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Es hakt noch: Hartmut Dorgerloh über das Humboldt-Forum – Berlin Seite 13<br />
Spielplan<br />
der <strong>Berliner</strong><br />
Bühnen im<br />
Februar<br />
Beilage<br />
7°/11°<br />
Ab und zu Sonne<br />
Wetter Seite 2<br />
Berlinale: Alfred Bauers<br />
Nazi-Vergangenheit<br />
Feuilleton Seite 19<br />
www.berliner-zeitung.de<br />
Steuervergehen? Gegen<br />
Gauland wird ermittelt<br />
Politik Seite 4<br />
Freitag,31. Januar 2020 Nr.26HA-76. Jahrgang<br />
Auswärts/D*: 1.70 €–Berlin/Brandenburg: 1.60 €<br />
<strong>Berliner</strong> Preise: Was<br />
wurde teurer,was billiger?<br />
Made in Berlin Seite 6<br />
Comeback<br />
mit<br />
Wow-Effekt<br />
VonAnne Vorbringer<br />
Wer auf der Suche nach einem<br />
Gänsehautmoment ist, der<br />
sollte sich bei YouTube den Auftritt<br />
von Demi Lovato bei den Grammys<br />
von vor wenigen Tagen anschauen.<br />
Wiedie Sängerin mit der tiefschwarzenMähne<br />
dortauf der Bühne steht,<br />
im langen weißen Ballkleid, wie sie<br />
zunächst abbrechen muss, weil sie<br />
von ihren Emotionen überwältigt<br />
wird, und wie sie<br />
dann mit klarer<br />
und kraftvoller<br />
Stimme erneut<br />
ansetzt – dieser<br />
Auftritt rührte<br />
viele Zuschauer<br />
zu Tränen.<br />
„I feel stupid<br />
when Ising. No-<br />
Demi Lovato<br />
bringt Emotionen auf<br />
die große Bühne.<br />
Super Bowl<br />
body’s listening<br />
to me“, singt Lovato,<br />
der natürlich<br />
nicht niemand zuhört, sondern<br />
der eine riesige Fangemeinde andächtig<br />
lauscht, weil sie in ihrer Heimat,<br />
den USA, längst ein Superstar<br />
ist. Lange haben ihre Anhänger auf<br />
sie warten müssen, seit fast zwei Jahrengab<br />
es keine Live-Auftritte mehr.<br />
Nun ist „Anyone“ da –und er ist<br />
nicht ohne Grund der bisher stärkste<br />
Song der 27-jährigen US-Amerikanerin.<br />
Jede Zeile klingt wie ein Hilferuf:<br />
Lovato nahm das Lied im Sommer<br />
2018 auf, vier Tage bevor sie mit<br />
einer Überdosis ins Krankenhaus eingeliefert<br />
wurde und fast gestorben<br />
wäre. Nun ist Lovato zurück, sie hat<br />
den Entzug hinter sich gebracht und<br />
will nach vorn schauen. Der<br />
Grammy-Auftritt war erst der Anfang,<br />
am Sonntag wird sie beim Super<br />
Bowl, dem TV-Ereignis des Jahres in<br />
den USA, die Nationalhymne singen.<br />
Der Erfolg Lovatos – schon ihr<br />
zweites Studioalbum erreichte Platz<br />
eins in den Billboard-Charts –erklärt<br />
sich nicht nur mit ihrer eindrucksvollen,<br />
exakt geschulten Stimme. Die<br />
Künstlerin, die mexikanische, italienische<br />
und irische Vorfahren hat und<br />
ihre Karriere als singende Disney-<br />
Schauspielerin startete,hat aus ihren<br />
Suchtproblemen und ihren psychischen<br />
Krisen nie ein Geheimnis gemacht.<br />
Das Mobbing der Mitschüler,<br />
die sich über ihr Körpergewicht lustig<br />
machten, ihreBulimie und die Selbstverletzungen,<br />
auch die Diagnose einer<br />
bipolaren Störung –der Öffentlichkeit<br />
blieb nichts verborgen. Auch<br />
nicht, dass diese Erkrankung nicht<br />
einfach verschwindet, sondern dass<br />
ein langerWegnötig ist, um mit ihr leben<br />
zu können. Lovato hat diesen<br />
Wegangetreten. SportSeite 17<br />
Der Mietendeckel sitzt<br />
Doch nach der emotionalen Debatte im Abgeordnetenhaus zeigt sich die Stadt gespalten<br />
VonElmar Schütze<br />
Es ist vorbei<br />
An diesem Freitag verlassen die Briten die Europäische Union.<br />
Die Konsequenzen sind kaum absehbar.<br />
Seiten 2, 3und 8<br />
So scharf getrennt hat sich<br />
das politische Berlin selten<br />
gezeigt. Während mehrere<br />
Redner der rot-rot-grünen<br />
Koalition am Donnerstag im Abgeordnetenhaus<br />
von einem „historischen<br />
Tag“ sprachen, zeigten sich<br />
Opposition und Wirtschaft entsetzt.<br />
Grund der scharf geführten Auseinandersetzung<br />
ist der Mietendeckel.<br />
Berlin führtals erstes Bundesland<br />
einen solchen Mietendeckel als Instrument<br />
der Mietenregulierung ein.<br />
Das Abgeordnetenhaus beschloss<br />
das Gesetz mit seiner rot-rot-grünen<br />
Mehrheit (bei einer Enthaltung) gegen<br />
die Stimmen der Opposition, die<br />
es geschlossen ablehnte.Mit der ersten<br />
Phase des Gesetzes sollen die<br />
Mieten für Wohnungen, die vordem<br />
1. Januar 2014 errichtet wurden, für<br />
fünf Jahreeingefroren werden. In einer<br />
zweiten Phase, die in neun Monaten<br />
beginnen soll, sollen Mieten,<br />
die mehr als 20 Prozent über einer<br />
definierten Obergrenzeliegen, abgesenkt<br />
werden. Ab 2022 soll es jährliche<br />
Mieterhöhungen um den Inflationsausgleich<br />
geben dürfen. Außerdem<br />
werden die Möglichkeiten der<br />
Vermieter beschränkt, Modernisierungen<br />
übermäßig auf die Miete<br />
umzulegen. Gleichzeitig gibt es Härtefallregeln<br />
für Vermieter. Verstöße<br />
gegen das Gesetz werden mit Bußgeldernvon<br />
500 000 Euro bestraft.<br />
Den Anfang einer emotionalen<br />
Debatte machte Harald Wolf. Dies sei<br />
sein „letzter Auftritt nach 29 Jahren“,<br />
sagte der Linken-Politiker,der im Abgeordnetenhaus<br />
schon so vieles war:<br />
Fraktionschef, Senator und jetzt wieder<br />
einfacher Abgeordneter. Wolf<br />
zieht nach Hamburg und gibt sein<br />
Mandat ab.Inseiner Rede verteidigte<br />
er den Mietendeckel. Wohnen sei ein<br />
menschliches Grundbedürfnis und<br />
dies dürfe „kein Objekt der Gewinnmaximierung“<br />
sein. „Wir wollen<br />
keine marktkonforme Stadt sein.“<br />
Immer wieder wurde Wolf durch<br />
teils pöbelnde Zwischenrufe aus der<br />
AfD-Ecke unterbrochen. Am Ende<br />
sagte er in Richtung CDU, FDP und<br />
AfD: „Der demokratischen Opposition<br />
sage ich: Weiter so! –Und dem<br />
anderen Teil der Opposition habe ich<br />
nichts zu sagen.“<br />
In der Debatte verteidigten weitere<br />
Vertreter von Rot-Rot-Grün den<br />
Deckel. Katrin Schmidberger, Grünen-Sprecherin<br />
für Wohnen und<br />
Mieten, sagte: „Jeder verantwortliche<br />
Politiker muss entscheiden, ob der<br />
Markt für die Menschen da ist, oder<br />
die Menschen für den Markt.“Für sie<br />
sei klar,dassman Mieter vorüberzogenen<br />
Gewinnerwartungen auf dem<br />
Immobilienmarkt schützen müsse.<br />
Die Wirtschaft warnt<br />
Ihre SPD-Kollegin Iris Spranger<br />
sprach von einer fünfjährigen Pause<br />
auf dem Wohnungsmarkt, die „bitter<br />
nötig“ sei. Anschließend nahm sie<br />
die CDU ins Visier. Deren Fraktionschef<br />
Burkard Dregger hatte gesagt,<br />
dass vor allem „einkommensstarke<br />
Mieter in ihren Luxuswohnungen“<br />
von dem Deckel profitierten. Vielmehr<br />
sei „sozial, was Wohnraum<br />
schafft“. Für Spranger habe sich die<br />
CDU als mieterfeindlich „enttarnt“,<br />
als sie im Gesetzgebungsverfahren<br />
keinen Änderungsantrag eingereicht<br />
hatte.„Damit zeigen Sie, Herr Dregger,<br />
was Sie von den Mietern indieser<br />
Stadthalten, nämlich nichts.“<br />
Tatsächlich haben CDU und FDP<br />
längst Normenkontrollklagen gegen<br />
den Mietendeckel angekündigt. Sie<br />
halten ihn für verfassungswidrig.<br />
Das Land Berlin habe in diesem Fall<br />
keine Gesetzgebungskompetenz.<br />
Kritik am Gesetz gab es auch von<br />
der Wirtschaft. Die Präsidentin der<br />
Industrie- und Handelskammer, Beatrice<br />
Kramm, sieht einen „Schaden<br />
für den Wirtschaftsstandort Berlin“.<br />
Der Deckel gefährde Arbeitsplätze<br />
und konterkariere das Erreichen der<br />
Klimaschutzziele 2030. Maren Kern,<br />
Vorstand des Verbandes Berlin-<br />
Brandenburgischer Wohnungsunternehmen<br />
(BBU), sagte, das Gesetz<br />
bringe vor allem „schlechtere Investitionsbedingungen<br />
für den zur<br />
Marktentspannung dringend benötigten<br />
Neubau. Damit ist das Gesetz<br />
ein Deckel für die weitere positive<br />
Entwicklung Berlins.“ Auch Christian<br />
Amsinck, Hauptgeschäftsführer<br />
der Unternehmensverbände Berlin-<br />
Brandenburg (UVB), ließ kein gutes<br />
Haar am Mietendeckel. Dieser sei<br />
„juristisch höchst riskant. Und ökonomisch<br />
schafft er große Unsicherheiten<br />
für die <strong>Berliner</strong> Wirtschaft“.<br />
AFP/TOLGA AKMEN<br />
WHO ruft<br />
internationalen<br />
Notstand aus<br />
Coronavirus gefährdet<br />
schlecht versorgte Länder<br />
Die Weltgesundheitsorganisation<br />
(WHO) hat die rasante Ausbreitung<br />
des neuartigen Coronavirus aus<br />
China zum internationalen Gesundheitsnotstand<br />
erklärt. Das bedeutet,<br />
dass die mehr als 190 Mitgliedsländer<br />
von der WHO empfohlene Krisenmaßnahmen<br />
gegen eine weitere<br />
Ausbreitung koordinieren.<br />
Noch sei die Zahl der Infektionen<br />
außerhalb Chinas relativ gering,<br />
sagte WHO-Direktor Tedros Adhanom<br />
Ghebreyesus am Donnerstagabend<br />
nach der Sitzung eines Expertenausschusses<br />
in Genf. Aber man<br />
wisse nicht, welchen Schaden das<br />
Virus in Ländern mit schwachem<br />
Gesundheitssystem anrichte. „Wir<br />
sitzen alle im selben Boot“, sagte<br />
Tedros.DasViruskönne nur gemeinsam<br />
aufgehalten werden.„Das ist die<br />
Zeit für Fakten, nicht Angst.“<br />
Zuvor war die Zahl der mit dem<br />
Virus Infizierten rasant auf weltweit<br />
mehr als 8100 gestiegen. Vor zwei<br />
Wochen waren erst 40 Fälle gezählt<br />
worden. Außerhalb Chinas waren in<br />
rund 20 Ländern mehr als 100 Menschen<br />
positiv auf das Virus getestet<br />
worden. Vielfach sind die Infizierten<br />
Reisende aus China, aber es kommt<br />
auch zu Ansteckungen außerhalb<br />
des Landes. InBayern wurde bei einem<br />
fünften Patienten eine Infektion<br />
festgestellt. Ein Verdachtsfall in<br />
Brandenburgbestätigte sich nicht.<br />
Die WHO empfiehlt nun unter<br />
anderem, dass Länder mit weniger<br />
entwickelten Gesundheitssystemen<br />
unterstützt werden sollen. Zudem<br />
soll die Arbeit an Medikamenten<br />
und Impfstoffen beschleunigt, Wissenund<br />
Daten geteilt und gegen Gerüchte<br />
vorgegangen werden. Gleichzeitig<br />
empfiehlt die WHO aber keine<br />
Handels- und Reisebeschränkungen.<br />
(dpa) Wirtschaft Seite 7, Leitartikel<br />
Seite 8, Brandenburg Seite 14<br />
<strong>Berliner</strong> Verlag GmbH, 11509 Berlin<br />
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MESSEN
2 <strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020<br />
·························································································································································································································································································<br />
Brexit<br />
Emotionen zum Abschied: Im Europaparlament von Brüssel singen pro-europäische Abgeordnete am Mittwoch den schottischen Klassiker „Auld Lang Syne“.<br />
AP/FRANCISCO SECO<br />
Fast geschafft. Das Büro mit<br />
der Nummer 07U025 in einem<br />
entlegenen Flügel des<br />
Europaparlaments in Brüssel<br />
ist so gut wie geräumt. Nur noch<br />
Schminkzeug liegt auf einem<br />
Schreibtisch. Und jetzt kommen<br />
diese Journalisten aus Norwegen<br />
und wollen, dass Belinda De Lucy für<br />
ein Foto irgendetwas in eine Kiste<br />
packt. Die blonde Frau schürzt die<br />
Lippen und schickt ihren Assistenten<br />
los. Er soll die blaue Tasse, er<br />
wisse schon welche, aus dem Nachbarbüroholen.<br />
Mangels anderer Behälter<br />
will De Lucy die Tasse in den<br />
Altpapierkorb packen. Das ist kein<br />
gutes Fotomotiv.Also kramt De Lucy<br />
ihr Handy hervor, flippt durch die<br />
Foto-App und hält ein Bild in die<br />
norwegische Kamera. Es zeigt Stöckelschuhe<br />
mit dem britischen<br />
Union Jack, von DeLucy und ihren<br />
Kindern bemalt. Das sei jetzt aber<br />
ein gutes Motiv,findet die Fotografin<br />
aus Oslo und knipst drauf los.<br />
Ohne protokollarische Regeln<br />
„Ich bin so aufgeregt“, sagt die 43<br />
Jahre alte De Lucy. Andiesem Freitagabend<br />
ist es so weit. Die Mutter<br />
von vier Kindern aus Sheffield, die<br />
seit Juli vergangenen Jahres für die<br />
Brexit-Party im Europaparlament<br />
saß, wirddie Schuhe auf dem Parliament<br />
Square inLondon tragen –zur<br />
großen Sause der Brexiteers. „Es ist<br />
mir völlig egal, ob ich mir Blasen<br />
hole. Endlich ist der Tagder Freiheit<br />
und der Unabhängigkeit für mein<br />
Land da. Ich kann es immer noch<br />
nicht fassen.“<br />
Noch nie hat ein ganzes Land die<br />
Europäische Union verlassen. Protokollarische<br />
Regeln gibt es dafür<br />
nicht. Und sospielen sich in diesen<br />
Tagen in Brüssel denkwürdige Szenen<br />
ab,die vonschiererVerzweiflung<br />
ebenso wie von kindlicher Freude<br />
zeugen.<br />
Im Europaparlament von Brüssel<br />
findet sich die Mehrzahl der Abgeordneten<br />
zu einem traurigen Chor<br />
zusammen. Sie fassen sich an den<br />
Händen und singen den schottischen<br />
Abschiedsklassiker„Auld Lang<br />
Syne“. In der Kneipe Maison des Ailes<br />
treffen sich die Brexit-Gegner am<br />
Donnerstagabend zum kollektiven<br />
Frustsuff. Der britische Labour-Abgeordnete<br />
Richard Corbett sagt, er<br />
werde sich jetzt ein Pferd zulegen,<br />
um darauf in den Sonnenuntergang<br />
zu reiten. Britischer Galgenhumor.<br />
Aufder anderen Seite steht Ober-<br />
Brexiteer Nigel Farage. Er hat den<br />
Austritt Großbritanniens zum Inhalt<br />
seines Lebens gemacht. In seinem<br />
letzten Auftritt im Europaparlament<br />
bejubelt er denTriumph des Populismus<br />
über den Globalismus und ergeht<br />
sich in düsteren Prognosen.<br />
Bald schon, sagt er, würden Dänemark,<br />
Polen und Italien es auch so<br />
machen wie das Vereinigte Königreich.<br />
Farage sagt: „Wir lieben Europa.<br />
Wirhassen einfach nur die Europäische<br />
Union.“ Der Mann, der so<br />
spricht, kann jetzt übrigens mit einem<br />
stattlichen Übergangsgeld aus<br />
der EU-Kasse rechnen, fast 180 000<br />
Euro.Dafür gibt es Regeln in Brüssel.<br />
Vor47Jahren und einem Monat ist<br />
das Vereinigte Königreich der Europäischen<br />
Wirtschaftsgemeinschaft<br />
beigetreten, wie die EU damals hieß.<br />
1318 Tage sind seit dem Brexit-Referendum<br />
vergangen. Jetzt wirddie britische<br />
Fahne vonihrem Mast vordem<br />
Europaparlament heruntergeholt<br />
und ins Museum für Europäische Geschichte<br />
im Parc Léopold gebracht.<br />
Großbritannien sei ein gutes EU-<br />
Mitglied gewesen, sagen Diplomaten<br />
in Brüssel ein bisschen wehmütig.<br />
Obwohl jede einzelne Regierung<br />
in London in den vergangenen 47<br />
Jahren eigene Fehler auf die EU geschoben<br />
und die „Eiserne Lady“<br />
Margaret Thatcher in den frühen<br />
80ern gefordert hat: „Wir wollen unser<br />
Geld zurück.“ Womit das ganze<br />
Spektakel um die sogenannten Briten-Rabatte<br />
seinen Anfang nahm.<br />
Das habe aber genauso zum Spiel<br />
dazugehört wie der unermüdliche<br />
Einsatz der Briten für den Binnenmarkt,<br />
für die Erweiterung der EU,<br />
für den Freihandel.<br />
Ein Ende<br />
und ein<br />
Anfang<br />
Noch nie hat ein ganzes Land die<br />
Europäische Union verlassen. Für die Zeit nach dem<br />
Brexit am 31. Januar steht daher nur eines fest:<br />
Auf Brüssel und London kommen<br />
harte Verhandlungen zu.<br />
VonDamir Fras, Brüssel<br />
Mit dem Brexit gibt Großbritannien<br />
seinen Einfluss auf die EU formal<br />
auf, Deutschland und Frankreich<br />
werden wichtiger.Und doch wirddas<br />
zunächst niemand bemerken. Denn<br />
vom1.Februar läuft eine Übergangszeit<br />
bis mindestens Ende dieses Jahres,<br />
vielleicht auch länger. Die Briten<br />
verlassen zwar formal den Klub der<br />
Europäer,müssen sich aber weiter an<br />
die Regeln halten. So lange, bis ein<br />
Abkommen geschlossen ist, das die<br />
zukünftigen Beziehungen des Inselstaates<br />
zum Kontinent regelt.<br />
Die EU-Spitze umKommissionspräsidentin<br />
Ursula von der Leyen,<br />
Ratspräsident Charles Michel und<br />
Parlamentspräsident David Sassoli<br />
hat sich am Donnerstag zu einer<br />
Klausur im Jean-Monnet-Haus bei<br />
Paris zurückgezogen. Das Trio will<br />
beraten, wie es jetzt weitergehen<br />
soll, nachdem eingetreten ist, was<br />
sich niemand vorstellen konnte.<br />
DasEnde der britischen Mitgliedschaft<br />
in der EU ist der Beginn von<br />
zähen Verhandlungen. DerFranzose<br />
Michel Barnier,der denScheidungsvertrag<br />
für die EU ausgehandelt hat,<br />
muss sich in den nächsten Monaten<br />
um diesen Vertrag kümmern. Am<br />
kommenden Montag bekommt er<br />
von den verbliebenen 27 Mitgliedstaaten<br />
offiziell den Auftrag dazu.<br />
Flucht aus der Verantwortung<br />
Barnier hat sich ein strammes Programm<br />
auferlegt. In der ersten Woche<br />
werden die Verhandlungen vorbereitet,<br />
in der zweiten Woche wird<br />
mit London verhandelt, in der dritten<br />
Woche werden die EU-Mitgliedstaaten,<br />
die Europaabgeordneten<br />
und die nationalen Parlamente über<br />
den Stand der Verhandlungen informiert.<br />
Und dann beginnt die Sache<br />
wieder vonvorne.Bis es einen unterschriftsreifen<br />
Vertraggibt.<br />
Bernd Lange ist der Vorsitzende<br />
des Handelsausschusses im Europaparlament<br />
und wirddieVerhandlungen<br />
begleiten. Der SPD-Mann aus<br />
Niedersachsen hat die roten Linien<br />
schon formuliert, die London nicht<br />
übertreten darf. Lange lehnt sich in<br />
seinem Bürosessel zurück und zählt<br />
auf: keine Zölle, kein Steuerparadies<br />
àlaSingapur in der Nordsee, kein Sozialdumping<br />
und so weiter und so<br />
fort.<br />
Es wird nicht einfach, die Briten<br />
davon zu überzeugen. Denn in den<br />
vergangenen 47 Jahren sind das Vereinigte<br />
Königreich und die EU aneinandergewachsen.<br />
Ein Beispiel: Britische<br />
Fischer seien auch künftig auf<br />
die EU als Absatzmarkt angewiesen,<br />
sagt Lange: „70 bis 80 Prozent des Fisches<br />
gehen in die EU. Jeder Brite<br />
könnte dreimal am Tag Fish and<br />
Chips essen, und sie bräuchten die<br />
EU trotzdem immer noch.“<br />
Doch andererseits brauche auch<br />
die EU weiter britischen Fisch. In<br />
Niedersachsen allein, sagt Lange,<br />
seien 4000 Arbeitsplätze in der<br />
fischverarbeitenden Industrie davon<br />
abhängig.<br />
Die Scheidung ist vollzogen, der<br />
Rest muss sich finden. Kommissionspräsidentin<br />
von der Leyen stellt<br />
den Briten eine „einzigartige Partnerschaft“<br />
in Aussicht und sagt: „Wir<br />
werden euch immer lieben und nie<br />
weit entfernt sein.“<br />
Jake Pugh sitzt auf gepackten Kisten<br />
in seinem weitgehend leeren<br />
Büro imBrüsseler Europaparlament.<br />
Er lacht. Nach sieben Monaten als Europaabgeordneter<br />
der Brexit-Partei<br />
darf erwieder zurück nach London.<br />
„Das ist gut so“, sagt der 59 Jahrealte<br />
Mann: „I was hired to be fired“ (etwa:<br />
„Ich wurde eingestellt, um rausgeschmissen<br />
zu werden“). Pughs Mission,<br />
der Brexit, ist beendet. Der Rest<br />
ist nicht mehr seine Sache.ImFernsehen<br />
in Pughs Büro bringt der britische<br />
Sender Sky News an diesem<br />
Abendeine Sendung über Sumo-Ringer.<br />
Wahrscheinlich Zufall, aber ein<br />
gutes Symbol für die Verhandlungen<br />
in den nächsten Monaten.<br />
Damir Fras ist erstaunt<br />
über die Freude mancher<br />
Briten in Brüssel.<br />
Biowetter:<br />
Kopfschmerzen<br />
Schlafstörungen<br />
Atemwegsbeschwerden<br />
Niedriger Blutdruck<br />
Erkältungsgefahr<br />
Pollenflug:<br />
Hasel<br />
Erle<br />
Pappel<br />
Weide<br />
BERLIN UND BRANDENBURG WETTERLAGE R EISEWETTER<br />
Heute gibt es viele Wolken am Himmel. Die Sonne zeigt sich nur abund<br />
zu, und eswerden 10 bis 12 Grad anvisiert.Der Wind weht teilweise in<br />
Böen stürmisch aus West. In der Nacht erreichen die Temperaturen<br />
10 bis 8Grad. Dazu ist es stark bewölkt oder bedeckt, gebietsweise regnet<br />
es.<br />
Belastung<br />
mäßig<br />
mäßig<br />
mäßig<br />
mäßig<br />
mäßig<br />
mäßig<br />
mäßig<br />
keine<br />
keine<br />
Gefühlte Temperatur: maximal 11Grad.<br />
Wind: mäßig aus West.<br />
Wittenberge<br />
8°/12°<br />
Min./Max.<br />
des 24h-Tages<br />
Brandenburg BERLIN<br />
8°/11° 7°/11°<br />
Luckenwalde<br />
8°/11°<br />
Sonnabend<br />
Sonntag<br />
Montag<br />
Regen wolkig Regen<br />
8°/10° 5°/8° 5°/10°<br />
Prenzlau<br />
6°/11°<br />
Cottbus<br />
7°/12°<br />
Frankfurt<br />
(Oder)<br />
6°/10°<br />
Am Nordrand eines südwesteuropäischen Hochs gelangt mit böigen Südwestwinden<br />
sehr milde, feuchte Luft von den Azoren zu uns. Dies ist mit vielen Wolken<br />
und örtlichem Regen verbunden. VomAtlantik reißt der Nachschub an<br />
Regen und ungewöhnlich milder Luft nicht ab. Winterlich ist es über Nordrussland.<br />
Sylt<br />
6°/11°<br />
Hannover<br />
9°/13°<br />
Köln<br />
9°/12°<br />
Saarbrücken<br />
10°/11°<br />
Konstanz<br />
8°/12°<br />
Hamburg<br />
6°/11°<br />
Erfurt<br />
8°/11°<br />
Frankfurt/Main<br />
10°/13°<br />
Stuttgart<br />
8°/14°<br />
Rostock<br />
7°/11°<br />
Magdeburg<br />
8°/11°<br />
Nürnberg<br />
8°/12°<br />
München<br />
8°/15°<br />
Rügen<br />
6°/9°<br />
Dresden<br />
7°/13°<br />
Deutschland: Heute reißt die Wolkendecke<br />
nur selten auf, doch Regen<br />
bleibt die Ausnahme. Dabei werden<br />
während des Tages 9bis 15 Grad erreicht,<br />
nachts kühlt es dann auf<br />
10 bis 6Grad ab. Der Wind weht teilweise<br />
mit Sturmböen aus West. Morgen<br />
liefern zahlreiche Wolken<br />
vielerorts teils schauerartige Regenfälle.<br />
Die Höchstwertebelaufen sich<br />
auf 10 bis 14 Grad, und der Wind<br />
weht in Böen teilweise mit Sturmstärke<br />
aus Südwest.<br />
Schneehöhen:<br />
Thüringer Wald bis 40 cm<br />
Harz bis 40 cm<br />
Erzgebirge bis 45 cm<br />
Bayerische Alpen bis 170 cm<br />
Mondphasen: 02.02. 09.02. 15.02. 23.02.<br />
Sonnenaufgang: 07:50 Uhr Sonnenuntergang: 16:49 Uhr Mondaufgang: 10:36 Uhr Monduntergang: 23:53 Uhr<br />
Lissabon<br />
17°<br />
Las Palmas<br />
25°<br />
Madrid<br />
15°<br />
Reykjavik<br />
-2°<br />
Dublin<br />
13°<br />
London<br />
14°<br />
Paris<br />
13°<br />
Bordeaux<br />
17°<br />
Palma<br />
19°<br />
Algier<br />
22°<br />
Nizza<br />
14°<br />
Trondheim<br />
5°<br />
Oslo<br />
3°<br />
Stockholm<br />
3°<br />
Kopenhagen<br />
9°<br />
Berlin<br />
11°<br />
Mailand<br />
12°<br />
Tunis<br />
19°<br />
Rom<br />
14°<br />
Warschau<br />
10°<br />
Wien<br />
13° Budapest<br />
11°<br />
Palermo<br />
18°<br />
Kiruna<br />
-13°<br />
Oulu<br />
-6°<br />
Dubrovnik<br />
13°<br />
Athen<br />
15°<br />
St. Petersburg<br />
-1°<br />
Wilna<br />
3°<br />
Kiew<br />
2°<br />
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7°<br />
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9°<br />
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16°<br />
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-20°<br />
Moskau<br />
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3°<br />
Antalya<br />
16°<br />
Acapulco 32° wolkig<br />
Bali 23° Gewitter<br />
Bangkok 32° wolkig<br />
Barbados 27° heiter<br />
Buenos Aires 30° sonnig<br />
Casablanca 23° heiter<br />
Chicago 2° bedeckt<br />
Dakar 31° sonnig<br />
Dubai 21° sonnig<br />
Hongkong 18° heiter<br />
Jerusalem 9° wolkig<br />
Johannesburg 33° sonnig<br />
Kairo 18° wolkig<br />
Kapstadt 23° bewölkt<br />
Los Angeles 22° wolkig<br />
Manila 30° heiter<br />
Miami 26° bewölkt<br />
Nairobi 27° Schauer<br />
Neu Delhi 19° sonnig<br />
New York 7° wolkig<br />
Peking 10° wolkig<br />
Perth 24° heiter<br />
Phuket 33° heiter<br />
Rio de Janeiro 36° wolkig<br />
San Francisco 17° wolkig<br />
Santo Domingo 28° sonnig<br />
Seychellen 29° Gewitter<br />
Singapur 33° bedeckt<br />
Sydney 34° heiter<br />
Tokio 11° bewölkt<br />
Toronto 0° bedeckt
<strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020 3<br />
·························································································································································································································································································<br />
Brexit<br />
The long<br />
Goodbye<br />
Letztes Aufbäumen: Ein Pro-Europäer demonstriertauch am 30. Januar noch vor dem britischen Parlamentsgebäude gegen den Brexit, der am 31. Januar um 23 Uhr Ortszeit Wirklichkeit wird.<br />
AP/KIRSTY WIGGLESWORTH<br />
Für einen Moment blenden sie alles<br />
aus. Die Frustration. Die Wut. Auch<br />
die Trauer und all die Niederlagen<br />
dieser letzten, oft so bitteren dreieinhalb<br />
Jahre. Sieerheben sich vonihren Stühlen<br />
im prächtigen Saal der LondonerWestminster<br />
Central Hall, wo einst der große Kriegspremier<br />
Winston Churchill gesprochen hat. An<br />
diesem Samstagnachmittag, zum Abschluss<br />
der Konferenz des proeuropäischen Bündnisses<br />
„Grassroots for Europe“, wollen sie noch<br />
einmal, zumindest für zwei oder drei Minuten,<br />
ignorieren, was war und dafür so tun, als<br />
wärealles anders.Und so singen die rund 600<br />
Aktivisten zum Abschied „Ode to Joy“ aus<br />
Beethovens Neunter, lächeln beseelt und<br />
schwenken in ihrer Blase EU-Fähnchen. Ein<br />
wenig denkt man, dass es sich so begeben haben<br />
muss damals beim Untergang derTitanic,<br />
als die Bordkapelle wie zum Trotz die Katastrophe<br />
musikalisch begleitete. Wenige Tage<br />
vor dem Brexit-Tag die Europahymne anzustimmen,<br />
nur einige Meter vomehrwürdigen<br />
Westminster-Palast entfernt, darf entweder<br />
als Ausdruck der Verzweiflung oder als so etwas<br />
wie letztes Zeichen des Widerstands auf<br />
der Insel verstanden werden. Oder als beides.<br />
Mankommt um den Gedanken nicht herum,<br />
dass die Hymne auch den Soundtrack der finalen<br />
Niederlage der pro-europäischen Bewegung<br />
in Großbritannien liefert.<br />
DerKampf ist verloren<br />
Ihr Kampf ist endgültig verloren. Am 31. Januar,um23Uhr<br />
Ortszeit, Mitternacht Brüsseler<br />
Zeit, tritt das Vereinigte Königreich aus der<br />
Europäischen Union aus. 47Jahre hielt die<br />
Ehe,jetzt endet sie in der Scheidung. Erstmals<br />
verlässt ein Mitglied die Gemeinschaft und<br />
während Befürworter der Mitgliedschaft bislang<br />
stets für das Zurückziehen vonArtikel 50<br />
kämpfen konnten, um so den Brexit abzuwenden,<br />
ist diese Möglichkeit ab dem 1. Februar<br />
dahin. Dieser Umstand ist jedoch die<br />
einzige Sache, die sich de facto ändert. Aufgrund<br />
der zwischen London und Brüssel vereinbarten<br />
Übergangsphase bis zum 31. Dezember<br />
geht im Alltag der Menschen diesund<br />
jenseits des Ärmelkanals alles weiter wie<br />
bisher. Immerhin, Premierminister Boris<br />
Johnson würde das Wort Brexit am liebsten<br />
aus dem Vokabular streichen. Es sei an der<br />
Zeit, mit Selbstbewusstsein in die „aufregende<br />
Zukunft“ zu blicken. In jener werde<br />
sich das Land global und wegweisend präsentieren.<br />
Ob auch Milch und Honig durch die<br />
Straßen des Königreichs fließen sollen, ließ<br />
Berufsoptimist Boris Johnson ausnahmsweise<br />
offen. Aber die meisten Menschen haben<br />
sich ohnehin längst erschöpft vonder Politik<br />
und der Brexit-Saga abgewandt. Dabei<br />
handelte es sich beim ersten Akt des Dramas,<br />
so werden Experten nicht müde zu betonen,<br />
um die leichteste Übung. Die nächste Verhandlungsrunde,inder<br />
das künftige Verhältnis<br />
zwischen Großbritannien und EU vereinbart<br />
werden soll, dürfte sich weitaus komplizierter<br />
gestalten. Oh Dear,hörtman die Briten<br />
genervt aufstöhnen. Das Interesse am leidigen<br />
Thema Brexit hat seinen Tiefpunkt erreicht.<br />
An diesem Freitag werden in den europaskeptischen<br />
Zirkeln die Fanfaren ertönen,<br />
Mit der Mitgliedschaft Großbritanniens in der EU endet auch ein<br />
jahrelanges Drama aus Parlamentsdebatten, Rücktritten<br />
und Parteispaltungen. Während die Brexiteers feiern,<br />
sind die Gegner des Austritts in Trauer vereint.<br />
Und über allem schwebt die Frage: What’snext?<br />
VonKatrin Pribyl, London<br />
wenn auch nicht Big Ben. Zu teuer wäre es<br />
gewesen, die berühmten, wegen Renovierungsarbeiten<br />
verstummten Glocken zum<br />
Läuten zu bringen. DieDebatte um den Glockenschlag<br />
mutete absurdan. DieHardliner<br />
in den Brexit-Reihen wetterten und schimpften<br />
und wollten Verschwörungen der Pro-<br />
EUler erkennen, weil diese ihnen angeblich<br />
ihren Unabhängigkeitsmoment nicht gönnten.<br />
Vorneweg keifte der Tory-Abgeordnete<br />
Marc Francois,der sich an diesem Donnerstagabend<br />
in einem PubimRegierungsviertel<br />
mit Gleichgesinnten trifft. Sie nennen sich<br />
„Leavers for London“ und weil die Metropole<br />
vornehmlich europafreundlich tickt, betrachtet<br />
sich die Gruppe als so etwas wie eine<br />
verfolgte Minderheit. Die Euphorie angesichts<br />
des 31. Januars können die Damen<br />
und Herren kaum verbergen. Den Pathos<br />
ebenfalls nicht: „Ich werde nicht ins Bett gehen<br />
in dieser Nacht, sondern wach bleiben<br />
und am Morgen beobachten, wie die Sonne<br />
über einem freien Land aufgeht.“ So redet<br />
Francois wirklich. Zur großen Austrittsparty<br />
am Parliament Square soll im Übrigen nun<br />
der Big-Ben-Bong aus einem Ghettoblaster<br />
ertönen. Eine halbe Million Pfund für elf Glockenschläge<br />
zu bezahlen war sogar den eifrigsten<br />
Patrioten zu teuer.<br />
Rückblende: „Wir sind raus“, sagte der<br />
BBC-Nachrichtensprecher am frühen Morgen<br />
dieses 24. Juni 2016 und er wiederholte<br />
diesen Satz immer wieder.„Wirsind raus.“ Er<br />
klang und sah in seiner formellen Erschütterung<br />
aus, als verkünde er das Ableben der<br />
Queen. Mitdiesen Worten wachte die Nation<br />
auf, den Brexit gab es zum Frühstück. Und<br />
während sich die vomSieg überraschten EU-<br />
Skeptiker am eigenen Freudentaumel berauschten,<br />
kroch ein tauber Schmerz indie<br />
Seele der Verlierer,der Pro-Europäer,die sich<br />
voller Schock und Fassungslosigkeit immer<br />
wieder kneifen mussten angesichts des knappen<br />
Votums zugunsten der Scheidung. „Wir<br />
sind raus.“ Reporter versuchten ob des Unfassbaren,<br />
die Fassung zu bewahren. Ein demokratischer<br />
Betriebsunfall? Der Politikwissenschaftler<br />
Tim Bale von der Queen-Mary-<br />
Universität in London spricht vielmehr vom<br />
„perfekten Sturm“, den das Königreich damals<br />
erlebt habe. Fünf Jahre wirtschaftlichen<br />
Stillstands hatte das Land gerade hinter sich,<br />
das Thema Migration trieb ganz Europa um<br />
und die Sorgen über Einwanderung nahmen<br />
auch in Großbritannien zu. Hinzu kamen<br />
„äußerst effektivePolitiker“ wie BorisJohnson<br />
und der populistische EU-Hasser Nigel Farage,<br />
die für den Brexit warben, wenn auch<br />
nicht selten mit zurechtgestutzten Halbwahrheiten.<br />
„Das hat es der damaligen Minderheit<br />
erlaubt, die gegenüber der EU vornehmlich<br />
gleichgültig eingestellte Mehrheit zugunsten<br />
ihres Austrittsanliegens zu bekehren.“<br />
Premierminister David Cameron, der Architekt<br />
des Referendums und damit auch der<br />
Vaterdes Dramas,kündigte noch am Tageins<br />
seinen Rücktritt an. In den folgendenWochen<br />
machte dann so ziemlich jeder andere einen<br />
Abgang, der noch kurzzuvor für den EU-Austritt<br />
getrommelt hatte, darunter auch der<br />
Chef-Cheerleader der Brexiteers Boris Johnson.<br />
Er gehörte zu den Protagonisten des<br />
spektakulären Wettstreits um die konservative<br />
Führung, der in seiner Schonungslosigkeit<br />
selbst Nationalheld William Shakespeare<br />
hätte erröten lassen. Begleitet von Intrigen<br />
stieß sich das britische Establishment der To-<br />
„Jetzt schon von einem<br />
Wiedereintritt in die EU<br />
zu sprechen, wäre, als<br />
hätte Winston Churchill<br />
im Sommer 1940 die<br />
Landung der Alliierten in<br />
der Normandie angekündigt.“<br />
Denis MacShane, Staatssekretär für Europa im<br />
Kabinett von Ex-Premier Tony Blair<br />
ries auf öffentlicher Bühne die Messer in die<br />
Rücken. Am Ende stand nur noch Theresa<br />
May. DieFrau, die zwar offiziell zu den EU-Befürwortern<br />
zählte, sich im Wahlkampf aber<br />
weitgehend zurückgehalten hatte, sollte als<br />
neue Premierministerin die Rolle der nationalen<br />
und parteiinternen Versöhnerin übernehmen.<br />
Dasging, wie man in der Retrospektive<br />
sagen darf, ziemlich daneben. Am Ende<br />
erreichte das Chaos mit der fast unausweichlichen<br />
Inthronisation des Unruhestifters und<br />
Polit-Clowns Johnson in der Downing Street<br />
seinen Höhepunkt.<br />
Die Gesellschaft zutiefst gespalten, das<br />
Land nah am Abgrund, aber immerhin, der<br />
Brexit ist durch. Er hat etliche Helden und<br />
noch mehr gefallene Helden hervorgebracht.<br />
Zu ihnen darfgetrost Dominic Grieve<br />
gezählt werden. Nach 22 Jahren als treuer<br />
Tory-Abgeordneter im Unterhaus fiel er im<br />
vergangenen September der Säuberungsaktion<br />
vonJohnson in den eigenen Reihen zum<br />
Opfer. Grieve war so etwas wie der Pate der<br />
21 Rebellen, die Geschichte schrieben, indem<br />
sie der Regierung die Kontrolle über die<br />
Parlamentsagenda entrissen. Sie zwangen<br />
den Premier,eineVerlängerung der Austrittsfrist<br />
zu erbitten und verwehrten Johnson zudem<br />
Neuwahlen, die dieser per Misstrauensvotum<br />
durchdrücken wollte. Ein Machtkampf,<br />
um die ungeordnete Scheidung ohne<br />
Deal zu verhindern. Wochen später sollte<br />
dann der altlinke und umstrittene Labour-<br />
Chef Jeremy Corbyn nachgeben,„ein Akt von<br />
politischer Torheit in atemberaubendem<br />
Ausmaß“, wie Grieve esnennt. Die Konservativen<br />
unter Johnson gewannen auf dem<br />
Hard-Brexit-Ticket eine absolute Mehrheit.<br />
Nicht der kommende Freitag, sondern der<br />
Tagnach derWahl am 12. Dezember stellt für<br />
Grieve die finale Niederlage der Bewegung<br />
der Brexit-Gegner dar.„Es gabkeine Alternativen<br />
mehr zu einem Austritt am 31. Januar.“<br />
Aufder Konferenz der Pro-Europäer bejubeln<br />
sie den verstoßenen Parlamentarier als<br />
Star, schenken ihm EU-Socken und Plakate.<br />
Am liebsten hätten die Teilnehmer, dass er<br />
ihnen einen Plan zurechtbastelt. Sie suchen<br />
nach Orientierung und Ideen. „Wohin jetzt<br />
mit Remain?“, lautet der Titel der Tagung. Irgendwo<br />
müssen sie doch hin, oder? Die Besucher<br />
sind aufgerufen, ihre Gefühle auf<br />
bunten Zettelchen zu beschreiben und sie<br />
auf die bereitstehenden Tafeln zu kleben.<br />
„Deprimiert“, „frustriert“, „verzweifelt“, „zutiefst<br />
traurig“, „wütend“ –die Lektüre der<br />
Antworten passt zur Trauerfeier,auf derman<br />
mit aller Macht versucht, das Wort „Wiedereintritt“<br />
zu vermeiden.<br />
Es sei zufrüh, darüber zureden, sagt der<br />
Konferenzorganisator Richard Wilson. „Wir<br />
müssen zuerst die öffentliche Meinung ändernund<br />
eine komplett neue Kampagne starten.“<br />
Auch Denis MacShane winkt ab. Erwar<br />
Labour-Abgeordneter zu einer Zeit, die heute<br />
eine Ewigkeit her scheint. Als Staatssekretär<br />
für Europa saß er im Kabinett vonEx-Premier<br />
Tony Blair. Inspätestens zwei Jahren, sovermutet<br />
der Brexit-Gegner, würden die Briten<br />
vonder Realität eingeholt werden. Undwolle<br />
Johnson wirklich Premierminister eines<br />
Landes sein, das permanent in der Krise<br />
stecke? MacShane zuckt mit den Schultern.<br />
Niemand weiß, was kommt. Doch jetzt schon<br />
von einem Wiedereintritt in die EU zu sprechen,<br />
wäre, „als hätte Winston Churchill im<br />
Sommer 1940 die Landung der Alliierten in<br />
der Normandie angekündigt“. Alles zu seiner<br />
Zeit. Sierechnen mit zehn bis 20 Jahren, die es<br />
dauernwird, bis man wieder auf ein EU-Mitglied<br />
Großbritannien hoffen darf. Immerhin,<br />
anders als noch vor wenigen Jahren präsentiert<br />
sich heute eine enthusiastische pro-europäische<br />
Bewegung auf der Insel, die dreimal<br />
Hunderttausende Menschen mobilisiert hat,<br />
gegen die Scheidung zu demonstrieren. Ob<br />
das Lager ein Comeback feiern kann, das<br />
hänge sowohl von der Entwicklung des Königreichs<br />
und dessen Wirtschaft als auch vom<br />
Zustand der EU ab, sind sich alle einig. Wird<br />
Großbritannien abermals zum „kranken<br />
Mann Europas“, wie dies Anfang der 1970er-<br />
Jahreder Fall war? DieGesundung verdankte<br />
das Land dem Beitritt der EEC, der Europäischen<br />
Wirtschaftsgemeinschaft. Oder könnte<br />
der Brexit entgegen aller Prognosen von Experten<br />
doch zum Erfolg werden?<br />
Gefangen in der Zeitschleife<br />
Vonder glorreichen Zukunft des „globalen<br />
Großbritanniens“ ist Dominic Raab überzeugt.<br />
Er war einmal Brexit-Minister und<br />
lernte in diesem Amt immerhin unter viel<br />
Spott, dass das Königreich auch geografisch<br />
eine Insel ist, der Ärmelkanal deshalb große<br />
Bedeutung für die hiesige Wirtschaft hat.<br />
Heute ist er Außenminister, trommelt im<br />
Auftrag seines Chefs für Versöhnung und hat<br />
zwei Tage vor dem Stichtag die vornehmlich<br />
europäische Presse zumBriefing geladen. Da<br />
redet er sehr viel von „noch engeren Beziehungen“<br />
zu „unseren engen und starken europäischen<br />
Nachbarn, Partnern und Freunden“,<br />
mit denen man „sogar noch bessere<br />
und engereNachbarn, Partner und Freunde“<br />
sein könne nach dem Brexit. Er sagt das bestimmt<br />
20-mal. Unddasitzen sie vorihm, die<br />
Journalisten, und schauen etwas verdutzt<br />
drein. Es waren auch sie, die sich in dieser<br />
unendlich scheinenden Saga mit all ihren<br />
Wendungen und Dramen jahrelang wie in einer<br />
Zeitschleife gefangen fühlten. Die sich<br />
von der Außenlinie aus mit der Politik im<br />
Kreis drehten. Hunderte Stunden Parlamentsdebatten,<br />
Rücktritte, Parteispaltungen,<br />
Gezeter und Getöse, zwei Unterhauswahlen,<br />
eine Parlamentszwangspause, Drohungen<br />
und Demütigungen, nächtliche Abstimmungen<br />
und immer wieder<br />
Niederlagen. Das Projekt hat das Königreich<br />
schier überwältigt, sodass am Ende Johnsons<br />
Wahlversprechen „Let’s get Brexit<br />
done“, („Lasst uns den Brexit durchziehen“)<br />
für viele Briten fast wie eine Verheißung<br />
klang. Ja bitte, raus. Mach, dass es aufhört.<br />
Nun hat der Premier geliefert. In der Nacht<br />
zum Sonnabend ist es für das Vereinigte Königreich<br />
erst einmal vorbei in der EU. GoodbyeGreat<br />
Britain, and good luck.<br />
Katrin Pribyl fühlt in dieser Woche angesichts<br />
desBrexit vorallem eine große<br />
Melancholie.
4* <strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020<br />
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Politik<br />
NACHRICHTEN<br />
Rentenerhöhung steigert<br />
staatliche Steuereinnahmen<br />
DieRentenerhöhung im Sommer<br />
dürfte dem Staat zusätzliche Einkommensteuer<br />
in Höhe von420 Millionen<br />
Euro bringen. Daszeigt die<br />
Antwortdes Bundesfinanzministeriums<br />
auf eine Anfrage der Linksfraktion<br />
im Bundestag. Sieliegt der<br />
Deutschen Presse-Agentur vor. Bei<br />
der Schätzung geht das Ministerium<br />
vonder bisher vorhergesagten Rentenerhöhung<br />
von3,15 Prozent im<br />
Westen und 3,92 Prozent im Osten<br />
aus.Wie die Renten sich bei der Anpassung<br />
zum 1. Juli genau entwickeln,<br />
wirdallerdings erst im März<br />
feststehen. (dpa)<br />
Asmussen wird<br />
Versicherungslobbyist<br />
Derfrüheredeutsche Finanzstaatssekretär<br />
und EZB-Direktor JörgAsmussen<br />
wirdLobbyist der Versicherungsbranche.Der<br />
53-Jährige werde<br />
vonOktober an als Vorsitzender die<br />
Verbandsgeschäfte führen und Präsidiumsmitglied<br />
werden, teilte der<br />
Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft<br />
am Donnerstag<br />
mit. Schon im Aprilwerde Asmussen<br />
in die Geschäftsführung eintreten.<br />
(dpa)<br />
Koalition beschließt<br />
längeres Kurzarbeitergeld<br />
Arbeitnehmer sollen im Fall einer<br />
Krise in Teilen der Industrie leichter<br />
verlängertes Kurzarbeitergeld erhalten<br />
können. Bundesarbeitsminister<br />
Hubertus Heil (SPD) will die geplanten<br />
erweiterten Möglichkeiten gegen<br />
Arbeitslosigkeit in Fällen vonEinbrüchen<br />
vonTeilen der Wirtschaft<br />
schnell umsetzen. (dpa)<br />
Bund gibt Milliardenhilfe für<br />
Bauernfrei<br />
Die große Koalition will mit der „Bauernmilliarde“<br />
die Landwirte entlasten. DPA<br />
Nach wochenlangen Bauernprotesten<br />
setzt die Koalition ein Zeichen der<br />
Unterstützung: In den kommenden<br />
vier Jahren sollen Landwirte eine Milliarde<br />
Euro zusätzlich erhalten. Das<br />
Geld soll in Agrarumweltprogramme<br />
und andereInvestitionen fließen. Die<br />
„Bauernmilliarde“ soll die befürchteten<br />
Folgen der Düngeverordnung abfedern,<br />
gegen derenVerschärfung die<br />
Bauernseit Monaten Sturmlaufen.<br />
Vorallem die Union hatte auf mehr<br />
Unterstützung gedrungen. (AFP)<br />
Erzbischof in Frankreich von<br />
Vertuschung freigesprochen<br />
In einem Prozess um dieVertuschung<br />
vonKindesmissbrauch in der katholischen<br />
Kirche Frankreichs ist der ehemals<br />
höchste geistlicheWürdenträger<br />
des Landes freigesprochen worden.<br />
DasBerufungsgericht vonLyon<br />
urteilte am Donnerstag, Kardinal Philippe<br />
Barbarin habe sich nicht schuldig<br />
gemacht. Dem69-Jährigen wurde<br />
vorgeworfen, jahrelang den sexuellen<br />
Missbrauch vonJungen durch einen<br />
Priester seiner Diözese verschwiegen<br />
zu haben. In erster Instanz war der<br />
frühereErzbischof vonLyonzusechs<br />
Monaten Haft auf Bewährung verurteilt<br />
worden. Einer der Anwälte des<br />
Geistlichen begrüßte das Urteil:„Kardinal<br />
Barbarin ist unschuldig“, sagte<br />
er. (AFP)<br />
Hausdurchsuchungen bei zwei Politikern<br />
AlexanderGauland und eine CDU-Abgeordnete stehenimVisier der Ermittler –ihre Immunität ist aufgehoben<br />
VonMarkus Decker<br />
Der Bundestag hat am<br />
Donnerstag die Immunität<br />
von AfD-Fraktionschef<br />
Alexander Gauland<br />
aufgehoben. Hintergrund sind nach<br />
Informationen der <strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong><br />
(RedaktionsNetzwerk Deutschland,<br />
RND) Ermittlungen in einer Steuerangelegenheit.<br />
Demnach soll Gauland<br />
im Zusammenhang mit einer<br />
Scheidung falsche Angaben gemacht<br />
haben.<br />
So gab er nach RND-Informationen<br />
für die Jahre 2014 bis 2016<br />
Frankfurt amMain als Hauptwohnsitz<br />
an. Es besteht aber der Verdacht,<br />
dass Gauland zu dieser Zeit bereits<br />
überwiegend in Potsdam wohnte.<br />
Auch für das Jahr 2017, als der 78-<br />
Jährige in den Bundestag einzog, sollen<br />
seine Angaben teilweise falsch<br />
gewesen sein. Die Ermittlungen der<br />
Staatsanwaltschaft Frankfurt am<br />
Main haben im vergangenen Jahr<br />
begonnen. Die Durchsuchung stehe<br />
jedenfalls nicht im Zusammenhang<br />
mit der Spendenaffäreder AfD,heißt<br />
es.<br />
Vonder Partnerin getrennt<br />
DiePolizei stand offenbar bereits vor<br />
den Wohnungen in Frankfurt und<br />
Potsdam, als zunächst der Immunitätsausschuss<br />
und anschließend das<br />
Plenum des Bundestages die Beschlüsse<br />
fassten. Direkt im Anschluss<br />
begannen die Durchsuchungen.<br />
Sie beträfen die Meldeanschriften<br />
Gaulands in Frankfurt amMain<br />
und in Brandenburg, sagte eine<br />
Sprecherin der Staatsanwaltschaft<br />
am Donnerstag. Gauland wohnt<br />
jetzt vorwiegend in Potsdam.<br />
Ein Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion<br />
sagte, das Ganze sei<br />
reine Formsache und die Ermittlungsmaßnahmen<br />
seien unverhältnismäßig.<br />
Gauland ist demnach mit<br />
seiner ehemaligen Partnerin noch<br />
verheiratet, die in Frankfurt wohnt,<br />
lebt aber seit vielen Jahren mit einer<br />
neuen Lebensgefährtin in Potsdam.<br />
Dem Vernehmen nach geht es um<br />
eine fünfstellige Summe.<br />
Abgeordnete dürfen wegen einer<br />
mutmaßlichen Straftat nur mit Zustimmung<br />
des Parlaments juristisch<br />
verfolgt werden. Sie genießen laut<br />
Grundgesetz Immunität. Auf Antrag<br />
der Staatsanwaltschaft kann diese<br />
vomParlament aufgehoben werden.<br />
Das Parlament stimmte ebenfalls<br />
für die Aufhebung der Immunität<br />
der CDU-Bundestagsabgeordneten<br />
Karin Strenz aus Mecklenburg-Vorpommern.<br />
Ihr Fall gilt als weitaus<br />
AfD-Fraktionschef Gauland soll Steuernhinterzogen haben.<br />
IMAGO /REVIERFOTO<br />
„Wir erachten das Ermittlungsverfahren<br />
und die Ermittlungsmaßnahmen als<br />
ungerechtfertigt und unverhältnismäßig.“<br />
Christian Lüth, Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion<br />
Der digitalisierte Patient<br />
gravierender.Hier steht der Verdacht<br />
der Korruption im Raum.<br />
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt<br />
am Main teilte mit, sie und das Bundeskriminalamt<br />
hätten am Donnerstag<br />
unter anderem ein Abgeordnetenbüro,<br />
die Privatwohnung eines<br />
Mitglieds des Bundestages sowie<br />
Wohnungen, Geschäftsräume und<br />
eine Rechtsanwaltskanzlei in Berlin,<br />
Mecklenburg-Vorpommern, Bayern<br />
und Belgien durchsucht. An den<br />
Maßnahmen, die insgesamt 16 Objekte<br />
betroffen hätten, seien etwa<br />
100 Beamte beteiligt gewesen.<br />
Die Ermittlungen richteten sich<br />
gegen insgesamt drei Beschuldigte,<br />
darunter ein aktuelles Mitglied des<br />
Deutschen Bundestages, denen Bestechung<br />
und Bestechlichkeit von<br />
Mandatsträgern zur Last gelegt<br />
werde, und um eine weitere Person,<br />
gegen die der Verdacht der Geldwäsche<br />
bestehe.Strenz wirdzur Last gelegt,<br />
sich als Mitglied der Parlamentarischen<br />
Versammlung des Europarates<br />
(PACE) als Unterstützerin des<br />
aserbaidschanischen Regimes hervor<br />
getan zu haben und mindestens<br />
22 000 Euro aus dem vorderasiatischen<br />
Staat bekommen zu haben.<br />
Insgesamt sollen von 2008 bis 2016<br />
rund vier Millionen Euro aus Aserbaidschan<br />
überwiesen worden sein.<br />
„Normale Geschäfte“<br />
Auch gegen den ehemaligen CSU-<br />
Abgeordneten EduardLintner ermittelt<br />
die Staatsanwaltschaft in dieser<br />
Sache. Er bestritt gegenüber dem<br />
ARD-Magazin „Report Mainz“ den<br />
Vorwurf, Abgeordnete bestochen zu<br />
haben, um diese zu einem wohlwollenden<br />
Verhalten gegenüber dem<br />
aserbaidschanischen Präsidenten<br />
und seiner Regierung zu bewegen.<br />
Lintner räumte zwar monatliche<br />
Zahlungen aus Aserbaidschan an die<br />
von ihm geführte „Gesellschaft zur<br />
Förderung der deutsch-aserbaidschanischen<br />
Beziehungen“ ein.<br />
Dieses Geld sei allerdings größtenteils<br />
in die Finanzierung eines Büros<br />
in Berlin geflossen. „Von dem Geld<br />
blieb so gut wie nichts übrig“, sagte<br />
er. Die Zahlungen von Aserbaidschan<br />
an die von ihm geführte Gesellschaft<br />
seien „eine normale Geschäftsbeziehung“<br />
gewesen. Es habe<br />
lediglich einen Beratervertrag mit<br />
der Bundestagsabgeordneten Karin<br />
Strenz (CDU) gegeben.<br />
In der Unionsfraktion wird betont,<br />
dass man Strenz aus der PACE<br />
abgezogen habe, noch bevor die<br />
staatsanwaltlichen Ermittlungen<br />
publik geworden seien. Überdies<br />
habe sie keine weiteren Funktionen.<br />
Gesetzentwurf: Versicherte sollen volle Verfügungsgewalt über die Daten in ihrer Krankenakte bekommen<br />
VonTim Szent-Ivanyi<br />
Auch Überweisungen zur Fachärztin sollen in Zukunft elektronisch möglich sein.<br />
Die gesetzlich Versicherten sollen<br />
künftig einen uneingeschränkten<br />
elektronischen Zugriff und eine<br />
umfassende Verfügungsgewalt über<br />
alle Behandlungsdaten bekommen.<br />
Dassieht ein Gesetzentwurfvon Gesundheitsminister<br />
Jens Spahn<br />
(CDU) vor, mit dem die Details der<br />
geplanten elektronischen Patientenakte<br />
geregelt werden sollen. Danach<br />
können die Versicherten detailliert<br />
darüber entscheiden, welche Daten<br />
in der Akte gespeichertoder gelöscht<br />
werden. Außerdem kann künftig in<br />
jedem Einzelfall bestimmt werden,<br />
wer die einzelnen Befunde sehen<br />
darf. Besonders wichtig: Die Ärzte<br />
werden verpflichtet, die Akte mit den<br />
Behandlungsdaten zu füllen.<br />
Bereits gesetzlich vorgeschrieben<br />
ist, dass alle gesetzlichen Krankenkassen<br />
ihren Versicherten ab 2021<br />
eine elektronische Patientenakte anbieten<br />
müssen. Die Nutzung ist freiwillig.<br />
Mit dem neuen Patientendaten-Schutzgesetz<br />
werden nun die<br />
Einzelheiten festgelegt. Danach können<br />
in der Akte nicht nur Befunde,<br />
Röntgenbilder oder Laborwerte abgelegt<br />
werden, sondern auch der<br />
Impfausweis, der Mutterpass, das<br />
gelbe Untersuchungsheft für Kinder<br />
oder das Zahn-Bonusheft.<br />
Dabei soll der Patient stets Herr<br />
über seine Daten bleiben. Er kann<br />
dann beispielsweise entscheiden,<br />
dass ein Arzt zwar auf die Akte zugreifen<br />
darf, ihm aber bestimmte Befunde<br />
nicht angezeigt werden. Diese<br />
DPA<br />
Auswahl soll allerdings erst ab 2022<br />
möglich sein.<br />
Für den Zugriff müssen die Krankenkassen<br />
den Versicherten eine<br />
App für Smartphone oder Tablet anbieten.<br />
Mit dem Gesetz werden die<br />
Kassen aber auch verpflichtet, Versicherten<br />
ohne Smartphone in ihren<br />
Filialen eine Zugriffsmöglichkeit zu<br />
ermöglichen, beispielsweise in aufgestellten<br />
Terminals. Ab2022 müssen<br />
die Kassen auch sicherstellen,<br />
dass die Akte bei einem Kassen-<br />
Wechsel übertragen werden kann.<br />
Einen völlig neuen Weg geht<br />
Spahn bei dem elektronischen Rezept:<br />
Das Ministerium lässt eine für<br />
alleVersicherten nutzbareStaats-App<br />
entwickeln, mit der sich ein Rezept<br />
aufs Smartphone laden lässt. DerPatient<br />
kann wie bisher entscheiden, ob<br />
er das Rezept bei einer Apotheke vor<br />
Orteinlöst oder an einen Online-Versender<br />
schickt. Er kann das Rezept<br />
vonder Staats-App auch auf eine andere<br />
App seiner Wahl übertragen.<br />
Auch Überweisungen zum Facharzt<br />
sollen auf elektronischem Weg versendet<br />
werden können.<br />
Ob der über 80 Paragrafen umfassende<br />
Entwurf so Gesetz werden<br />
kann, ist offen. Er wird jetzt mit den<br />
anderen Ressorts der Bundesregierung<br />
abgestimmt. Die ersten Detail-<br />
Regelungen für die elektronische Patientenakte<br />
aus dem Gesundheitsressort<br />
hatte das Justizministerium<br />
im vergangenen Jahr wegen Datenschutz-Bedenken<br />
gestoppt. Deshalb<br />
musste Spahn seine Pläne überarbeiten.<br />
Ein Deal<br />
für eine<br />
Schmugglerin<br />
Wladimir Putin begnadigt<br />
eine junge Israelin<br />
VonStefan Scholl, Moskau<br />
AmDonnerstag umarmten der israelische<br />
Ministerpräsident<br />
Benjamin Netanjahu und seine Frau<br />
Sara auf dem Moskauer Flughafen<br />
Wnukowo die gerade freigelassene<br />
Naama Issachar. AmVorabend hatte<br />
Russlands Präsident Wladimir Putin<br />
die junge Israelin mit amerikanischem<br />
Zweitpass begnadigt. Issachar<br />
war im Oktober voneinem russischen<br />
Gericht zu 7,5 Jahren Gefängnis<br />
wegen Drogenschmuggels<br />
verurteilt worden. Der Richterspruch<br />
wurde nicht nur in Israel als<br />
Skandal aufgenommen.<br />
„Natürlich freuen wir uns, dass<br />
sie ihre Freiheit wieder hat“, sagt Issachars<br />
russischer Verteidiger Vadim<br />
Kljuwgant der <strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong>.<br />
„Aber Gerechtigkeit ist ihr nicht widerfahren.“<br />
Der Makel eines Drogendelikts<br />
hänge ihr weiter an, ohne<br />
dass sie ihn im Geringsten verdiene.<br />
Die 27-jährige Yogatrainerin flog<br />
im April aus Indien zurück nach Israel,<br />
mit einer Zwischenlandung<br />
zum Umsteigen in Moskau. Aufdem<br />
Flughafen Scheremetjewo entdeckten<br />
Zollbeamte in einem Rucksack,<br />
den sie als Gepäck aufgegeben hatte,<br />
9,6 Gramm Haschisch. Issachar<br />
wurde verhaftet und vor Gericht gestellt<br />
–auf Grundlage eines Protokolls<br />
in russischer Sprache, das die<br />
mutmaßliche Schmugglerin nur mit<br />
dem Zusatz unterschrieben hatte,es<br />
nicht verstanden zu haben. VorGericht<br />
beteuerte sie, das Haschisch<br />
stamme nicht vonihr.Außerdem befand<br />
sie sich im Transitbereich, sie<br />
Naama Issachar,Benjamin Netanjahu<br />
und seine Frau Sara in Moskau (v.l.)<br />
DPA<br />
hatte offiziell kein russisches Staatsgebiet<br />
betreten und keinerlei Zugang<br />
zu ihrem Rucksack mit dem Haschisch.<br />
Deshalb bezeichnete die<br />
Verteidigung die Anklage wegen<br />
Drogenschmuggels als unsinnig.<br />
Israelische Medien zitierten Familienangehörige<br />
und Beamte, Moskau<br />
hätten vorgeschlagen, Issachar gegen<br />
den Russen Alexej Burkow auszutauschen.<br />
Dermutmaßliche Cyberkriminelle<br />
saß in Israel ein und wurde trotz<br />
russischen Protests im November an<br />
die USA ausgeliefert.<br />
Aber auch danach bemühte sich<br />
die israelische Seite weiter um Issachars<br />
Freilassung. Ende Dezember<br />
sprach ein israelisches Gericht der<br />
russisch-orthodoxen Kirche das Besitzrecht<br />
am sogenannten Alexanderhof<br />
zu, einem historisches Architekturobjekt<br />
in der Altstadt vonJerusalem.<br />
Und Wladimir Putin wurde<br />
als Stargast empfangen, als er vergangeneWoche<br />
zu einem internationalen<br />
Holocaust-Forum nach Israel<br />
kam. Dort stellte ihm Netanjahu<br />
auch die Mutter der Verurteilten vor.<br />
Schon da lächelte Putin gnädig: „Alles<br />
wirdgut werden.“<br />
In Moskau wird nun gemutmaßt,<br />
ob Netanjahu zu Verhandlungen über<br />
die Freilassung Issachars in der russischen<br />
Hauptstadt weilte, oder ob er<br />
mit Putin über den den neuen Nahost-<br />
Plan Donald Trumps sprechen wollte.<br />
Netanjahu befindet sich im Wahlkampf<br />
und muss sich gegen Korruptionsvorwürfe<br />
wehren. Undsotrifft es<br />
sich für ihn gut, wenn er Naama Issachar<br />
mit nach Hause bringt.
<strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020 5<br />
·························································································································································································································································································<br />
Politik<br />
US-Präsident Donald Trump und sein damaliger Nationaler Sicherheitsberater John Bolton im Juli 2018 auf dem Nato-Gipfel in Brüssel<br />
GETTY<br />
Showdown im Senat<br />
An diesem Freitag entscheidet sich, ob der Impeachment-Prozess gegen Donald Trumpeingestellt wird. Die Republikaner wollen keine Zeugen hören<br />
VonKarlDoemens, Washington<br />
Die Senatoren rutschen<br />
auf ihren Sitzen herum.<br />
Sie kauen Bonbons und<br />
tuscheln mit den Nachbarn.<br />
Einige spazieren auf und ab.<br />
Andere haben den Saal ganz verlassen.<br />
DieDisziplin hat deutlich abgenommen<br />
nach acht Prozesstagen im<br />
Impeachment-Verfahren des Senats.<br />
Und die überwältigende Mehrheit<br />
der Republikaner setzt darauf, dass<br />
das dritte Amtsenthebungsverfahren<br />
der US-Geschichte an diesem<br />
Freitag zu einem abrupten Ende<br />
kommt.<br />
„Hört die Zeugen!“, riefen am<br />
Mittwoch ein paar Dutzend Demonstranten<br />
vor dem Kapitol in<br />
Washington. „Ohne Zeugen ist das<br />
eine Vertuschungsaktion“, hatte einer<br />
der Protestierenden auf sein<br />
Plakat geschrieben. Doch drinnen<br />
in dem ehrwürdigen Parlamentsgebäude<br />
trat John Cornyn, der republikanische<br />
Senator von Texas, vor<br />
die Kameras und sagte: „Es ist wirklich<br />
nicht nötig, dass Herr Bolton<br />
kommt und diese Show noch weiter<br />
verlängert. Er und die anderen Zeugen<br />
würden uns in den nächsten<br />
Wochen und Monaten alle unsere<br />
Zeit stehlen.“<br />
Nachdem die Anklage und die<br />
Verteidigung von Präsident Donald<br />
Trump jeweils drei Tage ihre Argumente<br />
vorgetragen hatten, konnten<br />
die Senatoren am Mittwoch und<br />
Donnerstag beiden Parteien Fragen<br />
stellen –allerdings nicht direkt, sondern<br />
auf kleinen Karten, die vom<br />
obersten Verfassungsrichter John<br />
Roberts vorgelesen wurden, der die<br />
Versammlung leitet. Insgesamt 93<br />
Fragen wurden alleine am Mittwoch<br />
gestellt. Doch die meisten Wortmeldungen<br />
dienten dazu, den Anwälten<br />
des eigenen Lagers mehr Redezeit zu<br />
verschaffen.<br />
Potenzielle Abweichlerinnen<br />
Eine der wenigen kritischen Fragen<br />
kam von den beiden republikanischen<br />
Senatorinnen Susan Collins<br />
und Lisa Murkowski, die als potenzielle<br />
Abweichlerinnen vom Mehrheitsvotum<br />
ihrer Partei gelten. Im<br />
Kern des Prozesses steht der mutmaßliche<br />
Versuch Trumps, den<br />
ukrainischen Präsidenten Wolodymyr<br />
Selenskyj zu einer rufschädigenden<br />
Ermittlung gegen den Sohn des<br />
demokratischen Ex-Vizepräsidenten<br />
Joe Biden zu erpressen. Trump behauptet,<br />
er sei wegen der Aktivitäten<br />
von Hunter Biden in der Ukraine<br />
alarmiertgewesen. Ob der Präsident<br />
Michelle Obama ist vomdemokratischenUS-Präsidentschaftsbewerber<br />
JoeBiden<br />
als Kandidatin für die Vizepräsidentschaft<br />
ins Gespräch<br />
gebrachtworden. „Sicher<br />
hätteich Michelle gerneals<br />
Vizepräsidentin“, hat Biden<br />
Medienberichten zufolge bei<br />
einer Wahlkampfveranstaltung<br />
im MittlerenWesten gesagt.Das<br />
an eine schwarze<br />
Leserschaftgerichtete MagazinThe<br />
Root bezeichnete den<br />
Vorstoßals „Wunschdenken“<br />
und Biden als „armen, einfältigenTrottel“.<br />
seine Sorge jemals vor der Bewerbung<br />
Bidens als demokratischer Präsidentschaftskandidat<br />
kundgetan<br />
habe, wollten Collins und Murkowski<br />
wissen. Die Anwälte des Weißen<br />
Hauses mussten verneinen.<br />
Für Beobachter der eindrucksvollen<br />
Anhörung zuvor im Repräsen-<br />
RETTUNG DURCH DIE FIRST LADY?<br />
Twitter-Nutzer spotteten, es<br />
handle sich um einen verzweifelten<br />
Versuch Bidens,<br />
seine Wahlkampagne zu retten.<br />
Wieernst es Biden mit<br />
seinem Vorschlag meint, war<br />
zunächst unklar.<br />
DPA<br />
JoeBiden hatte im September<br />
gewitzelt, er werde Michelle<br />
Obama fragen, ob sie mit ihm<br />
antreten wolle,dann aber gesagt,<br />
er meine es nicht ernst.<br />
2018 schriebdie frühere First<br />
Lady in ihremBuch „Becoming“:<br />
„Ichsageesganz klar:<br />
Ichhabe keine Absicht, jemals<br />
für einAmt zu kandidieren.<br />
Ich war nie ein Fander<br />
Politik, und das,was ich in<br />
den vergangenen zehn Jahren<br />
erlebthabe, hat nichtdazu<br />
beigetragen,dass ich meine<br />
Meinung geänderthätte.“<br />
tantenhaus besteht ohnehin kein<br />
Zweifel an der Trump-Intrige. Ein<br />
Dutzend Beamte und Diplomaten<br />
hatten dort die Vorwürfe detailliert<br />
untermauert. Mit dem ehemaligen<br />
Sicherheitsberater John Bolton hat<br />
sich nun kurzvor dem Ende des Verfahrens<br />
der wohl wichtigste Augenzeuge<br />
zu Wort gemeldet. In seinem<br />
unveröffentlichten Buch schreibt<br />
Bolton, der im September wegen<br />
Differenzen in der Iran-Politik von<br />
Trump entlassen wurde, der Präsident<br />
habe ihm ausdrücklich gesagt,<br />
dass die US-Militärhilfe von400 Millionen<br />
Dollar nur ausgezahlt werde,<br />
wenn Kiew gegen Biden vorgehe.<br />
DerultimativeBeweis<br />
Für die Demokraten ist dies die<br />
„smoking gun“, der ultimative Beweis<br />
für die Schuld des Präsidenten.<br />
Doch der feuertaus allen Rohren zurück.<br />
Zunächst untersagte das Weiße<br />
Haus Bolton die Veröffentlichung<br />
des Buches.Dann pöbelte Trumpbei<br />
Twitter gegen seinen früheren Top-<br />
Berater, der ihn „um den Job angebettelt“<br />
habe und ein Kriegstreiber<br />
sei. Gleichzeitig ermahnte der Präsident<br />
seine republikanischen Parteifreunde<br />
im Senat: „Lasst euch nicht<br />
vonden Demokraten instrumentalisieren.“<br />
Auch Mehrheitsführer Mitch<br />
McConnell baut nach Medienberichten<br />
enormen Druck gegen potenzielle<br />
Abweichler auf. Zur juristischen<br />
Absicherung argumentierte<br />
Trumps Star-Anwalt Alan Dershowitz<br />
im Senat, ein Präsident dürfe alles<br />
tun, was im nationalen Interesse<br />
seiner Wiederwahl dient.<br />
Die meisten Republikaner scheinen<br />
nur allzu gerne bereit, dieser<br />
abenteuerlichen These zu folgen<br />
und den Impeachment-Prozess<br />
schleunigst zu beenden. An diesem<br />
Freitag kommt es zum Showdown,<br />
wenn nach einer voraussichtlich<br />
vierstündigen Debatte abgestimmt<br />
wird, ob die Kammer Zeugen anhört.<br />
Die Republikaner haben eine Mehrheit<br />
von 53zu47Stimmen. Vier Republikaner<br />
müssten mit allen Demokraten<br />
dafür stimmen. Bislang<br />
haben aber nur zwei Abweichler ein<br />
solches Votum angedeutet.<br />
Sollten die Stimmen tatsächlich<br />
zusammenkommen, dürfte der Prozess<br />
noch Wochen dauern, weil das<br />
Weiße Haus aus angeblichen Gründen<br />
der nationalen Sicherheit die<br />
Bolton-Aussage verbieten will.<br />
Scheitert der Vorstoß, wäre der Prozess<br />
höchstwahrscheinlich am Wochenende<br />
vorbei – rechtzeitig für<br />
Trumps Erklärung zur Lage der Nation<br />
am Dienstag. Die State of the<br />
Union dürfte dann eine triumphale<br />
Siegesfeier werden.<br />
KarlDoemens<br />
hat den Prozess vonder Tribüne<br />
des Senats verfolgt.<br />
Mit Gedächtnislücken<br />
In der Berateraffäre der Bundeswehr hat die ehemalige Staatssekretärin Katrin Suder den millionenteuren Einsatz externer Fachleute verteidigt<br />
VonDaniela Vates<br />
Vier Stifte und einen Anwalt hat<br />
Katrin Suder mitgebracht. Die<br />
Stifte legt sie sorgfältig nebeneinander<br />
auf den Tisch. DerAnwalt nimmt<br />
neben ihr Platz. Es geht um etwas an<br />
diesem Tag im Untersuchungsausschuss<br />
des Bundestags.<br />
Die ehemalige Staatssekretärin<br />
Suder gilt als Schlüsselfigur in der Beratungsaffäre<br />
des Verteidigungsministeriums.<br />
Esgeht darum, ob unter<br />
ihrer Verantwortung im Ministerium<br />
zu viele externe Berater eingekauft<br />
worden seien, zum Beispiel für Digitalisierungsprojekte.<br />
Und es geht vor<br />
allem darum, ob diese Berater ihre<br />
Aufträge bekommen haben, weil sie<br />
Suder oder andere im Ministerium<br />
persönlich kannten. Dass Verträge<br />
teilweise aus falschen Töpfen bezahlt<br />
worden sind, hat das Ministerium<br />
eingeräumt. Suder, die zuvor als Unternehmensberaterin<br />
gearbeitet hat,<br />
mit dem Rufals hochstrukturiertund<br />
effizient, steht besonders im Fokus.<br />
Ihr Bekannter und ehemaliger<br />
Kollege Timo Noetzel hatte für seine<br />
Beratungsfirma Accenture Beratungsverträge<br />
an Land gezogen und<br />
intern mit seinen guten Kontakten<br />
ins Ministerium geprahlt.<br />
Die 48-Jährige beginnt mit einem<br />
Statement. Sie liest es ab, sie legt viel<br />
Emotionen in ihrenVortrag. Suder erzählt,<br />
mit welcher Begeisterung sie<br />
ihr Amt ausgefüllt habe. Sie habe es<br />
„als Ehre empfunden“, für die Bundeswehr<br />
zu arbeiten. UndGeld habe<br />
für sie keine Rolle gespielt. Sie zeichnet<br />
das Bild voneinem dysfunktionalen<br />
Rüstungsabteilung mit 20 000<br />
Mitarbeitern und einem Entscheidungsstau:<br />
„Es fehlte an allem: an<br />
Personal, an IT, anguten Verträgen.“<br />
Externe Hilfe sei daher nötig gewesen.„Externe<br />
Beratung war ein Mittel.<br />
Sie war zu keinem Zeitpunkt Selbstzweck“,<br />
beteuert Suder. Die Kosten<br />
seien dafür vergleichsweise gering gewesen.<br />
Schließlich habe sie durch die<br />
Modernisierung dazu beigetragen,<br />
80 Rüstungsverträge<br />
mit einem Volumen<br />
von30Milliarden Euro abzuschließen.<br />
Und dann kommt sie<br />
auf den Vorwurf der Mauschelei:<br />
Siehabe im Ministerium<br />
nicht nur schon bei<br />
Übernahme ihres Postens<br />
deutlich gemacht, dass sie<br />
Bekannte in der Beratungsindustrie<br />
habe. Sie<br />
habe außerdem schon immer<br />
in ihrem Berufsleben darauf geachtet,<br />
Privates und Berufliches zu<br />
trennen. Und: „In die Entscheidung<br />
DPA<br />
Katrin Suder,<br />
ehemalige<br />
Staatssekretärin<br />
und Auswahl von Externen war ich<br />
nicht eingebunden.“ Vorsorglich<br />
weist sie darauf hin, dass sie ihren<br />
Posten Anfang 2018 aufgegeben<br />
habe,ummehr Zeit mit ihrer Familie<br />
zu verbringen. Der Rechnungshofbericht,<br />
der mit Kritik an<br />
Vergabeverfahren die Affäre<br />
ins Rollen gebracht<br />
hat, kam wenige Monate<br />
später.<br />
Mehrere Stunden dauert<br />
die Befragung im Ausschuss.<br />
Die Abgeordneten<br />
erkundigen sich nach Entscheidungsabläufen<br />
und<br />
danach, warum welcher<br />
Berater geholt wurde.<br />
Und es geht um die<br />
Frage, warum sich Suder<br />
Ende 2018 geweigert hat, vor dem<br />
Verteidigungsausschuss auszusagen.<br />
Erst daraufhin wurde der Unter-<br />
suchungsausschuss eingesetzt. Es<br />
seien strafrechtliche Vorwürfe im<br />
Raum gestanden, sagt Suder.Und sie<br />
habe imVerteidigungsausschuss keinen<br />
Anwalt mitnehmen dürfen. Den<br />
hat sie nun dabei. DerAusschussvorsitzende<br />
ermahnt ihn mehrfach:<br />
„Nicht mauscheln.“ Die Abgeordneten<br />
greifen in Gummibärchentüten.<br />
Suders häufigster Satz ist: „Ich<br />
kann mich nicht erinnern.“ Nicht an<br />
die Initiierung des einen oder anderen<br />
Projekts. Nicht daran, was sie ihrem<br />
Nachfolger über den Umgang<br />
mit Beratern erzählt hat. Nicht daran,<br />
was sie ihrem guten Bekannten Noetzel<br />
erzählt hat darüber, wie sie das<br />
Ministerium über ihreBekanntschaften<br />
informiert. „Noetzel hat sich viel<br />
versprochen vonder Arbeit im Ministerium.<br />
Haben Sie das mitgekriegt?“,<br />
fragt die FDP-Abgeordnete Marie-Agnes<br />
Strack-Zimmermann. „Nein“,<br />
antwortet Suder. „Waren Sie als<br />
Staatssekretärin irgendwann zu weit<br />
weg von den Abläufen?“ Suder sagt:<br />
„Ich habe mich zu meiner Zeit gut informiertgefühlt.“<br />
„Die Menge an Nichtwissen ist<br />
beachtlich“, sagt Grünen-Verteidigungspolitiker<br />
Tobias Lindner am<br />
Rande der Sitzung. SPD-Experte<br />
Dennis Rohde bemerkt, Suder habe<br />
ihre großen Gedächtnislücken vor<br />
allem dort, wo es um die Frage der<br />
Verantwortlichkeiten geht. Die FDP-<br />
Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann<br />
stellt fest, zumindest bei<br />
großen Projekten sei der Erinnerungsverlust<br />
erstaunlich. Viele Projekte<br />
seien mit hohem Druck betrieben<br />
worden: „Es gab einen gewissen<br />
Kontrollverlust.“ Als letzte Zeugin ist<br />
für Mitte Februar Ursula von der<br />
Leyen geladen, die damalige Verteidigungsministerin,<br />
Suders Chefin.
