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Faszination Koi

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FASZINATION

KOI

Koi-Varietäten und nützliche Informationen

Herausgeber Koi-Breeder AG


Liebe Koi-Freunde

Das Thema Koi und die Faszination, welche diese Fische ausstrahlen, begeistert

die Menschen nicht länger nur in Japan, sondern überall auf der

Welt. Richtig glauben kann man es aber erst, wenn man die Koi selber

erlebt hat. Die Ruhe, die Farbenpracht und die schon fast liebenswürdige

Zutraulichkeit macht diese Fische zu etwas ganz Besonderem!

In der nachfolgenden Broschüre möchten wir Ihnen die Faszination Koi

näherbringen und damit einen Funken der Begeisterung in Ihnen entfachen.

Wen die Koi einmal in ihren Bann gezogen haben, den lassen sie nicht mehr los. Werden Sie ein «Koi

Kichi», ein «Koi Verrückter», und tauchen Sie mit uns ein in die Welt der Nishikigoi!

Viel Spass beim Lesen!

Herzliche Grüsse

Roger Wyss

Inhaber Koi-Breeder AG

Inhalt

Geschichte und Herkunft 3

Koi direkt vom Züchter 4

Koi-Auktionen 5

Koi-Varietäten 6 – 13

Fütterung 14

FAQ 15 – 18

Wer ist die Koi-Breeder AG? 19

Koi-Breeder AG

Gewerbestrasse 11

5107 Schinznach-Dorf

Telefon: 056 463 64 06

E-Mail: info@koi-breeder.ch

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag

9 – 12 Uhr und 13:30 –18 Uhr

Samstag

März – September: 10 – 16 Uhr

Oktober – Februar: 10 – 13 Uhr

Bildquellen:

Titelseite: © Peter Hofstetter/ peterhofstetter.com

Koi-Varietäten: Mark Gardner

2


Bild: ©Peter Hofstetter / www.peterhofstetter.com

Geschichte und Herkunft

Der Nishikigoi oder kurz Koi ist eine Zuchtform des Karpfens.

Man geht davon aus, dass Karpfen vor etwa 2000 Jahren aus

dem Iran nach Asien gebracht wurden. Hier wurden die Koi

in den Reisfeldern als Insektenfresser und als Speisefische

gehalten. Besonders im Winter waren die Bauern auf das

Fleisch der Fische angewiesen.

Mit der Zeit entdeckten die Bauern Farbmutationen an den

Fischen, welche sie gezielt zu kreuzen anfingen. Die heutige

Vielfalt der Nishikigoi ist diesen Bemühungen zu verdanken.

Seit etwa 1870 wurden Koi in Japan von Adeligen als Statussymbol

gehalten. Heute sind sie auf der ganzen Welt verbreitet

und beliebt.

Die japanische Züchter- und Händlervereinigung Shinkokai

unterteilt die Koi in 16 Hauptgruppen und über 100 Untergruppen.

Auf den nachfolgenden Seiten stellen wir Ihnen

die bekanntesten Exemplare vor.

Die Fachausdrücke für das Alter der Koi:

• Tosai = einjährig

• Nisai = zweijährig

• Sansai = dreijährig

• Yonsai = vierjährig

• Gonsai = fünfjährig

• Rokusai = sechsjährig

• Nanasai = siebenjährig

3


Koi direkt vom Züchter

Unsere Faszination für Koi reicht bereits viele Jahre zurück. Im

Jahr 2002 begannen wir mit der Zucht von eigenen Koi und

eigneten uns so ein grosses Fachwissen über Koi Selektion und

Koi Haltung an. Heute importieren wir unsere Fische mehrheitlich

von der Ogata Koi Farm – einem der namhaftesten

Koi Züchter weltweit. Unser Anspruch ist es, unseren Kunden

immer die bestmögliche Qualität anzubieten. Wir haben uns

bei den Koi von Anfang an zum Ziel gesetzt, nur mit ausgewählten

Züchtern zusammen zu arbeiten. Ogata ist der perfekte

Partner für uns. Zum einen weil die Auswahl an Varietäten

sehr gross ist, zum anderen, weil bei Ogata der Qualität und

Gesundheit der Koi grösste Beachtung geschenkt wird. Durch

unsere regelmässigen Japanreisen im Frühjahr und im Herbst

halten wir unser Wissen laufend auf dem neuesten Stand.

Manabu Ogata

Manabu Ogata wurde am 11. Februar 1955 in Kurume geboren.

