<br />
auf, flog stehend mit den Händen<br />
über die Tasten und brachte<br />
so Dynamik in die Runde. Abgeklärter,<br />
musikalisch aber nicht<br />
weniger „temperamentvoll“ kam<br />
Christl in Kombination mit den<br />
Begleitern rüber.<br />
Vom „Honky Tonk Train Blues“,<br />
wo man tatsächlich das Rollen der<br />
Wagen zu hören schien, über „Pinetop´s<br />
Boogie Woogie“ aus den<br />
1920ern und dem New-Orleans-<br />
Klassiker „Iko Iko“ , wo er dem<br />
Publikum zeigte, „wie man dazu<br />
am besten falsch klatschen kann“<br />
plus Ray Charles und Bluesballaden<br />
reichte die Palette – mal<br />
zu zweit, mal zu dritt und zum<br />
Schluss vierhändig am Klavier.<br />
Den passenden Abschluss bot der<br />
stampfende „Bye bye Baby Blues“<br />
- und jeder, der dabei war, dürfte<br />
sich darüber gefreut haben, an<br />
diesem Abend nicht woanders gewesen<br />
zu sein.<br />
Aflo<br />
in seiner Heimat Damaskus unter<br />
lebensgefährlichen Bedingungen<br />
einen Kinderchor geleitet und hat<br />
eine ganz tiefen inneren Bezug<br />
zum Singen und zu der Arbeit mit<br />
Kindern. „Ich möchte mich nicht<br />
Kinderchorleiter nennen, sondern<br />
ein Kind im Chor“, meint der junge<br />
Mann bescheiden. „Und wenn<br />
ich sehe, wie zufrieden die Kinder<br />
sind bei der Probe, dann freut<br />
mich das am meisten.“<br />
Keine Noten,<br />
keine Langeweile<br />
Singen, egal wo und mit wem,<br />
„das ist das Wichtigste.“ Und man<br />
spüre, dass die Kinder einfach<br />
Lust haben zu lernen. „Aber wir<br />
müssen jedes Mal was Neues finden,<br />
damit sie keine Langeweile<br />
haben.“ Vieles laufe in Verbindung<br />
mit aktivem Singen, das hätten er<br />
und Stammen bei einem Kurs in<br />
Münster gelernt. Und die Kinder<br />
müssten keine Noten in der Hand<br />
haben, erzählte Wakeem.<br />
Die Kinder selbst, die finden<br />
den Ansatz einfach nur toll. „Wir<br />
machen zu den Liedern bestimmte<br />
Bewegungen“, beschrieben die<br />
neunjährigen Theresa und Amelie,<br />
wie sie die Stunden erleben.<br />
Zum Abschluss der Stunde<br />
stimmten die Kinder tanzend und<br />
singend das Lied „Wir sind Kinder<br />
einer Welt“an. Elie Wakeem hofft,<br />
dass es bei dieser Kerngruppe<br />
nicht bleibt. „Unsere Türen sind<br />
geöffnet. Jedes Kind ist willkommen.“<br />
Alexander Forié-Albrecht
Nr. 5 vom 30. Januar <strong>2020</strong><br />
Kevelaerer Blatt Seite 5<br />
Poltergeist der politischen Pointe<br />
Wilfried Schmickler plädiert im Kevelaerer Bühnenhaus für kluge Köpfe<br />
Tribute-Konzert für ABBA<br />
Kevelaer. „Täglich, täglich, unbeweglich,<br />
regungslos und nichts<br />
im Sinn, endlos, endlich, unverständlich,<br />
her und hin, unbeweglich<br />
wie ich bin...“. Es ist ein Hagenbuch-Zitat<br />
aus dem Vermächtnis<br />
des Hanns Dieter Hüsch, das<br />
dem geneigten Kabarettbesucher<br />
im zweiten Teil des Programms<br />
„Kein zurück“ die Nähe Wilfried<br />
Schmicklers zu dem Niederrheindichter<br />
plakativ vor Augen führt.<br />
Denn bei vielen Texten, Liedern<br />
und Gedichten, die Schmickler<br />
zuvor im ausverkauften Bühnenhaus<br />
auf Kevelaerer und Konsorten<br />
losgelassen hat, fühlte man<br />
sich an den politischen Hüsch der<br />
frühen Jahre erinnert, bevor sich<br />
dieser mit den vermeintlich einfachen<br />
niederrheinischen Küchenmenschen<br />
wiedervereinigte.<br />
Unbeweglichkeit kann man<br />
Wilfried Schmickler keinesfalls<br />
vorwerfen, schon gar nicht geistige,<br />
dazu analysiert er zu zutreffend<br />
die Asozialität sogenannter<br />
Sozialer Netzwerke und das wahre<br />
Interesse hinter den Datenkraken<br />
wie Google. Hin und her<br />
hetzt er zwischen politischen und<br />
gesellschaftlichen Themen, zeigt<br />
null Toleranz gegen Intoleranz,<br />
wettert wütend gegen alte Betonköpfe<br />
und neue Nazis, wirbt für<br />
offene Grenzen und klare Kante.<br />
Wilfried Schmickler<br />
Das muss man alles erstmal<br />
unter einen Hut, respektive in<br />
einen Kopf kriegen. Schmickler<br />
schafft das und er kriegt‘s auch<br />
wieder raus und in den Raum<br />
und rüber zum Publikum. Mal<br />
böse polternd, mal leise weinend,<br />
mal stolpernd dichtend und mal<br />
frech flötend - aber nie lächerlich.<br />
Am Ende des Programms stellt<br />
man fest, dass man zwei Stunden<br />
politisches Kabarett gesehen hat,<br />
ohne sich ein einziges Mal kaputtgelacht<br />
zu haben, und wahnsinnig<br />
viel von dieser brachialen<br />
Energie eingefangen hat, die Wilfried<br />
Schmickler auszeichnet. Er<br />
ist nicht der Kabarettist der leisen<br />
Zwischentöne, er ist der Poltergeist<br />
der politischen Pointe. Er<br />
haut oft einfach mit der Faust auf<br />
den Tisch, wo andere eben nur<br />
Foto: nick<br />
eine flache oder gar hohle Hand<br />
in petto haben. Trotz aller Polterei<br />
kommt dabei aber auch der poetische<br />
Geist nie zu kurz.<br />
Langer Applaus für zwei Stunden<br />
anständiger Anstrengung, die<br />
zeigt, dass Anständigkeit eben anstrengend<br />
sein kann - aber, wenn<br />
man ganz ehrlich bleibt, auch alternativlos<br />
ist.<br />
Michael Nicolas<br />
Kevelaer. „ABBA – The<br />
Tribute Concert“ kommt am<br />
5. Februar in das Konzerthaus<br />
nach Kevelaer. Mit Waterloo<br />
eroberten ABBA 1974 den<br />
Pop-Olymp, in den darauf<br />
folgenden Jahren schrieben sie<br />
Musikgeschichte. Keine andere<br />
Band schenkte der Welt ein<br />
vergleichbares musikalisches<br />
Gesamtwerk. Das Konzert<br />
fängt die Faszination dieser<br />
Band und der dazugehörigen<br />
Ära ein. In der Tribute-Show<br />
erklingen die großen Hits<br />
detailgetreu, live und dennoch<br />
in musikalischer Studioqualität.<br />
Tickets an allen bekannten<br />
VVK-Stellen sowie direkt vom<br />
Veranstalter unter www.abbathetributeconcert.de<br />
und ab<br />
18.30 Uhr an der Abendkasse.<br />
Infohotline: 0365-5481830.<br />
Foto: Veranstalter<br />
Kinder-Kostüm-Trödel im KUK<br />
Eine Diva mit Stimme<br />
Angelika Milster überzeugte beim Konzert im Bühnenhaus<br />
Angelika Milster<br />
Kevelaer. Vor über 30 Jahren<br />
wurde Angelika Milster mit ihrer<br />
Rolle der „Grizabella“ in dem Musical<br />
„Cats“ mit einem Schlag berühmt.<br />
Ihr Lied „Memories“ - auf<br />
deutsch „Erinnerung“ - war ein<br />
Riesenhit. Danach bearbeitete sie<br />
in den folgenden Jahren immer<br />
wieder verschiedene Fernsehund<br />
Musical-Produktionen und<br />
unterstrich ihren Ruf als gefragte<br />
Musical-Sängerin.<br />
Dass die 62-Jährige kaum etwas<br />
von ihrer Ausstrahlung als Diva<br />
und ihrer Fähigkeit, Menschen<br />
mit ihrer Stimme zu bewegen,<br />
verloren hat, bewies sie vor ausverkauftem<br />
Haus im Bühnenhaus<br />
dem versammelten Publikum.<br />
Dabei setzte die ganz in weiß<br />
gekleidete Chanteuse mit ihrem<br />
Einstiegslied „Ich bin zurück“<br />
gleich ein ganz klares, selbstbewusstes<br />
musikalisches Statement<br />
dafür ab, dass sie noch lange nicht<br />
von der Bildfläche verschwunden<br />
ist. „Ich bin, was ich bin“ unterstrich<br />
sie diese klare Aussage<br />
noch einmal ganz deutlich.<br />
Begleitet wurde sie an diesem<br />
Abend entweder von einem Playback<br />
zusammen mit dem Pianisten<br />
Jürgen Grimm oder solo von<br />
Grimm.<br />
Und bereits im ersten Teil bewies<br />
Milster, über welche Bandbreite<br />
und Repertoire sie heute<br />
noch verfügt. Das reichte von<br />
dem Klassiker „Cabaret“, über<br />
das wunderbar kraftvolle „Big<br />
Spender“ hin bis zu dem wunderbar<br />
schauspielerisch vermittelten<br />
auszukleidenden „Money makes<br />
the world go round“.<br />
Aber auch das modernere Repertoire<br />
des Musicals fand sich<br />
in ihrem Programm wieder – ob<br />
es sich nun um Queens „We will<br />
rock you/We are the champions“<br />
von „einem meiner Lieblingssänger“;<br />
das ABBA-Stück „Der Sieger<br />
hat die Wahl“ oder sogar Udo Lindenbergs<br />
„Hinter dem Horizont“<br />
handelte, wobei diese Interpretationen<br />
im Vergleich mit den Originalen<br />
schon etwas seichter ausfielen.<br />
Mimisch, mit viel Körpereinsatz,<br />
Präsenz auf der Bühne und<br />
Ausdruck in der Stimme gelang es<br />
Milster im Zuge der zwei Stunden,<br />
das Publikum auf die Reise durch<br />
die Melodien mitzunehmen. Richtig<br />
fetzig wurde es mit „Tanz im<br />
Foto: AF<br />
Feuer“ - der deutschen Version<br />
des „Flashdance“-Songs „What a<br />
feeling“ . Und natürlich durfte das<br />
hochemotionale „Erinnerung“ aus<br />
„Cats“ nicht fehlen.<br />
Am Ende stand Elton Johns<br />
„Can´t you feel the love tonight“<br />
aus dem Musical „König der Löwen“<br />
- und die Sängerin beantwortete<br />
die Standing Ovations der<br />
Zuschauer mit einem einfachen<br />
„Ich danke Ihnen ganz herzlich –<br />
auf Wiedersehen.“<br />
Alexander Florié-Albrecht<br />
Meister-<br />
Detektiv tritt<br />
spannendes<br />
Abenteuer an<br />
Erstes KoBü-Flimmern<br />
im neuen Jahr<br />
Kevelaer. Am Freitag, 7. Februar,<br />
findet um 17 Uhr das „Ko-<br />
Bü-Flimmern“ im Konzert- und<br />
Bühnenhaus statt. Das Stadtmarketing<br />
zeigt eine Superspürnase<br />
auf der Leinwand. Ein packendes<br />
Abenteuer, bei dem Pokémon und<br />
Mensch Seite an Seite leben. Hier<br />
kommen kleine und große Kinofans<br />
bei Popcorn und kalten Getränken<br />
auf ihre Kosten.<br />
Superspürnase<br />
Die Geschichte beginnt mit dem<br />
mysteriösen Verschwinden des<br />
Top-Privatdetektivs Harry Goodman.<br />
Daraufhin macht sich sein<br />
21 Jahre alter Sohn Tim auf die<br />
Suche um herauszufinden, was<br />
geschehen ist. Unterstützt wird er<br />
von Harrys früherem Pokémon-<br />
Partner Pikachu. Als sie erkennen,<br />
dass sie auf eine einzigartige<br />
Art und Weise miteinander kommunizieren<br />
können, schließen<br />
sich Tim und Pikachu zusammen<br />
und begeben sich auf ein packendes<br />
Abenteuer, um die geheimnisvollen<br />
Machenschaften zu entwirren.<br />
Auf der Jagd nach Hinweisen<br />
in den Straßen von Ryme City –<br />
einer modernen Metropole, in der<br />
Menschen und Pokémon Seite an<br />
Seite leben, treffen sie auf diverse<br />
Pokémon und versuchen eine<br />
schockierende Verschwörung<br />
aufzudecken. Der Filmtitel darf<br />
aus lizenzrechtlichen Gründen<br />
nicht öffentlich genannt werden.<br />
Eintrittskarten kosten 1 Euro<br />
im Service-Center des Rathauses,<br />
Tel.-Nr.: 02832 / 122-991, oder an<br />
der Tageskasse.<br />
Kevelaer. Am Sonntag, 2.<br />
Februar, von 14 – 17 Uhr, bietet<br />
sich im KUK-Atelier am<br />
Johannes-Stalenus-Platz in<br />
Kevelaer eine tolle Gelegenheit,<br />
Kinder-Kostüme für den<br />
kommenden Karneval oder die<br />
Verkleidungskiste zu ergattern!<br />
„Die Bühnengestalten“ laden<br />
zusammen mit wirKsam e.V.<br />
zum Kinderkostüm-Trödel ins<br />
KUK-Atelier ein. Tanzvermittlerin<br />
und Theaterspielleiterin<br />
Marita Billaudelle bringt eine<br />
vielfältige Auswahl an Einzelstücken<br />
und Gruppenkostümen<br />
für Kinder im Alter von 6 – 10<br />
Jahren aus dem Fundus der<br />
Bühnengestalten mit. Gerne<br />
heißen sie auch weitere Mittrödler*innen<br />
mit selbstgenähten<br />
Kostümen und besonderen<br />
Einzelstücken willkommen. Bei<br />
Interesse einfach eine E-Mail<br />
an info@wirksam-ev.de schicken.<br />
Foto: wirKsam e.V.<br />
Imposante Orgeln am Kapellenplatz<br />
Kevelaer. Am Sonntag, den<br />
09. Februar <strong>2020</strong>, ist es wieder<br />
soweit. Im Rahmen des Jahresprogramms<br />
„Stadtführungen<br />
für Einzelgäste <strong>2020</strong>“ wird der<br />
Fokus dieser Führung ganz<br />
und gar auf die imposanten<br />
Orgeln am Kapellenplatz gerichtet<br />
sein. Gemeinsam mit<br />
dem Basilika-Organisten Elmar<br />
Lehnen und der Gästeführerin<br />
Veronika Hebben besuchen<br />
Teilnehmerinnen und Teilnehmer<br />
die beiden dortigen „Königinnen<br />
der Musikinstrumente“.<br />
Unterwegs erfahren sie viele<br />
geschichtliche und bauliche<br />
Details. Höhepunkt ist die musikalische<br />
Begleitung durch den<br />
bekannten Basilika-Organisten.<br />
Start der Führung ist um 14.30<br />
Uhr vor dem Priesterhaus am<br />
Kapellenplatz. Die Sonderführung<br />
dauert etwa 1 bis 1,5<br />
Stunden. Erwachsene zahlen<br />
6 € pro Person, für Kinder bis<br />
fünf Jahre ist die Teilnahme<br />
kostenlos, der Familienpreis<br />
beträgt pauschal 15 €. Karten<br />
für die beliebte Sonderführung<br />
können vor Ort oder vorab im<br />
Rathaus, Tourismusbüro, erworben<br />
werden.<br />
Foto: Tourismusbüro Kevelaer
Seite 6<br />
Kevelaerer Blatt Nr. 5 vom 30. Januar <strong>2020</strong><br />
Kurz gemeldet<br />
Erbsensuppe<br />
bei der AWO<br />
Kevelaer. Am Samstag, 1. Februar,<br />
findet in den Räumlichkeiten<br />
der Arbeiterwohlfahrt in der<br />
Öffentlichen Begegnungsstätte in<br />
Kevelaer in der Zeit von 11 bis 13<br />
Uhr eine Erbsensuppenausgabe<br />
gegen kleines Entgelt statt.<br />
Nummer gegen<br />
Zeugniskummer<br />
Kevelaer. In diesen Tagen<br />
werden wieder die Halbjahreszeugnisse<br />
an den Schulen ausgegeben.<br />
Die „Nummer gegen<br />
Zeugniskummer“ für Schüler<br />
von Grund-, Haupt- und Förderschulen<br />
ist unter Tel. 02821-85496<br />
am Freitag, 31. Januar, Montag, 3.<br />
Februar, und Dienstag, 4. Februar,<br />
von 9 bis 12 Uhr und von 13 Uhr<br />
bis 15.30 Uhr erreichbar. Pädagogische<br />
Fachkräfte beantworten<br />
Fragen rund ums Thema Zeugnisnoten.<br />
Das Zeugnistelefon<br />
zu Fragen aus den Schulformen<br />
Realschule, Gymnasium, Gesamtschule,<br />
Sekundarschule und Gemeinschaftsschule<br />
sowie Berufskolleg<br />
ist unter Tel. 0211-4754002<br />
erreichbar am Freitag, 31.Januar,<br />
Montag, 3. Februar, und Dienstag,<br />
4. Februar, jeweils von 9 bis 12<br />
Uhr und von 13 bis 15.30 Uhr.<br />
Sozialrechtsberatung im<br />
Mehrgenerationenhaus<br />
Kevelaer. Die Sozialrechtsberatung<br />
des VdK-Kreisverbandes am<br />
Niederrhein für Kevelaer, Uedem<br />
und Weeze, findet am Mittwoch,<br />
5. Februar, und am Mittwoch,<br />
18. Februar, jeweis von 13.30 bis<br />
17.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus<br />
des Caritasverbandes,<br />
Klostergarten 1 in Kevelaer, statt.<br />
Die Besucher der Beratung weren<br />
gebeten, aus organisatorischen<br />
Gründen nicht vor 13.30 Uhr zu<br />
erscheinen.<br />
Sozialtreff zu Hartz IV<br />
und Sozialhilfe<br />
Kevelaer. Am Dienstag, 4. Februar,<br />
findet um 17 Uhr der<br />
Kevelaerer Sozialtreff zu Hartz<br />
4 und Sozialhilfe in der Tagesstätte<br />
zur Krone, Amsterdamer<br />
Straße 4, statt. Moderiert wird<br />
der Sozialtreff von Rechtsanwältin<br />
Lambertz vom Sozialberatungsverein,<br />
beispielsweise zu<br />
Kürzungen der Mietrichtwerte<br />
für die Wohnkosten / Kostensenkungsaufforderungen<br />
und zu den<br />
Möglichkeiten der Vermeidung<br />
von Regelsatzkürzungen. Seit Januar<br />
gibt es neue Mietrichtwerte.<br />
Für manche bisher unangemessene<br />
Wohnung werden damit neue<br />
Spielräume eröffnet. Näheres ist<br />
beim Sozialtreff zu erfahren. Der<br />
Sozialtreff Kevelaer tagt an jedem<br />
ersten Dienstag eines Monats<br />
und richtet sich an alle Menschen,<br />
die von Grundsicherung<br />
leben. Helfende Angehörige oder<br />
Betreuer des „betreuten Wohnens“<br />
sind willkommen. Einzelberatungen<br />
können an diesem<br />
Tag ebenfalls vermittelt werden<br />
und für anwaltliche Fragestellungen<br />
steht eine Rechtsanwältin zur<br />
Verfügung. Wer zum Sozialtreff<br />
nicht kommen kann, kann sich<br />
an die ehrenamtliche Beratung<br />
in Kleve unter Tel. 0178-5292234<br />
wenden oder sich unter www.<br />
kleverland.info informieren.<br />
26 Feuerwehreinsätze in Twisteden in 2019<br />
Löschzug blickt bei Jahreshauptversammlung zurück aufs Jahr und 2.603 Arbeitsstunden<br />
Twisteden. Bereits Mitte Januar<br />
fand die Jahreshauptversammlung<br />
des Löschzuges Twisteden<br />
der Freiwilligen Feuerwehr Stadt<br />
Kevelaer statt. Löschzugführer<br />
Matthias Kaenders eröffnete die<br />
Versammlung wie üblich mit<br />
einem Gedenken an die Verstorbenen.<br />
Im Anschluss daran begrüßte<br />
Kaenders alle Anwesenden,<br />
darunter den Bürgermeister<br />
der Stadt Kevelaer, Dr. Dominik<br />
Pichler, Ortsvorsteher Josef<br />
Kobsch, Ortsvorsteherin Johanna<br />
Ambrosius, die stellvertretenden<br />
Wehrleiter Heinz Tepest und<br />
Klaus Geerissen, Seelsorger Berthold<br />
Steeger, den Leiter des Fachbereichs<br />
2 Ludger Holla, sechs<br />
Kameraden der Ehrenabteilung<br />
sowie 32 Wehrleute der Einsatzabteilung.<br />
In dem Jahresbericht des Wehr-,<br />
Zug- und Schriftführers ließ man<br />
das Jahr Revue passieren. So kam<br />
man zu dem Ergebnis, dass sich<br />
in Twisteden in 2019 glücklicherweise<br />
keine größeren Einsätze<br />
oder Schäden ereigneten, die Anzahl<br />
der geleisteten Stunden jedoch<br />
deutlich gestiegen ist. Die<br />
Bilanz des Löschzuges Twisteden<br />
Bei der JHV des Löschzugs Twisteden gab es Ehrungen und Beförderungen.<br />
Die Ökotrophologin Elisabeth Heekerens hielt einen Vortrag über gesunde Ernährung. Foto: <strong>KB</strong><br />
Keine Erdbeeren an Weihnachten<br />
Die Ökotrophologin Elisabeth Heekerens referierte über<br />
gesunde Ernährung und worauf man lieber verzichten sollte<br />
Kevelaer. Am Mittwoch, 22.<br />
Januar, hielt die Ökotrophologin<br />