6 <strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020<br />
·························································································································································································································································································<br />
Made in Berlin<br />
Brot und Getreide<br />
Preisveränderung 2019 gegenüber 2018<br />
Reis<br />
Brötchen zum Fertigbacken<br />
Nudeln<br />
Pizza, Quiches<br />
Cornflakes, Müsli<br />
Roggenbrot/Mischbrot<br />
Frisches Brötchen<br />
Kekse<br />
Fleisch- und Fischwaren<br />
Preisveränderung 2019 gegenüber 2018<br />
Fischfilet<br />
Geflügel (tiefgekühlt)<br />
Fischstäbchen<br />
Schweinebraten<br />
Räucherfisch<br />
Wurstkonserve<br />
Fleischfertiggericht<br />
Leber<br />
–4,8 %<br />
–8,0 %<br />
–1,5 %<br />
–2,1 %<br />
–3,6 %<br />
–4,1 %<br />
+5,6 %<br />
+2,4 %<br />
+1,3 %<br />
+0,9 %<br />
+9,2 %<br />
+5,3 %<br />
+11,8 %<br />
+10,5 %<br />
+20,6 %<br />
+27,4 %<br />
Es sprach schon immer<br />
viel dafür,den Tagmit einem<br />
guten Frühstück zu<br />
beginnen. Im vergangenen<br />
Jahr lohnte es sich<br />
sogar.Denn frische<br />
Schrippen vomBäcker<br />
wurden billiger,Tiefkühlbrötchen<br />
dagegen teurer.<br />
Gesünder ging es freilich<br />
auch, kostete aber extra.<br />
Haferflocken, Knäckebrot,<br />
Müsli –alles teurer.<br />
Dass weniger Fleischverzehr<br />
gut für das<br />
Klima ist, weiß man.<br />
2019war es zudemfinanziell<br />
vonVorteil.<br />
Denndie Preise für<br />
Schweinefleisch,Geflügelund<br />
Fisch stiegen<br />
zum Teil zweistellig.Zugleich<br />
gerietder klassische<br />
Grillabend zum Luxus.<br />
Denn Bratwurst,<br />
Bier und Grillsoße kosteten<br />
ebenfallsmehr.<br />
€<br />
€<br />
€<br />
€<br />
€<br />
€<br />
€<br />
€<br />
VonKeksen,<br />
Kondomen und<br />
Autobatterien<br />
Das Jahr 2019 in Preisen:<br />
WofürinBerlin<br />
im vergangenen Jahr mehr und wofür<br />
weniger bezahlt werden musste<br />
VonJochen Knoblach (Text) und Isabella Galanty (Grafik)<br />
Nirgendwo sind höhere<br />
Preise in dieser Stadt so<br />
überraschungsfrei wie im<br />
Bereich Wohnen. Dass<br />
die Mieten um 1,4 Prozent<br />
nach oben gingen,<br />
ist aber nur die halbe<br />
Wahrheit, weil das nur<br />
die Bestandsmieten betrifft.<br />
Die Angebotsmieten<br />
stiegen 2019 um drei<br />
Prozent. 2018 waren es<br />
noch etwa 13 Prozent.<br />
Das ist quasi die Preisentwicklung<br />
zurVerkehrswende:<br />
Neuwagen wurden<br />
teurer –Pkw-Inspektionen,<br />
Garagenmieten und Parkgebühren<br />
auch. Fahrräder<br />
kosteten dagegen weniger,<br />
BVG-Tickets nicht mehr.<br />
Der Haken: Die BVGhatte<br />
die Preiserhöhungnur aufgeschoben.Am1.Januar<br />
wurde der Einzelfahrschein<br />
3,5 Prozent teurer.<br />
Wohnen<br />
Preisveränderung 2019 gegenüber 2018<br />
Feste Brennstoffe<br />
Erdgas<br />
Straßenreinigung<br />
Müllabfuhr<br />
Wohnung (Miete)<br />
Wasserversorgung<br />
Strom<br />
Leichtes Heizöl<br />
Taxifahrt<br />
Carsharing<br />
Neuer Pkw<br />
E-Bike<br />
Parkgebühr<br />
ÖPNV (Einzel- o. Tageskarte)<br />
Fahrrad<br />
Superbenzin<br />
–0,3 %<br />
–1,9 %<br />
Mobilität<br />
Preisveränderung 2019 gegenüber 2018<br />
–0,4 %<br />
–0,8 %<br />
0<br />
0<br />
+3,8 %<br />
+3,0 %<br />
+2,3 %<br />
+1,4 %<br />
+3,6 %<br />
+2,5 %<br />
+2,2 %<br />
+1,2<br />
+8,8<br />
+7,2<br />
Molkereiprodukte, Eier, Speisefette<br />
Preisveränderung 2019 gegenüber 2018<br />
Margarine<br />
Joghurt<br />
Schnittkäse<br />
Olivenöl<br />
Eier<br />
Vollmilch<br />
Quark<br />
Butter<br />
–11,4 %<br />
–6,8 %<br />
–0,5 %<br />
–1,4 %<br />
–1,8 %<br />
–2,0 %<br />
–2,0 %<br />
+5,8 %<br />
Obst und Gemüse<br />
Preisveränderung 2019 gegenüber 2018<br />
Kartoffeln<br />
Feldsalat, Lauch, Sellerie<br />
Blumenkohl, Weißkohl<br />
Bananen<br />
Möhren<br />
Erdbeeren<br />
Äpfel<br />
Gurken<br />
Kaugummi<br />
Speiseeis<br />
Tomatenketchup<br />
Zucker<br />
Bohnenkaffee<br />
–9,8 %<br />
–12,0 %<br />
Schwarzer/Grüner Tee<br />
–2,9 %<br />
–4,0 %<br />
Pommes frites (tiefgekühlt)<br />
Mineralwasser<br />
+1,0 %<br />
+9,6 %<br />
+9,1%<br />
Sonstige Lebensmittel und Getränke<br />
Preisveränderung 2019 gegenüber 2018<br />
–6,4 %<br />
–1,8 %<br />
–3,7 %<br />
–5,3 %<br />
+4,5 %<br />
+3,1 %<br />
+2,4 %<br />
+17,4 %<br />
+27,6 %<br />
Wersich für das vergangene<br />
Jahr vorgenommen<br />
hatte, seinen Fettkonsum<br />
zu reduzieren, der<br />
musste sehr stark sein.<br />
Denn bei Milch und<br />
Sahne fielen die Preise.<br />
Der vonButter verbilligte<br />
sich 2019 sogar um<br />
mehr als elf Prozent. Dagegenwurde<br />
Margarine<br />
teurer,die Fitnessstudiogebühr<br />
übrigens auch.<br />
An den Preisschildern<br />
der Obst- und Gemüsestände<br />
waren im vergangenen<br />
Jahr die Auswirkungen<br />
der anhaltenden<br />
Trockenheit abzulesen.<br />
Geringere Ernteerträge<br />
machten vorallem die<br />
Kartoffeln teurer.Außerdem<br />
stieg die Nachfrage<br />
bei den Verarbeitern.<br />
Folge: Der Pommes-Preis<br />
wuchs zweistellig.<br />
Dass Kaffee hierzulande<br />
dasbeliebteste Getränk<br />
noch vorMineralwasser<br />
und Bierist,mag Erstaunenauslösen,<br />
ist aber so.<br />
Und2019 hat sich daran<br />
sicher nichts geändert.<br />
Denn Kaffee wurde billiger,<br />
während etwaMineralwasser,Tee<br />
und Cola<br />
teurer wurden. Einziger<br />
Preiskonkurrent: Apfelsaft<br />
–minuszwölf Prozent.<br />
Ja, das Leben in Berlin ist wieder teurer geworden. Nicht<br />
nur die Mieten gingen 2019 in dieser Stadt nach oben, sondernauch<br />
die Preise für Nahrungsmittel und einiges mehr.<br />
Das Statistische Landesamt hat für das vergangene Jahr<br />
eine durchschnittliche Preissteigerung um 1,3 Prozent errechnet.<br />
Daswar immerhin weniger als 2018, als die durchschnittliche<br />
Teuerungsrate noch bei zwei Prozent lag. Zudem stiegen die<br />
Preise im vorigen Jahr sogar noch etwas langsamer als im Bundesdurchschnitt.<br />
Denn deutschlandweit gingen die Preise um<br />
1,4 Prozent nach oben.<br />
Dennoch bleibt es dabei: Vieles wurde teurer in Berlin. Was<br />
aber auch stimmt: Die Löhne und Gehälter in dieser Stadt stiegen<br />
im vergangenen Jahr noch schneller als die Preise. Zumindest<br />
in den ersten neun Monaten –das sind die aktuellsten Daten<br />
–verdienten die <strong>Berliner</strong> im Schnitt 3,2 Prozent mehr als im<br />
Vorjahreszeitraum. DerReallohnzuwachs in Berlin lag somit bei<br />
durchschnittlich 1,9 Prozent. Trotz höherer Preise hatten die<br />
<strong>Berliner</strong> also mehr im Portemonnaie.<br />
Aber wie bei den Einkommen so geht es auch bei der Teuerungs-<br />
oder Inflationsrate um einen Durchschnittswert. Statistiker<br />
ermitteln die Preissteigerung monatlich auf der Grundlage<br />
eines sogenannten Warenkorbs. Rund 750 Produkte und<br />
Dienstleistungen sind darin enthalten. Es ist quasi alles, was<br />
zum täglichen Leben benötigt wird. DerInhalt dieses virtuellen<br />
Einkaufwagens reicht von Nahrungsmitteln über Bekleidung,<br />
den Ausgaben für die Wohnung, für Kultur und Freizeit bis hin<br />
zu Versicherungspolicen. Es geht um Kekse und Kinotickets,<br />
Kondome und Tischdecken, Särge und Autobatterien.<br />
Es lohnt sich also ein genauerer Blick auf die einzelnen Warenkorbpreise,die<br />
das Amt für Statistik Berlin-Brandenburgfür<br />
Berlin ermittelte.Dennerstdann werden aus 1,3 Prozentmehr,<br />
tatsächlich Preisentwicklungen, die im täglichen Leben in dieser<br />
Stadt ganz unterschiedlich wahrgenommen wurden.<br />
Fleisch- und Fischliebhaber etwa mussten 2019 ihr Haushaltsbudget<br />
um 20 Prozent aufstocken. Kaffee- und Milchtrinker<br />
konnten sparen, Fahrradfahrer auch. Für Autobesitzer wurde<br />
indes vieles teurer.<br />
Und die Daten der Statistiker zeigen auch, warum 2019 im<br />
besten Fall der Geschirrspüler oder die Waschmaschine statt<br />
des Kühlschranks kaputt ging. Warum esRaucher besonders<br />
schwer hatten, mit dem Rauchen aufzuhören, wie die Afrikanische<br />
Schweinepest im fernen Asien hierzulande die Bratwurst<br />
verteuerte, und warum die Gleichstellung von Mann und Frau<br />
in den allermeisten <strong>Berliner</strong> Friseursalons im Jahr 2019 noch<br />
weiter in die Fernerückte.LauterPreisfragen sozusagen.<br />
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€<br />
€<br />
Dass die Gleichstellung<br />
vonMann und Frau an der<br />
Schwelle eines Friseurgeschäfts<br />
endet, belegen die<br />
Preislisten dort. Fast immer<br />
sind diese nach Geschlechterngetrennt,<br />
und<br />
seitjeher zahlen Frauen<br />
für einen Haarschnitt mehr<br />
als Männer.Hat sich das<br />
2019geändert? Nein. Die<br />
Preisdifferenzwurde in<br />
Berlin sogar noch größer.<br />
Wenn im vergangenen<br />
Jahr technisches Haushaltsgerät<br />
überraschend<br />
seinen Dienst quittierte,<br />
dann war es bestenfalls<br />
die Nähmaschine, der<br />
Geschirrspüler oder der<br />
Akkuschrauber.Denn<br />
dortfielen die Preise.<br />
Kühl- und Gefrierschränkewie<br />
auch Backöfen<br />
undHerde wurden<br />
indes teurer.<br />
Mit der Kultur war das in<br />
Berlin auch 2019 wieder<br />
so eine Sache: Ein riesigesAngebotkonkurrierte<br />
mitbilligen Alternativen.<br />
So waren Kino-, Theaterund<br />
Museumsbesuche<br />
teurer als im Jahrzuvor,<br />
Bücher ebenso, solche für<br />
Kinder sogar viel teurer.<br />
Dagegen wurdenFernsehgeräte,<br />
DVDs und<br />
Spielekonsolen billiger.<br />
Körperpflege<br />
Preisveränderung 2019 gegenüber 2018<br />
Shampoo<br />
Friseur für Damen<br />
Friseur für Herren<br />
Toilettenpapier<br />
Nagellack<br />
Gebühr Solarium<br />
Deospray<br />
Elektrische Zahnbürste<br />
Haushalts- und Gebrauchsgüter<br />
Preisveränderung 2019 gegenüber 2018<br />
Kühlschrank<br />
+3,9 %<br />
Waschmaschine<br />
Geschirrspülmaschine<br />
Geschirrspülmittel<br />
Akkuschrauber<br />
Eierkocher<br />
Bügelbrett<br />
Feinwaschmittel<br />
–3,7 %<br />
–4,4 %<br />
–5,7 %<br />
–6,5 %<br />
–7,6 %<br />
–0,1 %<br />
–1,6 %<br />
Freizeit<br />
Preisveränderung 2019 gegenüber 2018<br />
Musik-CD<br />
E-Book-Download<br />
Gebühr für Fitnessstudio<br />
Kinobesuch<br />
DVD/Blueray-Player<br />
Puppe<br />
Fernsehgerät<br />
Film auf DVD/Blueray<br />
–5,1 %<br />
–1,0 %<br />
–4,0 %<br />
0<br />
+0,3 %<br />
+4,8 %<br />
+3,7 %<br />
+1,8 %<br />
+0,2 %<br />
–6,2 %<br />
+3,7 %<br />
+3,0 %<br />
+1,7 %<br />
–10,4 %<br />
+20,6 %<br />
+24,1 %<br />
Tabakwaren und Alkohol<br />
Preisveränderung 2019 gegenüber 2018<br />
Tabak<br />
+5,0 %<br />
Zigaretten<br />
+3,6 %<br />
Bier<br />
+3,3 %<br />
Whisky<br />
+3,3 %<br />
Alkoholfreies Bier<br />
+2,4 %<br />
Rotwein<br />
+1,5 %<br />
Weißwein<br />
–0,5 %<br />
Sekt<br />
–1,6 %<br />
Das Rauchen bliebeine<br />
zuverlässig effektiveArt<br />
des Geldverbrennens. Im<br />
März stiegder Preis für<br />
eine 20er-Zigarettenpackung<br />
um 30 Cent auf<br />
6,70 Euro.Auch loserTabak<br />
kostete mehr.Wer die<br />
Entwöhnung wagte,<br />
brauchteeine starkenWillen.<br />
Denn Kaugummi und<br />
Gummibärchen wurden<br />
ebenfalls teurer.<br />
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€<br />
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€ € €<br />
€<br />
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€<br />
€<br />
€<br />
Für Bekleidung mussten<br />
die <strong>Berliner</strong> 2019 nicht<br />
viel mehr ausgeben als<br />
2018. Um ein halbes<br />
Prozent stiegen die<br />
Preise im Schnitt. Familien<br />
konnten sogar sparen,<br />
weil Kinderbekleidung<br />
oft billiger wurde.<br />
Und auf teure Socken<br />
konnte man im immer<br />
wärmeren Berlin auch<br />
mal verzichten.<br />
Bekleidung und Schuhe<br />
Preisveränderung 2019 gegenüber 2018<br />
Socken/Strümpfe für Kinder<br />
Damenfreizeithose<br />
Damenkleid<br />
Herrenanzug<br />
Kinderhose<br />
Herrenfreizeithose<br />
Fahrradhelm<br />
Kinderschuhe<br />
–1,8 %<br />
–2,0 %<br />
–4,5 %<br />
–6,0 %<br />
+5,0%<br />
+2,5 %<br />
+2,0 %<br />
+8,4 %
<strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020 7<br />
·························································································································································································································································································<br />
Wirtschaft<br />
MÄRKTE<br />
NACHRICHTEN<br />
DAX-30 in Punkten<br />
31.10.19<br />
31.10.19<br />
▼ 13130,56 (–1,61 %)<br />
Rohöl je Barrel Brent in US-Dollar<br />
Euro in US-Dollar<br />
31.10.19<br />
Stand der Daten: 30.01.2020 (16:45 Uhr)<br />
Alle Angaben ohne Gewähr<br />
Gewinner<br />
30.1.20<br />
▼ 57,59 (–3,37 %)<br />
30.1.20<br />
▲ 1,1029 (+0,25 %)<br />
Quelle<br />
aus DAX und MDAX vom 30.01. zum Vortag<br />
30.1.20<br />
DeutscheBank NA 8,26 +3,59 WWWWWWWWWW<br />
Software 29,73 +2,84 WWWWWWWW<br />
Knorr-Bremse 99,48 +0,71 WWW<br />
Gerresheimer 71,85 +0,49 WW<br />
Osram Licht NA 45,48 +0,38 WW<br />
Alstria Office 17,70 +0,34 WW<br />
Verlierer<br />
ausDAX und MDAXvom 30.01. zumVortag<br />
Nemetschek 61,80 WWWWWWWWWWW –3,96<br />
Carl Zeiss Meditec 113,50 WWWWWWWWWW –3,57<br />
Evotec 24,64 WWWWWWWWW –3,11<br />
Fresenius 46,98 WWWWWWWWW –3,08<br />
Volkswagen Vz. 164,84 WWWWWWWWW –2,99<br />
MorphoSys 113,70 WWWWWWWW –2,90<br />
Leitbörsen im Überblick<br />
52-Wochen Hoch/Tief 30.01. ±% z. 29.01.<br />
Euro Stoxx 50(EU) –1,53<br />
3814/3125 3679,35<br />
CAC 40 (FR) – 1,72<br />
6110/4946 5852,61<br />
S&P UK (UK) – 1,67<br />
1562/1413 1484,54<br />
RTS (RU) – 1,63<br />
1652/1152 1545,11<br />
IBEX (ES) –1,06<br />
9710/8409 9445,80<br />
Dow Jones (US) –0,69<br />
29374/24681 28536,24<br />
Bovespa (BR) –2,06<br />
119593/89409113911,30<br />
Nikkei (JP) – 1,72<br />
24116/20111 22977,75<br />
Hang Seng (HK) –2,64<br />
30280/24900 26441,72<br />
Stx Singap. 20 (SG) –0,66<br />
1674/1492 1611,57<br />
Edel- und NE-Metalle<br />
Barren &Münzen in € Ankauf Verkauf<br />
(Endkundenpreise) 30.01. 30.01.<br />
Gold (10 g) 451,0 485,5<br />
Gold (1 oz) 1408,5 1484,0<br />
Gold (100 g) 4515,0 4745,0<br />
Gold (250 g) 11290,0 11830,0<br />
Silber (1 kg) 511,0 678,1<br />
Platin (100 g) 2766,0 3572,4<br />
Austr.Nugget (1 oz) 1406,7 1495,0<br />
Britannia (1 oz) 1406,0 1502,0<br />
Krügerrand (1/4 oz) 351,5 401,9<br />
Krügerrand (1/2 oz) 703,0 778,0<br />
Krügerrand (1 oz) 1407,0 1516,0<br />
Maple Leaf (1/4 oz) 351,5 398,7<br />
Maple Leaf (1/2 oz) 703,0 780,0<br />
Maple Leaf (1 oz) 1406,5 1503,0<br />
Philharmoniker (1 oz) 1406,5 1507,0<br />
Quelle Edelmetalle: Degussa Goldhandel GmbH.<br />
Die An- und Verkaufspreise gelten für sehr gut erhaltene Stücke.<br />
NE-Metalle in €/100 kg 31.12. 31.12.<br />
Blei in Kabeln 199,50 199,50<br />
Kupfer (DEL-Notiz) 518,62 526,85<br />
Messing MS 63/37 516,00 523,00<br />
ERLÄUTERUNGEN Wechselnde Darstellung: Tagesgeld (Dienstag), Ratenkredit<br />
(Mittwoch), Sparbriefe (Donnerstag), Edel- &NE-Metalle (Freitag),<br />
Baudarlehen (Samstag).<br />
Quelle: FMH-Finanzberatung<br />
Die Reisebranchetrifftdas Coronavirus zuerst: Mitarbeiterdesinfizieren ein Flugzeug vonThai Airways.<br />
Von Friederike Marx und Bernd Zeberl<br />
Rund um den Globus<br />
Wirtschaftliche Einbußen wegen des Corona-Erregers können alle Branchen betreffen<br />
Von Frank-Thomas Wenzel<br />
Corona, niemand kommt“,<br />
sagt die Verkäuferin. Normalerweise<br />
herrscht in<br />
dem Geschäft in der Frankfurter<br />
Innenstadt dichtes Gedränge.<br />
Dort kaufen ausschließlich chinesische<br />
Touristen: Töpfe, Messer und<br />
andere Haushaltsgeräte – es muss<br />
„made in Germany“ sein.<br />
FrankfurtisteinewichtigeStation,<br />
denn am Flughafen starten und landen<br />
die Maschinen mit den Urlaubern<br />
aus der Volksrepublik. In der<br />
Nähe der Paulskirche ist eine Einkaufsstraße<br />
entstanden, die ihnen<br />
vorbehalten ist. Eine Reisegruppe<br />
nach der anderen kommt an normalen<br />
Tagen. Jetzt hat das Personal<br />
kaum noch was zutun.DieLufthansa<br />
hat ihre Verbindungen nach China<br />
eingestellt.<br />
Die Regierung in Peking hat zur<br />
Absage aller privaten Reisen ins Ausland<br />
aufgerufen, um die Ausbreitung<br />
des Coronavirus einzudämmen.<br />
Doch die Zahl der gemeldeten Erkrankungen<br />
steigt stündlich. Die<br />
Ausbreitung hat Folgen für die Wirtschaft.<br />
Im Kleinen für Frankfurter<br />
Haushaltswarengeschäfte und im<br />
Großen: Für den Chef der US-Notenbank<br />
Fed, Jerome Powell, ist klar,dass<br />
die Epidemie Chinas Ökonomie belasten<br />
werdeund dass es auch andere<br />
Länder treffen könne. „Wir werden<br />
die Entwicklung aufmerksam verfolgen“,<br />
sagte Powell. Ähnlich vorsichtig<br />
geben sich viele andereExperten. Die<br />
SCHUTZVORKEHRUNGEN BREMSEN DIE WIRTSCHAFT<br />
Vorhersage: Der Verlauf von<br />
Epidemien ist nicht vorhersehbar.Die<br />
Erfahrung zeigt<br />
allerdings, dass es keine linearen<br />
Entwicklungen bei<br />
der Zahl der Infizierten gibt.<br />
Bei der Sars-Krise im Jahr<br />
2003 in China ging die Zahl<br />
der Erkrankten zweimal zurück,<br />
um dann wieder zu<br />
steigen. Erst nach der dritten<br />
Spitze ging es dauerhaft zurück.<br />
Tiefe Löcher in der Bilanz<br />
Trotz einesMilliardenverlusts gibt sich Deutsche-Bank-Chef Sewing optimistisch<br />
gen betroffen sein. Im vergangenen<br />
Jahr hatte der mit einem massiven<br />
Stellenabbau verbundene KonzernumbautiefeLöcherindieBilanzgerissen.<br />
Es war das fünfte Verlustjahr in<br />
Folge.Unter dem Strich stand ein Minusvonrund5,7MilliardenEuronach<br />
einem Verlust von 52Millionen ein<br />
Jahr zuvor.Rechnet manZinszahlungen<br />
für sogenannte Nachranganleihen<br />
heraus,fiel ein Minus von5,3 Milliarden<br />
an.<br />
Die Kosten für die Neuausrichtung<br />
–inklusiveAbfindungen –machten<br />
sich ebenso bemerkbar wie die<br />
Einstellung des Aktienhandels und<br />
der Verkauf von Sparten. Zudem<br />
macht das Zinstief der gesamten<br />
Branche im ohnehin hart umkämpften<br />
deutschen Marktzuschaffen. Die<br />
Zahl der Vollzeitstellen im Konzern<br />
Datenbasis: Große Unsicherheiten<br />
bestehen auch<br />
bei der Erfassung der Daten.<br />
So kann allein die gesteigerte<br />
Aufmerksamkeit beim Coronavirus<br />
dazu führen, dass<br />
mehr Fälle registriertwerden.<br />
Aber die jetzt verhängten<br />
Quarantänen können<br />
auch dafür sorgen, dass Ansteckungen<br />
nicht bekannt<br />
werden. Korrekte Fallzahlen<br />
wären aber enormwichtig.<br />
Eingreifen: Ein weiterer Unsicherheitsfaktor<br />
ist, wie die<br />
Maßnahmen des Staats wirken.<br />
Gehen die Behörden<br />
zielgenau voroder wird womöglich<br />
kontraproduktiv gehandelt?<br />
Dies spielt beim<br />
Abschätzen der ökonomischen<br />
Folgen eine große Rolle.<br />
Nicht die Erkrankungen<br />
selbst, sondernSchutzvorkehrungen<br />
bremsen die wirtschaftlichen<br />
Aktivitäten.<br />
Datenlage sei noch unzureichend,<br />
„um belastbare Prognosen abzugeben“,<br />
betonen etwa die Experten der<br />
Deutsche-Bank-Fondstochter DWS.<br />
Am Donnerstag war aber klar, dass<br />
Börsianer immer nervöser werden.<br />
Rund um den Globus gingen die Kurse<br />
nach unten. DieRohölpreise sackten<br />
auf das niedrigste Niveau seit<br />
mehr als drei Monaten.<br />
Unter Anlegern kursiert als Horrorszenario,<br />
dass die Zahl der Infizierten<br />
über einen längeren Zeitraum<br />
weiter steigt, dass Restriktionen<br />
vonRegierungen und Unternehmen<br />
mit Reisebeschränkungen und<br />
Quarantänen immer strenger werden<br />
und dass damit die wirtschaftliche<br />
Tätigkeit heftig gebremst wird.<br />
Ansteckungseffekte in anderen Ländern<br />
sind dabei kaum vermeidbar.<br />
Schon jetzt steht fest: Die Lufthansa<br />
wird weniger fliegen. Reisekonzerne<br />
wie Tuimüssen weniger Buchungen<br />
für Reisen ins Reich der Mitte verkraften.<br />
Bleiben die Menschen zu Hause,<br />
muss der Handel mit schrumpfenden<br />
Einnahmen rechnen.<br />
DasCoronavirus ist ausgerechnet<br />
in einer hoch industrialisierten Region<br />
ausgebrochen, wo sich Zulieferbetriebe<br />
insbesonderefür vieleinternational<br />
agierende Technikkonzerne<br />
angesiedelt haben. Steht dort die<br />
Produktion länger still, kann es Lieferengpässe<br />
für viele Güter geben, in<br />
sank auf 87597, ein Rückgang um<br />
mehr als 4100 im Laufe des vergangenen<br />
Jahres. Details zum deutschen<br />
Markt und der regionalen Verteilung<br />
nannte die Bank weiterhin nicht. Bis<br />
Ende 2022 soll die Zahl der Vollzeitstellen<br />
um rund 18000 auf weltweit<br />
74000 verringertwerden.<br />
Trotz des Milliardenverlusts bekommtderBankvorstandfür2019Boni<br />
in Millionenhöhe. Allerdings fällt<br />
der Topf mit voraussichtlich 13 Millionen<br />
Euro etwa halb so groß auswie im<br />
Jahr zuvor. Die Topmanager verzichten<br />
auf die sogenannte individuelle<br />
erfolgsabhängige Vergütung. „Wir<br />
hielten es für richtig, unseren Beitrag<br />
zu leisten“, sagte Sewing.<br />
In einem Brief an die Mitarbeiter<br />
schrieb der Bankchef, der Umbau verlaufeinmanchenBereichenbesserals<br />
FOTO: SAMUT PRAKAN/IMAGO<br />
denen Elektronik steckt –vom Handy<br />
bis zum Pkw. Die Einbußen können<br />
sich durch fast alle Branchen fressen,<br />
weil die Nachfrage vonVerbrauchern<br />
und Unternehmen zurückgeht. Das<br />
kann bis hin zu deutschen Maschinenbauerndurchschlagen,<br />
die weniger<br />
Aufträge bekommen, weil deren<br />
Kunden von Bestellungen wegen<br />
Geldmangels absehen.<br />
Wie schlimm es wird, ist unklar.<br />
Um Plausibles sagen zu können, wird<br />
vonVolkswirten deshalb gerndie Parallele<br />
zur Sars-Krise 2002/2003 bemüht.DieWirtschaftsleistungging<br />
in<br />
einem Quartal stark zurück. Viele<br />
asiatische Aktienindizes verloren<br />
mehr als 15 Prozent. DieWende kam<br />
erst, als die Infektionszahlen sanken.<br />
DWS-Experten haben nun durchgespielt,<br />
dass sich die Ansteckungsrate<br />
in zwei bis drei Wochen abschwächt.<br />
Dann könnte das Coronavirus<br />
in Kombination mit zwei zusätzlichen<br />
Feiertagen die chinesische<br />
Wirtschaftsleistung in diesem<br />
Jahr um 1,15 Prozent drücken. Mögliche<br />
Aufholeffekte und staatliche<br />
Hilfsprogramme sind dabei allerdings<br />
nicht berücksichtigt.<br />
In eine ähnliche Richtung gehen<br />
Prognosen der Analysten von Banken<br />
wie BNP Paribas, JP Morgan<br />
Chase oder Mizuho Securities. Über<br />
den Daumen: Für das erste Quartal<br />
wirddie Vorhersage für Chinas Wirtschaftswachstum<br />
deutlich auf Werte<br />
bis nahe 5Prozent gesenkt. Bisher<br />
wurde generell von 6Prozent ausgegangen.<br />
Die Deutsche Bank richtet nach<br />
dem Milliardenverlust 2019 den<br />
BlickimJubiläumsjahrnachvorn.Das<br />
Institut habe den radikalsten Umbau<br />
seit zwei Jahrzehnten gut vorangebracht,<br />
sagte Vorstandschef Christian<br />
Sewing am Donnerstag in Frankfurt<br />
bei der Vorstellung der Jahresbilanz<br />
2019. „Und wir spüren Rückenwind.<br />
Auch im Jahr 2020.“<br />
DieBank, die in diesem Jahr auf ihr<br />
150-jähriges Bestehen blickt, wolle<br />
ihreMarktposition wieder ausbauen.<br />
„Wir greifen an –und das nachhaltig“,<br />
sagte Sewing. Das größte deutsche<br />
Kreditinstitut strebt in diesem Jahr<br />
einen Gewinn an, zumindest vor<br />
Steuern. Allerdings werde auch das<br />
Jahr 2020 von den Umstrukturierungeplant.<br />
Trotz der hohen Umbaukosten<br />
sei es der Bank gelungen, die Kapitalposition<br />
zu festigen. Dies sei darauf<br />
zurückzuführen, dass der Abbau von<br />
Altlasten undRisikenschneller vorangehe<br />
als gedacht. Aufgrund des starken<br />
Kapitalpolsters „sind wir sehr zuversichtlich,<br />
den Umbau mit unseren<br />
Mitteln stemmen und nun wieder<br />
wachsen zu können“. An der Börse<br />
kam der Optimismus gut an. DieAktie<br />
setzte ihrejüngste Erholung fort.<br />
DieErträge gingen 2019 um 8Prozent<br />
auf 23,2 Milliarden Euro zurück,<br />
während die Kosten vorallem wegen<br />
der Milliardenaufwendungen im Zusammenhang<br />
mit dem Konzernumbau<br />
um 7Prozent auf etwas mehr als<br />
25 Milliarden kletterten. Bis2022 sollen<br />
die Kosten auf 17 Milliarden Euro<br />
sinken. (dpa)<br />
Drogeriemärkte<br />
schlagen Amazon<br />
DerUS-OnlinekonzernAmazon<br />
muss sich in Deutschland bei der<br />
Kundenbeliebtheit zwei klassischen<br />
Händlerngeschlagen geben. Im am<br />
Donnerstag vonder Unternehmensberatung<br />
OC&C veröffentlichten<br />
Einzelhandelsindex 2019 belegte die<br />
Drogeriemarktkette dm den ersten<br />
Platz in der Beliebtheitsrangliste vor<br />
dem Rivalen Rossmann. Amazon<br />
kam auf Platz drei. DasLadengeschäft<br />
werdefür das Einkaufserlebnis<br />
wieder wichtiger,hieß es dazu<br />
bei OC&C. (dpa)<br />
Brauer verkaufen<br />
weniger Bier<br />
DieBrauer in Deutschland haben<br />
2019 deutlich weniger Bier verkauft.<br />
DerAbsatz der Brauereien und Bierlager<br />
fiel gemessen am Vorjahr um<br />
1,9 Prozent auf 9,2 Milliarden Liter.<br />
Mitmehrals 80 Prozent ging der Löwenanteil<br />
in den heimischen Markt,<br />
wie das Statistische Bundesamt mitteilte.Auch<br />
Biermischungen verkauften<br />
sich schlechter.Der Absatz<br />
vonBier mitLimonade,Cola,<br />
Fruchtsäften und anderen alkoholfreien<br />
Zusätzen sank um ein Prozent<br />
auf 439,5 Millionen Liter. (dpa)<br />
Tesla schreibt zweiten<br />
Quartalsgewinn in Folge<br />
UntermStrich bleibenTeslas Zahlen so<br />
rot wieviele derAutos. FOTO: CHRISTOPHE ENA/AP<br />
Tesla hat sich dank hoher Nachfrage<br />
in Europa und China zum Jahresende<br />
gut geschlagen. Im vierten Quartal<br />
übertraf der US-Elektroautobauer<br />
die Markterwartungen mit<br />
einem Gewinn von105 Millionen<br />
Dollar (95 Millionen Euro). DerUmsatz<br />
fiel mit 7,4 Milliarden Dollar<br />
deutlich höher aus als angenommen.<br />
Unter dem Strich fiel 2019 aber<br />
ein Verlust von862 Millionen Dollar<br />
an –immerhin weniger als die<br />
976 Millionen Dollar Miesen im Vorjahr.<br />
(dpa)<br />
Produktion der britischen<br />
Autoindustrie schrumpft<br />
Vordem britischen EU-Austritt am<br />
Freitag melden die Autobauer auf<br />
der Insel einen weiteren Einbruch<br />
bei Produktion und Investitionen.<br />
Im vergangenen Jahr sei die Gesamtfertigung<br />
um 14,2 Prozent auf<br />
1,3 Millionen Fahrzeuge zurückgegangen.<br />
Dasist der geringste Wert<br />
seit 2010, teilte der Branchenverband<br />
der britischen Automobilindustrie<br />
mit. DieProduktionfür Exportmärkte<br />
brach um 14,7 Prozent<br />
auf 1,6 Millionen Fahrzeuge ein –die<br />
meisten Autos gingen an die EU.<br />
Mike Hawes, Chef des Branchenverbands,zeigtesich<br />
beunruhigt über<br />
den Rückgang im dritten Jahr in Folge.<br />
(dpa)<br />
Abnahmemenge<br />
in Liter<br />
HEIZÖLPREISE<br />
Durchschnittspreis<br />
je 100 LiterinEuro<br />
(in Klammern Vorwoche)<br />
1000 67,63 (70,21)<br />
3000 62,98 (65,65)<br />
5000 61,32 (63,98)<br />
10 000 59,89 (62,50)<br />
15 000 59,45 (61,97)<br />
incl. MWSt., frei Haus an Abladestelle,<br />
Quelle: www.dieter-maeder.de<br />
Preisermittlung 30.1.2020
8 <strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020<br />
·························································································································································································································································································<br />
Meinung<br />
Brexit<br />
ZITAT<br />
Warme Worte zum<br />
Abschied<br />
Matthias Koch<br />
rechnet damit, dass es für die Briten<br />
schnell kälter werden wird.<br />
Sie werden immer Teil unserer Familie<br />
bleiben.“ Als EU-Kommissionspräsidentin<br />
Ursula von der Leyen Sätze wie<br />
diesen über die scheidenden Briten sagte,<br />
hörte sie sich fast an wie Königin Elizabeth<br />
II., besonnen und milde. Genauso<br />
hatte, bis in die Wortwahl hinein, jüngst<br />
die Queen geklungen, als sie über Harry<br />
und Meghan sprach. Ein kleiner Gag der<br />
Brüsseler Redenschreiber?<br />
Es wird nicht viel bleiben von diesen<br />
warmen Worten, wenn Brüssel und London<br />
das künftige Miteinander vonEUund<br />
Vereinigtem Königreich aushandeln. Der<br />
in diesen Gesprächen federführende EU-<br />
Diplomat, der Franzose Michel Barnier,<br />
hat sein Jahr streng durchgetaktet: Verhandlungsrunde,<br />
Rückkopplung mit Regierungen,<br />
Kommission und Parlament,<br />
dann Vorbereitung der nächsten Verhandlungsrunde.Zieht<br />
London nicht mit,<br />
gibt es bis Ende 2020 keinen Vertrag.<br />
Erste Hinweise auf eine in dieser Phase<br />
bevorstehende neue Kühle hat Ursula von<br />
der Leyen bereits selbst gegeben, vorerst<br />
in zwei höfliche Anmerkungen verpackt.<br />
Erstens: „Wir werden unsere Unternehmen<br />
nicht einem unfairen Wettbewerb<br />
aussetzen.“ Zweitens: „Je mehr Großbritannien<br />
unsere Standards aufrechterhält,<br />
umso besser wird sein Zugang zum EU-<br />
Binnenmarkt sein.“ Frei übersetzt heißt<br />
das: Diebritischen Konservativen können<br />
ihreVision vom Singapur in der Nordsee<br />
vergessen.<br />
Premierminister Boris Johnson und<br />
seine Freunde träumen seit Langem von<br />
einer cleveren Kombination von Hochtechnologie<br />
und Niedrigsteuern auf den<br />
Britischen Inseln, bei Abwesenheit lästiger<br />
EU-Normen zum Schutz vom Arbeitnehmernund<br />
Umwelt. Derso„entfesselte<br />
Kapitalismus“ soll weltweit neues Kapital<br />
anziehen und Großbritannien in eine<br />
strahlende neue Zukunft führen.<br />
Wemaber wollen die BritenWarenund<br />
Dienstleistungen verkaufen, wenn sie<br />
zum EU-Binnenmarkt vor ihrer Haustür<br />
keinen zollfreien Zugang finden? Boris<br />
Johnson hat sich auf ein Kräftemessen<br />
eingelassen, das er nicht gewinnen kann.<br />
Und das liegt nicht an der deutschen<br />
Kommissionspräsidentin oder an ihrem<br />
Früher oder später<br />
werden Land und<br />
Leute entdecken, dass<br />
der Brexit keine<br />
Einigkeit schafft und<br />
auch kein einziges<br />
Problem löst.<br />
französischen Chefunterhändler. Esliegt<br />
an Adam Riese. Imökonomischen Bankdrücken<br />
werden sich am Ende immer 450<br />
Millionen EU-Europäer gegen 67 Millionen<br />
Briten durchsetzen. Auch im Verhältnis<br />
zu den USA und China ist es für einen<br />
einzelnen Staat schwierig, günstige Handelsbedingungen<br />
herauszuholen.<br />
Das größte Problem aber wartet auf<br />
den britischen Premier im eigenen Land.<br />
Die Brexit-Anhänger haben völlig konträre<br />
Ziele. Die einen, Konservative und<br />
Neoliberale, wollen mit dem Brexit die<br />
Brüsseler Bürokratie abschütteln, um<br />
dann einen mutigen, eigenen Wegauf die<br />
Weltmärkte zu wagen. Die anderen, darunter<br />
frühereLabour-Wähler,empfanden<br />
schon den EU-Binnenmarkt als Bedrohung;<br />
sie sehen sich als Modernisierungsverlierer<br />
und wollen jetzt weniger Markt,<br />
mehr nationale Abschottung –und mehr<br />
Geld für Soziales.<br />
Früher oder später werden Land und<br />
Leute entdecken, dass der Brexit keine Einigkeit<br />
schafft und auch kein einziges<br />
Problem löst. DerBrexit wirdsich entpuppen<br />
als etwas hoffnungslos Überschätztes,<br />
als Projektionsfläche für gegensätzliche<br />
Erwartungen, geschickt genutzt von<br />
unredlichen politischen Akteuren mit<br />
dem einzigen Ziel, ihre Macht im Nationalstaat<br />
zu mehren.<br />
Farewell!<br />
Das Pflegewohnheim, in dem ich<br />
meine Mutter besuche, hat im<br />
Eingangsbereich einen Flüssigkeitsspender<br />
mit einem Desinfektionsmittel<br />
aufgestellt. Viele Besucher betätigen<br />
sich gewissenhaft daran und reiben<br />
sich gründlich die Hände. Andere gehen<br />
achtlos vorbei, ich verhalte mich ambivalent.<br />
Nicht selten bemerke ich mein Versäumnis<br />
erst, wenn mir der Rückweg bereits zu weit<br />
erscheint. Auch wenn die Prozedur etwas<br />
lästig ist, hege ich an deren grundsätzlicher<br />
Notwendigkeit keinen Zweifel. Wenn ich es<br />
wieder einmal unterlassen habe, beruhige<br />
ich mich damit, dass es schon nicht zum<br />
Schlimmsten kommen wird.<br />
Stärker als die Angst, sich einen Viruseinzufangen,<br />
sollte allerdings die Sorgesein, einen<br />
in die Einrichtung hineinzutragen. Türgriffe,<br />
Haltestangen im Bus – Sie wissen<br />
schon. Alte Menschen sind besonders gefährdet.<br />
Für die Bewohner vonPflegeheimen<br />
ist die Virusfamilie der Coronaviridae denn<br />
auch nur eine unter vielen. Tödliche Gefahr<br />
droht hier auch von namenlosen oder gut<br />
bekannten infektiösen Strukturen, und die<br />
Erkenntnis, dass noch immer mehr Menschen<br />
an den Folgen einer herkömmlichen<br />
Grippe sterben als am Coronavirus, gab es<br />
zuletzt häufig frei Haus.<br />
Zuröffentlichen Wahrnehmung epidemischer<br />
Gefahren gesellt sich stets auch die<br />
Hoffnung, dass Wissen hilft. Undtatsächlich<br />
ließe sich angesichts der Coronavirus-Krise<br />
die Beobachtung machen, dass wissenschaftliche<br />
Forschungsergebnisse über<br />
hochansteckende Infektionskrankheiten<br />
vergleichsweise tief in das Alltagswissen eingedrungen<br />
sind –ohne allerdings die Unlust<br />
zu verringern, sich an die Schutzvorkehrungen<br />
zu halten.<br />
Wenn das Vereinigte Königreich heute<br />
um Mitternacht die Europäische<br />
Union verlässt, wird das Konsequenzen für<br />
viele Lebens- und Arbeitsbereiche haben.<br />
Betroffen ist neben der Wirtschaft vor allem<br />
die Wissenschaft, und zwar auf unterschiedlichsten<br />
Ebenen.<br />
Zahlreiche kontinentaleuropäische Forscher<br />
sind an den Universitäten und Instituten<br />
des Königreichs in führenden Positionen<br />
beschäftigt. Siesorgen sich um ihreZukunft,<br />
weil ihr Status künftig vonarbeitsrechtlichen<br />
Sonderregelungen abhängt. Ob diese Unsicherheit<br />
zu einer verstärkten Rückkehrwelle<br />
führt, von der auch Deutschland profitieren<br />
könnte, ist noch offen. Boris Johnson hat in<br />
einer seiner seltenen Aussagen zu Wissenschaftsthemen<br />
angedeutet, dass man Spitzenkräfte<br />
in allen Arbeitsbereichen auf jeden<br />
Fall halten wolle. Konkreteres war dazu aber<br />
noch nicht zu hören.<br />
Auf dem Feld der großen europäischen<br />
Forschungsvorhaben ist das Vereinigte Königreich<br />
der wichtigste Projektpartner für<br />
Deutschland. Mitdem EU-Austritt verliertes<br />
nun gewaltige Fördersummen. Knapp 5,4<br />
Milliarden Euro haben die Briten im achten<br />
Forschungsrahmenprogramm eingeworben<br />
–deutlich mehr, als sie zuvor einzahlten. Es<br />
gibt mehrere Szenarien dazu, was jetzt geschehen<br />
könnte. Eine Option wäre, dass das<br />
Königreich wie die Schweiz oder Norwegen<br />
als assoziiertes Mitglied weiterhin finanzielle<br />
Beiträge zur Forschungsförderung leistet<br />
und damit seine Antragsberechtigung auf-<br />
Coronavirus<br />
Erreger<br />
greifen an<br />
Harry Nutt<br />
ist im Umgang mit dem Virusumdie Balance zwischen<br />
Trägheit und Panik bemüht.<br />
Neben der menschlichen Trägheit, die ein<br />
Handeln wider besseres Wissen befördert,<br />
existiert jedoch auch die Neigung zur Übertreibung.<br />
Dieamerikanische MedizinhistorikernElaine<br />
Showalter hat bereits vor20Jahrenauf<br />
den emotionalen, oft fatalen Zusammenhang<br />
von Epidemien und Medien aufmerksam<br />
gemacht, in dem<br />
wissenschaftliche Erkenntnis kein verlässlicher<br />
Garant für aufgeklärtes Verhalten ist,<br />
sondern nicht selten auch zur Verklärung<br />
beiträgt.<br />
Das gilt erst recht für eine beschleunigte<br />
Mediengesellschaft, in der das Coronavirus<br />
als das große Unbekannte die Phänomene<br />
einer gesteigerten Angstlust befördert hat,<br />
deren wiederkehrendes Sinnbild derzeit als<br />
KOLUMNE<br />
Die Wissenschaft<br />
nach<br />
dem Brexit<br />
Peter-André Alt<br />
Präsident der Hochschulrektorenkonferenz<br />
rechterhält. Doch mehren sich in England<br />
die Stimmen, die eine solche Lösung kritisieren.<br />
Manwäreals assoziiertes Mitglied nämlich<br />
zahlungspflichtig, aber nicht mitbestimmungsberechtigt,<br />
wenn es um die inhaltliche<br />
Ausgestaltung der großen Förderprogramme<br />
geht. Es ist möglich, dass die<br />
Regierung Johnson eine konsequente Trennung<br />
auch in diesem Bereich forciert und<br />
das eigene Wissenschaftssystem durch eine<br />
BERLINER ZEITUNG/THOMAS PLASSMANN<br />
schaurig-schöne Abbildung eines Virusmodells<br />
kursiert, das wie ein aggressiver Killerplanet<br />
unkontrolliert auf unser Bewusstsein<br />
zurast. Und doch löst gerade dieses Bild ein<br />
Déjà-vu-Erlebnis aus, denn noch immer ist<br />
der in unseren Breiten am häufigsten aufgesuchte<br />
öffentliche Schutzraum das Kino, in<br />
dem wir gelernt haben, uns mit unseren<br />
Ängsten zu konfrontieren.<br />
Zum alltäglichen Umgang mit der Epidemie<br />
gehört natürlich auch die Warnung vor<br />
panischen Reaktionen. Dasgesellschaftliche<br />
Bedürfnis nach Schutz und Sicherheit wird<br />
dabei vor allem durch jene bekräftigt, die<br />
schon aus beruflichen Gründen gezwungen<br />
sind, demonstrativ Selbstgewissheit zu signalisieren.<br />
Keine politische Botschaft ohne<br />
die Vermittlung des Gefühls,alles unter Kontrolle<br />
zu haben. Bedrohlich erscheinen dabei<br />
jedoch gerade die verschiedenen staatlichen<br />
Varianten, diese Kontrolle auch auszuüben.<br />
Während Bundesgesundheitsminister Jens<br />
Spahn stereotyp beteuert, unser System sei<br />
gut aufgestellt, scheint man dem Virus in<br />
China mit einer autoritaristischen Demonstration<br />
der Stärke beizukommen zu wollen.<br />
DasVirus bedrängt nicht nur die Gesundheit<br />
der Einzelnen, sondern in beträchtlichem<br />
Ausmaß auch Freiheit und Demokratie.<br />
Aus der Sicht von Medizinhistorikern ist<br />
allerdings auch das kein Grund für Fatalismus.<br />
Vielmehr verweisen sie darauf, dass<br />
viele gesundheitspolitische Fortschritte wie<br />
die Einrichtung von Patientenregistern und<br />
die Vergleichbarkeit von Krankheitsverläufen<br />
insbesondere in Reaktion auf<br />
schlimme Epidemien erzielt worden sind.<br />
Zwischen Panik und Selbstberuhigung bietet<br />
die Bereitschaft zu lernen noch immer die<br />
größte Überlebenschance –für jeden Einzelnen<br />
und für die Gattung.<br />
Erhöhung der nationalen Forschungsförderung<br />
zu befrieden sucht. Noch sind die Universitäten<br />
des Königreichs sehr an einer assoziierten<br />
Mitgliedschaft interessiert, wie<br />
man gesprächsweise erfährt. Aber wenn ein<br />
nationales Förderprogramm mit mehr als einer<br />
Milliarde Pfund pro Jahr käme, würde<br />
sich das womöglich ändern. Für Kontinentaleuropa<br />
wäredas angesichts der britischen<br />
Forschungsstärke keine gute Perspektive.<br />
Betroffen vom Brexit ist auch der Studierendenaustausch.<br />
2017 waren 15 745 deutsche<br />
Studierende an Universitäten des Vereinten<br />
Königreichs eingeschrieben. Die<br />
meisten von ihnen wurden finanziell durch<br />
das Erasmus-Programm und zusätzlich<br />
durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst<br />
unterstützt. Das ist dringend<br />
nötig, denn die Studiengebühren sind hoch,<br />
nicht nur an den englischen Spitzenuniversitäten.<br />
Zwischen 6000 und 9250 Pfund pro<br />
Jahr betragen sie, und nach dem Brexit werden<br />
die Kosten steigen. Dann nämlich müssen<br />
Kontinentaleuropäer die Gebühren zahlen,<br />
die für Nicht-EU-Ausländer erhoben<br />
werden. DerSatz kann sich in diesem Fall bis<br />
auf 30 000 Pfund im Jahr steigern. Kommen<br />
die Europäer nicht mehr, werden Studierende<br />
aus Asien die Lücke schließen. Für Europa<br />
wäre das eine schlechte Aussicht, aber<br />
sie ist recht realistisch. Der Brexit entfaltet<br />
nicht nur hier seine negativeWirkung, und es<br />
bedarf großer Zähigkeit und Kreativität, um<br />
drohende Nachteile für das Wissenschaftssystem<br />
abzuwenden.<br />
„Es kann dir keiner mehr<br />
nehmen, dass du Super-<br />
Bowl-Champion bist. Aber<br />
du gehst mit dem Riesenklunker<br />
nicht zum Bäcker<br />
und sagst: Hey, ich bin<br />
Super-Bowl-Champion.“<br />
Sebastian Vollmer, zweimaliger Super-Bowl-Champion,<br />
über das Leben nach dem Football-Triumph<br />
AUSLESE<br />
Der Wechsel von<br />
Franziska Giffey<br />
Franziska Giffey will die <strong>Berliner</strong> SPD<br />
führen und Regierende Bürgermeisterin<br />
werden. Am drastischsten kommentierte<br />
die tageszeitung den Führungswechsel.<br />
Siedruckte ein Bild vonGiffey im<br />
Dress der <strong>Berliner</strong> Straßenreinigung, das<br />
bei einem Besuch dort entstanden war.<br />
Die Zeile darüber:„Der graut vor nix.“ Im<br />
Kommentar heißt es, dass der Job ander<br />
Spitze Berlins eine wunderbare Aufgabe<br />
sei: „Soschön, so groß, wie es der Bürgermeisterposten<br />
von, sagen wir, New York<br />
City ist: sozial-, kultur-und identitätspolitisch<br />
hochspannend.“ DasAmt sei bisher<br />
aber eher reizarmausgeübtworden.<br />
Die Frankfurter Rundschau begrüßt<br />
den Wechsel ebenfalls.„Populär, jung, talentiert:<br />
Giffeys bisher erkennbares Profil<br />
bietet gute Voraussetzungen dafür, dass<br />
aus einer regionalen Personalentscheidung<br />
ein Signal für die Bundes-SPD wird“,<br />
heißt es dort. „Aber es wäre nichts wert,<br />
wenn die Hoffnungsträgerin die Personalie<br />
nicht mit einer klaren inhaltlichen Ausrichtung<br />
verbindet.“<br />
Die <strong>Berliner</strong> Morgenpost lobt, dass der<br />
Wechsel ohne Grabenkämpfe entschieden<br />
wurde. „Die Entscheidung der <strong>Berliner</strong><br />
SPD ist auch deshalb bemerkenswert,<br />
weil sich die Partei nicht auf den- oder<br />
diejenige verständigt hat, die am besten<br />
in der Partei verankertist unddie meisten<br />
Delegiertenstimmen mitbringt, sondern<br />
auf diejenige,mit der die Partei die besten<br />
Chancen hat, die Abgeordnetenhauswahl<br />
zu gewinnen.“ Christine Dankbar<br />
PFLICHTBLATT DER BÖRSE BERLIN<br />
Herausgeber: Dr.Michael Maier.<br />
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Story: Christian Seidl.<br />
Meinungsseite: Christine Dankbar.<br />
Seite 3/Report:Bettina Cosack.<br />
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und erreicht laut Mediaanalyse 2019 in Berlin und<br />
Brandenburg täglich 267 000 Leser.
<strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020 – S eite 9 *<br />
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Berlin<br />
Konfetti im Parlament:<br />
Liebig-34-Bewohner<br />
stören Sitzung<br />
Seite 11<br />
Coronavirus-Alarm: Potsdam gibt Entwarnunginzwei Fällen Seite 14<br />
Taxi-Konkurrenz: Neuer Fahrdienst meldet rasante Zuwachsraten Seite 11<br />
Stadtbild<br />
Grüße in<br />
Zartbitter<br />
Christian Schwager<br />
lernt ein bisschen Igbo<br />
auf dem Wegzur Arbeit.<br />
Ich fahrenun wieder öfter U-Bahn.<br />
Nicht, weil es da gemütlicher zugehen<br />
würde als auf dem Fahrradweg.<br />
Auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln<br />
gilt: Unterm Strich<br />
zähl’ ich. Es gilt: Survival of the Fittest,<br />
Fattest, Frechest, Flachest. Aber<br />
ich kann wenigstens etwas lernen.<br />
Mehr jedenfalls als Kraftausdrücke<br />
im ortsüblichen Regiolekt: Icksagdamawattdupissnelke!<br />
Am Donnerstag auf der Linie 8zum<br />
Beispiel. Neben mir telefoniert eine<br />
Frau mit dem Organ von Ella Fitzgerald,<br />
und obwohl sie nicht auf Deutsch<br />
in ihr Handy ruft, das sie wie eine Tafel<br />
Zartbitterschokolade vor den Mund<br />
hält, lässt sie bei den übrigen Insassen<br />
des Waggons keinerlei Zweifel aufkommen,<br />
dass sich das Gegenüber<br />
warmanziehen muss.<br />
Möglicherweise handelt es sich<br />
um eine Krise in der Beziehung, ruft<br />
sie in die Zartbittertafel: „Lass mir<br />
die Schlampe unter die Augen kommen,<br />
der kratze ich die Augen aus!“<br />
Gibt es ein Problem am Arbeitsplatz,<br />
zu dem Sie gerade fährt? „So, Herr<br />
Krause,Sie Dummschwätzer! Ichbin<br />
gleich da, und dann geige ich Ihnen<br />
mal die Meinung, dass Sie soklein<br />
sind mit Hut!“ Aber würde Herr<br />
Krause sie verstehen? Vielleicht klagt<br />
sie einer Freundin ihr Leid, und die<br />
Verbindung ist schlecht hier unten<br />
zwischen Heinrich-Heine-Straße<br />
und Moritzplatz. Möglich wär’s.<br />
Allerdings kommen die Erwiderungen<br />
klar und deutlich aus der<br />
Plasteschokolade. Knapp sind sie,<br />
und könnten soviel heißen wie:<br />
„Dieser Schuft.“ Oder:„Cool, dass du<br />
dich das traust.“ ZumAbschied wird<br />
es ausführlicher, möglicherweise:<br />
„Nadann, wir sehen uns,mach’s gut,<br />
und lass den Kopf nicht hängen, das<br />
ist der Kerl nicht wert.“<br />
Ella Fitzgerald steckt das Handy<br />
in eine Handtasche, die auf ihrem<br />
Schoß ruht wie ein weißes Kaninchen.<br />
Sie dreht ihren Kopf zu ihren<br />
Sitznachbarn, nach links, nach<br />
rechts, zumir. Ich lächle, sie lächelt<br />
zurück. Ichhabe das Gefühl, dass sie<br />
jetzt einen Kommentar von mir erwartet.<br />
Ich sage: „Interessante Sprache.“<br />
Sie sagt: „Igbo.“ Ich frage:<br />
„Wie?“ Sie wiederholt: „Ig-bo! Das<br />
spricht man in Nigeria.“ Dann steht<br />
sie auf, als wäre diese Erklärung der<br />
Sinn ihrer Fahrtmit der U8gewesen.<br />
Kurz darauf komme ich auf die<br />
Arbeit. „Hallo.“ „Moin.“ „Tach.“ Ein<br />
Kollege telefoniert. Er trägt ein Headset<br />
und sagt gerade etwas ins Mikro,<br />
das kling wie: „Feinchen. Tschüh.“<br />
Diese Sprache beherrsche ich. Ein<br />
bisschen jedenfalls.<br />
Reisen bildet. Auch wenn es nur ein paar<br />
U-Bahn-Stationen weit geht. IMAGO IMAGES<br />
Ein bisschen müde<br />
Anwälte fordern Aufklärung<br />
Nach der Cyberattacke auf das Kammergericht wollen sie wissen, welche Daten abgeflossen sein könnten<br />
VonJörg Hunke<br />
Anwälte sind nach der<br />
Cyberattacke auf das Kammergericht<br />
besorgt. Ulrich<br />
Schellenberg, Mitglied im<br />
Präsidium des Deutschen Anwaltvereins<br />
und Fachanwalt für Handelsund<br />
Gesellschaftsrecht in Berlin,<br />
sagte der <strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong>: „Wir<br />
wünschen Aufklärung und Information,<br />
ob und inwieweit Interessen<br />
der Mandanten beeinträchtigt worden<br />
sind.“ Marcus Mollnau, der Präsident<br />
der Rechtsanwaltskammer<br />
Berlin, erklärte: „Besonders unerfreulich<br />
ist die Erkenntnis, wie<br />
schwach der Schutz der Daten des<br />
Kammergerichts war und dass die<br />
dortige IT-Infrastruktur offenbar auf<br />
einem völlig veralteten, nicht mehr<br />
sicheren Stand gewesen ist.“<br />
Das IT-Dienstleistungszentrum<br />
Berlin (ITDZ) hatte Ende September<br />
einen Angriff auf das Computersystem<br />
bemerkt. Also wurden die Rechner<br />
vom Internet getrennt und das<br />
Gericht vom Netz genommen. Aber<br />
welche Informationen waren auf<br />
den Rechnern gespeichert? „Meistens<br />
werden Schriftsätze noch auf<br />
Papier formuliert, aber nicht immer.<br />
Was ist mit postalischen Anschriften?“,<br />
fragte Schellenbergund fasste<br />
zusammen: „Wir wissen zu wenig.“<br />
DenAntrag der CDU-Fraktion, einen<br />
unabhängigen Sonderbeauftragten<br />
einzusetzen, verwies das Abgeordnetenhaus<br />
am Donnerstag in<br />
den Rechts- und in den Digitalausschuss.Das<br />
bedeutet, dass das Parlament<br />
sich weiter mit der Cyber-<br />
Panne beschäftigt. Dortist die Affäre<br />
ohnehin längst angelangt.<br />
Am Mittwoch hatte Gerichtspräsident<br />
Bernd Pickel im Rechtsausschuss<br />
berichtet, dass es keine Erkenntnisse<br />
darüber gäbe,dass Dokumente,<br />
Urteile oder Beschlüsse bei<br />
dem Angriff mit der Schadsoftware<br />
Emotet gestohlen wurden. Dies<br />
scheint aber auch nicht ausgeschlossen<br />
zu sein, denn in dem forensischen<br />
Bericht der Ermittler von T-<br />
Systems heißt es: „Wir weisen jedoch<br />
ausdrücklich darauf hin, dass ein Angreifer<br />
höchstwahrscheinlich in der<br />
Lage gewesen ist, einen verborgenen<br />
Account anzulegen und den gesamten<br />
Datenbestand zu exfiltrieren und<br />
zu manipulieren während gleichzeitig<br />
die Spuren verschleiertwerden.“<br />
Nach Worten von Anwaltsfunktionär<br />
Mollnau sei die Anwaltschaft<br />
besonders wegen solcher Informationen<br />
beunruhigt. Er erwarte eine<br />
„zeitnahe und sehr gründliche Prüfung<br />
sowie Offenlegung der Ergebnisse,<br />
obund welche Daten von Beteiligten,<br />
Zeugen, Sachverständigen<br />
oder Rechtsanwälten abgeflossen<br />
sein könnten.“<br />
Im Ausschuss wurde auch über<br />
den „externen Sachverständigen“<br />
debattiert, den Justizsenator Dirk<br />
Behrendt (Grüne) dem Gericht an<br />
die Seite stellen will.Wienötig solche<br />
Hilfe sei, beweise allein die Tatsache,<br />
dass die Arbeitsfähigkeit des Gerichts<br />
noch längst nicht wieder hergestellt<br />
sei, sagte Behrendt. Das Gericht<br />
arbeite weiter provisorisch. Von<br />
550 stillgelegten Computern seien<br />
„Wir sind besorgt. Wir wünschen<br />
Informationen, ob und inwieweit<br />
Interessen unserer Mandanten<br />
beeinträchtigt worden sind.“<br />
Ulrich Schellenberg, Mitglied im Präsidium des Deutschen Anwaltverein<br />
VOLKMAR OTTO<br />
So sieht er jedenfalls aus,der Pandabär auf unserem Bild. Dabei war vor<br />
dem Gehege der Zwillinge Meng Xiang und MengYuan im ZooamDonnerstagmorgen<br />
gar nicht so viel Trubel, wie an ihrem ersten Tagmit<br />
Publikumsbesuch erwartet worden war. Der große Ansturm ist ausgeblieben.<br />
Trotz Regenwetters sind zwar einige Besucher zu den Pandas<br />
im <strong>Berliner</strong> Zoogekommen, lange Schlangen am Eingang oder am Gehege<br />
gab es aber keine.Tierfans hatten also viel Zeit, die Bären zu fotografieren<br />
oder zu filmen. DieZwillinge Meng Xiang und Meng Yuan bewohnen<br />
bisher eine Innenanlage hinter Glas.Einige ihrer ersten Besucher<br />
sind am Donnerstag extra früh aufgestanden, um die Pandas vor<br />
der Arbeit zu besuchen. Damit sie etwas sehen konnten, wurde einer<br />
der schlafenden Bären voneinem Mitarbeiter auf den Ästen platziert.<br />
bislang 60 ersetzt worden, ergänzte<br />
Pickel. Erpressungsversuche von<br />
mutmaßlichen Angreifern habe es<br />
aber bisher nicht gegeben.<br />
Das Kammergericht, das in anderen<br />
Bundesländern Oberlandesgericht<br />
heißt, ist Berlins oberstes<br />
Gericht für Straf- und Zivilangelegenheiten.<br />
Im Gebäude am Kleistpark<br />
inSchöneberg ging es zuletzt<br />
auch um kommunale Fragen wie<br />
den Kauf vonU-Bahnen und um IS-<br />
Terrorismus. Polizisten und Ermittler,<br />
die in solchen Fällen in geheimer<br />
Mission unterwegs sind, müssen<br />
aber offenbar nicht befürchten,<br />
dass sie durch das Datenleck enttarnt<br />
werden könnten. Ihre persönlichen<br />
Informationen würden in<br />
den Akten anonymisiert gespeichert,<br />
heißt es.<br />
Aus Sicht des <strong>Berliner</strong> IT-Sicherheitsspezialisten<br />
Sven Herpig kam<br />
der Angriff nicht überraschend. „Im<br />
Vergleich zu anderen Behörden in<br />
Deutschland wurde beim Kammergericht<br />
nicht wesentlich schlechter<br />
gearbeitet“, sagte Herpig, der für die<br />
Stiftung Neue Verantwortung arbeitet,<br />
einer gemeinnützigen Denkfabrik<br />
inBerlin, die sich auf Technologie-<br />
und Gesellschaftsthemen spezialisierthat.<br />
UnabhängigeÜberprüfungen<br />
„Das Problem ist, dass wir in diesem<br />
Land schon seit Jahren wissen, was<br />
zu tun ist, aber es wirdviel zu selten<br />
angewandt“, sagt er.Die Folge seien<br />
immer wieder Attacken auf Behörden,<br />
aber auch auf private Firmen.<br />
Rechtsanwaltskammerpräsident<br />
Mollnau fordert deshalb vom Kammergericht<br />
„beständige Updates,<br />
unabhängige Sicherheitsüberprüfungen<br />
sowie einen transparenten<br />
Umgang mit den Ergebnissen“. All<br />
das scheine dort bisher gefehlt zu<br />
haben. (mit dpa)<br />
Jörg Hunke ist froh, dass<br />
er privat mit der Justiz bisher<br />
nichts zu tun hatte.<br />
NACHRICHTEN<br />
Jetzt auch Hochhaus auf<br />
dem Dragoner-Areal möglich<br />
Aufdem Dragoner-Areal in Kreuzbergkönnte<br />
auch ein 16-geschossiges<br />
Hochhaus entstehen. Dassieht<br />
der Architektenentwurfvor,den eine<br />
Jury nach Angaben der landeseigenen<br />
Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte<br />
am Mittwochabend als<br />
Grundlage für den Bebauungsplan<br />
auswählte.Indem Hochhaus und in<br />
weiteren Gebäuden sind 500 Wohnungen<br />
vorgesehen. Es soll auch<br />
Platz für Gewerbe und Verwaltung<br />
im sogenannten Rathausblock geben.<br />
Dasknapp fünf Hektar große<br />
Dragoner-Areal gehörtzuden größten<br />
innerstädtischen Entwicklungsgebieten<br />
Berlins.Auf dem Gelände<br />
befinden sich Firmen, ein Biomarkt,<br />
Gastronomie- undHandwerksbetriebe.Erhalten<br />
bleiben sollen denkmalgeschützte<br />
Gebäude wie Reithallen<br />
und Remisen auf dem früheren<br />
Kasernengelände,sowill es der ausgewählte<br />
Entwurfder Planungsgemeinschaft<br />
SMAQArchitektur und<br />
Stadt, Berlin mit ManMade Land,<br />
Berlin und BarbaraSchindler. (dpa)<br />
Hindenburg wird von<br />
Ehrenbürgerliste gestrichen<br />
DasAbgeordnetenhaus hat am Donnerstag<br />
auf Antrag und mit der<br />
Mehrheit der drei Regierungsfraktionen<br />
beschlossen, den ehemaligen<br />
Reichspräsidenten Paul vonHindenburgvon<br />
der Ehrenbürgerliste zu<br />
streichen. Regina Kittler (Linke) erinnerte<br />
daran, dass HindenburgAdolf<br />
Hitler am 30. Januar 1933 zum<br />
Reichskanzler berufen habe.Erhabe<br />
dazu beigetragen, die Demokratie in<br />
Deutschland zu zerstören und der<br />
Diktatur den Wegzuebnen. Robbin<br />
Juhnke vonder CDU lehnte diese<br />
„ahistorische Sichtweise“ auf Hindenburgab.<br />
Hindenburgsei zweimal<br />
in freier Wahl zum Reichspräsidenten<br />
gewählt worden. Hindenburg<br />
war am 20. April1933 Ehrenbürger<br />
Berlins geworden, am gleichen Tag<br />
wie Adolf Hitler.Dem Nazi-Diktator<br />
wurde die Ehrenbürgerschaft im Dezember<br />
1948 aberkannt. (dpa)<br />
Arbeitskreis organisiert<br />
Gedenken an Hatun Sürücu<br />
DerArbeitskreis gegen Zwangsverheiratung<br />
ruft am Freitag, 7. Februar,<br />
zum Gedenken an Hatun Sürücü sowie<br />
alle Opfer vonGewalt im Namen<br />
der Ehreauf. Um 14 Uhrsoll an der<br />
Kreuzung Oberlandgarten/Oberlandstraße<br />
–der Stelle,ander die<br />
junge Frau vor15Jahrevon ihrem<br />
Bruder erschossen wurde –ein Kranz<br />
niedergelegt werden, teilte das Bezirksamt<br />
Friedrichshain-Kreuzberg<br />
am Donnerstag mit. Für 18 Uhrlädt<br />
das Bezirksamt Tempelhof-Schönebergzueiner<br />
Gedenkveranstaltung<br />
ins Rathaus Schönebergein. (BLZ)<br />
Plakat zu der Gedenkveranstaltung des<br />
Bezirks Tempelhof-Schöneberg<br />
ZVG
10 <strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020<br />
·························································································································································································································································································<br />
Berlin<br />
Der U-Bahnhof Moritzplatz warimvergangenen Jahr einer von zwei Kältebahnhöfen, auf denen Obdachlose nachts schlafen durften. Wie viele Schlafplätze es für welche Bedarfsgruppen braucht, darüber sollte die Zählung Auskunft geben. Eigentlich.<br />
IMAGO IMAGES<br />
Sinnfrage statt Solidarität<br />
Die Zählungder Obdachlosen istdas bedeutendsteProjektvon SozialsenatorinElke Breitenbach–doch mancherorts verstecken sichBetroffenevor denFreiwilligen<br />
VonAnnika Leister<br />
Ein bisschen aufgeregt sind<br />
sie schon. Die Studentin,<br />
der pensionierte Arzt, der<br />
Entwicklungshelfer.<br />
35 Männer und Frauen sind es,die in<br />
der Nacht zum Donnerstag im Gemeinschaftsraum<br />
im Haus Britz im<br />
südlichen Neukölln auf roten Holzstühlen<br />
sitzen, in Winterpullis, mit<br />
Schals und Mützen bekleidet, und<br />
sich leise miteinander unterhalten.<br />
Siekennen sich nicht, haben aber in<br />
dieser Nacht alle ein Ziel und ein Gesprächsthema,<br />
das sie verbindet: Sie<br />
wollen in dieser Nacht Obdachlose<br />
in Berlin zählen, in der „Nacht der<br />
Solidarität“, wie sie der <strong>Berliner</strong> Senat<br />
nennt, eine der größten Freiwilligenaktionen<br />
Berlins.<br />
Sie wollen –manche zum ersten<br />
Malüberhaupt –mit jenen reden, die<br />
in Berlin auf der Straße leben, verstehen,<br />
warum es in Berlin so viele von<br />
ihnen gibt und wie es ihnen geht.<br />
„Obdachlosigkeit ist so präsent in<br />
Berlin. Ich will verstehen, was um<br />
mich rumpassiert“, hofft Jan, 34, der<br />
bei einer Organisation für Entwicklungszusammenarbeit<br />
angestellt ist.<br />
Wirtschaftsstudentin Michelle will<br />
„Empathie zeigen, Aufmerksamkeit<br />
und Würde schenken“, sagt sie.„Persönlich<br />
in Kontakt kommen“, sagt<br />
Martin, 75, der früher Arzt war.<br />
Schaden oder Hilfe?<br />
Doch dazu wird esindieser Nacht<br />
nicht kommen. Zumindest nicht in<br />
diesem Zählbüro inBritz, das eines<br />
von 62temporären Büros ist, die in<br />
Gebäuden von Bürgerinitiativen<br />
und Vereinen eingerichtet wurden.<br />
Stattdessen wird am Ende dieser<br />
Nacht, in wenigen Stunden, die<br />
Frage im Raum stehen, ob die riesige<br />
Freiwilligenaktion des Senats in dieser<br />
Form überhaupt Sinn macht.<br />
Mehr noch: Ob nicht vielleicht die<br />
Aktion, so gut sie vonSenat und Freiwilligen<br />
gemeint ist, nicht sogar jenen<br />
schadet, denen sie eigentlich<br />
helfen soll.<br />
Die Zählung der Obdachlosen ist<br />
das bedeutendste Projekt von Berlins<br />
Sozialsenatorin Elke Breitenbach<br />
(Linke) bisher. Essollte nicht<br />
weniger als eine Trendwende in der<br />
oft so schwierigen Obdachlosenpolitik<br />
bedeuten, so die große Hoffnung.<br />
Denn es sollte die Wurzel vieler<br />
Probleme in der Obdachlosenhilfe<br />
angehen: Die Zielgruppe hat nicht<br />
nur keine Wohnung, sie ist oft komplett<br />
aus dem System gefallen. Andere<br />
Menschen werden durch Meldungen<br />
bei den Behörden, wie Steuererklärungen<br />
oder Wohnsitzmeldungen,<br />
erfasst und ihreBedürfnisse<br />
in Statistiken der Politik automatisch<br />
eingeplant – zum Beispiel bei der<br />
Planung neuer Wohngebiete und<br />
dem Schulbau.<br />
Über seine Obdachlosen aber<br />
weiß das Land Berlin ebenso wie der<br />
Bund so gut wie nichts.Nicht einmal,<br />
wie viele es überhaupt sind. Die<br />
Schätzungen von Sozialverbänden<br />
reichen von 6 000 Obdachlosen in<br />
Berlin bis rauf zu 20 000. Wie viele<br />
Frauen sind dabei? Wie viele Behinderte?<br />
Wie viele Notschlafplätze<br />
muss es für sie geben? Die Politik<br />
weiß es nicht. Sie hat sich bisher<br />
auch wenig Mühe gegeben, das zu<br />
ändern.<br />
Elke Breitenbach ist die Erste, die<br />
es mit der Obachlosenzählung überhaupt<br />
versucht, der ersten in Berlin<br />
und ganz Deutschland. DieMedienresonanz<br />
ist deswegen riesig: Fernsehteams<br />
und Reporter aus ganz<br />
Deutschland und sogar dem europäischen<br />
Ausland berichten über die<br />
Aktion.<br />
Doch das Projekt ist schon vorab<br />
umstritten, sein Ausgang unklar: Es<br />
kann komplett scheitern. Denn Obdachlose<br />
sind nicht nur aus dem<br />
staatlichen System gefallen – sie<br />
misstrauen dem Staat oft auch, der<br />
in ihrem Leben vor allem auftritt in<br />
Form von harschen BVG-Sicherheitskräften<br />
und Polizisten, die sie<br />
vertreiben. Wie relevant die Zahlen<br />
sind, die hier heute erhoben werden,<br />
hängt nicht nur davon ab, dass die<br />
Freiwilligen ihren Job gewissenhaft<br />
machen –sondern auch davon, ob<br />
sich die Obdachlosen überhaupt<br />
zählen lassen.<br />
Die Skepsis in der Szene, auch<br />
unter Obdachlosenhelfern, ist groß:<br />
„Man zählt Tiere, nicht Menschen“,<br />
kritisierte etwa die „Selbstvertretung<br />
wohnungsloser Menschen“<br />
am Tagvor der Aktion. Die Zählung<br />
wirke auf Wohnungslose rasch bedrohlich,<br />
sei würdelos –und sinnlos,weil<br />
die erhobenen Zahlen nicht<br />
valide seien. So würden zum Beispiel<br />
Obdachlose, die regulär in<br />
Parks, Kellern, Kleingärten oder im<br />
Wald übernachteten, gar nicht gezählt<br />
–oder jene, die sich der Zählung<br />
entzögen.<br />
Der Senatssozialverwaltung ist<br />
diese Möglichkeit bewusst, sie schult<br />
die Freiwilligen in den Zählbüros<br />
deswegen vorab und vermittelt einen<br />
Verhaltenskodex. In Britz erklären<br />
zwei Mitarbeiter der Verwaltung<br />
ab 20 Uhr kurz, welche Regeln gelten:<br />
Es dürfen keine Fotos gemacht,<br />
niemand aufgeweckt werden und<br />
Menschen nicht direkt mit Taschenlampen<br />
angeleuchtet werden. Wer<br />
nicht reden will, soll unbedingt in<br />
Ruhe gelassen werden.<br />
An den blauen Westen waren die freiwilligen Zähler zu erkennen.<br />
Freiwillige: 3700 Freiwillige<br />
hatten sich vorab angemeldet,<br />
nur 2600 kamen tatsächlich.<br />
Für die Senatssozialverwaltung<br />
keine Überraschung:<br />
Man wisse aus der<br />
Freiwilligenarbeit, dass es<br />
fast immer eine Differenz von<br />
bis zu einem Drittel gebe.<br />
Dann stellen sich neun Teamleiter<br />
vor. In Britz haben sie keine besonderen<br />
Qualifikationen. „Ick bin<br />
ooch net schlauer als andere“, sagt<br />
Ralf, 54, in dessen Team ich und Jan<br />
mitlaufen werden. Ralf arbeitet nicht<br />
mit Obdachlosen, kennt auch die<br />
Gegend in Britz, in der wir zählen<br />
sollen, nicht –wie fast alle hier.Erhat<br />
sich vorabüber Google Maps die Gegend<br />
per Satellit angeschaut.<br />
Berlin in 617 Gebiete aufgeteilt<br />
Berlin wurde von der Senatssozialverwaltung<br />
auf der Kartein617 Quadranten<br />
eingeteilt. Jedes Gebiet soll<br />
voneiner Gruppe Freiwilliger gründlich<br />
durchkämmt werden. Weil von<br />
den insgesamt angemeldeten 3700<br />
Freiwilligen nur 2600 auch tatsächlich<br />
erscheinen, läuft es in den meisten<br />
Zählbüros wie in Britz: Statt wie<br />
geplant in Fünfer- oder Siebener-<br />
Teams zieht man nur zu viert, mindestens<br />
aber zu dritt los.Ich schließe<br />
mich Ralf und Janan. Einlaminierter<br />
Stadtplan zeigt uns schraffiert das<br />
Gebiet und die Straßen die wir ablaufen<br />
sollen: ein recht großes Dreieck,<br />
das vom Britzer Damm, dem<br />
Tempelhofer Wegund dem Teltowkanal<br />
eingegrenzt wird.<br />
DIE ZAHLEN<br />
Gebiete: Die Stadt wurde in<br />
617 Gebiete eingeteilt. Nur<br />
in zwei Gebieten in Köpenick<br />
und Schöneberg erfolgte wegenKrankmeldungen<br />
keine<br />
Zählung.Die Verwaltung erhebt<br />
auch, wie viele Obdachlose<br />
in der Notaufnahme der<br />
Charité waren.<br />
BLZ/MARKUS WÄCHTER<br />
Ergebnisse: Die Ergebnisse<br />
werden nun vonder Senatssozialverwaltung<br />
ausgewertet.<br />
Sie sollen am 7. Februar<br />
vorliegen. Die Sozialverwaltung<br />
will Teamleiter,Sozialverbände<br />
und -arbeiter fragen,<br />
welches Feedback sie<br />
erhalten haben.<br />
Schon zuvor haben die Mitarbeiter<br />
der Sozialverwaltung Beutel und<br />
blaue Westen mit der Aufschrift<br />
„Nacht der Solidarität“ verteilt, die<br />
auch als Ticket-Ersatz für die BVG<br />
gelten. Wir streifen unsere Freiwilligen-Uniform<br />
über, ziehen los und<br />
fangen, wie verlangt, genau ab<br />
22 Uhr an, unser Gebiet abzulaufen.<br />
Es gibt hier viel Industrie und einige<br />
Wohngebiete. Wir laufen vorbei an<br />
Autolackierereien und Bürogebäuden,<br />
streifen über kleine Wege<br />
rundum perfekt gemähte Vorgärten.<br />
Wirwollen unseren Jobgut machen,<br />
und lassen deshalb keinen Wegaus –<br />
auch wenn wir uns manchmal nicht<br />
ganz sicher sind, ob wir öffentliches<br />
oder privates Gelände betreten.<br />
„Hier würde ich mich auch nirgendwo<br />
hinlegen“, stellen wir immer<br />
wieder fest. Am Kanal stehen zwar<br />
Bänke –aber der Wind pfeift scharf,<br />
es ist kalt und feucht am Wasser. In<br />
den Vorgärten der Wohnblocks steht<br />
man unter Beobachtung. Der Parkplatz<br />
vom Netto bietet keinerlei Unterschlupf.<br />
Um 0.20 Uhr haben wir alle unsereStraßen<br />
durchlaufen. Wirhaben<br />
nicht einen einzigen Obdachlosen<br />
angetroffen, stattdessen zehn Kaninchen<br />
und einen Fuchs gezählt. Als<br />
wir durchgefroren zurückkehren in<br />
unser Zählbüro stellen wir fest: So<br />
wie uns ging es allen 35 Freiwilligen<br />
in den neun Teams, die aus dem<br />
Haus Britz loszogen. Kein einziger<br />
Obdachloser wurde gezählt.<br />
Wir sitzen zusammen, grübeln,<br />
woran es gelegen hat. Die einhellige<br />
Meinung: In Britz gibt es einfach<br />
keine Obdachlosen. Doch Thomas<br />
de Vachroi belehrt uns eines Besseren.<br />
De Vachroi ist Experte für Obdachlosigkeit<br />
in Britz. Er ist Armutsbeauftragter<br />
des Hauses Britz, in<br />
dem sich oft Obdachlose aufhalten,<br />
sowie des Diakoniewerks Simeons,<br />
das eine Wärmestube für Wohnungslose<br />
in derWeisestraße in Neukölln<br />
betreibt. Der60-Jährige hat stechende,blaue<br />
Augen und sieht zehn<br />
Jahre jünger aus als er ist. Eigentlich<br />
ist de Vachroi heute einfach Gastgeber,<br />
ein äußerst höflicher, der vorab<br />
von seinen Ehrenamtlichen Häppchen<br />
hat herrichten lassen, der uns<br />
jetzt, um 1Uhr nachts, ein Bier serviert.<br />
Der lange erstmal nichts sagt,<br />
uns dann aber nicht im falschen<br />
Glauben lassen will, dass es in Britz<br />
keine Obdachlose gibt.<br />
Offensichtlich gescheitert<br />
„Hier leben Obdachlose“, sagt deVachroi.<br />
Seine Mitarbeiter kennen sie<br />
gut, kennen ihre Namen und wissen<br />
auch, wo sie schlafen – eigentlich<br />
zum Beispiel, auch bei diesem Wetter,<br />
auf den Parkbänken am Kanal,<br />
die unser Team als vermutlich zu zugig<br />
befand. Warumaber waren diese<br />
Menschen heute Nacht nicht da?<br />
Das sei kein Zufall, sagt de Vachroi.<br />
Siehätten vonder Obdachlosenzählung<br />
gehört, die ja beworben und in<br />
der Community verbreitet wurde.<br />
„Sie wollten sich nicht zählen lassen“,<br />
sagt de Vachroi.<br />
Plötzlich wirduns der krasse Kontrast<br />
bewusst: der Eifer,dieVorfreude<br />
der Freiwilligen – und die Ablehnung,<br />
womöglich gar die Furcht derer,<br />
denen man Gutes tun wollte.<br />
„Das ist doch Scheiße“, sagt eine<br />
Freiwillige, „wir haben sie vertrieben!“<br />
De Vachroi teilt die Empörung<br />
nicht. Die Zählung sei ein Pilotprojekt,<br />
sagt er,ein wichtiger,erster Versuch.<br />
Denn er teilt Breitenbachs Anliegen,<br />
er kennt die Nöte der Politik<br />
mit der schwer erreichbaren Zielgruppe.<br />
Die Aktion sei wichtig, sagt<br />
er.DochinBritz sei dieser Test offensichtlich<br />
gescheitert. Jetzt müsse<br />
man auf die berlinweite Auswertung<br />
warten, die am 7. Februar vorgestellt<br />
werden soll.<br />
Wir fragen de Vachroi, was die<br />
Gründe dafür sind, dass die Obdachlosen<br />
vorder Aktion, vorden Freiwilligen<br />
flohen? Undwie man es besser<br />
machen kann? De Vachroi lehnt es<br />
ab,für Obdachlose zu sprechen. Genau<br />
diesen paternalistischen Umgang,<br />
die Obdachlose so zu behandeln,<br />
als könnten sie nicht für sich<br />
selbst sprechen, das lehnt er rigoros<br />
ab. „Jede Biografie ist einzigartig“,<br />
sagt er. Eskönne viele Gründe haben,<br />
warum sich die Obdachlosen<br />
der Zählung entzogen hätten. „Jetzt<br />
muss man diese Menschen fragen,<br />
warum sie nicht da waren.“<br />
Doch, auch das sagt de Vachroi,<br />
das ist nicht einfach. Wer mit Obdachlosen<br />
auf Augenhöhe reden und<br />
ihr Vertrauen gewinnen will, der<br />
müsse viel Zeit investieren, sie sehr<br />
gut kennen. Was daran liege, dass<br />
diese Menschen ihr Leben komplett<br />
in der Öffentlichkeit führen müssten<br />
–und vondieser Öffentlichkeit ständig<br />
verurteilt und drangsaliert würden.<br />
Er sagt es nicht explizit, aber:<br />
Dreierteams in blauen Westen,die in<br />
nur drei Stunden die gesamte Stadt<br />
durchkämmen, dürfte er vor diesem<br />
Hintergrund wohl nicht für die ge-<br />
Anzeige<br />
Lesen Sie am Wochenende<br />
Karriere<br />
Mit über 50 zum neuen Job:<br />
Zu alt oder gerade alt genug?<br />
Mediengestalter :Sie sind<br />
Komponisten für Wort und Bild<br />
eignete Methode halten. „Aber ich<br />
habe auch keine Lösung“, sagt deVachroi<br />
und hebt hilflos die Hände.<br />
Aus Sicht der Senatsverwaltung<br />
für Soziales war die Aktion dennoch<br />
ein Erfolg. „Die Menschen können<br />
sich natürlich entziehen“, sagt Sprecher<br />
Stefan Strauss. „Wir machen<br />
keine Zwangszählung.“<br />
Was aber, wenn sich sehr viele<br />
Obdachlose der Zählung entzogen?<br />
Wenn die Zahl, die am 7. Februar verkündet<br />
wird, die schließlich dazu<br />
dienen soll, Bedarfe besser zuzuschneiden,<br />
am Ende vollkommen un<br />
realisitisch und viel zu niedrig ist?<br />
„Das Ergebnis ist eine Ausgangszahl“,<br />
sagt Strauss. „Wir sind dann<br />
immerhin weitaus näher an der Realität<br />
als die Schätzungen, die es bisher<br />
gibt.“<br />
Annika Leister<br />
war bis zum frühen Morgen<br />
unterwegs.
<strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020 11<br />
· ·<br />
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Berlin<br />
Prozess um<br />
„Liebig 34“<br />
vertagt<br />
Anwalt des Hausprojektes<br />
hält Richter für befangen<br />
VonAndreas Kopietz<br />
Die Bewohnerinnen des Hauses<br />
Liebigstraße 34 dürfen noch etwas<br />
bleiben. Vordem <strong>Berliner</strong> Landgericht<br />
erreichte deren Anwalt, dass<br />
über eine Räumungsklage des Hauseigentümers<br />
erst in drei Monaten<br />
entschieden werden soll –unmittelbar<br />
vordem 1. Mai.<br />
Kurz nach Verhandlungsbeginn<br />
wurde am Donnerstagmorgen der<br />
Prozess gegen die Bewohnerinnen<br />
des „anarcha-queer-feministischen“<br />
Kollektivs „Liebig 34“ ein weiteres<br />
Mal vertagt. Der Anwalt des Vereins<br />
hatte einen Befangenheitsantrag gegen<br />
denVorsitzenden Richter gestellt.<br />
Dieser verwende in Schriftsätzen nur<br />
die maskuline Form für alle Personen.<br />
Kernanliegen des Vereins sei aber gerade<br />
die Geschlechterneutralität,<br />
sagte der Anwalt. Laut Gerichtssprecherin<br />
Lisa Jani müssen jetzt die beiden<br />
beisitzenden Richter und einVertretungsrichter<br />
der Kammer über den<br />
Befangenheitsantrag entscheiden.<br />
Der neue Termin soll der 30. April<br />
sein. An dem Tagaber ist die Polizei<br />
bereits mit der anstehenden Walpurgisnacht<br />
und dem Großeinsatz am<br />
1. Mai voll beschäftigt. Möglicherweise<br />
werde der Termin deshalb ein<br />
weiteres Malverlegt, hieß es.<br />
Der Eigentümer des Hauses in<br />
Friedrichshain hatte die Klage gegen<br />
die Bewohnerinnen eingereicht. Derenauf<br />
zehn Jahrebefristeter Mietvertrag<br />
endete im Dezember 2018.<br />
Bereits im vorigen November<br />
sollte im Landgericht am Tegeler Weg<br />
über die Räumungsklage verhandelt<br />
Konfetti im Abgeordnetenhaus: Protestierer<br />
stören die Plenarsitzung.<br />
DPA<br />
werden. Dabei gab es Tumulte im Zuschauerraum.<br />
DerZivilprozess wurde<br />
deshalb in das Kriminalgericht an der<br />
Turmstraße in Moabit verlegt, ein<br />
neuer Termin für Dezember angesetzt.<br />
AufBitten des Anwaltes der Bewohnerinnen<br />
wurde er jedoch abgesagt<br />
und auf diesen Donnerstag verschoben.<br />
Auto zerstört, Tumult im Parlament<br />
Um den Hausbesitzer und dessen<br />
Anwalt einzuschüchtern, zerstörten<br />
Unbekannte in der Nacht zum Donnerstag<br />
in Friedenau das Auto des Anwaltes<br />
mit Farbe und Hämmern. In<br />
denWagen kippten sie stinkende Buttersäure.<br />
Er mache die „Drecksarbeit<br />
für eines der größten Immoarschlöcher<br />
der Stadt“, heißt es zur Begründung<br />
auf der linksextremistischen Internetseite<br />
Indymedia.<br />
Der Anwalt schaffte es dennoch<br />
rechtzeitig zum Prozessbeginn, der<br />
von rund 360 Polizisten gesichert<br />
wurde. Vor dem Gericht versammelten<br />
sich etwa 100 Demonstranten mit<br />
einem Lautsprecherwagen. Nach der<br />
erneuten Vertagung brach bei den<br />
Demonstranten Jubel aus.<br />
Danach reisten die Protestierenden<br />
zum Abgeordnetenhaus. Dort<br />
störten sie mit Zwischenrufen und<br />
Konfettiwürfen die Plenarsitzung.<br />
Diese musste für 30 Minuten unterbrochen<br />
werden. Bereits am Mittwochabend<br />
hatte die Bezirksverordnetenversammlung<br />
des Bezirks<br />
Friedrichshain-Kreuzberg wegen Bedrohungen<br />
unter Ausschluss der Öffentlichkeit<br />
tagen müssen.<br />
Ein Bogen um die R-Frage<br />
Franziska Giffey soll SPD-Chefin werden. Doch wann sie ins Rote Rathaus aufrückt, will die Partei später entscheiden<br />
VonElmar Schütze<br />
Vonnull auf 1800<br />
In Berlin entwickelt sich rasant ein neuer Fahrdienst –zum Leidwesen der Taxibranche<br />
VonPeter Neumann<br />
Es erstaunt nicht, dass Taxifahrer<br />
diese Art von Konkurrenz<br />
fürchten. Die App<br />
zeigt: Mit dem Taxi würde<br />
die Fahrt von der Alten Jakobstraße<br />
zum Hauptbahnhof 13 bis 16 Euro<br />
kosten, mit FreeNow Ride nur knapp<br />
elf Euro. Free Now Ride ist ein neuer<br />
Fahrdienst, bei dem die Kunden in<br />
Mietwagen chauffiert werden, meist<br />
billiger als im Taxi. Seit August 2019<br />
gibt es das Angebot in Berlin und ist,<br />
was ebenfalls kaum verwundert, gut<br />
angelaufen. „Im vergangenen Jahr<br />
wurden in Berlin rund eine Million<br />
Fahrten gebucht“, sagt Alexander<br />
Mönch, Deutschland-Chef von Free<br />
Now, einem Gemeinschaftsunternehmen<br />
vonDaimler und BMW.<br />
Ein schwarzer Mercedes bringt<br />
Mönch zum Gespräch. Wie alle Wagen,<br />
die für Free Now im Einsatz<br />
sind, gehört das Auto einer Partnerfirma.<br />
„Inzwischen fahren wir mit<br />
100 Fahrzeugen für Free Now Ride“,<br />
sagt der Fahrer.Tendenz steigend.<br />
Preissensible Zielgruppe<br />
„Unser neues Angebot hat sich in<br />
Berlin extrem stark entwickelt“, so<br />
Mönch. „In den wenigen Monaten<br />
bis jetzt ist die Zahl der Fahrzeuge,<br />
die wir in dieser Stadt unter Vertrag<br />
haben, von null auf mehr als 1800<br />
gestiegen.“ Zum Vergleich: Kurz vor<br />
dem Start 2019 gab es in Berlin circa<br />
2000 Mietwagen mit Fahrer sowie<br />
8200 Taxis. „Inzwischen sind rund<br />
2600 Fahrerinnen und Fahrer für<br />
FreeNow Ride in Berlin im Einsatz.“<br />
Die Nachfrage in Berlin entwickele<br />
sich ebenfalls sehr gut:„Wie erwartet<br />
konnten wir neue Kundenschichten<br />
für uns erschließen. Free<br />
Now Ride wird tendenziell von eher<br />
jüngeren Leuten genutzt, für die Taxis<br />
wegen der höheren Fahrpreise<br />
bislang keine Option waren“, so<br />
Mönch. „Es ist ein Angebot, das eine<br />
preissensible Zielgruppe anspricht.“<br />
Der Rechtsrahmen ermögliche<br />
es, die Fahrpreise flexibel zu gestalten.„ImDurchschnitt<br />
liegen sie zehn<br />
bis 20 Prozent unter dem jeweiligen<br />
Taxitarif –nicht immer, aber in den<br />
meisten Fällen“, berichtet der Chef.<br />
„Auch wir nutzen die Möglichkeit,<br />
die Preise je nach Angebot und<br />
Nachfrage unterschiedlich zu gestalten.<br />
Zum Beispiel in der morgendlichen<br />
Stoßzeit oder bei Messen sind<br />
sie tendenziell höher als in nachfrageverkehrsschwachen<br />
Zeiten.“ Auf<br />
jeden Fall erfahren die Fahrgäste bei<br />
der Buchung, wie viel es kosten wird.<br />
Auch das US-Unternehmen Uber<br />
vermittelt in Berlin per AppMietwagen<br />
mit Fahrer. ImGegensatz dazu<br />
bietet Free Now jedoch auch Taxifahrten<br />
an.„InBerlin haben wir rund<br />
Ohne eigenes Auto zum Termin: Free-Now-Chef Alexander Mönch.<br />
Joint Venture: 2019 taten<br />
sich die Fahrzeughersteller<br />
Daimler und BMW zusammen,<br />
um ihre Sharing-Angebote,<br />
Fahrdienste und andere<br />
neuen Mobilitätsoptionen<br />
künftig gemeinsam zu<br />
entwickeln. Sie investieren<br />
mehr als eine Milliarde Euro.<br />
AmTag eins nach dem Franziska-<br />
Giffey-Coup war das politische<br />
Berlin um Normalität bemüht. In der<br />
Debatte um den Mietendeckel im Abgeordnetenhaus<br />
fiel der Name der<br />
designierten neuen Co-Vorsitzenden<br />
der Landes-SPD nicht. Zwar nutzten<br />
Burkard Dregger (CDU) und Harald<br />
Laatsch (AfD) den Anlass, den scheidenden<br />
SPD-Chef Michael Müller ein<br />
wenig abzuwatschen. Aber wirklich<br />
scharf war das nicht. Warum auch?<br />
Man wird noch Gelegenheit haben,<br />
sich mit Müller zu streiten, schließlich<br />
bleibt er Regierender Bürgermeister.<br />
Unklar ist freilich, wie lange noch,<br />
und wann Müller auch diesen Posten<br />
räumt. Nach Wunsch der SPD-Einfädler<br />
soll die bisherige Bundesfamilienministerin<br />
Franziska Giffey Regierende<br />
Bürgermeisterin werden. Sie<br />
könnte Müller noch diese Legislaturperiode<br />
ablösen, um mit einem<br />
Amtsbonus als Spitzenkandidatin in<br />
die Abgeordnetenhauswahl im<br />
Herbst nächsten Jahres zu gehen.<br />
Aber wann wirdgewechselt?<br />
Im Gespräch ist ein Zeitpunkt<br />
nach Eröffnung des BER –<br />
geplant ist dieser Frustlöser<br />
für den 31. Oktober diesen<br />
Jahres. Diese Genugtuung<br />
wolle man Müller noch<br />
gönnen, schließlich hat er<br />
karrieretechnisch massiv<br />
unter der Katastrophen-<br />
Baustelle gelitten, wie es<br />
aus der Fraktion heißt.<br />
Denkbar wäreauch der Nominierungsparteitag<br />
im<br />
März2021, wenn Giffey auf Platz eins<br />
gewählt wird.<br />
Doch auch eine weitere Variante<br />
hat einiges für sich: Franziska Giffey<br />
ist derart populär, dass sie keinen<br />
Amtsbonus braucht. Müller könnte<br />
bis zum Ende desWahlzyklus’imAmt<br />
NEUE MOBILITÄT<br />
Bunte Palette: Das Unternehmen<br />
umfasst die Bereiche<br />
Fahrzeugsharing (Share<br />
Now), Parken (Park Now),<br />
Ladestationen für Elektrofahrzeuge(ChargeNow),<br />
Reiseplanung per Mobilitätsplattform(Reach<br />
Now) und<br />
Mitfahrdienste (Free Now).<br />
Franziska<br />
Giffey<br />
bleiben und sich dann „würdig“ verabschieden.<br />
Gleichzeitig könnte Giffey<br />
bis zum Ende der großen Koalition<br />
im Bund Ministerin bleiben, das<br />
politisch tote schwarz-rote Bündnis<br />
müsste nicht noch eine Nachfolge organisieren.<br />
Am Mittwoch, als die offenbar<br />
erst am Abend zuvor<br />
mit den Kreisvorsitzenden<br />
AFP<br />
BLZ/MIKE RÖHLING<br />
Noch mit Defizit: „Free Now<br />
ist noch kein profitables Unternehmen,<br />
was vorallem<br />
daran liegt, dass wir in den<br />
letzten Jahren stark expansiv<br />
unterwegs waren“, so Alexander<br />
Mönch. „Das Unternehmen<br />
ist auf einem guten<br />
Weg, profitabel zu werden.“<br />
festgezurrte Nachfolgeregelung<br />
für den Parteivorsitz<br />
präsentiert wurde –Giffey<br />
und Fraktionschef Raed Saleh<br />
sollen Müller als Doppelspitze<br />
ablösen –, machten<br />
alle Beteiligten einen<br />
Bogen um die R-Frage.<br />
Nein, eine Lösung werde es „jetzt<br />
nicht“ geben, antwortete Müller,<br />
„sondernzugegebener Zeit“. Er habe<br />
noch so viel vor indem Regierungsamt<br />
und freue sich über „ein Stückchen<br />
Freiheit“, das er jetzt gewinne,<br />
über„weniger Termine und Korsett“.<br />
5000 Taxis unter Vertrag, das entspricht<br />
knapp zwei Dritteln der gesamten<br />
Taxilizenzen in der Stadt“, so<br />
Mönch. „Wir haben weiterhin Zulauf.<br />
Das Taxi ist kein Bereich, den<br />
wir vernachlässigen –imGegenteil.“<br />
Taxis seien weiterhin ein wichtiger<br />
Partner, bekräftigt Mönch. „Das<br />
liegt daran, dass sie weiterhin von<br />
vielen Kunden im innerstädtischen<br />
Mobilitätsmix gebucht werden.<br />
Dazu zählen zum Beispiel Fahrgäste,<br />
die ihre Fahrt vorbestellen –das ist<br />
bei Mietwagen noch nicht möglich.“<br />
Perspektivisch auch Tretroller<br />
Allerdings soll es diese Option bald<br />
auch bei FreeNow Ride geben –was<br />
ein weiteres Streitthema mit der Taxibranche<br />
ergäbe, die über ruinösen<br />
Wettbewerb klagt. Schon die Entscheidung,<br />
auch Mietwagenfahrten<br />
zu vermitteln (und dann auch noch<br />
zu niedrigeren Tarifen), hatte böses<br />
Blut erzeugt. „Ich kann die Emotionen<br />
verstehen“, entgegnet Mönch.<br />
Doch es gebe keine Alternative:<br />
Seit Längerem verlieren Taxisgerade<br />
abends und am Wochenendemassiv<br />
an Nachfrage, weil immer mehr, vor<br />
allem junge Menschen andereMobilitätsdienste<br />
buchen. „In hohem<br />
Tempo entwickelt sich ein riesiger<br />
Markt, auch in Berlin.“ Auf diesem<br />
Marktwill auch FreeNow bestehen.<br />
Inzwischen bekämen Taxis immer<br />
weniger Aufträge von Free Now,<br />
auch weil die Provision niedriger sei,<br />
sagt HermannWaldner vomBundesverband<br />
Taxi und Mietwagen. Aktuell<br />
zahlen Taxibetreiber sieben Prozent.<br />
Bei Mietwagenfirmen werden<br />
jedoch 25 Prozent Provision fällig.<br />
Sieseien einem enormen Druckausgesetzt,<br />
weil die Fahrgelderlöse gering<br />
sind, sagen Kritiker.Das erhöhe<br />
die Bereitschaft, Fahrer zu Niedriglöhnen<br />
schwarzzubeschäftigen.<br />
„Bei der Rechnung ist zu beachten,<br />
dass auch wieder Geld von uns<br />
an die Mietwagenbetreiber zurückfließt“,<br />
entgegnet Mönch.„Damit gewährleisten<br />
wir unseren Anspruch<br />
eines ‚fair driver pay‘. Die Erlöse eines<br />
guten Fahrers müssen auskömmlich<br />
sein.“ DieZahlen zeigten,<br />
dass der Kurs richtigsei:„Im vergangenen<br />
Jahr lag die Zahl der Fahrten,<br />
die in Berlin über FreeNow Taxi und<br />
Ride gebucht wurden, um 150 Prozent<br />
höher als zum Vorjahr.“ Auch<br />
am Flughafen BER werde Free Now<br />
vertreten sein. Zudem will Free Now<br />
in Berlin perspektivisch auch elektrische<br />
Tretroller anbieten, so Mönch.<br />
DieZeichen stehen auf Expansion.<br />
Peter Neumann<br />
ist gespannt, ob es 2030<br />
noch Taxis geben wird.<br />
Der Hype um Giffey zeigt einmal<br />
mehr,wie abhängig die SPD vonihrer<br />
Hoffnungsträgerin ist. Sie erscheint<br />
vielen längst als einzige, die sie aus<br />
dem Jammertal mit Umfragen um<br />
15 Prozent führen kann. „Jeder<br />
möchte gewinnen, auch die SPD“,<br />
sagt der Abgeordnete Sven Kohlmeier.Also<br />
setzeman aufGiffey.<br />
Dabei ist nicht sicher, obihr der<br />
Betrugsverdacht gegen ihren Ehemann,<br />
einen verbeamteten Veterinär<br />
des Landes Berlin, und die Plagiatsaffäre<br />
um ihre Doktorarbeit an der<br />
Freien Universität nicht doch schaden<br />
wird. Nicht nur die oppositionelle<br />
CDU weistdaraufhin, dass eine<br />
Rüge,wie Giffeysie erhielt, in derPromotionsordnung<br />
der FU eigentlich<br />
nicht vorgesehen ist. Die SPD-Frau<br />
seibesserbehandelt worden als etwa<br />
der CDU-Bundestagsabgeordnete<br />
Frank Steffel aus Reinickendorf. Steffel<br />
wurde im Februar 2019 der Doktortitel<br />
entzogen.<br />
Einigung<br />
über neue<br />
Nordsüd-Bahn<br />
Streckenführung am<br />
Reichstag steht endlich fest<br />
VonPeter Neumann<br />
Nur wenige <strong>Berliner</strong> wissen, dass<br />
es dieses Verkehrsprojekt gibt.<br />
Das ist auch kein Wunder. Schließlich<br />
köchelt es schon fast drei Jahrzehnte<br />
vor sich hin, ohne dass sich<br />
viel getan hat. Dabei ist das Projekt<br />
wichtig: Es geht darum, die bestehende<br />
Nordsüd-S-Bahn mit einer<br />
zweiten Strecke zu entlasten, die zusätzliche<br />
Verbindungen schafft –unter<br />
anderem zum Hauptbahnhof.<br />
Jetzt könnte es endlich an Tempo<br />
gewinnen. Denn der Deutsche Bundestag<br />
und die Deutsche Bahn haben<br />
sich nach jahrelanger Debatte in<br />
einer zentralen Frage geeinigt. Dies<br />
wurde Mittwochabend vonder Bauund<br />
Raumkommission desÄltestenrates<br />
des Bundestages bestätigt.<br />
Erster Abschnitt erst 2021 fertig<br />
Es geht darum, wie der 1,9 Kilometer<br />
lange mittlere Abschnitt (Hauptbahnhof–Potsdamer<br />
Platz) am<br />
Reichstagsgebäude verlaufen wird.<br />
Seit Längerem steht fest, den Tunnel<br />
nicht untermReichstag hindurchzuführen,<br />
damit das Gebäude nicht gefährdet<br />
wird. Stattdessen soll eine<br />
Röhre westlich und die andere östlich<br />
vorbeilaufen. Nach der jüngsten<br />
Einigung steht nun zudem fest, dass<br />
die Weströhre dem Reichstag nicht<br />
näher als 13,50 Meter kommen darf.<br />
Siewirdweiter abgerückt als die Oströhre,<br />
die 13,50 Meter neben dem<br />
Bundestagssitz entlangführt. Im<br />
Tunnel dürfen die Bahnen statt 80<br />
nur 60 Kilometer proStunde fahren.<br />
Neue S-Bahn-<br />
Strecke<br />
Hauptbahnhof<br />
Reichstagsgebäude<br />
BLZ/GALANTY; QUELLE: DB<br />
U55<br />
Spree<br />
Kapelleufer<br />
Paul-<br />
Löbe-<br />
Haus<br />
Scheidemannstr.<br />
Brandenburger Tor<br />
„Die Standsicherheit der Parlamentsgebäude<br />
während der Bauarbeiten<br />
ist gewährleistet, der parlamentarische<br />
Betrieb kann ohne wesentliche<br />
Einschränkungen fortgesetzt<br />
werden“, so die Bahn. „Die<br />
Bedenken hinsichtlich der Statik<br />
konnten endlich ausgeräumt werden“,<br />
lobte der FDP-Bundestagsabgeordnete<br />
Wolfgang Kubicki, der die<br />
Baukommission leitet. „Der Wegfür<br />
die Fortsetzung der S21ist frei.“<br />
Die Planungsarbeiten sollen nun<br />
beschleunigt werden, sagte Alexander<br />
Kaczmarek von der Bahn. Bislang<br />
hieß es,dass der Abschnitt nicht<br />
vor 2035 fertig wird: „Jetzt sind wir<br />
zuversichtlich, dass er noch in den<br />
2020er-Jahren in Betrieb geht.“<br />
Anfangs firmierte das Projekt unter<br />
dem Arbeitstitel S21, bis Stuttgart<br />
21 das Kürzel inMisskredit brachte.<br />
Heute heißt es intern City-S-Bahn.<br />
An der Strecke hat sich aber nichts<br />
geändert. Sie beginnt an den Nordringstationen<br />
Wedding und Westhafen,<br />
führt unter dem Hauptbahnhof<br />
unddem Potsdamer Platz hindurch,<br />
um an der Yorckstraße an die Trasse<br />
zum Südkreuz anzuschließen.<br />
Auf dem ersten, bereits begonnenen<br />
Abschnitt pendelt ab Sommer<br />
2021 eine S-Bahn, die Gesundbrunnen<br />
mit einer provisorischen Tunnelstation<br />
nördlich der Invalidenstraße<br />
am Hauptbahnhof verbindet. Zuletzt<br />
sollte der Betrieb Ende 2020 starten,<br />
doch Grundwasser verzögerte die<br />
Bauarbeiten. Immerhin wurde die<br />
Zeit genutzt, wie geforderteinen Zwischenhalt<br />
an der Perleberger Brücke<br />
in derEuropacity einzuplanen.
