ocean7 2/2020

Ocean7

Sisi vor! Die VO65 des Austrian Ocean Race Project nimmt Fahrt auf – mit Ziel Alicante 2021. Reif für die Insel? Christian Kargl und occean7 rufen zur ultimativen 24-Stunden-Insel-Challenge im Mai. Secret Sailing: Markus Silbergasser verrät, wo noch idyllische Rastplätze im Mittelmeer zu finden sind. Lago 26 Foil: Wachsen dem erfolgreichen Jollenkreuzer (Schwert, Kiel) nun wirklich auch Flügel? Frauscher 1414 Demon Air. Michael Frauscher über T-Tops und die Kunst des Weglassens am Traunsee. Marian M 800: Schön, schnell, still – das neue Flaggschiff von Boote Marian am Wolfgangsee. Let there be Tulln: News, Tipps und Highlights zur Austrian Boat Show 2020. Segler für den Moment: Weltumsegler Wolfgang Hausner über gestrandete Schicksale in der Tambobo Bay. Aliens im Mittelmeer: Meeresbiologe Manuel Marinelli über die verheerende Invasion unter Wasser.

YACHTING, REISEN UND MEER

2/2020 März/April

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SISI VOR!

Ein

Syndikat, ein Ziel: The Austrian

Ocean Race Project nimmt Kurs auf

Alicante. Für den Start 2021 braucht

es aber noch einen Hauptsponsor.

AN DER DONAU

Austrian

Boat Show

Boot Tulln – Tipps

und Highlights 2020.

AM NEUSIEDLER SEE

Lago 26,

die Foilende

Die Rakete im Wasser

schnuppert Höhenluft.

AUF DEM PRÜFSTAND

Reif für

die Insel?

Der 24-Stunden-

Rettungsinsel-Test.

Mit News der österreichischen

Verbände YCA, MSVÖ und Sail Austria


3. BIS 6. MÄRZ 2011

Willkommen in tulln. Volle Vielfalt voraus: austriaN Boat shoW

– Boot tuLLN 2020. Das Nr. 1 Event für Boote, Yachten, Wassersport-Touristik

und Tauch sport zeigt die wichtigsten Trends, die interessantesten Neuheiten und

einzig artige Auswahl: Von Motorbooten über Luxus yachten bis zum breit ge fächerten

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Editorial

Der Weißgottwas-Rabatt

Über Yachtinvest- und Kaufcharter-Programme wurde in der jüngsten Vergangenheit

ausgiebigst berichtet. Doch was bedeutet das für den einfachen Charterkunden, auf

dessen Schultern letztendlich all diese Geschäftsmodelle ruhen?

Auf den ersten Blick – zum

Beispiel nach Kroatien –

nur Gutes! Die vielen Marinas

sind bummvoll mit Yachten

jeglicher Couleur und wenn es

nicht unbedingt ein Katamaran

der jüngsten Generation sein muss,

sind diese dank Stammkunden-,

Frühbucher- und Weißgottwas­

Rabatt für relativ wenig Geld zu

haben. „Relativ“ im zeitlichen Kontext:

Vor rund 20 Jahren sah es da

noch ganz anders aus! Das überbordende

Angebot war einfach

nicht vorhanden, Marinas und

Yachten Mangelware. Wer nicht

lange im Voraus gebucht und ohne

zu murren den saftigen Preis geblecht

hatte, strandete unversehens

als Ölsardine auf einer rosa Luftmatratze

in der oberen Adria.

„Die gute alte Zeit!“, wird jetzt

so mancher Yacht-Investor ins

Schwärmen geraten, denn für sie

waren hochprozentige Ren diten

damals die Regel und keine Seltenheit.

„Heute genügt es, wenn der

Eigner seine zwei Segelwochen in

der Hochsaison konsumiert – und

schon schmilzt die Butter auf dem

Brot in der Sommersonne“, sagt

Kroatien-Experte Albert Grassl

von Trend Travel & Yachting.

Und jetzt das Pitter-Paradoxon:

„Unser Dilemma ist, dass wir zu

wenig Kunden verlieren“, sagt

Klaus Pitter. Gemeint sind all jene

Eigner, deren Yachten die (ersten

fünf bis sechs) hochrentablen

Charterjahre längst schon im Kielwasser

haben, aber nach wie vor

Teil der Pitter-Charterflotte sind.

Natürlich spielen diese nicht

mehr in der Oberliga der 15 Basen

in Kroatien mit, sind aber nach wie

vor mehr als nur kostendeckend

und vor allem: „Es sind Boote von

Menschen, die sich den Traum von

der eigenen Yacht erfüllt haben“,

erklärt Klaus Pitter.

Ein Commitment, dass sich nur

die alteingesessenen Big Player auf

dem Markt leisten können. Sie

haben das jahrzehntelange Knowhow,

die Infrastruktur, das Personal

und das Netzwerk, womit man eine

längere Durststrecke oder sogar ein

Erdbeben wegstecken kann. Alle

anderen aber – seien es nun risikofreudige

(www-)Spekulanten ohne

Netz, aber auch Kleinstunternehmer

ohne Business-Plan – dürften

wohl keines der beiden Szenarien

überstehen.

Was das alles nun mit dem einfachen

Chartergast (wie ich es übrigens

auch bin) zu tun hat? Nun, die

Zeichen sind auf Marktbereinigung

gestellt, doch bis diese durch ist,

wird wohl noch so manche deftige

„Preis-Schlammschlacht“ ausgefochten

werden. Und hier kommt

das zweite Paradoxon ins Spiel:

FOTO: TAHSIN ÖZEN

Die Höhe der Chartereinnahmen

definiert auch die Höhe der Re ­

investition in das Unternehmen

und somit in die Flotte. Qualität

wird also immer ihren Preis haben,

daher fahren Sie oft günstiger,

wenn Sie etwas teurer einkaufen.

Riskieren Sie letztlich lieber doch

noch einen zweiten Blick auf Vercharterer

und Flotte, bevor Sie dem

Lockangebot eines Anbieters erliegen,

dessen einziges Ziel die Gewinnoptimierung

für sich und

seine Investoren ist. Denn dieser

wird es sich nicht leisten, Personal

zu schulen und ganz jährig zu beschäftigen

• die Flotte im Sinne der

Eigner und Chartergäste in Schuss

zu halten • ein auch am Wochenende

verlässliches Notfall-Service auf

dem Wasser zu bieten etc.

Es sei denn, man verzichtet auf

den Weißgottwas-Rabatt?

Albert Grassl,

CEO Trend Travel

& Yachting, vor

den Jeanneau-

Bestsellern auf

der boot.

Klaus Pitter,

CEO Pitter Yachtcharter,

bringt

das neueste

Bavaria-Modell

C42 nach Tulln.

FOTO: PITTER

TAHSIN ÖZEN

Journalist, Segler und

Liebhaber aller Reviere

und Yachten, Skipper,

Chefredakteur.

redaktion@ocean7.at

FOTO: UDO REICHMANN

2/2020 5


mein Heimathafen

7. 3. BIS 10. 6. MÄRZ 2011 2019

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sofort wie wie zu zu Hause fühlt fühlt.

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sind bestens ausgestattet und das Personal

ist

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ausgesprochen

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Mitten im Grün der gepflegten Garten-

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Schwimmbäder, 2 Thermal-Whirlpools,

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Cartoon

ILLUSTRATION: INGA BEITZ, WWW.INGABEITZ.JIMDO.COM

2/2020 7


Inhalt 2/2020

MY PRIVATE MITTELMEER. Segelblogger Markus

22Silbergasser gibt Tipps für das idyllische Mittelmeer-Segelerlebnis.

FOTOS: MARKUS SILBERGASSER, MARIAN, JULIAN KIRCHER

74 14

ELEKTRISCH, ÄSTHETISCH, GUT. Das neue Flaggschiff der kleinen, feinen

Marian-Werft im Test auf dem Wolfgangsee.

KOMMOD AUF DEM RENNBOOT. ocean7 zu Gast auf der Rennyacht des

österreichischen Ocean Race Projects.


Mit News der österreichischen

Verbände YCA, MSVÖ und Sail Austria

Österreichische Post AG

MZ 12Z039473 M

ocean7, Feschnigstraße 232, 9020 Klagenfurt

9 190001 019703

FOTO: ROLEX/KURT ARRIGO

Rubrik

10 SCHAUFENSTER

Extremläufer und -segler.

81 IMPRESSUM

Kolumnen

12 BOBBY SCHENK

Checkliste für die Katastrophe.

20 OCEAN WOMAN

Das Leiden in segellosen Zeiten.

62 GOTTFRIED RIESER

Der Skipper als Führungskraft.

68 FRIEDRICH SCHÖCHL

Heiße Kautionsversicherungen.

88 SAILING POETRY

Mit Michael Nyman am Traunsee.

Reisen

22 SECRET SAILING

Wo das Mittelmeer je nach Saison

noch einsam ist: Insider-Tipps von

Markus Silbergasser.

28 TAMBOBO BAY

Von Lebenskünstlern und

Terroristen auf den Philippinen.

Features

14 FROM SISI WITH LOVE

Lokalaugenschein auf der VO65

des Austrian Ocean Race Project.

33 TESTSTRECKE

Crewbands – Safety-Armbänder

mit Pfiff!

34 REIF FÜR DIE INSEL?

Vom Leben und Überleben auf See

– z. B. in einer Rettungsinsel.

YACHTING, REISEN UND MEER

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36 ALIENS IM MITTELMEER

Invasive Fischarten im Mittelmeer

und welche Probleme sie bereiten.

40 SKIPPERTRAINING

Die Kombination von virtuellem

Training und Praxis auf der Yacht.

46 LET THERE BE TULLN

Tipps und Highlights der

Austrian Boat Show – Boot Tulln.

Yachten

64 LAGO 26

Wie man dem erfolgreichen

Jollenkreuzer das Fliegen

beibringen möchte.

70 FRAUSCHER 1414 DEMON AIR

Nur ein T-Top? Interview mit

Michael Frauscher über das

perfekte Boots-Design.

74 MARIAN M 800

Die schöne Stille vom

Wolfgangsee im Test.

Sport

78 SPORT-PANORAMA

News national/international

79 SEGELN FINDET STADT

Neue Schule an der Alten Donau:

boats2sail lehrt nun auch in Wien.

Im Verband

80 SAIL AUSTRIA

82 YACHT CLUB AUSTRIA

86 MOTORBOOTSPORT UND

SEEFAHRTS VERBAND

ÖSTERREICH

ÜBER

JAHRE

Top-Reviere für die

Haupt- und Nebensaison:

Türkei

Griechenland

Italien

Balearen

mit ARGOS-Clubvorteil!

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Austrian

Boat Show

Boot Tulln – Tipps

und Highlights 2020.

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die Foilende

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Reif für

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Ocean Race Project, zu sehen

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Schaufenster

El Toro

segelt

Text TAHSIN ÖZEN

Nein, nicht der Skipper ist damit gemeint,

sondern die exotische 30-

Tonnen-Yacht Skipper 56 extended

der griechischen Werft Akro poro. Diese steht

im Eigentum von Christian Schiester, der

wieder um einer der angesagtesten Extremläufer

der Welt ist.

Was macht nun jemand, der durch so viele

Wüsten gerannt ist wie sonst vielleicht nur

der Road Runner im Zeichentrickfilm, als

Skipper in Laufschuhen auf einer Segelyacht

mitten auf dem Meer? „Na, um die Welt segeln,

damit ich mir neue Reviere erschließen

kann“, so Christian Schiester. Er sagt das mit

solch einer Selbstverständlichkeit, dass man

sich fast nimmer fragen traut, warum er dann

auch noch anders rum, also von West nach

Ost, segelt.

„Wir schwimmen gegen den Strom“, erklärt

Daniela Bärnthaler lächelnd. Seine Lebens ­

gefährtin hat ihn auch als Partnerin an Bord

überallhin begleitet. Von Griechenland auf

die Seychellen, weiter nach Indonesien und

von dort über den Pazifik bis zu den Salomonen.

Viele fantastische Flecken auf dem Globus

haben die beiden in dieser Zeit laufend

erkundet, doch nicht immer ist alles ein Honigschlecken.

Schwere Stürme, Probleme mit

dem Motor und – ja, gelegentlich auch mit

dem Magen – sind Herausforderungen selbst

für den Red-Bull-gesponserten Spitzensportler,

die es ebenfalls zu meistern gilt.

Nach rotweißroter Winterpause kehrt das

Sail & Run-Duo am 12. März wieder zurück

an Bord der El Toro auf die Salomonen, am

3. Mai läuft Schiester den Wings for Life

World Run für einen guten Zweck (siehe

Kasten rechts). Danach wird weitergesegelt

nach Vanuatu, Etappenziel 2020 ist Fidschi.

wird die beiden gegen den Strom

via online-Blog begleiten und berichten.

è www.christian-schiester.com

10 4/2019 2/2020


Wings for Life

Der Wings for Life World Run ist ein per App

gesteuertes Charity-Sportevent, das Läufer

auf der ganzen Erde vereinigt. Auf fast 40

Strecken starten weltweit tausende Teil -

nehmer gleichzeitig und laufen für ein gemeinsames

Ziel: Querschnittslähmung heilbar zu

machen. 100 % der Einnahmen des Events

kommen der Wings for Life-Stiftung zugute,

die Forschung im Bereich der Heilung von Rückenmarksverletzungen

finanziell fördert. Die

Laufdistanz ist für jeden per App frei wählbar,

eine vorgegebene Maximalzeit ist dann allerdings

einzuhalten – wird man vom Besenwagen

überholt, ist man raus!

Die Startgebühr (€ 45,–) wird vollständig gespendet.

Wer will, kann also mit Christian

Schiester für einen guten Zweck laufen!

è www.wingsforlife.com

2/2020 11


In den Wind gesprochen

Checkliste für Aussteiger

FOTO: YOUTUBE.COM

Die Aufgabe der Yacht – nach „Person über Bord“ das zweitschlimmste

Szenario auf See. In der letzten Ausgabe habe ich Ihnen Beispiele genannt,

die aufzeigen, dass die Aufgabe der Yacht nicht zwingend nötig gewesen war.

Aber warum ist es dennoch so gekommen?

BOBBY SCHENK

ist Weltumsegler,

Navigations-Experte

und Buchautor.

kolumne@ocean7.at

Am 15. Jänner 2009 konnte Flugkapitän Chesley B.

Sullenberger einen Airbus A320 im Hudson River

notwassern. Alle 155 Menschen an Bord überlebten.

D

ie Antwort, da bin ich mir

ziemlich sicher: Panik! Ich

kenne sehr wohl (aus meinen

Fliegertagen) das aufkommende

Gefühl der Angst, des Durchdrehens.

Wenn der einzige Motor anfängt

zu stottern, dir aus fast zehn

Kilometern Tiefe die Eisberge entgegenglitzern

und eine innere

Stimme anfängt zu schreien: „Nur

raus hier!“ Was objektiv beurteilt

natürlich Nonsens ist.

In diesem Zusammenhang fällt

mir der amerikanische Nationalheld

und Flugkapitän Chesley B.

Sullenberger ein, dessen Geschichte

zu Recht um die Welt gegangen

ist. Kurz nach dem Start vom US-

Airways-Flug 1549 in New York

mit 155 Menschen an Bord blieben

beide Maschinen wegen Vogelschlages

stehen. Eine Situation, die

unter normalen Umständen den sicheren

Tod für alle bedeutet. Denn

der Besatzung blieben gerade einmal

ein paar Minuten, den Airbus

A320 im rasenden Sinkflug zu

seiner Absturzstelle zu bringen.

Ich bin überzeugt, dass auch bei

Sullenberger (den später Barack

Obama zu seiner Amtseinführung

als großen amerikanischen Helden

eingeladen hatte) für einen

Moment das Gefühl hochkam:

„Nur raus hier!“

Aber Sullenberger war eben ein

Profi und handelte rational, so wie

er es bei seiner Ausbildung gelernt

hatte. Er ließ sich in den verbleibenden

(und mutmaßlich letzten

Minuten seines Lebens) bis zum

unweigerlichen Absturz die Checklisten

(„in case of emergency“) für

diesen Notfall vorlesen und arbeitete

sie mit seiner Crew Punkt für

Punkt ab. Solche Nerven muss man

erst einmal haben, sich angesichts

des wahrscheinlichen Todes technische

Details vorlesen zu lassen

und diese auch noch zu verstehen.

Und er brachte die Maschine auf

dem Hudson River runter – bestimmt

der einzige denkbare Platz

für eine Notlandung in New York.

Ohne ein einziges Menschenleben

zu verlieren. Und warum? Weil er

und seine Crew nicht durchgedreht

hatten.

In der Fliegerei ist es zwingender

Standard, Checklisten zu vertrauen.

Grob

fahrlässig

ist es nicht,

das Fahrgestell

5.–8. März, 11 Uhr

Boot Tulln-Vortrag

„DIE IDEALE

LANGFAHRTYACHT“

Bobby Schenk

bei

Halle 5 – 543

nicht ausgefahren, wohl aber die

Checkliste nicht abgearbeitet zu

haben. Warum sollten wir Hochseeskipper

uns diese über hundert

Jahre bewährte Philosophie nicht

auch aneignen? Kostet ja nichts –

außer einem eingeschweißten Blatt

Papier!

Vielleicht – hoffentlich – lässt sich

damit das menschlich verständliche,

objektiv aber irreführende Gefühl

„Nur raus hier!“ niederkämpfen.

Es wären nur ein paar Zeilen,

die uns in der Panik vor falschen,

teuren, eventuell auch lebensgefährlichen

Fehlentscheidungen

bewahren könnten. Zum Beispiel:

· Nicht löschbares Feuer an Bord?

Wenn ja, Schiff verlassen!

· Yacht sinkt?

Wenn ja, Schiff verlassen!

· Yacht ist auf Legerwall und droht, an

der Küste zerschmettert zu werden?

Wenn ja, Schiff verlassen!

· Alle (!) Crewmitglieder erheblich

verletzt (Lebensgefahr)?

Wenn ja, Schiff verlassen!

· Yacht für immer manövrierun fähig?

Wenn ja, Schiff verlassen!

· Ansonsten?

An Bord bleiben und eventuell

Hilfe herbeiholen!

Eine solche Checkliste (auf der

Rettungsinsel, am Niedergang, auf

dem Überlebenscontainer) schadet

zumindest nicht. Und bewahrt

vielleicht vor fatalen Fehlentscheidungen.

Es ist nur ein – vielleicht

sehr wertvolles – Blatt Papier. Wem

es das nicht wert ist, für den hab

ich in den Wind gesprochen.

12 2/2020


PANORAMA

Tipps, Trends & Neuheiten

Taschen aus Flaschen

Es lebe der Sport

PITTER REGATTA-KALENDER.

Drei wichtige Termine für Segelsportler:

Der Kornati Cup findet

heuer vom 25. bis 30. April

statt, der Business Cup vom

23. bis 27. Mai und die Offshore

Challenge wird vom

10. bis 16. Oktober ausgetragen.

Alle drei Regatten werden von

Pitter Yachtcharter veranstaltet,

Profession ist also garantiert.

Beim Kornati Cup (bereits

ausgebucht, Warteliste) werden

sich 110 Teams aus 17 Nationen

in einer Mischung aus Kurz-

Kult: Kornati Cup.

und Mittelstreckenwettfahrten

in den Kornaten matchen. Neu

beim Business Cup rund um

Biograd: Die Österreichische

One Design Hochsee-Staatsmeisterschaft

wird auf der Einheitsklasse

Bavaria Cruiser 41S

mit Spinnaker ausgetragen.

Um Titelehren geht es auch bei

der von Biograd nach Dubrovnik

führenden Offshore Challenge

– hier wird die ORC

Hochsee-Staatsmeisterschaft

ausgefochten.

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Schweizer Lifestyle-Firma Freitag

erweitert laufend ihr trendiges Angebot,

ganz aktuell mit der Sporttasche

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Ich war eine LKW-Plane

und zwölf PET-Flaschen.

Neue Mitte bitte

SOLAR-KAT. Silent-Yachts hat

mit der Silent 60 seine neue

Mittelklasse vorgestellt. Länger

und breiter als das Vorgängermodell

Silent 55 besitzt die neue

42 statt 30 Solarmodule und ist

zudem mit einem neuen, optimierten

Rumpf ausgestattet.

Wie gehabt ist der Solar-Kat als

Cruiser mit 2 x 30 kW, als E-Power

mit 2 x 250 kW sowie als

Hybrid-Power mit 2 x 220 PS

und 2 x 14 kW erhältlich.

Sechs Exemplare wurden

schon bestellt, das erste soll

noch diesen Sommer aus ­

geliefert werden.

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FOTO: MICHAEL MUCK KREMTZ

14 2/2020


From

Sisi

with

Love

Crew-Check auf einem Ocean Racer in Action.

Nicht irgendeine VO65, sondern die Sisi auf dem Weg

von Portopiccolo nach La Valletta. Und keine beliebige

Crew, sondern das liebenswerte Team um Julian Kircher –

Skipper auf diesem Törn und Mastermind hinter dem

The Austrian Ocean Race Project.

Text TAHSIN ÖZEN

Das rege Treiben vor

dem Bistro in der Marina

Portopiccolo erinnert

ein bissl an einen

Ameisenhaufen. Die einen karren

Rucksäcke, Ölzeug und Proviant

vors Lokal, alle anderen

schleppen das Aufgetürmte

durch das Labyrinth der mondänen

Anlage Richtung Steg,

an dem die Sisi angeleint ist.

Nur einer sitzt mit stoischer

Ruhe am Tisch vor dem Bistro

und tippselt lächelnd ins Smartphone:

Skipper Julian Kircher.

Wahrscheinlich checkt er die

neuesten Wetterberichte, dem

Gesichtsausdruck nach könnte

man ihm aber glatt das Übermitteln

von Liebes-SMS unterstellen.

Es ist schon dunkel, als die

Sisi, von der Leine gelassen,

Richtung Süden entschwindet.

Julian hat die Gäste an Bord bereits

eingewiesen und mit allen

Besonderheiten an Bord eines

Ocean Racer 65 vertraut gemacht

(„Achtung, jede Winsch

trägt 13 Tonnen Last …, Vorsicht,

350 bar in der Hydraulik

können das Groß zerreißen wie

einen Fetzen Papier …“). Nur

Wind geht keiner, also heult der

75-PS-Volvo wie ein einsamer

Wolf durch die diesige Vollmondnacht.

Am nächsten Morgen weiß

jeder Gast an Bord: Selbst das

hochwertigste Carbon eignet

sich nicht zur Schallisolation

und eine Carbon-Yacht ist nicht

zwangsläufig ein Luxus-Schiff.

Wer also aufs Klo muss, geht ins

2/2020 15


The Austrian Ocean Race Project

Vorschiff und erleichtert sich über

einer Schüssel, die Normalsterbliche

für ein kleines Handwaschbecken

halten würden.

Dieses findet sich aber noch viel

kleiner mitschiffs mit Salz- und

Süswasserpumpe – letztere gespeist

vom Wassermacher mit

einem Liter pro Minute.

Das taugt auch zum Kochen der

Instant-Mahlzeiten auf der Feuerstelle

dahinter – sofern eine passende

Gaskartusche zur Hand.In

der Realität aber oft Mangelware,

wie die Crew beim Bunkern im

Hafen von Ancona leidvoll

erfahren muss: kalte Küche für

den Rest des Törns bis nach

Malta. Am wenigsten scheint

das Skipper Julian zu kratzen,

er hat offenbar Schmetterlinge

im Bauch.

Aber machen sich da bei den

Kobale-Brüdern Konstantin und

Oliver etwa schon erste Mangelerscheinungen

bemerkbar?

Wankenden Schrittes begeben sie

sich nach der Ancona-Expedition

wieder an Bord der Sisi, die, nachdem

per Tankwagen bis oben hin

gefüllt, wahrlich nichts mehr im

Industriehafen von Ancona hält.

AUF TEUFEL KOMM RAUS

Fehldiagnose bei den Kobale-

Brüdern, wie sich schon in der

darauffolgenden Nacht herausstellen

soll. Jubelrufe lauter als

das Surren der Grinder und das

Ächzen der Winschen treiben die

schlafende Schicht aus den überraschend

gemütlichen Kojen nach

oben: Vor der Querung der Straße

von Messina hat der Wind endlich

aufgefrischt und bringt die

Sisi auf Touren.

Und so unsicher Konstantin und

Oliver an Land allem Anschein

„ Mit bis zu 22 Knoten und somit meist schneller als

der Wind braust Sisi über die Geisterstunde hinaus.“

Marina Portopiccolo,

Heimathafen der Sisi.

Das offene Meer,

Habitat der Sisi.

nach gewirkt haben mochten – die

Überlegenheit, mit der sie den Ocean

Racer zu Lande, zu Wasser und

per Bootsmannstuhl und Fallen

auch aus der Luft beherrschen, er ­

innert an Kevin Costner in Waterworld.

Schnell, präzise und dank

strategisch klugen Instruktionen des

Skippers agieren sie absolut effektiv.

Ob diesen beiden Aushängeschildern

des österreichischen Segelsports

auch schon einmal jemand

hinter die Ohren geschaut hat?

An Bord herrscht jedenfalls

Rennmodus. Mit bis zu 22 Knoten,

und somit meist schneller als der

Wind (18 Knoten), braust Sisi

auf Teufel komm raus über die

Geisterstunde hinaus.

SÜNDIGE NACHT

Letzter Schichtwechsel vor dem

Ziel La Valletta, Skipper Julian

zieht sich nach ordnungsgemäßer

Übergabe zurück in seine Koje.

Weil auch der Wind kein Heuler

mehr ist, schleicht sich der Hunger

wieder ein – und einige Wachhabende

unter Deck, um ihre letzten

privaten Vorräte zusammenzutragen:

Schokolade, Nüsse, Crackers

und dank Winzer Karl Alphart im

Team der Lagonauten auch zwei

Flascherl Wein.

Ein sündiges Festmahl zu später

Stund, wenn man unbedingt und

ordnungswütig festgehalten will,

dass Alkohol an Bord verboten ist.

Doch wo kein Kläger, da ist bekanntlich

auch kein Richter.

WAHRE LIEBE

Noch vor dem Morgengrauen

kommt ein weiterer Team-Player

des Austrian Ocean Race Project

(TAORP) ins Spiel: Christian Kargl

pirscht sich per Motorboot an,

um Skipper Julian direkt und ohne

Umweg über die Marina zum

International Airport zu bringen.

Fliegt er etwa zu seiner Liebsten?

Nein, er verlässt sie gerade, wie

sein noch lange auf die Sisi gehefteter

leidenschaftlicher Blick verrät.

Das muss wahre Liebe sein.

FOTOS: TAHSIN ÖZEN (7), KURT ARRIGO/ROLEX (1), DOMINIK MATESA (1), MICHAEL MUCK KREMTZ (2), CATHARINA PICHLER (2)

16 2/2020


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ist das Klo. „Garderobe und Wohnzimmer“ mittschiffs. Segelwechsel vorschiffs. Doppelbett-Kojen im achterlichen

„Wohnviertel“ einer VO65. Ein schöner Tag an Bord. Schwenkkiel (bis 40 °) in Action. Grinder at work. Am Ziel in La Valletta.

Sisi segeln, Ocean Race schnuppern

Wer schon immer einmal an Bord eines VO65 mitsegeln wollte: The Austrian Ocean Race

macht‘s möglich! Ob Regattan, wie z. B. die Antigua Sailing Week im April, Überstellungstörns,

wie z. B. von den Azoren nach Cowes im Mai, oder einfach nur einmal Schnuppersegeln im August

ab der Heimatmarina Portopiccolo bei Triest – unter „Sail with us“ sind auf der Homepage

sämtliche Optionen für 2020 gelistet.

è www.ocean-racing.at/regatten.html

Auch im Trockendock kann man das Abenteuer Ocean Race erleben. Auf der Boot Tulln wird

The Austrian Ocean Race Project einen Mock-up in Originalgröße eines Ocean Racers, der

in der Mitte durchgeschnitten

ist und für Besucher begehbar

sein wird, präsentieren. Am Simulator

darf die VO65 auch gesteuert

werden. Wer sicher anlegt,

gewinnt einen Goodie-Bag!

Austrian Boat Show, Halle 10,

Stand 1023.

è www.boot-tulln.at


„The Austrian Ocean Race Project“ hat das

gesteckte Ziel, als erstes österreichisches Team

beim Ocean Race (Start Herbst 2021) und

somit in der Königsklasse der Offshore-

Regatten teilzunehmen. Das Konzept, der

Ocean Racer und das Kernteam stehen bereits.

Ein ebenso ambitionierter Hauptsponsor wäre

aber noch herzlich willkommen an Bord.

Dem Ziel so nah

Österreich besitzt im Segelsport

zahlreiche Europameister,

Weltmeister und

Olympiasieger. Im Offshore­

Bereich schaut die Bilanz nicht

ganz so erfreulich aus. Beim Ocean

Race zum Beispiel, für viele die

Champions League unter den Offshore-Regatten,

steht bislang eine

Teilnahme in den Annalen, genau

genommen: mit Andreas Hanakamp,

der 2008 das Team Russia

als Skipper führte, ein einziger österreichischer

Teilnehmer in bislang

13 ausgetragenen Rennen und

47 Jahren! Von einem österreichischen

Racer oder Projekt war man

bislang sehr weit weg. Das Erstaunen

war deshalb recht groß, als

als erstes Me dium am

16. August 2018 publik machte,

dass ein österreichisches Syndikat

mit dem Namen „The Austrian

Ocean Race Project“ (TAORP) soeben

einen von insgesamt acht

existierenden VO65-Racern erworben

hatte – genauer gesagt die

Vestas, die zuvor bereits zweimal

erfolgreich am Ocean Race teil ­

nehmen durfte. Das Ziel der Österreicher?

