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Aufwind 05/19

Die Themen dieser Ausgabe: ● COPD-Challenge: Weltrekord geschafft! ● Kreuzallergien: Pollen & Nahrungsmittel ● Prävention: Das Impfdilemma ● Therapie: Hilfe bei seltenen Lungenerkrankungen

Die Themen dieser Ausgabe:
● COPD-Challenge: Weltrekord geschafft!
● Kreuzallergien: Pollen & Nahrungsmittel
● Prävention: Das Impfdilemma
● Therapie: Hilfe bei seltenen Lungenerkrankungen

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Aufwind

Zeitschrift für Menschen mit Atemwegserkrankungen, Hauterkrankungen und Allergien

Nr. 5/2019

Welt-COPD-Tag:

Vitamin D + Bewegung

helfen im Winter bei COPD

● COPD-Challenge: Weltrekord geschafft!

● Kreuzallergien: Pollen & Nahrungsmittel

● Prävention: Das Impfdilemma

● Therapie: Hilfe bei seltenen Lungenerkrankungen


Inhalt

4 COPD: Vitamin D + Bewegung helfen im Winter

6 Spezifische Immuntherapie: Ursache der Allergie bekämpfen

7 Kreuzallergien: Pollen & Nahrungsmittel

Die Österreichische Lungenunion

(ÖLU) ist eine bundesweit aktive

Selbsthilfegruppe für alle Menschen

mit Allergie, Asthma, COPD,

Lungenkrebs und Neurodermitis.

Die ÖLU ist ganzheitlich orientiert,

sie stützt und fördert die Mündigkeit

der Betroffenen. Sie gibt und

vermittelt Anleitung zur Selbsthilfe.

Sie strebt Partnerschaftsbewusstsein

an: der Arzt als Partner im

Leben des Patienten, aber auch

der Patient als Partner der Bemühungen

des Arztes.

Das Ziel ist der informierte Patient

und die informierte Mitwelt. Nutzen

Sie die Angebote der „Österreichischen

Lungenunion“ und helfen

Sie mit, das öffentliche Bewusstsein

in Bezug auf den Stellenwert

von Allergien und Atemwegserkrankungen

zu erhöhen.

Beratungen nach telefonischer

Voranmeldung.

Österreichische Lungenunion

Obere Augartenstraße 26 – 28

1020 Wien

Tel. und Fax: 01/330 42 86

E-Mail: office@lungenunion.at

www.lungenunion.at

Das Magazin Aufwind unterstützt

die Aktivitäten der Österreichischen

Lungenunion.

Aus Gründen der Lesbarkeit wird

auf eine geschlechtsspezifische

Differenzierung verzichtet.

Entsprechende Begriffe gelten

im Sinne der Gleichbehandlung

für beide Geschlechter.

8 Clara-Studie: Die Angst vor der Atemnot

9 Prävention: Das Impfdilemma

10 Therapie: Hilfe bei seltenen Lungenerkrankungen

12 Termine und Veranstaltungen

Impressum

Herausgeber:

Österreichische Lungenunion

Obere Augartenstraße 26 – 28, 1020 Wien

Telefon/Fax: (01) 330 42 86, E-Mail: office@lungenunion.at

www.lungenunion.at

Verlag & Redaktion:

Unlimited Media

Crisafulli & Stodulka Unlimited Media GmbH

Kornhäuselgasse 3/2/39, 1200 Wien

Kontakt:

Thomas Stodulka: 0699/11 08 92 73, stodulka@unlimitedmedia.at

unlimitedmedia.at

Redaktion: Thomas Stodulka, Eliana Crisafulli

Wissenschaftlicher Beirat: Prim. Dr. Vetter (Leitung), Prim. Dr. Aigner,

Univ.-Prof. Dr. Frischer, Doz. Dr. Funk, Univ.-Prof. Dr. Götz, Prim. Dr. Hartl,

OÄ Dr. Homeier, Univ.-Prof. Dr. Horak, Prim. Dr. Jamnig, Univ.-Prof. Dr. Kummer,

Prim. Univ.-Prof. Dr. Pohl, Univ.-Prof. Dr. Riedler, Univ.-Doz. Dr. P. Sator,

Univ.-Prof. Dr. Georg Stingl, Univ.-Prof. Dr. Stögmann, Doz. Dr. Arschang

Valipour, Univ.-Doz. Dr. Wantke, Doz. Mag. Dr. Wöhrl, Prim. Dr. Wurzinger,

OÄ Doz. Dr. Zacharasiewicz

Lektorat: Alexandra Lechner

Art Direktion & Layout und Produktion: Unlimited Media

Fotos: Unlimited Media, Österreichische Lungenunion, Pixabay

Druck: unlimitedprint.eu

Partner & Sponsoren

2 Aufwind 5/19


Aktuelles

Zu viele Babys

rauchen passiv mit

In Österreich sind viele Babys

zuhause Tabakrauch ausgesetzt.

Das zeigt eine Studie des

Wilhelminenspitals in Wien.

