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Berliner Zeitung 31.01.2020

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Es hakt noch: Hartmut Dorgerloh über das Humboldt-Forum – Berlin Seite 13<br />

Spielplan<br />

der <strong>Berliner</strong><br />

Bühnen im<br />

Februar<br />

Beilage<br />

7°/11°<br />

Ab und zu Sonne<br />

Wetter Seite 2<br />

Berlinale: Alfred Bauers<br />

Nazi-Vergangenheit<br />

Feuilleton Seite 19<br />

www.berliner-zeitung.de<br />

Steuervergehen? Gegen<br />

Gauland wird ermittelt<br />

Politik Seite 4<br />

Freitag,31. Januar 2020 Nr.26HA-76. Jahrgang<br />

Auswärts/D*: 1.70 €–Berlin/Brandenburg: 1.60 €<br />

<strong>Berliner</strong> Preise: Was<br />

wurde teurer,was billiger?<br />

Made in Berlin Seite 6<br />

Comeback<br />

mit<br />

Wow-Effekt<br />

VonAnne Vorbringer<br />

Wer auf der Suche nach einem<br />

Gänsehautmoment ist, der<br />

sollte sich bei YouTube den Auftritt<br />

von Demi Lovato bei den Grammys<br />

von vor wenigen Tagen anschauen.<br />

Wiedie Sängerin mit der tiefschwarzenMähne<br />

dortauf der Bühne steht,<br />

im langen weißen Ballkleid, wie sie<br />

zunächst abbrechen muss, weil sie<br />

von ihren Emotionen überwältigt<br />

wird, und wie sie<br />

dann mit klarer<br />

und kraftvoller<br />

Stimme erneut<br />

ansetzt – dieser<br />

Auftritt rührte<br />

viele Zuschauer<br />

zu Tränen.<br />

„I feel stupid<br />

when Ising. No-<br />

Demi Lovato<br />

bringt Emotionen auf<br />

die große Bühne.<br />

Super Bowl<br />

body’s listening<br />

to me“, singt Lovato,<br />

der natürlich<br />

nicht niemand zuhört, sondern<br />

der eine riesige Fangemeinde andächtig<br />

lauscht, weil sie in ihrer Heimat,<br />

den USA, längst ein Superstar<br />

ist. Lange haben ihre Anhänger auf<br />

sie warten müssen, seit fast zwei Jahrengab<br />

es keine Live-Auftritte mehr.<br />

Nun ist „Anyone“ da –und er ist<br />

nicht ohne Grund der bisher stärkste<br />

Song der 27-jährigen US-Amerikanerin.<br />

Jede Zeile klingt wie ein Hilferuf:<br />

Lovato nahm das Lied im Sommer<br />

2018 auf, vier Tage bevor sie mit<br />

einer Überdosis ins Krankenhaus eingeliefert<br />

wurde und fast gestorben<br />

wäre. Nun ist Lovato zurück, sie hat<br />

den Entzug hinter sich gebracht und<br />

will nach vorn schauen. Der<br />

Grammy-Auftritt war erst der Anfang,<br />

am Sonntag wird sie beim Super<br />

Bowl, dem TV-Ereignis des Jahres in<br />

den USA, die Nationalhymne singen.<br />

Der Erfolg Lovatos – schon ihr<br />

zweites Studioalbum erreichte Platz<br />

eins in den Billboard-Charts –erklärt<br />

sich nicht nur mit ihrer eindrucksvollen,<br />

exakt geschulten Stimme. Die<br />

Künstlerin, die mexikanische, italienische<br />

und irische Vorfahren hat und<br />

ihre Karriere als singende Disney-<br />

Schauspielerin startete,hat aus ihren<br />

Suchtproblemen und ihren psychischen<br />

Krisen nie ein Geheimnis gemacht.<br />

Das Mobbing der Mitschüler,<br />

die sich über ihr Körpergewicht lustig<br />

machten, ihreBulimie und die Selbstverletzungen,<br />

auch die Diagnose einer<br />

bipolaren Störung –der Öffentlichkeit<br />

blieb nichts verborgen. Auch<br />

nicht, dass diese Erkrankung nicht<br />

einfach verschwindet, sondern dass<br />

ein langerWegnötig ist, um mit ihr leben<br />

zu können. Lovato hat diesen<br />

Wegangetreten. SportSeite 17<br />

Der Mietendeckel sitzt<br />

Doch nach der emotionalen Debatte im Abgeordnetenhaus zeigt sich die Stadt gespalten<br />

VonElmar Schütze<br />

Es ist vorbei<br />

An diesem Freitag verlassen die Briten die Europäische Union.<br />

Die Konsequenzen sind kaum absehbar.<br />

Seiten 2, 3und 8<br />

So scharf getrennt hat sich<br />

das politische Berlin selten<br />

gezeigt. Während mehrere<br />

Redner der rot-rot-grünen<br />

Koalition am Donnerstag im Abgeordnetenhaus<br />

von einem „historischen<br />

Tag“ sprachen, zeigten sich<br />

Opposition und Wirtschaft entsetzt.<br />

Grund der scharf geführten Auseinandersetzung<br />

ist der Mietendeckel.<br />

Berlin führtals erstes Bundesland<br />

einen solchen Mietendeckel als Instrument<br />

der Mietenregulierung ein.<br />

Das Abgeordnetenhaus beschloss<br />

das Gesetz mit seiner rot-rot-grünen<br />

Mehrheit (bei einer Enthaltung) gegen<br />

die Stimmen der Opposition, die<br />

es geschlossen ablehnte.Mit der ersten<br />

Phase des Gesetzes sollen die<br />

Mieten für Wohnungen, die vordem<br />

1. Januar 2014 errichtet wurden, für<br />

fünf Jahreeingefroren werden. In einer<br />

zweiten Phase, die in neun Monaten<br />

beginnen soll, sollen Mieten,<br />

die mehr als 20 Prozent über einer<br />

definierten Obergrenzeliegen, abgesenkt<br />

werden. Ab 2022 soll es jährliche<br />

Mieterhöhungen um den Inflationsausgleich<br />

geben dürfen. Außerdem<br />

werden die Möglichkeiten der<br />

Vermieter beschränkt, Modernisierungen<br />

übermäßig auf die Miete<br />

umzulegen. Gleichzeitig gibt es Härtefallregeln<br />

für Vermieter. Verstöße<br />

gegen das Gesetz werden mit Bußgeldernvon<br />

500 000 Euro bestraft.<br />

Den Anfang einer emotionalen<br />

Debatte machte Harald Wolf. Dies sei<br />

sein „letzter Auftritt nach 29 Jahren“,<br />

sagte der Linken-Politiker,der im Abgeordnetenhaus<br />

schon so vieles war:<br />

Fraktionschef, Senator und jetzt wieder<br />

einfacher Abgeordneter. Wolf<br />

zieht nach Hamburg und gibt sein<br />

Mandat ab.Inseiner Rede verteidigte<br />

er den Mietendeckel. Wohnen sei ein<br />

menschliches Grundbedürfnis und<br />

dies dürfe „kein Objekt der Gewinnmaximierung“<br />

sein. „Wir wollen<br />

keine marktkonforme Stadt sein.“<br />

Immer wieder wurde Wolf durch<br />

teils pöbelnde Zwischenrufe aus der<br />

AfD-Ecke unterbrochen. Am Ende<br />

sagte er in Richtung CDU, FDP und<br />

AfD: „Der demokratischen Opposition<br />

sage ich: Weiter so! –Und dem<br />

anderen Teil der Opposition habe ich<br />

nichts zu sagen.“<br />

In der Debatte verteidigten weitere<br />

Vertreter von Rot-Rot-Grün den<br />

Deckel. Katrin Schmidberger, Grünen-Sprecherin<br />

für Wohnen und<br />

Mieten, sagte: „Jeder verantwortliche<br />

Politiker muss entscheiden, ob der<br />

Markt für die Menschen da ist, oder<br />

die Menschen für den Markt.“Für sie<br />

sei klar,dassman Mieter vorüberzogenen<br />

Gewinnerwartungen auf dem<br />

Immobilienmarkt schützen müsse.<br />

Die Wirtschaft warnt<br />

Ihre SPD-Kollegin Iris Spranger<br />

sprach von einer fünfjährigen Pause<br />

auf dem Wohnungsmarkt, die „bitter<br />

nötig“ sei. Anschließend nahm sie<br />

die CDU ins Visier. Deren Fraktionschef<br />

Burkard Dregger hatte gesagt,<br />

dass vor allem „einkommensstarke<br />

Mieter in ihren Luxuswohnungen“<br />

von dem Deckel profitierten. Vielmehr<br />

sei „sozial, was Wohnraum<br />

schafft“. Für Spranger habe sich die<br />

CDU als mieterfeindlich „enttarnt“,<br />

als sie im Gesetzgebungsverfahren<br />

keinen Änderungsantrag eingereicht<br />

hatte.„Damit zeigen Sie, Herr Dregger,<br />

was Sie von den Mietern indieser<br />

Stadthalten, nämlich nichts.“<br />

Tatsächlich haben CDU und FDP<br />

längst Normenkontrollklagen gegen<br />

den Mietendeckel angekündigt. Sie<br />

halten ihn für verfassungswidrig.<br />

Das Land Berlin habe in diesem Fall<br />

keine Gesetzgebungskompetenz.<br />

Kritik am Gesetz gab es auch von<br />

der Wirtschaft. Die Präsidentin der<br />

Industrie- und Handelskammer, Beatrice<br />

Kramm, sieht einen „Schaden<br />

für den Wirtschaftsstandort Berlin“.<br />

Der Deckel gefährde Arbeitsplätze<br />

und konterkariere das Erreichen der<br />

Klimaschutzziele 2030. Maren Kern,<br />

Vorstand des Verbandes Berlin-<br />

Brandenburgischer Wohnungsunternehmen<br />

(BBU), sagte, das Gesetz<br />

bringe vor allem „schlechtere Investitionsbedingungen<br />

für den zur<br />

Marktentspannung dringend benötigten<br />

Neubau. Damit ist das Gesetz<br />

ein Deckel für die weitere positive<br />

Entwicklung Berlins.“ Auch Christian<br />

Amsinck, Hauptgeschäftsführer<br />

der Unternehmensverbände Berlin-<br />

Brandenburg (UVB), ließ kein gutes<br />

Haar am Mietendeckel. Dieser sei<br />

„juristisch höchst riskant. Und ökonomisch<br />

schafft er große Unsicherheiten<br />

für die <strong>Berliner</strong> Wirtschaft“.<br />

AFP/TOLGA AKMEN<br />

WHO ruft<br />

internationalen<br />

Notstand aus<br />

Coronavirus gefährdet<br />

schlecht versorgte Länder<br />

Die Weltgesundheitsorganisation<br />

(WHO) hat die rasante Ausbreitung<br />

des neuartigen Coronavirus aus<br />

China zum internationalen Gesundheitsnotstand<br />

erklärt. Das bedeutet,<br />

dass die mehr als 190 Mitgliedsländer<br />

von der WHO empfohlene Krisenmaßnahmen<br />

gegen eine weitere<br />

Ausbreitung koordinieren.<br />

Noch sei die Zahl der Infektionen<br />

außerhalb Chinas relativ gering,<br />

sagte WHO-Direktor Tedros Adhanom<br />

Ghebreyesus am Donnerstagabend<br />

nach der Sitzung eines Expertenausschusses<br />

in Genf. Aber man<br />

wisse nicht, welchen Schaden das<br />

Virus in Ländern mit schwachem<br />

Gesundheitssystem anrichte. „Wir<br />

sitzen alle im selben Boot“, sagte<br />

Tedros.DasViruskönne nur gemeinsam<br />

aufgehalten werden.„Das ist die<br />

Zeit für Fakten, nicht Angst.“<br />

Zuvor war die Zahl der mit dem<br />

Virus Infizierten rasant auf weltweit<br />

mehr als 8100 gestiegen. Vor zwei<br />

Wochen waren erst 40 Fälle gezählt<br />

worden. Außerhalb Chinas waren in<br />

rund 20 Ländern mehr als 100 Menschen<br />

positiv auf das Virus getestet<br />

worden. Vielfach sind die Infizierten<br />

Reisende aus China, aber es kommt<br />

auch zu Ansteckungen außerhalb<br />

des Landes. InBayern wurde bei einem<br />

fünften Patienten eine Infektion<br />

festgestellt. Ein Verdachtsfall in<br />

Brandenburgbestätigte sich nicht.<br />

Die WHO empfiehlt nun unter<br />

anderem, dass Länder mit weniger<br />

entwickelten Gesundheitssystemen<br />

unterstützt werden sollen. Zudem<br />

soll die Arbeit an Medikamenten<br />

und Impfstoffen beschleunigt, Wissenund<br />

Daten geteilt und gegen Gerüchte<br />

vorgegangen werden. Gleichzeitig<br />

empfiehlt die WHO aber keine<br />

Handels- und Reisebeschränkungen.<br />

(dpa) Wirtschaft Seite 7, Leitartikel<br />

Seite 8, Brandenburg Seite 14<br />

<strong>Berliner</strong> Verlag GmbH, 11509 Berlin<br />

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MESSEN


2 <strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020<br />

·························································································································································································································································································<br />

Brexit<br />

Emotionen zum Abschied: Im Europaparlament von Brüssel singen pro-europäische Abgeordnete am Mittwoch den schottischen Klassiker „Auld Lang Syne“.<br />

AP/FRANCISCO SECO<br />

Fast geschafft. Das Büro mit<br />

der Nummer 07U025 in einem<br />

entlegenen Flügel des<br />

Europaparlaments in Brüssel<br />

ist so gut wie geräumt. Nur noch<br />

Schminkzeug liegt auf einem<br />

Schreibtisch. Und jetzt kommen<br />

diese Journalisten aus Norwegen<br />

und wollen, dass Belinda De Lucy für<br />

ein Foto irgendetwas in eine Kiste<br />

packt. Die blonde Frau schürzt die<br />

Lippen und schickt ihren Assistenten<br />

los. Er soll die blaue Tasse, er<br />

wisse schon welche, aus dem Nachbarbüroholen.<br />

Mangels anderer Behälter<br />

will De Lucy die Tasse in den<br />

Altpapierkorb packen. Das ist kein<br />

gutes Fotomotiv.Also kramt De Lucy<br />

ihr Handy hervor, flippt durch die<br />

Foto-App und hält ein Bild in die<br />

norwegische Kamera. Es zeigt Stöckelschuhe<br />

mit dem britischen<br />

Union Jack, von DeLucy und ihren<br />

Kindern bemalt. Das sei jetzt aber<br />

ein gutes Motiv,findet die Fotografin<br />

aus Oslo und knipst drauf los.<br />

Ohne protokollarische Regeln<br />

„Ich bin so aufgeregt“, sagt die 43<br />

Jahre alte De Lucy. Andiesem Freitagabend<br />

ist es so weit. Die Mutter<br />

von vier Kindern aus Sheffield, die<br />

seit Juli vergangenen Jahres für die<br />

Brexit-Party im Europaparlament<br />

saß, wirddie Schuhe auf dem Parliament<br />

Square inLondon tragen –zur<br />

großen Sause der Brexiteers. „Es ist<br />

mir völlig egal, ob ich mir Blasen<br />

hole. Endlich ist der Tagder Freiheit<br />

und der Unabhängigkeit für mein<br />

Land da. Ich kann es immer noch<br />

nicht fassen.“<br />

Noch nie hat ein ganzes Land die<br />

Europäische Union verlassen. Protokollarische<br />

Regeln gibt es dafür<br />

nicht. Und sospielen sich in diesen<br />

Tagen in Brüssel denkwürdige Szenen<br />

ab,die vonschiererVerzweiflung<br />

ebenso wie von kindlicher Freude<br />

zeugen.<br />

Im Europaparlament von Brüssel<br />

findet sich die Mehrzahl der Abgeordneten<br />

zu einem traurigen Chor<br />

zusammen. Sie fassen sich an den<br />

Händen und singen den schottischen<br />

Abschiedsklassiker„Auld Lang<br />

Syne“. In der Kneipe Maison des Ailes<br />

treffen sich die Brexit-Gegner am<br />

Donnerstagabend zum kollektiven<br />

Frustsuff. Der britische Labour-Abgeordnete<br />

Richard Corbett sagt, er<br />

werde sich jetzt ein Pferd zulegen,<br />

um darauf in den Sonnenuntergang<br />

zu reiten. Britischer Galgenhumor.<br />

Aufder anderen Seite steht Ober-<br />

Brexiteer Nigel Farage. Er hat den<br />

Austritt Großbritanniens zum Inhalt<br />

seines Lebens gemacht. In seinem<br />

letzten Auftritt im Europaparlament<br />

bejubelt er denTriumph des Populismus<br />

über den Globalismus und ergeht<br />

sich in düsteren Prognosen.<br />

Bald schon, sagt er, würden Dänemark,<br />

Polen und Italien es auch so<br />

machen wie das Vereinigte Königreich.<br />

Farage sagt: „Wir lieben Europa.<br />

Wirhassen einfach nur die Europäische<br />

Union.“ Der Mann, der so<br />

spricht, kann jetzt übrigens mit einem<br />

stattlichen Übergangsgeld aus<br />

der EU-Kasse rechnen, fast 180 000<br />

Euro.Dafür gibt es Regeln in Brüssel.<br />

Vor47Jahren und einem Monat ist<br />

das Vereinigte Königreich der Europäischen<br />

Wirtschaftsgemeinschaft<br />

beigetreten, wie die EU damals hieß.<br />

1318 Tage sind seit dem Brexit-Referendum<br />

vergangen. Jetzt wirddie britische<br />

Fahne vonihrem Mast vordem<br />

Europaparlament heruntergeholt<br />

und ins Museum für Europäische Geschichte<br />

im Parc Léopold gebracht.<br />

Großbritannien sei ein gutes EU-<br />

Mitglied gewesen, sagen Diplomaten<br />

in Brüssel ein bisschen wehmütig.<br />

Obwohl jede einzelne Regierung<br />

in London in den vergangenen 47<br />

Jahren eigene Fehler auf die EU geschoben<br />

und die „Eiserne Lady“<br />

Margaret Thatcher in den frühen<br />

80ern gefordert hat: „Wir wollen unser<br />

Geld zurück.“ Womit das ganze<br />

Spektakel um die sogenannten Briten-Rabatte<br />

seinen Anfang nahm.<br />

Das habe aber genauso zum Spiel<br />

dazugehört wie der unermüdliche<br />

Einsatz der Briten für den Binnenmarkt,<br />

für die Erweiterung der EU,<br />

für den Freihandel.<br />

Ein Ende<br />

und ein<br />

Anfang<br />

Noch nie hat ein ganzes Land die<br />

Europäische Union verlassen. Für die Zeit nach dem<br />

Brexit am 31. Januar steht daher nur eines fest:<br />

Auf Brüssel und London kommen<br />

harte Verhandlungen zu.<br />

VonDamir Fras, Brüssel<br />

Mit dem Brexit gibt Großbritannien<br />

seinen Einfluss auf die EU formal<br />

auf, Deutschland und Frankreich<br />

werden wichtiger.Und doch wirddas<br />

zunächst niemand bemerken. Denn<br />

vom1.Februar läuft eine Übergangszeit<br />

bis mindestens Ende dieses Jahres,<br />

vielleicht auch länger. Die Briten<br />

verlassen zwar formal den Klub der<br />

Europäer,müssen sich aber weiter an<br />

die Regeln halten. So lange, bis ein<br />

Abkommen geschlossen ist, das die<br />

zukünftigen Beziehungen des Inselstaates<br />

zum Kontinent regelt.<br />

Die EU-Spitze umKommissionspräsidentin<br />

Ursula von der Leyen,<br />

Ratspräsident Charles Michel und<br />

Parlamentspräsident David Sassoli<br />

hat sich am Donnerstag zu einer<br />

Klausur im Jean-Monnet-Haus bei<br />

Paris zurückgezogen. Das Trio will<br />

beraten, wie es jetzt weitergehen<br />

soll, nachdem eingetreten ist, was<br />

sich niemand vorstellen konnte.<br />

DasEnde der britischen Mitgliedschaft<br />

in der EU ist der Beginn von<br />

zähen Verhandlungen. DerFranzose<br />

Michel Barnier,der denScheidungsvertrag<br />

für die EU ausgehandelt hat,<br />

muss sich in den nächsten Monaten<br />

um diesen Vertrag kümmern. Am<br />

kommenden Montag bekommt er<br />

von den verbliebenen 27 Mitgliedstaaten<br />

offiziell den Auftrag dazu.<br />

Flucht aus der Verantwortung<br />

Barnier hat sich ein strammes Programm<br />

auferlegt. In der ersten Woche<br />

werden die Verhandlungen vorbereitet,<br />

in der zweiten Woche wird<br />

mit London verhandelt, in der dritten<br />

Woche werden die EU-Mitgliedstaaten,<br />

die Europaabgeordneten<br />

und die nationalen Parlamente über<br />

den Stand der Verhandlungen informiert.<br />

Und dann beginnt die Sache<br />

wieder vonvorne.Bis es einen unterschriftsreifen<br />

Vertraggibt.<br />

Bernd Lange ist der Vorsitzende<br />

des Handelsausschusses im Europaparlament<br />

und wirddieVerhandlungen<br />

begleiten. Der SPD-Mann aus<br />

Niedersachsen hat die roten Linien<br />

schon formuliert, die London nicht<br />

übertreten darf. Lange lehnt sich in<br />

seinem Bürosessel zurück und zählt<br />

auf: keine Zölle, kein Steuerparadies<br />

àlaSingapur in der Nordsee, kein Sozialdumping<br />

und so weiter und so<br />

fort.<br />

Es wird nicht einfach, die Briten<br />

davon zu überzeugen. Denn in den<br />

vergangenen 47 Jahren sind das Vereinigte<br />

Königreich und die EU aneinandergewachsen.<br />

Ein Beispiel: Britische<br />

Fischer seien auch künftig auf<br />

die EU als Absatzmarkt angewiesen,<br />

sagt Lange: „70 bis 80 Prozent des Fisches<br />

gehen in die EU. Jeder Brite<br />

könnte dreimal am Tag Fish and<br />

Chips essen, und sie bräuchten die<br />

EU trotzdem immer noch.“<br />

Doch andererseits brauche auch<br />

die EU weiter britischen Fisch. In<br />

Niedersachsen allein, sagt Lange,<br />

seien 4000 Arbeitsplätze in der<br />

fischverarbeitenden Industrie davon<br />

abhängig.<br />

Die Scheidung ist vollzogen, der<br />

Rest muss sich finden. Kommissionspräsidentin<br />

von der Leyen stellt<br />

den Briten eine „einzigartige Partnerschaft“<br />

in Aussicht und sagt: „Wir<br />

werden euch immer lieben und nie<br />

weit entfernt sein.“<br />

Jake Pugh sitzt auf gepackten Kisten<br />

in seinem weitgehend leeren<br />

Büro imBrüsseler Europaparlament.<br />

Er lacht. Nach sieben Monaten als Europaabgeordneter<br />

der Brexit-Partei<br />

darf erwieder zurück nach London.<br />

„Das ist gut so“, sagt der 59 Jahrealte<br />

Mann: „I was hired to be fired“ (etwa:<br />

„Ich wurde eingestellt, um rausgeschmissen<br />

zu werden“). Pughs Mission,<br />

der Brexit, ist beendet. Der Rest<br />

ist nicht mehr seine Sache.ImFernsehen<br />

in Pughs Büro bringt der britische<br />

Sender Sky News an diesem<br />

Abendeine Sendung über Sumo-Ringer.<br />

Wahrscheinlich Zufall, aber ein<br />

gutes Symbol für die Verhandlungen<br />

in den nächsten Monaten.<br />

Damir Fras ist erstaunt<br />

über die Freude mancher<br />

Briten in Brüssel.<br />

Biowetter:<br />

Kopfschmerzen<br />

Schlafstörungen<br />

Atemwegsbeschwerden<br />

Niedriger Blutdruck<br />

Erkältungsgefahr<br />

Pollenflug:<br />

Hasel<br />

Erle<br />

Pappel<br />

Weide<br />

BERLIN UND BRANDENBURG WETTERLAGE R EISEWETTER<br />

Heute gibt es viele Wolken am Himmel. Die Sonne zeigt sich nur abund<br />

zu, und eswerden 10 bis 12 Grad anvisiert.Der Wind weht teilweise in<br />

Böen stürmisch aus West. In der Nacht erreichen die Temperaturen<br />

10 bis 8Grad. Dazu ist es stark bewölkt oder bedeckt, gebietsweise regnet<br />

es.<br />

Belastung<br />

mäßig<br />

mäßig<br />

mäßig<br />

mäßig<br />

mäßig<br />

mäßig<br />

mäßig<br />

keine<br />

keine<br />

Gefühlte Temperatur: maximal 11Grad.<br />

Wind: mäßig aus West.<br />

Wittenberge<br />

8°/12°<br />

Min./Max.<br />

des 24h-Tages<br />

Brandenburg BERLIN<br />

8°/11° 7°/11°<br />

Luckenwalde<br />

8°/11°<br />

Sonnabend<br />

Sonntag<br />

Montag<br />

Regen wolkig Regen<br />

8°/10° 5°/8° 5°/10°<br />

Prenzlau<br />

6°/11°<br />

Cottbus<br />

7°/12°<br />

Frankfurt<br />

(Oder)<br />

6°/10°<br />

Am Nordrand eines südwesteuropäischen Hochs gelangt mit böigen Südwestwinden<br />

sehr milde, feuchte Luft von den Azoren zu uns. Dies ist mit vielen Wolken<br />

und örtlichem Regen verbunden. VomAtlantik reißt der Nachschub an<br />

Regen und ungewöhnlich milder Luft nicht ab. Winterlich ist es über Nordrussland.<br />

Sylt<br />

6°/11°<br />

Hannover<br />

9°/13°<br />

Köln<br />

9°/12°<br />

Saarbrücken<br />

10°/11°<br />

Konstanz<br />

8°/12°<br />

Hamburg<br />

6°/11°<br />

Erfurt<br />

8°/11°<br />

Frankfurt/Main<br />

10°/13°<br />

Stuttgart<br />

8°/14°<br />

Rostock<br />

7°/11°<br />

Magdeburg<br />

8°/11°<br />

Nürnberg<br />

8°/12°<br />

München<br />

8°/15°<br />

Rügen<br />

6°/9°<br />

Dresden<br />

7°/13°<br />

Deutschland: Heute reißt die Wolkendecke<br />

nur selten auf, doch Regen<br />

bleibt die Ausnahme. Dabei werden<br />

während des Tages 9bis 15 Grad erreicht,<br />

nachts kühlt es dann auf<br />

10 bis 6Grad ab. Der Wind weht teilweise<br />

mit Sturmböen aus West. Morgen<br />

liefern zahlreiche Wolken<br />

vielerorts teils schauerartige Regenfälle.<br />

Die Höchstwertebelaufen sich<br />

auf 10 bis 14 Grad, und der Wind<br />

weht in Böen teilweise mit Sturmstärke<br />

aus Südwest.<br />

Schneehöhen:<br />

Thüringer Wald bis 40 cm<br />

Harz bis 40 cm<br />

Erzgebirge bis 45 cm<br />

Bayerische Alpen bis 170 cm<br />

Mondphasen: 02.02. 09.02. 15.02. 23.02.<br />

Sonnenaufgang: 07:50 Uhr Sonnenuntergang: 16:49 Uhr Mondaufgang: 10:36 Uhr Monduntergang: 23:53 Uhr<br />

Lissabon<br />

17°<br />

Las Palmas<br />

25°<br />

Madrid<br />

15°<br />

Reykjavik<br />

-2°<br />

Dublin<br />

13°<br />

London<br />

14°<br />

Paris<br />

13°<br />

Bordeaux<br />

17°<br />

Palma<br />

19°<br />

Algier<br />

22°<br />

Nizza<br />

14°<br />

Trondheim<br />

5°<br />

Oslo<br />

3°<br />

Stockholm<br />

3°<br />

Kopenhagen<br />

9°<br />

Berlin<br />

11°<br />

Mailand<br />

12°<br />

Tunis<br />

19°<br />

Rom<br />

14°<br />

Warschau<br />

10°<br />

Wien<br />

13° Budapest<br />

11°<br />

Palermo<br />

18°<br />

Kiruna<br />

-13°<br />

Oulu<br />

-6°<br />

Dubrovnik<br />

13°<br />

Athen<br />

15°<br />

St. Petersburg<br />

-1°<br />

Wilna<br />

3°<br />

Kiew<br />

2°<br />

Odessa<br />

7°<br />

Varna<br />

9°<br />

Istanbul<br />

10°<br />

Iraklio<br />

16°<br />

Archangelsk<br />

-20°<br />

Moskau<br />

0°<br />

Ankara<br />

3°<br />

Antalya<br />

16°<br />

Acapulco 32° wolkig<br />

Bali 23° Gewitter<br />

Bangkok 32° wolkig<br />

Barbados 27° heiter<br />

Buenos Aires 30° sonnig<br />

Casablanca 23° heiter<br />

Chicago 2° bedeckt<br />

Dakar 31° sonnig<br />

Dubai 21° sonnig<br />

Hongkong 18° heiter<br />

Jerusalem 9° wolkig<br />

Johannesburg 33° sonnig<br />

Kairo 18° wolkig<br />

Kapstadt 23° bewölkt<br />

Los Angeles 22° wolkig<br />

Manila 30° heiter<br />

Miami 26° bewölkt<br />

Nairobi 27° Schauer<br />

Neu Delhi 19° sonnig<br />

New York 7° wolkig<br />

Peking 10° wolkig<br />

Perth 24° heiter<br />

Phuket 33° heiter<br />

Rio de Janeiro 36° wolkig<br />

San Francisco 17° wolkig<br />

Santo Domingo 28° sonnig<br />

Seychellen 29° Gewitter<br />

Singapur 33° bedeckt<br />

Sydney 34° heiter<br />

Tokio 11° bewölkt<br />

Toronto 0° bedeckt


<strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020 3<br />

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Brexit<br />

The long<br />

Goodbye<br />

Letztes Aufbäumen: Ein Pro-Europäer demonstriertauch am 30. Januar noch vor dem britischen Parlamentsgebäude gegen den Brexit, der am 31. Januar um 23 Uhr Ortszeit Wirklichkeit wird.<br />

AP/KIRSTY WIGGLESWORTH<br />

Für einen Moment blenden sie alles<br />

aus. Die Frustration. Die Wut. Auch<br />

die Trauer und all die Niederlagen<br />

dieser letzten, oft so bitteren dreieinhalb<br />

Jahre. Sieerheben sich vonihren Stühlen<br />

im prächtigen Saal der LondonerWestminster<br />

Central Hall, wo einst der große Kriegspremier<br />

Winston Churchill gesprochen hat. An<br />

diesem Samstagnachmittag, zum Abschluss<br />

der Konferenz des proeuropäischen Bündnisses<br />

„Grassroots for Europe“, wollen sie noch<br />

einmal, zumindest für zwei oder drei Minuten,<br />

ignorieren, was war und dafür so tun, als<br />

wärealles anders.Und so singen die rund 600<br />

Aktivisten zum Abschied „Ode to Joy“ aus<br />

Beethovens Neunter, lächeln beseelt und<br />

schwenken in ihrer Blase EU-Fähnchen. Ein<br />

wenig denkt man, dass es sich so begeben haben<br />

muss damals beim Untergang derTitanic,<br />

als die Bordkapelle wie zum Trotz die Katastrophe<br />

musikalisch begleitete. Wenige Tage<br />

vor dem Brexit-Tag die Europahymne anzustimmen,<br />

nur einige Meter vomehrwürdigen<br />

Westminster-Palast entfernt, darf entweder<br />

als Ausdruck der Verzweiflung oder als so etwas<br />

wie letztes Zeichen des Widerstands auf<br />

der Insel verstanden werden. Oder als beides.<br />

Mankommt um den Gedanken nicht herum,<br />

dass die Hymne auch den Soundtrack der finalen<br />

Niederlage der pro-europäischen Bewegung<br />

in Großbritannien liefert.<br />

DerKampf ist verloren<br />

Ihr Kampf ist endgültig verloren. Am 31. Januar,um23Uhr<br />

Ortszeit, Mitternacht Brüsseler<br />

Zeit, tritt das Vereinigte Königreich aus der<br />

Europäischen Union aus. 47Jahre hielt die<br />

Ehe,jetzt endet sie in der Scheidung. Erstmals<br />

verlässt ein Mitglied die Gemeinschaft und<br />

während Befürworter der Mitgliedschaft bislang<br />

stets für das Zurückziehen vonArtikel 50<br />

kämpfen konnten, um so den Brexit abzuwenden,<br />

ist diese Möglichkeit ab dem 1. Februar<br />

dahin. Dieser Umstand ist jedoch die<br />

einzige Sache, die sich de facto ändert. Aufgrund<br />

der zwischen London und Brüssel vereinbarten<br />

Übergangsphase bis zum 31. Dezember<br />

geht im Alltag der Menschen diesund<br />

jenseits des Ärmelkanals alles weiter wie<br />

bisher. Immerhin, Premierminister Boris<br />

Johnson würde das Wort Brexit am liebsten<br />

aus dem Vokabular streichen. Es sei an der<br />

Zeit, mit Selbstbewusstsein in die „aufregende<br />

Zukunft“ zu blicken. In jener werde<br />

sich das Land global und wegweisend präsentieren.<br />

Ob auch Milch und Honig durch die<br />

Straßen des Königreichs fließen sollen, ließ<br />

Berufsoptimist Boris Johnson ausnahmsweise<br />

offen. Aber die meisten Menschen haben<br />

sich ohnehin längst erschöpft vonder Politik<br />

und der Brexit-Saga abgewandt. Dabei<br />

handelte es sich beim ersten Akt des Dramas,<br />

so werden Experten nicht müde zu betonen,<br />

um die leichteste Übung. Die nächste Verhandlungsrunde,inder<br />

das künftige Verhältnis<br />

zwischen Großbritannien und EU vereinbart<br />

werden soll, dürfte sich weitaus komplizierter<br />

gestalten. Oh Dear,hörtman die Briten<br />

genervt aufstöhnen. Das Interesse am leidigen<br />

Thema Brexit hat seinen Tiefpunkt erreicht.<br />

An diesem Freitag werden in den europaskeptischen<br />

Zirkeln die Fanfaren ertönen,<br />

Mit der Mitgliedschaft Großbritanniens in der EU endet auch ein<br />

jahrelanges Drama aus Parlamentsdebatten, Rücktritten<br />

und Parteispaltungen. Während die Brexiteers feiern,<br />

sind die Gegner des Austritts in Trauer vereint.<br />

Und über allem schwebt die Frage: What’snext?<br />

VonKatrin Pribyl, London<br />

wenn auch nicht Big Ben. Zu teuer wäre es<br />

gewesen, die berühmten, wegen Renovierungsarbeiten<br />

verstummten Glocken zum<br />

Läuten zu bringen. DieDebatte um den Glockenschlag<br />

mutete absurdan. DieHardliner<br />

in den Brexit-Reihen wetterten und schimpften<br />

und wollten Verschwörungen der Pro-<br />

EUler erkennen, weil diese ihnen angeblich<br />

ihren Unabhängigkeitsmoment nicht gönnten.<br />

Vorneweg keifte der Tory-Abgeordnete<br />

Marc Francois,der sich an diesem Donnerstagabend<br />

in einem PubimRegierungsviertel<br />

mit Gleichgesinnten trifft. Sie nennen sich<br />

„Leavers for London“ und weil die Metropole<br />

vornehmlich europafreundlich tickt, betrachtet<br />

sich die Gruppe als so etwas wie eine<br />

verfolgte Minderheit. Die Euphorie angesichts<br />

des 31. Januars können die Damen<br />

und Herren kaum verbergen. Den Pathos<br />

ebenfalls nicht: „Ich werde nicht ins Bett gehen<br />

in dieser Nacht, sondern wach bleiben<br />

und am Morgen beobachten, wie die Sonne<br />

über einem freien Land aufgeht.“ So redet<br />

Francois wirklich. Zur großen Austrittsparty<br />

am Parliament Square soll im Übrigen nun<br />

der Big-Ben-Bong aus einem Ghettoblaster<br />

ertönen. Eine halbe Million Pfund für elf Glockenschläge<br />

zu bezahlen war sogar den eifrigsten<br />

Patrioten zu teuer.<br />

Rückblende: „Wir sind raus“, sagte der<br />

BBC-Nachrichtensprecher am frühen Morgen<br />

dieses 24. Juni 2016 und er wiederholte<br />

diesen Satz immer wieder.„Wirsind raus.“ Er<br />

klang und sah in seiner formellen Erschütterung<br />

aus, als verkünde er das Ableben der<br />

Queen. Mitdiesen Worten wachte die Nation<br />

auf, den Brexit gab es zum Frühstück. Und<br />

während sich die vomSieg überraschten EU-<br />

Skeptiker am eigenen Freudentaumel berauschten,<br />

kroch ein tauber Schmerz indie<br />

Seele der Verlierer,der Pro-Europäer,die sich<br />

voller Schock und Fassungslosigkeit immer<br />

wieder kneifen mussten angesichts des knappen<br />

Votums zugunsten der Scheidung. „Wir<br />

sind raus.“ Reporter versuchten ob des Unfassbaren,<br />

die Fassung zu bewahren. Ein demokratischer<br />

Betriebsunfall? Der Politikwissenschaftler<br />

Tim Bale von der Queen-Mary-<br />

Universität in London spricht vielmehr vom<br />

„perfekten Sturm“, den das Königreich damals<br />

erlebt habe. Fünf Jahre wirtschaftlichen<br />

Stillstands hatte das Land gerade hinter sich,<br />

das Thema Migration trieb ganz Europa um<br />

und die Sorgen über Einwanderung nahmen<br />

auch in Großbritannien zu. Hinzu kamen<br />

„äußerst effektivePolitiker“ wie BorisJohnson<br />

und der populistische EU-Hasser Nigel Farage,<br />

die für den Brexit warben, wenn auch<br />

nicht selten mit zurechtgestutzten Halbwahrheiten.<br />

„Das hat es der damaligen Minderheit<br />

erlaubt, die gegenüber der EU vornehmlich<br />

gleichgültig eingestellte Mehrheit zugunsten<br />

ihres Austrittsanliegens zu bekehren.“<br />

Premierminister David Cameron, der Architekt<br />

des Referendums und damit auch der<br />

Vaterdes Dramas,kündigte noch am Tageins<br />

seinen Rücktritt an. In den folgendenWochen<br />

machte dann so ziemlich jeder andere einen<br />

Abgang, der noch kurzzuvor für den EU-Austritt<br />

getrommelt hatte, darunter auch der<br />

Chef-Cheerleader der Brexiteers Boris Johnson.<br />

Er gehörte zu den Protagonisten des<br />

spektakulären Wettstreits um die konservative<br />

Führung, der in seiner Schonungslosigkeit<br />

selbst Nationalheld William Shakespeare<br />

hätte erröten lassen. Begleitet von Intrigen<br />

stieß sich das britische Establishment der To-<br />

„Jetzt schon von einem<br />

Wiedereintritt in die EU<br />

zu sprechen, wäre, als<br />

hätte Winston Churchill<br />

im Sommer 1940 die<br />

Landung der Alliierten in<br />

der Normandie angekündigt.“<br />

Denis MacShane, Staatssekretär für Europa im<br />

Kabinett von Ex-Premier Tony Blair<br />

ries auf öffentlicher Bühne die Messer in die<br />

Rücken. Am Ende stand nur noch Theresa<br />

May. DieFrau, die zwar offiziell zu den EU-Befürwortern<br />

zählte, sich im Wahlkampf aber<br />

weitgehend zurückgehalten hatte, sollte als<br />

neue Premierministerin die Rolle der nationalen<br />

und parteiinternen Versöhnerin übernehmen.<br />

Dasging, wie man in der Retrospektive<br />

sagen darf, ziemlich daneben. Am Ende<br />

erreichte das Chaos mit der fast unausweichlichen<br />

Inthronisation des Unruhestifters und<br />

Polit-Clowns Johnson in der Downing Street<br />

seinen Höhepunkt.<br />

Die Gesellschaft zutiefst gespalten, das<br />

Land nah am Abgrund, aber immerhin, der<br />

Brexit ist durch. Er hat etliche Helden und<br />

noch mehr gefallene Helden hervorgebracht.<br />

Zu ihnen darfgetrost Dominic Grieve<br />

gezählt werden. Nach 22 Jahren als treuer<br />

Tory-Abgeordneter im Unterhaus fiel er im<br />

vergangenen September der Säuberungsaktion<br />

vonJohnson in den eigenen Reihen zum<br />

Opfer. Grieve war so etwas wie der Pate der<br />

21 Rebellen, die Geschichte schrieben, indem<br />

sie der Regierung die Kontrolle über die<br />

Parlamentsagenda entrissen. Sie zwangen<br />

den Premier,eineVerlängerung der Austrittsfrist<br />

zu erbitten und verwehrten Johnson zudem<br />

Neuwahlen, die dieser per Misstrauensvotum<br />

durchdrücken wollte. Ein Machtkampf,<br />

um die ungeordnete Scheidung ohne<br />

Deal zu verhindern. Wochen später sollte<br />

dann der altlinke und umstrittene Labour-<br />

Chef Jeremy Corbyn nachgeben,„ein Akt von<br />

politischer Torheit in atemberaubendem<br />

Ausmaß“, wie Grieve esnennt. Die Konservativen<br />

unter Johnson gewannen auf dem<br />

Hard-Brexit-Ticket eine absolute Mehrheit.<br />

Nicht der kommende Freitag, sondern der<br />

Tagnach derWahl am 12. Dezember stellt für<br />

Grieve die finale Niederlage der Bewegung<br />

der Brexit-Gegner dar.„Es gabkeine Alternativen<br />

mehr zu einem Austritt am 31. Januar.“<br />

Aufder Konferenz der Pro-Europäer bejubeln<br />

sie den verstoßenen Parlamentarier als<br />

Star, schenken ihm EU-Socken und Plakate.<br />

Am liebsten hätten die Teilnehmer, dass er<br />

ihnen einen Plan zurechtbastelt. Sie suchen<br />

nach Orientierung und Ideen. „Wohin jetzt<br />

mit Remain?“, lautet der Titel der Tagung. Irgendwo<br />

müssen sie doch hin, oder? Die Besucher<br />

sind aufgerufen, ihre Gefühle auf<br />

bunten Zettelchen zu beschreiben und sie<br />

auf die bereitstehenden Tafeln zu kleben.<br />

„Deprimiert“, „frustriert“, „verzweifelt“, „zutiefst<br />

traurig“, „wütend“ –die Lektüre der<br />

Antworten passt zur Trauerfeier,auf derman<br />

mit aller Macht versucht, das Wort „Wiedereintritt“<br />

zu vermeiden.<br />

Es sei zufrüh, darüber zureden, sagt der<br />

Konferenzorganisator Richard Wilson. „Wir<br />

müssen zuerst die öffentliche Meinung ändernund<br />

eine komplett neue Kampagne starten.“<br />

Auch Denis MacShane winkt ab. Erwar<br />

Labour-Abgeordneter zu einer Zeit, die heute<br />

eine Ewigkeit her scheint. Als Staatssekretär<br />

für Europa saß er im Kabinett vonEx-Premier<br />

Tony Blair. Inspätestens zwei Jahren, sovermutet<br />

der Brexit-Gegner, würden die Briten<br />

vonder Realität eingeholt werden. Undwolle<br />

Johnson wirklich Premierminister eines<br />

Landes sein, das permanent in der Krise<br />

stecke? MacShane zuckt mit den Schultern.<br />

Niemand weiß, was kommt. Doch jetzt schon<br />

von einem Wiedereintritt in die EU zu sprechen,<br />

wäre, „als hätte Winston Churchill im<br />

Sommer 1940 die Landung der Alliierten in<br />

der Normandie angekündigt“. Alles zu seiner<br />

Zeit. Sierechnen mit zehn bis 20 Jahren, die es<br />

dauernwird, bis man wieder auf ein EU-Mitglied<br />

Großbritannien hoffen darf. Immerhin,<br />

anders als noch vor wenigen Jahren präsentiert<br />

sich heute eine enthusiastische pro-europäische<br />

Bewegung auf der Insel, die dreimal<br />

Hunderttausende Menschen mobilisiert hat,<br />

gegen die Scheidung zu demonstrieren. Ob<br />

das Lager ein Comeback feiern kann, das<br />

hänge sowohl von der Entwicklung des Königreichs<br />

und dessen Wirtschaft als auch vom<br />

Zustand der EU ab, sind sich alle einig. Wird<br />

Großbritannien abermals zum „kranken<br />

Mann Europas“, wie dies Anfang der 1970er-<br />

Jahreder Fall war? DieGesundung verdankte<br />

das Land dem Beitritt der EEC, der Europäischen<br />

Wirtschaftsgemeinschaft. Oder könnte<br />

der Brexit entgegen aller Prognosen von Experten<br />

doch zum Erfolg werden?<br />

Gefangen in der Zeitschleife<br />

Vonder glorreichen Zukunft des „globalen<br />

Großbritanniens“ ist Dominic Raab überzeugt.<br />

Er war einmal Brexit-Minister und<br />

lernte in diesem Amt immerhin unter viel<br />

Spott, dass das Königreich auch geografisch<br />

eine Insel ist, der Ärmelkanal deshalb große<br />

Bedeutung für die hiesige Wirtschaft hat.<br />

Heute ist er Außenminister, trommelt im<br />

Auftrag seines Chefs für Versöhnung und hat<br />

zwei Tage vor dem Stichtag die vornehmlich<br />

europäische Presse zumBriefing geladen. Da<br />

redet er sehr viel von „noch engeren Beziehungen“<br />

zu „unseren engen und starken europäischen<br />

Nachbarn, Partnern und Freunden“,<br />

mit denen man „sogar noch bessere<br />

und engereNachbarn, Partner und Freunde“<br />

sein könne nach dem Brexit. Er sagt das bestimmt<br />

20-mal. Unddasitzen sie vorihm, die<br />

Journalisten, und schauen etwas verdutzt<br />

drein. Es waren auch sie, die sich in dieser<br />

unendlich scheinenden Saga mit all ihren<br />

Wendungen und Dramen jahrelang wie in einer<br />

Zeitschleife gefangen fühlten. Die sich<br />

von der Außenlinie aus mit der Politik im<br />

Kreis drehten. Hunderte Stunden Parlamentsdebatten,<br />

Rücktritte, Parteispaltungen,<br />

Gezeter und Getöse, zwei Unterhauswahlen,<br />

eine Parlamentszwangspause, Drohungen<br />

und Demütigungen, nächtliche Abstimmungen<br />

und immer wieder<br />

Niederlagen. Das Projekt hat das Königreich<br />

schier überwältigt, sodass am Ende Johnsons<br />

Wahlversprechen „Let’s get Brexit<br />

done“, („Lasst uns den Brexit durchziehen“)<br />

für viele Briten fast wie eine Verheißung<br />

klang. Ja bitte, raus. Mach, dass es aufhört.<br />

Nun hat der Premier geliefert. In der Nacht<br />

zum Sonnabend ist es für das Vereinigte Königreich<br />

erst einmal vorbei in der EU. GoodbyeGreat<br />

Britain, and good luck.<br />

Katrin Pribyl fühlt in dieser Woche angesichts<br />

desBrexit vorallem eine große<br />

Melancholie.


4* <strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020<br />

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Politik<br />

NACHRICHTEN<br />

Rentenerhöhung steigert<br />

staatliche Steuereinnahmen<br />

DieRentenerhöhung im Sommer<br />

dürfte dem Staat zusätzliche Einkommensteuer<br />

in Höhe von420 Millionen<br />

Euro bringen. Daszeigt die<br />

Antwortdes Bundesfinanzministeriums<br />

auf eine Anfrage der Linksfraktion<br />

im Bundestag. Sieliegt der<br />

Deutschen Presse-Agentur vor. Bei<br />

der Schätzung geht das Ministerium<br />

vonder bisher vorhergesagten Rentenerhöhung<br />

von3,15 Prozent im<br />

Westen und 3,92 Prozent im Osten<br />

aus.Wie die Renten sich bei der Anpassung<br />

zum 1. Juli genau entwickeln,<br />

wirdallerdings erst im März<br />

feststehen. (dpa)<br />

Asmussen wird<br />

Versicherungslobbyist<br />

Derfrüheredeutsche Finanzstaatssekretär<br />

und EZB-Direktor JörgAsmussen<br />

wirdLobbyist der Versicherungsbranche.Der<br />

53-Jährige werde<br />

vonOktober an als Vorsitzender die<br />

Verbandsgeschäfte führen und Präsidiumsmitglied<br />

werden, teilte der<br />

Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft<br />

am Donnerstag<br />

mit. Schon im Aprilwerde Asmussen<br />

in die Geschäftsführung eintreten.<br />

(dpa)<br />

Koalition beschließt<br />

längeres Kurzarbeitergeld<br />

Arbeitnehmer sollen im Fall einer<br />

Krise in Teilen der Industrie leichter<br />

verlängertes Kurzarbeitergeld erhalten<br />

können. Bundesarbeitsminister<br />

Hubertus Heil (SPD) will die geplanten<br />

erweiterten Möglichkeiten gegen<br />

Arbeitslosigkeit in Fällen vonEinbrüchen<br />

vonTeilen der Wirtschaft<br />

schnell umsetzen. (dpa)<br />

Bund gibt Milliardenhilfe für<br />

Bauernfrei<br />

Die große Koalition will mit der „Bauernmilliarde“<br />

die Landwirte entlasten. DPA<br />

Nach wochenlangen Bauernprotesten<br />

setzt die Koalition ein Zeichen der<br />

Unterstützung: In den kommenden<br />

vier Jahren sollen Landwirte eine Milliarde<br />

Euro zusätzlich erhalten. Das<br />

Geld soll in Agrarumweltprogramme<br />

und andereInvestitionen fließen. Die<br />

„Bauernmilliarde“ soll die befürchteten<br />

Folgen der Düngeverordnung abfedern,<br />

gegen derenVerschärfung die<br />

Bauernseit Monaten Sturmlaufen.<br />

Vorallem die Union hatte auf mehr<br />

Unterstützung gedrungen. (AFP)<br />

Erzbischof in Frankreich von<br />

Vertuschung freigesprochen<br />

In einem Prozess um dieVertuschung<br />

vonKindesmissbrauch in der katholischen<br />

Kirche Frankreichs ist der ehemals<br />

höchste geistlicheWürdenträger<br />

des Landes freigesprochen worden.<br />

DasBerufungsgericht vonLyon<br />

urteilte am Donnerstag, Kardinal Philippe<br />

Barbarin habe sich nicht schuldig<br />

gemacht. Dem69-Jährigen wurde<br />

vorgeworfen, jahrelang den sexuellen<br />

Missbrauch vonJungen durch einen<br />

Priester seiner Diözese verschwiegen<br />

zu haben. In erster Instanz war der<br />

frühereErzbischof vonLyonzusechs<br />

Monaten Haft auf Bewährung verurteilt<br />

worden. Einer der Anwälte des<br />

Geistlichen begrüßte das Urteil:„Kardinal<br />

Barbarin ist unschuldig“, sagte<br />

er. (AFP)<br />

Hausdurchsuchungen bei zwei Politikern<br />

AlexanderGauland und eine CDU-Abgeordnete stehenimVisier der Ermittler –ihre Immunität ist aufgehoben<br />

VonMarkus Decker<br />

Der Bundestag hat am<br />

Donnerstag die Immunität<br />

von AfD-Fraktionschef<br />

Alexander Gauland<br />

aufgehoben. Hintergrund sind nach<br />

Informationen der <strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong><br />

(RedaktionsNetzwerk Deutschland,<br />

RND) Ermittlungen in einer Steuerangelegenheit.<br />

Demnach soll Gauland<br />

im Zusammenhang mit einer<br />

Scheidung falsche Angaben gemacht<br />

haben.<br />

So gab er nach RND-Informationen<br />

für die Jahre 2014 bis 2016<br />

Frankfurt amMain als Hauptwohnsitz<br />

an. Es besteht aber der Verdacht,<br />

dass Gauland zu dieser Zeit bereits<br />

überwiegend in Potsdam wohnte.<br />

Auch für das Jahr 2017, als der 78-<br />

Jährige in den Bundestag einzog, sollen<br />

seine Angaben teilweise falsch<br />

gewesen sein. Die Ermittlungen der<br />

Staatsanwaltschaft Frankfurt am<br />

Main haben im vergangenen Jahr<br />

begonnen. Die Durchsuchung stehe<br />

jedenfalls nicht im Zusammenhang<br />

mit der Spendenaffäreder AfD,heißt<br />

es.<br />

Vonder Partnerin getrennt<br />

DiePolizei stand offenbar bereits vor<br />

den Wohnungen in Frankfurt und<br />

Potsdam, als zunächst der Immunitätsausschuss<br />

und anschließend das<br />

Plenum des Bundestages die Beschlüsse<br />

fassten. Direkt im Anschluss<br />

begannen die Durchsuchungen.<br />

Sie beträfen die Meldeanschriften<br />

Gaulands in Frankfurt amMain<br />

und in Brandenburg, sagte eine<br />

Sprecherin der Staatsanwaltschaft<br />

am Donnerstag. Gauland wohnt<br />

jetzt vorwiegend in Potsdam.<br />

Ein Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion<br />

sagte, das Ganze sei<br />

reine Formsache und die Ermittlungsmaßnahmen<br />

seien unverhältnismäßig.<br />

Gauland ist demnach mit<br />

seiner ehemaligen Partnerin noch<br />

verheiratet, die in Frankfurt wohnt,<br />

lebt aber seit vielen Jahren mit einer<br />

neuen Lebensgefährtin in Potsdam.<br />

Dem Vernehmen nach geht es um<br />

eine fünfstellige Summe.<br />

Abgeordnete dürfen wegen einer<br />

mutmaßlichen Straftat nur mit Zustimmung<br />

des Parlaments juristisch<br />

verfolgt werden. Sie genießen laut<br />

Grundgesetz Immunität. Auf Antrag<br />

der Staatsanwaltschaft kann diese<br />

vomParlament aufgehoben werden.<br />

Das Parlament stimmte ebenfalls<br />

für die Aufhebung der Immunität<br />

der CDU-Bundestagsabgeordneten<br />

Karin Strenz aus Mecklenburg-Vorpommern.<br />

Ihr Fall gilt als weitaus<br />

AfD-Fraktionschef Gauland soll Steuernhinterzogen haben.<br />

IMAGO /REVIERFOTO<br />

„Wir erachten das Ermittlungsverfahren<br />

und die Ermittlungsmaßnahmen als<br />

ungerechtfertigt und unverhältnismäßig.“<br />

Christian Lüth, Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion<br />

Der digitalisierte Patient<br />

gravierender.Hier steht der Verdacht<br />

der Korruption im Raum.<br />

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt<br />

am Main teilte mit, sie und das Bundeskriminalamt<br />

hätten am Donnerstag<br />

unter anderem ein Abgeordnetenbüro,<br />

die Privatwohnung eines<br />

Mitglieds des Bundestages sowie<br />

Wohnungen, Geschäftsräume und<br />

eine Rechtsanwaltskanzlei in Berlin,<br />

Mecklenburg-Vorpommern, Bayern<br />

und Belgien durchsucht. An den<br />

Maßnahmen, die insgesamt 16 Objekte<br />

betroffen hätten, seien etwa<br />

100 Beamte beteiligt gewesen.<br />

Die Ermittlungen richteten sich<br />

gegen insgesamt drei Beschuldigte,<br />

darunter ein aktuelles Mitglied des<br />

Deutschen Bundestages, denen Bestechung<br />

und Bestechlichkeit von<br />

Mandatsträgern zur Last gelegt<br />

werde, und um eine weitere Person,<br />

gegen die der Verdacht der Geldwäsche<br />

bestehe.Strenz wirdzur Last gelegt,<br />

sich als Mitglied der Parlamentarischen<br />

Versammlung des Europarates<br />

(PACE) als Unterstützerin des<br />

aserbaidschanischen Regimes hervor<br />

getan zu haben und mindestens<br />

22 000 Euro aus dem vorderasiatischen<br />

Staat bekommen zu haben.<br />

Insgesamt sollen von 2008 bis 2016<br />

rund vier Millionen Euro aus Aserbaidschan<br />

überwiesen worden sein.<br />

„Normale Geschäfte“<br />

Auch gegen den ehemaligen CSU-<br />

Abgeordneten EduardLintner ermittelt<br />

die Staatsanwaltschaft in dieser<br />

Sache. Er bestritt gegenüber dem<br />

ARD-Magazin „Report Mainz“ den<br />

Vorwurf, Abgeordnete bestochen zu<br />

haben, um diese zu einem wohlwollenden<br />

Verhalten gegenüber dem<br />

aserbaidschanischen Präsidenten<br />

und seiner Regierung zu bewegen.<br />

Lintner räumte zwar monatliche<br />

Zahlungen aus Aserbaidschan an die<br />

von ihm geführte „Gesellschaft zur<br />

Förderung der deutsch-aserbaidschanischen<br />

Beziehungen“ ein.<br />

Dieses Geld sei allerdings größtenteils<br />

in die Finanzierung eines Büros<br />

in Berlin geflossen. „Von dem Geld<br />

blieb so gut wie nichts übrig“, sagte<br />

er. Die Zahlungen von Aserbaidschan<br />

an die von ihm geführte Gesellschaft<br />

seien „eine normale Geschäftsbeziehung“<br />

gewesen. Es habe<br />

lediglich einen Beratervertrag mit<br />

der Bundestagsabgeordneten Karin<br />

Strenz (CDU) gegeben.<br />

In der Unionsfraktion wird betont,<br />

dass man Strenz aus der PACE<br />

abgezogen habe, noch bevor die<br />

staatsanwaltlichen Ermittlungen<br />

publik geworden seien. Überdies<br />

habe sie keine weiteren Funktionen.<br />

Gesetzentwurf: Versicherte sollen volle Verfügungsgewalt über die Daten in ihrer Krankenakte bekommen<br />

VonTim Szent-Ivanyi<br />

Auch Überweisungen zur Fachärztin sollen in Zukunft elektronisch möglich sein.<br />

Die gesetzlich Versicherten sollen<br />

künftig einen uneingeschränkten<br />

elektronischen Zugriff und eine<br />

umfassende Verfügungsgewalt über<br />

alle Behandlungsdaten bekommen.<br />

Dassieht ein Gesetzentwurfvon Gesundheitsminister<br />

Jens Spahn<br />

(CDU) vor, mit dem die Details der<br />

geplanten elektronischen Patientenakte<br />

geregelt werden sollen. Danach<br />

können die Versicherten detailliert<br />

darüber entscheiden, welche Daten<br />

in der Akte gespeichertoder gelöscht<br />

werden. Außerdem kann künftig in<br />

jedem Einzelfall bestimmt werden,<br />

wer die einzelnen Befunde sehen<br />

darf. Besonders wichtig: Die Ärzte<br />

werden verpflichtet, die Akte mit den<br />

Behandlungsdaten zu füllen.<br />

Bereits gesetzlich vorgeschrieben<br />

ist, dass alle gesetzlichen Krankenkassen<br />

ihren Versicherten ab 2021<br />

eine elektronische Patientenakte anbieten<br />

müssen. Die Nutzung ist freiwillig.<br />

Mit dem neuen Patientendaten-Schutzgesetz<br />

werden nun die<br />

Einzelheiten festgelegt. Danach können<br />

in der Akte nicht nur Befunde,<br />

Röntgenbilder oder Laborwerte abgelegt<br />

werden, sondern auch der<br />

Impfausweis, der Mutterpass, das<br />

gelbe Untersuchungsheft für Kinder<br />

oder das Zahn-Bonusheft.<br />

Dabei soll der Patient stets Herr<br />

über seine Daten bleiben. Er kann<br />

dann beispielsweise entscheiden,<br />

dass ein Arzt zwar auf die Akte zugreifen<br />

darf, ihm aber bestimmte Befunde<br />

nicht angezeigt werden. Diese<br />

DPA<br />

Auswahl soll allerdings erst ab 2022<br />

möglich sein.<br />

Für den Zugriff müssen die Krankenkassen<br />

den Versicherten eine<br />

App für Smartphone oder Tablet anbieten.<br />

Mit dem Gesetz werden die<br />

Kassen aber auch verpflichtet, Versicherten<br />

ohne Smartphone in ihren<br />

Filialen eine Zugriffsmöglichkeit zu<br />

ermöglichen, beispielsweise in aufgestellten<br />

Terminals. Ab2022 müssen<br />

die Kassen auch sicherstellen,<br />

dass die Akte bei einem Kassen-<br />

Wechsel übertragen werden kann.<br />

Einen völlig neuen Weg geht<br />

Spahn bei dem elektronischen Rezept:<br />

Das Ministerium lässt eine für<br />

alleVersicherten nutzbareStaats-App<br />

entwickeln, mit der sich ein Rezept<br />

aufs Smartphone laden lässt. DerPatient<br />

kann wie bisher entscheiden, ob<br />

er das Rezept bei einer Apotheke vor<br />

Orteinlöst oder an einen Online-Versender<br />

schickt. Er kann das Rezept<br />

vonder Staats-App auch auf eine andere<br />

App seiner Wahl übertragen.<br />

Auch Überweisungen zum Facharzt<br />

sollen auf elektronischem Weg versendet<br />

werden können.<br />

Ob der über 80 Paragrafen umfassende<br />

Entwurf so Gesetz werden<br />

kann, ist offen. Er wird jetzt mit den<br />

anderen Ressorts der Bundesregierung<br />

abgestimmt. Die ersten Detail-<br />

Regelungen für die elektronische Patientenakte<br />

aus dem Gesundheitsressort<br />

hatte das Justizministerium<br />

im vergangenen Jahr wegen Datenschutz-Bedenken<br />

gestoppt. Deshalb<br />

musste Spahn seine Pläne überarbeiten.<br />

Ein Deal<br />

für eine<br />

Schmugglerin<br />

Wladimir Putin begnadigt<br />

eine junge Israelin<br />

VonStefan Scholl, Moskau<br />

AmDonnerstag umarmten der israelische<br />

Ministerpräsident<br />

Benjamin Netanjahu und seine Frau<br />

Sara auf dem Moskauer Flughafen<br />

Wnukowo die gerade freigelassene<br />

Naama Issachar. AmVorabend hatte<br />

Russlands Präsident Wladimir Putin<br />

die junge Israelin mit amerikanischem<br />

Zweitpass begnadigt. Issachar<br />

war im Oktober voneinem russischen<br />

Gericht zu 7,5 Jahren Gefängnis<br />

wegen Drogenschmuggels<br />

verurteilt worden. Der Richterspruch<br />

wurde nicht nur in Israel als<br />

Skandal aufgenommen.<br />

„Natürlich freuen wir uns, dass<br />

sie ihre Freiheit wieder hat“, sagt Issachars<br />

russischer Verteidiger Vadim<br />

Kljuwgant der <strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong>.<br />

„Aber Gerechtigkeit ist ihr nicht widerfahren.“<br />

Der Makel eines Drogendelikts<br />

hänge ihr weiter an, ohne<br />

dass sie ihn im Geringsten verdiene.<br />

Die 27-jährige Yogatrainerin flog<br />

im April aus Indien zurück nach Israel,<br />

mit einer Zwischenlandung<br />

zum Umsteigen in Moskau. Aufdem<br />

Flughafen Scheremetjewo entdeckten<br />

Zollbeamte in einem Rucksack,<br />

den sie als Gepäck aufgegeben hatte,<br />

9,6 Gramm Haschisch. Issachar<br />

wurde verhaftet und vor Gericht gestellt<br />

–auf Grundlage eines Protokolls<br />

in russischer Sprache, das die<br />

mutmaßliche Schmugglerin nur mit<br />

dem Zusatz unterschrieben hatte,es<br />

nicht verstanden zu haben. VorGericht<br />

beteuerte sie, das Haschisch<br />

stamme nicht vonihr.Außerdem befand<br />

sie sich im Transitbereich, sie<br />

Naama Issachar,Benjamin Netanjahu<br />

und seine Frau Sara in Moskau (v.l.)<br />

DPA<br />

hatte offiziell kein russisches Staatsgebiet<br />

betreten und keinerlei Zugang<br />

zu ihrem Rucksack mit dem Haschisch.<br />

Deshalb bezeichnete die<br />

Verteidigung die Anklage wegen<br />

Drogenschmuggels als unsinnig.<br />

Israelische Medien zitierten Familienangehörige<br />

und Beamte, Moskau<br />

hätten vorgeschlagen, Issachar gegen<br />

den Russen Alexej Burkow auszutauschen.<br />

Dermutmaßliche Cyberkriminelle<br />

saß in Israel ein und wurde trotz<br />

russischen Protests im November an<br />

die USA ausgeliefert.<br />

Aber auch danach bemühte sich<br />

die israelische Seite weiter um Issachars<br />

Freilassung. Ende Dezember<br />

sprach ein israelisches Gericht der<br />

russisch-orthodoxen Kirche das Besitzrecht<br />

am sogenannten Alexanderhof<br />

zu, einem historisches Architekturobjekt<br />

in der Altstadt vonJerusalem.<br />

Und Wladimir Putin wurde<br />

als Stargast empfangen, als er vergangeneWoche<br />

zu einem internationalen<br />

Holocaust-Forum nach Israel<br />

kam. Dort stellte ihm Netanjahu<br />

auch die Mutter der Verurteilten vor.<br />

Schon da lächelte Putin gnädig: „Alles<br />

wirdgut werden.“<br />

In Moskau wird nun gemutmaßt,<br />

ob Netanjahu zu Verhandlungen über<br />

die Freilassung Issachars in der russischen<br />

Hauptstadt weilte, oder ob er<br />

mit Putin über den den neuen Nahost-<br />

Plan Donald Trumps sprechen wollte.<br />

Netanjahu befindet sich im Wahlkampf<br />

und muss sich gegen Korruptionsvorwürfe<br />

wehren. Undsotrifft es<br />

sich für ihn gut, wenn er Naama Issachar<br />

mit nach Hause bringt.


<strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020 5<br />

·························································································································································································································································································<br />

Politik<br />

US-Präsident Donald Trump und sein damaliger Nationaler Sicherheitsberater John Bolton im Juli 2018 auf dem Nato-Gipfel in Brüssel<br />

GETTY<br />

Showdown im Senat<br />

An diesem Freitag entscheidet sich, ob der Impeachment-Prozess gegen Donald Trumpeingestellt wird. Die Republikaner wollen keine Zeugen hören<br />

VonKarlDoemens, Washington<br />

Die Senatoren rutschen<br />

auf ihren Sitzen herum.<br />

Sie kauen Bonbons und<br />

tuscheln mit den Nachbarn.<br />

Einige spazieren auf und ab.<br />

Andere haben den Saal ganz verlassen.<br />

DieDisziplin hat deutlich abgenommen<br />

nach acht Prozesstagen im<br />

Impeachment-Verfahren des Senats.<br />

Und die überwältigende Mehrheit<br />

der Republikaner setzt darauf, dass<br />

das dritte Amtsenthebungsverfahren<br />

der US-Geschichte an diesem<br />

Freitag zu einem abrupten Ende<br />

kommt.<br />

„Hört die Zeugen!“, riefen am<br />

Mittwoch ein paar Dutzend Demonstranten<br />

vor dem Kapitol in<br />

Washington. „Ohne Zeugen ist das<br />

eine Vertuschungsaktion“, hatte einer<br />

der Protestierenden auf sein<br />

Plakat geschrieben. Doch drinnen<br />

in dem ehrwürdigen Parlamentsgebäude<br />

trat John Cornyn, der republikanische<br />

Senator von Texas, vor<br />

die Kameras und sagte: „Es ist wirklich<br />

nicht nötig, dass Herr Bolton<br />

kommt und diese Show noch weiter<br />

verlängert. Er und die anderen Zeugen<br />

würden uns in den nächsten<br />

Wochen und Monaten alle unsere<br />

Zeit stehlen.“<br />

Nachdem die Anklage und die<br />

Verteidigung von Präsident Donald<br />

Trump jeweils drei Tage ihre Argumente<br />

vorgetragen hatten, konnten<br />

die Senatoren am Mittwoch und<br />

Donnerstag beiden Parteien Fragen<br />

stellen –allerdings nicht direkt, sondern<br />

auf kleinen Karten, die vom<br />

obersten Verfassungsrichter John<br />

Roberts vorgelesen wurden, der die<br />

Versammlung leitet. Insgesamt 93<br />

Fragen wurden alleine am Mittwoch<br />

gestellt. Doch die meisten Wortmeldungen<br />

dienten dazu, den Anwälten<br />

des eigenen Lagers mehr Redezeit zu<br />

verschaffen.<br />

Potenzielle Abweichlerinnen<br />

Eine der wenigen kritischen Fragen<br />

kam von den beiden republikanischen<br />

Senatorinnen Susan Collins<br />

und Lisa Murkowski, die als potenzielle<br />

Abweichlerinnen vom Mehrheitsvotum<br />

ihrer Partei gelten. Im<br />

Kern des Prozesses steht der mutmaßliche<br />

Versuch Trumps, den<br />

ukrainischen Präsidenten Wolodymyr<br />

Selenskyj zu einer rufschädigenden<br />

Ermittlung gegen den Sohn des<br />

demokratischen Ex-Vizepräsidenten<br />

Joe Biden zu erpressen. Trump behauptet,<br />

er sei wegen der Aktivitäten<br />

von Hunter Biden in der Ukraine<br />

alarmiertgewesen. Ob der Präsident<br />

Michelle Obama ist vomdemokratischenUS-Präsidentschaftsbewerber<br />

JoeBiden<br />

als Kandidatin für die Vizepräsidentschaft<br />

ins Gespräch<br />

gebrachtworden. „Sicher<br />

hätteich Michelle gerneals<br />

Vizepräsidentin“, hat Biden<br />

Medienberichten zufolge bei<br />

einer Wahlkampfveranstaltung<br />

im MittlerenWesten gesagt.Das<br />

an eine schwarze<br />

Leserschaftgerichtete MagazinThe<br />

Root bezeichnete den<br />

Vorstoßals „Wunschdenken“<br />

und Biden als „armen, einfältigenTrottel“.<br />

seine Sorge jemals vor der Bewerbung<br />

Bidens als demokratischer Präsidentschaftskandidat<br />

kundgetan<br />

habe, wollten Collins und Murkowski<br />

wissen. Die Anwälte des Weißen<br />

Hauses mussten verneinen.<br />

Für Beobachter der eindrucksvollen<br />

Anhörung zuvor im Repräsen-<br />

RETTUNG DURCH DIE FIRST LADY?<br />

Twitter-Nutzer spotteten, es<br />

handle sich um einen verzweifelten<br />

Versuch Bidens,<br />

seine Wahlkampagne zu retten.<br />

Wieernst es Biden mit<br />

seinem Vorschlag meint, war<br />

zunächst unklar.<br />

DPA<br />

JoeBiden hatte im September<br />

gewitzelt, er werde Michelle<br />

Obama fragen, ob sie mit ihm<br />

antreten wolle,dann aber gesagt,<br />

er meine es nicht ernst.<br />

2018 schriebdie frühere First<br />

Lady in ihremBuch „Becoming“:<br />

„Ichsageesganz klar:<br />

Ichhabe keine Absicht, jemals<br />

für einAmt zu kandidieren.<br />

Ich war nie ein Fander<br />

Politik, und das,was ich in<br />

den vergangenen zehn Jahren<br />

erlebthabe, hat nichtdazu<br />

beigetragen,dass ich meine<br />

Meinung geänderthätte.“<br />

tantenhaus besteht ohnehin kein<br />

Zweifel an der Trump-Intrige. Ein<br />

Dutzend Beamte und Diplomaten<br />

hatten dort die Vorwürfe detailliert<br />

untermauert. Mit dem ehemaligen<br />

Sicherheitsberater John Bolton hat<br />

sich nun kurzvor dem Ende des Verfahrens<br />

der wohl wichtigste Augenzeuge<br />

zu Wort gemeldet. In seinem<br />

unveröffentlichten Buch schreibt<br />

Bolton, der im September wegen<br />

Differenzen in der Iran-Politik von<br />

Trump entlassen wurde, der Präsident<br />

habe ihm ausdrücklich gesagt,<br />

dass die US-Militärhilfe von400 Millionen<br />

Dollar nur ausgezahlt werde,<br />

wenn Kiew gegen Biden vorgehe.<br />

DerultimativeBeweis<br />

Für die Demokraten ist dies die<br />

„smoking gun“, der ultimative Beweis<br />

für die Schuld des Präsidenten.<br />

Doch der feuertaus allen Rohren zurück.<br />

Zunächst untersagte das Weiße<br />

Haus Bolton die Veröffentlichung<br />

des Buches.Dann pöbelte Trumpbei<br />

Twitter gegen seinen früheren Top-<br />

Berater, der ihn „um den Job angebettelt“<br />

habe und ein Kriegstreiber<br />

sei. Gleichzeitig ermahnte der Präsident<br />

seine republikanischen Parteifreunde<br />

im Senat: „Lasst euch nicht<br />

vonden Demokraten instrumentalisieren.“<br />

Auch Mehrheitsführer Mitch<br />

McConnell baut nach Medienberichten<br />

enormen Druck gegen potenzielle<br />

Abweichler auf. Zur juristischen<br />

Absicherung argumentierte<br />

Trumps Star-Anwalt Alan Dershowitz<br />

im Senat, ein Präsident dürfe alles<br />

tun, was im nationalen Interesse<br />

seiner Wiederwahl dient.<br />

Die meisten Republikaner scheinen<br />

nur allzu gerne bereit, dieser<br />

abenteuerlichen These zu folgen<br />

und den Impeachment-Prozess<br />

schleunigst zu beenden. An diesem<br />

Freitag kommt es zum Showdown,<br />

wenn nach einer voraussichtlich<br />

vierstündigen Debatte abgestimmt<br />

wird, ob die Kammer Zeugen anhört.<br />

Die Republikaner haben eine Mehrheit<br />

von 53zu47Stimmen. Vier Republikaner<br />

müssten mit allen Demokraten<br />

dafür stimmen. Bislang<br />

haben aber nur zwei Abweichler ein<br />

solches Votum angedeutet.<br />

Sollten die Stimmen tatsächlich<br />

zusammenkommen, dürfte der Prozess<br />

noch Wochen dauern, weil das<br />

Weiße Haus aus angeblichen Gründen<br />

der nationalen Sicherheit die<br />

Bolton-Aussage verbieten will.<br />

Scheitert der Vorstoß, wäre der Prozess<br />

höchstwahrscheinlich am Wochenende<br />

vorbei – rechtzeitig für<br />

Trumps Erklärung zur Lage der Nation<br />

am Dienstag. Die State of the<br />

Union dürfte dann eine triumphale<br />

Siegesfeier werden.<br />

KarlDoemens<br />

hat den Prozess vonder Tribüne<br />

des Senats verfolgt.<br />

Mit Gedächtnislücken<br />

In der Berateraffäre der Bundeswehr hat die ehemalige Staatssekretärin Katrin Suder den millionenteuren Einsatz externer Fachleute verteidigt<br />

VonDaniela Vates<br />

Vier Stifte und einen Anwalt hat<br />

Katrin Suder mitgebracht. Die<br />

Stifte legt sie sorgfältig nebeneinander<br />

auf den Tisch. DerAnwalt nimmt<br />

neben ihr Platz. Es geht um etwas an<br />

diesem Tag im Untersuchungsausschuss<br />

des Bundestags.<br />

Die ehemalige Staatssekretärin<br />

Suder gilt als Schlüsselfigur in der Beratungsaffäre<br />

des Verteidigungsministeriums.<br />

Esgeht darum, ob unter<br />

ihrer Verantwortung im Ministerium<br />

zu viele externe Berater eingekauft<br />

worden seien, zum Beispiel für Digitalisierungsprojekte.<br />

Und es geht vor<br />

allem darum, ob diese Berater ihre<br />

Aufträge bekommen haben, weil sie<br />

Suder oder andere im Ministerium<br />

persönlich kannten. Dass Verträge<br />

teilweise aus falschen Töpfen bezahlt<br />

worden sind, hat das Ministerium<br />

eingeräumt. Suder, die zuvor als Unternehmensberaterin<br />

gearbeitet hat,<br />

mit dem Rufals hochstrukturiertund<br />

effizient, steht besonders im Fokus.<br />

Ihr Bekannter und ehemaliger<br />

Kollege Timo Noetzel hatte für seine<br />

Beratungsfirma Accenture Beratungsverträge<br />

an Land gezogen und<br />

intern mit seinen guten Kontakten<br />

ins Ministerium geprahlt.<br />

Die 48-Jährige beginnt mit einem<br />

Statement. Sie liest es ab, sie legt viel<br />

Emotionen in ihrenVortrag. Suder erzählt,<br />

mit welcher Begeisterung sie<br />

ihr Amt ausgefüllt habe. Sie habe es<br />

„als Ehre empfunden“, für die Bundeswehr<br />

zu arbeiten. UndGeld habe<br />

für sie keine Rolle gespielt. Sie zeichnet<br />

das Bild voneinem dysfunktionalen<br />

Rüstungsabteilung mit 20 000<br />

Mitarbeitern und einem Entscheidungsstau:<br />

„Es fehlte an allem: an<br />

Personal, an IT, anguten Verträgen.“<br />

Externe Hilfe sei daher nötig gewesen.„Externe<br />

Beratung war ein Mittel.<br />

Sie war zu keinem Zeitpunkt Selbstzweck“,<br />

beteuert Suder. Die Kosten<br />

seien dafür vergleichsweise gering gewesen.<br />

Schließlich habe sie durch die<br />

Modernisierung dazu beigetragen,<br />

80 Rüstungsverträge<br />

mit einem Volumen<br />

von30Milliarden Euro abzuschließen.<br />

Und dann kommt sie<br />

auf den Vorwurf der Mauschelei:<br />

Siehabe im Ministerium<br />

nicht nur schon bei<br />

Übernahme ihres Postens<br />

deutlich gemacht, dass sie<br />

Bekannte in der Beratungsindustrie<br />

habe. Sie<br />

habe außerdem schon immer<br />

in ihrem Berufsleben darauf geachtet,<br />

Privates und Berufliches zu<br />

trennen. Und: „In die Entscheidung<br />

DPA<br />

Katrin Suder,<br />

ehemalige<br />

Staatssekretärin<br />

und Auswahl von Externen war ich<br />

nicht eingebunden.“ Vorsorglich<br />

weist sie darauf hin, dass sie ihren<br />

Posten Anfang 2018 aufgegeben<br />

habe,ummehr Zeit mit ihrer Familie<br />

zu verbringen. Der Rechnungshofbericht,<br />

der mit Kritik an<br />

Vergabeverfahren die Affäre<br />

ins Rollen gebracht<br />

hat, kam wenige Monate<br />

später.<br />

Mehrere Stunden dauert<br />

die Befragung im Ausschuss.<br />

Die Abgeordneten<br />

erkundigen sich nach Entscheidungsabläufen<br />

und<br />

danach, warum welcher<br />

Berater geholt wurde.<br />

Und es geht um die<br />

Frage, warum sich Suder<br />

Ende 2018 geweigert hat, vor dem<br />

Verteidigungsausschuss auszusagen.<br />

Erst daraufhin wurde der Unter-<br />

suchungsausschuss eingesetzt. Es<br />

seien strafrechtliche Vorwürfe im<br />

Raum gestanden, sagt Suder.Und sie<br />

habe imVerteidigungsausschuss keinen<br />

Anwalt mitnehmen dürfen. Den<br />

hat sie nun dabei. DerAusschussvorsitzende<br />

ermahnt ihn mehrfach:<br />

„Nicht mauscheln.“ Die Abgeordneten<br />

greifen in Gummibärchentüten.<br />

Suders häufigster Satz ist: „Ich<br />

kann mich nicht erinnern.“ Nicht an<br />

die Initiierung des einen oder anderen<br />

Projekts. Nicht daran, was sie ihrem<br />

Nachfolger über den Umgang<br />

mit Beratern erzählt hat. Nicht daran,<br />

was sie ihrem guten Bekannten Noetzel<br />

erzählt hat darüber, wie sie das<br />

Ministerium über ihreBekanntschaften<br />

informiert. „Noetzel hat sich viel<br />

versprochen vonder Arbeit im Ministerium.<br />

Haben Sie das mitgekriegt?“,<br />

fragt die FDP-Abgeordnete Marie-Agnes<br />

Strack-Zimmermann. „Nein“,<br />

antwortet Suder. „Waren Sie als<br />

Staatssekretärin irgendwann zu weit<br />

weg von den Abläufen?“ Suder sagt:<br />

„Ich habe mich zu meiner Zeit gut informiertgefühlt.“<br />

„Die Menge an Nichtwissen ist<br />

beachtlich“, sagt Grünen-Verteidigungspolitiker<br />

Tobias Lindner am<br />

Rande der Sitzung. SPD-Experte<br />

Dennis Rohde bemerkt, Suder habe<br />

ihre großen Gedächtnislücken vor<br />

allem dort, wo es um die Frage der<br />

Verantwortlichkeiten geht. Die FDP-<br />

Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann<br />

stellt fest, zumindest bei<br />

großen Projekten sei der Erinnerungsverlust<br />

erstaunlich. Viele Projekte<br />

seien mit hohem Druck betrieben<br />

worden: „Es gab einen gewissen<br />

Kontrollverlust.“ Als letzte Zeugin ist<br />

für Mitte Februar Ursula von der<br />

Leyen geladen, die damalige Verteidigungsministerin,<br />

Suders Chefin.


6 <strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020<br />

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Made in Berlin<br />

Brot und Getreide<br />

Preisveränderung 2019 gegenüber 2018<br />

Reis<br />

Brötchen zum Fertigbacken<br />

Nudeln<br />

Pizza, Quiches<br />

Cornflakes, Müsli<br />

Roggenbrot/Mischbrot<br />

Frisches Brötchen<br />

Kekse<br />

Fleisch- und Fischwaren<br />

Preisveränderung 2019 gegenüber 2018<br />

Fischfilet<br />

Geflügel (tiefgekühlt)<br />

Fischstäbchen<br />

Schweinebraten<br />

Räucherfisch<br />

Wurstkonserve<br />

Fleischfertiggericht<br />

Leber<br />

–4,8 %<br />

–8,0 %<br />

–1,5 %<br />

–2,1 %<br />

–3,6 %<br />

–4,1 %<br />

+5,6 %<br />

+2,4 %<br />

+1,3 %<br />

+0,9 %<br />

+9,2 %<br />

+5,3 %<br />

+11,8 %<br />

+10,5 %<br />

+20,6 %<br />

+27,4 %<br />

Es sprach schon immer<br />

viel dafür,den Tagmit einem<br />

guten Frühstück zu<br />

beginnen. Im vergangenen<br />

Jahr lohnte es sich<br />

sogar.Denn frische<br />

Schrippen vomBäcker<br />

wurden billiger,Tiefkühlbrötchen<br />

dagegen teurer.<br />

Gesünder ging es freilich<br />

auch, kostete aber extra.<br />

Haferflocken, Knäckebrot,<br />

Müsli –alles teurer.<br />

Dass weniger Fleischverzehr<br />

gut für das<br />

Klima ist, weiß man.<br />

2019war es zudemfinanziell<br />

vonVorteil.<br />

Denndie Preise für<br />

Schweinefleisch,Geflügelund<br />

Fisch stiegen<br />

zum Teil zweistellig.Zugleich<br />

gerietder klassische<br />

Grillabend zum Luxus.<br />

Denn Bratwurst,<br />

Bier und Grillsoße kosteten<br />

ebenfallsmehr.<br />

€<br />

€<br />

€<br />

€<br />

€<br />

€<br />

€<br />

€<br />

VonKeksen,<br />

Kondomen und<br />

Autobatterien<br />

Das Jahr 2019 in Preisen:<br />

WofürinBerlin<br />

im vergangenen Jahr mehr und wofür<br />

weniger bezahlt werden musste<br />

VonJochen Knoblach (Text) und Isabella Galanty (Grafik)<br />

Nirgendwo sind höhere<br />

Preise in dieser Stadt so<br />

überraschungsfrei wie im<br />

Bereich Wohnen. Dass<br />

die Mieten um 1,4 Prozent<br />

nach oben gingen,<br />

ist aber nur die halbe<br />

Wahrheit, weil das nur<br />

die Bestandsmieten betrifft.<br />

Die Angebotsmieten<br />

stiegen 2019 um drei<br />

Prozent. 2018 waren es<br />

noch etwa 13 Prozent.<br />

Das ist quasi die Preisentwicklung<br />

zurVerkehrswende:<br />

Neuwagen wurden<br />

teurer –Pkw-Inspektionen,<br />

Garagenmieten und Parkgebühren<br />

auch. Fahrräder<br />

kosteten dagegen weniger,<br />

BVG-Tickets nicht mehr.<br />

Der Haken: Die BVGhatte<br />

die Preiserhöhungnur aufgeschoben.Am1.Januar<br />

wurde der Einzelfahrschein<br />

3,5 Prozent teurer.<br />

Wohnen<br />

Preisveränderung 2019 gegenüber 2018<br />

Feste Brennstoffe<br />

Erdgas<br />

Straßenreinigung<br />

Müllabfuhr<br />

Wohnung (Miete)<br />

Wasserversorgung<br />

Strom<br />

Leichtes Heizöl<br />

Taxifahrt<br />

Carsharing<br />

Neuer Pkw<br />

E-Bike<br />

Parkgebühr<br />

ÖPNV (Einzel- o. Tageskarte)<br />

Fahrrad<br />

Superbenzin<br />

–0,3 %<br />

–1,9 %<br />

Mobilität<br />

Preisveränderung 2019 gegenüber 2018<br />

–0,4 %<br />

–0,8 %<br />

0<br />

0<br />

+3,8 %<br />

+3,0 %<br />

+2,3 %<br />

+1,4 %<br />

+3,6 %<br />

+2,5 %<br />

+2,2 %<br />

+1,2<br />

+8,8<br />

+7,2<br />

Molkereiprodukte, Eier, Speisefette<br />

Preisveränderung 2019 gegenüber 2018<br />

Margarine<br />

Joghurt<br />

Schnittkäse<br />

Olivenöl<br />

Eier<br />

Vollmilch<br />

Quark<br />

Butter<br />

–11,4 %<br />

–6,8 %<br />

–0,5 %<br />

–1,4 %<br />

–1,8 %<br />

–2,0 %<br />

–2,0 %<br />

+5,8 %<br />

Obst und Gemüse<br />

Preisveränderung 2019 gegenüber 2018<br />

Kartoffeln<br />

Feldsalat, Lauch, Sellerie<br />

Blumenkohl, Weißkohl<br />

Bananen<br />

Möhren<br />

Erdbeeren<br />

Äpfel<br />

Gurken<br />

Kaugummi<br />

Speiseeis<br />

Tomatenketchup<br />

Zucker<br />

Bohnenkaffee<br />

–9,8 %<br />

–12,0 %<br />

Schwarzer/Grüner Tee<br />

–2,9 %<br />

–4,0 %<br />

Pommes frites (tiefgekühlt)<br />

Mineralwasser<br />

+1,0 %<br />

+9,6 %<br />

+9,1%<br />

Sonstige Lebensmittel und Getränke<br />

Preisveränderung 2019 gegenüber 2018<br />

–6,4 %<br />

–1,8 %<br />

–3,7 %<br />

–5,3 %<br />

+4,5 %<br />

+3,1 %<br />

+2,4 %<br />

+17,4 %<br />

+27,6 %<br />

Wersich für das vergangene<br />

Jahr vorgenommen<br />

hatte, seinen Fettkonsum<br />

zu reduzieren, der<br />

musste sehr stark sein.<br />

Denn bei Milch und<br />

Sahne fielen die Preise.<br />

Der vonButter verbilligte<br />

sich 2019 sogar um<br />

mehr als elf Prozent. Dagegenwurde<br />

Margarine<br />

teurer,die Fitnessstudiogebühr<br />

übrigens auch.<br />

An den Preisschildern<br />

der Obst- und Gemüsestände<br />

waren im vergangenen<br />

Jahr die Auswirkungen<br />

der anhaltenden<br />

Trockenheit abzulesen.<br />

Geringere Ernteerträge<br />

machten vorallem die<br />

Kartoffeln teurer.Außerdem<br />

stieg die Nachfrage<br />

bei den Verarbeitern.<br />

Folge: Der Pommes-Preis<br />

wuchs zweistellig.<br />

Dass Kaffee hierzulande<br />

dasbeliebteste Getränk<br />

noch vorMineralwasser<br />

und Bierist,mag Erstaunenauslösen,<br />

ist aber so.<br />

Und2019 hat sich daran<br />

sicher nichts geändert.<br />

Denn Kaffee wurde billiger,<br />

während etwaMineralwasser,Tee<br />

und Cola<br />

teurer wurden. Einziger<br />

Preiskonkurrent: Apfelsaft<br />

–minuszwölf Prozent.<br />

Ja, das Leben in Berlin ist wieder teurer geworden. Nicht<br />

nur die Mieten gingen 2019 in dieser Stadt nach oben, sondernauch<br />

die Preise für Nahrungsmittel und einiges mehr.<br />

Das Statistische Landesamt hat für das vergangene Jahr<br />

eine durchschnittliche Preissteigerung um 1,3 Prozent errechnet.<br />

Daswar immerhin weniger als 2018, als die durchschnittliche<br />

Teuerungsrate noch bei zwei Prozent lag. Zudem stiegen die<br />

Preise im vorigen Jahr sogar noch etwas langsamer als im Bundesdurchschnitt.<br />

Denn deutschlandweit gingen die Preise um<br />

1,4 Prozent nach oben.<br />

Dennoch bleibt es dabei: Vieles wurde teurer in Berlin. Was<br />

aber auch stimmt: Die Löhne und Gehälter in dieser Stadt stiegen<br />

im vergangenen Jahr noch schneller als die Preise. Zumindest<br />

in den ersten neun Monaten –das sind die aktuellsten Daten<br />

–verdienten die <strong>Berliner</strong> im Schnitt 3,2 Prozent mehr als im<br />

Vorjahreszeitraum. DerReallohnzuwachs in Berlin lag somit bei<br />

durchschnittlich 1,9 Prozent. Trotz höherer Preise hatten die<br />

<strong>Berliner</strong> also mehr im Portemonnaie.<br />

Aber wie bei den Einkommen so geht es auch bei der Teuerungs-<br />

oder Inflationsrate um einen Durchschnittswert. Statistiker<br />

ermitteln die Preissteigerung monatlich auf der Grundlage<br />

eines sogenannten Warenkorbs. Rund 750 Produkte und<br />

Dienstleistungen sind darin enthalten. Es ist quasi alles, was<br />

zum täglichen Leben benötigt wird. DerInhalt dieses virtuellen<br />

Einkaufwagens reicht von Nahrungsmitteln über Bekleidung,<br />

den Ausgaben für die Wohnung, für Kultur und Freizeit bis hin<br />

zu Versicherungspolicen. Es geht um Kekse und Kinotickets,<br />

Kondome und Tischdecken, Särge und Autobatterien.<br />

Es lohnt sich also ein genauerer Blick auf die einzelnen Warenkorbpreise,die<br />

das Amt für Statistik Berlin-Brandenburgfür<br />

Berlin ermittelte.Dennerstdann werden aus 1,3 Prozentmehr,<br />

tatsächlich Preisentwicklungen, die im täglichen Leben in dieser<br />

Stadt ganz unterschiedlich wahrgenommen wurden.<br />

Fleisch- und Fischliebhaber etwa mussten 2019 ihr Haushaltsbudget<br />

um 20 Prozent aufstocken. Kaffee- und Milchtrinker<br />

konnten sparen, Fahrradfahrer auch. Für Autobesitzer wurde<br />

indes vieles teurer.<br />

Und die Daten der Statistiker zeigen auch, warum 2019 im<br />

besten Fall der Geschirrspüler oder die Waschmaschine statt<br />

des Kühlschranks kaputt ging. Warum esRaucher besonders<br />

schwer hatten, mit dem Rauchen aufzuhören, wie die Afrikanische<br />

Schweinepest im fernen Asien hierzulande die Bratwurst<br />

verteuerte, und warum die Gleichstellung von Mann und Frau<br />

in den allermeisten <strong>Berliner</strong> Friseursalons im Jahr 2019 noch<br />

weiter in die Fernerückte.LauterPreisfragen sozusagen.<br />

€<br />

€<br />

€<br />

Dass die Gleichstellung<br />

vonMann und Frau an der<br />

Schwelle eines Friseurgeschäfts<br />

endet, belegen die<br />

Preislisten dort. Fast immer<br />

sind diese nach Geschlechterngetrennt,<br />

und<br />

seitjeher zahlen Frauen<br />

für einen Haarschnitt mehr<br />

als Männer.Hat sich das<br />

2019geändert? Nein. Die<br />

Preisdifferenzwurde in<br />

Berlin sogar noch größer.<br />

Wenn im vergangenen<br />

Jahr technisches Haushaltsgerät<br />

überraschend<br />

seinen Dienst quittierte,<br />

dann war es bestenfalls<br />

die Nähmaschine, der<br />

Geschirrspüler oder der<br />

Akkuschrauber.Denn<br />

dortfielen die Preise.<br />

Kühl- und Gefrierschränkewie<br />

auch Backöfen<br />

undHerde wurden<br />

indes teurer.<br />

Mit der Kultur war das in<br />

Berlin auch 2019 wieder<br />

so eine Sache: Ein riesigesAngebotkonkurrierte<br />

mitbilligen Alternativen.<br />

So waren Kino-, Theaterund<br />

Museumsbesuche<br />

teurer als im Jahrzuvor,<br />

Bücher ebenso, solche für<br />

Kinder sogar viel teurer.<br />

Dagegen wurdenFernsehgeräte,<br />

DVDs und<br />

Spielekonsolen billiger.<br />

Körperpflege<br />

Preisveränderung 2019 gegenüber 2018<br />

Shampoo<br />

Friseur für Damen<br />

Friseur für Herren<br />

Toilettenpapier<br />

Nagellack<br />

Gebühr Solarium<br />

Deospray<br />

Elektrische Zahnbürste<br />

Haushalts- und Gebrauchsgüter<br />

Preisveränderung 2019 gegenüber 2018<br />

Kühlschrank<br />

+3,9 %<br />

Waschmaschine<br />

Geschirrspülmaschine<br />

Geschirrspülmittel<br />

Akkuschrauber<br />

Eierkocher<br />

Bügelbrett<br />

Feinwaschmittel<br />

–3,7 %<br />

–4,4 %<br />

–5,7 %<br />

–6,5 %<br />

–7,6 %<br />

–0,1 %<br />

–1,6 %<br />

Freizeit<br />

Preisveränderung 2019 gegenüber 2018<br />

Musik-CD<br />

E-Book-Download<br />

Gebühr für Fitnessstudio<br />

Kinobesuch<br />

DVD/Blueray-Player<br />

Puppe<br />

Fernsehgerät<br />

Film auf DVD/Blueray<br />

–5,1 %<br />

–1,0 %<br />

–4,0 %<br />

0<br />

+0,3 %<br />

+4,8 %<br />

+3,7 %<br />

+1,8 %<br />

+0,2 %<br />

–6,2 %<br />

+3,7 %<br />

+3,0 %<br />

+1,7 %<br />

–10,4 %<br />

+20,6 %<br />

+24,1 %<br />

Tabakwaren und Alkohol<br />

Preisveränderung 2019 gegenüber 2018<br />

Tabak<br />

+5,0 %<br />

Zigaretten<br />

+3,6 %<br />

Bier<br />

+3,3 %<br />

Whisky<br />

+3,3 %<br />

Alkoholfreies Bier<br />

+2,4 %<br />

Rotwein<br />

+1,5 %<br />

Weißwein<br />

–0,5 %<br />

Sekt<br />

–1,6 %<br />

Das Rauchen bliebeine<br />

zuverlässig effektiveArt<br />

des Geldverbrennens. Im<br />

März stiegder Preis für<br />

eine 20er-Zigarettenpackung<br />

um 30 Cent auf<br />

6,70 Euro.Auch loserTabak<br />

kostete mehr.Wer die<br />

Entwöhnung wagte,<br />

brauchteeine starkenWillen.<br />

Denn Kaugummi und<br />

Gummibärchen wurden<br />

ebenfalls teurer.<br />

€<br />

€<br />

€<br />

€<br />

€<br />

€<br />

€ € €<br />

€ € €<br />

€<br />

€<br />

€<br />

€<br />

€<br />

€<br />

Für Bekleidung mussten<br />

die <strong>Berliner</strong> 2019 nicht<br />

viel mehr ausgeben als<br />

2018. Um ein halbes<br />

Prozent stiegen die<br />

Preise im Schnitt. Familien<br />

konnten sogar sparen,<br />

weil Kinderbekleidung<br />

oft billiger wurde.<br />

Und auf teure Socken<br />

konnte man im immer<br />

wärmeren Berlin auch<br />

mal verzichten.<br />

Bekleidung und Schuhe<br />

Preisveränderung 2019 gegenüber 2018<br />

Socken/Strümpfe für Kinder<br />

Damenfreizeithose<br />

Damenkleid<br />

Herrenanzug<br />

Kinderhose<br />

Herrenfreizeithose<br />

Fahrradhelm<br />

Kinderschuhe<br />

–1,8 %<br />

–2,0 %<br />

–4,5 %<br />

–6,0 %<br />

+5,0%<br />

+2,5 %<br />

+2,0 %<br />

+8,4 %


<strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020 7<br />

·························································································································································································································································································<br />