Elisabeth Heekerens einen Vortrag<br />
über gesunde Ernährung.<br />
Zahlreiche Senioren versammelten<br />
sich dazu bei Kaffee und Plätzchen<br />
im Gemeindesaal des Generationenhauses<br />
der evangelischen<br />
Kirchengemeide. Die ehrenamtliche<br />
Ernährungsberaterin sprach<br />
über den Stellenwert des Essens<br />
im Leben und informierte über<br />
einen gesunden Lebensstil.<br />
Zunächst betonte sie, wie wichtig<br />
Vollkornbrot sei, da dort wichtige<br />
Vitamine enthalten sind, die<br />
der Körper alle benötige. Deshalb<br />
warnte sie vor Brot, welches<br />
dunkel gefärbt wurde, worin aber<br />
kaum Vollkorn enthalten ist. Sie<br />
riet dazu, den Bäcker darauf anzusprechen<br />
und genauer nachzufragen.<br />
Im nächsten Abschnitt<br />
betonte die Ökotrophologin, dass<br />
Fette zwar wichtig seien, aber wir<br />
Deutschen zu viel davon essen<br />
würden. Eine angemessene Menge<br />
seien 20 bis 25 Gramm Fett pro<br />
Tag, allerdings sei es kaum möglich,<br />
damit auszukommen, da in<br />
„Die gesunde<br />
Ernährung wird mit<br />
dem vielen Trinken<br />
abgerundet.“<br />
Elisabeth Heekerens<br />
vielen Produkten Fette enthalten<br />
sind. Bei hohen Cholesterinwerten<br />
empfiehlt Heekerens, eher<br />
zu Margarine zu greifen als zur<br />
Butter, da diese auf pflanzlichen<br />
und nicht auf tierischen Stoffen<br />
basiert.<br />
Generell riet sie, weniger auf<br />
tierische Produkte zurückzugreifen<br />
und auf die Menge zu achten.<br />
So auch bei Fleisch und Fisch.<br />
Zwar enthielten beide wichtige<br />
Fette und förderten durch Eiweiße<br />
den Muskelaufbau, aber man<br />
solle wegen des hohen Fettanteils<br />
an mindestens zwei bis drei Tagen<br />
darauf verzichten. Auch empfiehlt<br />
die Ökotrophologin, nicht nur<br />
eine Fleischsorte zu konsumieren<br />
und ebenfalls auf die Herkunft<br />
und Fleischstruktur zu achten.<br />
Auch hier schade es nicht, den<br />
Metzger zu fragen.<br />
Heekerens sprach zudem von<br />
dem vermeintlichen Dickmacher,<br />
der Kartoffel, welche aber viel<br />
Vi tamin C enthalte und ebenfalls<br />
den Muskelaufbau fördere.<br />
Bei Obst und Gemüse rät sie, auf<br />
frische Produkte, Herkunft und<br />
die Saison zu achten. Als Beispiel<br />
nannte sie die „Erdbeeren an<br />
Weihnachten“, auf die man verzichten<br />
sollte, da diese außerhalb<br />
der entsprechenden Jahreszeit mit<br />
besonderen Chemikalien behandelt<br />
oder von weit weg eingeflogen<br />
würden.<br />
Abschließend betonte die Ernährungsberaterin:<br />
„Die gesunde Ernährung<br />
wird mit dem vielen Trinken<br />
abgerundet“, wichtig sei aber,<br />
auf Wasser und nicht auf zuckerhaltige<br />
Getränke zurückzugreifen.<br />
Die Senioren, die sich schon während<br />
des Vortrags mit Fragen und<br />
Anregungen intensiv eingebracht<br />
hatten, bekundeten Interesse an<br />
dem Vortrag und bedankten sich<br />
gemeinsam mit Pfarrerin Dembek<br />
bei der Referentin. MaZy, KaiSta<br />
Foto: Feuerwehr<br />
beläuft sich in 2019 auf insgesamt<br />
26 Alarmierungen. Die Anzahl der<br />
geleisteten Einsatz- und Übungsstunden<br />
stieg im Vergleich zum<br />
Vorjahr um fast 1.000 Stunden auf<br />
eine Gesamtzahl von 2.603 Stunden<br />
an. Weitere unzählige Stunden<br />
fielen für Verwaltungsarbeiten,<br />
Aus- und Weiterbildungen<br />
und ehrenamtliche Arbeiten am<br />
und im Gerätehaus an. Als nächstes<br />
standen an diesem Tag dann<br />
einige Beförderungen und Ehrungen<br />
auf der Tagesordnung. Paul<br />
van de Meer wurde nach seiner<br />
Zeit in der Jugendfeuerwehr per<br />
Handschlag als Feuerwehrmann<br />
in die aktive Wehr übernommen.<br />
Miriam Welbers, Philip Winkels,<br />
Mathis Valks, Louis Böskens und<br />
Fabian Hellmanns wurden zum<br />
Feuerwehrmann bzw. zur Feuerwehrfrau<br />
befördert. Michael<br />
Hartmann wurde zum Unterbrandmeister<br />
und Jens Ambrosius<br />
zum Brandmeister befördert.<br />
Die nicht anwesenden Kameraden<br />
Felix Vos (Oberfeuerwehrmann)<br />
und Jürgen Schüller<br />
(Hauptfeuerwehrmann) erhalten<br />
ihre Beförderung im Rahmen<br />
eines Übungsdienstes.<br />
Gegen Ende der Veranstaltung<br />
wurde die Löschzugführung und<br />
der Vorstand neu gegliedert.<br />
Nachdem 2013 die Löschzugführung<br />
um Matthias Kaenders mit<br />
seinen Stellvertretern Hermann<br />
Josef Kaenders und Johannes Cox<br />
gewählt und ins Amt ernannt<br />
wurden, war nach der regulären<br />
Amtszeit von sechs Jahren eine<br />
erneute Anhörung durch den<br />
Wehrleiter Georg Metzelaers erfolgt.<br />
Die beiden Stellvertreter<br />
stellten ihr Amt zur Verfügung<br />
und rückten als Beisitzer in den<br />
Vorstand ein.<br />
Brandoberinspektor Matthias<br />
Kaenders bleibt für weitere sechs<br />
Jahre als Löschzugführer im Amt,<br />
zu seinem Stellvertreter wurde<br />
Brandinspektor Markus Rademacher<br />
ernannt. Feuerwehrmann<br />
Patrick Maas unterstützt zukünftig<br />
als Schriftführer und Kassierer<br />
den nun neun Mann starken Vorstand<br />
des Löschzuges.<br />
Alle Kameradinnen und Kameraden<br />
sowie die geladenen Gäste<br />
gratulierten den geehrten Mitgliedern<br />
recht herzlich und ließen<br />
den Abend im Anschluss gemeinsam<br />
gesellig ausklingen.<br />
Über vier Jahre Haft wegen<br />
des bewaffneten Handels<br />
mit Betäubungsmitteln<br />
Urteil im Drogenprozess gefallen<br />
kevelaer. Im Drogenprozess<br />
gegen ein Paar aus Kevelaer hat<br />
das Klever Landgericht gestern<br />
einen 30-jährigen Mann wegen<br />
des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln<br />
und des bewaffneten<br />
Handels mit Betäubungsmitteln<br />
in nicht unerheblicher<br />
Menge zu einer Freiheitsstrafe<br />
von vier Jahren und sechs Monaten<br />
verurteilt.<br />
Geldbuße für die Freundin<br />
Die 25-jährige Frau muss wegen<br />
Beihilfe eine Geldbuße von<br />
insgesamt 110 Tagessätzen zu je<br />
10 Euro zahlen. Das Gericht sah<br />
es als erwiesen an, dass der Beschuldigte<br />
zwischen Ende 2018<br />
und dem 2. Mai letzten Jahres in<br />
einer dazu gezielt angemieteten<br />
Doppelhaushälfte in Winnekendonk<br />
eine professionelle Marihuanaplantage<br />
mit betrieben hat.<br />
Die Staatsanwaltschaft hatte eine<br />
Erntemenge von 22 Kilogramm<br />
benannt.<br />
Erschwerend kam hinzu, dass<br />
der junge Mann in der Wohnung<br />
seiner Freundin am Herbergskesweg<br />
in Kevelaer Drogen und mehrere<br />
Waffen deponiert hatte und<br />
die Drogen privat verkauft habe.<br />
Zu seinen Gunsten wertete<br />
das Gericht, dass er die Existenz<br />
der Plantage selbst bei der Polizei<br />
angezeigt und den Hauptangeklagten<br />
selbst mit ans Messer<br />
geliefert hat. „Ohne ihn säßen<br />
wir nicht hier und würden andere<br />
Dinge tun“, hatte sein Anwalt im<br />
Schlussplädoyer dazu ausgeführt.<br />
Der Mann war im November 2019<br />
zu einer dreijährigen Freiheitsstrafe<br />
verurteilt worden (das <strong>KB</strong><br />
berichtete). Die Freundin habe<br />
einmal auf der Plantage Pflanzen<br />
mit aufgerichtet. Da könne man<br />
von einem Beihilfetatbestand<br />
sprechen. Sie habe aber ansonsten<br />
den Handel nicht aktiv unterstützt,<br />
meinte das Gericht: Die<br />
Tatsache, dass die Drogen vom<br />
Lebenspartner in dem Haus am<br />
Herbergskesweg deponiert waren,<br />
sei letztendlich nicht als Beihilfe<br />
auszulegen.<br />
Der Angeklagte hatte den eigenständigen<br />
Handel mit Drogen gestanden,<br />
um als selbst Abhängiger<br />
den Privatkonsum finanzieren zu<br />
können. Daneben waren in der<br />
Wohnung der Lebensgefährtin<br />
mehrere Waffen gefunden worden,<br />
weswegen das Gericht das<br />
als „bewaffneten Handel mit Betäubungsmitteln“<br />
wertete.<br />
Hinsichtlich der Plantage hatte<br />
der 30-Jährige gestanden, mal<br />
Lichter aufgestellt zu haben, dort<br />
Türen ausgewechselt und Equipments<br />
transportiert zu haben. Das<br />
Gericht sah eine aktivere Rolle als<br />
„Mittäter“ an. Er habe der Polizei<br />
nur von der Plantage erzählt, weil<br />
er von dem Täter und einem gewissen<br />
„Mario“ als Drahtzieher<br />
wohl bedroht worden sei, nachdem<br />
Unbekannte die Marihuanapflanzen<br />
aus dem Haus entfernt<br />
hatten.<br />
Zwei Jahre in eine<br />
Entziehungsanstalt<br />
Der 30-Jährige soll auf Anweisung<br />
des Gerichts für zwei Jahre<br />
in eine Entziehungsanstalt kommen.<br />
Bei erfolgreicher Therapie<br />
könne man unter Anrechnung<br />
der U-Haft die Reststrafe möglicherweise<br />
zur Bewährung aussetzen,<br />
deutete der zuständige Richter<br />
an. Ein Gutachter hatte zuvor<br />
von einem „Therapiewillen“ des<br />
Mannes gesprochen.<br />
Alexander Florié-Albrecht
Nr. 5 vom 30. Januar <strong>2020</strong><br />
Kevelaerer Blatt Seite 7<br />
Neue Aufgabe am gleichen Ort<br />
Birgit Vos ist nach Hildegard Holtmann die neue Leiterin des St. Antonius-<br />
Kindergartens in Kevelaer und kennt sich hier bereits bestens aus<br />
v.l.: Noel, Emilian, Birgit Vos, Emilia<br />
Kevelaer. Ein neues Gesicht<br />
gibt es im Kevelaerer St. Antonius-Kindergarten<br />
zwar nicht,<br />
aber eine neue Leitung. Denn<br />
auch hier gibt es, wie im St. Marien-Kindergarten<br />
(das <strong>KB</strong> berichtete),<br />
einen Leitungswechsel. Am<br />
kommenden Samstag übernimmt<br />
Birgit Vos den Leitungsstab aus<br />
den Händen von Hildegard Holtmann.<br />
„Damit trete ich bereits das<br />
zweite Mal in die Fußstapfen meiner<br />
Vorgängerin“, berichtet die<br />
angehende Leiterin, die bereits<br />
seit 1994 zum Erzieher-Team des<br />
St. Antonius-Kindergartens gehört.<br />
Damals kam sie als frisch gebackene<br />
Erzieherin in die Einrichtung<br />
- und blieb. „Irgendwie fühlte<br />
ich mich von Anfang an hier<br />
zu Hause“, gibt sie unumwunden<br />
zu. Bereits zwei Jahre später<br />
wurde sie als Gruppenleiterin<br />
eingesetzt. „Diese übernahm ich<br />
von Hildegard Holtmann, die zu<br />
diesem Zeitpunkt die Kindergartenleitung<br />
übernahm“, erklärt die<br />
Mutter eines Sohnes und zweier<br />
Pflegekinder.<br />
Schon ziemlich früh war der<br />
engagierten Erzieherin und zukünftigen<br />
Leiterin klar, dass sie<br />
später mal irgendetwas mit Kindern<br />
machen möchte. „Wie junge<br />
Mädchen halt so sind“, beschreibt<br />
die jugendlich wirkende Frau<br />
mit einem Schmunzeln. Babysitter-Dienste,<br />
Ferienbetreuung<br />
im Amelandlager, Messdienerbetreuung<br />
bestätigen ihren Berufswunsch<br />
zunehmend. Zusätzlich<br />
war es ihr damals schon sehr<br />
wichtig, im kirchlich sozialen<br />
Dienst zu arbeiten. „Und da waren<br />
mir meine Eltern ganz starke<br />
Vorbilder“, betont die 47-jährige<br />
gebürtige Kevelaererin, die sich in<br />
der St. Marien-Pfarrgemeinde als<br />
Pfarrcaritas-Vorsitzende, Kommunionhelferin<br />
und Lektorin engagiert.<br />
Aus diesem tiefen Glauben<br />
heraus schöpft sie Kraft für ihre<br />
Arbeit als Erzieherin. Mehr noch.<br />
Im katholisch geprägten St. Antonius-Kindergarten<br />
kann und<br />
darf sie ihren Glauben mit den<br />
Kindern teilen. „Wenn man Kindern<br />
Geschichten von Jesus erzählt,<br />
dann kommen sie von ganz<br />
alleine auf Gott zu sprechen“, berichtet<br />
Birgit Vos, die es als Aufgabe<br />
sieht, allen Kindern den<br />
Glauben zu vermitteln, mit ihnen<br />
den Jahreskreis zu durchleben.<br />
Foto: HvL<br />
„Ich habe aber Unterstützung<br />
von einem<br />
ganz tollen und engagierten<br />
Kollegenteam.“<br />
Birgit Vos<br />
„Wir betrachten die Feste, seien es<br />
Weihnachten, Ostern, Pfingsten<br />
und viele weitere Tage mit einem<br />
anderen Blick“, erklärt sie weiter.<br />
Als sie zur Nachfolgerin von<br />
Hildegard Holtmann ernannt<br />
wurde, empfand sie tiefen Respekt<br />
für die Arbeit ihrer Vorgängerin,<br />
fühlte sich aber auch geehrt, diese<br />
Aufgabe übernehmen zu dürfen.<br />
„Ich trete damit das zweite<br />
Mal in sehr positive Fußstapfen<br />
meiner Vorgängerin“, betont eine<br />
kinderliebe Birgit Vos, die zusätzlich<br />
eine Fachausbildung zur Alltagsintegrierten<br />
Sprachförderung<br />
absolviert hat. Diese Sprachförderung<br />
kommt einmal wöchentlich<br />
Mittel- und Vorschulkindern<br />
zugute.<br />
Behutsam durfte sich Birgit Vos<br />
auf ihre neue Arbeit vorbereiten.<br />
„Ich konnte Hildegard Holtmann<br />
ein halbes Jahr lang über<br />
die Schulter schauen und mich so<br />
mit der neuen Aufgabe vertraut<br />
machen“, berichtet Vos, dankbar<br />
für diese Möglichkeit. Aber auch<br />
als zukünftige Leiterin möchte<br />
sie weiterhin für die 112 Hasen-,<br />
Mäuse-, Schmetterling-, Sonnenschein-<br />
und Regenbogenkinder da<br />
sein, sie begleiten in den nächsten<br />
Lebensabschnitt, Projekte für und<br />
mit den Kindern verwirklichen<br />
und auf den Weg bringen. „Ich<br />
habe aber Unterstützung von<br />
einem ganz tollen und engagierten<br />
Kollegenteam“, versichert die<br />
neue Leiterin, die in ihrer knapp<br />
bemessenen Freizeit gerne als<br />
Joggerin oder als Fahrradfahrerin<br />
unterwegs ist oder, als Kind der<br />
1980er Jahre, gerne Rockkonzerte<br />
oder auch Festivals besucht.<br />
„Ja, man kann Kirche und das<br />
reale Leben sehr gut miteinander<br />
verbinden“, betont der Familienmensch<br />
mit fester Stimme. Nein,<br />
ein anderes Leben käme für die<br />
Leitung des St. Antonius-Kindergartens<br />
nicht in Frage. Birgit<br />
Vos freut sich auf ihre zukünftige<br />
Arbeit.<br />
Hildegard van Lier<br />
Eine stimmungsvolle Party im Achterhoek<br />
Spektakuläre Tänze, gute Redner und tolle Stimmung kennzeichneten die<br />
diesjährige Kappensitzung der Achterhoeker Karnevalsgesellschaft<br />
Achterhoek. Am Ende der<br />
über vierstündigen Party tanzten<br />
die Beteiligten der Show mit den<br />
Gästen vor und auf der Bühne<br />
ausgelassen zur DJ-Musik und beschlossen<br />
einen Abend mit ganz<br />
viel Lebensfreude und abwechslungsreichen<br />
Beiträgen. „Das ist<br />
eine große Gemeinschaft hier.<br />
Allein könnten wir das alles hier<br />
wirklich nicht stemmen“, unterstrich<br />
der Präsident der Achterhoeker<br />
Karnevalsgesellschaft<br />
(AKG), Johannes Otten, wie wertvoll<br />
die Teilnahme der anderen<br />
Vereine bei der Gestaltung der<br />
Sitzung ist. „Dadurch wird es einfach<br />
abwechslungsreicher.“ Zuvor<br />
hatten zahlreiche Tanzgruppen,<br />
Bauchredner, Gastredner, Prinzenpaare<br />
und ihre Garden ein<br />
Feuerwerk an guter Laune auf die<br />
Bühnenbretter gebracht – passend<br />
zum Motto „Der AKG gern<br />
unterhält, im Achterhoek die Narrenwelt.“<br />
Moderiert wurde das Ganze<br />
erneut von Michael Lindemans<br />
und Isabell Eickhoff, deren Vater<br />
Thomas später von der Prinzengarde<br />
Goch für seine 14-jährige<br />
Tätigkeit als Moderator der Veranstaltung<br />
mit einem Orden geehrt<br />
wurde. Und noch während<br />
sich deren Tanzgruppe formierte,<br />
überreichte ihm Johannes Otten<br />
seitens der AKG noch einen Dankes-Eierlikör<br />
und eine Urkunde.<br />
„Ich war letztes Jahr ja krank,<br />
da haben sie es schon super gemacht“,<br />
freute sich der Vater über<br />
Spektakuläre Tanzdarbietungen bildeten Höhepunkte der Kappensitzung.<br />
Mehr Fotos auf www.kevelaerer-blatt.de! Foto: AF<br />
die zu Beginn noch etwas vorsichtig<br />
agierende, im weiteren Verlauf<br />
aber immer souveräner werdende<br />
Tochter als Nachfolgerin.<br />
Den Schwerpunkt der Veranstaltung<br />
bildeten die teilweise<br />
sehr spektakulären Tanzdarbietungen<br />
der diversen Gruppen,<br />
wobei die „Teenies“ des VFR, die<br />
„Seemann“-Show der AKG-Showtanz-Gruppen<br />
und die Zirkusnummer<br />
der VFR-Showgirls ein<br />
wenig herausragten. Aber auch<br />
die „Jelly‘s“ Hartefeld mit ihrer<br />
starken „Indianer“-Tanznummer,<br />
die KKG Kapellen und Rot-Weiß<br />
Veert unterstrichen mit ihren<br />
Darbietungen, dass auch sie in<br />
Sachen Tanz und Dynamik eine<br />
ganze Menge zu bieten haben.<br />
Vor allem das Kapellener Dreigestirn<br />
und der Tanz ihrer Garde mit<br />
„Eine Woche wach“ und „Komm,<br />
halt die Welt an“ mit verschiedenen<br />
kleinen Globusbällen schlugen<br />
irgendwo auch die Brücke zu<br />
einem zentralen Thema unserer<br />
heutigen Zeit.<br />
Der AKG-„Rollator-Tanz“<br />
brachte fünf „ältere Herrschaften“<br />
auf die Bühne, die später ohne<br />
große Einschränkungen die Bühne<br />
mit Bewegung erfüllten. Auch<br />
die Jugend durfte zeigen, was sie<br />
kann – so wie die Minis der KKG<br />
Geldern und die AKG-Kids, die<br />
mit einem unterhaltsamen Schulsketch<br />
die Lachmuskeln der „großen“<br />
Karnevalisten in Wallung<br />
brachten.<br />
Als Zugabe gingen sie anschließend<br />
mit Fragen wie „Was macht<br />
eine Nonne mit dem Priester in<br />
der Kabine?“ oder „Warum benutzen<br />
Beamte keine Taschentücher?“<br />
ins Publikum. Logischerweise<br />
waren die Antworten „Ein<br />
Kaffeekränzchen“ und „Weil da<br />
‚Tempo‘ draufsteht.“ Als „Trostpreis“<br />
für die Ratenden gab‘s eine<br />
kleine Bibel und Taschentücher.<br />
Der junge Bauchredner Daniel<br />
Stippel aus Ginderich kam mit<br />
dem Anspruch, „das Niveau zu<br />
senken, damit die anderen besser<br />
rüberkommen.“ Er überraschte<br />
mit seinen liebevollen Figuren<br />
wie dem „Adler“ und so cleveren<br />
