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KB 05 - 2020

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Nr. <strong>05</strong> | 30.01.<strong>2020</strong><br />

1404 | 1,80 €<br />

Unterhaltung für Frauen<br />

Beim Frauenmittag der kfd und der Gemeindecaritas<br />

St. Antonius Kevelaer stand wieder<br />

die Unterhaltung im Mittelpunkt. Seite 3<br />

Unterhaltung für Narren<br />

Spektakuläre Tänze, gute Redner und tolle<br />

Stimmung bot die Kappensitzung der Achterhoeker<br />

Karnevalsgesellschaft. Seite 7<br />

In dieser Ausgabe<br />

Kluge Köpfe<br />

Kevelaer. Poltergeist der politischen<br />

Pointe: Wilfried Schmickler<br />

plädierte im Bühnenhaus für<br />

kluge Köpfe. Seite 5<br />

Fleißige Reporterin<br />

Kevelaer. Im zweiten Teil<br />

unserer Serie „Das <strong>KB</strong> stellt sich<br />

vor“ erzählt Reporterin Doris de<br />

Boer aus ihrem Leben. Seite 12<br />

Spende vom<br />

Känguruclub und<br />

Prinzenhof<br />

Kevelaer. Grund zur Freude<br />

gab‘s jetzt für die Kevelaerer<br />

Tafel. Deren Schriftführerin<br />

Hanni Hentemann konnte aus<br />

den Händen von Stefan Püplichhuisen,<br />

Christian Jakobs<br />

und Christian Ettwig vom<br />

Lehrerstammtisch „Känguruclub“<br />

sowie Frank Janßen und<br />

Pit Paliwoda vom „Prinzenhof“<br />

eine Spende von 500 Euro entgegennehmen.<br />

Der Stammtisch<br />

hatte bei einem Bundesligatippspiel<br />

im „Prinzenhof“ 250 Euro<br />

erhalten und entschieden, das<br />

Geld zu spenden. Die Gastronomen<br />

waren von der Idee so<br />

begeistert, dass sie die Summe<br />

verdoppelten – und damit die<br />

Tafel unterstützen. Foto: AF<br />

Sondernutzungssatzung<br />

vor dem Aus?<br />

Politik will mit den Händlern reden<br />

Kevelaer. Politik, Verwaltung<br />

und Gestaltungsbeirat waren sich<br />

mal einig: Die 2018 beschlossene<br />

Sondernutzungssatzung sollte<br />

dem Wildwuchs von Kundenstoppern<br />

und Warenpräsentationen<br />

in der Kevelaerer Innenstadt<br />

Einhalt gebieten. Nun rudert<br />

die Politik auf Druck des Einzelhandels<br />

zurück: Der neuerlichen<br />

Empfehlung der Verwaltung und<br />

des Gestaltungsbeirates zum<br />

Trotz meldete die CDU im Stadtentwicklungsausschuss<br />

jetzt Beratungsbedarf<br />

an. Man wolle<br />

noch einmal mit dem Führungsgremium<br />

des entsprechenden<br />

Handlungsfeldes des neuen Wirtschafts-<br />

und Verkehrsvereins reden,<br />

erklärte Fraktionschef Paul<br />

Schaffers.<br />

nick<br />

Fortsetzung und weitere<br />

Ergebnisse aus dem Stadtentwicklungsausschuss<br />

auf Seite 9<br />

Am Rande<br />

Radmuttern gelöst<br />

Kevelaer. Am Mittwoch, 22.<br />

Januar, war ein 51-Jähriger aus<br />

Kevelaer in seinem braun-roten<br />

Nissan Qashqai auf der Rheinstraße<br />

in Richtung Winnekendonk<br />

unterwegs, als er ein<br />

merkwürdiges Geräusch hörte,<br />

das sein Wagen anscheinend<br />

vorne links verursachte. Als er<br />

anhielt um nachzuschauen, stellte<br />

er schließlich fest, dass das linke<br />

Vorderrad locker war. Von fünf<br />

Schrauben war nur noch eine<br />

fest angezogen. Offenbar hatten<br />

unbekannte Täter die Radmuttern<br />

in der Zeit zwischen 17 und<br />

19 Uhr gelöst, als der Wagen auf<br />

einem Parkplatz an der Basilikastraße<br />

in Kevelaer abgestellt war.<br />

Hinweise zu verdächtigen Personen<br />

nimmt die Kripo Goch unter<br />

Tel. 02823-1080 entgegen.<br />

Kupferrohre gestohlen<br />

Kevelaer. In der Zeit von<br />

Mittwoch, 22. Januar, 18 Uhr,<br />

bis Donnerstag, 23. Januar, 10<br />

Uhr, stahlen unbekannte Täter<br />

insgesamt drei Kupferfallrohre<br />

an einem Wohnhaus an der<br />

Dondertstraße. Sie flüchteten<br />

unerkannt. Hinweise nimmt die<br />

Kripo Goch unter Tel. 02823-1080<br />

entgegen.<br />

Bedenkliches vermisst<br />

Kevelaer. Das „Bedenkliche“<br />

der vergangenen <strong>KB</strong>-Ausgabe<br />

finden Sie im Internet auf unserer<br />

Website.<br />

www.kevelaerer-blatt.de<br />

facebook.com/KevelaererBlatt<br />

instagram.com/kevelaererblatt<br />

kevelaerer-blatt.de/whatsapp<br />

4 194619 101800<br />

400<strong>05</strong><br />

Sein letzter irdischer Weg<br />

Unter großer Anteilnahme der Kevelaerer Bevölkerung und zahlreicher Kirchenvertreter wurde der frühere<br />

Wallfahrtsrektor Prälat Richard Schulte Staade auf dem Kevelaerer Friedhof an der Römerstraße beigesetzt<br />

Kevelaer. Sogar in der Antonius-Kirche<br />

stand für einige eine<br />

Leinwand zur Verfügung, und die<br />

Basilika war so voller Menschen,<br />

dass einige in dem hinteren Bereich<br />

stehen musssten. Das Bedürfnis<br />

der Kevelaerer, „ihren“<br />

früheren Wallfahrtsrektor Richard<br />

Schulte Staade auf seinem<br />

„letzten irdischen Weg“, wie es<br />

Weihbischof Stefan Zekorn in seiner<br />

Predigt später formulierte, zu<br />

begleiten, war immens.<br />

Auch zahlreiche Kevelaerer<br />

Vereine versammelten sich vor<br />

der Basilika, um dem Ehrenbürger<br />

der Stadt in der Kirche und<br />

später auf dem Weg zum Friedhof<br />

die letzte Ehre zu erweisen. „Wo<br />

soll man anfangen?“, fragte Michael<br />

Kalcker von der Seb und beschrieb<br />

ihn angesichts seiner vielen<br />

Verdienste als „entscheidende<br />

Persönlichkeit für Kevelaer“.<br />

Raphael Freiherr von Loe, verband<br />

mit ihm zahlreiche bewegende<br />

Erinnerungen. „Er hat<br />

mich zur Firmung geführt, hat<br />

eine wunderbare Festpredigt zu<br />

600 Jahren Kapelle auf Schloss<br />

Wissen gehalten. Es gab spirituell<br />

wunderbare Erlebnisse mit ihm.“<br />

Bewegendes Abendgebet am<br />

Freitag<br />

Am Vorabend der Beerdigung<br />

hatte es in der Basilika bereits ein<br />

bewegendes Abendgebet gegeben,<br />

bei dem der Männergesangverein<br />

zum Gedenken an Schulte<br />

Staade seine Stimmen erklingen<br />

ließ.<br />

Der amtierende Wallfahrtsrektor<br />

Gregor Kauling hatte an<br />

diesem Abend bereits davon gesprochen,<br />

dass Schulte Staade<br />

eine integrierende Persönlichkeit<br />

besaß, die „die Menschen nicht zu<br />

sich geführt hat, sondern zu Gott<br />

und der Mutter Gottes.“<br />

Am Samstagvormittag kamen<br />

zu den vielen Kevelaerern noch<br />

die zahlreichen kirchlichen Würdenträger.<br />

Aus dem Bistum Münster<br />

waren unter anderem der frühere<br />

Niederrhein-Weihbischof<br />

Kevelaer nahm Abschied von Pastor Richard Schulte Staade.<br />

Wilfried Theising und Schulte<br />

Staades damaliger Nachfolger<br />

Stefan Zekorn anwesend.<br />

Auch Bischöfe aus den Niederlanden,<br />

Belgien und Luxemburg<br />

sowie Gäste aus der Politik – so<br />

wie die frühere Bundesministerin<br />

Barbara Hendricks – und der Gesellschaft<br />

wollten von dem Gottesmann<br />

Abschied nehmen.<br />

Der Münsteraner Weihbischof<br />

Stefan Zekorn zelebrierte dann<br />

zusammen mit dem emeritierten<br />

Bischof aus Rotterdam, Adrianus<br />

van Luyn, und dem Roermonder<br />

Bischof Harrie Smeets das feierliche<br />

Pontifikalrequiem.<br />

Ein Mann tiefer<br />

Marienfrömmigkeit – und<br />

ein Netzwerker<br />

„Richard Schulte Staade war<br />

vieles“, zählte Stefan Zekorn dann<br />

in seiner Predigt die vielen Funktionen<br />

und Interessensgebiete des<br />

Verstorbenen auf, der an diesem<br />

Tag 88 Jahre alt geworden wäre.<br />

„Ehrenbürger, Ehrenpräses, Kuratoriumsvorsitzender,<br />

30 Jahre<br />

Mitglied des Priesterrates und<br />

des Bistums, Organisator, Pilger,<br />

Reiseleiter, Gastgeber, Liturgiegestalter,<br />

Bauherr, Antiquitätensammler,<br />

Musikliebhaber…. und<br />

diese Reihe ließe sich mühelos<br />

noch fortsetzen.“ Und er erinnerte<br />

an die Besuche von Johannes Paul<br />

II. und Mutter Teresa, die ohne<br />

Schulte Staade nicht zustande gekommen<br />

wären.<br />

Als er sein Nachfolger wurde,<br />

habe er versucht, die Handlungen<br />

seines Vorgängers zu verstehen.<br />

„Da ist mir deutlich geworden,<br />

daß er die Gemeinschaft<br />

des Priesterhauses, die Pfarrei, die<br />

Wallfahrt und seine Freunde im<br />

Grunde wie eine große geistliche<br />

Familie im Sinne des Evangeliums<br />

gesehen hat.“ Zentral seien für<br />

ihn die „vier Worte, die alle von<br />

Richard Schulte Staade“ an vielen<br />

Orten angebracht wurden und die<br />

er in seiner Anfangszeit in Kevelaer<br />

überall entdeckte, gewesen:<br />

„Mater dei memento mei“ („Mutter<br />

Gottes, gedenke meiner“). Die<br />

Gottesmutter sei „im inneren Bezirk<br />

seines Lebens“ wie die Gnadenkapelle<br />

des Wallfahrtsortes<br />

Kevelaer gewesen. Schulte Staade<br />

habe „aus einer einfachen Marienfrömmigkeit“<br />

heraus gelebt,<br />

dazu eine tiefe Beziehung gehabt,<br />

sagte Zekorn. Für ihn sei „Maria<br />

die „consolatrix afflictorum“, „ die<br />

den Betrübten Trost spendet und<br />

einen neuen Weg im Leben eröffnet“.<br />

Dieses Gedenken habe ihn<br />

geprägt in der Pflege „einer großen<br />

Vielfalt menschlicher Beziehungen“.<br />

Schulte Staade habe „soziale<br />

Netzwerke gepflegt, lange<br />

bevor es diesen Begriff überhaupt<br />

gab“. Deswegen habe er auch „die<br />

Internationalität und die freundschaftlichen<br />

Verbindungen in die<br />

Niederlande, nach Belgien und<br />

Luxemburg“ so gepflegt, weil er<br />

die „geschwisterliche Begegnung<br />

in der Kirche“ als wichtig empfunden<br />

habe.<br />

Fürsorglich-familiäre<br />

Zuneigung<br />

Foto: AF<br />

„Ungezählte Kevelaerer, Pilger,<br />

Familie und Freunde“ hätten „diese<br />

fürsorglich-familiäre Zuneigung<br />

und Zuwendung erfahren.“<br />

Gleichzeitig sei das für manche<br />

„Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter<br />

nicht leicht“ gewesen, „weil<br />

immer zu dieser familiären Perspektive<br />

die Forderung nach einem<br />

ganz großen persönlichen Einsatz<br />

gehörte.“ Auf diese Weise habe er<br />

31 Jahre lang die Pfarrei gestaltet<br />

und vor allem in dieser Haltung<br />

über viele Jahre junge Leute begleitet<br />

„und ihnen geholfen, ihren<br />

Lebensweg zu finden.“ In den<br />

Kontext stellte er auch die letzten<br />

Worte gegenüber Gregor Kauling<br />

am Vorabend seines Todes: „Ihr<br />

müsst die Jugend zur Mutter Gottes<br />

führen und das Unsichtbare<br />

sichtbar machen.“ Deshalb habe<br />

Schulte Staade die Kevelaerer<br />

Kirchenliturgie so gestaltet, „dass<br />

das Sakrale, die geheimnisvolle<br />

Gegenwart des unsichtbaren Gottes<br />

ein bisschen sichtbar wird.“<br />

Die Worte „Selig sind, die bei Dir<br />

wohnen“ sollte jetzt „auch für den<br />

Rektor der Wallfahrt, der selbst<br />

Pilger war, endgültig in Erfüllung<br />

gehen.“<br />

Zum Abschluss zitierte Zekorn<br />

die Worte der Kirchenzeitung<br />

zum „25-jährigen Ortsjubiläum“<br />

von Richard Schulte Staade: „Wir<br />

schauen in diesen Tag als Pfarrei<br />

St. Marien in großer Dankbarkeit<br />

zurück auf das segensreiche<br />

Wirken unseres Pastors. Wir erleben<br />

einen Mann Gottes, geprägt<br />

von großer Religiosität, beeindruckender<br />

Schaffenskraft und<br />

Beharrlichkeit und einem überzeugenden<br />

Stehvermögen, wenn<br />

die persönliche Überzeugung dies<br />

erfordert.“<br />

Im Anschluss an das Requiem<br />

positionierte sich die Trauergemeinde<br />

am Priesterhaus, führte<br />

der Weg des Sarges vor das Gnadenbild.<br />

Pfarrer Gregor Kauling<br />

stimmte das „Ave Maria“, die Gemeinde<br />

das Lied „Maria breit den<br />

Mantel aus“ an. Anschließend zog<br />

die Prozession über die Hauptstraße<br />

vorbei an der St. Antonius-<br />

Kirche zum Friedhof. Dort wurde<br />

Schulte Staade beigesetzt.<br />

Alexander Florié-Albrecht<br />

Zeitzeugen erinnern sich -<br />

Fortsetzung auf Seite 14


Seite 2<br />

Kevelaerer Blatt Nr. 5 vom 30. Januar <strong>2020</strong><br />

Kurz gemeldet<br />

Schüler aus Kevelaer<br />

fahren nach Auschwitz<br />

Kevelaer. Schülerinnen und<br />

Schüler der Jahrgangsstufe Q2<br />

werden vom 6. bis 10. Februar das<br />

deutsche Konzentrations- und<br />

Vernichtungslager Auschwitz besuchen.<br />

Diesbezüglich findet am<br />

Dienstag, 18. Februar, ab 18.30<br />

Uhr ein Dokumentationsabend<br />

im Kardinal-von-Galen-Gymnasium<br />

über die Erfahrungen und<br />

gewonnenen Eindrücke der Schülerinnen<br />

und Schüler statt. In der<br />

ersten Etage werden Fotos und<br />

Filme gezeigt. Gerne beantworten<br />

die Schülerinnen und Schüler<br />

auch im persönlichen Gespräch<br />

Fragen zu der Exkursion.<br />

Freiwillige Helfer<br />

gesucht<br />

Kevelaer. Das Freiwilligen-<br />

Zentrum Gelderland sucht<br />

aktuell wieder für den Besuchsund<br />

Begleitdienst der Malteser in<br />

Kevelaer und Umgebung freiwillige<br />

Helferinnen und Helfer. Die<br />

Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig.<br />

So kann ein gemeinsamer<br />

Einkauf mit einer älteren Person<br />

oder die Unterstützung einer<br />

jungen Familie Teil des Einsatzes<br />

sein. Bei diesem Engagement ist<br />

es wünschenswert, dass die Helfer<br />

sich einmal in der Woche für<br />

circa zwei Stunden einbringen<br />

können. Diese Zeit ist nach Absprache<br />

mit der Kontaktperson<br />

frei wählbar.<br />

Bei Fragen während des Einsatzes<br />

steht immer eine Ansprechpartnerin<br />

zur Verfügung.<br />

Über diese Tätigkeit und weitere<br />

Möglichkeiten des ehrenamtlichen<br />

Engagements informiert die<br />

Mitarbeiterin des Freiwilligen-<br />

Zentrums, Sabrina Klink, gerne<br />

per Mail unter Sabrina.Klink@caritas-geldern.de<br />

oder telefonisch<br />

unter Tel. 02831-9102368.<br />

Trauergruppe „Trauer<br />

Treff Wegbegleiter“<br />

Kevelaer. Die Ambulante<br />

Hospizgruppe Niederrhein bietet<br />

am Sonntag, 2. Februar, in der<br />

Zeit von 15 bis 17 Uhr in der<br />

Geschäftsstelle in der Luxemburger<br />

Galerie, Neustraße 3-15 in<br />

Kevelaer, wieder ihre monatliche<br />

offene Trauergruppe „Trauer<br />

Treff Wegbegleiter“ an.<br />

Kostenloser Film in der<br />

ÖBS: Die grüne Lüge<br />

Kevelaer. Am Montag, 10.<br />

Februar, zeigt der Klimaschutz<br />

Kevelaer um 19.30 Uhr im Forum<br />

der Öffentlichen Begegnungsstätte<br />

Kevelaer den Film „Die grüne<br />

Lüge: Es ist nicht alles grün, was<br />

glänzt“. Inwiefern werden wir<br />

in unseren Kaufentscheidungen<br />

von dem Etikett der »Nachhaltigkeit«<br />

beeinflusst und dient dieses<br />

nur dazu, die Umweltzerstörung<br />

unsichtbar zu machen? Auf den<br />

Spuren dieser Vertuschung reist<br />

der Dokumentarfilmer Werner<br />

Boote um die Welt, um die Wahrheit<br />

hinter dem allgegenwärtigen<br />

Schlagwort aufzudecken. Von<br />

Palmöl über Kohleabbau bis zur<br />

Vertreibung der indigenen Völker<br />

für den Anbau von Futterpflanzen<br />

verfolgt Boote die Entstehung<br />

einiger weit verbreiteter<br />

Produkte und deckt die Schwächen<br />

im System auf.<br />

Fonds fördert Vereine und Verbände<br />

„Energie für Kevelaer“: Vier Kevelaerer Unternehmen stellen erneut 50.000 Euro zur Verfügung<br />

Kevelaer. Die Vereinslandschaft<br />

in Kevelaer ist groß und<br />

vielfältig. Über 130 Vereine, vom<br />

Angelclub Kervenheim und Bogensportverein<br />

Kevelaer über die<br />

Büchereien und die DLRG, die<br />

Fördervereine der Grundschulen<br />

und die Geselligen Vereine,<br />

die Chöre und Musikvereine,<br />

die Messdiener und den Schachclub,<br />

bis hin zum Theaterverein<br />

und dem VfR. Sie alle erhalten in<br />

diesen Tagen Post von vier Kevelaerer<br />

Unternehmen, die sich die<br />

Förderung der Vereine und Verbände<br />

in Kevelaer auf die Fahnen<br />

geschrieben haben.<br />

Die NiersEnergie GmbH, Stadtwerke<br />

Kevelaer, Bürgerwind Kevelaer<br />

GmbH & Co KG und Bürgerenergie<br />

Schwarzbruch-Nord<br />

GmbH & Co KG stellen erneut<br />

mit dem Fonds „Energie für Kevelaer“<br />

einen stattlichen Fördertopf<br />

zur Verfügung. 50.000 Euro stehen<br />

auch in <strong>2020</strong> zur Verfügung.<br />

Interessierte Vereine und Verbände<br />

können bis zum 31. März ihre<br />

Kinder singen im Pfarrheim<br />

Am Samstag, 8. Februar, und Sonntag, 9. Februar,<br />

tritt der Kinderchor St. Urbanus Winnekendonk im<br />

Pfarrheim in Wido jeweils um 14.30 Uhr und um<br />

16.30 Uhr mit dem Singspiel „Tischlein deck dich“<br />

auf. Karten für die Veranstaltung sind ab sofort im<br />

Schreibwarenladen Borghs-Sabolcec, Hauptstraße<br />

18 in Winnekendonk, erhältlich.<br />

Anträge einreichen. „Wir waren<br />

von der Resonanz überwältigt“<br />

resümiert Hans-Josef Thönnissen,<br />

Betriebsleiter der Stadtwerke und<br />

Geschäftsführer der NiersEnergie<br />

GmbH die Erfahrung des vergangenen<br />

Jahres. 2019 hatten die<br />

vier Unternehmen erstmals 50.000<br />

Euro gespendet. Und konnten damit<br />

78 Anträge unterstützten. „Es<br />

hat sich rumgesprochen, dass der<br />

Fonds ‚Energie für Kevelaer‘ recht<br />

unbürokratisch finanzielle Unterstützung<br />

bietet.“ Denn die Intention<br />

der Fondsgeber war und ist<br />

es, die Energie, die Vereine zur<br />

Bewältigung ihrer Aufgaben einsetzen,<br />

zu honorieren.<br />

Windkraft unverzichtbar<br />

Energie ist es auch, die zur<br />

Gründung des Fonds führte. Die<br />

Windenergie ist eine der tragenden<br />

Säulen des Klimaschutzes und<br />

der Energiewende in Deutschland.<br />

Auch in Kevelaer wird auf<br />

diese saubere, erneuerbare und<br />

Tipps der Woche<br />

Es gibt wieder die Chance auf<br />

den Heimat-Preis im Kreis Kleve<br />

Vorschläge können bis zum 10. März eingereicht werden<br />

Eine Gesamtsumme von<br />

10.000 Euro in diesem Jahr<br />

Kreis Kleve. Der Kreistag<br />

möchte auch in diesem Jahr wieder<br />

einen oder mehrere Heimat-<br />

Preise an verdiente Vereine oder<br />

Institutionen verleihen. Bis zum<br />

10. März <strong>2020</strong> (Poststempel) können<br />

alle Einwohner und Einrichtungen<br />

mit ihrem Sitz im Kreis<br />

Kleve und auch die Kreistagsfraktionen<br />

per Formblatt Vorschläge<br />

zur Verleihung des Heimat-Preises<br />

in der Kreisverwaltung einreichen.<br />

„Heimat.Zukunft.Nordrhein-<br />

Westfalen. Wir fördern, was Menschen<br />

verbindet“ heißt das vom<br />

Ministerium für Heimat, Kommunales,<br />

Bau und Gleichstellung NRW<br />

aufgelegte Förderprogramm, aus<br />

dem die vom Kreistag verliehenen<br />

Heimat-Preise bis zu einer Gesamtsumme<br />

von 10.000 Euro im Jahr<br />

<strong>2020</strong> gefördert werden können.<br />

Den Heimat-Preis des Kreises<br />

Kleve können Vereine und Institutionen<br />

erhalten, wenn ihr<br />

Wirken als kreisweit eingestuft<br />

werden kann und sich das Engagement<br />

auf mindestens einen<br />

der folgenden Bereiche bezieht:<br />

(1) Erhalt von Kultur und Traditionen<br />

sowie des regionalen<br />

Erbes, (2) Pflege und Förderung<br />

des Brauchtums und der typischen<br />

Lebensart im Kreis Kleve,<br />

(3) Erhalt und Stärkung sowie<br />

Weiterentwicklung des Zusammenlebens<br />

im Kreis Kleve (Heimat<br />

schaffen und erhalten), beispielsweise<br />

durch den Schutz<br />

der Natur sowie besondere Verdienste<br />

im Bereich der Integration<br />

und der Inklusion, (4) Bewahrung<br />

und Bewusstmachung<br />

der Lokalgeschichte des Kreises<br />

Kleve.<br />

Die Auswahl der Preisträger<br />

und auch die Entscheidung über<br />

die Anzahl der zu ehrenden Vereine<br />

und Institutionen obliegen dem<br />

Kreistag. Maximal drei Preisträger<br />

können jedoch in diesem Jahr<br />

den Heimat-Preis erhalten. Wer in<br />

einem Jahr bereits als Preisträger<br />

ausgewählt wurde, kann in den<br />

darauf folgenden Jahren nicht erneut<br />

mit dem Preis ausgezeichnet<br />

werden.<br />

Elektronische oder<br />

postalische Übermittlung<br />

Die Vorschläge können ausschließlich<br />

mittels Formblatt eingereicht<br />

werden. Dies steht im<br />

Internet unter www.kreis-kleve.<br />

de - Service & Dienstleistungen -<br />

Formulare - Heimatpreis zur Verfügung.<br />

Das ausgefüllte Formblatt<br />

muss die Kreisverwaltung spätestens<br />

bis Dienstag, 10. März <strong>2020</strong>,<br />

entweder elektronisch an info@<br />

kreis-kleve.de oder postalisch an<br />

Kreisverwaltung Kleve, Abteilung<br />

Zentrale Dienste, Nassauerallee<br />

15-23, 47533 Kleve, erreicht haben.<br />

„De Jäcksges“ singen in Kervenheim<br />

Am Samstag, 8. Februar, findet im Saal Brouwers<br />

in Kervenheim der 6. Kölsche Abend mit „de Jäcksges“<br />

statt. Einlass ist um 19 Uhr, Beginn um 20.30<br />

Uhr. Karten sind im Vorverkauf (10 Euro)unter anderem<br />

im Service Center des Rathauses in Kevelaer<br />

erhältlich. An der Abendkasse beträgt der Kartenpreis<br />

12 Euro.<br />

unabhängige Energieversorgung<br />

in Ergänzung zu anderen erneuerbaren<br />

Energien gesetzt. Aufgrund<br />

der vertraglichen Verpflichtungen<br />

bezüglich der Errichtung<br />

der Windkraftanlagen stellen<br />

die Stadtwerke Kevelaer jährlich<br />

20.000 Euro zur Verfügung und<br />

die NiersEnergie 10.000 Euro.<br />

Die Betreiber der Bürgerwind<br />

Kevelaer und der Bürgerenergie<br />

Schwarzbruch-Nord waren von<br />

der Fonds-Idee sofort angetan.<br />

Sie haben sich dazu bereit erklärt,<br />

den „Spendentopf“ freiwillig jährlich<br />

mit insgesamt 20.000 Euro<br />

weiter aufzustocken.<br />

„Die Energiewende ist zentral<br />

für eine sichere, umweltverträgliche<br />

und wirtschaftlich erfolgreiche<br />

Zukunft. Dabei ist die<br />

Windkraft ein wichtiges und unverzichtbares<br />

Standbein“, erläutert<br />

Gerd Baumgärtner von der<br />

Bürgerwind Kevelaer GmbH &<br />

Co KG. „Wir wollten in Kevelaer<br />

investieren und uns für unsere<br />

Region einsetzen. Daher unterstützen<br />

wir auch gerne den Fonds<br />

‚Energie für Kevelaer‘.“ Bürgermeister<br />

Dr. Dominik Pichler erklärt:<br />

„Ich freue mich, dass wir<br />

mit dem Fonds die so wichtige<br />

ehrenamtliche Tätigkeit unserer<br />

Bürgerinnen und Bürger nicht<br />

nur durch wertschätzende Worte,<br />

sondern auch durch konkrete Taten<br />

unterstützen können.“<br />

Vielfältige Bereiche<br />

Die mit dem Fonds „Energie für<br />

Kevelaer“ geförderten Bereiche<br />

sind sehr vielfältig: Jugend- und<br />

Altenhilfe wird ebenso gefördert<br />

wie Kunst und Kultur sowie Feuer-<br />

und Zivilschutz. Auch Sport<br />

sowie traditionelles Brauchtum<br />

und der Karneval werden gefördert,<br />

um nur einige der Bereiche<br />

zu nennen. Ein besonderes Augenmerk<br />

soll aber auch auf nachhaltige,<br />

umweltschützende und<br />

generationenübergreifende Projekte<br />

gelegt werden. Konkret bezuschusst<br />

werden beispielsweise<br />

Notdienste<br />

Ärztlicher Notdienst: Tel. 116 117 oder Faxabruf 0800 5895210<br />

Augenärztlicher Notdienst: Tel. 018<strong>05</strong> 04411070<br />

Zahnärztlicher Notdienst: Tel. 018<strong>05</strong> 986700<br />

Apothekennotdienst: Tel. 0800 0022833<br />

Hilfsangebote<br />

Anschaffungen von Material jeglicher<br />

Art oder öffentliche Veranstaltungen.<br />

Wichtig ist nur, dass<br />

keine Förderung durch die Wallfahrtsstadt<br />

Kevelaer gegeben ist.<br />

Zudem muss der Verein berechtigt<br />

sein, eine Zuwendungsbestätigung<br />

(ehemals Spendenquittung)<br />

auszustellen. Ein formloses<br />

Schreiben an die Stadtwerke<br />

Kevelaer mit einer kurzen Vorstellung<br />

der Maßnahme und eine<br />

Kostenaufstellung genügt.<br />

Antrag stellen für <strong>2020</strong><br />

Eine Antragsstellung für <strong>2020</strong><br />

hat bis zum 31. März zu erfolgen.<br />

Es werden auch rückwirkend<br />

Maßnahmen gefördert, sofern<br />

diese im laufenden Jahr durchgeführt<br />

wurden. Ansprechpartner<br />

für die Fondsbildung sind Wolfgang<br />

Toonen und Melanie Hahn.<br />

Sie stehen für Fragen sowohl<br />

unter Telefon: 02832/ 9313-14<br />

oder 9313-11 als auch persönlich<br />

zur Verfügung.<br />

4. Kevelaerer Ranzenbörse<br />

Kevelaer. Unter dem Motto<br />

„Auf den Rücken, fertig, los“<br />

findet am Samstag, 1. Februar,<br />

im Autohaus Herbrand, Wettener<br />

Straße 19, die 4. Ranzenbörse<br />

statt. Von 10 bis 14 Uhr<br />

gibt es nicht nur eine ausführliche<br />

Fachberatung zur Schulranzenwahl,<br />

auch im Hinblick<br />

auf Gesundheit und Sicherheit.<br />

Auf die Besucher wartet auch<br />

eine Riesenauswahl ergonomischer<br />

Marken-Schulranzen<br />

und Zubehör. Zudem kann der<br />

Nachwuchs sich im Schulranzenparcours<br />

„Myokraft“<br />

vom Therapiezentrum Bol<br />

versuchen, sich beim Kinderschminken<br />

verschönen lassen<br />

oder eine der weiteren Kinderaktionen<br />

ausprobieren.<br />

Foto: Veranstalter<br />

Polizei: Tel. 02823 1081999<br />

Weisser Ring: Tel. 01803 343434<br />

Opferhilfe Gewaltopfer: Tel. 0800 6546546<br />

Telefonseelsorge: Tel. 0800 1110111 o. 0800 1110222<br />

Offene Sprechstunde für Teenies: Tel. 02821 979256<br />

Schiedsamt Ost: N.N.<br />

Schiedsamt West: Liesel Borman, Tel. 02832 979923<br />

Demenztelefon: Tel. 0800 4004800 (Mo. - Fr. 8 - 16 Uhr)<br />

Suchtkranke Guttempler: Tel. 02832 2016<br />

Kreuzbund St. Marien: Tel. 02837 663627<br />

Caritas-Centrum, Marktstraße 35, Kevelaer<br />

• Allgemeine Sozialberatung: Di 15-17 Uhr, Do 10-12 Uhr<br />

• Beratung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene: Mi 14-15 Uhr,<br />

sowie nach Vereinbarung<br />

• Schuldnerberatung: Termine nach Vereinbarung<br />

• Freiwilligen-Zentrum: Mi 14-17 Uhr


Nr. 5 vom 30. Januar <strong>2020</strong><br />

Kevelaerer Blatt Seite 3<br />

Launige Sketche und lockerer<br />

Hüftschwung im Bühnenhaus<br />

Beim diesjährigen Frauenmittag der kfd und der Gemeindecaritas von St. Antonius<br />