Es auf die Teilnehmerliste

des Ocean Race 2021/2022 zu

schaffen! „Beim Hearing in Ali ­

cante konnten wir die Eigner mit

unserem Konzept überzeugen und

uns unter 24 Bewerbern aus aller

Welt durchsetzen“, sagte Julian Kircher

damals stolz im Interview.

Der 33-jährige Kärntner, Unternehmer

und mehrfache Segel-

Staatsmeister ist Motor und Visionär

des österreichischen Projekts.

„Es war für mich schon immer ein

Kindheitstraum, ein Segler beim

Ocean Race zu sein. Dass ich jetzt

Organisator der österreichischen

Kampagne bin und die durchaus

realistische Chance habe, diesen

Traum wahr werden zu lassen,

fordert mich ganz besonders –

aber macht mich gleichzeitig

18 2/2020


VO65

Länge ü. a.

22,14 m

Breite ü. a.

5,60 m

TAORP-Team,

auszugsweise.

Tiefgang

4,78 m

Masthöhe

30,30 m

Segelfläche am Wind 296–451 m 2

Gewicht (segelfertig)

12.500 kg

Crew

10 Pax plus On-Board-Reporter

FOTOS: TAHSIN ÖZEN (2), DOMINIK MATESA (1), MICHAEL MUCK KREMTZ (2), MICKY MONTOYA (1), TAORP (1), BRIAN CARLIN (1)

TAORP-Visionär und

Mastermind Julian Kircher.

Sisi (oben) im „Boxenstopp“

in Lissabon.

auch wahnsinnig glücklich“, so

Julian Kircher.

DAS TEAM FORMIERT SICH

Mit an Bord ist ein mittlerweile

40-köpfiges Team, darunter mit

den Olympia-Teilnehmern Christian

Binder und Niko Resch sowie

dem frisch gebackenen Mixed Offshore

Europa-Meister Christian

Kargl, ein gerüttelt Maß an seglerischem

Know-how made in Aus ­

tria. Wichtiges Teammitglied ist

der Niederländer Gerwin Jansen,

der mit seiner Offshore-Erfahrung

das bestmögliche, aus zehn Athleten

bestehende Sailing Team

zusammenstellen soll.

Die derzeitige Kern-Crew besteht

vornehmlich aus österreichischen

Top-Seglern der Bundes ­

liga-und Champions League, aus

Youth America‘s Cup-Teilnehmern,

Olympiaseglern und Weltmeistern

in unterschiedlichen

Bootsklassen. „Es ist nicht das

Wichtigste, die zehn besten Segler

auf dem Boot zu haben – entscheidend

ist ein echtes Team, das einander

blind vertraut und füreinander

arbeitet“, sagt Jansen.

Er weiß, was die Teams erwartet,

die es auf die Startlinie im Herbst

2021 schaffen: ein erbarmungsloser

Ausdauertest über 45.000 Seemeilen,

sechs Kontinente und vier

Ozeane in neun Monaten. Das

Ocean Race, 1973 als The Whitbread

Round the World Race gegründet

und lange als Volvo Ocean

Race bekannt, gilt nicht von ungefähr

als die längste und härteste

professionelle Team-Offshore­

Regatta der Welt.

FÜR EINE GUTE SACHE

Ob TAORP nächstes Jahr beim

Start in Alicante dabei sein wird?

Die im Herbst 2019 auf den national

wie international klingenden

Namen Sisi getaufte Renn yacht hat

jedenfalls schon einmal mit Portopiccolo

im Golf von Triest einen

eleganten Heimathafen gefunden,

mit der neuen Crew einige namhafte

Regatten erfolgreich hinter

sich gebracht und wurde kürzlich

im Trockendock des The Ocean

Race Boatyard in Lissabon auf

den neuesten Stand gebracht.

So überrascht es nicht weiter,

dass sich TAORP über viele Freunde

und starke Partner freuen darf,

allein: Um das ganz große Ziel zu

erreichen, wird noch der Haupt ­

sponsor gesucht. Richtungsweisend:

Das TAORP-Team wird

ehren amtlich auch das Nach haltig ­

keits projekt „Champions for the

Sea“ in Österreichs Schulen tragen

– ein für Schüler entwickeltes

Lernprogramm zur Rettung der

Ozeane und gegen die Plastik ­

verschmutzung der Weltmeere.

è www.ocean-racing.at

Partner des Austrian Ocean Project

Candidate Sailing è www.candidatesailing.com

Blue-2 è www.blue-2.at

2Sail è www.2sail.com

Robline è www.roblineropes.com

Hirter Bier è www.hirterbier.at

Portopiccolo è www.portopiccolosistiana.it

Holiday Inn è www.hi-villach.at

Garmin èwww.garmin.com

Strohmaier è www.alpeadriamanufaktur.com

Alive 656 è www.alive656.com

Spes è www.spes.at

2/2020 19


Ocean Woman

Piepser, Pogos und

Segelpausen

Bald ist die Segeldurststrecke überstanden,

die Boot Tulln öffnet ihre Pforten!

Mein Skipper-Ehemann überbrückt

die segellose Zeit mit

kleinen Besuchen beim

Schiff. Einfach einmal nachschauen,

ob eh alles passt.“ Als hätten wir

dies nicht erst vor einem Monat erledigt.

„Schon einen Teil von unserem

Zeug aufs Boot bringen!“ Ehrlich,

das macht das Kraut auch nicht

mehr fett, bei dem hohen Aufkommen

von Tauwerk, Dingimotor-Ersatzteilen,

Segelsäcken, die unsere

Abstellkammer/Werkstatt belagern.

Manchmal kommt ihm ein Segelkollege

zu Hilfe. „In eurem Schiff

piepst es. Wir sind seit zwei Tagen

in der Werft und irgendwie klingt

das komisch.“

Rein ins Auto, Wien hinter uns,

quer durch die Steiermark, runter

durchs Kanaltal, atemlos in die

Werft, die Bordleiter rauf! Ja! Es

piepst! Hastig den Niedergang aufgesperrt.

Piep. Piep. Piep. Wo? Was?

Warum?

Des Rätsels Lösung: Unser sehr

verlässlicher Schiffswecker hatte sich

selbstständig gemacht. Die entnommene

Batterie bekommt einen Ehrenplatz

im Schwalbennest, neben

den Stirnlampen. Ansonsten auf

dem Schiff alles in bester Ordnung.

ALEXANDRA SCHÖLER

ist Weltumseglerin,

Sängerin, Regisseurin,

Buchautorin und seit

2010 Ocean Woman.

kolumne@ocean7.at

Ocean Woman-

Sonderausgabe

è www.rishomaru.com

Skipper und Weltumsegler

Peter Schöler

bei seiner Lieblingsbeschäftigung:

skippern.

FOTO: STEFAN HARING

„Dennoch gut, dass wir da waren,

oder?“, murmelt der erleichterte

Skipper und streichelt beim Abschied

sanft den Bug seines Schiffes.

Auch in den Weihnachtsferien

ging sich ein kleiner Abstecher in

die Werft aus, erfreulicherweise

kombiniert mit einem mehrtägigen

Aufenthalt an der istrischen Küste –

ohne Schiff, aber mit stetem Blick

zum Horizont auf der Suche nach

weißen Segeln.

Wenn ich Städte und Orte besuche,

denke ich vorrangig ans Kaffeetrinken

– mein Skipper denkt dann

nur an Marinas. Als Segelersatz

sozusagen. Zuerst der malerische

Stadthafen von Triest, dann der

neue Marinahafen Porto Rocco in

Muggia, anschließend das bezaubernde

Izola, dann der kuschelige

Minihafen Piran und schließlich

das Sehenswerteste an Portorož –

die große Marina. Dann alles wieder

retour. Der Skipper liebt nun mal

Schiffe!

„Wahnsinn, schau, eine Pogo –

ein Traum!“ Die „Pogo“ wird so oft

in unserem Ehealltag erwähnt, dass

ich, wenn sie kein Schiff wäre, schon

ein bisschen eifersüchtig sein würde.

Sie ist sportlich, schnell und verdammt

unbequem. Letzteres ist

meine Meinung. Der Skipper zeigt

mir die „Best of Pogos“-Youtube-

Videos. Innenausstattung nicht vorhanden.

Man fühlt sich ein bisschen

wie Jonas, der vom Wal verschluckt

wurde, denn Rippen zieren die Innenseite.

„Und das Klo?“ Gibt es

nicht. Dafür sausen diese Boote bei

der sogenannten Mini-Transat über

den Atlantik mit wagemutigen Einhandseglern/innen

im überbreiten

Cockpit.

Als wir im Zuge unserer Weltumsegelung

Lanzarote streiften, trafen

wir auf die Teilnehmer der damaligen

Regatta. Ich dachte mir damals

nur, wenn die sich das trauen, mit

ihren sechseinhalb-Meter-Gefährten,

schaffen wir es mit unserer

12-Meter-Rishomaru wohl sicher

über den großen Teich. Warum die

Schiffe Pogo heißen beziehungsweise

die Werft, ließ sich nicht klären.

Ein Zusammenhang mit dem wilden

Tanz der Punks war die These

des Jungskippers. Dazu passte der

Trailer zu „Sillages“, einer Doku

über die Mini-Transat an. Waschmaschine

mitten im Schleuderprogramm!

Der Skipper ist inzwischen wieder

ins Netz abgetaucht und segelt gerade

mit einem Waliser in der Südsee.

Oder er überlegt, wie er seinen zeitnahen

Lottogewinn maritim anlegen

könnte. Vielleicht in eine Pogo?

Ich bin mehr für einen Katamaran

mit Badewanne – ich meine, wenn

wir dann in Alaska segeln, ist das

sicher angenehm, oder?

Aber am ehesten wird es wohl

doch die Ägäis werden und vielleicht

eine Testsegelei auf der neuesten

Pogo – im Trockenen auf der

Bootsmesse!


20 2/2020


One-way ohne Aufpreis

GO WEST. Von der Amalfi küste über

Neapel bis nach Sardinien: Die Mittelmeerregion

vor der italie nischen

Westküste ist ein weites Segelrevier

für Genießer. Damit der Genuss nicht

zu kurz kommt, bietet ARGOS Yachtcharter

nun auch spezielle Oneway-Segeltörns

ohne Aufpreis an.

Z. B. von Scarlino in der Toskana

nach Cannigione auf Sardinien oder

von Nettuno (bei Rom) nach Salerno

(bei Neapel). Reizvoll auch die Sardinien-Optionen

Portisco–Cagliari

oder Portisco–Alghero, sportlich

ambitioniert geht es von Alghero

nach Cagliari. Die Flotte? Monos ab

€ 1.800,–, Kats ab € 4.180,–/Woche.

è www.argos-yachtcharter.de

FOTO: SHUTTERSTOCK

Maddalena-Archipel

im Norden Sardiniens.

REVIER

Tipps, Trends & Neuheiten

Portonovi heißt

wohl neuer Hafen.

Frischer Luxus

MONTENEGRO. Die im August 2019 in

der Bucht von Kotor eröffnete Marina

Portonovi hat mit D-Marin einen

leistungsstarken Betreiber im Rücken.

Der türkische Konzern betreut im Mittelmeer

elf und in den VAE vier Yachthäfen.

Mit Portonovi ist D-Marin nun

in Europa nach der Türkei, Griechenland

und Kroatien in vier Ländern vertreten.

Die Luxus-Marina – 238 Liegeplätze,

Platz für Schiffe bis zu 120

Metern Länge – bietet natürlich auch

ein exklusives Resort mit voller Infrastruktur.

Einige Bereiche wie z. B. das

Überdrüberluxus-Spa sind noch in

Bau, sollen aber rechtzeitig zu Saisonbeginn

ebenfalls erlebbar sein.

è www.portonovi.com

è www.d-marin.com

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Sailing Secre

22 2/2020


Sailing

Wie und wo findet man im Mittelmeer noch ruhige und idyllische

Ankerplätze? Fahrtensegler, Blogger und Reisefotograf Markus

Silbergasser verrät einige seiner Reviertipps und -tricks –

nachzulesen auf den folgenden sechs Seiten sowie anzuhören

live auf der Boot Tulln exklusiv am -Messestand.

ts

Davon träumen alle Yachties:

stille, gut geschützte

Buchten wie hier auf Imeri

Gramvousa nahe Kreta.

Markus Silbergasser verrät euch hier wieder einmal einige

seiner Reviertipps und Tricks – eine Inspiration für eure

nächste Törnplanung – hier in dieser Ausgabe und auf der

Boot Tulln exklusiv am ocean7-Messestand.

MARKUS SILBERGASSER

hat bereits mehr als

33.000 Seemeilen Erfahrung

im Kielwasser und

berichtet von seinen

Törns im Segelblog

è www.untersegeln.eu

Dank Social Media erfahre

ich jedes Jahr aus

erster Hand, wie Segelfreunde

beispielsweise

in Kroatien oft um Bojen oder

Liegeplätze kämpfen. So etwas

passiert mir und meinen auf der

Segelyacht Nambawan mitsegelnden

Freunden und Gästen nur

ganz selten. Und das obwohl wir

den Großteil unserer halbjährigen

Segelsaisonen in idyllischen

Buchten ankern.

Als begeisterter Fahrtensegler

assoziiere ich „Segeln und auf

dem Wasser leben“ immer mit

„ruhig und entspannt die Natur

bewusst erleben und genießen“.

Menschenmassen und Yachten-

Armadas passen da nicht so ins

Bild. Ich versuche daher, den

Törnplan so anzupassen, dass

wir über die Saison etwas antizyklisch

die schönsten Plätze

und Ankerbuchten im Mittelmeer

ansteuern.

Natürlich möchten auch wir

dabei die begehrten Ziele und

Klassiker besuchen, aber eben

nicht zur Hochsaison, in der die

Häfen und Buchten in den populären

Revieren überfüllt sind. In

der Hauptreisezeit von Mitte Juli

bis Mitte August peilen wir lieber

unbekanntere Inseln und Regionen

an, wo es am besten weit und

breit keine Charterbasen gibt.

Tipp Nr. 1 lautet also:

FOTO: MONIKA HIERATH

2/2020 23


Stille Mittelmeerreviere

Linosa gehört zu jenen

Inseln, die wir auch

im August als nicht

überlaufen empfunden

haben.

1. TIPP: MÖGLICHST VOR-

UND NACHSAISON NUTZEN

Wer in den Hotspots wie die Costa

Smeralda bzw. dem La Maddalena-

Archipel nahe Sardinien oder in der

Voutoumi-Bucht vor Anti paxos in

Ruhe ankern will, muss diese begehrten

Plätze entweder in der Vor- oder

in der Nachsaison anlaufen. Aber

auch Klassiker wie zum Beispiel die

Naturhäfen von Bonifacio auf Korsika

oder Mahón auf Menorca kann

man in diesen Zeiten entspannt und

um vieles preiswerter als in der

Hochsaison besuchen. In den Stadthäfen

von Ibiza würde man in der

Hochsaison ohne wochenlangem

Vorausbuchen ohnehin niemals einen

Liegeplatz für eine Nacht finden.

Von den dort um diese Jahreszeit

herrschenden Preisen plus erwartetem

Trinkgeld für die Marineros will

ich gar nicht sprechen.

Die Vorteile der Nebensaison sind:

Marinas kosten in der Vorsaison oft

nur einen Bruchteil. In den Restaurants

braucht man nicht zu reservieren.

Zudem ist das Personal hochmotiviert

und die Speisen werden ohne

Zeitdruck, dafür mit viel mehr Liebe

zum Detail zubereitet. Auch die Portionen

können sich sehen lassen …

Nachteile gibt es freilich auch

einige. So ist das Wasser zum Baden

für einige noch zu kalt (das gilt aber

nur in der Vorsaison, in der Nach ­

„ Wir suchen uns in populären Segelrevieren auf

der Seekarte und auf Google Maps Buchten,

die in keinem Revierführer Erwähnung finden.“

saison speichert das Mittelmeer die

warmen Temperaturen bis spät in

den Herbst hinein). Das Wetter ist

zum Teil unbeständiger. Und Party ­

tiger finden sich da und dort vor

den noch geschlossenen Türen der

Discos und Clubs.

2. TIPP: NAMENLOSE BUCHTEN

AUSFINDIG MACHEN

Wovon man nichts weiß und was

man nicht sieht, das findet man

in der Regel auch nicht. Speziell

in der Hauptsaison suchen wir uns

in populären Segelrevieren gerne

auf der Seekarte und parallel dazu

auf Google Maps eine Bucht, die in

keinem Hafenhandbuch oder Revierführer

erwähnt wird. Manchmal

muss man dann zwar kleine Ein ­

bußen in Kauf nehmen, wie weniger

gut Buchten mit etwas mehr Schwell,

aber die Vorteile (Ruhe! Oft auch die

Sauberkeit des Ufers!) gleichen das

mehr als aus.

24 2/2020


Beispiele für solche namenlosen

Buchten in Griechenland sind etwa

an den Westküsten der Inseln Lefkas,

Kefalonia oder Zakynthos zu finden.

Oder man sucht ganz kleine Inseln

wie die Strofades auf – und da muss

man schon sehr nah in die elektro ­

nische Seekarte hineinzoomen, um

die Inseln überhaupt auf dem Plotter

sehen zu können.

3. TIPP: SEEGEBIETE MIT

CHARTERBASEN MEIDEN

Die meisten Yachties bestehen in der

Regel doch auf ein Minimum an

Komfort, sei es nun bei der Anreise,

bei der Übernahme oder während

des Törns. Reviere, in denen es keine

oder nur wenige kleine Charterbasen

gibt, haben daher die besten Chancen,

dünn besegelt zu sein. So gehört

z. B. der Süden des Peloponnes dazu,

aber auch Kreta, die Ägadischen und

die Pelagischen Inseln, Pantelleria

oder der Süden Sardiniens.

4. TIPP: DIE HIGHLIGHTS

NICHT VERSCHLAFEN

Der frühe Vogel fängt den Wurm.

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Mogenstund hat Gold im Mund. Es

gibt unzählige Sprichwörter, die das

frühe Aufstehen loben – und was

das Segeln betrifft, haben sie alle

recht. Der vierte Tipp lautet also:

Zeitig aufstehen und die heiß begehrten

Buchten und Ausflugsziele

in der Früh genießen, bevor die

ganzen Tagesgäste von Land- und

Seeseite kommen. Diese sind zwar

auch keine Langschläfer, haben aber

oft den längeren Weg bis zum Ziel.

5. TIPP: EINFACH MEHR SEGELN

Eine weitere Möglichkeit, anderen

Yachten aus dem Weg zu gehen, besteht

darin, mehr Zeit draußen auf

dem Wasser zu verbringen. Bereits

ein paar Seemeilen von der Küste

entfernt ist es auch in der Hoch ­

saison immer ruhig und friedlich.

Und wenn man dann spät am

Abend in einer begehrten Bucht vor

Anker gehen will, haben viele kleine

Tagesflitzer das Ankerfeld bereits

geräumt und man erwischt oft sogar

die allerbesten Plätze im Inneren

einer gut geschützten Bucht.

ALTERNATIVE REVIERE

FÜR DIE VORSAISON

Kroatien – das Lieblingsrevier der

Österreicher – ist in den letzten Jahren

schon in der Vorsaison immer

sehr voll gewesen. Dabei sind in

derselben Zeit in anderen Seegebieten

immer ruhige und idyllische

Ankerplätze zu finden, oft sogar in

den begehrten Hotspots der Hochsaison.

In Italien sind das zum Beispiel

Venedig, die Tremiti-Inseln,

die Liparischen Inseln, die Amalfiküste,

Capri, die Pontinischen

Inseln, Capraia oder die Costa

Smeralda mit dem La Maddalena-

Archipel.

Auch deshalb geht man

Segeln: um geheime Badebuchten

wie hier im

Süden des Peloponnes

zu finden!

2/2020 25


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unserem Markenbotschafter

Markus Silbergasser (untersegeln.eu)

in Tulln. Wir sehen uns!

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„ Letzten Herbst habe ich das milde und

trockene Klima in Andalusien sehr genossen.

Während dieser Zeit musste ich des Öfteren

von ungemütlichen Herbststürmen in der

Adria, in Griechenland, aber auch im

Umfeld der Balearen lesen.“

In Frankreich ist Korsika zur

Vorsaison ein heißer Tipp. In

Spanien sind im Frühling und

Frühsommer die Balearen nicht

überlaufen. Und für Griechenland

sind für die Vorsaison das Ionische

Meer, die Kykladen oder der

Saronische Golf zu empfehlen.

RUHIGERE REVIERE

FÜR DIE HAUPTSAISON

Viele Segler können z. B. wegen

ihrer schulpflichtigen Kinder nur

in der Hauptferienzeit Urlaub machen.

Das muss aber nicht heißen,

dass man im Mittelmeer deswegen

nur überfüllte Buchten oder Häfen

in Kauf nehmen muss.

In Italien empfehle ich für die

Hauptreisezeit etwa die Ägadischen

Inseln, eine Gruppe von kleinen,

eher unbekannten Naturschutz ­

inseln westlich von Sizilien, die von

Palermo oder Trapani aus mit

Charteryachten erkundet werden

können. Auf Pantelleria, Linosa und

Lampedusa – also den südlichsten

Inseln Italiens – verbrachten wir die

ersten zwei Augustwochen, wobei

wir auf Pantelleria und Linosa

nur vereinzelt auf andere

Yachten trafen.

Nur auf Lampedusa

waren uns die

bekannten Ankerplätze

in der

Zeit zu voll.

Ebenfalls ein

Geheimtipp für

Ruhesuchende ist

der Süden Sardiniens.

5./6./7. März, 14 Uhr

Boot Tulln-Vortrag

„SECRET SAILING“

Markus Silbergasser

bei

Halle 5 – 543

In Griechenland sind der Peloponnes,

Kythira, Kreta und die Kykladen

nicht überfüllt. Letztere sind

aber wegen des temperamentvollen

Meltemis nur für hartgesottene

Segler ein Segen. Albanien wäre

eine gute Option für experimentierfreudige

Segler, die auch in der

Hauptsaison die Einsamkeit

suchen. Die Türkei liegt da irgendwo

in der Mitte, von Tunesien

werden wir uns heuer noch ein

Bild machen.

NOCH EIN TIPP

FÜR DIE NACHSAISON

Für die Nachsaison gilt Ähnliches

wie das für die Vorsaison bereits

Gesagte, allerdings mit dem großen

Vorteil, dass im Herbst das

Wasser noch lange schön warm

bleibt. Letzten Herbst habe ich

während meiner mehrwöchigen

Bootsservice- und Wartungsarbeiten

das milde und trockene Klima

in Südspanien sehr genossen. In

der Zeit berichteten des Öfteren in

meiner Facebook-Timeline Segelbekanntschaften

von ungemütlichen

Herbststürmen in der

Adria, in Griechenland

aber auch im Umfeld

der Balearen. Hier

im schönwindigen

Andalusien

scheint das Klima

wirklich signifikant

milder und

trockener als im

restlichen Mittelmeer

zu sein.


Private Spa: Sandstrand

mit Liegeplatz zur alleinigen

Nutzung – gefunden auf der

Insel Elafonisos.

2/2020 27


Eingebuchtet

Die äußere

Tambobo Bay.

28 2/2020


fürs Leben

Es war wieder einmal an der Zeit, nach Tambobo Bay auf Negros zu segeln.

Während des Südwestmonsuns sind die netten Ankerplätze in meinem

Revier dem auflandigen Wind ausgesetzt und Taifune schrauben sich

häufiger als üblich durch die Inselwelt. Auch braucht Taboo III jährlich

etwas Zuwendung, 40 Jahre gehen nicht spurlos an einem Holzboot vorbei,

für diese Arbeiten ist allerdings mein Tischler Delfin verantwortlich, der mit

seiner Familie in der Nähe wohnt. Der Kat sitzt dann sicher am Stand, auch

wenn die Schaumkronen durch die Bucht rollen. Aber das Ambiente war

dieses Mal nicht daselbe.

Text und Fotos WOLFGANG HAUSNER

Mein langjähriger Wiener

Freund Karl, 78, vor

dessen großem Grundstück

ich immer liege,

starb an Lungenkrebs einige Monate

vorher. Ursprünglich segelte er

mit seinem Katamaran von England

zu den Philippinen, ehe er das

Boot verkaufte, um an Land zu

leben. Er hatte nie geraucht, aß

immer gesund und trank keinen

Al kohol. Hatte allerdings ein Reinigungsunternehmen

für viele Jahre

in Wien besessen und die giftigen

Dämpfe könnten vielleicht eine

Langzeitwirkung ausgeübt haben.

Die Bucht von Tambobo war

schon immer ein beliebter Treffpunkt

für Yachties, viele kommen

und bleiben erst einmal da, was

manchmal in die Jahre gehen kann.

Andere bauen ihre Boote hier und

basteln dann ewig weiter. So wie

der Engländer Mark im Rasta-

Look und jenseits der 50 hatte er

vor längerer Zeit einen Gaffelkutter

vom Belgier Erik gekauft. Aber je

mehr sich Mark in die Tiefe des

Schiffes wühlte und mit faulem

Holz um sich warf, desto mehr

Schäden kamen zum Vorschein.

Außerdem hatte Erik einen kleinen

Vorfall verschwiegen – sicherlich

unabsichtlich. Im Jahr davor segelte

er seinen Eigenbau nach der Touristeninsel

Boracay, um dort über

die Weihnachtsfeiertage die Puppen

tanzen zu lassen. Erik geriet

in den Außenbereich eines Taifuns

und wurde kurzerhand auf den

Strand einer der Cuyo-Inseln geworfen.

Er konnte von Glück reden, nur einen

Streifschuss abbekommen zu

haben. Egal wie, er hinkte zurück

nach Tambobo, reparierte das

Holzboot so gut es ging, aber ab

dann wollte er verkaufen.

Mark fand sich mit weniger als

einem brauchbaren Viertel der angeknackten

Yacht wieder und baute

für die nächsten zehn Jahre um

diesen kläglichen Rest das Schiff

wieder auf. Nach der ersten Fahrt

stellte sich heraus, dass der Gaffelkutter

übermäßig krängte. Kein

Problem, Mark zog sein Schiff an

Land und versetzte den Bleiballast

um 13 Zoll weiter nach unten.

Das liest sich so locker, dauerte

aber in Wirklichkeit über ein Jahr.

Jetzt hätte er im Wasser sein sollen,

verkalkulierte sich aber mit dem

Tidenhub und muss erst einmal

Geboren 1940 in Wien,

verließ Wolfgang

Hausner im Alter von

21 Jahren Österreich.

In Australien arbeitete

er unter anderem als

Krokodiljäger, Langustenfänger

und im Goldbergwerk,

um sein erstes

Boot zu finanzieren.

Ohne vorherige Segel -

erfahrung und alleine

suchte er die Freiheit

auf den Weltmeeren und

fand ein abenteuerliches

Leben, von dem er

bis zum heutigen Tage

nicht mehr loskam. Mit

dem knapp zehn Meter

langen Katamaran

Taboo segelte er

50.000 Seemeilen um

die Welt. Auf seinem

aktuellen 18-Meter-

Kat Taboo III

bietet er exklusive Mitsegelgelegenheiten

an.

è www.wolfganghausner.com

2/2020 29


People xxxxxx

FOTO: SHUTTERSTOCK

etwas warten, was aber keine große

Rolle spielt. Mark hatte die Jahre

seines Bootsbaues praktisch am

Hungertuch genagt und musste immer

wieder nach Hongkong, um

dort zu jobben. Jetzt nicht mehr,

nachdem er eine Erbschaft gemacht

hatte. Aber gerade noch, denn sein

Bruder in England hatte das Testament

der Mutter gefälscht und sich

zum Alleinerben ernannt. Das kam

auf, wurde berichtigt, und Mark

war zum ersten Mal in seinem

Leben finanziell unabhängig.

Ein paar Wochen später war es

dann soweit: Mark rollte in einer

beeindruckenden Aktion sein Schiff

über Planken und runde Palmenstämme

wieder ins Wasser.

VIERMAL UM DIE WELT

Andere Segler kommen, bleiben

kurz und machen wieder weiter. So

wie der Chilene Alan, dessen Vorfahren

Schweizer waren. Das letzte

Mal hatte ich ihn auf der Insel

Carnaza vor drei oder vier Jahren

getroffen. In der Zwischenzeit segelte

er mit seiner 32-Fuß-Slup zum

vierten Mal um die Welt und war

wieder einmal auf den Philippinen

gelandet. Eine kleine Reparatur war

fällig: Vor längerer Zeit brach im

schweren Wetter eine Welle ins

Cockpit, zertrümmerte die Steckschot

und ergoss sich in die Kabine.

Die behelfsmäßige Notlösung

war schon einige Monate in Betrieb,

aber nachdem Alan bald

„ Karl hatte nie geraucht, aß

immer gesund und trank

keinen Al kohol – er starb

an Lungenkrebs.“

wieder in stürmischen südlichen

Breiten segeln würde, verstärkte

er die Kons truktion. Er wollte heil

nach Chile kommen und danach

auf seiner Farm an Land leben.

SEIT 1984 AUF DEM MEER

Interessante Gespräche hatte ich

auch mit dem Belgier Luc, der mit

seiner chinesisch-amerikanischen

Partnerin Jackie auf dem Trimaran

Sloepmouche hier durchkam. Im

Gegensatz zu den meisten Seglern,

die nur ein paar Jahre für das Leben

am Wasser eingeplant haben, waren

die beiden seit 1984 auf dem Meer

unterwegs. Zwar langsam, denn

zwischendurch wurde immer gearbeitet,

um sich finanziell über

Wasser zu halten. So gaben sie

Unterricht in Tauchen und Unterwasserfotografie,

arbeiteten auf

Kreuzfahrtschiffen und Tauchbooten

und haben auch Videos produziert.

Außerdem züchten sie seit

1992 Hunde an Bord und verkaufen

die jungen Welpen um gutes Geld.

Diese kleine schwarze Rasse aus

Belgien, Schipperke genannt, ist

Links oben: die Einfahrt

in die Tambobo Bay.

