11.02.2020 Aufrufe

audimax Wi.Wi 2/3-2020 - Das Karrieremagazin für Wirtschaftswissenschaftler

Ran an die Jobs! Arbeitsmarktreport 2020: Branchenexperten und Personalverantwortliche beantworten die drängendsten Fragen zum Stellenmarkt für Wirtschaftswissenschaftler***Green Bonds: So viel Einfluss hat das Thema Nachhaltigkeit auf die Welt der Banken***Marktforschung: Einblick in den Arbeitsalltag***Nachhaltige Start-ups: Junge Unternehmer über ihre grünen Geschäftsmodelle***Students for Future: So organisieren sich Studenten für die Zukunft***Reisen mit Verstand: umweltfreundliche Alternativen

Ran an die Jobs! Arbeitsmarktreport 2020: Branchenexperten und Personalverantwortliche beantworten die drängendsten Fragen zum Stellenmarkt für Wirtschaftswissenschaftler***Green Bonds: So viel Einfluss hat das Thema Nachhaltigkeit auf die Welt der Banken***Marktforschung: Einblick in den Arbeitsalltag***Nachhaltige Start-ups: Junge Unternehmer über ihre grünen Geschäftsmodelle***Students for Future: So organisieren sich Studenten für die Zukunft***Reisen mit Verstand: umweltfreundliche Alternativen

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WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFTEN

2/3 - 2020 · Februar - Mai 2020 · 14. Jahrgang

RAN AN

DIE JOBS!

ARBEITSMARKT: Aussichten für Wiwis

MARKTFORSCHUNG: Aufgaben & Skills

BANKING: Green Bonds im Blick

ARBEITSMARKT

REPORT

2020



INHALT

KARRIERE

STUDIUM

Fotos: audimax MEDIEN, Markus Spikse/unsplash.com | Illustrationen: GrkiCreative /AdobeStock.com

NERVÖS?

Du weißt nicht, was die Zukunft für deine Karriere

als Wirtschaftswissenschaftler zu bieten

hat? Gut, dass du audimax liest, denn: Wir haben

uns bereits darum gekümmert – für dich!

Ab Seite 6 findest du in unserem Arbeitsmarktreport

2020 alles Wichtige zu Stellen und Skills.

Zudem haben wir ein großes Interview mit Dr.

Meyer-Schwarzenberger vom Bundesverband

Deutscher Volks- und Betriebswirte über deine

Karriereaussichten geführt. +++ Gute Perspektiven

haben jedenfalls Wirtschaftsprüfer. Wie

sich ihr Tätigkeitsfeld durch die Digitalisierung

verändert und mit welchen Herausforderungen

sie rechnen müssen, haben wir für dich

auf Seite 18 zusammengetragen. +++ Neben

dem dominierenden Thema der Digitalisierung

darf aber die Nachhaltigkeit nicht zu kurz

kommen: Redakteur Steffen hat sich in die Thematik

der Green Bonds gestürzt und erklärt dir

auf Seite 16, warum für Banken zukünftig der

Profit nicht mehr an erster Stelle stehen könnte.

+++ Prio eins hat bei vielen das Umweltbewusstsein.

Ab Seite 24 berichten wir über

Unternehmen, die grüne Projekte gestartet

haben und stellen dir auf Seite 30 ökologische

Start-ups vor. Neugierig geworden? Dann los!

Viel Spaß bei der nachhaltigen Karriereplanung

und ein erfolgreiches Jahr wünschen

06 | ARBEITSMARKTREPORT 2020

Branchenexperten und Personalverantwortliche

beantworten die drängendsten Fragen zum Stellenmarkt

für Wirtschaftswissenschaftler.

14 | FINTECH & INSURTECH

All about the money: Fakten und Zahlen rund um

Banken und Versicherungen.

16 | GREEN BONDS

So viel Einfluss hat das Thema Nachhaltigkeit auf

die Welt der Banken.

18 | WIRTSCHAFTSPRÜFUNG

Wie die Digitalisierung das Tätigkeitsfeld verändert.

20 | MARKTFORSCHUNG

Zwei Marktforscher geben Einblick in ihren

Arbeitsalltag.

24 | GRÜNE ZUKUNFT

Diese Ziele und Projekte wollen Firmen jetzt

ansteuern.

26 | GREEN MINDSET

Welche Maßnahmen Unternehmen ergreifen, um

nachhaltig und grün zu handeln.

28 | UMFRAGE

Wie wichtig ist dir Nachhaltigkeit bei deinem

zukünftigen Arbeitgeber?

30 | NACHHALTIGE START-UPS

Lebensmittelretter und Bäumepflanzer: Junge

Unternehmer stellen ihre Geschäftsmodelle vor.

WIE IMMER

04 Wiwi-Wissen

22 Karriere News

32 Studium News

38 Leben News

48 Inserentenverzeichnis

50 Impressum

ARBEITSMARKT

REPORT

2020

21 | MASTERFORUM

Masterstudiengänge im Kurzporträt.

34 | STUDENTS FOR FUTURE

So organisieren sich Studenten für die Zukunft: Was

sie fordern und bereits umsetzen.

36 | GRÜN STUDIEREN

Masterstudiengänge rund um Nachhaltigkeit.

LEBEN

40 | VORBILDER IM PORTRÄT

Get inspired: Faire Mode am Leib, nichts in der Tüte

und Proteste auf der Straße.

42 | ÖKO-MYTHEN AUF DER SPUR

Papiertaschen sind umweltfreundlicher und Fliegen

ist halb so wild? Was dran ist.

43 | NACHHALTIGKEIT IM ALLTAG

Tipps und Tricks für Neulinge: von der Bambuszahnbürste

bis zur Kleidertauschparty.

44 | PLASTIK AUF DER HAUT

Welche Auswirkungen die Textilindustrie auf die

Umwelt hat – und wie jeder etwas tun kann.

46 | REISEN MIT VERSTAND

Urlaub ohne Sünde ist nicht möglich? Doch! Wir

zeigen dir umweltfreundliche Alternativen.

48 | NACHHALTIGER LEBEN

Umfrage: Was tust du, um die Umwelt zu schonen?

Plus: Redakteurin Alicia verzichtet auf Konsum.

50 | MUT ZUR LÜCKE

Die Mädels von Peppermynta haben sich der Umwelt

und dem Klima verschrieben – und geben Tipps, wie

du es ihnen gleichtun kannst.

www.career-center.de – Die Jobbörse für Akademiker | 03


WIWI WISSEN

MARGEN, MÄRKTE, MILLIONEN:

FAKTEN AUS DER WIWI-WELT

WEISE WORTE

»Wenn du deine Idee nicht auf die Rückseite einer Visitenkarte

schreiben kannst, hast du kein klares Konzept.«

David Belasco (*1853 †1931), US-amerikanischer Theaterproduzent und

Dramatiker

ACHTUNG, FLACHWITZALARM!

»Na, wie ist dein neuer Job an der

Börse?«

»Wie im Paradies.«

»Ehrlich?«

»Ja, ich kann jeden Tag hinausgeworfen

werden …«

IN KAUFLAUNE

Die Kauflaune der Deutschen

zeigt sich zu Jahresbeginn optimistisch.

Das belegen die Ergebnisse

der Konsumklimastudie

für Januar 2020. Vor

allem die gestiegenen Einkommenserwartungen

sowie

Anschaffungsneigungen zu

Beginn des Jahres sind die Ursachen

dafür.

BLICK AUF DEN BRANCHENKOMPASS BANKING 2019

Klassische Kreditinstitute sehen ihr Geschäft vor allem

durch Payment-Anbieter bedroht. 45 Prozent zählen Internet-

sowie Mobilfunkzahlsysteme zu ihren stärksten Wettbewerbern.

Aus diesem Grund suchen Banken die Nähe

von Fintechs. Ihr Ziel ist es, die stärker werdenden Payment-

Dienste mit mehr Digital-Know-how auf Abstand zu halten.

BON ODER KEIN BON …

In Deutschland ist die umstrittene Kassenbonpflicht gerade

mal wenige Wochen alt. Die französische Nationalversammlung

will die Bonpflicht abschaffen. Ab September sollen

Bons unter zehn Euro nicht mehr ausgedruckt werden,

außer der Kunde wünscht es.

ROTE ZAHLEN

Laut einer Studie des Informationsdienstleisters Crifbürgel

zum Insolvenzrisiko von Firmen in Deutschland haben derzeit

310.258 deutsche Unternehmen finanzielle Probleme.

Für die Analyse wurden über 3,5 Millionen Unternehmen

hinsichtlich ihrer Finanzkraft geprüft.

ZIEMLICH BELIEBT

Start-up-Gründer haben einen

guten Ruf. Das ist das Ergebnis

einer Befragung des

Digitalverbands Bitkom.

Die breite Mehrheit

der Bevölkerung (83 Prozent) hält Gründer für leistungsorientiert

und zielstrebig, 68 Prozent sehen in ihnen Vorbilder

für die junge Generation.

ARBEITSMARKT IM EURORAUM

Laut einer Statistik von Eurostat ist die Arbeitslosigkeit in der EU auf dem niedrigsten

Stand seit dem Jahr 2000. Die geringste Arbeitslosigkeit konnte in Tschechien, die

höchste in Griechenland verzeichnet werden.

MYTH BUSTED

Dass die Anlage in nachhaltige Investments die Rendite schmälert, haben drei Wissenschaftler

schon lange in einer Meta-Studie widerlegt: Sie analysierten 2.000 Studien

und kamen zu dem Ergebnis, dass in 90 Prozent der Fälle Nachhaltigkeitskriterien keinen

negativen Einfluss auf die Rendite haben.

DECKEL DRAUF!

Berlin bekommt den Mietendeckel!

Folglich sollen die Mieten in

der Hauptstadt fünf Jahre nicht

mehr steigen. Für neue Mietverhältnisse

gilt dann künftig eine

Obergrenze – und Bestandsmieten

dürfen gesenkt werden, wenn

sie diese Grenze um mehr als 20

Prozent überschreiten.

Text: Viktoria Feifer | Quellen: CRIF Bürgel GmbH, GfK-Konsumklimastudie für Januar 2020, | Fotos: senivpetro/freepik.com, vecteezy.com, Kendall Lane/unsplash.com

04 | www.career-center.de – Die Jobbörse für Akademiker


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ARBEITSMARKT

REPORT

2020

AB IN

DIE WIRTSCHAFT!

WARUM DAS EINE GUTE IDEE IST, ZEIGT EUCH UNSER

ARBEITSMARKTREPORT 2020. DAS SAGEN EXPERTEN ZU

STELLEN, SKILLS, PROJEKTEN & CO.

Text: Kirsten Borgers

06 | www.career-center.de – Die Jobbörse für Akademiker


ARBEITSMARKT

REPORT

2020

4

INTERESSANTE

BRANCHEN

FÜR WIRTSCHAFTS-

WISSENSCHAFTLER

Unternehmensführung,

-beratung oder -verwaltung:

Hier ist jeder zweite Wirtschaftswissenschaftler

tätig.

80PROZENT DER DEUT-

SCHEN UNTERNEHMEN SAGEN VON

SICH, DASS SIE WIRTSCHAFTS-

WISSENSCHAFTLER SUCHEN.

Quellen: Staufenbiel-Institut, Bundesagentur für Arbeit | Illustartionen: GrkiCreative , tomertu, Syda Productions, AntonioDiaz/adobestock.com

Handel, Vertrieb und Logistik:

26 Prozent der Wiwis arbeiteten

2018 in diesen Bereichen.

Automobilbranche:

Etwa 60 Prozent der Automobilhersteller

sind interessiert

daran, Wiwis einzustellen.

Behörden, Krankenhäuser, kulturelle

Einrichtungen, Verbände,

Stiftungen und NGOs: Auch hier

sind Wiwis gefragt.

BEI 1,7PROZENT

LAG DIE ARBEITSLOSENQUOTE

VON WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFT-

LERN IM JAHR 2018.

IN DEN LETZTEN 10JAHREN

HAT SICH DIE ZAHL DER

ERWERBSTÄTIGEN, DIE ÜBER EINEN

WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFT-

LICHEN ABSCHLUSS VERFÜGEN,

UM DREI FÜNFTEL ERHÖHT.

VOLKSWIRTSCHAFTLICHE

TÄTIGKEITEN MACHEN NUR

1 PROZENT DER

ETWA

WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFT-

LICHEN ARBEITSPLÄTZE AUS.

www.career-center.de – Die Jobbörse für Akademiker | 07


ARBEITSMARKT

REPORT

2020

START YOUR CAREER

DER EXPERTE DR. MEYER-SCHWARZENBERGER BERICHTET ÜBER TRENDS,

CHANCEN UND HERAUSFORDERUNGEN FÜR WIWIS IN DER ARBEITSWELT

Interview: Kirsten Borgers

Das hängt oft mit digitalen Lösungen zusammen: Wenn

zum Beispiel Bestellmengen oder Lieferwege automatisch

berechnet und optimiert werden, reduziert das nicht nur die

Kosten des Unternehmens, sondern auch den ökologischen

Fußabdruck. Vorher müssen aber die benötigten Modelle,

Algorithmen und Schnittstellen entwickelt werden. Wer mit

Daten und Zahlen, aber auch mit interdisziplinären Teams

umgehen und gut kommunizieren kann, ist klar im Vorteil.

Dr. Matthias Meyer-Schwarzenberger

ist seit April 2016 Geschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Volksund

Betriebswirte (bdvb) und war zuvor an der Universität St. Gallen und

der Jacobs University Bremen tätig.

Wo wird derzeit verstärkt nach Wiwis gesucht?

Wie in den Vorjahren ist vor allem bei Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmen

ein großer Bedarf an BWL-

Absolventen erkennbar. Wer sich mit Steuern und Accounting

auskennt, hat gute Chancen auf den Einstieg beim

Wunscharbeitgeber. Dieser Bedarf überträgt sich natürlich

auch auf andere Branchen – für Bewerber sind das gute

Zeiten.

Herr Dr. Meyer-Schwarzenberger, wie steht es derzeit um den

Arbeitsmarkt für Wiwis?

Die Lage ist aktuell noch recht

komfortabel. Allerdings könnte

sich die Situation auch bald ändern:

Wer die Wahl hat, nutzt die

Gunst der Stunde und bewirbt sich

lieber jetzt als in zwei, drei Jahren.

Von welchen Trends wird der Arbeitsmarkt

besonders geprägt?

Auffällig sind die hohen Ansprüche,

die von Bewerberseite an Unternehmen

gestellt werden. Attraktive

Arbeitgeber punkten mit

modernen Bedingungen wie virtuellen Teams, mobilen Arbeitsplätzen

und Intranet-Chats. Auch das Thema Nachhaltigkeit

spielt in vielen Vorstellungsgesprächen eine Rolle.

Apropos Nachhaltigkeit: Inwiefern beeinflusst sie berufliche

Möglichkeiten von Wiwi-Absolventen?

Neue Trends schaffen neue Möglichkeiten – das hat in der Regel

erst einmal positive Auswirkungen. Bewerber können in

Sachen Nachhaltigkeit einiges ins Unternehmen einbringen.

»BEIM THEMA NACHHALTIGKEIT

KÖNNEN BEWERBER EINIGES INS

UNTERNEHMEN EINBRINGEN.«

Dr. Matthias Meyer-Schwarzenberger,

Geschäftsführer beim bdvb

Auf welche Herausforderungen stoßen Wirtschaftswissenschaftler

in der Arbeitswelt?

Es wird erwartet, dass sie vom ersten Arbeitstag an voll einsatzbereit

sind und eigene Projekte übernehmen können.

In Fachkreisen wird das als Employability bezeichnet. Wochenlange

Einarbeitungsphasen, wie man sie früher kannte,

sind heute kaum noch möglich. Auch Traineeprogramme

sind seltener geworden. Zum

Glück haben sich viele Hochschulen

schon auf diesen Trend eingestellt,

indem sie den Praxisbezug

verstärkt und den Erwerb sozialer

Kompetenzen ins Studium integriert

haben.

Welche Qualifikationen und Erfahrungen

müssen Wiwis für Ihren Einstieg

in die Arbeitswelt heutzutage

mitbringen?

Es lohnt sich, während des Studiums

ein persönliches Profil herauszuarbeiten, das zur angestrebten

Position passt und im Lebenslauf erkennbar wird.

So ein Profil ergibt sich zum Beispiel aus speziellen Vertiefungsfächern,

Seminar- und Abschlussarbeiten, ersten eigenen

Fachpublikationen und einem erfolgreich absolvierten

Praktikum in der betreffenden Branche. Vor allem aber sollten

sich Absolventen und Berufseinsteiger durch ein hohes

Maß an Teamfähigkeit, Selbstorganisation und Eigeninitiative

auszeichnen.

Foto: Eduardo Cebrian | Illustration: vecteezy.com

08 | www.career-center.de – Die Jobbörse für Akademiker


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ARBEITSMARKT

REPORT

2020

DIESE PERSONAL EXPERTEN

BEANTWORTEN UNSERE VIER

FRAGEN ZUM BERUFSSTART

Amina Niang

Talent Advisor - Early Careers

bei Unilever

Kathrin Reineke

Specialist HR Marketing

bei ALDI SÜD

Romina Klein

Personalreferentin bei

WetterOnline

Maike Raspel

Referentin HR Marketing & Talent

Relationship Management bei TÜV Nord

Stefanie Sackmann

Talent Acquisition Partner bei

Mars Deutschland

Christoph Fellinger

Head of Early Career Programs

bei Beiersdorf

Yvonne Raschke

Human Resources bei der

Nürnberger Versicherung

Axel Menzel

HR Manager Talent Acquisition &

Employer Branding bei Dr. Oetker

Elena Wiggers

Expert Employer Branding &

HR Marketing bei ECE

Serpil Bozdag

HR Teamleiterin Wertpapierbetreuung im

Targobank-Servicecenter

Dr. Stephan Weingarz

Abteilungsleiter Personalmanagement beim Bundesverband der

Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR)

Daniel Bleicher

Junior-Projektleitung

bei Netto

Hasan Sahan

Senior Consultant bei

Baker Tilly

Christina Böhme

Personalleiterin bei

Deichmann

Jens Plinke

Head of Employer Branding

bei Deloitte

Michaela Scherhag

Leiterin Recruiting & Personalmarketing

bei BearingPoint

Fotos: Unilever, Dr. Oetker, Anne Buschmann, Beiersdorf, Netto, ECE, Deloitte, Frauke Schumann, Nürnberger Versicherung, ALDI SÜD, WetterOnline, Dieter Baltz, BearingPoint, Targobank, Mars, Rainer Hotz | Illustration: GrkiCreative/ AdobeStock.com

10 | www.career-center.de – Die Jobbörse für Akademiker


ARBEITSMARKT

REPORT

2020

FÜR WELCHE SCHWERPUNKT-

BEREICHE SUCHEN SIE AKTUELL

WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFTLER?

WIE WICHTIG SIND PRAKTIKA,

NEBENJOBS UND AUSLANDS-

ERFAHRUNG?

ALDI SÜD

»Wir sind auf der Suche nach Einsteigern für die Position des

Regionalverkaufsleiters an verschiedenen Standorten in Südund

Westdeutschland. Unsere Regionalverkaufsleiter tragen

die Verantwortung für etwa fünf Filialen und bis zu 70 Mitarbeiter.