Kevelaer stand wieder ein unterhaltsames Bühnenprogramm im Mittelpunkt<br />

Kevelaer. Der Frauenmittag der<br />

kfd und der Gemeindecaritas von<br />

St. Antonius Kevelaer geriet auch<br />

in diesem Jahr wieder zur kurzweiligen<br />

Veranstaltung. Das Konzert-<br />

und Bühnenhaus war mit<br />

knapp 250 Gästen bestückt, die<br />

nicht nur den Wortbeiträgen aufmerksam<br />

lauschten, sondern vor<br />

allem bei zahlreichen Tanzeinlagen<br />

und Sketches für mitreißende<br />

Stimmung sorgten.<br />

Die Vorsitzende der kfd, Karin<br />

Knechten, hielt ihre Ansprache<br />

kurz. Sie begrüßte die Anwesenden,<br />

bedankte sich bei denjenigen,<br />

die den Abend mitgestaltet hatten<br />

und betonte, dass ihre Arbeit bei<br />

der kfd zu einem „wichtigen und<br />

prägenden Wegbegleiter geworden“<br />

ist. Eine kurze Vorstellung<br />

des Programms folgte, bevor dann<br />

auch schon einige bunt gekleidete<br />

Kinder des St. Antonius-Kindergartens<br />

die Bühne betraten. Gemeinsam<br />

führten sie ihren „Regenbogentanz“<br />

auf und verliehen<br />

dabei begleitet von ruhigen Klängen<br />

vor allem der Bedeutung der<br />

Farben Ausdruck – Grün für die<br />

Hoffnung, Gelb für Fantasie, Lila<br />

für Weisheit und so weiter…<br />

Maria Verhaagh vom Vorstand<br />

der Gemeindecaritas St. Antonius<br />

Kevelaer stellte im Anschluss die<br />

Drei Wünsche frei.<br />

Die Theatergruppe der kfd sorgte mit ihren Sketches für gute<br />

Unterhaltung.<br />

Fotos: eg<br />

Arbeit der Gemeindecaritas und<br />

in diesem Zuge auch die Aktion<br />

„Eine Million Sterne“ vor, die im<br />

vergangenen Jahr „erstmals im<br />

Zusammenwirken mit den Ortsgruppen<br />

der Gemeindecaritas im<br />

Forum Pax Christi“ verwirklicht<br />

werden konnte. An der weltweit<br />

stattfindenden Aktion beteiligen<br />

sich in Deutschland 800 bis 1000<br />

Städte, erklärte Verhaagh. Ziel der<br />

Aktion ist es, eine Million Lichter<br />

zu entzünden. „Der Verkaufserlös<br />

der Kerzen kommt dann dem<br />

Hilfswerk Caritas international<br />

der Flüchtlingshilfe zu.“ Sie rief<br />

zum Mitmachen auf, erinnerte<br />

an die Nächstenliebe und richtete<br />

ihren Appell an die Anwesenden:<br />

„Es gibt nichts Gutes, außer man<br />

tut es.“<br />

Große Spendenbereitschaft<br />

Anschließend stellten Maike<br />

Spans und Steffen Willemsen die<br />

Kevelaerer Ameland-Lager vor.<br />

Die Berichte von den zahlreichen<br />

Erlebnissen der Jungen- und<br />

Mädchenlager untermauerten sie<br />

mit Bildern, die viele der Anwesenden<br />

an ihre eigene Zeit in den<br />

früheren Lagern zurückdenken<br />

ließen. Der Dank der Betreuer<br />

galt vor allem den zahlreichen<br />

Helfern und Spendern. Die Lager<br />

finanzieren sich ausschließlich<br />

über die Beiträge der Eltern, sagte<br />

Willemsen. Die Kosten jedoch, die<br />

würden stetig steigen. Da würde<br />

schließlich auch die „große Spendenbereitschaft<br />

in Kevelaer“ dazu<br />

beitragen, dass die Abläufe trotzdem<br />

weiter funktionieren. Hierfür<br />

sprachen beide einen großen<br />

Dank aus.<br />

Pastor Andreas Poorten drückte<br />

„große Hochachtung“ vor den<br />

Organisatoren der Ameland-Lager<br />

aus. Auch er selbst ist jährlich<br />

auf der Insel vor Ort und besucht<br />

als Pastor die Lager. Bei den Helferinnen<br />

der Frauengemeinschaft<br />

bedankte er sich für das große Engagement.<br />

Nach einer musikalischen Einstimmung<br />

und der Kaffeetafel<br />

folgten zahlreiche Sketches und<br />

Tanzeinlagen. „Die Prämie“ sollte<br />

hierbei eine Autofahrerin erhalten,<br />

die sich auf dem Roermonder<br />

Platz in einer Verkehrskontrolle<br />

vorbildlich verhalten habe. Ihren<br />

Alkoholkonsum und die Aussage<br />

„Jetzt kann ich endlich meinen<br />

Führerschein machen“ hätte sie<br />

nach Übergabe der 1000-Euro-<br />

Prämie wohl besser verschwiegen.<br />

Die Belehrung ihrer Mutter<br />

„Ich hab‘ dir immer gesagt, das<br />

geht nicht gut mit dem geklauten<br />

Auto“ setzte dem Ganzen schließlich<br />

die Krone auf, ließ die Hoffnung<br />

auf die Prämie endgültig<br />

verfliegen und sorgte im Publikum<br />

für tosenden Applaus und<br />

langanhaltendes Gelächter. „Die<br />

Lumpenhanne“ rief im Anschluss<br />

nicht weniger Begeisterung hervor,<br />

als sie im Job-Center nicht<br />

nur sich selbst in wenig gutes<br />

Licht stellt, sondern auch ihre Familiensituation<br />

unverblümt ausplaudert<br />

: „Was macht Ihr Mann?“<br />

„Nix.“ „Und Ihr ältester Sohn?“<br />

„Der hilft ihm dabei.“<br />

Nach Bayern und Kuba<br />

Die „Landfrauen“ bewegten sich<br />

dann mit ihren Tänzen zunächst<br />

mit „Hulapalu“ in bayrische Gebiete<br />

und brachten mit „Fiesta<br />

Cubana“ sommerliche Urlaubsklänge<br />

ins Bühnenhaus.<br />

Die während der Veranstaltung<br />

durchgeführte Sammlung von<br />

Spenden erbrachte in diesem Jahr<br />

1.070 Euro. Das sei „so gut wie<br />

schon lange nicht mehr“, sagte<br />

Karin Knechten. Von dem Geld<br />

gehen 720 Euro an die Ameland-<br />

Lager und 350 Euro kommen der<br />

Theaterkasse zugute.<br />

Das Finale vereinte schließlich<br />

die Theatergruppe der kfd und die<br />

Landfrauen auf der Bühne, während<br />

diese in unterhaltsamer Aufmachung<br />

zahlreiche Frauen wie<br />

(ich fand sie irgendwo, allein in<br />

Mexiko…) Anita, Anneliese (ach<br />

Anneliese, warum bist du böse auf<br />

mich?) und Mary-Lou besangen.<br />

Mit dieser Darbietung zahlreicher<br />

musikalischer Klassiker sorgten<br />

die Frauen für ein schunkelndes,<br />

laut mitsingendes Publikum.<br />

Elena Gavriil<br />

Es geht weiter für die kfd Wetten<br />

Die Vereinigung wird die Arbeit fortsetzen – obwohl der Vorstand nicht komplett ist<br />

Präses Pfarrer Klaus Klein-Schmeink, Kassiererin Wilma Vos,<br />

Liesel Bay, Barbara Steeger und Claudia Gipmans sind optimistisch,<br />

was die Zukunft der Wettener kfd angeht. Foto: AF<br />

Wetten. Wie geht es mit der<br />

kfd Wetten weiter? Diese Frage<br />

trieben sicher viele Frauen vor<br />

der Jahreshauptversammlung der<br />

Vereinigung im Wettener Pfarrhaus<br />

um. Es gab keine Teamsprecherin<br />

und keine Geschäftsführerin<br />

mehr. Die Kassiererin<br />

ist verstorben. Da konnte man<br />

schon befürchten, dass das nicht<br />

mehr ewig gut gehen kann. „Wir<br />

haben im zweiten Jahr zwar kein<br />

festes Team mehr. Aber wir haben<br />

es gut geschafft, Frauen dazu zu<br />

motivieren, Aufgaben zu übernehmen“,<br />

bilanzierte die frühere<br />

Vorsitzende und neue Kassiererin<br />

Wilma Vos am Ende des Treffens,<br />

an dem 36 Frauen teilgenommen<br />

hatten.<br />

Selbst war Vos, die eigentlich<br />

nicht mehr für Ämter kandidieren<br />

wollte, dabei vorangegangen<br />

und hatte sich für die verstorbene<br />

Irmgard Paeßens zur Schatzmeisterin<br />

wählen lassen. Dazu<br />

kam noch Claudia Gipmans, die<br />

sich zwar nicht zur Schriftführerin<br />

wählen ließ, aber die Aufgabe<br />

von Barbara Steeger trotzdem<br />

übernimmt. „Liesel Bay,<br />

die bis 2019 Teamsprecherin<br />

war, übernimmt noch ganz viele<br />

Aufgaben. Und es gibt reichlich<br />

Frauen, die unsere Basare, Seniorennachmittage<br />

und andere Veranstaltungen<br />

gestalten.“ So lasse<br />

sich die Arbeit der kfd fortsetzen,<br />

meint Vos.<br />

Trotzdem hoffe man weiter,<br />

dass sich für diese vakanten Posten<br />

noch jemand findet – vielleicht<br />

auch aus dem Kreis der<br />

jüngeren Frauen, die sich in dem<br />

noch sehr jungen Literaturkreis<br />

zusammengefunden haben. Eine<br />

der treibenden Kräfte dort ist die<br />

(Noch-) Ortsvorsteherin Beate<br />

Clasen, die im Anschluss sogar<br />

von einer „Aufbruchstimmung“<br />

innerhalb der Wettener kfd-Frauen<br />

und einem „erfolgreichen Jahr“<br />

der kfd 2019 sprach. Man konnte<br />

feststellen, dass „Dinge wie der<br />

Seniorenmittag oder die Ausflüge“<br />

von den Aktiven der insgesamt<br />

170 Mitglieder begleitet werden.<br />

„Für die Mitglieder haben wir ja<br />

fast alles freigestellt – bis auf die<br />

fünf Euro für das Lachseminar“,<br />

was man in diesem Jahr auf jeden<br />

Fall nochmal mit der Kamp-Lintforterin<br />

Heidemarie Wahl wiederholen<br />

will, sagte Clasen.<br />

Im Rahmen der Versammlung<br />

wurde auch der neue Pastor Klaus<br />

Klein-Schmeink als Präses einstimmig<br />

gewählt. Zuvor hatte er<br />

sich ausführlich vorgestellt, einiges<br />

zu seiner persönlichen Biographie<br />

ausgeführt und mit seiner<br />

Art der Ansprache Anklang<br />

gefunden. „Der ist positiv auf die<br />

Leute zugegangen und kommt auf<br />

den Punkt“, freute sich Clasen darüber,<br />

dass eine solche Persönlichkeit<br />

jetzt diesen Posten bekleidet.<br />

Alexander Florié-Albrecht<br />

Der Busman<br />

Mit Schaatsen schaatsen gehen – lang<br />

ist’s her<br />

Aktuelle<br />

Wetterberichte<br />

lassen uns wieder einmal,<br />

vermutlich vergeblich, von<br />

winterlichen Temperaturen<br />

träumen. Wenn es zurzeit<br />

nachts auch lecker kalt<br />

ist, was nützt mir das<br />

bei den Plustemperaturen<br />

tagsüber? Trotzdem<br />

kommen da ja doch<br />

ein paar Wünsche nach<br />

Eis und Schnee auf,<br />

oder? Ja, wenn es schon<br />

ans Träumen geht, dann<br />

doch gleich auch in Verbindung<br />

mit schönen Erinnerungen<br />

an „Eisjahre“, wie<br />

es sie z.B. in 2010 oder 2017 gegeben<br />

hat oder „ein paar Jährchen“<br />

weiter zurück in 1975. Da<br />

hatte nach einer ausreichenden<br />

Frostperiode auch das Baggerloch<br />

hinter „de Schravelse Bur“<br />

eine Eisdecke; ob dort aber<br />

das beliebte „Schaatsen“ möglich<br />

war, weiß ich leider nicht<br />

(mehr).<br />

Die 45 Jahre alte Aufnahme<br />

zeigt übrigens nicht die<br />

Schravelener Eisfläche, sondern<br />

eine Szene aus dem benachbarten<br />

Tüschenwald.<br />

Kurz gemeldet<br />

Hüsch zu Ehren<br />

Gleichwohl hilft sie mir, die<br />

Erinnerung an eine Zeit<br />

zu bewahren, als die berüchtigte<br />

Klimaerwärmung noch<br />

nicht in aller Munde war. Damals<br />

jedenfalls schnallten<br />

wir uns die Schaatsen<br />

unter die Schuhe,<br />

egal wie alt sie auch waren;<br />

Mutters oder Omas<br />

Einmachgummis taten<br />

dann zur Not ganz gute<br />

Dienste.<br />

Aber ich fürchte, dass es<br />

wohl für geraume Zeit<br />

doch bei den anfangs erwähnten<br />

vergeblichen Träumereien<br />

bleiben wird / muss.<br />

Mechel versucht, dem<br />

Ganzen eine positive Seite<br />

abzugewinnen und denkt<br />

dabei an ihren lieben Gatten:<br />

„Sit doch tefreje met dat Wär.<br />

Nauw kann nimmes tummlemboll<br />

schiete, op de Kond<br />

falle on sech de Knöök bräke<br />

on gej ok ni met owe schwoare<br />

Körv.“<br />

Euer Hendrick<br />

Kevelaer. Ein kostenloser Vortrag über den niederrheinischen<br />

Künstler Hanns Dieter Hüsch findet am Mittwoch, 12. Februar, von 19<br />

bis 20.30 Uhr im Forum der Öffentlichen Begegnungsstätte in Kevelaer<br />

statt. Anmeldung erforderlich bei der VHS, Tel. 02823-973113.<br />

Anzeige<br />

wirkt<br />

Anders<br />

ist nicht<br />

verkehrt<br />

Finisage<br />

engel<br />

In eine szenische Collage, aufgeführt<br />

DER AKtIon/AuSStELLunG<br />

von MalColM liChtenberger<br />

und<br />

thoMas brokaMp (Kleve),<br />

von<br />

thematisieren sie das Leben und Werk<br />

von<br />

anaCharsis Cloots, der 1755<br />

aloys CreMers<br />

anders<br />

auf Schloss Gnadenthal in Donsbrüggen<br />

geboren und im Jahre 1794 hingerichtet<br />

wurde. Cloots setzte sich im Rahmen der<br />

Französischen Revolution für die univer-<br />

selle Gültigkeit der der Menschenrechte<br />

ein, was bedeutet, dass diese nicht an<br />

Staatsgrenzen gebunden sein darf. Sein<br />

A M n I E D E R R h E I n<br />

politisches Ziel war eine universelle Republik,<br />

die sich über die ganze Welt aus-<br />

„... letzte Woche noch wurde ich in Kleve wieder als niederrheinische dARTagnan<br />

auf die Barrikaden gerufen. Noch immer reite ich auf mein Steckenpferd.<br />

Irgendwann kostet mich das hier auch meinen Kopf: so wie Anacharsis Cloots (Verfechter dehnen sollte und deren Souverän die<br />

der universellen Gültigkeit der Menschenrechte, welche die Befreiung der intellektuell, politisch<br />

und sozial Unmündigen bewirken sollten) in Paris unter der Guillotine landete...“ Menschheit sein sollte. Die Aufführung<br />

Es freut mich dann auch sehr, mit diese Collage von Malcolm lichtenberger stellt auch Bezüge zur aktuellen Situation<br />

und thomas brokamp an anacharsis Cloots zu erinnern. (aloys) der Menschenrechte her.<br />

sonntag, 2. Februar, 17 Uhr<br />

Galerie für Bilder, Texte und allerhand mehr<br />

Busmannstraße 28, 47623 Kevelaer,<br />

Tel. 01577 5438095<br />

Öffnungszeiten:<br />

Mi., Do. & Fr. 15 - 18 Uhr u. Sa. 13 -15 Uhr<br />

sowie nach telefonische Vereinbarung<br />

anaCharsis Cloots


Seite 4<br />

Kevelaerer Blatt Nr. 5 vom 30. Januar <strong>2020</strong><br />

Kultur in Kürze<br />

Familienkonzert auf<br />

Schloss Wissen<br />

Weeze. Die Schauspieler und<br />

Sänger „FUG UND JANINA“ sind<br />

unermüdlich unterwegs und<br />

begeistern, mit ihren Tenor-<br />

Ukulelen bewaffnet, inzwischen<br />

bundesweit mit ihrer Musik-<br />

Show Kinder wie Erwachsene<br />

gleichermaßen. Und jetzt kommen<br />

sie nach Weeze. Insbesondere<br />

Kindern muss man Fug und<br />

Janina nicht mehr vorstellen,<br />

denn die beiden sympathischen<br />

Multi-Talente sind seit Jahren<br />

beliebt und bekannt aus den<br />

sehr erfolgreichen TV-Formaten<br />

„Wissen macht AH!“, Die Sendung<br />

Mit Der Maus (KIKA) und<br />

vielen anderen. „Die Fug und<br />

Janina Show“ kommt am Sonntag,<br />

dem 2. Februar zu Besuch<br />

zu den Weezer Schloss Wissener<br />

Familienkonzerten. Los geht es<br />

für Klein und Groß um 16 Uhr im<br />

historischen Saal. Hier steht die<br />

Freude an der Musik im Mittelpunkt.<br />

Die spontanen Moderationen<br />

der Show leben von einer<br />

starken Interaktion mit dem<br />

Publikum. Die selbstkomponierten<br />

Lieder laden zum Mitsingen,<br />

Mitmachen, Mittanzen ein und<br />

behandeln Themen wie zum Beispiel<br />

Glück teilen, Freundschaft,<br />

Geburtstag, Sockenlöcher, Abschied<br />

vom Haustier, verregnete<br />

Sommertage, eingebildete Erkältungsbakterien,<br />

Matschepfützen<br />

oder kleine Frösche mit großen<br />

Ambitionen. Eine Familienkarte<br />

für das Konzert kostet 10 €, einzelne<br />

erwachsene Personen zahlen<br />

6,50 €. Die Karten sind bei der<br />

Gemeinde Weeze, Fachbereich<br />

1, Zentrale Dienste, Büro für<br />

Kultur und Tourismus (Zimmer<br />

6) innerhalb der Öffnungszeiten<br />

des Rathauses erhältlich. Weitere<br />

Informationen telefonisch unter:<br />

02837 - 910 116 / 118.<br />

Cremers-Finissage und<br />

Menschenrechte<br />

Kevelaer. Aloys Cremers malt,<br />

getreu seinem Wahlspruch „Anders<br />

ist nicht verkehrt“, nicht nur<br />

seine Engel anders. So geschehen<br />

im Dezember in der wort.werk-<br />

Galerie zugunsten der Kerpenkate-Stiftung<br />

Kevelaer. Eine<br />

Ausstellung schloss sich an und<br />

zeigt derzeit noch Arbeiten aus<br />

verschiedenen Schaffensperioden<br />

des Künstlers, der kürzlich 70<br />

wurde. Cremers wirft in Bildern<br />

und Worten einen ganz eigenen<br />

Blick auf Kunst und Kultur im<br />

Kontext zeitgeschichtlicher Umbrüche<br />

und Erfahrungen. Zur Finissage<br />

in der wort.werk-Galerie<br />

auf der Busmannstraße am Sonntag,<br />

2. Februar, 17 Uhr, erwartet<br />

die Besucher nun eine Aufführung<br />

besonderer Art. Mit einer<br />

szenischen Collage erinnern Malcolm<br />

Lichtenberger und Thomas<br />

Brokamp an Leben und Werk von<br />

Anacharsis Cloots, der 1755 auf<br />

Schloss Gnadenthal in Donsbrüggen<br />

geboren und im Jahre 1794<br />

hingerichtet wurde. Cloots setzte<br />

sich während der Französischen<br />

Revolution für die universelle<br />

Gültigkeit der Menschenrechte<br />

ein und proklamierte, dass diese<br />

nicht an Staatsgrenzen gebunden<br />

sein dürfe. Sein politisches Ziel<br />

war eine Republik, die sich über<br />

die ganze Welt ausdehnen und<br />

deren Souverän die Menschheit<br />

sein sollte. Die Aufführung stellt<br />

Bezüge zur aktuellen Situation<br />

der Menschenrechte her.<br />

Kevelaer. Es gab einen besonderen<br />

Moment an diesem „Löwen“-Abend,<br />

der so intim und<br />

persönlich war, dass das Publikum<br />

fast den Atem anhielt. Dieser<br />

Moment fand Raum, als der aus<br />

München stammende, aber heute<br />

in Essen lebende Pianist Christian<br />

Christl erzählte, wie er auf<br />

einem Festival 1994 spontan ins<br />

Vorprogramm von Ray Charles<br />

gehievt wurde. Der verspätete<br />

sich, Christl spielte seinen Boogie-Woogie,<br />

bis er das Zeichen bekam.<br />

„Und als mir die Bodyguards<br />

bedeuteten: „Bruder Ray will Dich<br />

treffen“, da war das schon was Besonderes<br />

für mich“, gestand der<br />

57-Jährige, der dann noch von<br />

der Legende geadelt wurde: „Du<br />

spielst so gut–hör´niemals auf !“,<br />

erzählte Christl dem Publikum<br />

im pickepackevollen „Löwen“,<br />

ehe er zu Ehren des Meisters das<br />

stimmungsvolle „Georgia on my<br />

mind“ anstimmte.<br />

Bayoogie<br />

Kevelaer. Es schien, als hätten<br />

sie die Welt um sich herum vergessen<br />

– so gebannt lauschten<br />

die zehn Kinder im „Goldenen<br />

Apfel“ an diesem Nachmittag den<br />

Worten des Mannes am Klavier.<br />

„Wer von Euch hat Lust, mal je<br />

eine Strophe von dem Lied zu singen?“,<br />

fragte Johannes Stammen<br />

in die erwartungsvolle Runde der<br />

kleinen „NachwuchssängerInnen.“<br />

Sofort streckten sich ihm die<br />

Finger entgegen. „Na dann, los“,<br />

lachte der 66-Jährige und ließ seine<br />

Finger über das Klavier gleiten,<br />

während die Kinder mit allem,<br />

was die Lungen hergaben, jeder<br />

die jeweiligen Zeilen des Liedes<br />

„Zirkus Fantasie“ wiedergaben.<br />

„Klasse“, meinte Stammen.<br />

Pommes, Polonäse<br />

und Süßigkeiten<br />

Im Anschluss daran zeigten die<br />

Kinder von sich aus mal, wie lustig<br />

so eine Probe aussehen kann –<br />

und stimmten gemeinsam schreitend,<br />

klatschend und tanzend ihre<br />

lustige „Pommesbuden-Polonäse“<br />

an. Danach gab´s erstmal eine<br />

Pause – und was Leckeres zum<br />

Naschen. „Ich fühle mich hier<br />

wie bei der Fütterung der Raubtiere“,<br />

meinte Stammen und hielt<br />

die Tüte etwas höher, um die Süßigkeiten<br />

zu retten. „Die Pause<br />

machen wir immer aus pädagogischen<br />

Gründen. Es ist für Kinder<br />

nicht so leicht, sich durchgehend<br />

so zu konzentrieren“, erzählte er.<br />

Seit November vergangenen<br />

Jahres bemüht er sich mit seinem<br />

Musik für Sohle und Seele<br />

Das Quartett um den Boogie-Woogie-Pianisten Christian Christl brachte den „Löwen“<br />

beim ersten Jazzkonzert des Jahres zum Kochen<br />

Boogie Woogie meets Rock‘n‘Roll im Goldenen Löwen in Kevelaer.<br />

Bastian Korn und Christian Christl in Aktion.<br />

Foto: AF<br />

Foto: AF<br />

Mit Stimme, Spaß und Fantasie<br />

Zehn Kinder lernen im „Theaterchor Niederrhein Kids“ den Spaß am Singen.<br />

Neue Mitglieder sind willkommen<br />

Die „Theaterchor Niederrhein Kids“ proben donnerstags ab 17 Uhr im „Goldenen Apfel“. Foto: AF<br />