Bereits in der Schulzeit galt seine ganze Aufmerksamkeit

den faszinierenden Nishikigoi. Nachdem er die

Schule abgeschlossen hatte, konnte Manabu nichts mehr

davon abhalten, seinen Wissensdurst im Bereich Koizucht

zu stillen. So verbrachte er die nächsten 6 Jahre seines Lebens

in Niigata, der Heimat der geliebten Nishikigoi. Es war

niemand geringerer als Ichiro Mano, der vielen auch als

«Gott der Farbkarpfen» bekannt war, welcher sein ganzes

Wissen an den lerneifrigen Schüler Manabu weitergab.

Als er seine Ausbildung abgeschlossen hatte, gründete er

gemeinsam mit seinem Vater die weltweit bekannte Koifarm,

die er nun gemeinsam mit seinem Bruder Toshi betreibt.

Osaka

Tokyo

Ogata Koi Farm

Mittlerweile ist Mr. Ogata selbst eine lebende Legende

unter den Koizüchtern und ist auch aus dem Komitee der

grössten Koi Show der Welt, der All Japan Koi Show, nicht

mehr wegzudenken.

www.ogatakoi.com

«Schon als kleiner Junge haben mich die

grossen, farbigen Fische fasziniert. Die Ruhe

und Gelassenheit, welche Koi ausstrahlen,

lassen mich Kraft tanken und den harten

Arbeitsalltag vergessen.»

Bilder: Mark Gardner

4


Roger Wyss

Den ersten Kontakt zu Koi hatte Roger Wyss im privaten Bereich.

Am meisten faszinierte ihn die Zutraulichkeit der grossen

Fische, das ruhige und harmonische Verhalten im Teich

und die Unterschiede in deren Entwicklung. Im Jahr 2002

begann er seine Arbeit mit den Koi. Dazu kaufte er in Japan

Elterntiere, deren Gene er für die eigene Zucht verwendete.

Über die Jahre entwickelte er das Geschäftsmodell immer

weiter, gründetet eine Aktiengesellschaft und ist heute einer

der grössten Händler im Koi- und Teichgeschäft in Europa.

Die stetig steigende Nachfrage nach qualitativ hochwertigen

Fischen führte dazu, dass er heute alle Koi direkt in Japan

kauft und die eigene Aufzucht aufgegeben hat.

«Es gibt für mich nichts entspannenderes, als am

Abend bei einem Glas Wein am Teich zu sitzen

und meine Koi zu beobachten. Als Koihändler ist

es für mich die schönste Zeit, wenn im Herbst

das Abfischen stattfindet und ich in Japan wieder

neue Koi selektieren kann.»

Koi-Breeder AG

Schinznach-Dorf

Koi-Auktionen

Ein wiederkehrendes Highlight ist das jährliche Abfischen

der Teiche in Japan. Dann sind wir vor Ort und selektieren

die Koi, welche anschliessend die Reise in die Schweiz antreten.

Wir fischen dann die schönsten Koi aus den Becken. Um

die Qualität der Koi schnell zu beurteilen, braucht es ein geschultes

Auge sowie Geschwindigkeit und Geschicklichkeit.

Auf unserer Internetseite www.koi-breeder.ch finden Sie

eine grosse Koi-Auswahl. Von kleinen Baby-Koi bis zu mehrjährigen,

grossen Fischen. Die grösseren Fische sind allesamt

einzeln fotografiert. Damit wir diese eindeutig identifizieren

können, tragen die grösseren, einfärbigen Fische jeweils einen

Chip.

Regelmässig führen wir auch Online-Auktionen durch. Mit

etwas Glück haben Sie die Chance, ein begehrtes Exemplar

für Ihren Teich zu einem sehr attraktiven Preis zu ersteigern.

Abonnieren Sie uns auf Facebook und besuchen Sie regelmässig

unsere Webseite um keine Gelegenheit zu verpassen.

AKTUELLE KOI-AUKTIONEN

Rufen Sie jetzt aktuelle Auktionen

auf Koi-Breeder.ch mit diesem

QR-Code ab.

Bild: Mark Gardner

5


Koi-Varietäten

Wir unterscheiden zwischen beschuppten und unbeschuppten

Koi. Der klassische Japan Koi war ursprünglich beschuppt

(wagoi). Erst am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde von den

Deutschen der Spiegelkarpfen nach Japan gebracht und

gezielt eingekreuzt. Daher kommt heute die Bezeichnung

doitsu (deutsch) für die unbeschuppten oder teilbeschuppten

Varietäten. Einige Koi werden als metallische Fische bezeichnet.