Auch für das duale Masterstudium ›International Retail

Management‹ suchen wir Bachelorabsolventen mit wirtschaftswissenschaftlicher

Ausrichtung. Zudem ist ein Einstieg in verschiedenen

Fachabteilungen wie Buying, Marketing oder Finance

möglich.«

Kathrin Reineke, Specialist HR Marketing

DR. OETKER

»BWLer können sich für unser internationales

Traineeprogramm in einem der folgenden

Schwerpunkte bewerben: Commercial

(Sales und Marketing), Controlling

& Accounting, Einkauf, IT + X, Logistik,

Personal sowie Supply Chain Management.

Unsere Planung orientiert sich am Bedarf der Abteilungen, daher

gibt es keine feste Anzahl ausgeschriebener Stellen pro Jahr.

Zudem suchen wir auch Direkteinsteiger, aktuell verstärkt im

digitalen und IT-Kontext.«

Axel Menzel, HR Manager Talent Acquisition & Employer Branding

BEIERSDORF

»Ob im Marketing oder Vertrieb, im E-

Commerce oder Digital Marketing, im

Controlling, der Supply Chain oder Human

Resources – wir suchen in vielen Bereichen

nach Wirtschaftswissenschaftlern, die für

Nivea, Eucerin, Hansaplast oder unsere anderen

Hautpflegemarken arbeiten. Wer Lust auf die Arbeit in

unserer Konzernzentrale in Hamburg und unseren Geschäftsbereich

Deutschland sowie auf die Dynamik des Konsumgütergeschäfts

hat, der ist bei uns richtig.«

Christoph Fellinger, Head of Early Career Programs

BEARINGPOINT

»Studenten sollten frühzeitig beginnen,

vielfältige Praxiserfahrung zu sammeln

– sowohl für die eigene persönliche Entwicklung

und berufliche Orientierung

als auch für den Aufbau von praktischem

Fachwissen. Erfahrungen im Ausland fördern

sprachliche und interkulturelle Kompetenzen und sind ein

weiterer Pluspunkt im Lebenslauf. Zudem sind die Dauer des

Studiums und der Notenspiegel wichtige Gradmesser für Leistungsorientierung,

Zielstrebigkeit, analytische Fähigkeiten und

fachliche Kompetenz.«

Michaela Scherhag, Leiterin Recruiting & Personalmarketing

DELOITTE

»Praxiserfahrung ist neben Know-how aus dem Studium, ausgeprägter

Lernbereitschaft und Soft Skills nach wie vor das A

und O. Die besten Examensnoten helfen nichts, wenn Bewerber

noch nie bewiesen haben, dass sie das Gelernte auch in der Praxis

umsetzen können. Sie sollten keine Möglichkeit ungenutzt

lassen, um sich auszuprobieren und frühzeitig unterschiedliche

Branchen kennenzulernen. Bietet der Lehrplan zu wenig Zeit,

können auch im Gap-Year mehrere längere Praktika absolviert

werden.«

Jens Plinke, Head of Employer Branding

ECE

»Praktische Erfahrungen zu sammeln und

den Arbeitsalltag im Unternehmen kennenzulernen,

ist aus unserer Sicht sehr empfehlenswert.

So können Studenten am besten

für sich feststellen, welche Aufgaben zur eigenen

Berufsorientierung und Weiterentwicklung

beitragen. Ist es eher die Konzeption und die Projektarbeit,

sind viele unterschiedliche Umsetzungsmöglichkeiten

der eigenen Ideen am spannendsten oder bringt die Tätigkeit

in einem internationalen Umfeld einen am meisten weiter?

Oft macht es die Mischung aus, daher sind sowohl Praktika als

auch Werkstudententätigkeiten oder Auslandsaufenthalte sehr

wichtig.«

Elena Wiggers, Expert Employer Branding & HR Marketing

DEICHMANN

»Bei uns werden häufig junge Leute mit wenig Berufserfahrung

eingestellt. Dann sind Praktika – besonders in branchennahen

Bereichen – unglaublich wichtig, da sie das Einzige sind, worauf

wir uns beziehen können. Studenten ist manchmal gar nicht

bewusst, wie wichtig diese Erfahrungen als Türöffner in die Berufswelt

sind. Auslandserfahrungen zeigen auch, wie flexibel

und selbstständig ein Bewerber ist. Außerdem tragen sie zur

Festigung von Sprachkenntnissen bei – diese werden in internationalen

Unternehmen und Märkten immer wichtiger.«

Christina Böhme, Personalleiterin

www.career-center.de – Die Jobbörse für Akademiker | 11


ARBEITSMARKT

REPORT

2020

WELCHE SOFT UND HARD SKILLS

SOLLTEN WIWIS FÜR DEN EINSTIEG

BEI IHNEN MITBRINGEN?

WELCHE AUFGABEN UND PROJEKTE

WERDEN BEI IHNEN VON WIWIS

ÜBERNOMMEN?

VOLKSBANKEN UND RAIFFEISENBANKEN

»Wichtig ist ein ausgeprägtes Verständnis für Finanzthemen,

Analysestärke sowie eine breit angelegte Kommunikationsfähigkeit.

Für die tägliche Arbeit spielt das genossenschaftliche

Selbstverständnis des ›Was einer alleine nicht schafft,

das schaffen viele‹ eine besondere Rolle – vor allem mit Blick

auf aktuelle Herausforderungen in Umwelt, Gesellschaft und

Digitalisierung.«

Dr. Stephan Weingarz, Abteilungsleiter Personalmanagement

UNILEVER

»Einsteiger sollten Lust haben, etwas zu bewegen,

ihre eigenen Ideen einzubringen und

die Konsumgüterwelt kennenzulernen. Wir

suchen immer Talente, die daran interessiert

sind, international und interkulturell zu arbeiten.

Ob Bachelor- oder Masterstudent

spielt für uns keine Rolle. Wichtig ist, dass sie ihre und unsere

Ziele mit viel Eigeninitiative verfolgen.«

Amina Niang, Talent Advisor Early Careers

NÜRNBERGER VERSICHERUNG

»Unsere Arbeitswelt wird komplexer. Also benötigen wir Menschen,

die vernetzt arbeiten – Silodenken ist nicht mehr gefragt.

Projekte mit interdisziplinären Teams sind die Zukunft. Hierfür

brauchen wir motivierte Mitarbeiter, die sich den Herausforderungen

stellen. Aber auch Kommunikationsprofis, die bereichsübergreifend

denken und andere begeistern.«

Yvonne Raschke, Human Resources

WETTERONLINE

»Wer noch keine einschlägige Berufserfahrung hat, kann bei

uns dafür mit Begeisterung für sein Fachgebiet und ersten praktischen

Erfahrungen glänzen. Wir suchen nach Kandidaten, die

eine analytische Denkweise, eine schnelle Auffassungsgabe und

eine ausgeprägte Hands-On-Mentalität mitbringen. Besonders

gut finden wir es, wenn Berufseinsteiger neugierig sind, mehr

über ihren Themenbereich erfahren möchten und sich darüber

hinaus durch eine eigenständige Arbeitsweise auszeichnen.

Auch Teamfähigkeit und ein positives

Auftreten werden bei uns groß

geschrieben.«

Romina Klein, Personalreferentin

TÜV NORD

»An Wiwis sind alle unsere Geschäftsbereiche interessiert: Mobilität,

Industrie Service, Bildung, IT, Engineering und Rohstoffe

sowie Aerospace. Klassische Tätigkeitsfelder finden sich beispielsweise

im Controlling- und Finanzbereich, im Personalwesen,

im Bereich Strategie, im Vertrieb oder Marketing.«

Maike Raspel, Referentin HR Marketing & Talent Relationship Management

BAKER TILLY

»Seit meinem Berufseinstieg bei Baker

Tilly habe ich die Gelegenheit, verschiedenste

Projekte im Rahmen eines ›Business

Intelligence‹-Programms in einem Versicherungskonzern

mitzugestalten, etwa die Definition

und Implementierung eines internationalen

Finanzberichtswesens. Ein weiteres Projekt befasst

sich mit der Analyse und Optimierung des Purchase-to-Pay-

Prozesses eines internationalen Zahlungsdienstleisters. Baker

Tilly bietet für Wiwis auch spannende Projekte in den Bereichen

Audit & Advisory sowie Steuerberatung an.«

Hasan Sahan, Senior Consultant

TARGOBANK

»Ich habe schon während meines Wiwi-Studiums bei der Targobank

gearbeitet und bin nun in der Wertpapierbetreuung tätig

– hier kümmere ich mich um das korrekte Ausführen aller

Transaktionen und um steuerliche und regulatorische Projekte.

Auch Einsteiger übernehmen bei uns vielfältige Aufgaben: Sie

führen beispielsweise Testings neuer Applikationen durch, verbessern

Prozesse im Hinblick auf neue Anforderungen, kümmern

sich um die Pflege von Prozesshandbüchern und konzipieren

Trainings für betriebswirtschaftliche Themen.«

Serpil Bozdag, Teamleiterin Wertpapierbetreuung

MARS DEUTSCHLAND

»Wir setzen in vielen Teams und Projekten auf die Expertise unserer

Kollegen mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund.

Wiwis entwerfen Marketingkampagnen für unsere

Brands, steuern als Projektmanager globale Produktlaunches,

planen Investitionen und Pricing-Strategien und entscheiden

über unsere Handelsstrategien. Von der Produktentwicklung

über die Produktion bis hin zu Vermarktung und Vertrieb – Wiwis

nehmen zentrale Rollen in unserem Unternehmen ein.«

Stefanie Sackmann, Talent Acquisition Partner

NETTO

»Im Traineeprogramm Projektierung lernen unsere Trainees

zum Beispiel, Projekte zu planen, zu konzipieren und zum erfolgreichen

Abschluss zu bringen. Im Anschluss an das Programm

übernehmen die Absolventen Aufgaben wie das Projektcontrolling,

Dokumentationen, Workshops, Schulungen

und Präsentationen.«

Daniel Bleicher, Junior-Projektleitung und ehemaliger Trainee

Fotos: Unilever, DBaker Tilly | Illustrationen: GrkiCreative /AdobeStock.com

12 | www.career-center.de – Die Jobbörse für Akademiker


„ Als Finanz-Trainee habe ich alles

gelernt, was ich heute als Controllerin

wissen muss. Ich finde es toll,

dass ich nicht nur als Fachkraft

geschätzt werde, sondern auch als

Mensch. Ich fühle mich mit HARIBO

eng verbunden.“

Vanessa Mohr

Manager Global SAP Template

Controlling

Ehem. Trainee Finanzen

Authentische Marken brauchen

echte Menschen

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produziert an 16 Standorten in zehn Ländern innovative Produkte in bester

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technischen Einstiegsprogrammen und erhalten umfassenden Einblick in die

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FINTECH & INSURTECH

IT'S ALL ABOUT THE

MONEY

INNOVATIV, WIRTSCHAFTSSTARK, PERSPEKTIVENREICH:

FIN- UND INSURTECHS GEBEN ORDENTLICH GAS UND

VERSPRECHEN SPANNENDE JOBCHANCEN. LIES NACH,

WIE DU TEIL DES TRENDS WIRST

Text: Alicia Reimann

Quellen: gehaltsreporter.de, PwC, t3n | Fotos: rimom, Gorodenkof sebra/Adobe Stock.com | Illustrationen: Chan2545/Adobe Stock.com, vecteezy.com

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FINTECH & INSURTECH

4

GRÜNDE

FÜR

BIS ZU

80.000

EURO BRUTTOJAHRESGEHALT

BEKOMMT EIN ERFAHRENER

VERSICHERUNGSMANAGER.

DEN EINSTIEG BEI

EINEM FIN- ODER

INSURTECH

1

START-UP-ATMOSPHÄRE

Viele Fin- und Insurtechs sind

noch jung und deshalb locker,

dynamisch sowie modern.

90 ÜBER PROZENT

DER DEUTSCHEN BANKEN

KOOPERIEREN BEREITS MIT

EINEM FINTECH ODER

PLANEN EINE

ZUSAMMENARBEIT.

2

WANDELBARKEIT

Stagnation? Fehlanzeige. Hier

kannst du Finanzprodukte und

dich selbst weiterentwickeln

sowie Trends aufspüren.

3

INNOVATION

Du bist ganz nah dran an den

Finanztechnologien von morgen

und trägst deinen Teil zu ihrem

Bestehen bei.

4

TRADITION

Neben aller Innovation und

Neuartigkeit hat die Finanzbranche

eine lange Tradition

und bietet dir eine sichere

Karriereperspektive.

55.000

EURO EINSTIEGSGEHALT

VERDIENT EIN BANK-

BERATER BEI EINEM

FINTECH DURCHSCHNITT-

LICH BRUTTO PRO JAHR.

100

FAST

MILLIONEN EURO MEHR ALS IM

VORJAHR SAMMELTEN

DEUTSCHE INSURTECHS 2018 EIN.

84 PROZENT DER

BEFRAGTEN BANKEN EMPFINDEN

DEN EINFLUSS VON FINTECHS

AUF DEN EIGENEN

INNOVATIONSGRAD ALS STARK.

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RUBRIK

FINANCE

DAS BANKING

WIRD GRÜN

Text: Steffen Rothhaupt

GRÜNE GESCHÄFTE SIND IM KOMMEN: WIE

NACHHALTIGKEIT DIE ARBEIT EINES BANKAN-

GESTELLTEN VERÄNDERT, ERFÄHRST DU HIER

219

Milliarden Euro wurden 2018

in Deutschland in nachhaltige

Geldanlagen investiert – knapp 30

Prozent mehr als im Jahr zuvor.

9

der zehn nachhaltigsten

Finanzzentren befinden sich in

Westeuropa.

5

bis 10 Prozent aller

Bankgeschäfte sind momentan

›grün‹.

Nachhaltigkeit war für viele Banken lange nur ein netter Trend. Doch

inzwischen ist der Umweltgedanke mehr und mehr zum entscheidenden

Wettbewerbsfaktor geworden. Dies betont auch Marion Nagl,

Head of Identity & Communications, Institutional Affairs & Sustainability

der HypoVereinsbank: »Eine nachhaltige Unternehmensführung

ist wichtiger denn je. Einerseits können durch einen effizienten Energie-

und Materialeinsatz erhebliche Kostenvorteile erreicht werden.

Andererseits sind gesellschaftliches und ökologisches Engagement

zentrale Faktoren für einen ›good corporate citizen‹« – und damit aus

der Finanzbranche nicht mehr wegzudenken.

GEMEINSAM ANS ZIEL

Um Nachhaltigkeit umzusetzen und sie fest im Bankgeschäft zu verankern,

gibt es viele verschiedene Ansätze. Die ING ist etwa gerade dabei,

ihr gesamtes globales Finanzierungsportfolio von 600 Milliarden

Euro in Einklang mit den Pariser Klimazielen zu bringen. Konkret bedeutet

das, Technologien zu fördern, die das Erreichen des Zwei-Grad-

Ziels ermöglichen. Ein Anliegen, das die ING keinesfalls allein angehen

will: »Bei dieser Herangehensweise suchen wir ausdrücklich die

Zusammenarbeit mit anderen Banken. Wir setzen uns mit ihnen gemeinsam

dafür ein, unseren Ansatz als Marktstandard zu etablieren«,

erklärt Marco Schoneveld, tätig im Firmenkundengeschäft der ING

und Ansprechpartner für Nachhaltigkeit. Auch sogenannte Green

Bonds, also Anleihen, deren Erlöse Umweltprojekte finanzieren, werden

bei Banken immer populärer. Das honorieren auch die Kunden:

Nach einem weltweiten Tief 2018 gehen Experten davon aus, dass 2019

der Green Bond Markt wieder um 20 Prozent wachsen wird.

PROFIT RÜCKT IN DEN HINTERGRUND

Durch diese Veränderungen wandelt sich selbstverständlich auch die

Arbeitsweise eines Bankangestellten. Laut Julian Mertens, stellvertretender

Sprecher der GLS Bank, präge nun der Sinn – also die Bedürfnisse

von Mensch und Umwelt – und nicht mehr der größtmögliche

Profit die Arbeit. Außerdem hat Nachhaltigkeit nicht zwingend einen

negativen Einfluss auf die finanzielle Rendite. Im Gegenteil: »Oft wirkt

sich ein nachhaltiger Ansatz mittel- bis langfristig positiv auf die Wirtschaftlichkeit

aus«, meint Florian Koss, Leiter Kommunikation und

Marketing der Triodos Bank. Abgesehen davon solle laut Schoneveld

von der ING jeder Kundenbetreuer ein Verständnis dafür erlangen, was

Nachhaltigkeit bedeutet und wie die eigene Bank diesen Aspekt in jeder

Kaufentscheidung berücksichtigen kann. Nur wenn Nachhaltigkeit

auch Teil des strategischen Dialogs mit den Kunden ist, kann sie erfolgreich

umgesetzt werden.

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FINANCE

GREEN BONDS ZU

INTRANSPARENT

INSIDE

Fotos: nattanan/Fotolia.de, HypoVereinsbank, Maximilian Wulf, Zbynek Burival/unsplash.com | Quellen: Forum Nachhaltige Geldanlage, Global Green Finance Index, OVB Holding, finance-magazin.de | Illustrationen: vecteezy.com

Einer von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt

geförderten Studie des Bonner Südwind–

Instituts zufolge legt nur die Hälfte der Banken

offen, welche Projekte konkret mit Green Bonds

finanziert werden. Dafür wurden 400 Herausgeber

von Wertpapieren untersucht. Positiv

ist dagegen, dass nur zwei Prozent der Green

Bonds als problematisch eingeschätzt werden,

da sich bei ihnen der ökologische Nutzen nicht

erschließt. Zudem hat das Institut herausgefunden,

dass die nachhaltigen Projekte hauptsächlich

in Entwicklungs- und Schwellenländern

umgesetzt werden.

GLS BANK ON TOP

Laut dem Fair Finance Guide 4.0 ist die GLS

Bank die nachhaltigste Bank Deutschlands. Sie

erreichte 96 von möglichen 100 Prozent. Auf

Platz zwei und drei folgen die EthikBank mit 95

und die Triodos Bank mit 87 Prozent. Der Fair

Finance Guide untersucht das Niveau sozialer

und ökologischer Nachhaltigkeitsregeln anhand

15 unterschiedlicher Kriterien wie Klimaschutz

oder Natur und Umwelt.

DAS BEWUSSTSEIN WÄCHST

Doch nicht nur innerhalb der Banken steigt der Einsatz für die Umwelt

kontinuierlich. »Auch die Politik hat das Thema entdeckt. Die EU arbeitet

an neuen Regulierungen, die Finanzaufsicht entwickelt Risiko-

Standards. Das Bewusstsein wächst«, so Mertens von der GLS Bank.

In diesem ›Aktionsplan für nachhaltiges Wachstum‹ hat die EU mehrere

Maßnahmen zur Nachhaltigkeit umgesetzt. Unter anderem gibt

es jetzt Standards für grüne Anleihen und ein Gütezeichen für grüne

Finanzprodukte. Doch auch die EU erklärt, dass sie dieses Ziel nicht

allein erreichen kann. Große Länder und Aufsichtsbehörden der Privatwirtschaft

sollen folgen. Koss von Triodos zufolge würden die Aufsichtsbehörden

jetzt schon zunehmend fragen, ob der Klimawandel

ein Risiko für einzelne Banken und die Stabilität des Finanzmarktes

darstelle. Wie auch immer die Meinungen zu den Maßnahmen sind

– dass nun langsam ein Stein ins Rollen gekommen ist, müssen wohl

auch die größten Kritiker eingestehen. »Ob grüne Anleihen, die nachhaltige

Projekte finanzieren, oder Darlehen, die an das Nachhaltigkeitsrating

der Unternehmen gekoppelt sind: Das Produktportfolio

sieht heute anders aus als noch vor zehn Jahren«, fasst Schoneveld von

der ING zusammen.