12 * <strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020<br />
·························································································································································································································································································<br />
Berlin<br />
POLIZEIREPORT<br />
Drei Verletzte bei Unfall.<br />
Beim Zusammenstoß zweier Autos<br />
am Mittwoch in Britz sind zwei<br />
Frauen und ein Mann schwer verletzt<br />
worden. Gegen 17.30 Uhrwar<br />
ein 40-Jähriger mit einem VW in der<br />
Gradestraße unterwegs.Ander<br />
Kreuzung zum Tempelhofer Weg<br />
prallte er mit dem Mitsubishi einer<br />
64-Jährigen zusammen. Beide und<br />
die 56-jährige Beifahrerin im Mitsubishi<br />
verletzten sich am Oberkörper.<br />
DiePolizei weiß noch nicht, wie es zu<br />
dem Unfall kommen konnte.<br />
Fahrgast geschlagen.<br />
Ein23-jähriger Mann hat am Mittwoch<br />
in einer S-Bahn Fahrgäste angepöbelt.<br />
Zuvorwar er voneinem<br />
Kontrolleur festgehalten worden,<br />
weil er keine Fahrkarte vorweisen<br />
konnte.AmBahnhof Bellevue angekommen<br />
versuchte er mehrmals,<br />
aber vergeblich ,zuflüchten. Als ein<br />
35 Jahrealter Fahrgast dem Kontrolleur<br />
helfen wollte,schlug ihm der<br />
junge Mann mit der Faust ins Gesicht.<br />
Bundespolizisten nahmen den<br />
Angreifer fest und brachten ihn in<br />
Gewahrsam. Nachdem die Polizei<br />
seine Personalien aufgenommen<br />
hatte,wurde er wieder entlassen.<br />
Fahndung nach Räubern.<br />
An einer Haltestelle der Bus-Linie<br />
M29 haben am 22. November drei<br />
Unbekannte einen 19-Jährigen attackiert.<br />
Am Agathe-Lasch-Platz umklammerte<br />
einer<br />
der Räuber das<br />
Opfer.Seine<br />
Komplizen versuchten,<br />
dem<br />
19-Jährigen dessen<br />
Handy zu<br />
Das ist einer der<br />
drei Täter<br />
POLIZEI<br />
entreißen. Die<br />
Täter brachten<br />
das Opfer zu Boden.<br />
Dann versuchte<br />
einer von<br />
ihnen ein Feuerzeug voreiner<br />
Sprühdose zu entzünden. Als ein<br />
Passant dazwischen ging, flüchteten<br />
die Täter.Zeugen die den abgebildeten<br />
Mann kennen, werden gebeten,<br />
sich bei der Polizei zu melden.<br />
AfD-Büro beschmiert.<br />
In der Nacht zum Donnerstag beschmierten<br />
Unbekannte ein Büro<br />
der AfD in Lichterfelde mit roter<br />
Farbe.Gegen 5.25 Uhrbemerkte ein<br />
Angestellter des Objektschutzes der<br />
Polizei die Schmiererei mit politischem<br />
Hintergrund an den Rollläden<br />
des Büros an der Straße Jungfernstieg.<br />
DerStaatsschutz ermittelt.<br />
Audi prallt gegen Hauswand.<br />
In der Nacht zum Donnerstag<br />
rammte am Hardenbergplatz in<br />
Charlottenburgein Audi-Fahrer ein<br />
Taxi. Anschließend prallte derWagen<br />
am Bahnhof Zoologischer Garten gegen<br />
ein Straßenschild und kam kurz<br />
darauf an der Fassade eines Hauses<br />
zum Stehen. Verletzt wurde niemand.<br />
DerFahrer des Wagens flüchtete<br />
zu Fuß. DieHintergründe des<br />
Unfalls sind noch unklar.<br />
Hakenkreuz geritzt.<br />
EinUnbekannter hat an eine der<br />
Aufzugtüren in der Leitstelle der<br />
Feuerwehr am Nikolaus-Groß-Weg<br />
in Charlottenburgein Hakenkreuz<br />
geritzt. EinMitarbeiter der Behörde<br />
informierte gegen 9.30 Uhrdie Polizei.<br />
DerStaatsschutz ermittelt nun<br />
wegen desVerwendens vonKennzeichen<br />
verfassungswidriger Organisationen.<br />
Jugendliche angefahren.<br />
In der Heimsbrunner Straße in Neukölln<br />
hat am Mittwochnachmittag<br />
eine 77 Jahrealte Frau eine Jugendliche<br />
angefahren. DasMädchen<br />
wurde dabei verletzt in eine Klinik<br />
gebracht. DieUnfallursache ist noch<br />
unklar.<br />
Verletzter Waschbär getötet.<br />
In Mariendorfhat am Donnerstagmorgen<br />
ein Polizist des Abschnitts<br />
47 einen schwer verletztenWaschbär<br />
erschossen. Passanten hatten das<br />
Tier auf der Fahrbahn des Mariendorfer<br />
Damms entdeckt und die Polizei<br />
alarmiert. (ls.)<br />
AnkeEngelkewar vor und hinter der Kamera erzieherisch tätig. IMAGO STOCK&PEOPLE Namensgeber Bastian Pastewka mit seiner „Freundin“ Sonsee Neu IMAGO STOCK&PEOPLE<br />
Perfektes Finale für den ewigen Tölpel<br />
BASTIAN PASTEWKA<br />
behält bis zum Schluss die Kontrolle,<br />
das heißt: er bestimmt, wann<br />
Schluss ist. Undgenau das hat er bei<br />
seiner Serie „Pastewka“ getan, die<br />
Sat.1 vor 15 Jahren erstmals ausstrahlte<br />
und die ab Staffel 8zuAmazonPrime<br />
Video wechselte,woam7.<br />
Februar die finale zehnte Staffel starten<br />
wird. Auch diesmal gibt es für die<br />
neuen Folgen wieder eine Kinotour,<br />
deren Premiere am Donnerstagabend<br />
im Zoo-Palast gefeiert wurde.<br />
Pastewka liebt diese Touren: „Es ist<br />
Wahnsinn, diesen Unsinn mit tausend<br />
Leuten in einem Saal zu gucken!“<br />
Dass die Serie, die so heißt wie ihr<br />
Hauptdarsteller, nicht fortgesetzt<br />
wird, hat mit der Güteklasse einer<br />
Idee zu tun, wie Pastewka erklärt. Autor<br />
Sascha Albrecht hatte eine Eingebung,<br />
wie das Ende der Geschichte<br />
rund um Bastian und seine langjährige<br />
Freundin Anne (gespielt von<br />
Sonsee Neu) aussehen könnte. Pastewka<br />
fand diese Idee perfekt: „Wir<br />
haben uns in die Augen geschaut<br />
und gesagt: Das muss der Schluss<br />
der gesamten Seriesein.“<br />
Echte Fans wissen, dass Anne mit<br />
Bastian in der achten Staffel Schluss<br />
gemacht hat und Bastian in der<br />
neunten erfolglos versuchte, sie zurückzuerobern.<br />
Am Ende der neunten<br />
Staffel reist er ihr nach Afrika<br />
Mit Wasserstoff-Antrieb<br />
zum Tatort<br />
Polizei-Direktion 2testet zwei emissionsfreie Funkwagen<br />
VonLutz Schnedelbach<br />
Berlins Polizei erhält als erste Behörde<br />
emissionsfreie Funkwagen.<br />
Dabei handelt es sich um zwei<br />
Toyota-Mirai, die mitWasserstoff angetrieben<br />
werden. „Das ist deutschlandweit<br />
bisher einmalig bei den Polizeien“,<br />
freut sich der Hersteller.<br />
Der Elektromotor der fünftürigen<br />
und blau abgeklebten Funkwagen<br />
soll 154 PS aufbringen. Dabei wird<br />
Wasserstoff in elektrische Energie<br />
umgewandelt, die den Elektromotor<br />
antreiben. Übrig bleibtWasserdampf.<br />
Die Autos sind mit zwei Wasserstofftanks<br />
ausgerüstet. Die Reichweite ist<br />
jeweils mit 500 Kilometern angegeben.<br />
Undnoch etwas Besonderes bieten<br />
die beiden Fahrzeuge: Ein Stopp<br />
zum Tanken dauert nur drei bis fünf<br />
Minuten, sagt der Hersteller.<br />
Stationiertwerden sie in zwei Abschnitten<br />
der Direktion 2, die zuständig<br />
ist für Spandau und Charlottenburg<br />
Wilmersdorf. Dort sei man<br />
schon gespannt auf die „Neuen“,<br />
heißt es im Polizeipräsidium. Zunächst<br />
werden die Funkwagen, die<br />
natürlich auch über Blaulicht und<br />
Martinshorn verfügen, zu Kontrollfahrten<br />
und Transporten eingesetzt.<br />
„Für alle Fahrten, wenn es nicht so<br />
Bastian Pastewka feiert mit<br />
Ensemble und Fans die Premiere<br />
der zehnten und letzten Staffel<br />
seiner Serie „Pastewka“<br />
nach, wo Anne als Ärztin arbeitet.<br />
Dort werden sie zu Freunden, was<br />
nach der Rückkehr nach Deutschland<br />
keiner glauben will –alle gehen<br />
davon aus, dass es wieder zwischen<br />
ihnen gefunkt hat. Zumal Anne jetzt<br />
ein Kind will und Bastian gern der<br />
Vater wäre. Natürlich wird das Ende<br />
nicht verraten, aber die Richtung ist<br />
klar, denn ein Happy End war auch<br />
Bastian Pastewka wichtig: „Wir sind<br />
doch nicht Game of Thrones!“<br />
„Pastewka“ endet nach 15 Jahren<br />
und 99 Folgen. Der Namensgeber<br />
freut sich über die unrunde Zahl der<br />
Das ist einer der „Neuen“, die die Polizei<br />
nun testen wird.<br />
TOYOTA<br />
schnell gehen muss“, sagte ein Beamter.<br />
Denn die Wagen würden erst<br />
getestet. Der Preis sei höher als für<br />
Wagen mit Verbrennungsmotor,<br />
aber dafür seien sie nachhaltiger.<br />
Die genaue Summe war auch<br />
vomHersteller nicht zu erfahren. Die<br />
Anschaffung der beiden Autos unterstützt<br />
das Programm für nachhaltige<br />
Entwicklung. Es wird durch den Europäischen<br />
Fonds für regionale Entwicklung<br />
mitfinanziert und soll die<br />
Verringerung der Schadstoffbelastungen<br />
im gewerblichen und öffentlichen<br />
Bereich unterstützen.<br />
von Andreas Kurtz<br />
ak@andreaskurtz.net<br />
Folgen: „Wir haben die 100 nicht geschafft<br />
–das passt für mich perfekt<br />
zum Geist der Serie. DerewigeTölpel<br />
Pastewka erreicht das große Ziel einfach<br />
nie.“ Allerdings hat er –Zwinker-Zwinker!<br />
– einen Tipp für die<br />
Fans, die sich ab dem 7. Februar auf<br />
Amazon prime die neue Staffel anschauen:<br />
„Schön nach unten scrollen,<br />
da kommt noch was!“<br />
Bei so vielen Produktionen behaupten<br />
die Beteiligten öffentlich,<br />
dass sie sich zu einer Familie entwickelt<br />
hätten. Bei„Pastewka“ soll das<br />
sogar stimmen. Der Hauptdarsteller<br />
beteuert: „Wir haben uns in all den<br />
15 Jahren immer nur vorder Kamera<br />
angegiftet, nie dahinter.Wir feierten<br />
gemeinsam Weihnachten und Geburtstage.“<br />
ANKE ENGELKE<br />
sieht darin auch einen Grund,<br />
warum es die Serie so lange gab:<br />
„Bastian ist mit seiner Familie nicht<br />
ausgelastet.“ Für sie lässt sich die<br />
Leistung der Serie und ihrer Macher<br />
klar benennen: „Die haben die Sehgewohnheiten<br />
des deutschen Publikums<br />
verändert. Es gibt wohl keine<br />
andere deutsche Comedy-Serie, die<br />
schon so lange Geschichten linear<br />
erzählt.“ Anke Engelke, die am 22.<br />
Februar im Ersten im Politthriller<br />
„Tödliche Geheimnisse – Das Versprechen“<br />
zu sehen sein wird, gehörte<br />
zu den Freundenund Kollegen<br />
vonPastewka mit den meisten Gastauftritten<br />
in seiner Serie. Sie versuchte<br />
dabei immer wieder, den<br />
Protagonisten zu erziehen –was ihrer<br />
Rolle im richtigen Leben des<br />
Freundes nahe kommt: „Ich habe<br />
privat immer versucht, ihn zu einem<br />
besseren Menschen zu machen, einem<br />
Naturfreund. Ich versuche, ihn<br />
von dem schlimmen Essen wegzubekommen,<br />
das er so gern zusich<br />
nimmt. Ich habe ihn jetzt sogar so<br />
weit, dass er gelegentlich mit dem<br />
Zugfährt.“<br />
Tausende Briefe<br />
gestohlen<br />
Prozess gegen drei Männer scheitert im ersten Anlauf<br />
Ein Prozess gegen drei mutmaßliche<br />
Postdiebe, die Tausende<br />
Briefe aus verplombten Frachtfahrzeugen<br />
gestohlen haben sollen, ist<br />
im ersten Anlauf gescheitert. Das<br />
Amtsgericht Tiergarten setzte das<br />
Verfahren am Donnerstag aus,nachdem<br />
eine Verständigung zwischen<br />
Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung<br />
nicht zustande gekommen<br />
war. Ein neuer Prozesstermin steht<br />
noch nicht fest. Es sei eine umfangreichere<br />
Beweisaufnahme erforderlich,<br />
sagte der Vorsitzende Richter.<br />
Die 21, 30 und 57 Jahre alten Angeklagten<br />
sollen als Mitglieder einer<br />
Bande agiertund Sendungen aus gesicherten<br />
Fahrzeugen gestohlen haben,<br />
um an Bargeld, Gutscheine und<br />
Bankkarten zu gelangen. Der57-jährige<br />
Angeklagte sei laut Anklage als<br />
Transportfahrer bei der Deutschen<br />
Post tätiggewesen. In 14 Fällen habe<br />
er im September 2019 den beiden<br />
mutmaßlichen Komplizen Zugang<br />
zu den jeweils von ihm geführten<br />
Wagen verschafft.<br />
Die mutmaßlichen Täter hätten<br />
dann die jeweilige Sicherung überwunden,<br />
Briefe entwendet und die<br />
Beute auf Wertsachen durchsucht.<br />
Bei der letzten Tatseien zwei Säcke<br />
voller verschlossener Briefsendungen<br />
gestohlen worden. DieStaatsanwaltschaft<br />
geht von einer Beute in<br />
Höhe von insgesamt knapp<br />
5500 Euro aus.<br />
In Wohnungen in Neukölln, Köpenick<br />
und Lichtenberg hatten Ermittler<br />
nach Angaben der Polizei<br />
mehrereSäcke mit Tausendengeöffneten<br />
Briefen sichergestellt. Die Angeklagten<br />
befanden sich rund drei<br />
Monate in Untersuchungshaft. Im<br />
Dezember sei es im Ermittlungsverfahren<br />
zu geständigen Aussagen gekommen,<br />
hieß es am Rande der Verhandlung.<br />
Die Verteidiger der mutmaßlichen<br />
Diebe wollen Bewährungsstrafen<br />
erreichen. Die<br />
Staatsanwältin erklärte dagegen, aus<br />
ihrer Sichtkomme Bewährung nicht<br />
in Betracht.<br />
Ende des vergangenen Jahres war<br />
ein Paketzusteller vom Amtsgericht<br />
Tiergarten zu einer Freiheitsstrafe<br />
von einem Jahr und acht Monaten<br />
verurteilt worden, die zur Bewährung<br />
ausgesetzt wurde. Der 28-Jährige<br />
war für ein Unternehmen tätig,<br />
das für Hermes arbeitete. Der Mann<br />
hatte in nur vier Tagen 51 Pakete unterschlagen.<br />
Seine Freundin verkaufte<br />
die so erlangten Dinge bei<br />
Ebay. Den Verkaufserlös von<br />
1843 Euro teilten sie sich. (dpa, BLZ)<br />
Mehr<br />
<strong>Berliner</strong><br />
ohne Job<br />
Arbeitslosigkeit stieg im<br />
Januar stärker als üblich<br />
In ganz Deutschland bekommen<br />
Arbeitssuchende zunehmend die<br />
konjunkturelle Unsicherheit zu spüren<br />
–Berlin und Brandenburg bleiben<br />
von dieser Entwicklung nicht<br />
verschont. So stieg nach der am<br />
Donnerstag vorgestellten Statistik<br />
die Arbeitslosigkeit in der Hauptstadt<br />
im Januar stärker als in den vergangenen<br />
Jahren üblich.<br />
Bundesweit waren im Januar<br />
nicht nur 200 000 Menschen mehr<br />
ohne Job als noch im Dezember<br />
2019, sondern auch rund 20000<br />
mehr als vor einem Jahr, teilte die<br />
Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag<br />
in Nürnberg mit. Insgesamt<br />
waren 2,426 Millionen Personen arbeitslos<br />
gemeldet. Darunter waren<br />
159 882 Frauen und Männer aus Berlin<br />
sowie 80 119 aus Brandenburg. In<br />
Brandenburg stieg die Arbeitslosigkeit<br />
im Januar zwar auch saisonbedingt<br />
an, dennoch wurde dort die<br />
niedrigste Arbeitslosenzahl in einem<br />
Monat Januar seit 1991 verzeichnet.<br />
Anders die Entwicklung in der<br />
Hauptstadt:„Erstmals seit 2010 liegt<br />
in Berlin die Januar-Arbeitslosenzahl<br />
über dem Vorjahr“, sagte der Berlin-<br />
Brandenburger Agenturchef Bernd<br />
Becking. Im Januar 2019 hatte es<br />
noch gut 4000 Arbeitslose weniger<br />
gegeben. Im Vergleich zum Dezember<br />
2019 registrierte die Behörde im<br />
Januar in Berlin 9732 mehr Arbeitslose.<br />
Zwar sei es üblich, dass die<br />
Quote nach dem Jahreswechsel<br />
steige, weil dann viele Arbeitsverträge<br />
endeten, erklärte die Agentur.<br />
Doch nun stehen mehr Betroffene<br />
erst mal mit leeren Händen da. „In<br />
den Arbeitsagenturen meldeten sich<br />
mehr Personen, die nach dem Ende<br />
eines Arbeitsverhältnisses nicht sofort<br />
einen neuen Job gefunden haben“,<br />
sagte Becking.<br />
Arbeitslosenquote: 8,2 Prozent<br />
Die <strong>Berliner</strong> Arbeitslosenquote erreichte<br />
im Januar 8,2 Prozent. Sielag<br />
damit 0,5 Prozentpunkte höher als<br />
im Dezember. Auch in Brandenburg<br />
stieg die Quote um 0,5 Prozentpunkte<br />
–auf sechs Prozent. Dortwaren<br />
6747 Arbeitssuchende mehr als<br />
im Dezember gemeldet, aber auch<br />
6746 weniger als vor einem Jahr, so<br />
die Bundesagentur für Arbeit. „Das<br />
ist die niedrigste Arbeitslosenzahl in<br />
einem MonatJanuarseit1991“, hieß<br />
es. Ein Anstieg nach dem Jahreswechsel<br />
ist üblich, weil dann viele<br />
Arbeitsverträge auslaufen. Auch das<br />
Wetter spielt eine Rolle, wenn etwa<br />
im Handwerk Dachdecker oder<br />
Maurer wenigerAufträge abarbeiten<br />
können. Im Januar 2019 hatte die Arbeitslosenquote<br />
jedoch noch<br />
0,5 Prozentpunktehöher gelegen.<br />
Der positive Trend für den Brandenburger<br />
Arbeitsmarkt halte an, so<br />
die Agentur. ImNovember habe die<br />
Zahl der sozialversicherungspflichtigBeschäftigten<br />
in Brandenburgbei<br />
866 300 gelegen. Das entspräche einemPlus<br />
von6500. (dpa, BLZ)<br />
Arbeitslose im Januar 2020<br />
Land Berlin 159 882<br />
Neukölln<br />
21 394<br />
Mitte<br />
21 073<br />
Pankow<br />
15 122<br />
Friedr.-Kreuzberg<br />
14 213<br />
Temp.-Schöneberg<br />
13 743<br />
Charlott.-Wilmersdorf<br />
12 338<br />
Lichtenberg<br />
12 016<br />
Spandau<br />
11 683<br />
Reinickendorf<br />
10 606<br />
Marzahn-Hellersdorf<br />
10 385<br />
Treptow-Köpenick<br />
9716<br />
Steglitz-Zehlendorf<br />
7593<br />
BLZ/GALANTY; QUELLE: BA
<strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020 13<br />
· ·<br />
·······················································································································································································································································································<br />
Berlin<br />
Das Humboldt-Forum<br />
steht in der Nachfolge<br />
zweier ikonischer Bauten<br />
der <strong>Berliner</strong> Geschichte:<br />
Schloss und Palast der Republik.<br />
Jetzt ist der Neubau nahezu<br />
vollendet. Dort sollen viele Kulturen<br />
derWelt einen neuen Ortbekommen<br />
und zugleich die Geschichte des Ortes<br />
erlebbar sein. Hartmut Dorgerloh,<br />
Generalintendant des Humboldt-Forums,spricht<br />
über die komplexe<br />
Aufgabe.<br />
Herr Dorgerloh, Siesind Ost-<strong>Berliner</strong>.<br />
Wie erinnern Sie sich an den Palast<br />
der Republik?<br />
Ichhabe von1982 bis 1987 an der<br />
Humboldt-Uni studiert und danach<br />
ganz in der Nähe gearbeitet, im Institut<br />
für Denkmalpflege in der Brüderstraße.<br />
In den Vorlesungspausen<br />
konnte man in die Bibliothek gehen,<br />
ins Museum oder in den Palast der<br />
Republik. Da war es warm, hell, die<br />
Telefonzellen funktionierten immer,<br />
und es gab einen gut sortierten Presseladen.<br />
Die gastronomischen Einrichtungen<br />
waren – gemessen am<br />
Stipendium –nicht so günstig. Bei<br />
meiner Immatrikulation im Großen<br />
Saal trug die überwiegende Zahl der<br />
Studierenden Blauhemd, nur kleine<br />
Grüppchen – von den Theologen,<br />
Kunstgeschichtlernund Theaterwissenschaftlern<br />
– trugen keins oder<br />
ganz verschämt, sodass nur der Kragen<br />
rausguckte. Wir waren klar die<br />
Minderheit. Der Farbkontrast der<br />
blauen Masse in den gelben Stühlen<br />
ist mir sehr in Erinnerung. Zu den<br />
großen Kulturveranstaltungen bin<br />
ich nie gegangen. Wasmich interessierte,fand<br />
nicht in Mitte und schon<br />
gar nicht im Palast der Republik statt.<br />
Für klassische Musik hatte ich ein<br />
Abo imKonzerthaus, und in der aktuellen<br />
Kunst und Musik hat mich<br />
mehr interessiert, was sich in der alternativen<br />
Szene tat –übrigens auch<br />
während der Zwischennutzung in<br />
der asbestfreien Palastruine.<br />
Inzwischen sind Sie verantwortlich<br />
für die Gestaltung dieses Ortes, und<br />
man wartet gespannt auf die Eröffnung.<br />
Wann geht es endlich los?<br />
Wir sind auf der Zielgeraden. Wir<br />
stimmen mit den verschiedenen Beteiligten<br />
gerade die Daten ab. Ein<br />
konkreter Termin steht noch nicht,<br />
aber wir gehen davon aus, dass die<br />
Eröffnung ab September beginnen<br />
kann und in drei Etappen stattfinden<br />
wird. Zuerst öffnen im Erdgeschoss<br />
das Foyer mit dem Veranstaltungsbereich,<br />
die Flächen für Sonderausstellungen<br />
und die Geschichte des<br />
Ortes, der Schlüterhof und die Passage<br />
sowie im ersten Obergeschoss<br />
die Berlin-Ausstellung und die Flächen<br />
der Humboldt-Universität. Mit<br />
Beginn der zweiten Etappe werden<br />
in den beiden oberen Etagen die ersten<br />
Bereiche mit den Sammlungen<br />
des Ethnologischen Museums und<br />
des Museums für Asiatische Kunst<br />
zugänglich. Das wird im zweiten<br />
Quartal 2021 sein. Zum Finale, am<br />
Jahresende 2021, werden alle Bereiche<br />
dieser Sammlungen sowie diverse<br />
Wechselausstellungen und damit<br />
das ganzeHaus zugänglich sein.<br />
Gibt es zum Startein Bürgerfest?<br />
Ja,uns ist ganz wichtig, dann endlich<br />
Besucherinnen und Besucher im<br />
Haus begrüßen zu dürfen. Aber man<br />
muss klar sagen: Wir sind noch nicht<br />
fertig, wenn wir aufmachen. Doch wir<br />
wollen das Publikum mitnehmen –es<br />
entsteht ja wirklich ein neues Stadtquartier.Allein<br />
der Besuch des Schlüterhofs,<br />
der Eingangshalle und der<br />
Passagen! Im Außenbereich wird es<br />
noch für ein bis zwei JahreBaustellen<br />
geben. Der neue U-Bahnhof Museumsinsel<br />
soll 2021/22 fertig sein.<br />
Sind im Inneren noch heikle bauliche<br />
Probleme aufgetaucht?<br />
In der finalen Phase gibt es bei so<br />
großen und komplexen Bauvorhaben<br />
immer etwas, woesnoch hakt.<br />
Und es gibt insgesamt im Baugewerbe<br />
aktuell Kapazitätsprobleme.<br />
Es fehlen in vielen Gewerken Fachkräfte,<br />
und die brauchen nicht nur<br />
wir, sondern auch andere. Aber ich<br />
bin weiterhin optimistisch.<br />
Hat sich der Blick auf die ethnologische<br />
Sammlung hinsichtlich kolonialer<br />
Raubkunst geändert?<br />
„Wir müssen Schloss<br />
und Palast erklären“<br />
Hartmut Dorgerloh, Generalintendant des Humboldt-Forums,<br />
über die Eröffnungspläne, die Komplexität des Ortes und<br />
Hartmut Dorgerloh schwebt ein Humboldt-Forum als Haus der Debatten vor,das in der historischen Mitte Vergangenheit und Zukunft verbindet.<br />
Ich finde es gut, dass die Diskussion<br />
über die Zukunft ethnologischer<br />
Sammlungen, deren Bestände<br />
häufig aus kolonialen Kontexten<br />
kommen, eine größere Öffentlichkeit<br />
erreicht hat. In Fachkreisen wird<br />
sie schon länger geführt. Aber es geht<br />
darüber hinaus um die Frage,wie wir<br />
generell mit dem kolonialen Erbe<br />
umgehen, nicht nur in den Museen.<br />
Wasbedeutet Dekolonialisierung für<br />
unsere Gesellschaft insgesamt? Das<br />
ist ein großes und wichtiges Thema,<br />
auch eine Folge der Globalisierung.<br />
Ist mit Rückgaben von Objekten zu<br />
rechnen?<br />
Die <strong>Berliner</strong> Staatlichen Museen<br />
haben in diesem Bereich ihreProvenienzforschung<br />
verstärkt, und die<br />
Ergebnisse werden zu weiteren Restitutionen<br />
führen. Aber es geht um<br />
mehr:umProzesse,die mit allen Beteiligten<br />
partnerschaftlich anzugehen<br />
sind, zum Beispiel bei gemeinsamen<br />
Ausstellungsprojekten oder<br />
im Bereich Vermittlung. Wir wollen<br />
das Humboldt-Forum zu einem Ort<br />
machen, an dem diese Prozesse sowie<br />
Diskussionen über Restitution<br />
oder über die Rolle vonObjekten für<br />
die kulturelle Identität stattfinden –<br />
die Problematik inhaltlicher Reduzierungen<br />
ein Haus der Vielstimmigkeit. So<br />
wird es in den entsprechenden<br />
Sammlungspräsentationen Medienstationen<br />
geben, die eine große Vielfalt<br />
aktueller Positionen aufzeigen,<br />
zum Beispiel zu den Benin-Bronzen.<br />
Gibt es ein Objekt, vondem man sich<br />
bald verabschieden muss?<br />
Diese Entscheidung liegt bei den<br />
Staatlichen Museen und der Stiftung<br />
Preußischer Kulturbesitz als Eigentümerin<br />
der Sammlungen. Und es<br />
wirdmehr als ein Objekt sein.<br />
ZUR PERSON<br />
Jugend und Studium: Hartmut Dorgerloh wurde 1962 in Ost-Berlin geboren. Nach Abitur (in<br />
Potsdam) und Grundwehrdienst studierte er von1982 bis 1987 Kunstgeschichte und Klassische<br />
Archäologie an der Humboldt-Universität zu Berlin.<br />
Wichtigste berufliche Etappe: Von2002 bis 2018 war der Kunsthistoriker und DenkmalpflegerGeneraldirektor<br />
der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.<br />
Spitzenjob: Seit 1. Juni 2018 ist Hartmut Dorgerloh Generalintendant des Humboldt-Forums<br />
in Berlin und zählt damit zu den wenigen Ostdeutschen auf einer herausragenden Position.<br />
Wie wird esrund um das Humboldt-<br />
Forum aussehen? Gefallen Ihnen<br />
Einheitswippe und Badetreppe vor<br />
der Haustür?<br />
DasFlussbad ist eine sehr schöne<br />
Idee, weil es mit etwas Wichtigem<br />
zusammenhängt: der besseren Wasserqualität<br />
der Spree. Und wir wollen,<br />
dass sich dort das einheimische<br />
und das touristische Publikum mischen.<br />
Ich bin auch sehr gespannt,<br />
wie die Diskussion über die Gestaltung<br />
der anderen Seite der Spree<br />
weitergeht –StichwortMarx-Engels-<br />
BLZ/MARKUS WÄCHTER<br />
Forum. Es läuft ein Wettbewerb zur<br />
Neugestaltung der Grünanlage,aber<br />
ich glaube nicht, dass dies das letzte<br />
Wort ist. Es wird sicherlich weitere<br />
Diskussionen über die Fläche geben.<br />
…also über Heiliggeist-Viertel, Marienviertel<br />
…<br />
Genau.<br />
Bebauung –jaoder nein?<br />
Das hängt von Funktion und<br />
Zweck der Stadträume ab. Für mich<br />
ist es wichtig, dass es kein rein kommerzieller<br />
Ort wird oder nur für<br />
Leute, die sich die Gegend finanziell<br />
leisten können. Ich halte es für notwendig,<br />
über die städtischen Räume<br />
zu streiten –imSinne vonetwas miteinander<br />
aushandeln, und nach langen<br />
Diskussionen demokratisch getroffene<br />
Entscheidungen auch zu akzeptieren<br />
und damit zu leben. Das<br />
betrifft auch die Umgebung des<br />
Humboldt-Forums, wozu auch die<br />
sogenannte Einheitswippe gehört.<br />
Wird man die populäre Gläserne<br />
Blume aus dem Palast der Republik<br />
im neuen Haus wiederfinden?<br />
Zur Frage, obman die Gläserne<br />
Blume zeigen soll, haben die damals<br />
Verantwortlichen in unserer Stiftung<br />
ganz aufgeschlossen gesagt: „Das<br />
wäre doch was, gucken wir mal, ob<br />
das geht.“ Es hat sich dann leider<br />
herausgestellt, dass eine Präsentation<br />
aus funktionalen, technischen<br />
und konzeptionellen Gründen nicht<br />
möglich ist. Deshalb haben wir vor<br />
dreieinhalb Jahren mitgeteilt: Wir<br />
haben geprüft, es lässt sich nicht realisieren<br />
–zumindest nicht für eine<br />
dauerhafte Ausstellung.<br />
Wiewirdanden Palast erinnert?<br />
Wir müssen und wollen im Humboldt-Forum<br />
erklären, warum gegenüber<br />
im ehemaligen Staatsratsgebäude,<br />
auch noch ein Stück Schloss<br />
steckt. Undwas es mit dem Palast der<br />
Republik auf sich hat. Insofernist die<br />
Erinnerung an die Geschichte des Ortes<br />
eine zentrale Aufgabe mit dem Fokus<br />
auf das Schloss,den Palast der Republik<br />
und das Humboldt-Forum selber.Denn<br />
in ein paar Jahren wirdman<br />
erklären müssen, warum dieses so<br />
geworden ist, wie es geworden ist und<br />
was die Rahmenbedingungen waren.<br />
Im Haus wirdman überall Spuren aus<br />
der Geschichte des Ortes finden. Erinnernkann<br />
sich aber nicht auf symbolische<br />
Handlungen beschränken,<br />
also einfach ein Stück aus jedem<br />
Haus auszustellen. Das machen wir<br />
auch, aber es geht ebenso um die aktive<br />
Auseinandersetzung mit der Geschichte.<br />
Sopräsentieren wir auf einer<br />
riesigen Medienwand das ganze<br />
Spektrum der Geschichte des Ortes,<br />
vom Beginn im Mittelalter über das<br />
Renaissanceschloss bis zum Bauund<br />
Abriss des Palastes der Republik –einschließlich<br />
Schlosssprengung, Aufmarschplatz<br />
und kultureller Zwischennutzung<br />
nach der Schließung<br />
1990. Zurzeit führen wir Zeitzeugeninterviews,<br />
sammeln Daten, bauen<br />
ein Archiv und haben vom Bund<br />
Hunderte Einrichtungsgegenstände<br />
aus dem Palast übernommen. In welcher<br />
Weise wir das Material nutzen,<br />
hängt auch vom öffentlichen Interesse<br />
ab.Der Palast hatte ja verschiedene<br />
Facetten –politische und kulturelle.<br />
Aber die Gläserne Blume wäre doch<br />
ein zentrales Objekt, um genau den<br />
Facettenreichtum zu zeigen …<br />
Ich halte nichts davon zu sagen:<br />
Wenn ich Thronsessel und Gläserne<br />
Blume ausstelle, ist das Thema erledigt.<br />
Es wird immer eine Auseinandersetzung<br />
damit brauchen, was an<br />
diesem Ortpassiertist, denn es ist der<br />
zentrale Ort dieser Stadt. Die Gläserne<br />
Blume sollte man auch nicht<br />
überbewerten, sie ist zwar ein wichtiges<br />
Stück, aber sie steht nicht für den<br />
ganzen Palast der Republik. Eine solche<br />
Reduzierung widerspräche dessen<br />
Komplexität und Bedeutung, der<br />
wir gerecht werden müssen. Wirhoffen<br />
daher auch, dass Besucherinnen<br />
und Besucher uns an ihren Erinnerungen<br />
an den Palast teilhaben lassen.<br />
Vielleicht hat der eine oder anderenoch<br />
ein Objekt aus dem Palast.<br />
Auch in unserem Veranstaltungsprogramm<br />
wirdereine Rolle spielen.<br />
Waswird aus dem Palast der Republik<br />
nun zu sehen sein?<br />
Zwölf Objekte, im ganzen Haus<br />
gut sichtbare„Spuren“, die besonders<br />
präsentiert und erklärt werden. Darunter<br />
sind große, bekannte Stücke,<br />
zum Beispiel ein Ausschnitt aus Jo<br />
Jastrams Bronzerelief „Lob des Kommunismus“,<br />
Wolfgang Mattheuers<br />
Gemälde „Guten Tag“, beide im zentralen<br />
Treppenhaus zu sehen. Oder<br />
ein florales Wandrelief aus Meißener<br />
Porzellan, das im ehemaligen Palastrestaurant<br />
hing. Das wird wieder in<br />
einem Restaurant zu sehen sein. Aber<br />
auch eine Überwachungsanlage wird<br />
ausgestellt. Undesgibt neue,aktuelle<br />
Kunst, so von dem <strong>Berliner</strong> Künstler<br />
TimTantenroth. Er setzt sich mit der<br />
sehr populären, kupferspiegelnden<br />
Fassade auseinander und übersetzt<br />
diese in ein Wandbild –ein Beispiel<br />
dafür, dass sich Künstler bis heute<br />
vom Palast der Republik inspirieren<br />
lassen. Und wir werden das jüngste<br />
Stück aus der Palast-Geschichte ausstellen,<br />
vomMärz1990, eine gläserne<br />
Wahlurne. Die brauchte man erst<br />
nach den ersten freien Wahlen. Es ist<br />
gut, dass gerade sie ganz prominent<br />
zu sehen sein wird.<br />
DasGespräch führte Maritta Tkalec.
14 * <strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020<br />
·························································································································································································································································································<br />
Berlin/Brandenburg<br />
NACHRICHTEN<br />
Hohenzollernbereit für<br />
gütliche Einigung<br />
GeorgFriedrich Prinz vonPreußen<br />
sieht sich bereit für eine gütliche Einigung<br />
im Konflikt um mögliche<br />
Entschädigungen für die Hohenzollern.<br />
DerNachfahreder letzten deutschen<br />
Monarchie erklärte am Donnerstag<br />
in Potsdam: „Mein Ziel ist es,<br />
dass alle ausgestellten Objekte an ihremOrt<br />
verbleiben sollen.“ Damit<br />
könnten sie Bürgernund Wissenschaft<br />
uneingeschränkt zugänglich<br />
bleiben. Dies habe er mehrfach zum<br />
Ausdruck gebracht. Er nannte die Einigung<br />
im Rechtsstreit um Burg<br />
Rheinfels in St.Goar als positives<br />
Beispiel bei unterschiedlichen Ausgangspositionen.<br />
Dafür müssten<br />
beide Seiten „den guten Willen dazu<br />
haben und fair miteinander umgehen“.<br />
Seit 2014 verhandeln der Bund<br />
sowie die Länder Berlin und Brandenburgmit<br />
den Hohenzollernüber<br />
mögliche Rückgaben und Entschädigungen.<br />
(dpa)<br />
Sachsen will profitieren von<br />
Brandenburgs Tesla-Fabrik<br />
Sachsens Wirtschaftsminister Martin<br />
Dulig (SPD) sieht in der Ansiedlung<br />
des US-Elektroautobauers Tesla<br />
in Brandenburgauch eine gute<br />
Nachricht für Sachsen. Beieiner Befragung<br />
im Dresdener Landtag<br />
zeigte sich Dulig am Donnerstag davonüberzeugt,<br />
dass auch Sachsen<br />
vonTesla profitieren wird, weil das<br />
Werk auch Know-howaus dem Freistaat<br />
benötigt. AufdieseWeise könne<br />
man Teil der Wertschöpfungskette<br />
werden. (dpa)<br />
Förderung für Wohnprojekte<br />
für Alte und Pflegebedürftige<br />
Um Kommunen beim Auf- und Ausbau<br />
vonwohnortnahen Angeboten<br />
für ältereoder pflegebedürftige<br />
Menschen zu unterstützen, setzt das<br />
Land auch künftig auf die Fachstelle<br />
für Alternund Pflege im Quartier.<br />
DieStelle leiste „großartige Arbeit“,<br />
damit ältereLeute in ihrer Wohnung<br />
oder ihrem Umfeld bleiben können.<br />
Bis2022 soll die Stelle 1,9 Millionen<br />
Euro erhalten. Weitere1,5 Millionen<br />
Euro steuerndie Landesverbände<br />
der Pflegekassen sowie der Verband<br />
der privaten Krankenversicherung<br />
bei. (dpa)<br />
Ein Rettungsdienst-Mitarbeiter hantiertandem Rettungswagen, mit dem das Mädchen am Mittwochabend ins Ernst-von-Bergmann-Klinikum gebracht wurde.<br />
Entwarnung in Potsdam<br />
Der erste Corona-Verdachtsfall in der Region bestätigte sich nicht –Behörden mahnen zur Ruhe<br />
VonJens Blankennagel, Potsdam<br />
Die Entwarnung kam am<br />
Donnerstag um 13.22<br />
Uhr. Das Brandenburger<br />
Gesundheitsministerium<br />
gab die Testergebnisse zum Coronavirus-Verdachtsfall<br />
in Potsdam<br />
bekannt. „Das Laborergebnis liegt<br />
vor und ist negativ“, sagte Sprecher<br />
Gabriel Hesse. „Dieser Verdachtsfall<br />
hat sich also nicht bestätigt.“ Es war<br />
bereits der zweite Fall in Brandenburg,<br />
und auch er hat sich als unbegründet<br />
erwiesen.<br />
7830 Infizierte in China<br />
Am Mittwochabend hatte sich eine<br />
chinesische Schülerin bei der Notrufzentrale<br />
gemeldet. Sie hatte<br />
Symptome, die jenen des Coronavirus<br />
ähnelten. Vor allem in China<br />
sorgt der Virus für Aufregung. Er<br />
führte zu einer Epidemie mit steigenden<br />
Zahlen vonBetroffenen und<br />
der Abriegelung ganzer Millionenstädte.<br />
InChina gibt es derzeit 7830<br />
Infizierte und 170 Todesfälle. In20<br />
anderen Länderngibt es etwa 100 Infizierte.<br />
Die Schülerin in Potsdam wurde<br />
von Mitarbeitern inSchutzkleidung<br />
per Rettungswagen ins Ernst-von-<br />
Bergmann-Klinikum gebracht. Dort<br />
wurde sie in einer Fachabteilung in<br />
einem Zimmer isoliert und von erfahrenen<br />
Experten behandelt. „Die<br />
Behandlung erfolgt durch Spezialisten,<br />
die seit Jahren viel Erfahrung haben<br />
mit Patienten, die an hochansteckenden<br />
Krankheiten leiden“, sagte<br />
eine Sprecherin. Die<strong>Berliner</strong> Charité<br />
überprüfte die Blutprobe und gab<br />
schließlich Entwarnung.<br />
Derzeit wird versucht, eine Pandemie<br />
–also eine weltweite Ausbreitung<br />
der Krankheit –zuverhindern.<br />
So saßen 6600 Passagiereund Crewmitglieder<br />
des Kreuzfahrtschiffes<br />
„Costa Smeralda“ im Hafen der italienischen<br />
Stadt Civitavecchia fest.<br />
Der Grund: Eine Touristin aus der<br />
chinesischen Sonderverwaltungszone<br />
Macao hatte Symptome und<br />
wurde wegen Corona-Verdachts isoliert.<br />
Am Abend kam die Entwarnung,<br />
Tests bei der Frau un dihrem<br />
Mann waren negativ.<br />
Nun können sich auch 90 Bundesbürger<br />
aus der chinesischen Elf-<br />
Millionen-Stadt Wuhan ausfliegen<br />
lassen, in der die Krankheit ihren Ursprung<br />
nahm. In Deutschland, auch<br />
in Berlin, gab es bereits mehrereVerdachtsfälle.Davon<br />
haben sich vier in<br />
Bayern bestätigt. Andere sind noch<br />
offen. Etwa in Thüringen. Am Donnerstag<br />
gab das Helios-Klinikum in<br />
Erfurtbekannt, dass es dortzweiaktuelle<br />
Verdachtsfälle gibt.<br />
In Berlin hat die Gesundheitsverwaltung<br />
extraeine Informationshotline<br />
zum Coronavirus eingerichtet.<br />
Dort haben sich seit Dienstagmorgen<br />
270 Menschen gemeldet. Gesundheitssenatorin<br />
Dilek Kalayci<br />
(SPD) wertete die Zahl als ein gutes<br />
Zeichen. „Das zeigt, dass keine Hysterie<br />
und keine Panik da ist“, sagte<br />
sie am Donnerstag im Abgeordnetenhaus.<br />
Die Bevölkerung müsse<br />
aufgeklärt werden. Zu Panik gebe es<br />
keinen Grund, sagte sie.<br />
Grundsätzlich warnen die Behörden<br />
vor Panikmache, andererseits<br />
sollen Betroffene sich möglichst<br />
schnell melden. Das zuständige Robert-Koch-Institut<br />
weist darauf hin,<br />
dass es für eine Ansteckung mit dem<br />
neuartigen Virus 2019-nCoV notwendig<br />
ist, dass die Erkrankten entweder<br />
in einer der betroffenen Regionen<br />
in China gewesen sein müssen<br />
oder aber Kontakt mit Leuten<br />
hatten, die bereits erkrankt sind.<br />
„Mit einem Import von einzelnen<br />
Fällen nach Deutschland muss gerechnet<br />
werden“, heißt es beim Institut.<br />
Aber: „Die Gefahr für die Gesundheit<br />
der Bevölkerung in<br />
Deutschland durch die neue Atemwegserkrankung<br />
bleibt derzeit weiterhin<br />
gering.“<br />
Im Potsdamer Fall wurde die<br />
Sache vor allem auch deshalb ernst<br />
DPA/JULIAN STÄHLE<br />
genommen, weil es sich um eine<br />
chinesische Schülerin handelt. Ihre<br />
Schule teilte den Eltern am<br />
Mittwoch mit, dass die Schülerin seit<br />
Tagen nicht in der Schule war und<br />
dass es keine Ansteckungsgefahr<br />
gebe. Das Gesundheitsamt habe<br />
auch keine Schulschließung angeordnet.<br />
„Auf dem Wegder Besserung“<br />
Eltern der Schule erzählen, dass das<br />
Mädchen in die zehnte Klasse geht.<br />
Sie hatte sich krank gemeldet und<br />
sich dann wegen entsprechender<br />
Symptome ins Krankenhaus einliefern<br />
lassen. Eltern erzählen, dass sie<br />
nicht aktuell in China war, sondern<br />
wohl zum Jahreswechsel.<br />
Die Potsdamer Klinik gibt keine<br />
Auskünfte zu dem Fall, bestätigt<br />
nicht einmal, dass es sich um ein<br />
Mädchen handelt. „Wir sprechen<br />
ganz neutral von einem Patienten“,<br />
sagte die Kliniksprecherin. „Und der<br />
Patient ist auf dem Wegder Besserung.“<br />
Aufder Internetseite des Schiller-<br />
Gymnasiums heißt es,dass das Mädchen<br />
noch am Donnerstagabend<br />
wieder nach Hause darf. Die Schule<br />
gab bekannt, dass auch am Freitag –<br />
dem letzten Schultag vor den Ferien<br />
–der Unterricht ganz regulär stattfindet.<br />
(mit dpa)<br />
Ausschuss<br />
mit Berlin ist<br />
nicht erlaubt<br />
Gutachten sieht Verstoß<br />
gegen die Verfassung<br />
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Lesen Sie am Wochenende<br />
Reise<br />
Wilde StarsinweißemGewandt:<br />
Die Pferdeder Camargue<br />
Die beste Seiteder Dolomiten:<br />
Villnöss und Eggental<br />
Der im Brandenburger Koalitionsvertrag<br />
vorgesehene gemeinsame<br />
Ausschuss des Potsdamer<br />
Landtags und des <strong>Berliner</strong> Abgeordnetenhauses<br />
ist nach Einschätzung<br />
vonExperten verfassungswidrig. Die<br />
Bildung eines „echten“ gemeinsamen<br />
Ausschusses verstoße dagegen,<br />
dass der Landtag Ausschüsse „aus<br />
seiner Mitte“ bilde,berichtet der Beratungsdienst<br />
des Landtags in einem<br />
am Donnerstag veröffentlichten<br />
Gutachten. Zudem widerspräche ein<br />
solches Gremium „den Verfassungsprinzipien<br />
der Demokratie, der<br />
Volkssouveränität und der Repräsentation<br />
des brandenburgischen<br />
Volkes durch den Landtag“.<br />
Verfassungsrechtlich unbedenklich<br />
wäreeine Zusammenarbeit zwischen<br />
eigenständig von den jeweiligen<br />
Parlamenten gebildeten Ausschüssen,<br />
wie sie zwischen Hamburg<br />
und Schleswig-Holstein<br />
praktiziertwerde.Dorttagten mehrmals<br />
im Jahr zwei je gesondert von<br />
den beiden Parlamenten gebildete<br />
Ausschüsse gemeinsam.<br />
Das Gutachten hatte die Linken-<br />
Fraktion in Auftrag gegeben. Eine<br />
engere Zusammenarbeit mit Parlamenten<br />
der Nachbarländer sei sinnvoll,<br />
sagte Geschäftsführer Thomas<br />
Domres. Erkündigte an, mit sächsischen<br />
Partnernden neuen Ansatz zu<br />
besprechen. „Nicht nur die Zusammenarbeit<br />
zwischen Berlin und<br />
Brandenburg sei intensiver geworden,<br />
sondern auch die Verflechtungen<br />
in anderen Regionen: Zwischen<br />
den beiden Lausitzen im Süden, im<br />
Norden zwischen der Prignitz, Ostprignitz-Ruppin,<br />
der Uckermark<br />
und den Nachbarkreisen in den angrenzenden<br />
Bundesländern.“ (dpa)<br />
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<strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020 15<br />
· ·<br />
·······················································································································································································································································································<br />
Gesundheit<br />
Jede Bewegung zählt<br />
Eine Krebstherapie schwächt nicht nur körperlich, sondern hinterlässt auch seelische Spuren. Sport kann helfen<br />
VonAnja Sokolow und Gisela Gross<br />
DPA<br />
Immer um die Hüfte kreisen: Sporttut gut und es unterstützt auch bei der Krebsbehandlung.<br />
Radtouren über 500 Kilometer<br />
proWoche oder ausgedehnte<br />
Wanderungen waren<br />
für die <strong>Berliner</strong>in Gisela<br />
Osuch-Trogisch lange Jahre<br />
selbstverständlich. Doch eine Krebserkrankung<br />
und ihre Folgen stellten<br />
das Leben der sportlichen Rentnerin<br />
plötzlich komplett auf den Kopf. „Ich<br />
war am Nullpunkt angelangt. Selbst<br />
die drei Treppenstufen in meine<br />
Wohnung waren schon zu viel“, erinnertsich<br />
die 67-Jährige an die Nachwirkungen<br />
der Behandlung.<br />
Ein starker Gewichtsverlust, Muskelabbau<br />
und Erschöpfung führten<br />
dazu, dass sie<br />
kaum noch Kraft<br />
hatte. Sport und<br />
Bewegung haben<br />
ihr geholfen, wieder<br />
auf die Beine<br />
zu kommen.<br />
Heute,zweiJahre<br />
später, fährt sie<br />
Rentnerin Gisela wieder Fahrrad,<br />
Osuch-Trogisch macht Yoga, besucht<br />
eine Sportgruppe<br />
und geht wandern. „Ich habe<br />
etwa 80 Prozent meiner früheren<br />
Leistungsfähigkeit erreicht“, sagt die<br />
ehemalige Erzieherin.<br />
„Sport kann nicht die medizinische<br />
Behandlung ersetzen, aber ist<br />
eine ganz wichtige unterstützende<br />
Maßnahme“, erläutert Martina<br />
Schmidt, Wissenschaftliche Mitarbeiterin<br />
am Deutschen Krebsforschungszentrum<br />
in Heidelberg, im<br />
Vorfeld des Weltkrebstages am 4. Februar.<br />
Die Bewegung könne nicht<br />
nur die körperliche Leistungsfähigkeit<br />
aufrechterhalten oder wieder<br />
aufbauen, sondern auch Nebenwirkungen<br />
wie die starke Erschöpfung<br />
mildernoder vorbeugen.<br />
Mittlerweile sei es bei den Patienten<br />
angekommen, dass Sport generell<br />
gut tue,sagte Schmidt. „Eine Befragung<br />
von uns hat gezeigt, dass<br />
eine übergroße Mehrheit der Krebspatienten<br />
Sport als sehr wichtig erachtet.“<br />
Doch bei der Umsetzung<br />
hapereesteilweise noch.<br />
„Die Krebspatienten sind ein<br />
Spiegel der Gesellschaft“, sagt die<br />
<strong>Berliner</strong> Sporttherapeutin Anke von<br />
Popowski, die seit Jahren mit ihnen<br />
arbeitet. Einige Menschen seien<br />
hochmotiviert und blieben dies<br />
auch. Anderen hingegen falle es<br />
schwer, sich aufzuraffen, gerade<br />
wenn sie unter dem Fatigue-Syndrom,<br />
der starken Erschöpfung, litten.<br />
„Der Krebs macht ja auch seelisch<br />
etwas mit den Patienten, das ist<br />
schon anders als nach einer Hüft-<br />
OP“, sagt vonPopowski.<br />
Auch Gisela Osuch-Trogisch<br />
traute sich zunächst kaum noch etwas<br />
zu. „Bei mir brachte die zweite<br />
Reha den Durchbruch“, erzählt sie.<br />
Dortsei sie langsam wieder an Bewegung<br />
herangeführtworden. Einwichtiger<br />
Baustein für ihre Fitness inzwischen:<br />
Die Reha-Sportgruppe von<br />
Anke vonPopowski, die sie wöchentlich<br />
besucht. Jeweils 60 Minuten lang<br />
absolvieren Osuch-Trogisch und andere<br />
Teilnehmer eine Kombination<br />
aus Herz-Kreislauf-Training, funktioneller<br />
Gymnastik zur Mobilisation<br />
und Kräftigung sowie Gleichgewichts-<br />
und Koordinationsübungen.<br />
„Generell gilt: WasSpaß macht, ist<br />
gut. Jede Bewegung ist besser als<br />
keine“, so Forscherin Schmidt. Aber<br />
der Sport müsse der Situation angepasst<br />
sein. „Da sollten Patienten<br />
Rücksprache mit dem Arzt halten,<br />
um Aspekte wie frische Narben, Begleiterkrankungen,<br />
ein geschwächtes<br />
Immunsystem zu berücksichtigen“,<br />
sagt sie. Eine Mischung aus Ausdauer-und<br />
Kraftsportsei gut, wenigstens<br />
zwei- bis dreimal proWoche für<br />
je 30 Minuten. „Man darf sich auch<br />
ruhig ein bisschen anstrengen.“<br />
500 000 Neuerkrankungen<br />
Laut Deutscher Krebshilfe stehen in<br />
Deutschland etwa 1000 Krebsnachsorge-Sportgruppen<br />
zur Verfügung.<br />
Der Bedarf ist da: Allein 2016 gab es<br />
nach jüngsten Schätzungen des Robert-Koch-Instituts<br />
fast eine halbe<br />
Million Krebsneuerkrankungen in<br />
Deutschland. Das Netzwerk „Onko-<br />
Aktiv“, vom Nationalen Centrum für<br />
IMAGO IMAGES<br />
Tumorerkrankungen in Heidelberg,<br />
hat eine Plattform aufgebaut, um<br />
über die Angebote bundesweit zu informieren.<br />
Doch nicht jeder Patient<br />
will in eine spezielle Krebsgruppe.<br />
Auch Gisela Osuch-Trogisch nicht.<br />
„Ich wollte nicht noch mit anderen<br />
Schicksalen konfrontiert werden“, so<br />
die <strong>Berliner</strong>in, die lieber eine gemischte<br />
Gruppe vom Verein Sport-<br />
GesundheitsparkBerlinbesucht.<br />
Andere Patienten wiederum haben<br />
gar keine Auswahl. „Gerade auf<br />
dem Land ist die Versorgung nicht<br />
immer gut“, sagt Sportwissenschaftlerin<br />
Verena Krell von der <strong>Berliner</strong><br />
Charité. Sie testet deshalb in einer<br />
Studie mit Versicherten der AOK<br />
Nordost eine Sporttherapie per Telemedizin.<br />
Nach einem Fitnesscheck<br />
bekommen die Teilnehmer einige<br />
Anschubstunden bei Physiotherapeuten<br />
in ihrer Region, um danach<br />
allein zu Hause weiter zu trainieren.<br />
Alle zwei Wochen werden die Probanden<br />
per Telefon betreut und gegebenenfalls<br />
weiter motiviert.<br />
Die Erfahrungen mit den ersten<br />
35 Probanden seien bereits sehr gut,<br />
sagt Krell: „Es zeigt sich, dass der<br />
Sporteine aktivierende Wirkung hat,<br />
die Probanden sind fitter und gehen<br />
leichter durchs Leben.“ Krell geht<br />
davon aus, dass diese Art der Therapie<br />
so hilfreich ist wie der Sportineiner<br />
Krebssportgruppe.<br />
Doch warum wirkt sich Sport<br />
überhaupt so positiv aus? „Es gibt<br />
nicht den einen Mechanismus, sondern<br />
die Wirkung ist vielschichtig.<br />
Allgemein gehen wir davon aus,dass<br />
Sport unter anderem über die Verbesserung<br />
der Fitness, also von<br />
Herz-Kreislauf, Lungenfunktion und<br />
Muskelfunktion, Abbau von Körperfett<br />
oder die Stärkung des Immunsystems<br />
wirkt“, sagt Schmidt. AuseinemVersuch<br />
mit Mäusen gebe es zudem<br />
Hinweise,dass Sportden Rückgang<br />
eines Tumors fördern könnte –<br />
wie genau, ist aber noch unklar.<br />
„Bei Langzeitbeobachtungsstudien<br />
sieht man, dass die Überlebensund<br />
Rückfallraten bei Patienten, die<br />
Sport getrieben haben, besser sind<br />
als bei passiven Menschen. Bei solchen<br />
Studienkann es aber auch Verzerrungen<br />
der Ergebnisse geben.“<br />
Dereindeutige Nachweis der Kausalität<br />
stehe noch aus,betont Schmidt.<br />
Nicht zuletzt wirke sich der Sport<br />
auf die Psyche der Krebspatienten<br />
aus, betont sie.„Patienten gewinnen<br />
wieder Vertraueninden eigenen Körper<br />
und haben das Gefühl, selbst aktiv<br />
zu werden. Das ist wichtig, denn<br />
bei der Therapie sind sie oft in der<br />
passiven Rolle –eswirdetwas mit ihnen<br />
gemacht, man fühlt sich ausgeliefert.“<br />
Das bestätigt Anke von Popowski:<br />
„Der Sport trägt dazu bei,<br />
wieder aktiv zu werden und eine<br />
Struktur ins Leben zu bringen.“ (dpa)<br />
Schmerzhafte Steine<br />
Jede fünfte <strong>Berliner</strong>in und jeder zehnte <strong>Berliner</strong> haben Gallensteine. Operiert werden müssen sie aber nur,wenn sie Beschwerden verursachen<br />
VonMichael Timm<br />
Ein üppiger Braten, eine leckere<br />
Torte –und schon rächt sich die<br />
Galle. Jeder zehnte Deutsche hat<br />
Gallensteine. Aber nur jeder vierte<br />
von ihnen spürt sie auch. Meist immer<br />
dann, wenn sich die Gallenblase<br />
zusammenzieht, die Steine wandern<br />
und die Gallenausgänge versperren.<br />
„Dann gibt es eine Kolik“, sagt Thomas<br />
Steinmüller, Chefarzt der Chirurgischen<br />
Klinik der DRK-Kliniken<br />
Berlin-Westend. „Wer einmal so einen<br />
schmerzhaften Anfall erlebt hat,<br />
wird diese Qualen nicht so schnell<br />
vergessen.“<br />
DasLeiden entsteht, wenn sich die<br />
Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit<br />
verändert. „Gallensteine sollte<br />
man jedoch nur dann entfernen,<br />
wenn sie auch Beschwerden verursachen“,<br />
so Steinmüller.„Oft treten Koliken<br />
nach einer fettreichen Mahlzeit<br />
auf. Dann kommt es zu wellenartig<br />
auftretenden Schmerzen inder Magengegend<br />
oder im rechten Oberbauch,<br />
die in die rechte Schulter oder<br />
in den Rücken ausstrahlen können.“<br />
Gegen diese Schmerzen helfen<br />
vorübergehend krampflösende Medikamente.Oft<br />
muss der Notarzt eine<br />
Spritze geben. Danach sollte man<br />
sich vom Hausarzt oder Internisten<br />
Gallen-OP<br />
<strong>Berliner</strong> Top-10-Kliniken für Gallen-Operationen, 2017<br />
Klinik für MIC<br />
875<br />
Charité Mitte/Virchow<br />
591<br />
Sana Lichtenberg<br />
491<br />
DRK Kliniken Köpenick<br />
446<br />
Park-Klinik Weißensee<br />
366<br />
Vivantes Humboldt<br />
323<br />
Vivantes Neukölln<br />
305<br />
Helios Berlin-Buch<br />
276<br />
DRK Kliniken Westend<br />
274<br />
BG Unfallklinik Marzahn<br />
262<br />
BLZ/HECHER; QUELLE: QUALITÄTSBERICHTE DER KLINIKEN, OPS-ZIFFER 5-511, WEISSE LISTE<br />
untersuchen lassen. 90 Prozent aller<br />
Steine liegen in der Gallenblase. Das<br />
kann der Arzt mit einer Ultraschalluntersuchung<br />
erkennen. Nur wenn<br />
sich Steine in denGallengängen zum<br />
Zwölffingerdarm festgesetzt haben,<br />
sind sie im Ultraschall häufig nicht zu<br />
sehen. Dann empfehlen Mediziner<br />
eine Gallengangsspiegelung. Dazu<br />
muss der Patient einen Magenschlauch<br />
schlucken. Damit kann der<br />
Internist die Steine aus dem Gallengang<br />
meist auch gleich ohne OP herausziehen.<br />
Manchmal reicht eine<br />
Kernspintomographie.<br />
Liegen die Steine in der Gallenblase,hat<br />
sich dieSchlüsselloch-Operationstechnik<br />
bewährt. Steinmüller:<br />
„Wir Chirurgen entfernen die Steine<br />
zusammen mit der Gallenblase. Dafür<br />
brauchen wir nur noch drei bis<br />
vier kleine Ein-Zentimeter-Schnitte<br />
in die Bauchdecke und führen durch<br />
diese Öffnungen endoskopische<br />
Operationsinstrumente ein.“ Vorteile<br />
für die Patienten: Kaum sichtbare<br />
Narben, weniger Schmerzen nach<br />
dem Eingriff, nur drei Tage Klinik,<br />
schnellere Heilung und geringere Infektionsgefahr.Anschließend<br />
können<br />
die Patienten ohne Gallenblase normal<br />
weiterleben. Die Gallenflüssigkeit<br />
wird von der Leber weiter gebildet<br />
und fließt direkt in den Darm.<br />
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Hinweis: Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt auf der Grundlage des §3Baugesetzbuch in Verbindung mit<br />
Art. 6Abs. 1Buchst. eDatenschutz-Grundverordnung und <strong>Berliner</strong> Datenschutzgesetz; weitere Informationen entnehmen<br />
Sie bitte der „Information über die Datenverarbeitung im Bereich des Bebauungsplanverfahrens“, die mitausliegt.
16 <strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020<br />
·························································································································································································································································································<br />
Sport<br />
AKTIVES ABSEITS<br />
Verstecken<br />
gilt<br />
nicht<br />
Für die Vereine geht die Winterpause<br />
in der Regionalliga Nordost<br />
zu Ende. Hier ein kurzer Überblick<br />
zur Lage der fünf <strong>Berliner</strong> Fußballklubs<br />
hinter VSG Altglienicke:<br />
Hertha BSC II: Die Mannschaft von<br />
Trainer Andreas „Zecke“ Neuendorf<br />
startete furios in die Saison und<br />
stand nach zwölf Spieltagen an der<br />
Tabellenspitze. Vor allem die Stürmer<br />
Muhammad Kiprit und Jessic<br />
Ngankam trafen beinahe in jedem<br />
Spiel. Doch der ständige Personalwechsel<br />
bei Herthas U23, eine normale<br />
Angelegenheit in der Schnittstelle<br />
vom Amateur- zum Profibereich,<br />
brachte Rückschläge: Insgesamt<br />
kamen 38 Spieler zum Einsatz.<br />
Zecke Neuendorf: „Wenn wir Vierter<br />
werden sollten, hat vieles gepasst!“<br />
BFC Dynamo: Heimlich, still und<br />
leise hat sich die junge Mannschaft<br />
von Trainer Christian Benbennek<br />
nach vorne geschoben. „Unsere<br />
Truppe ist sehr lernfähig“, lobte der<br />
Trainer.Der BFC hatte ja vorder Saison<br />
die Mannschaft neu zusammengestellt.<br />
Die soll sich nun mit konstanten<br />
Leistungen weiter entwickeln<br />
und möglichst im oberen Drittel<br />
etablieren. Benbennek trifft<br />
offenbar den richtigen Tonbei seinen<br />
Spielern: hart, aber herzlich.<br />
Viktoria 89: Die Mannschaft von<br />
Trainer Benedetto Muzzicato liegt<br />
sportlich voll im Soll, hat neben Chemie<br />
Leipzig die meisten Remis (9)<br />
aufzuweisen. Spielerisch gehörtViktoria<br />
zu den besten Teams der Liga,<br />
steht defensiv sehr gut, aber die Effektivität<br />
im Angriff lässt zu wünschen<br />
übrig. Der prominenteste Zugang<br />
in der Winterpause steht im<br />
Trainerteam. Der ehemalige Bundesliga-Profi<br />
Michael Delura, 34,<br />
einst bei Schalke, Hannover und<br />
Mönchengladbach am Ball, arbeitet<br />
als Offensivcoach.<br />
Zeigt die Richtung an: Victoria-Trainer<br />
Benedetto Muzzicato. IMAGO IMAGES/J. SIELSKI<br />
Lichtenberg 47: Der Aufsteiger will<br />
an seine guten Leistungen aus der<br />
Hinrunde anknüpfen. Alle Vorbereitungsspiele<br />
in der Winterpause<br />
konnten gewonnen werden. Dabei<br />
wurde taktisch vieles ausprobiert.<br />
Manager Benjamin Plötz: „Unser<br />
großes Ziel bleibt der Klassenerhalt.“<br />
Diereine Amateurmannschaft gefiel<br />
bislang mit spielerisch starken Auftritten.<br />
Im Moment klagt Plötz über<br />
zahlreiche verletzte Kicker, gibt sich<br />
aber kämpferisch: „UnserePersonaldecke<br />
ist bescheiden, aber wir werden<br />
uns nicht verstecken.“<br />
<strong>Berliner</strong> AK: DieBilanz ist bislang ernüchternd.<br />
Der schnelle Trainerwechsel<br />
von Ersan Parlatan zu Dirk<br />
Kunert hat noch keine Wirkung gezeigt.<br />
Es gab nur wenige starke Auftritte<br />
des vorSaisonbeginn weit vorn<br />
gehandelten BAK. Präsident Ali Han:<br />
„Wir hatten uns das alles anders vorgestellt.<br />
Wirdürfen nun nicht absteigen,<br />
müssen das Maximale herausholen.<br />
Später werden wir auf junge,<br />
talentierte Spieler setzen.“ (mj.)<br />
Waren erst kürzlich zum Testspiel in Altglienicke: der neue Cottbuster Trainer Sebastian Abt (Mitte) und seine Spieler Abdulkadir Beyazit und Tobias Eisenhuth (v.l.).<br />
Rochade der Verfolger<br />
Durch das Aus von RW Erfurt rücktAltglienicke in der Regionalliga wieder an Tabellenführer Cottbus ran<br />
VonMichael Jahn<br />
Per Twitter zeigten sich die<br />
Fußballer von Dynamo<br />
Dresden solidarisch: „Ein<br />
trauriger Tagfür den Ostfußball“,<br />
schrieb der Tabellenletzte<br />
der Zweiten Liga an die Kollegen von<br />
Rot-Weiß Erfurt, die am Mittwoch<br />
erfuhren, dass ihr insolventer Klub<br />
den Spielbetrieb einstellen muss<br />
und ihre Regionalliga-Mannschaft<br />
keine Zukunft mehr im Profifußball<br />
hat.„Wir erinnernuns nicht nur gern<br />
an umkämpfte Partien und eine leckere<br />
Thüringer im Erfurter Steigerwaldstadion“,<br />
schrieben die Kollegen<br />
aus Dresden. Und: „Wir drücken<br />
beim Neuanfang schon jetzt die<br />
Daumen! @ROTWEISSERFURT<br />
#sgd1953.“<br />
Der Neuanfang soll in der Oberliga<br />
stattfinden. Manche Spieler hatten<br />
Tränen in den Augen, als sie ihre<br />
Spinde in der Kabine ausräumten.<br />
Biszum Ende der Transferperiode an<br />
diesem Freitag um 18 Uhr werden<br />
nicht alle Fußballer einen neuen Arbeitgeber<br />
gefunden haben.<br />
Auch Lok Leipzig ist betroffen<br />
vom Aus der Erfurter, direkt sogar.<br />
Da alle bisherigen Regionalliga-Partien<br />
vonRot-Weiß annuliertwerden,<br />
verliertLok vier Zähler und rutscht in<br />
der Tabelle hinter Energie Cottbus<br />
und die VSG Altglienicke auf Rang<br />
drei. Während auch Cottbus drei<br />
Punkte verliert, kommt Altglienicke<br />
nur einer abhanden. Die Mannschaft<br />
ist plötzlich wieder einen<br />
Punkt an Spitzenreiter Cottbus dran.<br />
Heine will nichts hergeben<br />
Was die Tabellenspitze angeht, unterscheiden<br />
sich die Kampfansagen<br />
auch nach dieser kleinen Rochade<br />
nur in Nuancen. „Wir wollen ganz<br />
oben bleiben und werden alles dafür<br />
tun“, sagt Sebastian Abt, 37, der neue<br />
Cheftrainer von Energie. Abt übernahm<br />
Anfang Januar die Verantwortung<br />
beim früheren Bundesligisten,<br />
nachdem Claus-Dieter Wollitz den<br />
Verein verlassen hatte.<br />
Unterdessen gab Thomas Löwe,<br />
der Präsident des 1. FC Lok, bekannt,<br />
dass der erfolgreiche DDR-Oberligist<br />
erstmals einen Lizenzantrag für die<br />
Dritte Liga stellen wird. Dasmussbis<br />
zum 1. März beim Deutschen Fußball-Bund<br />
(DFB) geschehen. Cheftrainer<br />
Wolfgang Wolf, 62, kündigte<br />
an: „Meine Mannschaft wird immer<br />
bis zur letzten Minute kämpfen.“<br />
Bleibt noch die Überraschungsmannschaft<br />
der Hinrunde, die VSG<br />
Altglienicke.Das Team vonCheftrainer<br />
Karsten Heine,64, feierte im Dezember<br />
die Herbstmeisterschaft,<br />
Verwaist: Im Steigerwaldstadion gibt es keinen Regionalliga-Fußball mehr. DPA/B. SCHACKOFF<br />
REGIONALLIGA<br />
Halberstadt -<strong>Berliner</strong> AK Fr.19:00<br />
Altglienicke-Rathenow Sa. 13.30<br />
Lichtenberg 47 -Meuselwitz Sa. 13.30<br />
Lok Leipzig -Viktoria Sa. 13.30<br />
Fürstenwalde -BFC Dynamo So. 13.30<br />
Bischofswerda -Nordhausen So. 13.30<br />
Hertha II -Auerbach So. 13.30<br />
Babelsberg -Chemie Leipzig So. 13.30<br />
1. Cottbus 18 42:24 39<br />
2. Altglienicke 18 48:23 38<br />
3. Lok Leipzig 17 31:18 36<br />
4. Hertha II 18 49:30 32<br />
5. BFC Dynamo 18 26:19 32<br />
6. Fürstenwalde 18 34:30 24<br />
7. Viktoria 17 17:13 24<br />
8. Lichtenberg 47 18 20:23 23<br />
9. Auerbach 18 31:39 23<br />
10. <strong>Berliner</strong> AK 18 32:31 21<br />
11. Meuselwitz 18 28:31 21<br />
12. Chemie Leipzig 18 18:21 20<br />
13. Nordhausen 17 37:27 18<br />
14. Rathenow 18 18:36 17<br />
15. Halberstadt 18 20:33 13<br />
16. Babelsberg 17 16:34 10<br />
17. Bischofswerda 18 16:51 10<br />
RW Erfurtstellt Spielbetriebwg. Insolvenz ein<br />
kassierte dann aber ein deftiges 0:3<br />
im Jahnsportpark gegen Cottbus.<br />
Heine sagt nun: „Wir werden versuchen,<br />
vornedranzubleiben. Freiwillig<br />
geben wir nichts her.“ Er undsein<br />
Assistent Torsten Mattuschka waren<br />
acht Tage mit der Mannschaft im<br />
Trainingslager nahe Malaga. Dabei<br />
wurde der rumänische Erstligist Gaz<br />
Metan Median mit 2:0 bezwungen.<br />
Außerdem hat sich der Klub mit Offensivspieler<br />
Patrick Breitkreuz, 28,<br />
von den Würzburger Kickers verstärkt,<br />
der eigentlich aus der Hertha-<br />
Jugend stammt.<br />
Energie Cottbus,imMai 2019 unglücklich<br />
aus der Dritten Liga abgestiegen,<br />
gilt nach einem rasanten<br />
Zwischenspurt inder aktuellen Saison<br />
als Favoritfür den Staffelsieg. Allerdings<br />
muss der Meister aus dem<br />
Nordosten danach in der Relegation<br />
gegen den Champion aus der Weststaffel<br />
antreten. Dort führt im Moment<br />
die SV Rödinghausen vor Rot-<br />
Weiß Essen die Tabelle an.<br />
Mit der Favoritenrolle, behauptet<br />
Sebastian Abt, der neue Chef von<br />
Energie, könne er gut leben. „Mein<br />
Vorgänger PeleWollitz musste mit einer<br />
neu formierten Mannschaft in<br />
die Regionalliga gehen. Nach schwachem<br />
Start hat sich die Truppe gut<br />
gefunden.“ Das ist noch untertrieben,<br />
denn die Entwicklung war beeindruckend.<br />
Nach Niederlagen gegen<br />
Hertha II (2:5), bei Lok Leipzig<br />
(2:3) und gegen Auerbach (1:4) sah<br />
manch einer Cottbus schon im Mittelmaß<br />
versinken. Doch es folgte<br />
eine Serie von 12 Spielen mit elf Siegen<br />
und einem Remis bei einem Torverhältnis<br />
von 30:10. Die Tabellenspitzewar<br />
der Lohn.<br />
Dennoch warfTrainer Wollitz hin<br />
und heuerte drei Tage nach seiner<br />
Demission beim Drittligisten 1. FC<br />
Magdeburg an. Es soll schon lange<br />
bei Energie gebrodelt haben. „Ich<br />
stelle mich immer vor die Mannschaft.<br />
Aber wer stellt sich vor<br />
mich?“, hatte Wollitz im Dezember<br />
gefragt, als es um seine Vertragsverlängerung<br />
ging. „Ich muss meinen<br />
Kopf immer hinhalten und werde<br />
voneinigen Personen immer für den<br />
Abstieg aus der Dritten Liga verantwortlich<br />
gemacht.“ Sein Abschied<br />
erfolgte kurzund schmerzlos,was einige<br />
Veränderungen hervorrief:<br />
Cottbus-Urgestein Sebastian Abt,<br />
der seit seinem sechsten Lebensjahr<br />
bei Energie ist, stieg vomA-Junioren-<br />
Trainer zum Chef der Männer auf.<br />
Sebastian König wurde Sportchef<br />
undMatthias Auth neuer Präsident.<br />
Auth sagt: „Wir stehen uneingeschränkt<br />
für die Beibehaltung des<br />
Profifußballs in Cottbus und arbeiten<br />
weiter an der Entwicklung unserer<br />
professionellen Strukturen.“ Das<br />
gefällt Cheftrainer Abt, der mit der<br />
Gefühlswelt der Cottbuser vertraut<br />
ist: „Früher kannte etwa imWesten<br />
kaum einer Cottbus.Als wir mit Eduard<br />
Geyer in der Bundesliga waren<br />
und für Überraschungen sorgten,<br />
änderte sich das und viele sprachen<br />
voller Hochachtung von Cottbus<br />
und unserem Klub. Das tat dem<br />
Selbstwertgefühl vieler Leute in<br />
Cottbus und der Lausitz gut. Viele<br />
sehnen sich wieder danach.“<br />
Energiemuss warten<br />
MATTHIAS KOCH<br />
Abt kann an entscheidender Stelle<br />
etwas dafür tun. Er seine Mannschaft.<br />
Sie sei spielstark, der Zusammenhalt<br />
groß. Mit dem erfahrenen<br />
Keeper JanGlinker gelang eine wichtige<br />
Verpflichtung. Der ehemalige<br />
Torhüter des 1. FC Union Berlin war<br />
zuletzt beim insolventen Wacker<br />
Nordhausen unterVertrag.<br />
In einem Testspielschlug Energie<br />
die Verfolgerder VSGAltglienicke im<br />
Januar mit 3:1, aber Abtlässt sich davonnicht<br />
beeindrucken: „Das Resultat<br />
täuscht. Altglienicke war sehr<br />
stark und ist unbedingt zu beachten.“<br />
Auch den 1. FC Lok sei „spielstark,<br />
robust, eben eine Mentalitätsmannschaft“.<br />
Abt baut bei seiner<br />
„jungen, entwicklungsfähigen<br />
Truppe“, so der 37-Jährige, auch auf<br />
einige erfahrene Profis. Kapitän Dimitar<br />
Rangelov, 36, und RobertMüller,33,<br />
seien sehr wichtige Führungsspieler.<br />
Der Trainer sagt über sich:<br />
„Ich bin bei Energie groß geworden<br />
und darf jetzt Cheftrainer sein. Das<br />
freut mich sehr. Ich weiß aber, dass<br />
ich am Erfolg gemessen werde. Dafür<br />
werdeich hart arbeiten.“<br />
Allerdings muss seine Mannschaft<br />
noch auf den Pflichtspielstart<br />
warten. Durch das endgültige Aus<br />
vonRWErfurthat Cottbus an diesem<br />
Sonnabend erst mal Spielpause –<br />
und muss am 8. Februar gleich im<br />
Topduell gegen Lok Leipzig ran.<br />
Michael Jahn<br />
erwartet an der Spitze der<br />
4. Ligaein enges Rennen.<br />
Videos<br />
zum<br />
Genießen<br />
Die Eisbären setzen den<br />
Angriff auf Straubing fort<br />
VonBenedikt Paetzholdt<br />
Serge Aubin hat sich zu Beginn<br />
dieserWoche noch etwas intensiverals<br />
üblich dem Videostudium gewidmet.<br />
Weil er wegen des Todes seinesVaters<br />
am vergangenenWochenende<br />
nach Kanada gereist war,sah er<br />
weder das 3:2 in München nach Penaltyschießen<br />
noch das 2:1 gegen<br />
Schwenningen live. Allerdings bereitete<br />
ihm Freude,was er im Nachgang<br />
zu sehen bekam.„Ich bin sehr zufrieden,<br />
wie die Jungs das gelöst haben.<br />
Sie waren im richtigen Wettkampfmodus.“<br />
Insbesondere der Charaktertest<br />
gegen denTabellenletzten aus<br />
dem Schwarzwald offenbart den<br />
Reifeprozess, den die Mannschaft<br />
während dieser Saison durchlaufen<br />
hat. Verteidiger Jonas Müller sagt:<br />
„Wir hatten schon Schwierigkeiten<br />
in dieser Saison, wenn wir die Topteams<br />
geschlagen haben und dann<br />
am nächsten Spieltag gegen Krefeld<br />
oder so gespielt haben.“<br />
Mit Leichtsinn oder gar Motivationsproblemen<br />
sollten die Eisbären<br />
in den letzten beiden Spielen vorder<br />
einwöchigen Spielpause nicht zu<br />
kämpfen haben. Denn vor allem die<br />
Partie am Freitagabend in heimischer<br />
Halle gegen die Straubing Tigers<br />
(19.30 Uhr) wird intensiv geführt<br />
werden wie eine Play-off-Partie.<br />
Platz drei, auf dem die Niederbayern<br />
mit sieben Punkten<br />
Vorsprung und einem Spiel mehr<br />
stehen, ist das höchste Ziel, das die<br />
Eisbären in der Hauptrunde noch erreichen<br />
können.„Man hat das natürlich<br />
alles schon mal durchgerechnet“,<br />
sagt Müller, „wenn wir gegen<br />
Straubing und unser Nachholspiel<br />
gewinnen, sind wir nah dran.“ Für<br />
Aubin ist diese Zielstellung eher<br />
zweitrangig. Für ihn geht es viel<br />
mehr darum, „sich mit einem Team<br />
zu messen, das über uns steht“. Um<br />
sich weiter für die Ausscheidungsrunde<br />
zu stählen.<br />
Pogge strahlt Sicherheit aus<br />
Nach den letzten Eindrücken fügen<br />
sich die einzelnen Bausteine im<br />
Team immer besser zusammen, je<br />
näher die entscheidende Saisonphase<br />
rückt. Der erst zum Jahresende<br />
2019 verpflichtete Torwart Justin<br />
Pogge strahlt inzwischen Ruhe<br />
aus, entschärft Großchancen und<br />
entscheidet somit Spiele.„Es hat ein<br />
bisschen länger gedauertals gehofft,<br />
bis ich mich an die Mannschaft gewöhnt<br />
habe. Und auch die Mannschaft<br />
hat sich an mich gewöhnen<br />
müssen“, sagt er.<br />
Und die Balance aus Offensivdrang<br />
und defensivem Verantwortungsgefühl<br />
pendelt sich immer besser<br />
ein. Wasauch damit zu tun hat,<br />
dass Aubin in seinen Planungen nur<br />
Anzeige<br />
Lesen Sie am Wochenende<br />
Mobile Welten<br />
Opel setzt jetzt denGrandland X<br />
als Hybrid 4unterStrom<br />
Wie Sie als Motorradfahrer fit<br />
durch denWinter kommen<br />
auf Louis-Marc Aubry verzichten<br />
muss. Florian Busch, der seit geraumer<br />
Zeit krankgeschrieben ist, sowie<br />
Sean Backman, der nach einer Gehirnerschütterung,<br />
die er beim Spiel<br />
in Nürnberg am31. Oktober erlitten<br />
hat, noch nicht mal im Kraftraum<br />
trainieren kann, werden in dieser<br />
Saison nicht mehr auflaufen. Und<br />
noch immer besteht ja die Möglichkeit,<br />
einen Spieler zu verpflichten.<br />
„Wir wollen mit einem guten Gefühl<br />
in die Pause gehen“, gibt Aubin<br />
als Ziel vor, der nicht nur per Video,<br />
sondernliveund inmitten aller Emotionen<br />
die Fortschritte seines Ensembles<br />
beobachten möchte.
<strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020 17 *<br />
·························································································································································································································································································<br />
Sport<br />
Alba Berlin<br />
verspielt eine<br />
Überraschung<br />
Die Basketballer verlieren<br />
70:74 gegen Fenerbahce<br />
Ein Dreier aus der Mitte,ein Dreier<br />
vomlinken Flügel. MitzweiWürfen<br />
hatte Leo Westermann seine<br />
Punktzahl kurz vor Ende mehr als<br />
verdoppelt und damit entscheidenden<br />
Anteil am 74:70-Sieg von Fenerbahce<br />
Istanbul gegen Alba Berlin.<br />
Viele Unterschiede hatte es nicht gegeben.<br />
In einigen Statistiken war<br />
Alba sogar besser als Fenerbahce,<br />
leistete sich weniger Fehler. Vor allem<br />
dann, als es drauf ankam. „Wir<br />
haben am Ende etwas nachgelassen<br />
und das hat uns das Spiel gekostet“,<br />
sagte Kenneth Ogbe.<br />
MitSpielbeginn hatten es die langen<br />
Schlangen vor der Halle größtenteils<br />
auf ihre Plätze geschafft und<br />
so sahen gut 12 000 Zuschauer in der<br />
Arena am Ostbahnhof ein intensives<br />
Spiel. Vorallem die ersten acht Minuten<br />
gefielen den türkischen Fans<br />
ganz besonders. Ihr Team hatte ja<br />
auch über weite Strecken in Führung<br />
gelegen. Doch mit jedem Spieler,der<br />
von der Alba-Bank auf das Feld geschickt<br />
wurde,kletterte die Frustrationsskala<br />
der Gäste nach oben. Fünf<br />
Ballverluste und zwei Offensivfouls<br />
prägten das Spiel des Teams aus Istanbul<br />
und Alba Berlin profitierte<br />
davon. Makai Mason, Kenneth Ogbe,<br />
Johannes Thiemann und Tyler Cavanaugh<br />
hatten gerade defensiv nach<br />
ihrer Einwechslung einen hervorragenden<br />
Job gemacht und auch offensiv<br />
dafür gesorgt, dass die Gastgeber<br />
das ersteViertel mit 22:17 gewannen.<br />
Und dieser Spielstand hatte<br />
auch Auswirkungen auf die Zuschauer.Waren<br />
die rund 3000 Fenerbahce-Fans<br />
zu Beginn noch akustisch<br />
überlegen, so sank ihr Lautstärkepegel<br />
Stück für Stück.<br />
Dafür wurde es nach zwei Minuten<br />
des zweiten Durchgangs auf der<br />
Gäste-Bank so richtig laut. Fenerbahce<br />
hatte sich zwei weitere Ball-<br />
Albas Johannes Thiemann ist beim Spiel<br />
gegen Fenerbahce ratlos.<br />
DPA/GORA<br />
verluste erlaubt, ein Offensivfoul begangen<br />
und einen Dreier von Makai<br />
Mason kassiert. Zeljko Obradovic<br />
war davon überhaupt nicht angetan.<br />
„Attackiert den verdammten Ball“,<br />
brüllte der IstanbulerTrainer in nicht<br />
ganz jugendfreien, englischen Worten.<br />
Seine Gesichtsfarbe hatte sich<br />
längst in tiefrot verändert und sollte<br />
auch beim ersten zweistelligen <strong>Berliner</strong><br />
Vorsprung (30:20) in der 15. Minute<br />
nicht heller werden. Allein den<br />
Punkten von Luigi Datome konnten<br />
er und die Istanbuler Fans es verdanken,<br />
dass es lediglich mit einem<br />
33:41-Rückstand in die Pause ging.<br />
Dass sich die Gäste von soeinem<br />
Spielstand nicht sonderlich beeindrucken<br />
lassen, war nach dem Seitenwechsel<br />
zu sehen. Fenerbahce<br />
konnte die Zahl der Ballverluste minimieren.<br />
Waren esnoch 14 in der<br />
ersten Halbzeit, kamen im dritten<br />
Viertel lediglich vier, imSchlussabschnitt<br />
gar nur einer dazu. Mit zunehmender<br />
Energie auf dem Feld<br />
und einem immer knapper werdenden<br />
Spiel steigerte sich auch wieder<br />
die Lautstärke der türkischen Anhänger.<br />
Aber: Erst knapp vier Minuten<br />
vordem Ende der Partie konnten<br />
sie über die erste Führung seit dem<br />
ersten Viertel und nach dem<br />
Schlusspfiff über den Sieg jubeln.<br />
Entscheidend ist eben nicht die Anzahl<br />
der Fehler, sondern der Zeitpunkt,<br />
wann man sie macht.<br />
Christian Kattner<br />
Wahlkampf im Stadion<br />
Beim Super Bowl investieren die Konkurrenten um das Präsidentenamt Millionen für ihre Botschaften<br />
VonSebastian Moll, New York<br />
Es ist noch nicht lange her,<br />
dass Donald Trump sich<br />
um die Reinheit des Sports<br />
sorgte. Insbesondere der<br />
Football solle unpolitisch bleiben,<br />
war vorzweiJahren aus dem Weißen<br />
Haus zu hören, als Sportler wie der<br />
Quarterback Colin Kaepernick die<br />
Spiele zu politischen Meinungsäußerungen<br />
nutzten. Leute wie Kaepernick,<br />
der bei der Nationalhymne<br />
kniete statt sich zu erheben, gehörten<br />
gefeuert, ließ Trump per Twitter<br />
wissen und legte sich damit sogar<br />
mit den konservativsten Teambesitzern<br />
an. Mittlerweile scheint Trump<br />
jedoch seine Meinung geändert zu<br />
haben, was die Politikfreiheit des<br />
Sports angeht. Er selbst besucht<br />
gerne wieder öfters Spiele –zuletzt<br />
die College Meisterschaft im American<br />
Football, bei der er, anders als<br />
beim Baseball, stehenden Applaus<br />
von der Menge erhielt. Bei dem am<br />
kommenden Wochenende in Miami<br />
steigenden Super Bowl geht Trump<br />
sogar noch weiter.Der Präsident begnügt<br />
sich nicht damit, das traditionelle<br />
TV-Interview des Regierungschefs<br />
vor dem Anpfiff zu geben, das<br />
er noch vor zwei Jahren verweigert<br />
hatte. Trump hat tief in seine Wahlkampfkasse<br />
gegriffen und für zehn<br />
Millionen Dollar einen TV-Spot für<br />
das Spiel gekauft.<br />
VomHerausforderer provoziert<br />
Dass ein amtierender Präsident auf<br />
der größten Werbebühne der Welt<br />
für seine Wiederwahl die Trommel<br />
rührt, ist ein Novum. Barack Obama<br />
schaltete zwar 2008 auch einen 30-<br />
Sekunden-Spot, aber nur in 24 lokalen<br />
Märkten. 2016 kauften drei republikanische<br />
Kandidaten Werbeminuten,<br />
aber ebenfalls nur für bestimmte<br />
Staaten, in denen sie<br />
Nachholbedarfsahen.Werallerdings<br />
glaubt, der Schachzug sei Teil einer<br />
ausgeklügelten Wahlkampf-Strategie<br />
des Präsidenten, der liegt falsch.<br />
Donald Trump scheint vielmehr einem<br />
Impuls zu folgen, provoziert<br />
durch seinen politischen Widersacher<br />
Michael Bloomberg.<br />
Der ehemalige New Yorker Bürgermeister<br />
und Medienunternehmer<br />
hat im vergangenen November<br />
seine eigene Präsidentschaftskandidatur<br />
erklärt. Seitdem fährt ereine<br />
Kampagne, die nur ein einziges Ziel<br />
hat –Trump zu attackieren. Mit seinen<br />
demokratischen Mitbewerbern<br />
hält er sich erst gar nicht auf und<br />
steigt persönlich auch erst spät in<br />
den Wahlkampf ein. Sollte er nicht<br />
von seiner Partei nominiert werden,<br />
das hat er bereits angekündigt,<br />
werde ermit aller Kraft den gewählten<br />
Kandidaten unterstützen.<br />
Bloomberg hat nur ein Ziel: Trump<br />
aus dem Amt zu jagen. Dabei scheut<br />
Bloombergkeine Kosten, 200 Millionen<br />
hat der Multimilliardär in zwei<br />
Monaten bereits ausgegeben. Dabei<br />
haben noch nicht einmal die Vorwahlen<br />
angefangen.<br />
Trumps Wahlkampfmanager<br />
empfehlen dem Präsidenten seither,<br />
nicht auf die Angriffe vonBloomberg<br />
zu reagieren. Doch Trump kann sich<br />
nicht zügeln. Nachdem Bloomberg<br />
Der Multimilliardär Michael Bloomberg möchte neuer Präsident werden.<br />
„Bloomberg fährt eine rein nationale<br />
Kampagne und der effizienteste Weg,<br />
ein nationales Publikum zu erreichen,<br />
ist es immer noch,<br />
in einer Sendung mit hoher Quote<br />
Werbung zu schalten.“<br />
Ken Goldstein, Politologe der University of San Francisco,<br />
erkennt einen Sinn in den politischen Werbebotschaften.<br />
jüngst in einem Clip Trumps Umgang<br />
mit seinen Militärs kritisierte,<br />
ließ Trump ein abfälliges Twitter-Gewitter<br />
gegen Bloombergvom Stapel.<br />
So konnte Trump es nicht auf sich<br />
sitzen lassen, dass Bloomberg für<br />
mehr als zehn Millionen Dollar eine<br />
Werbeminute während des Super<br />
Bowl gekauft hat. Trump fühlte sich<br />
bemüßigt gleichzuziehen. Von einem<br />
anderen NewYorker Unternehmer,<br />
der weitaus reicher und erfolgreicher<br />
ist als er selbst, ausgestochen<br />
zu werden, war für ihn schier unerträglich.<br />
AP/SEMANSKY<br />
Nun werden die Werbeminuten<br />
während des diesjährigen Super-<br />
Bowl zum politischen Schlachtfeld.<br />
Auf dem Spielfeld bleiben derweil<br />
politische Meinungsbekundungen<br />
verboten – abgesehen vom hyperpatriotischen<br />
Zeremoniell zum Kickoff,<br />
inklusiveMilitärparade und dem<br />
Vorbeiflug vonKampfjets.Esist eine<br />
traditionell an den Super Bowl geknüpfte<br />
Demonstration militärischer<br />
Macht der USA, die in Zeiten<br />
der Eskalation im Nahen Osten jedoch<br />
eine beängstigende Dimension<br />
erhält.<br />
Andy Roddick lässt grüßen<br />
In dem Fernseh-Duell der Milliardärehat<br />
Trump sicher denVorteil des<br />
Interviews, geführt vom Fox-News-<br />
Moderator Sean Hannity. Hannity<br />
gilt als enger Vertrauter, die beiden<br />
telefonieren beinahe täglich. Man<br />
sagt, Trumps außenpolitische Entscheidungen<br />
richten sich in erster<br />
Linie nach Hannitys Kommentaren.<br />
Dennoch wird Bloombergs Botschaft<br />
nicht ungehört bleiben. Im<br />
vergangenen Jahr schalteten 98 Millionen<br />
Zuschauer den Super Bowl<br />
an. In einer fragmentierten Medienlandschaft<br />
bleibt es das vielleicht<br />
letzte Medienevent, das die gesamte<br />
US-Bevölkerung zusammenbringt.<br />
„Bloombergfährteine rein nationale<br />
Kampagne und der effizienteste<br />
Weg, ein nationales Publikum zu erreichen,<br />
ist es immer noch, in einer<br />
Sendung mit hoher Quote Werbung<br />
zu schalten“, sagt KenGoldstein, Politologe<br />
von der University of San<br />
Francisco.<br />
Von den übrigen Super-Bowl-<br />
Spots ist nicht zu erwarten, dass sie<br />
besonders politisch ausfallen. Nachdem<br />
die Werbeindustrie vordreiJahren,<br />
kurz nach dem Amtsantritt von<br />
Trump, einen Ausflug ins Politische<br />
versucht hat, ist das Pendel wieder<br />
zurückgeschlagen.<br />
Polizeigewalt im Video<br />
Damals stellten sich Coca Cola,<br />
AirBnB und der Bierhersteller Anheuser<br />
Bush gegen die Fremdenfeindlichkeit<br />
der Trump-Regierung.<br />
Doch das Publikum reagierte eher<br />
negativ. „Die Leute wollen nicht,<br />
dass die Werbung predigt“, sagt Dan<br />
Granger,Geschäftsführer derWerbeagentur<br />
Oxford Road. Stattdessen<br />
bleiben meistens jene Spots hängen,<br />
die witzig gemacht sind. Undsokonzentrieren<br />
sich viele Agenturen in<br />
diesem Jahr wieder aufs Unterhalten.<br />
Da ist etwa der Porsche-Spot, bei<br />
dem der Diebstahl eines Fahrzeugs<br />
aus dem Museum in Stuttgart zueiner<br />
wilden Verfolgungsjagd der Museumsstücke<br />
ausartet. Oder der Remix<br />
des Grammy-prämierten Hip-<br />
Hop-Stücks „Old Town Road“ vonLil<br />
Nas X für Doritos – inszeniert als<br />
Mini-Western-Film.<br />
Der einzige explizit politische<br />
Spot ist jener der Football Liga NFL<br />
selbst. Nach der Auseinandersetzung<br />
um die Respektsbezeugungen<br />
während der Nationalhymne hat die<br />
Liga sich mit Spielervertretern geeinigt,<br />
sich ihrer Anliegen anzunehmen.<br />
So ist ein Video zu sehen, in<br />
dem Polizeigewalt gegen Schwarze<br />
angeprangert und gleichzeitig gezeigt<br />
wird, was die NFL dagegen tut.<br />
Vollkommen unpolitisch wird es<br />
trotz des Verbots politischer Proteste<br />
auch auf dem Spielfeld nicht zugehen.<br />
Die San Francisco 49ers gelten<br />
als das Team der kalifornischen Parlamentssprecherin<br />
Nancy Pelosi. Sie<br />
ist die Politikerin, die das Impeachment-Verfahren<br />
gegen Trump leitet.<br />
Entsprechend werden tendenziell<br />
die Sympathien der Fans verteilt<br />
sein. Ganz so klar ist die Trennung<br />
zwischen rechts und links aber nicht.<br />
49ers-Verteidiger Nick Bosa hat sich<br />
als Trump-Verehrer geoutet. Coach<br />
Kyle Shanahan hat ihn trotzdem aufgestellt,<br />
weil er ihn braucht.<br />
Sofia Kenin zieht ins Finale der Australian Open ein, stürzt die Gastgeber in stille Trauer und erfüllt eine Prophezeiung<br />
Als Ashleigh Barty den Platz verließ<br />
und in den Tunnel mit der<br />
Galerie der Champions eintauchte,<br />
begleitete sie tosender Applaus. Danach<br />
wurde es still. Fast peinlich still.<br />
Als wollten die Australier nur ja keinen<br />
Lärm mehr hören. Sofia Kenin<br />
schien es egal. Der Partyschreck war<br />
zu überwältigt, um mitzubekommen,<br />
was geschah. Oder eben nicht<br />
geschah. Später sagte sie: „Ich entschuldige<br />
mich bei allen australischen<br />
Fans.“<br />
Zwei Wochen lang hatten die Australier<br />
auf eine Finalteilnahme von<br />
Barty hingefiebert. „Ich weiß“, sagte<br />
Kenin, „sie wollten, dass sie gewinnt.“<br />
Und nun das. Kenin, 21, geboren<br />
in Moskau, Amerikanerin, gewann<br />
7:6 (8:6), 7:5 gegen Barty, die in<br />
den beiden Durchgängen jeweils<br />
zwei Satzbälle vergab. Sie trifft am<br />
Sonnabend auf Garbine Muguruza<br />
(Spanien), die Simona Halep (Rumänien)<br />
in 2:05 Stunden 7:6 (10:8), 7:5<br />
niederrang. „Für mich ist ein Traum<br />
wahr geworden“, sagte Kenin. Tatsächlich<br />
hegte sie diesen Traum<br />
schon als Fünfjährige, als Beleg gibt<br />
es auch ein Video von 2005, in dem<br />
sie versichert, sie könne den (Gewalt-)Aufschlag<br />
des ehemaligen US-<br />
Open-Siegers Andy Roddick (USA)<br />
retournieren. Roddicks Coach Rick<br />
Macchi, ihr erster Trainer, nannte<br />
Kenin„das unheimlichste kleineWesen,<br />
das ich je gesehen habe“.<br />
Wo Kenin noch hin will, ist Muguruza<br />
schon gewesen. Siestand im Fi-<br />
nale von Wimbledon (2015), hat die<br />
French Open (2016) und dann doch<br />
in Wimbledon (2017) gewonnen, sie<br />
war die Nummer eins der Weltrangliste,<br />
danach stürzte sie aus den Top<br />
10, dann aus den Top 30. In Melbourne<br />
könnte sie nun als die erste<br />
ungesetzte Spielerin seit Serena Williams<br />
2007 die Australian Open gewinnen.<br />
„Ich werdeauf meine bisherigen<br />
Erfahrungen bauen, aber die<br />
garantieren nichts“, sagte Muguruza.<br />
(sid)<br />
NACHRICHTEN<br />
Keller favorisiertfrühere<br />
Anstoßzeiten der DFB-Elf<br />
FUSSBALL. DerDeutsche Fußball-<br />
Bund (DFB) zieht frühereAnstoßzeiten<br />
für Länderspiele in Erwägung.<br />
DFB-Präsident Fritz Keller kündigte<br />
beim Sportbusiness-Kongress in<br />
Düsseldorfzudem öffentliche Trainingseinheiten<br />
der Nationalmannschaft<br />
an. Er hatte bereits die Wiedereinführung<br />
der Stehplätzebei der<br />
Begegnung am 31. MärzinNürnberg<br />
gegen Italien angekündigt, um den<br />
Lücken auf den Tribünen bei Spielen<br />
der Nationalelf entgegenzuwirken.<br />
Special Olympics finden<br />
offiziell in Berlin statt<br />
SPECIAL OLYMPICS. Berlin ist nun<br />
offiziell Gastgeber der Special Olympics<br />
2023 (16. bis 25 Juni). 1234 Tage<br />
vordem Startder ersten Weltspiele<br />
für Menschen mit geistiger und<br />
mehrfacher Behinderung in<br />
Deutschland unterschrieben Vertreter<br />
des internationalen Verbandes<br />
SOI sowie vonSpecial Olympics<br />
Deutschland (SOD) am Donnerstag<br />
im Schloss Bellevue die Verträge.<br />
Spanische Polizeit hebt<br />
Dopingring aus<br />
DOPING. Derspanischen Polizei ist<br />
ein Schlag gegen den Dopinghandel<br />
gelungen. DieBehörden hoben am<br />
Donnerstag einen europaweit agierenden<br />
Ring aus,der Amateur-und<br />
Profisportler mit dem Blutdopingmittel<br />
Epoversorgte.Das Netzwerk<br />
wurde vonmehreren Serben geführt.<br />
DasEpo soll vonSpaniernbeschafft<br />
worden sein, die Verbindungen zu<br />
einem Dialysezentrum in Cadiz hatten.<br />
Laut Ermittlernsind die Empfänger<br />
„Sportler aus Spanien und<br />
dem Ausland“, die „aus verschiedenen<br />
Sportarten“ kommen.<br />
1. FC Union verlängert<br />
Vertrag mit Ruhnert<br />
FUSSBALL. Der1.FCUnion hat den<br />
zum Saisonende auslaufenden Vertrag<br />
mit Oliver Ruhnertals Geschäftsführer<br />
Profifußball vorzeitig<br />
verlängert. Der48-Jährige verantwortet<br />
seit 2018/19 die Belange der<br />
Lizenzspielerabteilung und hatte<br />
wesentlichen Anteil am Aufstieg der<br />
Eisernen in die Erste Liga.<br />
ZAHLEN<br />
Fußball<br />
Bundesliga, 20. Spieltag<br />
Hertha BSC−FCSchalke04 Fr.,20.30<br />
Bor.Dortmund−Union Berlin Sa., 15.30<br />
Hoffenheim −Leverkusen Sa., 15.30<br />
Düsseldorf−Eintr.Frankfurt Sa., 15.30<br />
Mainz 05 −München Sa., 15.30<br />
FC Augsburg−SVWerder Bremen Sa., 15.30<br />
RB Leipzig −M'gladbach Sa., 18.30<br />
1. FC Köln −SCFreiburg So., 15.30<br />
SC Paderborn−VfL Wolfsburg So., 18.00<br />
1 RB Leipzig 19 51: 23 40<br />
2 München 19 55: 22 39<br />
3 M'gladbach 19 36: 21 38<br />
4 Bor.Dortmund 19 51: 28 36<br />
5 Leverkusen 19 30: 22 34<br />
6 FC Schalke04 19 31: 26 33<br />
7 Hoffenheim 19 29: 30 30<br />
8 SC Freiburg 19 29: 26 29<br />
9 Eintr.Frankfurt 19 31: 30 24<br />
10 VfL Wolfsburg 19 20: 23 24<br />
11 Union Berlin 19 23: 27 23<br />
12 FC Augsburg 19 31: 38 23<br />
13 Hertha BSC 19 24: 34 22<br />
14 1. FC Köln 19 23: 38 20<br />
15 Mainz 05 19 27: 44 18<br />
16 SV Werder Bremen 19 24: 44 17<br />
17 SC Paderborn 19 23: 40 15<br />
18 Düsseldorf 19 18: 40 15<br />
Zweite Liga, 20. Spieltag<br />
Hamburger SV −Nürnberg 4:1<br />
Regensburg −Gr. Fürth Fr., 18.30<br />
Erzg.Aue−Arm.Bielefeld Fr., 18.30<br />
Hannover96−SVWehen Sa., 13.00<br />
FC St.Pauli−VfB Stuttgart Sa., 13.00<br />
Karlsruher SC−Kiel Sa., 13.00<br />
Nürnberg −Sandhausen So., 13.30<br />
Heidenheim −Dyn. Dresden So., 13.30<br />
Darmstadt 98−VfL Osnabrück So., 13.30
<strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020 – S eite 18 *<br />
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Sport<br />
Kategorie Champions League<br />
Mit der Verpflichtung des Stürmers Krzysztof Piatek gelingt Hertha BSC ein Transfercoup. Damit erhöht sich der Erwartungsdruck auf die eigene Mannschaft<br />
Michael Preetz hatte<br />
noch das eine oder anderezutun.<br />
Dashat er<br />
über die Presseabteilung<br />
des Fußballbundesligisten Hertha<br />
BSC ausrichten lassen und sich<br />
für die Pressekonferenz am Donnerstag<br />
entschuldigen lassen. Die<br />
Fakten sprachen ohnehin für sich.<br />
Hertha BSC hat den Polen Krysztof<br />
Piatek, 24, verpflichtet. Der Stürmer<br />
kommt vom ACMailand. Gekostet<br />
haben soll er die Ablösesumme von<br />
23 Millionen Euro. Bestätigt hatte<br />
das der Klub zunächst nicht. Hertha-<br />
Manager Preetz war ja auch beschäftigt.<br />
Denn heute soll auch noch der<br />
Brasilianer Cunha, 20, von Ligakonkurrent<br />
RB Leipzig unterschreiben.<br />
Rund 15 Millionen Euro Ablöse soll<br />
der Stürmer kosten, der in Leipzig<br />
zuletzt nicht mehr zum Zuge kam.<br />
DieTransferperiode endet an diesem<br />
Freitag um 18 Uhr, somit wenige<br />
Stunden vor der Bundesligapartie<br />
der Herthaner im Olympiastadion<br />
gegen den FC Schalke 04 (20.30 Uhr).<br />
Piatek könnte in diesem Duell schon<br />
auflaufen. Wahrscheinlicher ist sein<br />
Einsatz im DFB-Pokal am kommenden<br />
Dienstag, wieder gegen den FC<br />
Schalke,diesmal in Gelsenkirchen.<br />
Rund 70 Millionen Euro hat Hertha<br />
BSC in der Winterpause dann<br />
ausgegeben. So viel wie kein anderer<br />
Bundesligist. Und soviel wie in den<br />
vergangenen fünf Spielzeiten insgesamt.<br />
Dafür eingekauft wurden Lucas<br />
Tousart als Rekordtransfer der<br />
<strong>Berliner</strong>,mit 24 Millionen Euro Ablösesumme,<br />
der jedoch sogleich für<br />
ein halbes Jahr an Olympique Lyon<br />
zurückverliehen wurde. Perspektive<br />
Wachstum –wenn das mal gut geht.<br />
UndSantiago Ascacibar nicht zu vergessen,<br />
er kam vomVfB Stuttgart.<br />
Anleihen bei Lewandowski<br />
Nunalso Piatek. In Polen sehen sie in<br />
dem 24 Jahrealten Angreifer eine Art<br />
neuen RobertLewandowski, 31, den<br />
legitimen Erben des Bayern-Stürmers.<br />
„Ich habe versucht, mir sein<br />
Verhalten auf dem Platz abzuschauen“,<br />
hat Piatek einmal gesagt.<br />
„Während des Spiels versuche ich,<br />
mich auf ähnliche Weise zu bewegen.“<br />
Auch in der Nationalmannschaft,<br />
für die Piatek seit Sommer<br />
2018, in zehn Partien auflief und fünf<br />
Treffer erzielte. Beim AC Mailand<br />
waren es in dieser Saison übrigens in<br />
Scharfschütze in spe für Hertha BSC: Krzysztof Piatek.<br />
18 Partien vier Treffer. Inder Vorsaison<br />
kamen in 37 Ligaspielen 22 Treffer<br />
zusammen.<br />
Milan hatte 2018 rund 38 Millionen<br />
Euro an den CFC Genua überwiesen,<br />
aber immer noch genug<br />
Geld übrig, um sich jetzt auch Zlatan<br />
Ibrahimovic zu leisten, an dem es<br />
auch gelegen haben könnte, dass<br />
sich Piatek nach Berlin aufgemacht<br />
hat.<br />
Mit dem bisherigen Transfergebaren<br />
setzt Hertha BSC Maßstäbe,<br />
setzt damit allerdings auch die<br />
Mannschaft und die sportlich Verantwortlichen<br />
unter Druck. Für Platz<br />
13 in der Bundesligatabelle ist Piatek<br />
vermutlich nicht nach Berlin gekommen.<br />
Interessant wirdnun vorallem<br />
auch sein, wer der Transferpolitik<br />
zum Opfer fällt. „In allen Vereinen<br />
gibt es zurzeit Gerüchte und Spekulationen<br />
und unzufriedene Spieler,<br />
das ist völlig normal in unserem Geschäft“,<br />
hat Alexander Nouri gesagt,<br />
der Zeit für die Pressekonferenz am<br />
Donnerstag zu haben hatte und als<br />
WITTERS/RAMELLA<br />
Assistenztrainer Chefcoach Jürgen<br />
Klinsmann und den unabkömmlichen<br />
Michael Preetz vertrat. Der<br />
hatte sich vermutlich mit Anfragen<br />
bezüglich einiger Spieler aus seiner<br />
Mannschaft zu beschäftigen. Mittelfeldspieler<br />
Arne Maier will das Weite<br />
suchen, ihn ließ Preetz bisher jedoch<br />
nicht ziehen. Niklas Stark, der eigentlich<br />
Herthas Kapitän der Zukunft<br />
werden sollte und so das Erbe<br />
vonSpielführerVedad Ibisevic antreten<br />
sollte, strebt einen Klubwechsel<br />
an, weil er mit seiner Rolle unzufrieden<br />
ist. Auch Salomon Kalou hat aus<br />
seinem Groll über Coach Klinsmann<br />
keinen Hehl gemacht. Der hatte ja<br />
gesagt, dass er den Kader zu verschlanken<br />
beabsichtige, und zwar<br />
lange vorHerthas ausführlicher Einkaufstour,was<br />
den internen Konkurrenzdruck<br />
ordentlich befeuerte.<br />
Einen „Champions-League-Spieler“<br />
hatte der Chefcoach gefordert.<br />
Piatek fällt in diese Kategorie,jedenfalls<br />
von der sportlichen Perspektive<br />
her, die ihm zugeschrieben wird,<br />
nicht nur in seiner vonLewandowski<br />
reichlich verwöhnten Heimat Polen.<br />
„Ich weiß, dass ich sein Niveau erreichen<br />
kann“, sagt Piatek über Lewandowski,<br />
„aber ich muss noch hartarbeiten.“<br />
Dazu wird dem Mann aus<br />
Dzierzoniów in der polnischen Woiwodschaft<br />
Niederschlesien sein<br />
neuer Arbeitgeber ausreichend Gelegenheit<br />
einräumen. Dem Vernehmen<br />
nach hat sich Piatek für vier,<br />
fünf Jahreandie <strong>Berliner</strong> vertraglich<br />
gebunden. Derartige Details halten<br />
die Verantwortlichen gernunter Verschluss.<br />
Bis 2023 wäre sein Arbeitspapier<br />
beim AC Mailand gelaufen,<br />
der sich mit derartigen Informationen<br />
spendabler erweist.<br />
DasLächeln der Mona Lisa<br />
„Er ist gut im Abschluss, kann Bälle<br />
festmachen“, hat Assistenztrainer<br />
Nouri an seinen Eindrücken die<br />
Qualität des 1,83 Meter großen Mittelstürmers<br />
festgemacht. Den medizinischen<br />
Check, auch das ist ja nicht<br />
ganz unwichtig für die Zusammenarbeit,<br />
bestand Krzystof Piatek am<br />
Donnerstagvormittag.<br />
Ein Foto im Netz zeigt ihn mit<br />
rosa Turnschuhen in der Hand, er<br />
trägt einen schwarzen Kapuzenpulli<br />
mit Aufdruck. Mona Lisa lächelt den<br />
Betrachter an, und es sieht so aus,als<br />
würde Piatek mit der Schöpfung des<br />
Leonardo da Vinci etwas sagen wollen.<br />
Ob er eine Vorliebe für Genies<br />
und ihre Schöpfungen hat, kann<br />
Krzystof Piatek ja bei Gelegenheit etwas<br />
ausführlicher erzählen. Vorerst<br />
wird eresmit seinem neuen Manager<br />
Michael Preetz halten: Er hat<br />
noch das eine oder anderezutun.<br />
(BLZ)<br />
Mensch oder Messias?<br />
Wiedie Abwehrspieler des 1. FC Union am Sonnabend den neuen Dortmunder Wunderstürmer Erling Haaland stoppen wollen<br />
VonMathias Bunkus und Max Ohlert<br />
Der Bundesliga ist der Haaland<br />
erschienen, welches ist Erling,<br />
der Nordmann. Undmit diesem fußballerischen<br />
Messias, Erling Braut<br />
Haaland mit vollständigem Namen<br />
und Geburtsort Leeds, bekommt es<br />
der 1. FC Union am Sonnabend zu<br />
tun, wenn der Verein erstmals in einem<br />
Ligaspiel im vormaligen Westfalenstadion<br />
antritt. Im Pokal hatten<br />
die Borussen in der jüngerenVergangenheit<br />
schon zweimal das Vergnügen<br />
und mussten sich redlich und<br />
zudem in der Verlängerung mühen.<br />
Nunalso ein Duell um Punkte.<br />
Und eines, bei dem die Augen<br />
sich automatisch auf den 19 Jahrealten<br />
Wunderstürmer aus Norwegen<br />
richten, der in nur 59 Spielminuten<br />
Bundesliga schon sagenhaft anmutende<br />
fünf Treffer markierte.<br />
Einer,der sich bei Union auf diese<br />
Begegnung besonders freut, ist sein<br />
Landsmann Julian Ryerson. Der<br />
knapp drei Jahre ältere Abwehrspieler,<br />
der es in sechs Bundesligakicks<br />
bislang auf knapp das Doppelte an<br />
Einsatzzeit (110 Minuten) in<br />
Deutschlands Eliteklasse gebracht<br />
hat, kennt den BVB-Angreifer persönlich.<br />
„Er ist in Bryne aufgewachsen,<br />
das ist knapp 30 km südlich von<br />
Stavanger, wo ich groß geworden<br />
bin. Ein paar Mal haben wir uns getroffen.<br />
Außerdem haben wir bei der<br />
norwegischen U21 ein bisschen zusammengespielt“,<br />
sagt der 22-Jährige.„Seine<br />
Verpflichtung hat in Norwegen<br />
großes Aufsehen verursacht.<br />
Ichdenke,meine Landsleute werden<br />
jetzt viel mehr auf die Bundesliga<br />
schauen als zuvor und nicht immer<br />
nur Premier League gucken. Das Interesse<br />
an seiner Person ist auf jeden<br />
Fall riesengroß und durch denWechsel<br />
zu Dortmund wird das noch<br />
wachsen. Er hat das Besondere und<br />
ist trotzdem normal geblieben. Einfach<br />
ein guter Junge mit einem guten<br />
Charakter“, so Ryerson.<br />
Haaland gilt als eines der größten<br />
Talente der Skandinavier. Länger als<br />
ein Jahr hielt es den Sohn von Alf-<br />
Inge Haaland, der zwischen 1997<br />
und 2004 auf 181 Premier-League-<br />
Einsätze für Manchester City, Leeds<br />
und Nottingham kam, nicht bei RB<br />
Salzburg, dann wurde ihm nach 17<br />
Treffernin16Ligaspielen sowie acht<br />
Champions-League-Tore die Alpenwelt<br />
zu klein.<br />
20 Millionen Euro ließ<br />
Dortmund sich das Haaland-Vergnügen<br />
kosten.<br />
Schon jetzt ist klar – ein<br />
Schnäppchen. Dabei stachen<br />
die Borussen illustre<br />
Konkurrenz aus. Auch der<br />
kleine Dienstweg innerhalb<br />
des Brause-Imperiums<br />
wurde dabei unterbrochen.<br />
Für gewöhnlich<br />
sichert sich ja Leipzig die<br />
Dienste talentierter Kicker aus der<br />
Salzburger Filiale.<br />
Die kommenden Monate werden<br />
davon geprägt sein, dass der BVBdie<br />
vereinbarte Ausstiegsklausel aus seinem<br />
bis 2024 laufenden Vertrag,<br />
schnell den Marktgepflogenheiten<br />
anpasst. Angesichts der überhitzten<br />
Preise scheinen die kolportierten 75<br />
Grinsebacke:<br />
Erling Haaland<br />
Millionen nämlich als viel zu wenig.<br />
Dafür, dass Haaland bislang von<br />
Trainer Lucien Favrenur dosierteingesetzt<br />
worden ist, hat Ryerson volles<br />
Verständnis. „Das hat alles seine<br />
Gründe. Man braucht immer etwas<br />
Zeit, um sich an die neue Umgebung<br />
zu gewöhnen. Man<br />
braucht eine gewisse Basis.<br />
Underkam ja auch aus einer<br />
Verletzung“, sagte<br />
Ryerson.<br />
NevenSubotic, auch einer<br />
mit Borussen-Vergangenheit,<br />
kann Haaland zu<br />
AP/MARTIN MEISSNER<br />
seiner BVB-Entscheidung<br />
nur beglückwünschen und<br />
ist heiß auf die Auseinandersetzung<br />
am Sonnabend.<br />
„Daist etwas,was Dortmund<br />
für junge Spieler besonders macht.<br />
Eine Atmosphäre, in der junge Spieler<br />
die Möglichkeit haben, anzukommen<br />
und Fehler zu machen, denn<br />
das ist ja das Natürlichste auf der<br />
Welt. Beianderen Vereinen darfst du<br />
das nicht, da bist du sofort raus. Ich<br />
glaube, erist an einem richtig guten<br />
Ort, um seine Entwicklung auch<br />
voran zubringen“, sagt Subotic, der<br />
in dem Zusammenhang auch den<br />
anderen Superteenager in westfälischen<br />
Diensten – Jadon Sancho –<br />
hätte nennen können.<br />
Doch natürlich fokussiertsich die<br />
Aufmerksamkeit der Fußballwelt immer<br />
auf das Neueste,das ist eben der<br />
1,94 Meter große Haaland. Also ein<br />
auch von der Länge her kaum zu<br />
übersehender Akteur auf dem Feld.<br />
„Der Brecher mit dem Babyface“,<br />
taufte ihn zuletzt die „Zeit“ leicht<br />
boulevardesk. Seine Ballführung sei<br />
verbesserungswürdig, heißt es. Feststeht,<br />
dass er in Laufduellen schwer<br />
einzuholen ist und oft auch zwei Gegenspieler<br />
körperlich an ihm abprallen.<br />
Eigenschaften, die bei Union einem<br />
gewissen Suleiman Abdullahi<br />
nachgesagt werden, aber der fehlt ja<br />
seit Saisonbeginn.<br />
„Er weiß, dass es läuft. Und esist<br />
auch super,dass es läuft. Denn jeder<br />
wünscht sich ja, dass es läuft“, zeigte<br />
Subotic eine nahezu kindliche<br />
Freude an der Entwicklung des jungen<br />
Norwegers, umdann unvermittelt<br />
ernst zu werden. „Aber wir wissen<br />
auch, dass auch er nur ein<br />
Mensch ist und es auch für ihn nicht<br />
immer laufen wird. Vielleicht schon<br />
am Samstag.“<br />
Da hätte bei Union wohl keiner<br />
etwas dagegen. Aber Ryerson warnt<br />
davor, das bevorstehende Spiel auf<br />
ein Duell gegen Haaland zu reduzieren.<br />
Könnte kontraproduktiv werden.<br />
Wiealso ist der Fußball-Messias<br />
zu stoppen? „Es geht mehr darum,<br />
die ganzeBorussia zu stoppen, nicht<br />
nur einen einzelnen Spieler. Das<br />
fängt ja auch bei den anderen Stürmern<br />
an. Wir müssen Druck auf sie<br />
ausüben, auf sie und den Ball. Wir<br />
dürfen ihnen keine Raum geben<br />
oder Zeit, dass sie gefährlich werden<br />
können“, meint Ryerson. Kollege<br />
Marius Bülter sagt: „Wir werden ihn<br />
natürlich irgendwie analysieren,<br />
auch wenn das noch schwierig ist.<br />
Aber ich denke nicht, dass wir uns<br />
für ihn irgendeine Sonderbewachung<br />
ausdenken. Das müssen wir<br />
als Mannschaft auffangen.“
<strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020 – S eite 19<br />
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Feuilleton<br />
Hitler in der Hölle:<br />
Das Bild der Woche<br />
malteGeorgeGrosz<br />
Seiten 22/23<br />
„Sagen wir mal so, sie ist sehr stolz auf mich.“<br />
Der „Bad Banks“-Drehbuchautor Oliver Kienle lässt die Frage offen, ob seiner Mutter die Serie gefällt. Seite 21<br />
Kulturraumschutz<br />
Ein Club ist<br />
kein Bordell<br />
PetraKohse<br />
teilt die Hoffnung des Clubverbandes<br />
LiveKomm.<br />
Sind Clubs, indenen Live-Music<br />
gespielt wird, kulturelle oder<br />
kommerzielle Orte? Bislang gelten<br />
sie vor dem Gesetz als kommerziell<br />
und sind dem Wohlwollen von Anwohnern<br />
und der Existenz gültiger<br />
Gewerbemietverträge ausgesetzt.<br />
Beides kann natürlich jederzeit enden<br />
(„Ruhe!!!“), oder die Fläche, auf<br />
der der Club betrieben wird, wirdfür<br />
den Wohnungsbau gebraucht. Dann<br />
muss ein Laden schließen, was für<br />
die Musiker und das Publikum in<br />
Berlin schade, inHeidelberg gravierend<br />
und an einem Ort wie Pfarrkirchen<br />
vermutlich verheerend ist.<br />
LiveKomm, der in Hamburg ansässige<br />
Verband der Musikspielstätten<br />
in Deutschland, der nach eigenen<br />
Angaben über 570 Spielstätten<br />
und Festivals in Deutschland vertritt,<br />
ist naturgemäß der entschiedenen<br />
Ansicht, dass Musikclubs nicht mit<br />
Bordells oder Spielhallen gleichzusetzen<br />
seien und verlangt seit geraumer<br />
Zeit eine Kulturraumschutzgesetzgebung,<br />
die die Clubs sichert.<br />
Politische Unterstützung gibt es,was<br />
nicht wundert, da es um jüngeres<br />
Publikum und einen sich finanziell<br />
selbst tragenden Spielbetrieb geht.<br />
Anträge von der FDP, der Linken<br />
und vonBündnis 90/Die Grünen haben<br />
dazu geführt, dass es am 12. Februar<br />
im Bundestag im Ausschuss<br />
für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung<br />
und Kommunen eine Fachanhörung<br />
von Clubbetreibern und Stadtentwicklern<br />
geben wird, was schon ein<br />
erster Schritt auf dem Wegist.<br />
Auf <strong>Berliner</strong> Ebene ist die CDU<br />
ebenfalls dafür und fordert eine<br />
Bundesratsinitiative für die Anerkennung<br />
von Musikclubs als kulturelle<br />
Initiativen. Die <strong>Berliner</strong> CDU<br />
hätte ja auch die Alte Münze am<br />
liebsten weiträumig der Clubszene<br />
überantwortet. Der <strong>Berliner</strong> CDU-<br />
Abgeordnete Christian Goiny, der<br />
gastweise dem letzten Kulturausschuss<br />
des Abgeordnetenhauses beiwohnte,<br />
konnte gar nicht aufhören,<br />
gegen die Entscheidung von Kultursenator<br />
Klaus Lederer zu polemisieren,<br />
das zentrale Haus 4des Geländes<br />
als Jazz-Zentrum zu definieren<br />
und den Rest noch offenzuhalten.<br />
Da aber hatten die Kulturausschüssler<br />
der Regierungsfraktionen<br />
und auch Lederer selbst leichtes<br />
Spiel. Wenn Goiny wirklich etwas für<br />
diese Szene bewirken wolle,möge er<br />
doch bitte seine in Clubfragen bisher<br />
uneinsichtigen CDU-Bundeskollegen<br />
im Bauausschuss auf Kurs bringen.<br />
Darf man auf ihn zählen? Die<br />
Anhörung am 12.2. ist öffentlich.<br />
Schreiben Sie dazu eine Mail an<br />
bauauschuss@bundestag.de<br />
Wie der Name schon sagt: Astra Kulturhaus.<br />
Hier mit Charli XCX. IMAGO/MARTIN MÜLLER<br />
Alfred Bauer bei der Berlinale 1978 mit Claudia Cardinale<br />
Kalter Glamour<br />
Die Nazi-Vergangenheit des ersten Berlinale-Leiters Alfred Bauer wirft unbequeme Fragen auf<br />
VonClaus Löser<br />
Inihrem Jubiläumsjahr wirddie<br />
Berlinale von den langen<br />
Schatten der Vergangenheit<br />
eingeholt. Eigentlich war für<br />
den 24. Februar eine Buchpräsentation<br />
angekündigt, in der die Deutsche<br />
Kinemathek die Broschüre„Alfred<br />
Bauer –Die Grundlagen der Internationalen<br />
Filmfestspiele Berlin“<br />
vorstellen wollte. Am Mittwoch<br />
wurde der Termin gestrichen. Kurz<br />
darauf verkündete die Leitung der<br />
70. Berlinale, den seit 1987 vergebenen<br />
Alfred-Bauer-Preis„abzusetzen“<br />
–was wohl auf eine Umbenennung<br />
hinauslaufen wird. Der Preis ist die<br />
nach dem Goldenen Bären wichtigste<br />
Auszeichnung der Berlinale.<br />
Sie wird für „einen Spielfilm, der<br />
neue Perspektiven eröffnet“ verliehen.<br />
Ausgerechnet. Jetzt fällt dieser<br />
Silberne Bär den Veranstaltern auf<br />
die Füße.Erwiegt 1000 Jahreschwer.<br />
Über Nacht ist ihr Namenspatron<br />
von einer Lichtgestalt der bundesdeutschen<br />
Filmkultur zum Paria geworden.<br />
Alfred Bauer ein Nazi? Wie<br />
kann das sein? Er wurde doch eben<br />
noch ganz selbstverständlich als honoriger<br />
Berlinale-Gründer gefeiert,<br />
über alle Festivalepochen hinweg,<br />
von1951 bis heute.Erst jetzt kommt<br />
dieses scheinbar streng gehütete Geheimnis<br />
seiner braunen Vergangenheit<br />
ans Tageslicht. Wasist passiert?<br />
Der eigentliche Skandal dieses<br />
Skandals besteht in seiner Verspätung,<br />
jaVerschleppung. Denn die nationalsozialistische<br />
Vergangenheit<br />
Alfred Bauers war keineswegs unbekannt.<br />
Der promovierte Jurist hatte<br />
bei der Ufa gearbeitet und war als<br />
Gutachter bei der Reichsfilmkammer<br />
angestellt – das hatte Bauer<br />
selbst eingeräumt. DieDetails seiner<br />
Verbindung zum nationalsozialistischen<br />
Apparat kommen in ihrem<br />
ganzen Ausmaß nun ans Tageslicht.<br />
Nichtdank einer Geschichtskommission<br />
der Festspiele, auch nicht<br />
durch Filmkritiker, Filmhistoriker<br />
oder Filmwissenschaftler, sondern<br />
durch einen Privatgelehrten. Der<br />
1988 von Ost- nach West-Berlin<br />
übergesiedelte Betriebswirt Ulrich<br />
Hähnel lieferte der Wochenzeitung<br />
DieZeit seine mustergültig aufbereiteten<br />
Recherchen frei Haus. Sie enthalten<br />
Ernüchterndes und Erschreckendes.<br />
Nein, Bauer war beileibe<br />
kein Feingeist, der sich hinter seinem<br />
Schreibtisch in die innere Emigration<br />
zurückgezogen hatte, um<br />
nach dem Sturzdes Hitlerstaates am<br />
Neuaufbau einer demokratischen<br />
Kulturpolitik mitzuwirken. Er war einer<br />
von Abertausenden Schreibtischtätern.<br />
Und erwar ein Lügner<br />
und Geschichtsklitterer in eigener<br />
Sache, der systematisch Spuren verwischte,<br />
ummöglichst schnell seine<br />
Karriereunter den westlichen Alliierten<br />
fortzusetzen.<br />
Sein Konzept ging auf geschmeidige<br />
Weise auf. Wie war es möglich,<br />
dass sich ein derart belasteter (und<br />
auch verurteilter) Funktionsträger<br />
schon so bald als lupenreiner Demokrat<br />
präsentieren und zu einem der<br />
wichtigsten Filmpolitiker imWestteil<br />
Deutschlands werden konnte? Ohne<br />
Hilfestellungen lief dies ganz sicher<br />
nicht ab –und damit sind jetzt nicht<br />
die „Persilscheine“ gemeint, die ihm<br />
von seiner Sekretärin oder von seinem<br />
Friseur ausgestellt wurden.<br />
Auch wenn dies in späteren Festschriften<br />
und anderen öffentlichen<br />
Würdigungen nicht so gern betont<br />
wurde und wird: Natürlich war die<br />
Berlinale ein Kind des Kalten Krieges.<br />
Ihre Gründung muss als Teil einer<br />
breit angelegten kulturpolitischen<br />
Strategie gesehen werden. Vor<br />
allem auf dem Gebiet des Films hatte<br />
der Westen damals einiges aufzuholen.<br />
Während die sowjetische Militäradministration<br />
(SMAD) aus<br />
Image- und Erziehungsgründen in<br />
ihrem Einflussbereich gleich nach<br />
Kriegsende die Gründung einer neu<br />
formierten, ostdeutschen Filmproduktion<br />
vorantrieb, herrschte bei<br />
den westlichen Alliierten zunächst<br />
noch starke Zurückhaltung.<br />
Der erste deutsche Nachkriegsfilm<br />
(„Die Mörder sind unter uns“)<br />
kam 1946 aus der SBZ. Durchdie Erfolge<br />
der frühen Defa unter Druck<br />
gesetzt, entschlossen sich die westlichen<br />
Alliierten kurze Zeit später, in<br />
ihren Sektoren großzügiger mit der<br />
Gewährung von Drehgenehmigungen<br />
umzugehen. Ab 1947 setzte auch<br />
dort zunächst eine erst stockende,<br />
später kontinuierliche Filmproduktion<br />
ein. Damit einher ging eine Novellierung<br />
der Filmpolitik. In ihrem<br />
Grundsatzwerk „Wer die Zeche<br />
zahlt“ hat die britische Historikerin<br />
Frances Stonor Saunders ausführlich<br />
die geheimdienstliche Kulturarbeit<br />
in der Nachkriegszeit beschrieben.<br />
Sie weist dabei vor allem auf die<br />
Funktion des von Michael Josselson<br />
geleiteten „Kongresses für kulturelle<br />
Freiheit“ hin. DieCIA-Tarnorganisation<br />
verfügte über Außenstellen in 35<br />
Ländern. „Ihr Auftrag war es, der<br />
westeuropäischen Intelligenz allmählich<br />
ihre latente Sympathie für<br />
Marxismus und Kommunismus auszutreiben,<br />
um sie so nach und nach<br />
an den American Way heranzufüh-<br />
Er war ein Lügner, der systematisch Spuren<br />
verwischte, umseine Karriere unter<br />
den westlichen Alliierten fortzusetzen.<br />
ren.“ Doch nach dem Ende des Zweiten<br />
Weltkrieges überwog gegenüber<br />
den Produktionen aus Hollywood<br />
bislang noch tiefe Skepsis. Das<br />
Hauptinteresse in Frankreich und<br />
Italien etwa bestand in der Wiederherstellung<br />
der nationalen Filmkulturen.<br />
Aufden großen Festivals inVenedig,<br />
Locarno oder Cannes<br />
herrschte Zurückhaltung. „Aufgeschreckt<br />
durch Berichte, Amerika<br />
habe in Cannes ein klägliches Bild<br />
abgegeben, beschloss die amerikanische<br />
Regierung, der Filmindustrie<br />
künftig mehr Beachtung zu schenken“,<br />
schreibt Saunders.<br />
Unter Federführung des für Film<br />
verantwortlichen Offiziers Oscar<br />
Martay wurde im Oktober eine Initiativgruppe<br />
zusammengerufen, die<br />
das Konzept für ein zu gründendes<br />
Festival entwickeln sollte.Über Martay,<br />
dessen Dienststelle sich auf der<br />
Clayallee 170 in Berlin-Zehlendorf<br />
befand – dem damaligen Hauptquartier<br />
der US-Truppen – ist nur<br />
wenig bekannt. Sein Dienstgrad ist<br />
nicht überliefert, auf Fotos posierter<br />
gernineleganten Anzügen, selten in<br />
Uniform. Alfred Bauerstieß erst später<br />
zu dem Team, spielte aber bald<br />
PICTURE ALLIANCE<br />
eine zentrale Rolle. Im gleichen<br />
Maße zog sich Martay zurück. Im<br />
Gründungsjahr des von ihm angeschobenen<br />
Festivals erhielt er für<br />
seine Verdienste einen Goldenen<br />
„Ehrenbären“, danach trat er kaum<br />
mehr bei der Berlinale in Erscheinung.<br />
Vonnun an war Alfred Bauer<br />
der Mann an der Spitze, dies 25 Jahre<br />
lang, bis 1976. Kein anderer Festivaldirektor<br />
blieb länger im Amt. In dieser<br />
Zeit durchliefen er und die Berlinale<br />
einige einschneidende Krisen –<br />
wie den Ost-<strong>Berliner</strong> Volksaufstand<br />
im Juni 1953, den Boykott von Michael<br />
Verhoevens Anti-Kriegsfilm<br />
„o.k.“ durch die Jury 1970 oder die<br />
Etablierung des Forums des Jungen<br />
Films als unbequemes Gegen-Festival<br />
imJahr 1971. Bauer garantierte<br />
als Festivaldirektor über all die Jahre<br />
das für die Politik notwendige Maß<br />
an Kontinuität. Dass dies mit einem<br />
immensen Maß anOpportunismus<br />
einherging, liegt nun auf der Hand.<br />
DieBerlinale insgesamt stellt sich<br />
heute als große Erfolgsgeschichte<br />
dar. Von Anfang an wurde deutlich,<br />
dass der „Wettbewerb der Systeme“<br />
ein sehr ungleicher war,der vomOsten<br />
nie gewonnen werden konnte.<br />
DieVersuche,dem Glamour der Berlinale<br />
etwas entgegenzusetzen, wirken<br />
im Nachhinein fast rührend. So<br />
wurde gleich im Juni 1951 im Kino<br />
Babylon als Alternative ein „Festival<br />
des volksdemokratischen Films“ anberaumt.<br />
Natürlich wollte kaum jemand<br />
die chinesischen oder bulgarischen<br />
Propagandafilme über den<br />
Aufbau des Sozialismus sehen, während<br />
hinter der MauerWeltstars über<br />
den Kurfürstendamm flanierten.<br />
Scharenweise strömten hingegen<br />
auch in den Folgejahren die Ost-<strong>Berliner</strong><br />
Filmfans in die grenznahen Kinos<br />
oder zum BahnhofZoo,umsich<br />
die Nasen am „Schaufenster der<br />
freien Welt“ platt zu drücken und<br />
dort wenigstens einen Zipfel des<br />
Trubels wahrnehmen. Damit war es<br />
dann 1961 auch vorbei. DieBerlinale<br />
steht nun vorder Aufgabe,nicht nur<br />
Alfred Bauers Nazi-Mittäterschaft zu<br />
untersuchen und zu veröffentlichen,<br />
sondern auch sein ungebrochenes<br />
Wirken beim <strong>Berliner</strong> Filmfestival.<br />
Claus Löser<br />
hat sich publizistisch mit<br />
dem Nachkriegskino befasst<br />
NACHRICHTEN<br />
Tanztheater Pina Bausch:<br />
Intendanz-Streit beigelegt<br />
DerRechtsstreit um die Kündigung<br />
der Intendantin am Wuppertaler<br />
Tanztheater,Adolphe Binder,ist beigelegt.<br />
Binder und die StadtWuppertal<br />
hätten sich außergerichtlich geeinigt,<br />
teilte das Landesarbeitsgericht<br />
in Düsseldorfmit. Derfür Freitag geplante<br />
Prozesstermin sei deswegen<br />
abgesagt. Zu Inhalten der Einigung<br />
teilte das Gericht nichts mit. In einem<br />
Teilurteil hatte das Gericht bereits<br />
im August die fristlose Kündigung<br />
Binders für unwirksam erklärt.<br />
Nunging es noch um ihrefinanziellen<br />
Ansprüche.Binder hatte knapp<br />
214 000 Euro brutto für die Zeit nach<br />
der Kündigung im Juli 2018 bis zum<br />
Januar 2020 verlangt. (dpa)<br />
Nicola Bartels wird neue<br />
Rowohlt-Verlegerin<br />
DieSuche hat nicht lange gedauert.<br />
Nach dem überraschenden Rückzug<br />
vonFlorian Illies als verlegerischer<br />
Geschäftsführer vonRowohlt hat der<br />
Hamburger Verlag seine Leitungsposition<br />
neu besetzt. Vom1.Juli 2020<br />
an übernimmt Nicola Bartels.Als<br />
Verlegerin war sie bislang für Penguin,<br />
Blanvaelt und cjb zuständig.<br />
2014 war sie in die Geschäftsführung<br />
der Verlagsgruppe Random House<br />
berufen worden.(dpa)<br />
Ermittlungen gegen<br />
Dieter Wedel ziehen sich hin<br />
DieErmittlungen gegen den Regisseur<br />
Dieter Wedel wegen des Vorwurfs<br />
der Vergewaltigung ziehen<br />
sich in die Länge.„Es haben sich Aspekte<br />
ergeben, die es notwendig machen,<br />
dass wir das Verfahren jetzt<br />
noch nicht abschließen können“,<br />
sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft<br />
München I, Anne Leiding.<br />
In der Vergangenheit hatten vorallem<br />
Zeugenvernehmungen im Ausland<br />
Verzögerungen verursacht. Die<br />
Ermittlungen wegen des Vorwurfs<br />
der Vergewaltigung wurden bereits<br />
vorzweiJahren, im Januar 2018, aufgenommen.„Indiesem<br />
Jahr wirddas<br />
Verfahren sicherlich abgeschlossen“,<br />
so Leiding. (dpa)<br />
Mehr Besucher in<br />
Staatlichen Museen Berlin<br />
DieStaatlichen Museen zu Berlin<br />
können einen deutlichen Besucheranstieg<br />
verzeichnen. DieHäuser<br />
lockten im vergangenen Jahr 4,188<br />
Millionen Besucher an. EinJahr zuvorkamen<br />
noch 3,793 Millionen Interessierte,wie<br />
die zur Stiftung Preußischer<br />
Kulturbesitz mitteilten. Mit<br />
dem Zuwachs vonmehr als zehn<br />
Prozent blicken die Museen damit<br />
auf das erfolgreichste Jahr seit 2013<br />
zurück. (dpa)<br />
Zehn Dalí-Skulpturen in<br />
Stockholm gestohlen<br />
Unbekannte haben zehn Skulpturen<br />
vonSalvador Dalí aus einer Galerie<br />
in Stockholm gestohlen. DieDiebe<br />
schlugen in der Nacht zum Donnerstag<br />
die Glastür der Couleur-Galerie<br />
ein und entkamen mit zehn SkulpturenimWertvon<br />
jeweils etwa 20 000<br />
bis 50 000 Euro,wie der Galeriebesitzerberichtete.Zudem<br />
Diebesgut gehören<br />
Bronze-Modelle der berühmten<br />
geschmolzenen Uhrendes spanischen<br />
Surrealisten. (AFP)
20 <strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020<br />
·························································································································································································································································································<br />
Feuilleton<br />
Fast<br />
schmerzhaft<br />
ehrlich<br />
Evelyn Richter,eine Leitfigur<br />
der Leipziger Fotografie,<br />
wird heute 90 Jahre alt.<br />
Das Dresdner Albertinum<br />
zeigt ihr Lebenswerk<br />
VonIngeborg Ruthe<br />
Bonjour Tristesse: „Leipzig“, 1976 EVELYN RICHTER ARCHIV DER OSTDEUTSCHEN SPARKASSENSTIFTUNG IM MUSEUM DER BILDENDEN KÜNSTE LEIPZIG, FOTO: HERBERT BOSWANK (2)<br />
„Vor Wolfgang Mattheuers,Die Ausgezeichnete’ im Dresdner<br />
Albertinum“, 1975, eine Ikone der DDR-Kunst u. Fotografie.<br />
Sie klopfen die Krusten von<br />
der Seele,diese uninszenierten,<br />
fast schmerzhaft ehrlichen<br />
und oft melancholischen<br />
Schwarz-Weiß-Bilder aus der<br />
Zeit von1945 bis zum Ende der DDR<br />
und darüber hinaus. Evelyn Richters<br />
Fotoästhetik ist unübersehbar inspiriertvon<br />
der Magnum-Fotografie um<br />
Cartier-Bresson und vonEdwardSteichens<br />
„The Family of Man“. Die hat<br />
sie damals,1955, in West-Berlin gesehen,<br />
so wie fast alle ihrer Zunft aus<br />
dem Osten. EinSchlüsselerlebnis,das<br />
zwei Generationen von Fotografen<br />
beeinflussen sollte.<br />
Aber sie war über die Jahrzehnte<br />
auch geprägt vom realen Sozialismus.<br />
Die Fotos dieser aus Bautzen<br />
stammenden Leipziger Fotografin,<br />
die ab 1981 an der Hochschule für<br />
Grafik und Buchkunst und gleich<br />
nach der Wende auch zwei Jahre an<br />
der Fachhochschule Bielefeld lehrte,<br />
haben sich ins kollektiveGedächtnis<br />
der ehemaligen DDR-Bürger eingeprägt.<br />
Und sie belegen, wie sehr<br />
diese Sächsin mit ihrer kleinen Leica<br />
etwas zutiefst Menschliches und<br />
Universales erfasste.<br />
Heute wird Evelyn Richter 90<br />
Jahre alt, und das Albertinum in<br />
Dresden, wo sie seit einiger Zeit in einem<br />
Seniorenheim lebt, breitet ihr<br />
Œuvre aus. Richters <strong>Berliner</strong> Kollegin<br />
und Pendant, die Fotografin<br />
Helga Paris, wurde kürzlich in der<br />
Akademie der Künste geehrt. Nunist<br />
die ältere, einstige Leipzigerin dran:<br />
Mit all den Aufnahmen von Menschen<br />
im Alltag: Alte und Junge, mit<br />
ihrem eigenem Leben, mit Träumen<br />
und mit Biografie zwischen Kinn<br />
und Stirn. Richter beharrte stets auf<br />
ihrer betont subjektiven Stilistik, die<br />
vonIdeologie oder vonModen nicht<br />
zu vereinnahmen ist.<br />
Sie fotografierte hinter den Kulissen<br />
der Propaganda. Dasmachte sie<br />
in DDR-Zeiten zu einer Instanz der<br />
dokumentarischen Fotografie. Sie<br />
beschäftigte sich mit Otto Steinerts<br />
„subjektiver Fotografie“ der Nachkriegsmoderne<br />
–und prompt geriet<br />
sie hinein in die absurde Formalismus-Debatte,<br />
unter der bis Anfang<br />
der Siebzigerjahre die DDR-Kultur<br />
stöhnte.Kunst sollte nur zeigen, was<br />
sein sollte,nicht was wirklich war.<br />
DieAntwortauf die Situation war,<br />
gerade an der Leipziger Hochschule<br />
für Grafik und Buchkunst, wo sie<br />
nach der FotografenlehreinDresden<br />
studierte, eine sozialdokumentarische<br />
Fotografie. Ohne Pathos, ohne<br />
verlogene Romantik. Nicht lange danach<br />
wurde die Studentin Richter<br />
exmatrikuliert, beschimpft als „Formalistin“,<br />
weil sie die sozialistische<br />
Heldenfotografie ablehnte. Sie<br />
schlug sich dann als Theaterfotografin<br />
durch. Viel später dann, und seit<br />
den Siebzigerjahren immer mehr<br />
anerkannt, hat sie, zusammen mit<br />
dem <strong>Berliner</strong> Fotografen Arno Fischer,<br />
andieser Schule gelehrt und<br />
eine ganze neue Fotografengeneration<br />
geprägt.<br />
Ihre Fotos zeigen eine Sicht, die<br />
merkwürdig verstört. Es ist darin etwas<br />
schwer Verdauliches, irgendwie<br />
anarchisch Melancholisches. Es ist<br />
die Art, wie die Kamera die Linien<br />
der Gesichter, die Mimik, die Gestik<br />
nachzeichnet: schmerzhaft zärtlich,<br />
gnadenlos. Sie sagte mir in einem<br />
Gespräch:„Ich will im Porträt zeigen,<br />
wie der Mensch zu sich findet. Ich<br />
suche den Augenblick der Konzentration,<br />
nicht das Extreme. Der Modebegriff<br />
Momentfotografie ist für<br />
mich ein einziges Missverständnis.“<br />
Endlos geduldig hat sie mit ihrer<br />
Kamera vor Mattheuers anti-optimistischem<br />
Bild „Die Ausgezeichnete“<br />
in der achten DDR-Kunstausstellung<br />
gelauert. Bis zu dem Moment,<br />
als eine Frau mittleren Alters<br />
davor stand, der Fotografin das Gesicht<br />
zuwandte.Dieses Gesicht ist so<br />
müde, abgearbeitet und illusionslos<br />
wie das der Frau mit dem Tulpen-<br />
strauß auf dem Gemälde. Damals<br />
hetzten Parteifunktionäre gehen<br />
Evelyn Richters in Fotografenkreisen<br />
gleich zum Kultbild erhobene Motiv:<br />
So sähen in der DDR die geehrten<br />
Aktivistinnen doch nicht aus!<br />
Jetzt hängt das Foto im Albertinum,<br />
eine Arbeit ohne offiziellen<br />
EVELYN RICHTERS „LEIPZIGER SCHULE“ DER FOTOGRAFIE<br />
IMAGO<br />
Evelyn Richter kam am 31. Januar 1930 in<br />
Bautzen zur Welt, machte in Dresden eine<br />
Fotografenausbildung im Studio vonPan<br />
Walther,studierte an der Hochschule für<br />
Grafik und Buchkunst Leipzig,wurde aber<br />
als „Formalistin“ exmatrikuliert. 1981 wurde<br />
sie, inzwischen hoch anerkannt, an diese<br />
Hochschule berufen und lehrte bis 1991,<br />
auch an der FHS Bielefeld.<br />
Retrospektive Albertinum Dresden, Brühlsche<br />
Terrasse, bis 3.5., tgl. 10–18 Uhr<br />
(3.−7.2. geschlossen, Wartungsarbeiten)<br />
Auftrag. Evelyn Richter wollte nie gefällig<br />
sein und nichts schönen. Sie<br />
hat sich diese Maxime vorgegeben:<br />
„Wir sollten darum bemüht sein, in<br />
der Zeit absoluter Manipulation gegen<br />
die Flut der verlogenen Bilder<br />
die individuelle Leistung des verantwortungsvollen<br />
Fotografen durchzusetzen,<br />
der für die Glaubwürdigkeit<br />
mit seinem Namen bürgt.“<br />
Aus ihren Fotos liest man das<br />
Unbehagen inmitten der Widersprüche<br />
von Sein und Schein. Ihre<br />
Kamerasetzte einst an bei den Ruinen<br />
Leipzigs 1945 und dem mühseligen<br />
Alltag der Überlebenden.<br />
Eine alte <strong>Zeitung</strong>sverkäuferin auf<br />
den Treppen einer Unterführung<br />
lässt einen an die Aufnahmen von<br />
alten Leuten denken, die Alexander<br />
Rodtschenko in Moskau und Leningrad<br />
Ende der Zwanzigerjahre<br />
machte. Und ihre Motive erzählen<br />
unsentimental, dennoch mit<br />
Trauer, wie sehr Leipzig bis zum<br />
Ende der DDR eine Stadt des Ruinösen<br />
geblieben war. Fast unvorstellbar,<br />
wenn man heute die luxussanierte<br />
Innenstadt und die<br />
schicken Neubauten erlebt.<br />
Ein Foto ist keine Meinung. Oder<br />
doch? Für Evelyn Richter hieß fotografieren<br />
immer, Menschen, Dinge<br />
und Zusammenhänge zu sehen. Das<br />
Foto belegt schließlich, dass man dagewesen<br />
ist, also gibt es nicht bloß<br />
das Abziehbild wieder,sondernauch<br />
eine Meinung.<br />
Diese Meinung prägt das Porträt<br />
der verlebten Majakowski-Muse<br />
Lilja Brik, aufgenommen in Moskau<br />
1978, in den Bildnissen berühmter<br />
Musiker wie Dawid Oistrach und<br />
ebenso der müden Schichtarbeiter<br />
in der Leipziger Straßenbahn. Die<br />
Erschöpfung eines der Männer ist<br />
nicht zu übersehen. Aber dass er im<br />
Schlaf die schwieligen Hände wie<br />
Werkzeuge nach der Arbeit abgelegt<br />
hat, das sagt uns erst die Fotografin.<br />
Da sind auch die Porträts der Arbeiterinnen<br />
einer sächsischen Textilfabrik.<br />
Die alten Maschinen, die<br />
ganze dürftige Ausstattung in den<br />
Hallen, wo man das Maschinenöl<br />
förmlich zu riechen vermeint,<br />
scheinen aus dem 19. Jahrhundert<br />
zu stammen.<br />
Ihre Meinung war es auch, ein<br />
Foto nicht zu schießen, damals, am<br />
8. Mai 1977 im russischen Sagorsk:<br />
Ein Besoffener hing am Staketenzaun<br />
wie ein El-Greco-Kruzifix. Am<br />
Straßenrand Männer mit Hüten und<br />
Ledermänteln: „Mein russischer Begleiter<br />
wäre gefährdet gewesen,<br />
hätte ich fotografiert. Also steckte ich<br />
die Kameraweg.“<br />
Ein gutes Bild, muss für sie auch<br />
ein Gleichnis sein, tief erlebt, emotional<br />
verdichtet. Und weil bei ihr<br />
Fotografie mit viel Empathie und<br />
wenig Technik entstand, schwörte<br />
sie auf die gute alte Leica, leicht und<br />
leise. Ihre allererste wurde mithilfe<br />
eines Gewandhaus-Musikers bei einer<br />
Konzertreise im Westen besorgt,<br />
getauscht gegen eine Konzertflöte<br />
aus Markneukirchen im Vogtland.<br />
„Dass ein Foto faktisch Wirkung<br />
erzeugt, ist eigentlich ein Schrecken,<br />
aber die gute Form überlebt“, sagte<br />
sie beim Ateliergespräch. Form allein<br />
aber genügt ihr nicht „das wäre<br />
Dekoration“. Egon Erwin Kisch habe<br />
sie beeindruckt mit seinem Satz,<br />
nichts sei sensationeller als die<br />
Wahrheit. Richter übersetzt Wahrheit<br />
mit Realität. „Aber Fotografie ist<br />
auch manipulierbar, darum hat die<br />
Autorenschaft so große Bedeutung.<br />
Man bürgt mit seinem Namen für<br />
seine Arbeit, denn der Betrachter<br />
sieht nur,was er weiß.“<br />
Leserreise<br />
LESERREISEN<br />
Beethoven-Geburtstag in Bonn<br />
©pure-life-pictures_Adobestock<br />
2020 feiert Bonn das 250-jährige Jubiläum<br />
des Komponisten Ludwig van Beethoven. Seine<br />
Werke zählen zum kulturellen Erbe der<br />
Menschheit und prägten die Musikgeschichte.<br />
Erleben auch Sie die schönsten Kompositionen<br />
Ludwig van Beethovens im Kammermusiksaal<br />
des Beethovenhauses. Ein musikalischer<br />
Abend der Extraklasse mit dem Ensemble der<br />
Opera Classica Europa (Pianist, Geiger und Gesangssolisten)<br />
wird Ihnen zeigen, warum die<br />
Werke von Beethoven auch heutzutage noch<br />
solch große Beliebtheit erfahren.<br />
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·1x3-Gänge-Menü oder Buffet<br />
·1xAbendessen in der Bonner Altstadt<br />
·Stadtführung „Beethovens Bonn“<br />
·Eintritt/Führung Beethoven-Haus<br />
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030–683 890<br />
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Reiseveranstalter (i. S. d. G.): BVB Touristik/Freizeitreisen KG, Telefon 030-683 890, Grenzallee 15, 14165 Berlin<br />
LESERREISEN
<strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020 21<br />
· ·<br />
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Feuilleton<br />
Der Goldfisch<br />
sieht<br />
alles<br />
„Das letzte Problem“ –ein<br />
Krimi nach Daniel Kehlmann<br />
Die Blicke<br />
der Toten<br />
übersehen …<br />
Der Lyriker und Grafiker<br />
Christoph Meckel ist tot<br />
VonTorsten Wahl<br />
Mein Lebtag hab ich noch nie so<br />
viel Schnee gesehen!“, ruft die<br />
Urlauberin im Hotel. Wasderzeit für<br />
viele Wintersportler ein Wunschtraum<br />
ist, wird hier zum Albtraum.<br />
Das abgelegene Alpenhotel „Edelweiß“<br />
liegt ganz in Weiß, alle Wege<br />
sind verweht, sogar die Telefonnetze<br />
gekappt. Die Vollpension besteht<br />
nur noch aus Suppe,die Gäste<br />
begehren auf. In dieser ohnehin<br />
aufgeheizten Stimmung wird ein<br />
Gast erstochen aufgefunden, die<br />
Zimmertür von innen verriegelt.<br />
Bald darauf wird auch seine Tischdame<br />
(Sunnyi Melles) erstochen.<br />
Doch wie so häufig im Kriminalfilm,<br />
ist auch hier ein Kommissar<br />
ganz zufällig vorOrt.Der Wiener Jonas<br />
Horak (Karl Markovics) hat sogar<br />
seinen Assistenten namens Freitag<br />
(Stefan Pohl) mit in den Skiurlaub<br />
gebracht. Sie beginnen sofort<br />
mit ihren Ermittlungen gegen einen<br />
Täter, den Horak abwechselnd „infernalisch“<br />
und „teuflisch genialisch“<br />
nennt. Schon bald ist sich der<br />
Wiener Profi sicher, dass er vor versammelter<br />
Belegschaft den Mörder<br />
bloßstellen kann.<br />
Dasalles klingt nach einer altenglischen<br />
Kriminalposse im Stile von<br />
Agatha Christie und Co, und zumindest<br />
die verstaubte Atmosphäreineinem<br />
schlossähnlichen, aber schon<br />
reichlich abgenutzten Hotel passt<br />
dazu. Doch der Autor stammt nicht<br />
etwa aus dem 19. Jahrhundert, sondern<br />
ist sehr gegenwärtig. Daniel<br />
Kehlmann hat für diesen Landkrimi<br />
des ORF sein erstes Original-Drehbuch<br />
geschrieben. Einige seiner Romane,<br />
wie „Ich und Kaminski“ und<br />
„Ruhm“, waren ja fürs Kino verfilmt<br />
worden, kamen beim Publikum aber<br />
nicht recht an. Mit dem Wissen um<br />
diesen besonderen Autor darfder Zuschauer<br />
seine eigenen Kombinationen<br />
anstellen und darauf hoffen, dass<br />
hier nicht nur die üblichen Täter-<br />
Such-Spielchen veranstaltet werden.<br />
Frau Lummel (Martina Stilp, l.) und Karin<br />
Sessler (Sunnyi Melles)<br />
ARTE<br />
Tatsächlich entwickelt sich „Das<br />
letzte Problem“ zu einer Krimigroteske,inder<br />
Realität, Einbildung und<br />
Wahn immer stärker ineinander<br />
übergehen. Zum gern wiederholten<br />
Symbol wird der Goldfisch, der in<br />
seinem Aquarium so eingeschlossen<br />
ist wie die Gäste im Hotel, der aber<br />
über besondere Fähigkeiten verfügt.<br />
Denn der Goldfisch hat Rezeptoren<br />
für das UV-Licht und sieht mehr als<br />
der Mensch. Er sieht einfach alles,erklärtein<br />
Meeresbiologe –der prompt<br />
zum ersten Mordopfer wird.<br />
Karl Markovics spielt nicht nur<br />
eine Hauptrolle, sondern hat den<br />
Krimi auch gekonnt in Szene gesetzt.<br />
Mitspieler wie Maria Fliri als Hoteldirektorin,<br />
Max Moor als ihr Bruder<br />
oder Marc Hosemann als Gast dürfen<br />
ihreFiguren leicht überzeichnen,<br />
sodass der Film auch seine skurrile<br />
Note betont. insgesamt bleibt „Das<br />
letzte Problem“ im Schaffen vonDaniel<br />
Kehlmann aber eher ein Zwischenspiel,<br />
in dem er beweist, dass<br />
er mit dem Genre spielen kann.<br />
Doch das ahnte man auch vorher.<br />
Dasletzte Problem 20.15 Uhr,Arte<br />
Auch in der zweiten Staffel „Bad Banks“ dabei: Jana Liekam (Paula Beer,M.) und ihre Mitstreiter Adam Pohl (Albrecht Schuch) und Thao Hooang (Mai Duong Kieu) . FABRIZIO MALTESE<br />
Im Brutkasten<br />
Der Drehbuchautor Oliver Kienle über die zweite Staffel der ZDF-Serie „Bad Banks“<br />
VonFrank Junghänel<br />
Das Insvestment-Banking<br />
ist tot. Ein halbes Jahr<br />
nach der Krise, die am<br />
Ende der ersten Staffel<br />
von „Bad Banks“ in den Kollaps der<br />
Finanzwelt geführt hat, sammeln<br />
sich in der Frankfurter Zentrale die<br />
Überlebenden. Dieeinstmals besten<br />
der bösen Banker gehen nicht mehr<br />
in Hochhaustürmen ihren miesen<br />
Geschäften nach, sondern sitzen in<br />
einem fensterlosen Kellergroßraum<br />
und sind zum Nichtstun verdammt.<br />
Ein paar Tausend Stellen wurden<br />
schon gestrichen. Aber ehe auch<br />
Jana Liekam (Paula Beer), Adam Pohl<br />
(Albrecht Schuch) und Thao Hooang<br />
(Mai Duong Kieu) ihr Habseligkeiten<br />
in Pappkartons verstauen, denken<br />
sie sich was Neues aus. Sie ziehen<br />
nach Berlin, wo die Global-Invest,<br />
das mächtigste deutsche Bankhaus,<br />
„diesen geilen Inkubator“ aufbaut.<br />
Dort, in kühl-coolem Ambiente,<br />
brüten Programmierer aus aller Welt<br />
Finanzmodelle aus, die den humanen<br />
Faktor fast völlig ausschließen.<br />
Sogenannte FinTechs, datenbasierte<br />
Finanzdienstleistungen, sind der<br />
letzte Schrei der Vermögensbildung<br />
und ein interessantes Instrument für<br />
die Chefetage.Ein Algorithmus kann<br />
da schon mal auf einen Schlag 150<br />
Angestellte überflüssig machen.<br />
Werwissen will, wie es mit dem<br />
Trio um Jana Liekam in der zweiten<br />
Staffel von „Bad Banks“ weitergeht,<br />
wird auf Begrifflichkeiten gestoßen,<br />
die den herkömmlichen Bausparer<br />
einigermaßen überfordern dürften.<br />
Da ist von Robo-Advisern die Rede,<br />
vonCodernund Start-ups,die schon<br />
Geschichte sind, ehe man sich ihre<br />
Namen gemerkt hat. Aber selbst<br />
wenn man nur rudimentär versteht,<br />
wovondie da reden und wie das alles<br />
funktioniert, geht von der Serie eine<br />
unheimliche Faszination aus. Man<br />
spürt, wer gegen wen kämpft, man<br />
folgt den Strategien im Kampf um<br />
die Macht, erkennt die Waffen, die<br />
die Protagonisten gebrauchen, um<br />
sich gegenseitig auszustechen. Auch<br />
wenn man keine Ahnung hat, was<br />
genau ein Derivatsein soll.<br />
Für Oliver Kienle, den kreativen<br />
Kopf hinter „Band Banks“, ist dieser<br />
Befund nicht neu. Das hat er sogar<br />
vonseinen Auftraggebernbeim ZDF<br />
so gehört: „Wir wissen nicht wieso,<br />
aber irgendwie ist das voll gut.“ Das<br />
ZDF ist mit diesem Projekt durchaus<br />
ins Risiko gegangen, schließlich ist<br />
sein Stammpublikum an Reihen wie<br />
„Der Staatsanwalt“ gewöhnt, die<br />
nicht eben durch ihre Komplexität<br />
auffallen. Die Quoten waren dann<br />
auch nicht ganz so eindrucksvoll wie<br />
die Kritiken. „Ich habe ‚Bad Banks‘<br />
für ein Publikum gemacht, das ich<br />
genau vor Augen hatte“, sagt Oliver<br />
Kienle bei einem Gespräch in Berlin.<br />
ZUR PERSON<br />
Oliver Kienle wurde 1982 im unterfränkischen Dettelbach geboren. Nach seinem Studium<br />
der Germanistik nahm er ein Regiestudium an der Filmakademie in Ludwigsburg auf. Bereits<br />
sein Abschlussfilm „Bis aufs Blut –Brüder auf Bewährung “wurde mehrfach ausgezeichnet.<br />
Für die ZDF-Serie „Bad Banks“ ist Kienle als Drehbuchautor verantwortlich. Am 14. Februar<br />
startet sein Spielfilm „Isi &Ossi“ bei dem er auch Regie führte, beim Streamingdienst Netflix.<br />
„Seriengucker wie mich selbst.Wenn<br />
der klassische ZDF-Zuschauer nicht<br />
mitkommt, ist mir das scheißegal.“<br />
Mitdem Respekt der internationalen<br />
Branche im Rücken kann er sich das<br />
Selbstbewusstsein leisten. „Wenn<br />
die Seriemeiner Mutter gefällt, habe<br />
ich was falsch gemacht.“ Und, gefällt<br />
sie Ihrer Mutter? „Sagen wir mal so,<br />
sie ist sehr stolz auf mich.“<br />
Mit Ende 30 gehört Kienle zu einer<br />
Generation vonAutoren und Regisseuren,<br />
für die sich die Grenzen<br />
zwischen Kino,Fernsehen und Serie<br />
längst aufgelöst haben. Es geht um<br />
eine Geschichte und deren optimale<br />
Realisation. Bei„Bad Banks“ lautete<br />
die Aufgabe der Produzentin Lisa<br />
Blumenberg, von einer jungen Investmentbankerin<br />
zu erzählen, die<br />
in den Strudel der Finanzkrise gerät.<br />
Unddann begann die Recherche.<br />
„Der theoretische Teil war sehr<br />
anstrengend für mich“, sagt Kienle,<br />
ich bin nicht gut im Rechnen, ich<br />
habe nicht BWL studiert und hatte<br />
zur Finanzwelt keinen Zugang.“ Es<br />
Wabern wie gehabt<br />
dauere bei ihm immer ein paar<br />
Drehbuchfassungen, bis er verstehe,<br />
was das alles mit ihm zutun habe.Bei<br />
„Band Banks“ kam dieser Moment,<br />
als ihm klar wurde,dass es nicht bloß<br />
um Banker gehe, sondern umSüchtige,<br />
umWorkaholics. „Ich bin auch<br />
süchtig nach meinem Beruf.“ Damit<br />
konnte er was anfangen. „In einer<br />
Besprechung habe ich mal beiläufig<br />
gesagt, das ist wie bei meinem Vater,<br />
der hat sich auch totgearbeitet.“ Das<br />
ist für ihn der Kern:„Ichversuche zu<br />
begreifen, warum sich Menschen<br />
totarbeiten.“<br />
DerRest ist Handwerk. Beieinem<br />
so großen Ensemble braucht jeder<br />
seine Vita, seinen Charakter, seine<br />
Daseinsberechtigung. Kienle ist es<br />
gelungen, selbst Nebenfiguren wie<br />
den Leiter der Finanzaufsicht BaFin<br />
mit einem Alleinstellungsmerkmal<br />
auszustatten. Das war eine Arbeit,<br />
die sich über Jahre hingezogen hat.<br />
Umso frustrierender war es für ihn,<br />
als er in Rezensionen lesen musste:<br />
„Christian Schwochowerzählt in seiner<br />
Serie…“Schwochowwar der Regisseur<br />
der ersten Staffel. Erzählt hat<br />
Oliver Kienle.„Ichempfinde mich eigentlich<br />
als ziemlich uneitel“, sagt er,<br />
„aber wenn es um geistiges Eigentum<br />
geht, bin ich empfindlich.“ Bei<br />
der Fortsetzung hat Christian Zübert<br />
die Regie übernommen, was aber<br />
nichts mit eventuellen Dissonanzen<br />
zutun hat. Christian Schwochowwar<br />
anderweitig beschäftigt.<br />
Ob es eine dritte Staffel geben<br />
wird, ist noch nicht raus.Kienle wird<br />
stark von Netflix umworben. „Sag<br />
uns,was du brauchst, du kriegst es.“<br />
Wieinder bösen Bank.<br />
BadBanks 2 sechsFolgen á45Minuten, ab<br />
31. Januar in der ZDF-Mediathek, ab 6. Januar<br />
auf Arte, ab 8. Februar im ZDF<br />
Hildur Guðnadóttir führte die Filmmusik zu „Chernobyl“ in der Betonhalle des Silent Green auf<br />
VonJohannes von Weizsäcker<br />
Dem Erdgeschoss des ehemaligen<br />
Weddinger Krematoriums,<br />
der „Betonhalle“, haftet eine tiefgaragige<br />
Trostlosigkeit an. Es passt,<br />
dass hier am Mittwochabend die in<br />
Berlin lebende isländische Musikerin<br />
Hildur Guðnadóttir im Rahmen<br />
des CTM-Festivals ihre Filmmusik<br />
zur HBO-Miniserie „Chernobyl“<br />
über den schwersten aller Reaktorunglücke<br />
live zur Aufführung<br />
brachte: schließlich zwängte sich<br />
Guðnadóttir im ukrainischen<br />
Tschernobyl in einen Strahlenanzug,<br />
um in der Reaktorruine Klänge aufzunehmen,<br />
aus denen sie dann die<br />
metallisch wabernden Begleitharmonien<br />
zum für seine Schonungslosigkeit<br />
vielgelobte Drama über die<br />
Folgen des Unglücks konstruierte.<br />
Sieerhielt sowohl einen Emmy als<br />
auch einen Grammy für die beste<br />
Filmmusik; zeitgleich ist sie für ihre<br />
Musik für„Joker“ für einen Oscar nominiert;<br />
eine erstaunliche Entwicklung<br />
für eine Indie-Musikerin, die<br />
bislang vor allem für ihre Underground-Kollaborationen<br />
hervorgetreten<br />
war –für die isländische Band<br />
Múm etwa, aber auch die Industrial-<br />
PioniereThrobbing Gristle.<br />
Ihrem neuem Hollywood-Ruhm<br />
entsprechend herrschte in der Betonhalle<br />
enormer Andrang; als<br />
Guðnadóttir in Begleitung von drei<br />
Musikern auf enger Bühne erschien<br />
und mittels ihrer Stimme sowie des<br />
Quellenmaterials metallen-verhallt<br />
loswaberte, wurden folgerichtig im<br />
Publikum zahlreiche Smartphones<br />
gezückt, über deren Bildschirme die<br />
bald einsetzenden Stroboskopblitze<br />
wie eine interaktiveLichtinstallation<br />
anmuteten. Das Publikum wurde so<br />
also Teil der Performance, genauso<br />
wie der kaputte Reaktor, so<br />
Guðnadóttir in einem Interview,<br />
eine eigene Stimme in der Musik<br />
habe –viele solcher ja in der um Ort<br />
und Klang sich drehenden Tonkunst<br />
oft bemühten Meta-Überlegungen<br />
fügten sich also stimmig zusammen.<br />
Schade nur,dass die Musik −vom<br />
Filmdrama getrennt −wirkte wie ein<br />
recht beliebiges Ambient-Konzert,<br />
wie man es in den letzten drei bis vier<br />
Jahrzehnten schon sehr oft zu Gehör<br />
bekam: wehklagend an- und abschwellende<br />
Rausch- und Fiep-Akkorde,<br />
schwerfällig pulsierende<br />
Bassfrequenzen –und zum Schluss<br />
das mit einer Art Melodie und Akkordfolge<br />
ausgestattete Stück<br />
„Bridge of Death“. Schlimm war das<br />
alles nicht, nur hätte man sich angesichts<br />
des morbiden Themenzusammenhangs<br />
doch eine etwas fiesere<br />
und gern auch überraschendere<br />
Klangpackung gewünscht. Schön<br />
immerhin die dahingleitende und<br />
oft bedrohlich flackernde Neonröhrenbeleuchtung<br />
der <strong>Berliner</strong> Künstlerin<br />
Theresa Baumgartner –als meldeten<br />
sich die Geister der Halle.<br />
VonArnoWidmann<br />
Das Gedicht „Dieser Tag“ kann<br />
man – von Christoph Meckel<br />
selbst gelesen –imInternet hören. Es<br />
dauerteine Minute.Esendet mit den<br />
Zeilen:„Ein paar Sätze, die ich dir zurufen<br />
wollte/ für heute,für morgen,/<br />
für sieben Leben, kein Ende —“<br />
Am 29. Januar 2020 starb in Freiburg<br />
im Breisgau der Dichter,<br />
Schriftsteller und Grafiker Christoph<br />
Meckel. Er wurde 84 Jahrealt. Er war<br />
viel unterwegs gewesen in der Welt.<br />
1956, er war 21, erschien ein erster<br />
Band mit seinen Gedichten. Als<br />
zu seinem 80. Geburtstag seine Gesammelten<br />
Gedichte bei Hanser erschienen<br />
–„Tarnkappe“ –füllten sie<br />
976 Seiten. Sein Verleger und Dichterkollege<br />
Michael Krüger nannte<br />
das Buch einen „Lebensroman in<br />
Versen“. Meckels<br />
Grafik ist ein Lebensroman<br />
in<br />
Bildern.<br />
Jeder Leser<br />
hat Autoren, die<br />
er einmal liebte<br />
und denen er irgendwann<br />
untreu<br />
wurde. Der Christoph Meckel<br />
mit Preisen geehrte<br />
Christoph<br />
1935−2020<br />
Meckel, der mehr in bibliophilen<br />
Drucken als in Verlagen zu Hause<br />
war,war für viele der älteren bundesrepublikanischen<br />
Lyrikleser ein solcher<br />
Lebensabschnittgefährte.<br />
Meckel aber war immer da. Es<br />
verging kaum ein Jahr, indem nicht<br />
irgendwo eine Erzählung, Gedichte,<br />
Erinnerungen an vergessene Dichter<br />
und Dichterinnen erschienen. Viele<br />
dieser Bände hatten Umschläge, die<br />
Meckel selbst entworfen hatte.<br />
Meckel war der Künstler als<br />
Handwerker. Keine Sekunde penibel,<br />
war er immer genau. So kann<br />
nach „kein Ende“ kein Punkt stehen.<br />
Das wäre ja dann doch ein Ende.<br />
Eine Minute, sagte ich, dauerte die<br />
Lesung seines Gedichtes. Das gehörte<br />
auch zu Meckel: die Kürze.<br />
Irgendwann hatten seine Leser<br />
der ersten Stunde den Roman, den<br />
sie schon totgesagt hatten, wiederentdeckt.<br />
Und dann schnell auch<br />
den Familienroman und jetzt lesen<br />
wir sogar wieder Romane, die mehr<br />
als eintausend Seiten haben. Ein<br />
übermenschliches Maß.<br />
Kein anderer deutscher Lyriker,<br />
schrieb sein Herausgeber Lutz Seiler,<br />
habe „die Tradition des Gesangs und<br />
des Liedes derart intensiv aufgenommen“<br />
wie Christoph Meckel.<br />
DPA/JULIAN STRATENSCHULTE<br />
Das Gedicht „Augen“<br />
Die Augen der Gesunden/ erkennen<br />
die Welt/ bis an den Rand des Atlantik,/<br />
die Augen der Kranken durchschauen<br />
die Welt/ bis zu der Stelle an<br />
der der Glanz/ der NordlichtblitzeZu<br />
Ende geht./ Die Blicke der Toten/<br />
übersehen die ganze Erde/ und erkennen<br />
selbst die alternden Engel/<br />
die hinter den Schlüssellöchern/<br />
schweigend sich drängen um einen<br />
Blick/ in meine ratlosen Augen zu<br />
werfen.<br />
TOP 10<br />
Mittwoch, 29. Januar<br />
1 Tagesschau ARD 4,61 15 %<br />
2 Die verlorene ..., 3 ZDF 4,57 15 %<br />
3 Die verlorene ..., 4 ZDF 4,40 14 %<br />
4 heute ZDF 4,05 16 %<br />
5 heute-journal ZDF 4,00 14 %<br />
6 SokoWismar ZDF 3,89 18 %<br />
7 Nur eine Frau ARD 3,60 11 %<br />
8 Wer weiß denn ...? ARD 3,54 17 %<br />
9 RTL aktuell RTL 3,42 14 %<br />
10 BlutigeAnfänger ZDF 3,41 12 %<br />
ZUSCHAUER IN MIO/MARKTANTEIL IN %
22 <strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020<br />
·························································································································································································································································································<br />
Tagestipp<br />
KALENDER<br />
BÜHNE<br />
Ballhaus Naunynstraße (✆ 75 45 37 25)<br />
20.00: Everybodycan be everybodycan not be (Jao<br />
Moon)<br />
<strong>Berliner</strong> Ensemble (✆ 28 40 81 55)<br />
19.30: Glaube undHeimat<br />
<strong>Berliner</strong> Kriminal Theater (✆ 47 99 74 88)<br />
20.00: Der Tatortreiniger<br />
Brotfabrik (✆ 471 40 01)<br />
20.00: Wasmach ich aus dem Leben<br />
Deutsche Oper Berlin (✆ 34 38 43 43)<br />
19.30: Jenufa<br />
Deutsches Theater (✆ 28 44 12 25)<br />
19.30: Sophie Roisfährtgegen dieWand im<br />
Deutschen Theater<br />
Grips Hansaplatz (✆ 39 74 74 77)<br />
19.30: Linie 1<br />
HAU1(✆25 90 04 27)<br />
19.00: ILoveYou,Goodbye (The Brexit and Beyond<br />
Edition) (Gob Squad)<br />
HAU2(✆25 90 04 27)<br />
19.30: CTM 2020 –Liminal: Sonic Rights –Music of<br />
Escape, Music of Belonging)<br />
Heimathafen Neukölln (✆ 56 82 13 33)<br />
19.00: Peng! Peng! Boateng!<br />
Kleines Theater (✆ 821 20 21)<br />
20.00: Schachnovelle<br />
Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater<br />
(✆ 88 59 11 88) 20.00: Ab jetzt<br />
Maxim Gorki Theater (✆ 20 22 11 15)<br />
19.30: AWalk on the Dark Side<br />
Neuköllner Oper (✆ 68 89 07 77)<br />
20.00: Wolfskinder<br />
Radialsystem (✆ 288 78 85 88)<br />
19.45: CTM Festival 2020 –Liminal: Drops and<br />
Seeds (Prumsodun Ok &NATYARASA und Ensemble<br />
KNM Berlin)<br />
22.00: CTM Festival 2020 –Liminal: Inferno<br />
Renaissance-Theater (✆ 312 42 02)<br />
20.00 Bruckner-Foyer: Du hörtest mein Gras wachsen<br />
–Ein musikalisch-literarischer Mascha-Kaléko-Abend<br />
(Regine Gebhardt)<br />
Schaubühne (✆ 89 00 23)<br />
20.00: Orlando<br />
Anzeige<br />
Kirill Petrenko Dirigent<br />
Nicola Hümpel Regie<br />
Karajan-Akademie der<br />
<strong>Berliner</strong> Philharmoniker u.a.<br />
Giacomo Puccini<br />
Suor Angelica »Faith to Face«<br />
01.02.20 19 Uhr<br />
02.02.20 16 Uhr<br />
In Kooperation mit<br />
Nicoand the Navigators<br />
Philharmonie Berlin<br />
GroßerSaal<br />
Tickets: 030/25488999<br />
berliner-philharmoniker.de<br />
Foto:Michael Trippel<br />
Schlosspark Theater (✆ 78 95 66 71 00)<br />
20.00: Ich bin nicht Mercury<br />
Staatsoper Unterden Linden (✆ 20 35 45 55)<br />
19.30: Balanchine |Forsythe |Siegal (Staatsballett<br />
Berlin)<br />
Theater im Delphi (✆ 70 12 80 20)<br />
20.00: Odyssey: Dead Men Die (Opera Lab Berlin)<br />
Theater im Palais (✆ 201 06 93)<br />
19.30: Georg Kreisler: Unheilbar gesund<br />
Theater untermDach (✆ 902 95 38 17)<br />
20.00: Untertan- Wirsind dein Volk<br />
Vaganten Bühne (✆ 313 12 07)<br />
20.00: Hiob<br />
Volksbühne Berlin (✆ 24 06 57 77)<br />
19.00 3. Stock: Go BabyGo(P14Jugendtheater)<br />
KABARETT/VARIETÉ<br />
Admiralspalast (✆ 22 50 70 00)<br />
20.00: Ballet Revolución<br />
Arena Glashaus (✆ 533 20 30)<br />
19.30: Caveman –Dusammeln, ich jagen!. Anm. erf.<br />
Bar jeder Vernunft (✆ 883 15 82)<br />
20.00: Irmgard Knef: Barrierefrei<br />
<strong>Berliner</strong> Schnauze (✆ 01795346696)<br />
20.00: Mit Schnucki nach Kentucki (MargaBach &<br />
NorbertSchultz)<br />
BKA (✆ 202 20 07)<br />
20.00: Zombie Berlin<br />
Chamäleon (✆ 400 05 90)<br />
20.00: Out of Chaos (Gravity &Other Myths)<br />
Distel (✆ 204 47 04)<br />
19.30 Studio: Wirfeierndie Goldenen Zwanziger –<br />
der große Crash kommt erst zum Schluss!<br />
20.00: Skandal im Spreebezirk<br />
Estrel Showtheater (✆ 68 31 68 31)<br />
20.00: Thank youfor the music –Die ABBAStory<br />
Kookaburra (✆ 48 62 31 86)<br />
20.00: Deutschland einig Katerland (Nils Heinrich)<br />
Max-Schmeling-Halle (✆ 44 30 45)<br />
20.00: PussyNation (Carolin Kebekus)<br />
Mehringhof-Theater (✆ 691 50 99)<br />
20.00: Die Expertise war bedeutend höher(Fil)<br />
Palazzo (✆ 018 06 38 88 83)<br />
19.30: Family Affairs<br />
Suor Angelica<br />
Archäologie<br />
Kannst du<br />
uns sehen,<br />
Schamane?<br />
Vor ungefähr 11 000 Jahren<br />
hat vermutlich ein Schamane<br />
mit Hirschmaske an der<br />
Wuhle in Biesdorf −jawas hat<br />
er? Eine Verwandlung vollzogen?<br />
Jemanden geheilt? In die<br />
Zukunft geblickt? In einer Sonderausstellung<br />
des Neuen Museums<br />
geht es um Berlins<br />
größte Grabung, die von 1999<br />
bis 2014 auf 22 Hektar Fläche<br />
vorgenommen wurde, um<br />
Baugrundstücke vorzubereiten.<br />
Jetzt können dort zwar<br />
neue Häuser hingeklotzt werden,<br />
aber die Archäologen<br />
sind mit dem Graben noch immer<br />
nicht fertig. In der Sonderausstellung<br />
gibt es einen Bereich,<br />
in dem sie steinzeitliche<br />
Objekte, die per Blockbergung<br />
gesichert wurden, in aller<br />
Ruhe, mit feinem Pinsel und<br />
einem Dach über dem Kopf<br />
vonder Erde befreien. Dies geschieht<br />
live. Man kann den<br />
Forschern über die Schultern<br />
blicken und sie mit Fragen löchernde.<br />
Ulrich Seidler<br />
Live-Ausgrabungen. 14−17 Uhr im<br />
Neuen Museum (Sonderausstellung)<br />
Hitler in<br />
der Hölle<br />
Das Deutsche Historische Museum<br />
erwarb eines der sarkastischsten<br />
Gemälde von George Grosz<br />
Jetzt hockt Adolf Hitler im<br />
selbst angezündeten Inferno,<br />
schmortinder Hölle,kühlt sich<br />
voller Schiss die Stirn mit einem<br />
nassen Lappen. Aber es gibt<br />
kein Entrinnen. Über 50 Millionen<br />
Tote –Schreckensbilanz seines Tausendjährigen<br />
Reiches und das seiner<br />
Schergen samt großer Anhängerschaft,<br />
und des Zweiten Weltkrieges,<br />
darunter sechs Millionen Holocaust-<br />
Opfer, davon 1,5 Millionen Kinder –<br />
greifen nach ihm.<br />
In einem mittelalterlichen, Hieronymus-Bosch-artigen<br />
Szenario<br />
wünschte der Maler George Grosz<br />
sich in seinem NewYorker Exil, das er<br />
schon 1933 wählte –„vertrieben ins<br />
Paradies“, wie der ebenfalls emigrierte<br />
Kunsthistoriker Erwin Panofsky<br />
schrieb –die Höllentortur des<br />
„Führers“.<br />
Als Grosz geflohen war, machten<br />
die Nazis sein Atelier zu einem Tatort<br />
des Ikonoklasmus. Was übrig blieb,<br />
zerrten sie 1937 in die Münchner<br />
Schandausstellung „Entartete<br />
Kunst“. Das Höllenbild mit dem<br />
Braunauer malte Grosz 1944, als abzusehen<br />
war,dass Hitler und die Seinen<br />
Deutschland in die Katastrophe<br />
geführt hatten. Aber schon sieben<br />
Jahre zuvor begann Grosz mit den<br />
„Images of Hell“, eine Serie apokalyptischer<br />
Szenerien und Kriegsbilder,<br />
die er 1937 unter dem Eindruck<br />
des Spanischen Bürgerkriegs malte<br />
und angesichts der zerstörerischen<br />
Gewalt des deutschen Nationalsozialismus<br />
mit Wut, Bitterkeit und<br />
Sarkasmus weiterführte.<br />
Grosz war völlig desillusioniert,<br />
dass sich 1933 die „proletarischen<br />
Massen“ nicht gegen Hitler gewehrt<br />
hatten, er war entsetzt über den<br />
Mord an dem von ihm geschätzten<br />
Erich Mühsam und fassungslos über<br />
die Berichte entkommener Emigranten<br />
aus den Konzentrationslagern.<br />
„Cain or Hitler in Hell“ offenbart<br />
die Verstörung des Malers, trotz<br />
der riesigen Entfernung von<br />
Deutschland und vom brennenden<br />
Europa.<br />
Die Kunst- und die politische<br />
Zeitgeschichte sehen das Bild als eines<br />