Laut OA Priv.-Doz. Dr. Angela Zacharasiewicz

handelt sich dabei um die

Analyse der Daten von 185 Säuglingen,

die wegen einer schweren Infektion

der Atemwege im Wilhelminenspital

behandelt wurden. Bei knapp

48 % der Säuglinge unter einem

Jahr, die im Spital behandelt wurden,

wird in deren unmittelbarem

Umfeld geraucht. Knapp 42 % der

rauchenden Eltern gaben an, auch

in der Wohnung zu rauchen. Dies

ist von dramatischer Bedeutung,

denn Kinder, die vor ihrer Geburt und

während ihrer Kindheit Tabakrauch

ausgesetzt sind, haben von Anfang

an „schlechtere Karten“. Die Folgen

des Passivrauchens wirken sich auf

den in Entwicklung befindlichen Organismus

von Kindern ganz besonders

gravierend aus. Und je jünger

die Kinder, desto verletzlicher. Die

Faktenlage ist ganz klar: Die kindliche

Lunge ist besonders empfindlich

und Schäden an der Lunge während

der Wachstumsphase in der Kindheit

werden spätestens im Erwachsenenalter

zum Problem. Ein klarer Zusammenhang

zwischen schlechter

Lungenfunktion und frühem Tod ist

längst erwiesen.

Daher forderte die Expertin ein ganzes

Maßnahmenbündel: Intensivierung

der gezielten Aufklärung via

Medien, in Schulen und Kindergärten,

Erhöhung der Zigarettenpreise,

Rauchverbot auf Spielplätzen und

öffentlichen Orten, wo Kinder anwesend

sind. Immerhin ist das seit

1. November geltende Rauchverbot

für Gastronomiebetriebe ein erster

wichtiger Schritt.

KLEINANZEIGE:

Mobiler Sauerstoffkonzentrator (gebraucht)

Der neue INOGEN ONE G3 HF mit 16 Zellen-Batterie

ist nochmals kleiner als sein Vorgänger. Die Batterieleistung

beträgt 8,5 Stunden. Mit seinem Gewicht von

2,7 kg gehört er derzeit zu den leichtesten mobilen Sauerstoffkonzentratoren

auf dem Markt. Er ist so leicht,

dass er mit der gelieferten Tasche über der Schulter

getragen werden kann. Ein Caddy ist nicht notwendig. Ein Kabel für den Anschluss

im Auto, Boot oder Campingwagen gehört zum Lieferumfang. Die

Handhabung ist einfach, da nur wenige Bedienelemente vorhanden sind. Ein

leicht ablesbares und verständliches LCD-Display (bereits auf Deutsch eingestellt)

ist auf der Oberseite vorhanden. Das Gerät ist für den langfristigen

Einsatz unter hoher Beanspruchung konstruiert. Sie können davon ausgehen,

dass das Gerät jahrelang funktioniert und erst nach 25.000 Stunden Einsatzdauer

eine Komplettwartung benötigt.

Verkäuferin: Cornelia Weithaler, Tel. 0699/10 12 07 95

Neupreis ca. 3.800 Euro – VHB 1.500 Euro

Aufwind 5/19

Kurz notiert

Singen gegen

Asthma & COPD

Britische Forscher haben in einer

Studie analysiert, dass sich Gesangstraining

auf das Wohlbefinden und

die Gesundheit von Menschen mit

respiratorischen Krankheiten auswirkt.

Die Initiative „Singing for Lung

Health“ hat das Ziel, Menschen mit

chronischen Atemwegserkrankungen

wie COPD oder Asthma zu mehr

Luft zu verhelfen. Der regelmäßige

Unterricht, in den Übungen zu Körperhaltung

und Atemkontrolle einfließen,

wird von einem erfahrenen

Gesangslehrer geleitet. Gleichzeitig

bietet sich reichlich Gelegenheit für

soziale Kontakte. Der Analyse zufolge

scheint Singen bei Menschen

mit chronischen respiratorischen

Erkrankungen die Lebensqualität

zu verbessern. Besonders positive

Auswirkungen ergaben sich auf

die körperliche Gesundheit und das

Angstniveau und auch auf einzelne

Lungenfunktionsparameter.

Übrigens:

Diese Vorteile von Singen sind

völlig nebenwirkungsfrei!

Welttag der

Kranken 2020

Am 11. Februar findet der Welttag der

Kranken statt, der 1993 von Papst

Johannes Paul II. ins Leben gerufen

wurde. Neben einem Gottesdienst

im Petersdom finden jährlich zentrale

Veranstaltungen weltweit statt. Ziel

ist, das Gedenken an alle erkrankten

Personen sowie auch die Aufforderung,

sich Zeit für diese zu nehmen

und sie zu besuchen. Denn der Welttag

der Kranken dient auch dazu, sich

mit den Betroffenen und Krankheiten

im Allgemeinen auseinanderzusetzen.

Dabei soll auch pflegenden

Angehörigen und Krankenpflegepersonal

an diesem Tag eine spezielle

Würdigung zukommen.

3


COPD

Vitamin D + Bewegung

helfen im Winter bei COPD

Raucherlunge, schadstoffbelastete Lunge, chronische Bronchitis, Lungenemphysem –

all dies sind Synonyme für die chronisch obstruktive Lungen erkrankung (COPD).

Nach Herzinfarkt und Schlaganfall ist COPD die dritthäufigste Todesursache weltweit.

Eine COPD ist zwar nicht heilbar, aber behandelbar. Denn die Zerstörung der Bronchien

kann zwar nicht rückgängig gemacht, aber aufgehalten werden. Der Tipp von

Österreichs Lungenfachärzten (Österreichische Gesellschaft für Pneumologie – ÖGP)

zum Welt-COPD-Tag am 20. November 2019: Vitamin-D-Zufuhr, Bewegung und

Rehabilitation können das Fortschreiten der Erkrankung aufhalten und die Lebensqualität

der Betroffenen deutlich erhöhen.

