Der Harz_02_20

wittchen

Schutzgebühr 2,00 E | Ausgabe 02_2020

Einladung zum

Thema „Wintersport

im Harz“ Seite 4

Neue Stelen im

Landkreis Harz

Seite 8

Wandertipp:

Das Grumbachtal in

Wildemann Seite 18

www.harzklub.de


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EDITORIAL

Impressum

Herausgeber:

Der Harzklub e.V.

Heimat-, Wander- und

Naturschutzbund

Am Alten Bahnhof 5a

38678 Clausthal-Zellerfeld

Telefon 05323 81758

info@harzklub.de

www.harzklub.de

Redaktion:

Christoph Steingaß

Redaktionskollegium:

Matthias Bein (Haupt pressewart),

Michael Rudolph (Stellv. Hauptpressewart),

Marion Schmidt

(Hauptschrift wartin), Christoph

Steingaß (verantwortlich), Klaus

Dumeier (Stellv. Präsidenten).

Beiträge, die nicht ausdrücklich

als Stellungnahme der genannten

Institutionen gekennzeichnet sind,

stellen die persönliche Meinung

des Verfassers dar. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte und Fotos

übernimmt der Verlag keine Gewähr.

Der auszugsweise oder vollständige

Abdruck von Beiträgen ist nur

mit Genehmigung des Verlages

gestattet.

Redaktions- und Anzeigenschluss:

Jeweils zum 15. des Vormonats.

Verlag und Druck:

(Redaktion, Anzeigen, Vertrieb)

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Max-Planck-Straße 12/14

38855 Wernigerode

Telefon: 03943 5424-0

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DER HARZ erscheint Anfang des

Monats. Jahresabonnementpreis:

31,57 € inkl. Versandkosten und

7 % MwSt. Zeitung ist kündbar bis

30. September des laufenden Jahres

für das Folgejahr.

Foto Titelseite:

Archiv Harzklub e.V.

Liebe Leserinnen und Leser,

während ich diese Zeilen am 19. Januar 2020 für die Februar-Ausgabe von DER HARZ schreibe,

herrschen frühlingshafte Temperaturen!

Mitten im Winter!

Das Unwort des Jahres 2019 „Klimahysterie“ finde ich persönlich zwar etwas übertrieben,

doch lässt sich nicht leugnen, dass mit unserer Umwelt etwas nicht stimmt.

Unser schönes Mittelgebirge lebt eigentlich von den verschiedenen Jahreszeiten:

• dem Frühling mit der erwachenden Natur, den zartgrünen Blättern an Büschen und

Bäumen, dem Duft der vielen Blüten und dem Zwitschern unserer heimischen Singvögel.

• dem Sommer mit guter Fernsicht, Schatten unter hohen Bäumen und der erfrischenden

Abkühlung in Bächen und Teichen bei großer Hitze.

• dem Herbst, oft neblig und mystisch, mit bunt gefärbtem Laubwald, der zu ausgedehnten

Wandertouren einlädt.

• und schließlich dem Winter mit glitzerndem Schnee, Frost und strahlender Sonne auf

hohen Bergen!

Eigentlich!

Unsere mittlerweile gut etablierte Diskussionsrunde „Der Harz diskutiert nicht ohne

uns!“ am 12. Februar befasst sich mit diesem Thema und fragt nach Sinn oder Unsinn von

„Alpin-Ski im Harz“.

Das Foto der Schnee-Kanone auf dem Titel mit viel Schnee herum haben wir aus dem

Archiv geholt!

Weiterhin finden Sie, liebe Leserinnen und Leser, in der vorliegenden Ausgabe den bewährten

Mix aus Gegenwärtigem und Vergangenem mit sehr interessanten Beiträgen unserer Partner.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre!

Dr. Oliver Junk

Präsident Harzklub e.V.

INHALT

Einladung zur Diskussionsveranstaltung am 12.02.20 4

Dauerausstellung eröffnet – „Harz erfrischend“ in Neustadt“ 5

Wandern statt Schokolade 6

Geführte Wanderungen des Harzklub e.V. 7

Neue Stelen im Landkreis Harz 8

Niedersachsen fördert Regionalverband Harz 9

Warum nicht mal eine Ballonfahrt über den Harz! 10

Lebensreise Teil 1 11

Interessante Sonderfahrten und neue Angebote der HSB 12

Neues Harz-Kursbuch erschienen 13

Druckfrische Harz-Themenkataloge begleiten Messesaison 2020 14

AOK mit mehr Leistungen und ohne Zusatzbeitrag 15

Allgemeine Harzklub-Termine 2020 16

Stunde der Wintervögel in Wildemann 17

Harz Wandern – Grumbachtal in Wildemann 18

Das Leben des berufsmäßigen Wilderers Wilhelm Mückenheim 20

02 | 2020

3


HARZ AKTUELL

„Alpin-Ski im Harz?“

Einladung zur Diskussionsveranstaltung

am 12.02.20 im Kurgastzentrum Braunlage

Unser Harz hat sich verändert.

Der Klimawandel ist aufgrund des

massiven Baumsterbens durch Stürme,

Trockenheit und Borkenkäferbefall

in den vergangenen zwei Jahren für

jedermann sichtbar geworden.

Auch zum Beginn des Jahres 2020 ist angesichts

hoher Temperaturen an Schneefall

nicht zu denken. Doch wie stehen die

Prognosen für den Wintersport? Lohnt es

sich noch, in den Wintersport zu investieren?

Welche Möglichkeiten bieten künftig

unsere Wintersportvereine im Harz?

Seit 2018 organisiert der Harzklub e.V.

Diskussionsrunden zu aktuellen „Harz-

Themen“. So haben wir die Themen:

Nationalpark Harz – Was macht der Borkenkäfer

mit unserem Wald? Dürrerekord

und Jahrtausendhochwasser – wie sieht

die Wasserversorgung der Zukunft aus?

sowie Die Rückkehr des Wolfes in den Harz

– Wanderer in Gefahr? mit kompetenten

Referenten vor jeweils etwa 120 Gästen

sachlich, fachlich und engagiert diskutiert.

Unsere nächste Runde widmet sich dem

Alpin-Skifahren im Harz. Unter bewährter

Moderation von Andreas Rietschel,

ehemals Chefredakteur der Goslarschen

Zeitung, möchten wir mit unseren Mitgliedern

aus den Harzklub-Zweigvereinen, Vertretern

des Wintersports, des Tourismus,

der Gastronomie, der Landesforsten und

des Nationalparks darüber diskutieren, ob

Alpin-Ski im Harz eine Zukunft hat.

Als kompetente Gesprächspartner stehen

für uns bereit: Frau Sabine Wetzel, Vorsitzende

der Regionalgruppe Wernigerode

Bündnis 90/Die Grünen im Kreisverband

des Landkreises Harz und Stadträtin von

Wernigerode sowie Herr Walter Lampe,

Präsident des Niedersächsischen Skiverbandes

e.V. und ehemaliger Bürgermeister

der Samtgemeinde Oberharz.

Mit dieser Veranstaltung möchten wir insbesondere

die Sorgen und Fragen unserer

Mitglieder und Gäste, aber auch der einheimischen

Bevölkerung aufgreifen und einen

Ausblick für die Zukunft des Wintersports

in unserem Harz bieten.

Die Veranstaltung ist für jedermann offen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

»Unsere Veranstaltung zum

Thema „Wintersport im Harz?“

findet am 12. Februar 2020 um

18.00 Uhr im Kurgastzentrum

Braunlage/Harz statt.

Dr.-Kurt-Schröder-Promenade 3,

38700 Braunlage

4 02 | 2020


HARZ AKTUELL

Dauerausstellung eröffnet

Harz erfrischend“ in Neustadt

Seit Frühjahr 2019 hat der Naturpark

Südharz seinen Sitz im Haus des

Gastes in dem Südharzer Fachwerkort

Neustadt. Jetzt wurde dort das neue

Infozentrum und die zweisprachige

Dauerausstellung unter dem Titel

Harz erfrischend“ eröffnet.

Wie oft atmet der Mensch in 24 Stunden?

Wohin verschwindet Wasser im

Gipskarst? Und warum ist ein Besuch

im Wald so gesund? Antworten auf

diese und auf viele weitere Fragen

erhalten die Besucher in der neuen

Naturparkausstellung.

Auf knapp 90 Quadratmetern und in zwei

Räumen ist das zusammengefasst, was

die Gipskarstregion und den Südharz so

einmalig macht. „Alles ist sehr haptisch

und die Ausstellung verspricht ein Erlebnisangebot

für die ganze Familie. Alles wird

populärwissenschaftlich erklärt“, sagte

Naturpark- Mitarbeiter André Richter.

In einem Liegestuhl können Besucher beispielsweise

in den nächtlichen Himmel

schauen. Zu entdecken gibt es auch beim

Memory eine Menge: seltene Tiere wie die

Wildkatze oder Südharztypische Pflanzen

wie die Mondraute.

Auch der Gipskarst wird an einem großen

Modell erklärt. „Vieles geschieht im Gipskarst

im Verborgenen. „Genau das wollen

wir hier zeigen“, erläuterte Richter. Den

Weg des Wassers beispielsweise. So verschwindet

der Fluss Wieda bei Gudersleben

plötzlich im Nichts, um dann, ziemlich

wahrscheinlich, am Salzaspring in Nordhausen

wieder aufzutauchen.

Thematisiert wird auch der Kurtourismus

in Neustadt. Seite Ende des 19. Jahrhunderts

kommen Erholungssuchende in den

kleinen Fachwerkort. Neben historischen

Postkarten, die Kurgäste am Anfang des 20.

Jahrhunderts an ihre Familien schickten,

erinnert auch ein Film an diese Zeit.

Staatssekretät Olaf Möller und Jürgen Pusch vom Naturpark Südharz

Naturführerin Sigrun Grahl an einer

Videowand

Wie eng das Erleben und Sein in der Natur

und die Gesundheit miteinander verwoben

sind, wird in der Ausstellung deutlich. „Das

war uns auch ein Anliegen. Es geht um Gesundheit.

