KaffeeGlobus - Ausgabe 10

ESPRESSOPOOL

2020 - ein neues Jahr, ein neues Jahrzehnt und die Kaffee Globus Redaktion hat wieder eine spannende neue Ausgabe produziert. Wir widmen uns der Klimadebatte im Zusammenhang mit unserem Lieblingsthema, Kaffee. Es geht um Energieeffizienz von Siebträgermaschinen. Ein Blick zu unseren Nachbarn, der Schweiz und die dort verwendete Energieampel für Kaffeemaschinen. Außerdem, Cagliari - eine Liebeserklärung an eine Stadt auf Sardinien. Berichte über die Messen Host in Mailand und die Sigep in Rimini. Wir testeten den Prototyp der neuen VBM Domobar Junior HX. Es gibt einen kleinen Einblick in die Kaffeeszene Köln. Unsere Kolumne, "stake Frauen , starker Kaffee" beleuchtet die Gleichberechtigung der Frauen in der Wertschöpfungskette von Kaffee. Und natürlich noch weitere spannende Geschichten rund um das Thema Kaffee. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen!

10

präsentiert von: Espresso Partner Pool und Miomondo

Kaffee

global

liebeserklärung

a n

cagliari

wissen

coffee

for

future

test

vbm

domobar

digital

Februar 2020 Schutzgebühr 5€


Espresso Partner Pool

– Das Händlernetzwerk

auch in Ihrer Nähe

Liebe Leser,

Schleswig-

Holstein

Hamburg

Mecklenburg-Vorpommern

2020 – ein neues Jahr, ein neues Jahrzehnt! Eines ist aktueller denn je zuvor:

die Klimadebatte. Wir beschäftigen uns natürlich aus Kaffeesicht damit und

betrachten dafür den Energieverbrauch verschiedener Maschinen(typen),

Sie finden den Artikel „coffee for future“ auf Seite 40.

Kennen Sie das, dass Sie einen bestimmten Ort mit Kaffee verbinden? Für

sehr viele von uns ist das sicherlich Italien. Wie Orte die Einstellung und

vielleicht sogar die Liebe zu Kaffee prägen können, lesen Sie in einer persönlichen

Liebeserklärung an Cagliari ab Seite 14.

Bremen

Nordrhein-Westfalen

Niedersachsen

Thüringen

Sachsen-

Anhalt

Brandenburg

Sachsen

Berlin

Die KAFFEE-GLOBUS-Redaktion war überhaupt viel in Italien unterwegs.

So finden Sie in dieser Ausgabe einen Bericht über die Sigep in Rimini, die

Leitmesse der italienischen Hersteller für alles rund um Gastronomie und

Hotellerie, sowie Trends und Innovationen zahlreicher namhafter Hersteller

frisch von der HOST in Mailand (ab Seite 8).

Außerdem bieten wir Ihnen einen kleinen Einblick in die bunte Kaffeeszene

Kölns, wir treffen uns auf einen Kaffee mit Tolga Daglum und Philipp Mayr

und in der Kolumne sehen wir uns genauer an, wie es in der Kaffeeproduktion

um Gleichberechtigung bestellt ist.

Rheinland-

Pfalz

Hessen

Ein besonderes Highlight:

Ab Seite 24 lesen Sie einen ausführlichen Testbericht über den Prototypen

der neuen Vibiemme Domobar Junior Digital, den wir vor Markteinführung

schon einmal ausgiebig betrachten durften.

Saarland

Baden-

Württemberg

Bayern

Viel Freude beim Lesen

wünscht Ihnen

Ihre Kaffee Globus-Redaktion

Über 50 Händler in ganz Deutschland

Starke Marken mit kostenloser 5 Jahresgarantie

Händlersuche unter: www.espressopartnerpool.de

EDITORIAL

3


Inhalt

08

Event

HOST Messe in Mailand

2019

portrait

06 Kaffeegenuss &

Vollautomaten

Event

18 Sigep 2020

kolumne

20 Starke Frauen,

starker Kaffee

rezept

22 White Russian

Espresso Bomb

14

Kaffee

Global

Eine Liebeserklärung

an Cagliari

test

24

VBM Domobar

Junior Digital

Kaffee Global

32

Kaffeeszene Köln

42

Auf einen

Kaffee... 40

Philipp & Tolga

wissen

Coffee for Future

INHALT

5


Fotos: NIVONA

so entstand das Aroma Balance System. „Unsere

Vollautomaten sollen so einfach wie möglich den

besten Kaffee machen“, sagt Wildner. Das lässt

sich durchaus als Philosophie verstehen: Nicht nur

der Bezug von Cappuccino und Co. am Vollautomaten

soll unkompliziert ablaufen. Auch die

Reinigung der Vollautomaten soll selbsterklärend

sein. Daneben kann jeder Kunde die Brüheinheit

aus seinem NIVONA-Kaffeevollautomaten entfernen

und selbst reinigen. Doch die Einfachheit

Klassiker, denen wir sozusagen ein Remastering

verpasst haben“, so Wildner. „Wie bei einem guten

Musikalbum. Dort verbessert sich dann der Klang.

Uns ging es darum, dass wir die Essenz der Serie

beibehalten und das Außergewöhnliche noch

stärker hervorholen.“ Die 8er-Baureihe stand

bisher stets für die Funktion, dass zwei Cappuccinos

oder andere Milchkaffees gleichzeitig

aus dem Vollautomaten kommen. Weswegen

die Nürnberger beim Milchschaum nachgelegt

haben. Cremiger und fester gibt es ihn aus kaum

einer anderen Maschine. Daneben lässt sich das

Menü durch das neue Display einfach lesen und

die beiden Modelle arbeiten deutlich leiser als

ihre Vorgänger. Mit dem Cappuccino-Connaisseur

lässt sich bei beiden Modellen die Reihenfolge

beim Cappuccino ändern, dass zuerst der Kaffee

in die Tasse läuft und sich danach die Milch um

den Kaffee wickeln kann.

Die NICR 825 von NIVONA, der moderne Klassiker bietet beeindruckenden Genuss von Cappuccino und Co.

Von Kaffeegenuss und

Kaffeevollautomaten

Niemand brauchte NIVONA. Trotzdem gibt es das

Unternehmen für Kaffeevollautomaten seit knapp

15 Jahren. Warum? Weil die Nürnberger viele

Dinge anders als die Konkurrenz machen. Aber

eben nicht nur. Über ein besonderes Geschäftsmodell

in hektischen Zeiten.

„Wir hätten den Laden nach mancher Vorhersage

schon am ersten Tag direkt wieder zusperren

können“, sagt Peter Wildner. Und der 54-Jährige

muss es wissen. Er ist nicht nur der heutige

Geschäftsführer von NIVONA, sondern gehörte

auch zu den Gründern der Marke. Das ausgegebene

Ziel: Spezialist für Kaffeevollautomaten für

den Fachhandel sein.

„Wir kommen an die Qualität eines Siebträgers“,

sagt Wildner. Mit dem Aroma Balance System

etwa. Damit haben die Nürnberger eine Technologie,

die direkt Einfluss auf den Brühvorgang

nimmt. Drei Profile in den NIVONA-Vollautomaten

sorgen für einen unterschiedlichen Extraktionsgehalt.

So lässt sich aus jeder Bohne das Optimum

für jeden Geschmack herausholen.