Links Mitte: Marks Boot

kurz vor dem Stapellauf,

daneben wird an einem

Fischerboot gearbeitet.

Rechts: Manches Boot

verlässt die Tambobo Bay

nie wieder. Links unten:

die schönen Seiten der

Visayas-Inseln. Rechts

unten: Wolfgang Hausners

Holzkat Taboo III wartet

am Strand auf Tischler

Delfin.

30 2/2020


YACHTCHARTER und

SEGELKREUZFAHRTEN

auf der ganzen Welt

Der Engländer Mark

und sein Gaffelkutter.

„ Mark hatte die zehn Jahre

seines Bootsbaus praktisch

am Hungertuch genagt –

bis er ein Erbe machte.“

intelligent, schwimmt gerne und verteidigt

vehement ihr Revier.

Das machte sich mehr als bezahlt,

als Abu Sayyaf-Terroristen die kleine

Holiday Ocean Marina überfielen, in

der Luc und Jackie gerade mit ihrem

Trimaran lagen. Diese befindet sich

auf der Insel Samal nahe der Hauptstadt

Davao im Süden von Mindanao.

Die Attacke geschah kurz vor Mitternacht.

Die Abu Sayyaf konzentrierten

sich auf Boote, auf denen Lichter zu

sehen, die also bewohnt waren. Zuerst

nahmen sie die Yacht des Amerikaners

Steven Tripp aufs Korn, aber der

und seine japanische Frau Kazuka

wehrten sich vehement und schrien

um Hilfe. Aufmerksam gemacht

durch den Radau sah der norwegische

Marina-Manager Kjartan Sekkinstad

nach, was da vor sich ging, geriet in

ein Handgemenge mit den Angreifern,

fiel vom Steg ins Wasser, kletterte

wieder hoch und wurde überwältigt.

Andere Rebellen hatten inzwischen

die beiden Kanadier John Ridsdel und

Robert Hall sowie dessen philippinische

Lebensgefährtin, Marites Flor,

aus den Yachten gezerrt und in ihre

Gewalt gebracht. Luc und Jackie waren

im Cockpit des Trimarans, als sie

von den Abu Sayyaf mit vorgehaltenen

Gewehren aufgefordert wurden,

auf den Steg zu steigen.

Luc und Jackie blieben, wo sie waren,

während die drei Schipperke zähnefletschend

aus vollem Hals bellten.

Diese Konfrontation zwischen den

1 500 professionelle

Vercharterer

BOOT TULLN

14 000 Boote in über

180 Revieren

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Visayas-Inseln

Hunden und den Abu Sayyaf dauerte

nur kurz, dann zogen die Terroristen

unverrichteter Dinge ab. Luc

erzählte mir in Tambobo, viele

Moslems halten Hunde und ihren

Speichel für unrein, haben Angst,

wollen nicht gebissen werden und

sind nur des wegen nicht ins Cockpit

gestiegen. Von den Schusswaffen

wollten sie wie bei Steven Tripp keinen

Gebrauch machen, um durch

die Schießerei nicht noch mehr

Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

Die Crew der Sloepmouche kam

mit dem Schrecken davon, Steven

Tripp und seine Frau hatten Kopfverletzungen,

mit denen sie leben

konnten, aber für die vier festgenommenen

Personen, mit denen

die Abu Sayyaf flüchteten, begann

ein langer Leidensweg, der tragisch

enden sollte. Eine großangelegte

Suchaktion der Behörden mit

Schiffen und Hubschraubern

blieb erfolglos.

Es war nicht der erste Überfall

auf Samal. Am 22. Mai 2001 wurden

Abu Sayyaf-Rebellen erfolgreich

abgewehrt, als sie das Ressort

Pearl Farm überfielen. Es kam zu

keiner Geiselnahme, aber in dem

Feuergefecht wurden drei Mitglieder

des Wachpersonals getötet und

zwei weitere verletzt.

21 MILLIONEN DOLLAR

Sechs Wochen nach der Entführung

veröffentlichten die Rebellen ein

Video, das die Opfer im Dschungel

zeigte, und forderten ein absurd

hohes Lösegeld von 21 Millionen

Dollar für die drei Ausländer. Das

übliche diplomatische Geschwafel

folgte, aber die Stellung der kanadischen

Regierung ist dieselbe wie die

der amerikanischen: mit Terroristen

wird weder verhandelt, noch Lösegeld

gezahlt.

Monate später flehte John Ridsdel

in einem weiteren Video die

diversen Regierungen und seine

Familie um die Zahlung von 6,4

Millionen Dollar an. Seine Familie

konnte das Geld nicht aufbringen,

nur wenige Stunden nach Ablauf

des Ultimatums wurde ihm der

Kopf abgeschlagen und dieser in

einer Plas tiktüte von zwei jungen

Männern auf einem Motorrad in

der belebten Stadt Jolo auf die

Straße ge worfen.

Robert Hall ereilte dasselbe

Schicksal Wochen später, Marites

Flor wurde freigelassen, offensichtlich

war da kein Geld zu holen, im

Falle des Norwegers Sekkinstad waren

noch Verhandlungen im Gange,

allerdings ohne der norwegischen

Regierung, die denselben Standpunkt

vertritt wie die USA und Kanada.

Mit Hilfe des philippinischen

Präsidenten Rodrigo Duterte erlangte

er später gegen die Zahlung

von einer knappen Million US­

Dollar wieder seine Freiheit.

NO-GO-AREAS

Sind jetzt die Philippinen aufgrund

der Piraten und Terroristen ein gefährliches

Revier? Meiner Meinung

„ Alan wollte nur mit seiner

32-Fuß-Slup heil nach Chile

kommen – und danach auf

einer Farm leben.“

nach nicht, man muss nur etwas

Hausverstand walten lassen und

gewisse Reviere meiden. So wie

das südliche Mindanao und den

unteren Teil der Sulusee, inklusive

der Gegend um Zamboanga City

und dem Sulu-Archipel, das sich

zwischen dieser Stadt und Sanda ­

kan auf Borneo erstreckt. Auch den

Süden von Palawan sollte man nicht

aufsuchen.

Im Gegensatz zum vorherigen

laschen Präsidenten Benigno Aquino

hat Duterte den Abu Sayyaf den

Kampf angesagt, Kopfprämien ausgesetzt

und das Militär Stellungen

der Terroristen auf Jolo mit Hubschraubern

und Soldaten angreifen

lassen. In meinem Revier, den Visayas,

gibt es keine Probleme und

auch keine Überfälle auf Yachten,

wie das häufiger in der Karibik

und in Südamerika passiert.

Oben: Der Belgier Luc

und seine chinesischamerikanische

Partnerin

Jackie züchten Schipperke-Hunde

an Bord ihrer

Sloepmouche.

Unten: Willkommensgruß

für Yachties, die in der

gut geschützten Tambobo

Bay fest machen, ganz

besonders während der

Taifun-Saison.

FOTO: SHUTTERSTOCK

Charter

Sale

Management

YACHTING 2000

A-4112 St. Gotthard/Linz

office@yachting2000.at


Teststrecke

Mit Sicherheit

Sie sind eingetroffen! Die ersten Crewbands sind da,

natürlich im Winter. Einladung auf eine Superyacht in

der Karibik war gerade keine zur Hand, also musste für

einen ersten Test eine andere Idee her.

Text ROLAND REGNEMER | Fotos CREWBANDS

Must have?

Mangels Option auf ein geplantes

Person-über-Bord-

Manöver auf einem schnittigen

50-Füßer im 25 Grad warmen

Wasser irgendwo zwischen Jamaika

und Grenada einigten wir uns im

pannonischen Jänner auf „Laborbedingungen

mit Auslösegarantie“

– und starteten im Segelzentrum in

Neusiedl am See. Mit Neopren war

es an jenem Nachmittag wohligmild,

der Neusiedler See dann aber

mit seinen knapp 2 °C doch deutlich

cooler als wir. Also weiter ins

Hallenbad Neusiedl am See. Ideale

Bedingungen – Windstille und keine

Wellen. Entsprechend entspannt,

klappt der Testaufbau auch schon

beim ersten Versuch, mit meinem

Wellenreitbrett das Hallenbad Neusiedl

zu durchqueren, ganz gut.

Nach wenigen Metern aber gleiten

wir nicht mehr nach vorn, sondern

nach unten ins Wasser. Und

prompt schrillt auch schon das mit

meinem Crewbands verbundene

Handy, die Rettungskette beginnt.

„Wir wollten den allerersten Alarm

im Rettungsablauf automatisieren

und schnellstmögliche Benachrichtigung

realisieren. Hardware,

also das Armband, und Software,

also die zugehörige Handy-App,

sind eine Ergänzung und keinesfalls

ein Ersatz für andere Teile der

Rettungskette“, erklärt Thomas

Nenning, einer der beiden Gründer

und Entwickler, das Safety-Gadget.

Die erwähnte Crewbands-App

funktioniert nicht nur mit dem

hauseigenen Band, sondern auch

mit gängigen Smart watches und

zahlreichen Fitness-Trackern. Die

eigene Hardware sehen Nenning

und sein Partner Werner Scheibenpflug

als „un sichtbaren Schutz ­

engel, der mög lichst unauffällig

und ohne zusätzlichen Aufwand in

den Bord alltag integriert ist, ohne

zu stören“. Die Energie holt sich

das „Crewband“ über Solarzellen,

einmal voll aufgeladen reicht der

Akku für fünf völlig dunkle

Tage. Als Zielgruppe gelten Urlaubs-

und Hobbysegler, konkret

auch Skipper, die ihre Bordmitglieder

nicht so gut kennen.

Die Armbänder werden mit der

App am Handy verbunden, geht

die Verbindung verloren, werden

optischer und akustischer Alarm

auf dem Mobiltelefon ausgelöst.

„Kommt das Band unter Wasser,

reißt die Verbindung aufgrund

der physikalischen Eigenschaften

des Wassers sofort ab. Oder einfach

aufgrund der Entfernung,

bei 30 Meter Abstand ist es mit

Bluetooth auch vorbei.“

Crewbands – Safety-Armbänder mit Pfiff

Redaktions-

Test

Das original Crewbands ist im Webshop um € 79,– inkl. USt. erhältlich, ein Vertriebsnetz

mit Partnershops befindet sich gerade im Aufbau. Für den sicheren Törn wird es die

Möglichkeit geben, die Crewbands vor Ort zu mieten. Die App (iOS, Android) ist kostenlos

und verbindet sich auch mit Fitness-Trackern und Smartwatches (erste Verbindung gratis,

danach Flat Fee).

è www.crewbands.com

Wir danken den Verantwortlichen und Mitarbeitern des Hallenbads in Neusiedl am See

für die freundliche und unkomplizierte Unterstützung beim Test!

è www.neusiedlamsee.at

Wenn der Neusiedler See im Jänner …

… doch zu kalt ist, …

… dann heißt es auch zum

Testen: Ab ins Hallenbad!

2/2020 33


FOTO: VIKING

Sicherheit auf See

Reif für die In

Starker Wind, raue See und dann passiert das Unfassbare: Die Yacht sinkt. Rasch werden

die Rettungsinsel klargemacht und der Grab-Bag geholt. Minuten später sitzt die Crew im

schwimmenden Zelt, das bis zum Eintreffen der Retter vor Unwetter und Welle schützen

soll. Soweit die Theorie. Doch was, wenn es tatsächlich passiert?

Text TAHSIN ÖZEN

Gleich vorweg: Die Aufgabe

einer Yacht ist das

zweitschlimmste Szenario

(nach einer über Bord

gegangenen Person) und nicht in

jedem Fall zwingend erforderlich,

wie Weltumsegler-Legende Bobby

Schenk in seiner Kolumne auf Seite

12 erläutert.

Bleibt wirklich nur dieser eine

„Ausweg“, dann gilt es die Nerven

zu bewahren und …, ja …, was?

Im Idealfall jenes Wissen und

Handeln abzurufen und abzuspulen,

das man als Profi-Skipper

beispielsweise im Rahmen eines

Sicherheitstrainings erlernt hat.

Als Koryphäe auf diesem Gebiet

gilt der österreichische Hochsee-

Segler Christian Kargl, und das

kommt nicht von ungefähr: 2005

ging er im Rahmen des Mini-Trans ­

at bei Nacht 35 Seemeilen von der

bra silianischen Küste entfernt über

Bord – und überlebte. „Beim Thema

Sicherheit auf See bin ich seitdem

absolut kompromisslos“, so

Christian Kargl, der heute ein nach

den strengen World-Sailing-Kriterien

(ISAF) zertifizierter Offshore Safety

Instructor ist. Er selbst hat das

international anerkannte Sicherheitstraining

2006 nach Österreich

gebracht und bietet diese spezielle

Ausbildung für Yachties über seine

Firma 2Sail an.

Speziell, weil auf die Praxis genauso

viel Wert gelegt wird wie

auf die Theorie. Das weiß jeder

„Beim Thema Sicherheit auf See bin ich

seit damals absolut kompromisslos.“

Christian Kargl, ging beim Mini-Transat 2005 nachts über Bord.

FOTO: GERNOT WEILER

34 2/2020


sel?

zu schätzen, der z. B. noch nie eine

Leuchtrakete abgefeuert oder eine

Rettungsinsel aktiviert, zu Wasser

gelassen, geboarded hat. Und wer

weiß schon, wie es ist, wenn man

für einen längeren Zeitraum in

e iner solchen ausharren muss?

Wer es wirklich wissen will, kann

das beispielsweise im Rahmen der

im Kvarner geplanten 24-Stunden-

Insel-ChallEnge gerne heraus ­

finden – detaillierte Informationen

s iehe Kasten unten.

ÜBER LEBEN LESEN

Sich vorher schon ein gutes theoretisches

Wissen anzueignen ist

durchaus von Vorteil. Als Quelle

bietet sich die kürzlich erschienene

Neuauflage des von Christian Kargl

fachkundig vom Englischen ins

Deutsche übertragenen Buches

„Sicherheit auf See“ an.

Es enthält das im Notfall auf See

nötige Basiswissen, über das jeder

Segler und jeder Motorbootfahrer

verfügen sollte. Mit leicht verständlichen

Illustrationen wird nicht nur

die Bedeutung guter Sicherheitsausrüstung

für den Wassersport erklärt,

sondern auch wie und wann

man sie anwendet. Behandelt werden

die in diesem Zusammenhang

elementaren Themen wie Personüber-Bord-Manöver,

Umgang mit

Rettungsinseln, Überleben

in kaltem Wasser,

Brandbekämpfung,

Schäden und

Lösungen, Rettung

und Bergung sowie

Erste Hilfe.

Als wertvoller

Ratgeber unterstützt

das Fachbuch die

GEWINNSPIEL

verlost unter allen Teilnehmern drei

Exemplare des Buches „Sicherheit auf See“. Einfach

eine E-Mail mit Betreffzeile „„Sicherheit auf See“ an

gewinnen@ocean7.at senden und mit etwas Glück

gewinnen! Ein sendeschluss: 26. März 2020,

die Gewinner werden per E-Mail verständigt.

Mit Ihrer Teilnahme erklären Sie sich

einverstanden, den

-Newsletter

(jederzeit kündbar) per E-Mail zu

erhalten. Ihre Daten werden nicht an

Dritte weitergegeben. Keine Bar ablöse.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Inhalte des World-Sailing-zertifizierten

Sicherheitstrainings und ist

ein Standardwerk und Lehrbuch

der Royal Yachting Association.

Wieso Christian Kargl über Bord

ging und bewegende Geschichten

anderer Skipper, die in Lebens ­

gefahr gerieten, sind im ganz

neu erschienenen Buch „In

Seenot“ nachzu lesen.


„In Seenot. Dramatische

Stunden auf dem Meer“,

wahre Geschichten,

sprach gewaltig erzählt

auf 290 Seiten von Thomas

Käsbohrer. Verlag

millemari., € 24,95.

è www.millemari.de

„Sicherheit auf See“,

von Keith Colwell, RYA.

2. Auflage: 01/2020. Aus

dem Englischen: Christian

Kargl. 192 Seiten, 315

farbige Abbildungen.

Verlag egoth, € 24,90.

è www.2sail.com

8. März, 15 Uhr

Die Teilnehmer der

„24-STUNDEN-INSEL-

CHALLENGE“

presented by

Christian Kargl

bei

Halle 5 – 543

2SAIL UND OCEAN7 PRÄSENTIEREN:

Die 24-Stunden-Insel-Challenge!

Wir wagen den ultimativen Test und wollen

herausfinden, wie sich das (Über-)Leben in

einer Rettungsinsel tatsächlich anfühlt. Im

Rahmen eines Selbstversuchs werden wir

uns für 24 Stunden in eine Rettungsinsel

begeben und das Leben auf nur 0,4 m² pro

Person testen. Startend in der Marina Punat

und begleitet von Blue-2 und SeaHelp werden

wir im Kvarner aus der Yacht aussteigen

und die Rettungsinsel boarden. In den folgenden

Stunden versuchen wir, die Ausrüstung

an Bord in Betrieb zu nehmen und gegen

Seekrankheit anzukämpfen. Ziel ist es,

aus dem Erlebten Rückschlüsse für Hersteller

und die Segelcommunity zu ziehen.

DU HAST DIE MÖGLICHKEIT, DABEI ZU SEIN!

Wir verlosen sechs Plätze, die Challenge ist für

Mai geplant, die Teilnehmer werden im März

auf der Boot Tulln am -Stand vorgestellt!

Alle Infos und Bewerbungsformular:

è www.ocean7.at/news/24-h-challenge

FOTO: 2SAIL

Wie es sich in einer Rettungsinsel

lebt? Finde es mit uns heraus!

2/2020 35


FOTO: SHUTTERSTOCK

xxxxx xxxx

Aliens im

Mittelmeer

36 2/2020


Der Rotfeuerfisch, wie er leibt und

lebt. Wer ihn einmal gesehen hat,

kann ihn kaum mit irgend etwas

anderem verwechseln.

Oben: An Bord bei Fischern in Griechenland. Die Ausbeute der Nacht: eine Handvoll Speisefische, ca. 250 Kugel -

fische und zwei Rotfeuerfische. Rechts einer der zahlreichen Kugelfische im Netz. Unten: Unser Open-ROV,

eine Unterwasser-Drohne, mit der wir auch in größeren Tiefen noch die neuen Einwanderer finden können.

Rechts eine der Aufnahmen vom ROV: Geisternetze in ca. 40 Meter Tiefe, auch ein Grund, warum heimische

Fischbe stände rapide zurückgehen.

Was bei uns Waschbären und Grau -

hörnchen sind, sind im Mittelmeer

Rotfeuerfische und Kugelfische: nicht

einheimische Tierarten, die sich sehr

erfolgreich im neuen Lebensraum ver -

mehren. Das Project Manaia setzt sich

mit seinem Forschungsboot Independence

den invasiven Spezies auf die Spur und

versucht, Gegenmaßnahmen zu finden.

Text und Fotos

MANUEL MARINELLI

Seit 149 Jahren verbindet

der Suezkanal das Mittelmeer

mit dem Roten

Meer, und lange Zeit war

das aufgrund des ursprünglichen

Designs kein Problem. Ein Salzsee

bildete eine Schleuse zwischen den

beiden Meeren, eine unüberwindbare

Barriere für Fische und andere

potentielle Einwanderer.

Nach vielen Ausbauten des Kanals

war diese Hürde nun keine

mehr, über 1.000 Tierarten fanden

in unserem „Heimatmeer“ ihr

neues Zuhause. Während viele

der neuen Arten sich eine eigene

Nische suchen und dort glücklich

werden, stellen manche Spezies

schon jetzt ein Problem für die

heimischen Arten dar.

SCHÖN, ABER SCHMERZLICH

Der Rotfeuerfisch wurde an den

Küsten Griechenlands 2017 erstmals

vermehrt gesichtet. Im Vorjahr

meldeten Tauchbasen schon

zwei bis fünf Rotfeuerfische pro

Tauchgang und in dieser Saison

waren Tauchgänge mit weniger als

40 Rotfeuerfisch-Sichtungen eine

Seltenheit. So schön diese Tiere

auch anzusehen sind, sie zeigen,

wie dramatisch effektiv manche

„Aliens“ bei der Vermehrung sind.

Alle vier Tage legen diese Tiere

Eier – bis zu zwei Millionen davon

in einem Jahr! Die gelatineartigen

Gebilde schwimmen an der Oberfläche

und können sich an Treibgut,

aber auch an Boote anheften

und so noch über einen Monat

lang ihren Ra dius erweitern, bevor

die Jungtiere schlüpfen. In vielerlei

Hinsicht also der perfekte Eindringling

in ein neues Gewässer.

Und ein gefährlicher dazu.

Die Stachel der Rotfeuerfische

sind mit einem Gift versehen, das

bei gesunden Menschen zwar nicht

tödlich ist, aber durchaus schmerzhafte

Folgen hat. Während sie im

Mittelmeer (noch) nicht überhand

2/2020 37


xxxxx xxxx

Taucher bei der Datensammlung –

auf der Suche nach Rotfeuerfischen

und anderen invasiven Arten.

FOTO: GERNOT WEILER

Die SY Independence ist eine Bruce Roberts Mauritius 43. Gebaut in einer britischen Werft, ist sie mit mehr als 30 Jahren immer noch gut in Schuss.

Eines der wenigen Stahl-Segelboote, die das Mittelmeer durchkreuzen, ist sie zwar langsamer, aber dafür als Arbeitsplatz und Forschungsstation sehr

zuverlässig, auch bei Starkwind und hoher Welle. Rechts Pinar und Manuel, die Stammcrew an Bord.

genommen haben, kann man in

der Karibik schon jetzt Schlüsse

für die Zukunft ziehen. Dort wird

bereits von einer großen Invasion

gesprochen und der Rotfeuerfisch

– zum Glück ein ausgezeichneter

Speisefisch – aktiv bejagt!

Kugelfische wirken so ganz ohne

Stachel erstmal viel freundlicher.

Dennoch bereiten auch sie an vielen

Orten bereits Kopfschmerzen – vor

allem der industriellen Fischerei.

Mit ihren kräftigen Kiefern fressen

sie nahezu alles, was ihnen vor das

Maul schwimmt, vor allem aber

Kalamari und kleinere Fische.

Und auch wenn man als Schnorchler

oder Taucher nur selten ein Exemplar

zu Gesicht bekommt, haben

viele Fischer bereits üble Erfahrungen

mit ihnen gemacht. An der türkischen

Mittelmeerküste rechnet

man schon jetzt pro Speisefisch mit

etwa 1.000(!) Kugelfischen im Netz.

Das Problem: Kugelfische sind

für uns als Speisefisch absolut untauglich

(abgesehen vom Fubu, der

Sushi-Spezialität, die nur von wenigen

Köchen zubereitet werden

kann). In den meisten Fällen endet

der Versuch, diesen Fisch zu essen,

sogar tödlich.

ÜBERLEBENSRAUM SEEGRAS

In den letzten beiden Jahren hat

das Projekt Manaia aktive Helfer

im ganzen Mittelmeer gesucht, um

ein besseres Bild davon zu bekommen,

wie weit sich diese beiden

(und noch andere) invasiven Arten

bereits im Mittelmeer verbreitet

haben. Nicht zuletzt durch die Mithilfe

von Seglern, Tauchern und

Schnorchlern konnten wir bereits

eine lange Liste von Sichtungen

sammeln (siehe Kasten rechts).

In der kommenden Saison, also

ab April 2020, steht der „Gegenangriff

“ auf dem Plan. Neue Arten

können sich nur dann an neuen

Orten verbreiten, wenn das System

vor Ort bereits geschwächt ist. Im

Mittelmeer ist das aufgrund von

starker Fischerei, Tourismus und

teilweise sorglosem Umgang mit

der Umwelt leider bereits der Fall.

Ein ganz entscheidender Lebensraum

dabei ist das Seegras. Nahezu

„ Im Seegras könnten sich heimische Arten wieder stärker vermehren. Und

dort, wo ein funktionierendes System mit vielen verschiedenen Tierarten

existiert, wird es schwer für Neuankömmlinge, eine Nische zu finden. “

38 2/2020


Yacht

Yachtverkauf

Kaufcharter

jeder heimische Fisch im gesamten

Mittelmeer-Raum verbringt zumindest

einen Teil seines Lebens in

diesem Ökosystem und in vielen

Teilen des Mittelmeers haben genau

diese Seegraswiesen in den

letzten Jahren deutlich an Dichte

verloren oder sind ganz verschwunden.

Deshalb wird das

Team von Project Manaia in der

kommenden Saison in Zusammenarbeit

mit anderen NGOs, meeresbiologischen

Feldstationen, aber

auch interessierten Seglern und

Tauchern beginnen, die Seegraswiesen

– einen ganz entscheidenden

Lebensraum des Mittelmeeres

– wieder aufzu forsten.

Die Idee dahinter ist simpel:

Durch diesen Lebensraum können

sich heimische Arten wieder stärker

vermehren und verbreiten.

Und dort, wo ein funktionierendes

System mit vielen verschiedenen

Tierarten existiert, wird es schwer

für Neuankömmlinge, eine Nische

zu finden. Beweise dafür gibt es

bereits. Beispielsweise auf Zakynthos,

dem ältesten Meeresschutzgebiet

des Mittelmeers, wo sich die

invasiven Arten zwar mittlerweile

einschleichen konnten, die Mengen

in denen sie auftreten, jedoch

entscheidend geringer sind als an

all den anderen Orten. Der Ansatz

funktioniert also!

Und das Schönste daran ist: Jeder

Segler im Mittelmeer kann aktiv

mithelfen, dass der Plan auch aufgeht.

Wer Einwanderer sieht, kann

diese einfach online melden, wer

Veränderung in seinen Stammbuchten

bemerkt (nur Sand, wo

früher Seegras war …), kann uns

das auch gerne melden und wir

werden versuchen, Gegenmaßnahmen

einzuleiten.

Project Manaia

Project Manaia ist eine österreichische Non Profit-Organisation,

die sich aktiv für den Schutz der Meere einsetzt.

An Bord ihres Forschungsbootes Independence

segeln die Meeresbiologen Manuel und Pinar Marinelli

im Dienste des Meeresschutzes durch das Mittelmeer.

è www.projectmanaia.at

Yachties und Taucher im Mittelmeer werden

gebeten, Sichtungen in vasiver Arten online

zu melden:

è http://projectmanaia.at/

manaia/mediterranean/

Invasion.html

Wer die Arbeit der Teams auch

finanziell unterstützen möchte,

kann das auf è www.patreon.

com/projectmanaia

Oben: Eine Seegraswiese,

wie sie sein

sollte. Fotografiert

in Stoupa (südlicher

Peloponnes, Griechenland).

Unten:

Flugaufnahme aus

Plakias (Südkreta).

Aus hunderten dieser

Fotos kann man

eine extra Ebene zu

Seekarten hinzufügen

und ganz genau die

Flächendeckung

von Seegraswiesen

berechnen – und

damit die Entwicklung

besser verfolgen.

8. März, 14 Uhr

Boot Tulln-Vortrag

„ALIENS IM

MITTELMEER“

Manuel Marinelli

bei

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Vertragshändler für

Willkommen!

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Da

xxxxx xxxx

40 2/2020


s Beste aus

zwei Welten

Wer sich vorab schon ein bissl mit den virtuellen

Lernunterlagen von Blue-2 The Sailing Academy

beschäftigt und dann noch ein reelles Skippertraining

in der Marina Punat absolviert, hat am

Ende das Zeug zum Superstar in jedem Hafenkino.

Text und Fotos TAHSIN ÖZEN

Wer sagt, dass Lernen

nicht süchtig macht?

Anlegen römischkatholisch

mit einer

Mono bei ablandigem Wind in die

Box. Ablegen längseits bei auflandigem

Wind mit einem Katamaran

am Steg, Eindampfen in die Springleine,

Umparken am Stand …

Zugegeben, nicht jedes Hafenmanöver

sitzt auf Anhieb, doch läuft

etwas aus dem Ruder, ist noch

lange nichts passiert und spornt

der Fail zum erneuten Anlauf an.

Dass man beliebig viele Versuche

in beliebig vielen Situationen hat

und nie etwas wirklich kaputtgeht,

ist der genialen Blue-2 Hafenmanöver-App

geschuldet, die das

virtuelle Training bequem von zu

Hause aus ermöglicht. „Die Entwicklung

der Software hat mich

viele lange Nächte gekostet“, sagt

Geschäftsführer Michael Menard,

der auf diesem Feld großartige

Pionierarbeit geleistet hat.

Nun aber steht der Praxistest auf

dem Plan, denn neben den digitalen

Lernprogrammen bietet Blue-2

auch praktische Ausbildungen an.

2/2020 41


Skippertraining

Mit der Marina Punat samt langen

Stegen, modernen Pollern, viel

Platz und guter Sicht im Wasser

(Muringleinen!) eröffnet sich dem

Lernwilligen ein vortreffliches

Übungsrevier auf der kroatischen

Insel Krk. Als Übungsschiff für das

3,5-tägige Skippertraining wird

uns eine Bavaria 39 zugeteilt.

Linksgängige Schraube, kein

Bugstrahlruder.

Das Über-die-Planke-Laufen ist

nicht Teil des Unterrichts, …

DA IST DER KNOTEN DRIN

Gleich raus, um virtuell Geübtes

(was keine Voraussetzung für die

Teilnahme an einem Blue-2-Skippertraining

ist) in die Praxis umzusetzen?

Nix da, zuerst geht es unter

Deck – nicht einfach nur, um eine

Rettungsweste auszufassen, sondern

um Rettungsweste zu lernen.

Wussten Sie zum Beispiel, dass die

SOLAS-Verordnung vier Kategorien

kennt, aber nur zwei (ab 150

Newton Auftrieb) als ohnmachtssicher

gelten?