ZWEI BANKANGESTELLTE ERZÄHLEN VON

AKTUELLEN PROJEKTEN:

SOZIALE PROJEKTE FÖRDERN

»Seit einem Jahr erweitert die HypoVereinsbank

mit Social Impact Banking ihr

gesellschaftliches Engagement und nutzt

dabei ihre Finanzkompetenz: Sie unterstützt

und finanziert Unternehmen und Organisationen, die einen

gesellschaftlichen Nutzen bieten. Darüber hinaus stärkt sie

auch das Finanzwissen sozial benachteiligter junger Menschen

in eigenen Workshops. Viele Sozialunternehmer haben

es in Deutschland schwer, gute Finanzierungen zu finden.

Manches tolle Projekt bleibt so auf der Strecke. Hier

setzen wir mit Social Impact Banking an. Ziel bei dieser Art

der Finanzierung ist für uns die Kapitalrückzahlung, nicht

die Rendite. Was vermeintlich als Verdienst rauskommt,

schütten wir entweder an das Sozialunternehmen aus oder

investieren es ins nächste soziale Projekt. Das ist unser Beitrag

für eine bessere Gesellschaft. Damit es uns gut geht,

müssen wir Gutes tun! Das ist die Überzeugung der Bank.«

Marion Nagl, Head of Identity & Communications, Institutional Affairs &

Sustainability der HypoVereinsbank

CO2-TRANSPARENZ

»Als Europas führende Nachhaltigkeitsbank

haben alle Projekte bei uns mit dem

Thema Nachhaltigkeit zu tun. Dennoch gibt

es ein paar, die herausstechen, da wir dort als Vorreiter den

Rest der Branche mitnehmen können. Beispielsweise hat die

Triodos Bank dieses Jahr als erste Bank in Deutschland ihren

CO2-Fußabdruck für Kredite und Investments samt der

dazugehörenden offenen Methodik veröffentlicht. Wir sehen

das als wichtigen Impuls für mehr Transparenz in der

Finanzbranche und sind damit auf großes Interesse von anderen

Banken gestoßen, was uns sehr freut!«

Florian Koss, Leiter Kommunikation und Marketing der Triodos Bank

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WIRTSCHAFTSPRÜFUNG

GO DIGITAL,

AUDITORS

DER UMSCHWUNG IN DER WIRTSCHAFTSPRÜFUNG IST

GROSS – DIGITALISIERUNG SEI DANK.

HIER LIEST DU, WIE SICH AUFGABEN, BERUFSBILD UND

SKILLS VERÄNDERN

14

Prozent höher könnte

das weltweite Bruttoinlands -

produkt im Jahr 2030

dank Künstlicher Intelligenz

ausfallen.

2024

soll die Blockchain-Technologie

endgültig zum Standard

in der Gesellschaft

geworden sein.

57

Prozent der befragten

Unternehmen planen Investitionen

in Big Data oder sind bereits

in der Umsetzung.

Text: Alicia Reimann

Wir schreiben das Jahr 2030. Die Wirtschaft

boomt. Der Grund: Technologien, intelligente

Roboter und automatisierte Maschinen arbeiten

schnell, kostensparend und somit absolut

effizient. Die Menschen investieren ihre Energie

darin, die Technik immerfort weiterzuentwickeln.

Berufe wie die des Wirtschaftsprüfers

sind längst ausgestorben. Alles funktioniert

von Roboterhand.

Eine sorgenerregende Zukunftsaussicht? Studenten

der Wirtschaftswissenschaft sollten

sich nicht von Gruselgeschichten dieser Art beunruhigen

lassen. Zweifelsohne wird immer öfter

gesagt, dass bestimmte Berufe im Zuge der

Digitalisierung nicht mehr gebraucht werden.

Keine Frage: Technologien wie Blockchain, Big

Data und besonders Künstliche Intelligenz sind

auf dem Vormarsch und verändern unsere Arbeitsweise

nachhaltig. Andrea Bruckner, Mitglied

des Vorstands der BDO Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,

sieht in der Digitalisierung

aber weniger eine Bedrohung als eine Entwicklung:

»Die digitale Transformation der Wirtschaftsprüfung

findet auf zwei unterschiedlichen

Ebenen statt: Zum einen verändern sich

die Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten

der zu prüfenden Unternehmen kontinuierlich

– zum anderen wandelt sich die Tätigkeit

des Wirtschaftsprüfers als Dienstleister in den

meisten seiner Aufgabengebiete.« Du kannst

also aufatmen: Wirtschaftsprüfer werden nicht

von modernen Technologien verscheucht – wie

in vielen anderen Branchen verändert sich lediglich

ihre Arbeitsweise.

AUTOMATISIERTE ROUTINE

Wer sich auf den digitalen Wandel einlässt,

wird bald merken, dass dieser die eigene Arbeit

durchaus bereichern kann. Denn durch ihn

werden Wirtschaftsprüfern trockene Routineaufgaben

abgenommen. »Einfache ›Abhaktätigkeiten‹

gehören der Vergangenheit an. Der

Wirtschaftsprüfer konzentriert sich auf spannende

Sachverhalte, die er mit Hilfe von Datenanalysen

oder Algorithmen der Künstlichen

Intelligenz identifiziert. Er arbeitet in interdisziplinären

Teams – oft weltweit«, bestätigt Bianca

Höffer, Partnerin für Digitalisierung und Innovation

in Audit bei der KPMG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Damit einher geht ein deutlich

erhöhter Anspruch an Wirtschaftsprüfer:

Sie müssen sich mit den neuesten Technologien

auskennen und sie richtig einzusetzen wissen,

so Alexander Weiß, Partner Assurance Services

bei EY: »Die Prüfung hat sich von einer stichproben-

zu einer datengetriebenen Prüfung weiterentwickelt.

Technologie oder neue Ansätze wie

Process Mining oder Robotics haben aktuell einen

hohen Stellenwert bei unseren Mandanten

und damit auch bei uns Abschlussprüfern.« Der

Beruf wird also immer spannender: Daten werden

vielfältiger, Sachverhalte sowie deren Analyse

und Auswertung anspruchsvoller und innovative

Tools und Techniken verbessern die

Prüfungsprozesse.

Quellen: PwC, Gartners Hype Cycle Fotocredit | Fotos: peshkov/Fotolia.de

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WIRTSCHAFTSPRÜFUNG

AUF DER WELLE MITSCHWIMMEN

Die größte Herausforderung, die es nun zu meistern

gilt, ist, den digitalen Wandel gekonnt zu verwirklichen.

»Wir müssen bei der Digitalisierung weiter die Nase

vorn haben, um einen Mehrwert in der Prüfung und Beratung

bieten zu können. Hervorzuheben ist, dass alle

Unternehmen eine andere Digitalisierungsgeschwindigkeit

haben und keiner über- oder unterfordert werden

soll«, erklärt Alexander Weiß von EY. Doch eine allgemeine

Umorientierung reicht laut Andrea Bruckner

von der BDO Wirtschaftsprüfungsgesellschaft noch

nicht aus: »Die relevanten Fähigkeiten und Kompetenzen

jedes einzelnen Prüfungsassistenten bis hin zum

Wirtschaftsprüfer und Berater müssen definiert und

systematisch gefördert werden.« Außerdem müsse sich

die Veränderung des beruflichen Profils in Anforderungsprofilen,

im Recruiting, bei den Assessments, in

der Personalentwicklung und bei einem kontinuierlichen

Aus- und Fortbildungsprogramm wiederfinden.

MODERNE SKILLS

Wo Veränderung stattfindet, treten neue Anforderungen

auf den Plan. Angehende Wirtschaftsprüfer sollten

schon während des Studiums darauf achten, sich

auf diese entsprechend vorzubereiten. Die klassische

Betriebswirtschaftslehre macht oft mit verstaubten Inhalten

von sich reden. Studenten, denen eine moderne,

digitale Komponente hier zu kurz kommt, sollten sich

selbstständig mit diesen Themen auseinandersetzen,

um entsprechende Hard Skills vorweisen zu können. In

Sachen Soft Skills bleibt Kommunikationsfähigkeit in

jedem Fall ein Must-have – denn auf persönlicher Ebene

im Kundenkontakt werden Maschinen den Menschen

vermutlich nie ablösen. Was des weiteren wichtig ist:

»Emotionale Intelligenz zur Führung interdisziplinärer

Teams, digitale Kommunikation und Selektion relevanter

Informationen«, weiß Bianca Höffer von der KPMG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, und schließt ab: »Kritisches

Denken und lebenslanges Lernen werden noch

relevanter als früher – als Motor für Innovation.«

Mehr Konkurrenz: Durch

die Digitalisierung sind

neben BWLern auch MINT-

Absolventen und Juristen

sehr gefragt.

Up to date:

Um den veralteten BWL-

Studieninhalten den

Kampf anzusagen,

sollten Studenten ihr IT-

Wissen selbst ausbauen.

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MARKTFORSCHUNG

EIN TAG ALS …

… MARKTFORSCHER. DR. KONRAD WESSNER UND

FALK BÖHMER ERZÄHLEN VON IHREM ALLTAG

Text: Alicia Reimann

08:00

IMMER UP TO DATE

»Um über aktuelle News und Trends in Gesellschaft und

Wirtschaft auf dem Laufenden zu sein, beginne ich meinen Tag

mit dem Studium von Tageszeitungen und Online-Morning-

Briefings. So bin ich in der Lage, mit unseren Marktforschungskunden

auf Augenhöhe zu sprechen und Projekte nicht im

Glashaus des Marktforschers durchzuführen.«

Dr. Konrad Weßner, Geschäftsführer von Puls Marktforschung

10:00 12:30

ÜBERBLICK & AUFGABENTEILUNG

»Da wir telefonische und persönliche

Befragungen bis in die Abendstunden sowie

Online-Interviews quasi rund um

die Uhr durchführen, besteht der erste

Tages job immer darin, sich einen aktuellen

Überblick über den jeweiligen Status

laufender Projekte zu verschaffen. In kleineren

Teamrunden besprechen wir die für

den Tag anstehenden Tätigkeiten und teilen

sie auf.«

Falk Böhmer, Geschäftsführer von OmniQuest

WIRKLICH ZUKUNFTSFÄHIG?

»Da wir bei Puls häufig Unternehmen bei der

digitalen Transformation begleiten, prüfen

wir oft die Marktpotenziale neuer Geschäftsmodelle.

Wichtig ist es dabei, sich in die Unternehmen

unserer Kunden hineinzuversetzen

und deren mögliche Schwächen, Herausforderungen

und Chancen vorauszudenken.«

Dr. Konrad Weßner, Geschäftsführer von

Puls Marktforschung

14:00

VON THEORIE ZU PRAXIS

»Unsere Hauptaufgabe besteht darin, Menschen für die Teilnahme an Marktforschungsstudien

zu begeistern. Von daher ist es immer wieder eine Freude und Bestätigung

der eigenen Arbeit, wenn das Setup, das wir in der Theorie entwickelt haben,

in der Praxis funktioniert und zu einem erfolgreichen Projektverlauf führt.«

Falk Böhmer, Geschäftsführer von OmniQuest

15:30

KUNDENKONTAKT EN MASSE

»Transparenz ist das A und O in unserer Branche.

Wir nehmen unsere Kunden bei jedem Projektschritt

mit und machen damit Marktforschung

erlebbar. Das schafft Vertrauen und lässt

unsere Kunden stärker am Projekt teilhaben.

Auch über offene Angebote oder noch grobe

Studienideen sind wir täglich im Austausch mit

der Kundenseite.«

Falk Böhmer, Geschäftsführer von OmniQuest

18:00

MEETINGS & MOTIVATION

»Ich verbringe den Großteil meines Arbeitstags

mit Kundenkontakten zur Abstimmung von

Projekten und Präsentationen von Marktforschungsergebnissen.

Wichtig sind auch Meetings

mit unseren Projektteams, die Kundenakquisition

sowie Vorträge und Fachbeiträge. Den Abschluss

meines Tages bildet in der Regel das Ritual

des Schreibtischaufräumens, um am nächsten

Tag mit einem Clean Desk wieder motiviert zu

starten.«

Dr. Konrad Weßner, Geschäftsführer von Puls Marktforschung

Fotos: Puls Marktforschung, OmniQuest

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MASTERFORUM

FÜR LOGISTIKHELDEN

An der HDBW München kannst du in drei Semestern den Master

DIGITALE FABRIK UND OPERATIONAL EXCELLENCE absolvieren. Du befasst dich

damit, wie sich die gesamte Lieferkette von der Produktion bis zur Logistik

bestmöglich gestalten lässt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der

Optimierung der Lean Production. Daneben stehen digitale Anwendungen

der Fabrikplanung, betriebswirtschaftliche Methoden der Arbeitswissenschaften

sowie die Investitions- und Entscheidungstheorie

auf dem Stundenplan. Auch die Digitalisierung der Wertschöpfungskette

wird im Studium eine große Rolle spielen. www.hdbw-hochschule.de

VWL MEETS OSTEUROPA

VWLer aufgepasst: An der Universität Regensburg kannst du den Master

INTERNATIONALE VOLKSWIRTSCHAFTSLEHRE MIT AUSRICHTUNG MITTEL- UND

OSTEUROPA innerhalb von vier Semestern studieren. Nachdem du dich

mit den wichtigsten Grundlagen der Mikro- und Makroökonomik auseinandergesetzt

hast, betrittst du internationales Parkett und beschäftigst

dich beispielsweise mit Außenhandelstheorien, Methoden der Politikevaluation

und Ost-West-Handelsmodellen. Daneben befasst du

dich unter dem Blickwinkel Mittel- und Osteuropas mit Politik, Geschichte,

Recht und Kultur. www.uni-regensburg.de

HALLO SCHÖPFERKRAFT

Geht’s auch kreativer? Na klar, und zwar an der BSP Business School

Berlin. Der Master CREATIVE BUSINESS MANAGEMENT macht dich in vier

Semestern fit für einen Job im weiten Feld der Kreativwirtschaft. Besonders

spannend ist der Studiengang für Digital Natives mit einem

betriebswirtschaftlichen Bachelorabschluss, die ein eigenes Unternehmen

gründen und so den Wandel vorantreiben wollen. In den Kursen

bekommst du wichtige Managementtechniken an die Hand, entwickelst

tragfähige Businessmodelle und hast die Chance, dir ein branchenrelevantes

Netzwerk aufzubauen. www.businessschool-berlin.de

GESUNDHEIT IST ALLES

Während des Masterstudiums in GESUNDHEITSÖKONOMIE an der Wirtschafts-

und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln

setzt du dich in vier Semestern unter anderem mit folgenden Fragen

auseinander: Was sind gesundheitsökonomisch bedeutsame Erkrankungen?

Welchen Beitrag kann ein entsprechendes Versorgungsmanagement

leisten? Und wie sind gesundheitspolitische Maßnahmen zu

beurteilen? Antworten liefern dir zahlreiche Module aus den Bereichen

Medizin, Soziologie, BWL und Gesundheitsökonomie. Der Studienbeginn

ist immer zum Wintersemester möglich. www.wiso.uni-koeln.de

UND NACH DEM

BACHELOR?

NEUN MASTERSTUDIENGÄNGE IM KURZPORTRÄT

Text: Julia Wolf

GREEN FUTURE

In Zeiten wie diesen zählt eins mehr denn je: Nachhaltigkeit. Um dich

auch in beruflicher Hinsicht für dieses Thema zu sensibilisieren und

dir Expertenwissen anzueignen, kannst du den Master SUSTAINABLE

DEVELOPMENT an der Universität Leipzig studieren. Innerhalb von vier Semestern

betrachtest du die Möglichkeiten und Probleme des Wandels

und erwirbst eine breite Kompetenz in Sachen nachhaltige Entwicklung.

Zu deiner Ausbildung gehört ein obligatorischer Auslandsaufenthalt.

Good to know: Für deine Zulassung solltest du Berufserfahrung

von Minimum einem Jahr mitbringen. www.uni-leipzig.de

PEOPLE BUSINESS

Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource eines Unternehmens. Deshalb

ist es auch besonders spannend, einen Beruf in diesem Bereich

zu ergreifen. Der Masterstudiengang HUMAN RESOURCE MANAGEMENT /

PERSONALPOLITIK der Universität Hamburg gibt dir innerhalb von vier

Semestern das dafür nötige Wissen mit auf den Weg. Dabei ist neben

Modulen wie ›Organisationstheorie und -entwicklung‹ oder ›Strategisches

Personalmanagement‹ auch ein Pflichtpraktikum sowie ein

zweisemestriges Forschungsprojekt vorgesehen. Das Studium beginnt

jeweils zum Sommersemester. www.uni-hamburg.de

VERRÜCKT NACH ZAHLEN

Der Masterstudiengang FINANCE der Technischen Universität Chemnitz

vermittelt dir wichtige Kenntnisse der Wirtschaftswissenschaften,

Statistik, Finanzmathematik und -informatik. Innerhalb von vier Semestern

kannst du außerdem drei von sieben unterschiedlichen Vertiefungsrichtungen

wählen. So wirst du zum Experten auf Feldern wie Immobilienwirtschaft,

Big Data oder Bankmanagement. Danach stehen

dir zahlreiche Einsatzmöglichkeiten auf dem internationalen Arbeitsmarkt

offen: von Stabstätigkeiten im Bereich Bankstrategie und -controlling

bis zum Risikomanagement. www.tu-chemnitz.de

GLOBALE QUERDENKER

Alle Wirtschaftswissenschaftler, die es in die weite Welt hinauszieht,

sollten unbedingt einen Blick auf den dreisemestrigen Master

INTERNATIONAL MANAGEMENT an der Hochschule Düsseldorf werfen. Dort

erwerben sie globales Management-Know-how und bauen ihre interkulturellen

Kompetenzen aus, die sie vor allem für die Bewältigung länderspezifischer

Herausforderungen benötigen. Das Studium beinhaltet

neben Modulen wie ›International Law & Compliance‹ sowie ›Applied

Global Economics & Country Analysis‹ auch Spezialisierungsmodule

in den Bereichen Marketing und Management. www.hs-duesseldorf.de

VERBRAUCHER IM BLICK

Wie verhalten sich Verbraucher und wie wirkt sich ihr Handeln auf Gesellschaft

und Umwelt aus? Fragen wie diese stehen im Mittelpunkt des

viersemestrigen Masters CONSUMER SCIENCE der Technischen Universität

München. Der Studiengang wird auf Englisch unterrichtet und bietet

die Spezialisierungsoptionen ›Innovation and Entrepreneurship‹, ›Marketing,

Strategy and Leadership‹ sowie ›Consumers, Technology and

Entrepreneurship‹. Mögliche Tätigkeitsfelder finden sich später in den

Bereichen Wirtschaftsförderung, Verbraucherschutz, Marktforschung,

Beratung sowie im Produktmanagement. www.tum.de

www.career-center.de – Die Jobbörse für Akademiker | 21


KARRIERE

UMWELTEXPERTEN WANTED!