Wirtschaft<br />

MÄRKTE<br />

NACHRICHTEN<br />

DAX-30 in Punkten<br />

31.10.19<br />

31.10.19<br />

▼ 13130,56 (–1,61 %)<br />

Rohöl je Barrel Brent in US-Dollar<br />

Euro in US-Dollar<br />

31.10.19<br />

Stand der Daten: 30.01.2020 (16:45 Uhr)<br />

Alle Angaben ohne Gewähr<br />

Gewinner<br />

30.1.20<br />

▼ 57,59 (–3,37 %)<br />

30.1.20<br />

▲ 1,1029 (+0,25 %)<br />

Quelle<br />

aus DAX und MDAX vom 30.01. zum Vortag<br />

30.1.20<br />

DeutscheBank NA 8,26 +3,59 WWWWWWWWWW<br />

Software 29,73 +2,84 WWWWWWWW<br />

Knorr-Bremse 99,48 +0,71 WWW<br />

Gerresheimer 71,85 +0,49 WW<br />

Osram Licht NA 45,48 +0,38 WW<br />

Alstria Office 17,70 +0,34 WW<br />

Verlierer<br />

ausDAX und MDAXvom 30.01. zumVortag<br />

Nemetschek 61,80 WWWWWWWWWWW –3,96<br />

Carl Zeiss Meditec 113,50 WWWWWWWWWW –3,57<br />

Evotec 24,64 WWWWWWWWW –3,11<br />

Fresenius 46,98 WWWWWWWWW –3,08<br />

Volkswagen Vz. 164,84 WWWWWWWWW –2,99<br />

MorphoSys 113,70 WWWWWWWW –2,90<br />

Leitbörsen im Überblick<br />

52-Wochen Hoch/Tief 30.01. ±% z. 29.01.<br />

Euro Stoxx 50(EU) –1,53<br />

3814/3125 3679,35<br />

CAC 40 (FR) – 1,72<br />

6110/4946 5852,61<br />

S&P UK (UK) – 1,67<br />

1562/1413 1484,54<br />

RTS (RU) – 1,63<br />

1652/1152 1545,11<br />

IBEX (ES) –1,06<br />

9710/8409 9445,80<br />

Dow Jones (US) –0,69<br />

29374/24681 28536,24<br />

Bovespa (BR) –2,06<br />

119593/89409113911,30<br />

Nikkei (JP) – 1,72<br />

24116/20111 22977,75<br />

Hang Seng (HK) –2,64<br />

30280/24900 26441,72<br />

Stx Singap. 20 (SG) –0,66<br />

1674/1492 1611,57<br />

Edel- und NE-Metalle<br />

Barren &Münzen in € Ankauf Verkauf<br />

(Endkundenpreise) 30.01. 30.01.<br />

Gold (10 g) 451,0 485,5<br />

Gold (1 oz) 1408,5 1484,0<br />

Gold (100 g) 4515,0 4745,0<br />

Gold (250 g) 11290,0 11830,0<br />

Silber (1 kg) 511,0 678,1<br />

Platin (100 g) 2766,0 3572,4<br />

Austr.Nugget (1 oz) 1406,7 1495,0<br />

Britannia (1 oz) 1406,0 1502,0<br />

Krügerrand (1/4 oz) 351,5 401,9<br />

Krügerrand (1/2 oz) 703,0 778,0<br />

Krügerrand (1 oz) 1407,0 1516,0<br />

Maple Leaf (1/4 oz) 351,5 398,7<br />

Maple Leaf (1/2 oz) 703,0 780,0<br />

Maple Leaf (1 oz) 1406,5 1503,0<br />

Philharmoniker (1 oz) 1406,5 1507,0<br />

Quelle Edelmetalle: Degussa Goldhandel GmbH.<br />

Die An- und Verkaufspreise gelten für sehr gut erhaltene Stücke.<br />

NE-Metalle in €/100 kg 31.12. 31.12.<br />

Blei in Kabeln 199,50 199,50<br />

Kupfer (DEL-Notiz) 518,62 526,85<br />

Messing MS 63/37 516,00 523,00<br />

ERLÄUTERUNGEN Wechselnde Darstellung: Tagesgeld (Dienstag), Ratenkredit<br />

(Mittwoch), Sparbriefe (Donnerstag), Edel- &NE-Metalle (Freitag),<br />

Baudarlehen (Samstag).<br />

Quelle: FMH-Finanzberatung<br />

Die Reisebranchetrifftdas Coronavirus zuerst: Mitarbeiterdesinfizieren ein Flugzeug vonThai Airways.<br />

Von Friederike Marx und Bernd Zeberl<br />

Rund um den Globus<br />

Wirtschaftliche Einbußen wegen des Corona-Erregers können alle Branchen betreffen<br />

Von Frank-Thomas Wenzel<br />

Corona, niemand kommt“,<br />

sagt die Verkäuferin. Normalerweise<br />

herrscht in<br />

dem Geschäft in der Frankfurter<br />

Innenstadt dichtes Gedränge.<br />

Dort kaufen ausschließlich chinesische<br />

Touristen: Töpfe, Messer und<br />

andere Haushaltsgeräte – es muss<br />

„made in Germany“ sein.<br />

FrankfurtisteinewichtigeStation,<br />

denn am Flughafen starten und landen<br />

die Maschinen mit den Urlaubern<br />

aus der Volksrepublik. In der<br />

Nähe der Paulskirche ist eine Einkaufsstraße<br />

entstanden, die ihnen<br />

vorbehalten ist. Eine Reisegruppe<br />

nach der anderen kommt an normalen<br />

Tagen. Jetzt hat das Personal<br />

kaum noch was zutun.DieLufthansa<br />

hat ihre Verbindungen nach China<br />

eingestellt.<br />

Die Regierung in Peking hat zur<br />

Absage aller privaten Reisen ins Ausland<br />

aufgerufen, um die Ausbreitung<br />

des Coronavirus einzudämmen.<br />

Doch die Zahl der gemeldeten Erkrankungen<br />

steigt stündlich. Die<br />

Ausbreitung hat Folgen für die Wirtschaft.<br />

Im Kleinen für Frankfurter<br />

Haushaltswarengeschäfte und im<br />

Großen: Für den Chef der US-Notenbank<br />

Fed, Jerome Powell, ist klar,dass<br />

die Epidemie Chinas Ökonomie belasten<br />

werdeund dass es auch andere<br />

Länder treffen könne. „Wir werden<br />

die Entwicklung aufmerksam verfolgen“,<br />

sagte Powell. Ähnlich vorsichtig<br />

geben sich viele andereExperten. Die<br />

SCHUTZVORKEHRUNGEN BREMSEN DIE WIRTSCHAFT<br />

Vorhersage: Der Verlauf von<br />

Epidemien ist nicht vorhersehbar.Die<br />

Erfahrung zeigt<br />

allerdings, dass es keine linearen<br />

Entwicklungen bei<br />

der Zahl der Infizierten gibt.<br />

Bei der Sars-Krise im Jahr<br />

2003 in China ging die Zahl<br />

der Erkrankten zweimal zurück,<br />

um dann wieder zu<br />

steigen. Erst nach der dritten<br />

Spitze ging es dauerhaft zurück.<br />

Tiefe Löcher in der Bilanz<br />

Trotz einesMilliardenverlusts gibt sich Deutsche-Bank-Chef Sewing optimistisch<br />

gen betroffen sein. Im vergangenen<br />

Jahr hatte der mit einem massiven<br />

Stellenabbau verbundene KonzernumbautiefeLöcherindieBilanzgerissen.<br />

Es war das fünfte Verlustjahr in<br />

Folge.Unter dem Strich stand ein Minusvonrund5,7MilliardenEuronach<br />

einem Verlust von 52Millionen ein<br />

Jahr zuvor.Rechnet manZinszahlungen<br />

für sogenannte Nachranganleihen<br />

heraus,fiel ein Minus von5,3 Milliarden<br />

an.<br />

Die Kosten für die Neuausrichtung<br />

–inklusiveAbfindungen –machten<br />

sich ebenso bemerkbar wie die<br />

Einstellung des Aktienhandels und<br />

der Verkauf von Sparten. Zudem<br />

macht das Zinstief der gesamten<br />

Branche im ohnehin hart umkämpften<br />

deutschen Marktzuschaffen. Die<br />

Zahl der Vollzeitstellen im Konzern<br />

Datenbasis: Große Unsicherheiten<br />

bestehen auch<br />

bei der Erfassung der Daten.<br />

So kann allein die gesteigerte<br />

Aufmerksamkeit beim Coronavirus<br />

dazu führen, dass<br />

mehr Fälle registriertwerden.<br />

Aber die jetzt verhängten<br />

Quarantänen können<br />

auch dafür sorgen, dass Ansteckungen<br />

nicht bekannt<br />

werden. Korrekte Fallzahlen<br />

wären aber enormwichtig.<br />

Eingreifen: Ein weiterer Unsicherheitsfaktor<br />

ist, wie die<br />

Maßnahmen des Staats wirken.<br />

Gehen die Behörden<br />

zielgenau voroder wird womöglich<br />

kontraproduktiv gehandelt?<br />

Dies spielt beim<br />

Abschätzen der ökonomischen<br />

Folgen eine große Rolle.<br />

Nicht die Erkrankungen<br />

selbst, sondernSchutzvorkehrungen<br />

bremsen die wirtschaftlichen<br />

Aktivitäten.<br />

Datenlage sei noch unzureichend,<br />

„um belastbare Prognosen abzugeben“,<br />

betonen etwa die Experten der<br />

Deutsche-Bank-Fondstochter DWS.<br />

Am Donnerstag war aber klar, dass<br />

Börsianer immer nervöser werden.<br />

Rund um den Globus gingen die Kurse<br />

nach unten. DieRohölpreise sackten<br />

auf das niedrigste Niveau seit<br />

mehr als drei Monaten.<br />

Unter Anlegern kursiert als Horrorszenario,<br />

dass die Zahl der Infizierten<br />

über einen längeren Zeitraum<br />

weiter steigt, dass Restriktionen<br />

vonRegierungen und Unternehmen<br />

mit Reisebeschränkungen und<br />

Quarantänen immer strenger werden<br />

und dass damit die wirtschaftliche<br />

Tätigkeit heftig gebremst wird.<br />

Ansteckungseffekte in anderen Ländern<br />

sind dabei kaum vermeidbar.<br />

Schon jetzt steht fest: Die Lufthansa<br />

wird weniger fliegen. Reisekonzerne<br />

wie Tuimüssen weniger Buchungen<br />

für Reisen ins Reich der Mitte verkraften.<br />

Bleiben die Menschen zu Hause,<br />

muss der Handel mit schrumpfenden<br />

Einnahmen rechnen.<br />

DasCoronavirus ist ausgerechnet<br />

in einer hoch industrialisierten Region<br />

ausgebrochen, wo sich Zulieferbetriebe<br />

insbesonderefür vieleinternational<br />

agierende Technikkonzerne<br />

angesiedelt haben. Steht dort die<br />

Produktion länger still, kann es Lieferengpässe<br />

für viele Güter geben, in<br />

sank auf 87597, ein Rückgang um<br />

mehr als 4100 im Laufe des vergangenen<br />

Jahres. Details zum deutschen<br />

Markt und der regionalen Verteilung<br />

nannte die Bank weiterhin nicht. Bis<br />

Ende 2022 soll die Zahl der Vollzeitstellen<br />

um rund 18000 auf weltweit<br />

74000 verringertwerden.<br />

Trotz des Milliardenverlusts bekommtderBankvorstandfür2019Boni<br />

in Millionenhöhe. Allerdings fällt<br />

der Topf mit voraussichtlich 13 Millionen<br />

Euro etwa halb so groß auswie im<br />

Jahr zuvor. Die Topmanager verzichten<br />

auf die sogenannte individuelle<br />

erfolgsabhängige Vergütung. „Wir<br />

hielten es für richtig, unseren Beitrag<br />

zu leisten“, sagte Sewing.<br />

In einem Brief an die Mitarbeiter<br />

schrieb der Bankchef, der Umbau verlaufeinmanchenBereichenbesserals<br />

FOTO: SAMUT PRAKAN/IMAGO<br />

denen Elektronik steckt –vom Handy<br />

bis zum Pkw. Die Einbußen können<br />

sich durch fast alle Branchen fressen,<br />

weil die Nachfrage vonVerbrauchern<br />

und Unternehmen zurückgeht. Das<br />

kann bis hin zu deutschen Maschinenbauerndurchschlagen,<br />

die weniger<br />

Aufträge bekommen, weil deren<br />

Kunden von Bestellungen wegen<br />

Geldmangels absehen.<br />

Wie schlimm es wird, ist unklar.<br />

Um Plausibles sagen zu können, wird<br />

vonVolkswirten deshalb gerndie Parallele<br />

zur Sars-Krise 2002/2003 bemüht.DieWirtschaftsleistungging<br />

in<br />

einem Quartal stark zurück. Viele<br />

asiatische Aktienindizes verloren<br />

mehr als 15 Prozent. DieWende kam<br />

erst, als die Infektionszahlen sanken.<br />

DWS-Experten haben nun durchgespielt,<br />

dass sich die Ansteckungsrate<br />

in zwei bis drei Wochen abschwächt.<br />

Dann könnte das Coronavirus<br />

in Kombination mit zwei zusätzlichen<br />

Feiertagen die chinesische<br />

Wirtschaftsleistung in diesem<br />

Jahr um 1,15 Prozent drücken. Mögliche<br />

Aufholeffekte und staatliche<br />

Hilfsprogramme sind dabei allerdings<br />

nicht berücksichtigt.<br />

In eine ähnliche Richtung gehen<br />

Prognosen der Analysten von Banken<br />

wie BNP Paribas, JP Morgan<br />

Chase oder Mizuho Securities. Über<br />

den Daumen: Für das erste Quartal<br />

wirddie Vorhersage für Chinas Wirtschaftswachstum<br />

deutlich auf Werte<br />

bis nahe 5Prozent gesenkt. Bisher<br />

wurde generell von 6Prozent ausgegangen.<br />

Die Deutsche Bank richtet nach<br />

dem Milliardenverlust 2019 den<br />

BlickimJubiläumsjahrnachvorn.Das<br />

Institut habe den radikalsten Umbau<br />

seit zwei Jahrzehnten gut vorangebracht,<br />

sagte Vorstandschef Christian<br />

Sewing am Donnerstag in Frankfurt<br />

bei der Vorstellung der Jahresbilanz<br />

2019. „Und wir spüren Rückenwind.<br />

Auch im Jahr 2020.“<br />

DieBank, die in diesem Jahr auf ihr<br />

150-jähriges Bestehen blickt, wolle<br />

ihreMarktposition wieder ausbauen.<br />

„Wir greifen an –und das nachhaltig“,<br />

sagte Sewing. Das größte deutsche<br />

Kreditinstitut strebt in diesem Jahr<br />

einen Gewinn an, zumindest vor<br />

Steuern. Allerdings werde auch das<br />

Jahr 2020 von den Umstrukturierungeplant.<br />

Trotz der hohen Umbaukosten<br />

sei es der Bank gelungen, die Kapitalposition<br />

zu festigen. Dies sei darauf<br />

zurückzuführen, dass der Abbau von<br />

Altlasten undRisikenschneller vorangehe<br />

als gedacht. Aufgrund des starken<br />

Kapitalpolsters „sind wir sehr zuversichtlich,<br />

den Umbau mit unseren<br />

Mitteln stemmen und nun wieder<br />

wachsen zu können“. An der Börse<br />

kam der Optimismus gut an. DieAktie<br />

setzte ihrejüngste Erholung fort.<br />

DieErträge gingen 2019 um 8Prozent<br />

auf 23,2 Milliarden Euro zurück,<br />

während die Kosten vorallem wegen<br />

der Milliardenaufwendungen im Zusammenhang<br />

mit dem Konzernumbau<br />

um 7Prozent auf etwas mehr als<br />

25 Milliarden kletterten. Bis2022 sollen<br />

die Kosten auf 17 Milliarden Euro<br />

sinken. (dpa)<br />

Drogeriemärkte<br />

schlagen Amazon<br />

DerUS-OnlinekonzernAmazon<br />

muss sich in Deutschland bei der<br />

Kundenbeliebtheit zwei klassischen<br />

Händlerngeschlagen geben. Im am<br />

Donnerstag vonder Unternehmensberatung<br />

OC&C veröffentlichten<br />

Einzelhandelsindex 2019 belegte die<br />

Drogeriemarktkette dm den ersten<br />

Platz in der Beliebtheitsrangliste vor<br />

dem Rivalen Rossmann. Amazon<br />

kam auf Platz drei. DasLadengeschäft<br />

werdefür das Einkaufserlebnis<br />

wieder wichtiger,hieß es dazu<br />

bei OC&C. (dpa)<br />

Brauer verkaufen<br />

weniger Bier<br />

DieBrauer in Deutschland haben<br />

2019 deutlich weniger Bier verkauft.<br />

DerAbsatz der Brauereien und Bierlager<br />

fiel gemessen am Vorjahr um<br />

1,9 Prozent auf 9,2 Milliarden Liter.<br />

Mitmehrals 80 Prozent ging der Löwenanteil<br />

in den heimischen Markt,<br />

wie das Statistische Bundesamt mitteilte.Auch<br />

Biermischungen verkauften<br />

sich schlechter.Der Absatz<br />

vonBier mitLimonade,Cola,<br />

Fruchtsäften und anderen alkoholfreien<br />

Zusätzen sank um ein Prozent<br />

auf 439,5 Millionen Liter. (dpa)<br />

Tesla schreibt zweiten<br />

Quartalsgewinn in Folge<br />

UntermStrich bleibenTeslas Zahlen so<br />

rot wieviele derAutos. FOTO: CHRISTOPHE ENA/AP<br />

Tesla hat sich dank hoher Nachfrage<br />

in Europa und China zum Jahresende<br />

gut geschlagen. Im vierten Quartal<br />

übertraf der US-Elektroautobauer<br />

die Markterwartungen mit<br />

einem Gewinn von105 Millionen<br />

Dollar (95 Millionen Euro). DerUmsatz<br />

fiel mit 7,4 Milliarden Dollar<br />

deutlich höher aus als angenommen.<br />

Unter dem Strich fiel 2019 aber<br />

ein Verlust von862 Millionen Dollar<br />

an –immerhin weniger als die<br />

976 Millionen Dollar Miesen im Vorjahr.<br />

(dpa)<br />

Produktion der britischen<br />

Autoindustrie schrumpft<br />

Vordem britischen EU-Austritt am<br />

Freitag melden die Autobauer auf<br />

der Insel einen weiteren Einbruch<br />

bei Produktion und Investitionen.<br />

Im vergangenen Jahr sei die Gesamtfertigung<br />

um 14,2 Prozent auf<br />

1,3 Millionen Fahrzeuge zurückgegangen.<br />

Dasist der geringste Wert<br />

seit 2010, teilte der Branchenverband<br />

der britischen Automobilindustrie<br />

mit. DieProduktionfür Exportmärkte<br />

brach um 14,7 Prozent<br />

auf 1,6 Millionen Fahrzeuge ein –die<br />

meisten Autos gingen an die EU.<br />

Mike Hawes, Chef des Branchenverbands,zeigtesich<br />

beunruhigt über<br />

den Rückgang im dritten Jahr in Folge.<br />

(dpa)<br />

Abnahmemenge<br />

in Liter<br />

HEIZÖLPREISE<br />

Durchschnittspreis<br />

je 100 LiterinEuro<br />

(in Klammern Vorwoche)<br />

1000 67,63 (70,21)<br />

3000 62,98 (65,65)<br />

5000 61,32 (63,98)<br />

10 000 59,89 (62,50)<br />

15 000 59,45 (61,97)<br />

incl. MWSt., frei Haus an Abladestelle,<br />

Quelle: www.dieter-maeder.de<br />

Preisermittlung 30.1.2020


8 <strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020<br />

·························································································································································································································································································<br />

Meinung<br />

Brexit<br />

ZITAT<br />

Warme Worte zum<br />

Abschied<br />

Matthias Koch<br />

rechnet damit, dass es für die Briten<br />

schnell kälter werden wird.<br />

Sie werden immer Teil unserer Familie<br />

bleiben.“ Als EU-Kommissionspräsidentin<br />

Ursula von der Leyen Sätze wie<br />

diesen über die scheidenden Briten sagte,<br />

hörte sie sich fast an wie Königin Elizabeth<br />

II., besonnen und milde. Genauso<br />

hatte, bis in die Wortwahl hinein, jüngst<br />

die Queen geklungen, als sie über Harry<br />

und Meghan sprach. Ein kleiner Gag der<br />

Brüsseler Redenschreiber?<br />

Es wird nicht viel bleiben von diesen<br />

warmen Worten, wenn Brüssel und London<br />

das künftige Miteinander vonEUund<br />

Vereinigtem Königreich aushandeln. Der<br />

in diesen Gesprächen federführende EU-<br />

Diplomat, der Franzose Michel Barnier,<br />

hat sein Jahr streng durchgetaktet: Verhandlungsrunde,<br />

Rückkopplung mit Regierungen,<br />

Kommission und Parlament,<br />

dann Vorbereitung der nächsten Verhandlungsrunde.Zieht<br />

London nicht mit,<br />

gibt es bis Ende 2020 keinen Vertrag.<br />

Erste Hinweise auf eine in dieser Phase<br />

bevorstehende neue Kühle hat Ursula von<br />

der Leyen bereits selbst gegeben, vorerst<br />

in zwei höfliche Anmerkungen verpackt.<br />

Erstens: „Wir werden unsere Unternehmen<br />

nicht einem unfairen Wettbewerb<br />

aussetzen.“ Zweitens: „Je mehr Großbritannien<br />

unsere Standards aufrechterhält,<br />

umso besser wird sein Zugang zum EU-<br />

Binnenmarkt sein.“ Frei übersetzt heißt<br />

das: Diebritischen Konservativen können<br />

ihreVision vom Singapur in der Nordsee<br />

vergessen.<br />

Premierminister Boris Johnson und<br />

seine Freunde träumen seit Langem von<br />

einer cleveren Kombination von Hochtechnologie<br />

und Niedrigsteuern auf den<br />

Britischen Inseln, bei Abwesenheit lästiger<br />

EU-Normen zum Schutz vom Arbeitnehmernund<br />

Umwelt. Derso„entfesselte<br />

Kapitalismus“ soll weltweit neues Kapital<br />

anziehen und Großbritannien in eine<br />

strahlende neue Zukunft führen.<br />

Wemaber wollen die BritenWarenund<br />

Dienstleistungen verkaufen, wenn sie<br />

zum EU-Binnenmarkt vor ihrer Haustür<br />

keinen zollfreien Zugang finden? Boris<br />

Johnson hat sich auf ein Kräftemessen<br />

eingelassen, das er nicht gewinnen kann.<br />

Und das liegt nicht an der deutschen<br />

Kommissionspräsidentin oder an ihrem<br />

Früher oder später<br />

werden Land und<br />

Leute entdecken, dass<br />

der Brexit keine<br />

Einigkeit schafft und<br />

auch kein einziges<br />

Problem löst.<br />

französischen Chefunterhändler. Esliegt<br />

an Adam Riese. Imökonomischen Bankdrücken<br />

werden sich am Ende immer 450<br />

Millionen EU-Europäer gegen 67 Millionen<br />

Briten durchsetzen. Auch im Verhältnis<br />

zu den USA und China ist es für einen<br />

einzelnen Staat schwierig, günstige Handelsbedingungen<br />

herauszuholen.<br />

Das größte Problem aber wartet auf<br />

den britischen Premier im eigenen Land.<br />

Die Brexit-Anhänger haben völlig konträre<br />

Ziele. Die einen, Konservative und<br />

Neoliberale, wollen mit dem Brexit die<br />

Brüsseler Bürokratie abschütteln, um<br />

dann einen mutigen, eigenen Wegauf die<br />

Weltmärkte zu wagen. Die anderen, darunter<br />

frühereLabour-Wähler,empfanden<br />

schon den EU-Binnenmarkt als Bedrohung;<br />

sie sehen sich als Modernisierungsverlierer<br />

und wollen jetzt weniger Markt,<br />

mehr nationale Abschottung –und mehr<br />

Geld für Soziales.<br />

Früher oder später werden Land und<br />

Leute entdecken, dass der Brexit keine Einigkeit<br />

schafft und auch kein einziges<br />

Problem löst. DerBrexit wirdsich entpuppen<br />

als etwas hoffnungslos Überschätztes,<br />

als Projektionsfläche für gegensätzliche<br />

Erwartungen, geschickt genutzt von<br />

unredlichen politischen Akteuren mit<br />

dem einzigen Ziel, ihre Macht im Nationalstaat<br />

zu mehren.<br />

Farewell!<br />

Das Pflegewohnheim, in dem ich<br />

meine Mutter besuche, hat im<br />

Eingangsbereich einen Flüssigkeitsspender<br />

mit einem Desinfektionsmittel<br />

aufgestellt. Viele Besucher betätigen<br />

sich gewissenhaft daran und reiben<br />

sich gründlich die Hände. Andere gehen<br />

achtlos vorbei, ich verhalte mich ambivalent.<br />

Nicht selten bemerke ich mein Versäumnis<br />

erst, wenn mir der Rückweg bereits zu weit<br />

erscheint. Auch wenn die Prozedur etwas<br />

lästig ist, hege ich an deren grundsätzlicher<br />

Notwendigkeit keinen Zweifel. Wenn ich es<br />

wieder einmal unterlassen habe, beruhige<br />

ich mich damit, dass es schon nicht zum<br />

Schlimmsten kommen wird.<br />

Stärker als die Angst, sich einen Viruseinzufangen,<br />

sollte allerdings die Sorgesein, einen<br />

in die Einrichtung hineinzutragen. Türgriffe,<br />

Haltestangen im Bus – Sie wissen<br />

schon. Alte Menschen sind besonders gefährdet.<br />

Für die Bewohner vonPflegeheimen<br />

ist die Virusfamilie der Coronaviridae denn<br />

auch nur eine unter vielen. Tödliche Gefahr<br />

droht hier auch von namenlosen oder gut<br />

bekannten infektiösen Strukturen, und die<br />

Erkenntnis, dass noch immer mehr Menschen<br />

an den Folgen einer herkömmlichen<br />

Grippe sterben als am Coronavirus, gab es<br />

zuletzt häufig frei Haus.<br />

Zuröffentlichen Wahrnehmung epidemischer<br />

Gefahren gesellt sich stets auch die<br />

Hoffnung, dass Wissen hilft. Undtatsächlich<br />

ließe sich angesichts der Coronavirus-Krise<br />

die Beobachtung machen, dass wissenschaftliche<br />

Forschungsergebnisse über<br />

hochansteckende Infektionskrankheiten<br />

vergleichsweise tief in das Alltagswissen eingedrungen<br />

sind –ohne allerdings die Unlust<br />

zu verringern, sich an die Schutzvorkehrungen<br />

zu halten.<br />

Wenn das Vereinigte Königreich heute<br />

um Mitternacht die Europäische<br />

Union verlässt, wird das Konsequenzen für<br />

viele Lebens- und Arbeitsbereiche haben.<br />

Betroffen ist neben der Wirtschaft vor allem<br />

die Wissenschaft, und zwar auf unterschiedlichsten<br />

Ebenen.<br />

Zahlreiche kontinentaleuropäische Forscher<br />

sind an den Universitäten und Instituten<br />

des Königreichs in führenden Positionen<br />

beschäftigt. Siesorgen sich um ihreZukunft,<br />

weil ihr Status künftig vonarbeitsrechtlichen<br />

Sonderregelungen abhängt. Ob diese Unsicherheit<br />

zu einer verstärkten Rückkehrwelle<br />

führt, von der auch Deutschland profitieren<br />

könnte, ist noch offen. Boris Johnson hat in<br />

einer seiner seltenen Aussagen zu Wissenschaftsthemen<br />

angedeutet, dass man Spitzenkräfte<br />

in allen Arbeitsbereichen auf jeden<br />

Fall halten wolle. Konkreteres war dazu aber<br />

noch nicht zu hören.<br />

Auf dem Feld der großen europäischen<br />

Forschungsvorhaben ist das Vereinigte Königreich<br />

der wichtigste Projektpartner für<br />

Deutschland. Mitdem EU-Austritt verliertes<br />

nun gewaltige Fördersummen. Knapp 5,4<br />

Milliarden Euro haben die Briten im achten<br />

Forschungsrahmenprogramm eingeworben<br />

–deutlich mehr, als sie zuvor einzahlten. Es<br />

gibt mehrere Szenarien dazu, was jetzt geschehen<br />

könnte. Eine Option wäre, dass das<br />

Königreich wie die Schweiz oder Norwegen<br />

als assoziiertes Mitglied weiterhin finanzielle<br />

Beiträge zur Forschungsförderung leistet<br />

und damit seine Antragsberechtigung auf-<br />

Coronavirus<br />

Erreger<br />

greifen an<br />

Harry Nutt<br />

ist im Umgang mit dem Virusumdie Balance zwischen<br />

Trägheit und Panik bemüht.<br />

Neben der menschlichen Trägheit, die ein<br />

Handeln wider besseres Wissen befördert,<br />

existiert jedoch auch die Neigung zur Übertreibung.<br />

Dieamerikanische MedizinhistorikernElaine<br />

Showalter hat bereits vor20Jahrenauf<br />

den emotionalen, oft fatalen Zusammenhang<br />

von Epidemien und Medien aufmerksam<br />

gemacht, in dem<br />

wissenschaftliche Erkenntnis kein verlässlicher<br />

Garant für aufgeklärtes Verhalten ist,<br />

sondern nicht selten auch zur Verklärung<br />

beiträgt.<br />

Das gilt erst recht für eine beschleunigte<br />

Mediengesellschaft, in der das Coronavirus<br />

als das große Unbekannte die Phänomene<br />

einer gesteigerten Angstlust befördert hat,<br />

deren wiederkehrendes Sinnbild derzeit als<br />

KOLUMNE<br />

Die Wissenschaft<br />

nach<br />

dem Brexit<br />

Peter-André Alt<br />

Präsident der Hochschulrektorenkonferenz<br />

rechterhält. Doch mehren sich in England<br />

die Stimmen, die eine solche Lösung kritisieren.<br />

Manwäreals assoziiertes Mitglied nämlich<br />

zahlungspflichtig, aber nicht mitbestimmungsberechtigt,<br />

wenn es um die inhaltliche<br />

Ausgestaltung der großen Förderprogramme<br />

geht. Es ist möglich, dass die<br />

Regierung Johnson eine konsequente Trennung<br />

auch in diesem Bereich forciert und<br />

das eigene Wissenschaftssystem durch eine<br />

BERLINER ZEITUNG/THOMAS PLASSMANN<br />

schaurig-schöne Abbildung eines Virusmodells<br />

kursiert, das wie ein aggressiver Killerplanet<br />

unkontrolliert auf unser Bewusstsein<br />

zurast. Und doch löst gerade dieses Bild ein<br />

Déjà-vu-Erlebnis aus, denn noch immer ist<br />

der in unseren Breiten am häufigsten aufgesuchte<br />

öffentliche Schutzraum das Kino, in<br />

dem wir gelernt haben, uns mit unseren<br />

Ängsten zu konfrontieren.<br />

Zum alltäglichen Umgang mit der Epidemie<br />

gehört natürlich auch die Warnung vor<br />

panischen Reaktionen. Dasgesellschaftliche<br />

Bedürfnis nach Schutz und Sicherheit wird<br />

dabei vor allem durch jene bekräftigt, die<br />

schon aus beruflichen Gründen gezwungen<br />

sind, demonstrativ Selbstgewissheit zu signalisieren.<br />

Keine politische Botschaft ohne<br />

die Vermittlung des Gefühls,alles unter Kontrolle<br />

zu haben. Bedrohlich erscheinen dabei<br />

jedoch gerade die verschiedenen staatlichen<br />

Varianten, diese Kontrolle auch auszuüben.<br />

Während Bundesgesundheitsminister Jens<br />

Spahn stereotyp beteuert, unser System sei<br />

gut aufgestellt, scheint man dem Virus in<br />

China mit einer autoritaristischen Demonstration<br />

der Stärke beizukommen zu wollen.<br />

DasVirus bedrängt nicht nur die Gesundheit<br />

der Einzelnen, sondern in beträchtlichem<br />

Ausmaß auch Freiheit und Demokratie.<br />

Aus der Sicht von Medizinhistorikern ist<br />

allerdings auch das kein Grund für Fatalismus.<br />

Vielmehr verweisen sie darauf, dass<br />

viele gesundheitspolitische Fortschritte wie<br />

die Einrichtung von Patientenregistern und<br />

die Vergleichbarkeit von Krankheitsverläufen<br />

insbesondere in Reaktion auf<br />

schlimme Epidemien erzielt worden sind.<br />

Zwischen Panik und Selbstberuhigung bietet<br />

die Bereitschaft zu lernen noch immer die<br />

größte Überlebenschance –für jeden Einzelnen<br />

und für die Gattung.<br />

Erhöhung der nationalen Forschungsförderung<br />

zu befrieden sucht. Noch sind die Universitäten<br />

des Königreichs sehr an einer assoziierten<br />

Mitgliedschaft interessiert, wie<br />

man gesprächsweise erfährt. Aber wenn ein<br />

nationales Förderprogramm mit mehr als einer<br />

Milliarde Pfund pro Jahr käme, würde<br />

sich das womöglich ändern. Für Kontinentaleuropa<br />

wäredas angesichts der britischen<br />

Forschungsstärke keine gute Perspektive.<br />

Betroffen vom Brexit ist auch der Studierendenaustausch.<br />

2017 waren 15 745 deutsche<br />

Studierende an Universitäten des Vereinten<br />

Königreichs eingeschrieben. Die<br />

meisten von ihnen wurden finanziell durch<br />

das Erasmus-Programm und zusätzlich<br />

durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst<br />

unterstützt. Das ist dringend<br />

nötig, denn die Studiengebühren sind hoch,<br />

nicht nur an den englischen Spitzenuniversitäten.<br />

Zwischen 6000 und 9250 Pfund pro<br />

Jahr betragen sie, und nach dem Brexit werden<br />

die Kosten steigen. Dann nämlich müssen<br />

Kontinentaleuropäer die Gebühren zahlen,<br />

die für Nicht-EU-Ausländer erhoben<br />

werden. DerSatz kann sich in diesem Fall bis<br />

auf 30 000 Pfund im Jahr steigern. Kommen<br />

die Europäer nicht mehr, werden Studierende<br />

aus Asien die Lücke schließen. Für Europa<br />

wäre das eine schlechte Aussicht, aber<br />

sie ist recht realistisch. Der Brexit entfaltet<br />

nicht nur hier seine negativeWirkung, und es<br />

bedarf großer Zähigkeit und Kreativität, um<br />

drohende Nachteile für das Wissenschaftssystem<br />

abzuwenden.<br />

„Es kann dir keiner mehr<br />

nehmen, dass du Super-<br />

Bowl-Champion bist. Aber<br />

du gehst mit dem Riesenklunker<br />

nicht zum Bäcker<br />

und sagst: Hey, ich bin<br />

Super-Bowl-Champion.“<br />

Sebastian Vollmer, zweimaliger Super-Bowl-Champion,<br />

über das Leben nach dem Football-Triumph<br />

AUSLESE<br />

Der Wechsel von<br />

Franziska Giffey<br />

Franziska Giffey will die <strong>Berliner</strong> SPD<br />

führen und Regierende Bürgermeisterin<br />

werden. Am drastischsten kommentierte<br />

die tageszeitung den Führungswechsel.<br />

Siedruckte ein Bild vonGiffey im<br />

Dress der <strong>Berliner</strong> Straßenreinigung, das<br />

bei einem Besuch dort entstanden war.<br />

Die Zeile darüber:„Der graut vor nix.“ Im<br />

Kommentar heißt es, dass der Job ander<br />

Spitze Berlins eine wunderbare Aufgabe<br />

sei: „Soschön, so groß, wie es der Bürgermeisterposten<br />

von, sagen wir, New York<br />

City ist: sozial-, kultur-und identitätspolitisch<br />

hochspannend.“ DasAmt sei bisher<br />

aber eher reizarmausgeübtworden.<br />

Die Frankfurter Rundschau begrüßt<br />

den Wechsel ebenfalls.„Populär, jung, talentiert:<br />

Giffeys bisher erkennbares Profil<br />

bietet gute Voraussetzungen dafür, dass<br />

aus einer regionalen Personalentscheidung<br />

ein Signal für die Bundes-SPD wird“,<br />

heißt es dort. „Aber es wäre nichts wert,<br />

wenn die Hoffnungsträgerin die Personalie<br />

nicht mit einer klaren inhaltlichen Ausrichtung<br />

verbindet.“<br />

Die <strong>Berliner</strong> Morgenpost lobt, dass der<br />

Wechsel ohne Grabenkämpfe entschieden<br />

wurde. „Die Entscheidung der <strong>Berliner</strong><br />

SPD ist auch deshalb bemerkenswert,<br />

weil sich die Partei nicht auf den- oder<br />

diejenige verständigt hat, die am besten<br />

in der Partei verankertist unddie meisten<br />

Delegiertenstimmen mitbringt, sondern<br />

auf diejenige,mit der die Partei die besten<br />

Chancen hat, die Abgeordnetenhauswahl<br />

zu gewinnen.“ Christine Dankbar<br />

PFLICHTBLATT DER BÖRSE BERLIN<br />

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Story: Christian Seidl.<br />

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Seite 3/Report:Bettina Cosack.<br />

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<strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020 – S eite 9 *<br />

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Berlin<br />

Konfetti im Parlament:<br />

Liebig-34-Bewohner<br />

stören Sitzung<br />

Seite 11<br />

Coronavirus-Alarm: Potsdam gibt Entwarnunginzwei Fällen Seite 14<br />

Taxi-Konkurrenz: Neuer Fahrdienst meldet rasante Zuwachsraten Seite 11<br />

Stadtbild<br />

Grüße in<br />

Zartbitter<br />

Christian Schwager<br />

lernt ein bisschen Igbo<br />

auf dem Wegzur Arbeit.<br />

Ich fahrenun wieder öfter U-Bahn.<br />

Nicht, weil es da gemütlicher zugehen<br />

würde als auf dem Fahrradweg.<br />

Auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln<br />

gilt: Unterm Strich<br />

zähl’ ich. Es gilt: Survival of the Fittest,<br />

Fattest, Frechest, Flachest. Aber<br />

ich kann wenigstens etwas lernen.<br />

Mehr jedenfalls als Kraftausdrücke<br />

im ortsüblichen Regiolekt: Icksagdamawattdupissnelke!<br />

Am Donnerstag auf der Linie 8zum<br />

Beispiel. Neben mir telefoniert eine<br />

Frau mit dem Organ von Ella Fitzgerald,<br />

und obwohl sie nicht auf Deutsch<br />

in ihr Handy ruft, das sie wie eine Tafel<br />

Zartbitterschokolade vor den Mund<br />

hält, lässt sie bei den übrigen Insassen<br />

des Waggons keinerlei Zweifel aufkommen,<br />

dass sich das Gegenüber<br />

warmanziehen muss.<br />

Möglicherweise handelt es sich<br />

um eine Krise in der Beziehung, ruft<br />

sie in die Zartbittertafel: „Lass mir<br />

die Schlampe unter die Augen kommen,<br />

der kratze ich die Augen aus!“<br />

Gibt es ein Problem am Arbeitsplatz,<br />

zu dem Sie gerade fährt? „So, Herr<br />

Krause,Sie Dummschwätzer! Ichbin<br />

gleich da, und dann geige ich Ihnen<br />

mal die Meinung, dass Sie soklein<br />

sind mit Hut!“ Aber würde Herr<br />

Krause sie verstehen? Vielleicht klagt<br />

sie einer Freundin ihr Leid, und die<br />

Verbindung ist schlecht hier unten<br />

zwischen Heinrich-Heine-Straße<br />

und Moritzplatz. Möglich wär’s.<br />

Allerdings kommen die Erwiderungen<br />

klar und deutlich aus der<br />

Plasteschokolade. Knapp sind sie,<br />

und könnten soviel heißen wie:<br />

„Dieser Schuft.“ Oder:„Cool, dass du<br />

dich das traust.“ ZumAbschied wird<br />

es ausführlicher, möglicherweise:<br />

„Nadann, wir sehen uns,mach’s gut,<br />

und lass den Kopf nicht hängen, das<br />

ist der Kerl nicht wert.“<br />

Ella Fitzgerald steckt das Handy<br />

in eine Handtasche, die auf ihrem<br />

Schoß ruht wie ein weißes Kaninchen.<br />

Sie dreht ihren Kopf zu ihren<br />

Sitznachbarn, nach links, nach<br />

rechts, zumir. Ich lächle, sie lächelt<br />

zurück. Ichhabe das Gefühl, dass sie<br />

jetzt einen Kommentar von mir erwartet.<br />

Ich sage: „Interessante Sprache.“<br />

Sie sagt: „Igbo.“ Ich frage:<br />

„Wie?“ Sie wiederholt: „Ig-bo! Das<br />

spricht man in Nigeria.“ Dann steht<br />

sie auf, als wäre diese Erklärung der<br />

Sinn ihrer Fahrtmit der U8gewesen.<br />

Kurz darauf komme ich auf die<br />

Arbeit. „Hallo.“ „Moin.“ „Tach.“ Ein<br />

Kollege telefoniert. Er trägt ein Headset<br />

und sagt gerade etwas ins Mikro,<br />

das kling wie: „Feinchen. Tschüh.“<br />

Diese Sprache beherrsche ich. Ein<br />

bisschen jedenfalls.<br />

Reisen bildet. Auch wenn es nur ein paar<br />

U-Bahn-Stationen weit geht. IMAGO IMAGES<br />

Ein bisschen müde<br />

Anwälte fordern Aufklärung<br />

Nach der Cyberattacke auf das Kammergericht wollen sie wissen, welche Daten abgeflossen sein könnten<br />

VonJörg Hunke<br />

Anwälte sind nach der<br />

Cyberattacke auf das Kammergericht<br />

besorgt. Ulrich<br />

Schellenberg, Mitglied im<br />

Präsidium des Deutschen Anwaltvereins<br />

und Fachanwalt für Handelsund<br />

Gesellschaftsrecht in Berlin,<br />

sagte der <strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong>: „Wir<br />

wünschen Aufklärung und Information,<br />

ob und inwieweit Interessen<br />

der Mandanten beeinträchtigt worden<br />

sind.“ Marcus Mollnau, der Präsident<br />

der Rechtsanwaltskammer<br />

Berlin, erklärte: „Besonders unerfreulich<br />

ist die Erkenntnis, wie<br />

schwach der Schutz der Daten des<br />

Kammergerichts war und dass die<br />

dortige IT-Infrastruktur offenbar auf<br />

einem völlig veralteten, nicht mehr<br />

sicheren Stand gewesen ist.“<br />

Das IT-Dienstleistungszentrum<br />

Berlin (ITDZ) hatte Ende September<br />

einen Angriff auf das Computersystem<br />

bemerkt. Also wurden die Rechner<br />

vom Internet getrennt und das<br />

Gericht vom Netz genommen. Aber<br />

welche Informationen waren auf<br />

den Rechnern gespeichert? „Meistens<br />

werden Schriftsätze noch auf<br />

Papier formuliert, aber nicht immer.<br />

Was ist mit postalischen Anschriften?“,<br />

fragte Schellenbergund fasste<br />

zusammen: „Wir wissen zu wenig.“<br />

DenAntrag der CDU-Fraktion, einen<br />

unabhängigen Sonderbeauftragten<br />

einzusetzen, verwies das Abgeordnetenhaus<br />

am Donnerstag in<br />

den Rechts- und in den Digitalausschuss.Das<br />

bedeutet, dass das Parlament<br />

sich weiter mit der Cyber-<br />

Panne beschäftigt. Dortist die Affäre<br />

ohnehin längst angelangt.<br />

Am Mittwoch hatte Gerichtspräsident<br />

Bernd Pickel im Rechtsausschuss<br />

berichtet, dass es keine Erkenntnisse<br />

darüber gäbe,dass Dokumente,<br />

Urteile oder Beschlüsse bei<br />

dem Angriff mit der Schadsoftware<br />

Emotet gestohlen wurden. Dies<br />

scheint aber auch nicht ausgeschlossen<br />

zu sein, denn in dem forensischen<br />

Bericht der Ermittler von T-<br />

Systems heißt es: „Wir weisen jedoch<br />

ausdrücklich darauf hin, dass ein Angreifer<br />

höchstwahrscheinlich in der<br />

Lage gewesen ist, einen verborgenen<br />

Account anzulegen und den gesamten<br />

Datenbestand zu exfiltrieren und<br />

zu manipulieren während gleichzeitig<br />

die Spuren verschleiertwerden.“<br />

Nach Worten von Anwaltsfunktionär<br />

Mollnau sei die Anwaltschaft<br />

besonders wegen solcher Informationen<br />

beunruhigt. Er erwarte eine<br />

„zeitnahe und sehr gründliche Prüfung<br />

sowie Offenlegung der Ergebnisse,<br />

obund welche Daten von Beteiligten,<br />

Zeugen, Sachverständigen<br />

oder Rechtsanwälten abgeflossen<br />

sein könnten.“<br />

Im Ausschuss wurde auch über<br />

den „externen Sachverständigen“<br />

debattiert, den Justizsenator Dirk<br />

Behrendt (Grüne) dem Gericht an<br />

die Seite stellen will.Wienötig solche<br />

Hilfe sei, beweise allein die Tatsache,<br />

dass die Arbeitsfähigkeit des Gerichts<br />

noch längst nicht wieder hergestellt<br />

sei, sagte Behrendt. Das Gericht<br />

arbeite weiter provisorisch. Von<br />

550 stillgelegten Computern seien<br />

„Wir sind besorgt. Wir wünschen<br />

Informationen, ob und inwieweit<br />

Interessen unserer Mandanten<br />

beeinträchtigt worden sind.“<br />

Ulrich Schellenberg, Mitglied im Präsidium des Deutschen Anwaltverein<br />

VOLKMAR OTTO<br />

So sieht er jedenfalls aus,der Pandabär auf unserem Bild. Dabei war vor<br />

dem Gehege der Zwillinge Meng Xiang und MengYuan im ZooamDonnerstagmorgen<br />

gar nicht so viel Trubel, wie an ihrem ersten Tagmit<br />

Publikumsbesuch erwartet worden war. Der große Ansturm ist ausgeblieben.<br />

Trotz Regenwetters sind zwar einige Besucher zu den Pandas<br />

im <strong>Berliner</strong> Zoogekommen, lange Schlangen am Eingang oder am Gehege<br />

gab es aber keine.Tierfans hatten also viel Zeit, die Bären zu fotografieren<br />

oder zu filmen. DieZwillinge Meng Xiang und Meng Yuan bewohnen<br />

bisher eine Innenanlage hinter Glas.Einige ihrer ersten Besucher<br />

sind am Donnerstag extra früh aufgestanden, um die Pandas vor<br />

der Arbeit zu besuchen. Damit sie etwas sehen konnten, wurde einer<br />

der schlafenden Bären voneinem Mitarbeiter auf den Ästen platziert.<br />

bislang 60 ersetzt worden, ergänzte<br />

Pickel. Erpressungsversuche von<br />

mutmaßlichen Angreifern habe es<br />

aber bisher nicht gegeben.<br />

Das Kammergericht, das in anderen<br />

Bundesländern Oberlandesgericht<br />

heißt, ist Berlins oberstes<br />

Gericht für Straf- und Zivilangelegenheiten.<br />

Im Gebäude am Kleistpark<br />

inSchöneberg ging es zuletzt<br />

auch um kommunale Fragen wie<br />

den Kauf vonU-Bahnen und um IS-<br />

Terrorismus. Polizisten und Ermittler,<br />

die in solchen Fällen in geheimer<br />

Mission unterwegs sind, müssen<br />

aber offenbar nicht befürchten,<br />

dass sie durch das Datenleck enttarnt<br />

werden könnten. Ihre persönlichen<br />

Informationen würden in<br />

den Akten anonymisiert gespeichert,<br />

heißt es.<br />

Aus Sicht des <strong>Berliner</strong> IT-Sicherheitsspezialisten<br />

Sven Herpig kam<br />

der Angriff nicht überraschend. „Im<br />

Vergleich zu anderen Behörden in<br />

Deutschland wurde beim Kammergericht<br />

nicht wesentlich schlechter<br />

gearbeitet“, sagte Herpig, der für die<br />

Stiftung Neue Verantwortung arbeitet,<br />

einer gemeinnützigen Denkfabrik<br />

inBerlin, die sich auf Technologie-<br />

und Gesellschaftsthemen spezialisierthat.<br />

UnabhängigeÜberprüfungen<br />

„Das Problem ist, dass wir in diesem<br />

Land schon seit Jahren wissen, was<br />

zu tun ist, aber es wirdviel zu selten<br />

angewandt“, sagt er.Die Folge seien<br />

immer wieder Attacken auf Behörden,<br />

aber auch auf private Firmen.<br />

Rechtsanwaltskammerpräsident<br />

Mollnau fordert deshalb vom Kammergericht<br />

„beständige Updates,<br />

unabhängige Sicherheitsüberprüfungen<br />

sowie einen transparenten<br />

Umgang mit den Ergebnissen“. All<br />

das scheine dort bisher gefehlt zu<br />

haben. (mit dpa)<br />

Jörg Hunke ist froh, dass<br />

er privat mit der Justiz bisher<br />

nichts zu tun hatte.<br />

NACHRICHTEN<br />

Jetzt auch Hochhaus auf<br />

dem Dragoner-Areal möglich<br />

Aufdem Dragoner-Areal in Kreuzbergkönnte<br />

auch ein 16-geschossiges<br />

Hochhaus entstehen. Dassieht<br />

der Architektenentwurfvor,den eine<br />

Jury nach Angaben der landeseigenen<br />

Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte<br />

am Mittwochabend als<br />

Grundlage für den Bebauungsplan<br />

auswählte.Indem Hochhaus und in<br />

weiteren Gebäuden sind 500 Wohnungen<br />

vorgesehen. Es soll auch<br />

Platz für Gewerbe und Verwaltung<br />

im sogenannten Rathausblock geben.<br />

Dasknapp fünf Hektar große<br />

Dragoner-Areal gehörtzuden größten<br />

innerstädtischen Entwicklungsgebieten<br />

Berlins.Auf dem Gelände<br />

befinden sich Firmen, ein Biomarkt,<br />

Gastronomie- undHandwerksbetriebe.Erhalten<br />

bleiben sollen denkmalgeschützte<br />

Gebäude wie Reithallen<br />

und Remisen auf dem früheren<br />

Kasernengelände,sowill es der ausgewählte<br />

Entwurfder Planungsgemeinschaft<br />

SMAQArchitektur und<br />

Stadt, Berlin mit ManMade Land,<br />

Berlin und BarbaraSchindler. (dpa)<br />

Hindenburg wird von<br />

Ehrenbürgerliste gestrichen<br />

DasAbgeordnetenhaus hat am Donnerstag<br />

auf Antrag und mit der<br />

Mehrheit der drei Regierungsfraktionen<br />

beschlossen, den ehemaligen<br />

Reichspräsidenten Paul vonHindenburgvon<br />

der Ehrenbürgerliste zu<br />

streichen. Regina Kittler (Linke) erinnerte<br />

daran, dass HindenburgAdolf<br />

Hitler am 30. Januar 1933 zum<br />

Reichskanzler berufen habe.Erhabe<br />

dazu beigetragen, die Demokratie in<br />

Deutschland zu zerstören und der<br />

Diktatur den Wegzuebnen. Robbin<br />

Juhnke vonder CDU lehnte diese<br />

„ahistorische Sichtweise“ auf Hindenburgab.<br />

Hindenburgsei zweimal<br />

in freier Wahl zum Reichspräsidenten<br />

gewählt worden. Hindenburg<br />

war am 20. April1933 Ehrenbürger<br />

Berlins geworden, am gleichen Tag<br />

wie Adolf Hitler.Dem Nazi-Diktator<br />

wurde die Ehrenbürgerschaft im Dezember<br />

1948 aberkannt. (dpa)<br />

Arbeitskreis organisiert<br />

Gedenken an Hatun Sürücu<br />

DerArbeitskreis gegen Zwangsverheiratung<br />

ruft am Freitag, 7. Februar,<br />

zum Gedenken an Hatun Sürücü sowie<br />

alle Opfer vonGewalt im Namen<br />

der Ehreauf. Um 14 Uhrsoll an der<br />

Kreuzung Oberlandgarten/Oberlandstraße<br />

–der Stelle,ander die<br />

junge Frau vor15Jahrevon ihrem<br />

Bruder erschossen wurde –ein Kranz<br />

niedergelegt werden, teilte das Bezirksamt<br />

Friedrichshain-Kreuzberg<br />

am Donnerstag mit. Für 18 Uhrlädt<br />

das Bezirksamt Tempelhof-Schönebergzueiner<br />

Gedenkveranstaltung<br />

ins Rathaus Schönebergein. (BLZ)<br />

Plakat zu der Gedenkveranstaltung des<br />

Bezirks Tempelhof-Schöneberg<br />

ZVG


10 <strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020<br />

·························································································································································································································································································<br />

Berlin<br />

Der U-Bahnhof Moritzplatz warimvergangenen Jahr einer von zwei Kältebahnhöfen, auf denen Obdachlose nachts schlafen durften. Wie viele Schlafplätze es für welche Bedarfsgruppen braucht, darüber sollte die Zählung Auskunft geben. Eigentlich.<br />

IMAGO IMAGES<br />

Sinnfrage statt Solidarität<br />

Die Zählungder Obdachlosen istdas bedeutendsteProjektvon SozialsenatorinElke Breitenbach–doch mancherorts verstecken sichBetroffenevor denFreiwilligen<br />

VonAnnika Leister<br />

Ein bisschen aufgeregt sind<br />

sie schon. Die Studentin,<br />

der pensionierte Arzt, der<br />

Entwicklungshelfer.<br />

35 Männer und Frauen sind es,die in<br />

der Nacht zum Donnerstag im Gemeinschaftsraum<br />

im Haus Britz im<br />

südlichen Neukölln auf roten Holzstühlen<br />

sitzen, in Winterpullis, mit<br />

Schals und Mützen bekleidet, und<br />

sich leise miteinander unterhalten.<br />

Siekennen sich nicht, haben aber in<br />

dieser Nacht alle ein Ziel und ein Gesprächsthema,<br />

das sie verbindet: Sie<br />

wollen in dieser Nacht Obdachlose<br />

in Berlin zählen, in der „Nacht der<br />

Solidarität“, wie sie der <strong>Berliner</strong> Senat<br />

nennt, eine der größten Freiwilligenaktionen<br />

Berlins.<br />

Sie wollen –manche zum ersten<br />

Malüberhaupt –mit jenen reden, die<br />

in Berlin auf der Straße leben, verstehen,<br />

warum es in Berlin so viele von<br />

ihnen gibt und wie es ihnen geht.<br />

„Obdachlosigkeit ist so präsent in<br />

Berlin. Ich will verstehen, was um<br />

mich rumpassiert“, hofft Jan, 34, der<br />

bei einer Organisation für Entwicklungszusammenarbeit<br />

angestellt ist.<br />

Wirtschaftsstudentin Michelle will<br />

„Empathie zeigen, Aufmerksamkeit<br />

und Würde schenken“, sagt sie.„Persönlich<br />

in Kontakt kommen“, sagt<br />

Martin, 75, der früher Arzt war.<br />

Schaden oder Hilfe?<br />

Doch dazu wird esindieser Nacht<br />

nicht kommen. Zumindest nicht in<br />

diesem Zählbüro inBritz, das eines<br />

von 62temporären Büros ist, die in<br />

Gebäuden von Bürgerinitiativen<br />

und Vereinen eingerichtet wurden.<br />

Stattdessen wird am Ende dieser<br />

Nacht, in wenigen Stunden, die<br />

Frage im Raum stehen, ob die riesige<br />

Freiwilligenaktion des Senats in dieser<br />

Form überhaupt Sinn macht.<br />

Mehr noch: Ob nicht vielleicht die<br />

Aktion, so gut sie vonSenat und Freiwilligen<br />

gemeint ist, nicht sogar jenen<br />

schadet, denen sie eigentlich<br />

helfen soll.<br />

Die Zählung der Obdachlosen ist<br />

das bedeutendste Projekt von Berlins<br />

Sozialsenatorin Elke Breitenbach<br />

(Linke) bisher. Essollte nicht<br />

weniger als eine Trendwende in der<br />

oft so schwierigen Obdachlosenpolitik<br />

bedeuten, so die große Hoffnung.<br />

Denn es sollte die Wurzel vieler<br />

Probleme in der Obdachlosenhilfe<br />

angehen: Die Zielgruppe hat nicht<br />

nur keine Wohnung, sie ist oft komplett<br />

aus dem System gefallen. Andere<br />

Menschen werden durch Meldungen<br />

bei den Behörden, wie Steuererklärungen<br />

oder Wohnsitzmeldungen,<br />

erfasst und ihreBedürfnisse<br />

in Statistiken der Politik automatisch<br />

eingeplant – zum Beispiel bei der<br />

Planung neuer Wohngebiete und<br />

dem Schulbau.<br />

Über seine Obdachlosen aber<br />

weiß das Land Berlin ebenso wie der<br />

Bund so gut wie nichts.Nicht einmal,<br />

wie viele es überhaupt sind. Die<br />

Schätzungen von Sozialverbänden<br />

reichen von 6 000 Obdachlosen in<br />

Berlin bis rauf zu 20 000. Wie viele<br />

Frauen sind dabei? Wie viele Behinderte?<br />

Wie viele Notschlafplätze<br />

muss es für sie geben? Die Politik<br />

weiß es nicht. Sie hat sich bisher<br />

auch wenig Mühe gegeben, das zu<br />

ändern.<br />

Elke Breitenbach ist die Erste, die<br />

es mit der Obachlosenzählung überhaupt<br />

versucht, der ersten in Berlin<br />

und ganz Deutschland. DieMedienresonanz<br />

ist deswegen riesig: Fernsehteams<br />

und Reporter aus ganz<br />

Deutschland und sogar dem europäischen<br />

Ausland berichten über die<br />

Aktion.<br />

Doch das Projekt ist schon vorab<br />

umstritten, sein Ausgang unklar: Es<br />

kann komplett scheitern. Denn Obdachlose<br />

sind nicht nur aus dem<br />

staatlichen System gefallen – sie<br />

misstrauen dem Staat oft auch, der<br />

in ihrem Leben vor allem auftritt in<br />

Form von harschen BVG-Sicherheitskräften<br />

und Polizisten, die sie<br />

vertreiben. Wie relevant die Zahlen<br />

sind, die hier heute erhoben werden,<br />

hängt nicht nur davon ab, dass die<br />

Freiwilligen ihren Job gewissenhaft<br />

machen –sondern auch davon, ob<br />

sich die Obdachlosen überhaupt<br />

zählen lassen.<br />

Die Skepsis in der Szene, auch<br />

unter Obdachlosenhelfern, ist groß:<br />

„Man zählt Tiere, nicht Menschen“,<br />

kritisierte etwa die „Selbstvertretung<br />

wohnungsloser Menschen“<br />

am Tagvor der Aktion. Die Zählung<br />

wirke auf Wohnungslose rasch bedrohlich,<br />

sei würdelos –und sinnlos,weil<br />

die erhobenen Zahlen nicht<br />

valide seien. So würden zum Beispiel<br />

Obdachlose, die regulär in<br />

Parks, Kellern, Kleingärten oder im<br />

Wald übernachteten, gar nicht gezählt<br />

–oder jene, die sich der Zählung<br />

entzögen.<br />

Der Senatssozialverwaltung ist<br />

diese Möglichkeit bewusst, sie schult<br />

die Freiwilligen in den Zählbüros<br />

deswegen vorab und vermittelt einen<br />

Verhaltenskodex. In Britz erklären<br />

zwei Mitarbeiter der Verwaltung<br />

ab 20 Uhr kurz, welche Regeln gelten:<br />

Es dürfen keine Fotos gemacht,<br />

niemand aufgeweckt werden und<br />

Menschen nicht direkt mit Taschenlampen<br />

angeleuchtet werden. Wer<br />

nicht reden will, soll unbedingt in<br />

Ruhe gelassen werden.<br />

An den blauen Westen waren die freiwilligen Zähler zu erkennen.<br />

Freiwillige: 3700 Freiwillige<br />

hatten sich vorab angemeldet,<br />

nur 2600 kamen tatsächlich.<br />

Für die Senatssozialverwaltung<br />

keine Überraschung:<br />

Man wisse aus der<br />

Freiwilligenarbeit, dass es<br />

fast immer eine Differenz von<br />

bis zu einem Drittel gebe.<br />

Dann stellen sich neun Teamleiter<br />

vor. In Britz haben sie keine besonderen<br />

Qualifikationen. „Ick bin<br />

ooch net schlauer als andere“, sagt<br />

Ralf, 54, in dessen Team ich und Jan<br />

mitlaufen werden. Ralf arbeitet nicht<br />

mit Obdachlosen, kennt auch die<br />

Gegend in Britz, in der wir zählen<br />

sollen, nicht –wie fast alle hier.Erhat<br />

sich vorabüber Google Maps die Gegend<br />

per Satellit angeschaut.<br />

Berlin in 617 Gebiete aufgeteilt<br />

Berlin wurde von der Senatssozialverwaltung<br />

auf der Kartein617 Quadranten<br />

eingeteilt. Jedes Gebiet soll<br />

voneiner Gruppe Freiwilliger gründlich<br />

durchkämmt werden. Weil von<br />

den insgesamt angemeldeten 3700<br />

Freiwilligen nur 2600 auch tatsächlich<br />

erscheinen, läuft es in den meisten<br />

Zählbüros wie in Britz: Statt wie<br />

geplant in Fünfer- oder Siebener-<br />

Teams zieht man nur zu viert, mindestens<br />

aber zu dritt los.Ich schließe<br />

mich Ralf und Janan. Einlaminierter<br />

Stadtplan zeigt uns schraffiert das<br />

Gebiet und die Straßen die wir ablaufen<br />

sollen: ein recht großes Dreieck,<br />

das vom Britzer Damm, dem<br />

Tempelhofer Wegund dem Teltowkanal<br />

eingegrenzt wird.<br />

DIE ZAHLEN<br />

Gebiete: Die Stadt wurde in<br />

617 Gebiete eingeteilt. Nur<br />

in zwei Gebieten in Köpenick<br />

und Schöneberg erfolgte wegenKrankmeldungen<br />

keine<br />

Zählung.Die Verwaltung erhebt<br />

auch, wie viele Obdachlose<br />

in der Notaufnahme der<br />

Charité waren.<br />

BLZ/MARKUS WÄCHTER<br />

Ergebnisse: Die Ergebnisse<br />

werden nun vonder Senatssozialverwaltung<br />

ausgewertet.<br />

Sie sollen am 7. Februar<br />

vorliegen. Die Sozialverwaltung<br />

will Teamleiter,Sozialverbände<br />

und -arbeiter fragen,<br />

welches Feedback sie<br />

erhalten haben.<br />

Schon zuvor haben die Mitarbeiter<br />

der Sozialverwaltung Beutel und<br />

blaue Westen mit der Aufschrift<br />

„Nacht der Solidarität“ verteilt, die<br />

auch als Ticket-Ersatz für die BVG<br />

gelten. Wir streifen unsere Freiwilligen-Uniform<br />

über, ziehen los und<br />

fangen, wie verlangt, genau ab<br />

22 Uhr an, unser Gebiet abzulaufen.<br />

Es gibt hier viel Industrie und einige<br />

Wohngebiete. Wir laufen vorbei an<br />

Autolackierereien und Bürogebäuden,<br />

streifen über kleine Wege<br />

rundum perfekt gemähte Vorgärten.<br />

Wirwollen unseren Jobgut machen,<br />

und lassen deshalb keinen Wegaus –<br />

auch wenn wir uns manchmal nicht<br />

ganz sicher sind, ob wir öffentliches<br />

oder privates Gelände betreten.<br />

„Hier würde ich mich auch nirgendwo<br />

hinlegen“, stellen wir immer<br />

wieder fest. Am Kanal stehen zwar<br />

Bänke –aber der Wind pfeift scharf,<br />

es ist kalt und feucht am Wasser. In<br />

den Vorgärten der Wohnblocks steht<br />

man unter Beobachtung. Der Parkplatz<br />

vom Netto bietet keinerlei Unterschlupf.<br />

Um 0.20 Uhr haben wir alle unsereStraßen<br />

durchlaufen. Wirhaben<br />

nicht einen einzigen Obdachlosen<br />

angetroffen, stattdessen zehn Kaninchen<br />

und einen Fuchs gezählt. Als<br />

wir durchgefroren zurückkehren in<br />

unser Zählbüro stellen wir fest: So<br />

wie uns ging es allen 35 Freiwilligen<br />

in den neun Teams, die aus dem<br />

Haus Britz loszogen. Kein einziger<br />

Obdachloser wurde gezählt.<br />

Wir sitzen zusammen, grübeln,<br />

woran es gelegen hat. Die einhellige<br />

Meinung: In Britz gibt es einfach<br />

keine Obdachlosen. Doch Thomas<br />

de Vachroi belehrt uns eines Besseren.<br />

De Vachroi ist Experte für Obdachlosigkeit<br />

in Britz. Er ist Armutsbeauftragter<br />

des Hauses Britz, in<br />

dem sich oft Obdachlose aufhalten,<br />

sowie des Diakoniewerks Simeons,<br />

das eine Wärmestube für Wohnungslose<br />

in derWeisestraße in Neukölln<br />

betreibt. Der60-Jährige hat stechende,blaue<br />

Augen und sieht zehn<br />

Jahre jünger aus als er ist. Eigentlich<br />

ist de Vachroi heute einfach Gastgeber,<br />

ein äußerst höflicher, der vorab<br />

von seinen Ehrenamtlichen Häppchen<br />

hat herrichten lassen, der uns<br />

jetzt, um 1Uhr nachts, ein Bier serviert.<br />

Der lange erstmal nichts sagt,<br />

uns dann aber nicht im falschen<br />

Glauben lassen will, dass es in Britz<br />

keine Obdachlose gibt.<br />

Offensichtlich gescheitert<br />

„Hier leben Obdachlose“, sagt deVachroi.<br />

Seine Mitarbeiter kennen sie<br />

gut, kennen ihre Namen und wissen<br />

auch, wo sie schlafen – eigentlich<br />

zum Beispiel, auch bei diesem Wetter,<br />

auf den Parkbänken am Kanal,<br />

die unser Team als vermutlich zu zugig<br />

befand. Warumaber waren diese<br />

Menschen heute Nacht nicht da?<br />

Das sei kein Zufall, sagt de Vachroi.<br />

Siehätten vonder Obdachlosenzählung<br />

gehört, die ja beworben und in<br />

der Community verbreitet wurde.<br />

„Sie wollten sich nicht zählen lassen“,<br />

sagt de Vachroi.<br />

Plötzlich wirduns der krasse Kontrast<br />

bewusst: der Eifer,dieVorfreude<br />

der Freiwilligen – und die Ablehnung,<br />

womöglich gar die Furcht derer,<br />

denen man Gutes tun wollte.<br />

„Das ist doch Scheiße“, sagt eine<br />

Freiwillige, „wir haben sie vertrieben!“<br />

De Vachroi teilt die Empörung<br />

nicht. Die Zählung sei ein Pilotprojekt,<br />

sagt er,ein wichtiger,erster Versuch.<br />

Denn er teilt Breitenbachs Anliegen,<br />

er kennt die Nöte der Politik<br />

mit der schwer erreichbaren Zielgruppe.<br />

Die Aktion sei wichtig, sagt<br />

er.DochinBritz sei dieser Test offensichtlich<br />

gescheitert. Jetzt müsse<br />

man auf die berlinweite Auswertung<br />

warten, die am 7. Februar vorgestellt<br />

werden soll.<br />

Wir fragen de Vachroi, was die<br />

Gründe dafür sind, dass die Obdachlosen<br />

vorder Aktion, vorden Freiwilligen<br />

flohen? Undwie man es besser<br />

machen kann? De Vachroi lehnt es<br />

ab,für Obdachlose zu sprechen. Genau<br />

diesen paternalistischen Umgang,<br />

die Obdachlose so zu behandeln,<br />

als könnten sie nicht für sich<br />

selbst sprechen, das lehnt er rigoros<br />

ab. „Jede Biografie ist einzigartig“,<br />

sagt er. Eskönne viele Gründe haben,<br />

warum sich die Obdachlosen<br />

der Zählung entzogen hätten. „Jetzt<br />

muss man diese Menschen fragen,<br />

warum sie nicht da waren.“<br />

Doch, auch das sagt de Vachroi,<br />

das ist nicht einfach. Wer mit Obdachlosen<br />

auf Augenhöhe reden und<br />

ihr Vertrauen gewinnen will, der<br />

müsse viel Zeit investieren, sie sehr<br />

gut kennen. Was daran liege, dass<br />

diese Menschen ihr Leben komplett<br />

in der Öffentlichkeit führen müssten<br />

–und vondieser Öffentlichkeit ständig<br />

verurteilt und drangsaliert würden.<br />

Er sagt es nicht explizit, aber:<br />

Dreierteams in blauen Westen,die in<br />

nur drei Stunden die gesamte Stadt<br />

durchkämmen, dürfte er vor diesem<br />

Hintergrund wohl nicht für die ge-<br />

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Lesen Sie am Wochenende<br />

Karriere<br />

Mit über 50 zum neuen Job:<br />

Zu alt oder gerade alt genug?<br />

Mediengestalter :Sie sind<br />

Komponisten für Wort und Bild<br />

eignete Methode halten. „Aber ich<br />

habe auch keine Lösung“, sagt deVachroi<br />

und hebt hilflos die Hände.<br />

Aus Sicht der Senatsverwaltung<br />

für Soziales war die Aktion dennoch<br />

ein Erfolg. „Die Menschen können<br />

sich natürlich entziehen“, sagt Sprecher<br />

Stefan Strauss. „Wir machen<br />

keine Zwangszählung.“<br />

Was aber, wenn sich sehr viele<br />

Obdachlose der Zählung entzogen?<br />

Wenn die Zahl, die am 7. Februar verkündet<br />

wird, die schließlich dazu<br />

dienen soll, Bedarfe besser zuzuschneiden,<br />

am Ende vollkommen un<br />

realisitisch und viel zu niedrig ist?<br />

„Das Ergebnis ist eine Ausgangszahl“,<br />

sagt Strauss. „Wir sind dann<br />

immerhin weitaus näher an der Realität<br />

als die Schätzungen, die es bisher<br />

gibt.“<br />

Annika Leister<br />

war bis zum frühen Morgen<br />

unterwegs.


<strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020 11<br />

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Berlin<br />

Prozess um<br />

„Liebig 34“<br />

vertagt<br />

Anwalt des Hausprojektes<br />

hält Richter für befangen<br />

VonAndreas Kopietz<br />

Die Bewohnerinnen des Hauses<br />

Liebigstraße 34 dürfen noch etwas<br />

bleiben. Vordem <strong>Berliner</strong> Landgericht<br />

erreichte deren Anwalt, dass<br />

über eine Räumungsklage des Hauseigentümers<br />

erst in drei Monaten<br />

entschieden werden soll –unmittelbar<br />

vordem 1. Mai.<br />

Kurz nach Verhandlungsbeginn<br />

wurde am Donnerstagmorgen der<br />

Prozess gegen die Bewohnerinnen<br />

des „anarcha-queer-feministischen“<br />

Kollektivs „Liebig 34“ ein weiteres<br />

Mal vertagt. Der Anwalt des Vereins<br />

hatte einen Befangenheitsantrag gegen<br />

denVorsitzenden Richter gestellt.<br />

Dieser verwende in Schriftsätzen nur<br />

die maskuline Form für alle Personen.<br />

Kernanliegen des Vereins sei aber gerade<br />

die Geschlechterneutralität,<br />

sagte der Anwalt. Laut Gerichtssprecherin<br />

Lisa Jani müssen jetzt die beiden<br />

beisitzenden Richter und einVertretungsrichter<br />

der Kammer über den<br />

Befangenheitsantrag entscheiden.<br />

Der neue Termin soll der 30. April<br />

sein. An dem Tagaber ist die Polizei<br />

bereits mit der anstehenden Walpurgisnacht<br />

und dem Großeinsatz am<br />

1. Mai voll beschäftigt. Möglicherweise<br />

werde der Termin deshalb ein<br />

weiteres Malverlegt, hieß es.<br />

Der Eigentümer des Hauses in<br />

Friedrichshain hatte die Klage gegen<br />

die Bewohnerinnen eingereicht. Derenauf<br />

zehn Jahrebefristeter Mietvertrag<br />

endete im Dezember 2018.<br />

Bereits im vorigen November<br />

sollte im Landgericht am Tegeler Weg<br />

über die Räumungsklage verhandelt<br />

Konfetti im Abgeordnetenhaus: Protestierer<br />

stören die Plenarsitzung.<br />

DPA<br />

werden. Dabei gab es Tumulte im Zuschauerraum.<br />

DerZivilprozess wurde<br />

deshalb in das Kriminalgericht an der<br />

Turmstraße in Moabit verlegt, ein<br />

neuer Termin für Dezember angesetzt.<br />

AufBitten des Anwaltes der Bewohnerinnen<br />

wurde er jedoch abgesagt<br />

und auf diesen Donnerstag verschoben.<br />

Auto zerstört, Tumult im Parlament<br />

Um den Hausbesitzer und dessen<br />

Anwalt einzuschüchtern, zerstörten<br />

Unbekannte in der Nacht zum Donnerstag<br />

in Friedenau das Auto des Anwaltes<br />

mit Farbe und Hämmern. In<br />

denWagen kippten sie stinkende Buttersäure.<br />

Er mache die „Drecksarbeit<br />

für eines der größten Immoarschlöcher<br />

der Stadt“, heißt es zur Begründung<br />

auf der linksextremistischen Internetseite<br />

Indymedia.<br />

Der Anwalt schaffte es dennoch<br />

rechtzeitig zum Prozessbeginn, der<br />

von rund 360 Polizisten gesichert<br />

wurde. Vor dem Gericht versammelten<br />

sich etwa 100 Demonstranten mit<br />

einem Lautsprecherwagen. Nach der<br />

erneuten Vertagung brach bei den<br />

Demonstranten Jubel aus.<br />

Danach reisten die Protestierenden<br />

zum Abgeordnetenhaus. Dort<br />

störten sie mit Zwischenrufen und<br />

Konfettiwürfen die Plenarsitzung.<br />

Diese musste für 30 Minuten unterbrochen<br />

werden. Bereits am Mittwochabend<br />

hatte die Bezirksverordnetenversammlung<br />

des Bezirks<br />

Friedrichshain-Kreuzberg wegen Bedrohungen<br />

unter Ausschluss der Öffentlichkeit<br />

tagen müssen.<br />

Ein Bogen um die R-Frage<br />

Franziska Giffey soll SPD-Chefin werden. Doch wann sie ins Rote Rathaus aufrückt, will die Partei später entscheiden<br />

VonElmar Schütze<br />

Vonnull auf 1800<br />

In Berlin entwickelt sich rasant ein neuer Fahrdienst –zum Leidwesen der Taxibranche<br />

VonPeter Neumann<br />

Es erstaunt nicht, dass Taxifahrer<br />

diese Art von Konkurrenz<br />

fürchten. Die App<br />

zeigt: Mit dem Taxi würde<br />

die Fahrt von der Alten Jakobstraße<br />

zum Hauptbahnhof 13 bis 16 Euro<br />

kosten, mit FreeNow Ride nur knapp<br />

elf Euro. Free Now Ride ist ein neuer<br />

Fahrdienst, bei dem die Kunden in<br />

Mietwagen chauffiert werden, meist<br />

billiger als im Taxi. Seit August 2019<br />

gibt es das Angebot in Berlin und ist,<br />

was ebenfalls kaum verwundert, gut<br />

angelaufen. „Im vergangenen Jahr<br />

wurden in Berlin rund eine Million<br />

Fahrten gebucht“, sagt Alexander<br />

Mönch, Deutschland-Chef von Free<br />

Now, einem Gemeinschaftsunternehmen<br />

vonDaimler und BMW.<br />

Ein schwarzer Mercedes bringt<br />

Mönch zum Gespräch. Wie alle Wagen,<br />

die für Free Now im Einsatz<br />

sind, gehört das Auto einer Partnerfirma.<br />

„Inzwischen fahren wir mit<br />

100 Fahrzeugen für Free Now Ride“,<br />

sagt der Fahrer.Tendenz steigend.<br />

Preissensible Zielgruppe<br />

„Unser neues Angebot hat sich in<br />

Berlin extrem stark entwickelt“, so<br />

Mönch. „In den wenigen Monaten<br />

bis jetzt ist die Zahl der Fahrzeuge,<br />

die wir in dieser Stadt unter Vertrag<br />

haben, von null auf mehr als 1800<br />

gestiegen.“ Zum Vergleich: Kurz vor<br />

dem Start 2019 gab es in Berlin circa<br />

2000 Mietwagen mit Fahrer sowie<br />

8200 Taxis. „Inzwischen sind rund<br />

2600 Fahrerinnen und Fahrer für<br />

FreeNow Ride in Berlin im Einsatz.“<br />

Die Nachfrage in Berlin entwickele<br />

sich ebenfalls sehr gut:„Wie erwartet<br />

konnten wir neue Kundenschichten<br />

für uns erschließen. Free<br />

Now Ride wird tendenziell von eher<br />

jüngeren Leuten genutzt, für die Taxis<br />

wegen der höheren Fahrpreise<br />

bislang keine Option waren“, so<br />

Mönch. „Es ist ein Angebot, das eine<br />

preissensible Zielgruppe anspricht.“<br />

Der Rechtsrahmen ermögliche<br />

es, die Fahrpreise flexibel zu gestalten.„ImDurchschnitt<br />

liegen sie zehn<br />

bis 20 Prozent unter dem jeweiligen<br />

Taxitarif –nicht immer, aber in den<br />

meisten Fällen“, berichtet der Chef.<br />

„Auch wir nutzen die Möglichkeit,<br />

die Preise je nach Angebot und<br />

Nachfrage unterschiedlich zu gestalten.<br />

Zum Beispiel in der morgendlichen<br />

Stoßzeit oder bei Messen sind<br />

sie tendenziell höher als in nachfrageverkehrsschwachen<br />

Zeiten.“ Auf<br />

jeden Fall erfahren die Fahrgäste bei<br />

der Buchung, wie viel es kosten wird.<br />

Auch das US-Unternehmen Uber<br />

vermittelt in Berlin per AppMietwagen<br />

mit Fahrer. ImGegensatz dazu<br />

bietet Free Now jedoch auch Taxifahrten<br />

an.„InBerlin haben wir rund<br />

Ohne eigenes Auto zum Termin: Free-Now-Chef Alexander Mönch.<br />

Joint Venture: 2019 taten<br />

sich die Fahrzeughersteller<br />

Daimler und BMW zusammen,<br />

um ihre Sharing-Angebote,<br />

Fahrdienste und andere<br />

neuen Mobilitätsoptionen<br />

künftig gemeinsam zu<br />

entwickeln. Sie investieren<br />

mehr als eine Milliarde Euro.<br />

AmTag eins nach dem Franziska-<br />

Giffey-Coup war das politische<br />

Berlin um Normalität bemüht. In der<br />

Debatte um den Mietendeckel im Abgeordnetenhaus<br />

fiel der Name der<br />

designierten neuen Co-Vorsitzenden<br />

der Landes-SPD nicht. Zwar nutzten<br />

Burkard Dregger (CDU) und Harald<br />

Laatsch (AfD) den Anlass, den scheidenden<br />

SPD-Chef Michael Müller ein<br />

wenig abzuwatschen. Aber wirklich<br />

scharf war das nicht. Warum auch?<br />

Man wird noch Gelegenheit haben,<br />

sich mit Müller zu streiten, schließlich<br />

bleibt er Regierender Bürgermeister.<br />

Unklar ist freilich, wie lange noch,<br />

und wann Müller auch diesen Posten<br />

räumt. Nach Wunsch der SPD-Einfädler<br />

soll die bisherige Bundesfamilienministerin<br />

Franziska Giffey Regierende<br />

Bürgermeisterin werden. Sie<br />

könnte Müller noch diese Legislaturperiode<br />

ablösen, um mit einem<br />

Amtsbonus als Spitzenkandidatin in<br />

die Abgeordnetenhauswahl im<br />

Herbst nächsten Jahres zu gehen.<br />

Aber wann wirdgewechselt?<br />

Im Gespräch ist ein Zeitpunkt<br />

nach Eröffnung des BER –<br />

geplant ist dieser Frustlöser<br />

für den 31. Oktober diesen<br />

Jahres. Diese Genugtuung<br />

wolle man Müller noch<br />

gönnen, schließlich hat er<br />

karrieretechnisch massiv<br />

unter der Katastrophen-<br />

Baustelle gelitten, wie es<br />

aus der Fraktion heißt.<br />

Denkbar wäreauch der Nominierungsparteitag<br />

im<br />

März2021, wenn Giffey auf Platz eins<br />

gewählt wird.<br />

Doch auch eine weitere Variante<br />

hat einiges für sich: Franziska Giffey<br />

ist derart populär, dass sie keinen<br />

Amtsbonus braucht. Müller könnte<br />

bis zum Ende desWahlzyklus’imAmt<br />

NEUE MOBILITÄT<br />

Bunte Palette: Das Unternehmen<br />

umfasst die Bereiche<br />

Fahrzeugsharing (Share<br />

Now), Parken (Park Now),<br />

Ladestationen für Elektrofahrzeuge(ChargeNow),<br />

Reiseplanung per Mobilitätsplattform(Reach<br />

Now) und<br />

Mitfahrdienste (Free Now).<br />

Franziska<br />

Giffey<br />

bleiben und sich dann „würdig“ verabschieden.<br />

Gleichzeitig könnte Giffey<br />

bis zum Ende der großen Koalition<br />

im Bund Ministerin bleiben, das<br />

politisch tote schwarz-rote Bündnis<br />

müsste nicht noch eine Nachfolge organisieren.<br />

Am Mittwoch, als die offenbar<br />

erst am Abend zuvor<br />

mit den Kreisvorsitzenden<br />

AFP<br />

BLZ/MIKE RÖHLING<br />

Noch mit Defizit: „Free Now<br />

ist noch kein profitables Unternehmen,<br />

was vorallem<br />

daran liegt, dass wir in den<br />

letzten Jahren stark expansiv<br />

unterwegs waren“, so Alexander<br />

Mönch. „Das Unternehmen<br />

ist auf einem guten<br />

Weg, profitabel zu werden.“<br />

festgezurrte Nachfolgeregelung<br />

für den Parteivorsitz<br />

präsentiert wurde –Giffey<br />

und Fraktionschef Raed Saleh<br />

sollen Müller als Doppelspitze<br />

ablösen –, machten<br />

alle Beteiligten einen<br />

Bogen um die R-Frage.<br />

Nein, eine Lösung werde es „jetzt<br />

nicht“ geben, antwortete Müller,<br />

„sondernzugegebener Zeit“. Er habe<br />

noch so viel vor indem Regierungsamt<br />

und freue sich über „ein Stückchen<br />

Freiheit“, das er jetzt gewinne,<br />

über„weniger Termine und Korsett“.<br />

5000 Taxis unter Vertrag, das entspricht<br />

knapp zwei Dritteln der gesamten<br />

Taxilizenzen in der Stadt“, so<br />

Mönch. „Wir haben weiterhin Zulauf.<br />

Das Taxi ist kein Bereich, den<br />

wir vernachlässigen –imGegenteil.“<br />

Taxis seien weiterhin ein wichtiger<br />

Partner, bekräftigt Mönch. „Das<br />

liegt daran, dass sie weiterhin von<br />

vielen Kunden im innerstädtischen<br />

Mobilitätsmix gebucht werden.<br />

Dazu zählen zum Beispiel Fahrgäste,<br />

die ihre Fahrt vorbestellen –das ist<br />

bei Mietwagen noch nicht möglich.“<br />

Perspektivisch auch Tretroller<br />

Allerdings soll es diese Option bald<br />

auch bei FreeNow Ride geben –was<br />

ein weiteres Streitthema mit der Taxibranche<br />

ergäbe, die über ruinösen<br />

Wettbewerb klagt. Schon die Entscheidung,<br />

auch Mietwagenfahrten<br />

zu vermitteln (und dann auch noch<br />

zu niedrigeren Tarifen), hatte böses<br />

Blut erzeugt. „Ich kann die Emotionen<br />

verstehen“, entgegnet Mönch.<br />

Doch es gebe keine Alternative:<br />

Seit Längerem verlieren Taxisgerade<br />

abends und am Wochenendemassiv<br />

an Nachfrage, weil immer mehr, vor<br />

allem junge Menschen andereMobilitätsdienste<br />

buchen. „In hohem<br />

Tempo entwickelt sich ein riesiger<br />

Markt, auch in Berlin.“ Auf diesem<br />

Marktwill auch FreeNow bestehen.<br />

Inzwischen bekämen Taxis immer<br />

weniger Aufträge von Free Now,<br />

auch weil die Provision niedriger sei,<br />

sagt HermannWaldner vomBundesverband<br />

Taxi und Mietwagen. Aktuell<br />

zahlen Taxibetreiber sieben Prozent.<br />

Bei Mietwagenfirmen werden<br />

jedoch 25 Prozent Provision fällig.<br />

Sieseien einem enormen Druckausgesetzt,<br />

weil die Fahrgelderlöse gering<br />

sind, sagen Kritiker.Das erhöhe<br />

die Bereitschaft, Fahrer zu Niedriglöhnen<br />

schwarzzubeschäftigen.<br />

„Bei der Rechnung ist zu beachten,<br />

dass auch wieder Geld von uns<br />

an die Mietwagenbetreiber zurückfließt“,<br />

entgegnet Mönch.„Damit gewährleisten<br />

wir unseren Anspruch<br />

eines ‚fair driver pay‘. Die Erlöse eines<br />

guten Fahrers müssen auskömmlich<br />

sein.“ DieZahlen zeigten,<br />

dass der Kurs richtigsei:„Im vergangenen<br />

Jahr lag die Zahl der Fahrten,<br />

die in Berlin über FreeNow Taxi und<br />

Ride gebucht wurden, um 150 Prozent<br />

höher als zum Vorjahr.“ Auch<br />

am Flughafen BER werde Free Now<br />

vertreten sein. Zudem will Free Now<br />

in Berlin perspektivisch auch elektrische<br />

Tretroller anbieten, so Mönch.<br />

DieZeichen stehen auf Expansion.<br />

Peter Neumann<br />

ist gespannt, ob es 2030<br />

noch Taxis geben wird.<br />

Der Hype um Giffey zeigt einmal<br />

mehr,wie abhängig die SPD vonihrer<br />

Hoffnungsträgerin ist. Sie erscheint<br />

vielen längst als einzige, die sie aus<br />

dem Jammertal mit Umfragen um<br />

15 Prozent führen kann. „Jeder<br />

möchte gewinnen, auch die SPD“,<br />

sagt der Abgeordnete Sven Kohlmeier.Also<br />

setzeman aufGiffey.<br />

Dabei ist nicht sicher, obihr der<br />

Betrugsverdacht gegen ihren Ehemann,<br />

einen verbeamteten Veterinär<br />

des Landes Berlin, und die Plagiatsaffäre<br />

um ihre Doktorarbeit an der<br />

Freien Universität nicht doch schaden<br />

wird. Nicht nur die oppositionelle<br />

CDU weistdaraufhin, dass eine<br />

Rüge,wie Giffeysie erhielt, in derPromotionsordnung<br />

der FU eigentlich<br />

nicht vorgesehen ist. Die SPD-Frau<br />

seibesserbehandelt worden als etwa<br />

der CDU-Bundestagsabgeordnete<br />

Frank Steffel aus Reinickendorf. Steffel<br />

wurde im Februar 2019 der Doktortitel<br />

entzogen.<br />

Einigung<br />

über neue<br />

Nordsüd-Bahn<br />

Streckenführung am<br />

Reichstag steht endlich fest<br />

VonPeter Neumann<br />

Nur wenige <strong>Berliner</strong> wissen, dass<br />

es dieses Verkehrsprojekt gibt.<br />

Das ist auch kein Wunder. Schließlich<br />

köchelt es schon fast drei Jahrzehnte<br />

vor sich hin, ohne dass sich<br />

viel getan hat. Dabei ist das Projekt<br />

wichtig: Es geht darum, die bestehende<br />

Nordsüd-S-Bahn mit einer<br />

zweiten Strecke zu entlasten, die zusätzliche<br />

Verbindungen schafft –unter<br />

anderem zum Hauptbahnhof.<br />

Jetzt könnte es endlich an Tempo<br />

gewinnen. Denn der Deutsche Bundestag<br />

und die Deutsche Bahn haben<br />

sich nach jahrelanger Debatte in<br />

einer zentralen Frage geeinigt. Dies<br />

wurde Mittwochabend vonder Bauund<br />

Raumkommission desÄltestenrates<br />

des Bundestages bestätigt.<br />

Erster Abschnitt erst 2021 fertig<br />

Es geht darum, wie der 1,9 Kilometer<br />

lange mittlere Abschnitt (Hauptbahnhof–Potsdamer<br />

Platz) am<br />

Reichstagsgebäude verlaufen wird.<br />

Seit Längerem steht fest, den Tunnel<br />

nicht untermReichstag hindurchzuführen,<br />

damit das Gebäude nicht gefährdet<br />

wird. Stattdessen soll eine<br />

Röhre westlich und die andere östlich<br />

vorbeilaufen. Nach der jüngsten<br />

Einigung steht nun zudem fest, dass<br />

die Weströhre dem Reichstag nicht<br />

näher als 13,50 Meter kommen darf.<br />

Siewirdweiter abgerückt als die Oströhre,<br />

die 13,50 Meter neben dem<br />

Bundestagssitz entlangführt. Im<br />

Tunnel dürfen die Bahnen statt 80<br />

nur 60 Kilometer proStunde fahren.<br />

Neue S-Bahn-<br />

Strecke<br />

Hauptbahnhof<br />

Reichstagsgebäude<br />

BLZ/GALANTY; QUELLE: DB<br />

U55<br />

Spree<br />

Kapelleufer<br />

Paul-<br />

Löbe-<br />

Haus<br />

Scheidemannstr.<br />

Brandenburger Tor<br />

„Die Standsicherheit der Parlamentsgebäude<br />

während der Bauarbeiten<br />

ist gewährleistet, der parlamentarische<br />

Betrieb kann ohne wesentliche<br />

Einschränkungen fortgesetzt<br />

werden“, so die Bahn. „Die<br />

Bedenken hinsichtlich der Statik<br />

konnten endlich ausgeräumt werden“,<br />

lobte der FDP-Bundestagsabgeordnete<br />

Wolfgang Kubicki, der die<br />

Baukommission leitet. „Der Wegfür<br />

die Fortsetzung der S21ist frei.“<br />

Die Planungsarbeiten sollen nun<br />

beschleunigt werden, sagte Alexander<br />

Kaczmarek von der Bahn. Bislang<br />

hieß es,dass der Abschnitt nicht<br />

vor 2035 fertig wird: „Jetzt sind wir<br />

zuversichtlich, dass er noch in den<br />

2020er-Jahren in Betrieb geht.“<br />

Anfangs firmierte das Projekt unter<br />

dem Arbeitstitel S21, bis Stuttgart<br />

21 das Kürzel inMisskredit brachte.<br />

Heute heißt es intern City-S-Bahn.<br />

An der Strecke hat sich aber nichts<br />

geändert. Sie beginnt an den Nordringstationen<br />

Wedding und Westhafen,<br />

führt unter dem Hauptbahnhof<br />

unddem Potsdamer Platz hindurch,<br />

um an der Yorckstraße an die Trasse<br />

zum Südkreuz anzuschließen.<br />

Auf dem ersten, bereits begonnenen<br />

Abschnitt pendelt ab Sommer<br />

2021 eine S-Bahn, die Gesundbrunnen<br />

mit einer provisorischen Tunnelstation<br />

nördlich der Invalidenstraße<br />

am Hauptbahnhof verbindet. Zuletzt<br />

sollte der Betrieb Ende 2020 starten,<br />

doch Grundwasser verzögerte die<br />

Bauarbeiten. Immerhin wurde die<br />

Zeit genutzt, wie geforderteinen Zwischenhalt<br />

an der Perleberger Brücke<br />

in derEuropacity einzuplanen.