Wieder auf Deck folgt Leinenkunde

mit Aha-Erlebnis: Der Palstek

wird überschätzt, bei Hafenmanövern

bestimmen primär

Webelein und Klampenschlag das

Geschehen! Am Ende des ersten

Übungstages wissen wir auch: Dem

Mariniero an Land wirft man den

Festmacher nicht an den Kopf,

sondern auf den links oder rechts

vom Körper ausgestreckten Arm.

Wer die richtige Wurftechnik

verinnerlicht hat, kann bei passender

Infrastruktur generell auf den

Beistand an Land verzichten und

wirft den Festmacher einfach selbst

über den Poller. Der Knoten an der

ganzen Sache: Diese Lektionen

kann man nicht virtuell lernen.

VERKEHRTE HECKLEINE

Von all den in den folgenden Tagen

geübten Hafenmanövern war die

„verkehrte Heckleine“ wohl eines

… das richtige Handling von

Rettunsgwesten an Bord schon.

Aufschießen von geschlagenem

Gut, oder doch gedrehtem?

der spannendsten Erfahrungen,

um längs abzulegen – und das geht

so: Boot liegt längseits auf stb. zum

Steg, Heckleine stb. ist achteraus

belegt. Nun eine weitere Heckleine

auf bb. achteraus mindestens fünf

Meter nach dem Poller der stb.-

Heckleine umlegen und leicht

durchhängend zurück an Bord

führen.

Kugelfender zum Schutz des

Hecks auf stb. anbringen, stb.-

Heckleine loswerfen, mit Gas und

Ruder zur Mole eindampfen in

die Heckleine auf bb. – also in die

„verkehrte“ Heckleine. Das Boot

wandert über die Längsseite aus

und würde man das Manöver zu

Ende fahren, so hätte man eine

Richtig werfen. Der Schuh

steht mit Absicht auf der Leine.

Drehung um 180° hin- und das

Boot „im Stand“ von stb. auf bb.

umgelegt. Zugegeben, auch das ist

in natura viel beeindruckender anzuschauen

als auf dem Bildschirm.

MÜNCHNER MANÖVER

Fast wäre man versucht zu glauben,

dass bayrische Großstädter

dazu neigen, besonders oft ungewollt

über Bord zu gehen. Und

damit nicht genug, fahren sie dann

auch noch ein ebenso eigenwilliges

wie effektives Person-über-Bord-

Programm. Das heißt Münchner

Manöver und geht so:

Zwei an beiden Enden miteinander

verknotete Bojen werden über

Bord geworfen (Boje über Bord).

„ Dem Mariniero an Land wirft man den Festmacher nicht an den Kopf,

sondern auf den links oder rechts vom Körper ausgestreckten Arm.“

42 2/2020


Genießen Sie Bootstouren ohne Summen und

Surren. Der Spirit 1.0 mit abnehmbarer

Lithium Polymer Batterie ist mit einem 3 PS

Benzin-Außenborder vergleichbar.

C:95 M:60 Y:0 K:0 R:0 G:102 B:204

ab € 1.699

empf. VK inkl. Ust

Gute zwei Bootslängen später leitet

der Ruder gänger eine Wende ohne

Genua-Wechsel ein (der Motor

läuft aus Sicherheitsgründen immer

im Leerlauf mit). Beträgt die

Distanz vom Bug zur Boje über

Bord nur mehr eine Bootslänge,

wird hart Ruder gelegt und man

treibt solange auf die Boje zu, bis

sie am Heck mit dem Bootshaken

gefasst werden kann.

Das Münchner Manöver ist zwar

schön anzusehen und spannend

zu fahren, wäre jedoch im Notfall

wohl nicht meine erste Wahl. Es

sei denn, zum Person-über-Bord­

Desaster gesellte sich auch noch

ein totaler Maschinenschaden

dazu. Aber diese Entscheidung

muss jeder für sich selbst fällen –

ich behalte die meine für mich.

Beim Abendessen in geselliger

Runde rutscht mir meine Meinung

nach dem zweiten Bier doch noch

aus dem Mund – und schon entspinnt

sich ein großes Für und

Wider, an dem sich auch die Schüler

des von Profi Julian Kircher

geleiteteten Katamaran-Skippertraining-Teams

am Nachbartisch

einbringen. Michael Menard und

Julian Kircher beobachten lächelnd

die Szenerie, denn: solche Diskussionen

sind erwünschte Nebenwirkungen

ihres Skippertrainings und

sollen zum Meinungsaustausch untereinander

anregen! Ist letztlich

nicht alles Gelernte das Rüstzeug

des einzelnen, um seinen eigenen

Weg zu finden?

FANG DIE BOJE!

Einst auf einem unserer Wege,

damals von Zadar in die Kornaten,

erreichten wir erst zu fortgeschrittener

Stunde das Bojenfeld unseres

Etappenziels. Die Sonne war bereits

untergegangen und meinen

Im Uhrzeigersinn:

Ablegen mit verkehrter

Heckleine;

Fixieren der Yacht

mit Mittel- und

Vorleine, nachdem

die Heckleine belegt

ist. Das Boje-über-

Bord-Manöver wird

als „Münchner Manöver“

gefahren.

Elektro-Außenborder Navy 3.0 und Navy 6.0.

Wählen Sie zwischen Pinnensteuerung und

Fernschaltung. Vergleichbar mit 6 PS und 9,9PS

Benzin Außenborder.

ab € 2.499,-

empf. VK inkl. Ust

5. BIS 8. MÄRZ 2020

Halle 6

Stand 645

Alltechnik Handelsges.m.b.H

Rheinboldtstrasse 11-13, A-2362 Biedermannsdorf bei Wien

+43 (0)2236 64676 -0 +43 (0)2236 64676-76

@office@allroundmarin.at www.allroundmarin.com


Skippertraining

Die Marina Punat samt

langen Stegen, modernen

Pollern, viel Platz und

guter Sicht im Wasser

ist ein vortreffliches Revier

für Skippertrainings

auf Katamaranen und

Monohulls.

beiden wenig erfahrenen Crewmitgliedern

wollte es in der Dunkelheit

und bei etwas Seegang einfach

nicht gelingen, den Festmacher an

der Boje vor uns zu belegen. Da wir

uns auf einer 50-Fuß-Yacht mit hohem

Freibord befanden und ich am

Ruder selbst bei Tag keine Sicht

nach vorn auf die Boje gehabt hätte,

war die Erleichterung groß, als das

Manöver letztlich doch gelang.

Dabei wäre das kein Kunststück

gewesen, wenn ich schon damals

den erweiterten Wissensstand

gehabt hätte wie jetzt am dritten

Tag meines Skippertrainings! Ich

hätte das Pärchen die Boje mit derselben

Wurftechnik einfangen lassen,

wie zuvor schon beim Poller

beschrieben und beim Training außerhalb

der Marina Punat

erfolgreich geübt. Ist die

Boje so erst einmal

„eingefangen“, hat man

alle Zeit, um richtig an

ihr fest zu machen.

Was das Ankern

betrifft, so lernen wir,

was viele von uns

schon nach wenigen

Törns herausgefunden

haben:

Das Stecken der

drei fachen Tiefe an Ankerkette

(wie man es in der Ausbildung gelernt

hatte) ist höchstens bei absoluter

Flaute und einem kurzen

Stopp denkbar. Bleibt man über

Nacht oder geht ein Hauch mehr

Wind, so ist mindestens das Fünffache

der Länge auszubringen.

Dass man aber beim Lichten des

Ankers nicht in den Leerlauf gehen

und mehr Gas geben soll, war mir

völlig neu. „Im schlimmsten Fall

kann man nachher keinen Gang

mehr ein legen und das Schiff ist

zumindest unter Motor manövrierunfähig“,

so Michael Menard.

AM BALL BLEIBEN

Am letzten Tag wird alles Gelernte

noch einmal wiederholt und jeder

kommt so oft dran, wie es nötig ist.

Und siehe da: Jetzt muss man tatsächlich

aufpassen, dass man nicht

aus Übermut statt wie bisher aus

purem Stress irgendwo aneckt!

Finaler Akt des Blue-2-Skippertrainings

ist die Ehrung aller Teilnehmer

per Zerti fikat. Das läutet

zwar nicht das Ende des virtuellen

Übens daheim und des Sammelns

von echten Erfahrungen auf dem

Wasser ein, markiert aber den Einzug

ins nächste Level.


Segel- und Racing-Profi Julian Kircher ist alleinverantwortlicher

Leiter der Blue-2-Skippertrainings.

Top-aktuell: Ab September übernimmt Blue-2 für

die Segelschule Raudaschl die FB2-/FB3-Ausbildung.

Blue-2 The Sailing Academy

Das Skippertraining von Blue-2 für Kat und Mono

verbindet Theorie und Praxis und geht auf alle Fragen

rund ums Segeln ein. Virtuelle Lernprogramme passend

zu den Kursen werden kostenlos bei der Anmeldung zugeschickt.

Alle Termine und Buchung online.

Segelausbildung FB2, FB3 und Binnen. Ausbildungs -

stützpunkte in Wien, Villach und jetzt auch im Sportcamp

Raudaschl am Wolfgangsee/Salzburg. Fünf Schiffe für die

Ausbildung auf dem Meer in der Marina Punat/Krk.

Virtual Skipper-Trainer – die interaktiven Lernunterlagen

sind als Apps für iPAD, Android, Windows oder

MacOS verfügbar.

è www.blue-2.at è www.skipper360.at

„ Alles Gelernte wird noch einmal wiederholt

und jeder kommt so oft dran, wie es nötig ist. “

Michael Menard, Blue-2 The Sailing Academy


Frischluft aus Kanada

PANORAMA

Tipps, Trends & Neuheiten

VENTILATOR. Auch bei Kabinenventilatoren

kann vieles verbessert werden.

Sagt uns z. B. der kanadische

Hersteller Caframo, der jetzt den

Sirocco II herausgebracht hat. Noch

leiser, mit vier Timer-Einstellungen

(3, 6, 9 und 12 Stunden), drei Geschwindigkeitsstufen

und einem in

alle Richtungen drehbaren Luftstrom.

Sehr praktisch: Der neue Ventilator

passt sich automatisch der Betriebsspannung

von 12 V oder 24 V an.

Erhältlich ist der Sirocco II in weiß

oder schwarz, als Standard- oder in

robusterer Elite-Version.

è www.caframo.com

Aus Alt mach Neu

Neue Karten zum

halben Preis.

SEEKARTEN. Bei den elektronischen

Navigationskarten immer up-to-date zu

sein ist gar nicht so einfach und billig –

ganz aktuell aber schon: Wer seine alte

Navionics oder C-MAP im SD/MicroSD-Format

an Garmin schickt,

bekommt eine von Garmin und

Navionics (vor drei Jahren von

Garmin gekauft) erstellte BlueChart®g3-Seekarte

zum halben Preis.

Also etwa Adria statt um € 149,99

um € 75,–. Zeit zum Überlegen hat

man bis Ende des Jahres.

è www.garmin.com

North im äußersten Süden

ANTARKTIS-EXPEDITION. Die

Schweizer Extremsportlerin Caro

North machte sich mit einer achtköpfigen

Crew auf, um Berge in der Antarktis

zu bezwingen und auf Skiern

abzufahren. Schwierigster Part der

Expedition: die Überfahrt in der

Drake Passage, der Meeresstraße

zwischen Kap Hoorn und der antarktischen

Halbinsel. Gemeistert wurde

die Strecke bravourös mit einer Segelyacht.

Spannende Eindrücke auf

Youtube. Unser Tipp: Episode 2!

è www.mammut.com/at/de/stories/

Auch antarktische Gipfel

wollen erobert werden.

Ihr Charter

Spezialist

15x Kroatien

NEU: Pomer & Vodice

2x Türkei

4x Griechenland

NEU: Preveza

Niederlande

Schweden

Karibik

Malediven

Slowenien

NEU: Portorož

Hinein ins Urlaubsvergnügen!


Austrian Boatshow – Boot Tulln 2020

Let there be Tulln!

5. bis 8. März 2020

Die größte und vielfältigste Boots- und Wassersportfachmesse

in Zentral- und Osteuropa öffnet wieder ihre Tore. Projektleiter

Thomas Diglas über Highlights und neueste Trends.

THOMAS DIGLAS

Messeleiter der Austrian

Boat Show – Boot Tulln.

è messe@tulln.at

Du rechnest auch heuer wieder mit gut

50.000 Besuchern! Was denkst du, sind

die Erfolgsfaktoren der Boot Tulln?

Mit der Austrian Boat Show wird

traditionell die Wassersportsaison

gestartet – die Sehnsucht nach Sonne

und Wasser ist zu diesem Zeitpunkt

schon sehr groß. Dazu bieten

wir noch eine riesige Vielfalt! Wir

haben in Tulln 380 Aussteller an

Bord, da ist für jeden Wassersportler

garantiert etwas dabei.

Viele Besucher kommen nach Tulln,

um sich Segelyachten anzuschauen –

was sind die Highlights der dies -

jäh rigen Messe?

Die Besucher können sich auf jede

Menge Highlights freuen, es werden

Segelschiffe bis zu 50 Fuß

ausgestellt. Das „who is who“ der

Hersteller ist vertreten: Bavaria,

Beneteau, Jeanneau, Dufour, Hanse/Dehler

mit einem Querschnitt

aus dem aktuellen Portfolio. Mit

der Beneteau Oceanis 30.1 wird

eine Yacht des Jahres ausgestellt.

Erwähnen möchte ich noch die

Bavaria C42. Sie ist der neueste

Wurf der Werft aus Giebelstadt,

umso mehr freut uns, dass dieses

Modell nach der Weltpremiere

im Jänner in Düsseldorf erstmals

in Österreich ausgestellt wird.

Das Segment der Daysailer und

trailerbaren Segelboote wurde

seitens der Messe Tulln in den

letzten Jahren sehr gut begleitet …

Daysailer, Sportbootsegelboote im

trailerbaren Bereich erfreuen sich

seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit.

Im Sportsegment bieten

wir das volle Sortiment: Lago 26,

A27 sowie die komplette First-Palette.

Österreich-Premiere feiern die

wunderschöne Rustler 24, die Esse

850 LE sowie die stylische Sarch S6.

Die Dichte im Segment der Kleinkreuzer

für Seen und küstennahe

Gewässer ist kaum zu überbieten:

Sunbeam, Phobos, Viko, Maxus

und nicht zu vergessen die trailerbaren

Trimarane von Astus und

Corsair.

Gibt es für dich ein persönliches

Highlight im Bereich Segeln?

Ja, definitiv – die Präsentation des

„The Austrian Ocean Race Project“,

das aus einem jungen und ambitionierten

Team aus internationalen

Seglern besteht, mit dem großen

Ziel der Teilnahme beim nächsten

„The Ocean Race“. Candidate Sailing

wird gemeinsam mit „The

Austrian Ocean Race Project“ eine

X Section einer VO65 präsentieren.

Es handelt sich dabei um einen

Mock-up in voller Größe eines

Ocean Racers, der für die Besucher

begehbar sein wird. Ein unglaubliches

Erlebnis für jeden Segler!

Motorboote und Motoryachten erleben

zurzeit einen Boom – ist das auch auf

der Boot Tulln spürbar?

Die Nachfrage in diesem Segment

hat in den vergangenen Jahren

massiv zugenommen und wird

weiter an Bedeutung gewinnen,

das zeigt sich natürlich auch auf

unserer Messe. Mit der Demon

1414 Air zeigt Frauscher das

Flaggschiff der Werft und wird

definitiv für Begeisterung sorgen.

Die Absolute 47 Fly ist die größte

Motoryacht der Messe.

Speziell im Größensegment

zwischen 30 und 40 Fuß spielt das

Angebot auf der Messe in der

Champions League: Bavaria, Beneteau,

Cranchi, Galeon, Grandezza

– eine so große Vielfalt eröffnete

sich auf der Boot Tulln bis dato

noch nicht. Selbstverständlich gibt

es ein riesiges Angebot an Sportbooten,

Cruisern und Arbeitsbooten

– erwähnt sei die Silver Tiger,

die in diesem Jahr sämtliche Preise

einfahren konnte. Ich denke, dass

sich für jeden Geschmack und Einsatz

das passende Boot findet.

Elektromobilität ist zurzeit in aller

Munde – die Boot Tulln war sozusagen

Pionier in diesem Segment?

Ja, das stimmt, wir haben uns in

Absprache mit unseren Ausstellern

frühzeitig auf die Elektromobilität

spezialisiert – heute sind Elektroboote

und Elektroantriebe eine der

Kernkompetenzen unserer Messe.

Die Vielfalt und Individualität in

diesem Bereich sind bemerkenswert,

die Innovationen Jahr für

Jahr beeindruckend. Spektakulär

daher die Österreich-Premiere der

WIA 435 – einer 43-Fuß-Elektroyacht.

In Sachen Innovation sticht

die Candela Seven von Boote

Schmalzl heraus. Dem Trend der

fliegenden Boote folgend, handelt

„ Positive Stimmung ist das Wichtigste –

Wassersport ist sehr emotional und

unsere Messe lebt von dieser Emotion!“

46 2/2020


FOTO: KERSTIN ZILLMER

es sich hierbei um ein „foilendes“

Elektroboot – 75 % Effizienzsteigerung,

ein Quantensprung für

elektrische Bootsantriebe!

Die Boot Tulln ist bekannt für ihren

gut sortierten Zubehörbereich …

Wir sind da traditionell bestens

aufgestellt und konnten das Sortiment

wieder um neue Aussteller

und bekannte Marken ergänzen.

Bootsausrüstungen, Bootselektronik,

Motoren, technisches Zubehör,

hochwertige Funktionsbekleidung,

Marina-Ausrüstungen, sämtliche

namhafte Segelmacher sowie

ein umfangreiches Angebot an

Schlauchbooten werden ausgestellt

und sind vor Ort zu erwerben.

Frauscher 1414 Demon Air

VO65 Sisi

Bavaria C42

Candela Seven

Die Boot Tulln bietet wie die Boot

Düsseldorf alle Segmente im Bereich

Wassersport an – auf welche Bereiche

dürfen sich die Besucher noch freuen?

Der Relaunch des Segments

„Tauchen“ im vergangenen Jahr

war ein großer Erfolg. Wir haben

gemeinsam mit unseren Partnern

das Segment großzügig weiterentwickelt

– 100 Aussteller werden

alles anbieten, was man für das

schönste Hobby „unter Wasser“

benötigt. Aufgrund der großen

Nachfrage wird es auch wieder

ein Schnuppertauchen geben.

Besucher haben direkt auf der

Messe die Möglichkeit abzutauchen.

Die Tauchausrüstung wird

zur Verfügung gestellt, erfahrene

Tauchlehrer stehen mit Rat und

Tat zu Seite.

Die Lust auf Abenteuer steigt in

der Halle 6 – „Alles rund ums Paddeln“

– Kanu, Kajak, Faltboote sowie

ein umfangreicher Bereich für

Stand Up Paddling. Auch das Thema

„Windsurfen“ wird abgedeckt.

Welche Highlights bietet das

dies jährige Rahmenprogramm?

Insgesamt bieten wir während der

vier Messetage 150 Veranstaltungen

im Rahmenprogramm an. Das Angebot

reicht von Reisehotspots vom

FOTO: ALBERTO COCCHI

Absolute 47 Fly

Beneteau Oceanis 46.1

Mittelmeer bis Übersee, Segeltrimmund

Vorführungen bis hin zu Spezialworkshops

für Sicherheitsfragen.

Was wünschst du dir besonders

für die Boot Tulln 2020?

Das Wichtigste ist eine positive

Stimmung – Wassersport ist sehr

A27 von A-Yachts

Silver Tiger DC

emotional und unsere Messe

lebt von dieser Emotion! Den

Besuchern wünsche ich einen

informativen und interessanten

Messebesuch sowie eine schöne

Saison 2020. Nutzen Sie die

Gelegenheit und investieren

Sie in Ihre Träume!

2/2020 47


Austrian Boat Show – Boot Tulln 2020

Leinen los!

„Wassersport Total“ lautet das Motto der Austrian Boat Show, dem alljährlichen Treffpunkt für Österreichs

Wassersportler kurz vor Saisonstart. 380 Aussteller präsentieren einen kompletten Querschnitt

aus der Welt des Wassersports – große Yachten, kleine Jollen, Motoryachten, Motorboote, Elektroboote,

Reiseanbieter, Tauchsport und ein großer Zubehörbereich.

Halle 3 – Motorboote,

Motoryachten und Elektroboote

Das Schaufenster mit zahlreichen

Welt- und Österreich ­Premieren für

Motor- und Motoryachten, Elektroboote,

Sportboote, Wasserskiboote,

Arbeitsboote, Verdränger.

Halle 4 – Tourismus und Charter

Urlaub buchen bei den Profis! Hier

finden Sie eine große Auswahl an

Charter-Unternehmen und neueste

Infos zu den Top-Revieren 2020.

Neben Marinas und Verbänden

präsen tieren sich hier auch Hausund

Segelboot- sowie Katamaranund

Motorboot-Spezialisten.

Halle 6 – Kompetenzzentrum für Kanu,

Kajak, Kanadier und Ruderboote

Kajak, Kanu und Co. – Wild wasser

kajaks, Freizeitkajaks, Touren ­

kajaks, Wildwasserboote, Faltboote

und Ruderboote bis hin zur umfangreichen

Ausrüstung.

Halle 8 – „Alles rund um den

Tauchsport“

Alles vom Einsteiger-Equipment

bis zur professionellen Tauchsportausrüstung;

Tauchtechnik, Tauchund

Abenteuerreisen, Tauchsafaris,

Tauch basen und -resorts, Tauchausbildungen

und Kurse, Kindertauchen,

Apnoetauchen, Eistau-

chen, Unterwasserfotografie,

Unterwasserhochzeit. Neu: Tauchturm

zum Schnuppertauchen.

Abtauchen direkt auf der Messe –

ausprobieren und erste Erfahrungen

unter Wasser sammeln.

Halle 10 – Segelyachten und

Segelboote

Welt- und Österreich­Premieren

erwarten Sie im Bereich Segelyachten,

Segelboote, Trimarane, Daysailer,

Sportboote, Weekender, trailerbare

Kleinkreuzer und Jollen.

NEU: Vorstellung der Austrian

Ocean Race-Kampagne mit dem

1:1-Mockup eines VO65 Racers!

Halle 4 und Halle 5 – Das Segelkompetenzzentrum

der Austrian Boat Show

Erleben Sie hier hautnah Klein ­

kreuzer, Jollen, Sport-Katamarane,

aber auch Segelmacher sowie Segelund

Surfschulen mit attraktiven

Aus- und Weiterbildungsangeboten

für Einsteiger und Profis. Fach ­

vorträge, Produktvorstellungen

und Diskussionen täglich auf der

Action-Bühne in Halle 4.

Halle 4, 5 und 6 – nautisches Zubehör

Neueste Materialien und Technik:

Bootsausrüstung, hochwertige

Funktionsbekleidung, Boots ­

elektronik, Motoren, technisches

Zubehör, Segelmacher, Marina-

Ausrüstungen.

Halle 6 – Stand Up Paddling,

Windsurfen

Der komplette Marktüberblick

mit allen Marken aus dem Bereich

Stand Up Paddling. Aufblasbare

Windsurf-Stand Up Paddle-Boards,

Windsurf-Riggs für Stand Up Paddling,

alles zum Thema Windsurfen.

Eingang

WEST

Gebrauchtboote

Niederösterreich-

Halle

Halle 10

Wien, Rosenbrücke,

St. Pölten, Krems

Eingang

SÜD

Austrian Boat Show – Boot Tulln 2020

Termin

Donnerstag, 5., bis Sonntag, 8. März 2020

Öffnungszeiten

täglich von 10 bis 18 Uhr

Halle 6

Halle 5

Halle 4

CAFE

Eingang

NORD

Eintrittspreise

Erwachsene € 14,–

Senioren- und Studentenkarte € 12,–

Jugendkarte (6–15 Jahre) € 3,–

Kinder bis 6 Jahre

Eintritt frei

Gruppenkarte (ab 20 Pers.) € 12,–

Besucherservice

Ausstellerverzeichnis, Bankomatkassen beim Eingang Süd und

Haupt eingang, Wechselstube, Bankomat, Vortragszentrum, Stillund

Wickel räume, barrierefreie Sanitäranlagen, 7.000 Parkplätze

(mit Gratis-Shuttle service), Behinderten-Parkplätze in unmittelbarer

Eingangsnähe, Pannendienst.

Halle 7

Messerestaurant

Halle 8

Tagungszentrum

Shuttle

Halle 3

Vortragszentrum

HAUPT-

EINGANG

DONAUHAllE

Halle 1

NEU ab 2021

Freigelände

OST

Halle 2

Eingang

OST

Tulln ZENTRUM, Wien

Transfer

Kostenloser Transfer von und zu den Bahnhöfen

Tulln und Tullnerfeld.

Aussteller

380 Firmen aus 20 Nationen wie: Ägypten, Belgien, Dänemark,

Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Indonesien, Italien,

Kroatien, Liechtenstein, Oman, Österreich, Philippinen, Polen, Schweden,

Schweiz, Spanien, Slowenien, Ungarn.

Messegelände

Das größte und modernste Ausstellungsgelände Nieder österreichs mit

mehr als 85.000 m² Gesamtfläche.

Für das leibliche Wohl

Messe-Restaurants in den Hallen 7, 8 und 10. Kaffeehaus, Erfrischungsund

Spezialitätenstände, Wein- und Mostheuriger, Vollwertbuffet.

Weitere Infos und ermäßigte Tickets unter

è www.boot-tulln.at

48 2/2020


FOTO: GERNOT WEILER

HALLE 5 | STAND 543

-

Bobby Schenk und Michael Menard:

Die ideale Fartenyacht und das

perfekte Hafenmanöver.

Markus Silbergasser:

Geheime Plätze im Mittelmeer.

Project Manaia:

Forschungsschiff Independence.

FOTO: SUSANNE GUIDERA FOTO: MANUEL MARINELLI FOTO: MONIKA HIERATH

Messekompass

Die ideale Fahrtenyacht, die modernsten digitalen Skippertrainings-Programme, die

Invasion der Aliens im Mittelmeer, die große 24-Stunden-Rettungsinsel-Challenge?

Präsentieren wir Ihnen gerne auf der Boot Tulln vom 5. bis 8. März!

2Sail und ocean7: Die 24-Stunden-

Rettungsinsel-Challenge!

Während der Austrian Boatshow

zeigt sich

von seinen schönsten

Seiten, auch das Begleitprogramm

kann sich sehen lassen.

DIE IDEALE FAHRTENYACHT

Seglerlegende Bobby Schenk lebte

insgesamt acht Jahre an Bord und

weiß daher genau, was eine Langfahrt ­

yacht „lebenswert“ macht. In seinem

Vortrag „Die ideale Fahrten yacht“ gibt

er dieses Wissen spannend aufbereitet

weiter. Wer übrigens auf der Messe ein

neues -Abo abschließt, erhält

ein von Bobby Schenk signiertes

Exemplar seiner „Skipperfibel“ gratis!

Donnerstag, Freitag, Samstag und

Sonntag um 11 Uhr.

DER PERFEKTE SKIPPER

Interaktive Lernunterlagen „Skipper

Trainer“, Videoportal „Skipper 360°“

für alle Bereiche der Seemannschaft

und jetzt neu auch „Wetterkunde für

BOBBY SCHENK

ist ocean7-Kolumnist

und Gastvortragender

auf der Boot Tulln.

den Segler“ – die ganze digitale Welt

des Segelnlernens hat einen Namen:

Blue-2 The Sailing Academy (siehe

Report ab Seite 40). Mastermind

Michael Menard gibt in seinem

Vortrag „Der perfekte Skipper“

Einblicke in seine Lernprogramme,

die bereits von tausenden Usern

im deutschprachigen Raum genutzt

werden. Am originalgetreuen

Simulator haben Sie übrigens auch

die Möglichkeit, Ihr eigenes Können

zu testen! Donnerstag, Freitag und

Samstag um 12.30 Uhr, Sonntag mit

Bobby Schenk um 11 Uhr.

SECRET SAILING

Wie und wo findet man im Mittelmeer

noch ruhige und idyllische

Ankerplätze? Segelblogger Markus

Silbergasser verrät uns bereits ein

bissl was in dieser Ausgabe (ab Seite

22), die großen Geheimnisse offenbart

er aber in seiner exklusiv für

aufbereiteten Vortragsreihe

„Secret Sailing“ – powered by Master

Yachting Deutschland! Donnerstag,

Freitag und Samstag um 14 Uhr.

ALIENS IM MITTELMEER

Rotfeuer- und Kugelfische erobern

den mediterranen Raum und verdrängen

die heimischen Fischarten.

Wie groß ist das Problem und was

kann man auch als Wassersportler dagegen

tun? Das verrät Meeresbio loge

Manuel Marinelli, Leiter der österreichischen

Nonprofit-Organisation

Project Manaia. Sonntag, 14 Uhr.

REIF FÜR DIE INSEL?

und 2Sail präsentieren

die Teilnehmer der 24-Stunden­ Insel-

Challenge, die gemeinsam mit Christian

Kargl für einen Tag das Leben

und Überleben auf einer Rettungs ­

insel in der Adria trainieren werden.

Infos auf Seite 35! Sonntag, 15 Uhr.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch an

unserem Messestand in Halle 5/543!

2/2020 49


Austrian Boat Show – Boot Tulln 2020

HALLE 6 | STAND 632

Sport und

Schein

Sea Ray SDX 270.

Cranchi T36 Crossover.

HALLE 3 | STAND 315

Linzer Sportspektrum

TOPYACHT. Der Linzer Motorboot-

Spezia list TopYacht bringt als Österreich-Premiere

die Cranchi T36 Crossover

nach Tulln mit, eine Art nautischen

SUV, der das Platzangebot eines Trawlers

mit den Vorzügen eines sportlichen Gleiters

vereint. Viel Raum am Messestand

der Oberösterreicher wird Sea Ray erhalten.