Neben Naturwissenschaftlern und Ingenieuren

können auch Experten anderer Fachrichtungen

dazu beitragen, die Umwelt zu schützen:

beispielsweise Juristen, Projektmanager

oder Vertriebler. So verschieden die beruflichen

Möglichkeiten sind, so vielfältig sind auch die

erforderlichen Qualifikationen. Besonders relevant:

Soft Skills – darunter die Fähigkeit, interdisziplinär

und teamorientiert zu arbeiten und

offen für Neues zu sein.

FÜR EINE GESÜNDERE ARBEITSWELT

Inwiefern kümmern sich Unternehmen neben

der Einhaltung von Bio-Standards, Umweltund

Klimaschutzaktivitäten oder fairen Handelsbeziehungen

auch um die Gesundheit ihrer

Beschäftigten? Dieser Frage gingen Wissenschaftler

der Universitäten Hamburg, Kiel sowie

der TU München zusammen mit deutschen Unternehmen

und der Verbraucher Initiative e. V.

im Verbundprojekt GESIOP nach. Das übergeordnete

Ziel: die Förderung guter Arbeitsbedingungen.

Um dieses Ziel zu erreichen, entwickelten

die Wissenschaftler ein Tool, mit dem

Unternehmen ihre betriebliche Gesundheitsförderung

selbstständig evaluieren können.

www.gesiop-gesundearbeit.de

KARRIEREFRAGE: WIE FINDE ICH HERAUS,

OB UNTERNEHMEN TATSÄCHLICH NACH-

HALTIG WIRTSCHAFTEN ODER LEDIGLICH

›GREENWASHING‹ BETREIBEN?

»Du kannst bei größeren Unternehmen einen

Blick auf den ›CSR-Bericht‹ werfen. Dieser erfasst

soziale, ökologische sowie ethnische Aspekte

und gibt Auskunft über die Verantwortung

von Unternehmen und die Nachhaltigkeit

ihres Wirtschaftens. Darüber hinaus macht es

Sinn, die Produkte des Unternehmens näher zu

betrachten. Tragen sie ein Siegel, zum Beispiel

Fairtrade, Bio oder ähnliche? Wie ist die Verpackung

beschaffen? Ist sie wiederverwendbar?

DER TEILNEHMER

EINER UMFRAGE DES

UMWELTBUNDESAMTS

SEHEN UMWELT-

UND KLIMASCHUTZ

ALS NÖTIG AN, UM

ARBEITSPLÄTZE

ZU SCHAFFEN.

Nachhaltigkeit ist aber nicht nur beim Unternehmen

selbst von Bedeutung: Lieferanten sind

ein wichtiger Bestandteil. Wenn diese nicht

nachhaltig handeln, wirkt sich das auf das Unternehmen

und dessen Produkte aus. Daher

macht es für Unternehmen Sinn, die Lieferkette

möglichst transparent darzulegen. Ebenso ist

der Umgang mit Mitarbeitern wichtig. Werden

sie fair behandelt? Wie steht es um die Mitarbeiterzufriedenheit

und die Perspektiven im Job?

Als Infoquelle kannst du beispielsweise Portale

wie ›kununu‹ oder ›glassdoor‹ nutzen.«

Walter Feichtner, Coach und Berater für Karriere, Berufseinstieg,

berufliche Neuorientierung oder Weiterentwicklung

TERMINE

04.03.2020 Jacobs Career Fair | Ort: Bremen

Info: www.jacobs-university.de/jacobs-career-fair-nachwuchsrekrutierung

07.03.2020 e-fellows.net LL.M. Day Berlin

Info: www.e-fellows.net

07.03.2020 e-fellows.net Master Day Business &

Economics München | Info: www.e-fellows.net

07.03.2020 e-fellows.net MBA Day | Ort: München

Info: www.e-fellows.net

14.03.2020 e-fellows.net LL.M. Day München

Info: www.e-fellows.net

21.03.2020 e-fellows.net Master Day Business &

Economics Frankfurt | Info: www.e-fellows.net

16.03.2020 QS Connect MBA - Berlin

Info: www.topmba.com

17.03.2020 QS Connect MBA - Düsseldorf

Info: www.topmba.com

19.03.2020 QS Connect MBA - Frankfurt

Info: www.topmba.com

21.03.2020 QS Connect MBA - München

Info: www.topmba.com

23.03.2020 QS Connect MBA - Stuttgart

Info: www.topmba.com

28.03.2020 e-fellows.net Master Day Business &

Economics Wien | Info: www.e-fellows.net

03.04.2020 e-fellows.net Karrieretag Jura

Ort: Frankfurt | Info: www.e-fellows.net

06.04.2020 CAREER Venture information

technology spring 2020 | Ort: Frankfurt

Info: www.career-venture.de

Interessant für:

IT JURA NaWi WiWi Alle

MIT TRANSPARENZ GLÄNZEN

Für das Ranking der Nachhaltigkeitsberichte

2018 bewerteten das Institut für ökologische

Wirtschaftsforschung und die Unternehmensvereinigung

future die Berichte 69 großer sowie

40 kleiner und mittlerer Unternehmen. Ausgezeichnet

wurden Rewe, BMW und die Deutsche

Telekom sowie Vaude, Lebensbaum und Memo.

Fotos: rawpixel.com / freepik.com, BrianAJackson / depositephotos.com, Tim van der Kuip / unsplash.com | Quellen: BMU / Umweltbundesamt, www.ranking-nachhaltigkeitsberichte.de | Text: Viktoria Feifer

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Novartis Pharma

Novartis kann uns mal

dabei unterstützen, die Welt ein wenig besser zu machen.

Bei Novartis kommt es nicht darauf an, woher Du kommst, sondern was Du kannst! Bei

uns arbeiten weltweit rund 130.000 Menschen aus 147 Nationen. Wir schätzen diese

Vielfalt als wertvollen Faktor unserer Unternehmenskultur. Durch spezielle interne

Initiativen und Projekte wird Diversity & Inclusion aktiv gefördert und gelebt. So entsteht

aus Chancengleichheit das Chancenpotenzial, Menschen zu einem besseren und

längeren Leben zu verhelfen.

Novartis Pharma aus Nürnberg bietet Lösungen im Bereich innovativer verschreibungspflichtiger

Arzneimittel für „Volkskrankheiten” ebenso wie für schwere Erkrankungen an.

Mehr Informationen zu Diversity & Inclusion und Deinen Karrierechancen bei Novartis

findest Du auf

karriere.novartis.de


EMPLOYERS FOR FUTURE

NACHHALTIG(E)

UNTERNEHMEN

WELCHE ZIELE SICH FIRMEN FÜR DIE ZUKUNFT GESETZT HABEN

Text: Steffen Rothhaupt

Umweltbewusst, grün und nachhaltig. Schlagworte, die unsere

Zukunft prägen und das Ansehen von Unternehmen

verändern werden. Warum? 85 Prozent der Verbraucher

würden laut einer Umfrage der Intelligence Unit von The

Economist in Zusammenarbeit mit LLamasoft eher bei einer

nachhaltigen Firma einkaufen als bei einer, die auf diesem

Gebiet noch nicht in Erscheinung getreten ist – wenn

der Preis identisch ist. Das zeigt trotz des Preisaspekts die

enorme Marktmacht der Nachhaltigkeit, die schnell zum

entscheidenden Wettbewerbsfaktor werden könnte. Allein

aus diesem Grund ist es also für Firmen sinnvoll, den Megatrend

nicht zu verschlafen.

Kärcher, Hersteller von Reinigungsgeräten und -systemen,

ist beispielsweise schon länger auf diesem Gebiet aktiv und

seit 2013 Kooperationspartner des Global Nature Funds.

Auch für die Zukunft plant das Unternehmen, weiterhin

Grünfilteranlagen in Schwellen- und Entwicklungsländern

zu errichten und somit zu mehr sauberem Wasser in diesen

Regionen beizutragen. »Neben diesem Engagement stehen

für uns die aktuellen globalen Themen wie Klimawandel

und Verschmutzung der Weltmeere im Fokus. So werden

wir die CO2-Emissionen der Kärcher Gruppe weiter konsequent

reduzieren. Hierbei hilft uns unser 2016 eingeführtes

Energiemanagement nach ISO 50001 sehr deutlich«, sagt

Andreas Mayer, Director Management Systems & Sustainability

bei Kärcher.

MÜLLABFUHR IM WASSER

Um sauberes Wasser dreht es sich auch bei dem ›Pacific

Garbage Screening Projekt‹ der Architektin Marcella

Hansch, das vom Unternehmen Grohe tatkräftig unterstützt

wird. »Zusammen mit einem interdisziplinären Team

von Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und Meeresbiologen

arbeitet die studierte Architektin an der Entwicklung einer

Wasserplattform, die Plastikmüll einsammeln soll, ehe

er die Ökosysteme in Ozeanen und Flüssen schädigt«, erklärt

Thomas Fuhr, CEO von Grohe. Die Reduzierung von

Plastikmüll ist auch für Grohe selbst ein zentrales Anliegen.

Noch bis 2021 versucht die Sanitärmarke, eine plastikfreie

Produktverpackung anzubieten. »Darüber hinaus kann eine

vierköpfige Familie durch die Nutzung des Küchensystems

Grohe Blue durchschnittlich 760 Plastikflaschen pro Jahr

einsparen – davon profitiert nicht nur der Endverbraucher,

sondern auch die Umwelt«, ergänzt Fuhr.

FORGET ABOUT THE PRICE TAG?

Doch auch die beste nachhaltige Strategie ist für Unternehmen

wertlos, wenn sie sich wirtschaftlich nicht lohnt An

diesem Punkt setzt das Familienunternehmen Fischer, ein

Dübelhersteller, an: »Wir beschäftigen uns intensiv mit der

Frage, wie wir unsere Produkt- und Prozessqualität sichern

und dabei Kosten senken können, zum Beispiel durch Optimierungen

im Ressourcen- oder Energiemanagement. Darin

sehen wir eine wichtige Grundlage für unsere zukünftige

Wettbewerbsfähigkeit und finanzielle Unabhängigkeit«, so

Christian Ziegler, Leiter des Fischer Nachhaltigkeitsteams.

Weiterhin beinhaltet die Nachhaltigkeitsstrategie von Fischer

die Reduzierung direkter und indirekter negativer

Umwelteinflüsse sowie eine sukzessive Digitalisierung der

Unternehmensprozesse. Bislang ein voller Erfolg: Mit dem

Gewinn des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2020 in der

Kategorie Großunternehmen wurde das Engagement von

Fischer bundesweit gewürdigt – ein Preis, den das Unternehmen

auch als Auftrag für die Zukunft sieht.

Foto: ridofranz/Depositphotos.com

24 | www.career-center.de – Die Jobbörse für Akademiker


EMPLOYERS FOR FUTURE

AMBITIONIERTE ZIELE

Wer seinen Erfolg messbar machen will, muss sich auch

konkrete Vorgaben setzen. Deswegen hat sich Kärcher bis

Ende 2020 14 nachhaltige Ziele gesetzt, von denen 95 Prozent

schon erreicht wurden. Als Beispiel nennt Mayer die

Reduktion an CO2-Emissionen um 20 Prozent, die Reduktion

von Frischwasser um zehn Prozent sowie die Steigerung

der Energieeffizienz des gesamten Produktportfolios um

zehn Prozent. Neue Ziele

für 2025 werden aktuell

erarbeitet.

Das Jahr 2025 ist auch bei

Grohe ein Meilenstein: Sie

planen, bis zu diesem Zeitpunkt

die hygienischen

Bedingungen für 100 Millionen

Menschen durch

entsprechende sanitäre

Einrichtungen und Hygienelösungen

zu verbessern. 25 Jahre später soll dann der positive

Umweltbeitrag aller Produkte und Dienstleistungen

die Umweltbelastung übertreffen, die durch sämtliche Geschäftsprozesse

in der Gruppe entstehen – oder kurz: eine

Umweltbelastung von Netto-Null.

Die Pläne des Dübelherstellers Fischer fasst Christian Ziegler

zusammen: »Das oberste Ziel, das wir langfristig verfolgen,

ist die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens: Mit

»WIR HABEN DAS ZIEL, BIS 2025

DIE HYGIENISCHEN BEDINGUNGEN

FÜR 100 MILLIONEN MENSCHEN ZU

VERBESSERN.«

Thomas Fuhr, CEO bei Grohe

innovativen Produkten, noch effizienteren Prozessen und

mit motivierten, engagierten Mitarbeitern.«

DAS GRÜNE BEWUSSTSEIN STÄRKEN

Nachhaltiges Handeln kann übrigens aufgrund unterschiedlichster

Motive geschehen – und dabei geht es nicht in erster

Linie um die Umwelt selbst. Die Umfrage von LLamasoft

ergab auch, dass Wachstumschancen mit 36 Prozent der

häufigste Grund seien. Auf

Rang zwei folgen die Kostenersparnisse

– ein weiterer

Faktor, bei dem es zuerst

um das Wohl des Unternehmens

geht. Ganze 19

Prozent gestanden sogar,

nur für das öffentliche

Ansehen grün zu agieren.

Trotzdem gaben 60 Prozent

der Firmen an, dass ihnen

Nachhaltigkeit mittlerweile

genauso wichtig sei wie Wirtschaftlichkeit. In Kombination

mit weiteren 25 Prozent, die sogar nachhaltiges Handeln priorisieren,

ist das ein sehr hoher Wert, auf dem sich definitiv

aufbauen lässt. Ob aber auch wirklich jedes Unternehmen

dem positiven Beispiel von Kärcher, Grohe und Fischer folgt,

darf zumindest angezweifelt werden. Eine Sache steht aber

auf jeden Fall fest: Der Umwelt ist es egal, warum die Unternehmen

nachhaltig handeln – wichtig ist nur, dass sie es tun.

International

networking

event for

business, tech

and creative

innovators.

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Berlin

June 29 to

July 1, 2020

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tech? If so, lay the foundations for your career by

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business, tech and creative innovators. If you

share our passion for media and have what it

takes to come up with data-driven business

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www.career-center.de – Die Jobbörse für Akademiker | 25


EMPLOYERS FOR FUTURE

CO2-NEUTRAL HANDELN

Bereits seit knapp 20 Jahren ist das Thema Nachhaltigkeit

ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie

von Grohe: Im Jahr 2000 hat sich

die Marke für ganzheitliche Badlösungen und Küchenarmaturen

in ihren ›Grundsätzen und Leitlinien

zur Nachhaltigkeit‹ selbst verpflichtet, alle

Produkte, Prozesse sowie Leistungen kontinuierlich im Hinblick auf Umwelt-

und Ressourcenschonung zu verbessern. Noch heute werden diese

Grundsätze sehr ernst genommen. Aktuell verfolgt Grohe das Ziel, 2020

als erster führender Hersteller der Sanitärbranche eine CO2-neutrale Produktion

zu erreichen: »Wir haben im Rahmen unserer Initiative ›Grohe

goes zero‹ im Juli alle fünf Produktionsstandorte weltweit sowie die Logistikzentren

in Deutschland auf Ökostrom umgestellt. Mit Beginn des neuen

Geschäftsjahres im April 2020 wird Grohe unvermeidbare CO2-Emissionen

durch zwei Kompensationsprojekte ausgleichen«, sagt Thomas Fuhr,

CEO bei Grohe. Außerdem unterstützt das Unternehmen seit 2017 den ›LI-

XIL Community Day‹, bei dem jährlich im Oktober unterschiedliche soziale

Projekte initiiert werden. Zahlreiche Mitarbeiter supporten zum Beispiel

Blutspendeaktionen, Reinigungsaktionen an Flussufern, Stränden oder in

Parks, Hilfsprojekte wie ›Weihnachten im Schuhkarton‹ oder auch Essensausgaben

bei örtlichen Tafeln. Im vergangenen Oktober organisierte Grohe

insgesamt 32 Projekte, bei denen rund 350 Mitarbeiter mitwirkten.

REGIONAL PRODUZIEREN

Regionalität ist bei Develey Programm: Beispielhaft dafür

steht der regionale Vertragsanbau. So stammen die sauren

Gewürzgurken der Marke Specht aus dem größten zusammenhängenden

Gurkenanbaugebiet Europas in Niederbayern

und gelangen von dort direkt in die Produktion. Die Vertragsbauern

aus der Region gehören schon seit Jahrzehnten

zu den Lieferanten des Unternehmens. Durch die kurzen

Transportwege der Rohstoffe zu den Werken lassen sich

CO2-Emissionen sparen. Auch die Eigenstromerzeugung

konnte das Unternehmen in den letzten Jahren kontinuierlich

ausbauen: »Die Produktionen in Bautzen und Pfarrkirchen

versorgen sich durch Photovoltaikanlagen auf den Dächern

selbst mit Solarstrom. Das Holzhackschnitzelwerk

in Dingolfing sorgt für den gesamten Wärmebedarf des

Produktionsstandortes«, berichtet Alice

Franke, Nachhaltigkeitsmanagerin bei

Develey. Dabei geben die regionalen, unbehandelten

Wald-Holzhackschnitzel bei

ihrer Verbrennung nur so viel CO2-Emissionen

frei, wie das Holz während seiner

Lebenszeit aufgenommen hat – das Verfahren

gilt somit als CO2 neutral.

MIT GRÜNEM MINDSET

GEWAPPNET

WAS TUN UNTERNEHMEN JETZT SCHON

FÜR MEHR NACHHALTIGKEIT?

ÜBER STRATEGIEN UND PROJEKTE

EMISSIONEN DIGITALISIEREN

»Aktuell arbeiten wir an unserem Nachhaltigkeitsprogramm bis 2025.

Hierfür haben wir Workshops mit über 130 Mitarbeitern in drei Ländern

durchgeführt und etwa 2.000 Kunden in fünf Ländern befragt«,

erzählt Andreas Mayer, Director Management Systems &

Sustainability bei Kärcher. Auf Basis dieser Rückmeldungen ermittelt

das Unternehmen, welche Themen künftig besonders im Fokus

stehen werden. Die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten

Nationen sollen dabei den Rahmen vorgeben. Doch das ist längst nicht

alles: Kärcher arbeitet außerdem an der digitalen Erfassung seines gesamten

Energieverbrauchs. Das bietet die Möglichkeit, weitere Potenziale zur

Senkung der CO2-Emissionen zu identifizieren – in Echtzeit und weltweit.

Darüber hinaus ist das Unternehmen schon seit vielen Jahren vielfältig

engagiert – zum Beispiel werden in einer laufenden Kooperation mit dem

Global Nature Fund überall auf der Welt Grünfilteranlagen

gebaut. Mithilfe bestimmter Wasserpflanzen säubern

diese selbstständig die Abwässer kleiner Gemeinden,

damit diese nicht mehr ungeklärt in Grundwasser,

Flüsse oder Lagunen fließen. Auch die Kooperation mit

der Organisation ›One Earth One Ocean‹ zur Strandreinigung

von Plastikmüll zählt hierzu.

Text: Steffen Rothhaupt | Illustrationen: vecteezy.com | Quelle: www.greentech-made-in-germany.de

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EMPLOYERS FOR FUTURE

FÜR MEHR TRANSPARENZ SORGEN

»Wir stellen den langfristigen ökonomischen

Erfolg unseres Unternehmens im

Einklang mit Umwelt und Gesellschaft

sicher. Dazu leistet unser Fischer ProzessSystem

einen wichtigen Beitrag, indem

es den Fokus auf die Transparenz

und Verschlankung von Prozessen legt

– so erreichen wir immer wieder nachhaltige

Ziele«, berichtet Christian Ziegler,

Leiter des Nachhaltigkeitsteams

bei Fischer. Um die Belegschaft dafür

zu sensibilisieren, hat Fischer den sogenannten

›Blauen Pfad‹ eingeführt.