Ich hoffe, Sie können die Alltagssorgen

vor der Tür lassen“, lud Neustadts

Kurarzt Dr. André Haas die rund 80 Gäste

der Eröffnung zu einem ersten Rundgang

ein. Haas hatte nicht nur die Idee zur Ausstellung,

sondern hat diese auch gemeinsam

mit Andre Richter konzipiert, eine

Leipziger Firma setzte die Ideen dann um.

An verschiedenen Stationen werden die

Sinne angesprochen, wird gesehen, gerochen

und gefühlt. Um Achtsamkeit geht

es auf dem Balkon. Mit Blick in die Natur

kann der Besucher seinen Sinne schärfen

und versuchen, ganz bei sich, im Hier und

Jetzt zu sein.

Rund 170.000 Euro wurden in die Ausstellung

investiert, 90 Prozent förderte das

Land, den Rest gab der Naturpark Südharz.

Seit neun Jahren gibt es diesen mittlerweile

im Landkreis Nordhausen. „Das Infozentrum

ist jetzt ein Angebot für Einheimische

und Gäste, das Lust auf die Naturschätze

der Region machen soll“, sagte Staatssekretär

Olaf Möller.

Harztor-Bürgermeister Stefan Klante (CDU)

erinnerte an den langen Weg, das leerstehende

und dem Verfall preisgegebene Verwalterhaus

wieder zum Leben zu erwecken.

Neustadts Ortschaftsbürgermeister Dirk

Erfurt und Haas hätten lange darum gekämpft,

das Haus zu retten. „Dieser Kampf

hat sich gelohnt“, sagte Klante und dankte

beiden für deren Einsatz.

Erfreut zeigten sich Klante und Erfurt, dass

mit der Stiftung Naturschutz noch ein zweiter

Mieter gefunden sei. Seit Ende November

hat Gebietsleiter Maik Hildebrand sein

Büro mit im Haus und betreut den Abschnitt

des Grünen Bandes in der Region. Susanne

Schedwill

»Die Ausstellung im Infozentrum in

der Burgstraße in Neustadt kann

montags bis freitags von 10 bis 15 Uhr

besucht werden, ebenso am Sonntag.

Samstags und feiertags bleibt sie

geschlossen. Der Eintritt ist frei.

Das Haus des Gastes in Neustadt

02 | 2020

5


HARZKLUB

Warum Bewegung im Winter gegen Depressionen hilft

Wandern statt Schokolade

Menschen, die im Winter wandern,

sind glückliche Menschen. Das besagt

eine vom Bundesministerium für Wirtschaft

und Technologie herausgegebene

Studie: 91 Prozent der Befragten

fühlten sich nach einer Winterwanderung

glücklich und zufrieden,

96 Prozent insgesamt besser.

Wandern im Winter hilft, dem Winterblues

zu entkommen. Und ist deutlich gesünder

als Schokolade. Warum ist das so? Winterblues

oder die so genannten Winterdepressionen

entstehen durch den Lichtmangel

an den kürzeren Tagen. Gelangt weniger

Licht über unsere Augen ins Gehirn und

die dort ansässige Zirbeldrüse, wird mehr

Melatonin ausgeschüttet. Zur Produktion

dieses Schlafhormons wird das Glückshormon

Serotonin benötigt. Die Folge sind

Müdigkeit und schlechte Stimmung, weil

der Serotoninspiegel sinkt. Hier kommt übrigens

die Schokolade ins Spiel: Durch das

Essen von Schokolade und Zucker versucht

das Gehirn, den Serotoninmangel auszugleichen.

Und Schwupps gelangt auch das

ein oder andere Pölsterchen mehr auf die

Hüften. Bewegung im Freien wie das Wandern

ist ein guter Ausgleich. Draußen ist die

Lichtintensität selbst an trüben Tagen höher

als in künstlich beleuchteten Räumen.

Bei einer Winterwanderung ist es deswegen

gut, möglichst vormittags zu starten, um

möglichst viel Licht einzufangen und vor

allem die lichtintensiveren Mittagsstunden

zu nutzen. Auch die Bewegung beim

Wandern ist zumindest bei zügigem Gehen

ein wahrer Stimmungsaufheller: Stresshormone

werden abgebaut und Endorphine,

also Glücksbotenstoffe, ausgeschüttet. Hier

kommt Winterwanderern zu Gute, dass sie

eine Strecke in kürzerer Zeit zurücklegen

als Wanderer, die dieselbe Strecke in einem

wärmeren Monat gehen. Winterwanderer

sind also schneller unterwegs. Das ist ein

weiteres Ergebnis der vom Bundesministerium

für Wirtschaft und Technologie herausgegebenen

Studie. Ursache dafür ist

das Bedürfnis, nicht auszukühlen und in

Bewegung zu bleiben. Ein weiterer positiver

Effekt: Es werden mehr Kalorien verbraucht

und damit das Gewicht in Zaum gehalten.

Gewandert werden kann bei fast jedem

Wetter. Vorsicht ist lediglich geraten bei

extremer Kälte verbunden mit starkem

Wind, starkem Schneefall oder Blitzeis.

Eine Wanderung durch glänzend weiße

Schneelandschaften (Sonnenbrille nicht

vergessen!), hat seinen ganz eigenen Reiz

– und auch das Schneeschuhwandern als

besondere Wandervariante findet immer

mehr Anhänger. Allerdings ist der Schnee

für die besondere Atmosphäre einer Winterwanderung

kein „Muss“. Auch ohne Weiß

ist der Winterwald etwas Besonderes: Der

Blick auf das fein verzweigte Geäst der Bäume

oder Fernsichten durch die blattlose

Vegetation hindurch sind nur im Winter

möglich. Und wer sich zu Jahresbeginn

mit einem Mitgliedsverein des Deutschen

Wanderverbandes oder einem zertifizierten

Gesundheitswanderführer auf die Beine

macht, sammelt schon frühzeitig die ersten

Kilometer für das Deutsche Wanderabzeichen

2020. (Deutscher Wanderverband)

6 02 | 2020


HARZKLUB

Geführte Wanderungen durch zertifizierte

Wanderführer*innen des Harzklub e.V.

Februar 2020

Mittwoch, 12.02.2020

„Fackelwanderung im Winterwald von Tanne“

Fackelwanderung zum Lagerfeuer auf dem Festplatz, 2 km

Treffpunkt: 18.00 Uhr, Tanne, Wandertreff (Ecke Lindenwarte/

Schierker Weg)

Führung: Willi Salfeld, 0160-95472974, Günther Gundlach,

039457-3256

Fackeln können käuflich erworben werden,

anschließend Einkehr bei Glühwein/Gegrilltem

Sonntag, 23.02.2020

„Burg Regenstein/Blankenburg“

Rundwanderung ca. 9 km, mit Besichtigung der Festung

1. Treffpunkt: 9.00 Uhr, Seesen Bahnhof

2. Treffpunkt: 10.15 Uhr Parkplatz Burg Regenstein

Führung: Nicole und Detlef Engel, 0170-6416273

März 2020

Sonntag, 01.03.2020

„Rundwanderung auf dem Karstwanderweg“

Treffpunkt: 10.00 Uhr, Bad Sachsa Pfaffenwiese 54, ca. 10 km

Anmeldung/Führung: Detlef Eckert, 05525-1381, Lothar Graf,

05523-9526699

Sonntag, 08.03.2020

„Eulenstein und Dohlenklippe“

Rundwanderung über Eulenstein und Dohlenklippe, ca. 17 km

Treffpunkt: 11.00 Uhr, Bad Lauterberg, Haus des Gastes

Anmeldung/Führung: Wilhelm Diekmann, 05524-852337 und

0177-8355893, Einkehr in Müllers Hofcafé

Sonntag, 08.03.2020

„Leben am und mit dem Wasser“

Rundwanderung ca. 3 km

Treffpunkt: 09.30 Uhr, Neuekrug-Hahausen, Parkplatz Neiletal

Anmeldung/Führung: Klaus Asmus, 053281-47899

Sonntag, 15.03.2020

„Auf zum Sternplatz“

Rundwanderung zwischen Münchehof und Lautenthal,

ca. 13 km

Treffpunkt: 10.00 Uhr, Münchehof, Parkplatz am Bahnhof

Anmeldung/Führung: Peer Wohlgemuth, 0173-6003631

Sonntag, 15.03.2020

„Gegensteine und Teufelsmauerstieg“

Busfahrt (gebührenpflichtig), Rundwanderung, ca. 12 km

Treffpunkt: 09.30 Uhr, Bad Suderode, Bushaltestelle Bahnhof

Anmeldung/Führung: Dirk Reinkober, 0178-7676756

Einkehrmöglichkeit Gaststätte Am Bückeberg

Sonntag, 15.03.2020

„Zwischen Goslar und Granetalsperre“

Rundwanderung von Goslar zur Granetalsperre, zurück über

Steinbergalm, ca. 13 km

1. Treffpunkt: 9.15 Uhr, Seesen; Bahnhof

2. Treffpunkt: 9.15 Uhr, Wildemann, Kiosk am Eck

3. Treffpunkt: 9.30 Uhr, Lautenthal, Tourist-Info

4. Treffpunkt: 9.45 Uhr, Wolfshagen, Tourist-Info

5. Treffpunkt: 10.00 Uhr, Goslar; Frankenberger Teich

Führung: Uwe Brennecke, 0151-62428452, Einkehrmöglichkeit

Sonntag, 22.03.2020

„Die ersten Frühlingsboten im Heber“

Rundwanderung durch den Heber, ca. 7 km

1. Treffpunkt: 10.00 Uhr, Seesen; Bahnhof

2. Treffpunkt: 10.15 Uhr, Mechtshausen; Wanderparkplatz

Führung: Manfred Gomolak, 05067-697217,

Karl Heinz Borchers, 05381-3925

Einkehrmöglichkeit im Gasthaus Scharn

Mittwoch, 25.03.2020

„Zum Harlyturm“

Rundwanderung von Wöltingerode zum Harlyturm, ca. 12 km

Treffpunkt: 09.00 Uhr, Blankenburg, Parkplatz Theaterstraße

Führung: Armin Olbricht, 03944-63613

Sonntag, 29.03.2020

„Adonisröschen und andere Frühlingsboten“

Rundwanderung durch den Fallstein, ca. 15 km

Treffpunkt: 09.15 Uhr, Bad Harzburg, Parkplatz Tedi

Führung: Reinhard Vierke, 0171-8694128, Einkehrmöglichkeit

Sonntag, 29.03.2020

„Um den Gehrenroder Berg“

Rundwanderung um Lamspringe, ca. 11 km

Treffpunkt: 09.45 Uhr, Lamspringe, Oberschule

Führung: Uwe Küchler, 05183-2377

Wir bitten jeweils um telefonische Anmeldung.