an diesem Tag erkrankten Kollegen<br />

Elie Wakeem vom „Theaterchor<br />

Niederrhein“, den Kindern<br />

die Freude am Gesang zu vermitteln.<br />

„Unser erster Auftritt<br />

war das Weihnachtssingen im<br />

Dezember“ erinnert sich Stammen,<br />

wie es eigentlich zu diesem<br />

Projekt gekommen war. Damals<br />

hatte man einfach mal die Idee,<br />

in Kostümen des 19. Jahrhunderts<br />

an zwei Dezember-Wochenenden<br />

Weihnachtslieder zu singen – und<br />

das sollte dann auch mit Kindern<br />

vonstatten gehen.<br />

„Wir haben dann erst mal im<br />

Chor rumgefragt“, erzählt der<br />

Sänger mit Bassstimme. Und das<br />

Interesse der sangesbegeisterten<br />

Eltern, ihren Kids auch ein Forum<br />

für dieses besondere Hobby zu geben,<br />

war von vornherein gegeben.<br />

An einem Tag gingen die Kinder<br />

mit – und waren begeistert. „Kalt<br />

war´s , aber sehr schön. Wir sind<br />

sogar vor die Krippe gezogen“,<br />

erzählt der achtjährige Leo. „Das<br />

war voll cool und was Besonderes“,<br />

ergänzte der zwei Jahre ältere<br />

Janesh.<br />

Freude fördern<br />

Seitdem versammelt sich die<br />

kleine Gruppe regelmäßig jeden<br />

Donnerstag zwischen 17 und 18<br />

Uhr, versuchen die beiden engagierten<br />

„Lehrer“, den Kids etwas<br />

von ihrer Begeisterung für Musik<br />

weiterzugeben. „Wir wollen hier<br />

keine „Gesangstars“ züchten, sondern<br />

die Freude am Gesang fördern“,<br />

meint Stammen, der selbst<br />

seit dem neunten Lebensjahr<br />

singt und seit zwei Jahren den<br />

Kirchenchor Wemb leitet. „Kinder<br />

sind viel impulsiver. Du musst bei<br />

ihnen ein vernünftiges Konzept<br />

haben, um sie bei der Stange zu<br />

halten“, erkennt er aber in der Herangehensweise<br />

schon einen wesentlichen<br />

Unterschied.<br />

Stammen ist besonders glücklich<br />

darüber, dass es in dem doch<br />

relativ kurzen Zeitraum schon<br />

einen echten Fortschritt zu beobachten<br />

gibt. „Beim ersten Mal waren<br />

alle schüchtern, und wenn ich<br />

da jetzt sehe, dass die selbst Strophen<br />

singen wollen, dann geht<br />

mir das Herz auf.“<br />

Ähnlich sieht es Elie Wakeem.<br />

Der 19-jährige gebürtige Syrer hat<br />

Seit den 80er-Jahren hat der aus<br />

Altbayern stammende Christl seine<br />

ganz spezielle Musikmischung<br />

„Bayoogie“ – ein Mix aus Boogie<br />

Woogie, Blues und der Musik von<br />

den Bayous in Louisiana – kontinuierlich<br />

weiterentwickelt. Ein<br />

gutes Stück davon konnte man an<br />

diesem Abend in den drei Musikblöcken,<br />

die er und seine Mitstreiter<br />

zum Besten gaben, wahrnehmen.<br />

Das Motto des Abends war aber<br />

„Boogie Woogie meets Rock´n<br />

Roll“ - verkörpert durch Christl<br />

und den Pianisten Bastian Korn<br />

als kongenialem Partner.<br />

Korn – früher oft mit seiner<br />

Band und „Rockpalast“-Begründer<br />

Peter Rüchel unterwegs und<br />

selbst Solist deutschsprachiger<br />

Popsongs, packte an diesem<br />

Abend mehrfach gemeinsam mit<br />

seinem Zwillingsbruder Barney<br />

in die Kiste der Rock‘n‘Roll-Historie,<br />

als Chuck Berry und Jerry<br />

Lee Lewis angesagt waren.<br />

Sein Zwillingsbruder sorgte den<br />

Abend über für den flüssigen Beat<br />

am Schlagzeug.<br />

Mit „Tutti Frutti“, „Sweet little<br />

Rock‘n‘Roller“, All shook up“ von<br />

Elvis oder „Whole lotta shakin´goin´<br />

on“ konnte Bastian Korn das<br />

Publikum mitreißen - unterstützt<br />

auch von dem Bluesharpspieler<br />

Christian Noll, der schon mit dem<br />

„Grammy“-Gewinner Sugar Blue<br />

auf der Bühne stand. Ähnlich wie<br />

Jerry Lee Lewis stand Korn auch<br />

auf, flog stehend mit den Händen<br />

über die Tasten und brachte<br />

so Dynamik in die Runde. Abgeklärter,<br />

musikalisch aber nicht<br />

weniger „temperamentvoll“ kam<br />

Christl in Kombination mit den<br />

Begleitern rüber.<br />

Vom „Honky Tonk Train Blues“,<br />

wo man tatsächlich das Rollen der<br />

Wagen zu hören schien, über „Pinetop´s<br />

Boogie Woogie“ aus den<br />

1920ern und dem New-Orleans-<br />

Klassiker „Iko Iko“ , wo er dem<br />

Publikum zeigte, „wie man dazu<br />

am besten falsch klatschen kann“<br />

plus Ray Charles und Bluesballaden<br />

reichte die Palette – mal<br />

zu zweit, mal zu dritt und zum<br />

Schluss vierhändig am Klavier.<br />

Den passenden Abschluss bot der<br />

stampfende „Bye bye Baby Blues“<br />

- und jeder, der dabei war, dürfte<br />

sich darüber gefreut haben, an<br />

diesem Abend nicht woanders gewesen<br />

zu sein.<br />

Aflo<br />

in seiner Heimat Damaskus unter<br />

lebensgefährlichen Bedingungen<br />

einen Kinderchor geleitet und hat<br />

eine ganz tiefen inneren Bezug<br />

zum Singen und zu der Arbeit mit<br />

Kindern. „Ich möchte mich nicht<br />

Kinderchorleiter nennen, sondern<br />

ein Kind im Chor“, meint der junge<br />

Mann bescheiden. „Und wenn<br />

ich sehe, wie zufrieden die Kinder<br />

sind bei der Probe, dann freut<br />

mich das am meisten.“<br />

Keine Noten,<br />

keine Langeweile<br />

Singen, egal wo und mit wem,<br />

„das ist das Wichtigste.“ Und man<br />

spüre, dass die Kinder einfach<br />

Lust haben zu lernen. „Aber wir<br />

müssen jedes Mal was Neues finden,<br />

damit sie keine Langeweile<br />

haben.“ Vieles laufe in Verbindung<br />

mit aktivem Singen, das hätten er<br />

und Stammen bei einem Kurs in<br />

Münster gelernt. Und die Kinder<br />

müssten keine Noten in der Hand<br />

haben, erzählte Wakeem.<br />

Die Kinder selbst, die finden<br />

den Ansatz einfach nur toll. „Wir<br />

machen zu den Liedern bestimmte<br />

Bewegungen“, beschrieben die<br />

neunjährigen Theresa und Amelie,<br />

wie sie die Stunden erleben.<br />

Zum Abschluss der Stunde<br />

stimmten die Kinder tanzend und<br />

singend das Lied „Wir sind Kinder<br />

einer Welt“an. Elie Wakeem hofft,<br />

dass es bei dieser Kerngruppe<br />

nicht bleibt. „Unsere Türen sind<br />

geöffnet. Jedes Kind ist willkommen.“<br />

Alexander Forié-Albrecht


Nr. 5 vom 30. Januar <strong>2020</strong><br />

Kevelaerer Blatt Seite 5<br />

Poltergeist der politischen Pointe<br />

Wilfried Schmickler plädiert im Kevelaerer Bühnenhaus für kluge Köpfe<br />

Tribute-Konzert für ABBA<br />

Kevelaer. „Täglich, täglich, unbeweglich,<br />

regungslos und nichts<br />

im Sinn, endlos, endlich, unverständlich,<br />

her und hin, unbeweglich<br />

wie ich bin...“. Es ist ein Hagenbuch-Zitat<br />

aus dem Vermächtnis<br />

des Hanns Dieter Hüsch, das<br />

dem geneigten Kabarettbesucher<br />

im zweiten Teil des Programms<br />

„Kein zurück“ die Nähe Wilfried<br />

Schmicklers zu dem Niederrheindichter<br />

plakativ vor Augen führt.<br />

Denn bei vielen Texten, Liedern<br />

und Gedichten, die Schmickler<br />

zuvor im ausverkauften Bühnenhaus<br />

auf Kevelaerer und Konsorten<br />

losgelassen hat, fühlte man<br />

sich an den politischen Hüsch der<br />

frühen Jahre erinnert, bevor sich<br />

dieser mit den vermeintlich einfachen<br />

niederrheinischen Küchenmenschen<br />

wiedervereinigte.<br />

Unbeweglichkeit kann man<br />

Wilfried Schmickler keinesfalls<br />

vorwerfen, schon gar nicht geistige,<br />

dazu analysiert er zu zutreffend<br />

die Asozialität sogenannter<br />

Sozialer Netzwerke und das wahre<br />

Interesse hinter den Datenkraken<br />

wie Google. Hin und her<br />

hetzt er zwischen politischen und<br />

gesellschaftlichen Themen, zeigt<br />

null Toleranz gegen Intoleranz,<br />

wettert wütend gegen alte Betonköpfe<br />

und neue Nazis, wirbt für<br />

offene Grenzen und klare Kante.<br />

Wilfried Schmickler<br />

Das muss man alles erstmal<br />

unter einen Hut, respektive in<br />

einen Kopf kriegen. Schmickler<br />

schafft das und er kriegt‘s auch<br />

wieder raus und in den Raum<br />

und rüber zum Publikum. Mal<br />

böse polternd, mal leise weinend,<br />

mal stolpernd dichtend und mal<br />

frech flötend - aber nie lächerlich.<br />

Am Ende des Programms stellt<br />

man fest, dass man zwei Stunden<br />

politisches Kabarett gesehen hat,<br />

ohne sich ein einziges Mal kaputtgelacht<br />

zu haben, und wahnsinnig<br />

viel von dieser brachialen<br />

Energie eingefangen hat, die Wilfried<br />

Schmickler auszeichnet. Er<br />

ist nicht der Kabarettist der leisen<br />

Zwischentöne, er ist der Poltergeist<br />

der politischen Pointe. Er<br />

haut oft einfach mit der Faust auf<br />

den Tisch, wo andere eben nur<br />

Foto: nick<br />

eine flache oder gar hohle Hand<br />

in petto haben. Trotz aller Polterei<br />

kommt dabei aber auch der poetische<br />

Geist nie zu kurz.<br />

Langer Applaus für zwei Stunden<br />

anständiger Anstrengung, die<br />

zeigt, dass Anständigkeit eben anstrengend<br />

sein kann - aber, wenn<br />

man ganz ehrlich bleibt, auch alternativlos<br />

ist.<br />

Michael Nicolas<br />

Kevelaer. „ABBA – The<br />

Tribute Concert“ kommt am<br />

5. Februar in das Konzerthaus<br />

nach Kevelaer. Mit Waterloo<br />

eroberten ABBA 1974 den<br />

Pop-Olymp, in den darauf<br />

folgenden Jahren schrieben sie<br />

Musikgeschichte. Keine andere<br />

Band schenkte der Welt ein<br />

vergleichbares musikalisches<br />

Gesamtwerk. Das Konzert<br />

fängt die Faszination dieser<br />

Band und der dazugehörigen<br />

Ära ein. In der Tribute-Show<br />

erklingen die großen Hits<br />

detailgetreu, live und dennoch<br />

in musikalischer Studioqualität.<br />

Tickets an allen bekannten<br />

VVK-Stellen sowie direkt vom<br />

Veranstalter unter www.abbathetributeconcert.de<br />

und ab<br />

18.30 Uhr an der Abendkasse.<br />

Infohotline: 0365-5481830.<br />

Foto: Veranstalter<br />

Kinder-Kostüm-Trödel im KUK<br />

Eine Diva mit Stimme<br />

Angelika Milster überzeugte beim Konzert im Bühnenhaus<br />

Angelika Milster<br />

Kevelaer. Vor über 30 Jahren<br />

wurde Angelika Milster mit ihrer<br />

Rolle der „Grizabella“ in dem Musical<br />

„Cats“ mit einem Schlag berühmt.<br />

Ihr Lied „Memories“ - auf<br />

deutsch „Erinnerung“ - war ein<br />

Riesenhit. Danach bearbeitete sie<br />

in den folgenden Jahren immer<br />

wieder verschiedene Fernsehund<br />

Musical-Produktionen und<br />

unterstrich ihren Ruf als gefragte<br />

Musical-Sängerin.<br />

Dass die 62-Jährige kaum etwas<br />

von ihrer Ausstrahlung als Diva<br />

und ihrer Fähigkeit, Menschen<br />

mit ihrer Stimme zu bewegen,<br />

verloren hat, bewies sie vor ausverkauftem<br />

Haus im Bühnenhaus<br />

dem versammelten Publikum.<br />

Dabei setzte die ganz in weiß<br />

gekleidete Chanteuse mit ihrem<br />

Einstiegslied „Ich bin zurück“<br />

gleich ein ganz klares, selbstbewusstes<br />

musikalisches Statement<br />

dafür ab, dass sie noch lange nicht<br />

von der Bildfläche verschwunden<br />

ist. „Ich bin, was ich bin“ unterstrich<br />

sie diese klare Aussage<br />

noch einmal ganz deutlich.<br />

Begleitet wurde sie an diesem<br />

Abend entweder von einem Playback<br />

zusammen mit dem Pianisten<br />

Jürgen Grimm oder solo von<br />

Grimm.<br />

Und bereits im ersten Teil bewies<br />

Milster, über welche Bandbreite<br />

und Repertoire sie heute<br />

noch verfügt. Das reichte von<br />

dem Klassiker „Cabaret“, über<br />

das wunderbar kraftvolle „Big<br />

Spender“ hin bis zu dem wunderbar<br />

schauspielerisch vermittelten<br />

auszukleidenden „Money makes<br />

the world go round“.<br />

Aber auch das modernere Repertoire<br />

des Musicals fand sich<br />

in ihrem Programm wieder – ob<br />

es sich nun um Queens „We will<br />

rock you/We are the champions“<br />

von „einem meiner Lieblingssänger“;<br />

das ABBA-Stück „Der Sieger<br />

hat die Wahl“ oder sogar Udo Lindenbergs<br />

„Hinter dem Horizont“<br />

handelte, wobei diese Interpretationen<br />

im Vergleich mit den Originalen<br />

schon etwas seichter ausfielen.<br />

Mimisch, mit viel Körpereinsatz,<br />

Präsenz auf der Bühne und<br />

Ausdruck in der Stimme gelang es<br />

Milster im Zuge der zwei Stunden,<br />

das Publikum auf die Reise durch<br />

die Melodien mitzunehmen. Richtig<br />

fetzig wurde es mit „Tanz im<br />

Foto: AF<br />

Feuer“ - der deutschen Version<br />

des „Flashdance“-Songs „What a<br />

feeling“ . Und natürlich durfte das<br />

hochemotionale „Erinnerung“ aus<br />

„Cats“ nicht fehlen.<br />

Am Ende stand Elton Johns<br />

„Can´t you feel the love tonight“<br />

aus dem Musical „König der Löwen“<br />

- und die Sängerin beantwortete<br />

die Standing Ovations der<br />

Zuschauer mit einem einfachen<br />

„Ich danke Ihnen ganz herzlich –<br />

auf Wiedersehen.“<br />

Alexander Florié-Albrecht<br />

Meister-<br />

Detektiv tritt<br />

spannendes<br />

Abenteuer an<br />

Erstes KoBü-Flimmern<br />

im neuen Jahr<br />

Kevelaer. Am Freitag, 7. Februar,<br />

findet um 17 Uhr das „Ko-<br />

Bü-Flimmern“ im Konzert- und<br />

Bühnenhaus statt. Das Stadtmarketing<br />

zeigt eine Superspürnase<br />

auf der Leinwand. Ein packendes<br />

Abenteuer, bei dem Pokémon und<br />

Mensch Seite an Seite leben. Hier<br />

kommen kleine und große Kinofans<br />

bei Popcorn und kalten Getränken<br />

auf ihre Kosten.<br />

Superspürnase<br />

Die Geschichte beginnt mit dem<br />

mysteriösen Verschwinden des<br />

Top-Privatdetektivs Harry Goodman.<br />

Daraufhin macht sich sein<br />

21 Jahre alter Sohn Tim auf die<br />

Suche um herauszufinden, was<br />

geschehen ist. Unterstützt wird er<br />

von Harrys früherem Pokémon-<br />

Partner Pikachu. Als sie erkennen,<br />

dass sie auf eine einzigartige<br />

Art und Weise miteinander kommunizieren<br />

können, schließen<br />

sich Tim und Pikachu zusammen<br />

und begeben sich auf ein packendes<br />

Abenteuer, um die geheimnisvollen<br />

Machenschaften zu entwirren.<br />

Auf der Jagd nach Hinweisen<br />

in den Straßen von Ryme City –<br />

einer modernen Metropole, in der<br />

Menschen und Pokémon Seite an<br />

Seite leben, treffen sie auf diverse<br />

Pokémon und versuchen eine<br />

schockierende Verschwörung<br />

aufzudecken. Der Filmtitel darf<br />

aus lizenzrechtlichen Gründen<br />

nicht öffentlich genannt werden.<br />

Eintrittskarten kosten 1 Euro<br />

im Service-Center des Rathauses,<br />

Tel.-Nr.: 02832 / 122-991, oder an<br />

der Tageskasse.<br />

Kevelaer. Am Sonntag, 2.<br />

Februar, von 14 – 17 Uhr, bietet<br />

sich im KUK-Atelier am<br />

Johannes-Stalenus-Platz in<br />

Kevelaer eine tolle Gelegenheit,<br />

Kinder-Kostüme für den<br />

kommenden Karneval oder die<br />

Verkleidungskiste zu ergattern!<br />

„Die Bühnengestalten“ laden<br />

zusammen mit wirKsam e.V.<br />

zum Kinderkostüm-Trödel ins<br />

KUK-Atelier ein. Tanzvermittlerin<br />

und Theaterspielleiterin<br />

Marita Billaudelle bringt eine<br />

vielfältige Auswahl an Einzelstücken<br />

und Gruppenkostümen<br />

für Kinder im Alter von 6 – 10<br />

Jahren aus dem Fundus der<br />

Bühnengestalten mit. Gerne<br />

heißen sie auch weitere Mittrödler*innen<br />

mit selbstgenähten<br />

Kostümen und besonderen<br />

Einzelstücken willkommen. Bei<br />

Interesse einfach eine E-Mail<br />

an info@wirksam-ev.de schicken.<br />

Foto: wirKsam e.V.<br />

Imposante Orgeln am Kapellenplatz<br />

Kevelaer. Am Sonntag, den<br />

09. Februar <strong>2020</strong>, ist es wieder<br />

soweit. Im Rahmen des Jahresprogramms<br />

„Stadtführungen<br />

für Einzelgäste <strong>2020</strong>“ wird der<br />

Fokus dieser Führung ganz<br />

und gar auf die imposanten<br />

Orgeln am Kapellenplatz gerichtet<br />

sein. Gemeinsam mit<br />

dem Basilika-Organisten Elmar<br />

Lehnen und der Gästeführerin<br />

Veronika Hebben besuchen<br />

Teilnehmerinnen und Teilnehmer<br />

die beiden dortigen „Königinnen<br />

der Musikinstrumente“.<br />

Unterwegs erfahren sie viele<br />

geschichtliche und bauliche<br />

Details. Höhepunkt ist die musikalische<br />

Begleitung durch den<br />

bekannten Basilika-Organisten.<br />

Start der Führung ist um 14.30<br />

Uhr vor dem Priesterhaus am<br />

Kapellenplatz. Die Sonderführung<br />

dauert etwa 1 bis 1,5<br />

Stunden. Erwachsene zahlen<br />

6 € pro Person, für Kinder bis<br />

fünf Jahre ist die Teilnahme<br />

kostenlos, der Familienpreis<br />

beträgt pauschal 15 €. Karten<br />

für die beliebte Sonderführung<br />

können vor Ort oder vorab im<br />

Rathaus, Tourismusbüro, erworben<br />

werden.<br />

Foto: Tourismusbüro Kevelaer


Seite 6<br />

Kevelaerer Blatt Nr. 5 vom 30. Januar <strong>2020</strong><br />

Kurz gemeldet<br />

Erbsensuppe<br />

bei der AWO<br />

Kevelaer. Am Samstag, 1. Februar,<br />

findet in den Räumlichkeiten<br />

der Arbeiterwohlfahrt in der<br />

Öffentlichen Begegnungsstätte in<br />

Kevelaer in der Zeit von 11 bis 13<br />

Uhr eine Erbsensuppenausgabe<br />

gegen kleines Entgelt statt.<br />

Nummer gegen<br />

Zeugniskummer<br />

Kevelaer. In diesen Tagen<br />

werden wieder die Halbjahreszeugnisse<br />

an den Schulen ausgegeben.<br />

Die „Nummer gegen<br />

Zeugniskummer“ für Schüler<br />

von Grund-, Haupt- und Förderschulen<br />

ist unter Tel. 02821-85496<br />

am Freitag, 31. Januar, Montag, 3.<br />

Februar, und Dienstag, 4. Februar,<br />

von 9 bis 12 Uhr und von 13 Uhr<br />

bis 15.30 Uhr erreichbar. Pädagogische<br />

Fachkräfte beantworten<br />

Fragen rund ums Thema Zeugnisnoten.<br />

Das Zeugnistelefon<br />

zu Fragen aus den Schulformen<br />

Realschule, Gymnasium, Gesamtschule,<br />

Sekundarschule und Gemeinschaftsschule<br />

sowie Berufskolleg<br />

ist unter Tel. 0211-4754002<br />

erreichbar am Freitag, 31.Januar,<br />

Montag, 3. Februar, und Dienstag,<br />

4. Februar, jeweils von 9 bis 12<br />

Uhr und von 13 bis 15.30 Uhr.<br />

Sozialrechtsberatung im<br />

Mehrgenerationenhaus<br />

Kevelaer. Die Sozialrechtsberatung<br />

des VdK-Kreisverbandes am<br />

Niederrhein für Kevelaer, Uedem<br />

und Weeze, findet am Mittwoch,<br />

5. Februar, und am Mittwoch,<br />

18. Februar, jeweis von 13.30 bis<br />

17.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus<br />

des Caritasverbandes,<br />

Klostergarten 1 in Kevelaer, statt.<br />

Die Besucher der Beratung weren<br />

gebeten, aus organisatorischen<br />

Gründen nicht vor 13.30 Uhr zu<br />

erscheinen.<br />

Sozialtreff zu Hartz IV<br />

und Sozialhilfe<br />

Kevelaer. Am Dienstag, 4. Februar,<br />

findet um 17 Uhr der<br />

Kevelaerer Sozialtreff zu Hartz<br />

4 und Sozialhilfe in der Tagesstätte<br />

zur Krone, Amsterdamer<br />

Straße 4, statt. Moderiert wird<br />

der Sozialtreff von Rechtsanwältin<br />

Lambertz vom Sozialberatungsverein,<br />

beispielsweise zu<br />

Kürzungen der Mietrichtwerte<br />

für die Wohnkosten / Kostensenkungsaufforderungen<br />

und zu den<br />

Möglichkeiten der Vermeidung<br />

von Regelsatzkürzungen. Seit Januar<br />

gibt es neue Mietrichtwerte.<br />

Für manche bisher unangemessene<br />

Wohnung werden damit neue<br />

Spielräume eröffnet. Näheres ist<br />

beim Sozialtreff zu erfahren. Der<br />

Sozialtreff Kevelaer tagt an jedem<br />

ersten Dienstag eines Monats<br />

und richtet sich an alle Menschen,<br />

die von Grundsicherung<br />

leben. Helfende Angehörige oder<br />

Betreuer des „betreuten Wohnens“<br />

sind willkommen. Einzelberatungen<br />

können an diesem<br />

Tag ebenfalls vermittelt werden<br />

und für anwaltliche Fragestellungen<br />

steht eine Rechtsanwältin zur<br />

Verfügung. Wer zum Sozialtreff<br />

nicht kommen kann, kann sich<br />

an die ehrenamtliche Beratung<br />

in Kleve unter Tel. 0178-5292234<br />

wenden oder sich unter www.<br />

kleverland.info informieren.<br />

26 Feuerwehreinsätze in Twisteden in 2019<br />

Löschzug blickt bei Jahreshauptversammlung zurück aufs Jahr und 2.603 Arbeitsstunden<br />

Twisteden. Bereits Mitte Januar<br />

fand die Jahreshauptversammlung<br />

des Löschzuges Twisteden<br />

der Freiwilligen Feuerwehr Stadt<br />

Kevelaer statt. Löschzugführer<br />

Matthias Kaenders eröffnete die<br />

Versammlung wie üblich mit<br />

einem Gedenken an die Verstorbenen.<br />

Im Anschluss daran begrüßte<br />

Kaenders alle Anwesenden,<br />

darunter den Bürgermeister<br />

der Stadt Kevelaer, Dr. Dominik<br />

Pichler, Ortsvorsteher Josef<br />

Kobsch, Ortsvorsteherin Johanna<br />

Ambrosius, die stellvertretenden<br />

Wehrleiter Heinz Tepest und<br />

Klaus Geerissen, Seelsorger Berthold<br />

Steeger, den Leiter des Fachbereichs<br />

2 Ludger Holla, sechs<br />

Kameraden der Ehrenabteilung<br />

sowie 32 Wehrleute der Einsatzabteilung.<br />

In dem Jahresbericht des Wehr-,<br />

Zug- und Schriftführers ließ man<br />

das Jahr Revue passieren. So kam<br />

man zu dem Ergebnis, dass sich<br />

in Twisteden in 2019 glücklicherweise<br />

keine größeren Einsätze<br />

oder Schäden ereigneten, die Anzahl<br />

der geleisteten Stunden jedoch<br />

deutlich gestiegen ist. Die<br />

Bilanz des Löschzuges Twisteden<br />

Bei der JHV des Löschzugs Twisteden gab es Ehrungen und Beförderungen.<br />

Die Ökotrophologin Elisabeth Heekerens hielt einen Vortrag über gesunde Ernährung. Foto: <strong>KB</strong><br />