Dieser visualisiert geplante, laufende

oder bereits erfolgreich abgeschlossene

Nachhaltigkeitsaktivitäten innerhalb

des Unternehmens. Ein weiteres

Beispiel für das grüne Handeln von Fischer

ist das Greenline-Sortiment, das

zu mindestens 50 Prozent aus biobasierten

Rohstoffen und auf dem Rizinusöl

des Wunderbaumes, das auf ökologisch

unbedenkliche Weise produziert wird,

basiert.

DEN ENERGIEBEDARF KLÄREN

Kläranlagen sind echte Klimasünder:

Die etwa 10.000 Anlagen in Deutschland

verbrauchen innerhalb eines Jahres

circa 4.400 Gigawattstunden Strom und

emittieren rund drei Millionen Tonnen

CO2. Mit Water2Energy will Veolia Wasser

einerseits diesen Energieverbrauch

senken und andererseits die Energieproduktion

vor Ort aus regenerativen

Quellen erhöhen. Wie das funktionieren

soll? Durch den Einsatz von Biogas,

das bei der Abwasserbehandlung anfällt

und aufgrund seines hohen Methangehalts

für die Erzeugung von Strom und

Wärme verwendet werden kann. Durch

die sogenannte Co-Gärung – also wenn

dem Klärschlamm organische Substanzen

wie Fette oder Speiseabfälle hinzugefügt

werden – lässt sich die Biogasmenge

weiter steigern. Die Kläranlagen

von Braunschweig

und Gera decken ihren

Strombedarf dank des

Water2Energy-Programms

schon zu 100

Prozent selbst.

MIT ALGEN

DURCH DIE LUFT

Algen sind der perfekte

Rohstoff für

die Gewinnung von

Biokerosin: Sie vermehren sich schnell,

sind keine Konkurrenz für die Nahrungsmittelproduktion

und ernähren

sich von CO2. Klingt gut, aber es gibt

ein großes Problem: Die Herstellung des

Treibstoffs ist so kostspielig, dass sie sich

bislang noch nicht kommerziell durchsetzen

konnte. Dank dem Projekt ›Aufwind‹,

ein Zusammenschluss von zwölf

Partnern aus der Forschung und Industrie

unter der Leitung des Forschungszentrums

Jülich, gab es schon früh erste

vielversprechende Ansätze: Ein Projektpartner

hat etwa ein Verfahren entwickelt,

um aus Biomasse Kerosin herzustellen.

Der Luftfahrtkonzern Airbus,

ebenfalls an ›Aufwind‹ beteiligt, absolvierte

bereits Testflüge mit algenbasiertem

Treibstoff. 2016 wurde das Projekt

jedoch ohne ein öffentliches Resümee

beendet. Immer noch aktiv sind dagegen

Unternehmen wie Synthetic Genomics,

die sich zum Ziel gesetzt haben,

bis 2025 10.000 Fass Biosprit pro Tag zu

produzieren.

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Mobilität für morgen

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Praktikum, einer Abschlussarbeit oder

einem Einstieg in ein weltweit agierendes

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UMFRAGE

»SAG MAL!«

WIR WOLLEN WISSEN: WIE WICHTIG IST DIR

NACHHALTIGKEIT BEI DEINEM ZUKÜNFTIGEN ARBEITGEBER?

»Sehr wichtig! Ich arbeite momentan auch schon

bei einem nachhaltigen Arbeitgeber: einer Bank,

die das Geld ausschließlich in Nachhaltigkeit

und Umweltprojekte investiert.«

Katharina, 21

»ICH LEGE BEI MEINEM AR-

BEITGEBER SCHON VIEL WERT

AUF UMWELTBEWUSSTSEIN. ES

IST AUF JEDEN FALL LEGITIM,

DEN POTENZIELLEN ARBEIT-

GEBER HINSICHTLICH SEINER

NACHHALTIGKEIT KRITISCH ZU

HINTERFRAGEN.«

Mirko, 25

»WENN EIN ARBEITGEBER ZUM

BEISPIEL JOBRÄDER ZUR VER-

FÜGUNG STELLT, DAS TICKET

FÜR DIE ÖFFENTLICHEN BE-

ZUSCHUSST UND NICHT JEDE

E-MAIL AUSDRUCKT, IST DAS

SCHON EIN SUPER ANSATZ.«

Thomas, 23

»BEI MEINEM JOB IN DER

GASTRO FÄLLT MIR EXTREM

NEGATIV AUF, WIE VIEL UN-

NÖTIGERWEISE WEGGEWORFEN

WIRD. DAS IST MEINER MEI-

NUNG NACH AUF JEDEN FALL

VERBESSERUNGSWÜRDIG.«

Tabea, 20

»Ich arbeite momentan im

Hotel und finde es gut, dass

wir das Papier für die Buchungen

immer doppelseitig beschreiben

und deshalb nicht

so viel verschwendet wird.«

Helena, 21

»EIN UMWELTBEWUSSTER ARBEITGEBER IST MIR SCHON

WICHTIG. ICH BESCHÄFTIGE MICH GERADE AUCH IN MEINER

BACHELORARBEIT MIT NACHHALTIGKEIT.«

Sarah, 25

»Ich denke, dass Nachhaltigkeit

für Unternehmen heutzutage

schon allein aus Marketinggründen

immer wichtiger wird. Wenn

ich die Wahl habe, würde ich mich

auf jeden Fall immer für einen

umweltbewussten Arbeitgeber

entscheiden.«

Mathias, 30

Fotos: audimax MEDIEN | Illustrationen: vecteezy.com

28 | www.career-center.de – Die Jobbörse für Akademiker


Für alle, die bei Bravo Charlie

nicht gleich an Applaus denken.

Abitur bzw. Bachelor in der Tasche – oder auf der Zielgeraden?

Lust auf einen Richtungswechsel im oder nach dem Studium?

Dann werden Sie Fluglotse (w/m/d) – es warten hervorragende

Aussichten auf Sie.

Für einen reibungslosen Flugverkehr in Deutschland braucht es Profis, die den Überblick behalten.

Denn Luftfahrt bedeutet mehr, als nur von A nach B zu kommen: Es geht um die Sicherheit der

Menschen am Himmel. Und genau hierfür sind unsere 5.400 Mitarbeiter die Spezialisten. Im direkten

Austausch mit den Piloten garantieren unsere Fluglotsen einen störungsfreien Flugverkehr. Hierbei

verlassen Sie sich auf moderne IT-Systeme und eine hochkomplexe Technik, die unsere Ingenieure

betreuen.

10.000 sicher durchgeführte Flüge täglich – für uns immer wieder ein Grund für Begeisterung und die

Bestätigung, dass unser Job wichtig ist. Wenn Sie diese Faszination für die Luftfahrt teilen, freuen wir

uns über Ihre Bewerbung – „Cleared for take-off“!

Starthilfe gibt’s hier: karriere.dfs.de


EMPLOYERS FOR FUTURE

INTERESSE AN UMWELTTHEMEN

»In unserem Start-up werden Projekte schnell umgesetzt.

Statt sich starr an fixe Pläne zu halten, spielt Flexibilität dabei

eine große Rolle. Es gibt bei Ecosia viel Raum für Neues und

Kreativität – allerdings ist das starke Wachstum unseres Unternehmens

auch herausfordernd, da damit einhergehende

Veränderungen nachhaltig integriert werden müssen. Einsteiger

sollten autonom arbeiten können und ein Interesse

an Umweltthemen mitbringen – ebenso wie die Motivation,

Ecosia zu helfen, noch mehr Bäume zu pflanzen.«

Génica Schäfgen, Head of DACH bei Ecosia

NEBENBEI GUTES TUN

Im Web surfen und dadurch Bäume pflanzen? Das geht

wirklich! Das Social Business Ecosia wurde 2009 gegründet

und funktioniert so: Internet-User installieren die gleichnamige

kostenlose Browser-Erweiterung und nutzen sie als

Suchmaschine auf ihrer Startseite. Wie bei Google & Co.

werden neben den regulären Ergebnissen auch Werbeanzeigen

aufgeführt, welche die Einnahmen für Ecosia generieren.

Diese wiederum werden dafür genutzt, weltweit Bäume zu

pflanzen und damit die Umwelt, die Gesundheit der Menschen

und eine stabile Wirtschaft zu unterstützen. Wie du

die alternative Suchmaschine installierst, erfährst du unter

info.ecosia.org.

FRISCH UND GRÜN

DIESE START-UPS STELLEN IHRE NACHHALTIGEN GESCHÄFTSMODELLE VOR – UND WAS

DU MITBRINGEN SOLLTEST, UM DORT MITZUMISCHEN

Text: Kirsten Borgers

GÄRTNERN IN DER EIGENEN WOHNUNG

Wer auf eine regelmäßige Vitaminzufuhr Wert legt und

in Plastik eingepacktes, behandeltes Gemüse vermeiden

möchte, für den könnte das Angebot von Agrilution etwas

sein. Das grüne Start-up vertreibt sogenannte Plantcubes,

vertikale Gewächshäuser. »Mit dem Plantcube ermöglichen

wir unseren Kunden, sich das ganze Jahr über

mit den frischesten Salaten, Kräutern und Microgreens

gesund zu ernähren – im eigenen Zuhause gewachsen«,

erklärt Maximilian Lössl, Co-Founder und CEO von Agrilution.

»Zum Gerät bieten wir sogenannte Saatmatten

an, in denen das Saatgut bereits eingearbeitet ist.«

MOTIVIERTE MITARBEITER GESUCHT

»Es ist herausfordernd, sich trotz unzähliger Möglichkeiten richtig

zu fokussieren. Gleichzeitig macht es aber auch Spaß, Ideen in die

Realität umzusetzen, Menschen Zugang zu lokaler und gesunder

Nahrung zu bieten und dabei auch noch Teil der Lösung eines globalen

Problems zu sein. Dafür suchen wir grundsätzlich motivierte,

positive, hilfsbereite und aufgeschlossene Menschen, die sich proaktiv

an neue Herausforderungen heranwagen.«

Maximilian Lössl, Co-Founder & CEO von Agrilution

Fotos: Too Good To Go, Joshi Gottlieb, www.Peralta.Pictures | Illustration: vecteezy.com

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EMPLOYERS FOR FUTURE

AN DER SCHNITTSTELLE ARBEITEN

»Wir bei ›Too Good To Go‹ stehen alle hinter der Vision

und Mission: Wir wollen eine Welt ohne Lebensmittelverschwendung

kreieren. Darüber hinaus ist es wahnsinnig

spannend, Teil des schnellen Wachstums zu sein

und wesentlich dazu beizutragen. Es gibt viel Gestaltungsspielraum

für jeden einzelnen Mitarbeiter – sowohl

inhaltlich als auch bezüglich seines Arbeitsalltags.

Der große Gestaltungsspielraum erfordert viel Kreativität,

Out-of-the-Box-Denken und eine Hands-on-

Mentalität. Gleichzeitig nehmen wir uns alle nicht zu

ernst – Spaß am Arbeitsplatz gehört bei uns auf jeden

Fall dazu.«

Anna Boss, Partner Managerin bei Too Good To Go

ZU LECKER ZUM WEGWERFEN

Dein Handy vibriert und zeigt dir an: Beim Italiener um die

Ecke gibt's leckere Pizza für dich – und das ziemlich günstig!

Wenn du dir die App ›Too Good To Go‹ installierst, kannst

du dir regelmäßig übrige Mahlzeiten und Nahrungsmittel

in Restaurants, Bäckereien, Supermärkten und Co. abholen.

Anna Boss ist Partner Managerin des Start-ups und erklärt:

»Wir nutzen den wirtschaftlichen Mechanismus, um

ein sozial-ökologisches Problem zu lösen. Im ›Too Good To

Go‹-Modell gehen alle als Gewinner hervor: Die Partnerläden

erhalten mehr Wertschätzung für ihre Lebensmittel, die

Kunden bekommen ein leckeres Essen zu einem günstigen

Preis und können nachhaltig konsumieren. Aber der größte

Gewinner ist die Umwelt: Durch das Retten von Lebensmitteln

werden wertvolle Ressourcen geschont.«

JETZT

BEWERBEN

WISSENSCHAFTSPREIS

Bundesverband Alternative Investments e. V.

Prämiert werden Arbeiten im Bereich alternativer Investments mit Schwerpunkt

Absolute Return Fonds, Private Equity, Private Debt, Infrastruktur

sowie Rohstoffe insbesondere aus den Disziplinen:

Betriebswirtschaftslehre | Volkswirtschaftslehre | Rechtswissenschaften

(Wirtschafts-) Mathematik | Physik

Wissenschaftspreis

2021

Das Preisgeld

Teilnehmen

Die Jury

Abgabetermin

Informationen

von insgesamt € 10.000,- wird an die Gewinner folgender

Kategorien ausgelobt:

Bachelorarbeiten Dissertationen/Habilitationen

Masterarbeiten

Sonstige Wissenschaftliche Arbeiten

können Studierende, Doktoranden sowie wissenschaftliche

Mitarbeiter deutscher Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

besteht aus hochrangigen Wissenschaftlern und Experten

aus der Praxis.

28. Februar 2021

Detaillierte Informationen und Teilnahmebedingungen

finden Sie unter:

www.bvai.de Rubrik Wissenschaftsförderung

www.career-center.de – Die Jobbörse für Akademiker | 31


STUDIUM

HELLO SIMPLE

START-UP DES MONATS

Formaldehyd, Polyethylenglykol, Sodium-

Lauryl-Sulfat, Polysiloxane. Muss das sein? Für

alle, die wissen möchten, was sie an ihre Haut

und in den Haushalt lassen, haben Lisa und Jacqueline,

die Gründerinnen des Start-ups ›hello

simple‹, eine einfache Lösung parat: Kosmetik

und Haushaltsreiniger einfach selber machen!

Klingt easy, ist es aber nicht. Denn: Welche Rezepte

haben eine gute Wirkung? Und wo gibt’s

qualitativ hochwertige Zutaten – ganz ohne

Plastikverpackung? Fragen über Fragen, die die

beiden schließlich auf die Idee brachten, ›hello

simple‹ zu gründen. Ihre Kunden erhalten einfache,

wirkungsvolle Rezepte kombiniert mit

exakt portionierten Bio-Zutaten, die plastikfrei

verpackt sind. So helfen die beiden dabei, Haushalte

von giftigem Zeug und Plastikmüll zu befreien.

www.hellosimple.de

EINSATZ FÜR

NATUR UND UMWELT

EHRENAMT DES MONATS

Sich gemeinsam mit dem Naturschutzbund

Deutschland (NABU) um das Wohl von Pflanzen,

Tieren und deren Lebensräume kümmern:

Als ehrenamtliches Mitglied ist das deine Aufgabe.

Ob im Artenschutz, in der Biotoppflege

oder Schutzgebietsbetreuung, in der Öffentlichkeitsarbeit

oder im Vereinsmanagement –

alle Mitglieder können sich entsprechend ihrer

Fähigkeiten sowie Interessen einbringen und

kommen daher aus allen Lebensbereichen sowie

Berufsgruppen. Jeder entscheidet selbst, in

welchem Aufgabenbereich er sich engagiert und

ob er sich richtig reinhängen oder nur gelegentlich

ein paar Stunden mit anpacken möchte.

Mehr Informationen rund um eine ehrenamtliche

Tätigkeit im NABU gibt es unter www.nabu.de

STUDENTEN DER

DHBW VILLINGEN-

SCHWENNINGEN BIL-

DETEN 2019 IN DER

AKTIONSWOCHE GEGEN

DIE KLIMAKRISE EIN

RECYCLING-SYMBOL

AUF DEM CAMPUS.

NEUIGKEITEN DES MONATS

VON RECYCLING,

MEHRWEGBEHÄLTERN

UND UMWELT-

BEWUSSTSEIN

EINWEGBECHER, ADE!

Seit Januar kommt an vielen Standorten

des Studentenwerks OstNiedersachsen das

deutschlandweite Pfandsystem ›Recup‹ zum

Einsatz: Studierende kaufen ihren Coffee-togo

im Mehrwegbecher und hinterlegen dafür

einen Euro Pfand. Wieder zurückgegebene

Becher werden vor Ort gereinigt und

wieder eingesetzt. Damit können die Studierenden

in den Mensen und Cafeterien in

Braunschweig, Hildesheim, Lüneburg, Salzgitter,

Wolfenbüttel und Wolfsburg ihren

Coffee-to-go umweltfreundlich schlürfen.

SPIELERISCH DAZULERNEN

Informatikstudenten der Hochschule Würzburg-Schweinfurt

haben gemeinsam mit Schülern

aus Marktbreit eine App für mehr Umweltbewusstsein

entwickelt: ›UmwApp‹ heißt sie.

User können sich anhand von Lernvideos und

Texten in Sachen Umweltthemen weiterbilden

und ihr Wissen in einem Quiz auf die Probe stellen.

Eineinhalb Jahre hat der Entwicklungsprozess

gedauert. Seit Dezember 2019 gibt es die

›UmwApp‹ kostenlos im Google Play Store.

GREENWASHING AUF DER SPUR

Wie grün große Produktionsunternehmen

wirklich sind, wollen 80 angehende Wirtschaftsingenieure

der Hochschule Pforzheim

und ihr Professor herausfinden. Sie beteiligen

sich an einer internationalen Langzeitstudie,

bei der sie untersuchen, wie aussagekräftig die

Umweltaktivitäten der Firmen auf deren Webseiten

sind. Bis Juni 2020 sollen rund 320 Webauftritte

europäischer, amerikanischer und

asiatischer Unternehmen untersucht werden.

DER ›BLAUE ENGEL‹ LÄSST GRÜSSEN

Obwohl wir mitten im digitalen Zeitalter stecken,

werden an deutschen Hochschulen pro

Jahr nach wie vor mehrere Millionen Blätter

Papier verbraucht. Um ein Bewusstsein

für den verschwenderischen Umgang mit der

Ressource zu schaffen, hat die Initiative Pro

Recyclingpapier auch 2019 wieder die recyclingpapierfreundlichsten

Hochschulen ausgezeichnet.

Den ersten Platz belegte die Technische

Universität Kaiserslautern, dicht gefolgt

von der FernUniversität in Hagen.

Text: Viktoria Feifer | Quelle: www.dhbw-vs.de/news | Fotos: AntonMatyukha, DragonImages / depositphotos .com, Viacheslav Iakobchuk / AdobeStock.com

32 | www.career-center.de – Die Jobbörse für Akademiker


Heimat

ist da, wo man richtig

anpacken kann

Finden Sie bei uns Ihre berufliche Heimat. Die VGH ist mit über 1,9 Millionen Privat- und

Firmenkunden der größte regionale Versicherer in Niedersachsen. Mehrfach ausgezeichnet

als Top-Arbeitgeber bieten wir Ihnen spannende Aufgaben, tolle Entwicklungsmöglichkeiten

und einen sicheren Arbeitsplatz.

Gemeinsam mit Ihnen realisieren wir für Ihre künftigen Aufgaben einen maßgeschneiderten

Karriereeinstieg. In unserem Traineeprogramm werden Sie ressortübergreifend

eingesetzt und durch individuelle Fördermaßnahmen gezielt und professionell auf

Ihren beruflichen Weg vorbereitet. Hierbei bieten wir Ihnen einen verantwortungsvollen

Freiraum, Ihr Können zu entfalten und sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln.