Image by Hermann Traub from Pixabay

02 | 2020

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REGIONALVERBAND HARZ

Netz der Natur- und Geoparkstelen ausgeweitet

Neue Stelen im Landkreis Harz

Kürzlich konnten in Alexisbad

(Stadt Harzgerode), Athenstedt

(Stadt Halberstadt), Ermsleben (Stadt

Falkenstein/Harz) und Münchenhof

(Welterbestadt Quedlinburg) neue

Stelen präsentiert werden.

Die beiden Letzteren weisen nicht nur auf

die Zugehörigkeit zum UNESCO-Geopark

hin, sondern sie markieren zugleich die

Außengrenze des Naturparks Harz. Autofahrer,

die auf der B 185 oder der B 79 unterwegs

sind, lesen je nach Fahrtrichtung

die Schriftzüge NATURPARK oder GEOPARK.

Informationstafeln an den Rückseiten der

Stelen erklären zunächst Bedeutung und

Ziele von Naturparks und Geoparks. Es folgen

standortbezogene Informationen z. B.

zur Ortsgeschichte, insbesondere aber zur

Erdgeschichte. Abhängig von der Geologie

konnten sich verschiedene Landschaftsbilder

ausprägen. Das oder die wichtigsten

Gesteine der näheren Umgebung werden

am Fuß einer jeden Stele in einer Gabione

gezeigt.

Isabel Reuter (RVH), Oberbürgermeister Frank Ruch, stellv. Bürgermeister

Wolfgang Scheller und Doreen Walter (Quedlinburg-Tourismus-Marketing GmbH).

Foto: Michelle Müller/RVH

Fachsimpeln über die ortstypischen Gesteine in Ermsleben: Natur- und Geoparkleiter

Dr. Klaus George, Bürgermeister Klaus Wycisk und Vorsitzender Landrat Martin Skiebe

(v. l.). Foto: Christiane Linke/RVH

Natur- und Geoparkstele in Ermsleben.

(Foto: Dr. Klaus George)

Die Stele in Ermsleben steht in unmittelbarer

Nähe einer modernen Station für

Radwanderer. Der Vorsitzende des Regionalverbandes

Harz, Landrat Martin Skiebe,

würdigte die besondere städtebauliche

Situation, die durch Radstation sowie

Natur- und Geoparkstele im Kontrast zu

historischen Bauwerken entstand. Bürgermeister

Klaus Wycisk freute sich über

die weitere Aufwertung der Grünanlage

im Herzen Ermslebens. Zwei Gesteine

werden in der Gabione präsentiert. Heller

Muschelkalk findet sich in vielen Gebäuden

von Ermsleben sowie dem seit langer Zeit

8 02 | 2020


REGIONALVERBAND HARZ

eingemeindeten Ortsteil Sinsleben. Um das

zweite vorgestellte, rötliche Gestein aus

dem Meisdorfer Becken verbaut zu erleben,

wird ein Ausflug zum Alten Forsthaus empfohlen.

Bei Kaffee und Kuchen im nahen

Heim-, Tier- und Gartenmarkt kam es unmittelbar

im Anschluss der Präsentation zu

interessanten Gesprächen mit Einwohnern.

Bei ihrer Domäne Münchenhof erreichte

Sophie Albertine von Schweden als designierte

(letzte) Äbtissin des reichsunmittelbaren

und freiweltlichen Stifts Quedlinburg

stadt und der Regionalverband Harz als

Träger des UNESCO-Geoparks an einem

Strang ziehen: „Hier geht es darum, sich

gegenseitig zu unterstützen und gemeinsam

für Gäste sowie Einwohne rinnen und

Einwohner sichtbarer zu werden.“ Christiane

Linke & Dr. Klaus George

Die Öffentlichkeitsarbeit des

Regionalverbands Harz wird gefördert

aus Mitteln des Ministeriums für

Umwelt, Landwirtschaft und Energie

des Landes Sachsen-Anhalt.

Ende einer langen Durststrecke

Niedersachsen fördert

Regionalverband Harz

Kurz vor dem Jahreswechsel hat das

Land Niedersachsen die im Bundesvergleich

Rote Laterne hinsichtlich

der Förderung seiner aktuell 14 Naturparke

abgegeben. Ein Förderbescheid

über zunächst 100.000 Euro für die

Naturparkarbeit des Regionalverbandes

Harz wurde in Hannover überreicht.

Anlässlich der Übergabe der Fördermittelbescheide

im Niedersächsischen Landtag

brachte es Umweltminister Olaf Lies auf

den Punkt: „Nach über 20 Jahren starten

wir endlich wieder mit einer kontinuierlichen

Förderung. Zwar gab es in den letzten

Jahren verschiedene Projektförderungen

für Einzelmaßnahmen, aber es fehlte an

einer verlässlichen Unterstützung, mit der

die Naturparke dauerhaft planen können.“

Der in der Welterbestadt Quedlinburg

geschäftsansässige Regionalverband

Harz hatte 2005 auch die Trägerschaft

des Naturparks „Harz“ in Niedersachsen

übernommen. Es ist der älteste Naturpark

im Harz. Gegründet 1960 im damaligen

Landkreis Zellerfeld, war er bis 2005 von der

Bezirksregierung Braunschweig verwaltet

worden. Da der länderübergreifend agierende

Regionalverband Harz bereits 2003

die Trägerschaft des damals neu gegründeten

Naturparks „Harz/Sachsen- Anhalt“

übernommen hatte, lag es nahe, nach

Verwittert und von Einschüssen durchsiebt: Informationstafel des

Naturparks Harz in Niedersachsen aus den 1960er Jahren.

Es kann nur besser werden! (Foto: Dr. Klaus George/RVH)

der Auflösung

der Bezirksregierung

auch in

Niedersachsen

Verantwortung

zu übernehmen.

Nennenswerte

Fortschritte in

der Weiterentwicklung

des

Naturparks im

We s thar z zu

erzielen, war

bisher jedoch

enorm mühsam.

Nur mit finanzieller

Unterstützung

der Landkreise

Goslar

und Göttingen

Umweltminister Olaf Lies (re.) überreicht

Naturparkleiter Dr. Klaus George (li.)

den Zuwendungsbescheid. (Foto: Niedersächsisches

Ministerium für Umwelt, Energie,

Bauen und Klimaschutz)

am 28. September 1787 die Stadtgrenze der

heutigen Welterbestadt. Stiftshauptmann

und Stiftsräte bereiteten der Prinzessin

einen feierlichen Empfang. Heute verläuft

hier parallel der B 79 ein Radweg. Mauerwerk

und Straßenpflaster in Münchenhof

sind aus Sandstein. Der wird folgerichtig

auch in der Gabione der neuen Natur- und

Geoparkstele gezeigt. Sie steht unmittelbar

an der Ampelanlage, die den Übergang

über die viel befahrene Bundesstraße

sichert. Quedlinburgs Oberbürgermeister

Frank Ruch freute sich, dass die Welterbegelang

es dem Regionalverband Harz projektbezogene

Fördermittel einzuwerben,

etwa für das Projekt „Landschaft lesen

lernen“. In Umsetzung dieses Projektes

konnte beispielsweise die Sudmerberger

Warte bei Goslar saniert und der Allgemeinheit

wieder zugänglich gemacht werden.

Außerdem werden die Natura 2000-Gebiete

mit Informationstafeln ausgestattet. Auf

welchen Wegen sich die europaweit bedeutenden

Schutzgebiete erkunden lassen,

beschreiben die vom Regionalverband Harz

herausgegebenen NATURA-Tipps. Zuletzt

hatte Landrat Bernhard Reuter den Tipp

15 – Staufenberg und Südharz bei Zorge

der Öffentlichkeit präsentiert. Klaus George

02 | 2020

9


HARZKLUB

Warum nicht mal eine Ballonfahrt

über den Harz!

Das sagten sich zwei Wanderfreunde,

als sie für mich ein Geburtstagsgeschenk

zum 70. Geburtstag suchten.

So besorgten sie kurzerhand einen

Gutschein für eine Ballonfahrt inkl.

Begleitung über den Harz.

Am Dienstag, dem 14. Januar 2020 bekam

ich dann einen Anruf von der Firma

Brockenballon und man fragte mich, ob

ich am 16. Januar 2020 Zeit hätte, da die

Wetterlage für die nächsten zwei Tage optimal

sein sollte. Kurz die Termine gecheckt

und ein „Ok“ gegeben.

Um 10:15 Uhr kurzerhand die Wandernudel

in Schulenberg eingeladen und ab ging

es nach Wernigerode. Um 12 Uhr hatten

wir das Treffen. Wir sind dann gemeinsam

mit drei weiteren Personen ganz auf die

andere Seite des Harzes gefahren. Der Segelflugplatz

Hattorf war unser Ziel. Hier

wurde erst einmal ausgepackt und aufgebaut.

Dann das wichtigste, der Ballon

wurde auf geblasen. Nach etwa einer halben

Stunde sind wir gestartet. Erst einmal

hoch in Richtung Norden, in etwa 1,5 km

Höhe wechselte der Kurs in Richtung Osten.

