elektro AUTOMATION 01-02.2020

KonradinMediengruppe

Trendthemen: Data & Communication - 5G auf dem Weg in industrielle Anwendungen; Verleihung des Automation Award 2019; Embedded World 2020

01-02 2020

wirautomatisierer.de

Hannes Niederhauser,

CEO bei Kontron und

Vorstandsvorsitzender

der S&T-Gruppe

„Edge Computing bleibt

unumgänglich für die

Umsetzung der Digitalen

Transformation.“

Trends für 2020 – Seite 9

elektro

AUTOMATION

Konzepte • Systemlösungen • Komponenten

Container und Lizenzen

sicher im Griff

Datenkommunikation – Seite 30

Mehr Power für

den Schaltschrank

Stromversorgung 4.0 – Seite 48

Titelstory– Seite 26

PHYs für die zeitkritische

Ethernet-

Kommunikation


2 elektro AUTOMATION 01-02 2020


EDITORIAL

Was bringt das Jahr 2020?

Das neue Jahr ist zwar schon ein paar Tage alt, trotzdem lohnt es sich, einen Blick

auf die aktuellen Entwicklungen zu werfen. Wie Hannes Niederhauser, CEO der

Kontron AG, vor kurzem erläuterte, werden fünf Technologie-Trends die Industrie

prägen. Er nennt das Edge Computing auf Embedded Plattformen, den Einsatz

echtzeitfähiger Netzwerke einschließlich 5G, die Einführung neuer Standards für

Cyber Security sowie die Nutzung künstlicher Intelligenz (S. 8).

Big Data und die Idee, alle Daten in die Cloud zu senden, galten bis vor Kurzem

auch in der Automatisierung als Basis für die Geschäftsmodelle der Zukunft.

Längst hat sich aber die Erkenntnis durchgesetzt, dass nur selektive Informationen

in der Cloud von Nutzen sind. Das Edge Computing gilt deshalb heute als unerlässliche

Technologie für die digitale Transformation. Konzepte aus dem Cloudund

Data-Center-Bereich, etwa Virtualisierung oder Container-Technik aber auch

KI wandern damit in den Bereich der Embedded Systeme in der Feldebene (S. 16).

Eckard Eberle, CEO der Siemens-BU Process Automation, erläuert die Bedeutung

von 5G. Der echtzeitfähigen Netzwerktechnik prognostiziert auch er: „Industrial

5G öffnet die Tür zur umfassenden drahtlosen Vernetzung der Produktion“. Das industrielle

Potential sei enorm, die Einführung stelle jedoch eine nicht zu unterschätzende

Herausforderung dar (S. 23). Bei der drahtgebundenen Kommunikation entwickele

sich die standardbasierte Echtzeitkommunikation via TSN und OPC UA

weiter, erwartet hier Hannes Niederhauser: „2020 wird das Jahr der TSN-Anwendungsstandards.“

Er geht davon aus, dass die in Arbeit befindlichen Anwendungsprofile,

allen voran für die industrielle Automation (IEC/IEEE 60802 TSN

Profile for Industrial Automation), die Technologie voranbringen werden (S. 32).

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Dipl.-Ing. Andreas Gees

Stellvertretender Chefredakteur

elektro AUTOMATION

andreas.gees@konradin.de

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elektro AUTOMATION 01-02 2020 3


Inhalt 01- 02 2020

73. Jahrgang

TITELSTORY

Für zeitkritische

Ethernet-Kommunikation

Mit Ethernet vernetzte Fabriken ermöglichen

eine flexible und skalierbare Fertigung, da sie eine

Ver bindung zwischen IT und OT herstellen. Für die

nahtlose und sichere Kommunikation sorgen

sogenannte PHYs.

Bild: Beckhoff Automation

34

Für die Entwicklung des Großformatquerschneiders

eCon hat BW Papersystems auf

PC-based Control von Beckhoff gesetzt.

48

Markt

Branchennews

Phoenix Contact erweitert die Geschäftsführung ............................ 6

Fünf Trends werden die Industrie im Jahr 2020 prägen ................... 8

Mehrwert durch Programmschnittstellen ...................................... 10

Promoter Group veröffentlicht USB4-Spezifikation ........................ 12

Automation Award 2019

And the winners are – Verleihung der Pokale und Urkunden ......... 14

Service

Veranstaltungen/Publikationen

Untitled Exhibitions mit über 200 Ausstellern in Friedrichshafen ... 13

Machine Vision – dritter MVTec Innovation Day ............................. 13

Bild: Wago

Produktionsprozesse werden weiter digitalisiert und automatisiert,

um Kosten und Zeiten zu senken. Wago bietet mit der Stromversorgung

Pro 2 zukunftssichere Geräte.

Bild: Endress + Hauser

56

Endress + Hauser Conducta bietet nun einen kompakten

Messumformer an, der Prozesssicherheit gewährleistet und

sich einfach installieren sowie in Betrieb nehmen lässt.

Messe

Embedded World 2020

Künstliche Intelligenz das dominierende Thema ............................ 16

Aktuelle Produkte aus dem Embedded-Bereich ............................. 18

Trends

Data & Communication

5G auf dem Weg in industrielle Anwendungen .............................. 23

Software + Systeme

Neue Produkte – unter anderem aus den Bereichen

Antriebssysteme, Industrierechner und Steuerungen

sowie Datenkommunikation .......................................................... 38

Komponenten + Peripherie

Neue Produkte – unter anderem aus den Bereichen

Interfacetechnik, Stromversorgungen, Gehäuse, Schaltschränke,

Kabelsysteme sowie EMV-Maßnahmen ........................ 52

Messtechnik + Sensorik

Neue Produkte – unter anderem aus den Bereichen

Sensorik (auch mit Prozessor-Intelligenz und vernetzbar),

PC-Messtechnik, Bild- sowie Messdatenverarbeitung ................... 58

4 elektro AUTOMATION 01-02 2020


Bild: ADI

26

Praxis

Titelstory

Robuste PHYs –

Physical-Layer-Lösungen von Analog Devices ....................... 26

Datenkommunikation/Security

Sichere Docker-Container ...................................................... 30

Interoperabilität von Netzwerken .......................................... 32

Steuerungstechnik/IPC/SPS

Maschinenkosten und Systemkomplexität besser im Griff .. 34

M2M-Kommunikation/HMI

Retrofit von Papierschneidemaschinen ................................. 36

Interfacetechnik

Der Boden für die Fabrik der Zukunft .................................... 42

Maschinenfehler im Vorfeld erkennen ................................... 44

Gehäuse/Komponenten

Das Kabel weiß, wann es bricht ............................................ 46

Modulare Stromlaufpläne sparen Zeit ................................... 48

Energiesparende Beleuchtung im Schaltschrank .................. 50

Mess- & Prüftechnik

Flüssigkeitsanalyse mit Memosens-Sensoren ...................... 56

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Prüfstände durch permanentes Monitoring

• Flexibel für alle Schwingungssensoren geeignet

• Schwingungen und korrelierende Prozessdaten

mit einer Hardware erfassen

• Vielseitige Feldbusanbindungen auch über OPC UA

4, 8, 12, 16 Kanäle

Rubriken

Editorial ................................................................................... 3

Wir berichten über ................................................................ 12

Pictorial ................................................................................. 62

Vorschau ............................................................................... 62

Impressum ............................................................................ 62

Inserentenverzeichnis ........................................................... 62

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elektro AUTOMATION 01-02 2020 5


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BRANCHENNEWS

Phoenix Contact erweitert die Geschäftsführung

Für die Anforderungen

der Zukunft aufgestellt

Im Rahmen der Nachfolgeregelung für die Geschäftsführer Prof. Dr. Gunther

Olesch (CHRO/ Personal) und Roland Bent (CTO/Technik), die im Laufe der

nächsten zwölf Monate altersbedingt ausscheiden, wurde jetzt eine Neustrukturierung

der Geschäftsführung sowie der zugeordneten Ressorts angekündigt.

Dr. Frank Possel-Dölken, Dirk Görlitzer, Ulrich Leidecker und Torsten Janwlecke (von links)

Bild: Phoenix Contact

Mit Wirkung zum 1. August wird die Geschäftsführung

der Blomberger Phoenix

Contact GmbH & Co. KG um vier Mitglieder

erweitert: Drei von ihnen sind die Präsidenten

der drei Geschäftsbereiche (Business

Areas): Dirk Görlitzer, Torsten Janwlecke und

Ulrich Leidecker. Als COO (Chief Operating

Officer) tragen sie Verantwortung für zentrale

Unternehmensbereiche sowie weiterhin

für ihre jeweiligen Geschäftsbereiche. Als

viertes neues Mitglied wird Dr. Frank Possel-

Dölken als Chief Digital Officer (CDO) in die

Geschäftsführung berufen. Er ist derzeit Leiter

des Unternehmensbereichs Corporate

Technology & Value Chain. Seine zukünftige

Verantwortung wird auch den Unternehmensbereich

IT umfassen sowie alle Themen

der digitalen Transformation. Damit rückt die

Digitalisierung in den zentralen Fokus der

Technologie- und Prozessentwicklung im Unternehmen.

Alle neuberufenen Mitglieder

der Geschäftsführung sind bereits langjährig

im Management von Phoenix Contact tätig.

Frank Stührenberg als CEO (Vorsitzender)

sowie Axel Wachholz als CFO (Finanzen) bilden

mit den vier neuberufenen Mitgliedern

die Geschäftsführung ab Frühjahr 2021. ge

www.phoenixcontact.com

Harting und Expleo Group kooperieren

Gemeinsame Smart-Factory-Projekte

Hilscher unterstützt CC-Link IE TSN

Prototypen sind bereits verfügbar

Philip Harting, Vorstandsvorsitzender

der Harting-Technologiegruppe,

und Peter Seidenschwang,

Head of Industry bei Expleo Germany,

haben Ende 2019 eine Vereinbarung

unterzeichnet, mit der

beide Parteien die langfristige Zusammenarbeit

im Bereich daten-

Philip Harting, Vorstandsvorsitzender

von Harting, Peter Seidenschwang,

Head of Industry bei

Expleo in Deutschland (v. l.)

Bild: Harting

gesteuerter Dienste und IoT-

Lösungen für Industriekunden

bekräftigen. Die gemeinsame

Absichtserklärung durch die Geschäftsführung

beider Unter -

nehmen vertieft die langjährige

erfolgreiche Zusammenarbeit im

Rahmen des MICA.network, der

Nutzerorganisation rund um das

Edge-Computing-System MICA.

Expleo engagiert sich seit 2016 im

MICA-Netzwerk und entwickelte

in diesem Rahmen eine Lösung

für die Prozess- und Betriebsoptimierung

von Maschinen und Produktionsanlagen.

Die modulare

Smartanimo-Software von Expleo

ist in der Lage, das Normverhalten

angeschlossener Produktionslinien

und Einzelmaschinen selbstständig

zu erlernen und daraus

ohne manuelle Eingriffe Anomalien

im Prozess zu erkennen. ge

www.expleogroup.com

www.harting.com

Mit mehreren Millionen installierter Controller ist Hilschers

netX-Plattformtechnologie weltweit etabliert. Sie ermöglicht

es, alle bewährten Feldbus- und Real-Time-Ethernet-Systeme

auf engem Raum zu verwirklichen – demnächst auch für

Automatisierungsanbieter,

die ihre Produkte mit CC-

Link-IE-TSN-Konnektivität

ausstatten möchten. Hilscher

ist langjähriges Mitglied der

CC-Link Partner Association

(CLPA) und unterstützt mit

seinen Kommunikations-

Chips, Embedded-Modulen,

PC-Karten, Gateways und

den entsprechenden Protokoll-Stacks

sämtliche Technologien

der Netzwerkorganisation,

vom Feldbus CC-Link bis

Den NetX-Chip wird es in verschiedenen

Derivaten geben

hin zur industriellen Gigabit-Ethernet-Variante CC-Link IE, die

bereits auf PC-Karten als Slaves realisiert wurde. Als weiterer

Schritt wird nun auf die 100-Mbit-Chips von Hilscher die

CC-Link-IE-Basic-Variante portiert. Prototypen sind bereits

verfügbar und der Zertifizierungsprozess ist im Gange. ge

eu.cc-link.org/de

www.hilscher.com

Bild: Hilscher

6 elektro AUTOMATION 01-02 2020


Industrie

Das Kompetenznetzwerk der Industrie

FORUM 5G

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elektro AUTOMATION 01-02 2020 7


MARKT

BRANCHENNEWS

Hannes Niederhauser, CEO S&T AG, zur Digitalisierung

Fünf Trends werden die Industrie im Jahr 2020 prägen

Bild: Kontron

Hannes Niederhauser, CEO bei Kontron und

Vorstandsvorsitzender der S&T-Gruppe, erachtet

fünf Technologie-Trends als prägend

für die Industrie im Jahr 2020. Dazu gehören

Edge Computing, echtzeitfähige Netzwerke

einschließlich 5G und OPC UA TSN, neue

Standards für Embedded Plattformen, Cyber

Security sowie künstliche Intelligenz. Niederhauser

ist so auch überzeugt, dass der anhaltende

Trend zur Digitalisierung in Unternehmen

und die weiterhin rasanten Innovations-

„Edge Computing

bleibt unumgänglich

für die Umsetzung

der Digitalen Transformation.“

Hannes Niederhauser, CEO bei Kontron

zyklen in der IT Wachstumsgaranten sind,

auch wenn das wirtschaftliche Umfeld fordernder

werden sollte. „Edge Computing

bleibt unumgänglich für die Umsetzung der

Digitalen Transformation in der Industrie auf

Basis von Embedded- und IoT-Lösungen.

Mehr und mehr Konzepte aus dem Cloudund

Data-Center-Bereich, etwa Virtualisierung,

modulare Software in Containern und

Software Defined Networking, aber auch

künstliche Intelligenz wandern in den Bereich

der traditionellen Embedded Systeme hinein

und machen die Anwendungen flexibler, skalierbarer

und besser administrierbar. Dementsprechend

steigen die Anforderungen an

die Edge-Computing-Plattformen permanent,

und es werden neue Standards und Produkte

erforderlich, um diesen Ansprüchen zu genügen“;

erläutert der CEO. Und Niederhauser

sieht noch weitere Entwicklungen: „Der ungebrochene

Trend zur Vernetzung und Digitalisierung

führt dazu, dass weiterhin eine hohe

Nachfrage nach Modulen besteht, mit denen

sich Dinge, Maschinen, Sensoren und Aktoren

einfach einbinden lassen. Deshalb wurden

auch für gelötete System-on-Modules

(SOM), die in kostensensitiven Low-End/

High-Volume-Anwendungen zum Einsatz

kommen, Standardisierungsmaßnahmen eingeleitet.

Für Mitte 2020 wird eine erste Spezifikation

durch das SGET-Standardisierungsgremium

erwartet. Wir planen dann ebenfalls

erste Produkte basierend auf diesem neuen

Standard.“

ge

www.kontron.de

Rittal zu den Datacenter-Trends für 2020

Datensouveränität in einer sicheren europäischen Cloud

Wachsende Datenmengen, eine

sichere europäische Cloud (Datensouveränität),

eine schnelle

Modernisierung von Rechenzentren

sowie der steigende Energieverbrauch

sind aus Sicht von

Rittal die IT-/Datacenter-Trends

im Jahr 2020. Die Verwendung

von OCP-Technologie (Open

Compute Project) und Wärmerückgewinnung

bieten demnach

beispielsweise Lösungen für die

aktuellen Herausforderungen: Im

Jahr 2025 könnten Menschen

und Maschinen bereits 175 Zettabyte

an Daten erzeugen, prognostizieren

die Marktforscher

von IDC (International Data Corporation).

Das jährliche Datenwachstum

um durchschnittlich

27 % sorgt dementsprechend

auch für steigende Anforderungen

an die IT-Infrastruktur. Da es

sich kaum ein Unternehmen leisten

kann, die eigenen Datenspeicher

jährlich um knapp ein Drittel

zu erhöhen, setzen IT-Manager

immer häufiger auf IT-Services

aus der Cloud. Ob Storage oder

Computing, der Trend hin zur

Cloud ist längst in Deutschland

angekommen: Eine im Sommer

2019 veröffentlichte Umfrage des

ITK-Branchenverbands Bitkom

und der KPMG hat gezeigt, dass

bereits drei von vier Unternehmen

Cloud-Lösungen nutzen.

Wer diese jedoch von Drittanbietern

bezieht, gibt ein Stück weit

die Kontrolle über seine Unternehmensdaten

ab. So ermöglicht

beispielsweise der US-amerikanische

Cloud-Act (Clarifying Lawful

Overseas Use of Data) den Zugriff

von US-Behörden auf Daten,

die in der Cloud gespeichert sind

– sogar wenn lokale Gesetze am

Ort des Datenspeichers dies verbieten.

Der selbstbestimmte

Umgang mit Daten wird für Unternehmen

somit zu einem zentralen

Wettbewerbsfaktor. Das

europäische Digital-Großprojekt

Gaia-X, eine Initiative des Bundesministeriums

für Wirtschaft

und Energie (BMWi), soll im Jahr

2020 starten. Ziel ist der Aufbau

einer europäischen Cloud zur

sicheren Digitalisierung und Vernetzung

der Industrie sowie als

Basis für den Einsatz neuer KI-

Anwendungen (Künstliche Intelligenz).

Unternehmen benötigen

außerdem die Sicherheit, dass

sie ihre Cloud-Anwendungen auf

gängigen Plattformen und in beliebigen

Ländern betreiben können.

Dafür wird eine Multi-Cloud-

Strategie benötigt.

ik

www.rittal.de

Oncite ist eine All-in-one-

Edge-Lösung für echtzeit -

fähige industrielle Anwendungsfälle

Bild: Rittal

8 elektro AUTOMATION 01-02 2020


BRANCHENNEWS

MARKT

escha.net

Euchner Safety Services für mehr Maschinensicherheit

Dienstleistungen für

Maschinenhersteller und -betreiber

Bild: Euchner

Euchner Safety Services unterstützt Anwender in allen Lebensphasen

von Maschinen und Anlagen mit entsprechenden Dienstleistungen

Euchner baut seine Dienstleistungen

rund um die Maschinensicherheit

weiter aus. Damit trägt

das Unternehmen dem steigenden

Beratungsbedarf von Maschinenherstellern

und -betreibern

Rechnung. Euchner Safety

Services bietet in allen Lebensphasen

von Maschinen und Anlagen

entsprechende Dienstleistungen:

Mit dem Ausbau an Engineering-Services

kann das erfahrene

Team Anwender nun beispielsweise

auch als Komplettanbieter

unterstützen – dies umfasst

neben der Konzeption und

Planung auch die Umsetzung

oder die Integration von sicherheitstechnischen

Lösungen. Insbesondere

Maschinenbetreiber

können damit von einem Rundumservice

bei Umbauten, Integrationen

und dem Retrofitting

profitieren. Die Nachfrage nach

Unterstützung im Bereich der

Maschinensicherheit wächst, da

die Gesetzgebung in diesem Bereich

einem kontinuierlichen

Wandel unterliegt, während

gleichzeitig die Komplexität der

Konstruktionen steigt. Sichere

Maschinen und Anlagen schützen

aber nicht nur das Bedienpersonal

vor Gefährdungen, sondern

auch den Prozess vor Unter-

brechungen – damit steigert

die Maschinensicherheit letztlich

auch die Produktivität. Bei Maschinenherstellern

setzt Euchner

Safety Services mit seinen

Dienstleistungen am Anfang

an. „Passende Sicherheitskonzepte

und die Verwendung

geeigneter sicherheitstechnischer

Komponenten sind ausschlaggebend

für eine hohe

Verfügbarkeit von Anlagen. Dies

müssen Maschinenbauer bereits

in der Konstruktionsphase

berücksichtigen“, erklärt Detlef

Ullrich, Leiter Euchner Safety

Services. Die Experten unterstützen

daher Konstrukteure

schon in der Entwicklungsphase

bei der Umsetzung der gesetzlichen

Anforderungen gemäß

Maschinenrichtlinie 2006/42/EG

und begleiten bei allen erforderlichen

Prozessschritten bis zur CE-

Kennzeichnung – als Einzelleistung

oder als Gesamtpaket. „Sicherheitskonzepte

in die Realität

umzusetzen erfordert hohes

Fachwissen. Hier können wir

durch unsere Erfahrung in unterschiedlichen

Branchen und durch

die Mitgliedschaft in nationalen

wie internationalen Normengremien

punkten“, ergänzt Ullrich. ik

www.euchner.de

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Leistungs- und Signalübertragung

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elektro AUTOMATION 01-02 2020 9


MARKT

BRANCHENNEWS

Anwender-Workshop

Mit OPC UA over TSN

zur Losgröße 1

24.03.2020 10:00 - 16:00 Uhr

OPC UA über TSN stellt die nächste Generation

der industriellen Kommunikationstechnologie

dar, die von einer Vielzahl von Anbietern unterstützt

wird. Dieser Workshop führt Sie durch die

Einrichtung von OPC UA over TSN auf unseren

X20 SPSen und APCs mit der notwendigen

Hardwareunterstützung (für TSN). Sie lernen die

Grundlagen von OPC UA Publish/Subscribe und

die Einrichtung von Publishern und Subscribern

im Automation Studio.

Um SPSen mit PubSub in einer TSN-Infrastruktur

einsetzen zu können, lernen Sie die Grundlagen

von TSN-Streams und die Einstellung der Parameter

in Automation Studio.

Als Beispiel für die Konfiguration einer TSN-

Infrastruktur zur Übertragung der Streams und

zum Schutz vor anderem Traffic werden Sie

einen TSN-Switch eines namhaften Anbieters

mit dessen Tool konfigurieren.

TSN time synchronization (IEEE Std. 802.1AS)

OPC UA Publish/Subscribe

TSN scheduled traffic (IEEE Std. 802.1Qbv)

OPC UA Publish/Subscribe over TSN scheduled

traffic

TSN third party switch configuration for time

synchronization and scheduled traffic

Detaillierte Agenda unter:

br-automation.automatisierungstreff.com

Weitere Infos zu OPC UA TSN finden Sie unter:

www.br-automation.com/opc-ua-tsn

Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen begrenzt. Die Teilnahmegebühr

beträgt EUR 99,00 pro Teilnehmer zzgl. MwSt. Darin

enthalten sind: Teilnahme am Workshop, Teilnahmezertifikat,

Tagungsunterlagen, Mittagessen und Erfrischungen während

der Pause.

IODDfinder der IO-Link-Community

Mehrwert durch Programmschnittstellen

herbergt mittlerweile

mehr als 7500 Beschreibungsdateien

von rund

80 Herstellern und ist

damit die weltweit größte

Sammlung an IODDs.

Jedes Mitglied bekommt

bei Eintritt in die

Gemeinschaft die Möglichkeit,

ein Herstellerkonto

im IODDfinder

einzurichten, um die Beschreibungsdateien

zu

Funktionsweise der Internetdatenbank für IO-Device Descriptions seinen Geräten dort

hochzuladen. Die Plattform

Mit dem IODDfinder kommen Dateien ganz

automatisch aus dem Internet – so kann man

den Vorteil der herstellerübergreifenden, zentralen

Datenbank kurz zusammenfassen. Mit

mehr als 400.000 Downloads allein im November

2019 und über 12.000 Geräten hat

sich der IODDfinder als die Internetplattform

für IO-Link-Beschreibungsdateien in nur drei

Jahren zu einer festen Größe im Markt etabliert.

verfügt über ein Web-Frontend, über

das IODDs zu einzelnen Geräten gesucht

werden können. Der eigentliche Mehrwert

aber entsteht durch die Programmschnittstellen

(APIs), mit deren Hilfe die Gerätehersteller

auch eine Vielzahl an IODDs automatisiert

hochladen, updaten und verwalten können.

Diese Schnittstellen gewährleisten, dass die

zentrale Datenbank vollständig und ihr Inhalt

Betrieben wird die Datenbank von den

Mitgliedern der IO-Link Community. Sie bestets

aktuell ist.

www.io-link.com

ge

Sick verstärkt den Vorstand

Neu geschaffenes Ressort Operations

Die Sick AG hat zum Januar 2020 ihren Vorstand

erweitert. Der Aufsichtsrat stellt die

Weichen für Wachstum in dem sich schnell

entwickelnden Technologie- und Marktumfeld

und berief Dr. Tosja Zywietz für das Ressort

Operations in den Vorstand des Sensor -

herstellers. Im neu geschaffenen Ressort

werden die produktionsrelevanten Funktionen

einschließlich Einkauf und Qualität auf

Vorstandsebene zusammengefasst. Tosja

Zywietz war seit 2009 in verantwortlichen

Positionen beim bayerischen Technologieunternehmen

Rosenberger Hochfrequenztechnik

GmbH & Co. KG tätig, zuletzt in der Funktion

des Vorsitzenden der Geschäftsleitung.

Bei Sick wird er den bestehenden Vorstandskreis

unter dem Vorsitz von Dr. Robert Bauer

verstärken und für das operative Geschäft

des Unternehmens verantwortlich zeichnen.

Mit der Verzahnung von Einkauf, Produktion

und Qualität in einem Ressort soll künftig

eine noch direktere Kundenorientierung

erreicht und den Marktentwicklungen

schneller begegnet werden. „Der Sick-Kon-

Bild: PI/PNO

Dr. Tosja Zywietz wurde für das Ressort

Operations in den Sick-Vorstand berufen

Bild: Sick

zern hat seinen Umsatz seit 2011 verdoppelt

und sich global erweitert, die Komplexität

von Produktions- und Lieferprozessen ist

ebenfalls gestiegen. Der Bereich Operations

gewinnt weiter an Bedeutung, um mit effizienten

Abläufen die bereits sehr hohen

Qualitätsstandards zu optimieren und weltweit

nah am Kunden aktiv zu sein“, erläutert

Klaus M. Bukenberger, Aufsichtsratsvorsitzender

der Sick AG, die Bildung des neuen

Ressorts.

ge

www.sick.de

10 elektro AUTOMATION 01-02 2020

oder Anmeldung unter:

www.automatisierungstreff.com/workshops


BRANCHENNEWS

MARKT

Auer Signalgeräte hat seine neue Handelsmarke vorgestellt

Kleine bis mittelgroße Produzenten unter einem Dach

Die Auer Signalgeräte GmbH hat ihre neue

Handelsmarke Contor Automation vorgestellt.

Ihr Ziel ist es, am deutschen Industriemarkt

Industriekomponenten von hoher

europäischer Qualität zu guten Preisen anzubieten

und so eine Alternative zu bekannten

Lieferanten zu sein. Um den eigenen Ansprüchen

gerecht werden zu können, arbeitet

Contor Automation dafür mit kleinen bis mittelgroßen

europäischen Produktionsunternehmen

zusammen, die zwar in der Lage

sind, hohe Qualität zu produzieren, aber noch

nicht über genügend Marktpräsenz verfügen,

um große internationale Unternehmen in

wettbewerbsorientierten Märkten herauszufordern.

Die Auswahl der Produzenten erfolgt

durch einen mehrstufigen Prozess. Dieser

beinhaltet die Prüfung der Produktion, der

Produktqualität, der Lieferbedingungen, der

Bonität sowie der Innovationskraft. Zudem

schafft der Auswahlprozess auch die Grundlage

für das Produktportfolio, das kontinuierlich

an die Anforderungen und Bedürfnisse des

lokalen Marktes angepasst und weiterentwickelt

wird. Die Produzenten können ihrerseits

vom Zugang zu einem internationalen Vertrieb,

Marketingmaßnahmen sowie der umfangreichen

technischen Erfahrung des Vertriebsteams

profitieren. Als erster Produzent,

Bild: Auer Signalgeräte

Auer Signalgeräte

bietet nun unter der

Handelsmarke Contor

Automation Industriekomponenten

an

der das Auswahlverfahren erfolgreich durchlaufen

hat, konnte das norditalienische Unternehmen

Comepi gewonnen werden. Neben

dem Produktportfolio setzt Contor Automa -

tion zudem auf einen Customer Service

sowie Logistiklösungen.

ik

www.contorautomation.com

Besuchen Sie Mouser

auf der embedded world

25.-27. Februar 2020

Nürnberg

Halle 3A, Stand 111

elektro AUTOMATION 01-02 2020 11


MARKT

BRANCHENNEWS

Promoter Group veröffentlicht USB4-Spezifikation

Ergänzung der bestehenden USB-3.2- und USB-2.0-Architekturen

Auch wenn die USB4-Spezifikation ein neues

zugrundeliegendes Protokoll einführt, wird die

Kompatibilität mit bestehenden USB 3.2-, USB-2.0-

und Thunderbolt-3-Hosts und -Geräten unterstützt

Die USB Promoter Group hat die USB4-Spezifikation

veröffentlicht und stellt damit die

USB-Architektur der nächsten Generation

Bild: Redaktion

vor, die die bestehenden USB-3.2- und USB-

2.0-Architekturen ergänzt und auf ihnen aufbaut.

Die USB4-Architektur basiert auf der

Thunderbolt-Protokollspezifikation von Intel,

sie verdoppelt die Bandbreite von USB und

ermöglicht es so, mehrere Daten- und Displayprotokolle

gleichzeitig zu übertragen.

Für Gerätehersteller sind die Spezifikationen

bereits verfügbar, sodass im Laufe des

Jahres mit ersten Produkten zu rechnen ist.

Die USB4-Architektur definiert eine Methode,

um eine einzelne Hochgeschwindigkeitsverbindung

mit mehreren Endgerätetypen

dynamisch zu teilen, die der Übertragung

von Daten nach Typ und Anwendung

am besten dient. Da sich der USB Type-

C-Connector in die Rolle des externen Display-Ports

vieler Host-Produkte entwickelt

hat, bietet die USB4-Spezifikation dem Host

die Möglichkeit, die Zuweisungen für den

Display-Datenfluss optimal zu skalieren.

Und auch wenn die USB4-Spezifikation ein

neues zugrundeliegendes Protokoll einführt,

wird die Kompatibilität mit bestehenden

USB 3.2-, USB-2.0- und Thunderbolt-3-Hosts

und -Geräten unterstützt; die resultierende

Verbindung skaliert auf die beste gegenseitige

Fähigkeit der angeschlossenen Geräte.

„Das Hauptziel von USB ist es, die beste

Benutzererfahrung durch die Kombination

von Daten, Anzeige und Stromversorgung

über eine benutzerfreundliche und robuste

Kabel- und Steckerlösung zu bieten“, sagte

Brad Saunders, Vorsitzender der USB Promoter

Group.

ge

www.usb.org

Emerson verstärkt seine Präsenz als Komplettanbieter

Abschluss der Übernahme

Wir berichten über...

Emerson hat bekannt gegeben,

dass die Übernahme von Intelligent

Platforms, einem Geschäftsbereich

von General Electric, nun

abgeschlossen ist. Diese Ergänzung

seines Angebots durch

SPS-Technologien erlaubt es

Emerson, sein Potenzial in Bezug

auf Maschinensteuerungen und

Anwendungen für die diskrete

Fertigung weiter zu steigern.