Das Können eines sehr guten Baristas kann kein

Kaffeevollautomat ersetzen. Aber das Wissen

eines sehr guten Baristas in sich haben. Weswegen

NIVONA bei der Entwicklung eng mit Kaffee-Experten

zusammenarbeitet, sich zusätzliche

Rückmeldungen aus der Szene geben lässt. Und

bezieht sich nicht nur auf das Produkt. Die Wege

und Prozesse will NIVONA ebenfalls möglichst

einfach halten.

Von Anfang an verstand sich NIVONA als Marke

für den Fachhandel. Weil Kaffee für Wärme, für

Ruhe und Entspannung steht. Dinge, die sich

besonders beim Händler vor Ort perfekt zeigen

lassen. NIVONA findet man dort, wo man sich

Zeit für gute Beratung nimmt. „Zudem ist eine

Tasse Kaffee immer noch das beste Argument

für einen NIVONA-Kaffeevollautomaten“, sagt

Wildner. Sowohl Röster als auch Elektrofachhändler

vertreiben die Marke. „Wir möchten dort

verkaufen, wo man sich mit Kaffee auskennt.“ Das

sei die wichtigste Vorgabe. Zuletzt zeigte NIVONA

sein Können mit den beiden neuen Modellen der

8er-Baureihe, die kürzlich auf den Markt kamen.

Die Serie gehört zu den Klassikern der Marke

– weswegen die Nürnberger sich entschieden

haben, dass diese beiden Kaffeevollautomaten

mehr als nur Neuheiten sind. „Es sind unsere

Mehr als 2500 Händler vertrauen mittlerweile auf

die Marke NIVONA. Weil die Kaffeevollautomaten

überzeugen, weil das Konzept überzeugt. Weil

NIVONA ankommt. „Das Wichtigste bleibt die

gute Bohne in der Maschine“, sagt Wildner. Da

kann der Vollautomat noch so gut sein. Nur eine

gute Bohne sorgt für einen guten Kaffee. Nur

besondere Geschäftsbeziehungen sorgen für

besondere Momente. Weshalb NIVONA an seinem

Fachhandelskonzept festhält. Die sympathische

Alternative hat sich längst etabliert. Weil es ihnen

auf das Wesentliche ankommt: Kaffeegenuss in

bestmöglicher Qualität.

PORTRAIT 7


HOST Messe in

Mailand 2019

Alle ungeraden Jahreszahlen findet auf dem Messegelände

in Mailand die weltweit bedeutende

HOST Messe statt. Speziell bei allen Themen rund

um Kaffee hat diese Messe internationale Leitfunktion

und lockt Besucher aus allen Kontinenten

in die Lombardei-Metropole.

Im zurückliegenden Jahr 2019 haben wieder

alle namhaften Hersteller alles darauf angesetzt

ihre Innovationen auf den Punkt präsentationsreif

zu haben und sie auf der HOST der Welt zu

präsentieren.

KAFFEE GLOBUS hat sich wieder für Euch auf der

Messe umgeschaut und einige spannende Dinge

entdecken können, die wir auf den folgenden

Seiten präsentieren möchten.

Die Steel Modelle Uno, Uno

PID und Duo PID und im

Hintergrund, Dream PID, Steel

Duo PID u Barista Mini

Barista

Dimitris

Pantelis

erklärt die

Vorzüge

der ascaso

Big Dream.

Die Barista T

gibt es jetzt

auch in einer

Compact

Version. Gleiche

Technik

in kleinerer

Verpackung.

Die neue Oberklasse im

Home Barista Segment. Die

ascaso Barista Mini. Hier

noch als Studie aber bald

leibhaftig auf dem deutschen

Markt erhältlich.

ascaso Dream PID – schön,

bunt und gut.

Der Stand von ascaso. Die

Neuvorstellungen lassen ein spannendes

Kaffeejahr 2020 erwarten

Ein Auszug aus der Home Barista

Range: Dream PID, Steel Duo PID

und die Studie der Barista Mini.

EVENT 9


VBM – die

Replica Manuale

Pistone

mit weissen

Gehäuseteilen

– auch sehr

hübsch

VBM –

die neue

Domobar

- Super,

Junior und

der Klassiker

die

Domobar.

Der Stand von VBM – u.a.

mit der Präsentation der

neuen Domobar Linie.

Die neue Domobar Linie. Alle unterschiedlichen

Modelle werden in den Versionen

Manuale und Automatica, mit digitaler Steuerung

angeboten.

Die Lollo

gibt es

jetzt

auch in

Schwarz...

...und in Weiß.

Die neue

Domobar -

Junior.

Der Stand von VBM - neben der neuen

Domobar Linie fanden wir auch einige

Profiklassiker in neuem Gewand.

EVENT 11


Test-Area

am Eureka

Stand –

lecker

Kaffee.

Die Studie

„Zeus“ –

ein wahrer

„Hingucker“.

Eureka Neuvorstellung.

Helios – Eine

sehr leise und

unverschämt

schnelle Mühle.

Bei der

85mm Scheibe

braucht

sie für einen

Double Shot

ca 2,5 Sekunden.

Der Eureka-

Stand.

Eureka

Neuvorstellung


Helios. Das

Interesse

an der im

Frühjahr

auf den

Markt

kommende

Mühle,

war sehr

groß.

Die Mignon Range wird

immer größer – es ist quasi

für jeden Geschmack und

Anspruch was dabei.

Die bekannten

Eureka

Gastro

Mühlen.

Die Mignon

Range

– immer ein

Zuschauermagnet

BUNN präsentierte

ihre aktuelle

Produktlinie

zur Herstellung

großer

Mengen an

Filterkaffee-

Spezialitäten.

Die NXT-1

mit der

neuen

„ICE Green

Technology“

und

GWP-

ZERO.

Bei den Eismaschinen

wird auch auf

Umweltschutz

geachetet.

Weniger

Stromverbrauch

und

einem Treibhauspotential

von 0 %.

BWT – perfekt

mineralisiertes

und

sensorisch herausragendes

Wasser per

Umkehrosmose

und

Remineralisierungs-Filter.

Der Nemox

Stand – Haushalts-

und

Profi- Eismaschinen

aus

Italien.

Der Stand

vom Reinigungsspezialisten

cafetto

Der Stand von

La Tazza d‘oro

La Tazza

d‘oro – die

beiden neuen

Vintage

Sorten Vintage

Orange

und Vintage

Oro. (fw)

EVENT 13


Cagliari

Eine persönliche,

kaffeekompatible

Liebeserklärung

Fotos: Johannes Hannig

von Johannis Hannig

Gibt es eigentlich irgendjemanden, der während seiner Schulzeit

das Arbeiten in der Kaffeebranche als Berufswunsch geäußert

hat? Der sich so sehr für Anbau, Handel und Verarbeitung dieses

wichtigen Produktes interessiert hat, dass er schon mal die richtige

Sprache in der Oberstufe belegt hätte oder in den Ferien

Praktika in einer Rösterei oder einem Kaffeevertrieb gemacht

hätte? Vielleicht ist der Kaffee, weil es nicht zum Repertoire eines

Heranwachsenden gehört, nicht auf dem Schirm junger Leute. Die

ersten Erfahrungen mit dem beliebtesten Getränk der Deutschen

sammelt man ja erst als junger Erwachsener und dann kommt

es sehr auf das Umfeld an, in welchem man mit dem Thema in

Kontakt kommt.