Keine Erdbeeren an Weihnachten<br />

Die Ökotrophologin Elisabeth Heekerens referierte über<br />

gesunde Ernährung und worauf man lieber verzichten sollte<br />

Kevelaer. Am Mittwoch, 22.<br />

Januar, hielt die Ökotrophologin<br />

Elisabeth Heekerens einen Vortrag<br />

über gesunde Ernährung.<br />

Zahlreiche Senioren versammelten<br />

sich dazu bei Kaffee und Plätzchen<br />

im Gemeindesaal des Generationenhauses<br />

der evangelischen<br />

Kirchengemeide. Die ehrenamtliche<br />

Ernährungsberaterin sprach<br />

über den Stellenwert des Essens<br />

im Leben und informierte über<br />

einen gesunden Lebensstil.<br />

Zunächst betonte sie, wie wichtig<br />

Vollkornbrot sei, da dort wichtige<br />

Vitamine enthalten sind, die<br />

der Körper alle benötige. Deshalb<br />

warnte sie vor Brot, welches<br />

dunkel gefärbt wurde, worin aber<br />

kaum Vollkorn enthalten ist. Sie<br />

riet dazu, den Bäcker darauf anzusprechen<br />

und genauer nachzufragen.<br />

Im nächsten Abschnitt<br />

betonte die Ökotrophologin, dass<br />

Fette zwar wichtig seien, aber wir<br />

Deutschen zu viel davon essen<br />

würden. Eine angemessene Menge<br />

seien 20 bis 25 Gramm Fett pro<br />

Tag, allerdings sei es kaum möglich,<br />

damit auszukommen, da in<br />

„Die gesunde<br />

Ernährung wird mit<br />

dem vielen Trinken<br />

abgerundet.“<br />

Elisabeth Heekerens<br />

vielen Produkten Fette enthalten<br />

sind. Bei hohen Cholesterinwerten<br />

empfiehlt Heekerens, eher<br />

zu Margarine zu greifen als zur<br />

Butter, da diese auf pflanzlichen<br />

und nicht auf tierischen Stoffen<br />

basiert.<br />

Generell riet sie, weniger auf<br />

tierische Produkte zurückzugreifen<br />

und auf die Menge zu achten.<br />

So auch bei Fleisch und Fisch.<br />

Zwar enthielten beide wichtige<br />

Fette und förderten durch Eiweiße<br />

den Muskelaufbau, aber man<br />

solle wegen des hohen Fettanteils<br />

an mindestens zwei bis drei Tagen<br />

darauf verzichten. Auch empfiehlt<br />

die Ökotrophologin, nicht nur<br />

eine Fleischsorte zu konsumieren<br />

und ebenfalls auf die Herkunft<br />

und Fleischstruktur zu achten.<br />

Auch hier schade es nicht, den<br />

Metzger zu fragen.<br />

Heekerens sprach zudem von<br />

dem vermeintlichen Dickmacher,<br />

der Kartoffel, welche aber viel<br />

Vi tamin C enthalte und ebenfalls<br />

den Muskelaufbau fördere.<br />

Bei Obst und Gemüse rät sie, auf<br />

frische Produkte, Herkunft und<br />

die Saison zu achten. Als Beispiel<br />

nannte sie die „Erdbeeren an<br />

Weihnachten“, auf die man verzichten<br />

sollte, da diese außerhalb<br />

der entsprechenden Jahreszeit mit<br />

besonderen Chemikalien behandelt<br />

oder von weit weg eingeflogen<br />

würden.<br />

Abschließend betonte die Ernährungsberaterin:<br />

„Die gesunde Ernährung<br />

wird mit dem vielen Trinken<br />

abgerundet“, wichtig sei aber,<br />

auf Wasser und nicht auf zuckerhaltige<br />

Getränke zurückzugreifen.<br />

Die Senioren, die sich schon während<br />

des Vortrags mit Fragen und<br />

Anregungen intensiv eingebracht<br />

hatten, bekundeten Interesse an<br />

dem Vortrag und bedankten sich<br />

gemeinsam mit Pfarrerin Dembek<br />

bei der Referentin. MaZy, KaiSta<br />

Foto: Feuerwehr<br />

beläuft sich in 2019 auf insgesamt<br />

26 Alarmierungen. Die Anzahl der<br />

geleisteten Einsatz- und Übungsstunden<br />

stieg im Vergleich zum<br />

Vorjahr um fast 1.000 Stunden auf<br />

eine Gesamtzahl von 2.603 Stunden<br />

an. Weitere unzählige Stunden<br />

fielen für Verwaltungsarbeiten,<br />

Aus- und Weiterbildungen<br />

und ehrenamtliche Arbeiten am<br />

und im Gerätehaus an. Als nächstes<br />

standen an diesem Tag dann<br />

einige Beförderungen und Ehrungen<br />

auf der Tagesordnung. Paul<br />

van de Meer wurde nach seiner<br />

Zeit in der Jugendfeuerwehr per<br />

Handschlag als Feuerwehrmann<br />

in die aktive Wehr übernommen.<br />

Miriam Welbers, Philip Winkels,<br />

Mathis Valks, Louis Böskens und<br />

Fabian Hellmanns wurden zum<br />

Feuerwehrmann bzw. zur Feuerwehrfrau<br />

befördert. Michael<br />

Hartmann wurde zum Unterbrandmeister<br />

und Jens Ambrosius<br />

zum Brandmeister befördert.<br />

Die nicht anwesenden Kameraden<br />

Felix Vos (Oberfeuerwehrmann)<br />

und Jürgen Schüller<br />

(Hauptfeuerwehrmann) erhalten<br />

ihre Beförderung im Rahmen<br />

eines Übungsdienstes.<br />

Gegen Ende der Veranstaltung<br />

wurde die Löschzugführung und<br />

der Vorstand neu gegliedert.<br />

Nachdem 2013 die Löschzugführung<br />

um Matthias Kaenders mit<br />

seinen Stellvertretern Hermann<br />

Josef Kaenders und Johannes Cox<br />

gewählt und ins Amt ernannt<br />

wurden, war nach der regulären<br />

Amtszeit von sechs Jahren eine<br />

erneute Anhörung durch den<br />

Wehrleiter Georg Metzelaers erfolgt.<br />

Die beiden Stellvertreter<br />

stellten ihr Amt zur Verfügung<br />

und rückten als Beisitzer in den<br />

Vorstand ein.<br />

Brandoberinspektor Matthias<br />

Kaenders bleibt für weitere sechs<br />

Jahre als Löschzugführer im Amt,<br />

zu seinem Stellvertreter wurde<br />

Brandinspektor Markus Rademacher<br />

ernannt. Feuerwehrmann<br />

Patrick Maas unterstützt zukünftig<br />

als Schriftführer und Kassierer<br />

den nun neun Mann starken Vorstand<br />

des Löschzuges.<br />

Alle Kameradinnen und Kameraden<br />

sowie die geladenen Gäste<br />

gratulierten den geehrten Mitgliedern<br />

recht herzlich und ließen<br />

den Abend im Anschluss gemeinsam<br />

gesellig ausklingen.<br />

Über vier Jahre Haft wegen<br />

des bewaffneten Handels<br />

mit Betäubungsmitteln<br />

Urteil im Drogenprozess gefallen<br />

kevelaer. Im Drogenprozess<br />

gegen ein Paar aus Kevelaer hat<br />

das Klever Landgericht gestern<br />

einen 30-jährigen Mann wegen<br />

des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln<br />

und des bewaffneten<br />

Handels mit Betäubungsmitteln<br />

in nicht unerheblicher<br />

Menge zu einer Freiheitsstrafe<br />

von vier Jahren und sechs Monaten<br />

verurteilt.<br />

Geldbuße für die Freundin<br />

Die 25-jährige Frau muss wegen<br />

Beihilfe eine Geldbuße von<br />

insgesamt 110 Tagessätzen zu je<br />

10 Euro zahlen. Das Gericht sah<br />

es als erwiesen an, dass der Beschuldigte<br />

zwischen Ende 2018<br />

und dem 2. Mai letzten Jahres in<br />

einer dazu gezielt angemieteten<br />

Doppelhaushälfte in Winnekendonk<br />

eine professionelle Marihuanaplantage<br />

mit betrieben hat.<br />

Die Staatsanwaltschaft hatte eine<br />

Erntemenge von 22 Kilogramm<br />

benannt.<br />

Erschwerend kam hinzu, dass<br />

der junge Mann in der Wohnung<br />

seiner Freundin am Herbergskesweg<br />

in Kevelaer Drogen und mehrere<br />

Waffen deponiert hatte und<br />

die Drogen privat verkauft habe.<br />

Zu seinen Gunsten wertete<br />

das Gericht, dass er die Existenz<br />

der Plantage selbst bei der Polizei<br />

angezeigt und den Hauptangeklagten<br />

selbst mit ans Messer<br />

geliefert hat. „Ohne ihn säßen<br />

wir nicht hier und würden andere<br />

Dinge tun“, hatte sein Anwalt im<br />

Schlussplädoyer dazu ausgeführt.<br />

Der Mann war im November 2019<br />

zu einer dreijährigen Freiheitsstrafe<br />

verurteilt worden (das <strong>KB</strong><br />

berichtete). Die Freundin habe<br />

einmal auf der Plantage Pflanzen<br />

mit aufgerichtet. Da könne man<br />

von einem Beihilfetatbestand<br />

sprechen. Sie habe aber ansonsten<br />

den Handel nicht aktiv unterstützt,<br />

meinte das Gericht: Die<br />

Tatsache, dass die Drogen vom<br />

Lebenspartner in dem Haus am<br />

Herbergskesweg deponiert waren,<br />

sei letztendlich nicht als Beihilfe<br />

auszulegen.<br />

Der Angeklagte hatte den eigenständigen<br />

Handel mit Drogen gestanden,<br />

um als selbst Abhängiger<br />

den Privatkonsum finanzieren zu<br />

können. Daneben waren in der<br />

Wohnung der Lebensgefährtin<br />

mehrere Waffen gefunden worden,<br />

weswegen das Gericht das<br />

als „bewaffneten Handel mit Betäubungsmitteln“<br />

wertete.<br />

Hinsichtlich der Plantage hatte<br />

der 30-Jährige gestanden, mal<br />

Lichter aufgestellt zu haben, dort<br />

Türen ausgewechselt und Equipments<br />

transportiert zu haben. Das<br />

Gericht sah eine aktivere Rolle als<br />

„Mittäter“ an. Er habe der Polizei<br />

nur von der Plantage erzählt, weil<br />

er von dem Täter und einem gewissen<br />

„Mario“ als Drahtzieher<br />

wohl bedroht worden sei, nachdem<br />

Unbekannte die Marihuanapflanzen<br />

aus dem Haus entfernt<br />

hatten.<br />

Zwei Jahre in eine<br />

Entziehungsanstalt<br />

Der 30-Jährige soll auf Anweisung<br />

des Gerichts für zwei Jahre<br />

in eine Entziehungsanstalt kommen.<br />

Bei erfolgreicher Therapie<br />

könne man unter Anrechnung<br />

der U-Haft die Reststrafe möglicherweise<br />

zur Bewährung aussetzen,<br />

deutete der zuständige Richter<br />

an. Ein Gutachter hatte zuvor<br />

von einem „Therapiewillen“ des<br />

Mannes gesprochen.<br />

Alexander Florié-Albrecht


Nr. 5 vom 30. Januar <strong>2020</strong><br />

Kevelaerer Blatt Seite 7<br />

Neue Aufgabe am gleichen Ort<br />

Birgit Vos ist nach Hildegard Holtmann die neue Leiterin des St. Antonius-<br />

Kindergartens in Kevelaer und kennt sich hier bereits bestens aus<br />

v.l.: Noel, Emilian, Birgit Vos, Emilia<br />

Kevelaer. Ein neues Gesicht<br />

gibt es im Kevelaerer St. Antonius-Kindergarten<br />

zwar nicht,<br />

aber eine neue Leitung. Denn<br />

auch hier gibt es, wie im St. Marien-Kindergarten<br />

(das <strong>KB</strong> berichtete),<br />

einen Leitungswechsel. Am<br />

kommenden Samstag übernimmt<br />

Birgit Vos den Leitungsstab aus<br />

den Händen von Hildegard Holtmann.<br />

„Damit trete ich bereits das<br />

zweite Mal in die Fußstapfen meiner<br />

Vorgängerin“, berichtet die<br />

angehende Leiterin, die bereits<br />

seit 1994 zum Erzieher-Team des<br />

St. Antonius-Kindergartens gehört.<br />

Damals kam sie als frisch gebackene<br />

Erzieherin in die Einrichtung<br />

- und blieb. „Irgendwie fühlte<br />

ich mich von Anfang an hier<br />

zu Hause“, gibt sie unumwunden<br />

zu. Bereits zwei Jahre später<br />

wurde sie als Gruppenleiterin<br />

eingesetzt. „Diese übernahm ich<br />

von Hildegard Holtmann, die zu<br />

diesem Zeitpunkt die Kindergartenleitung<br />

übernahm“, erklärt die<br />

Mutter eines Sohnes und zweier<br />

Pflegekinder.<br />

Schon ziemlich früh war der<br />

engagierten Erzieherin und zukünftigen<br />

Leiterin klar, dass sie<br />

später mal irgendetwas mit Kindern<br />

machen möchte. „Wie junge<br />

Mädchen halt so sind“, beschreibt<br />

die jugendlich wirkende Frau<br />

mit einem Schmunzeln. Babysitter-Dienste,<br />

Ferienbetreuung<br />

im Amelandlager, Messdienerbetreuung<br />

bestätigen ihren Berufswunsch<br />

zunehmend. Zusätzlich<br />

war es ihr damals schon sehr<br />

wichtig, im kirchlich sozialen<br />

Dienst zu arbeiten. „Und da waren<br />

mir meine Eltern ganz starke<br />

Vorbilder“, betont die 47-jährige<br />

gebürtige Kevelaererin, die sich in<br />

der St. Marien-Pfarrgemeinde als<br />

Pfarrcaritas-Vorsitzende, Kommunionhelferin<br />

und Lektorin engagiert.<br />

Aus diesem tiefen Glauben<br />

heraus schöpft sie Kraft für ihre<br />

Arbeit als Erzieherin. Mehr noch.<br />

Im katholisch geprägten St. Antonius-Kindergarten<br />

kann und<br />

darf sie ihren Glauben mit den<br />

Kindern teilen. „Wenn man Kindern<br />

Geschichten von Jesus erzählt,<br />

dann kommen sie von ganz<br />

alleine auf Gott zu sprechen“, berichtet<br />

Birgit Vos, die es als Aufgabe<br />

sieht, allen Kindern den<br />

Glauben zu vermitteln, mit ihnen<br />

den Jahreskreis zu durchleben.<br />

Foto: HvL<br />

„Ich habe aber Unterstützung<br />

von einem<br />

ganz tollen und engagierten<br />

Kollegenteam.“<br />

Birgit Vos<br />

„Wir betrachten die Feste, seien es<br />

Weihnachten, Ostern, Pfingsten<br />

und viele weitere Tage mit einem<br />

anderen Blick“, erklärt sie weiter.<br />

Als sie zur Nachfolgerin von<br />

Hildegard Holtmann ernannt<br />

wurde, empfand sie tiefen Respekt<br />

für die Arbeit ihrer Vorgängerin,<br />

fühlte sich aber auch geehrt, diese<br />

Aufgabe übernehmen zu dürfen.<br />

„Ich trete damit das zweite<br />

Mal in sehr positive Fußstapfen<br />

meiner Vorgängerin“, betont eine<br />

kinderliebe Birgit Vos, die zusätzlich<br />

eine Fachausbildung zur Alltagsintegrierten<br />

Sprachförderung<br />

absolviert hat. Diese Sprachförderung<br />

kommt einmal wöchentlich<br />

Mittel- und Vorschulkindern<br />

zugute.<br />

Behutsam durfte sich Birgit Vos<br />

auf ihre neue Arbeit vorbereiten.<br />

„Ich konnte Hildegard Holtmann<br />

ein halbes Jahr lang über<br />

die Schulter schauen und mich so<br />

mit der neuen Aufgabe vertraut<br />

machen“, berichtet Vos, dankbar<br />

für diese Möglichkeit. Aber auch<br />

als zukünftige Leiterin möchte<br />

sie weiterhin für die 112 Hasen-,<br />

Mäuse-, Schmetterling-, Sonnenschein-<br />

und Regenbogenkinder da<br />

sein, sie begleiten in den nächsten<br />

Lebensabschnitt, Projekte für und<br />

mit den Kindern verwirklichen<br />

und auf den Weg bringen. „Ich<br />

habe aber Unterstützung von<br />

einem ganz tollen und engagierten<br />

Kollegenteam“, versichert die<br />

neue Leiterin, die in ihrer knapp<br />

bemessenen Freizeit gerne als<br />

Joggerin oder als Fahrradfahrerin<br />

unterwegs ist oder, als Kind der<br />

1980er Jahre, gerne Rockkonzerte<br />

oder auch Festivals besucht.<br />

„Ja, man kann Kirche und das<br />

reale Leben sehr gut miteinander<br />

verbinden“, betont der Familienmensch<br />

mit fester Stimme. Nein,<br />

ein anderes Leben käme für die<br />

Leitung des St. Antonius-Kindergartens<br />

nicht in Frage. Birgit<br />

Vos freut sich auf ihre zukünftige<br />

Arbeit.<br />

Hildegard van Lier<br />

Eine stimmungsvolle Party im Achterhoek<br />

Spektakuläre Tänze, gute Redner und tolle Stimmung kennzeichneten die<br />

diesjährige Kappensitzung der Achterhoeker Karnevalsgesellschaft<br />

Achterhoek. Am Ende der<br />

über vierstündigen Party tanzten<br />

die Beteiligten der Show mit den<br />

Gästen vor und auf der Bühne<br />

ausgelassen zur DJ-Musik und beschlossen<br />

einen Abend mit ganz<br />

viel Lebensfreude und abwechslungsreichen<br />

Beiträgen. „Das ist<br />

eine große Gemeinschaft hier.<br />

Allein könnten wir das alles hier<br />

wirklich nicht stemmen“, unterstrich<br />

der Präsident der Achterhoeker<br />

Karnevalsgesellschaft<br />

(AKG), Johannes Otten, wie wertvoll<br />

die Teilnahme der anderen<br />

Vereine bei der Gestaltung der<br />

Sitzung ist. „Dadurch wird es einfach<br />

abwechslungsreicher.“ Zuvor<br />

hatten zahlreiche Tanzgruppen,<br />

Bauchredner, Gastredner, Prinzenpaare<br />

und ihre Garden ein<br />

Feuerwerk an guter Laune auf die<br />

Bühnenbretter gebracht – passend<br />

zum Motto „Der AKG gern<br />

unterhält, im Achterhoek die Narrenwelt.“<br />

Moderiert wurde das Ganze<br />

erneut von Michael Lindemans<br />

und Isabell Eickhoff, deren Vater<br />

Thomas später von der Prinzengarde<br />

Goch für seine 14-jährige<br />

Tätigkeit als Moderator der Veranstaltung<br />

mit einem Orden geehrt<br />

wurde. Und noch während<br />

sich deren Tanzgruppe formierte,<br />

überreichte ihm Johannes Otten<br />

seitens der AKG noch einen Dankes-Eierlikör<br />

und eine Urkunde.<br />

„Ich war letztes Jahr ja krank,<br />

da haben sie es schon super gemacht“,<br />

freute sich der Vater über<br />

Spektakuläre Tanzdarbietungen bildeten Höhepunkte der Kappensitzung.<br />

Mehr Fotos auf www.kevelaerer-blatt.de! Foto: AF<br />

die zu Beginn noch etwas vorsichtig<br />

agierende, im weiteren Verlauf<br />

aber immer souveräner werdende<br />

Tochter als Nachfolgerin.<br />

Den Schwerpunkt der Veranstaltung<br />

bildeten die teilweise<br />

sehr spektakulären Tanzdarbietungen<br />

der diversen Gruppen,<br />

wobei die „Teenies“ des VFR, die<br />

„Seemann“-Show der AKG-Showtanz-Gruppen<br />

und die Zirkusnummer<br />

der VFR-Showgirls ein<br />

wenig herausragten. Aber auch<br />

die „Jelly‘s“ Hartefeld mit ihrer<br />

starken „Indianer“-Tanznummer,<br />

die KKG Kapellen und Rot-Weiß<br />

Veert unterstrichen mit ihren<br />

Darbietungen, dass auch sie in<br />

Sachen Tanz und Dynamik eine<br />

ganze Menge zu bieten haben.<br />

Vor allem das Kapellener Dreigestirn<br />

und der Tanz ihrer Garde mit<br />

„Eine Woche wach“ und „Komm,<br />

halt die Welt an“ mit verschiedenen<br />

kleinen Globusbällen schlugen<br />

irgendwo auch die Brücke zu<br />

einem zentralen Thema unserer<br />

heutigen Zeit.<br />

Der AKG-„Rollator-Tanz“<br />

brachte fünf „ältere Herrschaften“<br />

auf die Bühne, die später ohne<br />

große Einschränkungen die Bühne<br />

mit Bewegung erfüllten. Auch<br />

die Jugend durfte zeigen, was sie<br />

kann – so wie die Minis der KKG<br />

Geldern und die AKG-Kids, die<br />

mit einem unterhaltsamen Schulsketch<br />

die Lachmuskeln der „großen“<br />

Karnevalisten in Wallung<br />

brachten.<br />

Als Zugabe gingen sie anschließend<br />

mit Fragen wie „Was macht<br />

eine Nonne mit dem Priester in<br />

der Kabine?“ oder „Warum benutzen<br />

Beamte keine Taschentücher?“<br />

ins Publikum. Logischerweise<br />

waren die Antworten „Ein<br />

Kaffeekränzchen“ und „Weil da<br />

‚Tempo‘ draufsteht.“ Als „Trostpreis“<br />

für die Ratenden gab‘s eine<br />

kleine Bibel und Taschentücher.<br />

Der junge Bauchredner Daniel<br />

Stippel aus Ginderich kam mit<br />

dem Anspruch, „das Niveau zu<br />

senken, damit die anderen besser<br />

rüberkommen.“ Er überraschte<br />

mit seinen liebevollen Figuren<br />

wie dem „Adler“ und so cleveren<br />

Scherzen wie „Ich wollte einen<br />

Bahnwitz vortragen, war aber<br />

nicht sicher, ob er ankommt“,<br />

„Alle elf Minuten nehme ich ein<br />

neues Getränk – ich barshippe<br />

jetzt“ oder den über die Prostituierte,<br />

die „für 30 Euro alles macht“<br />

- in dem Fall war es „am Wochenende<br />

Laminat verlegen.“<br />

Und dass die Tradition des<br />

„klassischen“ Redners auch im<br />

Achterhoek noch nicht ausgestorben<br />

ist, zeigten die Beiträge<br />

vom Franz Dahmen als „Metzger<br />

mit Leib und Seele“ und der wie<br />

immer feinsinnige Vortrag des<br />

hanseatisch sprechenden „Referendars“<br />

Georg Werner aus Winnekendonk.<br />

aflo<br />

Eine Kolumne<br />

mit Gedichten von<br />

Monika Behrens<br />

und Fotos von<br />

Wolfgang Deselaers.<br />

Kurz gemeldet<br />

Der Zeuge<br />

Hin krachend<br />

überstürzend<br />

nur im Sein,<br />

will alles Neue<br />

überbordend sein.<br />

Bildgedanken<br />

Der alte Baum<br />

seufzt müde<br />

bei der Schau,<br />

er weiß es seit<br />

Jahrzehnten doch genau.<br />

Der Mensch strebt<br />

nur nach neuer,<br />

frischer Macht.<br />

So hat er es doch<br />

immer schon gemacht.<br />

Der Baum, er blieb<br />

als Einziger bestehn.<br />

Und konnt‘ Verfall<br />

und Wiederaufbau<br />

sehn.<br />

Stadtführung zum Internationalen Frauentag<br />

Kevelaer. Passend zum Internationalen Frauentag lädt die Gleichstellungsbeauftragte<br />

in Kooperation mit der Abteilung „Tourismus<br />

& Kultur“ der Wallfahrtsstadt Kevelaer zur Stadtführung „Frauen<br />

in Kevelaer – vorgestern, gestern und heute“ ein. Diese beginnt am<br />

Sonntag, 8. März, um 14.30 Uhr vor dem Priesterhaus, Kapellenplatz<br />

35, Kevelaer. Im Anschluss gibt es für den geselligen Ausklang Kaffee<br />

und Kuchen im Goldenen Löwen.<br />

Der Preis für die Veranstaltung beträgt 10 Euro pro Person. Anmeldungen<br />

sind bis spätestens 28. Februar zu richten an die Abteilung<br />

„Tourismus & Kultur“ der Wallfahrtsstadt Kevelaer, Peter-Plümpe-Platz<br />

12, Tel. 02832/122-991. Für weitere Fragen, auch zum Thema<br />

Gleichstellung, steht die Gleichstellungsbeauftragte Christiane Peulen,<br />

Tel. 02832/122-567, gerne zur Verfügung.<br />

VRR plant Umbruch im<br />

Tarifsystem<br />

Die Fahrten sollen günstiger werden<br />

Kevelaer. Das Tarifsystem des<br />

Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr<br />

(VRR) steht vor einem Umbruch.<br />

Voraussetzung ist, dass die Bundesregierung<br />

die nötigen Mittel<br />

bereitstellt. Nachdem schon lange<br />

über den Ausbau des Schienennetzes<br />

und die Anschaffung neuer<br />

Züge gesprochen wurde, wird<br />

es nun bei der Neugestaltung der<br />

Fahrpreise konkret. Künftig soll<br />

es ein günstiges und verständliches<br />

Preissystem geben mit<br />

folgenden Preisen für ein Einzelticket:<br />

Stadt/Kreis: 2 Euro; Verbund:<br />

4 Euro. Im Abonnement<br />

sollen folgende Preise gelten:<br />

Stadt/Kreis: 50 Euro/Monat; Verbund:<br />

80 Euro/Monat.<br />

So wird künftig etwa eine Fahrt<br />

von Kleve nach Düsseldorf 4 Euro<br />

kosten, bislang wurden 15,70<br />

Euro fällig. Eine Fahrt von Geldern<br />

nach Kleve kostet künftig 2<br />

Euro anstatt 12,80 Euro.<br />

Das neue Tarifmodell befindet<br />

sich zurzeit noch in der Planung.<br />

Finanziert werden soll dies durch<br />

die Klimaschutzmittel des Bundes.<br />

Vertreterinnen und Vertreter<br />

des VRR, darunter auch Landrat<br />

Wolfgang Spreen, haben sich Mitte<br />

Januar in einem Schreiben an<br />

Bundesverkehrsminister Scheuer<br />

gewandt und um Unterstützung<br />

bei dem Vorhaben geworben.<br />

Barbara Hendricks, SPD-Bundestagsabgeordnete<br />

für den Kreis<br />

Kleve teilte dazu mit: „Die vielen<br />

Gespräche mit dem VRR haben<br />

sich gelohnt. Das neue Tarifsystem<br />

wäre ein Segen für die<br />

vielen Menschen im Kreis Kleve,<br />

die schon jetzt auf die Bahn setzen.<br />

Die Kosten für die Mobilität<br />

würden deutlich sinken, der RE10<br />

würde als Alternative zum Auto<br />

sehr attraktiv werden. Selbstverständlich<br />

müssen wir dann auch<br />

die entsprechenden Kapazitäten<br />

an Zügen haben und ohne ein<br />

modernes Schienennetz geht gar<br />

nichts. Hier sind jetzt Nord-West-<br />

Bahn und die DB AG gefragt.“


Seite 8<br />

Kevelaerer Blatt Nr. 5 vom 30. Januar <strong>2020</strong><br />

Anzeigen<br />

Amtliche Bekanntmachungen<br />

Bekanntmachung - Bauleitplanung der Wallfahrtsstadt Kevelaer<br />

Bebauungsplan Kevelaer Nr. 89 (Wohngebiet Hubertusstraße)<br />

Satzungsbeschluss gemäß § 10 Baugesetzbuch (BauGB)<br />

Der Rat der Wallfahrtsstadt Kevelaer hat am 19.12.2019 den Bebauungsplan<br />

Kevelaer Nr. 89 (Wohngebiet Hubertusstraße) gemäß § 10 Baugesetzbuch<br />

(BauGB) als Satzung sowie die dazugehörende Entwurfsbegründung gemäß § 9<br />

Abs. 8 BauGB als Entscheidungsbegründung beschlossen.<br />

Der räumliche Geltungsbereich des Bebauungsplans umfasst in der Gemarkung<br />

Kevelaer, Flur 8, die Flurstücke 5, 520 (teilweise), 612, 613, 614, 615, 616, 683<br />

und 684. Die geometrisch eindeutige Abgrenzung des Planbereichs wird durch<br />

die Grenzen des Bebauungsplans bestimmt.<br />

Der Bebauungsplan Kevelaer Nr. 89 (Wohngebiet Hubertusstraße) kann mit der<br />

dazugehörenden Begründung ab sofort im Rathaus der Wallfahrtsstadt Kevelaer,<br />

Peter-Plümpe-Platz 12, 47623 Kevelaer, Abteilung 2.1 ‚Stadtplanung’, 4.<br />

Stockwerk, Zimmer 412, während der Dienststunden (montags bis donnerstags<br />

9:00 Uhr - 12:00 Uhr und 14:00 Uhr - 16:00 Uhr sowie freitags 9:00 Uhr -<br />

12:00 Uhr) von jedermann eingesehen werden. Über den Inhalt des Plans und<br />

der Begründung wird auf Verlangen Auskunft gegeben.<br />

Bekanntmachungsanordnung<br />

Der Satzungsbeschluss des Rates der Wallfahrtsstadt Kevelaer, Ort und Zeit<br />

der Auslegung sowie die nachstehenden Hinweise zum Bebauungsplan Kevelaer<br />

Nr. 89 (Wohngebiet Hubertusstraße) werden hiermit gemäß § 10 Abs. 3<br />

BauGB öffentlich bekannt gemacht.<br />

Der Bebauungsplan Kevelaer Nr. 89 (Wohngebiet Hubertusstraße) tritt mit<br />

dieser Bekanntmachung in Kraft.<br />

Hinweise<br />

Gemäß § 44 Abs. 3 Satz 1 und 2 BauGB kann der Entschädigungsberechtigte<br />

eine Entschädigung verlangen, wenn die in den §§ 39 bis 42 BauGB bezeichneten<br />

Vermögensnachteile eingetreten sind. Er kann die Fälligkeit des Anspruchs<br />

dadurch herbeiführen, dass er die Leistung der Entschädigung schriftlich bei<br />

dem Entschädigungspflichtigen beantragt. Ein Entschädigungsanspruch erlischt<br />

nach § 44 Abs. 4 BauGB, wenn nicht innerhalb von drei Jahren nach Ablauf des<br />

Kalenderjahres, in dem die in Abs. 3 Satz 1 bezeichneten Vermögensnachteile<br />

eingetreten sind, die Fälligkeit des Anspruchs herbeigeführt wird.<br />

Eine nach § 214 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3 BauGB beachtliche Verletzung der<br />

dort bezeichneten Verfahrens- und Formvorschriften, eine unter Berücksichtigung<br />

des § 214 Abs. 2 beachtliche Verletzung der Vorschriften über das Verhältnis<br />

des Bebauungsplans und des Flächennutzungsplans sowie nach § 214<br />

Abs. 3 Satz 2 beachtliche Mängel des Abwägungsvorgangs werden unbeachtlich,<br />

wenn sie nicht innerhalb eines Jahres seit Bekanntmachung des Flächennutzungsplans<br />

und der Satzungen schriftlich gegenüber der Wallfahrtsstadt<br />

Kevelaer unter Darlegung des die Verletzung begründenden Sachverhalts<br />

geltend gemacht worden sind.<br />

Eine Verletzung von Verfahrens- oder Formvorschriften der Gemeindeordnung<br />

für das Land Nordrhein-Westfalen beim Zustandekommen dieser Satzung kann<br />

nach Ablauf eines Jahres seit dieser Bekanntmachung nicht geltend gemacht<br />

werden, es sei denn<br />

a) eine vorgeschriebene Genehmigung fehlt oder ein vorgeschriebenes<br />

Anzeigeverfahren wurde nicht durchgeführt,<br />

b) die Satzung ist nicht ordnungsgemäß öffentlich bekannt gemacht worden,<br />

c) der Bürgermeister hat den Satzungsbeschluss vorher beanstandet oder<br />

d) der Form- oder Verfahrensmangel ist gegenüber der Wallfahrtsstadt<br />

Kevelaer vorher gerügt und dabei die verletzte Rechtsvorschrift und die<br />

Tatsache bezeichnet worden, die den Mangel ergibt.<br />

Kevelaer, 22.01.<strong>2020</strong><br />

Der Bürgermeister<br />

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Noch werden Bretter statt Brot geschnitten. Doch der Junior-<br />

Chef (hinten) ist optimistisch, dass zur Wiedereröffnung am 5.<br />

Februar das Café Vloet in neuem Glanz erstrahlt. Foto: CS<br />

Es wird gemütlicher<br />

Das Café Vloet wird renoviert<br />

Kevelaer. Noch wird fleißig gesägt,<br />

gehämmert und gestrichen<br />

im Café Vloet. Das Hauptgeschäft<br />

an der Basilikastraße 54-56 ist seit<br />

Anfang des Jahres eine einzige<br />

Baustelle. Doch bis nächsten Mittwoch<br />

soll alles fertig sein.<br />

„Nach über 30 Jahren war eine<br />

Renovierung überfällig“, erklärt<br />

Manuel Vloet. „Es gab auch nur<br />

wenige Sitzgelegenheiten, und<br />

wenn man länger saß, wurde es<br />

einem kalt.“ Dank eines neuen<br />

2-Wege-Klimasystems und Doppelverglasung<br />

sei dies künftig<br />

nicht mehr der Fall. „Es wird gemütlicher“,<br />

verspricht der Junior-<br />

Chef. „Alleine im unteren Bereich<br />

gibt es dann rund 24 Sitzgelegenheiten.<br />

Durch den Einsatz eines<br />

Schiebefensters säßen die Kunden<br />

zudem „drinnen draußen.“ Eine<br />

Etage höher ginge es künftig flexibel<br />

zu. Hier könne auch mal der<br />

ganze Bereich für Festlichkeiten<br />

oder Tagungen genutzt werden.<br />

Für die Umbaumaßnahmen<br />

habe das Familienunternehmen<br />

tief in die Tasche gegriffen. „Wir<br />

wollen das Handwerk nach vorne<br />

bringen“, sagt Vloet. Alles solle<br />

sich im neuen Café in Ruhe entwickeln<br />

können. „Alleine das Frühstück<br />

wird schon zum Erlebnis“,<br />

ist sich der Bäckermeister sicher<br />

und verweist unter anderem auf<br />

eine Müslibar. Der Kunde könne<br />

sich alles an der Theke selber zusammenstellen<br />

und sich danach<br />

ein schönes Plätzchen suchen.<br />

Und durch den Einsatz eines Abräumwagens<br />

sei auch das Wegräumen<br />

schneller erledigt.<br />

Zusammen mit seinen sieben<br />

Angestellten ist Manuel Vloet ab<br />

Mittwoch, 5. Februar, wieder für<br />

seine Kunden da. Ein buntes Programm<br />

gibt es zur Neueröffnung<br />

nicht. „Bei einem Gläschen Sekt<br />

werden wir einfach unsere neu<br />

gestalteteten Räumlichkeiten den<br />

Kunden vorstellen.“<br />

Einen größeren Papierkorb<br />

werden diese in der renovierten<br />

Bäckerei trotz vermehrtem<br />

Papieraufkommen jedoch vergebens<br />

suchen. „Die Bonpflicht ist<br />

absolut überflüssig“, ärgert sich<br />

Vloet dennoch. „Wir hauen locker<br />

vier Rollen am Tag durch. Dabei<br />

haben wir längst den virtuellen<br />

Bon und der ist jederzeit am PC<br />

abrufbar.“<br />

Christian Schmithuysen<br />

Norditalienische<br />

Seenvielfalt lockt<br />

Mitte April<br />

Kreis Kleve. Die VHS bietet<br />

eine Studienreise unter dem Motto<br />

„Norditalienische Seenvielfalt“<br />

an. Sie findet vom 19. bis zum 26.<br />

April statt.<br />

Die norditalienischen Seen erwarten<br />

die Teilnehmer mit kleinen<br />

bunten Fischerdörfern, historischen<br />

Städtchen, prächtigen<br />

Villen und Burgen, idyllischen<br />

Buchten, malerischen Uferpromenaden<br />

und einer üppig-mediterranen<br />

Pflanzenwelt. All dies spiegelt<br />

sich in den glitzernden Wasseroberflächen<br />

wider.<br />

In Kontrast dazu stehen die<br />

schneebedeckten Berge und die<br />

kargen Felswände, die die Seen<br />

im Norden einrahmen. Auf ihrer<br />

Reise entdecken die Teilnehmenden<br />

die Vielfalt dieser Region, die<br />

sich über die Provinzen Trentino,<br />

Veneto, Lombardei und Piemont<br />

erstreckt.<br />

Die Reisegruppe kann sich<br />

außerdem von der Schönheit des<br />

faszinierenden Gardasees, des<br />

prächtigen Lago Maggiores, des<br />

romantischen Comer Sees sowie<br />

des mondänen Luganer Sees beeindrucken<br />

lassen.<br />

Nähere Informationen zu der<br />

Reise gibt es in der VHS-Geschäftsstelle<br />

Goch, unter Telefon:<br />

02823/973113.