Neue Untersuchungen belegen die

Wichtigkeit von Vitamin D auch bei

COPD. Vitamin D wird oft auch als

„Sonnenschein-Vitamin“ bezeichnet,

da es durch die Einwirkung

von Sonnenlicht in unserem Körper

gebildet wird. Es wird auch „Alleskönner-Vitamin“

genannt, da es

gegen Knochenschwund wirkt, für

Gehirn, Haut, Haare, Immunsystem

und vieles mehr wichtig ist. Eine im

Fachjournal Thorax veröffentlichte

Analyse zeigt, dass die Gabe von

Vitamin D bei bestehendem Mangel

die Anzahl der gefürchteten

schubweisen Verschlechterungen

der COPD (Exazerbationen) deutlich

senken kann. Das ist vor allem

deswegen so wichtig, da die überwiegende

Anzahl der Todesfälle

bei COPD bei solchen akuten Exa-

4 Aufwind 5/19


zerbationen auftreten. Die Metaanalyse

zeigt, dass jene Patienten,

deren Vitamin-D-Spiegel unter

25 Nanomol/Liter lag, am meisten

von einer Vitamin-D-Gabe profitierten:

Durch die Zufuhr von Vitamin

D sank die Exazerbationsrate

um 45 Prozent.

Vitamin-D-Status überprüfen

Ein Vitamin-D-Mangel schwächt

einerseits das Immunsystem und

dadurch kann es zum vermehrten

Auftreten von Atemwegsinfektionen

kommen. Dies führt wiederum zu einer

weiteren Belastung der durch die

COPD ohnehin schwer in Mitleidenschaft

gezogenen Atemwege und

begünstigt so das Entstehen einer

Exazerbation. Andererseits hemmt

Vitamin D die Produktion mehrerer

entzündungsfördernder Botenstoffe

und unterdrückt bestimmte Immunzellen,

die vermutlich bei der Entstehung

von COPD eine Rolle spielen.

Allerdings soll jetzt nicht jeder

COPD-Patient einfach Vitamin D

zuführen. Bei einem normalen

Vitamin-D-Spiegel bringt die Zufuhr

von Vitamin D keinen weiteren

Nutzen. Nur wenn ein Mangel vorliegt

und dann Vitamin D zugeführt

wird, ließ sich die Häufigkeit der

potenziell tödlichen Exazerbationen

beinahe halbieren. Aber gerade

in den Wintermonaten, wenn die

Intensität der Sonnenstrahlung in

unseren Breiten kaum ausreichend

ist, um den täglichen Vitamin-D-

Bedarf zu decken, ist eine Unterversorgung

mit diesem Vitamin

nicht selten, besonders bei älteren

und chronisch kranken Menschen.

Daher sollten COPD-Patienten ihren

Vitamin-D-Status überprüfen lassen

und gegebenenfalls ein Vitamin-D-

Präparat in Erwägung ziehen.

Apropos kalte Jahreszeit: Die ersten

Symptome einer COPD werden oft

durch auftretende grippale Infekte

„verschleiert“ bzw. nicht richtig

wahrgenommen. Die sogenannten

AHA-Symptome – Atemnot, Husten

und Auswurf – sollten immer

ernst genommen und beim Arzt

abgeklärt werden.

Sich bewegen bringt Segen

Bei COPD finden nicht nur in der

Lunge entzündliche Prozesse statt,

sondern auch in den Muskeln. In der

Folge kommt es zu Muskel abbau

und einem Umbau der Muskelfasern.

Die Muskelkraft der Patienten

schwindet. Umso wichtiger ist

es, dem zeitgerecht und zielgerichtet

entgegenzuwirken. Zahlreiche

COPD-Challenge:

Weltrekord geschafft!

Studiendaten belegen die Wichtigkeit

von Bewegung und Muskelaufbautraining

bei COPD. Und gerade

bei Patienten mit einem schlechten

Allgemeinzustand ist moderates

körperliches Training extrem wichtig.

Einerseits, damit die Patienten

wieder in der Lage sind, ihren Alltag

allein meistern zu können, und andererseits

können dadurch drohende

Exazerbationen und die daraus

resultierenden Spitalsaufenthalte

verhindert oder zumindest verringert

werden. Die maßgeschneiderte

Form der Bewegung und des körperlichen

Trainings erlernt man am

besten im Zuge einer Rehabilitation.

Die heurige COPD-Challenge

zum Welt-COPD-Tag am

20.11.2019 zeigte, dass trotz

einer Krankheit Großartiges

möglich ist. Mit der Besteigung

des Donauturms durch Eberhard

Jordan wurde ein deutliches

Zeichen gesetzt: mehr

Mut und Lebensfreude für alle

Betroffenen im Umgang mit ihrer Erkrankung. Denn gegen COPD

lässt sich eine Menge tun. Waren es bei der ersten Auflage der

myCOPD-Challenge im Vorjahr noch 343 Stufen auf den Stephansdom,

wagte Eberhard Jordan heuer deutlich mehr: 779 Stufen auf den

Donauturm – ein Weltrekordversuch, denn höher hat es mit COPD

noch niemand geschafft. Dank eines ausgeklügelten Plans, Atmung

und Schritte exakt aufeinander abzustimmen, und eines intensiven

mehrmonatigen Trainingsprogramms mit ärztlicher Begleitung war es

schließlich um 10:50 Uhr nach genau 50 Minuten geschafft: Eberhard

Jordan hat die Spitze des Donauturms erreicht! Für 2020 hofft er,

dass sich noch mehr Patienten an der Aktion beteiligen, in den Medien

die Awareness für das Thema anhält und die Krankheit COPD

noch mehr Gesichter, Geschichten und Aktivzonen erhält. Denn

neben einigen anderen Faktoren - wie zum Beispiel medizinische

Betreuung und Änderungen im Lebensstil - ist das Wichtigste für ein

gutes Leben mit COPD: Bewegung, Bewegung, Bewegung.