Dann sind wir durch die Wolken und auf

2.950 m. Hier bot sich uns eine herrliche

Sicht über das Wolkenmeer, über dem die

Sonne stand. Mit ca. 35 km/h sind wir über

Lonau, HansKühnenBurg, über Sonnenberg

und den Oderteich immer in Richtung

Brocken. Wir konnten den Goetheweg und

den Bahnhof sehen, ein Zug stand im Abstellgleis

und ein zweiter fuhr Richtung

Brocken vorbei. Was für ein Glücksmoment

war das denn! Dann Punktlandung genau

über dem Gipfel, der auch durch die Wolken

zu sehen war. Etwa über Darlingerode ging

es dann langsam abwärts. Es war keine

Wolke mehr am Himmel zu sehen und man

merkte nicht, dass wir immer weiter Richtung

Erde fuhren. Über Heudeber merkte

man dann einen leichten Windzug und

es ging wieder etwas in Richtung Norden

auf Dardesheim zu. Kurz vor Dardesheim

sind wir dann nicht ganz so sanft gelandet,

aber alles ging gut und wir waren alle

wohlbehalten auf Mutter Erde zurück. Über

55 km Flug und etwas über

zwei Stunden waren wir in

der Luft.

Dann folgte die Taufe: Der

Luftfahrzeugführer vollzieht

für Ballonerstfahrer

ein besonderes Ritual. Die

Teilnehmer stoßen auf die

Fahrt an und schwören, nie

mehr „Ballonfliegen“ zu sagen

und außerdem jedem

Ballonfahrer, den sie treffen,

zu helfen und auf Nachfrage

seinen vollständigen Luftfahrernamen

zu sagen. Kann dieser nicht

aufgesagt werden, kostet dies eine Runde

für alle Ballonfahrer. Anschließend wird

eine Locke des Erstfahrers vom Piloten angesengt

(für das Feuer, das einen in die Luft

brachte) und durch Champagner gelöscht

(für das Wasser, als Bestandteil der Luft, die

alle getragen hat), sowie Erde auf den Kopf

gestreut "getauft" (auf der man gelandet

ist). Als weitere Tradition gilt die Vergabe

von Adelstiteln wie zum Beispiel meiner:

„Graf Otto von Dardesheim, der schwebende

Wanderkaiser“

Ein Tag den ich wohl nie vergessen werde!

Einfach mal machen, liebe Wanderfreunde,

ihr werdet den Harz mal aus einer ganz anderen

Perspektive sehen. (Text und Fotos:

Otto Unruh)

10 02 | 2020


ZEITREISE

Lebensreise Teil 1

Günter Bothe, ehemaliger Förster,

früherer langjähriger Vorsitzender des

Harzklub-Zweigvereins Bad Harzburg,

Initiator des „Maisingens auf dem Molkenhaus“

und Träger des Verdienstordens

der Bundesrepublik Deutschland,

hat sein bewegtes Leben unter dem

Motto „Lebensreise“ aufgeschrieben,

um es seinen Kindern und Enkelkindern

einstmals zu übergeben. Er hat

dem Harzklub und der Redaktion der

Vereinszeitschrift DER HARZ gestattet,

einige Passagen daraus zu verwenden.

Wir haben dieses Angebot gern aufge -

griffen und werden in lockerer Folge einige

Beiträge veröffentlichen und bedanken uns

an dieser Stelle harzlich-herzlich für diese

Möglichkeit.

Die Brockenuhr

Von meinem damaligen Kegelbruder, dem

Landtagsabgeordneten Jürgen Dorka,

bekam ich als Vorsitzender des Harzklub-

Zweigvereins Bad Harzburg, den Auftrag,

den Brockenwirt und die Vorsitzenden

der Harzklub-Zweigvereine Ilsenburg und

Schierke, nach Hannover zum Landtag zu

transportieren.

Dies erfolgte am Mittwoch, dem 25. April

1990. Hierzu nun der nachfolgende Zeitungsbericht

vom 26. April 1990 (Goslarsche

Zeitung):

Eine mit dem Brockenmotiv und einer

unsichtbar schwebenden Brockenhexe

um den „Berg der Deutschen“ gestaltete

Brockenuhr kreierten jetzt der Harzburger

Landtagsabgeordnete Jürgen Dorka, die

Harzklubvorsitzenden von Bad Harzburg,

Schierke und Ilsenburg, Bothe, Stöhr und

Berke sowie Brockenwirt Steinhoff. Der Erlös

aus dem Verkauf soll dem Naturschutz

auf dem Brocken zugutekommen. Dorka,

der die Swatch-Uhr gestaltete, überreichte

gestern das erste Exemplar mit einer Urkunde

der Nr. 0001 an Ministerpräsident

Ernst Albrecht in Hannover im Landtag.

Albrecht zeigte sich erfreut über die Idee

und hoffte, dass durch den Verkauf Geld für

den Naturschutz zusammenkommt. Ebenso

begründete Dorka seine Initiative: „Ich

wollte, anstatt über den Naturschutz zu

reden, einen praktischen Beitrag leisten,

der dem arg gebeutelten Brocken hilft.“

Die ersten 100 Brockenuhren sollen in der

nächsten Woche eintreffen. Die ersten

Probe exemplare liegen bereits vor. Kaufen

kann man die Uhren mit der „kreisenden

Brockenhexe“ bei den Harzklubs Bad Harzburg,

Ilsenburg und Schierke, sowie beim

Brockenwirt.

Der Verkaufspreis soll bei 100 DM gelegen

haben, wovon 50 DM direkt für den Naturschutz

vorgesehen waren.

Auf dem Bild wird die Übergabe der 1. Brockenuhr an Ministerpräsident Ernst Albrecht festgehalten – v.l.n.r.: Karl Berke (Vorsitzender

Harzklub-Zweigverein Ilsenburg), Ernst Albrecht (Ministerpräsident), Günter Bothe (Vorsitzender Harzklub-Zweigverein), Jürgen Dorka

(Landtagsabgeordneter), Hans Steinhoff (Brockenwirt) und W. Stöhr (Vorsitzender Harzklub-Zweigverein Schierke)

02 | 2020

11


HARZER SCHMALSPURBAHNEN

Interessante Sonderfahrten

und neue Angebote in 2020

Unterwegs in einem Dampfzug der Selketalbahn (Foto: Archiv HSB/Volker Schadach)

Auch für das Jahr 2020 bietet die

Harzer Schmalspurbahnen GmbH

(HSB) zusätzlich zum täglichen

Regelzugverkehr wieder beliebte

und interessante Sonderfahrten an.

Neben den etablierten und nicht mehr wegzudenkenden

Fahrten wie beispielsweise

der historische Oldtimerzug von Wernigerode

und Nordhausen auf den Brocken,

der „Quedlinburger Brocken-Express“, die

„Schlemmertouren“ durch das Selketal oder

auch die beliebten Osterhasenfahrten nach

Drei Annen Hohne, gibt es in diesem Jahr

wieder zahlreiche neue Themenfahrten.

Die Angebote des ersten Halbjahres

starteten bereits Anfang Februar mit einer

Sonderfahrt durch das Selketal zum

Krimi-Dinner in Harzgerode. Ebenfalls

durch das Selketal führt dann am 8. Mai erstmals

eine kulinarische Mondscheinfahrt.

Neben einem Abendbuffet im Zug wird bei

einem Zwischenstopp eine Feuershow mit

Musik gezeigt. Der Sonderzug „Spargelkutsche“

fährt am 24. Mai, hier gibt es hier

für die Gäste nach der Dampfzugfahrt von

Quedlinburg aus durch das romantische

Selketal ein Drei-Gänge-Spargelmenü in

Harzgerode sowie am Nachmittag Kaffee

und Kuchen in Gernrode.

Am 14. Juni startet eine große Harzrundreise

mit über 100 Kilometern Dampferlebnis

auf der Harzquer- und Selketalbahn.

Standesgemäß mit dem „Western-Express“

können Gäste am 21. Juni von Quedlinburg

aus nach Hasselfelde zum Besuch der dortigen

Westernstadt fahren.

Von Wernigerode aus führt eine ungewöhnliche,

kulinarische Fahrt auf den Brocken.

Im Ambiente des gediegenen Salonwagens

werden edle Whiskys verkostet. Diese Fahrten

finden am 9. und 30. Mai statt. Ebenfalls

ab diesem Ausgangsbahnhof fährt am

19. Juni ein Sonderzug mit spanischem

Ambiente über die Strecken der Harzquerund

Selketalbahn nach Quedlinburg. An

Bord dieses Sonderzuges erwartet die Gäste

u.a. ein spanisches Buffet sowie Unterhaltung

auf einigen Unterwegsbahnhöfen.

INTERESSANTE SONDERFAHRTEN

UND VERANSTALTUNGEN

IM MÄRZ UND APRIL2020

• Sonderfahrten mit dem historischen

Traditionszug von Wernigerode auf

den Brocken (Leistungen u.a. Reiseleitung,

Sitzplatzgarantie): am 14. und

28. März sowie am 8.; 10.; 11.; 15.;

18. und 25. April 2020

Der „Quedlinburger Brockenexpress“

fährt am 21. März von Quedlinburg

aus durch das romantische Selketal

bis auf den höchsten Harzgipfel.

Der Sonderzug mit Osterhasen

fährt jeweils am 4. und 5. April von

Wernigerode nach Drei Annen Hohne

zu Kaffeegedeck und Kinderprogramm

• Eine Schlemmertour durch das

Selketal startet am 25. April von

Quedlinburg aus.

Buchung und Information für die

Sonderzüge: Kundenservice der

Harzer Schmalspurbahnen,

Telefon: 03943/558-153,

E-Mail: kundenservice@hsb-wr.de

12 02 | 2020


NATIONALPARK HARZ

Harz-Kursbuch

Ein Handbuch für die Erkundung der

Nationalparkregion mit Bahn und Bus

Jeder hat Internet, fast jeder hat ein

Smartphone – braucht man da noch

irgendetwas Gedrucktes, um sich über

Bahn und Bus zu informieren? Diese

Grundtendenz setzt sich bei immer

mehr Aufgabenträgern und Verkehrsbetrieben

durch. Folge: Wer sich

einen Überblick darüber verschaffen

will, was in einer Region so alles fährt

und wann es dies tut, muss entweder

haufenweise Faltblätter sammeln oder

eben doch im Internet herumsuchen.