Diese sind durch ihre glänzende Haut und die undurchsichtigen

Brustflossen erkennbar. Ebenfalls verbreitet

sind glänzende Schuppen, das sogenannte Gin Rin bei den

Koi. Nahezu alle Varietäten gibt es mit oder ohne dieser glänzenden

Schuppen.

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Gosanke – «Die grossen Drei»

Zu den Gosanke zählen wir Kohaku, Sanke und Showa. Diese drei Varietäten sind die Lieblinge der Japaner, darum nennen

wir sie auch «die grossen Drei». An den Koishows überall auf der Welt sind die Sieger daher auch mehrheitlich Fische aus

dieser Kategorie. Für Koifans sind Gosanke Pflichtprogramm, die in keinem Teich fehlen sollten.

Sanke

Sanke ist der gebräuchliche Name

für Taisho Sansoku und bedeutet

drei Farben. Seine Grundfarbe

ist weiss, gezeichnet mit rot und

schwarz. Wie auch der Kohaku ist der

Sanke noch immer eine der beliebtesten

Varietäten in Japan.

Kohaku

Der Kohaku ist der König der Koi.

Sein Name besteht aus zwei Silben:

«ko» für rot und «haku» für weiss,

was deutlich das Erscheinungsbild

eines Kohaku beschreibt. Er wird in

Japan wie nur wenige Tiere verehrt.

Showa

Im Gegensatz zum Sanke besitzt

der Showa rote und weisse Flecken

auf schwarzem Grund. Ausserdem

erscheint die schwarze Färbung

eher zusammenhängend und nicht

so «blumig» wie beim Sanke.

Doitsu Showa

Gin Rin Showa

Die doitsu Variante des Showa

gewinnt immer mehr an Beliebtheit,

da die unbeschuppte

Haut die Farben noch intensiver

wirken lässt. Oft werden doitsu

Showa mit Beni Kumonryu verwechselt.

Am eindeutigsten

kann man diese Fische über

die Farbe weiss unterscheiden.

Showas besitzen ein ungetrübt

helles weiss, während Beni Kumonryu

meist graue Anteile darin

haben.

Gin Rin Showa sind die Spezialität

unseres Partners in Japan.

Ogata züchtet diese Varietät in

hervorragender Qualität. Werden

die Farben schwarz, rot und

weiss mit den schimmernden

Gin Rin Schuppen ergänzt, haben

wir einen Fisch im Teich, der

das Herz jedes Koi Liebhabers

höherschlagen lässt.

7


Asagi

Der Asagi ist eine der ältesten

Varietäten und dient als Grundform

für viele Untergruppierungen.

Asagi ist der japanische

Name für «Hellblau». Diese

Farbe zeigt er als Netzmuster

entlang des Rückens bis hin zur

Seitenlinie. Zu Beginn der Seitenlinie

ändert sich die blaue

Farbe abrupt in rot.

Yamabuki Ogon

Der Yamabuki Ogon ist ein Vertreter

der Hikari-Mujimono (einfarbig

metallisch) Familie. Diese

goldgelben, metallischen Koi

sind sehr beliebt. Sie wachsen

gut und können bereits nach

wenigen Jahren eine stattliche

Grösse erreichen. Yamabuki

sind eine Augenweide in jedem

Koiteich.

Tancho Kohaku

«Eine rote Krone tragend» - so

lässt sich Tan (rot) und Cho

(gekrönt sein) übersetzen. Mit

seinem roten Punkt auf dem

schneeweissen Körper symbolisiert

der Tancho die Nationalflagge

Japans.

Mukashi Ogon

Frei übersetzt heisst Mukashi

«der Alte». Er geht hervor aus

den ersten Zuchtversuchen des

Yamabuki Ogon hervor. Die Farbe

des Mukashi kann von beige

bis silbergrau reichen. Er ist sehr

zutraulich und zählt ebenfalls

zu den schnell wachsenden Varietäten.

Platinum Ogon

Ein metallischer, komplett weisser

Fisch. Da er früher hauptsächlich

von Frauen ausgesucht

wurde, galt er lange Zeit als

Frauenkoi. Heute geniesst dieser

Fisch bei beiden Geschlechtern

einen hohen Stellenwert.

Mizuho Ogon

Ein einfarbiger, metallischer

und oranger Koi den es nur als

doitsu gibt. Die wenigen Schuppen

am Rücken oder auf der

Flanke sind schwarz gefärbt.