Infos: www.mycopd-blog.com

Foto: Christoph Hopf

Cystische Fibrose verstehen

Je besser Betroffene und Angehörige über CF informiert sind, desto positiver lässt

sich der Krankheitsverlauf und die Lebensqualität beeinflussen. Erfahren Sie auf

www.CFSource.at mehr über die Krankheit, ihre Ursachen und die CF-Forschung.

Vertex baut mit seinen Medikamenten auf Aufwind aktuelle Forschungsergebnisse. 5/19

Damit leisten

wir Pionierarbeit bei dem Bestreben, cystische Fibrose eines Tages heilbar zu machen.

Vertex Pharmaceuticals GmbH · EURO Plaza, Gebäude H · Lehrbachgasse 13, 2. Stock · 1120 Wien

© 2019 Vertex Pharmaceuticals Incorporated · AT-20-1900013

5


Spezifische Allergie Immuntherapie

Ursache der Allergie bekämpfen

Allergien werden immer häufiger. Bereits rund ein Viertel der Österreicher

leidet an einer Allergie. Auch die Zahl der Menschen mit allergischem Asthma

steigt. Jeder Zehnte entwickelt im Laufe seines Lebens Asthma. Damit dieser

gefährliche Etagenwechsel hin zum Asthma nicht stattfindet, sollte rechtzeitig

eine Behandlung gegen die Allergie eingeleitet werden.

Foto: ALK-Abelló Entgeltliche Anzeige

Am Beginn steht meist eine symptomatische

Behandlung, um die

Symptome, etwa einer allergischen

Rhinitis, zu lindern. „Diese Nasensprays,

Antihistaminika oder abschwellenden

Mittel wirken jedoch

nur, solange das betreffende Arzneimittel

eingenommen wird. Zudem

hat die Behandlung keine langfristige

Wirkung auf die Allergie selbst“,

erklärt Dr. Ulli Enzenberger, Allergiezentrum

Wien West. Nur eine spezifische

Immuntherapie (SIT) – auch als

Hyposensibilisierung oder umgangssprachlich

als Allergieimpfung – kann

die eigentliche Ursache einer Allergie

bekämpfen und behandeln.

Das Behandlungsprinzip besteht

darin, ein Extrakt jenes Allergens zu

verabreichen (z.B. Pollen, Insektengift

oder Hausstaubmilben), auf das

der Patient empfindlich reagiert. Es

kommt durch eine Umgewöhnung

des Immunsystems zu einer nachhaltigen

Besserung der allergischen

Beschwerden. Das Immunsystem

kann durch diese Behandlung spezifische

Allergene besser tolerieren

und sie steht für die am weitest verbreiteten

Allergene zur Verfügung.

Damit können eine langfristige Wirkung

und eine nachhaltige Besserung

der allergischen Beschwerden

erzielt werden.

Zwei Therapieformen –

schlucken oder spritzen

Bei der spezifischen Immuntherapie

werden zwei Therapieformen

unterschieden, die sich auf die Darreichungsform

des Allergens beziehen:

die sublinguale Immuntherapie

(SLIT) und die subkutane Immuntherapie

(SCIT). Bei der sublingualen

Immuntherapie erfolgt die Hyposensibilisierung

in Form von Tabletten

oder Tropfen, die der Allergiker täglich

einnimmt. Bei der subkutanen Immuntherapie

wird das Allergen vom

Arzt unter die Haut gespritzt.

Drei bis fünf Jahre Therapie

Egal ob SCIT oder SLIT, auf jeden

Fall ist die Therapietreue des Patienten

von entscheidender Bedeutung.

Denn viele Allergiker brechen

eine Hyposensibilisierung ab, wenn

es ihnen besser geht oder die Allergiesaison

vorüber ist. Bei beiden

Applikationsformen muss die Behandlung

aber drei bis fünf Jahre

dauern. Nur so ist sichergestellt,

dass sich das Immunsystem nachhaltig

an die Allergene gewöhnt.

Der Allergiespezialist ALK hat nun

für diese Patienten einen Allergie-

Immuntherapiepass entwickelt. Er

soll Allergiker besser informieren

und mehr Motivation zum Dranbleiben

liefern. Denn der Behandlungserfolg

liegt in der Hand des

Patienten und Durchhalten zahlt

sich langfristig aus.

„Allergie-Immuntherapiepass“

kostenlos bei ALK-Abelló Allergie-

Service GmbH anfordern.