Die US-Werft ist mit dem Einstiegsboot

der Sea Ray-Modelle SPX 190 Outboard,

einer SPX 210, einer Sun Sport

230, dem Verkaufsschlager Sundancer

265 sowie einer SDX 270 vertreten.

è www.topyacht.eu

MSVÖ. Am Messestand des

Motorbootsport- und Seefahrts-Verband

Österreich in

Halle 6 – 632 werden u. a. Verbandspräsident

Herbert Rapp

und Vize präsident Harald Melwisch

Fragen zum nationalen

Motorbootsport und natürlich

auch zum Befähigungsausweis

für Motor- und Segelyachten

beantworten. Thema Nr. 1

dürfte die neue Yachtführung-

Prüfungsordnung (bzw. das,

was man dazu glauben darf)

sein. Mit dem MSVÖ als starken

Partner darf man aber am

Messestand bei al koholfreien

Getränken und Kaffee wie

immer das Beste hoffen.

è www.msvoe.at

HALLE 10 | STAND 1008

Traumrevier Kapverden

TREND TRAVEL & YACHTING.

Familie Grassl aus Tirol reist wieder

mit besonderen Schmankerln im Gepäck

nach Tulln: Am großen Stand

sind eine Sun Odyssey 410 und eine

mit Schwenkkiel ausgerüstete und

damit Neusiedler-See-taugliche Sun

Odyssey 319 (Tiefgang mind. 0,75 m)

zu besichtigen. Und natürlich wird

auch das umfangreiche Charter­

Angebot vorgestellt. Im Mittelpunkt

stehen die eigenen Flotten in Kroatien

auf den Basen in Pula und Split. Herausragend

das Angebot auf den Kapverden:

In der „Karibik ohne Hurrikans“

betreiben die Tiroler als einziger

deutschsprachiger Anbieter eine eigene

Flotte für sportliche Segler und Naturliebhaber

abseits des Massentourismus.

è www.trend-travel-yachting.com

Vor Anker bei Porto da Faja auf

der Insel Brava, Kapverden.

HALLE 4 | STAND 404

Benvenuti a Tulln

Knoten und Kontakte knüpfen

am FVG Marinas-Stand.

FVG. 20 Marinas der Region Friaul-

Julisch Venetien machten es schlau und

gründeten mit den FVG Marinas ein

eigenes Netzwerk. Im Verband treten sie

bei wichtigen Events wie der boot

Düssel dorf und der Boot Tulln mit einem

eigenen Stand auf. Serviert werden

an diesem nicht nur Prosecco aus der

Region, sondern auch ein nettes Bündel

an Vorträgen und Live-Interviews.

Spannend wird es beim Knotenwettbewerb,

wenn bekannte Segler gegen

Messe besucher antreten: Wer macht den

schnellsten Palstek? Und wie heißt dieser

Knoten überhaupt auf Italienisch? „Zu

gewinnen gibt es regionale Spezialitäten“,

verrät FVG-Sprecherin Susanne Guidera.

è www.fvgmarinas.com

50 2/2020


FOTO: GERNOT WEILER

Unser Nachbar in Tulln: Thomas Fröhlich

stellt in Halle 5 seine KontrASTwerke aus.

HALLE 5 | STAND 544

Ihr Boot in Edelstahl

KONTRASTWERKE. Fröhlich geht es in

Tulln nicht nur beim Messeauftritt von

, sondern auch am Nachbarstand

zu. Dort stellt Thomas Fröhlich

seine Skulpturen aus Holz (meist Robinie)

und Edelstahl aus. Viele seiner in

Handarbeit geschaffenen Unikate (wie

z. B. die Kompassrose rechts im Bild)

sind nautisch inspiriert. Der Künstler

bietet aber als besonderen Kunden ­

service auch detailgetreue 3-D-Bilder

von Eigner-Yachten an. Ein Foto als

Vorlage für die individuelle Maßanfertigung

genügt und schon hat man ein

tolles Geschenk aus den hochwertigen

Materialien des Künstlers für jeden

Besitzer einer Motor- oder Segelyacht!

è www.kontrastwerke.de

verlost unter allen Teilnehmern eine

von Thomas Fröhlich geschaffene Kompassrose

aus Edelstahl und Holz. Einfach eine E-Mail mit

Betreffzeile „KontrASTwerke“ an gewinnen@

ocean7.at senden oder Gewinnkarte auf der Boot

Tulln am

-Stand aus füllen und mit etwas

Glück gewinnen! Teil nahmeschluss: 8. März

2020, der Gewinner wird per E-Mail verständigt.

Mit Ihrer Teilnahme erklären Sie sich einverstanden,

den

-News letter (jederzeit kündbar) per

E-Mail zu erhalten. Ihre Daten werden nicht an

Dritte weitergegeben.

Keine

Bar ablöse. Der

Rechtsweg ist

ausgeschlossen.

Zu gewinnen:

Kompassrose in

Holz und Edelstahl,

ca. 40 x 50 cm.

THE REVOLUTION IN YACHTING

Austrian Boat Show - Boot Tulln

05.-08.03.2020 · Halle 10 - 1002

315 348 388 418 new 458 new 508 548 588 675

www.hanseyachts.com

Hanse (Deutschland) Vertriebs GmbH & Co. KG

Bernau am Chiemsee | Tel. +49 (8051) 9629767 · Greifswald | Tel. +49 (3834) 7755-700 | sales@hanseyachts.de


HALLE 3 | STAND 309

Donauflotte

SCHÖN VIEL BOOT. Aus dem nahen

Aggsbach reist die Meyer Bootswerft

mit einer recht großen Flotte

donauabwärts nach Tulln. Einer der

Hauptdarsteller ist der noch trailerbare

Weekender Jeanneau Merry Fisher 695

Serie 2, der am Meyer-Stand Österreich-

Premiere feiert. Als zweite Jeanneau ist

die Cap Camarat 6.5 WA Serie 3 zu besichtigen,

die ebenfalls über eine Kabine

mit Doppelschlafplatz verfügt. Von

Quicksilver werden die Daycruiser QS

ACTIV 505 Cabin und QS ADTIV 675

Open ausgestellt. Schlichter, dafür aber

aus Aluminium, präsentieren sich die

Marine-Boote, von denen die 500

Fa miliy am Stand zu finden sein wird.

Jeanneau Merry Fisher

è www.bootswerft-meyer.at

695 Serie 2 (links) und

Cap Camarat 6.5.

Passion made

BAVARIA SR41

Die neue BAVARIA SR41

ist ein echtes Raum wunder.

Unter Deck bietet sie mehr

Platz für den Eigner und

sogar ausreichend Raum

für ein weiteres Badezimmer

in der Gästekabine.

Auch über Deck birgt sie

neben der Liege fläche eine

Vielzahl an ungeahnten

Möglichkeiten.

Entdecken Sie die Neuerungen

jetzt online unter:

www.bavariayachts.com/SR41-de

HALLE 5 | STAND 523

Aus dem Vollen schöpfen

DIE SUPPE AUSLÖFFELN. Seit mehr

als 50 Jahren steht Pantaenius für

maßgeschneiderte Versicherungslösungen

im Boots- und Yachtsport.

Seit 20 Jahren ist man auch mit einer

Niederlassung in Österreich vertreten –

das muss gefeiert werden! Auf der Boot

HALLE 3 | TAGUNGSZENTRUM

Mediterrane Inspiration

MULTIMEDIAVORTRÄGE. Der Segelblogger

und Reisefotograf Markus

Silbergasser ist mit seiner

Nambawan seit 2012 intensiv zwischen

Gibraltar und Bosporus unterwegs.

Auf der Boot in Tulln teilt

er im Tagungszentrum der Halle 3

in Multimediavorträgen seine Erfahrungen

und berichtet am Donnerstag

und Samstag von 12.30 bis

Tulln greift das Team um Ge ­

schäfts führerin Cornelia Schifter

auch in diesem Jahr zum großen

Schöpflöffel und lädt am Freitag

ab 17.30 Uhr zur traditionellen

Suppenparty ein.

Pantaenius’ Truppe

è www.pantaenius.at

serviert heiße Suppe.

13.30 Uhr von den schönsten Plätzen

in Korsika, Sardinien und dem

La Maddalena Archipel. Am Freitag

und Sonntag sind zur gleichen Zeit

Mallorca und Menorca dran. Als

besonderes Zuckerl präsentiert er

am -Stand unter „Secret

Sailing“ seine geheimen Oasen der

Ruhe im Mittelmeer (siehe S. 22).

è www.untersegeln.eu

His own Mediterranean Sea.


FOTOS: UDO REICHMANN

HALLE 5 | STAND 531

Regatta-Rabatte

ALPE ADRIA SAILING WEEK 2020.

Die Regattaveranstaltung des Yacht

Club Austria, die vom 24. bis 28 Mai

in Punat stattfindet, steht wieder ganz

unter dem Motto „Segeln unter Freunden“!

Sehr freundlich gestalten sich

daher auch die Nenngelder für die

Regatta. Nicht nur YCA-Mitglieder

und jugendliche Teilnehmer erhalten

Rabatte, sondern auch Messebesucher:

Wer am Stand des YCA-Clubs in Halle

5 eine Anmeldung für die Einheitsklasse

(First 35) oder die ORC-Klasse

abgibt, bekommt das Nenngeld für die

Yacht gutgeschrieben.

è www.aasw.at

Besuchen Sie uns:

Boot Tulln

05.-08.03.2020

Halle 5

Stand 534

HALLE 10 | STAND 1010

Aus B mach A

ALPHATIER. Ein neuer alter Name:

Die am Attersee beheimatete und

auf Daysailer spezialisierte Werft

A-Yachts hieß vor kurzem noch

B-Yachts und ersetzte im letzten Jahr

nach Meinungsverschiedenheiten

innerhalb der Herstellerfirma das B

durch ein A. Die Modelle wurden

gleich mit umgetauft und werden nun

als a33 und a27 vertrieben. Die Idee

der leichten (der in Slowenien hergestellte

Rumpf hat einen hohen Carbon-Anteil),

aufgeräumten (Schoten,

Trimmleinen und Fallen verlaufen

unsichtbar unter Deck) Daysailer mit

coolem Design, edlen Materialien,

einhandtauglichem Handling und

toller Performance stammt aus einer

italienisch-österreichischen Kooperation.

In Tulln wird die erst letztes Jahr

vorgestellte a27 in natura zu besichtigen

sein. Außerdem werden Renderings

und Studien der a39 gezeigt, die

als neues Flaggschiff die Reihe nach

oben abrunden soll.

è www.a-yachts.info

Neues Flaggschiff:

a39.

Deep Blue

100i

100-kW-Motor

Lithium-Batterien mit 40 kWh

Ein voll integriertes Hochleistungssystem

für Antrieb und Energiemanagment

Ultra-leiser

Direktantrieb

Travel 1103 C

Unmittelbares

Ansprechverhalten

Leiser Direktantrieb

10% mehr Leistung

Erhöhte Robustheit

„ Es ist herrlich, im wilden Sturm auf einem

Schiff zu sein, von dem man weiß, dass es

im Hafen ankommt. “

Blaise Pascal (1623–1662), Begründer der Wahrscheinlichkeitsrechnung.

www.torqeedo.com


HALLE 3 | STAND 306

Traum vom Traunsee

In Tulln zu Gast:

747 Mirage Air.

FRAUSCHER. Die Sportbootmanufaktur aus

Gmunden bringt ihren frisch gebackenen

Best of Boats-Sieger 1414 Demon Air nach

Tulln mit (ein Interview mit Michael Frauscher

über das Boot finden Sie übrigens ab

Seite 70). Ebenfalls am Frauscher-Messestand

zu besichtigen sind eine 747 Mirage

Air, bestückt mit einem Mercruiser V8 mit

350 PS, sowie mit einer 610 San Remo und

einer 650 Alassio zwei Boote aus der Elektro-Abteilung

der Oberösterreicher.

è www.frauscherboats.com

HALLE 5 | STAND 534

100.000 können nicht irren

TORQEEDO. Der aus Deutschland

kommende Marktführer für elektrische

Mobilität auf dem Wasser feiert

heuer seinen 15. Geburtstag und

bringt eine Reihe von Geschenken

und guten Nachrichten nach Tulln

mit. Geschenke: Zwei neue Motormodelle

sind am Stand zu sehen –

ein Ultraleicht motor für ambitionierte

Kajak-Angler und ein

20-PS-Äquivalent-Außenborder

Cruise 10.0 T mit Pinnenlenkung.

News:

Torqueedo wird heuer

seinen 100.000sten elektrischen

Antrieb ausliefern.

Zudem sind die Deutschen

Partner des America‘s

Cup und werden dort jene Batterie

stellen, die das „Foil Cant System“

der AC75 elektrifiziert.

2020 neu auf dem

è www.torqeedo.com

Markt: Cruise 10.0 T.

Besuchen Sie uns:

Austrian Boat Show

Boot Tulln

5. – 8. März 2020

Bootshändler • Bootsservice

TopYacht

www.topyacht.eu

HALLE 4 | STAND 455

Sicher liegen

MARINA PUNAT. Die Themen Sicherheit und

Umweltschutz stehen ganz oben auf der Agenda

von Kroatiens ältester und mit dem Goldenen

Anker gedaelten Marina. Am Messestand

in Tulln werden beispielsweise die Maßnahmen

und Systeme der Proactive Boat Care vorgestellt.

Neu für 2020 ist, dass Dauergäste der

Marina kostenlos die intelligenten Sense4Boat-

Sensoren (Bilge-Sensor, Rauchmelder oder

Temperatursensor) in Anspruch nehmen können.

Mit den Sensoren ausgestattete Yachten

können nun auch zum Aufladen der Batterien

sicher an das Stromnetz angeschlossen werden.

è www.marina-punat.hr


HALLE 10 | STAND 1016

Pitter ohne Furcht und Tadel

FAMILIENZUWACHS. 2020 stockt

Pitter seine Flotte wieder mit zahlreichen

neuen Yachten auf, darunter

auch eine Bavaria C42. Diese wird

(nach der Weltpremiere im Jänner

in Düsseldorf) zunächst in Tulln

am Pitter-Stand ihre Österreich­

Premiere feiern und danach in Biograd

auf Chartergäste warten. Von

Bavaria kommt auch der Großteil

der übrigen Neuzugänge, etwa die

C45 sowie aus der Cruiser Linie die

34, 37, 41, 46 und 46 Style. Weiters

wird die Katamaranflotte um zehn

Katamarane der Marken Lagoon und

Fountaine Pajot – darunter drei Motor-Katamarane

MY 37 – erweitert.

è www.pitter-yachting.com

Neu bei Pitter:

Fountaine Pajot

MY 37 (oben) und

Bavaria C42.

HALLE 4 | STAND 415

Schlau aus

Lustenau

OBER YACHTELEKTRONIK. Die Spezialisten

aus Vorarlberg präsentieren auf

der Boot Tulln wieder Neuheiten der

weltweit führenden Marine-Elektonik-

Hersteller, z. B. von Raymarine, Flir

oder JL-Audio. Am Ober-Messestand

zu sehen ist etwa Raymarines neue

Element S-Serie – kostengünstige und

sehr leicht zu bedienende Kartenplotter

für kleinere Boote und Yachten mit einem

Steuerstand. Die wasserfesten, in

7“, 9“ und 12“ erhältlichen Geräte sind

mit einem eingebauten GPS ausgestattet

und bieten alle Funktionen größerer

Navigationsgeräte.

è www.yachtelektronik.at

Multihull Sailing - die Spezialisten für

Trimarane und Mehrrumpfsegelboote

in Zentraleuropa.

Wir feiern 10 Jahre Jubiläum

und bieten Ihnen zahlreiche

Sonderangebote auf unserer

Webseite.

BOOT TULLN, 5.–8.3. | HALLE 10/1009

+43 664 84 66 117. info@multihull-sailing.net . www.multihull-sailing.net

AUSTRIAN BOATSHOW

5. - 8. März 2020 · Tulln

MESSEPREISE

Wir sehen uns in Tulln

Halle 4 · Stand 432

Tipp 2020 - SKIATHOS

die nördlichen Sporaden

Tel.: 0732 / 65 10 05 · sail@yachtcharter-mueller.at · www.yachtcharter-mueller.at


Austrian Boat Show – Boot Tulln 2020

HALLE 3 | STAND 318

Absolute Österreich-Premiere

Absolute 47 Fly: die

größte ausgestellte

Motoryacht in Tulln.

BAOTIĆ YACHTING. Baotić, Österreich-

(und nebenbei auch Deutschland-)Importeur

der Absolute-Motoryachten,

bringt eine Österreich-Premiere nach

Tulln: Die Absolute 47 Fly – Luxus pur

auf drei Stockwerken – wird mit rund

15 Metern Länge die größte ausgestellte

Motor yacht der diesjährigen Austrian

Boat Show sein. Einen ausführlichen

Fahrbericht der – von Werftseite aus betrachtet

zweitkleinsten Absolute – finden

Sie übrigens in der letzten Ausgabe von

(Nr. 1/2020).

è www.baotic-yachting.com

Besuchen Sie uns auf der Austrian Boatshow Halle 10

Weltweites Charterangebot.

HALLE 4 | STAND 444

Profi an Bord

NAVIGARE YACHTING. Der

schwedisch-kroatische Premium-Vercharterer

mit elf

Basen und 300 Yachten weltweit

stellt in Tulln nicht nur

sein Charter- und Yachtinvest-Programm

sowie spezielle

Messeangebote vor, sondern

mit Max Barbera auch

einen neuen Mitarbeiter.

Der Charterprofi wechselte

von Master Yachting zum

drittgrößten Vercharterer

weltweit und wird das vielversprechende

Yachtinvest-

Programm für Deutschland

und Österreich ausbauen.

è www.navigare-yachting.com

MAX BARBERA

ist neu an Bord.

enjoy the feel the combine functionality with

LIGHT SPACE DESIGN

EXPERIENCE GERMAN QUALITY

Besuchen Sie uns auf der Austrian Boatshow Halle 10

ST 35

ST 35

C330

C330

C430

C430

Yacht-Center-Deutschland

Kai Pohatschka · +49 176 12 23 45 99

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LIGHT SPACE DESIGN

EXPERIENCE GERMAN QUALITY

Meyer Bootswerft - Österreich

Christopher Meyer +43 27 12 247

Yacht-Center-Österreich

Bernd Girstmayr · +43 66 41 81 74 48

Yacht-Center-Deutschland

Kai Pohatschka · +49 176 12 23 45 99

Meyer Bootswerft - Österreich

Christopher Meyer +43 27 12 247

Yacht-Charter-Center Kroatien

Davor Sverko · +385 913 800 500

Yacht-Center-Österreich

Bernd Girstmayr · +43 66 41 81 74 48

Yacht-Charter-Center Kroatien

Davor Sverko · +385 913 800 500


HALLE 10 | STAND 1025

Geburtstags-Ständchen

YACHTING 2000. Der Kroatien-Spezialist

feiert sein 20-jähriges Firmenjubiläum,

man darf daher am Messestand

der Oberösterreicher mit dem einen

oder anderen Geschenk in Form von

Jubel-Angeboten rechnen. Die in der

Marina Mandalina in Šibenik stationierte

Flotte kann sich heuer auf zahlreichen

Nachwuchs freuen, z. B. zwei

Katamarane Lagoon 46 F Luxury sowie

eine Lagoon 42 und 52, eine Jeanneau

51, eine Sun Odyssey 490 sowie bei

den Motoryachten eine Navetta 48.

Was man bei den Crewed-Yacht-

Charter angeboten seit vielen Jahren

zu schätzen weiß: per Vertrag der Mediterranean

Yacht Broker As sociation

ist höchste Qualität garantiert.

è www.yachting2000.at

Lagoon 52 fährt nun

für Yachting 2000.

SIMPLY

SUPERIOR

HALLE 5 | STAND 514

Sich dem Propeller fügen

FISCHER PANDA. Der deutsche Generatoren-Spezialist

hat ein komplettes

Sortiment drehzahlvariabler Hybrid-

Gleichstromgeneratoren für Boote mit

E-Antrieb entwickelt. Vorteil gegenüber

jenen Motoren, bei denen der

Propeller mechanisch befestigt ist: Die

Motordrehzahl des drehzahlvariablen

Hybrid-Gleichstromgenerators lässt

sich an den Leistungsbedarf des Propellers

anpassen, was Lärm und Kraftstoffverbrauch

reduziert. Erhältlich

sind die Generatoren mit Ausgangsleistungen

von 20 bis 100 kW. Info:

Sportboot Center, Harald Schmitt.

è www.fischerpanda.de

è www.sportboote.at

Bei Raymarine sind wir konstant

bemüht, innovative und höchst

genaue Sensoren und intelligente

Navigationssysteme für Boote und

Yachten zu bauen. Mit der besten

Garantie am Marine-Elektronik-Markt

und dem weltweit größten Servicenetz

ist unser Anspruch, Ihnen eine

stressfreie und erholsame Zeit am

Wasser zu gewährleisten.

Ob Sie regattieren oder einen Törn

fahren sind Sie mit der Zuverlässigkeit

von Raymarine unterwegs.

Fischer Panda „super silent“

Hybrid DC Generator.

HALLE 6 | STAND 45

Maritime Kompetenz

ALLROUNDMARIN. Der professionelle Marine-

Fachhändler aus Wr. Neustadt wird in Tulln u. a.

das Schlauch boot-Modell Vario 320 (Überbreite

bis zu 173 Zentimeter, optional mit Aluminium-

Boden, ab € 1.574,–) vorstellen. Ebenfalls am

Messestand zu sehen: Das neue Kiwi-Schlauchboot

mit nur 2,60 Meter Länge (ab € 589,90)!

è www.allroundmarin.at

Allroundmarin

Vario 320.

Werner Ober GmbH & Co KG - Yachtelektronik

Reichsstrasse 38, 6890 Lustenau, Austria

E-Mail: werner.ober@yachtelektronik.at

Tel. +43 (0) 5577 82419

www.yachtelektronik.at

Lernen Sie mehr auf

www.raymarine.eu

Photo: Saffi er Yachts


WWW.SMARTYACHT.NET

Copyrights Adler Yacht

Austrian Boat Show – Boot Tulln 2020

HALLE 4 | STAND 401

Zu Recht gesprochen

ASSEKURANZ. Yacht- und Charterversicherungen

sind das Metier von Friedrich

Schöchl und seinem Team von

Yacht-Pool, die in Halle 4 Fragen rund

um die Assekuranz beantworten werden.

Im Vortragszentrum in Halle 8 wiederum

wird neben Kleingedrucktem in

Charterverträgen auch die rechtliche

Situation in kroatischen Gewässern besprochen

werden. Dabei werden sowohl

bestehende Gesetze als auch geplante

Regelungen, mit denen man rechnen

muss, zur Sprache gebracht. Anmeldung

erbeten unter: www.charterversicherungen.de/verbindliche-anmeldung.

è www.yacht-pool.at

Recht schaffend:

Friedrich Schöchl.

Hybrid

Leise und sparsam

TREFFEN

SIE UNS VON

05. – 08.03.2020

HALLE 10,

1001

HALLE 10 | STAND 1001

Ein Quantum Yacht

Leise und sparsam wie ein Segelboot, schne l

und sicher wie eine Motoryacht – innovative

Antriebstechniken und Nachhaltigkeit halten

auch auf dem Wasser Einzug.

Der Betrieb einer Yacht gehört grundsätzlich nicht zu den

umweltfreundlichsten Aktivitäten auf der Erde. Meist verbrennen

gleich zwei Motoren klassischen Diesel-Treibstoff und davon

nicht zu wenig. Doch das Bewusstsein ändert sich, Verbraucher

werden auch in der Freizeit kritischer. Neben Stil, Power und

Design geht es bei der Suche nach der perfekten Yachtlösung

heute vor allem um Schlagwörter wie Effizienz, Innovation und

umweltfreundlicher Yachturlaub. Das Unternehmen SmartYacht

kombinier technische Innovationen der Yachtbranche mit

innovativen Eigentumsmode len und zeigt auf, wie Yachting

verantwortungsvo l, stressfrei und mit enormen Vorteilen

hinsichtlich Investment und Vergnügen gestaltet werden kann.

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SMARTYACHT. Das Liechtensteiner

Unternehmen entwickelt alternative

Modelle zu herkömmlichem

Yachtbesitz und hat sich als ein

führender Anbieter von Co-Owner ­

ship (Anteilseigentum) und Nutzungsmodellen

im europäischen

Yachtmarkt etabliert. Als Makler

arbeitet SmartYacht sowohl im

Auftrag von Yachtbesitzern, die ihr

Schiff anteilig verkaufen wollen, als

auch für Käufer, die auf der Suche

nach einem Yachtanteil sind. Das

Angebot reicht vom 10-Meter­

Sportboot über 20-Meter-Yachten

mit Kapitän bis hin zur 50-Meter-

Superyacht mit ganzer Crew!

è www.smartyacht.net

BOOT

TULLN

Yacht-Fernsteuerungen

Anlegen ohne

Stress

Ideal auch für

Katamarane

Kompatibel mit

fast allen Motoren

Sicher und

zuverlässig

BAVARIA S33

EVERY MOMENT

IS A PLEASURE.

Boot Tulln Halle 3

Besuchen Sie uns auf der BOOT Tulln,

Halle 10, Stand 11, 5.- 8.3.2020

ZEAMARINE, Yachten & Zubehör, office@zeamarine.at, zeamarine.at

www.boote-riedl.at


HALLE 10 | STAND 1009

Mehr Rümpfe bitte!

MULTIHULL SAILING. Aller guten

Rümpfe sind drei! So oder

so ähnlich wird wohl Multihull

Sailing-Chef Herbert Wieds

Philosophie lauten, vielleicht hat

er deshalb vor ziemlich genau

zehn Jahren den Vertrieb der

Mehrrümpfer von Weta Marine,

WindRider, XCAT und Astus

Boats übernommen. In Tulln

stellen die Krieglacher einen

Trimaran Astus 20.5 Sport aus,

den man auch zum Jubiläumspreis

von € 39.900,– statt Listenpreis

€ 44.333,– erwerben kann.

Zehn Prozent Messerabatt gibt

es zudem auch auf einen Astus

16.5 Sport (€ 23.900,–) sowie auf

das gesamte XCAT Multisport

Katamaran-Sortiment made by

Row&Sail Austria.

è www.multihull-sailing.net

JOIN THE CLUB

BESUCHE UNS AUF DER

HALLE 4 | STAND 450

Für das Segeln lernen wir

B3ONWATER. Österreichs größte

Seefahrtsschule ist ab heuer

Partner von Pitter Yachtcharter.

Angeboten werden in den Pitter-Basen

Veruda und Biograd

Kurse zum FB2-/FB3-Segelschein.

Zudem werden in

Biograd, Veruda und Split

3­Tages-Skippertrainings für

Mono und Kat sowie Damenskippertrainings

abgehalten.

è www.b3-onwater.at

In Tulln zu sehen und zu

kaufen: Astus 20.5 Sport.

5. BIS 8. MÄRZ 2020

HALLE 5. BIS 6 | STAND 8. MÄRZ 647 (BEI 2020 ASCHERL)

WIR FREUEN UNS AUF DICH!

FOTO: SHUTTERSTOCK

So geht’s zum Schein!


HALLE 3 | STAND 320

Potzblitz!

Sie sehnen sich nach

einer Auszeit vom

stressigen Alltag,

nach einem Abenteuer

auf dem Wasser?

E’DYN. Podkrižnik? Das slowenische

Unternehmen war bislang

eher nur Großkonzernen wie

Bosch, Porsche oder Siemens bekannt,

denen es seit Jahrzehnten

Antriebssyteme zuliefert. Seit gut

vier Jahren stellt Podkrižnik unter

dem Markennamen e’dyn aber

auch elektrische Antriebssysteme

für Boote her. Zu den Kunden

gehören z. B. Boesch, Frauscher,

Marian oder Howercraft. Hergestellt

werden Außenboarder mit

bis zu 11 kW und Inboards bis zu

150 kW. Bei den 100 bis 150 kW

starken E-Motoren ist man mit

über 100 ausgelieferten Stück im

Jahr sogar Marktführer in der

DACH-Region! Zu finden ist

e’dyn am Stand von Piktronik.

è www.edyn-marine.com

E-Power aus Slowenien.

Bei Boote Mayer finden Sie alles,

was Sie dafür brauchen.

Profitieren Sie von

langjähriger Erfahrung und

bestem Service beim Bootskauf.

Österreich Importeur für:

HALLE 4 | STAND 404

Schön in der Mitte

MARINA PUNTA GABBIANI.

Lignano liegt ziemlich genau in

der Mitte zwischen Venedig und

Triest, ist also ein idealer Standort

für jene, die sich nicht entscheiden

können, welcher der zwei Adria-

Perlen sie ihre Aufwartung machen

wollen. Das gilt auch für

Skipper: Sie können ihre Yacht in

der Marina Resort Punta Gabbiani

wenige Kilometer nördlich von

Lignano festmachen. Die Marina –

300 Liegeplätze im Wasser und auf

dem Trockenen, Lift und Kran bis

80 t, hohe Umweltstandards (z. B.

eigene Kläranlage), vielfältiges

Freizeitprogramm (Pools, Kinderclub),

Restaurant – gehört zu den

best ausgestatteten in der nörd ­

lichen Adria. Dafür bürgen die

Blaue Flagge seit 29 Jahren und der

Goldene Anker seit 2019. Die

Marina Punta Gabbiani ist in Tulln

am FVG-Marinas-Stand vertreten,

weil Mitglied des Netzwerks.

è www.marinapuntagabbiani.it

Top-Adresse für Yachties:

Marina & Resort Punta

Gabbiani in Lignano.

INFO-HOTLINE:

+43 664 3409786

„ Auf jedem Schiff, ob’s dampft, ob’s segelt,

gibt’s einen, der die Sache regelt.“

Verfasser unbekannt.

www.bootemayer.at


3onWater

Österreichs größte

Seefahrtsschule

Theorie und Praxis am Schiff

– nur das macht Sinn!