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Utsuri

Auf Deutsch übersetzt könnte man die Gattung der Utsurimono als «Harmonie-Sorte» bezeichnen. Ursprünglich stammen

diese Koi vom Showa ab. Die Grundfarbe schwarz sollte in etwa die Hälfte des Fisches bedecken. Der Shiro Utsuri gilt

heute als einer der beliebtesten Koi überhaupt und wird von Kennern und Züchtern direkt nach den Gosanke genannt.

Shiro Utsuri

Der Shiro Utsuri gehört in die

Gruppe der Utsurimono. Er ist ein

schwarzer Fisch mit weisser Zeichnung.

Die Zeichnung bildet sich

teilweise erst nach einigen Jahren

aus. Der Shiro Utsuri ist mittlerweile

so beliebt, dass er als inoffizielles

Mitglied der «Gosanke» gezählt

wird.

Kin Ki Utsuri

Kin Ki Utsuri ist der Sammelbegriff

für alle metallischen Utsuris. Das

Wort Kin steht für Gold oder eben

für metallisch. Es spielt bei diesem

Koi keine Rolle, ob die Grundfarbe

gelb, orange oder rot ist, der Name

bleibt derselbe.

Hi Utsuri

Dieser Vertreter der Utsurimono Familie

ist nach wie vor sehr beliebt.

Durch seine eher dunkle Färbung

und dem meist etwas kräftigeren

Körperbau strahlt der Hi Utsuri

oftmals etwas Maskulines aus. Wie

alle Koi der Utsurimono Familie, ist

auch der Hi Utsuri ein schwarzer

Fisch, jedoch mit roter (hi) Zeichnung.

Hariwake

Midorigoi

Ein zweifarbig metallischer Koi.

Ein glänzend weisser Koi mit

oranger bis gelboranger Zeichnung.

Er ist eine Kreuzung aus

Kohaku und Platinum Ogon.

Ein gelb bis grünlicher Koi. Er

ist eine Kreuzung aus einem

männlichen Shusui oder Asagi

und einem weiblichen Yamabuki.

Bis heute gibt es keine reine

Blutlinie von Midorigoi. Sie

werden immer noch gekreuzt,

darum sind sie auch extrem selten.

Von 70'000 Koi werden nur

ca. drei Stück zu Midorigoi.

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Kawarimono

Kawarimono bedeutet auf Deutsch «der Sonderling». Zu dieser Gattung zählen wir alle Koi, die keiner anderen Zuchtart zugeordnet

werden können und deren Haut nicht metallisch ist. Diese Gruppe ist die am stärksten wachsende und erweitert sich

permanent. Alle Koi, die wir zu den Kawarimono zählen, sollten reine Farben und ein klares Schuppenbild aufweisen.

Gin Rin Soragoi

Übersetzt heiss Soragoi «Karpfen in

Himmelsfarben». Ein nicht metallischer,

einfarbig blau-grauer Koi.

Der Soragoi besitzt ein sehr gutes

Wachstumspotential, wird jedoch

nicht so schnell handzahm wie

sein naher Verwandter Chagoi.

Ein Erkennungsmerkmal für gutes

Wachstum ist ein breiter Kopf und

ein kräftiger Schwanzansatz.

Gin Rin Chagoi

Die braune Färbung des Chagoi

kann von schokobraun bis zu einem

olivgrünen Farbton variieren.

Der Chagoi ist einer der beliebtesten

Koi überhaupt. Sein schon fast

liebevoller, zahmer Umgang mit

Menschen macht diesen Fisch zu

einem wahrhaft bezaubernden Koi.

Ebenfalls besitzt der Chagoi ein

hohes Wachstumspotenzial.

Karashigoi

Zusammen mit dem Chagoi gehört

der Karashigoi zu den zahmsten

Koi Varietäten überhaupt. Übersetzt

heisst Karashi «senffarben».

Ein helles Gelb an diesem Fisch ist

ein zusätzliches Qualitätsmerkmal.

Oft sind Karashis aber auch eher

bleich bis hautfarben. Er verfügt

ebenfalls über ein hohes Wachstumspotenzial.

Benigoi

Einfarbig rot als doitsu oder

wagoi erhältlich. Benigoi oder

auch Higoi heisst übersetzt

«Rotkarpfen». Benigoi sind Higoi

mit extrem schönem und

intensiven rot.