Jedenfalls herrscht ja in der Branche kein Nachwuchsmangel

und man trifft überproportional viele Menschen, deren Begeisterung

über dem Umgang mit Kaffee auch über viele Jahre nicht

abzunehmen scheint. Aber was braucht es um

aus der Liebe zum Kaffeegenuss einen berufliche

Perspektive herzuleiten? Eine mögliche Antwort

kann lauten: Es braucht Orte, die die Liebe zum

Kaffee erwecken und vertiefen können.

Einer dieser Orte war für mich persönlich Cagliari,

die Hauptstadt Sardiniens, Ihres Zeichens hinter

Sizilien zweitgrößte italienische Insel. Der Grund

hierfür ist simpel, als vor nunmehr 15 Jahren

meine Kaffee-Karriere begann, war der erste

Kontakt zu einem italienischen Röster, der mittlerweile

recht bekannten Marke La Tazza d’oro,

zufällig in dieser wunderbaren Stadt.

Mein damaliger Geschäftspartner hatte bereits

eine Geschäftsbeziehung auf die Insel und so kam

es, dass der erste Blick hinter die Kulissen eines,

wie ich später herausfinden konnte, typischen

mittelständischen Kaffeerösters, wie es sich zu

Hunderten in ganz Italien gibt, in dieser wundervollen

Stadt war.

Dank dieser Verbindung wurden mir die Abläufe

in einer Rösterei bewusst und die regionale

Bedeutung, die eine Kaffeemarke für ihre Region

haben kann. Wie nahezu alle Italiener sind auch

die Sarden sehr heimatverbunden und lieben

regionale Produkte.

KAFFEE GLOBAL 15


Die Gastronomie in Cagliari ist ein wichtiger Faktor und unsere

Partner von La Tazza d’oro haben es sich nicht nehmen lassen uns

nach und nach die kulinarischen Hotspots der wunderschönen

Stadt näher zu bringen. Immer mit einem exzellenten Espresso als

Abschluss, denn es wurden natürlich nur die Läden angesteuert, bei

denen der eigene Kaffee angeboten wurde.

Aufruf zum

Mitmachen:

So entwickelte sich die Verbundenheit zu Ort und Menschen. Die

wunderbare Stadt mit ihrer wechselhaften Geschichte, den kleinen

Altstadtgassen in der Festung, die über der Stadt thront, hat mich

in ihren Bann gezogen.

Wohnen muss man hier unbedingt in einer der vielen Bed & Breakfast

Unterkünfte. So ist man mittendrin im niemals überdrehten

Trubel. Kein Vergleich zu Venedig oder Florenz, Cagliari ist trotz

seiner Größe ein Ort zum entspannen.

Dazu trägt natürlich auch der Poetto, Cagliaris 8 km langer Stadtstrand

bei. Hier genießen wir den Cappuccino oder Espresso von La

Tazza d’oro immer besonders.

Wie sieht Eure kaffeekompatible

Liebeserklärung aus? Habt Ihr auch

einen Ort, der Eure Einstellung zum

Kaffee maßgeblich positiv geprägt

hat? Dann schreibt uns und sendet

uns Fotos von Eurem Sehnsuchtsort.

Wir würden uns freuen in den

kommenden Ausgaben vom KAFFEE

GLOBUS vielleicht auch Eure

Geschichte zu veröffentlichen.

Schreibt Eure Geschichte an:

kontakt@kaffeeglobus.com

(jh)

WORK UP

Wer einen Trip nach Cagliari mit einer

Fortbildung in Sachen Kaffee-Kompetenz

verbinden will, dem sei die

WORK UP Barista Schule ans Herz

gelegt. Hier werden Kurse für Anfänger

und Fortgeschrittene auch in

englischer Sprache angeboten.

Background und Lehrmethode ist

immer die sehr kundenorientierte

Bar-Kultur Italiens, wo neben der

Qualität der Produkte auch immer

Effizienz in den Abläufen und Kundenorientierung

eine große Rolle

spielen. Bei unserem Besuch im

WORK UP haben wir eine alte

Bekannte wieder getroffen. Michela

Pilia, Gewinnerin der La Tazza d’oro

Barista Meisterschaft, kümmert sich

zur Zeit bei WORK UP um den Barista

Nachwuchs.

www.work-up.it

Formazione.Professionale.Sardegna

workup_trs

KAFFEE GLOBAL 17


Fotos: johannes hannig

PROMETHEUS. Das passt natürlich gut zu den

beiden anderen Neuvorstellungen von der Host,

Zeus und Helios.

Daneben haben wir die Gelegenheit genutzt um,

uns noch einmal am Stand von BWT das neue

Wasserfiltrationssystem BWT bestaqua 14 ROC

genauer erklären zu lassen. Mit Umkehrosmose

wird reinstes Wasser hergestellt, das durch

gezielte Zugabe von Kalzium und Magnesium

optimal remineralisiert wird. So hat der Kunde

garantiert ein perfekt mineralisiertes und sensorisch

herausragendes Wasser, das für ungetrübten

Kaffeegenuss sorgt, verspricht uns BWT.

Das IEI (Istituto Espresso Italiano) veranstaltet hier

ihre nationalen Meisterschaften. Die deutschen

Meisterschaften der IEI werden dieses Jahr im

Rahmen der Intergastra in Stuttgart (15. bis 19.

Februar) ausgetragen.

Auch die SCA (Specialty Coffee Association) trug

auf der Sigep ihre nationalen Meisterschaften aus.

Alleine daran erkennt man schon den ziemlich

hohen Stellenwert dieser Veranstaltung. (fw)

Sigep 2020

Mitte Januar findet in Rimini alljährlich die

Leitmesse der italienischen Hersteller für alles

rundum Gastronomie und Hotellerie statt. Der

Sektor Kaffee hat auch hier in den letzten Jahren

immer mehr an Bedeutung gewonnen.

Obwohl wir ja bereits Ende letzten Jahres die

Host in Mailand besucht haben, wollten wir uns

doch ein Bild vor Ort machen und das gerade

auch im Vergleich zur vergangenen Host.

Gut, die Host ist größer und hier haben alle

Hersteller bereits ihre Neuheiten vorgestellt aber

nichtsdestotrotz lohnte sich der Besuch, um sich

einige ausgewählten Neuheiten noch einmal

ausführlich und in Ruhe anzuschauen.

So haben wir uns noch einmal am Stand von

Eureka umgeschaut. Auf der Host wurde noch

nach dem Namen der 100 Jahre Eureka Jubiläums-

Mühle gesucht und zur Namensgebung

war das geneigte Publikum aufgerufen worden,

ihre Ideen einzureichen. Auf der Sigep wurde

nun der Name preisgegeben und sie heißt jetzt

EVENT

19


starke

Frauen,

starker

Kaffee

von Ruth AuSSenhofer

2020 – ein neues Jahr, ein neues Jahrzehnt

– müssen wir überhaupt noch über Gleichberechtigung

sprechen? Wir müssen! Es gibt sie

hier bei uns, die Ungerechtigkeit zwischen den

Geschlechtern, aber auch und insbesondere

in Kaffeeanbauländern. Betrachtet man die

Wertschöpfungskette von Kaffee genauer, sticht

es direkt ins Auge: Ackerbau, Pflege der Pflanzen,

Ernte und Aufbereitung liegen in Frauenhand.