12 * <strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020<br />

·························································································································································································································································································<br />

Berlin<br />

POLIZEIREPORT<br />

Drei Verletzte bei Unfall.<br />

Beim Zusammenstoß zweier Autos<br />

am Mittwoch in Britz sind zwei<br />

Frauen und ein Mann schwer verletzt<br />

worden. Gegen 17.30 Uhrwar<br />

ein 40-Jähriger mit einem VW in der<br />

Gradestraße unterwegs.Ander<br />

Kreuzung zum Tempelhofer Weg<br />

prallte er mit dem Mitsubishi einer<br />

64-Jährigen zusammen. Beide und<br />

die 56-jährige Beifahrerin im Mitsubishi<br />

verletzten sich am Oberkörper.<br />

DiePolizei weiß noch nicht, wie es zu<br />

dem Unfall kommen konnte.<br />

Fahrgast geschlagen.<br />

Ein23-jähriger Mann hat am Mittwoch<br />

in einer S-Bahn Fahrgäste angepöbelt.<br />

Zuvorwar er voneinem<br />

Kontrolleur festgehalten worden,<br />

weil er keine Fahrkarte vorweisen<br />

konnte.AmBahnhof Bellevue angekommen<br />

versuchte er mehrmals,<br />

aber vergeblich ,zuflüchten. Als ein<br />

35 Jahrealter Fahrgast dem Kontrolleur<br />

helfen wollte,schlug ihm der<br />

junge Mann mit der Faust ins Gesicht.<br />

Bundespolizisten nahmen den<br />

Angreifer fest und brachten ihn in<br />

Gewahrsam. Nachdem die Polizei<br />

seine Personalien aufgenommen<br />

hatte,wurde er wieder entlassen.<br />

Fahndung nach Räubern.<br />

An einer Haltestelle der Bus-Linie<br />

M29 haben am 22. November drei<br />

Unbekannte einen 19-Jährigen attackiert.<br />

Am Agathe-Lasch-Platz umklammerte<br />

einer<br />

der Räuber das<br />

Opfer.Seine<br />

Komplizen versuchten,<br />

dem<br />

19-Jährigen dessen<br />

Handy zu<br />

Das ist einer der<br />

drei Täter<br />

POLIZEI<br />

entreißen. Die<br />

Täter brachten<br />

das Opfer zu Boden.<br />

Dann versuchte<br />

einer von<br />

ihnen ein Feuerzeug voreiner<br />

Sprühdose zu entzünden. Als ein<br />

Passant dazwischen ging, flüchteten<br />

die Täter.Zeugen die den abgebildeten<br />

Mann kennen, werden gebeten,<br />

sich bei der Polizei zu melden.<br />

AfD-Büro beschmiert.<br />

In der Nacht zum Donnerstag beschmierten<br />

Unbekannte ein Büro<br />

der AfD in Lichterfelde mit roter<br />

Farbe.Gegen 5.25 Uhrbemerkte ein<br />

Angestellter des Objektschutzes der<br />

Polizei die Schmiererei mit politischem<br />

Hintergrund an den Rollläden<br />

des Büros an der Straße Jungfernstieg.<br />

DerStaatsschutz ermittelt.<br />

Audi prallt gegen Hauswand.<br />

In der Nacht zum Donnerstag<br />

rammte am Hardenbergplatz in<br />

Charlottenburgein Audi-Fahrer ein<br />

Taxi. Anschließend prallte derWagen<br />

am Bahnhof Zoologischer Garten gegen<br />

ein Straßenschild und kam kurz<br />

darauf an der Fassade eines Hauses<br />

zum Stehen. Verletzt wurde niemand.<br />

DerFahrer des Wagens flüchtete<br />

zu Fuß. DieHintergründe des<br />

Unfalls sind noch unklar.<br />

Hakenkreuz geritzt.<br />

EinUnbekannter hat an eine der<br />

Aufzugtüren in der Leitstelle der<br />

Feuerwehr am Nikolaus-Groß-Weg<br />

in Charlottenburgein Hakenkreuz<br />

geritzt. EinMitarbeiter der Behörde<br />

informierte gegen 9.30 Uhrdie Polizei.<br />

DerStaatsschutz ermittelt nun<br />

wegen desVerwendens vonKennzeichen<br />

verfassungswidriger Organisationen.<br />

Jugendliche angefahren.<br />

In der Heimsbrunner Straße in Neukölln<br />

hat am Mittwochnachmittag<br />

eine 77 Jahrealte Frau eine Jugendliche<br />

angefahren. DasMädchen<br />

wurde dabei verletzt in eine Klinik<br />

gebracht. DieUnfallursache ist noch<br />

unklar.<br />

Verletzter Waschbär getötet.<br />

In Mariendorfhat am Donnerstagmorgen<br />

ein Polizist des Abschnitts<br />

47 einen schwer verletztenWaschbär<br />

erschossen. Passanten hatten das<br />

Tier auf der Fahrbahn des Mariendorfer<br />

Damms entdeckt und die Polizei<br />

alarmiert. (ls.)<br />

AnkeEngelkewar vor und hinter der Kamera erzieherisch tätig. IMAGO STOCK&PEOPLE Namensgeber Bastian Pastewka mit seiner „Freundin“ Sonsee Neu IMAGO STOCK&PEOPLE<br />

Perfektes Finale für den ewigen Tölpel<br />

BASTIAN PASTEWKA<br />

behält bis zum Schluss die Kontrolle,<br />

das heißt: er bestimmt, wann<br />

Schluss ist. Undgenau das hat er bei<br />

seiner Serie „Pastewka“ getan, die<br />

Sat.1 vor 15 Jahren erstmals ausstrahlte<br />

und die ab Staffel 8zuAmazonPrime<br />

Video wechselte,woam7.<br />

Februar die finale zehnte Staffel starten<br />

wird. Auch diesmal gibt es für die<br />

neuen Folgen wieder eine Kinotour,<br />

deren Premiere am Donnerstagabend<br />

im Zoo-Palast gefeiert wurde.<br />

Pastewka liebt diese Touren: „Es ist<br />

Wahnsinn, diesen Unsinn mit tausend<br />

Leuten in einem Saal zu gucken!“<br />

Dass die Serie, die so heißt wie ihr<br />

Hauptdarsteller, nicht fortgesetzt<br />

wird, hat mit der Güteklasse einer<br />

Idee zu tun, wie Pastewka erklärt. Autor<br />

Sascha Albrecht hatte eine Eingebung,<br />

wie das Ende der Geschichte<br />

rund um Bastian und seine langjährige<br />

Freundin Anne (gespielt von<br />

Sonsee Neu) aussehen könnte. Pastewka<br />

fand diese Idee perfekt: „Wir<br />

haben uns in die Augen geschaut<br />

und gesagt: Das muss der Schluss<br />

der gesamten Seriesein.“<br />

Echte Fans wissen, dass Anne mit<br />

Bastian in der achten Staffel Schluss<br />

gemacht hat und Bastian in der<br />

neunten erfolglos versuchte, sie zurückzuerobern.<br />

Am Ende der neunten<br />

Staffel reist er ihr nach Afrika<br />

Mit Wasserstoff-Antrieb<br />

zum Tatort<br />

Polizei-Direktion 2testet zwei emissionsfreie Funkwagen<br />

VonLutz Schnedelbach<br />

Berlins Polizei erhält als erste Behörde<br />

emissionsfreie Funkwagen.<br />

Dabei handelt es sich um zwei<br />

Toyota-Mirai, die mitWasserstoff angetrieben<br />

werden. „Das ist deutschlandweit<br />

bisher einmalig bei den Polizeien“,<br />

freut sich der Hersteller.<br />

Der Elektromotor der fünftürigen<br />

und blau abgeklebten Funkwagen<br />

soll 154 PS aufbringen. Dabei wird<br />

Wasserstoff in elektrische Energie<br />

umgewandelt, die den Elektromotor<br />

antreiben. Übrig bleibtWasserdampf.<br />

Die Autos sind mit zwei Wasserstofftanks<br />

ausgerüstet. Die Reichweite ist<br />

jeweils mit 500 Kilometern angegeben.<br />

Undnoch etwas Besonderes bieten<br />

die beiden Fahrzeuge: Ein Stopp<br />

zum Tanken dauert nur drei bis fünf<br />

Minuten, sagt der Hersteller.<br />

Stationiertwerden sie in zwei Abschnitten<br />

der Direktion 2, die zuständig<br />

ist für Spandau und Charlottenburg<br />

Wilmersdorf. Dort sei man<br />

schon gespannt auf die „Neuen“,<br />

heißt es im Polizeipräsidium. Zunächst<br />

werden die Funkwagen, die<br />

natürlich auch über Blaulicht und<br />

Martinshorn verfügen, zu Kontrollfahrten<br />

und Transporten eingesetzt.<br />

„Für alle Fahrten, wenn es nicht so<br />

Bastian Pastewka feiert mit<br />

Ensemble und Fans die Premiere<br />

der zehnten und letzten Staffel<br />

seiner Serie „Pastewka“<br />

nach, wo Anne als Ärztin arbeitet.<br />

Dort werden sie zu Freunden, was<br />

nach der Rückkehr nach Deutschland<br />

keiner glauben will –alle gehen<br />

davon aus, dass es wieder zwischen<br />

ihnen gefunkt hat. Zumal Anne jetzt<br />

ein Kind will und Bastian gern der<br />

Vater wäre. Natürlich wird das Ende<br />

nicht verraten, aber die Richtung ist<br />

klar, denn ein Happy End war auch<br />

Bastian Pastewka wichtig: „Wir sind<br />

doch nicht Game of Thrones!“<br />

„Pastewka“ endet nach 15 Jahren<br />

und 99 Folgen. Der Namensgeber<br />

freut sich über die unrunde Zahl der<br />

Das ist einer der „Neuen“, die die Polizei<br />

nun testen wird.<br />

TOYOTA<br />

schnell gehen muss“, sagte ein Beamter.<br />

Denn die Wagen würden erst<br />

getestet. Der Preis sei höher als für<br />

Wagen mit Verbrennungsmotor,<br />

aber dafür seien sie nachhaltiger.<br />

Die genaue Summe war auch<br />

vomHersteller nicht zu erfahren. Die<br />

Anschaffung der beiden Autos unterstützt<br />

das Programm für nachhaltige<br />

Entwicklung. Es wird durch den Europäischen<br />

Fonds für regionale Entwicklung<br />

mitfinanziert und soll die<br />

Verringerung der Schadstoffbelastungen<br />

im gewerblichen und öffentlichen<br />

Bereich unterstützen.<br />

von Andreas Kurtz<br />

ak@andreaskurtz.net<br />

Folgen: „Wir haben die 100 nicht geschafft<br />

–das passt für mich perfekt<br />

zum Geist der Serie. DerewigeTölpel<br />

Pastewka erreicht das große Ziel einfach<br />

nie.“ Allerdings hat er –Zwinker-Zwinker!<br />

– einen Tipp für die<br />

Fans, die sich ab dem 7. Februar auf<br />

Amazon prime die neue Staffel anschauen:<br />

„Schön nach unten scrollen,<br />

da kommt noch was!“<br />

Bei so vielen Produktionen behaupten<br />

die Beteiligten öffentlich,<br />

dass sie sich zu einer Familie entwickelt<br />

hätten. Bei„Pastewka“ soll das<br />

sogar stimmen. Der Hauptdarsteller<br />

beteuert: „Wir haben uns in all den<br />

15 Jahren immer nur vorder Kamera<br />

angegiftet, nie dahinter.Wir feierten<br />

gemeinsam Weihnachten und Geburtstage.“<br />

ANKE ENGELKE<br />

sieht darin auch einen Grund,<br />

warum es die Serie so lange gab:<br />

„Bastian ist mit seiner Familie nicht<br />

ausgelastet.“ Für sie lässt sich die<br />

Leistung der Serie und ihrer Macher<br />

klar benennen: „Die haben die Sehgewohnheiten<br />

des deutschen Publikums<br />

verändert. Es gibt wohl keine<br />

andere deutsche Comedy-Serie, die<br />

schon so lange Geschichten linear<br />

erzählt.“ Anke Engelke, die am 22.<br />

Februar im Ersten im Politthriller<br />

„Tödliche Geheimnisse – Das Versprechen“<br />

zu sehen sein wird, gehörte<br />

zu den Freundenund Kollegen<br />

vonPastewka mit den meisten Gastauftritten<br />

in seiner Serie. Sie versuchte<br />

dabei immer wieder, den<br />

Protagonisten zu erziehen –was ihrer<br />

Rolle im richtigen Leben des<br />

Freundes nahe kommt: „Ich habe<br />

privat immer versucht, ihn zu einem<br />

besseren Menschen zu machen, einem<br />

Naturfreund. Ich versuche, ihn<br />

von dem schlimmen Essen wegzubekommen,<br />

das er so gern zusich<br />

nimmt. Ich habe ihn jetzt sogar so<br />

weit, dass er gelegentlich mit dem<br />

Zugfährt.“<br />

Tausende Briefe<br />

gestohlen<br />

Prozess gegen drei Männer scheitert im ersten Anlauf<br />

Ein Prozess gegen drei mutmaßliche<br />

Postdiebe, die Tausende<br />

Briefe aus verplombten Frachtfahrzeugen<br />

gestohlen haben sollen, ist<br />

im ersten Anlauf gescheitert. Das<br />

Amtsgericht Tiergarten setzte das<br />

Verfahren am Donnerstag aus,nachdem<br />

eine Verständigung zwischen<br />

Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung<br />

nicht zustande gekommen<br />

war. Ein neuer Prozesstermin steht<br />

noch nicht fest. Es sei eine umfangreichere<br />

Beweisaufnahme erforderlich,<br />

sagte der Vorsitzende Richter.<br />

Die 21, 30 und 57 Jahre alten Angeklagten<br />

sollen als Mitglieder einer<br />

Bande agiertund Sendungen aus gesicherten<br />

Fahrzeugen gestohlen haben,<br />

um an Bargeld, Gutscheine und<br />

Bankkarten zu gelangen. Der57-jährige<br />

Angeklagte sei laut Anklage als<br />

Transportfahrer bei der Deutschen<br />

Post tätiggewesen. In 14 Fällen habe<br />

er im September 2019 den beiden<br />

mutmaßlichen Komplizen Zugang<br />

zu den jeweils von ihm geführten<br />

Wagen verschafft.<br />

Die mutmaßlichen Täter hätten<br />

dann die jeweilige Sicherung überwunden,<br />

Briefe entwendet und die<br />

Beute auf Wertsachen durchsucht.<br />

Bei der letzten Tatseien zwei Säcke<br />

voller verschlossener Briefsendungen<br />

gestohlen worden. DieStaatsanwaltschaft<br />

geht von einer Beute in<br />

Höhe von insgesamt knapp<br />

5500 Euro aus.<br />

In Wohnungen in Neukölln, Köpenick<br />

und Lichtenberg hatten Ermittler<br />

nach Angaben der Polizei<br />

mehrereSäcke mit Tausendengeöffneten<br />

Briefen sichergestellt. Die Angeklagten<br />

befanden sich rund drei<br />

Monate in Untersuchungshaft. Im<br />

Dezember sei es im Ermittlungsverfahren<br />

zu geständigen Aussagen gekommen,<br />

hieß es am Rande der Verhandlung.<br />

Die Verteidiger der mutmaßlichen<br />

Diebe wollen Bewährungsstrafen<br />

erreichen. Die<br />

Staatsanwältin erklärte dagegen, aus<br />

ihrer Sichtkomme Bewährung nicht<br />

in Betracht.<br />

Ende des vergangenen Jahres war<br />

ein Paketzusteller vom Amtsgericht<br />

Tiergarten zu einer Freiheitsstrafe<br />

von einem Jahr und acht Monaten<br />

verurteilt worden, die zur Bewährung<br />

ausgesetzt wurde. Der 28-Jährige<br />

war für ein Unternehmen tätig,<br />

das für Hermes arbeitete. Der Mann<br />

hatte in nur vier Tagen 51 Pakete unterschlagen.<br />

Seine Freundin verkaufte<br />

die so erlangten Dinge bei<br />

Ebay. Den Verkaufserlös von<br />

1843 Euro teilten sie sich. (dpa, BLZ)<br />

Mehr<br />

<strong>Berliner</strong><br />

ohne Job<br />

Arbeitslosigkeit stieg im<br />

Januar stärker als üblich<br />

In ganz Deutschland bekommen<br />

Arbeitssuchende zunehmend die<br />

konjunkturelle Unsicherheit zu spüren<br />

–Berlin und Brandenburg bleiben<br />

von dieser Entwicklung nicht<br />

verschont. So stieg nach der am<br />

Donnerstag vorgestellten Statistik<br />

die Arbeitslosigkeit in der Hauptstadt<br />

im Januar stärker als in den vergangenen<br />

Jahren üblich.<br />

Bundesweit waren im Januar<br />

nicht nur 200 000 Menschen mehr<br />

ohne Job als noch im Dezember<br />

2019, sondern auch rund 20000<br />

mehr als vor einem Jahr, teilte die<br />

Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag<br />

in Nürnberg mit. Insgesamt<br />

waren 2,426 Millionen Personen arbeitslos<br />

gemeldet. Darunter waren<br />

159 882 Frauen und Männer aus Berlin<br />

sowie 80 119 aus Brandenburg. In<br />

Brandenburg stieg die Arbeitslosigkeit<br />

im Januar zwar auch saisonbedingt<br />

an, dennoch wurde dort die<br />

niedrigste Arbeitslosenzahl in einem<br />

Monat Januar seit 1991 verzeichnet.<br />

Anders die Entwicklung in der<br />

Hauptstadt:„Erstmals seit 2010 liegt<br />

in Berlin die Januar-Arbeitslosenzahl<br />

über dem Vorjahr“, sagte der Berlin-<br />

Brandenburger Agenturchef Bernd<br />

Becking. Im Januar 2019 hatte es<br />

noch gut 4000 Arbeitslose weniger<br />

gegeben. Im Vergleich zum Dezember<br />

2019 registrierte die Behörde im<br />

Januar in Berlin 9732 mehr Arbeitslose.<br />

Zwar sei es üblich, dass die<br />

Quote nach dem Jahreswechsel<br />

steige, weil dann viele Arbeitsverträge<br />

endeten, erklärte die Agentur.<br />

Doch nun stehen mehr Betroffene<br />

erst mal mit leeren Händen da. „In<br />

den Arbeitsagenturen meldeten sich<br />

mehr Personen, die nach dem Ende<br />

eines Arbeitsverhältnisses nicht sofort<br />

einen neuen Job gefunden haben“,<br />

sagte Becking.<br />

Arbeitslosenquote: 8,2 Prozent<br />

Die <strong>Berliner</strong> Arbeitslosenquote erreichte<br />

im Januar 8,2 Prozent. Sielag<br />

damit 0,5 Prozentpunkte höher als<br />

im Dezember. Auch in Brandenburg<br />

stieg die Quote um 0,5 Prozentpunkte<br />

–auf sechs Prozent. Dortwaren<br />

6747 Arbeitssuchende mehr als<br />

im Dezember gemeldet, aber auch<br />

6746 weniger als vor einem Jahr, so<br />

die Bundesagentur für Arbeit. „Das<br />

ist die niedrigste Arbeitslosenzahl in<br />

einem MonatJanuarseit1991“, hieß<br />

es. Ein Anstieg nach dem Jahreswechsel<br />

ist üblich, weil dann viele<br />

Arbeitsverträge auslaufen. Auch das<br />

Wetter spielt eine Rolle, wenn etwa<br />

im Handwerk Dachdecker oder<br />

Maurer wenigerAufträge abarbeiten<br />

können. Im Januar 2019 hatte die Arbeitslosenquote<br />

jedoch noch<br />

0,5 Prozentpunktehöher gelegen.<br />

Der positive Trend für den Brandenburger<br />

Arbeitsmarkt halte an, so<br />

die Agentur. ImNovember habe die<br />

Zahl der sozialversicherungspflichtigBeschäftigten<br />

in Brandenburgbei<br />

866 300 gelegen. Das entspräche einemPlus<br />

von6500. (dpa, BLZ)<br />

Arbeitslose im Januar 2020<br />

Land Berlin 159 882<br />

Neukölln<br />

21 394<br />

Mitte<br />

21 073<br />

Pankow<br />

15 122<br />

Friedr.-Kreuzberg<br />

14 213<br />

Temp.-Schöneberg<br />

13 743<br />

Charlott.-Wilmersdorf<br />

12 338<br />

Lichtenberg<br />

12 016<br />

Spandau<br />

11 683<br />

Reinickendorf<br />

10 606<br />

Marzahn-Hellersdorf<br />

10 385<br />

Treptow-Köpenick<br />

9716<br />

Steglitz-Zehlendorf<br />

7593<br />

BLZ/GALANTY; QUELLE: BA


<strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020 13<br />

· ·<br />

·······················································································································································································································································································<br />

Berlin<br />

Das Humboldt-Forum<br />

steht in der Nachfolge<br />

zweier ikonischer Bauten<br />

der <strong>Berliner</strong> Geschichte:<br />

Schloss und Palast der Republik.<br />

Jetzt ist der Neubau nahezu<br />

vollendet. Dort sollen viele Kulturen<br />

derWelt einen neuen Ortbekommen<br />

und zugleich die Geschichte des Ortes<br />

erlebbar sein. Hartmut Dorgerloh,<br />

Generalintendant des Humboldt-Forums,spricht<br />

über die komplexe<br />

Aufgabe.<br />

Herr Dorgerloh, Siesind Ost-<strong>Berliner</strong>.<br />

Wie erinnern Sie sich an den Palast<br />

der Republik?<br />

Ichhabe von1982 bis 1987 an der<br />

Humboldt-Uni studiert und danach<br />

ganz in der Nähe gearbeitet, im Institut<br />

für Denkmalpflege in der Brüderstraße.<br />

In den Vorlesungspausen<br />

konnte man in die Bibliothek gehen,<br />

ins Museum oder in den Palast der<br />

Republik. Da war es warm, hell, die<br />

Telefonzellen funktionierten immer,<br />

und es gab einen gut sortierten Presseladen.<br />

Die gastronomischen Einrichtungen<br />

waren – gemessen am<br />

Stipendium –nicht so günstig. Bei<br />

meiner Immatrikulation im Großen<br />

Saal trug die überwiegende Zahl der<br />

Studierenden Blauhemd, nur kleine<br />

Grüppchen – von den Theologen,<br />

Kunstgeschichtlernund Theaterwissenschaftlern<br />

– trugen keins oder<br />

ganz verschämt, sodass nur der Kragen<br />

rausguckte. Wir waren klar die<br />

Minderheit. Der Farbkontrast der<br />

blauen Masse in den gelben Stühlen<br />

ist mir sehr in Erinnerung. Zu den<br />

großen Kulturveranstaltungen bin<br />

ich nie gegangen. Wasmich interessierte,fand<br />

nicht in Mitte und schon<br />

gar nicht im Palast der Republik statt.<br />

Für klassische Musik hatte ich ein<br />

Abo imKonzerthaus, und in der aktuellen<br />

Kunst und Musik hat mich<br />

mehr interessiert, was sich in der alternativen<br />

Szene tat –übrigens auch<br />

während der Zwischennutzung in<br />

der asbestfreien Palastruine.<br />

Inzwischen sind Sie verantwortlich<br />

für die Gestaltung dieses Ortes, und<br />

man wartet gespannt auf die Eröffnung.<br />

Wann geht es endlich los?<br />

Wir sind auf der Zielgeraden. Wir<br />

stimmen mit den verschiedenen Beteiligten<br />

gerade die Daten ab. Ein<br />

konkreter Termin steht noch nicht,<br />

aber wir gehen davon aus, dass die<br />

Eröffnung ab September beginnen<br />

kann und in drei Etappen stattfinden<br />

wird. Zuerst öffnen im Erdgeschoss<br />

das Foyer mit dem Veranstaltungsbereich,<br />

die Flächen für Sonderausstellungen<br />

und die Geschichte des<br />

Ortes, der Schlüterhof und die Passage<br />

sowie im ersten Obergeschoss<br />

die Berlin-Ausstellung und die Flächen<br />

der Humboldt-Universität. Mit<br />

Beginn der zweiten Etappe werden<br />

in den beiden oberen Etagen die ersten<br />

Bereiche mit den Sammlungen<br />

des Ethnologischen Museums und<br />

des Museums für Asiatische Kunst<br />

zugänglich. Das wird im zweiten<br />

Quartal 2021 sein. Zum Finale, am<br />

Jahresende 2021, werden alle Bereiche<br />

dieser Sammlungen sowie diverse<br />

Wechselausstellungen und damit<br />

das ganzeHaus zugänglich sein.<br />

Gibt es zum Startein Bürgerfest?<br />

Ja,uns ist ganz wichtig, dann endlich<br />

Besucherinnen und Besucher im<br />

Haus begrüßen zu dürfen. Aber man<br />

muss klar sagen: Wir sind noch nicht<br />

fertig, wenn wir aufmachen. Doch wir<br />

wollen das Publikum mitnehmen –es<br />

entsteht ja wirklich ein neues Stadtquartier.Allein<br />

der Besuch des Schlüterhofs,<br />

der Eingangshalle und der<br />

Passagen! Im Außenbereich wird es<br />

noch für ein bis zwei JahreBaustellen<br />

geben. Der neue U-Bahnhof Museumsinsel<br />

soll 2021/22 fertig sein.<br />

Sind im Inneren noch heikle bauliche<br />

Probleme aufgetaucht?<br />

In der finalen Phase gibt es bei so<br />

großen und komplexen Bauvorhaben<br />

immer etwas, woesnoch hakt.<br />

Und es gibt insgesamt im Baugewerbe<br />

aktuell Kapazitätsprobleme.<br />

Es fehlen in vielen Gewerken Fachkräfte,<br />

und die brauchen nicht nur<br />

wir, sondern auch andere. Aber ich<br />

bin weiterhin optimistisch.<br />

Hat sich der Blick auf die ethnologische<br />

Sammlung hinsichtlich kolonialer<br />

Raubkunst geändert?<br />

„Wir müssen Schloss<br />

und Palast erklären“<br />

Hartmut Dorgerloh, Generalintendant des Humboldt-Forums,<br />

über die Eröffnungspläne, die Komplexität des Ortes und<br />

Hartmut Dorgerloh schwebt ein Humboldt-Forum als Haus der Debatten vor,das in der historischen Mitte Vergangenheit und Zukunft verbindet.<br />

Ich finde es gut, dass die Diskussion<br />

über die Zukunft ethnologischer<br />

Sammlungen, deren Bestände<br />

häufig aus kolonialen Kontexten<br />

kommen, eine größere Öffentlichkeit<br />

erreicht hat. In Fachkreisen wird<br />

sie schon länger geführt. Aber es geht<br />

darüber hinaus um die Frage,wie wir<br />

generell mit dem kolonialen Erbe<br />

umgehen, nicht nur in den Museen.<br />

Wasbedeutet Dekolonialisierung für<br />

unsere Gesellschaft insgesamt? Das<br />

ist ein großes und wichtiges Thema,<br />

auch eine Folge der Globalisierung.<br />

Ist mit Rückgaben von Objekten zu<br />

rechnen?<br />

Die <strong>Berliner</strong> Staatlichen Museen<br />

haben in diesem Bereich ihreProvenienzforschung<br />

verstärkt, und die<br />

Ergebnisse werden zu weiteren Restitutionen<br />

führen. Aber es geht um<br />

mehr:umProzesse,die mit allen Beteiligten<br />

partnerschaftlich anzugehen<br />

sind, zum Beispiel bei gemeinsamen<br />

Ausstellungsprojekten oder<br />

im Bereich Vermittlung. Wir wollen<br />

das Humboldt-Forum zu einem Ort<br />

machen, an dem diese Prozesse sowie<br />

Diskussionen über Restitution<br />

oder über die Rolle vonObjekten für<br />

die kulturelle Identität stattfinden –<br />

die Problematik inhaltlicher Reduzierungen<br />

ein Haus der Vielstimmigkeit. So<br />

wird es in den entsprechenden<br />

Sammlungspräsentationen Medienstationen<br />

geben, die eine große Vielfalt<br />

aktueller Positionen aufzeigen,<br />

zum Beispiel zu den Benin-Bronzen.<br />

Gibt es ein Objekt, vondem man sich<br />

bald verabschieden muss?<br />

Diese Entscheidung liegt bei den<br />

Staatlichen Museen und der Stiftung<br />

Preußischer Kulturbesitz als Eigentümerin<br />

der Sammlungen. Und es<br />

wirdmehr als ein Objekt sein.<br />

ZUR PERSON<br />

Jugend und Studium: Hartmut Dorgerloh wurde 1962 in Ost-Berlin geboren. Nach Abitur (in<br />

Potsdam) und Grundwehrdienst studierte er von1982 bis 1987 Kunstgeschichte und Klassische<br />

Archäologie an der Humboldt-Universität zu Berlin.<br />

Wichtigste berufliche Etappe: Von2002 bis 2018 war der Kunsthistoriker und DenkmalpflegerGeneraldirektor<br />

der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.<br />

Spitzenjob: Seit 1. Juni 2018 ist Hartmut Dorgerloh Generalintendant des Humboldt-Forums<br />

in Berlin und zählt damit zu den wenigen Ostdeutschen auf einer herausragenden Position.<br />

Wie wird esrund um das Humboldt-<br />

Forum aussehen? Gefallen Ihnen<br />

Einheitswippe und Badetreppe vor<br />

der Haustür?<br />

DasFlussbad ist eine sehr schöne<br />

Idee, weil es mit etwas Wichtigem<br />

zusammenhängt: der besseren Wasserqualität<br />

der Spree. Und wir wollen,<br />

dass sich dort das einheimische<br />

und das touristische Publikum mischen.<br />

Ich bin auch sehr gespannt,<br />

wie die Diskussion über die Gestaltung<br />

der anderen Seite der Spree<br />

weitergeht –StichwortMarx-Engels-<br />

BLZ/MARKUS WÄCHTER<br />

Forum. Es läuft ein Wettbewerb zur<br />

Neugestaltung der Grünanlage,aber<br />

ich glaube nicht, dass dies das letzte<br />

Wort ist. Es wird sicherlich weitere<br />

Diskussionen über die Fläche geben.<br />

…also über Heiliggeist-Viertel, Marienviertel<br />

…<br />

Genau.<br />

Bebauung –jaoder nein?<br />

Das hängt von Funktion und<br />

Zweck der Stadträume ab. Für mich<br />

ist es wichtig, dass es kein rein kommerzieller<br />

Ort wird oder nur für<br />

Leute, die sich die Gegend finanziell<br />

leisten können. Ich halte es für notwendig,<br />

über die städtischen Räume<br />

zu streiten –imSinne vonetwas miteinander<br />

aushandeln, und nach langen<br />

Diskussionen demokratisch getroffene<br />

Entscheidungen auch zu akzeptieren<br />

und damit zu leben. Das<br />

betrifft auch die Umgebung des<br />

Humboldt-Forums, wozu auch die<br />

sogenannte Einheitswippe gehört.<br />

Wird man die populäre Gläserne<br />

Blume aus dem Palast der Republik<br />

im neuen Haus wiederfinden?<br />

Zur Frage, obman die Gläserne<br />

Blume zeigen soll, haben die damals<br />

Verantwortlichen in unserer Stiftung<br />

ganz aufgeschlossen gesagt: „Das<br />

wäre doch was, gucken wir mal, ob<br />

das geht.“ Es hat sich dann leider<br />

herausgestellt, dass eine Präsentation<br />

aus funktionalen, technischen<br />

und konzeptionellen Gründen nicht<br />

möglich ist. Deshalb haben wir vor<br />

dreieinhalb Jahren mitgeteilt: Wir<br />

haben geprüft, es lässt sich nicht realisieren<br />

–zumindest nicht für eine<br />

dauerhafte Ausstellung.<br />

Wiewirdanden Palast erinnert?<br />

Wir müssen und wollen im Humboldt-Forum<br />

erklären, warum gegenüber<br />

im ehemaligen Staatsratsgebäude,<br />

auch noch ein Stück Schloss<br />

steckt. Undwas es mit dem Palast der<br />

Republik auf sich hat. Insofernist die<br />

Erinnerung an die Geschichte des Ortes<br />

eine zentrale Aufgabe mit dem Fokus<br />

auf das Schloss,den Palast der Republik<br />

und das Humboldt-Forum selber.Denn<br />

in ein paar Jahren wirdman<br />

erklären müssen, warum dieses so<br />

geworden ist, wie es geworden ist und<br />

was die Rahmenbedingungen waren.<br />

Im Haus wirdman überall Spuren aus<br />

der Geschichte des Ortes finden. Erinnernkann<br />

sich aber nicht auf symbolische<br />

Handlungen beschränken,<br />

also einfach ein Stück aus jedem<br />

Haus auszustellen. Das machen wir<br />

auch, aber es geht ebenso um die aktive<br />

Auseinandersetzung mit der Geschichte.<br />

Sopräsentieren wir auf einer<br />

riesigen Medienwand das ganze<br />

Spektrum der Geschichte des Ortes,<br />

vom Beginn im Mittelalter über das<br />

Renaissanceschloss bis zum Bauund<br />

Abriss des Palastes der Republik –einschließlich<br />

Schlosssprengung, Aufmarschplatz<br />

und kultureller Zwischennutzung<br />

nach der Schließung<br />

1990. Zurzeit führen wir Zeitzeugeninterviews,<br />

sammeln Daten, bauen<br />

ein Archiv und haben vom Bund<br />

Hunderte Einrichtungsgegenstände<br />

aus dem Palast übernommen. In welcher<br />

Weise wir das Material nutzen,<br />

hängt auch vom öffentlichen Interesse<br />

ab.Der Palast hatte ja verschiedene<br />

Facetten –politische und kulturelle.<br />

Aber die Gläserne Blume wäre doch<br />

ein zentrales Objekt, um genau den<br />

Facettenreichtum zu zeigen …<br />

Ich halte nichts davon zu sagen:<br />

Wenn ich Thronsessel und Gläserne<br />

Blume ausstelle, ist das Thema erledigt.<br />

Es wird immer eine Auseinandersetzung<br />

damit brauchen, was an<br />

diesem Ortpassiertist, denn es ist der<br />

zentrale Ort dieser Stadt. Die Gläserne<br />

Blume sollte man auch nicht<br />

überbewerten, sie ist zwar ein wichtiges<br />

Stück, aber sie steht nicht für den<br />

ganzen Palast der Republik. Eine solche<br />

Reduzierung widerspräche dessen<br />

Komplexität und Bedeutung, der<br />

wir gerecht werden müssen. Wirhoffen<br />

daher auch, dass Besucherinnen<br />

und Besucher uns an ihren Erinnerungen<br />

an den Palast teilhaben lassen.<br />

Vielleicht hat der eine oder anderenoch<br />

ein Objekt aus dem Palast.<br />

Auch in unserem Veranstaltungsprogramm<br />

wirdereine Rolle spielen.<br />

Waswird aus dem Palast der Republik<br />

nun zu sehen sein?<br />

Zwölf Objekte, im ganzen Haus<br />

gut sichtbare„Spuren“, die besonders<br />

präsentiert und erklärt werden. Darunter<br />

sind große, bekannte Stücke,<br />

zum Beispiel ein Ausschnitt aus Jo<br />

Jastrams Bronzerelief „Lob des Kommunismus“,<br />

Wolfgang Mattheuers<br />

Gemälde „Guten Tag“, beide im zentralen<br />

Treppenhaus zu sehen. Oder<br />

ein florales Wandrelief aus Meißener<br />

Porzellan, das im ehemaligen Palastrestaurant<br />

hing. Das wird wieder in<br />

einem Restaurant zu sehen sein. Aber<br />

auch eine Überwachungsanlage wird<br />

ausgestellt. Undesgibt neue,aktuelle<br />

Kunst, so von dem <strong>Berliner</strong> Künstler<br />

TimTantenroth. Er setzt sich mit der<br />

sehr populären, kupferspiegelnden<br />

Fassade auseinander und übersetzt<br />

diese in ein Wandbild –ein Beispiel<br />

dafür, dass sich Künstler bis heute<br />

vom Palast der Republik inspirieren<br />

lassen. Und wir werden das jüngste<br />

Stück aus der Palast-Geschichte ausstellen,<br />

vomMärz1990, eine gläserne<br />

Wahlurne. Die brauchte man erst<br />

nach den ersten freien Wahlen. Es ist<br />

gut, dass gerade sie ganz prominent<br />

zu sehen sein wird.<br />

DasGespräch führte Maritta Tkalec.


14 * <strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020<br />

·························································································································································································································································································<br />

Berlin/Brandenburg<br />

NACHRICHTEN<br />

Hohenzollernbereit für<br />

gütliche Einigung<br />

GeorgFriedrich Prinz vonPreußen<br />

sieht sich bereit für eine gütliche Einigung<br />

im Konflikt um mögliche<br />

Entschädigungen für die Hohenzollern.<br />

DerNachfahreder letzten deutschen<br />

Monarchie erklärte am Donnerstag<br />

in Potsdam: „Mein Ziel ist es,<br />

dass alle ausgestellten Objekte an ihremOrt<br />

verbleiben sollen.“ Damit<br />

könnten sie Bürgernund Wissenschaft<br />

uneingeschränkt zugänglich<br />

bleiben. Dies habe er mehrfach zum<br />

Ausdruck gebracht. Er nannte die Einigung<br />

im Rechtsstreit um Burg<br />

Rheinfels in St.Goar als positives<br />

Beispiel bei unterschiedlichen Ausgangspositionen.<br />

Dafür müssten<br />

beide Seiten „den guten Willen dazu<br />

haben und fair miteinander umgehen“.<br />

Seit 2014 verhandeln der Bund<br />

sowie die Länder Berlin und Brandenburgmit<br />

den Hohenzollernüber<br />

mögliche Rückgaben und Entschädigungen.<br />

(dpa)<br />

Sachsen will profitieren von<br />

Brandenburgs Tesla-Fabrik<br />

Sachsens Wirtschaftsminister Martin<br />

Dulig (SPD) sieht in der Ansiedlung<br />

des US-Elektroautobauers Tesla<br />

in Brandenburgauch eine gute<br />

Nachricht für Sachsen. Beieiner Befragung<br />

im Dresdener Landtag<br />

zeigte sich Dulig am Donnerstag davonüberzeugt,<br />

dass auch Sachsen<br />

vonTesla profitieren wird, weil das<br />

Werk auch Know-howaus dem Freistaat<br />

benötigt. AufdieseWeise könne<br />

man Teil der Wertschöpfungskette<br />

werden. (dpa)<br />

Förderung für Wohnprojekte<br />

für Alte und Pflegebedürftige<br />

Um Kommunen beim Auf- und Ausbau<br />

vonwohnortnahen Angeboten<br />

für ältereoder pflegebedürftige<br />

Menschen zu unterstützen, setzt das<br />

Land auch künftig auf die Fachstelle<br />

für Alternund Pflege im Quartier.<br />

DieStelle leiste „großartige Arbeit“,<br />

damit ältereLeute in ihrer Wohnung<br />

oder ihrem Umfeld bleiben können.<br />

Bis2022 soll die Stelle 1,9 Millionen<br />

Euro erhalten. Weitere1,5 Millionen<br />

Euro steuerndie Landesverbände<br />

der Pflegekassen sowie der Verband<br />

der privaten Krankenversicherung<br />

bei. (dpa)<br />

Ein Rettungsdienst-Mitarbeiter hantiertandem Rettungswagen, mit dem das Mädchen am Mittwochabend ins Ernst-von-Bergmann-Klinikum gebracht wurde.<br />

Entwarnung in Potsdam<br />

Der erste Corona-Verdachtsfall in der Region bestätigte sich nicht –Behörden mahnen zur Ruhe<br />

VonJens Blankennagel, Potsdam<br />

Die Entwarnung kam am<br />

Donnerstag um 13.22<br />

Uhr. Das Brandenburger<br />

Gesundheitsministerium<br />

gab die Testergebnisse zum Coronavirus-Verdachtsfall<br />

in Potsdam<br />

bekannt. „Das Laborergebnis liegt<br />

vor und ist negativ“, sagte Sprecher<br />

Gabriel Hesse. „Dieser Verdachtsfall<br />

hat sich also nicht bestätigt.“ Es war<br />

bereits der zweite Fall in Brandenburg,<br />

und auch er hat sich als unbegründet<br />

erwiesen.<br />

7830 Infizierte in China<br />

Am Mittwochabend hatte sich eine<br />

chinesische Schülerin bei der Notrufzentrale<br />

gemeldet. Sie hatte<br />

Symptome, die jenen des Coronavirus<br />

ähnelten. Vor allem in China<br />

sorgt der Virus für Aufregung. Er<br />

führte zu einer Epidemie mit steigenden<br />

Zahlen vonBetroffenen und<br />

der Abriegelung ganzer Millionenstädte.<br />

InChina gibt es derzeit 7830<br />

Infizierte und 170 Todesfälle. In20<br />

anderen Länderngibt es etwa 100 Infizierte.<br />

Die Schülerin in Potsdam wurde<br />

von Mitarbeitern inSchutzkleidung<br />

per Rettungswagen ins Ernst-von-<br />

Bergmann-Klinikum gebracht. Dort<br />

wurde sie in einer Fachabteilung in<br />

einem Zimmer isoliert und von erfahrenen<br />

Experten behandelt. „Die<br />

Behandlung erfolgt durch Spezialisten,<br />

die seit Jahren viel Erfahrung haben<br />

mit Patienten, die an hochansteckenden<br />

Krankheiten leiden“, sagte<br />

eine Sprecherin. Die<strong>Berliner</strong> Charité<br />

überprüfte die Blutprobe und gab<br />

schließlich Entwarnung.<br />

Derzeit wird versucht, eine Pandemie<br />

–also eine weltweite Ausbreitung<br />

der Krankheit –zuverhindern.<br />

So saßen 6600 Passagiereund Crewmitglieder<br />

des Kreuzfahrtschiffes<br />

„Costa Smeralda“ im Hafen der italienischen<br />

Stadt Civitavecchia fest.<br />

Der Grund: Eine Touristin aus der<br />

chinesischen Sonderverwaltungszone<br />

Macao hatte Symptome und<br />

wurde wegen Corona-Verdachts isoliert.<br />

Am Abend kam die Entwarnung,<br />

Tests bei der Frau un dihrem<br />

Mann waren negativ.<br />

Nun können sich auch 90 Bundesbürger<br />

aus der chinesischen Elf-<br />

Millionen-Stadt Wuhan ausfliegen<br />

lassen, in der die Krankheit ihren Ursprung<br />

nahm. In Deutschland, auch<br />

in Berlin, gab es bereits mehrereVerdachtsfälle.Davon<br />

haben sich vier in<br />

Bayern bestätigt. Andere sind noch<br />

offen. Etwa in Thüringen. Am Donnerstag<br />

gab das Helios-Klinikum in<br />

Erfurtbekannt, dass es dortzweiaktuelle<br />

Verdachtsfälle gibt.<br />

In Berlin hat die Gesundheitsverwaltung<br />

extraeine Informationshotline<br />

zum Coronavirus eingerichtet.<br />

Dort haben sich seit Dienstagmorgen<br />

270 Menschen gemeldet. Gesundheitssenatorin<br />

Dilek Kalayci<br />

(SPD) wertete die Zahl als ein gutes<br />

Zeichen. „Das zeigt, dass keine Hysterie<br />

und keine Panik da ist“, sagte<br />

sie am Donnerstag im Abgeordnetenhaus.<br />

Die Bevölkerung müsse<br />

aufgeklärt werden. Zu Panik gebe es<br />

keinen Grund, sagte sie.<br />

Grundsätzlich warnen die Behörden<br />

vor Panikmache, andererseits<br />

sollen Betroffene sich möglichst<br />

schnell melden. Das zuständige Robert-Koch-Institut<br />

weist darauf hin,<br />

dass es für eine Ansteckung mit dem<br />

neuartigen Virus 2019-nCoV notwendig<br />

ist, dass die Erkrankten entweder<br />

in einer der betroffenen Regionen<br />

in China gewesen sein müssen<br />

oder aber Kontakt mit Leuten<br />

hatten, die bereits erkrankt sind.<br />

„Mit einem Import von einzelnen<br />

Fällen nach Deutschland muss gerechnet<br />

werden“, heißt es beim Institut.<br />

Aber: „Die Gefahr für die Gesundheit<br />

der Bevölkerung in<br />

Deutschland durch die neue Atemwegserkrankung<br />

bleibt derzeit weiterhin<br />

gering.“<br />

Im Potsdamer Fall wurde die<br />

Sache vor allem auch deshalb ernst<br />

DPA/JULIAN STÄHLE<br />

genommen, weil es sich um eine<br />

chinesische Schülerin handelt. Ihre<br />

Schule teilte den Eltern am<br />

Mittwoch mit, dass die Schülerin seit<br />

Tagen nicht in der Schule war und<br />

dass es keine Ansteckungsgefahr<br />

gebe. Das Gesundheitsamt habe<br />

auch keine Schulschließung angeordnet.<br />

„Auf dem Wegder Besserung“<br />

Eltern der Schule erzählen, dass das<br />

Mädchen in die zehnte Klasse geht.<br />

Sie hatte sich krank gemeldet und<br />

sich dann wegen entsprechender<br />

Symptome ins Krankenhaus einliefern<br />

lassen. Eltern erzählen, dass sie<br />

nicht aktuell in China war, sondern<br />

wohl zum Jahreswechsel.<br />

Die Potsdamer Klinik gibt keine<br />

Auskünfte zu dem Fall, bestätigt<br />

nicht einmal, dass es sich um ein<br />

Mädchen handelt. „Wir sprechen<br />

ganz neutral von einem Patienten“,<br />

sagte die Kliniksprecherin. „Und der<br />

Patient ist auf dem Wegder Besserung.“<br />

Aufder Internetseite des Schiller-<br />

Gymnasiums heißt es,dass das Mädchen<br />

noch am Donnerstagabend<br />

wieder nach Hause darf. Die Schule<br />

gab bekannt, dass auch am Freitag –<br />

dem letzten Schultag vor den Ferien<br />

–der Unterricht ganz regulär stattfindet.<br />

(mit dpa)<br />

Ausschuss<br />

mit Berlin ist<br />

nicht erlaubt<br />

Gutachten sieht Verstoß<br />

gegen die Verfassung<br />

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Lesen Sie am Wochenende<br />

Reise<br />

Wilde StarsinweißemGewandt:<br />

Die Pferdeder Camargue<br />

Die beste Seiteder Dolomiten:<br />

Villnöss und Eggental<br />

Der im Brandenburger Koalitionsvertrag<br />

vorgesehene gemeinsame<br />

Ausschuss des Potsdamer<br />

Landtags und des <strong>Berliner</strong> Abgeordnetenhauses<br />

ist nach Einschätzung<br />

vonExperten verfassungswidrig. Die<br />

Bildung eines „echten“ gemeinsamen<br />

Ausschusses verstoße dagegen,<br />

dass der Landtag Ausschüsse „aus<br />

seiner Mitte“ bilde,berichtet der Beratungsdienst<br />

des Landtags in einem<br />

am Donnerstag veröffentlichten<br />

Gutachten. Zudem widerspräche ein<br />

solches Gremium „den Verfassungsprinzipien<br />

der Demokratie, der<br />

Volkssouveränität und der Repräsentation<br />

des brandenburgischen<br />

Volkes durch den Landtag“.<br />

Verfassungsrechtlich unbedenklich<br />

wäreeine Zusammenarbeit zwischen<br />

eigenständig von den jeweiligen<br />

Parlamenten gebildeten Ausschüssen,<br />

wie sie zwischen Hamburg<br />

und Schleswig-Holstein<br />

praktiziertwerde.Dorttagten mehrmals<br />

im Jahr zwei je gesondert von<br />

den beiden Parlamenten gebildete<br />

Ausschüsse gemeinsam.<br />

Das Gutachten hatte die Linken-<br />

Fraktion in Auftrag gegeben. Eine<br />

engere Zusammenarbeit mit Parlamenten<br />

der Nachbarländer sei sinnvoll,<br />

sagte Geschäftsführer Thomas<br />

Domres. Erkündigte an, mit sächsischen<br />

Partnernden neuen Ansatz zu<br />

besprechen. „Nicht nur die Zusammenarbeit<br />

zwischen Berlin und<br />

Brandenburg sei intensiver geworden,<br />

sondern auch die Verflechtungen<br />

in anderen Regionen: Zwischen<br />

den beiden Lausitzen im Süden, im<br />

Norden zwischen der Prignitz, Ostprignitz-Ruppin,<br />

der Uckermark<br />

und den Nachbarkreisen in den angrenzenden<br />

Bundesländern.“ (dpa)<br />

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<strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020 15<br />

· ·<br />

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Gesundheit<br />

Jede Bewegung zählt<br />

Eine Krebstherapie schwächt nicht nur körperlich, sondern hinterlässt auch seelische Spuren. Sport kann helfen<br />

VonAnja Sokolow und Gisela Gross<br />

DPA<br />

Immer um die Hüfte kreisen: Sporttut gut und es unterstützt auch bei der Krebsbehandlung.<br />

Radtouren über 500 Kilometer<br />

proWoche oder ausgedehnte<br />

Wanderungen waren<br />

für die <strong>Berliner</strong>in Gisela<br />

Osuch-Trogisch lange Jahre<br />

selbstverständlich. Doch eine Krebserkrankung<br />

und ihre Folgen stellten<br />

das Leben der sportlichen Rentnerin<br />

plötzlich komplett auf den Kopf. „Ich<br />

war am Nullpunkt angelangt. Selbst<br />

die drei Treppenstufen in meine<br />

Wohnung waren schon zu viel“, erinnertsich<br />

die 67-Jährige an die Nachwirkungen<br />

der Behandlung.<br />

Ein starker Gewichtsverlust, Muskelabbau<br />

und Erschöpfung führten<br />

dazu, dass sie<br />

kaum noch Kraft<br />

hatte. Sport und<br />

Bewegung haben<br />

ihr geholfen, wieder<br />

auf die Beine<br />

zu kommen.<br />

Heute,zweiJahre<br />

später, fährt sie<br />

Rentnerin Gisela wieder Fahrrad,<br />

Osuch-Trogisch macht Yoga, besucht<br />

eine Sportgruppe<br />

und geht wandern. „Ich habe<br />

etwa 80 Prozent meiner früheren<br />

Leistungsfähigkeit erreicht“, sagt die<br />

ehemalige Erzieherin.<br />

„Sport kann nicht die medizinische<br />

Behandlung ersetzen, aber ist<br />

eine ganz wichtige unterstützende<br />

Maßnahme“, erläutert Martina<br />

Schmidt, Wissenschaftliche Mitarbeiterin<br />

am Deutschen Krebsforschungszentrum<br />

in Heidelberg, im<br />

Vorfeld des Weltkrebstages am 4. Februar.<br />

Die Bewegung könne nicht<br />

nur die körperliche Leistungsfähigkeit<br />

aufrechterhalten oder wieder<br />

aufbauen, sondern auch Nebenwirkungen<br />

wie die starke Erschöpfung<br />

mildernoder vorbeugen.<br />

Mittlerweile sei es bei den Patienten<br />

angekommen, dass Sport generell<br />

gut tue,sagte Schmidt. „Eine Befragung<br />

von uns hat gezeigt, dass<br />

eine übergroße Mehrheit der Krebspatienten<br />

Sport als sehr wichtig erachtet.“<br />

Doch bei der Umsetzung<br />

hapereesteilweise noch.<br />

„Die Krebspatienten sind ein<br />

Spiegel der Gesellschaft“, sagt die<br />

<strong>Berliner</strong> Sporttherapeutin Anke von<br />

Popowski, die seit Jahren mit ihnen<br />

arbeitet. Einige Menschen seien<br />

hochmotiviert und blieben dies<br />

auch. Anderen hingegen falle es<br />

schwer, sich aufzuraffen, gerade<br />

wenn sie unter dem Fatigue-Syndrom,<br />

der starken Erschöpfung, litten.<br />

„Der Krebs macht ja auch seelisch<br />

etwas mit den Patienten, das ist<br />

schon anders als nach einer Hüft-<br />

OP“, sagt vonPopowski.<br />

Auch Gisela Osuch-Trogisch<br />

traute sich zunächst kaum noch etwas<br />

zu. „Bei mir brachte die zweite<br />

Reha den Durchbruch“, erzählt sie.<br />

Dortsei sie langsam wieder an Bewegung<br />

herangeführtworden. Einwichtiger<br />

Baustein für ihre Fitness inzwischen:<br />

Die Reha-Sportgruppe von<br />

Anke vonPopowski, die sie wöchentlich<br />

besucht. Jeweils 60 Minuten lang<br />

absolvieren Osuch-Trogisch und andere<br />

Teilnehmer eine Kombination<br />

aus Herz-Kreislauf-Training, funktioneller<br />

Gymnastik zur Mobilisation<br />

und Kräftigung sowie Gleichgewichts-<br />

und Koordinationsübungen.<br />

„Generell gilt: WasSpaß macht, ist<br />

gut. Jede Bewegung ist besser als<br />

keine“, so Forscherin Schmidt. Aber<br />

der Sport müsse der Situation angepasst<br />

sein. „Da sollten Patienten<br />

Rücksprache mit dem Arzt halten,<br />

um Aspekte wie frische Narben, Begleiterkrankungen,<br />

ein geschwächtes<br />

Immunsystem zu berücksichtigen“,<br />

sagt sie. Eine Mischung aus Ausdauer-und<br />

Kraftsportsei gut, wenigstens<br />

zwei- bis dreimal proWoche für<br />

je 30 Minuten. „Man darf sich auch<br />

ruhig ein bisschen anstrengen.“<br />

500 000 Neuerkrankungen<br />

Laut Deutscher Krebshilfe stehen in<br />

Deutschland etwa 1000 Krebsnachsorge-Sportgruppen<br />

zur Verfügung.<br />

Der Bedarf ist da: Allein 2016 gab es<br />

nach jüngsten Schätzungen des Robert-Koch-Instituts<br />

fast eine halbe<br />

Million Krebsneuerkrankungen in<br />

Deutschland. Das Netzwerk „Onko-<br />

Aktiv“, vom Nationalen Centrum für<br />

IMAGO IMAGES<br />

Tumorerkrankungen in Heidelberg,<br />

hat eine Plattform aufgebaut, um<br />

über die Angebote bundesweit zu informieren.<br />

Doch nicht jeder Patient<br />

will in eine spezielle Krebsgruppe.<br />

Auch Gisela Osuch-Trogisch nicht.<br />

„Ich wollte nicht noch mit anderen<br />

Schicksalen konfrontiert werden“, so<br />

die <strong>Berliner</strong>in, die lieber eine gemischte<br />

Gruppe vom Verein Sport-<br />

GesundheitsparkBerlinbesucht.<br />

Andere Patienten wiederum haben<br />

gar keine Auswahl. „Gerade auf<br />

dem Land ist die Versorgung nicht<br />

immer gut“, sagt Sportwissenschaftlerin<br />

Verena Krell von der <strong>Berliner</strong><br />

Charité. Sie testet deshalb in einer<br />

Studie mit Versicherten der AOK<br />

Nordost eine Sporttherapie per Telemedizin.<br />

Nach einem Fitnesscheck<br />

bekommen die Teilnehmer einige<br />

Anschubstunden bei Physiotherapeuten<br />

in ihrer Region, um danach<br />

allein zu Hause weiter zu trainieren.<br />

Alle zwei Wochen werden die Probanden<br />

per Telefon betreut und gegebenenfalls<br />

weiter motiviert.<br />

Die Erfahrungen mit den ersten<br />

35 Probanden seien bereits sehr gut,<br />

sagt Krell: „Es zeigt sich, dass der<br />

Sporteine aktivierende Wirkung hat,<br />

die Probanden sind fitter und gehen<br />

leichter durchs Leben.“ Krell geht<br />

davon aus, dass diese Art der Therapie<br />

so hilfreich ist wie der Sportineiner<br />

Krebssportgruppe.<br />

Doch warum wirkt sich Sport<br />

überhaupt so positiv aus? „Es gibt<br />

nicht den einen Mechanismus, sondern<br />

die Wirkung ist vielschichtig.<br />

Allgemein gehen wir davon aus,dass<br />

Sport unter anderem über die Verbesserung<br />

der Fitness, also von<br />

Herz-Kreislauf, Lungenfunktion und<br />

Muskelfunktion, Abbau von Körperfett<br />

oder die Stärkung des Immunsystems<br />

wirkt“, sagt Schmidt. AuseinemVersuch<br />

mit Mäusen gebe es zudem<br />

Hinweise,dass Sportden Rückgang<br />

eines Tumors fördern könnte –<br />

wie genau, ist aber noch unklar.<br />

„Bei Langzeitbeobachtungsstudien<br />

sieht man, dass die Überlebensund<br />

Rückfallraten bei Patienten, die<br />

Sport getrieben haben, besser sind<br />

als bei passiven Menschen. Bei solchen<br />

Studienkann es aber auch Verzerrungen<br />

der Ergebnisse geben.“<br />

Dereindeutige Nachweis der Kausalität<br />

stehe noch aus,betont Schmidt.<br />

Nicht zuletzt wirke sich der Sport<br />

auf die Psyche der Krebspatienten<br />

aus, betont sie.„Patienten gewinnen<br />

wieder Vertraueninden eigenen Körper<br />

und haben das Gefühl, selbst aktiv<br />

zu werden. Das ist wichtig, denn<br />

bei der Therapie sind sie oft in der<br />

passiven Rolle –eswirdetwas mit ihnen<br />

gemacht, man fühlt sich ausgeliefert.“<br />

Das bestätigt Anke von Popowski:<br />

„Der Sport trägt dazu bei,<br />

wieder aktiv zu werden und eine<br />

Struktur ins Leben zu bringen.“ (dpa)<br />

Schmerzhafte Steine<br />

Jede fünfte <strong>Berliner</strong>in und jeder zehnte <strong>Berliner</strong> haben Gallensteine. Operiert werden müssen sie aber nur,wenn sie Beschwerden verursachen<br />

VonMichael Timm<br />

Ein üppiger Braten, eine leckere<br />

Torte –und schon rächt sich die<br />

Galle. Jeder zehnte Deutsche hat<br />

Gallensteine. Aber nur jeder vierte<br />

von ihnen spürt sie auch. Meist immer<br />

dann, wenn sich die Gallenblase<br />

zusammenzieht, die Steine wandern<br />

und die Gallenausgänge versperren.<br />

„Dann gibt es eine Kolik“, sagt Thomas<br />

Steinmüller, Chefarzt der Chirurgischen<br />

Klinik der DRK-Kliniken<br />

Berlin-Westend. „Wer einmal so einen<br />

schmerzhaften Anfall erlebt hat,<br />

wird diese Qualen nicht so schnell<br />

vergessen.“<br />

DasLeiden entsteht, wenn sich die<br />

Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit<br />

verändert. „Gallensteine sollte<br />

man jedoch nur dann entfernen,<br />

wenn sie auch Beschwerden verursachen“,<br />

so Steinmüller.„Oft treten Koliken<br />

nach einer fettreichen Mahlzeit<br />

auf. Dann kommt es zu wellenartig<br />

auftretenden Schmerzen inder Magengegend<br />

oder im rechten Oberbauch,<br />

die in die rechte Schulter oder<br />

in den Rücken ausstrahlen können.“<br />

Gegen diese Schmerzen helfen<br />

vorübergehend krampflösende Medikamente.Oft<br />

muss der Notarzt eine<br />

Spritze geben. Danach sollte man<br />

sich vom Hausarzt oder Internisten<br />

Gallen-OP<br />

<strong>Berliner</strong> Top-10-Kliniken für Gallen-Operationen, 2017<br />

Klinik für MIC<br />

875<br />

Charité Mitte/Virchow<br />

591<br />

Sana Lichtenberg<br />

491<br />

DRK Kliniken Köpenick<br />

446<br />

Park-Klinik Weißensee<br />

366<br />

Vivantes Humboldt<br />

323<br />

Vivantes Neukölln<br />

305<br />

Helios Berlin-Buch<br />

276<br />

DRK Kliniken Westend<br />

274<br />

BG Unfallklinik Marzahn<br />

262<br />

BLZ/HECHER; QUELLE: QUALITÄTSBERICHTE DER KLINIKEN, OPS-ZIFFER 5-511, WEISSE LISTE<br />

untersuchen lassen. 90 Prozent aller<br />

Steine liegen in der Gallenblase. Das<br />

kann der Arzt mit einer Ultraschalluntersuchung<br />

erkennen. Nur wenn<br />

sich Steine in denGallengängen zum<br />

Zwölffingerdarm festgesetzt haben,<br />

sind sie im Ultraschall häufig nicht zu<br />

sehen. Dann empfehlen Mediziner<br />

eine Gallengangsspiegelung. Dazu<br />

muss der Patient einen Magenschlauch<br />

schlucken. Damit kann der<br />

Internist die Steine aus dem Gallengang<br />

meist auch gleich ohne OP herausziehen.<br />

Manchmal reicht eine<br />

Kernspintomographie.<br />

Liegen die Steine in der Gallenblase,hat<br />

sich dieSchlüsselloch-Operationstechnik<br />

bewährt. Steinmüller:<br />

„Wir Chirurgen entfernen die Steine<br />

zusammen mit der Gallenblase. Dafür<br />

brauchen wir nur noch drei bis<br />

vier kleine Ein-Zentimeter-Schnitte<br />

in die Bauchdecke und führen durch<br />

diese Öffnungen endoskopische<br />

Operationsinstrumente ein.“ Vorteile<br />

für die Patienten: Kaum sichtbare<br />

Narben, weniger Schmerzen nach<br />

dem Eingriff, nur drei Tage Klinik,<br />

schnellere Heilung und geringere Infektionsgefahr.Anschließend<br />

können<br />

die Patienten ohne Gallenblase normal<br />

weiterleben. Die Gallenflüssigkeit<br />

wird von der Leber weiter gebildet<br />

und fließt direkt in den Darm.<br />

TRAUERANZEIGEN<br />

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Wir nehmen Abschied von unserer Kollegin, die im Alter von nur 52<br />

Jahren verstorbenist.<br />

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Völlig unvorbereitet und mit großer Bestürzung haben wir vom Tod unserer<br />

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UnserMitgefühl gilt derFamilieund allen,die um sietrauern.<br />

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Pläne und Entwürfe einsehen und nach Erläuterung der Ziele, Zwecke und<br />

Auswirkungen der Planungen Äußerungen hierzu abgeben. Die Anhörungsergebnisse<br />

werden in die weiteren Planungen einfließen.<br />

Ort:<br />

Bezirksamt Mitte von Berlin, Fachbereich Stadtplanung, Müllerstraße<br />

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18 Uhr und Freitag von 9Uhr bis 14 Uhr sowie nach telefonischer<br />

Vereinbarung.<br />

Die Unterlagen der Öffentlichkeitsbeteiligung sind auch im Internet einzusehen unter:<br />

www.berlin.de/bebauungsplaene-mitte/ sowie auf der Beteiligungsplattform: www.mein.berlin.de<br />

Hinweis: Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt auf der Grundlage des §3Baugesetzbuch in Verbindung mit<br />

Art. 6Abs. 1Buchst. eDatenschutz-Grundverordnung und <strong>Berliner</strong> Datenschutzgesetz; weitere Informationen entnehmen<br />

Sie bitte der „Information über die Datenverarbeitung im Bereich des Bebauungsplanverfahrens“, die mitausliegt.


16 <strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020<br />

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Sport<br />

AKTIVES ABSEITS<br />

Verstecken<br />

gilt<br />

nicht<br />

Für die Vereine geht die Winterpause<br />

in der Regionalliga Nordost<br />

zu Ende. Hier ein kurzer Überblick<br />

zur Lage der fünf <strong>Berliner</strong> Fußballklubs<br />

hinter VSG Altglienicke:<br />

Hertha BSC II: Die Mannschaft von<br />

Trainer Andreas „Zecke“ Neuendorf<br />

startete furios in die Saison und<br />

stand nach zwölf Spieltagen an der<br />

Tabellenspitze. Vor allem die Stürmer<br />

Muhammad Kiprit und Jessic<br />

Ngankam trafen beinahe in jedem<br />

Spiel. Doch der ständige Personalwechsel<br />

bei Herthas U23, eine normale<br />

Angelegenheit in der Schnittstelle<br />

vom Amateur- zum Profibereich,<br />

brachte Rückschläge: Insgesamt<br />

kamen 38 Spieler zum Einsatz.<br />

Zecke Neuendorf: „Wenn wir Vierter<br />

werden sollten, hat vieles gepasst!“<br />

BFC Dynamo: Heimlich, still und<br />

leise hat sich die junge Mannschaft<br />

von Trainer Christian Benbennek<br />

nach vorne geschoben. „Unsere<br />

Truppe ist sehr lernfähig“, lobte der<br />

Trainer.Der BFC hatte ja vorder Saison<br />

die Mannschaft neu zusammengestellt.<br />

Die soll sich nun mit konstanten<br />

Leistungen weiter entwickeln<br />

und möglichst im oberen Drittel<br />

etablieren. Benbennek trifft<br />

offenbar den richtigen Tonbei seinen<br />

Spielern: hart, aber herzlich.<br />

Viktoria 89: Die Mannschaft von<br />

Trainer Benedetto Muzzicato liegt<br />

sportlich voll im Soll, hat neben Chemie<br />

Leipzig die meisten Remis (9)<br />

aufzuweisen. Spielerisch gehörtViktoria<br />

zu den besten Teams der Liga,<br />

steht defensiv sehr gut, aber die Effektivität<br />

im Angriff lässt zu wünschen<br />

übrig. Der prominenteste Zugang<br />

in der Winterpause steht im<br />

Trainerteam. Der ehemalige Bundesliga-Profi<br />

Michael Delura, 34,<br />

einst bei Schalke, Hannover und<br />

Mönchengladbach am Ball, arbeitet<br />

als Offensivcoach.<br />

Zeigt die Richtung an: Victoria-Trainer<br />

Benedetto Muzzicato. IMAGO IMAGES/J. SIELSKI<br />

Lichtenberg 47: Der Aufsteiger will<br />

an seine guten Leistungen aus der<br />

Hinrunde anknüpfen. Alle Vorbereitungsspiele<br />

in der Winterpause<br />

konnten gewonnen werden. Dabei<br />

wurde taktisch vieles ausprobiert.<br />

Manager Benjamin Plötz: „Unser<br />

großes Ziel bleibt der Klassenerhalt.“<br />

Diereine Amateurmannschaft gefiel<br />

bislang mit spielerisch starken Auftritten.<br />

Im Moment klagt Plötz über<br />

zahlreiche verletzte Kicker, gibt sich<br />

aber kämpferisch: „UnserePersonaldecke<br />

ist bescheiden, aber wir werden<br />

uns nicht verstecken.“<br />

<strong>Berliner</strong> AK: DieBilanz ist bislang ernüchternd.<br />

Der schnelle Trainerwechsel<br />

von Ersan Parlatan zu Dirk<br />

Kunert hat noch keine Wirkung gezeigt.<br />

Es gab nur wenige starke Auftritte<br />

des vorSaisonbeginn weit vorn<br />

gehandelten BAK. Präsident Ali Han:<br />

„Wir hatten uns das alles anders vorgestellt.<br />

Wirdürfen nun nicht absteigen,<br />

müssen das Maximale herausholen.<br />

Später werden wir auf junge,<br />

talentierte Spieler setzen.“ (mj.)<br />

Waren erst kürzlich zum Testspiel in Altglienicke: der neue Cottbuster Trainer Sebastian Abt (Mitte) und seine Spieler Abdulkadir Beyazit und Tobias Eisenhuth (v.l.).<br />

Rochade der Verfolger<br />

Durch das Aus von RW Erfurt rücktAltglienicke in der Regionalliga wieder an Tabellenführer Cottbus ran<br />

VonMichael Jahn<br />

Per Twitter zeigten sich die<br />

Fußballer von Dynamo<br />

Dresden solidarisch: „Ein<br />

trauriger Tagfür den Ostfußball“,<br />

schrieb der Tabellenletzte<br />

der Zweiten Liga an die Kollegen von<br />

Rot-Weiß Erfurt, die am Mittwoch<br />

erfuhren, dass ihr insolventer Klub<br />

den Spielbetrieb einstellen muss<br />

und ihre Regionalliga-Mannschaft<br />

keine Zukunft mehr im Profifußball<br />

hat.„Wir erinnernuns nicht nur gern<br />

an umkämpfte Partien und eine leckere<br />

Thüringer im Erfurter Steigerwaldstadion“,<br />

schrieben die Kollegen<br />

aus Dresden. Und: „Wir drücken<br />

beim Neuanfang schon jetzt die<br />

Daumen! @ROTWEISSERFURT<br />

#sgd1953.“<br />

Der Neuanfang soll in der Oberliga<br />

stattfinden. Manche Spieler hatten<br />

Tränen in den Augen, als sie ihre<br />

Spinde in der Kabine ausräumten.<br />

Biszum Ende der Transferperiode an<br />

diesem Freitag um 18 Uhr werden<br />

nicht alle Fußballer einen neuen Arbeitgeber<br />

gefunden haben.<br />

Auch Lok Leipzig ist betroffen<br />

vom Aus der Erfurter, direkt sogar.<br />

Da alle bisherigen Regionalliga-Partien<br />

vonRot-Weiß annuliertwerden,<br />

verliertLok vier Zähler und rutscht in<br />

der Tabelle hinter Energie Cottbus<br />

und die VSG Altglienicke auf Rang<br />

drei. Während auch Cottbus drei<br />

Punkte verliert, kommt Altglienicke<br />

nur einer abhanden. Die Mannschaft<br />

ist plötzlich wieder einen<br />

Punkt an Spitzenreiter Cottbus dran.<br />

Heine will nichts hergeben<br />

Was die Tabellenspitze angeht, unterscheiden<br />

sich die Kampfansagen<br />

auch nach dieser kleinen Rochade<br />

nur in Nuancen. „Wir wollen ganz<br />

oben bleiben und werden alles dafür<br />

tun“, sagt Sebastian Abt, 37, der neue<br />

Cheftrainer von Energie. Abt übernahm<br />

Anfang Januar die Verantwortung<br />

beim früheren Bundesligisten,<br />

nachdem Claus-Dieter Wollitz den<br />

Verein verlassen hatte.<br />

Unterdessen gab Thomas Löwe,<br />

der Präsident des 1. FC Lok, bekannt,<br />

dass der erfolgreiche DDR-Oberligist<br />

erstmals einen Lizenzantrag für die<br />

Dritte Liga stellen wird. Dasmussbis<br />

zum 1. März beim Deutschen Fußball-Bund<br />

(DFB) geschehen. Cheftrainer<br />

Wolfgang Wolf, 62, kündigte<br />

an: „Meine Mannschaft wird immer<br />

bis zur letzten Minute kämpfen.“<br />

Bleibt noch die Überraschungsmannschaft<br />

der Hinrunde, die VSG<br />

Altglienicke.Das Team vonCheftrainer<br />

Karsten Heine,64, feierte im Dezember<br />

die Herbstmeisterschaft,<br />

Verwaist: Im Steigerwaldstadion gibt es keinen Regionalliga-Fußball mehr. DPA/B. SCHACKOFF<br />

REGIONALLIGA<br />

Halberstadt -<strong>Berliner</strong> AK Fr.19:00<br />

Altglienicke-Rathenow Sa. 13.30<br />

Lichtenberg 47 -Meuselwitz Sa. 13.30<br />

Lok Leipzig -Viktoria Sa. 13.30<br />

Fürstenwalde -BFC Dynamo So. 13.30<br />

Bischofswerda -Nordhausen So. 13.30<br />

Hertha II -Auerbach So. 13.30<br />

Babelsberg -Chemie Leipzig So. 13.30<br />

1. Cottbus 18 42:24 39<br />

2. Altglienicke 18 48:23 38<br />

3. Lok Leipzig 17 31:18 36<br />

4. Hertha II 18 49:30 32<br />

5. BFC Dynamo 18 26:19 32<br />

6. Fürstenwalde 18 34:30 24<br />

7. Viktoria 17 17:13 24<br />

8. Lichtenberg 47 18 20:23 23<br />

9. Auerbach 18 31:39 23<br />

10. <strong>Berliner</strong> AK 18 32:31 21<br />

11. Meuselwitz 18 28:31 21<br />

12. Chemie Leipzig 18 18:21 20<br />

13. Nordhausen 17 37:27 18<br />

14. Rathenow 18 18:36 17<br />

15. Halberstadt 18 20:33 13<br />

16. Babelsberg 17 16:34 10<br />

17. Bischofswerda 18 16:51 10<br />

RW Erfurtstellt Spielbetriebwg. Insolvenz ein<br />

kassierte dann aber ein deftiges 0:3<br />

im Jahnsportpark gegen Cottbus.<br />

Heine sagt nun: „Wir werden versuchen,<br />

vornedranzubleiben. Freiwillig<br />

geben wir nichts her.“ Er undsein<br />

Assistent Torsten Mattuschka waren<br />

acht Tage mit der Mannschaft im<br />

Trainingslager nahe Malaga. Dabei<br />

wurde der rumänische Erstligist Gaz<br />

Metan Median mit 2:0 bezwungen.<br />

Außerdem hat sich der Klub mit Offensivspieler<br />

Patrick Breitkreuz, 28,<br />

von den Würzburger Kickers verstärkt,<br />

der eigentlich aus der Hertha-<br />

Jugend stammt.<br />

Energie Cottbus,imMai 2019 unglücklich<br />

aus der Dritten Liga abgestiegen,<br />

gilt nach einem rasanten<br />

Zwischenspurt inder aktuellen Saison<br />

als Favoritfür den Staffelsieg. Allerdings<br />

muss der Meister aus dem<br />

Nordosten danach in der Relegation<br />

gegen den Champion aus der Weststaffel<br />

antreten. Dort führt im Moment<br />

die SV Rödinghausen vor Rot-<br />

Weiß Essen die Tabelle an.<br />

Mit der Favoritenrolle, behauptet<br />

Sebastian Abt, der neue Chef von<br />

Energie, könne er gut leben. „Mein<br />

Vorgänger PeleWollitz musste mit einer<br />

neu formierten Mannschaft in<br />

die Regionalliga gehen. Nach schwachem<br />

Start hat sich die Truppe gut<br />

gefunden.“ Das ist noch untertrieben,<br />

denn die Entwicklung war beeindruckend.<br />

Nach Niederlagen gegen<br />

Hertha II (2:5), bei Lok Leipzig<br />

(2:3) und gegen Auerbach (1:4) sah<br />

manch einer Cottbus schon im Mittelmaß<br />

versinken. Doch es folgte<br />

eine Serie von 12 Spielen mit elf Siegen<br />

und einem Remis bei einem Torverhältnis<br />

von 30:10. Die Tabellenspitzewar<br />

der Lohn.<br />

Dennoch warfTrainer Wollitz hin<br />

und heuerte drei Tage nach seiner<br />

Demission beim Drittligisten 1. FC<br />

Magdeburg an. Es soll schon lange<br />

bei Energie gebrodelt haben. „Ich<br />

stelle mich immer vor die Mannschaft.<br />

Aber wer stellt sich vor<br />

mich?“, hatte Wollitz im Dezember<br />

gefragt, als es um seine Vertragsverlängerung<br />

ging. „Ich muss meinen<br />

Kopf immer hinhalten und werde<br />

voneinigen Personen immer für den<br />

Abstieg aus der Dritten Liga verantwortlich<br />

gemacht.“ Sein Abschied<br />

erfolgte kurzund schmerzlos,was einige<br />

Veränderungen hervorrief:<br />

Cottbus-Urgestein Sebastian Abt,<br />

der seit seinem sechsten Lebensjahr<br />

bei Energie ist, stieg vomA-Junioren-<br />

Trainer zum Chef der Männer auf.<br />

Sebastian König wurde Sportchef<br />

undMatthias Auth neuer Präsident.<br />

Auth sagt: „Wir stehen uneingeschränkt<br />

für die Beibehaltung des<br />

Profifußballs in Cottbus und arbeiten<br />

weiter an der Entwicklung unserer<br />

professionellen Strukturen.“ Das<br />

gefällt Cheftrainer Abt, der mit der<br />

Gefühlswelt der Cottbuser vertraut<br />

ist: „Früher kannte etwa imWesten<br />

kaum einer Cottbus.Als wir mit Eduard<br />

Geyer in der Bundesliga waren<br />

und für Überraschungen sorgten,<br />

änderte sich das und viele sprachen<br />

voller Hochachtung von Cottbus<br />

und unserem Klub. Das tat dem<br />

Selbstwertgefühl vieler Leute in<br />

Cottbus und der Lausitz gut. Viele<br />

sehnen sich wieder danach.“<br />

Energiemuss warten<br />

MATTHIAS KOCH<br />

Abt kann an entscheidender Stelle<br />

etwas dafür tun. Er seine Mannschaft.<br />

Sie sei spielstark, der Zusammenhalt<br />

groß. Mit dem erfahrenen<br />

Keeper JanGlinker gelang eine wichtige<br />

Verpflichtung. Der ehemalige<br />

Torhüter des 1. FC Union Berlin war<br />

zuletzt beim insolventen Wacker<br />

Nordhausen unterVertrag.<br />

In einem Testspielschlug Energie<br />

die Verfolgerder VSGAltglienicke im<br />

Januar mit 3:1, aber Abtlässt sich davonnicht<br />

beeindrucken: „Das Resultat<br />

täuscht. Altglienicke war sehr<br />

stark und ist unbedingt zu beachten.“<br />

Auch den 1. FC Lok sei „spielstark,<br />

robust, eben eine Mentalitätsmannschaft“.<br />

Abt baut bei seiner<br />

„jungen, entwicklungsfähigen<br />

Truppe“, so der 37-Jährige, auch auf<br />

einige erfahrene Profis. Kapitän Dimitar<br />

Rangelov, 36, und RobertMüller,33,<br />

seien sehr wichtige Führungsspieler.<br />

Der Trainer sagt über sich:<br />

„Ich bin bei Energie groß geworden<br />

und darf jetzt Cheftrainer sein. Das<br />

freut mich sehr. Ich weiß aber, dass<br />

ich am Erfolg gemessen werde. Dafür<br />

werdeich hart arbeiten.“<br />

Allerdings muss seine Mannschaft<br />

noch auf den Pflichtspielstart<br />

warten. Durch das endgültige Aus<br />

vonRWErfurthat Cottbus an diesem<br />

Sonnabend erst mal Spielpause –<br />

und muss am 8. Februar gleich im<br />

Topduell gegen Lok Leipzig ran.<br />

Michael Jahn<br />

erwartet an der Spitze der<br />

4. Ligaein enges Rennen.<br />

Videos<br />

zum<br />

Genießen<br />

Die Eisbären setzen den<br />

Angriff auf Straubing fort<br />

VonBenedikt Paetzholdt<br />

Serge Aubin hat sich zu Beginn<br />

dieserWoche noch etwas intensiverals<br />

üblich dem Videostudium gewidmet.<br />

Weil er wegen des Todes seinesVaters<br />

am vergangenenWochenende<br />

nach Kanada gereist war,sah er<br />

weder das 3:2 in München nach Penaltyschießen<br />

noch das 2:1 gegen<br />

Schwenningen live. Allerdings bereitete<br />

ihm Freude,was er im Nachgang<br />

zu sehen bekam.„Ich bin sehr zufrieden,<br />

wie die Jungs das gelöst haben.<br />

Sie waren im richtigen Wettkampfmodus.“<br />

Insbesondere der Charaktertest<br />

gegen denTabellenletzten aus<br />

dem Schwarzwald offenbart den<br />

Reifeprozess, den die Mannschaft<br />

während dieser Saison durchlaufen<br />

hat. Verteidiger Jonas Müller sagt:<br />

„Wir hatten schon Schwierigkeiten<br />

in dieser Saison, wenn wir die Topteams<br />

geschlagen haben und dann<br />

am nächsten Spieltag gegen Krefeld<br />

oder so gespielt haben.“<br />

Mit Leichtsinn oder gar Motivationsproblemen<br />

sollten die Eisbären<br />

in den letzten beiden Spielen vorder<br />

einwöchigen Spielpause nicht zu<br />

kämpfen haben. Denn vor allem die<br />

Partie am Freitagabend in heimischer<br />

Halle gegen die Straubing Tigers<br />

(19.30 Uhr) wird intensiv geführt<br />

werden wie eine Play-off-Partie.<br />

Platz drei, auf dem die Niederbayern<br />

mit sieben Punkten<br />

Vorsprung und einem Spiel mehr<br />

stehen, ist das höchste Ziel, das die<br />

Eisbären in der Hauptrunde noch erreichen<br />

können.„Man hat das natürlich<br />

alles schon mal durchgerechnet“,<br />

sagt Müller, „wenn wir gegen<br />

Straubing und unser Nachholspiel<br />

gewinnen, sind wir nah dran.“ Für<br />

Aubin ist diese Zielstellung eher<br />

zweitrangig. Für ihn geht es viel<br />

mehr darum, „sich mit einem Team<br />

zu messen, das über uns steht“. Um<br />

sich weiter für die Ausscheidungsrunde<br />

zu stählen.<br />

Pogge strahlt Sicherheit aus<br />

Nach den letzten Eindrücken fügen<br />

sich die einzelnen Bausteine im<br />

Team immer besser zusammen, je<br />

näher die entscheidende Saisonphase<br />

rückt. Der erst zum Jahresende<br />

2019 verpflichtete Torwart Justin<br />

Pogge strahlt inzwischen Ruhe<br />

aus, entschärft Großchancen und<br />

entscheidet somit Spiele.„Es hat ein<br />

bisschen länger gedauertals gehofft,<br />

bis ich mich an die Mannschaft gewöhnt<br />

habe. Und auch die Mannschaft<br />

hat sich an mich gewöhnen<br />

müssen“, sagt er.<br />

Und die Balance aus Offensivdrang<br />

und defensivem Verantwortungsgefühl<br />

pendelt sich immer besser<br />

ein. Wasauch damit zu tun hat,<br />

dass Aubin in seinen Planungen nur<br />

Anzeige<br />

Lesen Sie am Wochenende<br />

Mobile Welten<br />

Opel setzt jetzt denGrandland X<br />

als Hybrid 4unterStrom<br />

Wie Sie als Motorradfahrer fit<br />

durch denWinter kommen<br />

auf Louis-Marc Aubry verzichten<br />

muss. Florian Busch, der seit geraumer<br />

Zeit krankgeschrieben ist, sowie<br />

Sean Backman, der nach einer Gehirnerschütterung,<br />

die er beim Spiel<br />

in Nürnberg am31. Oktober erlitten<br />

hat, noch nicht mal im Kraftraum<br />

trainieren kann, werden in dieser<br />

Saison nicht mehr auflaufen. Und<br />

noch immer besteht ja die Möglichkeit,<br />

einen Spieler zu verpflichten.<br />

„Wir wollen mit einem guten Gefühl<br />

in die Pause gehen“, gibt Aubin<br />

als Ziel vor, der nicht nur per Video,<br />

sondernliveund inmitten aller Emotionen<br />

die Fortschritte seines Ensembles<br />

beobachten möchte.


<strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020 17 *<br />

·························································································································································································································································································<br />

Sport<br />

Alba Berlin<br />

verspielt eine<br />

Überraschung<br />

Die Basketballer verlieren<br />

70:74 gegen Fenerbahce<br />

Ein Dreier aus der Mitte,ein Dreier<br />

vomlinken Flügel. MitzweiWürfen<br />

hatte Leo Westermann seine<br />

Punktzahl kurz vor Ende mehr als<br />

verdoppelt und damit entscheidenden<br />

Anteil am 74:70-Sieg von Fenerbahce<br />

Istanbul gegen Alba Berlin.<br />

Viele Unterschiede hatte es nicht gegeben.<br />

In einigen Statistiken war<br />

Alba sogar besser als Fenerbahce,<br />

leistete sich weniger Fehler. Vor allem<br />

dann, als es drauf ankam. „Wir<br />

haben am Ende etwas nachgelassen<br />

und das hat uns das Spiel gekostet“,<br />

sagte Kenneth Ogbe.<br />

MitSpielbeginn hatten es die langen<br />

Schlangen vor der Halle größtenteils<br />

auf ihre Plätze geschafft und<br />

so sahen gut 12 000 Zuschauer in der<br />

Arena am Ostbahnhof ein intensives<br />

Spiel. Vorallem die ersten acht Minuten<br />

gefielen den türkischen Fans<br />

ganz besonders. Ihr Team hatte ja<br />

auch über weite Strecken in Führung<br />

gelegen. Doch mit jedem Spieler,der<br />

von der Alba-Bank auf das Feld geschickt<br />

wurde,kletterte die Frustrationsskala<br />

der Gäste nach oben. Fünf<br />

Ballverluste und zwei Offensivfouls<br />

prägten das Spiel des Teams aus Istanbul<br />

und Alba Berlin profitierte<br />

davon. Makai Mason, Kenneth Ogbe,<br />

Johannes Thiemann und Tyler Cavanaugh<br />

hatten gerade defensiv nach<br />

ihrer Einwechslung einen hervorragenden<br />

Job gemacht und auch offensiv<br />

dafür gesorgt, dass die Gastgeber<br />

das ersteViertel mit 22:17 gewannen.<br />

Und dieser Spielstand hatte<br />

auch Auswirkungen auf die Zuschauer.Waren<br />

die rund 3000 Fenerbahce-Fans<br />

zu Beginn noch akustisch<br />

überlegen, so sank ihr Lautstärkepegel<br />

Stück für Stück.<br />

Dafür wurde es nach zwei Minuten<br />

des zweiten Durchgangs auf der<br />

Gäste-Bank so richtig laut. Fenerbahce<br />

hatte sich zwei weitere Ball-<br />

Albas Johannes Thiemann ist beim Spiel<br />

gegen Fenerbahce ratlos.<br />

DPA/GORA<br />

verluste erlaubt, ein Offensivfoul begangen<br />

und einen Dreier von Makai<br />

Mason kassiert. Zeljko Obradovic<br />

war davon überhaupt nicht angetan.<br />

„Attackiert den verdammten Ball“,<br />

brüllte der IstanbulerTrainer in nicht<br />

ganz jugendfreien, englischen Worten.<br />

Seine Gesichtsfarbe hatte sich<br />

längst in tiefrot verändert und sollte<br />

auch beim ersten zweistelligen <strong>Berliner</strong><br />

Vorsprung (30:20) in der 15. Minute<br />

nicht heller werden. Allein den<br />

Punkten von Luigi Datome konnten<br />

er und die Istanbuler Fans es verdanken,<br />

dass es lediglich mit einem<br />

33:41-Rückstand in die Pause ging.<br />

Dass sich die Gäste von soeinem<br />

Spielstand nicht sonderlich beeindrucken<br />

lassen, war nach dem Seitenwechsel<br />

zu sehen. Fenerbahce<br />

konnte die Zahl der Ballverluste minimieren.<br />

Waren esnoch 14 in der<br />

ersten Halbzeit, kamen im dritten<br />

Viertel lediglich vier, imSchlussabschnitt<br />

gar nur einer dazu. Mit zunehmender<br />

Energie auf dem Feld<br />

und einem immer knapper werdenden<br />

Spiel steigerte sich auch wieder<br />

die Lautstärke der türkischen Anhänger.<br />

Aber: Erst knapp vier Minuten<br />

vordem Ende der Partie konnten<br />

sie über die erste Führung seit dem<br />

ersten Viertel und nach dem<br />

Schlusspfiff über den Sieg jubeln.<br />

Entscheidend ist eben nicht die Anzahl<br />

der Fehler, sondern der Zeitpunkt,<br />

wann man sie macht.<br />

Christian Kattner<br />

Wahlkampf im Stadion<br />

Beim Super Bowl investieren die Konkurrenten um das Präsidentenamt Millionen für ihre Botschaften<br />

VonSebastian Moll, New York<br />

Es ist noch nicht lange her,<br />

dass Donald Trump sich<br />

um die Reinheit des Sports<br />

sorgte. Insbesondere der<br />

Football solle unpolitisch bleiben,<br />

war vorzweiJahren aus dem Weißen<br />

Haus zu hören, als Sportler wie der<br />

Quarterback Colin Kaepernick die<br />

Spiele zu politischen Meinungsäußerungen<br />

nutzten. Leute wie Kaepernick,<br />

der bei der Nationalhymne<br />

kniete statt sich zu erheben, gehörten<br />

gefeuert, ließ Trump per Twitter<br />

wissen und legte sich damit sogar<br />

mit den konservativsten Teambesitzern<br />

an. Mittlerweile scheint Trump<br />

jedoch seine Meinung geändert zu<br />

haben, was die Politikfreiheit des<br />

Sports angeht. Er selbst besucht<br />

gerne wieder öfters Spiele –zuletzt<br />

die College Meisterschaft im American<br />

Football, bei der er, anders als<br />

beim Baseball, stehenden Applaus<br />

von der Menge erhielt. Bei dem am<br />

kommenden Wochenende in Miami<br />

steigenden Super Bowl geht Trump<br />

sogar noch weiter.Der Präsident begnügt<br />

sich nicht damit, das traditionelle<br />

TV-Interview des Regierungschefs<br />

vor dem Anpfiff zu geben, das<br />

er noch vor zwei Jahren verweigert<br />

hatte. Trump hat tief in seine Wahlkampfkasse<br />

gegriffen und für zehn<br />

Millionen Dollar einen TV-Spot für<br />

das Spiel gekauft.<br />

VomHerausforderer provoziert<br />

Dass ein amtierender Präsident auf<br />

der größten Werbebühne der Welt<br />

für seine Wiederwahl die Trommel<br />

rührt, ist ein Novum. Barack Obama<br />

schaltete zwar 2008 auch einen 30-<br />

Sekunden-Spot, aber nur in 24 lokalen<br />

Märkten. 2016 kauften drei republikanische<br />

Kandidaten Werbeminuten,<br />

aber ebenfalls nur für bestimmte<br />

Staaten, in denen sie<br />

Nachholbedarfsahen.Werallerdings<br />

glaubt, der Schachzug sei Teil einer<br />

ausgeklügelten Wahlkampf-Strategie<br />

des Präsidenten, der liegt falsch.<br />

Donald Trump scheint vielmehr einem<br />

Impuls zu folgen, provoziert<br />

durch seinen politischen Widersacher<br />

Michael Bloomberg.<br />

Der ehemalige New Yorker Bürgermeister<br />

und Medienunternehmer<br />

hat im vergangenen November<br />

seine eigene Präsidentschaftskandidatur<br />

erklärt. Seitdem fährt ereine<br />

Kampagne, die nur ein einziges Ziel<br />

hat –Trump zu attackieren. Mit seinen<br />

demokratischen Mitbewerbern<br />

hält er sich erst gar nicht auf und<br />

steigt persönlich auch erst spät in<br />

den Wahlkampf ein. Sollte er nicht<br />

von seiner Partei nominiert werden,<br />

das hat er bereits angekündigt,<br />

werde ermit aller Kraft den gewählten<br />

Kandidaten unterstützen.<br />

Bloomberg hat nur ein Ziel: Trump<br />

aus dem Amt zu jagen. Dabei scheut<br />

Bloombergkeine Kosten, 200 Millionen<br />

hat der Multimilliardär in zwei<br />

Monaten bereits ausgegeben. Dabei<br />

haben noch nicht einmal die Vorwahlen<br />

angefangen.<br />

Trumps Wahlkampfmanager<br />

empfehlen dem Präsidenten seither,<br />

nicht auf die Angriffe vonBloomberg<br />

zu reagieren. Doch Trump kann sich<br />

nicht zügeln. Nachdem Bloomberg<br />

Der Multimilliardär Michael Bloomberg möchte neuer Präsident werden.<br />

„Bloomberg fährt eine rein nationale<br />

Kampagne und der effizienteste Weg,<br />

ein nationales Publikum zu erreichen,<br />

ist es immer noch,<br />

in einer Sendung mit hoher Quote<br />

Werbung zu schalten.“<br />

Ken Goldstein, Politologe der University of San Francisco,<br />

erkennt einen Sinn in den politischen Werbebotschaften.<br />

jüngst in einem Clip Trumps Umgang<br />

mit seinen Militärs kritisierte,<br />

ließ Trump ein abfälliges Twitter-Gewitter<br />

gegen Bloombergvom Stapel.<br />

So konnte Trump es nicht auf sich<br />

sitzen lassen, dass Bloomberg für<br />

mehr als zehn Millionen Dollar eine<br />

Werbeminute während des Super<br />

Bowl gekauft hat. Trump fühlte sich<br />

bemüßigt gleichzuziehen. Von einem<br />

anderen NewYorker Unternehmer,<br />

der weitaus reicher und erfolgreicher<br />

ist als er selbst, ausgestochen<br />

zu werden, war für ihn schier unerträglich.<br />

AP/SEMANSKY<br />

Nun werden die Werbeminuten<br />

während des diesjährigen Super-<br />

Bowl zum politischen Schlachtfeld.<br />

Auf dem Spielfeld bleiben derweil<br />

politische Meinungsbekundungen<br />

verboten – abgesehen vom hyperpatriotischen<br />

Zeremoniell zum Kickoff,<br />

inklusiveMilitärparade und dem<br />

Vorbeiflug vonKampfjets.Esist eine<br />

traditionell an den Super Bowl geknüpfte<br />

Demonstration militärischer<br />

Macht der USA, die in Zeiten<br />

der Eskalation im Nahen Osten jedoch<br />

eine beängstigende Dimension<br />

erhält.<br />

Andy Roddick lässt grüßen<br />

In dem Fernseh-Duell der Milliardärehat<br />

Trump sicher denVorteil des<br />

Interviews, geführt vom Fox-News-<br />

Moderator Sean Hannity. Hannity<br />

gilt als enger Vertrauter, die beiden<br />

telefonieren beinahe täglich. Man<br />

sagt, Trumps außenpolitische Entscheidungen<br />

richten sich in erster<br />

Linie nach Hannitys Kommentaren.<br />

Dennoch wird Bloombergs Botschaft<br />

nicht ungehört bleiben. Im<br />

vergangenen Jahr schalteten 98 Millionen<br />

Zuschauer den Super Bowl<br />

an. In einer fragmentierten Medienlandschaft<br />

bleibt es das vielleicht<br />

letzte Medienevent, das die gesamte<br />

US-Bevölkerung zusammenbringt.<br />

„Bloombergfährteine rein nationale<br />

Kampagne und der effizienteste<br />

Weg, ein nationales Publikum zu erreichen,<br />

ist es immer noch, in einer<br />

Sendung mit hoher Quote Werbung<br />

zu schalten“, sagt KenGoldstein, Politologe<br />

von der University of San<br />

Francisco.<br />

Von den übrigen Super-Bowl-<br />

Spots ist nicht zu erwarten, dass sie<br />

besonders politisch ausfallen. Nachdem<br />

die Werbeindustrie vordreiJahren,<br />

kurz nach dem Amtsantritt von<br />

Trump, einen Ausflug ins Politische<br />

versucht hat, ist das Pendel wieder<br />

zurückgeschlagen.<br />

Polizeigewalt im Video<br />

Damals stellten sich Coca Cola,<br />

AirBnB und der Bierhersteller Anheuser<br />

Bush gegen die Fremdenfeindlichkeit<br />

der Trump-Regierung.<br />

Doch das Publikum reagierte eher<br />

negativ. „Die Leute wollen nicht,<br />

dass die Werbung predigt“, sagt Dan<br />

Granger,Geschäftsführer derWerbeagentur<br />

Oxford Road. Stattdessen<br />

bleiben meistens jene Spots hängen,<br />

die witzig gemacht sind. Undsokonzentrieren<br />

sich viele Agenturen in<br />

diesem Jahr wieder aufs Unterhalten.<br />

Da ist etwa der Porsche-Spot, bei<br />

dem der Diebstahl eines Fahrzeugs<br />

aus dem Museum in Stuttgart zueiner<br />

wilden Verfolgungsjagd der Museumsstücke<br />

ausartet. Oder der Remix<br />

des Grammy-prämierten Hip-<br />

Hop-Stücks „Old Town Road“ vonLil<br />

Nas X für Doritos – inszeniert als<br />

Mini-Western-Film.<br />

Der einzige explizit politische<br />

Spot ist jener der Football Liga NFL<br />

selbst. Nach der Auseinandersetzung<br />

um die Respektsbezeugungen<br />

während der Nationalhymne hat die<br />

Liga sich mit Spielervertretern geeinigt,<br />

sich ihrer Anliegen anzunehmen.<br />

So ist ein Video zu sehen, in<br />

dem Polizeigewalt gegen Schwarze<br />

angeprangert und gleichzeitig gezeigt<br />

wird, was die NFL dagegen tut.<br />

Vollkommen unpolitisch wird es<br />

trotz des Verbots politischer Proteste<br />

auch auf dem Spielfeld nicht zugehen.<br />

Die San Francisco 49ers gelten<br />

als das Team der kalifornischen Parlamentssprecherin<br />

Nancy Pelosi. Sie<br />

ist die Politikerin, die das Impeachment-Verfahren<br />

gegen Trump leitet.<br />

Entsprechend werden tendenziell<br />

die Sympathien der Fans verteilt<br />

sein. Ganz so klar ist die Trennung<br />

zwischen rechts und links aber nicht.<br />

49ers-Verteidiger Nick Bosa hat sich<br />

als Trump-Verehrer geoutet. Coach<br />

Kyle Shanahan hat ihn trotzdem aufgestellt,<br />

weil er ihn braucht.<br />

Sofia Kenin zieht ins Finale der Australian Open ein, stürzt die Gastgeber in stille Trauer und erfüllt eine Prophezeiung<br />

Als Ashleigh Barty den Platz verließ<br />

und in den Tunnel mit der<br />

Galerie der Champions eintauchte,<br />

begleitete sie tosender Applaus. Danach<br />

wurde es still. Fast peinlich still.<br />

Als wollten die Australier nur ja keinen<br />

Lärm mehr hören. Sofia Kenin<br />

schien es egal. Der Partyschreck war<br />

zu überwältigt, um mitzubekommen,<br />

was geschah. Oder eben nicht<br />

geschah. Später sagte sie: „Ich entschuldige<br />

mich bei allen australischen<br />

Fans.“<br />

Zwei Wochen lang hatten die Australier<br />

auf eine Finalteilnahme von<br />

Barty hingefiebert. „Ich weiß“, sagte<br />

Kenin, „sie wollten, dass sie gewinnt.“<br />

Und nun das. Kenin, 21, geboren<br />

in Moskau, Amerikanerin, gewann<br />

7:6 (8:6), 7:5 gegen Barty, die in<br />

den beiden Durchgängen jeweils<br />

zwei Satzbälle vergab. Sie trifft am<br />

Sonnabend auf Garbine Muguruza<br />

(Spanien), die Simona Halep (Rumänien)<br />

in 2:05 Stunden 7:6 (10:8), 7:5<br />

niederrang. „Für mich ist ein Traum<br />

wahr geworden“, sagte Kenin. Tatsächlich<br />

hegte sie diesen Traum<br />

schon als Fünfjährige, als Beleg gibt<br />

es auch ein Video von 2005, in dem<br />

sie versichert, sie könne den (Gewalt-)Aufschlag<br />

des ehemaligen US-<br />

Open-Siegers Andy Roddick (USA)<br />

retournieren. Roddicks Coach Rick<br />

Macchi, ihr erster Trainer, nannte<br />

Kenin„das unheimlichste kleineWesen,<br />

das ich je gesehen habe“.<br />

Wo Kenin noch hin will, ist Muguruza<br />

schon gewesen. Siestand im Fi-<br />

nale von Wimbledon (2015), hat die<br />

French Open (2016) und dann doch<br />

in Wimbledon (2017) gewonnen, sie<br />

war die Nummer eins der Weltrangliste,<br />

danach stürzte sie aus den Top<br />

10, dann aus den Top 30. In Melbourne<br />

könnte sie nun als die erste<br />

ungesetzte Spielerin seit Serena Williams<br />

2007 die Australian Open gewinnen.<br />

„Ich werdeauf meine bisherigen<br />

Erfahrungen bauen, aber die<br />

garantieren nichts“, sagte Muguruza.<br />

(sid)<br />

NACHRICHTEN<br />

Keller favorisiertfrühere<br />

Anstoßzeiten der DFB-Elf<br />

FUSSBALL. DerDeutsche Fußball-<br />

Bund (DFB) zieht frühereAnstoßzeiten<br />

für Länderspiele in Erwägung.<br />

DFB-Präsident Fritz Keller kündigte<br />

beim Sportbusiness-Kongress in<br />

Düsseldorfzudem öffentliche Trainingseinheiten<br />

der Nationalmannschaft<br />

an. Er hatte bereits die Wiedereinführung<br />

der Stehplätzebei der<br />

Begegnung am 31. MärzinNürnberg<br />

gegen Italien angekündigt, um den<br />

Lücken auf den Tribünen bei Spielen<br />

der Nationalelf entgegenzuwirken.<br />

Special Olympics finden<br />

offiziell in Berlin statt<br />

SPECIAL OLYMPICS. Berlin ist nun<br />

offiziell Gastgeber der Special Olympics<br />

2023 (16. bis 25 Juni). 1234 Tage<br />

vordem Startder ersten Weltspiele<br />

für Menschen mit geistiger und<br />

mehrfacher Behinderung in<br />

Deutschland unterschrieben Vertreter<br />

des internationalen Verbandes<br />

SOI sowie vonSpecial Olympics<br />

Deutschland (SOD) am Donnerstag<br />

im Schloss Bellevue die Verträge.<br />

Spanische Polizeit hebt<br />

Dopingring aus<br />

DOPING. Derspanischen Polizei ist<br />

ein Schlag gegen den Dopinghandel<br />

gelungen. DieBehörden hoben am<br />

Donnerstag einen europaweit agierenden<br />

Ring aus,der Amateur-und<br />

Profisportler mit dem Blutdopingmittel<br />

Epoversorgte.Das Netzwerk<br />

wurde vonmehreren Serben geführt.<br />

DasEpo soll vonSpaniernbeschafft<br />

worden sein, die Verbindungen zu<br />

einem Dialysezentrum in Cadiz hatten.<br />

Laut Ermittlernsind die Empfänger<br />

„Sportler aus Spanien und<br />

dem Ausland“, die „aus verschiedenen<br />

Sportarten“ kommen.<br />

1. FC Union verlängert<br />

Vertrag mit Ruhnert<br />

FUSSBALL. Der1.FCUnion hat den<br />

zum Saisonende auslaufenden Vertrag<br />

mit Oliver Ruhnertals Geschäftsführer<br />

Profifußball vorzeitig<br />

verlängert. Der48-Jährige verantwortet<br />

seit 2018/19 die Belange der<br />

Lizenzspielerabteilung und hatte<br />

wesentlichen Anteil am Aufstieg der<br />

Eisernen in die Erste Liga.<br />

ZAHLEN<br />

Fußball<br />

Bundesliga, 20. Spieltag<br />

Hertha BSC−FCSchalke04 Fr.,20.30<br />

Bor.Dortmund−Union Berlin Sa., 15.30<br />

Hoffenheim −Leverkusen Sa., 15.30<br />

Düsseldorf−Eintr.Frankfurt Sa., 15.30<br />

Mainz 05 −München Sa., 15.30<br />

FC Augsburg−SVWerder Bremen Sa., 15.30<br />

RB Leipzig −M'gladbach Sa., 18.30<br />

1. FC Köln −SCFreiburg So., 15.30<br />

SC Paderborn−VfL Wolfsburg So., 18.00<br />

1 RB Leipzig 19 51: 23 40<br />

2 München 19 55: 22 39<br />

3 M'gladbach 19 36: 21 38<br />

4 Bor.Dortmund 19 51: 28 36<br />

5 Leverkusen 19 30: 22 34<br />

6 FC Schalke04 19 31: 26 33<br />

7 Hoffenheim 19 29: 30 30<br />

8 SC Freiburg 19 29: 26 29<br />

9 Eintr.Frankfurt 19 31: 30 24<br />

10 VfL Wolfsburg 19 20: 23 24<br />

11 Union Berlin 19 23: 27 23<br />

12 FC Augsburg 19 31: 38 23<br />

13 Hertha BSC 19 24: 34 22<br />

14 1. FC Köln 19 23: 38 20<br />

15 Mainz 05 19 27: 44 18<br />

16 SV Werder Bremen 19 24: 44 17<br />

17 SC Paderborn 19 23: 40 15<br />

18 Düsseldorf 19 18: 40 15<br />

Zweite Liga, 20. Spieltag<br />

Hamburger SV −Nürnberg 4:1<br />

Regensburg −Gr. Fürth Fr., 18.30<br />

Erzg.Aue−Arm.Bielefeld Fr., 18.30<br />

Hannover96−SVWehen Sa., 13.00<br />

FC St.Pauli−VfB Stuttgart Sa., 13.00<br />

Karlsruher SC−Kiel Sa., 13.00<br />

Nürnberg −Sandhausen So., 13.30<br />

Heidenheim −Dyn. Dresden So., 13.30<br />

Darmstadt 98−VfL Osnabrück So., 13.30


<strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020 – S eite 18 *<br />

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Sport<br />

Kategorie Champions League<br />

Mit der Verpflichtung des Stürmers Krzysztof Piatek gelingt Hertha BSC ein Transfercoup. Damit erhöht sich der Erwartungsdruck auf die eigene Mannschaft<br />