Nr. 5 vom 30. Januar <strong>2020</strong><br />

Kevelaerer Blatt Seite 9<br />

Ruhend und fließend...<br />

Fortsetzung Stadtentwicklungsausschuss: Sondernutzung und Verkehrsgutachten<br />

Kevelaer. Die Einzelhändler<br />

hatten eine Aufweichung der<br />

Sondernutzungssatzung gefordert,<br />

weil sie befürchten, sollte die<br />

Satzung irgendwann tastächlich<br />

angewandt werden, würde ihnen<br />

dadurch die Existenzgrundlage<br />

entzogen (das <strong>KB</strong> berichtete). Die<br />

Christdemokraten mochten daher<br />

dem Verwaltungsvorschlag<br />

einer Beschlussfassung gemäß<br />

der strengen Satzung nicht folgen.<br />

„Wir wollen Kontakt mit dem<br />

Antragsteller aufnehmen“, sagte<br />

Paul Schaffers und meldete „Beratungsbedarf“<br />

an.<br />

Dem allgemein üblichen Procedere,<br />

die Beschlussfassung in<br />

die nächste Sitzung zu schieben,<br />

schlossen sich die anderen Fraktionen<br />

mehr oder weniger begeistert<br />

an. Heinz-Josef van Aaken<br />

(<strong>KB</strong>V) setzt auf die Kaufleute:<br />

„Wir haben Leute im neuen Wirtschafts-<br />

und Verkehrsverein, die<br />

das schon hinbekommen.“ „Kein<br />

Vertrauen in die Geschäftsleute“<br />

hat Wolfgang Röhr (Grüne). „Wir<br />

sind der Meinung: Die Dinger stören“,<br />

sagte er angesichts der zahlreichen<br />

Kundenstopper und Warenpräsentationen.<br />

Aber da die<br />

Anwendung der Satzung als Zugeständnis<br />

an die Händler an der<br />

Hauptstraße wegen des dortigen<br />

Umbaus ohnehin bislang noch nie<br />

kontrolliert wurde, könne man<br />

jetzt „auch noch ein paar Wochen<br />

warten“.<br />

Bürgermeister Dominik Pichler<br />

erinnerte abschließend noch einmal<br />

an das einstimmige Votum<br />

des Gestaltungsbeirates in dieser<br />

Sache und an die Worte des<br />

Vorsitzenden<br />

Franz<br />

Pesch: „Die<br />

Leute kommen<br />

nicht<br />

wegen der<br />

Kundenstopper<br />

in<br />

die Innenstadt.“<br />

Die<br />

Beschlussfassung<br />

wurde einstimmig<br />

in<br />

die kommende<br />

Sitzung<br />

verschoben.<br />

Verkehrsgutachten<br />

Der Peter-Plümpe-Platz in den Varianten 2-4.<br />

Grafik: „stadtVerkehr“<br />

Breiten Raum nahm in der Sitzung<br />

des Ausschusses für Stadtentwicklung<br />

und Wirtschaftsförderung<br />

auch die Vorstellung<br />

des Verkehrsgutachtens ein, das<br />

die Auswirkungen der aus der<br />

Bürgerbeteiligung resultierenden<br />

fünf Strukturvarianten zur<br />

Umgestaltung des Peter-Plümpe-<br />

Platzes bezüglich des fließenden<br />

und ruhenden Verkehrs bewertet.<br />

Grundlage waren Erhebungen<br />

in der Innenstadt an einem Donnerstag<br />

und einem Freitag sowie<br />

eine Haushaltsbefragung. Außerdem<br />

wurden in allen Varianten<br />

die Parkplätze im Umfeld (bis 400<br />

m) einbezogen an den Straßenflanken<br />

im unmittelbaren Umfeld<br />

(Annastraße, Busmannstraße,<br />

Marktstraße) herausgenommen.<br />

Demzufolge sind die Auswirkungen<br />

auf den fließenden Verkehr<br />

in der Variante 1 („Status<br />

Quo +“) „geringfügig“ und eine<br />

ausreichende Parkplatzreserve<br />

sei auch zu Spitzenzeiten (11 Uhr<br />

vormittags) noch gewährleistet,<br />

erklärte Dipl.-Ing. Jean-Marc<br />

Stuhm vom Hildener Planungsbüro<br />

„stadtVerkehr“ gemeinsam<br />

mit seiner Mitarbeiterin Dipl.-Ing.<br />

Michaela Roudbar-Latteier.<br />

Naturgemäß sehe das bei der<br />

Variante 5 („Bürgerpark“), welche<br />

den kompletten Wegfall der Parkplätze<br />

auf dem Peter-Plümpe-<br />

Platz vorsieht, ganz anders aus:<br />

Hier rät der Verkehrsgutachter<br />

zu „weiteren flankierenden Mobilitätsmaßnahmen“<br />

und schlägt<br />

dazu beispielsweise die „Förderung<br />

des Rad- und Fußverkehrs<br />

im Binnenverkehr“ vor. Denn diese<br />

Variante hätte nicht nur eine<br />

sig nifikante Abnahme des Verkehrs<br />

auf und rund um den Platz<br />

zur Folge. Der Autoverkehr würde<br />

sich auf der Suche nach Parkplätzen<br />

auch in erheblichem Maße<br />

Richtung Nord-Osten verlagern,<br />

prognostiziert das Gutachterbüro.<br />

Für die Varianten 2 bis 4, die<br />

alle eine Teilung des Peter-Plümpe-Platzes<br />

vorsehen und die nur<br />

den südlichen Teil vor dem neuen<br />

Rathaus als Parkfläche vorhalten,<br />

bewertet der Gutachter die Auswirkungen<br />

auf den fließenden<br />

Verkehr „insgesamt als moderat“.<br />

Auch das Parken sei laut Gutachten<br />

noch mehr oder weniger problemlos<br />

möglich, wenn man die<br />

in unmittelbarer Nähe gelegenen<br />

Parkplätze am Kauf-Center und<br />

am Bühnenhaus mit einbeziehe.<br />

Durchstich und OW1<br />

In diesem Zusammenhang wurde<br />

vom Gutachter interessanterweise<br />

auch untersucht, wie sich<br />

ein Durchstich von der Marktzur<br />

Bury St. Edmunds-Straße auswirken<br />

würde - eine Idee, die zu<br />

einiger Verwirrung bei den Ratsmitgliedern<br />

führte, galt sie doch<br />

inzwischen als nicht realisierbar.<br />

Ebenfalls interessant: Die Auswirkungen<br />

einer fertiggestellten<br />

OW 1 auf den Verkehr in der Innenstadt<br />

wären dem Gutachten<br />

zufolge „marginal“. Ein Umstand,<br />

der vielleicht einer Tatsache geschuldet<br />

ist, die bei der Befragung<br />

der Haushalte herauskam:<br />

Die überwiegende Mehrheit der<br />

befragten Kevelaerer gab an, die<br />

Innenstadt überwiegend mit dem<br />

Auto zu frequentieren. Und zwar<br />

zumeist zum Einkaufen ...<br />

Michael Nicolas<br />

Karneval ohne Diskozelt<br />

Kehrt die Zugauflösung wieder auf den Peter-Plümpe-Platz zurück?<br />

Kevelaer. In diesem Jahr wird<br />

es zum Straßenkarneval kein Zelt<br />

auf dem Peter-Plümpe-Platz geben,<br />

dies hat die Stadtverwaltung/<br />

Jugendamt entschieden. „Da es<br />

kurzfristig mit der Zeltplanung<br />

Schwierigkeiten gab und das<br />

Bühnenhaus am Rosenmontag<br />

frei war, entstand die Idee, die<br />

Karnevalsveranstaltung im KoBü<br />

durchzuführen. Wir hoffen, dass<br />

die Jugendlichen das Angebot annehmen<br />

werden“, sagt Vanessa<br />

Freienstein vom Jugendamt Kevelaer.<br />

Die Sparkasse hatte in den vergangenen<br />

Jahren dieses Angebot<br />

erst ermöglicht. „Auch in diesem<br />

Jahr werden wir den Jugendkarneval<br />

in Kevelaer finanziell, in<br />

Absprache mit dem Jugendamt,<br />

unterstützen“, sagte Jochen Rademacher<br />

von der Sparkasse auf<br />

Nachfrage des <strong>KB</strong>. Der Kartenvorverkauf<br />

wird in Kürze starten<br />

(s. Meldung rechts). Die Karten<br />

sind dann zu einem Preis von 3,50<br />

Euro im Servicecenter der Stadtverwaltung<br />

erhältlich.<br />

Der Rosenmontagszug soll,<br />

wie im vergangenen Jahr auch<br />

schon, mit der Aufstellung auf<br />

dem Europaplatz beginnen und<br />

sich dort auch wieder auflösen,<br />

so die Planung des VFR, die Ulf<br />

Muellemann als Zugverantwortlicher<br />

umsetzen muss. Die Entscheidung,<br />

dass der Zug nicht<br />

in der Innenstadt endet, hatte in<br />

2016 bereits für viel Unmut bei<br />

einigen Kevelaerern und Jecken<br />

gesorgt, da man befürchtete, dass<br />

Die Zugauflösung auf dem Peter-Plümpe-Platz am Rosenmontag hatte in der Vergangenheit zu<br />

Problemen geführt.<br />

Foto: bee<br />

nach dem Umzug in der Innenstadt<br />

kaum noch jeckes Treiben<br />

vorzufinden sei. Denn kaum einer<br />

der jungen Zugteilnehmer würde<br />

danach vom Europaplatz wieder<br />

in die Innenstadt zurück kommen,<br />

so die Befürchtung. So war auch<br />

das Erscheinungsbild nach dem<br />

Zug in 2019. Es herrschte gähnende<br />

Leere.<br />

Die damalige Entscheidung<br />

hatten die Verantwortlichen des<br />

VFR als Veranstalter, des Jugendund<br />

Ordnungsamts in Absprache<br />

mit der Polizei aus gutem Grund<br />

getroffen. Die ausufernde langanhaltende<br />

Lärmbelästigung einzelner<br />

Karnevalswagen und die<br />

Alkoholexzesse auf dem Markt<br />

wollte man unterbinden. „Es gab<br />

insbesondere mit den Minderjährigen<br />

Probleme, die mit alkoholischen<br />

Getränken (u.a. auch aus<br />

dem Zelt) von den „erwachsenen“<br />

jungen Leute versorgt wurden.<br />

„Auch die wiederholten Aufforderungen,<br />

die Musikanlagen auf<br />

den abgestellten Wagen in der<br />

Lautstärke etwas leiser zu stellen,<br />

wurden ignoriert“, führt Ludger<br />

Holla, Leiter des Ordnungsamtes<br />

aus.<br />

Da der „Risikofaktor“ Zelt auf<br />

dem Marktplatz entfällt, würden<br />

sich natürlich viele Kevelaerer<br />

und Jecke darüber freuen, wenn<br />

es die traditionelle Zugauflösung<br />

wieder auf dem PPP geben könnte.<br />

Doch daraus wird wohl nichts<br />

werden, da die Bereitschaft der<br />

Verantwortlichen derzeit gering<br />

zu sein scheint, weil man befürchtet,<br />

dass es diese Auswüchse dennoch<br />

wieder geben könnte. Derzeit<br />

gibt es kein Konzept, wie man<br />

diese Problematik unterbindet,<br />

außer man löst den Zug auf dem<br />

Europaplatz auf. Alf Muellemann<br />

vom VFR lässt jedoch durchblicken,<br />

dass man aktuell die Diskussion<br />

darüber noch nicht final<br />

beendet habe und spätestens im<br />

kommenden Jahr könne er sich<br />

vorstellen, dass es die Zugauflösung<br />

wieder auf dem PPP geben<br />

wird.<br />

Erfreulich ist aber in jedem Fall,<br />

dass es noch einen Karnevalszug<br />

in Kevelaer gibt (vgl.: Geldern im<br />

2. Jahr kein Umzug mehr). Bislang<br />

liegen dem VFR 17 Anmeldungen<br />

vor, davon neun Fußgruppen, vier<br />

Wagen, drei Musikgruppen sowie<br />

zwei Großgruppen mit 80 und bis<br />

zu 100 Teilnehmern. Auch aus<br />

Straelen und Kerken gibt es Anmeldungen.<br />

Wer noch teilnehmen<br />

möchte, der kann sich noch bis<br />

zum 16.2.<strong>2020</strong> bei VFR Blau-Gold<br />

Kevelaer e.V. anmelden https://<br />

www.vfrblaugoldkevelaer.de/rosenmontag/.<br />

Rudolf Beerden<br />

Kurz gemeldet<br />

Hallensporttag der St.-Hubertus-Grundschule<br />

Kevelaer. Am Samstag, 8. Februar, veranstaltet die Katholische St.-<br />

Hubertus-Grundschule Kevelaer ihren alljährlichen Hallensporttag in<br />

der Dreifachturnhalle am Hülsparkstadion. Die Veranstaltung dauert<br />

von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr.<br />

Jugenddisco an Karneval im Bühnenhaus<br />

Kevelaer. In diesem Jahr findet die Jugenddisco der Wallfahrtsstadt<br />

Kevelaer am Rosenmontag im Konzert- und Bühnenhaus statt.<br />

Ab Montag, 3. Februar, sind die Eintrittskarten für die Jugenddisco<br />

im Vorverkauf nur im Rathaus im Erdgeschoss Büro „Tourismus &<br />

Kultur“ erhältlich.<br />

Dank der Unterstützung der Sparkasse Goch-Kevelaer-Weeze<br />

können Jugendliche ab 14 Jahren am Rosenmontag im Konzert- und<br />

Bühnenhaus gemeinsam mit Freunden feiern. Der Eintrittspreis beträgt<br />

3,50 Euro. Die Sparkasse Goch-Kevelaer-Weeze gewährt ihren<br />

Sparkassenclub-Mitgliedern freien Eintritt gegen Vorlage der Sparkassenclub-Karte.<br />

Am Rosenmontag, 24. Februar, gibt es die Eintrittskarten an der<br />

Tageskasse im Konzert- und Bühnenhaus ebenfalls für 3,50 Euro oder<br />

gegen Vorlage der Sparkassenclub-Karte. Die Jugenddisco beginnt um<br />

16 Uhr und alle Jugendlichen ab 14 Jahren können bis zum Ende der<br />

Veranstaltung um 23 Uhr mitfeiern.<br />

Wichtig: Bitte am Rosenmontag unbedingt einen Ausweis und/oder<br />

die Sparkassenclub-Karte mitbringen, denn Einlass ist nur mit gültigen<br />

Ausweispapieren möglich.<br />

Preisträger laden zum Konzert<br />

Geldern. Zu einem Konzert mit Preisträgern des diesjährigen<br />

Regionalwettbewerbs „Jugend Musiziert“ lädt die Kreismusikschule<br />

am Donnerstag, 6. Februar, um 19 Uhr in die Tonhalle in Geldern ein.<br />

Junge Schülerinnen und Schüler präsentieren einen Ausschnitt aus<br />

ihrem Wettbewerbsprogramm in den Kategorien Gesang, Klavier und<br />

Blechbläserensemble. Das Konzert wird in Zusammenarbeit mit dem<br />

Förderverein der Kreismusikschule veranstaltet. Der Eintritt ist frei.<br />

Wassergymnastik für jede Altersgruppe<br />

Kevelaer. Das Sportbildungswerk bietet zwei Kurse in Aqua Gymnastik<br />

an. Wassergymnastik ermögliche ein sanftes Training für jede<br />

Altersgruppe und sei ideal für alle, die Spaß an Bewegung haben, aber<br />

keine Höchstleistungen anstrebten. Einfache Übungen trainieren die<br />

Grundlagenausdauer und kräftigen schonend die Muskulatur. Die<br />

Leitung der Kurse hat Anja Elsinghorst. Die Gebühr beträgt je nach<br />

Stundenzahl 56 oder 64 Euro. Veranstaltungsort ist das Lehrschwimmbecken<br />

im Kevelaerer Hallenbad.<br />

Die Kurstermine sind: ab 11.02.<strong>2020</strong>, 7x dienstags von 10:00 -11:00<br />

Uhr, 56 Euro; ab 11.02.<strong>2020</strong>, 8x mittwochs von 20:00 -21:00 Uhr, 64,00<br />

Euro.<br />

Anmeldung: Sportbildungswerk Kleve, Marcel Kempkes, 02831-<br />

92830-21, m.kempkes@ksb-kleve.de oder unter: www.sbw-kleve.de.<br />

Was war da los? Diese Geschichten<br />

schrieb das Kävels Bläche / Ausgabe 5<br />

1989 Wer bei der Berufsorientierung die Orientierung verliert,<br />

hat‘s nicht leicht: „Da brauch‘ ich ein eigenes Studium, bis ich<br />

mich an der Uni Bochum zurechtfinde“, „maulte Stefan Jansen“ im<br />

„Kävels Bläche“ vor 30 Jahren. Über 100 Schüler der Jahrgangsstufe<br />

12, die ein Jahr später das Kevelaerer Gymnasium verlassen wollten,<br />

hätten im Rahmen einer Aktionswoche damals in Betrieben und<br />

Universitäten Arbeits- und Studienluft geschnuppert, berichtet das<br />

Bläche. Mit einem guten Dutzend habe man gesprochen. „Sie schilderten<br />

übereinstimmend, dass sie für ihre zukünftige Ausbildung<br />

wichtige Anstöße bekommen hätten.“<br />

1999 Vor 20 Jahren erwischt‘s die CDU: Im Sog der damaligen<br />

überregionalen Spendenaffäre könne es auch für die Kevelaerer<br />

Christdemokraten immer weiter abwärts gehen, schreibt das Kevelaerer<br />

Blatt. Und blickt über europäische Grenzen: „Überall ist vom<br />

parteiförmigen politischen Katholizismus bloß noch ein trauriger<br />

Rest geblieben“, kann man da lesen, und dass „die CDU ohne ihr<br />

,System Kohl‘ längst den Weg aller anderen christdemokratischen<br />

Parteien in Westeuropa gegangen wäre“. In Kevelaer allerdings<br />

scheint die CDU neuerlich etwas richtig zu machen - zumindest<br />

anders: Der Abwärtstrend, der 1969 begonnen und sich zehn Jahre<br />

später verschärft hatte, wurde 1994 gestoppt.<br />

2009 So richtig komme der „Heidepark“ an der Straße Grunewald<br />

auf Schravelen nicht ans Blühen, berichtet das <strong>KB</strong> vor zehn<br />

Jahren. Die kleinen Grundstücke seien verkauft - aber mit den großen<br />

Arealen des gewünschten „Villenviertels“ tue man sich noch<br />

schwer. Von der Strategie wolle man aber nicht abweichen: An der<br />

städtebaulichen Zielsetzung werde festgehalten, wird Bürgermeister<br />

Axel Stibi zitiert.<br />

Michael Nicolas


Seite 10<br />

Kevelaerer Blatt Nr. 5 vom 30. Januar <strong>2020</strong><br />

Politik in Kürze<br />

Bürger können sich bei<br />

der SPD informieren<br />

Kevelaer. Im SPD-Bürgerbüro<br />

an der Annastraße 70 findet am<br />

Samstag, 1. Februar, von 10 bis<br />

12 Uhr die Bürgersprechstunde<br />

statt. Die Sozialdemokraten sind<br />

zu dieser Zeit auch unter Telefon:<br />

02832/9259516 zu erreichen.<br />

Bürger können sich bei<br />

der <strong>KB</strong>V informieren<br />

Kevelaer. Das <strong>KB</strong>V-Bürger-<br />

Büro an der Biegstraße 61 ist am<br />

Samstag, 1. Februar, von 11 bis<br />

12 Uhr mit dem stellvertretenden<br />

Bürgermeister, Ratsmitglied<br />

und stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden<br />

Johann-Peter van<br />

Ballegooy besetzt. Das Mitglied<br />

im Kulturausschuss und Stv.<br />

Vorsitzender des Schul- und<br />

Sportausschusses ist für Fragen<br />

und Anregungen der Bürger auch<br />

unter Telefon: 0151/65767610 zu<br />

erreichen.<br />

Bürger können sich bei<br />

der CDU informieren<br />

Kevelaer. Der CDU-Pressesprecher<br />

Hubert van Meegen<br />

ist werktäglich von 9 bis 17 Uhr<br />

unter der Handy-Nummer: 0163/<br />

980 2444 zu erreichen und steht<br />

für Fragen und Anregungen der<br />

Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung.<br />

Es kann auch per Whats-<br />

App kommuniziert werden.<br />

Bürger können sich bei<br />

der FDP informieren<br />

Kevelaer. Das Bürgertelefon<br />

der FDP, Ortsverband Kevelaer,<br />

wird am Samstag, 1. Februar,<br />

von 10 bis 12 Uhr von Jürgen<br />

Hendricks wahrgenommen. Der<br />

liberale Kommunalopolitiker ist<br />

zu der angegebenen Zeit unter<br />

Telefon: 02832/8751 zu erreichen.<br />

Wirtschaft in Kürze<br />

Steuererklärung<br />

für die Rentner<br />

Kevelaer. Die VHS bietet einen<br />

Kurs „Einkommensteuererklärung<br />

für Nichtselbstständige und<br />

Rentner“ an. Er findet ab Montag,<br />

2. März, an drei Kurstagen jeweils<br />

von 18 bis 20.30 Uhr in der<br />

Öffentlichen Begegnungsstätte,<br />

Raum 004, statt. Das Seminar soll<br />

auf einfache und verständliche<br />

Weise einen Überblick über die<br />

gesetzlichen Regelungen geben,<br />

die für die Erstellung einer Einkommensteuererklärung<br />

maßgebend<br />

sind. Schwerpunkte liegen<br />

auf den abzugsfähigen Aufwendungen.<br />

Nähere Information gibt es in<br />

der VHS-Geschäftsstelle Goch,<br />

Telefon: 02823/6060.<br />

2.870 Kinder wurden<br />

2019 im Kreis Kleve lebend<br />

geboren. Das ist ein Anstieg<br />

um 2,4 Prozent im Vergleich<br />

zum Jahr davor (2.802).<br />

Neben der Stadt Oberhausen<br />

ist der Kreis Kleve damit der<br />

einzige Verwaltungsbezirk,<br />

in dem es einen Anstieg gibt.<br />

Landesweit sind die Zahlen<br />

rückläufig (-1,7 Prozent).<br />

Fürsorge für die Kleinsten<br />

Feierliche Eröffnung von „Zahnwelten Paeßens“ auf der Hüls<br />

Kevelaer. Viele Gäste und Besucher<br />

waren zur offiziellen Eröffung<br />

der „Zahnwelten Paeßens“<br />

auf die Hüls gekommen. Familie<br />

Paeßens aus Kalkar eröffnete in<br />

zweiter Generation jetzt die dritte<br />

Dentalpraxis in Kevelaer (neben<br />

Kalkar und Kleve).<br />

„Wir wollen mit eigenem Fotostudio,<br />

mit dem digitalen Zahntechniklabor<br />

inklusive 3D-Druck<br />

und einem OP-Bereich nichts dem<br />

Zufall überlassen“, sagt Dr. med.<br />

dent. Fritz Paeßens.<br />

Er hat die zahntechnische Leitung<br />

in Kevelaer übernommen<br />

und tritt damit in die Fußstapfen<br />

seines Vaters Dr. med. dent. Theodor<br />

Paeßens. „Insbesondere liegt<br />

uns die Kinderzahnheilkunde am<br />

Herzen. Wir haben dafür in der<br />

Praxis in Kevelaer Schwerpunkte<br />

gesetzt, um von Beginn an ein<br />

Höchstmaß an fachlicher Behandlung<br />

und erstklassiger Fürsorge<br />

Urlaub von A bis Z mit „Schatorjé Reisen“<br />

Das Kevelaerer Unternehmen stellt beim Airport-Tag in Weeze ihr Pauschalreisen-Angebot in<br />

Kooperation mit dem Flughafen vor und will den Besuchern Lust aufs Reisen machen<br />

für unsere kleinsten Patienten zu<br />

bieten.“<br />

Für die Eröffnungsansprachen<br />

waren die Bürgermeisterinen aus<br />

Kleve, Sonja Northing, und Kalkar,<br />

Dr. Britta Schulz, angereist.<br />

Auch Theodor Brauer war dabei.<br />

Der ehemalige Bürgermeister<br />

von Kleve lobte neben dem unternehmerischen<br />

Engagement der<br />

Familie Paeßens, die er aus seiner<br />

Amtszeit in Kleve sehr gut kennt,<br />

auch den Gastredner Hans-Josef<br />

Bruns als Wirtschaftsförderer<br />

der Wallfahrtsstadt Kevelaer dafür,<br />

dass man die Rahmenbedingungen<br />

für diese Ansiedlungen<br />

geschaffen habe. Das schlüssige<br />

Konzept des Gradierwerkes mit<br />

heilender Sole, dem angrenzenden<br />

Park, dem Hotel und das<br />

MVZ seien im Mittelpunkt des<br />

Kreises Kleve schon etwas ganz<br />

Besonderes, das seinesgleichen in<br />

der Region suche. Für ihn sei das<br />

Schatorjé-Team beim Jubiläumsfest des Unternehmens.<br />

Kevelaer. Vier Flugreisen begleitet<br />

„Schatorjé Reisen“ jährlich<br />

vom Airport Weeze aus. Unter<br />

dem Motto „Gemeinsam die Welt<br />

entdecken“ geht es in diesem Jahr<br />

nach Ibiza, Estland, Apulien und<br />

Emilia Romagna. Vor fünf Jahren<br />

ging das Projekt gemeinsam mit<br />

dem Airport Weeze an den Start<br />

und in diesem Jahr nutzt das Reiseunternehmen<br />

den Airport-Tag<br />

am 9. Februar, um den Besuchern<br />

ihr Pauschalreise-Angebot vorzustellen<br />

und vielleicht den ein oder<br />

anderen für ein Reiseziel zu begeistern.<br />

„Gemeinsam erleben“ stehe bei<br />

all den Reisen im Mittelpunkt,<br />

erklärt Renate Schatorjé, die das<br />

Unternehmen gemeinsam mit<br />

ihrem Mann Thomas Schatorjé<br />

leitet. In der Regel bestehe eine<br />

Reisegruppe einer solchen Pauschalreise<br />

aus 20 bis 30 Personen,<br />

die von einem Teammitglied<br />

des Unternehmens eng begleitet<br />

werden. Vom Online-Check-In<br />

über den Shuttle-Service bis hin<br />

zum Essen im Hotel und verschiedenen<br />

Aktivitäten stehe den<br />

Reisenden stets ein Begleiter des<br />

Unternehmens zur Seite, sagt<br />

Christina Koppers vom Schatorjé-Team.<br />

Man gebe den Urlaubern<br />

während der Reise Hilfestellungen<br />

an die Hand, es stehe aber jedem<br />

frei, seine Freizeit individuell<br />

zu gestalten. „Sorgenfrei fliegen<br />

mit einem Rundum-Sorglos-Paket“<br />

- das wolle man den Reisenden<br />

ermöglichen, erklärt Koppers.<br />

Und genau diese „Rundum-<br />

Sorglos-Pakete“ möchte das<br />

so etwas wie ein „Health Valley“,<br />

das auf der Hüls entstanden sei,<br />

führte Theodor Brauer in seiner<br />

Ansprache aus.<br />

Das Familienunternehmen<br />

Paeßens wird gesteuert von<br />

Theodor Paeßens und seiner<br />

Frau Maria, die sich neben der<br />

Familie mit vier Kindern um alle<br />

nicht zahnärztlichen Belange im<br />

Unternehmen kümmert. Sohn<br />

Karl befindet sich auf der Zielgeraden,<br />

um ebenfalls Dr. med.<br />

dent. zu werden. „Wir sind in der<br />

ersten Ausbauphase mit mehr als<br />

20 Mitarbeitern und, wenn alles<br />

planmäßig verläuft, mit rund 35<br />

bis 40 Personen für unsere Patienten<br />

in Kevelaer tätig“, sagt<br />

Paeßens sen. „Das Erfreuliche<br />

ist, dass wir bereits einige Mitarbeiter<br />

aus Kevelaer gewinnen<br />

konnten und sich die hier tätigen<br />

Zahnärzte auch häuslich in Kevelaer<br />

niederlassen werden.“<br />

Zur feierlichen Eröffnung waren auch Bürgermeister a.D. Theo Brauer (2.v.l.) sowie die Bürgermeisterinnen<br />

Sonja Northing (6.v.r.) und Dr. Britta Schulz (2.v.r.) gekommen. Foto: privat<br />