Richtig gelesen: Über 70% der Feldarbeit wird

von Frauen erbracht! Spannend ist aber auch die

andere Seite der Medaille, und zwar wo Frauen

unterrepräsentiert sind. Und das sind genau die

Stellen, an denen Geld fließt – nämlich Handel

und Export von Kaffee.

Wo zeigt sich der „Gender Gap“, also die Lücke in

der Geschlechtergerechtigkeit, im Detail? Ein Teil

des Problems ist sicher die Verteilung der Arbeit.

Weibliche Kaffeefarmer tragen oft eine doppelte

Arbeitslast: Zusätzlich zur Feldarbeit sind sie

verantwortlich für den Haushalt mit Familienbzw.

Care-Arbeit, Wasser und Brennholz holen,

waschen, putzen und kochen. Mit all diesen

Aufgaben kommen Frauen auf durchschnittlich

15 Stunden Arbeit pro Tag. Zum Vergleich: Bei

Männern sind es 8 Stunden.

Im Kaffeeanbau findet sich zudem nur ein sehr

geringer Anteil von weiblichen Landbesitzern, je

nach Land zwischen 3% und 20%. Die Ursache

dafür findet sich zwischen Politik und Tradition.

Im Extremfall ist es tatsächlich (gesetzlich) nicht

erlaubt, dass Frauen Land besitzen dürfen. Aber

selbst, wenn es erlaubt ist, steht dem die Tradition

gegenüber. So werden vor allem Witwen oft vom

eigenen Land vertrieben.

Auch in Führungsrollen sind eher Männer zu

finden. In Kooperativen ist die Mitgliedschaft

für Frauen oft erschwert. Doch auch in Kooperativen,

in denen Frauen Mitglieder werden

können, herrscht ein geringer Frauenanteil an

Führungsrollen.

Der „Pay Gap“, also Einkommensunterschiede

zwischen den Geschlechtern, ist vielen ein Begriff,

schließlich gibt es diese Lücke auch bei uns. Im

Kaffeeanbau sieht es nicht besser aus – im Gegenteil.

Frauen erhalten generell geringere Löhne, der

„Pay Gap“ beträgt durchschnittlich 39%. Würde

man das noch mit der tatsächlichen Arbeitszeit

(siehe oben: 15 versus 8 Stunden-Tage) kombinieren,

ist das keine Lücke mehr, sondern eine Kluft!

Der „Gender Gap“ zeigt sich also in ganz unterschiedlichen Bereichen.

Doch was wäre, wenn alle gleichberechtigt wären? Soviel sei

vorab verraten: Es lohnt sich, in Gleichberechtigung zu investieren!

Tatsächlich wirkt sich die Gleichbehandlung von Frauen und

Männern positiv auf die Qualität von Kaffee aus. Was erst einmal

überraschend klingt, liegt eigentlich auf der Hand: Sowohl Frauen

als auch Männer in technische Trainings und Fortbildungen einzubeziehen

hat nachweislich positive Auswirkungen auf die Qualität

von Kaffee. Denn so wissen alle Beteiligten mehr darüber, wie man

besseren Kaffee produziert.

Durch Partizipation und gleichen Zugriff auf Ressourcen für Frauen

wie für Männer steigt außerdem die Produktivität. Erhalten Frauen

den gleichen Zugang zu Land, Finanzierung und Technologien wie

Männer, können sie ihre landwirtschaftliche Produktion um 20-30%

steigern.

Nicht zuletzt sieht die Weltbank die finanzielle Teilhabe von Frauen

als Weg aus der Arbeit und grundlegend für Wirtschaftswachstum

in ländlichen Regionen an.

Klingt gut? Nur was können

wir dafür tun? Eine ganze

Menge! Die Specialty Coffee

Association (SCA) hat Handlungsempfehlungen

formuliert,

um Gleichberechtigung in der

Kaffeeindustrie zu fördern. Wir

alle können beim Kauf von

Kaffee Initiativen unterstützen,

die die Mitgliedschaft von

Frauen in Kooperativen fördern

oder Frauen den Zugang

zu Ressourcen wie Bildung

oder Krediten erleichtern. All

diejenigen, die im Kaffeehandel

arbeiten, können ganz konkret

agieren, zum Beispiel, indem

sie sicherstellen, dass weibliche

Kaffeebauern direkt bei der

Lieferung des Kaffees bezahlt

werden.

Als Konsumenten bleibt uns

immer die Option, nachzufragen

– beim Händler, beim

Röster des Vertrauens, oder

auch bei Rohkaffee-Importeuren.

Lässt sich vielleicht ein

Projekt-Kaffee beziehen, der

ganz gezielt Trainings und Weiterbildung

für alle fördert? Denn

wie wir gesehen haben, lohnt

sich dieses Investment, weil

langfristig Qualität, Produktivität

und Wirtschaftswachstum

steigen.

Und letztlich können wir alle

etwas tun: Wir können, auch im

Alltag, für mehr Gleichberechtigung

eintreten. Was sehr allgemein

klingt, ist aber ungemein

wichtig, denn es geht uns alle

an. Je mehr Menschen öffentlich

über Gleichberechtigung

sprechen und für Geschlechtergerechtigkeit

eintreten, desto

mehr kann passieren. Und wie

wir gesehen haben lohnt sich

Gleichberechtigung, und zwar

für alle!

KOLUMNE 21


White Russian-

Espresso Bomb

Fotos: Frank Waberseck

Für die aktuelle Ausgabe des

Kaffee Globus haben wir uns

mal ein bisschen aus dem

Fenster gelehnt und einen Klassiker

ein wenig gepimpt, den

„White Russian“.

Der Black Russian geht angeblich

auf Gustave Tops zurück,

langjähriger Barchef des Hotels

Metropole in Brüssel und wurde

erstmals in den 1950er Jahren

dort getrunken.

Noch einmal rund zehn Jahre

später kippte dann jemand

Sahne und Zucker zu Wodka

und Crème de Cacao und kreierte

den „Russian Bear“. Und

weil Barkeeper gern voneinander

abgucken, entstand 1965

praktisch als Mix aus allen vorangegangen

Varianten, offiziell

der White Russian.

Nachdem der Drink nach seiner

Hochzeit in den Siebzigern ein

wenig in Vergessenheit geriet,

brachte „The Dude“ im Kultfilm

„The Big Lebowski“ 1998 den

„White Russian“ wieder ganz

groß raus.

Für den Kaffee Globus haben wir das Ganze dann

natürlich noch deutlich kaffeelastiger gestaltet.

Uns hat´s auf jeden Fall geschmeckt!

Wir haben zwei Varianten des Getränks

hergestellt.

Die einfache Variante

In einen Tumbler o.ä. Espresso-Eiswürfel geben,

Vodka, Kahlúa, Espresso dazu geben, umrühren

und dann die angeschlagene aber noch flüssige

Sahne über den Drink floaten. Fertig.