Michael Preetz hatte<br />

noch das eine oder anderezutun.<br />

Dashat er<br />

über die Presseabteilung<br />

des Fußballbundesligisten Hertha<br />

BSC ausrichten lassen und sich<br />

für die Pressekonferenz am Donnerstag<br />

entschuldigen lassen. Die<br />

Fakten sprachen ohnehin für sich.<br />

Hertha BSC hat den Polen Krysztof<br />

Piatek, 24, verpflichtet. Der Stürmer<br />

kommt vom ACMailand. Gekostet<br />

haben soll er die Ablösesumme von<br />

23 Millionen Euro. Bestätigt hatte<br />

das der Klub zunächst nicht. Hertha-<br />

Manager Preetz war ja auch beschäftigt.<br />

Denn heute soll auch noch der<br />

Brasilianer Cunha, 20, von Ligakonkurrent<br />

RB Leipzig unterschreiben.<br />

Rund 15 Millionen Euro Ablöse soll<br />

der Stürmer kosten, der in Leipzig<br />

zuletzt nicht mehr zum Zuge kam.<br />

DieTransferperiode endet an diesem<br />

Freitag um 18 Uhr, somit wenige<br />

Stunden vor der Bundesligapartie<br />

der Herthaner im Olympiastadion<br />

gegen den FC Schalke 04 (20.30 Uhr).<br />

Piatek könnte in diesem Duell schon<br />

auflaufen. Wahrscheinlicher ist sein<br />

Einsatz im DFB-Pokal am kommenden<br />

Dienstag, wieder gegen den FC<br />

Schalke,diesmal in Gelsenkirchen.<br />

Rund 70 Millionen Euro hat Hertha<br />

BSC in der Winterpause dann<br />

ausgegeben. So viel wie kein anderer<br />

Bundesligist. Und soviel wie in den<br />

vergangenen fünf Spielzeiten insgesamt.<br />

Dafür eingekauft wurden Lucas<br />

Tousart als Rekordtransfer der<br />

<strong>Berliner</strong>,mit 24 Millionen Euro Ablösesumme,<br />

der jedoch sogleich für<br />

ein halbes Jahr an Olympique Lyon<br />

zurückverliehen wurde. Perspektive<br />

Wachstum –wenn das mal gut geht.<br />

UndSantiago Ascacibar nicht zu vergessen,<br />

er kam vomVfB Stuttgart.<br />

Anleihen bei Lewandowski<br />

Nunalso Piatek. In Polen sehen sie in<br />

dem 24 Jahrealten Angreifer eine Art<br />

neuen RobertLewandowski, 31, den<br />

legitimen Erben des Bayern-Stürmers.<br />

„Ich habe versucht, mir sein<br />

Verhalten auf dem Platz abzuschauen“,<br />

hat Piatek einmal gesagt.<br />

„Während des Spiels versuche ich,<br />

mich auf ähnliche Weise zu bewegen.“<br />

Auch in der Nationalmannschaft,<br />

für die Piatek seit Sommer<br />

2018, in zehn Partien auflief und fünf<br />

Treffer erzielte. Beim AC Mailand<br />

waren es in dieser Saison übrigens in<br />

Scharfschütze in spe für Hertha BSC: Krzysztof Piatek.<br />

18 Partien vier Treffer. Inder Vorsaison<br />

kamen in 37 Ligaspielen 22 Treffer<br />

zusammen.<br />

Milan hatte 2018 rund 38 Millionen<br />

Euro an den CFC Genua überwiesen,<br />

aber immer noch genug<br />

Geld übrig, um sich jetzt auch Zlatan<br />

Ibrahimovic zu leisten, an dem es<br />

auch gelegen haben könnte, dass<br />

sich Piatek nach Berlin aufgemacht<br />

hat.<br />

Mit dem bisherigen Transfergebaren<br />

setzt Hertha BSC Maßstäbe,<br />

setzt damit allerdings auch die<br />

Mannschaft und die sportlich Verantwortlichen<br />

unter Druck. Für Platz<br />

13 in der Bundesligatabelle ist Piatek<br />

vermutlich nicht nach Berlin gekommen.<br />

Interessant wirdnun vorallem<br />

auch sein, wer der Transferpolitik<br />

zum Opfer fällt. „In allen Vereinen<br />

gibt es zurzeit Gerüchte und Spekulationen<br />

und unzufriedene Spieler,<br />

das ist völlig normal in unserem Geschäft“,<br />

hat Alexander Nouri gesagt,<br />

der Zeit für die Pressekonferenz am<br />

Donnerstag zu haben hatte und als<br />

WITTERS/RAMELLA<br />

Assistenztrainer Chefcoach Jürgen<br />

Klinsmann und den unabkömmlichen<br />

Michael Preetz vertrat. Der<br />

hatte sich vermutlich mit Anfragen<br />

bezüglich einiger Spieler aus seiner<br />

Mannschaft zu beschäftigen. Mittelfeldspieler<br />

Arne Maier will das Weite<br />

suchen, ihn ließ Preetz bisher jedoch<br />

nicht ziehen. Niklas Stark, der eigentlich<br />

Herthas Kapitän der Zukunft<br />

werden sollte und so das Erbe<br />

vonSpielführerVedad Ibisevic antreten<br />

sollte, strebt einen Klubwechsel<br />

an, weil er mit seiner Rolle unzufrieden<br />

ist. Auch Salomon Kalou hat aus<br />

seinem Groll über Coach Klinsmann<br />

keinen Hehl gemacht. Der hatte ja<br />

gesagt, dass er den Kader zu verschlanken<br />

beabsichtige, und zwar<br />

lange vorHerthas ausführlicher Einkaufstour,was<br />

den internen Konkurrenzdruck<br />

ordentlich befeuerte.<br />

Einen „Champions-League-Spieler“<br />

hatte der Chefcoach gefordert.<br />

Piatek fällt in diese Kategorie,jedenfalls<br />

von der sportlichen Perspektive<br />

her, die ihm zugeschrieben wird,<br />

nicht nur in seiner vonLewandowski<br />

reichlich verwöhnten Heimat Polen.<br />

„Ich weiß, dass ich sein Niveau erreichen<br />

kann“, sagt Piatek über Lewandowski,<br />

„aber ich muss noch hartarbeiten.“<br />

Dazu wird dem Mann aus<br />

Dzierzoniów in der polnischen Woiwodschaft<br />

Niederschlesien sein<br />

neuer Arbeitgeber ausreichend Gelegenheit<br />

einräumen. Dem Vernehmen<br />

nach hat sich Piatek für vier,<br />

fünf Jahreandie <strong>Berliner</strong> vertraglich<br />

gebunden. Derartige Details halten<br />

die Verantwortlichen gernunter Verschluss.<br />

Bis 2023 wäre sein Arbeitspapier<br />

beim AC Mailand gelaufen,<br />

der sich mit derartigen Informationen<br />

spendabler erweist.<br />

DasLächeln der Mona Lisa<br />

„Er ist gut im Abschluss, kann Bälle<br />

festmachen“, hat Assistenztrainer<br />

Nouri an seinen Eindrücken die<br />

Qualität des 1,83 Meter großen Mittelstürmers<br />

festgemacht. Den medizinischen<br />

Check, auch das ist ja nicht<br />

ganz unwichtig für die Zusammenarbeit,<br />

bestand Krzystof Piatek am<br />

Donnerstagvormittag.<br />

Ein Foto im Netz zeigt ihn mit<br />

rosa Turnschuhen in der Hand, er<br />

trägt einen schwarzen Kapuzenpulli<br />

mit Aufdruck. Mona Lisa lächelt den<br />

Betrachter an, und es sieht so aus,als<br />

würde Piatek mit der Schöpfung des<br />

Leonardo da Vinci etwas sagen wollen.<br />

Ob er eine Vorliebe für Genies<br />

und ihre Schöpfungen hat, kann<br />

Krzystof Piatek ja bei Gelegenheit etwas<br />

ausführlicher erzählen. Vorerst<br />

wird eresmit seinem neuen Manager<br />

Michael Preetz halten: Er hat<br />

noch das eine oder anderezutun.<br />

(BLZ)<br />

Mensch oder Messias?<br />

Wiedie Abwehrspieler des 1. FC Union am Sonnabend den neuen Dortmunder Wunderstürmer Erling Haaland stoppen wollen<br />

VonMathias Bunkus und Max Ohlert<br />

Der Bundesliga ist der Haaland<br />

erschienen, welches ist Erling,<br />

der Nordmann. Undmit diesem fußballerischen<br />

Messias, Erling Braut<br />

Haaland mit vollständigem Namen<br />

und Geburtsort Leeds, bekommt es<br />

der 1. FC Union am Sonnabend zu<br />

tun, wenn der Verein erstmals in einem<br />

Ligaspiel im vormaligen Westfalenstadion<br />

antritt. Im Pokal hatten<br />

die Borussen in der jüngerenVergangenheit<br />

schon zweimal das Vergnügen<br />

und mussten sich redlich und<br />

zudem in der Verlängerung mühen.<br />

Nunalso ein Duell um Punkte.<br />

Und eines, bei dem die Augen<br />

sich automatisch auf den 19 Jahrealten<br />

Wunderstürmer aus Norwegen<br />

richten, der in nur 59 Spielminuten<br />

Bundesliga schon sagenhaft anmutende<br />

fünf Treffer markierte.<br />

Einer,der sich bei Union auf diese<br />

Begegnung besonders freut, ist sein<br />

Landsmann Julian Ryerson. Der<br />

knapp drei Jahre ältere Abwehrspieler,<br />

der es in sechs Bundesligakicks<br />

bislang auf knapp das Doppelte an<br />

Einsatzzeit (110 Minuten) in<br />

Deutschlands Eliteklasse gebracht<br />

hat, kennt den BVB-Angreifer persönlich.<br />

„Er ist in Bryne aufgewachsen,<br />

das ist knapp 30 km südlich von<br />

Stavanger, wo ich groß geworden<br />

bin. Ein paar Mal haben wir uns getroffen.<br />

Außerdem haben wir bei der<br />

norwegischen U21 ein bisschen zusammengespielt“,<br />

sagt der 22-Jährige.„Seine<br />

Verpflichtung hat in Norwegen<br />

großes Aufsehen verursacht.<br />

Ichdenke,meine Landsleute werden<br />

jetzt viel mehr auf die Bundesliga<br />

schauen als zuvor und nicht immer<br />

nur Premier League gucken. Das Interesse<br />

an seiner Person ist auf jeden<br />

Fall riesengroß und durch denWechsel<br />

zu Dortmund wird das noch<br />

wachsen. Er hat das Besondere und<br />

ist trotzdem normal geblieben. Einfach<br />

ein guter Junge mit einem guten<br />

Charakter“, so Ryerson.<br />

Haaland gilt als eines der größten<br />

Talente der Skandinavier. Länger als<br />

ein Jahr hielt es den Sohn von Alf-<br />

Inge Haaland, der zwischen 1997<br />

und 2004 auf 181 Premier-League-<br />

Einsätze für Manchester City, Leeds<br />

und Nottingham kam, nicht bei RB<br />

Salzburg, dann wurde ihm nach 17<br />

Treffernin16Ligaspielen sowie acht<br />

Champions-League-Tore die Alpenwelt<br />

zu klein.<br />

20 Millionen Euro ließ<br />

Dortmund sich das Haaland-Vergnügen<br />

kosten.<br />

Schon jetzt ist klar – ein<br />

Schnäppchen. Dabei stachen<br />

die Borussen illustre<br />

Konkurrenz aus. Auch der<br />

kleine Dienstweg innerhalb<br />

des Brause-Imperiums<br />

wurde dabei unterbrochen.<br />

Für gewöhnlich<br />

sichert sich ja Leipzig die<br />

Dienste talentierter Kicker aus der<br />

Salzburger Filiale.<br />

Die kommenden Monate werden<br />

davon geprägt sein, dass der BVBdie<br />

vereinbarte Ausstiegsklausel aus seinem<br />

bis 2024 laufenden Vertrag,<br />

schnell den Marktgepflogenheiten<br />

anpasst. Angesichts der überhitzten<br />

Preise scheinen die kolportierten 75<br />

Grinsebacke:<br />

Erling Haaland<br />

Millionen nämlich als viel zu wenig.<br />

Dafür, dass Haaland bislang von<br />

Trainer Lucien Favrenur dosierteingesetzt<br />

worden ist, hat Ryerson volles<br />

Verständnis. „Das hat alles seine<br />

Gründe. Man braucht immer etwas<br />

Zeit, um sich an die neue Umgebung<br />

zu gewöhnen. Man<br />

braucht eine gewisse Basis.<br />

Underkam ja auch aus einer<br />

Verletzung“, sagte<br />

Ryerson.<br />

NevenSubotic, auch einer<br />

mit Borussen-Vergangenheit,<br />

kann Haaland zu<br />

AP/MARTIN MEISSNER<br />

seiner BVB-Entscheidung<br />

nur beglückwünschen und<br />

ist heiß auf die Auseinandersetzung<br />

am Sonnabend.<br />

„Daist etwas,was Dortmund<br />

für junge Spieler besonders macht.<br />

Eine Atmosphäre, in der junge Spieler<br />

die Möglichkeit haben, anzukommen<br />

und Fehler zu machen, denn<br />

das ist ja das Natürlichste auf der<br />

Welt. Beianderen Vereinen darfst du<br />

das nicht, da bist du sofort raus. Ich<br />

glaube, erist an einem richtig guten<br />

Ort, um seine Entwicklung auch<br />

voran zubringen“, sagt Subotic, der<br />

in dem Zusammenhang auch den<br />

anderen Superteenager in westfälischen<br />

Diensten – Jadon Sancho –<br />

hätte nennen können.<br />

Doch natürlich fokussiertsich die<br />

Aufmerksamkeit der Fußballwelt immer<br />

auf das Neueste,das ist eben der<br />

1,94 Meter große Haaland. Also ein<br />

auch von der Länge her kaum zu<br />

übersehender Akteur auf dem Feld.<br />

„Der Brecher mit dem Babyface“,<br />

taufte ihn zuletzt die „Zeit“ leicht<br />

boulevardesk. Seine Ballführung sei<br />

verbesserungswürdig, heißt es. Feststeht,<br />

dass er in Laufduellen schwer<br />

einzuholen ist und oft auch zwei Gegenspieler<br />

körperlich an ihm abprallen.<br />

Eigenschaften, die bei Union einem<br />

gewissen Suleiman Abdullahi<br />

nachgesagt werden, aber der fehlt ja<br />

seit Saisonbeginn.<br />

„Er weiß, dass es läuft. Und esist<br />

auch super,dass es läuft. Denn jeder<br />

wünscht sich ja, dass es läuft“, zeigte<br />

Subotic eine nahezu kindliche<br />

Freude an der Entwicklung des jungen<br />

Norwegers, umdann unvermittelt<br />

ernst zu werden. „Aber wir wissen<br />

auch, dass auch er nur ein<br />

Mensch ist und es auch für ihn nicht<br />

immer laufen wird. Vielleicht schon<br />

am Samstag.“<br />

Da hätte bei Union wohl keiner<br />

etwas dagegen. Aber Ryerson warnt<br />

davor, das bevorstehende Spiel auf<br />

ein Duell gegen Haaland zu reduzieren.<br />

Könnte kontraproduktiv werden.<br />

Wiealso ist der Fußball-Messias<br />

zu stoppen? „Es geht mehr darum,<br />

die ganzeBorussia zu stoppen, nicht<br />

nur einen einzelnen Spieler. Das<br />

fängt ja auch bei den anderen Stürmern<br />

an. Wir müssen Druck auf sie<br />

ausüben, auf sie und den Ball. Wir<br />

dürfen ihnen keine Raum geben<br />

oder Zeit, dass sie gefährlich werden<br />

können“, meint Ryerson. Kollege<br />

Marius Bülter sagt: „Wir werden ihn<br />

natürlich irgendwie analysieren,<br />

auch wenn das noch schwierig ist.<br />

Aber ich denke nicht, dass wir uns<br />

für ihn irgendeine Sonderbewachung<br />

ausdenken. Das müssen wir<br />

als Mannschaft auffangen.“


<strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020 – S eite 19<br />

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Feuilleton<br />

Hitler in der Hölle:<br />

Das Bild der Woche<br />

malteGeorgeGrosz<br />

Seiten 22/23<br />

„Sagen wir mal so, sie ist sehr stolz auf mich.“<br />

Der „Bad Banks“-Drehbuchautor Oliver Kienle lässt die Frage offen, ob seiner Mutter die Serie gefällt. Seite 21<br />

Kulturraumschutz<br />

Ein Club ist<br />

kein Bordell<br />

PetraKohse<br />

teilt die Hoffnung des Clubverbandes<br />

LiveKomm.<br />

Sind Clubs, indenen Live-Music<br />

gespielt wird, kulturelle oder<br />

kommerzielle Orte? Bislang gelten<br />

sie vor dem Gesetz als kommerziell<br />

und sind dem Wohlwollen von Anwohnern<br />

und der Existenz gültiger<br />

Gewerbemietverträge ausgesetzt.<br />

Beides kann natürlich jederzeit enden<br />

(„Ruhe!!!“), oder die Fläche, auf<br />

der der Club betrieben wird, wirdfür<br />

den Wohnungsbau gebraucht. Dann<br />

muss ein Laden schließen, was für<br />

die Musiker und das Publikum in<br />

Berlin schade, inHeidelberg gravierend<br />

und an einem Ort wie Pfarrkirchen<br />

vermutlich verheerend ist.<br />

LiveKomm, der in Hamburg ansässige<br />

Verband der Musikspielstätten<br />

in Deutschland, der nach eigenen<br />

Angaben über 570 Spielstätten<br />

und Festivals in Deutschland vertritt,<br />

ist naturgemäß der entschiedenen<br />

Ansicht, dass Musikclubs nicht mit<br />

Bordells oder Spielhallen gleichzusetzen<br />

seien und verlangt seit geraumer<br />

Zeit eine Kulturraumschutzgesetzgebung,<br />

die die Clubs sichert.<br />

Politische Unterstützung gibt es,was<br />

nicht wundert, da es um jüngeres<br />

Publikum und einen sich finanziell<br />

selbst tragenden Spielbetrieb geht.<br />

Anträge von der FDP, der Linken<br />

und vonBündnis 90/Die Grünen haben<br />

dazu geführt, dass es am 12. Februar<br />

im Bundestag im Ausschuss<br />

für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung<br />

und Kommunen eine Fachanhörung<br />

von Clubbetreibern und Stadtentwicklern<br />

geben wird, was schon ein<br />

erster Schritt auf dem Wegist.<br />

Auf <strong>Berliner</strong> Ebene ist die CDU<br />

ebenfalls dafür und fordert eine<br />

Bundesratsinitiative für die Anerkennung<br />

von Musikclubs als kulturelle<br />

Initiativen. Die <strong>Berliner</strong> CDU<br />

hätte ja auch die Alte Münze am<br />

liebsten weiträumig der Clubszene<br />

überantwortet. Der <strong>Berliner</strong> CDU-<br />

Abgeordnete Christian Goiny, der<br />

gastweise dem letzten Kulturausschuss<br />

des Abgeordnetenhauses beiwohnte,<br />

konnte gar nicht aufhören,<br />

gegen die Entscheidung von Kultursenator<br />

Klaus Lederer zu polemisieren,<br />

das zentrale Haus 4des Geländes<br />

als Jazz-Zentrum zu definieren<br />

und den Rest noch offenzuhalten.<br />

Da aber hatten die Kulturausschüssler<br />

der Regierungsfraktionen<br />

und auch Lederer selbst leichtes<br />

Spiel. Wenn Goiny wirklich etwas für<br />

diese Szene bewirken wolle,möge er<br />

doch bitte seine in Clubfragen bisher<br />

uneinsichtigen CDU-Bundeskollegen<br />

im Bauausschuss auf Kurs bringen.<br />

Darf man auf ihn zählen? Die<br />

Anhörung am 12.2. ist öffentlich.<br />

Schreiben Sie dazu eine Mail an<br />

bauauschuss@bundestag.de<br />

Wie der Name schon sagt: Astra Kulturhaus.<br />

Hier mit Charli XCX. IMAGO/MARTIN MÜLLER<br />

Alfred Bauer bei der Berlinale 1978 mit Claudia Cardinale<br />

Kalter Glamour<br />

Die Nazi-Vergangenheit des ersten Berlinale-Leiters Alfred Bauer wirft unbequeme Fragen auf<br />

VonClaus Löser<br />

Inihrem Jubiläumsjahr wirddie<br />

Berlinale von den langen<br />

Schatten der Vergangenheit<br />

eingeholt. Eigentlich war für<br />

den 24. Februar eine Buchpräsentation<br />

angekündigt, in der die Deutsche<br />

Kinemathek die Broschüre„Alfred<br />

Bauer –Die Grundlagen der Internationalen<br />

Filmfestspiele Berlin“<br />

vorstellen wollte. Am Mittwoch<br />

wurde der Termin gestrichen. Kurz<br />

darauf verkündete die Leitung der<br />

70. Berlinale, den seit 1987 vergebenen<br />

Alfred-Bauer-Preis„abzusetzen“<br />

–was wohl auf eine Umbenennung<br />

hinauslaufen wird. Der Preis ist die<br />

nach dem Goldenen Bären wichtigste<br />

Auszeichnung der Berlinale.<br />

Sie wird für „einen Spielfilm, der<br />

neue Perspektiven eröffnet“ verliehen.<br />

Ausgerechnet. Jetzt fällt dieser<br />

Silberne Bär den Veranstaltern auf<br />

die Füße.Erwiegt 1000 Jahreschwer.<br />

Über Nacht ist ihr Namenspatron<br />

von einer Lichtgestalt der bundesdeutschen<br />

Filmkultur zum Paria geworden.<br />

Alfred Bauer ein Nazi? Wie<br />

kann das sein? Er wurde doch eben<br />

noch ganz selbstverständlich als honoriger<br />

Berlinale-Gründer gefeiert,<br />

über alle Festivalepochen hinweg,<br />

von1951 bis heute.Erst jetzt kommt<br />

dieses scheinbar streng gehütete Geheimnis<br />

seiner braunen Vergangenheit<br />

ans Tageslicht. Wasist passiert?<br />

Der eigentliche Skandal dieses<br />

Skandals besteht in seiner Verspätung,<br />

jaVerschleppung. Denn die nationalsozialistische<br />

Vergangenheit<br />

Alfred Bauers war keineswegs unbekannt.<br />

Der promovierte Jurist hatte<br />

bei der Ufa gearbeitet und war als<br />

Gutachter bei der Reichsfilmkammer<br />

angestellt – das hatte Bauer<br />

selbst eingeräumt. DieDetails seiner<br />

Verbindung zum nationalsozialistischen<br />

Apparat kommen in ihrem<br />

ganzen Ausmaß nun ans Tageslicht.<br />

Nichtdank einer Geschichtskommission<br />

der Festspiele, auch nicht<br />

durch Filmkritiker, Filmhistoriker<br />

oder Filmwissenschaftler, sondern<br />

durch einen Privatgelehrten. Der<br />

1988 von Ost- nach West-Berlin<br />

übergesiedelte Betriebswirt Ulrich<br />

Hähnel lieferte der Wochenzeitung<br />

DieZeit seine mustergültig aufbereiteten<br />

Recherchen frei Haus. Sie enthalten<br />

Ernüchterndes und Erschreckendes.<br />

Nein, Bauer war beileibe<br />

kein Feingeist, der sich hinter seinem<br />

Schreibtisch in die innere Emigration<br />

zurückgezogen hatte, um<br />

nach dem Sturzdes Hitlerstaates am<br />

Neuaufbau einer demokratischen<br />

Kulturpolitik mitzuwirken. Er war einer<br />

von Abertausenden Schreibtischtätern.<br />

Und erwar ein Lügner<br />

und Geschichtsklitterer in eigener<br />

Sache, der systematisch Spuren verwischte,<br />

ummöglichst schnell seine<br />

Karriereunter den westlichen Alliierten<br />

fortzusetzen.<br />

Sein Konzept ging auf geschmeidige<br />

Weise auf. Wie war es möglich,<br />

dass sich ein derart belasteter (und<br />

auch verurteilter) Funktionsträger<br />

schon so bald als lupenreiner Demokrat<br />

präsentieren und zu einem der<br />

wichtigsten Filmpolitiker imWestteil<br />

Deutschlands werden konnte? Ohne<br />

Hilfestellungen lief dies ganz sicher<br />

nicht ab –und damit sind jetzt nicht<br />

die „Persilscheine“ gemeint, die ihm<br />

von seiner Sekretärin oder von seinem<br />

Friseur ausgestellt wurden.<br />

Auch wenn dies in späteren Festschriften<br />

und anderen öffentlichen<br />

Würdigungen nicht so gern betont<br />

wurde und wird: Natürlich war die<br />

Berlinale ein Kind des Kalten Krieges.<br />

Ihre Gründung muss als Teil einer<br />

breit angelegten kulturpolitischen<br />

Strategie gesehen werden. Vor<br />

allem auf dem Gebiet des Films hatte<br />

der Westen damals einiges aufzuholen.<br />

Während die sowjetische Militäradministration<br />

(SMAD) aus<br />

Image- und Erziehungsgründen in<br />

ihrem Einflussbereich gleich nach<br />

Kriegsende die Gründung einer neu<br />

formierten, ostdeutschen Filmproduktion<br />

vorantrieb, herrschte bei<br />

den westlichen Alliierten zunächst<br />

noch starke Zurückhaltung.<br />

Der erste deutsche Nachkriegsfilm<br />

(„Die Mörder sind unter uns“)<br />

kam 1946 aus der SBZ. Durchdie Erfolge<br />

der frühen Defa unter Druck<br />

gesetzt, entschlossen sich die westlichen<br />

Alliierten kurze Zeit später, in<br />

ihren Sektoren großzügiger mit der<br />

Gewährung von Drehgenehmigungen<br />

umzugehen. Ab 1947 setzte auch<br />

dort zunächst eine erst stockende,<br />

später kontinuierliche Filmproduktion<br />

ein. Damit einher ging eine Novellierung<br />

der Filmpolitik. In ihrem<br />

Grundsatzwerk „Wer die Zeche<br />

zahlt“ hat die britische Historikerin<br />

Frances Stonor Saunders ausführlich<br />

die geheimdienstliche Kulturarbeit<br />

in der Nachkriegszeit beschrieben.<br />

Sie weist dabei vor allem auf die<br />

Funktion des von Michael Josselson<br />

geleiteten „Kongresses für kulturelle<br />

Freiheit“ hin. DieCIA-Tarnorganisation<br />

verfügte über Außenstellen in 35<br />

Ländern. „Ihr Auftrag war es, der<br />

westeuropäischen Intelligenz allmählich<br />

ihre latente Sympathie für<br />

Marxismus und Kommunismus auszutreiben,<br />

um sie so nach und nach<br />

an den American Way heranzufüh-<br />

Er war ein Lügner, der systematisch Spuren<br />

verwischte, umseine Karriere unter<br />

den westlichen Alliierten fortzusetzen.<br />

ren.“ Doch nach dem Ende des Zweiten<br />

Weltkrieges überwog gegenüber<br />

den Produktionen aus Hollywood<br />

bislang noch tiefe Skepsis. Das<br />

Hauptinteresse in Frankreich und<br />

Italien etwa bestand in der Wiederherstellung<br />

der nationalen Filmkulturen.<br />

Aufden großen Festivals inVenedig,<br />

Locarno oder Cannes<br />

herrschte Zurückhaltung. „Aufgeschreckt<br />

durch Berichte, Amerika<br />

habe in Cannes ein klägliches Bild<br />

abgegeben, beschloss die amerikanische<br />

Regierung, der Filmindustrie<br />

künftig mehr Beachtung zu schenken“,<br />

schreibt Saunders.<br />

Unter Federführung des für Film<br />

verantwortlichen Offiziers Oscar<br />

Martay wurde im Oktober eine Initiativgruppe<br />

zusammengerufen, die<br />

das Konzept für ein zu gründendes<br />

Festival entwickeln sollte.Über Martay,<br />

dessen Dienststelle sich auf der<br />

Clayallee 170 in Berlin-Zehlendorf<br />

befand – dem damaligen Hauptquartier<br />

der US-Truppen – ist nur<br />

wenig bekannt. Sein Dienstgrad ist<br />

nicht überliefert, auf Fotos posierter<br />

gernineleganten Anzügen, selten in<br />

Uniform. Alfred Bauerstieß erst später<br />

zu dem Team, spielte aber bald<br />

PICTURE ALLIANCE<br />

eine zentrale Rolle. Im gleichen<br />

Maße zog sich Martay zurück. Im<br />

Gründungsjahr des von ihm angeschobenen<br />

Festivals erhielt er für<br />

seine Verdienste einen Goldenen<br />

„Ehrenbären“, danach trat er kaum<br />

mehr bei der Berlinale in Erscheinung.<br />

Vonnun an war Alfred Bauer<br />

der Mann an der Spitze, dies 25 Jahre<br />

lang, bis 1976. Kein anderer Festivaldirektor<br />

blieb länger im Amt. In dieser<br />

Zeit durchliefen er und die Berlinale<br />

einige einschneidende Krisen –<br />

wie den Ost-<strong>Berliner</strong> Volksaufstand<br />

im Juni 1953, den Boykott von Michael<br />

Verhoevens Anti-Kriegsfilm<br />

„o.k.“ durch die Jury 1970 oder die<br />

Etablierung des Forums des Jungen<br />

Films als unbequemes Gegen-Festival<br />

imJahr 1971. Bauer garantierte<br />

als Festivaldirektor über all die Jahre<br />

das für die Politik notwendige Maß<br />

an Kontinuität. Dass dies mit einem<br />

immensen Maß anOpportunismus<br />

einherging, liegt nun auf der Hand.<br />

DieBerlinale insgesamt stellt sich<br />

heute als große Erfolgsgeschichte<br />

dar. Von Anfang an wurde deutlich,<br />

dass der „Wettbewerb der Systeme“<br />

ein sehr ungleicher war,der vomOsten<br />

nie gewonnen werden konnte.<br />

DieVersuche,dem Glamour der Berlinale<br />

etwas entgegenzusetzen, wirken<br />

im Nachhinein fast rührend. So<br />

wurde gleich im Juni 1951 im Kino<br />

Babylon als Alternative ein „Festival<br />

des volksdemokratischen Films“ anberaumt.<br />

Natürlich wollte kaum jemand<br />

die chinesischen oder bulgarischen<br />

Propagandafilme über den<br />

Aufbau des Sozialismus sehen, während<br />

hinter der MauerWeltstars über<br />

den Kurfürstendamm flanierten.<br />

Scharenweise strömten hingegen<br />

auch in den Folgejahren die Ost-<strong>Berliner</strong><br />

Filmfans in die grenznahen Kinos<br />

oder zum BahnhofZoo,umsich<br />

die Nasen am „Schaufenster der<br />

freien Welt“ platt zu drücken und<br />

dort wenigstens einen Zipfel des<br />

Trubels wahrnehmen. Damit war es<br />

dann 1961 auch vorbei. DieBerlinale<br />

steht nun vorder Aufgabe,nicht nur<br />

Alfred Bauers Nazi-Mittäterschaft zu<br />

untersuchen und zu veröffentlichen,<br />

sondern auch sein ungebrochenes<br />

Wirken beim <strong>Berliner</strong> Filmfestival.<br />

Claus Löser<br />

hat sich publizistisch mit<br />

dem Nachkriegskino befasst<br />

NACHRICHTEN<br />

Tanztheater Pina Bausch:<br />

Intendanz-Streit beigelegt<br />

DerRechtsstreit um die Kündigung<br />

der Intendantin am Wuppertaler<br />

Tanztheater,Adolphe Binder,ist beigelegt.<br />

Binder und die StadtWuppertal<br />

hätten sich außergerichtlich geeinigt,<br />

teilte das Landesarbeitsgericht<br />

in Düsseldorfmit. Derfür Freitag geplante<br />

Prozesstermin sei deswegen<br />

abgesagt. Zu Inhalten der Einigung<br />

teilte das Gericht nichts mit. In einem<br />

Teilurteil hatte das Gericht bereits<br />

im August die fristlose Kündigung<br />

Binders für unwirksam erklärt.<br />

Nunging es noch um ihrefinanziellen<br />

Ansprüche.Binder hatte knapp<br />

214 000 Euro brutto für die Zeit nach<br />

der Kündigung im Juli 2018 bis zum<br />

Januar 2020 verlangt. (dpa)<br />

Nicola Bartels wird neue<br />

Rowohlt-Verlegerin<br />

DieSuche hat nicht lange gedauert.<br />

Nach dem überraschenden Rückzug<br />

vonFlorian Illies als verlegerischer<br />

Geschäftsführer vonRowohlt hat der<br />

Hamburger Verlag seine Leitungsposition<br />

neu besetzt. Vom1.Juli 2020<br />

an übernimmt Nicola Bartels.Als<br />

Verlegerin war sie bislang für Penguin,<br />

Blanvaelt und cjb zuständig.<br />

2014 war sie in die Geschäftsführung<br />

der Verlagsgruppe Random House<br />

berufen worden.(dpa)<br />

Ermittlungen gegen<br />

Dieter Wedel ziehen sich hin<br />

DieErmittlungen gegen den Regisseur<br />

Dieter Wedel wegen des Vorwurfs<br />

der Vergewaltigung ziehen<br />

sich in die Länge.„Es haben sich Aspekte<br />

ergeben, die es notwendig machen,<br />

dass wir das Verfahren jetzt<br />

noch nicht abschließen können“,<br />

sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft<br />

München I, Anne Leiding.<br />

In der Vergangenheit hatten vorallem<br />

Zeugenvernehmungen im Ausland<br />

Verzögerungen verursacht. Die<br />

Ermittlungen wegen des Vorwurfs<br />

der Vergewaltigung wurden bereits<br />

vorzweiJahren, im Januar 2018, aufgenommen.„Indiesem<br />

Jahr wirddas<br />

Verfahren sicherlich abgeschlossen“,<br />

so Leiding. (dpa)<br />

Mehr Besucher in<br />

Staatlichen Museen Berlin<br />

DieStaatlichen Museen zu Berlin<br />

können einen deutlichen Besucheranstieg<br />

verzeichnen. DieHäuser<br />

lockten im vergangenen Jahr 4,188<br />

Millionen Besucher an. EinJahr zuvorkamen<br />

noch 3,793 Millionen Interessierte,wie<br />

die zur Stiftung Preußischer<br />

Kulturbesitz mitteilten. Mit<br />

dem Zuwachs vonmehr als zehn<br />

Prozent blicken die Museen damit<br />

auf das erfolgreichste Jahr seit 2013<br />

zurück. (dpa)<br />

Zehn Dalí-Skulpturen in<br />

Stockholm gestohlen<br />

Unbekannte haben zehn Skulpturen<br />

vonSalvador Dalí aus einer Galerie<br />

in Stockholm gestohlen. DieDiebe<br />

schlugen in der Nacht zum Donnerstag<br />

die Glastür der Couleur-Galerie<br />

ein und entkamen mit zehn SkulpturenimWertvon<br />

jeweils etwa 20 000<br />

bis 50 000 Euro,wie der Galeriebesitzerberichtete.Zudem<br />

Diebesgut gehören<br />

Bronze-Modelle der berühmten<br />

geschmolzenen Uhrendes spanischen<br />

Surrealisten. (AFP)


20 <strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020<br />

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Feuilleton<br />

Fast<br />

schmerzhaft<br />

ehrlich<br />

Evelyn Richter,eine Leitfigur<br />

der Leipziger Fotografie,<br />

wird heute 90 Jahre alt.<br />

Das Dresdner Albertinum<br />

zeigt ihr Lebenswerk<br />

VonIngeborg Ruthe<br />

Bonjour Tristesse: „Leipzig“, 1976 EVELYN RICHTER ARCHIV DER OSTDEUTSCHEN SPARKASSENSTIFTUNG IM MUSEUM DER BILDENDEN KÜNSTE LEIPZIG, FOTO: HERBERT BOSWANK (2)<br />

„Vor Wolfgang Mattheuers,Die Ausgezeichnete’ im Dresdner<br />

Albertinum“, 1975, eine Ikone der DDR-Kunst u. Fotografie.<br />

Sie klopfen die Krusten von<br />

der Seele,diese uninszenierten,<br />

fast schmerzhaft ehrlichen<br />

und oft melancholischen<br />

Schwarz-Weiß-Bilder aus der<br />

Zeit von1945 bis zum Ende der DDR<br />

und darüber hinaus. Evelyn Richters<br />

Fotoästhetik ist unübersehbar inspiriertvon<br />

der Magnum-Fotografie um<br />

Cartier-Bresson und vonEdwardSteichens<br />

„The Family of Man“. Die hat<br />

sie damals,1955, in West-Berlin gesehen,<br />

so wie fast alle ihrer Zunft aus<br />

dem Osten. EinSchlüsselerlebnis,das<br />

zwei Generationen von Fotografen<br />

beeinflussen sollte.<br />

Aber sie war über die Jahrzehnte<br />

auch geprägt vom realen Sozialismus.<br />

Die Fotos dieser aus Bautzen<br />

stammenden Leipziger Fotografin,<br />

die ab 1981 an der Hochschule für<br />

Grafik und Buchkunst und gleich<br />

nach der Wende auch zwei Jahre an<br />

der Fachhochschule Bielefeld lehrte,<br />

haben sich ins kollektiveGedächtnis<br />

der ehemaligen DDR-Bürger eingeprägt.<br />

Und sie belegen, wie sehr<br />

diese Sächsin mit ihrer kleinen Leica<br />

etwas zutiefst Menschliches und<br />

Universales erfasste.<br />

Heute wird Evelyn Richter 90<br />

Jahre alt, und das Albertinum in<br />

Dresden, wo sie seit einiger Zeit in einem<br />

Seniorenheim lebt, breitet ihr<br />

Œuvre aus. Richters <strong>Berliner</strong> Kollegin<br />

und Pendant, die Fotografin<br />

Helga Paris, wurde kürzlich in der<br />

Akademie der Künste geehrt. Nunist<br />

die ältere, einstige Leipzigerin dran:<br />

Mit all den Aufnahmen von Menschen<br />

im Alltag: Alte und Junge, mit<br />

ihrem eigenem Leben, mit Träumen<br />

und mit Biografie zwischen Kinn<br />

und Stirn. Richter beharrte stets auf<br />

ihrer betont subjektiven Stilistik, die<br />

vonIdeologie oder vonModen nicht<br />

zu vereinnahmen ist.<br />

Sie fotografierte hinter den Kulissen<br />

der Propaganda. Dasmachte sie<br />

in DDR-Zeiten zu einer Instanz der<br />

dokumentarischen Fotografie. Sie<br />

beschäftigte sich mit Otto Steinerts<br />

„subjektiver Fotografie“ der Nachkriegsmoderne<br />

–und prompt geriet<br />

sie hinein in die absurde Formalismus-Debatte,<br />

unter der bis Anfang<br />

der Siebzigerjahre die DDR-Kultur<br />

stöhnte.Kunst sollte nur zeigen, was<br />

sein sollte,nicht was wirklich war.<br />

DieAntwortauf die Situation war,<br />

gerade an der Leipziger Hochschule<br />

für Grafik und Buchkunst, wo sie<br />

nach der FotografenlehreinDresden<br />

studierte, eine sozialdokumentarische<br />

Fotografie. Ohne Pathos, ohne<br />

verlogene Romantik. Nicht lange danach<br />

wurde die Studentin Richter<br />

exmatrikuliert, beschimpft als „Formalistin“,<br />

weil sie die sozialistische<br />

Heldenfotografie ablehnte. Sie<br />

schlug sich dann als Theaterfotografin<br />

durch. Viel später dann, und seit<br />

den Siebzigerjahren immer mehr<br />

anerkannt, hat sie, zusammen mit<br />

dem <strong>Berliner</strong> Fotografen Arno Fischer,<br />

andieser Schule gelehrt und<br />

eine ganze neue Fotografengeneration<br />

geprägt.<br />

Ihre Fotos zeigen eine Sicht, die<br />

merkwürdig verstört. Es ist darin etwas<br />

schwer Verdauliches, irgendwie<br />

anarchisch Melancholisches. Es ist<br />

die Art, wie die Kamera die Linien<br />

der Gesichter, die Mimik, die Gestik<br />

nachzeichnet: schmerzhaft zärtlich,<br />

gnadenlos. Sie sagte mir in einem<br />

Gespräch:„Ich will im Porträt zeigen,<br />

wie der Mensch zu sich findet. Ich<br />

suche den Augenblick der Konzentration,<br />

nicht das Extreme. Der Modebegriff<br />

Momentfotografie ist für<br />

mich ein einziges Missverständnis.“<br />

Endlos geduldig hat sie mit ihrer<br />

Kamera vor Mattheuers anti-optimistischem<br />

Bild „Die Ausgezeichnete“<br />

in der achten DDR-Kunstausstellung<br />

gelauert. Bis zu dem Moment,<br />

als eine Frau mittleren Alters<br />

davor stand, der Fotografin das Gesicht<br />

zuwandte.Dieses Gesicht ist so<br />

müde, abgearbeitet und illusionslos<br />

wie das der Frau mit dem Tulpen-<br />

strauß auf dem Gemälde. Damals<br />

hetzten Parteifunktionäre gehen<br />

Evelyn Richters in Fotografenkreisen<br />

gleich zum Kultbild erhobene Motiv:<br />

So sähen in der DDR die geehrten<br />

Aktivistinnen doch nicht aus!<br />

Jetzt hängt das Foto im Albertinum,<br />

eine Arbeit ohne offiziellen<br />

EVELYN RICHTERS „LEIPZIGER SCHULE“ DER FOTOGRAFIE<br />

IMAGO<br />

Evelyn Richter kam am 31. Januar 1930 in<br />

Bautzen zur Welt, machte in Dresden eine<br />

Fotografenausbildung im Studio vonPan<br />

Walther,studierte an der Hochschule für<br />

Grafik und Buchkunst Leipzig,wurde aber<br />

als „Formalistin“ exmatrikuliert. 1981 wurde<br />

sie, inzwischen hoch anerkannt, an diese<br />

Hochschule berufen und lehrte bis 1991,<br />

auch an der FHS Bielefeld.<br />

Retrospektive Albertinum Dresden, Brühlsche<br />

Terrasse, bis 3.5., tgl. 10–18 Uhr<br />

(3.−7.2. geschlossen, Wartungsarbeiten)<br />

Auftrag. Evelyn Richter wollte nie gefällig<br />

sein und nichts schönen. Sie<br />

hat sich diese Maxime vorgegeben:<br />

„Wir sollten darum bemüht sein, in<br />

der Zeit absoluter Manipulation gegen<br />

die Flut der verlogenen Bilder<br />

die individuelle Leistung des verantwortungsvollen<br />

Fotografen durchzusetzen,<br />

der für die Glaubwürdigkeit<br />

mit seinem Namen bürgt.“<br />

Aus ihren Fotos liest man das<br />

Unbehagen inmitten der Widersprüche<br />

von Sein und Schein. Ihre<br />

Kamerasetzte einst an bei den Ruinen<br />

Leipzigs 1945 und dem mühseligen<br />

Alltag der Überlebenden.<br />

Eine alte <strong>Zeitung</strong>sverkäuferin auf<br />

den Treppen einer Unterführung<br />

lässt einen an die Aufnahmen von<br />

alten Leuten denken, die Alexander<br />

Rodtschenko in Moskau und Leningrad<br />

Ende der Zwanzigerjahre<br />

machte. Und ihre Motive erzählen<br />

unsentimental, dennoch mit<br />

Trauer, wie sehr Leipzig bis zum<br />

Ende der DDR eine Stadt des Ruinösen<br />

geblieben war. Fast unvorstellbar,<br />

wenn man heute die luxussanierte<br />

Innenstadt und die<br />

schicken Neubauten erlebt.<br />

Ein Foto ist keine Meinung. Oder<br />

doch? Für Evelyn Richter hieß fotografieren<br />

immer, Menschen, Dinge<br />

und Zusammenhänge zu sehen. Das<br />

Foto belegt schließlich, dass man dagewesen<br />

ist, also gibt es nicht bloß<br />

das Abziehbild wieder,sondernauch<br />

eine Meinung.<br />

Diese Meinung prägt das Porträt<br />

der verlebten Majakowski-Muse<br />

Lilja Brik, aufgenommen in Moskau<br />

1978, in den Bildnissen berühmter<br />

Musiker wie Dawid Oistrach und<br />

ebenso der müden Schichtarbeiter<br />

in der Leipziger Straßenbahn. Die<br />

Erschöpfung eines der Männer ist<br />

nicht zu übersehen. Aber dass er im<br />

Schlaf die schwieligen Hände wie<br />

Werkzeuge nach der Arbeit abgelegt<br />

hat, das sagt uns erst die Fotografin.<br />

Da sind auch die Porträts der Arbeiterinnen<br />

einer sächsischen Textilfabrik.<br />

Die alten Maschinen, die<br />

ganze dürftige Ausstattung in den<br />

Hallen, wo man das Maschinenöl<br />

förmlich zu riechen vermeint,<br />

scheinen aus dem 19. Jahrhundert<br />

zu stammen.<br />

Ihre Meinung war es auch, ein<br />

Foto nicht zu schießen, damals, am<br />

8. Mai 1977 im russischen Sagorsk:<br />

Ein Besoffener hing am Staketenzaun<br />

wie ein El-Greco-Kruzifix. Am<br />

Straßenrand Männer mit Hüten und<br />

Ledermänteln: „Mein russischer Begleiter<br />

wäre gefährdet gewesen,<br />

hätte ich fotografiert. Also steckte ich<br />

die Kameraweg.“<br />

Ein gutes Bild, muss für sie auch<br />

ein Gleichnis sein, tief erlebt, emotional<br />

verdichtet. Und weil bei ihr<br />

Fotografie mit viel Empathie und<br />

wenig Technik entstand, schwörte<br />

sie auf die gute alte Leica, leicht und<br />

leise. Ihre allererste wurde mithilfe<br />

eines Gewandhaus-Musikers bei einer<br />

Konzertreise im Westen besorgt,<br />

getauscht gegen eine Konzertflöte<br />

aus Markneukirchen im Vogtland.<br />

„Dass ein Foto faktisch Wirkung<br />

erzeugt, ist eigentlich ein Schrecken,<br />

aber die gute Form überlebt“, sagte<br />

sie beim Ateliergespräch. Form allein<br />

aber genügt ihr nicht „das wäre<br />

Dekoration“. Egon Erwin Kisch habe<br />

sie beeindruckt mit seinem Satz,<br />

nichts sei sensationeller als die<br />

Wahrheit. Richter übersetzt Wahrheit<br />

mit Realität. „Aber Fotografie ist<br />

auch manipulierbar, darum hat die<br />

Autorenschaft so große Bedeutung.<br />

Man bürgt mit seinem Namen für<br />

seine Arbeit, denn der Betrachter<br />

sieht nur,was er weiß.“<br />

Leserreise<br />

LESERREISEN<br />

Beethoven-Geburtstag in Bonn<br />

©pure-life-pictures_Adobestock<br />

2020 feiert Bonn das 250-jährige Jubiläum<br />

des Komponisten Ludwig van Beethoven. Seine<br />

Werke zählen zum kulturellen Erbe der<br />

Menschheit und prägten die Musikgeschichte.<br />

Erleben auch Sie die schönsten Kompositionen<br />

Ludwig van Beethovens im Kammermusiksaal<br />

des Beethovenhauses. Ein musikalischer<br />

Abend der Extraklasse mit dem Ensemble der<br />

Opera Classica Europa (Pianist, Geiger und Gesangssolisten)<br />

wird Ihnen zeigen, warum die<br />

Werke von Beethoven auch heutzutage noch<br />

solch große Beliebtheit erfahren.<br />

Zusätzliche Kosten p. P.:<br />

·EZ-Zuschlag: €140,–<br />

Im Preis enthaltenen Leistungen<br />

·Hin- und Rückfahrt im Komfortreisebus<br />

·1xSektfrühstück plus<br />

·3xÜN/F im 4*Hilton Hotel Bonn<br />

·1x3-Gänge-Menü oder Buffet<br />

·1xAbendessen in der Bonner Altstadt<br />

·Stadtführung „Beethovens Bonn“<br />

·Eintritt/Führung Beethoven-Haus<br />

·Panorama-Schifffahrt auf dem Rhein<br />

·Eintritt zum Konzert im Kammermusiksaal<br />

des Beethoven-Hauses<br />

·Reiseleiter ab/bis Berlin<br />

15.10. -18.10.2020 ab €679,–<br />

p. P. im DZ<br />

©Michael_Sondermann_Adobestock<br />

INFORMATIONEN UNTER<br />

030–683 890<br />

KENNWORT:<br />

BERLINER ZEITUNG<br />

Mehr Informationen auch unter www.berliner-zeitung.de/leserreisen |leserreisen@berliner-zeitung.de<br />

Detaillierte Informationen zur Reise und rechtliche Hinweise erhalten Sie vor Buchung vom Reiseveranstalter.<br />

Reiseveranstalter (i. S. d. G.): BVB Touristik/Freizeitreisen KG, Telefon 030-683 890, Grenzallee 15, 14165 Berlin<br />

LESERREISEN


<strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020 21<br />

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Feuilleton<br />

Der Goldfisch<br />

sieht<br />

alles<br />

„Das letzte Problem“ –ein<br />

Krimi nach Daniel Kehlmann<br />

Die Blicke<br />

der Toten<br />

übersehen …<br />

Der Lyriker und Grafiker<br />

Christoph Meckel ist tot<br />

VonTorsten Wahl<br />

Mein Lebtag hab ich noch nie so<br />

viel Schnee gesehen!“, ruft die<br />

Urlauberin im Hotel. Wasderzeit für<br />

viele Wintersportler ein Wunschtraum<br />

ist, wird hier zum Albtraum.<br />

Das abgelegene Alpenhotel „Edelweiß“<br />

liegt ganz in Weiß, alle Wege<br />

sind verweht, sogar die Telefonnetze<br />

gekappt. Die Vollpension besteht<br />

nur noch aus Suppe,die Gäste<br />

begehren auf. In dieser ohnehin<br />

aufgeheizten Stimmung wird ein<br />

Gast erstochen aufgefunden, die<br />

Zimmertür von innen verriegelt.<br />

Bald darauf wird auch seine Tischdame<br />

(Sunnyi Melles) erstochen.<br />

Doch wie so häufig im Kriminalfilm,<br />

ist auch hier ein Kommissar<br />

ganz zufällig vorOrt.Der Wiener Jonas<br />

Horak (Karl Markovics) hat sogar<br />

seinen Assistenten namens Freitag<br />

(Stefan Pohl) mit in den Skiurlaub<br />

gebracht. Sie beginnen sofort<br />

mit ihren Ermittlungen gegen einen<br />

Täter, den Horak abwechselnd „infernalisch“<br />

und „teuflisch genialisch“<br />

nennt. Schon bald ist sich der<br />

Wiener Profi sicher, dass er vor versammelter<br />

Belegschaft den Mörder<br />

bloßstellen kann.<br />

Dasalles klingt nach einer altenglischen<br />

Kriminalposse im Stile von<br />

Agatha Christie und Co, und zumindest<br />

die verstaubte Atmosphäreineinem<br />

schlossähnlichen, aber schon<br />

reichlich abgenutzten Hotel passt<br />

dazu. Doch der Autor stammt nicht<br />

etwa aus dem 19. Jahrhundert, sondern<br />

ist sehr gegenwärtig. Daniel<br />

Kehlmann hat für diesen Landkrimi<br />

des ORF sein erstes Original-Drehbuch<br />

geschrieben. Einige seiner Romane,<br />

wie „Ich und Kaminski“ und<br />

„Ruhm“, waren ja fürs Kino verfilmt<br />

worden, kamen beim Publikum aber<br />

nicht recht an. Mit dem Wissen um<br />

diesen besonderen Autor darfder Zuschauer<br />

seine eigenen Kombinationen<br />

anstellen und darauf hoffen, dass<br />

hier nicht nur die üblichen Täter-<br />

Such-Spielchen veranstaltet werden.<br />

Frau Lummel (Martina Stilp, l.) und Karin<br />

Sessler (Sunnyi Melles)<br />

ARTE<br />

Tatsächlich entwickelt sich „Das<br />

letzte Problem“ zu einer Krimigroteske,inder<br />

Realität, Einbildung und<br />

Wahn immer stärker ineinander<br />

übergehen. Zum gern wiederholten<br />

Symbol wird der Goldfisch, der in<br />

seinem Aquarium so eingeschlossen<br />

ist wie die Gäste im Hotel, der aber<br />

über besondere Fähigkeiten verfügt.<br />

Denn der Goldfisch hat Rezeptoren<br />

für das UV-Licht und sieht mehr als<br />

der Mensch. Er sieht einfach alles,erklärtein<br />

Meeresbiologe –der prompt<br />

zum ersten Mordopfer wird.<br />

Karl Markovics spielt nicht nur<br />

eine Hauptrolle, sondern hat den<br />

Krimi auch gekonnt in Szene gesetzt.<br />

Mitspieler wie Maria Fliri als Hoteldirektorin,<br />

Max Moor als ihr Bruder<br />

oder Marc Hosemann als Gast dürfen<br />

ihreFiguren leicht überzeichnen,<br />

sodass der Film auch seine skurrile<br />

Note betont. insgesamt bleibt „Das<br />

letzte Problem“ im Schaffen vonDaniel<br />

Kehlmann aber eher ein Zwischenspiel,<br />

in dem er beweist, dass<br />

er mit dem Genre spielen kann.<br />

Doch das ahnte man auch vorher.<br />

Dasletzte Problem 20.15 Uhr,Arte<br />

Auch in der zweiten Staffel „Bad Banks“ dabei: Jana Liekam (Paula Beer,M.) und ihre Mitstreiter Adam Pohl (Albrecht Schuch) und Thao Hooang (Mai Duong Kieu) . FABRIZIO MALTESE<br />

Im Brutkasten<br />

Der Drehbuchautor Oliver Kienle über die zweite Staffel der ZDF-Serie „Bad Banks“<br />

VonFrank Junghänel<br />

Das Insvestment-Banking<br />

ist tot. Ein halbes Jahr<br />

nach der Krise, die am<br />

Ende der ersten Staffel<br />

von „Bad Banks“ in den Kollaps der<br />

Finanzwelt geführt hat, sammeln<br />

sich in der Frankfurter Zentrale die<br />

Überlebenden. Dieeinstmals besten<br />

der bösen Banker gehen nicht mehr<br />

in Hochhaustürmen ihren miesen<br />

Geschäften nach, sondern sitzen in<br />

einem fensterlosen Kellergroßraum<br />

und sind zum Nichtstun verdammt.<br />

Ein paar Tausend Stellen wurden<br />

schon gestrichen. Aber ehe auch<br />

Jana Liekam (Paula Beer), Adam Pohl<br />

(Albrecht Schuch) und Thao Hooang<br />

(Mai Duong Kieu) ihr Habseligkeiten<br />

in Pappkartons verstauen, denken<br />

sie sich was Neues aus. Sie ziehen<br />

nach Berlin, wo die Global-Invest,<br />

das mächtigste deutsche Bankhaus,<br />

„diesen geilen Inkubator“ aufbaut.<br />

Dort, in kühl-coolem Ambiente,<br />

brüten Programmierer aus aller Welt<br />

Finanzmodelle aus, die den humanen<br />

Faktor fast völlig ausschließen.<br />

Sogenannte FinTechs, datenbasierte<br />

Finanzdienstleistungen, sind der<br />

letzte Schrei der Vermögensbildung<br />

und ein interessantes Instrument für<br />

die Chefetage.Ein Algorithmus kann<br />

da schon mal auf einen Schlag 150<br />

Angestellte überflüssig machen.<br />

Werwissen will, wie es mit dem<br />

Trio um Jana Liekam in der zweiten<br />

Staffel von „Bad Banks“ weitergeht,<br />

wird auf Begrifflichkeiten gestoßen,<br />

die den herkömmlichen Bausparer<br />

einigermaßen überfordern dürften.<br />

Da ist von Robo-Advisern die Rede,<br />

vonCodernund Start-ups,die schon<br />

Geschichte sind, ehe man sich ihre<br />

Namen gemerkt hat. Aber selbst<br />

wenn man nur rudimentär versteht,<br />

wovondie da reden und wie das alles<br />

funktioniert, geht von der Serie eine<br />

unheimliche Faszination aus. Man<br />

spürt, wer gegen wen kämpft, man<br />

folgt den Strategien im Kampf um<br />

die Macht, erkennt die Waffen, die<br />

die Protagonisten gebrauchen, um<br />

sich gegenseitig auszustechen. Auch<br />

wenn man keine Ahnung hat, was<br />

genau ein Derivatsein soll.<br />

Für Oliver Kienle, den kreativen<br />

Kopf hinter „Band Banks“, ist dieser<br />

Befund nicht neu. Das hat er sogar<br />

vonseinen Auftraggebernbeim ZDF<br />

so gehört: „Wir wissen nicht wieso,<br />

aber irgendwie ist das voll gut.“ Das<br />

ZDF ist mit diesem Projekt durchaus<br />

ins Risiko gegangen, schließlich ist<br />

sein Stammpublikum an Reihen wie<br />

„Der Staatsanwalt“ gewöhnt, die<br />

nicht eben durch ihre Komplexität<br />

auffallen. Die Quoten waren dann<br />

auch nicht ganz so eindrucksvoll wie<br />

die Kritiken. „Ich habe ‚Bad Banks‘<br />

für ein Publikum gemacht, das ich<br />

genau vor Augen hatte“, sagt Oliver<br />

Kienle bei einem Gespräch in Berlin.<br />

ZUR PERSON<br />

Oliver Kienle wurde 1982 im unterfränkischen Dettelbach geboren. Nach seinem Studium<br />

der Germanistik nahm er ein Regiestudium an der Filmakademie in Ludwigsburg auf. Bereits<br />

sein Abschlussfilm „Bis aufs Blut –Brüder auf Bewährung “wurde mehrfach ausgezeichnet.<br />

Für die ZDF-Serie „Bad Banks“ ist Kienle als Drehbuchautor verantwortlich. Am 14. Februar<br />

startet sein Spielfilm „Isi &Ossi“ bei dem er auch Regie führte, beim Streamingdienst Netflix.<br />

„Seriengucker wie mich selbst.Wenn<br />

der klassische ZDF-Zuschauer nicht<br />

mitkommt, ist mir das scheißegal.“<br />

Mitdem Respekt der internationalen<br />

Branche im Rücken kann er sich das<br />

Selbstbewusstsein leisten. „Wenn<br />

die Seriemeiner Mutter gefällt, habe<br />

ich was falsch gemacht.“ Und, gefällt<br />

sie Ihrer Mutter? „Sagen wir mal so,<br />

sie ist sehr stolz auf mich.“<br />

Mit Ende 30 gehört Kienle zu einer<br />

Generation vonAutoren und Regisseuren,<br />

für die sich die Grenzen<br />

zwischen Kino,Fernsehen und Serie<br />

längst aufgelöst haben. Es geht um<br />

eine Geschichte und deren optimale<br />

Realisation. Bei„Bad Banks“ lautete<br />

die Aufgabe der Produzentin Lisa<br />

Blumenberg, von einer jungen Investmentbankerin<br />

zu erzählen, die<br />

in den Strudel der Finanzkrise gerät.<br />

Unddann begann die Recherche.<br />

„Der theoretische Teil war sehr<br />

anstrengend für mich“, sagt Kienle,<br />

ich bin nicht gut im Rechnen, ich<br />

habe nicht BWL studiert und hatte<br />

zur Finanzwelt keinen Zugang.“ Es<br />

Wabern wie gehabt<br />

dauere bei ihm immer ein paar<br />

Drehbuchfassungen, bis er verstehe,<br />

was das alles mit ihm zutun habe.Bei<br />

„Band Banks“ kam dieser Moment,<br />

als ihm klar wurde,dass es nicht bloß<br />

um Banker gehe, sondern umSüchtige,<br />

umWorkaholics. „Ich bin auch<br />

süchtig nach meinem Beruf.“ Damit<br />

konnte er was anfangen. „In einer<br />

Besprechung habe ich mal beiläufig<br />

gesagt, das ist wie bei meinem Vater,<br />

der hat sich auch totgearbeitet.“ Das<br />

ist für ihn der Kern:„Ichversuche zu<br />

begreifen, warum sich Menschen<br />

totarbeiten.“<br />

DerRest ist Handwerk. Beieinem<br />

so großen Ensemble braucht jeder<br />

seine Vita, seinen Charakter, seine<br />

Daseinsberechtigung. Kienle ist es<br />

gelungen, selbst Nebenfiguren wie<br />

den Leiter der Finanzaufsicht BaFin<br />

mit einem Alleinstellungsmerkmal<br />

auszustatten. Das war eine Arbeit,<br />

die sich über Jahre hingezogen hat.<br />

Umso frustrierender war es für ihn,<br />

als er in Rezensionen lesen musste:<br />

„Christian Schwochowerzählt in seiner<br />

Serie…“Schwochowwar der Regisseur<br />

der ersten Staffel. Erzählt hat<br />

Oliver Kienle.„Ichempfinde mich eigentlich<br />

als ziemlich uneitel“, sagt er,<br />

„aber wenn es um geistiges Eigentum<br />

geht, bin ich empfindlich.“ Bei<br />

der Fortsetzung hat Christian Zübert<br />

die Regie übernommen, was aber<br />

nichts mit eventuellen Dissonanzen<br />

zutun hat. Christian Schwochowwar<br />

anderweitig beschäftigt.<br />

Ob es eine dritte Staffel geben<br />

wird, ist noch nicht raus.Kienle wird<br />

stark von Netflix umworben. „Sag<br />

uns,was du brauchst, du kriegst es.“<br />

Wieinder bösen Bank.<br />

BadBanks 2 sechsFolgen á45Minuten, ab<br />

31. Januar in der ZDF-Mediathek, ab 6. Januar<br />

auf Arte, ab 8. Februar im ZDF<br />

Hildur Guðnadóttir führte die Filmmusik zu „Chernobyl“ in der Betonhalle des Silent Green auf<br />

VonJohannes von Weizsäcker<br />

Dem Erdgeschoss des ehemaligen<br />

Weddinger Krematoriums,<br />

der „Betonhalle“, haftet eine tiefgaragige<br />

Trostlosigkeit an. Es passt,<br />

dass hier am Mittwochabend die in<br />

Berlin lebende isländische Musikerin<br />

Hildur Guðnadóttir im Rahmen<br />

des CTM-Festivals ihre Filmmusik<br />

zur HBO-Miniserie „Chernobyl“<br />

über den schwersten aller Reaktorunglücke<br />

live zur Aufführung<br />

brachte: schließlich zwängte sich<br />

Guðnadóttir im ukrainischen<br />

Tschernobyl in einen Strahlenanzug,<br />

um in der Reaktorruine Klänge aufzunehmen,<br />

aus denen sie dann die<br />

metallisch wabernden Begleitharmonien<br />

zum für seine Schonungslosigkeit<br />

vielgelobte Drama über die<br />

Folgen des Unglücks konstruierte.<br />

Sieerhielt sowohl einen Emmy als<br />

auch einen Grammy für die beste<br />

Filmmusik; zeitgleich ist sie für ihre<br />

Musik für„Joker“ für einen Oscar nominiert;<br />

eine erstaunliche Entwicklung<br />

für eine Indie-Musikerin, die<br />

bislang vor allem für ihre Underground-Kollaborationen<br />

hervorgetreten<br />

war –für die isländische Band<br />

Múm etwa, aber auch die Industrial-<br />

PioniereThrobbing Gristle.<br />

Ihrem neuem Hollywood-Ruhm<br />

entsprechend herrschte in der Betonhalle<br />

enormer Andrang; als<br />

Guðnadóttir in Begleitung von drei<br />

Musikern auf enger Bühne erschien<br />

und mittels ihrer Stimme sowie des<br />

Quellenmaterials metallen-verhallt<br />

loswaberte, wurden folgerichtig im<br />

Publikum zahlreiche Smartphones<br />

gezückt, über deren Bildschirme die<br />

bald einsetzenden Stroboskopblitze<br />

wie eine interaktiveLichtinstallation<br />

anmuteten. Das Publikum wurde so<br />

also Teil der Performance, genauso<br />

wie der kaputte Reaktor, so<br />

Guðnadóttir in einem Interview,<br />

eine eigene Stimme in der Musik<br />

habe –viele solcher ja in der um Ort<br />

und Klang sich drehenden Tonkunst<br />

oft bemühten Meta-Überlegungen<br />

fügten sich also stimmig zusammen.<br />

Schade nur,dass die Musik −vom<br />

Filmdrama getrennt −wirkte wie ein<br />

recht beliebiges Ambient-Konzert,<br />

wie man es in den letzten drei bis vier<br />

Jahrzehnten schon sehr oft zu Gehör<br />

bekam: wehklagend an- und abschwellende<br />

Rausch- und Fiep-Akkorde,<br />

schwerfällig pulsierende<br />

Bassfrequenzen –und zum Schluss<br />

das mit einer Art Melodie und Akkordfolge<br />

ausgestattete Stück<br />

„Bridge of Death“. Schlimm war das<br />

alles nicht, nur hätte man sich angesichts<br />

des morbiden Themenzusammenhangs<br />

doch eine etwas fiesere<br />

und gern auch überraschendere<br />

Klangpackung gewünscht. Schön<br />

immerhin die dahingleitende und<br />

oft bedrohlich flackernde Neonröhrenbeleuchtung<br />

der <strong>Berliner</strong> Künstlerin<br />

Theresa Baumgartner –als meldeten<br />

sich die Geister der Halle.<br />

VonArnoWidmann<br />

Das Gedicht „Dieser Tag“ kann<br />

man – von Christoph Meckel<br />

selbst gelesen –imInternet hören. Es<br />

dauerteine Minute.Esendet mit den<br />

Zeilen:„Ein paar Sätze, die ich dir zurufen<br />

wollte/ für heute,für morgen,/<br />

für sieben Leben, kein Ende —“<br />

Am 29. Januar 2020 starb in Freiburg<br />

im Breisgau der Dichter,<br />

Schriftsteller und Grafiker Christoph<br />

Meckel. Er wurde 84 Jahrealt. Er war<br />

viel unterwegs gewesen in der Welt.<br />

1956, er war 21, erschien ein erster<br />

Band mit seinen Gedichten. Als<br />

zu seinem 80. Geburtstag seine Gesammelten<br />

Gedichte bei Hanser erschienen<br />

–„Tarnkappe“ –füllten sie<br />

976 Seiten. Sein Verleger und Dichterkollege<br />

Michael Krüger nannte<br />

das Buch einen „Lebensroman in<br />

Versen“. Meckels<br />

Grafik ist ein Lebensroman<br />

in<br />

Bildern.<br />

Jeder Leser<br />

hat Autoren, die<br />

er einmal liebte<br />

und denen er irgendwann<br />

untreu<br />

wurde. Der Christoph Meckel<br />

mit Preisen geehrte<br />

Christoph<br />

1935−2020<br />

Meckel, der mehr in bibliophilen<br />

Drucken als in Verlagen zu Hause<br />

war,war für viele der älteren bundesrepublikanischen<br />

Lyrikleser ein solcher<br />

Lebensabschnittgefährte.<br />

Meckel aber war immer da. Es<br />

verging kaum ein Jahr, indem nicht<br />

irgendwo eine Erzählung, Gedichte,<br />

Erinnerungen an vergessene Dichter<br />

und Dichterinnen erschienen. Viele<br />

dieser Bände hatten Umschläge, die<br />

Meckel selbst entworfen hatte.<br />

Meckel war der Künstler als<br />

Handwerker. Keine Sekunde penibel,<br />

war er immer genau. So kann<br />

nach „kein Ende“ kein Punkt stehen.<br />

Das wäre ja dann doch ein Ende.<br />

Eine Minute, sagte ich, dauerte die<br />

Lesung seines Gedichtes. Das gehörte<br />

auch zu Meckel: die Kürze.<br />

Irgendwann hatten seine Leser<br />

der ersten Stunde den Roman, den<br />

sie schon totgesagt hatten, wiederentdeckt.<br />

Und dann schnell auch<br />

den Familienroman und jetzt lesen<br />

wir sogar wieder Romane, die mehr<br />

als eintausend Seiten haben. Ein<br />

übermenschliches Maß.<br />

Kein anderer deutscher Lyriker,<br />

schrieb sein Herausgeber Lutz Seiler,<br />

habe „die Tradition des Gesangs und<br />

des Liedes derart intensiv aufgenommen“<br />

wie Christoph Meckel.<br />

DPA/JULIAN STRATENSCHULTE<br />

Das Gedicht „Augen“<br />

Die Augen der Gesunden/ erkennen<br />

die Welt/ bis an den Rand des Atlantik,/<br />

die Augen der Kranken durchschauen<br />

die Welt/ bis zu der Stelle an<br />

der der Glanz/ der NordlichtblitzeZu<br />

Ende geht./ Die Blicke der Toten/<br />

übersehen die ganze Erde/ und erkennen<br />

selbst die alternden Engel/<br />

die hinter den Schlüssellöchern/<br />

schweigend sich drängen um einen<br />

Blick/ in meine ratlosen Augen zu<br />

werfen.<br />

TOP 10<br />

Mittwoch, 29. Januar<br />

1 Tagesschau ARD 4,61 15 %<br />

2 Die verlorene ..., 3 ZDF 4,57 15 %<br />

3 Die verlorene ..., 4 ZDF 4,40 14 %<br />

4 heute ZDF 4,05 16 %<br />

5 heute-journal ZDF 4,00 14 %<br />

6 SokoWismar ZDF 3,89 18 %<br />

7 Nur eine Frau ARD 3,60 11 %<br />

8 Wer weiß denn ...? ARD 3,54 17 %<br />

9 RTL aktuell RTL 3,42 14 %<br />

10 BlutigeAnfänger ZDF 3,41 12 %<br />

ZUSCHAUER IN MIO/MARKTANTEIL IN %


22 <strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020<br />

·························································································································································································································································································<br />

Tagestipp<br />

KALENDER<br />

BÜHNE<br />

Ballhaus Naunynstraße (✆ 75 45 37 25)<br />

20.00: Everybodycan be everybodycan not be (Jao<br />

Moon)<br />

<strong>Berliner</strong> Ensemble (✆ 28 40 81 55)<br />

19.30: Glaube undHeimat<br />

<strong>Berliner</strong> Kriminal Theater (✆ 47 99 74 88)<br />

20.00: Der Tatortreiniger<br />

Brotfabrik (✆ 471 40 01)<br />

20.00: Wasmach ich aus dem Leben<br />

Deutsche Oper Berlin (✆ 34 38 43 43)<br />

19.30: Jenufa<br />

Deutsches Theater (✆ 28 44 12 25)<br />

19.30: Sophie Roisfährtgegen dieWand im<br />

Deutschen Theater<br />

Grips Hansaplatz (✆ 39 74 74 77)<br />

19.30: Linie 1<br />

HAU1(✆25 90 04 27)<br />

19.00: ILoveYou,Goodbye (The Brexit and Beyond<br />

Edition) (Gob Squad)<br />

HAU2(✆25 90 04 27)<br />

19.30: CTM 2020 –Liminal: Sonic Rights –Music of<br />

Escape, Music of Belonging)<br />

Heimathafen Neukölln (✆ 56 82 13 33)<br />

19.00: Peng! Peng! Boateng!<br />

Kleines Theater (✆ 821 20 21)<br />

20.00: Schachnovelle<br />

Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater<br />

(✆ 88 59 11 88) 20.00: Ab jetzt<br />

Maxim Gorki Theater (✆ 20 22 11 15)<br />

19.30: AWalk on the Dark Side<br />

Neuköllner Oper (✆ 68 89 07 77)<br />

20.00: Wolfskinder<br />

Radialsystem (✆ 288 78 85 88)<br />

19.45: CTM Festival 2020 –Liminal: Drops and<br />

Seeds (Prumsodun Ok &NATYARASA und Ensemble<br />

KNM Berlin)<br />

22.00: CTM Festival 2020 –Liminal: Inferno<br />

Renaissance-Theater (✆ 312 42 02)<br />

20.00 Bruckner-Foyer: Du hörtest mein Gras wachsen<br />

–Ein musikalisch-literarischer Mascha-Kaléko-Abend<br />

(Regine Gebhardt)<br />

Schaubühne (✆ 89 00 23)<br />

20.00: Orlando<br />

Anzeige<br />

Kirill Petrenko Dirigent<br />

Nicola Hümpel Regie<br />

Karajan-Akademie der<br />

<strong>Berliner</strong> Philharmoniker u.a.<br />

Giacomo Puccini<br />

Suor Angelica »Faith to Face«<br />

01.02.20 19 Uhr<br />

02.02.20 16 Uhr<br />

In Kooperation mit<br />

Nicoand the Navigators<br />

Philharmonie Berlin<br />

GroßerSaal<br />

Tickets: 030/25488999<br />

berliner-philharmoniker.de<br />

Foto:Michael Trippel<br />

Schlosspark Theater (✆ 78 95 66 71 00)<br />

20.00: Ich bin nicht Mercury<br />

Staatsoper Unterden Linden (✆ 20 35 45 55)<br />

19.30: Balanchine |Forsythe |Siegal (Staatsballett<br />

Berlin)<br />

Theater im Delphi (✆ 70 12 80 20)<br />

20.00: Odyssey: Dead Men Die (Opera Lab Berlin)<br />

Theater im Palais (✆ 201 06 93)<br />

19.30: Georg Kreisler: Unheilbar gesund<br />

Theater untermDach (✆ 902 95 38 17)<br />

20.00: Untertan- Wirsind dein Volk<br />

Vaganten Bühne (✆ 313 12 07)<br />

20.00: Hiob<br />

Volksbühne Berlin (✆ 24 06 57 77)<br />

19.00 3. Stock: Go BabyGo(P14Jugendtheater)<br />

KABARETT/VARIETÉ<br />

Admiralspalast (✆ 22 50 70 00)<br />

20.00: Ballet Revolución<br />

Arena Glashaus (✆ 533 20 30)<br />

19.30: Caveman –Dusammeln, ich jagen!. Anm. erf.<br />

Bar jeder Vernunft (✆ 883 15 82)<br />

20.00: Irmgard Knef: Barrierefrei<br />

<strong>Berliner</strong> Schnauze (✆ 01795346696)<br />

20.00: Mit Schnucki nach Kentucki (MargaBach &<br />

NorbertSchultz)<br />

BKA (✆ 202 20 07)<br />

20.00: Zombie Berlin<br />

Chamäleon (✆ 400 05 90)<br />

20.00: Out of Chaos (Gravity &Other Myths)<br />

Distel (✆ 204 47 04)<br />

19.30 Studio: Wirfeierndie Goldenen Zwanziger –<br />

der große Crash kommt erst zum Schluss!<br />

20.00: Skandal im Spreebezirk<br />

Estrel Showtheater (✆ 68 31 68 31)<br />

20.00: Thank youfor the music –Die ABBAStory<br />

Kookaburra (✆ 48 62 31 86)<br />

20.00: Deutschland einig Katerland (Nils Heinrich)<br />

Max-Schmeling-Halle (✆ 44 30 45)<br />

20.00: PussyNation (Carolin Kebekus)<br />

Mehringhof-Theater (✆ 691 50 99)<br />

20.00: Die Expertise war bedeutend höher(Fil)<br />

Palazzo (✆ 018 06 38 88 83)<br />

19.30: Family Affairs<br />

Suor Angelica<br />

Archäologie<br />

Kannst du<br />

uns sehen,<br />

Schamane?<br />

Vor ungefähr 11 000 Jahren<br />

hat vermutlich ein Schamane<br />

mit Hirschmaske an der<br />

Wuhle in Biesdorf −jawas hat<br />

er? Eine Verwandlung vollzogen?<br />

Jemanden geheilt? In die<br />

Zukunft geblickt? In einer Sonderausstellung<br />

des Neuen Museums<br />

geht es um Berlins<br />

größte Grabung, die von 1999<br />

bis 2014 auf 22 Hektar Fläche<br />

vorgenommen wurde, um<br />

Baugrundstücke vorzubereiten.<br />

Jetzt können dort zwar<br />

neue Häuser hingeklotzt werden,<br />

aber die Archäologen<br />

sind mit dem Graben noch immer<br />

nicht fertig. In der Sonderausstellung<br />

gibt es einen Bereich,<br />

in dem sie steinzeitliche<br />

Objekte, die per Blockbergung<br />

gesichert wurden, in aller<br />

Ruhe, mit feinem Pinsel und<br />

einem Dach über dem Kopf<br />

vonder Erde befreien. Dies geschieht<br />

live. Man kann den<br />

Forschern über die Schultern<br />

blicken und sie mit Fragen löchernde.<br />

Ulrich Seidler<br />

Live-Ausgrabungen. 14−17 Uhr im<br />

Neuen Museum (Sonderausstellung)<br />

Hitler in<br />

der Hölle<br />

Das Deutsche Historische Museum<br />

erwarb eines der sarkastischsten<br />

Gemälde von George Grosz<br />

Jetzt hockt Adolf Hitler im<br />

selbst angezündeten Inferno,<br />

schmortinder Hölle,kühlt sich<br />

voller Schiss die Stirn mit einem<br />

nassen Lappen. Aber es gibt<br />

kein Entrinnen. Über 50 Millionen<br />

Tote –Schreckensbilanz seines Tausendjährigen<br />

Reiches und das seiner<br />

Schergen samt großer Anhängerschaft,<br />

und des Zweiten Weltkrieges,<br />

darunter sechs Millionen Holocaust-<br />

Opfer, davon 1,5 Millionen Kinder –<br />

greifen nach ihm.<br />

In einem mittelalterlichen, Hieronymus-Bosch-artigen<br />

Szenario<br />

wünschte der Maler George Grosz<br />

sich in seinem NewYorker Exil, das er<br />

schon 1933 wählte –„vertrieben ins<br />

Paradies“, wie der ebenfalls emigrierte<br />

Kunsthistoriker Erwin Panofsky<br />

schrieb –die Höllentortur des<br />

„Führers“.<br />

Als Grosz geflohen war, machten<br />

die Nazis sein Atelier zu einem Tatort<br />

des Ikonoklasmus. Was übrig blieb,<br />

zerrten sie 1937 in die Münchner<br />

Schandausstellung „Entartete<br />

Kunst“. Das Höllenbild mit dem<br />

Braunauer malte Grosz 1944, als abzusehen<br />

war,dass Hitler und die Seinen<br />

Deutschland in die Katastrophe<br />

geführt hatten. Aber schon sieben<br />

Jahre zuvor begann Grosz mit den<br />

„Images of Hell“, eine Serie apokalyptischer<br />

Szenerien und Kriegsbilder,<br />

die er 1937 unter dem Eindruck<br />

des Spanischen Bürgerkriegs malte<br />

und angesichts der zerstörerischen<br />

Gewalt des deutschen Nationalsozialismus<br />

mit Wut, Bitterkeit und<br />

Sarkasmus weiterführte.<br />

Grosz war völlig desillusioniert,<br />

dass sich 1933 die „proletarischen<br />

Massen“ nicht gegen Hitler gewehrt<br />

hatten, er war entsetzt über den<br />

Mord an dem von ihm geschätzten<br />

Erich Mühsam und fassungslos über<br />

die Berichte entkommener Emigranten<br />

aus den Konzentrationslagern.<br />

„Cain or Hitler in Hell“ offenbart<br />

die Verstörung des Malers, trotz<br />

der riesigen Entfernung von<br />

Deutschland und vom brennenden<br />

Europa.<br />

Die Kunst- und die politische<br />

Zeitgeschichte sehen das Bild als eines<br />

der Hauptwerke der Epoche des<br />

mörderischen 20. Jahrhunderts.<br />

Grosz selbst beschrieb sein Bild als<br />

Darstellung von„Hitler als faschistisches<br />

Monster, oder als apokalyptisches<br />

beast, verzehrt von seinen ei-<br />

Ingeborg Ruthe<br />

steht voreinem der bittersten<br />

Exil-Gemälde des <strong>Berliner</strong> Malers<br />

GeorgeGrosz, seines Zeichens einer<br />

der wichtigsten Künstler der Weimarer<br />

Republik, vorden Nazis beizeiten geflohen<br />

in die USA und gleich nach seiner<br />

Rückkehr 1959 tragisch gestorben.<br />

KINO<br />

CHARLOTTENBURG<br />

Astor Film Lounge (✆ 883 85 51) Little Women<br />

14.30,17.20,20.15<br />

Cinema Paris (✆ 881 31 19) Les miserables<br />

15.00,20.30; Les miserables (OmU) 17.45<br />

Delphi Filmpalast (✆ 312 1026) Little Women<br />

14.00,17.00,20.00<br />

Delphi LUX (✆ 322 93 10 40) Jojo Rabbit (OmU)<br />

16.00, 21.00; Jojo Rabbit (OF) 13.30, 18.30;<br />

1917 –Der Film (OmU) 20.30; Das geheime Leben<br />

der Bäume 15.20; Parasite 17.40; Ein verborgenes<br />

Leben 14.20, 20.00; Sorry We Missed You (OmU)<br />

17.40; 1917 – Der Film 13.40, 16.20, 19.00,<br />

21.40; Judy 13.30, 16.00, 18.40; Judy (OmU)<br />

21.15; Knives Out (OmU) 20.50; Knives Out (OF)<br />

18.00;Vom Gießen des Zitronenbaums 15.20; Einsam<br />

zweisam16.30;Freies Land 13.40; ThePeanut<br />

Butter Falcon (OmU) 19.00; Queen &Slim (OmU)<br />

21.15<br />

Filmkunst 66 (✆ 882 17 53) The Peanut Butter<br />

Falcon 22.15; Das Vorspiel 17.45, 20.15; Crescendo<br />

#makemusicnotwar 20.00; Kamikaze 1989<br />

(OmenglU) 22.30; Motherless Brooklyn 17.15<br />

Kant Kino (✆ 319 98 66) Die fantastische Reise<br />

des Dr. Dolittle 13.20,15.40,18.20,20.45; Knives<br />

Out20.30;Das Vorspiel 18.00; DieHeinzels 14.00,<br />

15.20; Sorry We Missed You 15.50, 18.10, 20.30;<br />

ARainy Day In NewYork 16.15; Spione Undercover:<br />

Eine wilde Verwandlung 14.00; Latte Igel und der<br />

magische Wasserstein 13.30; Lindenberg! Mach<br />

dein Ding 17.10, 20.00; Als Hitler das rosa Kaninchen<br />

stahl 20.00; Knives Out 17.10; Das Vorspiel<br />

15.00<br />

Zoo Palast (✆ 01805/22 29 66) Atmos: BadBoys<br />

for Life 20.00, 23.05; 3D: Die fantastische Reise<br />

des Dr. Dolittle 14.10; 3D, Atmos: Star Wars: Der<br />

Aufstieg Skywalkers 16.45; 3D: Die fantastische<br />

Reise des Dr. Dolittle 17.40; Die Hochzeit 20.15,<br />

23.10; Jumanji –The Next Level 14.45; Die Eiskönigin<br />

II 14.20; Joker 22.50; Lindenberg! Mach dein<br />

Ding 19.45; Das perfekte Geheimnis 17.00; 3D:Die<br />

fantastische Reise des Dr. Dolittle 20.30, 23.00;<br />

Die fantastische Reise des Dr. Dolittle 15.00; Die<br />

Hochzeit 17.30; Bad Boys forLife 17.50; Die Hochzeit<br />

15.00; Jojo Rabbit 20.30,23.15; Als Hitler das<br />

rosa Kaninchenstahl20.20; Jojo Rabbit 17.45; Lindenberg!<br />

Mach dein Ding 14.30; Parasite 23.05;<br />

Knives Out 17.00, 20.00, 23.00; Vier zauberhafte<br />

Schwestern 14.40<br />

FRIEDRICHSHAIN<br />

b-ware!Ladenkino (✆ 20 07 88 88) 2040 –Wir<br />

retten die Welt! (OmU) 13.00; Latte Igel und der<br />

magische Wasserstein 17.00; Der Leuchtturm –The<br />

Lighthouse (OmU) 22.30; Lindenberg! Mach dein<br />

Ding 18.30; Miles Davis: Birth of the Cool (OmU)<br />

11.00; Die Sehnsucht der Schwestern Gusmao<br />

14.30; Les miserables 20.45; The Farewell (OmU)<br />

16.00; Jeannette: Die Kindheit der Jeanne d‘Arc<br />

(OmU) 11.00; Milchkrieg in Dalsmynni 12.45; Mystify<br />

–Michael Hutchence (OmU) 14.15; Once Upon<br />

aTime in... Hollywood (OmU) 22.00; Queen &Slim<br />

(OmU) 19.40; Systemsprenger (DFmenglU) 17.40;<br />

ARainy Day InNew York (OmU) 15.10; Einsam<br />

zweisam –Deux moi (OmU) 11.00; Die Eiskönigin<br />

II –Frozen 2(OmU) 16.45; Joker (OmU) 22.30; Die<br />

Kunst der Nächstenliebe –Les bonnes intentions<br />

(OmU) 18.30; Motherless Brooklyn 12.45; Parasite<br />

–Gisaengchung (OmenglU) 20.15<br />

Tilsiter-Lichtspiele (✆ 426 8129) Als Hitler das<br />

rosa Kaninchen stahl 16.00; Das geheime Leben<br />

der Bäume 14.00, 18.15; Lindenberg! Mach<br />

dein Ding 20.15; Parasite –Gisaengchung (OmU)<br />

22.45; Alkohol –Der globale Rausch 14.00;Aretha<br />

Franklin: Amazing Grace (OmU) 20.00; Midsommar<br />

–Director‘s Cut (OmU) 21.45; Schönheit &Vergänglichkeit<br />

18.20; Systemsprenger 16.00<br />

UCI Luxe Kino Mercedes-Platz IMAX: 1917 –Der<br />

Film 14.00,17.00,20.00,23.00; 3Engel für Charlie<br />

20.10; Bad Boys for Life 14.00, 16.50, 17.00,<br />

19.30, 19.50, 22.30, 22.50; Countdown 18.15,<br />

20.40, 23.10; Midnight Movie: The Divine Fury<br />

23.00; DieEisköniginII14.30; 3D: Diefantastische<br />

Reise des Dr. Dolittle 14.30, 17.10, 19.50, 22.30;<br />

DiefantastischeReise des Dr.Dolittle14.10, 16.45,<br />

20.10; Das geheime Leben der Bäume 17.10; The<br />

Grudge 23.00; Die Heinzels 13.50, 16.00; Die<br />

Hochzeit 14.30, 17.20, 20.15; Jojo Rabbit 17.10,<br />

19.50;Joker 22.50;Jumanji –The Next Level13.50,<br />

16.15, 19.10, 23.10; Kartoffelsalat 3–Das Musical<br />

14.00, 17.30; Knives Out 14.10, 22.50; Knives<br />

Out (OF) 22.20; Latte Igel und der magische<br />

Wasserstein 14.20; Lindenberg! Mach dein Ding<br />

16.30, 19.40; Little Women 14.20, 16.45, 20.00;<br />

Little Women (OF) 19.40; Das perfekte Geheimnis<br />

22.45; Queen &Slim 22.40; Spione Undercover:<br />

Eine wilde Verwandlung 14.10; 3D: Star Wars: Der<br />

Aufstieg Skywalkers 22.45; Star Wars: Der Aufstieg<br />

Skywalkers 16.20, 19.30; Die Wolf-Gäng 13.50<br />

Zukunft (✆ 01 76/57 86 10 79) Das geheime Leben<br />

der Bäume 18.00; Knives Out (OmU) 20.00;<br />

Der Leuchtturm –The Lighthouse (OmU) 22.30;<br />

Darkroom – Tödliche Tropfen (DFmenglU) 22.15;<br />

Porträt einer jungen Frau in Flammen –Portrait de<br />

la jeune fille en feu (OmU) 18.00;Vom Gießen des<br />

Zitronenbaums –It Must Be Heaven (OmU) 20.20<br />

HELLERSDORF<br />

CineStar (✆ 04 51/703 02 00) Bad Boys for<br />

Life 16.20, 20.00, 22.50; Die Eiskönigin II14.15,<br />

16.50; 3D: Die fantastische Reise des Dr. Dolittle<br />

13.50, 16.30, 19.20, 22.20; Die Heinzels 13.40,<br />

16.50; Die Hochzeit 13.50, 17.00, 19.30, 22.40;<br />

Joker22.50;Jumanji –The NextLevel16.45, 19.30,<br />

23.00; Knives Out 19.45; Lindenberg! Mach dein<br />

Ding 19.50; Das perfekte Geheimnis 22.30; Spione<br />

Undercover: Eine wilde Verwandlung 14.00;<br />

3D: Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers 19.40; Star<br />

Wars: Der Aufstieg Skywalkers 22.50; Vier zauberhafte<br />

Schwestern 14.00; Die Wolf-Gäng 14.15,<br />

17.10<br />

Kino Kiste (✆ 998 7481) Als Hitler das rosa Kaninchen<br />

stahl 13.20; Cats 17.15; 3D: Die Eiskönigin<br />

II 15.25; Die schönste Zeit unseres Lebens<br />

19.10<br />

HOHENSCHÖNHAUSEN<br />

CineMotion (✆ 038 71/211 41 09) 1917 –Der<br />

Film 17.15,20.00, 22.50; Bad Boys for Life 17.00,<br />

20.00, 22.30; Countdown 17.45, 20.10, 22.30;<br />

Die Eiskönigin II 14.20; 3D: Die fantastische Reise<br />

des Dr. Dolittle 15.10, 17.40, 20.15, 22.50; Die<br />

fantastische Reise des Dr. Dolittle 14.30, 19.50;<br />

Die Heinzels 14.40, 16.50; Die Hochzeit 15.00,<br />

17.10, 19.45, 22.40; Jumanji –The Next Level<br />

16.50; Knives Out 22.20; Latte Igel und der magische<br />

Wasserstein 14.45; Lindenberg! Mach dein<br />

Ding 19.40; Das perfekte Geheimnis 19.30; Spione<br />

Undercover: Eine wilde Verwandlung 14.45;<br />

3D: Star Wars: DerAufstieg Skywalkers 16.45; Star<br />

Wars: Der Aufstieg Skywalkers 19.50, 22.20; Underwater<br />

–Esist erwacht 23.00; Vier zauberhafte<br />

Schwestern 14.50; Die Wolf-Gäng 14.50, 17.20;<br />

Zombieland 2: Doppelt hält besser 23.00<br />

KREUZBERG<br />

Babylon (✆ 61 60 96 93) A Jojo Rabbit (OmU)<br />

16.50, 21.40; Sorry We Missed You (OmU) 19.20;<br />

B Mystify –Michael Hutchence (OmU) 16.10; Parasite<br />

–Gisaengchung (OmU) 18.30; SorryWeMissed<br />

You (OmU) 21.20<br />

fsk am Oranienplatz (✆ 614 2464) Sorry We<br />

Missed You (OmU) 17.45, 19.45, 21.45; Das Vorspiel<br />

18.00; Les miserables (OmU) 20.00, 22.15<br />

Moviemento (✆ 692 4785) Als Hitler das rosa<br />

Kaninchen stahl 14.15; Darkroom –Tödliche Tropfen<br />

21.15; Darkroom –Tödliche Tropfen (OmenglU)<br />

23.15; Die Kunst der Nächstenliebe 19.00; Little<br />

Joe –Glück ist ein Geschäft (OmU) 16.45; Als Hitler<br />

dasrosa Kaninchen stahl23.00; Jojo Rabbit (OmU)<br />

10.30, 13.00, 15.30, 18.00, 20.30; Als Hitler das<br />

rosa Kaninchen stahl 15.15;Deutschstunde 10.00;<br />

Mystify –Michael Hutchence (OmU) 22.30; Prachtige<br />

Films:Romys Salon –Kapsalon Romy (OmenglU;<br />

m. Gästen) 20.00; Thomas und seine Freunde: Große<br />

Welt! Große Abenteuer! 13.15;Vom Gießen des<br />

Zitronenbaums –ItMust BeHeaven (OmU) 17.45<br />

Regenbogen Kino (✆ 69 57 95 17) Der marktgerechte<br />

Mensch 20.30<br />

Sputnik (✆ 694 11 47) Alles außer gewöhnlich<br />

–Hors normes (OmU) 16.30; Parasite –Gisaengchung<br />

(OmU) 20.45; Die Sehnsucht der Schwestern<br />

Gusmao –Avida invisivel de Euridice Gusmao<br />

(OmU) 18.30; Shaun das Schaf: Der Film: UFO-<br />

Alarm 15.00; Swans –Where Does ABody End?<br />

(OmU) 23.15; Als Hitler das rosa Kaninchen stahl<br />

18.45; Cunningham (OmU) 17.00; The Farewell<br />

(OmU) 21.00; Joker (OmU) 23.00; Judy (OmU)<br />

15.00; Kinobar im Sputnik B-Movie: Lust &Sound<br />

in West-Berlin (OmenglU) 23.15; PJ Harvey –ADog<br />

Called Money (OmU) 21.00<br />

Yorck (✆ 78 91 32 40) Das geheime Leben der<br />

Bäume15.00;Little Women17.20, 20.15; New Ein<br />

verborgenes Leben 16.00; Die Heinzels 14.15; Parasite<br />

19.40, 22.30<br />

KÖPENICK<br />

Kino Spreehöfe (✆ 538 95 90) Bad Boys for Life<br />

20.30; Die Eiskönigin II13.00, 15.00; 3D: Die fantastische<br />

Reise des Dr. Dolittle 17.30, 20.00; Die<br />

fantastische Reise des Dr. Dolittle 12.30, 15.00;<br />

Die Heinzels 12.00, 14.00, 17.45; Die Hochzeit<br />

17.30, 20.00; Kartoffelsalat 3–Das Musical<br />

16.00, 18.15; KnivesOut 20.15; Lindenberg! Mach<br />

dein Ding 17.15, 20.15; Spione Undercover: Eine<br />

wilde Verwandlung 13.00;Vier zauberhafte Schwestern<br />

12.30, 15.15; Die Wolf-Gäng 15.30<br />

Union Filmtheater (✆ 65 01 31 41) Crescendo<br />

#makemusicnotwar 15.20; Das geheime Leben der<br />

Bäume 13.30; Der Junge muss andie frische Luft<br />

13.00; Lindenberg! Mach dein Ding 17.45, 20.30;<br />

Little Women 15.15, 18.00, 20.45; Romys Salon<br />

18.00; Spione Undercover: Eine wildeVerwandlung<br />

15.45; Das Vorspiel 13.00, 20.00<br />

MARZAHN<br />

UCI Kinowelt amEastgate (✆ 93 03 02 60)1917<br />

–Der Film 17.10, 19.50, 22.50; Bad Boys for Life<br />

17.00, 20.10, 23.00; Midnight Movie: The Divine<br />

Fury23.00; DieEiskönigin II 14.20; 3D:Die fantastische<br />

Reise des Dr. Dolittle 15.00, 17.30, 20.00,<br />

22.40; Die Heinzels 14.15, 16.45; Die Hochzeit<br />

14.00, 17.05, 19.55, 22.45; 3D: Jumanji –The<br />

Next Level 23.05; Jumanji –The Next Level 14.10,<br />

20.00; Kartoffelsalat 3 – Das Musical 14.30,<br />

16.55; Knives Out 19.45; Lindenberg! Mach dein<br />

Ding 17.15; Little Women 16.30, 19.45; Das perfekte<br />

Geheimnis 20.30; 3D: Star Wars: Der Aufstieg<br />

Skywalkers 22.50; Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers<br />

14.10; Die Wolf-Gäng 14.05<br />

MITTE<br />

Acud (✆ 44 35 94 98)Einsam zweisam 18.30; Der<br />

kleine Rabe Socke 3–Suche nach dem verlorenen<br />

Schatz 17.00; Parasite 20.45; Bunuel imLabyrinth<br />

der Schildkröten 22.00; But Beautiful –Nichts existiert<br />

unabhängig (OmU) 17.45; Mystify –Michael<br />

Hutchence (OmU) 20.00<br />

Babylon (✆ 242 59 69)Fellini 100!: Boccaccio70<br />

(OmenglU) 22.45; Lubitschs Geliebte: Ehekomödie<br />

–That Uncertain Feeling (OF) 22.00; Fellini 100!:<br />

Fellinis 81/2 –Otto emezzo (OmenglU) 20.00;<br />

Fellini 100!: Fellinis Stadt der Frauen –Lacitta<br />

delle donne (OmenglU) 17.15; Lubitschs Geliebte:<br />

Ninotschka (OmU) 17.45; Lubitschs Geliebte: Sein<br />

oder Nichtsein –ToBeOrNot To Be (OmU) 20.00<br />

Central Hackescher Markt (✆ 28 59 99 73) Das<br />

Kapital im 21. Jahrhundert –Capital inthe Twenty-<br />

First Century (OmU) 10.00; Die Kunst der Nächstenliebe<br />

– Les bonnes intentions (OmU) 14.30,<br />

19.15; Queen &Slim (OmU) 12.00, 16.30, 21.30;<br />

Fritzi –Eine Wendewundergeschichte 15.00; Joker<br />

(OmU) 19.00; Der Leuchtturm – The Lighthouse<br />

(OmU) 21.45; Thomas und seine Freunde: Große<br />

Welt! Große Abenteuer! 13.15; Vom Gießen des<br />

Zitronenbaums –ItMust Be Heaven (OmU) 16.45<br />

CineStar CUBIX (✆ 04 51/703 02 00)1917 –Der<br />

Film 17.20, 19.15, 23.00; 1917 –Der Film (OF)<br />

20.00; 3Engel für Charlie –Charlie‘s Angels (OF)<br />

23.15; Als Hitler das rosa Kaninchen stahl 11.30;<br />

Bad Boys for Life 16.40, 20.10, 22.50; Bad Boys<br />

forLife (OF)19.40,22.20; Cats 11.20;Die Eiskönigin<br />

II11.15, 13.50, 16.45; Die Eiskönigin II–Frozen<br />

2(OF) 15.00; 3D: Die fantastische Reise des<br />

Dr.Dolittle 12.20, 14.15, 17.30, 20.10, 23.00;Die<br />

Heinzels 11.00, 13.15,15.30; Die Hochzeit 13.50,<br />

17.10, 20.00; Joker (OF) 23.00; 3D: Jumanji –The<br />

Next Level 17.50; Jumanji –The Next Level 11.45;<br />

Kartoffelsalat 3 –Das Musical 11.20, 14.40;Knives<br />

Out16.50,19.20; KnivesOut (OF)20.45;Latte Igel<br />

und der magische Wasserstein 11.10; Lindenberg!<br />

Mach dein Ding 16.10; Das perfekte Geheimnis<br />

18.15; Spione Undercover: Eine wilde Verwandlung<br />

13.40; 3D: StarWars: Der Aufstieg Skywalkers<br />

22.30; Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers 14.00;<br />

Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers – Star Wars:<br />

The Rise of Skywalker (OF) 21.15; Vier zauberhafte<br />

Schwestern 11.15; Die Wolf-Gäng 13.20,15.50<br />

Hackesche Höfe (✆ 283 46 03) 1917 –Der Film<br />

(OmU) 16.30, 19.00; Ein verborgenes Leben –A<br />

Hidden Life (OmU) 21.15; Das Vorspiel (teilw.OmU)<br />

14.45; Als Hitler das rosa Kaninchen stahl 16.30;<br />

Lindenberg! Mach dein Ding 21.15; Miles Davis:<br />

Birth of the Cool (OmU) 14.00; Das Vorspiel (teilw.<br />

OmU)19.00; EinverborgenesLeben –AHiddenLife<br />

(OmU) 14.00; Jojo Rabbit (OmU) 17.15, 19.30;<br />

Little Joe –Glück ist ein Geschäft (OmU) 21.45;<br />

Sorry We MissedYou (OmU) 14.30, 19.00; Les miserables<br />

(OmU) 16.45, 21.15; Jojo Rabbit (OmU)<br />

22.15; LittleWomen (OmU) 14.00, 16.45, 19.30<br />

International (✆ 24 75 60 11) Jojo Rabbit (OmU)<br />

21.00; Lindenberg! Mach dein Ding 15.00; Little<br />

Women (OmU) 18.00<br />

Zeughauskino (✆ 20 30 47 70) Chemie und Liebe<br />

19.00; Die Hofnarrenchronik (OmenglU) 21.00<br />

NEUKÖLLN<br />

Cineplex NeuköllnArcaden (✆ 01 80/505 06 44)<br />

1917 –Der Film 16.50, 19.30; Baba Parasi (OmU)<br />

19.45, 22.50; Bad Boys for Life 16.30, 19.40,<br />

22.30; Countdown 20.30, 22.45; Countdown (OF)<br />

22.50; Die Eiskönigin II 14.20, 17.15; Eltilerin<br />

Savasi (OmU) 20.15, 22.55; 3D: Die fantastische<br />

Reise des Dr. Dolittle 14.20, 16.45, 19.30,<br />

19.55, 22.15; Die fantastische Reise des Dr. Dolittle<br />

15.00, 18.10; Die Heinzels 14.00, 16.05;<br />

Die Hochzeit 17.00, 19.55, 22.40; Jumanji –The<br />

Next Level 14.10, 17.20; Mucize Ask (OmU) 22.30;<br />

RafadanTayfa 2: Göbeklitepe (OmU) 14.45, 17.10;<br />

Spione Undercover: Eine wildeVerwandlung 14.15;<br />

Türkler Geliyor –Adelatin Kilici(OmU) 19.45, 22.35;<br />

Vier zauberhafte Schwestern 14.45; Die Wolf-Gäng<br />

14.00,17.00<br />

IL KINO (✆ 91 70 29 19) Als Hitlerdas rosa Kaninchen<br />

stahl (DFmenglU) 16.00; Land des Honigs –<br />

Medena Zemja: Honeyland (OmenglU) 18.10; Land<br />

des Honigs – Medena Zemja: Honeyland (OmU)<br />

11.50; Parasite –Gisaengchung (OmenglU) 13.30,<br />

23.40; Vom Gießen des Zitronenbaums –ItMust<br />

Be Heaven (OmU) 21.45; Les miserables (OmU)<br />

10.00,19.50


<strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020 23<br />

· ·<br />

·······················································································································································································································································································<br />