• Skippertraining für Mono und Kat

• kroatisches Küstenpatent

• FB2 und FB3 Ausbildung

• Überstellungstörns

• Wetterkurse

• Funkkurse

25 Instruktoren und 4 Trainingscentres in

Mallorca, Kroatien und Österreich!

Wir sind exklusiver Ausbildungspartner

für Pitter Yachtcharter.

Besucht uns auf der BOOT Tulln

Halle 4 Stand 450!

www.b3-onwater.at

08005566311


Wissen und Meer

Der perfekte Skipper

Das ist der Mythos schlechthin – es gibt ihn nicht, den

perfekten Skipper. Lassen Sie sich bitte gleich vorweg

das eine sagen: Man lernt nie aus, das ist fix!

Tipp: Alle paar Jahre

zum Skippertraining!

FOTO: SHUTTERSTOCK

In der Segel-Praxis stecken allerdings

mehrere Aspekte. Zum einen

muss der Skipper eine Führungskraft

sein, zum anderen muss

er den Törn gut planen und organisieren

und zur Praxis zählt nicht

nur Segeltechnik und Seemannschaft,

er muss sich auch beim

Motor und bei der Yacht gut auskennen.

Aber nun der Reihe nach:

DER SKIPPER

ALS FÜHRUNGSKRAFT

Es gibt verschiedene Führungsstile,

wir kennen das aus der Arbeitswelt.

Ich habe verschiedene Skipper erlebt,

jene der alten Schule „Captains

word is law“, ich kenne Skipper, die

sich nach der Crew richten („Die

sollen ja einen schönen Urlaub haben“)

und ich habe Skipper gesehen,

die sich von Situation zu Situation

hanteln („Ich bin so gut, ich finde

schon eine Lösung!“). Ich möchte

keine Bewertung der verschiedenen

Philosophien abgeben. Entscheidend

ist, wie glaubwürdig der Skipper

agiert. Hängt seine Autorität nur

von der Rolle als Skipper ab? Handelt

er fachlich klug? Überzeugt er

seine Crew durch Ruhe, Teilhabe an

Entscheidungen, durch Entschlossenheit?

Jedenfalls schreibe ich jedem Skipper

ins Stammbuch: Die Führung

beginnt bei der eigenen Person, also

muss er sich seiner Rolle und seinem

Verhalten bewusst sein. Ich persönlich

habe mein Prinzip: Wertschätzung

und Authentizität, damit bin

ich bis jetzt am besten gefahren.

DER SKIPPER

ALS ORGANISATOR

Hier gilt es, den Spagat zwischen

„für alles zuständig sein“ und „Die

Crew soll sich das selbst checken“ zu

schaffen. Der Törn beginnt ja nicht

erst beim Betreten der Yacht, sondern

schon viel früher. Je eher der

Skipper das Heft in die Hand nimmt

und Törnbesprechungen einberuft,

in denen Funktionen festgelegt (Co-

Skipper, Zahlmeister, Kojeneinteilungen

u. v. a.) werden, desto besser

kann sich die Crew aufeinander einstellen.

Die Crew kann ihre Erfahrungen,

ihrer Erlebnisse und ihre

Expertisen auf den Tisch legen, damit

können auch Erwartungen im

Vorfeld bereits abgeklärt werden.

Auch hier wieder kommt es darauf

an, wie der Skipper agiert: Hält

er Monologe, ist er der „G‘scheit ­

waschel“, der eh alles besser weiß,

fährt er drüber („Wir machen das so

und nicht anders!“) oder orientiert

er sich am Wissensstand und Erfahrungsschatz

der Crew?

DER SKIPPER UND DIE PRAXIS

Wir haben in Österreich ein tolle

Hochseesegel-Ausbildung. Wer sich

der Prozedur um den Erwerb einer

FB2-Lizenz unterworfen hat, weiß,

wovon ich rede. Allerdings hört bei

vielen Skippern die Weiterbildung

mit dem Erwerb des Segelscheins

auf. Ich sage allen angehenden

Skipper und Skipperinnen am Ende

einer Prüfung, dass sie hiermit die

Lizenz zum Weiterlernen haben.

Speziell Charter-Skipper, die oft nur

ein bis zwei Wochen im Jahr segeln,

müssen doppelt und dreifach vorund

umsichtig fahren. Man vergisst

einfach viel zu viele Dinge, die in der

Ausbildung gelernt wurden, aber

dann jahrelang nicht abgerufen werden.

Da denke ich nur an Filter reinigen,

an Logge-Geber säubern, an

Dieselfilter wechseln, die Stromversorgung

checken, Leinenwürfe ordentlich

anleiten, und so weiter. Die

Segelschulen und Vereine bieten

eine Reihe von Weiterbildungsmaßnahmen

an, sei es vom „Motor – das

unbekannte Wesen“ über vertiefende

Seminare übers Wetter bis hin zu

„Apps, Apps, Apps“.

Ich empfehle, sich alle paar Jahre

einmal zum Skippertraining anmelden:

Es ist immer wieder interessant,

unterschiedliche Trainer kennenzulernen

und von ihnen zu profitieren.

Abschließend darf ich noch jeden

Skipper, jede Skipperin ermuntern,

sich selbst stets zu hinterfragen. Je

klarer Sie ein Bild von sich haben,

wie Sie Ihre Rolle anlegen, welche

Selbsterkenntnis Sie Ihren Handlungen

zugrunde legen, desto klarer

kommt Ihre Persönlichkeit heraus

und Sie brauchen keine Rolle spielen,

sondern können Sie selbst sein.

Vielleicht helfen da ein paar Fragen:

Wie ist es Ihnen bei Ihrem letzten

Törn als Skipper ergangen? Haben

Sie Ihre Anweisungen, Ihre Ideen,

Ihre Anregungen durchgebracht?

War das schwierig oder leicht?

Woran ist das gelegen? Was würde

die Crew dazu sagen?

Welche Führungsstile entsprechen

Ihrem Charakter? Sind Sie eher autoritär

oder kooperativ, lassen Sie die

Dinge treiben? Sind Sie konfliktfreudig,

konfliktscheu?


GOTTFRIED

TITZL RIESER

ist Ausbildungs referent

des Yacht Club Austria,

dem größten Yachtclub

Österreichs. Er ist passionierter

Fahrtensegler

und hat insgesamt so

um die 20.000 See -

meilen in seinen Log -

büchern dokumentiert.

Sein Motto: „Die See ist

der beste Lehrmeister!“

kolumne@ocean7.at

62 2/2020


BOOT TULLN

Neues zum Setzen

Die neue BAVARIA C42 exklusiv

auf der Boot Tulln in

Halle 10, Stand 1015

Istecs neuer Parasailor.

WINGAKER. Einen grundlegend neu

entwickelten Parasailor hat Istec

vorgestellt, dessen Flügelfläche deutlich

verringert wurde, was das Setzen

und Bergen erleichtert.

Gegenüber dem Vorgängermodell

soll der neue und bereits zum Patent

angemel dete Hybridflügel in Kombination

mit dem strömungsoptimierten

Segel body zudem ein beachtliches

Plus an Performance

und Eigen sta bilität aufweisen.

Erhältlich ist der neue Para sailor

in 15 Standard designs sowie drei

neuen Farben.

è www.istec.ag

Luxus-Kraftwerk

SUPERYACHT. Nachdem er letzten

Juni mit der 90 Meter langen SY 300

seine bislang größte Segelyacht-Studie

vorgestellt hat, geht es der gerne

für Jeanneau arbeitende Yacht­

Designer Philippe Briand nun

mit SY 200 ein Alzerl kleiner an. Die

75-Meter-Studie soll wie die größere

Schwester energetisch ein Selbstversorger

sein. Den nötigen Strom

produzieren Unterwasserturbinen

während des Segelns, eine 20 Tonnen

schwere Batteriebank sorgt dafür,

dass auch bei Windflaute das luxuriöse

Leben an Bord mit Energie gespeist

wird. Kabinen und Platz sollen

für 14 Gäste reichen, die pompöse

Eignersuite hat eine eigene Terrasse

samt Jacuzzi.

è www.philippebriand.com

Man beachte:

Gläsernes Hardtop,

83,5 m langer Mast!

Passion made

BAVARIA C42

Essentiell abgespeckt

MODELL-VEREINFACHUNG. Die

Luxus-Katamaran-Marke Privilège

im Hause Hanse bietet seinen 510

nun auch als verschlankte Alter ­

na tive an.

Ausstattung und Interieur-Ein ­

richtung der „Essential“ wurden vereinfacht,

um die Wartungsleichtigkeit

zu erhöhen und Service-Intervalle

zu senken, zudem wurde die

Optionenliste „optimiert“, also gestrafft.

Vorteile: kürzere Produk ­

tionszeit und günstigere Anschaffungskosten.

è www.hanseyachtsag.com

Mehr Volumen im Vorschiff

durch den BAVARIA V-Bug,

eine lange Wasserlinie

dank Chines und mehr

Segelfläche sorgen bei der

BAVARIA C42 für maximale

Segelperformance. Unter

Deck bietet sie mehr Platz

und Raum für Freiheit und

Komfort.

Entdecken Sie jetzt die

neue BAVARIA C42 online

unter:

www.bavariayachts.com/C42-de

Privilège Signature

510 Essential.


Alles, was

Flügel hat

Fliegt, fliegt nicht. Fliegt, fliegt nicht. Und flieeeeeeegt!

Text ROLAND REGNEMER | Fotos JOKA GEMESI

Es war im Jahr 2014, als Hans Spitzauer mit dem Prototypen eines „modernen

Jollenkreuzers“ auf dem Neusiedler See die Jungfernfahrt absolvierte. Die

Lago 26 war auf Anhieb das schnellste Einrumpfboot auf dem See, ausgestattet

mit jeder Menge Segelfläche sowie einem funktionellen Deckslayout, verpackt

in einem rundum stimmigen Design. Kein Wunder, standen dem vielfachen

EM- und WM-Medaillengewinner mit Juliane Hempel für alle seglerischen

Belange und mit Spirit Design für das Gesamtkonzept zwei hochrangige Partner

in der Planung und Konzeption zur Seite. Von da an ging es in punkto Erfolge

auf den heimischen Regattabahnen steil bergauf – und nun soll die Lago 26

auch aus dem Wasser in höhere Sphären aufsteigen.

64 2/2020


2/2020 65


Lago 26 Foil

Blaue Bänder konnten von

der pannonischen Tiefebene

bis ins Salzkammergut

gesammelt werden.

Dabei zeigte die Lago dank des –

dem Neusiedler See geschuldeten –

Schwertes ungeheure Agilität und

entsprechend auch Aggressivität,

vor allem bei Wind.

Die großzügig dimensionierte

Segelfläche, dazu Trapeze und

naturgemäß wenig aufrichtendes

Moment bescherten vor allem bei

Mittel- und Starkwind viel Freude,

Kenterungen auch.

Eine deutlich stabilere Kielversion

für alles westlich vom Neusiedler

See Gelegene war die logische

Folge. Die Entwicklung der Lago

26 war damit aber noch nicht am

Höhepunkt, ganz im Gegenteil.

NUR FLIEGEN IST SCHÖNER

Was kommt einem in den Sinn,

wenn man sich im konventionellen

Segelbereich schon wirklich nach

der Decke gestreckt hat und rundherum

alles vom Foilen spricht?

Man kommt am besten mit den

richtigen Leuten darüber ins Reden.

In diesem Falle Hans Spitzauer

mit Dieter Schneider. Beide Protagonisten

des „Lago-F-Projekts“

kannten sich schon einige Jahre.

Schneider war einer der „Lagonauten“

der ersten Stunde, nennt

eine Schwertversion sein Eigen.

Und wurde im Rahmen seines Engagements

für den Red Bull Youth

Americas Cup im Jahr 2017 mit

dem „Flugvirus“ angesteckt.

Womit in seinem und diesem

Falle nicht der – ebenfalls absolvierte

– Helikopterschein gemeint

ist. Sondern natürlich seine Eindrücke

von den foilenden Katamaranen

in und um den Event in

Bermuda.

Was als Idee nach einem langen

Segeltag an der Bar begann, gipfelte

in einem High-Tech-Entwicklungsprogramm

für die Lago. Dabei

stieß das bestehende Designerteam

immer wieder auf neue Herausforderungen.

Die Segelfläche wuchs

an, die Anzahl der Trapeze wurde

auf drei erhöht und die Struktur

des Rumpfes an zahlreichen Stellen

verstärkt. Und immer wieder eine

Schwachstelle im Gesamtsystem

gefunden und eliminiert.

INTERNATIONALES

KNOW-HOW

Mit Hugh Welbourne wurde ein

Top-Designer der trotz allem noch

jungen Welt des Foilens ins Team

„ Mit der foilenden Lago wollen wir

die Grenzen ausloten. Und auf den

umliegenden Seen noch den einen

oder anderen Rekord einfahren.“

Hans Spitzauer, Weltklassesegler und Entwickler

Die Lago wird seit

Beginn des Jahres bei

Devoti Sailing gebaut.

Es stehen vier Varianten

zur Auswahl: One

Design, Sport, Touring

und Exklusiv.

66 2/2020


Nach den ersten Flugversuchen

wird das

Rigg vergrößert und

Gewicht abgespeckt.

„ Wir gehen jetzt noch einmal aufs Ganze und sind zuversicht lich,

ein stabiles und solides System aufs Wasser zu bringen.“

Dieter Schneider, Segler und Unternehmer

geholt. Nach einem Schwertbruch

und mehreren zerstörten Masten

wurde über den Winter noch einmal

inhaltlich aus dem Vollen geschöpft

und dem vorgegebenen

Rumpf ein imposantes Rigg

verpasst. Dazu stehen der Crew

Ausleger statt Trapeze für die

kommenden „Ausflüge“ zur

Verfügung.

„Wir gehen jetzt noch einmal

aufs Ganze und sind zuversichtlich,

nach umfangreichen Berechnungen

und Simulationen ein

solides System aufs Wasser zu

bringen. Eins, das schon bei den

typischen Leicht- bis Mittelwindbedingungen

auf den Seen in

Österreich und Umgebung lange

Flüge ermöglicht“, freut sich Dieter

Schneider auf die in den kommenden

Wochen anstehenden

Tests und geplanten Regatten.

Mit Schwert agil wie eine Jolle, …

Lago 26

… mit Kiel auch alleine gut zu segeln.

Sword Keel Foil

Länge ü. a. 7,95 m 7,95 m 7,95 m

Länge Wasserlinie 7,66 m 7,66 m 7,66 m

Breite ü. a. 2,50 m 2,50 m 2,50 m

Tiefgang 0,20 m 1,80 m 1,80 m

Gewicht 780 kg 810 kg 660 kg

Segelfläche (am Wind) 28,0–33,8 m 2 28,0–33,8 m 2 43,5 m 2

Gennaker 48,0–55,0 m 2 48,0–55,0 m 2 68 m 2

Code 0 38,5 m 2

Preis One-Design-Version ab 53.750,– ab 53.750,– auf Anfrage

Händler: Championships Yachting GmbH, Hans Spitzauer, Tel. 0664/546 87 69, office@championships.at

è www.lago26.com

2/2020 67


Alles was Recht ist

Wer fragt, gewinnt

Die angebotenen Kautionsversicherungen sind vorsichtig ausgedrückt sehr unterschiedlich.

Die verschiedenen Konditionen machen es dem Laien auch nicht leichter, die Versicherungsleis

tung im Schadensfall richtig zu bewerten. Hinterfragen macht absolut Sinn.

Als Erfinder und Pionier der

zwölf volle Monate lang segeln konnte,

wo er wollte, so lange er wollte

Skipper-Haftpflicht-Versicherung

waren wir auch die Ersten,

und mit welchem Schiff er wollte.

die ein Konzept für eine Kau­

Via „me too“ zogen die Mitbewer­

tionsversicherung entwickelt hatten.

ber nach. Aber viel vorsichtiger und

Die Erfahrungswerte damals rund

restriktiver, mit zeitlicher Beschränkung

ums Milleniumsjahr waren gleich

und mitunter deutliche höhe­

null, ich zählte an den Knöpfen meines

ren Selbstbehalten. Je kürzer die

Hemdes: Soll ich, soll ich nicht?

Versicherungszeit und je höher die

Ich glaubte daran, dass sich die FRIEDRICH SCHÖCHL Selbstbeteiligung, desto schlechter

Skipper mit Charterkautions-Versicherung

nicht anders geschickt oder Skipper-Haftpflichtschränkter

die Leistung, desto höher

ist Skipper aus Leidenschaft,

Erfinder der

für Skipper und Crew. Je einge­

ungeschickt verhalten würden als versicherung und der Ertrag für den Anbieter. So auch

ohne. Wir wagten das Experiment, Gründer der Versicherungsgesellschaft

der Schluss einiger weniger seriöser

denn das war es. Rückwirkend kann Yacht-Pool. Vercharterer, die versuchen, sinkende

Chartererträge unter anderem

ich nach 20-jähriger Erfahrung und kolumne@ocean7.at

zigtausenden abgewickelten Schäden

durch Einbehalte von Charter-Kautionen

sagen, die Skipper haben mich nicht

aus eigenen „Versicherungspro­

enttäuscht!

dukten“ – auch „Kautionsabgeltung“

Fast jedem Skipper ist es peinlich,

genannt – aufzubessern.

einen Kaskoschaden melden zu müssen,

Unberechtigte oder tatsächlich ge­

ein Missgeschick kratzt immer

rechtfertigte Einbehalte führen im­

auch ein wenig am Ego. Und die Entschuldigung,

mer wieder zu Verärgerungen von

dass man ja jahrelang

Chartercrews. Es kratzen aber auch

ohne Schaden gefahren ist, diesmal

überhöhte „Kautionsabgeltungsforderungen“

aber so widrige Umstände zum bedauerlichen

am Image diverser

Schaden führten, ist

Vercharterer.

häufiger Begleiter der Schadensberichte.

Die Prämien für die Kautionsab­

Mit der Einschätzung unserer

geltung verschiedener Charterbetrei­

Prämien in Relation zum Verhalten

ber sind höchst unterschiedlich. Wir

unserer Skipper lagen wir erfreulich

wollen an dem in der Praxis von

richtig – wir konnten sie seit 20 Jahren

namhaften Firmen angebotenen

unverändert stabil halten. Und

„Abgeltungsbeispiel“ die realistische

wir boten von Anfang an eine Jahresversicherung

unterschiedliche Kostenbetrachtung

an, mit der der Skipper

für den Charterskipper darstellen:

Ein kleiner Unterschied

nterschied r mit Wirkung! großer Ein Ein kleiner Ein mit Ein Wirkung!

kleiner kleiner Unterschied großer Unterschied mit großer mit großer mit mit großer großer Wirkung!

Wirkung!

QUELLE: YACHT-POOL

Kosten Kosten unterm Kosten Strich: unterm Kosten unterm Strich:

Kosten Kosten Kosten unterm unterm Kosten unterm Strich:

Strich: unterm Strich:

Strich: unterm Kosten Strich:

unterm Strich:

hadens- bst-

Jahres- Selbst- Schadens-

Kau$ons- Kautions-

Kau$ons-

Kau$ons-

Jahres-

Jahres- Jahres-

Jahres-

Schadens- Selbst-

Schadens-

Schadens-

Selbst-

Selbst-

Selbst-

Selbst-

Ersta;ung

Ersta;ung Prämie Ersta;ung plus Prämie Ersta;ung Prämie plus

Ersta;ung

Prämie Ersta;ung Erstattung

Ersta;ung plus

Prämie Prämie plus Prämie plus plus

plus Prämie plus

plus Prämie plus Charterkautions-Versicherung plus Prämie plus von

ligung höhe

prämie beteiligung

höhe

höhe höhe

höhe

prämie

prämie prämie beteiligung

prämie

höhe

höhe

höhe

höhe beteiligung

Selbstbeteiligung

beteiligung

beteiligung

Selbstbeteiligung

Selbstbeteiligung

Selbstbeteiligung

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€ 371,95 € €

€ 371,95 € € 371,95 €

271,95 € €

YACHT-POOL YACHT-POOL YACHT-POOL 3.000,00 3.000,00 € € € 3.000,00 € € 271,95 € 271,95 € 271,95 € €

€ 271,95 € € €

000,00 00,00 2.850,00 € € € 150,00 3.000,00 2.850,00 € € € € 421,95 € 2.850,00 150,00 3.000,00 3.000,00 € 2.850,00 421,95 € € 3.000,00 € € 150,00 € 150,00 € 150,00 € € 421,95 € 150,00 2.850,00 € € 2.850,00 € € € € 2.850,00 € € € 421,95 € 421,95 € 421,95 €


€ 421,95 € €

€ 421,95 € € 421,95 €

000,00 00,00 1.700,00 € € € 300,00 2.000,00 1.700,00 € € € € 750,00 € 1.700,00 300,00 2.000,00 2.000,00 € 1.700,00 750,00 € € 2.000,00 € € 300,00 € 300,00 € 300,00 € € 750,00 € 300,00 1.700,00 € € 1.700,00 € € € € 1.700,00 € € € 750,00 € 750,00 € 750,00 €


€ 750,00 € €

€ 750,00 € € 750,00 €

450,00 € €

Uniqa Uniqa * * Uniqa * * Uniqa * 3.000,00 * * 3.000,00 € € € 3.000,00 € € 450,00 € 450,00 € 450,00 € €

€ 450,00 € € €

000,00 00,00 2.700,00 € € € 300,00 3.000,00 2.700,00 € € € € 750,00 € 2.700,00 300,00 3.000,00 3.000,00 € 2.700,00 750,00 € € 3.000,00 € € 300,00 € 300,00 € 300,00 € € 750,00 € 300,00 2.700,00 € € 2.700,00 € € € € 2.700,00 € € € 750,00 € 750,00 € 750,00 €


€ 750,00 € €

€ 750,00 € € 750,00 €

"Damage-Waiver"

000,00 00,00 ochenprämie 1.400,00 € € "Damage-Waiver"

€ 600,00 "Damage-Waiver" 2.000,00 1.400,00 € € 936,00 €

eines € Wochenprämie

€ 936,00 Wochenprämie € 1.400,00 Wochenprämie

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€ 936,00 € € € 936,00 € €

eines eines eines bekannten

eines bekannten

bekannten eines 336,00 bekannten


000,00 00,00 2.790,00 € € €

3.390,00 3.390,00 €

€ 3.390,00 €

€ 600,00 3.000,00 2.790,00 € € € € €

Vercharterers

336,00

€ 936,00 336,00


Vercharterers

2.790,00

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€ 336,00 600,00 3.000,00



3.000,00 2.790,00


936,00 € € € 3.000,00 € € 600,00 € 600,00 € 600,00 € € 936,00 € 600,00 2.790,00 € € 2.790,00 € € € € 2.790,00 € € € 936,00 € 936,00 € 936,00 €


€ 936,00 € €

€ 936,00 € € 936,00 €

000,00 00,00 bis 430 2.200,00 430 € € Beispiel Beispiel Magazin "Yacht" Beispiel Magazin € „Yacht“ Beispiel bis Magazin 2.200,00 „Yacht“ bis Magazin „Yacht“ 800 3.000,00 3.000,00 „Yacht“ € 800 € € 3.000,00 € bis bis € 1.230,00 430 bis 430 bis € € 430 bis 430 2.200,00 € € 430 bis € bis 3.000,00 € 430 3.000,00 € 2.200,00 1.230,00 € 800 bis € € 3.000,00 € bis bis € 800 bis 800 bis € € 800 bis 800 1.230,00 € € 800 bis € bis 2.200,00 € 800 2.200,00 € € € € € 2.200,00 € € € 1.230,00 € 1.230,00 €

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€ 1.230,00 € €

€ 1.230,00 € € € 1.230,00 €

d 10/2019)

* * Ausschluss * * Ausschluss von * Ausschluss von Lack-, * von Lack-, * von Ausschluss Lack-, Kratz-, Lack-, von Kratz-, Kratz-, Lack-, von Kratz-, Schrammschäden von Kratz-, Lack-, Schrammschäden Kratz-, (Stand Schrammschäden (Stand (Stand (Stand 10/2019)

(Stand 10/2019)

10/2019) (Stand 10/2019)

Ein wesentlicher Punkt für die

richtige Bewertung der dargestellten

unterschiedlichen Belastungen der

Chartercrews ist die Wahrscheinlichkeit,

in welcher Höhe ein Schaden

eintritt. Die Anzahl der Schäden von

100,– sind mit Sicherheit die

höchsten, denn das macht de facto

jeder kleine Schaden aus. Die Häufigkeitskurve

nimmt bis zum höchstvereinbarten

Schaden kontinuierlich

ab. Die Zahl der „Totalschäden“, wo

die ganze Kaution verloren ist, ist

also die geringste.

Der Kostenunterschied ist also mit

der Eintrittswahrscheinlichkeit zu

gewichten und bekommt damit noch

größeres Gewicht als dies diese Vergleichsrechnung

zeigt.

Ihr ist vereinfacht beispielhaft unterstellt,

dass sich die verschiedenen

Schadensbeispiele linear verteilen,

also jede angenommene Schadenshöhe

in gleicher Anzahl eintritt. Das

ist eben in der Praxis nicht der Fall.

Wir teilen die Ansicht der Yacht,

dass diese gravierenden Unterschiede

von vielen Skippern nicht in vollem

Umfang ihrer finanziellen Auswirkungen

erkannt werden.

Und zudem schmackhaft gemacht

werden, dass in diesem Fall keine

Kaution (via Kreditkarte) hinterlegt

werden muss. Ein teurer Service.

Wie sich zeigt.

Im dargestellten Vergleich wurde

noch nicht berücksichtigt, dass die

YACHT-POOL eine kostenlose weitere

Deckung für alle privaten Charter

enthält, die in den auf den Versicherungsbeginn

folgenden zwölf

Monaten alle Chartertörns mit

einschließen.

D. h., wer dieses Jahr im Frühling

chartert, ist für alle Törns bis

zum Frühjahr 2021 versichert.

68 2/2020


MARIAN

Austrian Boatshow Tulln 2020

Halle 3, Stand 321

Boote Marian GmbH

WEinbach 46,

5360 St. Wolfgang

www.marianboats.at

5. BIS 8. MÄRZ 2020

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Booten und Yachten von abcfinance marina-solutions profitieren Sie von

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robert.schweiger@abcfinance.at


Kompromisslo

Frauscher 1414 Demon Air

Der oberösterreichische Bootsbauer Frauscher ist seit langem ein klangvoller Name

im Segment der Gentlemen Racer. Mit der Frauscher 1414 Demon Air hat er der

standesgemäßen Vorstellung von Luxus eine weitere Fußnote hinzugefügt.

Text und Fotos KERSTIN ZILLMER

Luxus ist ein dehnbarer Begriff

– in der Wüste kann

bereits Schatten Luxus sein,

doch wer im Wald wohnt,

wird sich seines „Reichtums“ selten

bewusst sein. Und sind schon Boote

an sich ein Luxus, so erst Recht die

Klasse der Gentlemen Racer: gemacht

für das pure Vergnügen, von

jeder Zweckbindung befreit, in ihrer

offensichtlichen Losgelöstheit vom

profanem Nutzdenken erst wirklich

schön. Dieses Boot sieht bereits

schnell aus, wenn es nur im Hafen

liegt. Die Ideen, die seiner Schöpfung

zugrunde liegen, reflektieren

sich wirkungsvoll in der imaginären

Liste all jener Vergnügungen, die

damit möglich werden: schnell

Fahren mit und ohne Ziel, Sonnenbaden,

Party auf dem Wasser; und

natürlich bella figura machen …

Was bedeutet es, ein solches

Boot zu entwerfen, zu planen und

schlussendlich zu bauen? Und vor

allem: Was ist der Anspruch der

Designer und Konstrukteure? In

Port Adriano haben wir Michael

Frauscher bei seiner ersten Probefahrt

im Mittelmeer begleitet. Er ist

tatsächlich ein bisschen nervös, als

wir den Hafen verlassen, doch das

legt sich bald.

An Bord erklärt uns Michael, was

für ihn an der 1414 Demon Air das

Entscheidende ist. Und was seine

Vorstellung von Luxus ausmacht.

Michael, was ist neu beim Design der

Michael Frauscher auf der 1414 Demon

Air in Port Adriano, Mallorca.

Frauscher 1414 Demon Air?

Frauscher ist kompromisslos: Jedes

Boot wird neu gedacht. Wir definieren

zuerst den Zweck, daraus

ergeben sich die Form und der

Raum, die Gestaltung und das

Design. Alles folgt dem Zweck des

Bootes: Was soll es leisten, was

können? Danach entscheiden wir.

Ein Boot wie die Mirage zum

Beispiel darf ruhig eckig sein und

Drama bieten. Eine 858 Fantom

Air hat Sexappeal. Weil bei der

1414 Demon Air die Aufenthaltsflächen

wesentlich sind, haben wir

uns für rundere Formen an Deck

entschieden. Hier braucht es weniger

Drama, weil die Demon im

Ganzen ja schon so kraftvoll und

imposant wirkt.

Was waren die Herausforderungen

bei der Entwicklung der Demon Air?

Technisch gesehen war die größte

Herausforderung das freistehende

T-Top, das nach vorne auskragt.

Weil wir für beste Performance

stehen und unsere Boote top fahren

müssen, war es wichtig, dass

70 2/2020


FOTO: WERFT

s Frauscher

2/2020 71


Frauscher 1414 Demon Air

das T-Top leicht ist. Wenn man

den Schwerpunkt eines Bootes

nach oben verlagert, hat man

sowohl in der Kurvenfahrt als

auch beim Abstoppen ein viel zu

großes Moment. Zudem werden

die Fahreigenschaften dramatisch

schlechter, wenn es schwer ist.

Deshalb haben wir uns für leichtes

Carbon entschieden.