Zutaten

• 2 Teile Wodka

• 1 Teil Kahlúa

• 1 Teil frisch gezogener Espresso

• 1 Teil Sahne (leicht angeschlagen)

• Espresso-Eiswürfel (Espresso in

Eiswürfelform eingefroren)

Die elegante Variante

In einen Shaker mit den Espresso-Eiswürfeln

geben wir alle Zutaten dazu und shaken alles

ordentlich. Den fertigen Drink gießen wir über ein

Barsieb in ein Martiniglas. (fw)

Rezept 23


Fotos: Frank Waberseck

VBM Domobar

Junior Digital

Vor ca. 9 Monaten hat VBM zum ersten Mal seine

neuen Modelle der Domobar Linie vorgestellt. Bei

deren Entwicklung war es VBM wichtig altbewährtes

mit neuem Design und neuen Features

zu verbinden. Heraus gekommen ist eine Produktlinie,

die alle drei bisher bekannten Modelle

umfasst: Den Einkreiser Domobar, die kleine

2-Kreislaufmaschine Domobar Junior und den

großen Dual-Boiler Domobar Super. Im KAFFEE

GLOBUS 10 stellen wir Euch beispielhaft für die

neue Modellreihe die Junior Digital vor.

Design

die Oberflächen sind überwiegend in coolem

matt-schwarz gehalten und nur dezent mit dem

bei andern Maschinen über-dominanten Chrom

und Edelstahl gepaart. Der Clou an den neuen

VBMs ist, dass der Nutzer die Optik der Maschine

durch ihre magnetisch befestigten Seitenteile

eingangs definieren und im Lebenszyklus der

Maschine bei Bedarf ändern kann. Eine sehr

schöne Idee wie wir finden. VBM wird neben

verschiedenen Farben auch themenbezogene

Designs anbieten, mit denen zukünftige Domobar

Benutzer-Generationen ihre Kaffee-Ecke interessanter

gestalten können.

VBM hat beim Design Wert darauf gelegt, dass

sich die neuen Maschinen klar von den Produkten

der anderen Anbieter unterscheiden. Als im Jahr

1976 die erste VBM Domobar das Zeitalter der

Haushaltsespressomaschinen mit professioneller

Brühgruppentechnik einläutete, waren optische

Merkmale klar der Funktion untergeordnet.

Genau gesagt schuf man eine Stahlkiste mit

kleinem Boiler, kleiner Pumpe, Wassertank und

E-61 Brühgruppe. Nun fast 45 Jahre später gibt

es diverse Maschinen auf dem Markt, die immer

noch diesem technischen Prinzip folgen, bei

denen die äußere Gestaltung aber immer wichtiger

geworden ist. So kann man inzwischen

in Fachgeschäften eine Vielzahl von Modellen

finden, die für den Laien auf den ersten Blick

nicht voneinander zu unterscheiden sind.

Die neue VBM Domobar Linie verwendet zwar

auch nach wie vor die E-61 Technologie, hat aber

optisch das Thema Stahlkiste beerdigt. Runde

Formen dominieren die äußere Gestaltung und

Test 25


Technik

Als Erfinder der E-61 Brühgruppen* trennt man

sich nicht leichten Herzens von dem Prunkstück

vergangener Tage. Und so findet sie sich auch

auf den neuen Domobar Modellen noch wieder.

Berühmt für die herausragenden Eigenschaften

bei der Espressoextraktion, kann hier auch die

neue Domobar Junior Pluspunkte sammeln. Versorgt

wird die Brühgruppe aus einem klassischen

Wärmetauscherkessel, der allerdings, anders

als beim Vorgänger, über die digitale Temperatursteuerung

kontrolliert wird. Dies ist genauer,

effizienter und kommt ohne nerviges klicken des

vorher verwendeten Pressostaten aus.

Die Steuerung gibt dem Nutzer auch die Möglichkeit

die Kaffeetemperatur gradgenau einzustellen.

Während des Bezuges zeigt das Display der

Maschine anstelle der Temperatur die sogenannte

Shotclock, mit der man überprüft, ob der Bezug

innerhalb der angestrebten Zeit von ca. 25 Sekunden

erfolgt ist.

Weiterhin hat die Maschine eine Energiesparfunktion,

bei der sie nach einer gewissen Zeit der

Inaktivität die Betriebstemperatur absenkt, um

Energie zu sparen.

Weitere

Neuerungen

Auch hinter den Kulissen hat VBM sinnvolle Veränderungen

vorgenommen. So erfolgt die Wasserversorgung

in den neuen Tanks über ein Bodenventil

und nicht mehr über Silikonschläuche.

Dann wurde die Tankabdeckung so gestaltet,

dass eine Reihe Tassen auf der Maschine verbleiben

können, wenn Wasser nachgefüllt wird. Ein

weiterer Pluspunkt ist die Wasserstandsanzeige in

der Abtropfwanne, die anzeigt, wenn diese voll ist.

Und zu guter Letzt sei noch die Tropfwanne selbst

erwähnt, die in der neuen Maschine aus Kunststoff

ist und über einen Magneten in der Ausgangsposition

gehalten wird, aber sehr bequem

nach vorn wegzuziehen ist. (jh)

Das Fazit

Bewährtes mit Neuem verbinden, das

ist VBM bei der neuen Domobar Linie

eindeutig gelungen. Wer also nach

einer Maschine sucht, die sich optisch

auch nach dem Kauf noch an eventuelle

Veränderungen am Standort

anpassen lässt, wird mit den neuen

VBM Modellen Freude haben.

Zudem ist sie mit allerhand pfiffigen

Details ausgestattet und dank

des mutigen Designs auch optisch

unverwechselbar. Die digitalen Steuerungen

der neuen VBM Domobar

Modelle ist zudem der Aufbruch in

die Neuzeit, die der Marke auch für

die Zeit nach E-61 alle Türen offen

hält.

Test 27


ESPRESSO

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EspressoPool

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Espresso Partner Pool Online

Zu einem guten Service gehört auch ein entsprechendes Online-Angebot. Auf

der Homepage des Espresso Partner Pools finden Sie Produktinformationen und

können den alle Partner des Händler Netzwerkes lokalisieren.

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SERVICE 29


Renovier Genuss ...

Da oben kommt eine ausgefallene Deckenleuchte

hin. Die besorge ich heute Nachmittag noch.

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Kaffeeszene

Köln

Foto: istockphoto.com / MarioGuti

Die Domstadt am Rhein ist nicht nur bekannt für

ihren Karneval, die Kölner sind auch weltoffen

und gastfreundlich und tragen ihr Herz auf der

Zunge. Kein Wunder, dass sich hier eine lebendige

Kaffeeszene angesiedelt hat!

Natürlich gibt es wie in jeder Stadt eine Vielzahl

an Cafés und Röstereien, hier im KAFFEE GLOBUS

bieten wir Ihnen einen kleinen Einblick in besonders

spannende Coffee Shops in Köln.

PICCOLO NERO

Foto: ruth auSSenhofer

In Italien trifft man sich am Vormittag auf einen

caffè „al banco“, also am Tresen. In Köln geht das

jetzt auch, und zwar im „Piccolo Nero“ in der Kettengasse

im Friesenviertel. In dem kleinen Café,

das ganz im Stil einer italienischen Kaffeebar

eingerichtet ist, kommen Geschäftsleute aus der

Nachbarschaft vorbei, Freunde treffen sich, es ist

immer etwas los. Inhaberin Frauke Kulike schafft

hier eine wunderbar herzliche Atmosphäre.

Die Idee: Wirklich guten Kaffee anzubieten, für

den man aber nicht über Stunden im Café sitzen

muss, sondern den „kleinen Schwarzen“ durchaus

am Tresen genießen kann. Frauke Kulike hatte die

italienische Kaffeebar-Kultur als Vorbild vor Augen

und so war der Schritt zur Handhebel-Maschine

nicht mehr weit: Die Wahl fiel auf eine viergruppige

VBM Replica Pistone, die optisch natürlich

traumhaft zum Ambiente der italienischen Kaffeebar

passt. Gleichzeitig ist sie ideal geeignet,

wenn man mit verschiedenen Kaffees arbeitet,

und im Piccolo Nero gibt es immer drei Espressi

im Ausschank.