Tagestipp<br />

genen Gedanken und Kindern“. Er<br />

setzte es mit der Gestalt Kains gleich,<br />

des in der biblischenTradition ersten<br />

und archetypischen Mörders der<br />

Menschheitsgeschichte.<br />

Im Vergleich zu vielen anderen<br />

deutschen Emigranten war George<br />

Grosz auch in Amerika erfolgreich,<br />

sowohl was denVerkauf seiner Bilder<br />

betrifft als auch durch seine fast kontinuierliche,wenn<br />

auch zunehmend<br />

ungeliebte Lehrtätigkeit an der Art<br />

Students League of New York, die<br />

seine materielle Existenz sicherte.<br />

Nach einer mehrjährigen Pause<br />

nahm er den Unterricht 1949 deshalb<br />

auch wieder auf. Er hatte regelmäßig<br />

Ausstellungen, wurde aber in<br />

den USA weitgehend als „deutscher<br />

Künstler“ wahrgenommen, auch<br />

wenn der kunstpapstgleiche Alfred<br />

Barr, Gründungsdirektor des Museum<br />

of Modern Art, Grosz als „wildesten<br />

aller zeitgenössischen Künstler“<br />

gerühmt hatte. Der <strong>Berliner</strong> erreichte<br />

mit seinen Werken im Land<br />

der unbegrenzten Möglichkeiten<br />

nicht die Popularität und auch nicht<br />

die analytische Schärfe der expressiven<br />

und veristischen Darstellungen<br />

wie einst in Deutschland.<br />

„Cain oder Hitler in der<br />

Hölle“ 1944 ,gemalt<br />

in der amerikanischen<br />

Emigration<br />

DHM/VG BILDKUNST5 BONN 2020/<br />

VERTRETEN DURCH. LILIAN GROSZ<br />

MEIN BILD DER WOCHE<br />

Der Maler: GeorgeGrosz, geboren 1893<br />

und gestorben 1959 in Berlin, prägte mit<br />

seiner dadaistischen, satirisch-expressivenund<br />

neusachlich-veristischen Malerei<br />

die Kunst der Weimarer Republik. Dreimal<br />

wurde er angeklagt, wegenBeleidigung<br />

der Reichswehr,Angriffs auf die öffentliche<br />

Moral und Gotteslästerung.Seine<br />

<strong>Berliner</strong> Arbeiten sind ein Spiegel der politischen<br />

und gesellschaftlichen Fragen<br />

der Zeit. Und auch im NewYorkerExil, das<br />

er kurz vorHitlers Machtergreifung wählte,<br />

ließen den Kriegsgegner die politischen<br />

Ereignisse in Nazideutschland nicht los.<br />

Das Deutsche Historische Museum<br />

(DHM) erwarb das Gemälde<br />

„Cain oder Hitler in der Hölle“, 1944, aus<br />

Familienbesitz undintegriertesabdem<br />

4. Februar,12Uhr,indie Dauerschau,<br />

Unter den Linden 2, tgl. 10–18 Uhr.<br />

www.dhm.de<br />

Beim in der Hölle schmorenden,<br />

fratzengesichtigen Hitler aber schon,<br />

wenn auch in einem anderen Stil. Unübersehbar<br />

hat Groszsich auf die Alten<br />

Meister besonnen. Geradezu<br />

überrealistisch ist die Szenerie;<br />

Boschs„Dantes Inferno„ist schonerwähnt.<br />

DerBildaufbau erinnertauch<br />

an Altdorfer und die Donauschule –<br />

und ist nicht zuletzt ein Indiz der EntwurzelungGrosz’inder<br />

NeuenWelt.<br />

Nun kommt das krasse Zeitbild<br />

des <strong>Berliner</strong> Malers, der schon im<br />

deutschen Kaiserreich wegen Beleidigung<br />

der Reichswehr, Angriffs auf<br />

die öffentliche Moral und Gotteslästerung<br />

verhaftet wurde, indie Dauerausstellung<br />

des Deutschen Historischen<br />

Museums.<br />

Möglich wurde das durch Unterstützung<br />

der Beauftragten der Bundesregierung<br />

für Kultur und Medien<br />

und der Kulturstiftung der Länder.<br />

DasGemälde konnte vonden Grosz-<br />

Nachfahren erworben werden, die<br />

den nunmehr neuen Platz mitten in<br />

Berlin, im deutschen Geschichtsmuseum<br />

als den richtigen Ort ansehen.<br />

Gerade auch wegen der vielen jungen<br />

Besucher,für die die NS-Diktatur und<br />

der Krieg zeitlich weit wegsind.<br />

Buchpremiere<br />

Welt<br />

in<br />

Aufruhr<br />

Revolte“ heißt das Buch des<br />

israelischen Journalisten<br />

Nadav Eyal, das an diesem<br />

Donnerstag auf Deutsch erscheint<br />

(Ullstein). Er reiste dafür<br />

ins krisengeschüttelte<br />

Griechenland, sprach mit<br />

deutschen Neonazis und Opfern<br />

der Dürre in Sri Lanka.<br />

Eyal beschreibt eine Welt in<br />

Aufruhr, ererklärt aber auch,<br />

dass die Probleme die Chance<br />

beinhalten, eine gerechtere<br />

und nachhaltigereWelt aufzubauen.<br />

Für die deutsche Ausgabe<br />

schrieb er ein aktuelles<br />

Nachwort, das sich mit dem<br />

Anschlag auf die Synagoge in<br />

Halle beschäftigt und mit der<br />

Rolle, die Deutschland in dieser<br />

Zeit des Umbruchs spielen<br />

kann. Am Donnerstagabend<br />

liest er in Berlin, nächste Woche<br />

können Sie indieser <strong>Zeitung</strong><br />

das Interview lesen, dass<br />

die Israel-Korrespondentin<br />

Anja Reich mit Eyal geführt<br />

hat. Susanne Lenz<br />

Revolte:Buchpremiere mit NadavEyal<br />

19.30Uhr,Maschinenhausder Kulturbrauerei,<br />

Knaackstr. 47<br />

Pfefferberg Theater (✆ 939 35 85 55)<br />

20.00: Der Tanz der Zuckerpflaumenfähre (Ursus &<br />

Nadeschkin)<br />

Quatsch Comedy Club (✆ 47 99 74 13)<br />

20.00: Die LiveShow<br />

Ratibortheater (✆ 618 61 99)<br />

20.30: Der letzte Freitag (Die Gorillas)<br />

Stachelschweine (✆ 261 47 95)<br />

20.00: Überall ist besser als nichts!<br />

StageTheater des Westens (✆ 018 05 44 44)<br />

19.30: Mamma Mia!<br />

Theater Adlershof (✆ 23 93 45 79)<br />

19.00: Piaf et les bals perdus –Piaf und die verlorenen<br />

Ballhäuser (Cècile Roseund Trio Scho)<br />

Wühlmäuse (✆ 30 67 30 11)<br />

20.00: Gelogene Wahrheiten (Wühlmäuse-Ensemble)<br />

KLASSIK<br />

Emmauskirche (✆ 61 69 31 -0)<br />

20.00: Junges Orchester derFU, Ltg.Antoine Rebstein,<br />

Mayumi Kanagawa(Violine), L. vanBeethoven:<br />

Konzertfür Violine und OrchesterD-Dur op. 61; C.<br />

Nielsen: 4. Sinfonie op. 29 „Das Unauslöschliche“<br />

Komische Oper Berlin (✆ 47 99 74 00)<br />

20.00: Orchesterder Komischen Oper Berlin, Jan<br />

Vogler (Violoncello), Ltg.Alondra de la Parra, SinfoniekonzertIII,<br />

Claude Debussy: Prélude àl’après-midi<br />

d’un faune; Camille Saint-Saëns: Konzertfür<br />

Violoncello und OrchesterNr. 1a-Moll op. 33; Erich<br />

Wolfgang Korngold: Filmmusik zu „The Adventures<br />

of Robin Hood“; GeorgeGershwin: EinAmerikaner<br />

in Paris<br />

Konzerthaus Berlin (✆ 203 09 21 01)<br />

11.00, 15.00 Gr.Saal: Neujahrskonzertder Volkssolidarität<br />

20.00 Gr.Saal: Konzerthausorchester Berlin, Anastasia<br />

Kobekina (Violoncello), Ltg.Dmitrij Kitajenko,<br />

Prokofjew: „Romeo und Julia“, Suite Nr.1und 2aus<br />

der Ballettmusik op. 64, Auszüge; Tschaikowsky:<br />

Variationen über ein Rokoko-Thema für Violoncello<br />

und OrchesterA-Dur op. 33; „Manfred-Sinfonie“ nach<br />

Byron h-Moll op. 58<br />

Philharmonie (✆ 25 48 83 01)<br />

20.00: <strong>Berliner</strong> Philharmoniker,Ltg.Paavo Järvi, Stefan<br />

Dohr (Horn), Igor Strawinsky: Scherzo fantastique<br />

op. 3; Abrahamsen: Konzertfür Hornund Orchester,<br />

UA;Berlioz: Symphonie fantastique op. 14<br />

Philharmonie/Kammermusiksaal (✆ 25 48 81 32)<br />

20.00: <strong>Berliner</strong> Figuralchor,Cantores minores,<br />

Solist*innen: Marie Luise Werneburg,Benedikt Kristjánsson,<br />

Jörg Gottschick, Ltg.Gerhard Oppelt, Georg<br />

Friedrich Händel: „Alexander’sFeast, or the Powerof<br />

Musick“, „Ode for St. Cecilia’sDay“<br />

Pierre Boulez Saal (✆ 47 99 74 11)<br />

19.30: Boulez Ensemble XXII, Ltg.Thomas Guggeis,<br />

Bach: Brandenburgisches KonzertNr. 1F-Dur;Hindemith:<br />

Kammermusik Nr.1für 12 Solo-Instrumente<br />

op. 24/1; Saed Haddad: Sombre für 13 Musiker,UA;<br />

Strawinsky: „Concerto in Es“ für Kammerorchester<br />

„Dumbarton Oaks“<br />

Schwartzsche Villa (✆ 902 99 22 12)<br />

19.00: Liederabend –Typisch Frau?! Katharina<br />

Laura Kunz (Sopran), JakeWalsh (Klavier), Robert<br />

Schumann: Frauenliebe und-leben, op. 42; Richard<br />

Strauss: Mädchenblumen, op. 22; Wolfgang Rihm:<br />

Das Rot<br />

Villa Elisabeth (✆ 44 04 36 44)<br />

20.00: Viola Solo: Karen Lorenz, Yodfat Miron u. a.,<br />

Rama Gottfried: corporisfabrica (UA); Georg Katzer:<br />

Kette; Enno Poppe: Filz –visuell-performatives<br />

Konzert<br />

Zuversichtskirche (✆ 366 10 07)<br />

19.15: Cappella Vocale Berlin, kunstPause<br />

Zwölf-Apostel-Kirche (✆ 263 98 10)<br />

19.30: Stephan Graf vonBothmer:„Three Ages“ in<br />

concert, Stummfilm-Komödie mitBuster Keaton,<br />

Weltpremiere einer kolorierten Fassung<br />

KALENDER<br />

KINDER<br />

Friedrichstadt-Palast (✆ 23 26 23 26)<br />

16.00: Im Labyrinth der Bücher,Young Show(ab 5J.)<br />

Theater der kleinen Form (✆ 29 35 04 61)<br />

18.00: Die Zauberflöte, Puppentheater Firlefanz,<br />

Marionettenoper (ab 10 J.)<br />

LITERATUR/VORTRAG<br />

Akademie der Künste am Pariser Platz<br />

(✆ 200 57 10 00) 19.00 Plenarsaal: „Bin und<br />

bleibe, der ich war,Ernst Barlach“. Ernst Barlach. Die<br />

Briefe, Charly Hübner,IngoSchulze und HolgerHelbig<br />

lesen und loben<br />

Kulturbrauerei/Maschinenhaus (✆ 44 31 51 00)<br />

19.30: Revolte, NadavEyal<br />

Lettrétage (✆ 692 45 38)<br />

20.00: 2019 Berlin Writing Prize, Preisverleihung und<br />

Buchpremiere mit S.K. Perry, Victoria Manifold, Anbara<br />

Salam, und Traci Kim<br />

Literaturforum im Brecht-Haus (✆ 282 20 03)<br />

20.00: Metropol, Eugen Ruge, Lesung und Gespräch,<br />

Moderation:Cornelia Geißler<br />

Z-Bar (✆ 28 38 91 21)<br />

20.30: Kontinentpfade. Eine kurze Anleitung,Europa<br />

lieben zu lernen, Gernot Wolfram, Lesung &Gespräch,<br />

Moderation: Britta Gansebohm<br />

KONZERT<br />

A-Trane (✆ 313 25 50)<br />

21.00: LilyDahab,Bajo un mismocielo<br />

Berghain/Kantine (Rüdersdorfer Str.70)<br />

20.30: Die Kerzen<br />

Bi Nuu (✆ 69 56 68 40)<br />

20.00: Jason Bartsch &Band, Aylin Celik, Eine Idee<br />

für das Klappen aller Dinge<br />

Festsaal Kreuzberg (✆ 403 65 56 30)<br />

20.00: Yaya The Cat +Riskee (Ska Punk)<br />

Kiste (✆ 998 74 81)<br />

21.00: Black Rosie<br />

Lido (✆ 69 56 68 40)<br />

20.00: Acht Eimer Hühnerherzen +SchrengSchreng<br />

+LaLa(Punkrock)<br />

Rickenbacker’s (✆ 81 89 82 90)<br />

21.00: Dyfingar Bannadar<br />

Schlot (✆ 448 21 60)<br />

21.00: Balkan Spirit meets Balkanova<br />

Schokoladen Mitte (✆ 282 65 27)<br />

19.00: Dr.Fleischman +The Antikaroshi, thirsty and<br />

miserable<br />

TIPI am Kanzleramt (✆ 39 06 65 50)<br />

20.00: Gitte Haenning &Band, Still crazy ...<br />

VertiMusic Hall (✆ 20 60 70 88 11)<br />

20.00: Howard Carpendale,Die Showmeines Lebens<br />

–50Jahre<br />

Wild At Heart (✆ 611 70 10)<br />

22.00: The Teaserettes, The Rock nRoll Freak<br />

Burlesque Show<br />

Yaam (✆ 615 13 54)<br />

20.00: Jamila &The Other Heroes, Tolygyn, Heart<br />

Chor,Schmeckefuchs, Urubu Marinka<br />

CLUB<br />

Berghain (Am Wriezener Bahnhof)<br />

23.00: CTM 2020, Astrid Gnosis (live), Gabber Modus<br />

Operandi feat. Wahono xNakibembe Xylophone<br />

Ensemble (live), Squarepusher (live), !luuli, VTSS<br />

Tresor Club (Köpenicker Str.70)<br />

23.59: Tresor.Klubnacht, Umwelt, Sunil Sharpe, Kerrie,<br />

Jamie Behan<br />

BALLROOM<br />

Ballhaus Berlin (✆ 282 75 75)<br />

20.00: DJaneClärchen &die Ballhaus Band<br />

Haus der Sinne (✆ 44 04 91 55)<br />

21.30: Tangobar:Alfonso Covarrubias (live)<br />

ufaFabrik (✆ 75 50 30)<br />

22.00: 8. PSIU! Forró Festival<br />

Weiße Rose (✆ 902 77 66 46)<br />

19.00: Holiday Swing,Stephan Wuthe<br />

KINO<br />

Neues Off (✆ 62 70 95 50)Queen & Slim (OmU)<br />

16.30, 19.30; Queen &Slim (OF) 22.30<br />

Passage (✆ 68 23 70 18) Little Women (OmU)<br />

14.40, 17.30, 20.30; 1917 – Der Film (OmU)<br />

15.00, 17.45, 20.30; Knives Out 21.00; Lindenberg!<br />

Mach dein Ding 15.20, 18.10; Joker (OmU)<br />

18.30, 21.00; Judy (OmU) 16.00<br />

Rollberg (✆ 62 70 46 45) Little Women(OF) 14.45,<br />

17.45, 20.45; Parasite –Gisaengchung (OmenglU)<br />

17.20, 20.15; 1917 –Der Film (OF) 17.00, 19.45,<br />

22.30; Les miserables (OmenglU) 17.00, 19.30,<br />

22.00; Jojo Rabbit (OF) 16.30, 19.00, 21.30<br />

UCI Luxe Gropius Passagen (✆ 66 68 12 34)<br />

1917 –Der Film 17.30, 20.15, 23.00; BadBoysfor<br />

Life 16.40, 19.50, 22.50; Die Eiskönigin II14.20;<br />

3D: Die fantastische Reise des Dr. Dolittle 14.50,<br />

17.20, 20.10, 22.40; Die Heinzels 15.05, 17.10;<br />

Die Hochzeit 16.30, 19.40, 22.55; Jumanji –The<br />

Next Level 17.00; Kartoffelsalat 3–Das Musical<br />

14.15; Knives Out 19.30; Das perfekte Geheimnis<br />

22.30; Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers 20.30;<br />

Vier zauberhafte Schwestern 14.30; Die Wolf-Gäng<br />

14.40<br />

Wolf (✆ 921039333) Flussfahrtmit Huhn 16.30;<br />

Little Joe –Glück ist ein Geschäft (OmU) 18.50;<br />

SorryWe Missed You(OmU) 16.40, 21.00;Vom Gießen<br />

des Zitronenbaums –ItMust BeHeaven (OmU)<br />

19.00; Les miserables (OmU) 21.10<br />

PANKOW<br />

BlauerSternPankow (✆ 47 61 18 98)Die fantastische<br />

Reise des Dr. Dolittle 13.30, 15.50, 18.10,<br />

20.15; Little Women 20.30; Die Heinzels 13.40,<br />

15.30; Lindenberg! Mach dein Ding 17.20<br />

PRENZLAUER BERG<br />

FT am Friedrichshain (✆ 42 84 51 88) Little Women<br />

14.30, 17.20, 20.15; Das geheime Leben der<br />

Bäume 17.40; Die Heinzels 14.00, 15.50; Parasite<br />

20.00; Die fantastische Reise des Dr. Dolittle<br />

13.40, 16.00, 18.20, 21.15; 1917 –Der Film<br />

(OmU) 20.40; Latte Igel und der magischeWasserstein<br />

14.40; Sorry We Missed You 16.40, 19.00;<br />

Ein verborgenes Leben 19.45; Knives Out 17.00;<br />

Spione Undercover: Eine wildeVerwandlung 14.45<br />

Kino in der Kulturbrauerei (✆ 04 51/703 0200)<br />

1917 –Der Film (OmU) 16.45, 20.00, 22.45; Als<br />

Hitler das rosa Kaninchen stahl 16.45; Ein verborgenes<br />

Leben 21.45; Die Eiskönigin II14.15; Freies<br />

Land 23.00; Dasgeheime Leben derBäume 18.45;<br />

Die Heinzels 14.30, 16.45; Jojo Rabbit (OmU)<br />

14.00, 19.30; Jojo Rabbit (OF) 16.45,22.30; Judy<br />

17.00; Der kleine Rabe Socke 3–Suche nach<br />

dem verlorenen Schatz 14.15; Knives Out 19.45;<br />

Lindenberg! Mach dein Ding 20.00; Little Women<br />

13.45; Little Women (OmU) 19.30; Little Women<br />

(OF) 16.45; Parasite 21.45; The Peanut Butter Falcon<br />

16.30; Queen &Slim (OmU) 22.45; Sorry We<br />

Missed You 19.15; Spione Undercover: Eine wilde<br />

Verwandlung 14.15; Star Wars IX (OmU)22.45; Vier<br />

zauberhafte Schwestern 14.30;Vom Gießen des Zitronenbaums<br />

16.15; Das Vorspiel 19.00; Die Wolf-<br />

Gäng 13.45; Les miserables 21.45<br />

Krokodil (✆ 44 04 92 98) Gundermann Revier<br />

18.00; Swimmingpool am Golan (teilw.OmU)<br />

19.45; Why Don‘t You Just Die! (OmU) 21.15<br />

UCI Kinowelt Colosseum (✆ 44 01 92 00) 1917<br />

–Der Film 17.05, 19.40, 22.30; 3Engel für Charlie<br />

22.40; Bad Boys for Life 17.00, 19.55, 22.40;<br />

Countdown 19.55, 22.30; Midnight Movie: The Divine<br />

Fury 22.45; Die Eiskönigin II 14.40; 3D: Die<br />

fantastische Reise des Dr. Dolittle 14.20, 17.00,<br />

19.45, 22.45; Das geheime Leben der Bäume<br />

17.05; Die Heinzels 14.30, 17.20; Die Hochzeit<br />

14.15, 16.45, 19.50; 3D: Jumanji 17.00; Jumanji<br />

14.15; Kartoffelsalat 314.40, 17.00; Knives Out<br />

19.50, 22.45; Latte Igel und der magische Wasserstein<br />

14.30; Lindenberg! 19.40; Little Women<br />

16.50, 19.45; Das perfekte Geheimnis 16.50;<br />

Sneak Preview 22.45; 3D: Star Wars IX 22.45; Star<br />

Wars: Der Aufstieg Skywalkers 14.15, 19.40; Systemsprenger<br />

19.55; Underwater –Esist erwacht<br />

22.45; Vier zauberhafte Schwestern 14.45; Die<br />

Wolf-Gäng 14.35<br />

Zeiss-Großplanetarium (✆ 42 18 45 12) Anderswo.<br />

Allein inAfrika 18.00; M. C. Escher: Reise in<br />

dieUnendlichkeit (teilw.OmU) 16.00; DerMann, der<br />

vomHimmel fiel –The Man Who Fell toEarth (OmU)<br />

20.30; Small Planets (OmU) 14.00<br />

REINICKENDORF<br />

CineStar Tegel (✆ 04 51/703 02 00) 1917 –Der<br />

Film 16.35,19.40, 22.45; Bad Boys for Life 17.05,<br />

20.10, 23.00; Countdown 20.25, 23.15; Die Eiskönigin<br />

II 14.10, 16.55; 3D: Die fantastische Reise<br />

des Dr. Dolittle 14.20, 17.10, 19.50, 22.35; The<br />

Grudge 23.20; Die Heinzels 13.30, 15.40; Die<br />

Hochzeit 14.10, 16.45, 19.35, 22.35; Jojo Rabbit<br />

20.00; Joker 23.05; 3D: Jumanji –The Next Level<br />

22.50; Jumanji –The Next Level 17.15; Kartoffelsalat<br />

3–Das Musical 14.10, 18.00; Knives Out<br />

16.55, 19.45; Lindenberg! Mach dein Ding 16.25;<br />

Dasperfekte Geheimnis20.15; SpioneUndercover:<br />

Eine wilde Verwandlung 13.45; 3D: Star Wars: Der<br />

Aufstieg Skywalkers 19.30; Star Wars: Der Aufstieg<br />

Skywalkers 13.40, 22.55; Vier zauberhafte Schwestern<br />

14.20; Die Wolf-Gäng 14.40<br />

SCHÖNEBERG<br />

Cinema amWalther-Schreiber-Platz (✆ 852 30 04)<br />

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl 14.00, 20.00;<br />

Lindenberg! Mach dein Ding 17.00<br />

Cosima (✆ 85 075802)Judy 18.00, 20.15<br />

Odeon (✆ 78 70 40 19) Jojo Rabbit (OmU) 18.00;<br />

Little Women (OmU) 15.00, 20.30<br />

Xenon (✆ 78 00 15 30) JonathanAgassi Saved My<br />

Life (OmU) 18.00; Judy (OmU) 20.15<br />

SPANDAU<br />

Cineplex Spandau (✆ 01 80/505 02 11) 1917<br />

– Der Film 16.35, 19.50, 22.45; Bad Boys for<br />

Life 16.50, 19.40, 22.45; Die Eiskönigin II12.35,<br />

14.05; 3D: Die fantastische Reise des Dr. Dolittle<br />

17.00, 20.15, 22.50; Die fantastische Reise desDr.<br />

Dolittle 10.00, 12.00, 14.25; Die Heinzels 10.00,<br />

12.15, 14.30; Die Hochzeit 16.40, 19.30, 22.40;<br />

Jumanji 17.15; Knives Out 19.45; Spione Undercover:<br />

Eine wilde Verwandlung 14.45; Star Wars<br />

IX 22.20; Vier zauberhafte Schwestern 12.20; Die<br />

Wolf-Gäng 10.00, 12.10, 14.25<br />

Kino im Kulturhaus Spandau (✆ 333 6081) Als<br />

Hitler das rosa Kaninchen stahl 13.45, 18.00; Der<br />

geheime Roman des Monsieur Pick 16.00; Judy<br />

20.15<br />

STEGLITZ<br />

Adria (✆ 01 80/505 07 11) Little Women 14.00,<br />

17.00,20.00<br />

Cineplex Titania Palast (✆ 01 80/505 05 20)<br />

1917 –Der Film 20.00, 22.55; Bad Boys for Life<br />

16.50, 20.00, 23.00; Die Eiskönigin II 10.00,<br />

12.15, 14.25; 3D: Die fantastische Reise des Dr.<br />

Dolittle 10.00,12.20, 14.45, 17.20, 19.50, 22.35;<br />

Die fantastische Reise des Dr. Dolittle 14.15,<br />

16.50; Das geheime Leben der Bäume 17.50; Die<br />

Heinzels 10.00, 11.50,13.45, 15.45; Die Hochzeit<br />

17.05, 19.45, 22.40;Jojo Rabbit20.00,22.45;Jumanji<br />

16.50; Knives Out 17.00,19.30, 22.35; Latte<br />

Igel und der magische Wasserstein 10.00, 12.15;<br />

Spione Undercover: Eine wilde Verwandlung 10.00,<br />

12.00, 14.30; Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers<br />

20.45; Vier zauberhafte Schwestern 10.00, 12.15,<br />

14.30; Die Wolf-Gäng 10.00,12.10, 14.25<br />

Thalia Movie Magic (✆ 774 3440) Bad Boys for<br />

Life 20.30; 3D: Die fantastische Reise des Dr. Dolittle<br />

18.15, 20.30; Die fantastische Reise des Dr.<br />

Dolittle 15.45; Die Heinzels 15.45; Die Hochzeit<br />

18.00,20.30; Jumanji –The Next Level 18.00; Knives<br />

Out 20.30; Lindenberg! Mach dein Ding 17.45;<br />

Vier zauberhafte Schwestern 15.45; Die Wolf-Gäng<br />

16.00<br />

TIERGARTEN<br />

Arsenal (✆ 26 95 51 00) Federico &Marcello:<br />

Fellinis Das süße Leben –Ladolce vita (OmenglU)<br />

19.30; MagicalHistoryTour:Liebling,ich werde jünger<br />

–Monkey Business (OF) 20.00<br />

CinemaxX Potsdamer Platz (✆ 040/80 806969)<br />

1917 – Der Film 13.20, 16.20, 16.30, 19.45,<br />

19.50, 23.00; 7500 –Der Film 23.00; Als Hitler<br />

das rosa Kaninchen stahl 16.30; Bad Boys for Life<br />

16.50, 19.30, 22.50; Countdown 17.30, 20.10,<br />

22.40; Die Eiskönigin II 12.30; 3D: Die fantastische<br />

Reise des Dr. Dolittle 13.15, 13.30, 17.00,<br />

20.15, 23.00; Die fantastische Reise des Dr. Dolittle<br />

14.00, 16.30; Das geheime Leben der Bäume<br />

17.10; Die Heinzels 14.10, 16.15; Die Hochzeit<br />

13.40, 17.05, 20.00, 22.30; Jojo Rabbit 16.30,<br />

16.40, 19.40, 23.00; Joker 20.00; Jumanji –The<br />

Next Level 13.45, 15.15, 16.30, 20.00, 23.00;<br />

Kartoffelsalat 3–Das Musical 14.00, 17.15; Knives<br />

Out 16.45, 20.30, 22.45, 22.50; Lindenberg!<br />

Mach dein Ding 19.00; Little Women 13.30, 17.00,<br />

19.30, 19.45, 22.30; Parasite 19.15; Das perfekte<br />

Geheimnis19.45; Queen &Slim 22.40; Spione Undercover:<br />

Eine wilde Verwandlung 13.20; 3D: Star<br />

Wars: Der Aufstieg Skywalkers 15.50, 20.20; Star<br />

Wars:Der Aufstieg Skywalkers 13.50, 19.20,22.30;<br />

Underwater –Esist erwacht 23.00; Vier zauberhafte<br />

Schwestern 15.00; Weathering With You: Das Mädchen,<br />

das die Sonneberührte 19.45; DieWolf-Gäng<br />

14.10<br />

Filmrauschpalast (✆ 394 43 44) Jam (OmU)<br />

17.30; Die Sehnsucht der Schwestern Gusmao –A<br />

vida invisivel de Euridice Gusmao (OmU) 21.30;<br />

Why Don‘t You Just Die! –Papa, sdokhni (OmU)<br />

19.30<br />

TREPTOW<br />

Astra (✆ 636 1650) Bad Boys for Life 17.15,<br />

20.00, 22.30; 3D: Die fantastische Reise des Dr.<br />

Dolittle 17.30, 20.00, 22.30; Die fantastische Reise<br />

des Dr. Dolittle 15.00; Das geheime Leben der<br />

Bäume 15.00, 18.00, 20.15, 22.30; Die Heinzels<br />

14.00, 16.00; Die Hochzeit 17.30, 20.00, 22.30;<br />

Jumanji –The Next Level 18.00; Lindenberg! Mach<br />

dein Ding 20.30; Spione Undercover: Eine wilde<br />

Verwandlung 15.00; Vier zauberhafte Schwestern<br />

14.00; Die Wolf-Gäng 16.00<br />

Casablanca (✆ 6775752) Judy 18.00; KnivesOut<br />

20.30; Pavarotti 15.30<br />

CineStar –Treptower Park (✆ 04 51/703 02 00)<br />

1917 –Der Film 17.00, 20.10, 22.50; 3Engel für<br />

Charlie 23.00; Bad Boys for Life 17.00, 20.00,<br />

22.45; Countdown 20.20, 22.55;<br />

Die Eiskönigin II14.20;3D: Die fantastische Reise<br />

des Dr. Dolittle 14.10, 17.10, 20.00, 22.45; The<br />

Grudge 23.05; Die Heinzels 14.15, 16.30; Die<br />

Hochzeit 14.10, 17.00, 19.55; Joker22.55; 3D: Jumanji<br />

–The Next Level20.00; Jumanji –The Next Level14.05,<br />

17.15, 22.40; Kartoffelsalat3–Das Musical<br />

14.40, 17.20; Knives Out 19.30; Lindenberg!<br />

Mach dein Ding 17.10; Das perfekte Geheimnis<br />

19.45; Spione Undercover: Eine wildeVerwandlung<br />

14.20; Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers 19.30;<br />

Underwater –Esist erwacht 23.00; Vier zauberhafte<br />

Schwestern 14.15,16.50; DieWolf-Gäng 14.45<br />

WEDDING<br />

Cineplex Alhambra (✆ 01 80/505 03 11) 1917<br />

–Der Film 16.40, 19.45, 22.40; Bad Boys for Life<br />

16.50, 20.00, 23.00; Die Eiskönigin II14.15; Eltilerin<br />

Savasi (OmU) 20.15, 22.45; 3D: Die fantastische<br />

Reise des Dr. Dolittle 14.20, 16.45, 19.30,<br />

22.40; Die Hochzeit 16.50, 19.45; Jumanji –The<br />

Next Level 14.10; Rafadan Tayfa 2: Göbeklitepe<br />

(OmU) 14.00, 16.00, 18.10; Star Wars: Der Aufstieg<br />

Skywalkers 17.00, 22.50; Türkler Geliyor –<br />

Adelatin Kilici (OmU) 20.10, 23.00; Vier zauberhafte<br />

Schwestern 14.15; DieWolf-Gäng 14.15<br />

WEISSENSEE<br />

BrotfabrikKino (✆ 471 40 01) An derBruchkante–<br />

Imker in Mecklenburg 19.30; Klavierstunden –Making<br />

the Grade (OmU) 18.00; Swans –Where Does<br />

ABody End? (OmU) 21.45<br />

Toni &Tonino (✆ 92 79 12 00) Die fantastische<br />

Reise des Dr. Dolittle 11.15, 13.30, 15.45; Lindenberg!<br />

Mach dein Ding 20.45; Premiere: Romys<br />

Salon 18.00; Die fantastische Reise des Dr.Dolittle<br />

18.15,20.30; Lindenberg! Mach dein Ding 15.30;<br />

Thilda &die beste Band derWelt 13.00<br />

WILMERSDORF<br />

Bundesplatz-Kino (✆ 85 40 60 85) Als Hitler das<br />

rosa Kaninchen stahl 15.30; Miles Davis: Birth of<br />

the Cool (OmU) 20.30; Das Vorspiel 18.00<br />

Eva-Lichtspiele (✆ 92 25 53 05) Crescendo #makemusicnotwar<br />

15.30; Dasgeheime Lebender Bäume<br />

18.00; Latte Igel und der magische Wasserstein<br />

13.15;Vom Gießen des Zitronenbaums 20.30<br />

ZEHLENDORF<br />

Bali (✆ 811 46 78) But Beautiful –Nichts existiert<br />

unabhängig 20.30; Ein Licht zwischen den Wolken<br />

18.00; Latte Igel und der magische Wasserstein<br />

16.00<br />

Capitol (✆ 831 6417) Das geheime Leben der<br />

Bäume 15.00; Little Women 17.20, 20.15<br />

POTSDAM<br />

Filmmuseum Potsdam (✆ 03 31/271 81 12)<br />

Auf den Spuren Fellinis –Sur les traces de Fellini<br />

17.00; Fellinis La Strada –Das Lied der Straße (m.<br />

Einführung) 19.00; Götter von Molenbeek: Gods of<br />

Molenbeek –Aatos ja Amine (OmU) 21.15<br />

Thalia Potsdam (✆ 03 31/743 70 20) Als Hitler<br />

das rosa Kaninchen stahl 16.00; Crescendo<br />

#makemusicnotwar 15.30; Ein verborgenes Leben<br />

20.15; Die Eiskönigin II 13.45; Das geheime Leben<br />

der Bäume 18.00; Die Heinzels 14.00, 16.00; Jojo<br />

Rabbit 18.00, 20.45; Latte Igel und der magische<br />

Wasserstein 13.30; Lindenberg! Mach dein Ding<br />

18.00, 20.45; Sorry We Missed You 20.45; Vom<br />

Gießen des Zitronenbaums 15.45; Das Vorspiel<br />

13.45, 18.30<br />

UCI Luxe Potsdam Center (✆ 03 31/233 70)<br />

1917 –Der Film 17.10, 20.15, 23.00; BadBoysfor<br />

Life 16.50, 20.00, 23.00; Die Eiskönigin II 13.50;<br />

3D: Die fantastische Reise des Dr. Dolittle 14.00,<br />

17.00, 20.00, 23.00; Die Heinzels 13.40, 15.45;<br />

Die Hochzeit 14.10, 16.40, 19.50; 3D: Jumanji –<br />

The Next Level 23.00; Jumanji 16.50; Kartoffelsalat<br />

314.20, 17.45; Knives Out 19.50, 23.00; Lindenberg!<br />

Mach dein Ding 19.40; Little Women 16.30,<br />

19.40; Das perfekte Geheimnis 23.00; 3D: Star<br />

Wars: Der Aufstieg Skywalkers 20.15; Star Wars: Der<br />

Aufstieg Skywalkers 13.45, 23.00; Vier zauberhafte<br />

Schwestern 14.15; Die Wolf-Gäng 14.00, 17.10<br />

UMLAND<br />

ALA Falkensee (✆ 03322/279 88 77)Die fantastische<br />

Reise des Dr. Dolittle 14.30, 17.00, 20.00<br />

Filmpalast Bernau (✆ 033 38/70 54 54) Bad<br />

Boys for Life 20.30; 3D: Die fantastische Reise<br />

des Dr. Dolittle 18.00, 20.30; Die fantastische<br />

Reise des Dr. Dolittle 15.45; Die Heinzels 15.30;<br />

Die Hochzeit 17.45,20.30; Lindenberg! Mach dein<br />

Ding 17.30; Vier zauberhafte Schwestern 15.30<br />

Filmpalast Oranienburg (✆ 033 01/70 48 28)<br />

Bad Boys for Life 18.00, 20.30, 22.30; Die Eiskönigin<br />

II 14.15; 3D: Die fantastische Reise des<br />

Dr. Dolittle 17.30, 19.45, 22.50; Die fantastische<br />

Reise des Dr. Dolittle 15.00; Die Hochzeit 17.45,<br />

20.15;Jumanji 15.15;Lindenberg! Machdein Ding<br />

17.00, 20.00; 3D: Star Wars IX 22.15; Die Wolf-<br />

Gäng 14.00, 16.00; Zombieland 223.10<br />

Linden-Kino Wusterhausen (✆ 03 39 79/145 93)<br />

Bad Boys for Life21.15; Die Hochzeit17.00, 19.15<br />

Movieland Erkner (✆ 033 62/36 68) Als Hitler<br />

das rosa Kaninchen stahl 20.45; Bad Boys for Life<br />

18.00; Die Hochzeit 17.15, 20.00; Der kleine Rabe<br />

Socke 316.15; Spione Undercover 15.00


24 <strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020<br />

·························································································································································································································································································<br />

Netzwerk<br />

NACHRICHTEN<br />

Vereinte Nationen Opfer<br />

von Hacker-Angriff<br />

STREAMING<br />

Dämonen,<br />

Mörder und<br />

zwei Päpste<br />

Der Februar ist Berlinale-Monat.<br />

Und wie in jedem Jahr, weht<br />

auch diesmal wieder mehr als nur<br />

ein Hauch von internationaler Unterhaltung<br />

durch Berlin. Für diejenigen,<br />

die es mal wieder nicht ins Kino<br />

schaffen können, gibt es hier Tipps,<br />

um sich im Februar die Zeit hochkarätig<br />

zu vertreiben.<br />

„Locke and Key“: Bei dieser Serie<br />

handelt es sich um eine Adaption der<br />

Graphic Novel gleichen Namens. In<br />

der Geschichte geht es um die Geschwister<br />

Locke, die in das Geburtshaus<br />

ihres Vaters ziehen, nachdem<br />

dieser brutal ums Leben gekommen<br />

ist. In diesem Haus spielen sich allerlei<br />

unglaubliche Dinge ab,die immer<br />

mit bestimmten magischen Schlüsseln<br />

zu tun haben, welche die Kinder<br />

immer wieder entdecken. Es gibt<br />

Dämonen, ein Mädchen in einem<br />

Brunnen, Türen in andere Dimensionen<br />

und allerlei unglaubliche<br />

Dinge. Die Buchvorlage ist auch wegen<br />

der sehr bildgewaltigen Illustrationen<br />

zum Kult-Klassiker geworden,<br />

was die Latte für die Serie sehr<br />

hoch gelegt hat. Für Fantasy-, Grusel-<br />

und Comicfreunde ein Muss.<br />

Zu sehen ab 7. Februar bei Netflix<br />

„A Confession“: Diese britische Serie<br />

erzählt die wahre Geschichte des<br />

Mordes an Sian O’Callaghan, die im<br />

März 2011 von einem Taxifahrer ermordet<br />

wurde. Nachdem der Täter<br />

ein Geständnis abgelegt hatte,hat er<br />

im Verlauf des Verhörs einen weiteren<br />

Mord gestanden. Aufgrund dieses<br />

Geständnisses konnte die Leiche<br />

der bereits 2003 verschwundenen<br />

Becky G. Edward entdeckt werden.<br />

Später stellte sich heraus, dass der<br />

ermittelnde Kommissar Fulcher sich<br />

schweren Fehlverhaltens schuldig<br />

gemacht hat. Der von Martin Freeman<br />

gespielte Ermittler Steve Fulcher<br />

hat zwei Fälle lösen können, die<br />

damals ganz England in Atem hielten,<br />

letztendlich kosteten sie ihn jedoch<br />

seinen Job. Sehr aufwühlend<br />

erzählt, sehr sehenswert.<br />

Zu sehen ab 6. Februar bei MagentaTV<br />

Ach du Heiliger:Jude Lawund John<br />

Malkovich spielen zwei Päpste.<br />

„The New Pope“: Päpste scheinen<br />

derzeit sehr im Trend zu liegen. Nach<br />

dem Netflix-Erfolgsfilm „Two Popes“<br />

bekommen wir jetzt in dieser HBO-<br />

Serie den neuen Papst präsentiert.<br />

Die Serie folgt den Geschehnissen<br />

von „The Young Pope“. Jude Laws<br />

„Pius XIII“ liegt im Koma und ein<br />

neuer Pontifex (John Malkovich)<br />

wird gewählt. Plötzlich wacht Pius<br />

auf und das Drama beginnt. Frech,<br />

und wunderschön anzusehen!<br />

Zu sehen ab dem 20.Februar bei Sky Atlantic<br />

Markus Posimki<br />

hat drei Spielfilme für den<br />

Februar gefunden.<br />

PR<br />

Wann moralisch handeln, wann einfach nur sein Leben retten? Auch mit dieser Frage müssen sich die Widerstandskämpfer beschäftigen. PAINTBUCKET GAMES (2)<br />

Im Kampf gegen die Nazis<br />

In „Through the Darkest of Times“ lernt der Computerspieler,wie schwierig es ist, Widerstand zu leisten<br />

VonJan Bojaryn<br />

Das Dritte Reich kennen<br />

immer mehr Menschen<br />

nur noch aus Erzählungen<br />

und Filmen. Eine<br />

einfache, direkte Brücke in die Vergangenheit<br />

hat das <strong>Berliner</strong> Kleinstudio<br />

Paintbucket Games geschlagen.<br />

„Through the Darkest of<br />

Times“ ist ein gründlich recherchiertes,<br />

historisches Computerspiel<br />

aus Berlin, das seit gesternauf<br />

dem Marktist.<br />

Wastun mit dem Papierstapel?<br />

Das Spiel beginnt 1933 mit der<br />

Machtergreifung Hitlers. Die Helden<br />

im Spiel arbeiten als Gärtner oder<br />

Bankangestellte, sie können Anarchisten<br />

oder katholisch-konservativ<br />

sein. Gemein ist ihnen nur, dass sie<br />

das Dritte Reich nicht aushalten, sie<br />

wollen es bekämpfen. Es wirklich zu<br />

stoppen, ist anfangs kein realistisches<br />

Ziel. Gespielt wird der Widerstand<br />

ziemlich einfach: Spieler platzieren<br />

ihreMitstreiter an verschiedenen Orten<br />

auf dem Stadtplan, wägen ab zwischen<br />

Notfällen, knappen Ressourcen<br />

und der wachsenden Gefahr.Anfangs<br />

werden eher Flugblätter verteilt,<br />

später sind spektakuläre<br />

Propaganda-Coups, Gefängnis-Ausbrüche,<br />

sogar Bombenanschläge<br />

möglich.<br />

Solange die Gruppenmitglieder<br />

noch anonym sind, gelingt vieles.<br />

Mit wachsendem Profil müssen jedoch<br />

immer häufiger Aktionen abgebrochen<br />

werden, müssen die<br />

Kämpfer unverrichteter Dinge abziehen.<br />

Bald wird der Fortschritt<br />

Im historischen Stadtgebiet von Berlin sind die Widerstandskämpfer unterwegs.<br />

langsam. Überhaupt eine Aktion zu<br />

starten, weder an Moralnoch an Unterstützung<br />

zu verlieren, ist dann<br />

schon ein Erfolg.<br />

Schon der Kauf von größeren<br />

Papiermengen kann verdächtig<br />

machen. Es könnten ja politische<br />

Flugblätter entstehen. Wozu wird<br />

das Papier also gebraucht? Vielleicht<br />

holt der Händler einen dicken<br />

Papierstapel nur deshalb aus<br />

dem Hinterzimmer, weil er Beweise<br />

schaffen will. Vielleicht beobachten<br />

aber auch neugierige<br />

Nachbarn die Aktion. Sehr schnell<br />

kann der Verdacht geweckt werden.<br />

Und sosteigt langsam die Gefahr,<br />

enttarnt und vielleicht sogar festgenommen<br />

zu werden.<br />

In den Missionen geht es immer<br />

auch darum, welche Kämpfer zu der<br />

Aufgabe und zueinander passen.<br />

Einsätze können auch daran scheitern,<br />

dass Widerstandskämpfer sich<br />

streiten. Helfer können auch den<br />

Mut verlieren, sie können aussteigen,<br />

sie können einander hassen.<br />

Alle haben ihre familiäre Prägung,<br />

entstammenverschiedenen Milieus,<br />

vertreten eigene politische Überzeugungen.<br />

Eine Woche in der NS-Zeit entspricht<br />

einer Spielrunde.Zuerst werden<br />

die neuesten Schlagzeilen vorgelegt.<br />

Sie zeichnen den Wegindie<br />

totalitäre Diktatur und in den Krieg<br />

nach: Der Reichstag wird aufgelöst,<br />

das Eugenikprogramm gestartet,<br />

Hitler verspricht Frieden. Dann geht<br />

es in eine grobgezeichnete,schwarzweiße<br />

Welt. Die Gruppe trifft sich in<br />

Hinterzimmern. Jede Frau und jeder<br />

Mann der Gruppe kann in einer Woche<br />

eine Aufgabe erledigen.<br />

Dieser Wochen-Rhythmus wirkt<br />

beklemmend, aber er wird regelmäßig<br />

von Erzähltexten unterbrochen.<br />

Früh im Spiel erfährtder Protagonist<br />

Fake-Gäste beschädigen den Ruf<br />

von ersten Bücherverbrennungen.<br />

Oder er sieht, wie SA-Männer einen<br />

alten Mann mit Kippa verprügeln.<br />

Wastun? DieErzählung stellt Spieler<br />

vor Multiple-Choice-Entscheidungen.<br />

Sie stehen vor der Wahl, dazwischenzugehen,<br />

um dem Mann zu<br />

helfen. Oder sollten sie doch besser<br />

die Nazis ablenken? Oder einfach<br />

wegschauen? Viele Situationen entziehen<br />

sich einfachen moralischen<br />

Urteilen.<br />

Zivilcourage zeigen<br />

Diese spielbaren Kurzgeschichten<br />

heben das Abenteuer auf ein anderes<br />

Niveau. „Through the Darkest<br />

of Times“ ist kein austauschbares<br />

Brettspiel über Widerstand, sondern<br />

es verortet die Geschichte<br />

sehr spezifisch in Berlin, im Dritten<br />

Reich. Spieler radeln über den Alexanderplatz,<br />

taumeln durch Köpenick<br />

und stoßen auf historische<br />

Ereignisse, die so ähnlich wirklich<br />

passiertsind.<br />

So schnell und simpel sich das<br />

Abenteuer spielt, so aufwühlend<br />

wird es mit der Zeit. Das ist das<br />

größte Verdienst von „Through the<br />

Darkest of Times“: Im Spiel das Gute<br />

und Richtige zu erkennen, ist oft<br />

komplex, es bleibt eine Interpretationsfrage.Wer<br />

sich dieser Geschichte<br />

aussetzt, der kommt nicht mit einer<br />

Handlungsanleitung heraus,was gegen<br />

Nazis zu tun wäre. Aber vielleicht<br />

mit neuer Empathie für Menschen<br />

mit Zivilcourage.<br />

„Through the Darkest of Times“ istseitgestern<br />

Abend als Download für den PC erhältlich. Der<br />

Preis: 14,99 Euro.<br />

Nach einer Umfrage fordern Hoteliers, dass Gäste nur beurteilen dürfen, wenn sie wirklich vor Ort waren<br />

Bewertungen im Internet gehören<br />

für Restaurants und Hotels<br />

heute genauso zum täglichen Betriebsalltag<br />

wie Speisekarten und<br />

Room-Service. „Online-Bewertungen<br />

können Fluch und Segen zugleich<br />

sein“, sagt Bernd Niemeier,<br />

Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes<br />

(Dehoga) Nordrhein-<br />

Westfalen. „Sie geben unseren Gästen<br />

die Möglichkeit, ihre Einschätzung<br />

abzugeben, was eine wichtige<br />

Information für den Betrieb sein<br />

kann. Allerdings kommt es auch zu<br />

ungerechtfertigten Bewertungen<br />

bis hin zu Beleidigungen oder Drohungen“.<br />

Dass Online-Bewertungen immer<br />

wieder missbraucht werden, ist<br />

das Ergebnis einer Dehoga-Umfrage,ander<br />

sich rund 550 Gastronomen<br />

und Hoteliers aus Nordrhein-<br />

Westfalen beteiligten. Knapp 78 Prozent<br />

der Befragten gaben an, bereits<br />

ungerechtfertigt im Internet bewertet<br />

worden zu sein, 29,5 Prozent davon<br />

„leider schon oft“. Lediglich 19<br />

Prozent haben noch keine negativen<br />

Erfahrungen mit dem Phänomen gemacht.<br />

Ungerechtfertigt sind Online-Bewertungen<br />

dann, wenn zum einen<br />

sogenannte Fake-Gäste Bewertungen<br />

abgeben, also vermeintliche<br />

Gäste, die den Betrieb gar nicht besucht<br />

haben oder wenn zum anderen<br />

Gastronomen mit schlechten<br />

Bewertungen gedroht wird, falls<br />

keine Vergünstigungen gewährtwerden.<br />

Mehr als zwei Drittel der Unternehmen<br />

kritisierte,von Fake-Gästen<br />

bewertet worden zu sein. Rund die<br />

Hälfte beklagte,dass Gäste mit einer<br />

schlechten Bewertung gedroht hätten,<br />

um eineVergünstigung zu erhalten.<br />

„Unser Anspruch ist es, gute<br />

Gastgeber zu sein. Bei berechtigter<br />

Kritik ist es das gute Recht unserer<br />

Gäste, uns dementsprechend zu bewerten.<br />

Allerdings gibt es Grenzen.<br />

Dasgilt zum Beispiel für Fake-Gäste,<br />

die den bewerteten Betrieb im Zweifel<br />

noch nicht voninnen gesehen haben“,<br />

so BerndNiemeier.<br />

Knapp 74 Prozent der teilnehmenden<br />

Gastronomen und Hote-<br />

liers wünschen sich daher, dass<br />

Gäste erst dann bewerten dürfen,<br />

wenn sie tatsächlich Gast waren.<br />

Darüber hinaus würden annähernd<br />

60 Prozent begrüßen, ältere Bewertungen<br />

oder Angaben, die voreinem<br />

Betreiberwechsel erfolgten (45 Prozent),<br />

löschen zu können.<br />

In Bezug auf den generellen Umgang<br />

mit Online-Kritik versuchen<br />

fast drei Viertel der Befragten, Kontakt<br />

mit den Absendernvon Negativ-<br />

Bewertungen aufzunehmen und auf<br />

die Kritik einzugehen. „Überall, wo<br />

Menschen arbeiten, kann es zu Fehlernkommen.<br />

KonstruktiveKritik ist<br />

eine wertvolle Hilfe“, beschreibt Niemeier<br />

die positiven Auswirkungen<br />

vonOnline-Bewertungen. (kk.)<br />

Hacker haben die Büros der Vereinten<br />

Nationen in Genf und Wien angegriffen.<br />

DieCyber-Attacke auf die<br />

IT-Infrastruktur der Vereinten Nationen<br />

sei bereits im vergangenen Sommer<br />

geschehen, sagte UN-Sprecher<br />

Stephane Dujarric am Mittwoch in<br />

NewYork. „Die Zuordnung einer IT-<br />

Attacke bleibt vage und unsicher,<br />

also sind wir nicht in der Lage,einen<br />

speziellen Angreifer auszumachen,<br />

aber es war mit Sicherheit eine sehr<br />

gut ausgestattete Attacke.“ DieAngreifer<br />

hätten aber keine sensiblen<br />

Daten erbeuten können und alle<br />

Schäden seien wieder in Ordnung<br />

gebracht worden, hieß es. (dpa)<br />

Facebook steigertGewinn<br />

auf sieben Milliarden Dollar<br />

Trotz steigender Kosten für Datenschutz<br />

und den Kampf gegen Falschinformationen<br />

hat Facebook seinen<br />

Gewinn im vierten Quartal kräftig<br />

gesteigert. Er wuchs vonOktober bis<br />

Dezember um sieben Prozent im<br />

Vergleich zum Vorjahresquartal auf<br />

7,3 Milliarden Dollar (6,6 Milliarden<br />

Euro), wie der KonzernamMittwoch<br />

mitteilte.Der Umsatz stieg um 25<br />

Prozent auf rund 21 Milliarden Dollar.Die<br />

Zahl der Nutzer weltweit kletterte<br />

auf 2,5 Milliarden, das waren<br />

acht Prozent mehr als im Vorjahresquartal.<br />

(AFP)<br />

Viele Nutzer gehen noch immer fahrlässig<br />

mit ihren Passwörternum. DPA/JENS BÜTTNER<br />

Plattner-Institut: Bewusst<br />

mit Passwörternumgehen<br />

Anlässlich des „Change Your PasswordDays“<br />

am Sonnabend, dem 1.<br />

Februar,erinnertdas Hasso-Plattner-Institut<br />

(HPI) in Potsdam an die<br />

wichtigsten Regeln zur Erstellung<br />

starker Passwörter.„Schwache Zahlenreihen<br />

wie etwa ‚123456‘ werden<br />

weltweit weiterhin viel zu häufig genutzt“,<br />

kritisierte HPI-Direktor,Professor<br />

Christoph Meinel. Auch die<br />

weit verbreitete Mehrfachnutzung<br />

vonstets gleichen Passwörternfür<br />

unterschiedliche Dienste sei extrem<br />

leichtsinnig, wenn man bedenke,<br />

welche Schäden dadurch entstehen<br />

können, sagte Meinel. (dpa)<br />

Samsung meldet erneut<br />

einen Gewinnrückgang<br />

Nach der Schwäche im Chip-Geschäft<br />

2019 und abermals deutlichen<br />

Gewinneinbußen im<br />

Schlussquartal sieht der Technologieriese<br />

Samsung wieder optimistischer<br />

in die Zukunft. Die<br />

Nachfrage nach Speicherchips,die<br />

in Servern und Mobilprodukten<br />

verwendet werden, habe sich wieder<br />

verstärkt, teilte der führende<br />

Anbieter von Smartphones, Speicherchips<br />

und Fernseher am Donnerstag<br />

mit. Auch bei Smartphones<br />

erwarten die Südkoreaner,<br />

trotz eines erwarteten schwachen<br />

Jahresbeginns, durch einen besseren<br />

Produktemix mit „neuen<br />

Flaggschiff-Modellen und faltbaren<br />

Smartphones“ wachsende<br />

Umsätze. Im Geschäft mit Smartphones<br />

und Displays hat es der<br />

Apple-Rivale vor allem mit wachsender<br />

Konkurrenz aus China zu<br />

tun. (dpa)


<strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020 25<br />

· ·<br />

·······················································································································································································································································································<br />

TV-Programm<br />

ARD<br />

5.30 (für HG) ZDF-Morgenmagazin 9.00 (für HG)<br />

Tagesschau 9.05 (für HG) Livenach Neun 9.55<br />

(für HG) Sturmder Liebe 10.45 (für HG) Meister<br />

des Alltags 11.15 (für HG) Werweiß denn<br />

sowas? 12.00 (für HG) Tagesschau 12.15 (für<br />

HG) ARD-Buffet 13.00 (für HG) ARD-Mittagsmagazin<br />

14.00 (für HG) Tagesschau 14.10 (für HG)<br />

Rote Rosen 15.00 (für HG) Tagesschau 15.10<br />

(für HG) Sturmder Liebe 16.00 (für HG)<br />

Tagesschau 16.10 (für HG) Verrückt nach Meer<br />

17.00 (für HG) Tagesschau 17.15 (für HG)<br />

Brisant 18.00 (für HG) Werweiß denn sowas?<br />

18.50 (für HG) Quizduell-Olymp 19.45 (für HG)<br />

Sportschau voracht 19.50 (für HG) Wetter /<br />

Börse voracht 20.00 (für HG) Tagesschau<br />

20.15 (für HG) Die Inselärztin: Die Mutprobe<br />

Arztreihe, D2020. Mit Anja Knauer,<br />

Tobias Licht. Dr.Filipa Wagner muss<br />

einen Schlussstrich unter ihre große Liebe<br />

ziehen, um sich auf eine vielversprechende<br />

Bekanntschaft einlassen zu können.<br />

21.45 (für HG) Tagesthemen<br />

22.10 (für HG) Tatort: Der scheidende<br />

Schupo Krimireihe, D2017<br />

23.40 (für HG) Irene Huss, Kripo Göteborg:<br />

Der Novembermörder<br />

Krimireihe, S/D/N/DK/FIN 2008<br />

1.05 (für HG) Tagesschau<br />

RTL<br />

5.00 Der Blaulicht Report 5.25 Exclusiv –Das<br />

Starmagazin 5.35 Explosiv –Das Magazin 6.00<br />

Guten Morgen Deutschland 8.30 (für HG) Gute<br />

Zeiten, schlechte Zeiten 9.00 Unter uns 9.30 (für<br />

HG) Alles was zählt. Daily Soap 10.00 Der<br />

Blaulicht Report 11.00 Der Blaulicht Report<br />

12.00 Punkt 12 –Das RTL-Mittagsjournal 14.00<br />

Die Superhändler–4Räume, 1Deal 15.00 Die<br />

Superhändler –4Räume, 1Deal 16.00 Die<br />

Superhändler:Lieblingsdeals 17.00 Herz über<br />

Kopf. Telenovela 17.30 Unter uns. Daily Soap<br />

18.00 Explosiv –Das Magazin 18.30 Exclusiv –<br />

Das Starmagazin 18.45 RTL Aktuell 19.05 (für<br />

HG) Alles was zählt. Daily Soap 19.40 (für HG)<br />

Gute Zeiten, schlechteZeiten. Daily Soap<br />

20.15 Alles auf Freundschaft –Die Mälzer &<br />

Sasha Show (1/2)<br />

Spielshow. Freundschaft gewinnt: Tim<br />

Mälzer und Sasha sind Best Buddies und<br />

wollen das in ihrer neuen Live-Showunter<br />

Beweis stellen.<br />

23.10 Darf er das? Live! Die ChrisTall Show<br />

Comedyshow<br />

0.10 RTL Nachtjournal /Wetter<br />

0.40 Alles auf Freundschaft –Die Mälzer &<br />

Sasha Show (1/2)<br />

3.20 Der Bachelor<br />

4.50 Der Blaulicht Report<br />

MDR<br />

12.35 (für HG) Ist ja irre –Der Schiffskoch ist<br />

seekrank. Komödie, GB 1962 13.58 (für HG)<br />

MDR aktuell 14.00 (für HG) MDR um 2 15.15<br />

(für HG) Gefragt –Gejagt 16.00 (für HG) MDR<br />

um 4 17.45 (für HG) MDR aktuell 18.05 (für HG)<br />

Wetter für 3 18.10 (für HG) Brisant 18.54 (für<br />

HG) Unser Sandmännchen 19.00 Regionales<br />

19.30 (für HG) MDR aktuell 19.50 (für HG)<br />

Elefant, Tiger&Co. 20.15 (für HG) Die Schlager<br />

des Monats 21.45 (für HG) MDR aktuell 22.00<br />

(für HG) Riverboat 23.58 MDR aktuell 0.00 (für<br />

HG) MDR Kultur –Filmmagazin<br />

Bayern<br />

14.00 Polettos Kochschule 14.45 (für HG)<br />

Gefragt –Gejagt 15.30 Schnittgut. Alles aus dem<br />

Garten 16.00 (für HG) Rundschau 16.15 (für<br />

HG) WirinBayern 17.30 (für HG) Abendschau<br />

–Schneeschuhnacht 18.30 (für HG) Rundschau<br />

19.00 (für HG) Unser Land 19.30 (für HG)<br />

Landgasthäuser Bayern 20.00 (für HG)<br />

Tagesschau 20.15 (für HG) Franken Helau 21.45<br />

(für HG) RundschauMagazin 22.00 (für HG)<br />

Schwaben helau –Die großen Knaller 22.45 (für<br />

HG) Flucht vonAlcatraz. Kriminalfilm, USA 1979<br />

0.35 Rundschau Nacht<br />

Vox<br />

5.15 CSI: NY 6.00 Bones –Die Knochenjägerin<br />

6.55 CSI: Vegas 8.50 Verklag mich doch! 10.50<br />

VoxNachrichten 11.00 Mein Kind, dein Kind<br />

–Wie erziehst du denn? 12.00 Shopping Queen<br />

13.00 Zwischen Tüll und Tränen 14.00 Mein<br />

Kind, dein Kind –Wie erziehst du denn? 15.00<br />

Shopping Queen 16.00 Salonfähig –Wer macht<br />

schöner? 17.00 Zwischen Tüll und Tränen 18.00<br />

First Dates –Ein Tisch für zwei 19.00 Das<br />

perfekte Dinner 20.00 Prominent! 20.15 (für<br />

HG) Bones –Die Knochenjägerin. Krimiserie 0.05<br />

VoxNachrichten<br />

Super RTL<br />

11.55 Go Wild! 12.15 Trolls 12.45 Friends<br />

13.10 Sally Bollywood 13.40 Angelo! 14.05 Die<br />

Tomund JerryShow 14.30 Voll zu spät! 14.55<br />

Dragons 15.20 Scooby-Doo! 15.45 Alvinnn!!!<br />

und die Chipmunks 16.15 Grizzy &die<br />

Lemminge 16.40 Dennis &Fletscher 17.10 Go<br />

Wild! 17.40 Voll zu spät! 18.05 Die Tomund<br />

JerryShow 18.40 Woozle Goozle 19.10<br />

Alvinnn!!! und die Chipmunks 19.30 Angelo!<br />

20.15 (für HG) Einmal Mond und zurück.<br />

Animationsfilm, E2015 22.00 CSI: Miami 23.50<br />

30 Rock 0.15 Infomercials<br />

Sport1<br />

5.40 SportClips 6.00 Teleshopping 15.30<br />

Cajun Pawn Stars –Pfandhaus Louisiana 16.30<br />

StorageWars –Die Geschäftemacher.<br />

Doku-Soap 17.30 StorageWars –Geschäfte in<br />

Texas 18.30 Sport1 News. Spezial zum Ende<br />

Transferfenster 19.30 FC Bayern Inside 20.00<br />

Die PS Profis –MehrPower aus dem Pott.<br />

Doku-Soap. Mythos 3er BMW /Etwas Lustiges<br />

für Jupp 22.00 bwin Inside eSports 22.30 Sky<br />

SportNewsHD: Die 2. Bundesliga. 20. Spieltag<br />

23.30 Sport1 News Live 0.00 SportClips<br />

ZDF<br />

5.00 (für HG) hallo deutschland 5.30 (für HG)<br />

ZDF-Morgenmagazin 9.00 (für HG) heute Xpress<br />

9.05 (für HG) Volle Kanne –Service täglich<br />

10.30 (für HG) Notruf Hafenkante 11.15 (für<br />

HG) SokoWismar 12.00 heute 12.10<br />

drehscheibe 13.00 (für HG) ARD-Mittagsmagazin<br />

14.00 heute –inDeutschland 14.15 Die<br />

Küchenschlacht 15.00 (für HG) heute Xpress<br />

15.05 (für HG) Bares für Rares 16.00 (für HG)<br />

heute –inEuropa 16.10 (für HG) Die Rosenheim-Cops<br />

17.00 (für HG) heute 17.10 (für HG)<br />

hallo deutschland 17.45 (für HG) Leute heute<br />

18.00 (für HG) SokoKitzbühel 19.00 (für HG)<br />

heute 19.20 (für HG) Wetter 19.25 (für HG)<br />

Bettys Diagnose. Erwartungshaltungen<br />

20.15 (für HG) Der Staatsanwalt<br />

Das Laken eines Krankenbettes ist in Blut<br />

getränkt, darunter befindet sich ein<br />

IT-Berater der Klinik. Oberstaatsanwalt<br />

Reuther erkennt: Am Tatabend ist die IT<br />

im Krankenhaus zusammengebrochen.<br />

21.15 (für HG) Soko Leipzig Geschwister<br />

22.00 (für HG) heute journal<br />

22.30 (für HG) heute-show<br />

23.00 aspekte<br />

23.45 heute+<br />

0.00 (für HG) Soko Leipzig Geschwister<br />

0.45 (für HG) Monk<br />

Sat.1<br />

5.30 Sat.1-Frühstücksfernsehen 10.00 Im<br />

Namen der Gerechtigkeit –Wir kämpfenfür Sie!<br />

11.00 Im Namen der Gerechtigkeit –Wir<br />

kämpfen für Sie! 12.00 Anwälte im Einsatz<br />

13.00 Anwälte im Einsatz 14.00 AufStreife<br />

15.00 AufStreife –Die Spezialisten 16.00 Klinik<br />

am Südring.Doku-Soap 17.00 Klinik am Südring<br />

–Die Familienhelfer.Doku-Soap 17.30 Klinik am<br />

Südring /oder Sat.1 Regional-Magazine 18.00<br />

AufStreife –Die Spezialisten. Mit dem Eintreffen<br />

eines verletzten Mannes in der Notaufnahme<br />

beginnt ein Wettlauf gegendie Zeit: Eine weitere<br />

verletzte Person muss gefunden werden 19.00<br />

Genial daneben –das Quiz. Moderation: Hugo<br />

Egon Balder 19.55 Sat.1 Nachrichten<br />

20.15 (für HG) Fack Ju Göhte 2<br />

Komödie,D2015.Mit Elyas M’Barek,<br />

Karoline Herfurth. Zeki Müller,mittlerweile<br />

Lehrer auf der Goethe-Gesamtschule,<br />

unternimmt mit der Terror-Klasse 10b<br />

eine Exkursion nach Thailand.<br />

22.35 Knallerfrauen<br />

Comedyshow<br />

0.00 Switch reloaded<br />

Comedyshow<br />

1.00 Sechserpack<br />

Stadt, Land, Fluss /Polizei<br />

2.00 Die Dreisten Drei –Die Comedy WG<br />

WDR<br />

13.05 (für HG) Elefant, Tiger&Co. 13.55 (für<br />

HG) Hogräfer &Binkenstein 14.25 (für HG) Um<br />

Himmels Willen 16.00 (für HG) WDR aktuell<br />

16.15 Hier und heute 18.00 (für HG) WDR<br />

aktuell /Lokalzeit 18.15 (für HG) BjörnFreitag<br />

kocht grenzenlos köstlich 18.45 (für HG) Aktuelle<br />

Stunde 19.30 Regionales 20.00 (für HG)<br />

Tagesschau 20.15 (für HG) Geheimnis<br />

Paderborner Dom 21.00 (für HG) Unser Westen,<br />

Unsere Lieblingsrezepte 21.45 (für HG) WDR<br />

aktuell 22.00 (für HG) Kölner Treff 23.30<br />

Domian live 0.30 Kölner Treff<br />

NDR<br />

13.10 (für HG) In aller Freundschaft –Die jungen<br />

Ärzte 14.00 (für HG) NDR Info 14.15 (für HG)<br />

die nordstory 15.15 (für HG) Gefragt –Gejagt<br />

16.00 (für HG) NDR Info 16.20 (für HG) Mein<br />

Nachmittag 17.10 (für HG) Leopard, Seebär &<br />

Co. 18.00 Regionales 18.15 (für HG)<br />

Hofgeschichten 18.45 (für HG) DAS! 19.30<br />

Regionales 20.00 (für HG) Tagesschau 20.15<br />

(für HG) die nordstory 21.15 (für HG) Eine<br />

Familie steigt aus 21.45 (für HG) NDR Info<br />

22.00 (für HG) NDR Talk Show 0.00 (für HG)<br />

Inas Nacht 1.00 (für HG) NDR Talk Show<br />

Kabel eins<br />

5.30 Abenteuer Leben Spezial –Die größte<br />

Diamantenmine der Welt 5.55 (für HG) Castle<br />

6.40 (für HG) The Mentalist 7.35 (für HG) Navy<br />

CIS: L.A. 8.35 Navy CIS 9.30 Blue Bloods –<br />

Crime Scene NewYork 11.10 Numb3rs –Die<br />

Logik des Verbrechens 12.10 (für HG) Castle<br />

14.00 (für HG) The Mentalist 14.55 (für HG)<br />

Navy CIS: L.A. 15.50 Kabel Eins News 16.00<br />

Navy CIS 17.00 Abenteuer Leben täglich 17.55<br />

Mein Lokal, Dein Lokal –Der Profi kommt 18.55<br />

Achtung Kontrolle! Wirkümmernuns drum 20.15<br />

Navy CIS 1.05 Kabel Eins Late News<br />

RTLZWEI<br />

5.20 PrivatdetektiveimEinsatz 7.00 Die<br />

Straßencops Süd 8.00 Frauentausch 10.00<br />

Frauentausch 12.00 Frauentausch 14.00 Die<br />

Reimanns –Ein außergewöhnliches Leben 15.00<br />

Die Reimanns –Ein außergewöhnliches Leben<br />

16.00 Hartz und herzlich –Tag für TagRostock<br />

18.05 Köln 50667 19.05 Berlin –Tag &Nacht<br />

20.15 Die Mumie –Das Grabmal des<br />

Drachenkaisers. Abenteuerfilm, USA/D/CDN<br />

2008 22.20 Godzilla. Actionfilm, USA/J 1998<br />

1.05 Die Mumie –Das Grabmal des Drachenkaisers.<br />

Abenteuerfilm, USA/D/CDN 2008<br />

Eurosport 1<br />

8.15 Tennis 9.15 Matchball Becker 9.30 Tennis.<br />

Australian Open: Halbfinale Männer,live 12.30<br />

Matchball Becker 13.00 Skispringen 14.00<br />

Snooker.German Masters in Berlin: 2. Runde, live<br />

17.00 Tennis 17.50 Handball. Bundesligader<br />

Frauen: Bayer04Leverkusen –Thüringer HC, live<br />

19.45 Tennis 20.05 Nachrichten 20.15<br />

Leichtathletik.Indoor Meeting Karlsruhe, live<br />

22.00 Nachrichten 22.10 Radsport 22.40<br />

Radsport 23.00 Radsport. Vuelta aSan Juan: 5.<br />

Etappe, live 0.35 Tennis<br />

TV-Tipps<br />

RTL, 20.15 UHR SPIELSHOW<br />

Alles auf Freundschaft (1/2)<br />

Sasha (l.) und TimMälzer (r.) kämpfen gegen ein befreundetes Zuschauerpaar.Das<br />

Ziel: 100 000 Euro. Gewinnen die Herausforderer,nehmen sie<br />

das Geld mit nach Hause. Siegen Sasha und Tim, heißt es: „Die Rechnung<br />

geht auf uns!“ DieJungs haben dann 24 Stunden Zeit, das Preisgeld für einen<br />

guten Zweck einzusetzen. „sternTV“-Moderator Steffen Hallaschka führt<br />

durch die Sendung. In der ersten Ausgabe fordern der 47-jährige Timo Bauer<br />

aus Hamburg und der 49-jährige Boris Makrucki aus Escheburg Mälzer und<br />

Sasha heraus. Die beiden Freunde aus dem hohen Norden haben sich vor<br />

mehr als 21 Jahren in ihrem Job bei der Feuerwehr kennengelernt und sind<br />

seitdem auch privat unzertrennlich. Wieschlagen sie sich heute in den verschiedenen<br />

Spielen gegen die prominenten Kontrahenten?<br />

(D/2020)<br />

Foto: TVNOW /Thomas Pritschet<br />

ARTE, 20.15 UHR KRIMINALFILM<br />

Das letzte Problem<br />

Ineinem eingeschneitenFerienhotel<br />

wirdeine Leiche in einem voninnen<br />

verschlossenen Zimmer gefunden. Die<br />

Direktorin möchte die Sache vertuschen,<br />

doch in kürzester Zeit weiß<br />

das ganzeHotel Bescheid. Unter den<br />

Gästen ist Kommissar Horak(Karl Markovics),<br />

dermit seinem mitgereisten<br />

AssistentenFreitag umfangreiche Ermittlungenaufnimmt.<br />

Dann geschieht<br />

ein zweiter Mord.Zwar scheint sich<br />

Horakder Lösung des Fallszunähern,<br />

doch es fehlen Beweise.Auf Schneeschuhen<br />

kommt die Dorfpolizistin<br />

Landner dazu, die mit dem Großstädter<br />

sofortProbleme bekommt.<br />

(A/2019)<br />

Foto: ARTE/ORF<br />

SUDOKU<br />

NORMALVARIANTE –MITTEL -mittel<br />

4 6 9<br />

5<br />

7 3<br />

4 1<br />

9 7<br />

2 3<br />

8 2 7 6<br />

3 4 8<br />

5 1 4<br />

MitDIAGONALEN-schwer<br />

MIT –SCHWER<br />

2 1<br />

8 7<br />

9 3 4<br />

1 3<br />

7 9<br />

6<br />

6<br />

8<br />

8 5<br />

Auflösung<br />

AUFLÖSUNG<br />

vom VOM30.1.2020<br />

mittel MITTEL<br />

7 1 3 4 8 5 6 9 2<br />

2 6 5 3 9 7 8 1 4<br />

4 9 8 6 1 2 3 5 7<br />

5 4 7 2 3 6 9 8 1<br />

9 2 6 8 5 1 4 7 3<br />

8 3 1 7 4 9 2 6 5<br />

1 8 2 9 7 3 5 4 6<br />

3 5 9 1 6 4 7 2 8<br />

6 7 4 5 2 8 1 3 9<br />

AUFLÖSUNG<br />

Auflösung<br />

VOM 30. 1. 2020<br />

vom 30.1.2020<br />

schwer<br />

SCHWER<br />

4 1 2 5 9 6 7 3 8<br />

5 7 8 1 3 2 4 6 9<br />

6 3 9 8 4 7 2 1 5<br />

3 8 7 2 6 4 9 5 1<br />

9 2 5 7 1 8 6 4 3<br />

1 4 6 9 5 3 8 7 2<br />

8 6 3 4 2 1 5 9 7<br />

2 5 1 6 7 9 3 8 4<br />

7 9 4 3 8 5 1 2 6<br />

RBB<br />

5.10 (für HG) Berlin erwacht –Winter 5.30 (für<br />

HG) Panda, Gorilla &Co. 6.20 zibb 7.20 (für<br />

HG) Brisant 8.00 (für HG) Brandenburg aktuell<br />

8.30 (für HG) Abendschau 9.00 (für HG) In aller<br />

Freundschaft 9.45 (für HG) In aller Freundschaft<br />

10.30 (für HG) Rote Rosen 11.20 (für HG) Sturm<br />

der Liebe 12.10 (für HG) Hauptstadtrevier 13.00<br />

rbb24 13.10 (für HG) Verrückt nach Meer 14.00<br />

(für HG) Tiere bis unters Dach 14.30 (für HG) Nur<br />

mit Euch! Drama, D2012 16.00 (für HG) rbb24<br />

16.15 (für HG) Gefragt–Gejagt 17.00 (für HG)<br />

rbb24 17.05 (für HG) Panda, Gorilla &Co.<br />

17.55 (für HG) Unser Sandmännchen 18.02 rbb<br />

UM6 18.27 zibb 19.30 (für HG) Abendschau /<br />

Brandenburg aktuell 20.00 (für HG) Tagesschau<br />

20.15 (für HG) 35 Jahre Sketchup<br />

„Sketchup“ war Kult. Mit gnadenlos<br />

albernen Sketchen feiertedie Serie in<br />

den 80er-Jahren große Erfolge. Bernhard<br />

Hoëcker erinnert an diebis heute<br />

unvergessene Comedyshow.<br />

21.45 (für HG) rbb24<br />

22.00 (für HG) Hostess<br />

Drama, DDR 1975. Mit Annekathrin<br />

Bürger,Jürgen Heinrich<br />

23.35 (für HG) Wiedersehen macht Freude<br />

1.05 (für HG) Abendshow<br />

1.50 (für HG) Abendschau<br />

ProSieben<br />

5.00 Mom 5.20 The Middle 6.00 (für HG) Two<br />

and aHalf Men 7.25 (für HG) The Big Bang<br />

Theory 8.45 (für HG) HowIMet Your Mother<br />

10.35 Mike&Molly 11.00 Fresh Off the Boat<br />

11.30 Last Man Standing 11.55 2BrokeGirls<br />

12.25 Mom 13.20 (für HG) Twoand aHalf Men.<br />

Riech mal am Schirmständer /Der vergessene<br />

Sohn /Lass dir die Zitrone schmecken 14.40<br />

The Middle.Der geplatzte Knoten /Der<br />

Budenzauber 15.35 (für HG) The Big Bang<br />

Theory. Das Mittelerde-Paradigma/Das<br />

Vorspeisen-Dilemma/Das Lalita-Problem 17.00<br />

taff 18.00 Newstime 18.10 (für HG) Die<br />

Simpsons. Kiss, Kiss Bang Bangalore /Drei<br />

nasse Geschichten 19.05 Galileo<br />

20.15 (für HG) Terminator: Genisys<br />

Science-Fiction-Film, USA 2015. 2029:<br />

Kyle Reese reist im Auftrag vonJohn<br />

Connor,Anführer des Widerstands gegen<br />

die Maschinen, in das Jahr 1984. Doch<br />

die Vergangenheit hat sich geändert.<br />

22.50 (für HG) Resident Evil: Retribution<br />

Horrorfilm, D/F/CDN/USA 2012. Mit<br />

Milla Jovovich, Sienna Guillory<br />

0.35 (für HG) Terminator: Genisys<br />

Science-Fiction-Film, USA 2015<br />

2.55 Watch Me –das Kinomagazin<br />

3.05 ProSieben Spätnachrichten<br />

Arte<br />

11.20 Die Kinder vonMarkt Indersdorf 12.15<br />

(für HG) Re: 12.50 Arte Journal 13.05 Stadt<br />

Land Kunst 13.45 Gorillas im Nebel. Drama,<br />

USA 1988 16.05 Wildes Thailand 16.50 Xenius<br />

17.20 Medizin in fernen Ländern 17.50 (für HG)<br />

Der Paraná –Ein Fluss wie das Meer (3/3)<br />

18.30 Patagonien 19.20 Arte Journal 19.40 Re:<br />

20.15 Das letzte Problem. Kriminalfilm, A2019<br />

21.45 Brexit: Das Endspiel 22.40 London Beat<br />

–Musik als Revolte 23.40 Tracks 0.15 (für HG)<br />

Prince: Sign O’ The Times. Dokumentarfilm, NL<br />

1987 1.35 Queens of Pop<br />

3Sat<br />

9.00 (für HG) ZIB 9.05 Kulturzeit 9.45 nano<br />

10.15 (für HG) MarkusLanz 11.30 (für HG)<br />

Stöckl. 12.30 (für HG) Stolperstein 13.00 (für<br />

HG) ZIB 13.25 (für HG) Abenteuer Neuseeland<br />

14.50 (für HG) Der Aufstand der Wale 15.35 (für<br />

HG) Geheimnisse der Tiefsee 16.20 An den<br />

Uferndes Nil 18.30 nano 19.00 (für HG) heute<br />

19.20 Kulturzeit 20.00 (für HG) Tagesschau<br />

20.15 (für HG) Rabiat: Die Selbstoptimierer<br />

21.00 makro 21.30 auslandsjournal extra 22.00<br />

(für HG) ZIB 2 22.25 (für HG) Auftrag Rache.<br />

Thriller,USA 2010 0.10 (für HG) Zapp<br />

Phoenix<br />

5.15 Abschied vonKunterbunt 5.30 Fahrtins<br />

Risiko 7.00 Trump –der unberechenbare<br />

Präsident 7.45 Papa fehlt! 8.00 phoenix vorort<br />

8.45 bundestagsgespräch 9.00 Sitzung des<br />

DeutschenBuntestages 16.00 Maybrit Illner<br />

17.05 augstein und blome 17.15 Abschied von<br />

Kunterbunt 17.30 phoenix der tag 18.00<br />

phoenix persönlich 18.30 Trump –der<br />

unberechenbare Präsident 19.15 Der Zerstörer<br />

20.00 (für HG) Tagesschau 20.15 (für HG) Die<br />

Briten 22.30 (für HG) Phoenix Runde 23.00<br />

phoenix der tag 1.00 Phoenix Runde<br />

Kika<br />

12.55 Mirette ermittelt 13.15 (für HG) 41/2<br />

Freunde 13.40 (für HG) Die Pfefferkörner 14.10<br />

Schloss Einstein –Erfurt 15.00 Trio –Die Kepler<br />

Diamanten 15.50 Max &Maestro 16.00 Die<br />

Abenteuerdes jungen Marco Polo 16.50 Peter<br />

Pan 17.35 (für HG) Der kleine Prinz 18.00<br />

Shaun das Schaf 18.15 Marinette 18.40<br />

Wolkenkinder 18.47 Baumhaus 18.50 Unser<br />

Sandmännchen 19.00 (für HG) Wickie und die<br />

starken Männer 19.25 (für HG) logo! 19.30<br />

Matti und Sami und die drei größten Fehler des<br />

Universums. Jugendfilm, D/FIN 2018<br />

Dmax<br />

6.55 Infomercial 8.55 Hardcore Pawn 9.25<br />

BaggageBattles 9.55 Infomercial 10.15 House<br />

Hunters 10.45 Haus gesucht in Alaska 11.15<br />

Border Control 12.15 SteelBuddies 13.15<br />

Railroad Alaska 14.15 Die Schatzsucher –Goldrausch<br />

in Alaska 16.15 Die Zwangsvollstrecker<br />

17.15 Steel Buddies 18.15 Asphalt-Cowboys<br />

19.15 A2 –Abenteuer Autobahn 20.15 Alaskan<br />

Bush People 22.15 Land RoverExperience Tour<br />

2019 –KavangoZambezi 23.10 DMAX News<br />

23.15 Naked Survival 0.10 DMAX News<br />

Tagesschau 24<br />

5.00 Tagesschau 5.02 Hessenschau 5.30<br />

ZDF-Morgenmagazin 9.00 Tagesschau-Nachrichten<br />

9.15 Zapp 9.45 Shift 10.00 Tagesschau-<br />

Nachrichten 10.15 quer 11.00 Tagesschau-<br />

Nachrichten 13.00 ARD-Mittagsmagazin 14.00<br />

Tagesschau-Nachrichten 19.15 Mex –Das<br />

Marktmagazin 20.00 Tagesschau 20.15 Monitor<br />

20.45 Die Schattenfrau 21.15 Tagesschau<br />

21.17 Vernichtet 22.15 Tagesthemen 22.40<br />

mehr/wert 23.10 Tagesthemen 23.35 Wenn<br />

Kinder eigene Wege gehen 0.20 Fakt ist! 1.20<br />

Tagesschau 1.30 mehr/wert 2.00 Tagesschau<br />

2.10 Tagesschau vor 20 Jahren 2.27 MDR<br />

Thüringen Journal 3.00 Tagesschau<br />

ONE<br />

5.20 Um Himmels Willen 6.05 Familie Dr.Kleist<br />

6.55 Brisant 7.35 Ihr letzterWillekann mich<br />

mal! Komödie, D2019 9.05 Brisant 9.45<br />

Bezaubernde Jeannie 10.10 Bezaubernde<br />

Jeannie 10.35 Lindenstraße 11.05 Familie Dr.<br />

Kleist 11.55 Sturmder Liebe 12.40 Sturmder<br />

Liebe 13.30 Um Himmels Willen 14.15 Partyof<br />

Five 14.55 PartyofFive 15.40 Familie Dr.Kleist<br />

16.30 Bezaubernde Jeannie 16.55 Bezaubernd<br />

Jeannie 17.20 Lindenstraße 17.50 Hartaber<br />

herzlich 18.40 Sturmder Liebe 19.25 Sturmde<br />

Liebe 20.15 Nuhr im Ersten 21.00 Toni<br />

Erdmann.Drama, D2016 23.30 Seriös –Das<br />

Serienquartett 0.15 Die Erbschaft<br />

ZDF NEO<br />

5.41 Neu im Kino 5.45 Candice Renoir 6.35 Th<br />

Rookie 7.15 The Rookie 8.00 Topfgeldjäger 8.50<br />

(für HG) Lafer!Lichter!Lecker! 9.35 (für HG)<br />

Bares für Rares 10.30 (für HG) Bares für Rares<br />

11.25 Dinner Date 12.10 (für HG) Monk 12.50<br />

(für HG) Monk 13.30 Psych 14.15 Psych 14.55<br />

(für HG) Monk 15.35 (für HG) Monk 16.20<br />

Psych 17.00 Psych 17.45 (für HG) Bares für<br />

Rares 18.35 Dinner Date 19.20 (für HG) Bares<br />

für Rares 20.15 (für HG) Bares für Rares 21.45<br />

The Rookie 22.25 The Rookie 23.05 Death in<br />

Paradise 0.00 Death in Paradise 0.50 Death in<br />

Paradise 1.40 Death in Paradise 2.35 Death in<br />

Paradise 3.25 Death in Paradise<br />

ZDF INFO<br />

8.35 (für HG) Zwischen Schalom und Salam<br />

9.20 Kippa, Kirchen und Koran –Konfliktherd<br />

Jerusalem 9.50 Ewiger Aufruhr 10.40 Der gespa<br />

tene Islam 11.25 Iran –Zwischen Mullahs und<br />

Moderne 12.20 Teheran extrem –Subkultur im<br />

Gottesstaat 13.05 ZDF-History. Doku-Reihe. Acht<br />

Episoden 18.45 Unter Gangstern 19.30 Die<br />

Schlägertruppe des Präsidenten Venezuela im<br />

Würgegriff vonStadtguerillas 20.15 Nisman –To<br />

eines Staatsanwalts 22.10 Venezuela –Wie man<br />

einenStaat zugrunde richtet 22.55 Korruption in<br />

Buenos Aires Polizei, Erpressung,Drogenhandel<br />

23.40 SOS Amazonas 0.25 Kolumbiens<br />

verlorene Kinder<br />

Radio<br />

KLASSIK<br />

18.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz) Alte<br />

Musik mit Bernhard Schrammek /Stimme und<br />

Harfe –Die Sopranistin Hana Blažíková/Die<br />

tschechischeSopranistin Hana Blažíkováist eine<br />

enormvielseitigeKünstlerin. Ihr Repertoire reicht<br />

vonmittelalterlichen Gesängen über Monteverdis<br />

Opernbis hin zu den Kantaten vonJohann<br />

Sebastian Bach. ca. 46 Min<br />

20.03 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)<br />

Konzert Mendelssohn-Saal, Gewandhaus Leipzig<br />

/Aufzeichnung vom29.01.2020 /Leitung,<br />

Klavier und Moderation: SteffenSchleiermacher.<br />

ca. 117 Min.<br />

20.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)<br />

Schrammek &Käther Mendelssohn: die 10<br />

Besten /Was sie vorhaben, geht eigentlich gar<br />

nicht, aber sie machen es trotzdem: Bernhard<br />

Schrammek und Matthias Käther ermitteln die 1<br />

besten Musikstückevon Mendelssohn.<br />

ca. 116 Min.<br />

0.05 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)<br />

ARD-NACHTKONZERT präsentiert von<br />

BR-KLASSIK /Franz Schubert: /Symphonie Nr.<br />

D-Dur,D82 /SWR SinfonieorchesterBaden-<br />

Baden und Freiburg.ca. 115 Min.<br />

HÖRSPIEL<br />

14.30 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz) Lesung<br />

Rohstoff (10/20) /Von Jörg Fauser /Gelesen<br />

vonLars Eidinger.ca. 30 Min.<br />

20.10 Deutschlandfunk (97.7 MHz) Das<br />

Feature Viva Fluxus! /Mein Leben mit Vostell /<br />

VonRilo Chmielorz /Regie: die Autorin /<br />

Produktion: DLF/SWR 2015.55Min.<br />

22.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)<br />

Hörspiel Nur Berlin ist auch zu viel /Von<br />

Nick-Julian Lehmann, Marie-Charlotte Schube, Ti<br />

Großmann /Mit Till Großmann, Marie-Charlotte<br />

Schube, Nick-Julian Lehmann /Regie:<br />

Nick-Julian Lehmann /Autorenproduktion SWR<br />

2018, ca. 56 Min.<br />

0.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)<br />

Lange Nacht Er sah die Welt vonunten /Die<br />

LangeNacht über Hans Fallada. ca. 175 Min.<br />

MAGAZIN<br />

19.15 Deutschlandfunk (97.7 MHz) Auf den<br />

Punkt: Medienquartett.ca. 45 Min.<br />

23.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)<br />

Fazit Kultur vomTage. ca. 25 Min.<br />

JAZZ /BLUES<br />

19.30 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz) The<br />

Voice mit Lothar Jänichen. ca. 30 Min.<br />

22.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz) Milestones<br />

–Bluesklassiker Bessie Smith –Die<br />

Kaiserin des Blues. ca. 45 Min.


<strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020 – S eite 26<br />

·························································································································································································································································································<br />

Panorama<br />

LEUTE<br />

NACHRICHTEN<br />

Greta Thunberg (17) denkt an die nähereund<br />

fernereZukunft, und das<br />

auch in eigener Sache –wenn man<br />

das bei der schwedischen Klimaschutzaktivistin<br />

so sagen kann, weil ja<br />

bei ihr,die sich mit ihrer ganzen Existenz<br />

in den Dienst des globalen Allgemeinwohls<br />

gestellt hat, gar kein Platz<br />

für„Eigenes“ sein dürfte.Nun, per Instagram<br />

teilt uns Thunbergmit, dass<br />

sie ihren Namen und ihren Slogan<br />

„Fridays for Future“ als Marken patentieren<br />

lassen möchte: Nursolasse<br />

sich verhindern, dass sie und die von<br />

ihr entfachte Bewegung vonanderen<br />

kommerziell ausgebeutet wird. Betriebswirtschaftlich<br />

ist das klug, da<br />

Thunbergdie mit ihr verbundene<br />

Wertschöpfungskette unter die eigene<br />

Kontrolle bringt: Eine gemeinnützige<br />

Stiftung soll sich künftig auf<br />

„vollkommen transparente“Weise<br />

um Bucheinnahmen, Preis- oder<br />

Spendengelder kümmernund mit<br />

„ökologischer,klimatischer und sozialer<br />

Nachhaltigkeit“ sowie„mentaler<br />

Gesundheit“ beschäftigen.<br />

Yusaku Maezawa (44) schertsich<br />

nicht ums Klima, wenn’s um sein<br />

Vergnügen geht. Deswegen hatte der<br />

japanische Milliardär im Januar ein<br />

Inserat aufgegeben, mit dem er nach<br />

einer Begleiterin für eine so techtelmechtelige<br />

wie emissionsreiche Raketenreise<br />

zum Mond suchte.Daraufhin<br />

meldeten sich bislang 27 722<br />

Frauen –Geschöpfe voller Hoffnung<br />

auf was auch immer.All das machte<br />

Maezawa jetzt wieder zunichte,indem<br />

er per Twitter,den Planetentrip<br />

„aus persönlichen Gründen“ absagte.Soein<br />

Lümmel!<br />

BlakeLively (32) ist über romantische<br />

Anwandlungen längst hinaus: Die<br />

US-Schauspielerin weiß oft nicht, wo<br />

ihr der Kopf steht, seitdem sie ihr drittes<br />

Kind bekommen hat.<br />

Dasfühle sich an„wie<br />

von2auf 3000“, sagte<br />

sie jetzt im amerikanischen<br />

Frühstücksfernsehen.<br />

Sieund<br />

ihr Mann, Schauspielerkollege<br />

Ryan<br />

Reynolds (43), hätten„so<br />

viele Kinder:<br />

Siesind mehr als<br />

wir“. Eine liebenswerteund<br />

unbarmherzige<br />

Übermacht.<br />

Alarm! (schl.)<br />

Sie zählt ihre Kinder<br />

und ist leicht erschrocken.<br />

DPA/VANESSA CARVALHO<br />

TIERE<br />

Ein tierischer Fremdenverkehrsankurbler<br />

im Einsatz. DPA/CHRISTINA HORSTEN<br />

Das Murmeltier Phil wohnt in der<br />

amerikanischen Kleinstadt Punxsutawney,Pennsylvania.<br />

Zurzeit bereitet<br />

sich Phil auf den Groundhog Day<br />

am Sonntag vor. Dann wirderfrühmorgens<br />

auf einer Holzbühne stehen:<br />

Sieht er seinen Schatten und scheint<br />

also die Sonne,dauertderWinter<br />

sechs weitereWochen; ist es hingegen<br />

bewölkt, ist dasWetter milde und der<br />

Frühling bald da. Dieser Brauch wie<br />

auch Punxsutawney wurden mit dem<br />

Hollywood-Film„Und täglich grüßt<br />

das Murmeltier“ (1993) weltberühmt.<br />

Einganzjähriger Segen für den Fremdenverkehr.<br />

(schl.)<br />

Diehl spielt im Film „Ein verborgenes Leben“ den BauernFranz Jägerstätter,der sich weigert, mit der deutschen Wehrmacht in den Krieg zu ziehen.<br />

Beim Filmfest in Cannes<br />

wurde das berührende<br />

Drama „Ein verborgenes<br />

Leben“ bereits euphorisch<br />

gefeiert. Im neuen Werk von Regisseur<br />

Terrence Malick, das jetzt im<br />

Kino angelaufen ist, geht es um die<br />

wahre Geschichte eines Kriegsverweigerers<br />

und NS-Widerständlers.<br />

Der <strong>Berliner</strong> August Diehl (44) spielt<br />

den BauernFranz Jägerstätter,einen<br />

Familienvater aus dem österreichischen<br />

Radegund, der es nicht mit<br />

seinem Gewissen vereinbaren kann,<br />

für die Wehrmacht zu kämpfen. Dafür<br />

wirderinhaftiertund schließlich<br />

1943 vonden Nazis hingerichtet.<br />

Herr Diehl, 1998 feierten Sie mit „23“<br />

Ihren Durchbruch. Haben Sie dageahnt,<br />

wohin Ihr Beruf Sienoch führt?<br />

Ichbin echt ein Sonntagskind. Ich<br />

habe auf meinem Wegsoviel Glück<br />

gehabt – und hab’s noch immer.<br />

Neulich traf ich in Berlin Jürgen Vogel<br />

auf der Straße, der bei mir ums<br />

Eckwohnt. Dersagte auch: „Wir vergessen<br />

oft, was es für ein Luxus ist,<br />

dass wir so arbeiten können. Wie<br />

viele Kollegen werden nicht mal gefragt<br />

…und wir dauernd. Wir sind<br />

solche Glückskinder.“ Recht hat er.<br />

Und abseits der Arbeit? Sie sind von<br />

Ihrer Frau, der Schauspielerin Julia<br />

Malik, seit über drei Jahren getrennt.<br />

Privat ging’s eher mal auf und mal<br />

ab. Aber über all das möchte ich eigentlich<br />

gar nicht sprechen.<br />

Ihr Beruf scheint Ihnen über diese<br />

schwierige Phase hinweggeholfen zu<br />

haben. DerDrehmit Terrence Malick<br />

fand 2016 statt, etwa zeitgleich mit<br />

der Trennung …<br />

Daswar das Irrste,dass die eigene<br />

Biografie und die Arbeit so zusammengefaltet<br />

werden. Schön war,<br />

dass das Filmprojekt ein Ortdes Friedens<br />

für mich wurde. Ein Ort, an<br />

dem man sich auf eine Suche nach<br />

Antworten begeben konnte. Und<br />

dann noch einem Menschen wie<br />

Malick zu begegnen, der selbst so<br />

große Fragen ans Leben hat und<br />

mich zu seiner Suche einlud, das gibt<br />

und gab mir eine unglaubliche Kraft.<br />

ZUR PERSON<br />

August Diehl stammt aus einer Künstlerfamilie und studierte an der <strong>Berliner</strong> Schauspielschule<br />

„Ernst Busch“. 1998 übernahm er die Hauptrolle im Thriller „23 –Nichts ist so wie es<br />

scheint“ und gewann für die Darstellung des Computerhackers KarlKoch den Deutschen Filmpreis.<br />

Seither ist er einer der gefragtesten Schauspieler des deutschen Kinos. Es folgten viele<br />

weitere Rollen, etwa in „Was nützt die Liebe in Gedanken“ und „Inglourious Basterds“.<br />

Auch auf der Theaterbühne steht der 44-jährigeVater zweier Kinder regelmäßig –vom Wiener<br />

Burgtheater über die Hamburger Kammerspiele bis zum <strong>Berliner</strong> Ensemble.<br />

Eine Rückkehr<br />

in die Kindheit<br />

Christoph Waltz’ Karriere ist mit Tarantinos<br />

„Inglourious Basterds“ explodiertund<br />

hat ihn nach Hollywood<br />

katapultiert. Auch Daniel Brühl hat<br />

sich international etabliert. Träumen<br />

Sieauch vonsolch einer Karriere?<br />

Ich habe nie etwas gemacht, um<br />

etwas zu haben. Es war eher immer<br />

andersrum: Ich habe einfach immer<br />

weitergemacht. Und wenn es passiert,<br />

ist es toll. Es gibt meiner Meinung<br />

nach nur einen echten und<br />

großen Vorteil von Erfolg – neben<br />

dem Ruhm und dass man mehr Geld<br />

verdient: Dass man die Chance erhält,<br />

mit so großartigen Künstlernzu<br />

arbeiten und so spannenden Menschen<br />

zu begegnen. Das würde ich<br />

gern noch länger erleben und auch<br />

mehr internationale Filmschaffende<br />

kennenlernen, um noch häufiger<br />

ausprobieren, was möglich ist.<br />

In „Ein verborgenes Leben“ ist es letztlich<br />

die Liebe, die es Jägerstätter unmöglich<br />

macht, für Hitler in den<br />

Krieg zu ziehen. Mord und Rassenhass<br />

sind für den Bauern undenkbar.<br />

Er ist von Liebe geprägt, zur Natur<br />

und zu seiner Familie. Sieht so das<br />

Ideal vonLiebe aus?<br />

Wahrscheinlich. Mich hat beeindruckt,<br />

dass es dem Paar gar nicht<br />

primär darum geht, sich gegenseitig<br />

zu verstehen. Fani, seine Frau, versteht<br />

nicht alles,was ihn bewegt und<br />

zu seiner Entscheidung führt –aber<br />

sie will auf jeden Fall mit ihm sein.<br />

Das finde ich so stark. Die Dörfler<br />

fragten sie, warum machst du ihm<br />

nicht klar, dass er dich mit den Kindern<br />

als Witwe alleine lässt? Warum<br />

Ein schrecklicher Verdacht<br />

Der <strong>Berliner</strong> Schauspieler<br />

August Diehl wuchs in einem<br />

Haus ohne Strom auf,<br />

mitten in der Natur.<br />

Sein neuer Film weckte auch<br />

Erinnerungen an diese Zeit<br />

BERLINER ZEITUNG/PAULUS PONIZAK<br />

wendest du dich nicht von ihm ab?<br />

Sieantwortet daraufhin: „Dann wäre<br />

er ja ganz allein. Dann hätte er ja gar<br />

niemanden mehr.“ Das Einfache<br />

daran beeindruckt mich sehr.<br />

Haben Sie selbst einen engen Bezug<br />

zur Natur? Oder sind Sie Vollblut-<br />

<strong>Berliner</strong> und Stadtmensch?<br />

Die Natur hat in meinem Leben<br />

eine große Bedeutung. Ichbin in der<br />

Auvergne großgeworden. Bis ich<br />

neun Jahre alt war, lebten wir in einem<br />

Haus ohne Strom. Meine Eltern<br />

haben sich dort niedergelassen, als<br />

wir Kinder noch sehr klein waren.<br />

Wir hatten Schafe, Ziegen und Hühner,<br />

haben selbst Ziegenkäse hergestellt.<br />

Daher war dieser Dreh wie eine<br />

Rückkehr in meine Kindheit. Auch<br />

wenn ich nun seit 25 Jahren in der<br />

Stadt lebe und komplett urbanisiert<br />

bin, spielt die Natur eine große Rolle<br />

für mich.<br />

Gibt es dieses Haus noch?<br />

Ja, esist bis heute mein Garten<br />

Eden. Dieser Ort in Frankreich ist<br />

mein Paradies. Wenn ich nur die<br />

Sprache höre, fühle ich mich dortzu<br />

Hause. Ich bin jeden Sommer dort,<br />

das ist ganz wichtig für mich. Dort<br />

tanke ich Kraft, dort komme zu mir<br />

selbst. Es gibt keinen Handyempfang,<br />

kein Internet und auch noch<br />

immer keine Elektrizität. Es ist wichtig,<br />

einen Ortzuhaben, wo man kurz<br />

vonallem abgeschnitten ist und sich<br />

aufs Wahre besinnt. Man kocht auf<br />

Gas und zum Lesen gibt es Solaroder<br />

Petroleumlampen.Wirhaben ja<br />

mittlerweile sogar warmes Wasser<br />

für die Badewanne.<br />

Interview: Mariam Schaghaghi<br />

In Ulm soll eine Krankenschwester versucht haben, mehrere Säuglinge zu vergiften. Sie bestreitet die Tat<br />

Alarm auf der Überwachungsstation:<br />

Fünf Früh- und Neugeborene<br />

leiden in der Nacht zum 20. Dezember<br />

an akuter Atemnot. Ärzte,<br />

Schwestern und Pfleger der Ulmer<br />

Universitätsklinik rotieren. Künstliche<br />

Beatmung, Bluttests. Eine Infektion?<br />

Krankenhauskeime? Es dauert<br />

48 Stunden, bis die Säuglinge wieder<br />

selbstständig atmen und nach Hause<br />

entlassen werden können. Fünf Wochen<br />

danach erfahren die Eltern, dass<br />

eine Krankenschwester versucht haben<br />

soll, die Kinder mit Morphium zu<br />

töten oder zumindest lebensbedrohlich<br />

krank zu machen.<br />

Gegen die Frau sei Haftbefehl wegen<br />

versuchten Totschlags und gefährlicher<br />

Körperverletzung erlassen<br />

worden, teilte der Leiter der Ulmer<br />

Staatsanwaltschaft, Christof Lehr,<br />

am Donnerstag mit. Im Spind der<br />

Frau in der Klinik auf dem Ulmer Michelsberg<br />

hätten Ermittler eine<br />

Spritzeentdeckt. DerInhalt: Muttermilch<br />

mit Morphium vermischt.<br />

Diejunge Frau sitzt seit Mittwoch<br />

in Untersuchungshaft. „Sie hat umfassende<br />

Angaben gemacht“, sagte<br />

Lehr. Aber den Tatvorwurf bestreite<br />

sie.Kann es sein, dass ihr jemand die<br />

Spritzeuntergeschoben hat? „Wir ermitteln<br />

in alle Richtungen“, sagte<br />

BernhardWeber, Chef einer 35-köpfigen<br />

Ermittlungsgruppe beim Ulmer<br />

Polizeipräsidium.<br />

Ausgelöst wurden die Ermittlungen<br />

durch das Universitätsklinikum<br />

–Wochen nach dem medizinischen<br />

Alarmfall. Am 17. Januar erstattete<br />

die Klinikleitung Anzeige, nachdem<br />

sich in Urinproben der Kinder Rückstände<br />

von Morphium fanden. „Das<br />

Klinikum kooperiert vollumfänglich<br />

mit den ermittelnden Behörden und<br />

stellt alle gewünschten Unterlagen<br />

zur Verfügung“, teilte die Unimit. Es<br />

sei ein Krisenstab gebildet worden.<br />

Für die Ermittler könnten sich<br />

Anhaltspunkte aus einem ähnlichen<br />

Fall im Uniklinikum Marburg ergeben.<br />

„Wir sind im Kontakt mit den<br />

dortigen Ermittlern, vielleicht helfen<br />

uns deren Erfahrungen“, so ein Sprecher<br />

der Ulmer Staatsanwaltschaft.<br />

In Marburg hatte eine Kinderkrankenschwester<br />

von Dezember 2015<br />

bis Februar 2016 drei frühgeborenen<br />

Mädchen ärztlich nicht verordnete<br />

Beruhigungs- und Narkosemittel<br />

verabreicht. 2019 wurde sie wegen<br />

versuchten Mordes zu lebenslanger<br />

Haft verurteilt. Das Gericht sah Geltungsdrang<br />

als ein Motiv an. (dpa)<br />

Semperopernball: Höppner<br />

übernimmt Moderation<br />

Nach der Absage vonJudith Rakers<br />

übernimmt Mareile Höppner die<br />

Moderation des Semperopernballs<br />

am 7. Februar in Dresden. Höppner<br />

hatte den Ball bereits 2016 an der<br />

Seite vonGuido MariaKretschmer<br />

moderiert. „Es gab in diesem Jahr<br />

viel Trubel um den Opernball. Daraus<br />

haben alle ihreLehren gezogen,<br />

Haltung gezeigt und das war wichtig“,<br />

teilte Höppner mit. Dieumstrittene<br />

Verleihung des St.Georgs-Ordens<br />

des Semperopernballs an<br />

Ägyptens Präsidenten Abdel Fattah<br />

al-Sisi hatte in den vergangenen Tagen<br />

für Kritik und Proteste gesorgt.<br />

DerfrühereGeneral und Armeechef<br />

geht hartgegen Oppositionelle und<br />

Kritiker vor, Meinungs- und Versammlungsfreiheit<br />

sind starkeingeschränkt.<br />

Am Mittwochabend hatte<br />

Judith Rakers erklärt, den Ball nicht<br />

wie geplant moderieren zu wollen.<br />

Auch Sänger Roland Kaiser kritisierte<br />

die Vergabe,will aber am 7. Februar<br />

nach wie vorals Moderator auf<br />

der Bühne stehen. (dpa)<br />

Mutter gab Tochter<br />

Methadon: Haftstrafe<br />

Eine 34-jährige Frau aus dem westfälischen<br />

Steinfurt, die ihrer kleinen<br />

Tochter regelmäßig Methadon verabreicht<br />

hat, ist vomLandgericht<br />

Münster zu drei Jahren und neun<br />

Monaten Haft verurteilt worden. Die<br />

Richter bestraften die Angeklagte am<br />

Donnerstag wegen gefährlicher Körperverletzung<br />

und Verstoßes gegen<br />

das Betäubungsmittelgesetz. Die<br />

Frau hatte im Prozess ein volles Geständnis<br />

abgelegt und dabei geschildert,<br />

wie sehr sie mit der Erziehung<br />

ihrer Tochter überfordertwar.Dasie<br />

selbst seit Jahren regelmäßig Beruhigungsmittel<br />

einnehme,habe sie irgendwann<br />

damit begonnen, auch<br />

ihrem Kind eine tägliche Dosis zu<br />

verabreichen. (dpa)<br />

Sorgen um Japans<br />

abgedankten Kaiser Akihito<br />

Der beliebte Monarch hatte im April 2019<br />

auf eigenen Wunsch abgedankt. DPA<br />

Japans abgedankter Kaiser Akihito<br />

gibt seinem Volk Grund zur Sorge.<br />

Der86Jahrealte Vater des heutigen<br />

Kaisers Naruhito habe in seiner Residenz<br />

in Tokio vorübergehend das<br />

Bewusstsein verloren und sei kollabiert–eine<br />

anschließende Untersuchung<br />

habe jedoch keine gesundheitlichen<br />

Unregelmäßigkeiten erbracht,<br />

gab das Haushofamt bekannt.<br />

Akihito sei wieder in<br />

normalem Zustand und habe auch<br />

wie immer gefrühstückt. (dpa)<br />

Teleskop nimmt detailliertes<br />

Bild der Sonne auf<br />

Dasweltgrößte Solar-Teleskop auf<br />

Hawaii hat ein neues Bild der Sonne<br />

aufgenommen. Aufdem Bild sei die<br />

Oberfläche der Sonne so detailliert<br />

wie nie zuvor zu sehen, hieß es von<br />

Wissenschaftlernander University<br />

of Hawaii. Zu sehen ist eine zellartige<br />

gelb-orange Oberfläche.Das Teleskop<br />

steht auf dem Gipfel des Bergs<br />

Haleakala auf der Insel Maui. (dpa)


ANZEIGEN–SONDERVERÖFFENTLICHUNG<br />

Spie plan<br />

BERLINER<br />

BÜHNEN<br />

F E B R U A R 2 0 2 0<br />

NEUKÖLLNER OPER<br />

Uns gehört die Stadt!<br />

Mit einer Uraufführung, Gesprächen und Workshops verwandelt sich das Studio der Neuköllner<br />

Oper zum Treffpunkt über Visionen, Ideen und best-practise für eine lebenswertere Stadt.<br />

Berlin, Berlin, there is nothing in<br />

between ... konnte man einst voller<br />

Inbrunst rufen. War sie doch einmal<br />

die Stadt, in der es freie (Spiel-)Räume<br />

für ein selbstbestimmtes Lebengab wie in keiner<br />

anderen Metropole sonst. Wasist nur aus<br />

ihr geworden? Ausunserer Stadt, in der zunehmend<br />

virtuelle und reale Räume (Stadt- und<br />

Wohnraum) eingeschränkt, verdrängt und<br />

überwachtwerden? Daskannsonichtbleiben,<br />

sagte mansich in der Neuköllner Oper und gibt<br />

nun mit „Reboot Berlin“ Anstöße, sich die<br />

Stadt (zumindest teilweise) zurück zu holen.<br />

„Betterplazes“ ist das ersteWerk dieser Reihe.<br />

Das Stück ist von der investigativen Journalistin<br />

Anna Catherin Loll und handelt von der<br />

Kraft von Utopien. Timo und Sven sind die<br />

Stars für ein ganz besonderes Publikum: Jung,<br />

mutig und kreativ gestalten sie ihren Kiez tatkräftig<br />

(mit). Kurz:sie sindSprayer,und was sie<br />

tun, wird gefeiert. (Seite 7)<br />

VOLKSBÜHNE BERLIN<br />

Post der Verzweifelten<br />

„Unendlicher Spaß“ vonD.F.Wallace:<br />

jetzt wieder in Thorsten Le nsings<br />

gefeierter Inszenierung (Seite 10)<br />

THEATER THIKWA<br />

Nach Smaragdstadt<br />

Aufeinen Trip ins Wonderful Land of Oz nimmt<br />

„Oz, Oz,Oz! (W)rap the Wizard!“ –mit Cora Frost. (Seite 11)<br />

DEUTSCHES THEATER<br />

10 Jahre Junges DT<br />

Mit zwei Premieren und großer Party am<br />

Valentinsabend feiertdas Junge DT Geburtstag. (Seite 10)<br />

KOMÖDIE AM KURFÜRSTENDAMM<br />

Mit Haushaltsroboter<br />

Voller Irrwitz brodelt Ayckbourns<br />

Stück „Abjetzt“ zwischen Science Fiction<br />

und Slapstick-Comedy. (Seite 6)


SONDERSEITEN DER BERLINER BÜHNEN<br />

SEITE 2 FREITAG, 31. JANUAR 2020<br />

MONIKA RITTERSHAUS<br />

KOMISCHE OPER BERLIN<br />

Don Giovanni<br />

und Rigoletto<br />

Über frauenverschlingende Titelhelden<br />

und Sisterhood im Musiktheater<br />

Rigoletto<br />

Giuseppe Verdi<br />

Melodramma in drei Akten (1851)<br />

Musikalische Leitung:<br />

Ain rs Rubi is<br />

Inszenierung: Barrie Kosky<br />

Am 7., 16. und 27. Februar<br />

sowie am 13. und 21. März<br />

„Don Giovanni“ inder frisch-frivolen Inszenierung von Herbert Fritsch. In der Titelrolle ist wieder Günter Papendell zu erleben.<br />

Das Leiden unzähliger<br />

weiblicher Opernfiguren<br />

können wir heute zum<br />

Glück mit einem gewissen<br />

Sicherheitsabstand beobachten<br />

–den ungehinderten Frauenverschleiß<br />

mit gar mörderischen Absichten<br />

eines Don Giovanni würden<br />

Gesellschaft und Justiz ebenso<br />

wenig durchgehen lassen wie das<br />

geiselhafte Festhalten Rigolettos an<br />

seiner Tochter Gilda. Und doch<br />

faszinieren uns damals wie heute<br />

diese Alphamänner der Operngeschichte.Wieso<br />

bloß?<br />

Dieser Frage kann man im<br />

Februar gleich mehrfach in der Komischen<br />

Oper nachgehen. Mit den<br />

Wiederaufnahmenvon Verdis „Rigoletto“inder<br />

Inszenierung vonBarrie<br />

Kosky sowie Mozarts „Don Giovanni“<br />

(Regie: Herbert Fritsch) kehren<br />

gleich zwei frauenverschleißende<br />

Bariton-Hauptfiguren im aktuellen<br />

Gewand auf die Bühne zurück. Mal<br />

werden die hilflosen Frauenfiguren<br />

von ihnen beschützt, mal verführt.<br />

Und doch: trotz all dieser schwerwiegenden<br />

Gender-Klischees ge-<br />

keit der Tochter die eigene Ehre<br />

zerstört sieht.<br />

Da tut es zuweilen gut zu sehen,<br />

dass clevere Inszenierungen<br />

es schaffen, klischeebeladene<br />

Opernklassiker rund um übergroße<br />

Männeregos ins heutige Licht<br />

zu transportieren. Denn Gilda wird<br />

schon in Verdis Musik als transzendierendes,<br />

fast unwirkliches Wesen<br />

der Vorstellungswelt ihres Vaters<br />

gekennzeichnet. Kosky hingegen<br />

holt diese Tochter Gilda in unsere<br />

fleischliche Realität: Statt des weißen<br />

Nachthemds eines keuschen<br />

Mädchens erhält sie ein gelbes Minikleid<br />

–und mit ihm auch ein eigenes<br />

Selbstbewusstsein.<br />

Das klappt mit Verdi soherausragend,<br />

da das Grundprinzip seiner<br />

Opern die Sprache weniger<br />

braucht als die Musik oder die Geste.<br />

Bildergeschichten wie Pantomime,<br />

Kasperletheater oder Comic<br />

Stripliegen so auch bei BarryKoskys<br />

„Rigoletto“ nahe, den der Regisseur<br />

als „comic opera that goes horribly<br />

wrong“ bezeichnet. Das Spiel mit<br />

der Show, selbst mit den magischen<br />

Don Giovanni<br />

Wolfgang Amadeus Mozart<br />

Drama giocoso in zwei Akten (1787)<br />

Musikalische Leitung:<br />

Jordan de Souza<br />

Inszenierung: Herbert Fritsch<br />

Am 20. und 29. Februar<br />

sowie am 11. und 27. März<br />

Eintrittspreise von 12bis 84 Euro<br />

Komische Oper Berlin<br />

Behrenstraße 55–57<br />

10117 Berlin<br />

Kartentelefon: 030 47 99 74 00<br />

Montag bis Samstag 9bis 20 Uhr,<br />

Sonn- &Feiertage 14 bis 20Uhr.<br />

karten@komische-oper-berlin.de<br />

www.komische-oper-berlin.de<br />

Tricks eines Houdini sucht Kosky<br />

in seiner Inszenierung daher ganz<br />

bewusst: Er zeigt, wie Verdi selbst,<br />

Glanz und Abgrund einer das Amüsement<br />

suchenden Gesellschaft und<br />

mischt „höchste Kunst“ mit „einfacher<br />

Unterhaltung“.<br />

Unddass ein solches Zusammentreffen<br />

längst ein Markenzeichen<br />

der Komischen Oper ist, zeigt emblematisch<br />

auch Herbert Fritschs<br />

„Don Giovanni“-Inszenierung.<br />

So wurde diese große Mozartoper<br />

zwar bei intellektuellen Größen wie<br />

Kierkegaard, Brecht, Bloch oder E. T.<br />

A. Hoffmann als das „Stück der Stücke“<br />

angesehen, doch eigentlich sei<br />

dasWerkunspielbar,jedenfalls nach<br />

Walter Felsenstein, revolutionärer<br />

Gründer der Komischen Oper. Das<br />

mag auch daran liegen, dass kein<br />

anderes Werk Mozarts die inhaltlichen<br />

und formalen Opern-Konventionen<br />

seiner Zeit so konsequent in<br />

Frage stellt.<br />

Da passt es vorzüglich, dass<br />

Regie-Rebell Herbert Fritsch seinen<br />

Don Giovanni als niemals<br />

nachlassend frechen und boshaften<br />

Dada-Harlekin inszeniert und<br />

so die Sprengkraft des Frauenverschlingers<br />

ernst nimmt. Sein buntes<br />

Treiben lässt dem Geschehen<br />

und Giovannis Verführen auf der<br />

Bühne freien Lauf –ohne jedoch die<br />

weiblichen Figuren, die ja die wirklich<br />

starken Figuren der Mozartoper<br />

sind, nur einen Deut zu schmälern.<br />

Als mit dem vermutlich schönsten<br />

Heiratsversprechen der Operngeschichte<br />

Don Giovanni auch<br />

Zerlina gefügig machen will, geht<br />

lingt es diesen Klassiker-Inszenierungen,<br />

das Machtverhältnis der<br />

beiden Geschlechter gekonnt neu<br />

zu definieren.<br />

Am deutlichsten werden diese<br />

Ambivalenzen zwischen Opfern<br />

und Täternwohl in Koskys genialer<br />

Inszenierung von Giuseppe Verdis<br />

„Rigoletto“ aus dem Jahre 2009.<br />

Der aus der Gesellschaft ausgeschlossene<br />

Rigoletto ist ein Außenseiter<br />

der Konsum- und Spaßgesellschaft,<br />

ein trauriger Clown.<br />

Seine Tochter Gilda will er vor allem<br />

Übel der Welt beschützen und<br />

sperrt sie daher ein. Doch es geht<br />

ihm natürlich nicht nur um die Unversehrtheit<br />

der Tochter, sondern<br />

auch umseine eigene Sehnsucht,<br />

für immer ein an ihn gefesseltes<br />

Mädchen zu besitzen. Dass diese<br />

Tochter eigene Begierden, Träume<br />

und Hoffnungen hat, ist freilich in<br />

seiner Logik nicht vorgesehen. Somit<br />

wirdGildas Bekannt- und Liebschaft<br />

mit dem Herzog schließlich<br />

ein furchtbarer Alptraum für den<br />

überprotektionistischen Vater, der<br />

mit der verlorenen Jungfräulichseine<br />

Ex Donna Elvira dazwischen<br />

und nimmt sie in Schutz. Siemahnt,<br />

nicht auf die leeren Versprechen der<br />

Männerwelt zu hören und sich stattdessen<br />

zu einer wehrhaften „Sisterhood“<br />

zusammenzuschließen.<br />

Damit präsentiert sie ganz nebenbei<br />

wichtige Gedanken unseres heutigen<br />

Feminismus –und wer würde<br />

schon bereits zu Mozarts Zeiten mit<br />

ihnen rechnen?<br />

So kann man also in den Neuzugriffen<br />

auf die Klassiker zwei<br />

virtuose Weisen erkennen, althergebrachte<br />

Korsette abzuwerfen.<br />

Bei Kosky mit einer analytischscharfen<br />

Brennglas-Inszenierung<br />

der menschlichen Abgründe eines<br />

Rigolettos, bei Fritsch mit seiner<br />

frisch-frivolen Dada-Lesartdes Don<br />

Giovanni. Beide Bariton-Helden<br />

haben eine gehörige Portion Echtzeit<br />

mitbekommen. Und das ist in<br />

einer Zeit, in der das schlechte Verhalten<br />

bösartiger Clown-Figuren<br />

Frauen gegenüber zwar ganze<br />

Gesellschaften erschüttert, jedoch<br />

oft genug noch konsequenzlos<br />

bleibt, aktueller denn je.<br />

Inhalt<br />

Premieren<br />

Admiralspalast 9<br />

Astrid-Lindgren-Bühne im FEZ 9<br />

Atze Musiktheater 9<br />

Bar jeder Vernunft 10, 16<br />

<strong>Berliner</strong> Ensemble 13<br />

<strong>Berliner</strong> Philharmoniker 12<br />

Chamäleon Theater 10, 15<br />

Das Weite Theater 5, 10<br />

Deutsche Oper Berlin 9, 13<br />

Deutsches Theater 10, 13<br />

Die Wühlmäuse 10<br />

Neuköllner Oper 7, 11<br />

Palazzo 3<br />

Quatsch Comedy Club 11<br />

Radialsystem 15, 16<br />

RambaZamba Theater 15<br />

Renaissance-Theater Berlin 14<br />

roc berlin 7, 12<br />

Schaubude Berlin 3, 15<br />

Schaubühne am<br />

Lehniner Platz 14<br />

Premiere am 2. Februar<br />

VOLKSBÜHNE BERLIN<br />

Auf den Kopf gestellt<br />

In „The West“ befragt Choreografin<br />

Constanza Macras den westlichen<br />

Exotismus. Seite 6<br />

DAVID CAMPESINO<br />

English Theatre Berlin 10<br />

Schlosspark Theater 3, 15<br />

Estrel Showtheater 4, 10<br />

Sophiensæle 15<br />

Friedrichstadt-Palast 10<br />

Grips Theater 13<br />

Hans Otto Theater 3, 10<br />

Hebbel am Ufer 10<br />

Heimathafen Neukölln 11, 15<br />

Hochschule für Schauspielkunst<br />

Ernst Busch 11<br />

Kabarett-Theater Distel 11<br />

Kleines Theater 6, 11<br />

Komische Oper Berlin 2, 13<br />

Komödie am Kurfürstendamm<br />

im Schiller Theater 6, 14<br />

Konzerthaus Berlin 5, 12<br />

Maxim Gorki Theater 4, 14<br />

Staatsoper 11, 12<br />

Stadttheater Cöpenick 15<br />

Stage Theater des Westens 15<br />

Tempodrom 8<br />

Theater an der Parkaue 14<br />

Theater im Palais 16<br />

Theater o.N. 16<br />

Theater Strahl Berlin 16<br />

Theater Thikwa 11, 16<br />

Tipi am Kanzleramt 16<br />

Vaganten Bühne 16<br />

Volksbühne 6, 10, 14<br />

Wintergarten Varieté 16<br />

Premiere am 14. Februar<br />

SCHAUBUDE BERLIN<br />

Das Rezept für brennende Liebe<br />

Passend zum Valentinstag<br />

zaubert das clowneske Duo Die<br />

Pyromantiker mit ihrer selbsterforschten<br />

Mischung Geschmacksexplosionen<br />

für ein langes, brennendes<br />

Feuer der Liebe. Seite 5<br />

KRAUT HILLS/PYROMANTIKER BERLIN<br />

Uraufführung am 12. Februar BAR JEDER VERNUNFT Es lebe das Chaos<br />

Anna Mateur fälltauf! Das kann man nicht anderssagen. Jetzt präsentiertdie Ausnahmekünstlerin mit der unglaublichen<br />

Stimme und dem schrägen Humor endlich wieder ein neues Soloprogramm: „Kaoshüter“. Seite16<br />

Premiere am 15.Februar<br />

MAXIM GORKI THEATER<br />

Maria im Heute<br />

Der britische Dramatiker<br />

Simon Stephens erkundet in<br />

„Maria“ eine oft brutale<br />

Gegenwart ohne dabei die<br />

Empathie für die Menschen zu<br />

verlieren. Regie führt Nurkan<br />

Erpulat. Seite 4<br />

Premiere am 6. Februar<br />

RADIALSYSTEM<br />

Der eigenen Sprache beraubt<br />

In seinen „Metamorphosen“ erzählt<br />

Ovid die miteinander verbundenen Mythen<br />

vonEcho und Narziss, die nicht<br />

zueinander finden können. Der Regisseur<br />

David Marton, erstmals zu Gast am<br />

Haus, und Road Opera machen daraus<br />

bildstarkesMusiktheater. Seite 16<br />

Premiere am 8. Februar<br />

KLEINES THEATER<br />

Sie steht ihren Mann<br />

Um den Arbeitsplatz ihres verstorbenen<br />

Ehemanns für sich zu retten, beschließt<br />

die junge WitweElla Gericke,<br />

die Identität des Totenanzunehmen –<br />

und schlüpftindessen Kleidung. „Jacke<br />

wie Hose“ ist ein Melodram voller Wagemut,<br />

Raffinesse und Witz. Seite 7


SONDERSEITEN DER BERLINER BÜHNEN<br />

FREITAG, 31. JANUAR 2020 SEITE 3<br />

HANS OTTO THEATER<br />

Esther Hattenbach inszeniertin<br />

Potsdam Ionescos „Die Nashörner“<br />

Der Trend geht<br />

zum Nashorn<br />

Eines sonntags beobachten der Büroangestellte<br />

Behringer und sein Freund Hans<br />

einen merkwürdigen Vorfall: EinNashorn<br />

stürmt in vollem Galopp durch die Stadt.<br />

Kurz darauf ein zweites. Oder war es doch dasselbe?AmnächstenTag<br />

tauchen weiterewutschnaubende,<br />

alles niederwalzende Dickhäuter auf …<br />

Mit„Die Nashörner“ hat Eugène Ionesco 1957 eine<br />

verrückte Geschichte über Massenwahn und<br />

Anpassertum geschrieben. Darinverwandelnsich<br />

die Menschen nach und nach in Nashörner. Wer<br />

mit dem Zeitgeist gehen oder dazugehören will,<br />

tut es ihnen gleich und wirdTeildieserBewegung.<br />

Plötzlich ist das Fremde normal –und alle außer<br />

Behringer, die Hauptfigur im Stück, wollen sich<br />

anpassen und ebenfalls zum Nashorn werden.<br />

Ein Nashorn kommt selten allein –jedenfalls nicht bei<br />

Ionesco.<br />

Regisseurin Esther Hattenbach, die diese<br />

absurde Groteske am Hans Otto Theater auf<br />

die Bühne bringt, reizt die Aktualität des Stoffes:<br />

„Ionescos Figuren plappern meist einfach nur<br />

irgendwas heraus. So, wie es heute oft in den sozialen<br />

Medien geschieht. Die Welt ist so unübersichtlich<br />

geworden. Ausden Phrasen, die wir lesen<br />

und einfach weitergeben, entstehen Stimmungen,<br />

aus Stimmungen gesamtgesellschaftliche Radikalisierungen.“<br />

Hattenbach möchte sich besonders<br />

mit Ideologie auseinandersetzen. Sie interessiert<br />

die Frage, wie viel davon in uns und unserer<br />

Sprache steckt. „Ideologie hat viel mit Bedürfnissen<br />

zu tun, und diese wiederum sind etwas sehr<br />

subjektiv Menschliches. Diese Wechselbeziehung<br />

ist spannend.“ Ionescos tragikomische Geschichte<br />

bietet die Möglichkeit eines verrückten Zugriffs<br />

auf die Realität.<br />

Die Nashörner<br />

von Eugène Ionesco<br />

Regie: Esther Hattenbach<br />

Bühne und Kostüm:<br />

Regina Lorenz-Schweer<br />

Dramaturgie: Alexandra Engelmann<br />

Komposition: Johannes Bartmes<br />

Mit: Bettina Riebesel,<br />

Ulrike Beerbaum, Jörg Dathe,<br />

Henning Strübbe,<br />

Hannes Schumacher,<br />

Philipp Mauritz, Paul Wilms,<br />

Franziska Melzer,<br />

Jan Hallmann<br />

Premiere am 21. Februar<br />

Hans Otto Theater<br />

Schiffbauergasse 11<br />

14467 Potsdam<br />

Kartentelefon: 033 19 81 18<br />

hansottotheater.de<br />

THOMAS M. JAUK/STAGE PICTURE<br />

Queen-Fans und Musikliebhaber<br />

der 80er kommen<br />

im Schlosspark Theater<br />

voll auf ihre Kosten, denn<br />

sie werden Songs hören, die zu<br />

Rock-Geschichte geworden sind.<br />

Im Februar steht das Stück „Ich bin<br />

nicht Mercury“, geschrieben und<br />

inszeniert von Thomas Schendel,<br />

auf dem Programm. Die Uraufführung<br />

ist eine Hommage an Freddie<br />

Mercury und die Band Queen<br />

„Ich bin nicht Mercury“ handelt<br />

von der letzten Probe einer Band,<br />

die kurz vor ihrer Studioaufnahme<br />

steht. Man trifft sich, geht die<br />

Songs durch, die auf dem Album<br />

Die Musik der 80er lebt auf –Ein Band probt Mercury<br />

Menu d’amour<br />

SCHLOSSPARK THEATER<br />

Ich bin nicht Mercury<br />

Staraufgebot feiertFreddie Mercury<br />

erscheinen sollen, diskutiert, streitet.<br />

Die Musik steht natürlich unweigerlich<br />

im Mittelpunkt, mit ihr<br />

aber auch Leidenschaft, Liebe und<br />

Freundschaft. Jedes Bandmitglied<br />

führt eine Auseinandersetzung mit<br />

sich und anderen rund um diese<br />

Themen und lässt die Zuschauerdaran<br />

teilhaben. Die Coverband<br />

ringt um Qualität in der Musik<br />

und um die eigene Entfaltung und<br />

Identität als Musiker. Jeder mit unterschiedlichen<br />

Vorstellungen und<br />

Wünschen aber verbunden durch<br />

die Leidenschaft zur Musik.<br />

Das stimmgewaltige Ensemble<br />

bilden Thomas Borchert, Sophie<br />

SCHAUBUDE BERLIN<br />

Liebe, die durch den Magen geht<br />

Dasclowneske Duo Die Pyromantiker zaubert Geschmacksexplosionen<br />

passend zum Valentinstag<br />

Wer fahndet nicht<br />

nach dem Rezept<br />

für die perfekte Liebe?<br />

Doch meistens<br />

ist dann doch irgendetwas nicht<br />

richtig: Das Menü ist zu salzig, zu<br />

scharf, zu fad geraten, schmeckt<br />

dem einen, aber der anderen nicht,<br />

ist zu sehr Imbiss oder zu sehr<br />

Gourmetküche. Man kann es einfach<br />

nicht allen recht machen.<br />

Oder doch?<br />

Passend zum Valentinstag gastieren<br />

zwei 3-Sterne-Köche in der<br />

Schaubude Berlin mit ihrer skurrilen<br />

Dinner-Show –denn sie haben<br />

sie angeblich nach 50 Jahren erbarmungsloser<br />

Forschungsarbeit<br />

gefunden: Die gebrauchsfertige<br />

Mischung für ein langes, brennendes<br />

Feuer der Liebe! So laden<br />

sie das Publikum, ob verliebt oder<br />

nicht, aufs Meer der großen Gefühle<br />

zueinem hinreißend komödiantischen<br />

Spektakel mit neusten<br />

Geschmacksexplosionen und<br />

raffinierten Ingredienzien.<br />

„Menu d’amour“ ist die neue<br />

Produktion des clownesken Duos<br />

DiePyromantiker,die auch mit dieser<br />

Kochshowihrem Namen wieder<br />

alle Ehre machen werden –inso<br />

DERDEHMEL/URBSCHAT<br />

Berner /Frederike Haas (alternierend),<br />

Marco Billep sowie Michael<br />

Ernst. Die renommierten Musicaldarstellerinnen<br />

und -darsteller<br />

werden vonder erstklassigen 4-köpfigen<br />

UnderPressured-Rockband<br />

unter der Leitung von Harry Ermer<br />

livebegleitet.<br />

Ein Theaterabend mit der<br />

Dramaturgie eines Queen-Songs!<br />

Ich bin nicht Mercury<br />

Ein Theaterstück<br />

von Thomas Schendel<br />

mit vielen Highlights von Freddy<br />

Mercury und der Band Queen<br />

Regie: Thomas Schendel<br />

Musikalische Leitung: Harry Ermer<br />

Mit Thomas Borchert,<br />

Sophie Berner/Frederike Haas<br />

(alternierend),<br />

Marco Billep &Michael Ernst<br />

Live-Begleitung:<br />

UnderPressured-Rockband<br />

Februar 2020<br />

Franziska Troegner liest<br />

„Im Bett mit dem Westen“<br />

Am 2. Februar um 20 Uhr<br />

Thomas Quasthoff<br />

singt und liest Hüsch<br />

Am 16. Februar um 20 Uhr<br />

Ulla Meinecke &Band –<br />

Gute Geister<br />

Am 17. Februar um 20 Uhr<br />

Schlosspark Theater<br />

Schloßstraße 48<br />

12165 Berlin<br />

Kartentelefon: 030 789 5667100<br />

www.schlossparktheater.de<br />

queer papa queer<br />

Am 1. Februar um 20 Uhr<br />

Schlemihl<br />

Am 7. und 8.Februar um 20 Uhr<br />

Menu d’amour<br />

Berlin Premiere am 14. Februar<br />

um 20 Uhr<br />

Weitere Vorstellungen<br />

am 15. Februar um 20 Uhr<br />

sowie am 16. Februar um 19 Uhr<br />

Hemingway. Gaza. Big Fish.<br />

Am 28. und 29. Februar<br />

jeweils um 20 Uhr<br />

Schaubude Berlin<br />

Greifswalder Straße 81-84<br />

10405 Berlin<br />

Kartentelefon: 030 423 43 14<br />

www.schaubude.berlin<br />

einer Küche kann ja auch so einiges<br />

anbrennen, in die Luft fliegen<br />

und Funken sprühen, spätestens<br />

beim feurigen Dessert. Aber auch<br />

für die zarten, leisen, berührenden<br />

Zutaten ist gesorgt: das goldene<br />

Tuch, aus dem die Träume sind,<br />

eine Spieluhr für die Romantik und<br />

Schnee von gestern. Obendrauf eine<br />

Tröte für den Scherz!<br />

HILDA LOBINGER<br />

PALAZZO<br />

Noch bis 8. Märzspielt der<br />

Kolja Kleeberg&Hans-Peter Wodarz<br />

PalazzoinBerlin<br />

Manege frei und<br />

bitte zu Tisch!<br />

Seit 2007 serviert Palazzo in Berlin alljährlich<br />

im Herbst und Winter seine ebenso köstliche<br />

wie unterhaltsame Mischung aus Haute Cuisine<br />

und bestem Entertainment –und das<br />

mit stetig wachsendem Erfolg. Allein in der vergangenen<br />

Spielzeit haben mehr als 27 000 Gäste das<br />

Vier-Gang-Menü und die Show im Spiegelpalast genossen.<br />

Am13. November 2019 hieß es„Vorhang<br />

auf“ für die 13. Saison. Dann feierte die Dinner-<br />

Show ihre Premiere –natürlich mit einem neuen<br />

Programm und neuem Menü.<br />

In einer Zeit, in der viele Menschen durch den<br />

Taghetzen, ständig und überall erreichbar sind und<br />

es immer mehr verlernen, einfach einmal –imbesten<br />

Wortsinne –abzuschalten, gewinnen Orte des<br />

Rückzugs zunehmend an Bedeutung. Der Palazzo<br />

Spiegelpalast mit seiner einzigartigen Atmosphäre,<br />

die einen sofort beim Betreten in eine andereWelt<br />

eintauchen lässt, ist ein solcher Ort. Hier können<br />

die Gäste perfekt „entschleunigen“, Ballast abwerfenund<br />

verloren gegangene Energie auftanken.<br />

Für die kulinarische Seite dieser Einheit zeichnet<br />

erneut der <strong>Berliner</strong> Spitzenkoch Kolja Kleeberg verantwortlich.<br />

Mit einem Faible für die Küche Frankreichs<br />

hat der gebürtige Rheinländer sich diesmal daran<br />

gemacht, einige Klassiker des Nachbarlandes zu<br />

modernisieren und im Palazzo-Stil raffiniertzuinterpretieren.<br />

Schon die Vorspeise des Vier-Gang-Menüs<br />

malt die Sonne der Côte d’Azur auf den Teller –mit<br />

einem „Croque Palazzo“, einer Kabeljauschnitte mit<br />

Sauce Rouille, knusprigem Kapernbrot und Grapefruit.<br />

Darauf folgt ein Käsesüppchen von Gorgonzola<br />

undKohlrabi mit gebackenem Ziegenkäseals Zwischengang.<br />

DerHauptgang bringt die Ente zurück in<br />

den Spiegelpalast, die als knusprige „Ente àl’orange<br />

unter asiatischer Ägide“ mit Miso-Spitzkohl und Kartoffelgratin<br />

serviert wird. Als süßer Abschluss erwartet<br />

diePalazzo-Gäste ein Potpourrider französischen<br />

Patisserie in Form eines warmen Holunder-Nougat-<br />

Törtchens mit Baiserhaube, pochierter Birne, Sauerrahmeis<br />

und Schokoladenganache –wenn das nicht<br />

nach „Leben wie Gott in Frankreich“ klingt…!<br />

Natürlich gibt es auch wieder eine köstliche vegetarische<br />

Speisenfolge sowie eine Menü-Variante<br />

für kleine Palazzo-Gäste.<br />

PALAZZO<br />

Die neue Show „Family Affairs“<br />

Diese Höhepunkte aus der Palazzo-Küche verbinden<br />

sich auf perfekte Weise mit den künstlerischen<br />

Darbietungen auf der Bühne und in der Manege:<br />

Mitseinem neuen <strong>Berliner</strong>Programm „Family<br />

Affairs“ feiert Palazzo in der Spielzeit 2019/20 eine<br />

Weltpremiere voller Highlights –exzentrisch, liebenswert,<br />

kontrastreich und gespickt mit einer gehörigen<br />

Portion Humor! Der Spiegelpalast am<br />

Bahnhof Zoo wird dabei zum Schauplatz einer gewöhnlichen<br />

Familienfeier, wie sie außergewöhnlicher<br />

nicht sein könnte.Vor den Augen der Palazzo-<br />

Gäste trifft sich eine ungleiche und meist uneinige<br />

Verwandtschaft zu einem spannungsreichen und<br />

amüsanten Stelldichein. Geniale Artisten und<br />

brillante Künstler treffen auf rebellische Freigeister,<br />

verschrobene Individuen und schwarze Schafe.<br />

Doch allen Familienzwisten zum Trotz wirdimLaufe<br />

des Abends klar: Blut ist wahrlich dicker als Wasser.<br />

Herzlichwillkommenbei „Family Affairs“!<br />

Palazzo –ein Kosmos voller Lebensfreude und<br />

Genuss für alle, die sich ein paar besondere Stunden<br />

gönnen möchten. Es ist angerichtet!<br />

Palazzo bittet zu Tisch!<br />

Bis 8. März<br />

Palazzo Berlin<br />

Hertzallee 41<br />

10787 Berlin<br />

Kartentelefon: 01806 388 883<br />

0,20 Euro aus dem dt. Festnetz<br />

Mobilfunk max. 0,60 Euro pro Anruf<br />

www.palazzo.org


SONDERSEITEN DER BERLINER BÜHNEN<br />

SEITE 4 FREITAG, 31. JANUAR 2020<br />

MAXIM GORKI THEATER<br />

„Maria“ und „Hamlet“<br />

versprechen spannende Premieren<br />

Ausbruch<br />

ins Jetzt<br />

Wer wäreMaria im digitalen Zeitalter?<br />

Vor welchen Herausforderungen<br />

würde sie stehen? Wie sich ihren<br />

Wegbahnen durch die gesellschaftlichen<br />

Ungleichheiten und Anonymität? Der britische<br />

Dramatiker Simon Stephens erkundet in seinem<br />

neuen Drama „Maria“ in der Regie vonNurkan<br />

Erpulat eine oft brutale Gegenwart ohne dabei die<br />

Empathie für die Menschen zu verlieren.<br />

In derHauptrolle: eine junge Frau, die großes mythologisches<br />

Gepäck zu schultern hat. Im 21. Jahrhundertist<br />

Maria–gespielt vonVidina Popov–eine<br />

Suchende,die vollkommenunbeirrbar und mit großer<br />

Selbstverständlichkeit nach Nähe sucht in einer<br />

kalten,durchökonomisierten Welt.<br />

Gerade dem Kindesalter entwachsen erwartet sie<br />

selbst ein Kind. An ihrer Seite hat sie niemanden –<br />

der eine hat andere Sorgen, die andere keine Zeit<br />

oder ökonomische Ressourcen. Statt aber zu verzweifeln<br />

macht sich die zukünftig Alleinerziehende<br />

auf ihren eigenen Weg. Sie hat einen Traum, sie will<br />

mehr. Und ist esnicht genau das, was einen Menschen<br />

zum Menschen macht: sich mehr vorstellen<br />

zu können als ist? Mariaalso versucht aus dem Loop<br />

der Vorherbestimmung auszubrechen und ihrekleine,<br />

prekäreWelt zuverlassen. Mit einemTraum irrt<br />

sie durch die Stadt und erlebt im Laufschritt ganz<br />

existenzielleMomente vonGeburt, Liebe und Tod.<br />

ESTREL BERLIN/ANGELA REGENBRECHT (2)<br />

Mindestens ebenso rasant wir die Blues Brothers im Film: Die Brüder Chris und Geoff Dahl inder Show „Stars in Concert –Moviestars“.<br />

A<br />

Im Laufschritt durch das Drama: Vidina Popov als Maria<br />

Ganz ähnlich in „Hamlet“. Auch hier versuchtder<br />

junge Protagonist (gespielt von Svenja Liesau) den<br />

widrigen Umständen zum Trotz sein Leben selbst<br />

zu gestalten und den Ballast familiärer und sozialer<br />

Vorherbestimmung abzuwerfen. Vor dem Hintergrund<br />

ganz großer Geschichten prallen hier unterschiedliche<br />

Welten und Stereotype aufeinander:<br />

Ost und West, Theorie und Praxis, Sein und Nichtsein,<br />

Philosophie und schnöde Realität. Die Welt<br />

erscheint hier genauso seltsam wiesie ist.<br />

DerRegisseur Christian Weise zeigt Shakespeares<br />

„Hamlet“ als ein Stück über das schief vereinigte<br />

Deutschland, quasi als komödiantische Rückseite<br />

eines überwältigen Stoffes –der am Ende vielleicht<br />

doch nur die Geschichte zweierungleicher Familien<br />

ist: über die, die zusammen leben, aber nicht zusammen<br />

kommen können.<br />

Hamlet<br />

Von William Shakespeare<br />

Deutsch von Angela Schanelec<br />

und Jürgen Gosch<br />

Regie: Christian Weise<br />

Bühne: Julia Oschatz<br />

Musik: Jens Dohle<br />

Live-Video: Marlene Blumert,<br />

Samir Alain Nahas<br />

Mit: Mazen Aljubbeh,<br />

Dominic Hartmann,<br />

Kenda Hmeidan, Svenja Liesau u.a.<br />

Premiere am 1. Februar<br />

Weitere Vorstellungen am 2.,<br />

8. und 10. Februar<br />

Maria<br />

Von Simon Stephens<br />

Deutsch von Barbara Christ<br />

Regie: Nurkan Erpulat<br />

Mit: Karim Daoud, Vidina Popov,<br />

Ibadet Ramadani Gallop u.a.<br />

Premiere am 15. Februar<br />

Weitere Vorstellungen<br />

am 20. und 21. Februar<br />

Maxim Gorki Theater<br />

Am Festungsgraben 2<br />

10117 Berlin<br />

Kartentelefon: 030 20 22 11 15<br />

gorki.de<br />

ESRA ROTTHOFF<br />

Was wäreein Film wie „Bodyguard“<br />

ohne „I will<br />

always love you“? Oder<br />

der Disney-Klassiker<br />

„König der Löwen“ ohne „Can you feel<br />

the love tonight“? Auch die Komödien<br />

„Manche mögen‘s heiß“ oder „Blues<br />

Brothers“ wären ohne die Filmmusik<br />

undenkbar. Musik und Kino gehören<br />

einfach zusammen.<br />

Den bekanntesten Liedern der Filmgeschichte<br />

widmet sich vom12. Februar<br />

bis 19. Aprildas „StarsinConcert“– Special<br />

„Moviestars“, eine Show, die glamouröses<br />

Hollywood-Flair auf die Bühne<br />

zaubert. Präsentiert werden die<br />

musikalischen Filmklassiker von den<br />

besten Doppelgängern der Welt, die<br />

nicht nur optisch, sondern auch gesanglich<br />

eins zu eins mit den Originalen<br />

übereinstimmen. Die Zuschauer<br />

können sich auf die Doppelgänger von<br />

Whitney Houston, Elton John, Cher,<br />

den Blues Brothers, Marilyn Monroe,<br />

Madonna, Elvis Presley und Louis<br />

Armstrong freuen, die begleitet von der<br />

„Stars in Concert“ Live-Band ein herausragendes<br />

Konzerterlebnis bieten.<br />

Optisch perfekt ergänzt wird die zweistündige<br />

Show durch Videoeinspielungen,<br />

die die Zuschauer direkt in die besten<br />

Filme aller Zeiten entführen.<br />

„Stars in Concert–Moviestars“ ist das<br />

neueste Show-Special des erfolgreichen<br />

und vielfach ausgezeichneten Produzenten<br />

Bernhard Kurz. Seit 22 Jahren produziertKurzim<strong>Berliner</strong><br />

Estrel Showtheater<br />

die Las Vegas-Live-Show „Stars in Concert“,<br />

die mit mehr als 9000 Vorstellungen<br />

und über 5,5 Millionen Zuschauern<br />

zu den erfolgreichsten Shows Deutschlands<br />

zählt.<br />

Noch bis zum 9. Februar gastiertimEstrel<br />

Showtheater „Thank you for the music<br />

–Die ABBA Story“. Nicht nur musikalisch<br />

liefert die zweistündige Show mit<br />

den größten Hits der legendärenBand ein<br />

eindrucksvolles Live-Konzert: Von den<br />

originalgetreuen Bühnen-Outfits, perfekt<br />

einstudierten Choreografien bis hin zum<br />

schwedischen Akzent –die optimal aufeinander<br />

eingespielten Darsteller der einstigen<br />

Paare Agnetha Fältskog und Björn<br />

Ulvaeus sowie Benny Andersson und<br />

Anni-Frid Lyngstad schlüpfen beeindruckend<br />

authentisch in ihreRollen und singen<br />

live; somit entsteht der Eindruck, AB-<br />

BA steheleibhaftig aufder Bühne.<br />

Durch die Hommage an das Lebenswerk<br />

von ABBA führt Uwe Hübner. Den<br />

Fernseh- und Radiomoderator kennt<br />

man vor allem aus der ZDF-Hitparade,<br />

die er von1990 bis Ende 2000 monatlich<br />

präsentierte. Inden vergangenen Jahren<br />

wurde die Show mehr als 1300 Mal<br />

mit riesigem Erfolg im Estrel Showtheater<br />

sowie auf zahlreichen Bühnen im Inund<br />

Ausland gespielt.<br />

Moviestars<br />

Vom 12. Februar<br />

bis zum 19. April<br />

Estrel Showtheater<br />

Sonnenallee 225<br />

12057 Berlin<br />

Kartentelefon: 030 68 31 68 31<br />

www.stars-in-concert.de<br />

ESTREL SHOWTHEATER<br />

Vorhang auf<br />

für die „Moviestars“<br />

Neues „Stars in Concert“-Special im Estrel Showtheater<br />

Filmklassiker mit Louis Armstrong im neuen Show-Special im Estrel Showtheater


SONDERSEITEN DER BERLINER BÜHNEN<br />

FREITAG, 31. JANUAR 2020 SEITE 5<br />

KONZERTHAUS BERLIN<br />

Festliches Jubiläum<br />

mit musikalischen Weggefährten<br />

Das Konzerthaus Berlin feiertmit Christoph Eschenbach seinen 80. Geburtstag<br />

DAS WEITE THEATER<br />

Fantasieren, Mitfiebern und Lachen<br />

Über Liebe und Feiglinge, Musik<br />

und andere bunte Geschichten<br />

Am 20. Februar 2020 wird<br />

Christoph Eschenbach,<br />

Chefdirigent des Konzerthausorchesters<br />

Berlin<br />

seit dieser Saison, 80Jahre alt.<br />

Gefeiert wird vom 25. Februar bis<br />

1. Märzmit ihm und vielenmusikalischen<br />

Weggefährten. Die Laudatio<br />

hält Bariton Matthias Goerne, dem<br />

der Jubilar überJahrzehnte ein kongenialerPartner<br />

am Klavier war.Mit<br />

Geigerin Midori, Bratschist Nils<br />

Mönkemeyer und weiteren Gästen<br />

gestaltet eram25. Februar ein festliches<br />

Kammerkonzert.<br />

An den folgenden Tagen kommt<br />

Besuch aus Frankreich: Dasrenommierte<br />

Orchestre deParis, dessen<br />

Der Pianist Lang Lang<br />

XIN QIU<br />

Chefdirigent Christoph Eschenbach<br />

zehn Jahre lang war und das<br />

er nun in zwei Konzerten leitet.<br />

Zwei ehemals von ihm geförderte<br />

Stars sind die Solisten: Am 26. Februar<br />

ist es Ray Chen mit Mendelssohns<br />

Violinkonzert und am<br />

27. Lang Lang mit Beethovens KlavierkonzertNr.<br />

2.<br />

Selbstverständlich spielt auch<br />

das Konzerthausorchester Berlin<br />

zum Geburtstag unter seinem Dirigat.<br />

Am 28. und 29. Februar sowie<br />

am 1. März erklingt Brahms’ dritte<br />

Sinfonie, dazu dessen Klavierkonzert<br />

Nr. 2, gespielt von Eschenbachs<br />

langjährigem Weggefährten<br />

Tzimon Barto.<br />

Christoph Eschenbach<br />

MARCO BORGGREVE<br />

Ein Fest für<br />

Christoph Eschenbach<br />

Mit Matthias Goerne, Midori,<br />

Nils Mönkemeyer, Kian Soltani<br />

und vielen weiteren Gästen<br />

Werke von Mozart, Chopin,<br />

Strauss, Henze, Moussa<br />

und anderen<br />

Am 25. Februar<br />

um 20 Uhr<br />

Orchestre de Paris<br />

Christoph Eschenbach (Dirigent)<br />

Ray Chen (Violine)<br />

Werke von Mendelssohn Bartholdy<br />

und Berlioz<br />

Am 26. Februar<br />

um 20 Uhr<br />

Orchestre de Paris<br />

Christoph Eschenbach (Dirigent)<br />

Lang Lang (Klavier)<br />

Werke von Wagner und Beethoven<br />

Am 27. Februar<br />

um 20 Uhr<br />

Konzerthausorchester Berlin<br />

Christoph Eschenbach (Dirigent)<br />

Tzimon Barto (Klavier)<br />

Werke von Brahms<br />

Am 28. und 29. Februar<br />

um 20 Uhr<br />

sowie am1.März<br />

um 16 Uhr<br />

Konzerthaus Berlin<br />

Gendarmenmarkt<br />

10117 Berlin<br />

Kartentelefon: 030 203 09 21 01<br />

konzerthaus.de<br />

TINE FIEDLER<br />

Liebe ist nichts für Feiglinge<br />

Bei der Abendvorstellung<br />

„Ich sehe was, was Du<br />

nicht siehst“ betreten<br />

zwei schräge Vögel die<br />

Bühne. Sie spinnen kleine Geschichten<br />

über Farben und Gefühle<br />

zu einem Teppich aus imaginären<br />

Bildern. Die verspielte Collage aus<br />

kleinen Erzählungen, spannenden<br />

Handlungssträngen und witzigen<br />

Anekdoten lädt Zuschauer zum<br />

Fantasieren, Mitfiebern und Lachen<br />

ein. Ähnlich bunt wird esbei<br />

„Liebe ist nichts für Feiglinge“. Dieser<br />

SzeneLiederAbend für’s Volk<br />

wagt die Liebe zum Lied! Genauer:<br />

Zum Volkslied! Und der Abend<br />

wagt die Liebezum Märchen. Noch<br />

genauer: Zum Märchen König<br />

Drosselbart! Und der König Drosselbart<br />

wagt die Liebe zur Königs-<br />

tochter! Gewagt? FindenSie es heraus<br />

und folgen Sie den zwei Spielern<br />

durch diesen Abend. Klar ist:<br />

Die Liebe ist ganz schön kompliziert<br />

und wer dabei ein Feigling ist,<br />

das gilt es noch herauszufinden.<br />

Im Programm für Kinder wirbeln<br />

die bekannten Figuren aus Sven<br />

Nordqvists Kinderbüchern „Pettersson<br />

und Findus“ chaotisch herum<br />

und versuchen sich darin, einen<br />

Geburtstag zu feiern. Bei dem<br />

Märchen der Gebrüder Grimm verliert<br />

sich „Rotkäppchen“ im Wald,<br />

vertraut einem Wolf und findet<br />

doch zur Großmutter. Und auch<br />

„Der gestiefelte Kater“ muss einige<br />

Tricks anwenden, um zum Ziel zu<br />

kommen. Also: Märchen und Geschichten<br />

satt, um der kalten Jahreszeit<br />

zu trotzen.<br />

Pettersson und Findus –<br />

Eine Geburtstagstorte<br />

für die Katze (ab 4)<br />

Vom 2.bis zum 4. Februar<br />

Ich sehe was,<br />

was Dunicht siehst (ab 4)<br />

Am 8. Februar um 20 Uhr (ab 16)<br />

sowie am 9., 11. und 12. Februar<br />

Rotkäppchen (ab 4)<br />

Am 16., 18. und 19. Februar<br />

Musiksalon (ab 16)<br />

Am 20. Februar<br />

Der gestiefelte Kater (ab 4)<br />

Am 23., 25. und 26. Februar<br />

Liebe ist nichts<br />

für Feiglinge (ab 16)<br />

Am 28. und 29. Februar<br />

Tickets Kindervorstellung<br />

Kinder 5,50 Euro/<br />

Erwachsene 7,50 Euro<br />

Abendvorstellung 12,50 Euro/<br />

Ermäßigt 10 Euro<br />

Das Weite Theater<br />

Parkaue 23, 10367 Berlin<br />

Kartentelefon: 030 991 7927<br />

pupp@das-weite-theater.de<br />

www.das-weite-theater.de<br />

Immer<br />

und<br />

überall.<br />

Nur im<br />

E-Paper:<br />

Rätsel, Videos,<br />

Sonderausgaben<br />

u.v.m.<br />

www.berliner-kurier.de/mobil


SONDERSEITEN DER BERLINER BÜHNEN<br />

SEITE 6 FREITAG, 31. JANUAR 2020<br />

VOLKSBÜHNE BERLIN<br />

Vom Fremden und Eigenen<br />

Choreografin Constanza Macras befragt in „The West“ den westlichen Exotismus,<br />

Pınar Karabulut inszeniertdie Antiken-Überschreibung „Mamma Medea“<br />

Während der Hochphase<br />

des Kalten<br />

Krieges investierte<br />

die CIA enorme<br />

Summen in ein geheimes Programm,<br />

das der kulturellen Propaganda<br />

in Westeuropa diente.In„Die<br />

Vereinigten Staaten von Afrika“ verkehrt<br />

der Autor Abdourahman<br />

Waberi den Blick auf eine Realität,<br />

in der die westliche Welt keine Rolle<br />

mehr spielt. Die Verhältnisse auf<br />

den Kopf stellen, das plant auch<br />

Choreografin Constanza Macras für<br />

ihre neueste Arbeit „The West“, für<br />

die sie sich von unterschiedlichen<br />

Strategien westlicher Gesellschaften<br />

und ihrem weltweiten Einfluss –von<br />

Afrika bis Lateinamerika –inspirieren<br />

ließ. Gemeinsam mit ihrer<br />

Kompagnie DorkyPark wirft sie mit<br />

Witz und Furoreinen Blick auf westliche<br />

Gesellschaften als Traumfabrik<br />

künstlicher Authentizität.<br />

Bilder des Anderen entwirft auch<br />

Regisseurin Pınar Karabulut inihrer<br />

Inszenierung „Mamma Medea“.<br />

Als „Feministin der Generation<br />

Pop“ arbeitet sie kraftvoll-radikal<br />

die weibliche Perspektive aus Klassikern<br />

und zeitgenössischen Stoffen<br />

heraus.Einen modernen Zugriff<br />

auf den Medea-Mythos entwickelt<br />

der flämische Dramatiker Tom<br />

Lanoye in seiner Überschreibung.<br />

Die Königstochter und „Barbarin“<br />

Medea verfällt in Kolchis dem<br />

Griechen Jason, verrät für ihn Familie<br />

wie Heimat und folgt ihm<br />

nach Korinth. Dort, im Herzen der<br />

„Zivilisation“, werden sie einander<br />

Aus den Proben zuThe West<br />

fremd und machen sich beide<br />

schuldig. Fremdsein steht für Exotik:<br />

die Andersartigkeit birgt das<br />

Spannungsfeld von Sicht- und Unsichtbarkeit,<br />

einen Geschlechterkampf<br />

und vorherrschende Blickregime<br />

einer westlichen Prägung<br />

zugleich provozierend.<br />

The West<br />

von Constanza Macras –DorkyPark<br />

Uraufführung am 26. Februar<br />

Nächste Vorstellung am 29. Februar<br />

Mamma Medea<br />

von Tom Lanoye<br />

Premiere am 27. Februar<br />

Nächste Vorstellungen<br />

am 28. und 29. Februar<br />

Volksbühne Berlin<br />

Rosa-Luxemburg-Platz<br />

10178 Berlin-Mitte<br />

Kartentelefon: 030 24 06 57 77<br />

www.volksbuehne.berlin<br />

THOMAS AURIN<br />

MATTHIAS HORN<br />

Der Regisseur und Autor Manfred Karge<br />

KLEINES THEATER<br />

Als Mann durchs Leben<br />

Ein deutsches Märchen in einer melodramatischen Fassung<br />

Aus klassischen Komödien,<br />

wie bei Shakespeare,<br />

kennt man das<br />

Motiv der „Hosenrolle“.<br />

Die Verliebte schlüpft in diese Figur,<br />

um dem Geliebten nahe zu<br />

sein. In „Jacke wie Hose“ geschieht<br />

dies nicht aus erotischen, sondern<br />

aus sozialen Gründen. Um den Arbeitsplatz<br />

ihres verstorbenen Ehemanns<br />

für sich zu retten, beschließt<br />

die junge Witwe, die Identität des<br />

Toten anzunehmen. Zunächst als<br />

Überwindung momentaner Probleme<br />

in der Zeit der großen Weltwirtschaftskrise<br />

gedacht, findet Ella Gericke<br />

immer wieder „gute Gründe“,<br />

als Mann durchs Leben zu gehen.<br />

Dies gelingt ihr mit viel Wagemut,<br />

Raffinesse und Witz, wenn sie dies<br />

auch, wie sie immer wieder<br />

schmerzvoll erfährt, mit dem Verlust<br />

ihrer eigenen weiblichen Identität<br />

erkaufen muss.<br />

Die Uraufführung von„Jacke wie<br />

Hose“ mit Lore Brunner im Bochumer<br />

Schauspielhaus im Jahr 1982<br />

war der Beginn einer erstaunlichen<br />

Serievon Aufführungen, die bis heute<br />

anhält. Das Stück wurde in viele<br />

Sprachen übersetzt und in zahlreichen<br />

Ländern auf allen Kontinenten<br />

aufgeführt. In England wurde es<br />

mit Tilda Swinton in der Rolleder Ella<br />

Gericke in „Man to Man“ verfilmt.<br />

Der Autor zeigt das Stück, das auf<br />

einer wahren Begebenheit beruht,<br />

erstmals in einermelodramatischen<br />

Fassung mit Eva Brunner und dem<br />

Cellisten Bo Wiget.<br />

Jacke wie Hose<br />

Ein deutsches Märchen<br />

in einer melodramatischen<br />

Fassung von Manfred Karge<br />

Regie: Manfred Karge<br />

Mit Eva Brunner und Bo Wiget<br />

Premiere am 8. Februar<br />

Kleines Theater<br />

am Südwestkorso<br />

Südwestkorso 64<br />

12161 Berlin<br />

Kartentelefon: 030 821 2021<br />

www.kleines-theater.de<br />

KOMÖDIE AM KURFÜRSTENDAMM IM SCHILLER THEATER<br />

Kann der Haushaltsroboter überzeugen?<br />

Theaterchef Martin Woelffer inszeniert„Ab jetzt“ vonAlan Ayckbourn mit Oliver Mommsen in der Hauptrolle<br />

Ab jetzt’ ist eines meiner<br />

absoluten Lieblingsstükke.<br />

Die Mischung aus<br />

Komik und Ernsthaftigkeit,<br />

die tollen Figuren und die<br />

Situationen, in die sie geraten, bieten<br />

eine phantastische Vorlage und<br />

gleichzeitig eine große Herausforderung.<br />

Ich freue mich auf die Arbeit<br />

und das wunderbare Ensemble“,<br />

schwärmt Theaterchef Martin<br />

Woelffer, der Alan Ayckbourns<br />

Komödie inszeniert. Es geht darin<br />

um die Verwechslung von echtem<br />

und reproduziertem Gefühl, das<br />

mögliche Leben in der nahen Zukunft,<br />

die Abhängigkeit vonMensch<br />

und Maschine und die Suche nach<br />

der wirklichen und tiefen Liebe.<br />

Mit irrwitziger Situationskomik<br />

siedelt Ayckbourn sein Stück äußerst<br />

gekonnt und humorvoll im<br />

Spannungsfeld zwischen Science<br />

Fiction und bester Slapstick-<br />

Comedy an.<br />

DARUM GEHT´S<br />

Das Stück spielt in einer nahen<br />

Zukunft. Oliver Mommsen übernimmt<br />

die Rolle des Komponisten<br />

Jerome. „Er ist ein etwas schräger<br />

Einsiedler, der seit fünf Jahren mit<br />

einem Haushaltsroboter (Nicola<br />

Ransom) zusammenlebt und an<br />

nix Geringerem arbeitet als an dem<br />

Liebeslied, das die Welt verbessern<br />

soll“, skizziert erseine Figur. Doch<br />

seit seine Frau ihn mit der gemeinsamen<br />

Tochter (Nellie Thalbach)<br />

verlassen hat, fehlt Jerome jede<br />

Inspiration, denn ohne dass Menschen<br />

ihn umgeben, kann er nicht<br />

arbeiten.<br />

Im Kampf um das Sorgerecht für<br />

seine Tochter sieht Jerome sich gezwungen,<br />

seiner Frau und einem<br />

Herrnvom Jugendamt (Joachim Paul<br />

Assboeck) häusliche Idylle vorzutäuschen.<br />

Auspurer Notengagiert er<br />

eine Schauspielerin (Zoe Moore), die<br />

seine neue Verlobte und die perfekte<br />

Hausfrau spielen soll. Als er merkt,<br />

dass das nicht gelingen wird, entscheidet<br />

er sich zu einem gewagten<br />

Experiment: Der fehlerhafte Roboter<br />

wird zur Verlobten programmiert.<br />

Gemeinsamerwartendie beiden den<br />

Besuch des Jugendamtes ...<br />

1989 FÜHRTE PETER ZADEK REGIE<br />

Die deutsche Erstaufführung von<br />

„Ab jetzt“ inszenierte Peter Zadek<br />

1989 am Theater am Kurfürstendamm.<br />

Martin Woelffer war damals<br />

einer seiner Assistenten. Zumhochkarätigen<br />

Ensemble gehörten u. a.<br />

Otto Sander, Susanne Lothar und<br />

Ingrid Andree.<br />

Ab jetzt<br />

Bis 8. März<br />

Karten ab 13 Euro<br />

Kurz und Knapp<br />

90 Minuten Jazz, Lyrik, Prosa<br />

mit Thomas Quasthoff,<br />

Andreja Schneider und<br />

Katharina Thalbach<br />

Am 26. Februar um 20 Uhr<br />

Karten 28 Euro<br />

Komödie am Kurfürstendamm<br />

im Schiller Theater<br />

Bismarckstr. 110, 10625 Berlin<br />

Kartentelefon: 030 88 59 11 88<br />

www.komoedie-berlin.de<br />

MICHAEL PETERSOHN (WWW.POLARIZED.DE)<br />

Der Komponist Jerome (Oliver Mommsen) programmiert den Roboter GOU 300 F(Zoe Moore) als seine Verlobte. Ob er damit seine von ihm getrennt lebende Frau (Nicola<br />

Ransom, r.) überzeugen kann?<br />

W<br />

w


SONDERSEITEN DER BERLINER BÜHNEN<br />

FREITAG, 31. JANUAR 2020 SEITE 7<br />

ROC<br />

Bilderwelten<br />

und Klangdramen<br />

NEUKÖLLNER OPER<br />

Reboot Berlin<br />

Mit„Betterplazes“ beginnt eine Reihe über Ideen,<br />

sich Freiräume in der Stadt zurückzuholen<br />

Vaughan Williams‘ „Sinfonia antarctica“ beschreibt die kraftvolle Polarnatur,<br />

in Schumanns „Faust“-Szenen verschmelzen Oper,Sinfonie und Oratorium<br />

Einst bot Berlin Freiräume<br />

und Möglichkeiten zu einem<br />

selbstbestimmten<br />

Leben wiekeineandere Metropole.Vorbei.<br />

Mit„Reboot Berlin“<br />

lädt die Neuköllner Oper zu einem<br />

Parcours der Ideen und Begegnungen<br />

–Anstöße, sich die Stadt (zumindest<br />

teilweise)zurück zu holen.<br />

„Betterplazes“, das erste Werk<br />

dieser Reihe, ist ein Stück der<br />

investigativen Journalistin Anna<br />

Catherin Loll über den Widerstand<br />

gegen Google &Co. und die Kraft<br />

von Utopien: Timo und Sven sind<br />

Stars für ein ganz besonderes Publikum.<br />

Sie sind jung, mutig, kreativ<br />

und sie gestalten ihren Kiez tatkräftig<br />

(mit). Kurz:sie sind Sprayer, und<br />

was sie tun, wirdgefeiert.<br />

Etwa von Justin, der seine<br />

Helden gern auch im Netz postet.<br />

Und sie darin, wie das Wort schon<br />

sagt, fängt …Und dawir in Berlin<br />

sind: Waswäredie Stadt ohne einen<br />

Google Campus, und was Xberg<br />

ohne ein paar Leute, die dafür wenig<br />

Sympathien aufbringen? Was<br />

Helden wie Timo und Sven eine<br />

Steilvorlage gibt, und jede Menge<br />

Möglichkeiten, mit dem Giganten<br />

und dem deutschen Rechtsstaat in<br />

Berührung zu kommen.<br />

Wolfskinder<br />

Musiktheater für Erwachsene<br />

nach Humperdincks<br />

„Hänsel und Gretel“<br />

Bis 23. Februar<br />

Betterplazes<br />

Von Anna Catherin Loll,<br />

Carlotta Rabea Joachim<br />

und Beka Savic<br />

Ab 14. Februar<br />

Am 2. Februar beim DSO am Pult: Andrew Manze<br />

Selten aufgeführte Werke in<br />

mustergültigen Aufführungen<br />

erfahrbar zu machen<br />

und Programmkonstellationen<br />

zu finden, bei denen sich verschiedene<br />

Werke neu beleuchten<br />

und einem erweiterten Verständnis<br />

zugänglich zeigen, gehörte immer<br />

schon zu den Stärken der Ensembles<br />

der ROC:<br />

ANTARKTISCHE SCHÖNHEIT<br />

Die Entwicklung Andrew Manzes,<br />

Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie<br />

Hannover, vom hoch gebildeten<br />

Spezialisten für historisch<br />

informierte Aufführungspraxis zum<br />

Musiker mit breitem Repertoire,<br />

das bis zur zeitgenössischen Musik<br />

reicht, hat das Deutsche Symphonie-OrchesterBerlin<br />

in der gemeinsamen<br />

Arbeit begleitet. Mit Martin<br />

Helmchen führen das DSO und<br />

Manze alle Klavierkonzerte Ludwig<br />

van Beethovens auf und spielen sie<br />

für CD ein. Dem c-Moll-Konzert<br />

stellt Manze am 2. Februar Jörg<br />

Widmanns „Con brio“ voran.<br />

Der unwiderstehliche Elan, das<br />

souveräne Spiel mit Farben und<br />

Energien des Orchesters, dazu<br />

die ouvertürenhafte, schlagfertige<br />

Knappheit machen das Werk<br />

auch bei Orchestern beliebt, die<br />

sich, anders als DSO und RSB, mit<br />

dem Zugang zu neuer und neuester<br />

Musik schwer tun.<br />

Dem Beethoven-Teil, samt<br />

Hommage an den Jubilar des<br />

Jahres, stellt Manze die –anklassischen<br />

Maßstäben gemessen –<br />

ganz andere Sinfonie gegenüber:<br />

Ralph Vaughan Williams‘ Siebte,<br />

die „Antarctica“. Sie geht auf die<br />

Musik zueinem Film über Robert<br />

Falcon Scotts legendäre Antarktisexpedition<br />

der Jahre 1910 bis<br />

1912 zurück. Film und Musik setzen<br />

sich dabei auch mit jenen<br />

Fantasien auseinander, die Edgar<br />

Allan Poe und Jules Verne über<br />

die mythische Kraft des Eises, der<br />

Meere und des Magnetismus entwarfen.<br />

Das Material der Sinfonie<br />

stammt aus der Filmmusik, es erhält<br />

jedoch imOrchestersatz eine<br />

eigene Logik und Entwicklung.<br />

Zeitgenössische Kompositionen<br />

rund um Phänomene aus<br />

den Polarregionen wie das Nordlicht<br />

verdanken der Filmmusik<br />

von 1948 und der daraus hervorgegangenen<br />

Sinfonie mit ihrer berückenden<br />

Schönheit und ihren<br />

abgründig finsteren Wirbeln einen<br />

Großteil ihrer musikalischen<br />

BENJAMIN EALOVEGA<br />

Deutsches Symphonie-<br />

Orchester Berlin<br />

Damen des Rundfunkchors Berlin<br />

ML: Andrew Manze<br />

Yeree Suh (Sopran),<br />

Martin Helmchen (Klavier)<br />

Jörg Widmann: „Con brio“<br />

Ludwig van Beethoven:<br />

Klavierkonzert Nr. 3c-Moll<br />

Ralph Vaughan Williams:<br />

Sinfonie Nr. 7–„Sinfonia antarctica“<br />

Am 2. Februar um 20 Uhr<br />

Philharmonie<br />

19.10 Uhr Einführung<br />

Rundfunk-Sinfonieorchester<br />

Berlin<br />

RIAS Kammerchor Berlin<br />

ML: John Storgårds<br />

Markus Eiche (Bariton),<br />

Christina Gansch,<br />

Sophie Klußmann (Sopran),<br />

Stefanie Irányi (Mezzosopran),<br />

Katharina Magiera (Alt),<br />

Bernhard Berchtold (Tenor),<br />

Stephan Klemm (Bass),<br />

Kinderchor des Georg-Friedrich-<br />

Händel-Gymnasiums Berlin<br />

Robert Schumann:<br />

„Szenen aus Goethes ‚Faust‘“<br />

Am 16. Februar um 16 Uhr<br />

Philharmonie<br />

15.10 Uhr Einführung<br />

Deutsches Symphonie-<br />

Orchester Berlin<br />

ML: Robin Ticciati<br />

Jan Lisiecki (Klavier)<br />

Sergei Rachmaninoff:<br />

„Die Toteninsel“, Frédéric Chopin:<br />

Klavierkonzert Nr. 2f-Moll,<br />

Igor Strawinsky: „Der Feuervogel“<br />

(vollständige Ballettmusik)<br />

Am 20. &21. Februar um20Uhr<br />

Philharmonie, 19.10 Uhr Einführung<br />

ROC<br />

Charlottenstraße 56, 10117 Berlin<br />

Kartentelefon: 030 20 29 87 10<br />

www.roc-berlin.de<br />

Sprache.Vaughan Williams hat mit<br />

diesem Werk Geschichte gemacht.<br />

SCHUMANNS „FAUST“-SZENEN<br />

Als Robert Schumanns Komposition<br />

„Fausts Verklärung“ am 29. August<br />

1849 zum 100. Geburtstag<br />

Johann Wolfgang von Goethes in<br />

Weimar, Leipzig und Dresden zugleich<br />

aufgeführt wurde, waren<br />

sich Kritik, Fachwelt und das gebildete<br />

Publikum einig, dass man<br />

an diesem Tagdie Premiere „eines<br />

der hervorragendsten Werke der<br />

John Storgårds dirigiert das RSB am16. Februar.<br />

neueren Tonkunst“ erlebt hatte.Der<br />

Komponist hatte sich die Schlussszene<br />

aus „Faust II“ vorgenommen,<br />

die unabdingbar nach Musik verlangt<br />

und in dem berühmten „Chorus<br />

mysticus“ gipfelt. Franz Liszt<br />

riet dazu, der genialen Komposition<br />

eine Ouvertüre voranzustellen,<br />

um ihreWirkung zu erhöhen.<br />

Schumann sah das anders. Ihm<br />

schien das Werk „für den Aufwand,<br />

den es verlangt, zu kurz“, und noch<br />

vor jenem legendären 29. August<br />

begann er mit der Erweiterung der<br />

Komposition. In ihrer endgültigen<br />

Fassung führt eine Ouvertüre<br />

in einen ersten Teil, der Gretchen<br />

gewidmet ist, und dessen Textquellen<br />

daher aus „Faust I“ stammen.<br />

Der zweite Teil stellt Faust,<br />

sein kosmisches Erwachen, seine<br />

(Ver-)Blendung und seinen Tod in<br />

den Mittelpunkt. Die Verklärungsszene<br />

bildet dann den Schluss des<br />

Werkes. Dabei entsteht kein dramatisches<br />

Handlungskontinuum,<br />

sondern ein quasi sinfonisches<br />

Verhältnis von Exposition (Teil I<br />

und II) sowie Durchführung /Vollendung<br />

(Teil III). Elemente der<br />

Oper, der Sinfonie und des Oratoriums<br />

verschmilzt Schumann zu<br />

einem Werk, das in seiner geistigen<br />

Größe der Goetheschen Tragödie<br />

gerecht wird. Das Rundfunk-<br />

Sinfonieorchester Berlin und der<br />

RIAS Kammerchor Berlin bringen<br />

das Werk am Nachmittag des<br />

16. Februar unter der Leitung von<br />

John Storgårds und einem exzellenten<br />

Solistenteam auf die Bühne der<br />

Philharmonie –eine der seltenen<br />

Gelegenheiten, dieses Meisterwerk<br />

musikalischer Auseinandersetzung<br />

mit großer Literatur zuhören und<br />

zu erleben.<br />

Am 20. und 21. Februar unternehmen<br />

das DSO und seinChefdirigent<br />

Robin Ticciati einen Ausflug in<br />

die widersprüchlichen Landschaften<br />

der russischen Seele: Sergei<br />

Rachmaninoffs Sinfonische Dichtung<br />

nach Arnold Böcklins Gemälde<br />

„Die Toteninsel“ bestimmen zunächst<br />

dunkle Töne, aus denen<br />

Lichtblicke und Hoffnungsbilder<br />

desto heller hervorleuchten. Igor<br />

Strawinskys erstes Erfolgsballett<br />

„Der Feuervogel“ mündet bei aller<br />

packenden Härte zwischendurch in<br />

den schönen (Klang-)Zauber einer<br />

versöhnten Märchenwelt. Dazwischen<br />

eine kleine Preziose: Frédéric<br />

Chopins erstes, der Nummerierung<br />

nach zweites Klavierkonzert inder<br />

Interpretation mit dem klanglichen<br />

Feinzeichner JanLisiecki.<br />

MARCO BORGGREVE<br />

Maskiert und dennoch getaggt: Christian Clauß und Linda Hartmann<br />

MATTHIAS HEYDE<br />

BERLIN<br />

Widerstand?<br />

Diskussion mit Yann Leretaille<br />

und Malek Bajbouj<br />

Am 20. Februar<br />

Wut und Sehnsucht<br />

Diskussion mit Frank Rieger<br />

und Jonathan Meyer<br />

Am 26. Februar<br />

Neuköllner Oper<br />

Karl-Marx-Str. 131-133<br />

12043 Berlin<br />

Kartentelefon: 030 68 89 07 77<br />

www.neukoellneroper.de<br />

DieZukun beginnthier<br />

Messe Ausbildung &Karriere<br />

14. &15. Februar 2020<br />

9–16 Uhr<br />

Cafe Moskau<br />

Karl-Marx-Allee 34<br />

10178 Berlin<br />

Eintritt<br />

kostenlos.<br />

MESSEN


SONDERSEITEN DER BERLINER BÜHNEN<br />

FREITAG, 31. JANUAR 2020 SEITE 8<br />

TEMPODROM<br />

Spannung und Ekstase<br />

mit Phantomen, Artisten, Vampiren<br />

Mit Hits undKlassikern, Tanz und Leidenschaft und den berühmtesten Musicals bleiben im Tempodrom keine Wünsche offen und keine Augen trocken<br />

Unterm futuristischen Zirkusdach<br />

im Tempodrom<br />

geht es mit musikalisch<br />

spannungsreichem Programm<br />

in den Februar und März<br />

2020. Der Zuschauermagnet nahe<br />

dem Potsdamer Platz versteht es,mit<br />

mitreißenden Produktionen, Hits<br />

und Klassikern, Grusel und Gesang,<br />

mit Tanz, Glanz und „The Spirit of<br />

Freddie Mercury“ das Publikum zu<br />

begeistern und Musical-Erlebnisse<br />

zu garantieren, die Groß und Klein<br />

nicht so schnell vergessen.<br />

NIGHT OF THE DANCE<br />

Night ofthe Dance nimmt die Besucher<br />

mit auf eine Welt- und Zeitreise<br />

für Augen, Ohren und Herz. Eine<br />

Darbietung aus Perfektion, Leidenschaft<br />

und purer Energie. Seit mehr<br />

als zwei Jahrzehnten begeistert das<br />

internationale Ensemble Jahr für Jahr<br />

das Publikum.Durch ihreanhaltende<br />

Leidenschaft gelingt es den Tänzern<br />

die Zuschauer zu begeistern und für<br />

Staunen in der Menge zu sorgen.<br />

Im Vordergrund des Programmes<br />

steht der irische Stepptanz. Die Besucher<br />

und Besucherinnen erleben<br />

hautnah die Perfektion der Tänzer,<br />

wenn sich diese absolut synchron<br />

und in rasantem Tempo über<br />

die Bühne bewegen. Dabei werden<br />

auch völlig neue und einzigartige<br />

Choreographien mit klassischem<br />

Stepp kombiniert.<br />

Ein weiterer Höhepunkt ist die<br />

Artistengruppe „PuraVida“, die mit<br />

ihren schwindelerregenden Akrobatikeinlagen<br />

für Spannung und<br />

Ekstase sorgt. Aber auch berühmte<br />

Tanzeinlagen aus verschiedenen<br />

Shows und Filmen kommen nicht<br />

zu kurz, so wirdz.B.Babyvon ihrem<br />

Jonny wie in „Dirty Dancing“ in die<br />

Luft gehoben …<br />

Durch einprägsame Klänge,<br />

schwungvolle Choreographien,<br />

eindrucksvolle Kostüme und leidenschaftliche<br />

Tänzer wird die pure<br />

Energie inder rund 90-minütigen<br />

Vorstellung deutlich spürbar.<br />

Die perfekte Mischung aus Perfektion,<br />

Leidenschaft und purer Energie,gepaartmit<br />

einem hervorragendem<br />

Lichtkonzept, fließen zu einer<br />

glanzvollen Show zusammen, welche<br />

Jung und Alt gleichermaßen begeistert.<br />

Jung und Alt gleichermaßen<br />

begeistert.<br />

DAS PHANTOM DER OPER<br />

Librettist Paul Wilhelm und Arndt<br />

Gerber erwecken auf Grundlage<br />

The Spirit of Freddie Mercury<br />

des Romans von Gaston Leroux Das<br />

Phantom der Oper erneut zum Leben<br />

und versetzen so die Zuschauer<br />

in eine andere Zeit. Unheimliche<br />

Vorfälle erschütterndie Pariser Oper.<br />

In den unterirdischen Katakomben<br />

des Hauses treibt seit geraumer Zeit<br />

eine düstere Gestalt sein Unwesen.<br />

Vonder Welt unverstanden, umgarnt<br />

das Scheusal die junge,aufstrebende<br />

Chorsängerin Christine Daaé. Seine<br />

Liebe zur Kunst und Christine veranlassen<br />

das Phantom ihre Karriere zu<br />

fördern. Als „Engel der Musik“ gibt er<br />

ihr Gesangsunterricht und versucht<br />

mit dunklen Machenschaften ihre<br />

Karrierezufördern.<br />

Christine scheint dem Charme<br />

des Mannes mit der Maske zu erliegen.<br />

Doch als ihr Jugendfreund,<br />

Graf Raoul de Chagny wieder in ihr<br />

Leben tritt, ist sie nicht imstande<br />

die Liebe des entstellten Mannes zu<br />

erwidern. Während einer Vorstellung<br />

geschieht etwas Unfassbares:<br />

der große Kronleuchter löst sich von<br />

der Decke und stürzt auf die Besucher<br />

hinab.Imdaraus entstandenen<br />

Chaos gelingt es dem Unberechenbaren,<br />

Christine in die tiefen Gewölbe<br />

der Oper zu entführen. Dortwird<br />

sie nun gefangen gehalten –von einer<br />

Kreatur blind vor Liebe und getrieben<br />

von Eifersucht. Raoul versucht<br />

seine große Liebe aus den<br />

Fängen dieser Kreatur zu befreien<br />

und begibt sich dabei selbst in<br />

höchste Lebensgefahr…<br />

Begleitet von einem großen Orchester<br />

überzeugen die Darsteller<br />

vor allem durch ihre gesangliche<br />

und schauspielerische Leistung.<br />

Während der über zweistündigen<br />

Aufführung entführen einprägsame<br />

Melodien, zeitgenössische Kostüme<br />

und Frisuren, sowie ein authen-<br />

CHRISTIAN SCHMIDT (4)<br />

Die Nacht der Musicals<br />

tisches Bühnenbild das Publikum<br />

in die Pariser Oper des 19. Jahrhunderts.<br />

Auch bei dieser Tournee garantiert<br />

die große Originalproduktion<br />

von Arndt Gerber und Paul<br />

Wilhelm den Zuschauerneinen unvergesslichen<br />

Musical-Abend.<br />

THE SPIRIT OF FREDDIE MERCURY<br />

Freddie Mercury war einer der schillerndsten<br />

Rocksänger und Persönlichkeiten<br />

der Musikgeschichte.<br />

Weltweit füllte er die größten Stadien<br />

und begeisterte mit seinen einzigartigen<br />

Kompositionen aus Rock und<br />

Theatralik. Privat lebte er ein Leben<br />

auf der Überholspur. Erwar für seinen<br />

ausschweifenden und dekadenten<br />

Lebensstil bekannt. Trotz seiner<br />

HIV Erkrankung standder Sänger bis<br />

kurzvor seinem TodimStudio.Songs<br />

wie „Bohemian Rhapsody“ oder „We<br />

Night ofthe Dance<br />

Am 7. Februar 2020<br />

Das Phantoim der Oper<br />

Am 15. Februar 2020<br />

The Spirit of Freddie Mercury<br />

Am 17. Februar 2020<br />

Die Nacht der Musicals<br />

Am 16. März 2020<br />

Tempodrom<br />

Möckernstraße 10<br />

10963 Berlin<br />

Kartentelefon: 030 74 73 70<br />

www.tempodrom.de<br />

are the Champions“ machten Mercuryunsterblich.<br />

„The Spirit of Freddie<br />

Mercury“ bietet eine ausgefallene<br />

Bühnenshow mit Ledershorts,<br />

barocken Kostümen und Fantasieuniformen<br />

ergänzt durch Videoprojektionen,<br />

Tänzer und internationale<br />

Top-Sängerinnen und Sänger. Stilimitationen<br />

inPerfektion und eine<br />

der besten Queen-Tribute-Bands der<br />

Welt erwecken den Künstler, Sänger<br />

und Menschen Freddie Mercurywieder<br />

zum Leben!<br />

„Die Stimme –Das Gefühl –Die<br />

Leidenschaft“ ist das Motto der<br />

grandiosen 90-minütigen Show mit<br />

allen bekannten Hits von Mercury<br />

und Queen. Die perfekt eingespielten<br />

Musiker erwecken die Legende<br />

zum Leben, feierndie 1970er<br />

und 1980er und schlüpfen mit einzigartiger<br />

Authentizität in die Rolle<br />

von Mercury und Queen. Man<br />

hat den Eindruck, Freddie Mercury<br />

und Queen leibhaftig nochmals im<br />

Wembley Stadion 1986 zu erleben.<br />

DIE NACHT DER MUSICALS<br />

Das Original, geht nach vielen erfolgreichen<br />

Shows und ausverkauften<br />

Hallen wieder auf große Tournee.Weitüber<br />

2Millionen Besucher<br />

konnte die Produktion bereits begeistern.<br />

Ab Dezember 2019 gastiert<br />

die erfolgreichste Musicalgala<br />

wieder in Deutschland, Österreich<br />

und in der Schweiz. Das abwechslungsreiche<br />

neue Programm lässt<br />

keine Wünsche offen und begeistert<br />

in einem über zweistündigen<br />

Auftritt das Publikum. Weltbekannte<br />

Musicals,wie „Jesus Christ Superstar“,<br />

„Der König der Löwen“, „Das<br />

Phantom der Oper“ und viele mehr<br />

lassen die Herzen der begeisterten<br />

Fans höherschlagen. Mit imProgramm<br />

ist das mitreißende Musical<br />

„Mamma Mia“. Eines der erfolgreichsten<br />

und bekanntesten aller<br />

Zeiten, welches in 16 verschiedenen<br />

Sprachen aufgeführtwurde.Präsentiert<br />

wird ein Ausschnitt der weltberühmten<br />

Songs über die Geschichte<br />

einer jungen Frau, die am Abend<br />

vor der Hochzeit der Tochter plötzlich<br />

mit vergangen Erlebnissen konfrontiertwird…<br />

MitWahnsinns-Talent auf höchstem<br />

Niveau, zeigen die Spitzen-<br />

Darsteller was Perfektion und Leidenschaft<br />

auf der Bühne bedeutet.<br />

Stimmlich, tänzerisch und schauspielerisch<br />

entführen die Künstler<br />

den Zuschauer in eine andere,<br />

phantastische Welt. Farbenprächtige<br />

und aufwändige Kostüme, ein<br />

perfekt auf die Show abgestimmtes<br />

Licht- und Soundkonzept, sowie<br />

eindrucksvolle Videoproduktionen<br />

lassen die Aufführung neu aufleben<br />

und machen es zu einem Event der<br />

Extraklasse. Auch zeitlose Klassiker<br />

aus „Cats“, „Tanz der Vampire“,<br />

„Elisabeth“ oder der „Rocky Horror<br />

Show“ dürfen natürlich nicht fehlen.<br />

Sie treffen auf neueste Produktionen<br />

wie „Aladdin“, „Frozen“ oder<br />

„The Greatest Showman“. Dieser<br />

bunte Mix erfüllt die Erwartungen<br />

der Besucher und führtsie an einem<br />

einzigen Abend durch die besten<br />

Musicals der Geschichte.<br />

Das Phantom der Oper<br />

Night of the Dance


Spielplan<br />

F E B R U A R 2 0 2 0<br />

BERLINER BÜHNEN<br />

ANZEIGEN–SONDERVERÖFFENTLICHUNG<br />

ALLE TERMINE AUF EINEN BLICK<br />

Admiralspalast<br />

Friedrichstraße 101, 10117 Berlin<br />

Tel. 22 50 70 00, www.admiralspalast.theater<br />

1.2. ................ 15.00 &20.00 ..............Ballet Revolución (Show)<br />

2.2. ................ 14.00 &19.00 ..............Ballet Revolución (Show)<br />

5. –7.2........... 20.00 ..........Stomp –Zurück auf großer Tour (Show)<br />

8.2. ................ 16.00 &20.00 ...Stomp –Zurück auf großer Tour (Show)<br />

9.2. ................ 15.00 &19.00 ...Stomp –Zurück auf großer Tour (Show)<br />

10.2. .............. 20.00 ...........Efterklang –Altid Sammen (Konzert)<br />

11.2. .............. 20.00 ........... The Comedian Harmonists (Konzert)<br />

12.2. .............. 20.00 .............Oonagh –eine neue Zeit (Konzert)<br />

13.2. .............. 20.00 ....................... Havana Nights (Show)<br />

14.2. .............. 20.00 ....................... Johann König –Jubel,<br />

Trubel, Heiserkeit (Comedy)<br />

16.2. .............. 15.00 ................Schneewittchen –Das Musical<br />

17. –19.2. ..... 20.00 .................... Ben Becker –Affe (Show)<br />

20.2. .............. 20.00 .................... Ben Becker –Affe (Show)<br />

21. &22.2...... 20.00 ........Max Raabe &Palast Orchester (Konzert)<br />

23.2. .............. 18.00 ........Max Raabe &Palast Orchester (Konzert)<br />

25. –29.2. ..... 20.00 ........Max Raabe &Palast Orchester (Konzert)<br />

Astrid-Lindgren-Bühne im FEZ<br />

FEZ-Berlin, Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin<br />

Tel. 53 07 12 50, www.fez-berlin.de<br />

4. &5.2. ......... 11.00 ......Die Reise zum Mittelpunkt der Welt (6-12,<br />

Erfreuliches Theater Erfurt)<br />

6.2. ................ 11.00 ....... Bunte Töne (1.-6. Klasse, HipHop-Show)<br />

11.2. .............. 10.00 .....Mitmachtheater –Als der Igel sagte: Ich bin<br />

schon hier! (4-11, Puppenbühne allerHand)<br />

12.2. .............. 10.00 ....Mitmachtheater –Schneewittchen und die 7<br />

Zwerge (4-11, Puppenbühne allerHand)<br />

18.2. .............. 10.30 ....Zahlen, bitte! (5-10, Robert Metcalf &Band)<br />

19. &20.2...... 10.00 ............Lauf, Marlene! (3-9, Helmut Meier)<br />

20.2. .............. 10.30 ................ CheMagie-Show (3.-6. Klasse,<br />

Oliver Grammel)<br />

22. &23.2...... 14.00 ........Berti, der Detektiv (3-10, Helmut Meier)<br />

....................... 15.00 ...................Bei der Feuerwehr wird der<br />

Kaffee kalt (3-9, Das Weite Theater)<br />

....................... 16.00 ..............................Lauf, Marlene!<br />

24.2. .............. 10.00 ...................Schneeschön und bitterkalt<br />

(2-6, TheaterFusion)<br />

....................... 10.15 ......... Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt<br />

25.2. .............. 10.00 ...........................Faschingskonzert:<br />

Frechsein –Buntsein –Wildsein (4-10,<br />

Der Zwulf, Kess und ich &Herr Meyer)<br />

....................... 10.15 ......... Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt<br />

26.2. .............. 10.00 ...................Schneeschön und bitterkalt<br />

27.2. .............. 10.00 ..............Aschenbrödel –nur echt mit drei<br />

Nüssen (4-10, Figurenkombinat)<br />

28.2. .............. 10.30 ......................Der Nussknacker (2-99,<br />

Kinder Ballett Kompanie Berlin)<br />

29.2. .............. 14.00 &16.00 ......................Aschenbrödel –<br />

nur echt mit drei Nüssen<br />

....................... 15.30 ............................Der Nussknacker<br />

DEUTSCHE OPER BERLIN<br />

König der Oper<br />

Giacomo Meyerbeer ist der Schöpfer der KunstformGrand Opéra. Mit„Les Huguenots“<br />

und „Le Prophète“ kommen nun zwei davon in der Deutschen Oper Berlin zur Aufführung<br />

