6-Seiter

j.reuter

BC LIVE

Januar – Juni 2020

Das wird super!

Der gestiefelte Kater

Jazzpreis 2020

Hallo Nachbar!

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INTERVIEW

„Der Müßiggang

ist die Werkbank

des Teufels.“

Andreas

Rebers

BC LIVE: Reverend Rebers, die Welt ist bisweilen schlecht:

Zänkische Weiber, Gezeter, Neid und Unzufriedenheit, aufrichtig

geheuchelte Einsicht – wie wollt Ihr all dies allein

mit Worten durchdringen und den Geist der Geblendeten

erleuchten, um sie auf den rechten Pfad zu

führen?

Andreas Rebers: Uns stehen, gottbefohlen, ausreichende

Instrumente zur Verfügung, um den Ball

ins Rollen und Licht ins Dunkel zu bringen. Allein

die Werkzeuge meiner Gebetsschwestern haben

bislang noch jeden zum Reden gebracht.

So eine Predigt für einen derartig speziellen Gottesdienst

will wohl vorbereitet sein. Wie dürfen wir

uns die Zeit Eurer inneren Einkehr und moralpoetischen

Arbeit vorstellen?

Überhaupt nicht. Die Vorstellung liegt ja in unseren Händen

und hat nichts mit dem Vorstellungsvermögen der Gläubigen,

die unsere Messe aufsuchen, zu tun, wenn man einmal von

ihrem „Vermögen“ absieht, auf das wir es im Übrigen abgesehen

haben. Wenn der Klingelbeutel am Ende des Gottesdienstes

nicht überfließt, haben wir etwas falsch gemacht.

I

N

I N T E R V

T

E

R

V

In Zeiten, in welchen immer mehr Gotteshäuser leer und

immer mehr Frauen männlichen Predigten fern bleiben, haben

sich zu Eurem Gottesdienst drei kampfeslustige Frauenzimmer

angekündigt, denen der Krawall auf der Zunge liegt.

Fürchtet Ihr Euch nicht?

Die Schwestern und ich sind auch nur Arbeiterinnen und Arbeiter

im Pointenberg des Herrn und warum sollte ich mich

fürchten? Die Furcht ist Angelegenheit des Zweiflers,

ebenso wie die Hoffnung das Grab des Kaufmanns

ist und der Müßiggang die Werkbank des Teufels.

Wir verlassen nicht Tag für Tag unsere Familien

und Lieben um uns zu fürchten, sondern um eben

die von Ihnen erfragte Furcht zu verbreiten. An

Tagen wie diesen hilft nichts anderes als Angst

und Schrecken und so will es der Glaube! Das Tolle

an uns ist, dass wir für unsere Kunden für jeden Lebensbereich

ein interessantes finanzielles Angebot

im Programm haben, welches ihm in der Schlussbilanz

des Lebens einen guten Abgang verspricht! Amen.

I E W

I

E W

Die Wellküren mit Andreas Rebers

20. Mai 2020 | Gigelberghalle

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WILLKOMMEN

Suchtpotenzial

8. Mai 2020

Stadtbierhalle

Konzerte, Theater, Kleinkunst,

Poetry-Slam, Tanz …

VIELFÄLTIG WIE IMMER STARTEN WIR INS NEUE JAHR 2020

Ich würde mich freuen, wenn Sie die kalten

Winterabende gleichermaßen wie

schöne Frühlingsabende bei uns in der

Stadthalle Biberach, der Gigelberghalle,

dem Komödienhaus oder der Stadtbierhalle

verbringen.

Los geht es wie immer mit dem traditionellen

Silvesterstück des Dramatischen

Vereins, der mit Arsen und Spitzenhäubchen

bis 18. Januar insgesamt sieben Mal

auf der Bühne der Stadthalle zu erleben

ist. Am 20. Januar schließt die Stadthalle

ihre Pforten für den Veranstaltungsbetrieb im Theater. Grund dafür

ist die Sanierung der Beleuchtung, die zu großen Teilen seit

über vierzig Jahren im Einsatz ist und noch aus der Erstausstattung

stammt. Diese wird grundlegend erneuert und große Teile

auf LED umgestellt.