der Hauptwerke der Epoche des<br />
mörderischen 20. Jahrhunderts.<br />
Grosz selbst beschrieb sein Bild als<br />
Darstellung von„Hitler als faschistisches<br />
Monster, oder als apokalyptisches<br />
beast, verzehrt von seinen ei-<br />
Ingeborg Ruthe<br />
steht voreinem der bittersten<br />
Exil-Gemälde des <strong>Berliner</strong> Malers<br />
GeorgeGrosz, seines Zeichens einer<br />
der wichtigsten Künstler der Weimarer<br />
Republik, vorden Nazis beizeiten geflohen<br />
in die USA und gleich nach seiner<br />
Rückkehr 1959 tragisch gestorben.<br />
KINO<br />
CHARLOTTENBURG<br />
Astor Film Lounge (✆ 883 85 51) Little Women<br />
14.30,17.20,20.15<br />
Cinema Paris (✆ 881 31 19) Les miserables<br />
15.00,20.30; Les miserables (OmU) 17.45<br />
Delphi Filmpalast (✆ 312 1026) Little Women<br />
14.00,17.00,20.00<br />
Delphi LUX (✆ 322 93 10 40) Jojo Rabbit (OmU)<br />
16.00, 21.00; Jojo Rabbit (OF) 13.30, 18.30;<br />
1917 –Der Film (OmU) 20.30; Das geheime Leben<br />
der Bäume 15.20; Parasite 17.40; Ein verborgenes<br />
Leben 14.20, 20.00; Sorry We Missed You (OmU)<br />
17.40; 1917 – Der Film 13.40, 16.20, 19.00,<br />
21.40; Judy 13.30, 16.00, 18.40; Judy (OmU)<br />
21.15; Knives Out (OmU) 20.50; Knives Out (OF)<br />
18.00;Vom Gießen des Zitronenbaums 15.20; Einsam<br />
zweisam16.30;Freies Land 13.40; ThePeanut<br />
Butter Falcon (OmU) 19.00; Queen &Slim (OmU)<br />
21.15<br />
Filmkunst 66 (✆ 882 17 53) The Peanut Butter<br />
Falcon 22.15; Das Vorspiel 17.45, 20.15; Crescendo<br />
#makemusicnotwar 20.00; Kamikaze 1989<br />
(OmenglU) 22.30; Motherless Brooklyn 17.15<br />
Kant Kino (✆ 319 98 66) Die fantastische Reise<br />
des Dr. Dolittle 13.20,15.40,18.20,20.45; Knives<br />
Out20.30;Das Vorspiel 18.00; DieHeinzels 14.00,<br />
15.20; Sorry We Missed You 15.50, 18.10, 20.30;<br />
ARainy Day In NewYork 16.15; Spione Undercover:<br />
Eine wilde Verwandlung 14.00; Latte Igel und der<br />
magische Wasserstein 13.30; Lindenberg! Mach<br />
dein Ding 17.10, 20.00; Als Hitler das rosa Kaninchen<br />
stahl 20.00; Knives Out 17.10; Das Vorspiel<br />
15.00<br />
Zoo Palast (✆ 01805/22 29 66) Atmos: BadBoys<br />
for Life 20.00, 23.05; 3D: Die fantastische Reise<br />
des Dr. Dolittle 14.10; 3D, Atmos: Star Wars: Der<br />
Aufstieg Skywalkers 16.45; 3D: Die fantastische<br />
Reise des Dr. Dolittle 17.40; Die Hochzeit 20.15,<br />
23.10; Jumanji –The Next Level 14.45; Die Eiskönigin<br />
II 14.20; Joker 22.50; Lindenberg! Mach dein<br />
Ding 19.45; Das perfekte Geheimnis 17.00; 3D:Die<br />
fantastische Reise des Dr. Dolittle 20.30, 23.00;<br />
Die fantastische Reise des Dr. Dolittle 15.00; Die<br />
Hochzeit 17.30; Bad Boys forLife 17.50; Die Hochzeit<br />
15.00; Jojo Rabbit 20.30,23.15; Als Hitler das<br />
rosa Kaninchenstahl20.20; Jojo Rabbit 17.45; Lindenberg!<br />
Mach dein Ding 14.30; Parasite 23.05;<br />
Knives Out 17.00, 20.00, 23.00; Vier zauberhafte<br />
Schwestern 14.40<br />
FRIEDRICHSHAIN<br />
b-ware!Ladenkino (✆ 20 07 88 88) 2040 –Wir<br />
retten die Welt! (OmU) 13.00; Latte Igel und der<br />
magische Wasserstein 17.00; Der Leuchtturm –The<br />
Lighthouse (OmU) 22.30; Lindenberg! Mach dein<br />
Ding 18.30; Miles Davis: Birth of the Cool (OmU)<br />
11.00; Die Sehnsucht der Schwestern Gusmao<br />
14.30; Les miserables 20.45; The Farewell (OmU)<br />
16.00; Jeannette: Die Kindheit der Jeanne d‘Arc<br />
(OmU) 11.00; Milchkrieg in Dalsmynni 12.45; Mystify<br />
–Michael Hutchence (OmU) 14.15; Once Upon<br />
aTime in... Hollywood (OmU) 22.00; Queen &Slim<br />
(OmU) 19.40; Systemsprenger (DFmenglU) 17.40;<br />
ARainy Day InNew York (OmU) 15.10; Einsam<br />
zweisam –Deux moi (OmU) 11.00; Die Eiskönigin<br />
II –Frozen 2(OmU) 16.45; Joker (OmU) 22.30; Die<br />
Kunst der Nächstenliebe –Les bonnes intentions<br />
(OmU) 18.30; Motherless Brooklyn 12.45; Parasite<br />
–Gisaengchung (OmenglU) 20.15<br />
Tilsiter-Lichtspiele (✆ 426 8129) Als Hitler das<br />
rosa Kaninchen stahl 16.00; Das geheime Leben<br />
der Bäume 14.00, 18.15; Lindenberg! Mach<br />
dein Ding 20.15; Parasite –Gisaengchung (OmU)<br />
22.45; Alkohol –Der globale Rausch 14.00;Aretha<br />
Franklin: Amazing Grace (OmU) 20.00; Midsommar<br />
–Director‘s Cut (OmU) 21.45; Schönheit &Vergänglichkeit<br />
18.20; Systemsprenger 16.00<br />
UCI Luxe Kino Mercedes-Platz IMAX: 1917 –Der<br />
Film 14.00,17.00,20.00,23.00; 3Engel für Charlie<br />
20.10; Bad Boys for Life 14.00, 16.50, 17.00,<br />
19.30, 19.50, 22.30, 22.50; Countdown 18.15,<br />
20.40, 23.10; Midnight Movie: The Divine Fury<br />
23.00; DieEisköniginII14.30; 3D: Diefantastische<br />
Reise des Dr. Dolittle 14.30, 17.10, 19.50, 22.30;<br />
DiefantastischeReise des Dr.Dolittle14.10, 16.45,<br />
20.10; Das geheime Leben der Bäume 17.10; The<br />
Grudge 23.00; Die Heinzels 13.50, 16.00; Die<br />
Hochzeit 14.30, 17.20, 20.15; Jojo Rabbit 17.10,<br />
19.50;Joker 22.50;Jumanji –The Next Level13.50,<br />
16.15, 19.10, 23.10; Kartoffelsalat 3–Das Musical<br />
14.00, 17.30; Knives Out 14.10, 22.50; Knives<br />
Out (OF) 22.20; Latte Igel und der magische<br />
Wasserstein 14.20; Lindenberg! Mach dein Ding<br />
16.30, 19.40; Little Women 14.20, 16.45, 20.00;<br />
Little Women (OF) 19.40; Das perfekte Geheimnis<br />
22.45; Queen &Slim 22.40; Spione Undercover:<br />
Eine wilde Verwandlung 14.10; 3D: Star Wars: Der<br />
Aufstieg Skywalkers 22.45; Star Wars: Der Aufstieg<br />
Skywalkers 16.20, 19.30; Die Wolf-Gäng 13.50<br />
Zukunft (✆ 01 76/57 86 10 79) Das geheime Leben<br />
der Bäume 18.00; Knives Out (OmU) 20.00;<br />
Der Leuchtturm –The Lighthouse (OmU) 22.30;<br />
Darkroom – Tödliche Tropfen (DFmenglU) 22.15;<br />
Porträt einer jungen Frau in Flammen –Portrait de<br />
la jeune fille en feu (OmU) 18.00;Vom Gießen des<br />
Zitronenbaums –It Must Be Heaven (OmU) 20.20<br />
HELLERSDORF<br />
CineStar (✆ 04 51/703 02 00) Bad Boys for<br />
Life 16.20, 20.00, 22.50; Die Eiskönigin II14.15,<br />
16.50; 3D: Die fantastische Reise des Dr. Dolittle<br />
13.50, 16.30, 19.20, 22.20; Die Heinzels 13.40,<br />
16.50; Die Hochzeit 13.50, 17.00, 19.30, 22.40;<br />
Joker22.50;Jumanji –The NextLevel16.45, 19.30,<br />
23.00; Knives Out 19.45; Lindenberg! Mach dein<br />
Ding 19.50; Das perfekte Geheimnis 22.30; Spione<br />
Undercover: Eine wilde Verwandlung 14.00;<br />
3D: Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers 19.40; Star<br />
Wars: Der Aufstieg Skywalkers 22.50; Vier zauberhafte<br />
Schwestern 14.00; Die Wolf-Gäng 14.15,<br />
17.10<br />
Kino Kiste (✆ 998 7481) Als Hitler das rosa Kaninchen<br />
stahl 13.20; Cats 17.15; 3D: Die Eiskönigin<br />
II 15.25; Die schönste Zeit unseres Lebens<br />
19.10<br />
HOHENSCHÖNHAUSEN<br />
CineMotion (✆ 038 71/211 41 09) 1917 –Der<br />
Film 17.15,20.00, 22.50; Bad Boys for Life 17.00,<br />
20.00, 22.30; Countdown 17.45, 20.10, 22.30;<br />
Die Eiskönigin II 14.20; 3D: Die fantastische Reise<br />
des Dr. Dolittle 15.10, 17.40, 20.15, 22.50; Die<br />
fantastische Reise des Dr. Dolittle 14.30, 19.50;<br />
Die Heinzels 14.40, 16.50; Die Hochzeit 15.00,<br />
17.10, 19.45, 22.40; Jumanji –The Next Level<br />
16.50; Knives Out 22.20; Latte Igel und der magische<br />
Wasserstein 14.45; Lindenberg! Mach dein<br />
Ding 19.40; Das perfekte Geheimnis 19.30; Spione<br />
Undercover: Eine wilde Verwandlung 14.45;<br />
3D: Star Wars: DerAufstieg Skywalkers 16.45; Star<br />
Wars: Der Aufstieg Skywalkers 19.50, 22.20; Underwater<br />
–Esist erwacht 23.00; Vier zauberhafte<br />
Schwestern 14.50; Die Wolf-Gäng 14.50, 17.20;<br />
Zombieland 2: Doppelt hält besser 23.00<br />
KREUZBERG<br />
Babylon (✆ 61 60 96 93) A Jojo Rabbit (OmU)<br />
16.50, 21.40; Sorry We Missed You (OmU) 19.20;<br />
B Mystify –Michael Hutchence (OmU) 16.10; Parasite<br />
–Gisaengchung (OmU) 18.30; SorryWeMissed<br />
You (OmU) 21.20<br />
fsk am Oranienplatz (✆ 614 2464) Sorry We<br />
Missed You (OmU) 17.45, 19.45, 21.45; Das Vorspiel<br />
18.00; Les miserables (OmU) 20.00, 22.15<br />
Moviemento (✆ 692 4785) Als Hitler das rosa<br />
Kaninchen stahl 14.15; Darkroom –Tödliche Tropfen<br />
21.15; Darkroom –Tödliche Tropfen (OmenglU)<br />
23.15; Die Kunst der Nächstenliebe 19.00; Little<br />
Joe –Glück ist ein Geschäft (OmU) 16.45; Als Hitler<br />
dasrosa Kaninchen stahl23.00; Jojo Rabbit (OmU)<br />
10.30, 13.00, 15.30, 18.00, 20.30; Als Hitler das<br />
rosa Kaninchen stahl 15.15;Deutschstunde 10.00;<br />
Mystify –Michael Hutchence (OmU) 22.30; Prachtige<br />
Films:Romys Salon –Kapsalon Romy (OmenglU;<br />
m. Gästen) 20.00; Thomas und seine Freunde: Große<br />
Welt! Große Abenteuer! 13.15;Vom Gießen des<br />
Zitronenbaums –ItMust BeHeaven (OmU) 17.45<br />
Regenbogen Kino (✆ 69 57 95 17) Der marktgerechte<br />
Mensch 20.30<br />
Sputnik (✆ 694 11 47) Alles außer gewöhnlich<br />
–Hors normes (OmU) 16.30; Parasite –Gisaengchung<br />
(OmU) 20.45; Die Sehnsucht der Schwestern<br />
Gusmao –Avida invisivel de Euridice Gusmao<br />
(OmU) 18.30; Shaun das Schaf: Der Film: UFO-<br />
Alarm 15.00; Swans –Where Does ABody End?<br />
(OmU) 23.15; Als Hitler das rosa Kaninchen stahl<br />
18.45; Cunningham (OmU) 17.00; The Farewell<br />
(OmU) 21.00; Joker (OmU) 23.00; Judy (OmU)<br />
15.00; Kinobar im Sputnik B-Movie: Lust &Sound<br />
in West-Berlin (OmenglU) 23.15; PJ Harvey –ADog<br />
Called Money (OmU) 21.00<br />
Yorck (✆ 78 91 32 40) Das geheime Leben der<br />
Bäume15.00;Little Women17.20, 20.15; New Ein<br />
verborgenes Leben 16.00; Die Heinzels 14.15; Parasite<br />
19.40, 22.30<br />
KÖPENICK<br />
Kino Spreehöfe (✆ 538 95 90) Bad Boys for Life<br />
20.30; Die Eiskönigin II13.00, 15.00; 3D: Die fantastische<br />
Reise des Dr. Dolittle 17.30, 20.00; Die<br />
fantastische Reise des Dr. Dolittle 12.30, 15.00;<br />
Die Heinzels 12.00, 14.00, 17.45; Die Hochzeit<br />
17.30, 20.00; Kartoffelsalat 3–Das Musical<br />
16.00, 18.15; KnivesOut 20.15; Lindenberg! Mach<br />
dein Ding 17.15, 20.15; Spione Undercover: Eine<br />
wilde Verwandlung 13.00;Vier zauberhafte Schwestern<br />
12.30, 15.15; Die Wolf-Gäng 15.30<br />
Union Filmtheater (✆ 65 01 31 41) Crescendo<br />
#makemusicnotwar 15.20; Das geheime Leben der<br />
Bäume 13.30; Der Junge muss andie frische Luft<br />
13.00; Lindenberg! Mach dein Ding 17.45, 20.30;<br />
Little Women 15.15, 18.00, 20.45; Romys Salon<br />
18.00; Spione Undercover: Eine wildeVerwandlung<br />
15.45; Das Vorspiel 13.00, 20.00<br />
MARZAHN<br />
UCI Kinowelt amEastgate (✆ 93 03 02 60)1917<br />
–Der Film 17.10, 19.50, 22.50; Bad Boys for Life<br />
17.00, 20.10, 23.00; Midnight Movie: The Divine<br />
Fury23.00; DieEiskönigin II 14.20; 3D:Die fantastische<br />
Reise des Dr. Dolittle 15.00, 17.30, 20.00,<br />
22.40; Die Heinzels 14.15, 16.45; Die Hochzeit<br />
14.00, 17.05, 19.55, 22.45; 3D: Jumanji –The<br />
Next Level 23.05; Jumanji –The Next Level 14.10,<br />
20.00; Kartoffelsalat 3 – Das Musical 14.30,<br />
16.55; Knives Out 19.45; Lindenberg! Mach dein<br />
Ding 17.15; Little Women 16.30, 19.45; Das perfekte<br />
Geheimnis 20.30; 3D: Star Wars: Der Aufstieg<br />
Skywalkers 22.50; Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers<br />
14.10; Die Wolf-Gäng 14.05<br />
MITTE<br />
Acud (✆ 44 35 94 98)Einsam zweisam 18.30; Der<br />
kleine Rabe Socke 3–Suche nach dem verlorenen<br />
Schatz 17.00; Parasite 20.45; Bunuel imLabyrinth<br />
der Schildkröten 22.00; But Beautiful –Nichts existiert<br />
unabhängig (OmU) 17.45; Mystify –Michael<br />
Hutchence (OmU) 20.00<br />
Babylon (✆ 242 59 69)Fellini 100!: Boccaccio70<br />
(OmenglU) 22.45; Lubitschs Geliebte: Ehekomödie<br />
–That Uncertain Feeling (OF) 22.00; Fellini 100!:<br />
Fellinis 81/2 –Otto emezzo (OmenglU) 20.00;<br />
Fellini 100!: Fellinis Stadt der Frauen –Lacitta<br />
delle donne (OmenglU) 17.15; Lubitschs Geliebte:<br />
Ninotschka (OmU) 17.45; Lubitschs Geliebte: Sein<br />
oder Nichtsein –ToBeOrNot To Be (OmU) 20.00<br />
Central Hackescher Markt (✆ 28 59 99 73) Das<br />
Kapital im 21. Jahrhundert –Capital inthe Twenty-<br />
First Century (OmU) 10.00; Die Kunst der Nächstenliebe<br />
– Les bonnes intentions (OmU) 14.30,<br />
19.15; Queen &Slim (OmU) 12.00, 16.30, 21.30;<br />
Fritzi –Eine Wendewundergeschichte 15.00; Joker<br />
(OmU) 19.00; Der Leuchtturm – The Lighthouse<br />
(OmU) 21.45; Thomas und seine Freunde: Große<br />
Welt! Große Abenteuer! 13.15; Vom Gießen des<br />
Zitronenbaums –ItMust Be Heaven (OmU) 16.45<br />
CineStar CUBIX (✆ 04 51/703 02 00)1917 –Der<br />
Film 17.20, 19.15, 23.00; 1917 –Der Film (OF)<br />
20.00; 3Engel für Charlie –Charlie‘s Angels (OF)<br />
23.15; Als Hitler das rosa Kaninchen stahl 11.30;<br />
Bad Boys for Life 16.40, 20.10, 22.50; Bad Boys<br />
forLife (OF)19.40,22.20; Cats 11.20;Die Eiskönigin<br />
II11.15, 13.50, 16.45; Die Eiskönigin II–Frozen<br />
2(OF) 15.00; 3D: Die fantastische Reise des<br />
Dr.Dolittle 12.20, 14.15, 17.30, 20.10, 23.00;Die<br />
Heinzels 11.00, 13.15,15.30; Die Hochzeit 13.50,<br />
17.10, 20.00; Joker (OF) 23.00; 3D: Jumanji –The<br />
Next Level 17.50; Jumanji –The Next Level 11.45;<br />
Kartoffelsalat 3 –Das Musical 11.20, 14.40;Knives<br />
Out16.50,19.20; KnivesOut (OF)20.45;Latte Igel<br />
und der magische Wasserstein 11.10; Lindenberg!<br />
Mach dein Ding 16.10; Das perfekte Geheimnis<br />
18.15; Spione Undercover: Eine wilde Verwandlung<br />
13.40; 3D: StarWars: Der Aufstieg Skywalkers<br />
22.30; Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers 14.00;<br />
Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers – Star Wars:<br />
The Rise of Skywalker (OF) 21.15; Vier zauberhafte<br />
Schwestern 11.15; Die Wolf-Gäng 13.20,15.50<br />
Hackesche Höfe (✆ 283 46 03) 1917 –Der Film<br />
(OmU) 16.30, 19.00; Ein verborgenes Leben –A<br />
Hidden Life (OmU) 21.15; Das Vorspiel (teilw.OmU)<br />
14.45; Als Hitler das rosa Kaninchen stahl 16.30;<br />
Lindenberg! Mach dein Ding 21.15; Miles Davis:<br />
Birth of the Cool (OmU) 14.00; Das Vorspiel (teilw.<br />
OmU)19.00; EinverborgenesLeben –AHiddenLife<br />
(OmU) 14.00; Jojo Rabbit (OmU) 17.15, 19.30;<br />
Little Joe –Glück ist ein Geschäft (OmU) 21.45;<br />
Sorry We MissedYou (OmU) 14.30, 19.00; Les miserables<br />
(OmU) 16.45, 21.15; Jojo Rabbit (OmU)<br />
22.15; LittleWomen (OmU) 14.00, 16.45, 19.30<br />
International (✆ 24 75 60 11) Jojo Rabbit (OmU)<br />
21.00; Lindenberg! Mach dein Ding 15.00; Little<br />
Women (OmU) 18.00<br />
Zeughauskino (✆ 20 30 47 70) Chemie und Liebe<br />
19.00; Die Hofnarrenchronik (OmenglU) 21.00<br />
NEUKÖLLN<br />
Cineplex NeuköllnArcaden (✆ 01 80/505 06 44)<br />
1917 –Der Film 16.50, 19.30; Baba Parasi (OmU)<br />
19.45, 22.50; Bad Boys for Life 16.30, 19.40,<br />
22.30; Countdown 20.30, 22.45; Countdown (OF)<br />
22.50; Die Eiskönigin II 14.20, 17.15; Eltilerin<br />
Savasi (OmU) 20.15, 22.55; 3D: Die fantastische<br />
Reise des Dr. Dolittle 14.20, 16.45, 19.30,<br />
19.55, 22.15; Die fantastische Reise des Dr. Dolittle<br />
15.00, 18.10; Die Heinzels 14.00, 16.05;<br />
Die Hochzeit 17.00, 19.55, 22.40; Jumanji –The<br />
Next Level 14.10, 17.20; Mucize Ask (OmU) 22.30;<br />
RafadanTayfa 2: Göbeklitepe (OmU) 14.45, 17.10;<br />
Spione Undercover: Eine wildeVerwandlung 14.15;<br />
Türkler Geliyor –Adelatin Kilici(OmU) 19.45, 22.35;<br />
Vier zauberhafte Schwestern 14.45; Die Wolf-Gäng<br />
14.00,17.00<br />
IL KINO (✆ 91 70 29 19) Als Hitlerdas rosa Kaninchen<br />
stahl (DFmenglU) 16.00; Land des Honigs –<br />
Medena Zemja: Honeyland (OmenglU) 18.10; Land<br />
des Honigs – Medena Zemja: Honeyland (OmU)<br />
11.50; Parasite –Gisaengchung (OmenglU) 13.30,<br />
23.40; Vom Gießen des Zitronenbaums –ItMust<br />
Be Heaven (OmU) 21.45; Les miserables (OmU)<br />
10.00,19.50
<strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020 23<br />
· ·<br />
·······················································································································································································································································································<br />
Tagestipp<br />
genen Gedanken und Kindern“. Er<br />
setzte es mit der Gestalt Kains gleich,<br />
des in der biblischenTradition ersten<br />
und archetypischen Mörders der<br />
Menschheitsgeschichte.<br />
Im Vergleich zu vielen anderen<br />
deutschen Emigranten war George<br />
Grosz auch in Amerika erfolgreich,<br />
sowohl was denVerkauf seiner Bilder<br />
betrifft als auch durch seine fast kontinuierliche,wenn<br />
auch zunehmend<br />
ungeliebte Lehrtätigkeit an der Art<br />
Students League of New York, die<br />
seine materielle Existenz sicherte.<br />
Nach einer mehrjährigen Pause<br />
nahm er den Unterricht 1949 deshalb<br />
auch wieder auf. Er hatte regelmäßig<br />
Ausstellungen, wurde aber in<br />
den USA weitgehend als „deutscher<br />
Künstler“ wahrgenommen, auch<br />
wenn der kunstpapstgleiche Alfred<br />
Barr, Gründungsdirektor des Museum<br />
of Modern Art, Grosz als „wildesten<br />
aller zeitgenössischen Künstler“<br />
gerühmt hatte. Der <strong>Berliner</strong> erreichte<br />
mit seinen Werken im Land<br />
der unbegrenzten Möglichkeiten<br />
nicht die Popularität und auch nicht<br />
die analytische Schärfe der expressiven<br />
und veristischen Darstellungen<br />
wie einst in Deutschland.<br />
„Cain oder Hitler in der<br />
Hölle“ 1944 ,gemalt<br />
in der amerikanischen<br />
Emigration<br />
DHM/VG BILDKUNST5 BONN 2020/<br />
VERTRETEN DURCH. LILIAN GROSZ<br />
MEIN BILD DER WOCHE<br />
Der Maler: GeorgeGrosz, geboren 1893<br />
und gestorben 1959 in Berlin, prägte mit<br />
seiner dadaistischen, satirisch-expressivenund<br />
neusachlich-veristischen Malerei<br />
die Kunst der Weimarer Republik. Dreimal<br />
wurde er angeklagt, wegenBeleidigung<br />
der Reichswehr,Angriffs auf die öffentliche<br />
Moral und Gotteslästerung.Seine<br />
<strong>Berliner</strong> Arbeiten sind ein Spiegel der politischen<br />
und gesellschaftlichen Fragen<br />
der Zeit. Und auch im NewYorkerExil, das<br />
er kurz vorHitlers Machtergreifung wählte,<br />
ließen den Kriegsgegner die politischen<br />
Ereignisse in Nazideutschland nicht los.<br />
Das Deutsche Historische Museum<br />
(DHM) erwarb das Gemälde<br />
„Cain oder Hitler in der Hölle“, 1944, aus<br />
Familienbesitz undintegriertesabdem<br />
4. Februar,12Uhr,indie Dauerschau,<br />
Unter den Linden 2, tgl. 10–18 Uhr.<br />
www.dhm.de<br />
Beim in der Hölle schmorenden,<br />
fratzengesichtigen Hitler aber schon,<br />
wenn auch in einem anderen Stil. Unübersehbar<br />
hat Groszsich auf die Alten<br />
Meister besonnen. Geradezu<br />
überrealistisch ist die Szenerie;<br />
Boschs„Dantes Inferno„ist schonerwähnt.<br />
DerBildaufbau erinnertauch<br />
an Altdorfer und die Donauschule –<br />
und ist nicht zuletzt ein Indiz der EntwurzelungGrosz’inder<br />
NeuenWelt.<br />
Nun kommt das krasse Zeitbild<br />
des <strong>Berliner</strong> Malers, der schon im<br />
deutschen Kaiserreich wegen Beleidigung<br />
der Reichswehr, Angriffs auf<br />
die öffentliche Moral und Gotteslästerung<br />
verhaftet wurde, indie Dauerausstellung<br />
des Deutschen Historischen<br />
Museums.<br />
Möglich wurde das durch Unterstützung<br />
der Beauftragten der Bundesregierung<br />
für Kultur und Medien<br />
und der Kulturstiftung der Länder.<br />
DasGemälde konnte vonden Grosz-<br />
Nachfahren erworben werden, die<br />
den nunmehr neuen Platz mitten in<br />
Berlin, im deutschen Geschichtsmuseum<br />
als den richtigen Ort ansehen.<br />
Gerade auch wegen der vielen jungen<br />
Besucher,für die die NS-Diktatur und<br />
der Krieg zeitlich weit wegsind.<br />
Buchpremiere<br />
Welt<br />
in<br />
Aufruhr<br />
Revolte“ heißt das Buch des<br />
israelischen Journalisten<br />
Nadav Eyal, das an diesem<br />
Donnerstag auf Deutsch erscheint<br />
(Ullstein). Er reiste dafür<br />
ins krisengeschüttelte<br />
Griechenland, sprach mit<br />
deutschen Neonazis und Opfern<br />
der Dürre in Sri Lanka.<br />
Eyal beschreibt eine Welt in<br />
Aufruhr, ererklärt aber auch,<br />
dass die Probleme die Chance<br />
beinhalten, eine gerechtere<br />
und nachhaltigereWelt aufzubauen.<br />
Für die deutsche Ausgabe<br />
schrieb er ein aktuelles<br />
Nachwort, das sich mit dem<br />
Anschlag auf die Synagoge in<br />
Halle beschäftigt und mit der<br />
Rolle, die Deutschland in dieser<br />
Zeit des Umbruchs spielen<br />
kann. Am Donnerstagabend<br />
liest er in Berlin, nächste Woche<br />
können Sie indieser <strong>Zeitung</strong><br />
das Interview lesen, dass<br />
die Israel-Korrespondentin<br />
Anja Reich mit Eyal geführt<br />
hat. Susanne Lenz<br />
Revolte:Buchpremiere mit NadavEyal<br />
19.30Uhr,Maschinenhausder Kulturbrauerei,<br />
Knaackstr. 47<br />
Pfefferberg Theater (✆ 939 35 85 55)<br />
20.00: Der Tanz der Zuckerpflaumenfähre (Ursus &<br />
Nadeschkin)<br />
Quatsch Comedy Club (✆ 47 99 74 13)<br />
20.00: Die LiveShow<br />
Ratibortheater (✆ 618 61 99)<br />
20.30: Der letzte Freitag (Die Gorillas)<br />
Stachelschweine (✆ 261 47 95)<br />
20.00: Überall ist besser als nichts!<br />
StageTheater des Westens (✆ 018 05 44 44)<br />
19.30: Mamma Mia!<br />
Theater Adlershof (✆ 23 93 45 79)<br />
19.00: Piaf et les bals perdus –Piaf und die verlorenen<br />
Ballhäuser (Cècile Roseund Trio Scho)<br />
Wühlmäuse (✆ 30 67 30 11)<br />
20.00: Gelogene Wahrheiten (Wühlmäuse-Ensemble)<br />
KLASSIK<br />
Emmauskirche (✆ 61 69 31 -0)<br />
20.00: Junges Orchester derFU, Ltg.Antoine Rebstein,<br />
Mayumi Kanagawa(Violine), L. vanBeethoven:<br />
Konzertfür Violine und OrchesterD-Dur op. 61; C.<br />
Nielsen: 4. Sinfonie op. 29 „Das Unauslöschliche“<br />
Komische Oper Berlin (✆ 47 99 74 00)<br />
20.00: Orchesterder Komischen Oper Berlin, Jan<br />
Vogler (Violoncello), Ltg.Alondra de la Parra, SinfoniekonzertIII,<br />
Claude Debussy: Prélude àl’après-midi<br />
d’un faune; Camille Saint-Saëns: Konzertfür<br />
Violoncello und OrchesterNr. 1a-Moll op. 33; Erich<br />
Wolfgang Korngold: Filmmusik zu „The Adventures<br />
of Robin Hood“; GeorgeGershwin: EinAmerikaner<br />
in Paris<br />
Konzerthaus Berlin (✆ 203 09 21 01)<br />
11.00, 15.00 Gr.Saal: Neujahrskonzertder Volkssolidarität<br />
20.00 Gr.Saal: Konzerthausorchester Berlin, Anastasia<br />
Kobekina (Violoncello), Ltg.Dmitrij Kitajenko,<br />
Prokofjew: „Romeo und Julia“, Suite Nr.1und 2aus<br />
der Ballettmusik op. 64, Auszüge; Tschaikowsky:<br />
Variationen über ein Rokoko-Thema für Violoncello<br />
und OrchesterA-Dur op. 33; „Manfred-Sinfonie“ nach<br />
Byron h-Moll op. 58<br />
Philharmonie (✆ 25 48 83 01)<br />
20.00: <strong>Berliner</strong> Philharmoniker,Ltg.Paavo Järvi, Stefan<br />
Dohr (Horn), Igor Strawinsky: Scherzo fantastique<br />
op. 3; Abrahamsen: Konzertfür Hornund Orchester,<br />
UA;Berlioz: Symphonie fantastique op. 14<br />
Philharmonie/Kammermusiksaal (✆ 25 48 81 32)<br />
20.00: <strong>Berliner</strong> Figuralchor,Cantores minores,<br />
Solist*innen: Marie Luise Werneburg,Benedikt Kristjánsson,<br />
Jörg Gottschick, Ltg.Gerhard Oppelt, Georg<br />
Friedrich Händel: „Alexander’sFeast, or the Powerof<br />
Musick“, „Ode for St. Cecilia’sDay“<br />
Pierre Boulez Saal (✆ 47 99 74 11)<br />
19.30: Boulez Ensemble XXII, Ltg.Thomas Guggeis,<br />
Bach: Brandenburgisches KonzertNr. 1F-Dur;Hindemith:<br />
Kammermusik Nr.1für 12 Solo-Instrumente<br />
op. 24/1; Saed Haddad: Sombre für 13 Musiker,UA;<br />
Strawinsky: „Concerto in Es“ für Kammerorchester<br />
„Dumbarton Oaks“<br />
Schwartzsche Villa (✆ 902 99 22 12)<br />
19.00: Liederabend –Typisch Frau?! Katharina<br />
Laura Kunz (Sopran), JakeWalsh (Klavier), Robert<br />
Schumann: Frauenliebe und-leben, op. 42; Richard<br />
Strauss: Mädchenblumen, op. 22; Wolfgang Rihm:<br />
Das Rot<br />
Villa Elisabeth (✆ 44 04 36 44)<br />
20.00: Viola Solo: Karen Lorenz, Yodfat Miron u. a.,<br />
Rama Gottfried: corporisfabrica (UA); Georg Katzer:<br />
Kette; Enno Poppe: Filz –visuell-performatives<br />
Konzert<br />
Zuversichtskirche (✆ 366 10 07)<br />
19.15: Cappella Vocale Berlin, kunstPause<br />
Zwölf-Apostel-Kirche (✆ 263 98 10)<br />
19.30: Stephan Graf vonBothmer:„Three Ages“ in<br />
concert, Stummfilm-Komödie mitBuster Keaton,<br />
Weltpremiere einer kolorierten Fassung<br />
KALENDER<br />
KINDER<br />
Friedrichstadt-Palast (✆ 23 26 23 26)<br />
16.00: Im Labyrinth der Bücher,Young Show(ab 5J.)<br />
Theater der kleinen Form (✆ 29 35 04 61)<br />
18.00: Die Zauberflöte, Puppentheater Firlefanz,<br />
Marionettenoper (ab 10 J.)<br />
LITERATUR/VORTRAG<br />
Akademie der Künste am Pariser Platz<br />
(✆ 200 57 10 00) 19.00 Plenarsaal: „Bin und<br />
bleibe, der ich war,Ernst Barlach“. Ernst Barlach. Die<br />
Briefe, Charly Hübner,IngoSchulze und HolgerHelbig<br />
lesen und loben<br />
Kulturbrauerei/Maschinenhaus (✆ 44 31 51 00)<br />
19.30: Revolte, NadavEyal<br />
Lettrétage (✆ 692 45 38)<br />
20.00: 2019 Berlin Writing Prize, Preisverleihung und<br />
Buchpremiere mit S.K. Perry, Victoria Manifold, Anbara<br />
Salam, und Traci Kim<br />
Literaturforum im Brecht-Haus (✆ 282 20 03)<br />
20.00: Metropol, Eugen Ruge, Lesung und Gespräch,<br />
Moderation:Cornelia Geißler<br />
Z-Bar (✆ 28 38 91 21)<br />
20.30: Kontinentpfade. Eine kurze Anleitung,Europa<br />
lieben zu lernen, Gernot Wolfram, Lesung &Gespräch,<br />
Moderation: Britta Gansebohm<br />
KONZERT<br />
A-Trane (✆ 313 25 50)<br />
21.00: LilyDahab,Bajo un mismocielo<br />
Berghain/Kantine (Rüdersdorfer Str.70)<br />
20.30: Die Kerzen<br />
Bi Nuu (✆ 69 56 68 40)<br />
20.00: Jason Bartsch &Band, Aylin Celik, Eine Idee<br />
für das Klappen aller Dinge<br />
Festsaal Kreuzberg (✆ 403 65 56 30)<br />
20.00: Yaya The Cat +Riskee (Ska Punk)<br />
Kiste (✆ 998 74 81)<br />
21.00: Black Rosie<br />
Lido (✆ 69 56 68 40)<br />
20.00: Acht Eimer Hühnerherzen +SchrengSchreng<br />
+LaLa(Punkrock)<br />
Rickenbacker’s (✆ 81 89 82 90)<br />
21.00: Dyfingar Bannadar<br />
Schlot (✆ 448 21 60)<br />
21.00: Balkan Spirit meets Balkanova<br />
Schokoladen Mitte (✆ 282 65 27)<br />
19.00: Dr.Fleischman +The Antikaroshi, thirsty and<br />
miserable<br />
TIPI am Kanzleramt (✆ 39 06 65 50)<br />
20.00: Gitte Haenning &Band, Still crazy ...<br />
VertiMusic Hall (✆ 20 60 70 88 11)<br />
20.00: Howard Carpendale,Die Showmeines Lebens<br />
–50Jahre<br />
Wild At Heart (✆ 611 70 10)<br />
22.00: The Teaserettes, The Rock nRoll Freak<br />
Burlesque Show<br />
Yaam (✆ 615 13 54)<br />
20.00: Jamila &The Other Heroes, Tolygyn, Heart<br />
Chor,Schmeckefuchs, Urubu Marinka<br />
CLUB<br />
Berghain (Am Wriezener Bahnhof)<br />
23.00: CTM 2020, Astrid Gnosis (live), Gabber Modus<br />
Operandi feat. Wahono xNakibembe Xylophone<br />
Ensemble (live), Squarepusher (live), !luuli, VTSS<br />
Tresor Club (Köpenicker Str.70)<br />
23.59: Tresor.Klubnacht, Umwelt, Sunil Sharpe, Kerrie,<br />
Jamie Behan<br />
BALLROOM<br />
Ballhaus Berlin (✆ 282 75 75)<br />
20.00: DJaneClärchen &die Ballhaus Band<br />
Haus der Sinne (✆ 44 04 91 55)<br />
21.30: Tangobar:Alfonso Covarrubias (live)<br />
ufaFabrik (✆ 75 50 30)<br />
22.00: 8. PSIU! Forró Festival<br />
Weiße Rose (✆ 902 77 66 46)<br />
19.00: Holiday Swing,Stephan Wuthe<br />
KINO<br />
Neues Off (✆ 62 70 95 50)Queen & Slim (OmU)<br />
16.30, 19.30; Queen &Slim (OF) 22.30<br />
Passage (✆ 68 23 70 18) Little Women (OmU)<br />
14.40, 17.30, 20.30; 1917 – Der Film (OmU)<br />
15.00, 17.45, 20.30; Knives Out 21.00; Lindenberg!<br />
Mach dein Ding 15.20, 18.10; Joker (OmU)<br />
18.30, 21.00; Judy (OmU) 16.00<br />
Rollberg (✆ 62 70 46 45) Little Women(OF) 14.45,<br />
17.45, 20.45; Parasite –Gisaengchung (OmenglU)<br />
17.20, 20.15; 1917 –Der Film (OF) 17.00, 19.45,<br />
22.30; Les miserables (OmenglU) 17.00, 19.30,<br />
22.00; Jojo Rabbit (OF) 16.30, 19.00, 21.30<br />
UCI Luxe Gropius Passagen (✆ 66 68 12 34)<br />
1917 –Der Film 17.30, 20.15, 23.00; BadBoysfor<br />
Life 16.40, 19.50, 22.50; Die Eiskönigin II14.20;<br />
3D: Die fantastische Reise des Dr. Dolittle 14.50,<br />
17.20, 20.10, 22.40; Die Heinzels 15.05, 17.10;<br />
Die Hochzeit 16.30, 19.40, 22.55; Jumanji –The<br />
Next Level 17.00; Kartoffelsalat 3–Das Musical<br />
14.15; Knives Out 19.30; Das perfekte Geheimnis<br />
22.30; Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers 20.30;<br />
Vier zauberhafte Schwestern 14.30; Die Wolf-Gäng<br />
14.40<br />
Wolf (✆ 921039333) Flussfahrtmit Huhn 16.30;<br />
Little Joe –Glück ist ein Geschäft (OmU) 18.50;<br />
SorryWe Missed You(OmU) 16.40, 21.00;Vom Gießen<br />
des Zitronenbaums –ItMust BeHeaven (OmU)<br />
19.00; Les miserables (OmU) 21.10<br />
PANKOW<br />
BlauerSternPankow (✆ 47 61 18 98)Die fantastische<br />
Reise des Dr. Dolittle 13.30, 15.50, 18.10,<br />
20.15; Little Women 20.30; Die Heinzels 13.40,<br />
15.30; Lindenberg! Mach dein Ding 17.20<br />
PRENZLAUER BERG<br />
FT am Friedrichshain (✆ 42 84 51 88) Little Women<br />
14.30, 17.20, 20.15; Das geheime Leben der<br />
Bäume 17.40; Die Heinzels 14.00, 15.50; Parasite<br />
20.00; Die fantastische Reise des Dr. Dolittle<br />
13.40, 16.00, 18.20, 21.15; 1917 –Der Film<br />
(OmU) 20.40; Latte Igel und der magischeWasserstein<br />
14.40; Sorry We Missed You 16.40, 19.00;<br />
Ein verborgenes Leben 19.45; Knives Out 17.00;<br />
Spione Undercover: Eine wildeVerwandlung 14.45<br />
Kino in der Kulturbrauerei (✆ 04 51/703 0200)<br />
1917 –Der Film (OmU) 16.45, 20.00, 22.45; Als<br />
Hitler das rosa Kaninchen stahl 16.45; Ein verborgenes<br />
Leben 21.45; Die Eiskönigin II14.15; Freies<br />
Land 23.00; Dasgeheime Leben derBäume 18.45;<br />
Die Heinzels 14.30, 16.45; Jojo Rabbit (OmU)<br />
14.00, 19.30; Jojo Rabbit (OF) 16.45,22.30; Judy<br />
17.00; Der kleine Rabe Socke 3–Suche nach<br />
dem verlorenen Schatz 14.15; Knives Out 19.45;<br />
Lindenberg! Mach dein Ding 20.00; Little Women<br />
13.45; Little Women (OmU) 19.30; Little Women<br />
(OF) 16.45; Parasite 21.45; The Peanut Butter Falcon<br />
16.30; Queen &Slim (OmU) 22.45; Sorry We<br />
Missed You 19.15; Spione Undercover: Eine wilde<br />
Verwandlung 14.15; Star Wars IX (OmU)22.45; Vier<br />
zauberhafte Schwestern 14.30;Vom Gießen des Zitronenbaums<br />
16.15; Das Vorspiel 19.00; Die Wolf-<br />
Gäng 13.45; Les miserables 21.45<br />
Krokodil (✆ 44 04 92 98) Gundermann Revier<br />
18.00; Swimmingpool am Golan (teilw.OmU)<br />
19.45; Why Don‘t You Just Die! (OmU) 21.15<br />
UCI Kinowelt Colosseum (✆ 44 01 92 00) 1917<br />
–Der Film 17.05, 19.40, 22.30; 3Engel für Charlie<br />
22.40; Bad Boys for Life 17.00, 19.55, 22.40;<br />
Countdown 19.55, 22.30; Midnight Movie: The Divine<br />
Fury 22.45; Die Eiskönigin II 14.40; 3D: Die<br />
fantastische Reise des Dr. Dolittle 14.20, 17.00,<br />
19.45, 22.45; Das geheime Leben der Bäume<br />
17.05; Die Heinzels 14.30, 17.20; Die Hochzeit<br />
14.15, 16.45, 19.50; 3D: Jumanji 17.00; Jumanji<br />
14.15; Kartoffelsalat 314.40, 17.00; Knives Out<br />
19.50, 22.45; Latte Igel und der magische Wasserstein<br />
14.30; Lindenberg! 19.40; Little Women<br />
16.50, 19.45; Das perfekte Geheimnis 16.50;<br />
Sneak Preview 22.45; 3D: Star Wars IX 22.45; Star<br />
Wars: Der Aufstieg Skywalkers 14.15, 19.40; Systemsprenger<br />
19.55; Underwater –Esist erwacht<br />
22.45; Vier zauberhafte Schwestern 14.45; Die<br />
Wolf-Gäng 14.35<br />
Zeiss-Großplanetarium (✆ 42 18 45 12) Anderswo.<br />
Allein inAfrika 18.00; M. C. Escher: Reise in<br />
dieUnendlichkeit (teilw.OmU) 16.00; DerMann, der<br />
vomHimmel fiel –The Man Who Fell toEarth (OmU)<br />
20.30; Small Planets (OmU) 14.00<br />
REINICKENDORF<br />
CineStar Tegel (✆ 04 51/703 02 00) 1917 –Der<br />
Film 16.35,19.40, 22.45; Bad Boys for Life 17.05,<br />
20.10, 23.00; Countdown 20.25, 23.15; Die Eiskönigin<br />
II 14.10, 16.55; 3D: Die fantastische Reise<br />
des Dr. Dolittle 14.20, 17.10, 19.50, 22.35; The<br />
Grudge 23.20; Die Heinzels 13.30, 15.40; Die<br />
Hochzeit 14.10, 16.45, 19.35, 22.35; Jojo Rabbit<br />
20.00; Joker 23.05; 3D: Jumanji –The Next Level<br />
22.50; Jumanji –The Next Level 17.15; Kartoffelsalat<br />
3–Das Musical 14.10, 18.00; Knives Out<br />
16.55, 19.45; Lindenberg! Mach dein Ding 16.25;<br />
Dasperfekte Geheimnis20.15; SpioneUndercover:<br />
Eine wilde Verwandlung 13.45; 3D: Star Wars: Der<br />
Aufstieg Skywalkers 19.30; Star Wars: Der Aufstieg<br />
Skywalkers 13.40, 22.55; Vier zauberhafte Schwestern<br />
14.20; Die Wolf-Gäng 14.40<br />
SCHÖNEBERG<br />
Cinema amWalther-Schreiber-Platz (✆ 852 30 04)<br />
Als Hitler das rosa Kaninchen stahl 14.00, 20.00;<br />
Lindenberg! Mach dein Ding 17.00<br />
Cosima (✆ 85 075802)Judy 18.00, 20.15<br />
Odeon (✆ 78 70 40 19) Jojo Rabbit (OmU) 18.00;<br />
Little Women (OmU) 15.00, 20.30<br />
Xenon (✆ 78 00 15 30) JonathanAgassi Saved My<br />
Life (OmU) 18.00; Judy (OmU) 20.15<br />
SPANDAU<br />
Cineplex Spandau (✆ 01 80/505 02 11) 1917<br />
– Der Film 16.35, 19.50, 22.45; Bad Boys for<br />
Life 16.50, 19.40, 22.45; Die Eiskönigin II12.35,<br />
14.05; 3D: Die fantastische Reise des Dr. Dolittle<br />
17.00, 20.15, 22.50; Die fantastische Reise desDr.<br />
Dolittle 10.00, 12.00, 14.25; Die Heinzels 10.00,<br />
12.15, 14.30; Die Hochzeit 16.40, 19.30, 22.40;<br />
Jumanji 17.15; Knives Out 19.45; Spione Undercover:<br />
Eine wilde Verwandlung 14.45; Star Wars<br />
IX 22.20; Vier zauberhafte Schwestern 12.20; Die<br />
Wolf-Gäng 10.00, 12.10, 14.25<br />
Kino im Kulturhaus Spandau (✆ 333 6081) Als<br />
Hitler das rosa Kaninchen stahl 13.45, 18.00; Der<br />
geheime Roman des Monsieur Pick 16.00; Judy<br />
20.15<br />
STEGLITZ<br />
Adria (✆ 01 80/505 07 11) Little Women 14.00,<br />
17.00,20.00<br />
Cineplex Titania Palast (✆ 01 80/505 05 20)<br />
1917 –Der Film 20.00, 22.55; Bad Boys for Life<br />
16.50, 20.00, 23.00; Die Eiskönigin II 10.00,<br />
12.15, 14.25; 3D: Die fantastische Reise des Dr.<br />
Dolittle 10.00,12.20, 14.45, 17.20, 19.50, 22.35;<br />
Die fantastische Reise des Dr. Dolittle 14.15,<br />
16.50; Das geheime Leben der Bäume 17.50; Die<br />
Heinzels 10.00, 11.50,13.45, 15.45; Die Hochzeit<br />
17.05, 19.45, 22.40;Jojo Rabbit20.00,22.45;Jumanji<br />
16.50; Knives Out 17.00,19.30, 22.35; Latte<br />
Igel und der magische Wasserstein 10.00, 12.15;<br />
Spione Undercover: Eine wilde Verwandlung 10.00,<br />
12.00, 14.30; Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers<br />
20.45; Vier zauberhafte Schwestern 10.00, 12.15,<br />
14.30; Die Wolf-Gäng 10.00,12.10, 14.25<br />
Thalia Movie Magic (✆ 774 3440) Bad Boys for<br />
Life 20.30; 3D: Die fantastische Reise des Dr. Dolittle<br />
18.15, 20.30; Die fantastische Reise des Dr.<br />
Dolittle 15.45; Die Heinzels 15.45; Die Hochzeit<br />
18.00,20.30; Jumanji –The Next Level 18.00; Knives<br />
Out 20.30; Lindenberg! Mach dein Ding 17.45;<br />
Vier zauberhafte Schwestern 15.45; Die Wolf-Gäng<br />
16.00<br />
TIERGARTEN<br />
Arsenal (✆ 26 95 51 00) Federico &Marcello:<br />
Fellinis Das süße Leben –Ladolce vita (OmenglU)<br />
19.30; MagicalHistoryTour:Liebling,ich werde jünger<br />
–Monkey Business (OF) 20.00<br />
CinemaxX Potsdamer Platz (✆ 040/80 806969)<br />
1917 – Der Film 13.20, 16.20, 16.30, 19.45,<br />
19.50, 23.00; 7500 –Der Film 23.00; Als Hitler<br />
das rosa Kaninchen stahl 16.30; Bad Boys for Life<br />
16.50, 19.30, 22.50; Countdown 17.30, 20.10,<br />
22.40; Die Eiskönigin II 12.30; 3D: Die fantastische<br />
Reise des Dr. Dolittle 13.15, 13.30, 17.00,<br />
20.15, 23.00; Die fantastische Reise des Dr. Dolittle<br />
14.00, 16.30; Das geheime Leben der Bäume<br />
17.10; Die Heinzels 14.10, 16.15; Die Hochzeit<br />
13.40, 17.05, 20.00, 22.30; Jojo Rabbit 16.30,<br />
16.40, 19.40, 23.00; Joker 20.00; Jumanji –The<br />
Next Level 13.45, 15.15, 16.30, 20.00, 23.00;<br />
Kartoffelsalat 3–Das Musical 14.00, 17.15; Knives<br />
Out 16.45, 20.30, 22.45, 22.50; Lindenberg!<br />
Mach dein Ding 19.00; Little Women 13.30, 17.00,<br />
19.30, 19.45, 22.30; Parasite 19.15; Das perfekte<br />
Geheimnis19.45; Queen &Slim 22.40; Spione Undercover:<br />
Eine wilde Verwandlung 13.20; 3D: Star<br />
Wars: Der Aufstieg Skywalkers 15.50, 20.20; Star<br />
Wars:Der Aufstieg Skywalkers 13.50, 19.20,22.30;<br />
Underwater –Esist erwacht 23.00; Vier zauberhafte<br />
Schwestern 15.00; Weathering With You: Das Mädchen,<br />
das die Sonneberührte 19.45; DieWolf-Gäng<br />
14.10<br />
Filmrauschpalast (✆ 394 43 44) Jam (OmU)<br />
17.30; Die Sehnsucht der Schwestern Gusmao –A<br />
vida invisivel de Euridice Gusmao (OmU) 21.30;<br />
Why Don‘t You Just Die! –Papa, sdokhni (OmU)<br />
19.30<br />
TREPTOW<br />
Astra (✆ 636 1650) Bad Boys for Life 17.15,<br />
20.00, 22.30; 3D: Die fantastische Reise des Dr.<br />
Dolittle 17.30, 20.00, 22.30; Die fantastische Reise<br />
des Dr. Dolittle 15.00; Das geheime Leben der<br />
Bäume 15.00, 18.00, 20.15, 22.30; Die Heinzels<br />
14.00, 16.00; Die Hochzeit 17.30, 20.00, 22.30;<br />
Jumanji –The Next Level 18.00; Lindenberg! Mach<br />
dein Ding 20.30; Spione Undercover: Eine wilde<br />
Verwandlung 15.00; Vier zauberhafte Schwestern<br />
14.00; Die Wolf-Gäng 16.00<br />
Casablanca (✆ 6775752) Judy 18.00; KnivesOut<br />
20.30; Pavarotti 15.30<br />
CineStar –Treptower Park (✆ 04 51/703 02 00)<br />
1917 –Der Film 17.00, 20.10, 22.50; 3Engel für<br />
Charlie 23.00; Bad Boys for Life 17.00, 20.00,<br />
22.45; Countdown 20.20, 22.55;<br />
Die Eiskönigin II14.20;3D: Die fantastische Reise<br />
des Dr. Dolittle 14.10, 17.10, 20.00, 22.45; The<br />
Grudge 23.05; Die Heinzels 14.15, 16.30; Die<br />
Hochzeit 14.10, 17.00, 19.55; Joker22.55; 3D: Jumanji<br />
–The Next Level20.00; Jumanji –The Next Level14.05,<br />
17.15, 22.40; Kartoffelsalat3–Das Musical<br />
14.40, 17.20; Knives Out 19.30; Lindenberg!<br />
Mach dein Ding 17.10; Das perfekte Geheimnis<br />
19.45; Spione Undercover: Eine wildeVerwandlung<br />
14.20; Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers 19.30;<br />
Underwater –Esist erwacht 23.00; Vier zauberhafte<br />
Schwestern 14.15,16.50; DieWolf-Gäng 14.45<br />
WEDDING<br />
Cineplex Alhambra (✆ 01 80/505 03 11) 1917<br />
–Der Film 16.40, 19.45, 22.40; Bad Boys for Life<br />
16.50, 20.00, 23.00; Die Eiskönigin II14.15; Eltilerin<br />
Savasi (OmU) 20.15, 22.45; 3D: Die fantastische<br />
Reise des Dr. Dolittle 14.20, 16.45, 19.30,<br />
22.40; Die Hochzeit 16.50, 19.45; Jumanji –The<br />
Next Level 14.10; Rafadan Tayfa 2: Göbeklitepe<br />
(OmU) 14.00, 16.00, 18.10; Star Wars: Der Aufstieg<br />
Skywalkers 17.00, 22.50; Türkler Geliyor –<br />
Adelatin Kilici (OmU) 20.10, 23.00; Vier zauberhafte<br />
Schwestern 14.15; DieWolf-Gäng 14.15<br />
WEISSENSEE<br />
BrotfabrikKino (✆ 471 40 01) An derBruchkante–<br />
Imker in Mecklenburg 19.30; Klavierstunden –Making<br />
the Grade (OmU) 18.00; Swans –Where Does<br />
ABody End? (OmU) 21.45<br />
Toni &Tonino (✆ 92 79 12 00) Die fantastische<br />
Reise des Dr. Dolittle 11.15, 13.30, 15.45; Lindenberg!<br />
Mach dein Ding 20.45; Premiere: Romys<br />
Salon 18.00; Die fantastische Reise des Dr.Dolittle<br />
18.15,20.30; Lindenberg! Mach dein Ding 15.30;<br />
Thilda &die beste Band derWelt 13.00<br />
WILMERSDORF<br />
Bundesplatz-Kino (✆ 85 40 60 85) Als Hitler das<br />
rosa Kaninchen stahl 15.30; Miles Davis: Birth of<br />
the Cool (OmU) 20.30; Das Vorspiel 18.00<br />
Eva-Lichtspiele (✆ 92 25 53 05) Crescendo #makemusicnotwar<br />
15.30; Dasgeheime Lebender Bäume<br />
18.00; Latte Igel und der magische Wasserstein<br />
13.15;Vom Gießen des Zitronenbaums 20.30<br />
ZEHLENDORF<br />
Bali (✆ 811 46 78) But Beautiful –Nichts existiert<br />
unabhängig 20.30; Ein Licht zwischen den Wolken<br />
18.00; Latte Igel und der magische Wasserstein<br />
16.00<br />
Capitol (✆ 831 6417) Das geheime Leben der<br />
Bäume 15.00; Little Women 17.20, 20.15<br />
POTSDAM<br />
Filmmuseum Potsdam (✆ 03 31/271 81 12)<br />
Auf den Spuren Fellinis –Sur les traces de Fellini<br />
17.00; Fellinis La Strada –Das Lied der Straße (m.<br />
Einführung) 19.00; Götter von Molenbeek: Gods of<br />
Molenbeek –Aatos ja Amine (OmU) 21.15<br />
Thalia Potsdam (✆ 03 31/743 70 20) Als Hitler<br />
das rosa Kaninchen stahl 16.00; Crescendo<br />
#makemusicnotwar 15.30; Ein verborgenes Leben<br />
20.15; Die Eiskönigin II 13.45; Das geheime Leben<br />
der Bäume 18.00; Die Heinzels 14.00, 16.00; Jojo<br />
Rabbit 18.00, 20.45; Latte Igel und der magische<br />
Wasserstein 13.30; Lindenberg! Mach dein Ding<br />
18.00, 20.45; Sorry We Missed You 20.45; Vom<br />
Gießen des Zitronenbaums 15.45; Das Vorspiel<br />
13.45, 18.30<br />
UCI Luxe Potsdam Center (✆ 03 31/233 70)<br />
1917 –Der Film 17.10, 20.15, 23.00; BadBoysfor<br />
Life 16.50, 20.00, 23.00; Die Eiskönigin II 13.50;<br />
3D: Die fantastische Reise des Dr. Dolittle 14.00,<br />
17.00, 20.00, 23.00; Die Heinzels 13.40, 15.45;<br />
Die Hochzeit 14.10, 16.40, 19.50; 3D: Jumanji –<br />
The Next Level 23.00; Jumanji 16.50; Kartoffelsalat<br />
314.20, 17.45; Knives Out 19.50, 23.00; Lindenberg!<br />
Mach dein Ding 19.40; Little Women 16.30,<br />
19.40; Das perfekte Geheimnis 23.00; 3D: Star<br />
Wars: Der Aufstieg Skywalkers 20.15; Star Wars: Der<br />
Aufstieg Skywalkers 13.45, 23.00; Vier zauberhafte<br />
Schwestern 14.15; Die Wolf-Gäng 14.00, 17.10<br />
UMLAND<br />
ALA Falkensee (✆ 03322/279 88 77)Die fantastische<br />
Reise des Dr. Dolittle 14.30, 17.00, 20.00<br />
Filmpalast Bernau (✆ 033 38/70 54 54) Bad<br />
Boys for Life 20.30; 3D: Die fantastische Reise<br />
des Dr. Dolittle 18.00, 20.30; Die fantastische<br />
Reise des Dr. Dolittle 15.45; Die Heinzels 15.30;<br />
Die Hochzeit 17.45,20.30; Lindenberg! Mach dein<br />
Ding 17.30; Vier zauberhafte Schwestern 15.30<br />
Filmpalast Oranienburg (✆ 033 01/70 48 28)<br />
Bad Boys for Life 18.00, 20.30, 22.30; Die Eiskönigin<br />
II 14.15; 3D: Die fantastische Reise des<br />
Dr. Dolittle 17.30, 19.45, 22.50; Die fantastische<br />
Reise des Dr. Dolittle 15.00; Die Hochzeit 17.45,<br />
20.15;Jumanji 15.15;Lindenberg! Machdein Ding<br />
17.00, 20.00; 3D: Star Wars IX 22.15; Die Wolf-<br />
Gäng 14.00, 16.00; Zombieland 223.10<br />
Linden-Kino Wusterhausen (✆ 03 39 79/145 93)<br />
Bad Boys for Life21.15; Die Hochzeit17.00, 19.15<br />
Movieland Erkner (✆ 033 62/36 68) Als Hitler<br />
das rosa Kaninchen stahl 20.45; Bad Boys for Life<br />
18.00; Die Hochzeit 17.15, 20.00; Der kleine Rabe<br />
Socke 316.15; Spione Undercover 15.00
24 <strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020<br />
·························································································································································································································································································<br />
Netzwerk<br />
NACHRICHTEN<br />
Vereinte Nationen Opfer<br />
von Hacker-Angriff<br />
STREAMING<br />
Dämonen,<br />
Mörder und<br />
zwei Päpste<br />
Der Februar ist Berlinale-Monat.<br />
Und wie in jedem Jahr, weht<br />
auch diesmal wieder mehr als nur<br />
ein Hauch von internationaler Unterhaltung<br />
durch Berlin. Für diejenigen,<br />
die es mal wieder nicht ins Kino<br />
schaffen können, gibt es hier Tipps,<br />
um sich im Februar die Zeit hochkarätig<br />
zu vertreiben.<br />
„Locke and Key“: Bei dieser Serie<br />
handelt es sich um eine Adaption der<br />
Graphic Novel gleichen Namens. In<br />
der Geschichte geht es um die Geschwister<br />
Locke, die in das Geburtshaus<br />
ihres Vaters ziehen, nachdem<br />
dieser brutal ums Leben gekommen<br />
ist. In diesem Haus spielen sich allerlei<br />
unglaubliche Dinge ab,die immer<br />
mit bestimmten magischen Schlüsseln<br />
zu tun haben, welche die Kinder<br />
immer wieder entdecken. Es gibt<br />
Dämonen, ein Mädchen in einem<br />
Brunnen, Türen in andere Dimensionen<br />
und allerlei unglaubliche<br />
Dinge. Die Buchvorlage ist auch wegen<br />
der sehr bildgewaltigen Illustrationen<br />
zum Kult-Klassiker geworden,<br />
was die Latte für die Serie sehr<br />
hoch gelegt hat. Für Fantasy-, Grusel-<br />
und Comicfreunde ein Muss.<br />
Zu sehen ab 7. Februar bei Netflix<br />
„A Confession“: Diese britische Serie<br />
erzählt die wahre Geschichte des<br />
Mordes an Sian O’Callaghan, die im<br />
März 2011 von einem Taxifahrer ermordet<br />
wurde. Nachdem der Täter<br />
ein Geständnis abgelegt hatte,hat er<br />
im Verlauf des Verhörs einen weiteren<br />
Mord gestanden. Aufgrund dieses<br />
Geständnisses konnte die Leiche<br />
der bereits 2003 verschwundenen<br />
Becky G. Edward entdeckt werden.<br />
Später stellte sich heraus, dass der<br />
ermittelnde Kommissar Fulcher sich<br />
schweren Fehlverhaltens schuldig<br />
gemacht hat. Der von Martin Freeman<br />
gespielte Ermittler Steve Fulcher<br />
hat zwei Fälle lösen können, die<br />
damals ganz England in Atem hielten,<br />
letztendlich kosteten sie ihn jedoch<br />
seinen Job. Sehr aufwühlend<br />
erzählt, sehr sehenswert.<br />
Zu sehen ab 6. Februar bei MagentaTV<br />
Ach du Heiliger:Jude Lawund John<br />
Malkovich spielen zwei Päpste.<br />
„The New Pope“: Päpste scheinen<br />
derzeit sehr im Trend zu liegen. Nach<br />
dem Netflix-Erfolgsfilm „Two Popes“<br />
bekommen wir jetzt in dieser HBO-<br />
Serie den neuen Papst präsentiert.<br />
Die Serie folgt den Geschehnissen<br />
von „The Young Pope“. Jude Laws<br />
„Pius XIII“ liegt im Koma und ein<br />
neuer Pontifex (John Malkovich)<br />
wird gewählt. Plötzlich wacht Pius<br />
auf und das Drama beginnt. Frech,<br />
und wunderschön anzusehen!<br />
Zu sehen ab dem 20.Februar bei Sky Atlantic<br />
Markus Posimki<br />
hat drei Spielfilme für den<br />
Februar gefunden.<br />
PR<br />
Wann moralisch handeln, wann einfach nur sein Leben retten? Auch mit dieser Frage müssen sich die Widerstandskämpfer beschäftigen. PAINTBUCKET GAMES (2)<br />
Im Kampf gegen die Nazis<br />
In „Through the Darkest of Times“ lernt der Computerspieler,wie schwierig es ist, Widerstand zu leisten<br />
VonJan Bojaryn<br />
Das Dritte Reich kennen<br />
immer mehr Menschen<br />
nur noch aus Erzählungen<br />
und Filmen. Eine<br />
einfache, direkte Brücke in die Vergangenheit<br />
hat das <strong>Berliner</strong> Kleinstudio<br />
Paintbucket Games geschlagen.<br />
„Through the Darkest of<br />
Times“ ist ein gründlich recherchiertes,<br />
historisches Computerspiel<br />
aus Berlin, das seit gesternauf<br />
dem Marktist.<br />
Wastun mit dem Papierstapel?<br />
Das Spiel beginnt 1933 mit der<br />
Machtergreifung Hitlers. Die Helden<br />
im Spiel arbeiten als Gärtner oder<br />
Bankangestellte, sie können Anarchisten<br />
oder katholisch-konservativ<br />
sein. Gemein ist ihnen nur, dass sie<br />
das Dritte Reich nicht aushalten, sie<br />
wollen es bekämpfen. Es wirklich zu<br />
stoppen, ist anfangs kein realistisches<br />
Ziel. Gespielt wird der Widerstand<br />
ziemlich einfach: Spieler platzieren<br />
ihreMitstreiter an verschiedenen Orten<br />
auf dem Stadtplan, wägen ab zwischen<br />
Notfällen, knappen Ressourcen<br />
und der wachsenden Gefahr.Anfangs<br />
werden eher Flugblätter verteilt,<br />
später sind spektakuläre<br />
Propaganda-Coups, Gefängnis-Ausbrüche,<br />
sogar Bombenanschläge<br />
möglich.<br />
Solange die Gruppenmitglieder<br />
noch anonym sind, gelingt vieles.<br />
Mit wachsendem Profil müssen jedoch<br />
immer häufiger Aktionen abgebrochen<br />
werden, müssen die<br />
Kämpfer unverrichteter Dinge abziehen.<br />
Bald wird der Fortschritt<br />
Im historischen Stadtgebiet von Berlin sind die Widerstandskämpfer unterwegs.<br />
langsam. Überhaupt eine Aktion zu<br />
starten, weder an Moralnoch an Unterstützung<br />
zu verlieren, ist dann<br />
schon ein Erfolg.<br />
Schon der Kauf von größeren<br />
Papiermengen kann verdächtig<br />
machen. Es könnten ja politische<br />
Flugblätter entstehen. Wozu wird<br />
das Papier also gebraucht? Vielleicht<br />
holt der Händler einen dicken<br />
Papierstapel nur deshalb aus<br />
dem Hinterzimmer, weil er Beweise<br />
schaffen will. Vielleicht beobachten<br />
aber auch neugierige<br />
Nachbarn die Aktion. Sehr schnell<br />
kann der Verdacht geweckt werden.<br />
Und sosteigt langsam die Gefahr,<br />
enttarnt und vielleicht sogar festgenommen<br />
zu werden.<br />
In den Missionen geht es immer<br />
auch darum, welche Kämpfer zu der<br />
Aufgabe und zueinander passen.<br />
Einsätze können auch daran scheitern,<br />
dass Widerstandskämpfer sich<br />
streiten. Helfer können auch den<br />
Mut verlieren, sie können aussteigen,<br />
sie können einander hassen.<br />
Alle haben ihre familiäre Prägung,<br />
entstammenverschiedenen Milieus,<br />
vertreten eigene politische Überzeugungen.<br />
Eine Woche in der NS-Zeit entspricht<br />
einer Spielrunde.Zuerst werden<br />
die neuesten Schlagzeilen vorgelegt.<br />
Sie zeichnen den Wegindie<br />
totalitäre Diktatur und in den Krieg<br />
nach: Der Reichstag wird aufgelöst,<br />
das Eugenikprogramm gestartet,<br />
Hitler verspricht Frieden. Dann geht<br />
es in eine grobgezeichnete,schwarzweiße<br />
Welt. Die Gruppe trifft sich in<br />
Hinterzimmern. Jede Frau und jeder<br />
Mann der Gruppe kann in einer Woche<br />
eine Aufgabe erledigen.<br />
Dieser Wochen-Rhythmus wirkt<br />
beklemmend, aber er wird regelmäßig<br />
von Erzähltexten unterbrochen.<br />
Früh im Spiel erfährtder Protagonist<br />
Fake-Gäste beschädigen den Ruf<br />
von ersten Bücherverbrennungen.<br />
Oder er sieht, wie SA-Männer einen<br />
alten Mann mit Kippa verprügeln.<br />
Wastun? DieErzählung stellt Spieler<br />
vor Multiple-Choice-Entscheidungen.<br />
Sie stehen vor der Wahl, dazwischenzugehen,<br />
um dem Mann zu<br />
helfen. Oder sollten sie doch besser<br />
die Nazis ablenken? Oder einfach<br />
wegschauen? Viele Situationen entziehen<br />
sich einfachen moralischen<br />
Urteilen.<br />
Zivilcourage zeigen<br />
Diese spielbaren Kurzgeschichten<br />
heben das Abenteuer auf ein anderes<br />
Niveau. „Through the Darkest<br />
of Times“ ist kein austauschbares<br />
Brettspiel über Widerstand, sondern<br />
es verortet die Geschichte<br />
sehr spezifisch in Berlin, im Dritten<br />
Reich. Spieler radeln über den Alexanderplatz,<br />
taumeln durch Köpenick<br />
und stoßen auf historische<br />
Ereignisse, die so ähnlich wirklich<br />
passiertsind.<br />
So schnell und simpel sich das<br />
Abenteuer spielt, so aufwühlend<br />
wird es mit der Zeit. Das ist das<br />
größte Verdienst von „Through the<br />
Darkest of Times“: Im Spiel das Gute<br />
und Richtige zu erkennen, ist oft<br />
komplex, es bleibt eine Interpretationsfrage.Wer<br />
sich dieser Geschichte<br />
aussetzt, der kommt nicht mit einer<br />
Handlungsanleitung heraus,was gegen<br />
Nazis zu tun wäre. Aber vielleicht<br />
mit neuer Empathie für Menschen<br />
mit Zivilcourage.<br />
„Through the Darkest of Times“ istseitgestern<br />
Abend als Download für den PC erhältlich. Der<br />
Preis: 14,99 Euro.<br />
Nach einer Umfrage fordern Hoteliers, dass Gäste nur beurteilen dürfen, wenn sie wirklich vor Ort waren<br />
Bewertungen im Internet gehören<br />
für Restaurants und Hotels<br />
heute genauso zum täglichen Betriebsalltag<br />
wie Speisekarten und<br />
Room-Service. „Online-Bewertungen<br />
können Fluch und Segen zugleich<br />
sein“, sagt Bernd Niemeier,<br />
Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes<br />
(Dehoga) Nordrhein-<br />
Westfalen. „Sie geben unseren Gästen<br />
die Möglichkeit, ihre Einschätzung<br />
abzugeben, was eine wichtige<br />
Information für den Betrieb sein<br />
kann. Allerdings kommt es auch zu<br />
ungerechtfertigten Bewertungen<br />
bis hin zu Beleidigungen oder Drohungen“.<br />
Dass Online-Bewertungen immer<br />
wieder missbraucht werden, ist<br />
das Ergebnis einer Dehoga-Umfrage,ander<br />
sich rund 550 Gastronomen<br />
und Hoteliers aus Nordrhein-<br />
Westfalen beteiligten. Knapp 78 Prozent<br />
der Befragten gaben an, bereits<br />
ungerechtfertigt im Internet bewertet<br />
worden zu sein, 29,5 Prozent davon<br />
„leider schon oft“. Lediglich 19<br />
Prozent haben noch keine negativen<br />
Erfahrungen mit dem Phänomen gemacht.<br />
Ungerechtfertigt sind Online-Bewertungen<br />
dann, wenn zum einen<br />
sogenannte Fake-Gäste Bewertungen<br />
abgeben, also vermeintliche<br />
Gäste, die den Betrieb gar nicht besucht<br />
haben oder wenn zum anderen<br />
Gastronomen mit schlechten<br />
Bewertungen gedroht wird, falls<br />
keine Vergünstigungen gewährtwerden.<br />
Mehr als zwei Drittel der Unternehmen<br />
kritisierte,von Fake-Gästen<br />
bewertet worden zu sein. Rund die<br />
Hälfte beklagte,dass Gäste mit einer<br />
schlechten Bewertung gedroht hätten,<br />
um eineVergünstigung zu erhalten.<br />
„Unser Anspruch ist es, gute<br />
Gastgeber zu sein. Bei berechtigter<br />
Kritik ist es das gute Recht unserer<br />
Gäste, uns dementsprechend zu bewerten.<br />
Allerdings gibt es Grenzen.<br />
Dasgilt zum Beispiel für Fake-Gäste,<br />
die den bewerteten Betrieb im Zweifel<br />
noch nicht voninnen gesehen haben“,<br />
so BerndNiemeier.<br />
Knapp 74 Prozent der teilnehmenden<br />
Gastronomen und Hote-<br />
liers wünschen sich daher, dass<br />
Gäste erst dann bewerten dürfen,<br />
wenn sie tatsächlich Gast waren.<br />
Darüber hinaus würden annähernd<br />
60 Prozent begrüßen, ältere Bewertungen<br />
oder Angaben, die voreinem<br />
Betreiberwechsel erfolgten (45 Prozent),<br />
löschen zu können.<br />
In Bezug auf den generellen Umgang<br />
mit Online-Kritik versuchen<br />
fast drei Viertel der Befragten, Kontakt<br />
mit den Absendernvon Negativ-<br />
Bewertungen aufzunehmen und auf<br />
die Kritik einzugehen. „Überall, wo<br />
Menschen arbeiten, kann es zu Fehlernkommen.<br />
KonstruktiveKritik ist<br />
eine wertvolle Hilfe“, beschreibt Niemeier<br />
die positiven Auswirkungen<br />
vonOnline-Bewertungen. (kk.)<br />
Hacker haben die Büros der Vereinten<br />
Nationen in Genf und Wien angegriffen.<br />
DieCyber-Attacke auf die<br />
IT-Infrastruktur der Vereinten Nationen<br />
sei bereits im vergangenen Sommer<br />
geschehen, sagte UN-Sprecher<br />
Stephane Dujarric am Mittwoch in<br />
NewYork. „Die Zuordnung einer IT-<br />
Attacke bleibt vage und unsicher,<br />
also sind wir nicht in der Lage,einen<br />
speziellen Angreifer auszumachen,<br />
aber es war mit Sicherheit eine sehr<br />
gut ausgestattete Attacke.“ DieAngreifer<br />
hätten aber keine sensiblen<br />
Daten erbeuten können und alle<br />
Schäden seien wieder in Ordnung<br />
gebracht worden, hieß es. (dpa)<br />
Facebook steigertGewinn<br />
auf sieben Milliarden Dollar<br />
Trotz steigender Kosten für Datenschutz<br />
und den Kampf gegen Falschinformationen<br />
hat Facebook seinen<br />
Gewinn im vierten Quartal kräftig<br />
gesteigert. Er wuchs vonOktober bis<br />
Dezember um sieben Prozent im<br />
Vergleich zum Vorjahresquartal auf<br />
7,3 Milliarden Dollar (6,6 Milliarden<br />
Euro), wie der KonzernamMittwoch<br />
mitteilte.Der Umsatz stieg um 25<br />
Prozent auf rund 21 Milliarden Dollar.Die<br />
Zahl der Nutzer weltweit kletterte<br />
auf 2,5 Milliarden, das waren<br />
acht Prozent mehr als im Vorjahresquartal.<br />
(AFP)<br />
Viele Nutzer gehen noch immer fahrlässig<br />
mit ihren Passwörternum. DPA/JENS BÜTTNER<br />
Plattner-Institut: Bewusst<br />
mit Passwörternumgehen<br />
Anlässlich des „Change Your PasswordDays“<br />
am Sonnabend, dem 1.<br />
Februar,erinnertdas Hasso-Plattner-Institut<br />
(HPI) in Potsdam an die<br />
wichtigsten Regeln zur Erstellung<br />
starker Passwörter.„Schwache Zahlenreihen<br />
wie etwa ‚123456‘ werden<br />
weltweit weiterhin viel zu häufig genutzt“,<br />
kritisierte HPI-Direktor,Professor<br />
Christoph Meinel. Auch die<br />
weit verbreitete Mehrfachnutzung<br />
vonstets gleichen Passwörternfür<br />
unterschiedliche Dienste sei extrem<br />
leichtsinnig, wenn man bedenke,<br />
welche Schäden dadurch entstehen<br />
können, sagte Meinel. (dpa)<br />
Samsung meldet erneut<br />
einen Gewinnrückgang<br />
Nach der Schwäche im Chip-Geschäft<br />
2019 und abermals deutlichen<br />
Gewinneinbußen im<br />
Schlussquartal sieht der Technologieriese<br />
Samsung wieder optimistischer<br />
in die Zukunft. Die<br />
Nachfrage nach Speicherchips,die<br />
in Servern und Mobilprodukten<br />
verwendet werden, habe sich wieder<br />
verstärkt, teilte der führende<br />
Anbieter von Smartphones, Speicherchips<br />
und Fernseher am Donnerstag<br />
mit. Auch bei Smartphones<br />
erwarten die Südkoreaner,<br />
trotz eines erwarteten schwachen<br />
Jahresbeginns, durch einen besseren<br />
Produktemix mit „neuen<br />
Flaggschiff-Modellen und faltbaren<br />
Smartphones“ wachsende<br />
Umsätze. Im Geschäft mit Smartphones<br />
und Displays hat es der<br />
Apple-Rivale vor allem mit wachsender<br />
Konkurrenz aus China zu<br />
tun. (dpa)
<strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020 25<br />
· ·<br />
·······················································································································································································································································································<br />
TV-Programm<br />
ARD<br />
5.30 (für HG) ZDF-Morgenmagazin 9.00 (für HG)<br />
Tagesschau 9.05 (für HG) Livenach Neun 9.55<br />
(für HG) Sturmder Liebe 10.45 (für HG) Meister<br />
des Alltags 11.15 (für HG) Werweiß denn<br />
sowas? 12.00 (für HG) Tagesschau 12.15 (für<br />
HG) ARD-Buffet 13.00 (für HG) ARD-Mittagsmagazin<br />
14.00 (für HG) Tagesschau 14.10 (für HG)<br />
Rote Rosen 15.00 (für HG) Tagesschau 15.10<br />
(für HG) Sturmder Liebe 16.00 (für HG)<br />
Tagesschau 16.10 (für HG) Verrückt nach Meer<br />
17.00 (für HG) Tagesschau 17.15 (für HG)<br />
Brisant 18.00 (für HG) Werweiß denn sowas?<br />
18.50 (für HG) Quizduell-Olymp 19.45 (für HG)<br />
Sportschau voracht 19.50 (für HG) Wetter /<br />
Börse voracht 20.00 (für HG) Tagesschau<br />
20.15 (für HG) Die Inselärztin: Die Mutprobe<br />
Arztreihe, D2020. Mit Anja Knauer,<br />
Tobias Licht. Dr.Filipa Wagner muss<br />
einen Schlussstrich unter ihre große Liebe<br />
ziehen, um sich auf eine vielversprechende<br />
Bekanntschaft einlassen zu können.<br />
21.45 (für HG) Tagesthemen<br />
22.10 (für HG) Tatort: Der scheidende<br />
Schupo Krimireihe, D2017<br />
23.40 (für HG) Irene Huss, Kripo Göteborg:<br />
Der Novembermörder<br />
Krimireihe, S/D/N/DK/FIN 2008<br />
1.05 (für HG) Tagesschau<br />
RTL<br />
5.00 Der Blaulicht Report 5.25 Exclusiv –Das<br />
Starmagazin 5.35 Explosiv –Das Magazin 6.00<br />
Guten Morgen Deutschland 8.30 (für HG) Gute<br />
Zeiten, schlechte Zeiten 9.00 Unter uns 9.30 (für<br />
HG) Alles was zählt. Daily Soap 10.00 Der<br />
Blaulicht Report 11.00 Der Blaulicht Report<br />
12.00 Punkt 12 –Das RTL-Mittagsjournal 14.00<br />
Die Superhändler–4Räume, 1Deal 15.00 Die<br />
Superhändler –4Räume, 1Deal 16.00 Die<br />
Superhändler:Lieblingsdeals 17.00 Herz über<br />
Kopf. Telenovela 17.30 Unter uns. Daily Soap<br />
18.00 Explosiv –Das Magazin 18.30 Exclusiv –<br />
Das Starmagazin 18.45 RTL Aktuell 19.05 (für<br />
HG) Alles was zählt. Daily Soap 19.40 (für HG)<br />
Gute Zeiten, schlechteZeiten. Daily Soap<br />
20.15 Alles auf Freundschaft –Die Mälzer &<br />
Sasha Show (1/2)<br />
Spielshow. Freundschaft gewinnt: Tim<br />
Mälzer und Sasha sind Best Buddies und<br />
wollen das in ihrer neuen Live-Showunter<br />
Beweis stellen.<br />
23.10 Darf er das? Live! Die ChrisTall Show<br />
Comedyshow<br />
0.10 RTL Nachtjournal /Wetter<br />
0.40 Alles auf Freundschaft –Die Mälzer &<br />
Sasha Show (1/2)<br />
3.20 Der Bachelor<br />
4.50 Der Blaulicht Report<br />
MDR<br />
12.35 (für HG) Ist ja irre –Der Schiffskoch ist<br />
seekrank. Komödie, GB 1962 13.58 (für HG)<br />
MDR aktuell 14.00 (für HG) MDR um 2 15.15<br />
(für HG) Gefragt –Gejagt 16.00 (für HG) MDR<br />
um 4 17.45 (für HG) MDR aktuell 18.05 (für HG)<br />
Wetter für 3 18.10 (für HG) Brisant 18.54 (für<br />
HG) Unser Sandmännchen 19.00 Regionales<br />
19.30 (für HG) MDR aktuell 19.50 (für HG)<br />
Elefant, Tiger&Co. 20.15 (für HG) Die Schlager<br />
des Monats 21.45 (für HG) MDR aktuell 22.00<br />
(für HG) Riverboat 23.58 MDR aktuell 0.00 (für<br />
HG) MDR Kultur –Filmmagazin<br />
Bayern<br />
14.00 Polettos Kochschule 14.45 (für HG)<br />
Gefragt –Gejagt 15.30 Schnittgut. Alles aus dem<br />
Garten 16.00 (für HG) Rundschau 16.15 (für<br />
HG) WirinBayern 17.30 (für HG) Abendschau<br />
–Schneeschuhnacht 18.30 (für HG) Rundschau<br />
19.00 (für HG) Unser Land 19.30 (für HG)<br />
Landgasthäuser Bayern 20.00 (für HG)<br />
Tagesschau 20.15 (für HG) Franken Helau 21.45<br />
(für HG) RundschauMagazin 22.00 (für HG)<br />
Schwaben helau –Die großen Knaller 22.45 (für<br />
HG) Flucht vonAlcatraz. Kriminalfilm, USA 1979<br />
0.35 Rundschau Nacht<br />
Vox<br />
5.15 CSI: NY 6.00 Bones –Die Knochenjägerin<br />
6.55 CSI: Vegas 8.50 Verklag mich doch! 10.50<br />
VoxNachrichten 11.00 Mein Kind, dein Kind<br />
–Wie erziehst du denn? 12.00 Shopping Queen<br />
13.00 Zwischen Tüll und Tränen 14.00 Mein<br />
Kind, dein Kind –Wie erziehst du denn? 15.00<br />
Shopping Queen 16.00 Salonfähig –Wer macht<br />
schöner? 17.00 Zwischen Tüll und Tränen 18.00<br />
First Dates –Ein Tisch für zwei 19.00 Das<br />
perfekte Dinner 20.00 Prominent! 20.15 (für<br />
HG) Bones –Die Knochenjägerin. Krimiserie 0.05<br />
VoxNachrichten<br />
Super RTL<br />
11.55 Go Wild! 12.15 Trolls 12.45 Friends<br />
13.10 Sally Bollywood 13.40 Angelo! 14.05 Die<br />
Tomund JerryShow 14.30 Voll zu spät! 14.55<br />
Dragons 15.20 Scooby-Doo! 15.45 Alvinnn!!!<br />
und die Chipmunks 16.15 Grizzy &die<br />
Lemminge 16.40 Dennis &Fletscher 17.10 Go<br />
Wild! 17.40 Voll zu spät! 18.05 Die Tomund<br />
JerryShow 18.40 Woozle Goozle 19.10<br />
Alvinnn!!! und die Chipmunks 19.30 Angelo!<br />
20.15 (für HG) Einmal Mond und zurück.<br />
Animationsfilm, E2015 22.00 CSI: Miami 23.50<br />
30 Rock 0.15 Infomercials<br />
Sport1<br />
5.40 SportClips 6.00 Teleshopping 15.30<br />
Cajun Pawn Stars –Pfandhaus Louisiana 16.30<br />
StorageWars –Die Geschäftemacher.<br />
Doku-Soap 17.30 StorageWars –Geschäfte in<br />
Texas 18.30 Sport1 News. Spezial zum Ende<br />
Transferfenster 19.30 FC Bayern Inside 20.00<br />
Die PS Profis –MehrPower aus dem Pott.<br />
Doku-Soap. Mythos 3er BMW /Etwas Lustiges<br />
für Jupp 22.00 bwin Inside eSports 22.30 Sky<br />
SportNewsHD: Die 2. Bundesliga. 20. Spieltag<br />
23.30 Sport1 News Live 0.00 SportClips<br />
ZDF<br />
5.00 (für HG) hallo deutschland 5.30 (für HG)<br />
ZDF-Morgenmagazin 9.00 (für HG) heute Xpress<br />
9.05 (für HG) Volle Kanne –Service täglich<br />
10.30 (für HG) Notruf Hafenkante 11.15 (für<br />
HG) SokoWismar 12.00 heute 12.10<br />
drehscheibe 13.00 (für HG) ARD-Mittagsmagazin<br />
14.00 heute –inDeutschland 14.15 Die<br />
Küchenschlacht 15.00 (für HG) heute Xpress<br />
15.05 (für HG) Bares für Rares 16.00 (für HG)<br />
heute –inEuropa 16.10 (für HG) Die Rosenheim-Cops<br />
17.00 (für HG) heute 17.10 (für HG)<br />
hallo deutschland 17.45 (für HG) Leute heute<br />
18.00 (für HG) SokoKitzbühel 19.00 (für HG)<br />
heute 19.20 (für HG) Wetter 19.25 (für HG)<br />
Bettys Diagnose. Erwartungshaltungen<br />
20.15 (für HG) Der Staatsanwalt<br />
Das Laken eines Krankenbettes ist in Blut<br />
getränkt, darunter befindet sich ein<br />
IT-Berater der Klinik. Oberstaatsanwalt<br />
Reuther erkennt: Am Tatabend ist die IT<br />
im Krankenhaus zusammengebrochen.<br />
21.15 (für HG) Soko Leipzig Geschwister<br />
22.00 (für HG) heute journal<br />
22.30 (für HG) heute-show<br />
23.00 aspekte<br />
23.45 heute+<br />
0.00 (für HG) Soko Leipzig Geschwister<br />
0.45 (für HG) Monk<br />
Sat.1<br />
5.30 Sat.1-Frühstücksfernsehen 10.00 Im<br />
Namen der Gerechtigkeit –Wir kämpfenfür Sie!<br />
11.00 Im Namen der Gerechtigkeit –Wir<br />
kämpfen für Sie! 12.00 Anwälte im Einsatz<br />
13.00 Anwälte im Einsatz 14.00 AufStreife<br />
15.00 AufStreife –Die Spezialisten 16.00 Klinik<br />
am Südring.Doku-Soap 17.00 Klinik am Südring<br />
–Die Familienhelfer.Doku-Soap 17.30 Klinik am<br />
Südring /oder Sat.1 Regional-Magazine 18.00<br />
AufStreife –Die Spezialisten. Mit dem Eintreffen<br />
eines verletzten Mannes in der Notaufnahme<br />
beginnt ein Wettlauf gegendie Zeit: Eine weitere<br />
verletzte Person muss gefunden werden 19.00<br />
Genial daneben –das Quiz. Moderation: Hugo<br />
Egon Balder 19.55 Sat.1 Nachrichten<br />
20.15 (für HG) Fack Ju Göhte 2<br />
Komödie,D2015.Mit Elyas M’Barek,<br />
Karoline Herfurth. Zeki Müller,mittlerweile<br />
Lehrer auf der Goethe-Gesamtschule,<br />
unternimmt mit der Terror-Klasse 10b<br />
eine Exkursion nach Thailand.<br />
22.35 Knallerfrauen<br />
Comedyshow<br />
0.00 Switch reloaded<br />
Comedyshow<br />
1.00 Sechserpack<br />
Stadt, Land, Fluss /Polizei<br />
2.00 Die Dreisten Drei –Die Comedy WG<br />
WDR<br />
13.05 (für HG) Elefant, Tiger&Co. 13.55 (für<br />
HG) Hogräfer &Binkenstein 14.25 (für HG) Um<br />
Himmels Willen 16.00 (für HG) WDR aktuell<br />
16.15 Hier und heute 18.00 (für HG) WDR<br />
aktuell /Lokalzeit 18.15 (für HG) BjörnFreitag<br />
kocht grenzenlos köstlich 18.45 (für HG) Aktuelle<br />
Stunde 19.30 Regionales 20.00 (für HG)<br />
Tagesschau 20.15 (für HG) Geheimnis<br />
Paderborner Dom 21.00 (für HG) Unser Westen,<br />
Unsere Lieblingsrezepte 21.45 (für HG) WDR<br />
aktuell 22.00 (für HG) Kölner Treff 23.30<br />
Domian live 0.30 Kölner Treff<br />
NDR<br />
13.10 (für HG) In aller Freundschaft –Die jungen<br />
Ärzte 14.00 (für HG) NDR Info 14.15 (für HG)<br />
die nordstory 15.15 (für HG) Gefragt –Gejagt<br />
16.00 (für HG) NDR Info 16.20 (für HG) Mein<br />
Nachmittag 17.10 (für HG) Leopard, Seebär &<br />
Co. 18.00 Regionales 18.15 (für HG)<br />
Hofgeschichten 18.45 (für HG) DAS! 19.30<br />
Regionales 20.00 (für HG) Tagesschau 20.15<br />
(für HG) die nordstory 21.15 (für HG) Eine<br />
Familie steigt aus 21.45 (für HG) NDR Info<br />
22.00 (für HG) NDR Talk Show 0.00 (für HG)<br />
Inas Nacht 1.00 (für HG) NDR Talk Show<br />
Kabel eins<br />
5.30 Abenteuer Leben Spezial –Die größte<br />
Diamantenmine der Welt 5.55 (für HG) Castle<br />
6.40 (für HG) The Mentalist 7.35 (für HG) Navy<br />
CIS: L.A. 8.35 Navy CIS 9.30 Blue Bloods –<br />
Crime Scene NewYork 11.10 Numb3rs –Die<br />
Logik des Verbrechens 12.10 (für HG) Castle<br />
14.00 (für HG) The Mentalist 14.55 (für HG)<br />
Navy CIS: L.A. 15.50 Kabel Eins News 16.00<br />
Navy CIS 17.00 Abenteuer Leben täglich 17.55<br />
Mein Lokal, Dein Lokal –Der Profi kommt 18.55<br />
Achtung Kontrolle! Wirkümmernuns drum 20.15<br />
Navy CIS 1.05 Kabel Eins Late News<br />
RTLZWEI<br />
5.20 PrivatdetektiveimEinsatz 7.00 Die<br />
Straßencops Süd 8.00 Frauentausch 10.00<br />
Frauentausch 12.00 Frauentausch 14.00 Die<br />
Reimanns –Ein außergewöhnliches Leben 15.00<br />
Die Reimanns –Ein außergewöhnliches Leben<br />
16.00 Hartz und herzlich –Tag für TagRostock<br />
18.05 Köln 50667 19.05 Berlin –Tag &Nacht<br />
20.15 Die Mumie –Das Grabmal des<br />
Drachenkaisers. Abenteuerfilm, USA/D/CDN<br />
2008 22.20 Godzilla. Actionfilm, USA/J 1998<br />
1.05 Die Mumie –Das Grabmal des Drachenkaisers.<br />
Abenteuerfilm, USA/D/CDN 2008<br />
Eurosport 1<br />
8.15 Tennis 9.15 Matchball Becker 9.30 Tennis.<br />
Australian Open: Halbfinale Männer,live 12.30<br />
Matchball Becker 13.00 Skispringen 14.00<br />
Snooker.German Masters in Berlin: 2. Runde, live<br />
17.00 Tennis 17.50 Handball. Bundesligader<br />
Frauen: Bayer04Leverkusen –Thüringer HC, live<br />
19.45 Tennis 20.05 Nachrichten 20.15<br />
Leichtathletik.Indoor Meeting Karlsruhe, live<br />
22.00 Nachrichten 22.10 Radsport 22.40<br />
Radsport 23.00 Radsport. Vuelta aSan Juan: 5.<br />
Etappe, live 0.35 Tennis<br />
TV-Tipps<br />
RTL, 20.15 UHR SPIELSHOW<br />
Alles auf Freundschaft (1/2)<br />
Sasha (l.) und TimMälzer (r.) kämpfen gegen ein befreundetes Zuschauerpaar.Das<br />
Ziel: 100 000 Euro. Gewinnen die Herausforderer,nehmen sie<br />
das Geld mit nach Hause. Siegen Sasha und Tim, heißt es: „Die Rechnung<br />
geht auf uns!“ DieJungs haben dann 24 Stunden Zeit, das Preisgeld für einen<br />
guten Zweck einzusetzen. „sternTV“-Moderator Steffen Hallaschka führt<br />
durch die Sendung. In der ersten Ausgabe fordern der 47-jährige Timo Bauer<br />
aus Hamburg und der 49-jährige Boris Makrucki aus Escheburg Mälzer und<br />
Sasha heraus. Die beiden Freunde aus dem hohen Norden haben sich vor<br />
mehr als 21 Jahren in ihrem Job bei der Feuerwehr kennengelernt und sind<br />
seitdem auch privat unzertrennlich. Wieschlagen sie sich heute in den verschiedenen<br />
Spielen gegen die prominenten Kontrahenten?<br />
(D/2020)<br />
Foto: TVNOW /Thomas Pritschet<br />
ARTE, 20.15 UHR KRIMINALFILM<br />
Das letzte Problem<br />
Ineinem eingeschneitenFerienhotel<br />
wirdeine Leiche in einem voninnen<br />
verschlossenen Zimmer gefunden. Die<br />
Direktorin möchte die Sache vertuschen,<br />
doch in kürzester Zeit weiß<br />
das ganzeHotel Bescheid. Unter den<br />
Gästen ist Kommissar Horak(Karl Markovics),<br />
dermit seinem mitgereisten<br />
AssistentenFreitag umfangreiche Ermittlungenaufnimmt.<br />
Dann geschieht<br />
ein zweiter Mord.Zwar scheint sich<br />
Horakder Lösung des Fallszunähern,<br />
doch es fehlen Beweise.Auf Schneeschuhen<br />
kommt die Dorfpolizistin<br />
Landner dazu, die mit dem Großstädter<br />
sofortProbleme bekommt.<br />
(A/2019)<br />
Foto: ARTE/ORF<br />
SUDOKU<br />
NORMALVARIANTE –MITTEL -mittel<br />
4 6 9<br />
5<br />
7 3<br />
4 1<br />
9 7<br />
2 3<br />
8 2 7 6<br />
3 4 8<br />
5 1 4<br />
MitDIAGONALEN-schwer<br />
MIT –SCHWER<br />
2 1<br />
8 7<br />
9 3 4<br />
1 3<br />
7 9<br />
6<br />
6<br />
8<br />
8 5<br />
Auflösung<br />
AUFLÖSUNG<br />
vom VOM30.1.2020<br />
mittel MITTEL<br />
7 1 3 4 8 5 6 9 2<br />
2 6 5 3 9 7 8 1 4<br />
4 9 8 6 1 2 3 5 7<br />
5 4 7 2 3 6 9 8 1<br />
9 2 6 8 5 1 4 7 3<br />
8 3 1 7 4 9 2 6 5<br />
1 8 2 9 7 3 5 4 6<br />
3 5 9 1 6 4 7 2 8<br />
6 7 4 5 2 8 1 3 9<br />
AUFLÖSUNG<br />
Auflösung<br />
VOM 30. 1. 2020<br />
vom 30.1.2020<br />
schwer<br />
SCHWER<br />
4 1 2 5 9 6 7 3 8<br />
5 7 8 1 3 2 4 6 9<br />
6 3 9 8 4 7 2 1 5<br />
3 8 7 2 6 4 9 5 1<br />
9 2 5 7 1 8 6 4 3<br />
1 4 6 9 5 3 8 7 2<br />
8 6 3 4 2 1 5 9 7<br />
2 5 1 6 7 9 3 8 4<br />
7 9 4 3 8 5 1 2 6<br />
RBB<br />
5.10 (für HG) Berlin erwacht –Winter 5.30 (für<br />
HG) Panda, Gorilla &Co. 6.20 zibb 7.20 (für<br />
HG) Brisant 8.00 (für HG) Brandenburg aktuell<br />
8.30 (für HG) Abendschau 9.00 (für HG) In aller<br />
Freundschaft 9.45 (für HG) In aller Freundschaft<br />
10.30 (für HG) Rote Rosen 11.20 (für HG) Sturm<br />
der Liebe 12.10 (für HG) Hauptstadtrevier 13.00<br />
rbb24 13.10 (für HG) Verrückt nach Meer 14.00<br />
(für HG) Tiere bis unters Dach 14.30 (für HG) Nur<br />
mit Euch! Drama, D2012 16.00 (für HG) rbb24<br />
16.15 (für HG) Gefragt–Gejagt 17.00 (für HG)<br />
rbb24 17.05 (für HG) Panda, Gorilla &Co.<br />
17.55 (für HG) Unser Sandmännchen 18.02 rbb<br />
UM6 18.27 zibb 19.30 (für HG) Abendschau /<br />
Brandenburg aktuell 20.00 (für HG) Tagesschau<br />
20.15 (für HG) 35 Jahre Sketchup<br />
„Sketchup“ war Kult. Mit gnadenlos<br />
albernen Sketchen feiertedie Serie in<br />
den 80er-Jahren große Erfolge. Bernhard<br />
Hoëcker erinnert an diebis heute<br />
unvergessene Comedyshow.<br />
21.45 (für HG) rbb24<br />
22.00 (für HG) Hostess<br />
Drama, DDR 1975. Mit Annekathrin<br />
Bürger,Jürgen Heinrich<br />
23.35 (für HG) Wiedersehen macht Freude<br />
1.05 (für HG) Abendshow<br />
1.50 (für HG) Abendschau<br />
ProSieben<br />
5.00 Mom 5.20 The Middle 6.00 (für HG) Two<br />
and aHalf Men 7.25 (für HG) The Big Bang<br />
Theory 8.45 (für HG) HowIMet Your Mother<br />
10.35 Mike&Molly 11.00 Fresh Off the Boat<br />
11.30 Last Man Standing 11.55 2BrokeGirls<br />
12.25 Mom 13.20 (für HG) Twoand aHalf Men.<br />
Riech mal am Schirmständer /Der vergessene<br />
Sohn /Lass dir die Zitrone schmecken 14.40<br />
The Middle.Der geplatzte Knoten /Der<br />
Budenzauber 15.35 (für HG) The Big Bang<br />
Theory. Das Mittelerde-Paradigma/Das<br />
Vorspeisen-Dilemma/Das Lalita-Problem 17.00<br />
taff 18.00 Newstime 18.10 (für HG) Die<br />
Simpsons. Kiss, Kiss Bang Bangalore /Drei<br />
nasse Geschichten 19.05 Galileo<br />
20.15 (für HG) Terminator: Genisys<br />
Science-Fiction-Film, USA 2015. 2029:<br />
Kyle Reese reist im Auftrag vonJohn<br />
Connor,Anführer des Widerstands gegen<br />
die Maschinen, in das Jahr 1984. Doch<br />
die Vergangenheit hat sich geändert.<br />
22.50 (für HG) Resident Evil: Retribution<br />
Horrorfilm, D/F/CDN/USA 2012. Mit<br />
Milla Jovovich, Sienna Guillory<br />
0.35 (für HG) Terminator: Genisys<br />
Science-Fiction-Film, USA 2015<br />
2.55 Watch Me –das Kinomagazin<br />
3.05 ProSieben Spätnachrichten<br />
Arte<br />
11.20 Die Kinder vonMarkt Indersdorf 12.15<br />
(für HG) Re: 12.50 Arte Journal 13.05 Stadt<br />
Land Kunst 13.45 Gorillas im Nebel. Drama,<br />
USA 1988 16.05 Wildes Thailand 16.50 Xenius<br />
17.20 Medizin in fernen Ländern 17.50 (für HG)<br />
Der Paraná –Ein Fluss wie das Meer (3/3)<br />
18.30 Patagonien 19.20 Arte Journal 19.40 Re:<br />
20.15 Das letzte Problem. Kriminalfilm, A2019<br />
21.45 Brexit: Das Endspiel 22.40 London Beat<br />
–Musik als Revolte 23.40 Tracks 0.15 (für HG)<br />
Prince: Sign O’ The Times. Dokumentarfilm, NL<br />
1987 1.35 Queens of Pop<br />
3Sat<br />
9.00 (für HG) ZIB 9.05 Kulturzeit 9.45 nano<br />
10.15 (für HG) MarkusLanz 11.30 (für HG)<br />
Stöckl. 12.30 (für HG) Stolperstein 13.00 (für<br />
HG) ZIB 13.25 (für HG) Abenteuer Neuseeland<br />
14.50 (für HG) Der Aufstand der Wale 15.35 (für<br />
HG) Geheimnisse der Tiefsee 16.20 An den<br />
Uferndes Nil 18.30 nano 19.00 (für HG) heute<br />
19.20 Kulturzeit 20.00 (für HG) Tagesschau<br />
20.15 (für HG) Rabiat: Die Selbstoptimierer<br />
21.00 makro 21.30 auslandsjournal extra 22.00<br />
(für HG) ZIB 2 22.25 (für HG) Auftrag Rache.<br />
Thriller,USA 2010 0.10 (für HG) Zapp<br />
Phoenix<br />
5.15 Abschied vonKunterbunt 5.30 Fahrtins<br />
Risiko 7.00 Trump –der unberechenbare<br />
Präsident 7.45 Papa fehlt! 8.00 phoenix vorort<br />
8.45 bundestagsgespräch 9.00 Sitzung des<br />
DeutschenBuntestages 16.00 Maybrit Illner<br />
17.05 augstein und blome 17.15 Abschied von<br />
Kunterbunt 17.30 phoenix der tag 18.00<br />
phoenix persönlich 18.30 Trump –der<br />
unberechenbare Präsident 19.15 Der Zerstörer<br />
20.00 (für HG) Tagesschau 20.15 (für HG) Die<br />
Briten 22.30 (für HG) Phoenix Runde 23.00<br />
phoenix der tag 1.00 Phoenix Runde<br />
Kika<br />
12.55 Mirette ermittelt 13.15 (für HG) 41/2<br />
Freunde 13.40 (für HG) Die Pfefferkörner 14.10<br />
Schloss Einstein –Erfurt 15.00 Trio –Die Kepler<br />
Diamanten 15.50 Max &Maestro 16.00 Die<br />
Abenteuerdes jungen Marco Polo 16.50 Peter<br />
Pan 17.35 (für HG) Der kleine Prinz 18.00<br />
Shaun das Schaf 18.15 Marinette 18.40<br />
Wolkenkinder 18.47 Baumhaus 18.50 Unser<br />
Sandmännchen 19.00 (für HG) Wickie und die<br />
starken Männer 19.25 (für HG) logo! 19.30<br />
Matti und Sami und die drei größten Fehler des<br />
Universums. Jugendfilm, D/FIN 2018<br />
Dmax<br />
6.55 Infomercial 8.55 Hardcore Pawn 9.25<br />
BaggageBattles 9.55 Infomercial 10.15 House<br />
Hunters 10.45 Haus gesucht in Alaska 11.15<br />
Border Control 12.15 SteelBuddies 13.15<br />
Railroad Alaska 14.15 Die Schatzsucher –Goldrausch<br />
in Alaska 16.15 Die Zwangsvollstrecker<br />
17.15 Steel Buddies 18.15 Asphalt-Cowboys<br />
19.15 A2 –Abenteuer Autobahn 20.15 Alaskan<br />
Bush People 22.15 Land RoverExperience Tour<br />
2019 –KavangoZambezi 23.10 DMAX News<br />
23.15 Naked Survival 0.10 DMAX News<br />
Tagesschau 24<br />
5.00 Tagesschau 5.02 Hessenschau 5.30<br />
ZDF-Morgenmagazin 9.00 Tagesschau-Nachrichten<br />
9.15 Zapp 9.45 Shift 10.00 Tagesschau-<br />
Nachrichten 10.15 quer 11.00 Tagesschau-<br />
Nachrichten 13.00 ARD-Mittagsmagazin 14.00<br />
Tagesschau-Nachrichten 19.15 Mex –Das<br />
Marktmagazin 20.00 Tagesschau 20.15 Monitor<br />
20.45 Die Schattenfrau 21.15 Tagesschau<br />
21.17 Vernichtet 22.15 Tagesthemen 22.40<br />
mehr/wert 23.10 Tagesthemen 23.35 Wenn<br />
Kinder eigene Wege gehen 0.20 Fakt ist! 1.20<br />
Tagesschau 1.30 mehr/wert 2.00 Tagesschau<br />
2.10 Tagesschau vor 20 Jahren 2.27 MDR<br />
Thüringen Journal 3.00 Tagesschau<br />
ONE<br />
5.20 Um Himmels Willen 6.05 Familie Dr.Kleist<br />
6.55 Brisant 7.35 Ihr letzterWillekann mich<br />
mal! Komödie, D2019 9.05 Brisant 9.45<br />
Bezaubernde Jeannie 10.10 Bezaubernde<br />
Jeannie 10.35 Lindenstraße 11.05 Familie Dr.<br />
Kleist 11.55 Sturmder Liebe 12.40 Sturmder<br />
Liebe 13.30 Um Himmels Willen 14.15 Partyof<br />
Five 14.55 PartyofFive 15.40 Familie Dr.Kleist<br />
16.30 Bezaubernde Jeannie 16.55 Bezaubernd<br />
Jeannie 17.20 Lindenstraße 17.50 Hartaber<br />
herzlich 18.40 Sturmder Liebe 19.25 Sturmde<br />
Liebe 20.15 Nuhr im Ersten 21.00 Toni<br />
Erdmann.Drama, D2016 23.30 Seriös –Das<br />
Serienquartett 0.15 Die Erbschaft<br />
ZDF NEO<br />
5.41 Neu im Kino 5.45 Candice Renoir 6.35 Th<br />
Rookie 7.15 The Rookie 8.00 Topfgeldjäger 8.50<br />
(für HG) Lafer!Lichter!Lecker! 9.35 (für HG)<br />
Bares für Rares 10.30 (für HG) Bares für Rares<br />
11.25 Dinner Date 12.10 (für HG) Monk 12.50<br />
(für HG) Monk 13.30 Psych 14.15 Psych 14.55<br />
(für HG) Monk 15.35 (für HG) Monk 16.20<br />
Psych 17.00 Psych 17.45 (für HG) Bares für<br />
Rares 18.35 Dinner Date 19.20 (für HG) Bares<br />
für Rares 20.15 (für HG) Bares für Rares 21.45<br />
The Rookie 22.25 The Rookie 23.05 Death in<br />
Paradise 0.00 Death in Paradise 0.50 Death in<br />
Paradise 1.40 Death in Paradise 2.35 Death in<br />
Paradise 3.25 Death in Paradise<br />
ZDF INFO<br />
8.35 (für HG) Zwischen Schalom und Salam<br />
9.20 Kippa, Kirchen und Koran –Konfliktherd<br />
Jerusalem 9.50 Ewiger Aufruhr 10.40 Der gespa<br />
tene Islam 11.25 Iran –Zwischen Mullahs und<br />
Moderne 12.20 Teheran extrem –Subkultur im<br />
Gottesstaat 13.05 ZDF-History. Doku-Reihe. Acht<br />
Episoden 18.45 Unter Gangstern 19.30 Die<br />
Schlägertruppe des Präsidenten Venezuela im<br />
Würgegriff vonStadtguerillas 20.15 Nisman –To<br />
eines Staatsanwalts 22.10 Venezuela –Wie man<br />
einenStaat zugrunde richtet 22.55 Korruption in<br />
Buenos Aires Polizei, Erpressung,Drogenhandel<br />
23.40 SOS Amazonas 0.25 Kolumbiens<br />
verlorene Kinder<br />
Radio<br />
KLASSIK<br />
18.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz) Alte<br />
Musik mit Bernhard Schrammek /Stimme und<br />
Harfe –Die Sopranistin Hana Blažíková/Die<br />
tschechischeSopranistin Hana Blažíkováist eine<br />
enormvielseitigeKünstlerin. Ihr Repertoire reicht<br />
vonmittelalterlichen Gesängen über Monteverdis<br />
Opernbis hin zu den Kantaten vonJohann<br />
Sebastian Bach. ca. 46 Min<br />
20.03 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)<br />
Konzert Mendelssohn-Saal, Gewandhaus Leipzig<br />
/Aufzeichnung vom29.01.2020 /Leitung,<br />
Klavier und Moderation: SteffenSchleiermacher.<br />
ca. 117 Min.<br />
20.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)<br />
Schrammek &Käther Mendelssohn: die 10<br />
Besten /Was sie vorhaben, geht eigentlich gar<br />
nicht, aber sie machen es trotzdem: Bernhard<br />
Schrammek und Matthias Käther ermitteln die 1<br />
besten Musikstückevon Mendelssohn.<br />
ca. 116 Min.<br />
0.05 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)<br />
ARD-NACHTKONZERT präsentiert von<br />
BR-KLASSIK /Franz Schubert: /Symphonie Nr.<br />
D-Dur,D82 /SWR SinfonieorchesterBaden-<br />
Baden und Freiburg.ca. 115 Min.<br />
HÖRSPIEL<br />
14.30 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz) Lesung<br />
Rohstoff (10/20) /Von Jörg Fauser /Gelesen<br />
vonLars Eidinger.ca. 30 Min.<br />
20.10 Deutschlandfunk (97.7 MHz) Das<br />
Feature Viva Fluxus! /Mein Leben mit Vostell /<br />
VonRilo Chmielorz /Regie: die Autorin /<br />
Produktion: DLF/SWR 2015.55Min.<br />
22.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)<br />
Hörspiel Nur Berlin ist auch zu viel /Von<br />
Nick-Julian Lehmann, Marie-Charlotte Schube, Ti<br />
Großmann /Mit Till Großmann, Marie-Charlotte<br />
Schube, Nick-Julian Lehmann /Regie:<br />
Nick-Julian Lehmann /Autorenproduktion SWR<br />
2018, ca. 56 Min.<br />
0.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)<br />
Lange Nacht Er sah die Welt vonunten /Die<br />
LangeNacht über Hans Fallada. ca. 175 Min.<br />
MAGAZIN<br />
19.15 Deutschlandfunk (97.7 MHz) Auf den<br />
Punkt: Medienquartett.ca. 45 Min.<br />
23.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)<br />
Fazit Kultur vomTage. ca. 25 Min.<br />
JAZZ /BLUES<br />
19.30 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz) The<br />
Voice mit Lothar Jänichen. ca. 30 Min.<br />
22.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz) Milestones<br />
–Bluesklassiker Bessie Smith –Die<br />
Kaiserin des Blues. ca. 45 Min.
