SIEBEN: Februar 2020

godewo

Die neuen 20er.

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Stadt im Wandel

Die Leinstraße 1978

Bereits seit Mitte der 1980er Jahre bestand der

Wunsch, den Perkwall umzubauen. Die Stadtsanierung

thematisierte sein besonderes Manko:

Er war zum überwiegenden Teil nur in eine

Richtung befahrbar. Der dringend erforderliche

Umbau sollte die Gegenläufigkeit des Verkehrs

herstellen.

Eine besondere Herausforderung für die Ingenieure

war die Konstruktion der Spundwand, die

den Mühlengraben zum Teil überdeckt, um die

Straßenbreite mit Fußweg zu ermöglichen.

Dies sollte dann in den folgenden

Jahren für alle auf der gleichen Seite

befindlichen Häuser gelten. Es kam

anders, Gott sei Dank!

Das Städtebauförderungsgesetz

schuf die Möglichkeit für die Gestaltung

einer Fußgängerzone. Sie wurde

dann tatsächlich in den Jahren von

1984 bis 1995 eingerichtet (gefördert

aus Mitteln des Landes und Bundes).

Heute geht es darum, Geschäfte

und Bewohner in der Innenstadt zu

halten. Das ist für alle eine große Herausforderung.

Hier in Oldenburg, in

der ich seit 13 ½ Jahren lebe, steht am

25.1.2020 als Überschrift in der Zeitung:

„Immer mehr Leerstand – City in

der Krise?“ Also selbst in der wachsenden

Großstadt Oldenburg kennt man

das Problem.

Als alter Alfelder (von 1950 bis

2006 wohnte ich in der Stadt) habe

ich die Stadtsanierung gedanklich

und mit mancherlei Vorschlägen

begleitet. Auch meine Schüler haben

sich mit mehreren Facharbeiten am

Gymnasium Alfeld in die Diskussion

eingebracht.

Ja, was ist heute erforderlich? Es

muss sicher dem Älterwerden der

Bevölkerung Rechnung getragen

werden und das nicht nur durch weitere

Altenheime. Hier sind originelle

Ideen – etwa das Zusammenlegen

und die Umwidmung von Häusern,

Internet-Angebote in den Einzelhandelsgeschäften,

Straßenaktionen im

Verlauf des Jahres usw. gefragt.

Besucher des Weltkulturerbes

Fagus-Werk (übrigens in der schon

genannten Oldenburger Zeitung

wurde eine Fahrt nach Alfeld zu eben

diesem Weltkulturerbe angekündigt)

werden sich auch in der Alfelder

Innenstadt umsehen und erwarten

dann natürlich ein entsprechendes

Café, das Plätze für solch eine Besucherzahl

bereithält. (Karl Feldmann)

Informationen:

Alfeld im Industriezeitalter

Autorenteam

239 Seiten, sw/farbig, Fotos

erschienen: 2008

Preis 22,00 Euro

Bücher aus und über Alfeld:

www.alfeld.de

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