Scherzen wie „Ich wollte einen<br />
Bahnwitz vortragen, war aber<br />
nicht sicher, ob er ankommt“,<br />
„Alle elf Minuten nehme ich ein<br />
neues Getränk – ich barshippe<br />
jetzt“ oder den über die Prostituierte,<br />
die „für 30 Euro alles macht“<br />
- in dem Fall war es „am Wochenende<br />
Laminat verlegen.“<br />
Und dass die Tradition des<br />
„klassischen“ Redners auch im<br />
Achterhoek noch nicht ausgestorben<br />
ist, zeigten die Beiträge<br />
vom Franz Dahmen als „Metzger<br />
mit Leib und Seele“ und der wie<br />
immer feinsinnige Vortrag des<br />
hanseatisch sprechenden „Referendars“<br />
Georg Werner aus Winnekendonk.<br />
aflo<br />
Eine Kolumne<br />
mit Gedichten von<br />
Monika Behrens<br />
und Fotos von<br />
Wolfgang Deselaers.<br />
Kurz gemeldet<br />
Der Zeuge<br />
Hin krachend<br />
überstürzend<br />
nur im Sein,<br />
will alles Neue<br />
überbordend sein.<br />
Bildgedanken<br />
Der alte Baum<br />
seufzt müde<br />
bei der Schau,<br />
er weiß es seit<br />
Jahrzehnten doch genau.<br />
Der Mensch strebt<br />
nur nach neuer,<br />
frischer Macht.<br />
So hat er es doch<br />
immer schon gemacht.<br />
Der Baum, er blieb<br />
als Einziger bestehn.<br />
Und konnt‘ Verfall<br />
und Wiederaufbau<br />
sehn.<br />
Stadtführung zum Internationalen Frauentag<br />
Kevelaer. Passend zum Internationalen Frauentag lädt die Gleichstellungsbeauftragte<br />
in Kooperation mit der Abteilung „Tourismus<br />
& Kultur“ der Wallfahrtsstadt Kevelaer zur Stadtführung „Frauen<br />
in Kevelaer – vorgestern, gestern und heute“ ein. Diese beginnt am<br />
Sonntag, 8. März, um 14.30 Uhr vor dem Priesterhaus, Kapellenplatz<br />
35, Kevelaer. Im Anschluss gibt es für den geselligen Ausklang Kaffee<br />
und Kuchen im Goldenen Löwen.<br />
Der Preis für die Veranstaltung beträgt 10 Euro pro Person. Anmeldungen<br />
sind bis spätestens 28. Februar zu richten an die Abteilung<br />
„Tourismus & Kultur“ der Wallfahrtsstadt Kevelaer, Peter-Plümpe-Platz<br />
12, Tel. 02832/122-991. Für weitere Fragen, auch zum Thema<br />
Gleichstellung, steht die Gleichstellungsbeauftragte Christiane Peulen,<br />
Tel. 02832/122-567, gerne zur Verfügung.<br />
VRR plant Umbruch im<br />
Tarifsystem<br />
Die Fahrten sollen günstiger werden<br />
Kevelaer. Das Tarifsystem des<br />
Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr<br />
(VRR) steht vor einem Umbruch.<br />
Voraussetzung ist, dass die Bundesregierung<br />
die nötigen Mittel<br />
bereitstellt. Nachdem schon lange<br />
über den Ausbau des Schienennetzes<br />
und die Anschaffung neuer<br />
Züge gesprochen wurde, wird<br />
es nun bei der Neugestaltung der<br />
Fahrpreise konkret. Künftig soll<br />
es ein günstiges und verständliches<br />
Preissystem geben mit<br />
folgenden Preisen für ein Einzelticket:<br />
Stadt/Kreis: 2 Euro; Verbund:<br />
4 Euro. Im Abonnement<br />
sollen folgende Preise gelten:<br />
Stadt/Kreis: 50 Euro/Monat; Verbund:<br />
80 Euro/Monat.<br />
So wird künftig etwa eine Fahrt<br />
von Kleve nach Düsseldorf 4 Euro<br />
kosten, bislang wurden 15,70<br />
Euro fällig. Eine Fahrt von Geldern<br />
nach Kleve kostet künftig 2<br />
Euro anstatt 12,80 Euro.<br />
Das neue Tarifmodell befindet<br />
sich zurzeit noch in der Planung.<br />
Finanziert werden soll dies durch<br />
die Klimaschutzmittel des Bundes.<br />
Vertreterinnen und Vertreter<br />
des VRR, darunter auch Landrat<br />
Wolfgang Spreen, haben sich Mitte<br />
Januar in einem Schreiben an<br />
Bundesverkehrsminister Scheuer<br />
gewandt und um Unterstützung<br />
bei dem Vorhaben geworben.<br />
Barbara Hendricks, SPD-Bundestagsabgeordnete<br />
für den Kreis<br />
Kleve teilte dazu mit: „Die vielen<br />
Gespräche mit dem VRR haben<br />
sich gelohnt. Das neue Tarifsystem<br />
wäre ein Segen für die<br />
vielen Menschen im Kreis Kleve,<br />
die schon jetzt auf die Bahn setzen.<br />
Die Kosten für die Mobilität<br />
würden deutlich sinken, der RE10<br />
würde als Alternative zum Auto<br />
sehr attraktiv werden. Selbstverständlich<br />
müssen wir dann auch<br />
die entsprechenden Kapazitäten<br />
an Zügen haben und ohne ein<br />
modernes Schienennetz geht gar<br />
nichts. Hier sind jetzt Nord-West-<br />
Bahn und die DB AG gefragt.“
Seite 8<br />
Kevelaerer Blatt Nr. 5 vom 30. Januar <strong>2020</strong><br />
Anzeigen<br />
Amtliche Bekanntmachungen<br />
Bekanntmachung - Bauleitplanung der Wallfahrtsstadt Kevelaer<br />
Bebauungsplan Kevelaer Nr. 89 (Wohngebiet Hubertusstraße)<br />
Satzungsbeschluss gemäß § 10 Baugesetzbuch (BauGB)<br />
Der Rat der Wallfahrtsstadt Kevelaer hat am 19.12.2019 den Bebauungsplan<br />
Kevelaer Nr. 89 (Wohngebiet Hubertusstraße) gemäß § 10 Baugesetzbuch<br />
(BauGB) als Satzung sowie die dazugehörende Entwurfsbegründung gemäß § 9<br />
Abs. 8 BauGB als Entscheidungsbegründung beschlossen.<br />
Der räumliche Geltungsbereich des Bebauungsplans umfasst in der Gemarkung<br />
Kevelaer, Flur 8, die Flurstücke 5, 520 (teilweise), 612, 613, 614, 615, 616, 683<br />
und 684. Die geometrisch eindeutige Abgrenzung des Planbereichs wird durch<br />
die Grenzen des Bebauungsplans bestimmt.<br />
Der Bebauungsplan Kevelaer Nr. 89 (Wohngebiet Hubertusstraße) kann mit der<br />
dazugehörenden Begründung ab sofort im Rathaus der Wallfahrtsstadt Kevelaer,<br />
Peter-Plümpe-Platz 12, 47623 Kevelaer, Abteilung 2.1 ‚Stadtplanung’, 4.<br />
Stockwerk, Zimmer 412, während der Dienststunden (montags bis donnerstags<br />
9:00 Uhr - 12:00 Uhr und 14:00 Uhr - 16:00 Uhr sowie freitags 9:00 Uhr -<br />
12:00 Uhr) von jedermann eingesehen werden. Über den Inhalt des Plans und<br />
der Begründung wird auf Verlangen Auskunft gegeben.<br />
Bekanntmachungsanordnung<br />
Der Satzungsbeschluss des Rates der Wallfahrtsstadt Kevelaer, Ort und Zeit<br />
der Auslegung sowie die nachstehenden Hinweise zum Bebauungsplan Kevelaer<br />
Nr. 89 (Wohngebiet Hubertusstraße) werden hiermit gemäß § 10 Abs. 3<br />
BauGB öffentlich bekannt gemacht.<br />
Der Bebauungsplan Kevelaer Nr. 89 (Wohngebiet Hubertusstraße) tritt mit<br />
dieser Bekanntmachung in Kraft.<br />
Hinweise<br />
Gemäß § 44 Abs. 3 Satz 1 und 2 BauGB kann der Entschädigungsberechtigte<br />
eine Entschädigung verlangen, wenn die in den §§ 39 bis 42 BauGB bezeichneten<br />
Vermögensnachteile eingetreten sind. Er kann die Fälligkeit des Anspruchs<br />
dadurch herbeiführen, dass er die Leistung der Entschädigung schriftlich bei<br />
dem Entschädigungspflichtigen beantragt. Ein Entschädigungsanspruch erlischt<br />
nach § 44 Abs. 4 BauGB, wenn nicht innerhalb von drei Jahren nach Ablauf des<br />
Kalenderjahres, in dem die in Abs. 3 Satz 1 bezeichneten Vermögensnachteile<br />
eingetreten sind, die Fälligkeit des Anspruchs herbeigeführt wird.<br />
Eine nach § 214 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3 BauGB beachtliche Verletzung der<br />
dort bezeichneten Verfahrens- und Formvorschriften, eine unter Berücksichtigung<br />
des § 214 Abs. 2 beachtliche Verletzung der Vorschriften über das Verhältnis<br />
des Bebauungsplans und des Flächennutzungsplans sowie nach § 214<br />
Abs. 3 Satz 2 beachtliche Mängel des Abwägungsvorgangs werden unbeachtlich,<br />
wenn sie nicht innerhalb eines Jahres seit Bekanntmachung des Flächennutzungsplans<br />
und der Satzungen schriftlich gegenüber der Wallfahrtsstadt<br />
Kevelaer unter Darlegung des die Verletzung begründenden Sachverhalts<br />
geltend gemacht worden sind.<br />
Eine Verletzung von Verfahrens- oder Formvorschriften der Gemeindeordnung<br />
für das Land Nordrhein-Westfalen beim Zustandekommen dieser Satzung kann<br />
nach Ablauf eines Jahres seit dieser Bekanntmachung nicht geltend gemacht<br />
werden, es sei denn<br />
a) eine vorgeschriebene Genehmigung fehlt oder ein vorgeschriebenes<br />
Anzeigeverfahren wurde nicht durchgeführt,<br />
b) die Satzung ist nicht ordnungsgemäß öffentlich bekannt gemacht worden,<br />
c) der Bürgermeister hat den Satzungsbeschluss vorher beanstandet oder<br />
d) der Form- oder Verfahrensmangel ist gegenüber der Wallfahrtsstadt<br />
Kevelaer vorher gerügt und dabei die verletzte Rechtsvorschrift und die<br />
Tatsache bezeichnet worden, die den Mangel ergibt.<br />
Kevelaer, 22.01.<strong>2020</strong><br />
Der Bürgermeister<br />
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Noch werden Bretter statt Brot geschnitten. Doch der Junior-<br />
Chef (hinten) ist optimistisch, dass zur Wiedereröffnung am 5.<br />
Februar das Café Vloet in neuem Glanz erstrahlt. Foto: CS<br />
Es wird gemütlicher<br />
Das Café Vloet wird renoviert<br />
Kevelaer. Noch wird fleißig gesägt,<br />
gehämmert und gestrichen<br />
im Café Vloet. Das Hauptgeschäft<br />
an der Basilikastraße 54-56 ist seit<br />
Anfang des Jahres eine einzige<br />
Baustelle. Doch bis nächsten Mittwoch<br />
soll alles fertig sein.<br />
„Nach über 30 Jahren war eine<br />
Renovierung überfällig“, erklärt<br />
Manuel Vloet. „Es gab auch nur<br />
wenige Sitzgelegenheiten, und<br />
wenn man länger saß, wurde es<br />
einem kalt.“ Dank eines neuen<br />
2-Wege-Klimasystems und Doppelverglasung<br />
sei dies künftig<br />
nicht mehr der Fall. „Es wird gemütlicher“,<br />
verspricht der Junior-<br />
Chef. „Alleine im unteren Bereich<br />
gibt es dann rund 24 Sitzgelegenheiten.<br />
Durch den Einsatz eines<br />
Schiebefensters säßen die Kunden<br />
zudem „drinnen draußen.“ Eine<br />
Etage höher ginge es künftig flexibel<br />
zu. Hier könne auch mal der<br />
ganze Bereich für Festlichkeiten<br />
oder Tagungen genutzt werden.<br />
Für die Umbaumaßnahmen<br />
habe das Familienunternehmen<br />
tief in die Tasche gegriffen. „Wir<br />
wollen das Handwerk nach vorne<br />
bringen“, sagt Vloet. Alles solle<br />
sich im neuen Café in Ruhe entwickeln<br />
können. „Alleine das Frühstück<br />
wird schon zum Erlebnis“,<br />
ist sich der Bäckermeister sicher<br />
und verweist unter anderem auf<br />
eine Müslibar. Der Kunde könne<br />
sich alles an der Theke selber zusammenstellen<br />
und sich danach<br />
ein schönes Plätzchen suchen.<br />
Und durch den Einsatz eines Abräumwagens<br />
sei auch das Wegräumen<br />
schneller erledigt.<br />
Zusammen mit seinen sieben<br />
Angestellten ist Manuel Vloet ab<br />
Mittwoch, 5. Februar, wieder für<br />
seine Kunden da. Ein buntes Programm<br />
gibt es zur Neueröffnung<br />
nicht. „Bei einem Gläschen Sekt<br />
werden wir einfach unsere neu<br />
gestalteteten Räumlichkeiten den<br />
Kunden vorstellen.“<br />
Einen größeren Papierkorb<br />
werden diese in der renovierten<br />
Bäckerei trotz vermehrtem<br />
Papieraufkommen jedoch vergebens<br />
suchen. „Die Bonpflicht ist<br />
absolut überflüssig“, ärgert sich<br />
Vloet dennoch. „Wir hauen locker<br />
vier Rollen am Tag durch. Dabei<br />
haben wir längst den virtuellen<br />
Bon und der ist jederzeit am PC<br />
abrufbar.“<br />
Christian Schmithuysen<br />
Norditalienische<br />
Seenvielfalt lockt<br />
Mitte April<br />
Kreis Kleve. Die VHS bietet<br />
eine Studienreise unter dem Motto<br />
„Norditalienische Seenvielfalt“<br />
an. Sie findet vom 19. bis zum 26.<br />
April statt.<br />
Die norditalienischen Seen erwarten<br />
die Teilnehmer mit kleinen<br />
bunten Fischerdörfern, historischen<br />
Städtchen, prächtigen<br />
Villen und Burgen, idyllischen<br />
Buchten, malerischen Uferpromenaden<br />
und einer üppig-mediterranen<br />
Pflanzenwelt. All dies spiegelt<br />
sich in den glitzernden Wasseroberflächen<br />
wider.<br />
In Kontrast dazu stehen die<br />
schneebedeckten Berge und die<br />
kargen Felswände, die die Seen<br />
im Norden einrahmen. Auf ihrer<br />
Reise entdecken die Teilnehmenden<br />
die Vielfalt dieser Region, die<br />
sich über die Provinzen Trentino,<br />
Veneto, Lombardei und Piemont<br />
erstreckt.<br />
Die Reisegruppe kann sich<br />
außerdem von der Schönheit des<br />
faszinierenden Gardasees, des<br />
prächtigen Lago Maggiores, des<br />
romantischen Comer Sees sowie<br />
des mondänen Luganer Sees beeindrucken<br />
lassen.<br />
Nähere Informationen zu der<br />
Reise gibt es in der VHS-Geschäftsstelle<br />
Goch, unter Telefon:<br />
02823/973113.
Nr. 5 vom 30. Januar <strong>2020</strong><br />
Kevelaerer Blatt Seite 9<br />
Ruhend und fließend...<br />
Fortsetzung Stadtentwicklungsausschuss: Sondernutzung und Verkehrsgutachten<br />
Kevelaer. Die Einzelhändler<br />
hatten eine Aufweichung der<br />
Sondernutzungssatzung gefordert,<br />
weil sie befürchten, sollte die<br />
Satzung irgendwann tastächlich<br />
angewandt werden, würde ihnen<br />
dadurch die Existenzgrundlage<br />
entzogen (das <strong>KB</strong> berichtete). Die<br />
Christdemokraten mochten daher<br />
dem Verwaltungsvorschlag<br />
einer Beschlussfassung gemäß<br />
der strengen Satzung nicht folgen.<br />
„Wir wollen Kontakt mit dem<br />
Antragsteller aufnehmen“, sagte<br />
Paul Schaffers und meldete „Beratungsbedarf“<br />
an.<br />
Dem allgemein üblichen Procedere,<br />
die Beschlussfassung in<br />
die nächste Sitzung zu schieben,<br />
schlossen sich die anderen Fraktionen<br />
mehr oder weniger begeistert<br />
an. Heinz-Josef van Aaken<br />
(<strong>KB</strong>V) setzt auf die Kaufleute:<br />
„Wir haben Leute im neuen Wirtschafts-<br />
und Verkehrsverein, die<br />
das schon hinbekommen.“ „Kein<br />
Vertrauen in die Geschäftsleute“<br />
hat Wolfgang Röhr (Grüne). „Wir<br />
sind der Meinung: Die Dinger stören“,<br />
sagte er angesichts der zahlreichen<br />
Kundenstopper und Warenpräsentationen.<br />
Aber da die<br />
Anwendung der Satzung als Zugeständnis<br />
an die Händler an der<br />
Hauptstraße wegen des dortigen<br />
Umbaus ohnehin bislang noch nie<br />
kontrolliert wurde, könne man<br />
jetzt „auch noch ein paar Wochen<br />
warten“.<br />
Bürgermeister Dominik Pichler<br />
erinnerte abschließend noch einmal<br />
an das einstimmige Votum<br />
des Gestaltungsbeirates in dieser<br />
Sache und an die Worte des<br />
Vorsitzenden<br />
Franz<br />
Pesch: „Die<br />
Leute kommen<br />
nicht<br />
wegen der<br />
Kundenstopper<br />
in<br />
die Innenstadt.“<br />
Die<br />
Beschlussfassung<br />
wurde einstimmig<br />
in<br />
die kommende<br />
Sitzung<br />
verschoben.<br />
Verkehrsgutachten<br />
Der Peter-Plümpe-Platz in den Varianten 2-4.<br />
Grafik: „stadtVerkehr“<br />
Breiten Raum nahm in der Sitzung<br />
des Ausschusses für Stadtentwicklung<br />
und Wirtschaftsförderung<br />
auch die Vorstellung<br />
des Verkehrsgutachtens ein, das<br />
die Auswirkungen der aus der<br />
Bürgerbeteiligung resultierenden<br />
fünf Strukturvarianten zur<br />
Umgestaltung des Peter-Plümpe-<br />
Platzes bezüglich des fließenden<br />
und ruhenden Verkehrs bewertet.<br />
Grundlage waren Erhebungen<br />
in der Innenstadt an einem Donnerstag<br />
und einem Freitag sowie<br />
eine Haushaltsbefragung. Außerdem<br />
wurden in allen Varianten<br />
die Parkplätze im Umfeld (bis 400<br />
m) einbezogen an den Straßenflanken<br />
im unmittelbaren Umfeld<br />
(Annastraße, Busmannstraße,<br />
Marktstraße) herausgenommen.<br />
Demzufolge sind die Auswirkungen<br />
auf den fließenden Verkehr<br />
in der Variante 1 („Status<br />
Quo +“) „geringfügig“ und eine<br />
ausreichende Parkplatzreserve<br />
sei auch zu Spitzenzeiten (11 Uhr<br />
vormittags) noch gewährleistet,<br />
erklärte Dipl.-Ing. Jean-Marc<br />
Stuhm vom Hildener Planungsbüro<br />
„stadtVerkehr“ gemeinsam<br />
mit seiner Mitarbeiterin Dipl.-Ing.<br />
Michaela Roudbar-Latteier.<br />
Naturgemäß sehe das bei der<br />
Variante 5 („Bürgerpark“), welche<br />
den kompletten Wegfall der Parkplätze<br />
auf dem Peter-Plümpe-<br />
Platz vorsieht, ganz anders aus:<br />
Hier rät der Verkehrsgutachter<br />
zu „weiteren flankierenden Mobilitätsmaßnahmen“<br />
und schlägt<br />
dazu beispielsweise die „Förderung<br />
des Rad- und Fußverkehrs<br />
im Binnenverkehr“ vor. Denn diese<br />
Variante hätte nicht nur eine<br />
sig nifikante Abnahme des Verkehrs<br />
auf und rund um den Platz<br />
zur Folge. Der Autoverkehr würde<br />
sich auf der Suche nach Parkplätzen<br />
auch in erheblichem Maße<br />
Richtung Nord-Osten verlagern,<br />
prognostiziert das Gutachterbüro.<br />
Für die Varianten 2 bis 4, die<br />
alle eine Teilung des Peter-Plümpe-Platzes<br />
vorsehen und die nur<br />
den südlichen Teil vor dem neuen<br />
Rathaus als Parkfläche vorhalten,<br />
bewertet der Gutachter die Auswirkungen<br />
auf den fließenden<br />
Verkehr „insgesamt als moderat“.<br />
Auch das Parken sei laut Gutachten<br />
noch mehr oder weniger problemlos<br />
möglich, wenn man die<br />
in unmittelbarer Nähe gelegenen<br />
Parkplätze am Kauf-Center und<br />
am Bühnenhaus mit einbeziehe.<br />
Durchstich und OW1<br />
In diesem Zusammenhang wurde<br />
vom Gutachter interessanterweise<br />
auch untersucht, wie sich<br />
ein Durchstich von der Marktzur<br />
Bury St. Edmunds-Straße auswirken<br />
würde - eine Idee, die zu<br />
einiger Verwirrung bei den Ratsmitgliedern<br />
führte, galt sie doch<br />
inzwischen als nicht realisierbar.<br />
Ebenfalls interessant: Die Auswirkungen<br />
einer fertiggestellten<br />
OW 1 auf den Verkehr in der Innenstadt<br />
wären dem Gutachten<br />
zufolge „marginal“. Ein Umstand,<br />
der vielleicht einer Tatsache geschuldet<br />
ist, die bei der Befragung<br />
der Haushalte herauskam:<br />
Die überwiegende Mehrheit der<br />
befragten Kevelaerer gab an, die<br />