Intelligent Platforms, mit seinem

Portfolio aus Cloud-Controllern

und Vorrichtungen für intelligente

Fabriken, stellt somit eine Erweiterung

für das digitale Ökosystem

Plantweb von Emerson dar.

Damit eröffnet es weitere Möglichkeiten

in der Prozess- und

Emerson hat den Erwerb des

Geschäftsbereichs Intelligent Platforms

von General Electric abgeschlossen

– im Bild ein Industrie-

PC aus dem Angebot von Emerson

Bild: Emerson

12 elektro AUTOMATION 01-02 2020

diskreten Industrie sowie auf

Hybridmärkten wie der Metallverarbeitung

und dem Bergbau, den

Biowissenschaften, der Lebensmittel-

und Getränkeindustrie

sowie der Verpackungsindustrie.

Durch die Verbindung der SPS-

Technologien von Intelligent Platforms

mit dem Prozessleitsystem

von Emerson haben Anwender

nun zudem die Möglichkeit,

„Automatisierungsinseln“ innerhalb

ihres Werks zu verbinden.

Intelligent Platforms mit Hauptsitz

in Charlottesville, Virginia, hat

weltweit etwa 650 Angestellte

und erwirtschaftete 2017 einen

Umsatz von 210 Mio. US-Dollar.

Das Unternehmen ist seit 25

Jahren in der industriellen Automatisierung

im Bereich der Maschinensteuerung,

der Industrieinformatik,

von I/O- und Netzwerkgeräten,

Projekt- und Integrationsdienstleistungen

sowie

weiteren Hardware- und Software-Lösungen

tätig.

ik

www.emerson.com

Acceed ...................................... 40

Agro ........................................... 54

Althen Sensors & Controls ........ 58

Auer Signalgeräte ...................... 11

Autosen ..................................... 60

B&R ........................................... 41

Balluff ........................................ 60

Basler ........................................ 59

Beckhoff Automation ................. 34

Bihl+Wiedemann ....................... 14

Bitkom ......................................... 8

Bosch Rexroth ........................... 42

BW Papersystems ..................... 34

Carlo Gavazzi ....................... 14, 44

CLPA ........................................... 6

ConiuGo .................................... 40

DFKI .......................................... 26

Drillisch Netz ............................. 23

Easyfairs .................................... 13

EKS Engel .................................. 38

Emerson .................................... 12

Endress + Hauser Conducta ..... 56

Euchner ....................................... 9

Expleo Group ............................... 6

Finder ........................................ 50

Framos ....................................... 18

Fraunhofer IAO .......................... 13

Fraunhofer IPT ........................... 25

FTCAP ....................................... 55

FTG ............................................ 52

General Electric ......................... 12

GrahpiTech Klemusch Nölke ...... 36

Grenzebach ................................ 14

Harting ......................................... 6

Hilscher ....................................... 6

ICP Deutschland ........................ 39

IDS ............................................ 59

International Data Corporation .... 8

JAI ............................................. 60

Kaiser ........................................ 54

Kontron ........................................ 8

Lapp .......................................... 46

LQ Mechatronik ......................... 53

Micro-Epsilon Messtechnik ....... 59

MSF-Vathauer Antriebstechnik ... 14

MVTec ....................................... 13

Nürnberg Messe ....................... 17

NXP Semiconductors ................ 59

ODVA ......................................... 28

Optris ........................................ 58

Panduit ....................................... 14

Phoenix Contact .......................... 6

Pilz ............................................. 14

Posital ........................................ 14

Renesas Electronics .................. 32

Rittal ............................................ 8

Schneider Electric ...................... 14

Sick AG ...................................... 10

Siemens .................................... 23

Spectra ...................................... 41

SSV ............................................ 40

TE Connectivity ......................... 52

Technische Universität

Kaiserslautern ............................ 26

Telefonica Germany ................... 23

Telekom Deutschland ................ 23

TL Electronic ............................. 38

Turck .......................................... 14

TÜV Informationstechnik ........... 25

Untitled Exhibitions ................... 13

USB Promoter Group ................ 12

VDMA ........................................ 14

Visam ........................................ 39

Vision Components ................... 18

Vodafone ................................... 23

Wachendorff .............................. 36

Wago ......................................... 48

Weidmüller .................... 14, 42, 55

Weidmüller Interface ................. 14

Wibu-Systems ..................... 14, 30

ZVEI ........................................... 14


VERANSTALTUNGEN/PUBLIKATIONEN

SERVICE

Untitled Exhibitions unter neuem Dach

Zunehmend starke Themen Robotik und MRK

Am 4. und 5. März 2020 dreht sich auf dem

Messegelände Friedrichshafen für zwei Tage

alles um Industrieautomation. Die regionale

Fachmesse All About Automation deckt dabei

von Anbietern von Einzelkomponenten bis

hin zu Dienstleistern für die Realisierung

komplexer Automatisierungslösungen ein

breites, aber klar abgestecktes Themen -

gebiet ab. Der Veranstalter, die Stuttgarter

Untitled Exhibitions GmbH, hat zudem schon

Ende 2019 bekannt gegeben, dass die Messefläche

erneut wachsen wird: Nachdem

letztes Jahr 211 Unternehmen als Aussteller

vertreten waren, wird diese Zahl 2020 übertroffen

werden. Eine weitere Veränderung

betrifft den Veranstalter selbst: Der weltweit

agierende Messeveranstalter Easyfairs hat

Ende 2019 sämtliche Anteile der Untitled

Exhibitions GmbH erworben und verstärkt

sein Messeportfolio in der DACH-Region

somit mit den regionalen Industriefachmes-

sen All About Automation. Das Team, das die

Messen organisiert, wird unter dem Dach

von Easyfairs auch weiterhin den Ausbau und

die Weiterentwicklung des Messekonzepts

verantworten. Nach dem Erwerb der FMB-

Zuliefermessen im Februar war dies der

zweite Zukauf von Easyfairs im letzten Jahr

in Deutschland. „Mit unseren Zukäufen nutzen

wir künftig die vielen Synergien hinsichtlich

Content, Besucher- und Ausstellerzielgruppen.

Die All-About-Automation-Fachmessen

passen mit ihrem regionalen Konzept

wunderbar zu unserem Portfolio, weil sie wie

die FMB und die Automation & Electronics

Schweiz einen klaren Fokus setzen und unterschiedliche

regionale Märkte bedienen“,

erklärt Roland Brand, Geschäftsführer Easyfairs

DACH. Über den Kaufpreis haben beide

Seiten Stillschweigen vereinbart.

ik

www.all-about-automation.com

Bild: Untitled Exhibitions

Im Rahmen der All-About-Automation-Messen

dreht sich auch unter der Leitung von Easyfairs

alles vorwiegend um die Anforderungen an Automatisierungslösungen

im Kontext von Industrie 4.0

Aktuelle Trends im Bereich der Machine Vision

Dritter MVTec Innovation Day

Fraunhofer IAO veröffentlicht Studie

Ein umfassender Überblick über HMI-Tools

Bild: MVTec

Die MVTec Software GmbH, ein

Anbieter innovativer Machine-

Vision-Software, lädt auch in

diesem Jahr wieder zum MVTec

Innovation Day ein. Am Donnerstag,

den 20. Februar 2020, erhalten

Teilnehmer dabei im Haus der

Bayerischen Wirtschaft in München

einen praxisnahen Einblick

in aktuelle Themen rund um die

industrielle Bildverarbeitung. In

vielfältigen Vorträgen beleuchten

MVTec-Experten Trends, Tech -

nologien und Lösungen. Diese

bieten insbesondere für Entwickler,

Programmierer und versierte

Machine-Vision-Anwender einen

Mehrwert. Darüber hinaus steht

das Team von MVTec für den

direkten Austausch sowie für

fachliche Gespräche zur Verfügung.

Die Veranstaltung findet

auf Deutsch statt, wobei für alle

nicht-deutschsprachigen Gäste

ein Dolmetscher-Service zur

Verfügung steht. Nicht ganz

eine Woche später – vom 25. bis

zum 27. Februar 2020 – zeigt

MVTec zudem auf der Embedded

World 2020 in Nürnberg,

wie robust, schnell und zuverlässig

seine Bildverarbeitungssoft -

ware auf Embedded-Systemen

laufen kann.

ik

www.mvtec.de

Am Donnerstag,

den 20. Februar

2020, erhalten die

Teilnehmer des

MVTec Innovation

Day wieder einen

praxisnahen Einblick

in aktuelle

Themen rund um

die industrielle

Bildverarbeitung

Forschende des Fraunhofer-Instituts

für Arbeitswirtschaft und Organisation

IAO (Fraunhofer IAO)

haben Hersteller von HMI-Lösungen

befragt und bieten nun mit

einer vor Kurzem veröffentlichten

Studie einen aktuellen Marktüberblick

zu HMI-Tools. Die rasante

Verbreitung digitaler Technologien

führt zu zunehmend intelligenten,

komplexen und vernetzten

Maschinen. Damit steigen

jedoch auch die Anforderungen

an eine dynamische und

partnerschaftliche Interaktion

zwischen Mensch und Maschine.

Eine wichtige Rolle nehmen

hierbei Schnittstellen – so genannte

Human-Maschine-Interfaces

(HMI) – ein, welche bei voller

Ausschöpfung der Funktionsfähigkeit

der Maschine die Komplexität

der Interaktion für den

Nutzer so gering wie möglich halten.

Die Studie soll Entscheidungsträger

und Entwickler in

KMU bei der Auswahl für den eigenen

konkreten Anwendungsfall

unterstützen. Dafür wurden

Die Studie des Fraunhofer

IAO zu aktuellen HMI-Tool-

Landschaft kann kostenlos

heruntergeladen werden

Bild: Fraunhofer IAO

13 Hersteller für HMI-Lösungen

zu vier verschiedenen Themengebieten

ihrer Werkzeuge sowie

aktuellen Entwicklungen befragt.

In Anknüpfung an die beiden

vorangegangenen HMI-Studien

liegt der Fokus dieser Veröffentlichung

nun auf dem Designprozess

von HMI sowie auf den verschiedenen

Produktions- und Automatisierungsebenen.

ik

www.iao.fraunhofer.de

elektro AUTOMATION 01-02 2020 13


AUTOMATION AWARD

AWARD

AWARD

Automation Award 2019

And the winners are...

Ende November hatten die Besucher der SPS in Nürnberg wieder die Möglichkeit, ihre Favoriten für

den Automation Award zu wählen. Im Bereich Steuerungstechnik & Systemlösungen konnte sich die

Carlo Gavazzi GmbH mit ihrem smarten Prüf- und Programmiergerät für IO-Link-Sensoren durchsetzen,

im Bereich Standardkomponenten & Sensorik die Hans Turck GmbH & Co. KG mit ihrer Fluidsensorik

mit durchgehend einheitlichem Handling. Das Team der elektro AUTOMATION gratuliert.

2019 wurden wieder Anfang Dezember die Siegerpokale sowie die Urkunden des Automation Award 2019 an die teilnehmenden Unternehmen vergeben.

Bild: Konradin Mediengruppe

In schöner Tradition wurden auch 2019 wieder Anfang Dezember

die Siegerpokale sowie die Urkunden des Automation Award an

die teilnehmenden Unternehmen vergeben. Neu war diesmal,

dass erstmals der Sonderpreis Digitalisierung durch die Jury des

Automation Award vergeben wurde: Damit wird eine Anwendung

aus der Praxis prämiert, die exemplarisch zeigt, wie sich die Vorteile

der Digitalisierung effizient nutzen lassen. Gewonnen hat 2019 der

Maschinen- und Anlagenbauer Grenzebach. Er ermöglicht die Real-

Time-Qualitätskontrolle beim Rührreibschweißen in der industriellen

24/7-Serienproduktion mit Hilfe der Industrial-Analytics-Software

des Automatisierungsspezialisten Weidmüller, die den Einsatz

Künstlicher Intelligenz (KI) erleichtert.

In den Kategorien ‚Steuerungstechnik & Systemlösungen‘ sowie

Standardkomponenten & Sensorik wurden dagegen, wie gewohnt,

im Vorfeld der Fachmesse SPS zehn Unternehmen mit ihren Pro -

dukten oder Lösungen durch die Jury des Automation Awards nominiert.

Wenige Tage nach der Messe hat die Redaktion der elektro

AUTOMATION dann die Stimmkarten der Messebesucher ausgewertet

und die Gewinner entsprechend kontaktiert.

Steuerungstechnik & Systemlösungen

In der Kategorie ‚Steuerungstechnik & Systemlösungen‘ ergab die

Abstimmung folgende Reihenfolge:

• Platz 1: Carlo Gavazzi mit dem Smart Configurator SCTL55

(Stimmenanteil: 28,0 %): Das smarte Prüf- und Programmier -

gerät arbeitet als Stand-alone-Gerät unabhängig von PC und

Software und unterstützt Sensoren nach dem IO-Link-Standard.

Es ist sofort einsatzfähig und wird über einen Touchscreen

bedient.

• Platz 2: Weidmüller Interface mit U-Control 2000 web

(Stimmenanteil: 26,4 %): Die flexible Steuerung integriert die

Echtzeitautomatisierung und die Kommunikation für das Internet

der Dinge. Ein gemeinsamer Variablen-Pool ermöglicht eine

bedienerfreundliche Programmierung über eine grafische Oberfläche.

• Platz 3: Schneider Electric mit dem Tesys Island

(Stimmenanteil: 18,5 %): Das vernetzte System Tesys Island

integriert Niederspannungslasten digital in die Maschinensteuerung

und ermöglicht eine sehr hohe Transparenz der Last- und

Gerätedaten.

• Platz 4: Pilz mit PITmode fusion (Stimmenanteil: 14,4 %):

Das modular aufgebaute Betriebsartenwahl- und Zugangsbe -

rechtigungssystem vereint Safety- und Security-Funktionen in

einem System: die funktional sichere Wahl der Betriebsart

sowie die Regelung der Zugangsberechtigung an Maschinen.

• Platz 5: Panduit mit VeriSafe (Stimmenanteil: 12,8 %):

Das System minimiert das Risiko elektrischer Gefahren, indem

es die Spannungsfreiheit des Schaltschranks überprüft. Im Vergleich

zu bisherigen tragbaren Testinstrumenten können Anwender

so deutlich schneller für ein elektrisch sicheres Umfeld sorgen.

14 elektro AUTOMATION 01-02 2020


AWARD

AWARD

A

Bild: Konradin Mediengruppe

Bild: Konradin Mediengruppe

Bild: Konradin Mediengruppev

Markus Denzin, Vertriebsleiter Region Süd,

Weidmüller; Michael Corban, Chefredakteur

elektro AUTOMATION, und Frédéric Erben, Corporate

Strategy & Communications, Grenzebach

mit den Pokalen und Urkunden für den erstmals

vergebenen Sonderpreis Digitalisierung (v.l.)

Für die Carlo Gavazzi GmbH nahm Geschäftsführer

Francisco Garcia den Pokal und die Urkunde

für den 1. Platz im Bereich Steuerungstechnik &

Systemlösungen entgegen

Pokal und die Urkunde für den 1. Platz im

Bereich Standardkomponenten & Sensorik

bekam Produktmanager Raphael Scholzen

von Turck überreicht

Standardkomponenten & Sensorik

In der Kategorie ‚Standardkomponenten &

Sensorik‘ ergab die Auszählung 2019

folgendes Ergebnis:

• Platz 1: Turck mit der Sensorik-Familie

PS+, FS+, TS+ (Stimmenanteil: 34,4 %):

Flexible Montage, intuitive Bedienung

und zuverlässiger Dauerbetrieb – das verspricht

Turck Anwendern der Fluidsensor-

Plattform +. Da alle Sensoren auf derselben

Plattform basieren, ermöglichen sie

zudem ein einheitliches Handling.

• Platz 2: Wibu-Systems mit CodeMeter

Certificate Vault (Stimmenanteil:

26,7 %): CodeMeter Certificate Vault

funktioniert als PKCS#11-konformer Token

Provider, integriert sich als Key Storage

Provider in die Microsoft Cryptographic

API Next Generation und kann zusammen

mit der OpenSSL API verwendet

werden, um die Schlüssel von TLS-Zertifikaten

oder von OPC-UA-Instanzen sicher

aufzubewahren und zu verwenden.

• Platz 3: MSF-Vathauer Antriebstechnik

mit dem Energy- Recovery-System

(ERS) (Stimmenanteil: 23,2 %):

AC-Standardmotoren und Servoantriebe

erzeugen im Bremsbetrieb überschüssige

Energie. Diese wird vom

Energy-Recovery-System (ERS) direkt

zur Anlage zurückgeführt.

• Platz 4: Posital/Fraba mit dem Hollow

Shaft Kit Encoder (Stimmenanteil:

11,7 %): Die Hohlwellen-Kit-Encoder von

Posital bieten durch die Kombination mit

dem Energy Harvesting Multiturn Counter

nicht nur eine Auflösung von 18 bit

pro Umdrehung, sondern auch eine energieautarke

Multiturn-Variante mit 16 bit

bei einer Genauigkeit von ± 0,02 Grad.

• Platz 5: Bihl+Wiedemann mit dem

ASi-5/ASi-3 Profisafe über Profinet

Gateway (BWU3674) (Stimmenanteil:

4,0 %): Das ASi-5/ASi-3 Profisafe über

Profinet Gateway (BWU3674) zählt zu den

ersten ASi-5-Produkten. Mit seinen zwei

ASi-5/ASi-3-Mastern kann das Gateway in

zwei ASi-Netzwerken gleichzeitig als

ASi-5- und ASi-3-Master kommunizieren.

Das Team der elektro AUTOMATION

bedankt sich zusammen mit dem VDMA

und Mesago bei allen Beteiligten für die

Teilnahme und wünscht viel Erfolg mit den

innovativen Produkten.

elektro AUTOMATION 01-02 2020 15


MESSE

EMBEDDED WORLD

Fachmesse und Konferenz Embedded World 2020

Künstliche Intelligenz

das dominierende Thema

Workshop 1:

UNIQO HMI –

die revolutionäre und OPC UA

basierte Visualisierung

25.03.2020 • 10:00 Uhr - 16:00 Uhr

Vollständig auf OPC UA basierend,

komplett modular und objektorientiert

lassen sich mit UNIQO HMI neue

Lösungen und Ansätze umsetzen.

Erleben Sie UNIQO HMI und lassen Sie

sich überzeugen!

Themenüberblick:

• UNIQO und das OPC UA Informationsmodell

• Vorteile der dynamischen Programmierung

zur Reduzierung des Entwicklungsaufwands

• Änderungen und Programmierung zur

Laufzeit ohne Maschinenstopp

(Runtime = Design Time)

• Datenaustausch über OPC UA und

Kommunikationstreiber für IIoT, M2M

und I4.0

Die Teilnahme an den Workshops ist kostenfrei und auf

je 20 Personen begrenzt. Die Anmeldung zur Teilnahme

erfolgt verbindlich. Im Workshop sind enthalten:

Tagungsunterlagen, ein Mittagessen und Erfrischungen.

Bei Stornierung nach dem 18.03.2020 wird eine

Bearbeitungsgebühr in Höhe von 50,00 EUR

netto zzgl. MwSt. berechnet.

Anmeldung unter: asemdeutschland@asem.it

Embedded-System-Technologien, verteilte Intelligenz, das Internet der Dinge

und Systems Engineering stehen erneut im Mittelpunkt der internationalen

Leitmesse Embedded World 2020. Das Angebotsspektrum reicht dabei von

Hardware, Tools, System- und Anwendungssoftware über Systeme und

Dienstleistungen. Das Rahmenprogramm wartet mit den Konferenzen

Embedded World Conference und Electronic Displays Conference auf.

Mit ihrer Kombination aus Fachmesse

und Konferenz zeigt die Embedded

World in Nürnberg, welche neuen Bereiche

die mit Hochgeschwindigkeit voranschreitende

Technologie erschließt. Embedded

Intelligence prägt immer mehr

Systeme: von autonomen Fahrzeugen

über Bilderkennungs- und Embedded-

Vision-Systemen bis hin zu präventiver

und bedarfsgerechter Wartung in Industrie-4.0-Systemen,

vom Kleinrechner bis

zum Hochleistungs-Cloud-Server. Künstliche

Intelligenz (KI) wird 2020 eines der dominierenden

Themen der Messe sein, sowohl

auf Messeständen als auch in den

begleitenden Konferenzen. Dort wird diskutiert,

was KI im Zusammenhang mit

„Embedded“ bedeutet, was die Embedded-Technologie

von den KI-Angeboten

der Cloud- und Internet-Giganten unterscheidet,

was KI leistet und wie die Technologie

in Geräte für Industrie und End -

anwender integriert wird.

Edge und Fog Computing

Für den industriellen Bereich sind Anwendungen

besonders interessant, bei denen

Verhalten, Eigenschaften, Zustände, Wartungsintervalle

oder Restlaufzeiten analysiert

oder vorhergesagt werden müssen.

Solche Edge-Anwendungen basieren oft

auf eingebetteten Systemen, die über viel

weniger Rechenleistung verfügen als die

Cloud-Server, die normalerweise KI- und

ML-Probleme rechnen. Trotz der beschränkten

Speicher- und Rechenressourcen von

eingebetteten Mikrocontrollern boomt dieser

Bereich ganz massiv, erklärt Prof. Axel

Sikora, Chairman der Embedded World

Conference. Hintergrund sei die Möglichkeit,

kleine, kostengünstige, autonome

und adaptive Systeme zu bauen, die deutlich

über den Funktionsumfang herkömmli-

cher statischer, modellbasierter Steuerund

Regelalgorithmen hinausgehen. Autonome

Fahrzeuge, selbständige Roboter

oder interaktive Assistenten sind nur einige

bekannte Beispiele. Dabei stehen die eingebetteten

Systeme meist nicht im Sinne

von Edge Computing allein, sondern agieren

oft im Zusammenspiel mit weiteren

Ressourcen in der Cloud (Cloud Computing)

oder auf Zwischensystemen und

Gateways. Hier wird das sogenannte Fog

Computing immer wichtiger, bei dem Rechenleistung

und Intelligenz an den Rand

der Cloud verlagert werden. Durch diese

Dezentralisierung müssen nicht mehr alle

Daten den kompletten Weg zum zentralen

Rechenzentren zurücklegen. Latenz- und

Verarbeitungszeiten sinken.

In klassischen, eingebetteten KI-Systemen

wird in der Cloud gelernt und im Edge

entschieden. Immer mehr finden sich

aber auch Architekturen, in denen Lösungen

für Probleme begrenzter Komplexität

auf dem eingebetten Endknoten (Edge

System) gelernt werden. Zudem lernen

immer mehr Anwendungen mehrstufig.

Dies verspricht, laut Sikora, nicht nur Vorteile

in Bezug auf die Lastverteilung, sondern

ebenfalls für die Vertraulichkeit von

Informationen, da nur vorgelernte, also

abstrahierte Modell auf die nächste Ebene

weitergegeben werden.

Aussteller und Vorträge auf den parallelen

Konferenzen widmen sich auch dem Software-

und Systems-Engineering, die

beide als Kernkompetenz für die Entwicklung

eingebetteter Systeme Bedeutung

gewinnen. So präsentieren einige Anbieter

Entwicklungs-Software, um die Prozessoren

intelligenter Geräte zum Leben zu erwecken.

Da immer mehr Systemfunktionen

durch Software realisiert werden, erhöht

sich neben deren Umfang aber auch

16 elektro AUTOMATION 01-02 2020

oder Anmeldung unter:

Anmeldung: ibhsoftec.automation-workshops.de

www.automatisierungstreff.com/workshops


MESSE

Parkhaus

Parking

Fachmesse · Exhibition

Hardware, Systeme, Distribution, Dienstleistungen

Hardware, systems, distribution, services

Tools, Systeme, Distribution, Dienstleistungen

Tools, systems, distribution, services

Anwendungs-Software, Systeme, Distribution,

Dienstleistungen

Application software, systems, distribution, services

electronic displays Area

embedded vision Area

M2M Area

safety & security Area

Fachkonferenzen · Conferences

NCC West

Rotunde

U-Bahn /

Subway

Messe

0

11 10

Service · Services Karl-Schönleben-Straße West

Karl-Schönleben-Straße

Frankenhalle

S 11

Mitte

Eingang

Entrance

50 100m

NCC

S 10 Mitte

NCC

Mitte

Service-

Center

Mitte

Otto-Bärnreuther-Straße

S 9

Mitte

NCC

Mitte

S 1

Mitte

Operation

Center

9

S 9

VIP

Mitte

Messepark

S 1

1

VIP Süd

3C

8

S 8/9

Parkdeck Süd

S 6/7

S 7

AusstellerShop S 5/6

ExhibitorShop

5

S 4

S 1/2 S 4/5

2

S 2/3/4

6

3

7

4

Einfahrt . Access

S 3/4

Süd-Ost 1

ServicePartner

Center

7A

NCC Ost

4A

3A

Halle 3A Eingang . Entrance

Süd-Ost 2

VIP

Ost 1

Ost

Ost

Eingang

Entrance

VIP

Ost 2

Ost

Ost

Einfahrt . Access

Bild: Nürnberg Messe

die Komplexität drastisch, gibt Prof. Sikora zu bedenken. Darüber hinaus

werden viele Systemfunktionen nicht mehr nur durch einzelne

Komponenten, sondern durch das Zusammenspiel mehrerer Komponenten

realisiert. Dabei ist die Sicht auf das gesamte System unabdingbar,

die das Zusammenspiel der verschiedenen Steuergeräte

im Fokus hat. Hier kommt die Disziplin des Systems-Engineerings

zum Tragen.

Da eingebettete Systeme in zunehmendem Maß auch in Bereichen

und Anwendungen zum Einsatz kommen, bei denen die Funktion

Leib und Leben von Menschen schützen soll oder ein Fehlverhalten

des Systems entsprechende Risiken birgt, spielt beim Systems-Engineering

die funktionale Sicherheit des Systems eine entscheidende

Rolle. Neben dieser kommt der Security eine deutlich zunehmende

Bedeutung zu. Hier geht es insbesondere um den Schutz des Systems

und seiner Komponenten vor unzulässigen Eingriffen, die die

Daten und damit die Funktionalität des Systems beeinträchtigen und

im Extremfall durch Manipulation von Daten, etwa in einem elektronischen

Bremssystems, eine Gefahr für Leib und Leben bewirken können.

Sikora weist darauf hin, dass die immer häufigere Verwendung

von Multicore-Prozessoren eine zusätzliche Herausforderung darstellt,

die durch die echte Nebenläufigkeit von Prozessen neue Anforderungen

insbesondere an den Software- und Systementwurf stellt.

Um den Überblick über die Themenvielfalt zu erleichtern, erwarten

die Besucher auf der Messe mehrere Sonderschauen:

• In der Electronic Displays Area in Halle 1 präsentieren Unternehmen

Neuheiten rund um Display-Technologien, flexible Displays,

grafische Benutzerschnittstellen, Human-Machine-Interfaces,

Touch-Screens und 3D-Displays.

• Bilderkennungs- und Verarbeitungssysteme mit günstigen, effizienten

und zuverlässigen Embedded-Systemen werden erstmals

in der Embedded Vision Area in Halle 2 gezeigt.

• Aufgrund steigender Mobilität und weltweiter Vernetzung dreht

sich die Innovationsspirale der Machine-to-Machine-Branche immer

schneller. Produkte und Applikationen finden die Besucher in

der M2M-Area in Halle 3.

Auch 2020 überschreitet die Embedded World wieder die gebuchte

Ausstellungsfläche des Vorjahres. Der Veranstalter, die Nürnberg

Messe GmbH, Nürnberg, erwartet mehr als 1100 Aussteller

• Ob Sicherheit für Hard- und Software, Schutz vor äußeren Angriffen

oder Schutz vor Piraterie – in der Safety & Security Area

(Halle 5) wird gezeigt, wie angriffssichere Hard- und Software gestaltet

werden muss oder Unternehmen ihre Embedded-Systeme

vor Angriffen schützen können.

• In der Start-up-Landschaft in Halle 3A sind Präsentation von

Geschäftsmodellen im Bereich Embedded-Systeme von Unternehmen

zu sehen, die jünger als 5 Jahre sind und weniger als 20

Mitarbeiter beschäftigen. Hier können Besucher an von Experten

geführten Touren teilnehmen.

Die Embedded World Conference steht dieses Jahr unter dem

Motto „Connecting Embedded Intelligence“ und wartet mit den

Themenclustern Internet of Things, Connected Systems, Embedded

OS, Functional Safety & Security, Hardware, Software Engineering,

Embedded Vision, Intelligent Systems, Embedded HMI & GUI

und System-on-Chip auf.

Im Zentrum der Electronic Displays Conference am 26. und 27.

Februar stehen wieder Themen wie LCD, Micro-LEDs, Touch, Optical

Bonding, Display-Systeme und automotive Displays sowie die

Lieferkette, Display-Komponenten und Marktübersichten. mc

www.embedded-world.de

MESSE-INFO

elektro

Embedded World

AUTOMATION

Fachmesse & Konferenz

25. - 27. Februar 2020 Messezentrum Nürnberg

Direkt zum Programm der Embedded World Conference 2020:

hier.pro/Nh0wT

Direkt zum Programm der Electronic Displays Conference 2020:

hier.pro/SAJyJ

elektro AUTOMATION 01-02 2020 17


MESSE

MIPI-Kameramodule von Vision Components für einfache Anbindungen

Kompakte, wiederholbare OEM-Designs

MARKTPLATZ INDUSTRIE 4.0

Kongresshalle Böblingen

24. - 26. März 2020

USE CASE

Dashboard für Industrie 4.0

Event-Driven Dashboards für

Industrie 4.0 und IoT

Mit dem Event-Driven Dashboard schaffen Sie neue Transparenz

für Ihre Produktion. Die Visualisierung Ihrer Prozess–

und Maschinendaten, zusammen mit Daten aus Ihrem ERP-

System, ermöglicht eine schnelle Reaktion zu jeder Zeit.

Die Vision Components GmbH präsentiert in

Nürnberg am eigenen Stand sowie in einem

Konferenzbeitrag ihr erweitertes Angebot an

Kameramodulen mit MIPI-CSI-2-Schnittstelle.

Diese Komponenten ermöglichen kompakte,

wiederholbare OEM-Designs und eine einfache

Anbindung von Bildsensoren an mehr als

20 Einplatinencomputer, darunter NVIDIA Jetson,

DragonBoard, alle Raspberry-Pi-Boards

sowie alle 96Boards. Als Besonderheit bietet

Vision Components außerdem auch nicht-

Framos präsentiert Embedded-Vision-Technologie

native MIPI-Sensoren auf

einer speziell entwickelten

Adapterplatine mit MIPI-

Schnittstelle an, darunter

IMX250 und IMX252 aus der

Sony-Pregius-Reihe, die über

eine hohe Lichtempfindlichkeit

und ein geringes Ausleserauschen

verfügt. Besucher

der Messe können unter

anderem eine Demonstration

mit einem VC-MIPI-

Kameramodul sowie einem

Raspberry Pi erleben. Darüber

hinaus zeigt der Hersteller auch seine

Linux-basierten, frei programmierbaren Embedded-Vision-Systeme.