Während der Umbauphase stehen mit der Gigelberghalle und

dem Komödienhaus zwei weitere, allerdings kleinere Spielstätten

zur Verfügung. So werden wir unseren VolXmusik Grandprix am

25. Januar in der Gigelberghalle veranstalten, wo der Wettbewerb

bereits 2016 ausgetragen worden ist. In diese Halle mit ihrem ganz

eigenen Flair passt die Veranstaltung perfekt. Ebenso wie der Biberacher

Jazzpreis, der am 21. März erstmals in der Gigelberghalle

vergeben wird. Und hier gibt es was zu feiern: Seit 1990 wird

der Wettbewerb in Biberach ausgetragen. Gründungsmitglied,

Vereinsmitglied des Jazzclubs Biberach e. V. und Jurymitglied

Dr. Helmut Schönecker kann mit Stolz auf 30 Jahre und die bereits

14. Ausgabe des Jazzpreises Biberach zurückblicken.

Am 27. März findet die 26. Biberacher Musiknacht statt. Nach dem

Umbau in diesem Jahr beteiligen sich erstmals die Theaterkneipe

Applaus und das Restaurant Weisser Turm wieder daran.

Nach einer bunten Kleinkunstreihe im Mai in der Stadtbierhalle

folgt der fulminante Abschluss des Programms des Kulturamts

am 20. Mai in der Gigelberghalle mit den Wellküren und Andreas

Rebers und ihrem Programm Bergpredigt.

Der erste Teil des Umbaus ist geschafft. Der barrierefreie Zugang

von der Theaterstraße in die Stadthalle ist fertig und die drei Publikumsgeschosse

sind erstmals durch einen Aufzug für unsere

Gäste miteinander verbunden. Der zweite Teil auch: Der Gastronomietrakt

ist für die Nutzung durch Familienfeste und -feiern,

Seminare und Ähnliches umgebaut und renoviert worden. Nun

können Sie diese schönen Räumlichkeiten mieten und Ihre Feier

durch den von Ihnen ausgesuchten Caterer bewirten lassen. Der

dritte Teil mit der Beleuchtungssanierung wie oben erwähnt steht

unmittelbar bevor. Pünktlich wenn sich der Vorhang zum Schützentheater

2020 hebt, werden dann alle Baumaßnahmen abgeschlossen

sein und die Stadthalle erstrahlt in neuem Glanz.

Ich freue mich auf Ihren Besuch,

Ihr

Klaus Buchmann

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SPEZIAL

Studenten

Foto © Gerd Mägerle

Mitte Oktober stellten die Studenten nun insgesamt neun

Entwürfe vor, die sie vor den Hochschulvertretern sowie Verantwortlichen

des Dramatischen Vereins und dem Regisseur

des Stücks (Thomas Laengerer) mit ihren Überlegungen

präsentierten. Dabei wurde bewertet, wie die Vorschläge

gestalterisch mit dem Stück überzeugend

in Einklang zu bringen sind, wie die bauliche und

technische Umsetzung erfolgen kann, welcher finanzielle

Aufwand für die einzelnen Bühnenbilder

zu veranschlagen ist und letztlich wie sich das

Bühnenbild mit dem Spiel der Akteure vereinbaren

lässt. Die Entscheidung, welcher Entwurf als Büh-

nenbild für das Silvesterstück

umgesetzt wird, liegt nun bei Regisseur

Thomas Laengerer.

gestalten Bühnenbild

fürs Silvesterstück

Mit seiner diesjährigen Silvesterproduktion geht der Dramatische Verein Biberach (DRAM) neue Wege:

Erstmals wird das Bühnenbild für das Stück „Arsen und Spitzenhäubchen“ von einer Studentengruppe

der Hochschule Biberach (HBC) entworfen und gebaut.

Die Anregung dazu kam im vergangenen Jahr im Gespräch

mit dem Ersten Vorsitzenden des Dramatischen Vereins,

Manfred Buck, und Vertretern der Hochschule Biberach. Die

Idee: Studenten der Hochschule könnten im Rahmen

ihrer Ausbildung doch auch einmal das Bühnenbild

des DRAMs gestalten.

Die Hochschule Biberach zeigte sich dem Projekt

gegenüber sehr aufgeschlossen. Insgesamt 15

Architekturstudenten des zweiten bis achten Semesters

hatten sich gemeldet, um im Wahlfach

„Kunst und Design“ an diesem Projekt mitzuarbeiten.

Professor Raphael Haefeli von der Hochschule

Biberach holte zudem noch die Schweizer Bühnenbildnerin

Selina Puorger mit ins Team. Und so traf sich die

Gruppe noch vor Semesterbeginn im September zur Vorstellung

des Konzepts, der Lektüre des Stücks, zur ersten Ideenfindung

und ersten Planungen und dem Bau erster Modelle.

S

S P E Z

P

E

Z

I A L

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A

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Arsen und Spitzenhäubchen

31. Dez 2019 | Premiere | Stadthalle Biberach

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bis 6 Jan

Komödienhaus

miteinander anders

AUSSTELLUNG DES KUNSTVEREINS BIBERACH

Mit Skulpturen von Edmée Delsol und Säurekorrosionen von Inge Rau.