Innenstadt überwiegend mit dem<br />
Auto zu frequentieren. Und zwar<br />
zumeist zum Einkaufen ...<br />
Michael Nicolas<br />
Karneval ohne Diskozelt<br />
Kehrt die Zugauflösung wieder auf den Peter-Plümpe-Platz zurück?<br />
Kevelaer. In diesem Jahr wird<br />
es zum Straßenkarneval kein Zelt<br />
auf dem Peter-Plümpe-Platz geben,<br />
dies hat die Stadtverwaltung/<br />
Jugendamt entschieden. „Da es<br />
kurzfristig mit der Zeltplanung<br />
Schwierigkeiten gab und das<br />
Bühnenhaus am Rosenmontag<br />
frei war, entstand die Idee, die<br />
Karnevalsveranstaltung im KoBü<br />
durchzuführen. Wir hoffen, dass<br />
die Jugendlichen das Angebot annehmen<br />
werden“, sagt Vanessa<br />
Freienstein vom Jugendamt Kevelaer.<br />
Die Sparkasse hatte in den vergangenen<br />
Jahren dieses Angebot<br />
erst ermöglicht. „Auch in diesem<br />
Jahr werden wir den Jugendkarneval<br />
in Kevelaer finanziell, in<br />
Absprache mit dem Jugendamt,<br />
unterstützen“, sagte Jochen Rademacher<br />
von der Sparkasse auf<br />
Nachfrage des <strong>KB</strong>. Der Kartenvorverkauf<br />
wird in Kürze starten<br />
(s. Meldung rechts). Die Karten<br />
sind dann zu einem Preis von 3,50<br />
Euro im Servicecenter der Stadtverwaltung<br />
erhältlich.<br />
Der Rosenmontagszug soll,<br />
wie im vergangenen Jahr auch<br />
schon, mit der Aufstellung auf<br />
dem Europaplatz beginnen und<br />
sich dort auch wieder auflösen,<br />
so die Planung des VFR, die Ulf<br />
Muellemann als Zugverantwortlicher<br />
umsetzen muss. Die Entscheidung,<br />
dass der Zug nicht<br />
in der Innenstadt endet, hatte in<br />
2016 bereits für viel Unmut bei<br />
einigen Kevelaerern und Jecken<br />
gesorgt, da man befürchtete, dass<br />
Die Zugauflösung auf dem Peter-Plümpe-Platz am Rosenmontag hatte in der Vergangenheit zu<br />
Problemen geführt.<br />
Foto: bee<br />
nach dem Umzug in der Innenstadt<br />
kaum noch jeckes Treiben<br />
vorzufinden sei. Denn kaum einer<br />
der jungen Zugteilnehmer würde<br />
danach vom Europaplatz wieder<br />
in die Innenstadt zurück kommen,<br />
so die Befürchtung. So war auch<br />
das Erscheinungsbild nach dem<br />
Zug in 2019. Es herrschte gähnende<br />
Leere.<br />
Die damalige Entscheidung<br />
hatten die Verantwortlichen des<br />
VFR als Veranstalter, des Jugendund<br />
Ordnungsamts in Absprache<br />
mit der Polizei aus gutem Grund<br />
getroffen. Die ausufernde langanhaltende<br />
Lärmbelästigung einzelner<br />
Karnevalswagen und die<br />
Alkoholexzesse auf dem Markt<br />
wollte man unterbinden. „Es gab<br />
insbesondere mit den Minderjährigen<br />
Probleme, die mit alkoholischen<br />
Getränken (u.a. auch aus<br />
dem Zelt) von den „erwachsenen“<br />
jungen Leute versorgt wurden.<br />
„Auch die wiederholten Aufforderungen,<br />
die Musikanlagen auf<br />
den abgestellten Wagen in der<br />
Lautstärke etwas leiser zu stellen,<br />
wurden ignoriert“, führt Ludger<br />
Holla, Leiter des Ordnungsamtes<br />
aus.<br />
Da der „Risikofaktor“ Zelt auf<br />
dem Marktplatz entfällt, würden<br />
sich natürlich viele Kevelaerer<br />
und Jecke darüber freuen, wenn<br />
es die traditionelle Zugauflösung<br />
wieder auf dem PPP geben könnte.<br />
Doch daraus wird wohl nichts<br />
werden, da die Bereitschaft der<br />
Verantwortlichen derzeit gering<br />
zu sein scheint, weil man befürchtet,<br />
dass es diese Auswüchse dennoch<br />
wieder geben könnte. Derzeit<br />
gibt es kein Konzept, wie man<br />
diese Problematik unterbindet,<br />
außer man löst den Zug auf dem<br />
Europaplatz auf. Alf Muellemann<br />
vom VFR lässt jedoch durchblicken,<br />
dass man aktuell die Diskussion<br />
darüber noch nicht final<br />
beendet habe und spätestens im<br />
kommenden Jahr könne er sich<br />
vorstellen, dass es die Zugauflösung<br />
wieder auf dem PPP geben<br />
wird.<br />
Erfreulich ist aber in jedem Fall,<br />
dass es noch einen Karnevalszug<br />
in Kevelaer gibt (vgl.: Geldern im<br />
2. Jahr kein Umzug mehr). Bislang<br />
liegen dem VFR 17 Anmeldungen<br />
vor, davon neun Fußgruppen, vier<br />
Wagen, drei Musikgruppen sowie<br />
zwei Großgruppen mit 80 und bis<br />
zu 100 Teilnehmern. Auch aus<br />
Straelen und Kerken gibt es Anmeldungen.<br />
Wer noch teilnehmen<br />
möchte, der kann sich noch bis<br />
zum 16.2.<strong>2020</strong> bei VFR Blau-Gold<br />
Kevelaer e.V. anmelden https://<br />
www.vfrblaugoldkevelaer.de/rosenmontag/.<br />
Rudolf Beerden<br />
Kurz gemeldet<br />
Hallensporttag der St.-Hubertus-Grundschule<br />
Kevelaer. Am Samstag, 8. Februar, veranstaltet die Katholische St.-<br />
Hubertus-Grundschule Kevelaer ihren alljährlichen Hallensporttag in<br />
der Dreifachturnhalle am Hülsparkstadion. Die Veranstaltung dauert<br />
von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr.<br />
Jugenddisco an Karneval im Bühnenhaus<br />
Kevelaer. In diesem Jahr findet die Jugenddisco der Wallfahrtsstadt<br />
Kevelaer am Rosenmontag im Konzert- und Bühnenhaus statt.<br />
Ab Montag, 3. Februar, sind die Eintrittskarten für die Jugenddisco<br />
im Vorverkauf nur im Rathaus im Erdgeschoss Büro „Tourismus &<br />
Kultur“ erhältlich.<br />
Dank der Unterstützung der Sparkasse Goch-Kevelaer-Weeze<br />
können Jugendliche ab 14 Jahren am Rosenmontag im Konzert- und<br />
Bühnenhaus gemeinsam mit Freunden feiern. Der Eintrittspreis beträgt<br />
3,50 Euro. Die Sparkasse Goch-Kevelaer-Weeze gewährt ihren<br />
Sparkassenclub-Mitgliedern freien Eintritt gegen Vorlage der Sparkassenclub-Karte.<br />
Am Rosenmontag, 24. Februar, gibt es die Eintrittskarten an der<br />
Tageskasse im Konzert- und Bühnenhaus ebenfalls für 3,50 Euro oder<br />
gegen Vorlage der Sparkassenclub-Karte. Die Jugenddisco beginnt um<br />
16 Uhr und alle Jugendlichen ab 14 Jahren können bis zum Ende der<br />
Veranstaltung um 23 Uhr mitfeiern.<br />
Wichtig: Bitte am Rosenmontag unbedingt einen Ausweis und/oder<br />
die Sparkassenclub-Karte mitbringen, denn Einlass ist nur mit gültigen<br />
Ausweispapieren möglich.<br />
Preisträger laden zum Konzert<br />
Geldern. Zu einem Konzert mit Preisträgern des diesjährigen<br />
Regionalwettbewerbs „Jugend Musiziert“ lädt die Kreismusikschule<br />
am Donnerstag, 6. Februar, um 19 Uhr in die Tonhalle in Geldern ein.<br />
Junge Schülerinnen und Schüler präsentieren einen Ausschnitt aus<br />
ihrem Wettbewerbsprogramm in den Kategorien Gesang, Klavier und<br />
Blechbläserensemble. Das Konzert wird in Zusammenarbeit mit dem<br />
Förderverein der Kreismusikschule veranstaltet. Der Eintritt ist frei.<br />
Wassergymnastik für jede Altersgruppe<br />
Kevelaer. Das Sportbildungswerk bietet zwei Kurse in Aqua Gymnastik<br />
an. Wassergymnastik ermögliche ein sanftes Training für jede<br />
Altersgruppe und sei ideal für alle, die Spaß an Bewegung haben, aber<br />
keine Höchstleistungen anstrebten. Einfache Übungen trainieren die<br />
Grundlagenausdauer und kräftigen schonend die Muskulatur. Die<br />
Leitung der Kurse hat Anja Elsinghorst. Die Gebühr beträgt je nach<br />
Stundenzahl 56 oder 64 Euro. Veranstaltungsort ist das Lehrschwimmbecken<br />
im Kevelaerer Hallenbad.<br />
Die Kurstermine sind: ab 11.02.<strong>2020</strong>, 7x dienstags von 10:00 -11:00<br />
Uhr, 56 Euro; ab 11.02.<strong>2020</strong>, 8x mittwochs von 20:00 -21:00 Uhr, 64,00<br />
Euro.<br />
Anmeldung: Sportbildungswerk Kleve, Marcel Kempkes, 02831-<br />
92830-21, m.kempkes@ksb-kleve.de oder unter: www.sbw-kleve.de.<br />
Was war da los? Diese Geschichten<br />
schrieb das Kävels Bläche / Ausgabe 5<br />
1989 Wer bei der Berufsorientierung die Orientierung verliert,<br />
hat‘s nicht leicht: „Da brauch‘ ich ein eigenes Studium, bis ich<br />
mich an der Uni Bochum zurechtfinde“, „maulte Stefan Jansen“ im<br />
„Kävels Bläche“ vor 30 Jahren. Über 100 Schüler der Jahrgangsstufe<br />
12, die ein Jahr später das Kevelaerer Gymnasium verlassen wollten,<br />
hätten im Rahmen einer Aktionswoche damals in Betrieben und<br />
Universitäten Arbeits- und Studienluft geschnuppert, berichtet das<br />
Bläche. Mit einem guten Dutzend habe man gesprochen. „Sie schilderten<br />
übereinstimmend, dass sie für ihre zukünftige Ausbildung<br />
wichtige Anstöße bekommen hätten.“<br />
1999 Vor 20 Jahren erwischt‘s die CDU: Im Sog der damaligen<br />
überregionalen Spendenaffäre könne es auch für die Kevelaerer<br />
Christdemokraten immer weiter abwärts gehen, schreibt das Kevelaerer<br />
Blatt. Und blickt über europäische Grenzen: „Überall ist vom<br />
parteiförmigen politischen Katholizismus bloß noch ein trauriger<br />
Rest geblieben“, kann man da lesen, und dass „die CDU ohne ihr<br />
,System Kohl‘ längst den Weg aller anderen christdemokratischen<br />
Parteien in Westeuropa gegangen wäre“. In Kevelaer allerdings<br />
scheint die CDU neuerlich etwas richtig zu machen - zumindest<br />
anders: Der Abwärtstrend, der 1969 begonnen und sich zehn Jahre<br />
später verschärft hatte, wurde 1994 gestoppt.<br />
2009 So richtig komme der „Heidepark“ an der Straße Grunewald<br />
auf Schravelen nicht ans Blühen, berichtet das <strong>KB</strong> vor zehn<br />
Jahren. Die kleinen Grundstücke seien verkauft - aber mit den großen<br />
Arealen des gewünschten „Villenviertels“ tue man sich noch<br />
schwer. Von der Strategie wolle man aber nicht abweichen: An der<br />
städtebaulichen Zielsetzung werde festgehalten, wird Bürgermeister<br />
Axel Stibi zitiert.<br />
Michael Nicolas
Seite 10<br />
Kevelaerer Blatt Nr. 5 vom 30. Januar <strong>2020</strong><br />
Politik in Kürze<br />
Bürger können sich bei<br />
der SPD informieren<br />
Kevelaer. Im SPD-Bürgerbüro<br />
an der Annastraße 70 findet am<br />
Samstag, 1. Februar, von 10 bis<br />
12 Uhr die Bürgersprechstunde<br />
statt. Die Sozialdemokraten sind<br />
zu dieser Zeit auch unter Telefon:<br />
02832/9259516 zu erreichen.<br />
Bürger können sich bei<br />
der <strong>KB</strong>V informieren<br />
Kevelaer. Das <strong>KB</strong>V-Bürger-<br />
Büro an der Biegstraße 61 ist am<br />
Samstag, 1. Februar, von 11 bis<br />
12 Uhr mit dem stellvertretenden<br />
Bürgermeister, Ratsmitglied<br />
und stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden<br />
Johann-Peter van<br />
Ballegooy besetzt. Das Mitglied<br />
im Kulturausschuss und Stv.<br />
Vorsitzender des Schul- und<br />
Sportausschusses ist für Fragen<br />
und Anregungen der Bürger auch<br />
unter Telefon: 0151/65767610 zu<br />
erreichen.<br />
Bürger können sich bei<br />
der CDU informieren<br />
Kevelaer. Der CDU-Pressesprecher<br />
Hubert van Meegen<br />
ist werktäglich von 9 bis 17 Uhr<br />
unter der Handy-Nummer: 0163/<br />
980 2444 zu erreichen und steht<br />
für Fragen und Anregungen der<br />
Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung.<br />
Es kann auch per Whats-<br />
App kommuniziert werden.<br />
Bürger können sich bei<br />
der FDP informieren<br />
Kevelaer. Das Bürgertelefon<br />
der FDP, Ortsverband Kevelaer,<br />
wird am Samstag, 1. Februar,<br />
von 10 bis 12 Uhr von Jürgen<br />
Hendricks wahrgenommen. Der<br />
liberale Kommunalopolitiker ist<br />
zu der angegebenen Zeit unter<br />
Telefon: 02832/8751 zu erreichen.<br />
Wirtschaft in Kürze<br />
Steuererklärung<br />
für die Rentner<br />
Kevelaer. Die VHS bietet einen<br />
Kurs „Einkommensteuererklärung<br />
für Nichtselbstständige und<br />
Rentner“ an. Er findet ab Montag,<br />
2. März, an drei Kurstagen jeweils<br />
von 18 bis 20.30 Uhr in der<br />
Öffentlichen Begegnungsstätte,<br />
Raum 004, statt. Das Seminar soll<br />
auf einfache und verständliche<br />
Weise einen Überblick über die<br />
gesetzlichen Regelungen geben,<br />
die für die Erstellung einer Einkommensteuererklärung<br />
maßgebend<br />
sind. Schwerpunkte liegen<br />
auf den abzugsfähigen Aufwendungen.<br />
Nähere Information gibt es in<br />
der VHS-Geschäftsstelle Goch,<br />
Telefon: 02823/6060.<br />
2.870 Kinder wurden<br />
2019 im Kreis Kleve lebend<br />
geboren. Das ist ein Anstieg<br />
um 2,4 Prozent im Vergleich<br />
zum Jahr davor (2.802).<br />
Neben der Stadt Oberhausen<br />
ist der Kreis Kleve damit der<br />
einzige Verwaltungsbezirk,<br />
in dem es einen Anstieg gibt.<br />
Landesweit sind die Zahlen<br />
rückläufig (-1,7 Prozent).<br />
Fürsorge für die Kleinsten<br />
Feierliche Eröffnung von „Zahnwelten Paeßens“ auf der Hüls<br />
Kevelaer. Viele Gäste und Besucher<br />
waren zur offiziellen Eröffung<br />
der „Zahnwelten Paeßens“<br />
auf die Hüls gekommen. Familie<br />
Paeßens aus Kalkar eröffnete in<br />
zweiter Generation jetzt die dritte<br />
Dentalpraxis in Kevelaer (neben<br />
Kalkar und Kleve).<br />
„Wir wollen mit eigenem Fotostudio,<br />
mit dem digitalen Zahntechniklabor<br />
inklusive 3D-Druck<br />
und einem OP-Bereich nichts dem<br />
Zufall überlassen“, sagt Dr. med.<br />
dent. Fritz Paeßens.<br />
Er hat die zahntechnische Leitung<br />
in Kevelaer übernommen<br />
und tritt damit in die Fußstapfen<br />
seines Vaters Dr. med. dent. Theodor<br />
Paeßens. „Insbesondere liegt<br />
uns die Kinderzahnheilkunde am<br />
Herzen. Wir haben dafür in der<br />
Praxis in Kevelaer Schwerpunkte<br />
gesetzt, um von Beginn an ein<br />
Höchstmaß an fachlicher Behandlung<br />
und erstklassiger Fürsorge<br />
Urlaub von A bis Z mit „Schatorjé Reisen“<br />
Das Kevelaerer Unternehmen stellt beim Airport-Tag in Weeze ihr Pauschalreisen-Angebot in<br />
Kooperation mit dem Flughafen vor und will den Besuchern Lust aufs Reisen machen<br />
für unsere kleinsten Patienten zu<br />
bieten.“<br />
Für die Eröffnungsansprachen<br />
waren die Bürgermeisterinen aus<br />
Kleve, Sonja Northing, und Kalkar,<br />
Dr. Britta Schulz, angereist.<br />
Auch Theodor Brauer war dabei.<br />
Der ehemalige Bürgermeister<br />
von Kleve lobte neben dem unternehmerischen<br />
Engagement der<br />
Familie Paeßens, die er aus seiner<br />
Amtszeit in Kleve sehr gut kennt,<br />
auch den Gastredner Hans-Josef<br />
Bruns als Wirtschaftsförderer<br />
der Wallfahrtsstadt Kevelaer dafür,<br />
dass man die Rahmenbedingungen<br />
für diese Ansiedlungen<br />
geschaffen habe. Das schlüssige<br />
Konzept des Gradierwerkes mit<br />
heilender Sole, dem angrenzenden<br />
Park, dem Hotel und das<br />
MVZ seien im Mittelpunkt des<br />
Kreises Kleve schon etwas ganz<br />
Besonderes, das seinesgleichen in<br />
der Region suche. Für ihn sei das<br />
Schatorjé-Team beim Jubiläumsfest des Unternehmens.<br />
Kevelaer. Vier Flugreisen begleitet<br />
„Schatorjé Reisen“ jährlich<br />
vom Airport Weeze aus. Unter<br />
dem Motto „Gemeinsam die Welt<br />
entdecken“ geht es in diesem Jahr<br />
nach Ibiza, Estland, Apulien und<br />
Emilia Romagna. Vor fünf Jahren<br />
ging das Projekt gemeinsam mit<br />
dem Airport Weeze an den Start<br />
und in diesem Jahr nutzt das Reiseunternehmen<br />
den Airport-Tag<br />
am 9. Februar, um den Besuchern<br />
ihr Pauschalreise-Angebot vorzustellen<br />
und vielleicht den ein oder<br />
anderen für ein Reiseziel zu begeistern.<br />
„Gemeinsam erleben“ stehe bei<br />
all den Reisen im Mittelpunkt,<br />
erklärt Renate Schatorjé, die das<br />
Unternehmen gemeinsam mit<br />
ihrem Mann Thomas Schatorjé<br />
leitet. In der Regel bestehe eine<br />
Reisegruppe einer solchen Pauschalreise<br />
aus 20 bis 30 Personen,<br />
die von einem Teammitglied<br />
des Unternehmens eng begleitet<br />
werden. Vom Online-Check-In<br />
über den Shuttle-Service bis hin<br />
zum Essen im Hotel und verschiedenen<br />
Aktivitäten stehe den<br />
Reisenden stets ein Begleiter des<br />
Unternehmens zur Seite, sagt<br />
Christina Koppers vom Schatorjé-Team.<br />
Man gebe den Urlaubern<br />
während der Reise Hilfestellungen<br />
an die Hand, es stehe aber jedem<br />
frei, seine Freizeit individuell<br />
zu gestalten. „Sorgenfrei fliegen<br />
mit einem Rundum-Sorglos-Paket“<br />
- das wolle man den Reisenden<br />
ermöglichen, erklärt Koppers.<br />
Und genau diese „Rundum-<br />
Sorglos-Pakete“ möchte das<br />
so etwas wie ein „Health Valley“,<br />
das auf der Hüls entstanden sei,<br />
führte Theodor Brauer in seiner<br />
Ansprache aus.<br />
Das Familienunternehmen<br />
Paeßens wird gesteuert von<br />
Theodor Paeßens und seiner<br />
Frau Maria, die sich neben der<br />
Familie mit vier Kindern um alle<br />
nicht zahnärztlichen Belange im<br />
Unternehmen kümmert. Sohn<br />
Karl befindet sich auf der Zielgeraden,<br />
um ebenfalls Dr. med.<br />
dent. zu werden. „Wir sind in der<br />
ersten Ausbauphase mit mehr als<br />
20 Mitarbeitern und, wenn alles<br />
planmäßig verläuft, mit rund 35<br />
bis 40 Personen für unsere Patienten<br />
in Kevelaer tätig“, sagt<br />
Paeßens sen. „Das Erfreuliche<br />
ist, dass wir bereits einige Mitarbeiter<br />
aus Kevelaer gewinnen<br />
konnten und sich die hier tätigen<br />
Zahnärzte auch häuslich in Kevelaer<br />
niederlassen werden.“<br />
Zur feierlichen Eröffnung waren auch Bürgermeister a.D. Theo Brauer (2.v.l.) sowie die Bürgermeisterinnen<br />
Sonja Northing (6.v.r.) und Dr. Britta Schulz (2.v.r.) gekommen. Foto: privat<br />
Unternehmen am Airport-Tag in<br />
Weeze vorstellen. Neben Referenten,<br />
die über die einzelnen Reiseziele<br />
erzählen werden, stehen<br />
die Mitarbeiter von Schatorjé an<br />
diesem Tag für Fragen und Beratungen<br />
zur Verfügung. Ein buntes<br />
Rahmenprogramm mit Flughafen-Führung,<br />
Kaffee, Kuchen und<br />
viel Urlaubs-Feeling möchten die<br />