Die VGH Versicherungen suchen zum nächstmöglichen Termin engagierte und qualifizierte

Trainees – Master (m/w/d)

Rechtswissenschaften

Mathematik

Informatik

Wirtschaftswissenschaften

Ihre Aufgaben:

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Ihnen passenden, Bereichen unseres Hauses

· Kennenlernen der wesentlichen Prozesse,

Methoden und Verfahren des Unternehmens

Ihr Profil:

· abgeschlossenes Masterstudium mit sehr

gutem Leistungsbild in rechtlichen, wirtschaftlichen,

mathematischen und Ingenieur-Studiengängen

/ IT-Studiengängen

· gerne (versicherungsnahe) Praxiserfahrung

durch Praktika

· eine selbständige, strukturierte und eigenverantwortliche

Arbeitsweise

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Wir bieten Ihnen:

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Praxisphasen und begleitende Schulungen

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Arbeitszeiten

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Hannover

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aussagekräftige Bewerbung über unser

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Christiane Besa-Schmidt

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Telefon: 0511 362-2152

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STUDENTS FOR FUTURE

STUDENTS, UNITE!

SO ORGANISIEREN SICH STUDENTEN FÜR DIE UMWELT UND IHRE ZUKUNFT,

DAS FORDERN SIE UND DAS SETZEN SIE BEREITS UM

Text: Kirsten Borgers

Die Ziele sind klar: Kohleausstieg bis 2030, hundert Prozent

erneuerbare Energieversorgung und Nettonull bis 2035. Neben

weiteren Aspekten sind dies die Punkte, die jeden Freitag

lautstark von jungen Klimaaktivisten gefordert und damit ins

Licht der Öffentlichkeit gerückt werden. Doch nicht nur Schüler

sorgen sich um das Klima und stehen aktiv für eine dringende

Wende ein: Von Anfang an liefen auch Studenten bei den

Fridays-for-Future-Protesten mit – und es werden immer mehr.

In Konstanz zum Beispiel stieg die Zahl der teilnehmenden Studenten

von März bis April 2019 von zehn auf ganze 40 Prozent.

Eine von ihnen ist Cyra Mehrer. »Gerade an der Uni können Engagierte

viele Veränderungen bewirken – für einen positiven Effekt

auf unser Klima«, ist die Lehramtsstudentin der Fächer Philosophie

und Latein überzeugt. »Ich engagiere mich bei Students

for Future, denn diese Veränderungen kommen nicht vom Zuschauen

oder Abwarten. Ich will später nicht sagen müssen, wir

hätten nicht alles versucht.«

KLIMAKRISE IN DIE ÖFFENTLICHKEIT RÜCKEN

»Students for Future schafft bundesweit wachsende

Strukturen und setzt das Thema damit dauerhaft an

immer mehr Hochschulen auf die Agenda.«

Julia Remmers, Studentin der Politikwissenschaft an der Uni Köln

STICHWORT VERANTWORTUNG

Das von der Bundesregierung im Jahr 2019 vorgestellte Klimapaket

ist für die Teilnehmer von Students for Future (SFF) keine

ausreichende Reaktion auf ihre Forderungen nach nötigen Maßnahmen.

Julia Remmers, Politikwissenschaftsstudentin und

Mitglied der SFF in Köln, vermisst diese Reaktion auch auf internationaler

Ebene und betont: »Es wird immer deutlicher, dass

die globale Klimapolitik kategorisch wissenschaftliche Erkenntnisse

ignoriert.« Sie selbst möchte es besser machen: »Als Teil der

Wissenschaftswelt begreife ich es als meine Verantwortung, einen

adäquaten Umgang mit diesen Fakten zu erkämpfen.« So

wie ihre Kollegen von SFF sieht auch sie die Wissenschaft in der

Pflicht, sich sichtbar hinter den klimatologischen Konsens zu

stellen und sich somit klar zu positionieren. »Auch Hochschulen

und Universitäten müssen Vorreiter sein – sowohl innerbetrieblich

als auch in ihrer Außenwirkung«, findet Tobias Holle,

der an der RWTH Aachen studiert.

HOCHSCHULEN MÜSSEN MITZIEHEN

Durch persönliches Interesse und sein Studium der Umweltingenieurwissenschaften

hat sich für ihn der Wunsch ergeben,

sich stärker politisch zu engagieren. Das erwartet er auch von

den Bildungseinrichtungen: »Wenn wir von Deutschland die

Klimaneutralität bis 2035 fordern, sollten Unis da mitgehen.

Kooperationen oder Forschungsprojekte mit Kohleunternehmen

oder Waffenkonzernen dürften nicht mehr eingegangen

werden.« Noch dazu solle sich direkt im Hörsaal

ein Umdenken bemerkbar machen, meint Holle.

Ebenso wie die gesamte Hochschulpolitik müsse

die Forschung und Lehre nachhaltiger gestaltet

sowie mehr Wert auf die studentische Mitbestimmung

gelegt werden. Um solche Anliegen

wirksam zu äußern und umzusetzen, veranstalten

die Anhänger von Students for Future Vollversammlungen.

»Gerade erst gab es bei uns eine

Fotos: privat, Gary EVANS, Markus Spiske/unsplash.com | Illustrationen: freepik.com

34 | www.career-center.de – Die Jobbörse für Akademiker


STUDENTS FOR FUTURE

Versammlung, bei der unsere Anträge mit den Forderungen an

die Uni und das Studentenwerk angenommen wurden«, freut

sich Cyra Mehrer von der Uni Konstanz. »Wir sind wieder einen

Schritt näher an der Umsetzung unserer Ziele.«

ES GIBT VIEL ZU TUN

Im September 2019 gingen Schätzungen zufolge im Zuge von

Fridays for Future knapp eineinhalb Millionen Menschen auf

die Straße. Zwar wurde dieser Rekordwert bisher nicht überboten,

jedoch steckt hinter den Aktionen der vielen Ortsgruppen

nach wie vor einiges an Aufwand. Wie viel genau? »Das kommt

drauf an, welche Veranstaltung geplant ist«, erklärt Tobias Holle

von der RWTH Aachen. »Der Aufwand richtet sich danach, ob

wir Inhalte planen, Redner einladen, eine Protestaktion ansteht,

Plakate gemalt oder Choreographien entworfen und eingeübt

werden müssen.« Das Schöne an den vielen Engagierten: Jeder

bringt unterschiedliche Begabungen mit. »Die Aufgaben sind

nicht klar zugeteilt, ergeben sich aber von selbst. Manche machen

lieber etwas Kreatives, bereiten zum Beispiel Plakate oder

Banner vor. Andere möchten lieber direkt mit den Politikern

sprechen«, erklärt Tobias Holle. Von verschiedenen Posten halten

die SFF-Mitglieder nichts – jeder setzt sich mit dem ein, was

er kann und hat gleiches Mitspracherecht. Das findet auch Julia

Remmers nur logisch. »Eine Krise, die alle Menschen betrifft,

kann nur durch die gleichberechtigte Teilhabe aller gelöst werden«,

meint die Kölner Studentin. »Deshalb ist es für uns selbstverständlich,

dass wir basisdemokratisch, integrativ und konsensorientiert

arbeiten.«

IMMER ZUSAMMENARBEITEN

»Die Kommunikation zwischen den Fridays-for-Future-

Gruppen muss sehr gut laufen. Alle werden informiert und

in anstehende Aktionen miteinbezogen – nur dann kann der

Druck auf die Politik und Hochschulen erhöht werden.«

Tobias Holle, Student der Umweltingenieurwissenschaften an der Uni Aachen

»ICH WILL SPÄTER NICHT SAGEN MÜSSEN,

WIR HÄTTEN NICHT ALLES VERSUCHT«

Cyra Mehrer, Lehramtsstudentin der Uni Konstanz

KONSEQUENZEN FÜR DEN EINZELNEN

Als Gruppe öffentlichkeitswirksam Position zu beziehen und

der Politik damit ein klares Zeichen zu setzen, gelingt den Students

for Future sehr gut. Jeder Einzelne von ihnen ist allerdings

auch persönlich herausgefordert, sich im klimafreundlichen

Sinne möglichst vorbildlich zu verhalten – dieser Aufgabe gerecht

zu werden, ist nicht einfach. Tobias Holle findet allerdings,

die ›klassischen‹ Punkte müssten einleuchtend sein: »Fleisch essen

und Milchprodukte konsumieren ist natürlich ein kritisches

Thema. Jeder sollte außerdem versuchen, so wenig wie möglich

Auto zu fahren und stattdessen die öffentlichen Verkehrsmittel

nutzen.« Für ihn ist der Kern des Problems: »Nur weil ich etwas

konsumieren kann, heißt es nicht, dass ich es muss.« Das

galt auch in seinem Erasmus-Semester in Norwegen, an das

er nun eine Reise anhängen möchte – selbstverständlich ohne

Flugzeug. »Damit es moralisch für mich okay ist, fliege ich nicht.

Mit Bus und Bahn fahre ich bis zum Nordkapp, meine Reise geht

durch Skandinavien und die baltischen Staaten.« Ohne Flugzeug

dauert es zwar länger – aber Holle möchte zeigen, dass es machbar

ist. In Deutschland warten wieder die nächsten SFF-Treffen

auf ihn, genauso wie auf seine SFF-Kollegin Cyra Mehrer. Die

Konstanzer Studentin fasst die Einstellung der Zukunftsbewegung

zusammen: »Wir wollen auch weiterhin deutlich machen,

dass Veränderungen an der Uni zugunsten unseres schönen Planeten

nötig und vor allem möglich sind.«

REGELMÄSSIG TREFFEN

»Für die Organisation unserer Events setzen wir uns zusammen

und überlegen uns interaktive Aktionen oder

Themen für Vorträge, teilen die Aufgaben unter uns auf

und halten uns gegenseitig auf dem Laufenden. Zusätzlich

treffen wir uns immer mittwochs um 16 Uhr im Plenum.«

Cyra Mehrer, Lehramtsstudentin an der Uni Konstanz

www.career-center.de – Die Jobbörse für Akademiker | 35


GRÜNE MASTERSTUDIENGÄNGE

AGRARÖKOLOGIE

Deinen Master in dieser Fachrichtung

kannst du beispielsweise an der Uni Rostock,

TU München oder Uni Hohenheim

machen. Der Studiengang fokussiert

sich auf die Gestaltung, Nutzung und

Entwicklung des ländlichen Raumes.

Dabei lernst du Inhalte in den Bereichen

Naturwissenschaften, Landwirtschaft,

Ökologie sowie Ökonomie kennen und

knüpfst Zusammenhänge zu Landbewirtschaftung,

Landespflege sowie Agrar-

und Umweltökonomie. Im Rahmen

von Praktika gewinnst du einen Einblick

ins Arbeitsleben. Du schließt nach vier

Semestern mit dem Master of

Science ab.

CHEMIE- UND

UMWELTINGENIEURWESEN

Das Ziel: deine Fähigkeiten da anwenden,

wo Stoffe und Materialien verändert und

behandelt werden, beispielsweise chemische

Produkte, Lebensmittel, Pharmazeutika,

Papier oder Kosmetika. Im Master

lernst du, für komplexe Herausforderungen

ökonomisch optimierte Lösungen zu

erarbeiten und Entscheidungen zu treffen,

die sich mit der ökologischen und sozialen

Verantwortung vereinbaren lassen. Du

belegst Fächer wie Toxikologie, Bioverfahrenstechnik,

Immissions- und Gewässerschutz,

organische Chemie sowie Anlagenplanung

und Projektmanagement.

Das Ganze dauert drei Semester

an der Hochschule Merseburg.

MARINE UMWELTWISSENSCHAFTEN

Am Institut für Chemie und Biologie des

Meeres (ICBM) der Carl von Ossietzky

Universität in Oldenburg studierst du

vier Semester bis zum Master of Science.

Im Mittelpunkt steht die interdisziplinäre

Meeresumweltforschung. Du belegst

Kurse in Küsten- und Flachmeerforschung,

Mikrobiologie sowie Klima- und

Erdsystemforschung. Das ICBM ist in Sachen

Forschung übrigens ganz groß: Die

Wissenschaftler untersuchen das Wattenmeer

und die Nordsee, sind in der Antarktis

sowie in Afrika tätig und nehmen

außerdem an Forschungsfahrten auf allen

Weltmeeren teil.

NACHHALTIG STUDIEREN

MASTERSTUDIENGÄNGE RUND UM NACHHALTIGKEIT UND UMWELTSCHUTZ IM PORTRÄT

HYDROLOGIE

Wenn wir an erneuerbare Energien

denken, kommen uns Wind- und Solarkraft

als erstes in den Sinn. Aber

nicht weniger stark ist die Ressource

Wasser. Der Masterstudiengang, den

du an der Universität Freiburg belegen

kannst, schärft dein Bewusstsein

für die Relevanz des Wassers. Neben

einer fundierten theoretischen Ausbildung

werden praktische Module

mit aktueller Comptermodellierung,

Datenanalyse, chemisch-analytischen

Labormethoden und Geländekursen

durchgeführt. Nach den vier

Semestern inklusive Masterarbeit

hast du beste Berufsaussichten in der

Wissenschaft, der Umweltverwaltung

und in der Privatwirtschaft.

Text: Alicia Reimann | Illustrationen: audimax MEDIEN, vecteezy.com

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GRÜNE MASTERSTUDIENGÄNGE

INTERNATIONAL MATERIAL FLOW

MANAGEMENT

Hier kannst du sogar zwischen einem

Master of Science und einem Master of Engineering

wählen. Der englischsprachige

Studiengang verbindet Wirtschafts-, Natur-,

Ingenieurs- und Kommunikationswissenschaften

– enorm interdisziplinär.

Im Master of Science befasst du dich mit

der Frage, wie wirtschaftliches Wachstum

und ein schonender Umgang mit

natürlichen Ressourcen vereint werden

können. Gleichzeitig setzt der Master of

Engineering auf ingenieurwissenschaftliche

Aspekte des Stoffstrommanagements

wie etwa intelligentes Abfallmanagement

oder Energiesysteme. Das Studium gibt es

an der Fachhochschule Trier und dauert

zwei Jahre.

SOZIALE NACHHALTIGKEIT UND

DEMOGRAFISCHER WANDEL

Nicht nur Energie, Konsum und Co.

müssen in Sachen Nachhaltigkeit

eine Schippe drauflegen – auch die

Gesellschaft. Der Master bringt soziale,

politische, ökologische sowie

ökonomische Themen analytisch

zusammen und integriert dabei sozialwissenschaftliche

Konzepte wie

Lebensqualität, Empowerment, Gerechtigkeit,

Diversity und Partizipation.

Mit dem Abschluss kannst du

beispielsweise in Ministerien, Stiftungen

und Wissenschaftseinrichtigen,

Planungsstellen der öffentlichen

Verwaltung, Unternehmen aus

der Green Economy oder diversen

Arbeitsfeldern der sozialen Arbeit

einsteigen. Studieren kannst du den

Master an der FH Dortmund, nach

vier Semestern bist du fertig.

NACHHALTIGE

TOURISMUSENTWICKLUNG

Der Tourismus ist einer der größten Wirtschaftszweige

weltweit. Ziel des Masterstudiengangs

ist es, Experten mit Kompetenzen

für eine Planung und nachhaltige

Entwicklung von touristischen Destinationen,

also Gebietskörperschaften, regionale

Zielgebiete sowie Resorts oder Freizeitparks,

auszubilden. Du lernst mehr

über Tourismusmanagement, rechtliche

Angelegenheiten, Forschungsmethoden

und Tourismuswirtschaft. Den Master

kannst du in drei Semestern an der Hochschule

Heilbronn abschließen. Anschließend

arbeitest du in der Forschung oder

bei Tourismusdienstleistern.

KUNDENLIEBLING

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Medientussi

Überzeugungstäter

Ruf! An!

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Wir suchen dich!

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LEBEN

HÖREN

Ins Leben startet für dich: Julia.

Ihre größte Challenge in Sachen

Umweltschutz? Auf Flugreisen

in die Ferne verzichten.

FAIRQUATSCHT

Marisa Becker spricht in ihrem Nachhaltigkeits-

Podcast mit Experten über unterschiedliche

grüne Themen: von Lebensmittelrettung über

nachhaltige Geldanlage bis zu Slow Flowers.

SEHEN

THE TRUE COST

Eine Hose für zehn, ein T-Shirt für zwei Euro:

Die Doku zeigt die miserablen Arbeits- und

Umweltbedingungen in Produktionsländern

wie Bangladesch, die hinter den Schnäppchen

der Fast-Fashion-Industrie stecken.

LESEN

WIR SIND DAS KLIMA!

Jonathan Safran Foer

widmet sich in seinem

neuen Buch dem komplexen

Thema Klimawandel.

Dabei schafft er

es dank vieler Beispiele,

dem Leser die Problematik

näherzubringen und

ihn zum Handeln zu motivieren.

Im Mittelpunkt

steht die Massentierhaltung, denn in den Augen

Foers lässt sich der Klimawandel nur durch einen

geringeren Fleischkonsum stoppen. Trotzdem

hebt er den Zeigefinger nicht und präsentiert

sich selbst als fehlbar.

DER DEUTSCHEN NAHMEN SICH FÜR 2020

VOR, MEHR FÜR DEN UMWELT- UND KLIMA-

SCHUTZ ZU TUN. DIESEN VORSATZ HABEN

VOR ALLEM 14- BIS 29-JÄHRIGE GEFASST.

audimax

Green Life

BLITZBLANK MIT DEM LUFFASCHWAMM

Jedes Mal, wenn du dein Geschirr mit einem

Kunststoffschwamm spülst, landen Mikroplastikpartikel

im Abwasser. Die Alternative? Luffa.

Die getrockneten Früchte dieser Pflanze dienen

als natürliche Schwämme und lassen sich nach

Gebrauch im Biomüll entsorgen. Praktisch: Du

kannst Luffa im Gewächshaus selbst anbauen.

FOLLOW ME! DIESEN INSTA-ACCOUNT

LIEBEN WIR GERADE

@_WASTELANDREBEL_

Inspirierend, ästhetisch und gespickt mit ausführlichen

Erklärungen, Tipps und Ideen –

das ist der Account von Shia Su alias @_wastelandrebel_.

Ihre plastikfreien Markteinkäufe

präsentiert sie fast schon kunstvoll angerichtet.

Daneben lässt sie sich in ihren nachhaltigen

Badezimmerschrank blicken, nimmt dich mit

in Unverpackt-Läden und gibt Tipps, um mit

grünem Gewissen zu putzen, zu basteln und

Geschenke hübsch zu verpacken.

Julias Tipp

für nachhaltiges

Urlauben

ABENTEUER MIT MINIMALEM FUSSABDRUCK IN PURER NATUR

Auf einer winzigen Insel unweit von Helsinki steht eine neun Quadratmeter kleine Holzhütte mit

spartanischer, aber hochwertiger Einrichtung. Von den beiden Campingbetten aus haben die Besucher

einen atemberaubenden Blick auf den Archipel. Die Stromversorgung erfolgt durch Sonnenkollektoren,

etwas abseits stehen ökologische Trockentoiletten zur Verfügung. Die Miete wird an

›The Ocean Cleanup‹ gespendet – und die Anreise sollte bestensfalls mit Bahn und Schiff erfolgen.