Diese Kameras und

3D-Lasersensoren führen dank integriertem

Xilinx Zynq SoC völlig autonom alle Arten von

Bildverarbeitungsaufgaben aus. Und neu im

Sortiment sind Quad-Core-Embedded-Kameras,

die aufgrund eines Snapdragon-410-Prozessors

über mehr Leistung verfügen. ik

www.vision-components.com

Messe Embedded World: Halle 2, Stand 444

Branchenspezifische Bildverarbeitungslösungen

Bild: Vision Components

Erfahren Sie mehr über die Top-Themen:

• Visualisierung Ihrer Prozesse in Echtzeit mit aut.

Benachrichtigung bei Störungen und Ausnahmen

• Integration von Steuerungen, Sensoren, Datenbanken

und Fremdsystemen wie ERP, SAP und MES in eine

ereignisgesteuerte Architektur

• Einfache Vernetzung Ihrer Maschinen über OPC UA & MQTT

• Einsatz des IIoT-Gateways in der Praxis

• Erstellen von Dashboards per Drag & Drop

• Individuelle Steuerung Ihrer Logik und Auswertung

über modernste visuelle Werkzeuge

• Flexibel einsetzbar von der Produktion bis hin

zum Management Dashboard

• Hohe Sicherheit durch signierte Zertifikate

Ihre Produktion — fit für Industrie 4.0?

Auf dem Marktplatz zeigen wir Ihnen, wie einfach Sie Ihre Daten

von Maschinensteuerungen und Sensoren auslesen können,

um diese in Echtzeit in Produktions-Dashboards zu visualisieren

und mit den integrierten BI-Funktionen zu analysieren.

Mehr Details unter:

Framos stellt auf der Embedded World 2020

Exhibition & Conference, eine Auswahl an

Bildverarbeitungslösungen vor, die vor allem

für Fachbesucher aus dem Bereich Embedded-Vision-Technologie

interessant sind: Unter

anderem präsentiert das Unternehmen

die erste eigene 3D-Industriekamera D435e

sowie ein Intel RealSense kompatibles System-Design-Kit

(SDK) für das Skeleton-Tracking.

Darüber hinaus können Besucher der

Messe direkt am Stand die Framos-Ecosystem-Area

nutzen, in der die

verschiedenen Plug-&-Play-

Optionen der Framos-Embedded-Vision-Module

getestet

werden können. Die

Module unterstützen Anwender

beispielsweise bei

der Entwicklung von kleinen

und smarten Produkten

sowie Systemen mit einer

kurzen Time-to-Market. Mit

dem Ecosystem behebt

Framos das Problem, dass

für die jeweils neuen Senso-

ren fast ausschließlich herstellereigene Evaluierungsboards

verfügbar sind. Vision-Ingenieure

und -Entwickler können dank der

erweiterten Modulpalette des Ecosystems

nun viele verschiedene und auch aktuelle

Bildsensoren an offenen Prozessorplattformen

evaluieren, schnell einen Proof of Concept

erstellen und dann systematisch weiterentwickeln.

ik

www.framos.com

Messe Embedded World: Halle 2, Stand 647

Bild: Framos

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DATA & COMMUNICATION

TRENDS

Bild: Siemens

In der Praxis kommen 5G-Anwendungen für das industrielle Internet der Dinge (IIoT) vor allem infrage, wenn

wie in der Prozessindustrie eine hohe Gerätedichte pro Flächeneinheit installiert werden muss

5G auf dem Weg in industrielle Anwendungen

Vernetzung der fünften Generation

Künftige Maschinen und Anlagen werden mit hochzuverlässiger und echtzeitfähiger Kommunikation

arbeiten und eine umfassende Konnektivität, vor allem im Bereich der IIoT-Sensorik, unterstützen.

Als nächstes Level im Mobilfunkstandard bietet 5G zusätzliche Wertschöpfungsmöglichkeiten. Um

den notwendigen technischen Anforderungen und Voraussetzungen nachzukommen, wurde eine Reihe

von Merkmalen definiert, die auf dem Weg zu 5G zu erfüllen sind – ein Überblick.

Bis 2025 sollen laut dem Report „Mobile Economy 2019“ der

GSM Association rund 15 % des weltweiten Mobilfunks über

den Standard 5G laufen. Den Weg für richtungsweisende Anwendungen

im industriellen Internet der Dinge (IIoT) sollen dabei eine

beispiellose Zuverlässigkeit, Echtzeitfähigkeit sowie eine umfass -

ende Konnektivität ebnen.

Immens seien die Chancen für die Industrie, meint Sander

Rotmensen, Leiter des Produktmanagements für drahtlose Industriekommunikation

bei Siemens: „Es handelt sich um ein Funknetz,

das dank seiner Bandbreite vieles vereinen kann: vom automatisierten

Regalsystem über Fertigungsroboter bis hin zu Klimaanlage und

Steuerpult – ein allumfassendes Netz, über das sich eine Industrieanlage

drahtlos lenken lässt.“ Und Eckard Eberle, CEO der Siemens-

Business-Unit Process Automation sagt: „Industrial 5G öffnet die

Tür zur umfassenden drahtlosen Vernetzung von Produktion,

Instandhaltung und Logistik. Hohe Datenraten, ultrazuverlässige

Übertragung und ultrakurze Latenzzeiten werden eine erhebliche

Effizienzsteigerung und Flexibilisierung in der industriellen Wertschöpfung

ermöglichen“. Die Erwartungen in Bezug aufs industrielle

Potenzial und zusätzlicher Wertschöpfung der fünften Mobilfunkgeneration

sind also enorm und herausfordernd zugleich.

Um die globale Standardisierung von Mobilfunknetzen, einschließlich

der fünften Generation, voranzutreiben, ist aktuell eine weltweite

Kooperation von Standardisierungsgremien mit 5G befasst. Im

sogenannten 3rd Generation Partnership Project (3GPP) ist auch die

Vision für 5G geschaffen worden, die aus drei Hauptszenarien beziehungsweise

Anwendungsprofilen besteht, die für Mobilfunknetze

der neuen Generation vorgesehen sind:

Das erste Hauptszenario – enhanced Mobile Broadband (eMBB) –

umfasst Verbesserungen gegenüber 4G. Hauptziel ist es, datengetriebene

Anwendungsfälle, die hohe Datenraten bei globaler, weiträumiger

Netzabdeckung erfordern, umzusetzen. In der Industrie

elektro AUTOMATION 01-02 2020 23


TRENDS

DATA & COMMUNICATION

Anwenderworkshop

Energiemessgeräte

können mehr als

Verbräuche erfassen

26.03.2020 • 09:30 – 12:30 Uhr

Auszug aus der Agenda:










Zielgruppe:

















Die detaillierte Agenda + Anmeldung



sind so Augmented-Reality-Applikationen

denkbar, um Ingenieure im Außendienst zu

unterstützen. Die Rechenleistung kommt

dabei direkt aus der Cloud.

Mindestens genauso wichtig ist es für die

Industrie, dass mit 5G die Verfügbarkeit des

mobilen Netzes (ultra-reliable) und dessen

Latenzzeit (low-latency) wesentlich verbessert

werden. Ultra-

Reliable Low-Latency

Communication

(URLLC)

sorgt als zweites

Anforderungsprofil

für eine hohe Verlässlichkeit

des

Systems und verspricht

Reaktionszeiten

im unteren Millisekunden-Bereich.

Relevant ist das etwa für die Bewegungssteuerung

von Maschinen oder die Positionsbestimmung

bei Robotern. Zu den typischen

Beispielen zählen auch autonome

Logistik, fahrerlose Transportsysteme (FTS)

oder Sicherheitsanwendungen.

Als drittes Anforderungsprofil und Szenario

legt massive Machine-Type Communication

(mMTC) seinen Fokus auf das Anschließen

und Vernetzen einer großen Anzahl von

Geräten auf kleinem Raum. Ermöglicht werden

soll die Anbindung von bis zu einer Million

Geräte pro Quadratkilometer – deutlich

mehr als bisher. Als ein weiterer Vorteil von

5G wird gesehen, dass die Funkkommunikation

trotz besserer Leistungen weniger

Energie benötigt wird und so mitunter Kosten

senken kann.

Industrie wartet auf Release 16

In der Praxis kommen zum Beispiel 5G-

Anwendungen für das IIoT infrage, bei

denen typischerweise eine hohe Gerätedichte

pro Flächeneinheit installiert werden

muss. Die Geräte senden oder empfangen

hierbei kontinuierlich Daten in größeren

Zeitabständen, sodass nur eine möglichst

geringe Bandbreite beansprucht wird. Ein

Anwendungsfeld könnte die Prozessindustrie

sein, wo beispielsweise viele Sensoren

für Temperatur, Druck oder Durchfluss

installiert sind, um die Prozessüberwachung

einer Anlage zu unterstützen.

Um die genannten Anforderungen aus den

drei Hauptszenarien zu erfüllen, wurde eine

Reihe von Merkmalen definiert, die auf

dem Weg zu 5G zu erfüllen sind. Neben

Spitzendatenraten von 20 Gbit/s Downlink

und einer maximalen Latenz von 1 mS zählen

dazu Vorgaben bezüglich Mobilität,

Bild: Siemens

Dichte, Energieeffizienz, Spektrumseffizenz

und Flächenverkehrskapazität.

Damit die Zusagen wie auch die vorgegebene

Zeitachse für den neuen Standard eingehalten

werden können, wird 5G in mehrere

Releases unterteilt: 2019 wurde Release 15

mit Fokus aufs eMBB-Szenario verabschiedet.

Die Releases 16 und 17 werden nun

die verbleibenden

zwei Szenarien

unterstützen

und deutlich

mehr Relevanz

für viele industrielle

Anwendungen

haben.

Eine der wichtigsten

Variablen

beim Aufbau eines 5G-Netzes ist die Unterscheidung

zwischen öffentlichem und privatem

Netz. Der Betrieb öffentlicher Netze

wird mit dem erstmaligen Release von 5G

abgedeckt, während private Netze mit

URLLC (Ultra-Reliable Low-Latency Communication)

ein Teil des bevorstehenden

„Industrial 5G öffnet die

Tür zur umfassenden

drahtlosen Vernetzung

von Produktion, Instand -

haltung und Logistik.“

5G im industriellen Umfeld: Siemens und

Qualcomm haben im Nürnberger Automotive-

Showroom und Testcenter von Siemens ein

privates Standalone-5G-Netz installiert

Releases 16 sein werden, dessen Start für

Mitte dieses Jahres geplant ist.

Das Mobilfunknetz, wie wir es heute kennen,

ist öffentlich. Es wird von einem Mobilfunknetzbetreiber

betrieben und alle Daten,

die kommuniziert werden, fließen durch

das Netz des Betreibers. Das stellt für den

Nutzer ein Datenschutzrisiko dar, denn die

Daten verlassen seinen Hoheitsbereich. Ein

privates Netz wiederum ist vergleichbar mit

einem WLAN-Netzwerk. Die Daten bleiben

im Netzwerk und verlassen den privaten

Bereich nicht. Somit sind die Daten besser

geschützt.

24 elektro AUTOMATION 01-02 2020

www.automatisierungstreff.com/workshops


DATA & COMMUNICATION

TRENDS

Grafik: Siemens

Das industrielle 5G hat drei Hauptszenarien beziehungsweise Anwendungsszenarien, die unterschiedliche technische Merkmale voraussetzen

PLUS

5G-Trends im Blick:

von industrieller Fertigung

bis zu mobilen Maschinen

Forum 5G – Industrie-Summit

Was kommt mit 5G auf produzierende Unternehmen zu?

Ergeben eigene Campus-Netze Sinn und wer sollte sie

betreiben? Welche künftigen Geschäftsmodelle entstehen

durch 5G? Diese und weitere Fragen beantworten

hochkarätige Referenten auf dem „Forum 5G – Industrie-

Summit“. Zu den Vortragenden gehören unter anderem

Prof. Thomas Bergs vom Fraunhofer-Institut für Produk -

tionstechnologie IPT sowie Dirk Kretzschmar von TÜV

Informationstechnik.

• Termin: 19. bis 20. Februar 2020

• Preis: 499 €

• Ort: Technology Academy, Messegelände Hannover

• Details unter hier.pro/QS8w9 oder einfach

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Mobile Maschinen

Mobile Maschinen gewinnen an Bedeutung – Smart Construction,

Smart Farming oder auch Smart City heißen

wichtige Anwendungsfelder der Zukunft. Unter Aspekten

zunehmender Vernetzung der Maschinen wird es interessant,

die 5G-Mobilfunktechnologie näher zu betrachten.

• Zur Themenseite Mobile Maschinen gelangen

Sie unter kem.industrie.de/mobile-maschinen

oder via QR-Code

Bei der Bereitstellung von 5G gibt es einen höheren Bedarf an Spektrum

als bei den vorherigen Mobilfunkgenerationen. Das Spektrum

ist Eigentum von Staaten. Nur ein Teil davon ist lizenzfrei und wird

für sogenannte ISM-Bänder, also für industrielle Wissenschaft und

Medizin genutzt. Für Mobilfunknetze aber werden die Frequenzen

von Staaten an Mobilfunknetzbetreiber versteigert, da sie landesweite

öffentliche Netze aufbauen. Solche öffentlichen Netze sind

typischerweise auf den Anwendungsfall eMBB (enhanced Mobile

Broadband) fokussiert, um Verbrauchern die größtmögliche Daten -

rate und Bandbreite zu liefern. Mitte Juni 2019 haben die vier Anbieter

Telekom Deutschland, Telefonica Germany, Vodafone und Drillisch

Netz insgesamt 420 MHz an Frequenzen für insgesamt

6,5 Mrd. Euro bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) ersteigert.

Mit industriellem 5G kann das Netz für den jeweiligen Anwendungsfall

angepasst werden. Für verschiedene Industriezweige könnten

URLLC und mMTC zum Beispiel vorteilhafter sein als eMBB. Bei

einer privaten Bereitstellung kann der Endnutzer bestimmen, welche

Parameter festgelegt werden. Und er kann das Netz in einer für

die spezifische Anwendung optimalen Weise betreiben. Für solche

privaten Netze muss der Industrie wiederum ausreichend Spektrum

zur Verfügung stehen. In Deutschland hat die Bundesnetzagentur

beschlossen, 100 MHz von 3,7 GHz bis 3,8 GHz für die lokale Nutzung

in Industrieumgebungen zu reservieren.

Das gibt Unternehmen in Deutschland geeignete Möglichkeiten,

Spektrum für einen jährlichen Beitrag zu mieten und innerhalb ihrer

eigenen Betriebsstätten exklusiv zu nutzen sowie für einen optimalen

Datenschutz zu sorgen.

sc

Details zum 5G-Mobilfunkstandard unter:

www.3gpp.org

INFO

elektro

AUTOMATION

elektro AUTOMATION 01-02 2020 25


Robuste PHYs/Physical-Layer-Lösungen von Analog Devices

Für zeitkritische

Ethernet-Kommunikation

Um die Herausforderungen von smarter Fabrik und Industrie 4.0 anzugehen,

kommen zunehmend Ethernet-Verbindungen zum Einsatz. Gefordert werden

Datenintegration und -synchronisierung, Edge-Connectivity und System-Interoperabilität.

Mit Ethernet vernetzte Fabriken ermöglichen eine flexible und

skalierbare Fertigung, da sie eine Verbindung zwischen IT und OT herstellen.

Für die nahtlose und sichere Kommunikation sorgen sogenannte PHYs.

Maurice O´Brien, Strategic Marketing Manager,

Industrial Connectivity, Analog Devices (ADI), Limerick, Irland

26 elektro AUTOMATION 01-02 2020


TITELSTORY

PRAXIS

Die vernetzte Fabrik lebt von einer skalierbaren und robusten

Kommunikationsinfrastruktur. Heutige Netzwerke haben mit

Problemen ständig steigender Datenlast und Herausforderungen an

die Interoperabilität zu kämpfen. Denn es werden eine Unzahl an

Protokollen eingesetzt, die komplexe, leistungshungrige Gateways

benötigen, um den Datenverkehr in der Fabrik zu übersetzen. Das

industrielle Ethernet löst diese Interoperabilitätsprobleme mit einem

einzigen Netzwerk, in dem der wichtige Determinismus nahtlos

an den Rand der Fabrik geliefert wird. Die fehlende Verfügbarkeit

von Ethernet-PHYs, die speziell für raue Umgebungen entwickelt

sind, war bis jetzt ein Problem. Die Entwickler industrieller Kommunikationsausrüstungen

mussten sich zu lange mit physischen Standard-Ethernet-Schnittstellen

behelfen, die für den Massenmarkt

entwickelt waren und dadurch Kompromisse schließen. Im Zeitalter

von Industrie 4.0, in dem die Anzahl von Edge-Knoten rapide ansteigt

und Determinismus die Voraussetzung für eine vernetzte Fabrik

ist, werden verbesserte, auf industrielle Belange angepasste

Ethernet-PHYs immer wichtiger.

Vergleich der IT- mit der OT-Vernetzung

Aufgrund der Vorteile von gut unterstützten, skalierbaren und flexiblen

Kommunikationslösungen mit hoher Bandbreite ist Ethernet

die Kommunikation der Wahl in der IT-Welt. Als IEEE-Standard bietet

es auch Vorteile bezüglich der Interoperabilität. Allerdings ist eine

der Schlüsselanforderungen einer nahtlosen Ethernet-basierten Verbindung

von IT- und OT-Netzwerken ihr Einsatz in einer rauen Umgebung,

in der zeitkritische Verbindungen erforderlich sind.

Bei einer vernetzten Anwendung einer Bewegungssteuerung basierend

auf einer industriellen Ethernet-Verbindung in einer smarten

Fabrik sind die Mehrachsen-Synchronisation und präzise Bewegungssteuerung

wichtig für eine hochwertige Fertigung. Die steigende

Nachfrage nach höherem Produktionsausstoß und höherer

Qualität treibt wiederum den Bedarf nach schnelleren Reaktionszeiten

und höherer Genauigkeit der Servomotoren an. Diese gesteigerte

Systemleistung erfordert eine noch bessere Synchronisation der

Servomotor-Achsen. Heute wird in Bewegungssteuerungssystemen

überwiegend 100-Mbit/s-Echtzeit-Ethernet eingesetzt. Allerdings

betrifft die Synchronisierung nur den Datenverkehr zwischen

dem Netzwerk-Master und den Slaves.

Netzwerke müssen über die Grenzen des Netzwerks hinaus in der

Anwendung synchronisieren können, und zwar von unter 1 μs bis hinein

in die PWM-Ausgänge der Servomotorsteuerung. Dies erhöht

die Genauigkeit von Mehrachsen-Applikationen in der maschinellen

Bearbeitung und der Fertigung, wie bei Robotern und CNC-Maschinen,

basierend auf industriellem Gigabit-Ethernet mit höheren Datenraten

mit IEEE 802.1 TSN (Time Sensitive Networking). Dies erlaubt

es allen beteiligten Geräten, über ein konvergentes Netzwerk

hoher Bandbreite und industrielle Echtzeit-Ethernet-Protokolle für

eine Edge-to-Cloud-Verbindung vernetzt zu werden.

In einer industriellen Umgebung sind Robustheit und hohe Umgebungstemperaturen

die Hauptherausforderungen für die Ethernet-

Installateure. Lange Kabel sind von hohen Spannungsspitzen aus

Bild: ADI

Die robusten Ethernet-PHYs unterstützen

Echtzeit-Protokolle mit zwei

Ports, wie Profinet, Ethernet/IP,

Ethercat, Modbus TCP und Powerlink

elektro AUTOMATION 01-02 2020 27


PRAXIS

TITELSTORY

ADIN1200 mit FIDO5200 zur Verbindung mit industriellen Echtzeit-Ethernet-Bausteinen

Bild: ADI

Anforderungen an den

Ethernet-Physical-Layer

Typische Ethernet-Netzwerke sind in Linien- oder

Ringtopologien aufgebaut. Diese beiden Netzwerktopologien

haben im Vergleich zu Sterntopologien kürzere

Verdrahtungen und beim Ringnetzwerk einen redundanten

Pfad. Jedes mit einem Linien- oder Ringnetzwerk

verbundene Gerät benötigt zwei Ethernet-

Ports, um Frames im Netzwerk zu verbreiten. Die Verlustleitung

wird in diesen Anwendungsfällen noch

wichtiger, da es zwei PHYs für jedes vernetzte Gerät

gibt. Der Stromverbrauch von Gigabit-PHYs hat einen

wesentlichen Einfluss auf die Verlustleitung insgesamt,

und ein PHY mit geringerem Stromverbrauch

ermöglicht es, einen größeren Anteil des vorhandenen

Leistungs-Budgets für den FPGA/Prozessor und

Ethernet-Switch im Gerät zu vergeben.

Motoren und Fertigungsequipment umgeben, die potenziell Daten

verfälschen und Equipment zerstören können. Um ein industrielles

Ethernet erfolgreich einzusetzen, besteht die Anforderung nach einer

erweiterten Ethernet-Physical-Layer-Technik, die robust ist, wenig

Strom verbraucht und eine geringe Latenz aufweist sowie problemlos

in verrauschten und heißen Umgebungen arbeiten kann.

Was ist ein Physical-Layer (PHY)?

Ein industrieller Ethernet-PHY ist die physikalische Übertragungsschicht

zum Senden und Empfangen von Protokollen basierend auf

dem OSI-Modell. In diesem Schichtenmodell ist Ethernet durch

den IEEE-Standard 802.3 definiert und deckt Layer 1 (die Bitübertragungsschicht)

und teilweise Layer 2 (die Sicherungsschicht) ab.

Die Bitübertragungsschicht spezifiziert die Art der elektrischen Signale,

Geschwindigkeit der Signalgebung, die Übertragungsmedien

und Netzwerk-Topologien. Sie beinhaltet die Ethernet-Teile der physikalischen

Schicht der Standards 1000BASE-T (1000 Mbit/s),

100BASE-TX (100 Mbit/s über Kupferkabel) und 10 BASE-T (10 Mbit).

Die Sicherungsschicht (data

link layer) spezifiziert, wie über

das jeweilige Übertragungsmedium

kommuniziert wird sowie

die Rahmenstruktur der übertragenen

und empfangenen

Nachrichten. Das heißt einfach

gesagt, wie die Bits aus dem

Kabel und in ein Bit-Arrangement

kommen, sodass die Daten

aus dem Bitstrom extrahiert

werden können. Media

Access Control, oder kurz

MAC, ist in einem Host-Prozessor

oder Ethernet-Switch integriert.

FIDO5100 und FI-

DO5200 sind zwei Beispiele für

die eingebetteten industriellen

Zwei-Port-Ethernet-Switches

für Layer-2-Verbindungen, die

Echtzeit-Multi-Protokoll-Verbindungen

von industriellem Echtzeit-Ethernet

unterstützen.

Prozesssteuerung mit nahtloser Verbindung von der Edge in die Cloud

EMV/ESD-Verhalten

Industrielle Netzwerke können Kabellängen von bis zu 100 m in rauer

Fabrikumgebung mit hohen Spannungsspitzen vom Rauschen

des Fertigungsequipments haben. Das Potenzial für ESD-Ereignisse

von Equipment-Installateuren und Betriebspersonen ist ebenfalls

allgegenwärtig. Deshalb ist eine robuste physikalische Layer-Technologie

für den erfolgreichen Einsatz des industriellen Ethernets essenziell.

Industrielle Ausrüstungen müssen üblicherweise die folgenden

EMV/ESD-Standards von IEC und EN erfüllen:

• IEC 61000-4-5 Überspannungsfestigkeit

• IEC 61000-4-4 schnelle elektrische Transienten (EFT)

• IEC 61000-4-2 ESD

• IEC 61000-4-6 leitungsgeführte Störfestigkeit

• EN55032 abgestrahlte Emissionen

• EN55032 leitungsgebundene Emissionen

Die Kosten für die Zertifizierung der Produkte nach diesen Standards

sind hoch und dadurch kann die Markteinführung neuer Produkte

verzögert werden, wenn eine Design-Iteration erforderlich ist,

Bild: ADI

28 elektro AUTOMATION 01-02 2020


TITELSTORY

PRAXIS

um alle diese Standards einzuhalten. Signifikante Kosten und auch

das Risiko bei der Markteinführung neuer Produkte lassen sich senken,

wenn man PHY-Bausteine einsetzt, die bereits nach den IECund

EN-Standards geprüft sind.

Latenz eines Ethernet-PHYs

Für Anwendungen die eine Kommunikation in Echtzeit erfordern, in

der eine präzise Bewegungssteuerung von entscheidender Bedeutung

ist, ist die PHY-Latenz eine wichtige Design-Spezifikation, weil

sie ein entscheidender Teil der Zykluszeit des gesamten Ethernet-

Netzwerks ist. Die Zykluszeit eines Netzwerks ist die vom Controller

benötigte Zeit für die Kommunikation, um die Daten aller Geräte

einzusammeln und zu aktualisieren. Eine geringere Zykluszeit ergibt

in zeitkritischen Anwendungen eine höhere Applikationsleistung.

Ein Ethernet-PHY mit geringer Latenz hilft dabei, eine minimale

Netzwerk-Zykluszeit zu erzielen und erlaubt es deshalb, mehr Geräte

in das Netzwerk einzubinden.

Da in Linien- und Ring-Topologien zwei Ethernet-Ports (Data In Port/

Data Out Port) nötig sind, um Daten von einem Gerät zum nächsten

zu transferieren, hat die Latenz des Ethernet-PHY einen doppelt so

starken Einfluss. Bei einer Reduzierung der PHY-Latenz um 25 % in

einem Netzwerk mit 32 Teilnehmern (64 PHYs), ist der Einfluss sowohl

für die Anzahl der Knoten als auch der Leistung (Zykluszeit)

dieses industriellen Ethernet-Netzwerks signifikant.

Skalierbarkeit der Ethernet-PHY-Datenrate

Es ist auch wichtig, Ethernet-PHY-Bausteine für industrielle Ethernet-Netzwerke

zu haben, die unterschiedliche Datenraten unterstützen;

10 Mbit, 100 Mbit und Gbit (10/100/1000). Verbindungen zwischen

SPS und Bewegungssteuerung benötigen Gigabit-TSN-Ethernet-Verbindungen

(1000 BASE-T) mit hoher Bandbreite. Die Verbindungen

auf Feldebene basieren auf einer Ethernet-Verbindung, auf

der industrielle Ethernet-Protokolle auf 100-Mbit/s-PHYs (100 -

BASE-T) laufen.

Für die Verbindung End-Knoten/Edge-Knoten gibt es einen neuen

Standard, der in IEEE 802.3cg/10BASE-T1L festgelegt ist. Dieser

ermöglicht es der verlustleistungsarmen Ethernet-PHY-Technik auf

einem einzelnen verdrillten Leitungspaar bei 10 Mbit/s Bandbreite

über eine Entfernung von bis zu 1 km in eigensicheren Anwendungen

in der Prozessteuerung eingesetzt zu werden. Da die Ethernet-

Technik immer stärker auch an der Edge von industriellen Netzwerken

eingesetzt wird, wird der Umfang der Verbindungsknoten immer

kleiner. Über Ethernet vernetzte Sensoren/Aktoren können daher

sehr kompakte Formfaktoren haben, sie benötigen daher auch

PHYs in kleinen Gehäusen, die für industrielle Anwendungen entwickelt

sind. LFCSP/QFN-Gehäuse mit 0,5 mm Anschlussabständen

sind heute erwiesenermaßen robust, erfordern keine teuren

Baugruppen-Fertigungsabläufe und besitzen den Vorteil einer herausgeführten

Kühlfläche an der Unterseite. Damit wird die Wärmeableitung

bei Betrieb in erhöhter Umgebungstemperatur verbessert.

Eine lange Produktlebensdauer und -verfügbarkeit ist ein wichtiges

Anliegen für Hersteller industrieller Produkte und Anlagen, weil ihr

Equipment häufig für mehr als 15 Jahre im Einsatz bleibt. Produktabkündigungen

ziehen sehr kosten- und zeitaufwändige Neuentwicklungen

nach sich. Deshalb müssen industrielle Ethernet-PHY-

Bausteine eine lange Produktlebensdauer -und verfügbarkeit aufweisen,

etwas, was von Herstellern von Ethernet-PHYs für den

Konsummassenmarkt häufig nicht unterstützt wird.

Bild: ADI

Mit Hilfe eines Softwaretools lassen sich die PHYs untersuchen

und parametrieren

Technologie für industrielle Ethernet-PHYs

Analog Devices hat zwei neue industrielle Ethernet-PHYs auf den

Markt gebracht, die für den Einsatz in besonders rauen industriellen

Umgebungen mit Umgebungstemperaturen von bis zu 105 °C ausgelegt

sind. Das Unternehmens stellt lange Lebensdauern für neue Produkte

sicher, die für industrielle Applikationen entwickelt werden. Erweiterte

PHY-Eigenschaften der Bausteine ADIN1300 und ADIN1200

wurden speziell dafür entwickelt, um die erwähnten Herausforderungen

anzugehen:

• Verbesserte Erkennung von Datenverlust, detektiert Datenver -

luste in < 10 μs, eine Anforderung von industriellen Echtzeit-

Ethernet-Protokollen (z.B. Ethercat)

• Start der Paketerkennung für die IEEE-1588-Zeitmarkierung,

erforderlich für akkurates Timing im Netzwerk

• Erweiterter ESD-Schutz an den MDI-Pins/ESD-Widerstands -

fähigkeit am RJ-45-Steckverbinder

• PHY-Einschaltzeit < 15 ms.

• Stromversorgungsüberwachung auf dem Chip

• Verbesserte Robustheit des Einschaltvorgangs auf Systemebene

Der ADIN1300 ist der industrielle 10/100/1000-Ethernet-PHY mit

dem branchenweit niedrigsten Stromverbrauch, der geringsten Latenz

und dem kleinsten Gehäuse, der umfassend auf robustes

EMV- und ESD-Verhalten geprüft wurde und einen Betrieb in Umgebungstemperaturen

von bis zu 105 °C erlaubt. Der PHY ADIN1300

wurde nach den EMV/ESD-Standards getestet. Durch Nutzen einer

Ethernet-PHY-Technik, die umfassend nach den entsprechenden

IEC- und EN-Standards geprüft ist, können Kosten und Zeitaufwand

im Zusammenhang mit der Konformitätsprüfung und Zertifizierung

eines Produkts signifikant reduziert werden.