Man darf annehmen, dass der<br />

16.April1849 einer derglücklichsten<br />

Tage im Leben des<br />

Giacomo Meyerbeer war.<br />

Denn an diesem Abend hatte er es mit der<br />

Premiere von „Le Prophète“ endlich allen<br />

gezeigt: denjenigen, die das lange Warten<br />

auf eine neue GrandOpérades Komponisten<br />

von „Les Huguenots“ kommentiert<br />

hatten mit Spekulationenüber seine nachlassende<br />

Schaffenskraft, gerne auch gewürzt<br />

mit antisemitischen Spöttereien.<br />

Aber auch denen, die sich einfach Sorgen<br />

gemacht hatten, Meyerbeer würde durch<br />

seine Pflichten als Königlich Preußischer<br />

Generalmusikdirektor und das dauernde<br />

Umherreisen so in Anspruch genommen,<br />

dass ihm während der Überwachung seiner<br />

Neuproduktionen von „Les Huguenots“<br />

und „RobertleDiable“ keine Zeit<br />

mehr füreineneueOper bliebe.<br />

Doch all das war nun glänzend widerlegt.<br />

Miteinem Erfolg, der„ungeheuer und<br />

ohnegleichen“war,wie der kritische Kollege<br />

Hector Berliozschrieb,hatte Meyerbeer<br />

die Erwartungen der Pariser Öffentlichkeit<br />

sogar noch übertroffen. Der 22Jahre<br />

jüngere Verdi sollte seine großen Meisterwerke<br />

erst noch schreiben, RichardWagner<br />

machte vorderhand, wenn überhaupt,<br />

als flüchtiger Revolutionär vonsich reden.<br />

Meyerbeerwar der Komponist derStunde,<br />

er warder absolute König der Oper.<br />

Dass die Pariser Nationalversammlung<br />

andiesem Abend beschlussunfähig<br />

gewesen war, weil kaum einer der Deputierten<br />

die Premiere ander Opéra verpassen<br />

wollte, zeigt wie kaum ein anderes<br />

Detail, wie hoch die Erwartungen an<br />

Meyerbeer waren.<br />

Les Huguenots<br />

Am 2., 9. Februar.<br />

sowie 1. und 8. März<br />

Le Prophète<br />

Am 23., 29. Februar sowie 6. März<br />

Dinorah (konzertant)<br />

Am 4. und 7.März<br />

Deutsche Oper Berlin<br />

Bismarckstraße 35<br />

10178 Berlin<br />

Kartentelefon: 030 343 84 34<br />

www.deutscheoperberlin.de<br />

Und das nicht ohne Grund: Hatte er<br />

doch 1836 mit seinen „Huguenots“ die<br />

Kunstform Oper auf neue Füße gestellt<br />

und das europaweit kopierte Modell der<br />

Grand Opéra geschaffen. Dort war anhand<br />

der Erzählung des Massakers der<br />

Bartholomäusnacht zu erleben gewesen,<br />

dass Geschichte nicht nur eine austauschbare<br />

Folie für die Gefühlsergüsse<br />

großer Sänger liefern, sondernselbst Thema<br />

sein konnte. Das aufregend Neue an<br />

„Les Huguenots“ war, wie hier minutiös<br />

szenisch wie musikalisch die Entwicklung<br />

einer historischen Katastrophe nachgezeichnet<br />

wurde,deren Ausbruch am Ende<br />

die Figuren der Oper wie eine große Flutwelle<br />

unter sich begraben hatte.<br />

Nach diesem Welterfolg wollte das<br />

Publikum mehr solcher ergreifender<br />

Schicksale wie das des „Huguenots“-Liebespaars<br />

Raoul und Valentine sehen und<br />

hören. Doch Meyerbeer ließ sie schlichtweg<br />

auf dem Trockenen sitzen –und<br />

ließ sich Zeit bei der Komposition eines<br />

neuen Opernstoffs.<br />

Wieder wählten Meyerbeer und sein<br />

Textautor Eugène Scribe einen Stoff aus<br />

dem Jahrhundert der Reformation, doch<br />

diesmal aus völlig anderem Blickwinkel.<br />

Während die heimliche Hauptrolle in den<br />

„Huguenots“ der von Akt zu Akt radikaler<br />

und anonymer werdenden Volksmasse<br />

zufällt, geht es in „Le Prophète“ um die<br />

Männer an der Macht: Um einen rechtschaffenen<br />

Gastwirt, der sich aus berechtigter<br />

Empörung über erlittene Willkür an<br />

die Spitzeeiner radikalen Sekte stellt –um<br />

am Ende zu erkennen, dass deren Strippenzieher<br />

genauso korrupt sind wie die<br />

Repräsentanten desalten Regimes.<br />

EinStoff, der bei der Uraufführung eine<br />

ungeahnte Aktualität erfuhr: Sodirekt wie<br />

kaum jemals eine Oper wurde „LeProphète“<br />

von den Zeitgenossen als Kommentar<br />

auf die geradegescheiterte Revolution von<br />

1848 verstanden. Meyerbeer hatte sie in<br />

Paris miterlebt und unter ihrem Eindruck<br />

Teiledes schon fertigen Werksverändert.<br />

Wie in„Les Huguenots“ ist esallerdings<br />

auch im „Prophète“ die Religion, die<br />

benutzt wird, Hass zu schürenstattVersöhnung<br />

zu stiften. Ein Missbrauch, der Meyerbeer<br />

auch in seiner letzten Grand Opéra<br />

„Vasco da Gama“ noch beschäftigen sollte.<br />

Wie ein roter Faden zieht sich das Thema<br />

durch sein Werk –und durch sein Leben.<br />

Trotz aller Erfolge blieb ihm als Jude sein<br />

Außenseitertum bewusst. Was die Lenkbarkeit<br />

der Massen und die Fähigkeit der<br />

Menschen anbelangt, aus der Geschichte<br />

zu lernen, ist das Fazit von Meyerbeers<br />

Opern jedenfalls bedrückend resignativ.<br />

Undvermutlich aktueller denn je.<br />

BETTINA STÖSS<br />

Atze Musiktheater<br />

Luxemburger Str. 20, 13353 Berlin<br />

Tel. 81 79 91 88, www.atzeberlin.de<br />

1.2. ................ 11.00 .......................Ich mach dich gesund,<br />

sagte der Bär (ab 3, Zeltbühne)<br />

....................... 15.00 ........ Des Kaisers neue Kleider (ab 5, Studio)<br />

....................... 16.00 ...............Bach (Langversion, ab 13, Saal)<br />

2.2. ................ 11.00 .......................Ich mach dich gesund,<br />

sagte der Bär (ab 3, Zeltbühne)<br />

....................... 15.00 ........ Des Kaisers neue Kleider (ab 5, Studio)<br />

....................... 16.00 ...........Ferdi und die Feuerwehr (ab 4, Saal)<br />

3.2. ................ 10.00 ........ Des Kaisers neue Kleider (ab 5, Studio)<br />

....................... 10.30 .....................Gastspiel: Die Reise zum<br />

Mittelpunkt der Welt (ab 6, Saal)<br />

4.2. ................ 10.00 ........ Des Kaisers neue Kleider (ab 5, Studio)<br />

....................... 10.30 ...........Ferdi und die Feuerwehr (ab 4, Saal)<br />

5.2. ................ 10.00 ........Oh wie schön ist Panama (ab 4, Studio)<br />

....................... 10.30 ...........Ferdi und die Feuerwehr (ab 4, Saal)<br />

6.2. ................ 10.00 ....... Darüber spricht man nicht (ab 6, Studio)<br />

....................... 10.30 ..............Ronja Räubertochter (ab 7, Saal)<br />

7.2. ................ 10.00 ....... Darüber spricht man nicht (ab 6, Studio)<br />

....................... 11.00 .........................Razzz 4Kids –Das<br />

Beatboxmusical (ab 6, Saal)<br />

8.2. ................ 11.00 ......................... Zwei für mich, einer<br />

für dich (ab 3,Zeltbühne)<br />

....................... 15.00 .............................Robert Metcalf:<br />

Teddybär tanzt (ab 3, Studio)<br />

....................... 16.00 ..............Ronja Räubertochter (ab 7, Saal)<br />

9.2. ................ 11.00 ......................... Zwei für mich, einer<br />

für dich (ab 3,Zeltbühne)<br />

....................... 15.00 ....... Darüber spricht man nicht (ab 6, Studio)<br />

....................... 16.00 ........Steffi und der Schneemann (ab 4, Saal)<br />

10.2. .............. 10.00 ....... Darüber spricht man nicht (ab 6, Studio)<br />

11.2. .............. 10.00 ....... Darüber spricht man nicht (ab 6, Studio)<br />

....................... 10.30 ........Steffi und der Schneemann (ab 4, Saal)<br />

12.2. .............. 10.00 ....... Darüber spricht man nicht (ab 6, Studio)<br />

....................... 10.30 ...................Ben liebt Anna (ab 8, Saal)<br />

13.2. .............. 10.00 .....................Die besten Beerdigungen<br />

der Welt (ab 5, Studio)<br />

....................... 10.30 ...................Ben liebt Anna (ab 8, Saal)<br />

14.2. .............. 10.00 .....................Die besten Beerdigungen<br />

der Welt (ab 5, Studio)<br />

....................... 10.30 ....Oliver Grammel: CheMagie-Show (ab 9, Saal)<br />

15.2. .............. 10.00 ...........................Familientag in der<br />

Zeltbühne (ab 3, Zeltbühne)<br />

....................... 15.00 .....................Die besten Beerdigungen<br />

der Welt (ab 5, Studio)<br />

16.2. .............. 11.00 ....................Rotkäppchen und der Wolf<br />

im Nachthemd (ab 4, Zeltbühne)<br />

....................... 15.00 .....................Frau Holle (ab 5, Studio)<br />

....................... 16.00 ............Emil und die Detektive (ab 6, Saal)<br />

17.2. .............. 10.00 .....................Frau Holle (ab 5, Studio)<br />

....................... 10.30 ............Emil und die Detektive (ab 6, Saal)<br />

18.2. .............. 10.00 .....................Frau Holle (ab 5, Studio)<br />

....................... 10.30 ............Emil und die Detektive (ab 6, Saal)<br />

19.2. .............. 10.00 ........Oh wie schön ist Panama (ab 4, Studio)<br />

20.2. .............. 10.30 ..........................Rico, Oskar und die<br />

Tieferschatten (ab 8, Saal)<br />

21.2. .............. 10.30 ..........................Rico, Oskar und die<br />

Tieferschatten (ab 8, Saal)<br />

22.2. .............. 11.00 ............................Keloglan und die<br />

40 Räuber (ab 4, Zeltbühne)<br />

....................... 15.00 ...........................Die Artisanen: Der<br />

kleine Angsthase (ab 3, Studio)<br />

....................... 16.00 ..........................Rico, Oskar und die<br />

Tieferschatten (ab 8, Saal)<br />

23.2. .............. 11.00 ............................Keloglan und die<br />

40 Räuber (ab 4, Zeltbühne)<br />

....................... 15.00 ........................R. Metcalf: Mathilde,<br />

die Matheratte (ab 4, Studio)<br />

....................... 16.00 ........Steffi und der Schneemann (ab 4, Saal)<br />

24.2. .............. 10.30 ........Steffi und der Schneemann (ab 4, Saal)<br />

25.2. .............. 10.30 ........Steffi und der Schneemann (ab 4, Saal)<br />

26.2. .............. 10.00 ........ Des Kaisers neue Kleider (ab 5, Studio)<br />

....................... 10.30 ........Eine Woche voller Samstage (ab 4, Saal)<br />

27.2. .............. 10.00 ........ Des Kaisers neue Kleider (ab 5, Studio)<br />

....................... 10.30 ................Bach (Kurzversion, ab 9, Saal)<br />

28.2. .............. 10.00 ...............Bach (Langversion, ab 13, Saal)<br />

....................... 10.00 ........ Des Kaisers neue Kleider (ab 5, Studio)<br />

Fortsetzung Atze Musiktheater auf Seite 10


SONDERSEITEN DER BERLINER BÜHNEN<br />

SEITE 10 FREITAG, 31. JANUAR 2020<br />

Fortsetzung Atze Musiktheater von Seite 9<br />

29.2. .............. 11.00 .......... Auf dem Spielplatz (ab 3, Zeltbühne)<br />

15.00 ........ Des Kaisers neue Kleider (ab 5, Studio)<br />

....................... 16.00 ...............Bach (Langversion, ab 13, Saal)<br />

Bar jeder Vernunft<br />

Schaperstraße 24, 10719 Berlin<br />

Tel. 883 15 82, www.bar-jeder-vernunft.de<br />

2.2. ................ 19.00 ................... Irmgard Knef –Barrierefrei<br />

3.2. ................ 20.00 .....................Lo Malinke –Aufgeräumt<br />

4.-8.2. ............ 20.00 ................... Irmgard Knef –Barrierefrei<br />

9.2. ................ 19.00 ................... Irmgard Knef –Barrierefrei<br />

10. &11.2...... 20.00 ..............Sven Ratzke -Where Are We Now<br />

12.2. .............. 20.00 ...................PREMIERE Anna Mateur &<br />

The Beuys –Kaoshüter<br />

13.-16.2. ........ 20.00 .........Anna Mateur &The Beuys –Kaoshüter<br />

17.2. .............. 20.00 ..............Florian Wagner –Mein erstes Mal<br />

18.-22.2. ........ 20.00 ....................Klaus Hoffmann singt Brel<br />

23.2. .............. 19.00 ....................Klaus Hoffmann singt Brel<br />

24.2. .............. 20.00 ................. Ljodahått –Gesang der Trolle<br />

25.-28.2. ........ 20.00 .....Christine Bovill –Tonight You Belong ToMe<br />

29.2. .............. 19.00 ................. Ljodahått –Gesang der Trolle<br />

....................... 23.30 ............ Hotel Gl’Amouresque –Sheila Wolf<br />

präsentiert „Die Gl’Amouresque“<br />

Chamäleon Theater<br />

Rosenthaler Str. 40/41, 10178 Berlin<br />

Tel. 400 05 90, www.chamaeleonberlin.com<br />

1.2. ................ 18.00 &21.30 ..........................Out of caos<br />

2.2. ................ 18.00 .................................Out of caos<br />

4.-7.2. ............ 20.00 .................................Out of caos<br />

8.2. ................ 18.00 &21.30 ..........................Out of caos<br />

9.2. ................ 18.00 .................................Out of caos<br />

11.-14.2. ........ 20.00 .................................Out of caos<br />

15.2. .............. 18.00 &21.30 ..........................Out of caos<br />

16.2. .............. 15.30 .................................Out of caos<br />

22.2. .............. 20.00 ................................... Le Coup<br />

23.2. .............. 18.00 ................................... Le Coup<br />

25.-28.2. ........ 20.00 ................................... Le Coup<br />

29.2. .............. 18.00 &21.30 ............................ Le Coup<br />

Das Weite Theater<br />

Parkaue 23,10367 Berlin<br />

Tel. 99 17 92, www.das-weite-theater.de<br />

2.2. ................ 16.00 .................Pettersson und Findus –Eine<br />

Geburtstagstorte für die Katze (ab 4)<br />

3. &4.2. ......... 10.00 .................Pettersson und Findus –Eine<br />

Geburtstagstorte für die Katze<br />

8.2. ................ 20.00 ...................FAST NACHT Ich sehe was,<br />

....................... ........................was Du nicht siehst (ab 16)<br />

9.2. ................ 16.00 ........Ich sehe was, was Du nicht siehst (ab 4)<br />

11. &12.2...... 10.00 ........Ich sehe was, was Du nicht siehst (ab 4)<br />

16.2. .............. 16.00 ......................... Rotkäppchen (ab 4)<br />

18. &19.2...... 10.00 ...............................Rotkäppchen<br />

20.2. .............. 20.00 ..........................Musiksalon (ab 16)<br />

23.2. .............. 16.00 ...................Der gestiefelte Kater (ab 4)<br />

25. &26.2...... 10.00 .........................Der gestiefelte Kater<br />

28. &29.2...... 20.00 ...........Liebe ist nichts für Feiglinge (ab 16)<br />

Die Wühlmäuse<br />

Pommernallee 2-4, 14052 Berlin<br />

Tel. 30 67 30 11, www.wuehlmaeuse.de<br />

1. &2.2. ......... 20.00 ..................Matze Knop: Willkommen in<br />

Matzeknopien (ausverkauft)<br />

3.2. ................ 20.00 ..........Der Blaue Montag. Die ganze Stadt in<br />

einer Show. Moderation: Arnulf Rating<br />

4.-7.2. ............ 20.00 .......... PREMIERE Bodo Wartke: Wandelmut<br />

(ausverkauft)<br />

8.2. ................ 15.30 ...................Das Wühlmäuse-Ensemble:<br />

Gelogene Wahrheiten<br />

....................... 20.00 .......................Ulan &Bator: Zukunst<br />

9.2. ................ 15.30 ...................Das Wühlmäuse-Ensemble:<br />

Gelogene Wahrheiten<br />

....................... 20.00 .....Philipp Scharrenberg: Germanistik ist heilbar<br />

10.2. .............. 20.00 ......Maddin Schneider: Denke macht Koppweh<br />

11.2. .............. 20.00 ......................Kay Ray: Kay Ray Show<br />

12.2. .............. 20.00 .....................Stefan Gwildis: Best of –<br />

Live &vierhändig (ausverkauft)<br />

13.2. .............. 20.00 ........................Yves Macak: R-zieher<br />

sind Superhelden (ausverkauft)<br />

14.2. .............. 20.00 .......BERLIN-PREMIERE Emmi &Willnowsky:<br />

Tour 2020<br />

15.-16.2. ........ 16.00 ....Horst Evers: Früher war ich älter (ausverkauft)<br />

....................... 20.00 ...............Emmi &Willnowsky: Tour 2020<br />

17.2. .............. 19.30 ..................Rudelsingen: Das 6. <strong>Berliner</strong><br />

Rudelsingen (ausverkauft)<br />

18.-21.2. ........ 20.00 ........ Jürgen von der Lippe: „Nudel im Wind“<br />

plus Best of (ausverkauft)<br />

22.2. .............. 16.00 .............Volker Meyer-Dabisch: Superdaddy<br />

....................... 20.00 ........ Jürgen von der Lippe: „Nudel im Wind“<br />

plus Best of (ausverkauft)<br />

23.2. .............. 20.00 ........ Jürgen von der Lippe: „Nudel im Wind“<br />

plus Best of (ausverkauft<br />

24.2. .............. 20.00 ......... Vocal Recall: Irgendwas stimmt immer<br />

25.2. .............. 20.00 ........Luise Koschinsky: Ein Pullover voll Frau<br />

26.2. .............. 20.00 ....Abdelkarim: Staatsfreund Nr. 1(ausverkauft)<br />

27. &28.2...... 20.00 .......................Badesalz: Kaksi Dudes<br />

29.2. .............. 15.30 ...................Das Wühlmäuse-Ensemble:<br />

Gelogene Wahrheiten<br />

....................... 20.00 .......................Mundstuhl: Flamongos<br />

English Theatre Berlin<br />

International Performing Arts Center<br />

Fidicinstraße 40, 10965 Berlin<br />

Tel. 691 12 11, tickets@etberlin.de, www.etberlin.de<br />

21. &22.2...... 20.00 ..... We Can Do It Moaning –APost-Porn Clown<br />

Performance von Aba Naia<br />

28. &29.2...... 20.00 ............Comedy mit Daniel-Ryan Spaulding<br />

Estrel Festival Center<br />

Sonnenallee 225, 12057 Berlin<br />

Tel. 68 31 68 31, www.stars-in-concert.de<br />

1.2. ................ 20.00 ......Thank you for the music –Die ABBA Story<br />

2.2. ................ 17.00 ......Thank you for the music –Die ABBA Story<br />

Nach Aufführungen auf<br />

dem Theatertreffen 2019<br />

und zahlreichen internationalen<br />

Gastspielen ist<br />

Lensings Romanadaption noch einmal<br />

anvier Abenden ander Volksbühne<br />

zu sehen.„Unendlicher Spaß“<br />

vonDavidFoster Wallace, ist der Versuch,<br />

auf 1500 Seiten die gegenwärtige<br />

Welt zu erzählen, ohne sie einer<br />

einheitlichen Deutung zu unterwerfen.<br />

„Ich will darüber schreiben“, hat<br />

Wallace sein Vorhaben charakterisiert,<br />

„wie es sich anfühlt, heute zu<br />

leben, statt davon abzulenken“. Es<br />

geht in dem Stück deshalb um<br />

Geburten und Todeskämpfe,<br />

Devid Striesow, Ursina Lardi, André Jung (von links nach rechts)<br />

DEUTSCHES THEATER<br />

Erste Liebe und heimliche Partys<br />

Die Lust am Ausprobieren<br />

und Erforschen ihres<br />

jungen Lebens treibt<br />

Heranswachsende bekanntlich<br />

an. Möglichkeiten, diese<br />

auf der Bühne mit Theaterstoffen<br />

auszuleben, erhalten sie beim<br />

Jungen DT, hier werden sie geleitet,<br />

unterstützt und gefördert – ein<br />

Erfolgsmodell, wie man sieht:<br />

10 JAHRE JUNGES DT<br />

Am Deutschen Theater gibt es im<br />

Februar Grund zu feiern, genauer<br />

gesagt beim Jungen DT: Seit<br />

2009 haben über 2000 Jugendliche<br />

in Inszenierungen und Jugendclubs<br />

probiert, gespielt und<br />

ihre Sicht auf die Kunst und die<br />

Welt dem Publikum präsentiert.<br />

Zehn Jahre Junges DT –aus diesem<br />

Anlass kommen imFebruar zwei<br />

Premieren des Jungen DTauf die<br />

Bühne und es gibt eine große Party<br />

am Valentinsabend.<br />

DIE RÄUBER<br />

Es treten 15 Spielerinnen und<br />

Spieler mit dem Auftrag an, „Die<br />

Räuber“ auf die Bühne zu bringen.<br />

Doch schon bald kommen<br />

erste Zweifel auf. Mitten imStreit<br />

über aktuelle jugendliche Protestkultur<br />

und die Publikumserwartungen<br />

an einen Klassiker erhalten<br />

die Jugendlichen einen Brief,<br />

der ihre Pläne über den Haufen<br />

wirft und sie zwingt, Haltung<br />

zu beziehen. „Die Räuber“ nach<br />

DasJunge DT feiert10. Geburtstag –mit zwei Premieren<br />

und großer Sause am Valentinsabend<br />

Das Gewächshaus<br />

Die Räuber<br />

Eine Überschreibung<br />

nach Friedrich Schiller<br />

Regie: Joanna Praml<br />

Premiere am11. Februar<br />

in den Kammerspielen<br />

Das Gewächshaus<br />

von Jordan Tannahill<br />

Regie: Data Tavadze<br />

Premiere am9.Februar<br />

in der Box<br />

jedermann (stirbt)<br />

von Ferdinand Schmalz<br />

Regie: Data Tavadze<br />

Premiere am1.März<br />

in den Kammerspielen<br />

Deutsches Theater<br />

Schumannstraße 13A<br />

10117 Berlin<br />

Kartentelefon: 030 28 44 10<br />

www.deutschestheater.de<br />

VOLKSBÜHNE BERLIN<br />

Unendlicher Spaß<br />

Thorsten Lensings gefeierte Inszenierung<br />

kommt zurück nach Berlin<br />

Schneestürme, Liebes- und Trennungsgeschichten,<br />

übertriebenen<br />

Speichelfluss, bildschöne Krankenschwesternund<br />

Vögel, die mitten im<br />

Flug einen Herzinfarkt erleiden.<br />

Wallace widmet sich seinen so<br />

tragischen wie komischen Figuren<br />

dabei mit großer Ernsthaftigkeit<br />

und einer ungeheuren Leichtigkeit<br />

zugleich. „Witze“, schreibt Wallace,<br />

„sind die Flaschenpost, mit der<br />

die Verzweifelten ihre gellendsten<br />

Hilfeschreie aussenden“.<br />

Die Süddeutsche <strong>Zeitung</strong> notierte<br />

über die Inszenierung: „Das<br />

Schönste was man seit langem im<br />

Theater gesehen hat.“<br />

ARNO DECLAIR<br />

Friedrich Schiller in der Regie von<br />

Joanna Praml feiert amDienstag,<br />

den 11. Februar Premiere inden<br />

Kammerspielen.<br />

DAS GEWÄCHSHAUS<br />

Salome Dastmalchi inszeniert den<br />

preisgekrönten Thriller „Das Gewächshaus“<br />

von Jordan Tannahill<br />

mit Schauspielerinnen und Schauspielern<br />

des Junges DT. Das verfallene<br />

Gebäude am Stadtrand ist Ort<br />

erster Liebschaften und heimlicher<br />

Partys. Doch als zwei Mädchen<br />

eine Leiche entdecken, wissen die<br />

Jugendlichen: Sie müssen das Geheimnis<br />

aufdecken und sich der<br />

Vergangenheit stellen. Premiere ist<br />

am 9. Februar in der Box.<br />

JEDERMANN (STIRBT)<br />

Ferdinand Schmalz hat mit<br />

„jedermann (stirbt)“ Hugo von<br />

Hofmannsthals Spiel vom Sterben<br />

des reichen Mannes über- und<br />

neugeschrieben. Sein Jedermann<br />

ist kein „prächtiger Schwelger“,<br />

sondern ein knallharter Geschäftsmann<br />

neoliberalen Zuschnitts.<br />

Dass außerhalb seines Gartenzauns<br />

das Chaos tobt und das<br />

Kriegsrecht ausgerufen ist, schert<br />

ihn wenig. Data Tavadze, Leiter des<br />

Royal District Theatre inTiflis und<br />

einer der herausragenden jungen<br />

Regisseure Georgiens, zeigt hiermit<br />

sein Regiedebüt am DT. Premiere<br />

ist am Sonntag, den 1. März<br />

in den Kammerspielen.<br />

Unendlicher Spaß<br />

von David Foster Wallace<br />

in der Übersetzung<br />

von Ulrich Blumenbach<br />

in einer Textfassung von<br />

Thorsten Lensing unter Mitarbeit<br />

von Thierry Mousset und Dirk Pilz<br />

Mit: Jasna Fritzi Bauer,<br />

Sebastian Blomberg, André Jung,<br />

Ursina Lardi, Heiko Pinkowski,<br />

Devid Striesow<br />

Regie: Thorsten Lensing<br />

Bühne: Gordian Blumenthal<br />

und Ramun Capaul<br />

Kostüme: Anette Guther<br />

Dramaturgie: Thierry Mousset<br />

Am 28. und 29. Januar um 19 Uhr<br />

Am 2. und 9.Februar um18Uhr<br />

Volksbühne Berlin<br />

Rosa-Luxemburg-Platz 1<br />

10178 Berlin<br />

Kartentelefon: 030 24065777<br />

www.volksbuehne.berlin<br />

DAVID BALTZER/AGENTUR ZENIT<br />

5.-8.2. ............ 20.00 ......Thank you for the music –Die ABBA Story<br />

9.2. ................ 17.00 ......Thank you for the music –Die ABBA Story<br />

12. &13.2...... 20.00 ................. Stars in Concert –Moviestars<br />

15.2. .............. 20.00 ................. Stars in Concert –Moviestars<br />

16.2. .............. 17.00 ................. Stars in Concert –Moviestars<br />

19.2. .............. 20.00 ................. Stars in Concert –Moviestars<br />

21. &22.2...... 20.00 ................. Stars in Concert –Moviestars<br />

23.2. .............. 17.00 ................. Stars in Concert –Moviestars<br />

26.-29.2. ........ 20.00 ................. Stars in Concert –Moviestars<br />

Friedrichstadt-Palast<br />

Friedrichstraße 107, 10117 Berlin<br />

Tel. 23 26 23 26, www.palast.berlin<br />

1.2. ................ 15.30 ...........................VIVID Grand Show<br />

....................... 19.30 ...........................VIVID Grand Show<br />

2.2. ................ 15.30 ...........................VIVID Grand Show<br />

....................... 19.30 ...................Glauben an die Möglichkeit<br />

der völligen Erneuerung der Welt<br />

4.2. ................ 19.30 ...........................VIVID Grand Show<br />

6. &7.2. ......... 19.30 ...........................VIVID Grand Show<br />

8.2. ................ 15.30 ...........................VIVID Grand Show<br />

....................... 19.30 ...........................VIVID Grand Show<br />

9.2. ................ 15.30 ...........................VIVID Grand Show<br />

....................... 19.30 ...................Glauben an die Möglichkeit<br />

der völligen Erneuerung der Welt<br />

11.2. .............. 19.30 ...........................VIVID Grand Show<br />

13. &14.2...... 19.30 ...........................VIVID Grand Show<br />

15.2. .............. 15.30 ...........................VIVID Grand Show<br />

....................... 19.30 ...........................VIVID Grand Show<br />

Hans Otto Theater<br />

Schiffbauergasse 11, 14467 Potsdam<br />

Tel. (0331) 981 18, www.hansottotheater.de<br />

1.2. ................ 19.30 ...................Cabaret von Joe Masteroff /<br />

Fred Ebb /John Kander (Großes Haus)<br />

1.2. ................ 19.30 .......................Homo empathicus von<br />

Rebekka Kricheldorf (Reithalle)<br />

2.2 ................. 15.00 ........... Wir sind auch nur ein Volk nach den<br />

Drehbüchern von Jurek Becker (Großes Haus)<br />

6.2 ................. 19.00 ......................Potsdam liest ein Buch,<br />

Lesung in der Stadt- und<br />

Landesbibliothek Potsdam, Am Kanal 47<br />

9.2. ................ 15.00 .............40 Jahre Traumzauberbaum –Das<br />

Geburtstagsfest (ab 3, Großes Haus)<br />

11.2. .............. 18.00 .....................So lonely von Per Nilsson<br />

(ab 13, Reithalle)<br />

12.2. .............. 10.00 .....................So lonely von Per Nilsson<br />

(ab 13, Reithalle)<br />

13.2. .............. 9.00 &11.00 ...........Mozarts Schwester von Daniël<br />

van Klaveren (ab 6, Reithalle)<br />

....................... 19.00 ......................Potsdam liest ein Buch,<br />

Lesung in der Praxis Marx,<br />

Caputher Chaussee 3, Geltow<br />

....................... 19.30 ...........Übergangsgesellschaft –Potsdamer<br />

Theatergeschichte. Ein Gespräch zum<br />

Theater in der DDR vor und nach 1989<br />

(Reithalle Box)<br />

14.2. .............. 9.00 ........................... Mozarts Schwester<br />

von Daniël van Klaveren (ab 6, Reithalle)<br />

....................... 19.30 ....................Wir sind auch nur ein Volk<br />

nach den Drehbüchern von<br />

Jurek Becker (Großes Haus)<br />

....................... 19.30 ...................Fräulein Smillas Gespür für<br />

Schnee von Peter Høeg (Reithalle)<br />

15.2. .............. 19.30 .......................... Harold und Maude<br />

von Colin Higgins (Großes Haus)<br />

16.2. .............. 15.00 .......................... Mozarts Schwester<br />

von Daniël van Klaveren (ab 6, Reithalle)<br />

....................... 17.00 ........... Wir sind auch nur ein Volk nach den<br />

Drehbüchern von Jurek Becker (Großes Haus)<br />

17.2. .............. 9.00 &11.00 .................Mozarts Schwester von<br />

Daniël van Klaveren (ab 6, Reithalle)<br />

18.2. .............. 11.00 ...........Krähe und Bär von Martin Baltscheit<br />

(ab 6, Reithalle)<br />

19.2. .............. 18.00 ..................... Monster von David Greig<br />

(ab 13, z.l.M. in Potsdam, Reithalle)<br />

20.2. .............. 18.00 .....................So lonely von Per Nilsson<br />

(ab 13, Reithalle)<br />

....................... 19.00 ............ Potsdam liest ein Buch, Lesung im<br />

Potsdam Museum, Am Alten Markt 9<br />

21.2. .............. 19.30 .................... PREMIERE Die Nashörner<br />

von Eugène Ionesco/<br />

Regie: Esther Hattenbach (Großes Haus)<br />

22.2. .............. 14.00 ..........................Führung durch das<br />

Hans Otto Theater (Großes Haus)<br />

....................... 19.30 .......... Die Katze auf dem heißen Blechdach<br />

von Tennessee Williams (Großes Haus)<br />

....................... 19.30 ........Nationalstraße von Jan Rudiš (Reithalle)<br />

23.2. .............. 11.00 .............Märkische Leselust Günter Kunert:<br />

Die zweite Frau (Glasfoyer Großes Haus)<br />

....................... 17.00 ..................Der gute Mensch von Sezuan<br />

von Bertolt Brecht mit Musik von<br />

Paul Dessau (Großes Haus)<br />

24.2. .............. 11.00 ...........Krähe und Bär von Martin Baltscheit<br />

(ab 6, Reithalle)<br />

25.2. .............. 18.00 ........................... Kabale und Liebe<br />

von Friedrich Schiller (Großes Haus)<br />

....................... 19.00 .................. Offene Probe: Die Mitwisser<br />

von Philipp Löhle (Besuchereingang)<br />

....................... 19.30 .......................Homo empathicus von<br />

Rebekka Kricheldorf (Reithalle)<br />

26.2. .............. 19.30 ...................Cabaret von Joe Masteroff /<br />

Fred Ebb /John Kander (Großes Haus)<br />

27.2. .............. 19.00 ......................Potsdam liest ein Buch,<br />

Lesung im Projekthaus Erlenhof 32<br />

....................... 19.30 ...........................Die Nashörner von<br />

Eugène Ionesco (Großes Haus)<br />

....................... 19.00 ..................Vorspiel –Einführung in die<br />

................................................ Inszenierung (Glasfoyer Großes Haus)<br />

28.2. .............. 19.30 ..............Das achte Leben (Für Brilka) von<br />

...................... ............... Nino Haratischwili (Großes Haus)<br />

....................... 21.00 ....................Boxenstopp Talkshow –Im<br />

Sog der Geschichte (Reithalle Box)<br />

29.2. .............. 19.30 ....................Cabaret von Joe Masteroff/<br />

Fred Ebb/John Kander (Großes Haus)<br />

HAU1, HAU Hebbel am Ufer<br />

Stresemannstraße 29, 10963 Berlin<br />

Tel. 25 90 04 27, www.hebbel-am-ufer.de<br />

8.2. ................ 20.00 ................PREMIERE Wir sind das Volk –<br />

ein Musical /Nach Texten von<br />

Heiner Müller von Laibach<br />

(Deutsch, Musik/Theater)<br />

9. &10.2........ 20.00 ...............Wir sind das Volk –ein Musical/<br />

Nach Texten von Heiner Müller /<br />

(19.00 Einführung mit Tobi Müller)<br />

15.2. .............. 20.30 ............REPERTOIRE Gob Squad’s Kitchen<br />

(You’ve Never Had It So Good) von<br />

Gob Squad (Englisch und Deutsch, Theater)


SONDERSEITEN DER BERLINER BÜHNEN<br />

FREITAG, 31. JANUAR 2020 SEITE 11<br />

16.2. .............. 17.00 ........................Gob Squad’s Kitchen<br />

(You’ve Never Had It So Good)<br />

17.2. ............. 19.00 ............#unteilbar denken –ein öffentlicher<br />

Think Tank. Rechte Gewalt<br />

aus intersektionaler Perspektive /<br />

Mit Leah Carola Czollek, Eike Sanders,<br />

Danilo Starosta, Vassilis Tsianos u.a.<br />

(Deutsch, Dialog)<br />

22. –27.2., HAU1, HAU2, HAU3:<br />

Berlinale Talents 2020 Together Forever And Never Apart –<br />

Collectives/70. Internationale Filmfestspiele Berlin /Informationen<br />

und Programm ab 11.2. unter www.berlinale-talents.de<br />

HAU2,HAU Hebbel am Ufer<br />

Hallesches Ufer 32, 10963 Berlin<br />

Tel. 25 90 04 27, www.hebbel-am-ufer.de<br />

6.2. ................ 19.00 ...............Die Kränkungen der Menschheit<br />

von Anta Helena Recke (Deutsch,<br />

Performance/Theater)<br />

8.2. ................ 20.30 ...............Die Kränkungen der Menschheit<br />

9.2. ................ 17.00 ..............Die Kränkungen der Menschheit /<br />

Im Anschluss: Artist Talk<br />

12.2. .............. 19.00 .......................REPERTOIRE Creation<br />

(Pictures for Dorian) von Gob Squad<br />

(Englisch und Deutsch, Theater)<br />

13.2. .............. 19.00 ................. Creation (Pictures for Dorian)<br />

15.-17.2. ........ 20.00 ........... The Practice of Love von Jenny Hval<br />

(Musik/Performance)<br />

HAU3, HAU Hebbel am Ufer<br />

Tempelhofer Ufer 10, 10963 Berlin<br />

Tel.: 25 90 04 27, www.hebbel-am-ufer.de<br />

1.2. ................ 19.00 ...................Don Quijote /Donkey Shot /<br />

Done Quiche Hot /Don Conquista /<br />

Don E. Coyote von Showcase<br />

Beat Le Mot (Deutsch, Performance)<br />

6.-8.2. ............ 19.00 .......................Club27 von Enis Turan<br />

(Englisch, Tanz/Performance)<br />

13.2. .............. 19.00 ................... Dansöz von Tümay Kılınçel<br />

(Deutsch, Englisch und Türkisch/Tanz)<br />

14.2. .............. 19.00 .............Dansöz /ImAnschluss: Artist Talk<br />

15.2. .............. 19:00 ....................................Dansöz<br />

Heimathafen Neukölln<br />

Karl-Marx-Straße 141, 12043 Berlin<br />

Tel. 56 82 13 33, www.heimathafen-neukoelln.de<br />

1.2. ................ 19.00 ......................Peng! Peng! Boateng! –<br />

Egal was du machst, mach Alarm! (Saal)<br />

1.2. ................ 19.30 .....HipHoPoesie –Wie zwei Seiten einer Platte:<br />

Rap und Literatur (Studio)<br />

2.2. ................ 19.30 .....HipHoPoesie –Wie zwei Seiten einer Platte:<br />

Rap und Literatur (Studio)<br />

....................... 21.00 ....CTM 2020 LIVE –Dan Deacon, BNNT (Saal)<br />

6.2. ................ 21.00 ............... Daniel Norgren LIVE –Support:<br />

Jake Xerxes Fussell (Saal)<br />

7.2. ................ 21.00 ....The Teskey Brothers LIVE (Saal, ausverkauft)<br />

....................... 19.00 ................... Beziehungskiste –Ein Bett<br />

in Neukölln (Studio)<br />

8.2. ................ 19.00 ................... Beziehungskiste –Ein Bett<br />

in Neukölln (Studio)<br />

10.2. .............. 19.00 ...........................11 Freunde Talk –<br />

Christoph Biermann mit Gästen (Saal)<br />

12.2. .............. 20.00 ......................... Science Slam –Das<br />

Rockkonzert der Wissenschaft (Saal)<br />

13.2. .............. 21.00 .......................Alcest LIVE –Support:<br />

Birds in Row &Kaelan Mikla (Saal)<br />

14.2. .............. 19.30 ..................Brautzillas –Die Show übers<br />

Heiraten und darüber hinaus (Studio)<br />

....................... 20.00 ........................Die Rixdorfer Perlen –<br />

Keine Angst vor Niemand! (Saal)<br />

15.2. .............. 19.30 ..................Brautzillas –Die Show übers<br />

Heiraten und darüber hinaus (Studio)<br />

20.00 ........................Die Rixdorfer Perlen –<br />

Keine Angst vor Niemand! (Saal)<br />

16.2. .............. 19.30 ......................Hörtheater –„Die weite,<br />

weite Sofalandschaft“ (Studio)<br />

20.00 ...............Patrick Salmen –Ekstase (Saal)<br />

17.2. .............. 19.30 ...............Sing dela Sing –Alle singen, all<br />

night long (Saal, ausverkauft)<br />

18.2. .............. 20.00 ...... Songslam Neukölln –Feature Artist: Dota,<br />

die Kleingeldprinzessin (Saal)<br />

19.2. .............. 20.00 ...............Schund und Asche –mit Moritz<br />

Neumeier und Till Reiners<br />

(Saal, ausverkauft)<br />

20.2. .............. 19.00 ....Cha(lle)nging Perspectives –Harald Schmidt<br />

zu Gast bei der Jungen Akademie (Saal)<br />

21.2. .............. 21.00 ................Make aMove XMarti Fischer &<br />

Footprint Project LIVE (Saal)<br />

22.2. .............. 19.30 ................PREMIERE La Deutsche Vita –<br />

Ein kritisch-musikalischer<br />

Heimatabend (Studio, ausverkauft)<br />

23.2. .............. 19.30 ............... La Deutsche Vita –Ein kritischmusikalischer<br />

Heimatabend (Studio)<br />

24.2. .............. 21.00 .............................AȘA LIVE (Saal)<br />

26.2. .............. 19.30 ............... La Deutsche Vita –Ein kritischmusikalischer<br />

Heimatabend (Studio)<br />

20.00 ......Best of Poetry Slam –Zeit für die wildeste<br />

Seite der Literatur (Saal)<br />

27.2. .............. 19.30 ............... La Deutsche Vita –Ein kritischmusikalischer<br />

Heimatabend (Studio)<br />

28.2. .............. 19.30 ............... La Deutsche Vita –Ein kritischmusikalischer<br />

Heimatabend (Studio)<br />

....................... 21.00 ...........................Pouya LIVE (Saal)<br />

29.2. .............. 19.00 ..............Peng! Peng! Boateng! –Egal was<br />

du machst, mach Alarm! (Saal)<br />

Hochschule für Schauspielkunst<br />

Ernst Busch<br />

Zinnowitzer Straße 11, 10115 Berlin<br />

Tel. 755 41 70, www.hfs-berlin.de<br />

1.2. ................ 18.00 ....Das Schicksal des Menschen ist der Mensch,<br />

Szenenstudien (2. Stj. Schauspiel,<br />

HfS Oben, Eintritt frei)<br />

7. &8.2. ......... 19.00 ............... Freispiele: Labor für Halbgares,<br />

10 Studierende /6Stücke /2Abende<br />

(Freie Vordiplome des 3. Stj. Zeitgenössische<br />

Puppenspielkunst, HfS Oben,<br />

Unten &Probebühnen, Eintritt frei)<br />

8. &9.2. ......... 10.00 –18.00 ..... What does it take to belong? SODA<br />

Lectures 2019/20 mit Prof. Dr. Sandra Noeth<br />

&Gäste (HZT Uferstudios, Studio 11,<br />

Uferstraße 23/Badstraße 41a, 13357 Berlin)<br />

20.2. .............. 19.00 .............. PREMIERE Chronik des Zweifels<br />

von Calle Fuhr, Diplominszenierung von<br />

Marco Damghani (4. Stj. Regie, HfS Unten)<br />

21.-24.2. ........ 19.00 ........................ Chronik des Zweifels<br />

Sonya Yoncheva singt die Titelpartie der „Medea“.<br />

STAATSOPER UNTER DEN LINDEN<br />

Weiberheld und Racheengel<br />

MitVerdis „Falstaff“ und Cherubinis „Medea“ kommen zwei Klassiker<br />

des italienischen und französischen Repertoires auf die Bühne der Staatsoper<br />

Das Gebaren des alternden<br />

Sir John Falstaff –schlitzohriger<br />

Schmarotzer,<br />

Lebemann und Möchtegern-Weiberheld<br />

–sorgt im spießbürgerlichen<br />

Windsor für Aufruhr.<br />

Nicht nur,dass er sich auf Kosten anderer<br />

seinen Lebensunterhalt ergaunert:<br />

Derüber jeden Selbstzweifel erhabene<br />

Genussmensch glaubt auch<br />

noch, er könne gleich zwei Damen<br />

mit gleichlautenden Liebesbriefen<br />

Avancen machen. Die empörten,<br />

doch gewitzten Frauen lassen sich<br />

das nicht gefallen und holen zum<br />

Gegenschlag aus …<br />

Im Alter von fast 80 Jahren gelang<br />

dem längst zum Mythos gewordenen<br />

Giuseppe Verdi noch einmal<br />

ein sensationeller Erfolg: Nach<br />

fünf Jahrzehnten tragischer Bühnen-<br />

werke schuf erein Meisterwerk der<br />

komischen Oper. Die musikalische<br />

Leitung der kommenden Vorstellungen<br />

an der Staatsoper Unter den Linden<br />

übernimmt Zubin Mehta in einer<br />

Inszenierung vonMario Martone.<br />

Mit von der Partie sind Lucio Gallo,<br />

Barbara Frittoli, Alfredo Daza, Nadine<br />

Sierra, FrancescoDemurou.a.<br />

Einuralter Mythos und doch von<br />

spürbarer Aktualität: Medea, aus<br />

der Peripherie der bekannten Welt<br />

stammend und sichtlich eine Fremde<br />

im zivilisierten Land, stört Ruhe<br />

und Ordnung, wird zum hasserfüllten,<br />

Todund Zerstörung bringenden<br />

Racheengel.<br />

Die anspruchsvolle Titelpartie in<br />

Luigi Cherubinis „Medea“ ist spätestens<br />

seit den 1950er Jahren legendär,<br />

als Maria Callas darin auf<br />

THEATER THIKWA<br />

BERND UHLIG<br />

der Bühne stand.<br />

Stimmlich wie musikalisch mit<br />

großer Wucht und Facettenreichtum,<br />

interpretierte Sonya Yoncheva<br />

die Rolle bei der Premiereder Breth-<br />

Inszenierung in der vergangenen<br />

Spielzeit und kehrtnun als gleichermaßen<br />

verletzliche wie eiskalt wütende<br />

Kindsmörderin wieder zurück.<br />

Mit Daniel Barenboim am<br />

Dirigentenpult, der Staatskapelle<br />

Berlin und dem Staatsopernchor<br />

sowie mit Francesco Demuro, Iain<br />

Peterson u. a.<br />

Falstaff<br />

Giuseppe Verdi<br />

Musikalische Leitung: Zubin Mehta<br />

Inszenierung: Mario Martone<br />

Mit: Lucio Gallo, Barbara Frittoli,<br />

Alfredo Daza, Nadine Sierra,<br />

Francesco Demuro u. a.<br />

Am 2., 6. und 14. Februar<br />

Medea<br />

Luigi Cherubini<br />

Musikalische Leitung:<br />

Daniel Barenboim<br />

Inszenierung: Andrea Breth<br />

Mit: Sonya Yoncheva,<br />

Francesco Demuro, Iain Paterson,<br />

Elsa Dreisig u. a.<br />

Am 8., 12., 15. und 21. Februar<br />

Staatsoper Unter den Linden<br />

Unter den Linden 7<br />

10117 Berlin<br />

Kartentelefon: 030 20 35 45 55<br />

www.staatsoper-berlin.de<br />

Das Glück jenseits des Regenbogens<br />

„Oz, Oz,Oz! (W)rap the Wizard!“ mit Cora Frost nimmt zwischen<br />

Musical, Märchen und Roadmovie mit auf einen Trip ins Wonderful Land of Oz<br />

Somewhere over the rainbow<br />

fliegt die doppelte Dorothy<br />

(Cora Frost /Corinna Heidepriem)<br />

durch das Land of Oz.<br />

Auf dem Weg nach Smaragdstadt –<br />

nicht Karl-Marx-Stadt –, wo hoffent-<br />

Oz, Oz, Oz! (W)rap the Wizard!<br />

ein verhindertes Musical<br />

Regie: Gerd Hartmann<br />

Vom 5.bis zum 8. Februar<br />

sowie vom 12. bis zum 15. Februar<br />

jeweils um 20 Uhr<br />

Eintrittspreise: 16 Euro<br />

Ermäßigt: 10 Euro<br />

Theater Thikwa<br />

in den Mühlenhaupthöfen<br />

Fidicinstraße 40<br />

10965 Berlin<br />

Kartentelefon: 030 61 20 26 20<br />

oder 01806 700 733<br />

www.thikwa.de<br />

lich die Post abgeht, begegnet sie<br />

starken Gestalten: Die hirnlose Vogelscheuche<br />

ist eigentlich ganz<br />

glücklich darüber, dass man mit<br />

dem „Jagdschein“ überall umsonst<br />

reinkommt. Und der feige Löwe<br />

rappt zitternd ein Loblied auf die<br />

Angst. Nur die Dame mit den roten<br />

Pumps versucht die Reisegruppe beständig<br />

von ihrer Unzulänglichkeit<br />

zu überzeugen.<br />

Thikwa macht ein Musical!<br />

Aber kein gewöhnliches. Rap trifft<br />

Electronic Jazz, es wird gesungen<br />

und getanzt, aber gleichzeitig<br />

das Genre durch den Fleischwolf<br />

gedreht. Ein performatives Roadmovie,<br />

woamWegesrand existenzielle<br />

Fragen nach dem Wert vermeintlicher<br />

Imperfektion lauern,<br />

ein assoziativer musikalischer Trip<br />

durch ein Gedankenland in Agfa-<br />

Color. Ein diskursives Musik-Stück<br />

über Individualität, Akzeptanz und<br />

die Hürden der Selbstoptimierung.<br />

In guter Hollywood-Tradition hat<br />

auch OZ, OZ, OZ! ein All-Star-Ensemble<br />

mit den Besten, die Thikwa<br />

und die <strong>Berliner</strong> Szene zu bieten<br />

haben: Neben der First-Class-Riege<br />

prominenter Thikwa-Performer<br />

und -Performerinnen wie Torsten<br />

Holzapfel, Peter Pankow und<br />

Heidi Bruck rappt Cora Frost, philosophiertMartinClausen,<br />

improvisiert<br />

der Jazzer Kazuhisa Uchihashi<br />

und der Beatboxer Raphael Schall<br />

steuertdie Beats bei.<br />

So ganz anders als Judy Garland: Corinna Heidepriem (l.) und Cora Frost spielen die doppelte Dorothy (dazwischen Peter Pankow<br />

als Zauberer von Oz).<br />

DAVID BALTZER/BILDBUEHNE.DE<br />

27.2. .............. 20.00 ..............PREMIERE The People, frei nach<br />

Henrik Ibsens „Ein Volksfeind",<br />

Diplominszenierung von Friederike Hirz<br />

(4. Stj. Regie, bat-Studiotheater,<br />

Belforter Str. 15, 10405 Berlin)<br />

28. &29.2...... 20.00 .................................The People<br />

Kabarett-Theater Distel<br />

Friedrichstraße 101, 10117 Berlin<br />

Tel. 204 47 04, www.distel-berlin.de<br />

1.2. ................ 17.00 &20.00 ...............Skandal im Spreebezirk<br />

....................... 17.30 &19.30 ...Junges Kabarett: Wir feiern die Golden<br />

Zwanziger –der große Crash kommt<br />

erst zumSchluss (Studio)<br />

2.2. ................ 18.00 .............................. Tilman Lucke:<br />

Verdummungsverbot (Studio)<br />

3. &4.2. ......... 20.00 ......................Skandal im Spreebezirk<br />

5. &6.2. ......... 19.30 ................ImproBerlin (Gastspiel, Studio)<br />

....................... 20.00 ...................... Weltretten für Anfänger<br />

7.2. ................ 19.30 .............................. Tilman Lucke:<br />

Verdummungsverbot (Studio)<br />

....................... 20.00 ...................... Weltretten für Anfänger<br />

8.2. ................ 17.00 &20.00 ............... Weltretten für Anfänger<br />

....................... 19.30 .............Melanie Haupt (Gastspiel, Studio)<br />

9.2. ................ 18.00 ......................Frieda Braun (Gastspiel)<br />

10. &11.2...... 20.00 ......................Skandal im Spreebezirk<br />

12. &13.2...... 19.30 ................ImproBerlin (Gastspiel, Studio)<br />

....................... 20.00 ......................Skandal im Spreebezirk<br />

14.2. .............. 19.30 .......... Die Zukunft ist kein Ponyhof (Studio)<br />

....................... 20.00 ......................Skandal im Spreebezirk<br />

15.2. .............. 17.00 &20.00 ...............Skandal im Spreebezirk<br />

16.2. .............. 18.00 ................... Thomas Freitag (Gastspiel)<br />

....................... 18.00 .......... Die Zukunft ist kein Ponyhof (Studio)<br />

17.2. .............. 19.30 .......... Die Zukunft ist kein Ponyhof (Studio)<br />

....................... 20.00 ............................Wohin mit Mutti?<br />

18.2. .............. 19.30 .......... Die Zukunft ist kein Ponyhof (Studio)<br />

....................... 20.00 ............................Wohin mit Mutti?<br />

19. &20.2...... 19.30 ................ImproBerlin (Gastspiel, Studio)<br />

....................... 20.00 ............................Wohin mit Mutti?<br />

21.2. .............. 19.30 ....................Henning Ruwe: Die netten<br />

Jahre sind vorbei (Studio)<br />

....................... 20.00 ............................Wohin mit Mutti?<br />

22.2. .............. 17.00 &20.00 .....................Wohin mit Mutti?<br />

....................... 19.30 ..................Rüdiger Rudolph präsentiert:<br />

Kabarett der Comedians! (Studio)<br />

23.2. .............. 14.00 .............................Gregor Gysi und<br />

Katja Riemann (Gespräch)<br />

....................... 18.00 ...........................Frowin (Gastspiel)<br />

....................... 18.00 ...........................Ruwe &Valenske:<br />

Unfreiwillig komisch (Studio)<br />

24.2. .............. 19.30 ...........................Ruwe &Valenske:<br />

Unfreiwillig komisch (Studio)<br />

....................... 20.00 ...............................Zirkus Angela<br />

25.2. .............. 20.00 ...............................Zirkus Angela<br />

26. &27.2...... 19.30 ................ImproBerlin (Gastspiel, Studio)<br />

....................... 20.00 ...............................Zirkus Angela<br />

28.2. .............. 19.30 ............... Junges Kabarett: Gauland –ein<br />

Wintermärchen. Mächtig auf<br />

den Schlips getreten (Studio)<br />

....................... 20.00 ...............................Zirkus Angela<br />

29.2. .............. 17.00 &20.00 ........................Zirkus Angela<br />

17.30 &19.30 ........ Junges Kabarett: Gauland –ein<br />

Wintermärchen. Mächtig auf<br />

den Schlips getreten (Studio)<br />

Kleines Theater<br />

Südwestkorso 64, 12161 Berlin<br />

Tel.: 821 20 21, www.kleines-theater.de<br />

1.2. ................ 20.00 .................. Törless. Nach der Erzählung<br />

von Robert Musil<br />

2.2. ................ 18.00 .....................................Törless<br />

5.2. ................ 20.00 .................... Holzfällen. Eine Erregung<br />

von Thomas Bernhard<br />

8.2. ................ 20.00 ....PREMIERE/BERLINER ERSTAUFFÜHRUNG<br />

Jacke wie Hose. Ein deutsches<br />

Märchen in einer melodramatischen<br />

Fassung von Manfred Karge<br />

9.2. ................ 18.00 .............................Jacke wie Hose<br />

12.2. .............. 20.00 .................Miss Daisy und ihr Chauffeur.<br />

Komödie von Alfred Uhry<br />

14. &15.2...... 20.00 ......................Drei Männer im Schnee.<br />

Nach dem Roman von Erich Kästner<br />

16.2. .............. 18.00 ......................Drei Männer im Schnee<br />

21. &22......... 20.00 ......................Drei Männer im Schnee<br />

23.2. .............. 18.00 ......................Drei Männer im Schnee<br />

26. &28.2...... 20.00 .............Schachnovelle. Nach Stefan Zweig<br />

29.2. .............. 20.00 .....................................Törless<br />

Neuköllner Oper<br />

Karl-Marx-Straße 131-133, 12043 Berlin<br />

Tel. 68 89 07 77, www.neukoellneroper.de<br />

1. &2.2. ......... 20.00 ...........................Wolfskinder (Saal)<br />

6.-9.2. ............ 20.00 ...........................Wolfskinder (Saal)<br />

12.2. .............. 20.00 ...........................Wolfskinder (Saal)<br />

14.2. .............. 20.00 ........URAUFFÜHRUNG Betterplazes (Studio)<br />

15. &16.2...... 20.00 ...........................Wolfskinder (Saal)<br />

18.-20.2. ........ 20.00 ........................ Betterplazes (Studio)<br />

20.2. .............. 21.00 .......Widerstand –Podiumsdiskussion (Studio)<br />

21.-23.2. ........ 20.00 ...........................Wolfskinder (Saal)<br />

26.2. .............. 20.00 ........................ Betterplazes (Studio)<br />

....................... 21.00 ........................Wut und Sehnsucht –<br />

Podiumsdiskussion (Studio)<br />

Quatsch Comedy Club<br />

Friedrichstraße 107, 10117 Berlin<br />

Tel.: 47 99 74 13, www.quatschcomedyclub.de<br />

1.2. ................ 19.00 &22.00 ...............Quatsch Comedy Club –<br />

Die Live Show, Moderation:<br />

Roberto Capitoni, Niclas Amling,<br />

Salim Samatou, Timus Turga,<br />

Jens Heinrich Claassen<br />

3.2. ................ 17.00 ......................Quatsch Comedy Club –<br />

Die Live Show, Moderation:<br />

Roberto Capitoni, Niclas Amling,<br />

Salim Samatou, Timus Turga,<br />

Jens Heinrich Claassen<br />

5.2. ................ 20.00 .........Gastspiel: Simon Stäblein -Heul doch!<br />

6. &7.2. ......... 20.00 ......................Quatsch Comedy Club –<br />

Die Live Show, Moderation:<br />

Sebastian Schnoy, Thomas Schmidt,<br />

Kerim Pamuk, Christin Jugsch,<br />

Bademeister Schaluppke<br />

Fortsetzung Quatsch Comedy Club auf Seite 15


SONDERSEITEN DER BERLINER BÜHNEN<br />

SEITE 12 FREITAG, 31. JANUAR 2020<br />

Feb<br />

Konzerthaus<br />

Gendarmenmarkt, 203 09 21 01<br />

www.konzerthaus.de<br />

Philharmonie<br />

<strong>Berliner</strong> Philharmoniker<br />

Herbert-von-Karajan-Straße 1, 25 48 89 99<br />

www.berliner-philharmoniker.de<br />

Kammermusiksaal<br />

roc berlin<br />

20 29 87 10<br />

www.roc-berlin.de<br />

1 Sa<br />

15 30 Orgel für „pfiffige“ Kinder (ab 6, Musikclub)<br />

20 00 Konzerthausorchester Berlin, ML: Dmitrij Kitajenko, Anastasia Kobekina (Violoncello); Sergej Prokofjew:<br />

„Romeo und Julia“ op. 64 (Auszüge), Pjotr Tschaikowsky: Variationen über ein Rokoko-Thema für<br />

Violoncello und Orchester A-Dur op. 33, „Manfred-Sinfonie“ op. 58 (Großer Saal)<br />

20 00 Akademie für Alte Musik Berlin (siehe 3.2.20 20 00 Kleiner Saal)<br />

19 00 Puccinis Suor Angelica „Faith to Face“; ML: Kirill Petrenko, Karajan-Akademie der <strong>Berliner</strong><br />

Philharmoniker, Gesangssolistinnen und Studentinnen der <strong>Berliner</strong> Musikhochschulen, Chor des<br />

Vokalhelden-Chorprogramms, Nico and the Navigators, Nicola Hümpel (Regie, Kostüm),<br />

Oliver Proske (Bühnenkonzept, Videotechnik) u. a.; Puccini: Suor Angelica; Tel. 254 88 999<br />

20 00 Axel Zwingenberger (Klavier);<br />

Boogie-Woogie-Hits; Tel. 923 738 42<br />

2 So<br />

11 00 &15 00 ConTakt Gala, Deutsches Filmorchester Babelsberg, ML: Frank-Michael Erben, Svitlana Slyvia (Sopran),<br />

J. Warren Mitchell (Tenor), Tetiana Gospodynchyk (Mezzosopran), Ki-Hyun Park (Bass); Berühmte Arien und Duette (Großer Saal)<br />

11 00 Kammermusik-Matinee des Konzerthausorchesters (Kleiner Saal)<br />

20 00 Akademie für Alte Musik Berlin (siehe 3.2.20 20 00 Kleiner Saal)<br />

16 00 Puccinis Suor Angelica „Faith to Face“; ML: Kirill Petrenko, Karajan-Akademie der <strong>Berliner</strong><br />

Philharmoniker, Nico and the Navigators u. a; Tel. 254 88 999<br />

20 00 Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, ML: Andrew Manze, Martin Helmchen (Klavier),<br />

Yeree Suh (Sopran), Rundfunkchor Berlin (Damen); Widmann: Con brio, Beethoven:<br />

Klavierkonzert Nr. 3c-Moll u. a.; 19 10 Einführung; Tel. 20 29 87 11<br />

20 00 DSO, Damen des Rundfunkchors Berlin,<br />

ML: Andrew Manze, Yeree Suh (Sopran), Martin Helmchen<br />

(Klavier); Widmann:„Con brio“, Beethoven: Klavierkonzert<br />

Nr. 3c-Moll, Vaughan Williams: Sinfonie Nr. 7–„Sinfonia<br />

antarctica“; 19 10 Einführung (Philharmonie)<br />

3 Mo<br />

20 00 Akademie für Alte Musik Berlin, Georg Kallweit (Leitung und Violine), Xenia Löffler (Oboe); Jean-Baptiste Lully: Suite aus<br />

„Phaëton“, Alessandro Scarlatti: Concerto grosso Nr. 5d-Moll, Carl Philipp Emanuel Bach: Konzert für Oboe, Streicher und<br />

B.c. Es-Dur Wq 165, Georg Philipp Telemann: Sinfonia melodica für zwei Oboen, Streicher und B.c. C-Dur, Antonio Vivaldi:<br />

Violinkonzert d-Moll op. 4Nr. 8RV249, Unico Wilhelm von Wassenaer: Concerto armonico Nr. 5f-Moll (Kleiner Saal)<br />

20 00 100 Solisten, Sänger und Musiker der Cinema Festival Symphonics, ML: Stephen Ellery;<br />

Game of Thrones −The Concert Show; Show mit Light- und Screen Animation;<br />

Tel. 0180/6050400<br />

19 00 AccordiOona-Orchestra von PRO MUSICA e. V., ML: Oona Hingst,<br />

Streichorchester „Saitensprung“, ML: Birgit Moritz, Jazzabelles &Jazzomat,<br />

ML: Réka, Bulgarischer Orthodoxer Chor Berlin e. V., ML: Boryana Velichkova;<br />

The 8th International Youth Arts Festival 2020; Tel. 01806/570 070<br />

4 Di<br />

13 00 Lunchkonzert (Foyer, Eintritt frei)<br />

20 00 Tindersticks; No Treasure But Hope-Tour; Tel. 01806/570 070<br />

20 00 Beatrice Rana (Klavier); Bach: Italienisches Konzert F-Dur, Schumann:<br />

Concert sans orchestre f-Moll, Albéniz: Iberia, Band 3,Strawinsky: Trois Mouvements<br />

de Pétrouchka; 19 15 Einführung; Tel. 254 88 999<br />

5 Mi<br />

14 00 Espresso-Konzert, Clara Corinna Scheurle (Sopran), Akemi Murakami (Klavier) (Kleiner Saal)<br />

20 00 Humboldts Philharmonischer Chor, Humboldts Studentische Philharmonie, ML: Constantin Alex, Anne Bretschneider (Sopran),<br />

Günter Papendell (Bariton); Richard Wagner: Vorspiel und „Isoldes Liebestod“ aus „Tristan und Isolde“, Johannes Brahms:<br />

„Ein deutsches Requiem“ für Soli, Chor und Orchester op. 45 (Großer Saal)<br />

20 00 Cristian Lanza (Tenor), Silvia Rampazzo (Sopran), Giulio Boschetti (Bariton),<br />

Chor und Orchester der Milano Festival Opera; Verdi-Nacht: Chöre und Melo**dien aus Nabucco,<br />

Der Troubadour, Rigoletto, La traviata und Aida; Tel. 0180/6050 400<br />

6 Do<br />

20 00 Rainald Grebe (Klavier und Gesang); Das Münchhausenkonzert; Tel. 7554925-60<br />

19 00 Mitglieder des RIAS Kammerchors Berlin,<br />

ML: JoachimBuhrmann, Thomas Noll (Orgel);<br />

Johann Sebastian Bach: „Christ laginTodesbanden” (Choral),<br />

„Jesu, meine Freude“, ArvoPärt: „Morning Star”, „Zwei Beter”und<br />

weitere Werke; Benefizkonzert; Eintritt frei (Apostel-Paulus-Kirche)<br />

7 Fr<br />

20 00 Strom −Festival für Elektronische Musik;<br />

Kruder &Dorfmeister, KiNK, Stefan Goldmann, Voiski, Don’t DJ,<br />

Robert Henke (Installation), Marco C. (Visuals); Tel. 254 88 999<br />

20 00 Ensemble Correspondances, ML: Sébastien Daucé (Orgel), Lucile Richardot<br />

(Mezzosopran); Perpetual Night: „Ayres and Songs“ des englischen Barocks; 19 15 Einführung;<br />

Tel. 254 88999<br />

8 Sa<br />

20 00 Stars on 88 Part II, Joja Wendt (Klavier) (Großer Saal)<br />

20 00 Vogler-Quartett; Vogler Quartett; Ludwig van Beethoven: Streichquartett G-Dur op. 18 Nr. 2,Streichquartettf-Moll op. 95,<br />

Streichquartett Es-Dur op. 127 (Kleiner Saal)<br />

20 00 Strom − Festival für Elektronische Musik;<br />

Nina Kraviz, Ryoji Ikeda, Cristian Vogel, Deena Abdelwahed, SÖS Gunver Ryberg,<br />

Robert Henke (Installation), Marco C. (Visuals); Tel. 254 88999<br />

20 00 Sinfonie Orchester Berlin, ML: Stanley Dodds, Andre Schoch (Trompete),<br />

Stefan de Leval Jezierski (Horn); Glinka: Ruslan und Ljudmilla-Ouvertüre, Arutjunjan:<br />

Trompetenkonzert, Rachmaninow: Vocalise, Glasunow: Rêverie Des-Dur, Tschaikowsky:<br />

Symphonie Nr. 6h-Moll „Pathétique“; Tel. 882 76 -22/-23<br />

9 So<br />

20 00 ensemble unitedberlin, ML: Ferenc Gábor, Elodie Tisserand (Mezzosopran); Fabián Panisello: „Les rois mages“ –<br />

Musiktheater für Mezzosopran, Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello, Klavier, Keyboard, Elektronik und Video<br />

(Libretto: Gilles Rico nach Michel Tournier; Deutsche EA) (Werner-Otto-Saal)<br />

20 00 Sinfonieorchester des Collegium Musicum Berlin, ML: Donka Miteva,<br />

Großer Chor des Collegium Musicum; Mendelssohn: Die erste Walpurgisnacht,<br />

Poulenc: Gloria, Bruckner: Symphonie Nr. 6A-Dur; Tel. 8385 4047<br />

16 00 Sonntagskonzertreihe des Chorverbands Berlin; „Kontraste“ –<br />

Musikalische Begegnungen zwischen gestern und heute; Tel. 285 982 50<br />

20 00 Junge Kammerphilharmonie Berlin, ML: Justin Doyle; Prokofjew:<br />

Sinfonietta A-Dur op. 5, Kodály: Marosszéker Tänze,<br />

Sibelius: Symphonie Nr. 3C-Dur; Tel. 01806/570 070<br />

10 Mo<br />

14 00 Espresso-Konzert, Johannes Lamprecht (Orgel) (Großer Saal)<br />

20 00 Martin Grubinger &Friends; Ishii: Thirteen Drums, Aho: Sieidi, Psathas: One Study<br />

One Summary, Grubinger sen.: Prismatic Final Suite; Tel. 0800/633 66 20<br />

11 Di<br />

20 00 Building Bridges, Chiara Opalio (Klavier); Ludwig van Beethoven: Zehn Variationen über das Duett<br />

„La stessa, la stessissima“ von Antonio Salieri B-Dur WoO 73, Ferruccio Busoni: Sonatina seconda,<br />

Carl Philipp Emanuel Bach: Sonate A-Dur Wq 55/4, Johannes Brahms: Vier Balladen op. 10 (Werner-Otto-Saal)<br />

13 00 Lunchkonzert (Foyer, Eintritt frei)<br />

17 00 Stipendiaten der Karajan-Akademie der<strong>Berliner</strong> Philharmoniker;<br />

Carte blanche –Das Programm wird noch bekannt gegeben. (Eintritt frei)<br />

12 Mi<br />

20 00 <strong>Berliner</strong> Philharmoniker, ML: Kirill Petrenko; Strawinsky: Symphonie in drei Sätzen,<br />

Zimmermann: Alagoana. Caprichos Brasileiros, Ballettsuite, Rachmaninow:<br />

Symphonische Tänze; 19 15 Einführung; Tel. 254 88 999<br />

13 Do<br />

20 00 Wiener Klassik, Klassische Philharmonie Bonn, ML: Heribert Beissel, Maria Duarte (Violoncello); Joseph Haydn:<br />

Sinfonie Nr. 83 g-Moll Hob I:83 („La Poule“), Konzert für Violoncello und Orchester D-Dur op. 101 Hob VIIb:2,<br />

Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie g-Moll KV 550 (Großer Saal)<br />

20 00 Kammermusik des Konzerthausorchesters, Bläserquintett sowie weitere Mitglieder des Konzerthausorchesters Berlin;<br />

Werke von Franz Danzi, Louis Spohr, Samuel Barber und Bohuslav Martinů (Kleiner Saal)<br />

20 00 <strong>Berliner</strong> Philharmoniker, ML: Kirill Petrenko; Strawinsky: Symphonie in drei Sätzen,<br />

Zimmermann: Alagoana. Caprichos Brasileiros, Ballettsuite, Rachmaninow:<br />

Symphonische Tänze; 19 15 Einführung; Tel. 254 88 999<br />

19 30 Holz- undBlechbläserdes Rundfunk-Sinfonieorchesters<br />

Berlin, Werke undBearbeitungen vonCarlo Gesualdoda<br />

Venosa,GiacintoScelsi, Johann SebastianBach,Henri Tomasi,<br />

Wolfgang AmadeusMozart,ModestMussorgski, AaronCopland,<br />

Valerie Coleman(Theater im Delphi)<br />

14 Fr<br />

20 00 Orchester der Posener Philharmonie, ML: Marek Pijarowski, Rafał Blechacz (Klavier), Marcin Suszycki (Violine),<br />

Dominik Dębski (Viola), Józef Czarnecki (Violoncello), Michał Francuz (Klavier); Roman Palester: Polnische Hochzeitstänze<br />

aus dem Ballett „Lied von der Erde“, Alexandre Tansman: Sinfonie Nr. 3, Fryderyk Chopin: Konzert für Klavier und Orchester<br />

e-Moll op. 11 (Großer Saal)<br />

20 00 <strong>Berliner</strong> Philharmoniker, ML: Kirill Petrenko; Strawinsky: Symphonie in drei Sätzen,<br />

Zimmermann: Alagoana. Caprichos Brasileiros, Ballettsuite, Rachmaninow:<br />

Symphonische Tänze; 19 15 Einführung; Tel. 254 88999<br />

15 Sa<br />

15 30 KlangKüken, Wolfsgeheul –Eswar einmal (ab 3, Werner-Otto-Saal)<br />

20 00 Konzerthausorchester Berlin, ML: David Reiland, Sebastian Knauer (Klavier); Joseph Haydn: Ouvertüre zur Oper<br />

„L’Isola disabitata“ Hob Ia:13, Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klavier und Orchester A-Dur KV 488,<br />

Serenade D-Dur KV 203 („Colloredo-Serenade“) (Großer Saal)<br />

19 00 <strong>Berliner</strong> Philharmoniker, ML: Kirill Petrenko; Strawinsky: Symphonie in dreiSätzen,<br />

Zimmermann: Alagoana. Caprichos Brasileiros, Ballettsuite, Rachmaninow:<br />

Symphonische Tänze; 18 15 Einführung; Tel. 254 88 999<br />

22 00 Philharmonie „Late Night“; Schlagzeuger der <strong>Berliner</strong> Philharmoniker,<br />

ML: James Wood; Grisey: Le Noir de l’Étoile; (Foyer); Tel. 254 88 999<br />

15 30 Kammerorchester Unter denLinden, ML: Andreas PeerKähler (Moderation);<br />

Reinhard Horstkotte Clown (Filou); Faschings- und Clownskonzert;<br />

(Empfohlen ab 5Jahren); Tel. 01806/700 733<br />

20 00 SIinfonie Orchester Berlin, ML: Thomas Koncz, Stephan Koncz (Violoncello),<br />

Olga Polonsky (Violine); Werke von Dvořák; Tel. 882 76 -22/-23<br />

16 So<br />

11 00 Mozart-Matinee, Mit Kaffee, Croissants und Kinderbetreuung (ab 3), Konzerthausorchester Berlin<br />

ML: David Reiland, Sebastian Knauer (Klavier) (Großer Saal)<br />

15 30 KlangKüken, Wolfsgeheul –Eswar einmal (ab 3, Werner-Otto-Saal)<br />

16 00 Konzerthausorchester Berlin (siehe 15.2.20 20 00 Großer Saal)<br />

16 00 Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, ML: John Storgårds, Christina Gansch (Sopran),<br />

Markus Eiche (Bariton), Hans-Peter König (Bass), Bernhard Berchtold (Tenor), Stefanie Irányi<br />

(Sopran), Katharina Magiera (Mezzosopran), RIAS Kammerchor Berlin, Kinderchor<br />

„Georg-Friedrich-Händel“; Schumann: Szenen aus Goethes Faust; 15 10 Einführung;<br />

Tel. 20 29 87 15<br />

16 00 Philharmonischer Salon; Götz Teutsch (Programmgestaltung) u. a.; „O’ könnt’ ich Euch<br />

noch einmal sehen“ −Robert und Clara Schumann: Anfang und Ende einer Ehe;<br />

15 15 Einführung; Tel. 254 88 999<br />

20 00 <strong>Berliner</strong> Philharmonisches Klavierquartett; Werke von Bridge,<br />

Elfman und Brahms; 19 15 Einführung; Tel. 254 88 999<br />

16 00 RSB, RIAS KammerchorBerlin, ML: John Storgårds;<br />

Markus Eiche, Christina Gansch, Sophie Klußmann,<br />

Stephan Klemm (Gesang), Kinderchor des<br />

Georg-Friedrich-Händel-Gymnasiums Berlin, Schumann:<br />

„Szenen aus Goethes ‚Faust‘“; 15 10 Einführung (Philharmonie)<br />

17 Mo<br />

20 00 Ludovico Einaudi (Klavier und Komposition), Redi Hasa (Violoncello),<br />

Federico Mecozzi (Violine); Seven Days Walking; Tel. 61 10 13 13<br />

18 Di<br />

19 30 Chor der <strong>Berliner</strong> Operngruppe, Orchester der <strong>Berliner</strong> Operngruppe, Karine Babajanyan (Iris), Angelo Villari (Osaka),<br />

Elia Fabbian (Kyoto), David Oštrek (Ein Blinder), Nina Clausen (Eine Geisha), Andrès Moreno García (Ein Lumpensammler)<br />

ML: Felix Krieger; Pietro Mascagni: „Iris“ –Melodram indrei Akten nach einem Libretto von Luigi Illica (Großer Saal)<br />

13 00 Lunchkonzert; (Foyer, Eintritt frei)<br />

20 00 Ludovico Einaudi (Klavier und Komposition), Redi Hasa (Violoncello),<br />

Federico Mecozzi (Violine); Seven Days Walking; Tel. 61101313<br />

19 Mi<br />

14 00 Espresso-Konzert, Kyumin Park (Violine), Tobias Reifland (Viola), Yukako Morikawa (Klavier) (Kleiner Saal)<br />

20 00 Grand Chinese New Year Concert, China Orchestra of China National Opera &Dance Drama Theatre, Muhai Tang,<br />

Bai Miao (Erhu), Lei Dianyun (Guzheng), Liu Xizhan (Suona), Luo Huifang (Pipa), Yang Wenna (Jingerhu);<br />

Traditionelle chinesische Musik (Großer Saal)<br />

20 00 SWR Symphonieorchester, ML: Teodor Currentzis; Strauss: Tod und Verklärung,<br />

Mahler: Symphonie Nr. 1D-Dur; Tel. 0800/633 66 20<br />

20 00 Ludovico Einaudi (Klavier und Komposition); Solo Piano; Tel. 61 10 13 13<br />

20 Do<br />

20 00 Haus-Konzert, Sergey Malov (Violine und Viola), Raphaela Gromes (Violoncello), Klavierduo Tal &Groethuysen;<br />

Felix Mendelssohn Bartholdy: „Die Hebriden“ op. 26, Franz Schubert: Sinfonie h-Moll D759 („Unvollendete“),<br />

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 5c-Moll op. 67 (Kleiner Saal)<br />

20 00 musica reanimata –Gesprächskonzert, Das musikalische Allroundtalent: Ingolf Dahl (1912-1970) (Musikclub)<br />

20 00 Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, ML: Robin Ticciati, Jan Lisiecki (Klavier);<br />

Rachmaninow: Die Toteninsel, Chopin: Klavierkonzert Nr. 2f-Moll, Strawinsky:<br />

Der Feuervogel, Ballettmusik; 19 10 Einführung; Tel. 20 29 87 11<br />

20 00 Max Mutzke (Vocals), MIKIs Takeover! Ensemble; Klassiker der<br />

älteren und jüngeren Soul- und Popgeschichte neu interpretiert; Tel. 0800/633 66 20<br />

20 00 Deutsches Symphonie-Orchester Berlin<br />

ML: Robin Ticciati, Jan Lisiecki (Klavier),<br />

Rachmaninow: „Die Toteninsel“, Chopin: Klavierkonzert<br />

Nr. 2f-Moll, Strawinsky: „Der Feuervogel“<br />

(vollständige Ballettmusik); 19 10 Einführung (Philharmonie)<br />

21 Fr<br />

20 00 Kammermusik des Konzerthausorchesters; Konzerthaus Quartett Berlin; Felix Mendelssohn Bartholdy:<br />

Streichquartett D-Dur op. 44 Nr. 1, Ludwig van Beethoven: Streichquartett B-Dur op. 130 (Kleiner Saal)<br />

20 00 Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, ML: Robin Ticciati, Jan Lisiecki (Klavier);<br />

Rachmaninow: Die Toteninsel, Chopin: Klavierkonzert Nr. 2f-Moll, Strawinsky:<br />

Der Feuervogel, Ballettmusik; 19 10 Einführung; Tel. 20 29 87 11<br />

20 00 Deutsches Symphonie-Orchester Berlin<br />

ML: Robin Ticciati, Jan Lisiecki (Klavier),<br />

Rachmaninow: „Die Toteninsel“, Chopin: Klavierkonzert<br />

Nr. 2f-Moll, Strawinsky: „Der Feuervogel“ (vollständige<br />

Ballettmusik); 19 10 Einführung (Philharmonie)<br />

22 Sa<br />

15 30 Organo con stromenti, Sebastian Küchler-Blessing (Orgel), Salaputia Brass Quintett; Eugène Gigout:<br />

Grand choeur dialogue, Nicolas de Grigny: Hymnus „Ave maris stella“, Jean-Philippe Rameau: aus „Dardanus“, Heinrich Schütz:<br />

„Ich bin die Auferstehung und das Leben“, André Lafosse: Suite Impromptu, Enjott Schneider: Toccata „Schlafes Bruder“,<br />

Johann Sebastian Bach: „Jesus bleibet meine Freude“ aus BWV 147, Marcel Dupré: „Poème héroïque“ op. 33 (Großer Saal)<br />

20 00 Philharmonix; „Swing on Beethoven“ −Musikalische Reise<br />

von Benny Goodman bis zur „Schicksals-Symphonie“; Tel. 882 76 -22/-23<br />

18 00 Özgür Aydın, Muhiddin Dürrüoğlu, Emre Elivar, Salih Can Gevrek, Yunus Tuncalı (Klavier);<br />

Jenseits der Sonaten: Die Klavierwerke von Ludwig van Beethoven −Interpretationen<br />

türkischer Klaviervirtuosen zum 250. Geburtsjahr des Meisters; Tel. 01806/570 070<br />

23 So<br />

11 00 Orchester <strong>Berliner</strong> Musikfreunde, ML: Yukari Ishimoto, opus 76, ML: Tristan Benveniste;<br />

Werke von Beethoven, Mahler u. a.; Tel. 85 99 99 99<br />

16 00 <strong>Berliner</strong> Symphoniker, ML: David Robert Coleman, Mamiko Kimura (Klavier);<br />

Schumann: Klavierkonzert a-Moll u.a.; Tel. 325 55 62<br />

20 00 Staatskapelle Berlin, ML: Zubin Mehta, Martha Argerich; Tel. 2035 4555<br />

16 00 Philharmonischer Salon; Götz Teutsch (Programmgestaltung) u. a.;<br />

„O’ könnt’ ich Euch noch einmal sehen“ −Robert und Clara Schumann: Anfang und<br />

Ende einer Ehe; 15 15 Einführung; Tel. 254 88 999<br />

20 00 <strong>Berliner</strong> Cappella, Filharmonia Pomorska, ML. Sergi Gili Solé, Tahlia Petrosian (Viola);<br />

Brahms: Schicksalslied, Nänie u. a. Tel. 8817145<br />

15 00 Familienkonzert „Askim Beethoven –Beethoven,<br />

meine Liebe“, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin<br />

ML: Steffen Tast, Juri Tetzlaff, Begüm Tüzemen (Darsteller);<br />

Beethoven:Sinfonie Nr. 6F-Dur („Pastorale“) –Auszüge,Sinem<br />

Altan: Kompositionen &Arrangements (Haus des Rundfunks)<br />

24 Mo<br />

11 00 Schulkonzert „Askim Beethoven –Beethoven,<br />

meine Liebe“, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin<br />

ML: Steffen Tast, Juri Tetzlaff, Begüm Tüzemen (Darsteller);<br />

Beethoven:Sinfonie Nr. 6F-Dur („Pastorale“) –Auszüge,Sinem<br />

Altan: Kompositionen &Arrangements (Haus des Rundfunks)<br />

25 Di<br />

19 00 Ein Fest für Christoph Eschenbach (25.2.-1.3.2020), Wir feiern den 80. Geburtstag unseres Chefdirigenten;<br />

Marisol Montalvo, Hanna-Elisabeth Müller (Sopran), Matthias Goerne (Bariton), Midori (Violine), Nils Mönkemeyer (Viola),<br />

Kian Soltani, Aurélien Pascal, Brannon Cho, Santiago Cañón Valencia (Violoncello), Christopher Park, Juliane Ruf (Klavier),<br />

Ronith Mues (Harfe), ML: Samy Moussa; Werke von Ludwig van Beethoven, Richard Strauss, Hans Werner Henze,<br />

Samy Moussa und anderen (Kleiner Saal)<br />

13 00 Lunchkonzert; (Foyer, Eintritt frei)<br />

20 00 Philharmonischer Diskurs –„Zukunft Kulturforum“; Klaus Lederer, Petra Kahlfeldt,<br />

Nikolaus Bernau und Hermann Parzinger imGespräch mit Anja Herzog;<br />

(Ausstellungsfoyer); Tel. 254 88 999<br />

26 Mi<br />

14 00 Espresso-Konzert, Stathis Karapanos (Flöte), Fil Liotis (Klavier) (Werner-Otto-Saal)<br />

20 00 Orchestre de Paris, ML: Christoph Eschenbach, Ray Chen (Violine); Felix Mendelssohn Bartholdy:<br />

Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64, Hector Berlioz: „Symphonie fantastique“ op. 14 (Großer Saal)<br />

20 00 Scharoun Ensemble Berlin und Gäste, Ulrich Matthes (Sprecher); Albtraum und Idylle;<br />

Musik von Debussy, Hindemith,Schubert, Widmann undWagner, Texte von Kafka, Eichendorff,<br />

Herrndorf, Brecht und Kleist; 19 15 Einführung; Tel. 254 88 999<br />

27 Do<br />

18 00 Rush Hour Konzert, Moon Glow Jazz Band Berlin (Musikclub)<br />

20 00 Orchestre de Paris; ML: Christoph Eschenbach, Lang Lang (Klavier); Richard Wagner: Ouvertüre zur Oper „Tannhäuser“,<br />

Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2B-Dur op. 19, Sinfonie Nr. 7A-Dur op. 92 (Großer Saal)<br />

20 00 <strong>Berliner</strong> Philharmoniker, ML: Yannick Nézet-Séguin, Elīna Garanča (Mezzosopran),<br />

Damen des Rundfunkchors Berlin, Knaben des Staats- und Domchors Berlin;<br />

Mahler: Symphonie Nr. 3d-Moll; 19 15 Einführung; Tel. 254 88 999<br />

20 00 Mandelring Quartett; Italienische Reise; Mozart: Streichquartett D-Dur KV 155,<br />

Respighi: Quartetto dorico, Puccini: Crisantemi, Verdi: Streichquartett e-Moll; Tel. 826 47 27<br />

20 00 <strong>Berliner</strong> Philharmoniker, Rundfunkchor Berlin<br />

ML: Yannick Nézet-Séguin, Elīna Garanča (Mezzosopran),<br />

Knaben des Staats- und Domchores Berlin;<br />

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3d-Moll (Philharmonie);<br />

Tel.: 25 48 89 99<br />

28 Fr<br />

20 00 Konzerthausorchester Berlin; ML: Christoph Eschenbach, Tzimon Barto (Klavier);<br />

Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3F-Dur op. 90, Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2B-Dur op. 83 (Großer Saal)<br />

20 00 <strong>Berliner</strong> Philharmoniker, ML: Yannick Nézet-Séguin, Elīna Garanča (Mezzosopran),<br />

Damen des Rundfunkchors Berlin, Knaben des Staats- und Domchors Berlin; Mahler:<br />

Symphonie Nr. 3d-Moll; 19 15 Einführung; Tel. 254 88 999<br />

20 00 Ornina Syrian Orchestra, Lubana Alquntar, Rasha Rizk, Shadi Ali, Ali Assaad,<br />

Abou Gabi (Solo-Sänger); Werke von Skaf, Ahmad, ElAmir, Albatch und<br />

Albatch/El Basry/Arafa sowie Traditionals; Tel. 01806/570 070<br />

20 00 <strong>Berliner</strong> Philharmoniker, Rundfunkchor Berlin<br />

ML: Yannick Nézet-Séguin, Elīna Garanča (Mezzosopran),<br />

Knaben des Staats- und Domchores Berlin;<br />

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3d-Moll (Philharmonie);<br />

Tel.: 25 48 89 99<br />

29 Sa<br />

20 00 Konzerthausorchester Berlin (siehe 28.2.20 20 00 Großer Saal)<br />

19 00 <strong>Berliner</strong> Philharmoniker, ML: Yannick Nézet-Séguin, Elīna Garanča (Mezzosopran),<br />

Damen des Rundfunkchors Berlin, Knaben des Staats- und Domchors Berlin; Mahler:<br />

Symphonie Nr. 3d-Moll; 18 15 Einführung; Tel. 254 88 999<br />

16 00 Kammerorchester Unter den Linden, ML: Andreas Peer Kähler (Moderation) u. a.;<br />

Familienkonzert Der Karneval der Tiere; Tel. 01806/700 733<br />

20 00 Sinfonie Orchester Berlin, ML: Daniel Stabrawa, Maria Rabenberg (Violine),<br />

Eva Katrine Dalsgaard (Viola); Kreisler: Liebesleid, Liebesfreud, Grieg: Peer Gynt-Suiten<br />

Nrn. 1und 2(Auszüge) u. a.; Tel. 882 76 -22/-23<br />

19 00 <strong>Berliner</strong> Philharmoniker, Rundfunkchor Berlin, ML: Yannick<br />