<strong>Berliner</strong> <strong>Zeitung</strong> · N ummer 26 · F reitag, 31. Januar 2020 – S eite 26<br />
·························································································································································································································································································<br />
Panorama<br />
LEUTE<br />
NACHRICHTEN<br />
Greta Thunberg (17) denkt an die nähereund<br />
fernereZukunft, und das<br />
auch in eigener Sache –wenn man<br />
das bei der schwedischen Klimaschutzaktivistin<br />
so sagen kann, weil ja<br />
bei ihr,die sich mit ihrer ganzen Existenz<br />
in den Dienst des globalen Allgemeinwohls<br />
gestellt hat, gar kein Platz<br />
für„Eigenes“ sein dürfte.Nun, per Instagram<br />
teilt uns Thunbergmit, dass<br />
sie ihren Namen und ihren Slogan<br />
„Fridays for Future“ als Marken patentieren<br />
lassen möchte: Nursolasse<br />
sich verhindern, dass sie und die von<br />
ihr entfachte Bewegung vonanderen<br />
kommerziell ausgebeutet wird. Betriebswirtschaftlich<br />
ist das klug, da<br />
Thunbergdie mit ihr verbundene<br />
Wertschöpfungskette unter die eigene<br />
Kontrolle bringt: Eine gemeinnützige<br />
Stiftung soll sich künftig auf<br />
„vollkommen transparente“Weise<br />
um Bucheinnahmen, Preis- oder<br />
Spendengelder kümmernund mit<br />
„ökologischer,klimatischer und sozialer<br />
Nachhaltigkeit“ sowie„mentaler<br />
Gesundheit“ beschäftigen.<br />
Yusaku Maezawa (44) schertsich<br />
nicht ums Klima, wenn’s um sein<br />
Vergnügen geht. Deswegen hatte der<br />
japanische Milliardär im Januar ein<br />
Inserat aufgegeben, mit dem er nach<br />
einer Begleiterin für eine so techtelmechtelige<br />
wie emissionsreiche Raketenreise<br />
zum Mond suchte.Daraufhin<br />
meldeten sich bislang 27 722<br />
Frauen –Geschöpfe voller Hoffnung<br />
auf was auch immer.All das machte<br />
Maezawa jetzt wieder zunichte,indem<br />
er per Twitter,den Planetentrip<br />
„aus persönlichen Gründen“ absagte.Soein<br />
Lümmel!<br />
BlakeLively (32) ist über romantische<br />
Anwandlungen längst hinaus: Die<br />
US-Schauspielerin weiß oft nicht, wo<br />
ihr der Kopf steht, seitdem sie ihr drittes<br />
Kind bekommen hat.<br />
Dasfühle sich an„wie<br />
von2auf 3000“, sagte<br />
sie jetzt im amerikanischen<br />
Frühstücksfernsehen.<br />
Sieund<br />
ihr Mann, Schauspielerkollege<br />
Ryan<br />
Reynolds (43), hätten„so<br />
viele Kinder:<br />
Siesind mehr als<br />
wir“. Eine liebenswerteund<br />
unbarmherzige<br />
Übermacht.<br />
Alarm! (schl.)<br />
Sie zählt ihre Kinder<br />
und ist leicht erschrocken.<br />
DPA/VANESSA CARVALHO<br />
TIERE<br />
Ein tierischer Fremdenverkehrsankurbler<br />
im Einsatz. DPA/CHRISTINA HORSTEN<br />
Das Murmeltier Phil wohnt in der<br />
amerikanischen Kleinstadt Punxsutawney,Pennsylvania.<br />
Zurzeit bereitet<br />
sich Phil auf den Groundhog Day<br />
am Sonntag vor. Dann wirderfrühmorgens<br />
auf einer Holzbühne stehen:<br />
Sieht er seinen Schatten und scheint<br />
also die Sonne,dauertderWinter<br />
sechs weitereWochen; ist es hingegen<br />
bewölkt, ist dasWetter milde und der<br />
Frühling bald da. Dieser Brauch wie<br />
auch Punxsutawney wurden mit dem<br />
Hollywood-Film„Und täglich grüßt<br />
das Murmeltier“ (1993) weltberühmt.<br />
Einganzjähriger Segen für den Fremdenverkehr.<br />
(schl.)<br />
Diehl spielt im Film „Ein verborgenes Leben“ den BauernFranz Jägerstätter,der sich weigert, mit der deutschen Wehrmacht in den Krieg zu ziehen.<br />
Beim Filmfest in Cannes<br />
wurde das berührende<br />
Drama „Ein verborgenes<br />
Leben“ bereits euphorisch<br />
gefeiert. Im neuen Werk von Regisseur<br />
Terrence Malick, das jetzt im<br />
Kino angelaufen ist, geht es um die<br />
wahre Geschichte eines Kriegsverweigerers<br />
und NS-Widerständlers.<br />
Der <strong>Berliner</strong> August Diehl (44) spielt<br />
den BauernFranz Jägerstätter,einen<br />
Familienvater aus dem österreichischen<br />
Radegund, der es nicht mit<br />
seinem Gewissen vereinbaren kann,<br />
für die Wehrmacht zu kämpfen. Dafür<br />
wirderinhaftiertund schließlich<br />
1943 vonden Nazis hingerichtet.<br />
Herr Diehl, 1998 feierten Sie mit „23“<br />
Ihren Durchbruch. Haben Sie dageahnt,<br />
wohin Ihr Beruf Sienoch führt?<br />
Ichbin echt ein Sonntagskind. Ich<br />
habe auf meinem Wegsoviel Glück<br />
gehabt – und hab’s noch immer.<br />
Neulich traf ich in Berlin Jürgen Vogel<br />
auf der Straße, der bei mir ums<br />
Eckwohnt. Dersagte auch: „Wir vergessen<br />
oft, was es für ein Luxus ist,<br />
dass wir so arbeiten können. Wie<br />
viele Kollegen werden nicht mal gefragt<br />
…und wir dauernd. Wir sind<br />
solche Glückskinder.“ Recht hat er.<br />
Und abseits der Arbeit? Sie sind von<br />
Ihrer Frau, der Schauspielerin Julia<br />
Malik, seit über drei Jahren getrennt.<br />
Privat ging’s eher mal auf und mal<br />
ab. Aber über all das möchte ich eigentlich<br />
gar nicht sprechen.<br />
Ihr Beruf scheint Ihnen über diese<br />
schwierige Phase hinweggeholfen zu<br />
haben. DerDrehmit Terrence Malick<br />
fand 2016 statt, etwa zeitgleich mit<br />
der Trennung …<br />
Daswar das Irrste,dass die eigene<br />
Biografie und die Arbeit so zusammengefaltet<br />
werden. Schön war,<br />
dass das Filmprojekt ein Ortdes Friedens<br />
für mich wurde. Ein Ort, an<br />
dem man sich auf eine Suche nach<br />
Antworten begeben konnte. Und<br />
dann noch einem Menschen wie<br />
Malick zu begegnen, der selbst so<br />
große Fragen ans Leben hat und<br />
mich zu seiner Suche einlud, das gibt<br />
und gab mir eine unglaubliche Kraft.<br />
ZUR PERSON<br />
August Diehl stammt aus einer Künstlerfamilie und studierte an der <strong>Berliner</strong> Schauspielschule<br />
„Ernst Busch“. 1998 übernahm er die Hauptrolle im Thriller „23 –Nichts ist so wie es<br />
scheint“ und gewann für die Darstellung des Computerhackers KarlKoch den Deutschen Filmpreis.<br />
Seither ist er einer der gefragtesten Schauspieler des deutschen Kinos. Es folgten viele<br />
weitere Rollen, etwa in „Was nützt die Liebe in Gedanken“ und „Inglourious Basterds“.<br />
Auch auf der Theaterbühne steht der 44-jährigeVater zweier Kinder regelmäßig –vom Wiener<br />
Burgtheater über die Hamburger Kammerspiele bis zum <strong>Berliner</strong> Ensemble.<br />
Eine Rückkehr<br />
in die Kindheit<br />
Christoph Waltz’ Karriere ist mit Tarantinos<br />
„Inglourious Basterds“ explodiertund<br />
hat ihn nach Hollywood<br />
katapultiert. Auch Daniel Brühl hat<br />
sich international etabliert. Träumen<br />
Sieauch vonsolch einer Karriere?<br />
Ich habe nie etwas gemacht, um<br />
etwas zu haben. Es war eher immer<br />
andersrum: Ich habe einfach immer<br />
weitergemacht. Und wenn es passiert,<br />
ist es toll. Es gibt meiner Meinung<br />
nach nur einen echten und<br />
großen Vorteil von Erfolg – neben<br />
dem Ruhm und dass man mehr Geld<br />
verdient: Dass man die Chance erhält,<br />
mit so großartigen Künstlernzu<br />
arbeiten und so spannenden Menschen<br />
zu begegnen. Das würde ich<br />
gern noch länger erleben und auch<br />
mehr internationale Filmschaffende<br />
kennenlernen, um noch häufiger<br />
ausprobieren, was möglich ist.<br />
In „Ein verborgenes Leben“ ist es letztlich<br />
die Liebe, die es Jägerstätter unmöglich<br />
macht, für Hitler in den<br />
Krieg zu ziehen. Mord und Rassenhass<br />
sind für den Bauern undenkbar.<br />
Er ist von Liebe geprägt, zur Natur<br />
und zu seiner Familie. Sieht so das<br />
Ideal vonLiebe aus?<br />
Wahrscheinlich. Mich hat beeindruckt,<br />
dass es dem Paar gar nicht<br />
primär darum geht, sich gegenseitig<br />
zu verstehen. Fani, seine Frau, versteht<br />
nicht alles,was ihn bewegt und<br />
zu seiner Entscheidung führt –aber<br />
sie will auf jeden Fall mit ihm sein.<br />
Das finde ich so stark. Die Dörfler<br />
fragten sie, warum machst du ihm<br />
nicht klar, dass er dich mit den Kindern<br />
als Witwe alleine lässt? Warum<br />
Ein schrecklicher Verdacht<br />
Der <strong>Berliner</strong> Schauspieler<br />
August Diehl wuchs in einem<br />
Haus ohne Strom auf,<br />
mitten in der Natur.<br />
Sein neuer Film weckte auch<br />
Erinnerungen an diese Zeit<br />
BERLINER ZEITUNG/PAULUS PONIZAK<br />
wendest du dich nicht von ihm ab?<br />
Sieantwortet daraufhin: „Dann wäre<br />
er ja ganz allein. Dann hätte er ja gar<br />
niemanden mehr.“ Das Einfache<br />
daran beeindruckt mich sehr.<br />
Haben Sie selbst einen engen Bezug<br />
zur Natur? Oder sind Sie Vollblut-<br />
<strong>Berliner</strong> und Stadtmensch?<br />
Die Natur hat in meinem Leben<br />
eine große Bedeutung. Ichbin in der<br />
Auvergne großgeworden. Bis ich<br />
neun Jahre alt war, lebten wir in einem<br />
Haus ohne Strom. Meine Eltern<br />
haben sich dort niedergelassen, als<br />
wir Kinder noch sehr klein waren.<br />
Wir hatten Schafe, Ziegen und Hühner,<br />
haben selbst Ziegenkäse hergestellt.<br />
Daher war dieser Dreh wie eine<br />
Rückkehr in meine Kindheit. Auch<br />
wenn ich nun seit 25 Jahren in der<br />
Stadt lebe und komplett urbanisiert<br />
bin, spielt die Natur eine große Rolle<br />
für mich.<br />
Gibt es dieses Haus noch?<br />
Ja, esist bis heute mein Garten<br />
Eden. Dieser Ort in Frankreich ist<br />
mein Paradies. Wenn ich nur die<br />
Sprache höre, fühle ich mich dortzu<br />
Hause. Ich bin jeden Sommer dort,<br />
das ist ganz wichtig für mich. Dort<br />
tanke ich Kraft, dort komme zu mir<br />
selbst. Es gibt keinen Handyempfang,<br />
kein Internet und auch noch<br />
immer keine Elektrizität. Es ist wichtig,<br />
einen Ortzuhaben, wo man kurz<br />
vonallem abgeschnitten ist und sich<br />
aufs Wahre besinnt. Man kocht auf<br />
Gas und zum Lesen gibt es Solaroder<br />
Petroleumlampen.Wirhaben ja<br />
mittlerweile sogar warmes Wasser<br />
für die Badewanne.<br />
Interview: Mariam Schaghaghi<br />
In Ulm soll eine Krankenschwester versucht haben, mehrere Säuglinge zu vergiften. Sie bestreitet die Tat<br />
Alarm auf der Überwachungsstation:<br />
Fünf Früh- und Neugeborene<br />
leiden in der Nacht zum 20. Dezember<br />
an akuter Atemnot. Ärzte,<br />
Schwestern und Pfleger der Ulmer<br />
Universitätsklinik rotieren. Künstliche<br />
Beatmung, Bluttests. Eine Infektion?<br />
Krankenhauskeime? Es dauert<br />
48 Stunden, bis die Säuglinge wieder<br />
selbstständig atmen und nach Hause<br />
entlassen werden können. Fünf Wochen<br />
danach erfahren die Eltern, dass<br />
eine Krankenschwester versucht haben<br />
soll, die Kinder mit Morphium zu<br />
töten oder zumindest lebensbedrohlich<br />
krank zu machen.<br />
Gegen die Frau sei Haftbefehl wegen<br />
versuchten Totschlags und gefährlicher<br />
Körperverletzung erlassen<br />
worden, teilte der Leiter der Ulmer<br />
Staatsanwaltschaft, Christof Lehr,<br />
am Donnerstag mit. Im Spind der<br />
Frau in der Klinik auf dem Ulmer Michelsberg<br />
hätten Ermittler eine<br />
Spritzeentdeckt. DerInhalt: Muttermilch<br />
mit Morphium vermischt.<br />
Diejunge Frau sitzt seit Mittwoch<br />
in Untersuchungshaft. „Sie hat umfassende<br />
Angaben gemacht“, sagte<br />
Lehr. Aber den Tatvorwurf bestreite<br />
sie.Kann es sein, dass ihr jemand die<br />
Spritzeuntergeschoben hat? „Wir ermitteln<br />
in alle Richtungen“, sagte<br />
BernhardWeber, Chef einer 35-köpfigen<br />
Ermittlungsgruppe beim Ulmer<br />
Polizeipräsidium.<br />
Ausgelöst wurden die Ermittlungen<br />
durch das Universitätsklinikum<br />
–Wochen nach dem medizinischen<br />
Alarmfall. Am 17. Januar erstattete<br />
die Klinikleitung Anzeige, nachdem<br />
sich in Urinproben der Kinder Rückstände<br />
von Morphium fanden. „Das<br />
Klinikum kooperiert vollumfänglich<br />
mit den ermittelnden Behörden und<br />
stellt alle gewünschten Unterlagen<br />
zur Verfügung“, teilte die Unimit. Es<br />
sei ein Krisenstab gebildet worden.<br />
Für die Ermittler könnten sich<br />
Anhaltspunkte aus einem ähnlichen<br />
Fall im Uniklinikum Marburg ergeben.<br />
„Wir sind im Kontakt mit den<br />
dortigen Ermittlern, vielleicht helfen<br />
uns deren Erfahrungen“, so ein Sprecher<br />
der Ulmer Staatsanwaltschaft.<br />
In Marburg hatte eine Kinderkrankenschwester<br />
von Dezember 2015<br />
bis Februar 2016 drei frühgeborenen<br />
Mädchen ärztlich nicht verordnete<br />
Beruhigungs- und Narkosemittel<br />
verabreicht. 2019 wurde sie wegen<br />
versuchten Mordes zu lebenslanger<br />
Haft verurteilt. Das Gericht sah Geltungsdrang<br />
als ein Motiv an. (dpa)<br />
Semperopernball: Höppner<br />
übernimmt Moderation<br />
Nach der Absage vonJudith Rakers<br />
übernimmt Mareile Höppner die<br />
Moderation des Semperopernballs<br />
am 7. Februar in Dresden. Höppner<br />
hatte den Ball bereits 2016 an der<br />
Seite vonGuido MariaKretschmer<br />
moderiert. „Es gab in diesem Jahr<br />
viel Trubel um den Opernball. Daraus<br />
haben alle ihreLehren gezogen,<br />
Haltung gezeigt und das war wichtig“,<br />
teilte Höppner mit. Dieumstrittene<br />
Verleihung des St.Georgs-Ordens<br />
des Semperopernballs an<br />
Ägyptens Präsidenten Abdel Fattah<br />
al-Sisi hatte in den vergangenen Tagen<br />
für Kritik und Proteste gesorgt.<br />
DerfrühereGeneral und Armeechef<br />
geht hartgegen Oppositionelle und<br />
Kritiker vor, Meinungs- und Versammlungsfreiheit<br />
sind starkeingeschränkt.<br />
Am Mittwochabend hatte<br />
Judith Rakers erklärt, den Ball nicht<br />
wie geplant moderieren zu wollen.<br />
Auch Sänger Roland Kaiser kritisierte<br />
die Vergabe,will aber am 7. Februar<br />
nach wie vorals Moderator auf<br />
der Bühne stehen. (dpa)<br />
Mutter gab Tochter<br />
Methadon: Haftstrafe<br />
Eine 34-jährige Frau aus dem westfälischen<br />
Steinfurt, die ihrer kleinen<br />
Tochter regelmäßig Methadon verabreicht<br />
hat, ist vomLandgericht<br />
Münster zu drei Jahren und neun<br />
Monaten Haft verurteilt worden. Die<br />
Richter bestraften die Angeklagte am<br />
Donnerstag wegen gefährlicher Körperverletzung<br />
und Verstoßes gegen<br />
das Betäubungsmittelgesetz. Die<br />
Frau hatte im Prozess ein volles Geständnis<br />
abgelegt und dabei geschildert,<br />
wie sehr sie mit der Erziehung<br />
ihrer Tochter überfordertwar.Dasie<br />
selbst seit Jahren regelmäßig Beruhigungsmittel<br />
einnehme,habe sie irgendwann<br />
damit begonnen, auch<br />
ihrem Kind eine tägliche Dosis zu<br />
verabreichen. (dpa)<br />
Sorgen um Japans<br />
abgedankten Kaiser Akihito<br />
Der beliebte Monarch hatte im April 2019<br />
auf eigenen Wunsch abgedankt. DPA<br />
Japans abgedankter Kaiser Akihito<br />
gibt seinem Volk Grund zur Sorge.<br />
Der86Jahrealte Vater des heutigen<br />
Kaisers Naruhito habe in seiner Residenz<br />
in Tokio vorübergehend das<br />
Bewusstsein verloren und sei kollabiert–eine<br />
anschließende Untersuchung<br />
habe jedoch keine gesundheitlichen<br />
Unregelmäßigkeiten erbracht,<br />
gab das Haushofamt bekannt.<br />
Akihito sei wieder in<br />
normalem Zustand und habe auch<br />
wie immer gefrühstückt. (dpa)<br />
Teleskop nimmt detailliertes<br />
Bild der Sonne auf<br />
Dasweltgrößte Solar-Teleskop auf<br />
Hawaii hat ein neues Bild der Sonne<br />
aufgenommen. Aufdem Bild sei die<br />
Oberfläche der Sonne so detailliert<br />
wie nie zuvor zu sehen, hieß es von<br />
Wissenschaftlernander University<br />
of Hawaii. Zu sehen ist eine zellartige<br />
gelb-orange Oberfläche.Das Teleskop<br />
steht auf dem Gipfel des Bergs<br />
Haleakala auf der Insel Maui. (dpa)
ANZEIGEN–SONDERVERÖFFENTLICHUNG<br />
Spie plan<br />
BERLINER<br />
BÜHNEN<br />
F E B R U A R 2 0 2 0<br />
NEUKÖLLNER OPER<br />
Uns gehört die Stadt!<br />
Mit einer Uraufführung, Gesprächen und Workshops verwandelt sich das Studio der Neuköllner<br />
Oper zum Treffpunkt über Visionen, Ideen und best-practise für eine lebenswertere Stadt.<br />
Berlin, Berlin, there is nothing in<br />
between ... konnte man einst voller<br />
Inbrunst rufen. War sie doch einmal<br />
die Stadt, in der es freie (Spiel-)Räume<br />
für ein selbstbestimmtes Lebengab wie in keiner<br />
anderen Metropole sonst. Wasist nur aus<br />
ihr geworden? Ausunserer Stadt, in der zunehmend<br />
virtuelle und reale Räume (Stadt- und<br />
Wohnraum) eingeschränkt, verdrängt und<br />
überwachtwerden? Daskannsonichtbleiben,<br />
sagte mansich in der Neuköllner Oper und gibt<br />
nun mit „Reboot Berlin“ Anstöße, sich die<br />
Stadt (zumindest teilweise) zurück zu holen.<br />
„Betterplazes“ ist das ersteWerk dieser Reihe.<br />
Das Stück ist von der investigativen Journalistin<br />
Anna Catherin Loll und handelt von der<br />
Kraft von Utopien. Timo und Sven sind die<br />
Stars für ein ganz besonderes Publikum: Jung,<br />
mutig und kreativ gestalten sie ihren Kiez tatkräftig<br />
(mit). Kurz:sie sindSprayer,und was sie<br />
tun, wird gefeiert. (Seite 7)<br />
VOLKSBÜHNE BERLIN<br />
Post der Verzweifelten<br />
„Unendlicher Spaß“ vonD.F.Wallace:<br />
jetzt wieder in Thorsten Le nsings<br />
gefeierter Inszenierung (Seite 10)<br />
THEATER THIKWA<br />
Nach Smaragdstadt<br />
Aufeinen Trip ins Wonderful Land of Oz nimmt<br />
„Oz, Oz,Oz! (W)rap the Wizard!“ –mit Cora Frost. (Seite 11)<br />
DEUTSCHES THEATER<br />
10 Jahre Junges DT<br />
Mit zwei Premieren und großer Party am<br />
Valentinsabend feiertdas Junge DT Geburtstag. (Seite 10)<br />
KOMÖDIE AM KURFÜRSTENDAMM<br />
Mit Haushaltsroboter<br />
Voller Irrwitz brodelt Ayckbourns<br />
Stück „Abjetzt“ zwischen Science Fiction<br />
und Slapstick-Comedy. (Seite 6)
SONDERSEITEN DER BERLINER BÜHNEN<br />
SEITE 2 FREITAG, 31. JANUAR 2020<br />
MONIKA RITTERSHAUS<br />
KOMISCHE OPER BERLIN<br />
Don Giovanni<br />
und Rigoletto<br />
Über frauenverschlingende Titelhelden<br />
und Sisterhood im Musiktheater<br />
Rigoletto<br />
Giuseppe Verdi<br />
Melodramma in drei Akten (1851)<br />
Musikalische Leitung:<br />
Ain rs Rubi is<br />
Inszenierung: Barrie Kosky<br />
Am 7., 16. und 27. Februar<br />
sowie am 13. und 21. März<br />
„Don Giovanni“ inder frisch-frivolen Inszenierung von Herbert Fritsch. In der Titelrolle ist wieder Günter Papendell zu erleben.<br />
Das Leiden unzähliger<br />
weiblicher Opernfiguren<br />
können wir heute zum<br />
Glück mit einem gewissen<br />
Sicherheitsabstand beobachten<br />
–den ungehinderten Frauenverschleiß<br />
mit gar mörderischen Absichten<br />
eines Don Giovanni würden<br />
Gesellschaft und Justiz ebenso<br />
wenig durchgehen lassen wie das<br />
geiselhafte Festhalten Rigolettos an<br />
seiner Tochter Gilda. Und doch<br />
faszinieren uns damals wie heute<br />
diese Alphamänner der Operngeschichte.Wieso<br />
bloß?<br />
Dieser Frage kann man im<br />
Februar gleich mehrfach in der Komischen<br />
Oper nachgehen. Mit den<br />
Wiederaufnahmenvon Verdis „Rigoletto“inder<br />
Inszenierung vonBarrie<br />
Kosky sowie Mozarts „Don Giovanni“<br />
(Regie: Herbert Fritsch) kehren<br />
gleich zwei frauenverschleißende<br />
Bariton-Hauptfiguren im aktuellen<br />
Gewand auf die Bühne zurück. Mal<br />
werden die hilflosen Frauenfiguren<br />
von ihnen beschützt, mal verführt.<br />
Und doch: trotz all dieser schwerwiegenden<br />
Gender-Klischees ge-<br />
keit der Tochter die eigene Ehre<br />
zerstört sieht.<br />
Da tut es zuweilen gut zu sehen,<br />
dass clevere Inszenierungen<br />
es schaffen, klischeebeladene<br />
Opernklassiker rund um übergroße<br />
Männeregos ins heutige Licht<br />
zu transportieren. Denn Gilda wird<br />
schon in Verdis Musik als transzendierendes,<br />
fast unwirkliches Wesen<br />
der Vorstellungswelt ihres Vaters<br />
gekennzeichnet. Kosky hingegen<br />
holt diese Tochter Gilda in unsere<br />
fleischliche Realität: Statt des weißen<br />
Nachthemds eines keuschen<br />
Mädchens erhält sie ein gelbes Minikleid<br />
–und mit ihm auch ein eigenes<br />
Selbstbewusstsein.<br />
Das klappt mit Verdi soherausragend,<br />
da das Grundprinzip seiner<br />
Opern die Sprache weniger<br />
braucht als die Musik oder die Geste.<br />
Bildergeschichten wie Pantomime,<br />
Kasperletheater oder Comic<br />
Stripliegen so auch bei BarryKoskys<br />
„Rigoletto“ nahe, den der Regisseur<br />
als „comic opera that goes horribly<br />
wrong“ bezeichnet. Das Spiel mit<br />
der Show, selbst mit den magischen<br />
Don Giovanni<br />
Wolfgang Amadeus Mozart<br />
Drama giocoso in zwei Akten (1787)<br />
Musikalische Leitung:<br />
Jordan de Souza<br />
Inszenierung: Herbert Fritsch<br />
Am 20. und 29. Februar<br />
sowie am 11. und 27. März<br />
Eintrittspreise von 12bis 84 Euro<br />
Komische Oper Berlin<br />
Behrenstraße 55–57<br />
10117 Berlin<br />
Kartentelefon: 030 47 99 74 00<br />
Montag bis Samstag 9bis 20 Uhr,<br />
Sonn- &Feiertage 14 bis 20Uhr.<br />
karten@komische-oper-berlin.de<br />
www.komische-oper-berlin.de<br />
Tricks eines Houdini sucht Kosky<br />
in seiner Inszenierung daher ganz<br />
bewusst: Er zeigt, wie Verdi selbst,<br />
Glanz und Abgrund einer das Amüsement<br />
suchenden Gesellschaft und<br />
mischt „höchste Kunst“ mit „einfacher<br />
Unterhaltung“.<br />
Unddass ein solches Zusammentreffen<br />
längst ein Markenzeichen<br />
der Komischen Oper ist, zeigt emblematisch<br />
auch Herbert Fritschs<br />
„Don Giovanni“-Inszenierung.<br />
So wurde diese große Mozartoper<br />
zwar bei intellektuellen Größen wie<br />
Kierkegaard, Brecht, Bloch oder E. T.<br />
A. Hoffmann als das „Stück der Stücke“<br />
angesehen, doch eigentlich sei<br />
dasWerkunspielbar,jedenfalls nach<br />
Walter Felsenstein, revolutionärer<br />
Gründer der Komischen Oper. Das<br />
mag auch daran liegen, dass kein<br />
anderes Werk Mozarts die inhaltlichen<br />
und formalen Opern-Konventionen<br />
seiner Zeit so konsequent in<br />
Frage stellt.<br />
Da passt es vorzüglich, dass<br />
Regie-Rebell Herbert Fritsch seinen<br />
Don Giovanni als niemals<br />
nachlassend frechen und boshaften<br />
Dada-Harlekin inszeniert und<br />
so die Sprengkraft des Frauenverschlingers<br />
ernst nimmt. Sein buntes<br />
Treiben lässt dem Geschehen<br />
und Giovannis Verführen auf der<br />
Bühne freien Lauf –ohne jedoch die<br />
weiblichen Figuren, die ja die wirklich<br />
starken Figuren der Mozartoper<br />
sind, nur einen Deut zu schmälern.<br />
Als mit dem vermutlich schönsten<br />
Heiratsversprechen der Operngeschichte<br />
Don Giovanni auch<br />
Zerlina gefügig machen will, geht<br />
lingt es diesen Klassiker-Inszenierungen,<br />
das Machtverhältnis der<br />
beiden Geschlechter gekonnt neu<br />
zu definieren.<br />
Am deutlichsten werden diese<br />
Ambivalenzen zwischen Opfern<br />
und Täternwohl in Koskys genialer<br />
Inszenierung von Giuseppe Verdis<br />
„Rigoletto“ aus dem Jahre 2009.<br />
Der aus der Gesellschaft ausgeschlossene<br />
Rigoletto ist ein Außenseiter<br />
der Konsum- und Spaßgesellschaft,<br />
ein trauriger Clown.<br />
Seine Tochter Gilda will er vor allem<br />
Übel der Welt beschützen und<br />
sperrt sie daher ein. Doch es geht<br />
ihm natürlich nicht nur um die Unversehrtheit<br />
der Tochter, sondern<br />
auch umseine eigene Sehnsucht,<br />
für immer ein an ihn gefesseltes<br />
Mädchen zu besitzen. Dass diese<br />
Tochter eigene Begierden, Träume<br />
und Hoffnungen hat, ist freilich in<br />
seiner Logik nicht vorgesehen. Somit<br />
wirdGildas Bekannt- und Liebschaft<br />
mit dem Herzog schließlich<br />
ein furchtbarer Alptraum für den<br />
überprotektionistischen Vater, der<br />
mit der verlorenen Jungfräulichseine<br />
Ex Donna Elvira dazwischen<br />
und nimmt sie in Schutz. Siemahnt,<br />
nicht auf die leeren Versprechen der<br />
Männerwelt zu hören und sich stattdessen<br />
zu einer wehrhaften „Sisterhood“<br />
zusammenzuschließen.<br />
Damit präsentiert sie ganz nebenbei<br />
wichtige Gedanken unseres heutigen<br />
Feminismus –und wer würde<br />
schon bereits zu Mozarts Zeiten mit<br />
ihnen rechnen?<br />
So kann man also in den Neuzugriffen<br />
auf die Klassiker zwei<br />
virtuose Weisen erkennen, althergebrachte<br />
Korsette abzuwerfen.<br />
Bei Kosky mit einer analytischscharfen<br />
Brennglas-Inszenierung<br />
der menschlichen Abgründe eines<br />
Rigolettos, bei Fritsch mit seiner<br />
frisch-frivolen Dada-Lesartdes Don<br />
Giovanni. Beide Bariton-Helden<br />
haben eine gehörige Portion Echtzeit<br />
mitbekommen. Und das ist in<br />
einer Zeit, in der das schlechte Verhalten<br />
bösartiger Clown-Figuren<br />
Frauen gegenüber zwar ganze<br />
Gesellschaften erschüttert, jedoch<br />
oft genug noch konsequenzlos<br />
bleibt, aktueller denn je.<br />
Inhalt<br />
Premieren<br />
Admiralspalast 9<br />
Astrid-Lindgren-Bühne im FEZ 9<br />
Atze Musiktheater 9<br />
Bar jeder Vernunft 10, 16<br />
<strong>Berliner</strong> Ensemble 13<br />
<strong>Berliner</strong> Philharmoniker 12<br />
Chamäleon Theater 10, 15<br />
Das Weite Theater 5, 10<br />
Deutsche Oper Berlin 9, 13<br />
Deutsches Theater 10, 13<br />
Die Wühlmäuse 10<br />
Neuköllner Oper 7, 11<br />
Palazzo 3<br />
Quatsch Comedy Club 11<br />
Radialsystem 15, 16<br />
RambaZamba Theater 15<br />
Renaissance-Theater Berlin 14<br />
roc berlin 7, 12<br />
Schaubude Berlin 3, 15<br />
Schaubühne am<br />
Lehniner Platz 14<br />
Premiere am 2. Februar<br />
VOLKSBÜHNE BERLIN<br />
Auf den Kopf gestellt<br />
In „The West“ befragt Choreografin<br />
Constanza Macras den westlichen<br />
Exotismus. Seite 6<br />
DAVID CAMPESINO<br />
English Theatre Berlin 10<br />
Schlosspark Theater 3, 15<br />
Estrel Showtheater 4, 10<br />
Sophiensæle 15<br />
Friedrichstadt-Palast 10<br />
Grips Theater 13<br />
Hans Otto Theater 3, 10<br />
Hebbel am Ufer 10<br />
Heimathafen Neukölln 11, 15<br />
Hochschule für Schauspielkunst<br />
Ernst Busch 11<br />
Kabarett-Theater Distel 11<br />
Kleines Theater 6, 11<br />
Komische Oper Berlin 2, 13<br />
Komödie am Kurfürstendamm<br />
im Schiller Theater 6, 14<br />
Konzerthaus Berlin 5, 12<br />
Maxim Gorki Theater 4, 14<br />
Staatsoper 11, 12<br />
Stadttheater Cöpenick 15<br />
Stage Theater des Westens 15<br />
Tempodrom 8<br />
Theater an der Parkaue 14<br />
Theater im Palais 16<br />
Theater o.N. 16<br />
Theater Strahl Berlin 16<br />
Theater Thikwa 11, 16<br />
Tipi am Kanzleramt 16<br />
Vaganten Bühne 16<br />
Volksbühne 6, 10, 14<br />
Wintergarten Varieté 16<br />
Premiere am 14. Februar<br />
SCHAUBUDE BERLIN<br />
Das Rezept für brennende Liebe<br />
Passend zum Valentinstag<br />
zaubert das clowneske Duo Die<br />
Pyromantiker mit ihrer selbsterforschten<br />
Mischung Geschmacksexplosionen<br />
für ein langes, brennendes<br />
Feuer der Liebe. Seite 5<br />
KRAUT HILLS/PYROMANTIKER BERLIN<br />
Uraufführung am 12. Februar BAR JEDER VERNUNFT Es lebe das Chaos<br />
Anna Mateur fälltauf! Das kann man nicht anderssagen. Jetzt präsentiertdie Ausnahmekünstlerin mit der unglaublichen<br />
Stimme und dem schrägen Humor endlich wieder ein neues Soloprogramm: „Kaoshüter“. Seite16<br />
Premiere am 15.Februar<br />
MAXIM GORKI THEATER<br />
Maria im Heute<br />
Der britische Dramatiker<br />
Simon Stephens erkundet in<br />
„Maria“ eine oft brutale<br />
Gegenwart ohne dabei die<br />
Empathie für die Menschen zu<br />
verlieren. Regie führt Nurkan<br />
Erpulat. Seite 4<br />
Premiere am 6. Februar<br />
RADIALSYSTEM<br />
Der eigenen Sprache beraubt<br />
In seinen „Metamorphosen“ erzählt<br />
Ovid die miteinander verbundenen Mythen<br />
vonEcho und Narziss, die nicht<br />
zueinander finden können. Der Regisseur<br />
David Marton, erstmals zu Gast am<br />
Haus, und Road Opera machen daraus<br />
bildstarkesMusiktheater. Seite 16<br />
Premiere am 8. Februar<br />
KLEINES THEATER<br />
Sie steht ihren Mann<br />
Um den Arbeitsplatz ihres verstorbenen<br />
Ehemanns für sich zu retten, beschließt<br />
die junge WitweElla Gericke,<br />
die Identität des Totenanzunehmen –<br />
und schlüpftindessen Kleidung. „Jacke<br />
wie Hose“ ist ein Melodram voller Wagemut,<br />
Raffinesse und Witz. Seite 7
SONDERSEITEN DER BERLINER BÜHNEN<br />
FREITAG, 31. JANUAR 2020 SEITE 3<br />
HANS OTTO THEATER<br />
Esther Hattenbach inszeniertin<br />
Potsdam Ionescos „Die Nashörner“<br />
Der Trend geht<br />
zum Nashorn<br />
Eines sonntags beobachten der Büroangestellte<br />
Behringer und sein Freund Hans<br />
einen merkwürdigen Vorfall: EinNashorn<br />
stürmt in vollem Galopp durch die Stadt.<br />
Kurz darauf ein zweites. Oder war es doch dasselbe?AmnächstenTag<br />
tauchen weiterewutschnaubende,<br />
alles niederwalzende Dickhäuter auf …<br />
Mit„Die Nashörner“ hat Eugène Ionesco 1957 eine<br />
verrückte Geschichte über Massenwahn und<br />
Anpassertum geschrieben. Darinverwandelnsich<br />
die Menschen nach und nach in Nashörner. Wer<br />
mit dem Zeitgeist gehen oder dazugehören will,<br />
tut es ihnen gleich und wirdTeildieserBewegung.<br />
Plötzlich ist das Fremde normal –und alle außer<br />
Behringer, die Hauptfigur im Stück, wollen sich<br />
anpassen und ebenfalls zum Nashorn werden.<br />
Ein Nashorn kommt selten allein –jedenfalls nicht bei<br />
Ionesco.<br />
Regisseurin Esther Hattenbach, die diese<br />
absurde Groteske am Hans Otto Theater auf<br />
die Bühne bringt, reizt die Aktualität des Stoffes:<br />
„Ionescos Figuren plappern meist einfach nur<br />
irgendwas heraus. So, wie es heute oft in den sozialen<br />
Medien geschieht. Die Welt ist so unübersichtlich<br />
geworden. Ausden Phrasen, die wir lesen<br />
und einfach weitergeben, entstehen Stimmungen,<br />
aus Stimmungen gesamtgesellschaftliche Radikalisierungen.“<br />
Hattenbach möchte sich besonders<br />
mit Ideologie auseinandersetzen. Sie interessiert<br />
die Frage, wie viel davon in uns und unserer<br />
Sprache steckt. „Ideologie hat viel mit Bedürfnissen<br />
zu tun, und diese wiederum sind etwas sehr<br />
subjektiv Menschliches. Diese Wechselbeziehung<br />
ist spannend.“ Ionescos tragikomische Geschichte<br />
bietet die Möglichkeit eines verrückten Zugriffs<br />
auf die Realität.<br />
Die Nashörner<br />
von Eugène Ionesco<br />
Regie: Esther Hattenbach<br />
Bühne und Kostüm:<br />
Regina Lorenz-Schweer<br />
Dramaturgie: Alexandra Engelmann<br />
Komposition: Johannes Bartmes<br />
Mit: Bettina Riebesel,<br />
Ulrike Beerbaum, Jörg Dathe,<br />
Henning Strübbe,<br />
Hannes Schumacher,<br />
Philipp Mauritz, Paul Wilms,<br />
Franziska Melzer,<br />
Jan Hallmann<br />
Premiere am 21. Februar<br />
Hans Otto Theater<br />
Schiffbauergasse 11<br />
14467 Potsdam<br />
Kartentelefon: 033 19 81 18<br />
hansottotheater.de<br />
THOMAS M. JAUK/STAGE PICTURE<br />
Queen-Fans und Musikliebhaber<br />
der 80er kommen<br />
im Schlosspark Theater<br />
voll auf ihre Kosten, denn<br />
sie werden Songs hören, die zu<br />
Rock-Geschichte geworden sind.<br />
Im Februar steht das Stück „Ich bin<br />
nicht Mercury“, geschrieben und<br />
inszeniert von Thomas Schendel,<br />
auf dem Programm. Die Uraufführung<br />
ist eine Hommage an Freddie<br />
Mercury und die Band Queen<br />
„Ich bin nicht Mercury“ handelt<br />
von der letzten Probe einer Band,<br />
die kurz vor ihrer Studioaufnahme<br />
steht. Man trifft sich, geht die<br />
Songs durch, die auf dem Album<br />
Die Musik der 80er lebt auf –Ein Band probt Mercury<br />
Menu d’amour<br />
SCHLOSSPARK THEATER<br />
Ich bin nicht Mercury<br />
Staraufgebot feiertFreddie Mercury<br />
erscheinen sollen, diskutiert, streitet.<br />
Die Musik steht natürlich unweigerlich<br />
im Mittelpunkt, mit ihr<br />
aber auch Leidenschaft, Liebe und<br />
Freundschaft. Jedes Bandmitglied<br />
führt eine Auseinandersetzung mit<br />
sich und anderen rund um diese<br />
Themen und lässt die Zuschauerdaran<br />
teilhaben. Die Coverband<br />
ringt um Qualität in der Musik<br />
und um die eigene Entfaltung und<br />
Identität als Musiker. Jeder mit unterschiedlichen<br />
Vorstellungen und<br />
Wünschen aber verbunden durch<br />
die Leidenschaft zur Musik.<br />
Das stimmgewaltige Ensemble<br />
bilden Thomas Borchert, Sophie<br />
SCHAUBUDE BERLIN<br />
Liebe, die durch den Magen geht<br />
Dasclowneske Duo Die Pyromantiker zaubert Geschmacksexplosionen<br />
passend zum Valentinstag<br />
Wer fahndet nicht<br />
nach dem Rezept<br />
für die perfekte Liebe?<br />
Doch meistens<br />
ist dann doch irgendetwas nicht<br />
richtig: Das Menü ist zu salzig, zu<br />
scharf, zu fad geraten, schmeckt<br />
dem einen, aber der anderen nicht,<br />
ist zu sehr Imbiss oder zu sehr<br />
Gourmetküche. Man kann es einfach<br />
nicht allen recht machen.<br />
Oder doch?<br />
Passend zum Valentinstag gastieren<br />
zwei 3-Sterne-Köche in der<br />
Schaubude Berlin mit ihrer skurrilen<br />
Dinner-Show –denn sie haben<br />
sie angeblich nach 50 Jahren erbarmungsloser<br />
Forschungsarbeit<br />
gefunden: Die gebrauchsfertige<br />
Mischung für ein langes, brennendes<br />
Feuer der Liebe! So laden<br />
sie das Publikum, ob verliebt oder<br />
nicht, aufs Meer der großen Gefühle<br />
zueinem hinreißend komödiantischen<br />
Spektakel mit neusten<br />
Geschmacksexplosionen und<br />
raffinierten Ingredienzien.<br />
„Menu d’amour“ ist die neue<br />
Produktion des clownesken Duos<br />
DiePyromantiker,die auch mit dieser<br />
Kochshowihrem Namen wieder<br />
alle Ehre machen werden –inso<br />
DERDEHMEL/URBSCHAT<br />
Berner /Frederike Haas (alternierend),<br />
Marco Billep sowie Michael<br />
Ernst. Die renommierten Musicaldarstellerinnen<br />
und -darsteller<br />
werden vonder erstklassigen 4-köpfigen<br />
UnderPressured-Rockband<br />
unter der Leitung von Harry Ermer<br />
livebegleitet.<br />
Ein Theaterabend mit der<br />
Dramaturgie eines Queen-Songs!<br />
Ich bin nicht Mercury<br />
Ein Theaterstück<br />
von Thomas Schendel<br />
mit vielen Highlights von Freddy<br />
Mercury und der Band Queen<br />
Regie: Thomas Schendel<br />
Musikalische Leitung: Harry Ermer<br />
Mit Thomas Borchert,<br />
Sophie Berner/Frederike Haas<br />
(alternierend),<br />
Marco Billep &Michael Ernst<br />
Live-Begleitung:<br />
UnderPressured-Rockband<br />
Februar 2020<br />
Franziska Troegner liest<br />
„Im Bett mit dem Westen“<br />
Am 2. Februar um 20 Uhr<br />
Thomas Quasthoff<br />
singt und liest Hüsch<br />
Am 16. Februar um 20 Uhr<br />
Ulla Meinecke &Band –<br />
Gute Geister<br />
Am 17. Februar um 20 Uhr<br />
Schlosspark Theater<br />
Schloßstraße 48<br />
12165 Berlin<br />
Kartentelefon: 030 789 5667100<br />
www.schlossparktheater.de<br />
queer papa queer<br />
Am 1. Februar um 20 Uhr<br />
Schlemihl<br />
Am 7. und 8.Februar um 20 Uhr<br />
Menu d’amour<br />
Berlin Premiere am 14. Februar<br />
um 20 Uhr<br />
Weitere Vorstellungen<br />
am 15. Februar um 20 Uhr<br />
sowie am 16. Februar um 19 Uhr<br />
Hemingway. Gaza. Big Fish.<br />
Am 28. und 29. Februar<br />
jeweils um 20 Uhr<br />
Schaubude Berlin<br />
Greifswalder Straße 81-84<br />
10405 Berlin<br />
Kartentelefon: 030 423 43 14<br />
www.schaubude.berlin<br />
einer Küche kann ja auch so einiges<br />
anbrennen, in die Luft fliegen<br />
und Funken sprühen, spätestens<br />
beim feurigen Dessert. Aber auch<br />
für die zarten, leisen, berührenden<br />
Zutaten ist gesorgt: das goldene<br />
Tuch, aus dem die Träume sind,<br />
eine Spieluhr für die Romantik und<br />
Schnee von gestern. Obendrauf eine<br />
Tröte für den Scherz!<br />
HILDA LOBINGER<br />
PALAZZO<br />
Noch bis 8. Märzspielt der<br />
Kolja Kleeberg&Hans-Peter Wodarz<br />
PalazzoinBerlin<br />
Manege frei und<br />
bitte zu Tisch!<br />
Seit 2007 serviert Palazzo in Berlin alljährlich<br />
im Herbst und Winter seine ebenso köstliche<br />
wie unterhaltsame Mischung aus Haute Cuisine<br />
und bestem Entertainment –und das<br />
mit stetig wachsendem Erfolg. Allein in der vergangenen<br />
Spielzeit haben mehr als 27 000 Gäste das<br />
Vier-Gang-Menü und die Show im Spiegelpalast genossen.<br />
Am13. November 2019 hieß es„Vorhang<br />
auf“ für die 13. Saison. Dann feierte die Dinner-<br />
Show ihre Premiere –natürlich mit einem neuen<br />
Programm und neuem Menü.<br />
In einer Zeit, in der viele Menschen durch den<br />
Taghetzen, ständig und überall erreichbar sind und<br />
es immer mehr verlernen, einfach einmal –imbesten<br />
Wortsinne –abzuschalten, gewinnen Orte des<br />
Rückzugs zunehmend an Bedeutung. Der Palazzo<br />
Spiegelpalast mit seiner einzigartigen Atmosphäre,<br />
die einen sofort beim Betreten in eine andereWelt<br />
eintauchen lässt, ist ein solcher Ort. Hier können<br />
die Gäste perfekt „entschleunigen“, Ballast abwerfenund<br />
verloren gegangene Energie auftanken.<br />
Für die kulinarische Seite dieser Einheit zeichnet<br />
erneut der <strong>Berliner</strong> Spitzenkoch Kolja Kleeberg verantwortlich.<br />
Mit einem Faible für die Küche Frankreichs<br />
hat der gebürtige Rheinländer sich diesmal daran<br />
gemacht, einige Klassiker des Nachbarlandes zu<br />
modernisieren und im Palazzo-Stil raffiniertzuinterpretieren.<br />
Schon die Vorspeise des Vier-Gang-Menüs<br />
malt die Sonne der Côte d’Azur auf den Teller –mit<br />
einem „Croque Palazzo“, einer Kabeljauschnitte mit<br />
Sauce Rouille, knusprigem Kapernbrot und Grapefruit.<br />
Darauf folgt ein Käsesüppchen von Gorgonzola<br />
undKohlrabi mit gebackenem Ziegenkäseals Zwischengang.<br />
DerHauptgang bringt die Ente zurück in<br />
den Spiegelpalast, die als knusprige „Ente àl’orange<br />
unter asiatischer Ägide“ mit Miso-Spitzkohl und Kartoffelgratin<br />
serviert wird. Als süßer Abschluss erwartet<br />
diePalazzo-Gäste ein Potpourrider französischen<br />
Patisserie in Form eines warmen Holunder-Nougat-<br />
Törtchens mit Baiserhaube, pochierter Birne, Sauerrahmeis<br />
und Schokoladenganache –wenn das nicht<br />
nach „Leben wie Gott in Frankreich“ klingt…!<br />
Natürlich gibt es auch wieder eine köstliche vegetarische<br />
Speisenfolge sowie eine Menü-Variante<br />
für kleine Palazzo-Gäste.<br />
PALAZZO<br />
Die neue Show „Family Affairs“<br />
Diese Höhepunkte aus der Palazzo-Küche verbinden<br />
sich auf perfekte Weise mit den künstlerischen<br />
Darbietungen auf der Bühne und in der Manege:<br />
Mitseinem neuen <strong>Berliner</strong>Programm „Family<br />
Affairs“ feiert Palazzo in der Spielzeit 2019/20 eine<br />
Weltpremiere voller Highlights –exzentrisch, liebenswert,<br />
kontrastreich und gespickt mit einer gehörigen<br />
Portion Humor! Der Spiegelpalast am<br />
Bahnhof Zoo wird dabei zum Schauplatz einer gewöhnlichen<br />
Familienfeier, wie sie außergewöhnlicher<br />
nicht sein könnte.Vor den Augen der Palazzo-<br />
Gäste trifft sich eine ungleiche und meist uneinige<br />
Verwandtschaft zu einem spannungsreichen und<br />
amüsanten Stelldichein. Geniale Artisten und<br />
brillante Künstler treffen auf rebellische Freigeister,<br />
verschrobene Individuen und schwarze Schafe.<br />
Doch allen Familienzwisten zum Trotz wirdimLaufe<br />
des Abends klar: Blut ist wahrlich dicker als Wasser.<br />
Herzlichwillkommenbei „Family Affairs“!<br />
Palazzo –ein Kosmos voller Lebensfreude und<br />
Genuss für alle, die sich ein paar besondere Stunden<br />
gönnen möchten. Es ist angerichtet!<br />
Palazzo bittet zu Tisch!<br />
Bis 8. März<br />
Palazzo Berlin<br />
Hertzallee 41<br />
10787 Berlin<br />
Kartentelefon: 01806 388 883<br />
0,20 Euro aus dem dt. Festnetz<br />
Mobilfunk max. 0,60 Euro pro Anruf<br />
www.palazzo.org
SONDERSEITEN DER BERLINER BÜHNEN<br />
SEITE 4 FREITAG, 31. JANUAR 2020<br />
MAXIM GORKI THEATER<br />
„Maria“ und „Hamlet“<br />
versprechen spannende Premieren<br />
Ausbruch<br />
ins Jetzt<br />
Wer wäreMaria im digitalen Zeitalter?<br />
Vor welchen Herausforderungen<br />
würde sie stehen? Wie sich ihren<br />
Wegbahnen durch die gesellschaftlichen<br />
Ungleichheiten und Anonymität? Der britische<br />
Dramatiker Simon Stephens erkundet in seinem<br />
neuen Drama „Maria“ in der Regie vonNurkan<br />
Erpulat eine oft brutale Gegenwart ohne dabei die<br />
Empathie für die Menschen zu verlieren.<br />
In derHauptrolle: eine junge Frau, die großes mythologisches<br />
Gepäck zu schultern hat. Im 21. Jahrhundertist<br />
Maria–gespielt vonVidina Popov–eine<br />
Suchende,die vollkommenunbeirrbar und mit großer<br />
Selbstverständlichkeit nach Nähe sucht in einer<br />
kalten,durchökonomisierten Welt.<br />
Gerade dem Kindesalter entwachsen erwartet sie<br />
selbst ein Kind. An ihrer Seite hat sie niemanden –<br />
der eine hat andere Sorgen, die andere keine Zeit<br />
oder ökonomische Ressourcen. Statt aber zu verzweifeln<br />
macht sich die zukünftig Alleinerziehende<br />
auf ihren eigenen Weg. Sie hat einen Traum, sie will<br />
mehr. Und ist esnicht genau das, was einen Menschen<br />
zum Menschen macht: sich mehr vorstellen<br />
zu können als ist? Mariaalso versucht aus dem Loop<br />
der Vorherbestimmung auszubrechen und ihrekleine,<br />
prekäreWelt zuverlassen. Mit einemTraum irrt<br />
sie durch die Stadt und erlebt im Laufschritt ganz<br />
existenzielleMomente vonGeburt, Liebe und Tod.<br />
ESTREL BERLIN/ANGELA REGENBRECHT (2)<br />
Mindestens ebenso rasant wir die Blues Brothers im Film: Die Brüder Chris und Geoff Dahl inder Show „Stars in Concert –Moviestars“.<br />
A<br />
Im Laufschritt durch das Drama: Vidina Popov als Maria<br />
Ganz ähnlich in „Hamlet“. Auch hier versuchtder<br />
junge Protagonist (gespielt von Svenja Liesau) den<br />
widrigen Umständen zum Trotz sein Leben selbst<br />
zu gestalten und den Ballast familiärer und sozialer<br />
Vorherbestimmung abzuwerfen. Vor dem Hintergrund<br />
ganz großer Geschichten prallen hier unterschiedliche<br />
Welten und Stereotype aufeinander:<br />
Ost und West, Theorie und Praxis, Sein und Nichtsein,<br />
Philosophie und schnöde Realität. Die Welt<br />
erscheint hier genauso seltsam wiesie ist.<br />
DerRegisseur Christian Weise zeigt Shakespeares<br />
„Hamlet“ als ein Stück über das schief vereinigte<br />
Deutschland, quasi als komödiantische Rückseite<br />
eines überwältigen Stoffes –der am Ende vielleicht<br />
doch nur die Geschichte zweierungleicher Familien<br />
ist: über die, die zusammen leben, aber nicht zusammen<br />
kommen können.<br />
Hamlet<br />
Von William Shakespeare<br />
Deutsch von Angela Schanelec<br />
und Jürgen Gosch<br />
Regie: Christian Weise<br />
Bühne: Julia Oschatz<br />
Musik: Jens Dohle<br />
Live-Video: Marlene Blumert,<br />
Samir Alain Nahas<br />
Mit: Mazen Aljubbeh,<br />
Dominic Hartmann,<br />
Kenda Hmeidan, Svenja Liesau u.a.<br />
Premiere am 1. Februar<br />
Weitere Vorstellungen am 2.,<br />
8. und 10. Februar<br />
Maria<br />
Von Simon Stephens<br />
Deutsch von Barbara Christ<br />
Regie: Nurkan Erpulat<br />
Mit: Karim Daoud, Vidina Popov,<br />
Ibadet Ramadani Gallop u.a.<br />
Premiere am 15. Februar<br />
Weitere Vorstellungen<br />
am 20. und 21. Februar<br />
Maxim Gorki Theater<br />
Am Festungsgraben 2<br />
10117 Berlin<br />
Kartentelefon: 030 20 22 11 15<br />
gorki.de<br />
ESRA ROTTHOFF<br />
Was wäreein Film wie „Bodyguard“<br />
ohne „I will<br />
always love you“? Oder<br />
der Disney-Klassiker<br />
„König der Löwen“ ohne „Can you feel<br />
the love tonight“? Auch die Komödien<br />
„Manche mögen‘s heiß“ oder „Blues<br />
Brothers“ wären ohne die Filmmusik<br />
undenkbar. Musik und Kino gehören<br />
einfach zusammen.<br />
Den bekanntesten Liedern der Filmgeschichte<br />
widmet sich vom12. Februar<br />
bis 19. Aprildas „StarsinConcert“– Special<br />
„Moviestars“, eine Show, die glamouröses<br />
Hollywood-Flair auf die Bühne<br />
zaubert. Präsentiert werden die<br />
musikalischen Filmklassiker von den<br />
besten Doppelgängern der Welt, die<br />
nicht nur optisch, sondern auch gesanglich<br />
eins zu eins mit den Originalen<br />
übereinstimmen. Die Zuschauer<br />
können sich auf die Doppelgänger von<br />
Whitney Houston, Elton John, Cher,<br />
den Blues Brothers, Marilyn Monroe,<br />
Madonna, Elvis Presley und Louis<br />
Armstrong freuen, die begleitet von der<br />
„Stars in Concert“ Live-Band ein herausragendes<br />
Konzerterlebnis bieten.<br />
Optisch perfekt ergänzt wird die zweistündige<br />
Show durch Videoeinspielungen,<br />
die die Zuschauer direkt in die besten<br />
Filme aller Zeiten entführen.<br />
„Stars in Concert–Moviestars“ ist das<br />
neueste Show-Special des erfolgreichen<br />
und vielfach ausgezeichneten Produzenten<br />
Bernhard Kurz. Seit 22 Jahren produziertKurzim<strong>Berliner</strong><br />
Estrel Showtheater<br />
die Las Vegas-Live-Show „Stars in Concert“,<br />
die mit mehr als 9000 Vorstellungen<br />
und über 5,5 Millionen Zuschauern<br />
zu den erfolgreichsten Shows Deutschlands<br />
zählt.<br />
Noch bis zum 9. Februar gastiertimEstrel<br />
Showtheater „Thank you for the music<br />
–Die ABBA Story“. Nicht nur musikalisch<br />
liefert die zweistündige Show mit<br />
den größten Hits der legendärenBand ein<br />
eindrucksvolles Live-Konzert: Von den<br />
originalgetreuen Bühnen-Outfits, perfekt<br />
einstudierten Choreografien bis hin zum<br />
schwedischen Akzent –die optimal aufeinander<br />
eingespielten Darsteller der einstigen<br />
Paare Agnetha Fältskog und Björn<br />
Ulvaeus sowie Benny Andersson und<br />
Anni-Frid Lyngstad schlüpfen beeindruckend<br />
authentisch in ihreRollen und singen<br />
live; somit entsteht der Eindruck, AB-<br />
BA steheleibhaftig aufder Bühne.<br />
Durch die Hommage an das Lebenswerk<br />
von ABBA führt Uwe Hübner. Den<br />
Fernseh- und Radiomoderator kennt<br />
man vor allem aus der ZDF-Hitparade,<br />
die er von1990 bis Ende 2000 monatlich<br />
präsentierte. Inden vergangenen Jahren<br />
wurde die Show mehr als 1300 Mal<br />
mit riesigem Erfolg im Estrel Showtheater<br />
sowie auf zahlreichen Bühnen im Inund<br />
Ausland gespielt.<br />
Moviestars<br />
Vom 12. Februar<br />
bis zum 19. April<br />
Estrel Showtheater<br />
Sonnenallee 225<br />
12057 Berlin<br />
Kartentelefon: 030 68 31 68 31<br />
www.stars-in-concert.de<br />
ESTREL SHOWTHEATER<br />
Vorhang auf<br />
für die „Moviestars“<br />
Neues „Stars in Concert“-Special im Estrel Showtheater<br />
Filmklassiker mit Louis Armstrong im neuen Show-Special im Estrel Showtheater
SONDERSEITEN DER BERLINER BÜHNEN<br />
FREITAG, 31. JANUAR 2020 SEITE 5<br />
KONZERTHAUS BERLIN<br />
Festliches Jubiläum<br />
mit musikalischen Weggefährten<br />
Das Konzerthaus Berlin feiertmit Christoph Eschenbach seinen 80. Geburtstag<br />
DAS WEITE THEATER<br />
Fantasieren, Mitfiebern und Lachen<br />
Über Liebe und Feiglinge, Musik<br />
und andere bunte Geschichten<br />
Am 20. Februar 2020 wird<br />
Christoph Eschenbach,<br />
Chefdirigent des Konzerthausorchesters<br />
Berlin<br />
seit dieser Saison, 80Jahre alt.<br />
Gefeiert wird vom 25. Februar bis<br />
1. Märzmit ihm und vielenmusikalischen<br />
Weggefährten. Die Laudatio<br />
hält Bariton Matthias Goerne, dem<br />
der Jubilar überJahrzehnte ein kongenialerPartner<br />
am Klavier war.Mit<br />
Geigerin Midori, Bratschist Nils<br />
Mönkemeyer und weiteren Gästen<br />
gestaltet eram25. Februar ein festliches<br />
Kammerkonzert.<br />
An den folgenden Tagen kommt<br />
Besuch aus Frankreich: Dasrenommierte<br />
Orchestre deParis, dessen<br />
Der Pianist Lang Lang<br />
XIN QIU<br />
Chefdirigent Christoph Eschenbach<br />
zehn Jahre lang war und das<br />
er nun in zwei Konzerten leitet.<br />
Zwei ehemals von ihm geförderte<br />
Stars sind die Solisten: Am 26. Februar<br />
ist es Ray Chen mit Mendelssohns<br />
Violinkonzert und am<br />
27. Lang Lang mit Beethovens KlavierkonzertNr.<br />
2.<br />
Selbstverständlich spielt auch<br />
das Konzerthausorchester Berlin<br />
zum Geburtstag unter seinem Dirigat.<br />
Am 28. und 29. Februar sowie<br />
am 1. März erklingt Brahms’ dritte<br />
Sinfonie, dazu dessen Klavierkonzert<br />
Nr. 2, gespielt von Eschenbachs<br />
langjährigem Weggefährten<br />
Tzimon Barto.<br />
Christoph Eschenbach<br />
MARCO BORGGREVE<br />
Ein Fest für<br />
Christoph Eschenbach<br />
Mit Matthias Goerne, Midori,<br />
Nils Mönkemeyer, Kian Soltani<br />
und vielen weiteren Gästen<br />
Werke von Mozart, Chopin,<br />
Strauss, Henze, Moussa<br />
und anderen<br />
Am 25. Februar<br />
um 20 Uhr<br />
Orchestre de Paris<br />
Christoph Eschenbach (Dirigent)<br />
Ray Chen (Violine)<br />
Werke von Mendelssohn Bartholdy<br />
und Berlioz<br />
Am 26. Februar<br />
um 20 Uhr<br />
Orchestre de Paris<br />
Christoph Eschenbach (Dirigent)<br />
Lang Lang (Klavier)<br />
Werke von Wagner und Beethoven<br />
Am 27. Februar<br />
um 20 Uhr<br />
Konzerthausorchester Berlin<br />
Christoph Eschenbach (Dirigent)<br />
Tzimon Barto (Klavier)<br />
Werke von Brahms<br />
Am 28. und 29. Februar<br />
um 20 Uhr<br />
sowie am1.März<br />
um 16 Uhr<br />
Konzerthaus Berlin<br />
Gendarmenmarkt<br />
10117 Berlin<br />
Kartentelefon: 030 203 09 21 01<br />
konzerthaus.de<br />
TINE FIEDLER<br />
Liebe ist nichts für Feiglinge<br />
Bei der Abendvorstellung<br />
„Ich sehe was, was Du<br />
nicht siehst“ betreten<br />
zwei schräge Vögel die<br />
Bühne. Sie spinnen kleine Geschichten<br />
über Farben und Gefühle<br />
zu einem Teppich aus imaginären<br />
Bildern. Die verspielte Collage aus<br />
kleinen Erzählungen, spannenden<br />
Handlungssträngen und witzigen<br />
Anekdoten lädt Zuschauer zum<br />
Fantasieren, Mitfiebern und Lachen<br />
ein. Ähnlich bunt wird esbei<br />
„Liebe ist nichts für Feiglinge“. Dieser<br />
SzeneLiederAbend für’s Volk<br />
wagt die Liebe zum Lied! Genauer:<br />
Zum Volkslied! Und der Abend<br />
wagt die Liebezum Märchen. Noch<br />
genauer: Zum Märchen König<br />
Drosselbart! Und der König Drosselbart<br />
wagt die Liebe zur Königs-<br />
tochter! Gewagt? FindenSie es heraus<br />
und folgen Sie den zwei Spielern<br />
durch diesen Abend. Klar ist:<br />
Die Liebe ist ganz schön kompliziert<br />
und wer dabei ein Feigling ist,<br />
das gilt es noch herauszufinden.<br />
Im Programm für Kinder wirbeln<br />
die bekannten Figuren aus Sven<br />
Nordqvists Kinderbüchern „Pettersson<br />
und Findus“ chaotisch herum<br />
und versuchen sich darin, einen<br />
Geburtstag zu feiern. Bei dem<br />
Märchen der Gebrüder Grimm verliert<br />
sich „Rotkäppchen“ im Wald,<br />
vertraut einem Wolf und findet<br />
doch zur Großmutter. Und auch<br />
„Der gestiefelte Kater“ muss einige<br />
Tricks anwenden, um zum Ziel zu<br />
kommen. Also: Märchen und Geschichten<br />
satt, um der kalten Jahreszeit<br />
zu trotzen.<br />
Pettersson und Findus –<br />
Eine Geburtstagstorte<br />
für die Katze (ab 4)<br />
Vom 2.bis zum 4. Februar<br />
Ich sehe was,<br />
was Dunicht siehst (ab 4)<br />
Am 8. Februar um 20 Uhr (ab 16)<br />
sowie am 9., 11. und 12. Februar<br />
Rotkäppchen (ab 4)<br />
Am 16., 18. und 19. Februar<br />
Musiksalon (ab 16)<br />
Am 20. Februar<br />
Der gestiefelte Kater (ab 4)<br />
Am 23., 25. und 26. Februar<br />
Liebe ist nichts<br />
für Feiglinge (ab 16)<br />
Am 28. und 29. Februar<br />
Tickets Kindervorstellung<br />
Kinder 5,50 Euro/<br />
Erwachsene 7,50 Euro<br />
Abendvorstellung 12,50 Euro/<br />
Ermäßigt 10 Euro<br />
Das Weite Theater<br />
Parkaue 23, 10367 Berlin<br />
Kartentelefon: 030 991 7927<br />
pupp@das-weite-theater.de<br />
www.das-weite-theater.de<br />
Immer<br />
und<br />
überall.<br />
Nur im<br />
E-Paper:<br />
Rätsel, Videos,<br />
Sonderausgaben<br />
u.v.m.<br />
www.berliner-kurier.de/mobil
SONDERSEITEN DER BERLINER BÜHNEN<br />
SEITE 6 FREITAG, 31. JANUAR 2020<br />
VOLKSBÜHNE BERLIN<br />
Vom Fremden und Eigenen<br />
Choreografin Constanza Macras befragt in „The West“ den westlichen Exotismus,<br />
Pınar Karabulut inszeniertdie Antiken-Überschreibung „Mamma Medea“<br />
Während der Hochphase<br />
des Kalten<br />
Krieges investierte<br />
die CIA enorme<br />
Summen in ein geheimes Programm,<br />
das der kulturellen Propaganda<br />
in Westeuropa diente.In„Die<br />
Vereinigten Staaten von Afrika“ verkehrt<br />
der Autor Abdourahman<br />
Waberi den Blick auf eine Realität,<br />
in der die westliche Welt keine Rolle<br />
mehr spielt. Die Verhältnisse auf<br />
den Kopf stellen, das plant auch<br />
Choreografin Constanza Macras für<br />
ihre neueste Arbeit „The West“, für<br />
die sie sich von unterschiedlichen<br />
Strategien westlicher Gesellschaften<br />
und ihrem weltweiten Einfluss –von<br />
Afrika bis Lateinamerika –inspirieren<br />
ließ. Gemeinsam mit ihrer<br />
Kompagnie DorkyPark wirft sie mit<br />
Witz und Furoreinen Blick auf westliche<br />
Gesellschaften als Traumfabrik<br />
künstlicher Authentizität.<br />
Bilder des Anderen entwirft auch<br />
Regisseurin Pınar Karabulut inihrer<br />
Inszenierung „Mamma Medea“.<br />
Als „Feministin der Generation<br />
Pop“ arbeitet sie kraftvoll-radikal<br />
die weibliche Perspektive aus Klassikern<br />
und zeitgenössischen Stoffen<br />
heraus.Einen modernen Zugriff<br />
auf den Medea-Mythos entwickelt<br />
der flämische Dramatiker Tom<br />
Lanoye in seiner Überschreibung.<br />
Die Königstochter und „Barbarin“<br />
Medea verfällt in Kolchis dem<br />
Griechen Jason, verrät für ihn Familie<br />
wie Heimat und folgt ihm<br />
nach Korinth. Dort, im Herzen der<br />
„Zivilisation“, werden sie einander<br />
Aus den Proben zuThe West<br />
fremd und machen sich beide<br />
schuldig. Fremdsein steht für Exotik:<br />
die Andersartigkeit birgt das<br />
Spannungsfeld von Sicht- und Unsichtbarkeit,<br />
einen Geschlechterkampf<br />
und vorherrschende Blickregime<br />
einer westlichen Prägung<br />
zugleich provozierend.<br />
The West<br />
von Constanza Macras –DorkyPark<br />
Uraufführung am 26. Februar<br />
Nächste Vorstellung am 29. Februar<br />
Mamma Medea<br />
von Tom Lanoye<br />
Premiere am 27. Februar<br />
Nächste Vorstellungen<br />
am 28. und 29. Februar<br />
Volksbühne Berlin<br />
Rosa-Luxemburg-Platz<br />
10178 Berlin-Mitte<br />
Kartentelefon: 030 24 06 57 77<br />
www.volksbuehne.berlin<br />
THOMAS AURIN<br />
MATTHIAS HORN<br />
Der Regisseur und Autor Manfred Karge<br />
KLEINES THEATER<br />
Als Mann durchs Leben<br />
Ein deutsches Märchen in einer melodramatischen Fassung<br />
Aus klassischen Komödien,<br />
wie bei Shakespeare,<br />
kennt man das<br />
Motiv der „Hosenrolle“.<br />
Die Verliebte schlüpft in diese Figur,<br />
um dem Geliebten nahe zu<br />
sein. In „Jacke wie Hose“ geschieht<br />
dies nicht aus erotischen, sondern<br />
aus sozialen Gründen. Um den Arbeitsplatz<br />
ihres verstorbenen Ehemanns<br />
für sich zu retten, beschließt<br />
die junge Witwe, die Identität des<br />
Toten anzunehmen. Zunächst als<br />
Überwindung momentaner Probleme<br />
in der Zeit der großen Weltwirtschaftskrise<br />
gedacht, findet Ella Gericke<br />
immer wieder „gute Gründe“,<br />
als Mann durchs Leben zu gehen.<br />
Dies gelingt ihr mit viel Wagemut,<br />
Raffinesse und Witz, wenn sie dies<br />
auch, wie sie immer wieder<br />
schmerzvoll erfährt, mit dem Verlust<br />
ihrer eigenen weiblichen Identität<br />
erkaufen muss.<br />
Die Uraufführung von„Jacke wie<br />
Hose“ mit Lore Brunner im Bochumer<br />
Schauspielhaus im Jahr 1982<br />
war der Beginn einer erstaunlichen<br />
Serievon Aufführungen, die bis heute<br />
anhält. Das Stück wurde in viele<br />
Sprachen übersetzt und in zahlreichen<br />
Ländern auf allen Kontinenten<br />
aufgeführt. In England wurde es<br />
mit Tilda Swinton in der Rolleder Ella<br />
Gericke in „Man to Man“ verfilmt.<br />
Der Autor zeigt das Stück, das auf<br />
einer wahren Begebenheit beruht,<br />
erstmals in einermelodramatischen<br />
Fassung mit Eva Brunner und dem<br />
Cellisten Bo Wiget.<br />
Jacke wie Hose<br />
Ein deutsches Märchen<br />
in einer melodramatischen<br />
Fassung von Manfred Karge<br />
Regie: Manfred Karge<br />
Mit Eva Brunner und Bo Wiget<br />
Premiere am 8. Februar<br />
Kleines Theater<br />
am Südwestkorso<br />
Südwestkorso 64<br />
12161 Berlin<br />
Kartentelefon: 030 821 2021<br />
www.kleines-theater.de<br />
KOMÖDIE AM KURFÜRSTENDAMM IM SCHILLER THEATER<br />
Kann der Haushaltsroboter überzeugen?<br />
Theaterchef Martin Woelffer inszeniert„Ab jetzt“ vonAlan Ayckbourn mit Oliver Mommsen in der Hauptrolle<br />
Ab jetzt’ ist eines meiner<br />
absoluten Lieblingsstükke.<br />
Die Mischung aus<br />
Komik und Ernsthaftigkeit,<br />
die tollen Figuren und die<br />
Situationen, in die sie geraten, bieten<br />
eine phantastische Vorlage und<br />
gleichzeitig eine große Herausforderung.<br />
Ich freue mich auf die Arbeit<br />
und das wunderbare Ensemble“,<br />
schwärmt Theaterchef Martin<br />
Woelffer, der Alan Ayckbourns<br />
Komödie inszeniert. Es geht darin<br />
um die Verwechslung von echtem<br />
und reproduziertem Gefühl, das<br />
mögliche Leben in der nahen Zukunft,<br />
die Abhängigkeit vonMensch<br />
und Maschine und die Suche nach<br />
der wirklichen und tiefen Liebe.<br />
Mit irrwitziger Situationskomik<br />
siedelt Ayckbourn sein Stück äußerst<br />
gekonnt und humorvoll im<br />
Spannungsfeld zwischen Science<br />
Fiction und bester Slapstick-<br />
Comedy an.<br />
DARUM GEHT´S<br />
Das Stück spielt in einer nahen<br />
Zukunft. Oliver Mommsen übernimmt<br />
die Rolle des Komponisten<br />
Jerome. „Er ist ein etwas schräger<br />
Einsiedler, der seit fünf Jahren mit<br />
einem Haushaltsroboter (Nicola<br />
Ransom) zusammenlebt und an<br />
nix Geringerem arbeitet als an dem<br />
Liebeslied, das die Welt verbessern<br />
soll“, skizziert erseine Figur. Doch<br />
seit seine Frau ihn mit der gemeinsamen<br />
Tochter (Nellie Thalbach)<br />
verlassen hat, fehlt Jerome jede<br />
Inspiration, denn ohne dass Menschen<br />
ihn umgeben, kann er nicht<br />
arbeiten.<br />
Im Kampf um das Sorgerecht für<br />
seine Tochter sieht Jerome sich gezwungen,<br />
seiner Frau und einem<br />
Herrnvom Jugendamt (Joachim Paul<br />
Assboeck) häusliche Idylle vorzutäuschen.<br />
Auspurer Notengagiert er<br />
eine Schauspielerin (Zoe Moore), die<br />
seine neue Verlobte und die perfekte<br />
Hausfrau spielen soll. Als er merkt,<br />
dass das nicht gelingen wird, entscheidet<br />
er sich zu einem gewagten<br />
Experiment: Der fehlerhafte Roboter<br />
wird zur Verlobten programmiert.<br />
Gemeinsamerwartendie beiden den<br />
Besuch des Jugendamtes ...<br />
1989 FÜHRTE PETER ZADEK REGIE<br />
Die deutsche Erstaufführung von<br />
„Ab jetzt“ inszenierte Peter Zadek<br />
1989 am Theater am Kurfürstendamm.<br />
Martin Woelffer war damals<br />
einer seiner Assistenten. Zumhochkarätigen<br />
Ensemble gehörten u. a.<br />
Otto Sander, Susanne Lothar und<br />
Ingrid Andree.<br />
Ab jetzt<br />
Bis 8. März<br />
Karten ab 13 Euro<br />
Kurz und Knapp<br />
90 Minuten Jazz, Lyrik, Prosa<br />
mit Thomas Quasthoff,<br />
Andreja Schneider und<br />
Katharina Thalbach<br />
Am 26. Februar um 20 Uhr<br />
Karten 28 Euro<br />
Komödie am Kurfürstendamm<br />
im Schiller Theater<br />
Bismarckstr. 110, 10625 Berlin<br />
Kartentelefon: 030 88 59 11 88<br />
www.komoedie-berlin.de<br />
MICHAEL PETERSOHN (WWW.POLARIZED.DE)<br />
Der Komponist Jerome (Oliver Mommsen) programmiert den Roboter GOU 300 F(Zoe Moore) als seine Verlobte. Ob er damit seine von ihm getrennt lebende Frau (Nicola<br />
Ransom, r.) überzeugen kann?<br />
W<br />
w
SONDERSEITEN DER BERLINER BÜHNEN<br />
FREITAG, 31. JANUAR 2020 SEITE 7<br />
ROC<br />
Bilderwelten<br />
und Klangdramen<br />
NEUKÖLLNER OPER<br />
Reboot Berlin<br />
Mit„Betterplazes“ beginnt eine Reihe über Ideen,<br />
sich Freiräume in der Stadt zurückzuholen<br />
Vaughan Williams‘ „Sinfonia antarctica“ beschreibt die kraftvolle Polarnatur,<br />
in Schumanns „Faust“-Szenen verschmelzen Oper,Sinfonie und Oratorium<br />
Einst bot Berlin Freiräume<br />
und Möglichkeiten zu einem<br />
selbstbestimmten<br />
Leben wiekeineandere Metropole.Vorbei.<br />
Mit„Reboot Berlin“<br />
lädt die Neuköllner Oper zu einem<br />
Parcours der Ideen und Begegnungen<br />
–Anstöße, sich die Stadt (zumindest<br />
teilweise)zurück zu holen.<br />
„Betterplazes“, das erste Werk<br />
dieser Reihe, ist ein Stück der<br />
investigativen Journalistin Anna<br />
Catherin Loll über den Widerstand<br />
gegen Google &Co. und die Kraft<br />
von Utopien: Timo und Sven sind<br />
Stars für ein ganz besonderes Publikum.<br />
Sie sind jung, mutig, kreativ<br />
und sie gestalten ihren Kiez tatkräftig<br />
(mit). Kurz:sie sind Sprayer, und<br />
was sie tun, wirdgefeiert.<br />
Etwa von Justin, der seine<br />
Helden gern auch im Netz postet.<br />
Und sie darin, wie das Wort schon<br />
sagt, fängt …Und dawir in Berlin<br />
sind: Waswäredie Stadt ohne einen<br />
Google Campus, und was Xberg<br />
ohne ein paar Leute, die dafür wenig<br />
Sympathien aufbringen? Was<br />
Helden wie Timo und Sven eine<br />
Steilvorlage gibt, und jede Menge<br />
Möglichkeiten, mit dem Giganten<br />
und dem deutschen Rechtsstaat in<br />
Berührung zu kommen.<br />
Wolfskinder<br />
Musiktheater für Erwachsene<br />
nach Humperdincks<br />
„Hänsel und Gretel“<br />
Bis 23. Februar<br />
Betterplazes<br />
Von Anna Catherin Loll,<br />
Carlotta Rabea Joachim<br />
und Beka Savic<br />
Ab 14. Februar<br />
Am 2. Februar beim DSO am Pult: Andrew Manze<br />
Selten aufgeführte Werke in<br />
mustergültigen Aufführungen<br />
erfahrbar zu machen<br />
und Programmkonstellationen<br />
zu finden, bei denen sich verschiedene<br />
Werke neu beleuchten<br />
und einem erweiterten Verständnis<br />
zugänglich zeigen, gehörte immer<br />
schon zu den Stärken der Ensembles<br />
der ROC:<br />
ANTARKTISCHE SCHÖNHEIT<br />
Die Entwicklung Andrew Manzes,<br />
Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie<br />
Hannover, vom hoch gebildeten<br />
Spezialisten für historisch<br />
informierte Aufführungspraxis zum<br />
Musiker mit breitem Repertoire,<br />
das bis zur zeitgenössischen Musik<br />
reicht, hat das Deutsche Symphonie-OrchesterBerlin<br />
in der gemeinsamen<br />
Arbeit begleitet. Mit Martin<br />
Helmchen führen das DSO und<br />
Manze alle Klavierkonzerte Ludwig<br />
van Beethovens auf und spielen sie<br />
für CD ein. Dem c-Moll-Konzert<br />
stellt Manze am 2. Februar Jörg<br />
Widmanns „Con brio“ voran.<br />
Der unwiderstehliche Elan, das<br />
souveräne Spiel mit Farben und<br />
Energien des Orchesters, dazu<br />
die ouvertürenhafte, schlagfertige<br />
Knappheit machen das Werk<br />
auch bei Orchestern beliebt, die<br />
sich, anders als DSO und RSB, mit<br />
dem Zugang zu neuer und neuester<br />
Musik schwer tun.<br />
Dem Beethoven-Teil, samt<br />
Hommage an den Jubilar des<br />
Jahres, stellt Manze die –anklassischen<br />
Maßstäben gemessen –<br />
ganz andere Sinfonie gegenüber:<br />
Ralph Vaughan Williams‘ Siebte,<br />
die „Antarctica“. Sie geht auf die<br />
Musik zueinem Film über Robert<br />
Falcon Scotts legendäre Antarktisexpedition<br />
der Jahre 1910 bis<br />
1912 zurück. Film und Musik setzen<br />
sich dabei auch mit jenen<br />
Fantasien auseinander, die Edgar<br />
Allan Poe und Jules Verne über<br />
die mythische Kraft des Eises, der<br />
Meere und des Magnetismus entwarfen.<br />
Das Material der Sinfonie<br />
stammt aus der Filmmusik, es erhält<br />
jedoch imOrchestersatz eine<br />
eigene Logik und Entwicklung.<br />
Zeitgenössische Kompositionen<br />
rund um Phänomene aus<br />
den Polarregionen wie das Nordlicht<br />
verdanken der Filmmusik<br />
von 1948 und der daraus hervorgegangenen<br />
Sinfonie mit ihrer berückenden<br />
Schönheit und ihren<br />
abgründig finsteren Wirbeln einen<br />
Großteil ihrer musikalischen<br />
BENJAMIN EALOVEGA<br />
Deutsches Symphonie-<br />
Orchester Berlin<br />
Damen des Rundfunkchors Berlin<br />
ML: Andrew Manze<br />
Yeree Suh (Sopran),<br />
Martin Helmchen (Klavier)<br />
Jörg Widmann: „Con brio“<br />
Ludwig van Beethoven:<br />
Klavierkonzert Nr. 3c-Moll<br />
Ralph Vaughan Williams:<br />
Sinfonie Nr. 7–„Sinfonia antarctica“<br />
Am 2. Februar um 20 Uhr<br />
Philharmonie<br />
19.10 Uhr Einführung<br />
Rundfunk-Sinfonieorchester<br />
Berlin<br />
RIAS Kammerchor Berlin<br />
ML: John Storgårds<br />
Markus Eiche (Bariton),<br />
Christina Gansch,<br />
Sophie Klußmann (Sopran),<br />
Stefanie Irányi (Mezzosopran),<br />
Katharina Magiera (Alt),<br />
Bernhard Berchtold (Tenor),<br />
Stephan Klemm (Bass),<br />
Kinderchor des Georg-Friedrich-<br />
Händel-Gymnasiums Berlin<br />
Robert Schumann:<br />
„Szenen aus Goethes ‚Faust‘“<br />
Am 16. Februar um 16 Uhr<br />
Philharmonie<br />
15.10 Uhr Einführung<br />
Deutsches Symphonie-<br />
Orchester Berlin<br />
ML: Robin Ticciati<br />
Jan Lisiecki (Klavier)<br />
Sergei Rachmaninoff:<br />
„Die Toteninsel“, Frédéric Chopin:<br />
Klavierkonzert Nr. 2f-Moll,<br />
Igor Strawinsky: „Der Feuervogel“<br />
(vollständige Ballettmusik)<br />
Am 20. &21. Februar um20Uhr<br />
Philharmonie, 19.10 Uhr Einführung<br />
ROC<br />
Charlottenstraße 56, 10117 Berlin<br />
Kartentelefon: 030 20 29 87 10<br />
www.roc-berlin.de<br />
Sprache.Vaughan Williams hat mit<br />
diesem Werk Geschichte gemacht.<br />
SCHUMANNS „FAUST“-SZENEN<br />
Als Robert Schumanns Komposition<br />
„Fausts Verklärung“ am 29. August<br />
1849 zum 100. Geburtstag<br />
Johann Wolfgang von Goethes in<br />
Weimar, Leipzig und Dresden zugleich<br />
aufgeführt wurde, waren<br />
sich Kritik, Fachwelt und das gebildete<br />
Publikum einig, dass man<br />
an diesem Tagdie Premiere „eines<br />
der hervorragendsten Werke der<br />
John Storgårds dirigiert das RSB am16. Februar.<br />
neueren Tonkunst“ erlebt hatte.Der<br />
Komponist hatte sich die Schlussszene<br />
aus „Faust II“ vorgenommen,<br />
die unabdingbar nach Musik verlangt<br />
und in dem berühmten „Chorus<br />
mysticus“ gipfelt. Franz Liszt<br />
riet dazu, der genialen Komposition<br />
eine Ouvertüre voranzustellen,<br />
um ihreWirkung zu erhöhen.<br />
Schumann sah das anders. Ihm<br />
schien das Werk „für den Aufwand,<br />
den es verlangt, zu kurz“, und noch<br />
vor jenem legendären 29. August<br />
begann er mit der Erweiterung der<br />
Komposition. In ihrer endgültigen<br />
Fassung führt eine Ouvertüre<br />
in einen ersten Teil, der Gretchen<br />
gewidmet ist, und dessen Textquellen<br />
daher aus „Faust I“ stammen.<br />
Der zweite Teil stellt Faust,<br />
sein kosmisches Erwachen, seine<br />
(Ver-)Blendung und seinen Tod in<br />
den Mittelpunkt. Die Verklärungsszene<br />
bildet dann den Schluss des<br />
Werkes. Dabei entsteht kein dramatisches<br />
Handlungskontinuum,<br />
sondern ein quasi sinfonisches<br />
Verhältnis von Exposition (Teil I<br />
und II) sowie Durchführung /Vollendung<br />
(Teil III). Elemente der<br />
Oper, der Sinfonie und des Oratoriums<br />
verschmilzt Schumann zu<br />
einem Werk, das in seiner geistigen<br />
Größe der Goetheschen Tragödie<br />
gerecht wird. Das Rundfunk-<br />
Sinfonieorchester Berlin und der<br />
RIAS Kammerchor Berlin bringen<br />
das Werk am Nachmittag des<br />
16. Februar unter der Leitung von<br />
John Storgårds und einem exzellenten<br />
Solistenteam auf die Bühne der<br />
Philharmonie –eine der seltenen<br />
Gelegenheiten, dieses Meisterwerk<br />
musikalischer Auseinandersetzung<br />
mit großer Literatur zuhören und<br />
zu erleben.<br />
Am 20. und 21. Februar unternehmen<br />
das DSO und seinChefdirigent<br />
Robin Ticciati einen Ausflug in<br />
die widersprüchlichen Landschaften<br />
der russischen Seele: Sergei<br />
Rachmaninoffs Sinfonische Dichtung<br />
nach Arnold Böcklins Gemälde<br />
„Die Toteninsel“ bestimmen zunächst<br />
dunkle Töne, aus denen<br />
Lichtblicke und Hoffnungsbilder<br />
desto heller hervorleuchten. Igor<br />
Strawinskys erstes Erfolgsballett<br />
„Der Feuervogel“ mündet bei aller<br />
packenden Härte zwischendurch in<br />
den schönen (Klang-)Zauber einer<br />
versöhnten Märchenwelt. Dazwischen<br />
eine kleine Preziose: Frédéric<br />
Chopins erstes, der Nummerierung<br />
nach zweites Klavierkonzert inder<br />
Interpretation mit dem klanglichen<br />
Feinzeichner JanLisiecki.<br />
MARCO BORGGREVE<br />
Maskiert und dennoch getaggt: Christian Clauß und Linda Hartmann<br />
MATTHIAS HEYDE<br />
BERLIN<br />
Widerstand?<br />
Diskussion mit Yann Leretaille<br />
und Malek Bajbouj<br />
Am 20. Februar<br />
Wut und Sehnsucht<br />
Diskussion mit Frank Rieger<br />
und Jonathan Meyer<br />
Am 26. Februar<br />
Neuköllner Oper<br />
Karl-Marx-Str. 131-133<br />
12043 Berlin<br />
Kartentelefon: 030 68 89 07 77<br />
www.neukoellneroper.de<br />
DieZukun beginnthier<br />
Messe Ausbildung &Karriere<br />
14. &15. Februar 2020<br />
9–16 Uhr<br />
Cafe Moskau<br />
Karl-Marx-Allee 34<br />
10178 Berlin<br />
Eintritt<br />
kostenlos.<br />
MESSEN
SONDERSEITEN DER BERLINER BÜHNEN<br />
FREITAG, 31. JANUAR 2020 SEITE 8<br />
TEMPODROM<br />
Spannung und Ekstase<br />
mit Phantomen, Artisten, Vampiren<br />
Mit Hits undKlassikern, Tanz und Leidenschaft und den berühmtesten Musicals bleiben im Tempodrom keine Wünsche offen und keine Augen trocken<br />
Unterm futuristischen Zirkusdach<br />
im Tempodrom<br />
geht es mit musikalisch<br />
spannungsreichem Programm<br />
in den Februar und März<br />
2020. Der Zuschauermagnet nahe<br />
dem Potsdamer Platz versteht es,mit<br />
mitreißenden Produktionen, Hits<br />
und Klassikern, Grusel und Gesang,<br />
mit Tanz, Glanz und „The Spirit of<br />
Freddie Mercury“ das Publikum zu<br />
begeistern und Musical-Erlebnisse<br />
zu garantieren, die Groß und Klein<br />
nicht so schnell vergessen.<br />
NIGHT OF THE DANCE<br />
Night ofthe Dance nimmt die Besucher<br />
mit auf eine Welt- und Zeitreise<br />
für Augen, Ohren und Herz. Eine<br />
Darbietung aus Perfektion, Leidenschaft<br />
und purer Energie. Seit mehr<br />
als zwei Jahrzehnten begeistert das<br />
internationale Ensemble Jahr für Jahr<br />
das Publikum.Durch ihreanhaltende<br />
Leidenschaft gelingt es den Tänzern<br />
die Zuschauer zu begeistern und für<br />
Staunen in der Menge zu sorgen.<br />
Im Vordergrund des Programmes<br />
steht der irische Stepptanz. Die Besucher<br />
und Besucherinnen erleben<br />
hautnah die Perfektion der Tänzer,<br />
wenn sich diese absolut synchron<br />
und in rasantem Tempo über<br />
die Bühne bewegen. Dabei werden<br />
auch völlig neue und einzigartige<br />
Choreographien mit klassischem<br />
Stepp kombiniert.<br />
Ein weiterer Höhepunkt ist die<br />
Artistengruppe „PuraVida“, die mit<br />
ihren schwindelerregenden Akrobatikeinlagen<br />
für Spannung und<br />
Ekstase sorgt. Aber auch berühmte<br />
Tanzeinlagen aus verschiedenen<br />
Shows und Filmen kommen nicht<br />
zu kurz, so wirdz.B.Babyvon ihrem<br />
Jonny wie in „Dirty Dancing“ in die<br />
Luft gehoben …<br />
Durch einprägsame Klänge,<br />
schwungvolle Choreographien,<br />
eindrucksvolle Kostüme und leidenschaftliche<br />
Tänzer wird die pure<br />
Energie inder rund 90-minütigen<br />
Vorstellung deutlich spürbar.<br />
Die perfekte Mischung aus Perfektion,<br />
Leidenschaft und purer Energie,gepaartmit<br />
einem hervorragendem<br />
Lichtkonzept, fließen zu einer<br />
glanzvollen Show zusammen, welche<br />
Jung und Alt gleichermaßen begeistert.<br />
Jung und Alt gleichermaßen<br />
begeistert.<br />
DAS PHANTOM DER OPER<br />
Librettist Paul Wilhelm und Arndt<br />
Gerber erwecken auf Grundlage<br />
The Spirit of Freddie Mercury<br />
des Romans von Gaston Leroux Das<br />
Phantom der Oper erneut zum Leben<br />
und versetzen so die Zuschauer<br />
in eine andere Zeit. Unheimliche<br />
Vorfälle erschütterndie Pariser Oper.<br />
In den unterirdischen Katakomben<br />
des Hauses treibt seit geraumer Zeit<br />
eine düstere Gestalt sein Unwesen.<br />
Vonder Welt unverstanden, umgarnt<br />
das Scheusal die junge,aufstrebende<br />
Chorsängerin Christine Daaé. Seine<br />
Liebe zur Kunst und Christine veranlassen<br />
das Phantom ihre Karriere zu<br />
fördern. Als „Engel der Musik“ gibt er<br />
ihr Gesangsunterricht und versucht<br />
mit dunklen Machenschaften ihre<br />
Karrierezufördern.<br />
Christine scheint dem Charme<br />
des Mannes mit der Maske zu erliegen.<br />
Doch als ihr Jugendfreund,<br />
Graf Raoul de Chagny wieder in ihr<br />
Leben tritt, ist sie nicht imstande<br />
die Liebe des entstellten Mannes zu<br />
erwidern. Während einer Vorstellung<br />
geschieht etwas Unfassbares:<br />
der große Kronleuchter löst sich von<br />
der Decke und stürzt auf die Besucher<br />
hinab.Imdaraus entstandenen<br />
Chaos gelingt es dem Unberechenbaren,<br />
Christine in die tiefen Gewölbe<br />
der Oper zu entführen. Dortwird<br />
sie nun gefangen gehalten –von einer<br />
Kreatur blind vor Liebe und getrieben<br />
von Eifersucht. Raoul versucht<br />
seine große Liebe aus den<br />
Fängen dieser Kreatur zu befreien<br />
und begibt sich dabei selbst in<br />
höchste Lebensgefahr…<br />
Begleitet von einem großen Orchester<br />
überzeugen die Darsteller<br />
vor allem durch ihre gesangliche<br />
und schauspielerische Leistung.<br />
Während der über zweistündigen<br />
Aufführung entführen einprägsame<br />
Melodien, zeitgenössische Kostüme<br />
und Frisuren, sowie ein authen-<br />
CHRISTIAN SCHMIDT (4)<br />
Die Nacht der Musicals<br />
tisches Bühnenbild das Publikum<br />
in die Pariser Oper des 19. Jahrhunderts.<br />
Auch bei dieser Tournee garantiert<br />
die große Originalproduktion<br />
von Arndt Gerber und Paul<br />
Wilhelm den Zuschauerneinen unvergesslichen<br />
Musical-Abend.<br />
THE SPIRIT OF FREDDIE MERCURY<br />
Freddie Mercury war einer der schillerndsten<br />
Rocksänger und Persönlichkeiten<br />
der Musikgeschichte.<br />
Weltweit füllte er die größten Stadien<br />
und begeisterte mit seinen einzigartigen<br />
Kompositionen aus Rock und<br />
Theatralik. Privat lebte er ein Leben<br />
auf der Überholspur. Erwar für seinen<br />
ausschweifenden und dekadenten<br />
Lebensstil bekannt. Trotz seiner<br />
HIV Erkrankung standder Sänger bis<br />
kurzvor seinem TodimStudio.Songs<br />
wie „Bohemian Rhapsody“ oder „We<br />
Night ofthe Dance<br />
Am 7. Februar 2020<br />
Das Phantoim der Oper<br />
Am 15. Februar 2020<br />
The Spirit of Freddie Mercury<br />
Am 17. Februar 2020<br />
Die Nacht der Musicals<br />
Am 16. März 2020<br />
Tempodrom<br />
Möckernstraße 10<br />
10963 Berlin<br />
Kartentelefon: 030 74 73 70<br />
www.tempodrom.de<br />
are the Champions“ machten Mercuryunsterblich.<br />
„The Spirit of Freddie<br />
Mercury“ bietet eine ausgefallene<br />
Bühnenshow mit Ledershorts,<br />
barocken Kostümen und Fantasieuniformen<br />
ergänzt durch Videoprojektionen,<br />
Tänzer und internationale<br />
Top-Sängerinnen und Sänger. Stilimitationen<br />
inPerfektion und eine<br />
der besten Queen-Tribute-Bands der<br />
Welt erwecken den Künstler, Sänger<br />
und Menschen Freddie Mercurywieder<br />
zum Leben!<br />
„Die Stimme –Das Gefühl –Die<br />
Leidenschaft“ ist das Motto der<br />
grandiosen 90-minütigen Show mit<br />
allen bekannten Hits von Mercury<br />
und Queen. Die perfekt eingespielten<br />
Musiker erwecken die Legende<br />
zum Leben, feierndie 1970er<br />
und 1980er und schlüpfen mit einzigartiger<br />
Authentizität in die Rolle<br />
von Mercury und Queen. Man<br />
hat den Eindruck, Freddie Mercury<br />
und Queen leibhaftig nochmals im<br />
Wembley Stadion 1986 zu erleben.<br />
DIE NACHT DER MUSICALS<br />
Das Original, geht nach vielen erfolgreichen<br />
Shows und ausverkauften<br />
Hallen wieder auf große Tournee.Weitüber<br />
2Millionen Besucher<br />
konnte die Produktion bereits begeistern.<br />
Ab Dezember 2019 gastiert<br />
die erfolgreichste Musicalgala<br />
wieder in Deutschland, Österreich<br />
und in der Schweiz. Das abwechslungsreiche<br />
neue Programm lässt<br />
keine Wünsche offen und begeistert<br />
in einem über zweistündigen<br />
Auftritt das Publikum. Weltbekannte<br />
Musicals,wie „Jesus Christ Superstar“,<br />
„Der König der Löwen“, „Das<br />
Phantom der Oper“ und viele mehr<br />
lassen die Herzen der begeisterten<br />
Fans höherschlagen. Mit imProgramm<br />
ist das mitreißende Musical<br />
„Mamma Mia“. Eines der erfolgreichsten<br />
und bekanntesten aller<br />
Zeiten, welches in 16 verschiedenen<br />
Sprachen aufgeführtwurde.Präsentiert<br />
wird ein Ausschnitt der weltberühmten<br />
Songs über die Geschichte<br />
einer jungen Frau, die am Abend<br />
vor der Hochzeit der Tochter plötzlich<br />
mit vergangen Erlebnissen konfrontiertwird…<br />
MitWahnsinns-Talent auf höchstem<br />
Niveau, zeigen die Spitzen-<br />
Darsteller was Perfektion und Leidenschaft<br />
auf der Bühne bedeutet.<br />
Stimmlich, tänzerisch und schauspielerisch<br />
entführen die Künstler<br />
den Zuschauer in eine andere,<br />
phantastische Welt. Farbenprächtige<br />
und aufwändige Kostüme, ein<br />
perfekt auf die Show abgestimmtes<br />
Licht- und Soundkonzept, sowie<br />
eindrucksvolle Videoproduktionen<br />
lassen die Aufführung neu aufleben<br />
und machen es zu einem Event der<br />
Extraklasse. Auch zeitlose Klassiker<br />
aus „Cats“, „Tanz der Vampire“,<br />
„Elisabeth“ oder der „Rocky Horror<br />
Show“ dürfen natürlich nicht fehlen.<br />
Sie treffen auf neueste Produktionen<br />
wie „Aladdin“, „Frozen“ oder<br />
„The Greatest Showman“. Dieser<br />
bunte Mix erfüllt die Erwartungen<br />
der Besucher und führtsie an einem<br />
einzigen Abend durch die besten<br />
Musicals der Geschichte.<br />
Das Phantom der Oper<br />
Night of the Dance
Spielplan<br />
F E B R U A R 2 0 2 0<br />
BERLINER BÜHNEN<br />
ANZEIGEN–SONDERVERÖFFENTLICHUNG<br />
ALLE TERMINE AUF EINEN BLICK<br />
Admiralspalast<br />
Friedrichstraße 101, 10117 Berlin<br />
Tel. 22 50 70 00, www.admiralspalast.theater<br />
1.2. ................ 15.00 &20.00 ..............Ballet Revolución (Show)<br />
2.2. ................ 14.00 &19.00 ..............Ballet Revolución (Show)<br />
5. –7.2........... 20.00 ..........Stomp –Zurück auf großer Tour (Show)<br />
8.2. ................ 16.00 &20.00 ...Stomp –Zurück auf großer Tour (Show)<br />
9.2. ................ 15.00 &19.00 ...Stomp –Zurück auf großer Tour (Show)<br />
10.2. .............. 20.00 ...........Efterklang –Altid Sammen (Konzert)<br />
11.2. .............. 20.00 ........... The Comedian Harmonists (Konzert)<br />
12.2. .............. 20.00 .............Oonagh –eine neue Zeit (Konzert)<br />
13.2. .............. 20.00 ....................... Havana Nights (Show)<br />
14.2. .............. 20.00 ....................... Johann König –Jubel,<br />
Trubel, Heiserkeit (Comedy)<br />
16.2. .............. 15.00 ................Schneewittchen –Das Musical<br />
17. –19.2. ..... 20.00 .................... Ben Becker –Affe (Show)<br />
20.2. .............. 20.00 .................... Ben Becker –Affe (Show)<br />
21. &22.2...... 20.00 ........Max Raabe &Palast Orchester (Konzert)<br />
23.2. .............. 18.00 ........Max Raabe &Palast Orchester (Konzert)<br />
25. –29.2. ..... 20.00 ........Max Raabe &Palast Orchester (Konzert)<br />
Astrid-Lindgren-Bühne im FEZ<br />
FEZ-Berlin, Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin<br />
Tel. 53 07 12 50, www.fez-berlin.de<br />
4. &5.2. ......... 11.00 ......Die Reise zum Mittelpunkt der Welt (6-12,<br />
Erfreuliches Theater Erfurt)<br />
6.2. ................ 11.00 ....... Bunte Töne (1.-6. Klasse, HipHop-Show)<br />
11.2. .............. 10.00 .....Mitmachtheater –Als der Igel sagte: Ich bin<br />