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elektro AUTOMATION 01-02 2020 29


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Codemeter von Wibu-Systems kontrolliert die vergebenen Lizenzen

Sichere Docker-Container

Anwender-Workshop

GRUNDLAGEN DER FUNKTIONALEN

SICHERHEIT AN THERMOPROZESS-

ANLAGEN-/ MASCHINEN

26.03.2020 • 10:00 - 17:00 Uhr

WORKSHOPZIEL

Der Workshop gibt einen Überblick über die

wichtigsten Anwendungsgebiete von sicheren

sowie nicht sicheren analogen Signalen und der

Verarbeitung von Signalen aus dem EX-Bereich.

Typische Anwendungsgebiete sind dabei

Dampfkesselanlagen, Aluminium- oder Glasschmelzen.

Im Workshop erfahren Sie, wie Sie

analoge Prozessgrößen sicher auswerten und in

Sicherheitsfunktionen einbinden können.

THEMENÜBERBLICK

• Warum Funktionale Sicherheit?

• Analoge Sicherheitsfunktionen vs. binären

Sicherheitsfunktionen

• Gleichzeitige Nutzung von analogen

Eingangsgrößen in Betriebs- und

Sicherheitsfunktionen

• Sicherheitsfunktionen im ATEX-Bereich

• Praxisteil: Sicherheitsfunktionen an einer

Thermoprozessanlage praktisch umgesetzt

ZIELGRUPPE

Der Workshop richtet sich an Konstrukteure,

Entwickler, Intstandhalter von Anlagen und

Maschinen in der Prozesstechnik.

TEILNAHME & ANMELDUNG

Die Teilnahmegebühr beträgt EUR 450.00 zzgl.

MwSt. Darin enthalten sind: Tagungsunter-


und Erfrischungen während der Pause.

Teilnehmerzahl max. 16 Personen.

Anmeldung unter: wie.li/trainingtpa

Der isolierte Betrieb von Applikationen in Containern wie Docker ist beliebt,

da diese Container einfach verwendet und vervielfältigt werden können.

Softwareanbieter haben deshalb ein Interesse daran, in Containern

laufende Applikationen sicher zu lizenzieren. Wie sich das scheinbar einfache

Vervielfältigen von Containern mit Codemeter und dem Wunsch nach

korrekter Lizenzierung verträgt, darüber informiert der folgende Beitrag.

Das Prinzip, Software in einem Container

zu betreiben, ist nicht neu.

Die zugrundeliegenden Funktionen sind

unter dem Betriebssystem Linux schon

länger vorhanden. Mit der Entwicklung

und Bereitstellung einer gut handhabbaren

Container-Technologie durch das Docker-Projekt

sind Container für viele verwendbar

geworden. Docker hat es geschafft,

die kritische Grenze zu überschreiten

und sich zum führenden Anbieter

für Container-Technologie zu mausern.

Spätestens, seitdem Microsoft die

Container-Technologie von Docker in den

Windows Server 2016 und Windows 10

integriert hat, ist klar, dass Docker zum

De-facto-Standard geworden ist.

Container-Technik

ist immer beliebter

Die Vorteile des Betriebs von Applikationen

im Container sind vielfältig. Im Prinzip

sind Container kleine virtuelle Maschinen

(VM) ohne eigenes Betriebssystem. Die

Container teilen sich mit dem vorhandenen

Host-Betriebssystem den Betriebssystem-Kernel

und die wichtigen Systemdateien.

Dadurch ist ein Container wesentlich

schlanker als eine VM, die die

gleichen Dienste bereitstellt, und Applikationen

können somit kostengünstiger betrieben

werden. Neben dem geringeren

Ressourcenverbrauch sind auch weniger

Systeme zu pflegen (Updates, Security-

Patches, etc.).

Container müssen also beim Starten nicht

erst Betriebssystem, Ressourcen und Bibliotheken

laden, sondern können direkt

auf Komponenten und Daten der Betriebsumgebung

zugreifen. Auch lassen sich

weitere Container wesentlich schneller

bereitstellen, da keinerlei Betriebssystem

installiert werden muss. Durch die Automatisierung

der Erstellung von Containern

kann man darüber hinaus einfach skalie-

ren. Diese Eigenschaften sorgen dafür,

dass Container immer beliebter werden.

Bei aller Euphorie sollte man aber auch einen

Blick auf die Nachteile werfen. Die

Isolierung der einzelnen Container, sowohl

dem Host gegenüber als auch untereinander,

bleibt deutlich hinter den Möglichkeiten

der herkömmlichen Virtualisierungstechnologien

zurück. Da sich die in

den Containern enthaltenen Prozesse alle

die selben Systembibliotheken und den

selben Kernel teilen, können Kompatibilitätsprobleme

die Folge sein. Auch Sicherheitslücken

oder Softwarefehler können

bei der Verwendung von Containern zu einem

echten Problem werden und das

System in seiner Gesamtheit in Mitleidenschaft

ziehen.

Wie verhält sich Codemeter in diesem

Umfeld und was müssen Softwarehersteller

und Lizenzgeber beachten? Wie können

Container verwendet werden und

wie kann der Softwareanbieter die Kontrolle

über die vergebenen Lizenzen behalten?

Schon nach den vorangegangenen

theoretischen Betrachtungen wird deutlich,

dass sich eine in einem Container erstellte

und gebundene Lizenz gut vervielfältigen

lässt. Eine Instanz vom Codemeter-Lizenzserver

in einem Container unterscheidet

sich quasi nicht von der in einem

anderen Container – die Bindung bleibt

identisch. Um mehrere Instanzen des Codemeter-Lizenzservers

in verschiedenen

Containern auf einem Host zu betreiben,

musste man bisher allerdings einige Veränderungen

vornehmen. Das Codemeter

6.90 bringt unter anderem in zwei Bereichen

Änderungen, die sich auf den Betrieb

mit Containern auswirken.

Linux-Container

mit Codemeter schützen

Der erste Bereich umfasst die erlaubten

Varianten von CmActLicenses innerhalb

30 elektro AUTOMATION 01-02 2020

oder Anmeldung unter:

www.automatisierungstreff.com/workshops


DATENKOMMUNIKATION/SECURITY

PRAXIS

Codemeter 6.90 bringt unter anderem in zwei Bereichen Änderungen,

die sich auf den Betrieb mit Containern auswirken

In der Grundkonfiguration bindet sich der Codemeter Lizenzserver

daher nur an den Localhost-Adapter

Bild: Wibu Systems

Bild: Wibu Systems

eine solche Lizenz in vielen Containern gleichzeitig betrieben wird.

Die zweite Ausnahme sind vom Lizenzgeber explizit genehmigte

CmActLicenses. Softwarehersteller können über eine neue Option

eine CmActLicense so konfigurieren, dass diese auch in einem Container

aktiviert werden darf. Die zugehörige Kommandozeilenoption

in CmBoxPgm ist „lopt:container“; sie ist ausschließlich für Universal

Firm Code anwendbar.

Der zweite Bereich betrifft das veränderte Verhalten der Bindung an

die Netzwerkschnittstellen. Damit so wenig Angriffsmöglichkeiten

wie möglich geboten werden – das hat gar nichts mit Containern zu

tun, sondern gilt generell – bindet der Codemeter Lizenzserver nur

noch dann an den Port 22350, wenn dieser Codemeter Lizenzserver

für den Betrieb als Codemeter Server im Netzwerk konfiguriert wurde.

In der Grundkonfiguration bindet sich der Codemeter Lizenzserver

daher nur an den Localhost-Adapter. Damit empfängt er im Falle

eines Betriebs in einem (Docker-) Container Anfragen von darin laufenden

Applikationen und kann diese dann entweder durch eine im

Container vorhandene Lizenz beantworten oder kann als Client gegenüber

einem anderen Codemeter Lizenzserver im Netzwerk die

Anfragen weiterleiten.

Somit lassen sich verschiedene Anwendungsfälle gut mit CodeMeter

umsetzen. Derzeit ist allen diesen Fällen gemein, dass dazu der

Container im Bridged-Modus betrieben werden muss, entsprechend

der Standardeinstellung.

Protection Only

Die Lizenz, die nur als Basis für die Entschlüsselung und Verwendung

der Applikation dient, kann im Container aktiviert werden. Der

Container kann einfach skaliert werden und die Applikation in vielen

Instanzen gleichzeitig laufen.

Die Lizenz „Protection Only“, die nur als Basis für die Entschlüsselung und

Verwendung der Applikation dient, kann im Container aktiviert werden

von Containern. Mit der Codemeter Version 6.90 ist der Betrieb und

die Aktivierung in Containern grundsätzlich verboten – mit zwei Ausnahmen:

Die erste Ausnahme sind Lizenzen, die sowohl ohne konkrete

Bindung an die Hardware des Systems (NoneBind) als auch

für mehrfachen Import (Reimport) erstellt wurden. Solche Lizenzen

dienen rein als Basis für die Entschlüsselung von Applikationen,

aber ohne Lizenzbeschränkung; diese Anwendung wird gerne als

Protection Only bezeichnet. In Zukunft wird dieser Anwendungsfall

durch die Verwendung von CodeMeter Protection Suite mit IP Protection

abgedeckt. Da diese Art der CmActLicenses keinerlei Lizenzbeschränkung

enthält, besteht auch keine Betrugsgefahr, wenn

Bild: Wibu Systems

Lizenzierung am Host

Die Lizenz zur Begrenzung und Kontrolle der bestimmungsgemäßen

Verwendung wird am Host aktiviert, z.B. als Codemeter Smartbind-Lizenz.

In den einzelnen Containern läuft jeweils ein Codemeter

Lizenzserver im Client-Modus. Er empfängt die Anfragen der Applikationen

aus diesem Container und leitet diese an den Codemeter

Lizenzserver am Host weiter. Dazu wird in der Serversuchliste

im Container fest die IP-Adresse des Hosts im Docker-Netzwerk eingetragen.

Diese ist im Kontext der Container dauerhaft fest, z.B.

172.17.0.1.

Lizenzierung über Netzwerk

Dieser Fall unterscheidet sich nur bezüglich des Serverortes von der

Lizenzierung am Host. Voraussetzung ist ein im Netzwerk laufender

Codemeter Lizenzserver, der die erworbene Lizenz bereitstellt. In

den einzelnen Containern läuft jeweils ein Codemeter Lizenzserver

im Client-Modus. Er empfängt die Anfragen der Applikationen aus

diesem Container und leitet diese an den Codemeter Lizenzserver

im Netzwerk weiter.

ge

www.wibu.com

Elektronische Auslieferung von Lizenzen

hier.pro/pGP43

Messe Embedded World: Halle 4, Stand 320

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elektro

AUTOMATION

elektro AUTOMATION 01-02 2020 31


PRAXIS

DATENKOMMUNIKATION/SECURITY

Industrie 4.0 – RZ/N unterstützt bei der Lösung der Herausforderungen

Interoperabilität von Netzwerken

Die Entwicklung zur Verbesserung der Netzwerkkonnektivität, der Maschinenproduktivität und der Sicherheit für vernetzte

Geräte in der Fertigung schreitet rasant voran. Sie zwingt Hardwarehersteller, sich den wachsenden Trends des industriellen

Internets der Dinge (IIoT; Industrial Internet of Things), besser bekannt als Industrie 4.0, anzupassen. Der Einsatz

eines Multi-Protokoll-Prozessors, wie der Renesas RZ/N, unterstützt dabei, die Trends in die Praxis einzuführen.

Garrett Yamasaki, Product Marketing Manager, Industrial Automation, Renesas Electronics America

Bild: Renesas

Interoperabilität von Netzwerken:

Verschiedene Zeitdomänen in

der Fertigung

Theoretisch besteht das Hauptziel von Industrie 4.0 darin, Netzwerke

zu schaffen, die vollständig interoperabel und vollkommen

sicher sind, in Echtzeit kommunizieren, und mit der Cloud verbunden

sind. Diese Anforderungen bedingen jedoch einige große

technologische Herausforderungen für die Industrie 4.0 in der nahen

Zukunft. Wie wird die Industrie 4.0 Interoperabilität, Sicherheit

und den wachsenden Trend zu IIoT-Gateways angehen?

Auf der Ebene der Betriebstechnik (OT; Operational Technology) in einer

Fertigungsanlage wird die Anzahl der in Echtzeit vernetzten Geräte

schnell erweitert, um den Anforderungen eines sich entwickelnden

Marktes gerecht zu werden. Industrial-Ethernet-Protokolle wie Ethernet/IP,

Ethercat und Profinet bieten die Echtzeitsteuerung und deterministische

Latenz für die Automatisierungstechnik in der Industrie

4.0, mit der die Gesamtlatenzzeiten in der Betriebstechnik der Fertigungsanlage

verringert werden können. Da jedoch beide Seiten eines

Netzwerkes untereinander interoperabel sein müssen, welches Protokoll

sollte man dann in einem sich ständig ändernden Markt wählen?

Die größte Herausforderung besteht darin, eine heterogene Lösung

zu schaffen, die in der Lage ist, mehrere Industrial-Ethernet-Protokolle

zu verarbeiten. Der Einsatz eines Multi-Protokoll-Prozessors, wie der

Renesas RZ/N, unterstützt hierbei. Dennoch besteht ein klarer Bedarf

nach Konvergenz der proprietären Industrial-Ethernet-Protokolle, um

die Interoperabilität zwischen den Geräten zu unterstützen.

TSN auf Erfolgskurs

Time Sensitive Networking (TSN) ist eine relativ neue, nach IEEE

802.1Q standardisierte Technologie, die eine neue Dimension an

Konnektivität und Optimierung eröffnet. TSN setzt auf standardisiertem

Ethernet auf und bietet zusätzlich Funktionen, die Features wie

eine einzigartige Zeitsynchronisation und deterministische Netzwerkkommunikation

umfassen. Damit können industrielle Automatisierungsanwendungen

Zeit- und Steuerungsanforderungen in herkömmlichem

Ethernet erfüllen. Da TSN in der Datenverbindungsschicht

(Data Link Layer) des OSI-Modells arbeitet, lassen sich alle

anderen Industrieprotokolle wie Ethernet/IP, Ethercat und Profinet

über TSN in den darüberliegenden Schichten des OSI-Modells implementieren.

Die Koexistenz solch unterschiedlicher Protokolle in

einem Netzwerk ist ein entscheidender Vorteil von TSN. Letztendlich

besteht der Zweck von TSN darin, mehrere Protokolle in ein einziges

standardisiertes Netzwerk zu bündeln. Die Zukunft von TSN sieht

deshalb vielversprechend aus.

Hardware-Security

Eine große Herausforderung in der Industrie 4.0 ist unzureichender

Schutz vor Netzwerkangriffen. Aus Sicht der Hardware gibt es drei

wesentliche Security-Bedrohungen. Erstens die Bedrohung durch

Cyber-Angriffe, die aufgrund der explosionsartigen Zunahme von

32 elektro AUTOMATION 01-02 2020


DATENKOMMUNIKATION/SECURITY

PRAXIS

Netzwerkverbindungen ganze Netzwerksysteme beschädigen können.

Zweitens, Denial-of-Service-Angriffe, die eine Unterbrechung

der Netzwerkverfügbarkeit verursachen können, was auf unbefugten

Zugriff oder Manipulationen durch die Ausweitung auf Cloud-

Verbindungen zurückzuführen ist. Drittens: Bedrohungen aufgrund

der Lieferkette durch beschädigte oder gefälschte Bauteile, die verschiedene

Arten von Malware enthalten können. Die International

Electrotechnical Commission (IEC) unterstützt hier mit einer Security-Standardisierung,

um Sicherheitslücken für Industrie 4.0 zu beheben

und zu mindern. Die Security-Zertifizierungen für Anwendungen

in der Industrieautomation fallen unter die Norm IEC62443-4.

Aus Hardwaresicht ist es äußerst wichtig, den Betriebskern zu

schützen, nämlich den Mikroprozessor, der in den IIoT-Endpunkt eingebettet

ist. Die Hardware-Security, die den Startvorgang der Gerätesoftware

schützt, wird als Hardware-Root-of-Trust bezeichnet. Es

gibt zwei Hauptaspekte der Hardware-Root-of-Trust, die einen bestimmten

Bereich absichern und ihn mit manipulationssicherer Technologie

schützen. Die Schaffung eines abgesicherten Bereichs umfasst

eine Krypto-Engine sowie einen hochsicheren Schlüssel, während

die manipulationssichere Technologie die Erkennung von Anomalien

(Schaltkreisspannung, Strom, Frequenz usw.) und verschiedene

Arten von sicherer Schaltkreistechnologie umfasst. Der Vorteil

besteht darin, dass die Root-of-Trust das Angriffsrisiko deutlich reduziert

und zugleich die Systemintegrität überprüft.

Einige der neuesten Security-Trends für Hardware sind die Implementierung

von sicherer Boot-Funktionalität und Funktionen für das

Security-Lifecycle-Management. Erstens verhindert der sichere

Bootvorgang die unbefugte Programmausführung, indem vorab geprüft

wird, ob ein Programm manipuliert wurde oder nicht. Bei der

Ausführung eines Programms, das im integrierten Flash-Speicher

oder im externen Speicher abgelegt ist, überprüft Secure Boot vor

dem eigentlichen Bootvorgang, ob der Code durch vertrauenswürdige

Sicherheitszertifikate authentifiziert ist. Dadurch wird verhindert,

dass Unbefugte ein anderes Betriebssystem oder einen anderen

Bootloader auf den Baustein laden. Zweitens wird durch das Security-Lifecycle-Management

ein robustes und leistungsfähiges Sicherheitsmanagement

in allen Phasen des Lebenszyklus von industriellen

Automatisierungsanwendungen (Design, Fertigung, Betrieb in

der Fertigungslinie und Entsorgung) gewährleistet. Ein Beispiel für

das Security-Lifecycle-Management ist eine Funktion zur Genehmigung

von Debugger-Verbindungen in jeder Phase sowie eine Funktion

zum Löschen von Programmen und zum Sperren von Schlüsseln

zum Zeitpunkt der Entsorgung. Dies trägt wesentlich zur Vermeidung

von Produktfälschungen in allen Phasen des Lebenszyklus bei.

Intelligente Endpunkte

Ein weiterer wachsender Trend in der Industrie 4.0 ist die Schaffung

intelligenter Endpunktknoten durch den Einsatz eines Echtzeit-IIoT-

Gateways. Diese intelligenten Endpunktknoten verfügen über ein

On-Chip-IIoT-Gateway. Mit ihm können Unternehmen ihre Daten

von der OT-Schicht bis zur IT-Schicht (Information Technology) aggregieren,

um die Daten über Anwendungen wie Cloud-Analytics zu

verarbeiten. Ein eingebettetes IoT-Gateway in einem Endpunkt bietet

enorme Vorteile. Hierzu zählen der Zugriff auf Echtzeitdaten,

Bild: Renesas

Interoperabilität von Netzwerken: Industrie-4.0-Anwendungsbeispiel eines

IIoT-Gateways

Bild: Renesas

Interoperabilität von Netzwerken: IIoT-Anwendungsbeispiel mit einer Echtzeit-Gateway-Lösung

Analysen auf dem Chip und in der Cloud, die Schaffung eines abgesicherten

Endpunkts und aktive Befehls- und Kontrollmöglichkeiten.

Da Industrieanlagensysteme auf jeder Ebene eines Fertigungsbetriebs

unterschiedliche Zeitdomänen haben, sind die am besten geeigneten

Mikroprozessoren diejenigen mit einem Anwendungsnetzwerk

zur Verbindung der IT-Ebene und einem Echtzeitnetzwerk für

den Zugriff auf die OT-Ebene. Ein Applikationskern ermöglicht die

Anbindung an die Cloud über neuere Protokolle wie OPC UA oder

MQTT. Gleichzeitig gewährleistet ein Echtzeit-Netzwerkkern die Verarbeitung

von deterministischen Industrial-Ethernet-Protokollen. Ein

Beispiel für einen solchen Mikroprozessor mit beiden Fähigkeiten

ist der Renesas RZ/N.

Industrie 4.0 bedingt viele verschiedene technische Herausforderungen,

da die Anwendungen der Industrieautomatisierung immer

stärker vernetzt werden und Echtzeitdaten erfordern. Die wichtigsten

Herausforderungen sind der Aufbau von interoperablen, industriellen

Netzwerken wie TSN, die Erhöhung der Hardware-Security

zum Schutz vor Netzwerkangriffen und der Aufbau von intelligenteren

Endpunkten, die als IIoT-Gateway fungieren können. ge

www.renesas.com/eu/en/

Weitere Details zu den Prozessoren:

hier.pro/y3tMR

Messe Embedded World: Halle 1, Stand 310

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elektro

AUTOMATION

elektro AUTOMATION 01-02 2020 33


PRAXIS

STEUERUNGSTECHNIK/IPC/SPS

PC-basierte Automatisierung vereinfacht Entwicklung von Papierschneide- und Verpackungsmaschinen

Systemkomplexität und Maschinenkosten

gleichermaßen optimiert

BW Papersystems konnte mit Automatisierungstechnik von Beckhoff sowohl die Kosten in der Entwicklung

des Großformatquerschneiders eCon als auch die Größe des Schaltschranks halbieren. Zudem profitiert die

Inbetriebnahme von um 65 % reduzierten Installationszeiten. Das und weitere Pluspunkte machen die Maschine

auch für kleinere Endanwender in der Druck- und Verpackungsindustrie interessant – ein wichtiger

Wettbewerbsvorteil für den Erfolg in der stark umkämpften Druck- und Papierindustrie.

James Figy, Senior Content Specialist, Beckhoff Automation, USA

Per PC-based Control kann BW Papersystems seine Großformatquerschneider so auslegen, dass sie

auch für kleinere Endanwender in der Druck- und Verpackungsindustrie interessant werden. Ein Multitouch-Control-Panel

CP2907 mit einem hochauflösenden 7-Zoll-Display dient als User-Interface

Die Verarbeitung von Papier- und Kartonrollen zu Bögen in verschiedenen

Formaten stellt hohe Anforderungen, um eine problemlose

Weiterverarbeitung in Druck- und Verpackungsanwendungen

sicherzustellen. Spezialisiert darauf ist die BW Papersystems mit

Hauptsitz in Phillips, Wisconsin. „Ein Hauptmerkmal unserer Produkte

ist deswegen die Blatt- und Stapelqualität“, berichtet Jeff Gafner, Senior

Vice President Engineering & Service bei BW Papersystems. „Zu

den Schlüsselkriterien zählen eine hohe Kantenqualität mit minimalen

Staub- und Faserpartikeln, weil dies ansonsten aufgrund häufiger Druckerreinigung

zu höheren Ausfallzeiten führt.“ Maßhaltigkeit und Stapelqualität

ermöglichten höchste Vorschubgeschwindigkeiten bei minimalen

Störungen durch Papierstau.

Bei der Entwicklung des Großformatschneiders eCon wollte man zudem

das ehrgeizige Ziel erreichen, die Kosten gegenüber dem Vorgängersystem

um 50 % zu reduzieren, um in der umkämpften Druck- und

Papierindustrie auch für Unternehmen mit einem kleineren Investi -

tionsbudget interessant zu sein. „Die in den USA gefertigte Maschine

soll der Industrie führende Blatt- und Stapelqualität zu einem Preis lie-

Bild: Beckhoff Automation

fern, der mit importierten Maschinen

konkurrieren kann“, so Gafner weiter.

Um sowohl Kosten zu reduzieren als

auch in Bezug auf Innovation und Einfachheit

neue Maßstäbe zu setzen, wurde

der Querschneider mit PC-basierter

Automatisierungstechnik der Beckhoff

Automation GmbH & Co. KG in Verl entwickelt.

„Einfachheit hinsichtlich der

Elektrik stellt die Konnektivität zwischen

den Komponenten sicher und erleichtert

den eventuellen Austausch von Bauteilen

vor Ort“, führt Erik Paulson aus, Projektingenieur

bei BW Papersystems.

„Sie betrifft ebenso den einfachen Systemanlauf

nach dem Herunterladen von

Antriebsparametern bei der Installation

oder einen Austausch der Antriebe.“

HMI erleichtert auch KMU

den Fernzugriff

Von zentraler Bedeutung war auch eine

einfache Bedienoberfläche. Diese wurde

mit dem intuitiv bedienbaren Multitouch-

Einbau-Control-Panel CP2907 von Beckhoff

Automation realisiert. Über das HTML5-fähige HMI ist auch der

Fernzugriff auf die Twincat-Steuerung des eCon-Querschneiders möglich.

Damit können auch kleinere Unternehmen eine Fehlersuche und

-behebung ohne Technikereinsatz vor Ort durchführen, um kostspielige

Ausfallzeiten zu vermeiden. Die Automatisierungssoftware Twincat 3

unterstützt nicht nur den Fernzugriff, sondern stellt auch essenzielle

Diagnosewerkzeuge wie Scope View bereit. „Wir können eine Vielzahl

von Signalen bis in den 250-μs-Bereich überwachen und diese mit

Twincat Scope View visualisieren“, erläutert Paulson. „Scope View verwenden

wir häufig, um Probleme zu suchen und zu beheben, oder einfach,

um das System zu optimieren. Meiner Meinung nach ist das eines

der wesentlichen Alleinstellungsmerkmale der Software Twincat.“

Ein Embedded-PC CX2020 steuert die gesamte Maschine von der SPS

über Motion Control bis zur Benutzerschnittstelle. Dies stellt laut BW

Papersystems eine große Verbesserung im Vergleich zu früher dar, als

für jede Funktion eine konventionelle SPS benötigt wurde.

Das Ethercat-Klemmensystem von Beckhoff erwies sich als sehr platzsparend.

Zudem unterstützen es diese I/O-Komponenten, in Echtzeit

34 elektro AUTOMATION 01-02 2020


STEUERUNGSTECHNIK/IPC/SPS

PRAXIS

Der Anwender

INFO

Bild: Beckhoff Automation

Dennis Veldboom, Elektrotechniker, und Kelly Kalk,

Technical Publications Specialist, beide BW Papersystems

mit Don Seichter, Wisconsin Area Sales Manager von

Beckhoff USA (v. l. n. r.) vor dem eCon-Querschneider

BW Papersystems mit Hauptsitz in Phillips, Wisconsin, und

weiteren Standorten in Deutschland, Italien, Ungarn und

China hat mehr als 50 Jahre Erfahrung in der Herstellung von

Papierschneide- und -verpackungsmaschinen. Die Großformatschneidesysteme

des Anbieters verarbeiten riesige Papier-

oder Kartonrollen mit hoher Geschwindigkeit zu großformatigen

Bögen. Mit einer Länge von ca. 19 m ist der

eCon-Großformatquerschneider von BW Papersystems eine

Lösung der nächsten Generation zum Glätten, Schneiden und

Stapeln von Papier und Pappe.

www.bwpapersystems.com

Bild: BW Papersystems (USA)

Bild: Beckhoff Automation

Bild: Beckhoff Automation

Ein Embedded-PC CX2020 steuert die gesamte Maschine

und ersetzt dadurch mehrere konventionelle SPSen, die

zuvor erforderlich waren

BW Papersystems konnte die Schaltschrankgröße durch

das kompakte Beckhoff-System bestehend aus Embedded-PC,

Servoantrieben und Ethercat-Klemmen um die

Hälfte reduzieren

zu kommunizieren und schnelle Steuerkreise für die Antriebe bereitzustellen.

Twinsafe-Klemmen sind in die gesamte Systemarchitektur integriert

und gewährleisten funktionale Sicherheit an allen Gefahrenpunkten

der Maschine, die mit hohen Geschwindigkeiten, großen Walzen

und Schnellschneidern arbeitet. Der technische Support von Beckhoff

und die Bereitstellung vorinstallierter und getesteter Schaltschränke

waren weitere wichtige Faktoren, ergänzt Peter Forster, Produktmanager

Software und Bedienelemente bei BW Papersystems. „Wir erwarteten

nicht nur bei der Auswahl der Geräte Unterstützung, sondern

auch beim Layout der Schaltschränke und bei den ‚Best Practices‘ hinsichtlich

der Verdrahtung.“ Zudem sollte der Steuerungsanbieter die Inbetriebnahme

und das Testen der ersten Maschinen vor Ort begleiten.

Schaltschrankgröße halbiert und Funktionalität erhöht

Die kompakt bauenden Ethercat-I/Os haben dazu beigetragen, die Größe

des Schaltschranks um 50 %, bei einigen Ausführungen sogar um

fast 70 % zu reduzieren. Mit dem platzsparenden Embedded-PC

CX2020 kann die Maschine einen 30.000-Schritt-Encoder betreiben –

eine funktionale Verbesserung gegenüber dem Vorgängersystem. In

Verbindung mit den leistungsstarken Ethercat-Servoantrieben, der

Twinsafe-Technologie und dem intuitiven Multitouch-Control-Panel

überzeugt das Endergebnis laut BW Papersystems durch Einfachheit,

ohne dass die Anwender auf Innovationen verzichten müssen. Zudem

vereinfacht der eCon-Querschneider die Inbetriebnahme mit um 65 %

reduzierten Installationszeiten.

co

www.beckhoff.de

Weitere Infos zu Lösungen

für die Verpackungsindustrie:

hier.pro/ioYL7

INFO

elektro

AUTOMATION

elektro AUTOMATION 01-02 2020 35


PRAXIS

M2M-KOMMUNIKATION/HMI

Retrofit von Papierschneidemaschinen mit Lösungen von Wachendorff

Maschinen auf dem Stand der Technik

Papierschneidemaschinen aus den 70er Jahren sind nicht kaputt zu kriegen – entsprechen aber nicht

mehr den geltenden Normen und Sicherheitsvorschriften. Um sie auf den aktuellen Stand zu bringen,

braucht man nicht nur neue Bauteile, sondern auch ausgefeilte Steuerungen. Ein Unternehmen, das

sich auf solche Aufgaben spezialisiert hat, ist GraphiTech Klemusch Nölke GmbH in Langenhagen. Bei

Drehgebern, Bediengeräten und Fernwartungslösungen setzt es auf Produkte von Wachendorff.

Der Besuch bei GrahpiTech Klemusch Nölke GmbH in Langenhagen

fühlt sich an wie eine Zeitreise. Während vorne in der

Werkstatt Digitalisierungskomponenten wie Router, Touchpanel und

SPS auf ihren Einbau warten, findet man ein paar Meter weiter eine

Maschine aus den 70er Jahren oder mit Glühlampen realisierte

Lichtschranken aus jener Zeit. „Die älteste Papierschneidemaschine,

die wir umgebaut haben, stammte aus den 60er Jahren“, erklärt

Dietmar Nölke, der sich seit mehr als 20 Jahren mit Umbauten und

Modernisierungen solcher Maschinen beschäftigt und das Unternehmen

seit 15 Jahren zusammen mit Stefanie Klemusch-Nölke führt.

„Wenn es über die Hersteller keine Ersatzteile mehr gibt, dann kommen

die Besitzer oft auf uns zu, um die Maschinen weiter nutzen zu

können“, erklärt er. Hinzu kommt die Problematik, dass sich die Sicherheitsvorschriften

über die Jahre stark verändert haben. Es gilt

also, die alten Maschinen auch sicherheitstechnisch auf den Stand

der Technik zu bringen – eine Aufgabe, für deren Lösung die Spezialisten

heute international geschätzt werden: „Wir überarbeiten Maschinen

auf der ganzen Welt“, erklärt Stefanie Klemusch-Nölke.