Nézet-Séguin, Elīna Garanča (Mezzosopran), Knaben des<br />

Staats- und Domchores Berlin; Gustav Mahler: Sinfonie<br />

Nr. 3d-Moll (Philharmonie); Tel.: 25 48 89 99


SONDERSEITEN DER BERLINER BÜHNEN<br />

FREITAG, 31. JANUAR 2020 SEITE 13<br />

Deutsche Oper<br />

Bismarckstraße 35<br />

34 38 43 43<br />

www.deutscheoperberlin.de<br />

Komische Oper<br />

Behrenstraße 55-57<br />

47 99 74 00<br />

www.komische-oper-berlin.de<br />

Staatsoper<br />

Unter den Linden 7<br />

20 35 45 55<br />

www.staatsoper-berlin.de<br />

<strong>Berliner</strong> Ensemble<br />

Bertolt-Brecht-Platz 1<br />

28 40 81 55<br />

www.berliner-ensemble.de<br />

Deutsches Theater<br />

Schumannstraße 13a<br />

28 44 12 25<br />

www.deutschestheater.de<br />

Grips-Theater<br />

Altonaer Straße 22<br />

39 74 74 77<br />

www.grips-theater.de<br />

Feb<br />

14 00 Führung<br />

15 30 Familienführung<br />

19 30 AMidsummer Night’s Dream<br />

20 00 PREMIERE Ein Geschäft mit Träumen (Tischlerei)<br />

14 00 Führung für Blinde und Sehbehinderte<br />

16 00 Führung<br />

17 00 Oper &Dinner<br />

19 30 La traviata, Melodramma in drei Akten (1853)<br />

von Giuseppe Verdi, Leitung: de Souza, Raab<br />

15 00 Preußens Hofmusik<br />

(Apollosaal)<br />

19 30 Jewels<br />

Staatsballett Berlin<br />

19 30 Baal von Bertolt Brecht<br />

Regie: Ersan Mondtag<br />

20 00 Die Antigone des Sophokles von Bertolt Brecht<br />

Regie: Veit Schubert<br />

19 30 Linie 1<br />

Eine musikalische Revue von Volker Ludwig mit Musik<br />

von Birger Heymann und der Rockband „No Ticket”<br />

Regie: Wolfgang Kolneder (ab 16, Grips Hansaplatz)<br />

Sa 1<br />

16 00 Les Huguenots<br />

Oper von Giacomo Meyerbeer<br />

Leitung: Vedernikov, Alden, Cadle u.a.<br />

Mit Redpath, Carico, Golovneva u.a.<br />

In franz. Spr. m. dt. u. engl. ÜT; 15 15 Einführung<br />

18 00 Die Zauberflöte<br />

Große Oper inzwei Aufzügen (1791) von W. A. Mozart<br />

Leitung: Rubiķis, Andrade, Kosky<br />

11 00 Einführungsmatinee „Der Rosenkavalier“(Apollosaal)<br />

16 00 Falstaff<br />

Oper von Giuseppe Verdi<br />

Leitung: Barenboim, Martone<br />

20 00 Preußens Hofmusik (Apollosaal)<br />

16 00 Guided tour behind the scenes inEnglish<br />

18 00 Baal von Bertolt Brecht<br />

Regie: Ersan Mondtag (in dt. Sprache mit engl. Übertiteln)<br />

18 00 Die Antigone des Sophokles von Bertolt Brecht<br />

Regie: Veit Schubert (zum letzten Mal)<br />

11 00 Vier sind hier<br />

Ensembleproduktion<br />

Regie: Sabine Trötschel<br />

(ab 2, Grips Podewil)<br />

So 2<br />

10 30 Expedition Tirili (Mobiles Musiktheater für Kitas)<br />

20 00 Ein Geschäft mit Träumen (Tischlerei)<br />

Musiktheatrales Hörspiel von Alexandra Filonenko<br />

19 30 Felix Krull –Stunde der Hochstapler<br />

nach Thomas Mann<br />

Regie: Alexander Eisenach<br />

10 00 Vier sind hier<br />

(ab 2, Grips Podewil)<br />

19 30 Linie 1<br />

(ab 16, Grips Hansaplatz)<br />

Mo 3<br />

10 30 Expedition Tirili (Mobiles Musiktheater für Kitas)<br />

20 00 Lieder und Dichter: Schumann II<br />

Liederabend im Foyer (Foyer)<br />

Mit Marrero, Jekal, Poppe, Parr, Krüger<br />

19 30 Linie 1<br />

(ab 16, Grips Hansaplatz) Di 4<br />

10 30 Expedition Tirili (Mobiles Musiktheater für Kitas)<br />

Mi 5<br />

19 30 AMidsummer Night’s Dream<br />

Oper von Benjamin Britten<br />

Leitung: Runnicles, Huffman, Ginsberg, Woods u.a.<br />

Mit Hall, Stagg, Reid-Quarrel, Rowan u.a.<br />

In engl. Spr. m. dt. u. engl. ÜT; 18 45 Einführung<br />

11 00 &18 00 Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer<br />

Kinderoper inzwei Akten (2019) von Elena Kats-Chernin<br />

Leitung: Hentschel, von Götz<br />

19 30 Falstaff<br />

Oper von Giuseppe Verdi<br />

Leitung: Barenboim, Martone<br />

18 00 Einblicke: Probe bei Ubu Rex<br />

19 30 Einblicke: Open Space –Theatertreff für alle (Workshop)<br />

20 00 Die Blechtrommel von Günter Grass<br />

Regie: Oliver Reese (in dt. Sprache mit engl. Übertiteln)<br />

10 00 Laura war hier<br />

von Milena Baisch mit Liedtexten von Volker Ludwig<br />

Regie: Rüdiger Wandel<br />

(ab 5, Grips Hansaplatz)<br />

Do 6<br />

19 30 Die Entführung aus dem Serail<br />

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart<br />

Leitung: Milton, García, Diago u.a.<br />

Mit Mandeng, Stucki, Hutton, Newlin, Guetti u.a.<br />

In dt. Spr. m. dt. u. engl. ÜT; 18 45 Einführung<br />

16 00 Guided Tour in English<br />

17 00 Oper &Dinner<br />

19 30 WIEDERAUFNAHME Rigoletto<br />

Melodramma indrei Akten (1851) von Giuseppe Verdi<br />

Im Anschluss After Show Lounge<br />

18 00 Symposion 450 Jahre Staatskapelle Berlin<br />

(Schloss Charlottenburg)<br />

19 30 Jewels<br />

Staatsballett Berlin<br />

19 30 Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht/Kurt Weill<br />

Regie: Robert Wilson<br />

20 00 Auf der Straße von Karen Breece und Ensemble<br />

Regie: Karen Breece (zum 25. Mal)<br />

10 00 Laura war hier (ab 5,Grips Hansaplatz)<br />

18 00 Egotrip, Uraufführung, von und mit dem<br />

Kinderklub „Rakete Jetzt!“<br />

Leitung und Regie: Laura Mirjam Walter<br />

(ab 9, Grips Podewil)<br />

Fr 7<br />

19 30 Die Zauberflöte<br />

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart<br />

Leitung: Carter, Krämer, Reinhardt u.a.<br />

Mit Jerkunica, Danilov, Jovanovic, Stagg u.a.<br />

In dt. Spr. m. dt. u. engl. ÜT, 18 45 Einführung<br />

19 30 Frühlingsstürme<br />

Operette in drei Akten (1933) von Jaromír Weinberger<br />

Leitung: de Souza, Kosky<br />

23 00 Nachtkonzert: Paris –Moskau!<br />

10 00 Symposion 450 Jahre Staatskapelle Berlin<br />

(Apollosaal)<br />

19 30 Medea<br />

Oper von Luigi Cherubini<br />

Leitung: Lyniv, Breth<br />

19 30 Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht/Kurt Weill<br />

Regie: Robert Wilson<br />

20 00 Auf der Straße von Karen Breece und Ensemble<br />

Regie: Karen Breece<br />

19 30 Cry Baby von René Pollesch<br />

Regie: René Pollesch<br />

20 00 Ode von Thomas Melle<br />

Regie: Lilja Rupprecht (Ksp)<br />

16 00 Laura war hier<br />

(ab 5, Grips Hansaplatz)<br />

18 00 Egotrip<br />

(ab 9, Grips Podewil)<br />

Sa 8<br />

15 00 Wer sagt dir was?<br />

Präsentation des Winterferien-Musiklabors (Tischlerei)<br />

16 00 Les Huguenots<br />

Oper von Giacomo Meyerbeer<br />

18 00 Die Zauberflöte<br />

Große Oper inzwei Aufzügen (1791) von W. A. Mozart<br />

Leitung: Vestmann, Andrade, Kosky<br />

10 00 Symposion 450 Jahre Staatskapelle Berlin<br />

(Apollosaal)<br />

17 00 PREMIERE Der Rosenkavalier<br />

Oper von Richard Strauss<br />

Leitung: Mehta, Heller<br />

18 00 Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht/Kurt Weill<br />

Regie: Robert Wilson (zum letzten Mal)<br />

18 00 Auf der Straße von Karen Breece und Ensemble<br />

Regie: Karen Breece<br />

19 00 (Life on earth can be sweet) Donna von René Pollesch<br />

19 00 PREMIERE Junges DT Das Gewächshaus<br />

von Jordan Tannahill; Regie: Salome Dastmalchi (Box)<br />

19 30 Hasta la Westler, Baby! von Tom Kühnel und<br />

Jürgen Kuttner; Regie: Kühnel, Kuttner (Ksp)<br />

16 00 Egotrip<br />

(ab 9, Grips Podewil) So 9<br />

19 30 Die Entführung aus dem Serail<br />

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart<br />

Leitung: Milton, García, Diago u.a.<br />

Mit Mandeng, Stucki, Hutton, Newlin, Guetti u.a.<br />

In dt. Spr. m. dt. u. engl. ÜT; 18 45 Einführung<br />

20 00 Liedrecital Elsa Dreisig (Apollosaal)<br />

20 00 Othello von William Shakespeare<br />

Regie: Michael Thalheimer (mit Audiodeskription, Theatertag)<br />

19 00 Junges DT Das Gewächshaus von Jordan Tannahill<br />

Regie: Salome Dastmalchi (Box)<br />

19 30 (Life on earth can besweet) Donna von René Pollesch<br />

Regie: René Pollesch<br />

Mo 10<br />

20 00 Lieder und Dichter: Italia<br />

Liederabend im Foyer (Foyer)<br />

Mit Tucker, Stucker, Newlin, Parr, Danz<br />

20 00 Kammerkonzert Staatskapelle Berlin (Apollosaal)<br />

19 00 PREMIERE Junges DT Die Räuber<br />

nach Friedrich Schiller<br />

Regie: Joanna Praml (Ksp)<br />

20 00 Don Quijote von Jakob Nolte<br />

nach Miguel de Cervantes; Regie: Jan Bosse<br />

9 00 &18 00 Bubble Jam<br />

Cloud-Performance mit Smartphones<br />

von D. Wetzel Rimini Protokoll<br />

Regie: D. Wetzel (ab 12, Grips Podewil)<br />

10 00 Anton macht’s klar (ab 8, Grips Hansaplatz)<br />

Di 11<br />

19 30 La traviata<br />

Melodramma in drei Akten (1853) von Giuseppe Verdi<br />

Leitung: de Souza, Raab<br />

19 30 Medea<br />

Oper von Luigi Cherubini<br />

Leitung: Lyniv, Breth<br />

20 00 Felix Krull –nach Thomas Mann<br />

Regie: Alexander Eisenach (in dt. Sprache mit engl. Übertiteln)<br />

18 30 Empörung, Abscheu, Euphorie. Cilja Harders im<br />

Gespräch mit Margreth Lünenborg (Saal)<br />

19 30 4.48 Psychose von Sarah Kane; Regie: Ulrich Rasche<br />

19 30 Persona von Ingmar Bergman; Regie: Anna Bergmann<br />

20 00 Frei-Boxen mit dem Ensemble (Box)<br />

9 00 &18 00 Bubble Jam (ab 12, Grips Podewil)<br />

10 00 Anton macht’s klar frei nach dem gleichnamigen<br />

Kinderbuch von M. Baisch; Bühnenfassung von<br />

B. Pfeiffer; Mitarbeit von R. Wandel; Liedtexte von<br />

V. Ludwig, K. Föhres, C. Hachfeld (ab 12, Grips Podewil)<br />

Mi 12<br />

16 00 Führung Spezial Bühnenbild<br />

19 30 Frühlingsstürme<br />

Operette in drei Akten (1933) von Jaromír Weinberger<br />

Leitung: de Souza, Kosky<br />

18 00 Der Rosenkavalier<br />

Oper von Richard Strauss<br />

Leitung: Mehta, Heller<br />

20 00 URAUFFÜHRUNG Ubu Rex von Stef Lernous<br />

nach Alfred Jarry<br />

Regie: Stef Lernous (anschl. Premierenfeier)<br />

19 00 Verleihung des Willy-Brandt-Preises (Saal)<br />

19 30 Persona von I.Bergman; Regie: A. Bergmann (Ksp)<br />

20 00 4.48 Psychose von Sarah Kane; Regie: Ulrich Rasche<br />

20 00 Zu der Zeit der Königinmutter<br />

von FistonMwanzaMujila; Regie: Charlotte Sprenger (Box)<br />

9 00 &11 30 Bubble Jam (ab 12, Grips Podewil)<br />

10 00 Anton macht’s klar (ab 8, Grips Hansaplatz)<br />

19 00 Speak out loud! Wildes Palais im Podewil –<br />

Künstlerische Aktionen für die Stadt<br />

(ab 14, Grips Podewil)<br />

Do 13<br />

21 00 Aus dem Hinterhalt: Macht der Künste II<br />

AMidsummer Night’s Dream (Tischlerei)<br />

Leitung: Rediger, Hoffmann-Axthelm, Hanusa<br />

20 00 Sinfoniekonzert 4: Ainārs Rubiķis und<br />

Arabella Steinbacher mit Werken von Schostakowitsch,<br />

Korngold, Rodgers, Debussy und Ravel<br />

19 30 Falstaff<br />

Oper von Giuseppe Verdi<br />

Leitung: Barenboim, Martone<br />

17 30 Einblicke: Praxis –Workshop zu Drei Mal Leben<br />

19 30 Drei Mal Leben von Yasmina Reza<br />

Regie: Andrea Breth<br />

20 00 Ubu Rex von Stef Lernous nach Alfred Jarry<br />

Regie: Stef Lernous<br />

18 30 Junges DT Die Räuber nach Friedrich Schiller<br />

Regie: Joanna Praml (Ksp)<br />

19 00 Junges DT Das Gewächshaus von Jordan Tannahill<br />

Regie: Salome Dastmalchi (Box)<br />

19 30 Zeiten des Aufruhrs von Richard Yates;Regie: J. Steckel<br />

18 00 U20 Poetry Slam Spiel mit Sprache (ab 14, Podewil)<br />

19 30 #diewelle2020 GRIPS-Fassung, Übersetzung<br />

von J. Strauch nach Motiven des Romans<br />

„Die Welle“ von Todd Strasser; Regie: J.Strauch<br />

(ab 14, Grips Hansaplatz)<br />

Fr 14<br />

14 00 Führung<br />

15 30 Familienführung<br />

19 30 Staatsballett Berlin: The Second Detail ILIB IHalf Life<br />

14 00 Führung Spezial Kostüm<br />

16 00 Führung<br />

19 30 Die Zauberflöte<br />

Große Oper inzwei Aufzügen (1791) von W. A. Mozart<br />

Leitung: Vestmann, Andrade, Kosky<br />

19 30 Medea<br />

Oper von Luigi Cherubini<br />

Leitung: Lyniv, Breth<br />

17 30 Führung hinter die Kulissen<br />

19 30 Drei Mal Leben von Yasmina Reza<br />

Regie: Andrea Breth<br />

20 00 Fahrenheit 451 von Ray Bradbury<br />

Regie: Alexander Simon<br />

19 30 Hekabe –ImHerzen der Finsternis nach Homer und<br />

Euripides; Regie: Stephan Kimmig, 19 00 Einführung (Saal)<br />

20 00 Biografie: EinSpiel vonMax Frisch; Regie: B. Kraft (Ksp)<br />

20 00 Fabian nach dem Roman von Erich Kästner<br />

Regie: Alexander Riemenschneider (Box)<br />

16 00 Die fabelhaften Millibillies, Ensembleproduktion mit<br />

Liedtexten von Volker Ludwig und Musik<br />

von Birger Heymann; Regie: Franziska Steiof<br />

(ab 5, Grips Hansaplatz)<br />

19 30 #diewelle2020 (ab 14, Grips Hansaplatz)<br />

Sa 15<br />

18 00 Staatsballett Berlin: The Second Detail ILIB IHalf Life<br />

Choreografien von Forsythe, Ekman und Eyal<br />

16 00 Rigoletto<br />

Melodramma indrei Akten (1851) von Giuseppe Verdi<br />

Leitung: Rubiķis, Kosky<br />

11 00 Museumskonzert (Bode-Museum)<br />

14 00 Abschlusskonzert Kompositionswerkstätten (Apollosaal)<br />

18 00 Der Rosenkavalier<br />

Oper von Richard Strauss<br />

Leitung: Mehta, Heller<br />

11 00 Historische Führung mit Werner Riemann<br />

18 00 Drei Mal Leben von Yasmina Reza<br />

Regie: Andrea Breth (in dt. Sprache mit engl. Übertiteln)<br />

18 00 Fahrenheit 451 von Ray Bradbury<br />

Regie: Alexander Simon<br />

11 00 Christoph Schlingensiefs Operndorf Afrika On Tour<br />

Aino Laberenz im Gespräch (Ksp)<br />

19 00 Philoktet von Heiner Müller; Regie: A.Reza Koohestani<br />

19 30 Sophie Rois fährt gegen „Die Wand“ von M. Haushofer<br />

20 00 Die Pest nach Albert Camus; Regie A. Dömötör (Box)<br />

16 00 Die fabelhaften Millibillies<br />

(ab 5, Grips Podewil) So 16<br />

11 00 &19 30 Die Zauberflöte<br />

Große Oper in zwei Aufzügen (1791) von W. A. Mozart<br />

Leitung: Vestmann, Andrade, Kosky<br />

20 00 Selbstbezichtigung von Peter Handke<br />

Regie: Dušan David Pařízek<br />

19 00 Franziska Linkerhand nach dem Roman<br />

von Brigitte Reimann; Regie: Daniela Löffner<br />

Nachgespräch mit dem Ensemble und Annett Gröschner<br />

(Autorin und Journalistin) (Saal)<br />

10 30 Die fabelhaften Millibillies<br />

(ab 5, Grips Podewil)<br />

18 00 #diewelle2020<br />

(ab 14, Grips Hansaplatz)<br />

Mo 17<br />

19 30 Die Entführung aus dem Serail<br />

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart<br />

Leitung: Milton, García, Diago u.a.<br />

Mit Mandeng, Stucki, Hutton, Newlin, Guetti u.a.<br />

In dt. Spr. m. dt. u. engl. ÜT; 18 45 Einführung<br />

20 00 „Kunst“ von Yasmina Reza<br />

Regie: Oliver Reese<br />

20 00 BERLINER PREMIERE Werthers Leiden<br />

nach Johann Wolfgang Goethe von und mit Iasaak Dentler<br />

20 00 Glaube Liebe Hoffnung von Ödön von Horváth,<br />

Co-Regie: Jürgen Kruse (Ksp), 19 30 Einführung (Saal)<br />

20 00 Der Hals der Giraffe nach dem Roman<br />

von Judith Schalansky<br />

Regie: Philipp Arnold (Box)<br />

11 00 Egotrip<br />

(ab 9, Grips Podewil) Di 18<br />

18 00 Der Rosenkavalier<br />

Oper von Richard Strauss<br />

Leitung: Mehta, Heller<br />

20 00 Werthers Leiden nach Johann Wolfgang Goethe<br />

von und mit Iasaak Dentler<br />

20 00 POP-UP: Eine kurze Geschichte vom Fallen<br />

von Joe Hammond. Es liest Wolfgang Michael<br />

19 30 Junges DT Die Räuber nach Friedrich Schiller<br />

20 00 Der Menschenfeind von Molière; Regie: Anne Lenk<br />

20 00 Die Geschichte hat uns wieder Lesung von und mit<br />

Kathleen Morgeneyer, Sabine Rennefanz,<br />

anschl. Diskussion (Saal)<br />

11 00 Egotrip (ab 9, Grips Podewil)<br />

18 00 Cheer Out Loud! von Susanne Lipp, Fassung des<br />

GRIPS Theaters; Regie: Robert Neumann<br />

(ab 14, Grips Hansaplatz)<br />

Mi 19<br />

16 00 Führung Spezial Orchester<br />

19 30 WIEDERAUFNAHME Don Giovanni<br />

Dramma giocoso in zwei Akten (1787) von W.A.Mozart<br />

Leitung: de Souza, Fritsch<br />

Im Anschluss After Show Lounge<br />

19 30 V. Abonnementkonzert (Staatsoper)<br />

Staatskapelle Berlin<br />

Mit Zubin Mehta, Martha Argerich<br />

Werke von Maurice Ravel und Igor Strawinsky<br />

19 30 Einblicke: Open Space –Theatertreff für alle (Workshop)<br />

20 00 Der Preis der Freiheit –Michel Friedman im Gespräch<br />

mit Bernhard Schlink<br />

20 00 Fahrenheit 451 von Ray Bradbury<br />

Regie: Alexander Simon<br />

19 00 Väter und Söhne von Brian Friel<br />

nach dem Roman von Iwan Turgenjew<br />

Regie: Daniela Löffner (Ksp)<br />

20 00 König Ubu von Alfred Jarry<br />

Regie: András Dömötör (Box)<br />

10 30 Flimmer-Billy von Thomas Ahrens<br />

Regie: Jens Vilela Neumann (ab 5,Grips Podewil)<br />

18 00 Cheer Out Loud!<br />

(ab 14, Grips Hansaplatz)<br />

Do 20<br />

19 30 Staatsballett Berlin: The Second Detail ILIB IHalf Life<br />

Choreografien von Forsythe, Ekman und Eyal<br />

20 00 Staatsballett Berlin: Staatsballett kreativ<br />

Zu Gast: Weld Company (Tischlerei)<br />

11 00 Kinderkonzert 5: Peter und der Wolf<br />

19 30 Die Zauberflöte<br />

Große Oper inzwei Aufzügen (1791) von W. A. Mozart<br />

Leitung: Vestmann, Andrade, Kosky<br />

19 30 Medea<br />

Oper von Luigi Cherubini<br />

Leitung: Lyniv, Breth<br />

19 30 PREMIERE Katzelmacher von Rainer Werner Fassbinder<br />

Regie: Michael Thalheimer<br />

(anschl. Premierenfeier mit dem BE-Tanzorchester)<br />

20 00 Ubu Rex von Stef Lernous nach Alfred Jarry<br />

Regie: Stef Lernous<br />

19 30 Jutta Wachowiak erzählt Jurassic Park<br />

von Jutta Wachowiak, Eberhard Petschinka und<br />

Rafael Sanchez; Regie: Rafael Sanchez (Box)<br />

20 00 Der Menschenfeind von Molière<br />

Regie: Anne Lenk<br />

10 30 Flimmer-Billy<br />

(ab 5, Grips Podewil)<br />

11 00 Cheer Out Loud!<br />

(ab 14, Grips Hansaplatz)<br />

Fr 21<br />

19 30 AMidsummer Night’s Dream<br />

Oper von Benjamin Britten<br />

Leitung: Carter, Huffman, Ginsberg, Woods u.a.<br />

20 00 Staatsballett Berlin: Staatsballett kreativ<br />

Zu Gast: Weld Company (Tischlerei)<br />

14 00 Führung Spezial Maske<br />

16 00 Führung<br />

17 00 Oper &Dinner<br />

19 30 La traviata; Melodramma in drei Akten (1853)<br />

von Giuseppe Verdi; Leitung: de Souza, Raab<br />

18 00 Der Rosenkavalier<br />

Oper von Richard Strauss<br />

Leitung: Mehta, Heller<br />

19 30 Katzelmacher von Rainer Werner Fassbinder<br />

Regie: Michael Thalheimer<br />

20 00 Ubu Rex von Stef Lernous nach Alfred Jarry<br />

Regie: Stef Lernous<br />

19 30 Lear nach William Shakespeare und Die Politiker von<br />

Wolfram Lotz; Regie: S. Hartmann, 19 00 Einführung (Saal)<br />

20 00 ugly duckling von B. Kraft und Ensemble<br />

nach Hans Christian Andersen; Regie: Bastian Kraft (Ksp)<br />

20 00 Die Pest nach Albert Camus (Box)<br />

16 00 Flimmer-Billy<br />

(ab 5, Grips Podewil)<br />

18 00 Alle außer das Einhorn<br />

von Kirsten Fuchs; Regie: Robert Neumann<br />

(ab 11, Grips Hansaplatz)<br />

Sa 22<br />

11 00 Familienworkshop: Ilbarbiere di Siviglia<br />

Ein Workshop zum Vorstellungsbesuch, ab 9Jahren<br />

15 00 Le Prophète<br />

Oper von Giacomo Meyerbeer<br />

Leitung: Mazzola, Py, Weitz u.a.<br />

18 00 Frühlingsstürme<br />

Operette in drei Akten (1933) von Jaromír Weinberger<br />

Leitung: de Souza, Kosky<br />

20 00 V. Abonnementkonzert (Philharmonie)<br />

Staatskapelle Berlin<br />

Mit Zubin Mehta, Martha Argerich<br />

Werke von Maurice Ravel und Igor Strawinsky<br />

18 00 Fahrenheit 451 von Ray Bradbury<br />

Regie: Alexander Simon<br />

19 30 Max und Moritz –Eine Bösebubengeschichte für<br />

Erwachsene nach Wilhelm Busch<br />

Regie: Antú Romero Nunes<br />

11 00 Gregor Gysi trifft Andreas Voßkuhle<br />

18 00 &20 00 zu unseren füßen, das gold, aus dem boden<br />

verschwunden von S. Kutschke (Box)<br />

19 00 Ode von Thomas Melle; Regie: Lilja Rupprecht (Ksp)<br />

19 30 Cry Baby von René Pollesch; Regie: René Pollesch<br />

So 23<br />

20 00 3. Tischlereikonzert: Spotlights<br />

Kammermusik in unkonventioneller Atmosphäre<br />

Mit Musiker*innen des Orchesters der Deutschen Oper<br />

Berlin (Tischlerei)<br />

11 00 &18 00 Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer<br />

Kinderoper (2019) von Elena Kats-Chernin<br />

Leitung: Hentschel, von Götz<br />

19 30 Glaube und Heimat von Karl Schönherr; R.: M.Thalheimer<br />

20 00 Stunde der Hochstapler –Das Krull-Prinzip von Alexander<br />

Eisenach; Regie: A. Eisenach<br />

20 00 POP-UP: Auch Zwerge haben klein angefangen (Ihr<br />

Waldenten unseres Volkes) von K. Pohl, P. Luppa, es liest P. Luppa<br />

18 00 &20 30 Das Spiel ist aus von Jean-Paul Sartre<br />

Regie: Jette Steckel<br />

20 00 Hasta la Westler, Baby! von Tom Kühnel<br />

und Jürgen Kuttner; Regie: T. Kühnel, J. Kuttner (Ksp)<br />

20 00 Transit von A. Seghers; Regie: A. Riemenschneider (Box)<br />

10 00 Alle außer das Einhorn<br />

(ab 11, Grips Hansaplatz)<br />

10 30 Flimmer Billy<br />

(ab 5, Grips Podewil)<br />

Mo 24<br />

20 00 Konzert der BigBand: „Nothin’ but the Blues”<br />

Leitung: Honetschläger<br />

Mit der BigBand der Deutschen Oper Berlin und special<br />

guest China Moses<br />

20 00 Penthesilea von Heinrich von Kleist; Regie: M. Thalheimer<br />

20 00 Stunde der Hochstapler –Das Krull-Prinzip<br />

von Alexander Eisenach; Regie: Alexander Eisenach<br />

20 00 Linke Melancholie #3 –Bernd Stegemann im Gespräch<br />

mit Cornelia Koppetsch<br />

19 30 Müllersalon #17Müller Hörspiel mit FM Einheit<br />

und Wolfgang Rindfleisch (Saal)<br />

20 00 Don Quijote von Jakob Nolte nach<br />

Miguel de Cervantes; Regie: Jan Bosse<br />

20 30 Das Hexenlied von und mit Bernd Stempel (Bar)<br />

10 00 Alle außer das Einhorn<br />

(ab 11, Grips Hansaplatz)<br />

10 30 Die fabelhaften Millibillies<br />

(ab 5, Grips Podewil)<br />

Di 25<br />

19 30 Staatsballett Berlin: The Second Detail ILIB IHalf Life<br />

Choreografien von Forsythe, Ekman und Eyal<br />

15 30 Historische Führung mit Werner Riemann<br />

20 00 Penthesilea von Heinrich von Kleist<br />

Regie: Michael Thalheimer<br />

20 00 Ubu Rex von Stef Lernous nach Alfred Jarry<br />

Regie: Stef Lernous<br />

19 00 Junges DT schwerelos –Ein Weltraummärchen<br />

Stückentwicklung im Rahmen von TUSCH (Box)<br />

19 30 Sophie Rois fährt gegen die Wand im Deutschen<br />

Theater nach dem Roman „Die Wand“ von M. Haushofer<br />

Regie: Clemens Maria Schönborn<br />

10 00 Die Lücke im Bauzaun von M. Moradpour und<br />

V. Koukalani;Regie: V. Koukalani (ab 6, GripsHansaplatz)<br />

10 30 Die fabelhaften Millibillies (ab 5, Grips Podewil)<br />

19 30 Fuchs &Söhne Lesebühne; Mit: Fuchs, Lehmann,<br />

Bokowski, Herrmann (ab 16, Grips Hansaplatz)<br />

Mi 26<br />

21 00 Opera Lounge: Meet the Artists<br />

Musiktheater für kulturhungrige Nachtschwärmer<br />

Mit Ensemblesolist*innen und Musiker*innen der<br />

Deutschen Oper Berlin<br />

19 30 Rigoletto<br />

Melodramma indrei Akten (1851) von Giuseppe Verdi<br />

Leitung: Rubiķis, Kosky<br />

18 00 Der Rosenkavalier<br />

Oper von Richard Strauss<br />

Leitung: Mehta, Heller<br />

17 00 Einblicke: Praxis –Workshop zu Katzelmacher<br />

19 30 Katzelmacher von Rainer Werner Fassbinder<br />

Regie: Michael Thalheimer<br />

20 00 Ubu Rex von Stef Lernous nach Alfred Jarry<br />

Regie: Stef Lernous<br />

11 00 Junges DT schwerelos –Ein Weltraummärchen<br />

Regie: Sofie Hüsler (Box)<br />

19 30 In der Sache J. Robert Oppenheimer von H. Kipphardt<br />

Regie: Christopher Rüping<br />

20 00 Tschick nach Wolfgang Herrndorf (Ksp)<br />

10 00 Die Lücke im Bauzaun<br />

(ab 6, Grips Hansaplatz)<br />

18 00 Das Heimatkleid<br />

von Kirsten Fuchs; Regie: Tim Egloff<br />

(ab 16, Grips Podewil)<br />

Do 27<br />

19 30 Il barbiere di Siviglia<br />

Oper von Gioacchino Rossini<br />

Leitung: Carter, Thalbach, Röhrbein, Kretschmer u.a.<br />

Mit Newlin, Pizzuti, Berzhanskaya, Jekal u.a.<br />

In ital. Spr. m. dt. u. engl. ÜT; 18 45 Einführung<br />

19 30 WIEDERAUFNAHME Anatevka<br />

Musical (1964) von Jerry Bock<br />

Leitung: Schoots, Kosky<br />

17 30 Einblicke: Praxis –Workshop zu Ubu Rex<br />

19 30 „Kunst“ von Yasmina Reza<br />

Regie: Oliver Reese<br />

20 00 Ubu Rex von Stef Lernous nach Alfred Jarry<br />

Regie: Stef Lernous<br />

19 30 Jutta Wachowiak erzählt Jurassic Park von Jutta<br />

Wachowiak, Eberhard Petschinka und Rafael Sanchez (Box)<br />

20 00 Philoktet von Heiner Müller<br />

Regie: Amir Reza Koohestani (Ksp), 19 30 Einführung (Bar)<br />

20 30 4.48 Psychose von Sarah Kane; Regie Ulrich Rasche<br />

10 00 Die Lücke im Bauzaun<br />

(ab 6, Grips Hansaplatz)<br />

19 30 Das Heimatkleid<br />

(ab 16, Grips Podewil)<br />

Fr 28<br />

14 00 Führung<br />

15 30 Familienführung<br />

18 00 Le Prophète<br />

Oper von Giacomo Meyerbeer<br />

Leitung: Mazzola, Py, Weitz u.a.<br />

14 00 Führung Spezial Maske<br />

16 00 Führung<br />

17 00 Oper &Dinner<br />

19 30 Don Giovanni; Dramma giocoso inzwei Akten (1787)<br />

von W. A. Mozart; Leitung: de Souza, Fritsch<br />

18 00 Der Rosenkavalier<br />

Oper von Richard Strauss<br />

Leitung: Mehta, Heller<br />

19 30 Baal von Bertolt Brecht<br />

Regie: Ersan Mondtag (in dt. Sprache mit engl. Übertiteln)<br />

20 00 Werthers Leiden nach Johann Wolfgang Goethe<br />

von und mit Iasaak Dentler<br />

19 00 4.48 Psychose von Sarah Kane; Regie: Ulrich Rasche<br />

20 00 Hasta la Westler, Baby! von Tom Kühnel und<br />

Jürgen Kuttner; Regie: Kühnel, Kuttner (Ksp)<br />

20 00 Zu der Zeit der Königinmutter<br />

von Fiston Mwanza Mujila; Regie: Charlotte Sprenger (Box)<br />

Sa 29


SONDERSEITEN DER BERLINER BÜHNEN<br />

SEITE 14 FREITAG, 31. JANUAR 2020<br />

Feb<br />

Maxim Gorki Theater<br />

Am Festungsgraben 2<br />

20 22 11 15<br />

www.gorki.de<br />

"<br />

Renaissance-Theater Berlin<br />

Knesebeckstr. 100/Hardenbergstr. 6<br />

312 42 02<br />

www.renaissance-theater.de<br />

Schaubühne am Lehniner Platz<br />

Kurfürstendamm 153<br />

89 00 23<br />

www.schaubuehne.de<br />

Theater an der Parkaue<br />

Junges Staatstheater Berlin, Parkaue 29<br />

55 77 52-52/-53,<br />

www.parkaue.de<br />

Komödie am Kudamm im Schiller Theater<br />

Bismarckstraße 110<br />

88 59 11 88,<br />

www.komoedie-berlin.de<br />

Volksbühne Berlin<br />

Rosa-Luxemburg-Platz<br />

24065-777<br />

www.volksbuehne.berlin<br />

1 Sa<br />

19 30 In My Room<br />

ein Projekt von Falk Richter &Ensemble<br />

20 00 PREMIERE Hamlet<br />

von William Shakespeare; Regie: Christian Weise<br />

16 00 Im Bruckner-Foyer Meine Sorgen möcht ich haben<br />

Hans-Jürgen Schatz liest Kurt Tucholsky<br />

20 00 DEUTSCHSPRACHIGE ERSTAUFFÜHRUNG Nein zum<br />

Geld von Flavia Coste; Regie: Tina Engel; Mit Sarah Bauerett,<br />

Hans-Werner Meyer, Michael Rotschopf, Erika Skrotzki<br />

19 30 He? She? Me! Free. (Studio)<br />

Ein Projekt von Patrick Wengenroth und dem Ensemble<br />

Realisation: Patrick Wengenroth<br />

20 00 Orlando von Virginia Woolf<br />

Regie: Katie Mitchell<br />

20 00 Ab jetzt<br />

Von Alan Ayckbourn<br />

Regie: Martin Woelffer<br />

10 00 transmediale 2020 End to end (Salons)<br />

11 00 transmediale 2020 –Konferenz (Bühne)<br />

20 00 transmediale –Performance/ Konzert (Bühne)<br />

19 00 P14: GO Baby GO; Regie: Zelal Yesilyurt (3.Stock)<br />

2 So<br />

18 00 In My Room<br />

19 00 Hamlet<br />

18 00 Nein zum Geld von Flavia Coste; Regie: Tina Engel<br />

Mit Sarah Bauerett, Hans-Werner Meyer, Michael Rotschopf,<br />

Erika Skrotzki<br />

19 30 He? She? Me! Free. (Studio)<br />

20 00 Orlando<br />

18 00 Ab jetzt<br />

Von Alan Ayckbourn<br />

Regie: Martin Woelffer<br />

18 00 GASTSPIEL Unendlicher Spaß<br />

Regie: Thorsten Lensing (Bühne)<br />

19 00 vengapoise –ibiza sky; Regie: Marius Schötz (3.St)<br />

20 00 Reformbühne Heim &Welt Zu Gast: Kurt Krömer<br />

und Nils Heinrich (Roter Salon)<br />

3 Mo<br />

20 00 Orlando<br />

20 30 Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs<br />

Von Milo Rau<br />

Regie: Milo Rau<br />

10 00 Eröffnung –Haus der Zeit –Ein Winterferienprojekt<br />

mit Kindern, Jugendlichen und Künstler*innen (ab 8)<br />

12 00 &15 00 SEMINAR School of Disobedience (GS)<br />

19 30 Diskurs: That’s not my story! Perspektiven und<br />

Diversität auf deutschen Bühnen (Bühne)<br />

20 00 vengapoise –ibiza sky; Regie: Marius Schötz (3.Stock)<br />

4 Di<br />

19 30 Yes but No<br />

von Yael Ronen &Ensemble<br />

Regie: Yael Ronen<br />

20 00 Spatz und Engel –Die Geschichte der Freundschaft<br />

von Edith Piaf und Marlene Dietrich, von Daniel Große<br />

Boymann und Thomas Kahry; Regie: Torsten Fischer<br />

Mit Anika Mauer, Vasiliki Roussi, Ralph Morgenstern,<br />

Guntbert Warns, Jarkko Riihimäki<br />

19 30 Der kaukasische Kreidekreis (Studio)<br />

Von Bertolt Brecht; Regie: Peter Kleinert<br />

Im Anschluss Publikumsgespräch<br />

20 30 Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs (engl. ÜT)<br />

20 00 Ab jetzt<br />

Von Alan Ayckbourn<br />

Regie: Martin Woelffer<br />

19 00 Diskurs: Real Talk: The Oblivious Tongue-Diaspora,<br />

Poetry, and Transnational Expression (Grüner Salon)<br />

19 30 Lulu von F. Wedekind; Regie: Stefan Pucher (Bühne)<br />

20 00 Das theoretische Duett –Mit Friederike Bernhardt und<br />

Holger Stockhaus<br />

5 Mi<br />

19 30 Rewitching Europe<br />

von Yael Ronen &Ensemble<br />

Regie: Yael Ronen<br />

20 00 Spatz und Engel -Die Geschichte der Freundschaft<br />

von Edith Piaf und Marlene Dietrich, von Daniel Große<br />

Boymann und Thomas Kahry; Regie: Torsten Fischer<br />

Mit Anika Mauer, Vasiliki Roussi, Ralph Morgenstern,<br />

Guntbert Warns, Jarkko Riihimäki<br />

19 30 Der kaukasische Kreidekreis (Studio)<br />

20 00 Ab jetzt<br />

Von Alan Ayckbourn<br />

Regie: Martin Woelffer<br />

19 30 ULltraworld; Regie: Susanne Kennedy (Bühne)<br />

20 00 Armen Avanessian &Enemies: #64 Baaaad Poetry<br />

Mit Daniel Falb, Mara Genschel, Steffen Popp,<br />

Charlotte Warsen (Roter Salon)<br />

6 Do<br />

20 00 Extrawurst von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob<br />

Regie: Guntbert Warns<br />

Mit Simone Thomalla, Atheer Adel, Hansa Czypionka,<br />

Christoph M.Ohrt, Felix von Manteuffel<br />

19 30 Der kaukasische Kreidekreis (Studio)<br />

20 00 Ab jetzt<br />

Von Alan Ayckbourn<br />

Regie: Martin Woelffer<br />

19 00 Diskurs: Technobodies: Omsk Social Club and Guests.<br />

AConversation about Real Game Play (GS)<br />

19 30 Don’t be evil; Regie: Kay Voges (Bühne)<br />

20 00 Konzert: Amir Lev Support: Tomer Yeshayahu (RS)<br />

7 Fr<br />

19 30 In My Room<br />

20 00 Extrawurst von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob,<br />

Regie: Guntbert Warns<br />

Mit Simone Thomalla, Atheer Adel, Hansa Czypionka,<br />

Christoph M. Ohrt, Felix von Manteuffel<br />

19 30 Der kaukasische Kreidekreis (Studio)<br />

20 00 status quo von Maja Zade<br />

Regie: Marius von Mayenburg<br />

20 30 Amphitryon von Molière<br />

Regie: Herbert Fritsch<br />

20 00 Ab jetzt<br />

Von Alan Ayckbourn<br />

Regie: Martin Woelffer<br />

19 00 Eine Odyssee nach Homer<br />

Regie: Thorleifur Örn Arnarsson (Bühne)<br />

19 00 Diskurs: Hongkong-Proteste: Smart City als<br />

Feind-Gegen-öffentlichkeit in Zeiten der Digitalisierung.<br />

Podium mit Hannes Grassegger, Kay Voges u.a. (RS)<br />

8 Sa<br />

19 30 Die Nacht von Lissabon<br />

von Hakan Savas Mican<br />

nach dem Roman von Erich Maria Remarque<br />

Regie: Hakan Savas Mican<br />

20 00 Hamlet<br />

16 00 Halpern &Johnson von Lionel Goldstein<br />

Szenische Lesung mit Udo Samel und Gerd Wameling<br />

20 00 Extrawurst von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob<br />

Regie: Guntbert Warns; Mit Simone Thomalla, Atheer Adel,<br />

Hansa Czypionka, Christoph M. Ohrt, Felix von Manteuffel<br />

19 30 Der kaukasische Kreidekreis (Studio)<br />

20 00 Amphitryon<br />

20 30 status quo<br />

16 00 Präsentation –Haus der Zeit –Ein Winterferienprojekt<br />

mit Kindern, Jugendlichen und Künstler*innen (ab 8)<br />

20 00 Ab jetzt<br />

Von Alan Ayckbourn<br />

Regie: Martin Woelffer<br />

19 00 P14 –Grillade Grande 666<br />

Text und Regie: Esther Roth, Isi Thiele (3.Stock)<br />

19 30 legende Regie Stefan Pucher (Bühne)<br />

20 00 Geschichten von der allgemeinenUndurchschaubarkeit;<br />

Mit G. Schubert &M.Munzlinger (Literatur, Roter Salon)<br />

9 So<br />

18 00 Die Nacht von Lissabon<br />

20 00 Extrawurst von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob<br />

Regie: Guntbert Warns; Mit Simone Thomalla, Atheer Adel,<br />

Hansa Czypionka, Christoph M. Ohrt, Felix von Manteuffel<br />

19 00 status quo<br />

19 30 Der kaukasische Kreidekreis (Studio)<br />

20 00 Amphitryon<br />

18 00 Ab jetzt<br />

Von Alan Ayckbourn<br />

Regie: Martin Woelffer<br />

18 00 GASTSPIEL Unendlicher Spaß<br />

Regie: Thorsten Lensing (Bühne)<br />

19 00 P14: Grillade Grande 666 (3.Stock)<br />

20 00 Reformbühne Heim &Welt<br />

Zu Gast: Sarah Schmidt &Frollein (Roter Salon)<br />

10 Mo<br />

20 00 Hamlet 19 00 status quo<br />

12 00 Seminar School of Disobedience: Aisfor Another.<br />

Beyond Artificial Intelligences (Grüner Salon)<br />

15 00 Seminar School of Disobedience: Tech for<br />

Disobedience (Grüner Salon)<br />

20 00 Riley Walker (solo/acoustic) (Konzert, Roter Salon)<br />

11 Di<br />

19 30 Jugend ohne Gott<br />

ein Projekt von Nurkan Erpulat &Ensemble<br />

Regie: Nurkan Erpulat<br />

20 00 Sprache und Sein<br />

Buchpräsentation von und mit Kübra Gümüsay<br />

20 00 Extrawurst von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob<br />

Regie: Guntbert Warns; Mit Simone Thomalla, Atheer Adel,<br />

Hansa Czypionka, Christoph M. Ohrt, Felix von Manteuffel<br />

19 00 status quo (engl. ÜT)<br />

19 30 März (Studio)<br />

nach dem Roman von Heinar Kipphardt<br />

Regie: David Stöhr<br />

10 00 Zinnober in der grauen Stadt von Margret Rettich<br />

Regie: Mario Hohmann (ab 4, Bühne 3)<br />

20 00 Ab jetzt<br />

Von Alan Ayckbourn,<br />

Regie: Martin Woelffer<br />

18 00 AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG Das Theater der Kinos<br />

Mit Alexander Kluge und Gästen<br />

(Roter/Grüner Salon/Sternfoyer)<br />

12 Mi<br />

19 30 Third Generation –Next Generation<br />

von Yael Ronen &Ensemble<br />

Regie: Yael Ronen<br />

20 00 Extrawurst von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob<br />

Regie: Guntbert Warns<br />

Mit Simone Thomalla, Atheer Adel, Hansa Czypionka,<br />

Christoph M. Ohrt, Felix von Manteuffel<br />

19 30 März (Studio)<br />

20 30 PREMIERE Peer Gynt von Henrik Ibsen<br />

ein Projekt von John Bock und Lars Eidinger<br />

10 00 Zinnober inder grauen Stadt von Margret Rettich<br />

Regie: Mario Hohmann (ab 4, Bühne 3)<br />

20 00 Ab jetzt<br />

Von Alan Ayckbourn<br />

Regie: Martin Woelffer<br />

20 00 Lievalleen Dokumentarfilm von Peter Wawerzinek und<br />

Steffen Sebastian. Konzert von Bob Rutman,<br />

Herbst in Peking, Schlömer &Wawerzinek (Bühne)<br />

20 30 Tangonacht (Roter Salon)<br />

13 Do<br />

19 30 Third Generation –Next Generation<br />

20 00 Extrawurst von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob<br />

Regie: Guntbert Warns<br />

Mit Simone Thomalla, Atheer Adel, Hansa Czypionka,<br />

Christoph M. Ohrt, Felix von Manteuffel<br />

19 00 „Das geschichtliche Gefühl“<br />

Buchvorstellung und Gespräch mit Milo Rau<br />

20 30 Peer Gynt<br />

10 00 Lunaris. Ein Weltraummärchen von United Puppets<br />

Regie: Mario Hohmann (ab 4, Bühne 3)<br />

20 00 Ab jetzt<br />

Von Alan Ayckbourn<br />

Regie: Martin Woelffer<br />

19 00 Lecture School of Disobedience:<br />

Knowledge and Network Agency (Grüner Salon)<br />

20 00 Streitfall Identität: Wolfgang Engler im Gespräch<br />

mit Sahra Wagenknecht (Bühne)<br />

14 Fr<br />

20 00 Verrücktes Blut<br />

von Nurkan Erpulat &Jens Hillje<br />

Regie: Nurkan Erpulat<br />

20 00 Extrawurst von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob<br />

Regie: Guntbert Warns<br />

Mit Simone Thomalla, Atheer Adel, Hansa Czypionka,<br />

Christoph M. Ohrt, Felix von Manteuffel<br />

19 30 Prometheus (Studio)<br />

Ein Projekt von Bastian Reiber; Regie: Bastian Reiber<br />

20 00 Orlando<br />

20 30 Ja heißt jaund…<br />

Eine Lecture Performance von und mit Carolin Emcke<br />

10 00 Lunaris. Ein Weltraummärchen von United Puppets<br />

Regie: Mario Hohmann (ab 4, Bühne 3)<br />

20 00 Ab jetzt<br />

Von Alan Ayckbourn<br />

Regie: Martin Woelffer<br />

18 00 Wildwuchs; Regie: Heike M. Goetze, Katrin Lindner,<br />

Cornelia Maschke (3.Stock)<br />

19 30 Howl nach Allen Ginsberg<br />

Regie: David Marton (Bühne)<br />

22 00 Wildwuchs –Lese-Party der UdK (RS)<br />

15 Sa<br />

19 30 PREMIERE Maria<br />

von Simon Stephens; Regie: Nurkan Erpulat<br />

20 00 Mephistoland<br />

von András Dömötör, Kornél Laboda und Albert Benedek<br />

Regie: András Dömötör<br />

18 00 Extrawurst von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob<br />

Regie: Guntbert Warns<br />

Mit Simone Thomalla, Atheer Adel, Hansa Czypionka,<br />

Christoph M. Ohrt, Felix von Manteuffel<br />

18 00 Orlando<br />

19 30 Prometheus (Studio)<br />

20 00 Peer Gynt<br />

20 00 Ab jetzt<br />

Von Alan Ayckbourn,<br />

Regie: Martin Woelffer<br />

18 00 Wildwuchs; Regie: Heike M. Goetze,<br />

Katrin Lindner, Cornelia Maschke (3.Stock)<br />

18 00 legende von Ronald M. Schernikau<br />

Regie Stefan Pucher (Bühne)<br />

22 00 Wildwuchs –Lese-Party der UdK (RS)<br />

16 So<br />

18 00 Rewitching Europe<br />

20 00 The Sequel<br />

Text und Regie: Nora Abdel-Maksoud<br />

18 00 Extrawurst von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob<br />

Regie: Guntbert Warns<br />

Mit Simone Thomalla, Atheer Adel, Hansa Czypionka,<br />

Christoph M. Ohrt, Felix von Manteuffel<br />

18 00 Orlando (engl. ÜT)<br />

19 30 Prometheus (Studio)<br />

20 00 Peer Gynt<br />

18 00 Ab jetzt<br />

Von Alan Ayckbourn<br />

Regie: Martin Woelffer<br />

18 00 Wildwuchs; Regie: Heike M. Goetze,<br />

Katrin Lindner, Cornelia Maschke (3.Stock)<br />

19 00 Germania; Regie: Claudia Bauer (Bühne)<br />

20 00 Reformbühne Heim &Welt<br />

Zu Gast: Daniela Böhle &Lüül (Roter Salon)<br />

17 Mo<br />

19 30 Common Ground<br />

von Yael Ronen &Ensemble; Regie: Yael Ronen<br />

20 00 Die Verlobung in St. Domingo –Ein Widerspruch<br />

von Necati Öziri gegen Heinrich von Kleist<br />

Regie: Sebastian Nübling<br />

20 00 URAUFFÜHRUNG im Bruckner-Foyer Pink –Manchmal<br />

braucht’s nur einen Lippenstift –Ein Kammerspiel mit<br />

Musik über das Leben der Beautyqueen Elizabeth Arden<br />

von Regine Gebhardt; Regie: Michael Hoffmann<br />

Mit Regine Gebhardt, Max Dollinger, Anna Carewe (Cello)<br />

19 00 Orlando<br />

21 00 Peer Gynt<br />

10 00 Zoom in: Dein Theaterexperiment –Ein<br />

Theater-Seh-Labor; Leitung: Uta Sewering (ab 13, Bühne 3)<br />

18 00 Zoom in: Dein Theaterexperiment –Ein<br />

Theater-Seh-Labor; Leitung: Uta Sewering (ab 13, Bühne 3)<br />

20 00 Diskurs 2um8:Der radioeins und Freitag<br />

Salon Jakob Augstein im Gespräch<br />

Mit Holger und Silke Friedrich (Grüner Salon)<br />

20 00 BUCHPREMIERE Literatur Christian Baron<br />

„Ein Mann seiner Klasse“ (Roter Salon)<br />

18 Di<br />

19 30 Numbers<br />

Film und Gespräch im Rahmen der Berlinale<br />

von und mit Oleg Senzow<br />

20 30 Oder: Du verdienst deinen Krieg (Eight Soldiers Moonsick)<br />

von Sivan Ben Yishai; Regie: Sasha Marianna Salzmann<br />

20 00 Extrawurst von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob<br />

Regie: Guntbert Warns<br />

Mit Simone Thomalla, Atheer Adel, Hansa Czypionka,<br />

Christoph M. Ohrt, Felix von Manteuffel<br />

19 30 Jeff Koons (Studio)<br />

von Rainald Goetz; Regie: Lilja Rupprecht<br />

20 00 Richard III. (frz. ÜT)<br />

von William Shakespeare; Regie: Thomas Ostermeier<br />

10 00 Zoom in: Dein Theaterexperiment –Ein<br />

Theater-Seh-Labor; Leitung: Uta Sewering (ab 13, Bühne 3)<br />

20 00 Ab jetzt<br />

Von Alan Ayckbourn,<br />

Regie: Martin Woelffer<br />

20 00 POSTWEST: Der Weg aus der Nische?<br />

Belarussische Literatur und ihre Zukunft<br />

Russisch mit deutscher Simultanübersetzung<br />

Im Rahmen von POSTWEST-Festivals (Roter Salon)<br />

19 Mi<br />

19 30 In My Room<br />

20 00 Extrawurst von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob<br />

Regie: Guntbert Warns<br />

Mit Simone Thomalla, Atheer Adel, Hansa Czypionka,<br />

Christoph M. Ohrt, Felix von Manteuffel<br />

19 30 Jeff Koons (Studio)<br />

20 00 Richard III.<br />

19 00 PREMIERE Iphigenie auf Tauris<br />

von Johann Wolfgang Goethe<br />

Regie: Nora Bussenius (ab 16, Bühne 1)<br />

20 00 Ab jetzt<br />

Von Alan Ayckbourn<br />

Regie: Martin Woelffer<br />

20 00 Literatur Inga Humpe „Wir trafen uns in einem<br />

Garten“; Mit B. von Stuckrad-Barre &Helene Hegemann<br />

20 00 BUCHPRÄSENTATION Der Kampf um globale<br />

Gerechtigkeit von David Goeßmann und Fabian Scheidler<br />

Gespräch mit Daniela Dahn und Ulrike Herrmann (RS)<br />

20 Do<br />

19 30 Maria<br />

20 00 Wessen Erinnerung zählt?<br />

Buchpräsentation von und mit Mark Terkessidis<br />

20 00 Extrawurst von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob<br />

Regie: Guntbert Warns<br />

Mit Simone Thomalla, Atheer Adel, Hansa Czypionka,<br />

Christoph M. Ohrt, Felix von Manteuffel<br />

20 00 Richard III.<br />

09 00 Die Biene imKopf von Roland Schimmelpfennig<br />

Regie: Martin Grünheit (ab 7, Bühne 3)<br />

11 00 Die Biene imKopf von Roland Schimmelpfennig<br />

Regie: Martin Grünheit (ab 7, Bühne 3)<br />

20 00 Ab jetzt<br />

Von Alan Ayckbourn<br />

Regie: Martin Woelffer<br />

20 00 Dirk<br />

von Lowtzow Aus dem Dachsbau (Konzert, TBühne)<br />

20 00 Augustin Maurs (Performance, Grüner Salon)<br />

22 00 Vergessene Arbeitskämpfe<br />

Mit Die Bullen &Lost Culture (Punkkonzert, Roter Salon)<br />

21 Fr<br />

19 30 Maria<br />

20 00 Atlas des Kommunismus<br />

von Lola Arias; Regie: Lola Arias<br />

21 30 Rich, White, Straight<br />

Regie: Branko Janack<br />

20 00 Extrawurst von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob<br />

Regie: Guntbert Warns<br />

Mit Simone Thomalla, Atheer Adel, Hansa Czypionka,<br />

Christoph M. Ohrt, Felix von Manteuffel<br />

20 00 abgrund<br />

von Maja Zade, Regie: Thomas Ostermeier<br />

20 30 The Human Condition (Studio)<br />

nach Hannah Arendt, Realisation: Patrick Wengenroth<br />

10 00 Bettina bummelt von Elizabeth Shaw<br />

Choreographie: Two Fish (ab 6, Bühne 3)<br />

18 00 Iphigenie auf Tauris von Johann Wolfgang Goethe<br />

Regie: Nora Bussenius (ab 16, Bühne 1)<br />

20 00 Ab jetzt<br />

Von Alan Ayckbourn<br />

Regie: Martin Woelffer<br />

19 00 Germania nach Heiner Müller<br />

Regie: Claudia Bauer (Bühne)<br />

20 00 Jolly Goods Record Release<br />

Support: Brabrabra (Konzert, Roter Salon)<br />

22 Sa<br />

19 30 Hass-Triptychon –Wege aus der Krise<br />

von Sibylle Berg<br />

Regie: Ersan Mondtag<br />

20 00 The Human Condition (Studio)<br />

20 30 abgrund<br />

11 00 Bettina bummelt von Elizabeth Shaw<br />

Choreographie: Two Fish (ab 6, Bühne 3)<br />

19 00 Iphigenie auf Tauris von Johann Wolfgang Goethe<br />

Regie: Nora Bussenius (ab 16, Bühne 1)<br />

20 00 Ab jetzt<br />

Von Alan Ayckbourn<br />

Regie: Martin Woelffer<br />

18 50 POSTWEST Shot von und mit dem Ensemble<br />

19 30 Howl nach Allen Ginsberg<br />

Regie: David Marton (Bühne)<br />

23 So<br />

18 00 Jugend ohne Gott<br />

19 00 Stören<br />

von Suna Gürler &Ensemble<br />

Regie: Suna Gürler<br />

12 00 Streitraum: „Von Körpern und Codes –<br />

Identität inder Hypermoderne“<br />

Carolin Emcke im Gespräch mit Alan N. Shapiro<br />

17 00 The Human Condition (Studio)<br />

20 00 abgrund<br />

16 00 Ich, Ikarus –Ein Musiktheaterstück für Kinder<br />

Von Oliver Schmaering und Sanzhar Baiterekov<br />

Regie: Annette Jahns (ab 9,Bühne 3)<br />

18 00 Ab jetzt<br />

Von Alan Ayckbourn<br />

Regie: Martin Woelffer<br />

18 00 Ultraworld<br />

Regie: Susanne Kennedy (Bühne)<br />

20 00 Reformbühne Heim &Welt<br />

Zu Gast: Paul Bokowski &8Eimer Hühnerherzen<br />

(Roter Salon)<br />

24 Mo<br />

19 30 Gorki –Alternative für Deutschland?<br />

von Oliver Frljic &Ensemble<br />

Regie: Oliver Frljic<br />

20 00 Herzstück<br />

von Heiner Müller, Regie: Sebastian Nübling<br />

20 00 Professor Bernhardi<br />

von Arthur Schnitzler<br />

Regie: Thomas Ostermeier<br />

10 00 Ich, Ikarus –Ein Musiktheaterstück für Kinder<br />

Von Oliver Schmaering und Sanzhar Baiterekov<br />

Regie: Annette Jahns (ab 9, Bühne 3)<br />

18 00 Iphigenie auf Tauris von Johann Wolfgang Goethe<br />

Regie: Nora Bussenius (ab 16, Bühne 1)<br />

12 00 Seminar School of Disobedience: Aisfor Another.<br />

Beyond Artificial Intelligences (Grüner Salon)<br />

15 00 Seminar School of Disobedience:<br />

Tech for Disobedience (Grüner Salon)<br />

25 Di<br />

19 30 Glaube Liebe Hoffnung<br />

von Ödön von Horváth &Lukas Kristl<br />

Regie: Hakan Savas Mican<br />

20 00 Professor Bernhardi<br />

10 00 Iphigenie auf Tauris von Johann Wolfgang Goethe<br />

Regie: Nora Bussenius (ab 16, Bühne 1)<br />

19 00 PREMIERE Maria Stuart von Friedrich Schiller<br />

Regie: Albrecht Hirche (ab 16, Bühne 2)<br />

20 00 Ab jetzt<br />

Von Alan Ayckbourn<br />

Regie: Martin Woelffer<br />

20 30 Tangonacht (Roter Salon)<br />

26 Mi<br />

19 30 Hass-Triptychon –Wege aus der Krise<br />

20 00 Herzstück<br />

20 00 Im Bruckner-Foyer „Männer, Männer, sie machen uns<br />

glücklich und elend...“<br />

Von und mit Vicki Spindler (ausverkauft)<br />

20 00 Professor Bernhardi<br />

10 00 Das Ende von Eddy von Édouard Louis<br />

Regie: Leyla-Claire Rabih (ab 13, Bühne 3)<br />

19 00 Das Ende von Eddy von Édouard Louis<br />

Regie: Leyla-Claire Rabih (ab 13, Bühne 3)<br />

16 00 Ab jetzt<br />

Von Alan Ayckbourn; Regie: Martin Woelffer<br />

20 00 SONDERVERANSTALTUNG Kurz und Knapp –90Minuten<br />

Lyrik, Jazz, Prosa mit Thomas Quasthoff und Gästen<br />

19 00 Diskurs Postwest: Platform East: An Unholy Alliance?<br />

Christian Values and Anti-Gender Politics inCentral and<br />

Eastern Europe (Grüner Salon)<br />

20 00 URAUFFÜHRUNG The West<br />

Regie: und Choreographie Constanza Macras (Bühne)<br />

27 Do<br />

19 30 Alles Schwindel<br />

Burleske von Marcellus Schiffer &Mischa Spoliansky<br />

Regie: Christian Weise<br />

20 00 Jugend ohne Gott (engl. ÜT)<br />

von Ödön von Horváth<br />

Regie: Thomas Ostermeier<br />

10 00 Iphigenie auf Tauris von Johann Wolfgang Goethe<br />

Regie Nora Bussenius (ab 16, Bühne 1)<br />

18 00 Maria Stuart von Friedrich Schiller<br />

Regie: Albrecht Hirche (ab 16, Bühne 2)<br />

20 00 Ab jetzt<br />

Von Alan Ayckbourn<br />

Regie: Martin Woelffer<br />

20 00 PREMIERE Mamma Medea von Tom Lanoye<br />

Regie: Pınar Karabulut (3.Stock)<br />

21 00 Hans-Joachim Roedelius &Arnold Kasar<br />

(Konzert, Roter Salon)<br />

28 Fr<br />

19 30 Ein Bericht für eine Akademie<br />

nach Franz Kafka<br />

Regie: Oliver Frljic<br />

20 00 Futureland<br />

Ein Projekt von Lola Arias<br />

20 00 Im Bruckner-Foyer Gott lacht mit seinen Geschöpfen –<br />

Ein humorvoller Blick auf das jüdische Leben<br />

Mit Gerhard Kämpfe, Karsten Troyke (Musik)<br />

20 00 Jugend ohne Gott<br />

10 00 Maria Stuart von Friedrich Schiller<br />

Regie: Albrecht Hirche (ab 16, Bühne 2)<br />

10 00 Die Zertrennlichen von Fabrice Melquiot<br />

Regie: Leyla-Claire Rabih (ab 9,Bühne 3)<br />

19 00 Maria Stuart (ab 16, Bühne 2)<br />

20 00 Ab jetzt<br />

Von Alan Ayckbourn<br />

Regie: Martin Woelffer<br />

20 00 Mamma Medea von Tom Lanoye<br />

Regie: Pınar Karabulut (3.Stock)<br />

21 00 Teddy Award –Preisverleihung (Bühne)<br />

23 .00 Teddy Award After Show Dance Floor,<br />

DJ Setup (Roter und Grüner Salon)<br />

29 Sa<br />

19 30 Anna Karenina oder Arme Leute<br />

nach Lew Tolstoi &Fjodor Dostojewski<br />

Regie: Oliver Frljic<br />

20 00 Futureland<br />

18 00 Halpern &Johnson von Lionel Goldstein,<br />

Szenische Lesung mit Udo Samel und Gerd Wameling<br />

20 00 Jugend ohne Gott<br />

16 00 Die Zertrennlichen von Fabrice Melquiot<br />

Regie: Leyla-Claire Rabih (ab 9,Bühne 3)<br />

20 00 Ab jetzt<br />

Von Alan Ayckbourn<br />

Regie: Martin Woelffer<br />

19 00 Mamma Medea; Regie: Pınar Karabulut (3.Stock)<br />

20 00 The West; Choreographie: Constanza Macras (Bühne)<br />

20 00 Emma Waltraud Howes und Justin F. Kennedy:<br />

Alive... and then Some (Performance, Grüner Salon)<br />

20 00 Kabeljau &Talk; ZuGast: B. Wilpert (Literatur, RS)


SONDERSEITEN DER BERLINER BÜHNEN<br />

FREITAG, 31. JANUAR 2020 SEITE 15<br />

Fortsetzung Quatsch Comedy Club von Seite 11<br />

6. &7.2. ......... 23.00 ..................Quatsch Comedy HOT SHOT:<br />

Die Newcomer-Show des Quatsch<br />

Comedy Clubs mit bis zu zehn Comedians<br />

8.2. ................ 19.00 &22.00 ...............Quatsch Comedy Club –<br />

Die Live Show, Moderation:<br />

Sebastian Schnoy, Thomas Schmidt,<br />

Kerim Pamuk, Christin Jugsch,<br />

Bademeister Schaluppke<br />

9.2. ................ 17.00 ......................Quatsch Comedy Club –<br />

Die Live Show, Moderation:<br />

Sebastian Schnoy, Thomas Schmidt,<br />

Kerim Pamuk, Christin Jugsch,<br />

Bademeister Schaluppke<br />

11. &12.2...... 20.00 ...Strictly Stand Up –The English Comedy Night,<br />

Moderation: Christian Schulte-Loh,<br />

Joe Eagan (Canada), Scott Capurro (USA),<br />

Carey Marx (UK), Erika Ratcliffe (A/JP)<br />

13.2. .............. 20.00 ......................Quatsch Comedy Club –<br />

Die Live Show, Moderation:<br />

Martin Sierp. Mit: Lena Liebkind,<br />

Hieronymus, Jonas Greiner, David Leukert<br />

14.2. .............. 19.00 ......................Quatsch Comedy Club –<br />

Die Live Show, Moderation:<br />

Martin Sierp. Mit: Lena Liebkind,<br />

Hieronymus, Jonas Greiner, David Leukert<br />

15.2. .............. 19.00 &22.00 ...............Quatsch Comedy Club –<br />

Die Live Show, Moderation:<br />

Martin Sierp. Mit: Lena Liebkind,<br />

Hieronymus, Jonas Greiner, David Leukert<br />

16.2. .............. 17.00 ......................Quatsch Comedy Club –<br />

Die Live Show, Moderation:<br />

Martin Sierp. Mit: Lena Liebkind,<br />

Hieronymus, Jonas Greiner, David Leukert<br />

20. &21.2...... 20.00 ......................Quatsch Comedy Club –<br />

Die Live Show, Moderation:<br />

Christian Schulte-Loh.<br />

Mit: Jamie Wierzbicki, Max Ruhbaum,<br />

Pierre Schäfer, Özgür Cebe<br />

22.2. .............. 19.00 &22.00 ...............Quatsch Comedy Club –<br />

Die Live Show Moderation:<br />

Christian Schulte-Loh.<br />

Mit Jamie Wierzbicki, Max Ruhbaum,<br />

Pierre Schäfer, Özgür Cebe<br />

23.2. .............. 17.00 ......................Quatsch Comedy Club –<br />

Die Live Show Moderation:<br />

Christian Schulte-Loh.<br />

Mit Jamie Wierzbicki, Max Ruhbaum,<br />

Pierre Schäfer, Özgür Cebe<br />

26.2. .............. 20.00 ..........Gastspiel Bembers –Kaputt oder was?<br />

27.2. .............. 20.00 ......................Quatsch Comedy Club –<br />

Die Live Show Moderation:<br />

Frank Fischer. Mit: Glenn Langhorst,<br />

Henning Schmidtke, Jakob<br />

Friedrich, C. Heiland<br />

28. &29.2...... 19.00 &22.00 ...............Quatsch Comedy Club –<br />

Die Live Show Show Moderation:<br />

Frank Fischer. Mit: Glenn Langhorst,<br />

Henning Schmidtke, Jakob<br />

Friedrich, C. Heiland<br />

Radialsystem<br />

Holzmarktstraße 33, 10243 Berlin<br />

Tel. 030 288 788 50, www.radialsystem.de<br />

1.2. ................ 17.30 &22.00 ..........CTM Festival 2020: Inferno –<br />

Bill Vorn und Louis-Philippe Demers<br />

....................... 19.45 .........CTM Festival 2020: Drops and Seeds –<br />

Performance von Prumsodun Ok,<br />

Ana Maria Rodriguez, Fred Pommerehn<br />

und Ensemble KNM Berlin<br />

2.2. ................ 14.00 .........CTM Festival 2020: Drops and Seeds –<br />

Performance von Prumsodun Ok,<br />

Ana Maria Rodriguez, Fred Pommerehn<br />

und Ensemble KNM Berlin<br />

....................... 16.30 .... CTM Festival 2020: MusicMakers Hacklab –<br />

Shapeshifters<br />

....................... 19.45 .........CTM Festival 2020: Drops and Seeds –<br />

Performance von Prumsodun Ok,<br />

Ana Maria Rodriguez, Fred Pommerehn<br />

und Ensemble KNM Berlin<br />

3.3. ............... 19.00 ...................Dabke Community Dancing<br />

Medhat Aldaabal &Ali Hasan<br />

6.2. ................ 20.00 ......Narziss &Echo David Marton /Road Opera<br />

7.-9.2. ............ 20.00 ............................. Narziss &Echo<br />

14.2. .............. 20.00 ............. OPEN SPACES 2020: Rita Klaus,<br />

Tanzstück von Martin Hansen<br />

15.2. .............. 18.00 ..........OPEN SPACES 2020: Das Lachen der<br />

Antonia Baehr, Filmdokumentation<br />

und Lecture Performance<br />

....................... 19.00 ............. OPEN SPACES 2020: Rita Klaus,<br />

Tanzstück von Martin Hansen<br />

....................... 20.30 ............... OPEN SPACES 2020: Augusto,<br />

Performance von Alessandro Sciarrino<br />

16.2. .............. 18.00 ............. OPEN SPACES 2020: Rita Klaus,<br />

Tanzstück von Martin Hansen<br />

....................... 19.30 ............... OPEN SPACES 2020: Augusto,<br />

Performance von Alessandro Sciarrino<br />

17.2. .............. 20.00 .................... Ohrknacker: Dai Fujikura,<br />

Gesprächskonzert mit dem Trio Catch<br />

18.2. .............. 20.00 .....................minimal utopia (Konzert)<br />

22. &23.2...... 20.00 ...................... UM:LAUT –múm plays<br />

„Menschen am Sonntag“ (Filmkonzert)<br />

25.2. .............. 20.00 .............Spiegelungen, Vocalconsort Berlin<br />

29.2. .............. 19.00 .......................The Gap, Performance<br />

von Michael Rauter /Bob’s Company<br />

....................... 20.00 ..........Lohengrin Dreams, Charlotte Engelkes<br />

RambaZamba Theater<br />

in der Kulturbrauerei<br />

Schönhauser Allee 36-39, 10435 Berlin<br />

Tel. 44 04 90 44, www.rambazamba-theater.de<br />

21.2. .............. 19.30 .......................PREMIERE Der Drache<br />

von Jewgeni Schwarz (Probebühne)<br />

22.2. .............. 19.30 .................................Der Drache<br />

von Jewgeni Schwarz (Probebühne)<br />

25. &26.2...... 19.30 .................................Der Drache<br />

von Jewgeni Schwarz (Probebühne)<br />

Schaubude Berlin<br />

Theater.PuppenFigurenObjekte<br />

Greifswalder Straße 81-84, 10405 Berlin<br />

Tel. 423 43 14, www.schaubude.berlin<br />

1.2. ................ 15.00 ......Die Schneekönigin (ab 5Theater Miamou)<br />

....................... 20.00 ........................... queer papa queer<br />

(Figurentheater Ute Kahmann)<br />

2.2. ................ 15.00 ......Die Schneekönigin (ab 5Theater Miamou)<br />

5.2. ................ 10.00 &15.00 .... ¡ver-rückt! (ab 4, Schaubude Berlin)<br />

6.2. ................ 10.00 ........... ¡ver-rückt! (ab 4, Schaubude Berlin)<br />

7.2. ................ 20.00 ....................Schlemihl (WagnerHowitz)<br />

8.2. ................ 15.00 ........... ¡ver-rückt! (ab 4, Schaubude Berlin)<br />

Die Macher der legendären,<br />

whiskey-getränkten<br />

Zirkusparty Scotch &Soda<br />

kehren mit ihrem<br />

neuesten Streich „Le Coup“ zurück<br />

ins Chamäleon Theater! Bereits<br />

2017 gastierte die Performing Arts<br />

Gruppe aus Brisbane im Theater in<br />

den Hackeschen Höfen und begeisterte<br />

Berlin mit einer feuchtfröhlichen,<br />

nostalgisch angehauchten<br />

Mischung aus Comedy, Live-<br />

Jazz und vor allem herausragender<br />

Artistik zu Boden und in der Luft.<br />

Bei LeCoup wird jetzt mit härteren<br />

Bandagen gekämpft: Die tollkühnen<br />

Akrobaten laden ein zur Fight-<br />

Night im Boxring! Wiedermit exzel-<br />

Wer ist der Favorit? Das Ensemble von „Le Coup“<br />

Ist das hier der Adriastrand, ein<br />

teutonischer Wald oder handelt<br />

es sich doch wieder nur um ein<br />

Architekturbüro inBerlin?<br />

Die junge Architektin Nora ist<br />

individuell, flexibel, ehrgeizig und<br />

mobil –und sie hat vergessen, was<br />

ein Ort ist. Wie ärgerlich! Denn wer<br />

sich immer nur um sich selbst dreht,<br />

kriegt irgendwann ein flaues Gefühl<br />

im Magen und kotzt amEnde auf<br />

die Baustelle. Dabei hatte sie sich<br />

viel vorgenommen: Eine Heimat<br />

wollte sie den Leuten bauen, keinen<br />

Streuselkuchen! Es ist nämlich nicht<br />

so, dass sie überhaupt keine Lust<br />

hätte, sich irgendwann, eines Tages,<br />

vielleicht mal, irgendwo zuhause zu<br />

fühlen. Aber was bedeutet das überhaupt<br />

–zurückkommen? Zwischen<br />

all den Sukkulenten vor Waschbeton<br />

kann sie sich ja nicht einmal sicher<br />

sein, ob das hier Berlin ist, oder<br />

Bibione!<br />

Im Studio des Heimathafen Neukölln<br />

trifft diese fiktive Nora auf den<br />

CHAMÄLEON<br />

Zirkus im Boxring<br />

Spannung, Spaß und Adrenalin im Chamäleon Theater<br />

lenter Live-Begleitung, diesmal mit<br />

der Bluegrass-Band Father Grant<br />

and The Blunt Objects und der<br />

Sängerin Mary Murderess. Inimmer<br />

wieder neuen Konstellationen<br />

zeigen die herrlich skurrilen Charaktere<br />

ihr Können und geben die<br />

verschiedensten Zirkusdisziplinen<br />

zum Besten: Von Hand-auf-Hand<br />

Akrobatik über Trapez, Hair-Hanging<br />

bis zur Jonglage mit einer<br />

Bowlingkugel. Man darf gespannt<br />

sein auf die Tricks von The Boss,<br />

Sally The Cat, The Ugly Hungarian,<br />

Sister, Barry The Builder und The<br />

King, die alle in den Ring treten<br />

werden, um sich den Sieg nach<br />

Leibeskräften zu sichern.<br />

HEIMATHAFEN NEUKÖLLN<br />

„Le Coup“ ist eine Hommage an<br />

alte Jahrmarktzeiten, das fahrende<br />

Volk, die Schausteller und Akrobaten,<br />

die sich die Gunst des Publikums<br />

und ihren Verdienst erst<br />

hart erspielen mussten. Mit tiefem<br />

Respekt und gleichzeitig ironischem<br />

Augenzwinkern wird hier der traditionelle<br />

Zirkus ins 21. Jahrhundert<br />

geholt und radikal modern interpretiert.<br />

Artistisch und musikalisch ein<br />

wahresErlebnis!<br />

Le Coup<br />

Ab dem 22. Februar<br />

Vorstellungen täglich (außer Mo.)<br />

Chamäleon Theater<br />

in den Hackeschen Höfen<br />

Rosenthaler Straße 40/41<br />

(Hackesche Höfe)<br />

10178 Berlin<br />

Kartentelefon: 030 400 0590<br />

www.chamaeleonberlin.com<br />

An den Fluss will ich gehen und schauen<br />

Eine Begegnung vonsozialistischer Utopie und neoliberaler Realität<br />

Der real existierende Arbeiter- und Veteranenchor Neukölln mit Pianistin Diana Kurtev<br />

La Deutsche Vita<br />

Ein kritisch-musikalischer<br />

Heimatabend<br />

Regie: Hannah Schopf<br />

Premiere am 22. Februar<br />

Weitere Termine<br />

vom 23. bis zum28. Februar<br />

Heimathafen Neukölln<br />

Karl-Marx-Straße 141, 12043 Berlin<br />

Kartentelefon: 030 56 82 13 33<br />

www.heimathafen-neukoelln.de<br />

real existierenden Arbeiter- und<br />

Veteranenchor Neukölln. Vielleicht<br />

können ihr ja die gut gelaunten<br />

Seniorinnen weiterhelfen? Immerhin<br />

stehen ihr hier echte Menschen<br />

gegenüber, Frauen, die ein politisches<br />

Leben hinter sich haben: Viele<br />

vonihnen haben in Gewerkschaften,<br />

der SPD und der sozialistischen Einheitspartei<br />

Westberlin (ja, richtig gelesen:<br />

Westberlin) gekämpft. Sie sin-<br />

gen vonSolidarität. VonHeimat. Von<br />

Arbeit. UndZukunft. Also von allem,<br />

was so einem durchschnittlichen<br />

Millenial einen gehörigen Schreck<br />

einjagenkann.<br />

„La Deutsche Vita“ ist eine Begegnung<br />

von zwei Generationen,<br />

von altem Liedgut und neuen Monologen,<br />

Kollektiv und Individuum,<br />

Nostalgie und Zukunftsangst.<br />

Die Autorin Hannah Schopf stößt<br />

in ihrer Debüt-Inszenierung auf<br />

die wesentlichen Unterschiede<br />

der Ver- bzw. Entwurzelung zweier<br />

Generationen von Arbeiterinnen:<br />

Wo mal Gewerkschaften waren,<br />

sind heute Coworking Spaces,<br />

der Einzelhandel weicht den ewig<br />

gleichen Innenstädten. In der modernen<br />

Vereinsamung zwischen<br />

„Projects“ und Starbucks entsteht<br />

eine neue, mit „Heimat“ überschriebene<br />

Leere. Diese schreckliche<br />

Leere gilt es zu erforschen, irgendwo<br />

zwischen Lichtenberg und<br />

dem Lido di Jesolo.<br />

MIC LA VAGE<br />

LUCÍA GAUCHAT SCHULTE<br />

8.2. ................ 20.00 ....................Schlemihl (WagnerHowitz)<br />

9.2. ................ 15.00 ........... ¡ver-rückt! (ab 4, Schaubude Berlin)<br />

11.2. .............. 10.00 ....BERLIN PREMIERE Das kleineBlau und das<br />

kleine Gelb (ab 2, Theater Karo Acht)<br />

12. &13.2...... 10.00 ......................Das kleine Blau und das<br />

kleine Gelb (ab 2, Theater Karo Acht)<br />

14.2. .............. 20.00 ............BERLIN PREMIERE Menu d’amour<br />

(Die Pyromantiker)<br />

15.2. .............. 15.00 ........... Das kleine Blau und das kleine Gelb<br />

(ab 2, Theater Karo Acht)<br />

....................... 20.00 ............. Menu d’amour (Die Pyromantiker)<br />

16.2. .............. 15.00 ........... Das kleine Blau und das kleine Gelb<br />

(ab 2, Theater Karo Acht)<br />

19.00 ............. Menu d’amour (Die Pyromantiker)<br />

18.-20.2. ........ 10.00 .........................Elektrische Schatten<br />

(ab 4, florschütz &döhnert)<br />

22. &23.2...... 15.00 .........................Elektrische Schatten<br />

(ab 4, florschütz &döhnert)<br />

25.-27.2. ........ 10.00 ......... Der kleine Angsthase (ab 3, Artisanen)<br />

28.2. .............. 20.00 ...Hemingway. Gaza. Big Fish.(Film Riss Theater,<br />

Berlin und Jamal Abu Alqumsan, Gaza)<br />

29.2. .............. 15.00 ......... Der kleine Angsthase (ab 3, Artisanen)<br />

20.00 ...Hemingway. Gaza. Big Fish.(Film Riss Theater,<br />

Berlin und Jamal Abu Alqumsan, Gaza)<br />

Schlosspark Theater<br />

Schloßstraße 48, 12165 Berlin<br />

Tel. 78 95 66 71 00, www.schlossparktheater.de<br />

1.2. ................ 16.00 ..................................Max Goldt<br />

20.00 ........................Ich bin nicht Mercury<br />

2.2. ................ 16.00 ........................Ich bin nicht Mercury<br />

20.00 ...Franziska Troegner –ImBett mit dem Westen –<br />

Geschichten aus „Permanent trendresistent“<br />

3.2. ................ 20.00 ........................ Milster singt Musical<br />

4.-7.2. ............ 20.00 ........................Ich bin nicht Mercury<br />

8.2. ................ 16.00 ..... Wolfgang Bahro –„<strong>Berliner</strong> Zeitensprünge“<br />

20.00 ........................Ich bin nicht Mercury<br />

9.2. ................ 16.00 ........................Ich bin nicht Mercury<br />

20.00 .......................... Der letzte Raucher<br />

10.2. .............. 20.00 .................... Gunther Emmerlich &die<br />

Dresden Bigband –„Let's Swing“<br />

11.-14.2. ........ 20.00 ........................Ich bin nicht Mercury<br />

15.2. .............. 16.00 .......................Yas –Drei Einakter von<br />

Kleist und Tschechow<br />

20.00 ........................Ich bin nicht Mercury<br />

16.2. .............. 16.00 ........................Ich bin nicht Mercury<br />

20.00 ..................Ich sing für die verrückten –<br />

Quasthoff singt und liest Hüsch<br />

17.2. .............. 20.00 ............... Ulla Meinecke –„Gute Geister“<br />

18.-21.2. ........ 20.00 ........................Ich bin nicht Mercury<br />

22.2. .............. 16.00 ...Joachim Gauck –„Toleranz –einfach schwer“<br />

20.00 ........................Ich bin nicht Mercury<br />

23.2. .............. 11.00 .................... EINFÜHRUNGSMATINEE<br />

Schmetterlinge sind frei<br />

16.00 ........................Ich bin nicht Mercury<br />

27. &28.2...... 20.00 .... VORAUFFÜHRUNG Schmetterlinge sind frei<br />

29.2. .............. 20.00 ........... PREMIERE Schmetterlinge sind frei<br />

Sophiensæle<br />

Sophienstraße 18, 10178 Berlin<br />

Tel. 283 52 66, www.sophiensaele.com<br />

5.2. ................ 19.00 .............. Kiezkantine XVI (Salon, Kantine)<br />

6.2. ................ 20.00 .............. PREMIERE Sheena McGrandles,<br />

Flush (Tanz/Performance,<br />

Hochzeitssaal, Relaxed Performance)<br />

7. &8.2......... 20.00 ................... Sheena McGrandles, Flush<br />

(Tanz/Performance,<br />

Hochzeitssaal, Relaxed Performance)<br />

9.2. ................ 18.30 .....Tanzscout-Einführung zu Flush (Raum 213)<br />

20.00 ...Sheena McGrandles, Flush(Tanz/Performance,<br />

Hochzeitssaal, Relaxed Performance)<br />

13.2. .............. 20.30 ...PREMIERE Cécile Bally, The End of the Road<br />

(Performance, Festsaal)<br />

14.2. .............. 18.30 ............Wagner-Feigl-Forschung/Festspiele,<br />

Hyperobjekte? (Performative<br />

Kunstinstallation, Kantine, Prolog)<br />

20.30 ............. Cécile Bally, The End of the Road<br />

(Performance, Festsaal)<br />

15.2. .............. 20.30 ............. Cécile Bally, The End of the Road<br />

(Performance, Festsaal)<br />

16.2. .............. 18.00 ............. Cécile Bally, The End of the Road<br />

(Performance, Festsaal)<br />

20.2. .............. 20.00 .................PREMIERE Eva Meyer-Keller,<br />

Living Matters (Performance, Festsaal)<br />

21.2. .............. 20.00 .............. Eva Meyer-Keller, Living Matters<br />

(Performance, Festsaal)<br />

22.2. .............. 18.00 ... Gespräch zu Living Matters (Gespräch, Foyer)<br />

20.00 ...............Eva Meyer-Keller, Living Matters<br />

(Performance, Festsaal)<br />

23.2. .............. 18.00 ...............Eva Meyer-Keller, Living Matters<br />

(Performance, Festsaal,<br />

mit Live-Beschreibung für blinde<br />

und sehbehinderte Besucher*innen)<br />

26.2. .............. 20.30 ...........PREMIERE Wagner-Feigl-Forschung/<br />

Festspiele, Hyperobjekte?<br />

(Performative Kunstinstallation, Kantine)<br />

27.2. .............. 19.30 ................Markus&Markus, Die Berufung<br />

(Performance, Hochzeitssaal)<br />

20.30 ..................... Wagner-Feigl-Forschung/<br />

Festspiele, Hyperobjekte?<br />

(Performative Kunstinstallation, Kantine)<br />

28.2. .............. 19.30 ................Markus&Markus, Die Berufung<br />

(Performance, Hochzeitssaal,<br />

Tischgesellschaft im Anschluss)<br />

20.30 ..................... Wagner-Feigl-Forschung/<br />

Festspiele, Hyperobjekte?<br />

(Performative Kunstinstallation, Kantine)<br />

Stadttheater Cöpenick<br />

Köpenzeile 117, 12557 Berlin im Kiez Klub Köpenick<br />

Tel. 030 650 162 30, www.stadttheatercoepenick.de<br />

5.2. ................ 10.00 .................... Der kleine Angsthaste mit<br />

dem Scuraluna Schattentheater<br />

12.2. .............. 10.00 ......... Dornröschen mit der Märchenelfe Anja<br />

18.2. .............. 10.00 ......Rumpelstilzchen mit der Märchenelfe Anja<br />

19.2. .............. 10.00 ...Ulf der Spielmann lädt ein zum Faschingsfest<br />

26.2. .............. 10.00 .................... Der kleine Angsthaste mit<br />

dem Scuraluna Schattentheater<br />

Stage Theater des Westens<br />

Kantstraße 12, 10623 Berlin<br />

Tel. 01805 4444, www.stage-entertainment.de<br />

1.2. ................ 15.00 &19.30 ........... Mamma Mia! –Das Musical<br />

Fortsetzung Stage Theater des Westens auf Seite 16


SONDERSEITEN DER BERLINER BÜHNEN<br />

SEITE 16 FREITAG, 31. JANUAR 2020<br />

Fortsetzung Stage Theater des Westens von Seite 16<br />

2.2. ................ 14.30 &19.00 ........... Mamma Mia! –Das Musical<br />

4.2. ................ 19.30 .................. Mamma Mia! –Das Musical<br />

5.2. ................ 18.30 .................. Mamma Mia! –Das Musical<br />

6. &7.2. ......... 19.30 .................. Mamma Mia! –Das Musical<br />

8.2. ................ 15.00 &19.30 ........... Mamma Mia! –Das Musical<br />

9.2. ................ 14.30 &19.00 ........... Mamma Mia! –Das Musical<br />

11.2. .............. 19.30 .................. Mamma Mia! –Das Musical<br />

12.2. .............. 18.30 .................. Mamma Mia! –Das Musical<br />

13. &14.2...... 19.30 .................. Mamma Mia! –Das Muscial<br />

15.2. .............. 15.00 &19.30 ........... Mamma Mia! –Das Musical<br />

16.2. .............. 14.30 &19.00 ........... Mamma Mia! –Das Musical<br />

18.2. .............. 19.30 .................. Mamma Mia! –Das Musical<br />

19.2. .............. 18.30 .................. Mamma Mia! –Das Musical<br />

20. &21.2...... 19.30 .................. Mamma Mia! –Das Musical<br />

22.2. .............. 15.00 &19.30 ........... Mamma Mia! –Das Musical<br />

23.2. .............. 14.30 &19.00 ........... Mamma Mia! –Das Musical<br />

24. &25.2...... 19.30 .................. Mamma Mia! –Das Musical<br />

27. &28.2...... 19.30 .................. Mamma Mia! –Das Musical<br />

29.2. .............. 15.00 &19.30 ........... Mamma Mia! –Das Musical<br />

Theater im Palais<br />

Theaterverein Am Festungsgraben e.V.<br />

Am Festungsgraben 1, 10117 Berlin<br />

Tel. 030 20 10 693, www.theater-im-palais.de<br />

1.2. ................ 19.30 ........... GASTSPIEL Ich glaube. Ein Wassili-<br />

Schukschin-Abend mit Michael Kind<br />

2.2. ................ 16.30 ........AUTORENLESUNG Christine von Brühl:<br />

Gerade dadurch sind sie mir lieb.<br />

Theodor Fontanes Frauen<br />

6.2. ................ 19.30 ........Fontane: Alles Unsinn! Die Frage bleibt!<br />

Buch und Regie: Annette Klare<br />

Mit Gabriele Streichhahn,<br />

Jens-Uwe Bogadtke,<br />

Carl Martin Spengler, Ute Falkenau<br />

7.2. ................ 19.30 ..................Das Pflichtmandat. Mord aus<br />

Mangel an Humor von John Mortimer,<br />

Deutsch von Maren Zindel, Regie:<br />

Philippe Besson. Mit Jens-Uwe Bogadtke,<br />

Carl Martin Spengler<br />

8.2. ................ 19.30 ........................ <strong>Berliner</strong> Geschichten<br />

Alfred Henschke genannt Klabund.<br />

Ick baumle mit de Beene, Lieder<br />

und Texte. Mit Gabriele Streichhahn,<br />

Carl Martin Spengler, Ute Falkenau<br />

9.2. ................ 16.00 ..................Hinterm Ofen sitzt ne Maus,<br />

Lieder und Couplets aus dem alten Berlin.<br />

Buch und Regie: Barbara Abend.<br />

Es singen und spielen Gabriele Streichhahn,<br />

Jens-Uwe Bogadtke, Carl Martin Spengler,<br />

...................... ..................... am Klavier Ute Falkenau<br />

12.2. .............. 19.30 ............<strong>Berliner</strong> Geschichten Erich Kästner:<br />

Der 35. Mai. Fassung und Leitung:<br />

Barbara Abend. Es lesen Gabriele Streichhahn<br />

und Carl Martin Spengler, begleitet<br />

von Ute Falkenau am Klavier<br />

13.2. .............. 19.30 ................Fontane NachLesen Effi Briest.<br />

Fassung: Barbara Abend,<br />

Bühnenmusik: Henry Krtschil.<br />

Szenische Lesung mit Gabriele Streichhahn,<br />

Jens-Uwe Bogadtke, Carl<br />

Martin Spengler, Ute Falkenau<br />

14.2. .............. 19.30 ....................Kleine Eheverbrechen von<br />

Eric-Emmanuel Schmitt.<br />

Regie: Herbert Olschok,<br />

Ausstattung: Sabine Pommerening.<br />

Mit Gundula Köster, Jens-Uwe Bogadtke<br />

15.2. .............. 19.30 ......................... Heinrich von Kleist.<br />

Michael Kohlhaas von Mathias Mertens<br />

für das Theater im Palais.<br />

Es spielen: Gundula Köster, Jens-Uwe<br />

Bogadtke, Carl Martin Spengler.<br />

Leitung: Mathias Mertens,<br />

Dramaturgie: Ilse Nickel,<br />

musikalische Einrichtung: Ute Falkenau<br />

16.2. .............. 16.00 ........................ <strong>Berliner</strong> Geschichten<br />

Otto Reutter. Und so kommˇn wir aus<br />

der Freude gar nicht raus.<br />

Buch und Leitung: Barbara Abend.<br />

Mit Carl Martin Spengler und Ute Falkenau<br />

19.2. .............. 19.30 ................... Gelacht, geweint: Fontane.<br />

Skurrile, komische, bittre<br />

und aufwühlende Geschichten von<br />

Theodor Fontane. Buch und<br />

Regie: Annette Klare.<br />

Mit Gabriele Streichhahn, Jens-Uwe<br />

Bogadtke, Carl Martin Spengler<br />

20.2. .............. 19.30 ..............GASTSPIEL <strong>Berliner</strong> Geschichten<br />

Kurt Tucholsky. Affenkäfig Berlin.<br />

Buch und Regie: Nicole Haase.<br />

Mit Nicole Haase und Ulrich Gumpert<br />

(Komposition und am Piano)<br />

21.2. .............. 19.30 ........................ <strong>Berliner</strong> Geschichten<br />

Der Buddha vom Alexanderplatz.<br />

Ernst Gennat –Berlins weltberühmter<br />

Kriminalkommissar. Buch und Regie:<br />

Barbara Abend. Es lesen und spielen<br />

Gabriele Streichhahn, Carl Martin Spengler,<br />

begleitet von Ute Falkenau am Klavier<br />

22.2. .............. 19.30 ............. Georg Kreisler: Unheilbar gesund.<br />

Buch und Regie: Barbara Abend.<br />

Mit Carl Martin Spengler<br />

und Ute Falkenau<br />

23.2. .............. 16.00 ..............Georg Kreisler: Unheilbar gesund<br />

26.2. .............. 19.30 .................<strong>Berliner</strong> Geschichten Kästner.<br />

Das Glück ist keine Dauerwurst.<br />

Leitung: Barbara Abend.<br />

Es lesen Gabriele Streichhahn<br />

und Carl Martin Spengler,<br />

begleitet von Ute Falkenau am Klavier<br />

27.2. .............. 19.30 .................. GASTSPIEL Kurt Tucholsky.<br />

Frauen sind eitel. Männer? Nie!<br />

Hintergründiges &Humorvolles des<br />

großen Satirikers und Kabarettisten.<br />

Rezitation: Marina Erdmann,<br />

Musik: Jörg Miegel<br />

28.2. .............. 19.30 ...................Krolls Etablissement –eine<br />

<strong>Berliner</strong> Legende. Erzählt,<br />

gespielt, gesungen! Buch und Regie:<br />

Barbara Abend. Mit Gabriele Streichhahn,<br />

Jens-Uwe Bogadtke, Carl Martin<br />

Spengler und Ute Falkenau am Klavier<br />

29.2. .............. 19.30 .........GASTSPIEL Désirée Nick. Die spitzeste<br />

Zunge der Nation …liest aus ihren<br />

Bestsellern. Kabarettistische<br />

Autorenlesung mit Meet &Greet<br />

Theater o. N.<br />

Kollwitzstraße 53, 10405 Berlin<br />

Tel. 440 92 14, www.theater-on.de<br />

1. &2.2. ......... 16.00 ................Steinsuppe (ab 4, Uta Lindner)<br />

4.-6.2. ............ 10.00 ................Steinsuppe (ab 4, Uta Lindner)<br />

8. &9.2. ......... 16.00 ...........................Steinsuppe (ab 4)<br />

12. &13.2...... 10.00 ........ Klangquadrat (2-10, Florian Bergmann,<br />

Benedikt Bindewald, Minouche Petrusch)<br />

BAR JEDER VERNUNFT/TIPI AM KANZLERAMT<br />

Chaos, Teufel und Kurt Weill<br />

Aktuelle Tendenzen musikalisch hinterfragt vonAnna Mateur und Dominique Horwitz<br />

Ob als Frau Lunas Zofe<br />

„Stella“ oder als „Bud<br />

Butterfahrt“ in „Die<br />

5glorreichen Sieben" –<br />

Anna Mateur fällt auf! Jetzt präsentiert<br />

die Ausnahmekünstlerin mit<br />

der unglaublichen Stimme und dem<br />

schrägen Humor endlich wieder ein<br />

neues Soloprogramm: mit „Kaoshüter“<br />

sagt Anna Mateur der herrschenden<br />

Ordnung den Kampf an<br />

und feiert am12. Februar Uraufführung<br />

in der Bar jeder Vernunft. An<br />

den Saiten ihreBeuys KimEfertund<br />

Samuel Halscheidt.<br />

RADIALSYSTEM<br />

Verwandlung als Experiment<br />

David Marton lässt in musiktheatrale Metamorphosen eintauchen<br />

und das VocalconsortBerlin Werkeder Renaissance auf die Moderne treffen<br />

Mit der Deutschlandpremiere<br />

von „Narziss<br />

& Echo“ ist David<br />

Marton /Road Opera<br />

Anfang Februar erstmals zu Gast im<br />

radialsystem. Ovid erzählt in den<br />

„Metamorphosen“ die miteinander<br />

verbundenen Mythen von Echo und<br />

Narziss, die nicht zusammenfinden<br />

können. Der eigenen Sprache beraubt,<br />

kann die Nymphe Echo lediglich<br />

durch dieWiederholung fremder<br />

Worte kommunizieren. Narziss wiederum<br />

ist verloren in der Betrachtung<br />

seines eigenenSpiegelbilds,vernarrtinein<br />

unerreichbares Objekt.<br />

David Marton greift Ovids Erzählung<br />

auf und lässt in „Narziss und<br />

Echo“ sechs Performerinnen und<br />

Performer, Sängerinnen und Sänger,<br />

Schauspielerinnen und Schauspieler,<br />

Musikerinnen und Musiker<br />

in eine fortlaufende Metamorphose<br />

eintauchen. Mit improvisierter<br />

Musik von Michael Wilhelmi,<br />

Paul Brody und Daniel Dorsch<br />

entsteht eine Suche nach Form und<br />

Erzählung, die sich stetig verändern<br />

und in der auditive und visuelle<br />

Introspektion aufeinandertreffen,<br />

ohne sich zu vereinigen.<br />

RENAISSANCE UND MODERNE<br />

Ende des Monats präsentiert das<br />

Vocalconsort Berlin, einer der besten<br />

und wandlungsfähigsten Kammerchöre<br />

Deutschlands, unter der<br />

Leitung von Michael Alber ein spanisch-deutsches<br />

Programm. In einem<br />

Dialog von Renaissance und<br />

In diesem Jahr wäre er120 Jahre<br />

altgewordenund sein Todestag<br />

jährt sich zum 70. Mal –zwei<br />

gute Gründe, Kurt Weill, einen<br />

der wichtigsten Komponisten des<br />

20. Jahrhunderts, mit der Reihe<br />

„Kurt Weill –revisited“ zuehren.<br />

Den Anfang macht Dominique<br />

Horwitz am 27. Februar mit „A<br />

Begglar’s Opera 2071“. Mit seiner<br />

siebenköpfigen „Me and the Devil“-<br />

Band projiziert Horwitz die Vorlage<br />

Narziss &Echo<br />

Narziss &Echo<br />

David Marton /Road Opera<br />

Vom 6.bis zum 9. Februar<br />

Spiegelungen<br />

Vocalconsort Berlin<br />

Am 25. Februar<br />

Radialsystem<br />

Holzmarktstraße 33, 10243 Berlin<br />

Kartentelefon: 030 288 788588<br />

www.radialsystem.de<br />

Moderne treffen Werkevon Orlandus<br />

Lassus und Tomás Luis de Victoria<br />

auf zwei Uraufführungen von Iñigo<br />

Giner Miranda und Martin Wistinghausen.<br />

Inhaltlich und musikalisch<br />

miteinander verwoben entstehen in<br />

den facettenreichen Spiegelungen<br />

der Stücke vielfältige Verknüpfungen<br />

zwischen Musik des 16. und 21. Jahrhunderts,<br />

zwischen Tradition und<br />

Anna Mateur; unten: Dominique Horwitz<br />

zum Welterfolg „Die Dreigroschenoper“<br />

in die Zukunft und hinterfragt<br />

so aktuelle gesellschaftliche Tendenzen.<br />

Untermalt wird das Sittengemälde<br />

dieser neuen Welt mit bekannten<br />

Kurt-Weill-Songs, Hits von<br />

David Bowie oder Stevie Wonder sowie<br />

mit Melodien von Irving Berlin<br />

oder Modest Mussorgski. Heraus<br />

kommt ein rockig-funkiger, frischlakonischer<br />

Theaterabend voller<br />

Horwitz’schem Augenzwinkern.<br />

DAVID CAMPESINO<br />

LAURANCE CHAPERON<br />

Avantgarde, zwischen Zeitgenossinnen<br />

und Zeitgenossen, musikalischen<br />

Sprachen und Stilen.<br />

Bei den Renaissancewerken handelt<br />

es sich umVertonungen von<br />

Bußpsalmen von Orlandus Lassus<br />

(1532–1594) und von Responsorien<br />

von Tomás Luis de Victoria (1548–<br />

1611), bei den zeitgenössischen<br />

Kompositionen um Auftragswerke<br />

an den Komponisten und Sänger<br />

MartinWistinghausen und den Komponisten,<br />

Konzertdesigner, Musiker<br />

und Performer Iñigo Giner Miranda.<br />

Die Auftragskompositionen sollten<br />

sich mit den Renaissancewerken<br />

auseinandersetzen und gezielt darauf<br />

Bezug nehmen: Martin Wistinghausen<br />

stellt einen Bußpsalm von<br />

Lassus in das Zentrum der kompositorischen<br />

Arbeit, Iñigo Giner Miranda<br />

eine Komposition von Victoria.<br />

Die verschiedenen musikalischen<br />

Schreibweisen werden in Beziehung<br />

zueinander gesetztund dialogisiert.<br />

Bar jeder Vernunft<br />

Kaoshüter<br />

Anna Mateur &The Beuys<br />

Uraufführung<br />

Vom 12. bis zum 16. Februar<br />

Klaus Hoffmann singt Brel<br />

Vom 18. bis zum 23. Februar<br />

Gesang der Trolle<br />

Ljodahått<br />

Am 24. und 29. Februar<br />

sowie am 1. März<br />

Bar jeder Vernunft<br />

Schaperstraße 24<br />

10719 Berlin<br />

Kartentelefon: 030 883 1582<br />

www.bar-jeder-vernunft.de<br />

Tipi am Kanzleramt<br />

Am achten Tag schuf<br />

Gott die Boygroup<br />

Altar Boyz<br />

Am 7. und 8.Februar<br />

Nornu –Die Show<br />

Schwarzblond und<br />

Die Rossi Dance Company<br />

Am 11. bis zum 13. Februar<br />

The Beggar’s Opera 2071<br />

Dominique Horwitz &<br />

die „Me and the Devil“-Band<br />

Vom 27. Februar bis zum 2. März<br />

sowie vom 10. bis zum 15. März<br />

Tipi am Kanzleramt<br />

Große Querallee<br />

10557 Berlin<br />

Kartentelefon: 030 39 06 65 50<br />

www.tipi-am-kanzleramt.de<br />

NURITH WAGNER-STRAUSS<br />

15. &16.2...... 16.00 .........................Klangquadrat (2-10)<br />

17.2. .............. 19.00 ................Erzählbühne (Erzählkunst e.V.)<br />

20.2. .............. 20.00 ...................Bilder lernen laufen, indem<br />

man sie herumträgt (Volker Gerling)<br />

22.2. .............. 16.00 ....................PREMIERE Die Nachtigall<br />

(ab 5, Kathleen Rappolt)<br />

23.2. .............. 16.00 ........................ Die Nachtigall (ab 5)<br />

24. &25.2...... 10.00 ........................ Die Nachtigall (ab 5)<br />

27. &28.2...... 10.00 ..............Future Beats (½-2, Bernd Sikora,<br />

Nasheeka Nedsreal, Andreas Pichler)<br />

29.2. .............. 16.00 ..........................Future Beats (½-2)<br />

Theater Strahl Berlin<br />

Die Weiße Rose, Martin-Luther-Straße 77, 10825 Berlin<br />

Tel. 69 59 92 22, www.theater-strahl.de<br />

12. &13.2...... 11.00 ................Genau wie immer: Alles anders<br />

(Strahl.Die Weiße Rose)<br />

14.2. .............. 10.00 ................Genau wie immer: Alles anders<br />

(Strahl.Die Weiße Rose)<br />

18.2. .............. 11.00 &19.30 ..... Klasse Tour (Strahl.Halle Ostkreuz)<br />

19.2. .............. 11.00 ............ Klasse Tour (Strahl.Halle Ostkreuz)<br />

....................... 11.00 .................. Scheitern! Liebe! Hoffnung!<br />

(Strahl.Probebühne)<br />

20.2. .............. 11.00 ............ Klasse Tour (Strahl.Halle Ostkreuz)<br />

....................... 11.00 .................. Scheitern! Liebe! Hoffnung!<br />

(Strahl.Probebühne)<br />

21.2. .............. 10.00 .................. Scheitern! Liebe! Hoffnung!<br />

(Strahl.Probebühne)<br />

25.2. .............. 11.00 &18.00 ........Nathan (Strahl.Die Weiße Rose)<br />

26.2. .............. 11.00 ...............Nathan (Strahl.Die Weiße Rose)<br />

....................... 11.00 ...............Klasse Glück. Öffentliche Probe<br />

(Strahl.Halle Ostkreuz)<br />

27.2. .............. 11.00 ...............Nathan (Strahl.Die Weiße Rose)<br />

28.2. .............. 10.00 ...............Nathan (Strahl.Die Weiße Rose)<br />

Theater Thikwa<br />

in den Mühlenhaupthöfen<br />

Fidicinstraße 40, 10965 Berlin<br />

Tel. 61 20 26 20, www.thikwa.de<br />

5.-8.2. ............ 20.00 ................Oz, Oz, Oz! (W)rap the Wizard!<br />

mit Cora Frost, Martin Clausen u.a.<br />

Regie: Gerd Hartmann<br />

12.-15.2. ........ 20.00 ................Oz, Oz, Oz! (W)rap the Wizard!<br />

Tipi am Kanzleramt<br />

Große Querallee, 10557 Berlin<br />

Tel. 39 06 65 50, www.tipi-am-kanzleramt.de<br />

1.2. ................ 20.00 ....... Gitte Haenning &Band –„Still crazy ...“<br />

2.2. ................ 19.00 ....... Gitte Haenning &Band –„Still crazy ...“<br />

7. &8.2. ......... 20.00 .......................Altar Boyz -Amachten<br />

Tagschuf Gott die Boygroup<br />

11.-13.2. ........ 20.00 ...........................Schwarzblond und<br />

Die Rossi Dance Company<br />

in Nornu –Die Show<br />

14. &15.2...... 20.00 ...............Double Drums –Beat Rhapsody<br />

16.2. .............. 15.00 .................Double Drums –Groovin‘ Kids<br />

17.2. ............. 19.45 ..............Die Florian Schroeder Satireshow<br />

19.-22.2. ........ 20.00 .........................Paul Morocco &Olé!<br />

23.2. .............. 19.00 ..............................Lisa Eckhart –<br />

Die Vorteile des Lasters<br />

24.2. .............. 20.00 ...............eat! berlin-Spezial: Tagesspiegel<br />

Checkpoint live mit Lorenz Maroldt<br />

27.2. .............. 20.00 ......BERLIN-PREMIERE: Dominique Horwitz –<br />

The Beggar's Opera 2071<br />

28. &29.2...... 20.00 ........................ Dominique Horwitz –<br />

The Beggar's Opera 2071<br />

Vaganten Bühne<br />

Kantstraße 12a, 10623 Berlin<br />

Tel. 313 12 07, www.vaganten.de<br />

1. &4.2. ......... 20.00 ................Afzals Tochter von Ayad Akhtar<br />

6.2. ................ 20.00 ........................Michael Kohlhaas von<br />

Heinrich von Kleist<br />

7.2. ................ 20.00 ...............Romeo und Julia auf dem Dorfe.<br />

Musikalische Lesung<br />

8.2. ................ 20.00 ...........................Michael Kohlhaas<br />

von Heinrich von Kleist<br />

9.2. ................ 18.00 ............Menschen im Hotel von Vicki Baum<br />

11.-13.2. ........ 20.00 ........................Hiob von Joseph Roth<br />

14. &15.2...... 19.30 .............. Der Untertan von Heinrich Mann<br />

16.2. .............. 18.00 ............Menschen im Hotel von Vicki Baum<br />

17.-19.2. ........ 20.00 .................. Ruhm von Daniel Kehlmann<br />

21. &22.2...... 20.00 ......................Shakespeares sämtliche<br />

Werke von A. Long u.a<br />

23.2. .............. 18.00 ..........................Menschen im Hotel<br />

von Vicki Baum<br />

24.2. .............. 20.00 ...........Montagslesung mit R. Scheunemann<br />

25.-27.2. ........ 19.30 ..........Lehman Brothers von Stefano Massini<br />

28. &29.2...... 20.00 .......................Indien von Josef Hader<br />

und Alfred Dorfer<br />

Wintergarten Varieté<br />

Potsdamer Straße 96, 10785 Berlin<br />

Tel. 58 84 33, www.wintergarten-berlin.de<br />

10.2............... 20.00 ....... Klaus Hoffmann bei Kurtz auf der Couch<br />

11.-15.2. ........ 20.00 ..........20 20 –Die 20er Jahre Varieté Revue<br />

16.2. .............. 18.00 ..........20 20 –Die 20er Jahre Varieté Revue<br />

19.2. .............. 20.00 ..........20 20 –Die 20er Jahre Varieté Revue<br />

21. &22.2...... 20.00 ..........20 20 –Die 20er Jahre Varieté Revue<br />

23.2. .............. 18.00 ..........20 20 –Die 20er Jahre Varieté Revue<br />

25. &26.2...... 20.00 ..........20 20 –Die 20er Jahre Varieté Revue<br />

27.2. .............. 20.00 .........................PREMIERE 20 20 –<br />

Die 20er Jahre Varieté Revue<br />

28.2. .............. 20.00 ..........20 20 –Die 20er Jahre Varieté Revue<br />

29.2. .............. 20.00 ..........20 20 –Die 20er Jahre Varieté Revue<br />

15.30 ............................20 20 ShowCafé<br />

Mitteilung der Redaktion<br />

Die nächste Spielplan-Ausgabe (März 2020)<br />

erscheint am Freitag, 28. Februar<br />

Spielplan-Redaktion: Peter Brock<br />

Tel. 030 2327 6718<br />

E-Mail: redaktion.spielplan@mdscreative.com<br />

Titelfotos: Matthias Heyde, Michael Petersohn,<br />

David Baltzer (2), Daniel Hundertmark

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