SIEBEN: Februar 2020

godewo

Die neuen 20er.

24 Projekte und Wettbewerbe

Noch bis 29. Februar Bewerbungen möglich

Neue Wettbewerbsrunde von

„Unser Dorf hat Zukunft“ läuft

Moderner, zukunftsorientiert und ein geringer Bewerbungsaufwand – das sind wesentliche

Kennzeichen der 27. Wettbewerbsrunde von „Unser Dorf hat Zukunft“. Noch

bis zum 29. Februar können sich Dörfer für die Kreisebene bewerben. Organisiert und

koordiniert wird dieser Wettbewerb durch das Kulturbüro des Landkreises Hildesheim,

in Zusammenarbeit mit der Kreisheimatpflege.

Alle Unterlagen zur Bewerbung als Download

unter www.kulturium.de/KulturBüro/Projekte/

Um möglichst viele Dörfer für eine

Bewerbung zu motivieren und den

Aufwand gering zu halten, wurde

das Verfahren deutlich verschlankt

und kreiseigene Vorgaben formuliert.

Anstelle von Formularen und Fragekatalogen

müssen jetzt nur noch die

Gedanken, die sich ohnehin schon

jeder Ort zu seiner Zukunftsfähigkeit

macht, formuliert und bereits erfolgte

Umsetzungen bzw. geplante Maßnahmen

stichpunktartig benannt

werden. Außerdem werden nur noch

wenige statistische Angaben verlangt.

Damit sinkt der Zeitaufwand

für die Bewerbung, sowie für die Verarbeitung

der Daten auf der Organisationsseite

auf ein Minimum.

Im Fokus von „Unser Dorf hat Zukunft“

steht das, was die Dorfgemeinschaft

aus eigener Initiative bewirkt hat, d.h.

welche Aktivitäten und Projekte zur

Entwicklung des Dorfes beitragen

und wie künftige Herausforderungen

angegangen werden. Der Dorfwettbewerb

will ganzheitliche Entwicklungsprozesse

von Dorfgemeinschaften

würdigen und sichtbar machen.

Deshalb geht es heute auch nicht

mehr primär um das äußere Erscheinungsbild,

sondern um Aktivitäten,

die eine gelebte Kultur des Miteinanders

von Jung und Alt, Familien

und Alteingesessenen im Dorf prägen

und die dabei auch die Integration

von Neubürgern unterstützen.

Bewerben können sich auch Dorfgemeinschaften,

die sich dem demografischen

Wandel stellen und Bleibeperspektiven

durch u.a. aktive Nachbarschaftshilfe

oder ein vielfältiges

Vereinsleben für ihre Bewohner schaffen.

Aber auch das Zusammenwirken

mit anderen Orten oder in überörtlichen

Kooperationen kann in die

Waagschale geworfen werden. Beispielhafte

Aktivitäten und kluge Herangehensweisen

beim Klimaschutz

und einer nachhaltigen Dorfentwicklung

werden ebenfalls gesucht.

Für besonderes Engagement im

Bereich Klimaschutz und Klimafolgenanpassung

wird seitens des Landes

Niedersachsens ein Sonderpreis

in Höhe von 500 Euro zur Verfügung

gestellt.

Vor den Sommerferien bereist die

Jury die konkurrierenden Dörfer, die

90 Minuten Zeit haben, sich zu präsentieren.

Dafür gibt es keine Vorgabe,

die Orte entscheiden selbst über

diese so genannte Visitation. Die Jury

besteht aus der Kreisheimatpflegerin,

je einem Mitglied der Kreistagsfraktionen,

je einem Vertreter der

kreisangehörigen Kommunen sowie

je eines Vertreters des Heimatbundes

im Landkreis Hildesheim, des Niedersächsischen

Landvolkes (Kreisverband

Hildesheim), der Verbände der

Landfrauen, des Kreisjugendrings,

der Unteren Naturschutzbehörde, der

Unteren Denkmalschutzbehörde, der

Handwerkskammer sowie der Klimaschutzagentur.