Und hier wird es spannend – denn trotz italienischem

Vorbild gibt es im Piccolo Nero keine

klassisch-dunklen Röstungen, sondern Specialty

Coffee kleiner handwerklicher

KAFFEE GLOBAL 33


Fotos: ruth auSSenhofer, Piccolo Nero

Röstereien aus Deutschland. Ein Aspekt der

Specialty-Coffee-Szene, der Frauke Kulike besonders

begeistert, ist der faire und transparente

Kaffee-Handel.

Nachhaltig ist übrigens auch das coffee-to-go-

Konzept. Zum einen gilt natürlich immer die

Einladung zur „to-stay“-Variante, darüber hinaus

verzichtet das Piccolo Nero auf Pappbecher und

Rührstäbchen und setzt stattdessen auf Pfandbecher

aus Porzellan. Einmalig in Köln: Die Kombination

aus italienischer Kaffeebar und einer

Auswahl an Espressi verschiedener deutscher

Specialty-Coffee-Röster.

Equipment

• VBM Replica Pistone – 4-gruppig

Die Maschine ist alleine optisch ein Hingucker,

aber sie ist mehr als eine Stil-Ikone, sie ermöglicht

außerdem handwerkliche Feinabstimmung

bei der Zubereitung von Espresso durch

maximale Kontrolle des Brühdrucks – perfekt

für den Ausschank von verschiedenen Espressi.

Mühlen

• Eureka ATOM Specialty 75 für den Standard-

Espresso „Neunbar“ von Elbgold

• Eureka ATOM Specialty 65 jeweils für die

Gaströstungen des Monats

HEILANDT

Betritt man das Heilandt-Café in der Bismarckstraße,

fällt als erstes die angenehm entspannte

Atmosphäre auf. Die Einrichtung ist cool und

das Personal aufmerksam und freundlich, es

ist ein Ort zum Wohlfühlen. Dass es hier auch

noch unglaublich feinen Kaffee gibt, ist kein

Zufall, sondern Absicht. Hinter „Heilandt“ stehen

nicht nur Freunde, die gemeinsam eine Rösterei

gegründet haben, sie sind auch selbst ernannte

Qualitätsfanatiker.

Das Besondere: Mittlerweile sind fast alle Rohkaffees,

die Heilandt bezieht, direkt gehandelt.

Was bedeutet das? Direkter Handel heißt, dass

es keine Zwischenhändler beim Kaffeeeinkauf

gibt, sondern dass Heilandt direkten Kontakt zu

den Kaffeebauern pflegt und auf Augenhöhe mit

ihnen kooperiert. Dazu gehört auch, dass ein Einkaufspreis

gezahlt wird, der im Schnitt 50% über

dem Fair-Trade-Preis liegt. Anstelle von Zertifizierungen

setzt Heilandt auf Transparenz, und das

schwarz auf weiß. Im Transparenzbericht kann

jeder nachlesen, zu welchen Preisen Heilandt

seine Kaffees bezieht, wie viel vom Handelspreis

die Kaffeebauern bekommen sowie mit welchen

Partnern die Kölner im jeweiligen Anbauland

zusammenarbeiten. Bei so viel Offenheit

schmeckt der ohnehin schon tolle Kaffee nochmal

besser.

Fotos: ruth auSSenhofer

Die Mühlen sind so angenehm leise, dass sie auch

in einer kleinen Kaffeebar die Geräuschkulisse

nicht beeinträchtigen. Mit dem Retro-Bohnenbehälter

passen sie perfekt ins Ambiente der klassischen

italienischen Kaffeebar.

Immer mehr Heim-Baristas und Kaffee-Enthusiasten

genießen Heilandt-Kaffee auch zuhause.

Für Know-how und Tipps und Tricks rund um

die Zubereitung von Espresso oder Filterkaffee

bietet Heilandt Kaffee-Seminare an. Die Kurse

sind äußerst beliebt, 2019 wurden über 1000 Kaffee-interessierte

Menschen vom Heilandt-Team

geschult.

Location

• Kettengasse 4, Köln

www.piccolo-nero.de

Locations

• Sülzburgstr. 1, Köln-Sülz

• Bismarckstr. 41, Belgisches Viertel Köln

• Spoho Bar, Zentralbibliothek der Deutschen

Sporthochschule, Am Sportpark 6,

Köln-Junkersdorf

• Rösterei mit Café: Girlitzweg 30, Köln-Ehrenfeld

www.heilandt.de

KAFFEE GLOBAL 35


ERNST

Kaffee ist der neue Wein – in der Aromenvielfalt

liegt unser geliebtes Heißgetränk sogar deutlich

vorne! Das Team von Ernst Kaffeeröster hat sich

ganz der Aufgabe verschrieben, die Geschmacksvielfalt

von Kaffee zu präsentieren. Ein genussvolles

wie spannendes Thema, denn je nach Anbauland,

Varietät oder Aufbereitung besitzt der Kaffee

ein ganz unterschiedliches Geschmacksprofil. Ja,

Kaffee kann nach Mango schmecken! Und das

ganz natürlich. Deswegen gibt es bei Ernst neben

dem Klassiker „HouseBlend“ auch regelmäßig

Fotos: ruth auSSenhofer, ernst

man hier wörtlich. Mitten im Ladengeschäft steht

der Röster, ein Probat UG22 aus den 60er Jahren,

und läuft durchgehend an fünf Tagen in der

Woche. Das hat neben dem Duft frisch gerösteten

Kaffees außerdem den Vorteil, dass Kunden mehr

über das Produkt Kaffee erfahren. Viele wissen

zum Beispiel gar nicht, wie Rohkaffee aussieht

– hier stehen die Röster bei Schamong immer

gerne Rede und Antwort. So sieht transparentes

Handwerk aus!

Location

• Venloer Str. 535, Köln-Ehrenfeld

Wechsel im Sortiment mit neuen Highlights. So

gibt es zum Beispiel verschiedene Varietäten

zum Vergleich oder übers Jahr verteilt mehrere

gewaschen aufbereitete äthiopische Kaffees, oder

auch Kostproben von Kaffees mit experimenteller

Aufbereitung.

Mittlerweile sind Bohnen von Ernst Kaffeeröster

ein fester Qualitätsbegriff, Maren Ernst beliefert

Specialty Coffee Shops in ganz Deutschland

mit ihrem Kaffee. Geröstet werden die Special

Editions nach wie vor im Laden in der Kölner

Südstadt sowie für Espressi auf einem größeren

Röster in Köln-Pulheim.

SCHAMONG

Kölns älteste Kaffeerösterei zu sein, könnte Fluch

oder Segen sein – Schamong schafft den Spagat

zwischen Tradition und Moderne und spricht

third-wave-Hipster genauso an wie ältere Damen

und Herren aus der Nachbarschaft. Natürlich

ist es auch ein großes Kompliment, wenn Gäste

kommen, die schon als Kinder mit ihren Eltern

bei Schamong Kaffee gekauft haben.

www.kaffeeroester.de

Die Geschmacksunterschiede sind beim Espresso

natürlich auch deutlich wahrzunehmen, das

besondere Highlight bei Ernst sind aber die Filterkaffees.