Tel: 0732/38 53 72-100

E-Mail: office_at@alk.net

Gesundheitsmesse „Zukunft der Medizin“,

November 2019, Museumsquartier Wien

6 Aufwind 5/19


Kreuzallergien

Pollen & Nahrungsmittel

Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind häufig und können mitunter

fatale Auswirkungen haben, wenn sie auf die leichte Schulter genommen

werden. Oft ist die Ursache gar keine eigenständige Allergie auf ein

bestimmtes Lebensmittel, sondern eine sogenannte Kreuzreaktion. Ein

neuer Ratgeber der IGAV (Interessensgemeinschaft Allergenvermeidung)

informiert umfassend über miteinander verwandte Allergene und gibt Tipps,

wie man sich in der Vorbeugung und im Notfall verhalten sollte.

Von einer Kreuzreaktion spricht

man, wenn ein Allergiker nicht nur

auf ein Allergen aus einer bestimmten

Allergenquelle (z.B. Birkenpollen)

reagiert, sondern auch auf strukturell

ähnliche Allergene aus unterschiedlichen,

nicht unbedingt miteinander

verwandten, Allergenquellen (z.B.

Äpfel, Sellerie). So können Allergene

verschiedener Pflanzen- oder Tierarten,

die vermeintlich nichts miteinander

gemein haben, sehr ähnliche

allergieauslösende Strukturen besitzen.

Das Immunsystem des Allergikers

reagiert aufgrund der ähnlichen

Beschaffenheit der Molekülstruktur

ebenfalls mit allergischen Symptomen.

Eine Kreuzallergie ist somit

immer die Folge einer bereits vorhandenen

Allergie.

Eine Kreuzreaktion kann grundsätzlich

bei sämtlichen Allergien auftreten.

Besonders häufig sind jedoch

Reaktionen zwischen Pollen und

Nahrungsmitteln oder zwischen bestimmten

Nahrungsmitteln derselben

oder verwandter Pflanzengattungen.

Doch nicht jede mögliche

Kreuzreaktion muss im Einzelfall

tatsächlich relevant sein. Im neu aufgelegten

Ratgeber sind deshalb nicht

nur die miteinander verwandten Allergene

gelistet, sondern auch mit

welcher Wahrscheinlichkeit sie auftreten.

Auch Tipps für den täglichen

Umgang werden gegeben. Denn oft

spielt schon die Zubereitung von

Nahrungsmitteln eine große Rolle.

Kochen, Sterilisieren, Pasteurisieren

Beispiele für Kreuzreaktionen bei Inhalationsallergien

Allergie auf Mögliche Kreuzreaktion Häufigkeit

Birkenpollen Kern- und Steinobst, Kiwi, (frische) Feige, sehr häufig

Baumnüsse, Sellerie, Soja, Erdnuss, Karotte

Beifußpollen Sellerie, Karotte, Kamille, Honig, Mango, Litschi, gelegentlich

Gewürze (z.B. Kümmel, Anis, Koriander, Kreuzkümmel,

Curry)

Vogelfedern (halb-)rohes Eigelb häufig

Naturlatex Kiwi, Avocado, Banane, Paprika, Feige gelegentlich

Ficus benjamina Feige (frisch und getrocknet) häufig

Ficus benjamina Kiwi, Papaya, Banane selten

oder Rösten können die Aktivität von

kreuzreaktiven Allergenen beeinflussen.

Kreuzallergien sind heimtückisch,

da man die kreuzreagierenden Nahrungsmittel

meist vorab nicht kennt

und sie deshalb auch nicht meiden

kann. Wer also bereits an einer Inhalationsallergie

leidet, sollte deren

„Familienverhältnisse“ kennen, um

sich vor Kreuzreaktionen in Acht nehmen

und mögliche

Anzeichen richtig

deuten zu können.

Diese Kenntnis

kann einen langen

Leidensweg ersparen.

Den Ratgeber

Kreuzallergie

bestellen oder downloaden unter:

www.allergenvermeidung.org

Aufwind 5/19

7


CLARA-Studie

Die Angst vor der Atemnot

Um die Lebensqualität und Einschränkungen im Alltag bei

COPD-Erkrankten in Österreich genau zu analysieren, wurde

die CLARA-Studie initiiert. Jetzt liegen die Ergebnisse vor.

Die Angst vor Atemnot und die Einschränkungen im täglichen

Leben belasten die Mehrzahl der COPD-Patienten.

Prim. Doz. Dr. Bernd Lamprecht,

Kepler Universitätsklinikum Linz,

führte diese Studie in ganz Österreich

durch. Dabei ging es darum,

ein reales Abbild der Lebenssituation

der COPD-Patienten in den

Ordinationen der Ärzte zu erhalten.

„Wir wollten wissen, wie viele Patienten

mit COPD haben welche Beschwerden“,

so Bernd Lamprecht.

Insgesamt konnten die Daten von

über 1.000 COPD-Patienten bei fast

70 Pulmologen und auch bei einigen

Allgemeinmedizinern in ganz

Österreich analysiert werden. Mittels

Frage bögen wurden von Herbst 2018

bis Jänner 2019 die Daten erhoben.

Die Ärzte fügten auch Lungenfunktionswerte

und eine persönliche Einschätzung

des Gesundheitszustandes

der Patienten hinzu.

Die Ergebnisse im Detail

Derzeit gibt es bei den COPD-Patienten

noch mehr Männer (60 %)

als Frauen (40 %). Bernd Lamprecht:

„Die Altersverteilung war mit

66 Jahren gleich wie in den großen

klinischen COPD-Studien.“ Schockiert

war der Lungenfacharzt aber

davon, dass immer noch ein Drittel

aller COPD-Patienten aktive Raucher

sind. Da müsse von den Ärzten

viel mehr Aufklärungs- und Präventionsarbeit

geleistet werden.