Frauscher hat bisher kein Carbon in

dieser Dimension verbaut. Woher kam

das Know-how?

Wenn man von Carbon in echter

Leichtbauweise spricht, ist man

entweder bei der Fahrzeug- oder

Flugzeugtechnik. Wir haben in

Oberösterreich eine kompetente

Firma gefunden, die sehr schöne

Spezialanfertigungen für die europäische

Luftfahrtindustrie macht.

Sie baut nun für uns das T-Top.

Wie wurde die Kraft, die beim schnellen

Fahren und in Kurven und Wellen

auf das Dach einwirkt, ausgeglichen?

Durch eine Edelstahlaufnahme, die

das T-Top mit dem Rumpf verbindet.

Es ist fest im Rumpf einlaminiert

und abgespreizt. Strebverbindungen

verteilen die Kraft in alle

Richtungen, auch auf die Motorfundamente,

so dass das T-Top

nicht steif ist, sondern der Rumpf

die nötige Steifigkeit erbringt. Eine

gewisse Bewegung lassen wir wie

beim Flugzeugflügel zu, denn was

nicht schwingen kann, das bricht.

Das ganze T-Top aus Carbon

wiegt übrigens nur 150 kg, das ist

für diese Fläche ein absoluter Sensationswert.

Und es können locker

drei Leute drauf stehen, wir haben

es ausprobiert.

Der Winkel ist extrem. Warum so groß?

Weil wir weiterdenken. Wenn man

in der zentralen Lounge sitzt, gibt

einem das T-Top Sicherheit und

schließt diesen Raum zusätzlich ab.

Man spürt im Schulterhalsbereich:

Das ist noch was dahinter. Das gibt

ein gutes, sicheres Gefühl und

Wohlbefinden.

Kraftvoll im Antritt,

spritzig in der Kurve

und sanft in der Welle –

Frauscher 1414 Demon

Air. Das leichte, stabile

T-Top aus Carbon ist

das beeindruckendste

Designmerkmal. An

Deck viel Platz zum

Essen, Tanzen oder

Sonnenbaden. Ein neuer

Lebensraum unter Deck

mit einem Bett so groß

wie daheim und vollwertigem,

lichten Bad.

Ihr verwendet den gleichen Rumpf

wie bei der 1414 Demon. Wie hat sich

der Schwerpunkt jetzt verlagert?

Wir haben ja nicht nur einen, wir

haben zwei Schwerpunkte. Einen

in der Vertikalachse, einen in der

Längsachse. Wenn das Boot vorne

kein Deck und weniger Einbauten

hat, wandert der Schwerpunkt

automatisch zurück in Richtung

Motoren. Bei der 1414 Demon Air

liegt der Schwerpunkt ziemlich genau

dort, wo man am Steuerstand

sitzt.

Entsprechend lustig ist das Fahrvergnügen.

Das Boot bewegt sich

um die Achse, auf der wir sitzen,

und man spürt so kaum, ob man

über eine Welle fährt. In der

Höhenachse hat sich durch das

niedrigere Deck der Schwerpunkt

etwas nach unten verlagert, wird

aber mit dem T-Top wieder etwas

nach oben gezogen.

Was war dein bleibender Eindruck

vom Fahrverhalten?

Großartig! Spritzig und sicher. Toll,

dass ein Neun-Tonnen-Schiff so

leichtfüßig daherkommen kann

wie eines mit nur vier Tonnen.

Das erinnert mich ganz stark an

die genialen Eigenschaften der

Frauscher 1017 GT Air.

Wie würdest du die Fahreigenschaften

eurer Boote generell beschreiben?

Es ist das unverkennbare Frauscher-Feeling.

Dafür gibt es keine

treffliche rationale Beschreibung.

Sie frauschelt …?

Sehr elegant (lacht)! Sie bewegt

sich markentypisch, so wie wir das

haben wollen. Man verzichtet vielleicht

auf ein bisschen Volumen

hier und da, aber die Performance

steht im Mittelpunkt. Hinter jeder

erfolgreichen Marke steht immer

72 2/2020


„ Etwas draufpacken ist leicht,

etwas weglassen die Kunst.“

Michael Frauscher, Leitung Produktion und Entwicklung

wie der Taxifahrer, dahinter findet

das Leben statt. Bei uns ist das Fahren

ein zentrales Erleben. Deshalb

ist es auch der zentrale Ort. Und

meistens fährt ja der Eigner. Er hat

das lustigste Erlebnis an Bord.

Wie definiert Frauscher Luxus?

Er springt nicht sofort ins Auge.

Bei uns ist das gute Fahrerlebnis

der Luxus: Gutes Fahren, viel Platz,

hohe Qualität.

eine starke Philosophie. Die von

Frauscher wird nicht nur über

Design und Qualität, sondern

maßgeblich auch über das Fahrverhalten

unserer Boote definiert.

Ihr habt den Rumpf immer weiter

verfeinert, aber ihr habt ihn nicht

grundsätzlich verändert …

Der Unterschied ist: Es ist die Arbeit,

die wir reinstecken, wir drehen

laufend an den Stellschrauben,

verfeinern, optimieren. Jeder, der

Schiffbau studiert hat, kann im

Grunde so einen Rumpf zeichnen,

das ist kein Hexenwerk. Es ist das

engagierte Entwickeln, der Anspruch.

Hier noch eine Leiste, diese

starken Abrisskanten im Stufenrumpf,

die an der richtigen Stelle

sein müssen – das muss man sich

erarbeiten. Wenn der Rumpf nicht

passt, muss man die Form ändern.

Das ist das Geheimnis.

Wir haben viel Erfahrung, aber

wir arbeiten auch sehr viel an den

Booten. Für uns ist es nicht gut

genug, wenn es nicht perfekt ist.

Dann muss ich halt noch einmal

drei Runden drehen.

Ihr habt eine Stufe beim Steuerstand

eingebaut. Was war der Grund dafür?

Das hat zwei Gründe. Wir haben

so Stehhöhe unter Deck und dazu

die richtige Höhe im Cockpit und

eine gute Übersicht. Sonst hätten

wir Fußstützen einbauen müssen,

was wir aber keinesfalls wollten.

Es fühlt sich gut an, dort zu stehen.

War das beabsichtigt?

Das liegt daran, dass es ein Fahr ­

erlebnis-Boot ist. Immer wenn

man eine Frauscher fahren sieht,

stehen mehrere Leute um den

Steuer stand, denn sie wollen alle

fahren. Bei anderen fährt der Pilot

Warum ist euer Design

so außergewöhnlich?

Unsere größte Herausforderung

heißt: Was kann ich weglassen, um

es besser zu machen? Wir haben

viele Details, die spannend, technisch

herausfordernd und designmäßig

sehr hochwertig sind.

Aber viel schwieriger, als etwas

draufzuschrauben, ist es, unnötige

Dinge wegzulassen. Das menschliche

Auge und der Geist brauchen

Freiraum. Dann kann ich mich

entspannen.

Die Frauscher 1414 Demon Air

wurde mit dem Best of Boats Award

2019 in der Kategorie „Best for Fun“

ausgezeichnet.

Frauscher 1414 Demon Air

Länge

Breite

Motor

Gewicht

Tank

Personen

13,91 m

3,90 m

2 x 440 PS

ab 9.000 kg

1.200 l

12 (4 Schlafplätze)

Preis inkl. 20 % MWSt. ab € 1.035.247,–

Händler: Frauscher Bootswerft,

4694 Ohlsdorf, Tel. + 43 (0)7612 6 36 55-0

frauscher@frauscherboats.com

è www.frauscherboats.com

2/2020 73


Marian M 800

Schön.

Elektroboote? Das waren

doch bis vor wenigen

Jahren jene Schinakln,

die man sich an jedem

halbwegs erwachsenen See ausleihen

konnte, um eine nicht enden

wollende Stunde durch die

Bucht zu zuckeln. Eine besonders

intensive Erfahrung der

Langsamkeit, die man sich

verkürzte, indem man das Kind

ans Steuer ließ.

Inzwischen haben Elektroboote

– parallel zu Elektroautos

– einen bemerkenswerten Wandel

vollzogen. Wie sehr, bemerkt

man beispielsweise an der neuen

M 800. Boesch, Pedrazzini oder

74 2/2020


Das neue Flaggschiff von Boote Marian, der kleinen, feinen Werft aus dem

Salzkammergut, hat es bis ins Finale der BoB-Awards 2019 geschafft.

Zurecht? Bei den Testfahrten des High-End-Elektroboots vom und auf dem

Wolfgangsee hat genau hingeschaut und vor allem: hingehört!

Text WOLFGANG GEMÜND | Fotos BERND HOFSTÄTTER, KERSTIN ZILLMER

Schnell. Still.

Riva fallen einem ein, wenn man

den luxuriös ausgestatteten

Day cruiser das erste Mal sieht.

Richtig ist: Marian! Das auf

Elektro boote spezialisierte

Familienunternehmen am

Wolfgangsee hatte ja schon immer

einen Faible für schnittige Linien,

edle Materialien und möglichst

kräftige Motorisierungen.

Mit dem neuen Flaggschiff hat

man aber ein absolut neues Level

an Sportlichkeit, Eleganz und

technischer Finesse erreicht. Ein

bisschen, aber nur ganz vorsichtig

und leise, möchte man da schon

auch vom Tesla vom Wolfgangsee

murmeln.

2/2020 75


Marian M 800

FOTO: WERFT

KOMPETENZ VON AUSSEN

Zwei Jahre hat die Entwicklung der

M 800 gedauert. Dabei ist viel Kompetenz

von außerhalb eingeflossen.

Der extrem V-förmige Rumpf wurde

vom slowenischen Konstruktionsbüro

Marine Design gestaltet,

das im Unterschiff auf beiden

Längsseiten eine drei Zentimeter

hohe Stufe eingebaut hat, die dafür

sorgt, dass große Teile des Rumpfs

bei Beschleunigung schnell aus dem

Wasser kommen – die dadurch gewonne

Leichtfüßigkeit kommt dem

Fahrverhalten und dem Stromver­

brauch zugute. Die Antriebssysteme

stammen ebenfalls aus Slowenien.

Piktronik stattet die M 800 mit

E-Motoren von 10 bis 150 kW aus.

Unser Testboot am Wolfgangsee

war mit der stärksten Motorisierung

unterwegs, die dem Boot eine

Höchstgeschwindigkeit von bis zu

34 Knoten beschert. Dazu noch die

irre Beschleunigung dank der tafelbergartigen

Drehmomentskurve des

E-Motors. Da lässt man lieber nicht

das Kind ans Steuer. Obwohl: Die

M 800 gibt sich selbst bei Topspeed

angenehm handzahm, bleibt spur­

„ Die neue Design-Linie von Marian

soll schöne Rundungen haben,

reduziert und clean sein. Kein

Schnickschnack, aber hochwertig.“

Alexandru Marian, Boote Marian

Manchmal ins Auge

fallend, manchmal im

Verborgenen: Marian ist

bis ins Detail um handwerklich

hochwertige

und clevere Lösungen

bemüht.

treu und zickt auch bei engst gefahrenen

Kurven nicht herum.

Sehr angenehm ist dabei die Zusammensetzung

der Geräuschkulisse.

Hauptdarsteller: das rauschende

Wasser. In der Nebenrolle: der brausende

Wind. Nicht besetzt: der

brummende Motor. Das, was schon

bei Autos der erfreulichste Neben ­

effekt von Elektromotoren ist – das

(fast vollständige) Fehlen der Antriebsgeräusche

–, kommt bei Sportbooten

doppelt so fein zur Geltung.

Wie auf Asphalt ist auch auf

Wasser die Reichweite noch ein

kleiner Wermutstropfen der neuen

Aggregate. Mit den sechs insgesamt

125 kWh stemmenden Lithium-

Mangan-Batterien kommt die

M 800 aber im Schleichgang immerhin

auf 76 Seemeilen, bei Vollstrom

allerdings auf nicht einmal

20. Ein High-Voltage-Lader (400 V,

32 A) lädt die Batterien aber in zwei

bis drei Stunden wieder voll.

76 2/2020


KEIN SCHNICKSCHNACK

Auch wenn die sehr ausgeklügelte

Technik wohl mit ein Grund dafür

war, dass sich die Marian M 800 klar

in das Finale der BoB-Awards in der

Kategorie Familienboote katapultierte,

war die Jury doch auch von der

Formensprache und der Ausstattung

sichtlich überzeugt. Hauptverantwortlich

für das Design zeichnete der

Salzburger Gerald Kiska, der auch

schon für Frauscher und KTM gearbeitet

hat. „Die neue Design-Linie

von Marian soll schöne Rundungen

haben, reduziert und clean sein. Kein

Schnickschnack, aber hochwertig“,

sagt Alexandru Marian, Sohn des

Werftgründers Ion Marian, der an

der Entwicklung des neuen Flaggschiffs

maßgeblich beteiligt war.

SCHÖNHEIT IM VERBORGENEN

Die M 800 ist nicht nur wohl ­

geformt, sondern vor allem wohl

geordnet. Um einen möglichst

aufgeräumten Eindruck zu machen,

wurden sehr elegante Lösungen

gefunden. Das versteckte Bimini

zum Beispiel oder die aufklappbare

Rückenlehnen in der Badeplattform,

die Kühllade unter der

Sitzbank, die versenkbaren Klampen

und die unter dem Teakdeck

verborgene Badeleiter, deren Stufen

und Griffe sich beim Herab ­

lassen automatisch auffalten – ein

feines mechanisches Meisterstück!

Typisch Marian ist der massive

Einsatz von Teakholz im Bugbereich,

am Boden und hinten auf

der Badeplattform. Die Familie

kennt ihre Kundschaft gut und

weiß, dass diese luxuriöses Handwerk

(die feinen Nähte der Polsterung!

Die Verarbeitung des Teakholzes!)

und exklusive Technik

sehr schätzt. Das große Display

von Raymarine, die Lautsprecher

von Bang & Olufsen, ein Wire ­

less-Charger für Mobil geräte und

das Ambient-Beleuchtungssystem,

das sich per Handy-App steuern

lässt – da spürt man schon einen

Hauch von Tesla, nur halt handwerklich

perfektioniert und nautisch

nobilitiert.


Marian M 800

Länge ü. a.

Breite

Leergewicht

Tiefgang

7,90 m

2,50 m

1.300 kg

0,65 m

Max. Personen 8

Motorisierung E-Motor Piktronik PMSM 3


mit 150 kW Leistung

Weitere Motorisierungen

CE Typ

10 kw, 60 kW, 100 kW, 125 kW

Preis inkl. 20 % Ust. ab € 105.000,–

Preis Testboot inkl. 20 % Ust. € 350.000,–

Händler: Boote Marian GmbH, 5360 St. Wolfgang am Wolfgangsee,

Tel. +43 6137 202 13, office@marianboats.at

è www.marianboats.at

D

2/2020 77


PANORAMA

Sportmeldungen national/international

Geschafft!

AUCKLAND/TOKIO. Benjamin Bildstein

und David Hussl segelten einen furiosen

Herbst, schoben sich in der Welt ­

rangliste bis auf Platz zwei vor. Allein,

es fehlte das Ticket für die Olympischen

Spiele. Diesen „Makel“ beseitigten sie

eindrucksvoll im Rahmen der Weltmeisterschaften

2019 in Neuseeland.

Entsprechend cool und fokussiert geht

es jetzt in die Saison 2020.

Durchgeplant

MATTSEE/ATTERSEE. Wer ohne eigenes

Boot wettkampfmäßig durch eine

ganze nationale Segelsaison will, der ist

mit den Events im Liga-Format bestens

In wenigen Wochen steht der einzig

verbliebene Weltcup in Europa am

Programm, Mitte April wird in Genua

gesegelt. Das Weltcup-Finale ist gleichzeitig

die ultimative Wettkampfvorbereitung

auf die Olympischen Spiele

in Tokio. Das letzte Event findet im

Olympiarevier auf der kleinen Halbinsel

Enoshima Mitte Juni statt.

è www.segelverband.at

bedient. Die Österreichische Segel­

Bundesliga, die Regionalligen sowie der

„Sisi-Cup“ für Damenteams und Jugend-

Bundesliga stehen für mehr als ein Dutzend

Regatten auf zur Verfügung gestellten

Booten der Sunbeam 22.1-Klasse.

Tüpfelchen auf dem „i“: Die Verkaufszahlen

des kleinsten Sprosses aus der

Mattseer Sunbeam-Werft hatten die

Gründung einer Klassenvereinigung

logischerweise zur Folge. Erste Klassenmeisterschaft

am Attersee am letzten

Juni-Wochenende mit Charterbooten

für Clubs inklusive.

Mittlerweile auf allen Seen Österreichs

im Regattamodus zu Hause: die Sunbeam 22.1.

ocean7 210x665 20180803dp_Layout 1 06.08.2018 è www.segelbundesliga.at

16:55 Seite 1

FOTO: SBL/MARKUS KREINER

Mit dem Nationenticket für Österreich in der Hand kann

jetzt in Tokio Jagd auf eine Medaille gemacht werden.

FOTOS: MATIAS CAPIZZANO

Extrem

NEUSEELAND/WELT. Es sind

zwei der spektakulärsten und bekanntesten

Segel-Events überhaupt:

Der America‘s Cup sowie

das „Ocean Race“. Quasi die Formel

1 und die Dakar-Rallye auf

dem Wasser. Während der Fahrplan

für den Cup steht, war die

Streckenführung für die Weltumsegelung

im Renntempo noch

nicht veröffentlicht. Es sind aber

bis zu neun Stopps im Gespräch.

Wer sich für die neuen

America‘s Cup Racer interessiert,

der sollte sich das letzte Aprilwochenende

rot im Kalender

eintragen. Da findet der Auftakt

zur „America‘s Cup World Series“

in Cagliari auf Sardinien statt.

è www.americascup.com

è www.theoceanrace.com

FOTO: EMIRATES TEAM NEW ZEALAND

Identifizierbares Flugobjekt: Der neuseeländische

AC75 Te Aihe („Delphin“) im Waitemata Becken

vor Auckland.

DIE RICHTIGEN CHARTER-VERSICHERUNGEN

Gute Agenturen empfehlen YACHT-POOL Charterversicherungen, weil Sie von der Praxisnähe der Deckungskonzepte

und der Schadenabwicklung überzeugt sind.

Durch innovative Produktentwicklung und kundenorientierte Schadenabwicklung genießt YACHT-POOL seit 1976

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FOTO: SEGELSCHULE HOFBAUER

Alte Donau

Segeln findet Stadt

Die Segelschule Hofbauer hat mit „boats2sail“ einen neuen Betreiber. Aufgebaut

wird am Bestehenden, garniert mit feinen, neuen Angeboten und Ideen.

Text ROLAND REGNEMER

Es war Mitte November, der

Winter machte sich gerade in

und um Wien breit, da traf

Markus Hiebeler auf Markus Grießler.

Sie kannten sich bereits flüchtig,

verbrachten ein paar Minuten gemeinsam

auf dem gleichen Schiff

beim Infinica Business Cup Anfang

September am Copabeach.

Beim anstehenden Termin sollte

eigentlich über die Ausbaumöglichkeiten

der Segelevents in Wien philosophiert

werden. Nach wenigen

Minuten, also eigentlich der Vorstellungsrunde,

war der Funke jedoch

schon übergesprungen: Markus

Grießler hatte „seinen“ perfekten

Nachfolger für den Betrieb der

Segelschule Hofbauer gefunden.

Grießler hatte nach knapp zwei

Jahrzehnten den Entschluss für eine

berufliche Veränderung bereits gefasst,

die Neuausschreibung war im

Laufen. „Ich habe mit der Familie

Hofbauer vereinbart, sowohl den

Ausschreibungsprozess als auch die

Übernahme zu begleiten. Alles war

bereits voll im Laufen“, so Grießler.

Doch das boats2sail-Team, bekannt

von seinen Aktivitäten am Neusiedler

See, handelte rasch – und überzeugend.

Anfang Jänner war alles

unter Dach und Fach und Markus

Hiebeler samt Team übernahmen

die Schlüssel zur wohl bekanntesten

Segel-Location in Wien.

AUF DEM WASSER,

MITTEN IN DER STADT

Keine Sorge, natürlich bleiben die

legendären „Hofbauer-Piraten“

weiter hin im Einsatz. Siemens- und

VISC-Regatta stehen ebenso wieder

auf dem Wochenprogramm. Dazu

wird es aber auch einen neuen

Bootsfuhrpark – und natürlich

neue Kurse geben.

„Wir bauen das Angebot sukzessive

aus, zu Wasser und zu Lande“,

erklärt Markus Hiebeler. „Dazu

werden wir die am Neusiedler See

bereits erprobten und bewährten

Methoden den Rahmenbedingungen

angepasst auch an der Alten

Donau anbieten.“ Also zum Beispiel

die Ausstattung von Segler und

Trainer mit Funk. Ein Großteil der

Segellehrer kommt aus dem Regatta-

und Wettkampfumfeld und entsprechend

wird es auch den Ausbau

der seglerischen Möglichkeiten

„nach oben“ geben.

Also Gennaker- und Trapezsegeln

auf der Oberen Alten Donau. Wer

sich dann mehr Zeit nehmen und

auch den seglerischen Horizont

sukzessive erweitern will, der kann

die nächsten Schritte am Neusiedler

See tun. Für alle Salzwasser-Aktivitäten

gibt es Kooperationspartner.

Der Betrieb wird plangemäß und

wie gewohnt im April aufgenommen,

das aktuelle Kursangebot ist

online abrufbar.


è www.hofbauer.boats2sail.com

Markus Hiebeler

(rechts im Bild)

setzt nahtlos dort

an, wo Markus

Grießler nach

18 Jahren aufhört.

FOTO: ROLAND REGNEMER

2/2020 79


SAIL AUSTRIA

News März/April 2020

Hier geht‘s lang!

Welche Ausbildung, welcher Segelschein? Als österreichischer Prüfungsverband beantwortet Ihnen das Team

von Sail Austria alle Fragen rund um die Ausbildung und das International Certificate. Das große Know-how

und der breit aufgestellte Ausbildungskatalog der Seefahrtsschule b3onWater zeigen, wo‘s 2020 langgeht.

Text RICHARD GANSTERER | Foto SAIL AUSTRIA

In guter Tradition ist die Sail

Austria auch heuer auf der Boot

Tulln an prominenter Stelle vertreten.

Gemeinsam mit unserer

Partnerschule b3onWater, Österreichs

größter Seefahrtsschule, sind

wir in der Halle 4, Stand 450 an ­

zutreffen.

b3onWater bietet FB2- und FB3-

Ausbildungen auf Mallorca und an

mehreren Standorten in Kroatien

an. Stelle dir dein individuelles Ausbildungsprogramm

aus 50 Wochen

von März bis November zusammen

und kombiniere die verschiedenen

Reviere! Theorie- und Praxisunterricht

sowie alle Prüfungen finden

ausschließlich auf dem Schiff statt.

b3 ist ab 2020 exklusiver Ausbildungspartner

von Pitter Yachtcharter.

Mit den modernen Pitter-Schiffen

kann an drei Standorten (Bio ­

grad, Veruda und Split) bei speziell

abgestimmten 3-Tages-Skippertrainings

für Mono, Kat und Damenrunden

das Wissen aufgefrischt

und vertieft werden. Unsere Berufsskipper

und RYA Yachtmasters

nutzen die Zeit optimal, um alle

Manöver und so manchen Trick zu

lehren. Auch heuer stehen die

Überstellungslegs der b3-Schul­

Alex und Klemens sind für eure Anliegen vor Ort, ob Infos zum Segelschein oder einfach zum Plaudern über Erfahrungen und Reviere

(Halle 4, Stand 450).

schiffe für Mitsegler zur Verfügung.

Sammle Blauwasser-Erfahrung

von Kroatien bis zu den Kapverden!

Wer ein Schiff für seinen

eigenen Törn sucht, bekommt gerne

Hilfe bei der Charter­ Wahl.

Die b3-Skipper Alex und Klemens

stehen zudem mit persönlichen

Tipps und Erfahrungsberichten

zur Verfügung.

Der Prüfungsverband Sail Austria

ist Ihr Ansprechpartner für alle Fragen

rund um den Segelschein und

das International Certificate (IC).

Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft

der Prüfungsorganisationen

(ARGE PrO) sind wir in allen Bereichen

des Segelsports auf dem

neuesten Stand und stehen für

professionelle fachliche Gespräche

gerne zur Verfügung!

Das Angebot von b3onWater: FB2/Trainings/Blauwasser/FB3/Ladies

März–November FB2 und Trainings (Mono und Kat) Mallorca und Kroatien

16.–28. März Übersteller Leg 4 Kap Verde–Teneriffa

28. März–11. April Übersteller Leg 5 Teneriffa–Malaga

11.–18. April Übersteller Leg 6 Malaga–Mallorca

18. April–2. Mai Übersteller Leg 7 Mallorca–Split

11.–18. Juli FB3 50-h-Törn inkl. Prüfung Biograd/Kroatien

19.–26. September FB3 50-h-Törn inkl. Prüfung Mallorca/Balearen

30. Mai–2. Juni Skippertraining für Segeldamen Biograd/Kroatien

3.–6. Juni Skippertraining für Segeldamen Biograd/Kroatien

è www.b3-onwater.at

SAIL AUSTRIA

VEREIN ZUR FÖRDERUNG DES SEGELSPORTES

Lagerstraße 1–5, 2103 Langenzersdorf, +43(0)664/88254204, office@sailaustria.at

www.sailaustria.at

OBMANN

Alexander Bayr

STV. OBMANN

Klemens Bayr

PRÜFUNGSREFERENT

Bernhard Fischer

MEDIENREFERENT

Richard Gansterer

80 2/2020


Stramme Diesel

YANMAR-NEWS. Mit dem X47

Express Cruiser hat Yanmar

den offiziellen VIP-Cruiser des

36. America‘s

Cup vorgestellt.

Gebaut

wird der

14,53 Meter

lange Sport-

Weekender bei

Azimut, der Antrieb

kommt von drei Yanmar V8-

Dieselmotoren, die in Summe

satte 1.110 PS an die Schraube

liefern. Stichwort Dieselmotor:

Im Herbst sollen die ersten

Exemplare der

neuen Sechszylinder-Reihen-Aggregate

ausgeliefert

werden. Das Leistungsspektrum

des

6LF und 6LT reicht

von einfachen 40 bis

sehr ambitio nierten 640 PS.

è www.yanmarmarine.com

Ob Adria oder Traunsee

20 JAHRE

PANTAENIUS W IEN

AUT18127 / 0120

X47 Express Cruiser.

IMPRESSUM

MEDIENINHABER: Satz- und Druck-Team GmbH, Feschnigstraße 232, 9020 Klagenfurt,

+43 463/461 90 25, www.ocean7.at, redaktion@ocean7.at, office@ocean7.at, Firmenbuchnummer 105347 y,

Landes gericht Klagenfurt, UID ATU 25773801 · ANWENDBARE VORSCHRIFT: Österreichische Gewerbeordnung,

Mediengesetz (www.ris.bka.gv.at) · GESCHÄFTSFÜHRER: Wolfgang Forobosko ·

CHEF REDAKTION: Tahsin Özen, 1180 Wien, redaktion@ocean7.at · ART-DIREKTION: Catharina

Pichler · GRAFISCHES KONZEPT: Thomas Frik, www.viertelbogen.at · MIT ARBEITER DIESER AUS-

GABE: Kurt Arrigo, Inga Beitz, Joka Gemesi, Mag. Wolfgang Gemünd, Wolfgang Hausner, Bernd

Hofstätter, Manuel Marinelli, Michael Muck Kremtz, Roland Regnemer, Gottfried Titzl Rieser,

Dr. Bobby Schenk, Dr. Friedrich Schöchl, Alexandra Schöler-Haring, Markus Silbergasser, Jürgen

Skarwan, Dr. Alfred Zellinger, Kerstin Zillmer (floatmagazin.de) · PRODUKTION UND DRUCK: Satzund

Druck-Team GmbH · ANZEIGEN: Bernd Hofstätter +43 664/552 09 32, b.hof staetter@ocean7.at ·

EINZELVERKAUFSPREIS: Österreich € 4,90 · ABO-PREISE: Bezugs preis Inland für sechs Ausgaben:

€ 29,– · ABO- BESTELLUNG: abo@ocean7.at, www.ocean7.at · VERTRIEB: Presse Großvertrieb Austria

Trunk GmbH, St. Leonharder Straße 10, 5081 Anif/Salzburg · Diese Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen

Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen

Grenzen des Urheberrechts gesetzes bedarf der Zustimmung des Herausgebers. Die Ver wendung von

Zitaten aus Berichten für Anzeigen ist möglich. Durch Annahme eines Manuskripts erwirbt der Herausgeber

das ausschließliche Recht zur Veröffent lichung. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und

Fotos wird keine Haftung übernommen. Alle Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen nach § 44

Abs. 1 u. 2 Urheberschutzgesetz, sind durch den Herausgeber genehmigungspflichtig. Bei Nichtbelieferung

ohne Heraus geber-Verschulden oder wegen Störungen des Arbeitsfriedens bestehen keine Ansprüche

gegenüber dem Herausgeber.

Verantwortlich für die Mitteilungen des Sail Aus tria: Verein Sail Austria, Lagerstraße 1–5, 2103

Langenzers dorf, www.sailaustria.at

Verantwortlich für die Mitteilungen des YCA: Yacht Club Austria, Generalsekretariat 4020 Linz,

Lederer gasse 88, www.yca.at

Verantwortlich für die Mitteilungen des MSVÖ: Motor bootsport und Seefahrts Verband Österreich,

Forchheimergasse 34/118, 1230 Wien, www.msvoe.at

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YACHT CLUB AUSTRIA

News März/April 2020

YCA-SEGELN SPEZIAL

Hanse Sail in Rostock

Zwei Tiroler Gebirgspiraten vom YCA machten sich auf, um die Küsten der Ostsee zu erkunden. Eines

der gesteckten Ziele: die jährlich Anfang August stattfindende Hanse Sail in der Hansestadt Rostock.