Dort erfährt er letztlich zwar alles,

aber eines fehlt völlig: Der Überblick

über das Gesamtangebot.

Für Einheimische, die oft Bahn und

Bus nutzen, mag das noch angehen.

In einer Region, die vom Tourismus

geprägt ist, jedoch nicht. Hier müssen

die Gäste sich informieren können und

sollten auch beraten werden. Jetzt,

wo HATIX auch im Westharz eingeführt

ist, erst recht! Das Harz-Kursbuch ist

somit im HATIX-Zeitalter ein unentbehrliches

Nachschlagewerk.

Bei der Initiative „Höchste Eisenbahn für

den Südharz“ sieht man das jedenfalls so

und hatte sich auch 2019 wieder unverdrossen

ans Werk gemacht, um ein „Harz-

Kursbuch“ für 2020 zu erstellen. Auf 245

Seiten ist alles Wissenswerte über Bahn

und Bus am und im Harz zusammengetragen

worden. Wie komme ich überhaupt in

den Harz? Welche Bahnstrecken führen

dorthin? Welche Buslinien bringen mich

dann ins Gebirge hinauf? Welche Wanderund

Ausflugsziele kann ich ansteuern? Wo

erhalte ich Fahrscheine, wo bekomme ich

aktuelle Auskünfte? Diese und andere Fragen

werden beantwortet.

Die Fahrpläne entsprechen dem Stand,

den die Aufgabenträger und Verkehrsbetriebe

Ende November veröffentlicht haben.

Bei der Bahn sind dies die aktuellen,

ab 15.12.2019 geltenden Pläne, bei den

Harzer Schmalspurbahnen die des jetzt

laufenden Winterfahrplans (mit Ausblick

auf den Sommer) und bei den Buslinien

in den Landkreisen Harz, Göttingen und

Nordhausen die ab 15.12.2019 geltenden.

Die meisten Buslinien haben mit Ende der

Sommerferien schon Änderungen vorgenommen.

Diese sind alle enthalten. Nur

auf die endgültige Vergabeentscheidung

bei den „HarzBus“-Linien im Kreis Goslar

konnten wir nicht warten. Hier gehen wir

aber davon aus, dass die Pläne vorerst weiter

Bestand haben.

Bei jeder Buslinie sind nicht nur Wanderund

Ausflugstipps aufgeführt, sondern es

gibt auch Hinweise zum durchführenden

Unternehmen, zu deren Internet-Auftritt

und zu wichtigen Telefonnummern. So

können die Gäste sich zunächst einen

Überblick zu möglichen Wanderungen

oder Museumsbesuchen verschaffen, um

dann ggf. tagesaktuell nachzusehen, ob

es Änderungen gibt. Unterjährig ist immer

etwas los – es wird gebaut, es gibt Schienenersatzverkehr,

Straßen sind gesperrt

und Busse werden umgeleitet. Das lässt

sich in einem Druckwerk nur bedingt vorhalten.

Die Zeiten stabiler Fahrpläne sind

leider vorbei – aber dennoch muss man

nachschlagen können, was es denn überhaupt

gibt. Mehrere Übersichtskarten runden

das Bild ab. Auch die Museumsbahnen,

Seilbahnen, Lifte und die Schifffahrt auf der

Okertalsperre wurden nicht vergessen. Zu

den meisten Museen und Gaststätten im

Nationalpark ist ebenfalls eine Telefonnummer

angegeben – falls man sich nach

dem Ruhetag erkundigen will.

Die Möglichkeiten, mit dem Zug in den Harz

zu reisen und sich in unserem Mittelgebirge

mit dem Bus bzw. den Schmalspurbahnen

zu bewegen, sind beachtlich. Die allermeisten

Bahnlinien und sehr viele Buslinien

werden im Stunden- oder 2-Stunden-Takt

befahren, auch am Wochenende. Viele

Fahrpläne wurden auch im Hinblick auf

HATIX erweitert. Der Nahverkehr im Harz

ist weitaus besser als sein Ruf – und auch

weitaus besser als allgemein bekannt. Hier

kann das Harz-Kursbuch wirklich helfen,

weil man ihm die Fülle der vorhandenen

Möglichkeiten entnehmen kann.

Das solide Nachschlagewerk wurde beim

„Papierflieger“ in Clausthal-Zellerfeld

produziert und ist unter anderem beim

Harzer Tourismusverband in Goslar zu

haben. Auch bei der Initiative gibt es das

Buch, es wird zum Preis von 4,- € verkauft

und zum Preis von 5,55 € auch verschickt.

Eine E-Mail (Michael.Reinboth@gmx.de)

oder ein Anruf (05525 1550) genügen, dann

wird das Werk auf den Weg gebracht. Auf

www.suedharzstrecke.de steht es auch

zum kostenlosen Download.

»Harz-Kursbuch. Ein Handbuch

für alle, die den Harz mit Bahn

und Bus erkunden wollen. Ausgabe

2020. – Hrsg. von „Höchste

Eisenbahn für den Südharz“,

245 S., Walkenried 2019.

02 | 2020

13


HARZER TOURISMUSVERBAND

Harzer Tourismusverband

Druckfrische Harz-Themenkataloge

begleiten Messesaison 2020

HTV-Messestand auf der ReiseLust in Bremen

„Vieldiskutiert und oft schon abgeschrieben“

– allen digitalen Entwicklungen

zum Trotz spielen Printmedien

im Tourismusmarketing immer noch

eine wichtige Rolle, wie die ungebrochene

Nachfrage auf Messen und

in den Tourist-Informationen zeigt.

So gehören sie als klassisches Marketinginstrument

und zur Gästeberatung

nach wie vor auch zum Portfolio des

Harzer Tourismusverbandes.

Anfang 2020 wurden nun die Harz-

Themenkataloge „Natur pur“ und „Kultur

pur“ neu aufgelegt. In der Broschüre „Natur

pur“ stehen auf 24 Seiten die Harzer Naturlandschaften

mit ihren Besonderheiten im

Mittelpunkt - darunter der Nationalpark

Harz, die Naturparke Harz und Südharz

sowie das Biosphärenreservat Karstlandschaft

Südharz. Vier Sonderseiten informieren

zudem über die aktuelle Waldsituation

und die Initiative „Der Wald ruft“.

Das umfangreiche, vielfältige Harzer Kulturangebot

wird in der Broschüre „Kultur

pur“ auf insgesamt 68 Seiten vorgestellt.

Die Überarbeitung der Broschüre erfolgte

in Abstimmung mit dem Fachbeirat Kultur

des Verbandes. Änderungen und Ergänzungen

werden gemeinsam

diskutiert und beschlossen.

In dieser Auflage hinzugekommen

sind so u.a. das Schloss Heringen

bei Nordhausen und der Schlossgarten

Stolberg. 60.000 Exemplare sind für den

Bedarf der nächsten zwei Jahre eingeplant.

Zum Einsatz kommen die HTV-Printmedien

auf wichtigen Tourismusmessen im In- und

Ausland. Seit Jahresbeginn präsentierte

sich der Harz bereits auf der Grünen Woche

in Berlin, auf der Vakantiebeurs in Utrecht/

Niederlande, auf der Reisemesse Dresden,

dem LVZ Reisemarkt in Leipzig sowie

auf der abf

Hannover. Bis

Mai kommen

noch Präsentationen

auf

der Ferie for

alle in Herning/

Dänemark, der

Internationalen

Tourismusbörse

in Berlin und dem

Hamburger Hafengeburtstag

hinzu.

Bei den Messebesuchen

setzt der Verband

auf die enge

Kooperation mit

seinen Mitgliedern.

Im Rahmen des Gemeinschaftstandes

können Mitgliedskommunen und -betriebe

Counterbereiche anmieten bzw. den

so genannten Prospektservice buchen.

Letzteres erspart den Einsatz von eigenem

Personal, gerade für kleinere Tourismusbetriebe

mit begrenzten Personalressourcen

eine gute Alternative.

14 02 | 2020


AOK – DIE GESUNDHEITSKASSE

Die AOK Sachsen-Anhalt investiert 2020 in viele

zusätzliche Leistungen für junge Familien

AOK mit mehr Leistungen und

ohne Zusatzbeitrag

Versicherte der AOK Sachsen-Anhalt

können sich freuen: Die Krankenkasse

bezuschusst in diesem Jahr viele zusätzliche

Leistungen, die insbesondere

für junge Familien interessant sind.

Im neuen Onlineportal „Gesundheitswelt“

können sich Besucher zudem

über Gesundheitstrends, Services

und Mehrleistungen informieren.

Bis zu 600 Euro Zuschuss

für jeden Versicherten

Dreh- und Angelpunkt des neuen Angebotes

der AOK Sachsen-Anhalt ist das

GESUNDESKONTO. „Derzeit machen wir

im gesamten Land sowie in unseren Mitgliedermedien

wie dem ‚Gesundheitsmagazin‘

darauf aufmerksam. Viele haben sicherlich

auch schon auf dem Weg zur Arbeit oder

nach Hause die Plakate bemerkt“, sagt

Anna Mahler, Pressesprecherin der AOK

Sachsen-Anhalt. „Wir möchten damit laut

und deutlich sagen: Die AOK investiert in

Ihre Gesundheit.“

Mit dem GESUNDESKONTO will die größte

Krankenkasse Sachsen-Anhalts in diesem

Jahr 600 Euro zusätzlich für die Gesundheit

jedes Versicherten und seiner familienversicherten

Angehörigen ausgeben. Das Geld

gibt es für Leistungen und gesundheitsfördernde

Maßnahmen, die weit über das

gesetzliche vorgeschriebene Maß hinausgehen.