Die untersuchten Patienten waren

überwiegend normalgewichtig oder

leicht übergewichtig. Aber es gab

neben der COPD auch verschiedene

zusätzliche Erkrankungen. Fast die

Prim. Doz. Dr. Bernd Lamprecht,

Kepler Universitätsklinikum Linz

Hälfte hatte eine arterielle Hypertonie,

etwa 20 % eine Herzkrankheit,

12 % Diabetes. Generell sind die in

den Ordinationen behandelten Patienten

mit rund 80 % eher den leichteren

Stadien einer COPD zuzuordnen.

Rund 74 % der COPD-Patienten

hatten in den letzten zwölf Monaten

keine bzw. nur eine Exazerbation

(akute Verschlechterung der COPD).

Interessant war die Gegenüberstellung

der Arzt- und Patienteneinschätzung.

Nur vier Prozent

der COPD-Patienten bezeichneten

ihren Gesundheitszustand als

sehr gut, die behandelnden Ärzte

glaubten aber, dass es rund zwölf

Prozent sehr gut ginge. Hingegen

schätzten die Ärzte den Gesundheitszustand

bei schweren COPD-

Foto: wildbild

Stadien generell schlechter ein als

die Patienten selbst.

Husten und Atemnot

Mehr als 50 % der Patienten haben

belastenden Husten an mehreren

Tagen pro Woche. Bernd Lamprecht:

„Aber das eigentliche Hauptsymptom

bei immerhin 80 % der

COPD-Patienten ist die Atemnot!“

Das müsse in der Behandlung der

Erkrankung stärker berücksichtigt

werden. Die Atemnot tritt aber

nicht nur beim Bergaufgehen oder

Treppensteigen auf, jeder vierte

COPD-Patient hat sie auch beim

Versuch, das Haus zu verlassen,

bei der eigenen Körperpflege oder

beim An- und Auskleiden. Dies

ist den Betroffenen auch peinlich,

treibt sie dadurch aber umso mehr

in die Isolation.

Denn während Ärzte von Lungensportgruppen

oder regelmäßigem

Krafttraining träumen, sieht die

Selbsteinschätzung viel nüchterner

aus. Die Hälfte der COPD-Patienten

sieht sich nicht in der Lage

Sport auszuüben. Was die Patienten

am meisten vermissen: Gartenarbeit,

Einkäufe erledigen, einen

Spaziergang machen oder mit dem

Hund nach draußen gehen. In der

Realität ist dies aber oftmals nicht

möglich. Bernd Lamprecht: „Dafür

müsse man vermehrt Angebote

schaffen, um die Patienten stärker

zu motivieren, damit sie sich auch

ohne Peinlichkeit wieder mehr körperlich

betätigen.“

Promotion AT-BRI-37-11-2019

8 Aufwind 5/19


Prävention

Das Impfdilemma

Die geringen Erkrankungsraten sowie die manchmal vorkommenden

Nebenwirkungen verursachten in Österreich zunehmende Impfmüdigkeit.

Jedoch solange eine Krankheit generell nicht weltweit ausgelöscht wurde,

sollten sich auch in Österreich vor allem chronisch kranke und ältere

Menschen sowie Kinder impfen lassen. Dies gilt in der kalten Jahreszeit

vor allem für die Grippeimpfung. Denn wenn sie auch nicht zu 100 Prozent

schützt, verringern sich doch die Ansteckungsmöglichkeiten.

Da es in Österreich nicht so viele

impfpräventable Erkrankungen gibt,

meinen viele Menschen, dass das

Risiko einer Erkrankung klein wäre.

„Das stimmt aber nicht“, entgegnet

Prim. Univ.-Prof. Dr. Reinhold Kerbl,

Generalsekretär der Österreichischen

Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde.

„Denn würden wir mit der

Impfung aufhören, dann hätten wir

im nächsten Jahr nicht 70 oder 80

Masernfälle, sondern 2.000 oder

3.000.“ Impfungen müssen somit

immer im weltweiten Zusammenhang

gesehen werden. Denn solange

eine Krankheit nicht in allen Ländern

komplett ausgemerzt wurde – wie

das bei den Pocken seit 1981 der Fall

ist – sind Impfungen nach wie vor

notwendig. „Man hat ursprünglich

gehofft, dass Polio bis 2000 ausradiert

sein würde. Doch gibt es leider

einzelne Länder, die sehr impfskeptisch

sind und Polio nicht impfen

lassen“, verdeutlicht Prim. Univ.-Prof.

Dr. Reinhold Kerbl. „Daher: Auch

wenn es bei uns keine Fälle mehr

von Kinderlähmung gibt, können wir

nicht mit der Impfung aufhören, die

Erkrankung würde ansonsten wieder

vermehrt ausbrechen. Sobald eine

Krankheit wieder verstärkt ausbricht,

steigt jedoch auch in Österreich die

Impffreudigkeit, wie man heuer auch

am Beispiel der Masernepidemie

feststellen konnte.“

Impfberatung einfordern!

Impfskeptiker, Medienberichte oder

das Internet haben in den letzten

Jahren mehr Unsicherheit und

Impfskepsis in der Bevölkerung verbreitet.

Grund dafür ist die oft zu

kurze und ungenügende Impfaufklärung

und -beratung seitens der

Ärzte. Deshalb sollten Eltern und

Aufwind 5/19

Betroffene diese unbedingt beim

Arztgespräch einfordern und alle

ihre Befürchtungen besprechen.