„Manchmal empfehlen uns sogar die Hersteller, wenn sie ihren

Kunden selbst nicht mehr helfen können“, berichtet sie. Soll eine

Maschine mit den modernen Möglichkeiten ausgerüstet werden,

dann wird zunächst die ganze Elektrik entfernt, um anschließend eine

völlig neue, zeitgemäße Steuerung aufzubauen „Wir nutzen hier

als Bediengeräte konsequent die Red-Lion-Produkte von Wachendorff“,

erklärt Dietmar Nölke.

Bediengeräte für raue Umgebungen

Die Bediengeräte von Wachendorff überzeugen ihn vor allem durch

ihr Preis-Leistungs-Verhältnis, sind kompatibel zu allen gängigen

Steuerungen und haben die vielen Schnittstellen, die er benötigt,

schon inklusive. Besonders wichtig: Sie wurden speziell für raue Industrieumgebungen

konzipiert und tolerieren auch die Bedienung

mit Arbeitshandschuhen, Erschütterungen und Staub in der Luft,

was gerade beim Einsatz in der Druckindustrie wichtig ist. „Wenn

Druckplatten geschnitten werden, gibt es oft heftige Vibrationen. Außerdem

liegt durch den Prozess viel Staub in der Luft und auch Öl –

da müssen die Komponenten schon einiges aushalten,“ erklären die

Experten in Langenhagen. Diese Robustheit überzeugte schon

beim ersten Kontakt zu Wachendorff, als es um den Einsatz von

Drehgebern ging. „Wir nutzen hier überwiegend inkrementale Hohlwellengeber

von Wachendorff. Jede Maschine ist anders und wir

wählen immer ganz individuell aus, was wir benötigen“ erklärt Dietmar

Nölke. Das Konzept von Wachendorff mit seinen vielen Varianten

und der Möglichkeit von Sonderanfertigungen gefällt den Fachleuten

besonders. „Jeder Geber wird bei Wachendorff im eigenen

Bild: Wachendorff

Die gesamte Steuerung wurde erneuert und digitalisiert

Hause von Hand montiert“, erklärt Olaf Rosebrock, der als Mitarbeiter

von Wachendorff für die Region Nord das Unternehmen in Langenhagen

betreut. „Dadurch können wir ganz einfach auf Kundenwünsche

eingehen, was gerade für Spezialisten wichtig ist“. Immer

wichtiger werden auch die Fernwartungsrouter eWON.

Fernwartung wirtschaftlich realisieren

„Mit der wachsenden Internationalisierung unserer Arbeit stellte

sich immer mehr die Frage nach einem effizienten Service“, berichtet

Stefanie Klemusch-Nölke. Teilweise erfährt sie gar nicht, wo ihre

überarbeiteten Maschinen später einmal landen. „Unsere Kunden

sind Druckereien oder Buchbindereien – wenn sie die Maschinen

weiter verkaufen, bekommen wir das gar nicht mit – bis dann

plötzlich ein Anruf aus Indien kommt und wir gebeten werden, irgendwelche

Sicherheitsupdates nachzurüsten“ schildert sie ihr Tagesgeschäft.

Um auf solche Anfragen aus der ganzen Welt schnell,

aber auch wirtschaftlich reagieren zu können, nutzt das Unternehmen

seit einiger Zeit auch Fernwartungslösungen von Wachendorff.

Je nach Maschine und Aufgabe können hier die aktuellen Werte angezeigt

werden, um im Störungsfall schnell Hilfestellung zu leisten.

Auch das Aufspielen von Updates von Ferne ist so möglich. „Das

spart natürlich Zeit, aber vor allem Reisekosten, wenn man sofort

von hier aus helfen kann. Für das, was so ein Router kostet, kann

keiner von uns zum Kunden fahren – schon gar nicht ins Ausland“, erklärt

Dietmar Nölke. Gerade, wenn nur eine Maschine beim Kunden

36 elektro AUTOMATION 01-02 2020


M2M-KOMMUNIKATION/HMI

PRAXIS

Bild: Wachendorff

Die Bedienung erfolgt über ein robustes Red-

Lion-Touchpanel. Die Oberfläche wurde für Grahi-

Tec erstellt und ist nahezu selbsterklärend

Bild: Wachendorff

Der Fernwartungsrouter eWON ermöglicht den

Fernzugriff auf die SPS. Durch diesen Router

werden auch Stand-Alone Systeme IoT-fähig

Bild: Wachendorff

Ein Hohlwellendrehgeber von Wachendorff

sorgt für die präzise Positionierung der Messer

der Papierschneidemaschine

vorhanden ist und diese ausfällt, kommt es auf jede Minute an. Bei

solchen Reparaturen muss es besonders schnell gehen.

Läuft die Maschine noch, dann bleibt für die Umrüstung etwas länger

Zeit. „Wir haben auch schon innerhalb eines Wochenendes die

gesamte Elektronik ausgetauscht, weil montags alles wieder funktionieren

musste. Wenn die Umrüstung länger dauern sollte, dann

helfen wir auch mit einer Leihmaschine aus – was der Kunde

braucht, machen wir möglich“, ergänzt Dietmar Nölke.

„Wir definieren zusammen mit unseren Kunden immer ganz genau,

welche Aufgaben die jeweilige Maschine hat und wo sie zum Einsatz

kommen soll“, erklärt Dietmar Nölke. Erst dann sucht er die passenden

Komponenten aus. „Das breite Sortiment und die große Flexibilität

von Wachendorff sind uns eine große Hilfe“, schildern die beiden Inhaber

von GraphiTech Klemusch Nölke ihre Erfahrungen. Hinzu kommt

der persönliche Support: „Der Support ist immer erreichbar, wenn wir

Fragen haben – man landet nicht bei irgendwelchen Hotlines oder in

Warteschleifen, sondern erreicht immer jemanden der sofort helfen

kann“, freuen sich die beiden über die gute Zusammenarbeit.

Am Beispiel einer überarbeiteten Maschine

Zum Einsatz kommen verschiedene Geräte und Lösungen von Wachendorff.

Der robuste Industrie-Drehgeber WDGI58H wird aus Aluminium

gefertigt und ermöglicht mit bis zu 25000 Impulsen eine hohe

Präzision. Durch den verwendeten Simmering wird IP65 erreicht.

Der Hohlwellengeber garantiert mechanische und elektrische Sicherheit

und eine Ausgabefrequenz von bis zu 600 kHz/2 MHz. Eine

Druckausgleichsmembran erlaubt Temperaturen von -40 bis +85 °C.

Die ergonomischen 10-Zoll-Touch-Panel aus der HMI-Serie G300

von Red Lion ermöglichen eine komfortable Bedienung über Touch

oder Tasten. Diverse Geräte können hier angebunden werden.

Sichere Fernwartungslösung

Die eWON-Flexy-2.05-Router bieten weit mehr als nur den Fernzugriff

auf Maschinen im Störfall. Sobald der sichere Fernzugriff eingerichtet

ist, bietet dieser Kommunikationskanal viele Möglichkeiten

für neue, datenbasierte Dienstleistungen wie vorausschauende

Wartung, Optimierung von Prozessabläufen und die standortübergreifende

Zusammenarbeit von Produktionszentren. Der Mehrwert

gegenüber dem reinen Fernzugriff ist erheblich und eröffnet Anlagenbetreibern

und Maschinenbauern neue Geschäftsfelder im Kontext

von IoT und Industrie 4.0. Der sichere Fernzugriff über VPN und

das Routing von WAN zu LAN sind dabei obligatorisch. Der Fokus

liegt auf den vielfältigen Datendiensten, um Daten angeschlossener

Geräte bereitzustellen, zu visualisieren, zu alarmieren oder zu verarbeiten.

Das bewährte Verbindungsportal Talk2M ergänzt ideal weitere

Webdienste. Mit der Funktion M2Web gibt es die Möglichkeit, direkt

auf Web-Visualisierungen der angeschlossenen Geräte zuzugreifen,

von beliebigen Endgeräten aus mittels Web-Browser. ge

www.wachendorff-prozesstechnik.de

Weitere Details

zum Fernwartungsportal:

hier.pro/H5ekL

INFO

elektro

AUTOMATION












elektro AUTOMATION 01-02 2020 37


NEWS

SOFTWARE + SYSTEME

Ruggedized-Industrie-Tablet von TL Electronic

Hält extrem anspruchsvollen Bedingungen stand

MARKTPLATZ INDUSTRIE 4.0

Kongresshalle Böblingen

24. - 26. März 2020

USE CASE

Process Optimization

Maschinendaten in Echtzeit mit

der MES- & SAP-Welt verknüpfen

Mit dem M133K ist nun die nächste Generation

des robusten 13,3-Zoll-Tablets von TL

Electronic mit den Core-i5-Prozessoren der 7.

Generation verfügbar. Das Ultra-Rugged-Tablet

ist der ideale Begleiter in Lager, Logistik,

Automotive, Outdoor, Smart Factory, Field

Service etc. In vielen industriellen, mobilen

Anwendungsbereichen muss ein Ultra-Rugged-Tablet

extrem anspruchsvollen Bedingungen

standhalten. Das Unternehmen TL

Electronic hat das M133K dafür mit einem

Gehäuse aus einer widerstandsfähigen Magnesium-Legierung

gefertigt, rundum gummiert

und IP65-geschützt. Erschütterungen, Vibrationen

und Stürzen widersteht das robuste

Tablet gemäß MIL-STD-810G. Der präzise

10-Punkt-Multi-Touch-Screen unterstützt je

nach Einsatzzweck die Betriebsmodi Hand-/

Regenmodus, Touch-Pen und Handschuh-Bedienung.

Eine hohe Brillanz mit weitem Betrachtungswinkel

und direkter optischer Bindung

des LCDs sorgt dafür, dass das helle

Display auch im Freien hervorragend lesbar

ist. Der Li-Polymer-Akku mit 10.280 mAh er-

möglicht eine Laufleistung von bis zu 11

Stunden und kann optional sogar im laufenden

Betrieb gewechselt werden. Vielfältige

Anschlussmöglichkeiten, Optionen und umfangreiches

Zubehör für Datenerfassung,

Kommunikation, Docking, Montage, Stromversorgung,

Peripherie und Transport stehen

zur Verfügung.

ge

www.tl-electronic.de

Bild: TL Electronic

Sie wollen - und müssen - Ihre Produktion effizienter steuern

und kontinuierlich optimieren, um wettbewerbsfähig zu

bleiben? Dann kommen Sie nicht um die Nutzung von Maschinendaten

herum. Wie Sie diese systematisch erfassen

und nahtlos in die MES- und SAP-Welt integrieren können,

zeigen wir Ihnen auf dem Marktplatz Industrie 4.0.

Neugierig geworden?

Dann besuchen Sie doch unseren Stand. Wir freuen uns auf

Sie! Statt auf der reinen Theorie liegt der Fokus dabei auf

Anwendungsfälle aus konkreten Kundenprojekten:

In 3 Schritten zu mehr Prozesskontrolle

Vom Maschinensignal bis hin zur Kennzahl im Controlling

IDAP.mes & WAGO IoT-Box -Maschinenintegration verblüffend

einfach

Die Basis für die vertikale Integration sind durchgängige

Lösungen, die Automatisierungstechnik, MES und ERP

vereinen, und sich an Prozessen orientieren und nicht an

Systemen.

Mehr Details unter:

EKS Engel präsentiert Managed Gigabit-Switch

Ultraschmale Bauform für hohe Packungsdichte

EKS Engel stellt den Managed Gigabit-Switch

E-Light-4G-M vor, der insbesondere für die

Industrie- und Gebäudeautomatisierung, intelligente

Transportsysteme sowie Smart-

City-Anwendungen entwickelt wurde. Da er

nur 30 mm breit ist, ermöglicht dieser

Switch, der Profinet unterstützt und für TSN

vorbereitet ist, eine hohe Packungsdichte im

Schaltschrank und reduziert so die Betriebskosten.

Er hat acht elektrische Ports

(10/100/1000-BASE-TX) und zwei optische

Uplinks (1000-BASE-FX) für Singlemodeoder

Multimode-Fasern, mit denen Daten

über Entfernungen von bis zu 100 km übertragen

werden können. Redundanzverfahren

wie MRP und RSTP gewährleisten eine

schnelle Rekonfiguration des Netzwerks. Die

Software funktioniert mit allen Browsern und

Betriebssystemen, von Linux über Windows

bis hin zu Apple und Android. Dadurch kann

der Switch sowohl via PC als auch Smartphone

und Tablet gemanaged werden. Die

Diagnosefunktionen lassen sich mit Alarmen

koppeln, die über SNMP, E-Mail oder Relais

angezeigt werden. Der für einen Temperaturbereich

von -40 bis +70 °C ausgelegte Switch

in IP20 hat eine redundante Spannungsversorgung

(12 bis 60 V DC ) und erfüllt alle relevanten

EMV-Normen. Für Datensicherung

und Software-Updates sind Schnittstellen für

USB-Sticks und SD-Karten vorhanden. ge

www.eks-engel.de

Bild: EKS Engel

Sichern 38 elektro Sie sich AUTOMATION Ihren exklusiven 01-02 Termin 2020unter:

www.automatisierungstreff.com/termin


SOFTWARE + SYSTEME

NEWS

Embedded-PC von ICP mit Xeon-Power und 10-fach-PoE

Für das Extreme geschaffen

Mit dem MX1-10FEP bringt ICP Deutschland den ersten Embedded

PC der neuen modularen M-Serie auf den Markt. Der

MX1 trotz auch extremen Einsatzbedingungen und wurde

mit hoher Rechenleistung, flexiblen Erweiterungsmöglichkeiten

für Hardware sowie Einsatzmöglichkeiten in extremer

Umgebung ausgelegt. Mit dem 1151-Prozessorsockel und

dem verwendeten Intel-C246-Chipsatz unterstützt der MX1

8-te Generation Xeon- und Core-I-Prozessoren von Intel. Bis

zu 32 GB ECC oder non-ECC DDR4 2666 MHz Arbeitsspeicher

können je nach Prozessorvariante verbaut werden. Die

Intel-HD-Grafik stellt sowohl einen HDMI, einen Display Port

als auch einen DVI-I-Ausgang zur Verfügung. Im Gehäuse mit

gerade einmal 7,8 l Volumen finden drei 2,5-Zoll-Einbaurahmen,

einer davon als Wechselmedium ausgelegt, zwei Mini-

PCIe Steckplätze mit mSata-Support, ein M.2 2242/2260/

2280-Steckplatz mit PCIe-x4-Signal, ein M.2 2230 und eine

PCI-Express-x16-Schnittstelle Platz. Der MX1 arbeitet je nach

CPU bei Umgebungstemperaturen von -40 bis zu +70 °C und

ist mit zusätzlichen Zertifizierungen EN50155 und E-MARK

für den Fahrzeug-und Bahnbetrieb geeignet.

ge

www.icp-deutschland.de

Bild: ICP

Visam veröffentlicht aktualisierte Version VBASE 11.6

Mit Reporting und Gruppierungsfunktionen

Mit VBASE 11.6 veröffentlicht die

Visam GmbH eine aktualisierte

Version der Automatisierungsplattform

für HMI-, Scada- und MES-

Anwendungen, die viele neue

Funktionen und Leistungsverbesserungen

beinhaltet. Die RDLC-

Schnittstelle wertet die Reportfunktion

deutlich auf und bietet eine

flexible Möglichkeit, die erfassten

Daten im gewünschten Format

am Bildschirm oder auf dem

Drucker auszugeben. Die Schnittstelle

wurde als VBASE-Kommunikationsmodul

integriert und erstellt

Reports mit Hilfe des Microsoft-RDLC-Report-Designers.

Zur

Visualisierung der Maschinenoder

Produktionsdaten stehen ei-

Bild: Visam

ne Vielzahl von Diagrammoptionen

zur Verfügung, darunter Balken-,

Torten-, Linien- und Flächendiagramme

in verschiedenen Ansichten.

Durch das Gruppieren von

Feldern lassen sich auch mehrere

Felder zur Laufzeit auswählen und

auch gruppenweise bedienen. Die

neue Funktion bringt vor Allem bei

HMI-Applikationen einen echten

Komfort- und Geschwindigkeitszuwachs.

Zur Auswahl der einzelnen

Felder stehen zwei Varianten zur

Verfügung: Bei der selektiven Auswahl

können zur Laufzeit mehrere

Feldergruppen definiert und später

wieder aufgerufen und verändert

werden.

ge

www.visam.com

12

8!·38·12!·2 KOMBINATIONEN

EINE

PERFEKTE LÖSUNG

Wussten Sie, dass nur 5% der Bevölkerung einen Zauberwürfel lösen können? Genau wie beim Zauberwürfel gibt es auch unzählige

Kombinationsmöglichkeiten für eine Automatisierungslösung. Aber welche ist die perfekte für Ihre Maschine? Lassen Sie uns

gemeinsam an der Realisierung arbeiten. Wir haben die richtigen Komponenten, jahrzehntelange Erfahrung und das entsprechende

elektro AUTOMATION 01-02 2020 39

Know-How. No Magic – just Proficiency.

www.amk-group.com


NEWS

SOFTWARE + SYSTEME

SSV bietet IoT Retrofit Software Development Kit

KI-Funktionen einfach nachrüsten

Lüfterloser Industrie-PC Nuvo-7501 von Acceed

Mit stabilem Aluminiumgehäuse

Durch die digitale Transformation

werden auch bestehende Produkte

nachträglich um KI-Funktionen

wie maschinelles Lernen

erweitert. So entstehen intelligente

Dienste, die sowohl für

den Produktnutzer als auch den

Hersteller neue Möglichkeiten

und zusätzliche Werte bieten.

Mit den SDK-Bausteinen lässt

sich die Entwicklung deutlich

beschleunigen. Die im SDK enthaltenen

Treiber, Bibliotheken

und funktionsfähigen Codebeispiele

ermöglichen zusammen

mit verschiedenen Sensoren

und einem vorkonfigurierten

Embedded- Gateway den Einstieg

in eigene Projekte. Eine

mögliche Anwendung im Umfeld

von Maschinen und Anlagen

ist die Kombination eines

Bild: SSV

Machine-Learning-Algorithmus

zur automatischen 24/7-Zustandsüberwachung

vor Ort mit

einem Remote Collaboration

Service zur Fehlerbehebung in

der Cloud. Erkennt das Zustandsmonitoring

einen Fehler,

verständigt es den Service. Ein

Mitarbeiter am Standort des

Herstellers analysiert die in einer

IoT-Datenbank gespeicherten

Trenddaten der Anlage und

unterstützt den Kunden bei der

Fehlerbeseitigung. Das erste

SDK ist lieferbar. Eine weitere

Variante ist mit einem NB-IoT-

Modem und integrierter SIM-

Karte ab Mitte 2020 erhältlich,

um Machine-Learning über

Funknetze zu realisieren. ge

www.ssv-embedded.de

Embedded World: Halle 3, Stand 439

Der lüfterlose Industrie-PC Nuvo-7501 von Acceed arbeitet

mit Intel-Prozessoren der 8. und 9. Generation. Gehäuse

und Ausstattung sind auf industrielle Anforderungen zugeschnitten,

ebenso wie der Temperaturbereich von -25 bis

+60 °C bei voller CPU-Last. Mit seiner Reduktion auf die

wichtigsten Schnittstellen GbE (2x), USB 3.1 (4x) und COM

(4x) und verschiedenen Festplattenoptionen (SSD, HDD, Sata)

eignet sich der Controller für Embedded-Lösung im High-

End-Bereich. Ein interner Mini-PCIe-Sockel und ein weiterer

M.2-Sockel (2242 B-Key) mit integriertem SIM-Steckplatz

bieten Möglichkeiten der individuellen Bestückung mit spezialisierten

Funktionsmodulen. Alle externen Schnittstellen

sind auf der Frontseite zugänglich. Abgerundet wird die Ausstattung

durch zwei Grafik-Anschlüsse, VGA und DVI-D, die

jeweils eine Auflösung von 1920 x 1200 Bildpunkten unterstützen,

sowie jeweils einer Standardbuchse für Mikrofon

und Lautsprecher. Das Design des lüfterlosen Vollmetallgehäuses

aus einer widerstandsfähigen Aluminiumlegierung

ist auf die hohen Anforderungen im industriellen Umfeld

(Fertigung, Logistik, Automation, Gebäudemanagement)

ausgelegt. Die isolierten digitalen und seriellen Schnittstellen

der Variante Nuvo-7505D können effizient vor Erdschleifen

in rauen Umgebungen schützen.

ge

www.acceed.com

Bild: Acceed

Virtuelles serielles Kabel von ConiuGo funktioniert auch mit LTE

Echtzeitanwendungen müssen nicht auf 5G warten

Bei der PC-gestützten Fernwirktechnik

überträgt ein serielles Kabel (RS232 oder

RS485) Daten bidirektional von einem Host

zu einem Client. Mit den piependen Mo-

Bild: ConiuGo

dems der analogen Telefonwelt, später

auch mit ISDN konnte dieses serielle Kabel

dank der Telefonleitungen hunderte von Kilometer

lang sein. Im Zeitalter von GSM

kam der große Rückschritt. Mit dem Zeittakt

war der CSD genannte Dienst teuer,

blieb unbeliebt und konnte technisch nicht

überzeugen. Mit der virtuellen Verbindung

über LTE/4G steht nun wieder eine praktikable

Lösung zur Verfügung. Die bei CSD

übliche Geschwindigkeitsbegrenzung auf

9.600 Bit/s gilt hier nicht mehr und abgerechnet

wird nicht im Zeittakt, sondern

nach Datenvolumen. PC und SPS können

nun wieder problemlos kommunizieren,

ebenso viele fernauslesbare Energiezähler

und andere technische Einrichtungen, die

die serielle Schnittstelle nutzen. Das virtuelle

serielle Kabel Vortix Serial Data Bridge

von ConiuGo in Hohen Neuendorf kann sowohl

als serielles Kabel konfiguriert werden,

als auch als Modem für die Anwahl mit

einer Rufnummer. Möglich wird die Technik

durch das schnelle Internet im 4G-Netz.

LTE reicht vollauf, um serielle Echtzeitverbindungen

für Fernwirkanwendungen problemlos

zu realisieren.

ge

www.coniugo.de

40 elektro AUTOMATION 01-02 2020


SOFTWARE + SYSTEME

NEWS

B&R bietet weitere Regler-Funktionen im Acopos P3

Mit modellbasierter Regelung

Pico-ITX-Board von Spectra

Für performante Anwendungen

Bild: B&R

B&R hat die modellbasierte Regelung

für den Servoverstärker

Acopos P3 um drei neue Regler-

Funktionen erweitert. Die Funktionen

sind im B&R-Engineering-

Tool Automation Studio integriert

und ermöglichen es, den Regler

präziser einzustellen. Produktivität

und Geschwindigkeit von Maschinen

können so gesteigert

werden. Vibrationen und Schwingungen

nehmen ab, sodass Maschinenkomponenten

geschont

werden. Mit einer modellbasierten

Regelung und virtueller Sensorik

lassen sich elastische Antriebssysteme

präziser regeln.

Die mit dem Motor verbundene

Mechanik wird bei der Regelung

ebenso berücksichtigt, wie die

Last, die transportiert wird. Ein

Zustandsregler reduziert die entstehenden

Schwingungen und

kompensiert externe Störmomente

frühzeitig. Die Positioniergenauigkeit

erhöht sich und die

Endposition wird früher erreicht.

Mit einer intelligenten Vorsteuerung

ergibt sich ein optimaler Geberpositionsverlauf

und die Referenzposition

wird exakt eingehalten.

Als Referenzposition kann

eine beliebige, aus dem mathematischen

Modell ableitbare Position

verwendet werden. Bisher

mussten dafür zwei Encoder eingesetzt

werden. Mit der intelligenten

Vorsteuerung reicht ein

Encoder aus.

ge

www.br-automation.com

Entwickler von Embedded-PC-Systemen wie für intelligente

Kameras oder fahrerlose Transportsysteme benötigen meist

viel Rechenleistung auf engstem Raum und das bei geringer

Wärmeentwicklung. Spectra bietet hierfür das Pico-ITX-

Board LP-1787 an, das mit seinen Eigenschaften für diese

Anwendungen genau das Richtige ist. Das All-in-One Embedded

Board ist mit einem modernen Intel-Core-i7-Whiskey-Lake-Prozessor

der 8. Generation ausgestattet. Die geringe

Verlustleistung (TPD) von lediglich 15 W ermöglicht den

Einbau in kompakte Gehäuse ohne aufwendiges Kühlkonzept.

Auf einer Fläche von nur 100 x 72 mm bietet das Board

alles, was das Entwicklerherz begehrt. HDMI und der DisplayPort

unterstützen 4K-Qualität und für eine perfekte Anbindung

sorgen zwei LAN- und zwei USB3.1-Schnittstellen.

Individuelle Erweiterungen wie WiFi oder Bluetooth werden

mit einem M.2 Modul (E-Key) realisiert.

ge

www.spectra.de

Bild: Spectra

PLUG AND PLAY!

SMART SENSOR CSS 014

Der neue Smart Sensor CSS 014 ist eine steckfertige Lösung zur

Temperatur- und Feuchteüberwachung (Condition Monitoring).

Die Daten werden analog oder digital per IO-Link weitergegeben.

Vorausschauende Instandhaltung und Fernüberwachung werden

so zur einfachen Übung. Überzeugen Sie sich selbst.

Powered by

WWW.STEGO.DE

STEGO Elektrotechnik GmbH | Kolpingstraße 21 | 74523 Schwäbisch Hall

elektro AUTOMATION 01-02 2020 41


PRAXIS

INTERFACETECHNIK

Bosch Rexroth entwickelt Bodensystem auf der Basis von Weidmüllers Fieldpower

Der Boden für die Fabrik der Zukunft

In der Werkshalle von morgen sind nur noch die Außenwände fest gebaut. Maschinen und Anlagen hingegen sind frei

beweglich und kommunizieren miteinander. Mit dem intelligenten Boden hat Bosch Rexroth ein entsprechendes System

entwickelt, in dem Lösungen von Weidmüller zum Einsatz kommen. Dabei bietet das Fieldpower-Konzept eine modulare

und dezentrale Plug-and-Play-Bereitstellung der benötigten 400-V-Versorgungsspannung und der 24-V-Lastund

-Steuerspannung. Besonders ausfallsicher wird das System durch den redundanten Aufbau der 24-V-Last- und

-Steuerspannung als Smart-Factory-Grid-Lösung mit dem Fieldpower-System.

Mit dem intelligenten Boden hat Bosch Rexroth ein System entwickelt, in dem Lösungen

von Weidmüller zum Einsatz kommen

Die Fabrik der Zukunft ersetzt starre Produktionslinien durch einen

modularen Ansatz: Maschinen- und Anlagenteile sind mobil,

funktionieren weitgehend selbständig und tauschen ihre Daten

aus, um die Fertigungsprozesse fortlaufend zu verbessern. An die

Stelle zentraler Steuerungsmechanismen treten intelligente Netzwerke.

Dafür hat Bosch Rexroth ein Bodensystem entwickelt, bei dem

die FieldPower-Lösung von Weidmüller zum Einsatz kommt. Das System

von Bosch Rexroth setzt sich aus Platten von einem Quadratmeter

mit jeweils eigener Steuerung zusammen. Die Lösungen von

Weidmüller sorgen für die dezentrale und gleichzeitig modulare Versorgung

und Automatisierung der einzelnen Platten als auch für die

berührungslose Energieübertragung an die Verbraucher auf dem Boden.

Das System ist als Doppelboden angelegt: Dieser bietet nicht

nur Raum für die Verkabelung der Steuereinheiten, sondern auch für

die Versorgung mit Kühlwasser, Druckluft oder Schmierstoffen.

Dezentrale Versorgungs- und Steuereinheiten

und integriertes Smart Factory Grid

Konkret sieht die Produktion in der Fabrik der Zukunft so aus: Ein übergeordnetes

System in der Produktionshalle oder in der Cloud wertet

die anstehenden Auftragslose aus. Dann verschiebt und platziert es

Bild: Weidmüller

die Geräte und Maschinen entsprechend. Auch Adhoc-Veränderungen

von Logistikwegen sind möglich.

Die sich wandelnden Arbeitszonen werden durch

Leuchtstreifen markiert, damit sich Bediener und Fahrzeuge

stets sicher durch die Fabrik bewegen. Hierbei

setzt Bosch Rexroth auf das Fieldpower-Konzept. Es

bietet eine modulare und dezentrale Plug-and-Play-Bereitstellung

der benötigten 400-V-Versorgungs- und

24-V-Last- und -Steuerspannung. Für seinen Einsatz

unterhalb des Bodens erfüllt das Fieldpower-Gehäusesystem

Schutzklassen bis IP65. Um Ausfälle in der

Prozesskette zu vermeiden, muss die fehlerfreie und

reibungslose Funktion des intelligenten Bodens sichergestellt

sein. Mit dem redundanten Aufbau der 24 V

Last- und Steuerspannung als Smart Factory Grid bietet

das Fieldpower-System von Weidmüller maximale

Ausfallsicherheit. Auch die Module für die Steuerungsund

Netzwerktechnik sind dezentral angeordnet.

Kontaktlose Energieübertragung

ermöglicht modulares Ladekonzept

Bewegen sich Geräte, Maschinen oder Fahrerlose

Transportsysteme (FTS) auf dem Boden, werden sie

durch berührungslose Übertragungseinheiten mit Strom versorgt.

Dies bringt entscheidende Vorteile mit sich: Erstens müssen die Verbraucher

nicht mehr an einem festen Platz stehen, wo ihre Versorgung

sichergestellt ist. Stattdessen können sie flexibel angeordnet

werden oder sich selbst bewegen. Zweitens verhindert die berührungslose

Energieübertragung teure Produktionsausfälle, die durch

den Geräteverschleiß entstehen. Denn defekte Kontakte sind ein

häufiger Grund für zeitintensive Reparaturen. Für das modulare Ladekonzept

im intelligenten Boden verwendet Bosch Rexroth deshalb

das Freecon-Contactless-System. Die Lösung hat eine kompakte

Bauweise und eignet sich daher gut für die dezentralen Einsatzgebiete.

Bis zu 240 W werden über einen 5 mm großen Luftspalt

übertragen. Das sorgt für eine hohe Leistungsdichte bei einem Wirkungsgrad

von bis zu 93 %.

Individuelle Einsatzmöglichkeiten des Systems

Es ist auch möglich, den intelligenten Boden zunächst in Teilbereichen

einer Produktion einzuführen: Falls nicht der komplette Raum

eine berührungslose Energieübertragung benötigt, werden in Randbereichen

oder auf definierten Wegen Kacheln ohne Funktionen verlegt.