Unternehmen am Airport-Tag in<br />

Weeze vorstellen. Neben Referenten,<br />

die über die einzelnen Reiseziele<br />

erzählen werden, stehen<br />

die Mitarbeiter von Schatorjé an<br />

diesem Tag für Fragen und Beratungen<br />

zur Verfügung. Ein buntes<br />

Rahmenprogramm mit Flughafen-Führung,<br />

Kaffee, Kuchen und<br />

viel Urlaubs-Feeling möchten die<br />

Auf der Terrasse der historischen Mühle überreichte Thomas<br />

Kolaric (Dehoga Nordrhein, r.) die Urkunde für zehnjährige<br />

Mitgliedschaft an Raphaël Freiherr von Loë. Foto: nick<br />

Restaurant „Vis-à-Vis“:<br />

Wissen macht Mhmm<br />

Schloss-Hotellerie erweitert Angebot<br />

Foto: Schatorjé<br />

Verantwortlichen des Flughafens<br />

und Schatorjé den Besuchern bieten.<br />

Es solle keine reine Verkaufsveranstaltung<br />

werden, betonen<br />

Renate Schatorjé und Christina<br />

Koppers. Man wolle die Besucher<br />

über die jährlich wechselnden<br />

Reiseziele informieren und zum<br />

Reisen motivieren. Auch wenn<br />

das Angebot in den vergangenen<br />

Weeze. Zehn Jahre Mitgliedschaft<br />

im Deutschen Hotel- und<br />

Gaststättenverband (Dehoga) sind<br />

für Raphaël Freiherr von Loë mit<br />

Blick auf die Familiengeschichte<br />

ein eher überschaubarer Zeitraum.<br />

Dennoch nahm der Freiherr<br />

eine entsprechende Urkunde aus<br />

den Händen des Dehoga-Nordrhein-Geschäftsführers<br />

Thomas<br />

Kolaric gern entgegen, bot sich<br />

so doch auch die Möglichkeit, auf<br />

das neueste Mitglied im Tagungsund<br />

Hotel-Ensemble mit Blick auf<br />

das Schloss aufmerksam zu machen:<br />

In der historischen Wassermühle<br />

hat man gerade das kleine,<br />

aber feine Restaurant „Vis-à-Vis“<br />

eröffnet.<br />

Für von Loë ist das die logische<br />

Konsequenz aus Nachfrage<br />

seitens der Hotelgäste und gelungener<br />

Zusammenarbeit mit<br />

einem kreativen Caterer - „der<br />

uns am Wochenende einen Koch<br />

ausleiht“, sagt er. Für die Gäste ist<br />

das eine wunderbare Gelegenheit,<br />

erlesene Speisen und Getränke an<br />

einem der gerade mal sieben Tische<br />

zu genießen, die sich um das<br />

ehemalige Antriebsrad der Mühle<br />

gruppieren.<br />

Ganz billig ist der fantastische<br />

Ausblick aus dem verglasten Anbau<br />

der historischen Mühle vis-àvis<br />

des Schlosses nicht und eine<br />

Reservierung dringend angezeigt,<br />

telefonisch unter 02837 9619-0<br />

(täglich von 15 – 21 Uhr) oder per<br />

E-Mail an vis-a-vis@schloss-wissen.de.<br />

Geöffnet ist das Restaurant am<br />

Freitag- und Samstagabend von<br />

17.30 Uhr bis 21.30 Uhr. Die aktuelle<br />

Speisekarte, die mehrfach<br />

im Jahr wechselt, findet man im<br />

Internet auf der Homepage des<br />

Schlosses Wissen unter „Feiern &<br />

Dinieren“.<br />

Vor rund zehn Jahren hat man<br />

auf Schloss Wissen mit Hotellerie<br />

und Tagungsgeschäft begonnen<br />

und diesen Zweig in unmittelbarer<br />

Nachbarschaft des Schlosses<br />

und unter teilweiser Einbeziehung<br />

der Anlagen kontinuierlich<br />

erweitert.<br />

Michael Nicolas<br />

Jahren bereits gut angenommen<br />

worden ist, sei die Veranstaltung<br />

am Airport eine gute Möglichkeit,<br />

noch mehr Reisende auf das Angebot<br />

aufmerksam zu machen.<br />

Bei ihren Reisen sollen die<br />

Urlauber „Land und Leute kennenlernen“,<br />

ohne sich um die Organisation<br />

sorgen zu müssen, sagt<br />

Koppers. „Kopf aus und Urlaub<br />

genießen“ laute da das Motto. Das<br />

gelte für alle ihre Reisen, betont<br />

Schatorjé. Eine solche Pauschalreise<br />

sei einfach „eine komfortable<br />

Art zu Reisen“ und erfahrungsgemäß<br />

„lustig und gesellig“, sagt<br />

die Geschäftsführerin.<br />

Wer sich für eine Pauschalreise<br />

interessiert, der hat die Möglichkeit<br />

zur Beratung und zur Buchung<br />

direkt bei Schatorjé. Für<br />

Unentschlossene gibt es dann am<br />

Sonntag, 9. Februar, ab 15.30 Uhr<br />

die Möglichkeit, sich beim Airport-Tag<br />

in Weeze über die einzelnen<br />

Reiseziele zu informieren.<br />

Der Eintritt beträgt 10 Euro pro<br />

Person. Eine Anmeldung ist möglich<br />

bei Schatorjé unter Tel. 02832-<br />

97710, per E-Mail unter reisen@<br />

schatorje.de und im Reisebüro<br />

Jean Schatorjé auf der Hauptstraße<br />

39 in Kevelaer. Elena Gavriil


Nr. 5 vom 30. Januar <strong>2020</strong><br />

Kevelaerer Blatt Seite 11<br />

Bürgerkonferenz zum Peter-Plümpe-Platz<br />

Ergebnisse der Bürgerbeteiligung werden am 3. Februar um 19 Uhr vorgestellt<br />

Kevelaer. Die Stadtverwaltung<br />

hat im vergangenen Jahr mit<br />

einem umfassenden Beteiligungsprozess<br />

die Ansichten und Wünsche<br />

der Bürgerschaft zu einem<br />

neu gestalteten Peter-Plümpe-<br />

Platz eingeholt. Die vielfältigen<br />

Aussagen wurden nun in fünf<br />

Nutzungs- und Strukturvarianten<br />

zusammengetragen (das <strong>KB</strong><br />

berichtete), zu denen Stellungnahmen<br />

eines Verkehrsplanungsbüros<br />

und des Gestaltungsbeirats<br />

vorliegen. Die Stadtverwaltung<br />

möchte nun allen Interessierten<br />

die Ergebnisse vorstellen und mit<br />

ihnen diskutieren.<br />

Alle Bürger eingeladen<br />

Rückzug aus dem Rat<br />

Peter Diedrich gibt sein Mandat zurück und tritt bei der CDU aus<br />

Kevelaer. Peter Diedrich ist<br />

nicht mehr Mitglied der Kevelaerer<br />

CDU-Ratsfraktion. Er sei gerade<br />

beim Bürgermeister gewesen,<br />

um diesen Schritt bekannt zu machen,<br />

bestätigte der 56-Jährige am<br />

Dienstagnachmittag auf Anfrage<br />

des Kevelaerer Blattes. Außerdem<br />

hat Diedrichs den CDU-Stadtverband<br />

und den CDU-Ortsverband<br />

verlassen.<br />

Der Schritt erfolge aus privaten<br />

Gründen, erläuterte Diedrich. „Ich<br />

bin beruflich immer mehr eingebunden<br />

in meinem Job im Mülheimer<br />

Jugendamt, fahre da auch<br />

180 Kilometer pro Tag und muss<br />

an meine Gesundheit denken“,<br />

nahm er zu den Beweggründen<br />

Stellung. „Meine Mutter ist im<br />

Zur Bürgerkonferenz im Konzert-<br />

und Bühnenhaus am Montag,<br />

3. Februar, um 19 Uhr (die<br />

Uhrzeit wurde geändert), sind<br />

alle Bürgerinnen und Bürger<br />

Unterstützer der Orgelmusik<br />

Zum Tode Richard Schulte Staades<br />

schreibt <strong>KB</strong>-Leser Eckehard Lüdke:<br />

Das Gedenken an den von uns<br />

gegangenen Pastor und Rektor<br />

der Wallfahrt, Richard Schulte<br />

Stade, wäre unvollzählig, betonte<br />

man nicht seinen ganz besonderen<br />

Einsatz für die Kirchenmusik<br />

an St. Marien. In seine frühe<br />

Amtszeit fällt die Entscheidung<br />

über den weiteren Umgang mit<br />

der großen Seifert-Orgel, die sich<br />

infolge u.a. von Nachkriegsschäden<br />

in einem bedenklichen Zustand<br />

befand. In Rede stand der<br />

Ersatz des einzigartigen Werkes<br />

von 1907 durch ein zeitgemäßes,<br />

weitaus kleineres und „unscheinbares“<br />

Werk. Dieses Vorhaben<br />

wurde durch den Pastor an St.<br />

Marien schlußendlich verhindert<br />

zugunsten einer umfangreichen<br />

Wiederherstellung, einer<br />

weitgehend am Original ausgerichteten<br />

Restaurierung, die<br />

sich auf mehrere Jahre hinweg<br />

verteilte. Die Wallfahrtsstadt ist<br />

auch unter Orgelliebhabern eine<br />

Wallfahrtsstätte, denn das in Kevelaer<br />

gebaute Werk ist weltweit<br />

einzigartig in seiner Dimension<br />

Pflegeheim und ich bin da der einzige<br />

Ansprechpartner. Und meine<br />

Schwiegermutter in Essen hatte<br />

letzte Woche Mittwoch einen<br />

Schlaganfall“, machte er deutlich,<br />

dass da familiär jetzt andere Prioritäten<br />

bestehen.<br />

Dass er letzte Woche Mittwoch<br />

an dem Tag, an dem das mit dem<br />

Schlaganfall passiert sei, mit einer<br />

fehlenden Stimme nicht mehr als<br />

Kandidat für die Kommunalwahl<br />

aufgestellt worden sei, habe seine<br />

Entscheidung bestätigt“, sagte<br />

Diedrich. „Das ist da voll an mir<br />

vorbeigerauscht, das habe ich<br />

erst bewusst am nächsten Tag so<br />

gecheckt“, gestand er. Niemand<br />

bei der Wahl sei „safe“ gewesen,<br />

damit „kann man leben“, trat er<br />

Spekulationen entgegen, dass der<br />

Rückzug politischer Natur sei,<br />

obwohl er diesen drastischen<br />

Schritt so gewählt hat. Er wolle<br />

da jetzt einfach „einen Cut“.<br />

Die Nichtwahl und der Rückzug<br />

hätten auch überhaupt<br />

nichts mit der damaligen Nichtwahl<br />

von Michael Kamps vor<br />

zwei Jahren zum stellvertretenden<br />

Bürgermeister zu tun. „Damals<br />

habe ich mich vollkommen<br />

loyal verhalten“, sagte Diedrich<br />

dazu.<br />

Alexander Florié-<br />

Albrecht<br />

Peter Diedrich<br />

Foto: CDU<br />

herzlich eingeladen, die sich<br />

in die Planungsüberlegungen<br />

einbringen wollen. Das Büro<br />

Stadt- und Regionalplanung Dr.<br />

Jansen aus Köln, das den Beteiligungsprozess<br />

moderiert und<br />

die Ergebnisse zusammengetragen<br />

hat, wird fünf verschiedene<br />

Nutzungs- und Strukturkonzepte<br />

vorstellen. Darin sind die Anregungen<br />

aus der Bevölkerung in<br />

unterschiedlicher Zusammensetzung<br />

wiedergegeben. Um berücksichtigen<br />

zu können, wie<br />

sich die Planungskonzepte auf<br />

den Verkehr auswirken, hat das<br />

Büro „stadtVerkehr“ die Veränderungen<br />

im Verkehrsfluss und die<br />

Parkplatzsituation untersucht.<br />

Außerdem hat sich der Gestal-<br />

Großer Andrang am Info-Pavillon im Mai. Foto: Stadtverwaltung<br />

Briefe an die Redaktion<br />

und Bedeutung, eine - wie es im<br />

„Orgelführer Deutschland“ heißt<br />

„Orgel zum Katholischwerden“.<br />

Dass dieses Instrument mit seinem<br />

fesselnden Klang im Abschiedsgottesdienst<br />

unter dem<br />

Basilikaorganisten Elmar Lehnen<br />

erschütternd und berührend<br />

erklingend den Brückenschlag<br />

zwischen dem Diesseits und dem<br />

Jenseitigen bilden konnte, war<br />

ein Erlebnis, das uns der von<br />

uns Gegangene ermöglicht hat.<br />

Der Dank für sein Wirken auch<br />

auf diesem Gebiet verbindet uns.<br />

Sein Anspruch, Basilikamusik<br />

auf besondere und qualitätvolle<br />

Weise erlebbar zu machen, bleibt<br />

Verpflichtung.<br />

Flexible Gestaltung<br />

Zur Neugestaltung des Peter-<br />

Plümpe-Platzes hat <strong>KB</strong>-Leser Clemens<br />

Geraths einige Anregungen:<br />

Ich habe sowohl virtuell als auch<br />

real die Angebote unserer Stadt<br />

wahrgenommen und meine Vorschläge<br />

als jemand, der seine Heimatstadt<br />

liebt, mitgeteilt. Nebenbei<br />

finde ich es beschämend, dass<br />

die Beteiligung so gering war.<br />

Ich kann Bemerkungen wie: „de<br />

make ja doch wat se welle“ nicht<br />

mehr hören! Genau diese Leute,<br />

die sich so äußern, sind zu faul<br />

oder/und zu feige und lieben es<br />

erfahrungsgemäß, sich anschließend<br />

abfällig über die Ergebnisse<br />

zu äußern: „ik heb het doch<br />

jesat!“<br />

Nun meine Vorschläge zur Gestaltung:<br />

Die durchgehende Verkehrsberuhigung<br />

der Busmannstraße<br />

scheint ebenso wie der Minipark<br />

am alten Rathaus fix. Das finde<br />

ich sehr gut.<br />

Man sollte neu in die Planung<br />

einbeziehen, dass das Verkehrsmittel<br />

Auto in absehbarer Zukunft<br />

auch auf dem Land ein<br />

Auslaufmodell sein wird. Deshalb<br />

würde ich den Platz möglichst<br />

ohne weitere Bebauung<br />

multifunktional halten.<br />

- Entfernung aller bisherigen<br />

Grünstreifen und Sträucher.<br />

- Eine durchgehend gepflasterte<br />

Fläche ohne Bordsteine und<br />

Parkplatzeinfassungen;<br />

- REVERSIBLE Markierung der<br />

neu, ästhetisch ausgerichteten<br />

Parkbuchten;<br />

- Verkehrsberuhigung der<br />

tungsbeirat mit den Konzepten<br />

beschäftigt und aus städtebaulicher<br />

Sicht beurteilt.<br />

Meinungsbild abgeben<br />

Bei der Bürgerkonferenz besteht<br />

die Gelegenheit sich einzubringen,<br />

die Konzepte mit den<br />

Mitarbeitern der Wallfahrtsstadt<br />

Kevelaer, des Büros Stadt- und<br />

Regionalplanung Dr. Jansen, des<br />

Büros stadtVerkehr und ihren<br />

Mitbürgerinnen und Mitbürgern<br />

zu besprechen und ein Meinungsbild<br />

dazu abzugeben.<br />

Im März werden die fünf Nutzungs-<br />

und Strukturkonzepte dem<br />

Rat der Wallfahrtsstadt Kevelaer<br />

zur Beschlussfassung vorgelegt.<br />

Dann soll entschieden werden,<br />

welche der Varianten, eventuell<br />

mit Anpassungen, für den nachfolgenden<br />

Planungswettbewerb<br />

zugrunde gelegt wird.<br />

Anna- und Marktstraße ohne<br />

Parkplätze, aber mit markierten<br />

Fahrradwegen.<br />

-Zur Auflösung der strengen<br />

Architektur (z.B. Rathaus) ca.<br />

fünf möglichst große Bäume (H.<br />

mind. 15m) unsymetrisch neu<br />

anpflanzen und die Ästhetik des<br />

Platzes dieser Grundbepflanzung<br />

unterordnen. Diese Bäume sollten<br />

von der Bürgerschaft gespendet<br />

werden und deshalb einen<br />

Namen erhalten und sie müssen<br />

sich voll auswachsen können.<br />

Der vorhandene Baumbestand<br />

wird der Platzarchitektur wo<br />

notwendig angepasst. Der Wurzelbereich<br />

der Bäume wird nicht<br />

gepflastert, sondern mit Granulat<br />

versehen.<br />

- Die Beleuchtungskörper sollten<br />

unauffällig, nicht wesentlich<br />

höher als in den Fußgängerzonen<br />

sein und ihr Licht, teils von den<br />

Bäumen verdeckt, nach unten<br />

abgeben.<br />

So wird die Möglichkeit geschaffen<br />

den Platz für die Zukunft<br />

für alle Nutzungsarten<br />

offen zu halten, zumal er durch<br />

(optisch ansprechende) mobile<br />

Barrieren auch jederzeit passend<br />

gegliedert werden kann.<br />

Ist dies eine günstige Lösung?<br />

CDU on tour: Diesmal beim<br />

Fahrzeugbau Bückendorf<br />

Kevelaer. Der Kevelaerer<br />

CDU-Stadtverbandsvorstand<br />

trifft sich zu seinen Sitzungen<br />

regelmäßig bei Vereinen, sozialen<br />

Einrichtungen oder Betrieben<br />

- getreu dem CDU-Motto<br />

„Nah am Menschen“. Diesmal<br />

war der Vorstand beim Fahrzeugbau<br />

Bückendorf in Kevelaer<br />

zu Gast. Fast zwei Stunden<br />

wurden die Kommunalpolitiker<br />

durch den Betrieb geführt und<br />

dabei umfassend über die Betriebsabläufe<br />

informiert. Das<br />

Unternehmen stellt hauptsächlich<br />

Spezialaufbauten für LKW<br />

her. Inhaber Klaus Bückendorf<br />

ist gleichzeitig Vorsitzender<br />

des Wirtschafts- und Verkehrsvereins<br />

Kevelaer und auch<br />

deshalb ein interessanter Ansprechpartner<br />

für die CDU, um<br />

frühzeitig die Sorgen und Nöte<br />

sowie Anregungen seitens der<br />

Kevelaerer Unternehmerschaft<br />

aufzunehmen.<br />

Foto: CDU Kevelaer<br />

Sterne für die<br />

Ferienwohnung<br />

Workshop zur Klassifizierung<br />

Kevelaer/Kalkar. Deutlich<br />

mehr als 400 Ferienwohnungen<br />

gibt es im Kreis Kleve. Gut jede<br />

vierte davon ist klassifiziert und<br />

damit durch drei, vier oder fünf<br />

Sterne für besonders gut empfunden.<br />

Dies jedenfalls stellt die<br />

Wirtschaftsförderung Kreis Kleve<br />

wenige Tage vor der anstehenden<br />

<strong>2020</strong>er Touristikmesse Niederrhein<br />

im Wunderland Kalkar<br />

heraus. Am Samstag, 1. Februar,<br />

um 14 Uhr wird Simone Meesters,<br />

Prüferin für den Deutschen<br />

Tourismusverband, am neu konzipierten<br />

Messestand der Kreis-<br />

Wirtschaftsförderung im Rahmen<br />

einer gut 45-minütigen Kurz-Einführung<br />

Herausforderungen und<br />

Wege aufzeigen, die zur Auszeichnung<br />

der Wohnungen führen.<br />

„Wir sind sehr davon überzeugt,<br />

dass man der Klassifizierung von<br />

Ferienwohnungen wichtige Marketing-Funktionen<br />

zuschreiben<br />

sollte“, unterstreicht die Kreis-<br />

WfG die Bedeutung dieses objektiven<br />

Prüfverfahrens. Unter den<br />

Teilnehmern des kostenfreien<br />

Workshops werden gleich fünf<br />

Kreis-Kleve-Plakate verlost, die allesamt<br />

vom in Köln lebenden Städteplakat-Künstler<br />

Wilhelm Schlote<br />

von Hand signiert wurden.<br />

Relativer Wohlstand<br />

Armutsbericht des Paritätischen<br />

Kreis Kleve. Das Ranking der<br />

Bundesländer nach Armutsquoten<br />

im Armutsbericht 2019 des<br />

Paritätischen macht deutlich, dass<br />

die Menschen im Osten weiterhin<br />

häufiger von Armut betroffen sind<br />

als im Westen. Dies darf jedoch<br />

nicht darüber hinwegtäuschen,<br />

dass sich in einigen Regionen des<br />

Westens bereits deutlich höhere<br />

Armutsquoten zeigen als in Ostdeutschland.<br />

Das Ruhrgebiet hat<br />

im Zehnjahresvergleich einen<br />

kontinuierlichen Anstieg der Armut<br />

um insgesamt 28 Prozent zu<br />

verzeichnen. Die Armut im Ruhrgebiet<br />

stieg fast viermal so schnell<br />

wie im gesamten Bundesgebiet.<br />

Allerdings hat der Kreis Kleve,<br />

der in der Untersuchung mit dem<br />

Ruhrgebiet zusammengefasst<br />

wurde, mit einer SGB-II-Quote<br />

von 7,2 Prozent die niedrigste und<br />

Gelsenkirchen mit 24,9 die höchste<br />

Quote innerhalb des Ruhrgebietes.<br />

Dabei darf jedoch nicht<br />

übersehen werden, dass „Dunkelziffer“<br />

der Nicht-Inanspruchnahme<br />

durch Scheu und soziale<br />

Kontrolle im ländlichen Kreis<br />

Kleve wesentlich höher ist als im<br />

Ballungsraum Ruhrgebiet. Dies<br />

drückt die Quote der Inanspruchnahme<br />

in ländlichen Gebieten herunter.<br />

Deutlich sei das Auseinanderdriften<br />

zwischen gut situierten<br />

und abgehängten Regionen zu beobachten,<br />

so der Paritätische.<br />

Höhere Regelsätze gefordert<br />

Gegen die Armutsentwicklung<br />

schlägt der Paritätische eine bedarfsgerechte<br />

Erhöhung der Regelsätze<br />

auf 582 Euro (tatsächlich<br />

sind es seit dem 1. Januar <strong>2020</strong> 432<br />

Euro), eine Altersgrundsicherung<br />

mit Einführung von Einkommensfreibeträgen,<br />

die Einführung<br />

einer einheitlichen Kindergrundsicherung,<br />

die Erhöhung des Mindestlohns<br />

auf 13 Euro sowie die<br />

Abschaffung der Sanktionspraxis<br />

bei Hartz 4.


Seite 12<br />

Kevelaerer Blatt Nr. 5 vom 30. Januar <strong>2020</strong><br />

„Man lernt immer dazu“<br />

<strong>KB</strong>-Reporterin Doris de Boer schildert ihre Motivation fürs Schreiben – und was sie an Kevelaer schätzt<br />