Gin Rin Ochiba Shigure

Der Ochiba Shigure besitzt

wohl den poetischsten Namen

unter den Koi: «Herbstlaub auf

dem Wasser». Diese Koi stammen

aus einer Kreuzung zwischen

braunen Chagoi und marineblauen

Soragoi. Das Blau

des Soragoi symbolisiert das

Wasser und das Braun des Chagoi

das Herbstlaub.

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Kujaku

Kujaku heisst Truthahn, denn

das Federkleid eines Truthahns

erinnnert an die Zeichnungsmerkmale

des Kujaku. Die metallische

Haut in Verbindung

mit der rot-orangen Zeichnung

sowie dem schwarzen Netzmuster

macht den Kujaku zu

einem echten Blickfang.

Shusui

Als Kreuzung des Spiegelkarpfens

mit dem Asagi war der

Shusui einer der ersten Doitsu-

Koi. Der Shusui hat eine breite

Linie von dunkelblauen Schuppen

längs des Rückens und rote

oder orangefarbene Körperseiten.

Ist auch der Rücken des

Shusui rot gefärbt, so bezeichnet

man ihn als Hi-Shusui.

Gin Rin Goshiki

Goshiki bedeutet übersetzt

fünffarbig. Es bleibt offen, welche

Farbe den Grundton angibt.

Sieht man etwas genauer

hin fällt auf, dass die rote Zeichnung

auf grauem Grund sich

aus mehreren Farben, nämlich

rot, schwarz, weiss, blau und

dunkelblau zusammensetzt.

Ai-Goromo

Goromo bedeutet auf Deutsch

«Priestergewand». Er ist eine

Kreuzung von Kohaku und Asagi.

Die Zeichnung wirkt wie die

eines Kohakus, ist jedoch durch

Goromo ergänzt – die dunkelblaue

oder schwarze Mondsichel,

die jede Schuppe

schmückt.

Kikusui

Dieser Koi sieht aus wie ein

doitsu Kohaku, gehört jedoch

zu den metallischen Fischen.

Diese Varietät gibt es nur unbeschuppt,

also als doitsu. Ein

Kikusui ist eine Mischung von

Kohaku und Platinum Ogon.

Wenn diese zwei Koi miteinander

gekreuzt werden, erhalten

wir einen Hariwake. Danach

wird ein schuppenloser Koi eingekreuzt,

so entsteht die Varietät

Kikusui.

Budo-Goromo

Bei den Budo-Goromo ist das

Goromo sehr viel ausgeprägter

als beim Ai-Goromo. Teilweise ist

es so intensiv, dass das Rot fast

völlig überschattet wird. Junge

Ai-Goromo wachsen nicht selten

zu Budo ab.

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Aka Matsuba

Ein nicht metallischer, komplett

roter Koi mit schwarzem Matsuba

(Tannenzapfen) Schuppen.

In der Regel werden Aka

Matsuba nicht gezüchtet, sondern

finden sich unter den

Nachkommen des Asagi.

Gin Rin Ki Matsuba

Ein gelber bis hell oranger Koi

mit schwarzem Matsuba (Tannenzapfen).

Auch er wird nicht

gezielt gezüchtet, sondern

gehört zu den Nachkommen

des Ki Asagi.

Gin Matsuba

Ein weisser Koi mit schwarzem

Matsuba (Tannenzapfen). Er gehört

zu den Nachkommen des

Kujaku und wird ebenfalls nicht

mit einer gezielten Blutlinie gezüchtet.

Yamato Nishiki

Yamato Nishiki ist eine Kreuzung

aus Sanke und Platinum

Ogon. Er ist die metallische Version

eines Sanke und ist meist

als doitsu, selten als wagoi erhältlich.

Hajiro

Ein schwarzer Koi der am Bauch

rot oder weiss gefärbt ist, die

Brustflossenspitzen sind in den

meisten Fällen weiss.

Beni Kikokuryu

Der Beni Kikokuryu ist eine

Züchtung aus Kumonryu und

Kikusui. Beni Kikokuryu sind

immer metallische Fische und

doitsu, es gibt sie nicht als beschuppte

Variante. Frei übersetzt

heisst Beni Kikokuryu

«rot leuchtender schwarzer

Drache». Die Hauptfarben sind

schwarz, weiss und rot, teilweise

mit grauen Partien.