Dies ermöglicht dem Anwender, schrittweise auf flexible Ferti-

42 elektro AUTOMATION 01-02 2020


Freecon Contactless bietet kompakte

Abmessungen und maximale

Effizienz für eine zuverlässige

und berührungslose Übertragung

von bis zu 240 W Leistung

Bild: Weidmüller

Für den modularen Aufbau

des Bodens wird

jede Platte autark versorgt

und gesteuert.

Dafür sorgt die

IP65-geschützte Fieldpower-Funktionseinheit

Mit dem redundanten

Aufbau der

24-V-Last- und

Steuerspannung

als Smart Factory

Grid bietet Fieldpower-

von Weidmüller

maximale Ausfallsicherheit

Bild: Weidmüller

Bild: Weidmüller

gungskonzepte umzustellen und so die Investitionskosten zu verringern.

Durch die Flexibilisierung, Modularisierung und Mobilisierung

werden Fertigungsprozesse gerade kleiner Losgrößen deutlich effizienter

als in derzeit oft noch starren Produktionsumgebungen.

Die Smart-Factory-Grid-Lösung

mit dem Fieldpower-System

Der dezentrale Aufbau der 24-V-Last- und Steuerspannung als

Smart Factory Grid vereinfacht die Planung und spätere Erweiterungen

oder Änderungen von Anlagen. Beim Neu- oder Umbau einer

Fertigungslinie steht die 24-V DC -Versorgung zur Verfügung, bevor alle

Maschinen installiert sind. Dieses unterstützt die Techniker bei

der Inbetriebnahme der Anlage, da keine fehleranfällige, provisorische

24-V DC -Verdrahtung erforderlich ist. Die Struktur der 24-V DC -

Versorgung muss gut geplant sein, denn die Versorgung muss auch

bei lokalen Störungen erhalten bleiben.

Durch die geringe Spannung in dem 24-V-Netz erhöht sich der Spannungsfall

an der Leitung, was die Leitungslängen einschränkt. Weidmüller

hat eine Smart-Factory-Grid-Lösung entwickelt, die durch kurze

Leitungslängen zwischen Last und Quelle für einen geringen

Spannungsfall sorgt. So gibt es nicht eine zentrale Einspeisung,

sondern mehrere im Anlagenfeld installierte Stromversorgungen.

Die Systemkomponenten Fieldpower

Umgesetzt sind die Lösungen mit dem modularen Systembaukasten

Fieldpower, der die benötigten Komponenten enthält. Das Portfolio

umfasst alle elektromechanischen und elektronischen Komponenten

einschließlich der Schutzgehäuse. Die Fieldpowe-Gehäusemodule

dienen als Basis für die Einspeiseboxen. Die Ausführung gemäß

Schutzart IP65 und die passive Kühlung ermöglichen die Installation

außerhalb des Schaltschranks. Die typgeprüfte Kühlung ohne

Lüfter ermöglicht den Einsatz in Umgebungen bis 50 °C ohne Derating.

Die Stromversorgung ist im Aluminium-Kühldeckel eingebaut

und erlaubt im Servicefall einen schnellen Austausch. Die Einspeisebox

bietet Anschlüsse für zwei ungeschnittene Leitungen zur 400

V-Versorgung sowie zur 24-V DC -Verteilung. Ein interner Sicherungssteckverbinder

schützt die Stromversorgung.

Anschlusstechnologie: Der Fieldpower-Energiebus

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Anschlusstechnik. Bei ungeschnittenen

Leitungen sind die Abgriffe neuralgische Punkte. Auftrennen

und Wiederanschließen sind Fehlerquellen, die beispielsweise

zu ungewolltem Verringern des Querschnitts oder hochohmigen

Übergängen führen können. Mit der Fieldpower-Anschlusstechnologie

werden die Leitungen nicht aufgetrennt, sondern per IDC-

Technologie sicher abgezweigt. Mit Fieldpower können Leiterquerschnitte

von 2,5 mm 2 bis 6 mm 2 verwendet werden. Nicht nur für

die Energieverteilung ist Fieldpower einsetzbar. Der durchdachte

Modulbaukasten bietet für zahlreiche Applikation eine passende Lösung,

ob für die den Einsatz in der Robotik oder der dezentrale Automatisierungstechnik.

www.weidmueller.com

Weitere Details zum System:

hier.pro/PVKvy

INFO

elektro

AUTOMATION

elektro AUTOMATION 01-02 2020 43


PRAXIS

INTERFACETECHNIK

ASI-5 TECHNOLOGIE-WORKSHOP

25.03.2020 • 10:00 – 16.00 UHR

Carlo Gavazzi bietet Halbleiterrelais mit Lastkreisüberwachung

Maschinenfehler

im Vorfeld erkennen

Die frühzeitige und schnelle Fehlererkennung ist eine Forderung des modernen

Maschinenbaus. Der Schritt in die Industrie 4.0 ist für elektronische

Schaltelemente nur mit einem integrierten Diagnose- und Überwachungssystem

möglich. Halbleiterrelais und -schütze mit Lastkreisüberwachung von

Carlo Gavazzi bieten neben der Kontrolle des Schaltgerätes und der Last

auch eine sofortige Fehlererkennung. Damit ist eine gezielte und schnelle

Fehlerbehebung möglich.

Erfahren Sie im ASi-5 Technologie-Workshop

von Bihl+Wiedemann auf dem Automatisie-

face

Generation der perfekte Zubringerbus

von der Ebene der – zunehmend intelligen-


zu allen übergeordneten Schnittstellen ist

und auch im Zeitalter des digitalen Wandels


Schwerpunkte des Workshops:

• ASi-5 Technologie



• ASi Safety

• Tipps und Tricks



aktuelle Automatisierungsaufgaben


Moderation:


Eine exakte Fehlerbestimmung bedeutet

weniger Wartungskosten und eine

Minimierung der Maschinenstillstandszeiten.

Carlo Gavazzi bietet mit dem NRG-

System eine kompakte Baureihe von nur

17,8 mm breiten Halbleiterrelais und

-schützen mit integrierter Lastkreisüberwachung,

die sich zusätzlich über Profinet

I/O oder Modbus steuern lassen. Die

Lastkreisüberwachung erkennt Fehlerzustände

im Lastkreis, zeigt sie durch die

Blinkfrequenz einer LED an und meldet

sie an die SPS.

Die Geräte erkennen folgende Fehler:

• Offener Lastkreis durch Netzausfall

• Lastverlust

• Unterbrechung des Thyristors

• Kurzschluss der Thyristoren

• Versorgungsspannung außerhalb des

Bereichs

Halbleiterrelais mit

Kommunikations-Schnittstelle

Damit in der Produktion fundierte Entscheidungen

getroffen werden können,

müssen die Daten der verschiedenen

Komponenten innerhalb einer Maschine

gesammelt und analysiert werden. So hat

der Anwender die Möglichkeit, Funktionsstörungen

früh zu erkennen und die Fehler

gezielt zu beheben. Dos NRG-System

wurde entwickelt, um die aktuellen Messwerte

der geschalteten Last sowie die Gerätefunktionen

von Halbleiterrelais -bzw.

-schützen in Echtzeit zu erfassen und sie

dann über eine Kommunikationsschnittstelle

an die Steuerung zu melden. Aus

diesem Grund wurden die Halbleiterrelais

der Serie RGS und die Halbleiterschütze

der Serie RGC um eine Überwachungsund

Kommunikationsschnittstelle erweitert.

Werden die Halbleiterrelais zu einem

System zusammengeschaltet und über

ein Gateway mit der SPS verbunden, ist

es möglich, die aktuellen Messdaten und

Funktionszustände von jedem einzelnen

dieser Halbleiterrelais bzw. -schütz in einer

Maschine zu erfassen. In der Variante

mit Profinet-I/O-Schnittstelle ist es zusätzlich

möglich, die Halbleiterrelais und

-schütze einzeln direkt über den Bus zu

parametrieren und zu steuern.



Halbleiterrelais mit Kommunikationsschnittstelle sorgen für mehr Effizienz im Prozess







-



Bild: Gavazzi

44 elektro AUTOMATION 01-02 2020

Anmeldung unter: offer@bihl-wiedemann.de oder

www.automatisierungstreff.com/workshops


INTERFACETECHNIK

PRAXIS

Optimale Verfügbarkeit - geringe Betriebskosten

Das NRG-System besteht aus einem oder bis zu 247 Subsystemen,

einer Kombination aus NRGC und bis zu 48 Halbleiterrelais oder

Halbleiterschützen, die über einen internen RS485-Bus miteinander

kommunizieren. Ein solches System ist geeignet, um es als direkten

Austausch einer Standardinstallation einzusetzen. Die Ansteuerung

erfolgt direkt, wie bisher von der SPS oder von einem Temperaturregler.

Beim NRG-System für Profinet I/O bildet jedes NRG-System

einen Profinet-Knoten. Auch hier erfordert ein System mindestens

eine NRG-Steuerung und erlaubt den Anschluss von maximal

32 NRG-Halbleiterrelais. Die Ansteuerung der einzelnen Geräte erfolgt

über den internen Bus. Damit können sie einzeln ein- und ausgeschaltet

werden, oder es kann ein fester Betriebsmodus gewählt

werden. Durch den Betriebsmodus wird der Kommunikationsaufwand

über Profinet reduziert. Über Profinet I/O kann eine Stellgröße

für jedes einzelne Halbleiterrelais vorgegeben werden.

Die Eigenschaften des Systems

Die integrierte Kommunikations-Schnittstelle unterstützt die zukünftige

Ausrichtung des Maschinenbaus für lndustrie 4.0. Die Parameter

und Diagnosedaten der Halbleiterlais und -schütze sowie der geschalteten

Last sind über die Kommunikationsschnittstelle in Echtzeit

verfügbar. Mit dem NRG-System mit Profinet I/O ist es zusätzlich

möglich, die Halbleiterrelais und/oder Halbleiterschütze auch direkt

über den Bus zu steuern. Während des Iaufenden Betriebs können

Daten in Echtzeit ausgelesen werden, sodass eine vorbeugende

Wartung möglich ist, um Maschinenstillstände zu verhindern.

Das führt zu einer hohen und konstanten Qualität der Endprodukte.

Durch die Echtzeitüberwachung kann die Maschinensteuerung außerdem

den Regelprozess optimieren. Damit wird sichergestellt,

dass nur wenig oder gar kein Ausschuss produziert wird. Mit dem

Profinet-NRG-System lässt sich zusätzlich eine sehr hohe Regelgüte

erreichen. Bei jedem Maschinenstart erfolgt eine Funktionsprüfung

des Halbleiterrelais sowie des kompletten Lastkreises.

Vielseitig und flexibel einsetzbar

Da die Ansteuerung der NRG-Halbleiterrelais und -schütze mit Modbus-Schnittstelle

in identischer Weise erfolgt wie bei einem Gerät

ohne Kommunikationsschnittstelle, ist eine einfache Integration

oder die Nachrüstung in bestehenden Applikationen möglich. Mit

dem NRG-System mit Profinet-I/O ist eine leichte Anbindung an die

Steuerung möglich. Die Halbleiterrelais und -schütze werden auf

dem internen Bus mittels Autokonfiguration implementiert. Das ermöglicht

sowohl eine schnelle Ersteinrichtung als auch einen einfachen

Gerätetausch. Eine fehlerhafte Konfiguration ist dabei ausgeschlossen.

Für die Ansteuerung, die Referenzspannung sowie den

Alarmausgang werden steckbare Federzugklemmen verwendet.

Die interne Busverbindung erfolgt mittels vorkonfektionierter Kabel.

Die Halbleiterrelais bzw. -schütze nutzen die kompakte Bauform der

schlanken RG-Serie des Herstellers und sind nur 17,8 mm breit.

Das NRGC ist der Master des Bussystems und das Gateway für die

Kommunikation mit der SPS. Die Halbleiterrelais liefern die überwachten

Prozess-Variablen über das Gateway an die Steuerung. Die

einzelnen System-Komponenten werden über interne Buskabel verbunden.

Das NRG-System erlaubt eine einfache Fehlersuche. Statusregister

geben Zugriff auf den allgemeinen Status der einzelnen

Komponenten, sodass ein Fehler schnell lokalisiert werden kann. Im

Fall von Profinet I/O bildet das NRGC-PN den Master und das Gateway

des Subsystems.

Bild: Gavazzi

Bild: Gavazzi

Aufbau eines Systems mit Modbus RTU

Aufbau eines Systems mit Profinet I/O

Steuern und Überwachen mit Profinet I/O

Die NRGC-PN-Steuerung schaltet die einzelnen Relais des Systems

über den internen Bus ein und aus, sammelt die Messwerte und

übermittelt sie an die SPS. Über Profinet I/O können die einzelnen

Relais und Schütze netzsynchron im Spannungsnulldurchgang einoder

ausgeschaltet werden. Außerdem kann für die Schaltfunktion

ein Betriebsmodus gewählt werden. Damit ist es möglich, definierte

Stellgrößen für jedes einzelne Relais im System vorzugeben. Das

Steuergerät NRGC-PN steuert die einzelnen Halbleiterrelais dann

abhängig vom Betriebsmodus in Pulspaketen, Vollwellen oder in

gleichmäßig über die Zeit verteilte Vollwellen netzsynchron. So ist

es möglich, Lasten mit einer Auflösung von 1 % auf eine Halbwelle

genau ein- oder auszuschalten.

ge

www.gavazzi.de

Weitere Details zum System:

hier.pro/NgFOt

INFO

elektro

AUTOMATION

elektro AUTOMATION 01-02 2020 45


PRAXIS

GEHÄUSE/KOMPONENTEN

Die Predictive-Maintenance-Box von Lapp ist klein wie eine Zigarettenschachtel und wird einfach

in die zu überwachende Leitung eingeschleust, für eine angeschlossene SPS ist sie nicht sichtbar

Bild: Lapp

Predictive-Maintenance-Box von Lapp

Das Kabel weiß, wann es bricht

Mit vorausschauender Wartung lassen sich Teile austauschen, bevor sie kaputt gehen.

Das vermeidet ungeplante Stillstände. Doch wie geht das bei einem Kabel? Lapp hat

eine Lösung gefunden, die ohne Änderungen an der Leitung auskommt.

Bernd Müller, freier Journalist, i. A. der U.I. Lapp GmbH, Stuttgart

Eine vielversprechende Anwendung der Digitalisierung in Unternehmen

und von Industrie 4.0 ist Predictive Maintenance – die

vorausschauende Wartung: Anstatt Teile erst auszutauschen, wenn

die Maschine bereits steht, nutzt die vorausschauende Wartung Sensordaten,

die Aufschluss über die tatsächliche Alterung des Teils

zulassen. Leitungen halten beispielsweise üblicherweise viele Jahre,

dennoch sollte man die Bedeutung der Verkabelung nicht unterschätzen.

Vor allem bei hochdynamischen, komplexen Bewegungen wer-

Funktion des Pre-

dictive-Maintenance-

Systems für Datenleitungen

von Lapp

Bild: Lapp

den die Verbindungssysteme stark belastet. „Deshalb wollen wir eine

Lösung anbieten, die sich meldet, bevor eine Leitung ausfällt“, sagt

Guido Ege, Leiter Produktentwicklung und -management bei Lapp.

Start mit Ethernet-Leitungen

Da die industrielle Datenkommunikation in Anlagen und der Maschinenvernetzung

eine immer wichtigere Rolle spielt, hat sich das Team

von Guido Ege zu Beginn des Projekts auf Ethernet-Leitungen fokussiert.

Diese zeigen mit ihrem komplexen Aufbau sowie den erforderlichen

Hochfrequenzeigenschaften eigene Fehlercharakteristika. So

führt eine gebrochene Abschirmung bei Ethernet-Leitungen etwa zu

erhöhten Störungen der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV).

Darüber hinaus nimmt die Dämpfung zu und die Datenrate sinkt,

wenn Litzen brechen. Bricht eine Ader vollständig, folgt der Totalausfall

der Kommunikation. Das Ziel war deshalb, den optimalen Austauschzeitpunkt

einer Leitung im Voraus zu berechnen und diesen

so planen zu können, dass die Produktion möglichst wenig gestört

wird. Dazu werden die Übertragungseigenschaften von Datenleitungen

überwacht und aus deren Veränderungen die voraussichtlichen

Lebensdauern errechnet. Ethernet-Leitungen seien aber nur

der Anfang. Im nächsten Schritt sollen auch stromführende

Leitungen überwacht werden, so Ege.

Keine Veränderung am Kabel nötig

Das Messprinzip sollte dabei ohne Veränderung des Leitungsaufbaus

auskommen, also ohne zusätzliche Mess- oder Opferadern im

Kabel, um den Installationsaufwand für Anwender gering zu halten.

Die Lösung sollte deshalb allein über ein Protokoll sowie einen speziellen

Algorithmus erfolgen. Dadurch könnten Standard-Ethernet-

Leitungen sowie Standard-Steckverbinder wie RJ45 oder M12 verwendet

werden. Des Weiteren bietet dieser Ansatz den Vorteil,

dass auch ein Retrofit bestehender Anlagen möglich ist.

Bei der nun realisierten Lösung von Lapp findet die Messung in der

so genannten PMBx (Predictive Maintenance Box) statt. Sie besitzt

zwei Ethernet-Ports und wird einfach am Anfang der zu überwachenden

Ethernet-Leitung eingeschleust. Die Datenpakete werden

dann transparent vom einen Ethernet-Port zum anderen Port übertragen,

nahezu ohne Verzögerung. Für eine angeschlossene SPS ist

die PMBx nicht sichtbar und sie hat keinen Einfluss auf die Datenübertragung.

Damit eignet sie sich, wie gewünscht, auch für beste-

46 elektro AUTOMATION 01-02 2020


GEHÄUSE/KOMPONENTEN

PRAXIS

Industrie

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Die Predictive-Maintenance-Box wird im Lapp-Testzentrum

weiterentwickelt und verfeinert

Bild: Lapp

hende Anlagen, ohne dass Änderungen an der Software der SPS

notwendig sind.

Ausfallprognose mit dem Lapp-Predictive-Indicator

Die Ausfallprognose basiert auf mehreren übertragungsrelevanten

Parametern. Daraus wird der Lapp-Predictive-Indicator berechnet.

Durch die Messung mehrerer Größen sind dabei auch Plausibilitätsprüfungen

möglich, durch die sich Fehlinterpretationen von Messwerten

verhindern lassen. Für die Energiekettenleitungen hat Lapp

im hauseigenen Testzentrum Messwerte im Big-Data-Ansatz gesammelt

und anschließend durch mathematische Algorithmen analysiert.

Im Zuge des Entwicklungsprozesses erfolgte die Untersuchung der

Daten direkt in der PMBx. Sie kann aber später, je nach Kundenwunsch,

auch in der Cloud geschehen. Je mehr Daten vorhanden

sind, auch aus dem Betrieb bei Anwendern, desto genauer wird die

Vorhersage: Lapp prüft nach den ersten Testläufen im hauseigenen

Logistikzentrum die Anwendung von Machine-Learning-Ansätzen,

um die Vorhersagequalität des Algorithmus zu steigern. Zukünftig soll

es möglich sein, eine Restlebensdauer zu berechnen, die vom Bewegungsprofil

der Leitung abhängig ist. Damit lässt sich der passende

Austauschzeitpunkt planen.

Auf der Messe SPS 2019 hat Lapp das Predictive Maintenance-

System in seinem FutureLab bereits erfolgreich vorgestellt und ist

nun mit Interessenten und Pilotkunden im Gespräch, mit denen die

Lösung in konkreten Anwendungen integriert wird. Im nächsten

Schritt soll ein passendes Geschäftsmodell entwickelt werden. Ausgangspunkt

für die Entwicklung des Systems war ein neuer Innova -

tionsprozess bei Lapp: Innovation for Future. Damit möchte das Unternehmen

auch radikale und disruptive Innovationen realisieren, für die

zum Beispiel ein klassischer Stage-Gate-Prozess ungeeignet ist. Innovation

for Future hat drei Voraussetzungen: Es muss eine technische

Lösung vorliegen, man muss mit mindestens einem potenziellen Kunden

sprechen und man muss ein Business Model Canvas erstellen. ik

www.lappkabel.de

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Unter folgendem Link finden Sie ein

Video zur Predictive-Maintenance-Box:

hier.pro/zi3VY

INFO

elektro

AUTOMATION

elektro AUTOMATION 01-02 2020 47

04064_epp_avl_if20_anzeige_1_2.indd 1 29.01.2020 13:36:32


PRAXIS

GEHÄUSE/KOMPONENTEN

Stromversorgung 4.0 – mehr Power für den Schaltschrank

Modulare Stromlaufpläne sparen Zeit

Schnell, flexibel, möglichst kostengünstig – und das bei steigendem Kostendruck, knappen Ressourcen und

engen Lieferfristen. Die Anforderungen an die Schaltschrankbranche wachsen stetig. Produktionsprozesse

werden weiter digitalisiert und automatisiert, um Kosten und Zeiten zu senken. Dabei spielt auch die Stromversorgung

eine entscheidende Rolle. Wago bietet mit der Stromversorgung Pro 2 zukunftssichere Geräte.

die Auswahl einer zuverlässigen Stromversorgung elementar. „Für

Automobilhersteller spielt vor allem die Verfügbarkeit eine wichtige

Rolle. Ein wichtiges Auswahlkriterium bei der Stromversorgung ist

die theoretische Lebenserwartung“, so Manfred Grabowski, Key-Account-Manager

Automotive bei Wago. Ein gründlicher Blick in die

Datenblätter bei der Auswahl der Stromversorgungen lohnt sich:

Vergleichbare Geräte können sich deutlich unterscheiden, wenn genauer

hingeschaut wird. Mit der langen Lebenserwartung gehen in

der Regel auch eine geringe Erwärmung und eine geringe Verlustleistung

einher. Am Beispiel der Verlustleistung wird klar, dass man

durch die geschickte Auswahl und Dimensionierung von Stromversorgungen

auch Energiekosten einsparen kann.

In Bezug auf Datenerfassung und Statusinformationen kann

an die Stromversorgung jederzeit ein dezidiertes Kommunikationsmodul

angeschlossen werden, wie für IO-Link

Grundsätzlich muss eine moderne Stromversorgung eines tun:

Eine Wechselspannung in eine galvanisch sicher getrennte

Gleichspannung wandeln. Gleichzeitig sollen Zeit und Kosten gespart

werden – aber wie? Laut einer Studie von Eplan und dem Institut

für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen

der Universität Stuttgart aus dem Jahr 2017 benötigen

die Projektierung und Erstellung des Stromlaufplans über 50 %

der Konstruktionszeit. Für die Praxis liegt hier ein erhebliches Einsparpotential.

Durch den Umstieg von projektbezogenen oder auftragsorientierten

Stromlaufplänen auf modulare Stromlaufpläne

können beim Engineering-Prozess bis zu 45 % der Zeit eingespart

werden – das zeigt die Studie zum Thema Schaltschrankbau 4.0. Optimierungspotenziale

wie diese gibt es im Schaltschrankbau und in

der Stromversorgung einige, denn viele Arbeitsschritte laufen heute

noch nicht automatisiert ab. 92 % der befragten Studienteilnehmer

setzen immer noch auf zweidimensionales Engineering. Aber warum

ist das so? Eine Branche, die diesbezüglich vor besonderen Herausforderungen

steht, ist die Automobilbranche.

Automobilbranche: Steigender Anspruch

Steht eine Produktionsanlage im Automobilbau auch nur für wenige

Minuten still, bedeutet das schnell mehrere Tausend Euro Ausfallkosten.

Mehr als ärgerlich, wenn dies durch eine ausgefallene

Stromversorgung verursacht wurde, deren Anschaffungswert nur

bei einem Bruchteil dieser Kosten liegt. Um das zu vermeiden, ist

Bild: Wago

Entscheidend: die richtige Schaltschrankkühlung

Je höher die Verlustleistung ist, desto stärker erwärmt sich die

Stromversorgung. Das hat insbesondere Auswirkungen auf die

Schaltschrankklimatisierung: Die Kosten für die Kühlung des Schaltschrankes

steigen. Bereits 1 °C Erwärmung im Schaltschrank bedeutet

einen deutlich höheren Energieaufwand. So empfehlen die

Hersteller von Klimageräten für Schaltschränke eine Temperatur von

35 °C. Wenn aber, wie bei manchen Anwendern der Automobilbranche,

eine höhere Temperatur von z.B. 38 °C eingestellt ist, trägt das

Delta von 3 °C deutlich zur Senkung der Energiekosten und des

CO 2 -Ausstoßes bei. Hierfür müssen aber die Schaltschrankkomponenten

sowie die Stromversorgungen geeignet sein. Der Konstrukteur

muss gegebenenfalls Derating-Kurven einzelner Komponenten

beachten. Nicht so bei den Stromversorgungen Pro 2, die ohne Derating

bis +60 °C zu betreiben sind.

Taktgeber im Schaltschrank

Die effizienten Stromversorgungen liefern jederzeit eine gleichbleibende

Versorgungsspannung – ob für einfache Anwendungen oder

bei hohem Leistungsbedarf. Der hohe Wirkungsgrad sorgt für platzsparende

Abmessungen; ein einheitliches Gehäusedesign und ein

digitaler Zwilling machen die Implementierung sehr einfach. Ein

weiterer Vorteil: Steckbare Anschlüsse ermöglichen eine vorkonfektionierte

Verkabelung und eine schnellere Installation.

Kommunikation für Industrie 4.0

Die Stromversorgung Pro 2 ist so gebaut, dass wichtige Betriebszustände

entweder direkt an der Front abgelesen werden oder per

Controller weitere wertvolle Daten abgerufen werden können. Nur

wer Echtzeitstatus erhält, kann auch in Echtzeit Situationen einschätzen

und überlegt handeln. Genau dafür verfügt die Stromversorgung

über verschiedene Funktionen und Komponenten, die den Anwender

informieren. Der LED-Bargraph an der Front zeigt zuverlässig die

aktuelle Ausgangsleistung sowie Überlastungen bzw. Lastreserven

48 elektro AUTOMATION 01-02 2020


GEHÄUSE/KOMPONENTEN

PRAXIS

Nachgefragt

Stefan Wagner, Head of PM Power Supplies

Bild: Wago

elektro AUTOMATION: Herr Wagner,

vor welchen Herausforderungen steht

die Schaltschrankbranche? Welche Optimierungspotenziale

sehen Sie?

Wagner: Zeit- und Wettbewerbsdruck sind

wesentliche Herausforderungen, vor denen die

Branche steht. Durch Modularisierung und

Wiederverwendung von Projektierungen wird

versucht, Projektierungszeit zu sparen sowie

Fehler zu minimieren. Die weitere Modularisierung

bis in die Geräteebene und die Nut-

zung von Smart Data stellen weitere Optimierungspotenziale

dar.

elektro AUTOMATION: Digitalisierung

ist in aller Munde. Prozesse werden

weiter miteinander vernetzt. Herr Wagner,

wie sieht für Sie eine moderne Stromversorgung

4.0 aus?

Wagner: Neben der klassischen Funktion als

Wandler kann ein modernes Netzgerät wertvolle

Daten liefern, die zum Beispiel für eine vorausschauende

Wartung und Instandhaltung genutzt

werden können. So lässt sich die Belastung

darstellen, wie Grundlast, Spitzenlast,

Überlast oder gegebenenfalls Unterspannung.

Durch Langzeitmonitoring sieht man Veränderungen,

die beispielsweise auf Alterung von

Verbrauchern rückschließen lassen. Idealerweise

ist ein Netzgerät mit diesen Funktionen modular

aufgebaut. So kann der Kommunikationsweg

gewählt werden, sei es über eine potentialfreie

Meldung, einen Konfigurationsanschluss

für den Servicetechniker mit seinem Laptop vor

STECKBRIEF

Ort oder aber die permanente Kommunikation

über gängige Feldbussysteme, die jederzeit

optional mittels aufsteckbarem Kommunikationsmodul

ergänzt werden können.

elektro AUTOMATION: Wie sehen

Sie die Vielfalt an unterschiedlichen

Stromversorgungen am Markt? Womit

punktet die Stromversorgung Pro 2?

Wagner: Die Vielfalt der Stromversorgungen

am Markt spiegelt die unterschiedlichen Einsatzgebiete

und Applikationen wider. Wettbewerb

ist gut für den Anwender, denn so kann

er die für seine Applikation passende Stromversorgung

auswählen. Dies ist eine wesentliche

Eigenschaft der Stromversorgung Pro 2:

Durch die umfangreichen Möglichkeiten in

Bezug auf Konfiguration und Monitoring, die

schmale Baubreite, den hohen Wirkungsgrad

sowie die hohe Zuverlässigkeit und Lebensdauer

erhält der Kunde eine hochperformante,

zukunftssichere und optimale Versorgung

der Verbraucher im Schaltschrank.

an. Außerdem zeigen die LEDs den ausgewählten Betriebsmodus

sowie im Fall eines Falles auch Warnungen und Fehler an. In Bezug

auf Datenerfassung und Auslesen von Statusinformationen kann an

die Stromversorgung jederzeit ein dezidiertes Kommunikationsmodul

angeschlossen und so das gewünschte Protokoll für die Kopplung

an die Automatisierungs- und Leitebene gewählt werden.

Intelligentes Überlastverhalten

Applikationen mit großem Leistungsbedarf verlangen professionelle

Stromversorgungen, die auch Leistungsspitzen zuverlässig abdecken

können. Mit TopBoost, PowerBoost und weiterem parametrierbarem

Überlastverhalten schützt und versorgt die Stromversorgung

Pro 2 Anlagen mit smarten Strom- und Schaltmodi. Für eine zuverlässige

und abgesicherte Anlagenverfügbarkeit stehen 150 %

PowerBoost sowie bis zu 600 % TopBoost zur Verfügung.

Der Unterschied liegt im Detail: Ein typischer Wirkungsgrad bei einem

einfachen Netzgerät mit 960 W Nennleistung beträgt 91 %.

Bei der Pro-2-Stromversorgung liegt der Wirkungsgrad bei 96 %.

Dieser bessere Wirkungsgrad der Pro-2-Netzgeräte spart 55 W an

Verlustleistung. Auf eine Betriebszeit von fünf Jahren gerechnet bedeutet

dies eine Einsparung von 198 Euro an Energiekosten und

gleichzeitig eine Einsparung von einer Tonne CO 2 . Zum Vergleich: Eine

80-jährige Buche mit 23 m Wuchshöhe kann eine Tonne CO 2

speichern – bei mehreren hundert Netzgeräten in einer Produktionsstraße

wäre das also schon ein ganzer Wald.