Nina Jordan<br />

Foto: <strong>KB</strong>-Archiv<br />

Förderung bei<br />

energetischer<br />

Sanierung erhöht<br />

Kevelaer. Kurz vor Ende des<br />

letzten Jahres war es soweit: Der<br />

Bundesrat hat das überarbeitete<br />

Klimapaket verabschiedet. Damit<br />

einher gehen weitreichende<br />

Änderungen für Hausbesitzer.<br />

Die Energiekosten unsanierter<br />

Gebäude mit fossilen Heizungen<br />

werden zukünftig steigen, wohingegen<br />

diese Kosten sinken für<br />

gedämmte Häuser, die erneuerbare<br />

Energien nutzen. „Konkret bedeutet<br />

das, dass sich bei Gas- oder<br />

Öl-Heizungen die Energiekosten<br />

durch den geplanten CO2-Preis<br />

ab 2021 deutlich erhöhen werden“,<br />

erklärt Nina Jordan von<br />

„ALTBAUNEU“ aus Kevelaer. Bei<br />

einem jährlichen Verbrauch von<br />

3.000 Liter Heizöl beträgt der Zuschlag<br />

bis 2025 insgesamt rund<br />

1.800 Euro. Weitere Preissteigerungen<br />

sind angekündigt.<br />

Diese Mehrkosten können aber<br />

vermieden werden, wenn das<br />

Haus energieeffizient saniert und<br />

zukünftig mit erneuerbaren Energien<br />

beheizt wird oder die Beheizung<br />

durch erneuerbare Energien<br />

unterstützt wird. Damit diese Investitionsentscheidung<br />

leichter<br />

gefällt werden kann, wurde in<br />

Berlin die staatliche Förderung<br />

aufgestockt. Beim Umstieg auf<br />

eine Heizung mit regenerativer<br />

Energie kann es für den Austausch<br />

der Heizung eine Förderung<br />

von 45 Prozent durch das<br />

Bundesamt für Wirtschaft und<br />

Ausfuhrkontrolle geben.<br />

Joachim Decker von der EnergieAgentur.NRW<br />

ergänzt, dass<br />

es auch für die Dämmung eines<br />

Hauses verbesserte Förderungen<br />

gebe. Auch neu ist die steuerliche<br />

Absetzbarkeit von energetischen<br />

Sanierungsmaßnahmen: Private<br />

Eigentümer, die jetzt ihre Heizungsanlage<br />

erneuern, eine Lüftungsanlage<br />

einbauen, ihr Haus<br />

dämmen oder energieeffiziente<br />

Fenster einsetzen lassen, können<br />

20 Prozent von bis zu 200.000<br />

Euro Sanierungskosten über<br />

einen Zeitraum von drei Jahren<br />

von ihrer Steuerschuld abziehen.<br />

Nina Jordan aus Kevelaer weiter:<br />

„Sanierungsentscheidungen müssen<br />

jetzt aber nicht übers Knie<br />

gebrochen werden. Die Regelung<br />

gilt sicher bis 2029.“ Damit die<br />

richtige Sanierungsmaßnahme<br />

durchgeführt wird, rät Jordan zu<br />

einer Energieberatung. Auch diese<br />

Kosten können zu 50 Prozent<br />

von der Steuerschuld abgezogen<br />

werden.<br />

Die Wallfahrtsstadt Kevelaer ist<br />

Mitglied im landesweiten Netzwerk<br />

„ALTBAUNEU“. Energieeffizienz<br />

und der Einsatz von<br />

erneuerbaren Energien bei der Sanierung<br />

von Altbauten sind zentrale<br />

Themen des Netzwerks. Im<br />

Internet unter www.alt-bau-neu.<br />

de/kevelaer/ erhalten Sie unter<br />

anderem Informationen zu den<br />

neuen Förderkonditionen.<br />

Kevelaer. In unserem Blick hinter<br />

die Kulissen des Kevelaerer<br />

Blattes stellen wir heute Doris de<br />

Boer vor, eine unserer „rasenden<br />

Reporterinnen“, die sich jetzt allerdings<br />

erst einmal etwas Ruhe<br />

gönnen wird.<br />

<strong>KB</strong>: Doris, Du stammst gebürtig<br />

aus Süddeutschland. Was hat<br />

Dich nach Kevelaer geführt?<br />

Doris de Boer: Die Liebe. Mein<br />

Mann ist Holländer, eigentlich<br />

„fliegender Holländer“, denn er ist<br />

beruflich sehr viel in der ganzen<br />

Welt unterwegs. Als ich noch in<br />

München Theologie studiert habe,<br />

haben wir uns dort auf einer Wallfahrt<br />

kennengelernt. Er hat sich<br />

Das <strong>KB</strong> stellt sich vor<br />

schließlich in Kevelaer niedergelassen,<br />

weil er mehr in Deutschland<br />

arbeitet als in Holland und<br />

hier nah an seiner Heimat ist. Der<br />

Wallfahrtsort gefiel ihm schnell.<br />

Er war calvinistisch und ist dann<br />

zum Katholizismus konvertiert,<br />

den er hier natürlich in Fülle vorfindet.<br />

Nach meinem Studium bin<br />

ich ihm sehr gerne nach Kevelaer<br />

gefolgt.<br />

Und wie bist Du schließlich zum<br />

<strong>KB</strong> gekommen?<br />

Ich habe anfangs für die RP geschrieben<br />

und war dafür auch oft<br />

in den umliegenden Städten, zum<br />

Beispiel in Aldekerk und Nieukerk<br />

unterwegs. Aber ich bin<br />

gern mit dem Fahrrad unterwegs<br />

<strong>KB</strong>-Reporterin Doris de Boer<br />

und wollte lieber über Kevelaer<br />

schreiben, schließlich gibt es hier<br />

auch genug zu berichten. Mich<br />

interessieren die Heimatgeschichte<br />

und natürlich das Wallfahrtsleben.<br />

Deshalb habe ich einfach<br />

mal beim <strong>KB</strong> angerufen und stieg<br />

dann gerne beim <strong>KB</strong> ein.<br />

Wie gehst Du ans Schreiben ran?<br />

Früher hat es immer gedauert,<br />

einen Einstieg in den Text zu finden.<br />

Inzwischen bin ich seit zehn<br />

Jahren dabei, und wenn ich erst<br />

mal den ersten Satz habe, schreibt<br />

sich der Text fast wie von allein.<br />

Man lernt schnell zu formulieren.<br />

Ebenso wie man lernt, die richtigen<br />

Fragen zu stellen.<br />

Fürs <strong>KB</strong> schreibst Du oft über<br />

Kirche und Wallfahrt. Woher<br />

stammt Dein Bezug zum Thema?<br />

Ich interessiere mich einfach<br />

für Spiritualität, gelebten Glauben<br />

Foto: loh<br />

und die frohe Botschaft der Bibel.<br />

Glaube heißt für mich, dass es<br />

mehr gibt als das Sichtbare, dass<br />

wir uns einem höchsten Wesen<br />

verdanken, der aus Liebe die Welt<br />

ins Sein rief, der mit den Sinnen<br />

nicht greifbar ist, aber der doch<br />

hinter allem steht. Glaube im Alltag<br />

hat für mich viel mit Reifen<br />

und Wachsen zu tun, aus den Erfahrungen<br />

des Lebens, auch aus<br />

Steckbrief<br />

Name: Doris de Boer<br />

Wohnort: Kevelaer<br />

Alter: 40 Jahre<br />

Familie: Ehemann und zwei,<br />

bald drei Kinder<br />

Ausbildung/Beruf: Diplom-<br />

Theologin<br />

Rolle beim <strong>KB</strong>: freiberufliche<br />

Journalistin<br />

CurryQ bekam Besuch von<br />

Barbara Hendricks<br />

Die Firma war bei der Grünen Woche in Berlin vertreten<br />

Kevelaer / Berlin. In guter<br />

Tradition findet alljährlich die<br />

international wichtigste Messe<br />

für Ernährungswirtschaft, Landwirtschaft<br />

und Gartenbau in den<br />

Berliner Messehallen unter dem<br />

Funkturm statt: die Grüne Woche.<br />

Auch in diesem Jahr waren wieder<br />

zahlreiche Aussteller aus dem<br />

Kreis Kleve, unter anderem auch<br />

aus Kevelaer, in der NRW-Halle<br />

vertreten. Barbara Hendricks, die<br />

Kreis Klever SPD-Bundestagsabgeordnete,<br />

nahm die Gelegenheit<br />

wahr, um die versammelte Prominenz<br />

aus Landwirtschaft, Gartenbau<br />

und Lebensmittelwirtschaft<br />

ihres Heimatkreises zu besuchen.<br />

„Es ist sehr erfreulich zu sehen,<br />

wie leistungsfähig und zukunftsorientiert<br />

sich die Unternehmen<br />

auf der Grünen Woche präsentieren.<br />

Produzenten und Manufakturen<br />

mit Herz und Verstand stehen<br />

hinter den frischen Produkten<br />

und unseren regionalen Spezialitäten.<br />

Ein wirklich kulinarisches<br />

Highlight war die vielleicht leckerste<br />

Currywurst dies- und jenseits<br />

des Rheins der Firma CurryQ<br />

aus Kleve“, so Barbara Hendricks.<br />

Das Unternehmen führt seit fünf<br />

Jahren auch in Kevelaer auf der<br />

Hauptstraße eine Filiale und<br />

bringt dort Currywurst, Pommes<br />

und Co. unters Volk.<br />

Während des Messebesuchs<br />

stand außerdem noch ein Besuch<br />

bei der Spargelbaugenossenschaft<br />

Walbeck und Umgegend auf dem<br />

Barbara Hendricks stattete dem CurryQ-Stand auf der Grünen<br />

Woche in Berlin einen Besuch ab.<br />

Foto: privat<br />

Stand des Vereins „genussregion<br />

niederrhein“ auf dem Programm.<br />

Hier ergab sich die Gelegenheit,<br />

die Walbecker Spargelprinzessin<br />

Annika Croonenbroek und den<br />

für sein ehrenamtliches Engagement<br />

ausgezeichneten Spargelgrenadier<br />

Heinz-Josef Heyer zu<br />

treffen. Beim weiteren Rundgang<br />

traf die SPD-Abgeordnete auch<br />

Vertreterinnen der Initiative Agrobusiness<br />

Niederrhein e.V. aus<br />

Straelen und der Katholischen<br />

Landjugendbewegung (KLJB), um<br />

mit ihnen über die Zukunft der<br />

regionalen Landwirtschaft und<br />

des dörflichen Zusammenlebens<br />

zu diskutieren.<br />

Fehlern oder Krisen zu lernen,<br />

in Dankbarkeit heraus jeden Tag<br />

zu leben, seine Talente zu entfalten,<br />

Gutes zu tun oder Freude zu<br />

schenken.<br />

Trotzdem berichtest Du über viele<br />

Themen – das <strong>KB</strong> ist ja auch<br />

keine Kirchenzeitung.<br />

Ja, das stimmt. Aber man lernt<br />

immer dazu, wenn man etwas<br />

aus einer anderen Perspektive<br />

sieht. Sich mit neuen Themen<br />

zu beschäftigen, ist stets ein Gewinn.<br />

Und jeder Mensch hat seine<br />

Geschichte, seine Botschaft,<br />

die einem auf Vieles einen neuen<br />

Blick eröffnen.<br />

Was interessiert Dich persönlich<br />

neben dem Glauben besonders?<br />

Musik. Kevelaer ist wunderbar,<br />

was das Angebot an Musik<br />

angeht. Die Chöre, die Orchester,<br />

die vielen Möglichkeiten,<br />

ein Instrument professionell<br />

zu erlenen... Aber ich finde es<br />

schwierig, über Musik selbst zu<br />

schreiben. Gern schreibe ich Porträts<br />

von Menschen – ob über<br />

eine Hundertjährige oder einen<br />

Handwerker am Lebensabend.<br />

Menschen interviewen finde ich<br />

unglaublich toll. Ich habe meine<br />

Großeltern kaum gekannt,<br />

darum liebe ich es, von alten<br />

Menschen zu hören, von ihren<br />

Lebenserfahrungen, was ihnen<br />

weiterhalf, gerade auch in den<br />

schlimmen Zeiten. Ich finde es<br />

auch toll, dass man als Journalist<br />

herausragenden Menschen<br />

Fragen stellen kann – was man<br />

sonst nicht so leicht kann. Gern<br />

bin ich auch bei Veranstaltungen<br />

und frage die Beteiligten, Veranstalter<br />

oder Künstler, warum<br />

etwas so oder so gemacht wurde.<br />

Als Mutter zweier, bald dreier<br />

Kinder sieht man Dich fürs <strong>KB</strong><br />

besonders bei Veranstaltungen<br />

für Familien.<br />

Ich finde Kindertheater toll. Da<br />

kann ich als Mutter mit meinen<br />

Kinder hingehen und berichten.<br />

Oder über Veranstaltungen aus<br />

dem Kindergarten oder der Schule<br />

berichten. So lässt sich prima Berufliches<br />

und Privates verbinden.<br />

Die baldige Geburt Deines dritten<br />

Kindes bedeutet aber auch,<br />

dass für die rasende Reporterin<br />

jetzt erst einmal Babypause ist,<br />

oder?<br />

Ja, der Termin ist im Februar.<br />

Ich habe mal über Bischof Johann<br />

Michael Sailer geforscht, der vor<br />

gut zwei Jahrhunderten für die<br />

Kirche und das Glaubensleben in<br />

Deutschland ganz entscheidend<br />

war und ich würde gern ein Buch<br />

mit seinen heute noch wegweisenden<br />

Gedanken herausbringen.<br />

Dafür nutze ich die Zeit, während<br />

ich auf die Geburt warte oder<br />

dann danach. Nach der Geburt<br />

werde ich erst einmal keine Zeit<br />

für Termine haben – aber man<br />

wird sicher weiter immer mal was<br />

von mir im <strong>KB</strong> lesen.<br />

Interview: Björn Lohmann<br />

Die FDP-Kevelaer stellt sich<br />

aktuell neu auf<br />

Liberale wählen Tandem aus Jung und Alt<br />

Kevelaer. Mit der Aufstellung<br />

der Bewerberliste zur Kommunalwahl<br />

haben sich die Liberalen in<br />

der Wallfahrtsstadt Kevelaer auch<br />

personell für die Kommunalwahl<br />

neu aufgestellt. Auf Vorschlag<br />

des Fraktionsvorsitzenden Jürgen<br />

Hendricks wählte der Wahlparteitag<br />

Jan Itrich auf den ersten Listenplatz<br />

und Jens Auerbach auf<br />

den zweiten Platz. Diese Personalien<br />

sowie alle weiteren erfolgten<br />

einstimmig.<br />

„Mir war es wichtig, nach acht<br />

Jahren als Fraktionsvorsitzender<br />

im Rat der Stadt Kevelaer den Übergang<br />

zur nächsten Generation einzuleiten.<br />

Deshalb bin ich sehr froh,<br />

mit Jan und Jens zwei junge Kollegen<br />

an der Spitze der zukünftigen<br />

Fraktion zu wissen“, erklärt Hendricks.<br />

Jan Itrich und Jens Auerbach<br />

sind in der Kevelaerer Politik<br />

bereits seit längerer Zeit wohlbekannt,<br />

repräsentieren sie doch die<br />

FDP in zahlreichen Ausschüssen.<br />

„Wir sind unseren erfahrenen<br />

Ratsmitgliedern sehr dankbar<br />

und freuen uns, dass sie uns mit<br />

ihrer Erfahrung weiter zur Seite<br />

stehen“, führt Jan Itrich aus, „wir<br />

wollen frischen Wind der jungen<br />

Generation verbinden mit der<br />

Erfahrung unserer langjährigen<br />

Ratsherren!“ In diesem Sinne entschied<br />

sich der Wahlparteitag dafür,<br />

Jürgen Hendricks auf den Listenplatz<br />

drei zu nominieren und<br />

Philipp Schmidt auf Platz vier. Damit<br />

folgte der Wahlparteitag dem<br />

Vorschlag zum Generationswechsel<br />

auf ganzer Linie. Dazu Jens<br />

Auerbach: „Ich freue mich darauf,<br />

im nächsten Rat mit einem motivierten<br />

Team anzutreten und gemeinsam<br />

Kevelaer zu gestalten.“<br />

Die Liberalen hatten das Projekt<br />

„Generationenwechsel“ bereits<br />

vor längerer Zeit in Angriff<br />

genommen und zahlreiche neue<br />

Mitglieder gewinnen können,<br />

deshalb tauchen folgerichtig auf<br />

der weiteren Bewerberliste eine<br />

Mischung aus wohlbekannten<br />

Namen und neuen Gesichtern<br />

auf.<br />

Griechischkurs mit Sprachreise<br />

Kevelaer. Ab Mittwoch, 5. Februar, bietet die VHS einen Griechischkurs<br />

mit Werner Sürgers an. Die Teilnehmer sollen die Schrift lernen<br />

und einen Alltagswortschatz erlangen sowie anwenden können. Ziel<br />

ist es, dass sie sich mit den Einheimischen verständigen können und<br />

das Leben derer kennenlernen. Werner Sürgers plant eine achttägige<br />

Sprachreise nach Thessaloniki vom 16. Mai bis 23. Mai <strong>2020</strong>. Der Kurs<br />

findet an 12 Kurstagen von 18 Uhr bis 19.30 Uhr in der Öffentlichen Begegnungsstätte<br />

Kevelaer statt. Die Gebühr beträgt 90 Euro. Anmeldung<br />

bei der VHS in Goch, im Rathaus und unter www.vhs-goch.de.


Nr. 5 vom 30. Januar <strong>2020</strong><br />

Kevelaerer Blatt Seite 13<br />

Erste Niederlage der Saison<br />

Der Handball-Nachwuchs des KSV verlor mit 20:24 gegen den TV Issum<br />

Kevelaer. In der Dreifachhalle<br />

kam es zuletzt zum wiederholten<br />

Aufeinandertreffen der E-Jugendmannschaften<br />

des KSV und des<br />

TV Issum. Das erste Handballspiel<br />

in der Vorrunde ging noch<br />

unentschieden aus, sodass man<br />

eine spannende Begegnung erwarten<br />

durfte.<br />

Interessant war das Spiel auch<br />

aufgrund der unterschiedlichen<br />

Voraussetzungen in den Mannschaften.<br />

Konnte Sven Croon bei<br />

seiner KSV-Mannschaft vor allem<br />

auch auf die kräftigen und<br />

groß gewachsenen Spieler Jona<br />

Stevens, Mats Herbe und Matti<br />

Bräuer setzen, hat der TV Issum<br />

eher kleinere Spieler, die aber<br />

sehr schnell und flink auf dem<br />

Feld unterwegs waren. So konnte<br />

sich in der ersten Halbzeit auch<br />

keine Mannschaft mit mehr als<br />

zwei Toren absetzen. Zur Halbzeit<br />

gab eine knappe Führung für<br />

den KSV. Mit 11:10 ging es in die<br />

Kabinen.<br />

Dort muss die Issumer Trainerin<br />

die richtigen Worte gefunden<br />

haben. Es wurde zusehend<br />

schwieriger für den KSV, sich<br />

durch die Abwehr durchzuspielen.<br />

Meist waren es Einzelaktionen,<br />

die auf KSV-Seite für<br />

die Tore sorgten. Issum ließ aber<br />

nicht locker und konnte sich fünf<br />

Minuten vor Abpfiff erstmals mit<br />

drei Toren absetzen. Die junge<br />

Kevelaerer Mannschaft reagierte<br />

nun hektisch und versuchte, den<br />

Abschluss zu erzwingen. Bälle,<br />

die vorher noch sicher im Tor<br />

gelandet waren, verfehlten jetzt<br />

aber ihr Ziel. Die Issumer Jungen<br />

nutzten ihrerseits ihre Chancen<br />

konsequent aus. Mit dem Abpfiff<br />

stand mit 20:24 die erste Niederlage<br />

in der Kreisliga für den KSV<br />

fest.<br />

Jetzt geht‘s nach Voerde<br />

Für den KSV spielten im Tor<br />

Maximilian van de Loo und Delal<br />

Ayhan. Auf dem Feld waren<br />

Jos Thyssen, Jona Stevens (3<br />

Tore), Leon Wehling, Mats Herbe<br />

(7 Tore), Julian Beckmann, Eric<br />

Marquina Kirchesch (1 Tor), Kai<br />

Schaffers, Jesper van der Hejden,<br />

Fee Rieger und Matti Bräuer (9<br />

Tore). Weiter geht es am Samstag,<br />

1. Februar, gegen den TV Voerde.<br />

Eine Mannschaft, die sicherlich<br />

nochmals stärker einzuschätzen<br />

ist.<br />

Auf einmal lief nichts mehr zusammen<br />

Volleyballer des KSV II verspielten noch eine 2:0 Satzführung<br />

Kevelaer. Die erste Volleyball-<br />

Mannschaft des KSV durfte wieder<br />

in eigener Halle ihren Gegner<br />

aus Düren empfangen. Auch<br />

wenn die Vorzeichen sich, durch<br />

den verletzungsbedingten Ausfall<br />

von Robin Broeckmann ein wenig<br />

verschlechtert hatten, ließen die<br />

Kevelaerer Volleyballer nichts anbrennen.<br />

Wie Trainerin Heike Thyssen<br />

schon angekündigt hatte, nutzte<br />

sie dieses Spiel um in den Aufstellungen<br />

zu rotieren und einiges<br />

auszuprobieren. So waren die<br />

Sätze vielleicht nicht so deutlich,<br />

wie sie hätten sein können. Aber<br />

am Ende war es doch ein deutlicher<br />

3:0 Sieg (25:23 25:16 25:20).<br />

Die Spieler mussten sich in allen<br />

Sätzen auf neue Aufstellungen<br />

einstellen. Im dritten Satz durfte<br />

auch Zuspieler Robin Verhoeven<br />

pausieren und Marcel Thyssen<br />

übernahm seine Aufgaben. So waren<br />

letztendlich alle mit dem Erfolg<br />

zufrieden. Für den Kevelaerer<br />

SV spielten: Bergers, Derrix,<br />

Nobbers, Novak, Ophey, Reschke,<br />

Thyssen und Verhoeven.<br />

Am nächsten Wochenende<br />

steht das Lokalderby gegen den<br />

In der zweiten Halbzeit gab‘s kein Durchkommen mehr. So kassierten<br />

die E-Jugendlichen des KSV am Ende die erste Saisonniederlage.<br />

Foto: KSV<br />

Gut geblockt. Während die erste Mannschaft des KSV einen ungefährdeten<br />

3:0 Erfolg einfuhr, verspielte die Zweitvertretung<br />

noch eine 2:0 Satzführung.<br />

Foto: KSV<br />

SV Bedburg-Hau an. Hier wird<br />

man allerdings konzentrierter ans<br />

Werk gehen müssen, um den vierten<br />

Tabellenplatz zu halten.<br />

Nach dem 3:1 Hinspielerfolg<br />

des KSV II, wollte dieser auch das<br />

Rückspiel gegen den Verberger<br />

Zehn Betreuer waren<br />

beim Ersthelferlehrgang<br />

Vom Lauf- und Walking Treff<br />

Kevelaer. Seit 1987 gibt es in<br />

Kevelaer den Lauf- und Walking<br />

Treff (LWT). Er bietet dem sportlich<br />

Interessierten regelmäßig<br />

Lauf- und Walkingstunden, in<br />

Gruppen unterschiedlicher Leistungsstärke<br />

an. Im Gegensatz zu<br />

den klassischen Sportvereinen<br />

strebt der LWT keine Höchstleistungen<br />

an. Jeder sportlich<br />

ambitionierte Läufer oder Walker<br />

findet bei uns seine persönliche<br />

„Wohlfühlgruppe“<br />

Dazu stehen dem LWT insgesamt<br />

15 engagierte Lauf/Walkingbetreuer<br />

und Betreuerinnen,<br />

die regelmäßig an Fortbildungen<br />

teilnehmen, zur Verfügung. Erst<br />

jüngst nahmen zehn Mitglieder<br />

des Teams an einem Ersthelferlehrgang<br />

des Deutschen Roten<br />

Kreuzes teil, natürlich in der Hoffnung,<br />

ihr Wissen niemals in der<br />

Praxis anwenden zu müssen.<br />

Zum Frühjahr, ab Beginn der<br />

Sommerlaufsaison, Anfang April,<br />

bietet der LWT wieder einen Einsteigerkurs<br />

„Laufen“ an, während<br />

der Einstieg in der Walkinggruppen<br />

ganzjährig möglich ist. Ab<br />

April finden sich die Teilnehmer<br />

dazu wieder am Treffpunkt Jugendherberge<br />

in der Schravelener<br />

Heide ein.<br />

TV II gewinnen. Das Spiel startete<br />

gut, wenn auch nicht überzeugend,<br />

für die Kevelaerer. Der<br />

KSV nutzte dabei auch die Fehler<br />

der Verberger, um eine 2:0 Satzführung<br />

einzufahren. Doch der<br />

VTV wurde nun stärker und holte<br />

sich den dritten Satz. Auf Kevelaerer<br />

Seite stand Zuspieler Andreas<br />

Holtappels ab Satz vier nicht<br />

mehr zur Verfügung. Die notwendige<br />

Umstellung im Spiel des KSV<br />

lief aber nicht so reibungslos wie<br />

gewünscht. Coach Nicole Joosten<br />

versuchte mit Auszeiten, nochmals<br />

gegenzusteuern. Dies gelang<br />

aber in Ansätzen erst im fünften<br />

Satz. Mit einem Vorsprung von<br />

8:3 wurden die Seiten gewechselt.<br />

Dann lief aber nichts mehr beim<br />

KSV zusammen und der VTV<br />

übernahm mit 11:8 die Führung.<br />

Es wurde zwar nochmals spannend,<br />

aber zum Ende hin reichte<br />

es nicht ganz. Mit 14:16 verliert<br />

der KSV Satz Nummer 5 und damit<br />

das Spiel mit 2:3. Für den<br />

Kevelaerer SV II spielten: Broeckmann,<br />

Eyll, Holtappels, Janßen,<br />

Nikrandt, Ophey, Peters und Tönißen.<br />

Weiter geht es lediglich für<br />

die erste Mannschaft, die zweite<br />

Mannschaft hat spielfrei. Am<br />

Samstag, 1. Februar, um 17 Uhr,<br />

empfängt der KSV den SV Bedburg-Hau.<br />

Gespielt wird in der<br />

Zweifachhalle des Schulzentrum<br />

Hüls.<br />

In Bollywood vereinen<br />

sich viele Tanzrichtungen<br />

Mit der Dozentin Vanditi Rajan<br />

Kevelaer. Die VHS bietet unter<br />

dem Motto „Bollywood“ einen<br />

Tanzworkshop an. Er findet ab<br />

Samstag, 15. Februar, an vier<br />

Kurstagen jeweils von 15 bis 18<br />

Uhr in der Öffentlichen Begegnungsstätte,<br />

Raum 108, statt.<br />

Bollywood ist eine Mischung<br />

aus unzähligen Tanzrichtungen<br />

der Welt, was es so einzigartig<br />

und faszinierend macht, sodass<br />

Menschen jeden Alters auf einem<br />

Bollywood-Lied tanzen können.<br />

In diesem Workshop erlernen die<br />

Teilnehmenden gemeinsam mit<br />

der Dozentin eine Choreographie<br />

zu einem bekannten Bollywood-<br />

Lied. Es wird auch Wert auf Fitness<br />

und Spaß gelegt. Nebenbei<br />

gibt es Infos rund um Indien, das<br />

Essen und die Kultur. Die Dozentin<br />

Vanditi Rajan ist in Indien<br />

geboren und hat zwölf Jahre in<br />

Mumbai gelebt, der Stadt, wo Bollywood<br />

zu Hause ist. Sie tanzt seit<br />

ihrem 5. Lebensjahr. Bollywood<br />

ist eine Fusion von über 50 Tanzrichtungen<br />

(Klassik, Pop, HipHop,<br />

Dance). Bitte bequeme Kleidung<br />

und Gymnastikschläppchen oder<br />

Stoppersocken mitbringen.<br />

Nähere Information gibt es in<br />

der VHS-Geschäftsstelle Goch,<br />

Telefon: 02823/6060.<br />

Franka Janssen fährt zur Europameisterschaft nach Breslau.<br />

<br />

Foto: SSG<br />

Zwei Schwestern fahren<br />

zur EM nach Breslau<br />

Anna und Franka Janssen sind dabei<br />

Sport in Kürze<br />

Fitness für Leute ab 65 Jahren<br />

Kevelaer. Mit einem Vorkampfergebnis<br />

von 631,0 Ringen nicht<br />

ins Finale zu kommen, ist bitter.<br />

Trotzdem kann Anna Janssen<br />

sehr zufrieden sein. Sie erzielte<br />

bei dem internationalen Wettkampf<br />

den zehnten Platz und<br />

wurde damit beste Deutsche bei<br />

den Damen.<br />

Die erst 17-Jährige ist die erste<br />

Juniorin, die im Erwachsenen-<br />

Nationalteam mitschießen darf<br />

und hier ebenso überzeugt wie<br />

zuvor im Juniorenkader. Das bei<br />

diesem Ergebnis kein Finalplatz<br />

rauskam, ist dem überaus hohen<br />

Niveau geschuldet, das zurzeit im<br />

internationalen Luftgewehr-Bereich<br />

vorherrscht. Nur drei Zehntel<br />

fehlten Anna Janssen zum<br />

Platz acht, dann hätte sie um eine<br />

Medaille kämpfen können. Ein<br />

Startplatz bei der Europameisterschaft<br />

war ihr bereits nach der<br />

erfolgreichen Teilnahme bei den<br />

Ranglistenwettkämpfen im Dezember<br />

sicher.<br />

Schwester Franka Janssen<br />

musste in München noch um diese<br />

Teilnahme kämpfen. Mit zwei<br />

hervorragenden Vorkampfergebnissen<br />

von 626,5 (Platz 7 im Finale)<br />

und 626,6 Ringen (Platz 13),<br />

ließ sie ihre deutschen Konkurrentinnen<br />

hinter sich und ergatterte<br />

sich einen von den drei begehrten<br />

EM-Teilnahme-Plätzen<br />

bei den Juniorinnen.<br />

So können sich die Janssen-<br />

Zwillinge am 23. Februar gemeinsam<br />

auf den Weg nach Breslau /<br />

Polen machen, um für Deutschland<br />

Edelmetall zu gewinnen. Das<br />

Erreichen von Treppchenplatzierungen<br />

ist besonders im Erwachsenenbereich<br />

gefragt. Es liegt ein<br />

hoher Druck auf den Schultern<br />

der Spitzenschützen. Ein Quotenplatz<br />

für Olympia <strong>2020</strong> in Tokio<br />

muss noch ergattert werden.<br />

Eine Hürde, die Sergey Richter<br />

bereits genommen hat. Auch er<br />

hat in München gezeigt, was er<br />

kann. Der Israeli, der für die Kevelaerer<br />

in der ersten Bundesliga<br />

schießt, konnte bei den Herren<br />

mit einem Ergebnis von 632,2 Ringen<br />

das Finale erreichen und wurde<br />

dort Vierter. Ein gutes Ohmen<br />

für das kommende Wochenende,<br />

wo die drei „Tiger“ zusammen<br />

mit Alexander Thomas und Jana<br />

Erstfeld beim Bundesligafinale<br />

in Rotenburg an der Fulda an die<br />

Schießlinie gehen. Der amtierende<br />

deutsche Mannschaftsmeister,<br />

SSG Kevelaer, hat die Titelverteidigung<br />

fest im Visier.<br />

Kevelaer. Das SportBildungswerk Kleve bietet einen Kurs „Bewegungsförderung/Fitness<br />

65+“ an. Er findet ab 6. Februar, 9 x donnerstags<br />

jeweils von 9.30 bis 10.30 Uhr unter der Leitung von Anja<br />

Elsinghorst bei „Lebensart“, Twistedener Straße 6, statt.<br />

Ein Programm mit Walk-Elementen für alle, die Freude an Bewegung<br />

haben. Dabei lernen die Teilnehmer individuelle Übungen mit<br />

dem Theraband und anderen Kleingeräten kennen. Ein schonendes<br />

Training, um die Beweglichkeit zu erhalten und zu fördern.<br />

Wassergymnastik für jede Altersgruppe<br />

Kevelaer. Das SportBildungswerk Kleve bietet einen Kurs „Wassergymnastik“an.<br />