Gäste haben die Wahl zwischen handgefiltertem

Kaffee, unter anderem mit dem Hario

V60 oder der AeroPress, oder aber Kaffee aus dem

Batch Brew von BUNN. Bei Ernst sind außerdem

zweierlei BWT-Wasserfilter mit unterschiedlich

aufbereitetem Wasser im Einsatz, die je nach

Zubereitungsart für ein optimales Geschmacksergebnis

sorgen. Damit auch zu Hause der perfekte

Kaffeegenuss gelingt, bietet Ernst Kaffeeröster in

der „Kaffeewerkstatt“ Schulungen an, vom Baristakurs

über Verkostungen bis zu Filterkaffee.

Location

• Bonner Str. 56

www.ernst-kaffee.de

Gleichzeitig ist der Familienbetrieb in Köln-Ehrenfeld

immer vorne mit dabei, wenn es um Trends

geht, so hatten sie eine der ersten Brew Bars in

Köln, wo Gäste handgefilterten Kaffee aus dem

Hario V60 oder dem Syphon genießen können.

Außerdem bietet Schamong mit der „Röstung des

Monats“ immer wechselnde, besondere Kaffees

an, die durchaus auch gerne von Traditions-Kunden

probiert werden.

Die Kunst ist es, authentisch zu bleiben. Dafür

setzt Schamong auf Qualität und Transparenz

bei der handwerklichen Röstung. Dass man dem

Röster über die Schulter schauen kann, nimmt

Fotos: ruth auSSenhofer, schamong

KAFFEE GLOBAL 37


Foto: KaffeeSaurus

VAN DYCK

Angefangen hat bei der Rösterei Van Dyck alles

in einem ehemaligen Friseursalon in Köln-Ehrenfeld.

Bereits seit 2010 verwöhnen Monika Linden,

Martin Kess, Jenny Lumperda und ihr Team hier

ihre Gäste mit selbst geröstetem Kaffee. Die

Espressobar in der Körnerstraße ist nach wie vor

Kult, geröstet wird mittlerweile in einer zweiten

Filiale in Köln-Mülheim. Das ist bei Van Dyck

Ehrensache: Alle Kaffees sind bio-zertifiziert und

fair gehandelt.

Einzigartig: die mintgrünen Tüten – ein echter

Hingucker!

Location

• Espressobar: Körnerstraße 43, Köln-Ehrenfeld

• Rösterei und Café: Schanzenstraße 36,

Köln-Mülheim

www.vandyckkaffee.de

KAFFEESAURUS

(ra)

Neben dem Kaffeesapiens in Deutz ist Kaffee-Enthusiast

Rafet Aydogdu mit dem Kaffeesaurus

auch in der Kölner Innenstadt vertreten.

Direkt am Friesenplatz gelegen, lädt das Kaffeesaurus

mit gläserner Rösterei zum Verweilen

ein. Das Café ist skandinavisch-minimalistisch

eingerichtet. Alles ist offen und transparent, die

Gäste können sehen, dass traditionell geröstet

wird. Auch die Zutaten für Frühstück, Snacks und

Kuchen werden im Kaffeesaurus selbst hergestellt

und gebacken.

Locations

• Friesenplatz 15, Köln

• Ab Februar auch am Barbarossaplatz

www.kaffeesaurus.com

Das Highlight: Die Kaffees aus der hauseigenen

Rösterei können Gäste auch als Filterkaffee probieren,

dafür setzt Kaffeesaurus auf Filtertechnik

von BUNN.

Die Besonderheit im Kaffeesaurus ist das ausgefeilte

Frühstückskonzept: Oft gibt es in Specialty

Coffee Shops nur Snacks, der Schwerpunkt liegt

auf dem Kaffee – das Kaffeesaurus bietet beides

und verbindet ein tolles Frühstücksangebot mit

leckerem Kaffee.

Fotos: Van Dyck

KAFFEE GLOBAL 39


COFFEE FOR

FUTURE

Oder wie die Klimadebatte

die Kaffeewelt

beeinflusst

Klimademos gegen die Erderwärmung, Konferenzen

zu diesen Themen, dramatische Appelle von

Betroffenen, all dies hat uns im Jahr 2019 konsequent

begleitet. Hat es vor nicht allzu langer Zeit

noch viele Menschen gegeben, die sich mit dem

Thema aufgrund geringer persönlicher Betroffenheit

nicht beschäftigt haben, sind inzwischen

Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aufgewacht.

Fridays For Future sei Dank.

Wir vom KAFFEE GLOBUS, interessieren uns auch

für die globalen Zusammenhänge in der Kaffeewelt

und finden das Thema Klima und Kaffee

spannend und wichtig.

Die Energieampel

Heute möchten wir hierfür einen Blick in die

Schweiz richten. Hier, wo es überspitzt gesagt

mehr Kaffeevollautomaten als Privathaushalte

gibt, spielt die Kaffeekultur zu Hause eine vergleichbar

wichtige Rolle wie in Deutschland.

Seit 2015 ist bei den Eidgenossen die allseits

bekannte Energieampel auch bei Kaffeemaschinen

obligatorisch. Der Kunde soll also in seine

Kaufentscheidung, neben Designaspekten und

Ausstattungsmerkmalen der Geräte auch den

Energieverbrauch der Maschine mit einbeziehen.

Hierbei wird konsequenterweise kein Unterschied

gemacht, ob es sich bei den Maschinen für die

heimische Anwendung um Vollautomaten oder

Siebträger handelt. Auch die Bemessungsgrenzen

für die Energieeffizienz sind gleich. Mit sehr

unangenehmen Folgen für unsere geliebten

Siebträgermaschinen. Während hochwertige Kaffeevollautomaten

den Testzyklus *(Erklärung zum

Test im separaten Kasten) mit einem Ergebnis A

abschließen können, sind alle ernstzunehmenden

in der Schweiz angebotenen Siebträgermaschinen

allesamt mit einem roten D versehen. So

verbraucht z.B. ein Automat mit zwei Mahlwerken

und diversen Produktoptionen 59 kWh pro Jahr

während eine klassische Zweikreislaufmaschine

mit schwerer Profi-Brühgruppe 1200 kWh pro

Jahr. Somit ist der Energieverbrauch im durchgeführten

Test mehr als 20 mal so hoch. Ein erschreckender

Wert, aber wie kommt dies zu Stande?

Klassische Siebträgertechnik:

Vintage oder Wahnsinn?

Die eingeschworene Gemeinde der Siebträgermaschinen-Nutzer

handelt aus Überzeugung.

Man kann einen Espresso aus dem besten Vollautomaten

nicht mit einem aus einer Siebträgermaschine

samt gut eingestellter Mühle vergleichen.

Der Automat setzt viel daran dem Nutzer Vielfalt

und Qualität auf Knopfdruck zu liefern und ist

dabei beachtlich weit gekommen. Aber der Siebträger

ist aufgrund der stabilen Thermik und der

kurzen Wege im Gerät in Sachen Extraktion nicht

zu schlagen. Allerdings muss man auch attestieren,

dass die hierbei verwendete Technologie nun

bald ihr sechzigjähriges Jubiläum feiert. Das Ziel

der Entwicklung von Espressomaschinen für die

Anwendung in Bars und Cafés ist es, möglichst

viel Kaffee in kurzer Zeit anbieten zu können.