Herausfordernde Umweltbedingungen

Die Wago-Stromversorgungen Pro 2 können von -40 bis +70 °C gestartet

und betrieben werden. Ein geringes Derating beginnt ab

60 °C und ermöglicht so eine 70%ige Ausgangsleistung auch bei

70-°C-Anwendungen. Und das bis zu einer Einsatzhöhe von 5.000

m über dem Meeresspiegel. Außerdem sind die Schaltungen in der

Stromversorgung robust gegenüber Transienten. Die Überspannungskategorie

III gewährleistet einen sicheren Betrieb in Stromnetzen

mit Überspannungsspitzen oder Schaltschränken mit rückspeisenden

Antriebsreglern.

ge

www.wago.com

Bild: wago

Applikationen mit großem

Leistungsbedarf verlangen

professionelle Stromversorgungen,

die auch

Leistungsspitzen zuverlässig

abdecken können

Weitere Details:

hier.pro/wIUVA

INFO

elektro

AUTOMATION

elektro AUTOMATION 01-02 2020 49


PRAXIS

GEHÄUSE/KOMPONENTEN

Finder bietet Schaltschrankklimatisierung und mehr

Exzellentes Arbeitslicht im Schaltschrank

Die vielseitigen Komponenten für industrielle Schaltschränke im Sortiment von Finder dienen vorrangig dem

Schalten und der Klimatisierung, um die elektronischen Bauteile zuverlässig vor Kondensation und Überhitzung

zu schützen. Die neueste Schaltschrankkomponente der Finder GmbH hat allerdings nichts mit Schalten, Beheizen

oder Belüften zu tun: Die LED-Leuchten der Serie 7L in diversen Ausführungen sorgen stattdessen für eine

optimale und energiesparende Beleuchtung im Schaltschrank, die Arbeiten an den Elektronikgehäusen und Bedienfeldern

komfortabler, einfacher und sicherer macht.

Die energiesparenden LED-Schaltschrankleuchten

der Serie 7L sind in unterschiedlichen

Ausführungen erhältlich und sorgen für

die optimale Beleuchtung im Schaltschrank

Bild: Finder

Zur Serie 7T von Finder gehören

Thermostate und Hygrostate für die

exakte Überwachung der Temperatur

und Luftfeuchte im Schaltschrank

Bild: Finder

Befestigen lassen sich die wartungsfreien LED-Schaltschrankleuchten

wahlweise magnetisch, mit Schrauben oder einem

Clip-Montageset. Ihre Leistungsaufnahme liegt bei 5 W, die Spannungsversorgung

bei 12 bis 48 V DC oder 110 bis 240 V AC und die Lebensdauer

erreicht ca. 60.000 Betriebsstunden. Abhängig vom Produkttyp

fließt ein Lichtstrom von 600 oder 1200 Lumen und entspricht

damit der Helligkeit einer 60- bzw. 100-W-Glühlampe in tageslichtweiß.

Die Farbtemperatur beträgt dabei 6000 bis 7000 K.

Die meisten Produktvarianten der 7L-Leuchten verfügen über einen

manuellen Ein-/Aus-Schalter, sie sind jedoch optional mit einem integrierten

Bewegungsmelder für noch mehr Komfort erhältlich. Die

Typen 7L.26, 7L.27 und 7L.28 hingegen haben weder einen Ein-/

Aus-Schalter noch einen Bewegungsmelder. Über Feder-Druckklemmen

sind sie als Einzellampe verwendbar, über Steckbuchsen ist eine

Reihenschaltung von maximal zehn Leuchten möglich. Die Serie

Ecoline benötigt keine Stecker oder Buchsen für den elektrischen

Anschluss – er erfolgt über zweipolige Duo-Druckklemmen.

Als Zubehörteile sind Anschluss- und Verbindungsleitungen für AC

und DC erhältlich, ebenso Buchsen, Stecker und Türkontaktschalter

zum Anschrauben in den Schaltschrankrahmen.

Komponenten zur Klimatisierung

Die Komponentenserien 7T, 7F und 7H von Finder für die zuverlässige

Klimatisierung von Schaltschränken eignen sich für industrielle

Anwendungen aller Art und bilden ein zuverlässiges Gesamtpaket

zum Schutz der Elektronikkomponenten aus einer Hand. Die Thermostate

und Hygrostate der Serie 7T überwachen die Temperatur

bzw. Luftfeuchte im Schaltschrank. Neuestes Mitglied in der 7T-Familie

ist das kompakte Multifunktions-Thermo-/Hygrostat des Typs

7T.51, das mit einer Betriebsspannung von 110 bis 240 V AC/DC arbeitet

und einen Schließerkontakt hat, der bis zu 10 A schalten kann.

Die Schaltpunkte für Temperatur und relative Luftfeuchte können getrennt

voneinander mit Potentiometern eingestellt werden – dabei

sind Temperaturen von +10 bis +60 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit

von 50 bis 90 % möglich.

Die Überhitzung in Schaltschränken resultiert nicht ausschließlich aus

der Umgebungstemperatur, sondern meist aufgrund von Verlustleistung.

Die einfachste Methode für die Klimatisierung ist die Verwendung

von Filterlüftern der Serie 7F: Sie werden in eine Öffnung des Gehäuses

eingebaut und sorgen für den Austausch der warmen Luft im

Inneren des Schaltschranks durch die kühlere Außenluft. Je nach Typ

verfügen sie über eine freiblasende Luftleistung von 24 m 3 /h bis zu 630

m 3 /h und sind in Varianten für 24 V DC , 120 V AC und 230 V AC erhältlich.

Muss das Innere des Gehäuses tatsächlich geheizt werden, bietet

sich die Heizgeräteserie 7H an, die Finder zuletzt um den Typ 7H.51

erweitert hat: Er ist mit einer Heizleistung von 250 W oder 400 W erhältlich

und kann damit auch in größeren Schaltschränken eingesetzt

werden. Ein PTC-Heizwiderstand gewährleistet eine sichere

50 elektro AUTOMATION 01-02 2020


GEHÄUSE/KOMPONENTEN

PRAXIS

Temperaturbegrenzung – eine Überhitzung ist ausgeschlossen. Das

integrierte Gebläse mit einer Luftleistung von 30 m 3 /h verteilt die

warme Luft innerhalb des Gehäuses, so dass alle Bereiche gleichermaßen

vor Kondensation geschützt sind. Die Heizgeräte von Finder

sind berührungssicher und hinterlassen damit keinerlei Verbrennungen

auf der menschlichen Haut.

Mit der 7L-Leuchtenserie hat Finder sein Zubehörprogramm für industrielle

Schaltschränke abgerundet. Auf diese Weise trägt das Unternehmen

in Trebur-Astheim dazu bei, industrielle Prozesse in unterschiedlichen

Sektoren effizient zu sichern.

ge

www.finder.de

Bild: Finder

Mit den Filterlüftern der Serie 7F von

Finder können Schaltschränke, Gehäuse

und Schalttafeln einfach und

effizient klimatisiert werden

Weitere Details:

hier.pro/8IT8z

INFO

elektro

AUTOMATION

Die Heizgeräteserie 7H beheizt das

Gehäuseinnere mit einer sicheren

Temperaturbegrenzung und

schützt so vor Überhitzung

Bild: Finder

Mehrsprachige

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elektro AUTOMATION 01-02 2020 51


NEWS

KOMPONENTEN + PERIPHERIE

Kompakte und vollvergossene Lösung von FTG

Phasenschienen für Motorschutzschalter

Workshop

EVERYTHING UNDER CONTROL

26.03.2020 . 10:00 Uhr

Verwalten Sie Ihre Steuerungen ganz einfach

mit der cloudbasierten Administrationsplattform

Agenda:

Eigenes Konto („Tenant“) anlegen und

verwalten

CODESYS Development System um

Plug-In erweitern

CODESYS Edge Gateway installieren

und einrichten

Typische Anwendungsfälle selbst

ausprobieren:

Steuerungen, Projekte und Applikationen

einbinden

Listen- und Topologieansichten erstellen

Hinterlegte Projekte bearbeiten

Applikationen auf mehrere Geräte ausrollen

Projektparametern erstellen und zentral

ändern

Ausgefallene Steuerung mittels Ticketsystem

austauschen

Benutzer anlegen und verwalten

Ausblick auf neue Funktionen:

Datenanalyse, Remotezugriff etc.

Zusätzliches Plus: Alle Teilnehmer erhalten

für drei Monate ein kostenloses Konto im

CODESYS Automation Server!

Referenten:

Roland Wagner,

Head of Product Marketing,

CODESYS Group

Anmeldung:

codesys.automatisierungstreff.com

Der Workshop ist auf 15 Teilnehmer begrenzt.

Eigenes Windows Notebook erforderlich.

Die Teilnahmegebühr pro Person beträgt

EUR 100,00 netto zzgl. MwSt.

Martin Decker,

Engineer, Product Marketing,

CODESYS Group

Für hohe Anschlusswerte

und eine sichere Verbindung

bei wenig Platz bietet

FTG in Triberg vollvergossenen

Phasenschienen

VSMeasy für Motorschutzschalter.

Diese schützen

zuverlässig vor hohen Anlaufströmen,

einen längeren

Bremsweg, Antriebsstörungen

und Überlastungen

am Motor. VSMeasy

zeichnet sich durch eine äußerst kompakte

Bauform der Schienen aus. VSMeasy ermöglicht

eine kurzschlusssichere und kurzschlussfeste

Verbindung, die einen berührungssicheren

Aufbau gewährleistet. Wie das

übrige umfangreiche Sortiment an Phasenschienen

von FTG reduziert VSMeasy den Arbeitsaufwand,

indem bei der Montage merklich

Zeit eingespart wird. Das Produkt eignet

sich für viele unterschiedliche Gerätehersteller

und stellt effizient und zuverlässig eine

elektrische und mechanische Verbindung der

TE Connectivity erweitert sein Produktportfolio

M8/M12-Kabelbaugruppen für das IIoT

Bild: FTG

einzelnen Komponenten sicher. Diese Sammelschienen

aus dem Portfolio von FTG sind

für Motorschutzschalter bis 120 A ausgelegt.

Als Zubehör für die der Motorschutzschalter

führt FTG passende Einspeiseklemmen nach

IEC 60947-1, UL 508 und CSA. Zusätzlich

enthält das Produktsortiment auch Stern-

Dreieck-, Wende- und Sonderverdrahtungsbrücken.

Außerdem sind Adaptersysteme

zum Aufbau von Direkt-, Wende- oder Stern-

Dreieck-Kombinationen verfügbar. ge

www.ftg-germany.de

TE Connectivity (TE) hat M12-Kabelbaugruppen

für die Datenübertragung mit Ethernet-

Protokollen vorgestellt, die das Spektrum der

industriellen Ethernet- und Feldbuslösungen

des Unternehmens erweitern. Damit bietet

TE komplette Lösungen für M8/M12-Kabelbaugruppen

für die Ethernet-Kommunikation

in der Industrie. IIoT basiert auf der Fähigkeit,

große Datenmengen zu erfassen, zu übertragen

und zu verarbeiten, wobei die Kommunikation

sowohl zwischen den Geräten und

über die Netzwerke als auch zwischen den

funktionalen Schichten mehrerer Fertigungsbetriebe,

Versorgungsunternehmen und Kon-

sumenten erfolgt. Dabei

spielen M12-Kabelbaugruppen

eine wichtige

Rolle. TE hat damit das

ohnehin umfassendes

Angebot an Verbindungslösungen

für Feldbusse

wie Profibus, Devicenet,

Canopen und CC-Link um

Lösungen für industrielle

Ethernet-Protokolle wie

Profinet, Ethercat, Ethernet/IP

und Sercos III erweitert. Anwender

der neuen Industrial Ethernet M12-Kabelbaugruppen

von TE können aus einer Vielzahl von

Eigenschaften auswählen, um ihre spezifischen

Anforderungen zu erfüllen. Die Ummantelung

besteht beispielsweise aus PUR,

halogenfreiem und flammwidrigen thermoplastischem

Polyurethan (TPU) oder anderen

FRNC-Materialien (Flame Retardant Non Corrosive).

Je nach Material widerstehen die Kabelbaugruppen

bis zu 1 Mio. Biegezyklen sowie

Maschinenölen, Abrieb und UV-Strahlung.

ge

www.te.com

Bild: TE Connectivity

52 elektro AUTOMATION 01-02 2020

www.automatisierungstreff.com/workshops


KOMPONENTEN + PERIPHERIE

NEWS

LQ Mechatronik vereinfacht den Schaltschrankbau

A-TEC Motorstarter und Systemkonfigurator

LQ-Mechatronik-Systeme reduziert die Komplexität

in der Steuerungs- und Installationstechnik.

Deshalb wurde mit den A-TEC-Motorstartern

ein System konzipiert, das verschiedene

Bauteile zu Funktionseinheiten zusammenfasst.

A-TEC Motorstarter erfüllen die Forderung

nach Dezentralisierung im Maschinenund

Anlagenbau und haben zum Ziel, die Anzahl

der Einzelbauteile zu reduzieren. Mit dem

Systemkonfigurator kann bereits in der Phase

der Konstruktion festgelegt werden, welche

Komponenten zum Einsatz kommen und wie

sie konfiguriert werden müssen. Die kompakten

Steckverbindungen LQ-Produkte X-TEC

und W-TEC-Energiekabel sind bei hohen Leistungen

eine kostengünstige Alternative zum

weit verbreiteten, großdimensionierten Rechteckstecker.

Die LQ Mechatronik-Systeme

GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen

in Besigheim, das als erfolgreicher Systemund

Produktlieferant elektromechanische Kom-

plettlösungen für die

Steuerungs- und Installationstechnik

anbietet. Ob

bei modularen Schaltschränken

oder Energieführungssystemen

– für

die Mechatronik-Experten

steht die Reduzierung

der Komplexität im

Mittelpunkt. Basierend

auf einem Baukastenprinzip

aus standardisierten

Schnittstellen, fasst

LQ einzelne Bauteile zu

kompakten Funktionseinheiten

bzw. montagefertigen

Systemen zusammen

und liefert komplette elektromechanische

Ausrüstungen für den Maschinen- und

Anlagenbau.

ge

www.lq-group.com

Bild: LQ Mechatronik

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elektro AUTOMATION 01-02 2020 53


NEWS

KOMPONENTEN + PERIPHERIE

Flexible Kabelverschraubungen von Kaiser

Für unterschiedliche Leitungsdurchmesser

Die Kaiser-Gruppe stellt neue Kabelverschraubungen

vor. Hergestellt werden sie

von der Schweizer Tochtergesellschaft Agro

AG und unter den Markennamen Progress

sowie Syntec vertrieben: Für Flexibilität bei

der Montage sorgt die Kabelverschraubung

Progress Multilayer, die mit einem vierteiligen

Dichteinsatz ausgestattet ist. So können

verschiedene Kabel mit unterschiedlichen

Bild: Kaiser

Durchmessern durch die Verschraubung

geführt werden. Beispielsweise ist eine

Progress Multilayer mit Anschlussgewinde

M20 für Kabel in den Durchmessern von

3,5 bis 15 mm einsetzbar. Ein geschlitzter

Dichteinsatz erlaubt dabei eine schnelle

Montage auch bei vorkonfektionierten Kabeln

und macht diese Verschraubung universell

einsetzbar. Zudem wurde die Produkt -

familie Progress EMV um eine weitere Kabelverschraubung

für explosionsgefährdete

Zonen ergänzt: Die Progress EMV EasyConnect

für erhöhte Sicherheit Ex e II ist mit

Klemmbacken ausgestattet, die auf engem

Raum eine gute Zugentlastung gewährleisten.

Eine spezielle Kontaktfeder sorgt dabei

für eine sichere Schirmkontaktierung. Diese

Kabelverschraubung kann überall dort eingesetzt

werden, wo explosionsfähige Gas-,

Dampf-, Nebel- und Luftgemische vorhanden

sind oder Staub eine explosionsfähige Atmosphäre

bilden kann. Darüber hinaus bietet

Kaiser die Baureihe Progress EMV Power-

Connect, ebenfalls aus dem EMV-Bereich,

an, die eine kompakte Bauform bei gleichzeitig

hohem Ableitvermögen aufweist. Die Kabelverschraubung

ermöglicht eine kraftvolle

Verbindung und Klemmung des Kabelschirms.

ik

www.kaiser-elektro.de

Messe Light + Building: Halle 12.0, Stand E61

Cat.8.1-Patchkabel von Intos

Datenhighway fürs Netzwerk

Normgerechte Lösung von Yamaichi

M12 mit Push-Pull-Innenverriegelung

Bild: Intos

Die vierpaarigen Vollkupfer-Patchkabel

vom Typ Cat.8.1 von Intos

Electronic übertragen Daten mit

bis zu 40 Gbit/s bei einer Bandbreite

von 2000 MHz. PoE- und

PoE+-tauglich und mit RJ45-Steckern

kompatibel eignen sie sich

vor allem für den Einsatz in Rechenzentren.

Die Leitungen sind

in neun Längen von 0,5 bis 15 m

erhältlich. In größeren Netzwerken

oder Rechenzentren verbinden

die Kabel der Klasse G

Router und Switches miteinander.

Sehr hohe Geschwindigkeiten

im Endgerätebereich durchkreuzen

den Einsatz bei Etagenverkabelung,

weil für den Endverbrauch

erhältliche Ethernet-Kabel

mit jedem zusätzlichen Zentimeter

an Tempo verlieren. Im Gegensatz

zur vorangehenden 7er-

Kategorie transportieren die geschirmten,

symmetrischen Vollkupferkabel

mit AWG-26-Adern

Daten wieder mit gebräuchlichen

RJ45-Steckern. Cat.8-Kupferkabel

unterstützen Power over

Ethernet sowie Power-over-Ethernet+

– eine Fähigkeit, die Glasfaser

nicht beherrscht. Damit versorgen

sie auch leistungshungrige

Geräte selbst bei 40-GBase-

T-Verbindungen mit Energie. InLines

Cat.8.1-Patchkabel bestehen

aus vier miteinander verdrillten,

einzeln mit einer Metallfolie abgeschirmten

Kupferadern, die ein

zusätzlich verbauter Schirm aus

Drahtgeflecht umhüllt. ge

www.intos.de

Yamaichi Electronics geht mit dem M12-Push-Pull mit Innenverriegelung

den nächsten Innovationsschritt bei M12-Steckverbindern.

Der kabelseitige Stecker rastet von innen mit den

Rasthaken tief in die Gerätedose ein. Dadurch benötigt das

Push-Pull-System exakt den gleichen Bauraum wie eine gängige

M12-Verbindung mit Schraubverriegelung. Bei dieser

Technologie ist es möglich, die M12-Gerätedose komplett in

das Endgerät, etwa die Verteilerbox, versenkt zu integrieren.

Das System ist IP65/IP67 dicht und durch die besonders langen

Rasthaken mechanisch robust – auch bei Torsionsbelastung.

So stehen dem Anwender sämtliche Vorteile der Push-

Pull-Verriegelung zur Verfügung, und das alles gemäß der

standardisierten M12 Spezifikationen. Das System befindet

sich momentan im Prozess der internationalen

Standardisierung zur

CDV IEC 61076-2-012.

Dies garantiert herstellerübergreifende

Kompatibilität.

Die Gerätebuchse

kann nach wie vor

auch herkömmliche M12-Steckverbinder

mit Schraubverriegelung aufnehmen. Anwender

sind also nicht zwingend auf einen speziellen Kabelstecker

angewiesen und bleiben flexibel. Das System ist bereits in

den Kodierungen A, B und D verfügbar. X-Kodierung für hohe

Datenraten nach Cat.6A und L-Kodierung zur Leistungsübertragung

folgen in Kürze.

ge

www.yamaichi.eu

Bild: Yamaichi

54 elektro AUTOMATION 01-02 2020


KOMPONENTEN + PERIPHERIE

NEWS

Omnimate-Power-Steckverbinder von Weidmüller

EMV-Schirmauflagen sicher kontaktieren

Bild: Weidmüller

Speziell in der Leistungselektronik sind die

Steckverbinder vom Typ Omnimate Power

SLF 7.62HP SH von Weidmüller wegen der

beidseitigen Fingersicherheit an Stift- und

Buchsenleiste häufig im Einsatz. Zusatzmaßnahmen

bei Zwischenkreisen oder Motoranschlüssen

sind nicht erforderlich. Ideal für die

Kombination von Energie- und Signalkontakten

ist der Omnimate-Hybridsteckverbinder

GW-Kondensator-Serie von FTCAP

Wärmeoptimierte Alu-Elkos für hohe Rippelströme

Kondensatoren mit Gewindeanschluss sind

bei FTCAP in einer gut kühlbaren Version als

GW-Baureihe erhältlich: Dabei sorgt ein spezieller

Stufenboden in Verbindung mit einem

Sil-Pad für eine optimale Wärmeableitung.

Dank des Stufenbodens und der Montage

über eine Ringschelle lassen sich die Kondensatoren

zudem nahezu nahtlos an einem

Kühlkörper befestigen. Die niederinduktive

GW-Baureihe eignet sich somit für Anwendungen

mit hohen Rippelströmen in einem

weiten Temperaturbereich von -40 bis 105 °C.

Die Aluminium-Elektrolytkondensatoren mit

Gewindeanschluss sind unempfindlich gegenüber

hohen Rippelströmen, wie sie in

Bordnetzumrichtern von S-Bahn-Triebwagen

oder in Schweißinvertern entstehen. Ein Nebeneffekt

der hohen Ströme ist jedoch eine

vermehrte Temperaturentwicklung in den

Kondensatoren. Deshalb sorgen spezielle Wickelaufbauten

dafür, dass die Wärme optimal

an den Becherboden abgegeben wird. Ein

spezielles Merkmal der GW-Serie ist ihr patentierter

Stufenboden: Diese Konstruktion

bewirkt, dass der Boden des Kondensators

BVF 7.62, beispielsweise als Einkabelschnittstelle

für den Motoranschluss an Servo-

Drives. Die steckbare Schirmauflage verfügt

über ein spezielles EMV-Federkontaktband,

das während des Steckvorgangs eine großflächige

und vibrationssichere Schirmanbindung

zum Gerätegehäuse herstellt. Verfügen

die Geräte allerdings über ein Kunststoffgehäuse

im Frontbereich, wird das Kontaktieren

der Schirmauflage deutlich erschwert. Abhilfe

schafft hier der Omnimate-Steckverbinder

BVF 7.62 Hybrid mit direkter Kontaktierung einer

Kontaktfläche auf der Leiterplatte. Ein integriertes,

steckbares Schirmblech erleichtert

den Einsatz von Omnimate-Power-Steckverbindern

in EMV-sensiblen Anwendungen.

Die Steckverbinder sind mit verschiedenen

Anschlusstechnologien verfügbar, von Zugbügel-Schraubanschluss

bis Push-In-Federanschluss.

Dabei erleichtert die Push-In-Technologie

mit aufstellbarer Wire-Ready-Klemmstelle

den Anschluss von flexiblen Leitern ohne

Aderendhülse und Leitern mit besonders

steifer Isolierung zusätzlich.

ge

www.weidmueller.com

trotz des angrenzenden Schrumpfschlauchs

plan ist. Dabei werden Lufteinschlüsse vermindert,

die zu einer schlechteren Wärmeabfuhr

aus dem Kondensator auf den Kühlkörper

führen würden. Der thermische Widerstand

fällt deutlich niedriger aus und trotz der

kompakten Bauform kann eine große Last

verarbeitet werden. Darüber hinaus verfügt

der Becher über eine Außensicke, über die

der Kondensator mit einer Ringschelle an einem

Kühlkörper befestigt werden kann. ge

www.ftcap.de

Bild: FTCAP

1

2

Adaptertülle für

Steckverbinder

Keystone-Module

einfach integrieren

Mit der neuen AT-KS Tülle

können alle Module, die auf

dem Keystone-System basieren,

per Snap-in-Montage in diverse

icotek-Systeme eingerastet

werden.

Separate Lochung in der

Gehäusewand nicht notwendig

Platzsparende Lösung

Tülle geeignet für alle

Keystone-Module

Snap-in-Montage

IP54

aaa Friedrichshafen

04.03. - 05.03.20

Halle B1 | Stand 506

www.icotek.com


PRAXIS

MESS- & PRÜFTECHNIK

Messumformer von Endress+Hauser für die Flüssigkeitsanalyse mit Memosens-Sensoren

Platzsparend und sicher

Viele Anwendungen der Flüssigkeitsanalyse setzen eine platzsparende Messstelle voraus. Gleichzeitig muss

die Messtechnik robust sein gegenüber Umwelteinflüssen wie Feuchtigkeit und Staub. In der Life-Scienceund

Chemieindustrie kommt hinzu, dass für Messstellen höchste Datenintegrität und Sicherheit unabdingbar

sind. Die Endress+Hauser Liquid Analysis GmbH+Co. KG, Gerlingen, bietet nun einen kompakten Messumformer

an, der Prozesssicherheit gewährleistet und sich einfach installieren und in Betrieb nehmen lässt.

Oliver Durm, Produkt Manager Messumformer-Plattformen, Endress+Hauser Liquid Analysis, Gerlingen

Auch in der Prozessautomatisierung ist die Miniaturisierung zunehmend

das zentrale Thema. Es gibt Anwendungsbereiche, in

denen es schwierig bis unmöglich ist, Platz für einen klassischen

Feldmessumformer oder sogar für ein Hutschienengerät im Schaltschrank

zu finden. Vielfach wird auch überhaupt kein Vorortdisplay

benötigt, da die Messwerte nur in der SPS oder im Prozessleitsystem

visualisiert werden. Hier stellt sich die Frage, wie man solche

Anforderungen lösen kann, denn die Messwerte werden benötigt,

um den Prozess sicher steuern und überwachen zu können. Anwendungsfälle

finden sich bei sogenannten Skid-Buildern. Diese stellen

kleine, sehr kompakte Anlagen her, die teilweise weniger als einen

Quadratmeter einnehmen. Auf diesen ist neben dem Produktions-

Platzsparende Installation:

Liquiline Compact CM82 findet

auch in kleinen Fermentern

Platz und braucht keine

eigene Stromversorgung

Bild: Endress + Hauser

prozess selbst meist noch ein kleiner Schaltschrank untergebracht,

in dem sich die elektrische oder pneumatische Steuerung befindet.

So finden sich solche Anlagen in der Wasseraufbereitung für Reinstwasser

oder bei Fermentern in der Life-Science- Industrie, bei denen

nur wenig Platz für die installierte Messtechnik zur Verfügung steht.

Life-Sciences profitieren von Memosens-Technologie

In der Life-Science-Industrie beispielsweise wird ein Medikament

zunächst im Labor entwickelt: In einer sehr kompakten Einheit, die

auf einem Tisch Platz findet. Erst später wird der Prozess in die Produktionsanlage

hochskaliert, in der dann große Mengen des medizinischen

Wirkstoffs hergestellt werden. Da in der Life-Science-Industrie

immer eine Datenvergleichbarkeit gewährleistet sein muss, ist

es ratsam vom Labor bis zum Produktionsprozess durchgängig dieselbe

Messtechnik zu verwenden. Das bedeutet gleichzeitig, dass

die gesamte Messstelle nur einen geringen Platzbedarf haben darf,

damit sie bereits unter den beengten Laborbedingungen eingesetzt

werden kann. Eine einhunderprozentige Datensicherheit erreichen

Life-Science-Unternehmen mit Sensoren, die ihre Messwerte digital

zum Messumformer übertragen. Unterschiedliche Leitungslängen

zwischen Sensor und Messumformer spielen so keine Rolle

mehr und auf eine individuelle Kalibrierung für den Messpunkt kann

verzichtet werden. Sowohl im Labor als auch im Prozess können

dieselben Sensoren verwendet werden. Die Messumformer können

ebenfalls gleich sein, müssen es jedoch nicht. So kann zum Beispiel

im Labor ein möglichst kompaktes Gerät ohne Vorortdisplay

eingesetzt werden und für den Produktionsprozess ein anderes Modell

mit Vorort-Anzeige. Durch die digitale Signalübertragung zwischen

Sensor und Messumformer bleiben die Daten stets vergleichbar,

egal wie lang die Zuleitung ist. Großer Vorteil der Memosens-Technologie

ist, dass für die Verbindung zwischen Sensor und

Zuleitung eine hermetische und vollständig geschlossene Verbindung

besteht und keine metallischen und korrosionsanfälligen Kontakte

verwendet werden – und das an dieser besonders häufig

durch Feuchtigkeit betroffenen Stelle. Die Energie- und Datenübertragung

geschieht komplett induktiv, ohne elektro-mechanische Verbindung,

ähnlich wie beim Aufladen von neuen Mobiltelefonen.

Zeit und Kosten sparen durch eine einfache

Installation und Inbetriebnahme

Ganz ohne separaten Messumformer und damit noch platzsparender

geht es mit Liquiline Compact CM82: Dabei ist die ganze Funktionalität

eines Messumformers direkt in die Memosens-Steckverbindung

zwischen Sensor und Zuleitungskabel integriert. Ein sepa-

56 elektro AUTOMATION 01-02 2020


ates Gerät ist weder an der Messstelle noch im Schaltschrank nötig.

Damit entfallen auch zusätzliche Maßnahmen wie etwa ein Wetterschutzdach

oder wasserfestes Umgehäuse für den Messumformer.

Dieser, nach Angaben des Herstellers, kleinste Messumformer

für Memosens-Sensoren, erfüllt die Schutzklassen bis IP68. Auch

beim elektrischen Anschluss können Zeit und Kosten eingespart

werden, da keine weitere Verkabelung erforderlich ist. Der Messumformer

ist ein schleifengespeistes 2-Draht-Gerät mit 4...20-mA-/

HART-Ausgang und kann so direkt an den Stromeingang der SPS

angeschlossen werden. Darüber erfolgt auch die Energieversorgung,

sodass auf ein separates Netzteil verzichtet werden kann.

Das Gerät ist intrinsisch sicher und wird ab Sommer 2020 auch als

Variante für explosionsgefährdete Bereiche bis Zone 0 verfügbar

sein. Daher eignet sich der sehr kompakte Messumformer besonders

auch für Installationen im Chemiebereich: bei neuen Messstellen

genauso wie als Ersatz einer bestehenden klassischen

4...20-mA-Messstelle. Wurden dort bisher analoge Sensoren eingesetzt,

kann ganz einfach ein Umbau zur Memosens-Messstelle erfolgen.

Noch nie war der Umstieg von analog auf digital – die Ausrüstung

mit robuster, bewährter digitaler Sensortechnologie – so

einfach. Wertvolle Zeit kann zudem durch eine komfortable Fernwartung

eingespart werden, die mit dem Gerät möglich ist. Durch

HART sowie gängige Konfigurations- und Asset-Management-Software

wie etwa Fieldcare oder Pactware ist die Messstelle im Handumdrehen

eingerichtet. Direkt vor Ort funktioniert die Inbetriebnahme

mit herkömmlichen HART-Handgeräten, die an der Messstelle

einfach zugeschaltet werden. Bedienen lässt sich der Messumformer

optional auch über Bluetooth. Über die App „Smart Blue“ sind

alle Messtellen innerhalb der Bluetooth-Reichweite des Tablets und

Smartphones auf einen Blick einsehbar. Auch eine Konfiguration

und Diagnose ist über die App komfortabel möglich. Die Bluetooth-

Verbindung ist besonders sicher gegen unerlaubten Zugriff von Dritten

geschützt. Dies wurde vom Fraunhofer-Institut für Angewandte

und Integrierte Sicherheit (AISEC) bestätigt.