Von Fitnessstudio über Hebammenrufbereitschaft

bis Babyschwimmkurs

Das Prinzip erklärt die AOK so: Das

GESUNDESKONTO vereint 27 besondere

Gesundheitsleistungen, Vorsorge- und Fitnessmaßnahmen.

Für diese erhalten die

Versicherten jeweils einen Zuschuss.

Entspannt leben und gesund bleiben: Für jeden Versicherten der AOK Sachsen-Anhalt

und dessen familienversicherte Angehörigen stehen 600 Euro im GESUNDESKONTO zur

Verfügung. Darin enthalten sind auch viele Mehrleistungen für Familien. (Foto: Bob Dmyt/

Pixabay)

Unter anderem beteiligt sich die AOK

Sachsen-Anhalt so zum Beispiel an Reiseschutzimpfungen

mit bis zu 300 Euro pro

Kalenderjahr und Versicherten. Auch für die

Zahngesundheit ist gesorgt. Eine professionelle

Zahnreinigung unterstützt die AOK

Sachsen-Anhalt zweimal im Kalenderjahr

mit je 40 Euro. Auch wer ins Fitnessstudio

geht, soll belohnt werden. 100 Euro

pro Kalenderjahr gibt die AOK Sachsen-

Anhalt für eine Mitgliedschaft dazu. Darüber

hinaus gibt es Zusatzangebote für Schwangere

wie Hebammenrufbereitschaft sowie

PEKiP- und Babyschwimmkurse.

»AOK ab 2020 ohne

Zusatzbeitrag

Zum 1. Januar 2020 hat die

AOK Sachsen-Anhalt ihren

Zusatzbeitrag von 0,3 Prozent

auf 0,0 Prozent gesenkt.

Somit zahlen Versicherte ab

sofort im Jahr nur noch den

allgemeinen Beitragssatz

von 14,6 Prozent. Die AOK

Sachsen-Anhalt ist damit die

günstigste Krankenkasse in

Sachsen-Anhalt.

Mahler betont: „Die 600 Euro stehen sowohl

jedem Versicherten als auch seinen

fami lienversicherten Angehörigen zur

Verfügung. Eltern können also neben den

Leistungen für sich selbst auch Leistungen

für ihre Kinder abrechnen. Eine Familie, die

bei der AOK Sachsen-Anhalt versichert ist,

kann also weit über 600 Euro an Zuschüssen

erhalten.“

Einfach online managen

Nach AOK-Angaben steht das Angebot

GESUNDESKONTO seit dem 1. Januar

2020 jedem Versicherten der AOK Sachsen-

Anhalt zur Verfügung. Vor allem einfach,

schnell und unbürokratisch soll es zu nutzen

sein: Versicherte müssen einfach nur

eine der 27 Leistungen in Anspruch nehmen

und diese zunächst vorauszahlen.

Anschließend laden sie die Rechnung und

erforderliche Unterlagen einfach online

hoch oder geben sie in einem der 44 AOK-

Kundencenter ab. Die AOK überweist dann

die Zuschüsse.

Eine Übersicht über die angebotenen

Leistungen und weitere Informationen

zum GESUNDESKONTO gibt es unter www.

deine-gesundheitswelt.de.

02 | 2020

15


HARZKLUB

Allgemeine Harzklub-Termine 2020 Teil 2

05.04.2020 Berichtigung: Saison-Beginn „Wandererhütte

Neckelnberg“, ab 10.00 Uhr, Harzklub-Zweigverein

Seesen, Hütten-Telefon: 05381-1343

12.07.2020 Musik an der Wandererhütte Neckelnberg,

Beginn: 14.00 Uhr, Harzklub-Zweigverein Seesen,

Tel. 05381-6464

12.07.2020 Harzer Heimattag in Bad Grund, Atrium,

10.00 - 18.00 Uhr Auftritt der Heimatgruppen,

13.00 Uhr Festumzug

17.07. - Neuwerker Grasedanz

19.07.2020

01.08. - Hüttenröder Grasedanz

02.08.2020

08.08.2020 Hüttenabend am Neckelnberg mit

„Quasimodo Knöterich“, Wandererhütte

Neckelnberg, Beginn 18.00 Uhr, Harzklub-

Zweigverein Seesen

12.08.2020 Barrierefreier Wandertag „Freie Fahrt durch

die Natur“, Harzklub-Zweigverein Hahnenklee-

Bockswiese, mit Kaffeetrinken im Kurhaus

30.08.2020 Sternwanderung des Harzklub e.V. zur

Wendefurther Talsperre, zum Trinkwasser

werk Wienrode und zum Großen Schloss

Blankenburg. Geführte Wanderungen am

Vormittag, Besichtigung der Staumauer und

des Wasserwerks Wienrode, Festveranstaltung

im Großen Schloss ab 13.00 Uhr

12.09.2020 Jugendfreizeit „Auf den Pfaden der Indianer“,

Exkursion in den WeltWald in Bad Grund,

Treffen 10.00 Uhr am Parkplatz Tipi WeltWald

12.09. - Harzer Wanderwochen, Ausrichter ist die

20.09.2020 Hahnenklee Tourismus Marketing GmbH,

unter Mitwirkung des Harzklubs

03.10.2020 30. Jahrestag der Deutschen Einheit,

Wanderungen zum Brocken,

11.00 Uhr Ansprache am Wolkenhäuschen,

anschl. Festprogramm mit Festansprache im

Goethesaal

16.10. - Wanderführer-Lehrgang, Baustein I,

18.10.2020 Jugendherberge in Wernigerode

30.10. - Wanderführer-Lehrgang, Baustein II,

01.11.2020 Jugendherberge in Wernigerode

03.12.2020 31. Jahrestag der Brockenmauer-Öffnung,

geführte Wanderungen zum Brocken,

11:30 Uhr Ansprache am Gedenkstein

04.12. - Kinder- und Jugendfreizeit „Backen und

06.12.2020 Basteln“ im Wanderheim in Wildeman

05.12.2020 „Advent im Walde“ am Peterstichel,

13.00 Uhr Wanderung vom Klubhaus zum

Peterstichel, 6 km und 13.30 Uhr ab Busbahnhof

Thale zur Haltestelle Hexe; Wanderung zum

Peterstichel, 3 km, Anmeldung: 03947/4199666

12.12.2020 Grubenlichtermarkt und Landesbergparade

in Bad Suderode

Weitere Termine…

01.07. - 120. Deutscher Wandertag in Bad Wildungen,

06.07.2020 Ausrichter der Veranstaltung ist der Hessisch-

Waldeckische Gebirgs- und Heimatverein

(HWGHV)

Image by Michi-Nordlicht from Pixabay

16 02 | 2020


HARZKLUB

Stunde der Wintervögel in Wildemann

Der Nabu rief zur „Stunde der Wintervögel“

und die Grundschule und der

Harzklub-Zweigverein Wildemann

folgten diesem Ruf und beteiligten

sich gemeinsam an der Zählaktion.

17 Schülerinnen und Schüler trafen

sich mit den Lehrkräften, einigen

Müttern und den Fachleuten des Harzklubs

im Kurpark von Wildemann.

Nach einer kurzen Einweisung machten

sich die kleinen Arbeitsgruppen, bestehend

aus zwei Schülern oder Schülerinnen und

einem erwachsenen Unterstützer daran,

die Vogelwelt des Winters zu zählen. An

den vorbereiteten Futterplätzen war allerdings

absolut kein Vogel-Flugverkehr

und so entschloss man sich, bei einem kleinen

Rundgang auf zufällige Begegnungen

zu hoffen. Und tatsächlich konnten nach

und nach etliche Arten fachkundig auf dem

vorbereiteten Arbeitsblatt notiert werden.

Die Kohlmeisen waren an diesem Tag eindeutig

in der Überzahl, daneben ließen sich

aber auch einige Blaumeisen, Dompfaffe

und Amseln bestätigen. Hoch am Himmel

zogen zwei Rabenkrähen und ein Bussard

ihre Kreise. Ein plötzlich auftauchender

Eichelhäher rundete das bunte Bild ab.

Angebliche Sichtungen von Pelikanen,

Flamingos und eines Pfaus dienten wohl

mehr dazu, die konkurrierenden Teams zu

verwirren und ließen sich nicht bestätigen!

Kinder und Betreuer waren mit Eifer bei

der Sache und nach einer Stunde war die

Zählaktion beendet. Heißer Tee und warme

Würstchen waren die Belohnung für den

recht langen Aufenthalt im Freien, bei trübem

und regnerisch kaltem Wetter.

Man merkte den Kindern an, dass ihnen die

Aufgabe große Freude bereitete, denn sie

tauschten aufgeregt ihre Erlebnisse untereinander

aus und merkten dabei gar nicht,

wie die Zeit verging. Diese kleine Veranstaltung

soll von nun an in den Jahresplan von

Grundschule und Harzklub-Zweigverein

Wildemann aufgenommen werden. Eine

gute Möglichkeit, die Kinder spielerisch

an die Natur und die Tierwelt vor der eigenen

Haustür heranzuführen. (Text und Foto:

Christoph Steingaß)

02 | 2020

17


HARZ WANDERN

Harzklub Wildemann: Unser schönster Wanderweg

Grumbachtal in Wildemann

Es ist eine ca. 5 km leichte Rundwanderung.

Der Weg beginnt im

Spiegeltal links hinter dem Glow

Golf. Rollstuhlgeeignet bis zum Teich.

Eine Übersichtstafel zeigt den Weg.

Gemächlich geht es im Tal des Grumbachs

aufwärts, entlang der Allee

der Bäume, einem der schönsten und

ruhigsten Täler in der Umgebung von

Wildemann.

Schwarzes Gold

Wir wandern vorbei an einem Querschnitt

eines Kohlenmeilers. Die Tafel erklärt die

Technik der Herstellung der Kohle. Im

Grumbachtal gab es wie überall im Harz

zahlreiche Köhlerstellen zur Herstellung

der dringend benötigten Holzkohle.

Die Allee der Bäume

Das Kuratorium „Baum des Jahres“ wählt

seit 1989 jährlich einen besonderen Baum.