Auf der Terrasse der historischen Mühle überreichte Thomas<br />
Kolaric (Dehoga Nordrhein, r.) die Urkunde für zehnjährige<br />
Mitgliedschaft an Raphaël Freiherr von Loë. Foto: nick<br />
Restaurant „Vis-à-Vis“:<br />
Wissen macht Mhmm<br />
Schloss-Hotellerie erweitert Angebot<br />
Foto: Schatorjé<br />
Verantwortlichen des Flughafens<br />
und Schatorjé den Besuchern bieten.<br />
Es solle keine reine Verkaufsveranstaltung<br />
werden, betonen<br />
Renate Schatorjé und Christina<br />
Koppers. Man wolle die Besucher<br />
über die jährlich wechselnden<br />
Reiseziele informieren und zum<br />
Reisen motivieren. Auch wenn<br />
das Angebot in den vergangenen<br />
Weeze. Zehn Jahre Mitgliedschaft<br />
im Deutschen Hotel- und<br />
Gaststättenverband (Dehoga) sind<br />
für Raphaël Freiherr von Loë mit<br />
Blick auf die Familiengeschichte<br />
ein eher überschaubarer Zeitraum.<br />
Dennoch nahm der Freiherr<br />
eine entsprechende Urkunde aus<br />
den Händen des Dehoga-Nordrhein-Geschäftsführers<br />
Thomas<br />
Kolaric gern entgegen, bot sich<br />
so doch auch die Möglichkeit, auf<br />
das neueste Mitglied im Tagungsund<br />
Hotel-Ensemble mit Blick auf<br />
das Schloss aufmerksam zu machen:<br />
In der historischen Wassermühle<br />
hat man gerade das kleine,<br />
aber feine Restaurant „Vis-à-Vis“<br />
eröffnet.<br />
Für von Loë ist das die logische<br />
Konsequenz aus Nachfrage<br />
seitens der Hotelgäste und gelungener<br />
Zusammenarbeit mit<br />
einem kreativen Caterer - „der<br />
uns am Wochenende einen Koch<br />
ausleiht“, sagt er. Für die Gäste ist<br />
das eine wunderbare Gelegenheit,<br />
erlesene Speisen und Getränke an<br />
einem der gerade mal sieben Tische<br />
zu genießen, die sich um das<br />
ehemalige Antriebsrad der Mühle<br />
gruppieren.<br />
Ganz billig ist der fantastische<br />
Ausblick aus dem verglasten Anbau<br />
der historischen Mühle vis-àvis<br />
des Schlosses nicht und eine<br />
Reservierung dringend angezeigt,<br />
telefonisch unter 02837 9619-0<br />
(täglich von 15 – 21 Uhr) oder per<br />
E-Mail an vis-a-vis@schloss-wissen.de.<br />
Geöffnet ist das Restaurant am<br />
Freitag- und Samstagabend von<br />
17.30 Uhr bis 21.30 Uhr. Die aktuelle<br />
Speisekarte, die mehrfach<br />
im Jahr wechselt, findet man im<br />
Internet auf der Homepage des<br />
Schlosses Wissen unter „Feiern &<br />
Dinieren“.<br />
Vor rund zehn Jahren hat man<br />
auf Schloss Wissen mit Hotellerie<br />
und Tagungsgeschäft begonnen<br />
und diesen Zweig in unmittelbarer<br />
Nachbarschaft des Schlosses<br />
und unter teilweiser Einbeziehung<br />
der Anlagen kontinuierlich<br />
erweitert.<br />
Michael Nicolas<br />
Jahren bereits gut angenommen<br />
worden ist, sei die Veranstaltung<br />
am Airport eine gute Möglichkeit,<br />
noch mehr Reisende auf das Angebot<br />
aufmerksam zu machen.<br />
Bei ihren Reisen sollen die<br />
Urlauber „Land und Leute kennenlernen“,<br />
ohne sich um die Organisation<br />
sorgen zu müssen, sagt<br />
Koppers. „Kopf aus und Urlaub<br />
genießen“ laute da das Motto. Das<br />
gelte für alle ihre Reisen, betont<br />
Schatorjé. Eine solche Pauschalreise<br />
sei einfach „eine komfortable<br />
Art zu Reisen“ und erfahrungsgemäß<br />
„lustig und gesellig“, sagt<br />
die Geschäftsführerin.<br />
Wer sich für eine Pauschalreise<br />
interessiert, der hat die Möglichkeit<br />
zur Beratung und zur Buchung<br />
direkt bei Schatorjé. Für<br />
Unentschlossene gibt es dann am<br />
Sonntag, 9. Februar, ab 15.30 Uhr<br />
die Möglichkeit, sich beim Airport-Tag<br />
in Weeze über die einzelnen<br />
Reiseziele zu informieren.<br />
Der Eintritt beträgt 10 Euro pro<br />
Person. Eine Anmeldung ist möglich<br />
bei Schatorjé unter Tel. 02832-<br />
97710, per E-Mail unter reisen@<br />
schatorje.de und im Reisebüro<br />
Jean Schatorjé auf der Hauptstraße<br />
39 in Kevelaer. Elena Gavriil
Nr. 5 vom 30. Januar <strong>2020</strong><br />
Kevelaerer Blatt Seite 11<br />
Bürgerkonferenz zum Peter-Plümpe-Platz<br />
Ergebnisse der Bürgerbeteiligung werden am 3. Februar um 19 Uhr vorgestellt<br />
Kevelaer. Die Stadtverwaltung<br />
hat im vergangenen Jahr mit<br />
einem umfassenden Beteiligungsprozess<br />
die Ansichten und Wünsche<br />
der Bürgerschaft zu einem<br />
neu gestalteten Peter-Plümpe-<br />
Platz eingeholt. Die vielfältigen<br />
Aussagen wurden nun in fünf<br />
Nutzungs- und Strukturvarianten<br />
zusammengetragen (das <strong>KB</strong><br />
berichtete), zu denen Stellungnahmen<br />
eines Verkehrsplanungsbüros<br />
und des Gestaltungsbeirats<br />
vorliegen. Die Stadtverwaltung<br />
möchte nun allen Interessierten<br />
die Ergebnisse vorstellen und mit<br />
ihnen diskutieren.<br />
Alle Bürger eingeladen<br />
Rückzug aus dem Rat<br />
Peter Diedrich gibt sein Mandat zurück und tritt bei der CDU aus<br />
Kevelaer. Peter Diedrich ist<br />
nicht mehr Mitglied der Kevelaerer<br />
CDU-Ratsfraktion. Er sei gerade<br />
beim Bürgermeister gewesen,<br />
um diesen Schritt bekannt zu machen,<br />
bestätigte der 56-Jährige am<br />
Dienstagnachmittag auf Anfrage<br />
des Kevelaerer Blattes. Außerdem<br />
hat Diedrichs den CDU-Stadtverband<br />
und den CDU-Ortsverband<br />
verlassen.<br />
Der Schritt erfolge aus privaten<br />
Gründen, erläuterte Diedrich. „Ich<br />
bin beruflich immer mehr eingebunden<br />
in meinem Job im Mülheimer<br />
Jugendamt, fahre da auch<br />
180 Kilometer pro Tag und muss<br />
an meine Gesundheit denken“,<br />
nahm er zu den Beweggründen<br />
Stellung. „Meine Mutter ist im<br />
Zur Bürgerkonferenz im Konzert-<br />
und Bühnenhaus am Montag,<br />
3. Februar, um 19 Uhr (die<br />
Uhrzeit wurde geändert), sind<br />
alle Bürgerinnen und Bürger<br />
Unterstützer der Orgelmusik<br />
Zum Tode Richard Schulte Staades<br />
schreibt <strong>KB</strong>-Leser Eckehard Lüdke:<br />
Das Gedenken an den von uns<br />
gegangenen Pastor und Rektor<br />
der Wallfahrt, Richard Schulte<br />
Stade, wäre unvollzählig, betonte<br />
man nicht seinen ganz besonderen<br />
Einsatz für die Kirchenmusik<br />
an St. Marien. In seine frühe<br />
Amtszeit fällt die Entscheidung<br />
über den weiteren Umgang mit<br />
der großen Seifert-Orgel, die sich<br />
infolge u.a. von Nachkriegsschäden<br />
in einem bedenklichen Zustand<br />
befand. In Rede stand der<br />
Ersatz des einzigartigen Werkes<br />
von 1907 durch ein zeitgemäßes,<br />
weitaus kleineres und „unscheinbares“<br />
Werk. Dieses Vorhaben<br />
wurde durch den Pastor an St.<br />
Marien schlußendlich verhindert<br />
zugunsten einer umfangreichen<br />
Wiederherstellung, einer<br />
weitgehend am Original ausgerichteten<br />
Restaurierung, die<br />
sich auf mehrere Jahre hinweg<br />
verteilte. Die Wallfahrtsstadt ist<br />
auch unter Orgelliebhabern eine<br />
Wallfahrtsstätte, denn das in Kevelaer<br />
gebaute Werk ist weltweit<br />
einzigartig in seiner Dimension<br />
Pflegeheim und ich bin da der einzige<br />
Ansprechpartner. Und meine<br />
Schwiegermutter in Essen hatte<br />
letzte Woche Mittwoch einen<br />
Schlaganfall“, machte er deutlich,<br />
dass da familiär jetzt andere Prioritäten<br />
bestehen.<br />
Dass er letzte Woche Mittwoch<br />
an dem Tag, an dem das mit dem<br />
Schlaganfall passiert sei, mit einer<br />
fehlenden Stimme nicht mehr als<br />
Kandidat für die Kommunalwahl<br />
aufgestellt worden sei, habe seine<br />
Entscheidung bestätigt“, sagte<br />
Diedrich. „Das ist da voll an mir<br />
vorbeigerauscht, das habe ich<br />
erst bewusst am nächsten Tag so<br />
gecheckt“, gestand er. Niemand<br />
bei der Wahl sei „safe“ gewesen,<br />
damit „kann man leben“, trat er<br />
Spekulationen entgegen, dass der<br />
Rückzug politischer Natur sei,<br />
obwohl er diesen drastischen<br />
Schritt so gewählt hat. Er wolle<br />
da jetzt einfach „einen Cut“.<br />
Die Nichtwahl und der Rückzug<br />
hätten auch überhaupt<br />
nichts mit der damaligen Nichtwahl<br />
von Michael Kamps vor<br />
zwei Jahren zum stellvertretenden<br />
Bürgermeister zu tun. „Damals<br />
habe ich mich vollkommen<br />
loyal verhalten“, sagte Diedrich<br />
dazu.<br />
Alexander Florié-<br />
Albrecht<br />
Peter Diedrich<br />
Foto: CDU<br />
herzlich eingeladen, die sich<br />
in die Planungsüberlegungen<br />
einbringen wollen. Das Büro<br />
Stadt- und Regionalplanung Dr.<br />
Jansen aus Köln, das den Beteiligungsprozess<br />
moderiert und<br />
die Ergebnisse zusammengetragen<br />
hat, wird fünf verschiedene<br />
Nutzungs- und Strukturkonzepte<br />
vorstellen. Darin sind die Anregungen<br />
aus der Bevölkerung in<br />
unterschiedlicher Zusammensetzung<br />
wiedergegeben. Um berücksichtigen<br />
zu können, wie<br />
sich die Planungskonzepte auf<br />
den Verkehr auswirken, hat das<br />
Büro „stadtVerkehr“ die Veränderungen<br />
im Verkehrsfluss und die<br />
Parkplatzsituation untersucht.<br />
Außerdem hat sich der Gestal-<br />
Großer Andrang am Info-Pavillon im Mai. Foto: Stadtverwaltung<br />
Briefe an die Redaktion<br />
und Bedeutung, eine - wie es im<br />
„Orgelführer Deutschland“ heißt<br />
„Orgel zum Katholischwerden“.<br />
Dass dieses Instrument mit seinem<br />
fesselnden Klang im Abschiedsgottesdienst<br />
unter dem<br />
Basilikaorganisten Elmar Lehnen<br />
erschütternd und berührend<br />
erklingend den Brückenschlag<br />
zwischen dem Diesseits und dem<br />
Jenseitigen bilden konnte, war<br />
ein Erlebnis, das uns der von<br />
uns Gegangene ermöglicht hat.<br />
Der Dank für sein Wirken auch<br />
auf diesem Gebiet verbindet uns.<br />
Sein Anspruch, Basilikamusik<br />
auf besondere und qualitätvolle<br />
Weise erlebbar zu machen, bleibt<br />
Verpflichtung.<br />
Flexible Gestaltung<br />
Zur Neugestaltung des Peter-<br />
Plümpe-Platzes hat <strong>KB</strong>-Leser Clemens<br />
Geraths einige Anregungen:<br />
Ich habe sowohl virtuell als auch<br />
real die Angebote unserer Stadt<br />
wahrgenommen und meine Vorschläge<br />
als jemand, der seine Heimatstadt<br />
liebt, mitgeteilt. Nebenbei<br />
finde ich es beschämend, dass<br />
die Beteiligung so gering war.<br />
Ich kann Bemerkungen wie: „de<br />
make ja doch wat se welle“ nicht<br />
mehr hören! Genau diese Leute,<br />
die sich so äußern, sind zu faul<br />
oder/und zu feige und lieben es<br />
erfahrungsgemäß, sich anschließend<br />
abfällig über die Ergebnisse<br />
zu äußern: „ik heb het doch<br />
jesat!“<br />
Nun meine Vorschläge zur Gestaltung:<br />
Die durchgehende Verkehrsberuhigung<br />
der Busmannstraße<br />
scheint ebenso wie der Minipark<br />
am alten Rathaus fix. Das finde<br />
ich sehr gut.<br />
Man sollte neu in die Planung<br />
einbeziehen, dass das Verkehrsmittel<br />
Auto in absehbarer Zukunft<br />
auch auf dem Land ein<br />
Auslaufmodell sein wird. Deshalb<br />
würde ich den Platz möglichst<br />
ohne weitere Bebauung<br />
multifunktional halten.<br />
- Entfernung aller bisherigen<br />
Grünstreifen und Sträucher.<br />
- Eine durchgehend gepflasterte<br />
Fläche ohne Bordsteine und<br />
Parkplatzeinfassungen;<br />
- REVERSIBLE Markierung der<br />
neu, ästhetisch ausgerichteten<br />
Parkbuchten;<br />
- Verkehrsberuhigung der<br />
tungsbeirat mit den Konzepten<br />
beschäftigt und aus städtebaulicher<br />
Sicht beurteilt.<br />
Meinungsbild abgeben<br />
Bei der Bürgerkonferenz besteht<br />
die Gelegenheit sich einzubringen,<br />
die Konzepte mit den<br />
Mitarbeitern der Wallfahrtsstadt<br />
Kevelaer, des Büros Stadt- und<br />
Regionalplanung Dr. Jansen, des<br />
Büros stadtVerkehr und ihren<br />
Mitbürgerinnen und Mitbürgern<br />
zu besprechen und ein Meinungsbild<br />
dazu abzugeben.<br />
Im März werden die fünf Nutzungs-<br />
und Strukturkonzepte dem<br />
Rat der Wallfahrtsstadt Kevelaer<br />
zur Beschlussfassung vorgelegt.<br />
Dann soll entschieden werden,<br />
welche der Varianten, eventuell<br />
mit Anpassungen, für den nachfolgenden<br />
Planungswettbewerb<br />
zugrunde gelegt wird.<br />
Anna- und Marktstraße ohne<br />
Parkplätze, aber mit markierten<br />
Fahrradwegen.<br />
-Zur Auflösung der strengen<br />
Architektur (z.B. Rathaus) ca.<br />
fünf möglichst große Bäume (H.<br />
mind. 15m) unsymetrisch neu<br />
anpflanzen und die Ästhetik des<br />
Platzes dieser Grundbepflanzung<br />
unterordnen. Diese Bäume sollten<br />
von der Bürgerschaft gespendet<br />
werden und deshalb einen<br />
Namen erhalten und sie müssen<br />
sich voll auswachsen können.<br />
Der vorhandene Baumbestand<br />
wird der Platzarchitektur wo<br />
notwendig angepasst. Der Wurzelbereich<br />
der Bäume wird nicht<br />
gepflastert, sondern mit Granulat<br />
versehen.<br />
- Die Beleuchtungskörper sollten<br />
unauffällig, nicht wesentlich<br />
höher als in den Fußgängerzonen<br />
sein und ihr Licht, teils von den<br />
Bäumen verdeckt, nach unten<br />
abgeben.<br />
So wird die Möglichkeit geschaffen<br />
den Platz für die Zukunft<br />
für alle Nutzungsarten<br />
offen zu halten, zumal er durch<br />
(optisch ansprechende) mobile<br />
Barrieren auch jederzeit passend<br />
gegliedert werden kann.<br />
Ist dies eine günstige Lösung?<br />
CDU on tour: Diesmal beim<br />
Fahrzeugbau Bückendorf<br />
Kevelaer. Der Kevelaerer<br />
CDU-Stadtverbandsvorstand<br />
trifft sich zu seinen Sitzungen<br />
regelmäßig bei Vereinen, sozialen<br />
Einrichtungen oder Betrieben<br />
- getreu dem CDU-Motto<br />
„Nah am Menschen“. Diesmal<br />
war der Vorstand beim Fahrzeugbau<br />
Bückendorf in Kevelaer<br />
zu Gast. Fast zwei Stunden<br />
wurden die Kommunalpolitiker<br />
durch den Betrieb geführt und<br />
dabei umfassend über die Betriebsabläufe<br />
informiert. Das<br />
Unternehmen stellt hauptsächlich<br />
Spezialaufbauten für LKW<br />
her. Inhaber Klaus Bückendorf<br />
ist gleichzeitig Vorsitzender<br />
des Wirtschafts- und Verkehrsvereins<br />
Kevelaer und auch<br />
deshalb ein interessanter Ansprechpartner<br />
für die CDU, um<br />
frühzeitig die Sorgen und Nöte<br />
sowie Anregungen seitens der<br />
Kevelaerer Unternehmerschaft<br />
aufzunehmen.<br />
Foto: CDU Kevelaer<br />
Sterne für die<br />
Ferienwohnung<br />
Workshop zur Klassifizierung<br />
Kevelaer/Kalkar. Deutlich<br />
mehr als 400 Ferienwohnungen<br />
gibt es im Kreis Kleve. Gut jede<br />
vierte davon ist klassifiziert und<br />
damit durch drei, vier oder fünf<br />
Sterne für besonders gut empfunden.<br />
Dies jedenfalls stellt die<br />
Wirtschaftsförderung Kreis Kleve<br />
wenige Tage vor der anstehenden<br />
<strong>2020</strong>er Touristikmesse Niederrhein<br />
im Wunderland Kalkar<br />
heraus. Am Samstag, 1. Februar,<br />
um 14 Uhr wird Simone Meesters,<br />
Prüferin für den Deutschen<br />
Tourismusverband, am neu konzipierten<br />
Messestand der Kreis-<br />
Wirtschaftsförderung im Rahmen<br />
einer gut 45-minütigen Kurz-Einführung<br />
Herausforderungen und<br />
Wege aufzeigen, die zur Auszeichnung<br />
der Wohnungen führen.<br />
„Wir sind sehr davon überzeugt,<br />
dass man der Klassifizierung von<br />
Ferienwohnungen wichtige Marketing-Funktionen<br />
zuschreiben<br />
sollte“, unterstreicht die Kreis-<br />
WfG die Bedeutung dieses objektiven<br />
Prüfverfahrens. Unter den<br />
Teilnehmern des kostenfreien<br />
Workshops werden gleich fünf<br />
Kreis-Kleve-Plakate verlost, die allesamt<br />
vom in Köln lebenden Städteplakat-Künstler<br />
Wilhelm Schlote<br />
von Hand signiert wurden.<br />
Relativer Wohlstand<br />
Armutsbericht des Paritätischen<br />
Kreis Kleve. Das Ranking der<br />
Bundesländer nach Armutsquoten<br />
im Armutsbericht 2019 des<br />
Paritätischen macht deutlich, dass<br />
die Menschen im Osten weiterhin<br />
häufiger von Armut betroffen sind<br />
als im Westen. Dies darf jedoch<br />
nicht darüber hinwegtäuschen,<br />
dass sich in einigen Regionen des<br />
Westens bereits deutlich höhere<br />
Armutsquoten zeigen als in Ostdeutschland.<br />
Das Ruhrgebiet hat<br />
im Zehnjahresvergleich einen<br />
kontinuierlichen Anstieg der Armut<br />
um insgesamt 28 Prozent zu<br />
verzeichnen. Die Armut im Ruhrgebiet<br />
stieg fast viermal so schnell<br />
wie im gesamten Bundesgebiet.<br />
Allerdings hat der Kreis Kleve,<br />
der in der Untersuchung mit dem<br />
Ruhrgebiet zusammengefasst<br />
wurde, mit einer SGB-II-Quote<br />
von 7,2 Prozent die niedrigste und<br />
Gelsenkirchen mit 24,9 die höchste<br />
Quote innerhalb des Ruhrgebietes.<br />
Dabei darf jedoch nicht<br />
übersehen werden, dass „Dunkelziffer“<br />
der Nicht-Inanspruchnahme<br />
durch Scheu und soziale<br />
Kontrolle im ländlichen Kreis<br />
Kleve wesentlich höher ist als im<br />
Ballungsraum Ruhrgebiet. Dies<br />
drückt die Quote der Inanspruchnahme<br />
in ländlichen Gebieten herunter.<br />
Deutlich sei das Auseinanderdriften<br />
zwischen gut situierten<br />
und abgehängten Regionen zu beobachten,<br />
so der Paritätische.<br />
Höhere Regelsätze gefordert<br />
Gegen die Armutsentwicklung<br />
schlägt der Paritätische eine bedarfsgerechte<br />
Erhöhung der Regelsätze<br />
auf 582 Euro (tatsächlich<br />
sind es seit dem 1. Januar <strong>2020</strong> 432<br />
Euro), eine Altersgrundsicherung<br />
mit Einführung von Einkommensfreibeträgen,<br />
die Einführung<br />
einer einheitlichen Kindergrundsicherung,<br />
die Erhöhung des Mindestlohns<br />
auf 13 Euro sowie die<br />
Abschaffung der Sanktionspraxis<br />
bei Hartz 4.