Erstmals verstärken

in diesem Vertreter der Kreisentwicklung,

des Bürgerschaftlichen Engagements

und der Fachstelle Inklusion

die Bewertungskommission.

(red/lm)

Schaffung von neuem Lebensraum für Igel, Eidechse und Co.

NABU startet neues Projekt zur Förderung der Biodiversität

Das neue, einjährige Projekt des NABU Niedersachsens zur „Förderung der Biodiversität auf Betriebsflächen“ (FBB) ist gestartet. Dabei berät und unterstützt

der NABU Firmen in der Stadt und im Landkreis Hildesheim, ihr Gelände naturnah zu gestalten, um so die lokale Biodiversität zu fördern. Es soll neuer Lebensraum

für die heimische Pflanzen- und Tierwelt auf Firmengeländen geschaffen und damit unter anderem Igel, Eidechsen und Insekten unterstützt werden.

© NABU Torsten Porstmann © NABU Sebastian Hennigs © NABU Sebastian Hennigs

Weitere Informationen zum Projekt:

NABU-Projektleiterin Sabrina Schmidt

Email: sabrina.schmidt@NABU-niedersachsen.de

Mobil: 0157 80673518

ww.nabu-niedersachsen.de

Weltweit nehmen die biologische

Vielfalt von Pflanzen- und Tierarten

sowie deren Lebensräume stark ab.

Die intensive Landnutzung des Menschen

trägt maßgeblich dazu bei.

Dabei brauchen wir eine hohe Biodiversität,

denn sie ist die Basis der Welt,

wie wir sie kennen.

Jeder kann etwas für den Erhalt der

biologischen Vielfalt tun. Angefangen

bei der naturnahen Gestaltung

des Balkons oder Gartens bis

hin zu einem möglichst nachhaltigen

Lebensstil. Auch Unternehmen

können sich für den Erhalt unserer

Lebensgrundlage einsetzen. Ein

Ansatz ist die naturnahe Gestaltung

des eigenen Firmengeländes. Hier

möchte der NABU mit dem neuen

Projekt ansetzen und unterstützen.

Warum ist ein naturnahes Gelände

so wichtig?

Die Wichtigkeit eines naturnahen Firmengeländes

für die Natur zeigt sich

unter anderem:

• in der Schaffung von einer Vielzahl

von Lebensräumen für viele heimische

Pflanzen- und Tierarten,

• darin, dass auch stark bedrohte Arten,

wie der europäische Laubfrosch auf

naturnahen Firmengeländen wieder

eine Heimat finden können.

Aber auch die Unternehmen haben

einen Nutzen von der Umgestaltung:

• Stichwort „Grüne Visitenkarte“ – die

Firmen zeigen Verantwortungsbewusstsein

(zukunftsorientiert und

nachhaltig denkend),

• es gibt eine Stärkung bei der Identifikation

der Mitarbeiter*innen mit dem

Unternehmen, wenn Sie in die Umgestaltung

aktiv mit eingebunden werden

• zudem steigt die Attraktivität als

Arbeitgeber, da das Gelände Raum für

Erholung und Entspannung bietet

• Kosten für Pflege und Abwasser können

reduziert werden

Aber was zeichnet ein naturnahes

Betriebsgelände aus?

Bei der naturnahen Gestaltung eines

Betriebsgeländes geht es darum,

Lebensraum für eine Vielzahl an heimischen

Tier- und Pflanzenarten zu

erhalten und/oder neu zu schaffen.

Dabei gibt es einige Leitgedanken,

die die Idee der naturnahen Gestaltung

verdeutlichen:

• Verzicht auf Dünger und Pestizide

• Verwendung von einheimischen

und standortgerechten Pflanzen

• Minimierung der Versieglung

• Teilweise Verwilderung zulassen

• Rückhaltung von Regenwasser

• Nährstoffarme Standorte erhalten

• Sachkundige Pflege

• Vielfalt fördern

• Verzicht auf Torf

Der NABU ruft Hildesheimer Firmen auf,

die Interesse an einer Umgestaltung

ihres Firmengeländes haben, mit der

NABU-Projektleiterin Sabrina Schmidt

Kontakt aufzunehmen. (red/lm)

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