Foto: Frank Waberseck

Thermische Stabilität wird durch das aufheizen

einer großen Menge Wassers und Metalls, welches

Baugruppe und gleichzeitig Wärmespeicher ist,

hergestellt.

Dieses Prinzip ist bis heute noch Gang und Gäbe

und zwar nicht nur bei den Maschinen, für die

sie ursprünglich entwickelt wurde, sondern auch

bei den Tausenden von Maschinen, die nach dem

gleichen Prinzip arbeiten und in vielen Haushalten

ihren Dienst verrichten.

Aufbruchstimmung erzeugen

Es ist interessant zu beobachten, wie stark das

Bewusstsein für den eigenen ökologischen

Fußabdruck wächst, ohne dass jemand hinterfragt,

was seine Siebträgermaschine zu Hause an

Energie verbraucht. Klimabedingte Naturkatastrophen

nehmen zu und der Druck zum Handeln

wächst aber beim Kauf einer Kaffeemaschine

wird dem Kunden, der hier verantwortungsvoll

handeln möchte, keine Orientierung geboten.

Dabei ist es so einfach den Energieverbrauch von

Geräten zu optimieren. Klassische Maschinen mit

schweren Messingbauteilen und großen Kesseln

können schon durch Umstellung auf Dual-Boiler

Technik und die Isolierung der Kessel und Leitungen

viel wertvolle Energie sparen. Auch Standby-Funktionen

an klassischen Maschinen helfen

die Maschinen effektiver zu machen. Der effektivste

Schritt hin zu grünerer Technologie bei den

geliebten Maschinen ist der Verzicht auf unnötig

vorgehaltene an Energie in Form von Wasser und

Metallbaugruppen. Alternativ hierzu hat sich

der Thermoblock als vollwertiger Ersatz heraus

gestellt. Die Firma ascaso verwendet Thermoblocks.

Nach anfänglicher Verwendung in deren

Haushaltsgeräten, nun auch äußerst erfolgreich in

Profi-Maschinen. Somit gebührt den Herstellern

unser Respekt, die ihrer Verantwortung für das

Weltklima freiwillig nachkommen.

Um beim Beispiel ascaso zu bleiben hilft uns

wieder die Energieampel beim Schweizer Nachbarn

zu realisieren, dass eine voll ausgestattete

Maschine mit zwei Heizelementen, in diesem

Falle Thermoblocks, statt 1200 kWh pro Jahr nur

etwas mehr als 300 kWh verbraucht.

Offiziell nur ein Viertel der Energie wie beim „Klassiker“

mit E-61 zu verbrauchen, lässt den perfekt

extrahierten Espresso doch gleich noch besser

schmecken. Die dadurch erzeugte Aufbruchstimmung

wird auch andere Hersteller motivieren

bei der Entwicklung ihrer Maschinen den Aspekt

Energieeffizienz in ihre Überlegungen mit einzubeziehen.

(jh)

Die Messung des Stromverbrauchs

bei Kaffeemaschinen

erfolgt über eine

eigens entwickelte Norm.

Ablauf und Bedingungen

nach denen die Werte im

ermittelt werden (Laborbedingungen),

sind festgelegt,

um vergleichbare

Ergebnisse zu erzielen.

Alle Formen des Betriebs,

wie Kaffeeproduktion,

Dampferzeugung,

Spülvorgänge, Standby

mehr auf unserem youtubekanal

„EspressoPool Insight“

Energiemessung ascaso DUO PID vs. E-61

Wärmetauscher / Thema Energieampel bei

Siebträgermaschinen

Energiemessung von Kaffeemaschinen

nach der Norm EN 60661

Phasen und ausgeschalteter

Zustand werden nach

einem vorgegebenen

Rhythmus betrieben. Der

dabei gemessene Energieverbrauch

wird dann

anhand einer Formel

gerichtet und aufs Jahr

hochgerechnet. So erhält

man das Ergebnis, auf

Basis dessen die Einkategorisierung

in die Energieampel

erfolgt.

Bilder & Infografik: Digitec Galaxus AG, Kialoa GmbH

Wissen

41


Auf einen

kaffee...

Foto: Frank Waberseck

mit Philipp und Tolga

Oder Mayr Machines und onetake COFFEE oder zwei guten Freunden – stimmt

alles. Heute sind wir zu Besuch im Beerenweg 6-8 in Hamburg. Eine Adresse – zwei

Unternehmen. Wie das entstanden ist, werden wir uns heute genauer erklären lassen.

Philipp und Tolga lernten sich bei ihren Nebenjobs als Baristi kennen und hier wuchs

nicht nur ihre persönliche Freundschaft, sondern auch ihre Liebe zum Kaffee. Beide

beschließen 2008 ihre eigentlich gelernten Berufe aufzugeben und steigen hauptberuflich

ins Kaffeebusiness ein. So entwickeln sie in den folgenden Jahren ihre ganz

eigenen Skills. Neben ihren unbestrittenen Kompetenzen als Baristi taucht Philipp

immer intensiver in das Kaffee-Hardware-Geschäft ein. Tolga wiederum geht immer

mehr seiner Liebe, der Kaffee-Rösterei, nach. Was sie neben ihrer Freundschaft vereint,

sind unzählige Veranstaltungen auf denen beide moderieren oder als Judges arbeiten.

Beide sind auch als Kaffee-Trainer unterwegs und lehren gewillten Menschen den

Umgang mit Mühle und Siebträgermaschine, um erfolgreich ein schönes Ergebnis in

die Tasse zu bekommen. Daneben bieten sie auch Latte Art und Sensorik Kurse an.

Mayr

Machines

Philipp Mayr

Beerenweg 6-8

22761 Hamburg

T (+49) 40 855 00 121

M (+49) 179 548 51 37

info@mayrmachines.de

www.mayrmachines.de

mayrmachines

mayr_machines

onetake

Coffee

Tolga Daglum

Beerenweg 6-8

22761 Hamburg

T +49 40 855 00 222

info@onetake.coffee

www.onetake.coffee

onetake.coffee

onetake.coffee

Anfangs noch als „Einzelkämpfer“, gründen sie

dann 2015 ihre gemeinsame Firma The Coffee

Trainer. Dort bieten sie Basis- wie auch Fortgeschrittenenkurse

in den Bereichen Barista, Latte

Art und Sensorik an. Bei beiden Freunden reifte

der Plan, sich mit ihrem jeweiligen Spezialwissen

endgültig selbstständig zu machen und 2016 war

es so weit: Eine gemeinsame Räumlichkeit wurde

gefunden und die beiden Unternehmen Mayr

Machines und onetake Coffee wurden ins

Leben gerufen. Mayr Machines, der Spezialist

für Siebträgermaschinen und Mühlen und onetake

Coffee die Qualitäts-Kaffee-Rösterei. Quasi

ein Kaffee-Rundum-Sorglos-Paket im Beerenweg.

Am Rande sei noch erwähnt, dass beide am

06.08. Geburtstag haben, was eine fast beängstigende

Parallelität zu ihrer Geschäftsadresse aufweist.

Ihr wisst schon, Karma und so. (fw)

The Coffee

Trainer

Daglum & Mayr GbR

Beerenweg 6-8

22761 Hamburg

T +49 40 855 00 121

info@thecoffeetrainer.de

www.thecoffeetrainer.de

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Auf einen Kaffee... 43


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