Edmée Delsol, 1939 in Paris geboren, kombiniert in ihren Skulpturen Glas

mit Keramik. Zwei unterschiedliche Materialien von ihr graviert, verschmolzen,

zusammengesetzt, gekreuzt oder übereinandergelegt. Das

ungewöhnliche Zusammenspiel dieser beiden Materialien stellt Analogien

und Assoziationen her zu Himmel und Erde, Materie und Geist, Leib

und Seele, Endlichem und Unendlichem.

Inge Rau macht in ihren Säurekorrosionen Zeit und Vergänglichkeit sichtbar.

Ihre „Farben“ sind verschiedene Säuren, ihr Malgrund meist Stahlplatten.

Durch die Säuren wird ein Korrosionsablauf freigesetzt. Je nach

Entwicklungsdauer der Korrosion wird mehr oder weniger der Verfallsprozess

und auch dessen eigenartige Schönheit dokumentiert. Die Künstlerin

steuert diesen Prozess, gestaltet die Farbigkeit und den Formverlauf der

dabei entstehenden Metalloxide. Die freischaffende Biberacher Künstlerin

Inge Rau lebt und arbeitet in Ödenahlen und Dietelhofen.

Eröffnung: 7. Dez, 19 Uhr. Einführung Dr. Uwe Degreif. Inge Rau ist anwesend.

Öffnungszeiten: Mi – Fr 14 – 17 Uhr; Sa, So + 26. Dez 11 – 17 Uhr

Führungen am 8. + 12.12.2019 und am 6.1.2020. Uhrzeit siehe Tagespresse.

Eintritt frei | Veranstalter: Kunstverein Biberach e. V.

www.kunstverein-biberach.de

Di 31 Dez

18 Uhr | Stadthalle Biberach

Arsen und Spitzenhäubchen

SILVESTERSTÜCK DRAMATISCHER VEREIN BIBERACH

Die Welt ist in Ordnung in Brooklyn, dem kleinen verschlafenen Vorort

von New York, wo Abby und Martha Brewster, zwei reizende alte Damen,

die erkrankte Nachbarschaft mit Rinderbrühe versorgen, wo sich der Pfarrer

und freundliche, hilfsbereite Polizisten die Klinke in die Hand geben.

Die Welt wäre in Ordnung, wäre da nicht die kleine Schwäche der beiden

Brewster-Tantchen, wäre da nicht der Panamakanal, der im Keller der beiden

gegraben wird und wäre da nicht der ungeliebte, sadistische Neffe, der

auf Kurzbesuch vorbeischneit. Zwölf Leichen sollen bei diesen liebevollen,

hilfsbereiten, gottesgläubigen Tantchen im Keller liegen.

Arsen und Spitzenhäubchen wurde in seiner Bühnenfassung am Broadway

berühmt. In der entstaubten und gekürzten Fassung des Dramatischen

Vereins gilt: „Komödie, das ist Tempo, Tempo, Tempo!“

Autor: Joseph Kesselring, Regie: Thomas Laengerer

Weitere Termine: Sa 4. Jan, So 5. Jan, Fr 10. Jan, Sa 11. Jan,

Fr 17. Jan, Sa 18. Jan, jeweils 19.30 Uhr

Eintritt 13 bis 19,50 e | Ermäßigt 10 bis 15 e

Veranstalter:

Dramatischer Verein Biberach e. V.

www.dramatischer-verein-biberach.de

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Dezember – Januar

Fr 3 Jan

Mi 8 Jan

15 Uhr | Stadthalle Biberach

Der gestiefelte Kater

NACH DEN BRÜDERN GRIMM –

AUFGEFÜHRT VON DER MUSIKBÜHNE MANNHEIM

Das bekannte Märchen der Brüder Grimm erzählt die Geschichte des jungen

Heiner und wie er es mithilfe seines „Erbes“ als Jüngstgeborener ganz

nach oben schafft. Tatsächlich bekommt er nach dem Tod seines Vaters

nicht die Mühle oder wenigstens einen Esel, sondern einen frechen Kater.

Dass man Katzen nicht besitzt, sondern deren Bediensteter ist, soll allerdings

hier keine größere Rolle spielen. Oder vielleicht doch? Jedenfalls versucht

der Kater alles, um dem jungen Mann den Start in ein glückliches

und wohlhabendes Leben zu ermöglichen. Eberhard Streul, Mitgründer

und Hausautor der Musikbühne Mannheim, hat aus der Geschichte ein

knackiges Musical für die ganze Familie gemacht, zu dem die erfolgreiche

Mannheimer Popakademie-Absolventin Marie-Christin Sommer die Musik

komponiert hat. Regie führt der Leiter des Schwetzinger Theaters am

Puls, Joerg Steve Mohr. Kinder aus dem Publikum können als kleine Katzen

verkleidet den gestiefelten Kater unterstützen und beraten ihn bei seinen

Streichen – selbstverständlich in Katzensprache.