Seite 12<br />
Kevelaerer Blatt Nr. 5 vom 30. Januar <strong>2020</strong><br />
„Man lernt immer dazu“<br />
<strong>KB</strong>-Reporterin Doris de Boer schildert ihre Motivation fürs Schreiben – und was sie an Kevelaer schätzt<br />
Nina Jordan<br />
Foto: <strong>KB</strong>-Archiv<br />
Förderung bei<br />
energetischer<br />
Sanierung erhöht<br />
Kevelaer. Kurz vor Ende des<br />
letzten Jahres war es soweit: Der<br />
Bundesrat hat das überarbeitete<br />
Klimapaket verabschiedet. Damit<br />
einher gehen weitreichende<br />
Änderungen für Hausbesitzer.<br />
Die Energiekosten unsanierter<br />
Gebäude mit fossilen Heizungen<br />
werden zukünftig steigen, wohingegen<br />
diese Kosten sinken für<br />
gedämmte Häuser, die erneuerbare<br />
Energien nutzen. „Konkret bedeutet<br />
das, dass sich bei Gas- oder<br />
Öl-Heizungen die Energiekosten<br />
durch den geplanten CO2-Preis<br />
ab 2021 deutlich erhöhen werden“,<br />
erklärt Nina Jordan von<br />
„ALTBAUNEU“ aus Kevelaer. Bei<br />
einem jährlichen Verbrauch von<br />
3.000 Liter Heizöl beträgt der Zuschlag<br />
bis 2025 insgesamt rund<br />
1.800 Euro. Weitere Preissteigerungen<br />
sind angekündigt.<br />
Diese Mehrkosten können aber<br />
vermieden werden, wenn das<br />
Haus energieeffizient saniert und<br />
zukünftig mit erneuerbaren Energien<br />
beheizt wird oder die Beheizung<br />
durch erneuerbare Energien<br />
unterstützt wird. Damit diese Investitionsentscheidung<br />
leichter<br />
gefällt werden kann, wurde in<br />
Berlin die staatliche Förderung<br />
aufgestockt. Beim Umstieg auf<br />
eine Heizung mit regenerativer<br />
Energie kann es für den Austausch<br />
der Heizung eine Förderung<br />
von 45 Prozent durch das<br />
Bundesamt für Wirtschaft und<br />
Ausfuhrkontrolle geben.<br />
Joachim Decker von der EnergieAgentur.NRW<br />
ergänzt, dass<br />
es auch für die Dämmung eines<br />
Hauses verbesserte Förderungen<br />
gebe. Auch neu ist die steuerliche<br />
Absetzbarkeit von energetischen<br />
Sanierungsmaßnahmen: Private<br />
Eigentümer, die jetzt ihre Heizungsanlage<br />
erneuern, eine Lüftungsanlage<br />
einbauen, ihr Haus<br />
dämmen oder energieeffiziente<br />
Fenster einsetzen lassen, können<br />
20 Prozent von bis zu 200.000<br />
Euro Sanierungskosten über<br />
einen Zeitraum von drei Jahren<br />
von ihrer Steuerschuld abziehen.<br />
Nina Jordan aus Kevelaer weiter:<br />
„Sanierungsentscheidungen müssen<br />
jetzt aber nicht übers Knie<br />
gebrochen werden. Die Regelung<br />
gilt sicher bis 2029.“ Damit die<br />
richtige Sanierungsmaßnahme<br />
durchgeführt wird, rät Jordan zu<br />
einer Energieberatung. Auch diese<br />
Kosten können zu 50 Prozent<br />
von der Steuerschuld abgezogen<br />
werden.<br />
Die Wallfahrtsstadt Kevelaer ist<br />
Mitglied im landesweiten Netzwerk<br />
„ALTBAUNEU“. Energieeffizienz<br />
und der Einsatz von<br />
erneuerbaren Energien bei der Sanierung<br />
von Altbauten sind zentrale<br />
Themen des Netzwerks. Im<br />
Internet unter www.alt-bau-neu.<br />
de/kevelaer/ erhalten Sie unter<br />
anderem Informationen zu den<br />
neuen Förderkonditionen.<br />
Kevelaer. In unserem Blick hinter<br />
die Kulissen des Kevelaerer<br />
Blattes stellen wir heute Doris de<br />
Boer vor, eine unserer „rasenden<br />
Reporterinnen“, die sich jetzt allerdings<br />
erst einmal etwas Ruhe<br />
gönnen wird.<br />
<strong>KB</strong>: Doris, Du stammst gebürtig<br />
aus Süddeutschland. Was hat<br />
Dich nach Kevelaer geführt?<br />
Doris de Boer: Die Liebe. Mein<br />
Mann ist Holländer, eigentlich<br />
„fliegender Holländer“, denn er ist<br />
beruflich sehr viel in der ganzen<br />
Welt unterwegs. Als ich noch in<br />
München Theologie studiert habe,<br />
haben wir uns dort auf einer Wallfahrt<br />
kennengelernt. Er hat sich<br />
Das <strong>KB</strong> stellt sich vor<br />
schließlich in Kevelaer niedergelassen,<br />
weil er mehr in Deutschland<br />
arbeitet als in Holland und<br />
hier nah an seiner Heimat ist. Der<br />
Wallfahrtsort gefiel ihm schnell.<br />
Er war calvinistisch und ist dann<br />
zum Katholizismus konvertiert,<br />
den er hier natürlich in Fülle vorfindet.<br />
Nach meinem Studium bin<br />
ich ihm sehr gerne nach Kevelaer<br />
gefolgt.<br />
Und wie bist Du schließlich zum<br />
<strong>KB</strong> gekommen?<br />
Ich habe anfangs für die RP geschrieben<br />
und war dafür auch oft<br />
in den umliegenden Städten, zum<br />
Beispiel in Aldekerk und Nieukerk<br />
unterwegs. Aber ich bin<br />
gern mit dem Fahrrad unterwegs<br />
<strong>KB</strong>-Reporterin Doris de Boer<br />
und wollte lieber über Kevelaer<br />
schreiben, schließlich gibt es hier<br />
auch genug zu berichten. Mich<br />
interessieren die Heimatgeschichte<br />
und natürlich das Wallfahrtsleben.<br />
Deshalb habe ich einfach<br />
mal beim <strong>KB</strong> angerufen und stieg<br />
dann gerne beim <strong>KB</strong> ein.<br />
Wie gehst Du ans Schreiben ran?<br />
Früher hat es immer gedauert,<br />
einen Einstieg in den Text zu finden.<br />
Inzwischen bin ich seit zehn<br />
Jahren dabei, und wenn ich erst<br />
mal den ersten Satz habe, schreibt<br />
sich der Text fast wie von allein.<br />
Man lernt schnell zu formulieren.<br />
Ebenso wie man lernt, die richtigen<br />
Fragen zu stellen.<br />
Fürs <strong>KB</strong> schreibst Du oft über<br />
Kirche und Wallfahrt. Woher<br />
stammt Dein Bezug zum Thema?<br />
Ich interessiere mich einfach<br />
für Spiritualität, gelebten Glauben<br />
Foto: loh<br />
und die frohe Botschaft der Bibel.<br />
Glaube heißt für mich, dass es<br />
mehr gibt als das Sichtbare, dass<br />
wir uns einem höchsten Wesen<br />
verdanken, der aus Liebe die Welt<br />
ins Sein rief, der mit den Sinnen<br />
nicht greifbar ist, aber der doch<br />
hinter allem steht. Glaube im Alltag<br />
hat für mich viel mit Reifen<br />
und Wachsen zu tun, aus den Erfahrungen<br />
des Lebens, auch aus<br />
Steckbrief<br />
Name: Doris de Boer<br />
Wohnort: Kevelaer<br />
Alter: 40 Jahre<br />
Familie: Ehemann und zwei,<br />
bald drei Kinder<br />
Ausbildung/Beruf: Diplom-<br />
Theologin<br />
Rolle beim <strong>KB</strong>: freiberufliche<br />
Journalistin<br />
CurryQ bekam Besuch von<br />
Barbara Hendricks<br />
Die Firma war bei der Grünen Woche in Berlin vertreten<br />
Kevelaer / Berlin. In guter<br />
Tradition findet alljährlich die<br />
international wichtigste Messe<br />
für Ernährungswirtschaft, Landwirtschaft<br />
und Gartenbau in den<br />
Berliner Messehallen unter dem<br />
Funkturm statt: die Grüne Woche.<br />
Auch in diesem Jahr waren wieder<br />
zahlreiche Aussteller aus dem<br />
Kreis Kleve, unter anderem auch<br />
aus Kevelaer, in der NRW-Halle<br />
vertreten. Barbara Hendricks, die<br />
Kreis Klever SPD-Bundestagsabgeordnete,<br />
nahm die Gelegenheit<br />
wahr, um die versammelte Prominenz<br />
aus Landwirtschaft, Gartenbau<br />
und Lebensmittelwirtschaft<br />
ihres Heimatkreises zu besuchen.<br />
„Es ist sehr erfreulich zu sehen,<br />
wie leistungsfähig und zukunftsorientiert<br />
sich die Unternehmen<br />
auf der Grünen Woche präsentieren.<br />
Produzenten und Manufakturen<br />
mit Herz und Verstand stehen<br />
hinter den frischen Produkten<br />
und unseren regionalen Spezialitäten.<br />
Ein wirklich kulinarisches<br />
Highlight war die vielleicht leckerste<br />
Currywurst dies- und jenseits<br />
des Rheins der Firma CurryQ<br />
aus Kleve“, so Barbara Hendricks.<br />
Das Unternehmen führt seit fünf<br />
Jahren auch in Kevelaer auf der<br />
Hauptstraße eine Filiale und<br />
bringt dort Currywurst, Pommes<br />
und Co. unters Volk.<br />
Während des Messebesuchs<br />
stand außerdem noch ein Besuch<br />
bei der Spargelbaugenossenschaft<br />
Walbeck und Umgegend auf dem<br />
Barbara Hendricks stattete dem CurryQ-Stand auf der Grünen<br />
Woche in Berlin einen Besuch ab.<br />
Foto: privat<br />
Stand des Vereins „genussregion<br />
niederrhein“ auf dem Programm.<br />
Hier ergab sich die Gelegenheit,<br />
die Walbecker Spargelprinzessin<br />
Annika Croonenbroek und den<br />
für sein ehrenamtliches Engagement<br />
ausgezeichneten Spargelgrenadier<br />
Heinz-Josef Heyer zu<br />
treffen. Beim weiteren Rundgang<br />
traf die SPD-Abgeordnete auch<br />
Vertreterinnen der Initiative Agrobusiness<br />
Niederrhein e.V. aus<br />
Straelen und der Katholischen<br />
Landjugendbewegung (KLJB), um<br />
mit ihnen über die Zukunft der<br />
regionalen Landwirtschaft und<br />
des dörflichen Zusammenlebens<br />
zu diskutieren.<br />
Fehlern oder Krisen zu lernen,<br />
in Dankbarkeit heraus jeden Tag<br />
zu leben, seine Talente zu entfalten,<br />
Gutes zu tun oder Freude zu<br />
schenken.<br />
Trotzdem berichtest Du über viele<br />
Themen – das <strong>KB</strong> ist ja auch<br />
keine Kirchenzeitung.<br />
Ja, das stimmt. Aber man lernt<br />
immer dazu, wenn man etwas<br />
aus einer anderen Perspektive<br />
sieht. Sich mit neuen Themen<br />
zu beschäftigen, ist stets ein Gewinn.<br />
Und jeder Mensch hat seine<br />
Geschichte, seine Botschaft,<br />
die einem auf Vieles einen neuen<br />
Blick eröffnen.<br />
Was interessiert Dich persönlich<br />
neben dem Glauben besonders?<br />
Musik. Kevelaer ist wunderbar,<br />
was das Angebot an Musik<br />
angeht. Die Chöre, die Orchester,<br />
die vielen Möglichkeiten,<br />
ein Instrument professionell<br />
zu erlenen... Aber ich finde es<br />
schwierig, über Musik selbst zu<br />
schreiben. Gern schreibe ich Porträts<br />
von Menschen – ob über<br />
eine Hundertjährige oder einen<br />
Handwerker am Lebensabend.<br />
Menschen interviewen finde ich<br />
unglaublich toll. Ich habe meine<br />
Großeltern kaum gekannt,<br />
darum liebe ich es, von alten<br />
Menschen zu hören, von ihren<br />
Lebenserfahrungen, was ihnen<br />
weiterhalf, gerade auch in den<br />
schlimmen Zeiten. Ich finde es<br />
auch toll, dass man als Journalist<br />
herausragenden Menschen<br />
Fragen stellen kann – was man<br />
sonst nicht so leicht kann. Gern<br />
bin ich auch bei Veranstaltungen<br />
und frage die Beteiligten, Veranstalter<br />
oder Künstler, warum<br />
etwas so oder so gemacht wurde.<br />
Als Mutter zweier, bald dreier<br />
Kinder sieht man Dich fürs <strong>KB</strong><br />
besonders bei Veranstaltungen<br />
für Familien.<br />
Ich finde Kindertheater toll. Da<br />
kann ich als Mutter mit meinen<br />
Kinder hingehen und berichten.<br />
Oder über Veranstaltungen aus<br />
dem Kindergarten oder der Schule<br />
berichten. So lässt sich prima Berufliches<br />
und Privates verbinden.<br />
Die baldige Geburt Deines dritten<br />
Kindes bedeutet aber auch,<br />
dass für die rasende Reporterin<br />
jetzt erst einmal Babypause ist,<br />
oder?<br />
Ja, der Termin ist im Februar.<br />
Ich habe mal über Bischof Johann<br />
Michael Sailer geforscht, der vor<br />
gut zwei Jahrhunderten für die<br />
Kirche und das Glaubensleben in<br />
Deutschland ganz entscheidend<br />
war und ich würde gern ein Buch<br />
mit seinen heute noch wegweisenden<br />
Gedanken herausbringen.<br />
Dafür nutze ich die Zeit, während<br />
ich auf die Geburt warte oder<br />
dann danach. Nach der Geburt<br />
werde ich erst einmal keine Zeit<br />
für Termine haben – aber man<br />
wird sicher weiter immer mal was<br />
von mir im <strong>KB</strong> lesen.<br />
Interview: Björn Lohmann<br />
Die FDP-Kevelaer stellt sich<br />
aktuell neu auf<br />
Liberale wählen Tandem aus Jung und Alt<br />
Kevelaer. Mit der Aufstellung<br />
der Bewerberliste zur Kommunalwahl<br />
haben sich die Liberalen in<br />
der Wallfahrtsstadt Kevelaer auch<br />
personell für die Kommunalwahl<br />
neu aufgestellt. Auf Vorschlag<br />
des Fraktionsvorsitzenden Jürgen<br />
Hendricks wählte der Wahlparteitag<br />
Jan Itrich auf den ersten Listenplatz<br />
und Jens Auerbach auf<br />
den zweiten Platz. Diese Personalien<br />
sowie alle weiteren erfolgten<br />
einstimmig.<br />
„Mir war es wichtig, nach acht<br />
Jahren als Fraktionsvorsitzender<br />
im Rat der Stadt Kevelaer den Übergang<br />
zur nächsten Generation einzuleiten.<br />
Deshalb bin ich sehr froh,<br />
mit Jan und Jens zwei junge Kollegen<br />
an der Spitze der zukünftigen<br />
Fraktion zu wissen“, erklärt Hendricks.<br />
Jan Itrich und Jens Auerbach<br />
sind in der Kevelaerer Politik<br />
bereits seit längerer Zeit wohlbekannt,<br />
repräsentieren sie doch die<br />
FDP in zahlreichen Ausschüssen.<br />
„Wir sind unseren erfahrenen<br />
Ratsmitgliedern sehr dankbar<br />
und freuen uns, dass sie uns mit<br />
ihrer Erfahrung weiter zur Seite<br />
stehen“, führt Jan Itrich aus, „wir<br />
wollen frischen Wind der jungen<br />
Generation verbinden mit der<br />
Erfahrung unserer langjährigen<br />
Ratsherren!“ In diesem Sinne entschied<br />
sich der Wahlparteitag dafür,<br />
Jürgen Hendricks auf den Listenplatz<br />
drei zu nominieren und<br />
Philipp Schmidt auf Platz vier. Damit<br />
folgte der Wahlparteitag dem<br />
Vorschlag zum Generationswechsel<br />
auf ganzer Linie. Dazu Jens<br />
Auerbach: „Ich freue mich darauf,<br />
im nächsten Rat mit einem motivierten<br />
Team anzutreten und gemeinsam<br />
Kevelaer zu gestalten.“<br />
Die Liberalen hatten das Projekt<br />
„Generationenwechsel“ bereits<br />
vor längerer Zeit in Angriff<br />
genommen und zahlreiche neue<br />
Mitglieder gewinnen können,<br />
deshalb tauchen folgerichtig auf<br />
der weiteren Bewerberliste eine<br />
Mischung aus wohlbekannten<br />
Namen und neuen Gesichtern<br />
auf.<br />
Griechischkurs mit Sprachreise<br />
Kevelaer. Ab Mittwoch, 5. Februar, bietet die VHS einen Griechischkurs<br />
mit Werner Sürgers an. Die Teilnehmer sollen die Schrift lernen<br />
und einen Alltagswortschatz erlangen sowie anwenden können. Ziel<br />
ist es, dass sie sich mit den Einheimischen verständigen können und<br />
das Leben derer kennenlernen. Werner Sürgers plant eine achttägige<br />
Sprachreise nach Thessaloniki vom 16. Mai bis 23. Mai <strong>2020</strong>. Der Kurs<br />
findet an 12 Kurstagen von 18 Uhr bis 19.30 Uhr in der Öffentlichen Begegnungsstätte<br />
Kevelaer statt. Die Gebühr beträgt 90 Euro. Anmeldung<br />
bei der VHS in Goch, im Rathaus und unter www.vhs-goch.de.
Nr. 5 vom 30. Januar <strong>2020</strong><br />
Kevelaerer Blatt Seite 13<br />
Erste Niederlage der Saison<br />
Der Handball-Nachwuchs des KSV verlor mit 20:24 gegen den TV Issum<br />
Kevelaer. In der Dreifachhalle<br />
kam es zuletzt zum wiederholten<br />
Aufeinandertreffen der E-Jugendmannschaften<br />
des KSV und des<br />
TV Issum. Das erste Handballspiel<br />
in der Vorrunde ging noch<br />
unentschieden aus, sodass man<br />
eine spannende Begegnung erwarten<br />
durfte.<br />
Interessant war das Spiel auch<br />
aufgrund der unterschiedlichen<br />
Voraussetzungen in den Mannschaften.<br />
Konnte Sven Croon bei<br />
seiner KSV-Mannschaft vor allem<br />
auch auf die kräftigen und<br />
groß gewachsenen Spieler Jona<br />
Stevens, Mats Herbe und Matti<br />
Bräuer setzen, hat der TV Issum<br />
eher kleinere Spieler, die aber<br />
sehr schnell und flink auf dem<br />
Feld unterwegs waren. So konnte<br />
sich in der ersten Halbzeit auch<br />
keine Mannschaft mit mehr als<br />
zwei Toren absetzen. Zur Halbzeit<br />
gab eine knappe Führung für<br />
den KSV. Mit 11:10 ging es in die<br />
Kabinen.<br />
Dort muss die Issumer Trainerin<br />
die richtigen Worte gefunden<br />
haben. Es wurde zusehend<br />
schwieriger für den KSV, sich<br />
durch die Abwehr durchzuspielen.<br />
Meist waren es Einzelaktionen,<br />
die auf KSV-Seite für<br />
die Tore sorgten. Issum ließ aber<br />
nicht locker und konnte sich fünf<br />
Minuten vor Abpfiff erstmals mit<br />
drei Toren absetzen. Die junge<br />
Kevelaerer Mannschaft reagierte<br />
nun hektisch und versuchte, den<br />
Abschluss zu erzwingen. Bälle,<br />
die vorher noch sicher im Tor<br />
gelandet waren, verfehlten jetzt<br />
aber ihr Ziel. Die Issumer Jungen<br />
nutzten ihrerseits ihre Chancen<br />
konsequent aus. Mit dem Abpfiff<br />
stand mit 20:24 die erste Niederlage<br />
in der Kreisliga für den KSV<br />
fest.<br />
Jetzt geht‘s nach Voerde<br />
Für den KSV spielten im Tor<br />
Maximilian van de Loo und Delal<br />
Ayhan. Auf dem Feld waren<br />
Jos Thyssen, Jona Stevens (3<br />
Tore), Leon Wehling, Mats Herbe<br />
(7 Tore), Julian Beckmann, Eric<br />
Marquina Kirchesch (1 Tor), Kai<br />
Schaffers, Jesper van der Hejden,<br />
Fee Rieger und Matti Bräuer (9<br />
Tore). Weiter geht es am Samstag,<br />
1. Februar, gegen den TV Voerde.<br />
Eine Mannschaft, die sicherlich<br />
nochmals stärker einzuschätzen<br />
ist.<br />
Auf einmal lief nichts mehr zusammen<br />
Volleyballer des KSV II verspielten noch eine 2:0 Satzführung<br />
Kevelaer. Die erste Volleyball-<br />
Mannschaft des KSV durfte wieder<br />
in eigener Halle ihren Gegner<br />
aus Düren empfangen. Auch<br />
wenn die Vorzeichen sich, durch<br />
den verletzungsbedingten Ausfall<br />
von Robin Broeckmann ein wenig<br />
verschlechtert hatten, ließen die<br />
Kevelaerer Volleyballer nichts anbrennen.<br />
Wie Trainerin Heike Thyssen<br />
schon angekündigt hatte, nutzte<br />
sie dieses Spiel um in den Aufstellungen<br />
zu rotieren und einiges<br />
auszuprobieren. So waren die<br />
Sätze vielleicht nicht so deutlich,<br />
wie sie hätten sein können. Aber<br />
am Ende war es doch ein deutlicher<br />
3:0 Sieg (25:23 25:16 25:20).<br />
Die Spieler mussten sich in allen<br />
Sätzen auf neue Aufstellungen<br />
einstellen. Im dritten Satz durfte<br />
auch Zuspieler Robin Verhoeven<br />
pausieren und Marcel Thyssen<br />
übernahm seine Aufgaben. So waren<br />
letztendlich alle mit dem Erfolg<br />
zufrieden. Für den Kevelaerer<br />
SV spielten: Bergers, Derrix,<br />
Nobbers, Novak, Ophey, Reschke,<br />
Thyssen und Verhoeven.<br />
Am nächsten Wochenende<br />
steht das Lokalderby gegen den<br />
In der zweiten Halbzeit gab‘s kein Durchkommen mehr. So kassierten<br />
die E-Jugendlichen des KSV am Ende die erste Saisonniederlage.<br />
Foto: KSV<br />
Gut geblockt. Während die erste Mannschaft des KSV einen ungefährdeten<br />