„Der Unsicherheit entgegenwirken

kann man nur durch gute Beratung“,

so der Experte. „Die Impfberatung

dauert in Österreich durchschnittlich

sechs Minuten, das ist definitiv

zu kurz. Eltern müssen das Risiko

und den Nutzen kennen – der Nutzen

überwiegt sowieso. Sie müssen

ihre Bedenken äußern können, was

es zum Beispiel mit dem Aluminium

auf sich hat, oder was eine Sechsfachimpfung

ist und warum sie nicht

riskanter ist als eine Einzelimpfung.

Wichtig dabei ist absolute Ehrlichkeit.

Denn ich weise zum Beispiel

auch darauf hin, dass die Influenzaimpfung

nicht zu 100 Prozent

schützt, man aber dennoch weniger

Risiko hat, eine Grippe zu bekommen“,

betont Reinhold Kerbl.

9


Therapie

Foto: iStock/Fotoman

Hilfe bei seltenen

Lungenerkrankungen

Lungengewebserkrankungen sind zwar selten, beeinflussen aber das

Leben der Betroffenen und deren Familien enorm. Manche dieser Krankheiten

sind durch einen gesunden Lebensstil und saubere, rauchfreie

Umgebung vermeidbar. Viele jedoch nicht. Eine möglichst frühzeitige

Diagnosestellung und kompetente Behandlung in spezialisierten Zentren

in Krankenhäusern sind von großer Bedeutung.

Lungenerkrankungen wie Bronchitis,

Asthma bronchiale, Lungenentzündung,

COPD und Lungenkrebs

treten sehr häufig auf und sind den

meisten Menschen bekannt. Bei

vielen dieser Erkrankungen wurden

in den letzten Jahren beachtliche

medizinische Fortschritte erzielt.

„Nichtsdestotrotz gibt es eine Gruppe

von schweren Lungenerkrankungen,

die zwar in Summe sehr selten

auftreten, aber für die Betroffenen

eine enorme Einschränkung des

täglichen Lebens bedeuten und

meist auch die Lebenserwartung

drastisch reduzieren. Das sind die

sogenannten interstitiellen Lungenerkrankungen“,

so OA Dr. Sabin

Handzhiev, Universitätsklinikum

Krems. Zu den interstitiellen Lungenerkrankungen

(Interstitial Lung

Disease, ILD) zählen verschiedene

Krankheiten, die die Lungenbläschen

(Alveolen) und vorwiegend

das Lungengerüst (Interstitium) verändern.

Obwohl diese ILD sehr selten

sind – in Österreich leiden 8.500

Menschen daran – hat die medizinische

Wissenschaft in den letzten

Jahren beachtliche Fortschritte im

Verständnis der Prozesse erzielt, die

der Entstehung dieser Krankheiten

zugrunde liegen. „Die Krankheitsprozesse

finden nicht in den Atemwegen

und den oberflächlichen

Strukturen der Lungen, sondern im

Lungengewebe statt“, führte Sabin

Handzhiev aus. Es kommt, vereinfacht

gesagt, zu einer Häufung von

Entzündungszellen im Lungengewebe,

einer krankhaften Vermehrung

von Bindegewebe (Fibrose)

und schließlich zu einer Vernarbung

des Lungengewebes. Alle interstitiellen

Lungenerkrankungen haben

ein gemeinsames Erscheinungsbild:

Die Betroffenen leiden an Husten

und langsam zunehmender Atemnot

– zunächst nur bei starker Belastung,

später bei alltäglichen Aktivitäten

und dann sogar auch in

10 Aufwind 5/19


Ruhe. Diese Symptome sind oft

von verminderter Belastbarkeit, Appetitlosigkeit

und Depressionen begleitet

und schränken die sozialen

Kontakte und die Lebensqualität

massiv ein.

Ursachen und Auslöser

Ursache für interstitielle Lungenerkrankungen

ist nach aktuellem Wissensstand

eine Kombination aus

genetischen Faktoren und verschiedenen

Auslösern. „Diese können

sehr vielfältig sein: zum Beispiel Autoimmunerkrankungen

wie Rheuma,

verschiedene Krankheitserreger

oder Umwelteinflüsse, wie berufliche

Schadstoffexposition, Einatmen von

Schimmelpilzsporen, tierischen Proteinen,

verschiedene Umweltgifte

wie Zigarettenrauch, aber auch Medikamente

und vieles mehr. Wenn

es gelingt, die Ursache genau einzugrenzen,

sind diese Erkrankungen

mitunter als zum Beispiel Staublunge,

Asbestlunge, Vogelzüchterlunge,

Farmerlunge oder Ähnliches

benannt“, so der Experte. Heute

kennt man über 100 interstitielle

Lungenerkrankungen. Allerdings sind

bei vielen davon die Auslöser unbekannt.

Die häufigste Erkrankung aus

der Gruppe der ILD mit unbekannter

Ursache ist die idiopathische Lungenfibrose

(IPF). „Hier ist die Diagnosestellung

oft schwierig und die

Prognose leider sehr schlecht. Die

Überlebenswahrscheinlichkeit ist

ähnlich zum Lungenkrebs im fortgeschrittenen

Stadium. Von der IPF

sind ca. 500 bis 700 Patienten in

Österreich betroffen. Neue Erkenntnisse

verbessern die Behandlung

aber sehr stark. Neue Medikamente

können die chronischen Vernarbungsprozesse

im Lungengewebe

zwar nicht stoppen, aber bedeutend

verlangsamen. Und damit steigen

die Lebenserwartung und die Lebensqualität

der Betroffenen.