Bild: Endress + Hauser

Bild: Endress + Hasuer

Salz und Feuchtigkeit die Stirn bieten

Das maritime Umfeld, Offshore und Onshore, ist häufig äußerst

salzhaltig und die Luftfeuchtigkeit ist hoch. Messstellen mit herkömmlichen

Sensoren und Systemen haben hier zwangsläufig mit

der Korrosion von elektrischen Kontakten zu kämpfen. Nicht so mit

Memosens-Sensoren: Mit der kontaktlosen, digitalen Messwertübertragung

trotzen sie widrigen Bedingungen. Auch die Energieversorgung

erfolgt hermetisch verschlossen über eine induktive Steckverbindung.

Der äußerst kleine Messumformer für Memosens-Sensoren

eignet sich deshalb besonders für Anwendungen in diesen

Bereichen, auch weil der verfügbare Installationsraum auf Schiffen

sehr eingeschränkt ist. Anwendungsbereiche auf Schiffen sind unter

anderem das Monitoring des Einlauf- und Auslaufwassers von Abgaswäschern,

sogenannten Scrubbern, sowie die Überwachung

des Ballastwassers. Eine neue internationale Richtlinie sieht vor,

dass neuerdings das Ballastwasser von Schiffen behandelt werden

muss, damit Lebewesen oder Organismen nicht von einem Kontinent

zum anderen oder von einem Gewässer zum anderen verschleppt

werden. Diese könnten nämlich das ökologische Gleichgewicht

aus der Balance bringen. Der Messumformer ist für das maritime

Umfeld zertifiziert und erfüllt die Anforderungen des American

Bureau of Shipping (ABS), Bureau Veritas (BV), Det Norske Veritas

(DNV), Germanischen Lloyd (GL) und Lloyds Register (LR).

Liquiline Compact CM82 : geeignet für

Smart Farming und Urban Farming

Ein noch ganz neuer Bereich ist das sogenannte Smart Farming

oder Urban Farming. Dabei werden etwa im städtischen Raum in

Supermärkten in sich abgeschlossene Hochregale aufgebaut, die

ähnlich einem Gewächshaus funktionieren. Zusammen mit Kunstlicht

und den entsprechenden Nährlösungen lassen sich so frisches

Gemüse oder Blumen anbauen. Schlüsselparameter hierfür sind ein

minimaler Platzbedarf für die Anlagen und die notwendige Infrastruktur

zum Betreiben der Treibhäuser. Zur Überwachung der Nährlösungen

in den feuchtwarmen Treibhäusern eignet sich Liquiline

Compact CM82, da er direkt auf den Sensor aufgesteckt wird und

fast keinen Installationsplatz benötigt. Eine Installation dieser Art

befindet sich in Hongkong. Dort werden die Messwerte per Internet

zur Zentrale nach Singapur übertragen, von dort erfolgt dann aus der

Ferne die Steuerung der Anlage. IIoT macht es möglich.

jg

www.endress.com

Die Datenvergleichbarkeit ist Voraussetzung in der Life-

Science-Industrie. Am besten ist diese mit derselben

Messtechnik vom Labor bis zum Prozess zu erreichen

Liquiline Compact CM82 ist für alle Einsatzorte geeignet.

Egal, ob es an der Messstelle staubt, dampft, regnet,

schneit, heiß oder kalt ist

Details zum Messumformer Liquiline

Compact CM82 von Endress + Hauser:

hier.pro/vHT2N

INFO

elektro

AUTOMATION

elektro AUTOMATION 01-02 2020 57


NEWS

MESSTECHNIK + SENSORIK

Weitere Quotientenpyrometer von Optris

Exakte Messfeldmarkierung mittels grünem Visierlaser

die architekten für mes

Anwender-Workshop

26.03.2020 10:00 - 16:30 Uhr

MES für mein Unternehmen – Den IIoT und

I4.0 Hype praktisch umsetzen in eine MES-

Strategie, einen MES-Bebauungsplan, MES-

Auswahl- und -Implementierungsprojekte

Themenüberblick:

Die Automatisierungspyramide löst sich auf -

Braucht man noch ein MES oder ist MES nur

eine Übergangstechnologie?

Wie sieht ein MES-Bebauungsplan zwischen

ERP- und SCADA-Level aus?

Warum sich die MES-Welt von der ERP-Welt

emanzipieren muss?

Wie sieht eine MES-Roadmap vor dem Hinter

grund des eigenen „IIoT-Reifegrades“ aus?

Welche Systeme gibt es? – Marktüberblick!

MES Checkliste zur Konzeption und Auswahl

Erfolgreiche MES-Projekte und

MES-Organisationen!

HIR - die Architekten für MES

HIR unterstützt Industrieunternehmen bei

der strategischen Analyse und operativen

Gestaltung ihrer Prozesse und IT-Systeme

im MES-Umfeld. Namhafte große Konzerne

und mittelständische Unternehmen aus unterschiedlichen

Branchen bestätigen unsere

MES-Kompetenz

Auszug MES-Referenzen

Moderation: Dr. Harald Hoff

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Teilnahmegebühr: EUR 195,00

pro Person zzgl. MwSt. In dieser Gebühr sind enthalten: Teilnahme

am Workshop, Tagungsunterlagen, Erfrischungen während

der Pausen und ein Mittagessen.

Anmeldung zum Anwender-Workshop unter:

kontakt@hirgmbh.de

Bild: Optris

Für Einsätze unter widrigen

Bedingungen hat die Berliner

Optris GmbH die Quotientenpyrometer

Optris CTratio 1M und 2M entwickelt. Ihr

Konzept basiert auf dem CTratio mit Glasfaseroptik

sowie einer separaten Auswerteelektronik.

Die Modelle ermöglichen mit

einer spektralen Empfindlichkeit von 1,45-

1,75 μm (2M) bereits Messungen ab 250 °C

– maximal können nun 3000 °C gemessen

werden. Dabei beträgt der Messfehler lediglich

0,5 % und aufgrund der kurzen Einstellzeit

von 1 ms können sehr schnelle Prozesse

überwacht werden. Des Weiteren wir in die-

Althens Lösung für Wiegezellen

Messverstärker für IIoT-Konzepte

Althen Sensors & Controls hat den universellen

Messverstärker LCB für Wiegezellen vorgestellt.

Er wird den Industrie-40-Anforderungen

gerecht und ist insbesondere für IoT-Bedürfnisse

konzipiert. Der Messverstärker

LCB, der mit einem integrierten Analog/Digital-Wandler

ausgestattet ist, steigert durch

seine komplexen Fähigkeiten die Produktivität

und Effizienz von Wiegesystemen erheblich.

Der Messverstärker LCB wandelt das analoge

Mess-Signal (mV/V) eines DMS-Sensors in ein

digitales um und ermöglich so die nachträgliche

Digitalisierung einer Messkette – ohne Austausch

der bereits vorhandenen Wiegezelle.

Dazu ist er kompatibel mit jeder Art von DMS-

Sensoren, mit denen er direkt verbunden wird.

Für bestimmte Fälle können Adapter verwendet

werden. Zur Einbindung in die Systemumgebung

mit SPS arbeitet der Messverstärker

mit vielerlei Feldbussen zusammen, deren Zahl

ständig erweitert wird. Momentan unterstützt

werden Modbus TCP, Ethernet TCP/IP, Ethernet/

IP, Ethercat, Powerlink, Sercos III und Profinet

IO. Versionen für IO-Link, Canopen, CC-Link,

CC-Link IE, Profibus DP sind in Vorbereitung.

Die Einsatzgebiete für den Messverstärker

sen neuen Modellen nun ein grüner Visierlaser

mit einer Wellenlänge von 520 nm

eingesetzt. Gegenüber den bisher

üblichen roten Visierlasern

ist diese Wellenlänge

für das menschliche Auge

bis zu achtmal besser

sichtbar. Auf einer rot glühenden

Metalloberfläche

oder Schmelze ist ein grüner

Laser überhaupt wesentlich

besser zu erkennen. Dank eines

Glasfaserkabels sowie einer separaten Elektronikbox

kann man die Quotientenpyrometer

zudem auch bei einer Umgebungstemperatur

von bis zu 315 °C noch ohne Kühlung

betreiben. Zur Temperaturanalyse liefert

Optris standardmäßig die Software Ratio

Connect aus, die Temperaturmessdaten zuverlässig

erfassen und auswerten kann. Über

die USB-Schnittstelle und die Android-App

IRmobile kann der Anwender das Gerät aber

auch einfach vor Ort parametrieren. ik

www.optris.de

sind nahezu unbegrenzt in unterschiedlichsten

Industriebereichen, denn der LCB ist mit

einem IP67-Edelstahlgehäuse ausgestattet,

durch das er auch in sehr rauer Umgebung

eingesetzt werden kann. Die Verwendungsmöglichkeiten

reichen daher von der Lebensmittel-

und Getränkeindustrie über Pharma

und Chemie bis zur Stahlindustrie, Schüttgutindustrie

oder etwa für den Einsatz im Transportwesen

wie der Bahnindustrie. Die Installation

des Messverstärkers ist denkbar unkompliziert

und geht sehr schnell vonstatten.

Über die mitgelieferte PC-Software wird er

via Micro-USB-Schnittstelle konfiguriert. ge

www.althen.de

Bild: Althen

58 elektro AUTOMATION 01-02 2020

oder Anmeldung unter:

www.automatisierungstreff.com/workshops


MESSTECHNIK + SENSORIK

NEWS

Konfokaler Sensor von Micro-Epsilon

Für stabile Messungen auf gekrümmte Oberflächen

Hohe Präzision bei der Abstands- und Dickenmessung

von Oberflächen bietet der ConfocalDT

IFS2407-3 der Micro-Epsilon Messtechnik

GmbH & Co. KG in Ortenburg. Dieser

konfokale Sensor arbeitet bei einem maximalen

Verkippungswinkel von ± 30°. Daher werden

auch auf gekrümmten Oberflächen stabile

Messsignale erreicht und genaue Ergebnisse

ausgegeben. Die konfokal-chromatischen

Sensoren zählen in der optischen

Messtechnik zu den anspruchsvollsten

Messsystemen. Sie werden zur präzisen Abstandsmessung

auf verschiedene Oberflächen

sowie zur Dickenmessung von transparenten

Materialien eingesetzt. Moderne Technologie

ermöglicht beim ConfocalDT

IFS2407-3 zudem den hohen Verkippungswinkel

von bis zu ±30°. Dadurch können gekrümmte

und strukturierte zuverlässig und

präzise erfasst werden. Des Weiteren arbeitet

der Sensor mit einem

Messbereich von 3 mm,

einer numerischen Apertur

(NA) von 0,43 sowie einem

hohen Grundabstand

von 28 mm. In Verbindung

mit dem großen Verkippungswinkel

sind diese

Sensoren für Geometrieprüfungen

in Koordinatenmessmaschinen

prädestiniert.

Besonders auf Oberflächen

wie Zahnrädern

oder Außengewinden

werden stabile und genaue

Ergebnisse ausgegeben. Dank des berührungslosen

Messprinzips wirkt der Sensor

nicht auf das Messobjekt ein, wodurch die

Messung verschleißfrei erfolgt. Dadurch ist eine

wesentlich schnellere Erfassung der Werte

Bild: Micro-Epsilon

möglich als es mit taktilen Messverfahren

möglich wäre. Zusammen mit den ConfocalDT

Controllern werden außerdem Messraten

von bis zu 70 KHz erreicht.

ik

www.micro-epsilon.de

Einfacher Einstieg in die KI-basierte Bildverarbeitung mit IDS

Alles aus einer Hand

Basler-Kameramodul Vision-basiertes Machine Learning

Das volle Potenzial ausschöpfen

IDS NXT Ocean ist eine Komplettlösung der Obersulmer IDS

Imaging Development Systems GmbH, die Anwendern den

Einstieg in KI-basierte Bildverarbeitung erleichtert. Von der

Kamerahardware inklusive selbst entwickeltem

KI-Core über die intuitiv

bedienbare Trainingssoftware

zur Erstellung individueller

künstlicher neuronaler

Netze bis zu Support

erhalten Anwender

hier alles aus einer

Hand. Mithilfe der

Cloud-Software IDS

NXT Lighthouse trainieren

auch Laien ohne Vorwissen

zu künstlicher Intelligenz

oder Kameraprogrammierung

einen KI-Klassifikator

mit eigenen Bilddaten. Da es sich

Bild: IDS Imaging

Development Systems

um eine Web-Applikation handelt, stehen alle Funktionen sowie

die benötigte Infrastruktur zur Erstellung des neuronalen

Netzes unmittelbar zur Verfügung. Anwender müssen

somit nicht erst eine eigene Entwicklungsumgebung einrichten,

sondern können direkt mit dem Trainieren des eigenen

neuronalen Netzes beginnen. Dies umfasst drei wesentliche

Schritte: Beispielbilder hochladen, die Bilder labeln und anschließend

das vollautomatische Training starten. Das erzeugte

Netz ist anschließend direkt auf den IDS-NXT-Industriekameras

lauffähig und macht sie zu Inferenzkameras. ik

www.ids-imaging.de

Die Basler AG hat gemeinsam

mit NXP ein Vision-System für

Machine-Learning-Edge-Computing-Anwendungen

entwickelt,

das das volle Potenzial des Kameramoduls

sowie des SoCs

(System-on-Chip) nutzt. Dazu

stellt das Unternehmen ein Kameramodul

vor, das auf die ProzessorrReihe

i.MX-8M-Plus von

NXP Semiconductors abgestimmt

ist. Der Chip verfügt über

einen Bildverarbeitungsprozessor

(ISP), der Dual-Camera-Support

bereitstellt und Echtzeitverarbeitung

für scharfe Bilder ermöglicht.

Ein Neuronaler Netzwerkbeschleuniger

liefert dafür

bis zu 2,3 TOPs für umfangreiche

maschinelle Lernfähigkeiten. Im

Zusammenspiel mit den darauf

abgestimmten Kameramodulen

ergibt sich eine gute Kombinati-

Bild: Basler

on für intelligente, Vision-basierte

Machine-Learning-Anwendungen.

Darüber hinaus bietet das

Kameramodul, eine 8-Megapixel-

Basler-Dart mit BCON für MIPI-

Schnittstelle, einen 4K-Sensor

mit High Dynamic Range (HDR)

von On Semiconductor. Neben

dem Kameramodul vervollständigen

außerdem zwei auf das SoC

abgestimmte Add-On-Camera-

Kits das Lösungskonzept. Diese

Kits enthalten alle Hardwarekomponenten

und Treiber, um das Kameramodul

mit dem NXP i.MX

8M Plus ohne Programmieraufwand

zu betreiben. Sie sind mit

dem 8 Megapixel- oder einem 5

Megapixel-Dart-BCON-für-MIPI-

Kameramodul verfügbar. ik

www.baslerweb.com

Embedded World: Halle 2, Stand 550

elektro AUTOMATION 01-02 2020 59


NEWS

MESSTECHNIK + SENSORIK

Autosen integriert io-key und Node-RED

Plug-and-Play IIoT ohne eine Zeile Code

Mit der Integration der grafischen Programmieroberfläche

Node-RED bietet der io-key

weitere Möglichkeiten, das Potenzial von

Sensordaten in der Cloud auszuschöpfen.

Dem Nutzer erschließt sich auch ohne Coden

und unabhängig vom Sensorhersteller ein

ganzes Universum von Anwendungen. Dieses

reicht von der Datenverarbeitung und

-übertragung in andere Cloud-Umgebungen

bis zur Sprachsteuerung über Alexa. io-key –

eine Komplettlösung aus IO-Link-Gateway,

Cloud-Umgebung und Datenflatrate – bringt

automatisch und unabhängig vom Gerätetyp

mehr als 6.000 Sensoren von über 200 Herstellern

in die Cloud. Schon in seiner Stan-

Balluff setzt auf CC-Link IE TSN für den Aufbau vernetzter Gerätesysteme

Smarte Integration mit Gigabit-Bandbreite

Balluff GmbH sieht in CC-Link IE TSN einen Schlüsselfaktor für den Aufbau

vernetzter Systeme, die deterministisch kommunizieren und nahtlos

an IT-Systeme und übergeordnete Management-Applikationen angebunden

sind. Das Unternehmen bietet Sensortechnik, Verbindungstechnik

und verwandte Produkte an. Zu denLösungen des Unternehmens

zählen RFID-Systeme, Feldbus-Netzwerk-Module,

Kabel und vor allem IO-Link, eine Technologie zur

Peer-to-Peer-Kommunikation von Sensoren, Aktoren

sowie anderen Systemen und Komponenten mit

der Steuerung. Das IO-Link-Produktsortiment ist

Bestandteil des Kerngeschäfts und umfasst

Komponenten, die mit den Netzwerktechnologien

der CLPA – dem Feldbus CC-Link und

dem offenen Gigabit-Ethernet CC-Link IE –

kompatibel sind. Jetzt widmet sich das Unternehmen

der Zukunft der industriellen Kommunikation,

indem es Lösungen für die Anforderungen

der digitalen Transformation anbietet. Der Markt verlangt heute,

dass Komponenten wie Visionsysteme integriert werden, und hat einen

entsprechend höheren Bandbreitenbedarf. Die Möglichkeit zur vertikalen

Integration von Maschinennetzwerken in die IT-Infrastruktur wird ebenfalls

immer wichtiger. CC-Link IE TSN ist dabei eine Ethernet-Technologie,

die Gigabit-Bandbreite und TSN-Funktionalität optimal kombiniert. jg

www.balluff.de

eu.cc-link.org/de

Bild: Autosen

dardkonfiguration erlaubt die Lösung auf dieser

Basis Monitoring, Reporting und Alarming.

Über das grafische Entwicklungstool

Node-RED lassen sich Datenverarbeitungsprozesse,

Verknüpfungen zu Datenbanken

oder die Datenübertragung in andere Cloudumgebungen

einfach per Drag-and-drop anlegen,

indem einzelnen funktionale Module

(Nodes) zu Datenströmen (Flows) zusammengeführt

werden. Endgeräte, APIs und

Onlinedienste lassen sich so über die Software

zu neuen Funktionseinheiten verbinden.

Node-RED ist die ideale Ergänzung des

io-key. Die Implementierung der Lösung

bleibt auch unter Node-RED einfach. Die Sensordaten

gelangen über IO-Link und den iokey

automatisch in die autosen.cloud. Dort

stehen bereits die Basisfunktionen zur Verfügung.

Neu geschaffen wurde eine Schnittstelle

zwischen der autosen.cloud und der

Node-RED-Entwicklungsumgebung. Damit

können die übertragenen Daten, Alarme oder

Events direkt verarbeitet oder in externe

Cloudsysteme übertragen werden. ge

www.autosen.com

Bild :Balluff

JAI-Industriekamera mit CMOS-Bildwandler

65 Bilder pro Sekunde

Der Hersteller JAI in Kopenhagen hat mit

der SP-45000-CXP4 eine 45-Megapixel-

Hochleistungskamera der Spark-Serie für

industrielle Anwendungen vorgestellt. Die

Kamera hat einen CMOS-Bildwandler (mit

Global Shutter), der 65 Bilder/s bei 8K TV-

Auflösung (7680 × 4320 Pixel) oder 52 Bilder/s

bei vollständiger 8-Bit-Auflösung von

8192 × 5460 (44,7 Megapixel) bietet. Neben

der hohen Geschwindigkeit liefert die

SP-45000-CXP4 dank eines Dunkelrauschens

von nur 4,5 Elektronen sowie einem

standardmäßigen Dynamikbereich

von 67 dB zudem eine hervorragende

Bildqualität. Ein speziell integrierter High-

Dynamic-Range-Modus (HDR), der eine

duale Verstärkungstechnik auf einzelne erfasste

Bilder anwendet, erhöht den Dynamikbereich

zusätzlich auf 73 dB mit einer

maximalen Bildrate von 30 fps. Die HDR-

Ausgabe kann in einem linearen 14-Bit-

Format oder in einem komprimierten

Knickpunktformat bei einer Bittiefe von 8,

10 oder 12 Bit erfolgen. Die SP-

45000-CXP4 ist in zwei Ausführungen erhältlich

– mit einer monochromen Ausgabe

(SP-45000M-CXP4) sowie einer Bayer-

Raw-Ausgabe für eine hostbasierte Interpolation

(SP-45000C-CXP4). Beide Modelle

haben eine CoaXPress-Schnittstelle.

Der Bildsensor der SP-45000-CXP4 verfügt

zudem über 3,2 μm kleine, quadratische

Pixel und eine Diagonale von

31,5 mm. Weitere Funktionen beider Modelle

umfassen: Einzel- und Mehrfach-

ROI-Funktionen, horizontale Bildumkehr,

eine Kantenverbesserungsfunktion, eine

Sequenzer-Trigger-Funktion, eine Auto Level

Control-Funktion, die Auto-Shutter und

Auto-Gain kombiniert, sowie eine integrierte

Funktion zur Steuerung von Objektiven,

die über eine Birger-Halterung verbunden

sind.

ik

www.jai.com

Bild: JAI

60 elektro AUTOMATION 01-02 2020


elektro AUTOMATION präsentiert Ihnen

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Hier finden Sie leistungsstarke Lieferanten, Dienstleister und kompetente lösungsorientierte Partner

für Automatisierungs technik!

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M2M-Kommunikation Motion Control

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SENSORIK

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Schönbuch Sensor GmbH & Co. KG

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Schönbuch Sensor bietet ein breites Standardprogramm

an industrieller Sensorik im Bereich von induktiven

und optischen Schaltersystemen, Lichtschranken,

Lichtgittern mit entsprechendem Zubehör sowie

Kabeldosen und Netzteilen.

Der Schwerpunkt liegt auf applikationsspezifischen

Lösungen, die in Zusammenarbeit mit den Kunden

realisiert werden.

Sonderapplikationen realisieren wir nach individuellen

Kundenwünschen. Anfertigungen auch in Kleinserien

möglich! Das Unternehmen ist nach DIN ISO

9001:2008 zertifiziert.

Technische Akademie Esslingen – TAE

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Die Technische Akademie Esslingen (TAE) mit Sitz in

Ostfildern – nahe der Landeshauptstadt Stuttgart – ist

seit über 60 Jahren für Unternehmen und Privatpersonen

internationaler Partner für effektive Fort- und

Weiterbildung.

Mit rund 1000 Veranstaltungen, einem Kompetenznetzwerk

von mehr als 4000 Referenten und über

10 000 Teilnehmern pro Jahr gehören wir zu den größten

Weiterbildungsanbietern im deutschsprachigen Raum.

Auch in den Bereichen Studium und Ausbildung bietet

die TAE jahrzehntelange Erfahrung. Sie finden bei uns

berufsbegleitende Bachelor-, Master- und Online-

Studiengänge, mit denen Sie Beruf und Studium perfekt

verbinden.

elektro AUTOMATION 01-02 2020 61


INSERENTENVERZEICHNIS

IMPRESSUM

AMK Arnold Müller GmbH & Co. KG,

Kirchheim

www.amk-antriebe.de .............................. 39

Automation24 GmbH, Essen

www.automation24.com .................... 19–22

Beckhoff Automation GmbH & Co. KG, Verl

www.beckhoff.de ...................................... 64

CTX Thermal Solutions GmbH, Nettetal

www.ctx.eu .............................................. 51

Delphin Technology AG, Bergisch Gladbach

www.delphin.de ......................................... 5

Deutsche Messe AG, Hannover

www.messe.de ........................................ 53

ESCHA GmbH & Co. KG, Halver

www.escha.net ........................................... 9

icotek GmbH, Eschach

www.icotek.de ......................................... 55

KUNDISCH GmbH & Co. KG Electronic,

Villingen-Schwenningen

http://www.kundisch.de/ ........................... 37

PICTORIAL – FUSES (INDUSTRIAL)

MICRO-EPSILON-MESS- TECHNIK

GmbH & Co. KG, Ortenburg

www.micro-epsilon.com ............................. 3

Mouser Electronics, München

www.mouser.com .................................... 11

Schönbuch Sensor GmbH & Co. KG,

Bad Teinach-Zavelstein

www.schoenbuch-sensor.net ................... 61

STEGO – Elektrotechnik GmbH,

Schwäbisch Hall

www.stego.de .......................................... 41

STROBL GmbH, Ilsfeld

www.stroblgmbh.de

..........................10,16,18,24,30,38,44,52,58

Technische Akademie Esslingen e.V.,

Ostfildern

www.tae.de .............................................. 61

untitled exhibitions GmbH, Stuttgart

www.untitledexhibitions.com ................... 15

Weidmüller Interface GmbH & Co. KG,

Detmold

www.weidmueller.com ............................... 2

Ihnen fällt gerade die korrekte Übersetzung ins Englische nicht ein? Dann sind die Pictorials von ‚Inch by Inch – Technical

English‘ genau das Richtige, um auf unterhaltsame Weise quasi in kleinen Häppchen das technische Englisch zu

verbessern. Die elektro AUTOMATION veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Autors Matthias Meier, Karlsruhe,

jeweils ein Pictorial zu Themen rund um die Automatisierungstechnik. Weitere Pictorials finden Sie unter:

http://inchbyinch.de

VORSCHAU

Bild: Strobl

fuses (industrial) » Sicherungen (Industrie)

Diazed/bottle fuse » Diazed-Sicherung

Neozed fuse cartridge » Neozed-Sicherungspatrone

srew-in circuit breaker » Sicherungs-Schraubautomat

circuit breaker » Schutzschalter

NH fuse

» Niederspannungs-

Hochleistungssicherung

fuse block

» Sicherungssockel

srew cap

» Schraubkappe

Der Automatisierungstreff IT & Automation 2020 findet

vom 24. bis zum 26. März wieder in der Kongresshalle

Böblingen statt. In unserer nächsten Ausgabe gehen

wir deshalb näher auf den einen oder anderen Anwender-Workshop

ein – beispielsweise lernen Teilnehmer

im Wago-Workshop „Applikationen schneller entwickeln

mit Docker“ die Unterschiede und Vorteile

aktueller Technologien aus dem IoT-Umfeld, wie

etwa Docker, TimeSeries Databases sowie die grafische

Applikationsentwicklung mit Node-Red kennen.

elektro

AUTOMATION

Konzepte • Systemlösungen • Komponenten

ISSN 1430–5887

Herausgeberin: Katja Kohlhammer

Verlag: Konradin-Verlag

Robert Kohlhammer GmbH

Ernst-Mey-Straße 8,

70771 Leinfelden-Echterdingen, Germany

Geschäftsführer: Peter Dilger

Verlagsleiter: Peter Dilger

Redaktion:

Chefredakteur:

Dipl.-Ing. Michael Corban (co), Phone + 49 711 7594–417

Stellvertretende Chefredakteure:

Dipl.-Ing. Andreas Gees (ge), Phone +49 711 7594–293;

Johannes Gillar (jg), Phone + 49 711 7594–431

Korrespondent:

Nico Schröder M.A. (sc), Phone +49 170 6401879

Redakteure:

Dr.-Ing. Ralf Beck (bec), Phone +49 711 7594–424;

Evelin Eitelmann (eve), Phone +49 711 7594–4653;

Jörn Kehle (jke), Phone +49 711 7594–407;

Irene Knap B.A. (ik), Phone +49 711 7594–446;

Bettina Tomppert (bt), Phone +49 711 7594–286

Redaktionsassistenz:

Carmelina Weber

Phone +49 711 7594–257, Fax: –1257

carmelina.weber@konradin.de

Layout:

Anja Carolin Graf, Phone +49 711 7594–297

Gesamtanzeigenleiter:

Andreas Hugel, Phone +49 711 7594–472

E-Mail: ea.anzeigen@konradin.de

Auftragsmanagement:

Christel Mayer, Phone +49 711 7594–481

Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 76 vom 1.10.2019.

Leserservice:

elektro AUTOMATION +49 711 7252–209,

E-Mail: konradinversand@zenit-presse.de

Erscheinungsweise: monatlich

elektro AUTOMATION wird nur an qualifizierte Empfänger

kostenlos geliefert.

Bezugspreise: Inland 69,65 € ein schl. Versandkosten und

MwSt., Ausland 69,65 € einschl. Versandkosten. Einzelverkaufspreis:

10,00 € ein schl. MwSt., zzgl. Versandkosten.

Bestellungen erbitten wir direkt an den Verlag. Sofern die

Lieferung nicht für einen bestimmten Zeitraum ausdrücklich

bestellt war, läuft das Abonnement bis auf Widerruf.

Bezugszeit: Das Abonnement kann erstmals vier Wochen

zum Ende des ersten Bezugs jahres gekündigt werden.

Nach Ablauf des ersten Jahres gilt eine Kündigungsfrist

von jeweils vier Wochen zum Quartalsende. Bei Nichterscheinen

aus tech nischen Gründen oder höherer Gewalt

entsteht kein Anspruch auf Ersatz.

Auslandsvertretungen: Großbritannien: Jens Smith Partnership,

The Court, Long Sutton, Hook, Hamp shire RG29

1TA, Phone 01256 862589, Fax 01256 862182; USA, Kanada:

D.A. Fox Advertising Sales, Inc., Detlef Fox, 5 Penn

Plaza, 19th Floor, New York, NY 10001, Phone +1 212

8963881, Fax +1 212 6293988, detleffox@comcast.net

Gekennzeichnete Artikel stellen die Meinung des Autors,

nicht unbedingt die der Redaktion dar. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte keine Gewähr.

Alle in elektro AUTOMATION erscheinenden Beiträge

sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, auch Übersetzungen,

vorbehalten. Reproduktionen, gleich welcher

Art, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages.

Erfüllungsort und Gerichtsstand ist Stuttgart.

Druck: Konradin Druck GmbH, Leinfelden-Echterdingen

Printed in Germany

© 2020 by Konradin-Verlag Robert Kohlhammer GmbH,

Leinfelden-Echterdingen

elektro AUTOMATION 03-04/2020 erscheint am 18.03.2020

62 elektro AUTOMATION 01-02 2020


Industrie

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Mit dem Ultra-Kompakt-Industrie-PC C6015 erweitert Beckhoff die Einsatzbereiche für PC-based

Control. Überall dort, wo die Nutzung einer PC-basierten Steuerungslösung aus Platz- oder Kostengründen

nicht infrage kommt, bietet der C6015 ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis in extrem

kompakter Bauform. Mit bis zu vier Kernen, Aluminium-Zinkdruckguss-Gehäuse, geringem Gewicht

und unterschiedlichen Montagearten ist der C6015 für Automatisierungs-, Visualisierungs- und

Kommunikationsaufgaben universell einsetzbar. Auch als IoT-Gateway ist der C6015 optimal geeignet.

Prozessor: Intel Atom ® , 1, 2 oder 4 Kerne

Schnittstellen: 2 Ethernet, 2 USB, 1 DisplayPort

Arbeitsspeicher: bis zu 4 GB DDR3L-RAM

Ultraklein

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C6015 C6017 C6030 C6032

64 elektro AUTOMATION 01-02 2020

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