Er findet ab 11. Februar, 7x dienstags von 9 bis 10 Uhr<br />

unter der Leitung von Anja Elsinghorst im Lehrschwimmbecken des<br />

Kevelaerer Hallenbades statt. Wassergymnastik bietet ein sanftes Training<br />

für jede Altersgruppe.<br />

Anmeldung zu beiden Kursen sind beim SportBildungswerk Kleve,<br />

Marcel Kempkes, Telefon: 02831/92830-21, m.kempkes@ksb-kleve.de<br />

oder unter: www.sbw-kleve.de möglich.<br />

Rücken-Fitness für die Frauen<br />

Winnekendonk. Es gibt noch freie Plätze beim Rücken-Fitness für<br />

Frauen vom Kneipp-Verein Gelderland. Die Kurse finden mittwochs<br />

von 8.30 bis 10 Uhr und von 10 bis 11.30 Uhr in der Öffentlichen<br />

Begegnungsstätte, Marktstraße 16, statt. Anmeldungen nimmt der<br />

Kneipp-Verein Gelderland in der Geschäftsstelle, Markt 17, in Geldern<br />

oder E-Mail an kneipp@kneippverein-gelderland.de entgegen. Infos<br />

unter Telefon: 02831/993880 oder www.kneippverein-gelderland.de


Seite 14<br />

Kevelaerer Blatt Nr. 5 vom 30. Januar <strong>2020</strong><br />

Aus den Pfarreien<br />

Musik zum Mitsingen<br />

im Projektchor<br />

Twisteden. Am Mittwoch, 5.<br />

Februar, sind Interessierte zur<br />

Probe um 20 Uhr auf der Orgelbühne<br />

in der St.-Quirinuskirche<br />

willkommen. Es werden unter<br />

Leitung von Kirchenmusiker<br />

Christian Franken Neue Geistliche<br />

Lieder (NGLs) für die Taufe<br />

am Sonntag, 9. Februar, um 14<br />

Uhr geprobt. Notenkenntnisse<br />

sind nicht erforderlich.<br />

Instrumental wird der Chor,<br />

der aus der Sing- und Instrumentalgruppe<br />

Twisteden hervorgegangen<br />

ist, meist mit Querflöten-,<br />

Orgel- oder Klavier- und Schlagzeugklängen<br />

begleitet.<br />

Friedensgebet in der<br />

Antoniuskapelle<br />

Kevelaer. Das monatliche<br />

„Friedensgebet für die Welt“<br />

findet am Samstag, 1. Februar,<br />

um 11.30 Uhr in der Antoniuskapelle<br />

statt. Das Gebet endet<br />

mit dem Angelusläuten und wird<br />

von Kirchenmusiker Christian<br />

Franken zum Thema „Licht der<br />

Welt“ inhaltlich und musikalisch<br />

gestaltet. Die Gottesloblieder und<br />

Gebete laden zum Mitsingen und<br />

Mitbeten ein.<br />

Weihbischof Lohmann<br />

kommt zur Visitation<br />

Kervenheim. Weihbischof Rolf<br />

Lohmann kommt in der ersten<br />

Februarwoche zur „Visitation“<br />

nach St. Antonius. Visitation ist<br />

ein Besuch, bei dem der Weihbischof<br />

Kontakt zur Gemeinde<br />

sucht, diese kennenlernen möchte<br />

und einige offizielle Besuche<br />

macht.<br />

Vor einem Gesprächsabend<br />

mit den Mitgliedern des Pfarreirates<br />

und des Kirchenvorstandes<br />

wird Weihbischof Lohmann am<br />

Donnerstag, 6. Februar, um 19<br />

Uhr in der Kervenheimer Kirche<br />

die Messe feiern.<br />

Spielenachmittag<br />

für Jung und Alt<br />

Winnekendonk. Der nächste<br />

Spiele-Nachmittag für Jung und<br />

Alt findet am Montag, 3. Februar,<br />

um 15 Uhr im Pfarrheim St.<br />

Urbanus statt.<br />

St. Marien<br />

Sa 18.30 Uhr Vorabendmesse. So<br />

10 Uhr Hochamt; 11.45 Uhr Messe;<br />

18.45 Uhr Abendmesse.<br />

Beichtkapelle<br />

So 8.15 Uhr Messe; 10.30 Uhr Familienmesse.<br />

Werktags: 10 Uhr<br />

Messe; 11.30 Uhr Messe; 18.30<br />

Uhr Messe.<br />

Kerzenkapelle<br />

So 9 Uhr Messe nach dem Messbuch<br />

von 1962. Werktags: 10 und<br />

11.30 Uhr Messe. Tägl.: 18 Uhr<br />

Marienlob.<br />

Gnadenkapelle<br />

Sa 8 Uhr Friedensmesse.<br />

Sakramentskapelle<br />

Tägl.: 8.40 Uhr Laudes (sonntags<br />

7.45 Uhr); 9 Uhr Messe; 9.30 bis<br />

Spaß im Umweltschutz<br />

36 Grundschulkinder gestalteten eigene Futterhäuschen<br />

Wetten. Stolz hielt die siebenjährige<br />

Stella ihr selbst geschaffenes<br />

Kunstwerk in den Händen.<br />

„Das hab ich so noch nie gemacht“,<br />

beschrieb sie ihren ganz<br />

speziellen Futtertrog. „Da sind<br />

Sterne, eine Sonne, Blumen, ein<br />

Vogel, Rasen und der Himmel<br />

dabei.“ Auch die ein Jahr jüngere<br />

Mia hatte ihrem Häuschen eine<br />

besondere Note verliehen. „Ich<br />

hab da noch einen Regenbogen<br />

dabei“, verkündete sie und wirkte<br />

sichtlich glücklich darüber, den<br />

Nachmittag im Wettener Pfarrheim<br />

verbracht zu haben. Dort<br />

hatten sich 36 Kinder gemeinsam<br />

mit den Messdienern von St. Petrus<br />

Wetten gut zwei Stunden<br />

lang mit der Gestaltung von Futterhäuschen<br />

beschäftigt. An drei<br />

großen Tischen waren Kästen mit<br />

den Häuschen, Zeitungen und<br />

Farbe aufgestellt, sodass die Kids<br />

sofort loslegen konnten.<br />

„Wir hatten im Juli unser ‚Feier!Tag‘-Gemeindefest“,<br />

erläuterte<br />

Dennis Hartjes, einer der Messdiener,<br />

die an diesem Tag mit den<br />

Kindern zusammen die Häuschen<br />

gestalteten. „Mit den Einnahmen<br />

wollten wir etwas Sinnvolles machen“,<br />

entstand dann die Idee, alle<br />

Wettener Grundschulkinder und<br />

die Messdienergemeinschaft im<br />

Pfarrheim zusammenzubringen.<br />

Dabei gehe es auch um das Thema<br />

Nachhaltigkeit und Umweltschutz.<br />

„Von dem Rest des Geldes<br />

wollen wir auch noch ein Insektenhotel<br />

bauen“, meinte Hartjes.<br />

Um das Ganze locker zu gestalten,<br />

Gottesdienste vom 30. Januar bis 5. Februar<br />

18.15 Uhr Eucharistische Anbetung;<br />

17 Uhr Rosenkranzgebet.<br />

Klarissenkloster<br />

So 16.30 Uhr Vesper. Tägl.: 8 Uhr<br />

Messe; 18 Uhr Vesper.<br />

Clemenskirche<br />

Fr 8 Uhr Messe des Caritasverbandes<br />

Geldern-Kevelaer; 17.30<br />

Uhr Anbetung, anschließend<br />

Vesper. Mo 10 Uhr Messe.<br />

Antoniuskapelle<br />

Do 19 Uhr Messe. Sa 11.30 Uhr<br />

Friedensgebet. Di 19 Uhr Messe.<br />

Mi 9 Uhr Messe.<br />

Zufriedene Gesichter nach dem fleißigen Basteln.<br />

gingen die Messdiener zwischendurch<br />

mit den Kindern vor die<br />

Tür in den Bürgerpark zum Spielen<br />

– eine Taktik, die sich bezahlt<br />

machte. „Ganz zu Anfang war es<br />

ja noch ein großer ‚Haufen‘, aber<br />

das hat sich dann geordnet“, zeigte<br />

sich die 17-jährige Messdienerin<br />

Eva vom Engagement der Kinder<br />

sehr angetan. „Sie waren im<br />

Großen und Ganzen konzentriert.<br />

Niemand wurde dabei angemalt<br />

und nix wurde zerdeppert.“<br />

Nachdem die kreative Arbeit<br />

abgeschlossen war, ging‘s für die<br />

Kids ein Stockwerk höher, um dort<br />

den Film „Ab durch die Hecke“ zu<br />

gucken. Danach konnte jeder sein<br />

Futterhäuschen mit nach Hause<br />

nehmen. Die Eltern, die ihre kleinen<br />

„Künstler“ abholten, fanden<br />

St. Antonius Kevelaer<br />

Sa 18 Uhr Vorabendmesse mit<br />

Blasiussegen. So 8.30 Uhr Messe<br />

mit Blasiussegen; 11.30 Uhr Messe<br />

mit Blasiussegen; 14 Uhr Taufe;<br />

16 Uhr Messe der polnischen<br />

Mission. Di 8.10 Uhr Schulgottesdienst<br />

Klasse 1.<br />

St. Quirinus Twisteden<br />

Fr 9 Uhr Messe. So 10 Uhr Messe<br />

mit Blasiussegen. Mo 19 Uhr<br />

Messe. Mi 19 Uhr Messe.<br />

St. Petrus Wetten<br />

Do 9 Uhr Rosenkranzgebet; 19<br />

Uhr Messe. Sa 18.30 Uhr Messe<br />

der Freiwilligen Feuerwehr mit<br />

Blasiussegen<br />

So 10 Uhr Messe mit Blasiussegen.<br />

Mo 19 Uhr Messe. Mi 8 Uhr<br />

Schulgottesdienst.<br />

St. Urbanus Winnekendonk<br />

Fr 19 Uhr Messe. Sa 16.45 Uhr Rosenkranzgebet;<br />

17 Uhr Vorabendmesse.<br />

So 11.15 Uhr Messe; 15 Uhr Taufe.<br />

Mi 9 Uhr Messe der kfd in der Josefskapelle;<br />

19 Uhr Messe.<br />

Katharinenkapelle<br />

Do 8.30 Uhr Laudes. Di 10.30 Uhr<br />

Messe.<br />

St. Antonius Kervenheim<br />

Do 19 Uhr Messe. Sa 18.30 Uhr<br />

Vorabendmesse mit Blasiussegen.<br />

Di 8 Uhr Schulmesse; 19 Uhr<br />

Messe.<br />

Jesus-Christus-Kirche<br />

So 11 Uhr Gottesdienst mit<br />

Abendmahl.<br />

Ev. Kirche Kervenheim<br />

So 11 Uhr Gottesdienst.<br />

Foto: AF<br />

die Aktion richtig klasse. „Ich war<br />

früher selbst Messdienerin, von<br />

daher weiß ich, wieviel Arbeit das<br />

ist. Und deshalb stehe ich da voll<br />

dahinter“, meinte Orla Feeny.<br />

Auch Jens Kösters konnte der<br />

Geschichte eine Menge abgewinnen.<br />

„Das ist ein schönes Angebot<br />

für Wetten. Zu Hause kriegst du<br />

ihn schlechter ans Basteln“, sagte<br />

er und nahm den siebenjährigen<br />

Jakob mit nach Hause. „Aber gemeinsam<br />

mit anderen, das ist<br />

dann schon was anderes hier.“<br />

Und die achtjährige Sophie wusste<br />

schon ungefähr, wo ihr mit<br />

Streifen und Vögeln verziertes<br />

Häuschen seinen Platz im Garten<br />

finden soll: „Entweder am Apfel–<br />

oder am Pflaumenbaum.“<br />

Alexander Florié-Albrecht<br />

Kann Erkenntnis Sünde sein?<br />

Vortrag über die Spannung zwischen Kirche und Wissenschaft<br />

Kevelaer. „Wie kann man zwei<br />

Herren gleichzeitig dienen – der<br />

Kirche und der Wissenschaft?“<br />

Diese Frage stellt Prof. Dr. Ulrich<br />

Berges, Professor für Altes Testament<br />

an der Universität Bonn, am<br />

Dienstag, 11. Februar, um 18 Uhr<br />

auf Einladung des Katholischen<br />

Bildungsforums / <strong>KB</strong>W Kleve im<br />

Priesterhaus.<br />

In der Reihe der „Kevelaerer Gespräche“<br />

widmet sich der Bonner<br />

Theologieprofessor dem Spannungsverhältnis<br />

zwischen kirchlicher<br />

Tradition und wissenschaftlicher,<br />

nachprüfbarer Erkenntnis.<br />

Als Professor für Altes Testament<br />

nimmt er dabei insbesondere das<br />

Bibellesen in moderner Zeit in<br />

den Blick und fragt, inwiefern<br />

eine wissenschaftliche Auslegung<br />

der biblischen Texte, die sich einer<br />

freien Forschung verpflichtet<br />

weiß, überhaupt möglich ist.<br />

Der Vortrag von Prof. Dr. Ulrich<br />

Berges nimmt einerseits eine<br />

historische Perspektive ein und<br />

zeichnet den steinigen Weg der<br />

historisch-kritischen Bibelauslegung<br />

von der Aufklärung bis heute<br />

nach. Andererseits nimmt der<br />

Referent das Problem von Erkennen<br />

und Erkenntnis im Kontext<br />

von akademischer Forschung und<br />

kirchlicher Tradition in den Blick:<br />

Kann Erkenntnis Sünde sein? So<br />

lautet die Leitfrage des Abends.<br />

An den Vortrag schließt sich<br />

ein Abendimbiss und die Diskussion<br />

mit dem Referenten an. Die<br />

Gebühr beträgt 19 Euro. In dieser<br />

Gebühr sind die Kosten für den<br />

gemeinsamen Abendimbiss enthalten.<br />

Anmeldungen sind bis<br />

zum 5. Februar möglich beim Katholischen<br />

Bildungsforum / <strong>KB</strong>W<br />

Kleve (Telefon: 02821/721525 oder<br />

unter: www.kbw-kleve.de).<br />

Ev. Freikirchliche Gemeinde<br />

So 10 Uhr Gottesdienst, zeitgleich<br />

Kids Church.<br />

Bedenkliches<br />

Wintersonnenwende<br />

Die Wintersonnenwende<br />

ist schon eine<br />

Zeit her, man nennt<br />

meist den 21.Dezember.<br />

Weihnachten<br />

ist die Geburt<br />

des wahren „Sonnengottes“<br />

Jesus<br />

Christus. Die Christen<br />

legten sein Geburtsfest bewusst<br />

in die Zeit, in der man bei<br />

den Heiden den unbesiegbaren<br />

Sonnengott feierte. Die Wintersonnenwende<br />

liegt zurück.<br />

Aber erst Ende Januar, Anfang<br />

Februar kann man sie richtig<br />

spüren. Ja, die Tage sind schon<br />

viel länger geworden. Besonders<br />

abends merkt man, dass<br />

es über eine Stunde länger hell<br />

bleibt.<br />

Katastrophen, Kriege, falsche<br />

politische Leichtfertigkeit<br />

(Klima, Umwelt, Friede) gingen<br />

weiter. Es bleibt manches Dunkel<br />

in unserm persönlichen Leben.<br />

Es bleibt eine Menge Dunkel<br />

in unserer Kirche. Aber: Es<br />

wird heller. Und in der Kirche<br />

feiert man Mariae Lichtmess,<br />

Darstellung des Herrn am 2.<br />

Februar, ein Lichtfest, ein Herrenfest<br />

im Jahreskreis, früher<br />

sagte man: Abschluss der Weihnachtszeit.<br />

Jesus ist das Licht der Welt.<br />

Die alte Antiphon singt:<br />

„Licht zur Erleuchtung der Heiden<br />

und Herrlichkeit für dein<br />

Volk Israel.“ „Lumen ad revelationem<br />

gentium...“ Maria<br />

und Josef bringen den<br />

Jesusknaben 40 Tage<br />

nach der Geburt<br />

zum Tempel, bringen<br />

ein Ersatzopfer<br />

und wollen sagen:<br />

Eigentlich gehört er<br />

nicht uns, er gehört<br />

Gott. Bei Jesus ganz klar<br />

und sicher. Er ist selbst Gott.<br />

Aber auch jeder andere Mensch<br />

gehört nicht den Eltern, dem<br />

Ehepartner, dem oder der Geliebten,<br />

wenn man auch sagt:<br />

Ich bin dein und du bist mein.<br />

Jeder Mensch ist ganz und gar<br />

von Gott gewollt und von ihm<br />

gekommen. Keiner ist nur Mittel,<br />

jeder ist sein eigener Zweck<br />

(Kant). Und wir nehmen einander<br />

an als Geschenk, als von<br />

Gott zu treuen Händen anvertraut.<br />

Wie sehr würde das die<br />

Welt verändern, sähe<br />

man jedes Menschen derartige<br />

Würde. Wir alle brauchen<br />

Licht. Die Lichtsymbolik begleitet<br />

uns seit dem Advent.<br />

Hören wir auf die Worte des<br />

Christian Morgenstern: „Wintersonnenwende.<br />

Nacht hat<br />

nun ein Ende! Tag hebt an,<br />

goldgoldner Tag, Blühn und<br />

Glühn und Lerchenschlag. O<br />

du Schlummers Wende. O du<br />

Kummers Ende.“<br />

Manfred Babel<br />

Pfarrer St. Antonius<br />

Fortsetzung von Seite 1:<br />

Ein Macher und ein Christ<br />

Zeitzeugen erinnerten sich am<br />

Tag der Verabschiedung an die<br />

Person Richard Schulte Staade:<br />

Der berühmte Düsseldorfer<br />

Bildhauer Bert Gerresheim, der<br />

viel mit Richard Schulte Staade<br />

in Kevelaer zusammen gearbeitet<br />

hat und mit ihm befreundet<br />

war, sagte: „Er war ein Mensch,<br />

der etwas von Kultur verstand<br />

und ein guter Christ. Er war<br />

außer dem Kardinal in Köln<br />

mein bester und verständnisbereitester<br />

Auftraggeber. Man<br />

konnte alle Dinge besprechen,<br />

man wurde nicht gegängelt und<br />

man behielt die künstlerische<br />

Freiheit, auch wenn man natürlich<br />

auch mal Grenzen aufgezeigt<br />

bekam. Das war eine Gnade<br />

des Himmels, dieser Mann.“<br />

Der Kevelaerer Ortsvorsteher<br />

Edmund Bercker dachte spontan<br />

„an eine schöne Reise, nachdem<br />

er im Ruhestand war, nach Süddeutschland<br />

zu Wallfahrtsorten,<br />

die ich ganz gut kenne.“ Für ihn<br />

sei es „eine Freude“ gewesen, „mit<br />

so einer Persönlichkeit zusammengearbeitet<br />

zu haben. Er war<br />

ein Manager in Sachen Gottes,<br />

insbesondere der Mutter Gottes,<br />

und wusste, was er wollte. Das<br />

kleinste Gnadenbild der Welt hat<br />

sein Leben und meins bestimmt.“<br />

Der emeritierte Bischof von<br />

Aachen, Heinrich Mussinghoff,<br />

erinnerte sich, dass er mit<br />

Schulte Staade „um die gleiche<br />

Zeit Domvikar in Münster“ geworden<br />

sei. Als Bischof sei er<br />

häufig mit Gruppen in Kevelaer<br />

gewesen und habe einen „großen<br />

Gastgeber“ erlebt. „Er war<br />

ein frommer Mensch, nicht im<br />

Sinne einer Bilderbuchfrömmigkeit,<br />

sondern zupackend, dem<br />

Menschen zugewandt und sehr<br />

stark in der Marienverehrung.“<br />

Die Rheinberger Unternehmerin<br />

Christiane Underberg hatte<br />

einen persönlichen Draht zu dem<br />

Prälaten „von Jugend aus über<br />

meine Familie.“ Schulte Staade<br />

sei „so eine herausragende Persönlichkeit<br />

in der Breite seiner<br />

Talente und Fähigkeiten und mit<br />

einer charakterlichen Stärke und<br />

Persönlichkeit. Davon hätte ich<br />

gerne noch mehr auf dieser Erde.“<br />

Bürgermeister Dominik Pichler<br />

räumte dem Ereignis fast<br />

sowas wie historische Bedeutung<br />

ein und glaubte, „dass wir<br />

eine Beerdigung in dieser Größenordnung<br />

in Kevelaer in den<br />

nächsten 50 Jahren sicher nicht<br />

mehr sehen werden.“ Richard<br />

Schulte Staade „war Pastor, als<br />

ich nach Kevelaer zog 1983. Irgendwann<br />

verließ ich Kevelaer,<br />

um zu studieren und das Referendariat<br />

zu machen. Als ich<br />

20<strong>05</strong> wiederkam, war er immer<br />

noch Pastor in St. Marien.“ All<br />

das drücke schon die Dauer seines<br />

Wirkens aus. Er sei „nicht<br />

nur Seelsorger, sondern auch<br />

ein Macher“ gewesen, der „baulich<br />

für die Wallfahrt und für die<br />

Stadt“ viel bewirkt habe. Das<br />

sei der Grund, warum so viele<br />

Vereine und Bürger Abschied<br />

nehmen würden: „Sie haben<br />

ihn als charismatischen Macher<br />

und frommen Geistlichen auch<br />

konfessionsübergreifend wahrgenommen.<br />

Er war nicht nur<br />

für die Katholiken da und stand<br />

nicht nur für den Kapellenplatz.“<br />

Die Stimmen sammelte<br />

Alexander Florié-Albrecht


Nr. 5 vom 30. Januar <strong>2020</strong><br />

Kevelaerer Blatt Seite 15<br />

Der nächste Urlaub kann kommen<br />

Tipps auf der Touristikmesse Niederrhein im Messe- und Kongresszentrum Kalkar<br />

Kreis Kleve. Auf große Wandertour<br />

in die Berge oder doch<br />

lieber über die Grenze zu den niederländischen<br />

Nachbarn? Mit der<br />

Frage, wohin der nächste Urlaub<br />

gehen soll, kann man sich nicht<br />

früh genug beschäftigen. Am 1.<br />

und 2. Februar wird es auf der<br />

16. Touristikmesse Niederrhein<br />

im Messe- und Kongresszentrum<br />

Kalkar hierzu genügend Antworten<br />

geben.<br />

Bunte Teppiche<br />

Erfolgsrezept der beliebten<br />

Messe ist ohne jeden Zweifel die<br />

professionelle Beratung an zahlreichen<br />

deutschen und niederländischen<br />

Ständen. Die Organisatoren<br />

freuen sich über einen<br />

Zuwachs: Mehr als 150 Aussteller<br />

Neue Stars für Parookaville<br />

Die Organisatoren des Electronic Music Festivals geben mit Artists wie Afrojack,<br />

Oliver Heldens und Amelie Lens weitere Künstler bekannt<br />

Weeze. Wenn sich vom 17. bis<br />

19. Juli <strong>2020</strong> am Airport Weeze<br />

zum sechsten Mal die Tore von<br />

Parookaville öffnen, werden erneut<br />

über 300 DJs alle Facetten<br />

der elektronischen Musik auf<br />

zwölf Bühnen in der verrückten<br />

Stadt präsentieren. Jetzt steigern<br />

weitere Top-Stars die Vorfreude<br />

auf den Sommer.<br />

Mit Oliver Heldens kehrt einer<br />

der weltweit gefragtesten DJs auf<br />

die Mainstage von Parookaville<br />

zurück. Nach seinem Debüt-<br />

Überhit „Gecko“ lieferte Heldens<br />

mit „One Kiss“ mit Dua Lipa und<br />

momentan „Turn Me On“ konsequent<br />

Superhits und sicherte<br />

sich mit seinen mitreißenden Performances<br />

Platz 7 der aktuellen<br />

DJMag Top100.<br />

Afrojack als<br />

Mainstage-Headliner<br />

Bereits zum vierten Mal reist<br />

der niederländische Superstar<br />

Afrojack als Mainstage-Headliner<br />

nach Parookaville ein. Nach Pop-<br />

Kollabs mit unter anderem David<br />

Guetta präsentierte er zuletzt wieder<br />

treibende Future-Bass Sounds<br />

und begeisterte im vergangenen<br />

Jahr erneut die Massen mit seinem<br />

energiegeladenen Set.<br />

Ein besonderer Neuzugang in<br />

sind in diesem Jahr dabei, viele<br />

neue dürfen begrüßt werden.<br />

Urlaubsziele, Tagesausflüge und<br />

weitere Freizeitangebote beherrschen<br />

auch dieses Mal das Geschehen.<br />

Outdoor-Aktivitäten<br />

wie Wandern, Camping und Radfahren<br />

sind nach wie vor Hauptthemen<br />

an beiden Tagen. Passend<br />

hierzu zeigen bunte Teppiche den<br />

Weg zur jeweiligen Wunschdestination<br />

bzw. Lieblingsaktivität auf.<br />

Mitreißende Aktionen<br />

der Reihe der Headliner ist die<br />

Belgierin Amelie Lens. Ihr kometenhafter<br />

Aufstieg begann 2016<br />

dank ihres minimalistisch-atmosphärischen<br />

Techno-Sounds.<br />

Heute ist die 29-Jährige aus der<br />

internationalen Szene nicht mehr<br />

wegzudenken und reist <strong>2020</strong> erstmalig<br />

nach Parookaville ein.<br />

Ebenfalls einen Senkrecht-Start<br />

legte der Australier Fisher 2018<br />

mit seinem Track „Losing It“ hin,<br />

Ganz in rot kommen der Kreis<br />

Viersen und der Kreis Wesel daher<br />

und bereiten den fließenden<br />

Übergang in die grüne Kreis Klever<br />

Straße. Hier trifft sich der Niederrhein<br />

- er gibt den Blick frei<br />

über die Grenze, wo sich die Niederlande<br />

in Orange präsentieren.<br />

Highlight im roten Bereich: ein<br />

Vorgeschmack auf die Landesgartenschau<br />

<strong>2020</strong> in Kamp-Lintfort.<br />

Special für alle Radfahrfans auf<br />

dem grünen Teppich: die grenzüberschreitenden<br />

Knotenpunktsysteme.<br />

Bereits im letzten Jahr fielen<br />

Aktionsflächen in der Halle<br />

durch ihr abwechslungsreiches<br />

Programm auf. Und auch dieses<br />

Mal werden Bewährtes wie<br />

der Barfußpfad sowie spannende<br />

Kinderanimationen die kleinen<br />

und großen Gäste begeistern. Frischen<br />

Wind in die Sache bringen<br />

SpringEnergie Boards, Blasrohrschießen,<br />

Kletterwand und ein<br />

Geschicklichkeitsparcours. Der<br />

Begriff „Erlebnis“ wird auf der 16.<br />

Touristikmesse Niederrhein groß-<br />

Auf der 16. Touristikmesse Niederrhein im Messe- und Kongresszentrum Kalkar gibt es wieder<br />

jede Menge Tipps und Anregungen für den nächsten Urlaub.<br />

Foto: Wunderland Kalkar<br />

Oliver Heldens kehrt in diesem Jahr auf die Mainstage von Parookaville<br />

zurück.<br />

Foto: MGMT<br />

der weltweit einer der meistgespielten<br />

Festival-Tracks wurde.<br />

Sein Set in der Desert Valley war<br />

im vergangenen Jahr eines der<br />

Highlights von Parookaville und<br />

genau dorthin kehrt er als Headliner<br />

mit seinem durchdringenden<br />

Tech-House-Sound zurück.<br />

Für die House-Fans unter den<br />

Bürgern gibt es ebenfalls gute<br />

Neuigkeiten: Das italienische Trio<br />

Meduza ist erst in 2019 mit ihren<br />

Infos<br />

Kalkar. 16. Touristikmesse<br />

Niederrhein<br />

• Samstag, 1. und Sonntag, 2.<br />

Februar<br />

• täglich von 10 bis 17 Uhr<br />

• Messe- und Kongresszentrum<br />

Kalkar (auf dem Gebiet<br />

des Wunderland Kalkar),<br />

Griether Straße 110-120<br />

• Eintrittspreis Erwachsene:<br />

Tageskarte 7 Euro/Online-Ticket<br />

5 Euro<br />

• Kinder bis einschließlich 12<br />

Jahre haben freien Eintritt<br />

• www.touristikmesse-niederrhein.eu<br />

geschrieben. Aussteller kommen<br />

aus Schleswig-Holstein, der Eifel<br />

bis hin zum Schwarzwald. Sie alle<br />

zaubern individuelle Reiseangebote<br />

aus ihrem Koffer.<br />

Besonders Informationen zu<br />

Wanderregionen und Wanderwegen<br />

bedienen den großen Wunsch<br />

der Gäste nach Freizeitaktivitäten,<br />

bei denen die Natur bewusst erlebt<br />

werden kann. Besucher, die<br />

Fernweh verspüren, dürfen gerne<br />

einen Abstecher nach Südtirol<br />

oder Mallorca machen - hier lässt<br />

sich die Landschaft inmitten der<br />

Bergwelt in vollen Zügen genießen.<br />

Ganz ohne die Hektik des Alltags<br />

laden komfortable Sitzbereiche<br />

und gastronomische Einrichtungen<br />

nach einem Bummel<br />

durch die Reihen wunderbar zum<br />

Verweilen ein. Im erweiterten<br />

Café-Bereich können bei Kaffee<br />

und großer Kuchenauswahl bereits<br />

die ersten Urlaubspläne geschmiedet<br />

werden.<br />

Hits „Lose Control“ und „Piece<br />

Of Your Heart“ bekannt geworden,<br />

hat aber in kürzester Zeit<br />

bereits 28 Platin-Auszeichnungen<br />

und über eine Mrd. Streams eingeheimst.<br />

Jetzt reisen sie nach<br />

Parookaville und performen auf<br />

der Bill’s Factory, präsentiert von<br />

1LIVE, ebenso wie Vize und Younotus.<br />

Mit Headhunterz reist zudem<br />

einer der einflussreichsten Hardstyle-Acts<br />

bereits zum fünften<br />

Mal nach Parookaville ein. Erstmals<br />

präsentiert sich das härteste<br />

Genre der City Of Dreams unter<br />

freiem Himmel, am Samstag auf<br />

der Bill’s Factory wird zudem Sefa<br />

dabei sein.<br />

Neue Artists<br />

und alte Bekannte<br />

Auch die Bass- und Trap-Community<br />

bekommt neue Artists:<br />

Seit Jahren weltweit unterwegs<br />

sind Krewella; die beiden Schwestern<br />

aus Chicago mixen R‘n‘B-,<br />

Bollywood- und Pop-Sound mit<br />

Trap-Beats. Nach seiner Premiere<br />

in 2018 kehrt außerdem der<br />

Hardtrap-Vorreiter Saymyname<br />

zurück nach Parookaville.<br />

Alle bisher veröffentlichten Artists<br />

finden sich unter: www.parookaville.com/de/artists.<br />

Statt der Tiere steht am Sonntag im Weezer Tierpark die Niers<br />

im Mittelpunkt.<br />

Foto: Tierpark Weeze<br />

Im Tierpark dreht sich<br />

diesmal alles um die Niers<br />

Viele Infos, Führungen und Film<br />

Aus der Nachbarschaft<br />

Hilfe für Eltern von beeinträchtigten Kindern<br />

Geldern. Am Montag, 3. Februar, um 19 Uhr trifft sich die Selbsthilfegruppe<br />

„Eltern von beeinträchtigten Kindern“ erneut zum<br />

Erfahrungsaustausch im BluePoint der Lebenshilfe in Geldern,<br />

Bahnhofstraße 33. Interessierte Eltern sind herzlich willkommen, die<br />

Gruppe kennenzulernen und sich der Gruppe anzuschließen. Die<br />

Gruppe bietet in vertrauensvoller Atmosphäre die Gelegenheit sich<br />

auszutauschen, Probleme und Erfolgserlebnisse zu teilen. Fragen zu<br />

dieser Selbsthilfegruppe oder allgemein zu dem Thema „Selbsthilfe“<br />

beantwortet das Selbsthilfe-Büro für den Kreis Kleve unter Telefon:<br />

02821/780012 oder selbsthilfe-kleve@paritaet-nrw.org<br />

Erlebnistag für Kinder mit und ohne Behinderung<br />

Sonsbeck. Am Montag, 6. April, machen sich die Kinder im Grundschulalter<br />

von 10 bis 14 Uhr im großen Bauerngarten und Park von St.<br />

Bernardin in Sonsbeck-Hamb gemeinsam mit der Umweltpädagogin<br />

Sabine Kotzan vom NABU auf die Suche nach den ersten Frühlingsboten.<br />

Die Veranstaltung ist Teil des Projekts „Umweltbildung für alle –<br />

Inklusion inklusive!“ des NABU Kreis Kleve e. V. Eine Anmeldung ist<br />

erforderlich (Telefon: 0157/78315389 oder leader@nabu-kleve.de).<br />

Kevelaerer Blatt<br />

Herausgeber: Rudolf Beerden<br />

Johannesstr. 11, 47623 Kevelaer<br />

www.kevelaerer-blatt.de<br />

Verlag<br />

MegaTop Verwaltungs GmbH<br />

Sitz Kevelaer, Amtsgericht Kleve HRB 4704<br />

Geschäftsführung: Rudolf Beerden<br />

Redaktion<br />

Björn Lohmann, Michael Nicolas,<br />

Christian Schmithuysen<br />

Telefon: 02832-4089794<br />

Telefax: 02832-4089792<br />

E-Mail: redaktion@kevelaerer-blatt.de<br />

Redaktionsschluss: Mittwoch, 10 Uhr<br />

Weeze. Am Sonntag, 2. Februar,<br />

findet im Tierpark Weeze von 11<br />

bis 16 Uhr bereits die erste Veranstaltung<br />

zum Thema „Niers“ in<br />

diesem Jahr statt.<br />

Von Ende August bis Dezember<br />

2019 wurde die Niers im Bereich<br />

des Tierparks durch den Niersverband<br />

renaturiert. Die Bauarbeiten<br />

sind nun abgeschlossen, im Frühjahr<br />

werden an der Renaturierung<br />

noch Bäume gepflanzt. Aus diesem<br />

Anlass dreht sich im Tierpark<br />

an diesem Tag alles um das<br />

Thema „Niers“. Von 12 bis 15 Uhr<br />

werden stündlich Führungen zur<br />

renaturierten Fläche mit einem<br />

Mitarbeiter des Niersverbands<br />

angeboten. Festes Schuhwerk ist<br />

hier je nach Wetterlage von Vorteil.<br />

Das Naturschutzzentrum Rees-<br />

Bienen ist im Veranstaltungszelt<br />

vor Ort, informiert über „das Leben<br />

im Wasser“ und hat auch vor<br />

allem für Kinder viel zu bieten.<br />

Parallel dazu wird im Veranstaltungszelt<br />

ein Teil des Films<br />

„Leben an der Niers“ von Sascha<br />

Junghenn gezeigt.<br />

Auch der Förderverein des Tierparks<br />

ist an diesem Tag vor Ort,<br />

informiert über seine Arbeit und<br />

steht dem Team des Tierparks<br />

unterstützend zur Seite.<br />

Nach dem Motto „Grillen geht<br />

immer“ ist für das herzhafte, leibliche<br />

Wohl an diesem Tag gesorgt.<br />

Wer lieber Süßes mag, kommt im<br />

Café Eselsohr am Tierpark sicherlich<br />

auch auf seine Kosten.<br />

Auch bei dieser Veranstaltung<br />

ist der Eintritt in den Tierpark<br />

frei. Der Tierpark freut sich aber<br />

über Spenden, da der Betrieb des<br />

Tierparks und auch die Organisation<br />

einer solchen Veranstaltung<br />

nicht kostenfrei sind.<br />

Anzeigen<br />

Daniel Heinrichs<br />

Telefon: 02832-4089987<br />

E-Mail: anzeigen@kevelaerer-blatt.de<br />

Anzeigenschluss: Dienstag, 17 Uhr<br />

Es gilt die Anzeigenpreisliste vom<br />

01.04.2016.<br />

Leserservice<br />

Sylvia Leukers (Di+Fr 8-12 Uhr + AB)<br />

Telefon: 02832-4089795<br />

E-Mail: leserservice@kevelaerer-blatt.de<br />

Druck<br />

Druckzentrum Essen GmbH<br />

Friedrichstr. 34-38, 45123 Essen<br />

Das <strong>KB</strong> wird auf Recycling papier gedruckt.


Kevelaerer SV - Handball E-Jugend – vorne liegend: Maximilian van de Loo; vorne von links: Paul Eric Marquina Kirchesch, Jesper van der Heijden, Leon Wehling, Fee Rieger, Tristan Goldkuhle, Kai<br />

Schaffers; hinten von links: Delal Ayhan, Jos Matej Thyssen, Mats Herbe, Jona Stevens, Matti Breuer, Elena van Well, Sven Croon (Trainer). Foto: Axel Hundertmarck<br />

Sie möchten mit Ihrer Gruppe auch kostenlos ins Kevelaerer Blatt? Rufen Sie unseren Fotoreporter Axel Hundertmarck an unter Tel. 0175-1035330.

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