Für Kinder ab 5 Jahren und die ganze Familie.

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Eintritt 13 bis 19,50 e | Ermäßigt 10 bis 15 e

Veranstalter: Stadt Biberach

www.musikbuehne-mannheim.de

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20 Uhr | Stadthalle Biberach

The Gospel People

EUROPATOUR 2019/2020

„Havin' a good time“ heißt es , wenn The Gospel People auf Europatour

gehen. Das rund zweistündige Programm erstreckt sich vom traditionellen

„Black Gospel“ über den von Jazz und Soul inspirierten Gospel bis hin zum

aktuellen „contemporary“ Gospel mit Rock-Pop- und Rap-Elementen.

Eine energiegeladene Show, bei der es kaum jemanden auf den Sitzen

halten wird. Wenn der Funke überspringt und Publikum und Sänger miteinander

interagieren, entsteht das, was The Gospel People neben ihrem

stimmgewaltigen Auftritt vor allem auszeichnet: ein einzigartiges Gemeinschaftserlebnis

mit Gänsehautfeeling. Ob bei Liedern aus dem traditionellen

„Black Gospel“ mit Klassikern wie „Oh Happy Day“ oder bei „We

are the World“, dem Welthit von Micheal Jackson und Lionel Richie, wird

spürbar, „dass alles mit allem verbunden ist und dass wir alle zusammengehören“,

so Charles W. Creath. Creath ist seit 1985 musikalischer Direktor

am Black REP Theater in St. Louis und wurde mit dem Kevin Kline Award als

„Best Musical Director“ ausgezeichnet.

Eintritt 29,50 bis 39,50 e

Ermäßigt 22,50 bis 29,50 e

Veranstalter: GCM –

Gospel Concert Management

www.thegospelpeople.com

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Biberacher

2020

Schützenfest

Schützentheater

Frau Holle

Unter der Gesamtleitung von Maren Haack inszeniert das neue

Team der Theaterleitung eine von Sandra Binder geschriebene

Fassung der Frau Holle, nach dem Märchen der Brüder Grimm.

Das Bühnenbild dazu entsteht unter Leitung von Fabian Binder,

die Musik von Andreas Winter. Technische Leitung: Markus Mayer

und Christian Zell. Nach dem Tod ihres Vaters wird die herzensgute

Marie von ihrer Stiefmutter wie eine Magd behandelt, während deren

leibliche Tochter Therese keinen Finger rühren muss. Die Hoffnung

auf ein wenig Glück hat Marie bereits verloren geglaubt, bis sie eines

Tages auf die mysteriöse Frau Holle trifft, die den ungleichen Stiefschwestern

eine Lektion fürs Leben erteilt: Alles kommt zurück – das

Pech sowie das Glück.

Heimatstunde

Steh wie ein fester Turm …

Der Bau der Stadtpfarrkirche vor 700 Jahren

Die Zeit von 1320 bis 1380 war für das Biberacher Stadtbild die prägende

Epoche für Jahrhunderte, in manchen Teilen bis heute. Die

Heimatstunde 2020 will anhand des Baus der Biberacher Stadtpfarrkirche

nicht nur die Leistung der damaligen Menschen würdigen,

sondern auch zeigen, dass es sich bei unserer Kirche um eine Bürgerkirche

handelt. Einen Bau, der von Biberachern erstellt wurde, und

der bis heute den Biberachern gehört. Aber aus den Quellen und aus

Überlieferungen lässt sich auch der Alltag der Menschen rekonstruieren.

Und so liefert der Text von Markus Pflug und die Inszenierung

von Dr. Jan Sandel auch die Erkenntnis, dass uns die Biberacher von

damals manchmal näher sind als wir denken. Vor allem, wenn es

ums Bauen geht ...

Vorverkauf ab Sa 9. Mai für:

Schützentheater

Heimatstunde

Tanz durch die Jahrhunderte

Tribünenkarten für die Festzüge

Von 8.30 bis 12.30 Uhr im Rathausfoyer. Ab 10 Uhr können unter

www.kartenservice-biberach.de Karten gebucht werden.

Danach zu folgenden Zeiten:

Mo, Di, Do, Fr 8.30 – 12.30 Uhr und 14 – 17 Uhr; Mi 8.30 – 18 Uhr; Sa 8.30 – 12.30 Uhr.

Ab 11. Mai können Karten telefonisch unter 0751 29555777 bestellt werden

und es werden schriftliche Bestellungen beim Kartenservice im Rathaus,

Marktplatz 7/1, 88400 Biberach, bearbeitet.

Änderungen vorbehalten.

Das nächste erscheint am 22. Mai 2020

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