3:0 Erfolg einfuhr, verspielte die Zweitvertretung<br />
noch eine 2:0 Satzführung.<br />
Foto: KSV<br />
SV Bedburg-Hau an. Hier wird<br />
man allerdings konzentrierter ans<br />
Werk gehen müssen, um den vierten<br />
Tabellenplatz zu halten.<br />
Nach dem 3:1 Hinspielerfolg<br />
des KSV II, wollte dieser auch das<br />
Rückspiel gegen den Verberger<br />
Zehn Betreuer waren<br />
beim Ersthelferlehrgang<br />
Vom Lauf- und Walking Treff<br />
Kevelaer. Seit 1987 gibt es in<br />
Kevelaer den Lauf- und Walking<br />
Treff (LWT). Er bietet dem sportlich<br />
Interessierten regelmäßig<br />
Lauf- und Walkingstunden, in<br />
Gruppen unterschiedlicher Leistungsstärke<br />
an. Im Gegensatz zu<br />
den klassischen Sportvereinen<br />
strebt der LWT keine Höchstleistungen<br />
an. Jeder sportlich<br />
ambitionierte Läufer oder Walker<br />
findet bei uns seine persönliche<br />
„Wohlfühlgruppe“<br />
Dazu stehen dem LWT insgesamt<br />
15 engagierte Lauf/Walkingbetreuer<br />
und Betreuerinnen,<br />
die regelmäßig an Fortbildungen<br />
teilnehmen, zur Verfügung. Erst<br />
jüngst nahmen zehn Mitglieder<br />
des Teams an einem Ersthelferlehrgang<br />
des Deutschen Roten<br />
Kreuzes teil, natürlich in der Hoffnung,<br />
ihr Wissen niemals in der<br />
Praxis anwenden zu müssen.<br />
Zum Frühjahr, ab Beginn der<br />
Sommerlaufsaison, Anfang April,<br />
bietet der LWT wieder einen Einsteigerkurs<br />
„Laufen“ an, während<br />
der Einstieg in der Walkinggruppen<br />
ganzjährig möglich ist. Ab<br />
April finden sich die Teilnehmer<br />
dazu wieder am Treffpunkt Jugendherberge<br />
in der Schravelener<br />
Heide ein.<br />
TV II gewinnen. Das Spiel startete<br />
gut, wenn auch nicht überzeugend,<br />
für die Kevelaerer. Der<br />
KSV nutzte dabei auch die Fehler<br />
der Verberger, um eine 2:0 Satzführung<br />
einzufahren. Doch der<br />
VTV wurde nun stärker und holte<br />
sich den dritten Satz. Auf Kevelaerer<br />
Seite stand Zuspieler Andreas<br />
Holtappels ab Satz vier nicht<br />
mehr zur Verfügung. Die notwendige<br />
Umstellung im Spiel des KSV<br />
lief aber nicht so reibungslos wie<br />
gewünscht. Coach Nicole Joosten<br />
versuchte mit Auszeiten, nochmals<br />
gegenzusteuern. Dies gelang<br />
aber in Ansätzen erst im fünften<br />
Satz. Mit einem Vorsprung von<br />
8:3 wurden die Seiten gewechselt.<br />
Dann lief aber nichts mehr beim<br />
KSV zusammen und der VTV<br />
übernahm mit 11:8 die Führung.<br />
Es wurde zwar nochmals spannend,<br />
aber zum Ende hin reichte<br />
es nicht ganz. Mit 14:16 verliert<br />
der KSV Satz Nummer 5 und damit<br />
das Spiel mit 2:3. Für den<br />
Kevelaerer SV II spielten: Broeckmann,<br />
Eyll, Holtappels, Janßen,<br />
Nikrandt, Ophey, Peters und Tönißen.<br />
Weiter geht es lediglich für<br />
die erste Mannschaft, die zweite<br />
Mannschaft hat spielfrei. Am<br />
Samstag, 1. Februar, um 17 Uhr,<br />
empfängt der KSV den SV Bedburg-Hau.<br />
Gespielt wird in der<br />
Zweifachhalle des Schulzentrum<br />
Hüls.<br />
In Bollywood vereinen<br />
sich viele Tanzrichtungen<br />
Mit der Dozentin Vanditi Rajan<br />
Kevelaer. Die VHS bietet unter<br />
dem Motto „Bollywood“ einen<br />
Tanzworkshop an. Er findet ab<br />
Samstag, 15. Februar, an vier<br />
Kurstagen jeweils von 15 bis 18<br />
Uhr in der Öffentlichen Begegnungsstätte,<br />
Raum 108, statt.<br />
Bollywood ist eine Mischung<br />
aus unzähligen Tanzrichtungen<br />
der Welt, was es so einzigartig<br />
und faszinierend macht, sodass<br />
Menschen jeden Alters auf einem<br />
Bollywood-Lied tanzen können.<br />
In diesem Workshop erlernen die<br />
Teilnehmenden gemeinsam mit<br />
der Dozentin eine Choreographie<br />
zu einem bekannten Bollywood-<br />
Lied. Es wird auch Wert auf Fitness<br />
und Spaß gelegt. Nebenbei<br />
gibt es Infos rund um Indien, das<br />
Essen und die Kultur. Die Dozentin<br />
Vanditi Rajan ist in Indien<br />
geboren und hat zwölf Jahre in<br />
Mumbai gelebt, der Stadt, wo Bollywood<br />
zu Hause ist. Sie tanzt seit<br />
ihrem 5. Lebensjahr. Bollywood<br />
ist eine Fusion von über 50 Tanzrichtungen<br />
(Klassik, Pop, HipHop,<br />
Dance). Bitte bequeme Kleidung<br />
und Gymnastikschläppchen oder<br />
Stoppersocken mitbringen.<br />
Nähere Information gibt es in<br />
der VHS-Geschäftsstelle Goch,<br />
Telefon: 02823/6060.<br />
Franka Janssen fährt zur Europameisterschaft nach Breslau.<br />
<br />
Foto: SSG<br />
Zwei Schwestern fahren<br />
zur EM nach Breslau<br />
Anna und Franka Janssen sind dabei<br />
Sport in Kürze<br />
Fitness für Leute ab 65 Jahren<br />
Kevelaer. Mit einem Vorkampfergebnis<br />
von 631,0 Ringen nicht<br />
ins Finale zu kommen, ist bitter.<br />
Trotzdem kann Anna Janssen<br />
sehr zufrieden sein. Sie erzielte<br />
bei dem internationalen Wettkampf<br />
den zehnten Platz und<br />
wurde damit beste Deutsche bei<br />
den Damen.<br />
Die erst 17-Jährige ist die erste<br />
Juniorin, die im Erwachsenen-<br />
Nationalteam mitschießen darf<br />
und hier ebenso überzeugt wie<br />
zuvor im Juniorenkader. Das bei<br />
diesem Ergebnis kein Finalplatz<br />
rauskam, ist dem überaus hohen<br />
Niveau geschuldet, das zurzeit im<br />
internationalen Luftgewehr-Bereich<br />
vorherrscht. Nur drei Zehntel<br />
fehlten Anna Janssen zum<br />
Platz acht, dann hätte sie um eine<br />
Medaille kämpfen können. Ein<br />
Startplatz bei der Europameisterschaft<br />
war ihr bereits nach der<br />
erfolgreichen Teilnahme bei den<br />
Ranglistenwettkämpfen im Dezember<br />
sicher.<br />
Schwester Franka Janssen<br />
musste in München noch um diese<br />
Teilnahme kämpfen. Mit zwei<br />
hervorragenden Vorkampfergebnissen<br />
von 626,5 (Platz 7 im Finale)<br />
und 626,6 Ringen (Platz 13),<br />
ließ sie ihre deutschen Konkurrentinnen<br />
hinter sich und ergatterte<br />
sich einen von den drei begehrten<br />
EM-Teilnahme-Plätzen<br />
bei den Juniorinnen.<br />
So können sich die Janssen-<br />
Zwillinge am 23. Februar gemeinsam<br />
auf den Weg nach Breslau /<br />
Polen machen, um für Deutschland<br />
Edelmetall zu gewinnen. Das<br />
Erreichen von Treppchenplatzierungen<br />
ist besonders im Erwachsenenbereich<br />
gefragt. Es liegt ein<br />
hoher Druck auf den Schultern<br />
der Spitzenschützen. Ein Quotenplatz<br />
für Olympia <strong>2020</strong> in Tokio<br />
muss noch ergattert werden.<br />
Eine Hürde, die Sergey Richter<br />
bereits genommen hat. Auch er<br />
hat in München gezeigt, was er<br />
kann. Der Israeli, der für die Kevelaerer<br />
in der ersten Bundesliga<br />
schießt, konnte bei den Herren<br />
mit einem Ergebnis von 632,2 Ringen<br />
das Finale erreichen und wurde<br />
dort Vierter. Ein gutes Ohmen<br />
für das kommende Wochenende,<br />
wo die drei „Tiger“ zusammen<br />
mit Alexander Thomas und Jana<br />
Erstfeld beim Bundesligafinale<br />
in Rotenburg an der Fulda an die<br />
Schießlinie gehen. Der amtierende<br />
deutsche Mannschaftsmeister,<br />
SSG Kevelaer, hat die Titelverteidigung<br />
fest im Visier.<br />
Kevelaer. Das SportBildungswerk Kleve bietet einen Kurs „Bewegungsförderung/Fitness<br />
65+“ an. Er findet ab 6. Februar, 9 x donnerstags<br />
jeweils von 9.30 bis 10.30 Uhr unter der Leitung von Anja<br />
Elsinghorst bei „Lebensart“, Twistedener Straße 6, statt.<br />
Ein Programm mit Walk-Elementen für alle, die Freude an Bewegung<br />
haben. Dabei lernen die Teilnehmer individuelle Übungen mit<br />
dem Theraband und anderen Kleingeräten kennen. Ein schonendes<br />
Training, um die Beweglichkeit zu erhalten und zu fördern.<br />
Wassergymnastik für jede Altersgruppe<br />
Kevelaer. Das SportBildungswerk Kleve bietet einen Kurs „Wassergymnastik“an.<br />
Er findet ab 11. Februar, 7x dienstags von 9 bis 10 Uhr<br />
unter der Leitung von Anja Elsinghorst im Lehrschwimmbecken des<br />
Kevelaerer Hallenbades statt. Wassergymnastik bietet ein sanftes Training<br />
für jede Altersgruppe.<br />
Anmeldung zu beiden Kursen sind beim SportBildungswerk Kleve,<br />
Marcel Kempkes, Telefon: 02831/92830-21, m.kempkes@ksb-kleve.de<br />
oder unter: www.sbw-kleve.de möglich.<br />
Rücken-Fitness für die Frauen<br />
Winnekendonk. Es gibt noch freie Plätze beim Rücken-Fitness für<br />
Frauen vom Kneipp-Verein Gelderland. Die Kurse finden mittwochs<br />
von 8.30 bis 10 Uhr und von 10 bis 11.30 Uhr in der Öffentlichen<br />
Begegnungsstätte, Marktstraße 16, statt. Anmeldungen nimmt der<br />
Kneipp-Verein Gelderland in der Geschäftsstelle, Markt 17, in Geldern<br />
oder E-Mail an kneipp@kneippverein-gelderland.de entgegen. Infos<br />
unter Telefon: 02831/993880 oder www.kneippverein-gelderland.de
Seite 14<br />
Kevelaerer Blatt Nr. 5 vom 30. Januar <strong>2020</strong><br />
Aus den Pfarreien<br />
Musik zum Mitsingen<br />
im Projektchor<br />
Twisteden. Am Mittwoch, 5.<br />
Februar, sind Interessierte zur<br />
Probe um 20 Uhr auf der Orgelbühne<br />
in der St.-Quirinuskirche<br />
willkommen. Es werden unter<br />
Leitung von Kirchenmusiker<br />
Christian Franken Neue Geistliche<br />
Lieder (NGLs) für die Taufe<br />
am Sonntag, 9. Februar, um 14<br />
Uhr geprobt. Notenkenntnisse<br />
sind nicht erforderlich.<br />
Instrumental wird der Chor,<br />
der aus der Sing- und Instrumentalgruppe<br />
Twisteden hervorgegangen<br />
ist, meist mit Querflöten-,<br />
Orgel- oder Klavier- und Schlagzeugklängen<br />
begleitet.<br />
Friedensgebet in der<br />
Antoniuskapelle<br />
Kevelaer. Das monatliche<br />
„Friedensgebet für die Welt“<br />
findet am Samstag, 1. Februar,<br />
um 11.30 Uhr in der Antoniuskapelle<br />
statt. Das Gebet endet<br />
mit dem Angelusläuten und wird<br />
von Kirchenmusiker Christian<br />
Franken zum Thema „Licht der<br />
Welt“ inhaltlich und musikalisch<br />
gestaltet. Die Gottesloblieder und<br />
Gebete laden zum Mitsingen und<br />
Mitbeten ein.<br />
Weihbischof Lohmann<br />
kommt zur Visitation<br />
Kervenheim. Weihbischof Rolf<br />
Lohmann kommt in der ersten<br />
Februarwoche zur „Visitation“<br />
nach St. Antonius. Visitation ist<br />
ein Besuch, bei dem der Weihbischof<br />
Kontakt zur Gemeinde<br />
sucht, diese kennenlernen möchte<br />
und einige offizielle Besuche<br />
macht.<br />
Vor einem Gesprächsabend<br />
mit den Mitgliedern des Pfarreirates<br />
und des Kirchenvorstandes<br />
wird Weihbischof Lohmann am<br />
Donnerstag, 6. Februar, um 19<br />
Uhr in der Kervenheimer Kirche<br />
die Messe feiern.<br />
Spielenachmittag<br />
für Jung und Alt<br />
Winnekendonk. Der nächste<br />
Spiele-Nachmittag für Jung und<br />
Alt findet am Montag, 3. Februar,<br />
um 15 Uhr im Pfarrheim St.<br />
Urbanus statt.<br />
St. Marien<br />
Sa 18.30 Uhr Vorabendmesse. So<br />
10 Uhr Hochamt; 11.45 Uhr Messe;<br />
18.45 Uhr Abendmesse.<br />
Beichtkapelle<br />
So 8.15 Uhr Messe; 10.30 Uhr Familienmesse.<br />
Werktags: 10 Uhr<br />
Messe; 11.30 Uhr Messe; 18.30<br />
Uhr Messe.<br />
Kerzenkapelle<br />
So 9 Uhr Messe nach dem Messbuch<br />
von 1962. Werktags: 10 und<br />
11.30 Uhr Messe. Tägl.: 18 Uhr<br />
Marienlob.<br />
Gnadenkapelle<br />
Sa 8 Uhr Friedensmesse.<br />
Sakramentskapelle<br />
Tägl.: 8.40 Uhr Laudes (sonntags<br />
7.45 Uhr); 9 Uhr Messe; 9.30 bis<br />
Spaß im Umweltschutz<br />
36 Grundschulkinder gestalteten eigene Futterhäuschen<br />
Wetten. Stolz hielt die siebenjährige<br />
Stella ihr selbst geschaffenes<br />
Kunstwerk in den Händen.<br />
„Das hab ich so noch nie gemacht“,<br />
beschrieb sie ihren ganz<br />
speziellen Futtertrog. „Da sind<br />
Sterne, eine Sonne, Blumen, ein<br />
Vogel, Rasen und der Himmel<br />
dabei.“ Auch die ein Jahr jüngere<br />
Mia hatte ihrem Häuschen eine<br />
besondere Note verliehen. „Ich<br />
hab da noch einen Regenbogen<br />
dabei“, verkündete sie und wirkte<br />
sichtlich glücklich darüber, den<br />
Nachmittag im Wettener Pfarrheim<br />
verbracht zu haben. Dort<br />
hatten sich 36 Kinder gemeinsam<br />
mit den Messdienern von St. Petrus<br />
Wetten gut zwei Stunden<br />
lang mit der Gestaltung von Futterhäuschen<br />
beschäftigt. An drei<br />
großen Tischen waren Kästen mit<br />
den Häuschen, Zeitungen und<br />
Farbe aufgestellt, sodass die Kids<br />
sofort loslegen konnten.<br />
„Wir hatten im Juli unser ‚Feier!Tag‘-Gemeindefest“,<br />
erläuterte<br />
Dennis Hartjes, einer der Messdiener,<br />
die an diesem Tag mit den<br />
Kindern zusammen die Häuschen<br />
gestalteten. „Mit den Einnahmen<br />
wollten wir etwas Sinnvolles machen“,<br />
entstand dann die Idee, alle<br />
Wettener Grundschulkinder und<br />
die Messdienergemeinschaft im<br />
Pfarrheim zusammenzubringen.<br />
Dabei gehe es auch um das Thema<br />
Nachhaltigkeit und Umweltschutz.<br />
„Von dem Rest des Geldes<br />
wollen wir auch noch ein Insektenhotel<br />
bauen“, meinte Hartjes.<br />
Um das Ganze locker zu gestalten,<br />
Gottesdienste vom 30. Januar bis 5. Februar<br />
18.15 Uhr Eucharistische Anbetung;<br />
17 Uhr Rosenkranzgebet.<br />
Klarissenkloster<br />
So 16.30 Uhr Vesper. Tägl.: 8 Uhr<br />
Messe; 18 Uhr Vesper.<br />
Clemenskirche<br />
Fr 8 Uhr Messe des Caritasverbandes<br />
Geldern-Kevelaer; 17.30<br />
Uhr Anbetung, anschließend<br />
Vesper. Mo 10 Uhr Messe.<br />
Antoniuskapelle<br />
Do 19 Uhr Messe. Sa 11.30 Uhr<br />
Friedensgebet. Di 19 Uhr Messe.<br />
Mi 9 Uhr Messe.<br />
Zufriedene Gesichter nach dem fleißigen Basteln.<br />
gingen die Messdiener zwischendurch<br />
mit den Kindern vor die<br />
Tür in den Bürgerpark zum Spielen<br />
– eine Taktik, die sich bezahlt<br />
machte. „Ganz zu Anfang war es<br />
ja noch ein großer ‚Haufen‘, aber<br />
das hat sich dann geordnet“, zeigte<br />
sich die 17-jährige Messdienerin<br />
Eva vom Engagement der Kinder<br />
sehr angetan. „Sie waren im<br />
Großen und Ganzen konzentriert.<br />
Niemand wurde dabei angemalt<br />
und nix wurde zerdeppert.“<br />
Nachdem die kreative Arbeit<br />
abgeschlossen war, ging‘s für die<br />
Kids ein Stockwerk höher, um dort<br />
den Film „Ab durch die Hecke“ zu<br />
gucken. Danach konnte jeder sein<br />
Futterhäuschen mit nach Hause<br />
nehmen. Die Eltern, die ihre kleinen<br />
„Künstler“ abholten, fanden<br />
St. Antonius Kevelaer<br />
Sa 18 Uhr Vorabendmesse mit<br />
Blasiussegen. So 8.30 Uhr Messe<br />
mit Blasiussegen; 11.30 Uhr Messe<br />
mit Blasiussegen; 14 Uhr Taufe;<br />
16 Uhr Messe der polnischen<br />
Mission. Di 8.10 Uhr Schulgottesdienst<br />
Klasse 1.<br />
St. Quirinus Twisteden<br />
Fr 9 Uhr Messe. So 10 Uhr Messe<br />
mit Blasiussegen. Mo 19 Uhr<br />
Messe. Mi 19 Uhr Messe.<br />
St. Petrus Wetten<br />
Do 9 Uhr Rosenkranzgebet; 19<br />
Uhr Messe. Sa 18.30 Uhr Messe<br />
der Freiwilligen Feuerwehr mit<br />
Blasiussegen<br />
So 10 Uhr Messe mit Blasiussegen.<br />
Mo 19 Uhr Messe. Mi 8 Uhr<br />
Schulgottesdienst.<br />
St. Urbanus Winnekendonk<br />
Fr 19 Uhr Messe. Sa 16.45 Uhr Rosenkranzgebet;<br />
17 Uhr Vorabendmesse.<br />
So 11.15 Uhr Messe; 15 Uhr Taufe.<br />
Mi 9 Uhr Messe der kfd in der Josefskapelle;<br />
19 Uhr Messe.<br />
Katharinenkapelle<br />
Do 8.30 Uhr Laudes. Di 10.30 Uhr<br />
Messe.<br />
St. Antonius Kervenheim<br />
Do 19 Uhr Messe. Sa 18.30 Uhr<br />
Vorabendmesse mit Blasiussegen.<br />
Di 8 Uhr Schulmesse; 19 Uhr<br />
Messe.<br />
Jesus-Christus-Kirche<br />
So 11 Uhr Gottesdienst mit<br />
Abendmahl.<br />
Ev. Kirche Kervenheim<br />
So 11 Uhr Gottesdienst.<br />
Foto: AF<br />
die Aktion richtig klasse. „Ich war<br />
früher selbst Messdienerin, von<br />
daher weiß ich, wieviel Arbeit das<br />
ist. Und deshalb stehe ich da voll<br />
dahinter“, meinte Orla Feeny.<br />
Auch Jens Kösters konnte der<br />
Geschichte eine Menge abgewinnen.<br />
„Das ist ein schönes Angebot<br />
für Wetten. Zu Hause kriegst du<br />
ihn schlechter ans Basteln“, sagte<br />
er und nahm den siebenjährigen<br />
Jakob mit nach Hause. „Aber gemeinsam<br />
mit anderen, das ist<br />
dann schon was anderes hier.“<br />
Und die achtjährige Sophie wusste<br />
schon ungefähr, wo ihr mit<br />
Streifen und Vögeln verziertes<br />
Häuschen seinen Platz im Garten<br />
finden soll: „Entweder am Apfel–<br />
oder am Pflaumenbaum.“<br />
Alexander Florié-Albrecht<br />
Kann Erkenntnis Sünde sein?<br />
Vortrag über die Spannung zwischen Kirche und Wissenschaft<br />
Kevelaer. „Wie kann man zwei<br />
Herren gleichzeitig dienen – der<br />
Kirche und der Wissenschaft?“<br />
Diese Frage stellt Prof. Dr. Ulrich<br />
Berges, Professor für Altes Testament<br />
an der Universität Bonn, am<br />
Dienstag, 11. Februar, um 18 Uhr<br />
auf Einladung des Katholischen<br />
Bildungsforums / <strong>KB</strong>W Kleve im<br />
Priesterhaus.<br />
In der Reihe der „Kevelaerer Gespräche“<br />
widmet sich der Bonner<br />
Theologieprofessor dem Spannungsverhältnis<br />
zwischen kirchlicher<br />
Tradition und wissenschaftlicher,<br />
nachprüfbarer Erkenntnis.<br />
Als Professor für Altes Testament<br />
nimmt er dabei insbesondere das<br />
Bibellesen in moderner Zeit in<br />
den Blick und fragt, inwiefern<br />
eine wissenschaftliche Auslegung<br />
der biblischen Texte, die sich einer<br />
freien Forschung verpflichtet<br />
weiß, überhaupt möglich ist.<br />
Der Vortrag von Prof. Dr. Ulrich<br />
Berges nimmt einerseits eine<br />
historische Perspektive ein und<br />
zeichnet den steinigen Weg der<br />
historisch-kritischen Bibelauslegung<br />
von der Aufklärung bis heute<br />
nach. Andererseits nimmt der<br />
Referent das Problem von Erkennen<br />
und Erkenntnis im Kontext<br />
von akademischer Forschung und<br />
kirchlicher Tradition in den Blick:<br />
Kann Erkenntnis Sünde sein? So<br />
lautet die Leitfrage des Abends.<br />
An den Vortrag schließt sich<br />
ein Abendimbiss und die Diskussion<br />
mit dem Referenten an. Die<br />
Gebühr beträgt 19 Euro. In dieser<br />
Gebühr sind die Kosten für den<br />
gemeinsamen Abendimbiss enthalten.<br />
Anmeldungen sind bis<br />
zum 5. Februar möglich beim Katholischen<br />
Bildungsforum / <strong>KB</strong>W<br />
Kleve (Telefon: 02821/721525 oder<br />
unter: www.kbw-kleve.de).<br />
Ev. Freikirchliche Gemeinde<br />
So 10 Uhr Gottesdienst, zeitgleich<br />