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Wandlungsfähige

Die sogenannten «Farbwandler» sind keine offizielle Koi Gattung. Es gibt jedoch vier Varietäten, die das ganze Leben

stetigen farblichen Veränderungen ausgesetzt sind. Dazu gehören Kumonryu, Kikokuryu, Beni Kumonryu und Beni

Kikokuryu. Je nach Wassertemperatur und PH-Wert verändern sich diese Fische teilweise extrem. Es sind keine Anfängerfische,

da sie sich zum Teil so stark verändern, dass man im Frühling einen «anderen» Fisch im Teich hat als im Herbst. Für

den Koi Enthusiast und für Koi Kenner sind diese Fische ein Highlight und eine stetig neue Überraschung.

Beni Kumonryu

Der Beni Kumonryu ist ein nicht

metallischer Koi den es nur als

doitsu gibt. Er ist eine selten vorkommende

Unterform des Kumonryu.

Nebst weiss und schwarz

verfügt der Beni Kumonryu auch

zusätzlich noch über rot in seiner

Farbpallette. Frei übersetzt bedeutet

Beni Kumonryu «roter neunfach

gezeichneter Drache».

Kikokuryu

Er entstand aus einer Kreuzung von

Platinum Ogon und Kumonryu und

ist ein metallischer Fisch. Anders

als der Beni Kikokuryu ist der

Kikokuryu nur schwarz und weiss.

Frei übersetzt bedeutet Kikokuryu

«leuchtender schwarzer Drache».

Ihn gibt es ebenfalls nur als unbeschuppte

Variante.

Kumonryu

Frei übersetzt bedeutet Kumonryu

«neunfach gezeichneter Drache».

Dieser Koi existiert nur als unbeschuppte

Variante. Der Kumonryu

gilt als der extremste Farbwandler

unter den Koi.

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Fütterung

Die Gesundheit der Koi hängt gänzlich von der richtigen

Ernährung ab. Folgende Erkenntnisse sind unserer Meinung

nach wichtig:

Nur extrudiertes Futter wird von den Koi optimal

verdaut und hält die Wasserbelastung gering

Der optimale Gehalt an Vitaminen ist entscheidend

für die Unterstützung des Immunsystems

Die richtige Kombination an Mineralstoffen und

Spurenelementen ist wichtig für einen gesunden

Knochenaufbau

Hochwertige Omega 3- und 6-Fettsäuren sind wichtig

für die Gesunderhaltung der Haut

Das Futter ist den saisonalen Gegebenheiten anzupassen

(Sommer- und Winterfutter)

Die Futtermenge sowie auch die Anzahl Tagesrationen

ist einzuhalten

Grundsätzlich ist es besser, Koi häufiger in kleinen

Mengen zu füttern, anstelle eine grosse Portion zu geben.

Die Filterbakterien werden dadurch gleichmässig

beansprucht und die Wasserwerte haben so keine

grossen Schwankungen. Koi benötigen ca. 0.5 bis 2%

des eigenen Körpergewichts pro Tag. Genauso wichtig

sind aber auch gute Wasserwerte und genügend Filterkapazität.

www.kobresan.ch

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Häufig gestellte Fragen – FAQ

Wie alt wird ein Koi?

20 bis 40 Jahre alt, in Ausnahmefällen können Koi auch älter

werden.

Wie gross wird ein Koi?

Standardgrösse ist 50 bis 80cm, es gibt aber Exemplare mit

einer Grösse von über einem Meter.

Wie lange dauert es bis mein Fisch ausgewachsen ist?

Koi wachsen in den ersten sechs Lebensjahren am meisten.

Danach wachsen sie nur noch wenige Zentimeter jährlich.

Welche Grundvoraussetzungen müssen in meinem Teich

gegeben sein, damit ich Koi halten kann?

Wichtig ist eine Umwälzung des Wassers mit einer Filtration,

die auf die jeweilige Teichgrösse individuell angepasst wird.

Für die Koi ist primär die biologische Klärung entscheidend,

da hier die giftigen Stoffe Ammonium und Nitrit zu Nitrat abgebaut

werden. Wir rechnen mit 1'000 bis 1'500 Liter Wasser

pro Koi. Vor allem im Sommer ist es notwendig den Teich zu

belüften, da bei hohen Temperaturen weniger Sauerstoff im

Wasser gelöst ist.

Kann ich Koi mit anderen Fischen zusammen halten?

Ja, Koi gehören zur Familie der Cypriniden, also zu den karpfenartigen

Fischen. Es sind Friedfische und sie verhalten

sich entsprechend umgänglich.

Bei welchen Wassertemperaturen kann ein Koi leben?