Diese Idee wurde von der Harzklub-Jugendgruppe

WANJA aufgegriffen, und seitdem

wird jedes Jahr ein neuer Baum gepflanzt.

Diese Allee ist erstmalig im Harz hier in Wildemann

im Grumbachtal angelegt worden

und hat mittlerweile etliche Nachahmer

gefunden. Die Bäume sind zum Teil jung

und klein, doch ist dies eine Anlage, die in

die Zukunft gerichtet ist und ihre Wirkung

erst in vielen Jahrzehnten finden wird. Alles

begann 1989 mit der Eiche, dem deutschen

Baum, Sinnbild für Stärke und Langlebigkeit.

Es sollte darauf aufmerksam gemacht

werden, dass auch diese Baumart von den

Waldschäden stark betroffen ist.

Im Jahr 2019 pflanzten wir die Flatterulme;

das Harzer Klima ist für diese Baumart

nicht so geeignet, daher wurde sie an der

Wassertretstelle gepflanzt. 2020 folgt die

Robinie. Informationen zu den einzelnen

Bäumen der „Allee der Bäume“ gibt es auf

unserer Internetseite.

Osterwasserbrauch

Die Osterwasserwanderung ist ein alter

Harzer Brauch, am Ostersonntag, möglichst

noch in völliger Dunkelheit, begibt

man sich hierher, allein oder in der Gruppe.

Vor Erreichen des Bächleins darf kein Wasser

den Körper berührt und kein Wort den

Mund verlassen haben. An der Osterwasserquelle

(Irmgardquelle) angelangt, trinkt

man einen kräftigen Schluck aus dem Bach

Rundwanderweg Grumbachtal in Wildemann

18 02 | 2020


HARZ WANDERN

und – so heißt es – alle Wünsche werden

wahr. Nun ist das Gebot des Schweigens

aufgehoben.

Nach 1,3 km erreichen wir den Grumbacher

Teich (Stempelstelle 113 Harzer

Wandernadel) der Stempelkasten steht

an der Schutzhütte. Genießen sie die Ruhe

und das Spiel des Windes auf der Wasseroberfläche

des Teiches. Zahlreiche Bänke

laden zum Verweilen ein.

Der Grumbacher Teich

Der Teich wurde vor 1673 angelegt. Er diente

nicht nur der Kraftwasserversorgung

der unterhalb gelegenen Gruben, sondern

spielte auch eine bedeutende Rolle beim

Flößen oder Triften im Grumbach bis nach

Wildemann. Die in ein bis zwei Meter Länge

geschnittenen Holzscheite wurden durch

einen oberhalb des Teichs vom Grumbach

abzweigenden Flößgraben südlich um den

Teich herumgeleitet und rutschten über das

Gefluder im heutigen Grumbacher Wasserfall

in den Bach. Um das Holz weiter talwärts

zu schwemmen, wurden stoßweise

kleinere Flutwellen abgelassen, die die

Scheite bis in die Innerste schwemmten.

Der Teich ist Bestandteil des Weltkulturerbes

Harzer Wasserregal“ und hat seinen

Ursprung im Harzer Bergbau. Er zählt zu

den größeren Stauteichen des Oberharzes.

Sein Einzugsgebiet beträgt 7,92 km² und

sein Stauvolumen beträgt 82.000 m³. Anschließend

überqueren wir den Teichdamm,

den Grumbacher Graben und über ein paar

Treppen erreichen wir den Grumbacher

Höhenweg, den wir talabwärts folgen.

Die Nistkästen

Die Nistkästen, die Sie überall im Wald um

Wildemann finden, dienen in erster Linie

den verschiedenen Meisenarten. Aus dem

großen Angebot an künstlichen Nisthilfen

haben wir an dieser Stelle einige Beispiele

angebracht. Der größte dieser Kästen ist

für Eulen (genauer: Raufußkauz) gedacht.

Wassertretstelle

In den Sommermonaten kann man an dieser

schönen Anlage nicht nur wassertreten,

sondern auch noch einmal die Ruhe

genießen, bevor es zum Ausgangspunkt

zurückgeht.

Der Wanderweg selbst wurde 2019 aufwändig

von unserem Arbeitsteam restauriert.

Die Wassertretstelle ist neu gemauert,

damit die Kneipp-Anhänger wieder an

einer schönen Anlage wassertreten können.

An den beiden Quellen am Weg zum

Teichdamm wurden die Wasserbecken neu

aufgestellt, eine Trockenmauer wieder aufgerichtet.

Die Grotte direkt am Teich ist

ebenso restauriert, das Schild „Es weht

der Wind am Grumbachteich“ wurde wieder

angebracht. (Text und Fotos: Harzklub

Wildemann)

02 | 2020

19


HISTORIE

Steckbrieflich gesucht – Mehrjährige Gefängnisstrafe –

Ehrenvolles Geleit bei Beerdigung in Benneckenstein

Das Leben des berufsmäßigen Wilderers

Wilhelm Mückenheim endete 1922

Spannend wie Kriminalromane sind

auch die Veröffentlichungen von

Wilderern im Harz über zwei Jahrhunderte.

Spektakuläre Ereignisse wie

die Mordgeschichten vom legendären

Schwarzen Rolf und Gelben Wagner

oder das Hohegeißer Wildererdrama

um Wildschützen Klapproth und Aukam

über Generationen und wiederholt

in der Harzliteratur zu finden. Zu

finden sind auch Gedenksteine in den

Harzwäldern, wo Wanderer über den

Kampf um Leben und Tod zwischen

Forst beamten und Wilddieben informiert

werden.

Hochburgen der Wilderer waren

Altenau und Benneckenstein

Die Zeit der Harzer Wilderer ist nach dem

2. Weltkrieg zu Ende gegangen. Diesseits

und jenseits der Zonengrenze waren zunächst

Besatzungstruppen tätig, um die

Forstfrevler „auszumerzen“. Waffenbesitz

für Deutsche war unter Strafe gestellt.

Die Harzer Tageszeitung berichtete 1988

unter dem Titel „Benneckenstein und Altenau

waren früher Hochburgen der Wilderer“

u.a. wie folgt:

„Ausgemerzt wurde das Wilddiebsun wesen

in dem sonst so schönen und ruhigen

Benneckenstein nach dem letzten Kriege.

Die russischen Besatz ungstruppen nahmen

binnen kurzer Zeit über 20 Wilddiebe fest,

die zum Teil mit dem Tode bestraft oder in

Arbeitslager nach Russland gebracht wurden.

Der sowjetische Teil des Harzes blieb

dann auch weitgehend sauber von Jagdfrevlern.

Das war im englisch besetzten Teil

des Harzes anders. Hier konnten die meist

als äußerst gefährlich eingestuften Wilderer

fast unge hindert dem Wild nachstellen...“

Hierzu ergänzend zu einem Wilderermord

nach dem 2. Weltkrieg. Am 23. August 1947

wurde im oberen Siebertal Nähe Schluft

an der Schlosserkappe der 37jährige Polizeimeister

Hermann Stein aus Lerbach bei

der Wildererbekämpfung von Wilderern

erschossen. Trotz Fahndungsblatt und

Belohnung von 5.000 RM wurde der Wildschütze

nicht gefasst.

Zum 70. Todestag wurde neben dem Gedenkstein

auf Initiative des Autors durch

Beim historischen Festumzug 1983 in Lerbach erinnern an den Transport eines

Rothirsches auf einer zweirädrigen Forstkarre mit schwarzem Gesicht die „Wilderer“

v.l.: Hermann Müller, Werner Oppermann und Jörg Schlabitz (Foto: Rainer Kutscher)

die Heimatstube Lerbach e.V. und Nationalparkverwaltung

St. Andreasberg eine

„Dennert-Tanne“ aufgestellt. Die Tafel mit

Portrait von Stein informiert über die ungesühnte

Tat.

Nun zurück zum Wilderer Mückenheim. M.

wurde am 1. Mai 1887 in Benneckenstein

geboren, wuchs quasi unter Wilddieben

auf und konnte schon als Jugendlicher

mit einem Jagdgewehr umgehen. Auch

sein Vater ging auf die Jagd und der Sohn

zeichnete sich durch Treffsicherheit aus.

Schon bei Kriegsausbruch 1914 verbüßte er

eine achtmonatige Gefängnisstrafe wegen

Jagdvergehen. Er war Einzelgänger. Allein

hatte er die größte Bewegungsfreiheit und

nur beim Transport des Wildbrets war er auf

einen zuverlässigen Kumpan angewiesen.

Mehrmals wurde M. gefasst und konnte

nach Festnahme und Gewahrsam „sprichwörtlich

seinen Kopf aus der Schlinge

ziehen“.

Eine der spektakulärsten Fluchten ereignete

sich im November 1915. Der verhaftete

M. war nach dem Verhör aus dem Polizeigewahrsam

entwichen und nach und nach

kam die Wahrheit dieser Flucht ans Licht.

Es schwirrten Gerüchte umher und Verhaftung,

Flucht durch zerbissene Fesseln

und Entkommen durch die eingedrückte

Zellenwand waren Ortsgespräche.

Verwegene Flucht – Festnahme –

Haftstrafe

Der Gefangene hatte den zum Beheizen

der Zelle in die Wand eingebauten und von

außen zu bedienenden eisernen Ofen aus

der Verankerung gelöst und war durch den

Rauchabzug in den Schornstein gestiegen.

Über das Dach war er dann auf ein niedriges

Nebengebäude geklettert und von

dort in den Schnee gesprungen. Alles war

fast lautlos vor sich gegangen. Die in der

Wachtmeisterstube sitzenden Gen darmen

20 02 | 2020


HISTORIE

ahnten nichts! In der Dunkelheit tauchte

Wilhelm Mückenheim bei einem Freund

oder Hehler in der Stadt unter.