Im Fall einer fortgeschrittenen Erkrankung

sollte eine Lungentransplantation

in Erwägung gezogen

werden. Diese ist prinzipiell bis zum

Alter von 65 Jahren möglich. Je

nach körperlicher Verfassung, Fitness

und Begleiterkrankungen kann

diese Grenze aber auch nach oben

verschoben werden. Österreich

kann hervorragende Überlebensdaten

bei Lungentransplantationen

aufweisen und liegt hier weltweit

unter den besten Nationen.

Bei einer sehr fortgeschrittenen interstitiellen

Lungenerkrankung liegt

der Schwerpunkt der Behandlung

im Lindern des Leidens, also z.B.

der Atemnot. Ein wichtiger Teil der

Behandlungsmethoden ist hier die

Sauerstofftherapie, welche sowohl

bei Belastung als auch in körperlicher

Ruhe erforderlich sein kann.

43. Jahrestagung der Österreichischen

Gesellschaft für Pneumologie, Oktober 2019

JA, ICH WILL DIE ÖSTERREICHISCHE LUNGENUNION UNTERSTÜTZEN!

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Aufwind

Zeitschrift für Menschen mit Atemwegserkrankungen, Hauterkrankungen und A lergien

Welt-COPD-Tag:

Vitamin D + Bewegung

helfen im Winter bei COPD

● COPD-Challenge: Weltrekord geschafft!

● Kreuzallergien: Po len & Nahrungsmittel

● Prävention: Das Impfdilemma

● Therapie: Hilfe bei seltenen Lungenerkrankungen

Nr. 5/2019

Bitte Zutreffendes ankreuzen, ausschneiden und an die:

Österreichische Lungenunion, Obere Augartenstraße 26 – 28, 1020 Wien, senden.

Aufwind 5/19

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Termine & Events

Internationaler Tag des Glücks 20.3.

Der Weltglückstag wurde 2013 von der UN initiiert,

da das Streben nach Glück ein ernst zu nehmendes

Hauptthema in der Arbeit der Vereinten Nationen

ist. Der Weltglückstag soll mit aktionsbasierten

Programmen, die zu einem höheren Grad an

Verbundenheit und Bildung führen, daran erinnern,

welche Bedeutung Glück und Wohlergehen als Ziel

im Leben der Menschen haben.

Infos: www.un.org/en/events/happinessday

Wien

Nordic Walking im

Schönbrunner Schlosspark

Die Wiener Lungenunion organisiert wöchentlich

ein gemeinsames Nordic Walken in Schönbrunn.

Die Teilnahme ist kostenlos. Stöcke werden bei

Bedarf zum Probieren zur Verfügung gestellt.

Das Programm ist abhängig von der Wetterlage,

eine telefonische Anmeldung ist erforderlich.

Tel.: 01/330 42 86

Wann & wo: ab 14. Jänner 2020, jeden Dienstag

von 9.00 – 10.00 Uhr

Treffpunkt: Eingang Hietzinger Tor (U4 Hietzing)

Neue Therapien bei

Allergie, Asthma und COPD

Vortrag: Referent Prim. Dr. Norbert Vetter

Wann & wo: Mittwoch 15. Jänner 2020, 18.00 Uhr

Festsaal, Medizinisches Selbsthilfezentrum Wien

„Martha Frühwirt“, Obere Augartenstraße 26 – 28,

1020 Wien

Lebenslust – Wiens einzigartiger Seniorenclub

Die Messe für „aktive und lebenslustige Senioren“

widmet sich den Bereichen Beratung, Daheim und

Sicherheit, Genuss, Gesundheit, Schönheit,

Mobilität, Natur, Reise, Sport und Kultur.

Zudem gibt es Info-Vorträge, Aktiv-Stationen und

Gesundheitschecks.

Wann & wo: 11. – 14. März 2020, Wiener Messe

Infos: www.lebenslust-messe.at

Osttirol

COPD Lungensportgruppe

Lungensport verhilft COPD-Patienten

nachweislich zu leichterem Atmen. Ziel ist

der langsame Aufbau von Muskulatur, Kondition

und Belastbarkeit. Die ÖLU/Zweigverein Osttirol

organisiert wöchentlich eine Lungensportgruppe.

Um Voranmeldung wird gebeten: 0676/726 66 27

Wann & wo: mittwochs (Ausnahme Feiertage),

16.00 Uhr, Therapieraum im BKH Lienz

Tirol

Feel Good Innsbruck

Die Messe für Ernährung, Bewegung und Psyche

Gesundheitsförderung, Prävention und Stressminderung

im Berufs- und im Privatleben.

Gesunde Ernährung, Alternativmedizin und

persönliche Fitness nehmen dabei eine besondere

Rolle ein.

Wann & wo: 12. – 15. März 2020, Innsbruck

Infos: www.feelgood-messe.at

DANKE!

Die Österreichische Lungenunion

bedankt sich bei allen

Spendern, Lesern, Mitarbeitern und Sponsoren

für die tolle Unterstützung im Jahr 2019!

Wir wünschen erholsame Feiertage

und ein erfülltes, schönes neues Jahr!

12 Aufwind 5/19

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