Im Winter sollte darauf geachtet werden, dass die Wassertemperatur

nicht unter 5° C sinkt, da die Koi das Essen sonst

komplett einstellen würden. In unseren Breitengraden kann

das Teichwasser nicht zu warm werden. Die Lieblingstemperatur

der Koi beträgt 20° C bis 25° C.

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Kann ich grosse und kleine Koi zusammen halten? Essen

grosse Koi die kleinen Fische?

Das geht problemlos. Koi sind Friedfische und essen entsprechend

keine kleineren Artgenossen.

Wenn ich einen neuen Koi zu meinem alten Bestand setze,

vertragen sich dann die Fische?

Koi sind sehr gesellige Fische. Neue Kollegen im Teich werden

schnell akzeptiert und im Schwarm integriert.

Kann ich Wasserpflanzen mit Koi zusammen halten?

Beim traditionellen Japanteich beschränkt sich die Bepflanzung

auf die Randgestaltung. Möchten Sie dennoch nicht

auf Pflanzen im Teich verzichten, sollten Sie Flachwasserzonen

einplanen, welche die Koi nicht erreichen. Eine Alternative

sind Böschungstaschen oder Pflanzeninseln.

Wie setze ich einen Koi richtig in meinen Teich ein?

Grundvoraussetzung ist eine konstante Wassertemperatur

des Teiches von 18° C. Die Fische sollten ca. 20 Minuten langsam

akklimatisiert werden, da sie auf extreme Temperaturunterschiede

heikel reagieren. Danach können die Fische

unbedenklich und mit dem Wasser aus der Verpackung direkt

in den Teich entlassen werden.

Qualitätsmerkmale

Was sind die wichtigsten Merkmale für einen richtig

schönen Koi?

Intensive und klar abgegrenzte Farben, Ausgeprägtheit der

Zeichnung, Körperform und Grösse, sowie der Glanz der

Haut sind die wichtigsten Indikatoren für einen schönen Koi.

Warum werden manche Koi grösser als andere?

Wachstum ist individuell und hängt davon ab, wie gut die

Gene der Elterntiere weitergegeben worden sind.

Hat die Grösse des Teiches Einfluss auf das Wachstum

meiner Fische?

Das ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Die Fische schöpfen

bei ausreichender Fütterung das volle Potential ihrer genetischen

Veranlagung aus und wachsen unabhängig von der

Teichgrösse.

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Warum hat mein Koi seine Farbe verloren?

Der Verlust von Farbe kann genetischer Natur sein oder von

Stress herrühren. Leuchtende Farben wie z.B. rot oder orange

müssen gefördert werden. Wir empfehlen daher im Hochsommer

gezielt ein farbverstärkendes Futter einzusetzen, um die

Farbgebung zu intensivieren bzw. zu erhalten. Baby-Koi haben

die Tendenz sich in den ersten Jahren stark zu verändern.

Beim Kauf von mehrjährigen Koi sinkt die Wahrscheinlichkeit,

dass diese zu Farbänderungen tendieren.

Fütterung

Was isst ein Koi?

Um den Koi alle wichtige Nährstoffe zu bieten, die sie für ein

gutes Wachstum und eine optimale Entwicklung benötigen,

sollte nur hochwertiges Koifutter verwendet werden. Wichtig

ist, dass der Fettanteil des Futters nicht zu hoch ist, da sich

dies langfristig negativ auf die Gesundheit der Koi auswirkt.

Verwenden Sie eine der Fischgrösse angepasste Pelletgrösse.

Vom Frühling bis in den Herbst können Sie Ihre Fische mit

schwimmendem oder sinkendem Futter verwöhnen. Im Winter

sollte ein Winterfutter mit sinkenden Pellets verwendet

werden, da sich die Koi in dieser Jahreszeit primär am Grund

aufhalten.

Wie viel Futter benötigt ein Koi?

Ab einer Wassertemperatur von 20 Grad raten wir zu mehreren

Fütterungen am Tag. Eruieren Sie die Menge mit der

Zwei-Minuten-Regel. Geben Sie Futter in den Teich und

wenn nach zwei Minuten noch Futter aufschwimmt, haben

Sie zu viel gefüttert. Die Futtermenge muss mehrfach im

Jahr neu ermitteln werden, da sie je nach Wassertemperatur

und Nahrungsbedarf höher oder tiefer liegt.

Gesundheit

Woran erkenne ich, ob meine Koi gesund sind?