Quelle: Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK | Fotos: Mohammad Metri/Unsplash, Airbnb, The True Cost/Life Is My Movie, Kiepenheuer & Witsch, @_wastelandrebel_/Instagram, topntp26/freepik.com

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ANZEIGE

JEDE GENERATION HAT IHREN HELDEN.

„Just Mercy“, eine eindringliche und nachdenklich stimmende wahre

Geschichte, begleitet den jungen Anwalt Bryan Stevenson (Michael B. Jordan)

und seinen geschichtsträchtigen Kampf für Gerechtigkeit.

Einer seiner explosivsten Fälle ist der von Walter McMillian (Jamie Foxx),

der 1987 für den Mord an einer 18-Jährigen zum Tode verurteilt wurde,

obwohl die meisten Indizien seine Unschuld bewiesen.

In den folgenden Jahren verwickelt Bryans Kampf für Walter ihn in ein Labyrinth

aus juristischen und politischen Manövern und konfrontiert ihn mit offenem,

ungeniertem Rassismus …

© 2020 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved.


VORBILDER IM PORTRÄT

HEYLILAHEY: FAIR FASHION ALS LIFESTYLE

Seit 2010 bloggt und vloggt Mia Marjanovic

– auf Social Media besser bekannt als ›heylilahey‹

– über nachhaltiges Leben. Wie sie

dazu kam? »Ich habe 2013 einen Shopping-

Ban gemacht, also sechs Monate lang nichts

gekauft: Weder Kosmetik noch Mode, nicht

mal Secondhand-Fashion. Danach habe ich

automatisch bewusster und nachhaltiger

konsumiert.« Die Vision der Wahl-Berlinerin

ist es, immer mehr Menschen über die

Themen Fair Fashion, Naturkosmetik und

Nachhaltigkeit aufzuklären und sie mit ihrer

Begeisterung anzustecken. »Ich möchte

mich mit meiner Community darüber austauschen,

um so gemeinsam Lösungen für

die dringendsten Probleme unserer Zeit

zu finden«, erläutert Mia. Die Veganerin

findet: Jeder Einzelne kann einen Unterschied

machen. Wie? »Tatsächlich ist jeder

Einkaufszettel ein Stimmzettel: Durch jedes

Produkt, das wir konsumieren, gestalten

wir die Welt mit und unterstützen bestimmte

Unternehmen mit unserem Geld.«

Zu hundert Prozent nachhaltig zu leben,

findet auch Mia schwierig, doch für sie zählen

die kleinen Schritte – etwa im Bereich

Fair Fashion: »Eine Weile gar nichts shoppen,

Secondhand und Kleidertausch als

Alternative nutzen sowie den Bereich Bio-

Mode und Slow Fashion ernst nehmen: So

kann jeder einen Teil zur Nachhaltigkeit

beitragen.«

GREEN LIGHTS

DIESE VIER VORBILDER ZEIGEN, WIE VIELFÄLTIG

DU DICH FÜR DIE UMWELT EINSETZEN KANNST

UNVERPACKT DIE WELT VERBESSERN

Schon seit 2014 gibt es in Berlin-Kreuzberg einen Original-Unverpackt-Laden

– einer der ersten Läden seiner Art in Deutschland. Das Ziel dieser Geschäfte ist

simpel: komplett auf Einwegverpackungen zu verzichten und alle Produkte so

›nackt‹ wie möglich anzubieten. Doch das ist längst nicht mehr der einzige Zweck:

»Wir wollen inspirieren und motivieren, ein nachhaltiges Leben zu führen. Dafür

ist viel Aufklärungs- und Bildungsarbeit notwendig. Original Unverpackt

will über einen ökologischen und nachhaltigen Lebensalltag informieren, um ein

Bewusstsein für nachhaltigen Konsum zu schaffen«, erzählt Milena Glimbovski, Geschäftsführerin

und Gründerin von Original Unverpackt. Zudem will sie – auch

bedingt durch die Geburt ihres Sohnes – die Welt besser hinterlassen, als sie sie

vorgefunden hat. Das Thema Nachhaltigkeit hat Milena übrigens schon immer

beschäftigt: Sie hat geduscht anstatt zu baden und ist Zug gefahren statt zu fliegen.

Nur beim Einkaufen konnte sie kaum nachhaltig handeln: »Ich wollte einfach

nur verpackungsfrei einkaufen. Ich habe mich geärgert, dass das nicht möglich

war. Da habe ich entschieden, das Problem selbst zu lösen und Original Unverpackt

gegründet.« Der Beginn einer Erfolgsgeschichte, die bis heute anhält.

Text: Kirsten Borgers, Steffen Rothhaupt | Fotos: Laura Hoffmann, Sara Nuru, Mia Marjanovic, Fridays for Future

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VORBILDER IM PORTRÄT

HINTER DIE FASSADE GEBLICKT

Seit ihrem Sieg bei Germany's Next Topmodel im Jahr 2009 ist Sara

Nuru international bekannt. Neben diesem Ruhm gewann das Model

allerdings noch mehr: Eine neue Stimme, die sie sinnvoll nutzen

wollte. Daher gründete sie 2016 ›nuruCoffee‹.

Sara, was genau ist ›nuruCoffee‹?

Ein Social Business, dessen Ziel es ist, durch wirtschaftliches Handeln

Gutes zu tun. Meine Schwester Sali und ich möchten in Äthiopien,

dem Heimatland unserer Eltern, nachhaltige Arbeitsplätze

schaffen und gerade die oft benachteiligten Frauen unterstützen.

Äthiopien ist das Ursprungsland des Kaffees – und der Erlös unseres

nuruCoffees fließt zu einem Großteil in Frauenprojekte vor Ort.

Wie bist du auf diese Geschäftsidee gekommen?

Schleichend, aber stetig! Parallel zu meiner Modelkarriere reiste

ich mit einer Hilfsorganisation in das Land meiner Eltern. Ich habe

als Botschafterin immer wieder Einblicke in die dortige Entwicklungshilfe

gekriegt – es war, wie hinter die Kulissen zu schauen. Da

habe ich gemerkt: Es gibt noch eine ganz andere Welt, abseits von

Mode und Glamour. Das hat einen Prozess angestoßen. Durch die

Castingshow habe ich eine neue Stimme gewonnen und ich wusste

lange nicht, wie ich sie nutzen sollte. Nach einer Orientierungsphase

haben Sali und ich dann ›nuruCoffee‹ gegründet.

4ZEIT FÜR KLIMAGERECHTIGKEIT

Fridays for Future engagiert sich seit Ende 2018 für den Klimaschutz.

Nach dem Vorbild der Initiatorin Greta Thunberg finden die Proteste

freitags im Rahmen der Unterrichtszeit statt. Annika Rittmann

besucht die 12. Klasse eines Hamburger Gymnasiums und ist eine

der vielen Aktivisten in Deutschland. In Hamburg hat sie den globalen

Klimastreik am 20. September 2019 mitorganisiert. Hier erzählt

sie von den Zielen und Motiven der Bewegung.

Annika, welche konkreten Absichten hat Fridays for Future?

Fridays for Future fordert die Einhaltung der im Übereinkommen

von Paris vereinbarten 1,5-Grad-Grenze. Dazu halten wir neben internationalen

Lösungen die Klimaneutralität bis 2035, das Ziel der

100 Prozent erneuerbaren Energien bis 2035 und den Kohleausstieg

bis 2030 für zwingend notwendig.

Was ist deine tägliche Motivation, für die Umwelt einzustehen?

Wir bewegen uns mit zunehmender Geschwindigkeit auf einen Kollaps

zu. Wir stehen schon jetzt an einigen Kipppunkten und werden

auch in Zukunft immer mehr Punkte überschreiten, die irreversible

Schäden bedeuten. 2020 muss das Jahr des Umschwungs sein, um

diese Krise noch aufzuhalten.

Welche Aktionen und Themenschwerpunkte plant ihr für die Zukunft?

2020 finden in Hamburg Landtags- und in Bayern Kommunalwahlen

statt, zu denen wir groß demonstrieren werden. Außerdem soll

ein Kohlekraftwerk in Datteln ans Netz gehen, wogegen wir uns

massiv wehren werden. Neben den deutschlandweiten Großstreiks

gibt es auch globale Streiks, um weiterhin international Druck zu

machen und zu zeigen, dass es jetzt Zeit für Klimagerechtigkeit ist.

Wie bist du persönlich zu Fridays for Future gekommen?

Ich habe mich schon immer für Politik interessiert, meinen Fokus

aber mehr auf soziale Gerechtigkeit gelegt. Als ich im März zunehmend

von Fridays for Future gehört habe, habe ich mich in das

Thema Klimakrise eingelesen und gemerkt, wie wichtig es ist. Bei

einem Orgatreffen von Fridays for Future Hamburg habe ich dann

gemerkt, dass Hilfe immer gebraucht wird.

Was macht dir als Gründerin besonders viel Spaß?

Als Model habe ich nicht viel zu sagen, andere entscheiden für mich.

Aber in unserem Projekt stehen meine Schwester und ich hinter

dem Produkt und sind für seine Entstehung und Entwicklung verantwortlich.

Wir dürfen kompromisslos und nachhaltig sein. Natürlich

ist das auch sehr herausfordernd: Jeden Tag gibt es neue

Challenges, von der Organisation über die Teamführung bis hin zu

strategischen Entscheidungen. Das Vertrauen in sich selbst ist hierbei

essenziell.

Inwiefern lebst du auch privat umweltfreundlich und nachhaltig?

Ich mache es wie meine Mutter: Sie hat immer strikt den Müll getrennt,

das ist ganz einfach und kostet nichts. Außerdem kaufe ich

regional und saisonal ein und nehme immer eine eigene Tasche mit,

damit ich keine Plastiktüte brauche. In meiner Branche ist es besonders

herausfordernd, nachhaltig zu leben: Bei öffentlichen Auftritten

wird erwartet, dass ich immer neue Kleidung trage – das ist bescheuert!

Ich kombiniere meine Klamotten gerne neu oder leihe

mir welche aus. Praktischerweise haben meine Geschwister und

ich einen ähnlichen Körperbau, sodass wir öfter mal Kleider untereinander

tauschen. Und last but not least stöbere ich gerne durch

Secondhandgeschäfte.

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RUBRIK NACHHALTIGKEIT IM ALLTAG

ÖKO-MYTHEN-ALARM

WAS STIMMT UND WAS IST QUATSCH? MACH DICH SCHLAU IN

SACHEN KLIMA – DURCH UNSEREN MYTHENCHECK

Text: Kirsten Borgers

PAPIERTASCHEN SIND UMWELTFREUND-

LICHER ALS PLASTIKTÜTEN

450 Jahre treibt eine Plastikflasche im

Meer herum, bis sie vollständig zersetzt

ist, Plastiktüten brauchen immerhin 20

Jahre. Kunststoff zählt zu den größten

Umweltsünden – das haben auch viele Geschäfte

erkannt und zählen daher mittlerweile

auf Papiertüten. Doch diese verbrauchen

bei der Herstellung doppelt so viel Energie

wie Plastiktaschen, gehen schneller kaputt und

sind daher kürzer im Einsatz. Eine echte Alternative?

Der klassische Einkaufskorb!

HYBRIDAUTOS SIND TOTAL ÖKOLOGISCH

Ein Elektromotor für das Fahren in der Stadt

und ein Verbrennungsmotor für weite Strecken,

beides unter einer Haube. Eine geniale

Idee? Tatsächlich pusten die Hybridfahrzeuge

weniger CO2 in die Luft als Benziner oder Diesel,

doch das alleine ist zu kurz gedacht. Denn

für den Bau eines solchen Autos braucht es einiges

mehr an Ressourcen: Zwei Antriebe bedeuten

gleichzeitig auch mehr Materialeinsatz.

Der CO2-Fußabdruck alleine ist also kein ausreichend

verlässliches Maß, wenn es um eine

Verbesserung des Klimas geht.

GRÜNES LANDLEBEN

Viele deutsche Großstadtbewohner haben den

Wunsch, aufs Land zu ziehen. Was im wahrsten

Sinne des Wortes ziemlich grün klingt, ist aber

doch etwas komplexer: Ein ökologisch korrektes

Leben lässt sich in den Metropolen um einiges

einfacher führen. Eine Studie zweier US-

Wissenschaftler hat ergeben, dass eine Stadt

mit acht Millionen Einwohnern 15 Prozent

weniger Straßen, Rohre und Kabel braucht als

zwei Städte mit je vier Millionen Einwohnern.

Die London School of Economics hat sogar berechnet,

dass jeder New Yorker das Klima jährlich

mit zehn Tonnen CO2 belastet – ein Durchschnittsamerikaner

dagegen mit 25 Tonnen.

DEUTSCHLAND TRÄGT KAUM ZUM

KLIMAWANDEL BEI

Klingt erstmal wenig, hat aber große Konsequenzen:

Deutschland ist für etwa 2,1 Prozent

des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich

– gerade für ein kleines Land ist das nicht

wenig. Die Verantwortung des Landes wird

auch durch folgende Punkte klar, die der Naturschutzbund

betont: Jeder Deutsche produziert

etwa elf Tonnen CO2 pro Jahr, Deutschland

ist von Kohlekraftwerken geprägt und im

Verkehrssektor gibt es seit Langem keine nennenswerten

Erfolge in punkto Klima- oder

Gesundheitsschutz.

FLIEGEN? HALB SO WILD

Klimaschutz hin oder her – regelmäßige

Flüge in die Urlaubsregionen dieser

Welt müssen schon sein? Wer den

Klimawandel ernst nehmen will, sollte

diese Einstellung noch mal überdenken.

Laut dem deutschen Naturschutzbund

schmilzt das Meereis der Arktis je

Tonne CO2 um drei Quadratmeter – hierbei

handelt es sich um den CO2-Verbrauch

einer Person, die von Berlin nach Madrid und

zurück fliegt. Auch SUVs sollten öfter stehen

bleiben: Sie haben aufgrund ihres hohen Gewichts

schlechtere Werte als die meisten anderen

Autos bei Verbrauch, Reifenabrieb und

Luftwiderstand.

ICH SELBST KANN NICHTS AUSRICHTEN

Wenn jeder so denken würde, würde sich nichts

verändern. Dabei kann jeder Einzelne einen

Unterschied machen – und das fängt schon in

der Küche an. Energiesparend kochen, die Mikrowelle

seltener benutzen und öfter in Unverpacktläden

einkaufen sind einfache, aber effektive

Maßnahmen. Im Badezimmer ist eine kurze

Dusche anstelle eines Vollbads ökologischer

und die Toilette verbraucht weniger Wasser,

wenn eine Spülstopptaste eingebaut ist. Auch

auf den Trockner sollte verzichtet werden, der

mehr Strom schluckt als die Waschmaschine.

An der frischen Luft trocknet die Wäsche viel

umweltschonender.

Quellen: wiwo.de, nabu.de | Illustrationen: vecteezy.com, lhfgraphics, Mogil /depositphotos.com

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NACHHALTIGKEIT IM ALLTAG

STEP BY STEP

NACHHALTIG LEBEN IST ANSTRENGEND? NICHT

ZWINGEND: DU KANNST MEHR TUN, ALS DU DENKST.

TIPPS FÜR NEULINGE

Text: Steffen Rothhaupt

BEIM PUTZEN

Umweltfreundlich putzen bedeutet in erster

Linie Folgendes: auf aggresive chemische Reiniger,

die die Umwelt belasten, zu verzichten

und sie durch biologische Reinigungsmittel zu

ersetzen. Du kannst dir teure Putzmittel sogar

komplett sparen, denn einfache Hausmittel

wirken Wunder: Mit Wasser

verdünnter Essig dient beispielsweise

als hervorragendes Entkalkungsmittel,

Olivenöl lässt

Holzmöbel wieder glänzen und

Natron oder Backpulver machen

verstopfte Abflüsse frei.

Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung | Illustrationen: cteconsulting, mocoo2003, Red_Spruce/Depositphotos.com

IM KLEIDERSCHRANK

Simpel, aber effektiv: Trage deine Kleidung so lange wie

möglich und wirf sie nicht frühzeitig wieder weg. Auch beim

Kauf kannst du nachhaltige Akzente setzen. Zum einen ist es

sinnvoll, gebrauchte Kleidung zu erstehen, denn dabei werden

keine neuen Ressourcen verschwendet. Bestimmt findet du im nächsten

Secondhandshop ein cooles Teil. Alternativ kannst du Kleidertauschpartys

besuchen oder die Klamotten leihen, um deine Outfits durchzuwechseln.

Netter Nebeneffekt: Du sparst sogar noch eine Menge Geld. Es soll schon

ein neues Produkt sein? Dann kaufe bei nachhaltigen Modelabels wie

Armedangels, Bleed oder Greenality ein.

IN DER KÜCHE

Der durchschnittliche Deutsche verspeist pro Jahr etwa 60 Kilo Fleisch und

das oft auch noch vom Discounter. Die Rechnung ist simpel: je billiger das

Fleisch, desto schlechter die Haltung des Tieres und desto höher die Umweltbelastung.

Eine Lösung wäre es, weniger Fleisch zu konsumieren, dafür

in deutlich besserer Qualität. Zudem solltest du nach

Möglichkeit immer frisch kochen anstatt wahllos Fertiggerichte

in dich hineinzuschaufeln. Bei deren Produktion

wird nämlich massig Energie aufgewandt – bei

Tiefkühlprodukten auch für die Lagerung.

BEIM EINKAUFEN

Klar ist es verlockend, bestimmte Nahrungsmittel gleich

in größeren Mengen und somit günstiger zu kaufen. Doch

nur die wenigsten verzehren die größeren Portionen auch.

Deswegen ist es ratsam, nur die Produkte einzukaufen, die

du für ein konkretes Essen eingeplant hast. Außerdem lohnt es sich, nur

das Obst und Gemüse zu kaufen, das gerade Saison hat. Das bedeutet, dass

diese Sorten nicht von weit her importiert werden müssen, was wiederum

enorme CO2-Emissionen verursacht. Um Verpackungsmüll zu sparen,

solltest du öfter auf dem Markt oder in Unverpackt-Läden einkaufen und

immer deinen eigenen Korb dabeihaben. Zudem ist es sinnvoll, Leitungswasser

zu trinken: Es ist billiger, hat kürzere Transportwege und ist oftmals

sogar von höherer Qualität als Wasser aus der Plastikflasche.

IM BADEZIMMER

Duschen statt Baden sollte deine oberste Priorität sein, denn das spart Wasser,

Energie und nebenbei auch noch Zeit. Leider verwenden wir gerade im

Bad sehr viele Einwegprodukte. Doch es gibt Alternativen: zum Beispiel

wiederverwendbare Wattepads aus Bambus und Baumwolle, verpackungsfreie

Haar- und Körperseife, langlebige Rasierhobel statt Rasierer aus Plastik,

Bambuszahnbürsten und Menstruationstassen. Daneben kannst du

viele Kosmetikprodukte selbst herstellen, etwa Deo aus Kokosöl und Natron

oder ein Peeling aus Zucker und Öl.

IM HAUSHALT

Hier solltest du in erster Linie darauf achten,

Strom und Wasser zu sparen. Ersteres kannst

du beispielsweise wunderbar beim Kochen,

indem du immer einen Topfdeckel nutzt. Auch

vermeintliche Kleinigkeiten, wie das Licht auszumachen,

wenn du den Raum verlässt, machen

einen Unterschied. Der Strom an sich

sollte aus regenerativen Quellen erzeugt werden.