Text und Fotos INGRID KRISMER UND FRANZ VOGLER, CREW TIROL UND VORARLBERG

Wie es sich für Piraten gehört,

heuerten wir auf einer

Brigg, der Eye of the

Wind, an, um das Spektakel rund

um die Hanse Sail hautnah vom

Wasser aus mitzuerleben.

Frühmorgens im Hafen von Rostock

angekommen, machten wir uns

auf die Suche nach unserem Schiff.

Keine Kleinigkeit, unter rund 150

Schiffen das richtige zu finden, doch

die rotbraunen Segel verrieten uns

den Liegeplatz. Um 9 Uhr enterten

wir eine der sechs Kajüten auf der

über 100 Jahre alten Brigg. Beim

Anblick der zwei 27 Meter hohen

Masten wurde uns leicht mulmig.

Nach der Begrüßung durch den

Captain und einer kurzen Einweisung

durch die neunköpfige Crew

gab es Matjesbrötchen und Sekt,

bevor wir pünktlich um 10 Uhr

im Pulk dutzender Windjammer,

Koggen, alter Dampfschiffe und

„kleinerer“ Segler ablegten.

Auf Kurs Richtung Warnemünde

wurden die ersten der insgesamt 13

Segel gesetzt. Zu unserer Erleichterung

konnten diese von Deck aus

bedient werden, nur zum Klarieren

und zum Packen des Tuchs musste

die Crew in die Rahen „aufentern“.

Bei ruhiger See und Sonnenschein

genossen wir den Blick auf die

Links die Brigg Eye of

the Wind, rechts

oben der Hafen von

Rostock. Mitte: Segel

klarieren – und ab auf

einen Rum in die Kneipe

Pirat (unten).

Hafenmolen und die dort liegenden

Schiffe. Nach ca. einer Stunde Fahrt

erreichten wir die Hafeneinfahrt

von Travemünde. Das Kreuzen auf

dem Meer stellte sich als Schwer ­

arbeit heraus, denn das Ruderlegen

erforderte viel Kraft und nicht jede

Wende gelang auf Anhieb.

Beim Brassen durfte jeder mitmachen,

wir lernten dabei das korrekte

Aufschießen der langen Leinen.

Inzwischen hatte der Wind

zugelegt, es gab die ersten Brecher

am Bug. Wir freuten uns – und mit

uns auch einige Kinder, während

ein Teil der Tagesgäste auf das inzwischen

vom Smutje zubereitete

Mittagessen verzichtete.

Nach gut drei Stunden Fahrt legten

wir wieder im Hafen von Rostock

an. In der Zwischenzeit war

der Rummel am Kai in vollem Gang

und wir beschlossen, einen Landgang

zu machen, um uns mit anderen

Piraten zu treffen und das

schöne Flair des Jahrmarktes zu

genießen. Pünktlich für die abendliche

Ausfahrt waren wir dann

wieder an Bord.

Der Wind hatte weiter zugelegt

und so beschloss unser Captain, bei

neun Windstärken umzukehren.

Zurück im Hafen gab es dann das

obligatorische Feuerwerk und im

Anschluss daran noch so manches

Glas Aquavit oder Rum. Weil wir

immer noch nicht genug hatten, enterten

wir die berühmt-berüchtigte

Kneipe „Pirat“ in der 800 Jahre alten

Stadt Rostock.

Dort fassten wir schließlich den

Entschluss, nächsten März mit der

Eye of the Wind den Atlantik zu

überqueren. Aber das ist eine andere

Geschichte …

82 2/2020


FOTO: SHUTTERSTOCK

YACHT CLUB AUSTRIA

GENERALSEKRETARIAT

Estermannstraße 6, 4020 Linz

+43(0)732 781086, office@yca.at

www.yca.at

COMMODORE

Christian Schifter

+43(0)664 5315353

cschifter@yca.at

YCA-AUSBILDUNG

Family Crew Challenge

Die YCA-Crew Steiermark veranstaltet vom 5. bis 7. Juni 2020 ihre erste Family

Crew Challenge im Vital- und Spahotel Strobl in Ollersdorf/Südburgenland.

Text MIKE HECKER

Angehende Skipper fiebern schon

der nächsten Saison entgegen,

um das hart erworbene Wissen endlich

in einen Traumurlaub umzusetzen.

Erfahrene Skipper wissen, dass

es entspannter ist, wenn die Crew

die wichtigsten Knoten beherrscht,

das Anlegemanöver so klappt wie

der Sundowner danach.

Wieso also das Wissen nicht in

einem genussreichen, gemütlichen

Weekend mit Urlaubsflair vermitteln?

Die YCA-Crew Steiermark veranstaltet

deshalb seine erste Family

Crew Challenge – in zahlreichen

Workshops kann sich die Crew

jenes Wissen abholen, welches

sie benötigt. So werden spielerisch

Tipps und Tricks gezeigt, von der

Übernahme der Charteryacht über

Hafenmanöver mit dem Simulator

von Michael Menard è www.blue-2.at

bis zur Knotenkunde. Ein Weekend

für die ganze Familie und besten

Freunden!

YCA-Sonderpreis mit Early-Bird-

Bonus: nur € 130,– Euro p. P. für

drei Tage Verpflegung inkl. Wellnesshotel

und Workshops, weitere

Infos: è www.yca.at

Anmeldungen bis 31. März 2020 bei

Mike Hecker: è mike.hecker@yca.at

Ein Weekend für

die ganze Familie mit

besten Freunden!

CREW WIEN, NÖ, BURGENLAND

Crew-Commander

Günther Holzinger

+43(0)664 2108020

guenther.holzinger@yca.at

CREW SALZBURG

Crew-Commander

Hubert Kraft

+43(0)664 9645011

hubert.kraft@yca.at

CREW OBERÖSTERREICH

Crew-Commander,

Generalsekretär

Thomas Hickersberger

+43(0)676 3067224

thomas.hickersberger@yca.at

CREW TIROL UND VORARLBERG

Crew-Commander

Johannes Lindig

+43(0)660 5208136

j.lindig@tsn.at

CREW KÄRNTEN

Crew-Commander

Fritz Abl

+43(0)664 2436871

office@yca-crew-ktn.at

www.yca-crew-ktn.at

CREW STEIERMARK

Crew-Commander

Mike Hecker

+43/(0)676 86643046

mike.hecker@yca.at

Ausbildung und Clubabende März/April 2020

Aus- und Weiterbildung

13. März Graz 8041 (2 Tage) SRC-Funk-Kurs

13. März Klagenfurt FB3-Weekendkurs

13. März Kronstorf-Thaling, OÖ Bfa Binnen in

Theorie und Praxis

13. März Linz, Hotel Donauwelle (2 Tage) SRC-Funk-Kurs

14. März Graz 8010 (1 Tag) SRC-Funk

28. März Primošten (5 Tage) Perfektion Ankern

und Hafenmanöver

4. April Raum Trogir (8 Tage) GSC 2020 Regatta-Projekt

Crew OÖ

5. April Raum Split (5 Tage) GSC Gebirgssegler Cup 2020

18. April Izola (8 Tage) FB2-Trainingstörn

19. April Portsmouth (8 Tage) Channel Crossing –

Tidal Practise

26. April Portsmouth (6 Tage) Gezeiten-Training Solent

Siehe auch è www.yca.at/aktivitaeten

Clubabende

Gäste und Freunde sind immer herzlichst willkommen!

10. März Wien 11. Pistauer Premiere „Rund Amerika“

11. März Innsbruck Astronavigation und Sternkunde

12. März Salzburg-Wals Mobilität der Zukunft

12. März Graz, Lucky`s Heuriger „Idemo go west“ –

eine Weltumsegelung

31. März Linz-Dornach Volkshaus Kulturwandern als Fahrtensegler

2. April Salzburg-Wals „Kauf-Charter“ –

der Weg zur eigenen Yacht

14. April Wien 11. Pistauer Die Geschichte der Seekarte

15. April Innsbruck Radarhandling für Fahrtensegler

28. April Linz-Dornach „Das unterschätzte

Griechenland“

è www.yca.at/vereinonline

Crew Kärnten: Clubabende 14-tägig,

Ort und Datum siehe è www.yca-crew-ktn.at

CREW JUGEND

Jugendbeauftragter

Matthias Eckerstorfer

+43(0)650 5583470

matthias.eckerstorfer@gmail.com

AUSBILDUNG

YCA-Ausbildungsleiter

Gottfried „Titzl“ Rieser

+43(0)664 3706027

gottfried.rieser@yca.at

NAUTISCHES

KOMPETENZ-ZENTRUM

Wolfgang Hurch

+43 (0)732 781086

wolfgang.hurch@yca.at

2/2020 83


YACHT CLUB AUSTRIA

News März/April 2020

FOTO: SHUTTERSTOCK

YCA-AUSBILDUNG

Aqua alta

in Venedig

Text und Fotos

ANTON J. KNIERZINGER

Ich werde immer wieder gefragt,

warum ich mir die FB4-Prüfung

antue. Astronavigation und Gezeitenberechnungen

gehen ja den

meisten kaum ab. Ja, es stimmt, der

gleichzeitige Ausfall aller GPS-Geräte

an Bord ist sehr unwahrscheinlich

und es stimmt auch, außer halb von

200 Seemeilen vor der Küste gibt es

keine Polizei, die meinen neuen

Schein sehen möchte.

Zwei Jahre lang besuchten wir

drei – Heidi, Günter und ich – den

FB4-Kurs des YCA in Linz. Krönender

Abschluss war dann der

Prüfungstörn Anfang November,

nicht nur, weil wir alle vier, ein

Kärntner war schlussendlich auch

dabei, ein goldenes FB4-Abzeichen

bekommen haben, sondern weil

wir sahen, dass es auch nach so

vielen Jahren auf dem Meer erstaunlich

oft Neues zu erleben

und zu erlernen gibt.

Aber Lernen ist mehr als der Erwerb

praktischer Kenntnisse. Lernen

erweitert nicht nur das Wissen,

sondern festigt auch dessen

Grundlagen und verändert die

Einstellung zu einer Sache. Beispielhaft

kann ich unsere Exkursion

ins Royal Observatory in

Greenwich, London, anführen.

Heute ist es ein Museum und keines

der dort ausgestellten Objekte

hat noch praktische Auswirkung

auf die Seefahrt. Aber zu sehen,

wieviel wissenschaftliches Bemühen

notwendig war, damit wir es

heute beim Segeln so bequem haben,

war schon beeindruckend

und veränderte unsere Sicht auf

die Navigation.

Im Kurs haben wir einiges Neues

gelernt, manches wiederaufgefrischt

und nicht wenige Details

konnte man sich in Theorie und

Praxis von den anderen abschauen.

Gelernt haben wir beim FB4-Kurs

nicht nur aus Büchern, Skripten

und Vorträgen, sondern vor allem

von unseren Trainern, allen voran

Chief Instructor FB4 Erich Kruiss,

der sich vorbildlich um uns gekümmert

hat. Die Abschlussprüfung

Praxis war dann ein Ritual,

aber das sollte es ja auch sein. Prüfer

Mike gelang die Symbiose von

freundlicher Atmosphäre und korrekter

Abwicklung, ohne die man

ja letztendlich nicht stolz auf das

Erreichte sein kann.

Ja, und gelernt haben wir nicht

nur Segeln. Wir haben uns gegenseitig

kennen und schätzen gelernt

und Spaß hatten wir auch auf unseren

Törns, zumindest, wenn der

Regen nachgelassen hat. Regen

und Bora waren wir schon gewohnt,

als das Hochwasser losging.

Eine Nachtansteuerung bei Regen

ins überschwemmte Venedig zu

organisieren macht nicht jedes Reisebüro.

Das Abendessen am letzten

Abend mussten wir dann schleunigst

verlassen, als binnen zehn

Minuten das Wasser 20 Zentimeter

unter unserem Tisch stand.

Für uns hat es sich jedenfalls

ausgezahlt, den FB4-Kurs beim

YCA zu absolvieren. Wer über

praktische Kenntnisse verfügt und

denen ein ordentliches Fundament

geben will, wird auch in Zukunft

bestimmt Freude an dieser Aus ­

bildung haben.

Chief Instructor Erich

Kruiss im Jahrhundert-

Hochwasser von

Venedig.

84 2/2020


YCA-VORSCHAU

YCA goes Boot Tulln 2020

Auch 2020 freuen wir uns, unsere Freunde und Mitglieder während der wichtigsten nautischen

Fachmesse Österreichs auf unserem Stand 531 in Halle 5 begrüßen zu dürfen!

Text und Fotos KATHARINA HAASE, JOSEF WAGNER, YCA MARKETING

Als Österreichs größter Yacht

Club mit über 2.300 Mitgliedern

haben wir ein spannendes

Messeprogramm zusammengestellt.

Täglich erwarten die Besucher

Expertenrunden von und mit YCA-

Mitgliedern, Präsentationen unserer

Partner oder einfach nette Gespräche

unter Seglern oder Motorbootsportbegeisterten.

Zum Beispiel

über die Aus- und Weiter ­

bildungsmöglichkeiten beim YCA,

Service und Vorteile für unsere

Mitglieder, Clubaktivitäten in ganz

Österreich, wie laufende regionale

Crew abende zu interessanten

Themen-Schwerpunkten oder gemeinsame

Clubtörns u. v. m.!

Einige Highlights: Thema „Langfahrt“

mit den Seenomaden Claudia

und Jürgen Kirchberger (Do, Fr und

So, 11 Uhr), Segler-Satire mit Jürgen

Preusser und Reini Buchacher (Do,

Fr und Sa, 12 Uhr), „Recht auf hoher

See“ mit Dr. Erich Bernögger

(Sa, 11 Uhr), „Technik an Bord“ mit

DI Oliver Hrazdera (Do, Fr und So,

13 Uhr), „Yachteigner“ mit Markus

Silbergasser und Klaus Czap (Do,

Fr und So, 15 Uhr), YCA-Regatten

mit Fritz Abl (AASW Alpe Adria

Sailing Week) und Mike Hecker

Die ganze Welt des Yacht Club Austria hautnah erleben

auf der Austrian Boat Show – Boot Tulln.

(GSC Gebirgssegler Cup) am Samstag

ab 13 Uhr sowie Golden Globe

Race 2022 mit Michael Guggenberger

(Sa, 14 Uhr).

Partner ­Marinas inkl. kulinarischer

Köstlichkeiten gibt es am

Samstag um 15 Uhr und Sonntag um

12 Uhr. Das detaillierte Programm

findet sich auf è www.yca.at

YCA-MESSE-HIT

Wer am Messestand eine YCA-Mitgliedschaft

abschließt, bekommt

den Mitgliedsbeitrag für das ganze

Jahr 2020 geschenkt. Wir freuen

uns auf zahlreiche Besucher!

YCA-Services und -Leistungen

Wir bauen laufend unser Netzwerk zu

starken Partnern aus. Damit können

wir unseren YCA-Mitgliedern attraktivste

Konditionen in vielen Bereichen an -

bieten – wie auch auf unserer Homepage

è www.yca.at ersichtlich:

Partner-Marinas: Sondertarif für Tagesbzw.

Jahres-Liegeplätze.

Italien: Marina Certosa (Venedig), Agenzia

Adrianautica und Agenzia Immobiliare-

Nautica & Yachting San Marco in der Marina

Aprilia Marittima (Lignano). Kroa tien:

Marina Vrsar, Marina Funtana, Marina Punat,

Marina Frapa und Marina Rogoznica,

Dubrovnik.

Charter: Müller Yachtcharter, Phoenix

Yachting, Offshore Boote (Kroatien), Bav

Adria Charter (Kroatien), My SeaTime

Yachtcharter d.o.o. (Kroatien), Ionian Charter

(Griechenland).

Service: ocean7-Magazin, Seahelp GmbH,

Seemannsladen.at.

Versicherung: Pantaenius

YCA-Stützpunkte: Marina Vrsar, Marina

Funtana, Marina Punat, Marina Frapa,

Ionian Charter, Partner in Marina Aprilia

Marittima (Lignano).

Interessierten Sponsoren und Partnern

bieten wir gerne attraktive Kooperationsformen

und Möglichkeiten für eine

erfolgreiche Zusammenarbeit an! Auf

Ihre Anfragen und Vor schläge an unser

Marketing-Team freuen wir uns:

è marketing@yca.at

2/2020 85


M

V

S

Ö

MOTORBOOTSPORT UND SEEFAHRTS VERBAND ÖSTERREICH

News März/April 2020

Die Wasserrettung

erreicht man über den

Notruf 144 – in Kärnten,

in der Steiermark und

in Oberösterreich wähle

man 130.

Nautik in der Wasserrettung

Die Österreichische Wasserrettung (ÖWR) bemüht sich seit 1957 um sämtliche Agenden des

Wasserrettungswesens in Österreich. Sie ist eine gemeinnützige Organisation mit ehrenamtlich

tätigen Mitgliedern, die in den ÖWR-Landesverbänden in allen neun Bundesländern aktiv sind.

Text DANIEL FLEISCHHACKER | Fotos CHRISTIAN MOSER, MARTIN STOLL, WOLFGANG WAGENEDER

Neben der Prävention, also der

Vorbeugung von Ertrinkungsunfällen

durch Ausbildungen

im Schwimmbereich sowie durch

diverse Schulungsmaßnahmen,

ist der Einsatzdienst ein weiterer

Schwerpunkt. Dabei spielen die

Fachbereiche Rettungsschwimmen,

Tauchen, Wildwasser und Nautik

eine wichtige Rolle.

An den zahlreichen österreichischen

Gewässern vom Bodensee bis

zum Neusiedler See sind an den einzelnen

ÖWR-Stützpunkten die verschiedensten

Bootstypen stationiert.

Die Bandbreite reicht dabei vom Eisrettungs-

bzw. Hochwasserboot mit

Rollen im Rumpf über Arbeitsboote

in verschiedenen Größen bis zu großen

Einsatzbooten in Schiffsgröße. Je

nach Einsatzgebiet verfügen die Wasserretter

auch über mobile Einsatzboote,

die stets für die Rettung von

Personen auf fließenden Gewässern

auf Anhängern bereitstehen. Bei der

Beschaffung der Boote wird größter

Wert auf die effiziente Verwendung

im Einsatzdienst gelegt. Neben den

üblichen nautischen Ausstattungsmerkmalen

sind die Boote der Wasserrettung

auch mit Spezialequipment

ausgestattet, die für die Rettung

von Personen nötig ist. Technische

Hilfsmittel wie Sonar, Radar und

Nachtsichtgeräte erleichtern Sucheinsätze

und ähnliche Missionen.

Um eine schonende Bergung zu ermöglichen,

verfügen einige Einsatzboote

bereits über eine Bugklappe,

die im Bedarfsfall geöffnet werden

kann. Um im Einsatzfall rasch und

ungehindert von A nach B zu kom­

Die ÖWR freut sich auf

Interessierte, die ihren

Beitrag als aktives Mitglied

oder als Förderer

leisten möchten.

men, führen die Einsatzboote auch

ein Blaulicht – in der Nautik als

„blaues Funkellicht“ bekannt – am

Topp des Schiffes. Wie im Straßenverkehr

ist diesen Fahrzeugen dann

die Vorfahrt bzw. ungehindertes

Passieren zu ermöglichen. Im Notfall

erreichen Sie die Wasserrettung

in den Bundesländern Wien, Niederösterreich,

Burgenland, Tirol,

Salzburg und Vorarlberg über Notruf

144 und in Kärnten, Steiermark

und Oberösterreich über 130.

Die Ausbildung der Schiffsführer

verläuft über sogenannte Nautik-Instruktoren,

also speziell ausgebildete

Schiffsführer, überwiegend intern

und endet mit einer Prüfung bei der

Schifffahrtbehörde. Nach einer Probezeit

unter der Aufsicht eines erfahrenen

Schiffsführers und diversen

weiteren Ausbildungsmodulen

erfolgt dann die Übernahme in den

Einsatzdienst als Schiffsführer.

Die ÖWR freut sich auf Interessierte,

die ihren Beitrag als aktives

Mitglied oder als Förderer leisten

möchten. Weitere Informationen

dazu finden Sie auf der Homepage

bzw. auf den Seiten der einzelnen

Landesverbände.

è www.owr.at

86 2/2020


Abstimmungsgespräche

Text CHRISTIAN MARKUS VOGT, MSVÖ-REFERAT BINNENGEWÄSSER

Ende November 2019 fanden

Gespräche zwischen der

obersten Schifffahrtsbehörde

(OSB) sowie Verbandsvertretern

von MSVÖ, MLVW und MLVNÖ

statt. Die folgenden Punkte kurz

zusammengefasst:

LOBENSWERT IM NAMEN DER

GESAMTEN PRIVATSCHIFFFAHRT

FÜR DEN ANKERPLATZ LOBAU

Nicht nur für den Bootstourismus

eine ideale Verweil- und Bademöglichkeit,

die aufgrund der letzten

Sitzung von der OSB eingerichtet

wurde. Mittlererweile haben sich

auch die Fischer nach anfänglicher

Aufregung an die vor Anker

liegenden Boote gewöhnt. Die

Motorbootclubs, Vereine, Marinas

sowie nautische Printmedien wurden

von den Motorbootlandesverbänden

u. a. mittels bebilderten

Folders über die neue Ankermöglichkeit

informiert. Die OSB bestätigte,

dass der Ankerplatz aus Sicht

der Schifffahrtsaufsicht keine Probleme

verursacht hat und weiter

erhalten bleibt.

NEUER FOLDER VON VIA DONAU

Schleusungen von Sportbooten

und die verbindliche Möglichkeit

zur Anmeldung für Schleusung via

Mobiltelefon im Sichtbereich der

Schleuse betreffend.

è www.viadonau.org/fileadmin/user_upload/

Sportboot_Folder.pdf

SOMMERSONNENWENDE

Die Sommersonnenwende im Juni

in der Wachau hat aus Sicht der

Schifffahrtsaufsicht gut funktioniert,

aus Sicht der Privatschifffahrt

sind keine Beanstandungen

bekannt.

SCHWERPUNKTKONTROLLEN

Die OSB informiert über einen

runden Tisch im BMVIT über

Schwerpunktkontrollen der Schifffahrtsaufsicht

betreffend Abwässer,

Klärschlamm und anfallenden

Müll der Personenschifffahrt.

Grundsätzlich halten sich etwa

90 % der Personenschifffahrt an die

gesetzlichen Vorgaben. Bei Wahrnehmung

von Verstößen unter

möglichst präzisen Angaben und

Dokumentation sind diese bei der

lokalen Schifffahrtsaufsicht zu

melden. Fäkalien- und Abwässer

aus der Privatschifffahrt können

derzeit nicht mittels Absauganlagen

gelöst werden, weil in Marinas,

gewerblichen Häfen und Vereinen

keine Absauganlagen bestehen. Die

Mengen sind als verschwindend

gering einzustufen.

MIT ERLEICHTERUNG

Die Verbandsvertreter danken für

die angedachten Erleichterungen

Anton

Rosenleitner

Plötzlich und unerwartet ist unser Rennfahrer

Anton Rosenleitner im 57. Lebens -

jahr am 26. Jänner 2020 verstorben.

In der Speedboot-Rennszene war

Anton Rosenleitner seit 2006

aktiv. Bei der EM 2019 im polnischen

Znin fuhr Anton Rosenleitner

in der Klasse F700 zum Vize-

Europameistertitel.

Seine größten Erfolge:

2. Platz (Gesamtwertung)/Znin

2019 – O700 (Europameisterschaft)

3. Platz (Einzelrennen)/Boretto,

2019 (Weltmeisterschaft)

für Patente > 10 m als ersten Schritt

und verweisen auf Stellungnahme

im Begutachtungsverfahren.

Eine Anregung bezüglich modularer

Gestaltung der Patente C und

D wird aufgenommen.

Es wurden Vereinfachungen für

Ausrüstungsvorschriften bezüglich

moderner Radargeräte (optionale

Ausübung) für die Privatschifffahrt

besprochen.

BAGGERUNGEN

Über diverse Baggerungen, vor allem

im Altarm Greifenstein und

Pionierarm werden Gespräche mit

Verbund und via donau angeregt.

Die OSB teilt mit, diesbezüglich

entsprechende Gespräche zu führen.

Ein Gesamtkonzept bezüglich

Baggerungen in NÖ wird regel ­

mäßig zusammen mit via donau

aktualisiert.

3. Platz (Einzelrennen)/Roudnice

2013 – F500 (Weltmeisterschaft)

3. Platz (Gesamtwertung)/2011 –

O700 (Europameisterschaft)

Anton war auf dem Rennplatz

immer „hart, aber fair“ und bei

seinen Rennen ging er immer bis

zum Limit und darüber hinaus.

Der Vorstand des MSVÖ

wünscht seiner Frau Carina und

der Familie viel Kraft in dieser

schweren Zeit.

ANTON ROSENLEITNER,

österreichische

Speedboot-Legende.

FOTO: WWW.ROSENLEITNER.AT

2/2020 87


Sailing Poetry

Minimalismus am Traunsee II

Wir segeln mit meinem alten Schärenkreuzer auf dem Lacus Felix, wie die

Römer den Traunsee nannten; mit uns der Erfinder der Minimal Music,

Michael Nyman. Und wir begegnen der Schönberg-Clique.

Vor seinem Konzert in der

Villa Toscana wird mir Michael

Nyman, vorgestellt,

den man den „Erfinder der Minimal

Music“ nennt. Jutta Skokan,

damals Intendantin, hatte ihn für

die Festwochen nach Gmunden

geholt, sie kommt mit Nyman und

seinen Musikerinnen in den Union

Yachtclub, wir gehen an Bord meines

alten, minimalistischen Schärenkreuzers

(konstruiert 1908, gebaut

1970), die Musiker gedrängt

im Cockpit, Tochter Isabella und

Eugen K. im Trapez. Es weht auffrischender

West, bei Böen hält

Nyman sich vorsichtig an der

Winsch fest, sonst meditiert er,

lauscht auf Wind und Wellen,

beobachtet Wolken und Berge.

Kompliment Mister Nyman, sage

ich, wir sind etwa gleich alt, aber

als Sie bereits die Minimal Music

erfanden, spielte ich noch den Sänger

und Gitarristen einer banalen

Studentenband.

Ach, meint Nyman, gegen Coverbands

ist nichts einzuwenden;

gut, wenn Musik auch einen profanen

Nutzen hat, habe selbst Filmmusik

geschrieben, für Greenaway

und andere Regisseure, auch wenn

ich wusste, dass meine Musik dabei

fucked around wird.

Ihre Technik, sage ich, Zitate der

Klassik minimalistisch zu repetieren,

ist ähnlich der in meinen Büchern:

Zitate, montiert, collagiert,

konzentriert, verdichtet; Sprache

der Zeit, wirklicher als Wirklichkeit.

Und was mein Schreiben mit

eurem Komponieren verbindet ist

diese Haltung: „Das geht doch

auch einfacher!“ Auch in der

Literatur muss kommen, was wir

in der Musik begonnen haben,

sagt Nyman.

ALFRED ZELLINGER

ist Schriftsteller und

erlernte das Segeln in

der O-Jolle des Vaters

auf dem Traunsee. Dort

segelt er heute einen

30er-Schärenkreuzer,

auf dem Meer eine 46er

Grand Soleil.

kolumne@ocean7.at

Michael Nyman an

Bord der Isabella, sich

angesichts einer Böe

an den Kopf greifend.

Abends nach dem Konzert ist

unser Segeln Gesprächsstoff geworden,

immer dramatischer werden

die Ereignisse: Starkwind, schlimme

Böen, Nyman über Bord gefallen,

das Konzert beinahe abgesagt

usf.; minimalistisch eben.

Später im Café Brandl, das sich

an Samstagabenden mit hochgefahrener

Tonanlage vom stillen

Kaffeehaus zur Diskothek wandelt:

Richard Gerstl trifft ein, der junge

Maler vom Café Museum in Wien,

wo er an der benachbarten Akademie

studiert; der Türsteher kennt

ihn nicht, will den nachlässig gekleideten

jungen Mann abweisen,

weshalb ich ihm entgegengehe.

Ach, Künstler ist er, sagt der Doorman,

hätt ich mir denken können ...

Komme gerade vom Hoisn, erzählt

Gerstl, Mathilde versteckt sich drüben

im Schwan; ihr Mann hat uns

im Bett erwischt ... Miteinander?

frage ich unnötig; jeder aus der

Clique weiß, dass die beiden ein

Verhältnis haben, nur Schönberg

wusste es nicht. Gerstl will mit

Mathilde im nächsten Zug nach

Wien fliehen; gut dass in Gmunden

jetzt Züge mitten durch die Altstadt

geführt werden, sage ich.

Schönberg ist misstrauisch geworden,

erzählt Gerstl, als er im Atelier

Mathildes Aktbild entdeckt hat,

auch wenn ihr Gesicht unkenntlich

war und obwohl er den Körper seiner

Frau nicht allzu gut kennen

dürfte, weil er im Schlafzimmer

immer das Licht zu löschen pflegt,

wie Mathilde sagt. Jetzt kommt

auch Schönberg ins Brandl, in seinem

Gefolge Anton Webern, Alban

Berg und Alexander Zemlinsky, die

ganze atonal-moderne Komponistenbande

auf der Suche nach Mathilde.

Die Salzkammergutromanze

wird zum Tribunal, der Doorman

schreitet ein, die Gmundner haben

wieder wen auszurichten und ich

lade Richard und Mathilde ein, die

Stunden bis zur Abfahrt ihre Zugs

in meinem Haus zu verbringen.

Im nächsten Sailing Poetry, meine

Damen und Herren, kehren wir zurück

an die Dalmatinische Küste,

laufen Brioni an, die exklusive

k. u. k. Sommerresidenz, treffen

dort Katja und Thomas Mann

und werden genervt von einer

altösterreichischen Erzherzogin.

88 2/2020


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