Isst und schwimmt Ihr Fisch normal und sondert sich nicht

ab, ist dies ein sehr gutes Zeichen. Folgende Verhaltensmerkmale

sollten unbedingt beachtet werden: Fische

springen aus dem Wasser; Fische kratzen sich an den Teichwänden;

Fische liegen lethargisch am Boden und sondern

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sich vom Schwarm ab; Fische essen nicht mehr. Sollten Sie

eines dieser Verhalten bei Ihren Koi bemerken, kontaktieren

Sie uns oder direkt den Koi-Arzt Ihres Vertrauens.

Welche Wasserwerte muss ich regelmässig kontrollieren?

Ammonium, Nitrit und Sauerstoff

Warum jagen meine Koi einander nach?

Dieses Phänomen ist typisch für die Laichaktivität der Fische

und völlig natürlich. Koi beginnen zu laichen, wenn in kurzer

Zeit ein extremer Anstieg der Wassertemperatur zu vermerken

ist. Das ist meist bei Temperaturen um die 20 Grad der

Fall. Kontrollieren Sie während und nach dem Laichgeschäft

die Wasserwerte und stellen Sie die Fütterung für ca. eine

Woche ein.

fallen, damit die Koi auch im Winter in reduziertem Masse

essen. Dies erreichen Sie, indem Sie Ihren Teich abdecken

oder allenfalls beheizen. Sehr wichtig ist ebenfalls,

dass die Filtration im Winter nicht abgestellt wird. Dies

gilt aber nicht für die Bachläufe und Wasserfälle. Diese

bitte abstellen, damit das Teichwasser nicht unnötig

auskühlt. Befindet sich die Pumpe im Teich, sollte sie

im Winter nicht an der tiefsten Stelle platziert werden.

Dadurch entsteht am Teichgrund ein strömungsarmer

Bereich. Hier können die Koi ohne grösseren Energieverbrauch

überwintern. Sorgen Sie auch für eine ausreichende

Sauerstoffanreicherung und achten Sie darauf,

dass die Teichoberfläche nicht komplett zufriert.

Wintervorbereitungen

Was mache ich mit meinen Fischen im Winter?

Einige Grundregeln sollten für die Überwinterung der

Koi beachtet werden. Das Wasser sollte nicht unter 5° C

18


Wer ist die Koi-Breeder AG?

Koi-Breeder ist das führende Unternehmen im Bereich

Koihaltung und Teichtechnik in der Schweiz. Auf über

5'000 m² Fläche eröffnet sich eine Erlebniswelt, welche

das Herz jedes Teich-Liebhabers höher schlagen lässt.

Mit über zehn fachkundigen Mitarbeitern bieten wir

von der CAD-Planung Ihres Teiches bis hin zur Verwirklichung

eines Wasserspieles die volle Unterstützung

an. Unsere Stärke ist es, für jedes Bedürfnis eine individuelle

Lösung zu finden.

Bei uns erwartet Sie….

• Über 1'000'000 Liter Wasservolumen.

• Showteichanlage im japanischen Stil mit

150‘000 Liter Inhalt.

• Riesige Koi-Auswahl bis hin zu mehrjährigen Fischen

von Standard- bis Showqualität.

• Grosses Treibhaus mit Showbecken und Indoorteich

mit gesamt 130'000 Liter Wasservolumen.

• 200'000 Liter Störteich mit Grossstören über 100kg

und bis 3 Meter Länge.

• Beheizter Showroom mit verschiedenen Showbecken.

• Drei Grossaquarien mit gesamthaft 15 Meter Sichtscheibe

und bis zu 50'000 Liter Inhalt. Besiedelt von

exotischen Süsswasserfischen vom Nilbarsch bis hin

zum Amazonas-Stechrochen.

• Verkaufsshop mit Ausstellung von über 2'000

Artikeln rund um Biopool, Koi- und Gartenteich.

• 700m² Hochregallager für just in time Lieferungen.

• Permanente Ausstellung mit Schweizer Findlingen,

japanischen Gartenbonsai und exklusiven

Steinlaternen.

• Kostenlose Erstberatung für Ihr Teichbauprojekt bei

uns im Shop.

... und vieles mehr!

WER IST KOI-BREEDER?

Auf Youtube stellen wir uns in

einem kurzen Video vor.

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Filtertechnik für Biopool, Garten- und Koiteiche,

Teichprodukte und Japan-Koi

Koi-Breeder AG

Gewerbestrasse 11 | 5107 Schinznach-Dorf | Telefon 056 463 64 06 | Fax 056 463 64 05

info@koi-breeder.ch | www.koi-breeder.ch

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