Prüfe deinen Vertrag und

wechsle bei nächster Gelegenheit

zu einem Ökostrom-Anbieter.

Wasser sparst du, indem du

beim Zähneputzen oder Rasieren

den Wasserhahn abdrehst.

Bei der WC-Spülung kannst du einfach

die Stoppvorrichtung drücken.

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MODE & UMWELT

PLASTIK

AUF DER HAUT

WELCHE AUSWIRKUNGEN DIE TEXTILINDUSTRIE AUF DIE UMWELT HAT –

UND WIE JEDER EINZELNE ETWAS DAGEGEN UNTERNEHMEN KANN

Text: Alicia Reimann

60

Kleidungsstücke kauft jeder einzelne

Deutsche im Durchschnitt pro Jahr. 40

Prozent der Kleidung im Schrank werden

gar nicht getragen.

3.000

Mit so vielen Chemikalien kommt Kleidung

im Laufe ihrer Produktion in Berührung.

2.700

Liter Wasser stecken hinter der Produktion

eines einzigen Partyshirts – das dann

durchschnittlich 1,7 Mal getragen wird.

Hand aufs Herz: Wie viele Kleidungsstücke besitzt

du? Wie viele davon trägst du wirklich regelmäßig?

Und: Von wie vielen weißt du, wie

und wo sie hergestellt wurden? In Zeiten von

Fast Fashion und Co. fällt es oft schwer, hier den

Überblick zu behalten. Die Produktion der gängigen

Ladenketten ist ausgelagert – ›made in

Germany‹ steht zumindest bei bekannten kleinund

mittelpreisigen Marken kaum auf dem Etikett.

»Der Großteil unserer Kleidung wird heute

in Textilfabriken in Asien produziert, wo die

Produktionskosten für die Industrie am günstigsten

sind. Die Arbeitsbedingungen für die

Menschen hingegen sind miserabel. Die Arbeiter

– hauptsächlich Frauen – schuften bis

zu 16 Stunden am Tag und verdienen nur etwa

ein Prozent des Kaufpreises eines T-Shirts. Sie

müssen oft von weniger als 35 Euro im Monat

leben«, berichten Carla Noever Castelos und

Jenny Blekker, Mitarbeiterinnen der Jugend im

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland

(BUNDjugend).

VERGIFTETE UMWELT

Allein diese schlechten Arbeitsbedingungen

sollten vor übermäßigem Konsum abschrecken.

Aber nicht nur diese lassen in der Textilindustrie

zu wünschen übrig: Auch die Auswirkungen

auf die Umwelt sind besorgniserregend.

»Bis zu 70 Prozent der Kleidung, die aktuell auf

den Markt kommt, besteht aus synthetischen

Fasern«, warnt Viola Wohlgemuth, die als Kampaignerin

Konsum mit Schwerpunkt Chemie

bei Greenpeace tätig ist. »Polyester ist der Treibstoff

für Fast Fashion. Das Problem ist: Polyester

basiert auf Erdöl, aus dem auch Plastik hergestellt

wird – im Grunde tragen wir also alle

Plastiktüten.«

Die Umweltbelastung beginnt schon bei der

Herstellung von Kleidung und anderen Textilien.

Damit die circa 3.000 Chemikalien, mit

denen die Produkte während ihrer Produktion

in Berührung kommen, bei Gutachten auf Basis

europäischer Standards nicht mehr nachgewiesen

werden können, wird die Kleidung

noch in Asien mehrmals gründlich gewaschen

– alle Giftstoffe fließen ins Wasser, verteilen sich

dadurch auf der ganzen Welt und werden im

schlimmsten Fall von Tieren oder Menschen

aufgenommen. Aber auch dann, wenn das Produkt

bereits den Weg in unseren Kleiderschrank

gefunden hat, hört der Schaden nicht auf. Laut

Wohlgemuth von Greenpeace verliert beispielsweise

eine Fleecejacke während eines einzigen

Waschgangs bis zu 700.000 Mikrofasern, die

von der Waschmaschine nicht zurückgehalten

werden. Auch diese fließen also in Flüsse und

Meere.

DIE MASSE MACHT'S

Für Viola Wohlgemuth von Greenpeace liegt

das Hauptproblem in der Masse an produzierten

Textilien. Denn diese Mengen können eigentlich

nur mit Polyesterstoffen und nicht mit

natürlichen Fasern gedeckt werden. Der Anbau

Quellen: Greenpeace, Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.

Fotos und Illustrationen: Kzenon, patrikslezak/ AdobeStock.com, Becca Mchaffie/ unsplash.com

44 | www.career-center.de – Die Jobbörse für Akademiker


MODE & UMWELT

von Baumwolle verbraucht allerdings Unmengen

an Wasser und es werden – sofern es sich

nicht um Biobaumwolle handelt – viele Pestizide

eingesetzt. Wohlgemuths Lösung: von

den Massen wegkommen und vor allem anfangen,

in Kreisläufen zu denken. »Die Firmen

müssen ihre Verantwortung ernst nehmen und

Kleidung auf den Markt bringen, die langlebig

ist und wieder zu neuen Kleidungsstücken gemacht

werden kann, wenn sie nicht mehr reparierbar

ist.« Die Ansätze, die Wohlgemuth momentan

bei einigen Firmen sieht, gehen für sie

eher in Richtung Greenwashing: »Zwischen

hundert Kleidungsstücken, die umwelttechnisch

eine Katastrophe sind, macht ein Schuh,

der aus in Fischernetzen gefundenem Plastik

hergestellt ist, auch keinen Unterschied.«

BEI SICH SELBST BEGINNEN

Die gute Nachricht ist: Jeder kann selbst etwas

tun, indem er sich und seinen Kleidungskonsum

überdenkt und entsprechend umstellt.

Zum Beispiel: »Öko-faire Mode zu kaufen, ist

eine gute Alternative für die Näher und die Umwelt.

Slow Fashion meint, dass wir bewusster

Kleidung kaufen – weniger Kleidungsstücke,

aber diese in guter Qualität«, erklären Carla

Noever Castelos und Jenny Blekker von der

BUNDjugend. Die Frage ist auch, ob es denn

immer ein neues Kleidungsstück sein muss.

Viola Wohlgemuth von Greenpeace hat selbst

seit zehn Jahren keine neue Kleidung mehr gekauft.

Sie geht gern auf Kleidertauschpartys,

wo sie ihre unliebsam gewordenen Sachen los

wird und dafür von anderen Frauen etwas bekommt.

Und es gibt noch mehr Alternativen

zu Fast Fashion, wie Carla Noever Castelos und

Jenny Blekker betonen: »Klamotten leihen, reparieren,

upcyclen, tauschen oder Secondhand

einkaufen, sind die besten Alternativen, die sich

jeder leisten kann.« Würde jeder auf diese Möglichkeiten

zurückgreifen und sich vor jedem

Kauf mehrmals fragen, ob er dieses Teil auch

wirklich braucht, wäre der Umwelt ein enormer

Dienst getan. Klar ist aber auch: Hinter der Textilindustrie

steckt eine riesige Wirtschaft, die

sich von ihrem Fast-Fashion-Pfad vermutlich

nicht abbringen lassen wird. Deshalb muss jeder

Einzelne bei sich selbst anfangen, um einen

Unterschied zu bewirken. Denn wie heißt es so

schön: Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen

Orten viele kleine Schritte tun, dann werden

sie das Gesicht der Welt verändern.

In Deutschland werden jährlich 1,3 Millionen Tonnen Kleidung

weggeschmissen.

Die beim Bleichen und Färben eingesetzten Chemikalien

sind nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern auch für

unsere Gesundheit.

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REISEN

REISEN MIT VERSTAND

URLAUB OHNE SÜNDE IST NICHT MÖGLICH? DOCH! WIR ZEIGEN DIR

UMWELTFREUNDLICHE ALTERNATIVEN

Text: Steffen Rothhaupt

Die Welt entdecken,

neue Orte kennenlernen

und in fremde Kulturen eintauchen – davon

träumen wir beinahe alle. Doch so schön Urlaube

auch sind: Das Reisen kann leider zu hohen Umweltbelastungen

führen, denen wir uns oft nicht einmal bewusst sind.

Hans-Joachim Herrmann, Leiter des Fachgebiets Internationale

Nachhaltigkeitsstrategien, Politik- und Wissenstransfer beim

Umweltbundesamt, sieht insbesondere die Anreise als sehr problematisch

an. Denn diese kann je nach Entfernung oder Verkehrsmitteln

zu erheblichen Emissionen führen. Doch gerade

hier können Urlauber selbst aktiv werden, indem sie Reisemittel

wählen, die nur wenige Treibhausgase emittieren und das

Klima somit geringer belasten. Beispiel gefällig? Bei einer Flugreise

Berlin-Orlando-Berlin werden ungefähr 4,8 Tonnen CO2

emittiert, bei einer 14-tägigen Kreuzfahrt fallen circa 4,1 Tonnen

CO2 an. Eine Bahnfahrt von Berlin nach London und wieder

zurück würde dagegen nur 0,01 Tonnen CO2 emittieren. Ein

riesiger Unterschied! Das CO2-Jahresbudget in Deutschland

liegt aktuell bei 11,6 Tonnen pro Kopf und somit weit über der

Klimaverträglichkeit. Ziel der EU-Staaten ist es, bis 2050 einen

Verbrauch von ein bis zwei Tonnen CO2 pro Kopf zu erreichen.

Damit würde Europa dem Ziel der Klimaneutralität einen großen

Schritt näherkommen.

WEITERE UMWELTSÜNDEN

Doch die Anreise ist nicht

das einzige Problem. Herrmann

nennt weitere Belastungen: »Große Hotel-

oder Apartmentanlagen beanspruchen viel

Fläche. In südlichen, trockenen Ländern stellt zudem der Wasserverbrauch

durch Pools ein Problem dar.« Allgemein entstehen

circa fünf Prozent aller klimaschädlichen Emissionen

weltweit durch den Tourismus – das klingt erst mal nicht viel,

ist aber ein wichtiger Baustein, um den Klimawandel zu stoppen.

Von den Tourismus-Emissionen entfallen wiederum 40

Prozent auf Flugreisen, 32 Prozent auf den Autoverkehr und 21

Prozent auf die Unterkünfte. Außerdem ist der Tourismus wie

kaum ein anderer Wirtschaftszweig auf eine intakte Natur angewiesen

– schließlich reisen viele Besucher genau deshalb an.

Diese leidet allerdings schon länger an einer schwindenden Biodiversität:

»Bei Freizeitaktivitäten während des Urlaubs sollten

Touristen darauf achten, dass sie Pflanzen und Tiere nicht beeinträchtigen

oder stören«, appelliert Herrmann deswegen an

alle Reisenden. Das bedeutet auch, keine Orte des Massentourismus

auszuwählen, keine Abfälle in der Natur liegenzulassen

und keine Einrichtungen zu besuchen, die Wildtiere in Gefangenschaft

halten. Außerdem sollten sich Reisende – auch wenn

dies eigentlich selbstverständlich ist – im Urlaub genauso umweltbewusst

wie zu Hause verhalten, also den Müll trennen oder

Fotos: arquiplay77/depositphotos.com | Quellen: Reiseanalyse 2019 der

Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen, Umweltbundesamt

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REISEN

sparsam mit Wasser umgehen. Glücklicherweise gibt es Anzeichen, dass

die Menschen dazu bereit sind: Für immerhin 57 Prozent der Deutschen

soll der Urlaub möglichst sozial verträglich, ressourcen- und umweltschonend

sein.

WIE REISE ICH UMWELTFREUNDLICH?

Welche Lehre kannst du nun aus den vielfältigen Umweltproblematiken

ziehen, die durch das Reisen verursacht werden? Ist es immer noch möglich,

guten Gewissens Urlaub zu machen? Ja! Für das Prinzip, so zu reisen,

dass der Natur möglichst wenig geschadet wird, gibt es unterschiedliche

Bezeichnungen: nachhaltiger, sanfter oder

umweltverträglicher Tourismus. Bei dieser

Art des Tourismus wird unter anderem darauf

geachtet, die Natur möglichst nah, intensiv

und ursprünglich zu erleben sowie

sich der Kultur des bereisten Landes soweit

es geht anzupassen. Laut Herrmann vom

Umweltbundesamt sollte dafür jedoch ein

Ziel in der Nähe ausgewählt werden – also

in Deutschland oder dem angrenzenden

Ausland. Zudem sollte die Anreise per Bus

oder Bahn erfolgen. Ein Nachteil, da so die

Anzahl der Länder deutlich begrenzt wird? Laut Herrmann vom Umweltbundesamt

überhaupt nicht: »In Deutschland und unseren Nachbarländern

gibt es alles, was wir für eine schöne Reise brauchen: Sonne satt,

schöne Strände, Berge, Seen, Flüsse und Landschaften.«

»WENN ES UNBEDINGT EINE

FLUGREISE SEIN MUSS, SOLLTEN DIE

ANFALLENDEN CO2-EMISSIONEN

ZUMINDEST KOMPENSIERT WERDEN.«

Hans-Joachim Herrmann, Umweltbundesamt

DER TRAUM VOM ANDERSWO

Und wenn es doch mal etwas weiter weg sein soll? Auch dafür

hat Herrmann einen Tipp: »Wenn es unbedingt eine Flugreise

sein muss, sollten die anfallenden CO2-Emissionen zumindest

kompensiert werden.« Das heißt, Verbraucher zahlen einen Betrag,

der etwa in ein Projekt in einem Entwicklungsland fließt,

mit dem der Einsatz von Biogas für Haushalte gefördert wird.

Die Stiftung Warentest hat dafür eine Reihe von Kompensationsanbietern

getestet. Besonders gut haben dabei Atmosfair,

Klima-Kollekte und Primaklima abgeschnitten.

Daneben haben viele Reiseanbieter heute

verbindliche Umwelt- und Sozialstandards

in ihrem Portfolio. Ein gutes Beispiel dafür

ist das Forum Anders Reisen. Dort haben

sich 100 Reiseveranstalter zusammengeschlossen,

die sich für einen nachhaltigen

Tourismus engagieren. Auf der Plattform

kannst du dein bevorzugtes Reiseland,

deine Daten sowie spezielle Wünsche bei

der Reiseart angeben. Die Seite filtert dir

dann passende Angebote heraus und nennt

dir Preis sowie Veranstalter. Du siehst also: Optionen, seinen Urlaub

umweltverträglicher zu gestalten, gibt es durchaus. Und

wer weiß, vielleicht hält auch das bewusste Reisen unvergessliche

Abenteuer für dich bereit?

Yay oder hmm?

Wie gut

waren deine

Kurse?

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Bertelsmann SE & Co.

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Deloitte

DFS Deutsche

Flugsicherung GmbH

Filmakademie Baden-

Württemberg

Animationsinstitut

Ludwigstraße 21

80539 München

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Kontakt:

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Fon: 089 2317 4948

Branche:

Strategische Unternehmensberatung

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The Boston Consulting Group

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Kontakt: Judith Gördes,

createyourowncareer@

bertelsmann.de

Branche:

Medien, Dienstleistung und

Bildung

Produkte/Dienstleistungen:

Bertelsmann ist ein Medien-,

Dienstleistungs- und Bildungsunternehmen,

das in rund 50

Ländern der Welt aktiv ist. Zum

Konzernverbund gehören die

Fernsehgruppe RTL Group, die

Buchverlagsgruppe Penguin

Random House, der Zeitschriftenverlag

Gruner + Jahr, das Musikunternehmen

BMG, der Dienstleister

Arvato, die Bertelsmann Printing

Group, die Bertelsmann Education

Group sowie das internationale

Fonds-Netzwerk Bertelsmann

Investments.

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Schwannstraße 6

40476 Düsseldorf

careers.deloitte.com

Kontakt:

Recruiting Team

Fon: 0211-8772-4111

career@deloitte.de

Branche:

Prüfung und Beratung

Produkte/Dienstleistungen:

Deloitte erbringt Dienstleistungen

aus den Bereichen Audit &

Assurance, Risk Advisory, Tax

& Legal, Financial Advisory und

Consulting.

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Am DFS Campus 4

63225 Langen

www.karriere.dfs.de

Kontakt:

Team Bewerbermanagement

Recruitment & Selection

Fon: 06103-707-5155

lotsenausbildung@dfs.de

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Liepert

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Baden-Württemberg

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Bereichen Animation, Visual

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und Interaktive Medien aus.

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Deutschland

Novartis Pharma

GmbH

F. Hoffmann-

La Roche Ltd

Schaeffler Gruppe

VGH

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Dr.-Hans-und-Paul-Riegel-Str. 1

53501 Grafschaft

www.haribo.com

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Trainees: Alexandra Stumpe

Praktikanten: Lisa Paßmann

Branche:

Konsumgüter, Genuss- und

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HARIBO ist Weltmarktführer im

Fruchtgummi- und Lakritz-Segment

mit so bekannten Produkten

wie die ›Goldbären‹,

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und ›Tropifrutti‹. 16 Produktionsstandorte

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in 26 Ländern

weltweit verleihen dem traditionsreichen

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circa 7.000 Mitarbeitern

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Roonstraße 25

90429 Nürnberg

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People & Organization

Branche:

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Novartis bietet medizinische

Lösungen an, um damit auf die

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von Patienten und Gesellschaften

auf der ganzen Welt einzugehen.

Das Unternehmen ist ausschließlich

auf den Gesundheitssektor

ausgerichtet und

verfügt über ein diversifiziertes

Portfolio, um diese Bedürfnisse so

gut wie möglich zu erfüllen.

Contact:

F. Hoffmann-La Roche Ltd

Grenzacherstrasse 124

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Homepage

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Industry sector:

Life Science, Healthcare, Pharma,

Diagnostics

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global pioneer in pharmaceuticals

and diagnostics focused on

advancing science to improve

people’s lives. The combined

strengths of pharmaceuticals

and diagnostics under one roof

have made Roche the leader

in personalised healthcare – a

strategy that aims to fit the right

treatment to each patient in the

best way possible. More information

you can find on roche.com

Industriestraße 1-3

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Bei allgemeinen Fragen zum Thema

Karriere wenden Sie sich bitte

an career@schaeffler.com, bei

Fragen zu einzelnen Stellenangeboten

an die in der Ausschreibung

genannte Kontaktperson.

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leistet Schaeffler bereits heute

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Personenversicherungen für

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Mitarbeiter sind für den regionalen

Marktführer tätig. Mit den

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den Sparkassen und der LBS,

bilden sie ein flächendeckendes

Servicenetz zur Betreuung von

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gehaftet. • Bezug per Abo: siehe www.audimax.de/abo. • Verbreitete Auflage laut IVW 04/19: 52.050 Expl., ISSN 1865-4495

Das 50 nächste | www.career-center.de audimax Wi.Wi erscheint am – 04.05.2020. Die Jobbörse • Hinweis: Der für Lesbarkeit Akademiker halber wird in allen Artikeln die männliche Schreibweise verwendet. Selbstverständlich sind Frauen und Männer immer gleichermaßen angesprochen.



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Mal ehrlich, wer legt sich heute schon gerne fest? Wir sind flexitarische,

genderfluide, bilinguale Jein-Sager und suchen die große Liebe, aber

nicht für immer. Und das ist auch gut so. Denn wer weiß, dass er sich

nicht festlegen will, weiß ja irgendwie, was er will. Deshalb ist ein Festeinstieg

bei BCG keine Entscheidung, an die du dich für immer bindest,

sondern eine echte Chance. Nochmal schnell Master machen? Klar.

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