Zwei Wochen später wurde der Ausbrecher

wieder ergriffen. Mückenheim sollte am

9. Dezember 1915 mit dem Frühzug nach

Ilfeld ins Amtsgerichtsgefängnis transportiert

werden. Zwei Gendarmen führten ihn

gefesselt zum Bahnhof, einer von ihnen

begleitete den Gefesselten auf der Fahrt.

Der nur schwach besetzte Zug war erst wenige

hundert Meter aus dem Bahnhof herausgedampft

und glitt langsam durch die

verschneiten Felder, da sprang der Gefangene

auf, riss mit den gefesselten Händen

die Wagentür auf und sprang von der offenen

Plattform in die Dunkelheit. Ehe sein

Transporteur die Notbremse ziehen und

den Zug verlassen konnte, war Mückenheim

aus der Schneewehe heraus und über das

verschneite Feld getürmt. Die Heimatstadt

hatte ihren Wildererkönig wieder! Die Zeitungen

im Harz berichteten am 10.12.1915

über die verwegene Flucht und druckten

folgende Personenbeschreibung ab:

Mückenheim ist 28 Jahre alt, 1,77 m groß,

schlank, hat blondes Haar und Schnurrbart,

längliches Gesicht, gesunde Farbe,

Augenbrauen blond, bogenförmig. An der

rechten Hand fehlt der Daumen.

Als M. nun das zweite Mal entsprungen war,

wurde er steckbrieflich gesucht. Auch seine

Frau wurde observiert. Wo er 1915 das

Weihnachtsfest verbracht hat, weiß man

nicht. Am 3. Februar 1916 wurde er wieder

ergriffen und von Benneckenstein nach

Nordhausen überführt. Diesmal war die Polizei

beim Transport auf der Harz querbahn

wachsamer: drei Beamte und ein Polizeihund

begleiteten den mehrfachen Ausbrecher

bis ins Untersuchungsgefängnis.

Am 9. Februar 1916 stand Mückenheim vor

der Strafkammer des Landgerichts Nordhausen.

Er wurde wegen gewerbsmäßigen

Wilderns, Diebstahls und Widerstands zu 3

Jahren und 3 Monaten Gefängnis verurteilt.

Gedenktafel und Stein am Tatort

In der Waldeinsamkeit zwischen Braunlage,

Sorge und Elend erinnert eine Gedenk tafel

an den Wilddieb Mückenheim. Die Inschrift

lautet:

»Wilhelm Mückenheim

„Als Wilderer fühlte er sich frei“

Der Benneckensteiner Wilderer Wilhelm

Mückenheim war eine der herausragenden

Gestalten des Harzer Wilderertums. Wie

kaum ein anderer hielt er über viele Jahre

hinweg mit seiner heimlichen Tätigkeit die

Obrigkeit in Atem. Ausgeprägte Jagdleidenschaft,

Naturverbundenheit, Schlitzohrigkeit,

aber auch Ehrbarkeit und Charakterstärke

(Zitat Bgm. Quetil) unterschieden

ihn nicht nur von den meisten Harzer Wildschützen,

sondern brachten ihm auch den

Beinamen „König der Wilderer“ ein. Seine

Bereitschaft Freunde und Bedürftige mit

Wildfleisch zu versorgen, machten ihn zu

einer Art Volksheld.

Das Revier des berufsmäßig wildernden M.

erstreckte sich von Benneckenstein bis in

das Brockengebiet. Immer wieder gelang es

dem zuletzt steckbrieflich Gesuchten und

Vogelfreien seinen Häschern zu entkommen

– bis zum 5. Oktober 1922. An jenem

Morgen ereilte ihn die Gewehrkugel eines

Forstmannes. An der Stelle, an der M. am

nächstfolgenden Tag mit dem Gewehr im

Arm tot unter einer Fichte sitzend aufgefunden

wurde, setzte der Wietfelder Förster

Peter diesen Gedenkstein. Eine Gußtafel

wurde von Königshütter, Benneckensteiner

und Elender Heimatfreunden im April 1997

am Stein angebracht.

Wilhelm Mückenheim wurde am 12. Oktober

1922 mit allen Ehren in Benneckenstein

beerdigt. In das Kirchenbuch schrieb Pastor

Stark am selben Tag u.a. :


Schutzgebühr 2,00 E | Ausgabe 01_2020

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HARZKLUB

Harzklub e.V. begrüßt die Einführung

des HATIX im Westharz

Seit dem 1. Januar 2020 können

Übernachtungsgäste, welche einen

Gästebeitrag, z.B. Kurtaxe, entrichten

kostenfrei mit dem Harzer Urlaubs-

Ticket HATIX, mit öffentlichen Bussen

kreuz und quer durch den Harz fahren.

In Sachsen-Anhalt war dies schon seit der

Einführung im Jahr 2010 möglich. Bisher

war jedoch an der Grenze zum Nachbarbundesland

Schluss. Auch in Niedersachsen

hat man sich nun entschlossen, das HATIX

in einer Pilotphase bis 2022 zu testen. Im

Landkreis Göttingen gilt das Ticket nur auf

ausgewählten Linien.

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Die Beförderungsleistung wird im Namen,

unter Verantwortung und auf Rechnung

der Verkehrsunternehmen Hahne-Reisen eK,

Regionalbus Braunschweig GmbH und

Verkehrsgesellschaft Südniedersachsen mbH

erbracht.

www.hatix.info

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Der Harzklub-Vorstand begrüßt die Einführung

von HATIX im Westharz. „Eine

klare Stärkung der Tourismusregion Harz!

Ein weiterer Gewinn für die Wanderinnen

und Wanderer!“ so Harzklub-Präsident

Dr. Oliver Junk. Gemeinsam mit seinen

Wanderfreunden im Harzklubvorstand

stellt er aber auch weitergehende Forderungen:

„Es darf nicht nur theoretisch

möglich sein, von Bad Lauterberg nach

Halberstadt mit den Bussen in zwei Bundesländern

und drei Landkreisen unterwegs

zu sein, sondern auch praktisch. Die

Busverbindungen sind unzureichend und

zu lang getaktet, um eine echte Alternative

zum PKW zu sein. Andere Urlaubsregionen

sind schon deutlich weiter. So kann HATIX

nur ein weiterer – wenn auch wichtiger! –

Schritt zur Stärkung und zum Ausbau von

ÖPNV Infrastruktur sein.“


Beitrittserklärung

Zutreffendes bitte ankreuzen:

Ja, ich möchte die wichtigen Ziele und Aufgaben des Harzklubs unterstützen und

erkläre hiermit meinen Beitritt als:

Vollmitglied Lebenspartner Jugendlicher/Kind

Vorname/Name:

Geburtsdatum:

Mitgliedschaft

im Harzklub

Der Harzklub bietet Jung und Alt die

Gelegenheit, sich an seinen gemeinnützigen

Aufgaben zu beteiligen. Diese

kann er nur bewältigen, wenn viele

Menschen mithelfen – sei es durch tatkräftiges

Zupacken, sei es als förderndes

Mitglied nur durch den Mitgliedsbeitrag.

Infos unter www.harzklub.de

Firma:

Straße:

PLZ /Ort:

E-Mail:

Beitritt zum Harzklub-Hauptverein/Zweigverein:

Ort, Datum

Mitgliederzeitschrift »DER HARZ«:

Ort, Datum

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Ich abonniere die Mitgliederzeitschrift

»DER HARZ« (Jahresabonnement 31,57 €).

Bei Minderjährigen, Unterschrift

eines Erziehungsberechtigten.

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Kultur- und

Neue Ausstellung Freizeittipps

Naturparkpreis im Brockenhaus für Kinder und

verliehen Seite 8

Seite 13

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22 02 | 2020


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NAPOLAs des Harzes

Sie sollten zur NS-Zeit Eliteschulen für den Führernachwuchs im Großdeutschen Reich werden. Ausgelesene

Jungmannen erwarben an diesen paramilitärischen Internatsschulen nicht nur das Abitur,

sondern erhielten das Rüstzeug später in Staat, Verwaltung, Wehrmacht und SS an vorderster Stelle

die nationalsozialistische Gesinnung durchzusetzen. An zwei sehr unterschiedlichen Standorten kamen

Schüler im Harz in Nationalpolitische Erziehungsanstalten (NAPOLA). Die Klosterschule Ilfeld verwandelte

man 1934 vom einstigen humanistischen Vorzeigegymnasium in eine straff geführte Einrichtung

neuer Gemeinschaftserziehung. Im anhaltischen Ballenstedt entstand nach 1934 der einzige Neubau

einer NAPOLA in Deutschland, der mit seiner gigantomanischen Architektur heute befremdet und einer

Nachnutzung harrt. Abseits von Städten sollten im Mikrokosmos der neuen Bildungsanstalten wehrhafte

Herrenmenschen heranwachsen, die später als „Politische Soldaten“ dem Führerstaat bedingungslos

zu dienen hatten. Auch hier funktionierte das NS-System von Lager, Kolonne und Fahne. Als Vorbilder

dienten Kadettenanstalten, Landschulheime und die englischen Public Schools mit ihrer spartanischen

aber kameradschaftlichen Prägung. Unter der Parole „Mehr sein als scheinen“ wuchsen hier ausschließlich

Jungen als Führungskräfte heran, die auch nach dem Untergang des NS-Staates in Schlüsselpositionen

gelangten, wenn sie nicht vorher im II. Weltkrieg ihr Leben ließen.

Neben diesen beiden Orten werden die nächstgelegenen NAPOLAs in Schulpforta und Naumburg

beleuchtet und viele Hintergründe zur NS-Herrschaft erhellt.

NEUERSCHEINUNG NS-Eliteschulen gab es im Harz in

Ballenstedt und Ilfeld. Erstmals befasst sich ein vierköpfiges

Autorenteam umfassend mit diesem lange tabuisierten

Thema. Im

Internat sollten

die Jungs nach

sieben Jahren

Konditionierung

und ideologischer

Schulung

in einer paramilitärisch

geführten

Einrichtung

das Abitur erreichen.

Danach

war ihnen die

Berufswahl freigestellt.

Kriegsbedingt

gingen

viele von ihnen

zur Wehrmacht oder SS.

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