schon hier! (4-11, Puppenbühne allerHand)<br />
12.2. .............. 10.00 ....Mitmachtheater –Schneewittchen und die 7<br />
Zwerge (4-11, Puppenbühne allerHand)<br />
18.2. .............. 10.30 ....Zahlen, bitte! (5-10, Robert Metcalf &Band)<br />
19. &20.2...... 10.00 ............Lauf, Marlene! (3-9, Helmut Meier)<br />
20.2. .............. 10.30 ................ CheMagie-Show (3.-6. Klasse,<br />
Oliver Grammel)<br />
22. &23.2...... 14.00 ........Berti, der Detektiv (3-10, Helmut Meier)<br />
....................... 15.00 ...................Bei der Feuerwehr wird der<br />
Kaffee kalt (3-9, Das Weite Theater)<br />
....................... 16.00 ..............................Lauf, Marlene!<br />
24.2. .............. 10.00 ...................Schneeschön und bitterkalt<br />
(2-6, TheaterFusion)<br />
....................... 10.15 ......... Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt<br />
25.2. .............. 10.00 ...........................Faschingskonzert:<br />
Frechsein –Buntsein –Wildsein (4-10,<br />
Der Zwulf, Kess und ich &Herr Meyer)<br />
....................... 10.15 ......... Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt<br />
26.2. .............. 10.00 ...................Schneeschön und bitterkalt<br />
27.2. .............. 10.00 ..............Aschenbrödel –nur echt mit drei<br />
Nüssen (4-10, Figurenkombinat)<br />
28.2. .............. 10.30 ......................Der Nussknacker (2-99,<br />
Kinder Ballett Kompanie Berlin)<br />
29.2. .............. 14.00 &16.00 ......................Aschenbrödel –<br />
nur echt mit drei Nüssen<br />
....................... 15.30 ............................Der Nussknacker<br />
DEUTSCHE OPER BERLIN<br />
König der Oper<br />
Giacomo Meyerbeer ist der Schöpfer der KunstformGrand Opéra. Mit„Les Huguenots“<br />
und „Le Prophète“ kommen nun zwei davon in der Deutschen Oper Berlin zur Aufführung<br />
Man darf annehmen, dass der<br />
16.April1849 einer derglücklichsten<br />
Tage im Leben des<br />
Giacomo Meyerbeer war.<br />
Denn an diesem Abend hatte er es mit der<br />
Premiere von „Le Prophète“ endlich allen<br />
gezeigt: denjenigen, die das lange Warten<br />
auf eine neue GrandOpérades Komponisten<br />
von „Les Huguenots“ kommentiert<br />
hatten mit Spekulationenüber seine nachlassende<br />
Schaffenskraft, gerne auch gewürzt<br />
mit antisemitischen Spöttereien.<br />
Aber auch denen, die sich einfach Sorgen<br />
gemacht hatten, Meyerbeer würde durch<br />
seine Pflichten als Königlich Preußischer<br />
Generalmusikdirektor und das dauernde<br />
Umherreisen so in Anspruch genommen,<br />
dass ihm während der Überwachung seiner<br />
Neuproduktionen von „Les Huguenots“<br />
und „RobertleDiable“ keine Zeit<br />
mehr füreineneueOper bliebe.<br />
Doch all das war nun glänzend widerlegt.<br />
Miteinem Erfolg, der„ungeheuer und<br />
ohnegleichen“war,wie der kritische Kollege<br />
Hector Berliozschrieb,hatte Meyerbeer<br />
die Erwartungen der Pariser Öffentlichkeit<br />
sogar noch übertroffen. Der 22Jahre<br />
jüngere Verdi sollte seine großen Meisterwerke<br />
erst noch schreiben, RichardWagner<br />
machte vorderhand, wenn überhaupt,<br />
als flüchtiger Revolutionär vonsich reden.<br />
Meyerbeerwar der Komponist derStunde,<br />
er warder absolute König der Oper.<br />
Dass die Pariser Nationalversammlung<br />
andiesem Abend beschlussunfähig<br />
gewesen war, weil kaum einer der Deputierten<br />
die Premiere ander Opéra verpassen<br />
wollte, zeigt wie kaum ein anderes<br />
Detail, wie hoch die Erwartungen an<br />
Meyerbeer waren.<br />
Les Huguenots<br />
Am 2., 9. Februar.<br />
sowie 1. und 8. März<br />
Le Prophète<br />
Am 23., 29. Februar sowie 6. März<br />
Dinorah (konzertant)<br />
Am 4. und 7.März<br />
Deutsche Oper Berlin<br />
Bismarckstraße 35<br />
10178 Berlin<br />
Kartentelefon: 030 343 84 34<br />
www.deutscheoperberlin.de<br />
Und das nicht ohne Grund: Hatte er<br />
doch 1836 mit seinen „Huguenots“ die<br />
Kunstform Oper auf neue Füße gestellt<br />
und das europaweit kopierte Modell der<br />
Grand Opéra geschaffen. Dort war anhand<br />
der Erzählung des Massakers der<br />
Bartholomäusnacht zu erleben gewesen,<br />
dass Geschichte nicht nur eine austauschbare<br />
Folie für die Gefühlsergüsse<br />
großer Sänger liefern, sondernselbst Thema<br />
sein konnte. Das aufregend Neue an<br />
„Les Huguenots“ war, wie hier minutiös<br />
szenisch wie musikalisch die Entwicklung<br />
einer historischen Katastrophe nachgezeichnet<br />
wurde,deren Ausbruch am Ende<br />
die Figuren der Oper wie eine große Flutwelle<br />
unter sich begraben hatte.<br />
Nach diesem Welterfolg wollte das<br />
Publikum mehr solcher ergreifender<br />
Schicksale wie das des „Huguenots“-Liebespaars<br />
Raoul und Valentine sehen und<br />
hören. Doch Meyerbeer ließ sie schlichtweg<br />
auf dem Trockenen sitzen –und<br />
ließ sich Zeit bei der Komposition eines<br />
neuen Opernstoffs.<br />
Wieder wählten Meyerbeer und sein<br />
Textautor Eugène Scribe einen Stoff aus<br />
dem Jahrhundert der Reformation, doch<br />
diesmal aus völlig anderem Blickwinkel.<br />
Während die heimliche Hauptrolle in den<br />
„Huguenots“ der von Akt zu Akt radikaler<br />
und anonymer werdenden Volksmasse<br />
zufällt, geht es in „Le Prophète“ um die<br />
Männer an der Macht: Um einen rechtschaffenen<br />
Gastwirt, der sich aus berechtigter<br />
Empörung über erlittene Willkür an<br />
die Spitzeeiner radikalen Sekte stellt –um<br />
am Ende zu erkennen, dass deren Strippenzieher<br />
genauso korrupt sind wie die<br />
Repräsentanten desalten Regimes.<br />
EinStoff, der bei der Uraufführung eine<br />
ungeahnte Aktualität erfuhr: Sodirekt wie<br />
kaum jemals eine Oper wurde „LeProphète“<br />
von den Zeitgenossen als Kommentar<br />
auf die geradegescheiterte Revolution von<br />
1848 verstanden. Meyerbeer hatte sie in<br />
Paris miterlebt und unter ihrem Eindruck<br />
Teiledes schon fertigen Werksverändert.<br />
Wie in„Les Huguenots“ ist esallerdings<br />
auch im „Prophète“ die Religion, die<br />
benutzt wird, Hass zu schürenstattVersöhnung<br />
zu stiften. Ein Missbrauch, der Meyerbeer<br />
auch in seiner letzten Grand Opéra<br />
„Vasco da Gama“ noch beschäftigen sollte.<br />
Wie ein roter Faden zieht sich das Thema<br />
durch sein Werk –und durch sein Leben.<br />
Trotz aller Erfolge blieb ihm als Jude sein<br />
Außenseitertum bewusst. Was die Lenkbarkeit<br />
der Massen und die Fähigkeit der<br />
Menschen anbelangt, aus der Geschichte<br />
zu lernen, ist das Fazit von Meyerbeers<br />
Opern jedenfalls bedrückend resignativ.<br />
Undvermutlich aktueller denn je.<br />
BETTINA STÖSS<br />
Atze Musiktheater<br />
Luxemburger Str. 20, 13353 Berlin<br />
Tel. 81 79 91 88, www.atzeberlin.de<br />
1.2. ................ 11.00 .......................Ich mach dich gesund,<br />
sagte der Bär (ab 3, Zeltbühne)<br />
....................... 15.00 ........ Des Kaisers neue Kleider (ab 5, Studio)<br />
....................... 16.00 ...............Bach (Langversion, ab 13, Saal)<br />
2.2. ................ 11.00 .......................Ich mach dich gesund,<br />
sagte der Bär (ab 3, Zeltbühne)<br />
....................... 15.00 ........ Des Kaisers neue Kleider (ab 5, Studio)<br />
....................... 16.00 ...........Ferdi und die Feuerwehr (ab 4, Saal)<br />
3.2. ................ 10.00 ........ Des Kaisers neue Kleider (ab 5, Studio)<br />
....................... 10.30 .....................Gastspiel: Die Reise zum<br />
Mittelpunkt der Welt (ab 6, Saal)<br />
4.2. ................ 10.00 ........ Des Kaisers neue Kleider (ab 5, Studio)<br />
....................... 10.30 ...........Ferdi und die Feuerwehr (ab 4, Saal)<br />
5.2. ................ 10.00 ........Oh wie schön ist Panama (ab 4, Studio)<br />
....................... 10.30 ...........Ferdi und die Feuerwehr (ab 4, Saal)<br />
6.2. ................ 10.00 ....... Darüber spricht man nicht (ab 6, Studio)<br />
....................... 10.30 ..............Ronja Räubertochter (ab 7, Saal)<br />
7.2. ................ 10.00 ....... Darüber spricht man nicht (ab 6, Studio)<br />
....................... 11.00 .........................Razzz 4Kids –Das<br />
Beatboxmusical (ab 6, Saal)<br />
8.2. ................ 11.00 ......................... Zwei für mich, einer<br />
für dich (ab 3,Zeltbühne)<br />
....................... 15.00 .............................Robert Metcalf:<br />
Teddybär tanzt (ab 3, Studio)<br />
....................... 16.00 ..............Ronja Räubertochter (ab 7, Saal)<br />
9.2. ................ 11.00 ......................... Zwei für mich, einer<br />
für dich (ab 3,Zeltbühne)<br />
....................... 15.00 ....... Darüber spricht man nicht (ab 6, Studio)<br />
....................... 16.00 ........Steffi und der Schneemann (ab 4, Saal)<br />
10.2. .............. 10.00 ....... Darüber spricht man nicht (ab 6, Studio)<br />
11.2. .............. 10.00 ....... Darüber spricht man nicht (ab 6, Studio)<br />
....................... 10.30 ........Steffi und der Schneemann (ab 4, Saal)<br />
12.2. .............. 10.00 ....... Darüber spricht man nicht (ab 6, Studio)<br />
....................... 10.30 ...................Ben liebt Anna (ab 8, Saal)<br />
13.2. .............. 10.00 .....................Die besten Beerdigungen<br />
der Welt (ab 5, Studio)<br />
....................... 10.30 ...................Ben liebt Anna (ab 8, Saal)<br />
14.2. .............. 10.00 .....................Die besten Beerdigungen<br />
der Welt (ab 5, Studio)<br />
....................... 10.30 ....Oliver Grammel: CheMagie-Show (ab 9, Saal)<br />
15.2. .............. 10.00 ...........................Familientag in der<br />
Zeltbühne (ab 3, Zeltbühne)<br />
....................... 15.00 .....................Die besten Beerdigungen<br />
der Welt (ab 5, Studio)<br />
16.2. .............. 11.00 ....................Rotkäppchen und der Wolf<br />
im Nachthemd (ab 4, Zeltbühne)<br />
....................... 15.00 .....................Frau Holle (ab 5, Studio)<br />
....................... 16.00 ............Emil und die Detektive (ab 6, Saal)<br />
17.2. .............. 10.00 .....................Frau Holle (ab 5, Studio)<br />
....................... 10.30 ............Emil und die Detektive (ab 6, Saal)<br />
18.2. .............. 10.00 .....................Frau Holle (ab 5, Studio)<br />
....................... 10.30 ............Emil und die Detektive (ab 6, Saal)<br />
19.2. .............. 10.00 ........Oh wie schön ist Panama (ab 4, Studio)<br />
20.2. .............. 10.30 ..........................Rico, Oskar und die<br />
Tieferschatten (ab 8, Saal)<br />
21.2. .............. 10.30 ..........................Rico, Oskar und die<br />
Tieferschatten (ab 8, Saal)<br />
22.2. .............. 11.00 ............................Keloglan und die<br />
40 Räuber (ab 4, Zeltbühne)<br />
....................... 15.00 ...........................Die Artisanen: Der<br />
kleine Angsthase (ab 3, Studio)<br />
....................... 16.00 ..........................Rico, Oskar und die<br />
Tieferschatten (ab 8, Saal)<br />
23.2. .............. 11.00 ............................Keloglan und die<br />
40 Räuber (ab 4, Zeltbühne)<br />
....................... 15.00 ........................R. Metcalf: Mathilde,<br />
die Matheratte (ab 4, Studio)<br />
....................... 16.00 ........Steffi und der Schneemann (ab 4, Saal)<br />
24.2. .............. 10.30 ........Steffi und der Schneemann (ab 4, Saal)<br />
25.2. .............. 10.30 ........Steffi und der Schneemann (ab 4, Saal)<br />
26.2. .............. 10.00 ........ Des Kaisers neue Kleider (ab 5, Studio)<br />
....................... 10.30 ........Eine Woche voller Samstage (ab 4, Saal)<br />
27.2. .............. 10.00 ........ Des Kaisers neue Kleider (ab 5, Studio)<br />
....................... 10.30 ................Bach (Kurzversion, ab 9, Saal)<br />
28.2. .............. 10.00 ...............Bach (Langversion, ab 13, Saal)<br />
....................... 10.00 ........ Des Kaisers neue Kleider (ab 5, Studio)<br />
Fortsetzung Atze Musiktheater auf Seite 10
SONDERSEITEN DER BERLINER BÜHNEN<br />
SEITE 10 FREITAG, 31. JANUAR 2020<br />
Fortsetzung Atze Musiktheater von Seite 9<br />
29.2. .............. 11.00 .......... Auf dem Spielplatz (ab 3, Zeltbühne)<br />
15.00 ........ Des Kaisers neue Kleider (ab 5, Studio)<br />
....................... 16.00 ...............Bach (Langversion, ab 13, Saal)<br />
Bar jeder Vernunft<br />
Schaperstraße 24, 10719 Berlin<br />
Tel. 883 15 82, www.bar-jeder-vernunft.de<br />
2.2. ................ 19.00 ................... Irmgard Knef –Barrierefrei<br />
3.2. ................ 20.00 .....................Lo Malinke –Aufgeräumt<br />
4.-8.2. ............ 20.00 ................... Irmgard Knef –Barrierefrei<br />
9.2. ................ 19.00 ................... Irmgard Knef –Barrierefrei<br />
10. &11.2...... 20.00 ..............Sven Ratzke -Where Are We Now<br />
12.2. .............. 20.00 ...................PREMIERE Anna Mateur &<br />
The Beuys –Kaoshüter<br />
13.-16.2. ........ 20.00 .........Anna Mateur &The Beuys –Kaoshüter<br />
17.2. .............. 20.00 ..............Florian Wagner –Mein erstes Mal<br />
18.-22.2. ........ 20.00 ....................Klaus Hoffmann singt Brel<br />
23.2. .............. 19.00 ....................Klaus Hoffmann singt Brel<br />
24.2. .............. 20.00 ................. Ljodahått –Gesang der Trolle<br />
25.-28.2. ........ 20.00 .....Christine Bovill –Tonight You Belong ToMe<br />
29.2. .............. 19.00 ................. Ljodahått –Gesang der Trolle<br />
....................... 23.30 ............ Hotel Gl’Amouresque –Sheila Wolf<br />
präsentiert „Die Gl’Amouresque“<br />
Chamäleon Theater<br />
Rosenthaler Str. 40/41, 10178 Berlin<br />
Tel. 400 05 90, www.chamaeleonberlin.com<br />
1.2. ................ 18.00 &21.30 ..........................Out of caos<br />
2.2. ................ 18.00 .................................Out of caos<br />
4.-7.2. ............ 20.00 .................................Out of caos<br />
8.2. ................ 18.00 &21.30 ..........................Out of caos<br />
9.2. ................ 18.00 .................................Out of caos<br />
11.-14.2. ........ 20.00 .................................Out of caos<br />
15.2. .............. 18.00 &21.30 ..........................Out of caos<br />
16.2. .............. 15.30 .................................Out of caos<br />
22.2. .............. 20.00 ................................... Le Coup<br />
23.2. .............. 18.00 ................................... Le Coup<br />
25.-28.2. ........ 20.00 ................................... Le Coup<br />
29.2. .............. 18.00 &21.30 ............................ Le Coup<br />
Das Weite Theater<br />
Parkaue 23,10367 Berlin<br />
Tel. 99 17 92, www.das-weite-theater.de<br />
2.2. ................ 16.00 .................Pettersson und Findus –Eine<br />
Geburtstagstorte für die Katze (ab 4)<br />
3. &4.2. ......... 10.00 .................Pettersson und Findus –Eine<br />
Geburtstagstorte für die Katze<br />
8.2. ................ 20.00 ...................FAST NACHT Ich sehe was,<br />
....................... ........................was Du nicht siehst (ab 16)<br />
9.2. ................ 16.00 ........Ich sehe was, was Du nicht siehst (ab 4)<br />
11. &12.2...... 10.00 ........Ich sehe was, was Du nicht siehst (ab 4)<br />
16.2. .............. 16.00 ......................... Rotkäppchen (ab 4)<br />
18. &19.2...... 10.00 ...............................Rotkäppchen<br />
20.2. .............. 20.00 ..........................Musiksalon (ab 16)<br />
23.2. .............. 16.00 ...................Der gestiefelte Kater (ab 4)<br />
25. &26.2...... 10.00 .........................Der gestiefelte Kater<br />
28. &29.2...... 20.00 ...........Liebe ist nichts für Feiglinge (ab 16)<br />
Die Wühlmäuse<br />
Pommernallee 2-4, 14052 Berlin<br />
Tel. 30 67 30 11, www.wuehlmaeuse.de<br />
1. &2.2. ......... 20.00 ..................Matze Knop: Willkommen in<br />
Matzeknopien (ausverkauft)<br />
3.2. ................ 20.00 ..........Der Blaue Montag. Die ganze Stadt in<br />
einer Show. Moderation: Arnulf Rating<br />
4.-7.2. ............ 20.00 .......... PREMIERE Bodo Wartke: Wandelmut<br />
(ausverkauft)<br />
8.2. ................ 15.30 ...................Das Wühlmäuse-Ensemble:<br />
Gelogene Wahrheiten<br />
....................... 20.00 .......................Ulan &Bator: Zukunst<br />
9.2. ................ 15.30 ...................Das Wühlmäuse-Ensemble:<br />
Gelogene Wahrheiten<br />
....................... 20.00 .....Philipp Scharrenberg: Germanistik ist heilbar<br />
10.2. .............. 20.00 ......Maddin Schneider: Denke macht Koppweh<br />
11.2. .............. 20.00 ......................Kay Ray: Kay Ray Show<br />
12.2. .............. 20.00 .....................Stefan Gwildis: Best of –<br />
Live &vierhändig (ausverkauft)<br />
13.2. .............. 20.00 ........................Yves Macak: R-zieher<br />
sind Superhelden (ausverkauft)<br />
14.2. .............. 20.00 .......BERLIN-PREMIERE Emmi &Willnowsky:<br />
Tour 2020<br />
15.-16.2. ........ 16.00 ....Horst Evers: Früher war ich älter (ausverkauft)<br />
....................... 20.00 ...............Emmi &Willnowsky: Tour 2020<br />
17.2. .............. 19.30 ..................Rudelsingen: Das 6. <strong>Berliner</strong><br />
Rudelsingen (ausverkauft)<br />
18.-21.2. ........ 20.00 ........ Jürgen von der Lippe: „Nudel im Wind“<br />
plus Best of (ausverkauft)<br />
22.2. .............. 16.00 .............Volker Meyer-Dabisch: Superdaddy<br />
....................... 20.00 ........ Jürgen von der Lippe: „Nudel im Wind“<br />
plus Best of (ausverkauft)<br />
23.2. .............. 20.00 ........ Jürgen von der Lippe: „Nudel im Wind“<br />
plus Best of (ausverkauft<br />
24.2. .............. 20.00 ......... Vocal Recall: Irgendwas stimmt immer<br />
25.2. .............. 20.00 ........Luise Koschinsky: Ein Pullover voll Frau<br />
26.2. .............. 20.00 ....Abdelkarim: Staatsfreund Nr. 1(ausverkauft)<br />
27. &28.2...... 20.00 .......................Badesalz: Kaksi Dudes<br />
29.2. .............. 15.30 ...................Das Wühlmäuse-Ensemble:<br />
Gelogene Wahrheiten<br />
....................... 20.00 .......................Mundstuhl: Flamongos<br />
English Theatre Berlin<br />
International Performing Arts Center<br />
Fidicinstraße 40, 10965 Berlin<br />
Tel. 691 12 11, tickets@etberlin.de, www.etberlin.de<br />
21. &22.2...... 20.00 ..... We Can Do It Moaning –APost-Porn Clown<br />
Performance von Aba Naia<br />
28. &29.2...... 20.00 ............Comedy mit Daniel-Ryan Spaulding<br />
Estrel Festival Center<br />
Sonnenallee 225, 12057 Berlin<br />
Tel. 68 31 68 31, www.stars-in-concert.de<br />
1.2. ................ 20.00 ......Thank you for the music –Die ABBA Story<br />
2.2. ................ 17.00 ......Thank you for the music –Die ABBA Story<br />
Nach Aufführungen auf<br />
dem Theatertreffen 2019<br />
und zahlreichen internationalen<br />
Gastspielen ist<br />
Lensings Romanadaption noch einmal<br />
anvier Abenden ander Volksbühne<br />
zu sehen.„Unendlicher Spaß“<br />
vonDavidFoster Wallace, ist der Versuch,<br />
auf 1500 Seiten die gegenwärtige<br />
Welt zu erzählen, ohne sie einer<br />
einheitlichen Deutung zu unterwerfen.<br />
„Ich will darüber schreiben“, hat<br />
Wallace sein Vorhaben charakterisiert,<br />
„wie es sich anfühlt, heute zu<br />
leben, statt davon abzulenken“. Es<br />
geht in dem Stück deshalb um<br />
Geburten und Todeskämpfe,<br />
Devid Striesow, Ursina Lardi, André Jung (von links nach rechts)<br />
DEUTSCHES THEATER<br />
Erste Liebe und heimliche Partys<br />
Die Lust am Ausprobieren<br />
und Erforschen ihres<br />
jungen Lebens treibt<br />
Heranswachsende bekanntlich<br />
an. Möglichkeiten, diese<br />
auf der Bühne mit Theaterstoffen<br />
auszuleben, erhalten sie beim<br />
Jungen DT, hier werden sie geleitet,<br />
unterstützt und gefördert – ein<br />
Erfolgsmodell, wie man sieht:<br />
10 JAHRE JUNGES DT<br />
Am Deutschen Theater gibt es im<br />
Februar Grund zu feiern, genauer<br />
gesagt beim Jungen DT: Seit<br />
2009 haben über 2000 Jugendliche<br />
in Inszenierungen und Jugendclubs<br />
probiert, gespielt und<br />
ihre Sicht auf die Kunst und die<br />
Welt dem Publikum präsentiert.<br />
Zehn Jahre Junges DT –aus diesem<br />
Anlass kommen imFebruar zwei<br />
Premieren des Jungen DTauf die<br />
Bühne und es gibt eine große Party<br />
am Valentinsabend.<br />
DIE RÄUBER<br />
Es treten 15 Spielerinnen und<br />
Spieler mit dem Auftrag an, „Die<br />
Räuber“ auf die Bühne zu bringen.<br />
Doch schon bald kommen<br />
erste Zweifel auf. Mitten imStreit<br />
über aktuelle jugendliche Protestkultur<br />
und die Publikumserwartungen<br />
an einen Klassiker erhalten<br />
die Jugendlichen einen Brief,<br />
der ihre Pläne über den Haufen<br />
wirft und sie zwingt, Haltung<br />
zu beziehen. „Die Räuber“ nach<br />
DasJunge DT feiert10. Geburtstag –mit zwei Premieren<br />
und großer Sause am Valentinsabend<br />
Das Gewächshaus<br />
Die Räuber<br />
Eine Überschreibung<br />
nach Friedrich Schiller<br />
Regie: Joanna Praml<br />
Premiere am11. Februar<br />
in den Kammerspielen<br />
Das Gewächshaus<br />
von Jordan Tannahill<br />
Regie: Data Tavadze<br />
Premiere am9.Februar<br />
in der Box<br />
jedermann (stirbt)<br />
von Ferdinand Schmalz<br />
Regie: Data Tavadze<br />
Premiere am1.März<br />
in den Kammerspielen<br />
Deutsches Theater<br />
Schumannstraße 13A<br />
10117 Berlin<br />
Kartentelefon: 030 28 44 10<br />
www.deutschestheater.de<br />
VOLKSBÜHNE BERLIN<br />
Unendlicher Spaß<br />
Thorsten Lensings gefeierte Inszenierung<br />
kommt zurück nach Berlin<br />
Schneestürme, Liebes- und Trennungsgeschichten,<br />
übertriebenen<br />
Speichelfluss, bildschöne Krankenschwesternund<br />
Vögel, die mitten im<br />
Flug einen Herzinfarkt erleiden.<br />
Wallace widmet sich seinen so<br />
tragischen wie komischen Figuren<br />
dabei mit großer Ernsthaftigkeit<br />
und einer ungeheuren Leichtigkeit<br />
zugleich. „Witze“, schreibt Wallace,<br />
„sind die Flaschenpost, mit der<br />
die Verzweifelten ihre gellendsten<br />
Hilfeschreie aussenden“.<br />
Die Süddeutsche <strong>Zeitung</strong> notierte<br />
über die Inszenierung: „Das<br />
Schönste was man seit langem im<br />
Theater gesehen hat.“<br />
ARNO DECLAIR<br />
Friedrich Schiller in der Regie von<br />
Joanna Praml feiert amDienstag,<br />
den 11. Februar Premiere inden<br />
Kammerspielen.<br />
DAS GEWÄCHSHAUS<br />
Salome Dastmalchi inszeniert den<br />
preisgekrönten Thriller „Das Gewächshaus“<br />
von Jordan Tannahill<br />
mit Schauspielerinnen und Schauspielern<br />
des Junges DT. Das verfallene<br />
Gebäude am Stadtrand ist Ort<br />
erster Liebschaften und heimlicher<br />
Partys. Doch als zwei Mädchen<br />
eine Leiche entdecken, wissen die<br />
Jugendlichen: Sie müssen das Geheimnis<br />
aufdecken und sich der<br />
Vergangenheit stellen. Premiere ist<br />
am 9. Februar in der Box.<br />
JEDERMANN (STIRBT)<br />
Ferdinand Schmalz hat mit<br />
„jedermann (stirbt)“ Hugo von<br />
Hofmannsthals Spiel vom Sterben<br />
des reichen Mannes über- und<br />
neugeschrieben. Sein Jedermann<br />
ist kein „prächtiger Schwelger“,<br />
sondern ein knallharter Geschäftsmann<br />
neoliberalen Zuschnitts.<br />
Dass außerhalb seines Gartenzauns<br />
das Chaos tobt und das<br />
Kriegsrecht ausgerufen ist, schert<br />
ihn wenig. Data Tavadze, Leiter des<br />
Royal District Theatre inTiflis und<br />
einer der herausragenden jungen<br />
Regisseure Georgiens, zeigt hiermit<br />
sein Regiedebüt am DT. Premiere<br />
ist am Sonntag, den 1. März<br />
in den Kammerspielen.<br />
Unendlicher Spaß<br />
von David Foster Wallace<br />
in der Übersetzung<br />
von Ulrich Blumenbach<br />
in einer Textfassung von<br />
Thorsten Lensing unter Mitarbeit<br />
von Thierry Mousset und Dirk Pilz<br />
Mit: Jasna Fritzi Bauer,<br />
Sebastian Blomberg, André Jung,<br />
Ursina Lardi, Heiko Pinkowski,<br />
Devid Striesow<br />
Regie: Thorsten Lensing<br />
Bühne: Gordian Blumenthal<br />
und Ramun Capaul<br />
Kostüme: Anette Guther<br />
Dramaturgie: Thierry Mousset<br />
Am 28. und 29. Januar um 19 Uhr<br />
Am 2. und 9.Februar um18Uhr<br />
Volksbühne Berlin<br />
Rosa-Luxemburg-Platz 1<br />
10178 Berlin<br />
Kartentelefon: 030 24065777<br />
www.volksbuehne.berlin<br />
DAVID BALTZER/AGENTUR ZENIT<br />
5.-8.2. ............ 20.00 ......Thank you for the music –Die ABBA Story<br />
9.2. ................ 17.00 ......Thank you for the music –Die ABBA Story<br />
12. &13.2...... 20.00 ................. Stars in Concert –Moviestars<br />
15.2. .............. 20.00 ................. Stars in Concert –Moviestars<br />
16.2. .............. 17.00 ................. Stars in Concert –Moviestars<br />
19.2. .............. 20.00 ................. Stars in Concert –Moviestars<br />
21. &22.2...... 20.00 ................. Stars in Concert –Moviestars<br />
23.2. .............. 17.00 ................. Stars in Concert –Moviestars<br />
26.-29.2. ........ 20.00 ................. Stars in Concert –Moviestars<br />
Friedrichstadt-Palast<br />
Friedrichstraße 107, 10117 Berlin<br />
Tel. 23 26 23 26, www.palast.berlin<br />
1.2. ................ 15.30 ...........................VIVID Grand Show<br />
....................... 19.30 ...........................VIVID Grand Show<br />
2.2. ................ 15.30 ...........................VIVID Grand Show<br />
....................... 19.30 ...................Glauben an die Möglichkeit<br />
der völligen Erneuerung der Welt<br />
4.2. ................ 19.30 ...........................VIVID Grand Show<br />
6. &7.2. ......... 19.30 ...........................VIVID Grand Show<br />
8.2. ................ 15.30 ...........................VIVID Grand Show<br />
....................... 19.30 ...........................VIVID Grand Show<br />
9.2. ................ 15.30 ...........................VIVID Grand Show<br />
....................... 19.30 ...................Glauben an die Möglichkeit<br />
der völligen Erneuerung der Welt<br />
11.2. .............. 19.30 ...........................VIVID Grand Show<br />
13. &14.2...... 19.30 ...........................VIVID Grand Show<br />
15.2. .............. 15.30 ...........................VIVID Grand Show<br />
....................... 19.30 ...........................VIVID Grand Show<br />
Hans Otto Theater<br />
Schiffbauergasse 11, 14467 Potsdam<br />
Tel. (0331) 981 18, www.hansottotheater.de<br />
1.2. ................ 19.30 ...................Cabaret von Joe Masteroff /<br />
Fred Ebb /John Kander (Großes Haus)<br />
1.2. ................ 19.30 .......................Homo empathicus von<br />
Rebekka Kricheldorf (Reithalle)<br />
2.2 ................. 15.00 ........... Wir sind auch nur ein Volk nach den<br />
Drehbüchern von Jurek Becker (Großes Haus)<br />
6.2 ................. 19.00 ......................Potsdam liest ein Buch,<br />
Lesung in der Stadt- und<br />
Landesbibliothek Potsdam, Am Kanal 47<br />
9.2. ................ 15.00 .............40 Jahre Traumzauberbaum –Das<br />
Geburtstagsfest (ab 3, Großes Haus)<br />
11.2. .............. 18.00 .....................So lonely von Per Nilsson<br />
(ab 13, Reithalle)<br />
12.2. .............. 10.00 .....................So lonely von Per Nilsson<br />
(ab 13, Reithalle)<br />
13.2. .............. 9.00 &11.00 ...........Mozarts Schwester von Daniël<br />
van Klaveren (ab 6, Reithalle)<br />
....................... 19.00 ......................Potsdam liest ein Buch,<br />
Lesung in der Praxis Marx,<br />
Caputher Chaussee 3, Geltow<br />
....................... 19.30 ...........Übergangsgesellschaft –Potsdamer<br />
Theatergeschichte. Ein Gespräch zum<br />
Theater in der DDR vor und nach 1989<br />
(Reithalle Box)<br />
14.2. .............. 9.00 ........................... Mozarts Schwester<br />
von Daniël van Klaveren (ab 6, Reithalle)<br />
....................... 19.30 ....................Wir sind auch nur ein Volk<br />
nach den Drehbüchern von<br />
Jurek Becker (Großes Haus)<br />
....................... 19.30 ...................Fräulein Smillas Gespür für<br />
Schnee von Peter Høeg (Reithalle)<br />
15.2. .............. 19.30 .......................... Harold und Maude<br />
von Colin Higgins (Großes Haus)<br />
16.2. .............. 15.00 .......................... Mozarts Schwester<br />
von Daniël van Klaveren (ab 6, Reithalle)<br />
....................... 17.00 ........... Wir sind auch nur ein Volk nach den<br />
Drehbüchern von Jurek Becker (Großes Haus)<br />
17.2. .............. 9.00 &11.00 .................Mozarts Schwester von<br />
Daniël van Klaveren (ab 6, Reithalle)<br />
18.2. .............. 11.00 ...........Krähe und Bär von Martin Baltscheit<br />
(ab 6, Reithalle)<br />
19.2. .............. 18.00 ..................... Monster von David Greig<br />
(ab 13, z.l.M. in Potsdam, Reithalle)<br />
20.2. .............. 18.00 .....................So lonely von Per Nilsson<br />
(ab 13, Reithalle)<br />
....................... 19.00 ............ Potsdam liest ein Buch, Lesung im<br />
Potsdam Museum, Am Alten Markt 9<br />
21.2. .............. 19.30 .................... PREMIERE Die Nashörner<br />
von Eugène Ionesco/<br />
Regie: Esther Hattenbach (Großes Haus)<br />
22.2. .............. 14.00 ..........................Führung durch das<br />
Hans Otto Theater (Großes Haus)<br />
....................... 19.30 .......... Die Katze auf dem heißen Blechdach<br />
von Tennessee Williams (Großes Haus)<br />
....................... 19.30 ........Nationalstraße von Jan Rudiš (Reithalle)<br />
23.2. .............. 11.00 .............Märkische Leselust Günter Kunert:<br />
Die zweite Frau (Glasfoyer Großes Haus)<br />
....................... 17.00 ..................Der gute Mensch von Sezuan<br />
von Bertolt Brecht mit Musik von<br />
Paul Dessau (Großes Haus)<br />
24.2. .............. 11.00 ...........Krähe und Bär von Martin Baltscheit<br />
(ab 6, Reithalle)<br />
25.2. .............. 18.00 ........................... Kabale und Liebe<br />
von Friedrich Schiller (Großes Haus)<br />
....................... 19.00 .................. Offene Probe: Die Mitwisser<br />
von Philipp Löhle (Besuchereingang)<br />
....................... 19.30 .......................Homo empathicus von<br />
Rebekka Kricheldorf (Reithalle)<br />
26.2. .............. 19.30 ...................Cabaret von Joe Masteroff /<br />
Fred Ebb /John Kander (Großes Haus)<br />
27.2. .............. 19.00 ......................Potsdam liest ein Buch,<br />
Lesung im Projekthaus Erlenhof 32<br />
....................... 19.30 ...........................Die Nashörner von<br />
Eugène Ionesco (Großes Haus)<br />
....................... 19.00 ..................Vorspiel –Einführung in die<br />
................................................ Inszenierung (Glasfoyer Großes Haus)<br />
28.2. .............. 19.30 ..............Das achte Leben (Für Brilka) von<br />
...................... ............... Nino Haratischwili (Großes Haus)<br />
....................... 21.00 ....................Boxenstopp Talkshow –Im<br />
Sog der Geschichte (Reithalle Box)<br />
29.2. .............. 19.30 ....................Cabaret von Joe Masteroff/<br />
Fred Ebb/John Kander (Großes Haus)<br />
HAU1, HAU Hebbel am Ufer<br />
Stresemannstraße 29, 10963 Berlin<br />
Tel. 25 90 04 27, www.hebbel-am-ufer.de<br />
8.2. ................ 20.00 ................PREMIERE Wir sind das Volk –<br />
ein Musical /Nach Texten von<br />
Heiner Müller von Laibach<br />
(Deutsch, Musik/Theater)<br />
9. &10.2........ 20.00 ...............Wir sind das Volk –ein Musical/<br />
Nach Texten von Heiner Müller /<br />
(19.00 Einführung mit Tobi Müller)<br />
15.2. .............. 20.30 ............REPERTOIRE Gob Squad’s Kitchen<br />
(You’ve Never Had It So Good) von<br />
Gob Squad (Englisch und Deutsch, Theater)
SONDERSEITEN DER BERLINER BÜHNEN<br />
FREITAG, 31. JANUAR 2020 SEITE 11<br />
16.2. .............. 17.00 ........................Gob Squad’s Kitchen<br />
(You’ve Never Had It So Good)<br />
17.2. ............. 19.00 ............#unteilbar denken –ein öffentlicher<br />
Think Tank. Rechte Gewalt<br />
aus intersektionaler Perspektive /<br />
Mit Leah Carola Czollek, Eike Sanders,<br />
Danilo Starosta, Vassilis Tsianos u.a.<br />
(Deutsch, Dialog)<br />
22. –27.2., HAU1, HAU2, HAU3:<br />
Berlinale Talents 2020 Together Forever And Never Apart –<br />
Collectives/70. Internationale Filmfestspiele Berlin /Informationen<br />
und Programm ab 11.2. unter www.berlinale-talents.de<br />
HAU2,HAU Hebbel am Ufer<br />
Hallesches Ufer 32, 10963 Berlin<br />
Tel. 25 90 04 27, www.hebbel-am-ufer.de<br />
6.2. ................ 19.00 ...............Die Kränkungen der Menschheit<br />
von Anta Helena Recke (Deutsch,<br />
Performance/Theater)<br />
8.2. ................ 20.30 ...............Die Kränkungen der Menschheit<br />
9.2. ................ 17.00 ..............Die Kränkungen der Menschheit /<br />
Im Anschluss: Artist Talk<br />
12.2. .............. 19.00 .......................REPERTOIRE Creation<br />
(Pictures for Dorian) von Gob Squad<br />
(Englisch und Deutsch, Theater)<br />
13.2. .............. 19.00 ................. Creation (Pictures for Dorian)<br />
15.-17.2. ........ 20.00 ........... The Practice of Love von Jenny Hval<br />
(Musik/Performance)<br />
HAU3, HAU Hebbel am Ufer<br />
Tempelhofer Ufer 10, 10963 Berlin<br />
Tel.: 25 90 04 27, www.hebbel-am-ufer.de<br />
1.2. ................ 19.00 ...................Don Quijote /Donkey Shot /<br />
Done Quiche Hot /Don Conquista /<br />
Don E. Coyote von Showcase<br />
Beat Le Mot (Deutsch, Performance)<br />
6.-8.2. ............ 19.00 .......................Club27 von Enis Turan<br />
(Englisch, Tanz/Performance)<br />
13.2. .............. 19.00 ................... Dansöz von Tümay Kılınçel<br />
(Deutsch, Englisch und Türkisch/Tanz)<br />
14.2. .............. 19.00 .............Dansöz /ImAnschluss: Artist Talk<br />
15.2. .............. 19:00 ....................................Dansöz<br />
Heimathafen Neukölln<br />
Karl-Marx-Straße 141, 12043 Berlin<br />
Tel. 56 82 13 33, www.heimathafen-neukoelln.de<br />
1.2. ................ 19.00 ......................Peng! Peng! Boateng! –<br />
Egal was du machst, mach Alarm! (Saal)<br />
1.2. ................ 19.30 .....HipHoPoesie –Wie zwei Seiten einer Platte:<br />
Rap und Literatur (Studio)<br />
2.2. ................ 19.30 .....HipHoPoesie –Wie zwei Seiten einer Platte:<br />
Rap und Literatur (Studio)<br />
....................... 21.00 ....CTM 2020 LIVE –Dan Deacon, BNNT (Saal)<br />
6.2. ................ 21.00 ............... Daniel Norgren LIVE –Support:<br />
Jake Xerxes Fussell (Saal)<br />
7.2. ................ 21.00 ....The Teskey Brothers LIVE (Saal, ausverkauft)<br />
....................... 19.00 ................... Beziehungskiste –Ein Bett<br />
in Neukölln (Studio)<br />
8.2. ................ 19.00 ................... Beziehungskiste –Ein Bett<br />
in Neukölln (Studio)<br />
10.2. .............. 19.00 ...........................11 Freunde Talk –<br />
Christoph Biermann mit Gästen (Saal)<br />
12.2. .............. 20.00 ......................... Science Slam –Das<br />
Rockkonzert der Wissenschaft (Saal)<br />
13.2. .............. 21.00 .......................Alcest LIVE –Support:<br />
Birds in Row &Kaelan Mikla (Saal)<br />
14.2. .............. 19.30 ..................Brautzillas –Die Show übers<br />
Heiraten und darüber hinaus (Studio)<br />
....................... 20.00 ........................Die Rixdorfer Perlen –<br />
Keine Angst vor Niemand! (Saal)<br />
15.2. .............. 19.30 ..................Brautzillas –Die Show übers<br />
Heiraten und darüber hinaus (Studio)<br />
20.00 ........................Die Rixdorfer Perlen –<br />
Keine Angst vor Niemand! (Saal)<br />
16.2. .............. 19.30 ......................Hörtheater –„Die weite,<br />
weite Sofalandschaft“ (Studio)<br />
20.00 ...............Patrick Salmen –Ekstase (Saal)<br />
17.2. .............. 19.30 ...............Sing dela Sing –Alle singen, all<br />
night long (Saal, ausverkauft)<br />
18.2. .............. 20.00 ...... Songslam Neukölln –Feature Artist: Dota,<br />
die Kleingeldprinzessin (Saal)<br />
19.2. .............. 20.00 ...............Schund und Asche –mit Moritz<br />
Neumeier und Till Reiners<br />
(Saal, ausverkauft)<br />
20.2. .............. 19.00 ....Cha(lle)nging Perspectives –Harald Schmidt<br />
zu Gast bei der Jungen Akademie (Saal)<br />
21.2. .............. 21.00 ................Make aMove XMarti Fischer &<br />
Footprint Project LIVE (Saal)<br />
22.2. .............. 19.30 ................PREMIERE La Deutsche Vita –<br />
Ein kritisch-musikalischer<br />
Heimatabend (Studio, ausverkauft)<br />
23.2. .............. 19.30 ............... La Deutsche Vita –Ein kritischmusikalischer<br />
Heimatabend (Studio)<br />
24.2. .............. 21.00 .............................AȘA LIVE (Saal)<br />
26.2. .............. 19.30 ............... La Deutsche Vita –Ein kritischmusikalischer<br />
Heimatabend (Studio)<br />
20.00 ......Best of Poetry Slam –Zeit für die wildeste<br />
Seite der Literatur (Saal)<br />
27.2. .............. 19.30 ............... La Deutsche Vita –Ein kritischmusikalischer<br />
Heimatabend (Studio)<br />
28.2. .............. 19.30 ............... La Deutsche Vita –Ein kritischmusikalischer<br />
Heimatabend (Studio)<br />
....................... 21.00 ...........................Pouya LIVE (Saal)<br />
29.2. .............. 19.00 ..............Peng! Peng! Boateng! –Egal was<br />
du machst, mach Alarm! (Saal)<br />
Hochschule für Schauspielkunst<br />
Ernst Busch<br />
Zinnowitzer Straße 11, 10115 Berlin<br />
Tel. 755 41 70, www.hfs-berlin.de<br />
1.2. ................ 18.00 ....Das Schicksal des Menschen ist der Mensch,<br />
Szenenstudien (2. Stj. Schauspiel,<br />
HfS Oben, Eintritt frei)<br />
7. &8.2. ......... 19.00 ............... Freispiele: Labor für Halbgares,<br />
10 Studierende /6Stücke /2Abende<br />
(Freie Vordiplome des 3. Stj. Zeitgenössische<br />
Puppenspielkunst, HfS Oben,<br />
Unten &Probebühnen, Eintritt frei)<br />
8. &9.2. ......... 10.00 –18.00 ..... What does it take to belong? SODA<br />
Lectures 2019/20 mit Prof. Dr. Sandra Noeth<br />
&Gäste (HZT Uferstudios, Studio 11,<br />
Uferstraße 23/Badstraße 41a, 13357 Berlin)<br />
20.2. .............. 19.00 .............. PREMIERE Chronik des Zweifels<br />
von Calle Fuhr, Diplominszenierung von<br />
Marco Damghani (4. Stj. Regie, HfS Unten)<br />
21.-24.2. ........ 19.00 ........................ Chronik des Zweifels<br />
Sonya Yoncheva singt die Titelpartie der „Medea“.<br />
STAATSOPER UNTER DEN LINDEN<br />
Weiberheld und Racheengel<br />
MitVerdis „Falstaff“ und Cherubinis „Medea“ kommen zwei Klassiker<br />
des italienischen und französischen Repertoires auf die Bühne der Staatsoper<br />
Das Gebaren des alternden<br />
Sir John Falstaff –schlitzohriger<br />
Schmarotzer,<br />
Lebemann und Möchtegern-Weiberheld<br />
–sorgt im spießbürgerlichen<br />
Windsor für Aufruhr.<br />
Nicht nur,dass er sich auf Kosten anderer<br />
seinen Lebensunterhalt ergaunert:<br />
Derüber jeden Selbstzweifel erhabene<br />
Genussmensch glaubt auch<br />
noch, er könne gleich zwei Damen<br />
mit gleichlautenden Liebesbriefen<br />
Avancen machen. Die empörten,<br />
doch gewitzten Frauen lassen sich<br />
das nicht gefallen und holen zum<br />
Gegenschlag aus …<br />
Im Alter von fast 80 Jahren gelang<br />
dem längst zum Mythos gewordenen<br />
Giuseppe Verdi noch einmal<br />
ein sensationeller Erfolg: Nach<br />
fünf Jahrzehnten tragischer Bühnen-<br />
werke schuf erein Meisterwerk der<br />
komischen Oper. Die musikalische<br />
Leitung der kommenden Vorstellungen<br />
an der Staatsoper Unter den Linden<br />
übernimmt Zubin Mehta in einer<br />
Inszenierung vonMario Martone.<br />
Mit von der Partie sind Lucio Gallo,<br />
Barbara Frittoli, Alfredo Daza, Nadine<br />
Sierra, FrancescoDemurou.a.<br />
Einuralter Mythos und doch von<br />
spürbarer Aktualität: Medea, aus<br />
der Peripherie der bekannten Welt<br />
stammend und sichtlich eine Fremde<br />
im zivilisierten Land, stört Ruhe<br />
und Ordnung, wird zum hasserfüllten,<br />
Todund Zerstörung bringenden<br />
Racheengel.<br />
Die anspruchsvolle Titelpartie in<br />
Luigi Cherubinis „Medea“ ist spätestens<br />
seit den 1950er Jahren legendär,<br />
als Maria Callas darin auf<br />
THEATER THIKWA<br />
BERND UHLIG<br />
der Bühne stand.<br />
Stimmlich wie musikalisch mit<br />
großer Wucht und Facettenreichtum,<br />
interpretierte Sonya Yoncheva<br />
die Rolle bei der Premiereder Breth-<br />
Inszenierung in der vergangenen<br />
Spielzeit und kehrtnun als gleichermaßen<br />
verletzliche wie eiskalt wütende<br />
Kindsmörderin wieder zurück.<br />
Mit Daniel Barenboim am<br />
Dirigentenpult, der Staatskapelle<br />
Berlin und dem Staatsopernchor<br />
sowie mit Francesco Demuro, Iain<br />
Peterson u. a.<br />
Falstaff<br />
Giuseppe Verdi<br />
Musikalische Leitung: Zubin Mehta<br />
Inszenierung: Mario Martone<br />
Mit: Lucio Gallo, Barbara Frittoli,<br />
Alfredo Daza, Nadine Sierra,<br />
Francesco Demuro u. a.<br />
Am 2., 6. und 14. Februar<br />
Medea<br />
Luigi Cherubini<br />
Musikalische Leitung:<br />
Daniel Barenboim<br />
Inszenierung: Andrea Breth<br />
Mit: Sonya Yoncheva,<br />
Francesco Demuro, Iain Paterson,<br />
Elsa Dreisig u. a.<br />
Am 8., 12., 15. und 21. Februar<br />
Staatsoper Unter den Linden<br />
Unter den Linden 7<br />
10117 Berlin<br />
Kartentelefon: 030 20 35 45 55<br />
www.staatsoper-berlin.de<br />
Das Glück jenseits des Regenbogens<br />
„Oz, Oz,Oz! (W)rap the Wizard!“ mit Cora Frost nimmt zwischen<br />
Musical, Märchen und Roadmovie mit auf einen Trip ins Wonderful Land of Oz<br />
Somewhere over the rainbow<br />
fliegt die doppelte Dorothy<br />
(Cora Frost /Corinna Heidepriem)<br />
durch das Land of Oz.<br />
Auf dem Weg nach Smaragdstadt –<br />
nicht Karl-Marx-Stadt –, wo hoffent-<br />
Oz, Oz, Oz! (W)rap the Wizard!<br />
ein verhindertes Musical<br />
Regie: Gerd Hartmann<br />
Vom 5.bis zum 8. Februar<br />
sowie vom 12. bis zum 15. Februar<br />
jeweils um 20 Uhr<br />
Eintrittspreise: 16 Euro<br />
Ermäßigt: 10 Euro<br />
Theater Thikwa<br />
in den Mühlenhaupthöfen<br />
Fidicinstraße 40<br />
10965 Berlin<br />
Kartentelefon: 030 61 20 26 20<br />
oder 01806 700 733<br />
www.thikwa.de<br />
lich die Post abgeht, begegnet sie<br />
starken Gestalten: Die hirnlose Vogelscheuche<br />
ist eigentlich ganz<br />
glücklich darüber, dass man mit<br />
dem „Jagdschein“ überall umsonst<br />
reinkommt. Und der feige Löwe<br />
rappt zitternd ein Loblied auf die<br />
Angst. Nur die Dame mit den roten<br />
Pumps versucht die Reisegruppe beständig<br />
von ihrer Unzulänglichkeit<br />
zu überzeugen.<br />
Thikwa macht ein Musical!<br />
Aber kein gewöhnliches. Rap trifft<br />
Electronic Jazz, es wird gesungen<br />
und getanzt, aber gleichzeitig<br />
das Genre durch den Fleischwolf<br />
gedreht. Ein performatives Roadmovie,<br />
woamWegesrand existenzielle<br />
Fragen nach dem Wert vermeintlicher<br />
Imperfektion lauern,<br />
ein assoziativer musikalischer Trip<br />
durch ein Gedankenland in Agfa-<br />
Color. Ein diskursives Musik-Stück<br />
über Individualität, Akzeptanz und<br />
die Hürden der Selbstoptimierung.<br />
In guter Hollywood-Tradition hat<br />
auch OZ, OZ, OZ! ein All-Star-Ensemble<br />
mit den Besten, die Thikwa<br />
und die <strong>Berliner</strong> Szene zu bieten<br />
haben: Neben der First-Class-Riege<br />
prominenter Thikwa-Performer<br />
und -Performerinnen wie Torsten<br />
Holzapfel, Peter Pankow und<br />
Heidi Bruck rappt Cora Frost, philosophiertMartinClausen,<br />
improvisiert<br />
der Jazzer Kazuhisa Uchihashi<br />
und der Beatboxer Raphael Schall<br />
steuertdie Beats bei.<br />
So ganz anders als Judy Garland: Corinna Heidepriem (l.) und Cora Frost spielen die doppelte Dorothy (dazwischen Peter Pankow<br />
als Zauberer von Oz).<br />
DAVID BALTZER/BILDBUEHNE.DE<br />
27.2. .............. 20.00 ..............PREMIERE The People, frei nach<br />
Henrik Ibsens „Ein Volksfeind",<br />
Diplominszenierung von Friederike Hirz<br />
(4. Stj. Regie, bat-Studiotheater,<br />
Belforter Str. 15, 10405 Berlin)<br />
28. &29.2...... 20.00 .................................The People<br />
Kabarett-Theater Distel<br />
Friedrichstraße 101, 10117 Berlin<br />
Tel. 204 47 04, www.distel-berlin.de<br />
1.2. ................ 17.00 &20.00 ...............Skandal im Spreebezirk<br />
....................... 17.30 &19.30 ...Junges Kabarett: Wir feiern die Golden<br />
Zwanziger –der große Crash kommt<br />
erst zumSchluss (Studio)<br />
2.2. ................ 18.00 .............................. Tilman Lucke:<br />
Verdummungsverbot (Studio)<br />
3. &4.2. ......... 20.00 ......................Skandal im Spreebezirk<br />
5. &6.2. ......... 19.30 ................ImproBerlin (Gastspiel, Studio)<br />
....................... 20.00 ...................... Weltretten für Anfänger<br />
7.2. ................ 19.30 .............................. Tilman Lucke:<br />
Verdummungsverbot (Studio)<br />
....................... 20.00 ...................... Weltretten für Anfänger<br />
8.2. ................ 17.00 &20.00 ............... Weltretten für Anfänger<br />
....................... 19.30 .............Melanie Haupt (Gastspiel, Studio)<br />
9.2. ................ 18.00 ......................Frieda Braun (Gastspiel)<br />
10. &11.2...... 20.00 ......................Skandal im Spreebezirk<br />
12. &13.2...... 19.30 ................ImproBerlin (Gastspiel, Studio)<br />
....................... 20.00 ......................Skandal im Spreebezirk<br />
14.2. .............. 19.30 .......... Die Zukunft ist kein Ponyhof (Studio)<br />
....................... 20.00 ......................Skandal im Spreebezirk<br />
15.2. .............. 17.00 &20.00 ...............Skandal im Spreebezirk<br />
16.2. .............. 18.00 ................... Thomas Freitag (Gastspiel)<br />
....................... 18.00 .......... Die Zukunft ist kein Ponyhof (Studio)<br />
17.2. .............. 19.30 .......... Die Zukunft ist kein Ponyhof (Studio)<br />
....................... 20.00 ............................Wohin mit Mutti?<br />
18.2. .............. 19.30 .......... Die Zukunft ist kein Ponyhof (Studio)<br />
....................... 20.00 ............................Wohin mit Mutti?<br />
19. &20.2...... 19.30 ................ImproBerlin (Gastspiel, Studio)<br />
....................... 20.00 ............................Wohin mit Mutti?<br />
21.2. .............. 19.30 ....................Henning Ruwe: Die netten<br />
Jahre sind vorbei (Studio)<br />
....................... 20.00 ............................Wohin mit Mutti?<br />
22.2. .............. 17.00 &20.00 .....................Wohin mit Mutti?<br />
....................... 19.30 ..................Rüdiger Rudolph präsentiert:<br />
Kabarett der Comedians! (Studio)<br />
23.2. .............. 14.00 .............................Gregor Gysi und<br />
Katja Riemann (Gespräch)<br />
....................... 18.00 ...........................Frowin (Gastspiel)<br />
....................... 18.00 ...........................Ruwe &Valenske:<br />
Unfreiwillig komisch (Studio)<br />
24.2. .............. 19.30 ...........................Ruwe &Valenske:<br />
Unfreiwillig komisch (Studio)<br />
....................... 20.00 ...............................Zirkus Angela<br />
25.2. .............. 20.00 ...............................Zirkus Angela<br />
26. &27.2...... 19.30 ................ImproBerlin (Gastspiel, Studio)<br />
....................... 20.00 ...............................Zirkus Angela<br />
28.2. .............. 19.30 ............... Junges Kabarett: Gauland –ein<br />
Wintermärchen. Mächtig auf<br />
den Schlips getreten (Studio)<br />
....................... 20.00 ...............................Zirkus Angela<br />
29.2. .............. 17.00 &20.00 ........................Zirkus Angela<br />
17.30 &19.30 ........ Junges Kabarett: Gauland –ein<br />
Wintermärchen. Mächtig auf<br />
den Schlips getreten (Studio)<br />
Kleines Theater<br />
Südwestkorso 64, 12161 Berlin<br />
Tel.: 821 20 21, www.kleines-theater.de<br />
1.2. ................ 20.00 .................. Törless. Nach der Erzählung<br />
von Robert Musil<br />
2.2. ................ 18.00 .....................................Törless<br />
5.2. ................ 20.00 .................... Holzfällen. Eine Erregung<br />
von Thomas Bernhard<br />
8.2. ................ 20.00 ....PREMIERE/BERLINER ERSTAUFFÜHRUNG<br />
Jacke wie Hose. Ein deutsches<br />
Märchen in einer melodramatischen<br />
Fassung von Manfred Karge<br />
9.2. ................ 18.00 .............................Jacke wie Hose<br />
12.2. .............. 20.00 .................Miss Daisy und ihr Chauffeur.<br />
Komödie von Alfred Uhry<br />
14. &15.2...... 20.00 ......................Drei Männer im Schnee.<br />
Nach dem Roman von Erich Kästner<br />
16.2. .............. 18.00 ......................Drei Männer im Schnee<br />
21. &22......... 20.00 ......................Drei Männer im Schnee<br />
23.2. .............. 18.00 ......................Drei Männer im Schnee<br />
26. &28.2...... 20.00 .............Schachnovelle. Nach Stefan Zweig<br />
29.2. .............. 20.00 .....................................Törless<br />
Neuköllner Oper<br />
Karl-Marx-Straße 131-133, 12043 Berlin<br />
Tel. 68 89 07 77, www.neukoellneroper.de<br />
1. &2.2. ......... 20.00 ...........................Wolfskinder (Saal)<br />
6.-9.2. ............ 20.00 ...........................Wolfskinder (Saal)<br />
12.2. .............. 20.00 ...........................Wolfskinder (Saal)<br />
14.2. .............. 20.00 ........URAUFFÜHRUNG Betterplazes (Studio)<br />
15. &16.2...... 20.00 ...........................Wolfskinder (Saal)<br />
18.-20.2. ........ 20.00 ........................ Betterplazes (Studio)<br />
20.2. .............. 21.00 .......Widerstand –Podiumsdiskussion (Studio)<br />
21.-23.2. ........ 20.00 ...........................Wolfskinder (Saal)<br />
26.2. .............. 20.00 ........................ Betterplazes (Studio)<br />
....................... 21.00 ........................Wut und Sehnsucht –<br />
Podiumsdiskussion (Studio)<br />
Quatsch Comedy Club<br />
Friedrichstraße 107, 10117 Berlin<br />
Tel.: 47 99 74 13, www.quatschcomedyclub.de<br />
1.2. ................ 19.00 &22.00 ...............Quatsch Comedy Club –<br />
Die Live Show, Moderation:<br />
Roberto Capitoni, Niclas Amling,<br />
Salim Samatou, Timus Turga,<br />
Jens Heinrich Claassen<br />
3.2. ................ 17.00 ......................Quatsch Comedy Club –<br />
Die Live Show, Moderation:<br />
Roberto Capitoni, Niclas Amling,<br />
Salim Samatou, Timus Turga,<br />
Jens Heinrich Claassen<br />
5.2. ................ 20.00 .........Gastspiel: Simon Stäblein -Heul doch!<br />
6. &7.2. ......... 20.00 ......................Quatsch Comedy Club –<br />
Die Live Show, Moderation:<br />
Sebastian Schnoy, Thomas Schmidt,<br />
Kerim Pamuk, Christin Jugsch,<br />
Bademeister Schaluppke<br />
Fortsetzung Quatsch Comedy Club auf Seite 15
SONDERSEITEN DER BERLINER BÜHNEN<br />
SEITE 12 FREITAG, 31. JANUAR 2020<br />
Feb<br />
Konzerthaus<br />
Gendarmenmarkt, 203 09 21 01<br />
www.konzerthaus.de<br />
Philharmonie<br />
<strong>Berliner</strong> Philharmoniker<br />
Herbert-von-Karajan-Straße 1, 25 48 89 99<br />
www.berliner-philharmoniker.de<br />
Kammermusiksaal<br />
roc berlin<br />
20 29 87 10<br />
www.roc-berlin.de<br />
1 Sa<br />
15 30 Orgel für „pfiffige“ Kinder (ab 6, Musikclub)<br />
20 00 Konzerthausorchester Berlin, ML: Dmitrij Kitajenko, Anastasia Kobekina (Violoncello); Sergej Prokofjew:<br />
„Romeo und Julia“ op. 64 (Auszüge), Pjotr Tschaikowsky: Variationen über ein Rokoko-Thema für<br />
Violoncello und Orchester A-Dur op. 33, „Manfred-Sinfonie“ op. 58 (Großer Saal)<br />
20 00 Akademie für Alte Musik Berlin (siehe 3.2.20 20 00 Kleiner Saal)<br />
19 00 Puccinis Suor Angelica „Faith to Face“; ML: Kirill Petrenko, Karajan-Akademie der <strong>Berliner</strong><br />
Philharmoniker, Gesangssolistinnen und Studentinnen der <strong>Berliner</strong> Musikhochschulen, Chor des<br />
Vokalhelden-Chorprogramms, Nico and the Navigators, Nicola Hümpel (Regie, Kostüm),<br />
Oliver Proske (Bühnenkonzept, Videotechnik) u. a.; Puccini: Suor Angelica; Tel. 254 88 999<br />
20 00 Axel Zwingenberger (Klavier);<br />
Boogie-Woogie-Hits; Tel. 923 738 42<br />
2 So<br />
11 00 &15 00 ConTakt Gala, Deutsches Filmorchester Babelsberg, ML: Frank-Michael Erben, Svitlana Slyvia (Sopran),<br />
J. Warren Mitchell (Tenor), Tetiana Gospodynchyk (Mezzosopran), Ki-Hyun Park (Bass); Berühmte Arien und Duette (Großer Saal)<br />
11 00 Kammermusik-Matinee des Konzerthausorchesters (Kleiner Saal)<br />
20 00 Akademie für Alte Musik Berlin (siehe 3.2.20 20 00 Kleiner Saal)<br />
16 00 Puccinis Suor Angelica „Faith to Face“; ML: Kirill Petrenko, Karajan-Akademie der <strong>Berliner</strong><br />
Philharmoniker, Nico and the Navigators u. a; Tel. 254 88 999<br />
20 00 Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, ML: Andrew Manze, Martin Helmchen (Klavier),<br />
Yeree Suh (Sopran), Rundfunkchor Berlin (Damen); Widmann: Con brio, Beethoven:<br />
Klavierkonzert Nr. 3c-Moll u. a.; 19 10 Einführung; Tel. 20 29 87 11<br />
20 00 DSO, Damen des Rundfunkchors Berlin,<br />
ML: Andrew Manze, Yeree Suh (Sopran), Martin Helmchen<br />
(Klavier); Widmann:„Con brio“, Beethoven: Klavierkonzert<br />
Nr. 3c-Moll, Vaughan Williams: Sinfonie Nr. 7–„Sinfonia<br />
antarctica“; 19 10 Einführung (Philharmonie)<br />
3 Mo<br />
20 00 Akademie für Alte Musik Berlin, Georg Kallweit (Leitung und Violine), Xenia Löffler (Oboe); Jean-Baptiste Lully: Suite aus<br />
„Phaëton“, Alessandro Scarlatti: Concerto grosso Nr. 5d-Moll, Carl Philipp Emanuel Bach: Konzert für Oboe, Streicher und<br />
B.c. Es-Dur Wq 165, Georg Philipp Telemann: Sinfonia melodica für zwei Oboen, Streicher und B.c. C-Dur, Antonio Vivaldi:<br />
Violinkonzert d-Moll op. 4Nr. 8RV249, Unico Wilhelm von Wassenaer: Concerto armonico Nr. 5f-Moll (Kleiner Saal)<br />
20 00 100 Solisten, Sänger und Musiker der Cinema Festival Symphonics, ML: Stephen Ellery;<br />
Game of Thrones −The Concert Show; Show mit Light- und Screen Animation;<br />
Tel. 0180/6050400<br />
19 00 AccordiOona-Orchestra von PRO MUSICA e. V., ML: Oona Hingst,<br />
Streichorchester „Saitensprung“, ML: Birgit Moritz, Jazzabelles &Jazzomat,<br />
ML: Réka, Bulgarischer Orthodoxer Chor Berlin e. V., ML: Boryana Velichkova;<br />
The 8th International Youth Arts Festival 2020; Tel. 01806/570 070<br />
4 Di<br />
13 00 Lunchkonzert (Foyer, Eintritt frei)<br />
20 00 Tindersticks; No Treasure But Hope-Tour; Tel. 01806/570 070<br />
20 00 Beatrice Rana (Klavier); Bach: Italienisches Konzert F-Dur, Schumann:<br />
Concert sans orchestre f-Moll, Albéniz: Iberia, Band 3,Strawinsky: Trois Mouvements<br />
de Pétrouchka; 19 15 Einführung; Tel. 254 88 999<br />
5 Mi<br />
14 00 Espresso-Konzert, Clara Corinna Scheurle (Sopran), Akemi Murakami (Klavier) (Kleiner Saal)<br />
20 00 Humboldts Philharmonischer Chor, Humboldts Studentische Philharmonie, ML: Constantin Alex, Anne Bretschneider (Sopran),<br />
Günter Papendell (Bariton); Richard Wagner: Vorspiel und „Isoldes Liebestod“ aus „Tristan und Isolde“, Johannes Brahms:<br />
„Ein deutsches Requiem“ für Soli, Chor und Orchester op. 45 (Großer Saal)<br />
20 00 Cristian Lanza (Tenor), Silvia Rampazzo (Sopran), Giulio Boschetti (Bariton),<br />
Chor und Orchester der Milano Festival Opera; Verdi-Nacht: Chöre und Melo**dien aus Nabucco,<br />
Der Troubadour, Rigoletto, La traviata und Aida; Tel. 0180/6050 400<br />
6 Do<br />
20 00 Rainald Grebe (Klavier und Gesang); Das Münchhausenkonzert; Tel. 7554925-60<br />
19 00 Mitglieder des RIAS Kammerchors Berlin,<br />
ML: JoachimBuhrmann, Thomas Noll (Orgel);<br />
Johann Sebastian Bach: „Christ laginTodesbanden” (Choral),<br />
„Jesu, meine Freude“, ArvoPärt: „Morning Star”, „Zwei Beter”und<br />
weitere Werke; Benefizkonzert; Eintritt frei (Apostel-Paulus-Kirche)<br />
7 Fr<br />
20 00 Strom −Festival für Elektronische Musik;<br />
Kruder &Dorfmeister, KiNK, Stefan Goldmann, Voiski, Don’t DJ,<br />
Robert Henke (Installation), Marco C. (Visuals); Tel. 254 88 999<br />
20 00 Ensemble Correspondances, ML: Sébastien Daucé (Orgel), Lucile Richardot<br />
(Mezzosopran); Perpetual Night: „Ayres and Songs“ des englischen Barocks; 19 15 Einführung;<br />
Tel. 254 88999<br />
8 Sa<br />
20 00 Stars on 88 Part II, Joja Wendt (Klavier) (Großer Saal)<br />
20 00 Vogler-Quartett; Vogler Quartett; Ludwig van Beethoven: Streichquartett G-Dur op. 18 Nr. 2,Streichquartettf-Moll op. 95,<br />
Streichquartett Es-Dur op. 127 (Kleiner Saal)<br />
20 00 Strom − Festival für Elektronische Musik;<br />
Nina Kraviz, Ryoji Ikeda, Cristian Vogel, Deena Abdelwahed, SÖS Gunver Ryberg,<br />
Robert Henke (Installation), Marco C. (Visuals); Tel. 254 88999<br />
20 00 Sinfonie Orchester Berlin, ML: Stanley Dodds, Andre Schoch (Trompete),<br />
Stefan de Leval Jezierski (Horn); Glinka: Ruslan und Ljudmilla-Ouvertüre, Arutjunjan:<br />
Trompetenkonzert, Rachmaninow: Vocalise, Glasunow: Rêverie Des-Dur, Tschaikowsky:<br />
Symphonie Nr. 6h-Moll „Pathétique“; Tel. 882 76 -22/-23<br />
9 So<br />
20 00 ensemble unitedberlin, ML: Ferenc Gábor, Elodie Tisserand (Mezzosopran); Fabián Panisello: „Les rois mages“ –<br />
Musiktheater für Mezzosopran, Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello, Klavier, Keyboard, Elektronik und Video<br />
(Libretto: Gilles Rico nach Michel Tournier; Deutsche EA) (Werner-Otto-Saal)<br />
20 00 Sinfonieorchester des Collegium Musicum Berlin, ML: Donka Miteva,<br />
Großer Chor des Collegium Musicum; Mendelssohn: Die erste Walpurgisnacht,<br />
Poulenc: Gloria, Bruckner: Symphonie Nr. 6A-Dur; Tel. 8385 4047<br />
16 00 Sonntagskonzertreihe des Chorverbands Berlin; „Kontraste“ –<br />
Musikalische Begegnungen zwischen gestern und heute; Tel. 285 982 50<br />
20 00 Junge Kammerphilharmonie Berlin, ML: Justin Doyle; Prokofjew:<br />
Sinfonietta A-Dur op. 5, Kodály: Marosszéker Tänze,<br />
Sibelius: Symphonie Nr. 3C-Dur; Tel. 01806/570 070<br />
10 Mo<br />
14 00 Espresso-Konzert, Johannes Lamprecht (Orgel) (Großer Saal)<br />
20 00 Martin Grubinger &Friends; Ishii: Thirteen Drums, Aho: Sieidi, Psathas: One Study<br />
One Summary, Grubinger sen.: Prismatic Final Suite; Tel. 0800/633 66 20<br />
11 Di<br />
20 00 Building Bridges, Chiara Opalio (Klavier); Ludwig van Beethoven: Zehn Variationen über das Duett<br />
„La stessa, la stessissima“ von Antonio Salieri B-Dur WoO 73, Ferruccio Busoni: Sonatina seconda,<br />
Carl Philipp Emanuel Bach: Sonate A-Dur Wq 55/4, Johannes Brahms: Vier Balladen op. 10 (Werner-Otto-Saal)<br />
13 00 Lunchkonzert (Foyer, Eintritt frei)<br />
17 00 Stipendiaten der Karajan-Akademie der<strong>Berliner</strong> Philharmoniker;<br />
Carte blanche –Das Programm wird noch bekannt gegeben. (Eintritt frei)<br />
12 Mi<br />
20 00 <strong>Berliner</strong> Philharmoniker, ML: Kirill Petrenko; Strawinsky: Symphonie in drei Sätzen,<br />
Zimmermann: Alagoana. Caprichos Brasileiros, Ballettsuite, Rachmaninow:<br />
Symphonische Tänze; 19 15 Einführung; Tel. 254 88 999<br />
13 Do<br />
20 00 Wiener Klassik, Klassische Philharmonie Bonn, ML: Heribert Beissel, Maria Duarte (Violoncello); Joseph Haydn:<br />
Sinfonie Nr. 83 g-Moll Hob I:83 („La Poule“), Konzert für Violoncello und Orchester D-Dur op. 101 Hob VIIb:2,<br />
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie g-Moll KV 550 (Großer Saal)<br />
20 00 Kammermusik des Konzerthausorchesters, Bläserquintett sowie weitere Mitglieder des Konzerthausorchesters Berlin;<br />
Werke von Franz Danzi, Louis Spohr, Samuel Barber und Bohuslav Martinů (Kleiner Saal)<br />
20 00 <strong>Berliner</strong> Philharmoniker, ML: Kirill Petrenko; Strawinsky: Symphonie in drei Sätzen,<br />
Zimmermann: Alagoana. Caprichos Brasileiros, Ballettsuite, Rachmaninow:<br />
Symphonische Tänze; 19 15 Einführung; Tel. 254 88 999<br />
19 30 Holz- undBlechbläserdes Rundfunk-Sinfonieorchesters<br />
Berlin, Werke undBearbeitungen vonCarlo Gesualdoda<br />
Venosa,GiacintoScelsi, Johann SebastianBach,Henri Tomasi,<br />
Wolfgang AmadeusMozart,ModestMussorgski, AaronCopland,<br />
Valerie Coleman(Theater im Delphi)<br />
14 Fr<br />
20 00 Orchester der Posener Philharmonie, ML: Marek Pijarowski, Rafał Blechacz (Klavier), Marcin Suszycki (Violine),<br />
Dominik Dębski (Viola), Józef Czarnecki (Violoncello), Michał Francuz (Klavier); Roman Palester: Polnische Hochzeitstänze<br />
aus dem Ballett „Lied von der Erde“, Alexandre Tansman: Sinfonie Nr. 3, Fryderyk Chopin: Konzert für Klavier und Orchester<br />
e-Moll op. 11 (Großer Saal)<br />
20 00 <strong>Berliner</strong> Philharmoniker, ML: Kirill Petrenko; Strawinsky: Symphonie in drei Sätzen,<br />
Zimmermann: Alagoana. Caprichos Brasileiros, Ballettsuite, Rachmaninow:<br />
Symphonische Tänze; 19 15 Einführung; Tel. 254 88999<br />
15 Sa<br />
15 30 KlangKüken, Wolfsgeheul –Eswar einmal (ab 3, Werner-Otto-Saal)<br />
20 00 Konzerthausorchester Berlin, ML: David Reiland, Sebastian Knauer (Klavier); Joseph Haydn: Ouvertüre zur Oper<br />
„L’Isola disabitata“ Hob Ia:13, Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klavier und Orchester A-Dur KV 488,<br />
Serenade D-Dur KV 203 („Colloredo-Serenade“) (Großer Saal)<br />
19 00 <strong>Berliner</strong> Philharmoniker, ML: Kirill Petrenko; Strawinsky: Symphonie in dreiSätzen,<br />
Zimmermann: Alagoana. Caprichos Brasileiros, Ballettsuite, Rachmaninow:<br />
Symphonische Tänze; 18 15 Einführung; Tel. 254 88 999<br />
22 00 Philharmonie „Late Night“; Schlagzeuger der <strong>Berliner</strong> Philharmoniker,<br />
ML: James Wood; Grisey: Le Noir de l’Étoile; (Foyer); Tel. 254 88 999<br />
15 30 Kammerorchester Unter denLinden, ML: Andreas PeerKähler (Moderation);<br />
Reinhard Horstkotte Clown (Filou); Faschings- und Clownskonzert;<br />
(Empfohlen ab 5Jahren); Tel. 01806/700 733<br />
20 00 SIinfonie Orchester Berlin, ML: Thomas Koncz, Stephan Koncz (Violoncello),<br />
Olga Polonsky (Violine); Werke von Dvořák; Tel. 882 76 -22/-23<br />
16 So<br />
11 00 Mozart-Matinee, Mit Kaffee, Croissants und Kinderbetreuung (ab 3), Konzerthausorchester Berlin<br />
ML: David Reiland, Sebastian Knauer (Klavier) (Großer Saal)<br />
15 30 KlangKüken, Wolfsgeheul –Eswar einmal (ab 3, Werner-Otto-Saal)<br />
16 00 Konzerthausorchester Berlin (siehe 15.2.20 20 00 Großer Saal)<br />
16 00 Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, ML: John Storgårds, Christina Gansch (Sopran),<br />
Markus Eiche (Bariton), Hans-Peter König (Bass), Bernhard Berchtold (Tenor), Stefanie Irányi<br />
(Sopran), Katharina Magiera (Mezzosopran), RIAS Kammerchor Berlin, Kinderchor<br />
„Georg-Friedrich-Händel“; Schumann: Szenen aus Goethes Faust; 15 10 Einführung;<br />
Tel. 20 29 87 15<br />
16 00 Philharmonischer Salon; Götz Teutsch (Programmgestaltung) u. a.; „O’ könnt’ ich Euch<br />
noch einmal sehen“ −Robert und Clara Schumann: Anfang und Ende einer Ehe;<br />
15 15 Einführung; Tel. 254 88 999<br />
20 00 <strong>Berliner</strong> Philharmonisches Klavierquartett; Werke von Bridge,<br />
Elfman und Brahms; 19 15 Einführung; Tel. 254 88 999<br />
16 00 RSB, RIAS KammerchorBerlin, ML: John Storgårds;<br />
Markus Eiche, Christina Gansch, Sophie Klußmann,<br />
Stephan Klemm (Gesang), Kinderchor des<br />
Georg-Friedrich-Händel-Gymnasiums Berlin, Schumann:<br />
„Szenen aus Goethes ‚Faust‘“; 15 10 Einführung (Philharmonie)<br />
17 Mo<br />
20 00 Ludovico Einaudi (Klavier und Komposition), Redi Hasa (Violoncello),<br />
Federico Mecozzi (Violine); Seven Days Walking; Tel. 61 10 13 13<br />
18 Di<br />
19 30 Chor der <strong>Berliner</strong> Operngruppe, Orchester der <strong>Berliner</strong> Operngruppe, Karine Babajanyan (Iris), Angelo Villari (Osaka),<br />
Elia Fabbian (Kyoto), David Oštrek (Ein Blinder), Nina Clausen (Eine Geisha), Andrès Moreno García (Ein Lumpensammler)<br />
ML: Felix Krieger; Pietro Mascagni: „Iris“ –Melodram indrei Akten nach einem Libretto von Luigi Illica (Großer Saal)<br />
13 00 Lunchkonzert; (Foyer, Eintritt frei)<br />
20 00 Ludovico Einaudi (Klavier und Komposition), Redi Hasa (Violoncello),<br />
Federico Mecozzi (Violine); Seven Days Walking; Tel. 61101313<br />
19 Mi<br />
14 00 Espresso-Konzert, Kyumin Park (Violine), Tobias Reifland (Viola), Yukako Morikawa (Klavier) (Kleiner Saal)<br />
20 00 Grand Chinese New Year Concert, China Orchestra of China National Opera &Dance Drama Theatre, Muhai Tang,<br />
Bai Miao (Erhu), Lei Dianyun (Guzheng), Liu Xizhan (Suona), Luo Huifang (Pipa), Yang Wenna (Jingerhu);<br />
Traditionelle chinesische Musik (Großer Saal)<br />
20 00 SWR Symphonieorchester, ML: Teodor Currentzis; Strauss: Tod und Verklärung,<br />
Mahler: Symphonie Nr. 1D-Dur; Tel. 0800/633 66 20<br />
20 00 Ludovico Einaudi (Klavier und Komposition); Solo Piano; Tel. 61 10 13 13<br />
20 Do<br />
20 00 Haus-Konzert, Sergey Malov (Violine und Viola), Raphaela Gromes (Violoncello), Klavierduo Tal &Groethuysen;<br />
Felix Mendelssohn Bartholdy: „Die Hebriden“ op. 26, Franz Schubert: Sinfonie h-Moll D759 („Unvollendete“),<br />
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 5c-Moll op. 67 (Kleiner Saal)<br />
20 00 musica reanimata –Gesprächskonzert, Das musikalische Allroundtalent: Ingolf Dahl (1912-1970) (Musikclub)<br />
20 00 Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, ML: Robin Ticciati, Jan Lisiecki (Klavier);<br />
Rachmaninow: Die Toteninsel, Chopin: Klavierkonzert Nr. 2f-Moll, Strawinsky:<br />
Der Feuervogel, Ballettmusik; 19 10 Einführung; Tel. 20 29 87 11<br />
20 00 Max Mutzke (Vocals), MIKIs Takeover! Ensemble; Klassiker der<br />
älteren und jüngeren Soul- und Popgeschichte neu interpretiert; Tel. 0800/633 66 20<br />
20 00 Deutsches Symphonie-Orchester Berlin<br />
ML: Robin Ticciati, Jan Lisiecki (Klavier),<br />
Rachmaninow: „Die Toteninsel“, Chopin: Klavierkonzert<br />
Nr. 2f-Moll, Strawinsky: „Der Feuervogel“<br />
(vollständige Ballettmusik); 19 10 Einführung (Philharmonie)<br />
21 Fr<br />
20 00 Kammermusik des Konzerthausorchesters; Konzerthaus Quartett Berlin; Felix Mendelssohn Bartholdy:<br />
Streichquartett D-Dur op. 44 Nr. 1, Ludwig van Beethoven: Streichquartett B-Dur op. 130 (Kleiner Saal)<br />
20 00 Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, ML: Robin Ticciati, Jan Lisiecki (Klavier);<br />
Rachmaninow: Die Toteninsel, Chopin: Klavierkonzert Nr. 2f-Moll, Strawinsky:<br />
Der Feuervogel, Ballettmusik; 19 10 Einführung; Tel. 20 29 87 11<br />
20 00 Deutsches Symphonie-Orchester Berlin<br />
ML: Robin Ticciati, Jan Lisiecki (Klavier),<br />
Rachmaninow: „Die Toteninsel“, Chopin: Klavierkonzert<br />
Nr. 2f-Moll, Strawinsky: „Der Feuervogel“ (vollständige<br />
Ballettmusik); 19 10 Einführung (Philharmonie)<br />
22 Sa<br />
15 30 Organo con stromenti, Sebastian Küchler-Blessing (Orgel), Salaputia Brass Quintett; Eugène Gigout:<br />
Grand choeur dialogue, Nicolas de Grigny: Hymnus „Ave maris stella“, Jean-Philippe Rameau: aus „Dardanus“, Heinrich Schütz:<br />
„Ich bin die Auferstehung und das Leben“, André Lafosse: Suite Impromptu, Enjott Schneider: Toccata „Schlafes Bruder“,<br />
Johann Sebastian Bach: „Jesus bleibet meine Freude“ aus BWV 147, Marcel Dupré: „Poème héroïque“ op. 33 (Großer Saal)<br />
20 00 Philharmonix; „Swing on Beethoven“ −Musikalische Reise<br />
von Benny Goodman bis zur „Schicksals-Symphonie“; Tel. 882 76 -22/-23<br />
18 00 Özgür Aydın, Muhiddin Dürrüoğlu, Emre Elivar, Salih Can Gevrek, Yunus Tuncalı (Klavier);<br />
Jenseits der Sonaten: Die Klavierwerke von Ludwig van Beethoven −Interpretationen<br />
türkischer Klaviervirtuosen zum 250. Geburtsjahr des Meisters; Tel. 01806/570 070<br />
23 So<br />
11 00 Orchester <strong>Berliner</strong> Musikfreunde, ML: Yukari Ishimoto, opus 76, ML: Tristan Benveniste;<br />
Werke von Beethoven, Mahler u. a.; Tel. 85 99 99 99<br />
16 00 <strong>Berliner</strong> Symphoniker, ML: David Robert Coleman, Mamiko Kimura (Klavier);<br />
Schumann: Klavierkonzert a-Moll u.a.; Tel. 325 55 62<br />
20 00 Staatskapelle Berlin, ML: Zubin Mehta, Martha Argerich; Tel. 2035 4555<br />
16 00 Philharmonischer Salon; Götz Teutsch (Programmgestaltung) u. a.;<br />
„O’ könnt’ ich Euch noch einmal sehen“ −Robert und Clara Schumann: Anfang und<br />
Ende einer Ehe; 15 15 Einführung; Tel. 254 88 999<br />
20 00 <strong>Berliner</strong> Cappella, Filharmonia Pomorska, ML. Sergi Gili Solé, Tahlia Petrosian (Viola);<br />
Brahms: Schicksalslied, Nänie u. a. Tel. 8817145<br />
15 00 Familienkonzert „Askim Beethoven –Beethoven,<br />
meine Liebe“, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin<br />
ML: Steffen Tast, Juri Tetzlaff, Begüm Tüzemen (Darsteller);<br />
Beethoven:Sinfonie Nr. 6F-Dur („Pastorale“) –Auszüge,Sinem<br />
Altan: Kompositionen &Arrangements (Haus des Rundfunks)<br />
24 Mo<br />
11 00 Schulkonzert „Askim Beethoven –Beethoven,<br />
meine Liebe“, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin<br />
ML: Steffen Tast, Juri Tetzlaff, Begüm Tüzemen (Darsteller);<br />
Beethoven:Sinfonie Nr. 6F-Dur („Pastorale“) –Auszüge,Sinem<br />
Altan: Kompositionen &Arrangements (Haus des Rundfunks)<br />
25 Di<br />
19 00 Ein Fest für Christoph Eschenbach (25.2.-1.3.2020), Wir feiern den 80. Geburtstag unseres Chefdirigenten;<br />
Marisol Montalvo, Hanna-Elisabeth Müller (Sopran), Matthias Goerne (Bariton), Midori (Violine), Nils Mönkemeyer (Viola),<br />
Kian Soltani, Aurélien Pascal, Brannon Cho, Santiago Cañón Valencia (Violoncello), Christopher Park, Juliane Ruf (Klavier),<br />
Ronith Mues (Harfe), ML: Samy Moussa; Werke von Ludwig van Beethoven, Richard Strauss, Hans Werner Henze,<br />
Samy Moussa und anderen (Kleiner Saal)<br />
13 00 Lunchkonzert; (Foyer, Eintritt frei)<br />
20 00 Philharmonischer Diskurs –„Zukunft Kulturforum“; Klaus Lederer, Petra Kahlfeldt,<br />
Nikolaus Bernau und Hermann Parzinger imGespräch mit Anja Herzog;<br />
(Ausstellungsfoyer); Tel. 254 88 999<br />
26 Mi<br />
14 00 Espresso-Konzert, Stathis Karapanos (Flöte), Fil Liotis (Klavier) (Werner-Otto-Saal)<br />
20 00 Orchestre de Paris, ML: Christoph Eschenbach, Ray Chen (Violine); Felix Mendelssohn Bartholdy:<br />
Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64, Hector Berlioz: „Symphonie fantastique“ op. 14 (Großer Saal)<br />
20 00 Scharoun Ensemble Berlin und Gäste, Ulrich Matthes (Sprecher); Albtraum und Idylle;<br />
Musik von Debussy, Hindemith,Schubert, Widmann undWagner, Texte von Kafka, Eichendorff,<br />
Herrndorf, Brecht und Kleist; 19 15 Einführung; Tel. 254 88 999<br />
27 Do<br />
18 00 Rush Hour Konzert, Moon Glow Jazz Band Berlin (Musikclub)<br />
20 00 Orchestre de Paris; ML: Christoph Eschenbach, Lang Lang (Klavier); Richard Wagner: Ouvertüre zur Oper „Tannhäuser“,<br />
Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2B-Dur op. 19, Sinfonie Nr. 7A-Dur op. 92 (Großer Saal)<br />
20 00 <strong>Berliner</strong> Philharmoniker, ML: Yannick Nézet-Séguin, Elīna Garanča (Mezzosopran),<br />
Damen des Rundfunkchors Berlin, Knaben des Staats- und Domchors Berlin;<br />
Mahler: Symphonie Nr. 3d-Moll; 19 15 Einführung; Tel. 254 88 999<br />
20 00 Mandelring Quartett; Italienische Reise; Mozart: Streichquartett D-Dur KV 155,<br />
Respighi: Quartetto dorico, Puccini: Crisantemi, Verdi: Streichquartett e-Moll; Tel. 826 47 27<br />
20 00 <strong>Berliner</strong> Philharmoniker, Rundfunkchor Berlin<br />
ML: Yannick Nézet-Séguin, Elīna Garanča (Mezzosopran),<br />
Knaben des Staats- und Domchores Berlin;<br />
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3d-Moll (Philharmonie);<br />
Tel.: 25 48 89 99<br />
28 Fr<br />
20 00 Konzerthausorchester Berlin; ML: Christoph Eschenbach, Tzimon Barto (Klavier);<br />
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3F-Dur op. 90, Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2B-Dur op. 83 (Großer Saal)<br />
20 00 <strong>Berliner</strong> Philharmoniker, ML: Yannick Nézet-Séguin, Elīna Garanča (Mezzosopran),<br />
Damen des Rundfunkchors Berlin, Knaben des Staats- und Domchors Berlin; Mahler:<br />
Symphonie Nr. 3d-Moll; 19 15 Einführung; Tel. 254 88 999<br />
20 00 Ornina Syrian Orchestra, Lubana Alquntar, Rasha Rizk, Shadi Ali, Ali Assaad,<br />
Abou Gabi (Solo-Sänger); Werke von Skaf, Ahmad, ElAmir, Albatch und<br />
Albatch/El Basry/Arafa sowie Traditionals; Tel. 01806/570 070<br />
20 00 <strong>Berliner</strong> Philharmoniker, Rundfunkchor Berlin<br />
ML: Yannick Nézet-Séguin, Elīna Garanča (Mezzosopran),<br />
Knaben des Staats- und Domchores Berlin;<br />
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3d-Moll (Philharmonie);<br />
Tel.: 25 48 89 99<br />
29 Sa<br />
20 00 Konzerthausorchester Berlin (siehe 28.2.20 20 00 Großer Saal)<br />
19 00 <strong>Berliner</strong> Philharmoniker, ML: Yannick Nézet-Séguin, Elīna Garanča (Mezzosopran),<br />
Damen des Rundfunkchors Berlin, Knaben des Staats- und Domchors Berlin; Mahler:<br />
Symphonie Nr. 3d-Moll; 18 15 Einführung; Tel. 254 88 999<br />
16 00 Kammerorchester Unter den Linden, ML: Andreas Peer Kähler (Moderation) u. a.;<br />
Familienkonzert Der Karneval der Tiere; Tel. 01806/700 733<br />
20 00 Sinfonie Orchester Berlin, ML: Daniel Stabrawa, Maria Rabenberg (Violine),<br />
Eva Katrine Dalsgaard (Viola); Kreisler: Liebesleid, Liebesfreud, Grieg: Peer Gynt-Suiten<br />
Nrn. 1und 2(Auszüge) u. a.; Tel. 882 76 -22/-23<br />
19 00 <strong>Berliner</strong> Philharmoniker, Rundfunkchor Berlin, ML: Yannick<br />
Nézet-Séguin, Elīna Garanča (Mezzosopran), Knaben des<br />
Staats- und Domchores Berlin; Gustav Mahler: Sinfonie<br />
Nr. 3d-Moll (Philharmonie); Tel.: 25 48 89 99
SONDERSEITEN DER BERLINER BÜHNEN<br />
FREITAG, 31. JANUAR 2020 SEITE 13<br />
Deutsche Oper<br />
Bismarckstraße 35<br />
34 38 43 43<br />
www.deutscheoperberlin.de<br />
Komische Oper<br />
Behrenstraße 55-57<br />
47 99 74 00<br />
www.komische-oper-berlin.de<br />
Staatsoper<br />
Unter den Linden 7<br />
20 35 45 55<br />
www.staatsoper-berlin.de<br />
<strong>Berliner</strong> Ensemble<br />
Bertolt-Brecht-Platz 1<br />
28 40 81 55<br />
www.berliner-ensemble.de<br />
Deutsches Theater<br />
Schumannstraße 13a<br />
28 44 12 25<br />
www.deutschestheater.de<br />
Grips-Theater<br />
Altonaer Straße 22<br />
39 74 74 77<br />
www.grips-theater.de<br />
Feb<br />
14 00 Führung<br />
15 30 Familienführung<br />
19 30 AMidsummer Night’s Dream<br />
20 00 PREMIERE Ein Geschäft mit Träumen (Tischlerei)<br />
14 00 Führung für Blinde und Sehbehinderte<br />
16 00 Führung<br />
17 00 Oper &Dinner<br />
19 30 La traviata, Melodramma in drei Akten (1853)<br />
von Giuseppe Verdi, Leitung: de Souza, Raab<br />
15 00 Preußens Hofmusik<br />
(Apollosaal)<br />
19 30 Jewels<br />
Staatsballett Berlin<br />
19 30 Baal von Bertolt Brecht<br />
Regie: Ersan Mondtag<br />
20 00 Die Antigone des Sophokles von Bertolt Brecht<br />
Regie: Veit Schubert<br />
19 30 Linie 1<br />
Eine musikalische Revue von Volker Ludwig mit Musik<br />
von Birger Heymann und der Rockband „No Ticket”<br />
Regie: Wolfgang Kolneder (ab 16, Grips Hansaplatz)<br />
Sa 1<br />
16 00 Les Huguenots<br />
Oper von Giacomo Meyerbeer<br />
Leitung: Vedernikov, Alden, Cadle u.a.<br />
Mit Redpath, Carico, Golovneva u.a.<br />
In franz. Spr. m. dt. u. engl. ÜT; 15 15 Einführung<br />
18 00 Die Zauberflöte<br />
Große Oper inzwei Aufzügen (1791) von W. A. Mozart<br />
Leitung: Rubiķis, Andrade, Kosky<br />
11 00 Einführungsmatinee „Der Rosenkavalier“(Apollosaal)<br />
16 00 Falstaff<br />
Oper von Giuseppe Verdi<br />
Leitung: Barenboim, Martone<br />
20 00 Preußens Hofmusik (Apollosaal)<br />
16 00 Guided tour behind the scenes inEnglish<br />
18 00 Baal von Bertolt Brecht<br />
Regie: Ersan Mondtag (in dt. Sprache mit engl. Übertiteln)<br />
18 00 Die Antigone des Sophokles von Bertolt Brecht<br />
Regie: Veit Schubert (zum letzten Mal)<br />
11 00 Vier sind hier<br />
Ensembleproduktion<br />
Regie: Sabine Trötschel<br />
(ab 2, Grips Podewil)<br />
So 2<br />
10 30 Expedition Tirili (Mobiles Musiktheater für Kitas)<br />
20 00 Ein Geschäft mit Träumen (Tischlerei)<br />
Musiktheatrales Hörspiel von Alexandra Filonenko<br />
19 30 Felix Krull –Stunde der Hochstapler<br />
nach Thomas Mann<br />
Regie: Alexander Eisenach<br />
10 00 Vier sind hier<br />
(ab 2, Grips Podewil)<br />
19 30 Linie 1<br />
(ab 16, Grips Hansaplatz)<br />
Mo 3<br />
10 30 Expedition Tirili (Mobiles Musiktheater für Kitas)<br />
20 00 Lieder und Dichter: Schumann II<br />
Liederabend im Foyer (Foyer)<br />
Mit Marrero, Jekal, Poppe, Parr, Krüger<br />
19 30 Linie 1<br />
(ab 16, Grips Hansaplatz) Di 4<br />
10 30 Expedition Tirili (Mobiles Musiktheater für Kitas)<br />
Mi 5<br />
19 30 AMidsummer Night’s Dream<br />
Oper von Benjamin Britten<br />
Leitung: Runnicles, Huffman, Ginsberg, Woods u.a.<br />
Mit Hall, Stagg, Reid-Quarrel, Rowan u.a.<br />
In engl. Spr. m. dt. u. engl. ÜT; 18 45 Einführung<br />
11 00 &18 00 Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer<br />
Kinderoper inzwei Akten (2019) von Elena Kats-Chernin<br />
Leitung: Hentschel, von Götz<br />
19 30 Falstaff<br />
Oper von Giuseppe Verdi<br />
Leitung: Barenboim, Martone<br />
18 00 Einblicke: Probe bei Ubu Rex<br />
19 30 Einblicke: Open Space –Theatertreff für alle (Workshop)<br />
20 00 Die Blechtrommel von Günter Grass<br />
Regie: Oliver Reese (in dt. Sprache mit engl. Übertiteln)<br />
10 00 Laura war hier<br />
von Milena Baisch mit Liedtexten von Volker Ludwig<br />
Regie: Rüdiger Wandel<br />
(ab 5, Grips Hansaplatz)<br />
Do 6<br />
19 30 Die Entführung aus dem Serail<br />
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart<br />
Leitung: Milton, García, Diago u.a.<br />
Mit Mandeng, Stucki, Hutton, Newlin, Guetti u.a.<br />
In dt. Spr. m. dt. u. engl. ÜT; 18 45 Einführung<br />
16 00 Guided Tour in English<br />
17 00 Oper &Dinner<br />
19 30 WIEDERAUFNAHME Rigoletto<br />
Melodramma indrei Akten (1851) von Giuseppe Verdi<br />
Im Anschluss After Show Lounge<br />
18 00 Symposion 450 Jahre Staatskapelle Berlin<br />
(Schloss Charlottenburg)<br />
19 30 Jewels<br />
Staatsballett Berlin<br />
19 30 Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht/Kurt Weill<br />
Regie: Robert Wilson<br />
20 00 Auf der Straße von Karen Breece und Ensemble<br />
Regie: Karen Breece (zum 25. Mal)<br />
10 00 Laura war hier (ab 5,Grips Hansaplatz)<br />
18 00 Egotrip, Uraufführung, von und mit dem<br />
Kinderklub „Rakete Jetzt!“<br />
Leitung und Regie: Laura Mirjam Walter<br />
(ab 9, Grips Podewil)<br />
Fr 7<br />
19 30 Die Zauberflöte<br />
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart<br />
Leitung: Carter, Krämer, Reinhardt u.a.<br />
Mit Jerkunica, Danilov, Jovanovic, Stagg u.a.<br />
In dt. Spr. m. dt. u. engl. ÜT, 18 45 Einführung<br />
19 30 Frühlingsstürme<br />
Operette in drei Akten (1933) von Jaromír Weinberger<br />
Leitung: de Souza, Kosky<br />
23 00 Nachtkonzert: Paris –Moskau!<br />
10 00 Symposion 450 Jahre Staatskapelle Berlin<br />
(Apollosaal)<br />
19 30 Medea<br />
Oper von Luigi Cherubini<br />
Leitung: Lyniv, Breth<br />
19 30 Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht/Kurt Weill<br />
Regie: Robert Wilson<br />