Kids Church.<br />
Bedenkliches<br />
Wintersonnenwende<br />
Die Wintersonnenwende<br />
ist schon eine<br />
Zeit her, man nennt<br />
meist den 21.Dezember.<br />
Weihnachten<br />
ist die Geburt<br />
des wahren „Sonnengottes“<br />
Jesus<br />
Christus. Die Christen<br />
legten sein Geburtsfest bewusst<br />
in die Zeit, in der man bei<br />
den Heiden den unbesiegbaren<br />
Sonnengott feierte. Die Wintersonnenwende<br />
liegt zurück.<br />
Aber erst Ende Januar, Anfang<br />
Februar kann man sie richtig<br />
spüren. Ja, die Tage sind schon<br />
viel länger geworden. Besonders<br />
abends merkt man, dass<br />
es über eine Stunde länger hell<br />
bleibt.<br />
Katastrophen, Kriege, falsche<br />
politische Leichtfertigkeit<br />
(Klima, Umwelt, Friede) gingen<br />
weiter. Es bleibt manches Dunkel<br />
in unserm persönlichen Leben.<br />
Es bleibt eine Menge Dunkel<br />
in unserer Kirche. Aber: Es<br />
wird heller. Und in der Kirche<br />
feiert man Mariae Lichtmess,<br />
Darstellung des Herrn am 2.<br />
Februar, ein Lichtfest, ein Herrenfest<br />
im Jahreskreis, früher<br />
sagte man: Abschluss der Weihnachtszeit.<br />
Jesus ist das Licht der Welt.<br />
Die alte Antiphon singt:<br />
„Licht zur Erleuchtung der Heiden<br />
und Herrlichkeit für dein<br />
Volk Israel.“ „Lumen ad revelationem<br />
gentium...“ Maria<br />
und Josef bringen den<br />
Jesusknaben 40 Tage<br />
nach der Geburt<br />
zum Tempel, bringen<br />
ein Ersatzopfer<br />
und wollen sagen:<br />
Eigentlich gehört er<br />
nicht uns, er gehört<br />
Gott. Bei Jesus ganz klar<br />
und sicher. Er ist selbst Gott.<br />
Aber auch jeder andere Mensch<br />
gehört nicht den Eltern, dem<br />
Ehepartner, dem oder der Geliebten,<br />
wenn man auch sagt:<br />
Ich bin dein und du bist mein.<br />
Jeder Mensch ist ganz und gar<br />
von Gott gewollt und von ihm<br />
gekommen. Keiner ist nur Mittel,<br />
jeder ist sein eigener Zweck<br />
(Kant). Und wir nehmen einander<br />
an als Geschenk, als von<br />
Gott zu treuen Händen anvertraut.<br />
Wie sehr würde das die<br />
Welt verändern, sähe<br />
man jedes Menschen derartige<br />
Würde. Wir alle brauchen<br />
Licht. Die Lichtsymbolik begleitet<br />
uns seit dem Advent.<br />
Hören wir auf die Worte des<br />
Christian Morgenstern: „Wintersonnenwende.<br />
Nacht hat<br />
nun ein Ende! Tag hebt an,<br />
goldgoldner Tag, Blühn und<br />
Glühn und Lerchenschlag. O<br />
du Schlummers Wende. O du<br />
Kummers Ende.“<br />
Manfred Babel<br />
Pfarrer St. Antonius<br />
Fortsetzung von Seite 1:<br />
Ein Macher und ein Christ<br />
Zeitzeugen erinnerten sich am<br />
Tag der Verabschiedung an die<br />
Person Richard Schulte Staade:<br />
Der berühmte Düsseldorfer<br />
Bildhauer Bert Gerresheim, der<br />
viel mit Richard Schulte Staade<br />
in Kevelaer zusammen gearbeitet<br />
hat und mit ihm befreundet<br />
war, sagte: „Er war ein Mensch,<br />
der etwas von Kultur verstand<br />
und ein guter Christ. Er war<br />
außer dem Kardinal in Köln<br />
mein bester und verständnisbereitester<br />
Auftraggeber. Man<br />
konnte alle Dinge besprechen,<br />
man wurde nicht gegängelt und<br />
man behielt die künstlerische<br />
Freiheit, auch wenn man natürlich<br />
auch mal Grenzen aufgezeigt<br />
bekam. Das war eine Gnade<br />
des Himmels, dieser Mann.“<br />
Der Kevelaerer Ortsvorsteher<br />
Edmund Bercker dachte spontan<br />
„an eine schöne Reise, nachdem<br />
er im Ruhestand war, nach Süddeutschland<br />
zu Wallfahrtsorten,<br />
die ich ganz gut kenne.“ Für ihn<br />
sei es „eine Freude“ gewesen, „mit<br />
so einer Persönlichkeit zusammengearbeitet<br />
zu haben. Er war<br />
ein Manager in Sachen Gottes,<br />
insbesondere der Mutter Gottes,<br />
und wusste, was er wollte. Das<br />
kleinste Gnadenbild der Welt hat<br />
sein Leben und meins bestimmt.“<br />
Der emeritierte Bischof von<br />
Aachen, Heinrich Mussinghoff,<br />
erinnerte sich, dass er mit<br />
Schulte Staade „um die gleiche<br />
Zeit Domvikar in Münster“ geworden<br />
sei. Als Bischof sei er<br />
häufig mit Gruppen in Kevelaer<br />
gewesen und habe einen „großen<br />
Gastgeber“ erlebt. „Er war<br />
ein frommer Mensch, nicht im<br />
Sinne einer Bilderbuchfrömmigkeit,<br />
sondern zupackend, dem<br />
Menschen zugewandt und sehr<br />
stark in der Marienverehrung.“<br />
Die Rheinberger Unternehmerin<br />
Christiane Underberg hatte<br />
einen persönlichen Draht zu dem<br />
Prälaten „von Jugend aus über<br />
meine Familie.“ Schulte Staade<br />
sei „so eine herausragende Persönlichkeit<br />
in der Breite seiner<br />
Talente und Fähigkeiten und mit<br />
einer charakterlichen Stärke und<br />
Persönlichkeit. Davon hätte ich<br />
gerne noch mehr auf dieser Erde.“<br />
Bürgermeister Dominik Pichler<br />
räumte dem Ereignis fast<br />
sowas wie historische Bedeutung<br />
ein und glaubte, „dass wir<br />
eine Beerdigung in dieser Größenordnung<br />
in Kevelaer in den<br />
nächsten 50 Jahren sicher nicht<br />
mehr sehen werden.“ Richard<br />
Schulte Staade „war Pastor, als<br />
ich nach Kevelaer zog 1983. Irgendwann<br />
verließ ich Kevelaer,<br />
um zu studieren und das Referendariat<br />
zu machen. Als ich<br />
20<strong>05</strong> wiederkam, war er immer<br />
noch Pastor in St. Marien.“ All<br />
das drücke schon die Dauer seines<br />
Wirkens aus. Er sei „nicht<br />
nur Seelsorger, sondern auch<br />
ein Macher“ gewesen, der „baulich<br />
für die Wallfahrt und für die<br />
Stadt“ viel bewirkt habe. Das<br />
sei der Grund, warum so viele<br />
Vereine und Bürger Abschied<br />
nehmen würden: „Sie haben<br />
ihn als charismatischen Macher<br />
und frommen Geistlichen auch<br />
konfessionsübergreifend wahrgenommen.<br />
Er war nicht nur<br />
für die Katholiken da und stand<br />
nicht nur für den Kapellenplatz.“<br />
Die Stimmen sammelte<br />
Alexander Florié-Albrecht
Nr. 5 vom 30. Januar <strong>2020</strong><br />
Kevelaerer Blatt Seite 15<br />
Der nächste Urlaub kann kommen<br />
Tipps auf der Touristikmesse Niederrhein im Messe- und Kongresszentrum Kalkar<br />
Kreis Kleve. Auf große Wandertour<br />
in die Berge oder doch<br />
lieber über die Grenze zu den niederländischen<br />
Nachbarn? Mit der<br />
Frage, wohin der nächste Urlaub<br />
gehen soll, kann man sich nicht<br />
früh genug beschäftigen. Am 1.<br />
und 2. Februar wird es auf der<br />
16. Touristikmesse Niederrhein<br />
im Messe- und Kongresszentrum<br />
Kalkar hierzu genügend Antworten<br />
geben.<br />
Bunte Teppiche<br />
Erfolgsrezept der beliebten<br />
Messe ist ohne jeden Zweifel die<br />
professionelle Beratung an zahlreichen<br />
deutschen und niederländischen<br />
Ständen. Die Organisatoren<br />
freuen sich über einen<br />
Zuwachs: Mehr als 150 Aussteller<br />
Neue Stars für Parookaville<br />
Die Organisatoren des Electronic Music Festivals geben mit Artists wie Afrojack,<br />
Oliver Heldens und Amelie Lens weitere Künstler bekannt<br />
Weeze. Wenn sich vom 17. bis<br />
19. Juli <strong>2020</strong> am Airport Weeze<br />
zum sechsten Mal die Tore von<br />
Parookaville öffnen, werden erneut<br />
über 300 DJs alle Facetten<br />
der elektronischen Musik auf<br />
zwölf Bühnen in der verrückten<br />
Stadt präsentieren. Jetzt steigern<br />
weitere Top-Stars die Vorfreude<br />
auf den Sommer.<br />
Mit Oliver Heldens kehrt einer<br />
der weltweit gefragtesten DJs auf<br />
die Mainstage von Parookaville<br />
zurück. Nach seinem Debüt-<br />
Überhit „Gecko“ lieferte Heldens<br />
mit „One Kiss“ mit Dua Lipa und<br />
momentan „Turn Me On“ konsequent<br />
Superhits und sicherte<br />
sich mit seinen mitreißenden Performances<br />
Platz 7 der aktuellen<br />
DJMag Top100.<br />
Afrojack als<br />
Mainstage-Headliner<br />
Bereits zum vierten Mal reist<br />
der niederländische Superstar<br />
Afrojack als Mainstage-Headliner<br />
nach Parookaville ein. Nach Pop-<br />
Kollabs mit unter anderem David<br />
Guetta präsentierte er zuletzt wieder<br />
treibende Future-Bass Sounds<br />
und begeisterte im vergangenen<br />
Jahr erneut die Massen mit seinem<br />
energiegeladenen Set.<br />
Ein besonderer Neuzugang in<br />
sind in diesem Jahr dabei, viele<br />
neue dürfen begrüßt werden.<br />
Urlaubsziele, Tagesausflüge und<br />
weitere Freizeitangebote beherrschen<br />
auch dieses Mal das Geschehen.<br />
Outdoor-Aktivitäten<br />
wie Wandern, Camping und Radfahren<br />
sind nach wie vor Hauptthemen<br />
an beiden Tagen. Passend<br />
hierzu zeigen bunte Teppiche den<br />
Weg zur jeweiligen Wunschdestination<br />
bzw. Lieblingsaktivität auf.<br />
Mitreißende Aktionen<br />
der Reihe der Headliner ist die<br />
Belgierin Amelie Lens. Ihr kometenhafter<br />
Aufstieg begann 2016<br />
dank ihres minimalistisch-atmosphärischen<br />
Techno-Sounds.<br />
Heute ist die 29-Jährige aus der<br />
internationalen Szene nicht mehr<br />
wegzudenken und reist <strong>2020</strong> erstmalig<br />
nach Parookaville ein.<br />
Ebenfalls einen Senkrecht-Start<br />
legte der Australier Fisher 2018<br />
mit seinem Track „Losing It“ hin,<br />
Ganz in rot kommen der Kreis<br />
Viersen und der Kreis Wesel daher<br />
und bereiten den fließenden<br />
Übergang in die grüne Kreis Klever<br />
Straße. Hier trifft sich der Niederrhein<br />
- er gibt den Blick frei<br />
über die Grenze, wo sich die Niederlande<br />
in Orange präsentieren.<br />
Highlight im roten Bereich: ein<br />
Vorgeschmack auf die Landesgartenschau<br />
<strong>2020</strong> in Kamp-Lintfort.<br />
Special für alle Radfahrfans auf<br />
dem grünen Teppich: die grenzüberschreitenden<br />
Knotenpunktsysteme.<br />
Bereits im letzten Jahr fielen<br />
Aktionsflächen in der Halle<br />
durch ihr abwechslungsreiches<br />
Programm auf. Und auch dieses<br />
Mal werden Bewährtes wie<br />
der Barfußpfad sowie spannende<br />
Kinderanimationen die kleinen<br />
und großen Gäste begeistern. Frischen<br />
Wind in die Sache bringen<br />
SpringEnergie Boards, Blasrohrschießen,<br />
Kletterwand und ein<br />
Geschicklichkeitsparcours. Der<br />
Begriff „Erlebnis“ wird auf der 16.<br />
Touristikmesse Niederrhein groß-<br />
Auf der 16. Touristikmesse Niederrhein im Messe- und Kongresszentrum Kalkar gibt es wieder<br />
jede Menge Tipps und Anregungen für den nächsten Urlaub.<br />
Foto: Wunderland Kalkar<br />
Oliver Heldens kehrt in diesem Jahr auf die Mainstage von Parookaville<br />
zurück.<br />
Foto: MGMT<br />
der weltweit einer der meistgespielten<br />
Festival-Tracks wurde.<br />
Sein Set in der Desert Valley war<br />
im vergangenen Jahr eines der<br />
Highlights von Parookaville und<br />
genau dorthin kehrt er als Headliner<br />
mit seinem durchdringenden<br />
Tech-House-Sound zurück.<br />
Für die House-Fans unter den<br />
Bürgern gibt es ebenfalls gute<br />
Neuigkeiten: Das italienische Trio<br />
Meduza ist erst in 2019 mit ihren<br />
Infos<br />
Kalkar. 16. Touristikmesse<br />
Niederrhein<br />
• Samstag, 1. und Sonntag, 2.<br />
Februar<br />
• täglich von 10 bis 17 Uhr<br />
• Messe- und Kongresszentrum<br />
Kalkar (auf dem Gebiet<br />
des Wunderland Kalkar),<br />
Griether Straße 110-120<br />
• Eintrittspreis Erwachsene:<br />
Tageskarte 7 Euro/Online-Ticket<br />
5 Euro<br />
• Kinder bis einschließlich 12<br />
Jahre haben freien Eintritt<br />
• www.touristikmesse-niederrhein.eu<br />
geschrieben. Aussteller kommen<br />
aus Schleswig-Holstein, der Eifel<br />
bis hin zum Schwarzwald. Sie alle<br />
zaubern individuelle Reiseangebote<br />
aus ihrem Koffer.<br />
Besonders Informationen zu<br />
Wanderregionen und Wanderwegen<br />
bedienen den großen Wunsch<br />
der Gäste nach Freizeitaktivitäten,<br />
bei denen die Natur bewusst erlebt<br />
werden kann. Besucher, die<br />
Fernweh verspüren, dürfen gerne<br />
einen Abstecher nach Südtirol<br />
oder Mallorca machen - hier lässt<br />
sich die Landschaft inmitten der<br />
Bergwelt in vollen Zügen genießen.<br />
Ganz ohne die Hektik des Alltags<br />
laden komfortable Sitzbereiche<br />
und gastronomische Einrichtungen<br />
nach einem Bummel<br />
durch die Reihen wunderbar zum<br />
Verweilen ein. Im erweiterten<br />
Café-Bereich können bei Kaffee<br />
und großer Kuchenauswahl bereits<br />
die ersten Urlaubspläne geschmiedet<br />
werden.<br />
Hits „Lose Control“ und „Piece<br />
Of Your Heart“ bekannt geworden,<br />
hat aber in kürzester Zeit<br />
bereits 28 Platin-Auszeichnungen<br />
und über eine Mrd. Streams eingeheimst.<br />
Jetzt reisen sie nach<br />
Parookaville und performen auf<br />
der Bill’s Factory, präsentiert von<br />
1LIVE, ebenso wie Vize und Younotus.<br />
Mit Headhunterz reist zudem<br />
einer der einflussreichsten Hardstyle-Acts<br />
bereits zum fünften<br />
Mal nach Parookaville ein. Erstmals<br />
präsentiert sich das härteste<br />
Genre der City Of Dreams unter<br />
freiem Himmel, am Samstag auf<br />
der Bill’s Factory wird zudem Sefa<br />
dabei sein.<br />
Neue Artists<br />
und alte Bekannte<br />
Auch die Bass- und Trap-Community<br />
bekommt neue Artists:<br />
Seit Jahren weltweit unterwegs<br />
sind Krewella; die beiden Schwestern<br />
aus Chicago mixen R‘n‘B-,<br />
Bollywood- und Pop-Sound mit<br />
Trap-Beats. Nach seiner Premiere<br />
in 2018 kehrt außerdem der<br />
Hardtrap-Vorreiter Saymyname<br />
zurück nach Parookaville.<br />
Alle bisher veröffentlichten Artists<br />
finden sich unter: www.parookaville.com/de/artists.<br />
Statt der Tiere steht am Sonntag im Weezer Tierpark die Niers<br />
im Mittelpunkt.<br />
Foto: Tierpark Weeze<br />
Im Tierpark dreht sich<br />
diesmal alles um die Niers<br />
Viele Infos, Führungen und Film<br />
Aus der Nachbarschaft<br />
Hilfe für Eltern von beeinträchtigten Kindern<br />
Geldern. Am Montag, 3. Februar, um 19 Uhr trifft sich die Selbsthilfegruppe<br />
„Eltern von beeinträchtigten Kindern“ erneut zum<br />
Erfahrungsaustausch im BluePoint der Lebenshilfe in Geldern,<br />
Bahnhofstraße 33. Interessierte Eltern sind herzlich willkommen, die<br />
Gruppe kennenzulernen und sich der Gruppe anzuschließen. Die<br />
Gruppe bietet in vertrauensvoller Atmosphäre die Gelegenheit sich<br />
auszutauschen, Probleme und Erfolgserlebnisse zu teilen. Fragen zu<br />
dieser Selbsthilfegruppe oder allgemein zu dem Thema „Selbsthilfe“<br />
beantwortet das Selbsthilfe-Büro für den Kreis Kleve unter Telefon:<br />
02821/780012 oder selbsthilfe-kleve@paritaet-nrw.org<br />
Erlebnistag für Kinder mit und ohne Behinderung<br />
Sonsbeck. Am Montag, 6. April, machen sich die Kinder im Grundschulalter<br />
von 10 bis 14 Uhr im großen Bauerngarten und Park von St.<br />
Bernardin in Sonsbeck-Hamb gemeinsam mit der Umweltpädagogin<br />
Sabine Kotzan vom NABU auf die Suche nach den ersten Frühlingsboten.<br />
Die Veranstaltung ist Teil des Projekts „Umweltbildung für alle –<br />
Inklusion inklusive!“ des NABU Kreis Kleve e. V. Eine Anmeldung ist<br />
erforderlich (Telefon: 0157/78315389 oder leader@nabu-kleve.de).<br />
Kevelaerer Blatt<br />
Herausgeber: Rudolf Beerden<br />
Johannesstr. 11, 47623 Kevelaer<br />
www.kevelaerer-blatt.de<br />
Verlag<br />
MegaTop Verwaltungs GmbH<br />
Sitz Kevelaer, Amtsgericht Kleve HRB 4704<br />
Geschäftsführung: Rudolf Beerden<br />
Redaktion<br />
Björn Lohmann, Michael Nicolas,<br />
Christian Schmithuysen<br />
Telefon: 02832-4089794<br />
Telefax: 02832-4089792<br />
E-Mail: redaktion@kevelaerer-blatt.de<br />
Redaktionsschluss: Mittwoch, 10 Uhr<br />
Weeze. Am Sonntag, 2. Februar,<br />
findet im Tierpark Weeze von 11<br />
bis 16 Uhr bereits die erste Veranstaltung<br />
zum Thema „Niers“ in<br />
diesem Jahr statt.<br />
Von Ende August bis Dezember<br />
2019 wurde die Niers im Bereich<br />
des Tierparks durch den Niersverband<br />
renaturiert. Die Bauarbeiten<br />
sind nun abgeschlossen, im Frühjahr<br />
werden an der Renaturierung<br />
noch Bäume gepflanzt. Aus diesem<br />
Anlass dreht sich im Tierpark<br />
an diesem Tag alles um das<br />
Thema „Niers“. Von 12 bis 15 Uhr<br />
werden stündlich Führungen zur<br />
renaturierten Fläche mit einem<br />
Mitarbeiter des Niersverbands<br />
angeboten. Festes Schuhwerk ist<br />
hier je nach Wetterlage von Vorteil.<br />
Das Naturschutzzentrum Rees-<br />
Bienen ist im Veranstaltungszelt<br />
vor Ort, informiert über „das Leben<br />
im Wasser“ und hat auch vor<br />
allem für Kinder viel zu bieten.<br />
Parallel dazu wird im Veranstaltungszelt<br />
ein Teil des Films<br />
„Leben an der Niers“ von Sascha<br />
Junghenn gezeigt.<br />
Auch der Förderverein des Tierparks<br />
ist an diesem Tag vor Ort,<br />
informiert über seine Arbeit und<br />
steht dem Team des Tierparks<br />
unterstützend zur Seite.<br />
Nach dem Motto „Grillen geht<br />
immer“ ist für das herzhafte, leibliche<br />
Wohl an diesem Tag gesorgt.<br />
Wer lieber Süßes mag, kommt im<br />
Café Eselsohr am Tierpark sicherlich<br />
auch auf seine Kosten.<br />
Auch bei dieser Veranstaltung<br />
ist der Eintritt in den Tierpark<br />
frei. Der Tierpark freut sich aber<br />
über Spenden, da der Betrieb des<br />
Tierparks und auch die Organisation<br />
einer solchen Veranstaltung<br />
nicht kostenfrei sind.<br />
Anzeigen<br />
Daniel Heinrichs<br />
Telefon: 02832-4089987<br />
E-Mail: anzeigen@kevelaerer-blatt.de<br />
Anzeigenschluss: Dienstag, 17 Uhr<br />
Es gilt die Anzeigenpreisliste vom<br />
01.04.2016.<br />
Leserservice<br />
Sylvia Leukers (Di+Fr 8-12 Uhr + AB)<br />
Telefon: 02832-4089795<br />
E-Mail: leserservice@kevelaerer-blatt.de<br />
Druck<br />
Druckzentrum Essen GmbH<br />
Friedrichstr. 34-38, 45123 Essen<br />
Das <strong>KB</strong> wird auf Recycling papier gedruckt.
Kevelaerer SV - Handball E-Jugend – vorne liegend: Maximilian van de Loo; vorne von links: Paul Eric Marquina Kirchesch, Jesper van der Heijden, Leon Wehling, Fee Rieger, Tristan Goldkuhle, Kai<br />
Schaffers; hinten von links: Delal Ayhan, Jos Matej Thyssen, Mats Herbe, Jona Stevens, Matti Breuer, Elena van Well, Sven Croon (Trainer). Foto: Axel Hundertmarck<br />
Sie möchten mit Ihrer Gruppe auch kostenlos ins Kevelaerer Blatt? Rufen Sie unseren Fotoreporter Axel Hundertmarck an unter Tel. 0175-1035330.