20 00 Auf der Straße von Karen Breece und Ensemble<br />
Regie: Karen Breece<br />
19 30 Cry Baby von René Pollesch<br />
Regie: René Pollesch<br />
20 00 Ode von Thomas Melle<br />
Regie: Lilja Rupprecht (Ksp)<br />
16 00 Laura war hier<br />
(ab 5, Grips Hansaplatz)<br />
18 00 Egotrip<br />
(ab 9, Grips Podewil)<br />
Sa 8<br />
15 00 Wer sagt dir was?<br />
Präsentation des Winterferien-Musiklabors (Tischlerei)<br />
16 00 Les Huguenots<br />
Oper von Giacomo Meyerbeer<br />
18 00 Die Zauberflöte<br />
Große Oper inzwei Aufzügen (1791) von W. A. Mozart<br />
Leitung: Vestmann, Andrade, Kosky<br />
10 00 Symposion 450 Jahre Staatskapelle Berlin<br />
(Apollosaal)<br />
17 00 PREMIERE Der Rosenkavalier<br />
Oper von Richard Strauss<br />
Leitung: Mehta, Heller<br />
18 00 Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht/Kurt Weill<br />
Regie: Robert Wilson (zum letzten Mal)<br />
18 00 Auf der Straße von Karen Breece und Ensemble<br />
Regie: Karen Breece<br />
19 00 (Life on earth can be sweet) Donna von René Pollesch<br />
19 00 PREMIERE Junges DT Das Gewächshaus<br />
von Jordan Tannahill; Regie: Salome Dastmalchi (Box)<br />
19 30 Hasta la Westler, Baby! von Tom Kühnel und<br />
Jürgen Kuttner; Regie: Kühnel, Kuttner (Ksp)<br />
16 00 Egotrip<br />
(ab 9, Grips Podewil) So 9<br />
19 30 Die Entführung aus dem Serail<br />
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart<br />
Leitung: Milton, García, Diago u.a.<br />
Mit Mandeng, Stucki, Hutton, Newlin, Guetti u.a.<br />
In dt. Spr. m. dt. u. engl. ÜT; 18 45 Einführung<br />
20 00 Liedrecital Elsa Dreisig (Apollosaal)<br />
20 00 Othello von William Shakespeare<br />
Regie: Michael Thalheimer (mit Audiodeskription, Theatertag)<br />
19 00 Junges DT Das Gewächshaus von Jordan Tannahill<br />
Regie: Salome Dastmalchi (Box)<br />
19 30 (Life on earth can besweet) Donna von René Pollesch<br />
Regie: René Pollesch<br />
Mo 10<br />
20 00 Lieder und Dichter: Italia<br />
Liederabend im Foyer (Foyer)<br />
Mit Tucker, Stucker, Newlin, Parr, Danz<br />
20 00 Kammerkonzert Staatskapelle Berlin (Apollosaal)<br />
19 00 PREMIERE Junges DT Die Räuber<br />
nach Friedrich Schiller<br />
Regie: Joanna Praml (Ksp)<br />
20 00 Don Quijote von Jakob Nolte<br />
nach Miguel de Cervantes; Regie: Jan Bosse<br />
9 00 &18 00 Bubble Jam<br />
Cloud-Performance mit Smartphones<br />
von D. Wetzel Rimini Protokoll<br />
Regie: D. Wetzel (ab 12, Grips Podewil)<br />
10 00 Anton macht’s klar (ab 8, Grips Hansaplatz)<br />
Di 11<br />
19 30 La traviata<br />
Melodramma in drei Akten (1853) von Giuseppe Verdi<br />
Leitung: de Souza, Raab<br />
19 30 Medea<br />
Oper von Luigi Cherubini<br />
Leitung: Lyniv, Breth<br />
20 00 Felix Krull –nach Thomas Mann<br />
Regie: Alexander Eisenach (in dt. Sprache mit engl. Übertiteln)<br />
18 30 Empörung, Abscheu, Euphorie. Cilja Harders im<br />
Gespräch mit Margreth Lünenborg (Saal)<br />
19 30 4.48 Psychose von Sarah Kane; Regie: Ulrich Rasche<br />
19 30 Persona von Ingmar Bergman; Regie: Anna Bergmann<br />
20 00 Frei-Boxen mit dem Ensemble (Box)<br />
9 00 &18 00 Bubble Jam (ab 12, Grips Podewil)<br />
10 00 Anton macht’s klar frei nach dem gleichnamigen<br />
Kinderbuch von M. Baisch; Bühnenfassung von<br />
B. Pfeiffer; Mitarbeit von R. Wandel; Liedtexte von<br />
V. Ludwig, K. Föhres, C. Hachfeld (ab 12, Grips Podewil)<br />
Mi 12<br />
16 00 Führung Spezial Bühnenbild<br />
19 30 Frühlingsstürme<br />
Operette in drei Akten (1933) von Jaromír Weinberger<br />
Leitung: de Souza, Kosky<br />
18 00 Der Rosenkavalier<br />
Oper von Richard Strauss<br />
Leitung: Mehta, Heller<br />
20 00 URAUFFÜHRUNG Ubu Rex von Stef Lernous<br />
nach Alfred Jarry<br />
Regie: Stef Lernous (anschl. Premierenfeier)<br />
19 00 Verleihung des Willy-Brandt-Preises (Saal)<br />
19 30 Persona von I.Bergman; Regie: A. Bergmann (Ksp)<br />
20 00 4.48 Psychose von Sarah Kane; Regie: Ulrich Rasche<br />
20 00 Zu der Zeit der Königinmutter<br />
von FistonMwanzaMujila; Regie: Charlotte Sprenger (Box)<br />
9 00 &11 30 Bubble Jam (ab 12, Grips Podewil)<br />
10 00 Anton macht’s klar (ab 8, Grips Hansaplatz)<br />
19 00 Speak out loud! Wildes Palais im Podewil –<br />
Künstlerische Aktionen für die Stadt<br />
(ab 14, Grips Podewil)<br />
Do 13<br />
21 00 Aus dem Hinterhalt: Macht der Künste II<br />
AMidsummer Night’s Dream (Tischlerei)<br />
Leitung: Rediger, Hoffmann-Axthelm, Hanusa<br />
20 00 Sinfoniekonzert 4: Ainārs Rubiķis und<br />
Arabella Steinbacher mit Werken von Schostakowitsch,<br />
Korngold, Rodgers, Debussy und Ravel<br />
19 30 Falstaff<br />
Oper von Giuseppe Verdi<br />
Leitung: Barenboim, Martone<br />
17 30 Einblicke: Praxis –Workshop zu Drei Mal Leben<br />
19 30 Drei Mal Leben von Yasmina Reza<br />
Regie: Andrea Breth<br />
20 00 Ubu Rex von Stef Lernous nach Alfred Jarry<br />
Regie: Stef Lernous<br />
18 30 Junges DT Die Räuber nach Friedrich Schiller<br />
Regie: Joanna Praml (Ksp)<br />
19 00 Junges DT Das Gewächshaus von Jordan Tannahill<br />
Regie: Salome Dastmalchi (Box)<br />
19 30 Zeiten des Aufruhrs von Richard Yates;Regie: J. Steckel<br />
18 00 U20 Poetry Slam Spiel mit Sprache (ab 14, Podewil)<br />
19 30 #diewelle2020 GRIPS-Fassung, Übersetzung<br />
von J. Strauch nach Motiven des Romans<br />
„Die Welle“ von Todd Strasser; Regie: J.Strauch<br />
(ab 14, Grips Hansaplatz)<br />
Fr 14<br />
14 00 Führung<br />
15 30 Familienführung<br />
19 30 Staatsballett Berlin: The Second Detail ILIB IHalf Life<br />
14 00 Führung Spezial Kostüm<br />
16 00 Führung<br />
19 30 Die Zauberflöte<br />
Große Oper inzwei Aufzügen (1791) von W. A. Mozart<br />
Leitung: Vestmann, Andrade, Kosky<br />
19 30 Medea<br />
Oper von Luigi Cherubini<br />
Leitung: Lyniv, Breth<br />
17 30 Führung hinter die Kulissen<br />
19 30 Drei Mal Leben von Yasmina Reza<br />
Regie: Andrea Breth<br />
20 00 Fahrenheit 451 von Ray Bradbury<br />
Regie: Alexander Simon<br />
19 30 Hekabe –ImHerzen der Finsternis nach Homer und<br />
Euripides; Regie: Stephan Kimmig, 19 00 Einführung (Saal)<br />
20 00 Biografie: EinSpiel vonMax Frisch; Regie: B. Kraft (Ksp)<br />
20 00 Fabian nach dem Roman von Erich Kästner<br />
Regie: Alexander Riemenschneider (Box)<br />
16 00 Die fabelhaften Millibillies, Ensembleproduktion mit<br />
Liedtexten von Volker Ludwig und Musik<br />
von Birger Heymann; Regie: Franziska Steiof<br />
(ab 5, Grips Hansaplatz)<br />
19 30 #diewelle2020 (ab 14, Grips Hansaplatz)<br />
Sa 15<br />
18 00 Staatsballett Berlin: The Second Detail ILIB IHalf Life<br />
Choreografien von Forsythe, Ekman und Eyal<br />
16 00 Rigoletto<br />
Melodramma indrei Akten (1851) von Giuseppe Verdi<br />
Leitung: Rubiķis, Kosky<br />
11 00 Museumskonzert (Bode-Museum)<br />
14 00 Abschlusskonzert Kompositionswerkstätten (Apollosaal)<br />
18 00 Der Rosenkavalier<br />
Oper von Richard Strauss<br />
Leitung: Mehta, Heller<br />
11 00 Historische Führung mit Werner Riemann<br />
18 00 Drei Mal Leben von Yasmina Reza<br />
Regie: Andrea Breth (in dt. Sprache mit engl. Übertiteln)<br />
18 00 Fahrenheit 451 von Ray Bradbury<br />
Regie: Alexander Simon<br />
11 00 Christoph Schlingensiefs Operndorf Afrika On Tour<br />
Aino Laberenz im Gespräch (Ksp)<br />
19 00 Philoktet von Heiner Müller; Regie: A.Reza Koohestani<br />
19 30 Sophie Rois fährt gegen „Die Wand“ von M. Haushofer<br />
20 00 Die Pest nach Albert Camus; Regie A. Dömötör (Box)<br />
16 00 Die fabelhaften Millibillies<br />
(ab 5, Grips Podewil) So 16<br />
11 00 &19 30 Die Zauberflöte<br />
Große Oper in zwei Aufzügen (1791) von W. A. Mozart<br />
Leitung: Vestmann, Andrade, Kosky<br />
20 00 Selbstbezichtigung von Peter Handke<br />
Regie: Dušan David Pařízek<br />
19 00 Franziska Linkerhand nach dem Roman<br />
von Brigitte Reimann; Regie: Daniela Löffner<br />
Nachgespräch mit dem Ensemble und Annett Gröschner<br />
(Autorin und Journalistin) (Saal)<br />
10 30 Die fabelhaften Millibillies<br />
(ab 5, Grips Podewil)<br />
18 00 #diewelle2020<br />
(ab 14, Grips Hansaplatz)<br />
Mo 17<br />
19 30 Die Entführung aus dem Serail<br />
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart<br />
Leitung: Milton, García, Diago u.a.<br />
Mit Mandeng, Stucki, Hutton, Newlin, Guetti u.a.<br />
In dt. Spr. m. dt. u. engl. ÜT; 18 45 Einführung<br />
20 00 „Kunst“ von Yasmina Reza<br />
Regie: Oliver Reese<br />
20 00 BERLINER PREMIERE Werthers Leiden<br />
nach Johann Wolfgang Goethe von und mit Iasaak Dentler<br />
20 00 Glaube Liebe Hoffnung von Ödön von Horváth,<br />
Co-Regie: Jürgen Kruse (Ksp), 19 30 Einführung (Saal)<br />
20 00 Der Hals der Giraffe nach dem Roman<br />
von Judith Schalansky<br />
Regie: Philipp Arnold (Box)<br />
11 00 Egotrip<br />
(ab 9, Grips Podewil) Di 18<br />
18 00 Der Rosenkavalier<br />
Oper von Richard Strauss<br />
Leitung: Mehta, Heller<br />
20 00 Werthers Leiden nach Johann Wolfgang Goethe<br />
von und mit Iasaak Dentler<br />
20 00 POP-UP: Eine kurze Geschichte vom Fallen<br />
von Joe Hammond. Es liest Wolfgang Michael<br />
19 30 Junges DT Die Räuber nach Friedrich Schiller<br />
20 00 Der Menschenfeind von Molière; Regie: Anne Lenk<br />
20 00 Die Geschichte hat uns wieder Lesung von und mit<br />
Kathleen Morgeneyer, Sabine Rennefanz,<br />
anschl. Diskussion (Saal)<br />
11 00 Egotrip (ab 9, Grips Podewil)<br />
18 00 Cheer Out Loud! von Susanne Lipp, Fassung des<br />
GRIPS Theaters; Regie: Robert Neumann<br />
(ab 14, Grips Hansaplatz)<br />
Mi 19<br />
16 00 Führung Spezial Orchester<br />
19 30 WIEDERAUFNAHME Don Giovanni<br />
Dramma giocoso in zwei Akten (1787) von W.A.Mozart<br />
Leitung: de Souza, Fritsch<br />
Im Anschluss After Show Lounge<br />
19 30 V. Abonnementkonzert (Staatsoper)<br />
Staatskapelle Berlin<br />
Mit Zubin Mehta, Martha Argerich<br />
Werke von Maurice Ravel und Igor Strawinsky<br />
19 30 Einblicke: Open Space –Theatertreff für alle (Workshop)<br />
20 00 Der Preis der Freiheit –Michel Friedman im Gespräch<br />
mit Bernhard Schlink<br />
20 00 Fahrenheit 451 von Ray Bradbury<br />
Regie: Alexander Simon<br />
19 00 Väter und Söhne von Brian Friel<br />
nach dem Roman von Iwan Turgenjew<br />
Regie: Daniela Löffner (Ksp)<br />
20 00 König Ubu von Alfred Jarry<br />
Regie: András Dömötör (Box)<br />
10 30 Flimmer-Billy von Thomas Ahrens<br />
Regie: Jens Vilela Neumann (ab 5,Grips Podewil)<br />
18 00 Cheer Out Loud!<br />
(ab 14, Grips Hansaplatz)<br />
Do 20<br />
19 30 Staatsballett Berlin: The Second Detail ILIB IHalf Life<br />
Choreografien von Forsythe, Ekman und Eyal<br />
20 00 Staatsballett Berlin: Staatsballett kreativ<br />
Zu Gast: Weld Company (Tischlerei)<br />
11 00 Kinderkonzert 5: Peter und der Wolf<br />
19 30 Die Zauberflöte<br />
Große Oper inzwei Aufzügen (1791) von W. A. Mozart<br />
Leitung: Vestmann, Andrade, Kosky<br />
19 30 Medea<br />
Oper von Luigi Cherubini<br />
Leitung: Lyniv, Breth<br />
19 30 PREMIERE Katzelmacher von Rainer Werner Fassbinder<br />
Regie: Michael Thalheimer<br />
(anschl. Premierenfeier mit dem BE-Tanzorchester)<br />
20 00 Ubu Rex von Stef Lernous nach Alfred Jarry<br />
Regie: Stef Lernous<br />
19 30 Jutta Wachowiak erzählt Jurassic Park<br />
von Jutta Wachowiak, Eberhard Petschinka und<br />
Rafael Sanchez; Regie: Rafael Sanchez (Box)<br />
20 00 Der Menschenfeind von Molière<br />
Regie: Anne Lenk<br />
10 30 Flimmer-Billy<br />
(ab 5, Grips Podewil)<br />
11 00 Cheer Out Loud!<br />
(ab 14, Grips Hansaplatz)<br />
Fr 21<br />
19 30 AMidsummer Night’s Dream<br />
Oper von Benjamin Britten<br />
Leitung: Carter, Huffman, Ginsberg, Woods u.a.<br />
20 00 Staatsballett Berlin: Staatsballett kreativ<br />
Zu Gast: Weld Company (Tischlerei)<br />
14 00 Führung Spezial Maske<br />
16 00 Führung<br />
17 00 Oper &Dinner<br />
19 30 La traviata; Melodramma in drei Akten (1853)<br />
von Giuseppe Verdi; Leitung: de Souza, Raab<br />
18 00 Der Rosenkavalier<br />
Oper von Richard Strauss<br />
Leitung: Mehta, Heller<br />
19 30 Katzelmacher von Rainer Werner Fassbinder<br />
Regie: Michael Thalheimer<br />
20 00 Ubu Rex von Stef Lernous nach Alfred Jarry<br />
Regie: Stef Lernous<br />
19 30 Lear nach William Shakespeare und Die Politiker von<br />
Wolfram Lotz; Regie: S. Hartmann, 19 00 Einführung (Saal)<br />
20 00 ugly duckling von B. Kraft und Ensemble<br />
nach Hans Christian Andersen; Regie: Bastian Kraft (Ksp)<br />
20 00 Die Pest nach Albert Camus (Box)<br />
16 00 Flimmer-Billy<br />
(ab 5, Grips Podewil)<br />
18 00 Alle außer das Einhorn<br />
von Kirsten Fuchs; Regie: Robert Neumann<br />
(ab 11, Grips Hansaplatz)<br />
Sa 22<br />
11 00 Familienworkshop: Ilbarbiere di Siviglia<br />
Ein Workshop zum Vorstellungsbesuch, ab 9Jahren<br />
15 00 Le Prophète<br />
Oper von Giacomo Meyerbeer<br />
Leitung: Mazzola, Py, Weitz u.a.<br />
18 00 Frühlingsstürme<br />
Operette in drei Akten (1933) von Jaromír Weinberger<br />
Leitung: de Souza, Kosky<br />
20 00 V. Abonnementkonzert (Philharmonie)<br />
Staatskapelle Berlin<br />
Mit Zubin Mehta, Martha Argerich<br />
Werke von Maurice Ravel und Igor Strawinsky<br />
18 00 Fahrenheit 451 von Ray Bradbury<br />
Regie: Alexander Simon<br />
19 30 Max und Moritz –Eine Bösebubengeschichte für<br />
Erwachsene nach Wilhelm Busch<br />
Regie: Antú Romero Nunes<br />
11 00 Gregor Gysi trifft Andreas Voßkuhle<br />
18 00 &20 00 zu unseren füßen, das gold, aus dem boden<br />
verschwunden von S. Kutschke (Box)<br />
19 00 Ode von Thomas Melle; Regie: Lilja Rupprecht (Ksp)<br />
19 30 Cry Baby von René Pollesch; Regie: René Pollesch<br />
So 23<br />
20 00 3. Tischlereikonzert: Spotlights<br />
Kammermusik in unkonventioneller Atmosphäre<br />
Mit Musiker*innen des Orchesters der Deutschen Oper<br />
Berlin (Tischlerei)<br />
11 00 &18 00 Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer<br />
Kinderoper (2019) von Elena Kats-Chernin<br />
Leitung: Hentschel, von Götz<br />
19 30 Glaube und Heimat von Karl Schönherr; R.: M.Thalheimer<br />
20 00 Stunde der Hochstapler –Das Krull-Prinzip von Alexander<br />
Eisenach; Regie: A. Eisenach<br />
20 00 POP-UP: Auch Zwerge haben klein angefangen (Ihr<br />
Waldenten unseres Volkes) von K. Pohl, P. Luppa, es liest P. Luppa<br />
18 00 &20 30 Das Spiel ist aus von Jean-Paul Sartre<br />
Regie: Jette Steckel<br />
20 00 Hasta la Westler, Baby! von Tom Kühnel<br />
und Jürgen Kuttner; Regie: T. Kühnel, J. Kuttner (Ksp)<br />
20 00 Transit von A. Seghers; Regie: A. Riemenschneider (Box)<br />
10 00 Alle außer das Einhorn<br />
(ab 11, Grips Hansaplatz)<br />
10 30 Flimmer Billy<br />
(ab 5, Grips Podewil)<br />
Mo 24<br />
20 00 Konzert der BigBand: „Nothin’ but the Blues”<br />
Leitung: Honetschläger<br />
Mit der BigBand der Deutschen Oper Berlin und special<br />
guest China Moses<br />
20 00 Penthesilea von Heinrich von Kleist; Regie: M. Thalheimer<br />
20 00 Stunde der Hochstapler –Das Krull-Prinzip<br />
von Alexander Eisenach; Regie: Alexander Eisenach<br />
20 00 Linke Melancholie #3 –Bernd Stegemann im Gespräch<br />
mit Cornelia Koppetsch<br />
19 30 Müllersalon #17Müller Hörspiel mit FM Einheit<br />
und Wolfgang Rindfleisch (Saal)<br />
20 00 Don Quijote von Jakob Nolte nach<br />
Miguel de Cervantes; Regie: Jan Bosse<br />
20 30 Das Hexenlied von und mit Bernd Stempel (Bar)<br />
10 00 Alle außer das Einhorn<br />
(ab 11, Grips Hansaplatz)<br />
10 30 Die fabelhaften Millibillies<br />
(ab 5, Grips Podewil)<br />
Di 25<br />
19 30 Staatsballett Berlin: The Second Detail ILIB IHalf Life<br />
Choreografien von Forsythe, Ekman und Eyal<br />
15 30 Historische Führung mit Werner Riemann<br />
20 00 Penthesilea von Heinrich von Kleist<br />
Regie: Michael Thalheimer<br />
20 00 Ubu Rex von Stef Lernous nach Alfred Jarry<br />
Regie: Stef Lernous<br />
19 00 Junges DT schwerelos –Ein Weltraummärchen<br />
Stückentwicklung im Rahmen von TUSCH (Box)<br />
19 30 Sophie Rois fährt gegen die Wand im Deutschen<br />
Theater nach dem Roman „Die Wand“ von M. Haushofer<br />
Regie: Clemens Maria Schönborn<br />
10 00 Die Lücke im Bauzaun von M. Moradpour und<br />
V. Koukalani;Regie: V. Koukalani (ab 6, GripsHansaplatz)<br />
10 30 Die fabelhaften Millibillies (ab 5, Grips Podewil)<br />
19 30 Fuchs &Söhne Lesebühne; Mit: Fuchs, Lehmann,<br />
Bokowski, Herrmann (ab 16, Grips Hansaplatz)<br />
Mi 26<br />
21 00 Opera Lounge: Meet the Artists<br />
Musiktheater für kulturhungrige Nachtschwärmer<br />
Mit Ensemblesolist*innen und Musiker*innen der<br />
Deutschen Oper Berlin<br />
19 30 Rigoletto<br />
Melodramma indrei Akten (1851) von Giuseppe Verdi<br />
Leitung: Rubiķis, Kosky<br />
18 00 Der Rosenkavalier<br />
Oper von Richard Strauss<br />
Leitung: Mehta, Heller<br />
17 00 Einblicke: Praxis –Workshop zu Katzelmacher<br />
19 30 Katzelmacher von Rainer Werner Fassbinder<br />
Regie: Michael Thalheimer<br />
20 00 Ubu Rex von Stef Lernous nach Alfred Jarry<br />
Regie: Stef Lernous<br />
11 00 Junges DT schwerelos –Ein Weltraummärchen<br />
Regie: Sofie Hüsler (Box)<br />
19 30 In der Sache J. Robert Oppenheimer von H. Kipphardt<br />
Regie: Christopher Rüping<br />
20 00 Tschick nach Wolfgang Herrndorf (Ksp)<br />
10 00 Die Lücke im Bauzaun<br />
(ab 6, Grips Hansaplatz)<br />
18 00 Das Heimatkleid<br />
von Kirsten Fuchs; Regie: Tim Egloff<br />
(ab 16, Grips Podewil)<br />
Do 27<br />
19 30 Il barbiere di Siviglia<br />
Oper von Gioacchino Rossini<br />
Leitung: Carter, Thalbach, Röhrbein, Kretschmer u.a.<br />
Mit Newlin, Pizzuti, Berzhanskaya, Jekal u.a.<br />
In ital. Spr. m. dt. u. engl. ÜT; 18 45 Einführung<br />
19 30 WIEDERAUFNAHME Anatevka<br />
Musical (1964) von Jerry Bock<br />
Leitung: Schoots, Kosky<br />
17 30 Einblicke: Praxis –Workshop zu Ubu Rex<br />
19 30 „Kunst“ von Yasmina Reza<br />
Regie: Oliver Reese<br />
20 00 Ubu Rex von Stef Lernous nach Alfred Jarry<br />
Regie: Stef Lernous<br />
19 30 Jutta Wachowiak erzählt Jurassic Park von Jutta<br />
Wachowiak, Eberhard Petschinka und Rafael Sanchez (Box)<br />
20 00 Philoktet von Heiner Müller<br />
Regie: Amir Reza Koohestani (Ksp), 19 30 Einführung (Bar)<br />
20 30 4.48 Psychose von Sarah Kane; Regie Ulrich Rasche<br />
10 00 Die Lücke im Bauzaun<br />
(ab 6, Grips Hansaplatz)<br />
19 30 Das Heimatkleid<br />
(ab 16, Grips Podewil)<br />
Fr 28<br />
14 00 Führung<br />
15 30 Familienführung<br />
18 00 Le Prophète<br />
Oper von Giacomo Meyerbeer<br />
Leitung: Mazzola, Py, Weitz u.a.<br />
14 00 Führung Spezial Maske<br />
16 00 Führung<br />
17 00 Oper &Dinner<br />
19 30 Don Giovanni; Dramma giocoso inzwei Akten (1787)<br />
von W. A. Mozart; Leitung: de Souza, Fritsch<br />
18 00 Der Rosenkavalier<br />
Oper von Richard Strauss<br />
Leitung: Mehta, Heller<br />
19 30 Baal von Bertolt Brecht<br />
Regie: Ersan Mondtag (in dt. Sprache mit engl. Übertiteln)<br />
20 00 Werthers Leiden nach Johann Wolfgang Goethe<br />
von und mit Iasaak Dentler<br />
19 00 4.48 Psychose von Sarah Kane; Regie: Ulrich Rasche<br />
20 00 Hasta la Westler, Baby! von Tom Kühnel und<br />
Jürgen Kuttner; Regie: Kühnel, Kuttner (Ksp)<br />
20 00 Zu der Zeit der Königinmutter<br />
von Fiston Mwanza Mujila; Regie: Charlotte Sprenger (Box)<br />
Sa 29
SONDERSEITEN DER BERLINER BÜHNEN<br />
SEITE 14 FREITAG, 31. JANUAR 2020<br />
Feb<br />
Maxim Gorki Theater<br />
Am Festungsgraben 2<br />
20 22 11 15<br />
www.gorki.de<br />
"<br />
Renaissance-Theater Berlin<br />
Knesebeckstr. 100/Hardenbergstr. 6<br />
312 42 02<br />
www.renaissance-theater.de<br />
Schaubühne am Lehniner Platz<br />
Kurfürstendamm 153<br />
89 00 23<br />
www.schaubuehne.de<br />
Theater an der Parkaue<br />
Junges Staatstheater Berlin, Parkaue 29<br />
55 77 52-52/-53,<br />
www.parkaue.de<br />
Komödie am Kudamm im Schiller Theater<br />
Bismarckstraße 110<br />
88 59 11 88,<br />
www.komoedie-berlin.de<br />
Volksbühne Berlin<br />
Rosa-Luxemburg-Platz<br />
24065-777<br />
www.volksbuehne.berlin<br />
1 Sa<br />
19 30 In My Room<br />
ein Projekt von Falk Richter &Ensemble<br />
20 00 PREMIERE Hamlet<br />
von William Shakespeare; Regie: Christian Weise<br />
16 00 Im Bruckner-Foyer Meine Sorgen möcht ich haben<br />
Hans-Jürgen Schatz liest Kurt Tucholsky<br />
20 00 DEUTSCHSPRACHIGE ERSTAUFFÜHRUNG Nein zum<br />
Geld von Flavia Coste; Regie: Tina Engel; Mit Sarah Bauerett,<br />
Hans-Werner Meyer, Michael Rotschopf, Erika Skrotzki<br />
19 30 He? She? Me! Free. (Studio)<br />
Ein Projekt von Patrick Wengenroth und dem Ensemble<br />
Realisation: Patrick Wengenroth<br />
20 00 Orlando von Virginia Woolf<br />
Regie: Katie Mitchell<br />
20 00 Ab jetzt<br />
Von Alan Ayckbourn<br />
Regie: Martin Woelffer<br />
10 00 transmediale 2020 End to end (Salons)<br />
11 00 transmediale 2020 –Konferenz (Bühne)<br />
20 00 transmediale –Performance/ Konzert (Bühne)<br />
19 00 P14: GO Baby GO; Regie: Zelal Yesilyurt (3.Stock)<br />
2 So<br />
18 00 In My Room<br />
19 00 Hamlet<br />
18 00 Nein zum Geld von Flavia Coste; Regie: Tina Engel<br />
Mit Sarah Bauerett, Hans-Werner Meyer, Michael Rotschopf,<br />
Erika Skrotzki<br />
19 30 He? She? Me! Free. (Studio)<br />
20 00 Orlando<br />
18 00 Ab jetzt<br />
Von Alan Ayckbourn<br />
Regie: Martin Woelffer<br />
18 00 GASTSPIEL Unendlicher Spaß<br />
Regie: Thorsten Lensing (Bühne)<br />
19 00 vengapoise –ibiza sky; Regie: Marius Schötz (3.St)<br />
20 00 Reformbühne Heim &Welt Zu Gast: Kurt Krömer<br />
und Nils Heinrich (Roter Salon)<br />
3 Mo<br />
20 00 Orlando<br />
20 30 Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs<br />
Von Milo Rau<br />
Regie: Milo Rau<br />
10 00 Eröffnung –Haus der Zeit –Ein Winterferienprojekt<br />
mit Kindern, Jugendlichen und Künstler*innen (ab 8)<br />
12 00 &15 00 SEMINAR School of Disobedience (GS)<br />
19 30 Diskurs: That’s not my story! Perspektiven und<br />
Diversität auf deutschen Bühnen (Bühne)<br />
20 00 vengapoise –ibiza sky; Regie: Marius Schötz (3.Stock)<br />
4 Di<br />
19 30 Yes but No<br />
von Yael Ronen &Ensemble<br />
Regie: Yael Ronen<br />
20 00 Spatz und Engel –Die Geschichte der Freundschaft<br />
von Edith Piaf und Marlene Dietrich, von Daniel Große<br />
Boymann und Thomas Kahry; Regie: Torsten Fischer<br />
Mit Anika Mauer, Vasiliki Roussi, Ralph Morgenstern,<br />
Guntbert Warns, Jarkko Riihimäki<br />
19 30 Der kaukasische Kreidekreis (Studio)<br />
Von Bertolt Brecht; Regie: Peter Kleinert<br />
Im Anschluss Publikumsgespräch<br />
20 30 Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs (engl. ÜT)<br />
20 00 Ab jetzt<br />
Von Alan Ayckbourn<br />
Regie: Martin Woelffer<br />
19 00 Diskurs: Real Talk: The Oblivious Tongue-Diaspora,<br />
Poetry, and Transnational Expression (Grüner Salon)<br />
19 30 Lulu von F. Wedekind; Regie: Stefan Pucher (Bühne)<br />
20 00 Das theoretische Duett –Mit Friederike Bernhardt und<br />
Holger Stockhaus<br />
5 Mi<br />
19 30 Rewitching Europe<br />
von Yael Ronen &Ensemble<br />
Regie: Yael Ronen<br />
20 00 Spatz und Engel -Die Geschichte der Freundschaft<br />
von Edith Piaf und Marlene Dietrich, von Daniel Große<br />
Boymann und Thomas Kahry; Regie: Torsten Fischer<br />
Mit Anika Mauer, Vasiliki Roussi, Ralph Morgenstern,<br />
Guntbert Warns, Jarkko Riihimäki<br />
19 30 Der kaukasische Kreidekreis (Studio)<br />
20 00 Ab jetzt<br />
Von Alan Ayckbourn<br />
Regie: Martin Woelffer<br />
19 30 ULltraworld; Regie: Susanne Kennedy (Bühne)<br />
20 00 Armen Avanessian &Enemies: #64 Baaaad Poetry<br />
Mit Daniel Falb, Mara Genschel, Steffen Popp,<br />
Charlotte Warsen (Roter Salon)<br />
6 Do<br />
20 00 Extrawurst von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob<br />
Regie: Guntbert Warns<br />
Mit Simone Thomalla, Atheer Adel, Hansa Czypionka,<br />
Christoph M.Ohrt, Felix von Manteuffel<br />
19 30 Der kaukasische Kreidekreis (Studio)<br />
20 00 Ab jetzt<br />
Von Alan Ayckbourn<br />
Regie: Martin Woelffer<br />
19 00 Diskurs: Technobodies: Omsk Social Club and Guests.<br />
AConversation about Real Game Play (GS)<br />
19 30 Don’t be evil; Regie: Kay Voges (Bühne)<br />
20 00 Konzert: Amir Lev Support: Tomer Yeshayahu (RS)<br />
7 Fr<br />
19 30 In My Room<br />
20 00 Extrawurst von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob,<br />
Regie: Guntbert Warns<br />
Mit Simone Thomalla, Atheer Adel, Hansa Czypionka,<br />
Christoph M. Ohrt, Felix von Manteuffel<br />
19 30 Der kaukasische Kreidekreis (Studio)<br />
20 00 status quo von Maja Zade<br />
Regie: Marius von Mayenburg<br />
20 30 Amphitryon von Molière<br />
Regie: Herbert Fritsch<br />
20 00 Ab jetzt<br />
Von Alan Ayckbourn<br />
Regie: Martin Woelffer<br />
19 00 Eine Odyssee nach Homer<br />
Regie: Thorleifur Örn Arnarsson (Bühne)<br />
19 00 Diskurs: Hongkong-Proteste: Smart City als<br />
Feind-Gegen-öffentlichkeit in Zeiten der Digitalisierung.<br />
Podium mit Hannes Grassegger, Kay Voges u.a. (RS)<br />
8 Sa<br />
19 30 Die Nacht von Lissabon<br />
von Hakan Savas Mican<br />
nach dem Roman von Erich Maria Remarque<br />
Regie: Hakan Savas Mican<br />
20 00 Hamlet<br />
16 00 Halpern &Johnson von Lionel Goldstein<br />
Szenische Lesung mit Udo Samel und Gerd Wameling<br />
20 00 Extrawurst von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob<br />
Regie: Guntbert Warns; Mit Simone Thomalla, Atheer Adel,<br />
Hansa Czypionka, Christoph M. Ohrt, Felix von Manteuffel<br />
19 30 Der kaukasische Kreidekreis (Studio)<br />
20 00 Amphitryon<br />
20 30 status quo<br />
16 00 Präsentation –Haus der Zeit –Ein Winterferienprojekt<br />
mit Kindern, Jugendlichen und Künstler*innen (ab 8)<br />
20 00 Ab jetzt<br />
Von Alan Ayckbourn<br />
Regie: Martin Woelffer<br />
19 00 P14 –Grillade Grande 666<br />
Text und Regie: Esther Roth, Isi Thiele (3.Stock)<br />
19 30 legende Regie Stefan Pucher (Bühne)<br />
20 00 Geschichten von der allgemeinenUndurchschaubarkeit;<br />
Mit G. Schubert &M.Munzlinger (Literatur, Roter Salon)<br />
9 So<br />
18 00 Die Nacht von Lissabon<br />
20 00 Extrawurst von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob<br />
Regie: Guntbert Warns; Mit Simone Thomalla, Atheer Adel,<br />
Hansa Czypionka, Christoph M. Ohrt, Felix von Manteuffel<br />
19 00 status quo<br />
19 30 Der kaukasische Kreidekreis (Studio)<br />
20 00 Amphitryon<br />
18 00 Ab jetzt<br />
Von Alan Ayckbourn<br />
Regie: Martin Woelffer<br />
18 00 GASTSPIEL Unendlicher Spaß<br />
Regie: Thorsten Lensing (Bühne)<br />
19 00 P14: Grillade Grande 666 (3.Stock)<br />
20 00 Reformbühne Heim &Welt<br />
Zu Gast: Sarah Schmidt &Frollein (Roter Salon)<br />
10 Mo<br />
20 00 Hamlet 19 00 status quo<br />
12 00 Seminar School of Disobedience: Aisfor Another.<br />
Beyond Artificial Intelligences (Grüner Salon)<br />
15 00 Seminar School of Disobedience: Tech for<br />
Disobedience (Grüner Salon)<br />
20 00 Riley Walker (solo/acoustic) (Konzert, Roter Salon)<br />
11 Di<br />
19 30 Jugend ohne Gott<br />
ein Projekt von Nurkan Erpulat &Ensemble<br />
Regie: Nurkan Erpulat<br />
20 00 Sprache und Sein<br />
Buchpräsentation von und mit Kübra Gümüsay<br />
20 00 Extrawurst von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob<br />
Regie: Guntbert Warns; Mit Simone Thomalla, Atheer Adel,<br />
Hansa Czypionka, Christoph M. Ohrt, Felix von Manteuffel<br />
19 00 status quo (engl. ÜT)<br />
19 30 März (Studio)<br />
nach dem Roman von Heinar Kipphardt<br />
Regie: David Stöhr<br />
10 00 Zinnober in der grauen Stadt von Margret Rettich<br />
Regie: Mario Hohmann (ab 4, Bühne 3)<br />
20 00 Ab jetzt<br />
Von Alan Ayckbourn,<br />
Regie: Martin Woelffer<br />
18 00 AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG Das Theater der Kinos<br />
Mit Alexander Kluge und Gästen<br />
(Roter/Grüner Salon/Sternfoyer)<br />
12 Mi<br />
19 30 Third Generation –Next Generation<br />
von Yael Ronen &Ensemble<br />
Regie: Yael Ronen<br />
20 00 Extrawurst von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob<br />
Regie: Guntbert Warns<br />
Mit Simone Thomalla, Atheer Adel, Hansa Czypionka,<br />
Christoph M. Ohrt, Felix von Manteuffel<br />
19 30 März (Studio)<br />
20 30 PREMIERE Peer Gynt von Henrik Ibsen<br />
ein Projekt von John Bock und Lars Eidinger<br />
10 00 Zinnober inder grauen Stadt von Margret Rettich<br />
Regie: Mario Hohmann (ab 4, Bühne 3)<br />
20 00 Ab jetzt<br />
Von Alan Ayckbourn<br />
Regie: Martin Woelffer<br />
20 00 Lievalleen Dokumentarfilm von Peter Wawerzinek und<br />
Steffen Sebastian. Konzert von Bob Rutman,<br />
Herbst in Peking, Schlömer &Wawerzinek (Bühne)<br />
20 30 Tangonacht (Roter Salon)<br />
13 Do<br />
19 30 Third Generation –Next Generation<br />
20 00 Extrawurst von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob<br />
Regie: Guntbert Warns<br />
Mit Simone Thomalla, Atheer Adel, Hansa Czypionka,<br />
Christoph M. Ohrt, Felix von Manteuffel<br />
19 00 „Das geschichtliche Gefühl“<br />
Buchvorstellung und Gespräch mit Milo Rau<br />
20 30 Peer Gynt<br />
10 00 Lunaris. Ein Weltraummärchen von United Puppets<br />
Regie: Mario Hohmann (ab 4, Bühne 3)<br />
20 00 Ab jetzt<br />
Von Alan Ayckbourn<br />
Regie: Martin Woelffer<br />
19 00 Lecture School of Disobedience:<br />
Knowledge and Network Agency (Grüner Salon)<br />
20 00 Streitfall Identität: Wolfgang Engler im Gespräch<br />
mit Sahra Wagenknecht (Bühne)<br />
14 Fr<br />
20 00 Verrücktes Blut<br />
von Nurkan Erpulat &Jens Hillje<br />
Regie: Nurkan Erpulat<br />
20 00 Extrawurst von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob<br />
Regie: Guntbert Warns<br />
Mit Simone Thomalla, Atheer Adel, Hansa Czypionka,<br />
Christoph M. Ohrt, Felix von Manteuffel<br />
19 30 Prometheus (Studio)<br />
Ein Projekt von Bastian Reiber; Regie: Bastian Reiber<br />
20 00 Orlando<br />
20 30 Ja heißt jaund…<br />
Eine Lecture Performance von und mit Carolin Emcke<br />
10 00 Lunaris. Ein Weltraummärchen von United Puppets<br />
Regie: Mario Hohmann (ab 4, Bühne 3)<br />
20 00 Ab jetzt<br />
Von Alan Ayckbourn<br />
Regie: Martin Woelffer<br />
18 00 Wildwuchs; Regie: Heike M. Goetze, Katrin Lindner,<br />
Cornelia Maschke (3.Stock)<br />
19 30 Howl nach Allen Ginsberg<br />
Regie: David Marton (Bühne)<br />
22 00 Wildwuchs –Lese-Party der UdK (RS)<br />
15 Sa<br />
19 30 PREMIERE Maria<br />
von Simon Stephens; Regie: Nurkan Erpulat<br />
20 00 Mephistoland<br />
von András Dömötör, Kornél Laboda und Albert Benedek<br />
Regie: András Dömötör<br />
18 00 Extrawurst von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob<br />
Regie: Guntbert Warns<br />
Mit Simone Thomalla, Atheer Adel, Hansa Czypionka,<br />
Christoph M. Ohrt, Felix von Manteuffel<br />
18 00 Orlando<br />
19 30 Prometheus (Studio)<br />
20 00 Peer Gynt<br />
20 00 Ab jetzt<br />
Von Alan Ayckbourn,<br />
Regie: Martin Woelffer<br />
18 00 Wildwuchs; Regie: Heike M. Goetze,<br />
Katrin Lindner, Cornelia Maschke (3.Stock)<br />
18 00 legende von Ronald M. Schernikau<br />
Regie Stefan Pucher (Bühne)<br />
22 00 Wildwuchs –Lese-Party der UdK (RS)<br />
16 So<br />
18 00 Rewitching Europe<br />
20 00 The Sequel<br />
Text und Regie: Nora Abdel-Maksoud<br />
18 00 Extrawurst von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob<br />
Regie: Guntbert Warns<br />
Mit Simone Thomalla, Atheer Adel, Hansa Czypionka,<br />
Christoph M. Ohrt, Felix von Manteuffel<br />
18 00 Orlando (engl. ÜT)<br />
19 30 Prometheus (Studio)<br />
20 00 Peer Gynt<br />
18 00 Ab jetzt<br />
Von Alan Ayckbourn<br />
Regie: Martin Woelffer<br />
18 00 Wildwuchs; Regie: Heike M. Goetze,<br />
Katrin Lindner, Cornelia Maschke (3.Stock)<br />
19 00 Germania; Regie: Claudia Bauer (Bühne)<br />
20 00 Reformbühne Heim &Welt<br />
Zu Gast: Daniela Böhle &Lüül (Roter Salon)<br />
17 Mo<br />
19 30 Common Ground<br />
von Yael Ronen &Ensemble; Regie: Yael Ronen<br />
20 00 Die Verlobung in St. Domingo –Ein Widerspruch<br />
von Necati Öziri gegen Heinrich von Kleist<br />
Regie: Sebastian Nübling<br />
20 00 URAUFFÜHRUNG im Bruckner-Foyer Pink –Manchmal<br />
braucht’s nur einen Lippenstift –Ein Kammerspiel mit<br />
Musik über das Leben der Beautyqueen Elizabeth Arden<br />
von Regine Gebhardt; Regie: Michael Hoffmann<br />
Mit Regine Gebhardt, Max Dollinger, Anna Carewe (Cello)<br />
19 00 Orlando<br />
21 00 Peer Gynt<br />
10 00 Zoom in: Dein Theaterexperiment –Ein<br />
Theater-Seh-Labor; Leitung: Uta Sewering (ab 13, Bühne 3)<br />
18 00 Zoom in: Dein Theaterexperiment –Ein<br />
Theater-Seh-Labor; Leitung: Uta Sewering (ab 13, Bühne 3)<br />
20 00 Diskurs 2um8:Der radioeins und Freitag<br />
Salon Jakob Augstein im Gespräch<br />
Mit Holger und Silke Friedrich (Grüner Salon)<br />
20 00 BUCHPREMIERE Literatur Christian Baron<br />
„Ein Mann seiner Klasse“ (Roter Salon)<br />
18 Di<br />
19 30 Numbers<br />
Film und Gespräch im Rahmen der Berlinale<br />
von und mit Oleg Senzow<br />
20 30 Oder: Du verdienst deinen Krieg (Eight Soldiers Moonsick)<br />
von Sivan Ben Yishai; Regie: Sasha Marianna Salzmann<br />
20 00 Extrawurst von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob<br />
Regie: Guntbert Warns<br />
Mit Simone Thomalla, Atheer Adel, Hansa Czypionka,<br />
Christoph M. Ohrt, Felix von Manteuffel<br />
19 30 Jeff Koons (Studio)<br />
von Rainald Goetz; Regie: Lilja Rupprecht<br />
20 00 Richard III. (frz. ÜT)<br />
von William Shakespeare; Regie: Thomas Ostermeier<br />
10 00 Zoom in: Dein Theaterexperiment –Ein<br />
Theater-Seh-Labor; Leitung: Uta Sewering (ab 13, Bühne 3)<br />
20 00 Ab jetzt<br />
Von Alan Ayckbourn,<br />
Regie: Martin Woelffer<br />
20 00 POSTWEST: Der Weg aus der Nische?<br />
Belarussische Literatur und ihre Zukunft<br />
Russisch mit deutscher Simultanübersetzung<br />
Im Rahmen von POSTWEST-Festivals (Roter Salon)<br />
19 Mi<br />
19 30 In My Room<br />
20 00 Extrawurst von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob<br />
Regie: Guntbert Warns<br />
Mit Simone Thomalla, Atheer Adel, Hansa Czypionka,<br />
Christoph M. Ohrt, Felix von Manteuffel<br />
19 30 Jeff Koons (Studio)<br />
20 00 Richard III.<br />
19 00 PREMIERE Iphigenie auf Tauris<br />
von Johann Wolfgang Goethe<br />
Regie: Nora Bussenius (ab 16, Bühne 1)<br />
20 00 Ab jetzt<br />
Von Alan Ayckbourn<br />
Regie: Martin Woelffer<br />
20 00 Literatur Inga Humpe „Wir trafen uns in einem<br />
Garten“; Mit B. von Stuckrad-Barre &Helene Hegemann<br />
20 00 BUCHPRÄSENTATION Der Kampf um globale<br />
Gerechtigkeit von David Goeßmann und Fabian Scheidler<br />
Gespräch mit Daniela Dahn und Ulrike Herrmann (RS)<br />
20 Do<br />
19 30 Maria<br />
20 00 Wessen Erinnerung zählt?<br />
Buchpräsentation von und mit Mark Terkessidis<br />
20 00 Extrawurst von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob<br />
Regie: Guntbert Warns<br />
Mit Simone Thomalla, Atheer Adel, Hansa Czypionka,<br />
Christoph M. Ohrt, Felix von Manteuffel<br />
20 00 Richard III.<br />
09 00 Die Biene imKopf von Roland Schimmelpfennig<br />
Regie: Martin Grünheit (ab 7, Bühne 3)<br />
11 00 Die Biene imKopf von Roland Schimmelpfennig<br />
Regie: Martin Grünheit (ab 7, Bühne 3)<br />
20 00 Ab jetzt<br />
Von Alan Ayckbourn<br />
Regie: Martin Woelffer<br />
20 00 Dirk<br />
von Lowtzow Aus dem Dachsbau (Konzert, TBühne)<br />
20 00 Augustin Maurs (Performance, Grüner Salon)<br />
22 00 Vergessene Arbeitskämpfe<br />
Mit Die Bullen &Lost Culture (Punkkonzert, Roter Salon)<br />
21 Fr<br />
19 30 Maria<br />
20 00 Atlas des Kommunismus<br />
von Lola Arias; Regie: Lola Arias<br />
21 30 Rich, White, Straight<br />
Regie: Branko Janack<br />
20 00 Extrawurst von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob<br />
Regie: Guntbert Warns<br />
Mit Simone Thomalla, Atheer Adel, Hansa Czypionka,<br />
Christoph M. Ohrt, Felix von Manteuffel<br />
20 00 abgrund<br />
von Maja Zade, Regie: Thomas Ostermeier<br />
20 30 The Human Condition (Studio)<br />
nach Hannah Arendt, Realisation: Patrick Wengenroth<br />
10 00 Bettina bummelt von Elizabeth Shaw<br />
Choreographie: Two Fish (ab 6, Bühne 3)<br />
18 00 Iphigenie auf Tauris von Johann Wolfgang Goethe<br />
Regie: Nora Bussenius (ab 16, Bühne 1)<br />
20 00 Ab jetzt<br />
Von Alan Ayckbourn<br />
Regie: Martin Woelffer<br />
19 00 Germania nach Heiner Müller<br />
Regie: Claudia Bauer (Bühne)<br />
20 00 Jolly Goods Record Release<br />
Support: Brabrabra (Konzert, Roter Salon)<br />
22 Sa<br />
19 30 Hass-Triptychon –Wege aus der Krise<br />
von Sibylle Berg<br />
Regie: Ersan Mondtag<br />
20 00 The Human Condition (Studio)<br />
20 30 abgrund<br />
11 00 Bettina bummelt von Elizabeth Shaw<br />
Choreographie: Two Fish (ab 6, Bühne 3)<br />
19 00 Iphigenie auf Tauris von Johann Wolfgang Goethe<br />
Regie: Nora Bussenius (ab 16, Bühne 1)<br />
20 00 Ab jetzt<br />
Von Alan Ayckbourn<br />
Regie: Martin Woelffer<br />
18 50 POSTWEST Shot von und mit dem Ensemble<br />
19 30 Howl nach Allen Ginsberg<br />
Regie: David Marton (Bühne)<br />
23 So<br />
18 00 Jugend ohne Gott<br />
19 00 Stören<br />
von Suna Gürler &Ensemble<br />
Regie: Suna Gürler<br />
12 00 Streitraum: „Von Körpern und Codes –<br />
Identität inder Hypermoderne“<br />
Carolin Emcke im Gespräch mit Alan N. Shapiro<br />
17 00 The Human Condition (Studio)<br />
20 00 abgrund<br />
16 00 Ich, Ikarus –Ein Musiktheaterstück für Kinder<br />
Von Oliver Schmaering und Sanzhar Baiterekov<br />
Regie: Annette Jahns (ab 9,Bühne 3)<br />
18 00 Ab jetzt<br />
Von Alan Ayckbourn<br />
Regie: Martin Woelffer<br />
18 00 Ultraworld<br />
Regie: Susanne Kennedy (Bühne)<br />
20 00 Reformbühne Heim &Welt<br />
Zu Gast: Paul Bokowski &8Eimer Hühnerherzen<br />
(Roter Salon)<br />
24 Mo<br />
19 30 Gorki –Alternative für Deutschland?<br />
von Oliver Frljic &Ensemble<br />
Regie: Oliver Frljic<br />
20 00 Herzstück<br />
von Heiner Müller, Regie: Sebastian Nübling<br />
20 00 Professor Bernhardi<br />
von Arthur Schnitzler<br />
Regie: Thomas Ostermeier<br />
10 00 Ich, Ikarus –Ein Musiktheaterstück für Kinder<br />
Von Oliver Schmaering und Sanzhar Baiterekov<br />
Regie: Annette Jahns (ab 9, Bühne 3)<br />
18 00 Iphigenie auf Tauris von Johann Wolfgang Goethe<br />
Regie: Nora Bussenius (ab 16, Bühne 1)<br />
12 00 Seminar School of Disobedience: Aisfor Another.<br />
Beyond Artificial Intelligences (Grüner Salon)<br />
15 00 Seminar School of Disobedience:<br />
Tech for Disobedience (Grüner Salon)<br />
25 Di<br />
19 30 Glaube Liebe Hoffnung<br />
von Ödön von Horváth &Lukas Kristl<br />
Regie: Hakan Savas Mican<br />
20 00 Professor Bernhardi<br />
10 00 Iphigenie auf Tauris von Johann Wolfgang Goethe<br />
Regie: Nora Bussenius (ab 16, Bühne 1)<br />
19 00 PREMIERE Maria Stuart von Friedrich Schiller<br />
Regie: Albrecht Hirche (ab 16, Bühne 2)<br />
20 00 Ab jetzt<br />
Von Alan Ayckbourn<br />
Regie: Martin Woelffer<br />
20 30 Tangonacht (Roter Salon)<br />
26 Mi<br />
19 30 Hass-Triptychon –Wege aus der Krise<br />
20 00 Herzstück<br />
20 00 Im Bruckner-Foyer „Männer, Männer, sie machen uns<br />
glücklich und elend...“<br />
Von und mit Vicki Spindler (ausverkauft)<br />
20 00 Professor Bernhardi<br />
10 00 Das Ende von Eddy von Édouard Louis<br />
Regie: Leyla-Claire Rabih (ab 13, Bühne 3)<br />
19 00 Das Ende von Eddy von Édouard Louis<br />
Regie: Leyla-Claire Rabih (ab 13, Bühne 3)<br />
16 00 Ab jetzt<br />
Von Alan Ayckbourn; Regie: Martin Woelffer<br />
20 00 SONDERVERANSTALTUNG Kurz und Knapp –90Minuten<br />
Lyrik, Jazz, Prosa mit Thomas Quasthoff und Gästen<br />
19 00 Diskurs Postwest: Platform East: An Unholy Alliance?<br />
Christian Values and Anti-Gender Politics inCentral and<br />
Eastern Europe (Grüner Salon)<br />
20 00 URAUFFÜHRUNG The West<br />
Regie: und Choreographie Constanza Macras (Bühne)<br />
27 Do<br />
19 30 Alles Schwindel<br />
Burleske von Marcellus Schiffer &Mischa Spoliansky<br />
Regie: Christian Weise<br />
20 00 Jugend ohne Gott (engl. ÜT)<br />
von Ödön von Horváth<br />
Regie: Thomas Ostermeier<br />
10 00 Iphigenie auf Tauris von Johann Wolfgang Goethe<br />
Regie Nora Bussenius (ab 16, Bühne 1)<br />
18 00 Maria Stuart von Friedrich Schiller<br />
Regie: Albrecht Hirche (ab 16, Bühne 2)<br />
20 00 Ab jetzt<br />
Von Alan Ayckbourn<br />
Regie: Martin Woelffer<br />
20 00 PREMIERE Mamma Medea von Tom Lanoye<br />
Regie: Pınar Karabulut (3.Stock)<br />
21 00 Hans-Joachim Roedelius &Arnold Kasar<br />
(Konzert, Roter Salon)<br />
28 Fr<br />
19 30 Ein Bericht für eine Akademie<br />
nach Franz Kafka<br />
Regie: Oliver Frljic<br />
20 00 Futureland<br />
Ein Projekt von Lola Arias<br />
20 00 Im Bruckner-Foyer Gott lacht mit seinen Geschöpfen –<br />
Ein humorvoller Blick auf das jüdische Leben<br />
Mit Gerhard Kämpfe, Karsten Troyke (Musik)<br />
20 00 Jugend ohne Gott<br />
10 00 Maria Stuart von Friedrich Schiller<br />
Regie: Albrecht Hirche (ab 16, Bühne 2)<br />
10 00 Die Zertrennlichen von Fabrice Melquiot<br />
Regie: Leyla-Claire Rabih (ab 9,Bühne 3)<br />
19 00 Maria Stuart (ab 16, Bühne 2)<br />
20 00 Ab jetzt<br />
Von Alan Ayckbourn<br />
Regie: Martin Woelffer<br />
20 00 Mamma Medea von Tom Lanoye<br />
Regie: Pınar Karabulut (3.Stock)<br />
21 00 Teddy Award –Preisverleihung (Bühne)<br />
23 .00 Teddy Award After Show Dance Floor,<br />
DJ Setup (Roter und Grüner Salon)<br />
29 Sa<br />
19 30 Anna Karenina oder Arme Leute<br />
nach Lew Tolstoi &Fjodor Dostojewski<br />
Regie: Oliver Frljic<br />
20 00 Futureland<br />
18 00 Halpern &Johnson von Lionel Goldstein,<br />
Szenische Lesung mit Udo Samel und Gerd Wameling<br />
20 00 Jugend ohne Gott<br />
16 00 Die Zertrennlichen von Fabrice Melquiot<br />
Regie: Leyla-Claire Rabih (ab 9,Bühne 3)<br />
20 00 Ab jetzt<br />
Von Alan Ayckbourn<br />
Regie: Martin Woelffer<br />
19 00 Mamma Medea; Regie: Pınar Karabulut (3.Stock)<br />
20 00 The West; Choreographie: Constanza Macras (Bühne)<br />
20 00 Emma Waltraud Howes und Justin F. Kennedy:<br />
Alive... and then Some (Performance, Grüner Salon)<br />
20 00 Kabeljau &Talk; ZuGast: B. Wilpert (Literatur, RS)
SONDERSEITEN DER BERLINER BÜHNEN<br />
FREITAG, 31. JANUAR 2020 SEITE 15<br />
Fortsetzung Quatsch Comedy Club von Seite 11<br />
6. &7.2. ......... 23.00 ..................Quatsch Comedy HOT SHOT:<br />
Die Newcomer-Show des Quatsch<br />
Comedy Clubs mit bis zu zehn Comedians<br />
8.2. ................ 19.00 &22.00 ...............Quatsch Comedy Club –<br />
Die Live Show, Moderation:<br />
Sebastian Schnoy, Thomas Schmidt,<br />
Kerim Pamuk, Christin Jugsch,<br />
Bademeister Schaluppke<br />
9.2. ................ 17.00 ......................Quatsch Comedy Club –<br />
Die Live Show, Moderation:<br />
Sebastian Schnoy, Thomas Schmidt,<br />
Kerim Pamuk, Christin Jugsch,<br />
Bademeister Schaluppke<br />
11. &12.2...... 20.00 ...Strictly Stand Up –The English Comedy Night,<br />
Moderation: Christian Schulte-Loh,<br />
Joe Eagan (Canada), Scott Capurro (USA),<br />
Carey Marx (UK), Erika Ratcliffe (A/JP)<br />
13.2. .............. 20.00 ......................Quatsch Comedy Club –<br />
Die Live Show, Moderation:<br />
Martin Sierp. Mit: Lena Liebkind,<br />
Hieronymus, Jonas Greiner, David Leukert<br />
14.2. .............. 19.00 ......................Quatsch Comedy Club –<br />
Die Live Show, Moderation:<br />
Martin Sierp. Mit: Lena Liebkind,<br />
Hieronymus, Jonas Greiner, David Leukert<br />
15.2. .............. 19.00 &22.00 ...............Quatsch Comedy Club –<br />
Die Live Show, Moderation:<br />
Martin Sierp. Mit: Lena Liebkind,<br />
Hieronymus, Jonas Greiner, David Leukert<br />
16.2. .............. 17.00 ......................Quatsch Comedy Club –<br />
Die Live Show, Moderation:<br />
Martin Sierp. Mit: Lena Liebkind,<br />
Hieronymus, Jonas Greiner, David Leukert<br />
20. &21.2...... 20.00 ......................Quatsch Comedy Club –<br />
Die Live Show, Moderation:<br />
Christian Schulte-Loh.<br />
Mit: Jamie Wierzbicki, Max Ruhbaum,<br />
Pierre Schäfer, Özgür Cebe<br />
22.2. .............. 19.00 &22.00 ...............Quatsch Comedy Club –<br />
Die Live Show Moderation:<br />
Christian Schulte-Loh.<br />
Mit Jamie Wierzbicki, Max Ruhbaum,<br />
Pierre Schäfer, Özgür Cebe<br />
23.2. .............. 17.00 ......................Quatsch Comedy Club –<br />
Die Live Show Moderation:<br />
Christian Schulte-Loh.<br />
Mit Jamie Wierzbicki, Max Ruhbaum,<br />
Pierre Schäfer, Özgür Cebe<br />
26.2. .............. 20.00 ..........Gastspiel Bembers –Kaputt oder was?<br />
27.2. .............. 20.00 ......................Quatsch Comedy Club –<br />
Die Live Show Moderation:<br />
Frank Fischer. Mit: Glenn Langhorst,<br />
Henning Schmidtke, Jakob<br />
Friedrich, C. Heiland<br />
28. &29.2...... 19.00 &22.00 ...............Quatsch Comedy Club –<br />
Die Live Show Show Moderation:<br />
Frank Fischer. Mit: Glenn Langhorst,<br />
Henning Schmidtke, Jakob<br />
Friedrich, C. Heiland<br />
Radialsystem<br />
Holzmarktstraße 33, 10243 Berlin<br />
Tel. 030 288 788 50, www.radialsystem.de<br />
1.2. ................ 17.30 &22.00 ..........CTM Festival 2020: Inferno –<br />
Bill Vorn und Louis-Philippe Demers<br />
....................... 19.45 .........CTM Festival 2020: Drops and Seeds –<br />
Performance von Prumsodun Ok,<br />
Ana Maria Rodriguez, Fred Pommerehn<br />
und Ensemble KNM Berlin<br />
2.2. ................ 14.00 .........CTM Festival 2020: Drops and Seeds –<br />
Performance von Prumsodun Ok,<br />
Ana Maria Rodriguez, Fred Pommerehn<br />
und Ensemble KNM Berlin<br />
....................... 16.30 .... CTM Festival 2020: MusicMakers Hacklab –<br />
Shapeshifters<br />
....................... 19.45 .........CTM Festival 2020: Drops and Seeds –<br />
Performance von Prumsodun Ok,<br />
Ana Maria Rodriguez, Fred Pommerehn<br />
und Ensemble KNM Berlin<br />
3.3. ............... 19.00 ...................Dabke Community Dancing<br />
Medhat Aldaabal &Ali Hasan<br />
6.2. ................ 20.00 ......Narziss &Echo David Marton /Road Opera<br />
7.-9.2. ............ 20.00 ............................. Narziss &Echo<br />
14.2. .............. 20.00 ............. OPEN SPACES 2020: Rita Klaus,<br />
Tanzstück von Martin Hansen<br />
15.2. .............. 18.00 ..........OPEN SPACES 2020: Das Lachen der<br />
Antonia Baehr, Filmdokumentation<br />
und Lecture Performance<br />
....................... 19.00 ............. OPEN SPACES 2020: Rita Klaus,<br />
Tanzstück von Martin Hansen<br />
....................... 20.30 ............... OPEN SPACES 2020: Augusto,<br />
Performance von Alessandro Sciarrino<br />
16.2. .............. 18.00 ............. OPEN SPACES 2020: Rita Klaus,<br />
Tanzstück von Martin Hansen<br />
....................... 19.30 ............... OPEN SPACES 2020: Augusto,<br />
Performance von Alessandro Sciarrino<br />
17.2. .............. 20.00 .................... Ohrknacker: Dai Fujikura,<br />
Gesprächskonzert mit dem Trio Catch<br />
18.2. .............. 20.00 .....................minimal utopia (Konzert)<br />
22. &23.2...... 20.00 ...................... UM:LAUT –múm plays<br />
„Menschen am Sonntag“ (Filmkonzert)<br />
25.2. .............. 20.00 .............Spiegelungen, Vocalconsort Berlin<br />
29.2. .............. 19.00 .......................The Gap, Performance<br />
von Michael Rauter /Bob’s Company<br />
....................... 20.00 ..........Lohengrin Dreams, Charlotte Engelkes<br />
RambaZamba Theater<br />
in der Kulturbrauerei<br />
Schönhauser Allee 36-39, 10435 Berlin<br />
Tel. 44 04 90 44, www.rambazamba-theater.de<br />
21.2. .............. 19.30 .......................PREMIERE Der Drache<br />
von Jewgeni Schwarz (Probebühne)<br />
22.2. .............. 19.30 .................................Der Drache<br />
von Jewgeni Schwarz (Probebühne)<br />
25. &26.2...... 19.30 .................................Der Drache<br />
von Jewgeni Schwarz (Probebühne)<br />
Schaubude Berlin<br />
Theater.PuppenFigurenObjekte<br />
Greifswalder Straße 81-84, 10405 Berlin<br />
Tel. 423 43 14, www.schaubude.berlin<br />
1.2. ................ 15.00 ......Die Schneekönigin (ab 5Theater Miamou)<br />
....................... 20.00 ........................... queer papa queer<br />
(Figurentheater Ute Kahmann)<br />
2.2. ................ 15.00 ......Die Schneekönigin (ab 5Theater Miamou)<br />
5.2. ................ 10.00 &15.00 .... ¡ver-rückt! (ab 4, Schaubude Berlin)<br />
6.2. ................ 10.00 ........... ¡ver-rückt! (ab 4, Schaubude Berlin)<br />
7.2. ................ 20.00 ....................Schlemihl (WagnerHowitz)<br />
8.2. ................ 15.00 ........... ¡ver-rückt! (ab 4, Schaubude Berlin)<br />
Die Macher der legendären,<br />
whiskey-getränkten<br />
Zirkusparty Scotch &Soda<br />
kehren mit ihrem<br />
neuesten Streich „Le Coup“ zurück<br />
ins Chamäleon Theater! Bereits<br />
2017 gastierte die Performing Arts<br />
Gruppe aus Brisbane im Theater in<br />
den Hackeschen Höfen und begeisterte<br />
Berlin mit einer feuchtfröhlichen,<br />
nostalgisch angehauchten<br />
Mischung aus Comedy, Live-<br />
Jazz und vor allem herausragender<br />
Artistik zu Boden und in der Luft.<br />
Bei LeCoup wird jetzt mit härteren<br />
Bandagen gekämpft: Die tollkühnen<br />
Akrobaten laden ein zur Fight-<br />
Night im Boxring! Wiedermit exzel-<br />
Wer ist der Favorit? Das Ensemble von „Le Coup“<br />
Ist das hier der Adriastrand, ein<br />
teutonischer Wald oder handelt<br />
es sich doch wieder nur um ein<br />
Architekturbüro inBerlin?<br />
Die junge Architektin Nora ist<br />
individuell, flexibel, ehrgeizig und<br />
mobil –und sie hat vergessen, was<br />
ein Ort ist. Wie ärgerlich! Denn wer<br />
sich immer nur um sich selbst dreht,<br />
kriegt irgendwann ein flaues Gefühl<br />
im Magen und kotzt amEnde auf<br />
die Baustelle. Dabei hatte sie sich<br />
viel vorgenommen: Eine Heimat<br />
wollte sie den Leuten bauen, keinen<br />
Streuselkuchen! Es ist nämlich nicht<br />
so, dass sie überhaupt keine Lust<br />
hätte, sich irgendwann, eines Tages,<br />
vielleicht mal, irgendwo zuhause zu<br />
fühlen. Aber was bedeutet das überhaupt<br />
–zurückkommen? Zwischen<br />
all den Sukkulenten vor Waschbeton<br />
kann sie sich ja nicht einmal sicher<br />
sein, ob das hier Berlin ist, oder<br />
Bibione!<br />
Im Studio des Heimathafen Neukölln<br />
trifft diese fiktive Nora auf den<br />
CHAMÄLEON<br />
Zirkus im Boxring<br />
Spannung, Spaß und Adrenalin im Chamäleon Theater<br />
lenter Live-Begleitung, diesmal mit<br />
der Bluegrass-Band Father Grant<br />
and The Blunt Objects und der<br />
Sängerin Mary Murderess. Inimmer<br />
wieder neuen Konstellationen<br />
zeigen die herrlich skurrilen Charaktere<br />
ihr Können und geben die<br />
verschiedensten Zirkusdisziplinen<br />
zum Besten: Von Hand-auf-Hand<br />
Akrobatik über Trapez, Hair-Hanging<br />
bis zur Jonglage mit einer<br />
Bowlingkugel. Man darf gespannt<br />
sein auf die Tricks von The Boss,<br />
Sally The Cat, The Ugly Hungarian,<br />
Sister, Barry The Builder und The<br />
King, die alle in den Ring treten<br />
werden, um sich den Sieg nach<br />
Leibeskräften zu sichern.<br />
HEIMATHAFEN NEUKÖLLN<br />
„Le Coup“ ist eine Hommage an<br />
alte Jahrmarktzeiten, das fahrende<br />
Volk, die Schausteller und Akrobaten,<br />
die sich die Gunst des Publikums<br />
und ihren Verdienst erst<br />
hart erspielen mussten. Mit tiefem<br />
Respekt und gleichzeitig ironischem<br />
Augenzwinkern wird hier der traditionelle<br />
Zirkus ins 21. Jahrhundert<br />
geholt und radikal modern interpretiert.<br />
Artistisch und musikalisch ein<br />
wahresErlebnis!<br />
Le Coup<br />
Ab dem 22. Februar<br />
Vorstellungen täglich (außer Mo.)<br />
Chamäleon Theater<br />
in den Hackeschen Höfen<br />
Rosenthaler Straße 40/41<br />
(Hackesche Höfe)<br />
10178 Berlin<br />
Kartentelefon: 030 400 0590<br />
www.chamaeleonberlin.com<br />
An den Fluss will ich gehen und schauen<br />
Eine Begegnung vonsozialistischer Utopie und neoliberaler Realität<br />
Der real existierende Arbeiter- und Veteranenchor Neukölln mit Pianistin Diana Kurtev<br />
La Deutsche Vita<br />
Ein kritisch-musikalischer<br />
Heimatabend<br />
Regie: Hannah Schopf<br />
Premiere am 22. Februar<br />
Weitere Termine<br />
vom 23. bis zum28. Februar<br />
Heimathafen Neukölln<br />
Karl-Marx-Straße 141, 12043 Berlin<br />
Kartentelefon: 030 56 82 13 33<br />
www.heimathafen-neukoelln.de<br />
real existierenden Arbeiter- und<br />
Veteranenchor Neukölln. Vielleicht<br />
können ihr ja die gut gelaunten<br />
Seniorinnen weiterhelfen? Immerhin<br />
stehen ihr hier echte Menschen<br />
gegenüber, Frauen, die ein politisches<br />
Leben hinter sich haben: Viele<br />
vonihnen haben in Gewerkschaften,<br />
der SPD und der sozialistischen Einheitspartei<br />
Westberlin (ja, richtig gelesen:<br />
Westberlin) gekämpft. Sie sin-<br />
gen vonSolidarität. VonHeimat. Von<br />
Arbeit. UndZukunft. Also von allem,<br />
was so einem durchschnittlichen<br />
Millenial einen gehörigen Schreck<br />
einjagenkann.<br />
„La Deutsche Vita“ ist eine Begegnung<br />
von zwei Generationen,<br />
von altem Liedgut und neuen Monologen,<br />
Kollektiv und Individuum,<br />
Nostalgie und Zukunftsangst.<br />
Die Autorin Hannah Schopf stößt<br />
in ihrer Debüt-Inszenierung auf<br />
die wesentlichen Unterschiede<br />
der Ver- bzw. Entwurzelung zweier<br />
Generationen von Arbeiterinnen:<br />
Wo mal Gewerkschaften waren,<br />
sind heute Coworking Spaces,<br />
der Einzelhandel weicht den ewig<br />
gleichen Innenstädten. In der modernen<br />
Vereinsamung zwischen<br />
„Projects“ und Starbucks entsteht<br />
eine neue, mit „Heimat“ überschriebene<br />
Leere. Diese schreckliche<br />
Leere gilt es zu erforschen, irgendwo<br />
zwischen Lichtenberg und<br />
dem Lido di Jesolo.<br />
MIC LA VAGE<br />
LUCÍA GAUCHAT SCHULTE<br />
8.2. ................ 20.00 ....................Schlemihl (WagnerHowitz)<br />
9.2. ................ 15.00 ........... ¡ver-rückt! (ab 4, Schaubude Berlin)<br />
11.2. .............. 10.00 ....BERLIN PREMIERE Das kleineBlau und das<br />
kleine Gelb (ab 2, Theater Karo Acht)<br />
12. &13.2...... 10.00 ......................Das kleine Blau und das<br />
kleine Gelb (ab 2, Theater Karo Acht)<br />
14.2. .............. 20.00 ............BERLIN PREMIERE Menu d’amour<br />
(Die Pyromantiker)<br />
15.2. .............. 15.00 ........... Das kleine Blau und das kleine Gelb<br />
(ab 2, Theater Karo Acht)<br />
....................... 20.00 ............. Menu d’amour (Die Pyromantiker)<br />
16.2. .............. 15.00 ........... Das kleine Blau und das kleine Gelb<br />
(ab 2, Theater Karo Acht)<br />
19.00 ............. Menu d’amour (Die Pyromantiker)<br />
18.-20.2. ........ 10.00 .........................Elektrische Schatten<br />
(ab 4, florschütz &döhnert)<br />
22. &23.2...... 15.00 .........................Elektrische Schatten<br />
(ab 4, florschütz &döhnert)<br />
25.-27.2. ........ 10.00 ......... Der kleine Angsthase (ab 3, Artisanen)<br />
28.2. .............. 20.00 ...Hemingway. Gaza. Big Fish.(Film Riss Theater,<br />
Berlin und Jamal Abu Alqumsan, Gaza)<br />
29.2. .............. 15.00 ......... Der kleine Angsthase (ab 3, Artisanen)<br />
20.00 ...Hemingway. Gaza. Big Fish.(Film Riss Theater,<br />
Berlin und Jamal Abu Alqumsan, Gaza)<br />
Schlosspark Theater<br />
Schloßstraße 48, 12165 Berlin<br />
Tel. 78 95 66 71 00, www.schlossparktheater.de<br />
1.2. ................ 16.00 ..................................Max Goldt<br />
20.00 ........................Ich bin nicht Mercury<br />
2.2. ................ 16.00 ........................Ich bin nicht Mercury<br />
20.00 ...Franziska Troegner –ImBett mit dem Westen –<br />
Geschichten aus „Permanent trendresistent“<br />
3.2. ................ 20.00 ........................ Milster singt Musical<br />
4.-7.2. ............ 20.00 ........................Ich bin nicht Mercury<br />
8.2. ................ 16.00 ..... Wolfgang Bahro –„<strong>Berliner</strong> Zeitensprünge“<br />
20.00 ........................Ich bin nicht Mercury<br />
9.2. ................ 16.00 ........................Ich bin nicht Mercury<br />
20.00 .......................... Der letzte Raucher<br />
10.2. .............. 20.00 .................... Gunther Emmerlich &die<br />
Dresden Bigband –„Let's Swing“<br />
11.-14.2. ........ 20.00 ........................Ich bin nicht Mercury<br />
15.2. .............. 16.00 .......................Yas –Drei Einakter von<br />
Kleist und Tschechow<br />
20.00 ........................Ich bin nicht Mercury<br />
16.2. .............. 16.00 ........................Ich bin nicht Mercury<br />
20.00 ..................Ich sing für die verrückten –<br />
Quasthoff singt und liest Hüsch<br />
17.2. .............. 20.00 ............... Ulla Meinecke –„Gute Geister“<br />
18.-21.2. ........ 20.00 ........................Ich bin nicht Mercury<br />
22.2. .............. 16.00 ...Joachim Gauck –„Toleranz –einfach schwer“<br />
20.00 ........................Ich bin nicht Mercury<br />
23.2. .............. 11.00 .................... EINFÜHRUNGSMATINEE<br />
Schmetterlinge sind frei<br />
16.00 ........................Ich bin nicht Mercury<br />
27. &28.2...... 20.00 .... VORAUFFÜHRUNG Schmetterlinge sind frei<br />
29.2. .............. 20.00 ........... PREMIERE Schmetterlinge sind frei<br />
Sophiensæle<br />
Sophienstraße 18, 10178 Berlin<br />
Tel. 283 52 66, www.sophiensaele.com<br />
5.2. ................ 19.00 .............. Kiezkantine XVI (Salon, Kantine)<br />
6.2. ................ 20.00 .............. PREMIERE Sheena McGrandles,<br />
Flush (Tanz/Performance,<br />
Hochzeitssaal, Relaxed Performance)<br />
7. &8.2......... 20.00 ................... Sheena McGrandles, Flush<br />
(Tanz/Performance,<br />
Hochzeitssaal, Relaxed Performance)<br />
9.2. ................ 18.30 .....Tanzscout-Einführung zu Flush (Raum 213)<br />
20.00 ...Sheena McGrandles, Flush(Tanz/Performance,<br />
Hochzeitssaal, Relaxed Performance)<br />
13.2. .............. 20.30 ...PREMIERE Cécile Bally, The End of the Road<br />
(Performance, Festsaal)<br />
14.2. .............. 18.30 ............Wagner-Feigl-Forschung/Festspiele,<br />
Hyperobjekte? (Performative<br />
Kunstinstallation, Kantine, Prolog)<br />
20.30 ............. Cécile Bally, The End of the Road<br />
(Performance, Festsaal)<br />
15.2. .............. 20.30 ............. Cécile Bally, The End of the Road<br />
(Performance, Festsaal)<br />
16.2. .............. 18.00 ............. Cécile Bally, The End of the Road<br />
(Performance, Festsaal)<br />
20.2. .............. 20.00 .................PREMIERE Eva Meyer-Keller,<br />
Living Matters (Performance, Festsaal)<br />
21.2. .............. 20.00 .............. Eva Meyer-Keller, Living Matters<br />
(Performance, Festsaal)<br />
22.2. .............. 18.00 ... Gespräch zu Living Matters (Gespräch, Foyer)<br />
20.00 ...............Eva Meyer-Keller, Living Matters<br />
(Performance, Festsaal)<br />
23.2. .............. 18.00 ...............Eva Meyer-Keller, Living Matters<br />
(Performance, Festsaal,<br />
mit Live-Beschreibung für blinde<br />
und sehbehinderte Besucher*innen)<br />
26.2. .............. 20.30 ...........PREMIERE Wagner-Feigl-Forschung/<br />
Festspiele, Hyperobjekte?<br />
(Performative Kunstinstallation, Kantine)<br />
27.2. .............. 19.30 ................Markus&Markus, Die Berufung<br />
(Performance, Hochzeitssaal)<br />
20.30 ..................... Wagner-Feigl-Forschung/<br />
Festspiele, Hyperobjekte?<br />
(Performative Kunstinstallation, Kantine)<br />
28.2. .............. 19.30 ................Markus&Markus, Die Berufung<br />
(Performance, Hochzeitssaal,<br />
Tischgesellschaft im Anschluss)<br />
20.30 ..................... Wagner-Feigl-Forschung/<br />
Festspiele, Hyperobjekte?<br />
(Performative Kunstinstallation, Kantine)<br />
Stadttheater Cöpenick<br />
Köpenzeile 117, 12557 Berlin im Kiez Klub Köpenick<br />
Tel. 030 650 162 30, www.stadttheatercoepenick.de<br />
5.2. ................ 10.00 .................... Der kleine Angsthaste mit<br />
dem Scuraluna Schattentheater<br />
12.2. .............. 10.00 ......... Dornröschen mit der Märchenelfe Anja<br />
18.2. .............. 10.00 ......Rumpelstilzchen mit der Märchenelfe Anja<br />
19.2. .............. 10.00 ...Ulf der Spielmann lädt ein zum Faschingsfest<br />
26.2. .............. 10.00 .................... Der kleine Angsthaste mit<br />
dem Scuraluna Schattentheater<br />
Stage Theater des Westens<br />
Kantstraße 12, 10623 Berlin<br />
Tel. 01805 4444, www.stage-entertainment.de<br />
1.2. ................ 15.00 &19.30 ........... Mamma Mia! –Das Musical<br />
Fortsetzung Stage Theater des Westens auf Seite 16
SONDERSEITEN DER BERLINER BÜHNEN<br />
SEITE 16 FREITAG, 31. JANUAR 2020<br />
Fortsetzung Stage Theater des Westens von Seite 16<br />
2.2. ................ 14.30 &19.00 ........... Mamma Mia! –Das Musical<br />
4.2. ................ 19.30 .................. Mamma Mia! –Das Musical<br />
5.2. ................ 18.30 .................. Mamma Mia! –Das Musical<br />
6. &7.2. ......... 19.30 .................. Mamma Mia! –Das Musical<br />
8.2. ................ 15.00 &19.30 ........... Mamma Mia! –Das Musical<br />
9.2. ................ 14.30 &19.00 ........... Mamma Mia! –Das Musical<br />
11.2. .............. 19.30 .................. Mamma Mia! –Das Musical<br />
12.2. .............. 18.30 .................. Mamma Mia! –Das Musical<br />
13. &14.2...... 19.30 .................. Mamma Mia! –Das Muscial<br />
15.2. .............. 15.00 &19.30 ........... Mamma Mia! –Das Musical<br />
16.2. .............. 14.30 &19.00 ........... Mamma Mia! –Das Musical<br />
18.2. .............. 19.30 .................. Mamma Mia! –Das Musical<br />
19.2. .............. 18.30 .................. Mamma Mia! –Das Musical<br />
20. &21.2...... 19.30 .................. Mamma Mia! –Das Musical<br />
22.2. .............. 15.00 &19.30 ........... Mamma Mia! –Das Musical<br />
23.2. .............. 14.30 &19.00 ........... Mamma Mia! –Das Musical<br />
24. &25.2...... 19.30 .................. Mamma Mia! –Das Musical<br />
27. &28.2...... 19.30 .................. Mamma Mia! –Das Musical<br />
29.2. .............. 15.00 &19.30 ........... Mamma Mia! –Das Musical<br />
Theater im Palais<br />
Theaterverein Am Festungsgraben e.V.<br />
Am Festungsgraben 1, 10117 Berlin<br />
Tel. 030 20 10 693, www.theater-im-palais.de<br />
1.2. ................ 19.30 ........... GASTSPIEL Ich glaube. Ein Wassili-<br />
Schukschin-Abend mit Michael Kind<br />
2.2. ................ 16.30 ........AUTORENLESUNG Christine von Brühl:<br />
Gerade dadurch sind sie mir lieb.<br />
Theodor Fontanes Frauen<br />
6.2. ................ 19.30 ........Fontane: Alles Unsinn! Die Frage bleibt!<br />
Buch und Regie: Annette Klare<br />
Mit Gabriele Streichhahn,<br />
Jens-Uwe Bogadtke,<br />
Carl Martin Spengler, Ute Falkenau<br />
7.2. ................ 19.30 ..................Das Pflichtmandat. Mord aus<br />
Mangel an Humor von John Mortimer,<br />
Deutsch von Maren Zindel, Regie:<br />
Philippe Besson. Mit Jens-Uwe Bogadtke,<br />
Carl Martin Spengler<br />
8.2. ................ 19.30 ........................ <strong>Berliner</strong> Geschichten<br />
Alfred Henschke genannt Klabund.<br />
Ick baumle mit de Beene, Lieder<br />
und Texte. Mit Gabriele Streichhahn,<br />
Carl Martin Spengler, Ute Falkenau<br />
9.2. ................ 16.00 ..................Hinterm Ofen sitzt ne Maus,<br />
Lieder und Couplets aus dem alten Berlin.<br />
Buch und Regie: Barbara Abend.<br />
Es singen und spielen Gabriele Streichhahn,<br />
Jens-Uwe Bogadtke, Carl Martin Spengler,<br />
...................... ..................... am Klavier Ute Falkenau<br />
12.2. .............. 19.30 ............<strong>Berliner</strong> Geschichten Erich Kästner:<br />
Der 35. Mai. Fassung und Leitung:<br />
Barbara Abend. Es lesen Gabriele Streichhahn<br />
und Carl Martin Spengler, begleitet<br />
von Ute Falkenau am Klavier<br />
13.2. .............. 19.30 ................Fontane NachLesen Effi Briest.<br />
Fassung: Barbara Abend,<br />
Bühnenmusik: Henry Krtschil.<br />
Szenische Lesung mit Gabriele Streichhahn,<br />
Jens-Uwe Bogadtke, Carl<br />
Martin Spengler, Ute Falkenau<br />
14.2. .............. 19.30 ....................Kleine Eheverbrechen von<br />
Eric-Emmanuel Schmitt.<br />
Regie: Herbert Olschok,<br />
Ausstattung: Sabine Pommerening.<br />
Mit Gundula Köster, Jens-Uwe Bogadtke<br />
15.2. .............. 19.30 ......................... Heinrich von Kleist.<br />
Michael Kohlhaas von Mathias Mertens<br />
für das Theater im Palais.<br />
Es spielen: Gundula Köster, Jens-Uwe<br />
Bogadtke, Carl Martin Spengler.<br />
Leitung: Mathias Mertens,<br />
Dramaturgie: Ilse Nickel,<br />
musikalische Einrichtung: Ute Falkenau<br />
16.2. .............. 16.00 ........................ <strong>Berliner</strong> Geschichten<br />
Otto Reutter. Und so kommˇn wir aus<br />
der Freude gar nicht raus.<br />
Buch und Leitung: Barbara Abend.<br />
Mit Carl Martin Spengler und Ute Falkenau<br />
19.2. .............. 19.30 ................... Gelacht, geweint: Fontane.<br />
Skurrile, komische, bittre<br />
und aufwühlende Geschichten von<br />
Theodor Fontane. Buch und<br />
Regie: Annette Klare.<br />
Mit Gabriele Streichhahn, Jens-Uwe<br />
Bogadtke, Carl Martin Spengler<br />
20.2. .............. 19.30 ..............GASTSPIEL <strong>Berliner</strong> Geschichten<br />
Kurt Tucholsky. Affenkäfig Berlin.<br />
Buch und Regie: Nicole Haase.<br />
Mit Nicole Haase und Ulrich Gumpert<br />
(Komposition und am Piano)<br />
21.2. .............. 19.30 ........................ <strong>Berliner</strong> Geschichten<br />
Der Buddha vom Alexanderplatz.<br />
Ernst Gennat –Berlins weltberühmter<br />
Kriminalkommissar. Buch und Regie:<br />
Barbara Abend. Es lesen und spielen<br />
Gabriele Streichhahn, Carl Martin Spengler,<br />
begleitet von Ute Falkenau am Klavier<br />
22.2. .............. 19.30 ............. Georg Kreisler: Unheilbar gesund.<br />
Buch und Regie: Barbara Abend.<br />
Mit Carl Martin Spengler<br />
und Ute Falkenau<br />
23.2. .............. 16.00 ..............Georg Kreisler: Unheilbar gesund<br />
26.2. .............. 19.30 .................<strong>Berliner</strong> Geschichten Kästner.<br />
Das Glück ist keine Dauerwurst.<br />
Leitung: Barbara Abend.<br />
Es lesen Gabriele Streichhahn<br />
und Carl Martin Spengler,<br />
begleitet von Ute Falkenau am Klavier<br />
27.2. .............. 19.30 .................. GASTSPIEL Kurt Tucholsky.<br />
Frauen sind eitel. Männer? Nie!<br />
Hintergründiges &Humorvolles des<br />
großen Satirikers und Kabarettisten.<br />
Rezitation: Marina Erdmann,<br />
Musik: Jörg Miegel<br />
28.2. .............. 19.30 ...................Krolls Etablissement –eine<br />
<strong>Berliner</strong> Legende. Erzählt,<br />
gespielt, gesungen! Buch und Regie:<br />
Barbara Abend. Mit Gabriele Streichhahn,<br />
Jens-Uwe Bogadtke, Carl Martin<br />
Spengler und Ute Falkenau am Klavier<br />
29.2. .............. 19.30 .........GASTSPIEL Désirée Nick. Die spitzeste<br />
Zunge der Nation …liest aus ihren<br />
Bestsellern. Kabarettistische<br />
Autorenlesung mit Meet &Greet<br />
Theater o. N.<br />
Kollwitzstraße 53, 10405 Berlin<br />
Tel. 440 92 14, www.theater-on.de<br />
1. &2.2. ......... 16.00 ................Steinsuppe (ab 4, Uta Lindner)<br />
4.-6.2. ............ 10.00 ................Steinsuppe (ab 4, Uta Lindner)<br />
8. &9.2. ......... 16.00 ...........................Steinsuppe (ab 4)<br />
12. &13.2...... 10.00 ........ Klangquadrat (2-10, Florian Bergmann,<br />
Benedikt Bindewald, Minouche Petrusch)<br />
BAR JEDER VERNUNFT/TIPI AM KANZLERAMT<br />
Chaos, Teufel und Kurt Weill<br />
Aktuelle Tendenzen musikalisch hinterfragt vonAnna Mateur und Dominique Horwitz<br />
Ob als Frau Lunas Zofe<br />
„Stella“ oder als „Bud<br />
Butterfahrt“ in „Die<br />
5glorreichen Sieben" –<br />
Anna Mateur fällt auf! Jetzt präsentiert<br />
die Ausnahmekünstlerin mit<br />
der unglaublichen Stimme und dem<br />
schrägen Humor endlich wieder ein<br />
neues Soloprogramm: mit „Kaoshüter“<br />
sagt Anna Mateur der herrschenden<br />
Ordnung den Kampf an<br />
und feiert am12. Februar Uraufführung<br />
in der Bar jeder Vernunft. An<br />
den Saiten ihreBeuys KimEfertund<br />
Samuel Halscheidt.<br />
RADIALSYSTEM<br />
Verwandlung als Experiment<br />
David Marton lässt in musiktheatrale Metamorphosen eintauchen<br />
und das VocalconsortBerlin Werkeder Renaissance auf die Moderne treffen<br />
Mit der Deutschlandpremiere<br />
von „Narziss<br />
& Echo“ ist David<br />
Marton /Road Opera<br />
Anfang Februar erstmals zu Gast im<br />
radialsystem. Ovid erzählt in den<br />
„Metamorphosen“ die miteinander<br />
verbundenen Mythen von Echo und<br />
Narziss, die nicht zusammenfinden<br />
können. Der eigenen Sprache beraubt,<br />
kann die Nymphe Echo lediglich<br />
durch dieWiederholung fremder<br />
Worte kommunizieren. Narziss wiederum<br />
ist verloren in der Betrachtung<br />
seines eigenenSpiegelbilds,vernarrtinein<br />
unerreichbares Objekt.<br />
David Marton greift Ovids Erzählung<br />
auf und lässt in „Narziss und<br />
Echo“ sechs Performerinnen und<br />
Performer, Sängerinnen und Sänger,<br />
Schauspielerinnen und Schauspieler,<br />
Musikerinnen und Musiker<br />
in eine fortlaufende Metamorphose<br />
eintauchen. Mit improvisierter<br />
Musik von Michael Wilhelmi,<br />
Paul Brody und Daniel Dorsch<br />
entsteht eine Suche nach Form und<br />
Erzählung, die sich stetig verändern<br />
und in der auditive und visuelle<br />
Introspektion aufeinandertreffen,<br />
ohne sich zu vereinigen.<br />
RENAISSANCE UND MODERNE<br />
Ende des Monats präsentiert das<br />
Vocalconsort Berlin, einer der besten<br />
und wandlungsfähigsten Kammerchöre<br />
Deutschlands, unter der<br />
Leitung von Michael Alber ein spanisch-deutsches<br />
Programm. In einem<br />
Dialog von Renaissance und<br />
In diesem Jahr wäre er120 Jahre<br />
altgewordenund sein Todestag<br />
jährt sich zum 70. Mal –zwei<br />
gute Gründe, Kurt Weill, einen<br />
der wichtigsten Komponisten des<br />
20. Jahrhunderts, mit der Reihe<br />
„Kurt Weill –revisited“ zuehren.<br />
Den Anfang macht Dominique<br />
Horwitz am 27. Februar mit „A<br />
Begglar’s Opera 2071“. Mit seiner<br />
siebenköpfigen „Me and the Devil“-<br />
Band projiziert Horwitz die Vorlage<br />
Narziss &Echo<br />
Narziss &Echo<br />
David Marton /Road Opera<br />
Vom 6.bis zum 9. Februar<br />
Spiegelungen<br />
Vocalconsort Berlin<br />
Am 25. Februar<br />
Radialsystem<br />
Holzmarktstraße 33, 10243 Berlin<br />
Kartentelefon: 030 288 788588<br />
www.radialsystem.de<br />
Moderne treffen Werkevon Orlandus<br />
Lassus und Tomás Luis de Victoria<br />
auf zwei Uraufführungen von Iñigo<br />
Giner Miranda und Martin Wistinghausen.<br />
Inhaltlich und musikalisch<br />
miteinander verwoben entstehen in<br />
den facettenreichen Spiegelungen<br />
der Stücke vielfältige Verknüpfungen<br />
zwischen Musik des 16. und 21. Jahrhunderts,<br />
zwischen Tradition und<br />
Anna Mateur; unten: Dominique Horwitz<br />
zum Welterfolg „Die Dreigroschenoper“<br />
in die Zukunft und hinterfragt<br />
so aktuelle gesellschaftliche Tendenzen.<br />
Untermalt wird das Sittengemälde<br />
dieser neuen Welt mit bekannten<br />
Kurt-Weill-Songs, Hits von<br />
David Bowie oder Stevie Wonder sowie<br />
mit Melodien von Irving Berlin<br />
oder Modest Mussorgski. Heraus<br />
kommt ein rockig-funkiger, frischlakonischer<br />
Theaterabend voller<br />
Horwitz’schem Augenzwinkern.<br />
DAVID CAMPESINO<br />
LAURANCE CHAPERON<br />
Avantgarde, zwischen Zeitgenossinnen<br />
und Zeitgenossen, musikalischen<br />
Sprachen und Stilen.<br />
Bei den Renaissancewerken handelt<br />
es sich umVertonungen von<br />
Bußpsalmen von Orlandus Lassus<br />
(1532–1594) und von Responsorien<br />
von Tomás Luis de Victoria (1548–<br />
1611), bei den zeitgenössischen<br />
Kompositionen um Auftragswerke<br />
an den Komponisten und Sänger<br />
MartinWistinghausen und den Komponisten,<br />
Konzertdesigner, Musiker<br />
und Performer Iñigo Giner Miranda.<br />
Die Auftragskompositionen sollten<br />
sich mit den Renaissancewerken<br />
auseinandersetzen und gezielt darauf<br />
Bezug nehmen: Martin Wistinghausen<br />
stellt einen Bußpsalm von<br />
Lassus in das Zentrum der kompositorischen<br />
Arbeit, Iñigo Giner Miranda<br />
eine Komposition von Victoria.<br />
Die verschiedenen musikalischen<br />
Schreibweisen werden in Beziehung<br />
zueinander gesetztund dialogisiert.<br />
Bar jeder Vernunft<br />
Kaoshüter<br />
Anna Mateur &The Beuys<br />
Uraufführung<br />
Vom 12. bis zum 16. Februar<br />
Klaus Hoffmann singt Brel<br />
Vom 18. bis zum 23. Februar<br />
Gesang der Trolle<br />
Ljodahått<br />
Am 24. und 29. Februar<br />
sowie am 1. März<br />
Bar jeder Vernunft<br />
Schaperstraße 24<br />
10719 Berlin<br />
Kartentelefon: 030 883 1582<br />
www.bar-jeder-vernunft.de<br />
Tipi am Kanzleramt<br />
Am achten Tag schuf<br />
Gott die Boygroup<br />
Altar Boyz<br />
Am 7. und 8.Februar<br />
Nornu –Die Show<br />
Schwarzblond und<br />
Die Rossi Dance Company<br />
Am 11. bis zum 13. Februar<br />
The Beggar’s Opera 2071<br />
Dominique Horwitz &<br />
die „Me and the Devil“-Band<br />
Vom 27. Februar bis zum 2. März<br />
sowie vom 10. bis zum 15. März<br />
Tipi am Kanzleramt<br />
Große Querallee<br />
10557 Berlin<br />
Kartentelefon: 030 39 06 65 50<br />
www.tipi-am-kanzleramt.de<br />
NURITH WAGNER-STRAUSS<br />
15. &16.2...... 16.00 .........................Klangquadrat (2-10)<br />
17.2. .............. 19.00 ................Erzählbühne (Erzählkunst e.V.)<br />
20.2. .............. 20.00 ...................Bilder lernen laufen, indem<br />
man sie herumträgt (Volker Gerling)<br />
22.2. .............. 16.00 ....................PREMIERE Die Nachtigall<br />
(ab 5, Kathleen Rappolt)<br />
23.2. .............. 16.00 ........................ Die Nachtigall (ab 5)<br />
24. &25.2...... 10.00 ........................ Die Nachtigall (ab 5)<br />
27. &28.2...... 10.00 ..............Future Beats (½-2, Bernd Sikora,<br />
Nasheeka Nedsreal, Andreas Pichler)<br />
29.2. .............. 16.00 ..........................Future Beats (½-2)<br />
Theater Strahl Berlin<br />
Die Weiße Rose, Martin-Luther-Straße 77, 10825 Berlin<br />
Tel. 69 59 92 22, www.theater-strahl.de<br />
12. &13.2...... 11.00 ................Genau wie immer: Alles anders<br />
(Strahl.Die Weiße Rose)<br />
14.2. .............. 10.00 ................Genau wie immer: Alles anders<br />
(Strahl.Die Weiße Rose)<br />
18.2. .............. 11.00 &19.30 ..... Klasse Tour (Strahl.Halle Ostkreuz)<br />
19.2. .............. 11.00 ............ Klasse Tour (Strahl.Halle Ostkreuz)<br />
....................... 11.00 .................. Scheitern! Liebe! Hoffnung!<br />
(Strahl.Probebühne)<br />
20.2. .............. 11.00 ............ Klasse Tour (Strahl.Halle Ostkreuz)<br />
....................... 11.00 .................. Scheitern! Liebe! Hoffnung!<br />
(Strahl.Probebühne)<br />
21.2. .............. 10.00 .................. Scheitern! Liebe! Hoffnung!<br />
(Strahl.Probebühne)<br />
25.2. .............. 11.00 &18.00 ........Nathan (Strahl.Die Weiße Rose)<br />
26.2. .............. 11.00 ...............Nathan (Strahl.Die Weiße Rose)<br />
....................... 11.00 ...............Klasse Glück. Öffentliche Probe<br />
(Strahl.Halle Ostkreuz)<br />
27.2. .............. 11.00 ...............Nathan (Strahl.Die Weiße Rose)<br />
28.2. .............. 10.00 ...............Nathan (Strahl.Die Weiße Rose)<br />
Theater Thikwa<br />
in den Mühlenhaupthöfen<br />
Fidicinstraße 40, 10965 Berlin<br />
Tel. 61 20 26 20, www.thikwa.de<br />
5.-8.2. ............ 20.00 ................Oz, Oz, Oz! (W)rap the Wizard!<br />
mit Cora Frost, Martin Clausen u.a.<br />
Regie: Gerd Hartmann<br />
12.-15.2. ........ 20.00 ................Oz, Oz, Oz! (W)rap the Wizard!<br />
Tipi am Kanzleramt<br />
Große Querallee, 10557 Berlin<br />
Tel. 39 06 65 50, www.tipi-am-kanzleramt.de<br />
1.2. ................ 20.00 ....... Gitte Haenning &Band –„Still crazy ...“<br />
2.2. ................ 19.00 ....... Gitte Haenning &Band –„Still crazy ...“<br />
7. &8.2. ......... 20.00 .......................Altar Boyz -Amachten<br />
Tagschuf Gott die Boygroup<br />
11.-13.2. ........ 20.00 ...........................Schwarzblond und<br />
Die Rossi Dance Company<br />
in Nornu –Die Show<br />
14. &15.2...... 20.00 ...............Double Drums –Beat Rhapsody<br />
16.2. .............. 15.00 .................Double Drums –Groovin‘ Kids<br />
17.2. ............. 19.45 ..............Die Florian Schroeder Satireshow<br />
19.-22.2. ........ 20.00 .........................Paul Morocco &Olé!<br />
23.2. .............. 19.00 ..............................Lisa Eckhart –<br />
Die Vorteile des Lasters<br />
24.2. .............. 20.00 ...............eat! berlin-Spezial: Tagesspiegel<br />
Checkpoint live mit Lorenz Maroldt<br />
27.2. .............. 20.00 ......BERLIN-PREMIERE: Dominique Horwitz –<br />
The Beggar's Opera 2071<br />
28. &29.2...... 20.00 ........................ Dominique Horwitz –<br />
The Beggar's Opera 2071<br />
Vaganten Bühne<br />
Kantstraße 12a, 10623 Berlin<br />
Tel. 313 12 07, www.vaganten.de<br />
1. &4.2. ......... 20.00 ................Afzals Tochter von Ayad Akhtar<br />
6.2. ................ 20.00 ........................Michael Kohlhaas von<br />
Heinrich von Kleist<br />
7.2. ................ 20.00 ...............Romeo und Julia auf dem Dorfe.<br />
Musikalische Lesung<br />
8.2. ................ 20.00 ...........................Michael Kohlhaas<br />
von Heinrich von Kleist<br />
9.2. ................ 18.00 ............Menschen im Hotel von Vicki Baum<br />
11.-13.2. ........ 20.00 ........................Hiob von Joseph Roth<br />
14. &15.2...... 19.30 .............. Der Untertan von Heinrich Mann<br />
16.2. .............. 18.00 ............Menschen im Hotel von Vicki Baum<br />
17.-19.2. ........ 20.00 .................. Ruhm von Daniel Kehlmann<br />
21. &22.2...... 20.00 ......................Shakespeares sämtliche<br />
Werke von A. Long u.a<br />
23.2. .............. 18.00 ..........................Menschen im Hotel<br />
von Vicki Baum<br />
24.2. .............. 20.00 ...........Montagslesung mit R. Scheunemann<br />
25.-27.2. ........ 19.30 ..........Lehman Brothers von Stefano Massini<br />
28. &29.2...... 20.00 .......................Indien von Josef Hader<br />
und Alfred Dorfer<br />
Wintergarten Varieté<br />
Potsdamer Straße 96, 10785 Berlin<br />
Tel. 58 84 33, www.wintergarten-berlin.de<br />
10.2............... 20.00 ....... Klaus Hoffmann bei Kurtz auf der Couch<br />
11.-15.2. ........ 20.00 ..........20 20 –Die 20er Jahre Varieté Revue<br />
16.2. .............. 18.00 ..........20 20 –Die 20er Jahre Varieté Revue<br />
19.2. .............. 20.00 ..........20 20 –Die 20er Jahre Varieté Revue<br />
21. &22.2...... 20.00 ..........20 20 –Die 20er Jahre Varieté Revue<br />
23.2. .............. 18.00 ..........20 20 –Die 20er Jahre Varieté Revue<br />
25. &26.2...... 20.00 ..........20 20 –Die 20er Jahre Varieté Revue<br />
27.2. .............. 20.00 .........................PREMIERE 20 20 –<br />
Die 20er Jahre Varieté Revue<br />
28.2. .............. 20.00 ..........20 20 –Die 20er Jahre Varieté Revue<br />
29.2. .............. 20.00 ..........20 20 –Die 20er Jahre Varieté Revue<br />
15.30 ............................20 20 ShowCafé<br />
Mitteilung der Redaktion<br />
Die nächste Spielplan-Ausgabe (März 2020)<br />
erscheint am Freitag, 28. Februar<br />
Spielplan-Redaktion: Peter Brock<br />
Tel. 030 2327 6718<br />
E-Mail: redaktion.spielplan@mdscreative.com<br />
Titelfotos: Matthias Heyde, Michael Petersohn,<br />
David Baltzer (2), Daniel Hundertmark